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Full text of "Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte. Neue Folge, Dritter Band"

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QUELLEN und ERÖRTERUNGEN 

ZUR 

BAYERISCHEN UND DEUTSCHEN 
GESCHICHTE. 



NEUE FOLGE, DRITTER BAND. 



AUF VERANLASSUNG UND MIT UNTERSTÜTZUNG SEINER MAJESTÄT 
DES KÖNIGS VON BAYERN HERAUSGEGEBEN DURCH DIE HISTO- 
RISCHE KOMMISSION BEI DER KÖNIGLICH BAYERISCHEN 
AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN. 



MÜNCHEN. 

M. RIEGER'SCHE UNIVERSITÄTS-BUCHHANDLUNG. 

(G. H IMMER.) 

1915. 



by Google 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



VEIT ARNPECK, 

SÄMTLICHE CHRONIKEN. 



HERAUSGEGEBEN 

VON 

GEORG LEIDINGER. 



AUF VERANLASSUNG UND MIT UNTERSTÜTZUNG SEINER MAJESTÄT 
DES KÖNIGS VON BAYERN HERAUSGEGEBEN DURCH DIE HISTO- 
RISCHE KOMMISSION BEI DER KÖNIGLICH BAYERISCHEN 
AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN. 



-««- 



MÜNCHEN. 

M. RIEGER'SCHE UNIVERSITÄTS-BUCHHANDLUNG. 

(G. HIMMER.) 

1915. 

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]\QH\zeä öy VjUU^K, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



J. P. Hi mm er 'sehe Buchdruckerei in Augsburg. 



by Google 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



Seiner Exzellenz 
dem Präsidenten der Königlich Bayerischen Akademie 

der Wissenschaften 

HERRN DR. KARL THEODOR VON HEIGEL 



gewidmet 
vom Herausgeber. 



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Inhalts-Verzeiehnis. 



Seite 
Einleitung : 

I. Vorbemerkung des Herausgebers I 

IL Arnpecks Leben VI 

III. Arnpecks Werke, kritisch untersucht: 

A. Die „Chronica Baioariorum" : 

a) Handschriften der Chronik XIII 

b) Drucke der Chronik XXIII 

c) Abfassungszeit der Chronik XXIV 

d) Quellen der Chronik XXVII 

e) Bedeutung der Chronik LXIII 

B. Die „Bayerische Chronik": 

a) Handschriften der Chronik LXV 

b) Drucke der Chronik LXXVI 

c) Die Frage nach dem Verfasser der Chronik LXXVII 

d) Arnpeck der Verfasser der Chronik . . . LXX1X 

e) Abfassungszeit der Chronik LXXXIX 

f) Quellen der Chronik LXXXXII 

g) Bedeutung der Chronik LXXXXIX 

h) Die Fortsetzung der Chronik und ihr Verfasser C 

C. Das „Chronicon austriacum": 

a) Handschriften der Chronik CI 

b) Druck der Chronik CII 

c) Abfassungszeit der Chronik CHI 

d) Quellen der Chronik CIV 

e) Bedeutung der Chronik CXV 

D. Der „Liber de gestis episcoporum Frisingensium" : 

a) Handschrift der Chronik CXVI 

b) Druck der Chronik CXVIII 

c) Abfassungszeit der Chronik CXVIII 

d) Quellen der Chronik CXIX 

e) Bedeutung der Chronik CXXIV 

E. Der „Libellus de fundationibus nionasteriorum 

in Bavaria" CXXV 

JV. Arnpecks Leistung CXXVIII 

.1, Original frorm 

J\gn\zeö by VjUUJJK. UNIVERSITY OF MICHIGAN 



Seite 
Texte: 

Chronica Baioariorum 1 

Bayerische Chronik 445 

Chronicon austriacum . ... 707 

Liber de gestis episeoporum Frisingensium 847 

Glossar 915 

Orts- und Personen-Verzeichnis 930 

Berichtigungen und Nachtrage 1013 



(^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



Einleitung. 



I. Vorbemerkungen des Herausgebers. 

Mit dem vorliegenden Bande schliesst die Reihe der 
zur Veröffentlichung in der Neuen Folge der „Quellen und 
Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte" 
bestimmten sogenannten bayerischen Landeschroniken des 
fünfzehnten Jahrhunderts ab. Die wichtigen lateinischen 
und deutschen Chroniken Bayerns der unmittelbaren Vor- 
gänger Aventins in quellenkritisch bearbeiteten Ausgaben 
zugänglich zu machen und damit gewissermassen die von 
der k. b. Akademie der Wissenschaften veranstaltete Aus- 
gabe der Sämtlichen Werke Aventins zu ergänzen , war 
eine wissenschaftliche Aufgabe, deren Lösung in die Wege 
geleitet zu haben das Verdienst Karl Theodors von Heigel 
ist. Ihm sei daher nach Vollendung der Arbeit der Dank 
dafür ausgesprochen. Nachdem jetzt jene Chroniken des 
fünfzehnten Jahrhunderts bearbeitet vorliegen, lässt sich 
klar und deutlich erkennen, welche noch vorhandenen oder 
verlorenen Quellen in ihnen benützt sind und welche Mit- 
teilungen wir den Verfassern der Chroniken selbst ver- 
danken. Nun ist es auch besser als früher möglich zu 
verfolgen, wie die einzelnen geschichtlichen Ueberlieferungen 
von einem jener Schriftsteller zum andern gewandert sind 
und welche Wandlungen sie bei jener Wanderung durch- 
gemacht haben. 

Dabei beschränkte sich die Arbeit nicht bloss auf die 
Landeschroniken selbst. Ebran von Wildenberg und Ulrich 
Füetrer sind allerdings jeder nur mit seiner Chronik in der 
Keine vertreten. Bei den beiden anderen Landeschronisten 
aber, Andreas von Regensburg und Veit Arnpeck, fügten 

Quellen u. Erörterungen N. F. III. TCjm 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— II — 

sieb, um das literarische Bild vollständig zu machen, an 
die von ihnen verfassten bayerischen Landeschroniken noch 
die sämtlichen übrigen Werke an. Der Gesamteindruck der 
bayerischen Chronistik des fünfzehnten Jahrhunderts dürfte 
dadurch wesentlich anschaulicher als früher geworden sein. 

Die Aufgabe, Veit Arnpecks Schriften neu herauszu- 
geben, harrte seit langer Zeit ihrer Erledigung. Schon bei 
der „Ankündigung und dem Plan-Entwurf einer Sammlung 
der Quellen deutscher Geschichten des Mittelalters* in den 
„Monumenta Germaniae historica" wurde unter den zu ver- 
öffentlichenden Hauptquellenschriften „Viti Arenpeck Chroni- 
con austriacum" und dessen „Chronicon Boioariae" auf- 
gezählt. 1 Gleich darauf erbot sich der ehemalige Freisingische 
Hofrat Franz Hoheneicher durch ein Schreiben an die 
„Gesellschaft für ältere deutsche Geschieh tskunde" vom 
22. Dezember 1819 2 , unter anderen Geschichtsquellen auch 
Veit Arnpeck zu bearbeiten. Wir erfahren dabei, dass 
Hoheneicher schon ein paar Jahre vorher eine Ausgabe 
von Arnpecks „Chronica Baioariorum" hatte veranstalten 
wollen, dass er aber, als im Jahre 1814 der Landshuter 
Universitätsprofessor Heller von Hellersberg ebenfalls eine 
Ausgabe Arnpecks angekündigt hatte, diesem nicht bloss 
die Benützung des damals in Hoheneichers Besitze befind- 
lichen Autographs überliess, sondern ihm auch die von ihm 
und dem Pfarrer Anton Nagel zu Moosburg gesammelten 
Varianten des Chroniktextes und Materialien zu einer Ab- 
handlung über Arnpeck übermittelte. Hoheneicher schränkte 
dann sein Anerbieten auf die Herausgabe von Arnpecks 
„Gesta episcoporum Frisingensium" ein. 

Hellersbergs geplante Ausgabe kam nicht zu stände, 
da er schon 1818 gestorben war. 

Dann hören wir, wie nicht lange darnach, am 28. Januar 
1820, der k. Ministerialrat Johann Georg Fessmaier, Mitglied 
der Münchener Akademie der Wissenschaften, wohl ohne 
Kenntnis von Hoheneichers Anerbieten, der „Gesellschaft 
für ältere deutsche Geschichtskunde " gegenüber ebenfalls 

1 Archiv d. Geg. f. alt. deutsche Geschichtskunde I, 46/7. Wie 
daselbst S. 63 berichtet ist, hatte am 30. März 1819 Legationsrat von Koch- 
Sternfeld brieflich der „Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde* 
„höchst schätzbare Nachrichten über eine Ausgabe der Werke des Vitus 
Arenpeck erteilt.* 

* Daselbst I, 350, dazu Berichtigung daselbst III, 29. 

n f~"rw^nl * Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— III — 

brieflich seine Bereitwilligkeit äusserte, Arnpecks „Chronica 
Baioariorum" in Gemeinschaft mit Direktor von Schlichtegroll 
„kritisch zu revidieren". 1 Hoheneicher erbot sich darauf, die 
Arbeit und seine gesammelten Materialien an Koch-Sternfeld 
oder Fessmaier abzutreten. 2 Doch scheint es bei allen diesen 
Vorschlägen geblieben zu sein. Zuströmender anderer Stoft 
drängte sie bei den „Monumenta Germaniae historica" in 
den Hintergrund. Fast ein Jahrhundert ist seitdem ver- 
gangen ; der vorliegende Band versucht, wenn auch nicht 
im Rahmen der „Monumenta", so doch in ihrem Geiste die 
alten Pläne zu verwirklichen. 

Der Ruf nach einer kritischen Ausgabe der Werke 
Arnpecks ist in der Zwischenzeit öfters ergangen. 3 

Seine Verwirklichung wurde eingeleitet durch die von 
Karl Theodor von Heigel veranlasste Stellung folgender 
Preisaufgabe seitens der philosophischen Fakultät der Uni- 
versität München für das Jahr 1891/2: „Die Schriften des 
bayerischen Chronisten Veit Arnpeck sollen einer kritischen 
Würdigung unterzogen werden. Insbesondere ist zu unter- 
suchen, ob die deutsche Bearbeitung des „ChroniconBaioariae" 
von Arnpeck selbst herrührt; auch sind die Quellen, aus 
welchen Arnpeck geschöpft hat, in möglichster Vollständig- 
keit nachzuweisen und die originalen Nachrichten auf ihren 
geschichtlichen Wert zu prüfen. Selbstverständlich müssen 
wenigstens die leicht erreichbaren Handschriften, namentlich 
die auf der hiesigen Hof- und Staatsbibliothek verwahrten 
angeblichen Autographe Arnpecks, in die Untersuchung 
hereingezogen werden/ 

Diese Aufgabe fand zwei Bearbeitungen, von denen 
jene meines Freundes Karl Franz Joetze, betitelt: „Veit 
Aernpekch, ein Vorläufer Aventins" im XXIX. Bande der 
„Verhandlungen des Historischen Vereines für Niederbayern* 4 
1893, S. 45 — 128 gedruckt wurde, während eine andere, 
von mir herrührend, im gleichen Jahr unter dem Titel 
„Ueber die Schriften des bayerischen Chronisten Veit Arn- 
peck" selbständig erschien. 4 Was wir beide damals in diesen 

1 Daselbst I, 487/8. 

2 Daselbst IV, 34. 

9 So durch Deutinger in seinen Beyträgen zur Geschichte des 
Erzbisthums München und Freising III (1851), 470, Pfannenschmid in 
den Forschungen zur deutschen Geschichte III (1863), 88, Heigel im 
Morgenblatt zur Bayerischen Zeitung 1865, Nr. 39, S. 130, Eluckhohn 
in den Forschungen zur deutschen Geschichte VII (1867), 205. 

1 Verlag von C. Mehrlich. 175 Seiten. 

Original frdnh 
b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— IV — 

unseren Doktordissertationen erforscht haben, völlig un- 
abhängig von einander, jn den meisten Punkten aber das 
gleiche Ergebnis bringend, ist in der .vorliegenden Text- 
ausgabe verwertet worden, ohne dass jedoch weder auf die 
eine noch auf die andere Veröffentlichung im einzelnen mit 
Zitaten zurückgegriffen wurde. Meine damalige Schrift er- 
achte ich durch die vorliegende Ausgabe und insbesondere 
die Einleitung als vollkommen ersetzt, so dass ich mich 
für die darin noch steckenden Unrichtigkeiten jetzt als 
nicht mehr haftbar betrachte. Meinem Freund Joetze aber 
spreche ich für alle Erleichterung und Anregung, die seine 
Arbeit mir für die Herstellung des vorliegenden Bandes 
geboten hat, den herzlichsten Dank aus. 

Wenn ich am Anfang auch Zweifel hegte, ob Arnpecks 
österreichische Chronik, die an Wert besonders den beiden 
bayerischen Chroniken weit nachsteht, dieser Ausgabe über- 
haupt einzuverleiben sei, so entschloss ich mich doch dazu, 
da die österreichische Chronik erst im Rahmen der Gesamt- 
ausgabe ihre richtige Beurteilung findet. Und man wird 
es vielleicht in Oesterreich selbst zu würdigen wissen, wenn 
gerade der Herausgeber der bayerischen Chroniken, dem 
die von Arnpeck dort benützten Texte geläufig und im 
Gedächtnis sind, auch den Text der österreichischen Chronik 
bearbeitete und insbesondere bei dem Quellennachweis auf 
viele Dinge aufmerksam machen konnte, die einem öster- 
reichischen Bearbeiter vielleicht nicht aufgestossen wären. 
Dafür möge man ihm milde Verzeihung angedeihen lassen, 
wenn er Manches, was wieder ein Oesterreicher besser 
wissen kann, nicht gefunden hat. 

Der Schwerpunkt meiner vorliegenden Ausgabe liegt 
neben der Lieferung möglichst reiner Texte in der Fest- 
stellung der benützten Quellen. Und mein Bestreben ging 
dahin, die Art der Quellenbenutzung nach der Weise der 
„Monumenta Germaniae historica" im Drucke möglichst 
augenfällig in die Erscheinung treten zu lassen. Hiebei legten 
sich allerdings gar viele Schwierigkeiten in den Weg, aber 
schliesslich war es, da bei der Quellenuntersuchung die 
kompilatorische Arbeitsweise Arnpecks immer mehr zu Tage 
kam, doch möglich, alle wörtlich aus andern Quellen ent- 
lehnten Stellen in Petit zu drucken (wobei die durch Arn- 
peck vorgenommenen Aenderungen gesperrt gesetzt wurden), 
die nicht nachgewiesenen in Garmond. 

n- ■ ^h f rw^nfr* Original from 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- V - 

Das gilt für alle Chroniken, ausgenommen die deutsche, 
wo nur die aus deutschen Quellen wörtlich entlehnten Texte 
entsprechend in Petit gesetzt sind, während in Garmond 
die mit Arnpecks lateinischer Chronik übereinstimmenden 
Teile gegeben wurden, die Aenderungen, Zusätze und die 
Fortsetzung dazu gesperrt. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



II. Arnpeeks Leben. 

Ueber den Lebensgang Veit Arnpeeks 1 wissen wir 
nicht sehr viel. Wir sind hauptsächlich auf die dürftigen 
Nachrichten angewiesen, welche er selbst in seinen Werken 
an zerstreuten Stellen gegeben hat. Schon Aventinus wusste 
über Arnpeeks Lebensumstände nichts anderes mitzuteilen, 
als was letzterer selbst in seinen Schriften ausgesprochen 
hat. Nur wenige Notizen sind im Laufe der späteren Zeit 
bis auf den heutigen Tag bekannt geworden, welche geeignet 
sind, die Lebensgeschichte unseres Chronisten ergänzen zu 
helfen. 

Wann und wo er geboren ist, lässt sich nicht genau 
feststellen. Allen Umständen nach darf man annehmen, dass 
seine Geburt ungefähr in die zweite Hälfte der dreissiger 
Jahre des 15. Jahrhunderts fällt. In seiner frühen Jugend 
verweilte er zu Freising. Er erzählt an einer Stelle 2 , dass 
er den Magister Johannes Fager 3 kannte, als dieser Chor- 
herr zu St. Andre in Freising war. Das war um 1450. 4 
An einer anderen Stelle 5 spricht er davon, dass er oft im 

• 

1 Ich habe die Namenßform „Arnpeck* beibehalten, weil ich der 
Ansicht bin, dass „Aernpeck* nicht der bayerischen Aussprache ent- 
spricht. Das übergeschriebene e über A und die Schreibung^ Ä soll 
nur die Lang 6 dss A betonen, wie Arnpeck denn auch z. B. Ampfing, 
Andächs. Atel geschrieben und doch wohl Ampfing, Andächs, Attel usw. 
gesprochen hat. Ein Urban Arnpeck, wie einst Veit Arnpeck Pfarrer 
zu St. Andre in Freising, vielleicht ein Neffe (kaum, wie mau ver- 
mutet bat, ein Bruder) des Letzteren, erscheint urkundlich in den 
Jahren 1521—1533; vgl. Prechtl, Das Kanonikatstift St. Andre auf 
dem Domberge zu Freising, S. 52 und 112. 

2 Unten S. 266, 23. 

3 Ein T Johannes Fager de Monaco 14 hat 1446 zu Padua eine 
jetzt in der K. Universitätsbibliothek zu Tübingen befindliche kanonistische 
Handschrift geschrieben (vgl, Serapeum IV, 190;; vielleicht ist er mit 
dem Obigen identisch. 

4 Vgl. S. 266, Anm. 8. 
6 S. 893, 19 ff. 

n r^nnol " Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- VII — 

Dome zu Freising das silberne Bildnis des Herzogs Ludwig 
des Bärtigen sah, wenn es bei festlichen Gottesdiensten 
mit dem ganzen Heiltum auf dem Altare stand. Dieses 
Bildnis x hatte der rauflustige Ingolstädter Herzog zur Sühne 
eines ungerechtfertigten, allerdings misslungenen Ueberfalls 
auf Freising stiften müssen. Im Jahre 1450 liess der Frei- 
singer Domherr und Kustos der Domkirche Wiguläus Ror- 
beck das Silberbild des inzwischen verstorbenen Herzogs 
einschmelzen, wohl weil man es als zu profanen Altarschmuck 
erachtete, und daraus unter Hinzugabe anderen Silbers eine 
(heute nicht mehr vorhandene) Büste des hl. Sigismund 
anfertigen. Auch aus dieser Erzählung ergibt sich, dass 
Arnpeck 1450 und vorher in Freising lebte. 2 

Ich möchte auch glauben, dass er überhaupt zu Freising 
geboren ist, wohin diese Erinnerungen aus früher Jugend- 
zeit weisen. Zwar bezeichnete Aventinus unsern Arnpeck 
als „Landesuta oriundus u 8 , eine Angabe, die überall Ein- 
gang fand ; und von Späteren ist bisher, gewöhnlich ohne 
dass ein Beleg angegeben wurde, Landshut als Arnpecks 
Vaterstadt genannt worden, zuletzt, indem Arnpecks besondere 
Vorliebe für diese Stadt betont wurde. Aber die Vorliebe für 
Freising ist nicht nur ebensogross, sondern tritt noch weit 
stärker hervor, was allein schon die Abfassung der Geschichte 
der Freisinger Bischöfe durch Arnpeck dartut, und auf 
Aventins Angabe möchte ich in diesem Falle kein Gewicht 
legen. Jugenderinnerungen, die so bestimmt wie jene Frei- 
singer einen Aufenthalt des Knaben Arnpeck zu Landshut 
beweisen würden, werden nicht mitgeteilt. 4 

Als ziemlich beweiskräftig für die Annahme, dass Arn- 
peck zu Freising geboren war, möchte ich den Umstand 
erachten, dass unser Chronist in den alsbald zu erwähnenden 
Matrikelbüchern der Universität Wien dreimal mit dem ßei- 

1 Aub dem Ausdruck „ymaginem secundum personara suam for- 
matam" ist nicht zu erkennen, ob es sich um ein Belief oder eine Büste 
oder ein ganzes Standbild handelte; auf letztere Form scheint der 
folgende Ausdruck „Btetit" zu deuten. 

* Auch die Angabe, dass er den 1495 verstorbenen Bischof von 
Freising Sixtus von Tannberg in dessen Jugend als gutbeanlagten Knaben 
selbst gekannt habe (unten S. 901, 10), weist wohl in die nämliche Zeit 
und Gegend. Sixtus von Tannberg wurde 1442 als Exspektant in 
Freising angenommen und 1456 aufgeschworen; Schlecht, Monumentale 
Inschriften im Freisinger Dome II, 37. 

3 Sämtliche Werke II, 1. 

4 Die selbständige Erzählung vom Landshuter Aufstand 1410 
(S. 360, 8 ff.) kann in keiner Weise hiefur in Betracht kommen. 

n f^f^ool - Original fram 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— VIII - 

satz „de Freising" bezw. „de Freysinga" verzeichnet ist. 1 
Von seinen Eltern wissen wir nichts. 2 

Im Jahre 1453 finden wir Arnpeck zu Amberg, wo 
er die Schule besuchte. Er erzählt uns 8 , wie er als „Scolaris" 
am Palmsonntag dieses Jahres in der Amberger St. Martins- 
kirche den Regensburger Domherrn Johannes Fager wieder- 
sah, den er früher schon kennen gelernt hatte, als jener 
noch Chorherr zu St. Andre in Freising war. Damals er- 
lebte Arnpeck als Schüler den eigenartigen Bürgeraufruhr 
zu Amberg, über den er uns als Augenzeuge wertvolle Mit- 
teilungen macht. 4 Die Schule, welche Arnpeck zu Amberg 
besuchte, ist aller Wahrscheinlichkeit nach die städtische 
Lateinschule zu St. Martin gewesen. 

Nach dem Schulunterrichte zu Amberg betrieb Veit 
Arnpeck höhere Studien auf der Universität zu Wien. Bayern 
erhielt ja seine Landesuniversität zu Ingolstadt bekanntlich 
erst einige Zeit später (die „Hohe Schule" dort wurde 1472 
eröffnet). Seitdem durch Herzog Kudolf IV. von Oesterreich 
im Jahre 1365 die Wiener Universität gegründet worden 
war, waren zahlreiche Bayern dorthin gezogen, um sich 
von dort ihre höhere Ausbildung zu holen. Dass darunter 
auch viele Angehörige der Diözese Freising waren, stand 
wohl zeitweise im Zusammenhang mit der Tätigkeit des 
Freisinger Bischofs Berthold von Wäching 6 , welcher der 
erste in Wien promovierte Magister gewesen war 7 und dann 
als Kanzler des Herzogs Albrecht III. von Oesterreich sich 
hervorragende Verdienste um das Gedeihen der Wiener 
Universität erworben hatte. 

Von 1454 — 1457 hat Arnpeck zu Wien studiert. 

1 Wenn Arnpeck S. 166, 13 den Ausdruck „nofltre Frisingensis 
civitatis 44 gebraucht, so bat man zu berücksichtigen, dass hier Worte 
Ottos von Freising verwendet sind. 

2 Ob die Stellen „Sed ego a genitore meo audivi . . . tt S. 307,26 
und „ Audivi eciam a progenitoribus raeis . . . a S. 311, 12 Arnpecks 
Eigentum sind oder wörtlich aus einer seiner Quellen stammen, ist 
zweifelhaft. 

8 S. 266, 22 ff. 

4 S. 264, 13 ff. und 539, 1 fi. 

6 Schon 1385 wird zu Amberg ein Schulmeister mit 24 Schillern 
erwähnt; vgl. Julius Denk, Zwei ehemalige Lehr- und Erziehungsanstalten 
Ambergs (1904\ S.10. Denk kannte Arnpecks Angabe, dass er zu Amberg 
„Scolaris* 4 gewesen sei, nicht; sie hätte ihm einen wichtigen Anhalts- 
punkt für die Geschichte der Schule im 15. Jahrhundert geben können. 

6 Vgl. unten den Abschnitt über ihn in Arnpecks Geschichte der 
Bischöfe von Freising S. 892, 10 ff. 

7 Unten S. 892, 14, dazu Schraufs Abhandlung über die Wiener 
Universität in : Geschichte der Stadt Wieu II, II, 973. 

.. Prvnnlp Original frorm 

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— IX — 

In den Jahren 1454 und 1455 verzeichnet ihn die 
Matrikel der die Bayern mit umfassenden rheinischen Nation 
an der Wiener Universität 1 . Seine Erzählung von dem 
Einzug des zu Ende des Jahres 1455 aus Ungarn zurück- 
kehrenden Königs Ladislaus zu Wien macht den Eindruck 
des Selbsterlebten. Vielleicht zog er in der Prozession der 
Studenten, von der er berichtet, mit. 2 

Im Juni 1456 beobachtete er zu Wien „ibidem tunc studio 
anhelans", den Kometen, der länger als einen Monat dort 
sichtbar war. 8 In jenem Sommer sah er daselbst wohl die 
Vorbereitungen zu dem Kreuzzug gegen die Türken und 
hörte wahrscheinlich die von schwärmerischer Begeisterung 
erfüllten Reden des Johann von Capistrano, welche besonders 
auf die Studenten mächtigen Einfluss übten. Arnpeck war 
Augenzeuge, als im Herbste jenes Jahres König Ladislaus 
zu Schiff aus Ungarn zurückkehrte und an der Donaulände 
beim roten Turm den Wiener Boden betrat* Und er befand 
sich unter den Zuschauern eines Am Hof bei den Karmelitern 
zu Wien 1456 abgehaltenen Turniers, bei welchem Herzog 
Sigmund von Tirol 5 und der junge Ladislaus Hunyady im 
Gestech gegeneinander rannten und Herzog Sigmund fiel. 6 

Als König Ladislaus zu Pfingsten 7 des Jahres 1457 
abermals aus Ungarn nach Wien zurückkehrte, sah auch 
Arnpeck wieder dem Einzüge zu. 8 Unterdessen hatte der 
Freisinger Student am 8. Mai 1457 den Rang eines Bacca- 
laureus der Wiener Universität erworben.* Ob Arnpeck 
zur Zeit des plötzlichen Todes des jungen Königs Ladislaus 
(23. November 1457) noch zu Wien weilte, ist unbestimmt. 10 

'- 1454: „Vitus Arnpeck de Freising 4 gr.* und 1455: „Vitus 
Erenpeck de Freysinga". Vgl. Lampel im Monatsblatt des Altertums- 
Vereines zu Wien VII (1904), 74. 

* Unten 8. 810, 19 ff. 
3 Daselbst Z. 27 ff. 

* 8. 814, 10. 

5 Nicht Erzherzog Albrecht VI., der Bruder Kaiser Friedrichs, wie 
im Monatsblatt des Altertums- Vereines zu Wien VII, 75 angegeben ist. 

• Unten 8. 832, 7 ff. 

' Weiss, Geschichte der Stadt Wien I*, 238; Vancsa in Geschichte 
der' Stadt Wien II, II, 538. Pfingsten fiel damals auf den 5. Juni. 
" 9 Unten S. 816, 7 f. 

• Die Akten der Artistenfakultät berichten darüber; „1457 in die 
Invencionis 8. Crucis presentatus et admissus . . . Vitus Arenpeck 
de Freysinga". Er gehörte zu denen, die „pro habitu et floreno" dis- 
pensiert wurden. Lampel a. a. O. 8. 75. 

10 Der Ausdruck „Medici in Austriam reversi palam dixere" (unten 
8. 817, 34 f.) möchte darauf schliessen lassen, doch entstammt er wört- 
lich Enea Silvios böhmischer Geschichte. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— X — 

Nach Vollendung seiner Studien verliess Arnpeck wahr- 
scheinlich Wien und kehrte nach Bayern zurück, wo er in 
den geistlichen Stand trat. Mehrere Jahre hören wir nichts 
von ihm. Dann findet sich eine Nachricht, dass er um das 
Jahr 1465 Kaplan an der St. Georgskirche zu Amberg ge- 
wesen ist. 1 

Im Jahre 1468 treffen wir ihn als Kooperator der 
Pfarrkirche zu St. Martin in Landshut. Damals wurde gegen 
die Husiten das Kreuz gepredigt. Der Bischof Lorenz Ro- 
varella von Ferrara wurde von Papst Paul H. als Legat 
durch ganz Deutschland geschickt. Kreuzzugsprediger zogen 
vor ihm her, und einer davon, ein Minorit Bonaventura, 
predigte auch zu Landshut und stellte Beichtiger auf, die 
dann später durch den nachkommenden Legaten bestätigt 
wurden. Ein solcher Beichtiger war auch Veit Arnpeck. 2 

Wieder hören wir lange Zeit nichts über seine äusseren 
Lebensumstände, bis er in einer Urkunde der Priesterbruder- 
schaft bei hl. Geist zu Landshut vom 27. September 1487 
als Frühmesser und Benefiziat am Altar St. Johanns des 
Täufers der Pfarrkirche zu St. Martin in Landshut genannt 
wird. 8 Als solcher wird er noch an zwei anderen Stellen 
bezeichnet. 

Erstlich in dem Cod. lat. 7839 der k. Hof- und Staats- 
bibliothek München. Diese Handschrift enthält die Chronik 
des Bischofs Otto von Freising. 4 Der Kodex, in der zweiten 
Hälfte des 15. Jahrhunderts von dem „bedellus iuratus" 
(vereidigten Gerichtsdiener?) Heinrich Mair für den Dr. iur. 
Heinrich Baruther geschrieben, war nach dessen Tode durch 
Erbschaft an dessen Neffen Heinrich Baruther 5 , Chorherrn 
zu St. Andre in Freising, gelangt, der die Handschrift 
an den Magister Peter Kalbsor 6 , ebenfalls Chorherrn an 
dem genannten Stifte, verkaufte. Von letzterem kaufte sie 
dann im Jahre 1491 Veit Arnpeck, schenkte sie aber noch 
in dem gleichen Jahre „zu seinem Gedächtnis" dem Kloster 
Indersdorf. Diese Geschicke der Handschrift entnehmen 

1 Blössner, Geschichte der Georgskirche (Malteserkirche) in Am- 
berg ; Verhandlungen des histor. Vereins v. Oberpfalz u. Begensburg L, 277. 

* Unten S. 416, 37 ff. 

8 Vgl. Deutinger III, 469. 

4 Unvollständig. Die letzten Butter sind schon früher verloren 
gegangen. Vgl. die Editio altera der Chronik von Hofmeister (1912), 
S. XL VII. 

5 Ueber die beiden Heinrich Baruther vgl. Schlecht. Monumentale 
Inschriften im Freisinger Dome 111,31. 

• Vgl. Ober ihn Schlecht a. a. O. 111,27. 

n- «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XI — 

wir aus vier eigenhändigen Notizen, die Veit Arnpeck in 
sie eingetragen hat l und in denen er sich einmal als Pfarrer 
der Kollegiatkirche zu St. Andre auf dem Berge zu Freising, 
ein andermal als Frühmesser des Altars St Johanns des 
Täufers in der Pfarrkirche zu St Martin zu Landshut be- 
zeichnet. Ob er die Stelle als Pfarrer zu St. Andre in 
Freising längere Zeit neben seiner Landshuter Pfründe 
innegehabt hat, lässt sich nicht feststellen. Die Pfarrei 
St. Andre war sehr klein und umfasste nur eine geringe 
Seelenzahl. 2 

In einer Urkunde vom 12. Juli 1492 3 erscheint Arnpeck 
wieder als Frühmesser zu St. Johanns Altar in der Pfarr- 
kirche St. Martin zu Landshut „und jetzo Pfarrgesell zue 
Sand Jobst daselbs a . 

Wir dürfen also wohl annehmen, dass Arnpeck von 
der zweiten Hälfte der sechziger Jahre an bis zu seinem 
Tode hauptsächlich an der St. Martinskirche zu Landshut 
tätig war, dass er daneben aber auch zeitweise andere 
Pfründen, wie die zu St. Andre in Freising und die zu 
St. Jobst in Landshut, innehatte. 4 Diese Mehrzahl von Pfründen 
in einer Hand hat durchaus nichts Auffälliges an sich. 
Arnpeck scheint sich übrigens dementsprechend bald zu 
Landshut und bald zu Freising aufgehalten zu haben. 

1 Bl. 67° am oberen Band: „Hunc librum scripsit Heinricus Mair 
bedellus iuratus spectabili et egregio utriusque iuris doetori Hainrico 
Baruther. Post cuius obilum iure hereditario ad manus Hainrici Baruther 
canonici 8. Andree, nepotis sui, pervenit. Qui dictum librum vendidit 
confratri suo Petro Kalbsor arcium liberalium magistro, canonico pre- 
fate ecclesie collegiate." Dann auf BL 69 r am obern Rand: „Vitus 

Arnpeckch pro tempore plebanus ecclesie collegiate S. Andree montis 
Frisingensia hunc librum a venerabili viro magistro Kalbsor canonico 
dicte ecclesie parata pecunia comparavit Anno etc. XCprimo." Weiter 

auf Bl. 70 r am oberen Rand : „Hunc librum Vitus Arnpekch primia- 
sarius altaris S. Johannis baptiste siti in ecclesia parrochiali 8. Martini, 
in Landshuet Frisingensis diocesis per donacionem inter vivos pro sui 
memoria donavit monasterio B. Virginia canonicorum regularium in 
Undenstorf anno domini 1491. " Und schliesslich Bl. 107° am oberen 

e 

Rand : „Ego Vitus Arnpekch presbyter do hunc librum monasterio in 
Undenstorf 1491." 

9 Prechtl, Das Kanonikatstift St. Andre auf dem Domberge zu 
Freising, S. 9 und 108. 

8 Verhandlungen des histor. Vereins f. Niederbayern III f III, 52 
Arnpeck verpachtet darin eine zu seinem Frflhmess-Benefizium gehörige 
Schwaige nach Leibdingsrecht auf Lebenszeit. 

4 Die Bezeichnung „capellanue minimus vestre reverendissime 
paternitatis" in der Unterschrift zur Vorrede der lateinischen Chronik 
unten S. 6, 11 ist nicht als Titel, sondern als eine auch anderswo vor- 
kommende Unterwürfigkeitsformel aufzufassen. 

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Jigitized by VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XII — 

Am 1. Januar 1495 widmete er von Landshut aus 
seine lateinische bayerische Chronik dem Bischof Sixtus 
von Freising. 

Die letzte Nachricht, die wir über Arnpeck haben, 
gibt er uns am Ende der Freisinger Bischofsgeschichte. 1 
Er spricht dort von seiner Teilnahme an den Leichenfeier- 
lichkeiten des Abtes Wolfgang von Weichs zu Weihen- 
stephao, welche in diesem Kloster am 22. September 1495 
stattfanden. Das ist zugleich die späteste Zeitangabe, die 
in seinen Werken vorkommt. 

Wann Arnpeck gestorben ist, darüber fehlt uns jede 
Kunde. Allem Anschein nach hat ihn die grosse Pest des 
Jahres 1495 hin weggerafft. Sein Todestag wird in das 
Ende jenes Jahres gefallen sein. 2 Ob er zu Freising, wo 
wir ihn zuletzt trafen, oder zu Landshut 8 gestorben ist, 
wissen wir nicht. Kein Nekrologium verzeichnet sein Hin- 
scheiden. 

Was er als Geistlicher geleistet hat, darüber fehlt 
uns jede Nachricht. In stiller und fleissiger Arbeit aber 
hat er daneben die Chroniken verfasst, die der vorliegende 
Band darbietet und für die ihm die Nachwelt stets dankbar 
sein wird. 

An einer im Jahre 1861 aufgestellten Steinsäule unter 
den Alleebäumen vor dem Eingang in den Domhof zu Frei- 
sing hält eine Inschrift das Andenken an den trefflichen 
Mann lebendig. 

1 Unten S. 914, 10. 

* Wenn in der Geschichte der Stadt Wien 1, 175 zu lesen steht, 
dass Arnpeck bis circa 1505 gelebt habe, und bei Kempfler im Ober- 
bayerischen Archiv LH, 221, dass er um 1505 gestorben sei, so beruhen 
diese Angaben auf Irrtum. 

3 Wie schlimm die Pest dort im Jahre 1495 hauste, berichtet 
der Stadtschreiber Vetter in der Landshuter Ratschronik (hsg. von Heigel 
in den Chroniken der deutschen Städte XV, 337): „Item des Jars ist 
ain grosser Sterb gewest und am maisten Margretha (15. Juli) die Zeit 
hinumb biß auf Lucie (13. Dezember) und darnach und zu Landtshuet 
ob 3000 Menschen gestorben im Burgkfriedt." 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



III. Arnpeeks Werke. 

In dem folgenden Teile berichte ich über die Hand- 
schriften und Drucke der einzelnen Werke Arnpeeks, ver- 
suche die Abfassungszeit festzustellen, gebe eine Uebersicht 
über die Quellen und füge einen kurzen Abriss über die 
Bedeutung jedes einzelnen Werkes bei. 

A. Die „Chronica Baioariorum'*. 

a) Handschriften der Chronik.. 

Die von Arnpeck selbst so betitelte „Chronica Baioari- 
orum" 1 ist uns in dem vom Verfasser eigenhändig geschriebenen 
Original erhalten geblieben, in cod. lat. 2230 (früher Cod. 
bav. 1230) der k. Hof- und Staatsbibliothek München, worin 
sich zugleich das auch von Arnpeck selbst niedergeschriebene 
„Chronicon austriacum" findet. Dass die Schriftzüge wirk- 
lich Arnpeeks eigene sind, beweist unzweifelhaft ein Ver- 
gleich mit den Zügen des oben S. XI, Anm. 1 erwähnten 
Eintrags inClm. 7839, wo Arnpeck von sich selbst unmittelbar 
schrieb: „Ego V. A." usw. Arnpeeks Handschrift ist eine 
sehr charakteristische, die man von anderen mit Sicherheit 
unterscheiden kann. Man vergleiche die Wiedergabe einer 
Seite seiner Schrift, die in Chrousts Monumenta palaeo- 
graphica, Band II, Lieferung X, Tafel 9 erschienen ist und 
von mir dort erläutert wurde. In früheren Jahren gleich- 
massiger, wird Arnpeeks Schrift mit seinem zunehmenden 
Alter immer ungelenker und zitteriger. 

Clm. 2230 ist ein dicker Quartband von 490 Papier- 
blättern. Die „Chronica Baioariorum" ist mit einer älteren, 
anscheinend aus dem 16. Jahrhundert stammenden Blätter- 
bezeichnung versehen, welche von 1 — 361 läuft. Das „Chro- 
nicon austriacum" ist von einer andern etwas jüngeren, aber 

1 Vgl. unten S. 3, 1 ; 18, 1 ; 41, 22. S. 6, 31 ist von den „Chronica 
Bavarorum seu et Noricorum" die Bede, doch nicht so titelmäsaig wie 
an den eben genannten drei Stellen. 

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]\QH\zeä öy ^'UU^K UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XIV — 

auch noch dem 16. Jahrhundert angehörigen Hand eben- 
falls mit Blätterzählung von 1 — 129 ausgestattet worden. 
Während die bayerische Chronik von Arnpeck mit eigener 
Hand sehr reich rubriziert worden ist, entbehrt die öster- 
reichische Chronik der Rubrizierung, jedoch sind die Räume 
für die rot einzuschreibenden Anfangsbuchstaben freigelassen. 
Arnpeck scheint also nicht mehr dazugekommen zu sein, 
die Rubrizierung auszuführen. 

Der Einband der ganzen Handschrift ist erst erfolgt, 
nachdem beide Chroniken die Form hatten, in welcher sie 
noch heute vorliegen, wobei auffällt, dass bei der „Chronica 
Baioariorum" einzelne Zettel mit früher oder später ge- 
machten Notizen zwischen die Blätter der fortlaufenden 
Darstellung eingebunden sind. Starke Holzdeckel, vom 
Rücken aus bis zur Hälfte ihrer Flächen durch weissgelbes 
mit Ornamentpressungen versehenes Leder gehalten, bilden 
den Einband, der einst noch durch zwei heute fehlende 
Schliessen geschmückt war. 

Bei genauer Untersuchung des Aeusseren der Hand- 
schrift der „Chronica Baioariorum" habe ich die Beobachtung 
gemacht, dass nach durchgeführter Rubrizierung des ganzen 
Textes das Manuskript starke Veränderungen seitens des 
Verfassers erfuhr. Arnpeck hatte die Rubrizierung so ge- 
macht, dass er ausser den roten Ueberschriften, den roten 
Hauptanfangsbuchstaben und den zahlreich rot gestrichelten 
sonstigen Buchstaben bei je zwei aufgeschlagenen Seiten 
auch Buchzahl und Kapitelzahl rot einschrieb und zwar die 
Eapitelzahl in arabischen Zahlen je in die obere äussere 
Ecke, die ßuchbezeichnung aber mit „L tt (— Liber) auf die 
Mitte des linken, mit den römischen Ziffern „I" bis „V 
auf die Mitte des rechten oberen Seitenrandes. In dieser 
Form war die Chronik also zu einem bestimmten Zeitpunkt 
äusserlich fertig. Darnach aber hat er die erwähnten Ver- 
änderungen vorgenommen, die ich — abgesehen von den 
beim Texte gemachten Angaben über Randnotizen und ein- 
geheftete_Zettel — hier anführen will, da sie für den einen 
oder anderen Forschungszweck von Bedeutung sein könnten. 
Hauptsächlich erklären sich dadurch Widersprüche, insoferne 
nämlich in den Texten der Aenderungen Auszüge aus andern 
neuen Quellen gebracht wurden, die mit dem, was Arnpeck 
vorher geschrieben hatte, öfter nicht mehr übereinstimmen, 
ohne dass jedoch ein Ausgleich vorgenommen worden wäre. 
Von einer typographischen Kennzeichnung unten im Druck 

n f~*rw^nl ■" Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XV — 

der Texte konnte dagegen abgesehen werden, da ja das 
Endergebnis jener Aenderungen im Willen Arnpecks lag 
und die Chronik in der von ihm zuletzt gewollten Form 
wiederzugeben war. 

1. Nach F. 2 *■ wurden drei Blätter des ursprünglichen 
Textes herausgeschnitten, welche mit den jetzigen F. 7, 8 
und 9 zusammenhingen. Auf F. 7 geht das Inhaltsverzeichnis 
weiter, aber wir bemerken, dass andere Kapitel als jetzt 
vorhanden gewesen sind. 2 Dem alten 35. Kapitel des 
II. Buches entspricht das jetzige 31., dem alten 36. und 
37. das jetzige 33., dem alten 38. die jetzigen Kapitel 34, 
35 und 36, dem alten 39. das jetzige 38. Die alten Inhalts- 
angaben sind ausgestrichen und an ihre Stelle wie an die 
der drei herausgeschnittenen Blätter sind die jetzigen F. 3, 
4, 5 und 6 neu eingefügt worden, welche den Schluss der 
Widmung an Bischof Sixtus, die Vorrede und das Inhalts- 
verzeichnis der ersten zwei Bücher enthalten. Sie sind 
wie alle jene späteren Aenderungen weit unsorgfältiger 
rubriziert wie die Blätter der ersten Kubrizierung. Aus 
ursprünglich drei Blättern sind vier geworden, und aus 
diesem Umstand wie aus den erwähnten Resten der alten 
Inhaltsangabe kann man schliessen, dass der ursprüngliche 
Text bedeutende Veränderungen erlitten haben muss, was 
sich denn auch aus den unter 2. und 3. folgenden Fest- 
stellungen ergibt. Ob die Einschiebung jener vier Blätter 
nur der Aenderung des Inhaltsverzeichnisses wegen geschah, 
oder um Aenderungen an Widmung und Prolog vorzunehmen, 
lässt sich schwer sagen. Wahrscheinlich ist beides der Fall 
gewesen. Und vielleicht hat auch das Widmungsdatum der 
alten Form anders gelautet, als wie es jetzt vorliegt. 

2. Neu geschrieben hat Arnpeck das ganze erste Buch 
(F. 1—34.) 

3. Im zweiten Buch erweisen sich F. 37—41, 55, 65 
und 66 nach den oben angegebenen Merkmalen als zur 
alten Form gehörig. Auf F. 37—40 bemerkt man oben in 
den äusseren Ecken noch die alten Kapitelzahlen, die Arn- 
peck zu tilgen vergessen hat, während er sie bei den Kapitel- 
überschriften, meistens durch Kasuren, geändert hat. Wir 
erkennen daraus, dass vom zweiten Buch die jetzigen 

1 Die Blattbezeichnungen der Handschrift sind unten im Texte 
eingefügt und darnach diese Angaben leicht zu verfolgen. 
* Vgl. unten S. 9, 36 ff. 

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— XVI — 

Kapitel 3—6 früher Kapitel 6—9 waren. Auf F. 55 stehen 
oben noch die alten Kapitelzahlen 27 und 28, während sie 
in der jetzigen Zählung das 20. und 21. sind. Aehnlich 
verhält es sich bei den F. 65 und 66, wo wir oben noch 
viermal die alten Kapitelzahlen 32 erblicken, während der 
Text jetzt zu Kapitel 29 gehört. Ausser den genannten 
7 alten Blättern gehört das ganze zweite Buch der um- 
gearbeiteten Form an. Und auch diese musste noch weitere 
Aenderungen über sieb ergehen lassen, indem später noch 
F. 61 und 61 a eingeschoben worden sind. 1 

4. Im dritten Buch sind F. 80—87 und 89—99 der 
alte Bestand, die übrigen Teile, ungefähr ein Drittel des 
Buches, sind neu geschrieben. Doch wurden keine Kapitel- 
zahlen geändert. 

5. Das vierte Buch hat als neue Blätter nur F. 107 — 111 
erhalten, wodurch einige Aenderungen im ursprünglichen 
Inhaltsverzeichnis nötig wurden, sowie F. 149 und 150. 

6. Im fünften Buch finden wir als Einschiebsel nach 
der ersten" Rubrizierung F. 175 2 , 186 und 187, 190 und 191 
(die bemerkenswerte Beschreibung von Landshut), 195 und 
196 8 , 208, 250-255, 271-277, 286 und 287. Nicht als 
Einschiebsel, sondern als spätere Fortsetzungen des zunächst 
beendeten Textes nach dessen Rubrizierung 4 sind die Ab- 
schnitte von F. 319'— 321 zu betrachten. Sie sind zu zwei 
oder vielleicht drei verschiedenen Zeiten niedergeschrieben. 4 
Auch der Text auf dem unteren Teil 5 und der Rückseite 
von F 347 ist eine solche Fortsetzung. 

Aus den Scheidungen, welche sich hier bei dem rubri- 
zierten und dem nicht rubrizierten Texte feststellen lassen, 
sowie aus dem Tintenwechsel erkennen wir, wann ungefähr 
die Rubrizierung erfolgt sein muss. An beiden Stellen, wo 
sowohl bei der Geschichte des Münchener wie des Lands- 
huter Herzogs ein vorläufiger Schluss gemacht war, lief die 
Geschichte bis Ende Januar 1494. In diese Zeit dürfen 
wir wohl die Rubrizierung des ganzen Werkes setzen. Alle 
Aenderungen, welche diese Rubrizierung zerstört haben, 
sind nach jener Zeit erfolgt. Es wäre müssig feststellen 
zu wollen, wodurch sie veranlasst worden sind. Bei allen 

1 Vgl. unten 8. 71, 40 ff. 
* Vgl. unten 8. 199, 33 ff. 

3 Vgl. unten 8. 226, 31 ff. 

4 Vgl. die Lesarten-Bemerkungen zu S. 100, 15 und S. 401, 3. 
» Vgl. unten 8. 434, 36. 

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ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XVII - 

fühlte offenbar der Verfasser das Bedürfnis, sein Werk zu 
ergänzen, zu erweitern oder zu verbessern. 

Ueber die bewegten Schicksale des Kodex sind fol- 
gende Einzelheiten zu berichten: 

Die Handschrift befand sich einst in den Händen 
Aventins. Er versah sie mit Randnoten, die ich abgedruckt 
habe, soweit sie nicht blosse Wiederholungen von Worten 
des Arnpeck'schen Textes waren. Es sind manche inter- 
essante, für Aventinus sehr bezeichnende Bemerkungen 
darunter. Auch schrieb er an einigen Stellen Notizen zur 
Geschichte seiner Zeit ein, und zwar hauptsächlich zum 
Jahre 1532 (mitgeteilt unten 3. 443, 20 ff. und S. 845, 20 ff.). 
Für seine eigenen Werke hat er den Handschriftenband 
stark benützt. Zwar sagt er in seinen Annalen 1 von Veit 
Arnpecks Chronik: „servatur in bibliotheca Fruxinensium 
pontificum", doch scheint er sie leihweise von dort bekommen 
und nicht mehr zurückgeliefert zu haben. Es müsste denn 
zu Freising noch ein zweites Exemplar vorhanden gewesen sein. 

Noch ein weiterer Besitzer der Handschrift ist uns 
aus dem 16. Jahrhundert bekannt; denn auf der Innenseite 
des Vorderdeckels befindet sich das sehr beschädigte Ex- 
Libris des bayerischen Geschichtsforschers Wiguleus Hund 
mit dessen Wappen und der Inschrift: 

♦ M ♦ D ♦ LVI ♦ 

WIGVLEVS ♦ HVNDT DE LAV- 

TERPACH IVRE CO ♦ 

Auch Hund machte einzelne Randbemerkungen, ins- 
besondere schrieb er zu Notizen Aventins bei: „Das ist die 
aigen handschrifft Jo. Auentini." 2 Er benützte unsere Hand- 
schrift für seine „Metropolis Salisburgensis tt , die im Jahre 
1582 im Druck erschien, und zitierte sie dort nach ihren 
Blattzahlen. s Auch in seinem 1585/6 durch den Druck 
veröffentlichten „Bayerischen Stammenbuch * stützte er sich 
öfters auf Arnpeck und zitierte teils nur mit dem Namen 
des Verfassers, teils ausserdem unter Beisetzung der Blatt- 
ziffern unserer Handschrift 4 die „Chronica Baioariorum", wie 
auch das „Chronicon austriacum", das er einmal „Austria" 
betitelt, 5 zu andern Malen „De populis Danubianis", 6 

» Sämtliche Werke II, 35. 

• VgL unten S. 709. 35. 

• Z. B. 8. 42, 187, 274. 

« Z. B. I, 30, 91, 114, 147, 161. 

• I, 72. 

• I, 41, 139. 

Quollen u. Erfrierungen* N.F.E , ^ 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XVIII — 

entsprechend dem Titel, der von Hunds Hand dem Auto- 
graph der österreichischen Chronik vorgesetzt und vielleicht 
von Hund selbst geschaffen ist: „De Hermionibus et populis 
Danubianis." 

Ueber das genannte Hund'sche Ex-Libris war ein anderes 
geklebt, das mit Gewalt ausgekratzt worden ist, von dem 
aber immerhin noch Reste mit Kupferstichlinien vorhanden 
sind. Aus diesen Resten lässt sich mit Sicherheit erkennen, 
dass jenes fast ganz zerstörte Ex-Libris das bekannte schöne 
Kupfcrstich-Ex-Libris der Münchener Hofbibliothek mit der 
Jahrzahl 1618 gewesen ist. Aus Hund's Besitze dürfte also 
die Handschrift in die Mttnchener Hofbibliothek gewandert 
sein, wohl nach Hund's am 28. Februar 1588 erfolgten Tode. 

Der Katalog der lateinischen Handschriften der Hof- 
bibliothek vom Jahre 1582 l verzeichnet sie noch nicht. 
Dagegen scheint sie 1595 schon im Besitze der Hof- 
bibliothek gewesen zu sein. Denn wir kennen einen Brief 
des Herzogs Maximilian I. vom 24. März 1595, worin dieser, 
nachdem er in Erfahrung gebracht, dass die Hofbibliothek 
„Viti Arenbeck und Ebrons geschriebene Historien" besitze, 
den Auftrag erteilt, sie ihm unverzüglich zuzuschicken, und 
zwar für die Zwecke der von dem Herzog bei Marcus 
Welser in Auftrag gegebenen „Bayerischen Historie*. 2 Wir 
finden denn auch in Welsers 1602 im Druck erschienenen 
„Rerum Boicarum Libri quinque" Arnpeck häufig zitiert, 
offenbar nach jener Handschrift der Hofbibliothek, unserem 
Autograph. 3 

In dem im Anfange des 17. Jahrhunderts geschriebenen 
lateinischen Handschriftenkataloge 4 der Münchener Hofbiblio- 
thek erscheint unter Nummer 406B : „Viti Arnpeckii Chronicon 
Bavariae, ubi etiam varia Fragmenta de ducibus Austriae". 

In seiner „Bavaria sancta", deren erster Band 1615 er- 
schienen war, und in seiner 1628 daran angeschlossenen 
„Bavaria pia* hat der Münchener Jesuit Matthaeus Rader 

1 Cbm. Cat. 61. 

* Bayerische Blätter für Geschichte usw. 1832, S. 192. 

3 Meist nach Buch- und Kapitelzahl. In einem aus der Münchener 
Jesuitenbibliothek stammenden Exemplar von Welsers „Res Boicae" 
sind kritische Notizen handschriftlich eingetragen, deren dem Anfang 
des 17. Jahrhunderts angehöriger Verfasser unsere Handschrift benützt 
und an sechs Stellen (S. 195, 268, 291, 323, 324, 326) deren Blattziffern 
zitiert hat. 

4 Cbm. Cat. 62, f. 77. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XIX — 

Arnpeck öfter zitiert, und zwar nach unserer Handschrift, 
wie sich aus der Angabe von deren Blattziffern ergibt. 1 

Auch der Rektor des Münchener Jesuitenkollegiums 
P. Jakob Keller hat für seine im Jahre 1618 verfasste und 
gedruckte, unter dem Namen des bayerischen Landschafts- 
kanzlers Hans Georg Herwart von Hohenburg in die Welt 
gegangene Rechtfertigung Kaiser Ludwigs des Bayern gegen 
Bzovius („Ludovicus quartus imperator defensus") unsere 
Handschrift zur Verfügung gehabt; das ist zweifellos, weil 
auch er Arnpeck nach ihren Blattziffern zitiert. * 

Kurze Zeit darauf 3 hören wir, dass unser Kodex mit 
anderen Handschriften, die hauptsächlich zum Gebrauche 
der geschichtsforschenden Jesuiten P. Matthaeus Rader 4 
und P. Andreas Brunner 6 gedient hatten, im Münchener 
Jesuitenkloster gelagert hatte und im Jahre 1638 in die 
kurfürstliche Bibliothek abgeliefert wurde. 6 

Unsere Handschrift diente dann ferner unmittelbar als 
Quelle dem Münchener Jesuiten P. Johann Vervaux für seine 
umfangreichen, im Jahre 1662/3 unter dem Namen des Kanzlers 
Johann Adlzreiter im Druck erschienenen „Boicae gentis 
Annales". Arnpecks „Chronica Baioariorum* ist darin teils 
nur mit dem Namen des Verfassers, teils ausserdem mit 
den Nummern der Bücher und Kapitel angeführt, teils aber 
mit den Blattzahlen gerade unserer Handschrift. 7 

1711 sagte Leibniz 8 von Arnpecks „Chronica Baioari- 
orum" : „in bibüotheca bavarica habetur", womit er zweifellos 

1 „Bavaria sancta" 1, 116; II, 164.252. Zitate aus dem „Cbronicon 
auatriacum" daselbst II, 291; III, 144 ; „Bavaria pia" S. 82, 88. Bader 
zitierte ausserdem noch eine Handschrift der deutschen Chronik Arn- 
pecks, worüber unten noch gesprochen werden wird. 

* „Ludovicus defensus'S S. 609, 699, 966, 972, 986'; dazu in der 
„Mantisaa sive contra ßzovium pars tertia" (1619), S. 163. 

■ Die Zusätze, welche Christoph Gewold zu der 1620 erschieneneu 
2. Auegabe der vorhin genannten „Metropolis Salisburgensis" desWiguleus 
Hund machte, zeigen keine Benützung unserer Handschrift. 

4 Dieser hatte unsere Handschrift nicht bloss, wie oben dargelegt 
wurde, selbst ausgebeutet, sondern sie auch im September 1626 mit 
Genehmigung des Kurfürsten Maximilian I. an Elias Ehinger nach Augs- 
burg ausgeliehen, der sie nach einigen] Tagen zurücksandte, wie aus 
Briefen Ehingers hervorgeht (Oefeleana 216 der k. Hof- und Staats- 
bibliothek Manchen, Bl. 32, 33 und 35). 

* Brunner hat Arnpecks „Chronica Baioariorum" und dessen 
„Chronicon austriacum" für seine 1626—163? in drei Bänden erschienenen 
„Annales Boiornm" benfitzt und ersteres öfter nach den Nummern der 
Bücher und Kapitel, letzteres einmal nach der Jahrzahl zitiert. 

* Cbm. Cat. 35, f. 26 und 27. 

1 Z. B I, 139, 374, 578, 580, 647; II, 198, 199, 207, 203. 
8 SS. Brunsvicensia illustrantes III, 23. 

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— XX - 

das in der Münchener Hofbibliothek liegende Autograph 
meinte. 1 

1721 erschien die nach diesem veranstaltete Druck- 
ausgabe der „Chronica Baioariorum" 2 von Bernhard Pez 
und im gleichen Jahre die ebenfalls nach dem in demselben 
Kodex befindlichen Autograph gedruckte Ausgabe des„Chroni- 
con austriacum" von Hieronymus Pez. Die Handschrift selbst 
trat damit nunmehr in den Hintergrund. Oder vielmehr: 
sie verschwand ganz und scheint der Hofbibliothek, nachdem 
1721 noch die unten zu erwähnenden Eckgher'schen Abschriften 
daraus gemacht worden waren, auf unrechtmässige Weise 
entfremdet worden zu sein. Der Umstand, dass man in 
unserer Handschrift erkennt, wie versucht wurde, das Ex- 
Libris der Hofbibliothek ganz zu vertilgen, während das 
darunter befindliche Ex-Libris Hund's belassen wurde und 
nur durch das Auskratzen des anderen Ex-Libris Schaden 
erlitt, dürfte darauf hindeuten, dass der Zerstörer des Ex- 
Libris der Hofbibliothek den Anschein erwecken wollte, als 
sei die Handschrift aus Hund's Besitz in den seinen gekommen. 

Wann diese Entfremdung stattgefunden hat, lässt sich 
nur vermuten. Es muss jedenfalls schon vor den Zeiten 
gewesen sein, in denen die Verwaltung der Hofbibliothek 
dem treulichen, um die bayerische Geschichtsforschung hoch- 
verdienten Andreas Felix Oefele anvertraut war, also vor 
1746. Denn dieser weiss nichts mehr von dem Kodex und sagt 
in dem 1763 erschienenen 2. Bande seiner „Rerum Boicarum 
Scriptores" S. 704 nur trocken: die Handschrift sei nicht 
mehr in der bayerischen Hofbibliothek vorhanden. So kommt 
es denn, dass Arnpeck auch in dem von Oefele angelegten 
Verfasserkatalog der lateinischen Handschriften der Bibliothek 8 
nicht vertreten ist. 

Alslgnaz Hardt 1806 einen neuen Katalog der lateinischen 
Handschriften anlegte, 4 Hess er die Nummer 406 B ohne 
irgend eine Bemerkung einfach aus: die Handschrift war 
verschwunden. Es wäre wahrhaftig sehr zu bedauern, wenn 
sie nun zu Grunde gegangen gewesen wäre. Doch das war 
glücklicherweise nicht geschehen. 

1 Auch in Friedrich Gladov's „Versuch einer vollständigen Reichs- 
historie" (1717) II 64 ist zu lesen, dass die Handschrift von Arnpecks 
Chronik zu München liege. 

* Diese Druckausgabe benützte Meichelbeck in seiner 1724 er- 
schienenen „Uistoria Frisingensis". 

* Oefeleana 49. 

* Cbm. Cat. 65. 

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- XXI — 

Nach fast hundert Jahren des Verborgenseins tauchte 
die Handschrift im Besitze des ehem. Freisingischen Hofrats 
Hoheneicher, l damals in Garmisch, wieder auf, der sie am 
20. August 1818 „in ehrenvoller patriotischer Uneigen- 
nützigkeit a * der Münchener Hofbibliothek überliess, „weil 
er voraussetzte, dass sie schon früher ein Eigentum der 
herzoglichen Bibliothek gewesen sei." 3 

Hoheneicher hatte den Kodex von dem Antiquar Joseph 
Motzler zu Freising im Tausche gegen andere Bücher im 
Werte von 150 Gulden erworben, Motzler selbst ihn aber 
schon im Jahre 1782 von dem Bibliothekar des Klosters 
Weihenstephan (wie mag er dorthin gekommen sein?*), 
P. Maurus Fischer, mit mehreren anderen Handschriften 
des XIV. und XV. Jahrhunderts ebenfalls im Tauschwege 
erhalten. 5 

Hoheneicher hatte aber, als er der Münchener Bibliothek 
die Handschrift abtrat, diese nicht in Händen, sondern hatte 
sie einige Jahre vorher an den Universitäts-Professor Heller 
von Hellersberg 6 zu Landshut ausgeliehen. Dieser war am 
5. Juli 1818 gestorben, ohne die Handschrift zurückgegeben 
zu haben, und es kostete der Münchener Bibliothekverwaltung 
viele Muhe, sie in seinem Nachlass ausfindig zu machen und 
die Rücklieferung zu bewirken. 7 Am 17. Oktober 1818 kehrte 
endlich der Kodex wieder in die Münchener Hofbibliothek 
zurück. 

Aber: habent sua fata libelli. Ein unheilvolles Ver- 
hängnis schien über dem Kodex zu walten. Hofrat Schlichte- 
groll, der Generalsekretär der Münchener Akademie der 
Wissenschaften, entlehnte die Handschrift im November 1819 
und legte sie in einer Akademiesitzung der historischen 
Klasse vor. Von da kam sie nicht wieder in die Bibliothek 
zurück! Erst im Jahr 1851 tauchte sie im Auktionskatalog 

1 Vgl. oben 8. II die Bemerkungen Ober dessen Absicht, eine 
Ausgabe der „Chronica Baioariorum" zu veranstalten. 

* Archiv d. Ges. f. alt. deutsche Geschichtskunde I, 350. 

* Handschriftliche Notiz Schmellers im alphabetischen Verfasser- 
katalog der Handschriftenabteilnng der Bibliothek. 

4 Vielleicht zum Zwecke oder bei Gelegenheit der Anfertigung 
der unten zu erwähnenden Abschriften der beiden darin enthaltenen 
Chroniken für den Freisinger Fürstbischof J. F. Freiherrn von Eckgher? 

» Schindler a. a O. und Martin Schrettinger in seinem hand- 
schriftlichen Tagebuch (Schrettingeriana 2 der k. Hof- und Staats- 
bibliothek Manchen, Band 3, S. 88). 

* Vgl. oben 8. II. 

7 Wen die Einzelheiten darüber interessieren, der möge sie in 
Pcbrettingers Tagebuch a. a. O. 8. 88—93 nachlesen. 

n f~"rw^nl ■" Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXII — 

der von dem akademischen Begistrator und Kassier Bona- 
ventura Progel hinterlassenen Bücher wieder auf! Die Hof- 
und Staatsbibliothek machte an Progels Erben ihre Ansprüche 
auf den Kodex geltend, und dieser wurde denn auch alsbald 
der Bibliothek gutwillig überlassen. 

Ausser der Originalhandschrift ist von der „Chronica 
Baioariorum 4 Arnpecks nur noch eine einzige andere Hand- 
schrift erhalten, clm. 1212. Von einer Hand des 17. Jahr- 
hunderts anfangs sorgfältig, dann flüchtig geschrieben, ent- 
hält der Kodex auf 380 Folioseiten eine Abschrift der Chronik, 
wobei jedoch die Widmung, die Vorrede und das Inhalts- 
verzeichnis weggelassen worden sind, ebenso fehlen die Texte 
von allen Zetteln und den meisten Randzusätzen der Original- 
handschrift, auch von solchen, bei denen deutlich Einfügungs- 
zeichen angebracht sind. Ferner hat sich der Schreiber 
viele Kürzungen und Auslassungen erlaubt. Dabei enthält 
der Text zahlreiche Lesefehler und ist für unsere Ausgabe 
ohne jede 'Bedeutung. Er dürfte wohl unmittelbar von der 
Münchener Originalhandschrift abgeschrieben worden sein. 
Wie die von einer Hand des 17. Jahrhunderts^ auf dem oberen 
Rande der Vorderseite angebrachte Notiz „Collcgii Soc. Jesu 
Monachii" zeigt, befand sich die Handschrift in der Bibliothek 
des Münchener Jesuitenkollegiums ; vielleicht ist sie eigens 
für diese selbst geschrieben worden. 

Verschollen ist eine andere von der „Chronica Baioari- 
orum" im Jahre 1721 angefertigte Abschrift, die sich einst 
in der Bibliothek des Freisinger Fürstbischofs Johann Franz 
Freiherrn von Eckgher (f 1727) befunden hat. Sie war durch 
Erbschaft an dessen Nachkommen gelangt und wurde im 
Januar 1828 zu Amberg mit andern aus dem Nachlasse des 
k. Appellationsgericlits-Präsidenten Ludwig Freiherrn von 
Eckgher stammenden Drucken und Handschriften versteigert. 
Die Münchener Hofbibliothek ersteigerte damals eine Anzahl 
von jenen Handschriften, die genannte Abschrift von Arnpecks 
„Chronica" jedoch nicht. Wohin diese gelangte, ist unbe- 
kannt. Das gedruckte Versteigerungsverzeichnis *■ sagte von 
ihr u. a., sie sei „so vollständig, rein und korrekt geschrieben, 
dass, wer vielleicht einen neuen Verlag dieses bisher sehr 

1 Verzeichniss von Büchern und Mineralien, welche künftigen Montag 
den 7. Januar 1828 und die folgenden Werktage . . . aus dem Nachlasse 
des königl. Appellat.-Gerichts-Präsidenten Ludwig Freiherr v. Eckgher . . . 
an den Meistbietenden verkauft werden. Amberg 1828. Die Handschrift 
von Arnpecks „Chronica Baioariorum" ist darin unter Nr. 4771 aufgeführt. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXIII - 

unzugänglichen Werkes liefern wollte, sich lediglich hieran 
zu halten brauchte". Am Schlüsse des Manuskripts, welches 
offenbar nach einer Notiz darin als „nunc primum 1 descriptum 
ex autographo, die 25. Julii 1721" bezeichnet wird, sei fol- 
gende Bemerkung zu lesen : „In codice, unde hoc chronicon 
exscripsimus, extabat etiam ad universi operis calcem at- 
que adeo extra ordinem testamentum Friderici palatini Hie- 
rosolymam secundo pergentis cum testimonio super consensu 
Agnetis ducissae Bavariae, 2 quod quia hinc indidem a Gewoldo 
in addit. ad metropolim Salisb. Hundii t. III, p. 308 nov. 
edit. iam publici iuris factum est, hie reeudere operae pre- 
tium visum non fuit." Für unsere Ausgabe wäre die Hand- 
schrift als Abschrift des vorhandenen Originals wie jene des 
Münchener Jesuitenklosters wohl auch belanglos gewesen. 

b) Drucke der Chronik. 

Eine Druckausgabe der „Chronica Baioariorum" Veit 
Arnpecks nach der Originalhandschrift veranstaltete der 
gelehrte Benediktiner Bernhard Pez von [Melk, indem er 
die Chronik dem 3. Teile des 3. Bandes seines „Thesaurus 
aneedotorum novissimus" (1721), Sp. 1 — 472 einverleibte. 

Pez hegte anfänglich die irrtümliche Vorstellung, dass 
diese von ihm herausgegebene Chronik das Werk eines 
Priors Veit des Benediktinerklosters Ebersberg, von/dem 
eine handschriftliche bayerische Chronik in der Wiener Hof- 
bibliothek lag, 3 sei und Veit Arnpeck mit jenem Ebersberger 
Prior Veit ein und dieselbe Person. Noch auf dem Titel- 
blatte des 3. Teiles im 3. Bande des „Thesaurus aneedotorum« 
ist zu lesen: „Viti Arnpekhii prioris Eberspergensis Ord. 
S. Ben. Chronicon Baioariae*. 

Indessen gab Pez noch in den Vorbemerkungen zu 
seiner Ausgabe die Verwechselung Arnpecks mit Veit von 
Ebersberg auf. 4 Er erkannte richtig, dass die Wiener 

1 Dem Schreiber war also die aas dem 17. Jahrhundert stammende 
Abschrift des Münchener Jesuitenklosters unbekannt. 

* Vgl. unten 8. 443, 11 ff. 

* Cod. pal. yind. 9234 (Hist. prof. 27, früher Ambras. 381), im 
neuesten gedruckten Handschriftenkatalog der Wiener Hofbibliothek, 
Band VI (1873) immer noch irrtümlich unter dem Namen des Veit 
Arnpeck, statt des Priors Veit Stopfer von Ebersberg. 

* Trotzdem wirkt der Irrtum leider immer noch "nach. So be- 
zeichnete z. B. noch 1908 Mummenhoff in seiner Abhandlung : Nürnbergs 
Ursprung und Alter in den Darstellungen der Geschichtschreiber usw., 
S. 8 Veit Arnpeck als Prior des Klosters Ebersberg. Und 1912 wurde 
von Schaff in seiner Geschichte der Physik an der Universität Ingolstadt 
Arnpeck nicht bloss mit Veit von Ebersberg zusammengeworfen, sondern 
auch noch mit einem Frater Vitus vom Kloster St. Ulrich |in Augsburg. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUUgU, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXIV — 

Handschrift der bayerischen Chronik des Priors Veit von 
Ebersberg und die Münchener Handschrift der Chronik 
Veit Arnpecks zwei völlig verschiedene Werke enthielten 
und dass die Verfasser beider Werke verschiedene Personen 
seien. 

Pezens Ausgabe 1 war für ihre Zeit sehr gut und hat 
unserem Veit Arnpeck jedenfalls einen beachteten Namen, 
seinem Werke weite Verbreitung verschafft. 

Einen Teil aus Arnpecks „Chronica Baioariorum", jene 
Stücke nämlich, welche sich auf die Geschichte der Weifen 
bezieben, hatte schon vor Pez kein Geringerer als Gottfried 
Wilhelm Leibniz im 3. Bande seiner „Scriptores Bruns- 
vicensia illustrantes" (1711) S. 660—675 unter dem Titel 
„Excerpta de Guelfis ex Viti Arenpeck presbyteri Fri- 
singensis Chronica Baioariorum", allerdings ziemlich mangel- 
haft, herausgegeben. Unter Auslassung von Kapitelteilen, 
die nichts über weifische Geschichte enthalten (u. a. Kap. 59 
ganz), sind dort die Kapitel 39 — 66 des vierten Buches 
(unten S. 156 — 187) gedruckt. Leibniz benützte für seine 
Ausgabe offenbar eine eigens für ihn geroachte Abschrift 
von dem Original der Münchener Hof bibliothek, 2 wie man 
wohl annehmen darf aus seinen Worten: „Chronicon . . . 
hodie in bibliotheca bavarica habetur . • . , unde haec 
decerpta edere placuit". 8 

c) Abfassungszeit der Chronik. 
Wann Arnpeck begonnen hat, seine „Chronica Baioari- 
orum tt zu verfassen, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. 
Aus einer Äusserung von ihm, dass es „erspriesslich sei, 
nach der seelsorgerischen Tätigkeit die geschichtlichen Werke 
der Vorzeit zu lesen, damit der Geist dadurch erheitert und 
erfrischt werde , 4 dürfen wir wohl schliessen, dass er selbst 
hier aus eigener Erfahrung spreche, dass er gewohnt war, 

1 Eine Abschrift von Pezens Druck fertigte sich Andreas Felix 
Oefele an (jetzt in Band VII von Oefeles „Reliquiae manuscrip- 
torum historicorum", Oefeleana 335 der k. Hof- und Staatsbibliothek 
Mönchen, f. 133—198). Am Anfang bemerkte Oefele dazu: „Ex P. Hern. 
Pezii Thesauro anecdot. describere coepit in usus quotidianos Felix 
Oefelinus Monachii diebus hybernis anni MDCCXXXVI." Die Ab- 
schrift, gegen den Schiusa zu von anderer Hand gemacht, blieb un- 
vollendet, und Oefele schrieb an das Ende: „Nactus postea ipsum 
Cl. Pezii praeclarum Anecdotorum opus reliquo labore supersedere 
placuit." 

* Vgl. oben S. XIX. 

* SS. Brunsvicensia illustrantes III, 23/4. 

* S. 3, 7 ff. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUUgU, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- XXV — 

zu seiner Erholung Geschichtswerke zu lesen. Aus der 
hiebei gemachten Beobachtung, dass über Bayerns Geschichte 
noch wenig geschrieben sei, 1 reifte in ihm wahrscheinlich 
der Entschluss, eine bayerische Chronik zu verfassen. Liebe 
zur Heimat, der Wunsch, zur Verherrlichung seines Vater- 
landes beizutragen, Hess den Freising-Landshutischen Geist- 
lichen zum Geschichtschreiber werden. 

Der grösste Teil der Chronik dürfte im Jahre 1493 
ausgearbeitet worden sein. Als Arnpeck das fünfte Buch 
zu schreiben begann, welches die Geschichte der Witteis- 
bacher enthält, sagte er, ihre Herrschaft dauere in sechs 
Linien „usque in presentem diem et annum Christi 1493". * 
Und in Kap. 47 jenes Buches machte er in ähnlicher Weise, 
aber genauer die Angabe: „usquc in presentem S.Michaelis 
diem (29. September) anno Christi 1493", 3 darnach aber im 
56. Kapitel desselben Buches bemerkte er wieder genau: 
„usque in presentem diem vigilie S. Mathei apostoli anni 
Christi 1493". 4 

Aus den beiden letzteren Zeitangaben erkennen wir 
deutlich, dass einzelne Teile der Chronik, die in ihr an 
hinterer Stelle stehen, doch schon vor anderen abgefasst 
worden sind, die räumlich darin vorausgehen. 5 

Die Genealogie der Witteisbacher endet bei der kur- 
pfälzischen Linie mit der am 9. Februar 1493 geborenen 
Tochter des Kurfürsten Philipp, Helene. 6 Dessen am 31. Ok- 
tober 1494 geborener Sohn Wolfgang kommt nicht mehr in 
der Chronik vor, auch nicht in Nachträgen oder Zusätzen, 
ebensowenig zwei weitere noch später geborene Kinder des 
Kurfürsten. Bei der Münchener Linie ist zu beobachten, 
dass die Geburt Wilhelms IV. am 13. November 1493 noch 
vermerkt wird, 7 während von dessen am 18. September 1495 
nächstgeborenem Bruder Ludwig in der Chronik nicht mehr 
die Rede ist. 

1 Vgl. S. 5,34 und 6,27. 

• 8. 189, 5 

3 S. 305,37. 

• S. 329, 4. In der Handschrift steht ausgeschrieben „Mathei", 
demnach kann kein Zweifel sein, dass der 21. September (mit der „vigilia" 
also der 20.) gemeint ist, was gegenüber einer irrigen Folgerung zu 
bemerken ist. 

6 Die Worte „nostra etate, videlicet anno salutis 1487" unten 
S. 219, 1 sind kaum in jenem Jahre selbst geschrieben, sondern vorherr- 
schend scheint mir hier der allgemeine Ausdruck „nostra etate". Vgl. 
auch S. 276, Anm. 9, wo wohl Unwissenheit Arnpecks anzunehmen ist. 

• S 273, 23. 

• S. 433,25. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXVI — 

Wie ich oben l schon festgestellt habe, dürfte die 
Bubrizierung der Chronik in der ersten fertigen Form Ende 
Januar 1494 erfolgt sein. 

Darnach erfuhr sie noch Zusätze, Ein Schiebungen und 
Abänderungen, die als zweite Redaktion zu bezeichnen sind 
und wozu auch das Widmungsdatum an den Bischof Sixtus 
von Freising (1. Januar 1495) gehört. Dieses Datum scheint 
mir nur ein vorläufiges gewesen zu sein, und ich bezweifle, 
ob die Chronik gerade damals dem Bischof vorgelegt worden 
ist. Denn auch nach der Widmung vom 1. Januar 1495 
hörten die Zusätze und Änderungen nicht auf. Ich führe 
folgende Beispiele an : 

Eine Stelle über das Alter des Christentums in Bayern 
lässt uns als Jahr der Niederschrift 1495 herausrechnen. 2 
Sie steht in dem gleichmässig neu geschriebenen ersten Buch. 

Bei der Erwähnung Ilmmünsters in Kap. 29 des zweiten 
Buches ist von der gewaltsamen Uebertragung jenes Stiftes 
und der Gebeine des hl. Arsacius aus der dortigen Stifts- 
kirche in die Frauenkirche nach München die Rede: „pre- 
senti anno Christi 1495". 3 Auch diese Stelle steht mitten 
in neu geschriebenen Teilen der Handschrift. 

Zu der Notiz über die 1481 erfolgte Geburt des Pfalz- 
grafen Ruprecht, des späteren Schwiegersohns Herzog Georgs 
des Reichen, ist ein Zusatz über dessen am 1. August 1495 
geschehene Wahl zum Administrator des Bistums Freising 
gemacht. * 

S. 401, 31 ff. wird bei der niederbayerischen, S. 435,5 ff. 
bei der oberbayerischen Linie die Aufzählung der Ereignisse 
ins Jahr 1495 fortgesetzt, bei beiden nur bis in den März 1495. 
Damit ist die Chronik in der Hauptsache fertig gewesen. 
Von den Teilen, die der zweiten Redaktion angehören, dürfen 
wir sagen, dass sie von Ende Januar 1494 an bis Ende März 
1495 eingefügt worden sind. 

Das späteste Ereignis, welches überhaupt in der Chronik 
erwähnt wird, ist die vorhin angeführte Wahl des Pfalzgrafen 
Ruprecht zum Administrator des Bistums Freising, die am 
1. August 1495 erfolgte. 5 Es ist vielleicht der einzige Zu- 

1 S. XVI. 

* S. 37, Anm. 14. 

3 8. 77, 19 ff. Vgl. die Geschichte der Übertragung S. G90, 1 ff, 
dazu 8.435,5: am 10. März 1495 wurden die Gebeine des hl. Arsacius 
in München feierlich eingebracht. 
' « S. 273, 19 ff. 

6 S. 273,21. 

v «w h C^ f\rhd\p Original from 

]\QH\zeä öy VjUUgU, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXVII — 

satz, den Arnpeck noch nach dem März 1495 in der Chronik 
gemacht hat. Er dürfte nur zufallig und gelegentlich ein- 
geschrieben worden sein; denn eher müsste man erwarten, 
dass der Tod des Bischofs Sixtus von Freising, der am 
14. Juli 1495 erfolgte, * in der Chronik eingetragen worden 
wäre, was aber nicht der Fall ist. 

d) Quellen der Chronik. 

Bei der Bescheidenheit der äusseren Lebensumstände 
Arnpecks ist die Menge der geschichtlichen Quellen, die er 
benützt hat, eine recht ansehnliche. Sein eigener Bücher- 
besitz wird kaum ein sehr grosser gewesen sein, und so 
müssen wir wohl annehmen, dass es unserem einfachen Geist- 
lichen vielleicht manche Mühe gekostet hat, bis er in und 
aus fremden Büchereien alle die Handschriften und Drucke 
sich verschaffte, deren er benötigte. 

Ob Arnpeck ähnlich wie später Aventinus im bayerischen 
Lande umhergezogen ist, um geschichtlichen Stoff zu sammeln, 
lässt sich schwer sagen. In der Hauptsache dürften ihm 
die zu Freising und Landshut vorhandenen Bücherschätze 
zur Verfügung gestanden sein. 

Dass er einmal auf Frauenchiemsee weilte, möchte man 
aus einem auf dieses Kloster bezüglichen Abschnitt ver- 
muten, * doch kann er die betreffenden Nachrichten eben- 
sogut von einem Gewährsmann oder aus einer schriftlichen 
Quelle bezogen haben. 

Auf persönliche Anwesenheit zu Regensburg möchte 
eine Notiz deuten, in der er als seine Quelle angibt: 
„hystoria, quam ex monasterii predicti S. Emmerami ceno- 
bitis percepi." 8 Aber da er dabei nur den Text der 
„Translatio S. Dionysii" wiedergibt, ist der Ausdruck 
„percepi" jedenfalls nicht auf eine nur mündliche Bericht- 
erstattung der Mönche von St. Emmeram zu beziehen. Man 
kann also bezweifeln, ob Arnpeck persönlich zu St. Emmeram 
gewesen ist, wenn auch hiefür grosse Wahrscheinlichkeit 
besteht. Dass er die Stadt Regensburg selbst kannte, 
scheint ans manchen selbständigen Ausdrücken in der Ge- 
schichte des hl. Emmeram hervorzugehen, 4 es müsste denn 
sein, dass diese Ausdrücke selbst wieder in einer Quelle 
standen. 

• Vgl. 8. 912,31. 

» Vgl. 8. 85, Anm. 4. 

9 8. 109, 6. 

4 Unten S. 53, 6 ff.; 54, 48; 65, 19. 

n (~*f\f%Ci\i* Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— xxvm — 

Einen Aufenthalt zu Bamberg könnte man zur Not 
aus' den Worten folgern, in denen Arnpeck von Taten des 
Kaiserpaares Heinrichs II. und Kunigundens sagt, dass sie 
„plenius in ecclesia Bambergensi in scriptis continentur." l 
Doch gerade weil er nicht mehr berichtet, als was in 
den handschriftlich auch ausserhalb Bambergs verbreiteten 
Lebensbeschreibungen Heinrichs und Kunigundens steht, ist 
ein Bamberger Aufenthalt Arnpecks kaum anzunehmen. 

Arnpeck erzählt uns, 2 dass der Abt von Scheyern, 
dessen Namen er allerdings merkwürdigerweise dabei nicht 
nennt, ihn gebeten habe, über den Ursprung, das Geschlecht 
und die Taten der ehemaligen Grafen von Scheyern zu 
schreiben. Vielleicht stellte der Abt dieses Ersuchen an 
ihn, als Arnpeck zu Scheyern selbst die dortigen Geschichts- 
aufzeichnungen einsah und für sich ausbeutete. Hat er doch 
sowohl die Chronik des Konrad von Scheyern als auch die 
Scheyerer Annalen und ferner die Scheyerer Fürstentafel 
benützt. Und daß er persönlich in Scheyern verweilte und 
mündliche Ueberlieferungen von dort davontrug, ersehen wir 
aus seiner Angabe: „Hec audivi a quodam sene devoto 
monacho presbytero in monasterio Schirensi." 8 Aus der 
Erteilung des genannten Auftrages können wir schliessen, 
dass Arnpeck als Schriftsteller ein gewisses Ansehen besass. 

In dem ebensonahe wie Scheyern zu Freising gelegenen 
Kloster Indersdorf ist Arnpeck wohl auch — vielleicht 
öfter — persönlich gewesen ; denn mehrere Umstände deuten 
darauf hin, dass er zu diesem Kloster in engeren Beziehungen 
gestanden ist. Oben 4 wurde schon eine Buchschenkung er- 
wähnt, die er nach Indersdorf machte und die vielleicht 
seinem Dank Ausdruck geben sollte dafür, dass er die 
dortige Bibliothek benützen konnte. Ueber die Ausbeute, 
die er Indersdorfer Geschichtsaufzeichnungen und mündlichen 
Mitteilungen verdankte, wird unten zu reden sein. Besonders 
auffällig ist der Umstand, dass er den Propst von Indersdorf 
einmal auszeichnend als „dominus meus gratiosus" benennt. 6 

Ich zähle im Folgenden die Quellen zur „Chronica 
Baioariorum" auf in ungefährer zeitlicher Folge, dabei 

> S. 155,3«. 

• S. 190, 10. 

8 S. 193, 34. 

4 8. X, dazu S. XI, Anno. 1. 

1 S. 914, 10. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XX IX — 

jedoch, aus praktischen Gesichtspunkten, teilweise in will- 
kürlicher Gruppierung, so insbesondere die Heiligenleben 
zusammen in der Folge ihres Vorkommens im Texte. 

1. Tacitus, Germania. 

Von Geschichtschreibern des klassischen Altertums ist 
unmittelbar nur ein einziger benutzt, Tacitus. Aus mehreren 
Kapiteln seiner „Germania" sind Textstellen für die Wid- 
mung 1 und für ein paar Kapitel des 1. Buches 2 verwendet 
worden. Es ist zu vermuteu, dass eine der Inkunabel- 
Druckausgaben der „Germania" dabei vorgelegen hat. 

Von den in Michael Cristan's Vorrede zur „Europa" 
des Enea Silvio 3 genannten Schriftstellern (S. 5, 26 ff.) hat 
auch nicht einer Arnpeck als Quelle gedient. Dass er 
einzelne davon (wie auch andere Schriftsteller, die er nur 
nennt, aber nicht benützt) gekannt und gelesen haben kann, 
soll damit nicht in Abrede gestellt sein. 

Ein Zitat aus den Oden des Uoraz, welches gegen das 
Ende der Chronik zu verwendet ist, mag immerhin zeigen, 
dass Arnpeck dem Humanismus nicht fremd gegenüberstand. 

2. Bibel. 

Zitate aus der Bibel, soweit sie unmittelbar über- 
nommen sind, finden sich merkwürdigerweise nur wenige. 
Eine grössere Zahl ist in den benützten Quellentexten ent- 
halten. Hiebei ereignet sich auch der Fall/ dass Arnpeck 
eine nur allgemein berührte Stelle, die er offenbar nach- 
geschlagen hat, ihrem vollen Wortlaut nach anführt. 

3. Isidorus von Sevilla, Etymologiae. 

Des Isidorus von Sevilla Etymologien haben nur an 
einer Stelle unmittelbar als Quelle gedient, 5 einer Stelle, 
die ähnlich auch schon bei Andreas von Regensburg sich 
findet, wo jedoch das Zitat ungenauer ist, so dass man an- 
nehmen möchte, Arnpeck habe, veranlasst durch Andreas, 
bei Isidorus nachgeschlagen und dann von sich aus die Stelle 
bestimmt angegeben. Ein anderes Mal, wo ebenfalls eine 
Stelle aus Isidorus' Etymologien zitiert wird, 6 ist der ganze 

1 S. 3, 22 ff. 

? .S. 19, 9 f.; 22,24. 

3 Vgl. unten den Abschnitt über diese Quelle. 

* Vgl. S. 1 19, Anm. 1. 

* S. 6, 15. 

6 S. 18, 22. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— XXX — 

Text einschliesslich des Zitates aus den geschichtlichen Auf- 
schreibungen von Kremsmünster entnommen. 

4. Paulus Diaconus, Historia Langobardorum 
(Paul. Diac). 

Wo sich die Geschichte der bayerischen Agilolfinger- 
herzoge mit derjenigen der Langobarden berührt, finden wir 
bei Arnpeck die „Historia Langobardorum" des Paulus 
Diaconus als Grundlage. 1 Arnpeck selbst nennt sie einmal * 
als seine Quelle: „ut legitur in historia Longobardorum 
libro 3. cap. 30., quam Paulus dyaconus cardinalis descripsit, 
qui et ymnum: „Ut queant laxis" composuit", und ein ander- 
mal 8 : „Hec ex cronica Longobardorum." Als Geistlicher 
kannte er den Hymnendichter, als Chronist beutete er dessen 
Geschichtswerk aus. 

5. Breves Notitiae Salisburgenses (Br.Not. Sal.). 
Vgl. unten S. 82, Anin. 4 und 85, Anm. 1. Dazu 

den Quellennachweis unter „Fundationes". 

6. Annales Laurissenses maiores (Ann. Law.). 

An zwei Stellen * finden sich merkwürdigerweise Textes- 
worte der grösseren Lorscher Jahrbücher („Annales Lau- 
rissenses maiores") 5 verwendet. Sie sind wohl nur mittelbar 
dahin gelangt. 

7. Otto von Freising, „Chronica". 6 Desselben 
„Gesta Friderici I. imperatoris" mit Rahewins 
Fortsetzung (Otto Fris. Chron. bezw. G. Frid., dann 
Rahew., G. Frid.). 

Die Werke des grossen Geschichtschreibers, der einst 
den heimischen Freisinger Bischofsstuhl zierte, hat Arnpeck 
in sehr ausgiebigem Masse als Quelle verwendet. Es sind 
uns heute noch zwei Handschriften der Werke Ottos von 
Freising erhalten, die im Besitz Arnpecks selbst gewesen 
sind. Ueber die eine, die sich in der Herzoglichen Bibliothek 
zu Wolfenbüttel befindet, wird unten bei der Untersuchung 
der Quellen zu Arnpecks „Gesta episcoporum Frisingensium" 

1 Unten zitiert nach der Ausgabe in den Mon. Genn. hist., 
SS. Her. Langohard. 

2 S. 43, 34. 

4 S*. 88', 22 und 35. 

5 Mon. Germ, hist., SS. I, 172. 

8 In dem grössten Teile des vorliegenden Buches ist noch nach 
der alten Ausgabe in den Mon. Germ, nist., SS. XX zitiert, da der 
Druck schon erfolgt war, bevor die neue Ausgabe von Hofmeister 
erschien. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUUgU, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXXI — 

noch des Näheren gesprochen werden, die andere, die zur 
Zeit der Säkularisation aus Kloster Indersdorf in die 
Münchener Zentralbibliothek gelangte, jetzt als Clm. 7839 
bezeichnet, ist oben S. X erwähnt worden. 1 

Arnpeck hat den Freisinger Bischof überaus hoch- 
geschätzt und hat ihn als seine Quelle wie kaum einen 
andern Schriftsteller angegeben. „Otto Frisingensis epi- 
scopus clarissimus" wird er von ihm genannt, dazu mit den 
Worten des Enea Silvio: „non futilis autor". 3 An anderer 
Stelle 3 übernimmt er Hartmann Schedels Worte, in denen 
Otto von Freising und Gottfried . von Viterbo als „haud 
ignobiles historici" bezeichnet werden. Die Kenntnis der 
Persönlichkeit des Freisinger Bischofs setzt er so weit vor- 
aus, dass er einfach zitiert: „ut ait Otto". 4 Gegentiber 
anderen Quellen ist ihm Otto von Freising die höchste und 
ausschlaggebende Autorität. Auf ihn gestützt, wagt er selb- 
ständige Kritik. Man vergleiche z. B. den Abschnitt über 
die Nachkommenschaft Kaiser Arnulfs S. 114, 15 ff. und die 
Stelle über Kaiser Ludwig das Kind S. 115,22, wo er aus- 
drücklich anderen Quellenangaben gegenüber eine aus Otto 
entnommene Stelle eingereiht hat. Wie Arnpeck dagegen 
ganz sanft die ihm nicht behagende Schärfe Ottos gegen 
die Witteisbacher ausgeglichen hat, ist unten S. 129, Anm. 3 
besprochen. In den beiden ihm gehörigen Handschriften der 
„ Chronik" hatte Arnpeck der sogenannten Witteisbacher Inter- 
polation eigens Ottos ursprüngliche Worte beigeschrieben. 

8. Frutolfs vom Michelsberg bei Bamberg, 
bezw. Ekkehards von Aura Weltchronik (Frut.). 

Obwohl Arnpeck nirgends, auch nicht in der Vorrede 
bei Anführung der bedeutenderen Geschichtschreiber, den 
Prior Frutolf vom Michelsberg bei Bamberg mit Namen 
nennt, hat er doch auch dessen Weltchronik benützt, aller- 
dings in geringem Grade im Verhältnis zu jenem inhalts- 
reichen Werke. ö Bei der grossen Verbreitung, welche diese 

1 Die Handschrift Nr. 176 der Gr. Uni versitäts -Bibliothek Giessen, 
welche Ottos von Freising „Chronik" und „Gesta Friderici" enthält und 
zum Teil 1470 von Erasmub Sayn von Freising geschrieben ist, zeigt, 
wie ich* durch eigene Einsichtnahme feststellte, in den Randbemerkungen 
nirgends die Handzöge Arnpecks. Dies möchte ich zur Ausgabe der 
.Chronik" Ottos von Freising von Hofmeister, der jene Frage dort 
S. XLIII, Anm. 6 offengelassen hatte, ergänzend bemerken. 

* Unten 8. 6, 19. 
» S. 32, 32. 

* S. 103, 10. 

s Ausgabe in den Mon. Germ, hist., BS. VI, 17 ff. 

n (~*f\f%Ci\i* Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



XXXII - 

Weltchronik gefunden hatte, ist anzunehmen, dass eine 
Handschrift davon unserem Chronisten zu Freising zur Ver- 
fügung stand. Hatte doch auch schon Bischof Otto von 
Freising in ausgedehnter Weise Frutolfs Chronik nebst einer 
Fortsetzung bis 1106 benützt. 1 

Dass unter dem am Schlüsse des Kapitels über Augs- 
burg zitierten „Eusebius" niemand anderer als Frutolf zu 
verstehen ist, habe ich in der Anmerkung zu jener Stelle 
dargelegt. * 

9. Historia Welforum Weingartensis (Hut. Weif.). 

Die »Historia Welforum Weingartensis", 8 die Weifen- 
geschichte eines ungenannten Weingartener Mönches, hat 
zahlreiche Textstellen geliefert. Ausser ihr ist aber auch 
die Ursperger Chronik, in der jene Weingartener Weifen- 
geschichte verarbeitet wurde, stark benützt, und in eigen- 
tümlicher Verschlingung erscheint bald der ursprüngliche 
Weingartener, bald der abgeleitete Ursperger Text. 

10. Codex traditionum Frisingensium (Cod. 
trad. Fris.). 

Mehrfach diente als Quelle der „Codex traditionum 
Frisingensium", der die Hauptquelle für Arnpecks kleineres 
Werk, den „Liber de gestis episcoporum Frisingensium" 
bildete und über den unten bei dem Quellenverzeichnis dieses 
Werkes näher gehandelt werden wird. Arnpeck zitiert es 
in der „Chronica Baioariorum" einmal 4 ausdrücklich als 
seine Quelle mit den Worten : „ex libro tradicionum ecclesie 
Frisingensis." 

11. Vita S. Maximiliani (Vita S. Max.). 

Die Legende des hl. Maximilian (vgl. den Druck bei 
Pez, SS. Her. Austr. II, 19) scheint Arnpeck in einer Form 
vorgelegen zu sein, welche von der bei Pez abweicht und 
einen ausführlicheren Text geboten haben dürfte. 

12. Passio S. Floriani (Pass. S. Flor.). 
Vgl. unten S. 38, Anm. 1. 

18. Passio S. Afrae (Pass. S. Afrae). 
Vgl. unten S. 38, Anm. 3. Zur letzten Literatur über 
die Afra-Legende siehe Neues Archiv XXXVII, 329 f., 861. 

1 Hofmeister in eeiuer Ausgabe der Chronik Ottos 8. XCIII. 

» 8. 28, Anm. 4. 

8 Vgl. 8. 159, Anm. 3. 

* S. 153,37. 

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— XXXIII — 

14. Eugippius, Vita S. Severini (Vita S. Sev.). 
Arnpeck hat diese Vita (vgl. die Ausgabe von Momrasen) 

unmittelbar benutzt. Wo er sie aber. zitiert, 1 entnimmt er 
die Quellenangabe selbst den Kremsmünsterer Aufzeichnungen. 

15. Legen da S. Ruperti (Leg. S. Rup.). 

Zur Geschichte des hl. Rupert diente die sog. „ Com- 
munis legenda S. Bodberti episcopi" als Quelle. Vgl. unten 
S. 48, Anna. 3. Neuerdings, nachdem unser Text längst ge- 
druckt war, ist die „Vita Hrodberti" herausgegeben worden 
von Levison in den Mon. Germ, hist, SS. Rer. Merov. VI, 
140 ff., so dass also jetzt diese Ausgabe für Vergleichuugen 
zu benützen ist. 

16. Arbeo, Vita S. Emmerami (Vita S. Emm.). 
Die von dem Freisinger Bischof Arbeo verfasste Legende 

des hl. Emmeram ist in der Textform B benützt. Arnpeck 
ist dabei im Ausdruck jedoch manchmal etwas abweichender 
von der Quelle als sonst, so dass ich annehmen möchte, es 
habe ihm eine abermals veränderte, stilistisch freiere Form 
der „Vita" vorgelegen. Vgl. unten S. 52, Anm. 2. 

17. Arbeo, Vita S. Corbiniani (Vita S. Corb.). 
Dass unser Chronist der Lebensgeschichte des Gründers 

des heimischen Freisinger Bistums, des hl. Korbinian, aus- 
giebig Stoff entnimmt, ist nur natürlich. Er benützte dazu 
die von Arbeo verfasste Vita in der weit verbreiteten über- 
arbeiteten Form, welche den älteren roheren Text geglättet 
und verbessert wiedergibt. 2 

18. Otloh, Vita S. Bonifatii (Otloh, Vita S. Bonif.). 
Arnpeck zitiert das Werk zweimal, ohne den Verfasser 

zu nennen: „prout in legenda clarius ponuntur" 3 und: „In 
legenda S. Bonifacii libro 1. et postea in 2. libro*.* Man 
vergleiche die benützten Textstellen mit der Ausgabe in 
Mabillons Acta Sanctorum Ordinis S. Benedicti, Saec. III, 
2, 28 ff. oder in dem Nachdruck dieser Ausgabe in Migne's 
Patrologia latina LXXXIX, 633 ff. 

19. Vita S. Virgilii (Txta S. Virg.). 

Vgl. unten S. 78, Anm. 4 und S. 82, Anm. 4. Dazu 
ferner unten S. XXXXV. 

1 S. 41, 13. 

* VgL die ausgezeichnete neueste Ausgabe beider Texte von Krusch 
in den Mon. Genn. hist, SS. Rer. Merov. VI, 497 ff. (Bei ihrem Er- 
scheinen lagen die ersten 50 Bogen des Textes dieser Chroniken sebon 
gedruckt vor.) 

» S. 72, 6. 

* S. 73, 13. 

QueUe* «. Erörterungen,*. F. III. |rjgjna| ^ 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXXIV — 

20. Translatio S. Dionysii (Transl. S. Dion.). 
Vgl. unten S. 109, Anm. 1 u. 2. 

21. Berno von Reichenau, Vita S. Udalrici 
(Vita S. üdalr.). 

Eine Lebensbeschreibung des hl. Ulrich gibt^Arnpeck 
an zwei Stellen als seine Quelle an: 1 „Legitur in libro, qui 
de vita S. Udalrici inscribitur" 2 und „ut colligitur ex legenda 
S. Udalrici episcopi". 3 Durch Textvergleichung stellte sich 
heraus , dass von den verschiedenen Beschreibungen des 
Lebens des hl. Ulrich jene benutzt ist, welche Berno von 
Reichenau verfasst hat.* 

22. Translatio S. Martini (Transl. S. Martini). 
Ueber die „Translatio S. Martini", welcher der grösste 

Teil des 4. Kapitels des 4. Buches entnommen ist, vgl. die 
Angaben S. 82, Anm. 4 und S. 130, Anm. 1, dazu S. XXXXV. 

23. Wolfherius, Vita S. Godehardi (Vita S. God.). 
In Kapitel 9 des 4. Buches erscheinen Stellen aus dem 

Wortlaute der „Vita S. Godehardi posterior", die von Wolf her 
verfasst ist. 5 Diese Vita ist wahrscheinlich nicht unmittel- 
bar, sondern nach eiüer gekürzten Ableitung, vielleicht aus 
einer Sammlung von Heiligenleben, benützt worden. 

24. Adalbertus, Vita Henrici IL imperatoris 
(Vita Henr.). 

In umfangreichstem Masse ist für die Geschichte Kaiser 
Heinrichs IL die legendenhafte „Vita Henrici IL imperatoris" 
des Diakons Adalbert nebst dem dieser Legende im Anfang 
des 13. Jahrhunderts hinzugefügten dritten Buch, dem sog. 
„Additamentum", abgeschrieben worden. 6 

25. Vita S. Cunegundis (Vita Cuneg.). 

Auch die „Vita S. Cunegundis", 7 die Geschichte der 
frommen Gemahlin Kaiser Heinrichs IL, hat ein paar Ab- 
schnitte geliefert. 

1 Das Zitat „ut in libro gestorum eius legitur", S. 118, 4 findet 
sich schon in Frutolfs Text, das Zitat „in legenda autem S. Udalrici" 
S. 129,1 bereits bei Andreas von Regensburg. 

2 S. 118, 37. 

3 S. 124, 18. 

* Vgl. S. 118, Anm. 4. 

6 Vgl. S. 133, Anm. 5. 

8 Vgl. S. 134, Anm. 1. Meine Vermutung, Arnpeck habe viel- 
leicht die Brüsseler Druckausgabe der „Vita Heinrici" von 1484 (Hain 
8429) benützt, erwies sich als nicht zutreffend, wie ich durch Vergleichung 
des Textes des Exemplars der k. Universitätsbibliothek Göttingen fest» 
stellen konnte. 

7 Vgl. S. 144, Anm. 2. 

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— XXXV — 

26. Passio Tbiemonis (Pass. Thiein.). 

Zu vermuten ist, dass die „Passio Thiemonis", die 
Geschichte des Martyriums des Salzburger Erzbischofs Thiemo, 
mittelbar oder unmittelbar an einer Stelle Stoff geliefert hat. l 

27. Vita Chunradi archiepiscopi Salisburgensis 
(Vita Chunr.). 

Die „Vita Chunradi archiepiscopi Salisburgensis , die 
Lebensbeschreibung eines anderen Salzburger Erzbischofs, 
des Eonrad von Abensberg, 2 hat deutlich für ein paar kurze 
Abschnitte zugrunde gelegen. 

28. Vita S. Hedwigis (Vita S. Hedw.). 
Vgl. S. 207, Anm. 7. 

29. Jacobus de Voragine, Lege'nda aurea 
(Leg. aurea). 

Die vorgenannten Legenden sind Arnpeck zum Teil 
in selbständigen Handschriften vorgelegen, zum Teill aber 
dürften sie ihm durch Legendensammlungen 3 und Martyro- 
logien dargeboten worden sein. 

Es zeigt sich auch, dass er, wenn auch nur in ge- 
ringem Umfange, die bekannteste und verbreitetste Legenden- 
sammlung, die „Legenda aurea" des Jacobus de Voragine 
benützt hat,* vielleicht in einem der zahlreichen Drucke, 
die damals von jener Sammlung schon vorhanden waren. 5 

30. Burkhardus,ChroniconUrspergense (Chr. 
Ursp.). 

Stark benützt ist, wie schon oben S. XXXII erwähnt 
wurde, die Chronik des Propstes Burkhard von Ursperg, 
das „Chronicon Urspergense". 6 Schon in seiner Vorrede 
zur „Chronica Baioariorum" zählt Arnpeck den „abbas 
Urspergensis ordinis Premonstratensium" auf, 7 für den ihm 
unbekannten Eigennamen Raum lassend. Und einmal ver- 
weist er auf den „abbas Urspergensis in sua cronica", 8 ein 
andermal sagt er (jedoch sich irrend): „Unde in cronica 
Urspergensi legi". 9 Er besass selbst in der jetzt zu Wolfen- 

1 Vgl. 8. 159, Anm. 4 und S. 160, Anm. 1. 
» Vgl. 8. 160, Anm. 2; 214, Anm. 5-7. 

3 Vgl auch 8. 74, Anm. 1 und 133, Anm. 5. 

4 Unten zitiert mit den Seitenziffern der Ausgabe von Graesse. 

5 Copinger, Supplement to Hain's Repertorium bibliograpbicum 
Nr. 6380 ff. 

• Vgl. S. 157, Anm. 1. 

7 S. 6,20. 

8 S. 224, 42. 
» S. 227, 9. 



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Original fcöfi 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



- XXXVI — 

büttel befindlichen Handschrift Heimst. 205 den Text der 
aus der Ursperger Chronik geschöpften „Historia Friderici". 1 
Doch benützte er nicht diesen Auszug, 2 sondern hatte die 
ganze Ursperger Chronik zur Verfügung. 

Wo Arnpeck die gleichen Nachrichten sowohl in der 
Ursperger Chronik als auch in deren Quelle, der Wein- 
gartener Weifengeschichte, fand, benützte er, offenbar nur 
von Rücksichten der Bequemlichkeit geleitet, bald die ge- 
drängte Darstellung der einen Quelle, bald die erweiterte 
Erzählung der andern. Umfassender erscheint dabei die 
jüngere Ursperger Chronik verwendet. 

31. Conradi Chronicon Schirense (Conr. Chr. 
Schtr.). 

Von den Geschichtsquellen des Klosters Scheyern 3 
begegnet uns in Arnpecks Text zunächst 4 das „Chronicon 
Schirense" 5 des Konrad von Luppurg. Interessant ist Arn- 
pecks Verhältnis zu dem vielbesprochenen eingeschalteten 
16. Kapitel. Graf Friedrich Hektor Hundt 6 hat nachgewiesen, 
dass der von Jaffe als 16. Kapitel der Chronik gedruckte 
Text durchaus nicht von Konrad herrührt. Dieses Kapitel 
sei vielmehr eine erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts 
(wahrscheinlich um 1491) von einem Scheyerer oder (da es 
sich in der aus Tegernsee stammenden Handschrift Clm. 19487 
findet) von einem Tegernseer Mönch vorgenommene Ein- 
schiebung. 7 Es besteht kein Anlass, dieses Ergebnis von 
Hundts scharfsinniger Untersuchung (abgesehen von der ört- 
lichen Verlegung nach Tegernsee) anzuzweifeln. Vergleicht 
man die Angaben Arnpecks über Kaiser Arnulf und seine 
Beziehungen zu Scheyern unten in Kap. 14 des 3. Buches, 8 
so kann es bei der teilweise wörtlichen Uebereinstimmung 
dieser Stellen mit jenem eingeschalteten Kap. 16 nicht zweifel- 
haft sein, dass letzteres Arnpeck vorlag. Kaum in der Tegern- 
seer Handschrift; Arnpeck hat vielmehr die Einschaltung 

1 Vgl. Hofmeisters Ausgabe der „Chronik" Ottos von Freising 
S. XLIV und unten den Quellennachweis zu Arnpecks „Gesta episco* 
porum Frisingensium". 

* Der auch als Inkunabeldruck J( Hain* '8718) aus der Presse des 
Klosters St. Ulrich und Afra zu Augsburg (um 1473—1476) verbreitet war. 

» Vgl. oben S. XXVIII. 

4 S. 113, 36 ff. 

6 Hsg. von Jaffa in den Mon. Germ, bist., SS. XVII, 615 ff. 

6 Kloster Scheyern, seine ältesten Aufzeichnungen, seine Besitz- 
ungen. Abhandlungen d. hist. Kl. d. k. bayer. Akad. d. Wiss. IX, 205 ff. 

7 Daselbst S. 268. 

• S. 113, 34 ff. 

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— xxxvii — 

wohl in Scheyern selbst kennen gelernt, 1 woselbst sie auch ent- 
standen sein dürfte, da man ebendort das grösste Interesse an 
ihr hatte. Arnpeck nennt die Erzählung „quorundam opinionem 
licet suspectam". Sie erscheint ihm verdächtig, doch fügt 
er sie ein, um sie zu bekämpfen, „ad obstmendum ora ob- 
loquentium*. Sollte nicht im Hinblick auf diese letzteren 
Worte, die zwar der Chronik Konrads von Scheyern ent- 
liehen sind, ihrem ganzen Sinne nach aber sich gegen lebende 
Personen zu richten scheinen, die Vermutung gewagt werden 
dürfen, dass gerade damals in Scheyern die Erzählung von 
Kaiser Arnulf nachdrücklicher hervorgehoben wurde ? Könnte 
dadurch nicht Hundts Vermutung über die Zeit der Ein- 
schiebung eine neue Stütze erhalten? 

32. Annales Schirenses (Ann. Schir.). 

Neben der Chronik Konrads hat Arnpeck auch die 
Angaben der Scheyerer Jahrbücher verwendet.* 

33. Scheyerer Fürstentafel (Tab. Schir.). 

Als dritte Geschichtsquelle aus Kloster Scheyern treffen 
wir die sog. Scheyerer Fürstentafel unter Arnpecks Stoff 
an, 3 ein volkstümliches Erzeugnis in deutscher Sprache, das 
nicht uninteressant ist und eine gute Neuausgabe unter 
Berücksichtigung all der zahlreichen davon vorhandenen 
Handschriften verdienen würde. 

34. Chronicon Ebersbergense posterius (Chr. 
Ebersb. post.). 

Von den beiden Ebersberger Chroniken, von denen die 
eine kürzere um das Jahr 1050 unter dem berühmten Abte 
Williram geschrieben, die andere ausgeschmückte nach dem 
Jahre 1246 verfasst ist, hat Arnpeck die letztere benützt. 
Vgl. unten S. 112, Anm. 4. In den unten als Quelle zu er- 
wähnenden „Fundationes monasteriorum Bavariae" findet 
sich diese Ebersberger Chronik etwas gekürzt, zugleich aber 
mit kleinen belanglosen Erweiterungen vor. 4 Die Textver- 
gleichung zeigt, dass letztere Form nicht herangezogen ist, 
sondern dass Arnpeck die Chronik auch in ursprünglicher 
Form zur Verfügung hatte und diese ausbeutete. 

1 Vgl. oben 8. XXVIII. 

* Mon. Germ, hist., SS. XVII, 629 ff. 

* Vgl. S. 117, Anm. 1. 

* Vgl. Neues Archiv XXIV, 68G. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— xxxvin — 

35. Vincentius Bellovacensis, Speculum histo- 
riale (Vinc. Beil.). 

Arnpeck nennt in seinem Vorwort den Vincentius von 
Beauvais unter den bedeutenden Geschichtschreibern mit 
der Bezeichnung „Vincentius Gallus ordinis predicatorum". * 
Er zitiert dann die grosse geschichtliche Kompilation des 
Vincentius an fünf verschiedenen Stellen. 2 Er hat sie auch 
wirklich unmittelbar 8 benützt, allerdings nur für wenige Ab- 
schnitte. Man darf wohl annehmen, dass ihm das Werk in 
einer der damals längst vorhandenen Druckausgaben 4 zu- 
gänglich gewesen ist. 

36. Regensburger Schottenlegende. 

In Kapitel 30 des 2. Buches nennt Arnpeck als Quelle 
eine „Cronica fundacionis cenobii Scotorum Ratispone". 5 Es 
ist die Regensburger Schottenlegende, deren wichtigsten Teil, 
die „Gesta Caroli Hagni", 1897 Dürrwächter herausgegeben 
hat. Ausser in dem eben genannten Kapitel bildet die um 
1270 entstandene Chronik die Grundlage für die beiden 
ersten Kapitel des 3. Buches. 

Vgl. über die Benützung der Chronik unten S. 4, Anm. 5, 
S. 78, Anm. 6 und 7 und S. 91, Anm. 1. Zu S. 78, Anm. 7 
ist ergänzend zu bemerken, dass die verlorene Handschrift 
der Quelle wahrscheinlich mit einzelnen Korrekturen ver- 
sehen war, die auf Konrad von Megenbergs Angaben sich 
stützten; vgl. unten S. 91, Anm. 3 und 98, Anm. 1. Zu 
letzterer Stelle ist die leider alle modernen Editionsgrundsätze 
ausser Acht lassende Ausgabe des „Tractatus de limitibus 
parochiarum Ratisponensium" von Philipp Schneider er- 
gänzend zu nennen. 

Zu bemerken ist, dass es zwei sehr seltene Inkunabel- 
drucke einer kurzen deutschen Fassung der „Gesta Caroli 
Magni" gibt. 6 Man könnte vermuten, dass diese „Legende 
von Kaiser Karls Streit vor Regensburg" vielleicht von 
Arnpeck benützt worden ist, doch ist das nicht der Fall. 

1 S. 6,21. 

1 S. 97,10; 100,31; 132,19; 134,19; 197,4. 

8 Vgl. S. 134, Anm. 2. 

4 Ohne Ort (Strassburg) und Jahr (Copinger 6245); Strasburg 1473 
(Cop. 6246); ohne Ort (Augsburg) 1474 (Cop. 6247); Nürnberg 1483 
(Cop. 6248); Venedig 1494 (Cop. 6241, IV). 

* S. 78, 24. 

6 Der eine, gedruckt von Friedrich Creussner zu Nürnberg, 
(Hain * 4524), der andere von Johann Stuchs ebendaselbst (Hain 4525; 
in der Münchener k. Hof- und Staatsbibliothek nicht vorhanden; 
Exemplar in" der Kegensburger Kreisbibliothek ; vgl. Dürrwächter a. a. O. 
8. 132), beide ohne Jahr. 

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ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXXIX — 

37. Hermanni Altahensis Annales (Herrn. Alt.) 
nebst Fortsetzungen (Cont. AU. und Cont. Rat.). 

Des Abtes Hermann von Niederaltaich Annalen 1 bilden 
eine Hauptq»elle Arnpecks. In der Vorrede zur „Chronica 
Baioariorum" zählt letzterer unter den bedeutenden Geschicht- 
schreibern auch die „fratres ordinis Benedicti Hermannus et 
Martinus" auf. 2 Haben wir in dem letzteren Martin von 
Troppau zu erkennen, so meint Arnpeck unter dem „Her- 
mannus" kaum einen anderen als Hermann von Niederaltaich. 8 
Nach dem Hauptwerke Hermanns erscheint sowohl die Nieder- 
altaicher als auch die Regensburger Fortsetzung dazu als 
Quelle Arnpecks. 

38. Gründungsgeschichte des Klosters Tegern- 
see (Fund. Teg.). 

Kapitel 29 des 2. Buches 4 behandelt die Geschichte' der 
Grunder und der Gründung des Klosters Tegernsee. Man 
könnte bei oberflächlichem Zusehen meinen, dass jene^Ge- 
schichte aus Andreas von Regensburg abgeschrieben sei. 
Aber es zeigt sich, dass Arnpeck auch die ursprüngliche 
Tegernseer Gründungsgeschichte, die „Fundatio Tegern- 
seensis" 5 benützte. In der Hauptsache der Tegernseer 
Quelle den doch auch auf diese zurückgehenden Text des 
Andreas vorziehend, sieht Arnpeck sich aber genötigt, da, 
wo er offenbar glaubt, dass Andreas die Geschichte zu sehr 
beschnitten habe, einzelne weggefallene Stücke wieder an- 
zuflicken. So liefert er die Gründungsgeschichte in dritter, 
durch Stil- und Schreibfehler entstellter und verschlechterter 
Auflage. Die „Fundatio Tegernseensis" ist ausser in dem 
genannten Kapitel auch noch in anderen benützt. 

Zu bemerken ist, dass Arnpeck die ganze „Fundatio 
Tegernseensis" zur Verfügung gehabt hat, nicht etwa nur 
den gekürzten Auszug, der in den unten als Quelle zu er- 
wähnenden „Fundationes monasteriorum Bavariae" enthalten 
ist. 6 Ausserdem benützte er auch den der Tegernseer Grün- 
dungsgeschichte in einer Tegernseer Handschrift (Clm. 1052) 

1 Vgl. s. 176, 1. 

* S. 6, 23 f. 

* Hermann von Reicbenau, an den man noch denken könnte, ist 
von Arnpeck nicht benutzt. Vgl. S. 145, Anm. 1, wo unter dem zitierten 
„Hermannus" andererseits auch nicht Hermann von Niederaltaich gemeint 
sein kann. 

4 Unten 8. 74, 16 ff. 

* Pez, Thesaurus anecdotorum III, III, 475 ff. 

* Vgl. Neues Archiv XXIV, 675. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— xxxx — 

beigegebenen Abschnitt über die Herkunft der Noriker aus 
Armenien, * den der Auszug in den „Fundationes" nicht bietet 
und der aus der „Passio S. Quirini tt des „Heinricus monachus" 
stammt. 2 • 

39. Chronicon monasterii Tegernseensis (Chr. 
Teg.). 

Ausser der „Fundatio" hat Arnpeck noch eine zweite 
Tegernseer Geschichtsquelle verwertet, das „Chronicon mo- 
nasterii Tegernseensis", s wahrscheinlich in der Form, wie 
es um 1492 in dem schon vorhin erwähnten Clm. 1052 nieder- 
geschrieben wurde. 

40. Diessener Aufzeichnungen (Notae Diess.). 
Ueber die von Arnpeck benutzten Aufzeichnungen des 

Klosters Diessen am Ammersee vgl. unten S. 203, Anm. 4. 

41. Annales Aldersbacenses (Ann. Aid.). 
Vgl. unten S. 768, Anm. 4. 

42. Annales Osterhofenses (Ann. Ost.). 

Ueber ihre Benützung vgl. unten besonders S. 236, 
Anm. 8 ; 239, Anm. 3. Einen Auszug aus den Osterhofener 
Annalen boten Arnpeck auch die unten zu erwähnenden 
„Fundationes monasteriorum Bavariae". 

Eine Osterhofener Ueberlieferung habe ich ausserdem 
unten S. 79, Anm. 5 vermutet. 

43. Geschichtliche Aufzeichnungen von Krems- 
münster (Krenmn.). 

„Baioaria, quae et Noricus dicitur . . . u Dieser dem 
bayerischen und österreichischen Quellenforscher wohlbekannte 
Text, mit dem Arnpecks 1. Kapitel des 1. Buches beginnt, 4 
weist uns sofort auf eine auch anderswo vielbenützte Quelle 
hin, nämlich auf die geschichtlichen Aufzeichnungen, welche 
in dem oberösterreichischen Kloster Kremsmünster 5 ent- 

1 Unten S. 23,3 ff. 

* Vgl. L. t. Heinemann, Zar Kritik Tegernseer Geschichtsquellen ; 
Neues Archiv XII, 146 und 160. 

3 Vgl. S. 222, Anm. 2. Ueber diese Chronik siehe Heinemann 
a. a. O. XII, 160. Wenn Heinemann dort sagte, es sei ihm unerfindlich, 
woher Pez die Angabe entnahm, dass die Chronik von drei verschiedenen 
Verfassern aus dem 13., 14. und 15. Jahrhundert herrühre, so ist dem 
entgegenzuhalten, dass jene Angabe eben der Handschrift entstammt, aus 
der Fez die Chronik abdruckte, nämlich dem jetzigen Clm. 1052, f. 13j 
vom Ende des 15. Jahrhunderts. 

4 S. 18, 5. 

* Zitiert nach Loserth, Die Geschichtsquellen von Kremsmünster 
(1872), nicht nach der späteren, schlechteren Ausgabe von Waitz in den 
Mon. Germ, hist., SS. XXV. 

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Jigitized üy VjUUgK, UNIvERSITYOF MICHIGAN 



— XXXXI — 

standen sind und häufig unter dem Namen des Bernardus 
Noricus zitiert werden. Arnpeck hat in sehr ausgedehnter 
Weise von ihnen Gebrauch gemacht. Insbesondere für die 
älteren Zeiten bilden sie die Grundlage seiner zeitlichen 
Zahlenangaben. Er scheint, wenn er sich auch hin und 
wieder Abweichungen von ihnen gestattete, grosses Ver- 
trauen in ihre Zuverlässigkeit gesetzt zu haben. 

44. Bernardus Guidonis, Chronica imperatorum 
Romanorum (Bern. Quid.). 

Merkwürdig ist, dass Arnpeck eine in Deutschland 
wenig verbreitete italienische Quelle des 14. Jahrhunderts 
benützt hat, was bisher unbeachtet geblieben ist. Mein 
Quellennachweis zeigt nämlich die Verwertung des „Chro- 
nicon imperatorum Romanorum" des Bernardus Guidonis, 
von dem wir noch keine vollständige Druckausgabe besitzen. 
Ueber die Benützung durch Arnpeck vgl. unten S. 290, 
Anm. 4 und S. 293, Anm. 3. 

45. Sächsische Weltchronik (S. Wehr.). 

Arnpeck hat nicht nur die Sächsische Weltchronik 
selbst * benützt, sondern auch die Erste, Zweite und Dritte 
bayerische Fortsetzung dazu. 2 Da die Dritte Fortsetzung 
nur in Verbindung mit der Ersten vorkommt, in einer Form, 
wie sie von den uns bekannten Handschriften der Welt- 
chronik nur Cgm. 227, der aus Benediktbeuern stammt, auf- 
weist, 8 muss Arnpeck notwendigerweise noch eine andere 
Handschrift der Weltchronik zur Verfügung gehabt haben, 
welche neben der Ersten Fortsetzung die Zweite enthielt. 4 

46. Flores temporum (Flor.). 

Das vielbenützte Werk der „Flores temporum", von 
dem dringend einmal eine auf der gesamten handschriftlichen 
Ueberlieferung aufgebaute vollständige Neuausgabe nötig 
wäre, 5 hat auch Arnpeck als Quelle vor sich gehabt und 
zwar in einer Form, wie sie (als mir zugänglich unten zitiert) 
z. B. der aus Tegernsee stammende Clm. 18 776 bietet und 

1 Vgl. 8. 76, 48. 

* Das ist Weiland bei Aufzählung der Schriftsteller, welchen die 
Sächsische Weltchronik als Quelle gedient hat (Mon. Germ, bist., Deutsche 
Chroniken II, 62), entgangen. 

» Vgl. daselbst II, 6, 319, 340. 

4 Vgl. daselbst II, 336. 

8 Die Ausgabe der Mon. Germ, hist., SS. XXIV ist für Unter- 
suchungen wie die vorliegende durchaus ungenügend. 

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ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— xxxxn — 

wie sie ähnlich, doch schon wieder abweichend, in der sel- 
tenen Druckausgabe der „Flores" von Meuschen sich findet. * 
Ueber Beziehungen von Arnpecks Text zu einer Regens- 
burger Bearbeitung der „Flores temporum" vgl. unten S. 231, 
Anm. 6. 

47. Henricus de Hervordia, Ohronicon (Henr. 
Herv.). 

Für die Zeit Kaiser Ludwigs des Bayern stossen wir, 
was man bisher noch nicht bemerkt hat, öfters auf Stellen 
aus der Chronik Heinrichs von Herford. Meinen anfänglichen 
Zweifeln gegenüber, ob direkte Benützung dieser Chronik 
vorliegt oder nicht, möchte ich nun doch glauben, dass die 
betreffenden Teile unmittelbar dorther entnommen sind." 

48. Chronicon de ducibus Bavariae (Chron.). 

Eine Hauptquelle des Andreas von Regensburg, die 
uns heute nur in einer einzigen Handschrift in eigenhändiger 
Niederschrift dieses fleissigen Chronisten erhalten geblieben 
ist, hat auch Arnpeck in ausgedehnter Weise ausgeschrieben, 3 
das sogenannte „Chronicon de ducibus Bavariae".* Bei 
Arnpeck erscheint manchmal für eine und dieselbe Erzählung 
sowohl der Text des „Chronicon" wie der des Andreas in- 
einandergemischt. 5 Arnpeck dürfte eine verloren gegangene 
Handschrift des -Chronicon" benützt haben. 6 



»' 



49. Annales S. Stephani (Ann. S. Steph.). 

Das heimatliche Kloster Weihenstephan lieferte eine 
nicht unwichtige Geschichtsquelle, die „Annales S. Stephani". " 
Es ist anzunehmen, dass Arnpeck die Originalhandschrift 
benützt hat. 

1 VgL S. 197, Anm. 5; 198, Anm. 6; 231, Anm. 7; 232, 5, 14nnd 
31. dazu Anm. 2 und 9; 251, Anm. 5; 283, Anm. 4; 284, Anm. 10; 
287, Anm. 2 und 5; 289, 8 und Anm. 2 ; 291, 8 ff.; 294,10; 297,28; 
299, Anm. 2; 301. 28 ff.; 302, 3 ff; 303, Anm. 3. 

4 Vgl. S. 293, Anm. 5; 294, Anm. 2 und 3; S. 295, 1 ff; 297, 
Anm. 3; 300,4 und Anm. 1 und 3; 302,26; 304, Anm. 2 und 5; 315, 
Anm. 5. 

8 Vgl. S. 246, Anm. 1. 

4 Vgl. über diese Quelle meine Ausgabe der Sämtlichen Werke 
de» Andreas von Regensburg S. LVI ff Ich bereite zur Zeit eine Neu- 
ausgabe des „Chronicon" für die Scriptores-Reihe der Mon. Germ. hist. vor. 

8 Vgl. z. B. S. 248, Anm. 5 und 10; 250, Anm. 1 ; 251, Anm. 7; 
299, Anm. 1 ; 320, Anm. 7. 

6 Vgl. S. 298, Anm. 5. 

? Vgl. S. 189, Anm. 2. 

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Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXXXHI — 

50. Chronicon S. Stephani (Chr. S. Stephani.). 

Noch eine zweite Quelle aus demselben Kloster benützte 
Arnpeck, nämlich das noch ungedruckte „Chronicon S. Ste- 
phani", eine dem Ende des 14. Jahrhunderts angehörige 
Chronik aus Kloster Weihenstephan, welche jedoch von weit 
geringerer Bedeutung ist als die eben erwähnten Weihen- 
stephaner Annalen. 1 

51. Fundationes monasteriorum Bavariae 
(fund.). 

Zu Arnpecks Quellen zählt auch die von mir fest- 
gestellte Sammlung von Gründungsgeschichten bayerischer 
Klöster, „Fundationes monasteriorum Bavariae", 2 die um das 
Jahr 1388 von einem Ungenannten, wahrscheinlich einem 
Mönch von St. Emmeram zu Regensburg, angelegt worden 
ist. Von den in ihr enthaltenen Quellen erscheinen bei 
Arnpeck eben in der in jener Sammlung gegebenen Form 
folgende wieder: 

a) Die Gründungsgeschichte des Klosters 

Benediktbeuern (Chr. Bur.). z 
Xi) Die Gründungsgeschichte des Klosters 

Schlehdorf.* 

c) Die Gründungsgeschichte des Klosters 
Wessobrunn (Fund. Wess.). 5 

d) Die Notizen Rudolfs von Polling über 
Herzog Tassilo (Rud. Poll.).* 

e) Auf Zeichnungen aus St. Emmeram zu 
Regensburg. 7 

f) Die Gründungsgeschichte von Kloster 
Grafrath. 8 

g) Notiz aus Raitenbuch. 9 

h) Annalistische Notizen aus einem baye- 
rischen Minoritenkloster. 10 

1 Vgl. S. 145, Ann». 1. 

' Vgl. Neues Archiv XXIV, 671 ff. 

* Vgl. unten 8. 66, Anm. 1. 

4 Vgl. 8. 67, 15 ff. 

» Vgl. 8. 81, Anm. 4. 

8 Vgl 8. 84, Anm. 5. 

7 Vgl 8. 107 und 108; 132, 35 ff. 

8 Vgl. 8. 123, Anm. 5 ; 208, 23 ff. 

9 Vgl. 8. 159, Anm. 2. 

10 Vgl. 8. 161, Anm. 3; 230, Anm. 5; 240, 9 ff and Anm. 4 und 6; 
245, Anm. 1, 3 und 8. 



/^ — _._[, Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



- XXXXIV - 

i) Die Gründungsgeschichte von Kloster 

Osterhofen. 1 
k) Notiz über Kloster Mallersdorf. - 
1) Notizen über die Vorgeschichte von 

Kloster Scheyern. 8 
m) Gründungsnotiz aus Kloster Beuerberg. 4 
n) Aufzeichnungen aus Kloster Diessen. 5 
o) Notizen aus Kloster Oberaltaich. 6 
p) Kleine bayerische Annalen, vielleicht 

aus Kloster Ebersberg. 7 
q) Osterhofener Annalen. 8 
r) Aufzeichnungen aus Kloster Fürstenfeld 

(Not. Fürst.). 9 
s) Notiz über die Gründung des Domini- 
kanerklosters zu Landshut. 10 
t) Straubinger Annalen. 11 
u) Notizen über Klostergründungen Kaiser 

Ludwigs des Bayern. 12 
v) Genealogische Notizen zur Geschichte 

der Witteisbacher. 13 
w) Gründungsgeschichte des KlostersEttal. 14 
x) Ettaler(?) Chronik. 15 
y) Aufzeichnung aus München. 10 
z) Zerstreute Einträge in den „Fundationes". 17 

In enger handschriftlicher Verbindung mit den genannten 
„Fundationes" kommen einige Salzburger Geschichtsquellen 
vor, die von Arnpeck ebenfalls ausgebeutet wurden. Es sind 
neben der schon unter den benützten Heiligenleben genannten 

1 Vgl. S. 163, Anm. 6. 

* Vgl. S. 164, Anm. 1. 
3 Vgl. 8. 194, Anm. 1. 
« Vgl. S. 203, Anm. 1. 

* Vgl. S. 203, Anm. 2 ; 208, Anm. 2. 
8 Vgl. 8. 219, Anm. 2. 

' Vgl. S. 219, Anm. 8; 235, Anm. 1; 247, Anm. 5. 

8 Vgl. oben 8. XXXX und unten 8. 225, Anm. 4 ; 240, Anm. 5. 

* Vgl. 8. 236, Anm. 1 ; 238, 12 ff. ; 262, 27 ; 255, 26. 31 ; 256, 8. 
10 Vgl. 8. 240, Anm. 3; 241, Anm. 4. 

" Vgl. 8. 247, Anm. 2; 249, Anm. 1; 251, Anm. 2[und 4; 284, 
Anm. 10; 301, Anm. 4; 306, Anm. 1 und 2. 

" Vgl. 8. 254, 30 ff ; 282, Anm. 3 und 5; 286, Anm. 2; 291, Anm. 5. 

13 Vgl. 8. 255, Anm. 2 und 5; 256, Anm. 1. 

u Vgl. 8. 296, Anm. 1. 

15 Vgl. 8. 315, Anm. 3. 

'• Vgl. 8. 330, Anm. 2. 

" Vgl. 8. 235, Anm. 7 ; 247, Anm. 9 ; 303, Anm. 9 ; 330, Anm 3 
und 4; 356, Anm. 6. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



by Google 



— xxxxv — 

„Vita S. Virgilii" und der „Translatio S. Martini" die wich- 
tigen „Breves Notitiae Salisburgenses". Vgl. unten S. 82, 
Anm. 4 und 85, Anm. 1, dazu oben S. XXX. 

52. Nekrologium des Angerklosters zu 
München. 

Verschiedene Nachrichten zur Geschichte Münchens hat 
Arupeck aus dem Totenbuche des Münchener Angerklosters 
bezogen, ' in welches im 15. Jahrhundert der Franziskaner- 
quardian Hermann Sack auch eine kurze Chronik des Klosters 
eingetragen hat, die ihrerseits Indersdorfer Aufzeichnungen 
als Quelle gedient zu haben scheint. 2 

53. Andreas von Regensburg, Chroniken 
(Andr.). 

„Nullusque vero predictorum nee quisquam alius preter 
fratrem Andream canonicum regulärem ordinis S. Augustini 
apud S. Magnum in preurbio Ratispone Bavarie prineipum 
tempora desudavit." So nennt Arnpeck 8 allein den Augustiner- 
chorherrn Andreas von Regensburg als seinen Vorgänger 
auf dem Gebiete der bayerischen Geschichtschreibung. Wie 
man diese Angabe zu beurteilen hat, wird unten noch be- 
leuchtet werden. Nicht allein die lateinische „Chronica de 
prineipibus terrae Bavarorum" des Andreas lieferte Arnpeck 
vielen Stoff, sondern auch des Andreas „Chronica pontificum 
et imperatorum Romanorum ",* und zwar nach einer Hand- 
schrift der Rezension C. Letztere Chronik finden wir sogar 
noch in umfassenderer Weise benützt als die bayerische 
Chronik des Andreas, der gegenüber eben Arnpecks „Chronica 
Baioariorum a auf weit breiterer Grundlage aufgebaut war. 
Andere Werke des Andreas 8 hat Arnpeck in seiner lateinischen 
bayerischen Chronik nicht benützt. Den Schriften des Andreas 

1 Vgl. S. 225, Anm. 2; 306, Anm. 3; 406, Anm. 2. 

• Vgl. S. 188, Anm. 6. 
■ & 6, 27 ff. 

* Vgl. meine Ausgabe der beiden Chroniken in Band I der Neuen 
Folge der vorliegenden «Quellen und Erörterungen". 

5 Konrads von Megenberg Chronik wird als Quelle zweimal, 
jedoch nur mit denselben Worten namhaft gemacht (unten S. 29, 19 und 
55, 32), mit denen Andreas von Begensburg sich auf sie beruft; die 
ganzen Stelleo sind also aus Andreas entnommen. Wenn Dürrwächter 
in seiner Ausgabe der „Qesta Caroli Magni" S. 135 sagte, Arnpeck „zitiere 
Megenberg gerne", so ist diese Aeusserung auf die soeben festgestellte 
Tatsache einzuschränken. Es findet sich kein Anhaltspunkt, der auf 
eine unmittelbare Benützung von Megenbergs verlorener Chronik hin- 
deutet. Oder sollten vielleicht die Auszüge aus der Regensburger Schotten- 
legende in Kap. 1 und 2 des 3. Buches, die einen gewissen Zusammen- 
hang mit einigen von Konrad in seinem „Tractatus de limitibus paro- 



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^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXXXVI - 

scheint er hohen Wert beigemessen zu haben. Er schreibt 
dessen Text häufig auch da ab, wo er selbst eine von Andreas 
benützte Quelle vor sich hatte, und gibt der Form, in 
welcher die betreffende Stelle durch Andreas tiberliefert 
war, den Vorzug vor der ursprünglichen Fassung. 

Zu bemerken ist, dass Arnpeck auch die von mir fest- 
gestellten Oberaltaicher (oder Straubinger) Zusätze zu den 
Auszügen aus der Fortsetzung der „Chronica pontificum et 
imperatorum Romanorum" des Andreas, wie sie sich in dem 
clm. 9503 finden, benützt hat. 1 

54. Necrologium Raitenhaslacense. 

Eine Anzahl von Notizen zur Genealogie von Mit- 
gliedern des wittelsbachischen Fürstenhauses stammt offen- 
bar aus nekrologischen Aufzeichnungen des Klosters Raiten- 
haslach, einer Begräbnisstätte der Witteisbacher, und zwar 
sowohl aus dem Appendix zum „Liber defunctorum genea- 
logicus" wie aus dem eigentlichen „Necrologium" des Klosters. 2 

55. Breve chronicon monasterii Starasensis 
(Chr. Slams.). 

In dem tirolischen Kloster Stams im Inntal wurden 
nach der,Mitte des 15. Jahrhunderts hauptsächlich über die 
zahlreichen dort begrabenen Mitglieder fürstlicher Familien 
kurze chronikalische Aufzeichnungen gemacht. 3 Arnpeck 
hat manche Nachricht aus ihnen geschöpft und Vertrauen 
auf ihre Zuverlässigkeit gehabt. 4 

56. Chronik von Andechs (Chron. And.). 

Stark benützt ist die deutsche Chronik des Klosters 
Andechs, 5 welche in mehreren Inkunabeldrucken unter dem 
Titel „Von dem Ursprung und Anfang des heiligen Bergs 

chiarum Batisponensium" der Legende gegenüber bestrittenen Angaben 
(vgl. oben S. XXXVIII) aufweisen, initdiesen in Konrads Sinn abgeänderten 
Stellen so in dessen Chronik enthalten gewesen und von Arnpeck von 
dorther übernommen worden sein ? Für diese Vermutung sprächen die 
vielen stilistischen Veränderungen der Auszüge gegenüber dem Teste 
der Schottenchronik, Aenderungeu, die eher Konrad zuzutrauen sind 
als dem glatt abschreibenden Arnpeck. Ich bemerke hiebei, dass ich 
meine früher geäusserte Meinung von dem einstigen Vorhandensein einer 
von dem „Tractatus de limilibus parochiarum Batisponensium" ver- 
schiedenen Chronik Konrads von Megenberg anderen Behauptungen 
gegenüber immer noch vollkommen aufrechterhalte. 
1 Vgl. S. 408, Anm. 1. 

* Vgl. S.357, Anm. 1, 5 und 7 ; 361, Anm. 4 und 5; 362, Anm. 3. 
8 Vgl. S. 234, Anm. 3. 

« Vgl. S. 311, 14, wo durch eine Stamser Nachricht eine aus einer 
andern Quelle stammende widerlegt wird. 

• Vgl- S. 123, Anm. 4. 

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— XXXXVII — 

und der Burg Andechs" 1 oder., Chronik von dem hochwürdigen 
und löblichen Heiltum auf dem heiligen Berg, Andechs ge- 
nannt, zu Oberbayern* * verbreitet war. 8 

57. Hans Ebran von Wildenberg, Chronik von 
den Fürsten aus Bayern (Ebran). 

Es mag uns zunächst rätselhaft erscheinen', warum 
Veit Arnpeck von Schriftstellern, die vor ihm bayerische 
Geschichte behandelt haben, in der vorhin* angeführten 
Stelle einzig und allein den Andreas von Regensburg ge- 
nannt hat, während er doch die Chroniken der beiden Schrift- 
steller, die wir heute als seine unmittelbaren Vorläufer in 
der bayerischen Landeschronistik betrachten, Hans Ebran 
von Wildenberg und Ulrich Füetrer, nicht bloss gekannt, 
sondern auch in weitestem Umfang wörtlich ausgeschrieben 
hat. Die Erklärung für die Unterlassung der Erwähnung 
ihrer Namen in jenem Zusammenhang dürfte — abgesehen 
von der allgemeinen Abneigung des mittelalterlichen Schrift- 
stellers gegen Quellenangaben — vielleicht darin zu suchen 
sein, dass Arnpeck zwischen dem gelehrten, in lateinischer 
Sprache geschriebenen und dem volkstümlichen in deutscher 
Sprache abgefassten W T erk einen trennenden Unterschied 
erblickte, der es ihm verbot, jene deutschen Chroniken auf 
dieselbe Stufe mit sein er lateinischen Chronik und der eben- 
falls lateinischen des Andreas zu stellen. Ich bin mir be- 
wusst, dass diese Erklärung, besonders im Hinblick auf 
Arnpecks deutsch geschriebene bayerische Chronik eine 
schwache ist, und verhehle mir nicht, dass doch vielleicht 
andere, möglicherweise persönliche Gesichtspunkte unseren 
Chronisten veranlassten, die Namen jener beiden Schrift- 
steller nicht in dem angeführten Zusammenhang zu nennen. 

Die treffliche „Chronik von den Fürsten aus Bayern" 
des frommen Ritters Hans Ebran von Wildenberg 5 ist von 

1 Drei verschiedene Drucke (in unterschiedlichem Bot- oder Schwarz- 
druck und mit Unterschieden in der Schlusschrift) von Johann Bämler 
zu Auesburg vom Jahre 1473 (Hain* 972) und ein Druck von demselben 
ohne Jabresangabe (Hain* 971). 

* Druck von Johann Schönsperger zu Augsburg ohne Jahres - 
angäbe (Hain* 969). Der Druck der Andechser Chronik von Lukas 
Zeyssenmayr, zu Wessobrunn hergestellt (Hain* 970), gehört neuerer 
Forschung zufolge nicht mehr in die Inkunabelzeit. 

* Ich bemerke hier nebenbei, dass ihr Verfasser die Scheyerer 
FQrstentafel benützt hat. 

* 8. XXXXV. 

8 Vgl. die Ausgabe von Friedrich Roth in Band II, Abt. I dieser 
„Quellen und Erörterungen". 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— XXXXVII1 — 

Arnpeck in umfassender Weise ausgeschrieben worden, ohne 
dass der Verfasser überhaupt je erwähnt worden ist. Es 
ist kaum anzunehmen, dass Arnpeck nicht gewusst haben 
sollte, wer die schöne Chronik verfasst hat, zumal Hans 
Ebran von Wildenberg am Landshuter Hofe eine nicht un- 
bemerkenswerte Rolle spielte. In seiner Chronik selbst aller- 
dings ist Ebrans Name nicht genannt. 1 Aber schon Aventinus 
hat ihn rühmend hervorgehoben. 2 

Man hat die Frage aufgeworfen, welche der beiden 
Formen, in denen Ebrans Chronik handschriftlich überliefert 
ist, von Arnpeck benutzt worden sei. Roth 3 ist zu dem 
Schlüsse gekommen, dass Arnpeck ein Exemplar der Ebranschen 
Chronik zuhanden hatte, in dem einige der die erste Redaktion 
erweiternden Zusätze bezw. die ihnen zu Grunde liegenden 
Quellenabschriften bereits eingetragen oder eingelegt waren, 
während andere sowie die Fortsetzung und wohl auch die 
Vorrede noch fehlten. Dass die Vorrede fehlte, kann nicht 
richtig sein — wie ich hier vorgreifend bemerke — im 
Hinblick auf den Anfang der deutschen Chronik Arnpecks,* 
welcher unzweifelhaft dem Anfang der Chronik Ebrans nach- 
geschrieben ist. Von den als zweite Redaktion zu be- 
zeichnenden Zusätzen aus Ebrans Chronik finden wir in 
Arnpecks lateinischer Chronik in der Tat eine ziemliche 
Anzahl unmittelbar benützt, 5 während andere Teile der 
zweiten Redaktion nicht verwendet sind, obwohl man an- 
nehmen darf, dass sie mit abgeschrieben worden wären, 
wenn sie schon in dem Arnpeck vorliegenden Ebranschen 
Text enthalten gewesen wären. Man vergleiche z. B. (die 
gesperrt gedruckten Worte gehören der zweiten Redaktion 
von Ebrans Chronik an): 



Ebran 99,4: 

... so zoch der obgedacht hertzog 
Welfo von Beim mit grosser macht 
wider den keiser furdiestatAugspurg 
und wollt nicht bedeucken 
die guttat, so im von dem 
keiser beschehen was, und 



Arnpeck 158, 36:« 

Anno doinini 1083. dux Guelfo 
sua potencia contra imperatorem 
civitatem Augustam 



1 Vgl. Roth S. XXXII. 
8 Sämtliche Werke II, 115 und IV, 581. 
■ A. a. O. 8. LXXXT. 
4 Unten S. 447. 

6 Unten S. 22, 31 ; 28, 10; 29, 9; 33, 23 ; 101, 4. 25; 103, 17 ; 105, 10. 
12; 108,18; 226, 7 ff.; 300,14; 343, 20 ff. 

B Vgl. den entsprechenden deutschen Text ö. 493, 26 ff. 



by Google 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



XXXXIX — 



obsedit, per famulos civitatis cepit, 
muros eiu« solo equavit'et capta 
magna preda egreditur. 



belegt die. die statt ward im über- 
geben yon der stat diener. do lies 
er die statmawr niderprechen auf 
den grünt und fuer da wider aus 
mit einem grossen rawb. 

Die dürftige Fortsetzung Ebrans aber finden wir in 

Arnpecks lateinischem Texte zweifellos benützt, 1 wenn auch 

nur in geringem Masse. Roths obige Annahme ist also 

daliin abzuändern, dass Arnpeck Ebrans Chronik mit vielen 

Zusätzen der zweiten Redaktion, mit Vorrede und Fortsetzung 

zur Verfügung hatte. Einzelne spätere Zusätze und Aende- 

rungen Ebrans mögen damals noch gefehlt haben. Da die 

zweite Redaktion der Chronik Ebrans um das Jahr 1490 

erfolgt sein dürfte, 2 ergeben sich für unsere Meinung durchaus 

keine zeitlichen Bedenken. 

58. Ulrich Füetrer, Bayerische Chronik (Füetr.). 
Die am 3. Juli 1481 abgeschlossene Chronik des Malers 

und Dichters Ulrich Füetrer 8 wurde von Arnpeck in ähn- 
licher Weise ausgebeutet wie die Chronik Hans Ebrans 
von Wildenberg. Während Arnpeck aber den Letzteren 
nirgends als seinen Gewährsmann bezeichnete, ist Füetrer 
wenigstens einmal als solcher genannt, bei der Erzählung 
vom Aufstand zu Landshut 1410, 4 wo Arnpeck den Schilde- 
rungen des Andreas von Regensburg und Füetrers eine 
selbst gehörte gegenüberstellt. Ueber die Handschrift, die 
Arnpeck von Füetrers Chronik benützte, wird unten bei 
den Quellen der deutschen Chronik gesprochen werden. 

Da Ulrich Füetrer selbst Ebrans Chronik zur Verfügung 
hatte, 5 sind manche der Ebran'schen Textteile in der Form, 
welche sie in Füetrers Chronik erhalten haben, zu Arnpeck 
gewandert. Meistens lässt sich in solchen Fällen genau 
erkennen, was unmittelbar aus Ebrans Text genommen ist 
und was erst auf dem Umweg über Füetrer in Arnpecks 
Chronik gelangt ist. 

59. Annales Saeldentalenses (Ann. Saeld.). 

Die unbedeutenden Annalen des Klosters Seligental 
(Saeldental) in Landshut, die in das Nekrologium dieses 

1 Vgl. unten S. 261, 14; 262,29.36; 263,22; 269, 18 ff.; 278, 24 ff.; 
280,24; 281, 3ff.; 364,3; 409,28. 

* Koth S. XXXVIII. 

8 Vgl. Spillers Ausgabe in Band II, Abt. II dieser Neuen Folge 
der „Quellen und Erörterungen". 

* Unten S. 359,29. 

> Vgl. Spiller a. a. O. S. XXXIV. 

Quellen a. Erörterungen N. F. III. OriginalflVbm 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



Göög 



— L — 

Klosters eingetragen worden sind, standen dem Landshuter 
Priester Arnpeck offenbar zur Verfügung, wie sich aus 
mehreren Stellen erkennen lässt. 1 Auch das Nekrologium 
selbst wurde von ihm benützt. 2 

60. Antoninus von Florenz, Weltchronik (Anton. 
Flor.). 

Bei der Schilderung der Schlacht von Mühldorf zitiert 
Arnpeck eine neue Quelle mit den abgekürzten Worten : 
„Hec An. Flor. 4." 3 Diese Quelle ist die Weltchronik des 
hl. Antoninus, Erzbischofs von Florenz. Arnpeck hat sie 
wahrscheinlich in einer Druckausgabe benützt. Sie war 
1487 in zwei Foliobänden zu Venedig (Copinger 487), in 
je drei Foliobänden zu Nürnberg 1484 (Hain* 1159) und 
1491 (Hain* 1160), sowie zu Basel 1491 (Hain* 1161), also 
viermal schon zu Arnpecks Lebzeiten, erschienen, später 
wurde sie noch öfters gedruckt. Er hat sie nur für die 
Darstellung der Schlacht bei Mühldoif verwendet; 4 weitere 
entlehnte Stellen konnten zunächst nicht nachgewiesen 
werden. Die Benützung der unübersichtlichen , umfang- 
reichen Folianten war ihm wohl zu mühsam. Antoninus von 
Florenz hat. seinerseits die florentinischen Geschichten des 
Giovanni Villani benützt, und so erscheinen bei dem deutschen 
Chronisten Arnpeck auf dem Umweg über Antoninus einzelne 
Angaben über die Schlacht von Mühldorf wieder, welche 
in der italienischen Ueberlieferung Villanis von Wert sind. 

61. Thomas Lirer, Schwäbische Chronik (Lirtr). 
Bisher nicht erkannt war die Tatsache, dass Arnpeck 

die Schwäbische Chronik des Thomas Lirer von Rankweil 
benützt hat. W T ir finden die bis 1462 reichenden Angaben 
dieser in deutscher Sprache erzählenden Quelle mehrfach 
verwertet. Ich zitiere sie nach den Blattsignaturen des 
Inkunabeldruckes von Konrad Dinckmut zu Ulm vom Jahre 
1486 (Hain* 1011 7). 6 Von Dinckmut besitzen wir noch 
zwei weitere Druckausgaben der Chronik, eine ohne Ort 
und Jahr (Hain* 10116) und eine weitere Ulm ebenfalls 
1486 (Hain* 1011 8). 6 Vielleicht hat Arnpeck eben einen 
dieser Drucke zur Hand gehabt, nicht eine Handschrift. 

1 Vgl. S. 226, Anm. 2 ; 236, Anm. 9. 
» Vgl. S. 242, Anm. 3; 248, Anm. 1; 362, Anm. 5. 
s Unten 8. 288, 13. 
4 Vgl. auch S. 286, Anm. 6. 
6 Vgl. 8. 182, Anm. 1. 

a Eine Ausgabe der Chronik „Getrugt zu Straßburg vff Grüneck" 
(Hain * 4993) ist um 1499- 1500 zu setzen. 

C~* r\c\ci\i^ Original from 

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- LI — 

62. Jakob Twinger von Königshofen, Chronik 
(Königsh.). 

Gleichwie vielen anderen Chronisten des 15. Jahr- 
hunderts so diente auch unserem Arnpeck die in deutscher 
Sprache geschriebene Chronik des Strassburger Chronisten 
Jakob Twinger von Königshofen als Quelle. 1 In zahlreichen 
Handschriften hatte dieses Geschichtswerk in Süd- und 
Westdeutschland Verbreitung gefunden, und von den sieb- 
ziger Jahren des 15. Jahrhunderts an erschien die Chronik, 
allerdings mit mancherlei Veränderungen, in mehreren Aus- 
gaben auch im Druck. Arnpeck hat den Text des Jakob 
von Königshofen in der Form benützt, wie ihn die Inkunabel- 
drucke Hain * 9792, *9793,*9794 (nicht * 9791) bieten, hat also 
mit grösster Wahrscheinlichkeit einen dieser Drucke selbst 
vor sich gehabt. 2 Da sowohl Hans Ebran von Wildenberg 
wie Ulrich Füetrer Königshofens Chronik benützt haben 
und Arnpeck selbst dieselbe Quelle besass, erscheint manche 
Geschichte bei Arnpeck bald mit den eigenen Worten Königs- 
hofens, bald in der von Ebran oder Füetrer gegebenen 
Fassung, bald in Textmischung von zweien von ihnen oder 
gar von allen dreien. 

63. Jacobus Philippus von Bergamo, Supple- 
mentum Chronicarum (Jac. Ph. Berg.). 

Ebenfalls durch eine Anzahl von Druckausgaben ver- 
breitet war die Chronik wieder eines Italieners, des Jakobus 
Philippus von Bergamo aus dem Orden der Augustiner- 
Eremiten. Diese Chronik, betitelt „Supplementum Chroni- 
carum", hatte der Verfasser 1483 beendigt, und noch in 
demselben Jahre war sie zu Venedig im Druck erschienen. 3 
Arnpeck, der ihren Verfasser zweimal als „Frater Jacobus 
Philippus" zitiert, 4 das zweitemal den Titel des Werkes 

1 Ausgabe von Hegel in Band VIII und IX der Chroniken der 
deutschen Städte. 

* Diese Ausgaben sind alle zu Augsburg gedruckt, und zwar 1476 
bei Johann Bäniler, 1480 bei Anton Sorg, 1487 bei Hans Schönsperger. 
Ich benutzte zur Vergleich ung, wo nicht auf die unten sonst angegebenen 
Seitenzahlen der Ausgabe von Hegel verwiesen werden konnte, den 
Bämler'schen Druck. 

9 „Impressum per Bernardinum de Benaliis." Ich zitiere unten 
nach der Zahl der Bächer der Chronik und gebe dazu gleichzeitig die 
Blattzahl dieser Druckausgabe an (Hain * 2805). Die übrigen Inkunabel- 
Drucke erschienen zu Brescia 1485, Venedig 1486, 1490 und 1492, ausser- 
dem eine italienische Uebersetzung zu Venedig 1488 und 149L 

* Unten S. 101,36; 118,34. 

IV* 
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b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- LH — 

dazusetzend : „in supplemento cronicarum", hat ihm viele 
Nachrichten unmittelbar entnommen; andere Teile daraus 
sind auf dem Umweg über Hartmann Schedels Weltchronik, 
für welche die italienische Chronik eine Hauptquelle war, 
in der leicht geänderten Form, die der Nürnberger Kompilator 
ihnen gegeben hatte, zu Arnpeck gelangt. 

64. Notae Undendorfenses (Not. Und.). 

Bei den guten Beziehungen, in denen Arnpeck zu Kloster 
Indersdorf stand, 1 ist es nur natürlich, dass er auch aus 
dortigen geschichtlichen Aufzeichnungen schöpfte, chroni- 
kalischen Notizen, die sich in dem Indersdorfer Nekrologium 
eingetragen finden. 2 Sie sind bisher nur ungenügend ver- 
öffentlicht und würden eine eindringende Untersuchung ver- 
dienen. 

Neben diesen Aufzeichnungen scheint ihm Indersdorf 
auch noch andere geliefert zu haben, 3 die sich in dorther 
stammenden Handschriften nicht mehr nachweisen lassen. 
Ausserdem bringt Arnpeck Angaben, die auf mündlicher 
Mitteilung aus Indersdorf beruhen müssen. 4 

65. Enea Silvio, Europa (E. Silv., Europa). 

In der überschwänglichsten Weise wird von Arnpeck 
in der Widmung an Bischof Sixtus von Freising Enea Silvio 
als Kosmograph gepriesen s und ihm im Vergleich zu vielen 
anderen geographischen Schriftstellern, die Arnpeck alle 
gelesen Jjaben will, die Palme zugesprochen. Leider wieder 
nur mit erborgten Worten, die, wie ich bei meinen Forschungen 
glücklich feststellen konnte, von einem Andern stammen. 

Michael Cristan von Konstanz, Kaplan von Bernrain, 
war von dem Memminger Buchdrucker Albert Kunne (von 
Duderstadt) aufgefordert worden, Enea Silvios Werk „Europa" 
von den Fehlern, welche eine Abschrift enthielt, zum Zweck 
einer Druckausgabe, die der betriebsame Memminger Buch- 
drucker veranstalten wollte, zu reinigen. Das tat Cristan, 
und er schrieb ausserdem zu dieser Ausgabe eine Vorrede, 
in welcher er das Buch seinem Bischof Otto von Konstanz 
(1475—1491) widmete. Der Druckband entbehrt der Angabe 

1 Vgl. oben S. XXVIII. 

* Vgl. unten 8. 188, Anm. 6; 235, Anm. 12 ; 408, Anra. 2. 

* Vgl. S. 198, Anm. 2 und 3. 

1 8. 420,25; vgl. dazu 8.676, Anm. 2. 
6 S.5,25ff. 

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ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LIII — 

der Jahreszahl. Nach Proctor's Typenvergleichungen 1 ist 
die Inkunabel im Jahre 1486 gedruckt. 1 Die erwähnte 
Vorrede des Kaplans Michael Gristan lautet (unter Hinweg- 
lassung der für uns nicht in Betracht kommenden Teile) 
folgendermassen : 8 

„Reverendissimo 4 in Cristo patri et domino, domino 
Ottoni dei gratia Episcopo Constantiensi ex Comitibus in 
Sunnenberg Michael Cristan de Constantia presbyter capel- 
lanus in Bernrain sese commendat. Perlustranti 5 mihi, colen- 
dissime presul, eos, qui de Oosmographia scripserunt, Ptholo- 
meum, Strabonem, Plinium, Mellara, Diodorum Siculum, 
Dyonisium Alexandrinum , Solinum et ceteros plerosque 
huius rei scios, nemo unquam articulatius, tanta copia et 
familiaritate Europam absolvisse videtur quam Aeneas Silvius, 
quem Sacer Senatus Cardinalium patrem patrie constituens 
Pium secundum appellavit. Is eas provincias Europe, que 
ab omnibus Cosmographis negligenter vel incuria vel inscitia 
preterite fuerunt, sie argute, copiose et ornate cum inser- 
tione rerum gestarum nostre memorie descripsit, ut, si hü, 
quos supra nominavi, reviviscerent, palmam, credo, sibi 
darent . . . Itaque . . . hunc libellum 6 discussi et, quoad 
potui, sollerter examinavi atque sie limatum paternitati 
vestre, Reverendissime, dico et offero tanquam ei, quem scio 
huic opusculo potissimum eo aftici, quod in ipso preclara 
facinora prineipum Europeorum sub optimis auspieiis divi 
Friderici Romanorum imperatoris semper augusti gesta con- 
tinentur . . ." 

Und nun vergleiche man, wie Arnpeck diese Sätze in 
seiner Widmung abgeschrieben hat: unter weitgehendem 
Verzicht auf Selbständigkeit hat er damit allerdings das 
schlimmste Stück seiner Kompilatorentätigkeit geleistet, 
zumal wir, wie schon oben S. XXIX erwähnt wurde, keinen 
der genannten alten Schriftsteller von ihm benützt finden. 
Wenn er Plinius, Solinus, Strabo, Ptolemaeus und Pomponius 

1 In seinem „Index to the early printed books in the British 
Museum" I, 183. 

* Damit ist die Angabe „1490" in Potthast's Bibliotheca hist. 
med. aevi I, 104 hinfällig. In Hain's „Bepertorium bibliographicum" 
ist die Inkunabel unter Nr. * 258 verzeichnet. 

* Sie findet sich auch in dem Nachdruck der „Europa", der 1501 
zu Venedig erschien. 

* Vgl. unten S. 3, Anm. 1. 

* Vgl. S. 5, 26 ff. 

* Vgl. 8.6, 3 ff. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- LIV - 

Mela noch an andern Stellen zitiert, 1 so sind diese Angaben 
selbst auch wieder nur dem Texte der „Europa" -Ausgabe 
des Michael Gristan und Schedels Weltchronik entnommen. 
Arnpeck erinnert hier lebhaft an den Luzerner Chro- 
nisten Melchior Euss, der ebenfalls nicht davor zurück- 
scheute, die Vorrede seines Werkes aus einer fremden Schrift, 
dem „Burgunderkrieg" Alberts von Bonstetten, sich anzu- 
eignen. 2 

Wie mein Quellennachweis unten im einzelnen zeigt, ist 
Enea Silvios „Europa" in Arnpecks „Chronica Baioariorum" 
immerhin nicht so sehr unmittelbar benützt worden, wie man 
nach dem Auftakt in der Widmung erwarten würde. Mittelbar 
aber sind viele Stücke der „Europa" doch dahin gelangt 
durch die unter Nr. 69 zu besprechende Weltchronik Hart- 
mann Schedels , der seinerseits die „Europa" in seinem 
Werke stark ausgebeutet hatte. 

66. Enea Silvio, Historia bohemica (E. Silvio, 
H. boh.). 

Noch ein zweites Werk des Enea Silvio, seine „Historia 
bohemica", eine der Hauptquellen Arnpecks für die unten 
S. 707 ff. abgedruckte österreichische Chronik ist auch für 
ein paar Abschnitte der „Chronica Baioariorum" verwertet 
worden. 3 Ygl. unten den Quellennachweis zur österreichischen 
Chronik. 

67. Johann von Thurocz, Chronica Hungarorum 
(Thurocz). 

An verschiedenen Stellen gibt Arnpeck als seine Quelle 
eine „Chronica Hungarorum" an. 4 Einmal 5 bezeichnet er 
diese ungarische Chronik als „Auguste impressa". Es ist 
zweifellos, dass damit keine andere gemeint ist, als die des 
Johann von Thurocz, welche im Jahre 1488 zu Augsburg 
durch Erhard Ratolt auf Kosten des Ofner Bürgers Theobald 
Feger der Oeffentlichkeit durch den Druck übergeben wurde. 6 
Dass Arnpeck gerade diesen Augsburger Druck benützt 
hat, beweist ausser seiner eigenen Angabe die Uebernahme 

1 S. 18,21.; 21,1. 24 ff.; 22,4; 26,12.35; 27,30; 31,22 ; 49, 19.22. 
* Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen I", 125/26. 

* S. 409 ff. 

* S. 39, 9;' 82, 2; 114,24; 129,2; 167,37; 169,14; 244,18. 
6 8.114,24. 

* (Hain * 15518X Es gibt auch einen Druck von Brunn 1488 
(Hain* 15517). 

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— LV — 

vieler Druckfehler dieser Ausgabe. Die entlehnten Abschnitte 
und Stellen sind sehr zahlreich. Unten wurde nach den 
Blattbezeichnungen des Inkunabeldruckes zitiert. 

68. Die Klosterneuburger Tafeln (Tab. Cl.). 

Wie ich erst nach Drucklegung der „Chronica Baioari- 
orum* feststellen konnte, finden sich in dieser auch einzelne 
Stellen, die höchstwahrscheinlich auf den 1491 zu Basel 
erschienenen Druck der Klosterneuburger Tafeln zurück- 
gehen, eine der Hauptquellen des „Chronicon austriacum", 
über die ausführlicher unten bei dem Quellennachweis zu 
letzterem gesprochen werden wird. Man vergleiche z. B. 
S. 136, Anm. 3 mit Tab. Cl. a3 und unten S. 714, Anm. 1; 
S. 166, 2, wo vielleicht die Worte „frater uterinus" aus 
Tab. Cl. a6 = unten S. 733, 14 stammen (die Tab.Cl. haben 
ihrerseits Ottos von Freising „Chronica" benützt) ; S. 174,30 ff. 
mit den Worten der Tab. Cl. c 5': „Heinrich der jünger 
und hoffertig, hertzog von Saxsen zu Praunsweig und zu 
Pairen , Westfalen und Enngern hertzogen , pfaltzgraffen 
bey Rein" usw. ; S. 181, 1 und 22/23 mit unten S. 732, Anm. 3 ; 
S. 207, 1 mit unten S. 748, Anm. 4. 

69. Dr. Hartmann Schedel, Weltchronik (Sched.). 

Im Jahre 1493 war — von Anton Koberger zu Nürn- 
berg gedruckt — des Nürnberger Arztes und Polyhistors 
Dr. Hartmann Schedel Weltchronik erschienen. Alsbald 
scheint Arnpeck in denBesitz eines Exemplars der lateinischen 
Ausgabe gelangt zu sein. Ein grosser Teil von Arnpecks 
Widmung l stammt aus der Weltchronik, und zwar bemerken 
wir, dass schon Teile der Originalhandschrift, welche nach 
den oben S. XIV ff. gemachten Feststellungen vor der Ende 
Januar 1494 erfolgten Rubrizierung niedergeschrieben sind, 
nämlich der Schluss von F. V und das ganze F. 2, dorther 
entnommen sind. 2 Man erkennt daraus deutlich, dass Arnpeck 
das 1493 erschienene Werk des Nürnberger Humanisten, 
sofort nachdem es aus der Presse hervorgegangen war, " 
benützte. Er schrieb daraus insbesondere ganze Kapitel 
über hervorragende Städte und Landesteile ab, jene be- 

1 Was Riezler, Geschichte Baien» III, 895/6 als bemerkenswerte 
Aeueserong Arnpecks hervorgehoben hat, ist aus Schedels Weltchronik 
entnommen (vgl. unten S. 4, 23 — 81). 

» Unten S. 4,14-5,20. 

3 Als Erscheinungsdatum hat der in der Schlusschrift des Bandes 
als Tag der Vollendung des Druckes genannte 12. Juli 1493 zu gelten; 
vgl. Haitx, Hartmann Schedel's Weltchronik, S. 6, Anm. 1 und 6. 



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öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— LVI — 

kannten Beschreibungen, um derentwillen wir heute noch 
Schedels Chronik besonders schätzen und die auch den 
ersten Büchern von Arnpecks Chronik ein humanistisches 
Aussehen geben. 1 Alle diese Kapitel sind fast ohne jede 
Aenderung von Arnpeck wörtlich abgeschrieben worden; 
nur wenige Zusätze aus anderen Quellen sind hinzugefügt, 
aus eigenem Wissen fast nichts. Immerhin ist Schedels 
Art, die Städte zu beschreiben, nicht ohne Einfluss auf 
Arnpeck geblieben und hat ihn offenbar insbesondere zu 
den Schilderungen seiner Heimatstädte Freising und Lands- 
hut veranlasst. Für die Beschreibung von Freising 2 hat 
Arnpeck allerdings wieder zu einem ziemlichen Teil auf 
eigenen Ausdruck verzichtet und den Text aus Ottos von Freising 
Chronik abgeschrieben. Die Beschreibung von Landshut 3 
jedoch dürfen wir wohl als nicht übel gelungene Nachahmung 
der Vorbilder in Schedels Weltchronik betrachten. 

Da Hartmann Schedel selbst ein ähnlicher Kompilator 
war wie Arnpeck, brachte seine Weltchronik auch Textteile 
aus solchen Quellen, welche Arnpeck ebenfalls unmittelbar 
benützte, so dass sich letzterer manchmal vor die Wahl 
gestellt sah, ob er den ursprünglichen oder den Schedel'schen 
Text übernehmen sollte. Besonders häufig kam er in diese 
Lage bei der Benützung der Chronik des Jacobus Philippus 
von Bergamo, den Schedel fast ganz ausgeschrieben bat, 
und ebenso der „Europa" des Enea Silvio, die von Schedel 
nicht bloss benützt, 4 sondern deren ganzer Text ausserdem 
noch am Schlüsse der Weltchronik abgedruckt worden ist. 

Ausser den bisher aufgeführten erzählenden Geschichts- 
quellen hat Arnpeck, vom Freisinger Traditionsbuch ab- 
gesehen, auch eine Anzahl von Urkunden- und Brief- 
texten benützt, sei es, dass er ganz oder teilweise ihren 
Wortlaut übernahm, 5 sei es dass er nur bestimmte Einzelheiten 

1 Vgl. die Kapitel über den Hercynischen Wald (unten S. 20), 
Mainz (S. 25), Augsburg (S. 27), Regensburg (S. 29), Nürnberg (S. 30), 
Aquileja (S. 35), Salzburg (S. 49). 

2 Unten S. 60 ff. Der Text gehört den nach der Rubrizierung 
eingefugten Teilen an. 

3 Unten S. 220 ff. Ebenfalls nach der Rubrizierung eingefugte 
Blätter. Vgl. oben S. XVI. 

4 Daher konnten frühere Benutzer von Arnpecks Chronik, Aventin 
und ein Unbekannter, Stellen als mit Enea Silvios Worten überein- 
stimmend bezeichnen (unten S. 5, 42 und 4,33), von denen wir jetzt im 
Zusammenhang sehen, dass sie unmittelbar aus Schedels Weltchronik 
entnommen sind. 

6 Vgl. S. 177,17ff., dazu 179, Anm. 2; 8. 253,13ff.; 378,29ff; 
415, Anm. 5 und 7; 416, Anm. 4; 427, Anm. 3; 431,8ff.; 438, 3ff. 

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- LVII — 

aus iiinen sich zu eigen mächte. 1 Man darf wohl vermuten, 
dass ihm das Archiv der Bischöfe von Freising zugänglich 
gewesen ist. 

Ein Zitat, das zur Meinung verleiten könnte, Arnpeck 
habe ein Werk Gregors des Grossen benützt, findet sich in 
der Geschichte der Langobardenkönigin Theodelinde.* Es 
ist aber so, wie es lautet, nur aus dem Texte des Andreas 
von Kegensburg herübergenommen. 

Auf das Nekrologium des Klosters Seon scheint 
eine Notiz in dem Stammbaume der Grafen von Andechs 3 
zurückzugehen; doch ist es fraglich, ob Arnpeck jenes 
Nekrologium unmittelbar benützt hat. 

Eine Stelle zum Jahre 1225* nähert sich dem Wortlaute 
nach sehr dem Texte der kleineren Schäftlarner Jahr- 
bücher, 6 ohne dass jedoch deren Benützung sonst nach- 
weisbar wäre. 

Auch eine Angabe, welche in des Jordanus von Osna- 
brück Traktat: „De praerogativa Eomani imperii" sich findet, 
scheint auf mittelbarem Wege in Arnpecks Text gekommen 
zu sein. 6 

Nur zitiert, nicht selbst benützt ist mit den Worten 
„Item Plutarchum de viris illustribus in fine" am Schlüsse 
des 2. Kapitels des 3. Buches die in Inkunabeldrucken er- 
schienene lateinische Plutarchausgabe des Giantonio Campano. 
Diesen Drucken war die lateinische Vita Caroli Magni des 
Florentiners Donato Acciaiuoli beigegeben, auf welche Arnpeck 
mit dem erwähnten Zitat verwies. 7 — 

Wenn es in der vorliegenden Ausgabe auch gelungen 
sein dürfte, die Quellen Arnpecks zu seiner „Chronica Baioari- 
orum" in ausgedehntestem Masse nachzuweisen, 8 so bleibt 
immerhin noch eine Anzahl Stellen übrig, von denen an- 
genommen werden inuss, dass sie nicht Eigentum Arnpecks 

1 Vgl. S. 169, Anm.2; 245, 30 ff.; 254, Anm. 2; 373, 32 ff; Be- 
richtigung zu S. 104, 12. 
8 8.45,28. 

8 Vgl. S. 204, Anm. 1. 
4 S. 225, 3. 

* Annalee Scheftlarienses minores (Mon. Germ, hist., SS. XVII, 343): 
„Et famea valida fuit et pestilencia magna." 

• Vgl. S. 97, Anm. 2. 

' Vgl. S. 100, Anm. 4. 

8 Wie bedeutend die dabei geleistete Arbeit ist, erkennt man 
wenn man die alten Angaben Ober Arnpecks Quellen vergleicht be 
Semler, Histor. Abhandlungen (1782), S. 47; Aretin, Literarisches Hand- 
buch fflr die baier iscbe Geschichte I (1810), 155; in Joetze's und in 
meiner Diasertation 1893. 



/^ — _._[, Original from 

öy VjUUgIA, UNIVERSITY OF MICHIGAN 



- LVIII — 

sind, deren Herkunft jedoch zunächst nicht festgestellt werden 
konnte. Ihren Ursprung ausfindig zu machen, und zu be- 
stimmen, welcher Wert ihnen beizulegen ist, muss weiterer 
Forschung vorbehalten bleiben. Gewährt es doch besonderen 
Reiz, ihrer Aufspürung nachzuhängen. Manche davon ist 
vielleicht überhaupt verloren. Ich habe mich in solchen 
Fällen meist darauf beschränkt, die Anmerkung: „Quelle?" 
zu machen. Manchesmal kann auch eine bestimmte Ver- 
mutung geäussert werden, z. B.: 

Auf eine Spur der Benützung verlorener Annalen des 
13. Jahrhunderts habe ich unten S. 226, Anm. 1 hingewiesen. 

Auf unbekannte Quellen aus der Zeit Kaiser Ludwigs 
des Bayern bin ich an mehreren Stellen gestossen. Vgl. unten 
S. 292, Anm. 5; 293, Anm. 4. 

Eine weitere unbekannte Quelle habe ich unten S. 24, 
Anm. 3 festgestellt. Sie behandelt u. a. die Namen Regens- 
burgs im Mittelalter und steht in Zusammenhang mit den 
Angaben Konrads von Megenberg und Andreas' von Regens- 
burg ; dabei zeigt sie jedoch auch selbständige Züge. Mit den 
entsprechenden Angaben in den oben S. XXXVIII erwähnten 
„Gesta Caroli Magni" und deren deutscher Bearbeitung 
„Legende von Kaiser Karls Streit vor Regensburg" hat sie 
nichts zu tun. Sollte es sich vielleicht um die unten bei 
der Quellenuntersuchung der deutschen Chronik zu berührende 
verlorene Chronik des Garibaldi« handeln? 

Auf Scheyerer Ueberlieferungen dürften die Geschichten 
von Herzog Arnulf „dem Bösen" und dem hl. Ulrich in 
Kapitel 20 des 3. Buches 1 zurückzuführen sein, auch manche 
Einzelheit zur Geschichte von Scheyern in den Anfangs- 
kapiteln des 5. Buches. 

Eine von mir nicht festgestellte Quelle scheint sich in 
ausgedehntem Masse mit der Geschichte der Pfalzgrafen bei 
Rhein zu beschäftigen. 2 Sie dürfte fabulierender Gelehr- 
samkeit des 15. Jahrhunderts entsprungen sein, kaum in 
Bayern, sondern wahrscheinlich in rheinischer Gegend. 

Vielleicht dem gleichen Werke dürfte Kapitel 24 des 
2. Buches : „De maiore domus Francorum" entstammen, 3 das 
ebenfalls gelehrten Anstrich hat. Es scheint mir durchaus 
nicht Arnpecks Eigentum zu sein, doch habe ich mich ver- 
geblich bemüht, es anderswo zu finden. 

1 S. 119 ff. 

* S. 23, 20 ff; 227, 14 ff 

• 6. 68, 21 ff 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— L1X — 

Bei der Geschichte der Karolinger und sächsischen 
Kaiser usw. finden sich fabelhafte Angaben, deren Herkunft 
ich nicht ausfindig machen konnte. 1 Wieder scheint es 
sich um gelehrte Quellen des 15. Jahrhunderts zu handeln. 
Arnpeck macht dabei an einer Stelle 1 deren Titel namhaft: 
„ut patet ex historia Saxonum et libro, ubi gesta Karolorum 
describuntur" und an anderen Stellen sagt er von der erst- 
genannten Quelle wieder: „ut habetur cronica Saxonum" 3 
und „prout in historia Saxonum continetur". 4 

Für die Geschichte des Verhältnisses der bayerischen 
Fürsten zu Tirol vom Tode des Kaisers Ludwig an bis zu 
dem seines Enkels, des Herzogs Stephan von Ingolstadt (1413), 
bilden Arnpecks Angaben über die Ereignisse in diesem 
Zeitraum, in welchem Bayerns Fürsten um den Besitz des 
Stammesangehörigen Landes rangen, eine oft zitierte, wenn 
auch vielfach angegriffene Quelle. Heftige Vorwürfe über 
offenbare Fehler sind über ihn ergangen, und genauere Forschung 
hat in manchen Punkten nachgewiesen, dass sein Bericht un- 
genau und nicht ohne Fabeln ist. Indessen darf der Tadel nicht 
Arnpecks Person treffen. Denn man muss bestimmt annehmen, 
dass jene Textteile keine selbständigen Nachrichten Arnpecks 
sind, sondern einer verlorenen Quelle entstammen. 

In Betracht kommen im 5. Buche der Chronik der 
grösste Teil von Kap. 48 (S. 306, 18 ff.— 314, 23) und ebenso 
der grösste Teil von Kap. 60 (S. 332, 18 ff.— 340, 5). 

Wie schon oben S. XVI bemerkt wurde, sind in der 
Originalhandschrift die Blätter 250 — 255, auf welchen jener 
Teil des Kap. 48 eingetragen ist, spätere Einschiebsel. 5 Nach 
der Ueberschrift, die unten S. 306, 13 — 15 gedruckt ist, 
folgte ursprünglich der auf dem jetzigen F. 256 stehende 
Text (unten S. 315, 16 ff.). 

Noch auffälliger erweisen sich als erst später eingefügt 
die Blätter 271— 276, 6 welche den erwähnten Teil des Kap. 60 
enthalten. Pez reihte sie in seiner Druckausgabe in dieses 
Kapitel ein, und auch ich bin seinem Vorgange gefolgt, da 
ihr Inhalt unter Herzog Stephan gehört. In dem Autograph 

1 Vgl. unten S. 105, Anm. 3, 106, Anm. 1, 121, 17 und 123, Anm. 3 
» 8. 106, 12. 
» 8. 123, 12. 

* 8. 228, 14. 

* In Verbindung damit steht auch teilweise der ebenfalls später 
geschriebene erste Abschnitt auf F. 268 (unten S. 329, 29 ff.). 

6 Dazu F. 277, dessen Texte aber nicht in Zusammenhang mit 
eoem der F. 271—276 stehen. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— LX - 

sind sie offenbar infolge äusserer Umstände mitten in einen 
anderen Text hineingeheftet, mit dem sie nichts zu tun haben 
und an den sie sich in keiner Weise anschliessen. Sie unter- 
brechen nämlich den Text des Kap. 61 unten S. 344, 5 nach 
den Worten: „Viri fautores optirai,"! 

Bei beiden Einschiebseln erscheint der Text sehr fort- 
laufend und in einem Zuge geschrieben. Widersprüche mit 
Angaben, die Arnpeck in dem ursprünglichen Teile seiner 
Chronik gemacht hat, beweisen deutlich, dass an dem Texte 
der Einschiebungen kaum viele Veränderungen, die nötig 
gewesen wären, um die Uebereinstimmung mit den ursprüng- 
lichen Teilen herbeizuführen, gemacht wurden. Die gleiche 
Beobachtung ergibt sich aus dem Umstände, dass Arnpecks 
sonstige Quellen nur in ganz geringem Masse zur Ergänzung 
der Texte der Einschiebungen Verwendung gefunden haben. 
Dass beide getrennt eingefügte Teile mit einander in engstem 
Zusammenhang stehen und aus einem und demselben Ganzen 
herstammen, ergibt sich aus ihrem Inhalt. 

Bei der Betrachtung dieser Abschnitte bemerken wir, 
dass in höchst auffälliger Weise das Augustinerkloster zu 
Battenberg im Inntal in den Vordergrund der Darstellung 
tritt. In ausführlicher Weise wird in Kap. 60 die Gründung 
dieses Klosters geschildert, 1 und wie zur Einleitung in diese 
Gründungsgeschichte erscheint offenbar im Zusammenhang mit 
ihr die in Kap. 48 eingefügte Geschichte des Gründers des 
Klosters, bezw. dessen Vaters, der beiden Kummersbrucker. 2 
Man gewinnt den Eindruck, dass zunächst die Ereignisse 
in Tirol nicht um ihrer selbst willen dargestellt werden, 
sondern um der Geschichte von Rattenberg und der Familie 
des Klosterstifters zum Hintergrunde zu dienen. 

Wir hören von Konrad Kummersbrucker, Kaiser Ludwigs 
des Bayern Jägermeister, 3 und seinem Sohne Johann, den 
das Volk auch nicht anders als den Jägermeister bezeichnete, 
vom Anwachsen ihrer Macht und ihrer .Güter, wie der alte 
Kummersbrucker Hofmeister war an Margarete Mauitaschs 
Hofe, wie er durch Erbschaft Rattenberg gewann, wie er 
dem Markgrafen Ludwig dem Brandenburger mit Geld- 
summen beisprang. Und in der Beschreibung des Krieges 
von 1364 wird uns erzählt, wie Konrad Kummersbrucker 

1 S. 332, 18 ff. 

2 S. 307, 28 ff. 

8 Vgl. S. 307, Anm. 2. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXI — 

und Eonrad Frauenberger 1 dem neuen Herren von Tirol, 
Herzog Rudolf von Oesterreich, nicht Treue schwören wollen. 
Kerkerhaft ist ihre Strafe. Ausführlich wird die Geschichte 
der Befreiung des alten Kummersbrucker durch seinen Sohn 
nebst ihren Folgen geschildert. In dem nun in Kap. 60 ein- 
gefügten Bruchstück wird die Geschichte der Kummers- 
brucker weitergeführt. Der alte Kummersbrucker stirbt, 
Konrad der Jägermeister ist sein Erbe. Noch zu Lebzeiten 
des Vaters fasst dieser den Plan, ein gottgefälliges Werk 
durch Stiftung eines Spitals oder Klosters zu vollbringen. 
In ausführlicher Weise wird erzählt, wie er durch den 
Magister Johannes Rueshaymer vom Münchener Augustiner- 
konvent endlich bestimmt wird, in Rattenberg ein Augustiner- 
kloster zu stiften, wie das Kloster geweiht wird und seinen 
ersten Prior erhält, von seinen Schicksalen nach des Stifters 
Tode, von Warmund Pienzenauer, dem Rattenberg verpfändet 
wurde usw. Sagenhafte Züge mischen sich mit wahrheits- 
getreuer Schilderung, die durch noch vorhandene Urkunden 
ihre Bestätigung findet. Sind die Nachrichten gut, die 
Rattenberg selbst angehen, so nimmt die Darstellung da 
sagenhaftere Art an, wo sie fernliegende Ereignisse schildert. 
Eine Fabel dürfte die Schilderung sein, wie Ludwig der 
Brandenburger die Münchener Augustiner zu bewegen sucht, 
den toten Kaiser Ludwig in ihrer Kirche zu begraben; 8 wir 
hören sagenhafte, doch mit wahren untermischte Erzählungen 
von Margarete Maultasch 3 (wobei Arnpeck auf Grund einer 
Angabe in einer anderen von seinen Quellen den Versuch 
macht, Kritik zu üben 4 ), anekdotenhafte Nachrichten über 
Herzog Stephan von Bayern, der durch Säumigkeit Tirols 
Gewinn verscherzt habe, über den Krieg von 1364 und die 
beiden späteren Feldzüge, welche die bayerischen Her- 
zoge zur Wiedergewinnung Tirols begannen. Hier ist immer 
wieder Rattenberg besonders auffällig genannt. Und mochte 
es auch wichtiger Stützpunkt für die kriegerischen Unter- 
nehmungen der bayerischen Herzoge sein, so lässt sich doch 
aus der stetigen Erwähnung schliessen, dass der Verfasser 
jenes Textes ein besonderes Interesse für Rattenberg besass. 
Dass dieser Verfasser ein Geistlicher war, zeigt seine 
an den Legendenstil erinnernde Schreibweise bei der Grün- 

1 Vgl. S. 313, Anm. 1. 

* S. 306, 18 ff. 
a S. 310, 5 ff. 

* S. 311, 14. 



{~^f\f*rt\t* Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



- LXII — 

dungsgeschichte des Klosters Rattenberg. Dass er zu dem 
Augustinerorden in nahem Verhältnis stand oder ihm viel- 
leicht selbst angehörte, verraten seine Kenntnisse über Mit- 
glieder des Ordens 1 und Vorgänge im Ordensleben. 2 

Man möchte am ersten glauben, dass der Verfasser in 
Rattenberg selbst geschrieben habe, da sich die Geschichte 
dieses Ortes wie ein roter Faden durch das Ganze zieht. 
Dass man im Kloster zu Rattenberg für Geschichte Interesse 
hatte, zeigt eine 1441 von dem dortigen Prior Johann Spiess 
geschriebene Fortsetzung der „Flores temporum", die nicht 
unbedeutend für die Zeitgeschichte ist. 8 Ich habe die Hand- 
schrift* untersucht, doch verrät sie keinen Zusammenhang 
mit unserem Texte. 

Ob der auffallenderweise auf F. 253 an den Rand der 
Handschrift geschriebene Vermerk : „Scharding plebanus" 6 
in der Frage nach dem Verfasser verwendet werden darf, 
möchte ich dahingestellt sein lassen. Der Vermutungen, 
die jene Randnotiz erwecken kann, sind unzählige. 

Die Abfassung der Quelle,, der unsere Bruchstücke ent- 
stammen und die wir vielleicht vorläufig als „Rattenberger 
Chronik" bezeichnen mögen, dürfte um 1440 erfolgt sein. 

Die Uebernahme der Tiroler Quelle in seine bayerische 
Chronik ist Arnpeck bei der Nachwelt übel bekommen. Es 
ist ihm von einer Seite, die nicht erkannte, dass er hier 
nur als Abschreiber in Betracht kam, vorgeworfen worden, 6 
er zeige in seiner Chronik „eine höchst parteiische Gehässig- 
keit gegen seine Landsleute, die Baiern, und ihre Fürsten" 
und habe „besonders nachlässig und boshaft die Geschichte 
wegen Tirol zusammengestellt!" 

Auf eine nicht festgestellte Quelle, welche mir ausser 
bei Arnpeck auch in Johann Jakob Fuggers „Spiegel der 
Ehren des Hauses Habsburg* benützt zu sein scheint, habe 
ich unten S. 422, Anm. 1 hingewiesen. Ihr entstammt ein 
Abschnitt über das bekannte Gastmahl zu Trier vom Jahre 
1473, vielleicht auch noch andere Stücke. 

1 Johannes Ruesbaymer 8. 333, 19 ff. ; Leonbard von Karaten 
S. 334,7 ; Nikolaus Geroldi 8.334,9. 

1 Vorgänge im Münchener Augustinerkloster 8. 306, 28ff; Stiftung 
des Augustinerklosters in Battenberg 8. 333, 20ff. ; Provinzialkapitel der 
bayerischen Augustiner in Baden 8. 334, 4 ff. 

8 Martin Mayr, Neues Archiv V, 140. 

4 Cod. 12465 der k. k. Hofbibüothek Wien. 

»8.311,37. 

Fessmaier, Stephan der Ältere, 8. 42. 

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— LXIII — 

e) Bedeutung der Chronik. 

Die äussere Anlage der Chronik, insbesondere die Ein- 
teilung 1 üi fünf Bücher, ist sehr anerkennenswert. Die 
Zeiträume, welche in den einzelnen Büchern behandelt sind, 
erweisen sich als mit Verständnis abgegrenzt. Das erste 
Buch behandelt die Urgeschichte und die Zeiten der Knecht- 
schaft Bayerns unter den Römern („originem et servitutem"), 
das zweite die Zeit der Agilolfinger, das dritte jene der 
Karolinger, das vierte die der Herzoge aus verschiedenen 
Häusern, das letzte umfangreichste die Geschichte der 
Wittelsbacber. 

Was die Gesamtheit des Stoffes für die „Chronica 
Baioariorum" anlangt, so steht Arnpeck zweifellos zunächst 
auf den Schultern seiner drei Vorgänger in der bayerischen 
Geschichtschreibung, des Andreas von Regensburg, des Hans 
Ebran von Wildenberg und des Ulrich Füetrer. Hätten 
sie ihm nicht vorgearbeitet, so würde sein Werk wohl viel 
dürftiger ausgefallen sein. Daneben aber ist es Arnpeck 
gelungen, über die Leistungen dieser seiner Vorläufer um 
ein bedeutendes Stück hinauszukommen. Gegenüber deren 
bayerischen Chroniken zeichnet sich die seine durch weit 
umfassendere Ermittelung des in Betracht kommenden Stoffes, 
durch eingehendere Behandlung des früheren Mittelalters 
und durch reichhaltigere Darstellung der Zeitgeschichte aus. 

In viel ausgiebigerer Weise als vor ihm Andreas hat 
sich Arnpeck z. B. die vielen und gerade für eine bayerische 
Geschichte wichtigen örtlichen geschichtlichen Aufzeichnungen 
zu Nutzen gemacht, welche die frühere Zeit in den bayerischen 
Klöstern hatte entstehen lassen, teilweise auch solche aus 
österreichischen Klöstern. Arnpeck tritt damit in einen 
gewissen Gegensatz zu Ebran und Füetrer, welche jene 
Klosterüberlieferungen fast ganz vernachlässigten : der Kleriker 
steht den Laien gegenüber, welche hauptsächlich Fürsten- 
geschichte zu schreiben bedacht waren. 

Wo die Reichsgeschichte oder die Geschichte anderer 
Völker in die bayerische Geschichte hereinspielt, manch- 
mal auch nur in geringem Zusammenhang, zieht Arnpeck 
entsprechende wichtige allgemeinere Geschichtswerke als 
Quellen heran. Er berührt sich hier näher mit Andreas 
von Regensburg als mit Ebran und Füetrer, welche solche 
Werke für die ihrigen nur wenig ausbeuteten. Arnpeck 

1 Vgl unten S. 7 die „Divisio operis". 

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ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXIV — 

machte hier, vom Engeren ins Weitere ausblickend, einen 
entschiedenen Fortschritt, mag dieser auch unbeholfen und 
unvollkommen sich gestaltet haben. Nicht zu seinem Vorteil 
ist sein Streben nach möglichster Heranziehung alles erreich- 
baren Stoffes an einem Punkt ausgefallen, in dem er sich 
wesentlich von allen drei Vorgängern, auch von dem Kleriker 
Andreas, unterscheidet: in der allzu ausgedehnten Benutzung 
von Heiligenlegenden als historischer Quellen. Wenn er gleich 
sich offenbar bemühte, nur die Teile aus ihnen herauszu- 
schälen, welche wirkliche Bedeutung für die Geschichte 
haben, so war sein Blick doch nicht geschärft genug, hier 
das richtige Mass einzuhalten. Uebrigens nötigt der Umstand, 
dass fast alle Heiligenleben, die mit der bayerischen Geschichte 
in Verbindung stehen, in ziemlicher Vollständigkeit bei ihm 
verwertet sind, zu einer gewissen Anerkennung. 

Die Erweiterung des geistigen Gesichtskreises, welche 
in jenen Zeiten durch den Buchdruck herbeigeführt worden 
war, brachte es mit sich, dass auch Arnpeck für seine 
bayerische Chronik bereitwillig nach den durch die neue 
Kunst gebotenen Hilfsmitteln griff und aus ihnen zu ge- 
winnen suchte, was sich daraus holen liess. Fremdartige 
Werke, zu denen er auf anderem Wege wohl kaum ge- 
kommen wäre, bieten sich ihm dar: des Franzosen Vinzenz 
von Beauvais „Speculum historiale", die Chroniken der beiden 
Italiener, des Antoninus von Florenz und des Jakob Philipp 
von Bergamo, die ungarische Chronik des Johann vonThurocz. 
Die Erzeugnisse des Humanismus ergiessen sich in die Welt: 
die „Germania" des Tacitus hat Arnpeck wohl in einer 
Druckausgabe benützt, Enea Silvios „Europa" und „Historia 
bobemica" und Hartmann Schedels Weltchronik üben einen 
nicht zu verkennenden Einfluss auf ihn aus. Die deutsch 
geschriebenen Chroniken des Thomas Lirer von Bankweil und 
des Jakob Twinger von Königshofen, die Klosterneuburger 
Tafeln, das Büchlein mit den Wundergeschichten vom Berg 
Andechs finden durch ihn Benützung. Und wohl noch mancher 
hier nicht genannte Druck wird als seine Quelle festgestellt 
werden. Man kann Arnpeck das Lob nicht versagen dafür, 
dass er den zuströmenden Stoff aufgenommen hat; hier mag 
er als würdiger Vorläufer Aventins gelten. Anders aber steht 
es bei ihm mit der Art der Quellenbenützung. Hierüber 
wird unten im Schlussabschnitt allgemein gehandelt werden. 

Unbestreitbare und unvergängliche Wichtigkeit hat Arn- 
pecks „Chronica Baioariorum" für die bayerische Geschichte 

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— LXV - 

der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wo er als Zeitgenosse 
berichtet. Was ihr diesen Rang verleiht, ist hauptsächlich 
ein in der späteren Zeit liegender Umstand, nämlich der, 
dass Arnpecks grösserer Nachfolger Aventinus seine Annalen 
und »seine Chronik nur bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts 
geführt hat. So sind Arnpecks Aufschreibungen zunächst 
nicht überholt worden. 

Alles in Allem: Veit Arnpecks „Chronica Baio- 
ariorum" ist die wichtigste bayerische Landes- 
geschichte des Mittelalters. 

B. Die Bayerische Chronik. 

a) Handschriften der Chronik. 

Wir besitzen folgende 1 1 Handschriften unserer deutschen 
Chronik : 

1. Cod. germ. 2817 der K. Hof- und Staatsbibliothek 
München, früher dort als Cod. germ. 391 aufgestellt. Vgl. 
Catalogus codd. mss. bibl. reg. Monac. V/VI, 316. Ein 
starker Quartband von 470 nummerierten Blättern, mit alter 
Lagenbezeichnung von a — z und 1 — 17; Papier; in ge- 
presstem Ledereinband des 16. Jahrhunderts; 8 Vorsetz- 
blätter und 5 leere Papierlagen am Schluss scheinen bei 
Gelegenheit des Bindens beigefügt worden zu sein. 

Ueber die Schicksale der Handschrift und über deren 
Verfasser finden sich auf zweien der Vorsetzblätter folgende 
Einträge : 

a) Von der Hand des bei der zweiten Notiz unter- 
schriebenen Revisoriumsrates Obermayr: 

„Exstitit quondam in Bibliotheca Ligsalziana *, quae 
tota ad Seiz Revisorii Consiliarium pervenit, qui unico 
ante obitum suum anno in sacerdotem unctus haereditatem 
quidem omnem sorori reliquit, sed obaeratam et ideo plus 
licitanti distractam." 

Auf dem nächsten Blatt: 
„Chronicon hocce Msc. ex Bibliotheca Seiz Collegae 
quondam mei nuper distracta emptum ad me pervenit. 
Felix ÖfFelius Consiliarius Aulicus et Clementi Boiariae 
Duci a Secretis simile exemplar foliis maioribus 204 in- 
scriptum 2 possidet, amicorum mihi et primus et optumus. 

1 Die Ligsalz waren ein Münchener Patriziergeschlecht. 
1 Der jetzige Cgm. 1587; vgl. die unten S. LXXI folgende Be- 
schreibung dieser Handschrift. 

Quellen u. Erörterungen N. P. III. frÖ^m 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXVl — 

Lucubrationem is esse censuit Augustini Kölneri Ludovici 
et Wilhelmi Bavariae Ducum Archivarii, viri Aventino 
amicissimi. 

Jos. Euchar. Oberraayr 
Wemdingano-Boius Revisorii Consiliarius. 
Monachii 24 April 1754. 

b) Hiezu bemerkte Andreas Felix Oefele: 

„Postea reperto cod. Membr. autographo Bibliothecae 
Pollinganae 1 comperi auctorem fuisse Udalricum Futerer 
Pictorem Monacensem. 

A. F. (Melius. 

c) Dazu schrieb dann der Oberhofbibliothekär Christoph 
Freiherr von Aretin: 

„Non Fütereri hoc Chron. est. V(ide) quae in alio 
exemplo 2 huius Chron. in fol. annotavi. 
Monachii Chr. Aretin 

2. Mart. 1810. Bibl. praef." 

Wo die Handschrift sich befand, bevor sie in die ge- 
nannte Ligsalz'sche Bibliothek kam, wissen wir nicht. 

Der Band ist ganz von einer und derselben Hand ge- 
schrieben, zum allergrössten Teil in gleichmässigen gewandten 
Zügen, die nur flüchtiger werden, wo Abschnitte später 
eingetragen wurden, so Bl. 176, 364—374, 449—451. Von 
Veit Arnpecks Hand stammt die Schrift auf keinen Fall, 
so dass jedenfalls diejenigen Unrecht hatten, welche in dem 
Kodex das „Autograph" von Arnpecks deutscher Chronik 
erblicken wollten. Der Schreiber hat jedenfalls nicht vor 
1498 geschrieben, da auch Ereignisse, die in jenes Jahr 
fallen, in den einheitlichen Zügen wie fast die ganze Chronik 
geschrieben sind. Erst die Einträge nach 1498 bis 1506 
sind folgenweise zu verschiedenen Zeiten dem Band ein- 
verleibt worden. 

Nach allen unten folgenden Darlegungen über den 
Verfasser und die Abfassungszeit der Chronik ist diese 
Handschrift nicht Autograph des Verfassers, sondern Ab- 
schrift einer Vorlage. Der Schreiber unserer Handschrift 
dürfte wesentlich jünger als der Verfasser der Chronik ge- 
wesen sein. Man beachte z. B. eine sehr bezeichnende 
Text Veränderung. Dem lateinischen Ausdruck S. 241, 4 

1 Das ist der Ulrich Ffletrers Chronik enthaltende jetzige Cgm. 43, 
der aus Kloster Polling stammt ; vgl. Spiller's Füetrer- Ausgabe S. XXIII. 

2 In der unten als Nr. 9 beschriebenen Handschrift. 

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— LXVII — 

„usque ad tempora nostra" entsprechend, hat der deutsche 
Text S. 520, 1, wie das ausgestrichene unvollendete „unserer 
ze . . ." verrät, wohl in der Vorlage gelautet : „bis zu unserer 
zeit". Dem Verfasser waren die Zeiten des unmittelbar 
darnach genannten Herzogs Heinrich noch „unsere zeit". 
Dem Schreiber unserer Handschrift aber geht dieser Aus- 
druck gegen den Strich, er bleibt mitten in „unserer ze(it)" 
stecken, streicht es aus und erwähnt des Herzogs nur un- 
wissend als „ains herzog Hainrichs"! 

Man muss auch noch an die Möglichkeit denken, dass 
Ogm.2817 nicht unmittelbar von dem Autograph abgeschrieben 
und dass noch eine Handschrift als Zwischenglied zwischen 
ihm und dem Autograph anzunehmen ist. 

2. Cod. germ. 2818 der K. Hof- und Staatsbibliothek 
München, früher Cod. germ. 994. Vgl. die Beschreibung im 
Catalogus codd. mss. bibl. reg. Monac. V/VI, 316. Quart- 
band, Papier. 256 Blätter. Stammt, wie aus mehreren Ein- 
trägen hervorgeht, aus Kloster Scheyern. Auf der Innenseite 
des Vorderdeckels ist bemerkt: „Spectat ad Monasteriura 
Schyrense ord. S. Benedicti in Bavaria. Conscripsit P. Gode- 
schalcus Monachus Schyrensis, continuavit P. Pancratius 
Schyrensis." Diese Notiz scheint von einem Scheyerner 
Klosterbibliothekar zu stammen. Die Handschriften der 
beiden angeblichen Schreiber sind sich so ähnlich, dass es 
unmöglich erscheint zu entscheiden, von wo an der zweite 
weitergeschrieben hat. Der Band enthält die ganze Chronik 
und dürfte gegen Ende des 16. Jahrhunderts geschrieben sein. 
Zwischen Bl. 249 und 250 ist ein Zettel eingeklebt, auf dem 
folgender Fortsetzungsversuch (zu S. 698, 26) zu lesen steht : 

„Ao. 1510 1 hat Johannes de Isna nach 7 jähriger Re- 
gierung des Cl. Wessobrunn bey sich äußernder Mißhelligkeit 
solche freywillig aus Liebe des Fridens und der Einsamkeit 
an dem Fest des heiligen Vatters Benedicti nach in Ponti- 
ficalibus andächtigist abgesungenen Hochamt abgelegt und 
zu Closter Scheyrn ein frommes Leben so gottseelig fort- 
gesetzt als heilig geendet im Jahr 1510. Addit R. P. 
Coelestinus Leuttner Wessofontanus, das derselbe nach ab- 
gelegter Abbteywürde die sonst gewöhnliche pension anzu- 
nemen sich gewaigeret." 

Da Leutner's J753 erschienene „Historia monasterii 
Wessofontani" hier zitiert wird, 2 ist die Notiz darnach, und 

1 Vielmehr 1493 ; verschrieben. 
' Die Stelle steht dort S. 366, 



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— LXVIII — 

zwar wohl kurz darnach geschrieben. Der letzte Satz der 
Chronik, in dem berichtet wird, dass Herzog Wolfgang die 
schönen Bauerndirnen „hold" (lieb) gehabt habe, scheint bei 
einem Leser Anstoss erregt zu haben; denn er ist in dieser 
Handschrift ausradiert. 

3. Cod. germ. 2819 der K. Hof- und Staatsbibliothek 
München. Vgl. Catalogus codd. mss. bibl. reg. Monac. V/ VI, 816. 
Quartband, Papier. 297 Blätter. Herkunft unbekannt. Wie 
im genannten Catalogus richtig bemerkt ist, Abschrift von 
Cgm. 2818, genommen, bevor der anstössige Schlussatz in 
letzterer Handschrift radiert worden ist. Hand des 17. Jahr- 
hunderts. Im 18. Jahrhundert hat jemand eine Vergleichung 
dieser Handschrift mit der alsbald unter Nr. 9 beschriebenen, 
damals im Besitze von Andreas Felix Oefele zu München 
befindlichen vorgenommen und einige dabei gemachte Be- 
obachtungen eingetragen (Bl. 132°, 149°, 185 r und % 210 r , 
232 r , 254 v , 288 r ). Von Oefele's eigener Hand erscheint eine 
Notiz auf Bl. 186": „haec exEbrano ad verbum, sed auctiora 
adiiciuntur." Die Chronik reicht von Bl. 1—293. Auf 
Bl. 294—297 ist ein Bruchstück aus einer Augsburger 
Chronik eingetragen. 

4. Cod. germ. 1589° der K. Hof- und Staatsbibliothek 
München. Vgl. Catalogus codd. mss. bibl. reg. Monac. V/ VI, 213. 
Folioband, Papier. 334 Seiten. Ist eine Abschrift von der 
unter Nr. 2 beschriebenen Handschrift Cgm. 2818, wie schon 
aus ihrem Titel hervorgeht: „Bayerische Chronick geschriben 
von Gottschalcks und Pancratzen Benedictinern des Closters 
Scheiern Ab ao. 887 biß 1493." Erstere Jahrzahl erklärt 
sich daraus, dass der Abschreiber den Anfang der Chronik 
überhaupt weggelassen und seine Abschrift erst mit Kaiser 
Arnulf begonnen hat. Er ist ein geschichtskundiger Mann 
gewesen und hat am Anfang des Bandes zahlreiche kritische 
Bemerkungen an den Rand geschrieben Er scheint die 
beiden Scheyerner Mönche für die Verfasser gehalten zu 
haben. Die Abschrift dürfte um 1700 gemacht sein. Die 
Herkunft des Bandes ist unbenannt. Der in Cgm. 2818 aus- 
radierte anstössige Schlussatz fehlt hier schon von vornherein. 

5. Cod. germ. 5422 der K. Hof- und Staatsbibliothek 
München. Beschreibung im ungedruckten Catalogus codd. 
mss. bibl. reg. Monac. von Wilhelm Meyers Hand. Folio- 
band, Papier. 413 Blätter. Ist ein Sammelband von hand- 
schriftlichen, dem XVI. — XVIII. Jahrhundert angehörigen, 
hauptsächlich auf bayerische Geschichte bezüglichen Stücken. 

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— LXIX — 

Die Herkunft ist unbekannt; ein auf der Innenseite des 
Vorderdeckels eingeklebt gewesenes Ex-Libris ist völlig zer- 
stört. Unsere Chronik ist in dem Bande, von einer Hand aus 
der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts geschrieben, in zwei unrichtig 
eingefügten Teilen an folgenden Stellen enthalten: Bl. 148 
bis 284 (gleich einer alten, von dem ursprünglichen Schreiber 
herrührenden Blattzählung von 1 — 137, wobei die Zählung 
von Bl. 88 übersprungen und Bl. 126 doppelt gezählt ist), 
dann Bl. 42—106 (gleich alte Zählung von Bl. 138—203, 
wobei Bl. 143 übersprungen wurde). Wilhelm Meyer hat 
in seiner Beschreibung dieses Verhältnis, dass der vordere 
Teil nämlich eigentlich hinter den hinteren gehört, nicht 
erkannt, trotzdem auf Bl. 284" (alt 137) unten die Anschluss- 
worte von Bl. 42 (alt 138) wiederholt sind. 

Der in dieser Handschrift vorliegende Text weist, von 
zahlreichen Fehlern abgesehen, viele stilistische Abweichungen 
von dem Texte unserer Handschrift 1 auf, welche sich auch 
in keiner der übrigen Handschriften finden und infolge der 
Eigenmächtigkeit des Schreibers oder wahrscheinlicher schon 
des Schreibers seiner Vorlage entstanden sind, der an- 
scheinend die Ausdrucksweise der Chronik dem Sprach- 
gebrauche seiner späteren Zeit anzupassen bestrebt war. 
Er hat sich auch nicht an die Reihenfolge der Abschnitte 
des Textes gehalten und hat eine Anzahl von Abschnitten 
zunächst weggelassen, dann aber doch die meisten davon 
teils an einer späteren Stelle eingeschrieben, teils am Schluss 
aneinandergereiht. 

Ausserdem sind Notizen in den Text aufgenommen, 
die offenbar ein geschichtskundiger Leser der Vorlage an 
deren Ränder geschrieben hatte, die aber unserer Chronik 
fremd sind. Von der Fortsetzung hat er wohl die Be- 
schreibung des Engadiner-Krieges (unten S. 692, 18 — 695, 10) 
abgeschrieben, dagegen fehlt bei ihm die des Landshuter 
Erbfolgekrieges (unten S. 649, 3—665, 20 und 695, 1 1—698, 26). 
Auch die Geschichte der Krönung des Königs Maximilian I. 
hat er nicht aufgenommen. 

Nach den Lesarten ist zweifellos, dass diese Hand- 
schrift von unserer Handschrift Nr. 1 abhängt, wahrscheinlich 
jedoch nicht unmittelbar, sondern man muss ein oder mehrere 
Zwischenglieder annehmen. 

Nur dieser Handschrift ist eine Fortbildung der An- 
gaben über die Kinder von Kurfürst Philipp von der Pfalz 1 

• Vgl. dazu Haeutle, Genealogie S. 37 ff. 

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— LXX — 

eigen, die ich hier mitteile. Statt unseres S. 555, 26— 35 
gedruckten Textes heisst es nämlich auf Bl. 53 : 

„Er het bey seiner hausfrawen vil Khinder. Ludwig, der erst 
Bohn, ward geborn am andern tag des Monats Julii 1478 Jar. Philips, 
der ander Sohn r ward geborn an Sant Florians tag den 7. May Anno 

1480. Kuprecht, der dritt Sohn, wardt geborn am 14. tag May Anno 

1481. Friedrich, der viertt Sohn, ward geborn am 9. tag des Monats 
Decembris Anno 1482. Mer ein Tochter, genant Elisabeth, am 9. tag 
Decembris im 1482. Mer ain Sohn, genant Heinrich, am 15. Fe- 
bruarii Anno 1487. Mer ainen Sohn, genandt Johann, den 7. May 
Anno 1488. Mer ain Tochter, genant Amelia, auf den 25. Julii 
Anno 1490. Mer (ein) Tochter, genant Barbara, auf den 21. AugUSti 
Anno 1491. Mer ein Tochter, genannt Helena, auf den 9. Fe- 
bruarii 1492. Mer ein Sohn, genant Wolfgang, auf den 
lesten Octobris Anno 1494. Mer ein Tochter, genant Catharina, 
auf den 14. Octobris Anno 1499. u 

Von einer Hand des 18. Jahrhunderts ist am Anfange 
der Chronik am Rande bemerkt: „Der Verfasser hievon ist 
. . . (leerer Raum für den Vornamen) Nadler, Kanzler des 
Schwäbischen Bundes". Wie der Schreiber dieser Worte 
zu dieser Angabe kam, ist mir unerfindlich. 

Dr. Hieronymus Nadler, 1535 geboren, war Rat des 
Herzogs Albrecht V. von Bayern und seit 1576 Kanzler 
des Landsberger Bundes und ist 1592 gestorben. 1 Er scheint 
sich auch mit geschichtlichen Studien befasst zu haben; 
eine in der K. Hof- und Staatsbibliothek zu München auf- 
bewahrte Stammtafel der Witteisbacher mit deutschen und 
lateinischen Erläuterungen auf 16 Folioseiten trägt den 
Titel : „Justa Ducum Bavariae Genealogia Domini Guilielmi 
Nadleri Foederatorum Landspergensium Cancellarii u und ist 
wohl, trotz des falschen Vornamens, sein Werk. Sie scheint 
für einen praktischen Zweck angelegt worden zu sein; denn 
in auffallender Weise ist jeweils, wo es möglich war, die 
Mitgift der w eiblichen Glieder des Geschlechtes angegeben. 
Zu unserer Chronik steht Nadler aber in keiner näheren 
Beziehung. 

6. Cod. H 148 der Kgl. Öffentlichen Bibliothek Dresden. 
Quartband, Papier. 155 und 418 Blätter. Vgl. die Be- 
schreibung bei Franz Schnorr von Carolsfeld, Katalog der 
Handschriften der Königl. Öffentlichen Bibliothek zu Dresden 
I, 558. Reine vollständige Abschrift ohne Aenderungen und 

1 Manfred Mayer, Leben usw. des Dr. Wiguleus Hundt, S. 56, 
Anin. 3; Briefe und Akten z. Gesch. d. 16. Jahrb., V: Goetz, Beiträge z. 
Gesch Herzog Albrechts V. und des Landsberger Bundes,S. 839, Anm. 3. 

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— LXXI — 

Zusätze. Herkunft unbekannt. Dem Texte der Chronik 
geht auf 155 unnummerierten Blättern ein sehr ausführliches 
Sachregister voraus, wobei hauptsächlich Personen- und 
Ortsnamen als Schlagworte der alphabetischen Reihe dienen. 
Schrift (einer einzigen Hand) vom Ende des 16. Jahrhunderts. 
Herkunft des Bandes unbekannt. 

7. Cod. germ. 1588 der K. Hof- und Staatsbibliothek 
München. Vgl.Catalogus codd.mss. bibl. reg. Monac. V/VI, 213; 
Aventinus, Sämtliche Werke III, 569; VI, 187; Spiller, 
Füetrer-Ausgabe S. LXXXIII. Folioband, Papier. 220 Blätter. 
Schrift einer einzigen Hand vom Ende des 16. Jahrhunderts, 
gut lesbar. Vollständiger Text auf Bl. 1—209. Auf Bl. 210 
bis 220 ist der zwischen den Herzögen Albrecht und Wolfgang 
zu München am Mittwoch nach St. Ulrichs Tag (8. Juli) 
1506 geschlossene Vertrag eingeschrieben. Am oberen Rand 
von Bl. 1 steht ein alter Besitzvermerk : „Johann Christoph 
Ahamer in München gehörig." Von der Hand, welche dies 
schrieb, folgt Bl. 58 bei der Geschichte von der Schlacht 
bei Gammelsdorf eine Randbemerkung: „Der Platz, wo die 
Schlacht geschah, heißt noch iezt 1778 das Streitfeld." In 
die Münchener Hofbibliothek gelangte die Handschrift mit 
der Lippert'schen Bibliothek. 

8. Cod. 14681 der K. K. Hofbibliothek Wien. Frühere 
Signatur: Suppl. 2105. Vgl. Tabulae codd. mss. in bibl. 
pal. Vindobonensi asserv. VIII, 78. Folioband, Papier. 604 
Seiten. Schrift (von einer einzigen Hand) vom Ende des 
16. Jahrhunderts (nicht des 17., wie der genannte Wiener 
Katalog sagt). Auf dem Einbanddeckel ist die Jahrzahl 1594 
eingepresst. Vollständiger Text auf S. 1 — 577, darnach folgt 
S. 578—604 die gleiche Urkunde wie in der vorigen Hand- 
schrift, von welcher diese wohl unmittelbar abgeschrieben 
sein dürfte. Die Herkunft des Bandes ist unbekannt. 

9. Cod. germ. 1587 der K. Hof- und Staatsbibliothek 
München. Vgl.Catalogus codd. mss. bibl. reg. Monac. V/ VI, 213; 
Aventinus, Sämtliche Werke IU, 569 ; VI, 187 ; Spiller, Füetrer- 
Ausgabe S. LXXXIII. Folioband, Papier. 212 Blätter. Schrift 
von mehreren Händen um 1600. Auf Bl. 1 von einer Hand 
des 17. Jahrhunderts Besitzvermerk: „Georgius Sigismundus 
Hamman me possidet." Auf der Innenseite des Vorderdeckels 
befindet sich das Ex-Libris des Andreas Felix von Oefele ein- 
geklebt: die Handschrift gehörte also zu dessen Privat- 
bibliothek. Auf das Vorsetzblatt hat Oefele selbst folgenden 
Eintrag gemacht: 

Original from 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



by Google 



— lxxii — 

„Chronicon hocce Msc. Noriberga huc Monachium 
delatüra a Webero Bibliopola Reip. Norib. Emptione ad 
me transiit. Censeo esse, et pene certus sum, lucubrationem 
Augustini Kölneri ex Secretario Ludovici Bavariae Ducis, 
Fratris illius Guilielmi IV. Constantis, Archivarii, viri 
Aventino ut amicissimi, ita laudatissimi. x Opto ego, ut 
evoluta Dierum meorum paucitate in alterius viri boni et 
patriae Studiosi manus pervenire haec opera integra et 
salva queant; ita Deum litterarum et bonae mentis autorem 
ex animo precor et deveneror. 

Felix Öffelius Monacensis ßoius, 
Principura Ferdinandeorum 
Ephorus, parum felix. 
Idibus Jun. MDCCXL." 

Später schrieb er darunter: 

„Est opus Udalrici Fuetereri Pictoris et Poetae ac 
civis Monacensis." 

Wie ähnliche Einträge Oefele's in unserer Handschrift 
Nr. 1 durch Aretin berichtigt wurden, * so bemerkte dieser 
auch hier in Cgm. 1587 unter die Notizen Oefele's: „Maxi- 
milian ward ao. 1486 zum römischen König gekrönt. Ulr. 
Fütrers Chronik, wovon die Hofbibl. mehrere Exemplare hat, 
geht nur bis zum J. 1481 und ist, wie der Verfasser selbst 
sagt, ao. 1477 angefangen worden, die gegenwärtige aber, 
wie der Titel zeigt, wenigstens um 9 Jahre später. Auch 
andere Gründe streiten dafür, dass Oefele sich geirrt habe, 
indem er diese Chronik Füterer zuschreibt." 

Wann die Handschrift an die Münchener Hofbibliothek 
gelangte, konnte ich nicht sicher feststellen. Icli vermute, 
dass es geschah, als in der Säkularisation die Bestände der 
Bibliothek des Klosters Rottenbuch, wohin nach Oefele's 
Tode der grösste Teil seiner Bibliothek verkauft worden 
war, 8 nach München kamen. 

An den auf Bl. 1 — 204 r stehenden vollständigen Text 
unserer Chronik ^schliesst sich auf Bl. 204" — 212 die auch 

1 Auf der Röckseite des Vorsetzblattes hat Oefele literarische 
Notizen aber ihn zusammengetragen. Die Handschrift scheint damals 
ihren jetzigen Einband bekommen zu haben; denn auf dem Rücken trägt 
sie den Aufdruck : „Chron. Bav. Aug. Kölneri." 

* Vgl. oben S. LXVI. 

1 Vgl. meine Abhandlung über die Schicksale von Oefele's Bibliothek 
in den Forschungen zur Geschichte Bayerns XIII, 230 f. 

n- «w h C^ rtrhCiic* Original from 

igiliz« öy^jUUglC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXIII — 

in der Beschreibung der beiden vorhergehenden Handschriften 
genannte Urkunde von 1506 an. 

10. Cod. germ. 1589 der K. Hof- und Staatsbibliothek 
München. Vgl. Catalogus codd. mss. bibl. reg. Monac. V/VI, 213 ; 
Aventinus, Sämtliche Werke III, 569; VI, 187; Spiller, Füetrer- 
Ausgabe S. LXXXIII. Folio-Sammelband, Papier. Von einer 
Hand vom Anfang des 1 7. Jahrhunderts geschrieben, findet 
sich darin Bl. 1— 218 r der vollständige Text unserer Chronik, 
dann Bl. 218 r — 225 die schon bei der Beschreibung der drei 
vorangehenden Handschriften erwähnte Urkunde von 1506; 
deren Schlussblatt ist verloren gegangen. Daran schliesst 
sich S. 226 ein Bruchstück eines kirchenpolitischen Traktates 
aus dem Anfange des 17. Jahrhunderts, dem Anfang und 
Schluss fehlen, darnach kommen noch eine Anzahl Schrift- 
stücke, hauptsächlich auf pfälzische, besonders oberpfälzische 
Geschichte bezüglich. Das Papier bis Bl. 225 weist als 
Wasserzeichen das Wappen von Regensburg auf. 

11. Cod. 12474 der K. K. Hofbibliothek Wien; frühere 
Signatur: Suppl. 22. Vgl. Tabulae codd. mss. in bibl. pal. 
Vindobonensi asserv. VII, 102; Martin Mayr im Neuen 
Archiv V, 132. Folioband, Papier. Herkunft unbekannt. 
Von einer einzigen Hand in der ersten Hälfte des 17. Jahr- 
hunderts geschrieben. Enthält Bl. 1 — 210 den vollständigen 
Text unserer Chronik, unmittelbar daran anschliessend die 
bei Beschreibung der vorhergehenden vier Handschriften ge- 
nannte Urkunde von 1506. und zwar ohne Schluss, wie in 
unserer Handschrift Nr. 10, wobei der Schreiber hier be- 
merkt: „Der Eest manglet"; darnach kommt das ebenfalls 
bei Beschreibung der vorigen Handschrift Nr. 10 aufgeführte 
Bruchstück eines kirchenpolitischen Traktates, das dort 
unmittelbar angebunden ist, hier mit Bemerkungen des 
Schreibers: „Anfang manglet" und: „Der Rest manglet". 
Es besteht kein Zweifel, dass diese Handschrift Nr. 11 von 
Nr. 10 abstammt; wahrscheinlich ist sie sogar unmittelbar 
von ihr abgeschrieben. Die Handschrift dürfte in Regens- 
burg hergestellt worden sein (vgl. auch das Regensburger 
Wasserzeichen der vorhergehenden Handschrift), da bei der 
in unserem Text erfolgenden Erwähnung von Hungersnöten 
sich auf Bl. 165 am Rande bemerkt findet, was in den 
Jahren 1626 und 1627 zu Regensburg Korn und Eier ge- 
kostet haben. 

Verschollen ist die Handschrift, aus welcher Frey- 
berg in Band I seiner „Sammlung historischer Schriften und 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— LXXIV — 

Urkunden" die Chronik herausgegeben hat. Freyberg machte 
seine Ausgabe, wie er S. 3 sagte, „aus einer in dem k. Reichs- 
Archive vorhandenen Abschrift". Das K. Reichsarchiv konnte 
unter den sämtlichen in Betracht kommenden Beständen diese 
Handschrift nicht ermitteln. An die K. Hof- und Staats- 
bibliothek ist die Handschrift, wie man etwa vermuten könnte, 
in der Zwischenzeit nicht abgegeben worden ; keine der dort 
vorhandenen acht Handschriften der Chronik stammt aus 
dem K. Reichsarchiv, und die Lesarten dieser acht Hand- 
schriften weichen von denen des Freyberg'schen Textes 
sämtlich so ab, dass von keiner angenommen werden kann, 
sie sei mit der Freyberg'schen identisch. Die Freyberg'sche 
Ausgabe, die wegen ihrer zahlreichen willkürlichen Aus- 
lassungen und ihrer vielen Lese- und Druckfehler als sehr 
schlecht bezeichnet werden muss, lässt immerhin so viel 
ersehen, dass von der dafür benutzten, nicht guten Hand- 
schrift vermutet werden kann, sie sei die Vorlage unserer 
Handschrift Nr. 2 gewesen. 

Gleichfalls verschollen ist die unten zu erwähnende 
Handschrift unserer Chronik, die den Namen des Esaias 
Wipacher mit der Jahrzahl 1586 trug. Nach den Lesarten 
zu schliessen, gehörte sie zur Gruppe der Handschriften 7 — 11. 

Alle unter Nr. 2 — 11 beschriebenen zehn Handschriften 
wie die zwei verschollenen stammen von Nr. 1 ab. Ich 
teile hier die Lesarten der ersten Abschnitte der Chronik 
mit, woraus sich deutlich das Verhältnis der erhaltenen 
Handschriften zu einander erkennen lässt: 

S. 447, 
Z. 1 : Dise — gehersehet haben fehlt 2 — 5. histori 6. history 7. 9. 10. 

historia & historien 11. sein statt ist 11. 
Z. 6: Bauanis 2. 3. Bavarus 5. Bavaria (!) 6-2/. 
Z. 7: mit in fehlt 5. inen 2. 3. 6—11. Armania korr. Armenia 6. 

Armania 7—11. 
Z. 9: mit jagen 11. da Hessen sy sich nider 5. 
Z. 10 : danider 2. 6. 7. 9. darnider 3. alda nider 8. 
Z. 11: Bavariam statt Bavaria 2. 3. 5. Boioarias statt Baioarius 2. 3. 6. 8. 
Baioarius oder fehlt 5. Bauarius statt Bavarus 10. 11. Boimundum 5. 
Z. 12 : Ingramenonem 2. 3. Ingramion 5. Inngeramanndum 6. Gera- 

mandum 7 (Q auf radierter Stelle). 8-11. 
Z. I3; fc Noricum 2. Norius 3. Norix 5. 
Z.J5: ffier statt vieng 5. dieselbe statt die stat 2. 3. 
Z.16: Norekha2. Korekha^3. Norckha G— 8. Norca9. Narckh[aJ 10 # 

Norcka 11. Norieam (Norckhau) das ist jetzt Regenspurg 5. heun. 

tiges ^heutiges 3.) tags statt heut bei tag 2. 3. daselben vnib fehlt 5. 
Z. 17: Auch paut er 5. schloss statt geschlos 2. 3. 5. 6. perg, daz 5. 
Z. 18: Norxberg 3. Nrixberg 5. 

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— LXXV — 

Z. 19: Grosios (!) 2. 6—9. 10 (von späterer Hand übergesehrieben : 
BerosiosJ. Grosius Beronns (so !!) 11. Crosius 3. 

Z. 20 : Zerstörung 2. 3. dem (statt der) Sündtfluß 5. 

Z. 21: 1467 2. 3. 6-11. 1431 5. und vor — jar fehlt 5. jar nach (!) 
und 2. 3. 6—11. 

Z22: jar fehlt 2. 3. 

S. 448, 
Z. 1: er Norix 3. 
Z.3: Bayrn 2. 3. Bauarium 5. Baiern 6. 7. 10. 11. Bayern 8. 

Bairn 9. gegen einander gekriegt statt baid — kriegt 2. 3. baid 

haben vaest mit einander khriegt 5. baid vaat fehlt 6. 7 (von 

späterer Hand am Sand mit Einfügungsxeichen: vaat). 8 — 11. 
Z 4: biß statt hunz 5. 

Z. 5: gestatten haben statt h. g. 2. 3. 5. und ist 5. 
Z. 6: und haben 5. 
Z. 7: in der geetalt statt also 5. vor dem andern ohne leibs statt an 

leiblich 5. 
Z. 8 : fiberlebende statt lebentig 8. 
Z. 9: an fehlt 10. 11. 
Z 12: jedweder seiner 2. 3. ain yede landschaft solches irem herrn 

sollt anzaigen statt jetbedere — solt 5. 
Z 14: für kheinen statt nit für einen 5. haben statt halten 5. 
Z. 15 : darzu helfen bezwingen oder vertreiben 5. 
Z 18: vnd statt noch 2. 3. 
Z. 19: also statt wol 5. pald fehlt 2. 3. 6. 7 (von späterer Band am 

Rand hinzugefügt: Bald). 8—11. 
Z20: Bauarum 2. 3. 5—11. 
Z. 21 : geregiert statt geherschet 5. 
Z. 22 : Eigentlich statt warlich 2. 3. warlich fehlt 5. biß statt hunz 5. 8. 

und so fort. 

Nach den Lesarten und im Zusammenhalt damit nach 
anderen oben bei der Beschreibung der elf Handschriften 
dargelegten Beobachtungen hat sich mir folgender Stamm- 
baum der Handschriften ergeben, wobei die Buchstaben 
verlorene oder verschollene Handschriften bezeichnen und 
wobei auch da und dort noch an weitere Zwischenglieder 
zu denken ist: 

A 

I 
1 




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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXVI - 

Für die vorliegende Ausgabe war somit nur Hand- 
schrift 1 zu Grunde zu legen. 

b) Drucke der Chronik. 

Im Jahre 1827 erschien in des Münchener Archiv- 
direktors Max Freiherrn von Freyberg „Sammlung historischer 
Schriften und Urkunden", deren ersten Band eröffnend, 
unsere Chronik im Druck unter dem Titel „Bayrische Chronik 
eines Ungenannten". Die Ausgabe war in jeder Hinsicht 
jämmerlich. Freyberg selbst war der Meinung, dass die 
Chronik in dieser seiner Ausgabe „zum erstenmal an das 
Licht komme". 1 

Indessen ist festzustellen, dass ein Bruchstück der 
Chronik bereits 1789 durch den Druck bekannt gemacht 
worden ist. 2 Im zweiten Bande von Lorenz Westenrieders 
„Beyträgen zur vaterländischen Historie usw." ist auf S. 87 
bis 104 ein Bruchstück einer Chronik herausgegeben, welche 
der Herausgeber als „Esaias Wipachers Chronik" bezeichnete. 
Dieses Bruchstück ist nichts anderes als ein Teil des Textes 
unserer Chronik. Es umfasst die Jahre 1180—1268. Nach 
Westenrieders Angabe endigte die Chronik mit Herzog 
Wolfgang. Den Anfang Hess der Herausgeber „nicht ohne 
Ursache" weg; erst die Erzählung von der Zeit Ottos 
von Witteisbach an schien ihm „der Wahrheit weit an- 
gemessener und der vaterländischen Geschichte weit nütz- 
licher und dienlicher" zu sein. Im Inhaltsverzeichnisse des 
Bandes findet sich der Hinweis: „Fortsetzung folgt", aber 
in den späteren Bänden der „Beyträge" erschien keine 
solche mehr. 

Zu dem von ihm der Chronik gegebenen Titel gelangte 
Westenrieder durch den Umstand, dass am Ende der Hand- 
schrift, nach welcher der Abdruck erfolgte, geschrieben 
stand: „Esaias Wipacher Mp. im 1586". Ob dieser Esaias 
Wipacher der Verfasser der Chronik oder nur der Abschreiber 
der ursprünglichen Handschrift sei, wagte Westenrieder nicht 
zu entscheiden. Wir können mit Bestimmtheit die erstere 
Frage verneinen, die zweite dagegen offenlassen und nur 
noch die Möglichkeit betonen, dass Wipacher (trotz des 

' A. a O. S. 199. 

8 Schon Schmeller bat dies erkannt und am 5. Juni 1841 in einer 
handschriftlichen Notiz im Verfasserkatalog der Handschriften der 
K. Hof- und Staatsbibliothek (unter „Wipacher") bemerkt. 

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— LXXVII — 

mp. = manu pröpria, falls richtig gelesen ist) schliesslich 
auch nur der Besitzer der Handschrift gewesen sein kann. 

Jedenfalls ist diese Handschrift heutzutage verschollen. 
Westenrieder gab an, der Text seiner Ausgabe sei „aus 
einer Handschrift der St. Emmeramischen Bibliothek heraus- 
gezogen". Schon Schindler hat vergeblich nach ihr gesucht 
und eine Notiz darüber im erwähnten Verfasserkatalog der 
Handschriften der K. Hof- und Staatsbibliothek niedergelegt. 

c) Die Frage nach dem Verfasser der Chronik. 

Wie man aus der voranstehenden Beschreibung der 
Handschriften entnehmen kann, ist schon lange, bevor Frey- 
berg die Chronik als Werk „eines Ungenannten" veröffent- 
lichte, die Frage nach dem Verfasser dieses Chroniktextes 
aufgeworfen und in der mannigfaltigsten Weise zu be- 
antworten versucht worden. Gab doch die Chronik selbst 
weder in einem Titel noch im Texte den Namen des Ver- 
fassers an. 

Der älteste Versuch, den Verfasser zu nennen, liegt 
— allerdings untauglich — anscheinend in der oben bei 
Beschreibung der Handschrift Nr. 5 erwähnten Randnotiz 
vor, die dem Kanzler Dr. Hieronymus Nadler die Chronik 
zuschrieb. Ebensowenig taugte die durch die unter Nr. 2 
und 4 beschriebenen Handschriften erweckte Meinung, die 
Seh eyern er Patres GodeschalkundPankraz seien die Verfasser. 
Es kamOefele, der zuerst Augustin Kölner, dann Ulrich Füetrer 
für den Verfasser hielt (vgl. oben die Beschreibungen der 
Handschriften Nr. 1 und 9). Daran reihte sich, wie auf 
der vorigen Seite erwähnt wurde, Westenrieder, der, selbst 
zweifelnd, den Namen desrEsaias Wipacher einführte. 

Im 19. Jahrhundert beschäftigte sich zunächst Christoph 
von Aretin mit der Sache. Bei der Beschreibung der Hand- 
schriften Nr. 1 und 9 sind die Einträge erwähnt, in denen 
er Füetrer verwarf. In seinem „Literarischen Handbuch 
für die baierische Geschichte" (I, 167 ff.) besprach er die 
Notizen in unseren Handschriften Nr. 1, 2 und 9 (nur diese 
drei waren ihm von der Chronik bekannt), soweit sie die 
Verfasserfrage betrafen. Er lehnte die beiden Scheyerner 
Patres und Füetrer als Verfasser ab, bezüglich Kölner's 
verhielt er sich zweifelhaft, jedoch auch fast ablehnend. Den 
Cgm. 2817 erklärte er für das Autograph des Verfassers. 

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— LXXVIII — 

Aretin's Ansicht wurde von Freyberg' in der Einleitung 
zu seiner Druckausgabe der Chronik geteilt; bezüglich Kölner's 
ging Freyberg noch etwas weiter als Aretin und versicherte, 
dass Kölner „nach den Arbeiten, die er bis jetzt von diesem 
Manne kennengelernt" habe, nicht als Verfasser in Betracht 
kommen könne. Und so ging der Druck als „Chronik eines 
Ungenannten" in die Welt hinaus. Die Frage war wieder 
eine offene, bis zuerst Johann Andreas Schmeller die Chronik 
für eine deutsche Bearbeitung von Veit Arnpecks „Chronica 
Baioariorum" erklärte. l In dem handschriftlichen Verfasser- 
kataloge 2 der Handschriftenabteilung der K. Hof- und Staats- 
bibliothek hat der bienenfleissige Mann die Ergebnisse einer 
Vergleichung des deutschen Textes von Cgm. 2818 mit dem 
lateinischen Texte der Pezischen Druckausgabe niedergelegt. 
Zusammenfassend bemerkte er: „Ist augenscheinlich Arnpecks 
bayr. Chronik — etwa schon vor 1495 1. Januar, wo er die 
lateinische Arbeit dem Bischof Sixt von Freysing dediciert — 
von ihm also deutsch aufgesetzt und erst später ins 
Latein umgeputzt." 3 

Gleich Schmeller erachteten Arnpeck als Verfasser 
unserer Chronik" später Deutinger, 4 der auch meinte, dass 
die deutsche Chronik vor der lateinischen angefertigt worden 
sei, 5 und Kluckhohn, der zuerst Schindlers Ausdruck „Be- 
arbeitung" der Chronik geändert haben wollte, da fast 
überall von Uebersetzung gesprochen werden könne, 6 später 
aber seine Ansicht, dass es sich um eine Uebersetzung handle, 
als irrtümlich wieder zurücknahm und ausserdem gegenüber 
Deutinger betonte, die deutsche Chronik sei nicht vor der 
lateinischen entstanden. 7 Auch Heigel, 8 Würdinger 9 und 

1 Schmeller, München unter der Vierherzog-Regierung 1397 — 1403 
(1833), 8. 50. 

* Unter „Arnpeck". • 

8 Ein ähnlicher Eintrag Schindlers findet sich in demselben Katalog 
unter „Wipacher". 

4 Beyträge zur Geschichte usw. des Erzbisthums München und 
Freysing III (1851), 468. 

5 Am 18. Mai 1861 hielt Foringer in der historischen Klasse der 
Münchener Akademie der Wissenschaften einen Vortrag „über die deutsche 
Bearbeitung von Arnpeck's Chronicon Bavariae", der aber leider nicht 
gedruckt worden ist. 

6 Forschungen zur deutschen Geschichte II 11861 \ 609. 

7 Daselbst VII (1867). 205. Eine grössere Arbeit über die bayeri- 
schen Landeschroniken, die Kluckhohn dort versprach und in der auch 
Veit Arnpeck besondere Würdigung finden sollte, ist nicht erschienen. 

8 Morgenblatt zur Bayerischen Zeitung 1865, Nr. 38, S. 127 und 
Chroniken der deutschen Städte XV (1878), 298 ff. 

9 Sitzungsberichte d. philos.-philol. u. bist. Kl. d. k. b. Akad. d. 
Wiss. 1872, II, 465. 

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— LXXIX — 

Wegele * erkannten Arnpeck als Verfasser der deutschen 
Chronik an. 

Doch gab es auch wieder Andere, die nicht dieser 
Meinung waren: Hegel dünkte es „unwahrscheinlich, dass 
dieser Autor selbst seine lateinische Chronik in solcher Weise 
verstümmelt haben sollte, um sie für eine neue Kompilation 
zu benützen." 2 Und Kiezler 3 äusserte, dass die deutsche 
Chronik kaum von Arnpeck selbst herrühre. 

In unseren beiden Dissertationen über Veit Arnpeck 
und seine Werke (1893) kamen schliesslich Joetze und ich 
völlig unabhängig von einander zu dem Ergebnis, dass Veit 
Arnpeck der Verfasser der deutschen Chronik sei. 

d) Arnpeck der Verfasser der Chronik. 

Arnpeck selbst hat nirgends in seinen lateinischen 
Schriften einer von ihm verfassten deutschen Chronik Er- 
wähnung getan. 

Doch schon Aventinus schrieb in seinen Annalen, als 
er seine Quellen aufzählte: „Vitus Arcopagus, sacerdos 
Landesuta oriundus, qui latine et vernacula lingua dili- 
gentissime omnium de rebus Boiorum parentum memoria 
perscripsit sub duce Georgio" 4 und ebenso später in seiner 
Chronik: „Veit Arenpeck, ein priester zue Landshut, hat 
am allerfleissigisten von den Baiern geschriben, teutsch 
und lateinisch, zue herzog Gorgen Zeiten." 5 Da wir gesehen 
haben, dass Aventinus das Autograph der lateinischen Chronik 
Arnpecks in Händen gehabt hat, dürfen wir ihm wohl einen 
gewissen Glauben schenken, wenn er sagt, dass Arnpeck 
auch in deutscher Sprache von den Bayern geschrieben habe. 
Und wir fragen uns, ob nicht vielleicht in Aventins Werken 
selbst die Benützung jener deutschen Chronik Arnpecks zu 
erkennen ist. Zunächst ergibt sich, dass überall da, wo 
Veit Arnpeck von Aventinus als Gewährsmann mit Namen 
genannt wurde, nur die lateinische „Chronica Baioariorum" 
als Quelle in Betracht kommt Unter den Quellen Aventins, 
die der Herausgeber von dessen Annalen, Sigmund von Riezler, 
festgestellt hat, wird auch nur die „Chronica Baioariorum" 

1 Geschichte der deutschen Historiographie (1886), S. 159. 

* Die Chroniken der deutschen Städte VIII (1870), 198. 

"^Geschichte Baierns III, 897. 

4 Sämtliche Werke II, 1. «Schon Hoheneicher hat 1822 auf diese 
„beinahe ganz unbekannte" Stelle hingewiesen im Archiv d. Ges. f. alt. 
dt Gesch. IV, 552 und zum Suchen nach dem Werk aufgefordert. 

6 Sämtliche Werke IV, 2. 

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— LXXX — 

und der „Liber de gestis episcoporum Frisingensium" namhaft 
gemacht. Aber abgesehen davon, dass in Aventins Annalen 
noch mehr Stellen, als Riezler bezeichnete, unmittelbar auf 
Arnpecks „Chronica Baioariorum" zurückzuführen sind, 
scheinen mir bei Aventinus doch auch Abschnitte sich zu 
linden, die aus unserer deutschen Chronik herstammen. Ich 
erachte es nicht als meine Aufgabe, das hier im Einzelnen 
zu untersuchen. Es wird eine dankbare Arbeit für später 
sein, noch eingehender, als es bis jetzt geschehen konnte, 
festzustellen, was Aventinus den bayerischen Landeschroniken 
entnommen hat und wie er durch sie beeinflusst oder auch 
nicht beeinflusst worden ist, nachdem nunmehr die neuen 
Ausgaben vorliegen. Was unsere deutsche Chronik anlangt, 
so wird es, da sie an Inhalt vielfach mit der lateinischen 
übereinstimmt und ausserdem auch die Texte Wildenbergs 
und, Füetrers teilweise in sich aufgenommen hat, schwer 
sein, gerade ihre Benützung nachzuweisen. Aber ich möchte 
bei dieser Gelegenheit doch darauf aufmerksam machen, dass 
von Geschichten, welche nur in unserer deutschen Chronik, 
nicht aber in der lateinischen und auch nicht bei Wildenberg 
und Füetrer vorkommen, folgende auch bei Aventinus er- 
scheinen und zwar, wie ich glaube, aus unserer Chronik geschöpft : 

Der Abschnitt über die Schlacht bei Gammelsdorf unten 
S. 524, 5—17 = Aventinus, Sämtliche Werke III, 392, 13-23 
(vgl. auch V, 428, 1—10). 

Die Geschichte von Rapolt Mässenhauser unten S. 578, 
9—21 = Aventinus, S. W. III, 458, 19-23 (vgl. V, 499,31 
bis 500, 1). 

Die Geschichte vou dem Sakramentsraub zu Sulzbach 
bei Donaustauf unten S. 606, 19—609,9 = Aventinus, S. W. 
III, 478, 10—20 (vgl. V, 520, 23—34). 

Hat aber Aventinus unsere deutsche Chronik benützt, 
so besteht immer noch die Frage, ob er wusste, dass diese 
Chronik das von ihm genannte deutsche Werk sei, das 
Arnpeck von den Bayern geschrieben habe, oder ob auch 
für Aventinus unsere Chronik schon das Werk „eines Un- 
genannten" war. Diese Frage müssen wir offenlassen. 1 

1 Wahrscheinlich auf Aventinus gestützt, nennt der Verfasser der 
Vorrede einer schönen, von den Buchhändlern Sigmund und Johann 
Feyerabendt zu Frankfurt a. M. 1578 veranstalteten, dem Herzog 
Albrecht V. von Bayern gewidmeten Livius-Ausgabe in einer dieser 
Vorrede eingefügten Skizze Aber die Geschichtschreibung in Bayern 
auch unsern „Vitus Arenpeck" und sagt von ihm : „de rebus Boiorum 
latina et vernacula lingua diligentia^ me scripsit." 

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^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXXI — 

Wir besitzen noch ein altes literarisches Zeugnis 1 
von dem Vorhandensein ejjier deutschen Chronik Arnpecks. 
Mit aller Bestimmtheit unterscheidet nämlich der Jesuit 
Rader Arnpecks lateinische und deutsche Chronik. In seiner 
„Bavaria sancta u erzählte er 2 bei der Legende des hl. Em- 
meram u. a., dass die schwangere Herzogstochter Uta und 
ihr Verführer zu dem Heiligen ihre Zuflucht genommen 
hätten, um beide dessen Rat und Hilfe zu erflehen. In 
einem späteren Bande 8 brachte Rader folgende Ergänzung: 
„MS. patria lingua Chronicon Arenbekii docet Utam solam 
ad S. Emmeramum venisse illumque respondisse, uti depre- 
hensa quaerenti patri diceret neminem praeter se et Emme- 
ramum episcopum scire. Sed MS. latina lingua nobiscum 
sentit." Was hier Rader als von dem lateinischen Text 
abweichend mitteilt, findet sich in der Tat so in unserer 
deutschen Chronik. 4 Man kann also schliessen, dass Rader 
von dem diesen Text enthaltenden Werke gewusst hat, dass 
es Arnpecks deutsche Chronik ist. Selbst wenn man aber 
diesen Schluss nicht ziehen wollte, so hat er jenes Werk 
jedenfalls für Arnpecks deutsche Chronik gehalten. Dass 
nach unserem Quellennachweis die betreifende Stelle mit dem 
ganzen umgebenden Text aus Hans Ebrans von Wildenberg 
Chronik stammt, fällt hier kaum ins Gewicht. Da Rader, 
wie wir oben 5 festgestellt haben, Arnpecks Autograph der 
lateinischen Chronik benutzt hat, kannte er Arnpecks Hand- 
schrift, und es drängt sich unwillkürlich die Vermutung auf, 
dass er vielleicht, da er mit solcher Sicherheit von der 
deutschen Chronik Arnpecks spricht, auch von dieser das 
Autograph in Händen gehabt hat. 

Doch sei dem, wie ihm wolle. Wir könnten die lite- 
rarischen Zeugnisse Aventins und Raders 6 auch völlig 

1 Auch hierauf hat schon Hoheneicher im Archiv IV, 552 auf- 
merksam gemacht. 

* I (1615), 77. 
« 111,199. 

4 S. 462,10 — 18, zu vergleichen mit dem lateinischen Texte S. 53,18 ff. 
6 8. XVIII f. 

• Cod. 3376 (33. 10. Aug. 4°) der Herzogl. Bibliothek zu Wolfen- 
bfittel enthält (von Eoth für seine Ausgabe nicnt benutzt) den Text der 
Chronik Ebrans von Wildenberg. Auf dem Titelblatt trägt die Hand- 
schrift von einer Hand des 17. Jahrhunderts folgende Notiz : „M. Magnus 
Agricola p. m. putavit esse Viti Arenpeccii Chronicon." Wie Agricola 
zu dieser Meinung kam, ist nicht gesagt. Jedenfalls ist es aber nicht un- 
interessant zu sehen, dass Ebrans Chronik — denn deren Text ist in jenem 
Kodex abgeschrieben — für ein Werk Arnpecks gehalten worden ist. 

Qaeilen a. Erörterung N,F. HI. n fl ft fe rr 

byVjUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXXII — 

entbehren ; denn der Text unserer deutschen Chronik spricht 
für sich selbst: 

Kein Anderer als Veit Arnpeck hat sie verfasst. 

Wer je mit den Texten der lateinischen Chronik Arn- 
pecks und der deutschen Chronik „eines Ungenannten" sich 
näher beschäftigt hat, musste aus den Texten heraus jeden- 
falls zu dem Ergebnisse kommen, dass zwischen beiden 
Chroniken ein sehr enges Verhältnis besteht. 

Was die Anlage und Einteilung der deutschen Chronik 
anlangt, so machen wir die Beobachtung, dass die Chronik, 
abgesehen davon, dass sie nicht wie die lateinische in fünf 
Bücher und in Kapitel zerfällt, der Anordnung des Stoffes 
nach die grösste Uebereinstimmung mit Arnpecks lateinischer 
Chronik aufweist. Insbesondere wird die Geschichte der 
Herzoge in der gleichen Einteilung erledigt. Im Gegen- 
satze zu Hans Ebran von Wildenberg, der immer in einem 
gewissen Zeitraum die Geschichte der Fürsten aus den ver- 
schiedenen wittelsltachischen Linien nebeneinander schildert 
und so generationenweise fortschreitet, und ebenso im Gegen- 
satze zu Ulrich Füetrer, der auch der Gleichzeitigkeit nach 
schreibt, ist die Erzählung in der lateinischen Chronik 
Arnpecks geschieden nach den einzelnen Linien des wittels- 
bachischen Hauses, und nach den letzten Trennungen der ver- 
schiedenen Landesteile wird die Geschichtserzählung bis zu 
Arnpecks Zeit herauf nach Linien getrennt fortgeführt. Die 
deutsche Chronik zeigt ganz dieselbe Einteilung. 

Vergleichen wir den stofflichen Inhalt, so ergibt sich 
sofort klar, dass die deutsche Chronik sich schon dem Um- 
fange nach von der lateinischen Chronik Arnpecks wesent- 
lich unterscheidet. Vom ersten Buche der lateinischen 
Chronik findet sich nur ein geringer Teil in der deutschen 
wieder. Der ganze Zeitraum, der unten in der lateinischen 
Chronik 41 Druckseiten beansprucht, nimmt in der deutschen 
nur 9 Druckseiten ein. Dem zweiten Buch der lateinischen 
Chronik, das in unserer Ausgabe 49 Druckseiten umfasst, 
stehen nur 16 Druckseiten der deutschen Chronik gegenüber, 
dem dritten mit 32 Druckseiten sogar nur 9 der deutschen. 
Von dem vierten Buche der lateinischen Chronik an beginnt 
der Inhalt beider Chroniken sich mehr und mehr zu decken, 
und dieses Verhältnis steigert sich noch im fünften. 

Schon dem Umfange nach ergibt sich also, dass keine 
von beiden Chroniken eine völlige Uebersetzung der andern 



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— LXXXIII — 

darstellen kann. Handelt es sich dann aber um eine auszugs- 
weise Uebersetzung der lateinischen Chronik ins Deutsche ? 
Oder um eine deutsche Bearbeitung der lateinischen Chronik? 
Oder ist die deutsche Chronik vorher dagewesen und der 
lateinische Text erweist sich als eine erweiterte Bearbeitung 
des deutschen? Oder schliesslich : sind beide Chronikentexte 
nebeneinander entstanden? 

Um eine Antwort auf diese Fragen zu finden, sind die 
Texte daraufhin zu untersuchen, erstlich: wie sich die 
inhaltsgleichen Teile beider Texte 1 zu einander verhalten, 
dann : wie sich das Verhältnis der von einander abweichenden 
Teile erklären lässt. 

Ich greife eine in beiden Chroniken sich findende Text- 
stelle heraus, um an ihr zu zeigen, wie sowohl der lateinische 
Text als auch der deutsche entstanden sind. 

Die bekannte Geschichte von König Authari's Braut- 
werbung um Theodelinde lautet in Arnpecks lateinischer 
Chronik (unten S. 43 f.) folgendermassen : 

Ea tempestate, videlicet anno domini 598., ut legitur in historia 
Longobardorum libro 3. cap. 30., quam Paulus dyaconus eardinalis 
descripsit, qui et ymnum: „Ut queant laxis" compoeuit, Authari us Flavius 
tertiuft Longobardorum rex legatos suos ad Baioariam misit, qui Garibaldi 
eorum regia filiam sibi in matrimonium peterent. Quos ille benigne 
suscipiens Teodelindam filiam suam Authari se daturum promisit. Quod 
dum missi renunciarent Authari, sponsam suam videre cupiens secum 
elegit pauccs iuvenes fortissimos et uoum fidelissimum quasi pro domino 
et cum summa festinacione in Baioariam perrexit . . . 

Dieser Text ist folgendermassen zusammengesetzt: 

1. Aus dem zitierten Kapitel der „Historia Lango- 
bardorum" des Paulus Diaconus: 2 

Flavius vero rex Authari legatos post haec ad Baioariam 
misit, qui Garibaldi eorum regis filiam sibi in matrimonium 
peterent. Quos ille benigne suscipiens Theudelindam suam 
filiam Authari se daturum promisit. Qui legati revertentes cum 
haec Au tha ri nuutiassent, ille per semet ipsum suam sponsam videre 
cupiens paucis secum sed expeditis ex Langobardis adhibitis unum- 
que sibi fidelissimum et quasi seniorem secum ducens sine mora 
ad Baioariam perrexit. 

2. Die stilistischen Aenderungen, die sich gegenüber 
dem Wortlaute des letzteren Satzes bei Arnpeck finden, sind 
nicht etwa selbständige Aenderungen von ihm, sondern sie 

1 Am Rande des Textes der deutschen Chronik sind die mit der 
lateinischen Chronik übereinstimmenden Teile mit „A." und der Seiten- 
zahl der lateinischen Chronik bezeichnet. 

* Die verwendeten Worte sind gesperrt gedruckt. 

Origin^i^from 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— LXXXIV — 

entstammen dem von ihm auch sonst benutzten Frutolfus 
vom Michelsberg, der den Text des Paulus folgendermassen 
umgewandelt wiedergab : l 

Post haec misit Authari legatos suos ad Garibaldum regem Bawa- 
riorum petens filiam suam uxorem. Qui bene legatos suscepit et filiam 
suam nomine Theodelindam ei promisit. Quod dum missi renun- 
ciarent Authari, ille cupiens videre sponsam suam elegit secum 
paucos iuvenes fortissimos et unum fidelissimum quasi pro 
domino et cum summa festinatione perrexit in Bawariam . . . 

Man erkennt deutlich, wie Arnpeck die Fassung des 
letzten Satzes aus beiden Quellen zusammengesetzt hat. 

3. Als dritte Quelle erscheint, wenn auch nur mit ein 
paar Worten, der Text des Jakob Philipp von Bergamo 
herangezogen, der in diesem Kapitel noch an mehreren 
anderen Stellen zu Tage tritt. Zu dem ausgewählten Ab- 
schnitt lieferte er offenbar die Worte: 

... Autharius Flavius tertius Longobardorum rex ... 

4. Auch Ebran von Wildenberg kommt hier noch als 
Quelle in Betracht; denn Arnpecks Text klingt sehr an 
dessen Worte an: 

. . . und als Paulus diaconus eardinalis schreibt in 
histori Lampardia: Antorius, der dritt konig an der zal der 
Lam parter , schickt sein erber und gros botschaft zu Garibaldis, konig 
in Beim, und pat den, das er im sein tochter Theololinda gab zö eelichm 
gemahl. der bedt ward er gebert. von dem heirat ander vil schreiben, 
das ich von kurtz under wegen lasse. 

5. Aus einer fünften Quelle, die ich nicht feststellen 
konnte, hat Arnpeck die Jahrzahl 598 sich geholt, wenn er 
nicht, was öfter bei ihm vorkommt, sie sich auf irgend eine 
Weise zusammengerechnet hat. 

Selbständig erscheint an dem gewählten Abschnitt also 
nur die Tatsache, dass Arnpeck die aus Paulus Diaconus 
entnommene Stelle mit Buch- und Kapitelzahl zitiert, sowie 
dass er Paulus als Verfasser des Hymnus „Ut queant laxis" 
bezeichnet, eine Angabe, die er als Geistlicher wohl wissen 
durfte. 

Untersuchen wir nun den deutseben Text auf seine 
Quellen. Er lautet (S. 458) : 

Und als schreibt Paulus Diaconus, cardinal, in historia Longa- 
bardorum libro 3. cap. 30., Autharus Flavius, der dritt küng Langa- 
bardorum, sebikt sein erberge botschaft zu küng Garibaldo in Bairen 
und pat, das er im sein tochter zu ainer elichen hausfrauen gab. solich 

1 Gleichlautend auch von Andreas von Segensburg übernommen. 

n p rtrto [ .-. Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXXV — 

potschaft und ambasiat enpfieng der küng in Bairen gar erlich und ver- 
sprach im sein tochter zu der ee. do das erhört Autharius, begert er 
sein gespona oder braut ze sechen und er erweit zu im stark jungling 
und ainen getreuen alte n, sam war er der herr, und eilt mit in Bairenland. 

Von den Quellen des lateinischen Textes ist hier 
zweifellos der Text des Paulus Diaconus in deutscher Ueber- 
setzung zu erkennen. Auch der des Frutolfus sticht vor 

mit den Ausdrücken „stark Jüngling* und „sam war er der herr- 1 . 

Beide Quellen erscheinen in der nämlichen Verbindung 
wie im lateinischen Text- Wir finden weiter die aus der 
Chronik des Jakob Philipp von Bergamo stammenden Worte, 
und dass wir im Recht sind, wenn wir oben Ebran von Wilden- 
berg als in Betracht kommende Quelle genannt haben, er- 
hellt deutlich aus dem Umstand, dass der deutsche Text 
ihn noch mehr benutzt hat als der lateinische und seine 
Worte an die Stelle einer Verdeutschung von Worten des 
Paulus Diaconus setzt. Von dem Inhalt des lateinischen 
Abschnittes fehlt im deutschen die Jahrzahl und die Be- 
merkung über den Hymnus „Ut queant laxis". 

Welche Anhaltspunkte gewinnen wir nun bei diesem 
Abschnitte für die Beantwortung der oben gestellten Fragen ? 

Dass der lateinische Text aus dem deutschen übersetzt 
sei, wird wohl niemand behaupten wollen. Eine lateinische 
Uebersetzung unseres deutschen Abschnittes gäbe doch einen 
ganz anderen Text als den jetzt vorliegenden. 

Auf Uebersetzung des deutschen Textes aber aus dem 
lateinischen deuten mehrere Einzelheiten. Jedenfalls wird 
man annehmen dürfen, dass der lateinische Text (ob voll- 
ständig, ist eine weitere Frage, die unten bei der Unter- 
suchung der Abfassungszeit der deutschen Chronik besprochen 
werden wird) vorgelegen hat, als der deutsche ausgearbeitet 
wurde. Dass die ineinandergeschweissten Texte des Paulus 
Diaconus und des Frutolfus im Deutschen ebenso erscheinen 
wie im Lateinischen, ist doch ein sicheres Zeichen dafür, 
dass der lateinische gemischte Text vorausgesetzt werden 
muss, der deutsche Text aber Uebersetzung ist. Darauf 
deuten auch in verräterischer Weise die im deutschen Texte 
sich findenden lateinischen Worte: „in historia Longabardorura 
Übro3. cap. 30." und „(der dritt kflng) Langabardorum", die wohl 
nicht so lauten würden, wenn nicht der lateinische Text, 
in welchem sie ebenso stehen, ihre Vorlage wäre. 

Wie hat man sich aber die Tatsache zu erklären, dass 
der deutsche Text des Ebran von Wildenberg am Anfang 

Original frorn 
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— LXXXVI — 

des Abschnittes an die Stelle einer Uebersetzung des Textes 
des Paulus Diaconus gesetzt worden ist? 

Der Verfasser der deutschen Chronik ist hierzu offenbar 
durch Bequemlichkeitsgründe veranlasst worden. Der Text 
Ebrans (der übrigens in diesem Falle aus der gleichen 
Quelle geschöpft war) passte ihm eben hier (wie an vielen 
andern Stellen) und bot ihm schon die für seinen Zweck 
geeigneten Worte, an denen er nur eine geringfügige Aenderung 
vornahm. 

Somit hätten wir bis hieher für den gewählten Ab- 
schnitt das Ergebnis, dass dem Verfasser der deutschen 
Chronik, damit überhaupt ihre Gestaltung ermöglicht wurde, 
der Text der lateinischen Chronik Arnpecks vorlag, den 
er teils übersetzte, teils anders bearbeitete, hier Teile weg- 
lassend, dort andere Quellen verwendend. 

Dieses Verhältnis lässt sich, wie an dem untersuchten 
Abschnitt, durch die ganze deutsche Chronik verfolgen. 
Und wenn wir daraus auf den Verfasser schliessen wollten, 
so würden wir den in Arnpeck selbst, aber auch in irgend 
einer andern Person suchen können. 

Wir haben aber bisher einer auffallenden, durch die 
deutsche Chronik hindurchgehenden Erscheinung noch nicht 
gedacht, die auch in unserem Abschnitt, und zwar hier in 
einem einzigen Wort, auftritt, anscheinend grosse Schwierig- 
keiten bereitet, aber schliesslich — auf natürliche Weise 
ausgelegt — die ganze Verfasserfrage löst. 

Dieses Wort in unserem Abschnitt ist „alten" (S. 458, 26). 
In dem lateinischen Chroniktext, von dem wir doch behauptet 
haben, dass er dem Verfasser der deutschen Chronik vor- 
gelegen sei, steht es nicht, dort heisst es nur, dass Autbari 
„paucos iuvenes fortissimos et unum fidelissimum" auf die 
Brautfahrt mitgenommen habe. Wenn der Verfasser der 
deutschen Chronik nun schreibt: „er erweit zu im stark 
jüngling und ainen getreuen alten", hat er dann den „alten" 
aus Eigenem hinzugetan? Durchaus nicht. Er schöpft hier 
aus der Quelle der lateinischen Chronik, dem Texte des 
Paulus Diaconus, wo es heisst (vgl. oben S. LXXXIII) : „unum- 
que sibi fidelissimum et quasi seniorem secum ducens". 
Der Verfasser der deutschen Chronik ist also in der Lage, 
die Quelle der lateinischen Chronik abweichend von letzterer 
zu benützen ; er besitzt sie selbst und ihre Quelle dazu und 
weiss genau, welche Quelle im lateinischen Texte verarbeitet 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— LXXXVII - 

ist. Wäre der Fall vereinzelt, so könnte man an einen 
Zufall denken. Da er aber häufig vorkommt, nötigt er zu 
einer anderen Erklärung. 

Man sehe sich u. a. unten im Texte folgende Stellen an : 

S. 475, 6 und 12; 20 und 24. — S. 478, 12 und 19. — 
3. 491, 16. — S. 499, 26 ff. — S. 501, 1. — S. 503, 13. — 
S. 504, 5 ff. und 25. — S. 511,30. - S. 517, 1 ff. und 22. — 
S. 534, 22 ff. — S. 537, 35 ff. — S. 538, 2 ff. - S. 541, 5 ff . — 
S. 560,27. — S. 574, 13 ff. — S. 580, 6 ff. — S. 584, 23. 
(Dazu kommen noch viele Stellen, wo Ebran und Füetrer 
Quellen sind.) 

An allen diesen Stellen finden sich Erweiterungen des 
deutschen Chroniktextes gegenüber dem lateinischen und 
zwar aus solchen Quellen, welche eben in dem umgebenden 
lateinischen Texte verwertet worden sind. Diese sonder- 
bare Erscheinung — zusammengenommen mit dem bisherigen 
Untersuchungsergebnis — lässt nur die eine Erklärung zu : 
Derjenige, der den lateinischen Text verfasste, muss auch 
den deutschen ausgearbeitet haben. Kein Anderer als er 
konnte wissen, welche Quellen an jenen Stellen benützt 
waren und konnte gerade an jenen Stellen eine Erweiterung 
aus der im lateinischen Texte benützten Quelle bringen. 
Mit anderen Worten: Veit Arnpeck selbst ist auch der 
Verfasser der deutschen Chronik. 

Von den Stellen, an denen Arnpeck in der lateinischen 
Chronik sich selbst nennt oder sicher von sich selbst spricht, 
fehlen in der deutschen Chronik die Unterschrift der Vor- 
rede, da die deutsche Chronik überhaupt einer Vorrede ent- 
behrt, die Erwähnung von seinem Aufenthalt zu Amberg 
1453 l und die Nachricht von seiner Bestallung als Beichtiger 
1468. * Die Weglassung dieser persönlichen Angaben in der 
deutschen Chronik hat nichts auffallendes für sich, wenn man 
bedenkt, dass die deutsche Chronik doch für eine grössere 
Oeffentlichkeit und ein weiteres Publikum bestimmt war. 
Sie kann auch auf dem Bestreben nach Kürzung, das wir 
ja schon festgestellt haben, oder überhaupt auf einem Zu- 
fall beruhen. 

Dagegen ist ungleich wichtiger der Umstand, dass 
eine Stelle, in der Arnpeck in der lateinischen Chronik 
sicher von sich selbst spricht, auch in der deutschen in 

1 Unten S. 266, 22 ff.; vgl. dazu S. 540, 9. 
1 Unten S. 417,6; vgl. dazu S. 674, 32 ff. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXXV1II — 

der Ich-Form erscheint. Nachdem Arnpeck in der lateinischen 
Chronik über die Hinrichtung der Bürger bei dem Aufruhr 
zu Landshut 1410 die Erzählungen Ulrich Füetrers und 
des Andreas von Kegensburg angeführt hat, bringt er eine 
neue andere Darstellung der Ursachen jener Grausamkeit 
mit den einleitenden Worten: „Sed ego hanc historiam in 
hunc modum didici, qui sequiturV Es besteht durchaus 
kein Anlass, daran zu zweifeln, dass die folgende Erzählung 
von ihm selbst stammt. Wenn nun in der deutschen Chronik 
ebenfalls zu lesen ist: „Aber ich hab die ursach also ver- 
nomenV so dürfte das wohl ein starker Beweis dafür sein, 
dass Arnpeck auch den deutschen Text verfasst hat. 

Noch ein Wort über die Verwendung der Texte Ebrans 
und Füetrers in der deutschen Chronik: 

In voller textlicher Abhängigkeit von Ebran beginnt 
die deutsche Chronik. Der Verfasser wollte offenbar ein 
volkstümliches Werk schaffen, und die gedrungene Form 
der Ebran'schen Chronik scheint ihm für seine Zwecke 
gerade recht gewesen zu sein und so sehr gefallen zu haben, 
dass er beschloss, sich aufs engste an sie anzulehnen. 
Ebenso passte ihm der Text Füetrers, doch scheint er 
dessen Fabelhaftigkeit durchschaut zu haben und verwendete 
ihn daher weniger als den Ebrans. Wie steht es nun mit 
dem Verhältnis der lateinischen Chronik Arnpecks und 
unserer deutschen an solchen Stellen, wo im lateinischen 
Texte Ebran und Füetrcr benützt sind : wie erscheinen diese 
Stellen im deutschen Texte? 

Ich nehme als Beispiel die Geschichte der Jakobäa 
von Holland. Der lateinische Text (unten S. 323, 39-328, 45) 
ist vollständig übersetzt und zusammengesetzt 8 aus den 
Texten Ebrans und Füetrers, wobei dem letzteren [der 
grössere Teil zugehört. Ebenso besteht der deutsche^Text 
(unten S. 587, 17 — 593,12) ganz aus den Texten Ebrans 
und Füetrers. Man sollte nun eigentlich erwarten, dass 
beide Texte übereinstimmend abgefasst wären. Das sind 
sie auch in der Hauptsache, aber doch nicht ganz. Bald 
fehlt dem einen Text eine Stelle, die der andere enthält, 
bald ist dem einen Text eine Stelle hinzugefügt, die man 
im andern vermisst. Man gewinnt dadurch den Eindruck, 

' 8. 360,8 ff. 

• S. 612, 14. 

* Darnach ist Riezler, Geschichte Baierns III, 909 zu berichtigen. 
Vgl auch Roth'» Ebran-Ausgabe S. 129, Anm. 9. 

rv • «wh (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXXIX — 

dass ein und derselbe Verfasser — beide Quellen, Ebran 
und Fftetrer, vor sich — sowohl den lateinischen wie den 
deutschen Text getrennt von einander geschrieben hat, den 
lateinischen zuerst (denn seine Anlage beherrscht die des 
deutschen und im deutschen erscheinen verräterisch lateinische 
Worte und Formen), dann den deutschen, diesen jedoch 
wohl in grosser zeitlicher Nähe. Bald schrieb er an dem 
einen Text, bald an dem andern, immer die Quellen vor 
sich, einmal bei dem einen am Quellentexte länger haften 
bleibend, ein andermal bei dem andern. Und damit kommen 
wir zu der Frage: Wann ist die deutsche Chronik entstanden? 

e) Abfassungszeit der Chronik. 

Für die Feststellung der Abfassungszeit unserer Chronik 
sind zunächst die einleitenden Worte des Textes l zu beachten : 

„Dise nachvolgnde istory ist geschriben wordeu, als 
herschet der dritt Fridrich, romischer kaiser, und 
sein sun Maximilian, romischer konig, sagend von 
dem land Bavaria oder Norica genannt und von den durch- 
leuchtigen fürsten, di in dem land geherschet haben." 

Dieser Eingang ist zweifellos den Anfangsworten der 
Chronik Ebrans von Wildenberg nachgebildet, welche lauten : 2 

„Die histori ist angefangen zu der zeit, als geherschet 
hat der dritt Friderich, romischer keiser, am ge- 
schlächt ein hertzog von Osterreich; sagt von dem landt 
Bavaria oder genannt Norcoa und von den fürsten, die in 
dem löblichen haws Bavaria geherschet haben." 

Es ergibt sich also, dass beide Chroniken begonnen 
wurden, als Kaiser Friedrich noch am Leben war. Man 
braucht nicht zu glauben, dass der Verfasser unserer Chronik 
so gedankenlos gewesen wäre, die Ebran'sche Zeitangabe zu 
übernehmen, wenn sie nicht auch für ihn gestimmt hätte. 
Auch die Abänderung, welche gegenüber der Zeitangabe des 
letzteren Textes in unserem Chronikanfang vorgenommen 
worden ist, erscheint durchaus nicht als zufällig oder nichts- 
sagend, sondern ist absichtlich und gewollt. Es besteht 
kein Anlass, ihren Inhalt irgendwie anzuzweifeln. Setzen 
wir aber die genauen Zeitbezeichnungen für die in unserem 
Anfang angegebenen Verhältnisse ein, so ergibt sich uns der 
9. April 1486 als Tag, an dem Maximilian zum römischen 

i Unten 8. 447. 

* Ausgabe von Roth, S. 1. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— LXXXX - 

König erwählt worden ist, und der 19. August 1493, der 
Todestag Kaiser Friedrichs. Das wären also die Zeitgrenzen, 
zwischen denen die Chronik „geschrieben* 4 worden ist. 

Die Geschichtserzählung bei den einzelnen Linien ist 
zwar in unserer Handschrift Nr, 1 nicht gleichmässig weit 
geführt, teilweise geht sie um einige Jahre weiter als in 
der lateinischen Chronik, teilweise aber, und besonders am 
Schluss, reicht sie ebenso weit wie in der lateinischen. Wie 
verhält sich nun der deutsche Text zu den von mir fest- 
gestellten zeitlichen Umständen, unter denen die lateinische 
Chronik entstanden ist? 

Wir haben oben * gesehen, dass die lateinische Chronik 
im September 1493 schon sehr weit gediehen war, dass ihre 
Entstehung der Hauptsache nach ins Jahr 1493 überhaupt 
fällt und dass sie in ihrer ersten Form gegen Ende Januar 
1494 fertig gewesen ist. Darnach erhielt sie noch zahlreiche 
Zusätze und erfuhr wesentliche Umänderungen in den Jahren 
1494 und 1495. 

Von allen diesen Zusätzen und Umänderungen der Jahre 
1494 und 1495 aber finden sich in der deutschen Chronik 
nur ein paar wieder, von denen zudem zu vermuten ist, 
dass ihr Inhalt unabhängig von der lateinischen Chronik 
dahin gelangte, so dass höchst wahrscheinlich von der 
lateinischen Chronik in der Hauptsache nur die erste Form 
für die Gestaltung der deutschen Chronik in Betracht kam. 

Die Linie der pfälzischen Witteisbacher endigt in der 
deutschen Chronik mit der am 9. Februar 1493 geborenen 
Tochter des Kurfürsten Philipp, Helene, genau wie in der 
lateinischen Chronik. 2 

Bei der niederbayerischen Linie schliessen die der 
lateinischen Chronik gleichinhaltlichen Teile der deutschen 
Chronik mit dem Bericht über die Abordnung, welche Herzog 
Georg am 23. November 1493 zu dem Leichenbegängnis Kaiser 
Friedrichs nach Wien schickte. 3 Es ist sehr bezeichnend für 
unsere Frage, dass die in der lateinischen Chronik unmittelbar 
sich anschliessende Notiz über die Rückkehr jener Gesandt- 
schaft am 23. Januar 1494 4 in der deutschen Chronik sich 
nicht findet. Ebensowenig die daran sich reihenden Mit- 

1 S. XXV ff. 

* Unten S. 555, 35. Vgl. oben S. LX. 

3 S. 643, 18 ff.; vgl. S. 400, 24 ff. 

4 S. 401 f. 

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— LXXXXI — 

teilungen der lateinischen Chronik, die ich oben 1 als der 
zweiten Bearbeitung angehörend erwiesen habe.* 

Auch bei der oberbayerischen Linie schliessen, zunächst 
bei Herzog Albrecht, die der lateinischen Chronik gleich- 
inhaltlichen Teile der deutschen Chronik mit einer Nachricht 
von einer Fahrt zum Begräbnisse Kaiser Friedrichs nach 
Wien ; in diesem Falle reiste Herzog Albrecht selbst dortbin 
und zwar fuhr er am 16. November 1493 von München ab. 8 
Auch hier ist von dessen am 6. Januar 1494 erfolgter Rück- 
kehr, über welche die lateinische Chronik unmittelbar darnach 
berichtet, 4 nicht mehr die Rede, und ebensowenig finden sich 
die Zusätze, welche in der lateinischen Chronik an jener 
Stelle in den Jahren 1494 und 1495 gemacht worden sind. 6 

Bei den Herzogen Christoph und Wolfgang der ober- 
bayerischen Linie schliesst die deutsche Chronik zeitlich 
ebenso ab wie die lateinische; die letzte darin berichtete 
Tatsache fiel auf den 27. September 1493. 6 

Nach alledem muss man annehmen, dass die deutsche 
Chronik gegen das Ende des Jahres 1493 vollendet 7 
war, und dass alles, was über dieses Jahr hinaus sich darin 
findet, Zusätze sind. 

Auch die deutsche Chronik muss, wie die lateinische, 
von Arnpeck in der Hauptsache im Jahre 1493 selbst aus- 
gearbeitet worden sein. Wenn wir dieses Ergebnis unserer 
zeitlichen Untersuchung festhalten, wird uns vieles klar, was 
bei der Vergleichung der Texte rätselhaft war. Beide 
Chroniken sind in der Hauptsache nebeneinander 
ausgearbeitet worden. 

Auf diese Weise erklärt es sich auch, dass mehrmals 
Stellen der deutschen Chronik den Eindruck hervorrufen, als 

1 S. XVI. 

* Eine Ausnahme scheint eine Notiz über den Brand von Mühl- 
dorf 1495 und eine Aber den Raubritter Klaus Köchlin zu bilden. Von 
diesen zwei Notizen möchte ich aber glauben, dass sie unabhängig von 
der lateinischen Chronik in die Fortsetzung der deutschen gelangt sind, 
zumal hier der Text der letzteren von jenem der lateinischen abweicht. 

s S. 689, 39 ff.; vgl. S. 434, 7 ff. 

* S. 435, 11. 

6 Die Notiz über die päpstliche Bulle, welche die Aufhebung von 
Ilmmünster anordnete, scheint mir wie die vorhin genannten zwei Notizen 
in der Fortsetzung bei der niederbayerischen Linie von der lateinischen 
Chronik unabhängig zu sein, da auch sie stark von dem lateinischen 
Text abweicht. 

■ unten S. 704,37; vgl. S. 442, 6. 

1 Der Ausdruck „geschriben" in der Ueberschrift bedeutet also 
„begonnen". 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY 0F MICHIGAN 



— LXXXXII — 

seien sie vor dem entsprechenden Texte der lateinischen 
Chronik niedergeschrieben. 

Z. B. wird in der deutschen Chronik 1 erzählt, wie 
Herzog Albrecht IV. von Papst Sixtus die Erlaubnis er- 
langte, dass je ein Domherr der einzelnen bayerischen Stifte 
von dem Herzoge zu seinem Rat ernannt werden könne, bei 
ihm seinen ständigen Aufenthalt nehmen und dabei doch 
seine Domherrneinkünfte fortbeziehen dürfe. Auf Grund 
dieses päpstlichen Zugeständnisses trat der Regensburger 
Domdekan und Freisinger Domherr Dr. Johann Neuhauser 
in seinen Dienst Albrecht IV. begehrte dabei von dem 
Freisinger Domkapitel, dass seinem Rate die Domherrn- 
einkünfte nach München ausgefolgt werden sollten, aber 
— sagt die deutsche Chronik — „das wolt das capitl in 
kain weys thun. also rechten sy auf paiden taylen lang zu 
Rom, aber es ist bis der zeit noch nit gar geendt." 

Die lateinische Chronik aber berichtet * ausführlich über 
den an der Kurie geführten Streit und führt ausdrücklich 
an, wie er im Juli des Jahres 1493 sein Ende fand: 
Das Freisinger Kapitel behielt Recht, und Dr. Neuhauser 
verzichtete auf Kanonikat und Präbende zu Gunsten des 
Pfalzgrafen Philipp. 

Bei dieser Sachlage bleibt nur die Annahme übrig, dass 
der deutsche Text hier zu einer Zeit geschrieben ist, als 
man noch im Streite lag, also vor dem Juli 1493, vor 
dem lateinischen Texte. 

Auch die unten S. 679, Anm. 7 festgestellte Tatsache, 
dass Arnpeck in seiner lateinischen Chronik auf eine von 
ihm verfasste Beschreibung des Aufenthaltes König Maxi- 
milians zu Freising im Jahre 1491 hinwies, dürfte, da in 
der deutschen Chronik sich eine solche Beschreibung findet, 
dafür sprechen, dass dieser deutsche Text vor dem lateinischen 
verfasst ist. 

f) Quellen der Chronik. 

Die in der deutschen Chronik benützten Quellen sind 
zunächst die nämlichen, aus denen die lateinische Chronik 
zusammengesetzt worden ist. Es hätte zu grosse typo- 
graphische Verwirrung angerichtet, wenn ich bei der deutschen 
Chronik nochmals die einzelnen Quellenstellen so wie bei 

1 S. 677, 13 ff. 
* 8. 421,1 ff. 

/"* r"kOfsli> Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXXXHI - 

der lateinischen kenntlich gemacht hätte, darum muss es 
genügen, dass ich am Rande mit n A. u und der Seitenzahl 
angegeben habe, wo der entsprechende lateinische Text zu 
finden ist. Vergleicht man dann die Texte, so wird unschwer 
überall aus den im lateinischen Texte gemachten Quellen- 
feststellungen auch die Zusammensetzung des deutschen 
Textes zu erkennen sein. 

Als die Hauptquelle des deutschen Textes ist die 
eigene lateinische Chronik Veit Arnpecks zu bezeichnen, 
so weit sie eben vorhanden war, als er den deutschen Text 
niederschrieb. 

Ueber einzelne für die deutsche Chronik zur Verwen- 
dung gelangte Quellen habe ich (nach der Reihenfolge ihres 
Auftretens in der Chronik) noch einige Bemerkungen zu 
machen, wobei ich insbesondere alle Quellen anführe, deren 
unmittelbare Benützung in der Chronik zu tage tritt. 

1. Hans Ebran von Wildenberg, Chronik von 
den Fürsten aus Bayern (mit E. am Rande zitiert). 

Zu der schon oben S. XXXXVIII behandelten Frage, 
welche von den handschriftlichen Formen der Chronik Ebrans 
Arnpeck benützt habe, gewinnen wir aus der Vergleichung 
des Textes der deutschen Chronik Arnpecks mit jenem 
Ebrans das gleiche Ergebnis wie oben: viele Zusätze 1 der 
zweiten Redaktion, Vorrede 2 und Fortsetzung 8 Ebrans sind 
von Arnpeck verwertet ; andere Zusätze, die er wohl sicher 
mit abgeschrieben hätte, wenn sie schon in Ebrans Chronik 
eingefügt gewesen wären, und Textumarbeitungen, die Ebran 
noch vornahm, sind bei Arnpeck nicht zu finden. 4 Arnpeck 
hatte also die Chronik Ebrans in einer noch nicht voll- 
ständigen Form der zweiten Redaktion zur Verfügung. 

2. Ulrich Füetrer, Bayerische Chronik (am 
Rande mit F. zitiert). 

In seiner Ausgabe der Chronik Ulrich Füetrers hat 
Spiller die Meinung geäussert, 5 dass Arnpeck von jener 

1 Unten S. 447, 17 ; 450, 4ff. ; 453, 15 ff.; 461,22; 470,10ff.; 472,2ff.; 
473, 1 ff. ; 474, 1 ff. ; 476, 11 ff. ; 477, 4 ff.; 486, 9 ; 490, 20ff. ; 558, 19 ; 577,38. 

» Unten S. 447,1 ff. 

• Unten S. 615, 33. 

4 Vgl. z. B. unten 8.470,34 mit Ebran S. 60,20; 471,11 mit 
E. 61,15; 490, 20ff. und 491, 1 ff. mit E. 91, 12 ff.; 493,27 mit E. 99,6; 
55«, 32 mit E. 135,7 ff. 

" S. LXXXI1I. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— LXXXXIV - 

Chronik die Handschrift T benützt habe, welche dem ver- 
lorenen Originaltext am nächsten stehe. Diese 1490 für 
das Kloster Tegernsee gekaufte Handschrift, jetzt Cgm. 225, 
enthalte in feiner Schrift eingetragene Verbesserungen, die 
wohl von Veit Arnpeck stammten. 1 Die in dieser Hand- 
schrift mit einem roten „no" (— „nota bene B ) bezeichneten 
Abschnitte würden bei Arnpeck oft wörtlich und der Reihe 
nach berücksichtigt. Eine Lesart von T finde sich auch 
bei Arnpeck. 

Meine Vertrautheit mit den Schriftzügen Arnpecks 
erlaubt mir, mit Sicherheit zu behaupten, dass jene Ver- 
besserungen in Cgm. 225 nicht von Arnpecks Hand her- 
rühren. 

Abgesehen davon, ergibt eine Vergleichung : Von den 
mit einem roten „no" bezeichneten 48 Abschnitten Nr. 69, 
70, 71, 74, 82, 118, 124, 133, 136, 151, 153, 157, 174, 180, 
184, 187, 189, 192, 194, 197, 200, 201, 206, 208, 210, 211, 
216, 225, 229, 231, 232, 236, 240, 241, 254, 265, 267, 269, 
280, 287, 288, 310, 316, 325, 338, 339, 340, 341 sind nur 
aus den 16 Abschnitten Nr. 187, 236, 241, 254, 265, 269, 
280, 287, 288, 310, 316, 325, 338, 339, 340, 341, also nur 
einem Drittel, meist geringe Textteile aus Füetrers Chronik 
von Arnpeck verwendet , andererseits fehlt das Zeichen 
„no" bei grösseren Abschnitten, die Arnpeck sicher unmittel- 
bar aus Füetrer entlehnt hat, wie bei der Geschichte der 
Ludmilla von Bogen oder der Herzogin Maria von Brabant, 
so dass jenes „no" nicht die ihm von Spiller zugeschriebene 
Bedeutung haben kann. 

Was ferner die Lesarten in den von Arnpeck aus 
Füetrers Chronik entliehenen Stellen anlangt, so stimmen 
sie oft mit T überein, ebenso häufig aber auch nicht und 
geben den Wortlaut der sämtlichen anderen oder einzelner 
der anderen Handschriften, der in diesen Fällen der bessere ist. 

Man nehme folgendes Beispiel: In der Geschichte der 
Belagerung der Burg Natternberg berichtet der Füetrer'sche 
Text S. 179.28: „und als die hertzogen sahen, das in der 
künig zu kranck was, wolten sy mit dem künig gleich 
gestriten haben." Hier liegt in den Handschriften eine 
starke Verderbnis vor. T lässt die Worte „zu kranck* bis 
„künig" gleich ganz aus (Arnpeck kann also schon deswegen 
T nicht benützt haben). In der Handschrift W liest man 

1 Daselbst S. XXII, XXX, Anm. und LXXXIII. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXXXV — 

statt „zu kranck" die Worte „so nahen t a und in der Hand- 
schrift H „zu schwach* 4 . Als Quelle Fttetrers diente hier 
Andreas von Regensburg S. 645, wo es heisst: „Da nu der 
fürst von Bayren ein sterkchere ritterschaft * het dann der 
kayser und hoffet, er solt angientz streyten . . .* l Es lässt 
sich also denken, dass in Füetrers Chronik dem Sinne dieser 
Quellenstelle nach „kranck" in der Bedeutung von „schwach* 
(so auch in Spillers Glossar S. 312) zu nehmen ist, wenn- 
gleich hierbei das „zu" auffallt, denn den Herzogen konnte 
der König ja nicht schwach genug sein. Wenn wir nun bei 
Arnpeck die Stelle so lesen: „das yn der chüng zu was 
körnen", erhebt sich uns fast der Verdacht, dass auch die 
Lesart „kranck" verderbt ist und dass es im Original hiess : 
^zu komen was", was wohl einen Sinn gibt. 

Ein weiteres Beispiel kann uns zeigen, dass Arnpecks 
Text manchmal sogar besser ist, als der aller erhaltenen 
Handschriften von Füetrers Chronik einschliesslich T, s t o 
dass er sogar zur Sicherung der Textherstellung 
der Füetrer-Ausgabe nützliche Dienste hätte leisten 
können. Man vergleiche z. B. : 

In der Füetrer-Ausgabe liest man S. 182,5 folgenden 
Satz: „Do sprach der pfaltzgraf, er hett den stetten genueg 
volks, als er auch hett, wann er gerte nicht, nur mit den 
stetten zu vechten." Dass dieses „nur" hier sinnstörend ist, 
hätte ein Blick in die zu Grunde liegende Quelle, die Chronik 
Königshof ens, zeigen können. Wenn T statt „ nur "^ die Lesart 
„mer u gibt, so bietet auch diese keinen Sinn. Wenn wir 
aber bei Arnpeck S. 531,6 lesen: „wann er gert nit mer 
dann mit den steten zu vechten", 2 so haben wir hier einen 
Text, der vöHig in den ganzen Zusammenhang passt, von 
dem wir auch annehmen dürfen, dass er so in Füetrers 
Originalhandschrift stand. Die Lesartverderbnis ist offenbar 
so eingetreten, dass eine Abschrift zuerst das „dann" aus- 
Hess: von dieser stammt T; eine weitere Handschrift las 
statt „mer" darauf „nur" : von dieser stammen die übrigen 
Handschriften. Hätte Arnpeck T vor sich gehabt, er wäre 
wohl kaum in der Lage gewesen, die Verbesserung von sich 
aus vorzunehmen. Ist sie doch sogar dem modernen Heraus- 

1 Im lateinischen Texte S. 320, 23: „Cum autem Bavarorum 
prineeps forciorem militiam baberet et pugnaturos se iam crederent . . ." 

* Im lateinischen Text 8. 256, 28 hat Arnpeck die Stelle in per- 
sönliche Fassung gebracht und entsprechend übersetzt: „dumtaxat de- 
tidero, ut ipsi mecum congrediantur." 

n Pnnol" 1 Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- LXXXXVI — 

geber, der den Sinn noch dazu aus der ihm vorliegenden 
Quelle Ftietrers hätte finden können, nicht gelungen. 

Von einer Benutzung der Handschrift T durch Arnpeck 
kann* nach dem Gesagten nicht mehr die Rede sein, dagegen 
stellt sich heraus, dass Arnpeck eine sehr gute Handschrift 
vor sich hatte, von welcher T abstammt. Ob das die ver- 
lorene Originalhandschrift Ftietrers selbst gewesen ist l oder 
eine der nächsten Abschriften davon, muss dahingestellt 
bleiben. 

3. Andreas von Regensburg, Chroniken. 

Von der lateinischen Chronik abweichend hat Arnpeck in 
seiner deutschen Chronik die Weltchronik und die lateinische 
bayerische Chronik des Andreas mehrmals verwendet; vgl. 
unten S. 447, 13; 459,14; 464,13; 466,19; 478,26; 503, 
Anm. 3; 513, Anm. 3; 516, Anm. 1; 517, Anm. 2 und 3; 
535, Anm. 5; 536, Anm. 2—4 und 6; 582, Anm. 1; 584, 
Anm. 3; 585, Anm. 2; 595, Anm. 4 und 6. Während wir in 
der lateinischen Chronik nur des Andreas beide lateinischen 
Chroniken benützt fanden, 2 zeigt es sich, dass Arnpeck auch 
die deutsche bayerische Chronik des Andreas kannte. 
Er schrieb aus ihr ein paar Abschnitte ab, die er seiner 
lateinischen Chronik nicht einverleibte: unten S. 484, 12 ff.; 
529,35. Vgl. auch S. 584, Anm. 1 und Nachtrag zu S. 480,22. 

4. Verschollene Chronik des Garibaldus. 

Für das einstige Vorhandensein dieser Chronik glaube 
ich bei meiner Textuntersuchung neue Anhaltspunkte ge- 
funden zu haben und verweise auf meine Feststellungen 
unten S. 448, Anm. 1 ; 456, Anm. 2. Vgl. auch oben S. LVIII. 

5. Jakob Twinger von Königshofen, Chronik. 

Königshofens Chronik wird gleich in den ersten Ab- 
schnitten zitiert mit den Worten: „als di histori von Stras- 
purg sagt . . . a 8 Diese Worte selbst sind aus Ebrans 
Chronik genommen. Unmittelbare Benützung Königshofens 
aber, und zwar abweichend von der lateinischen Chronik, 
zeigt sich an einer Reihe von Stellen ; vgl. S. 449, Anm. 2 
451, Anm. 6; 475, Anm. 5; 478, Anm. 1 und 2; 491, Anm. 3 
492, Anm. 1; 495, Anm. 1; 534, Anm. 5—10; 570, Anm. 1 
571, Anm. 1; 574, Anm. 2.; 580, Anm. 1 und 2. 

1 Vgl. den Handschriftenstammbaum bei Spiller S. XXIX. 
* Vgl. oben 8. XXXXV. 
8 S. 449, 2. 

f rw"u">l "• Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXXXVII — 

6 Hartmann Schedel, Weltchronik. 

Die grossen geographisch-historischen Kapitel, welche 
die lateinische Chronik dem 1493 durch den Druck ver- 
breiteten Werke des Nürnberger Polyhistors entnommen 
hat, * fehlen der deutschen Chronik. Wie ich oben dargelegt 
habe, sind .sie wohl auch der lateinischen Chronik erst bei 
der zweiten Bearbeitung nachträglich hinzugefügt worden. 
Nur der Abschnitt über die Donau in der deutschen Chronik 
S. 450,31 — 451,5 ist zweifellos aus Schedels Chronik über- 
tragen. 3 Man erkennt daraus im Zusammenhalt mit unseren 
Feststellungen über die Zeit der Abfassung der deutschen 
Chronik, dass Arnpeck noch im Erscheinungsjahr von Schedels 
Weltchronik zu deren Benützung gelangte. 8 

7. Johann von Thurocz, Ungarische Chronik. 

Ueber erweiterte Benützung gegenüber der lateinischen 
Chronik vgl. unten S. 454, Anm. 1 und 3. 

8. Aufzeichnungen von Kremsmünster. 

Wie sich erkennen lässt, dass auch sie bei Abfassung 
der deutschen Chronik unmittelbar vorlagen, darüber vgl. 
S. 455, Anm. 4. • 

9. Paulus Diaconus, Historia Langobardorum. 

Ueber die selbständige Benützung zur Herstellung des 
deutschen Textes vgl. oben S. LXXXIIIff. 

10. Frutolf vom Michelsberg, Weltchronik. 
Vgl. ebenso oben S. LXXXIIIff. 

11. Jacobus Philippus von Bergamo, Supple- 
mentum Chronicarum. 

Ueber ihn als unmittelbare Vorlage der deutschen Chronik 
vgl. unten S. 467, Anm. 1, 2 und 5; 593, Anm. 1. 

12. Otto von Freising, „Chronica" und „Gesta 
Friderici I. 8 

Ottos von Freising Weltchronik dringt als unmittelbare 
Vorlage im deutschen Texte durch unten S. 475, 6 und 12, 
Otto-Rahewins „Gesta Friderici I.« S.493,20ff.; 499,26ff.; 
500, Anm. 1—3; 501, Anm. 1 und 2; 503, Anm. 2. 

1 Vgl. oben S. LVI, Anm. 1. 
' Vgl. den lateinischen Text unten S. 18. 29 ff. 
9 Vgl. oben S. LV, wo ich auf anderem Wege zu einem annähernden 
Ergebnis gekommen bin. 

Quellen u. ErSrteraiignn N.F. III. VII 

H " Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^K, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- LXXXXVIII — 

13. Scheyerner Fürstentafel.- 

Ihr deutscher Text ist dem Wortlaut nach übernommen ; 
vgl. S. 483, Anm. 2; 511, Anm. 5; 517, 1 ff. 

14. Burkbardus, Chronicon Urspergense. 
Vgl. S. 504, Anm. 1. 

15. Hermann von Niederaltaich, Annalen. 
Vgl. S. 515, Anm. 1. 

16. Thomas Lirer, Schwäbische Chronik. 

Ist wörtlich verwendet; vgl. S. 537, 35 ff.; 538, 2 ff.; 
540, Anm. 1; 541, Anm. 1 und 2; 560, Anm. 1. 

17. Inkunabeldruck: Die krönung des durch- 
leuchtigisten fürsten vnd herrn Maximilians usw. 

Fast wörtlich abgeschrieben; vgl. unten S. 546, Anm. 1. 

18. Freiheitsbriefe der bayerischen Geist- 
lichkeit. 

Waren Arnpeck wohl aus dem Freisinger bischöflichen 
Archiv zugänglich. Vgl. S. 563 ff. 

19. Albrecht Streicher, Geschichte der Auf- 
findung des Sakraments von Sulzbach bei Donaustauf. 

Wie ich nachträglich fand, ist der Verfasser der 
S. 606, 19 ff. eingereihten, nicht in der lateinischen Chronik 
enthaltenen „Histori" in der Tat (vgl. meine Vermutung 
S. 609, Anm. 1 und 3) der Dechant Albrecht Streicher von 
Donaustauf, ein Zeitgenosse der erzählten Vorfälle; vgl. 
Verhandlungen des histor. Vereins für den Regenkreis II, 397. 

20. Ausschreibung des Regensburger Reichs- 
tags 1470. 

Vgl. S. 663, Anm. 1. 

21. Totenbuch des Münchener Angerklosters. 

Vgl. S. 673, Anm. 1. Vielleicht stammt auch die Ge- 
schichte S. 578, 22 ff. dorther, wenngleich sie in dem Toten- 
buch nach seinem jetzigen Zustande nicht enthalten ist. 

22. Urkunde über die Rückgabe Regensburgs 
an das Reich 1492. 

Vgl. S. 684, Anm. 3. 

Die Zahl der nicht feststellbaren Quellen, welche 
die deutsche Chronik (von den schon in der lateinischen als 

rv «w h f^r^j^nlf* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— LXXXXIX — 

solchen bezeichneten hier abgesehen) birgt, ist nicht sehr 
gross. 

Ueber eine mit „di römisch kronik" zitierte, nicht 
bestimmbare Quelle habe ich unten S. 477, Anm. 1 die Ver- 
mutung geäussert, dass das Zitat wohl auf Irrtum zurück- 
zuführen ist. 

Von besonderem Werte wäre die Auffindung einer 
Quelle,' welcher mehrere nicht uninteressante Abschnitte 
zur Geschichte Kaiser Heinrichs IL entstammen; vgl. unten 
S. 487, 8 ff. und 488, 23 ff. 

Drucke über die Frankfurter Königswahl vom Jahre 1486 
sind wohl Quelle zu unten S. 545. 

Eine Aufzeichnung über die Schätze und das Ver- 
mächtnis Herzog Ludwigs des Bärtigen von Ingolstadt er- 
scheint S. 596 ff. benützt, desgleichen eine Aufzeichnung über 
die Landshuter Hochzeit vom Jahre 1475 S. 625 ff. 

Was wir an selbständigen Abschnitten, die der 
lateinischen Chronik fehlen, in der deutschen finden, kann 
Eigentum Arnpecks sein, kann aber auch Zusatz des Schreibers 
unserer Handschrift 1 oder vielleicht noch einer zwischen 
Arnpecks Antograph und der Handschrift 1 liegenden Hand- 
schrift sein. Soweit solche Abschnitte der Zeit vor Ende 
1493 angehören, wird man sie ja wohl Arnpeck zuschreiben 
dürfen. 

g) Bedeutung der Chronik. 

Wie ich schon oben erwähnte, ist es zweifellos Absicht 
des Verfassers gewesen, ein volkstümliches Werk zu schaffen. 
Diese Absicht war massgebend für die Form, in welcher 
die deutsche Chronik erscheint. In der gelehrtes Gewand 
tragenden und für gelehrte Kreise bestimmten lateinischen 
Chronik ist schon die Art der Quellenbenützung eine andere 
als in der deutschen: die gelehrte Quelle wird in genauer 
wortgetreuer Weise wiedergegeben. In der deutschen Chronik 
schrumpfen oft ganze Kapitel der lateinischen auf wenige 
Sätze zusammen, die den Hauptinhalt treffend zum Ausdruck 
bringen. Geschickt zusammengesetzt, erweckt die deutsche 
Chronik den Eindruck, dass ihr Verfasser seinen Stoff gut 
beherrscht. Aus seinen gelehrten Studien heraus vereinigt 
er die Geschichten, von denen er annimmt, dass sie das 
Volk interessieren, zu einem Buche. Man muss zugestehen, 

VIL* 
rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— c — 

dass ihm das sehr gut gelungen ist. Nicht übel hat Frey- 
berg 1 einst von der Chronik gesagt, sie habe ihm beim 
Durchlesen „eine Empfindung erregt, welche jener ähnlich 
ist, die uns bei der Betrachtung der Werke unserer älteren 
Malerschule erfüllt und welche durch die Gemütlichkeit und 
Treuherzigkeit der Behandlung erregt wird, die wir in 
diesen Werken wahrnehmen." Geht auch ein Teil von 
diesem Lobe auf Ebran von Wildenberg und Ulrich Ftietrer, 
deren Worte Arnpeck sehr häufig ausgeborgt hat, so ist 
doch zu betonen, dass auch er selbst viele schöne und 
treffende Worte gefunden hat, die sein aus dem Volk für 
das Volk geschriebenes Werk zu einem achtungswerten 
Denkmal der inBayern entstandenen deutschen Lite- 
ratur machen. „Es spiegelt sich in diesem Werke das 
ganze Wesen des bayerischen Volkes jener Zeit." 2 Als 
geschichtliches und besonders kulturgeschichtliches Erzeugnis 
darf die Chronik eine zwar bescheidene, doch aber würdige 
Vorläuferin von Aventins prächtiger deutscher Chronik ge- 
nannt werden. Man kann wohl annehmen, dass Arnpeck 
sie für den Druck bestimmt hatte, dass er sie, mit Bildern 
geschmückt, dem Volke zugänglich machen wollte. Die 
leeren Räume unserer Handschrift Nr. 1 mit der Aufforderung 
„mal" oder mit den Bezeichnungen der beabsichtigten Dar- 
stellungen deuten wohl darauf hin. Vielleicht schwebte ihm 
eine Ausstattung mit Holzschnitten vor, wie sie mehreren 
seiner gedruckten Quellen, am nächsten kommend des Johann 
von Thurocz ungarischer Chronik, zu Teil geworden war. 
Doch sollte dieses Glück Arnpecks schlichtem Werke nicht 
beschieden sein. 

In sprachlicher Beziehung gehört die Chronik wie die 
deutsche Chronik Bayerns des Andreas von Eegensburg zu 
den hervorragendsten mittelalterlichen Denkmälern der baye- 
rischen Mundart. 

h) Die Fortsetzung der Chronik und ihr 

Verfasser. 

Wie sich schon oben 3 herausgestellt hat, müssen alle 
Teile der deutschen Chronik von 1494 an, also die Texte 

1 Sammlung historischer Schriften I, 199. 

* Heigel im Morgen blatt zur Bayerischen Zeitung 1865, Nr. 39, 

* 8 S. LXXXXL 

. .. (~*rtrvnlr- Original frorn 

igitized by VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- CI — 

S. 645, 22 ff. bis S. 662,33 und S. 690, 1 ff. bis 698,26 als 
spätere Znsätze zu der einheitlich bis gegen Ende 1493 
geführten Chronik erachtet werden. Dass diese Fortsetzung, 
die sich bis ins Jahr 1506 erstreckt, oder ein Teil von ihr 
von Veit Arnpeck herrührt, ist nicht wahrscheinlich, erstlich 
weil man annehmen darf, dass Arnpeck, wenn er sie ver- 
fasst hätte, wohl die Fortsetzungen, die (er selbst in den 
Jahren 1494 und 1495 seiner lateinischen Chronik gegeben 
hat, zur Grundlage dafür genommen hätte, dann aber weil 
Arnpeck offenbar das Jahr 1495 nicht überlebt hat. 1 

Somit kommt als Verfasser der Fortsetzung eine andere 
Person in Betracht, die uns unbekannt ist. Ob die Fort- 
setzung nicht sogar auf mehr als Einen sich verteilt, ver- 
mögen wir bei dem Stande der handschriftlichen Ueber- 
lieferung nicht zu sagen. 

In sprachlicher Beziehung ist mir aufgefallen, dass 
Arnpeck für Prozession stets „process" sagt, der Fortsetzer 
„procession", dass es beim Fortsetzer meist „sloss" heisst, 
bei Arnpeck aber fast immer „gesloss". 

Der Verfasser der Fortsetzung hat allem Anschein 
nach in Landshut gelebt. Das ergibt sich aus Stellen wie: 
„Item an freytag nach Nicolae ist herzog Jörg zum Juden- 
tor hereingetragen worden* 2 und der Tatsache, dass ver- 
schiedene Vorfälle, die sich zu Landshut zugetragen haben, 3 
erzählt werden, ohne dass dabei als Schauplatz des Er- 
eignisses Landshut genannt wird. So kann wohl nur jemand 
schreiben, der an jenem Orte selbst sich aufhält und dem 
es in solchen Fällen gar nicht zum Bewusstsein kommt, 
dass er eine Hauptsache für andere, nicht ortsansässige 
Leser, nämlich den Ortsnamen, nicht angegeben hat. Was 
den Inhalt der Fortsetzung betrifft, so zählt die darin ge- 
gebene gedrängte Uebersicht über die Ereignisse des Lands- 
huter Erbfolgekrieges zu den wichtigsten darstellenden 
Quellen dieses Krieges. 

O. Das „Ohronicon austriacum". 

a) Handschriften der Chronik. 

Wir besitzen Veit Arnpecks „Chronicon austriacum", 
von seiner eigenen Hand geschrieben, in demselben Band, 

1 Vgl. oben 8. XII. 

• 8.650,32. 

* VgL besonders den Abschnitt S. 654, 28 ft. 

n (~*f\f%Ci\i* Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— CII — 

in den er auch seine „Chronica Baioariorum" eingetragen 
hat, nämlich in dem Cod. lat. 2230 der K. Hof- und Staats- 
bibliothek München. Vgl. die entsprechenden Angaben oben 
S. XIII ff. Dieses Autograph des „Chronicon austriacum tt ist 
aber kaum die erste Niederschrift der Chronik, sondern eine 
fliessend geschriebene Reinschrift. Ihr dürfte ein Entwurf 
vorausgegangen sein; denn es ist höchst unwahrscheinlich, 
dass Arnpeck die Chronik so in einem Zuge verfasst hat. 
Der Text entbehrt fast gänzlich der Randbemerkungen (nur 
Aventinus hat solche dazu eingeschrieben) und ist insoweit 
unvollendet, als die Rubrizierung, für welche stets leerer 
Raum gelassen ist, nicht ausgeführt wurde, im Gegensatze 
zu der im gleichen Bande befindlichen „ Chronica Baioariorum", 
welche von Arnpeck mit eigener Hand rubriziert worden ist. 
Von Arnpecks „Chronicon austriacum a besitzen wir 
nur noch eine zweite Handschrift, den Clm. 1213. Sie wurde 
im Januar 1828 von der Münchener Hofbibliothek bei der 
Versteigerung der aus dem Nachlass des k. Appellations- 
gerichts-Präsidenten Ludwig Freiherrn von Eckgher stam- 
menden Bücher zu Amberg erworben. 1 Geschrieben wurde 
sie für dessen Vorfahr, den Freisinger Fürstbischof Johann 
Franz Freiherrn von Eckgher, wie wir aus folgendem Ein- 
trag auf Bl. II sehen: „Reverendissimo ac celsissimo prin- 
cipi ac domino, domino Joanni Francisco episcopo Frisin- 
gensi ac Sac. Rom. Imp. principi die 25. Julii 1721." Die 
305 Seiten umfassende Papierhandschrift ist aus Clm. 2230 
abgeschrieben und bedeutungslos. 

b) Druck der Chronik. 

Im Druck erschien Arnpecks österreichische Chronik 
im ersten Bande der von dem Melker Benediktiner P. Hieronymus 
Pez herausgegebenen „Scriptores Rerum Austriacarum* 
(Wien 1721 *) , Sp. 1165-1295 unter dem Titel „Viti 
Arenpeckii, e presbytero saeculari coenobii Ebersper- 
gensis, ordinis S. Benedict! in Bavaria, prioris, Chronicon 
austriacum a fabulosis nostrae gentis primordiis usque ad 
tempora Friderici imperatoris vulgo III. productura, nunc 
primum in lucem datum ex codice, ut videtur, autographo". 
Es war eine für ihre Zeit gute Ausgabe, die bis auf den 
heutigen Tag treffliche Dienste geleistet hat. Der Text 

1 Vgl. oben 8. XXII. In dem Versteigerungsverzeichnis trug sie 
die Nr. 4770. 

2 Die Ausgabe von 1743 ist nur ein Nachdruck. 

Original frorn 



byG< 



o 



L UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— CHI - 

war in der Tat aus dem Autograph des Clm. 2230 abgedruckt 
worden. 1 

Den Titel „Chronicon austriacum" hat dem Werke der 
Herausgeber Hieronymus Pez gegeben, und ich habe ihn 
beibehalten. 2 

c) Abfassungszeit der Chronik. 

Die Chronik ist im grossen und ganzen bis in das 
Jahr 1488 geführt; die jüngste Nachricht gegen den Schluss 
zu berichtet von dem Zuge gegen Brügge S. 842, 3 ff. Allein 
trotzdem ist die Chronik nicht, wie man bisher meistens an- 
genommen hat, in jenem Jahr oder der unmittelbar folgenden 
Zeit geschrieben, sondern einigermassen später. 

Schon der Umstand, dass besonders für die Teile am 
Anfange der Chronik der 1491 zu Basel erschienene Druck 
der Klosterneuburger Tafeln zu Grunde liegt, 8 zwingt dazu, 
die Abfassung der Chronik nach dessen Erscheinen an- 
zusetzen. Zu noch jüngerem Ansatz nötigt die ziemlich 
oftmalige Benützung von Hartmann Schedels Weltchronik, 4 
die erst am 12. Juli 1493 im Drucke vollendet worden ist. 6 
Beachten wir ferner, dass eine Stelle 6 nach dem 8. September 
1494 geschrieben sein muss, eine andere 7 uns nahe an das 
Jahr 1495 hinführt, dass wir die in der Chronik benützte 
„Rattenberger Chronik" 8 in der „Chronica Baioariorum" erst 
in der 1494—95 gemachten zweiten Bearbeitung verwendet 
sehen, 9 dass überhaupt die Art und Weise der Verwendung 
von Quellen, die der bayerischen Chronik zugrundeliegen, 
in der österreichischen Chronik den Eindruck hervorruft, als 
sei die bayerische Chronik in ihrer Hauptsache bereits vor- 

1 Vgl. oben S. XX. 

* Die von der Hand des Wiguleus Hund dem titellosen Autograph 
vorgesetzten Worte „De Hermionibus et populis Danubianis" Btammen 
kaum von Arnpeck her, wieRiezIer, Geschichte Baierns II £ t 897 annahm. 
Jene Bezeichnung trifft den Inhalt des Werkes nicht, kann jedenfalls 
nicht als Titel der ganzen Chronik gelten und scheint eine von Hund 
selbst geschaffene Bezeichnung zu sein , der die Chronik in seinem 
„Bayrischen Stammenbuch* 1 einmal mit „Austria", ein andermal mit 
Jr De populis Danubianis" zitierte ; vgl. oben S. XVII f. 

s Vgl. den folgenden Quellennachweis unter Nr. 1. 
4 Im folgenden Quellennachweis Nr. 28. 

• Vgl. oben S. LV, Anm. 3. 

6 Unten S. 799,2. 

7 Vgl. 8. 784, Anm. 4. 

8 Im folgenden Quellennachweis am Schluss unter den verlorenen 
Quellen. 

9 Vgl oben S. LlXff. 

n r^nnol " Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— CIV — 

gelegen, 1 so kommen wir zu dem Schlüsse, dass die öster- 
reichische Chronik nach dem Erscheinen von Schedels Welt- 
chronik, also nach dem 12. Juli 1493 und in den Jahren 
1494 und 1495 verfasst worden ist. Dass einzelne Teile 
vielleicht schon vorher entstanden sein können, soll damit 
nicht bestritten werden. 

d) Quellen der Chronik. 

1. Oesterreichische Chronik von den 95 Herr- 
schaften. 

Für die Darstellung der Urgeschichte Oesterreichs 
schöpfte Arnpeck aus jener Geschichtsquelle, welche man 
früher als die österreichische Chronik des Matthäus oder 
Gregor Hagen 2 bezeichnet hat, welche jetzt aber nach der 
von Josef Seemüller im 6. Bande der Abteilung „ Deutsche 
Chroniken a der „Monumenta Germaniae historica" besorgten 
ausgezeichneten Ausgabe (an der ich nur auszusetzen habe, 
dass der Herausgeber meine Arbeit über Veit Arnpecks 
Chroniken nicht erwähnt hat) die „Oesterreichische Chronik 
von den 95 Herrschaften" genannt wird. 

Es ist Seemüllers Verdienst, nachgewiesen zu haben, 3 
dass Arnpeck nicht eine Handschrift der deutsch geschriebenen 
„Chronik von den 95 Herrschaften tt selbst, sondernden von 
Seemüller so genannten „zweiten lateinischen Auszug 44 
aus der Chronik (unten am Rand des Textes bezeichnet mit 
„2. lat. Ausz.") benützt hat. 

Für quellenkritische Studien wäre es nicht unerwünscht, 
wenn gelegentlich auch dessen Text einmal gedruckt würde. 
Ich habe Arnpecks Chronik mit ihm nach den zwei Wiener 
Handschriften 4 verglichen. Bei Arnpeck sind die Eigen- 
namen grossenteils arg verderbt. In der Hauptsache er- 
scheinen die Textformen der Handschrift 1, bald aber auch 
jene der Handschrift 2, bald von beiden abweichende, so 
dass keine der beiden vorhandenen Handschriften, sondern 
eine andere unbekannte oder verlorene die unmittelbare 
Vorlage Arnpecks gewesen sein dürfte. 

1 Vgl. insbesondere die Stellen, in denen die im folgenden Quellen- 
nachweis unter Nr. 5, 8, 12, 14, 17, 18, 19, 21, 22, 25, 27, 30, 32 und 34 
genannten Quellen vorkommen. 

* Bruchstücke gedruckt bei Pez, SS. Rer. Austr. I, 1043—1158. 

8 S. CCXIV und CCXCVII. 

4 Hs. 1: Cod. pal. vind. 3400, Hs. 2: Cod. pal. vind. 3326; vgl. 
a.a.O. S. LVIlIff. 

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b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— cv — 

Neben dem 2. lateinischen Auszug der „Chronik von 
den 95 Herrschaften" zählte zu Arnpecks Quellen auch der 
sogenannte deutsche Auszug jener Chronik (Dt. Ausz.). 
Seemüller hat dies richtig erkannt, 1 und ich kann die Er- 
gebnisse seiner überaus sorgfältigen Untersuchungen nur be- 
stätigen. Wieder regt sich hier der Wunsch, den Text jenes 
deutschen Auszuges für quellenkritische Untersuchungen ge- 
druckt zu sehen. Ich zitiere unten nach der mir zunächst 
zugänglichen Münchener Handschrift Cgm. 425, die von See- 
müller als Handschrift 1 der sieben bekannten Handschriften s 
des deutschen Auszugs bezeichnet worden ist. Wie ich unten 
S. 752, Anm. 2 bemerkte, hat Arnpeck wahrscheinlich eine 
jetzt unbekannte oder verlorene Handschrift benützt, die 
der von Seemüller als Handschrift 3 des deutschen Auszugs 
bezeichneten nahestand. 

Seemüller hat nachgewiesen, dass sich in dem deutschen 
Auszug gegenüber der „Chronik von den 95 Herrschaften" 
selbständige Zusätze finden, die zum Teil auch bei Arnpeck 
erscheinen. Uebereinstimmung zwischen dem deutschen Aus- 
zug und Arnpecks Chronik zeigt sich übrigens nicht bloss 
da, wo ersterer jene selbständigen Zusätze enthält, sondern 
auch an zahlreichen andern Stellen: Arnpeck hat eben den 
deutschen Auszug selbst benützt, und es ist durchaus über- 
flüssig, an irgend ein anderes Verhältnis zu denken. 

Seemüller scheint es entgangen zu sein, dass Arnpeck 
selbst von einer (in der „Chronik von den 95 Herrschaften", 
dem 2. lateinischen und dem deutschen Auszug enthaltenen) 
Geschichte sagt: „in latino et vulgari ita reperi". 3 Unter 
der lateinischen Quelle dürfte hier der 2. lateinische Aus- 
zug, unter der vulgären Quelle mit aller Wahrscheinlichkeit 
der deutsche Auszug gemeint sein. 

Beide Quellen erscheinen in Arnpecks Text einigemale 
auch ineinander vermengt. 

Dass Arnpeck die „Chronik von den 95 Herrschaften" 
selbst gekannt und benützt habe, halte ich nicht für wahr- 
scheinlich. Ich habe allerdings an ein paar Stellen 1 Be- 
rührungspunkte mit ihr festgestellt, aber man darf doch 
wohl annehmen, dass Arnpeck, wenn er ihren Text zur Ver- 
fügung gehabt hätte, grössere Stücke aus ihr entnommen 

1 8. CCXXXI ff. 

■ Vgl. a.a.O. 8. LXff. 

8 Unten S. 741, 16. 

4 Vgl. unten 8. 786, Anm. 2, 5, 8, 10; 787, Anm. 2. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— CVI — 

haben würde, nicht bloss kleine Einzelheiten. Da letztere 
sich hauptsächlich auf die habsburgische Begräbnisstätte 
Kloster Königsfelden beziehen, möchte ich glauben, dass die 
„Chronik von den 95 Herrschaften 44 und Arnpeck an jenen 
Punkten aus der gleichen Quelle schöpften, dass Arnpecks 
Angaben also vielleicht den verlorenen Königsfeldener Auf- 
zeichnungen in der Form, welche Seemüller 1 als Quelle der 
„Chronik von den 95 Herrschaften 44 festgestellt hat, ent- 
stammen. Möglicherweise aber auch einer andern Quelle, in 
welcher hinwiederum die „Chronik von den 95 Herrschaften 44 
benützt ist. 

2. Die Klosterneuburger Tafeln bezw. der Druck 
„Der löblichen Fürsten und des Landes Österreich 
Altherkommen und Kegierung 44 (Tab. CL). 

In dem Augustinerchorherrnstifte Klosterneuburg hatte 
aus Anlass der Kanonisation des Markgrafen Leopold des 
Heiligen der Propst Jakob Pamperl durch den Priester der 
Konstanzer Diözese und Humanisten Ladislaus Suntheim 2 
aus Ravensburg, späteren Domherrn zu Wien und Hof- 
historiographen Kaiser Maximilians L, in deutscher Sprache 
eine Geschichte des babenbergischen Geschlechtes verfassen 
lassen, aus welchem der Gründer des Stiftes Klosterneuburg 
hervorgegangen war. Diese Geschichte „wurde in etwas 
kursiver schöner gotischer Minuskel auf 8 Blätter Pergament 
einseitig geschrieben. Die einzelnen Blätter erhielten einen 
prächtigen Farbenschmuck durch grosse und kleine Initialen, 
aus denen ein üppiges mit Tiergestalten aller Art belebtes 
Rankengewinde entspriesst, das die beiden Kolumnen der 
Schrift umgibt. Dann wurden die Blätter auf Holz gespannt 
und eingerahmt. 44 Das ist das heute noch im Stifte Kloster- 
neuburg aufbewahrte Original der sogenannten „Kloster- 
neuburger Tafeln 44 , gemacht und vollendet im Jahre 1491. s 

1 A. a. O. S. CCLX. 

? Dass dieser der Verfasser war, ist sicher. Alle andern . Be- 
hauptungen und Vermutungen sind nicht haltbar. Vgl. Kopfiva, Die 
Suntheimer Tafeln, im Jahrbuch der k. k. heraldischen Gesellschaft 
„Adler", Neue Folge XIV (1904), 84 ff. ; Bauer, Ladislaus von Suntheim 
und die ^Anfänge genealogischer Forschung in Oesterreich, ebendort 
S. 60 ff.; Cernik, Das Schrift- und Buchwesen im Stifte Kloster n^uburg 
während des 15. Jahrhunderts, im Jahrbuch des Stiftes Klosterneuburg V 
(1913), 122 ff.; Smital, Die historische Ausstellung der Wiener Hof- 
bibliothek, in Kunst und Kunsthandwerk XVII (1914), 18. 

8 Vgl die Lichtdruck-Abbildung der Tafel mit der Schlusschrift 
im Jahrbuch des Stiftes Klosterneuburg V, Tafel I. 

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- cvn — 

Noch in demselben Jahre wurde das Werk zu Basel 
gedruckt unter dem Titel „Der loblichen fürsten vnd des 
lands osterrich altharkomen vnd regierung" (Hain* 879). 

Diesen Druck * hat Veit Arnpeck zur Grundlage der 
Geschichte der Babenberger in seinem „Chronicon austriacum" 
genommen. Die schablonenhaften Lebensbeschreibungen der 
„Tafeln" zerfallen in zwei Teile, einen solchen, welcher die 
Lebensbeschreibungen der männlichen, und einen, welcher 
diejenigen der weiblichen Glieder des babenbergischen Hauses 
enthält. Arnpeck hat den ersten Teil, die „ Fürsten tafel" 
in ängstlich an den deutschen Text sich anschliessender 
lateinischer Uebersetzung seinem „Chronicon* einverleibt, 
die Fürstinnentafel aber zum Teil ebenso, zum Teil im Aus- 
zuge benützt, wobei er den Lebensbeschreibungen der Fürsten 
immer die ihrer Frauen und Töchter einfügte. 

3. Passio S. Cholomanni (Pass. S. Chol). 
Vgl. unten S. 714, 26 ff. 

4. Otto von Freising, „Chronica". Desselben 
„Gesta Friderici I. imperatoris" mit Rahewins Fort- 
setz xmgfOtto Friß. Chron. und Otto, bezw. Rakete, Oesta Frid.). 

Sind wie in der „Chronica Baioariorum" verwendet; 
vgl. oben S. XXX f. 

5. Burkhardus, Chronicon Urspergense (Ohr.Ursp.). 

Der Wortlaut dieser in der „Chronica Baioariorum" 
stark benütztenQuelle erscheint auch im Texte des „Chronicon 
austriacum"; vgl. S. 720,20; 732,22; 733,22ff.; 739, Anm.2; 
740, 1 ff. 

6. Franciscus de Pavinis, Defensorium canoni- 
sationis S. Leopoldi (Pav.). 

Diese Schrift ist hauptsächlich für die Geschichte 
Markgraf Leopolds des Heiligen und seiner Kinder, besonders 
Ottos von Freising, in reichlichem Masse benützt. Das 
„Defensorium" war für die Zwecke des Kanonisationsprozesses 
des frommen Markgrafen im Jahre 1483 von Johann Franz 
de Pavinis verfasst und um dieselbe Zeit dem Papste Sixtus IV. 
überreicht worden. Von dem Werke gibt es zwei undatierte 

1 Allen frflheren gegenteiligen Meinungen gegenüber Bei bemerkt, 
aase nach der vorliegenden Ausgabe von Arnpecks Text ein Zweifel 
hieran ausgeschlossen ist 

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— CVIII — 

Inkunabeldrucke, die dem späteren Herausgeber des „Defen- 
sorium", HieroüymusPez, 1 unbekannt geblieben sind: Hainl2535, 
gedruckt mit den Typen des Georg Herolt zu Rom, und 
Hain* 12536, gedruckt 1485 oder darnach mit den Typen 
des Johann Petri zu Passau. Ich zitiere das „Defensorium" 
unten nach den Signaturen des letzteren. 2 Es ist jedoch 
wahrscheinlich, dass Arnpeck den Druck von. Rom benützt 
hat, der eine in dem Passauer Druck fehlende, bei Arnpeck 
sich findende Stelle enthält. 8 

7. Continuatio Claustro-Neoburgensis I. der 
Annales Mellicenses (Cont. CL-Neob. L). 

Vgl. unten S. 722, Anm. 2. 

8. Vita Chunradi archiepiscopi Salisburgensis. 

Vgl. unten S. 723, Anm. 4. Vielleicht lag Arnpeck 
noch eine andere Lebensbeschreibung Konrads vor; vgl. 
S. 739, Anm. 1. 

9- Enea Silvio, Historia bohemica (E. Sih. % 
H. boh.). 

Arnpeck hat dieses Werk stark ausgeschrieben. Enea 
Silvios böhmische Geschichte war die gelesenste 4 Schrift 
des berühmten Mannes und erlebte bald verschiedene Druck- 
ausgaben. Wie deren Einfluss auf spätere böhmische Ge- 
schichtschreiber unverkennbar ist, so griff auch der Chronist 
Arnpeck nach dem willkommenen Hilfsmittel. Er zitiert 
es einmal mit den Worten: „Lacius hec prosequitur Eneas 
in cronica Bohemorum cap. 61 tt 5 und ein andermal: ,,. . . 
habetur in hystoria Bohemie cap. 64." Aus der Angabe 
von Kapitelziffern ersieht man, dass Arnpeck den abweichend 
von anderen Drucken in Kapitel eingeteilten Inkunabel-Druck 
der „Historia bohemica" zur Benützung hatte, welcher, ohne 
Orts- und Jahresangabe erschienen (Hain * 254), von der 
Inkunabelforschung als Erzeugnis der Druckerei des Johann 
von Amorbach zu Basel erkannt worden ist. 6 Dass wirklich 
dieser Baseler Druck Arnpecks unmittelbare Vorlage war, 

1 SS. Rer. Austr. I, 593. 

* Vgl. S. 721, Anm. 2. Der Druck von Born ist in München 
nicht vorhanden. 

8 Vgl. unten S. 725, Anm. 1. Den Druck von Rom konnte ich 
nachträglich in dem Exemplar der K. Landesbibliothek Stuttgart benützen. 

4 Krones, Handbuch der Geschichte Oesterreichs I, 8. 

6 Unten S. 8ü8,45f. 

c Vgl. Proctor, An Index to the early printed books of the British 
Museum II, 547, Nr. 7626. 

.. Prvnnlp Original frorn 

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- CIX — 

ersieht man aus dem Umstand, dass unser Chronist dessen 
Druckfehler übernommen hat. 1 

10. Johann von Thurocz, Chronica Hungarorum 
(Thurocz). 

Noch mehr als in der „Chronica Baioariorum" hat 
Arnpeck in seinem „Chronicon austriacum" die ungarische 
Chronik des Johann von Thurocz ausgebeutet, die stofflich 
naturgemäss für seine Zwecke viel zu bieten hatte. Vgl. 
was oben S. LIV f. über die benützte Druckausgabe ge- 
sagt ist. 

11. Hermannus Altahensis, Annales (Herrn. Alt., 
dann Cord. Alt. und Cont. Rat.). 

Die Annalen des Niederaltaicher Abtes sind als Quelle 
im „Chronicon austriacum" fast noch mehr herangezogen 
als in der bayerischen Chronik (vgl. oben S. XXXIX), 
ebenso deren Niederaltaicher und Regensburger Fortsetzungen. 

12. HistoriaWelforum Weingartensis (Hist. Weif.). 

Auch ihr Wortlaut erscheint in der österreichischen 
Chronik S. 733, 3 ff. Vgl. oben S. XXXII. 

13. Codex traditionum Fri singensium (Conr. 
Sacr. und Cod. trad. Fris.). 

Ueber dessen Benützung vgl. unten S. 735, Anm. 2. 
Dazu oben S. XXXII und unten bei dem Quellenverzeichnis 
von Arnpecks „Liber de gestis episcoporum Frisingensium". 

14. Hans Ebran von Wildenberg, Chronik von 
den Fürsten aus Bayern (Ebran). 

Ist in der österreichischen Chronik nur wenig benutzt. 

15. Notae S. Emmerammi (N. S. Emm.) 

Die Benützung dieser Quelle ist zweifelhaft ; vgl. S. 746, 
Anm. 2. 

16. Annales S. Rudberti (Ann. S. Rudb.). 

Auch bei dieser Quelle ist es zweifelhaft, ob sie un- 
mittelbar benützt worden ist. Der Wortlaut ihres Textes, 
der nur vereinzelt S. 746 erscheint, ist wahrscheinlich auf 
anderem Wege zu Arnpeck gelangt. Vgl. auch S. 761, 
Anm. 3. 



Vgl. S. 757,36; 816,50. 



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ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— ex — 

17. Notae Diessenses (Not. Diess.). 

Vgl. oben S. XXXX und XXXXIV unter n). Ein auf 
ihrer Kenntnis beruhender Zusatz unten S. 752, 9 f. 

18. Annales S. Stephani (Ann. S. Steph.). 

Die Weihenstephaner Annalen (vgl. oben S. XXXXII) 
sind S. 757,210% 771, 28 ff., 774,20, 777, lOff. benutzt. An 
einer Stelle (vgl. S. 777, Anm. 6) kann Arnpecks Text sogar 
zur Sicherung der Lesung ihres Textes dienen. 

19. Andreas von Regensburg, Chroniken (Andr.). 

Sind in der österreichischen Chronik nur in sehr geringem 
Masse benützt. 

20. Martini Oppaviensis Chronicon Pontificum 
et Imperatorum (Marl.). 

Textentlehnungen aus dieser berühmtesten und ver- 
breitetsten Chronik des Mittelalters, die merkwürdigerweise 
in Arnpecks bayerischen Chroniken nicht verwendet erscheint, 
sind in der österreichischen Chronik nachzuweisen; vgl. 
S. 758, 40 ff. 

21. Annales Aldersbacenses (Ann. Aid.). 
Sie erscheinen von S. 762, 39 an benützt. 

22. Flores temporum (Flor.). 

Aus dieser Quelle, über welche oben S. XXXXI ge- 
handelt wurde, sind Einzelheiten auch in die österreichische 
Chronik gedrungen; vgl. S.766, Anm. 1; 767, Anm. 7; 772,27 ; 
773,25; 776, Anm. 1; 777, Anm. 9; 780,2ff.; 782,2ff. 

23. Jakob Twinger von Königshofen, Chronik 
(Königen.). 

Vgl. oben S. LI. Daraus stammt in der österreichischen 
Chronik eine ziemliche Anzahl von Abschnitten. 

24. Annales Halesbrunnenses (Ann. Hai.). 

Diese aus dem fränkischen Zisterzienserkloster Heils- 
bronn bei Ansbach stammenden und hauptsächlich in Zister- 
zienserklöstern verbreiteten Annalen, die in der „Chronica 
Baioariorum" nicht verwendet worden sind, haben manche 
Stelle geliefert; vgl. unten S. 767 ff. Ob sie unmittelbar 
benützt worden sind oder ihr Wortlaut durch eine andere 
Quelle vermittelt worden ist (man könnte als Vermittler 
das Zisterzienserkloster Fürstenfeld vermuten), muss dahin- 

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J ö' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— CXI — 

gestellt bleiben. Vgl. auch meine Ausgabe der Sämtlichen 
Werke des Andreas von Regensburg S. LV f. 

25. Sächsische Weltchronik (Sachs. Wehr.). 

Vgl. oben S. XXXXI. Aus ihr sind kleinere Abschnitte 
entnommen. 

26. Breve chronicon monasterii Stamsensis 
(Chr. Stams.). 

Vgl. oben S. XXXXVI. Die Stamser Chronik ist in 
Arnpecks „ Chronicon austriacum" als hauptsächlichste Grund- 
lage für genealogische Angaben über die in Stams begrabenen 
Mitglieder des tirolischen und habsburgischen Hauses und 
deren Anverwandte herangezogen. Der allergrösste Teil 
der Stamser Chronik kehrt in Arnpecks Texte wieder. 

27. Annales Osterhofenses (Ann. Ost.). 

Vgl. oben S. XXXX. Sie sind mit und neben ihrer 
Quelle, den Aldersbacher Annalen, benutzt worden; vgl. 
besonders S. 768, Anm. 4. 

28. Hartmann Schedel, Weltchronik (Sched.). 
Vgl. oben S. LV und CHI. Zweifellos (vgl. S. 772, Anm. 2; 

777, Anm. 7; 778, Anm. 1; 793, Anm. 2) hat auch Schedels 
Weltchronik eine ziemliche Anzahl von Stellen geliefert. 1 
Insbesondere hat Arnpeck die Charakteristik Kaiser Frie- 
drichs III. (vgl. S. 844, 40 ff.) ganz aus ihr abgeschrieben. 

29. Jacobus Philippus von Bergamo, Supple- 
mentum Chronicarum (Jac. Ph. Berg.). 

Vgl. oben S. LI f. Auch Schedels Hauptquelle, die 
Chronik des Jakob Philipp von Bergamo, ist — deutlich er- 
kennbar — wie in der bayerischen, so in der österreichischen 
Chronik unmittelbar verwendet; vgl. S. 772, Anm. 4. 

30. Scheyerner Fürstentafel (Tab. Schir.). 

Vgl. oben S. XXXVII. Die Benützung von Angaben 
aus ihr* konnte S. 773 festgestellt werden. 

31. Enea Silvio, Europa (E. Silv., Eur.). 

Neben der böhmischen Geschichte Enea Silvios erscheint 
auch dessen „Europa" (vgl. oben S. Lllff.), allerdings in 

1 Unrichtig ist es daher, wenn Uaitz, Hartmann Schedel'* Welt- 
chronik, £. 32 eine Benützung Schedels in Arnpecks „Chronicon austriacum" 
„vollkommen für ausgeschlossen" erklärte. An allen von Haitz ver- 
zeichneten Stellen, an denen ihm Uebereinstimmung der Texte Arnpecks 
und Schedels aufgefallen ist, hat Arnpeck sicher Schedel abgeschrieben. 



C^ f\f*\ri\i- Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— CXII — 

geringerem Masse, benützt. Silvio's „Historia Friderici IQ." 
hat Arnpeck nicht verwertet. Wo Zusammenhänge damit 
vorzuliegen scheinen, sind sie auf gemeinsame Quellen zu- 
rückzuführen. 

32. Ulrich Füetrer, Bayerische Chronik (Füetr.). 
Auf Füetrers Text gehen nur einige wenige Stellen 

der österreichischen Chronik zurück. 

33. Chronicon de ducibus Bavariae (Chron.). 

Vgl. oben S. XXXXII. In der österreichischen Chronik 
lassen sich die gleichen, dort angegebenen Beobachtungen 
machen. 

34. Antoninus von Florenz, Weltchronik (Anton. 
Flor.). 

Vgl. oben S. L. Aus diesem umfangreichen Werke 
ist nur ein einziger Abschnitt in die österreichische Chronik 
übergegangen, und zwar der gleiche, der sich auch in der 
bayerischen Chronik findet; vgl. S. 782, 24 ff. 

35. Der Pfarrer von Kaienberg (Pf. v. Kai.). 
Vgl. S. 786, Anm. 15. 

36. Konrad Wenger, Belligraphia usw. (Wenger). 
Vgl. S. 834, 5. Ist fast ganz nur abgeschrieben. 

An Urkunden benützte Arnpeck 
den gefälschten ersten österreichischen Freiheitsbrief 

Heinrichs IV. von 1058 (vgl. unten S. 716, Anm. 2) ; 
das gefälschte Privilegium maius Friedrichs I. von 1156 

wie in der lateinischen bayerischen Chronik (vgl. 

S. 729, 38 ff.); 
den gefälschten Freiheitsbrief König Heinrichs von 1228 

(vgl. S. 744, 19 ff.); 
die gefälschte Bestätigung des Privilegium maius von 1245 

(vgl. S. 753, 21 ff.). 

Wertvoll ist uns Arnpecks Text wie in seinen andern 
Chroniken so auch iü der österreichischen überall da, wo 
er offenbar aus verschollenen oder verlorenen Quellen ge- 
schöpft hat, so dass jetzt sein Text uns den vermissten 
ersetzen muss. 

Von solchen jetzt vermissten Quellen (oder ist es nur 
eine?) spricht er z. B. selbst unten S. 741, 17. Den dort 

rv «w h f^r^j^nlf* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— cxni — 

zitierten Schriften scheint er allerdings wenig entnommen 
zu haben. 

Auf die Möglichkeit, dass Arnpeck verlorene Köoigs- 
feldener Aufzeichnungen benätzt habe, ist schon oben 
S. CVI hingewiesen. Vielleicht stammen auch Nachrichten 
S. 778 (vgl. dort die Anm. 3 und 7) und S. 779 (Anm. 2) 
aus jener Quelle. 

Spuren der Benützung der verlorenen Fürsten f eider 
Annalen haben sich mir S. 779 (vgl. dort Anm. 6—10), 
782 (vgl. Anm. 8), 783 (vgl. Anm. 1 und 5) ergeben. 

Eine Quelle zur Geschichte König Albrechts IL, die 
sich S. 791, 13 ff. ff. erkennen lässt, war nicht festzustellen 
und ist vielleicht als verloren zu betrachten. Ob zu ihr 
auch der Abschnitt gehört, als dessen Verfasser bald darauf 
(S. 799, 12) „quidam scriptor almanus" bezeichnet wird, muss 
ich unentschieden lassen. 

Unbekannte Quellen sind S. 8 18, 14 ff. über den Schweizer- 
krieg und die Sempacher Schlacht verwendet. 

Die von mir als Quelle der „Chronica Baioariorum' 
oben S. LIX fi. festgestellte „Rattenberger Chronik" hat« 
auch eine Reihe von Abschnitten für die österreichische 
Chronik geliefert. Zum Teil sind es die nämlichen, 1 die in 
der bayerischen Chronik erscheinen, zum Teil andere, von 
denen aber dem Zusammenhang und dem Inhalte nach an- 
zunehmen ist, dass sie der gleichen Quelle entstammen. 3 

Dass von dorther vielleicht auch der Abschnitt über 
die Gründung des Wiener Augustinerklosters 3 genommen 
ist, möchte man aus den oben 4 festgestellten Beziehungen 
der Rattenberger Chronik zu dem Augustinerorden über- 
haupt folgern. 

Was die Art der Quellenbenützung anlangt, so ist in 
der österreichischen Chronik eine noch grössere Unselbständig- 
keit Arnpecks festzustellen als in den bayerischen. 

Arnpeck ist öfter hart getadelt worden, dass er für 
die Urgeschichte Oesterreichs die reinen Erfindungen der 
„Chronik von den 95 Herrschaften" bezw. ihrer Auszüge 
geglaubt und übernommen hat, während der einfache, un- 
gelehrte Ritter Hans Ebran von Wildenberg diese öster- 

1 Vgl. S. 788, Anm. 2; 824, Anm. 3; 825, Anm. 3. 
» Vgl. S. 825, Anm. 1; 828, 32 ff. 
»58. 784, 11 ff 
* S. LXII. 

Quellen u. Erörterungen N. F. UL QrigirKfffcm 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



, m 



— CXIV - 

reichische Chronik für ein erdichtetes, unnützes, leeres 
Geschwätz erklärte. 1 Ein gewisses Gefühl der Schwäche 
hat Arnpeck übrigens bei der Verwendung jener Urgeschichten 
selbst gehabt, und es klingt deutlich aus seiner eigenen matten 
Entschuldigung heraus, in der er einerseits das Alter jener 
Ueberlieferung betonen zu müssen glaubt und andererseits 
Scheu verrät, von andern getadelt zu werden: „In quibus 
gestis nihil mihi propter vetustatem variare licuit, ne 
aliis locum detrahendi preberem." 2 Uebrigens waren die 
meisten Chronisten jener Zeit beherrscht von dem Bestreben, 
die Herkunft der Völker und Fürsten, deren Geschichte sie 
schrieben, in möglichst hohe Vorzeit hinaufzurücken. 

Von dem Anfang der Chronik abgesehen, muss man 
Arnpeck zugestehen, dass er ein gewisses Geschick in der 
Verwendung von Quellen auch in der österreichischen Chronik 
offenbart. Nachdem er seine erwähnte Entschuldigung ge- 
stammelt hat, macht er einen Uebergang, als ob er nun 
eigene Arbeit leisten wolle (S. 713, 28 ff.): „Nunc . . . stilus 
vertendus est . . . , quantum dederit altissimus et ingenioli 
mei parvitas accesserit", 8 und - beginnt sofort eine andere 
Quelle abzuschreiben, die deutsche Druckausgabe der Kloster- 
neuburger Tafeln. Dieser Druck liefert ihm die textliche 
Grundlage für den ganzen grossen Zeitraum der Regierung 
der Babenberger. Für die Zeit Leopolds des Heiligen und 
seiner Kinder tritt ergänzend des Franz von Pavinis „De- 
fensorium* der Eanonisation Leopolds hinzu. Das 13. Jahr- 
hundert wird auf den Text der Annalen Hermanns von Nieder- 
altaich und deren Fortsetzungen aufgebaut, wobei insbesondere 
der deutsche Auszug aus der „Chronik von den 95 Herr- 
schaften" hineingemengt wird. Für das 14. Jahrhundert 
herrscht keine Quelle vor, sondern es werden die mannig- 
faltigsten Quellenteile zusammengeholt. Die Geschichte des 
15. Jahrhunderts schliesslich schreibt Arnpeck hauptsächlich 
aus des Johann von Thurocz ungarischer und des Enea Silvio 
böhmischer Geschichte ab. Dass dabei die eigentliche öster- 
reichische Geschichte zu kurz kommen musste, ist natürlich. 
Während Arnpeck in der bayerischen Chronik viele örtliche 
Aufzeichnungen, besonders aus Klöstern, benutzen konnte, 
fehlt ihm dieser Stoff bei der österreichischen Chronik. 

1 Ausgabe von Roth 8. 27, 18; dazu 8.31,21. 
• S. 713. 

8 Dieses Wort steht deutlich in der Handschrift, nicht „concesserit", 
wie Pez druckte. 

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— cxv — 

Selbständige Mitteilungen hat Arnpeck in seinem „Chroni- 
con austriacum" nicht viele gebracht. Von den Teilen, zu 
denen von mir keine Quellen nachgewiesen werden konnten, ist 
wahrscheinlich wenig sein Eigentum, das meiste anderswoher 
entlehnt. Manche Quelle wird sich noch feststellen lassen. 
Arnpeck versagt sogar fast völlig für die Zeit, in der er 
selbst auf österreichischem Boden weilte. Wie dankbar 
wären wir, wenn wir von ihm selbständige Aufschreibungen 
über die Zeiten des Königs Ladislaus Postumus besässen ! 
Aber wir finden in der Chronik nur dürftige Zeilen über ein 
paar Vorgänge, die er selbst gesehen hat, und im übrigen 
schreibt er nur die Berichte Anderer ab. 

e) Bedeutung der Chronik. 

Welche Veranlassung Veit Arnpeck dazu hatte, eine 
österreichische Chronik zu schreiben, wissen wir nicht. Wir 
dürfen vielleicht annehmen, dass ein freundliches Interesse 
für das Land Oesterreich bezw. die Stadt Wien, in welcher 
er seine Studienjahre verlebt hatte, ihm die Feder in die 
Hand drückte, dass er damit seinen Dank abtragen wollte 
für die dort genossenen Zeiten. Schon die Tatsache, dass 
er, der Bayer, der Ausländer, eine Chronik Oesterreicbs 
verfasste, spricht für eine gewisse Vorliebe, die er für dieses 
Land gehabt hat. Daran ändert auch nichts der Umstand, 
dass er da, wo es von Streitigkeiten zwischen Oesterreich 
und Bayern zu berichten gibt, den bayerischen Standpunkt 
einnimmt, soweit man von einem solchen bei ihm im Hin- 
blick auf seine Abhängigkeit von seinen Quellen überhaupt 
reden kann. 

Während Arnpeck in seinen bayerischen Chroniken 
für die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts uns als zeit- 
genössischer Berichterstatter von Wichtigkeit ist, ist seine 
österreichische Chronik in dieser Hinsicht von sehr geringer 
Bedeutung. Die Entfernung von dem Lande, dessen Ge- 
schichte er zusammenstellte, der offenbare Mangel jeder 
persönlichen Verbindung dorthin erklären es zur Genüge, 
dass er wenig selbständig zu berichten weiss. So hat seine 
Chronik für uns eigentlich nur da Wert, wo wir ihre Quellen 
nicht besitzen. Im Hinblick auf die verhältnismässig geringe 
Zahl von erzählenden Quellen zur Geschichte Oesterreichs 
im 15. Jahrhundert muss man aber um jede chronikalische 
Notiz froh sein, und darum hat man auch Arnpeck dafür 

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— CXVl — 

zu danken, dass er uns in seiner Kompilation verlorene 
Quellen erhalten und diese durch eigene, wenn auch geringe 
Zutaten bereichert hat. 

D. Der „über de gestis episcoporum Frisingensium". 

a) Handschrift der Chronik. 

Von Arnpecks Geschichte der Bischöfe von Freising 
besitzen wir nur eine einzige Handschrift, die sich jetzt in 
der Bibliothek des Metropolitan-Kapitels zu München be- 
findet. Es ist ein Sammelband in Folio, dessen einzelne 
Bestandteile erst im 17. Jahrhundert vereinigt worden sind, 
wie aus folgendem Eintrag auf der Innenseite des Vorder- 
deckels des Schweinslederumschlages hervorgeht: „Collecta 
et compaeta sunt hi libelli per me Ge(orgium) Philippum 
Finckh 1 secret(arium) circa annum 1636 vel 1640". Der 
Band enthält: 

1. Bl. 1 — 5: Eine Abhandlung „Wie die Freisingischen 
Güter an die Ehirchen khommen", laut einer Bemerkung 
Finckhs am Schlüsse von dem Freisinger Domdekan Johann 
Georg Baron von Puech geschrieben. 

2. Bl. 9— 27: „Episcopi Frisingenses elegiaco carmine 
Joachimo Haberstocchio Frisingensi authore." Von einer 
Hand des 16. Jahrhunderts geschrieben. Gedr. in Deutingers 
Beyträgen zur Geschichte, Topographie und Statistik des 
Erzbisthums München und Freysing I, 103 ff. 

3. Bl. 29 — 33 : Ueber die Gründung des Klosters Weihen- 
stephan, und andere Stücke. Von einer Hand noch vom 
Ende des 15. Jahrhunderts geschrieben. Gedr. aus dieser 
Handschrift als Beilage zu Arnpecks „Liber de gestis 
episcoporum Frisingensium" bei Deutinger, Beyträge usw. 
in, 555 — 568, wo dieser die Vermutung äusserte, dass Veit 
Arnpcck die Gründungsgeschichte verfasst habe. Ich werde 
unten bei der Untersuchung über Arnpecks Sammlung von 
Gründungsgeschichten bayerischer Klöster hierauf zurück- 
kommen. 

4. Bl. 42-82 r : Veit Arnpecks „Liber de gestis epi- 
scoporum Frisingensium", von der gleichen Hand wie Nr. 3 
noch am Ende des 15. Jahrhunderts geschrieben. Der Schreiber 

1 Georg Philipp Finckh war bischöflich Freisingischer Sekretär 
und hat mehrere geographische Werke verfasst 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- cxvn — 

hat viele Fehler gemacht und scheint nicht gut lateinisch 
verstanden zu haben- Das Autograph Arnpecks besitzen wir 
nicht, so dass die Ausgabe sich leider nur auf diese einzige 
schlechte Handschrift stützen rausste. 1 Am Schlüsse hat 
eine Hand des 16. Jahrhunderts die Bischofsreihe fortgesetzt 
(gedruckt unten S. 914). Aus dem Drucke von Johannes 
Freibergers „Chronica episcoporum Frisingensis ecclesiae" 
(1520) hat eine Hand des 16. Jahrhunderts einzelne Angaben, 
die sich nicht bei Arnpeck finden, an die Ränder geschrieben ; 
diese Randbemerkungen wurden in der vorliegenden Ausgabe, 
nachdem ihre Herkunft so festgestellt ist, natürlich nicht 
abgedruckt. Bei der Fehlerhaftigkeit des Textes konnte 
zwar da, wo die Texte der benützten Quellen vorlagen, 
manche Verbesserung angebracht werden, bei den Teilen 
aber, wo keine Quelle festgestellt werden konnte, ergaben 
sich für die Auflösung von Fehlern oft hartnäckige Schwierig- 
keiten. 

5. Bl. 82 ü — 88: Eine von einem „Huldrichus praedi- 
cator tt verfasste Lebensbeschreibung Ottos von Freising 
nebst anderen Notizen zur Freisinger Bistumsgeschichte. 
Schrift des 16. Jahrhunderts. 

Dass Arnpeck eine Geschichte der Freisinger Bischöfe 
geschrieben hat, wusste man aus seinen eigenen Worten in 
der „Chronica Baioariorum tt , wo er bei der Erwähnung des 
Aufenthaltes König Maximilians zu Freising im Jahre 1491 
sagte, er habe die Vorgänge während dieses Besuches „in 
gestis episcoporum Frisingensium sub Sixto episcopo" be- 
schrieben. 2 Dass die in der Finckh'schen Handschrift erhaltene 
Geschichte der Freisinger Bischöfe jenes Arnpeck'sche Werk 
ist, unterliegt keinem Zweifel. Wohin wohl das Autograph 
gekommen sein mag? 

Als Meichelbeck seine „Historia Frisingensis" (1724) 
herausgab, wusste er nichts von der Finckh'schen Hand- 
schrift und äusserte sich folgendermassen : 3 „Scribit in suo 
illo cbronico Arenbeckius se concinnasse etiam librum de 

1 An einzelnen Stellen erkennt man, wie das Original beschaffen 
war, z. B. S. 850; Lesart h zeigt offenbar, dass im Original „ecclesie — 
contiguam" als Zusatz angefügt war, wohl in zwei oder drei Zeilen, so 
dass es kommen konnte, dass das letzte Wort „contiguam" in der Ab- 
schrift an eine falsche Stelle geriet. 

■ Unten S. 426, 9. Dass dabei, wie S. 679, Anm. 7 (vgl. auch 
oben S. LXXXX1I) dargelegt wurde, anscheinend ein Irrtum unterlief, 
ändert nichts an der Tatsache des Bestehens des Werkes. 

1 A. a. 0. S. 280. 

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— CXVIII — 

gestis episcoporum Frisingensium. Verum quorsum devenerit 
ille codex, nobis hactenus manet incognitum. Faxint superi, 
ut qui eum fortassis possidet, typis in publicum prodire 
faciat !" 

Die Finckh'sche Handschrift war „von der befreundeten 
Finckh'schen Familie" an jene des oben mehrfach genannten 
ehemaligen Freisingischen Hofrats Hoheneicher gelangt. 1 
Von letzterem ging sie durch Kauf an den Fabrikbesitzer 
Joseph von Maffei in München über, 2 später durch Schenkung 
an die Bibliothek des Metropolitan-Kapitels. 

b) Druck der Chronik. 

Im Jahre 1817 hatte Hof rat Hoheneicher beabsichtigt, 
Arnpecks „Liber de gestis episcoporum Frisingensium" nach 
der in seinem Besitze befindlichen Handschrift im Drucke 
herauszugeben. 8 Durch eine gedruckte Ankündigung vom 
27. März 1817 4 hatte man Abnehmer zu werben gesucht; 
da sich aber deren nur 35 meldeten, so kam die Ausgabe 
nicht zu stände. 5 Erst im Jahre 1851 druckte der Dom- 
propst Dr. Martin von Deutinger Arnpecks Bischofschronik 
im HI. Bande seiner „Bey träge usw." ab, und zwar nach 
der Finckh-Hoheneicher'schen Handschrift, unter Beigabe 
trefflicher Vorerinnerungen und Anmerkungen. Die vor- 
liegende Ausgabe, wieder von der gleichen Handschrift ge- 
nommen, legt den Nachdruck auf eindringenden Nachweis 
der benützten Quellen. 

c) Abfassungszeit der Chronik. 

Wie schon oben S. XII erwähnt wurde, ist von allen 
vier Chroniken Arnpecks die Freisinger Bischofschronik zeit- 
lich am weitesten geführt. Die späteste Zeitangabe, die 
darin vorkommt, ist nämlich der 22. September 1495. 6 

Wann Arnpeck die Chronik begonnen hat, ist unbekannt. 
Ich möchte vermuten, dass es vor seinen übrigen Chroniken 
geschah. 

1 Neues Archiv III, 29; Deutinger, Bey träge III, 463. 
7 Deutinger a. a. O. III, 465. 

3 Neues Archiv I, 350 und III, 29. 

4 Abgedruckt bei Deutinger a. a. O. III, 463 f. 
6 Deutinger a. a. O. I, 11; III, 464. 

6 Unten S. 914, 10. 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— CXIX — 

Die letzten Teile scheinen tagebuchmässig zu ver- 
schiedenen Zeiten niedergeschrieben worden zu sein. 1 

d) Quellen der Chronik. 

1. Codex traditionum Frisingensium. 2 
Die Grundlage für die älteren Teile von Arnpecks 
Geschichte der Freisinger Bischöfe bildet das Freisinger 
Traditionsbuch. Bekanntlich wurde die Sammlung der Frei- 
singer Traditionen angelegt von dem in der ersten Hälfte 
des 9. Jahrhunderts lebenden Priester Cozroh, der im Auf- 
trage des Freisinger Bischofs Hitto alle im Freisinger Archiv 
vorhandenen Urkunden in einemBand abschriftlich sammelte. 3 
Im Jahr 1187 legte dann ein gewisser Konrad, der sich 
„sacrista et canonicus" nennt und deshalb gewöhnlich als 
„Conradus Sacrista" bezeichnet wird, ein neues Kopialbuch 
an, in welchem er nicht nur den „Liber traditionum* 4 Cozroh's 
abschrieb, sondern auch Abschriften der kaiserlichen, päpst- 
lichen, herzoglichen und anderer Urkunden aus dem bischöf- 
lichen Archiv hinzufügte; ausserdem versah er sein Werk 
noch mit kurzen chronikartigen Notizen. 4 

Von dem Traditionsbuche des Conradus Sacrista hat 
sich unser Veit Arnpeck eine Abschrift angefertigt, die 
heute in der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel sich 
befindet. Der Band, der sie enthält, 5 trägt die Signatur: 
„Cod. Heimst. 205" 6 (auch „Mise. 20 tt ) und ist eine Papier- 
handschrift von 261 Blättern in Folioformat. Auf Bl. 1—98 
finden wir, von Arnpecks eigener Hand, eine Abschrift der 
Chronik Ottos von Freising. 7 Auf Bl. 1 am unteren Rande 
sind drei ausgeschnittene und dann aufgeklebte, Jn Feder- 
zeichnung ausgeführte Figuren angebracht: rechts sitzend 

1 Man vgl. z. B. den Widerspruch, der zwischen dem „modo ab 
Ungeris possidetur" S. 908,25 und dem Abschnitt 8. 910, 29 ff. besteht. 

* Zitiert mit Conr. Sacr. MQ., soweit er in den Mon. Germ, hist., 
SS. XXIV, 318 ff. gedruckt ist, dagegen mit Conr. Sacr. W m% wo ausser- 
dem Arnpecks Abschrift in dem Wolfenbütteler Kodex Vorlage war; 
vgl. S. 854, Anm. 1. 

* Litteralien des Hochstifts Freising 3a im K. allg. Reichsarchiv zu 
Manchen. Vgl. Bitterauf, Die Traditionen des Hochstifts Freising I, XXI. 

4 Litteralien des Hochslifts Freising 3c im K. allg. Reichsarchiv zu 
München. Vgl. Bitterauf a. a. 0. S. XXIV. 

5 Vgl. auch die Beschreibung von Hofmeister in dessen Ausgabe 
der „Chronica" Ottos von Freising S. XLIV f. 

6 Nicht 210, wie infolge Druckfehlers in den Mon. Germ, hist., 
SS. XXIV, 315 zu lesen ist. 

7 Vgl. oben S. XXX. 



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— cxx — 

Kaiser Friedrich im kaiserlichen Gewand, die Krone auf dem 
Haupt, Apfel und Szepter haltend, links auf einem Stuhle 
sitzend Bischof Otto von Freising im Bischofsornat, in 
der Mitte ein Geistlicher: Rahewinus oder Veit Arnpeck? 
Nach einigen kleineren von Arnpeck geschriebenen Stücken 
(Bl. 98"— 104 r ) folgen, wieder von Arnpecks Hand, Bl. 107 
bis 172 Otto-Rahewins „Gesta Friderici I.* Daran reiht 
sich, von einer anderen Hand geschrieben, jedoch von Arn- 
peck selbst miniiert und mit einigen Randnotizen versehen, 
auf Bl. 173 — 207 die „Historia Friderici imperatoris", ein 
Auszug aus der Ursperger Chronik. 1 Auf Bl. 208° stehen 
die Verse auf den hl. Korbinian, welche Arnpeck auch in 
seiner „Chronica Baioariorum" mitgeteilt hat. 2 Daran schliesst 
sich des Conradus Sacrista „Liber traditionum" an. Von 
Bl. 208° an ist wieder Alles von der Hand Veit Arnpecks 
geschrieben. Diese Feststellung ist wichtig, weil Waitz bei 
der Ausgabe der dem Conradus zugehörigen Teile des „Liber 
traditionum" und ihrer Fortsetzungen und bei der Beschreibung 
dieser Handschrift in den Mon. Germ, hist, SS. XXIV, 315 
jene Tatsache nicht erkannt hat. Er war der Meinung 
(a. a. 0. Z. 22), mehrere verschiedene Hände vor sich zu 
haben, von denen er nur eine als diejenige Arnpecks ansah, 
nämlich an den Stellen, an denen häufig solche Aenderungen 
der Zeitangaben vorgenommen waren, welche mit jenen von 
Arnpecks „Liber de gestis episcoporum Frisingensium" Ueber- 
einstimmung herstellten. Ausserdem (a. a. 0. Z. 50) schrieb 
er nur die letzten Worte des Kodex Arnpecks Hand zu. 
Waitz befand sich im Irrtum. Es kann keinem Zweifel 
unterliegen, dass von Bl. 208" an wie in den Anfangsteilen 
wieder dar gesamte Text von Arnpecks Hand herrührt. Er 
hat den Kodex offenbar in früheren Lebensjahren geschrieben, 
und deswegen erscheinen die in fortlaufendem Gleichmass 
gehaltenen Schriftzüge einheitlicher, geschlossener und kräf- 
tiger als die Handschrift der Aenderungen und späteren 
Zusätze, die, zu verschiedenen nachmaligen Zeiten erfolgt, 
ungleichmässiges Aussehen haben. 

An dem oberen Schnitt des Wolfenbütteler Bandes steht : 

e 

„Vitus Arnpekch", an dem unteren: „Cronica Ottonis". 

Arnpecks Abschrift, die dieser zweifellos immer vor 
sich hatte, als er seinen „Liber de gestis episcoporum 



1 Vgl. oben S. XXXVI. 
» Unten S. 65, 20 ff. 

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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— CXXI — 

Frisingensium" ausarbeitete, gibt sowohl den Text des Con- 
radus Sacrista wieder als auch die zum Originale des Con- 
radus von verschiedenen Schreibern zu verschiedenen Zeiten 
gemachten Nachtrage. Es zeigen sich jedoch in Arnpecks 
Abschrift viele Aenderungen und Zusätze, und vom Jahre 
1381 an bietet diese Handschrift einen weit ausführlicheren 
Text als das Original. Die meisten jener Aenderungen und 
Zusätze und jenen ausführlicheren Text finden wir in Arn- 
pecks „Liber de gestis episcoporum Frisingensium" wieder. 
Schon Waitz hat daher gesagt, 1 dass es vielleicht Leute 
geben könne, die der Meinung wären, dass jene ausführlichere 
Fortsetzung Arnpeck als Verfasser zuzuschreiben sei. 

Ich erlaube mir sogar, diese Meinung als eine ganz 
feste zu hegen. Wenn der Verfasser der Fortsetzung der 
Wolfenbtitteler Handschrift am Schlüsse von den Türken- 
einfällen des Jahres 1473 und der folgenden Jahre sagt: 
„ . . ut clarius in pagina imperatorum suis annis sub 
Friderico in. secundum ingenioli mei parvitatem denotavi", 8 
so sehen wir, dass er noch anderweitig schriftstellerisch 
tätig war und ein Werk geschrieben hat, welches oder von 
welchem einen Teil er mit „pagina imperatorum" bezeichnet. 
Abgesehen davon, dass uns niemand bekannt ist, der ausser 
jener Freisinger Bischofsgeschichte ein Werk geschrieben 
hätte, das die Geschichte der Kaiser behandelt, finden wir 
in Arnpecks Buch von den Taten der Freisinger Bischöfe 
bei dem gleichen Abschnitt über die Türkeneinfälle des 
Jahres 1473 usw. ebenfalls den Hinweis: „ut clarius alibi 
secundum ingenioli mei parvitatem annotavi". 8 Und Arnpeck 
ist zu diesem „alibi" vollkommen berechtigt; denn er hat 
sowohl in seiner lateinischen bayerischen Chronik zwei Ab- 
schnitte über jene Türkeneinfälle gebracht * als auch in der 
deutschen. 5 Waitz hat nicht gezweifelt, dass jener Satz, der 
die „pagina imperatorum" zitiert, von Arnpeck selbst ge- 
schrieben sei, wenn auch kein solches Werk Arnpecks be- 
kannt sei. Wir dürfen wohl annehmen, dass das Zitat sich 
auf Arnpecks bayerische Chroniken bezieht, in denen doch 
so viel Kaisergeschichte behandelt ist. Oder sollte Arnpeck 
ausser seinen bekannten Werken noch eine Chronik nach 

1 A. a. O. Z. 29. 

* A. a. O. 8. 331, 32. 
■ Unten 8. 900, 27 f. 

* 8. 375, 24 ff. und 378, 16 ff. 

* 8. 623, 34 ff. und 632,1 ff. 



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— CXXII — 

dem Muster der Kaiser- und Päpstechronik des Andreas 
von Regensburg mit einer „pagina imperatorum" und einer 
„pagina pontificum" verfasst haben? Doch dies mag sich 
verhalten, wie es will. Eine andere Stelle ist ausschlag- 
gebend in dieser Frage. In der Fortsetzung der Wolfen- 
bütteler Handschrift spricht der Verfasser von dem silbernen 
Bilde des Herzogs Ludwig des Bärtigen von Ingolstadt, 
das dieser der Freisinger Domkirche zur Sühne für einen 
Angriff hatte stiften müssen: „Quam siquidem ymaginem et 
ego sepissime vidi, dum totum sanctuarium festivis solemni- 
tatibus (in altari) stetit." ' Wenn wir nun in Veit Arnpecks 
Freisinger Bischofsgeschichte fast die gleichen Worte lesen, 2 
so dürfte kaum mehr ein Zweifel sein, dass die Werke, in 
denen beide Stellen nahezu gleichlautend vorkommen, von 
einem und demselben Verfasser herrühren. Waitz hat hier 
zwei Einwände gebracht, ist aber beide Male einem Irrtum 
zum Opfer gefallen. Erstlich meinte er, 3 Arnpeck, der um 
1440 zu Landshut geboren sei, habe kaum vor 1450 (in 
diesem Jahr ist nämlich jenes Bild Ludwigs des Bärtigen 
eingeschmolzen worden) zu Freising öfter etwas sehen können. 
Wie wir oben S. VI ff. dargelegt haben, ist Arnpeck eben 
höchstwahrscheinlich nicht in Landshut, sondern in Freising 
selbst geboren und kann sich daher gut an jenes Bild er- 
innert haben, das er als Knabe bei den festlichen Gottes- 
diensten im Dome stehen sah. 

Der zweite schlimmere Irrtum von Waitz 4 liegt darin, 
dass er die Stelle missverstanden hat, in der Arnpeck davon 
spricht, er habe den Regensburger Kanoniker Johannes Fager 
gekannt, »dum erat canonicus S. Andree montis FrisingcnsisV 
Waitz will hier bestreiten, dass Arnpeck seine Jugend in 
Freising zugebracht hat, und sagt: „Sed dicere videtur se, 
dum erat canonicus S. Andreae Frisingensis, id est c. a. 1490, 
Joannem Fager agnovisse." Arnpeck hat aber doch deutlich 
gesagt „erat" und nicht „eram". Als er, nämlich Fager, 
Kanonikus bei St. Andre war, kannte Arnpeck ihu; das war 
um 1450. 6 Arnpeck selbst war übrigens auch nie Kanoniker 
von St. Andre, sondern Pfarrer. 7 Das ist ein Unterschied. 

1 Mon. Germ, hist., SS. XXIV, 328, 48. 

1 Unten S. 893. 19 ff. 

3 Mon. Germ, hist., SS. XXIV, 315, 38. 

* A. a. O. S. 315, Anna. 5. 

6 Unten S. 266, 24. 

6 Vgl. oben S. VI. 

7 Vgl. oben S. XI. 

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— CXXIII - 

Sind also jene Einwände vollkommen hinfällig, so stört 
uns nichts in der Ueberzeugung, dass jene Fortsetzung des 
Traditionsbuches in der Wolfenbütteler Handschrift Veit 
Arnpeck zum Verfasser hat. Ich möchte sie und die Aende- 
rungen, die das Traditionsbuch in dieser Handschrift er- 
fahren hat, gewissermassen als eine erste Kedaktion von 
Arnpecks Bischofsgeschichte erachten. 

Denn dass auch jene Aenderungen der Tätigkeit Arn- 
pecks zuzuschreiben sind, liess sich unten bei der Quellen- 
untersuchung feststellen. Sie beruhen auf Quellen, die er 
auch sonst zu seiner Arbeit benutzte. Dass man daran zu 
denken braucht, als rührten sie von irgend einem Andern 
her, halte ich für tiberflüssig. Von den durch Arnpeck auch 
sonst ausgebeuteten Quellen lieferten zur Wolfenbütteler 
Abschrift des Traditionsbuches Zusätze und Aenderungen 
die „Fundatio Tegernseensis", 1 das „Cbronicon S. Stephani", 2 
die „Annales S. Stephani", 8 das „Defensorium canonisationis 
S. Leopoldi" des Franciscus de Pavinis, 4 die „Annales 
Schirenses" ; 5 dazu kommt noch eine Anzahl von wohl meist 
örtlichen Quellen, die sich nicht feststellen Hessen. 6 

Von den Fortsetzungen des Originals des Conradus 
Sacrista hat Arnpeck alle benutzt, die letzte vielleicht aus- 
genommen. Auch sie beginnt wie Arnpecks eigene Fort- 
setzung mit Bischof Berthold von Wäching 1381 und be- 
richtet in denselben Schriftzügen noch von dem am 21. Juli 
1495 erfolgten Begräbnis des Bischofs Sixtus von Tannberg. 
Den Abschnitt über den letzteren ausgenommen, zeigen sich 
in Arnpecks Text Beziehungen zu ihrem Wortlaut, so dass 
man vielleicht annehmen darf, dass sie Arnpeck vorlag, als 
jener Abschnitt noch nicht eingetragen war. Vielleicht aber 
gehen jene gleichlautenden Teile des Textes auf eine ge- 
meinsame Quelle zurück. Oder sollte umgekehrt jene Fort- 
setzung aus Arnpecks Text geschöpft haben? 

1 Vgl. unten S. 854, Anm. 4. 

1 Vgl. 8. 859, Anm. 3; 866, Anm. 2, 4 und 7 ; 868, Anm. 1 ; 885, 
Anm. 3 und 6 ; 886, Anm. 2 ; 887, Anm. 1 und 5. 

8 Vgl. S. 863, Anm 5; 864. Anm. 2 und 14; 865, Anm. 6; 870, 
Anm. 9; 871, Anm 2 und 3; 882, Anm. 3. 

* Vgl. oben 8 CV1I f.und unten 8. 876, Anm. 2. 

* Vgl. 8. 885, Anm. 3. 

8 Vgl. 8. 854, Anm. 5 und 11 ; 856, Anm. 4-7; 857, Anm. 4 und 5; 
859, Anm. 5 und 6; 860, Anm. 5 und 6; 861, Anm. 3—5; 862, Anm. 7—9; 
863, Anm. 1 ; 864, Anm. 4, 13, 14; 865, Anm. 6; 869, Anm. 1 und 2; 
870, Anm. 1 und 9; 871, Anm. 3, 5, 6; 883, Anm. 2; 885, Anm. 2; 886, 
Anna. 7 und 8 ; 887, Anm. 2 und 6; 888, Anm. 1, 2 und 4; 889. Anm. 
1 und 3 : 890, Anm. 1-5; 891, Anm. 1, 2, 4—6; 896, Anm. 3. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

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- CXXIV - 

Dass unserem Arnpeck neben dem Buche des Gonradus 
Sacrista auch noch die älteste Form des Freisinger Traditions- 
buches, der Kodex des Cozroh, zugänglich war, zeigt ein 
kleiner Abschnitt in der „Chronica Baioariorum." 1 

2. Arbeo, Vita S. Corbiniani (Vita S. Corb.). 
Vgl. oben S. XXXDI und unten S. 849, Anm. 1. 

8. Vita S. Maximiliani (Vita S. Max.). 
Vgl. oben S. XXXII. 

4. Otloh, Vita S. Bonifatii (Vita S. Bonif.). 
Vgl. oben S. XXXIII. 

5. Fundatio Tegernseensis (Fund. Teg.). 
Vgl. oben S. XXXIX. 

6. Chronicon S. Stephani (Chr. S. Steph.). 

Vgl. oben S. XXXXIII und unten S. 859, Anm. 1—4 usw. 

7. Annales S. Stephani (Ann. S. Steph.). 
Vgl. oben S. XXXXII und unten S. 863, 27 ff. 

8. Rahewinus, Gesta Friderici (Rahew., Gest. Frid.). 
Vgl. oben S. XXX. 

9. Conradi Schirensis Annales (Conr. Schir. Ann.). 
Vgl. oben S. XXXVII. 

10. Hermanni Altahensis Annales (Herrn. Alt.). 
Vgl. oben S. XXXIX und unten S. 885, Anm. 7. 

11. Andreas Ratisponensis, Chronica pontificum 
et imperatorum Romanorum (Andr.). 

Vgl. oben S. XXXXV und unten S. 891, 29. 

Oefter bemerken wir, dass Arnpeck die Inschriften 
von Grabsteinen benützt hat. 

Wo wir seine Quellen nicht nachzuweisen vermögen, 
hat er manche Nachricht aus ihm zugänglichen Urkunden 
geschöpft, manche durch mündliche Ueberlieferung erhalten. 

e) Bedeutung der Chronik. 

Veit Arnpecks „Liber de gestis episcoporum Frisin- 
gensium" ist die beste Schrift zur Geschichte des Bistums 

1 Vgl. unten S. 347, Anm. 3. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— cxxv — 

Freising zwischen Conradus Sacrista und Meichelbeck, eine 
gut gelungene Zusammenstellung des Wissenswertesten über 
die lange Reihe der Bischöfe, besonders vom Ende des 
14. Jahrhunderts an, ein Büchlein, von dem es zu bedauern 
ist, dass es nicht gedruckt wurde. Im Jahre 1529 ist des 
Freisinger Kanonikers und Vohburger Pfarrers Johannes 
Freiberger „Chronica episcoporum Frisingensis ecclesiae* 
zu Landshut im Druck erschienen, eine weit unter Arnpecks 
Werkchen stehende, dürftige Arbeit, die in der Hauptsache 
Arnpecks Text abgeschrieben hat. 1 Sie wurde in der Folge- 
zeit oft zitiert, wo eigentlich Arnpeck hätte genannt werden 
sollen. Des allzubescheidenen Veit Arnpeck nette Bischofs- 
chronik aber war schon zu Meichelbecks Zeit verschwunden, 
oder vielmehr sie fristete in einer einzigen schlechten Hand- 
schrift ein verschollenes Dasein. Möge die jetzige Ausgabe 
der Freisinger Geschichtsforschung neue Anregungen geben! 

El Der „Libellus de ftindationibus monasteriorum in 

Bavaria". 

Am Schlüsse des 29. Kapitels des 2. Buches seiner 
„Chronica Baioariorum a nach der Geschichte der Gründung 
des Klosters Tegernsee sagt Arnpeck: „Plura de hac fun- 
dacione si scire cupis, quere in libello, quem collegi de 
fundacionibus monasteriorum". 2 Er hat also ein Büchlein 
über die Gründungen von Klöstern gesammelt. An zwei 
anderen Stellen der gleichen Chronik erwähnt er anscheinend 
dieselbe Sammlung, ohne dabei zu sagen, dass sie von ihm 
stamme, aber wir erfahren dabei, dass es sich um Klöster 
in Bayern handelt. Am Schlüsse der Gründungsgeschichte 
von Kloster Benediktbeuern heisst es in der Chronik: „Plura 
si scire vis de cenobio Burensi, quere de fundacionibus 
monasteriorum in Bavaria in principioV Und am Schlüsse 
der Gründungsgeschichte von Wessobrunn bezw. nach der 
Erzählung von den sieben durch die Ungarn getöteten 
Märtyrern zu Wessobrunn findet sich der Hinweis: „Si quis 
autem scire desiderat epitaphium super sepulchrum pre- 

1 Freibergere schwerfällige Abhängigkeit zeigt sich besonders in 
der Tatsache, dass er den bei Arnpeck wohl nur infolge äusseren Ver- 
sehens (vielleicht nur des Abschreibers) nach Konrad III. eingereihten 
Binchof Gottfried (vgl. unten S. 887, 18 ff.) ebenfalls unrichtig so ein- 
schaltete. 

» Unten 8. 77, 28 ff. 

■ S. 67, 12 f. 



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byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— CXXVI — 

dictorum septem fratrum, querat in chronica Hungarorum 
vel de fundacione monasteriorum". 1 

Jenes Büchlein von Gründungsgeschichten bayerischer 
Klöster, das Arnpeck angeblich gesammelt hat, ist uns nicht 
erhalten. 

Ich habe in einer eigenen Untersuchung festgestellt, 2 
dass wir in zahlreichen Handschriften eine Sammlung von 
Gründungsgeschichten bayerischer Klöster besitzen, die ein 
Unbekannter um 1388 angelegt hat. Ich brauche hier nur 
mehr zu betonen, dass es ein reiner Irrtum war, wenn diese 
Sammlung von 1388 öfters als jenes angebliche Werk Veit 
Arnpecks betrachtet worden ist. Wir haben oben 8 schon 
gesehen, dass es Arnpeck in ausgedehntem Mass als Quelle 
gedient hat. 

Bader zitierte in seiner „Bavaria sancta" II, 164 einmal 
„Arenbekii Chron. Fundat. mon. p. 47", und zwar unmittelbar 
neben einem genauen Zitat aus Arnpecks „Chronica Baio- 
ariorum", deren Originalhandschrift er, wie oben S. XVIII f. 
dargelegt wurde, benützte. Er scheint also eine wirklich 
als Arnpecks Sammlung von Klostergründungsgeschichten 
bezeichnete Haudschrift gehabt zu haben. Von dem Gedanken 
ausgehend, dass auch Bader schou vielleicht eine der Hand- 
schriften der „Fundationes" von 1388 irrtümlich als Arnpecks 
Werk angesehen haben könnte, sah ich aber die sämtlichen 
Handschriften jener „Fundationes" durch und fand, dass Bader 
selbst es gewesen ist, der in einer der Handschriften der 
„Fundationes" von 1388 Arnpeck als den Verfasser bezeichnet 
und damit am meisten zur Verbreitung jenes Irrtums bei- 
getragen hat ! In dem aus Tegernsee stammenden Clm. 27164 
steht nämlich, sicher von seiner Hand: „Author est Vitus 
Arenbek", und daran schliesst sich eine Notiz über Unter- 
schiede zwischen dessen Angaben in der „Chronica Baio- 
ariorum" und seinen vermeintlichen „Fundationes", wobei 
die Blattzahlen des ja in Baders Händen befindlichen Auto- 
graphs der „Chronica Baioariorum" genannt sind. Auch 
die Seitenzahl des Zitates entspricht, nur hat Bader die 
gotische 5 von 45 für eine 7 angesehen. Also schon Bader 
hat irrtümlich die „Fundationes" von 1388 für Arnpecks 
Sammlung gehalten. 

• S. 81, 35 ff. 

• Neues Archiv XXIV, 671 ff. 

• S. XXXXIII ff. 

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— CXXVII — 

Wenn später Leibniz in seinen „SS. Brunsvicensia 
illustrantes tt l von Arnpeck sagte: „Eiusdem autoris collec- 
tanea quaedam in monasterio Bavariae Tegernseensi extare 
accepi a , so dürfte damit wahrscheinlich auch nichts anderes 
als Clin. 27164 gemeint gewesen sein, der eben jene Notiz 
Raders trug. 

Auch Bernhard Pez bekam den Tegernseer Kodex in 
die Hand 2 und glaubte dem Eintrag, der Veit Arnpeck als 
Verfasser bezeichnete. 

Wenn schliesslich Deutinger von der oben S. CXVI 
erwähnten Gründungsgeschichte von Weihenstephan glaubte, 
dass sie von Arnpeck verfasst sei und zu dessen Schrift 
„de fundationibus monasteriorum in Bavaria 44 gehöre, so kann 
man letztere Vermutung bestehen lassen, Arnpeck ist jedoch 
jedenfalls nicht der Verfasser; denn sie weist zu viele 
Abweichungen von den entsprechenden Angaben in dessen 
Freisinger Bischofsgeschichte auf. 

Meine Ueberzeugung geht dahin, dass es sich bei dem 
„Libellus de fundationibus monasteriorum in Bavaria", den 
Arnpeck gesammelt haben will, in der Hauptsache um eine 
Abschrift der „Fundationes tt von 1388 handelte, 8 denen 
Arnpeck vielleicht einzelne in ihnen fehlende Gründungs- 
geschichten und andere Stücke (wie das von ihm genannte 
Epitaphium der sieben Märtyrer von Wessobrunn 4 ) hinzu- 
gefügt hat. 

1 III, 24. 

1 Thes. Anecd. III, III, XXV. 

1 Die Gründungsgeschichte von Benediktbeuern, die als „in prin- 
cipio" in Arnpecks Sammlung stehend bezeichnet wird, nimmt in den 
„Fondationes" von 1388 die vierte Stelle ein. 

4 Vgl. unten S. 1013 Berichtigung zu 8. 82, Aum. 2. 



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byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



IV. Arnpeeks Leistung. 

Suchen wir zu einem zusammenfassenden Urteil über 
Veit Arnpeck und seine Werke zu gelangen, so müssen wir 
zunächst unterscheiden zwischen seiner Tätigkeit in der 
Benützung seiner Quellen und seinen Leistungen als zeit- 
genössischer Berichterstatter. Wie er dann als Schriftsteller 
überhaupt einzuschätzen ist, wird sich darnach ergeben. 

In welcher Weise die meisten mittelalterlichen Schrift- 
steller die Werke derjenigen, welche vorher auf dem gleichen 
Gebiete gearbeitet hatten, benutzten, wissen wir längst. 
Jeder schrieb von dem Andern ab, was ihm in seinen eigenen 
Kram passte, meist ohne des Andern Worte viel umzuändern 
oder dessen Namen zu nennen. Wir haben dafür heutzutage 
den Ausdruck Plagiat, das Mittelalter aber erblickte in dieser 
Arbeitsweise kaum etwas Unrechtes. Und auf solche Art 
entstand eine Kompilation um die andere. 

Auch Veit Arnpeck ist in der Hauptsache ein Kom- 
pilator. 1 Der von mir durchgeführte Quellennachweis zeigt, 
wie Arnpeck sich durchweg auf das Abschreiben der ihm 
für seinen Zweck zusagenden Stellen und Abschnitte be- 
schränkte und wie er sich selten die Mühe gab, den Stoffen, 
welche andere Schriftsteller ihm liefern mussten, wenigstens 
äusserlich eine neue Gestalt zu geben. 

Man kann sagen, dass er geradezu eine gewisse Fertig- 
keit im Exzerpieren zeigt. Sehr treffend erscheint daher 
schon Aventins Ausdruck: Arnpeck habe fünf Bücher von 
dem Herkommen der Bayern „zusammengeklaubt". ' 

Nur in seltenen Fällen unterwirft er die Mitteilungen 
seiner Gewährsmänner einer kritischen Prüfung. Am stärksten 
ist seine Kritiklosigkeit in der österreichischen Chronik, 

1 Es ist zu hart, wenn man ihn einen „bekannten Plagiator" 
nennt, wie es im „Sammler für Geschichte und Statistik von Tirol" II, 103 
geschehen ist. 

8 Aventinus, Sämtliche Werke V, 25,1. 

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- CXXIX - 

während sich in der bayerischen immerhin manchmal Regungen 
einer vorsichtigen Kritik oder wenigstens Zweifelsäusserungen 
zeigen. 

Wo er in einer späteren Quelle Textteile fand, welche 
diese Quelle aus einer älteren ihm selbst bekannten und 
von ihm sonst benützten Quelle entnommen hatte und wo 
ihm die Gleichheit des Wortlautes auffallen, er also das 
Verhältnis beider Quellen erkennen musste, 1 macht er sich 
keine Skrupel über dieses Verhältnis und entlehnt bald der 
einen, bald der andern Quelle, was ihm gutdünkt. Lieber 
benützt er in solchen Fällen die spätere Quelle, wo ihm 
der Text oft zwar in verschlechterter Form, aber bequemer 
und hauptsächlich bei deutschen Quellen der Sprachweise 
seiner Zeit sich nähernd zubereitet war. 

Wo sich überhaupt verschiedene Berichte über einen 
und denselben Punkt ihm darboten, führt er sie häufig 
nebeneinander an, ohne sich für einen zu entscheiden. Ein 
sehr bezeichnendes Beispiel dieser Art liefert uns sein Be- 
richt über den Landshuter Bürgeraufruhr vom Jahre 1410.* 
Drei verschiedene Erzählungen werden da dem Leser ge- 
boten ; der Schilderung des Landshuters Ulrich Füetrer 
schliesst sich diejenige des den Landshuter Vorgängen 
gleichzeitigen Andreas von Regensburg an ; dann fügt Arn- 
peck noch eine dritte bei, wieder eine Ortsüberlieferung, 
wie sie ihm selbst geläufig war. Ohne sich gegen die 
anderen Berichte ausdrücklich zu wenden, stellt er es in 
einer gewissen schlichten Bescheidenheit dem Leser anheim, 
aus den drei Berichten sich ein Urteil zu bilden. Für die • 
einfache Mitteilung der Erzählung in der Form, wie er sie 
wusste, neben den andern hat er die Geschichtsforschung 
sich sehr verpflichtet. 

Wo er sich zwischen zwei oder mehreren Ueber- 
lieferungen entscheidet, ist natürlich schwer festzustellen, 
ob er es wirklich aus inneren Gründen und gestützt auf 
kritische Untersuchung getan hat, oder ob er, vor die Wahl 
zwischen mehreren Nachrichten gestellt, nach der Bedeutung 
oder Schätzung des Gewährsmannes seine Wahl traf. 

Heftig ist er getadelt worden, weil er die Hypothese 
der Abstammung der Bayern von den keltischen Bojern 
allzu gläubig hingenommen und diese Ansicht in die bayerische 

1 Das« er es erkannte, beweist z. B. die von mir unten S. 134 
Anm. 2 gemachte Feststellung. 
* Unten S. 359, 4 ff. 

Quellen u. Erörterungwi N.F. III. alBfcr 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— cxxx - 

Geschichtsliteratur eingeführt habe. 1 Aber Arnpeck darf 
für die verhängnisvollen Folgen der Aufnahme jener falschen 
Ableitung nicht allein verantwortlich gemacht werden; der 
Tadel dürfte seine Nachfolger, die an jener Hypothese fest- 
hielten, in noch höherem Masse treffen. Arnpeck selbst 
war bei der Frage von der Abstammung der Bayern vor 
eine schwere Wahl gestellt. Auf der einen Seite fand er 
die Bojerhypothese in Enea Silvio's Europa 2 und in Hartmann 
Schedels Weltchronik, 3 auf der andern Seite lagen ihm die 
Geschichtswerke von Kremsmünster vor, 4 wo geschrieben 
stand: „Quidam itaque populi feroces amodo postdiluvium 
et confusionem linguarum ab Armenia venientes ipsam pro- 
vinciam intraverunt et incolis exclusis vel subactis inibi 
consederunt a nomine sui principis Barbari provinciam nun- 
cupantes." 5 

Bedenken wir die Schwierigkeit der Frage nach der 
Abstammung der Bayern und Erklärung ihres Namens, die 
noch heute immer wieder die Forscher beschäftigt, so werden 
wir Arnpeck nur Kecht geben können, wenn er bei seiner 
schwachen kritischen Befähigung sich einer selbständigen 
Vermutung begab und sich der Ansicht eines Andern an- 
schloss. Was Wunder aber, wenn er eine Ueberlieferung 
verwarf, die seinen Volksstamm bei seinem ersten geschicht- 
lichen Auftreten als eine wilde Horde erscheinen Hess. Sein 
Patriotismus, der den Satz prägte: „inter Germanos Baioarii 
ut eximium sidus ac candidissimus flos emicant ft , 6 konnte 
sich nicht zu jener Ansicht bequemen, die noch dazu recht 
# wenig gelehrt erschien. So stimmte er denn der durch 
Gelehrsamkeit blendenden Ableitung der Bayern von den 
Bojern zu, die den Blick in eine reiche geschichtliche Ver- 
gangenheit öffnete; brachten doch die Geschichtschreiber 
des Altertums zahlreiche Nachrichten von den Bojern. Was 
sollte die ungelehrte Ansicht des Eremsmünsterer Kloster- 
bruders zu bedeuten haben gegenüber der Autorität des 
gefeierten päpstlichen Humanisten, die noch dazu durch die 
neueste literarische Erscheinung, den Nürnberger Welt- 
chronikenband, gestützt wurde? Arnpeck blickt herab auf 

1 Vgl. ßiezler, Geschichte Baierns I, 12/13. 
» Vgl. unten 8. 21, Kap. 4. 

* Bl. XCVII. 

♦ Vgl. ö. 24, 1 ff. 

6 Loeerth, Die Geschichtsquellen von Kremsmünster, S. 47, auch 
Mon. Genn. hist., SS. XXV, 659. 
Unten S. 5, 36. 

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Jigitized üy KjfkJVglK. UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— CXXXI — 

die gemeinere Ueberlieferung; denn wie Geringschätzung 
klingt es heraus, wenn er nach Anführung der Stelle aus 
den Eremsmünsterer Quellen hinzusetzt: „Haec secundum 
communem vulgarem opinionem posui, sed prior opinio 
de Bois probabilior videtur." l 

Wenn auch an Arnpeck besonders in der Behandlung 
der ältesten Zeiten der Mangel an Kritik gerügt worden 
ist, so wird man hierin billigerweise manches nachsehen 
müssen. Er hätte seiner Zeit weit vorausgeeilt sein müssen, 
wenn er hier nicht die gleichen Fehler an sich trüge wie 
seine Zeitgenossen. Mag man auch an den bedeutenden 
Geistern, die der Humanismus bis dahin hervorgebracht 
hatte, hervorragende kritische Beanlagung rühmen, so be- 
steht doch die Tatsache, dass auch sie in vieler Hinsicht 
sich nicht vom Altüberlieferten freizumachen verstanden. 
Es ist Arnpeck sehr zum Verdienst anzurechnen, dass er 
sich für die Darstellung der ältesten Zeiten der bayerischen 
Geschichte nicht die Fabeleien Füetrers, bei dem die Phan- 
tasie des Dichters oft allzu weiten Spielraum gewann, an- 
geeignet, sondern dass er auf bessere Quellen zurückgegriffen 
hat. Eine kritische Vorsicht leitet ihn dabei, deren er sich 
wohl bewusst ist, wenn er z. B. sagt: „Quid autem in his 
veritatis sit, puto, quod nemo sciat, quia forte tunc temporis 
. . . nemo litteris posteris commendavit." 2 Im Anfange der 
Österreichischen Chronik hat er allerdings zu den schlimmsten 
Fabeln gegriffen. 

Dass Arnpeck nahezu kritiklos in allzu ausgedehntem 
Masse die Texte von Heiligenlegenden übernommen hat, 
hängt mit seiner Eigenschaft als Geistlicher zusammen. 
Für manche Zeiträume boten sich ihm keine anderen Quellen 
als diese, aber an ihnen Kritik zu üben, dazu war ihm ihr 
Inhalt zu ehrwürdig und zu geheiligt. 

Im Eifer des Abschreibens übernimmt er nicht selten 
Ausdrücke und Angaben, die zeitlich nicht mehr passen 
oder örtlich hätten geändert werden müssen. 3 Stilistische 
Schwerfälligkeiten und Fehler finden sich bei dieser Arbeits- 
weise in Menge. 

Kegellos und sprungweise werden einer Quelle die 
Auszüge entnommen und oft unverbunden aneinandergereiht, 

1 Unten S. 24,13. 

• 8. 25, 1 ff. 

* Vgl. z. B. unten S. 23, Anm. 3; 86, Anm. 1; 115, Anm. 2; 138, 
Anm. 1 ; 141, Anm. 1 und 2 ; 177, Anm. 3 ; 238, Anm. 2. 

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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



by LiOOQlC 



— CXXXII — 

ohne dass auf die Herstellung eines geordneten Zusammen- 
hangs Bedacht genommen ist. Zahlreiche Widersprüche, 
die durch die rein äusserliche Aneinanderreihung von Stücken 
aus verschiedenen Quellen entstehen, 1 bleiben ungelöst Es 
erschien in dieser Ausgabe, von einigen besonderen Fällen 
abgesehen, unnötig, auf solche Widersprüche im einzelnen 
aufmerksam zu machen, da mit der sicheren Feststellung 
der Quelle die kritische Lösung etwa auftauchender Fragen 
an die Hand gegeben ist. 

Wo Arnpeck, wie bei der älteren Geschichte der Grafen 
von Scheyern, versucht in seiner Darstellung über die ihm 
unzulänglich erscheinende seiner Vorgänger 2 hinauszukommen, 
wo er verwirrte Fäden zu lösen sucht, ist seine Hand nicht 
geschickt genug, und er bringt nur noch mehr Verwirrung 
in die genealogische und chronologische Ueberlieferung. 

Wir sind angenehm berührt, wenn wir den Chronisten 
seinen gewöhnlichen berichtenden Stil verlassen und Be- 
trachtungen über den Gang der Ereignisse anstellen sehen, 
weil wir ihm damit persönlich näherzukommen meinen. Wir 
haben ein Interesse daran, sein eigenes Denken und Fühlen 
kennen zu lernen. Arnpeck gibt uns leider wenig Gelegenheit 
dazu, da er zu seinen Betrachtungen sich unselbständiger- 
weise auch wieder meistens fremde Worte erborgt. 8 

Wenn der Kompilator Arnpeck bezeichnenderweise auch 
die Werke des Humanismus in der gleichen Weise ver- 
arbeitet wie diejenigen der vorhergehenden Zeit, so erkennt 
man, dass er vom Hauche des neuen Geistes recht wenig 
verspürt hat. Sein Versuch, die geschichtlichen Kapitel 
durch geographisch-antiquarische Abschnitte zu beleben, 
ahmte die humanistischen Vorbilder Enea Silvios und Hartmann 
Schedels nach, aber während jene auf Grund von Selbst- 
schau ansprechende Schilderungen bringen, bleibt dem wenig 
gereisten Arnpeck in seiner Unfähigkeit, sich von seinen 
Quellen unabhängig zu machen, fast nichts übrig als jene 
abzuschreiben : nur die Beschreibung der heimischen Städte 

1 Vgl. z. ß. die doppelte Schilderung der Schlacht bei Mühldorf 
S. 781, 28 ff. und S. 783, 1 ff. 

* Vgl. S 190,7: „Quoniam quidem antecessores noetri satis con- 
fuse hec descripserunt. . ." 

* Vgl. die Klagen, die er sich aus des schwarzseherischen Otto 
von Freising Chronik geholt hat, im Schlusskapitel des zweiten Buches 
(S.90,4 und 20 ff.), in jenem des dritten Buches (S. 121,31 ff.) und in der 
„Exclamatio" S. 392, 6 ff 

{~*f\ni"»l ■'' Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— cxxxin — 

Landshut und Freising hat er selbst zu gestalten gewusst 
(letztere auch wieder nur teilweise). 

Wo die Ueberlieferung versagte, hat Arnpeck im Gegen- 
satze zu anderen Chronisten seiner Zeit in immerhin ver- 
dienstvoller Weise darauf verzichtet, Lücken im Zusammen- 
bang durch eigene willkürliche Erfindungen und Erdichtungen 
auszufüllen. Was Andreas von Kegensburg stolz-bescheiden 
von sich sagte: „adversarius veritatis vinci non poteroV 
gilt auch für Arnpeck. Man kann ihm nie eine absicht- 
liche Unterdrückung von Tatsachen vorwerfen; wo man 
Berichte über Ereignisse vermisst, liegt unverschuldeter 
Mangel oder unabsichtliche Unvollständigkeit vor. Gerade 
die Schwäche, mit der er seinen Quellen unterlag, bringt 
für die Nachwelt einen gewissen Vorteil. Ergibt sich doch 
daraus die Zuversicht, dass er da, wo die Quellen nicht 
mehr vorhanden sind, kaum viel an den aus ihnen entlehnten 
Stellen geändert haben wird. 

In seinen selbständigen Mitteilungen erscheint Arnpeck 
als ein nüchterner Kopf, dem historischer Sinn zu eigen 
gewesen ist. In knapper Ausdrucksweise, an der man eine 
gewisse Schulung durch die benützten guten Quellen erkennt, 
schreibt er seine Texte. Seine Berichte sind beschränkt 
durch die gesellschaftlichen Grenzen, in denen sein Leben 
sich bewegte. Er war kein schöpferisch gestaltender Geist, 
wi e es so viele gab in der Zeit, in der er lebte. Der ein- 
fache Geistliche, der dem Getriebe der hohen Politik fern 
stand, der in den engen Weichbilden seiner Aufenthaltsorte 
Freising und Landshut nicht viele bedeutende Ereignisse 
schaute, reihte in seiner Chronik wichtige und unwichtige 
Dinge aneinander. Jedes öffentliche Vorkommnis, ganz gleich 
ob eine Feuersbrunst oder ein geschichtlicher Vorgang ersten 
Hanges, wurde in das bunte Bilderbuch der Chronik ein- 
getragen. 

Wo es sieb um Nachrichten über politische Gescheh- 
nisse handelt, wird man Arnpeck immer mit Vorsicht be- 
nützen müssen. Er hatte persönlich nie Gelegenheit, Ein- 
blick in politische Verhandlungen zu bekommen oder in 
Wirkung befindlichen urkundlichen Stoff verwenden zu können, 
ausser Stücke, die zur Veröffentlichung bestimmt waren. 
Politische Ereignisse erscheinen bei ihm nur im Spiegel 
der öffentlichen Meinung. Während selbst ein Andreas 

1 Sämtliche Werke S. 4, 15. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



byd 



— CXXXIV — 

von Regensburg Bekanntschaften mit hochgestellten Per- 
sönlichkeiten hatte, die ihm für seine Zeitberichte nützlich 
waren, entbehrt Arnpeck solcher, wenigstens beruft er sich 
nie auf einen Gewährsmann dieser Art. Er stand in keinem 
Verhältnisse zu den bayerischen, geschweige denn zu anderen 
Fürsten und Fürstenhöfen. Seine Chroniken entbehren völlig 
der offiziellen Eigenschaft; die Widmung der „Chronica 
Baioariorum a an Bischof Sixtus von Tannberg dürfte nur 
auf Beweggründe der Höflichkeit und Dankbarkeit zurück- 
zuführen sein. Bei dem beschränkten Baum, in welchem 
seine Person zur Geltung kommen konnte, ist sein schrift- 
stellerisches Wollen und Können aller Anerkennung wert. 

Der Umstand, dass Arnpeck kein offizieller Hofhistorio- 
graph war, bringt es mit sich, dass er in einer gewissen 
Freimütigkeit die Eigenschaften der bayerischen Fürsten 
kennzeichnete, und gerade diese Ueberlieferung, welche die 
Meinung weiter Volkskreise der damaligen Zeit wiedergibt, 
ist uns wertvoll. Bemerkenswert ist dabei, dass Arnpeck 
den verschiedenen bayerischen Höfen zu München, Landshut 
und Ingolstadt gegenüber einen Standpunkt einnimmt, den 
man als eigenartig „freisingisch* bezeichnen muss, den 
Standpunkt der klerikalen Kreise des Freisinger Domberges. 

Dass Arnpeck überhaupt sein geistliches Gewand nicht 
verleugnet, hat man bei der Beurteilung seiner .Nachrichten 
stets zu berücksichtigen, ohne dass man es ihm zum Vor- 
wurf machen darf. 

Warme Heimatliebe beseelt ihn. Bayern, seine „nativa 
patria" l erscheint ihm unter den Ländern Deutschlands 
wie „die Rose unter den Blumen". 2 Was nur immer in 
seinen Quellen zu Bayerns Lob gesagt ist, trägt er zu- 
sammen. Manche Sage und Ueberlieferung aus dem Volke 
hat er schriftlich festgehalten, die bis dahin sich wohl nur 
mündlich fortgepflanzt hatte. Wo er Dinge schildert, die 
sich in seiner engeren Heimat in Freising oder Landshut 
ereigneten, ist er von grosser Glaubwürdigkeit, wobei man 
nur immer zu bedenken hat, dass er eben ein Chronist ist, 
der nicht auf Grund von Akten und Urkunden arbeitete, 
sondern nach dem äusseren Eindrucke schrieb, so wie im 
Volke die Nachrichten erzählt, verbreitet und aufgefasst 
wurden. Ein Vergleich von Arnpecks Nachrichten zur Lands- 

1 S. 6, 33. 

* S. 4, 22 ; vgl. auch den oben S. CXXX angefahrten Ausspruch 
über die Bayern S. 5, 36. 



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— cxxxv — 

huter Stadtgeschichte mit den Notizen des Stadtschreibers 
Vetter in der Landshuter Ratschronik * lässt meist Arnpecks 
genaueren Nachrichten den Vorzug geben, mag auch mancher 
Fehler vorhanden sein. Wenn man 2 Arnpeck getadelt hat, 
dass er, obwohl zu Landshut wohnhaft, nicht die dort ver- 
wahrten Urkundenschätze eingesehen und aus diesen Quellen 
geschöpft habe, so ist das von einem Chronisten am Ende 
des 15. Jahrhunderts wahrlich zu viel verlangt. Hat Arn- 
peck auch zu verschiedenen Malen Urkundentexte seinen 
Werken einverleibt, so hat er doch von einer Kritik der 
Urkunden noch keine Ahnung; er glaubt noch fest an die 
Echtheit von Cäsars und Neros Diplomen für die Ostmark. 8 
Für die Ausarbeitung der eigenen Zeitgeschichte Urkunden 
zur Grundlage zu nehmen, kam ihm nicht in den Sinn. Er 
ist eben kein „historischer Schriftsteller", als welcher er 
mit modernerem Masstabe gemessen wurde, 4 sondern, an 
demUebergang des absterbenden Mittelalters zur beginnenden 
Neuzeit stehend, ist er zwar im einzelnen schon berührt 
von dem Geiste des Fortschritts, aber im grossen und ganzen 
erscheint er noch als ein mittelalterlicher Chronist. 

1 Aasgabe von Heigel in den Chroniken der deutschen Städte 
XV, 245 ff. 

* Fessmair, Stephan der Aeltere, S. 41. 
» Vgl. unten 8. 717. 
4 Von Fessmair a. a. O. 



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Chronica Baioariorum. 



Quellen n. Erörterungen N F. III. 1 

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[F. 1] Prologus in cronicam Baioariorum. 
Reverendissimo in Christo patri et domino, domino Cf- M. 

/"TL, * J 1 

Sixto a dei et apostolice sedis gratia Frisingensis ecclesie urman - 
episcopo dignissimo, domino suo vere gratiosissimo, obedien- 
äciam tarn debitam quam condignam cum humilima valde 
recommendacione. Quoniam quidem , quod caret alterna 
requie, durabile esse non poterit, hinc est, quod post 
pastoralis eure solicitudinem, ut animus exinde humanus 
exhilaretur ac recrearetur, expedit vetustorum perlegere 

lOhistorias. Ad quas posteris imprimendas propheta regius 
psalmo 77. nos hortatur inquiens: Quanta et quam magna p s . 77. 
ac mirifica mandavit patribus noetris nota facere filiis suis , id est 
posteris, ut cognoscat generacio altera, id est christiana, quam 
de gentibus constat esse electam, filü christiani, qui nascentur 

15 et qui exurgent, per clariorem noticiam narrabunt filiis suis posteris 
usque in finem seculi. Qui psalmus assimilatur orto diversis 
generibus arborum et herbarum consito, in quo suavia 
pomorum delectamina coluntur et diversi flores de odiferis 
herbis colliguntur. Hie ortus non incongrue similitudinarie 

20Germanie provincie equiparatur, que multas provincias seu 
regiones tanquam diversas fruetigeras arbores continet. Inter 
quas Baioaria ut rosa inter flores eminet. [F. V] Terra Taeüus, 
autem ipsa teste Caio Cornelio Tacito equite Romano satis Oerm. 5. 
ferax, arborum frugiferarum impaciens, pecorum feeunda, sed plerumque 

25 improcera *, eaque sola gratissime opes sunt. Argentum et aurum pro- 
pieiine an irati dii negaverint, dubito. Sed de corporum qualitate 

* Sixtus tann[berger] Xistus Aventinus am Rand der Hs. 

1 Michael Oristan, Kaplan von Bernrain bei Konstant, beginnt 
die an Bischof Otto von Konstant (1475 — 1491) gerichtete, von Arnpeck unten 

30 ausgeschriebene Widmung seiner Ausgabe der „Europa** des E?iea Silvio 
(Memmingen, Albert Kunne , ohne Jahr) mit den Worten : Reveren- 
dissimo in Cristo patri et domino, domino Ottoni dei gratia episcopo 
Constantiensi . . . Michael Cristan • . . sese commendat. Perlustranti 
mihi ujsm. wie unten S. 5, Z. 26. 

35 * Tacitus fährt hier fort: Ne armentis quidem suus honor aut 

gloria frontis : numero gaudent, eaeque solae et gratissimae opes sunt. 

1* 



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— 4 — 
4- idem subdit, quod hominibus huius terre sint truces et oerulei 

oculi, rutile come, magna corpora ad impetum valida, laboris atque 

operum i m paciencia 1 minimeque sitim estumque tollerare frigoraque 

0. atque« inediam celo solove assueverunt. Deorum *> maxime Mercurium 

colunt. Herculem et Martern conceesis c animaUbus placant Lucoa 5 
10. et nemora eonsecrant, auspicia sortesque maxime observant. Hec ille. 
In cuius rei testimonium capella B.Marie virginis in Veteri 
Otinga*, que modo crebri populorum concursu visitatur, olim 
in nemore sita densissimo deo Mercurio 3 consecrata fertur, 
quam Carolus Magnus in obsidione civitatis Quadrate 4 , ut 10 
quidam 5 opinantur , in honore B. Marie virginis consecrari 
fecit. Predictum autem poetam Cornelium sicut et Stra- 
bonem sub Octaviano ac Tiberio d Augustis tempore genti- 
Schedel litatis floruisse certum est. Sane 7 veteres temporum gcriptores 
CCLXVII" parcisaime de Germania locuti sunt, ac si ea provincia extra orbem 15 
iaceret, et somniantes quodammodo [F. 2] res germanica^ attigerunt. 
Nam 8i legamus vetusta tempora, inveniemus Germanos olim ritu vixisse 
barbarico, vestibus usos laeeris, venacioni tantum et agrorum culture 
dedisse operam, feroces quidem h online« et belli appetentes, aed argen ti 
prorsus inopes, quibus quippe nee vini usus erat olim temporum. 20 
Nunc in ea nobilissimas urbes splendidissimasque, ditissima templa, 
opulentissimos prineipes ac prelatos conspieimus. Gerte non videmus 
provinciam esse, que computatis omnibus Germaniam superet. Quodsi 
resurgeret aliquis illorum Theutonum, qui tempore Julii Cesaris vixit, 
Germaniam pe ragrare t, profecto diceret non esse terra m, quam olim 25 
viderat, negaretque suam esse patriam, cum vinearum et arborum frueti- 
ferarum consieiones, vestitus hominum, urbanitatem civium, splendorem 
urbium tantamque nitidam policiam apud Germanos contueretur. Verum 
hanc mutacionem quis fecit nisi religio Christi ? Cultus quippe Christiane 
religionis a Germanis omnem barbariem expulit* atque ita ezpolivit f ut30 
iam Greci ipsi barbari, Germani autem recte Latini appellari mereantur. 

a aque Hs. b Aventinus am Rand : Duisburg, c concissis Hs. 
d Tibero Hs. e Am Rand von einer Hand des 17. Jahrhunderts : Ooncordat 
cum dictis Pii 2. 

1 Taeitus sagt: non eadem patientia. 35 

* Vgl. über die Geschichte der Heiligen Kapelle in Altötting die 
Kunstdenkmale des Königreiches Bayern, Bd. 1 (Lief. 23), S. 2379 ff 

8 Diese Sage tritt hier zum erstenmal auf; hiernach sind Kunst- 
denhnale S. 2382 xu ergänzen. 

4 Regensburg. 40 

6 Darunter sind wahrscheinlich die auch sonst benutzten Oesta 
Caroli Magni der Regensburger Schottenlegende zu verstehen, welche die 
Gründung der Heiligen Kapelle in Altötting Karl dem Grossen bei Ge- 
legenheit des Zuges gegen Regensburg zuschreiben; vgl. die Ausgabe der 
Gesta von Dürrwächter S. 157. Von der Weihe an die hl. Maria sagen 45 
die Gesta allerditigs nichts, sondern: in honore saneti nominis dei. 

• Hartmann Schedel, Liber chronicarum {Weltchronik). Lateinische 
Ausgabe, gedruckt 1493 von Anton Koberger in Nürnberg. 

7 Schedels Quelle für den ersten folgenden Satz ist die Europa des 
Enea Silvio (Memminger Druck Blatt f 1) , die auch Arnpeek selbst an 50 
anderen Stellen hier nicht) ausschrieb. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 5 — 

Sive igitur nova conaideranti seu vetera mente repetenti nulla pericior, 
du IIa ardencior inter omnes naciones, quas hello ydoneas iudicant, 
germanica videtur. Germanis enün equi, [F. 2* ] arma et pecunie sunt a , 
et ubi tot clarissimi principes, tot generoßi proceres, tot fortissimi equites, 
5 tot potentes civitatee, tot divicie, tot auri, tot argenti, tot ferri minere? 
Dbi tanti populi multitudo, tanta iuventus, tan tum animi, tan tum 
roboris? Magni igitur, bellicosi et fortissimi deoque accepti Germani 
sunt, quibus adeo fines extendisse licuit et super oinnes mortales Romane 
potencie datum fuit obsistere. Nam terrarum ille calcator omnium et 

10 orbis domitor Julius Cesar quamvis subactis Gallis sepe Rhenum trans- 
iverit resque roaximas in Germania gesserit, bellicosam tarnen et asperam 
Suevorum gentem dimisit indomitam. Augustus Octavianus, cui et 
Parthorum et Indorum reges munera miserunt, qui unus omnium Ro- 
manorum fortunatissimus creditus est, ille, inquam, ielicissimus imperator 

15 nullibi unquam b nisi apud Germanos succubuit. Nam Lollianam et 
Yarrianam cladem in Germania perpessus est, Lollianam maioris infamie 
quam detrimenti, Varrianam pene exitialem tribus legionibus cum duce, 
legatis et auxiliis omnibus cesis. Longum esset recensere, quo« intulerunt 
reipublice molestias Germani. Qui etsi Romanorum fortune aliquando 

20 cesserunt, postea tarnen et ipsi de Romanis, [F. 3] de Gallis, de Hispanis, 
de Hungaris deque aüis di vereis gentibus sepenumero triumpharunt. 
NecRomani,cum rerum potirentur, res magnas sine Germanis auxiliantibua 
peregerunt, quorum tanta in bello yirtus, tanta in domo fides fuit, ut 
cesarei corporis custos fcohors c] ex Germanis potissime legeretur. 

25 Nimiium perlustranti mihi, colendissime presul, eos, qui de M* Oristan. 

cosmographia scripserunt, Ptbolomeum, Strabonem, Plinium, Mellam, 
Diodorum Siculum, Dyonisium Alexandrinum, Solinum et ceteros pleros- 
que buius rei scios, nemo umquam articulacius, tanta copia et familiaritate 
Europam absolvisse videtur quam Eneas Silvius, quem sacer senatus 

30 cardinalium patrem patrie constituens Pium II. appellavit. Is eas pro- 
▼incias Europe, que ab omnibus cosmographis negligenter vel incuria 
vel inscitia <* preterite fuerunt, sie argute, copiose et ornate cum insertione 
rerum gestarum nostre memorie descripsit, ut, si hü, quos supra nominavi, 
reviviscerent, palmam, credo, sibi darent. Attamen paruni de Baioaria 

35 seu Norico suisque prineipibus inseruit , cum tarnen inter 
Germanos Baioarii ut eximiura sidus ac candidissimus flos 

emicailt. Quam longa et lata sit Baioarie provincia l , quam religio8a, Schedel 
quam verax, quam iusto, quam promissi tenax, quam fortis et experta CCLX VII. 
milicia, [F. 3'] quantus ecclesiarum omatus, quanta cleri gloria, quanta 
40 prineipum magnificencia, quantus splendor urbium, que celi facies, que 
terre ubertas, magis admirari quam recensere valeo; nee ager frigidus 2 

« Aventinus am Rand : Aeneas Sylvius. b quam Hs. c fehlt Hs. 
* inscia Hs. 

1 Die Quelle hat dafür: germanica natio. 

45 * Hier hat A. eine Stelle der Chtonik von Kremsmünster (S. 86) 

im Auge, wo es heisst: Terra vero, quam incolunt, Noricus est vocata, 
seeundum Isidorum ab agro frigido, quasi nocens eultoribus, dum steriles 
affert fruges. Diese Stelle ist auch von Ebran 33 benutzt. Isidorus sagt 
in Buch IX, Kap. 2 der Etymologiae: Germaniae gentes . . . nationes 

50 saeriasimis duratae frigoribus. Eine Etymologie von Noricus, icic man 
nach dem Kremsmünsterer Texte meinen könnte^ findet sich nicht bei ihm. 



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— 6 — 

ut olim, sed omnium temporalium copia ibi modo exuberat. 
Ut igitur plura de eisdem principibus in lucem dentur, 

M. Oristan. hunc libellum collegi et, quoad potui, solerter examinavi atque sie 
limatum paternitati vestre reverendiflöime dico et offero tamquam ei, 
quam bcio huic opusculo plurimum affici, eo quod in ipso preclara5 
prineipum Noricorum facinora et gesta contineaDtur. 

Datum in opido Landshut Frisingensis diocesis anno 
Christi 1495. prima die mensis Januarii sub sanetissimo in 
Christo patre et domino, domino Alexandro VI. Romano 
pontifice, et Maximiliano Romanorum rege gloriosissimo. 10 

Vitus Ärnpekch presbyter capellanus minimus vestre 
reverendissime paternitatis, quam altissimus in evum 
conservet. 

Incipit prologus in sequentem librum. 

Cf. Andreas Porro teste Isidoro quinto ethimologiarum chronica 15 

ö06 ' grece dicitur, que latine temporum series appellatur, qualem 
apud Grecos Eusebius Cesariensis edidit et Hieronimus in 
latinam linguam convertit, apud nos vero Augustinus, 
Orosius, quinymmo Otto Frisingensis episcopus clarissimus, 
non futilis autor, ut ait Eneas, postremo . . . abbas^ü 
Urspergensis ordinis Premonstratensium, Vincentius Gallus 
ordinis predicatorum et Gotfridus Viterbiensis presul hn- 
perialisque aule Hainrici VII. capellanus [F. 4] ac fratres 
ordinis Benedicti Hermannus et Martinus et quam plures alii. 
Qui omnes tempora regum ac imperatorum Romanorum 25 
pariterque summorum pontificum eliganti comptoque stilo 
disertissime deflorarunt. Nullusque vero predictorum nee 
quisquam alius preter fratrem Andream canonicum regulärem 
ordinis S. Augustini apud S. Magnum in preurbio Ratispone 

And*easü06. Bavarie prineipum tempora desudavit. Chronos namque grece 30 

latine tempns interpretatur. Chronica siquidem Bavarorum seu 
et Noricorum ad dei gloriam et dictorum prineipum laudem 
ac vestre paternitatis reverendissime solacium nativeque 
patrie honorem deo altissimo donante descripturus, que 
memoria digna hactenus indagare, legere ab expertisque 36 
perscrutari solerti, qua potui, cura, licet incompto sirapii- 
cissimoque stilo huic opusculo inserui. Quod divina exorsus 
cooperante gratia in quinque partiales libros distinxi. 

1 Andreas von Regensburg, Sämtliche Werke, hsg. von Leidinger. 
Quellen und Erörterungen zur bayer und deutschen Geschichte, Neue iO 
Folge, Bd. L 



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— 7 — 

Divisio operis. 

Primus liber Baioariorum originem et servitutem quoad 

Romanos sub nubilosis temporibus quasi somniando usque 

ad Theodonem ducem conti net. 

5 Secundus über ab eodem Theodone, sub quo servitus 

cessavit et post quem proprios principes Baioaria usque in 

presenciarum babuit, usque ad Carolum Magnum protenditur. 

Tercius a dicto Carolo, per quem Franci [F. 4'J in- 

troducti sunt, usque ad ducem Hainricum fratrem Ottonis 

10 Magni. 

Quartus ab eodem Heinrico, sub quo Saxones, deinde 

Suevi ac Australes introierunt, usque ad Ottonem Schirensem. 

Quintus liber a prefato Ottone comite palatino de Witels- 

pach usque in presentem diem, a quo omnes Bavarie duces 

15 ac comites palatini Rheni originem traxerunt. 

Explicit distinccio. 

Sequitur huius opusculi registrum. 
Incipiunt capitula primi libri. 

Cap. 1. De provinciis, episcopatibus in Baioaria existentibus 
20 et terminis eius. 

Cap. 2. DeDanubio et fluviis, quos in se recipit in Baioaria 
idem Danubius. 

Cap. 3. De silva Hircinia. 

Cap. 4. De Baioarie situ et populis ac diversa fortuna 
25 seu valitudine. 

Cap. 5. De Norico duce, a quo regio Noricus dicta est. 

Cap. 6. De populi Baioariorum origine. 

Cap. 7. De Boemundo duce Baioarie a Julio Cesare subacto 
et diversis preliis. 
30 Cap. 8. De Maguntia. 

Cap. 9. De civitate Augusta. 

Cap. 10. De fuga Theodonis ducis. 

Cap. 11. De Ratispona metropol i Baioarie. 

Cap. 12. [F. 5] De Nuremberga. 
35 Cap. 13. De Romanorum preside in Baioaria Fabiano et 
de diversis populi norici affliccionibus. 

Cap. 14. De Christiane fidei primeva origine in Baioaria. 

Cap. 15. De preside Philippo. 

Cap. 16. De Aquilegia civitate. 
40 Cap. 17. De Eiulasio et S. Maximiliano. 

Cap. 18. De Laureaco. 



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— 8 — 

C a p. 19. De preside Aquilino, sub quo S. Florianus, et de 
iudice Gaio, sub quo S. Affra cum suis puellis passi sunt. 

C a p. 20. De Adalgero duce Baioarie et de Detrico preside 
Germanie. 

Cap. 21. De S. Severino confessore et termino libri. ö 

Explicit liber primus chronice Baioariorum. 
Sequitur liber secundus. 

Cap. 1. De reditu ducis Theodonis eiectis Romanis, post 

quem Baioaria principes habere usque hodie non desiit. 
Cap. 2. De ducibus Baioarie Udone et Teodebaldo acio 

Garibaldo regeque Tassilone. 
Cap. 3. De Garibaldo rege Baioarie et de nupciis eius filie 
Teodelinde regine Longobardorum et secundis nupciis eius. 
Cap. 4. Forma epistole B. Gregorii pape ad reginam 

Teodelindam. 15 

Cap. 5. [F. 5'J Forma epistole B. Gregorii pape ad regem 

Longobardorum Agilulfum. 
Cap. 6. Agilulf us rex suasu Theodelinde fidem Christi suscepit. 
Cap. 7. De Tassilone eiecto iterato rege Baioarie ordinato 

post regem Garibaldum et de duce Grimoaldo. 20 

Cap. 8. De Theodone duce Baioarie a S. Ruperto baptisato 

et eodem sancto. 
Cap. 9. De Salczeburga metropoli Baioarie. 
Cap. 10. De obitu Theodonis et de filio eius duce Theode- 

berto ac quedam de S. Ruperto. 25 

Cap. 11. De Theodone duce, sub quo S. Emmerammus 

episcopus passus est, et de eius passione. 
Cap. 12. De duce Noricorum Theodone, qui S. Corbinianum 

episcopum legatum suscepit in Norico. 
Cap. 13. De filio eius Theobaldo et ipsius matrimonio. 30 
Cap. 14. De fratre eiusdem Grimoaldo, qui S. Corbinianum 

in Frisingam locavit. 
Cap. 15. übi vir dei Corbinianus, dum Maiense castrum 

intravit, captus est. 
Cap. 16. De Pilidruda vidua Theobaldi a duce Grimoaldo 35 

per admonicionem B. Corbiniani separata. 
Cap. 17. De Cainnina iuxta Maies in Merania empta et 

S. Marie in Frisinga tradita. 
Cap. 18. De Frisinga et ordine episcoporum et reliquiis 

sanctorum ac situ civitatis. 40 

Cap. 19. [F.6J Quomodo increpavit B. Corbinianus ducem 

Grimoaldum propter benedictum panem cani datum. 

n- «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 9 — 

Cap. 20. De muliere malefica manibus episcopi cesa, et qua- 

literNino per Pilidrude consilium episcopum voluit occidere. 
Cap. 21. Qualiter insidias loci mutacione declinavit et de 

vindicta subsecuta. 
5 Cap. 22. De Hugberto duce Baioarie, qui S. Corbinianum 

de montanis revocavit. 
Cap. 23. De Otilone* duce Baioarie et de fundacionibus 

monasteriorum Burensis, Slecbdorf et Altachensis inferioris. 
Cap. 24. De maiore domus Francorum. 
1( >Cap. 25. De S. Bonifacio. 

Cap. 26. De divisione episcopatuum in Baioaria. 

Cap. 27. Decretum Carolomanni maioris doraus et natu de 

Christiane religionis reformacione et raorte S. Bonifacii. 
Cap. 28. De S. Wilibaldo episcopo Eistetensi et S. Walpurga. 
15 Ca p. 29. De fundatoribus ac fundacione nionasterii Tegernsee 

et reliquiis sanctorum ac aliis fundacionibus eorundem. 
Cap. 30. De Utilone duce, ubi dimissum est, et de S. Vir- 

gilio b episcopo et sociis eius ac de morte et sepultura 

dicti ducis. 
20 Ca p. 31. De S. Erhardo Ardinacensi episcopo et de Alberto 

Caselensi archiepiscopo et de inferiori monasterio Ratispone. 
Cap. 32. De Tassilone duce Baioarie. 
Cap. 33. [F. &] De fundacione cenobii Wessesprunn. 
Cap. 34. De Veteri Ötinga. 
25 Cap. 35. De pluribus fundacionibus Tassilonis. 
Cap. 36. De fundacione cenobii Krembsmünstrensis. 
Cap. 37. De gestis ac detonsione Tassilonis. 
Cap. 38. De morte eius. 

Cap. 39. Exclamacio contra rerum mutabilitates et terminus 
30 übri. 

Expiiciunt secundi Iibri huius operis capitula. 

Sequitur registrum super capitulis tercii libri. 

Cap. 1. c [F. 7] De bello regis Caroli Magni apud civitatem 
Quadratara contra infideles d . 

35 * Aventinus am Band: Utilo. b Aventinus am Rand: Vergilio. 

c Hier folgt auf F. 7 oben der Rest eines früheren Inhaltsverzeichnisses 
(vgl* die Einleitung) : 

De S. Virgilio episcopo XXXV 

De Thassilone duce Baioarie XXXVI 
40 De nativitate eine et linea XXXVII 

De eius fundacionibus XXXVIII 

De finali bona conversacione eius et morte ultimum. 

Explicit secundus. Incipiunt capitula libri tercii. 
Mit Ausnahme der letxten Zeile durchstrichen . d Aventinus am Rand : f abu la. 

n Pnnnl " Original from 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 10 — 

Cap. 2. De secundo eius bello apud Ratisponam. 

Cap. 3. Qualiter rex Carolus subactam Baioariam per pre- 

sides rexerit et superiorem Pannoniam Austriam voeaverit. 
Cap. 4. De Lothario rege Bavarorum nepote Caroli. 
Cap. 5. De Ludovico Pio imperatore, filio Caroli, reges 

Bavarorum. 
Cap. 6. De filio eius rege Bavarorum Ludovico orientalis 

Francie. 
Cap. 7. De bello trium fratrum et divisione hereditatis. 
Cap. 8. De Carolomanno rege Bavarorum, filio Ludovici 10 

regis orientalis Francie. 
Cap. 9. De Ludovico fratre eius, rege orientalis Francie 

et postea rege Bavarie. 
Cap. 10. De Carolo imperatore, post mortem amborum 

fratrum rege Bavarie. 15 

Cap. 11. De duce Arnolfo, qui defunetis patruis non solum 

ducatum Bavarie, quinymmo regnum orientalis Francie 

et imperium obtinuit. 
Cap. 12. Qualiter reliquie S. Dyonisii in Ratisponam venerint 

et qualiter sunt per papam Leonem approbate et S. Wolf- 20 

gangus translatus per eundem papam. 
[F. 7'J Cap. 13. De construccione castri Eberspergensis et 

fundacione capelle S. Sebastiani collegii canonicorum re- 

gularium et demum claustri monachorum. 
Cap. 14. Opinio de filiis Arnolfi cesaris. 25 

Cap. 15. De Leopoldo duce Bavarie. 
Cap. 16. De rege Ludevico duce Bavarie. 
Cap. 17. De libera eleccione ecclesie Frisingensis et de 

tradicione Veringen per regem Ludovicum. 
Cap. 18. De Burchardo duce Bavarie et de rege Conrado30 

duce Bavarie, qui expulit Arnoldum. 
Cap. 19. De impio Arnoldo duce Baioarie et quomodo 

dictus sit rex Italie et de visione S. Udalrici et de re- 

stitucione Cbains. 
Cap. 20. De morte eius et sepultura. 35 

Cap. 21. De fratre eius Berchtoldo duce Bavarie. 

Explicit liber tercius. 

Incipiunt capitula libri quarti. 

Cap. 1. De duce Hainrico fratre Ottonis I. a et de comite 
Razzone. 40 

* Verweüxeiehen auf die folgenden am Rand hinzugefügten Worte. 



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— 11 — 

Cap. 2. De obsessione S. Udalrici in Mantichinga *et de 

coraite Kassone. 
Cap. 8. De infelici bello Hungarorum apud Augustam. 
Cap. 4. Qualiter corpus S. Martini episcopi de Turano in 
5 Bavarie Salczeburgam adporiatum sit et de excecacione 

archiepiscopi Herolfl et approbacione corporis S. Martini. 
Cap. 5. De filio eius duce Hainrico Hezilone. 
Cap. 6. De imperatore Ottone IL, qui ducatum Bavarie 

capto Hezilone sibi usurpavit. 
10 Cap. 7. De duce Hainrico Hezilone expulso et post [F. 8] 

Ottonis II. mortem iterum restituto. 
Cap. 8. De filio eius Hainrico duce. 
Cap. 9. De S. Gotehardo episcopo in Bavaria nato. 
Cap. 10. De S. Hainrico duce Bavarie, postea imperatore. 
15 Cap. 11. De visione eius Ratispone. 
Cap. 12. De felici eius bello contra paganos Sclavos. 
Cap. 13. De eius donatione ecclesiis. 
Cap. 14. De nupciis sororis eius Gisele et de conversione 

Hungarorum. 
20 Cap. 15. De subaccione Austrie et Burgundie. 

Cap. 16. Qualiter ad instanciam principum coactus est 

ducere uxorem S. Kunigundam. 
Cap. 17. De fundacione Bambergensis episcopatus. 
Cap. 18. De eius imperiali coronacione et de eiusdem bellis 
25 in Apulia. 
Cap. 19. Quare ceperit claudicare. 
Cap. 20. Quomodo per S. Benedictum a morbo calculi sit 

sanatus. 
Cap. 21. De reditu imperatoris Hainrici a Koma et visi- 
30 tacione roonasteriornm in via. 
Cap. 22. Qualiter papa Benedictus Babenbergam veniens 

susceptus sit. 
Cap. 23. De ereccione trium ecclesiarum Babenberge. 
Cap. 24. De addicione quarte et quinte ecclesiarum. 
aöCap. 25. De dotacione b cenobiorum Weihenstephen et 

Inferioris Althe. 
Cap. 26. De concordia coniugum. 
Cap. 27. De astucia dyaboli falsa. 
Cap. 28. De detraccione S. Kunegundi facta. 
40 Cap. 29. De purgacione eius in iudicio vomerum ignitorum. 

* Die folgenden Worte stehen hier irrtümlich; das Kapitel enthält 
nichts über Itasso. b dodacione Hs. 

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— 12 - 

[F. 8'J Cap. 30. De resignacione uxoris virginis in morte. 

Cap. 31. De heremita in silva. 

Cap. 32. Miraculum de ablucione calicis. 

Cap. 33. De sepultura eius et miraculis. 

Cap. 34. De donacione et fictalicio, quod habuit S. Kune-5 

gundis ab ecclesia Frisingensi. 
Cap. 35. Qualiter S. Kunegundis imperatrix purpuram de- 

posuit et babitum religionis assumpsit. 
Cap. 36. Quod annis quindecim supervixit. 
Cap. 37. De Hainrico duce Bavarie, fratre S. Kunegundis. io 
Cap. 38. De filio eius Bavarie duce Hainrico. 
Cap. 39. De duce Bavarie Conrado, qui et Chuno, qui 

exul obiit. 
Cap. 40. De Agnete imperatrice, que Bavariam rexit. 
Cap. 41. De Ottone duce Bavarie, quem Egino diffamavit. 15 
Cap. 42. De Guelfone duce Bavarie et eius origine. 
Cap. 43. Incidentia de bellis iu Austria, Suevia, Rhecia. 
Cap. 44. De Guelfonis in gratiam imperatoris recepcione 

et de peregrinacione transmarina et eius obitu ac sociis 

eiusdem. 20 

Cap. 45. De filio eius duce Bavarie Guelfone. 
Cap. 46. De fratre eius Hainrico duce Bavarie. 
Cap. 47. De filio eius duce Bavarie Hainrico vulgariter 

dicto Superbo. De Osterhofen. 
Cap. 48. De marchione Leopoldo duce Bavarie, filio S. Leo- 25 

poldi confessoris. 
Cap. 49. De fratre eius Hainrico duce Bavarie, demum 

Austrie. 
[F. 9] Cap. 50. De capcione comitis Conradi de Dachaua. 
Cap. 51. De di versis bellis. 30 

Cap. 52. De coronacione filii regis Romanorum Conradi. 
Cap. 53. De expedicione transmarina. 
Cap. 54. De reditu Guelfonis. 

Cap. 55. De expedicione Damascena et reditu principum. 
Cap. 56. De fine litis Guelfonis. 35 

Cap. 57. De consanguinitatis arbore Guelfonum. 
Cap. 58. De controversia pro ducatu norico inter Hainricum 

de Austria et Hainricum de Saxonia. 
Cap. 59. Privilegium imperatoris Friderici I. pro duce 

Austrie et eius successoribus. 40 

Cap. 60. De Hainrico duce Saxonie et Bavarie, filio Hainrici 

ducis cognomento Superbi. 
Cap. 61. Quod dux Bohemie rex creatur. 

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— 13 — 

Cap. 62. De secunda expedicione contra Mediolanenses. 

Cap. 63. De infelici bello Guelfonis iunioris. 

Cap. 64. Quare Hainricus dux Bavarie et Saxonie in 

indignacionera imperatoris Friderici pervenit et ob hoc 
5 ab eo proscriptus fuit. 
Cap. 65. De fori et pontis in Veringen destruccione et 

in villam suam München per eundem ducem Hainricum 

translacione. 
Cap. 66. Mandatum imperiale de horum restitucione. 
io Cap. 67, id est ultimum. De his, que post hec secuta sunt. 

Explicit liber quartus. 

Secuntur capitula libri quinti. 

Cap. 1. De Ottone comite palatino de Witelspach duce 

Bavarie primo ex Schiria. 
15 Cap. 2. De origine comitum Schirensium et Dachau in genere. 
[F. 9'] Cap. 3. Primo de linea recta comitum Schirensium. 
Cap. 4. De comitibus de Dachaw. 
Cap. 5. De comitibus de Velaia. 
Cap. 6. De comitibus Schirensibus secundum ordinem. 
20 Cap. 7. De Ottone comite palatino de Witelspach, fundatore 

monasteriorum Ensdorf et Undenstorf, et de quatuor flliis 

eius secundum ordinem. 
Cap. 8. De arbore comitum Schirensium et Dachau. 
Cap. 9. De fundacione monasteriorum Pernried , Gries, 
25 Weyeren, Pawrbergk etDiezzen. De arbore consanguinitatis 

comitum de Wolfratzhausen et de Andächs. 
Cap. 10. De monte Andächs et de S. Elizabet. 
Cap. 11. De S. Hedwige*. 

Cap. 12. De duabus hostiis montis Andächs S. Gregorii. 
30 Quomodo hec tres hostie in Babenbergam venerint. Qualiter 

dicte tres hostie in montem Andächs pervenerint. Quomodo 

hoc sacramentura in Wolfhartzhausen allatum miraculose 

in montem Andächs devenerit. 
Cap. 13. De processionis annualis institucione in montem 
35 Andächs de circumiacentibus villis. 
Cap. 14. De confirmacione dictarum hostiarum et de ultimo 

comite de Andächs. 
Cap. 15. De invencione reliquiarum et fundacione pre- 

positure. 

40 * Darnach durchstrichen : et Razzone comite ac de monasteriorum 

destruccione JE&. 



r^rtrtrtlr- Original frann 

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— 14 — 

Cap. 16. De mutacione prepositure in cenobium ordinis 

S. Benedicti et de consecracione ecclesie. 
Cap. 17. De fundacionibus monasteriorum Päring, Ror, 

Piburg et Baittenhaslach. 
[R 10 J Cap. 18. De Ludovico duce Bavarie, filio Ottonis 5 

de Witelspach, et eius uxore etc. 
Cap. 19. De filio eius duce Ottone excommunicato et de 

morte Ultimi comitis de Pogen et de desponsacione domine 

Elizabet. 
Cap. 20. De domina Elizabet filia ducis Ottonis et eius 10 

filiis et maritis. 
Cap. 21. De Ludovico comite palatino Rheni, duce Bavarie, 

fundatore monasteriiFurstenfeld, et de uxoribus et filiis eius. 

De dueibus inferioris Bavarie. 
Et primo 15 

Cap. 22. De duce Hainrico in Landshut. 
Cap. 23. De duce Ottone rege Hungarie. 
Cap. 24. De introduccione Ottonis ducis Bavarie in regnum 

Hungarie contra puerutn Carolum et de coronacione eiusdem, 

de corona et captivitate et de obitu et testamento eius. 20 
C a p. 25. De fratribus eiusdem Ludovico et Steffano dueibus 

inferioris Bavarie. 
Cap. 26. De dissensione trium dueum et divisione inferioris 

Bavarie et de bello eorundem et de obitu ducis Hainrici 

de Naterberg et de obitu ducis Ottonis. 25 

Cap. 27. Qualiter imperator Ludovicus Hainricum seniorem 

ducem Bavarie inferioris procuratorem regni constituerit 

et mox revoeaverit. Que inde bella secuta sint, et de obitu 

ducis Hainrici. 
[F. 10 'J Cap. 28. De Johanne duce inferioris Bavarie. 30 

Quomodo fratres predicatores in Landshut occasione fieta 

inventa ceperunt divina celebrare. 

De comitibus palatinis Rheni. 

Cap. 29. De Rudolfo electore, fratre Ludovici cesaris. 
Cap. 30. De tribus eius filiis seeundum ordinem, de Ruperto 3"> 

Ruffo fundatore universitatis Heidelberge, de Adolfo et, 

de Rudolfo. 
Cap. 31. De Ruperto comite palatino Rheni. 
Cap. 32. De Ruperto Klemm postea rege. De liga. 
Cap. 33. De Ludovico comite palatino Rheni ceco. 40 

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— 15 — 

Cap. 34. De Ludovico comite palatino Rheni, fllio eius, 

electore. 
Cap. 35. De bellicoso fratre eius Friderico. 
Cap. 36. De tertio fratre Ruperto archiepiscopo Coloniensi. 
5 Cap. 37. De Philippo comite palatino, electore, et eius filiis. 
Cap. 38. De duce Johanne de Amberg, fllio Ruperti regis, 

et uxoribus eius et bellis. 
Cap. 39. De fllio eius Cristofero rege Dacie. 
Cap. 40. De duce Stefano comite Veldentie et de eius 
10 filiis spiritualibus. 
Cap. 41. De eius fllio duce Fridrico et filiis suis. 
Cap. 42. De Ludovico duce nigro et eius filiis. 
Cap. 43. De duce Ottone in Novoforo. 
Cap. 44. De duce Ottone et fratribus suis. 

15 [F. 11] De ducibus Bavarie superioris. 

Cap. 45. De Ludovico duce et uxoribus eius. De eleccione 
eius et coronacione in regem. De bello eius apud Esslingen 
et de fuga eius apud Muldorf. 
Cap. 46. De felici bello eius in prato apud Ämpfing, in 

20 quo capti sunt Fridricus rex et frater eius Hainricus dux 
Äustrie. De Satlern a . De concordacione eorundem regum. 
De comite de Hennberg. De excommunicacione eius. De 
coronacione in Mediolano et interdicto. De coronacione 
imperiali Rome. De principibus Mediolanensibus. De visione, 

25 quam vidit Rome Ludovicus imperator. De fundacione 
monasterii Etat. De falso eius cancellario. De obitu 
Johannis pape et subrogacione Benedicti. De viris ex- 
cellentis doctrine. De bello imperatoris cum civitate 
Ratispona. De locustis. De predicatoribus Ratispone. 

3o De curia in Frankfordia. De nupciis filii eius Ludovici. 
Incidencia de Inferiori Altach. De falsis nunciis ad papam 
missis. De eius deposicione. De congregacione Spire. 
De morte comitis Holandie. De morte eius et numero 
filiorum ipsius. 

35 Cap. 47. De divisione provinciarum inter eius filios. 
Cap. 48. De primogenito eius Ludovico marchione Branden- 

burgensi, duce Bavarie. 
Cap. 49. De fllio eiusdem Meinhardo. 

» Hier steht die Kapitehahl 46 ; doch umfasst, wie die Hubrixierung 
40 de» Texte» zeigt, das Kapitel wie die vorausgehenden so auch die folgenden 
Abschnitte. 



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öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 16 — 

[F. IV] Cap. 50. De Ludovico Romano et Ottone mar- 
chionibus Brandeburgensibus, filiis cesaris Ludovici. 

Cap. 51. De ducibus Alberto et Wilhelmo fratribus in 
Holandia, filiis imperatoris. Primo de duce Wilhelmo. 

Cap. 52. De duce Alberto. 5 

Cap. 53. De obsessione castri Naterberg. Incidencia de 
tribus regibus paganorum et de fundacione monasterii in 
Straubinga, peste et lite. 

Cap. 54. De liberis Alberti, et primo de Wilhelmo. 

Cap. 55. Secundo de duce Alberto in Straubing sepulto. 10 

Cap. 56. Tertio de a duce Johanne electo Leodiensi et 
bello eius. De renunciacione eleccionis et coniugio eiusdem. 
De domina Jacoba filia Wilhelmi ducis. Omnia in eodem. 

Cap. 57. De divisione ecclesie S. Petri in Monaco. De 
obitu ducis Steffani et Pfaffenhofen. De expedicione in 15 
Patavium Italic 

Cap. 58. De duce Stefano filio imperatoris Ludovici. 

Cap. 59. De divisione Bavarie inter tres fratres. 

Cap. 60. De duce Stefano filio senioris Steffani. 

Cap. 61. De Ludovico filio eius in Ingelstat. Dingolfing, 20 
Mayburg, Dingelfing, Kirchperg. De processione Ratispone 
contra pestem. De infelici bello inter patrem et filium 
Ludovicum. 

Cap. 62. De filio eius Ludovico Gipposo et uxore eius. 

Cap. 63. De duce Fridrico in Landshut. 25 

Cap. 64. De duce Hainrico in Landshut et liberis et 
uxoribus. De interfeccione civium Landshutensium. 

[F. 12] Cap. 65. De duce Ludovico potente in Landshut. 
De nativitate ducis Georgii et reformacione. De Werdea 
Suevica. De bello contra marchionem. De victoria apud30 
Giengen. De concordia. De mutuo. De introduccione 
ducis Georgii. Incidentalia de dieta Ratisponensi. De 
cometa b . De nupciis filie eius. De iniusta steura et eius 
restitucione. De nupciis fiiii et morte et exequiis eius. 
Omnia in eodem capitulo secundum ordinem. 35 

Cap. 66. De duce Georgio in Landshut. De dieta Frisinge 
contra Turcos. Qualiter feodalia seu regalia Wienne ab 
imperatore recepit. De dieta Nuremberge. De torneamento 
Heidelberge. De dieta Frisinge contra imperatorem. De 
Wolczach. De peste. De torneamento in Ingolstat. De40 
morte Friderici electi Pataviensis. De torneamento Baben- 



a felilt Hs *> comete Hs. 

dby Google 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 17 - 

berge. De morte Johannis episcopi Augustensis et eleccione 
Fridrici. De torneamento Ratispone. De morte archi- 
episcopi Salczeburgensis Bemardi et ingressu Johannis 
Strigoniensis. De frivola inieccione raanuum in sacra- 

5 mentum Landshute. De duello. De arrogancia Ulmensi 
et nova liga. De restauracione castri Burckhausen. De 
concione in Landshut propter talliam. De colligacione 
ducum Bavarie cum aliis in Amberga. De expedicione 
ducis Georgii in Hungariam. De fame* et magna steura. 

10 De diluvio particulari in Bavaria. De concordia plebanorum 
et mendicancium in Landshut. De concione in Lands- 
hut provincialium, ne Alberto auxilietur. De capitulo 
provinciali fratrum minorum in Landshut. [F. 12'] De 
processione in Ötingam. De ludo sagittariorum. De 

r> concordia ducis Georgii cum marchionibus. De exequiis 
in Landshut imperatoris et ducis Cristofori. 
Cap. 67. De duce Johanne in Monaco et iubileo. De 
divisione triuni fratrum, Aichach, Swaben, Pfaffenhofen 
et obsessione Monaci, in eodem. 

20 Cap. 68. De duce Ernesto in Monaco. 
Cap. 69. De duce Wilhelmo protectore concilii Basiliensis, 

nupciis, morte, filio et sorore regina. 
Cap. 70. De duce Alberto in Monaco et eleccione eius in 
regem ac nupciis et filiis. 

25 Cap. 71. De duce Johanne in Monaco. 
Cap. 72. De duce Sigismundo in Dachavia. 
Cap. 73. De duce Adalberto in Monaco regenti. De cap- 
tivitate ducis Cristoferi et liberacione. De reformacione 
monasteriorum in Monaco. De convivio Caroli ducis Bur- 

:K) gundie. De adepcione civitatis Ratispone. De nupciis 
eius. De torneamento Ratispone. De captivitate regis. 
De fame. De banno in civitatem Ratisponam lato b . De 
bellis inde secutis. De bello lige contra eum. De con- 
dicionibus concordie inter imperatorem et eum. De con- 

35 cordia fratrum. 
Cap. 74. De duce Cristofero et interfeccione baronis Abens- 
pergensis et per eum fortiter gestis. De peregrinacione 
transmarina et morte eius. De exequiis eius in Landshut. 
Cap. 75, id est ultimum. De duce Wolfgango. 

40 » fama Hs. b latam Eh. 



Quellen u. Erörterungen N. F. HI. f£ n 

-W L IIMIVFR^ITVflFMirH 



UNIVERSITY OF MICHIGAN 



[F 14 a J Incipit liber primus chronice Baioariorum. 

Cap. 1. primi libri. 

De provinciis, episcopatibus in Baioaria 
existentibus et eius terminis. 

Krernsm. 85. 1 Baioaria, que et Noricus dicitur, non tantum piovincia, sed ei 5 

regio olim fuit, que Reciam, Baioariam, Sclavoniam et Karinthiam 
ac superiorem Pannoniam, que modo Austria appellatur, 

comprehendit. In quibus sunt episcopatus Juvavensis nietropolis, 
Augusten eis, Eistetensig, Frisingensis, Ratisponensia, Pataviensis, Brixi- 
nensis, Gurcensis, Chyemensis, Secoviensis ac Laventinus 10 
Cf.Paid.Diac. et abbacie quam plurime eciam insignes. Ab Oriente Pannonia 
Hl> 30* inferior, que modo Hungaria vocatur, a raeridie Alpes, que 
quondam muri Italie a Roman is nuncupabantur, ab occidente 
Alemannia, quam modo Sueviam vocamus — Suevos enim 
E. Silvio, a Bavaria • Licus disterminat amnis — , ab aquilon e vero Franconia, 15 
Europa g2. Thuringia, Saxonia cum Bohemia termini eius quondam 
fuemnt. 

Cap. 2. 

De Danubio et fluviis, quos in se recipit in 

Baioaria idem Danubius. 20 

Krernsm. 85 Danubius fluvius, idem et H ister 4 , ut Solinus 5 habet, Baioariam, 

u. Schedel u t yidemus, perlabitur , qui secundum Ysidorum 13. ethimoloyarum 6 

xc ni Q ermBn ie fluvius permaximus vocari fertur a nivium copia, a 

quibus magis augetur. Iste est, qui in Europa plus omnibus 

Krernsm. 85. famam [F. 14* J habet, qui, dum per innumeras vadit gentes, mutat 25 

et nomen et maiores sibi ambiendo colligit vires. Hinc est, 

quod quasi multarum aquarum nymbus dicitur vel quasi 

Krernsm. 85. allatus a nubibus. Oritur autem a germanicis iugisb et occidentaübus 

Sched.XCVUL partibus monte effusus, qui Rauracos Gallie aspectat. Cuius fontee in 

CCXC1X. iugis montis Arbone 7 , ubi caput Hercinee silve, in viila, que vulgo 30 

Doneschingen, latine Danubii locio. Fluit autem ab occiduo in orientem, 

* F. 13 ist leer, b iugibus Hs. 

1 Zitiert nach Loserth, Die Geschichtsquellen von Kremstnünster. 

* Vgl. unten S. 44 die der Historia Langobardorum des Paulus 
Diaeonus entnommene Stelle über die Grenzen Bayerns. 35 

* Enea Silvio schrieb: Boioariis. 
4 Quelle: Ister. 

1 Von Schedel zitiert. 

6 Zitat der Geschichte von Kremsmünster. 

7 Quelle: Arnobe. 40 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



19 — 



prirao lentus ad duas dietas Ulmam usque celebre Suevorum • opidum 
ibique auetue ßlavio, Hylaro aliieque fluminibus statimque navigabilis 
efficitur per innumeras Upsus gentee nobilissimasque civitates alluens b 
immenso aquarum auetu sexaginta amnibus in se reoeptis, in quibus 
& non est anguilla, pluribusque eorum navigabilibug tandem in Pontum 
Euxinum sex ostüs evolvitur. Exhinc Baioaria qaasi baiulans 
varios rivos aquarum seeundum ethimeloyam c interpretatur. 
Nomina vere fluviorum, quos in Baioaria in se reeipit 

Danubius, qui molli et dementer edito montis Arbone' iugo effusus Taeitus, 

lOpaludibus hauritur, vulgario modo partim exprimendo sunt hec Oerm. i. 
sequencia * : 

[F. 15] Breg» 

Bergalt« 
Danubius 



15 Riss in Bibraco 
Rota 5 



Hilarus 6 ad Weissenhorn 
Güntz Güntzburg — 
Kamlach 7 



20MindeI Mindelhaim 

Schmuter 8 

Zusem 



Viuda-Licus apud Rain 
Ah apud Burckhaim 9 
2öPreitlachn Stirn 10 — 
Parma Menching u — 



Wolczah-Ilma apud Ilmdorf d 12 - 

Abms in Sibenpurg 018 

Labra duplex f u — 
WDromel-Losah* 16 

Mosa 

Wirna* 

Rota — Ambra 

Glana^ 
35 Sempta 

Oh 

Griessenpach 

Phetra 

Vilsa in Vilshofen 

40Wolfah 



-Isera ' 



Rota* 16 -Enus Patavie 
Anasus 



— Lautter 17 in Warstain 

— Blauus 18 apud Ulmam 

— Prenns 19 in Gundlflng 

Tegwart 20 Dilling- Lauging 

— Kessel Hohstet 21 



Werdnitz inWerdeasuevica 22 

Usel ad Renetthofen 23 

. im Useltal 



Schutterus inlngelstat ' 
Alimonium m 24 Sulcz- 
pach" 25 in Norico 
Labra ater 28 



Nabba 27 - Vilsa apud 
Ratisponam 



Imber Ratispone 



Bogen p 
Gayssah 28 



— Hiltzus 29 Patavie 



Die Lesarten und Anmerkungen xu dieser Seite s. unistehend. 

2* 

Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



byC^C 



IC 



— 20 — 

[F. 15 ] Cap. 3. 

De silva Hercinia. 

Sehedel Silva Hercinia, cuius SUpra mencio fit, quam hodie circa 

CCXCIX. caput et fontes Danubii inquilini silvam nigram Dominant, secundum 

Lesarten xu Seite 19: 5 

* fleuorum ! Hs . Aventinus am Rand : sueuorum, *> abluens Hb. 
c $o Hs. d - f Zusätxe Aventins : d PfÖrring, Vering (Pföring bei Ingolstadt). 
e Neostad (Neustadt a. D.). f Ober Nider Mozing (Obcr-Motxing an der 
Mündung der Grossen, Nieder-Motxing an der Mündung der Kleinen Laber 
in die Donau). 8 Aventinus verbesserte Loysach. h Aventinus verbesserte 10 
Wirma. J - n Zusätxe Aventins : * Deckendorf. * Scharding (Schärding an 
der Mündung der Rott in den Inn.) l KeU Pfaring. m Kelhaim. n Bein- 
gries (Beilngries an der Mündung der Sulx in die Altmühl). o Zusatx 
Aventins: Diethfurt. Sinzing oberhalb der Nab (Dietfurt an der Mündung 
der Laber in die Altmühl , Sinxing an der Mündung der Schwarzen 1 5 
Laber in die Donau.) P Zusatx Aventins: oberhalb Decken(dorf) und 
nochmals am untern Rand: Bogen oberhalb unterhalb (so) Deckendorf, 
darüber Pfätar (die Pfatter) bei Pfatter. 

Anmerkungen xu Seite 19: 

1 Quette: Abnobae. Vgl. S. 18, Z. 30 und 40. .2° 

• Die Mündungsstellen sind vielfach in unrichtigem Verhältnis xu 
einander angegeben. 

9 Brege. 

4 Soll wohl die Briegach bedeuten. 

6 Roth in Württemberg. 25 

6 liier: Weissenhorn liegt nicht an der Hier, sondern an der (mit 
der vorausgehenden gleichnamigen) Roth. Diese Roth müsste als xweite 
dieses Namens hier eingeschoben sein. 

7 Die Kammlach fliesst in die Mindel, kurx bevor diese in die 
Donau mündet. 30 

• Die Schmutter mündet erst nach der Zusam in die Donau. 

• Die Ach; Burgheim. 

10 Breitlach; Ober- und Nieder-Stimm bei Ingolstadt. 

11 Paar; Manching. 

11 Wolnxach; Um; Ilmendorf. 35 

13 Abens; Siegenburg. 

14 Grosse und Kleine Laber. 

16 Nebenflüsse der Isar: Loisach, Moosach (bei Freising mündend), 
Amper mit Wirm, Rot und Qlon, Sempt, Oriesbach und Pfettrach. Dromel 
und Oh waren nicht festxusteüen. 40 

16 Rott. 

17 Lauter ; Burg Wartstein, auch War stein genannt. 
»• Blau. 

19 Brenx. 

10 Wohl Egwaid, ein Zufluss der Egau. 45 

u Kesselbach; Hochstädt a. D. 

" Wörnitx; Donauwörth. 

f * Ussel; Rennertshofen. 

94 Altmühl. 

" Sulx f Nebenfluss der Altmühl. 50 

,e Die Schwarxe Laber. 

17 Die Naab mit ihrem Nebenflusse, der Vils. 

18 Oaissa. 
Itx. 



tt 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 21 — 

Pomponium Mellam dierum 60 iter occupans maior et notior aliis. 
Sortitur autem alia et alia nomina, prout Germanos accedit et dividit. 
Habet et multos ramos et cornua, quibus alia indigene dant nomina. 
A capite enim ortus sui usque ad Necari fluminis ripas percurrens 
5 nomen silve nigre observat, a ripis vero Necari usque ad Menum flumen 
vulgo nomen Ottenwald. A Meno vero usque flumen Lonam prope 
Confluentiam Westerwald , latine silva occidentalis , vocitatur. Fostea 
flectit se ad orientem dividensque Franconiam ab Hassia, item Franconiam 
a Tburingia herum aperit se medium et in modum circuli et in sinum 
10 recipit Bohemiam. Postea in montibus Moravie percurrit per medium 
Pannoniorum a dextris et Polonorum a sinistris usque ad Dacos et 
Getas aliud atque aliud nomen sibi vendicans. 

Cap. 4. 

De Baioarie situ et populis ac diversa fortuna 
15 seu valitudine. 

Est autem Baioaria l regio tociufl Europe permaxima , locus Sehedel 
nobilis, que tot fluminibus irrigatur. Magna enim [F. 16] et beata^^^^- 
Uli amenitas, celo temperies , campis fertibilitas , frumentorum omnis 
generis abundancia, vitiferi colles, amnium fonciumque ubertas, bona 

20 hospitibus eommercioque potens. Baioarii 7 autem unde dicti sint et E. Silvio, 
unde originem traxerint , non facile dixerim. Verum cum reperiar Europa g 2. 
vetustissimoe Codices Baioariam appellare, quam moderni Bavariam dicunt, 
non difficile trahor, ut Baioarios a Bois dictos et gallicam olim fuisse 
gentem credam K Huic opinioni Strabo 5, commentario b vires adhibet 

25 ita inquiens : Priscis igitur, ut dixi, temporibus plurime Oallorum gentes 
fluvium incolebant — de Pado loquitur — , e quibus amplissimi fuerant 
Boi, Insubres et qui olim cum Gesatis Senones Romana per impetum 
potiti sunt urbe. Hos Roman i posterioribus annis funditus deletos 
perdiderunt, Boios vero e finibus eiecerunt. Inde migrantes circumiacentes 

30 Bistro locos cum Tbauristis babitaverunt bellum assidue contra Dacos 
agentes. Constat igitur Boios in Pannonia consedisse, qno ex loco facile 
successu temporis in Noricum conterminam regionem migrare potuerunt. 
Idem quoque Strabo lacum c , qui modo Constanciensis vocatur, 
designans paululum ab eo distare Rethos ait, amplius Helvecioe, Vinde- 

351ico8: post Vindelicos autem desertam Baiorum [F. 16*] regionem 
esse affirmat usque Pannonios. Ob quam rem satis indicat Boiorum 
tcrram a Bois cultam fuisse. Idem Strabo Germaniam describens Boios 
prius Hirciniam habitasse silvam asserit et Cymbros agmine facto eorum 
invasisse locum atque Boi o s ' reiectos fuisse. Ita satis persuasum esse 

40 a fehlt Hs. b commentatorio Hs. c locum Hs. 

1 Quells: Germania. 

7 In der hier als Quelle dienenden Memminger Druckausgabe der 

„Europa" des Enea Silvio lautet das Wort Baioarii; im folgenden Text 

wechselt bei Enea Silvio die Form Boioarii mit Baioarii; Arnpeck hin- 

45 wiederum gebraucht ganz willkürlieh bald die Form der Quelle bald 

eine andere. 

3 Enea Silvio : a Bois. In der Tat berichtet Strabo VII, 2, 2, dass 
die Kimbern von den Bojem zurückgeschlagen worden seien. Arnpeck Hess 
sich hier einen groben Fehler zu Schulden kommen. 

n f r\r\nl " Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 22 — 

potest baioaricum nomen ex Bois descend i s s e ; ager enim eorum trans 
Danubium Hirciniam silvam non parva ex parte occupat. Ea nunc 
germanica gens est sermone utens theutonico neque deserta regio, ut 
Strabo tradit, qu e suo fortasse tempore fnit. Nunc cultissima est magna» 
a tque ambiciosas civitates babens et oppida nobilissima, quorum spien- 5 
Kremsm. 85. dorem * nesci o tota Europa que yincere possint. Ipsam q u o q u e 
Baioarii 1 inhabitantes cum essent coniuncti diversorum provinciis po- 
pulorum, quorum gentes non minori quam illi feritate grassabantur, 
pacis impacientes et semper mutuo dissidentes, nunc v^icti, nunc vincentes 
secundum varios belli casus suos terminos dilataverunt, mutaverunt e 1 10 
diviserunt. Sunt autem Germani large aut Alemanni improprie* vel 
Baioarii apciori vel Bavari meliori et communi vocabulo nuncupati. 
47. Istius autem provincie ac populi principatus post [F. 17] Romane 
urbis construccionem iuxta vigorem Romanorum principum mutabatur. 
Quando enim Bomani duces minus valuerunt, tunc prevaluit Baioaria, 15 
sed quando Bomani prevalu erunt , tunc quoque Baioarii minus 
valuerunt, verum tarnen semper extitit principatus sub regis vel ducis 
nomine, licet olim non semper sine Servitute. 

Cap. 5. 

De Norico duce, a quo regio Noricus dicta est.20 

Kremsm. 47. Noricus 1 filius Herculis a Grecia sub Gedeone iudice Judeorum 

Schede! h. as gentes po ß sed it. Qui Gedeon Israhel 40 annis iudicavit, 4. Hebre- 

XXXVll. 0TUm i u dex, 1280. ante Christi adventum. Fuisse autem apud 

Tacitus, Noricum 4 Herculem *> primum omnium virorum forcium euncium 
' ad prelia fortissimum non incerta est opinio. Qui post Troie25 
destruccionem ante Christum 1166. per mare Ponticum 
Danubium introivit et in loco, ubi modo Ratispona sistit, 

47 u. 86 w.pausavit Noricumque filium ibidem genuit 5 , a quo ipsa civita s, 
Andr. 507. quam illic construere cepit, atque tota provincia vocata 
E. Silvio, est, cuius adhuc porcio trans Danubium sita Noricum appellatur. Qui 30 

Europa g2. e t j n quodam monte eminens castrum construxit. quod ab ipso nomen 
Ebran 33* M M 

* splendore Hs. *> Avenlinus am Rand: Hercules Alemanus. 

1 Quelle: Bawari. 

* Die in der Quelle folgenden Worte: aut Barbari proprio et duro 
nomine liess Arnpeek weg. 35 

1 Die Kremsmünsterer Quelle heust ihn Norix, das nach ihm be- 
nannte Land Noricus. 

4 eos sagt Taciius an dieser Stelle und meint die Germanen. 

6 Das wird hier xum erstenmal berichtet, wohl um die Verbindung 
der bayerischen Ueberlieferung von Norix, des Herkules Sohn, welche 40 
Arnpeek bei Kremsm. 47 und 86, Andr. 507 1 Ebran 33 und Füetrer 7 
fand, mit der oben verwendeten Stelle aus Taciius herbeizuführen. In 
allen jenen Quellen lautet der Name übrigens : Norix ; erst Arnpeek macht 
Noricus daraus. 

* Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Ohronik von den Fürsten 4"> 
aus Bayern. Heg. von Roth. Quellen und Erörterungen xur bayer. und 
deutschen Geschichte, Neue Folge, Bd. 2, Abt. 1. 

rv v ^k r^nr^nl^ Original fram 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 23 — 

ßortitum videtur, unde usque hodie Castrum Noricum vocatur, 
avulgo autem Noremberga« appellatur 1 . 

5 a n e Noricorum *> in ultimo Oriente circa [F. 1 V] Armeniam c Fund. Teg. 
Tel Indium usque hodie manet origo, quod a probatissimia mercatoribus 493.* 

5 Buper * , qui peregrinati illuc havarizantes audierant , compertum 
est H is S. Thomam apofltolum Christi fidem predicasse a doctoribus 
traditum est. Quorum strennua patuit nobUitas, quia cunctis 
occidentalibus Alexandra dedicionem mandantibus soliNorici ei bellum 
mandasae in cantilenis priscis cantatur. Fuit autem Alexander 

JOante Christum 312 annis 4 . 

Advertendum attamen est, quod non unus atque idem 
Hercules fuisse videtur. Nam cum Varro 43 Hercules 
numerasset, post adiecit, quod omnes, qui aliquid fortiter 
fecissent, Hercules velut appellativo nomine dicti fuerunt, 

15 quod Augustinus de civitate dei libro 18. capitulo 19. con- 
firraare videtur dicens multos fuisse Hercules, quod et 
Sampson propter mirabilem eius fortitudinem putatus sit 
Hercules. Et quamvis multi Hercules dicti sunt, videtur 
tarnen, quod Noricus filius fuerit fortis Herculis, eo quod 

20 contemporaneus Gedeonis fuerit Sic eo tempore Palatinus 
ad collem in medio Kheni situatum in aquis intravit, ubi 
modo castrum cernitur. A quo comites palatini nobilissimi 
principes nominantur, primi inter seculares sacri Komani 
imperii electores, quia primi in Troianorum palatio fuerunt 

25 secundum quosdam d videlicet 5 . 

Qui autem vel quot duces post dictum Noricum [F. 18] ibi Kremsm. 47. 
duc averint usque ad Julii Cesaris tempore, difficulterdicere liquet. 

• Noreinberg Aventinus am Rand. *> Aventinus am Rand: Haec 

sunt verba cuiusdam scriptoris, qui Ratisbonae in bibliotheca canonicorum 

^«mnmi templi servatur; sub Friderico primo scripsit anno Christi 1165. 

c Ameniam Hs. d in bulla aurea Karoli quarti imperatoris von anderer 

Band des 15. j 16. Jahrhunderts am Rand. 

1 Noeh Andreas von Regensburg weiss nur von der Gründung 
Regensburgs durch Norix, des Herkules Sohn, zu erzählen, nicht aber von 

*> der Gründung Nürnbergs durch ihn. Letxtere Nachricht führt erst Ebran, 
auf bis Jetzt noch nicht festgestellte Gewährsmänner steh stützend (auch 
sprechen etlich, er hab gepawet ein burgk auf einem perg, ist nach in 
genent worden Norixperg, itz genant Nürmberg), in die bayerische 
Chronikschreibung ein. Aus diesem dürfte an der obigen Stelle Arnpeck 

^Ststhöpft haben. Darnach ist Mummenhoff , Nürnbergs Ursprung und 
Älter in den Darstellungen der Geschichtschreiber und im* Licht der Ge- 
richte S. 8 xu berichtigen. Nach Mummenhoff S. 9 und 112 könnte es 
scheinen, als habe Arnpeck hier die Chronik der Stadt Nürnberg von 
Sigmund Meisterlin benutzt. Das ist aber nicht der Fall. 

* * Fundatio Tegernseensis. Pez, Thesaur. aneed III, 3, 475 ff. 

9 Sagt die Tegermeer Quelle. 
4 Quelle hiefür dürfte Jacobus Philippus Bergomensis l. VII, /. 89 sein. 

6 Quelle? Die Goldene Bulle, welche in der späteren Randnotiz 
jenannt ist, sagt natürlich nichts davon. 



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— 24 — 

Cap. 6. 

De populi Baioariorum origine. 

Krc?nsm. 47. Quidam itaque populi feroces ammodo post diluvium et con- 

foeionem Unguarum ex Armenia* inferiori venientes, cum quibus b 
aliis populis terras peregrinas pervagantes eciam remotas, 5 
ut Hungari in Pannoniam et Longobardi in Italiam, ita et 
isti Armeni venientee hanc provinciam intraverunt, exclusis incolis 
vel subactis inibi consederunt et a nomine sui principis vel ducis 
Fund Teg. Bauri *> i aut Baioarii provinciam nuncupantes c. A quibus deinceps 

402. teutonica lingua ad cetera s Almanie partes devenit, non vana est 10 
Ebran 33. opinio. Gens eciam, quam ibi reperiebant, venatu et piscacione se 

Vita s. Corb. nutriens adhuc rudis erat. Idcirco facile subiugari poterant. 

c* 9-* Hec secundum communem vulgarem opinionem posui, 

sed prior opinio de Bois probabilior videtur. 

Nimirum primi adiungunt, quod Hercules veniens aGrecia 15 
expugnavit Bavarum ducem simul cum gente sua et Baioarie 
terram possedit et videns possessioni aptum b ex nomine filii 
sui Norici cepit et ipse terram dicionis sue appellare Noricum b 
regionem, que vulgariter dicitur Norcau. In cuius finibus 
versus meridiem cepit edificare, id est iniciare, civitatem20 
vel fortalicium circa Danubii fluenta plus quam 1240 annis 
ante Tiberium. Et vocatum 3 fuit illud castrum Germans- 
heim vel latine Quadrata; erat [F. 18' J enim parva et in 
quadrum edificata plus quam per 100 annos. Deinde a 
Tiberio, qui eam edificari vel ampliari ilissit, ex suo nomine 25 
Tiburnia vel Tiburina. Exinde eciam Hyataspolis dicta est 
a Noricorum duce vel preside Hyataso, qui eam de licentia 
cesaris primum in tuicionem terre sue inhabitavit. Anti- 
quissimo autem nomine aduc villa Germanshaim dicta est. 

Alii dicunt, quod Boius vel Bavarus secunda mundi etate 30 
ex Armenia in hanc terram venerit et Norix filius Herculis 
tercia mundi etate post Troie destruccionem. Quodsi sie tunc 
simul pugnare minime potuissent, alii Noricis Baioarios 
successisse non vane narrant 4 . Boios autem ante Christum 

* Aventinus am Rand : Bavarus Armeni us. t> $0 Hb. c so Ha. 35 
me die Quelle trotz der geänderten Satxkonstruktion. 

1 Quelle: Barbari. 

* Vgl. S. 25, Anm. h 

1 Hier ist eine unbekannte Quelle benutzt, die mit den Angaben des 
Konrad von Megenberg und des Andreas von Regensburg über die Namen 40 
Regensburgs in (noch näher zu untersuchendem) Zusammenhang steht, 
jedoch auch selbständige Züge aufweist Vgl. den unten S. 29 folgenden 
Abschnitt über die Namen Regensburgs. 

4 Enea Süvio und Schedel; vgl. unten S. 31, Z. 35. 



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— 25 — 

annis 165 fuisse comperi. Quid autem in bis veritatis sit, 
puto, quod nemo sciat, quia forte tunc temporis homines 
huius terre rüdes l et agrestes erant et nemo litteris posteris 
commendavit. 

5 Cap. 7. 

De Boemundo duce Baioarie a Julio Cesare 

subacto. A , -,,-. 

Andr. o07* 
Boemundus dux Baioarie et secunduni quosdam frater eius Iogero- u. Ebran 35 ; 
mundus similiter ex Armen ia processerunt. Hie cum quibusdam aliis Kremsm. 47. 

10 Germanie prineipibus a Cesare Julio victus legitur. Nam cum idem Cf. Füetr.* 10. 
Julius multas gentes in Britannia, Gallia et Germania Romanis 
subiugasset, tandem et Baioarioe Almanomm COnsillO bello pecüt ac 
atrocissimo prelio commisso vicit et tributarios fecit. Sicque Ebran 35. 
Boemundus miles Cesaris fit, ymmo belli dux. Interfecto [F. 19] Otto Fris.f 

15denique im m an i te r C Julio Cesare Octavianus imperium aeeepit. ^* r - /'/•/• 
H i c dehinc per Gaudium Drusum Galliam et Reciam in provinciam III 3. 
subegit, Noricos, üliricos — hoc genus hominum nostra etas 
SclavOS appellat — , Pannonios, Dalroacoe, Mesios, Dacos ac Traces 
per dnees snoe vel subegit Tel maximorum fluviorum Rheni et Danubii 

20 obiectu seclusit ». Hie Claudius Drusus privignus Cesaris Augusti 
Octaviani Westvales et Marcomannos pene usque ad interni- 
cionem, qni marebiam incolunt, et alias fortissimas naciones 
USque ad fluvium Albiam delevit. Hie Drusus Magunciam in Otto Fris., 
Gallia et Augnstam in Rhecia ex nomine Octaviani Augubti vocatam °* r ' ***>*• 

25fandasse vel instaurasse dicitur. Monstratur aduc monumentum eius 

Maguncie in modum pire. Idcirco non inconvenienter pre- 
dietarum duarum civitatum descripeionem subsequi reor pro 
presenti, et primo: 

Cap. 8. 

30 De Maguncia. 

Maguncia metropolitana urbs Germanie Eam a Maguncio quodam Schedel 
Troiano inicium et nomen tempore Troiane cladis babuisse Carinus in XXXIX 
cronicis tradit. Hec inter Beigas Germanie civitas est et Rheni rippas 
attingit. Famam eius clare auxit Drusus Nero Germanicus, cum bellum 
35 adversus Germanorum trans Rhenum civitates gessit et ex fractura equo 

* seclausit Es. 

1 Erinnert an die S. 24, Z. 12 benutzten Worte der Vita S. Corbiniani 
(vgL unten Anm. 1 zu Buch 2, cap. 12): Quae gens adhuc rudis erat. 

* Vol. daselbst Anm. 1, ferner Füetrer 9. 

40 * Ulrich Füetrer. Bayerische Chronik. Hsg. van Spiller. Quellen 

und Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte, Neue Folge, 
Bd. 2 f Abt. 2. 

4 Otto Frisingensis, Chromeon. Man. Germ. hist. SS. 20, 83 ff. 



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— 26 — 

super crus eius collapso 30. die, qua id acciderat, mortuus est. Corpus eius 
a Nerone fratre, qui nuncio vBli-fF.lPJtudiniBevoc&tu* raptim accurrerat, 
Romam devectum et in Caii Julii tumulo reconditum. De mole Drusi 
circa Rhenum Tacitus et alii mencionem faciunt. Hoc manifesten t 
Maguocie Drusi latium et alie anliquitates. Quidam a Paulino Pompeyo 5 
Roroanorum legionum * in Germania duce sub *> Nerone imperatore per- 
fectam dicunt. Huius civitatis arcbiepiscopus ad imperatorem Roman um 
eligendum prostat suffragia. Habet bec urbs virum sanctissimum Albanum 
martirem. Prope hanc civitatem Franckfordia nobile emporium est, in 
quo superi cum inferis Germani conveniunt bis singulis annis, ibique 10 
imperator eligitur ez veteri consuetudine. Eam autem perlabitur haud 
ignobilis amnis, quem Moganum vocant. Ptholomeus hunc fluvium 
Obrigma c * appellat Qui superiores Germanos ab inferioribus eundem 
dividere affirmat. Neque alius fluvius est, qui eam divisionem apcius 
quam Moganus efficere possit Et hodie quidem inferiores Germani 15 
usque ad Magunciam procedunt. Abinde superiores vocantur. Magenus * 
vero ex montibus Bohemie vicinis ortus in terra advocatorum 8 de 
regione Maguncie in Rhenum exoneratur. Ob quam rem non defuerunt, 
qui Mogunciam a Hagano 4 fluvio dici crederent. Edes autem amplissime 
more Romanorum Moguncie et basilice ornatissime [F. 20 J cum arce20 
episcopali et plura memorie digna in ea visuntur et aliqua propter bdla 
devastata. 

Cap. 9. 
De civitate Augusta. 

Schede! XCL AuguBta Vindelicorum inclita et superioris Germanie urbs vetusta . 2 5 

Cuius originem aliqui quam vetustissimam ostendere cupientes sicuti 
ceteri mortalium gentem Suevorum a Japhet descendentem eam primo 
iohabitasse provinciam scribunt ibique eam condidisse, ubi abundancia 
aquarum, salubris aer et alia oportuna de facili baberi possent. Venientes 
enim Suevi ad Eeciam locura aptum considerantes et ad tuend um natura 30 
munitum ob concursum duorum rapidissimorum fluviorum Vinde et 
Lici hanc urbem primo edificaverunt eamque Vindelicam a Vinda et 
Lico appellabant Ea enim regio postea usque ad Alpes Vindelica dice- 
batur, universaque montana pars in orienteni et austrum vergens a Rbetis 
Vindelicisque tenetur, ut Strabo ponit. Eam autem urbem more 35 
vetusto valio ac fossa cinxerunt Amazones, postquam Europam inyaserunt, 
Suevos sub marsepia insuetis armis et securibus preacutis ex hac urbe 
cedere usque ad Alpes coegerunt et desolatam reliquerunt. Cum hec 
ante cladem Troie peracta sint, eam civitatem ante Troiam fuisse opinantur 
et temporibus exitus filiorum Israel de Egipto ante Romam 550 annos40 
conditam asserunt. Quam quidam a Troianis ortam dicunt. Eligentes 

* legionem Hs. b sub duce Hs. c Avenlinus am Rand: Obrincus 
Moseila est. 

1 'Aßptyxa; (in den meisten IIss. 'OßptYxa;,/; GL Ptolemaei Geo- 
graphiae lib. II, c. 9. ed. Gar. Müllerus 1, 7, p. 221 ; vgl. daselbst S. 225, 45 
Änm 12. 

7 Quelle: Moganus. 

• Vogtland. 

4 Quelle: Mogano. 



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— 27 — 

autem sibi [F. 20*] deam Zizam, quam Cererem fuisse opinantur. A 
qua bec urbe Zizaria dicta, Cuius templum usque tempora Romanorum 
inviolatum permansit Id vetustate collapsum nomen collis servavit, 
qui ab incolis Cizenberg bodie vocitatur. Per Vindelicoe inde ac Rethos 
5 florentissima cum muri» ac propugnaculis facta a Romanis plurima 
bella perpessa est. Cum libertatem semper optaret , se a Romanis 
Vindelici alienarunt. Ideo divus Octavianus Augustus Titum Ennium 
pretorem cum legione Marcia ac aliis ducibus in eos misit. In qua Avar 
Bogudie regis filius adolescens in armis apud Grecoe et Latinoe peritus 

10 et Varro tribunus militum claruerunt. Hi civitatem in fine estatis 
multitudine Romanorum obsessam variis affecerunt incomodis. In ea 
oppugnacione Avar Grecus occiditur. Et in vico Criechieaveren ', ubi 
sepultus fuit, tale epigramma reperitur: 

Hi« nomen terris Bogudis dat regia proles, 

15 Grecus Avar pecudis de Suevis more littatus. 

Periit et pretor cum legione» Marcia, ut pauci superessen t in ea 
ciade, qui rem gestam recitarent Locoque cedis nomen dedit perdita 
legio in media nunc civitate Perleich dicta. Ideo scribitur: 
Indicat bic collis Romanam nomine cladem f 
20 Marcia quo legio tota simul periit. 

Varro, quem Verrem nominant , amne transmisso in paludibus 
se [F. 21] occultans* lacui Vernensee nomen dedit. Is postea consul c 
Sicilie infeliciter obiit. Et ut Suetonius refert, quod Octavianus Augustus 
omneti graves ignominias cladesque duas omnino nee alibi quam in 
25 Germania aeeepit, Lolianam atque Varrianam, Varrianam pene exiciabilem 
3 legionibus, id est 19 998, id est 20000* minus d 2, cum duce 
legatisque et auxiliis communibus cesis. Deinde Augustus per Tiberium 
Neronem, cum Drusus frater eius renales regiones aggressus est, post 
Varrianam cladem effluxo triennio Vindelicos devicit atque urbem eorum 
30 iznmunitam reddit. Et, ut verba Strabonis libro 4. affirmant, tribus 
Romanorum milibus Cesar Augustus missis urbem August am habilandam 
tradidit, quo in loco Varro castra iam habuerat. Claudius Drusus 
tarnen eam postea instauravit, muris et turribus ampliavit. Cumque 
auspieiis Augusti vieta et aueta erat, in honorem Augusti Octaviani 
35Augustam appellavere. De hiß bellis Oratius in odis mencionem fneit: 
Videre Rethi bella sub Alpibus 
Drusum gerentem [et® ] Vindelici, quibus 
Moe unde deduetus* per omne 
Tempus Amazonia securi 
4y Dextras obarmets etc. 

Cum autem Suevi, qui potencia et hominum frequencia reliquos 
antecellunt, hanc urbem pro tutissimo elegerunt, deinde in Romano 
imperio stabiüs et fidelis permansit, magnum incrementum habuit, ac h 
multa prisce vetustatis in ea relicta sunt. [F. 2V] Porro peracto 

45 a regione H$. *» ocultans Hs. c consu Hs <* -i- = id est tum 

drittenmal, wohl irrtümlich, Hs. o fehlt Quells und Hs. t duetus Quelle 
und Hs. 8 obarment Quelle und Hs. * a Hs. 

1 Quelle: chriechisaueron. 

* Diese Angabe nach Andr. 6: id est 20 milibus Romanorum 



50 militum; vgl. unten S. 28, Z. 17. 

Digitizedby GoOgk 



Original from 
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- 28 — 

Schede l XCI. hoc hello Drusus 40 milia bominum captivorum de Germania 
Frut.* 94. transtulit et super rippam Rheni collocavit 1 . Item 37,* anno 
Augusti Tiberius privignus eius, sed iam filius adoptatus deletis Vinde- 
licifl, Armeniis et Fannoniis triumphavit secundum Eusebium 4 . 

Cap. 10. 5 

De fuga Theodonis ducis etc. 

Anno Augusti Octaviani 39. 5 Tiberius Germanos bello 
arripuit, ex quibus 400 milia captivorum victor abduxit. 
Ebran 18. In quo permaximo bello omnes duces Baioarie aut occidit aut io 
e terra fugavit. Quo COntigit, quod Theodo dux Baioarie aufugit cum 

paucis et cum Ostrogothis aliisque finitimis gentibus cum suis 

Füetr. 15. posteris diu latitans misere degit. 

Piso quoque rursum adversus Vindelicos missus est. 

Quibus subactis victor ad cesarem reversus est Lugdunum. 15 

Et proximo dehinc anno, scilicet 40. 5 Octaviani, Quintilius 

Otto Fris., Varus* cum 3 legionibus, id est 20 milibus Romanorum militum, Romano 

Cht\ Hl 5more süperbe et avare erga subditos se gerens a Germanis rebellantibus 

u. Andr. 6. ra( ü c itu3 est deletus, utque eciam supra in precedenti capitulo. 

Quam militis Romani cladem in tantum egre tulisse fertur Octavianus>20 
ut sepissime caput parieti collideret ac per vim doloris diceret: O Quintili 
Vare, redde legiones! vel: O Quinti, ut quid rempublicam sie 
perdidisti? [F. 22] Hoc anno Gabriel angelus annunciavit 
Zacharie Jobannem nasciturum, Luc. 1. 

• Varo Es. 25 

1 Ebenso unten S. 31, Z. 10. 

» Die Quelle: 38. 

8 Frutolf-Ekkehard, Chronicon. Mon. Germ. hist. SS. 6, 17 ff. 

4 Diese Angabe ist interessant für dte Geschichte der Verbreitung 
und Kenntnis der Chronik des Frutolf-Ekkehard. Arnpeek hat an dieser 30 
Stelle durchaus nicht etwa die Chronik des Eusebius unmittelbar benutzt, wie 
man nach seinem ausdrücklichen Zitat vielleicht anzunehmen geneigt sein 
könnte. Bei Eusebius lautet der Text zum 88. Jahr des Augustus (Migne, 
Patrol. graec. 19, 529) : Tiberius de Rhaetis, Vindelicis, Armeniis et 
Pannoniis triumphavit. Den obigenW ortlaut aber bringt Frutolfs Chronik, 35 
und daraus hat ihn Arnpeek ausgeschrieben, ohne den eigentlichen Ver- 
fasser zu kennen. Wie er aber dazu kam, für den Verfasser von Frutolfs 
Chronik den Eusebius zu halten, erklärt sich aus dem Anfang von Frutolfs 
Chronik, wo sich die Ueberschrift findet: Epythome Eusebii de sequenti 
opere. Ich weise hier auf die merkwürdige Tatsache hin, dass das Auto- 40 
graph von Frutolfs Chrontk auch in dem Inventar des Klosters Michelsberg 
bei Bamberg vom Jahre 1483 (Neues Archiv 21, 179 ; vgl. dazu Bresslaus 
Bemerkung das. S. 214. Anm. 1) nach jener Ueberschrift als Chronica 
Eusebii verzeichnet steht. 

* Zeitangabe nach dem Muster Frutolfs ; doch ist dieser nicht 45 
Quelle. 



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— 29 — 

Gravissimum et atrocissimum hoc Romanoram cum Germanis Otto Fris., 
bellum et poet affricanum maximum tribus annis cum 15 legionibus Chr. III, 3. 
gestum seribit Suetonius, unde notari potest, quanti roboris gens Ger- 
manorum fuerit, que in summa auctoritate Roman i imperii tantam 
5 stragem Romani militis dederit. 

Cap. 11. 

De Ratispona metropoli Baioarie et eius 

n m i II i b u s. Kremsm. 86. 

Amr.8u.o0i, 
Tibeiius itaque Victor Baioariam ingressus Noricum urbem eins Ebran 18 it. 

10 metropol im instauravit et ampliavit ac suo nomine ampliavit ». Sane Füetr. 15. 
Ratisbona insignis et memorie digna urbs ac libera, ad ripan Danubii Schedel 
sita, Baioarie olim metropolis. Hanc regionem antiquitus Norici tenuere. XCVII. 
Ornatu vero Ratispona ceteras Baioarie urbes antecellit. Ratis- 
bonensis itaque episcopatus olim clarissimus fuit. Cui et totaBohemia 

lösubiecta erat. Hec urbs preter vetustissimum nomen, quo pri-^^ r _ s u - 
mum Noricus a Norico Herculis filio dicebatur, ut supra l x(7 VIL 
habetur capitulo 5., Septem aliis nominibus insignita fuit, quibus 
in suis iuribus et libertatibus claruit, sicut colligitur ex chronica magistri Andr. 8. 
Conradi de Monte puellarumb canonici Ratisponensis ecclesie, qui floruit 

20 tempore Caroli IV. Romani imperatoris et Bohemie regis. Primo a Schedel 
sui conditore Tibernia vel Tiburina dicebatur. Tiberius enim Livie XCVII. 
Augusti uxoris [F. 22'] filius et ipsius Augusti prevignusc. Quem cum 
Augustus in filium adoptasset, mox magno exercitu comparato contra 
Noricos et Vindelicos misit. Qui eos in prelio superavit, ut supra 

25 dictum est, et hanc urbem apud Noricos edificavit vel pocius in- Füetr. 15. 
stauravit biennio vel quasi ante Christi incarnacionem 2 . 
Secundo urbs Qu ad rata longo tempore dicta, quoniam ad quadratam Andr. 8 u. 
figuram ex quadratis lapidibus magnis muro circumdata fuit, uti in Schedel 
reliquiis veterum murorum retro S.Paulum cerni potest. Tercio Hyatoepolis XCVII. 

30 vel Hiaspolis ob ruditatem populi agrestis, qui ore hiante, ut rurales finitimi 
faciunt, verba hyancia proferebant, vel ab hyancium aquarum prope 
civitatem confluxu 8 . In latere namque ipsius aquilonari tres fluvii grandes 
et hiantes confluunt, Danubius, Naba et Imber. Quarto Germeinshaim 
a quodam Germano vel Germanico, qui olim eidem urbi auctoritate 

35 Rom an or UTQ prefuit, vel a Germanis populis, qui ibidem confluere et 
eam frequentare solebant. Quinta Reginopolis, quia reges et principes 
Roman o r um olim in e a d em ci vi täte celebrabant sue regie et imperatorie 
maiestatia solennitates et convenciones, condebant et publicabant ibi 
lege» et rei publice utilitates, unde hodie principum et prelatorum eccle- 

40 siasticorum et temporalium curtes et domus regie includuntur muris 

» so Hs.; richtig wäre vocavit (nach Kremsm.) oder nuncupavit 
(nach Andr.). b Aventinus am Rand: Chunradus Maidenberg. c so Hs. 

1 S. 22. 

1 Andr. 8 und 507 dagegen: anno effusionis sanguinis Christi. 
45 Die obige Zeitangabe im Zusammenhang mit jener auf S. 28, Z. 8. 

* Oben S. 24, Z. 26 eine dritte, abweichende Erklärung dieses Namens. 

n f~*rtonl - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 30 — 

civitatis [F. 28] eiusdem, ut aree, turres e t excelsa edificia magnatorum 
ostendunt Sexto Imbripolis a fluvio, cum Imber fluvius septentrionetn 
versus in Danubium fluit, et vernacula lingua hoc Domen Regenspurg 
aduc servat. Cum in tali confluxu olim civitas incepta fuit, igitur sie 
nominata est. Sed maturiori consilio ultra Danubium translata est ad 5 

Andr. 9. littus Danubii australe sive meridianum. Septimo Ratisbona dicitur, 
quia, cum exerevisset bonoribue et divieiis, mereimonia ibi confluebant 
quam plurima et undeeunque ratibus sive navibus afferebantur, rata? 
huiusmodi ibidem in porticu deponebantur, vel ideo quia, priusquam 
pons ibi super Danubio fieret , rates crebro propter multitudinem 10 
negociatorum transitu et accessu frequentabantur vel quia Carolus 
Magnus, cum debellaturus esset populum eiusdem civitatis, rates super 
Danubio fluvio propter exercitus suos transituros crebra congerie cumu- 
labat, vel ideo Ratispona bodie dicitur, quia rate, id est firmiter, posita 
Schede! est et firrais edifieiis roborata et firmissimo ponte lapideo decorat a. 15 

XCVIlLj) e q U0 ßcribitur: 
Andr. 56 u. p ong fi er i cepit, domini dum annus ineepit 

xovhi Mille centenis decem senique denis. 

Sehedel Post expugnacionem siquidem Carol i Magn i hec inclita 

XCVÜL wbs magnuni incrementum aeeepit. Basilica quoque decoratur episcopali 20 
summo in ho- [F. 23 1 ] nore S. Petri dicata, prius ob fraternitatem canoni- 
eomm Ratisponensium et Bemensium ecclesia S. Bemigii appellata, opus 
preclarissimum in urbe nondum completum, et cenobio S. Emmerammi 
ordinis S. Benedicti amplissimo. Monasteria dominarum plura habet, 
preeipue superius monasterium virginis gloriose, inferius, in quo divus 2"> 

Krhardus episcopus quiescit. Domus ordinis mendicantium, collegia 
canonicorura, plures in civitate domus consecratas ecclesias haben t et 
proprios sacerdotes. Ornatur et hec civitas glorioso martyreS.Emmerammo 
episcopo et S. Wolfgango eius loci undeeimo episcopo, qui mira apud 
eos gessit monasteriumque 8. Pauli construxit. Albertus quoque Magnus 30 
omnium doctrinarum peritissimus apud eos episcopatum rexit. Ideo de 
his patronis per Batisponensen scribitur: 

Gaude, Batispona, super excellencia dona. 

Coneludis duo bis in te gratissima nobis 

Corpora sanetomm. Sacer est Dyonisius horum 35 

In numero primus, Emmerammus laude nee iraus, 

Wolfgangus, Erhardus, neuter medicamine tardus. 

Quatuor istorum preeibus neenon aliorum 

Hie contentorum ducamur ad astra polorum. 

Gap. 12. 40 

De Nuremberga. 

Schedd C. Nuremberga urbs tota Germania et apud exteras gentes nomina- 

tissima [F. 24] celeberrimaque, emporium Germanie amplissimum , magnificis 
operibus publicis et privatis ornata. Arx regia in colle urbi supereminet 
vetustissima, ex qua intra urbem et extra prospectus est. A qua civitatis 45 
nomen ortum fuisse quidam arbitrantur, quam plerique a Tiberio Nerone 
imperatore post Tiberine construccionem conditam aut a Druso Nerone 
fratre suo, qui Germanos devicit, denominatam dieunt Nerobergam. 
Tiberius enim cesar genus paternum a Tiberio Nerone trahit, qui Liviam 



r^rtrtrtlr- Original frorm 

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— 31 — 

Druaillam, ut Suetonius Tranquiüua acribit, gravidam et ante iam apad 
se filiam enixani petenti Augusto conceasit nee multo poet diem obiit 
utroque liberorum superstite, Tiberio Drusoque Neronibua. Inter cog- 
nomina et Neronis aaaumpsit, quod significat lingua sabina fortis et 
5 atrennuua. Tiberius post hec eomatam Galliam rexit et barbarorum 
ineursionibus et prineipum discordia inquietam. Ex hinc rhetieuni 
vindelicumque bellum, inde pannonicum indeque germanicum geasit. 
Rbetico atque vindelico gentes alpinas, pannonico Brennoe et Dalmatas 
aubegit, germanico 40 milia dediticiorum traiecit in Gaüiam iuxtaque 

10 ripam Rbeni sedibus assignatis* collocavit x . Qua* ob res [F. 24* ] et 
ovanB et curru urbem ingressus est triumphalibus ornamentia ornatus. 
Cui postea glorie amplior cumulus accessit toto Iilirico, quod intra 
Italiam regnumque noricum etTraciam et Macedoniam interque Danubium 
flumen et sinum marie adriatici patet, perdomito et in dedicionem redacto. 

15 late Claudius Tiberius Nero, ut Eutropius tradit, prudens in armis 
satisque fortunatus ante assumptum imperium fuit Et civitatis suo 
nomine appeliari iusait Vetustissimi tarnen hiatoricorum Codices litteria 
Bcripti pervetustia eam arcem Castruin Noricum appellant a duce 
Norico primum construetum* 9 . ItemRomani, ut hosten podt Alpin m 

20 saltua meatuaque inaidentea ab ineuraibua prohiberent , in collibua et 
cumufis norice ac pleriaque regionibua Germanie arcea extruxerunt. Cum 
in noricia, ut Strabo graviasimuB autor tradit, et Thauriaci habitent, 
borum omnium impudentiasimas ineuraacionea repreaait Tiberius et eiua 
frater Druaua estate una. Per tota Alpium ipaarum montana quidam 

25 terrarum extant cumuli, qui comode coli valeant, valleeque bene condite. 
De quo niemini t Virgilius in fine 3. libri georgicorum: 
Tunc sciat aerias Alpes et norica si quis 
Castella in tumulia. 
Ea presidia posuerunt, que Germanoa a rebellione [F. 25] et 

30 motibua deterrerent Habet itaque hec unicum verticem, in qua Yetu- 
atiasimum caatellum urbis pro custodia conatruclum est. 

Piua papa IT. scribit: 1 De Nuremberga dubium, Franconie an 
Baioarie cedat. Ipsum nomen indicat ad Baioarios urbem pertinere 
Normberga enim noricum montem significat Ob quam rem patet. 

35 Noricorum civitatem f uiase , Noricia autem Baioarios aueeeesisse. Ea 
nunc porcio terre Baioarie, que inter Danubium et Normbergam iacet, 
Noricum appellatur. Ciritas tarnen in diocesi Babenbergensi, que ad 
Francones pertinet, sita. Ipsi Nurembergenses nee Bavari nee Franconea 
videri volunt, sed tercium quoddam aeparatum genus. Urbs ea nobilis 

40 amne Pegnicio interlabitur et in partes duas dividitur ac pontibus lapi- 
deis puleherrimis trahicitur K Jn agro steril i et arenoso condita atque 
ob eam rem industrioso populo ; omnes autem plebei opifices ingeniosissimi 
aut plerumque negociatores prudentiasimi. Cum igitur de nomine ac 
cooditoribuß, qui fuerunt et quibus temporibus, certacio sit et aub iudice 

45 Ha, ea relinquamus, cum de aliia urbibua nedum Italie et Germanie, 

* construeto Hs. *> so Hs. wie die Quelle. 

1 Vgl. oben S. 28, Z. 2. 
1 Vgl. oben S. 23, Änm. 1. 

3 In seiner Europa. Arnpeck, der, wie melirfach erwähnt wurde, 
50 dieses Werk sonst benutzte, schreibt hier aber Schedels Text ab, der ge- 
ringfügige Abweichungen vom Originaltext der Europa Erna Silvios aufweist. 

•±r%\p Original frorn 

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- 32 - 

verum et de Roma matre urbium dubium extai. Nam urbem terre 
marisque dominam, quam nunc Bomani incolunt, ut Dyonisius Hali- 
carnaseus de antiquitate Romanorum *tradit, vetustissimi barbari Siculi 
tenuisse dicuntur. [F. 25'] Qui vero ante hoc fuerint, neque utrum 
habitata sit ab aliis neque utrum deserta fuerit, nemo quicquam habet 5 
certi, quod dicat. Quam aliqui a congregacione hominum, alii a Troianis, 
alii ab Euandro, ceteri a Romulo conditam scribunt etc. Gonatat 
Nurembergam, temporibus Caroli Magni in flore fuisse. Carolus enim 
Magnus rex Francorum, qui talia tamquam multa gerebat , ut simul 
ecclesiam Romanumque Imperium instauraret, Saxonibus domitis Brittoni- 10 
busque gallicis sibi federe caniunctis pacem cum Tassilone Baioariorum 
duce Adriano papa sequestre iniit. Sed cum accersitus Taasilo nee 
accederet nee obsides ex federe promissos mitteret. bellum illi Carolus 
imlixit Ducens in Baioariam copias tripartito distribuit; ipse enim 
cum parte tercia copiarum Nuremberge et in locis finitimia sua firmabat 15 
castra. Cum itaque Carolus prudenti consilio castra firmasset prope 
Nurembergam in formam sui tentorii sacellum construxit. Quod postea 
Leo III. Bummus pontifex, cum ad Carolum properaret, qui apud 
Padebrunnam Saxonie oppidum erat, summa aeeeptus reverencia, pro- 
ceresque dedit, qui honesto illum deducerent comitatu, rediens Romarn 20 
in honore dive Katherine martiris dieavit. 

Ferunt nonnulli eam urbem fuisse olim sub dominio nobilissimi 
comitis Francorum Alberli, qui [F. 26] cum fraude Hattonis episcopi 
Magantini a Ludovico rege obtruncatus, deinde in ius imperii cessisse ; 
postea vero quam in dicionem imperii venit, summa fide, conntancia et 25 
officio Romanum imperium coluit regibusque Romanis fidem constan- 
tissimam semper servavit. In discordia tarnen cesarum calamitates et 
damna gravia pertulit Heinrico enim IV. regnum oecupante filiuB eius 
rex Romanomm per divinam, ut videtur, ulcionem patrem bello per- 
secutus fuerat. Recessit itaque filius in Nurenbergenses fidem genitori 30 
servantes. Auxilio suorum fretus Nurembergam obsessam reeepit, quod 
Otto Frisingensis et Gotifridus Viterbiensis haud ignobiles historici 
scribunt. Idem Heinricus rex Herbipolim petens Erlongo eiecto Robertum 
prefecit, deinde dimissis Saxonibus cum Baioariis Castrum Noricum 
obsidione cingit ipsoque expugnato Ratisponam norici ducatus metropol im 35 
adiit. Quem pater e vestigio subsequens Roberto fugato Erlongum 
restituit. Inde progressus Ratisponensium auxilio filio urbe fugato ibi 
Ulricum pontificem constituit ac Theobaldi marchiam per Bohemos de- 
vastavit. Conradus Suevus, qui defuneto Lothario in Romanorum regem 
declaratus erat ac ducende in Asiam expedicionis snasu divi Bernardi 40 
abbatis Clarevalensis munus assumpeit, eam urbem instauravit et insigne 
monasterium et abbaciam ordinis divi Benedicti [F. 26*] ad S. Egidium 
nuneupatum in celebriori urbis loco fundavit. Nurembergenses a Conrado 
rege ceterisque Romanis imperatoribus incrementum plurimum habuerunt. 
Nee arbitrandum est eam urbem istius pulchritudinis et amplitudinis a 45 
prineipio instauracionis fui.-se. Verum temporibus Caroli IV. imperatoris 
Romanorum ac a regis Bohemorum maiore ambitu menibus novis aueta 
fuit. Munita nunc extat post alta menia et antemuralia et turres 65 
super 300 estque edibus civium amplissimis et firmissimis exornata et 
in medio ferme Germanie sita. Cives eius cum industriosi sint f legibus fto 
imperialibus instrueti senatum et magistratus ordinem haben t a plebe 

* a Hb. 

C^c\r\c^] ,x Original frorn 

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— 33 — 

distinctum. Vetustioree civee rempublicam adminis tränt; plebs tarnen 
suis rebus studet et publicis minime curiosa est Plures in civitate 
basilice ample et ornatissime extant, et preter parochiales ecclesias celeber- 
rimas S. Sebaldo et S. Laurencio dicatas 4 mendicancium loca magnifici 
5 operis habet, que civee diversis temporibus edificavere, monialesque sacre 
virgines ad divain Katherinam et S. Ciaram monasteria haben t. Cruciferi 
ordinis Theutonicorum spaciosa urbis loca possident. Extat quoque in 
ea Carthusiense cenobium edificii magnificencia amplissimum et pulcherri- 
mum atque sacratissime virginis Marie sacellum regate [F. 27] in 
10 foro ornatissimum cum fönte pulcherrimo. Gaudet hec insignis urbs 
de suo regio patrono divo Sebaldo — is fuit vita et miraculis clarus — 
et signis imperialibus; pallium enim, enses, sceptrum, poma coronamque 
Caroli Magni Nurembergenses in eorum archivis observant , que in 
coronacione novi regis ob sanctitatem et antiquitatem auctoritate prestant. 
15 Ornat ur quoque quam maxime impreciabili ac divinissima lanoea, que 
Jesu Christi latus in cruce aperuit, ac particula crucis famosissima et 
aliis reliquiis toto orbe celebrandis. Que die 13. post pasce gaudia 
populi frequencia ex variis provinciis summa devocione quotannis visuntur. 
Ideo in eius laudem adiuogitur *: 
20 O decus eximium Norici, Nuremberga serena, 

Urbs celebranda nimis, regia, siderea, 
Tu populosa viris, tu formosissima rerum 
Virtutumque parens, tu religionis amatrix, 
Justiciam sacramque fidem pacemque propinquis 
2"» Antiquasque patrum leges ante omnia servas. 

Cap. 13. 

De Romanorum preside in Baioaria Fabiano et 
de diversis populi norici äff liccionibus. 

Exhinc Roman i hanc provinciam iure prelii possiderunt su&ßbran 18/19. 

30 auctoritate illis presides locantes. Ad hoc facit, quod apud Fund, Teg. 
Juvavuin inter antique urbis ruinas in lapide 17 pedum reperta est hec 495. 
scriptum exsculpta: Tempore Augusti cesaris Fabianus rex Romanorum, 
[F. 27'] Juvavensiura et tocins Germanie, post hunc Antonius, post 
hunc Severus. Exhinc non solum a Romanis, sed eciam a diversis Kremstn. 48. 

35nacionibus populus noricus e«t afflictus, primum a coniunctis sibi 
Gottis et Gepidis, post ab Hunis et Alanis, deinde a Wandalis et Herulis, 
postmodnm a Marcomaanis et Sarmatis, demum ab Avaris, Winulis 
atque Rugis, ad ultimum vero a pessimis Hungaris, a quibus misera 
hec provincia diversis partibus est concussa. 

40 Cap, 14. 

De christiaue fidei primeva origine b in Baioaria. 

Civitas Laureac e n b i s ymmo ecclesia sacrosancta temporibus Kremsm. 95. 
apostoiorum Chris ti ad fidem catholicam est conversa. Nam S.Petrus 
apostolorum princeps e Roma B. Marcuni evangelistam in Aqui- 
45 legiam destinavit, qui ibidem S. Ermachoram sua predicacione 

a adiugitur Hs. b primeva hier wiederholt Hs. 

Quellen u. Erörterungen, N. F. III f 3^ 



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— 34 — 

ad Christi fidem convertit et in episcopum ordinavit. Iste autem 
S. Ermachoras aliis Christi fidem predicans inter ceteros Sirum et 
Euencium convertit, quos in Papiam sive Ticin um direxit. Qui ibidem 
verbum domini seminantes eciam vicinis civitatibus, Veronensi ecilicet 
e t Brixinensi ac Laudanensi *, que Laureacu s dicitur , predicabant. 5 
Itaque pluri b u s civitatibus ad viam veritatis conversis temporibus sueces- 
sivis factus est Aquileie patriarchatus, Laureaci vero archiepiscopatus. 
Item cathalogus archiepiscoporum Laureacensis ecclesie et suffraganeorum 
eius per longa tempora ideo tarn modicus et quasi nullus [F. 28/ 
fuit, quia vel Romanis opprimentibus vel eciam temporibus Attile 10 
regis Himorum, Odoacri regis Rugorum vel Theoderici regis Ostro- 
gothorum obsistentibus paganis metropolis Laureacensis cum suis suffra- 
ganeis ad 200 et eo amplius annos sine sacerdotalis dignitate benediccionis 
erant. Sed Christiani, qui eisdem temporibus ibi habitabant, pauci 
aduc erant et occulte per latebras divinum cultum exercebant. Nam si 15 
qui deprehendebantur, aut acribus verberibus torquebantur aut exilio 
48 u. 86. pellebantur. Incole vero misere Baioarie tirannidi cedentes Romanorum 
vel terre Sterilität i vel seviciam Ostrogothorum aut Hunorum 1 
fugientes b in exilium secesserunt et Neapolim transierunt. As»umptis 
secum omnibus suis rebus tarn in privilegiis quam i n sanctorum suorum 20 
reliquiis sive i n aliis viaticis corporalibus, que abducere valebant, ibi d e m 
multo tempore latitabant 

Sane ßomani Baioaria ad nutum potiti, ut supra- 
dictum est, ibidem presides et officiales Romani imperii et 
senatus locaverunt, de quorum numero hos infra scriptos25 
posui. 

Cap. 15. 

De preside Philippo. 

Lbran 37. Phllippus preses in Baioariam a Maximino* cesare missus. Qui 

Otto Frü., Maximinus tercio imperii sui anno Aquilegie interficitur. C u i Gordianus 30 

Chr. 111, 31. in imperio successit. Qui c fraude suorum oppressis Persis super 

111 \ 32. Eufraten anno ab incarnacione 237. interficitur, et hie Marcus Julius 

111,33 u. Philippus favore amicorum suorum impeiium [F. 29] sortitur unacum 

Ebran 37. filio suo Gaio Julio Saturnino Philippo. Hie Pannonius primus 

Frut. 108. imperator u m Christianus fuit. Anno imperii eius 3. millesimus ab urbe 35 

^"° Jr'i 8 '' condita impletus annus cum omni gaudio magnificis ludis ab imperatore 

r * ' * celebratur , ut olim Valerius Publicola de causa in centum 

instituit. H i c inter penitentes in vigilia pasce cum magna humilitate 
111 34. culp*s abluit Demum fraude Decii Verone cum filio suo Philippo 
Frut. 108. Rome necatur relinquens filium septennem S.Quirinum nomine, 40 
A id* pV q u * BU b Claudio martirium constanter complevit. Cuius corpus 

(Fund. Teg.J 

* Laudauensi Hs. *> fugiens Hs. c quo Hs 

1 Die Worte aut Hunorum stammen nicht aus der Quelle von 
Kremsmünstcr. Vielleicht liegt Füetrer %u Gründe, der (8. 16 und 50) die 
Ostgoten mit den Ungarn gleichsetzt: Ostrogotten, yetz Ungern. 45 

* S. 28 und 33. 

3 Ebran: von dem Kaiser Maximiano. 

n {^r\r\nl " Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 85 — 

in cenobioTegeniBee ordinis divi Benedicti Frisingensis diocesis 
quiescit. Denique, ut colligitur ex legenda S. Maximiliani, 
videtur, quod prefatus Philippus habuerit adhuc alium filium 
seniorem similiter nomine Quirinum. In qua sie legitur: 
5 Cum Laureacensis episeepus Eutherius * ad dominum m igrasset, Vita S. Max. 
successit ei B.Quirinus filius illuetris Philipp! senioris, qui dominus fuitc- #* 
Pannonie inferioris, id est unius partis Hungarie, et superioris, id 

est huius provincie usque ad Augustam. Sed f actus imperator 

et Christian us unacum filio suo Philippo totum Patrimonium 
10 su um a man mediterraneo, quod per Liburniam Pannonias dividit etc. 24. 

tenditab Oriente versus ooeidentem usque ad flu vi um MegOg 1 , 

quem Germani Licuro vocant, versus septentrion em usque ad u. Krems m. 

Ode mm, versus meridiem usque ad Liburniam, qua Traba flumen 14 u. 33. 

[F. 29] percurrit, de consensu filii sui et coheredis S. Quirini c. 6. 
löecclesie Laureacensi liberaliter contulerunt. Tandem, postquam e . 7. 

aliquot annos eandem ecclesiam feliciter g über nässet, S. Quirinus 

assumptus est ad ecclesiam Aquilegiensem pro priraate, in qua multa 

pro Christo passus has patrias, id est Patrimonium ecclesie 
Laureacensis, toto vite sue tempore pro posse defendit,. 
20quoadusque suspectus Dyocleciano imperatori ex eo, quod fueratc. 23. 
filius et frater duorum imperatorum predecessorum suorum occasione 
fidei niartirio coronatus est. 

Alii dieunt, quod Philippus Pataviam fundaverit. Ebran 38. 

Cap. 16. 
25 De Aquilegia civitate, de qua mencio fit. 

Aquileia urbium quondam Italic transpadane primaria potentissima- Sohedel LI. 
que atque eciam pulcherrima, a mari aliquantisper semota, nostro eciam 
seculo pene derelieta, per hec tempora Carino historico teste a quodam 
Troiano nomine Equilo e Troia cum aliis pulso condicionis sue prineipium 

30sunipsit, et a se Aquileiam nominavit, vel ut magister in historiis ait: 
Aquileia quasi b aquis ligata cognomentum aeeepit. Nunc autem preter 
sacerdotes canonicos numero haud quamque multos ornatissima spe- 
ciosissimaque in basilica divine facienda rei additos , preter pastores 
piscatoresque rarissimoe nulli nunc incolunt populi, ut vix castellulum 

<&tanta olim urbs nunc possit appellari. Suntque et ecclesia superius 
[F. 29* J dieta et patriarchale atrium et muri oppidulo circumdueti et 
monaaterium virginibus deputatum, Poponispatriarcheoperumreliquie etc. 2 
Auxit autem mirabili incremento et immense ditavit Aquileiam orien- 
talium oeeidentaliumque mereimoniorum mutua comportacio ibidem 

40instituta, quod nullus Aquileia locus alter circa adriaticum mare fuit, 
in cuius portu et divereorio occidentales orientaleeque pro commutandis, 
raercandis coemendisque et vendendis invicem rebus convenirent. Hec 

a Etheriuß Hs. b quais H$. 

1 Wo liefest der Lech Megog? Die Kremsmünsterer Quelle sagt: 

4oLicoas. 

7 Ein Abschnitt der Quelle wurde van Arnpeck hier toeggelassen. 

3* 

* «^ =, ] ... Original from 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 36 — 

cum multo tempore floruerit, postremo ab Attila rege omnino diruta 
fuit. Cuius incole Venecias convolantes rem Venetam mirum in modum 
auxeruDt. Hanc autem celebrem civitatem evangelista Marcus, dum 
a B. Petro apostolorum Christi principe in Alexandriam mitteretur, 
navigaturus naves illic ex more operiretur, Aquileienses ad Christi fidem 5 
convertit. Sanctum quoque evangelium suum, cuius codex manu 
exaratus sua Veneciis nunc veneratissime servatur. Hermacorasque et 
ipse sanctus ad Marci predicacionem conversus a B. Petro Aquileie et 
omnis Venecie prothopresul institutus omnem eam regionem deo nostro 
lucratus est. Quem Nero imperator et simul Fortunatum subdyaconem 10 
securi percussit. Fuit et Aquileiensis [F. 30] Chromacius, ad quem 
gloriosus Hieronimus multa scripsit, et Ruffinus presbyter latinis grecis- 
que litteris adeo eruditus, ut eius, que extant, tum opera tum trans- 
laciones nullis cuius qu am ecclesie doctoris operibus secundas eloquencia 
ornatuque ducamus. 15 

Cap. 17. 

De Eiulasio preside et S. Maximiliano. 

Vita S. Max. Eiulasius preses 1 a cesare Car o de Narbona, qui cepit 

c. /Ö.anno Christi 288., missus in civitatem Celeyam, que cum aliis 

Romanis sub tributo serviebat, ut illos fines ab Hunorum, 20 

Sicambriorum , PannOIliorum Tartarorum que atque alia rum 

c. 2.gencium orientalium insultibus defenderet Celeya autem olim 

potens et maxima civitas fuit, ut ipsius vestigia indicant, que 

propter sui potenciam minor Troia appellata est, modo autem 

c. 11. Villa ad S. Petronellam VOcatur. Hanc civitatem ingressus25 

Christianos ad sacrificandum idolo Martis compulit Quod 

audi en s B. Maximilian us divina inspirante gracia intrepidus illuc 

c. 12, venit et constanter tirannum arguit et habita de Christi fide 

c, /4,multa disputacione, cum Marti saerifieium offerre nollet, 

ductus ad ipsius pbanum extra urbis muros capite * truncatus 30 

c. 1 — 3. est. Fuit autem S. Maximilianus gener e nobilis, natus in civitate 

Celeya a , que erat ex 22 civitatibu's una, famosa satis, subiecta 

o. 4. ecclesie metropoli seu archiepiscopalj Laureacensi. Cum Septem 

esset annorum, traditus est cuidam presbytero [F. 30'] nomine 

Oronio *>, ut artibus instrueretur liberalibus. Cui in omnibus35 

obedivit et mirabiliter profecit. Sed cum esset tredecim 

annorum, pater eius moritur, et iterum post sex annos mater 

eius vidua diem conclusit extremum. Ipse vero orbatus paren- 

c 7. tibus in sinum pauperum thesauros temporales abscondit. Cum 

autem S. Quirinus de Laureacensi ecclesia in Aquilegiensis ecclesie 40 

primatem assumptus fuisset, Maximilianus omni um votis in archi- 

c. 8. episcopum Laureacensem eligitur, invitus tarnen consensit. Romam 

c. 9. proficiscitur a B. Bixto papa investitus. In vinea domini annis 2 5 

c. W.vel quasi fecundus multa prole fideliter laboravit, tandem, 

Ut SUpra dictum est, martyrio laureatur. 45 

a Aventinus am Rand: Carnutum. *> so 77s. 

1 tyrannus, abusive dictus iudex, sagt die Quell*. 
9 Die Vita sagt nur: occiderunt eum. 



byG< 



[p Original frorm 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 37 — 

Cap. 18. 
De Laureaco. 
Laureacus autera quoDdam fuit civitas maxima et sedes 
metropolitica, nunc solum ipsius castrum dicitur Anesus a 
5 perlabente flumine. Que civitas ab Hunis destructa et in 
nihilum redacta ac desolata relictaque dicitur. Extat tarnen 
non longe ab opido parrochialis ecclesia, que aduc ab 
incolis vetusto nomine Lorich vulgo vocitatur. Et habuitFtfa s. Max. 

sub se 22 ecclesias suffraganeas , ab inferiu» sursum computando Ca 2 u. 24 u. 

10 que fuerunt: Petovia* 1 , Celegia*, Gradusolium b I 3 , Liburnia — est re ™ sm * 
in Karinthia modo et vocatur Soli um — , Sabona, Pannonia *>, 
Rabaputina 4 , Austria*, Faviana, que modo Wienna dicitur, Laureacum, 
Palencia 8 , Patavia, [F. 31 J Frixinia 7 alias Frisinga, per Mesias 
autem sive Babariam et Sueviam c Randanetraba b 8 , Cecralania *> B , 

15 VetTania 10 , Krutinia 11 , Bissegrada 13 alias in Moravia, Imbripolis 
aive Ratispona et Herbipolis. Ecce pro multa parte loca ista 

nobis ignota sunt, quia per Atilam regem Hunorum destructa. 

Harum omnium iste sanctus pontifex 1 * pater fuit et tanteC/ ^ a 
multi tudinis in spiri tualibus pastor et vita, doctrina mori-^' MaXm 

20busque doctor egregius etc. Ex his iam dictis clare patet, 
quod christiana fides ante 1207 14 annos in Baioaria floruit. 

a lieber den folgenden Städtenamen sind von anderer Hand die 
Ziffern 1 — 23 eingeschrieben; Gradusolium ist hiebei mit 3 und 4 be- 
zeichnet, ebenso Rabaputina mit 8 und 9 ; beide sind also nicht als je 
25 ein Name, sonder als xttei gelesen. b so Hs. c sive Bavaria Suevia et Hs. ; 
wohl xu verbessern wie oben. 

I Die Quellen: Betonia. 
7 Quellen : Celeia. 

3 Vita S. Max.: Gradus- Solium, id estSol; Kremsm. 14: Gradus, 
30golium, 34: Gradus, Folium. 

4 Vita S. Max.: Raba, Putuina; Kremsm.: Raba, Putima. 

* Kremsm. : Asturia. 

* Vita S. Max. : Valencia, id est Wels ; Kremsm. 14 : Valentia, 
34: Valencia. 

35 7 So auch Vita S. Max. ; Kremsm. : Frixima. 

* Vita S. Max.: Tyrana, id estTirna, Nitraba; Kremsm.: Tyrana, 
Nytraba. 

9 Vita S. Max.: Seclavia, id est Ygla; Kremsm. 14: Sedavia, 
34 : Seclavia. 
40 J o Vita S. Max.: Vestrana, id est Weitra; Kremsm. 14: Vetravia, 

34 : Vetrava. 

11 Vita S. Max.: Curina; Kremsm. : Curima. 

II VitaS. Max.: Wissegrada, id est Prag; Kremsm. 14: Wissegrada, 
34: Wyssegrada. 

45 i* Der hl. Maximilian, dessen Name in diesem Kapitel xicar nicht 

genannt ist, dessen Lebensbeschreibung aber hier xu Gründe liegt. 

14 Gerechnet ist offenbar von der am Anfang des 17. Kapitels ge- 
nannten Jahresxahl 288 an, so dass sich als Zeit der Niederschrift der 
obigen Worte das Jahr 1495 ergibt 

n f^nnol ■ Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 38 — 

Cap. 19. 

De preside Aquilino, sub quo S. Florianus, et de 
iudice Gaio, sub quo a S. Affra cum puellis suis 
Pas*. S.Flor. 1 passi sunt. 

Chron. 111,45. Pres es Aquilinus a Diocleciano imperatore, quiCarode5 

Pas*. S. Flor. Narbona successit in imperio circa annos Christi 290, missUS est 
ad Noricum ripense. Ingressus in castrum Laureacensium vehementer 
cepit inquirere Christianos, et comprehensi sunt 40, qui multis suppliciis 
excruciati missi sunt in carcerem. Qu od audiens B. Florianus princeps 
officii milicie habitans apud Cecium civitatem, que modo VulgO 10 
Zeisselmaur VOCatur 2 , ultro Laureacum accessit et comprehensus 
exuitans pro Christi nomine iussu presidis Aquilini in flumine 
Pass. S.Afrae* Aneso submersus coronam martirii accepit. 

u. Otto Fris., Ea siquidem tempestate Gaius iudex apud Bheciam pro- 

Chron. III, 45. vinciam in civitate Augusta eciam sub [F. 8V] Diocleciano im- 15 
peratore omnes Christianos pro Christi nomine variis afflixit 
suppliciis. Inter quos B. Affram cum suis puellis ac matre Hilaria 
aliisque 25 4 martirio Corona v it. 

Cap. 20. 

De Adalgero duce Baioarie et de Detrico preside20 

Germanie. 

Kremsrn. 87. Adelgerus dux Baioarie rebellans Romanis cesarem 

Severum cum suis in campo Brixinensi viriiiter prostravit. 

Ut autem clarescat, quis iste Severus fuerit, sciendum, 
Otto Fris., quod relicto imperio ab Augustis Diocleciano et Maximiniano 25 
Chr. III , 46. Qalerius e t Constancius, qui ab ipsis cesares lecti erant, imperium dividunt. 
Galerius Illiricum, Asiam et pene totum orientem obtinuit, Constancio 
ltalia, Affrica, Gallia sorte devenit Sed Constancius vir suavissimus 
Gallia ac Hispania contentus ceteras Galerio reliquit terra*. Q u i duos 
fecit cesare**, Maximinum in Oriente, Severum in Italia, ipse vero Illiricum, 30 

id est Sclavoniam, sibi retinuit. Hie est ille Severus, de 
quo supra dictum est. 
Frut. 111. Qui tandem a Galerio Augusto cum exercitu Romam missus. 

Sed dum urbem obsideret, fraude militum, qui Maxencium de- 
legerant, circumventus fuit et, cum Ravennam fugere tentasset, 35 

a fehlt Hs. 

1 Passio S. Floriani. Mon. Germ., SS. Her. Merov. 3,68 und 
Neuausgabe von Krusch im Neuen Archiv 28, 386. 

* Vgl. Mon. Oerm. a. a. 0. S. 68, Anm. 1, wo mit Mommsen 
Cetium als Mautern erklärt wird, während B. Sepp, Zur Florianslegende 40 
S. 11 es in Zeisetmauer sucht. Arnpecks Angabe geht auf Ebran 38 
xurück: der wont in der stat Corium, das ist Zeysselmawr. 

3 Passio S. Afrae. Mon. Oerm. a. a. 0. S. 61. 

4 Diese Zahl weder in der Passio S. Afrae noch bei Otto; bei 
letzterem heust es aliisque compluribus. 45 

n C^rtonl - Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 39 — 
oocißuB est circa annum Christi 308. Nimirum predicta victoria 

DOn Obstante populus Baioariorum a Constantino* et Juliano Ro- Kremsm. 48. 
manorum imperatoribus Herum subiugatus reperitur. 

[F.32] Detricus de Verona Almanus pres es Germanie a Romanis Thurocx 1 
5institutu8 cum Hungaris Pannonias intrantibus bis fortiteri H v. 
pugnavit t>, sed tandem post plura bella relictis Romanis Atilej y *. 
Hunorum regi adhesit, qui eius persuasu et instigacione 
totam Germania m devastavit. De hoc Detrico, similiter de 

rege Atila plura si scire velis, reperies in chronica Hun- 
10 garorum *, que de eisdem in pluribus capitulis lacius narrafc. 

Cap. 21. 
De S. Severino confessore. 

Tempore namque, quo Attila Hunorum rex defunctus est, Vita S. Sev.* 

15 utraque Pannonia ceteraque confinia Danubii regibusc turbabantur c, 1. 
ambiguis. Tunc itaque sanctissimus dei famulus devotinus«* in vicino 
Norici ripensis et Pannoniorum © partibus, quod Asturis * dieitur, opido 
morabatur, omni vir tute adornatus. Quadam die ad ecclesiam ex 
more processit, ciero et civibus cepit predicere, ut hostium imminentes 

20 insidias oracionibus et ieiuniis ac misericordie fructibus precaverent. 
Sed animo contumaces et desideriis carnalibus inclinati predicentis 
oracula infidelitatis discrimine probaverunt. Famulus verodeiSeverinus 
reversus ad hospiciura, quo ab ecclesie cuetode fuerat susceptus, diem 
et boram imminentis excidii prodens: De contumaci, ait, opido et cicius 

25 perituro festinus abecedo. Inde quidem ad proximum, quod Comma- 
genis appellabatur, opidum declinavit. Mox itaque cunctos de salute 
propria desperantes ieiunio et oracionibus hortabatur armari proponens 
antiqua salutis exempla, quibus [F. 32*] proteccio divina populum suum 
contra opinionem omnium mirabiliter libera vit. Cumque salutem omnium 

30 in ipso discriminis articulo promitten ti credere dubitarent, senex, qui 
dudum in Asturis tanti hospitis susceptor extiterat, venit cum portarum 
custodibus solicita interrogacione usus interitum sui opidihabitu verboque 
monstravit adiciens eadem die, qua quidem homo dei predixerat, barba- 
rorum vastacione fuisse deletum. Quo audito soliciti responderunt: 

35 Putas, non est ipse, qui & desperatis rebus dei nobis subsidia policetur ? 
Mox igitur in ecclesia recognito famulo dei senex pedibus eius prostratus 
aiebat ipsius se meritis liberatum, ne cum ceteris opidanis subiret exicium. 
His auditis habitatores opidi memorati incredulitatis veniam postulantes c. 2. 
momtis viri sanctis operibus paruerunt ieiuniisque dediti in ecclesiam 

40 per triduum congregati errata preterita castigabant gemitibus et lamentis. 

» Aventinus am Band: Adalogerion sub Constantino. b intravit Hs. 
c so Hs., tele die Hss.- Klasse R der Vita statt rebus. d so Hs. f sinnlos 
versehrieben. ° Pannorum Hs. * Aventinus am Rand : Astur Neostadium. 
£ quibus Hs. 

45 » Zitiert nach dem Inkunabeldruck von Erhard Ratolt xu Augsburg 

von 1488. 

1 Thurocx Bl. b ii bis e VI. 

3 Eugippii Vita Severini. Denuo rec. Th. Mommsen. S. 11 ff. 

n (^rtonl " Original from 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 40 — 

Die autem tercio cum sacrificii vespertini solenn itas impleretur, ita sunt 
barbari intrinsecus habitantes » exterriti, ut portas sibi Bomanos *> cogerent 
velociter aperire. Exeuntes igitur sie euneti diffugerunt estimantes se 
vicinorum hostium obsidione vallatos auetoquec terrore divinitus noctis 
errore confusi d mutuis se gladiis coneiderunt Tali [F. 33] igitur") 
adversariis intericione consumptis divino plebs servata presidio per sanetum « 

c. 3. virum armis didicit pugnare celestibus. Eodem tempore civitatera nomine 
Favianis seva fames oppreeserat, cuius babitatores unicum sibi remedium 
affore crediderunt, si ex supradicto opido Comegenis * hominera religiosis 
preeibus invitarent. Quos ille ad se venire? prenoscens a domino, ut 10 
cum eis pergeret, amonetur. Quo cum venisset, cepit civibus suadere 
dicens: Penitencie fructibus poteritis a tanta famis pernicie liberari. 
Qui cum talibus proficerent institutis B. Severinus divina revelacione 
cognovit quandam viduam nomine Proculam fruges plurimas oecultasse. 
Quam produetam in medium arguit vehementer. Cur, inquit, nobilissimis 15 
orta natalibus cupiditatis te prebes ancillam et extas avaricie maneipium h , 
que est docente apostolo ydolorum servitus? Ecce domino su ob famulo s 
misericordia consol ante tu, quid de male partis facias, non habebis i , nisi 
frumenta diu negata in Danubii fluenta proieiens humanitatem piseibus * 
exhibeas, quam hominibus denegasti. Quam ob rem subveni tibi pocius 20 
quam pauperibus ex bis, que adbuc existimas Christo esuriente servare. 
Quibus auditis magno pavore mulier perterrita cepit pauperibus servata 
erogare libenter. 
c ' 1- [F. 33'] 8. Severinus iuxta evangelicam apostolicamque doctrinam 

vivens omni pietate et castitate preditus in confessione catholice fidei 25 
venerabile propositum sanetis operibus adimplebat. Cum ergo talibus 
exercieiis roboratus palmam superne vocacionis innocue sequeretur, i n 

e. 19. p atavi a civitate, que inter utraque flumina Enum e t Danubium 
est sita, S. Severinus cellulam fundaverat, eo quod ipse illuc sepius 

c. 22. rogatus a civibus adveniret, basilice exemplum extra muros P atavi e 30 
in loco nomine Poy tro trans Enum fluvium constituto, ubi ipse cellulam 

c. 39. construxerat paucis monachis, cum quibus tarnen matutinas oraciones 
et noctis prineipio propriam psalmodiam solenniter adimplebat. Multa 
futura per dei graciam predicabat, multorum eciam oculta cognoscens 
et 6ingulis remedia, prout poscebat modus egritudinis, providebat. Stratus 35 
eius unum i erat in oratorii pavimento cilicium ; omni tempore ipso, 
quo vestiebatur, amictu, eciam cum quiesceret, utebatur. Nunquam 
ante solis occasum solvit ieiunium nisi certa festivitate. Quadragesime 
vero tempore una refeccione per ebdomadam contentus equali vultus 
hilaritate fulgebat. Aliena quasi propria errata deflens, quibus poterat, 40 

e. 36. presidiis temperabat. In loco Poytro superius memorato quosdam tres 
monachos sui monasterii doctor humilis superbie feditate/'F. 34] respersos, 
dum pro suis excessibus in singulos increpatos durare in pernicie com- 
probasset, oravit, ut eos dominus in adoptionem reeipiens filiorum paterno 
dignaretur flagello corripere. Priusquam ergo oracionem fusis lacrimis 45 
terminaret, uno momento idem mooachi demone corripiente vexati con- 
tumaciam su am voeibus fatebantur. Predictos itaque monachos vir dei 
per dies 40 arduis abstinencie remediis maneipavit, quibus expletis data 

A baborantes Hs. b romanos corr. romanas Hs. c auetaque Hb. 
d conf ugi Hs. e perfectum Hs. f so Hs. s ventum ire Hs. h men- 50 
dacium Hs. * habetis Hs. * piscis Hs. 1 unus Hs. 



byG< 



[p Original frorn 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 41 — 

super eos oracione a poteetate demonis eruit nee solum corporis, ged et 
roentis sanitatem impertitur etc. 

Scribitur etiam in gestis 1 Zenonis imperatoris, qui Otto Fris., 

cepit ab incarnacione domini 476. anno, quod Odoacer genere Rugus \ ndr* 
5 ex ultimi» Pannonie finibus, vir acris ingenü cum Herulis et Turingis 

Italiam contendit Fuerunt autem hi Heruli et Turingi 

exercitus Atile reliquie*. Qui dum aduc per Norioorum inferior u m Otto u. Andr. 

rura vel superiorem Pannoniam duoeret exercitum, cognita fama y\n(Frut.l38)l.e. 

dei Severini Ravennatensium episcopi, qui verbum dei predicans*» iuxta 
10 radices Comagenis cellam construxerat, eum adiit petiturua benediccionem 

eumque de eventu rei consuluit. Qui prophetico ut erat plenus spiritu, Otto /. e. 

omnia, que poetmodum exitus declaravit, veraciter predixit 

[F. 34' ] Sane in vita prefati S. Severini confessoria legttur, Kremsm. 48. 

quod solennes Baioarie civitatee, sei licet Laureacus, Patana, Noricus, 
15 que, ut SUpra dictum est, Ratispona modo vocatur, et Aquilegia 

cum alüs plurimis dissipate sunt, quinymmo seeundum quosdam 3 

preciara Juvavia ac Quinciaua incolis eorum in exilium 

fugientibus, et terra hec ab invasoribus poseessa, post ab ipsis quoque Fund. Teg. 
et in solitudinem redaeta est 493* 

20 fluic igitur primo operi tenninum imponere curavi, ut 

ea, que seeuntur, expedicius exequar. 

Explicit liber primus chronice Baioariorum. 

Incipit liber seeundus. 

* Aventinus am Band: Turingorum meminit Eugypius. b darnach 
25 et Hm. 

1 Wie sie Otto von Fieisitig in seiner Chronik und Andrea* von 
Regensburg (nach Frutolf) erzählen. 

1 Pex, Thes* aneed. IV, 3,366. 

9 Hier darf man tcohl zunächst an die oben unmittelbar benutzte 
30 Vita S. Severini des Eugippius denket*. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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[F. 35] Incipit über secundus. 

Cap. 1. 

De reditu ducis Theodonis eiectis Roraanis, post 
quem ßaioaria principes habere usque bodie non 

desiit. 5 

Kremsm. 48. Tandem anno Christi 508 sub Anastasio imperatore, cum extere 

naciones, scilicet Ostrogothorum et Longobardorum, Italiam intrantes 

Fund.Teg.49S. Romanos infestarent, gens Noricorum et Baioariorum velut nova 

Kremsm. 6 u. generatio cum duce suo Theodone partim eiectis, partim sponte Italiam 

87. repetentibus Romanis ad sedes proprias revertitur, nee amplius in eis 10 
Fund. Teg .493. t*£t& est transmigracio generalis. Erant milites 1000 tantum, omnes 
tante fortitudinis, elegancie ac proceritatis cum duce, ut dissimiles et 
mirabiles omnibus per cireuitum forent Marchias ergo pristinas coluerunt, 
fideles, paeifici, sicut hodie pacaciores Saxonibus extant et Suevis. Mox 
Romain usque cueurrit relaeio, misitque imperator ad ducem exigens 15 
censum. Is aduc mos Romanis erat. Theodo indignans cum turpi 
nuncio nuncium iremisit. Attamen suadentibus amicis e vestigio Romam 
cum 300 militibus venit Imperator dolose cum paucis suseeptum pro 
contumelia nuncii sui cesariem et barbam mutilari vestemque preeidi 
super genua iussit. Quid faceret inter tantos, quoniam parum tuta per 20 
se ipsam probitas est per Salustium? Dissimulat interim. Dimittitur 
cum composicione [F. 35*] ad suos. Consiliarium oecupat veteranum, 
cuius consilio ierat. Quid agimus, inquit, cum tanto dedecore ad noetroe 
referri non aussim? Bavariis viverem? Ignaviam confusioni prescribent. 
At ille respondit : Que inhonesta sunt nostra, abundanciorem honestatem 25 
habebunt Ecce multarum gencium auxiliis proximum bellum in hostem 
iam parant Romani. Jüngere subsidio et vadens ad tuos hoc signo tuo 
ad discrecionem omnes Romanis aquilis affuturos denuncies. Hoc erit 
tibi in velamen. Incipe; virtus finiet. Fecit, ut dixerat, et palliato 
negocio per suosque socios habitu, quem aeeeperat a Romanis, castris 30 
adduxit, et ingravato hello acies Baioariorum vicit. Romanus imperator 
pro victoria Baioarios maxima peeunia replens insuper tributum pluribus 
annis remisit. Quibus finitis palatinum pretorem honoris causa misit 
ad ducem exigens censum. Theodo sciens, quid protulit, comprehensum 
legatarium pro obside inclusit, sed honesta, mandatque per clientem 35 
imperatori parabolam hanc dicens : Cervus in saltum accesserat, cornuum 
acie, pedum volatu fidens, et dominans ursus eodem regnabat quam 
acer, cui dedicionem profitentur omnes bestie. Solus cervus contemnit. 
Ursua etsi forciorem se, velociorem tarnen cervum non nesciens, persequi 
dissimulat. Vulpis convento urso adulatur dicens incongrue cervum [F. 36] 40 
solum insubiectum restare. Vulpi ursus negocium credit. Vulpis collo- 
quio cervum ad obedienciam flectens ad ursi palacium ducit Quem 
ille insiliens laceravit, vulneravit. Cervus tarnen ad pristinam libertatem 
evasit Confusior finis prineipio. Mittitur denuo pro iusticia vulpis ad 



k r^nr^nlp Original fronn 

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— 43 — 

cervum. Cui respondit: Semel didici. Maneat sibi ursus cum suis. 
Liber ero deinceps manibus perfidi. Hie ego cervus nee vultum irapera- 
toris ultra nee censum dignabor. Audito nuncio Romani cum principe 
Noriciß bellum denunciant Theodo cum suis Ötingam se conferens, 
5 ubi sedes ducaius hactenus fuit, allueit dicens: Hie me, qui querit, in« 
veniet. Cumque proximasset infinitus exercitus, Theodo suspicans pauci- 
tatem suorum, ne qui timidi tantoe expavescerent, interdicit penitus 
exploratores. Pugnatur deinde a dueibus imperatoris. Quos nimia cede 
vicerunt Baioarii quasi nullo amissa Secundum bellum apud Poren * 
10 per semet Justin u s l imperator sudavit Norici cum multo sanguine 

vineunt anno domini 520. prostratis hoetibus et fugatis. Exhinc ergo Kremsm. 48. 
tarn viribus quam dignitatibus adeo profecerunt Baioarii , uteorum"'* 
ducaius ad regiam Bürgeret poies tatem et essent federati Ijongobardis 

[F. 36 l ] pariter atque Francis. De quibus in ordine dueum plenius 
15 SCribere curabo. Postea anno domini 53 7.* predictus Theodo dux 6 u. 48. 
post gentiB sue reditum in Baioariam anno 30. est defunetus. Cui 
filius eius Udo succeasit. 

Cap. 2. 

De dueibus Baioarie Udone et Teodebaldo 
20 ac Garibaldo regeque Tassilone. 

Udo dux Baioarie patri suo Theodoni successit. Anno Kremsm. 
ducatus sui 28. 8 » Christi autem anno 565. ultimum diem clausit. 6 u. 48. 

Theodebaldus 4 dux Baioarie anno Christi 566. 5 Italiam armata 
manu intrans omnes Gothos ab ea expulit. 
25 Garibaldus * cum filio suo Baioarie ducatum oecupat anno 

domini 5 7 7 7 . 

Tassilonem Hildibertus Francorum rex Baioarie prefecit Gari- 
baldo 8 quo n dam et filio eius eiectis anno domini 580. 

Cap. 3. 

30De Garibaldo rege Baioarie et de nupeiis eius 
filie Teodelinde regine Longobardorum. 

[F. 37] Gaiibaldusb» iterum regnum Bavarie aeeepit Christi Kremsm. 

anno 59 5. 10 Ea tempestate, videlicet anno domini 598. c , ut 5i^ / ar 
legitur in historia Longobardorum libro 3. cap. 30., quam m f 30. 
35 Paulus dyaconus cardinalis descripsit, qui et ymnura: „Ut 

* Atentinus am Rand: Beurn. Purem. Peuren. *> Aventinus am 
Rand : Gerbolsddarph. c so Hs. 

1 Der Name aus Kremsm. 48. 

* Quelle: 532. 
40 * Quelle: 29. 

4 Quelle: Theodobaldus und Theodoaldus. 

* Quelle: 556. 

* Quelle: Gerbaldus. 
1 Quelle: 567. 

45 s Quelle: Gerbaldo. 

9 Quelle: Gerwaldus und Gerbaldus. 
*• Quelle: 598. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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- 44 — 

Joe. Ph. Berg, queant laxis" COmpOSllit, Authariua Flaviua tertius Longobardorum 
P J Dia rex ' e g a * 0fl 8U0B *d Baioariani misit, qui Garibaldi eorum regia filiam 
hl 30 B ^ m ^Ätrimonium peterent. Quoe ille benigne auacipiena Teodelindam 
Frut 144 fil* am 6Uam Authari ae daturum promisit. Qood dum miaai renunciarent 
u Andr Authari, aponsam suam videre cupiena secum elegit paucoa iuvenea 5 
13 u. 508. fortiasimoe et unum fideliasiraum quasi pro domino et cum summa 
festinacione in Baioariam perrexit Cumque in conspectu Garibaldi 
regia atarent et ille, qui quasi senior videbatur, dieta aua complesset, 
dixit Autbari ad regem: Dominus meus Autbari pro ista causa me 
miait, ut videam filiam vestram dominam nostram, ut, qualia ait forma 10 
eius, posaim domino meo renunciare. Qui statim eam venire fecit. Que 
cum placuiaset Authari, dixit ad regem: Si veatre potestati placet 9 de 
manu aua nobia bibere det, sicut et poat hoc facere debebit. Quod 
cum rex fieri iussisset, illa ciphum plenum mero tollens dedit primum 
Uli, qui aenior videbatur, deinde porrigebat Authari nesciena, quis easet. 15 
Ipse vero [F. 37'] postquam bibit et ciphum redderet, nemine vidente 
digito eam tetigit et manum suam per faciem eiua duxit. Que vereeundana 
cum hoc nutrici sue indicaret, nutrix reapondit: Si rex et sponsua tuua 
non easet, te nullo modo tangere preaumpaiaaet. Sed de hoc taceamua, 
ne pater tuus audiat Jste enim, qui talem peraonam habet, dignua20 
eat et imperium habere et te uxorem ducere. Erat enim Authari iuvenis 
puleberrimua et boni statua. Post hec commeatum petentea a rege in 
Paul. Diac. suam patriam perrexerunt. Noricorum aiquidem provincia, ut SUpra l 
IH> 30. j n hllius opuSCUÜ inicio Sat dictum est, quam Baioariorum 

populus inhabitat, habet ab Oriente Pannoniam, ab oeeidente Sueviam y 25 
\Paul. Diac.,* meridie Italiam, ab aquilonis vero parte Danubii fluenta. Authari 
Frut. 145 u. vero cum prope finea Italie pervenisset , concomitantibus aliquibus 
Andr. 14. Bavaris appropinquavit arbori, que iuxta viam stabat, et ae super equo, 
quantum potuit, erexit securimque, quam manu portabat, in ipeam 
arborem impegit ibique dimisit dicena : Taliter ferire aolet Authari. Quo 30 
dicto intellexerunt Bavari, quod ipse Authari esaet. Poat aliquantulum 
temporia turbatus eat Garibaldua rex de adventu Francorum , et 
Theodelinda filia eiua cum fratre auo Gundoaldo fugit in Italiam et 
sponso suo Authari mandavit, ut obviam eis veniret. Qui gavisua eat 
et magnam preparacionem faciena perrexit ad campum auper Veronam, 35 
Frut. 145. qui dicitur Sardis, et eam cum gaudio suseepit. Tunc subito turbatua 
eat aer, et cepit tonare et coruscare fortiter, statimque fulmen percuaait 
Paul. Diae , unum lignum, quod erat poaitum in cluaura regia. Erat autem ibi inter 
Frut. u. alios Longobardoe Agilolphus dux de [F. 38 J civitate Thaurineosi. 
Andr. I. c. Huic unua de pueria auia, neacitur, quo apiritu informatus, aecrete ait : 40 
Mulier iata, quam modo rex tulit uxorem, poat non multum tempua 
tua coniunx erit. Qui iratua ait: Si iterum hec dixeris, caput tuum 
amputabo. Cui ille reapondit: Verum eat, quia caput meum amputare 
poteris, aed et hoc verum eat, quia mulier iata in hanc patriam venit, 
ut coniunx tua ait. Quod et postea Ha factum eat. Autharia igitur 45 
Flaviua poatquam regnaaaet annis 6, annoChriati 590. apud Ticin um 
Joe. Ph. Berg, veneno , ut dieunt, mortuua est* eo anno, quo Theodelindam duxit 
/. X, f. 71 u. 

1 S. 18, Z. 11. 

9 Statt dreier älterer ihm vorliegender Quellen benutzt Arnpeck hier 
eine vierte und fünfte, verwendet die Worte des Jaeobus Phüippus Bergo- 60 
mensis und mischt dazu ausserdem die der Schede? sehen Chronik! 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 45 — 

uxorem. Mortuo namque Autbari rege predicto cum Longobardi de Sehedel GL. 
eleccione futuri regis diu diseordes fuissent, tandem ita convenerunt, ut 
ille ex Longobardis habere tu r rex, quem Theodelinda in virum suum 
eligeret, talem tarnen, qui dignus esset regno. Que cum sapientibus Paul. Diac y 
5 consilio habito elegit sibi maritum Agilolphum Thaurin i ducem, virum Erut; Andr.. 
utique bellicosissimum et prudencia formaque egregium et P° r ^^^J^f/^' 
omnia ad regendum aptum. Cui statim mandavit, ut ad eam veniret, p ^ /w ? 
ipeaque ad castellum, quod Laomellum vocatur, ei obviam perrexit. jy^" u ' 
Qui cum inter se haberent colloquium, regina vinum afferri iussit bibens- Andr. L c. 

10 que ipsa prior dedit Agilolpho. Qui cum acciperet, honorabiliter man um 
eiu8 osculatus est. Que subridens ait: Manum meam osculari non 
debes, quia rex et maritue meus eris, amplexataque est eum ac ei 
omnia manifestavit, que per consilia sapientum de gubernacione regni 
et nuptu ordinata essen t [F. 38 4 ] Inter ea nupcie fiunt cum leticia 

15 magna, et Agilolphus, qui cognatus regis Authari erat, regnare cepit 
in tränte mense Novembre congregatisque Longobardis apud Mediolanum 
in mense Mayo in regno confirmatus est. *Qui regno suscepto con-p aM /. Diac. 
festim cum Cacano Hunorum rege pacem firmavit. Sequenti deinde IV, 12. 1.13.3. 
anno Tridentinorum duce intercedente similiter cum Francorum rege 13 u. Joe Ph. 

20 pacem composuit Postea Munulphum insule 8. Juliani ducem %\Berg.LX,fJl*. 
Zangrulphum* Veronensium ac Gayndulphum*> Bergomensium duces, 
quibus tercio iam pepercerat, superatos interemit. Dominantibus igitur Paul. Dtac. 
per omnem Italiam Longobardis rebusque pacatis dum Gallinicus Ro-IV*3, Andr. tu 
manus patricius civitates, quas Longobardi tenebant *>, invaderet, Sehedel l . c. 

25 Agilulphus rex, qui et Agio dictus est, bellum contra Romanos suseepit. 

E t dum Päd um fluvium transisset et summopere ad obsidionem Romane Andr. 15. 
urbis festinaret, beatissimus Gregorius papa in tan tum territus est, 
ut ab exposicione Ezechielis, sicut ipse ibidem in prineipio omelie prime 
seeunde partis testatur, cessaret. Opidis autem circumquaque captis Sehedel OL. 

30 Romam per annum obsedit et multas Uli clades intulit. Cremonam Paul. Diac 
cepit et usque ad solum demoliri fecit. Montuam expugnans sine/F, 28 u. Joe. 
muris dereliquit. Quo in tempore sapientissimus Gregorius papa pre- Ph.Berg. I. c. 
fatus, postquam alia multa ad utilitatem sanete ecclesie scripeerat, W 5. 
eciam libros 4 de vita sanetorum composuit. Quem codicem dyalogum 

35 vel du a rum locueion u m, quia eum colloquens cum suo dyacono Petro 
ediderat, appellavit. Hos igitur libros prefatus papa Theode-/^ 7 . 39] linde 
regine direxit, quam sciebat utique et Christi fidei deditam et bonis 
operibus esse preeipuam. Cuius leccione ipsa mota Agilulphi animum Sehedel CL. 
ad Christi fidem omissis ydolis cum omnibus Longobardis et ad pacem Legjaurea82 7. 

40 convertit, ut eam S. Gregorius per suas epistolas frequenter monuit «^ ^- Berg. 

Nam in festo SS. Gervasii et Prothasii inter Romanos et Longobardos facta'* ^ n- 

est pax, et ideo B. Gregorius eodem die in officio misse pro introitu Kyn Uiac - 

cantari instituit: Loquetur dominus pacem. In nativitate quoque Johannis T ' ' mäJÖ07 
w .. . ,. . n . • i- ä x * -j • ijeg.aureacidi 

baptiste predictorum pax et conversio amphus firmata est, eidemque regine u jwir. 15. 

45 idem sacerdos venerabilis pro graciarum accione hanc epistolam direxit. p a ul. I>iac. 
a Zangiulphum Hs. b 80 Hb. c tenebat Hs. ' 

1 Im Folgenden sind in der Quelle, dem Jaeobus Philippus Bergo- 
fhensis y leiheeise unrichtig und unter Verwirrung der Zeitfolge, Stellen 
aus verschiedenen Kapiteln der Eistoria Longobardorum vereinigt. Arnpeck 
50 übernimmt die Worte der verschlechterten Quelle, hat aber, wie aus Einxel- 
heilen sich erkennen lässt, auch Paulus LHaconus vor sich gehabt, ohne 
ein kritisches Wort über die Verwirrung xu sagen. 

n C^rtonl - Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 46 — 

Cap. 4. 
Epistola S. Gregorii ad Teodelindam reginam. 

Paul. Diac. Gregorius Theodelinde regine Longobardorum. Quia excellencia 

IV, 9. vestra ad faciendam pacem studiosius et benigne se, sicut solet, im- 
penderit, renunciante filio nostro Probo abbate cognovimus. Nee enim 5 
aliter de christianitate vestra confitendum fuit, nisi quia causa pacia 
laborem et bonitatem vestra m omnibus monstraretis. Unde omnipotenti 
deo gracias agimus, qui ita cor vestrum sua pietate regit, ut, sicut fidem 
reetam tribuit, itaque placita sibi vos semper operari concedat. Non 
enim, excellentissima filia, de sanguine, qui ab utraque parte fundendus 10 
fuerat, parvam te credas adquisisse mercedem. Ex qua re voluntati vestre 
gracias referentes dei nostri misericordiam depreeamur, ut honorum a 
vobis vicem in corpore et in anima hie et in futuro compenset. Salu- 
tantes vos preterea paterna dilectione hortamur, ut apud exceilentissimum 
coniugem vestrum illa agatis, quatenus Christiane reipublice societatem 15 
non rennuat. Nam, sicut et vos scire credimus, [F. 89'] multis modis 
est utile, si se ad eius amiciciam conferre voluerit. Vos ergo more 
vestro, que ad graciam pertinent, semper studete atque, ubi causam 
mercedis ediderit b , elaborate, ut bona vestra amplius ante omnipotentis 
dei oculos commendetis. 20 

Cap. 5. 

Forma epistole S. Gregorii papa ad regem 

Agilulf um. 

Paul. Diac. Qregorius Agilulf o regi. Gratias excellencie vestre refero, quia 

IV, 9* peticionem nostram audientes pacem, quam utrisque partibus esse credimus 25 
profuturam, sicut de vobis confidenciam habuimus, ordinastis. Ex qua 
re excellencie vestre prudenciam et bonitatem valde laudamus c . Vos, 
qui auetor ipsius est, amare monstrastis. Nam si, quod absit, facta 
non fuisset, quid agi habuit, nisi ut cum peccato et periculo parcium 
miserorum rusticorum sanguis, quorum labor utrisque proficit, funderetur? 30 
Sed ut prodesse vobis eandem pacem, quemadmodum a vobis facta est, 
senciamus, paterna caritate vos salutantes petimus, ut, quociens occasio 
se dederit, dueibus vestris per diversa loca et maxime in bis partibus 
constitutis vestris preeipiatis epistolis, ut hanc pacem, sicut promissum 
est, pure custodiant et occasiones alienas** non querant, unde aut 35 
contencio quedam aut ingratitudo nascatur, quatenus voluntati vestre 
agere gratias valeamus. Allatores etiam presencium litterarum sicut 
revera homines vestros in eo, quo deeuit, affectu suseepimus, quia iustum 
fuit, ut homines sapientes et qui pacem faetam deo propicio nuncia verunt, 
cum caritate et suseipere et dimittere deberemus. 40 

Cap. 6. 

Agilulfus rex suasu Theodelinde fidem Christi 

suseepit. 

Paul. Diac. [F. 40] Agilulfus igitur rex uxoris sue Theodelinde 

IV, 6. salubri supplicacione permotus Christi fidem complexus omnia eccle- 45 

a so Hs. *> so, wie ein Teil der Randschriften der Quelle, c Hier 
fehlen sinnstörend einige Worte der Quelle. d so Hs. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitize<J by VrUUglL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 47 — 

siasticornm bona ablata restituit et multas possesaiones ecclesie Christi / x f. *T2t 
largitus est atque episcopos, qui in depressione et abieccione erant, ad PaulDiae.Lc. 
dignitatis solite honorem reduxit ac ad labern diluendam ecclesias multas Joe. Ph. Berg. 
plurimaque monasteria sua impensa fabrieavit et apud Modoeciam/- e. 
5 insigne oppidum in honorem B. Johannis baptiste celeberrimum templum 
ingen ti impensa fabrieavit. Theodelindam autem reginam, eius xixorem, Joe. Ph. Berg. 
Bavarorum regis filiam et sanguinis claritate inclitam fnisse constat. '• r - "• Schedel 
Que etsi in primordio regni sui etate iuvenis formaque speetabilis ac ^ m 
divieüs abundans fuerit, moribus tarnen et caetitate, prudencia, eloquencia 

10 ac religione conspicua fuit. Cuius quidem virtutibus commotus B. Gre- 
gorius eidem dyalogorum libros composuit atque misit, cuius leccione 
ipea mota Agilulphi animum ad religionem et pacem cum omnibus 
Longobardis convertit et mores vitamque eorum mirabiliter composuit. 
Per hanc igitur reginam multum utilitatis ecclesia consecuta est Namflwrf, Dior. 

15pene omnes ecclesiarum substancias Longobardi, cum adhuc gentilitatis / V, 6. 
errore tenerentur, invaserunt. Sed huius salubri consilio reparate 
existunt, sieque hec religiosissima ac christianissima femina Joe. Ph. Berg. 
multorum bonorum causa fuit. Hec quippe preter reliqua pietatis opera '- c > 
monasterium celeberrimum hör tan te 1 S. Columbano abbate apud &r*^k' OL 

20 Bobium civitatem superbissimis edifieiis sua impensa condidit et plurimos 

fundos eidem aasignavit alia que monasteria et templa et quam m&xime Joe. Ph. Berg. 
apud [F. 40' j Modoeciam agri Mediolanensis oppidum in honore' c - 
S. Joannia baptiste, in quem specialem habebat devocionem, cui gentis Andr.15u.509 
sue convereionem asscribens ecclesiam a fundamentis erexit, quam et"' Jac ' lhu 

25prediis aliisque vasis aureis argenteisque plurimis aduc extantibus j^p^ °Ber Q 
ac ornatibus multis exornavit In qua quidem basilica corpus suum ^/^J CL ' 
sepeliri mandavit» Et ex illo ac deineeps propter mulieris exemplom u Andr. 
Longobardi omnes Joannem baptistam in patronum preeipuum suseeperunt. /J u . 509. 
Igitur Agilolf us rex Longobardorum postquam regnavit annis 20, defunetus Frut. 145 u. 

30 est relinquens in regno filium suum Adolandum cum matre Theodelinda. Andr. 15. 

Qui cum 10 annis regnasset, sensum perdidit et eiectus est de regno. 

Hec ex cronica Longobardorum propter ipsani reginam 

Theodelindam hie ponere curavi, licet non infruetuose. Nunc 

igitur congruum reor, ut ad propositum, unde paulisper 

35exivi, regrediar. 

Autharius Flavius, ut SUpra clare dictum est, Theodelindam j^. p^, Berg. 
Garibaldi Bavarorum regis filiam christianissimam duxit uxorem. Quam /. X, f. 71. 
ob rem Hilpericus Francorum rex, qui huic Authari inimicissimus 
erat, in Bavarura furens eum inopinate aggreditur et ex Bavaria expulit. 

40 Qui relicto regno ad generum in Italiam fugit circa annum 
Christi 596. Hie Garibaldus rex Havarie contemporaneus 2 
Foce imperatoris rexit annis 42. Deinde terra Bavarie 
Francis subieeta fuit usque ad tempora Ottonis Saxonis I. 
imperatoris, qui fratrem suum Heinricum Bavarie prefecit. 

45 l Quelle: in bonore statt hortante. 

* Diese und andere vorkommende zeitliche Vergleichupigen sc/ieitä 
Arnpeek an der Hand der von ihm benutzten Quellen selbst vorgenommen 
xu haben, besonders nach den Angaben von Frutolf-Ekkehard und Otto 
von Freising. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 48 — 

Cap. 7. 

De Tassilone eiecto iterato rege Baioarie 
ordinato post regem Garibaldum et de duce 
, „. Grimoaldo. 

Paul. Diac. 

iF, 7. [F. 41] Tassilo hi» diebus ab Hildeberto Francorum rege apud 5 

Kremsm. 6. Baioariam rex ordinatus est; iam secundo regnat in Baioaria. Qui 
Paul. Diac. mox cum exercitu in Sclavorum provinciam introiens patrata victoria 
IV % 7. ad solum proprium cum maxima preda remeavit anno domini 614. 
Kremsm. Idem Tassilo rex Baioarie iam centenarius obiit anno Christi 650. 
6 u. 49. Item Grimoaldus dux Baioariorum constituitur a regibus Francorum 10 
anno domini 651. 

Cap. 8. 

De Theodone Baioarie duce a S. Ruperto 
baptisato et de eodem sancto. 

Kremsm. 

6 u. 49. Tbeodo dux Baioarie per reges Francorum preficitur. Huncj5 

7. 1 8. Rupertus episcopus baptizavit anno Christi 61 6.* sub papa 

Sehedel CLIL Deusdedit et imperatore Eraclio K Sanctus namque Rudbertus ex 
stirpe regum Francorum nobiliter ortus, factus presbyter ab 

Ijeg.S.Rup.*54. Hildeberto Francorum rege anno regni eius secundo in Wormaciensem 
Sc/iedel L c. ecclesiam est subrogatus regend am. Quam cum per annosgQ 
plurimos optime rexisset, post obitum dicti regis a duce Berchario, 
qui ecclesias devastavit, virgis cesus a sede Wormaciensi cum iniuria 

Leg.S.Rup.54. pulsus. Porro Tbeodo Baioariorum dux audiens beati viri sanctitatem 
et miracula, desideravit illum videre. Missis optimatibus suis obnixe 
eum postulabat, quatenus regione m Baioariorum visitare dignaretur et 25 
eis salutifere credulitatis viam insinuare b . Sanctus vero episcopus ubi 
tantec legacionis postulaciones [F 4P] percepit, sciens huiusmodi causam 
ex divina dispensacione procedere gratias celesti clemencie agebat <*, quod 
sedentes in tenebris et umbra auctorem vite, lumen verum, Jesum Christum 
optarent. Itaque cum eisdem legatis sacerdotes suos © quasi radios fidei 30 
ad eundem ducem premisit et ipse non longo temporis spacio interposito 
post eos in Baioariam iter aggreditur. Quod cum prefatus dux audisset, 
magno perfusus gaudio sibi cum procinctu procerum suorum obviam 

properavit et in eorum metropoli, que Hyataspolis tunc dice- 

batur 4 et modo Ratispona, cum summa alacritate illum suscepit. Tunc 35 
55. S. Rudbertus indicto ieiunio celestibus misteriis ducem informavit et in 
fide vera roboravit cultibusque idolorum abrenunciare fecit ac sacro 

a Eradio Hs. *> so wie Hss. der Quelle. c tane Hs. <* aiebat Hs. 
e quos Hs. 

1 Anm. nu 40 

2 Vgl. B. Sepp, Die Berechnungen des Todesjahres des hl. Rupert. 
Oberbayer. Archiv 49, 420. 

3 Quelle ist die sog. Communis legenda S. Rodberti epücopi, xuletxt 
hsg. von Bernhard Sepp, Vita S. Hrodberti primigenia authentica (Ratis- 
bonae 1891), S. 53—59. Auf letztere Ausgabe beziehen sieh die Ziffern 45 
oben am Rand. 

4 Vgl. oben S. 24, Z 26 und S. 29, Z. 29. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 49 - 

fönte regen eravit. Baptizati sunt cum eo optimates a sui et populus 
non modicuB nobilium et ignobilium redemptorem mundi laudantes, 
qui eoe de tenebris in admirabile lumen suum vocare dignatus est. 
Baptizato itaque duce et populo 8. Bupertus navi ascensa per alveura 
5 Danubii vicis et castellis libera voce evangelium Christi predicavit et 
per terminos Noricorum usque ad inferiorem Paunoniam pervenit. 
Idcirco apostolus Baioarie, Austrie, Stirie nuncupatur. inde 
per terram reversus Laur e acensium IF. 42*] urbem intravit, in qua 
multos aqua baptismatis regenerando ab ydolorum cultura convertit et 
10 plures languoribus variis oppressos in nomine domini salvavit. Laureaco 
itaque digressus*» in quocunque loco amplius fervere gentilitatis errorem 
cognovit, illuc intrepidus accessit destruens idola, p r e d i c ans Christi f i d em. 

Cap. 9. 
De Salczeburga metropoli Baioarie. 

15 Salczeburga olim Juvavia et Petena dicta Norici vetustissima Schedel 

civitas nunc metropolis Baioarie, quam tempore Julii ortum habuisse CLII. 
dicunt, non longe ab Alpibus, que olim ad Noricos attinebant, nunc 
confusis omnibus Germanie attribuuntur. Norici enim vicinarum Alpium 
incole, ut Plinius scribit, Thaurisci olim dicti sunt. Hoc quoque tempore 

20 circa Carnos in plurimis Germanie oris sunt incole, qui Thauri dicuntur. 
Cimbris enim Illiricum tentantibus haud longe a Norico, qui in Alpibus, 
cum eis Cneius Papirius Carbo conflixit atque re infecta, ut Strabo ait, 
abscessit. Haud vero longe interiecto tempore cum tres fortissime 
gentes, Cimbri, Theutoni et Ambrones uno tempore in Italiam erupissent 

25 — partim per Noricos descendisse Plutarchus ait — , uterque exercitus 
Caii Marii auspiciis deletus est, unus non longe a Salczeburga in eo 
videlicet loco, qui Alpibus proximus est, alter ad Athesim. [F. 42*] 
340 milia barbarorum cesa et 150 capta scribit Livius. Fuit motus ille 
universe Italie, non modo locis, per que erupcio facta est, formidabilis. 

30 Ideo Romana arma citro ultroque per Noricum assiduis motibus gestata, 
cuius incolis pene domestica facta sunt, cum interdum 3 integras legiones 
in finitima loca missas sustinuerunt, quas sub inicio gallici belli, quod 
ultra Alpes gestum est, Caius Cesar duabus additis, quod proximum 
fuit, ut ipse scribit, in Galliam traduxit Ubi excisam rupem militari 

35opere patefecit, ut ex vetustissimo epigrammate precipite saxo sculptum 
in monte arduo, quem crucis vocant c , licet magna ex parte ob vetustatem 
abolito, datur intelligi : 

C. Julius Cesar. 
Reliqua tum loci asperitate, tum vetustate legi nequeunt. Ceterum 

40 cum IstriSj Pannonibus, Illinois et Germanis bellum illatum est, hac 
veluti via, ubi modo Salczeburga sita, Romanis armis accessus patuit 
et reditus. Germanos igitur Julius Cesar aggressus in faucibus inoncium 
arcem munitissimam eo loco extrui curavit, ut milites ad eam refugium 
ad iuvandum et satellites ex ea auxilium et iuvamen haberent, et inde 

45castrum Juvavense vernacula lingua Helffenburg 1 appellabatur, [F. 43] 

* opimates 2&. b digresso Es. c Aventinus am Rand: creutzberg 

1 Quelle: hellfenberg. 

Quellen u. Erurterunffen, N. F. III. fr&n 

b y^ ( UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 50 — 

fluvius quoque, cui adiacet, Juvarua dictus arci nomen dedit, a quo 
GLIU. inde condita Juvavia dicebatur. Habet autem hec urbs paludea, planiciem, 
colles et montea. Urbs igitur Juvavia olim splendida muris et aggeribua, 
muDita turribus altis aedes regum fuerat habuitque templa deorum sub 5 
antiqua gente marmorea. Et cum multo tempore floruerit, inde tera- 
poribuB Atile regia Hunorum incursiones, vastationes incendiaque auatinuit 
et cum ingenti cede hominum immunita, deaolata ac penitus diruta fuit 

vel forte a Romanis ob rebellionem subversa tota iacebat 
deserta. 10 

Poatea divus Rupertus, cum Theodonem Baioariorum ducem cum 
locis finitimis ad fidem Christi reduxisset, tandem ad Juvarum fluvium 
veniena, qui nunc Saltzaha vocatur, reperiens urbem dilapaam ac virgultis 
coopertam inatauravit, que olim inter Baioarie urbea eminebat nobilissima. 
Ratus hanc pro episcopatu idoneam proprietatem a duce obtinens ex- 15 
tirpatis arboribua et vepribua et reparatis edificiis basilicam in honore 
Leg S.Rup}56.S. Petri conatruxit, dedicavit et cenobium ordinis S. Benedicti cum 
Schedel CLUL munificencia ducis instituit. Rexitque eccleaiam epiacopalem anni9 44 
relinquena B. Vitalem auccessorem. Poatea Virgilius aanctua ibi episcopus 
ecclcsiam [F. 43'] cathedralem construxit et corpus Rudberti ad eam 20 

tranatulit. Deinceps Arno priraus arcbiepiscopus fuit. Gebghardus» 

deinde a r c h i episcopus arcea de novo insiauravit, et civitaa m omni 
ornatu incrementum habuit. Magnis nunc menibus ambitur et mona- 
8teriorum f templorum, edium et arcis edificiia perpulchria exornatur. 
Multis preterea aanctorum reliquiia excolicur. De hia subacripta adduntur: 25 
Tunc Hadriana vetua, que post Juvavia dicta, 
Presidialia erat Noricis et episcopo digna, 
Rudberti aedes, qui fidem contulit illis 
Criati, quam retinet Salczburga aero vocata. 

Is aanctua obiit Eraclii principia evo, 30 

Legem dum condidit Mahumet nephandam Sabeia. 
Qui aucceaaorem aibi fecerat ipse Vitalem. 
Huic trea abbatee hoc ordine aedes 
Anaolongu8 h 9 Savolua, poat hos Eziua venerandus, 
Inde Flobirgiaua pastoria nomen adeptus, 35 

Johannes poat quem 8edem poaaedit eandem. 
Virgiliua exul poat hunc meruit fore presul. 

Cap. 10. 

De morte Theodonis et de filio eius Theodeberto 

duce ac quedam de S. Rudberto. 40 

Leg.S.Rup.57. Ea tempeatate Theodo dux adveraam incidit valitudinem . 

Cumque aibi vite terminum appropinquare sentiret, vocavit ad se Theode- 
bertum filium auum et ducem Noricorum illum conatituit precipiens ei 
obedire S. Rudperto, [F. 44] ad christianitatia norm am et ad opus 

a so Hs. t> so Hs. ; Ausologus Quelle. 45 

1 Die im vorausgehenden Text auch Schedels Quelle war und hier 
neben Schedels Chronik Arnpeck vorlag, wie das Wort dedicavit zeigt. 



r^rtrtrtL- Original from 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 51 — 

divinum piam ill i diligenciam Buppeditare, sanctum quoque locum 
Iuvavensis eeclesie amare et honoribus et dignitatibus iugiter sublimare. 
Cumque huiuscemodi mandatis et omnibus , quibus voluerat, filium 
instruxisset, ultimum diem clausit migrans ad dominum. 
5 Theodebertus duz successit patri in ducatu. Qui cum opti- 

matibus suis ad S. Kudbertum visendi gratia ire perrexit et veniens ad 
illum in heremo , qu o d tunc appellacione nota caruit, nunc Bong e w l ßß 
dicitur, dedit ad eeelesiam, quam S. ßudpertus ibidem construxit ac ipso 57. 
duce presente in bonore S. Maximiliani dedicavit, tria miliaris undique 

10 de eadem silva et villam Albinam cum ceteris donariis in alimoniam 
monachorum, quos sanctus pontifex ibi ad serviendum deo posuerat. 
His itaque gestis videns vir dei baioarice dignitatis culmen iugo Christi 58. 
se subdidisse, sed gentilitatis errore plures involutos superesse, ad patriam 
suam lepedavit et inde cum duodecim ad predicandum sibi sociis eiectis, 

15 inter quos erant eximii B. Chumaldus » 2 et S. Gisilarius presbyteri, ambo 
viri sancti, ec iam secum virginemChristiErndrudem neptim suam adducens 
quasi cum tot luminaribus ad urbem luvavensem re m e a v i t. Tunc in supe- 
riori Castro eiusdem civitatis construxit in honore Jesu Christi et sue sancte 
genitricis Marie monasterium et ibidem cum sanctimonialium congregacione 

20po6uit S. Ernndrudem [F. 44* J ad servicium regis celestis atque cum 
Theodeberti ducis astipulacione, qui possessiones ad illud infinitas cenobium 
tradidit, earum conversacionem per omnia racionabiliter disposuit. His 
itaque expletis vir beatus ab urbe egrediens discipulorum suorum con- 
comitante caterva Iuvavenses gentes, quibus nondum fidei lumen 

25 resplenduit, visitavit. Cumque sie Baioariorum terminos circumiret ac 
omnes ad fidem Christi convertisset, eos, ut in fide stabiles permanerent, 
admonuit et dimissis presbyteris, qui populum ad divina mansuescerent, 
ipse ad urbem luvavensem remeare studuit, quia spiritu prophetico 
repletus diem vocacionis sue instare preseivit, urbem luvavensem, populum 

30 Noricorum omnipotenti deo commendavit et Vitalem virum sanctum et 
omni populo aeeeptum sibi successorem elegit. In die dominice resur- 
reccionis anno Christi ö23. 3 ad celos migravit. Gaudeat igitur^p. 
populus Noricorum et omnipotenti deo laudes deferat perpetuas, qui 
tarn preclarum illis concessit doctorem, cuius predicacione viam veritatis 

35 agnoscentes erepti sunt de tenebris ad lumen verum Jesum Christum 
dominum noetrum. 

Et quamvis multis retroactis temporibus Christiani in 
Baioaria fuerint mixti inter paganos, attamen nunc priraum 
universaliter ipsa provincia cum suis prineipibus ad Christum 

40legitur conversa. 

Nee reor pretermittendum hie, quod in diebus S. Rudberti Ebran 44. 

vena sive fons [F. 45] salis in Beichenhall iterum repertus est, qui 
preeiosus thesaurus utilis multis adiacentibus provineiis dinoscitur. 
Qui in perseeucione Atile regis Hunorum obrutus erat, qui multas 
45 Germanie urbes et loca devastavit etc. 

a so Es.; Aventinus am Rand: Haunaldus. 

1 Quelle : BongowL 
* Quelle: Kunialdus. 

3 Vgl. B. Sepp, Die Berechnungen de* Todesjahres des hl. Rupert. 
50 Oberbayer. Archiv 49, 420 



C^ f\r\n\i x Original 4om 

by VrUUglL UNIVERSITYOF MICH 



— 52 — 

Cap. 11. 

De Theodone duce, sub quo S. Emmerammus 
episcopus passus est, et de eiusdem passione. 

Theodo dux norice regionis metropolim Baioariorum 
Ratisponam possedit etc. Cuius magister curie Lambertusö 
vel secundum quosdam * natus S. Emmerammum episcopum 

F#a& J^w^inartirem eflFecit. Iste vir sanctus fuit de Aquitanie partibus 
1- urb e Pictavi i nobili genere ortus, et cum adolevisset , SCOlas 
frequentans, quia bone indolis erat, plurimum in artibus 
liberalibus atque virtutibus ultra coetaneos profecit, undelo 
ad instanciam parentum clericus, deinde mox presbyter est 
effectus. Et cum cunctos sciencia et raoribus precelleret, 
cuncti eum episcopali honore dignum iudicarunt. Igitur 
post tempus haud longum mortuo civitatis sue episcopo 
omnium voto et attestacione in episcopum est assumptusiö 

2. Pictavü. Sane f actus pontifex se ipsum exemplum prebuit: 
quod lingua predicabat, virtutibus con firmabat, et ob hoc tniro 

5.affeetu a subditis colebatur. Dum autem sanctissimus vir d o mini 
tot virtutibus pollebat, fama ad eum perlata est, quod in Europa 
plebs Pannonie lumine veritatis obcecata demonum culture de- 20 
serviret. Ob hoc vir dei contristatus. Relictis igitur domo immensis- 
que substanciis [F. 45* J predicte urbi alium episcopum statuit Abrabe 
exemplum imitans, assumpto comitatu Ligeri amne transito per GaUie 
partes fidei semina spargendo Rheni fluenta penetravit, Germaniam in- 
gressus, dum teutonice lingue ydioma non nosset, per interpretem 25 
quendam presbyterum Vitalem sacre doctrine verba divinitus plantando 

4. perrexit. Dum igitur ad Danubii fluenta veniret, aivei decursum 
sequens ad Ratisponam urbem pervenit, quam eo tempore dux gentis 
Bavariorum , vir alacer, Theodo nomine, regebat. Qui audiens 
virum dei magna cum alacritate et diligencia verbum dei 30 
facientem et animarum salutem sincero cum fervore querentem 
maximum in virum sanctum sumpsit affectum. Qui principis 
obtutibus presentatus, quo tenderet, ab eo est sciscitatus. Cui 

respondit vir dei deo opitulante ad gentem Avarorum se proficisci 

velle ibique pro Christi nomine martirium voluntarie subitur um. 35 
£- Tunc predictus dux Teodo discordiam se cum Avaris habere prenunciat 

et ob hoc eum illo ire non debere, sed magis ut apud se suoeque 
6. neophitos maneret, humili prece postuiabat Verum tarnen dum ceptum 

iter agere se licenciam habere non posse conspiceret , duci populoque * 

* populo Hs. 40 

1 Vgl unten S. 53, Anm. 2 und 3. 

* Vita Haimrhammi episcopi auctore Arbeone ed. Krusch, Mon. 
Germ. hisl, SS. rer. merov. IV, 452; in der Rezension B. Dock seheint 
es, als ob Ampeck eine abermals veränderte Fassung der Vita vorgelegen 
habe. Meginfrieds Vita (Acta SS. Sept. VI, 486 ff.), welche auf jener 45 
Arbeos beruht, ist jedoch nicht diese Vorlage. 

n f^nnofr Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 53 — 

consensit, videns igitur terra m bonam et auperficie ameoam nemoribua- 
que locupletem ac bonis omnibua abundantem, viroa proceroa et robuatoa, 
bumanitate et hoapi litate überaus ei mos, humum aegetibua adopertam a . 
Erat enim [F. 46] urba Ratispona, cuiua iam mencionem feci, in ex- 
5 pugnacione difficilis, lapidibua quadris edificata et turrium magnitudine 
sublimia ac puteis ortisque abundana. Cuius aeptentrionalem *> partem 
Dauubiu8 circumfluens vino , frumento aliisque quam pluribus 
bonis de adiacentibus regionibus advectitus c abundantissimam 
reddit; sed et regio eidem civitati adiacens fructifera. Sed habitatorea 7. 

lOneophiti eo aduc tempore ydolatriam funditus a se non repulerant, 
quia parentum aectatores demonibua aduc aacrificia impendebant 
Unde divina inspiracione dei cultor has prophanaciones funditus 
eradicare decreverat. Hec eo iugiter meditante per triennium satagebat 
infra predicti principis terminos per urbes et vi cos discurrere ac instanti 

15cura in novellis pectoribua fidei semina plantare. Cumque hec diucius 8. 
ageret, finem vite per spiritum sibi appropinquare videna cepit iicenciam 
tarn a duce quam a populo poatulare, ut oracionis gratia ad limina 
apoatolorum Petri et Pauli ire debuiaset. Eo autem tempore predictua 9, 
dux babebat filiam nomine Utam, que a iudicis filio Sigilbaldo l opprea sa 

20 concepit. Ceperunt itaque in de gemere et, ut cruciatua patria evaderent* 
ad veatigia £. Eramerammi provoluti reatum auum confessi. Quorum 

gemit ibuacompaaaua ait: Quia eonfiteri non erubuistis, animam 
meani pro VObis tradam; commisaum nempeaoelua mihi impomte, 
quia, ai hoc facinus diffamaturo fuerit, patria diroe cruciatua 

25neuter veatrum evadere poterit. [F.46 1 ] Egrediente ergo illo20. 
urbem clerus aimiliter et populue, egeni et locupletes in luctum 
converei de tanta orbacione patria. Igitur venerabilia epiacopua iter72. 
arripuit Expleverat itaque viam dierum tri um, donec ad locum per- 
venit cum auia, ubi campum certaminia elegit. Erat namque in eodem 

30loco fona, qui perspicuas emanabat* aquas, sequequoddam ibiacturum 
negocium simulat, ita ut diacipul i mirarentur. Interea factum est, 
dum pref ati ducis fiiia in atupro ulterius deprehenaa celare tumes- 
centem Uterum non posset, patria iudicio examinanda preaen- 
tatur. I IIa terrore nimio perculaa vix apiritum ex imo pectoris sumena 

35 Emmerammi epiacopi commixtione ae oppreeaam et gravidam fatetur. 
Quo audi to pater in iram vehementer exarsit, ita ut subito propriam 
aobolem ense perfodiaset, niai virorum astancium manibua puella 
de morte rapta fuiaset. Tunc quoque pater ipsius privans eami#. 
substancia et omnibus bonis hereditariia in Ausoniam exilii dam- 

40nacione perpetua ipsam relegavit. In qua damnacione mulier usque 
ad mortem permansit. Erat autem Uli germanus f Lambertus nomine 

vel secundum alios 8 magister curie, qui hanc confuskmem non 

ferens nimio furore auccenaua comitatu non modico asaumpto cursu 

* adopertum Es. *> septentrinalem Hs. c so Hs. (statt advectatia ?)• 
45 d emanat Hs. 

1 Quelle: Sigibaldo. 

? So auch Andreas, Ebran (der aber den Bruder Theodobertua 
nennt), Füetrer. 

a Es seheint keine ältere Quelle bekannt zu sein, welche diese An- 
dOtfabe macht. 

Original frorn 
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— 54 — 

velocissimo sancti viri vestigia insequitur. Et venit ad villam 

15. Helphindorf , in qua miles Christi invictus stabat et post contumeliosa 

16. f F. 47] verba arrepto* baculo infigere in pectus sancti viri non 
timuit suisque precepit, ut nefandas manus in eum inicerent. Quo 
viso clerici eius fugam arripiunt; prout quisque poterat, se5 
abscondit. Milites igitur sacrilegas manus in sanctum dei, ut 
iussi fuerant, inicientes clamide expoliatum et stola scaleque super- 

17. extensum funibus ligaverunt. Orante autem sancto viro quinque pre 
ceteris electi sunt, qui membra ipsius subtilius amputarent, quorura duo b 
inviti coacte, alii tres temere sevientes summitates digitorum naribus 10 

LS. abstractis ab imo capitis utrasque aures, pedes cum raanibus abscidentes 
genifalia impudenter absciderunt. Ori sancti viri ferrum imponebant 
et linguam ex palato funditus abstulerunt sicque corpore membris 
truncato abierunt. Unde venerabilis dei sacerdos cruore involutus in 

19, certaminis campo solus remansit victor triumphalis exultans Abeuntibus 15 
autem tortoribus ad dei virum ex latebris vel frutectisc clerici cum 

22. vicinis mulieribus convenerunt. His itaque transactis quidam loci 
incole humanitate coacti sigillatim beati martyris membra collecta in 

23. arbore, que vulgo spina alba nuncupatur, condentes abierunt. Die 
autem eadem non longe interiacente spacio duo ignoti speciosique20 
viri per callem publicum equitantes aratores de membris beati viri in- 
quirebant. Qui innotuerunt eis, quod in arbore quadam [F. 47'] reposita 
essent. Qui videntibus eis ad locum eundem declinaverunt et ultra 
visi non sunt Qui ad arborem venerunt, sed membra viri dei minime 

24. reppererunt <*. Viri igitur, qui in comitatu beati martyris pri us 25 
fuerant, truncatum, aduc tarnen ultimum spiritum trahentem 
corpus vehiculo imponentes ad villam Ascheim perduxerunt, ubi 
ecclesia beati o menibus constructa fuerat. Sed et mulieres ex vicinis 
locis cum viris fere 200 ob veneracionem martyris secute sunt. Et 
cum venissent in locum campestrem, dei martyr cepit eiulare. Ideo 30 
eum de vehiculo ad terram in ameno gramine deposuerunt. Ubi 
visa est quasi lampas ignea anima ex ore eius procedere et alta 

25. celorum penetrare. Item locus passionis eius per integrum annuni 
in virore duravit. et nix vel pluvia remansit. Igitur in circuitu 
commanentes beato martyri in eodem loco ecclesiam construxerunt 35 
ubi per eius merita innumerabilia deus operatur mirabilia 

26. Sane duo ex carnificibus, qui non sponte, sed coacti dei viro pena s 
intulerunt, penitentes per beati martyris oracionem in pace vita m 

27. i inier unt. Reliqui vero tres impii tortores infra Septem dierum 
spacia ab immundis spiritibus vexati in Silvas et loca deserta 40 
exilientes ulterius nee miserorum cadavera nullo modo comparuerunt 

Digna eciam ulcio Lampertum tanti sceleris auetorem 

28. prosecuta est. Qui perpetuo damnacionis exilio finivit vitam, 
et in universam ipsius succedentem proge- [F. 4S]niem beati 
martyris sanguis redundavit, ita ut ex omni eorum genere infra 45 
paueos annos nullus superstes existeret , qui paterne hereditati 
succederet, et immensa eius edificia veprium e t urticarum con- 

densitate ita operta sunt, ut nee ipsius veteris ruine aliquod 

31. vestigium appareat. Sed quia beato viro non placuit in ecclesia 

a aeeepto Hs. * fehlt Hs. c fruetetis Hs. d reperierunt Hs. © hier 50 
sind die Worte der Quelle: Petri apostoli weggelassen. 

n p^ ni ,| « Original from 

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- 55 — 

S. Petri in Aschheim resuireccionem expectare, sed in Ratispona, an de 32. 
dirino nuta 40 dies pluvia non ceesavit totaque teil uns faciee 
cooperta videbatur, et nisi corpus beati martyris ad urbemKatisponam 
quantocius ducerent, aquarum inundancia tocius provincie submer- 
5sionem minaretur. Tunc religiosis viris per vis um nocte revelatum 
est, ut secundum voluntatem beati patris sub celeritate sacrum 
corpus eins ad urbem deducerent. Igitnr consiiio inito cum principe et 
sacerdotibus congregati corpus eius de loco, ubi humatum fuit, 
sublatum ad Isaram fluvium deducentes cereis accensis ad Danubium 

10 proepero navigio pervenerunt. Qui cerei tanta claritate ardebant&?, 
flantibns continuo ventis, ac si in trauquillissimo loco stetissent. 
Cum ergo sanctissimi corporis vectores ad urbem, quo tötender an t } 34. 
pervenerunt, processit obviara Theodo dux cum principibus terre 
et satrapis , clericis ac populo. Sacerdotes vexilla cum thuribulis 

15 sanctominque reliquÜS deferebant. Erat quoque promiscui sexus 
vulgus innumerabile ; consona voce gracias deo referebat, qui talem 
patronum civitati eorum dignatus [F. 48*] sit destinare. Sancti 
itaque martyris corpus sacerdotes in ecclesiam 8. Georgii martyris, 
que DanublO vicina est, deferentes summo honore sepelierunt 

20Qnibus rite peractis tanta serenitas celo reddita est, ut nulla 
omnino nubes appareret, ita ut ipsum eelum sancto martyri 
congaudere videretur. Poet multaautem tempora sepulchro cum 35. 
marmore constructo ac sarcofagO decentissime fabricatO Gaubaldus 
episcopus cum sacerdotibus corpus beati martyris in alium trans- 

25tulerunt. His ita gestis principes et nobiles monasterium decenti 
fabricatura construxerunt x sanctasque reliquias condigno honore 
ibi reposuerunt. Ubi innumerabilia coruscant mirabilia. 46. 

Cuius epithavium in eodem monasterio sui nominis ante altare Andr. 16. 
S. Georgii martyris hoc est: Emmerammus Pictaviensis episcopus pre- 

30 dicando verbum dei venit in Bavariam et ibidem in Helflendorf pro 
Christo passus est anno domini 652 et hie primo tumulatus est. 

Ubi diligenter advertendum — et sunt verba magistri Conradi 
de Monte puellarum in cronica sua, qui floruit tempore Caroli IV. & 
Serenissimi Roroani imperatoris et Bohemie regis — , quod olim temporibus 16. 

35 paganismi et infidelium Ih illo colle, ubi nunc monasterium B. Emmerammi 
est situatum, tunc extra muros civitatis fuit lucus arborum silvestrium, 
ubi diversorum simulachra idolorum ab infidelibus colebantur. Qua 
supersticiosa stulticia hominum (andern divina volonte gracia evanente 
et fide catholica parumper stillante * ibidem luco [F. 49 J deposito viles 

40 case pauperum hominum suburbanorum civitatis construete fuerant et 
inter easdem casas humile oratoriolum, in quo consecrata fu i t ara per 
Christi fideles tunc tenuiter clarentes in honore B. Georgii martyris. 
Que capella tugurii more ibi steterat, et ara hec in dicto monasterio in 17. 
honore predicti martyris bodie cernitur ad latus austräte versus ambitum 

45 monasterii prefati. Ante quam aram eciam publice videtur hodie sancti 
martyris Emmerammi epitavium et sepulchrum. Nimirum autem, quod 
beatus martyr in eadem capella domino iubente quiescere voluit et 

1 Die Vita sagt nur: principes . . . Hemmeram mi martyris sepulchrum 
adornaxe fabricatura coeperunt 
50 f Quelle: scintiilante. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 56 — 

extremi sentenciam examinis prestolari, quia, quam primum docendi 
gracia populum in fide orthodoxa in Ratisponam se transtulisset, poet 
crebros freqnenter labores circa gregem domino nostro Jesu Christo 
lucrandum in predicta capella tumultui hominum aliena ipse felicissimus 
presul solu8 soll deo vigiliis et oracionibus consueverat angelica medita- 5 
cione vacare. Sed quis suis temporibus sedi presederit Ratisponensi 
episcopus, non invenio. Nee ipse ibidem electus seu prefectus canonice 
prefuerat, sed casualis et adventicius pastor tan tum. Cui clerus civitatis 
in exequiis suis, ut in legenda eins scribitur, reverenciam exhibuit 
magnam. Utrum autem clerus ille tunc habuerit episcopum vel non, 10 
penitus subticetur. 

Cap. 12. 

De duce Noricorum* Theodone, qui S. Corbinianum 
episcopum legatum suseepit in Norico. 

Vita S. Corb. 1 [F. 49*] Theodo Noricorum dux devotissimus, insignis potencia 15 

cap. 10. et yirilis virtute, cum filiis decorus et nobilium virorum alacritate. Cuius 

cum longe lateque felix fama suecreverat, provinciam ipeam sibi et 

soboli eius in quatuor partes divisit, carique ibi sacerdotes a habebantur, 

/— 9. sicut noviciorum mos est. Qui dum virum dei Corbinianum sedis 

apostolice legatum aGallorum partibus ex Melitonia Rom am 20 

10. seeundo petiturum ibidem advenisse cognovit, ad se invitavit eumque 

humilima supplicacione conabatur obsecrare, ut ab eo honores sibi 

debitos reeepisset, eo quod fama sanetitatis, doctrine et mira- 

culonim ad eum prevolasset. Sed ille obtinere non potuit, quia 
vir dei maluit paupertatem pocius tranquillam eligere quam divieiis frui 25 
perituris. Cui multa munera largitus valefecit abire eoque relicto duce 
9. vir dei in partes filii eius Grimoaldi incedit. Ibi 9 aliquamdiu demo- 
ratus verbi divini seminavit doctrinam in augmentum fidei Christi. Que 
gens quoque rudis erat et nuper ad christianitatem conversa. PrefatllS 

vero dux Theodo contemporaneus fuit imperatoris Philippi IL 30 
Kremsm, alias Philippici dueavitque annis 10 et obüt 7l8. s 

Cap. 13. 
De filio eius Theobaldo et ipsius matrimonio. 

Vita S. Corb. Theobaldus dux norice regionis, filius iam dicti ducis 

cap. 27. Theodonis uxorem babuit nomine Pilidruda , que seeundum 35 
29. [F. 50] huius carnis putredinem pulebra videbatur et decora, genere 

* Noricum Hs. b fehlt Hs. 

1 In der jüngeren Form; gedr. bei Meichelbeck, Historia Frisin- 
gensis I 9 II, 2, daraus abgedruckt bei Resch, Annales ecclesiae Sabionensis 
nunc ßrixinensis I, 569 und in den Acta SancL Holland. Sept., tom. III t 281. 40 

* Die Quelle versteht hierunter Noricum, nicht bloss das Gebiet 
Orimoalds. 

1 Wie aus den Quellen sich bei Arnpeck vier Theodone ergeben^ 
darüber vgl. Bemh. Sepp im Oberbayer. Archiv 50, 9. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 57 — 

preclara : ex Gallie partibus genitricem secuta istas pervenit in partes. 
De qua eciam infra 1 dicetur. 

a Hunc puto esse Theobertum ducem Baioarie, ad quem Paul. Diac. 
Asprandus nutritor Liutperti Longobardorum regis, aduc ^* ^7 — 21 u. 
5parvaH filii regis Chuniberti, ex Italia confugit superatus^ ru *- 149 - 
ab Ariperto. Cuius filiue Liutprandus per dictum Aripertum 
regem incarceratus, sed quia aduc puerulus erat, despexit &c J? r ut. 149. 
dimisit eum ire ad patrem suum Asprand um in Baioariam, quo dudum 
con fugerat. Quo cum venisset, cum gaudio magno susceptus est. Igitur 

10 postquam Asprandus per annos 9 mansit in Baioaria, movit extnde 
Theodebertum Baioariorum ducem et cum exercitu venit in Italiam 
pugnavitque cum Ariperto, et mortui sunt multi de partibos utrisque. 
Aripertus autem dum trepide auro onustus sequenti die 9 versus 
Franciam fugeret, in Ticin o flu m ine submersus est. Asprandus 

15 autem regnum Longobardorum obtinuit et regnavit Paulo teste 3 
mensibus 3. Videntes itaque Longobaidi, quod Asprandus Longo- 
bardorum 17. rex moreretur, fecerunt sibi regem filium eius Liut- 
prandum superstite aduc patre. Qui cum esset christianissimus, 
suam laudandam devocionem semper in peregrinos exercuit, 

20maxime vero in legatos sedis apostolice, ut clare patet in 
sanctis episcopis ac legatis Corbiniano et Bonifacio, quos 
multum benigne urbem ingrediendo et egrediendo tractavit 4 . 
Hie ab inicio sui regiminis multa castra Baioariorum cepit 5 . 
Hinc est, dum S. Corbinianus seeundarie ingrederetur Romam 

25 et egrederetur, castrum Maiense, ubi nunc castra Zennberg 
et Tirolis sunt prope Meraniara, duces Baioarie possidebant, 
dum vero moriebatur, in eodem Castro dominabantur Longo* 
bardi 6 , ut lucide patet eius legendam intuenti. 

a das Folgende bis xum Sc/Uuss des Kapitels auf einem zwischen 
30 Bl. 49 und 50 eingehefteten Zettel. 

1 Kap. 16. 

* sequenti die ist ein offenbarer Fehler Ampecks, veranlasst durch 
den Beginn des nächsten Sattes der Quelle mit Alio die. 

1 Ampeck besitzt ihn, sehreibt aber nicht den Originaltext oA, 
35 sondern die Verarbeitung des Textes bei Frutolf 

4 Vita S. Corbiniani c. 12 : Igitur vir dei sanetus Papiam veniens 
a praecellentissimo Longobardorum rege (ohne Namensangabe) et deo 
devoto cum omni veneratione susceptus est etc. Daselbst c. 16 ebenso 
auf der Rückreise : Ubi dum revertendo Papiam venisset . . . Tunc 
40 quoque vir sanetus cum omni humanitatis reverentia a rege (ebenfalls 
ohne Namen) reeeptus regalem deducebatur in aulam etc. — Vita 
S. Bonifacii (von Otloh) 1,10: ... profectus est inde ad Longobardorum 
regem Liutprandum, a quo honorifice susceptus aliquamdiu cum eo est 
hoepitatus. Vgl. ferner unten S. 72, Z. 8. 
45 s Von Arnpeck uahrscheinlich aus der Vita S. Corbiniani ge- 

schlossen. 

6 Erstere Angabe auf Qrund des Anfangs von c. 16 der Vita 
S. Corbiniani, letztere nach c. 29 ff. 

n Pnnol" 1 Original frorn 

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— 58 — 

Cap. 14. 

De fratre eiusdem duce Grimoaldo, qui S. Cor- 
binianum in Frisingara locavit. 

Vita S. Corb. Grimoaldus dux Baioarie, natus ducis Theodonis, 

cap. itf.germanus autem Theobaldi iamdicti 1 , S. Corbinianum ponti-5 
ficera in eius partes inoed entern honorifice suscepit et de tanti v iri 
dei gratulabatur adventu non tan tum ipse, sed et uni versa turba, que 
fuerat in parte eius. Cum autem gustasset dulcedinem doctrine illius, 
cepit multis blandimentis ei supplicare et nimis insistere precibus, ut 
eum nequaquam desereret; pollicebatur * enim eum compartlcipem facere 10 
filiorum suorum. Sed vir dei ad eius promissionem a statu sue mentis 
minime declinavit, sed immobilis ad explendura iter arreptum permansit 
et se nequaquam recedere ab huius tramitis profeccione professus est. 
Idem vero Grimoaldns dux munera IUI non modica largitus valefecit abirc 
d ed itque ministros, qui eum cum summo honore a finibus noricensibus 15 
usque in Italic partes deducerent. Qui iussa complentes sub debito 
honore benediccionera petentes reversi sunt, sed et silenter ignorante 
viro dei habitatoribus Alpium mandaverunt^ tarn Venustice Vallis quam 
aliis / F. 50*] eircumquaque, ut, si quando ei reverti c illis partibus 
alicubi contigisset, eum a 6nibus Baioariorum nequaquam abire per- 20 
misissent, nisi ad prenominatum principem pervenisset. 

Cap. 15. 

Ubi vir dei Corbiniaous, dum Maiense castrum 
intravit, captus est. 

Vita S. Corb. Cum itaque vir jei Corbinianus narracionem suam25 

15. apud papam Gregorium iuniorem ex p] esset et revertendo Maiense 

16. castrum intrasset, de prepositis captus custodibusd a Grimoaldo duce 
18. preeeptum esse, nee® ulterius eum abire sinebant, nisi ad eorum principem 

pergere professus esset Ibique nolens et coactus quam diu detentus 
est, usque dum eorum missus Grimoaldo hoc nuncians reverteretur. 30 
Que vir dei impedimenta vie sue diligenter pertraetans consideravit 
divine virtutis gracia vacua non fuisse. Tunc quoque ad B. Valentini 
confessoris Christi sepulchrum situm in eodem Castro oracionis causa 
se contulit. Solicito animo universam montanam f urbis illius confinem 
circumivit viditque terram fruetiferam et silvarum habentem copiam. 35 
Invenit eciam inter duos rivulos locum secretum et parvum nomine 
Cainnina ad religionis eultum delectabilem cogitavitque secretum sibi 
ibi hospiciiun construere, si hunc locum condigno posset precio cotn- 
parare. Perquisivit tarnen diligenter, cuius vel quorum hoc esset pro- 
prium, ut accedente oportunitate temporis propter vicinitatem S. Valentini 40 
ecclesie sibi aliquod secretum ho&-[F. 5i7picium vendicaret. Interna 

» policebatur Hs. b fehlt Hs. c revertenti Hs. d hier sind die 
Warte der Quelle : sicut longe superius diximus ausgelassen bexw. nicht 
berücksichtigt und dadurch der Text verstümmelt wiedergegeben. e ne Hs. 
f montonam Hs. 45 

1 Diese Angabe wohl auf Orund von Kremsm. 7 u. 49. 



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— 59 - 

cum» hi, qui ad Grimoaldum ducem pro annuneiacione illuc adventus 
eius missi fuerunt, revertebantur cum summa veneracione eum 
rogantes, ut ad eum venire non dedignaretui. Adiecerunt *> 

eciam, ut si sponte ad venire nollet, datum sibi esse preceptuin, ut 
5 coactum eum deducere deberent. Intellexit vir dei illorum insidias; in 
predicto Castro suam dimisit suppellectilem, ad predictura principem 
mestus perrexit. 

Cap. 16. 

De Pilidruda vidua Theobaldi a Grimoaldo duce 
10 per admonicionem B. Corbiniani separata. 

Cum autem ad palacium predicti principis pervenit, per quendam y^ ^ „^ 
dilectum eius cubicularium eidem principi demandavit dicens nequaquam jg 
se faciem illius videre velle, antequam illecebrosam coniugem a se ex- 
pelleret, quam tunc sibi copulavit post obitum fratris sui Theobaldi 

15 viduam, quamque adulterina delectacione in matrimonium sumpsit, que 
eciam pulchra videbatur, ut Slipra dictum est cap. 13. 1 Qui epis- 
copi dictis cum consentire nolebant, ipse in sua perseveravit sentencia 
eisque egregii predicatoris Pauli testimonium demandavit inter cetera : 
quia neque adulteri neque fornicatores regnum dei possidebunt. lila 

20&utem funeste Herodiadis sequens exemplum de morte viri dei cum 
maiivolis sibi sequacibus tractare ceperat Nam vir dei pro taii crimine 
meminerat Johannem increpasse Herodem et Herodiadem, quam tulerat 
fratri suo Philippo viventi uxorem, atque [F,5V] ob hoc ab Herode 
interemptuin esse, nullatenus tantum facinus consentire predixit, sed 

25 ante se moriturum, sicque 40 diebus ab eorum se abstnixit obtutibus 
eosque per suos admonere non destitit, ut tarn execrabile dimittcrent 
coniugium, congruisque temporibus nunc, si converterentur ad penitenciam, 
blandis sermonibus dei regnum promisit, nunc, si permansüssent in ipsa 
malicia, terrorem magni diei iudicii extrem umque eis cito venturum 

30 minabatur supplicium tandemque dei omnipotentis solaciante dementia 
perduxit eos ad promissionem separacionis sue. Tunc vir sanctus in 
domini nostri Jesu Christi confisus solacium eos fecit ad suam venire 
presenciam. Qui venientes humo se prostraverunt ambo et extensis ad 
pedes eius brachiis se gravitcr peccasse, nimium reos esse professi sunt 

35 et ita pura confessione ad penitencie confugerunt remedia. Quorum 
capitibus vir dei manus imponens signo eterne salutis eos munire 
curavit, ex humo eos erigens tantum lapsis penitenciam designavit, viam 
ei« salutis ostendit, remediorum solacia elemosinarum largitate, ieiuniorum 
et oracionum frequencia adipiscenda monstravit et, ut amplius peccare 

40 sibi caverent, solicite premonuit. Sicque domum ingressi communem 
sumpserunt cibum, et sicut a mensa principis vir dei alimoniam corporis 
sumpsit, [F. 52] ita etiam illis alimoniam auimarum suarum predicando 
verbum domini ministravit. 

» so Es. statt tarnen der Quelle. b Adiacerunt Hs. 

45 l S. 56. 



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— 60 — 

Cap. 17. 

De Cainnina iuxta Mayes, modo Merania, empta 
et S. Marie in Frisinga tradita. 

Vita S. Corb. Tunc quoque vir sanctus Corbinianus locum delec tabuem in 5 

cap. 20. confinio Maiense, cuius supra mencionem feci, Grimoaldum principem 
a possessoribus iusto precio emere persuasit, ut haberet iusto labore 
adeptum, unde anime reniedium acquirere potuisset Quo hortatu dax 
libenti animo obedivit ibidemque cum B. Corbiniano veniens convocavit 
ad 8e possessores illius loci, qui vulgo aduc Cainnina dicitur, inter duos 10 
rivuloe, Timonem et Finalem, et dato proprio et adpreciato precio iusto 
precio emerat hoc sibi a viris nobilibus et potestativis in proprietatem 
tarn territorium agrorum quam et prata ac vineas cum parte alpium« 
Uli vero emptores cum testimoniis et tostibus hoc illi confirmaverunt, 
sicut mos est, in proprietatem. Quo facto cum consilio fidelium et deo 15 
devotarum personarum tradiderunt hoc ipsum per mamiR B. Corbiniani 
sanete dei genitrici Marie ad ecclesiam eius sitam in Castro Frisiogensi 
super fluvium Isaram et ibi cum testibus perpetuo iure servire firmavit 
Tunc quoque vir domini Corbinianus habitaculum ibi construere sibi 
festinavit, basilicam edifieavit et S. Valentini atque Zenonis in ea patro- 20 
cinia collocavit et in eorum dedieavit honore vinearum ibi plantans 
[F. 52* ] copiam et pomiferis decoravit arboribus et alimoniam pauperibus 
21. preparavit. Sane vir dei dedit Grimoaldo prineipi 900 auri solidos, 
quos ei dudum Fippinus maior domus Francorumque prineeps, qui 
obiit 715, in suam largitus est elemosynani, pro possessione in 25 
Chorzes ad predietam ecclesiam B. Marie in Castro Frisingensi, ubi tunc 
B. Corbinianus tenuit cathedram cathedralem et a Grimoaldo duce 

aeeepit. 

Cap. 18. 

De Frisinga et ordine episcoporum, reliquiis30 

ac situ. 

Frisinga urbs Germanie devotissiraa , olim Frixivia 
dieta, ad ripas Isare sita, semper eultui divino dedita- 
Cf OUoFris.tNnm temporibus imperatorisCari deNarbona, qui Dioclecianum 
und Vita 11 i mme diate precesserat \ basilicam Christi fidelium ibidem 35 
Maximil.c.24. ' fuisse constat, que S. Maximiliano archiepiscopo Laureacensi 
subieeta fuit 2 . Qui aütem sacerdotes ibi usque ad saneti 
prefuerint Corbiniani tempora, nescitur. Ordo vero epis- 
coporum eiusdem ecclesie est talis 3 : 

1 Vgl. oben S. 36, Z. 18 und 38, Z. 5. 40 

* Arnpeck sefdoss das aus der Legenda S. Maximiliani c. 24 (dar- 

nach auch in den Quellen von Kremsmünsler 14 und 34), wo Freising 

unter den angeblichen 22 Suffragankirchen ton horch aufgezählt wird 

Vgl oben S. 37, Z. 13. 

a Vgl. xu der folgenden Bischofsreihe Arnpecks unten abgedrucktes 45 

Buch von den Taten der Bischöfe von Freising. 



f^ r\f\c\\ i fc Original frorn 

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— 61 - 

1. S. Corbinianus miraculis et doctrinis clarus obiit anno 
Christi 734. 

2. Frater eius Erimbertus a sancto archiepiscopo Magun- 
tinensi Bonifacio confirmatus. 

5 3. Josephus ecclesiam collegiatam in Isana fundavit. 

4. Aribo, qui S. Corbinianum ad propriam sedem transtulit. 

5. Atto. 

6. Hitto corpora SS. Alexandri pape 6. post Petrum et 
Justini cardinalis, qui S. Laurencium sepelivit, e Roma 

10 in suam ecclesiam tulit. 

7. Erchanbertus sacellum S. Petri construxit. 

8. Anno ecclesiam suam cathedralem auxit, ut hodie cernitur, 
prius exiguam. 

[F. 53] 9. Arnolfus. 
if> 10. Walto ab Arnolfo imperatore Moseburc et a Ludovico 
rege Veringam impetravit. Cuius tempore ecclesia 
incendium pertulit. 
IL Uto. 

12. Infaustus Dracolfus submergitur. 
20 13. Wolframmus caput S. Corbiniani argento vestivit. 
14. S. Lampertus, cuius meritis Huni ad Augustam ascen- 
dentes a dominica, qua venerant, usque ad 6. feriam, 
qua recesserant et ecclesias S. Steffani ac S. Viti igne 
vastaverant, montem Frisingensem non viderunt. 
25 15. Abraham turre monasterium adauxit. 

16. Gotescalcus. 

17. Egilbertus canonicorum collegium in Weihenstephen in 
monasterium insigne ordinis divi Benedicti mutavit. 

18. Nitgerus collegium S. Viti fundavit. 

3019. Ellenhardus ecclesiam collegiatam S. Andree instituit. 

20. Meginhardus. 

21. Hainricus de Eberstain. 

22. Otto marchio Austrie, doctor Parisiensis, duo monasteria 
Sceftlarn et Novecelle ordinis Premonstratensium et 

35 collegium Sliersee fundavit. 

23. Albertus ecclesiam igne combustam restauravit. 

24. Otto de Diessen castrum Ottenberg construxit. 

25. Geroldus sedem destruxit. 

26. Conradus Telntznar eam reparavit et quatuor canonicos 
40 S. Pauli instituit. 

27. Conradus comes Silvester. 

28. Fridericus de Montalben. 

29. Emcho comes Silvester. 

n Pnnol " 4 Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 62 — 

30. Gotfridus. 

31. Conradus doctor, fundator collegii S. Johannis. 

32. Johannes. 

33. Conradus de Clingenberch. 

34. Johannes. 5 

35. Albertus comes de Hohenberch et Hairloch, doctor. 

36. Paulus. 

37. [F. 53] Leopoldus submersus. 

38. Berchtoldus de Wäching castra ecclesie bene reformavit. 

39. Conradus interficitur a suis. 10 

40. Hermannus de Cilia. 

41. Nicodemus Veronensis de la Scala. 

42. Johannes Gruenwaldus. 

43. Johannes Tuelbeck resignavit. 

44. Sixtus Tanberger ecclesiam testudinavit a , sedibus 15 
et preciosis ornamentis decoravit, castrum turribus, 
montera muro firmavit, chorales et ministrantes instituit 
et alia multa egregia, ac si esset secundus fundator, 
perfecit. 

Gaudet autem hec insignis ecclesia de sanctorum cor- 20 
poribus Corbiniani ac Lamperti episcoporum, Alexandri I. 
pape et martyris, Justini cardinalis necnon Nonnosi raonachi, 
cuius mencionem Gregorius in dyalogo facit. Ornatur quoque 
collegiata ecclesia S. Andree corpore S. Wathonis apostoli 
Karinthie et aliis reliquiis pluribus. Sed et ecclesia S. Viti 25 
extra muros in monte amenissimo de capite S. Cornelii pape 
ac monasterium in Weihenstephen in cacumine eiusdem 
montis versus occidentem sita de brachio S. Alexandri pape 
et modo de spina domini letantur. Quinymmo in monasterio 
S. Petri Novecelle usque orientem S. Mauri episcopi et 30 
Teclani capellani sui requiescunt. Arx vero episcopalis in 
monte urbi preeminet pulcherrima. 

Otto Fris.y Eet autem ibi mons in amenissimo loco positus limpidissimarum 

Chr. V, 24. aquarum ac precipue Isare rapidissimi fluvii cursu conspicuus totam 

ilUus regionis faciem et ex australi plaga latissimam campi planiciem 35 
fructiferam tamquam e specula longe lateque [F. 54] contemplans. 
Hie diebus prefati Grimoaldi ducis silvis circumseptus quasi vena- 
torum specula fuisse traditur. Manent aduc silvarum in piano inter 
harundineta vestigia, antiqui scilicet trunci, cervorum quoque et caprio- 
lorum multitudo copiosa Ex septentrionali vero parte aduc sUva non 40 
medioeris, que forestus vulgo dicitur, edibus ac igni civitati plurimum 
utilis superstea cernitur. Contigua quoque monti terra ex austro Itfara y 
ex aquilone Ambra fluviis b inclußa in sinum quendam fertiliseimum ad 



Ä destudinavit Hs. *> fluviua Ha. 



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Original from 



UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 63 — 

dllO teutonica miliaria protenditur cum dimidio 1 . In fine cuius, ubi 
predicti amnes confluunt, locus, qui Moseburga dicitur, pulcher valde 
et delectabilis, in B. Castuli ecclesia congregacionem * habens clericorum 

_ poeitus cognoscitur etc. 

^ Redeundum igitur est ad historiam ducis Grimoaldi, 

de quo aduc tria supersunt capitula sequencia. 

Cap. 19. 

Quomodo increpavit B. Corbinianus ducem 
Grimoaldum propter benedictum panem cani 
10 datum. 

Quadam vero die vir dei B. Corbinianus cum prefato principe Vita S. Corb. 
Grimoaldo recumbens ad prandium apposita mcnsa salutifero crucis cap. 22. 
Christi signo cum dei laude superpositam consignavit alimoniam. Pre- 
dictus vero princeps ex mensa dilecto sibi cani panem per incuriam 

15 proiecit. Quod dum vir dei conspexerat, dextero pede tripidi« calcem 
dedit et mensam deiecit, ut argentea vasula per pavi tuen turn huc [F. 54*] 
illucque spargerentur, et ex scamno prosiliens aiebat ipsum tante bene- 
diccionis fore indignum, quam cani non verebatur 1 » proicere, deraum- 
que illius domum egressus dixit se ab eius curia omnino abstinere et 

20 nequaquam cum eo ulterius communem debere panem sumere. Hoc 
facto mulier de morte viri dei cepit tractare invidie facibus succensa, 
eo quod a viri sui illicito concubitu per verba viri dei fuerat alienata, 
incessanterque in au res viri sui invidie et odii fomitem ministravit contra 
virum dei. Dixit eciam ob principis despectum hoc episcopum egisse; 

25 nihil aliud dignum episcopum esse nisi mortis reum. Quam rem princeps 
idem diligenter perpendens paciencie servans custodiam castri adituni 
claudere iussit, ne tantus a se vir dei recederet furore permotus, ipseque 
cum primatibus suis palacium egrediens viri dei provolvebatur vestigiis, 
satisfaccionem spopondit magnisque precibus atque blandiciis necnon et 

BOmuneribus motum mitigavit episcopum et tandem vix inquam pacis 
osculum a beato promeruit pontifice et sie iterum pariter communem 
sumpserunt eibum. 

Cap. 20. 

De muliere raalefica manibus episcopi cesa, et 
3*>qualiter Nino 2 per Pilidrude consilium episcopum 

voluit oeeidere. 

[F. 55] Cum autem quadam die idem vir sanetus vespertina Vita S. Corb. 
hora ad ecclesiam B. Marie in ipso Castro Frisingensi ad persolvendas cap. 25. 
deo laudes venire voluisset, ecce quedam mulier ruslica cum muneribus 
40 sibi obviain perrexit, que maleficii^ suspicione iam antea viro dei fuerat 
divulgata, cum qua onusti carnibus ibant<* viri et animal unum secum 

a so Hs. b ferebatur Hs. c maleficiis Hs. d ibi Hs. 

1 Die Quelle gibt die Ausdehnung auf vier deutsche Meilen an. 
* Die Quelle nennt ihn bald Ninus, bald Nino. 

n f r\r\nl'"* Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 64 — 

ducebant. Quod vir dei cum conspexerat, subtiliter inquisivit, que 
causa [esset illius adventus. Ad hec mulier dolosa quandam in iuven- 
tutis flore principis sobolem quibusdam illusionibus demonuni asserens 
esse com mo tum seque suo carmine suisque artibus ad salutem produxisse 
gloriabatur et exinde hec xenia deportare. Quibus auditis vir dei vehe- 5 
menter expavit et ex equo prosiliens in tantum commovebatur furorem, 
ut ipse eam propriis non parcebat manibus cedere et cuncta, que cum 
ea portabantur, xenia ad portam civitatis iussit pauperibus erogare a 
portaque civitatis domi revertens perfidiam principis non cessavit deflere. 
Sociaque antiqui hostis, ut serpens in paradiso, mulier sparsis crinibus 10 
receptis viribus cruenta facie principis se offerebat obtutibus. Quam 
cum ita flentem incesta uxor principis viderat, diabolico instinctu furore 
incensa vultu mutato vim veneni, quam in corde tenuit, aspicientibus 
demonstravit. Nam vitam auferre episcopo moiiebatur, quod tarnen 
viro prodere distulit, [F. 55'] latenterque ei insidias ad suimet laqueum 15 
mortis preparare non distulit cuidam secretario suo nomine Nino silenter 
precipiens, ut, cum ab eadem villa recessisset episcopus, collectis famulis 
eum interemisset. 

Cap. 21. 

ft Qualiter insidias loci mutacione declinavit,20 
et de vindicta subsecuta. 

Vita S. Corb Cumque ad aliam se pergere vir dei disponeret villam, quidam 

eap. 26. ex deum timentibus homo per fratrem ipsius episcopi beate memorie 
nomine Er i mbertum ei demandare curavit, quod eadem nocte iniquissime 
mulieris consilio deberetur occidi, nisi se mutacione loci studiose salvaret. 25 
His dictis fidem adhibuit; intempeste noctis silencio oculte se ad aliam 
contulit villam. Eodemque sequenti crepusculo prenotatus Ninus collectis 
famulis domum viri dei circumcinxit. Quem dum diligentissime per- 
scrutarentur, ut interficerent, cuncta edificia evertentes, sed minime 
repererunt, vacui et confusi reversi sunt. Episcopus autem sumpto 30 
secum clero locum amisit, ad Maiense castrum perrexit Per quendam 
ex suis principi demandavit, quod sub omni celeritate ipsa maligna 
mulier in foveam, quam paraverat, corruere debuisset et ipse cito vitam 
finire. Quasque insidias sue coniugis dum Grimoaldus cognovisset 
et abscessum viri dei, misit et bumili prece eum redire rogavit. Is35 
autem minime fecit, sed dixit Jezabelis pessime mulieris insidias oportere 
cavere. Sed talibus insidiis qualis foret secuta vindicta, silencio non 
est opprimendum b . Prefatus eciam puer eius, quem nephando [F. 56] 
jr carmine, ut dictum est, machinis dyaboli mulier precantabat, rebus 

7 u 49 ® x cessit humanis eoque mortuo Grimoaldus ab insidiatoribus anno 40 

Vita Ä Corb. Christi 729. interfectus est. Predictus vero Nino, qui in necem episcopi 
27. collegium fecit, probrosa morte vitam finivit. Qui cum ventrem purgare 
sedebat, lancea percussus interiit. Ad ultimum vero Pilidruda denotata 
mulier Carolum Marcellum in Gallias sequebatur, pro meritis suis ab 
eo repudiata omnem honorem et gloriam perdidit propriisque exuta sub- 45 
stanciis novissime nisi unum asellum ad subvectionem possidens in 
Italiam pergens vitam finivit. Nati quoque eius, qui ex illius prodebant c 

ä davor unvollendeter Anfang einer Ueberechrifl : Ubi episcopus Hs. 
b opprimenda Es. c so Hs. urie die Quelle. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

öyVrUUgl^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 65 — 

utero, cum multa tribulacione regno privati vitalem amiserunt flatum. 

Sane predictus dux Grimoaldus COntemporaneilS imperatoris Kremsm. 7. 

Leonis 1 HI. d ucavit annis 10 *. Cui Hugbertus 3 in ducatu successit. 

Cap. 22. 

5De Hugberto duce Baioarie, qui S. Corbinianum 
revocavit de montanis. 

Hugbertus dux Baioarie contemporaneus imperatoris 

Leonis III. 4 Hie cum regnare ceperat, cum omni dulcedine et Vita S. Gorb 
summo honore virum dei Corbinianum episcopum ad se revocavit Quem ca P' *°* 

10 tanto a venerabatur honore, ut sanetis meritis dignus erat, cumque sibimet 
sacro fontis lavacro sociavit [F. 5&] Cumque exitus viri dei appropin- 29. 
quasset, tempus obitus sui non ignorans unum ex diseipulis suis ad 
Hucpertum prineipem direxit suum obitum nunciare poposcens, ut cadaver 
illiue deferre iuberet, ubi vivus promiserat. Veniente autem die nativi- 30. 

I5tatis Marie deo spiritum reddidit anno, ut puto, Christi 735. 6 

Yel quasi. Missi vero ad prineipem Hucbertum reversi attulerunt 3/. 
mandatum, ut beatiseimi viri corpus Maies adportaretur, sicut ipse vivus 
fieri disponebat, ut ibidem in ecclesia sepeliretur S. Valentini. De 
miraculis huius saneti viri per Frisingensem scribitur 6 : 
20 Mittit hie presulem Gre(gorius) b iuuior 7 Corbinianum. 
Spina coneutitur, sed mustum non violatur 8 . 

» tano Es. * Gre. Es. 

1 Vgl. oben S. 47, Anm. 2. 

• Nach der Quelle 718—729. 
25 * Quelle: Hugwertus. 

4 Vgl. oben S. 47, Anm. 2. Nach Kremsm. 7 und 49 ist Bugbert 
739 gestorben. 

• Vgl. oben S. 61, Z. 2. 

• Die folgenden Verse hat Arnpeck auch in dem von ihm geschriebenen 
30 Helmstädter Codex 205 der Herzogt. Bibliothek Wolfenbüttel auf Bl. 209* 

eingetragen, und zwar vor der darin gemachten Abschrift der Freisinger 
Traditionen in des Conradus Sacrisfa Bearbeitung (vgl. Man. Oerm. hist., 
SS. XXI V, 315). An jener Stelle der Wolfenbüttler Handschrift überschreibt 
er die Verse folgendermassen : Ante vite eius picturam talis habetur supra- 

35»criptio. Die Verse bildeten also die Ueberschrift zu einer pictura vitae 
des Heiligen. Wenn man auch daran denken könnte, dass dieser Ausdruck 
nur übertragen zu nehmen sei und dass die Verse einer Lebensbeschreibung 
Eorbinians vorausgesetzt waren, so erscheint es mir doch viel wahrschein- 
licher, dass sie der Begleittext zu einer wirklichen bildlichen Darstellung waren. 

40 1 In der Wolfenbiittler Es.: tercius. Auch Conradus Sacrista 

SS. 24, 319, 1 nennt Gregor IU., während, wie in letzterer Ausgabe Waitz 
erläuternd bemerkt hat, an Gregor IL zu denken ist. Demnach könnte 
vielleicht das allerdings ungewöhnlichere iunior, welches Arnpeck übrigens auch 
in der unten in seinen Gesta episc. Frising. enthaltenen Lebensbeschreibung 

45 Korbinians verwendet, der richtigere und ursprünglichere Wortlaut sein. 

8 Vita S Corbiniani cap. 2. Zeile 3 bezieht sich auf cap. 3, Zeile 4 

auf cap. 13, 5 auf cap. 11, 6 auf cap. 7, 7 und 8 auf cap. 8, 9 auf cap. 24, 

10 auf viele Stellen, 11 auf cap. 30, 12 auf cap. 32, 13 auf cap. 39 und 

die folgenden, 14 auf cap. 43 und 44. 

Qaellen a. Erörterungen N. F. EI. 5 

i * ^ol " Original frorm 

b ^ Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 66 — 

Presulis reducit für mulam furtim sublatam. 

Defert piscem aquiia presuli celitus emissum. 

Domitat hie ursum post equum peremptum. 

Judicem precatur, ne latro morte puniatur. 

Latronem redimit ab exicio triduanum. 5 

Hie ordinat monachum a crucis morte redemptum. 

Vir virga montem compellit mittere fontem. 

Reficit eternis episcopus populum verbis. 

Sumpto viatico transfertur anima celo. 

Corpus sacratum ter deno die tollunt tumulatum. 10 

Frisingam vehitur presul inclitus sepeliendus. 

Languores sanat, arreptos a demone curat. 

Cap. 23. 

[F. 57] De Otilone duce Baioarie et fundacionibus 
mo nasteri or umBure nsis, Siechdorf et AI tachensis etc. 15 

Kremsm. Defuncto itaque anno Christi 739. Hucberto principe, 

7 u. 49. qui iam 10 annis dueaverat, Otilo sive Odilio vel Utilo, quod 
Ebran 47. idem est, ei auccessit. Sane postquam duces, COmites baronesque 
in Baioaria Christi fidem amplexati sunt, episcopatus, cenobia basilicasque 

quam plurimas in dies ob dei honorem et animarum salutem 2° 

construxerunt. 
Chr. Bur. 1 Anno igitur domini 740. indiccione 8. sub Zacharia papa et 

Andr. 20. Carolo Marcello maiore domus Francorum, seeundum quosdam rege, 
Kremsm. 85. eognomento Fortissimo, patre Carolomanni et Pippini, tempore, quo 
Chr. Bur. 8. Bonifacius Maguntinus archiepiscopus in Francia, Fresia, Austrasia e t 25 
Baioaria fidem Christi seminabat, cum iam ecclesie vei monasteria in 
his teniporibus* consurgerent, tres fratres, viri clarissimi, Lantfridus, 
Waldram us et Ellilandus, tarn virtutum quam diviciarum dignitate * 
incliti primates regni et predicti regia consobrini tanti pontificis 
circumquaque predicantis crebra visitacione sunt plenius instrueti iamque 30 
ad perfeccionem evangelicam, que sola superat, euneta relinquendi et 
crueifixum sequendi pertingere sunt conati. Itaque cum citra fluvium 
Lusah habentes predia et in villa Antorf eiusque confinio pulcherrima 
domicilia dum b venacionibus adiacentis nemorispro consuetudine [F. 5 7* ] 
aliquando exercerentur, euneta perlustrantes inter frondose umbracula 35 
Ebran 47. silve ad sempiterna paradiai vireta suspirabant presentisque vite ac 
huius mundi brevitatem considerantes ac perspicaci animo revol- 
Chr. Bur. I.e. ventes consilio. inito iusseruntque statim extirpatis frutectis prope rivum 
Kalomanbach habitacionem sibi adiuneta basilica construi. Quem quia 

* fehlt Es. b so Hs. 40 

1 Chronica Burensis monasterii ; Mnn. Qerm. hisL, SS. IX, 229. 
Auch in den Fundaiiones monasteriorum Bavariae; vgl. Neues Archiv 
XXIV, 676. 

9 Quelle: partibus. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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- 67 - 

locum sibi dominus non elegit, signorum indicio deelaravit. Cesoribus 
namque repentina incisione vulneratis columbe advolantes cruentata lign a 
raptim asportarunt et loco, in quo nunc venerandum altare monasterii in«. Andr. 25. 
Beuren consistit, sparsim inferentes quasi ex racionabili industria cruci- 
5culos composuerunt Animadvertentes igitur servi dei celestis auspieii 
omen, que ibi cogitaverunt, hie perficiunt; ecelesiam cenobiumque in- 
comparabile strueturis a c picturis construxerunt et preciosis perornaverunt Chr. Bur. I. c. 
metallorum et thesaurorum insignibus prediisque large ditarunt. 
Deinde et alia tria grandi manu diligencie monasteria instituunt, primum 
10 Chochalense, in quo a venerabilis eorum soror Gailswindis predii sui 
parte tradita cum virginali degebat contubernio, seeundum Schledorfense 

et tercium Scafelense. Plura si scire vis de cenobio Burensi, 
quere de fundacionibus monasteriorum in Bavaria in prineipio. 

Schlechdorf. 

15 Item [F. 58] Guncianus frater fundatorum in Buren una cum Fund. 1 

eis fundavit cenobium in Schlechdorf cum 24 presbyteris et abbate 
ordinis S- Benedicti. Qui fundator est ibidem sepuitus. Quod cenobium 
post desolacionem Arnoldi impii ducia Baioarie restauratum fuit temporibus 
S. Hainrici imperatoris, et canonici reguläres introdueti, ibique sub 

20aitari summo requiescit corpus S. Tertulini, qui fuit vir nobilis Romanus, 

* quem a sede apostolica Reginpertus monachus concedente Adriano papa Cod. trad.Fris 
ad partes Baioarie Attone 8 abbate adiuvante perduxit. 

Inferius Altach fundacio. ^ 

Kremsm. 
Anno domini 741. Franci Carolomannus et frater eins 7, 49 u.85 
25 Pippinus filii Caroii Fortis 4 pugnaverunt cum Otilone rege 6 Bavarie etu. Andr. 512 
vineunt eum, et sie Bavaria in provinciam redactaOtilo dux efficitu r- u. Andr. 22. 
Qui ex suasu et consiüo S. Pirminii episcopi Metensis Inferius Altach Andr. 22 
monasterium ex suo allodio et similiter Mänsee 8 sub monastica pro- u. Ebran 53. 
fesaione fundavit et S. Bivilonem 7 de Laureaco in Pataviam transtulit. Kremsm. 85. 

30 Anno domini 742. Otilo dux ex uxore sua Hildrude tili* Andr. 517 u. 

Caroii primi cognomento b Fortis, qui alio nomine dictus est Tucides c, Kremsm. 85. 



* qua Hs. b precognomento Hs. c so Es. 



1 Vgl. Neues Archiv XXIV } 677. 

* Der folgende Schluss dieses Abschnittes entstammt dem Codex 
35 tradiiümum Frisingensium und zwar einer Tradition^ welche Arnpeck auch 
in seinem unten abgedruckten lAber de gestis episcoporum Frisingensium 
in dem Abschnitt über Bischof Arbeo verwendet hat* Man findet sie neuer- 
dings gedruckt bei Bitter auf } Die Traditionen des Höchst ifls Freising, Bd. 7, 
S. 72 ff., n. 45 b. 
40 3 In der genannten Tradition heisst es: me adiuvante; so sagt 

dort Abt Atto von Schlehdorf. 

4 Dieser Beiname ist aus Kremsm. 85. entnommen. 
h Die Kremsmünsterer Quelle: duce; hier wohl auf Orund von 
Andr. 22 geändert. 
45 e Nach Kretnsm. 50 u. 88 von Tassilo III. gegründet. Ebran 53 

schreibt die Gründung Odilo xu. Arnpeck folgt ihm hier und an einer 
xweiten Stelle S. 78, Z. 1. 

7 Quelle: Wiwilonem. 

5* 

Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



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— 68 — 

sorore Pippini scilioet IL, qui, cum esset maior domus Francorum, factas 
Andr. 1 20. est rex post Hildericum per papam Zachariam, genuit Tassilonem. Eod em 
anno Carolus Marceil us diem obivit relinquens tres filios, Carolomannum, 
Pippinum et Grifonem. 
Kremsm. 7. [F. 58*] Anno domini 743. Carolomannus et Pippinus fratresö 

Andr. 20 pngna verum iterum cum Otilone ad Lech. Griffo autem minor natu 
uxorem Suanahildem neptim Odilonie ducis Baioariorum habebat ; noluit 
fratribus suis subiectus esse, quam vis sub eis honorifice viveret, multa 
bella ad versus fratres suos movens , attamen parum profecit. Tandem 
Baioariam peciit ipsumque ducatum in suam potestatem redegit, Otilonem 2 10 
cum Hiltrude UXOre SUa 2 in dedicionem accepit. Hec Pippinus 
u. Frut. 159 audiens anno domini 748. cum maximo exercitu in Baioariam venit 
fratremque suum Grifonem cum omnibus suis cepit et expulit de 
Baioaria, quam occupaverat. Otilonem 3 in ducatum restituit 
domumque reversus Griffoni more ducum 12 ducatus dedit. Sed ipse 15 
beneficio huiusmodi minime contentus ad Waifarium Aquitanie ducem 
fugit. Qui postea anno 5. Pippino nunciatur a suis occisus. Sed quia 
sepe mencio fit de Carolo Marcello et suis filiis, qui fuit 
maior domus, quare videndum est de quittitate huius nominis. 

Cap. 24. 20 

De maiore domus Francorum. 

Carolus itaqueMarcellus adiit Lothoringiam, Westraniam, 
Burgundiam, quas omnes debellando subegit et sue dieioni 
subesse manu valida compulit, quinymmo Saxones, Alemannos 
Baioariosque cum Eudone a duce Aquitanie sibi subiecit. 25 
Nee tarnen aduc rex fuit, sed maior domus, [F. 59] quia 
primus post regem dicebatur maior domus Francorum, seeundus 
minor domus b Francorum theotonicorum seu Almanorum in 
cisalpinis partibus constitutorum, et que Lothoringia postea 
dieta est circa Treverim et versus partes Leodii, Brabancie 30 
et Holandie, Selandie ac Flandrie, que sunt gentes Almanie 
inferioris, et iterum ascendendo in Westraniam et Helsaciam 
usque in Basileam et Argen tinam. Que terre olim voca- 
bantur a Romanorum commentariensibus Grallia cisalpina, et 

* Endone Es. Aventinus am Rand: Udo. b darnach Rasur Es. 35 

1 Der seinerseits FriU. ausgeschrieben hat. Arnpeek benutzt letzteren 
dazu und entnimmt daraus zwei bei Andr. weggelassene Angaben. 

* Beide Vorlagen, Frut. u. Andr., sagen richtig: Tassilonem cum 
Hiltrude. Es scheint, als ob Arnpeek hier den Verbesserer spielen wollte, 
weil ihm anscheinend die Verbindung Tassüos mit dem Namen Eiltrude 40 
nicht verständlich war und er meinte, mit dem Namen Eiltrude könnte nur 
Odilo zusammen genannt werden. So entstand die obige grobe Unrichtigkeit. 

3 Ebenso unrichtig. Auch hier die Quellen ricfUig : Tassilonem. 

.. (~*rw"*nlf* Original fnom 

3igitize<J öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 69 — 

incole ibi dicti sunt Franci, id est liberi, alienum a sua 
nacione dominum non habentes aut cuiquam regi subiecti 
tributa dantes. Et licet olim fuerunt sub Eomanis ut alie 
naciones orbis et semel tantum debellati ex integro a Julio 
SCesare ante salvatoris incarnacionem per 50 annos, trans- 
acta tarnen pace universali orbis ceperunt iterum rebellare. 
Unde pluries bello a Romanis ducibus impetiti ex toto 
subiugari minime potuerunt, presertim postquam Constantinus 
Magnus pape resignavit dominium urbis et quasi regnum 

lOoccidentis et locavit sedem imperii universalis in Constan- 
tinopoli. Et quamvis multi cesares orientis attemptaverint 
eciam predicta dominia in toto sibi subdere, ymmo in ali- 
quibus locis ea gravissimis attriverint bellis, nullibi tarnen 
legitur subiugasse illos, ymmo plus credendum est illos a 

15 Romanis cesaribus libertati donatos propter ipsorum stren- 
nuitatem et ex utraque parte nomen libertatis usque ad 
Carolum Magnum habuisse [F. 59' ] et dictos fuisse Francos, 
id est liberos. Porro societas illa vel colligacio tantorum 
populorum primum dicta fuit domus Francorum et non 

20 regnum vel ducatus, licet absque capite vel principe strennuo 
numquam fuerint, qui primum dictus fuit maior domus 
Francorum. Est autem credendum , quod hoc vocabulum 
domus pro toto suo domin io et liga confederacionis sumpserint 
ab antiquis et a more Hebreorum et Romanorum, qui a 

25familiis suam nobilitatem denominabant domum ut domus 
Israel, Jacob, David, Scipionum, Cathonum, Fabiorum, 
Grachorum etc. Sicque in illa domo vel cognacione, qui 
senior inveniebatur ab aiiis, ut dominus venerabatur et 
quasi rex in sede maiestatis sue sedens timebatur. Ad 

30nutum eciam eius et consilium singula disponebantur in 
domo, familia vel cognacione illa, et rem ipsorum publicam 
ita ordinavit, ut firma per tot annorum spacia contra tot 
insultaciones imperii Romani, quod vere regnum ferreum 
fuit, re et nomine consistere ac perdurare posset. Fuit 

35 autem hec domus inchoata post incarnacionem verbi 425. 
et duravit a Faramundo et suis heredibus ac successoribus 
apud Almanos usque ad Carolum Magnum, et tunc post 
paucos annos domus Francorum subdivisa fuit in occidentalem 
et orientalem, quo iterum in tres domos plurimum notabiles 

40 [F. 60] et magniflaas. Quod autem domus Francorum fuerit 
apud Almanos, clare patet, quia Hildericus rex Francorum 
fundavit monasterium S. Galli et Dagobertus senior rex 
Francorum monasterium S. Petri in Erfordia et aliud in 

n f~*^onl - Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 70 — 

Weissenburg et episcopatum in Argentina et similia multa — 
sedes autem dominii communiter in Treveri et in Westrania 
in castro, quod hodie dicitur Kayserslutern , fuit — , item 
quia Steffanus IL papa propter nimias infestaciones Astulphi 
regis Longobardorura perrexit in Franciam, scilicet orien- 5 
talem, id est Alemaniam, que tunc Francia vocabatur, 
quia provincia, que modo Francia vocatur, tunc Gau- 
diana vel Gallia apud antiquos dicebatur. Et iste papa 
Steffanus constituit primo Pippinum patrem Caroli Magni 
in regem Francorum, quod alias non fuit de more, ex quo 10 
pater eius, videlicet Carolus Marcellus, non fuit rex Fran- 
corum. Qui eciam Pippinus ante fuerat palatinus Rheni et 
ab antea maior domus vocabatur. Qui cum consensisset 
votis pape, ut letificaretur papa, in promisso de adiuvamine 
dixit alacri voce : Sancte pater, nobilis Germania nobiles 15 
assidue nobis milites germinat, per quos deo favente Austulphum 
compescemus. De hoc igitur vocabulo maior domus modo 
sufficiunt. 1 

Cap. 25. 

De S. ßonifacio. 20 

Sehedel Bonifacius monachus existens doctissimug atqiie eloquentissimua 

CLXfr.e Brittaonia ad Gregorium papam II. venit. Cognita hominis virtute et 
sanctitate ipsum episcopum constituit et inGermaniam misit, [F. 60*] 
ut illam gentem proposita evangelica luce illustraret ac fidern veram 
doceret. Ubi predicacione et exemplo in Thuringia, Hassia, Saxonia, 25 
Austrasia et Francia opus impositum egregie egit. Eo tempore in 

Wormacia fuit archiepiscopatus habens sub se 16 suffra- 
gancos, et vocabatur civitas Wangionum. Geroldo ibidem 
archiepiscopo, successore S. Rudberti, in bello occiso suc- 
cessit ei filius suus Gerbilio, qui propria manu interfectorem 30 
patris sui oeeidit dicens: Accipe nunc ferrum, quo patrem 
Sehedel l. c. vindico Carum. Ideo papa Gregoriu s IL» petente Pippino maiore 
domus in Magunciam transtulit et ibi S. Bonifacium iure metro- 
politico tocius Gallie prineipem et episcopum constituit 715. Qui Boni- 

facius prius habebat nomen Vinfrid b , sed postea, quando 35 
papa Gregorius II. ipsum episcopum ordinavit, ei nomen 
Bonifacius imposuit. Factus autem archiepiscopus plura con- 
struxit monasteria ordinis S. Benedicti, inter que prineipalia 
sunt Hirsveld et Fulda in Boetania c , quod cenobium ceteris 
monasteriisinGermaniepartibuspreclariusfundavit. Quinymmo 40 

a 3us ffs. b Aventinua am Rand: Weinfrid. c so Hs. 
1 Quelle? 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitize<J öy VrUUgl^ UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 71 — 

auctoritate sedis apostolice et principum Franc o mm duas episcopales Schedel I.e. 
sedes constituit, unam in Castro Wirtzpurg, ubi Burkardum collegam 
suum episcopum ordinavit, alteram in Eystet, cui Wilibaldum prefecit». 

[F. 61] Cumque multa milia hominum S. Bonifacius tarn perOtloh, Vita 
5 se quam per suos provinciales ad fidem sacram perducta baptismatis S. Bonif. 
onda diluisset, iam def uncto beate memorie Gregorio II. sedis apoetolice Z c - 26- 
presule et tercio Gregorio eandem sedem obtinente iterum B. Bonifacius 
Romara legatos misit, qui apud presnlem predictum prioris amicicie 
federn renovantes omnem familiaritatis graciam, quam ab antecessore 

10 suo habuisset, expeterent omnemque subieccionem apostolice sedi debitam 
a sc promitterent, conversionem quoque plurimorum in Germania habi- 
tancium intimarent. Postquam vero legati supradicti Romam venientes 
yenerabili pape talia denunciabant, statim dco gracias retulit, deinde 
non ßolum omnia familiaritatis et amicicie iura a S. Bonifacio postulata 

15 promisit, sed eciam ea, que minime peciit, id est arcbiepiscopatus paliium 
direxit, epistolam quoque continentem diversa, pro quibus interrogatus 
fuerat, presuli sancto remisit. Cuius exemplar hie sequitur: 

Reverendiseimo et sanetissimo fratri Bonifacio coepiscopo ad 
illuminacionem gentis Germanie Tel circumquaque in umbra mortis 

20 m orantibus gentibus in errore constitutis ab hac apoetolica sede directo 
Gregorius servus [F. 6V] serrorum dei. Magna nos habuit gratulacio 
lectis sanetissime fraternitatis tue litteris, cum in eis relecta serie fuisset 
repertum domini nostri Jesu Christi gracia plurimos te a gentilitate et 
errore ad vere fidei agnicionem convertisse etc. 

25 In qua epistola multa continentur, que ad nostrum 

propositum pronunc propter prolixitatem obmittuntur. Quiabc. 27. 

nuncii cum 1 » graciosa presulis apostolici dona scriptaque reportantee 
letissimum ipsum S. Bonifacium effecerunt, undc et debitas deo laudes 
graciasque agens duas raox ecclesias domino construxit, unam quidem 

30 in Frideslar, quam in bonore 6. Petri prineipis apostolorum consecravit, 
alteram vero in Hamanaburg, quam in honore S. Michaelis archangeli 
consecravit, duoque monasteriola duabus subiunxit ecclesiis hisque non 
minimam deo serviencium concionem subrogavit. Que postquam gesta 
sunt, S. Bonifacius Baioariorum terras, quibus per idem tempus Hug- 

35 bertus dux preerat, adiit predicacionisque Studium apud eos diligentissime 
exercens tanto divine emulacionis zelo armatus est, ut quendam scismaticum 
hereditaria pravitate plenum nomine Ermunolf um *> iuxta canonum decreta 
damnasset atque ab ecclesia expulisset. Bis peractis rursum ad eos, 
qui sub sue gubernacionis diocesi conimorabantur, remeavit circumiens 

40 a Der folgende Text bis zur nächsten Kapitelüberschrift einschliess- 

lich ist auf einem und einem sechstel eingehefteten Blatt später eingefügt. 
Der auf BL 60 und 62 stellende ursprüngliche Text : 

Iterum legatos Romam misit, et papa Gregorius III. non solum, 
que postulavit, ei dedit, sed et archiepiscopatus paliium ei direxit. 

45 Cap. 26. De divisione episcopatuum in Baioaria. 

Postea vero Bonifacius in persona propria Romam iterum venit 
et di versa privilegia et diversas epistolas ad Almaniam obtinuit. Accepüs 
igitur talibus epistolis 8. Bonifacius a Roma discessit Italiamque per- 
veniens Ticine urbis ingressus menia et apud Liutprandum Longobardorum 

50 regem aliquamdiu commorabatur. 
ist durchstrichen. * so Hs. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

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— 72 — 

c. 28. ubique et instaurans, que cura popoecit ecclesiarum. Eo eciam tempore 
Ronoam ire decrevit et ipse cum sanctissimo multa de animarum 
salute et reformacione ecclesie contulit ac privilegia [F.61 a ] 
cum litteris apostoliciß pro ereccione et instauracione fidei 
katholice secum attulit ad partes Baioarie et Alemannie,5 

prout in legenda clarius ponuntur littere eiusdem Gregorii. 1 

c 31. Dem um acceptis litteris S. Bonifacius a Borna discessit Italiamque 
perreniens Heine urbis ingressus est menia et apud Liutprandum Longo- 
bardorum regem aliquamdiu commorabatur *. 

Cap. 26. 10 

De divisione episcopatuum in Baioaria. 

Otloh, Vita S. [F. 62] Inde vero digrediens in terrae Baioariorum ab Utilone 

Bontf. I,c.31.$uce invitatus* visitavit mansitque ibi diebus multis verbum dei pre- 
dicans vereque fidei sacramenta illic renovans. Inter que eciam destruc- 
tores quosdam ecclesiarum populique seduetores abigebat. Quorum alii 15 
pridem falso se episcopatus gradu pretulerunt, alii vero presbyteratus 
officio se deputarunt, alii eciam alia innumerabilia perversitatis figmenta 
sequentes magna ex parte populum seduxerunt. Bed sanetus presul 
cum tantam sacerdotum fallaciam atque maliciam aliter non posse pro- 
biberi conspiceret , provinciam Baioarie Utilone duce consenciente in 20 
quatuor divisit parrochias tresque magnarum virtutum viros eis prefecit, 
quos*> ordinacione facta in episcopalem gradum sublimavit. Quorum 
primus nomine Johannes in opido, quod* dicitur Salcxburg, cathedram 
episcopalem suseepit, seeundus Erimbertus in Fr isingensi ecclesia regimen 
pontificale subiit, tercius Gaubald in Batisponensi civitate, que metropolis 25 
Baioarie est, pontifex constituitur. Wivilo quoque a presule apoetolico 
iam ordinatus Pataviensi ecclesie prelatus est, sed eius parrochia, que 
quarta erat, a S. Bonifacio [F. 62*] sicut cetere dividebatur. His ergo 
pontifieibus constitutis et, queeunque tunc corrigenda erant in Baioaria, 
correctis ad proprias rediit ecclesias. Post non multum vero temporis30 
omnia, que tunc in Baioaria corrigendo gessit, litteris transmissis presuli 
cf. c. 32. apoetolico denunciavit; at ille gesta eius laudans remisit epistolas in 
litteris singula quoque per ipsum facta approbans et con- 
firmans et sibi ad proficiendum ulterius predicando mandans 
anno Christi 745. 35 

Cap. 27. 

Decretum Carolomanni maioris domus et natu 
de Christiane religionis reformacione et morte 

S. Bonifacii. 

Otlok, Vita S. In nomine domini nostri Jesu Christi. Ego Karolomannus dux et 40 

Bonif. I.e.34. prineeps Francorum anno ab incarnacione domini 742. 11. Kai. Maii cum 
consilio servoram dei et optimatum meorum episcopos, qui in regno meo sunt, 

» Baioariam durchgestrichen Es. b quas Hs. 

1 In c. 28—30 der Vita Otloh*. 

* Vgl oben S. 57, Anm. 4. 45 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 73 — 

cum presbyteris ad concilium et sinodum pro timore Christi eongregavi, 
id est Bonifacium archiepiscopum, Burckhardum et Regnifridum» , Wittonem 
et Wilibaldum, Dadanum et Addanum cum presbyteris eorum, ut mihi 
eonsilium dedissent, quomodo lex dei et christiana religio recuperetur, 
5 que in diebus preteritorum principum dissipata corruit, et qualiter populus 
christianus ad salutem anime per venire possit, qui per falsos sacerdotes 
hncusque deceptus est. ltaque per eonsilium sacerdotum religiosorum 
et optimatum meorum ordinavimus per civitates episcopos et constituimus 
super eos archiepiscopum Bonifacium, [F. 63] qui est missus S. Petri. 
10 Statuimus quo que per annos singuloe synodum congregari etc. USque 

in finem. Hec epistola continet valde bona statuta et de- 
creta, prout plane habetur. 

In legenda S. Bonifacii libro 1. et postea in 2. libro 
continentur facta eiusdem saneti et epistole eius misse ad 

15 Zachariam papam. Ubi et eius martirium describitur. Item Andr. 21. 
Bonifacius archiepiscopus ex iussu Zacharie pape Pippinum in civitate 
Suessonum in regem Francorum unxit. Ideo archiepiscopus secundllS 
pOSt papam censetur b . Tandem Lullum sibi successoremc/". Otloh II, 
ordinans ob predicacionis officium Frisiam peeiit, ubi Non-^^O 26, 

20Junii cum soeiis martirio coronatus est, cum verbum dei 
i ndesinenter predicasset ac prefuisset ecclesie annis 36. 

Cap. 28. 
De S. Wilibaldo episcopo Eistetensi et S. Walpurga. 

S. Wilibaldus natus est ex S. Richardo Suevorum primum duce, Schede l 

25post Anglorum rege, Bunnaque castissima femina, eius uxore. Qui CLX1L 
cum Romam, deinde Hierosolimam atque terram sanetam peregrinus 
visitasset, postea monasterium divi Benedicti in Monte Cassino 
per quinquennium monachus inhabitans et inde Romam revertisset, 
a Grcgorio III. summo pontifice, cui tum propter religionem tum fidei 

;'-0 binceritatem dilectus fuit, S. Bonifacio Maguntine sedis arebiepiscopo 
commendatur, eius avuneulo. A quo presbyter ordinatus episcopio 
Eystetensi preficitur, quod S. Bonifacius ex prediis et man- [F. 63* ] cipiis 
a Swygero comite de Castro Hirsperg in Norico deo donatis erexerat. 
Efficitur eciam sedis Maguntine scriba, quem vulgus cancellarium vocat, 

35 et in conventibus a dextris archiepiscopi Maguntini primum locura per- 
petuo succe8soribus suis obtinuit. Hie vir sanetus Wilibaldus 
supra ripam fluminis, quod Alimonium vocatur, in vasta solitudine 
succi8is nemoribus civitatem Eystet edificare cepit. Postquani auteill 
per 36 annos episcopaverat, 77. etatis sue anno mi^ravit 

40 ad dominum Non. Julii et sepultus reverenter in cripta 
subter c chorum beate virginis in ecclesia Eistetensi anno 
Christi 781. Huius frater fuitS. Wunebaldus confessor Christi 
et soror S. Walpurga, que fuit admirabilis sanetitatis et 



* so Es. *> censentur Hs. c subte Hs. 



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— 74 — 

rigoris, ut cunctis sui temporis hominibus esset admiracionis 
et exemplar imitacionis. Pia itaque et raitis Walpurga 
fratrem in hanc provinciam secuta plurimas castitatis ama- 
trices congregavit virgines in Ulis locis, quas fama sanctitatis 
sue allexit. Et capta benivolencia pariter et sancta obediencia 5 
fratris sui universis collectis virginibus in ioco, qui dicitur 
Haydenhaim, prefati episcopatus raonasteriura instituit usque 
in hodiernum diem perseverans. Et ibidem in maxima abs- 
tinencia et sanctitate multis annis laudabilem cum suis 
sodalibus peregit vitam. Miraculis eciam plurimis in vitaio 
claruit. Inde ad ultimum vite terminum veniens cum omnibus 
[F. 64) virtutibus adornata polieret, deo spiritum reddidit. 
Cuius sacra ossa parvo post tempore per Othkarium episcopum 
ab eodem monasterio sunt translata ad Eistetense cenobium l , . 

Schedel&Q quibus sacer manat liquor egrotantibus prebens remedium. 15 

CLXU. 

Cap. 29. 

De fundatoribus ac fundacione monasterii 

in Tegernsee et reliquiis sanctorum ac aliis 

f undacionibus eorum. 

Fund. Teg. Cum S. Bonifacius Maguntine sedis archiepiscopus anno domini 746. 20 

475. auctoritate Zacharie summi pontificis et consensu Pippini principis 
terminos episcopatuum in Baioaria distribueret et venerabilef viros 
Burchardum Herbipolensi, Wilibaldum Eistetensi, Gaibaldum » Ratis- 
ponensi, Johannem Salczburgensi et Erirabertum fratrem S. Corbiniani 
successoremque eiusdem Frisingensi ecclesiis preficeret, ut iam supra 26. 25 
capitulo dictum est, ac monasteria monachorum ac sanetimonialiura 
plurima in Germania suo consilio et auxilio fundata fuissent, erant duo 

Fund. Teg. fratres in partibus Noricorum Adalbertus * et Otkariue ex patre Hart- 
495 u. Andr. wico 8 Burgundi o n e s , ex matre Baioarii, divieiis prepollentes deumque 

22 u. 514. timentes, aliena non appetentes, neminem dolo illudentes affinitate proxirai 30 
Pippino regi Francorum, patri Caroli Magni. Horum primus, scilicet 
Adelbertus 9 [F. 64* ] comitatus possedit in Baioaria, alter vero, scilicet 
Otkarius, qui et etate provectior, ducatum tenuit in Burgandia. Hie 
habuit filium tenerum in aula Pippini regia. Qui dum morum nobilitate 

» so Hs. 35 

1 Für die aus Legenden des hl. Willibald, Wunibald und der 
hl. Walpurga stammenden Nachrichten dieses Kapitels sind nicht die 
grösseren Lebensbeschreibungen jener Heiligen Quelle, sondern anscheinend 
irgend eine Legendensammlung, in welcher jene Lebensbeschreibungen in 
kurzer Form enthalten waren. 40 

7 Quellen: Albertus. 

3 Dieser Name ist aus Füetrer 59 entnommen. Vgl. auch Riexler, 
Naimes von Bayern und Ogier der Däne, in den Sitzungsberichten d. 
philos.-philol. u. hist. Kl. d. k. b. Äkad. d. Wüs. 1892, S. 738. 



C^€\C\€%\i m Original frorn 

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— 75 — 

filium Pippini regia precelleret, ipea nobilitas morum odiorum materia 
fuit. Difficile est enim qaemquam in prosperis invidia» carere. Cum 
enim in ludo sc* cor um Pippini filio assidue doctior inveniretur, et filius 
Pippini regia victus animatus forte potencia patris rixam agebat et 
5 Grimaldum 1 filium ducis super timpora*> graviter percuciens occidit 
Qua causa rex cognita solito tristior efficitur, et res multiplici studio 
adeo occuhatur» ne minores mentes parentum inficerent. Timebat enim 
potenciam memoratorum prineipum, quia bonorum c principia contingunt 
sepe difficilia esse. Nam ipse Pippinus eisdem diebus auctoritate Zacharie 

lOpape regnandi potestatem in Gallia et Burgundia, Alsacia, Turingia, 
Saxonia ac Baioaria in omnique Germania noviter adeptus fuerat. 
[F. 65] Sedente igitur in causis Pippino requisivit in sentencia a duce 
Otkario, quid faciendum in causa sit, que nullo emendacionis cultu 
emendari potent. At ille nesciens huius sentencie spiculum in se tor- 

15 queri respondit : Res, que nuila racione reformari potest, equanimiter 
ferenda est Que sentencia dum precipuis principibus placeret, assensu 
celebri firma stetit. Rex vero animo fluctuabat diligenter animadvertens, 
quomodo causam dec enter componeret, inter spera et timorem medius. 
Timor enim diligenciam docet et ammonet futura prospicere, inconsulta 

20 autem temeritas consilium expectare nescit. Consulcius itaque eo agente 
casum pueri insinuat patruo primitus, deinde cum patruo patri. His 
auditis pater supra modum tristabatur et insperato malo per longas 
moras conticuit Multis igitur fidelibus regis ipsum interim consolan- 
tibus et exbortantibus , quatenus sentenciam, quam ipse tenore recti 

25edixerat y factis coroprobaret, longis suspiriis habitis tandem illustrium 
rirorum precibus mitigatus memor condicionis humane colligere sese 
animo cepit taleque responsum regi dedit : In rebus humanis nihil firm um, 
nihil subsisüt perpetuum, sed dies hominis velocius umbra aut vento 
declinant. Qu od cum multis darum sit experimentis, et presentis rei 

30 casus suum nobis exinde prebeat documentum. Consultum est teneriori 
noe affectu superstites amplecti. De morte vero filii ultra, quam credi 
potest, turbatus, [F. 65' J quicquid in eius morte mihi absumptum est, 
bonus Status honoris vestri mihi carissimus et vita fratris mei Alberti 
comitis recompensat f et in utriusque vestri soepitate infiniti doloris re- 

35 medium sumitur et tante deetitucionis iactura decenter emendatur. Sed 
et hunc d dare qui potutt, auferre v alebat eundem. Hec dicta maximam 
virtutis gloriam pepererunt et uberem apud regem graciam. Nam et 
ipsum et plurimos alios ad lacrimandum suis lacrimis inflexerat. Inter 
regem igitur et ducem perfecta solidata amicicia Otkarius he red i 8 solacio 

40 destilutus cum fratre suo Alberto, qui ei nature debito sedule eompaeie- 
batur, ad propria reversus premedilantes caducis rebus fidem adhiberi 
non debere terrenis celestia comparantes Christum rerum suarum heredem 
fecerunt et iuxta lacum Tegernsee monasterium monachorum continuo 
fundare ceperunt. Exinde acceptis litterarum testimoniis a B. Bonifacio 

45 Ifoguntinensi archiepiecopo Romam oracionis causa necnon pro reliquiis 
sanctorum profecti sunt. Quos Zacbarias papa honorifice suscipiens 
letatus e est et omnis civitas de adventu eorum. Unde summus pontifex 
cum non modico merore exposuit eis conquerendo, quomodo pagani 

* fehlt Es. t> timpona Hs. c hororum Hs. <* nunc Hs. • letata Hs. 

60 * Ebenso aus Füetrer 60. 

n P/%a/t[ . Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 76 — 

nudius tercius maiorem urbis partem devastaverunt et thesaurum 
ecclesiarum diripuerint* Romanique ad fie defendendum concordes non 
essent, et exhortatus est eos, ut Romanis in concordiam [F. 66] revo- 
catis ipsi quoque in vindictam malorum cum Ulis parati essent, eo quod 
precellens in armis vis Tbeutonicorum, sicut experti robur eorum testa-5 
rentur. Finitis querimoniis principes Noricorum improbantes improbitatem 
desidie Romanorum dixerunt: Nimis deses residet inimicos domi ex- 
pectans. Desolacionem civitatis, contricionem gentis, multarum tumultum 
iniuriarum pretenditis \ Sera est ista deliberacio. Prius certandum fuit, 
ne amitteretur überlas, quam ut amissa reposceretur. Et quia conferendi 10 
sermonis dabatur eis locus, conversi ad senatores et multitudinem 
Romanorum cohortati sunt eos ad bellandum dicentes: Viri Roman i, 
principes orbis, meminisse vos nominis et generis vestri decet, quorum 
manus nemo aduc effugit. Animadvertite dolorem vestrum, reparate 
animos et Jdc illatis vobis iniuriis non solum consolacionem, sed eciam 15 
vindictam presumite. Pericula rerum vestrarum forciores vos reddant. 
Et confestim coeuntes in concordiam unum corpus ad persequendum 
paganos sese fecere. Accepta igitur ab apostolico benediccione noricus 
ensis Romanas aquilas regens valida manu versus maritima properat, 
ubi hostes cum magno tripudio ac multo fragore predam dividebant 20 
Solent enim ante ruinam corda superborum exaltari. Unde süperbe 
stultos agere nemo mirari debet. Qui vero aduc potest subici, non debet 
dicere: Vici. Finis enim, non pugna coronat. Habita autem delibera- 
cione, quid aut quomodo agendum esset, quibusdam Romanis [F. 66* ] 
melius visum est, congressionem belli nocte aggredi dicentes hostes 25 
subito incursu attonitos et caligine noctis oppressos facile posse devinci. 
Ad hec Norici cum indignacione responderunt : Hie mos, quem suggeritis, 
bonestatis non est, sed improbitatis et eorum maxime, quorum summa 
votorum est dolis nocere et fallere latenti fraude. Absit ergo, ut gloria 
nostra dolo militet. De luce aggrediamur hostes, ut victoria, quam 30 
gladiis molimur, aut sit nulla aut sit honesta. Reparate vos quiete, ut 
forciores sitis ad opus crastinum. Et constitutis vigiliis, fixis tentoriis 
castra metantur. Altero die illucescente c prefati principes nihil de armis, 
nihil de propriis viribus presumentes, sed solum de dei misericordia 
confidentes potiti victoria de hostibus triumphantes Romam revertuntur. 35 
Unde Romanus pontifex et omnis ecclesiasticus cetus cum gaudio 
exultantes gracias debitas deo de tanta victoria egerunt. Datur igitur 
arbitrium prineipibus Noricorum vendicandi partes , quas vellent, de 
eunetis spoliorum facultatibus. Qui contemnentes terrena causa devo- 
cionis et reliqiarum se patriam deseruisse dixerunt. Impetratur igitur 40 
ab eis pre ceteris reliquiis a summo pontifice difficulter, sed oeculte 
corpus S. Quirini, quod tunc crebris clarebat miraculis, de quo gloriatur 
Fund. Teg. monasterium Tegernsee ab ipsis fundatum, [F. 67] quod dedicatum 
489. fuit per tres comprovinciales episcopos, Erimbertum Frisingense m , 
Johannem Juvavensem et Gaubaldum Ratisponens e m in honore 45 

Fund. Teg.Lc. sanetorum apostolorum Petri et Pauli anno Christi 756. Fuit autem 
w. Andr. 24. Quirinus iste filius Philippi primi imperatoris christiani, qui ante imperium 

S.Weltchr.110. adeptum dominus fuit Pannonie inferioris et superioris. Qui tili um 
su u m Philipp u m regni sibi fecit consortem, cum quo imperavit 
Andr. 24. annis 7. Genuit autem filium ex Severa uxore sua, quem Quirinum50 

R dirupuerint Hs. *> precedentis Hs. c illuscescente Hs. 



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- 77 — 

nominavit. Quem S. Fabianus papa baptizavit. Qui patre 
et fratre occisis septennis remansit matri auguste adherens 
et demum sab Claudio anno Christi 271. capite plexus in Tiberim 
proicitur. Poetea Bome in cimiterio Calixti cum raaxima reverencia 
cum aromatibus noctu sepelitur 8. Kai. Aprilis ibique usque 
5 ad tempora Pippini regis incorruptus 382 annis requievit 
et toto illo tempore diversis in tantum miraculis ciaruit, ut po&tFund, Teg. 
apostolos ab universis Romanis excellencia nullis secundus haberetur. 487. 

Huius corpus, ut dictum est, per prefatos principes im- 
petratuni COIlcedente papa Otto ' sororius eorum, vir clericatus 

lOdignitate ac morum nobilitate probatus, apparatu magnifico ab urbe 
attulit anno Christi 754.* et in basilica sancti salvatoris locavit, 
in qua duobus annis [F. 67'] et 18 ebdomadis, donec domus domini 
compleretur, reservatum est. 

Erigentes quoque et ipsi prelibati principes Adalbertus et Andr. 24. 

15 Otkarius et consanguineus eorum Otto alios titulos et ecclesias per 
plurima loca in proprio fundo, quas reliquiis necnon prediis suis suffi- 
cienter dotaverunt. Item S. Arsacium eonfessorem Christi tu 1 er unt Fund.Jhg.48 7 

in Jim münster, ubi collegium canonicorum hactenus, quod u. Andr. 24. 
unacum S. Arsacio episcopo Albertus dux presenti anno 

20 Christi 1495. inMonacum violenter transtulit, S. quoquelpolitum 
martyrem, discipulum B. Laurencii , in Austriam, quo tunc 
Norica ripensis dicebatur, in quoddam modo magnum opidum, 
quod postea incole muro circumdantes castrum illud ex 
nomine sancti appellaverunt usque in presentem diem ad 

25 S. I pol i tum, Ubi fundatum est monasterium canonicorum 
regularium S. Augustini. Caput vero S. Quiriui in Nusciam 
in monasterium ancillarum dei adiacens Reni littoribus deportaverunt. 
Maiora tarnen horum suo principaii loco Tegernsee reservabant. Plura Fund. Teg. 
de hac fundacione si scire cupis, quere in libello, quem^- 

socollegi de fundacionibus monasteriorum. 

Cap. 30. 

Sequitur de Utilone duce, ubi dimissum est, et de 
S. Virgilio et sociis eius ac morte et sepultura 

dicti ducis. 

35 Nimirum Otilo princeps deo devotus monasteria Romberg 8 , Kre ^tf m - s $ 

r ° ' u. Ebran 53. 

1 Quelle: Uto. 

■ Quelle: 752. 

* Dieser Name ist in der Handschrift anseheinend verderbt. Am- 
peek selbst seheint seiner Setehe hier nicht sicher gewesen xu sein, denn 
40er schrieb: rom berg, wobei das rom sehr undeutlich und zweifelhaft er- 
scheint. Ein von Odilo gestiftetes Kloster Romberg oder ähnlichen Namens 
gibt es nicht. Die Stelle bleibt rätselhaft. An das (karolingische) Salvator- 
Jdoster Berg im Donaugau ist kaum xu denken. Windberg nach Ebran 53 ¥ 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 78 — 

Mänsee 1 et aliud apud opidum Gegenbach * in diocesi Argeutioensi 
fundavit [F. 68] et quedam alia. 

Cf. Cod. trad. Ast cum Josephus 3. Frisingensis ecclesie episcopus ecclesiam 

/ f Vt9. s collegiatam S. Zenonis Christi confessoria super flumen Isana 
fundaret, Otilodux predia plura superaddidit anno Christi 756.6 

Vita 8. Virg. Ea tempestate vir dei Virgilius futurus Karinthie apostolus 

Sff. 4 a natali solo Hibernie in Franciam venit. Ubi ab illustri Francorum 
rege Pippino apud Karisiacum honeste acceptus fuit. Et quia litterarum 
scientia cum morum honestate in ipso exuberavit, rex eum sicut tubam 
evangelice predicacionis libenter audiebat et secum fere duobus annis 10 
propter dei amorem retinuit Temporibus vero predicti Ütilonis ducis 
Baioariorum, qui tunc cum tota norica provincia subiectus fuit predicto 
rcgi Francorum, Salczeburgensis ecclesia, que antiquo vocabulo pro 
iuvando dicta fuit Juvavia, proprio carebat episcopo. Sed rex Pippinus 
princeps per omnia christianissimus ad incremen tum ecclesie dei non 15 
modico suspirans desiderio, episcopatum Salczeburgensem pro debito regie 
magnificencie sancto concessit Virgilio cumque prenominato duci Nori- 
corum utpote amico carissimo transmisit summo cum honore excipiendum 
anno dominice incarnationis * 764. Qui a papa Steffano II. confir- 

matur, [F. 68'] ut in legenda sua habetur. Templum insuper, 20 
ubi nunc principalis ecclesia est, edificavit et 8. incepti 
Cf. 87. operis anno perfecit et B. Rudpertum a loco S. Petri, ubi 
per 140 annos quieverat, illuc transtuiit 5 . 
Oesta Car. Hie Virgilius, ut legitur in cronica 6 fundacionis cenobii 

Magn. 173. geotorum ßatispone folio 29. 7 , exiit de Ybernia 8 cum honorabili 25 

a fehlt Hs. 

1 Vgl oben S. 67, Anm. 6. 

* Oengenbach. Als Quellen dürften Kremsm. 88 zu Gründe liegen, 
wo es heisst : Utilo pater eius monasteria fundavit circa civitatem Genge- 30 
bach in diocesi argentina, iuxta monasterium Hirsaugiense et Swartz- 
wald saneti Blasii, und darnach Ebran 53. Vgl. Riezler, Geschichte 
Baierns I, 112. 

8 Bitterauf, Die Traditionen des Hocfistifts Freising I % 30. Arn- 
pecks Abschrift des Traditionsbuches des Conradus Sacrista (jetzt in der 35 
Herxogl. Bibliothek xu Wolfenbüttel), Bl. 210*. Vgl. oben S. 61, Z. 5. 

4 Mon. Germ, bist, SS. XI, 86. 

6 Neben der Vita S. Virgilii ist hier noch eine andere Quelle benutzt. 

6 Diese Quelle sind die Gesta Caroli Magni der Regensburger 
Schottenlegende, herausgegeben von Dürrwächter ; vgl. das. S 134 (wo 40 
Druckfehler „80. Kap." statt 30.) und 173. 

1 Nach dieser genauen Quellenangabe, welche sogar das Blatt mit 
der benutzten Stelle der Zahl nach bezeichnet, könnte man erwarten, dass 
sich die Bandschrift, uvlche Arnpecks Quelle war, wieder feststellen Hesse. 
Allein es zeigt sich, dass diese wahrscheinlich verloren ist. Denn in keiner 45 
der heule vorhandenen Handschriften der Schottenchronik (aufgezählt bei 
Dürrwächter a. a. 0. S. 6 ff.) findet sich die oben entlehnte Stelle aufBl.29. 
Zu dieser Feststellung habe ich die Münchenei Handschriften selbst ein- 
gesehen, während mich durch Mitteilungen Über die auswärtigen die Herren 
Dodgson- London, Lienhardt-Pommersfelden und Mencik-Wien zu Dank 50 
verpflichtet haben. 

* Quelle: Hibernia. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 79 — 

turma sanctorum, videlicet cum 7 episcopis sanctis multisque aliis sociis, 
qui propoeuerunt domini vestigia ad* sanctam terram corporeis oculis 
videre solito more reverendorum patnim Scotoram. Angelas autem 
domini ad S. Virgilium locutus est dicens: Placuit creatori omnipotenti, 
5 ut desistatis ab incepto itinere ad apostolorum limina et veetra resur- 
reccio sit exuto carnis onere apud civitatem Saltzburgam. Coinites 
quidem vestri sint dispersi undique per Baioariam, Earinthiam et Stiriam 
in dei servicio. Sermone angeli expleto S. Virgilius Saltzburge episcopus 
factus est Ceteri eins coepiscopi Saltzburge in ministerio operis dei ad 

10 diem obitas eorum b reroanserunt. Ceteri eorum socii inferiores, videlicet 
B. Luüus apud Ilmmflnster glorioeis operibus intrepidus permansit 1 
presulque Marinus * et suus capellanus Declanus in monasterio 
S. Petri Novacelle et S. Watho apostolus Karin thie 8 , confessor 
Christi, in ecclesia S. Andree Frisinge. Duoque alii apud ßot 

15 [F. 69] beata oesa sua terre commendaverunt et S. Alto apud Alten- 
münster. Et beatus grex beatorum virorum divisim in di vereis locis 
regna celestia sunt adeptL 

Anno Christi 7 65. Otilo dux Baioarie, pater ducis Tassilonis, Kremsm. 7, 
diem obivit et sepultus est cum uxore sua Hilderude filia CaroliFortisS5u.4ndr.25. 

20 in Osterhofen, ubi precellens monasterium sub regula S. Benedicti Andr. 22*. 
egregie satis dux ipse sibi construxit non longe a ci vi täte OÜm 

grandi dicta Quinciana, sed per Hunos ex integro eversa, 
et modo solum est ibi villa dicta Cuntzen, ubi S. Silvinus 
confessor requiescit. Quo cum S. Severinus episcopus Colo- 
25 niensis Hunis predicaturus pervenisset, dixit: Silvine frater, 
placet, ut surgas et mecum Hunis predices. Qui de tumulo 
ait: Non placet, quia suin in bona requie. Reversus autem 
de Hunis S. Severinus ibidem obiit. Cuius ossa in Coloniam 
sunt allata 5 . 

30 * so Hs. b eum Hs. 

1 Die Gesta Caroli Magni fahren hier fort: et beatus Declanus 
cum aliis duobus apud Frisingam. 

1 Vgl. oben o. 62 t Z. 30, tco Arnpeek ihn Maurus nennt. Ueber 
Marinus und Theelanus vgl. Rader ; Bavaria saneta 11,114; Meichelbeck, 
35 Historie* Frisingensis I, 1, 323; Mayer, Statist. Besehreibung des Erz- 
bistums München-Freising I, 439. 

• Vgl. oben S. 62, Z. 24. Schon Meichtlbeck, Historia Frisin- 
gensis J, 1, 275 hat erklärt, dass er nicht wisse, wie Arnpeek dazu komme, 
den s. Botho (Rader, Bavaria saneta 111,128) als Apostel von Kärnthen 
40 zu bezeichnen. Es scheint eine örtliche Freisinger Ueberlieferung vorzidiegen. 
4 Auch in dessen Quelle, den Fund, (dort in den Notae Wesso- 
fontanae SS. XV, 2, 1025; vgl NA. XXIV, 685, Anm. 1); doch deutet 
das ubi f mit dem der Nebensatz beginnt, darauf hin, dass Arnpeek hier 
nicht die Fundationes, sondern den Text des Andreas benutzte. 
45 * Von dem Priester Silvinus zu Quintana (Künzing) , den der 

hl. Severinus vom Tod auferweckte, worauf Silvinus aber bat, ihn in der 
ewigen Ruhe zu lassen, und wieder verschied, berichtet schon Eugippius 
in seiner Uta S. Severini cap. 16 (Ausgabe von Mommsen, S. 27). Arn- 
peek hat oben S. 39—41 die Vita Severini benützt, dort jedoch von der 



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— 80 — 

Cap. 81. 

DeS. Erhardo Ardinacensi episcopo et de S. Alberto 
Caselensi archiepiscopo et de inferiori raonasterio 

Katispone. 

Andr. 21. Temporibus itaque Pippini regia Francorum et filii sui Caroli, 5 

qui dictus est Magnus \ Erhardus episcopus Ardinacensis et Albartus 
Caselensis archiepiscopus clari haben tur. Qui ambo Ratisponam venerunt 
et ibi post sanctas et varias eorum doctrinas migrarunt ad dominum 
et apud inferius monasterium [F. 69' J sepultt sunt aduc pusillum et 
exiguum tarn in capacitate quam in redditibus suis, ut referunt quidam. io 
Sed predictorum sanctorum gracia populus ibidem concurrere cepit et 
suis elemosinis eandem domum domini locupletare et augere satagebat. 
Tunc temporis fuerunt in eodem loco moniales ordinis S. Augustini. In 
pulpito, quod est in medio chori eiusdem monasterii, sunt depicte 
ymagines duarum reginarum, quarum una vocatur Gisila, altera Ieutta. 15 
In quarum circum ferenda sunt scripti hü versus: 
Ille regine nate greca regione 
Tempi um fundantes hoc huc bona predia dantes. 

Cap. 32. 
De Thassilone duce Baioarie. 20 

Kremstn. 7, Anno domini 742. natus est Tassilo dux illustris, paterne nobili- 

49 y 84. tatis ac devocionis strennuus emulator, quem apice insignis prosapie 
naturali gracia gloriosius investivit. Nam a clarissimis et beatissimis 
Francorum et Baioariorum principibus extitit oriundus. Pater nempe 
eius fuit dominus Utilo munificus dux, qui fuit sextus a Tbeodone III. 25 
85. huius nominis, quem S. Rudbertua episcopus baptizavit circa annos 
domini 617 sub papa Deusdedit et Heradio* imperatore. Mater vero 
ipsius Hilderudis fuit filia Caroli precognomento Fortis, qui alio 
nomine dictus est Tucides a , [F. 70] soror sei licet Pippini, qui, cum 
esset maior domus Francorum, factus est rex post Hildericum regem 30 
per Zachariam papam. Qui Hildericus fuit deeimus a Clodoveo, quem 
S. Remigius cum gente sua baptizavit circa annos domini 487 tempore 
Simachi pape. Hinc manifestum est, quod ex utriusque parentis linea 
de regali prosapia et virtuali sanetimonia est exortus. Nam si lineam 
Ütilonis retro percurramus, invenimus, quod eius antecessores Garibaldus 35 
et Tassilo reges Baioarie fuerunt. Proavus quoque eius Tbeodo IV 

a so Hs. 

Geschichte des Silvinus keinen Gebrauch gemacht. In der obigen Form 
liegt anscheinend eine spätere Umbildung der Geschichte vor. Der Apostel 
der Donauländer > f der hl. Severinus, ist in einen den Hunnen predigenden 40 
Bischof von Köln verwandelt. Woher Arnpeck hier geschöpft hat, ist nicht 
festxustellen. Vielleicht hat ihm eine Ueberlieferung aus dem Künxing 
benachbarten Osterkofen vorgelegen. 

1 Vgl. die Ausgabe der Qesta Caroli Magni von Dürrwächter S. 134. 
Der obige Text ist nur aus Andr. abgeschrieben. 45 

1 Quelle-. Heraclio. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 81 — 

cum filio buo Grimoaldo 1 S. Corbinianum episcopum in Frisingam 
transtulit. Porro ex linea matris eius Carolus Fortis ipsius avus primus 
regnum Francorum est adeptus, genitor* Pippini, cui per Zachariam 
papam FraDCorum regnum est donatum. Qui Carolus fuit nepos 
5 Begge sororis S. Gertrudis, scilicet de Angiso maiore domus Francorum 
poet Ebronium •, qui S. Leodegarium episcopum interfecit. Angisus 

autem fuit filius S. Arnolfi maioris domus, episcopi Metensis, 
cuius festum 17. Kai. Septembris recolitur. HlC Dagobertum regem 
educavit, qui Baioariis imperans legem dedit. HlC Tassilone vivente 

10 adhuc eins genitore anno doraini 747. ducare cepit. 

Cap. 33. 
De fundacione cenobii Wessesprunn. 

[F. 70* J Circa annos domini 7&3 Tassilo filius Otilonis ducis, Fund. Wess*. 
dux Baiorum, sub imperio Pippini* regis Francorum in marchia 

15ducatus, tunc regni Boiorum in saltu foresti, qui Rotbai t dicitur, inter 
duo flumina Ambram et Licum venacioni aprorum operam dabat. Et 
dum forte per noctem iuxta fluvium, qui ex eius nomine Tessilespach 
dicitur, sub tentorio dormiret, vidit in soranis iuxta fontem eiusdem 
foresti per quatuor partes e terra scandentem se astare et exinde ad 

20meridianum scalam ad celos porrectam et angelos dei ascendentes et 
descendentes per illam, sanctum vero apostolorum principem innixum 
scale et canentem ea, que in officio dedicacionis ecclesia cantare con- 
suevit Et venatorum Tassilonis alter Tbaringer, alter Wesso dicebatur. 
Quorum Wesso fontem, qui usque hodie fons Wessonis dicitur, a se 

25 repertum in modum crucis o-i-o e terra bulientem ostendit. Ibi dux 
monasterium eiusdem nominis cooperante sibi S. Bonifacio edificavit et 
possessionibuR ampliavit. Ubi primus abbas Ilsungus 41 annos religiöse 
prefuit, 2. Id. Maii obiit et in meridionali plaga ecclesie est sepultus. 
Elapsis autem pluribus annis dum rabies Hungarorum totam 

30hanc terram in diebus S. Udalrici episcopi Augustensis 
devastaret, filii Belial ut turbo [F. 71] vehemens hunc 
locum aggredientes eum depredarunt et immaniter diruperunt, 
et cum prelatus fugam dedisset, Septem devoti fratres in 
Christi fide constantes uno die uno simul loco crudeliter 

35 sunt martirio coronati. Si quis autem scire desiderat 

1 Vgl. oben S. 56. 
f Quelle: genitus de Pippino. 
* Quelle: Ebroinum. 

4 Gedruckt in Khamm, Hierarchia Augustana III, 376; Hund- 
40 Gewold, Metropolis Saiisburgensis III, 485 ; Leidhner, Htston'a monasterii 
Wessofontani S. 9; Monumenta boica VII, 372, daraus bei Fugger, Kloster 
Wessobrunn S. 113; Man. Qerm. hist, SS. XV, 2, 1024. Vgl. Neues 
Archiv XXIV, 685 Der obige Text scheint auf Clm. 22021 zurückzu- 
gehen. 
45 * Die Quelle: filius Otilonis ducis et Hiltrudae sororis Pippini 

patris Magni Karoli sub imperio eiusdem Magni Karoli. 

Queüen u. Erörterongea N. F. HI. :^ 



ribyV^OOQlC 



UNIVEFßlTYQF MICHIGAN 



— 82 — 

epitaphium super sepulchrum predictorum Septem fratrum, 
querat in chronica Hungarorum 1 vel de fundacione mona- 
steriorum 2 . 

Cap. 34. 
De veteri Otinga 8 . 5 

Br. Not. SaL Cella, que dicitur Otinga, temporibus doraini Pippini regia et 

34 \ Tassiionis ducis, eius nepotis, Guntherius quidam comes in pago Chy- 
mingen in propria bereditate sua eonstruxit ecclesiam pro amore dei et 
an i nie sue salute ad servieium dei et sanctorum eius convocavitque illuc 
S. Virgilium episcopum eodem anno, quo ad episcopatum ord inabat ur, 10 
videlicet Christi 767 .*, dixitque ei se volle ibi monachos congregare 
et abbatem illic constituere et de sua proprietate eis tantum ibidem 
contradere, ut victum et vestimenta habere valerent, et quitquid ibidem 
cum proximis suis augmentare potuisset* ad dei servieium et sanctorum 
eius, promptissime hoc facere. Tunc itaque Virgilius episcopus requisivit 15 
ab eo, in cuius dominio voluisset, ut ille abbas et raonachi, quos illic 
congregasset. Et primitus ei hoc dicere noluit. Dixitque ei ille episcopus : 
Neque ego ibi ecclesiam consecro nee monasterium nee abbatem, nisi 

a potuissent Hs. 

1 Diese Angabe ist rätselhaß ; denn in Thurocz' ungarischer Chronik, 20 
welche Arnpeck sonst unter chronica Hungarorum zitiert, findet sich 
durchaus keine Spur von jenem Epitaphium. Es wäre auch sehr xu ver- 
wundern, wenn der Wortlaut eines %m Kloster Wessobrunn befindliehen 
Epitaphiums, das in sehr frühe Zeiten xurückging, einem ungarischen 
Chronisten des 15. Jahrhunderts bekannt gewesen sein sollte. Wenn man 2b 
oben nicht einen groben Irrtum Arnpecks annehmen will, so ist der Sach- 
verhalt vielleicht so: Der obige Hinweis ist nur eine Ungeschicklichkeit 
des Ausdrucks ; er sollte sich nicht auf den Inhalt des Epitaphiums, sondern 
auf den damaligen Einfall der Ungarn überhaupt beziehen, von welchem 
auch die ungarische Chronik berichtet. 30 

* In den Fundationes monasteriorum Bavariae findet sich das 
Epitaphium ebenfalls nicht; auch in Bezug auf sie gilt die vorige Er- 
klärung. Von dem Hunneneinfall ist in den Fundationes bei der Grün- 
dungsgeschichte von Ebersberg erzählt. 

8 Bezüglich des im folgenden Texte vorkommenden Ortes hat sich 35 
Arnpeck geirrt. Nicht Atiötting, wie er meinte und in der Ueberschrift 
angab, ist jenes Ottinga, sondern Otiing bei Waging ; vgl.Kaim>, lndiculus 
Arnonis *S. 92; Hauthaler, Salzburger Urkundenbuch I, 34. 

4 Dieses Kapitel entstammt den sog. Breves notitiae Salisburgenses 
(zuletzt hsg. von Hauthaler in Bd. I, S. 17 — 52 des Salzburger Urkunden- 40 
buches und in Separatabdruck (mit der Notitia Arnonis) als Programm 
des Gymnasiums am (Mlegium B>rromäum zu Salzburg 1897/98). Sie 
lagen vielleiclü in einer Handschrift vor, welche auch noch andere Salz- 
burger Quellen enthielt: die von Arnpeck benutzte Vita S. Virgilii % die 
unten Buch 1 V, Kap. 4 übernommene Translatio S, Martini u. a. Diese 45 
Salxburger Quellen finden sich in den Handschriften der Breves Notitiae 
(vgl. Keinz, Indieulus Arnonis S. 8 ff. und Hauthaler a. a. 0. 17), darunter 
einer Sammelhandschrift, in welcher auch die Fundationes motwsteriorum 
Bavariae enthalten si?id (Clm. 14894). 

5 Die Jahrzahl dürfte der oben S. 78 benützten Vita S. VirgüiiSO 
(SS. XXII, 86) entnommen sein. 

n f"*f"^onl" Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 83 — 

secundum [F. 71'] canonee sciam, ad que loca» illorum rectitudo et 
dominacio constare debeat 9 et voluit inde abire. Denique idem comes 
Guntherius divino compunctus amore cognovit, quod episcopus secundum 
canon um statuta incedere vellet, promisit se hoc ipsum, quod ibi con- 
5structum habuit, ad monasterium proficere* velle et cum omni pro- 
prietate sua eandem ecclesiam, si consecrasset, ad Salczeburgensem sedem 
episcopatus et ad illam dominant* pleniter per omnia secundum canones 
tradere velle et per omnia inde ita facere, sicut Virgilius episcopus illum 
doceret. Et tunc demum consensit Virgilius et consecravit ipsam basi- 

10 licam in honore S. StefFani et omnem hunc locum. Quo facto Guntherius 
tradidit per palliura altaris Virgilio episcopo ipsam ecclesiam cum 
omnibus , que ibidem antea perdonavit tradere. Commendavit autem 
hoc pleniter monasterium in manus episcopi ad regendum secundum 
canones sicut et ceteras ecclesias diocesis sue, ut ipsum cum sede semper 

15 esset, potestatem vero episcopo dedit regendi ipsam familiam abbatemque 
ibi ordinäre et monachos de ipsa sede ibidem ponere seu canonicos. 
Tunc quoque tradidit ibidem de suo proprio villam, que dicitur Holcz- 
hausen, cum mansis b Septem et cum omnibus rebus ad eandem villam 
pertinentibus deditque aliam villam iuxta lacum Chyming Usinga vocatam 

20 cum mansis septem. Postea vero unacum consilio Tassilonis ducis [F. 72 J 
peciit dominum Pippinum regem, qui concessit ei tributales viros de 
suo monasterio c manentes 14 ibidem, ad confirmamentum c t qui et ita 

fecit Sed modo est ibi l collegium canonicorum cum preposito. 

Cap. 35. 
25 De pluribus f undacionibus Tassilonis. 

Hie itaque Tassilo dux in servicio et officio divino devotissimus Andr. 28 

plura monasteria diebus suis in eius ducatu fundavit magnifice. 

Inter que monasterium salvatoris inPollingen canonicorum regularium 

S. Augustini construxit, item monasterium S. Nicolai Patavie. Item 

30 monaaterio Inferioris Ältach plura predia dedit. Item circa annos 

dom in i 770 Pataviam civitatem Baioarie instaurans et renovans divieiis u.Kremsm.88 
et gloria sublimavit ac episcopatus sedem, que apud Laureacum, prius- 
quam ab Hunis everteretur, fuit, inibi constituit et exaltavit etS. Wivi- tt# ^9 u. 85. 
lonem de Laureaco in Pataviam transtulit unacum patre SUO 2 et 

35 S. Valentinum de Tridento. Attamen advertendum est, quod 
tempore apostolorum S. Marcus, ewangelista de Aquilegia 3 
duos suos diseipulos in Baioariam seu Noricum ripensem c 
misit in fines, qui modo a flumine Anaso dieuntur. Quorum 

* so Hs. übereinstimmend mit dem Text in den Hss. der Fundattones, 
40 nicht mit dem Originaltext, b mansus Hs. c so Hs. 

1 In Altötting, auf welches Arnpeck irrtümlich den vorausgehenden 
Text bezog. 

9 Die Quelle von Kremsmünster schreibt die Uebertragung Vivilos 
nur dem Herxog Odilo zu. 
45 ■ Vgl. oben S. 36, Z. 3 ff. u. Kremsm. 32 u. 95. 

)riginal^ton 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 84 — 

discipulorum unus Laurencius * vocabatur, a quo ipsa civitas 
Laureacum dicta est, unde usque hodie ecclesia parrochialis 
ibidem Lorich vulgariter appellatur. Que civitas olim [F. 72'] 
ante eius ab Hunis destruccionem grandis et populosa erat, 
modo solum vicus eius, qui a flumine Auasus vocatur, 5 
Ebran 56. superest *. Ubi lumen fidei sepius extinctum reaccenditur. Nam et 

5 7. divina misteria eisdem diebua illic in cavernis terre silvarumque latebris 

celebrabantur, quia, quando famuli dei inveniebantur, diversis suppliciis 

sunt afflicti usque ad tempore 8. Ruperti episcopi, qui pro posse omnem 

Kremsm. 50 incredulitatem eradicavit Porro temporibus ducis Otilonis et filii eius 10 

w * 9 ^Tassilonis S. Walricus in Laureaco arcbiepiscopus et S. Virgilius 

SS. in Iuvavo episcopus habebantur. Hie Tassilo multa eciam alia 
collegia sive monasteria construxit, scilicet Mattzee in honore 
S. Michaelis archangeli, quod collegium inter omnes ecclesias 
sedi Pataviensi subdita* hactenus primum habuit locum 3 , et quasi 15 
pro seeunda ecclesia dux ipse eam decoravit, item monasteriu m 

Ensdorf ordinis S. Benedicti ac cenobium monialium inPatavia in 
honore S. Panthaleonis martiris. Hie est Tassilo, de quo seribitur in 
libro sinodalium statutorum Pataviensium in bis verbis: Anno 27. 
regni gloriosissimi ducis Baioarie Tassilonis t Christi videlicet 774., 20 
pridie Idus Octobris habitum est consilium 4 18 scilicet capitulorum. 
Rud. Po//. 6 Hie dux erat iudex strennuus, sed in elemosynis largus. [F. 73] 
Andr. 28. Denique in choro monasterii Weltenpurg subscripti versus babentur: 

Tassilo dux Baioarie fundator huius ecclesie. 

Sex struxit in Baioaria Tassilo monasteria, 25 

Weltenburg, Krembsmünster 6 , Lorich, Wessesprunn, Pfaffenmünster. 

Vita S. Corb. jjjg temporibus dum Aribo, alias Heres, Frisingensis presul , 

'de montanis ex Castro Zennburg sito in comitatu Tirolis 
c 46.prope opidum Meraniam et Maies corpus S. Corbiniani episcopi 

transferret 7 , hie prineeps Tassilo obviam oecurrens cum omni eccle- 30 
siastico obsequio dignanter excepit. 
Kremsm. 88. Item fundavit et aliud monasteriura monialium circa Atel, 

Perenried, Rott et Tierhaupp et Nunnenwerd. 

Anno autem ab incarnacione domini 782. consecrata est basilica 
in insula Kyemsee stagno et monasterium 8 construetum prima die 85 

1 Vgl Kremsm. 34. 

* Vgl oben S. 37, Z.3ff. 

8 Das behauptet die Kremsmünsterer Quelle 88 von Kremsmünster: 
Et quia (Tassilo) sedem episcopalem et Pataviensem civitatem divitiis 
et gloria sublimavit, nostra ecclesia inter omnes sibi subditas abbatias40 
hactenus habuit primum locum. 

4 Die Quelle : concilium in Niunha. Vgl. B. Sepp in der Altbayer. 
Monatsschrift VIII, 27, Anm. 4. 

6 Rudolf von Fölling in den Fund. NA. XXIV, 682; vgl unten 
S. 87, Anm. 4. 45 

6 Vgl meine Anm. 7 xu Andr. 28. 

7 Vgl oben S. 61, Z. 6 und S. 66, Z. IL 

• Frauenchiemsee (Nonnemoörth). 

n Pnnnl" Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 85 — 

Scptembris K Alii autumant hoc monasterium ordinis S. Bene- 
dicti Nunnenwerd in Chiemsee Ludvicum* Pium imperatorem, 

filium Caroli Magni, fundasse, qui in Baioariam Christi 825. Kremsm. 8. 

venit et ibidem regnavit Sed pocius videtur, quod instaura- 
5 verit, ampliaverit et melius ditaverit, quia eisdem virginibus 
filiam 3 suam prefecit. 

4 Item Sigismundus archidux Austrie, qui provinciam 
suam Athesinam anno Christi 1446. regere cepit, ab abbatissa 
predicti monasterii Nunnenberg comitatum Tirolis in feudum 
lOaccepit et in Signum feodi craterein [F. 73'] argenteum 
deauratum cum aliquibus florenis impositis donavit. Similiter 
et uxor 6 sua, domina Leonora regis Scocie filia, paramentum 
flavei coloris cum optima cruce eidem ecclesie dedit. 

Cap. 36. 
15 De fundacione cenobii Erembsmünstrensis. 

Sane monasterium Krembsmüneter fundator cepit construere % remsm .89. 
hac ex causa. Nam cum excellens dux Tagsilo quodata tempore hiemali 
apod Laureacum, ubi Anasus fluvius Pannoniam et Baioariam tunc 
teroporis aeparabat, moraretur, cui Ulis diebus vicina silva et vasta 

20 l Diese Nachrieht ist entnommen aus den Salzburger Auf Schreibungen, 

welche, wie oben S. 82, Anm. 4 erwähnt wurde, eich in den Handschriften 
der Breves notitiae finden. Gedruckt ist die obige Stelle in der Ausgabe 
der Breves notitiae bei Canisius-Basnage III, 2, 475, in den übrigen Aus- 
gaben der Steves notitiae nicht. 

25 * Von anderen Unrichtigkeiten abgesehen Verwechselung mit König 

Ludwig dem Deutschen 

* Irmingard. Vgl. Riezler, Geschichte Baierns I, 216. 
4 Die folgende Nachricht Arnpecks beruht zweifellos auf einem groben 
Missverständnis des Chronisten. Von einer Lehensabhängigkeit der Graf- 

30 schaft Tirol im ganzen oder in einzelnen Teilen von Frauenchiemsee kann 
keine Hede sein Das k. k. Statthalterei- Archiv zu Innsbruck hatte die 
Güte, auf eine von mir dorthin gerichtete Anfrage mir folgende einleuchtende 
Erklärung, für die ich auch hier bestens danke, zukommen zu lassen: 
Frauenchiemsee hatte bedeutenden Grundbesitz in Tirol, und über jene 

35 Güter besass das Stift auch die Hofmarksgerichtsbarkeit. Ueber diesen 
Besitz trugen die Grafen von Tirol die Vogt ei vom Stifte zu Lehen. 
Die älteste nachweisbare Belehnungsurkunde für Herzog Sigmund ist vom 
12. März 1458) eine zweite vom 17. November 1467. Die beiden früher 
im Innsbrucker Schatzarchiv verwahrten Urkunden befinden sich jetzt im 

40*. k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv xu Wien. Lehenobjekt waren ,,die 
vogtei auf ires gotzhaus guetern zu Wysingen» in dem gericht Auxams, 
in dem Etztale, Ulten und Serntein die gericht". An diese Belehnungen 
dürfte sich also die Spende Herzog Sigmunds und seiner emahlin knüpfen. 
Arnpeck, der den Kelch und das Parament vielleicht persönlich gesehen 

45 Aal, wird eine Bemerkung über die Veranlassung dieser Spende in Un- 
kenntnis der Sachlage unrichtig verstanden haben. Die Form Nunnenberg 
statt Nunnenwerd ist sicher blosses Versehen. 

h Die Vermählung Sigmunds mit Eleonore von Schottland fand 
anfangs 1449 statt; Egger, Geschichte Tirols I, 548. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 86 — 

heremus adherebat, diversis abundans bestiis atque feris, strennue agili- 
tatis iuvenis Guntharius eius natus considerans oportanitatem temporis 
atque loci de con sensu patris iilo venatum ivit comitibus negocio 
comodis secum sumptis. Qui dum per vastitatem silve feras aliquante 
remocius insectatui*, silvestrem suem reperit et in loco, ubi fons, qui 5 
nunc Gundrarich dicitur forte ab eventu necis et a nomine principis sie 
vocatus , limpidas fundit aquas , ipsum Bolus aggreditur famulis casu 
absentibus et cuspide hunc transfodit. Bestia vero ex ferientis vulnere 
irritata ferociter acutes retorquet dentes et in sura pedis percussum 
iuvenem letaliter, proch dolor, sauoiavit, sieque homo et fera pariter 10 
corruerunt. Catulo autem quodam, qui sequi dominum consueverat in 
venatu, [F. 74] Laureacum redeunte, cum hec in Data canibus sit natura, 
ut amisso domino domum redeant non redueti, ex gestu sui corporis, 
a sono gutturis quoddam triste suo domino indicat evenisse, quo facile 
in horrorem omnium animi verterentur, presertim cum abesse inclitum 15 
cernerent domicellum. Misit ergo pater anxius Satellit es suos ad quereu- 
dum filium circumquaque , qui sequentes vestigia catuli precedentis 
venerunt, ubi exanime corpus iuvenis cum occisore suo pariter et occiso 
terre» huroero adherebat. Quo viso eunetorum in celum voces cum 
lacrimis elevantur. Huius rei triste omen cum pater ac proceres cog-20 
novässent, illuc venientes deliberare ceperunt, ubinam tarn carum funus 
condecenti traderent sepulture. Pro sapiencia dei deus, qui ex tristibus 
quorundam eventibus eternam salutem pluribus operatur, cum in hoc 
Baioarie provincie territorio incolis huius loci animarum comoda pro- 
vidisset, interopeste noctis silencio pater cum suis circa funus excubans25 
cari nati vidit cervum quendam a vastitate silve venientem et in erectis 
cornibus candelas igneas ostendentem ac in loco ipso Cocain us subsistentem, 
QO quem dominus deus nostre 1 strueture atque defuneti corporis preordinaverat 
sepulture. A quo loco diver ti non potuit a quoquam, donec presagi 
secreta ad veritatis intellecte coniecturam publice deferrentur. Hinc30 
mane [F. 74* J facto corpus iuvenis cum debitis exequiarum solemniis 
terre gremio commendatur ibique lignea basilica primitus fabricatur, 
que deinde super erigitur in culmen monasterii sumptuosi. Deinde 
fragiles homines, sed celesti conservacione sublimes congregantur in 
unum, prodeunt in altum habitacula monachorum, monasterii vestigia'35 
exaltantur, altaria sacra consurgunt, augetur devocio et multiplicatur 
numerus devotorum. Ecce ex hac causa plantacio ecclesie Krembs- 
münstrensis est ineepta et nobiliter cum solemni scemate consumata a 
predicto et sepius dicendo principe Tassilone anno ducatus sui 30., in- 
u. 50. dicione prima, Christi autem 777. et in anno primo ducatus filii sui 40 
Teodonis. 
92. Cum vero magnificus dux Tassilo dictum monasterium fundasset, 

ipsum fecit consecrari a sanetissimis pontifieibus, qui 6uis temporibus 
floruerunt, videlicet a S. Waldarico archiepiscopo Laureacensi neenon 
beatissimo Virgilio episcopo Salczeburgensi, aliis religiosis presentibus 45 
episcopis et prelatis in honore saneti salvatoris mundi, ut eciam in hoc 

Ä tere Es. 

1 Arnpeck hat dieses Wort unverändert aus der Kremsmümterschen 
Quelle übernommen! Pex glaubte es in novae ändern xu müssen, 

' Quelle : fastigia. 50 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

3igitize<i öy VrUUgl^ UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 87 — 

ipeum locum magnificaret, quod eum patrono excellentissimo eommen- 
daret, et in honore 8. Agapiti martyris, cuius corpus ibi requiescit, 93. 

ob amorem et eternum remedium anime filii sui predicti. 

5 Cap. 37. 

De gestis et detonsione Tassilonis. 

[F. 75] Anno domin i 756. 1 Tassilo cum primoribua gentis sue Kremsm. 50 
jQaduc vivente patre ad Pippinum in Compendio villa venit, ubi tunc u. Andr. 26. 
populi sui generalem conventnm habuit, promitteng tarn ipsi regi Pippino 
quam filiis eins Earolomanno et Carolo homagium* etfidelitatem iure- 
iurando super corpus 8. Dyonisii. Defuncto s vero Ütilone genitore Cf. Kremsm. 
suo rex Pippinus anno Christi 766. Tassilonem Baioarie ducem 50. 

j^prefecit. Qui anno domini 772. Karinthiam subiecit, et Borne K*em&m. 50. 
filius eins Theodo ab Adrian o papa baptizatur. Cum autem Pippinus Andr. 26 
Aquitaniam cum expedicione intraret, Tassilo dux sacramenta, que 
iuiaverat, non digne, proch dolor, poetponens et omnium bonorum 
oblitus, que avuncuius suus rex Pippinus sibi feeerat, simulata infirmitate 

20 a ^> expedicione hac per dolum se subtraxit, in Baioariam rediit et ad 
conspectum regis ulterius se venturum abiuravit. Mortuo autem Pippino 
Carolus Magnus filius eius sibi in regno successit Qui ad preces 
Adriani pape Desiderium ultimum Longobardorum regem debellans 
ipeum vioctum cum uxore sua in Franciam duxit. Tassilo autem dux 

25 devictus precibus Caroli Magni avunculi sui ad debellandos Longobardos Jtud. Poll.' 
proficiscens cunctisque [F. 75*] ibi prospere succedentibus, cum esset 
consanguineus Caroli regis et Liutpurdem filiam eiusdem regis Desiderii 
haberet in uxorem, ab ipso Carolo Magno in regem Longobardorum 
preficitur. Qui vilipendens eciam, heu, hortatu et stimulis uxoris 

30 sue Liutpurgis agitatus, que se exilium patris per maritum ulcisci 

putabat, avunculo suo regi Carolo se opposuit, inito federe cum Hunis Andr. 26. 
non solum imperata non facere, sed et regem hello provocare tentabat. 
Interea circa annos domini 787* Carolus ßomam venit et inter alia 
conquestus est de Tassilone etc. Misit itaque Adrianus papa, 

35 qui eum honorifice suscepit, Formosum et Damasum episcopum cum 
legatis regis Richolfo dyacono et Ebernhardo pincernarum magistro ad 
Tassilonem ducem, ut eum de iuramento f quod Pippino et filiis suis 
olim iuraverat, commonerent Qui venientes cor eius emollierunt, ut 
cum eis Wormaciam veniret datisque 12 obsidibus regi fidelitatem iuraret. 

40 Sed ubi domum rediit, non diu in fide permansit, Carolo autem aduc 
Korne existente Tas silonis legati ad papam venerunt episcopus Iuvaveusis 
Arnon et Hainricus abbas in Mansee rogantes, ut pacem faceret litemque 
inter Carolum regem et Tassilonem terminaret Quod cum ille [F. 76] 

45 * Diese Jahrxahl gibt die Quelle von Kremsmünster ; während Andr. 

nur sagt : Deinde und Frui., des Andr. Quelle, das Jahr 757 nennt. 
* Aus Kremsm. 
9 Kremsm.: 765. 

4 Hier sind in den Text des Andr. Bruchstücke aus der von Rudolf 
von Fölling verfassten Aufzeichnung über Tassilo eingeschoben, welche von mir 
50 im Neuen Archiv XXIV, 682 als Bestandteil der Fundationes monasteriorum 
Bavariae herausgegeben worden ist. Vgl. oben S. 84, Z. 22. 
6 Diese Jahrxahl vermutlich aus des Andr. Quelle Frut. 



C^f\C\ri\i m Original frorm 

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— 88 — 

obnixe faceret et rex se id facere diceret, interrogati missi, quo pacto 
pacem firmari vellent, responderunt sibi super hoc nihil imperatum 
esse et se non audere pro seniore diffinitivam proferre sentenciam neque 
se ad hoc destinatos esse. Videns autero papa eos quasi fallaces et 
fraudulentos predictum Tassilonem anathematizavit et omnes Uli faventes, 5 
nisi fidelitatem, quam regi Pippino et filio eius Carolo promiaerat, per 
omnia observaret, et si dux ipse obedire doo vellet, tunc Carolus et 
exercitus eius absoluti a deo et B. Petro essent et quitquid in ducatu 
27 m eius perpetratum incendiis, homicidiis vel qualicunque malicia esset, 
totum hoc super Tassilonem et socios eius verteretur et rex et Franci 10 
innoxii essent. His verbis papa Tassilonis nuncios ad ipsum remisit 
Rex vero accepta ab apostolico benediccione in Franciam rediit, deinde 
in Wormaciam venit, ubi filios suos et filias cum uxore Frastrada * 
invenit. Ibi ergo habito generali conventu coram optimatibus suis 
omnia, que in itinere suo acta sunt, narravit eorumque consilio legatos 15 
ad Tassilonem misit, qui eum monerent, utrum iussis [F. 76*] apostolicis 
obedire vellet sibique fidem servare. Qui cum obedire nollet, rex tripar- 
Schedel C. 1 tito exercitu Baioariam petiturus cum tercia parte copiarum Nuremberge 

Andr. 27. et in locis finitimis sua firmabat castra, deinde prope Augustam ad 

Licum amnem venit, qui fluvius Baioarios ab Alemannia dividit,20 
Pippino filio suo cum italicis copiis in Tridentinam vallem confluente, 
Ann. Laur. Saxonum vero atque orientaliumFrancorum, Austrasiorum *, Turingorum 2 
172- exercitu cum filio SUO Ludowico 3 super Danubium in loco, qui 

Andr. 27. <jicitur Veringa, conveniente. Videns autem Tassilo se undique circum- 

fusum et quod Baioarii Carolo magis fideles essent quam sibi, ad regem 25 
supplex ad Augustam venit veniamque de ante gestis sibi dari rogavit 
Eex autem, ut semper erat mitis, deprecanti pepercit acceptoque ab eo 
filio eius Theodone cum aliis 12 obsidibus in Franciam rediit, sicque 
bello, quod maximum vidcbatur futurum, celerrimus est finis impositus. 
Deinde anno b proximo Carolo apud Ingelinhem pasca celebrante et 30 
generale concilium habente Tassilo dux sicut ceteri regni primates ad- 
venit anno Christi 788\ Sed a Baioariis accu-fF. 77 J satus, quod post 
datos obsides fidem non servaverit, sed suadente uxore sua Liutpurga 
Avares, id est Hungaros, in dissipacionem regni vocaverit, multaque 
Ann. Laur. hostiliter et dixisse et fecisse, ad ultimum confessus est dixisse, etiamsi 35 
172 decem filios haberet, omnes magis vellet amittere quam sie manere, 

Andr. 27. sicut iuraverat. Cum hec negare nequiret, maiestatis reus iudicatus 
est. Et dum omnium ore capitali damnaretur sentencia, rex Carolus 
aduc patricius Romanorum ob dei amorem et quia consanguineus eius 
erat, liberare eum cupiens interrogavit, quid iam agere vellet. Ille autem 4 J 

Otto Fris. 9 rogans licenciam sibi dari pro peccatis penitendi tonsuratur et in mona- 
Chron. V, 29. ßterium Lauriense, quod ipse construxerat, monachicum habitum assumere 

Andr. 27. m \ 8SUB ^1 Similiter et filius eius Theodo. Ceteri vero huis perfidie 

* so Hs. b fefut Hs. 

1 Vgl. oben S. 32, Z. 15. 45 

1 Ntcht bei Andr. und auch nicht bei Frut., dessen Quelle, tcohl 
aber in den Annales Laurissenses maiores, Mon. Oertn. hist., SS. /, 172; 
von dort wohl mittelbar htehergelangt. Vgl. auch unten Z. 85. 

8 Wie kommt Arnpeck xu dieser Behauptung? 

4 Die Jahrxahl nicht bei Andr., sondern wohl aus dessen Quelle 50 
Frut. entnommen. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 89 — 

consortes per diversa exilia damnati sunt. Alibi legitur 1 , quod Tassilo 
a Carolo in prelio publice victus cum suis vinculis mancipatur et per 
duarum pelvium ignitarum inspeccionem excecatur. Qui penitencia ductus 
ad peticionem principum absolvitur et libere» quocunque divertere vellet, 
5 ire permittitur. 

Cap. 38. 

De morte eius. 

Ipse vero ob spem futurorum proepera mundi cuncta despiciens Rud. Poll. u. 
Laurissam devenit ibique sub speeie pauperis habituque religioso et ab Andr. 27*. 

10 omnibus ignotus usque ad extremum vite sue terra inum permansit. Post 
multorum vero annorum curricula iam sepe supradictus Carolus im- 
perator ad ecclesiam Lauriensera pervenit ibique solito more [F. 77*] 
una noctium oracioni vacans Tassilonem lumine carentem per manus 
angeli de ara ad aram cum summa reverencia deduci perspexit. Summo 

15 igitur diluculo Carolus im perator consurgens patrem ecclesie advocat 
diligenterque sciscitatur, quisnam sit, cui tanta beneficia ab angelo 
fuissent impensa. Qui se ignorare respondit. Sequenti itaque nocte 
abbas cum imperatore hec eadem beneficia iam prelibato Tassiloni ab 
angelo impensa videre meruit. Post hec cum dominus remunerator Rttd. PölL 

20 omnium hunc famulum suum post longam carnis maceracionem, volun- 
tariam paupertatem necnon laudabilem vitam de hoc seculo eripere 
decrevisset, febre corripitur et a viris religiosis corpore et sanguine u. Andr. 28. 
domini nostri Jesu Christi procuratur sanctoque oleo inunctus ex instancia 
virorum religioeorum contestatur* vite sue originem illis innotescere. 

25 Qui graviter suspirans singula per ordinem Ulis enarrans suetis oracionibus 
insistendo feliciter migravit ad dominum. Ad cuius tumbam dominus 
per merita famuli sui cunctis auxilium eius implorantibus quam plurima 
beneficia usque in presens impertiri non dedignatur. Horum beneficiorum 
testimonia perhibent in Laurissa aduc superviventes b . Et habet hoc 

30epitavium: [F. 78 J 

Tassilo dux primum, postea rex, sed monachus ad imum, cf. Kremsm. 

Hie iacet in fovea. Quem tu, pie Christe, bea. #». 

Idibus in temis decesserat iste Decembris. 8 

Et ita finitum est antiquissimorum ac christianissimorum 
35Baioarie principum regimen, quod ab anno Christi 508. 
usque 788. annis 280 feliciter duravit, de quibus non vana 
relacio constat. 

»contestatus Hs. h supervenientes Hs. 

1 Sagt schon Andr. 
40 * Arnpeck legt, wie aus Einzelheiten des Textes hervorge/U, hier den 

Text des Andr. zu Grunde, verwendet aber zugleich zur Erweiterung dessen 
Quelle, die Aufzeichnung Rudolfs vonPoUing in den Fund. (N.A. XXIV, 082). 

3 Die Chrontk von Kremsmünster (vgl. Riexler, Geschichte Baierns 1, 1 71, 
Anm. 1) überliefert den 1. und 3. Vers dieser Grabschriß (vgl. auch 
Ab Man. Germ, hist., SS XV, 2, 1025, wo unrichtig internis als ein Wort 
gedruckt ist), Andr. nur den ersten Arnpeck muss die Inschrift aus 
anderer, noch nicht festgestellter Quelle haben. Vgl. meine Anm. S zu 
Andr. 28. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 90 — 

Cap. 39. 

Exclamacio contra rerum mutabilitates et 
terminus libri secundi. 
Otto Fris., Exclamare bic contra mutabilium rerum miserias cogor. Ecce 

Chr. II, 51. opuientissimi Baioarie principes, qui et circa inicium sui 5 
ducatus Romanis rebellare non formidarunt , libertatem 
preeligentes, ostentantes suam ingenuam fortitudinem Romani 
militis cladem dedere, ut supra habetur, qui nimirum ali- 
quando pro temporis qualitate ac fortuna in regiam dignitatem 
sublevati fuerant, in diviciis insuper et gloria usque ad 10 
celum exaltati, iam ad tantam pervenerunt miseriam, ut 
exilii penas non evadentes sub cenobica clausura pauperem 
eis vitam ducere permittebatur. Veram tarnen catholicam 
fidem semel amplexi nee circa eorum finem deseruerunt. 
Fertur tarnen de hoc Tassilone, quod christianissimus fuerit, I5 
ut supra in multis monasteriorum et ecclesiarum patuit 
fundacionibus, unde hec ei circa finem tentacio ad probacionem 
evenisse pie creditur. Quid ergo dicemus, qui rebus trans- 
itoriis innerere cogitamus, dum eas mutari, mutatas labi, 
Otto Fris., postremo omnia deleri videmus. [F. 78' ] Hec omnia nutancium 20 
Chr. 11,51. rerum mala et, ut ita dixerim, quotidiane mortalium roortes ad veram 
et permanentem eternitatis vitam noe mittere deberent. 

Hec quoad seeundum huius opusculi librum modo suf- 
ficiunt. 

Explicit liber seeundus huius operis. 25 



C^f\C\d\i' Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



Incipit über tercius. 

Cap. IK 

De bello regis Caroli Magni apud civitatem 
Quadratam contra infideles. 

5 [¥.79] Prefatam nimirum subitam Tassilonis gloriosissimi 

ducis et filii eius Theodonis damnacionera ac exilium Huni Ebran 60. 
ignorantes*, qui preterito anno prefato Tassiloni auxiliura 
contra regem Carolum iuraverant, in magna multitudine tines 
eorum egredientes Baioariam sunt ingressi. Metropolim eius civi- 
10 tatem Quadratam temere usurpantes inbabitare ceperunt 

eorum confederatum ducem omnino vindicare firmiter statuentes. 

Beatus igitur Carolus, qui in iusticia et timore dei populum Oesta Caroli 
christianum augmentavit ac rexit, ita ut angelica mereretur Ma 9 n% 148 - 
frui allocucione, nam eius imperatoria maiestas non solum 
i&armis decorata, ymmo etiam legibus, sicut oportet, fuit 

omata etc. Contigit, quod angelus domini in visione apparuit 
ei dicens: Carole, dominus deus elegit te, ut sis propugnator populi 
sui contra gentem incredulam. Ego de supernis tibi datus sum 149. 
custos et conductor. Featina igitur viribus tuis per Alpes in 

^Almaniam ad fluvium Danubii ad civitatem Quadratam, in qua 
rebelies Bunt pagani *. Qui non prevalebunt aute faciem tuam. Prope 
civitatem contra austrum cernitur monticulus, qui colli» victorie 
dicitur. In quo erunt tentoria tua. Evigilans itaque Carolus festi- 
navit ad papam Adrianum 8 querens huius [F. 79*] visionis 

25 documentum. Cui papa respondit: Frater carissime, perfice 
mandatum domini. Tecum sit Appollonius legatus cum apostolica 150. 
benediccione ad confirmandum ea, que dicta sunt tibi per angelum. 
Quo audito rex Carolus congregavit phncipee et militares. Quorum 
habito consilio ad diffinitum tempus pergere cepit contraio/. 

30 a oblitus, quod supra scribit Batisbonenses christianos fuisse tempore 

Theodonis am Rand Aventinw. 

1 Vgl. xu den beiden folgenden Kapiteln die Ausgabe der Oesta 
Caroli Magni der Regensburger Schottenlegende von Dürrwächter S. 134 
und Roths Anm. 6 xu Ebran 60. 
35 f Die Ebran eigentümliche Verknüpfung der Karlssage mit der Ge- 

tchichte des Eerxogs Tassilo wird hier durch Arnpech noch enger ver- 
schlungen. 

3 Die Quelle nennt den Papst: Celestinus. Hiegegen hat schon 
Konrad von Megenberg polemisiert und den Hamen Adrians dagegen vor- 
40 geschlagen; vgl. Dürrwächter S. 221—223 und 135. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 92 — 

Siculos magno cum comitatu, deinde in Apuliam, Calabriam, 

Italiam et Lorabardiam et coadiacentes terras, quas angelico 
755. tutamento superavit. Deinde per Friolam et Canales forti cum 

conductu per abrupta montium usque ad Baioariam assiduocum 
156. exploratu pervenit, et castra metati sunt in loco deserto, qui bavarica 1 5 

Öting dicitur. Ubi miro edificio et sepium firmitate se inunierunt, 

157. ut nullius terroris incursione aliquis contremeret. Eodem igitur in 
loco rex edificavit gratam eapeilain* in honore omnipotentis dei, 

158. qui populura suum per deserta Egipti conduxit Et pausavit rex 
Carolus cum exercitu suo in Öting per annum. In quo machinas et 10 
instrumenta bellica ad expugnandam civitatem aptaverunt. Eodem 
anno multi principes Baioarie cum suis militaribus baptizati 
sunt, qui et fideli animo regiCarolo adheserunt ostendentes 
aptam viam et tutum aggressum ad expugnandam [F. 80] 

159. predictam* civitatem. Habito igitur consiiio principum, quos 15 
de Romanis partibus rex Carolus secum assumpserat, fecitaptari currus 
falcatos et alia*> prelii instrumenta. Eadem nocte angelus domini 
more solito locutus est in somnis Carolo dicens: Carole, amice dei, 
nun quam licitum est hesitare de domini mandato. Firmam igitur 
habe fiduciam in domin o , qui et Josue dedit victoriam, et tibi dabit, 20 
et hoc tibi sit signum: Super collem victorie videbis Signum crucis 

160. af fix um. His dictis angelus domini disparuit. Excitato itaque 
Carolo principi exercitus ipse ait: Manda per exercitum, ut peracto 
itinere unillS diei 8 machine, funde, iacula, turre9 lignee et scale 
ad civitatem transferantur. Öicque omnis exercitus de castris se25 
movit in fortitudine magna clangentibus buccinis. Sonitus ex frenis 
et clipeis equitancium et equorum strepitus hominumque tumul- 
tus longius audiebatur. Pulvis motus, agitacio vulgi ambulantis et 
fumus estuans de animalium lassitudine tantam fecit umbram, ut 
diei claritas eorum in meatu obscurabatur c. Custodes tarnen 30 
diurnos et vigiles nocturnos approbatos propter dissolucionem et 
pedestrium insolencias, sicut expedit, ordinavit, sagit- [F. 80* / 
tarios quoque et utentes fundis et iaculis in prima acie exercitus 
ordinatim coustituit, in ultimis autem exercitibus forciores arma- 
tos, iuter quos et ipse erat, coadunavit, pedestres vero et alios35 
ad puguam indoctos in medio exercituum ire precepit. Sicque 

161. cunctis ordinatis veniunt ad montem, quo civitatem viderunt, 

civitatem quidem populosam, alto muro circumdatam, multis 
turribus munitam. Kesumptis itaque viribus rex Carolus suo 
marsallo suasit, ut diligenti intuitu respiceret post collem, quo 40 
signum crucis esset affixum. Quo viso subito cecidit in terram 
adorans Christum crueifixum et renunciavit regi dicens: Rex, in 

a predietam — fiduciam auf einem über früheren Text geklebten 
Zettel, b alii He. * so Hs. 

1 Quelle: Odinge in barbarica lingwa, quod in latina sonat „lociid 4b 
desertus". 

a Vgl oben in der Vorrede S. 4 t wo von der Umwandlung eines 
vorhandenen heidnischen Tempels in eine christliehe Kapelle die Rede ist. 

8 Abweichend von der Quelle, die von 14 Tagen spricht. 

.. r^nnnlr* Original frorm 

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— 93 — 

eternum vive; fortitudinem brachii consecutus es per dominum 
Jesum Christum crucifixum. Carolus ergo rex, sicut doctus 167. 
fuerat per angelum, templum gratum ibidem edificavit genti 186. 
Scotigene apropriatum. Hoc fuit primum monasterium 19& 
öScotorum in Germania. Nam plura milia Scotorum capta licencia 170. 
a S. Patrick) mundata insula eorum peregrinati sunt, Uli ad ^» 
Born am ad limina sanctorum apostolorura, illi ad terram sanctam, 
plures tarnen in Alemannia, maxime in Baioaria permanserunt, 173. 
ut supra 1 habetur de S. Virgilio. 

10 Fertur etenim huic bello Tonatum regem Scocie interfuisse » Ebran G0*. 

vel filium eius Elimoris b3 . 

[F. 81] Visa namque cruce rex gavisu s gracias agens Oesta Gar. M. 
deo suum ibidem fixit tentorium et alloquitur magna voce'"*" 
optimates populi dicens: Fratres incliti, ecce signum nostre 

15 salvacionis, per quod victi sunt inimici nostri. Surgamus 
igitur singulari tripudio circuraflucti et videamus crucem, 
qua redempti sumus. Post huiusmodi verba regis benigna 
facti sunt multi sermones suasivi per episcopos et prelatos, 

qui ob virtutum meritum de longinquis partibus regem fuerunt secuti, 

20 ut per eos christianus populus contra rebelies incredulos 
excitaretur tanquam leo ad predam. Contigit, quia rex Carolus 

surrexit in predicacione in mcdio populi relucens in facie sicut 
Stella, emittens vocera tanquam tonitruum, ut corroboraret populum 163. 
suum contra paganos, affirmans verbis benignis super omne bai- 

25 samum et promittens per angclicam visionein, quia coronandi 
egsent per virtutem sancte crucis, eciamsi morti occum- 
berent. Etpredixit, quomodo dominus deus hunc locum magniüce 
sanctificaturus esset per sanctos suos advenas ybernice nacionis et 
quomodo innumerabilis legio martirum ibidem esset sepelienda. 

30Huiusmodi igitur allocucionibus finitis universus populus in - 
tendens ad crucem, sed nee quisquam [F.8V] eorum tarn in- 
geniosus fuit, qui, cuius generis crux esset, intelligere potuisset- 
Denique prineip es exercitue rore verbi perfusi civitatem ab extra 
undique perlustrabant et quotidiano confiictu circumquaque 

35macbinis et iaculis opponebant se intrepide urgentes eos per muros 
et frontispicia ictibus assiduis globis bombardorum rege 
audiente, qui permansit in tentorio collis victorie. Cum autem rex 
urgeretur, surrexit cum tota sua domo, maneipavit principales 164. 
portas civitatis dividens exercitum suum huc illucque cum instru- 

40 mentis, quia t unc ut fulgura erant iacula multiplicium sagittarum 
sonitusque conclamancium invicem ad pugnam conveniencium ut fragor 

a vel-Elimoris ist mit blasserer Tinte hinzugesetzt. b Fabulae 
monachorum am Rand Aventinus. 

1 S. 78179. 
Ab * Dürrwächter a. a. 0. S. 133. 

• Liegt hier eine Angabe aus einer unbekannten Quelle vor, aus 
welcher auch Ebran die erstere Nachricht geschöpft hat? Dürncächter 
(S. 135 9 Anm. 65) berührte diese Frage nicht. 

Original frorn 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 94 — 

arborum tonabat. Pausante igitur populo utroque rex ad con- 
siliuni principum se reflexit mitten s nuncium ydoneum cum con- 
ductu ad magistratum Ä civitatis mandans in hec verba: Convertimin i 
ad deum omnipotentem et conscribimini cristiane milicie in unitate 
fidei, vel in ore gladii omnes moriemini, quod vestri memoria 5 
neque in celo neque in terra [F. 82] erit amplius. Audientes 
hec pagani crudeli indignacione sunt inflati perversam eorum in- 
dignacionem et presumpcionem renunciantes in hec verba: Nos 
confidimus in diis nostris et in fortitudine brachii nostri non for. 
midantes hos misellos advenas, qui videbunt regem eorumio 
in cauda equi Hgatum ipsum per vicos civitatis nostre traben tem 
e t principes eius in patibulo suspensos atque cunctum eius popu- 
lum infelicem in ore gladii periturum. Hoc responso audito 
rex Carolus turbatus est conquerens principibus suis super hac 

165. relega cione paganorum. Auditis itaque verbis regis lugubribus 15 
totus exercitus christianus opposuit se animose ea die pugnans 
contra civitatem indeficienter in nomine salvatoris colla eorum armata 
submittentes crudeli pugne cum machinis et fundis. Sed et populus 
paganismus repugnabat viriliter in exercitum Christianorum. Sic- 
que talis conflictus per annum duravit. In quo multi paganorum20 
perienmt ex defectu vietualium, fame sei licet et frigore, quia viderunt 
se regi non posse resistere, ita ut pauci remanerent in civitate. Quo 

76'ß.cognito hodie per angelicam monicionem Carolus et omnis 
eius exercitus in crastino mane irruerunt in civitatem et inter 
fecerunt omnes, qui residui [F. 82'] erant, quosdam tarnen ad 25 
baptismi graciam reservaverunt. Continuo rex Carolus fecit edificare 
tres ecclesias in civitate, unam in honore sanete trinitatis, seeundam 

167. beate virginis, terciam omnium sanetorum. Deinde elegit quosdam 
de pocioribus viris expertos et ydoneos ad regendam civitatem 
et ut portas reformarent destruetas, sieque rex aeeepta licencia a 30 
populo, quem reliquit ad gubernandam civitatem, a noviter conversis, 

perrexit in Franciam. Hec de prima civitatis liatisponensis 
expugnacione sufficiunt. 

Cap. 2. 
De seeundo eius bello apud Ratisponam. 35 

179. Cum igitur pagani, qui oculte de civitate Quadrat a evaserant 

audirent regem Carolum in longin quis agere partibus, collegerunt 
singulos paganos orientales notos et amicos, admiratos et prin- 
cipes et innumerabilem eorum multitudinem, convenerunt et 
circumdederunt civitatem prefatam, a qua repulsi erant. Illi 40 

7<W.autem ab intus perterriti sunt metu exteriorum paganorum ultra, 
quam dici licet Quidam etiam des per ab an t de salute dicentes: 
Melius est nobis viventes ire de civitate quam turpiter mori gladiis 
impiorum; quis n am potest tante resistere multitudini? Alii autem 
prudenciores dixerunt: Nolite, fratres carissimi, terreri. Nam [F.83] 45 
deiw pro nobis; quis contra nos? Ne igitur terreamini nee timeatis 
nee suis immemores, quia rex Carolus omnium nostrura propugnator, 



* miratum Rs. 



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— 95 — 

cum quo angeli dei c o n versa n tur, fidei nostre hanc comniendaverat 
civitatem. Expedit igitur, ut ad eum celeres mittamus nuneios, 
ut memor Bit sue clemencie auxiliando nobis inhacardua necessitate, 
alioquin nequimus fidem nostram, sicuti promisimus, adimplere. 
5 Hoc consilium omnibus placuit. Missis igitur nunciis rex respondit: 
Iuri a nature quidem contrarium videretur, ai fidem servanti fides non 
servaretur. Statim principem exercitus sui cum valido comitatu bel- 
lancium ad sepedictam civitatem eeleriter transmisit. Quem et 
ipse rex subsecutus est cum milicia ingenti, electoe autem et 

lOfortes viros reliquit contra paganos Hyspanie. Videntes autem viri 
civitatis Quadrate exercitum signatorum gavisi sunt gaudio magno et jßl. 
Carolum regem eos subsequentem sua cum multitudine ex opposita 
parte Danubii, qui tunc ponte carebat. Collectis igitur navibus 
in civitatem per Danubium sine repugnancia venerunt, et a rege 

15civitas vocata est Ratisbona, quia per rates bona*» transiverunt per 
Danubium. Sicque rex quievit et refectus est in civitate per 
14 dies cum [F.83 4 ] populo suo. Interim diversa artis exercicia 
habuerunt, nunc in armis, nunc in equis, reformando sagittas, 
patrarias et machinas, nunc in timore dei letantur, nunc 

2Ötamqtiam morituri confitentur. His igitur expletis diebus 
14 rex convocavit seniores populi dicens: Dominus noster, 
redemptor animarum, qui potens est submittere gladio 
capita inimicorum nostrorum, qui vos coniunxit mihi socios in 
tribulacionibus meis, quero igitur, quod expedicius sit aut 

25 intra menia contra inimicos pugnare aut ad commune bellum 182. 
contra eos de civitate exire. Qui una voce omnes responderunt 
dicentes : Rex benedicte, numquid non victoria tibi deorsum 
monstratur? Parati igitur sumus tecum in vi tarn et in mortem ire; 
maior enim gloria coram deo et mundo tibi debetur ex campi 

30certamine quam ex resistencia intra muros civitatis. Placuit 
hoc regi . et indixit omni populo, ut in crastino parati essent exire 
ad collem victorie ad pugnandum contra paganos. Mane igitur 
aurora relucescente b Christiani figunt tentoria sua in colle predicto. 
Subito rex mittit nuneios ad paganos, si voluntatis eorum esset 

35inire bellum in illa die vel longius differre. Qui renunciaverant 
ipsis fore inconveniens ista die [F. 84] pugnare, sicque populus 
christianus expeetans in tabernaculis suis septem diebus f 
quibus se singuli deo commendant per devotas exhortaciones 
predicancium; nam Septem episcopi aderant cum legato, qui mili- 

Mjtare populum pabulo verbi divini confortaverunt. Idem igitur 
locus usque in hunc diem auf der predig vocatur. Facta itaquei##. 
die oetava circa ortum solis congregata est in finita multitudo 
partis utriusque procedens acics contra aciem pedetentim clangentibus 
tubin, fuigentibus armis quemadmodum stelle celi, que nocte hiemis 

45 in glacie apparent , tantusque strepitus in aggressione auditus 
est ex collisione gladiorum et scutorum tanquam fragor arborum, 
sicque pugnaverunt, ut ex cruore corporum utriusque partis 
campus arid us sie maduit, ut terra videri non potuit in locis, quibus 
sudaverant, et sie ilium diem duxerunt in occisione gladii, usque dum 

50 sol in oeeiduis oeeubuit tetris. Disparente itaque lumine utraque 



* Iure Hs. b reluscente Hs. 



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- 96 — 

pars arm ata expectabat in equis ad faciem alterius parfcis clipeis in 
colli s eorum suspensis, lanceis et gladiis in manibus retentis. Noctem 
ita insomnem deduxerunt. Et ceciderunt ista die ex utraque 
parte plus quam 24 milia virorum. 1 In crastino siquidem 
apparente aurora iterum abhorrend um [F. 84* ] faciunt aggressum5 
flante vento ab aquilone. Et fuit tanta strages robustorum* caden- 

184. cium, quod tonabat sicut tumultus undarum maris littora alvearum 
tangencium. Et hie conflietus perduravit usque ad crepusculu m. 
In quo multi Christiani corruerunt, qui sepulti requieseunt in colle 
victorie ante regis tentoriuzn, vulnerati autem ducebantur in civitatem 10 
et medicabantur. Redeunte luce tercie diei iterum exercitus fortiter 
instat exercitui crudeliter beliantes, ita ut ex crebris ictibus et 
armis radiautibus videbatur aer quasi igneus et lucidus ex collisione 
aeris reverberantis circa ictus pereuciencium. Rex interim et episcopi 
cum aliis personis devotis poßiti in colle victorie assiduis instabantlö 
oracionibus pro habenda victoria. Sic q u e perseverabat utraque 
pars in conflictu usque ad meridiem tercie diei. In quo de exer- 
citu christiano muiti perierunt. Videntes itaque pagani pau- 
citatem Christianorum zelo indignacionis accensi atque vereeundia 
dueti, quod a tali exili exercitulo Christianorum coartarentur in20 

^•campo, subito recollecti sunt in unum. Resumptis viribus 
singulos Christianos tanquam inermes et desperatos retrorsuin 
in fugam usque ad regis Caroli tabernaculum c on ver terunt. 
[F. 85] Quo viso rex et prineipes eius perterriti sunt vehementer 
subito facies suas in terram prosternentes, maxillas suas lacrimis 25 
irrigantes, maiestatem altissimi omni devocione, qua potuerun t, 
invocantes. Sicqueprostrati quasi tonitruum audiverunt. Et 
ecce subito apparuit quid am in candore lueis albis vestibus indutus, 
dextrario albo insidens, diris vulneribus scindens euneum militum d i - 
vidensque turbam paganorum et in fugam convertit. Hoc30 
comperto rex refert laudem et benediccionem omnipotenti 
deo. Ipse cum proceribus suis insequebatur eos usque ad fluvium 
nomine Mertanne. Iuxta quem revoluti sunt pagani Christiane 
potestati resistere volentes et non potuerunt, quia manus domini 
pugnabat eos, sieque retrorsi sunt usque ad campum Härdinge, 35 

186. u jjj absorpti sunt et interempti, ita quod unus ex eis non 
remansit. De in de colle ctis Christianorum corporibus 30 milibus 
colle victorie sepeliendis rex statuit, ut ecclesia ibi fundaretur in 
honore omnium* martirum Christi, dans peeuniam copiosam 
in manus 4 civium Ratisponensium, utsoliciti essent apud operarios 40 

^^-huius laboris preassumpti. Deindeque fundare cepit in 
civitate duo claustra, superius et inferius monasterium, opere 
sumptuoso. Sedata itaque bellorum tempestate milites et 
militares extere nacionis [F. 85'] christiani, qui in subsidium ad- 
venerant, aeeepta licencia et benediccione multis cum muneribua45 
ad partes nativas reversi sunt. Hec de seeundo hello apud 

Ratisbonaui peracto. 

a ruboetorum H$. 

1 Vgl. Dürrwächter a. a. 0. S. 134. 

9 „presencium" sagt die Quelle. 50 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

3igitize<i öy VrUUgl^ UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 97 — 

Rex quidem Carolus sedit in consistorio domue regie precepit- 
que civibua Ratisponensibus, ut vigili animo custodirent civitatem 
et ut iusticiam et iudicium inter virum et viram facerent, Princi- 
pibus quoque idem mandavit et sub honoris amore precepit eis, ut 

gessent diligentia in custodia patrie. Interim mieit nuncios ad 
Romain pro regina coniuge sua, Qua veniente permansit in 
Öting in curia regia publica et peperit ibi filium nomine patris sui, 188. 

» Hiltigardis regina, secunda uxor Caroli, obiit pridie Kai. Mail Frut. 163 u. 
anno Christi 788. Et Berchtrada, que a quibusdam l Berchta VOCatur, MJ- 

lOfilift Eraclü oesaris, ut dicit Vincentius in speculo historiali, 24™ vi. 

mater regis Caroli, in magno apud eum honore consenuit. Obiit 4. Frut. 163 u. 
Id. Julii. 167. 

Alias Teberga soror Michaelis imperatoris Constanti- 

nopolitani, uxor PippinP, mater Caroli, anno domini 816. 

15 monasterium S. Marie in Ratispona, quod dicitur superius 

monasterium, tempore Baturici quarti episcopi Ratisponensis 

fundavit. 8 

Hiltgardis genuit tres fllios, Carolum, Pippinum regem b Italie b Vine. Bell. 
et Ludwicum Pium b , et tres filias, Rot rudern, Bergam et Gillani c. 25, 25. 

2oHec d fuit filia ducis Suevie, que sepulta est in Campidona. 

e Fastrada regina, fiüa Ratolfi * comitis orientalis Franeie, uxor Fnä. 167 u. 
regis Caroli, obiit 793. et Maguncie apud B. Albanum sepulta genuit 168. 
duas filias. 

ßecuritate itaque facta rex magnum Teutonioorum exercitum Gesta Gar. M. 
25Collegit redien g cum ipsis ad Hyspaniam ad piincipes suos ibidem'^ 
quondam relictos, pugnans ibi contra inimicoe crucis pro testimonio 
dei. * Bomanis itaque militaribus ac orientis populis capta licencia 194. 
regis post victoriam recedentibus recordatus est rex angelica in- 

* die folgenden 3 Abschnitte sind an den unteren Rand von F. 85* 
30 geschrieben. b mit blasserer Tinte über die Namen gesehrieben, c so Hs. 

wie Vine. BeU. statt Berchtam et Gislam, wie Frut. d Hec — Campidona 
mit blasserer Tinte hinzugefügt. ° der folgende Abschnitt steht am unteren 
Rand von F. 86. * Arentinus am Rand : Rathrlphus. 8 von hier an 
bis ditavit steht der Text auf einem zwischen F. 85 und 86 eingehefteten 
35 Zettel. Rote Kreuze verweisen auf die Einschiebungsstelle. 

1 So bei Andr. 31, 10. 

* Diese von andern Nachrichten durchaus abweichende Angabe findet 
eich in des Jordanus von Osnabrück Traktat De praerogativa Romani 
imperü (vol. die Ausgabe von Waitx in dm Abhandlungen d. hist.-phil Kl. 

40 der JL QeseUsch. d. Wiss. XIV, 66). Sie scheint auf indirektem Wege 
hieher gelangt zu sein. In dem mit Bruchstücken aus Jordanus von Osna- 
brück durchsetzten Tractatus de ducibus Bavariae (vgl. meine Ausgabe der 
Sämtlichen Werke des Andreas von Regensburg t S. XXXXIXff.), in welchem 
man sie vermuten könnte, ist sie nicht enthalten. 

45 a Aus welcher Quelle stammt diese in jeder Hinsieht fabelhafte 

Nachricht? Oben S. 96. Z. 41 ff. schreibt Arnpeck die Gründung von Ober- 
und Xiedermünster auf Grund der Oesta Caroli Magni Karl dem Grossen 
zu. Hier gerät er damit in Widerspruch. Die Entstehung von Ober- 
münster ist dunkel; vgl Wilhelm in Beiträge z. Gesch. d. deutschen 

50 Sprache u. Literatur XXXIV, 144. 

Quellen u. Erörterungen N. F. III. ■ 

... C*f\C\ts\i'* Original fronn 

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- 98 - 

spiracione de oodduis populis convertendis. Immensum con- 
gregavit exercitum theotunice terrc, sei licet Baioarie, Suevie, Franconie, 
Thuringie, Saxonie, Lothoringie, Brabancie, Flandrie, Burgundie et 
Francie, cum quibus omnibus perrexit ad regiones occidentalis 
populi, convertens eos ad regen eracionem baptismi, constituens ibidem 5 

195. apiritales a prelatos, qui virtuose noviter conversis preeasent, 
ducens secum obsides illarum terrarum filios et filias ad regionem 
suam. Quos, sicut decet, hereditario iure ditavit. 

Eodem anno reversuß est rex suo cum exercitu in Frauciam ad 
civitatem Remensem, in qua publicam militum constituit curiam. 10 
Habito itaque consilio prineipum placuit omnibus, ut regia in- 
diceretur curia in Ratispona, ut sie singuli maiores terrarum, qui 
christiano vocabulo eenserentur, ad eandem curiam convenirent, ut 
ibi pax et fides apud noviter conversos [F.8G] confirmaretur ; 

196. et factum est ita in mense Aprili. 15 

198. Anno sequenti proximum post paseba rex Carolus regia cum 
decencia venit Ratisponam. Ad quem principe» Bavarie confluxerunt 

199. ad reformacionem pacis et fidei. Et hoc con silium duravit per mensem > 
quo dietata et scripta sunt iura imperialia et legis decreta per omne 
imperium eius servanda presentibus legato cum archiepiscopis ,20 
episcopis et abbatibus fide dignis. Deinde revoluto b legato et 
nuneiis eius capta regis licencia ad propria rem eare tendentibus 
rex ait: Supplico et mando, ut mee dileccionis causa per duas dies 
mecum maneatis, quia notum vobis esse cupio, quomodo dominus 
deus per an gel um suum prosperum iter ostendit mihi contra paganos,25 
qui et dignatus est me sepius consolari in loco saneto collis vietorie, 
quo crucis signum mihi et militibus meis demonstrare dignatus 

200. est. In quo loco preeepi edificare ecclesiam in honore sanete trinitatis 
et beate virginis Marie et omnium sanetorum, seeundam super 
corpora sanetorum ibidem, que nondum est consecrata. QuapropterBO 
rogavi et nunc rogo, ut eonsecreti« eandem ecclesiam crastino die 
canonico more. Hoc igitur regium mandatum non parvipen- 
dentes quilibet eorum hospicium adiit usque in crastinum. Rex 
interim convocat Adelwinum 1 episcopum Ratisponensem cum po- 
cioribus civium, presertim et hos quatuor, [F. 86'] quibus data 35 
peeunia commiserat strueturam ecclesie. Quorum audito con- 
silio, si ecclesia in crastino deberet consecrari, ipsisque annuentibus 
statim rex misit capellanos et mandat, ut queque necessaria ad 
officium consecracionis pertinencia pararent. Qui ad regis mandatum - 
hoc impleverunt et permiserunt ante foree ecclesie ab intus et extra 40 
vinum et aquam, sal et cinerea, aspersoria, candelabra <* , crismalia 

a so Hs. b xu ergänzen sind die Worte der Quelle : tempore cele- 
bracionis curie. c candelebra Es. 

1 Die Schottenlegende nennt den Bischof: Otto. Schon Konrad 
von Megenberg hatte behauptet, dass xu der Zeit, die oben behandelt ist, 45 
Adelvinus Bischof war. Vgl Dürrwächter a. a. 0. 8. 135 und 224. Sollte 
Arnpeek eine Handschrift der Oesta benutxt haben, in welcher aufOrutui 
von Konrads Behauptung die Namen (vgl. oben S. 91, Anm. 3) korrigiert 
waren? Oder hat er selbst Konrads Traetatus de limitibus paroehiarum 
Katisponensium gekannt und darnach die Namen geändert ? 60 

.. (~*rw"*nlf* Original frorm 

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- 99 — 

ceteris cum correquiaitia, ut mane venientibua episcopia nullo 
impedimento parature impedirentur. Necdum fuit a liqua habitacio 
iuxta hoc monasterium niai 7 fratrum iDclosorum. Ipaia sie 
abeuntibu a clauao monasterio renunciantea* regi omnia esse parata, 

5 aicut mandavit Quo audito rex benedixit de um. In prima 
itaque vigilia noctis fratribus oracionis hoetiaa deo offerentibus 
animoque vigilantibus tanquam coronandi audiverunt strepi . 
tum tumultua cantusque diverai neumatis in eccleeia repagulatus,20/. 
quod vix suf ferro potuerunt Ad indicium tarnen veritati« 

lOappenierunt feneatraa auas. Qui tunc aromatum fraglanciam et 
lumen insolitum senserunt et viderunt. Ymmo et veriaaimo 
teatimonio oculorum viderunt Petrum apoetolum in forma presuli* 
cum 12 apoetolis deambulantem et cum angelis ecclesiam conaecrantem. 
[F. 87] Mane autem facto camerarii et cappellani*> regia quidam^ö.V. 

löveniebant ante ecclesiam mir am odoria fraglanciam aencientea. 
Sandolfum clamantem audiverunt, qui iuaau B. Mariani clamare 
non ceasabat, quod eccleeia facto B. Petri apostolorum prin- 
cipis solenniter es8et conaecrata. Hoc audiens rex consilio, quid 204. 
ammodo faciendum esset, reeepto cum cardinali legato 

20epiacopia et ceteria prelatia tunc presentibus ad ecclesiam, 
tranaiverunt et auaviaaimi odoria ante eciam eccleaie ingreaaum 
fraglanciam senserunt et ecclesiam ipsam intua et extra tarn in altari-20J. 
bu8 quam pavimento et parle tibus eccleaie signis ad conaecracion e m 
eccleaie requiaitia aignalam et modo et forma canonici a oon- 

Sösecratam invenerunt. Rege autem, quid modo gerendum fuerit y 
sciscitanti teatimonium 7 fratrum Scotornm ibidem tunc 20ß. 
degencium aigillatim et aegregatim super huiusmodi con- 
aecracionem reeeperunt Qui cum unanimiter, concorditer 
et pariformiter auper ea et quomodo facta eaaet, de- 

30poauiaaent 9 et rationi et equitati conaonum repererunt, 
quod non licebat manua illic mitti peccator u m , ubi Celeste a operarii* 20s. 
dignabantur. Omnia geata apud eandem ecclesiam summo 
pontifici tunc preaidenti intimaverunt. Cuius sanetitas hec 
omnia tamquam aanete et miraculose facta legittime ap- 

3r>probavit, canoniaavit et confirmavit 1 . Dum hec omnia rite, 
*anc te et [ F.87'] c&non\cefuiBaent peraeta, rex cum principibua auia, 
episcopia et prelatia ecclesiam exeuntihus ad populum , qui 
foras expeetabat, tendebant, et rex ipse pulcherrimum et 
elegantem de huiua loci aingulariaaimis beatitudin i b u s , im m 20!K 

lOmuni ta tibua et privilegiia ad populum aermonem exoravit» 
primo, quod divinissima conatitucione et angelica revelacione 
locus iste collis victorie appelletur, seeundo, quod cruceni victorie 
in loeo isto sibi deus teste multitudine prineipum revelavit, tercio, 
quod deus omnipotens victorem eum fecerit contra civitatem iatam 

45 et pagauos tunc in ea morantea in eodem loco, quarto, quod in 
eo looo auxilio omnipotentia dei paganorum multitudinem in 
hello eampestri prostravit, ita quod unua ex eis non remansit, 

* so Hs. *» Fabulae et aomnia monachorum am Hand Aventtnw. 

1 Hier weicht die Darstellung, wohl nur infolge eines Missoerständ- 
50 nisses, ton der Quelle etwas ab. 



f^nrmfi* Original frorn 

by VrUUglL UNIVERSITYOF MID 



— 100 — 

quinto, quod ultra 30 milia martirnm Christi corpora et reliquie 
in ipso loco felicissime tepulti requiescu nt, sexto, quod ibi 

210.1 fratres viri sanctissimi, per quos eciam deus omnipotens 
ecclesiam ipsam per beatorum apoetolorum principem et 
celeetem exercitum consecrari voluit, que hodie sie conBecrata^ 

2H cernitur. Preterea communi voto regis et prineipum, 
lcgati 9 cpi8GOporum et populorum assensu et voluntate 
divina quodammodo inspiracione ecclesia ipsa vocata 
est „ cousecratum 8. Petri", que hodie sie vocatur, singula- 
rissimis graeiis, indulgenciis Romanorum pontificum et im- io 
perialis cel- [F. 88] situdinis privilegiis et eraunitatibus.dotata 
in fioem seculi permanebit. Omni» tunc populus de bis, que 
facta erant, lau dem altissimo ref erens dixit: Gloria in excelsis 
deo et augmentum populo Christian o! 

Sunt nimirum , qui vulgo ferunt , quod , cum rex 15 
Carolus de Rheno ad Ratisponam causa belli descenderet 
et in loco quodam non longe a Danubio, ubi nunc villa 
prope Ingolstat existit, et voces angelorum audiret, ex 
hoc eventu usque in presentem diem ea villa nomen Stym l 
aeeepit -\ 20 

Gesta Cor. M. Porro peraeta supradieta victoria Carolus rex cum 

214. domina regina et filio suo Carolo Raüsponam petens reoepta a patrie 
populis licencia ad civitatem Aquisgrani , quam ipse erexerat, 
215. perven i t. Ubi solennem curiam regum et prineipum celebravit. 

Otto Fris. Ceteruiu actus eius et bella, que gessit y de ponte quoque, quem 25 

Chr. V, 32. ultra Rbenum fecerat Moguncie, de palaciis eciam, que Noviomagi o , 
Inglinheim aliisque in regni locis construxerat, qui scire vult, legat 
historiam eius et gesta a multis descripta. Item de liberacioue terre 
sanete et bello hispanieo, de nece Marsirii regis, de exequiis 
Kolandi ac sepultura militum apud Runcivallem interfectorum 30 
et alia plura [F. 88'] reperiet in speculo historiali Vincencii 8 
libri 24. et 25. in pluribus capitulis. Item Plutarchum 4 
de viris illustribus in fine. 

1 Ober- und Nieder-Stimm bei Ingolstadt. 

* Quelle? Die obige Sage findet sieh nur hier. Sie ist bisher, wie 35 
mir eine gütige Mitteilung des Herrn Dr. Heinrich Ostermair xu Ingolstadt 
bestätigte, sogar den Ingolstädter Lokalhistorikern entgangen. Fr. X. Oster- 
mair, Beiträge zur Geschichte des Amtsbezirkes Ingolstadt ( Unter Haltung 8- 
blatt zur Ingolstädter Zeitung 1888, S. 155) erwähnte sie in seiner geschicht- 
lichen Beschreibung von überstimm nicht und auch Josef Hartmann in 40 
seinen Beiträgen zur Heimatkunde in Erklärung der Ortsnamen des Stadt- 
und Landbezirkes Ingolstadt, wo S. 95-97 der Ortsname Stimm ausführ- 
lich behandelt ist, kannte die Sage niclit. 

3 Vincetitius Bellovacensis, welchen Arnpeck benutzt hat. 

4 Gemeint ist die lateinische Vita Caroli Magni des Florentiners 45 
Donato Acciaiuoli (tgl. Voigt, die Wiederbelebung des klassischen Alter- 
tums /*, 289), welche den Inkunabeldruckefi der lateinischen Piutarchaus- 
gabe des Oiantonio Campatw beigegeben war. 

C*f\r\n\\* Original frorm 

. / * cV UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 101 — 

Cap. 3. 

Qualiter rex Carolus subactam Baioariam per 
presides rexerit, et de bello cum Hunis. 

Carolus itaque rex Francorum detonso Tassilone dxxceEbran 60. 
~>regnum Baioariorum 27 annis P* r 8 « tenuit presidibus ibidem con- 
stitutis, quorum Neaman primus fuit, qui unacuinRolando comiteC/. Andr. 519. 
Palatino, nepote Caroli ex Borore 1 , aliisque principibus ac Vine. Bell. 
militibus in expedicione hispanica in via Runcivallis periit^j»* 5, . 
s e p u 1 1 u s apud Arelatem. c ' ' Andr ' o2ü * 

10 De bello pannonico\ 

Exhinc rex Carolus per Septem annos bellum atrocissiimim (Jf. Frut. 162 
cum Hunis peregit. Anno Christi 791. rex de Worraacia peru. Ebran 61. 
Baioariam t> exercitum duxit magnamque partem Pannonie usque ad Frut. 167. 
fluvinm Raba devastabat. Sicque reverti rex statuit. Item 792. 

15 Carolus natale domini et per totam estatem Batispone commora- 
batur. Insuper sciendum, quod eisdem temporibus fLuvim Ebran hl 
Anasos Baioariam et superiorem Pannoniam divisit c , sicut Licus Suevos 
et Baioarios disiungit Postquam vero rex Hunos a superiori Pannonia 
uaque ad Pusonium fugavit, eandem terram Austriam vocavit Quam 62. 

20inter prelatoe ecelesiarum divisit, ut eo forcius fides katholica in ea 
radicaret, et eam preaidibus commisit usque ad tempora imperatoris 
Ottonis, qui eam perfecte abUngaris eripuit [F. 89] et ibidem Kremsm. 97. 
marchionatum constituit. Item cum Carolus Borne per Leonem papam Ebran 62. 
in imperatorem coronaretur, Arno episcopus Salczburgensis, qui cum 59*. 

25 eo advenerat, in archiepiscopum est consecratus. Item Tuellinus s 

rex Avarorum se et patriara suam Carolo dedit et baptismi 
graciam percepit. Anno imperii Caroli tercio Avares, qui 
et Huni, longo contra Francos bello perdomiti adeo sua 
fortitudine potenciaque sunt diminuti, ut, qui alios ultro 

30lacessere d solebant, iam nee ab aliis tueri se valerent. 

Nim omnis eorum in hoc beUo nobiütas et gloria periit, et quicquidj<W. 162. 
peeunie et tbesauri per tot secula terrarum orbem vincendo 
öibi congesserant, nunc totum Francorum victorie cessit, 
nuUoque unquam bello tarn multa spoliorum qunntitatc 

35Francia ditata fuit. 

Item frater Jacobus Philippus iam dieta in hec verba 

coofirmat : 

Carolus statuit adversus Ungaros, qui bostibus nuis auxilia sub- J ac . f>h. Ben/. 
ministraverant, bellum suseipere. Hos cum multis vicisset preliis, tandem /. XI, f. 85*. 

40 * nannanico Bs. *> Baioariam ducem exercitum Es. c Aventinus 

am Sana: Land ob der Enss. d lacescere Hs. 

1 Vgl Spülers Anm. 3 xu Füetr. 92. 
* Vgl. Spillers Anm. 5 xu Füetr. 52. 

s Der Tudun der Avaren. Vgl. Abel-Simson, Jafirbücher des fränki- 
45 sehen Reiches unter Kart dem Grossen U, 97. Die unmittelbare Quelle 
für obige Stelle mit dem verderbten Namen Hess sieh nicht feststellen. 

Original frorn 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 102 — 

octavo anno, postquam bellum inceperant, penitus superavit. Nee constat 
ullum unquam bellum a Carolo gestum, in quo maior hostium fuerit 
cedes edita maiorque illo illata clades; in eo namque, ut omnes auetores 
conveniunt , ingentem Ungarorum multitudinem et pene nobilissimum 
quemque eo bello absumptum. Maxünam quoque vim auri atque argen ti 5 
multamque [F. 89*] preciosam suppellectilem, quam Huni variis ex 
gentibus direptam in auum congeeserant regnum, Franci in Galliam 
transtulerunt. 

De preside Geroldo. 

Kremsm. 86. Geroldus Baioari e prefec tus a Carolo post Tassilonem 1 ducem 10 

Frut. 169. ordinatu s in Pannonia, cum contra Hunos preliaturus aciem 
instrueret, interfectus est et Augie cenobio celeberrimo, quod 
multis donis et prediis auxerat, sepultus est circa annum 

Christi 799. 

De preside Gerardo. 15 

Kremsm. 8. Ger hardus * preses 8 Bavarorum a Carolo imperatore ef ficitur 

anno Christi 811. 

Cap. 4. 

De Lothario rege Bavarorum, nepote Caroli. 

Kremsm. 8. Lotharius rex, filius Ludovici Pii, ex cominissione patris 20 

post mortem Caroli Magni in Bavariam venit anno Christi 815. 
et ibi duobus annis regnavit et revocatur a patre. Irmegardis 
uxor eius. 

Kremsm. 8. Anno Christi 817. Geroldus 4 dllX vel pOClUS preses 

Bavarie Ludovico Pio imperatori rebellat, sed sequenti anno 25 
excecatus interiit. 

Cap. 5. 

De Ludovico Pio imperatore, rege Bavarorum. 
Kremsm. 8. Ludovicus Pius Imperator, filius Caroli Magni» revocato 

ftlio SUO Lothario primogenito per se regnat in Bavaria, in quam HO 

Otto Fris., venit 825. Poet hec eodem anno in Franciam rediit ac generalem 

Chr. V, 33. curiam Aquis celebrans primogenitum siium Lotharium [F. 90] imperii 

Andr. 32. socium fecit et Ludovicum eius tercium filiura Bavarie prefecit et 

Andr. 521. Pippinum Aquitaine, quoniam ex Ermegarde prima uxore sua pre- 

dictos tres ftlios, Lotharium, Pippinum et Ludovicum, habuit et ex 35 

uxore sua seeunda nomine Judith genuit Carolum postea regem 

Franc ie. 

1 Widerspruch mit der Angabe oben 8. 101, dass Naimes (Neaman) 
der erste Praeses gewesen sei. 

1 In der Quelle: Bernhardus. 40 

3 Die Quelle nennt ihn rex. 

4 Die Kremsmünsterer Quelle; Bernhardus rex Bawariae. Der 
Name Geroldus ist offenbar aus Ebran 64 entnommen. 

rv v ^k r^nr^nfr- Original fronn 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 108 — 

Gap. 6. 

De filio eius Ludvico rege Bavarorum orientalis 

Francie. 

Ludovicus fllius imperatoris Ludovici a Pii a patre 

5 anno Christi 825. rex in Bavariam missus post in secundo 

anno in Franciam de Bavaria rediit. Anno incarnacionis 

domini 828. Ludovicus rex in Bavariam rediit cum coniuge sua. 

De patre eius. 

Hie advertendum est, quod imperator Ludvicus Pius, Otto Fris., 
10 ut ait Otto, anno ab incarnacione domini 822. filium suum Lotharium ^ Är - ^ 34 - 
in Italiam destinavit. Qui ordinatia rebus per plures annos in 
Italia dum ad patrem redire parat, a Paschali papa ad urbem invitatur, 
ubi bonorifice (suseeptus ac in die saneto pasche coronatus ab ipso im- 
peratoris et Augusti nomen sortitur. 

15 De eius obitu. 

His die b us Ludovicus Pius anno Christi 840. diem obiit Atuir. 522. 
extremum Metis sepultus. Ebran 65. 

Cap. 7. 

De hello trium fratrum. 

20 Anno igi tur ab incarnacione domini 841. 9 dum Lotharius reversus Otto Fris., 

ab Italia regnare intentat mortuo patre, fratres Carolus et Ludovicus Ohr. K, 35. 
graviter ferentes, si regno paterno privari deberent, fratri bellum indieunt 
Nam Pippinus rex Aquitanie germanus eorundem ante triennium 

diem obiverat. Proinde contractis^F. 90*] undeeunque regni viribus 
25 fratres predicti tres aput Fontoniacum in pago Antisiodorensi con- Andr. 33. 
venientes tarn grave prelium commiserunt, quod nulla etas tantam stragem 
bominum in regno Francorum meminit. Ibi enim in utroque exer- 
citu interierunt duodecies centena milia. Lacrimabili ergo pugnao«o Frü. t 
inter fratres acta cruenta tandem victoria Carolo et Ludovico ccssit, Chr. V % 35. 
30 Lotharius tarnen postremo victus ex agro Frontanici Aquisgranum con- Jac. Ph. Berg. 
fugit. Inde eciam deturbatus instantibus hostibus Viennam cum* -A7, f. SS. 
uxore ac liberis se contulit Quo auditu fratres illum cum exer- 
citu insecuti. Propter quod Lotharius illum comitatum totum amisit, 

et adeo eius exercitus eo in prelio dilaceratus fuit, ut vix 
35solus e 300 equitibus a tarn grandi strage prolabi potuerit. 8ed 
Sergras pontifex Bo manus his auditis tocius regni interitum miseratus 
ad eos placandos ex Italia legatos strennuos misit, qui unacum regni 
proceribos pacis federa inter eos hoc paeto composuerunt *>, videlicet ut 
Lotharius cum imperii titulo Bomam cum Italia obtineret et c eam partem 
40Gallie, que olim Narbonensis, nunc Romana provincia appellatur, 
addentes eciam eam partem, que inter Scaldum et Rodanum fluvios 
Lotharingie nomen aeeepit ab ipso Lotbario, et quod ipse ac sui 

a Ludovicii Hs. *> am Band : De divisione Hs. c fehlt Hs. 

rv f ^h Pnnnlr Original frorn 

Jigitizeti Dy ^^u^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 104 — 

heredes solummodo et non aliorum fratrum heredes deberent 
vocari reges et imperatores Komanorum. Carolus Calvus 
Galliam celticam ac belgicam, occidentalia videlicet regna, 
[F. 91] id est a brittanico mari usque ad Moeam flumen, et quod 
de cetero ipse et sui successores deberent scribi et appellari 5 
reges Francorum. Prius enim semper usque ad illud tempus 
reges Francorum vocabantur Theutonici , unde historias 
male intelligentes, quando legitur: Signertus rex Francorum 
fundavit monasteriura S. Galli vel Dagobertus episcopatum 
Argentinensem et bis similia, putant, quod reges Francorum 10 
nacione fuerint Gallici, quod non est verum, quia in hereditatis 
divisione facta iu loco nuncupato Dungeth, qui est iuxta 
civitatem Viriduna, anno incarnacionis domini 843. hoc 
nomen „rex Francorum 44 Carolus quarto seu ultimo genitus 
et sui heredes sortitus est, quia Pippinus secundo genitus 15 
obiit 838. Sed Ludovicus tercio natus non Homanorum 
neque Francorum vocari deberet, sed rex Bavarorum et ob 
hoc, quia utroque regio nomine, quod sibi ex paterna suc- 
cessione competere debuerat , caruit. Ideo in substancia 
sibi refusum fuit; obtinuit enim hereditarie* successionis 2° 

Joe. Ph. Berg. Germania m usque ad Rheni fluenta et quiequid trana Rhenum genitor 

/. xi f. 88». poggedit, id est totam Bavariam, a qua rex Bavarie dictus 

est, Carinthiam, Carniolam, Stiriam, Austriam, Moraviam, 

Bulgariam , Misnam , Hassiam , Thuringiam , Saxoniam et 

Otto Fris. y Selandriam usque ad mare Lubicense. Exhinc duo regna diviso 25 

Chr. C, 35. regno in Orientale! quod Ludovicus, et occidentale, quod Carolus 

habuit, et i 1 1 u d adhuc Francorum vocatur, eo quod istud Romanorum 

VI, 2, appellatum invenitur. Porro h i c Ludovicus senior, orientalis Francie 
rex f ad versus Sclavos multa fortiter bella c o n gessit captumque prineipem 

VI, 6. [F. 9VJ eorum Bastum luminibus privavit. Anno ab incarnacione 874. 30 
Ludovicus suavissimus imperator diem ultimum clausit. Eodem anno 
Carolus Calv u s senior, rex occidentalis Francie, Bomam veniens peeunia, 
ut diciiur, Imperium obtinuit. Non multo post noster Ludovicus 
senior, frater eius, orientalis rex, apud Francofurt diem obiit tres filios 
relinquens, Karolomannum, Ludovicum e t Carolum. Verum Ludovicus, 35 
qui patris exequiis interfuerat, orientalium rex a prineipibus iam creatus 
regnare cep i t. Audiens autem patruum suum Carolum imperatorem 
fines regni intrasse missa legacione regno eum cedere monet. Quo non 
acquiescente collecto milite non multo post non longe ab Andrenaco 
iuxta Rhenum pugna conseritur, fusisque ex utraque parte multis tandem 40 
Carolus terga vertere compeUitur. Ludovici vero filii convencione facta 
regnum paternum dividunt, et Karolomannus Bavariam, Pannoniam, 
Carentanum, Boemiam, Moraviam, Ludovicus orientalem Franciam, Turin- 
giam, Saxoniam, Fresiam, Lothoringiam, Carolus Alemanniam et quasdam 
civitates Lotharingie propter vini copiam aeeepit. 45 

• heriditarie Hs . 

n Pnnol" 1 Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 105 — 

Cap. 8. 

De Oarolomanno rege Bavarorum, filio Ludovici 
regis orientalis Francie. 

Carolomannus Ludovici regia orientalis Francie filius in 9"° ^* 8 *» 
5 divißione paterni regni, ut iam dictum est, Bavariam, Pannoniam, » " 

CarentaDom *, Boemiam et Moraviam accepit. Cuius fratres Lodo- & 
vicus rex orientalis Francie et Carolus Imperator erant. Hie Carolo- 7 - 
mannus rex Bavarie post multoe triamphoe, quos [F. 92] sab patre 
et poat patrem peregerat regnique terminoa plurimum dilataverat, para- 
lisi* diseolutus moritur anno Christi 880. 11. Kai. Aprilis 01 . 
10 Hie dilexit Otingam vicum Bavarie, ubi et sedem regni eonstituit Khran 68. 
et regio eultu sepultus dinoscitur, relinquens filium ex nobili femina Otto l. c. 
nomine Lintsvinda, sed non legittima, quem de B. Arnolfi nomine tarn- üiwi /. c. 
quam origine Arnolfum voeaverat. Hie est Arnolfus, cui postmodum Otto L c. 
monarchia cessit 

15 d Epitavium. 

Anno domini 880. Kai. Aprilis 11. Kurolomannus rex 
Baioariorum obiit, filius Ludovici regis orientalis Francie 
ac nepos Ludovici Pii imperatoris, fundator huius ecclesie 
hie sepultus. 

20 Ita deberet poni in Otinga 2 . 

Hie Karolomannus ex uxore sua legitima Hildegunda 
filia regis Portugalie et Granate genuit Arnolphum 8 im- 
peratorem legitimum filium, que fuit soror Aldburgis uxoris 
Karoli imperatoris iunioris seu tereii. 

25 Cap. 9. 

De Ludovico fratre eius, rege orientalis Francie 
et postea rege Bavarorum. 

Ludovicus rex Francie orientalis morte fratris sui Carolomanni Otto. Fris.^ 
regis Bavarorum comperta Ratisponam Bavarie metropolim adiit Ohr. VI, 7. 
30 et omnes terre iüius optimates dicioni sue subiecit Arnolfö quoque 
ducatum Carentani cum Castro Moseburc tradidit Ea tempestate Nort- 8. 
manni Ludovici regnum per Wal fluvium ingressiNoviomagense® palacium 

a Carentanam Hs. *> parali Hs. c das Datum ist später an den 
Band geschrieben. <* van hier an ist der Sehluss des Kapitels mit blasserer 
35 Tinte an den unteren Band von Bl. 9V geschrieben. © navigio Magense 
Hs. (wie Hs. 3 der Quelle). 

1 lieber dm Todestag vgl Bernli. Sepp, Aelteste Geschichte von 
Altötting S. 40. 

* Vgl. hiexu Simonsfeld, Beiträge zur bayerischen und Münchener 
40 Geschichte, in den Sitzungsberichten d. pkUos.-philol u. d. hist. Klasse d. 

k. b. Akad d. Wies. 1896, S.259f. 

* Widerspruch mit oben Z. 11. Quelle dieses Abschnittes ? Vgl. auch 
unten S. 106, Anm. 1. 



C^nr%n\< x Original frorm 

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— 106 — 

concreinant ac inde per circumquaque diffusi Coloniam, Bunnam, Aquis 
cum adiacentibus regionibus , castellis et vicis devastant. Inter hec 
Ludovicus rex Francofurt diem obiit et monasterio Laureacensi iuxta 
patrem humatur. 

Cap. 10. 5 

De Carolo imperatore, post mortem amborum 
fratrum rege Bavarorum. 
Otto Frü.i Carolus III. imperator , qui in divisione Alemanniam , id est 

Chr. F/,&s U eviam, tantum aceeperat, tarn Bavariam quam totam Franciam 
Andrm ss orientalem mortuo Ludovico fratre obtinuit. io 

Hnius* uxor fuit Aldburgis filia regis Portugalie et 
Granate, ut patet ex historia Saxonum et libro, ubi gesta 
Karolorum describuntur x . 
^° k7 '%' Deinceps Ludovicus Caroli [F. 92'] occidentalis regis nati 

Chr. VI 8. gjj ug mor j eng ac ^ monasterio S. Dyonisii humatus fratrem suum 

Carolomannum heredem regni reliquit, qui non multo post in venatu Io 
aprorum percussus diem obiit Occidentales ergo Franci principibus 
amissis Garolum imperatoreni, qui tunc Bolus ex stirpe Karolorum superesse 
videbatur, ultro in vi tan t eique venienti subiciuntur, unde multa et varia 
9. cum Nortmannis gessit prelia. Et mirum dictu : imperatorem» qui post 
Garolum Magnum inter omnes Francorum reges maxime fuit potestatis,^ 
in brevi ad tantam tenuitatem devenisse cerneree, ut panis quoque egens 
ab Arnolfo iam rege facto stipendia miserabiliter exigeret et gratanter 
susciperet. Rex iste,qui in divisione orientalis regni minimam portionem 
aceeperat, ad tantum crevit, ut tarn oeeidentalia quam Orientalin 
Francorum regna cum Romano suseeperitb imperio, ad tantam post- 25 
remo deieccionem venit, ut panis quoque egeret. Fertur tarnen de 
hoc Carolo, quod ebristianissimus fuerit, unde hec ei circa finem tentacio 
ad probacionero evenisse creditur. Sequenti tarnen anno, ex quo regno 
pulsus est, diem obiit ac in monasterio Augiensi humatus est. Et SIC 
predicti tres fratres sibi invicem in Bavaria successerunt. 30 

Cap. 11. 

De duce Arnolfo, qui defunetis patruis non 

solum ducatum Bavaric, quin ymmo regnum 

orientalis Francie et imperium obtinuit 

Otto Fr is^ Arnolfus filius Carolomanni regis Bavarie patre de- 35 

Chr. VI, 7. funeto a fratrueli Ludovico rege orientalis Francie dumtaxat 
ducatum Carentani cum Castro [F. 93] Moseburc, sed demum eciam 
9. Bavariam aeeepit Anno ab incarnacione domini 889.*, cum Carolus 

* Huius — describuntur mit blasserer Tinte am unteren Rand von 
Ä 92. b auseepit He. 40 

1 Diese Quellen, mlche auch den Abschnitt oben S. 105, Z. 21 ff. 
geliefert zu haben scheinen , sind rätselhaft. 

* Die Quelle: 887. 

.. Prvnnlp Original frorn 

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— 107 — 

imperator cum * corpore et animo egrotare cepisset, principe» regni apud 
Triburias circa transitum S. Martini Arnolfum Carolomanni filium ad 
regnum trahunt. Exhinc confuse regnatum usque ad Ottonem invenitur. 
Carolo enim mortuo, qni per 6 annoe imperaverat et septimum private 
5 vixerat, imperium multis modis scinditur singulis provinciis singuloe 
reges creare cupientibus. Arnolfo tarnen pars maxima cessit. Igituritf. 
Itali super se reges statuunt, Porro Arnolfus totam orientalem Franeiam, //. 
que modo theutonicum regnum vocatur, id est Baioariam, Sueviam, 
Saxoniam, Thuringiam, Fresiam et Lothoringiam rexit, occidentalem t> 

10 vero Odo Buberti filius, vir fortis, ex eins auctoritate habuit, quiiö. 11. 10. 
multa prelia contra Nortmannos viriliter gessit. Hie Arnolfus primoJoi- Ph. Bery. 
qaidem sumptis armis strennue Maguncios debellavit Non inulto post 9I v - ^ tto ll - 
Arnolfo in Baioaria ad compescendos ticlavos morante Nortmanni regnum 
eins Lothoringiam ingressi principe©, qui eis oecurrerant, eesis multis 

lofugant, episcopatus et monasteria devastant, episeopos unacum clero^u^*; Andr. 
et religiosis omnibus necarunt. Quod audiens Arnolfus iegum<?4. 
Europe famosissimus collecto milite, condueto exercitu in fines oeeiden- ^™°* "j^y 
talium FraDcorum, ubi hostes consederant, devenit Tunc ceteris omnibus tÄ0# tm( ' 
pre multitudine nimia paganorum et ob pedestre [F. 93* ] bellum Francis 

20 eatenns insolitum desperantibus rex solus in regem regum spem suam 
ponens et exhortadonibus validis ad ulciscendum Christianorum sanguinem 
incitans milites, ipse vexülum anteferens preliari cepit, et mox gracia dei 
victoria Christianis cessit, ita ut amnis alveus, cui insederant et antea 
illis pro muro fuerat, tunc cadaveribus intereeptus universis stupentibus 

25 siecus appareret. Tanta enim eos virtute stravit, ut paucissimi fuga lapsi Otto l. c. 
ad classem repedantes, ut solam vitam servarent. In eo prelio duo Nort- Fund. 
mannorum reges cesi sunt, Sigefridus et Godefridus, neenon regia signa 
16 ablata sunt et in Bavariam pro testimonio transmissa. Tunc quoque 
rex cum omni exercitu ad letanias procedens laudes magnificas deo cele- 

SObrari preeepit, qui talem suis tribuit triumphum, ut de parte Christianorum 
uno occiso mille de paganis interirent. Tunc iugum Nortmannorum 
et Dacorum cessare cepit, qui 40 annis Galliam vastaverant. Arnolfus Joe. Pfc. Berg. 
vero victor in Bavariam revertitur. h§*n\ 11 

Anno ab incarnacione domini 894. Arnolfus rex compositis omnibus q^ / °' J9 * 

35bene in Germania Longobardiam cum exercitu ingreditur captaque for- 
tisaima civitate Bergamo comitem e i u s Ambrosium in patibulo suspendit. 
Quo facto omnes Italic urbes timore perculse amplius rebellare non 
audentee nitro se sue ditioni subdidere. Rex quoque usque progressus 
per montem Jovis in Galliam rediens Wormacie [F. 94 J conventum 

40celebrat ac in vicino eius urbis Lauricensium monasterio Ludovico 
Bosonis filio quasdam civitates et pagos iuxta montana concessit. Rex 
nusum conventum Wormacie celebrans Zuendebaldo filio suo cum volun- 
tate prineipum regnum Lotharingie tradidit, Odoque rex Francie cum 
multis muneribus eum adiit. Qui honorifice suseeptus omnibus, pro 

45quibus venerat! impetratis revertitur. 

Anno ab incarnacione domini 89 6. \ anno vero regni sui 7., IS. 
Arnolfus rex victoriosissimus rogatu Formosi pape, qui gravem a civibus 
perseeucionem paciebatur y Italiam seeundo ingressus ad urbem usque 

» so Hs. b ocddentale Ha. 
50 ' Die Quelle: 894. 



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— 108 — 

progreditur. Qua annis oapta a prefato pontifice coronatur, iuxta 

quoedam imperatoris et Augusti nomen sortitar. Hie eos, qui adversus 

pontificem sedicionem morerant, decollari preeepit Rererso ab urbe 

Arnolfo Lambertus, qui imperium invaserat, moritur et Ludoricus Bosonis 

Otto I.e. llu.ßüu* a Longobardis ad imperium invitatur. Hie pre eeteris regni sui 6 

Fund. L c. locis Ratisponam Baioarie roetropolim summe dilexit, unde et muros 

eins ampliavit, etiam ob honorem precioei dei martyris Emmerammi 

monaaterium dieti martyris plurimis ornameutis adornavit et largis 

Fund. I. c. poasessionibus locupletavit. Hie cum triumpho de Gallia a cede Nort- 

mannorum victor in Bavariam rediens de Parisius 1 ossa 8. Dyonisii 10 
Ariopagite seeum tulit, que, quamdiu ineolomis vixit, seeum retinuit 
[F. 94'] Tandem mortem sibi imminere seneiens S. Dyonisii ossa dicto 
Andr. 34. monasterio perpetuo servanda tradidit unaeum evangeliorum libro, qui 
sie auro ab extra ornatus est gemmisque preciosis, intus vero litteris 
aureis scriptae, per singulas margines omnium foliorum singulas haben« 15 
mirandas picturas, quod vix similis sibi reperiri possit. 

Ebran 73. Hie, ut quidaiü ferunt, episeopatum ßrixinensem fundavit et 

72. archiepiscopatui Salezburgensi plura predia donavit. Insuper Sclavoe* 

Otto Fris.> edomuit. Anno 12. Arnolfi ipse intoxicatur a Widone rege 

Ckron. vi, w. famiiian imperatoris corrupto peeunia multa et dormivit 20 

per triduum non seneiens. Wido a deo igitnr percussüs obiit. 

Ebran 73. Imperator vero in egritudine satis forti permansit scaturientibus 

pedieulis de corpore, qui a nullo medieo minui poterant. Sic felix 

Andr. 35. prelio ita infelix morbo periit — et nonnulli inde venefieii et male- 

ficii eriminati puniti sunt — anno domini 906. Id. Decembris25 
Otto Fris., et in loco Ödingas iuxta patrem sepelitur. Monstratur tarnen sepulehrum 
Ohr. VI, 13. eius in ehoro dieti monasterii 8. Emmerammi apud summum altare. 
An *w* j 5 ;Poterat tarnen esse, ut ibi humatus fuerat et postmodum transferretur. 
Olli* Cuius anniversarius ibidem agitur 5. Kai. Deoembris 4 , id est in die 
Andr 35 ®* Virgilii t episcopi, 'concluditurque officium pro defunetis cum antipbona 30 
subscripta: Fidelis Cesar beatis reliquiis potiri gaudens aput illas 
ipse sepeliri preelegit Dyonisii se sperans [F. 95] subeidio et tutela 
fuleiri. Unde et desiderium est impletum huius viri. Hie est ille 
Arnollus, qui ad Macbarii ferbuit eultum, quem et dilexit multum. 
Hie est enim ille Araolfus, qui ei, quem vivens colli it, tandem abesse 3r> 
mortuus noluit, martiri Christi glorioso, quem in celis eoronatum 
novit lapide precioso. 

Hic Arnolfu& nepos Caroli III. ex fratre duos filios 
genuit, Zuendebaldum regem Lothoringie non ex coniuge et 
Ludovicum, qui sibi in regno successit, ex Uta uxore. 4o 
Ducavit autem in Bavaria annis 22 et mortuus est in 
Otinga. 

1 Nach der im folgenden Kap. benutzten Translatio & Dwngsit. 

' Die Quelle (Ebran): die Winden. 

a Neues Archiv XXIV, 700. 

4 Vgl. meine Anm. 2 xu Andr. 35. 45 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 109 — 

Cap. 12. 

Quomodo reliquie S. Uyonisii in Katisponam 

venerint. 

Quomodo autem et qualiter preciosissiuie reliquie S. Dyo- 
5 nisii ex Galliis Eatisponam venerint , subsequens docet 
hystoria 1 , quam ex monasterii predicti S. Emmerammi ceno- 
bitis percepi 2 . Que sequitur et est talis : 

Arnolfo igitur imperatore, filio Karlomanni regia Bavarie, regnante TransL 
miracula ac signa S. Emmerammi martyris, qui in urbe Ratispona S. Dion. 311. 

10 eorporaliter requiescit, adeo ubique et maxime infra circumiacentes « 
provincie terminos divulgabantur, ut non solum principes atque opti- 
males Germanie illius exquircrent patrocinia, verum eciam idem imperator 
pre omnibus regni sui locis venerabilibus amaret et efflagitaret eiusdem 
martyris beneficia. Idcirco ex parte contigit, ut contiguum S. Emme- 

15 rammi monasterium oracionis causa frequentaret patrocinioque eius se 
in omnibus commendaret. Et quia toto corde precibus eius se commen- 
davit, erat proficiens et succrescens ac, quocunque se verterat, superavit. 
[F. 95'] Factum est autem, ut idem imperator in occidentalia regna 
Gallie cum exercitu pergeret et superatis omnibus inimicis, contra quos 

20 bellum ceperat, ad urbem Parisius veniret ibique prope eandem urbem 
in herbidis locis, quia tempus estivum erat, tentoria figens aliquamdiu 
resideret. Interea vero, cum ibidem moraretur et de diversis provincie 
ipsiua rebus atque locis ^ familiarissimos suos alloqueretur, cepit eciam 
cum .eis consilium agere, quomodo alicuius sancti corpus, maxime 

25 8. Dyonisii, exinde posset acquirere. Tunc unoquoque pro viribus suis 

respondente clericus quidam persone et scientie celebris nomine Gisilpertus, 342. 

qui regi erat fidissimus quique eadem regione extitit oriundiis, huiusmodi 

verba est locutus : Si consilium meum audire et probare, o cesar, dignaris, 

spero me opitulante deo tuis satisfacere votis. Publice ergo simula 

30 temet nimis ofiensum erga me, sed clam auri copiam mihi trade. Cumque 
hoc fuerit factum, fugiam quasi a te expulsus ad S. Dyonisii mona- 
sterium et, quibuscunque modis valebo, vota tua ibi explebo. Hec 
igitur simulacio idcirco excogitata, ut rei ipsius suspicio omnis videretur 
ablata, regi placuit. Deinde clericus clam accepto auro velut expulsus 

35 nimiumque tristis fugit et offensum sibi regem omnimodo indicans ad 
cenobii supradicti abbatem venit. A quo benigne susceptus exponit sui 
causam adventus; pariter suppliciter rogat, ut pro dei amore suaque 
oblacione, si quam [F. 96] forsitan illo dignam possit presentare, tarn 
ipse quam congrcgacio sibi subdita pro se dignaretur orare: Nihil est, 

40 * so Hs. »» fehlt Hs. 

1 Diese Quelle ist die von L. von Heinemann entdeckte und im 
Neuen Archiv XV, 331-361 herausgegebene älteste Translatio des hl. Dio- 
nysius. 

7 Dieser Ausdruck ist zweifellos nicht so xu verstehen , dass es 

Ihsich um eine mündliche Mitteilung der Mönche handelte, sondern Arnpeck 

wird den Text der Translatio in irgend einer Niederschrift erhalten hüben. 

Ob bei persönlicher Anwesenheit in St. Emmeram oder nicht, getit aus 

den obigen Worten nicht hervor. 



C^f\f\Ct\{* Original frorm 

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- 110 — 

inquiens, quod f ut credo,' denegetur oracionibus vestris, utpote» qui 
tanto patrocinio illo equidem sanctissimo Dyonisio suffulti estis. Quam- 
obrem quia non vacua manu vobis pro me orantibus apparebo, apud 
eundem patronum vestrum b pro me affectu sincero et vos precor inter- 
cedite et mihi id ipsum facere locum et tempus hie commorandi prostate. 5 
Hec et his similia clerico proferente ostendit abbati pondus ingens auri 
dicens so promisisse 8. Dyonisio idem aurum offerre. Videns autem 
abbas tantum auri nimium letus efficitur et omnia, que peeiit clericus, 
pollicebatur. Mox velut hospes gratissimus susetpitur et cum omni 
humilitate ibidem per triduum hospitatur nemine versuciam ülius suspi- 10 
cante. Post hec bumiliter postulat ostendi sibi locum, in quo ponat 
aurum, quod soli S. Dyonisio fuerit promissum. Quam peticionem 
abbas, quia satis avidus erat auri, libentissime suseipiens eum ad 
S. Dyonisii sepulchrum dnxit. Ceterum clericus versucia plenus ex- 
plorandi gracia, an ipsius saneti seu alten u 8 sepulchrum idem foret, 15 
diueius perquirens abbate vero econtra affirmante aurum tunc demum 
imposuit et oracione facta unacum abbate discessit. Deinde eciam, ut 
in eunetis apeior existeret, precio dato refeccionem sumptuosam monachis 
iexhibens privatim et communiter eorum se oracionibus commendavit 
pseque simul oracioni continuoe [F.96 1 ] vacare simulavit, adeo ut 20 
eciam in nocte tercia adventus sui, quam furto sacratissimo iam opor- 
tunam esse credebat, quasi pro oracionis furtive gracia lioenciam peteret 
unacum custodibus noctu commorandi in ecclesia. Quod dum facile 
impetraret, utpote qui in nullo suspectus videbatur, potus copiam tarn- 
34H. quam caritatis occasione custodibus attulit et exhortans ülos satis biberc 25 
aliquamdiu cum eis resedit, Custodes vero id, quod petebatur, liben- 
tissime executi et inebriati et ebrietate magna resoluti sopore, utfieri 
solet ebriis, gravissimo deprimuntur. Postquam clericus inspectione 
studiosa hec persensit, mox vota sua prosperari credens primum quidem 
ad ianuam , que claustri parte monachis specialem introitum prebet, 30 
properavit eamque cautissime pessulo seu vecte clausit. Deinde intro- 
ducens viros duos totidem peras gestautes in ecclesiam cum eis vadit 
ad locum sibi satis premonstratum. Tum vero fodiendi sumptu aperientes 
tumulum beatissimi Dyonisii ossa abstulerunt et dexteram quidem in 
unam, sinistram partem ossium eorundem in alteram peram ponentes 35 
eicius ab ecclesia exierunt sieque cum eisdem onerati peris ad regem 
venerunt. At illc pro hac re nimium gaudens, deo gracia* agens mox 
eundem clericum assumpto secum sacratissimo furto ad urbem quandam 
dicionis sue preeepit celeriter proficisci ibique semet prestolari. Dum 
autem ad matutinas laude* monachi exurgere cepissent et ad ecclesiam 40 
more insolito [F. 97] obseratam intrare nequivissent, admirantes valde 
cueurrerunt et ex altera parte monasterii intraverunt Deinde non in- 
vento clerico confestim arbitrantes aliquas ecclesie res ab eo sublatas 
scrutati sunt solieite, quid contingeret deesse. Et perscrutantes omnia 
invenentnt sanetissimi patroni sui tumulum ablatis ossibus iam apertum. 45 
Mox omnis ille locus fletu planctuque repletur. Sed et res miranda 
atque horrenda illic monstrabatur; nam mox ut saneüssima eiusdem 
Dyonisii ossa exinde furto supradicto sunt ablata, omne illud monasteriitm 
tanta caligine tantisque tenebrosis nebulis per biduum tegebatur, ut vix 
alter alterum videre posset miserabilisque horror omnes cenobitas in- 50 

* utputo Hs. b nostrum Hs. <■* continue Hs. 



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— 111 — 

vaderet. Igitur Fubulo 1 abbas supradicti monasterii pro certo coniciens, 
a quo tale furtum patratum sit, venit ad Arnolfum imperatorem et 
supplicibus verbis oompulit eum dicens : Bedde nobis, oesar benignissime, 
que tibi de rebus nostris furtivo allata* sunt munere. Miserere nobis, 

5 clemen tissime regum, et redde, quem a clerico recepisti nequissimo, loci 
patrieque nostre patronum Dyonisium. Ad hec imperator quasi permotus 
de obiecta furti culpa respondit dicens nee se fateri neque negare velle #/ /. 
de his 9 pro quibus tarn procaciter iniuriaretur. Abbas vero diu eadem 
repetens verba et eadem a cesare aeeipiens responsa tandem obsecrare 

lücepit: Si hoc, inquiens, non merui impetrare, ut sanetissimi patroni 
nostri corpus tibi absque dubio allatum minime digneris [F. 97' ] re- 
donare, hanc saltim graciara nobiscum facias, ut nunquam fama publica 
innotescat, quia a loco noetro sit raptus et tibi allatus. Nam si publi- 
catum hoc fuerit, locus pröfecto noster destruetur. Unde tante com- 

löpaciens miserie locum nostrum noli prorsus destruere, sed ita leticic 
tue incremen ta contempera b , ut et nobis aliquam gaudendi spem relin- 
quas. Hec et bis similia abbate ad regem flebiliter loquente tandem 
imperator preeibus multimodis atque querimoniis illius ad misericordiam 
motus talia fertur verba protulisse : lam quidem non nego mihi delatum 

20 thesaurum preciosum, quem queritis, sed hoc nimirum, quoniam non 
reddo, sciatis. Peticionem autem illam, quam pro silenda patroni vestri 
direpeione protulistis, quantumeunque valeo, diebus vite mee adimplebo 
eunetis. Hec audiens abbas, licet non ad integrum! aliquatenus tarnen 
impetrans, pro quibus regem interpellavit, quasi letus a facie abscessit 

27) et obtinuisse se simulans, pro quibus veniebat, peris quibusdam cum 
honestate magna super equum compositia, tanquam in eis corpus patroni 
sui ablatum referret, redibat. Postea vero, ne vulgo veritas patefteret, 
evacuatum 8. Dyonisii monumenlum desuper contexit illudque omni- 
modo ita, ut prius erat, adornavit. Porro imperator peragratis Oallie 

30partibus, prout voluit, cum triumpho et gloria neenon cum muneribus 
maximis ad propria rediit secumque minus divulgata, ut promiserat, 
veneracione S. Dyonisii ossa ita ad extrema vite sue detinebat. Cum 
autem in Batisponensi urbe dilectissima, videlicet regni sui [F. 98] sede, 
positus infirmaretur, obtulit et eadem sepedicti Dyonisii ossa venerando 

:ioS. Emmerammo suamque coronam et pene omnia, que in libris au t 
ornamentis regalibus habere visus est, sicut et adhuc in eiusdem S. Emme- 
rammi cenobio probari potest. In quo, ut pretermittam alios plures 
libros manu benedoeta? scriptos aureisque litteris precapitulatos, unum 
illius plenarium detinetur tale, cuidifficile usquam inveniri possit equale. 

40 Sed et ipsius eiborium miro ac precioeo auri gemmarumque opere con- 
struetum adhuc ibidem reservatur. Ad ultimum etiam ideni imperator m$ m 
sepulture sue locum in ecclesia 8. Emmerammi disponens corporis et 
anime sue pignus eidem saneto committit. Inter hec mirandum et pro 
exemplo mortalibus eunetis predicandum, quod, cum plerique homines 

15 eobole propria carentes in hcredes alieno* predia diviciasque suas pocius 
quam in deum transmittant d , hie vero imperator eximius nee tili um 
suum nomine Ludovicum, quem regni sui successorem reliquit, in orna- 
mentis rebusque suis predictis divine hereditati pretulit. 

* illata Hs. *» fehlt Hs. c benedieta Hs. <* transmutant Hs. 

50 * &> statt Eubulo der Quelle ; vgl S. 112, Anm. L 



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— 112 — 

348. Anno ab incarnacione 1049. Reginwardus abbas cenobii B. Emm e- 
rammi a Gebehardo III. eiusdem nominier presule Ratisponensi 

349. licenciam petiit, ut in eccleaie dicti cenobii plaga oocidentali murus 
destrueretur, ut ibi edificium aliquod patrono tanto dignum adaptaretur. 

350. Licenciam , sicut petebatur, dedit, auxilium promisit. Cum ante 1115 
f ratres in hoc labore duas ebdomadas [F. 98'] eomplevissent, repente 
inter lapides destructos tres lapides quadrangulos scrtptos successi? e 
invenerunt. In quo r um primo scriptum erat: Emmerammus Aquitanus 
et Dyonisius Ariopagita bic requiescunt sub Arnolfo imperatore et Odone 

351. rege, scilicet Gallie. In secundo: Sub Fubulone 1 abbate monasterii 10 
S. Dyonisii Gisalpertus furatus est. In tercio vero: 5. Non. Julii 
furatus eet ; huc venit pridie Non. Decembris tempore Tutonis episcopi. 

350. Cumque scriptum hec b perfecta f uisset, omnes simul cenobite, acsi e 
celo foret missa, gaudebant et mane *facto deo gracias et laude* 

351. canebant Porro tante vetustatis erat omnium eorundem lapidum 15 
scriptura, ut absque dubio ante annorum multorum curricula, ut aduc 
probari potest, videatur facta. Cuiue nimirum scripture brevitati nihil 
defuit in hiß, in quibus aliquando dubitatum est de S. Dyoniaio, 
quoniam aut quiB fuerit aut unde aut sub quorum regum et episcopi 
tempore huc translatus fuerit, in ea cernitur. Sed et translacionis eiu8 20 

354. dies c apertissime in eadem aspicitur etc. Nee hie pretermittere 
reor, quod abbas Hildwinus in epistola sua hunc S. Dionisium 
in die passionis* 25 annorum fuisse testatur. 

Reliquie Dionisii per papam Leonera probata sunt. 

Frut.196. Anno dominice incarnacionis 1052. tercius Hainricus im-2f> 

perator Pannoniam secundo peeiit et inacte redit habens secum in 
comitatu Leonem 3 apoetolice sedis presulem. Qui papa veniens Ratis- 
ponam reliquias B. Dyonisii martiris, de quibus diu dubitatum est, an 
ibi h&- [ F. 99] beTentnr, preeentibus Parisiorum legatis perspexit ibique 
teneri probavit. Sanctum quoque Wolfgangum eiusdem urbis episcopum 30 
de tumulo levavit 8. d Idusd Octobris<* indeque cum imperatore Babenberg 
transiens privilegia eiusdem loci a cancellario suo Friderico, qui poetea 
sibi successit, perspici© et coram imperatore populoque pronunciari 
mandavit suaque auetoritate illa conftrmavit 

Cap. 13. 35 

Cornea de Sempta castrum Ebersperg construxit. 

Chr. Ebersb. Temporibus siquidem regia Bavarie Carolomanni genitoris 

post.4 4 . huius Arnolfi eesaris in norica regione fuit quidam comes poten- 

tissimus dictus Sighardus de Sempta. Eradicata nemoris parte 

" nomine Hs. b hac Hs. r diem Hs. & am Rund Hs. c prospici Hs. 40 

1 So statt Eubolone der Quelle. 

7 Christi. Die Quelle sagt: quando dominus et salvator noster 

crucifizuB est 

8 Quelle : Brunonem. Die Korrektur und der folgende (irrige) Band- 
xusatx wohl nach Andr* 46. 45 

4 Die überarbeitete Ebersberger Chronik. Von Oefele irrtümlich als 
antiquius bezeichnet ; gedr. in dessen SS. rer. boie. II, 4 ff. Im Auszug 
neu hrsg. in Jdon. Qerm. hist. 9 SS. XXV, 867 ff. Die oben gegebenen 
Seitmxiffern beziehen sich auf die Ausgabe ton Oefele. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 113 — 

castrum fundare cepit, cui nomen Ebersperg imposuit a quo dam 5. 
insolite magnitudinis apro, qui in eodem loco aliquamdiu latitavit. 
AroolfuB igitar oesar sepedictus, quia consanguineus dicti comitis 
erat et ipse rem auam sibi a rege commiasam strennue gubernabat, 
5 tnultiß prediis ditans novam sui caatri in Ebersperg plantacionem, quam 
tradicionem Annans scripture testamento regale sigillum habente. 

De morte eius et sepultura. 

Anno itaque dominice incarnacionis 906. Sighardus comes milee- 
que invietus moritur et Frisinge cum honore debito sepelitur. Oottrina 
lOeciam uxor sua paucis diebus postea evolutis obiit et cum marito suo 
Frisinge sepelitur. 

De fundacione capelie S. Sebastiani ibidem. 

Huius itaque Sighardi nepos, comes Eberhardus, inC 
castro suo Ebersperg per visionem quandam edoctus iuxta 

15dicta presbyteri Hunfredi capellani eeclesiam in modum crueis 
edificavit in nomine [F. 99*] S. Sebastiani anno dominice incar- 
nacionis 928. et ad divinum servicium plures manso* et 
predia dedit clericisque regularibus de ordine S. Augustini inibi 
adunatis Hunfridum virum prudentem multeque elegancie in prepositum 

20 ipsis prefecit. Idem ordo S. Augustini duravit in eodem loco usque 
ad annum incarnacionis Jesu Christi 990. Ab illo tempore comes Udalricus 
ex fratre nepos dicti Eberhardi introduxit ordinem 8. Benedicti, 
videlicet 990. Cuius filius comes Adelbero monastarium ampliavit^O. 
et divicii« et honore ditavit. 

25 Claustrum Ebersperg privilegiatur. 

Demum gloriosissimus imperator Hainricus III. comi tum Adel - 
beroois et fratris sui Eberhardi peticione, quia multum sibi familiäres 
erant et cari valde, claustrum in Ebersperg privilegio libertatis libere 
sablimavit. Insuper elecciooem liberriinam abbatis in Ebersperg fratribua 
30 ibidem imperpetuum cum carta sua et annulo confirmata contradidit 
et concessit. 

Hec de fundacione monasterii S. Sebastiani in Ebersperg 
modo sufficiant. 

Cap. 14. 

35 Opinio de filiis Arnolfi cesaris. 

Sane ut concludatur historia Arnolfi cesaris, ad ob-Gwtr. Ch>\ 
struendum ora obloquencium annectendum videtur, quod secun- 
dum quorundam opinionem licet suspectam 2 hie rex» Amolfus^-^ 

a mit blasserer Tinte hinzugefügt Hs. 

40 l Mon. Germ, hist., SS. XVII, 615. 

* Diese Kritik ist Arnpeck um so höher anzuschlagen, als seine 
Vorgänger in der bayerischen Chronistilc, Andreas (523), Ebran (77) und 
Füetrer (130), die Scheuerer Fabel übernommen hatten. Ebran xwar war, 
durch Ottos van Freismg abweichende Nachrieht stutzig gemacht worden 

46 entschied sich dann aber doch für die Scheyerer lieber lieferung. 

Quellen u. ErBrtcrungon, N. F. III. 8 

i r\*"Wil fc Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 114 — 

primus montem Schirensem Castro magno« et* firmo munivit huicque 
po8t b mortem patris sui existenti aduc tantum dux Bavarie 
matrimonio copulata fuerat filia regia Grecie Agnes nomine, ex qua duos 
filios genuit, Arnolfum duoem Noricorum [F. 100] et Werenherum 
alias Berchtoldum ° l com item, qui post obitum fratris sui5 
Arnoldi in Norico ducavit, ut infra dicetur. His duobus fratribus 
coniunete erant matrimonial iter duesorores, Agnes videlicet et Beatrix, 
filie cuiusdam regia <* in Hungaria nondum baptismo ablute sicut et 
tnnc omnes Hungari, sed aS.Udalrico Augustensi episcopo baptizate. 
Predictus autem imperator mortna matre eorum Agnete aliam dnxit 10 
Andr. 523. uxorem nomine Uta vel Odoa, ex qua aecundum quosdam Con- 
Conr. Chr. radum e t Ludovicum, qui sibi in regno successit, [genuit] <>. Cendebaldus 
Sckir. 620. quippe, cui in conventu Wormacie cum voluntate principum 
Lothoringiam donavit,non de coniuge ei natus est 2 . 

Hec autem opinio pro tauto erronea videtur, tum quia 15 
nulla autentica chronica 8 Arnolfum imperatorem duas uxores 
Andr. 523. habuisse narrat nee plures filios quam Ludevicum et seeundum 
quosdam 4 CJonradum genuisse preter Cendebaldum illegitimum, 
tum quia huius oppositum dicit Otto Frisingensis episcopus, 
arcium et sacre theologie magister Parisiensis celeberrimus 20 
ac prineeps sacri imperii famosus, in sua chronica IIb. 6. cap. 15., 
quod Leopoldus dux Baioarie fuerit pater Arnolfl ducia, tum quia 
Hungari reges nondum habuerunt, sed capitaneos 5 tantum, 
ut patet in chronica Hungarorum 6 Auguste impressa 7 . Ex 
his clare cernitur Schirenses comites non de Arnolfo rege, 25 
sed ex duce Leopoldo descendisse. 

Cap. 15. 
[F. 100*] De Leopoldo duce Baioarie. 
Otto Fris. Leopoldus dux Baioarie seeundum Ottonem episcopum 

Chr. vi, 15. Frisingensem preailegatum pat e r Amolfi ducis f u i t. H u n c 30 

*mit blasserer Tinte hinzugefügt Hs. *> post — Bavarie mit 
blasserer Tinte am Rand hinzugefügt Hs. « Berchtodum Hs. d im Text 
steht capitanei, am Rand regia. Letzteres Wort soll als Korrektur gelten, 
wie aus dem Folgenden ersichtlich ist. * Verbum fehlt Hs. Aus der 
Quelle Andr. ergänzt. 35 

1 Kremsm. 9. Vgl. unten S. 121, Z 21. 

* Vgl. oben S. 108, Z. 39. 

1 Somit betrachtet Arnpeck auch weder Konrad von Scheyern noch 
Andreas noch Ebran noch Fiietrer als Cbronicae autenticae. 

■* Vgl. Anm. 1 zu Andr. 523. Arnpeck stützt sich hierin wohl auf 40 
den auch im Folgenden als Autorität heratigezogenm Otto von Freising. 

* So auch unten IV, 3. 

6 Des Johann von Thurocx. Sie beginnt die Königsreihe mit 
Stephan l (997-1038). 

1 Ihre Schlusssefirift lautet: Serenissimorum Hungarie regum 45 
chronica . . . impressa Erhardi Ratdolt . . . industria . . . Auguste . . . 
anno . . . 1488 .... 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 115 — 

Hungari commisso com Baioariis hello 5. ducatus Stil anuo occidunt 
ac inde per regnum diffasi Alemaniam, Franciam, Saxoniam et Turingiam 
percurrunt. 

Hic Leopoldus Francus nobilissimus , consanguineus * 
5 Arnolfi cesaris, tanti apud eum precio fuit, ut ab eo vel 
eins filio ducatum Baioarie in feodum acciperet, et tante 
virtutis ac meriti apud celestem regem, ut pro patria fideque 
agonista fortissimus ac athleta dei electus a paganis in- 
fidelibus martirio coronari dignus fuit. Ex illo itaque prin- 
lOcipe clarissimo Schirenses comites mihi dubium non est 
descendisse. 

Cap. 16. 

De rege Ludovico duce Baioarie. 

e Otto Fns., 

Ludovicus Arnolfi cesaris filius in loco, qui dicitur Forcheim, Chr. VI, 14. 
15 rex creatas propter insultum Hungarorum anno domini 905. dux Kremsm. 8. 
Baioarie efficitur. Eodem anno Ludovicus Bosonis filius Imperium Otto Fris., I. c 
adeptus Berengariom expulit, dnmque toti*> italico regno pro arbitrii 
sui motu potiretur, dimisso milite cum paucis Veronam se eontulit, ubi 
a civibus traditus revocato Berengario, qui in Baioaria exulabat, captus 
20 est et luminibus orbatuB. [F. 101] Berengarius exbinc regnum Italic 
simul cum Romano imperio tenuit. 

Hec idcirco inserui, quia sunt, qui l dicunt regem 
Ludovicum Arnolfi cesaris filium Verone oculis privatum, 
quod veritati non consonat, sed suo tempore alius c Ludovicus 
25 Bosonis rex Italic fuit, ut iam dictum est. 

Porro Cendebaldus rex Lothoringie a Steffano, Gerhardo et Otto I.e. lt. 
Mathfrido comitibus publico bello necatus, sicque rex Ludovicus ei üb 
ex patre frater libere eius regno potitur. Hic Ludovicus orien- 
talis Francie rex, Arnolfi cesaris filius, Lucardem d filiam 

•iOLeutolfi ducis Saxonie, sororem Brunonis et Magni Ottonis 
ducum Saxonum, relictam quondam Griseberti ducis belgice 
Gallie, uxorem duxit, sed non diu postea vixit. Obüt autem 
sine berede anno domini 913., regni eius 12., ducatus vero 
Baioarie 7., Ratispone in medio cbori monasterii S. Emmerammi sepultus. Andr. 36. 

35 Ac in ipso fratreque suo Üendebaldo iuxta quosdam Carolorum genea- Otto l. r. AT. 
logia in orientali regno ad tempus defecit, cum 158 annis duravit. 
Unde quidam modernus 1 : Ultimus, ait, Augustorum Augustulus, ultimus 
Carolorum Cendebaldus fuit. 

• amicua am Rand Hs. b so Hs. c aliud Hs. d Lutgardam am 
40 Rand Hs. 

1 Joe. PkiL Berg. L XL, f. 92, Ändr. 35 und Ebran 7:>. 
- Diesen Ausdruck gebraucht Otto von Freising. 

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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



116 



Cap. 17. 

De libera eleccione ecclesieFrisingensis et tradicione 
Veringe per hunc regem Ludovicum. 

Cod. trad. Hie inserendttm videtur, qualiter S. Corbinianus Frisingensis 

Fri * 1 ' ecclesie primus episcopus, apOStolice sedis legatUS, [F. 10V] apud 5 
reges Francorum suo interventu impetraverat plebi et familie sue 
licenciam inter se eligendi episcopos poat sue evocacionis tempus et 
huius eleccionis securitatem scripto regalium preceptorum firmari rogavit 
suamque peticionem p e r eos obtinere promeruit. Similique modo omnes 
pastores eiusdem sedis secundum ordinem penes antecessores prefatHO 
regis Ludorici eandem eleccionis securitatem usque ad Baitonis pre- 
sulis Frisingensis tempora obtinuerunt. Cuius diebus casu acciditi 
ut domus sua inibi in honore domini et sanctorum eius constructa 
ignium succensione combureretur eisdem supra dictis preceptis seu 
pri vilegiis pariter combustis. Hia itaque, heu, peractis pref atus Balte la 
dicte sedis pontifex a sepedicto rege Ludovico, ut eiusdem epi- 
scopatus plebs et familia deinceps securam habeant potestatem inter ee 
eligendi episcopum, impetravit. 

Porro 9 prelibatus Balto reverendus sancte Frisingensis presul 
Ludovici regis adiit mansuetudinem damnum combustionis, quod^O 
ecclesie noviter acciderat, conquerendo obnixe supplicans, ut aliquid 
consolacionis supplementum ad restauracionem eiusdem ecclesie sibi 
largiretur. Ad quod gratuita benignitate querimonie illius pro Christi 
amore et sancte genitricis sue semper virginis Marie compaciens curtem 
quandam Veringam nuncupatam cum omnibus pertinenciis [F. 102] 2b 
auctoritate regia ad prefatam ecclesiam nomine« sancte dei genitricis 
Marie dedicatam. ubi electus dei confessor Corbinianus corpore requiescit 
tradidit. Quam tradicionem precepto regio firmavit anno dominice 
incarnacionis 902. 

Cap. 18. 30 

De Burchardo duce Baioarie et de rege Conrado 
similiter duce Baioarie, qui expulit ArnoJdum. 

Kremsm. 8. Burchardus dux Baioarie Lud ovico regi succedens eodem anno, 

Otto Frü., quo ducare cepit, occiditur. Cui illico successit Conradus filius 

Chr. VI, 16. Conradi, quem com es Albertus de Babenberga occiderat. Hie anno 35 

Christi 913. consilio ducis Ottonis consensu omnium orientalis Francie 

rex creatur. Anno regni eius primoHungari ad depopulandam terram 

rursum effusi a Buevis et Baionriis inxta Enum fluvium sternuntur. 

» fehlt Es. 

1 Arnpeck* Abschrift des Conradus Sacrista (Us. in Wolfenbüttel), 40 
Bl. 233. Mühlbacher, Begestm P, Nr. 2032. 

* Arnpecks Abschrift des Conradtts Sacrista, Bl. 234'. Mühlbacher, 
Regesten P, Nr. 2015. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 117 — 

Porro Arnoida« alias Arnolfus Baioariorum dux aspirans ad regnum«. Tod. Sehir. 
cum aliis principibus pluribus regi Conrado rebellans a Conrado pulsus*^'* 
com uxore ac filiu ad Hungaroe fuga elapsus est ibique usque ad obitum Otto l. c. 
prefati regis Conradi permansit HlC Conrad US sicut et alias Andr. 36. 
5 provincias regoi orientalis Francie Baioariam rexit. Regni Otto l. c. 
aotem sni anno 7. vita pariter et regno perfunctus est anno ab in- 
carnacione domini [F. 102*] 920. 

Cap. 19. 

De impio Arnoldo Baioarie duce. 

10 Arnoldus, sed secundum alios Arnolfus, dux Baioariorum, Tab.SchirJ90. 

niorte Conradi regis comperta, qui sine berede decessit, cum uxore Aftdr.* 36. 
et filiis ex Hungaria in patriam revertitur, cum honore a Baioariis 
suscipitur nee solum suscipitur, sed eciam, ut rex fiat, vehementer ab 
eis exoratur. Electus' autem rex Heinricus cum inter omnes regni 

15 prineipes sibi obtemperantes Arnolfum solum resistere cerneret 9 collecto 
exereitu prevalido Baioariam tetendit* eumque iuxta quosdam in presidio 
urbis Ratisponensis obeedit Quod ille cernens seque regi resistere 
non posse perpendens portia apertis egressus est ad regem seque cum 
omni ducatu suo ipsi tradens a rege honorifice suseeptus et ab eo 

20 amicus appellatus est Quidam vero scribunt, quod Arnolfus adventum 
legis non expeetavit in ßaioaria, sed collect is copiis, quibus*> potuiti 
obviam ei ad pugnam processit. Cumque iam parat i eesent, ut bellum 
inirent, rexHainricus vir prudens et ttmens deum cogitans ex utraque 
parte damnum irreparabile posse aeeidere Arnolfo, ut solus cum solo 

25 loquatur, denunciat. Heinricus ergo sermone prudenti Arnolfum alloquens 
increpat, cur dei ordinaciöni resistere velit, cum se ab omni populo 
electum sciat, quod nisi deo disponente [F. 103 ] non fleret, af Annans, 
quia, si populus eque eum eligat, et ipse primus in eius eleccionem 
adclamaret. Hie verbis Arnolfus devict us ad suos rediit regis sermones 

30 eis insinuans. Qui de consensu suorum eleccioni Heinrici assensiti 

ea tarnen coodicione, ut ei feodum omni um episcoporum concederet, Tab.Schir.190. 
scilicet ut tocius Bavarie pontifices sue potestati subiacerent, uno quoque Andr. 36. 
defuneto alterum ordinäre seu eligere liceret. Tunc enim ut antiquo Tab.Schir.190. 
more* episcopi suas investituras ab imperatore vel rege reeipiebant. 

35 Arnolfus igitur miles Heinrici regis efficitur et ab eo, ut iam dictum Andr. 36. 
est, conce&sis tocius Bavarie pontifieibus et prelatis honoratur anno 
Christi 921. 

* tendit f&. *> quas potuit quibus so Hs. 

1 Als Quelle erscheint mitbenutzt die sog. Scheyerer Fürsteiäafcl ; 
40 hier zitiert nach der Ausgabe im Ober bayerischen Archiv 11, 188 ff. Ueber 
andere Drucke der Fürstentafel vgl. meine Ausgabe der Sämtlichen Werke 
des Andreas von Regensburg, S. LXXXIV. 

* Nach Frutolf den Arnpeck im folgenden 3. Abschnitt unmittelbar 
benutzte. 

45 • Aus der Tab. Schir. 190. 

4 Wohl nach der Fund. Teg. 495: regio iure iuxta antiquum. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 118 — 

Eodem anno * Arnoldus dux Baioarie in Bohemiam cum 
exercitu vadit. 
Otto Fris>, Ea tempe State, dum is primo regnare moliretur, B. Udalrico 

G,i *' Yh Jß m m Augustensi episcopo, ut in libro geatorum eius legitur*, duo gladii, 
And 37 ( i uorum a ' ter cäP^o carebat, in visu monstrati sunt, audivitque gladium 5 

Otto l c. cum ^P 11 ' r *tP m Heinricum , Arnolfum autem gladium sine capulo 
Frtd. 180 ; tan <l uam 8 " le capite et iusticia. Qui rex frustra fieri cupiens invasor 
Andr. 37. regni extitit. 

Incidencia. 
Frut. 184. Anno Christi 927. Burchardus dux Alemannia in Italia occiditur, 

790 # et Hermanno Alemania committitur, qui obiit anno Ohrist i 949. Pro 10 
quo Luitoldua filius regis Ottoni* dux constituitur K Hec inciden- 
taliter dicnntur. 

Kremsm. 9. [F. 103*] Anno domini 929. 8 Heinrieus rex et Arnoldus dux 

Baioarie Bohemos vincunt. 

Cf. Frut. 180, Hic Arnolfus tradita sibi auctoritate super ecclesias 15 

Tab. Schir. a rege Heinrico elatus nimis tantoque honore et privilegio 

19 °* indignus abusus est in suam perdicionem. Cum enira deberet 

esse defensor et protector, factus est offensor et destructor. 

Otto Fris., Nam eccIe8iafl et monasteria plura exactionabat nimis dure, 

Ohron. VI, 18. ymmo potenter ac crudeliter quodammodo destruebat adeo, Ut20 

Cf. Ebran 78. pleraque religiosorum cenobia inhabitabilia redderentur, e t 

0**° '• Ct poessessiones eorum suis militibusdistribuebat. Quam rem principes 

Ebran 78. unacum rege dissimulabant, quamvis bene starent, Sanctus 

tarnen Udalricus episcopus Augustensis ipeum ducem de hoc durius 

redarguebat, ex quo compater eius erat, sed parum profeeit. 25 

Quomodo dictus sit rex Italic. 
Joe. Ph.Bery. Item Hugo Aralatensis*> comes post Berengarium II. in Italia 

l. XI, f. 95.10 annis imperavit. Qui 921. imperio suseepto mox, qui ipsum in 
regnum voeaverant, suspectos habens multos illorum in exilium misit. 
Qui ad Arnoldum Baioariorum ducem accedentes tandem illum in 30 
Italiam duxerunt. Cum autem Veronam pervenisset, cives statim 
iotra urbis menia benignissime reeipientes Italie regem appellaverunt. 
Verum dictus Hugo in eum movens exercitum prelio oommisso 
hominem superavit et Veronam reeepit. Hec frater Jacobus Phi- 
lippus in supplemento cronicarum. 35 

[F. 104] De visione S. Üdalrici. 

Legitur insuper in libro, qui de vita S. Üdalrici in- 

VitaS. Udalr. scribitur: Dum ipse qua dam nocte membrac quieti aecomodaret, 

28*. 

a coDstuitur Hs. b so Hs. c metibra Hs. 

1 Vgl. unten Z. 13 und Awn. 3. 40 

2 So zitiert schon Frut., des Andr. Quelle. 

3 In der Quelle : 921. 

4 St. Ulrichs Leben, lateinisch beschrieben durch Berno von Reichcnau t 
h*g. von Schneller, S.28. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 119 — 

S. Affira martir facie pulchra, yeete decora, tunica succincta apparuit ei 
dicens: Surge et sequere mel Et Station eduxit illum in campum, qui 
ex nomine fiuminis ibidem decurrentis Lech feit dicilnr. Ubi S. Petrum 
apoetoloium principem velut in sinodali eolloquio sedentem invenit cum 
5 magna epkcoporam alioramque sanctorum multitudine, quo* vel olim 
in carne vidit vel tnne primum revelante sibi gracia divina cognoecere 
oepit: Ibi inter cetera, que tractabant », sicut olim in apocalipsi Johann is 
audita est vox animarum de suis interfectoribus : Vindica, domine, 
sanguinem noetruml 1 , ita tunc clamor sanctorum ortus est vindictam*> 
JOexpecta ncinm de Arnolfo duce Noricornm aduc vivente ob destruccionem 
eccleciarum atqne monasteriorum, quoram res distribuit in beneficia.29. 
laiconun ! Quapropter dictante omninm sentencia damnatus est pena. 

De restitucione Cainnine. 

Sane predium a 8. Corbiniano emptum et a monasterio in ipsiua Cod. trad. 

15 honore Frisin ge constrncto hactenus iniuate ablatum rogatu Wolframmi Frisr. 
▼ enerabilis episcopi Fristngensis Heinricus rex per sue auctoritatis 
preceptum in ius proprietatemque prefati monasterü [F. 104' ] Frisin- 
gensis remisit perpetualiter possidendum, hoc est Maies et Chorces 
et Chaines et quicquid ad hec iure legitimeque pertioere videtur, in 

20pago Venusta in comitatu Berchtoldi. Anno incarnacionis domini931. 

Id super 3 Berchtoldus dux et frater suus Arnolfus rogatu 

Wolframmi episcopi ;Friaingensis proprietatem beatissimi Christi con- 

fetsoris Corbiniani ad Maies et Ghorzes iniusta ab ecclesia eiusdem 

sancti ablatam in manne prescripti episcopi remis erunt. 

25 Cap. 20. 

De prediccione male mortis ArnoldK 

Porro prefatus Noricorum dux Arnolfus ab iniqua 
bonorum ecclesiarum usurpacione et dir traccione non cessans d , 
unde factum est, quod et quosdam redditusecclesie Augustensis 
•^indebite per quosdam occupavit. Quam ob rem beatus pontifex 
Udalricus compater suus ex divina revelacione inspiratus quadara 
die ad ducem dixit: Nisi ab iniuria mox cessaveris cum enienda, 
hoc in anno 4 morieris. Qui verba illa audiens indurato 

& so Hs. »» Vindica Hs. c et ducatu fratris eine Berchtoldi durch- 
35 strichen Hs. d so Hs. 

1 Die Quelle sagt nach interfectoribus: vindictam expetentibus. 
Arnpeek benutzt dafür den Wortlaut der von der Vita S. Udalr. berührten 
Bibelstelle (Apoc. 6, 10) : Usque quo, domine, . . . non vindicas sanguinem 
noetrum ? 
40 * Arnpeeks Abschrift des Conradiis Sacrista Bl. 237. Böhmer- 

Ottenthai, Regesta imperii H, 23. 

3 Abschrift des Gonradus Sacrista BL237. 

4 Die Tegernseer Quelle, deren Worte vorher entlehnt sind, sagt: 
altera die. Bei Andr. 526 heisst es: certnm tempus, deutsch 616: ein 

45 genante zeit, ebenso Ebran 78: ein genannte zeit und Füetr.131: und 
nannt im ainen tag. 



f^nrmL* Original frorm 

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— 120 — 

animo parvipendit *, sprevit et irrisit. Accidit, quod vir sanctus 
pro aliis suis negociis Ratisponam venit. Quod percipiens 
dux prefatus sedens in mensa cum nobilibus et familia sua 
Ratispoue ad cenam et crapulose edens et bibens et clero 
graviter detrahens ipsosque raultipliciter blasphemans sanus^ 
et letus insultando* [F. 105 ] viro dei precepit cuidam 
famulo dicens: Tolle nunc ciphum argenteum et duas can- 
nulas boni vini, defer Udalrico episcopo et dices : Hoc vinum 
et illum ciphum misit tibi dominus meus dux in precium 
ori tuo, ut bibat iocunde pro eo, quod non semper verum 10 
loquitur, sed falsitatem aliquando dixit mihi, nisi ab offensa 
sue ecclesie desisterem, infra annum obirem. Et ecce, ego 
letus persisto atque sanus vivo. Que verba nuncius, ut 
dux preceperat, retulit viro dei. Quibus auditis submisso 
vultu, quid responderet, parvam horam cogitavit, quia ab 15 
cius memoria elapsa erant illa verba. Et protinus se erigens 
et a nuncio requisivit: Quando vel ubi vel qualem reliquisti 
dominum tuum ducem? Respondit: In mensa eum reliqui 
sanum, et per omnia bene habuit. Inquit vir sanctus: Vade 
cito domum, quia ipsum mortuum invenies. Cumque nuncius 20 
veniret domum, ducem mortuum invenit et gesta et verba 
Fund. Teg. coram Omnibus retulit. Eadem itaque hora percussus a deo subito 

Rrem*m% «. d ' em obiTit » ut Y * r dei predixerat, suis exterritis et binc inde 
Füetr. 132. fugientibus, quia eadem hora für domum perfodit, sublatus in con- 

FundTey.49ö clavi tuoritur, spiritus infernum polluit, ossa solum subscriptum postcris25 
sui memoriale epitaphium relinquens: 

Virens pollebam faciens, quecunque volebam. 
En, nihüor sub humo. Sic erif> omois homo. 

Cf.Andr.526 Alii* tarnen dixerunt, quod dyabolus ibidem ipsum 

arri-/"F. 105'7piens in conspectu omnium strangulaverit. 30 
Mortuus igitur miserabiliter absque omni devocione et sacra- 
mentorum participacione, sicut bestialiter vixit quoad deum 

Cf. Tab.Schir. j n v jt aj j^ a periit miserrime, et animam eins miseram ad 
' castrum Schirense in arundinetum, quod ibi prope est, dimersit 8 . 
Quam eciam eiulantem seu ullulantem cum multitudine spiri- 85 
tuum malignorum, qui ibi tunc babitabant, homines asseruerunt 

• Somnia monachorum et fabulae am Rand Aveniinus. b et Hs 

1 Vgl. Andr. 526, Ebran 78 und Füetr. 131. 

• Andr. 526 : ipsa dio in monasterio S. Emmerammi existens subito 
coram suis a dyaboio est interemptus. Darnach Ebran und Füetrer. 40 

• Tab. Schir. 190 : und ward gefuret von dem teufel gen Scheyren 
in das rorach. Darnach die deutsche Chronik von Andechs, tcelche Arnpeek 
tonet ebenfalls benutzt hat. 



C^f\rtn\i x Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 121 — 

se huiusmodi eiulatus non semel audivisse. Sed propter eorum 
dominum ducem Werenherum vel verius Berchtoldum non 
andebant hoc in publicum diifamare, quam vis nihil tale 
possit manere ocultum. 

5 8epult08 itaqne primum magnifice Katispone in ecclesia Christi Atuir. 526 u. 

martiris S. Emmerammi. Porro demones horribilibus vocibus et ullu- Ebran 78 u. 
latibus monachos ibidem yehementer inquietabant dicentes et clamantes Fiietr. 132\ 
inter cetera: Date nobis corpus huius maledicti ducis, cuius 
animam ad tartara deferimus. Unde fratres coacti exhumarunt corpus 

10 ponentee sub ianua monasterii. Quod demones vehementer rapientes et 
in lacum Schirensem cum impetu in momento proiecerunt Quod 
sentencia multorum usque hodie affirraat. Nam et lacus 
ibidem aduc nomen a dyabolo habet vulgariter teufelsee \ 
[F.106] Acta sunt hec anno domini 937. Ducavit annis 15 Kremsm. ». 

isinfeliciter et ad minus reliquit duos filios, Arnolfum et 
Hermannum, comites Palatinos in Baioaria, et flliam nomine 
Lucka b , que copulata fuit Heinrico duci de Saxonia, fratri 
Ottonis Magni. 

Cap. 21. 
20 De duce Berchtoldo et termino Hb r i tercii. 

Berchtoldus vel Wernheru&c 9 fratri suo Arnoifo deinceps Kremsm. 9. 
in ducatu Baioarie successit. Quem tenuit annis 10 et diem obivit 
anno domini 948. 

d Hunc Berchtoldum Otto rex propter superbiam flliorum Cf. Frut. m, 
25 Arnoldi impii ducis, fratris, post mortem eins ducem fecerat 7 * 6, 
Bavarorum despondens ei filiam sororis sue Geberge, sororem 
üeinrici filii Giselberti ducis, secundi mariti Geberge. 

Hucusque Franci Baioariam rexerunt. Deinde usque 
ad ducem Welfonem Suevum videntur duces Baioarie a 
30 8axonibus orti. 

Considerare bic dei iudicia mundique volubilitatem eciam nolens Otto Fris. t 
compellor. Ecce res mundanas simul cum tempore rerumque potestates Chr. V, 36. 
volvi et revolvi cernimus, ne putaremus mundanas res vel potestates 
in aliqua mundi parte statum invenisse. Ita nimirum humane stabil i- 
35 tatlS exemplum maximum Francorum siquidem principes annis 

• monachorum fabulae am Band Aventinus. *> $o Us. ; Aventinus 
am Band: Judiths, c am Band der Hs. hinzugefügt. <* der folgende 
Abschnitt ist an den Band der Hs. gesehrieben mit Einfügungszeichen 
auf Jene Stelle. 

40 ' Letzterer ist hier hauptsächlich benützt. 

* Nach der Scheyerer Ueberlieferung und den von ihr abhängigen 
Quellen. Vgl. oben Ä 114, Z. 4. 

n Pftrtnf ■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 122 - 

experientisBimi, clarissimi duces Baioarie, finem lamentabilem 
consecuti. Nam in hoc Berchtoldo et fratre sao Arnoldo 
Impio dacatas eoram defecit, quam potentissimi fuerint. 
Attamen fiois posteris timorem incussit, quoniara, qualiter 
unusquisqtie est, taliter vivit, taliter loquitur, taliter moritur. r > 
Vivat itaque quisque, ut mori non formidet, ut bravium 
percipiat. 

Explicit liber tercius istius opusculi. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



[F.107 a ] Sequitur liber quartus huius opusculi 
de ducibus Bavarie ex Saxonia et Suevia ortis. 

Cap. 1. 

5Et primo de Hainrieo fratre Ottonis Magni et 
incidentaliter propter temporis ordinem de comite 
Razzone et eius fundacione. 

Hainricus dux Saxonum, Heinrici regis Teutonicorum, 
qui cognominabatur Aueeps, et sancte Mathildis fllius, factus 
10 est dux Bavarie a fratre suo rege Ottone I. constitutus, 
quia habuit uxorem nomine Luckam b 1 filiam Arnoldi ducis 
norici, ut c habetur cronica Saxonum, et ducavit in Bavaria 
post mortem ducis Berchtoldi annis 7. 

Item 950. multi Bavariorum occisi sunt ab Hungaris. 

15 Item 961. Otto rex Italiam per Bavaros subicit, et Hainricus Kremsm. 9. 

dux Bavarie Hungaros aggreditur. 

Ea tempestate Razzo' comes, vir nobilis et strennuus, Francus 8 Ghron. And. 1 
illustris, cenobium pro 13 personis ordinis 8. Benedict! in honore Jesu u. Fund.* 

* F.106 1 ist leer. b Juditham Aventinus am Rand, c ut — Saxonum 
20 am Rand der Es. mit blasser Tinte hinzugefügt. 

1 Vgl. oben 8. 121, Z. 17 und S. 106, Anm. h 

* Vgl unten Buch V, Kap. 11. 

3 Zu Kempfler, Abstammung und älteste Geschichte der Grafen 
ton Andechs im Oberbayer. Archiv LU, 221, 235 und 239 ist xu bemerken, 

25 dass Arnpeck diese Nachrichten aus der deutschen Andechser Chronik und 
den Fund, geschöpft hat. 

4 Quelle ist die (in mehreren Inkunabeldrucken verbreitete) deutsche 
Andechser Chronik, deren Text hier übersetzt erseheint. Unten im Buch V, 
Kap. 11 ist ebenfalls ein Abschnitt über den heiligen Rasso enthalten; auch 

30 dieser Abschnitt ist aus dem gleichen deutschen Quellentext übersetzt, wenn 
auch teilweise andere Worte verwendet sind. Arnpeck scheint an jener 
xteeiten Stelle übersehen xu haben, dass er die ganze Geschichte schon 
einmal gebracht hat. Kunstmann, Zur Lebensgeschichte des Grafen Rasso 
von Andechs im Oberbayer. Archiv XXVI 372 ff. hat nicht erkannt, dass 

35 Ampeeks Nachrichten unselbständig und hauptsächlich der gedruckim 
deutschen Andechser Chronik entnommen sind. 

* Die in dieser Form bisher ungedruckte Oründungsgeschichte von 
Werd (Orafrath) in den Fund. (vgl. Neues Archiv XXIV, 686) lautet in 
clm. 14594, der Originalhandschrift der Fund., auf Bl.28*: Anno 954. 

40 Razzo comes, vir nobilis et strennuus, cenobium in honore aalvatoris 
omnium Werde construxit in pede sui castri Razzenberg et illic monaehos 
coadu oavit. Quam ecclesiam 6. Udalricus episcopus Augustensis con- 
secravit. In qua ecclesia comes prescriptus diem claudens extremum 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 124 — 

Christi salvatoris omnium et SS. Jaoobi et Philippi apoetolorum in 
Werdea iuxta Ambram fluvium in pede castri sui Bazzenberge construxit 
et iilic monachos congregavit. Quam ecclesiam 8. Udalricus episcopus 
Augustensis consecravit. Insuper dictus comes Razzo multas sanctorum 
reliquias de terra sancta, Constantinopoli et urbe Borna ac ex aliis 5 
di vereis mundi partibus in suum monasterium attulit Beversus / F. 107'] 
enim de dictis terra abrenunciavit mundo et induit habitum ordinis 
S. Benedict! in rao monasterio in finem usque in bonis operibus per- 
severans et migravit ad dominum anno Christi 954. ibidem sepultus 
Fund, miiaculia coruscans. Que ecclesia postmodum ab hostibus et invasoribus 10 
eccleaiarum penitus destructa ac des ol ata est. Predicto Bazzoni comiti 
suocessit frater suus comes Fridericus cognomento Roch, qui habitavit 
in Castro Sindynburg circa fluvium Ambro. Qui ad sanctam terram 
Hierusalem iter faciens debita carnis exolvit ibique est tumulatus* 
Cuius uxor dominaKuntssa monasterium S. Steffani in Dyessen fundavit- 15 

Cap. 2. 

De obsessione S. Udalrici in castello Mantichinga. 
VitaS. Udair. item annoChristiJ)^. 1 , ut colligitur ex legendaS.Udalrici 

epiSCOpij accidit tunc temporis, ut inter Leotolfum regia Oltonis 
**■ filium, qui Almannorum genti preerat, et eiue patruum Hainricum Nori- 20 
corum ducem oriretur lis odiumque per instigacionem Sathane et ex 
maiignorum hominum suasione. Quos cum rex ad concordiam minime 
revocare potuisset, fratri adiutorio contra ftlium fuit. Tunc quidam 
comes palatinus Arnolfus quondam ducis Arnolfi ImpÜ fiiius extitit«, 
cuius fidei predictus dux Hainricus totam Baioariam cum ipsa metropoli ^5 
Batispona commendavit, et in Saxoniam ad regem se contulit. Ibi 
moram faciente ille [F. 108] velut perfidus transfuga se cum ipsa civi- 
tate et multitudiue populi Leutolfi subegit potestati. Hec cum sancto 
pontifici Udalrico Augustensi episcopo comperta fuissent, relicta 
militum custodia in civitate Augusta in Noricorum regionem propere 30 
contendit, tibi tunc regem cum exercitu consistere audivit Prefatus 
vero tirannus Arnolfus Augustam adiit ac rebus circumquaque direptis 
_ quibusdam episcopi militibus captis preda onustus et, quod verius est, 
%>• peccati pondere gravatus in Baioariam est reversus. Interim vero dei 
famulum Udalricum postquam comperit a regia semtute reversum, 35 
in castello, quod Mantichinga dicitur, non timuit obsidere. Sed non 
cesslt ei in prosperum, quod talia presumpsit contra dei famulum. 

» fehlt Hs. 

sepultus requiescit Ad cuius tumulum singna (so) fiunt miraculorum. 
Que ecclesia postmodum ab hostibus et inrasoribus ecclesiarum penitus 40 
devastata est et destructa. Predicto Bazzoni comiti suocessit frater suus 
comes Fridricus cognomento Bocb, qui habitavit in Castro Sindynsburg 
circa fluvium Ambre. Qui ad sanctam terram Jerosalem iter faciens 
debita carnis exsolvit ibique est tumulatus. Cuius uxor Kunnissa fundavit 
monasterium 8. Stephani in Dieszen, ut prescriptum est. 45 

1 Die Jahrzahl ist aus dem Anfang des Kap* 14 der Vita & Udalrici 
(Schmäler 8 Ausgabe S. 39) berechnet oder der Kremsmünsterer Quelle ent- 
nommen (vgl. unten S. 125, Anm. 2j. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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- 125 — 

Nam parvo interiecto dierum spacio a comite Adalberto ac episcopi 
fratre Diethbaldo ab obsküone suorum cum detrimento coactus eet 
decedere et cum debita respersus confusione in patriam redire eciam 
ibidem capto eiusdem fratre Hermanne Sed et fortissimus pugnator Adal- 
5 bertus velut alter Machabeua pro ecclesia dei pugnaodo cecidit in 
eodem, bello ut veraciter eet credendum, per inortalitatis dispendium 
transiens ad immortalitatis compendium. Cuius corpus S. Udairicus 
Augustam deferens in ecclesia S. Marie ante altare S. Walpurgis 1 
condidit y spiritum vero per sacre immolacionis hostiam deo commendarit. 

10 Acta sunt predicta in carnis-/"F. 108* J privio feria 2. post 

EstomihL Dehinc dux Hainricus eundem Leutoldum patruum f Kremsm. 9. 
de Baioaria ezpulit Huius Hainrici filiam Burchardus dux 
Almanie dudum duxerat uxorem. Sane vindictas in invasores 
ecclesie S. Marie, que est matrona Augustensis, in Arnolfnm 

15 palatinum et Leutoldum regis Ottonis filium et multos alios 
presenserat vir dei S. Udairicus. Pacem eciam inter regem 
Ottonem et dictum filium eius unacum Alberto Curiensi 
episcopo ipse perfecit. Post hec Arnolfus occisus est et 
sie penam luit. 

20 Cap. 3. 

De infelici bello Hungarorum apud Augustam. 

In Ulis diebuß effera gens Hunorum belua crudelior, qui latine Chr.Ebersb. 5 
Hungari vocantur, a propriis suis sedibus castra mo?entes et in*. 6* u. Vita 
muititudine sui exercitus nimium confidentee per noricam» regionem et Ä - Udalr. 39. 

52 per omnes terminoe orientalee Almanie et Baioarie usque ad nigram 
silvam, que ad montana pertiüet, transeuntes dire vastant incendiis* 
rapinis quasi per annoe octo variisque cladibus Noricos, Rethoe ac Suevoe Schede! XCIL 
afflixerunt. Porro Eberhard uß com es huius gentis furorem intelligens Ohr.Ebersb.5. 
sap ienti consilio potitus castrum suum Eberspergense muro circumdare, 

30 promuraiia cum propugnaculis engere vaüumque et fossas iuseit ampliare. 
In anno vero nono f videlicet ab incarnacione domini 90ü. b4 ,^* 
[F. 109] numerum excedentes gloriantur in fortitudine sua et per 
Noricum disperguntur ac totamBaioariam locustarum more devastan t Otto Fris f 

Ohr. VI;20. 

A noricum Hs. b so Hs. 

35 ■ Woher diese Angabe? Mon. Üerrn. hisi., SS. IV, 402 ,.18 wird 

die Begräbnisstätte der in der Ungarnschlacht auf dem Lechfeld gefallenen 
rufen Diepold und Heginpold so angegeben; Arnpeck hat aber die dort 
gedruckte andere Vita 8. Udalrici nicht benütxt. 

9 Für diese irrtümliche Angabe verwendet Arnpeck den Kreons- 
40 münsterer Text, der aber das gerade Gegenteil berichtet; 954 Leutoldus 
dux Ottoni rejji patruo (!) suo rebellat Heinricum ducem patruum 
suum de Bawana expulit. Unten in Kap. 4 berichtet Arnpeck der Krems- 
münsterer Quelle richtig folgend von der Vertreibung Heinrichs durch 
Liudolf. 
45 ' Oefde, Her. boie. SS. U, 5. 

4 Diese Jahrxahl scheint mir Arnpeck aus Kremsm. 100 entnommen 
xu haben und hier irrtümlich %u verwenden. 



r^rtrtrtlr- Original frorm 

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— 126 — 

Chr. Ebersb. 6. Quorum legio coli acta et adunataad orientem castri Eberaperg prepeti 
ac celeri curau in equie accurrentes suauque sagittas pro omine, id 
est fortuna, contra Castro m emittentes et castrum senden tes nimis 
esse tututn, indignanter cum fremitu ac gemitu abscedere compelluntur. 

Et dum sie barbara gens graves in ecclesia dei tiran- 5 

nides exereuisset et in saneta et veneranda loca nimis 

crudeliter debacharetur, contigit etiam, ut Frisingam in- 

vaderent. Sed ita deus eos excecavit, ut ab hora tercia 

dominice diei, qua venerant, donec ad sextam horam sexte 

ferie, qua recesserant - et ecclesias S. Steffani et S. Viti 10 

igne vastaverant — apertis oculis montem Frisingie non 

vidissent. Credendum itaque pie est genitricis dei Marie 

semper virginis, patrone Frisingensis ecclesie, meritis et 

S .Laraperti confessoris Christi eo tempore ibidem pontificatum 

tenentis preeibus evenisse 1 . 15 

Otto Fps. I.e. Post hec predieta sevissima gens Licum transien» ecclesiain 

» wao. uaair. ^ ^^ ^ M eombussit atque civitatem Augustam obeedit et civitate* 

Chr Ebersb 6 cum municionibus in confinibus Lici et Danubii flu min um expugnare 

Vita S. Udalr, 'conantur ac omnia castra derooliri et destruere. Sed B. Udalricus 

/. Ct visis tot lupis [F. 109' ] nequaquam vice mercenarii gregis sui custodiam 20 
f ugiendo dereliquit, sed ex adverso se oppoauit et causam domino com- 
mendavit Nam militibus circumquaque per murum et ante portam 
4(K acriter contra hostes dimicantibus ille super equum sedens non clipeo 
aut galea protectus , sed stola indutus inter lapidum et sagittarum 
imbres incedebat securus. Vide* novum Josue archam domini circum- 25 
ferre, buccinis concrepare, nisi quod Josue contra* muroe Jericho, iste 
vero intus f uit cum dei populo. Sed merito noster Josue iam coruscante 
gracia Christi intus in domo Raab ad eum« converee, id est ecclesia, 
manebat et civitatem dyaboli foris manentem expugnabat. Josue duce 
et ßacerdotibus, qui archam domini ferebant, buccinis clangentibus ac 30 
//. eunetis populis clamantibusb voeiferacione magna muri Jericho funditus 
corruerunt. Beato veroUdalrico archam domini in pectore mundo 
gereute eunr sacerdotibus et levitis tubis, id est ymnis spiritualibue, 
psalmis et canticis, sonantibus ac eunetis maxima prece ad dominum 
eiusque sanetam genitricem Mariam pro sua erepeione clamantibus 85 
Chr. Ebersb. 7. Hungari, qui erant civitas dyaboli, dem um ceciderunt. Sevientibus 
Ebran 80. itaque Hungaris nee hominibus usque ad pecus parcentibus Hainricu* 
duxNoricorum fratri suoOttoni regi per litteras insinuat auxiliumque 

ch l °Fber % b contra ra ^idos canes unacum S. Udalrico poposcen« <\ At 

/ .'gloriosissimus rex mentis et animi constancia semper inipavidus, robore 40 
* fortäs ut leo frendensque dentibus sicut aper, fide magis f F. 110 J quam 
Ebran SO. armis prefati viri dei hortatu oecurrit cum pauci* Saxonibus*, eo quod 

* so Hs. h fehlt Hs. * so Hs. 

1 Vgl dieselbe Erzählung unten in den Oesta episeoporum Frisin- 
yensium. 45 

9 Ebran beruft sieh hier auf die ander histori bischof Ottos, womit 
er die Oesta Friderici Ottos von Freising zu meinen scheint, doch dürfte hier, 
wie Roth in seiner Ausgabe Ebrans »S. LXIH sagte, eine Irrung vorliegen. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 127 — 

tunc bellum cum Solavis io Bohemia audaverant, attamen moltis ex 
Baioaria, Franconia et Alemannia alÜSque provincÜS ducibus, 
principibud, comitibus ac nobilibua inaimul coadunatia ad eum COO-CÄr. Ebersb. 
fltteotibus, qui omnes quasi unus ad conflictum belli prooedere * e ' 
5non differre et patrie sive regionia terminoe viriliter defendere dice - 
bant. Cum valido quoque venit equitatu Wormaciensis duxConradus Frtd. 188. 
gener regia; cuiua adventu militea erecti iam optabant non differre 
certamen. Huni itaque comperto regis adventu retractata a ob- 
sidione obviam pergunt armisque decertare contendunt. 

10 Jeiuuio itaque in caatria predicato iussum est omnes ad bellum paratoe Frut. 188. 
esae in*> craatino. Primo diluculo surgentee pace data erectia aignia 
numero quasi octo legionee procedunt e caatris. Ducitur exercitus per 
aspera et difficilia loca, ne darentur boatibua turbandi sagittis agmina, 
quibua utuntur acerrime arbustia ea protegentibus. Primam et aecundam 

15 et terciam legionea duxeruntc Bavari, quibua prefuerunt prefecti Hainrici 
ducis. Nam ipse in bello aberat, eo d quod in valitudine corporis labo- 
rasaet, qua et mortuus est. Quartam legionem ordinaverunt Franci, quorum 
rector erat dux Conradua. In quinta, que erat maxima f que d icebat ur 
regia, ipee princepa erat vallatus electis [F. 110] ex omnibus militum 189. 

20 milibua alacrique iuventute coramque eo angelus — sie enim vocabatur 
vexillum eiua — denao agmine circumseptus. Sextam et aeptimam 
legionea constituerunt Suevi, quibua prefuit Burckhardus, cui nupaerat 
ftlia fratria regis. In oetava erant Bobemi electi militea mille armis 
pocius instrueti quam fortuna. In qua et sarcine ft e omnes et impedimenta 

25 queque, quasi ipsa esset tutissima, que et noviaaima. Sed aliter res acta 
est Nam Hungari nihil eunetantes Licum tranaierunt circumeuntesque 
exercitum extremam legionem aagittia lacescere ceperunt et impetu cum 
ingenti voeiferacione facto aliisque cesis aliia captia sarcinis omnibus 
potiti ceteros legionis illius armatos fugere com puler unt. Similiter 

30 septimam et aextam aggressi plurimia ex eis fuais in fugam verterunt. 
Rex autem cum advertisset bellum ex adverso pretendi et poat tergum 
noyiaeima agmina 'periclitari, misit illuc ducem Conradum cum quarta 
legione. Qui veniena captivos eripuit, predam excuasit. Fuais undique 
adveraoruin agminibua dux ipse ad regem revertitur cum signis victrieibua. 

35 Totum igitur pondua prelii iam ex adverso esse rex conapiciena ex- 

hortacionis gracia auos allocutus est monens ros antiquarum victoriarum 

et rerum sedulo bene gestarum et ut modo in patria non eederent, qui 

sepius et in aliena terra victores [IAH] extitissent, et post plurinia 

in tolit: Plura loquerer, milites mei, si noasem verbia virtutem vel 

40 audaciam animis vestris augeri; modo melius gladiia quam Unguis in- 

cipiamus. His dictis* rex invictua acie bellatorum inataurata contra Chr. Ebersb. 7. 
bostes tamquam leo rugiens vehementer insiliit arrepto s clipeo a c sacra Frut. 189. 
lancea* Ipse primus equum in hoates vertit fortiaaimi mi litis et optimi 
iroperatoria officium gereng. Inito itaque prelio clipeus ibi clipeo Chr. Ebersb. 7. 

45 retunditur, umbo umbonem retundit, fitfragor, id eat Bonus, armorum, 
a fortibua spicula, id est tela seu fulmina, in hoates fortissime 
iaciuntur. Fit ludus ibi militaris non in alea, sed in baata et gladio. 
Ferox, id eat dirus, mucro genti* aliene nimis avide devoravit carne*. 

Ä retraeta Hs. b fehlt Hs. c 80 JJs. d et Hs. ° sarcinea Hs. ' dictus 
50 Hs. « aeeepto Hs. 

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— 128 — 

Frut. 189. Hostes audaciores primum restiterunt, sed ut socio* terga vertere viderunt, 

obstupefacti nostrisque intermixti extincti sunt. Ceterorum vero alii 

equis sagittatis villas proximas intrant circumfusique armatis cum menibus 

pariter concremantur, alii flumen contiguuni transnatantes, dum ripa 

Chr.Ebersb. 7. ulterior ascendentes non sustinet, flumine obvolvuntur et pereunt Fortis 5 

itaque dextra regia Hungaros ad terra m prostravit. Campus vernans 

fit eruentus et rore sanguineo ubique madescit. Cedunt hoetes et vin- 

cuntur, victores tropheo accinguntur. Omnes Huni sicut unus mortis 

exicium perferunt, nee fuit, qui evaderet ; gloriose enim gens alemannica 

de suis hostibus gloriosissime triumphavit [F. lll'J anno ab incarnacione 10 

Chr. VI 20. domini 955., ut ait Otto Frisingensis S 4. Id. Augusti, id est 

Kremstn. 9. in die 8. Laurencii, iuxta viri saneti Udalrici pontificis presagium 

VitaS. Udalr. deo victoriam populo suo donante. Tanta quoque rex predictos barbaros 

4/. virtute prostravit, ut hinc gens omnium immanissima non solum regnum 

OttoFris. I. c. inygdere non änderet, sed et suum desperacione correpta paludibus et 15 

sudibus contra noetros munire cogitaret. Cecidit in eo prelio dux 

Frut. 1S9. illustris Wormacensis, gener regia, Conradus, fortiter pugnans — animi 
fervore et solis ardore, qui eo die nimius erat, estuavit vinculisque 
iorice solutis dum auram captavit*, vulnere sagitte in adverso gutturis 
defixe cecidit; cuius corpus imperio regia honorifice collectum trans-20 
portatur Wormaciam ibique aepelitur cum fletu et planctu omnium 

Andr. #&Francorum — fraterque 8. Udalrici Dyepoldus comes et Reginboldus 
Sehedel XCU. filius sororis sue. Ipsa vero die belli invasa sunt castra et captivi omnes 

Frut 189. erepti, seeundo autem die ac tercio a vicinis urbibus reüqua multitudo 
Chr. Ebersb. 7. in tan tum consumpta est, ut nullus aut rarus evaderet Locus autem 25 
certaminis usque in hodiernum diem super fluvium Licum latino eloquio 
nominatur Concio legis, vulgares vero vocant Cunntzenlen b , ibique regalis 
magnificencia perpetuo tbronum iudicialem habere debet cum aliis terrarum 
prineipibus ad faciendum iudicium et iusticiam sive [F. 112] ad rei 
publice negocia, prout iura sunt condita, provide gubernanda. 30 

Exercitu vero Hunorum crudeli strage damnato milites com i Üb 
Eberhard i sororisque eius Williburgis, que tunc in Castro Ebers per g 
morabatur, 8ur regem Hungarorum et Leel ducem cum aüia quam 
plurimis Hungaria ad castrum Ebersperg captos detulerunt, Sed die tos 
regem et ducem Ratisponam regi Ottoni et suis prineipibus omni 35 
auro et argen to ablato remittentes oeeidendos reliquoe autem Hunos 
in Ebersperg iugulatos dire cruciant et in foveam profundissimam 
preeipitant et detrudunt terraque operiunt et suffoeant At Eberhard Uß 
comes primicias tollen s de torquibus au reis, que sunt ornamenta colli, 
et tintinabulia, id est auree c campanelle, in imia vestium dependentibus 40 
tres libras auri ad faciendum calicem crucemque argen team, que in 
acuto regia infixa fuit, et aliud argen tum ad ecclesiastica. ornamenta 
dedit. Rex autem Septem reges Hungarorum ad ignominiail) Slie 
gentis Ratispone * crucis patibulo iussit appendi ceterosque vivos fossatis 

Andr. 38. subhumari. Qui reges in quibusdam cronicis tres fuisse leguntur, in 45 

" aptauit H$. b Emintzenlen £6* c aure Hs. 

1 Während die vorher abgeschriebene Ebersberger Chronik das Jahr 
937 nennt. 

* Aus Andr. 38. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

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— 129 — 

legenda autem 8. Udalrici 1 principe« appellantur. Quod et veriüS 
videtur ex eo, quod, ut legitur in cronica Hungarorum*, 
eisdem temporibus Huni vulgariter, latine vero Hungari, 

non reges, sed capitaneOS habuisse". Barbari vero, quod eciam Otto Fris., 
5 incredibile videtur, usque ad internicionem septem tantum residuis omnes C& r - VI, 2& 
deleti sunt 

Hie itaque gestis B. Udalricus urbem b illustriorem fecit et 
ecclesiam 8. Affre instauravit, que olim ab Attila et nunc ab Hunis 
lesionem sensit, et ecclesias S. Johannis et 8. Steffani construxit et 

\0 fF. 112* J deo in omnibus graciag agens congregaciones c lericorum VitaS. Udalr. 
suorum, que hoetium depredaciooe ad tantam inopiam sunt redacte, ut 42. 
ad cottidiane refeccionis usum nihil haberent, secum retinuit ac, in 
quantum potuit, presentis vite necessaria pauper ipse pauperibus ministravit. 
Non solum autem Ulis, sed eciam omnibus se petentibus, prout potuit, 

15 man um misericordie porrexit iuxta preceptum domini : Omni petenti te tribue. 

Huius maxime concussionis auctor, ut ait Otto Frisingensis, Chr. VI, 20. 
fuisse quidam ex Baioaria Skireneis comes memoratur, qui tarnen per- 
fidie sue penas solvens, dum Ungaros ineaute eductos morti exposuisset, 
ab eis tanquam traditor necatus est Porro terra ipsius in fiscum redacta 

20 a rege inter ecclesias divisa, partim heredibus eins cum Castro Skirensi 
reiicta. Verum modo cenobium ibi monachorum institutum fore con- 
spicitur. Ex huius tarnen origine plurimi potentes principes sur- 
rexemnt 8 , qui usque hodie in Rheno et Baioaria potenter 
regnant. Prefatum comitem, cuius nomen Otto episcopus 

2r>silet, quidam Ottonem 4 nominant, alii vero, ut Schirenses 5 , 
Werenherum, qui et ipse auxilio S. Udalrici evasit periculum, 
quia hnnc de lavacro sacro susceperat. 

* so Hm. b urbem — construxit et mit blasserer Tinte am Rand 
der H$. hinzugefügt. 

30 l In Kap. 14 (Ausgabe SeJimellers S. 41) : donec principes eorum . . . 

caperentur. 

* Vgl oben S. 114, Anm. 6. 

8 Bekanntlieh hatte Otto von Freising gegen die Wüteisbacher , 
welche als Schirmvögte seines Stiftes mit diesem nictü auf dem besten 

35 Fasse standen, eine bis xur Erbitterung gehende Abneigung. Das tritt 
hauptsächlich in dem 20. Kapitel des VI. Buches seiner Chronik hervor, 
in welchem er die schärfsten Ausdrücke gegen sie gebrauchte. Als aber 
später die Witteisbacher immer mächtiger wurden, fühlte man sich in 
Freising — als Urheber wird Oonradus Sacrista bezeichnet — bewogen, 

40 die Stellen , welche allzu scharf gegen das wittelsbachi&che Haus sich 
richteten, zu mildern. Die Stelle : Ex huius origine cum multi hactenus 
tyranni surrexerint, Otto palatinus comes . . . — nun folgen heftige Aus* 
fälle gegen diesen — wurde geändert in : Ex huius origine cum plures 
hactenus tyranni potentesque viri surrexerint . . . und daran überströmende 

45 Lobsprüche des wütdsbaehischm Hauses geknüpft. Arnpeck ging noch 
weiter und befreite, wie man oben sieht, die von ihm benutzte Stelle von 
allem Tadel Unten in Kap. 6 des V.Buches aber verwendet er dieselbe Stelle, 
die sog. tcittelsbaehische Interpolation, nochmals, ohne sie — bezeichnend für 
seine Arbeitsweise — zu ändern, wie er es doch hier für nötig befunden hat. 

50 4 Kremsm. 9: ctocente eoe Ottone Schirensi comite. 

* Tab. Sehir. 191, ferner Andreas 528, Ebran 80, Füetrer 132. 

Quellen u. Erörterungen N F. IIL f^ 

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— 180 — 

Cap. 4. 
De corpore S. Martini in Bavarie Salczeburgam \ 

TransL S. Accepimus a patribus nostris, quod Otto rex Hyspaniam cum 

Martini 1 . xnxUto apparatu profectus in civitatem Turanorum* hospitandi gracia 
ingrepsus est, ubi per aliquot dies cum magnatibus suis / F. 113 ] raoram 5 
faciens mansionarios simul et custodem precio corrupit et sie corpus 
B. Martini auro et argento latenter comparavit. Datis ergo, que pepigit *>, 
reeepit, quod voluit. Begreditur festinus ad patriam furtim deferens 
tanti corporis glebam. Quia vero tarn preciosum thesaurum suo vectigali 
contineri duxit indignum, archiepiscopo Juvavensi Herolfo sibi, ut credidit, 10 
fidelisflimo tradidit ad servandum sibique, ubi vel quando preeiperet, 
preferendum. At ille gaudenter suseepit et in suam ecclesiam pie trans- 
vexit. Criptam, in qua eum abscondit, nomini suo consecravit. Socios 
sibi adiurat, ut lateat; titulo litterali consignat, ut pateat, ut, quod 
lingua nesciret, hec intitulacio poeteris propalaret. Decedente itaque 15 
aliquo tempore citatus ad curiam venit. Ubi a rege de supradictis 
inquisitus respondit : Sanctum, quem queritis, in sanetuario permanendum 
reposui, unde ammodo nullatenus debet removeri. Tunc imperator se 
defraudatum considerans irascitur. At ille fugam iniit, ne, si expectet, 
in aliquo periclitetur. Tunc Hainricus dux, frater imperatoris, et quidam 20 
milites Plangenses c , scilicet regi placere volentee, quia et ipsi Salczeburgensis 
ecclesie inimici fuerunt, ipsum perseeuntur, ut feriant. Quem sevientes 
arripiunt et excecant Sic nee ille reddidit nee imperator rehabuit, sed 
vir bone memorie Herolfus reposuit et usque ad tempus B. Hartwici. Nescio, 
quo casu hie inveniens, sed, ut reor, [F. 113* J celitus inspiratus vel <* titulo 25 
edoctus invenit et solenniter et eminencius transtulit et hospitatum hospiti, 
Martinum scilicet, ß. Ruperte consepelivit et digne apostolis parem bavarice 
gentissociavit apostolo, quorum uterque, sicut in una continentur tumba, sie 
invicem consociantur in gloria. Sepulturam quoque eorum argento simul 
vestivit et auro, ut, dum in thesauro decus appenditur, quam splendida 30 
vel pocius quam preciosa sit eorum virtus, significetur. Quod vero 
corpus B. Martini B. Ruperte consepultum sit, miraculis, que per ipsos 
fiunt °, creditur, et, ut nulli dubium sit, antiquorum patrum legimus 
testimonio fuisse approbatum. Cum etenim aliquando Ratispone im- 
perator Hainricus IV. rexit concilium, inter duos archiepiscopos Geb- 35 
bardum Juvavensem scilicet et Adalbertum Bremensem coram omni 
curia altricacio facta est, qui, ut verum fatear * , omni virtute com- 
mendabiles et honore invicem prevenientes in die S. Martini coram rege 
officium celebrare Juvavensis Bremensem monuit. At ille indigniorem 
se iudicans restitit et in hec verba prorupit: Constat, o Gebeharde, quod 40 
mihi instanter premineas, cum vel apostolice sedis legacione recenseas 
vel quia in solennitate saneti, cuius corpus Juvavum conti netur g, pallio 
indui debeas. Hoc tarn a progenitoribus meis quam ab ipso imperatore 

» so Hs. *> pepegit Hs. c plaugenses Hs. d ut Hs. • fehlt Hs. 45 
* fateor Hs. & so Hs. wie die Quelle. 

1 Diese Translatio S. Martini ist den Qesta B. Hartwici angefügt. 
Ueber die Drucke siehe Bibliotheca hagiographiea laiina S. 830. Vgl. %m 
diesem Kapitel die Anm. 4 oben auf S. 82. 

n f"*f"^onl" Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 131 — 

percepi Martinum in vestra ecclesia oontineri. Celebravit igitur [F. 114] 
Qebehardus Jnravensis indutus pallio, cessit alter, et utriuaque com- 
mmtämao nostre sit veritatie attestacio. Huius itaqoe rei non inoertus 
bone nwooe Hartwiens archi episcopus absconsum in obscuro sustulit 
5 et snpplicanonm fidelinm aspectibus honorifioe repoeuit. 

Quod ideo Salczeburgensis archiepiscopus cecatur. 

Ad historiam redeo, unde parumper egressus eram. 
Prefatus Herolfus arcbiepiscopns Salczeburgensis, ut dictum Kremsm. 9. 
est, a ;doce Bararie Hainrico, qni a Leutolfo 1 expulsus erat, sed 
10 per fratrem suum regem Ottonem restitutio, apnd Muldorf 

excecatur. Et ipse dux eo anno obiit, videlicet anno Christi 956. 
Ducavit annis 7. Insuper eodem anno Leutolfus dux Italiam 
hostiliter intravit et 957. Albertum vicit et ipse eodem 
anno moritur. Hainrico duci Hainricus fllius eius succedit. cf. Kremsm. 9. 

15 Cap. 5. 

De filio eius duce Hainrico Hezilone. 

Hainricus, qui etHeinczle* *, filius Hainrici ducis, patri SUCCessit. Kremsm. 9. 

Tenuit ducatum annis 21. Hic b Heinricus Heinczle dictus 
fuit diminuitive. 
20 Sane anno Christi 957. 8 14. Kai. Octobris S. Lambertus 

Frisingensis episcopus mire sanetitatis vir, cuius matris 
nutricis lacte mammis non ablactatus tres ceci illuminati 
sunt, migravit ad dominum. Rexit ecclesiam Frisingensem 
annis 19. 8 Cui in episcopatu Abraham successit. 

25 Item anno domini 973. vir dei Udalricus Augustensis episcopus ^Wo F n £$ 

anno sui pontificatus 60. ad Christum feliciter migravit. Quem^^' k" 
B. Wolfgangus presul Ratisponensis in ecclesia S. Affre sepelivit. {j^oXr 66 

Porro secundus Otto Imperator, quem papa Johannes XIII. in j M p^ ^ 
ecclesia Lateranensi cum uxore Theophania coronaverat, post mortem / xjf t ) g$ 

30 patri s in Germaniam rediens Hainricum ducem Bavarorum [F. 114'] 
rebellem, eo quod se in regem ungi fecit, statim hello et armis 
in urbe Pataviensi ad dedicionem co.egit et in custodiam Treverim Ohr.Ebersb.8. 
misit anno Christi 979°. Huic duci consensit Abraham epi- 
scopus Frisingensis quoad unccionem, quam ob rem Frisinge 

35 obsessus atque regali adiutorio coartatus capitur ac in custodiam 

* am Band der Hs. mit Zeichen statt des ausgestrichenen Hezelo. 
*> Hie — diminuitive am Band Es. c am Band der Hs. mit Einfügungs- 
xeiehen. 

1 Vgl. oben S. 125, Anm. 2. 
40 ' Kremsm**. Hetzelo. 

1 So Arnpeck auch in einem Zusatz xu seiner Abschrift des Codex 
tradüionum des Oonradus Sacrista (Man. Germ, hist., SS. XXIV, 320, 49). 

9* 



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— 132 — 

a predicto imperatore Ottone IL mittitur. Ex qua emissi ambo 
amiciciam cum Udalrico comite EberBpergensi firmant. Et dux 
petens Eberspergense castrum copiosam pecuniam et novem ininistros 
suoe S. Sebastiane» delegavit. Dixit enim sibi Treveris, ubi tenebatur 
in custodia, per visum a S. Materno manifestatum esse non priua solvi 5 
carceris sui angustias, quam promitteret se S. Sebastiani interventum 
petiturum et Ulrici comitis in Ebersperg amiciciam habiturum. 

Cap. 6. 
De Ottone II., qui Bavariam sibi usurpavit. 

Otto II. imperator Hainrico prefato a Bavaria expulso 10 
per quinquennium, quo ipse Hainricus in exilio et captivitate 
Andr. 41. erat, Bavariam rexit et Rome diem ultimum claußit honorifice 
sep u 1 tu s anno domini 984. 

Cap. 7. 
Hainricus iectus restituitur. 15 

Kremsm. 9. Hainricus predictus expulsus , qui et Heinzle 1 , filius Heinrici 

ducis, qui Herolfum* archiepiscopum cecarit, in ducatum Bavarie 

restitutus est. 

Sane de hoc Hainrico Vincencius in speculo ita pro- 
Vinc. Bell, sequitur in hec verba: Otto II. Rome moritur, et de imperatore 20 
XXV, 91. substituendo inter [F. 115 J primates dissentitur aliis filio ipsius Ottonis 
Imperium deberi certantibus, aliis odio imperatricis a filio eius Imperium 
transferrc volentibus ad ducem Bavarie Hainricum filium Hainrici 9 
qui fuit frater primi Ottonis. Hie Hainricus ipsum Ottonem puerum 
factiose raptum in custodia tenet, sed principe** de manu Hainrici ex- 25 
torquentes in regno sublimant. Hec ille. 

Ex huius Hainrici ducis donacione caput argenteum 
deauratum S. Corbiniani, quod hactenus habetur in ecclesia 
Frisingensi, factum est. De hoc sunt metra. Versus: 

Dum iubet Hainricus, quod Sanctus Corbinianus 30 

Splendet in argen to, quod dedit ille deo, 
Presulis Abrammi fuigescit ymago benigni. 
Omnipotens animam salvet in arce suam. 8 
Hie dux Hainricus genitor S. Hainrici imperatoris post 
Fund. suam in ducatum restitucionem dueavit annis 13 et obüt anno 35 

1 Quelle: Hetzelo. 

1 Quelle: Herboldum. Vgl. oben S. 13h Z. 8. 

9 Diese Verse hat Arnpeck auch in seiner Abschrift des Freisinger 
Traditionsbuches des GonradusSacristafffs. x. Wolfenbüttel; vgLSS. XXIV, 315) 
BL 238 1 an den Rand geschrieben. Vgl. auch Meichelbeck, Histaria Frisin- 40 
gensis I, 7, 188. Zu des letzteren Zeiten war das Kunstwerk anscheinend 
nicht mehr vorhanden, da er nur Arnpecks obige Mitteilung darüber zu 
geben weiss. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 133 — 

domioi 996. 1 die 5. mensis Oetobris* sepultus Ratiapone in mona- 
sterio S. Emmerammi ia latere aquilonari. Versus : 
Hie Rom an i regia pater et defensio legis, 
ßavarie cultus, est lue dux Hainrieue sepaltus. 
5 Cui alter Hainrieue filius eius successit. Krcmsm. 9. 

Cap. 8. 
De filio eius Hainrico duce. 

Hainrieus dux Bavarie, filius fratris* Hainrici Heinczle b Kremsm. 9. 
tercio eius dueatus anno moritur, anno autem domini 997. 
10 Anno Christi 994. Aribo comes palatinus tempore 

imperatoris Ottonis III. ex Castro comitatus sui dicto Pirgel 
monasterium Sewen construxit. 8 

[F. 115'] Cap. 9. 

De S. Gotehardo episcopo. 

15 Anno domini 996. 4 Pilgrino epiacopo Pataviensi deeedentc Krcmsm. 9 

Altachensis eccleeia ex eanonicis seeularibus fit monastiea. Et 8. Gode- 
hardus ex eiusdem ecclesie familia i n Bavaria natus* fit ibidem monachus Um yita S. Qod. 
sub abbate Archenberto 7 , poetea illo decedente abbas. Cumque abbacie 198* 
officio per 26 annos in sanetitate et iusticia domino serviret Krem8fn - °- 

20 ac in omni austeritate vite se ipsum prebens aliis in exem- 
plum, adeo ut fama sanetitatis eius longe lateque diffusa, 
tandem a S. Hainrico imperatore ad Hildesheimensis episcopii 
regimen vocatur. Quo plurimum renitente divina demum 
coactus revelacione memorate suseepit ecclesie presulatum. 

25 In quo per 16 annos quanta sanetitate fulserit, signa de- 
monstrant, que per eum dominus dignatus est in vita ipsius 

et pOSt Obitum Operari. Appropinquante itaque beati patris exitu Vita & Qod. 

212. 

* später eingefügt Hs. * am Rand hinxugeschrieben Hs. 

1 Neues Archiv XXIV, 699; vgl. Andr. 48. 

30 * In der oben erwähnten Wolfenbüttler Handschrift schrieb Arnpeck 

Bl 238* an den Rand: Hie dux Hainrieus obiit in crastino S. Franeisci 
(5. Oktober; Bezeichnung Anachronismus) 995; quem puto fuisse genitorem 
S. Hainrici imperatoris. Woher hat Arnpeck dieses Datum? Das richtige 
Datum wäre (vgl. Hirsch, Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Hein- 

35 rieh IL, 1,175; Riexler, Geschichte Baierns 1374): V.Kai, Septembris 
(28. Aug.). Die Fund, a. a. 0. hohen : Kai. Novembris. 

* Vgl. Man. Bote. XXXla, 266; U, 123. 

4 Die als Quelle benutzten Kremsmünsterer Annalen: 991. 

* Vita 8. Qodehardi posterior auetore Wolfherio ; Mon. Oerm. hist. } 
40 SS. XI, 197 ff. Sie scheint nicht direkt, sondern nach einer gekürzten 

Ableitung benutzt zu sein. 

e Die Quelle (Krcmsm.): eius primicerius. 
7 Die Quelle {Kremsm.): Erchemberto. 

Original frarn 



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— 184 — 

213. convocatis fratribue obitus sui diem et tempuß funeris et exequiarum 

214. ac eciam sepulture ordinem, ut postea evenit, predixit. In festivitate 
itaque dominice ascensionis dum fratres in matutinis antiphonam 
super Benedictus: Ascendo ad patrem meum et patrem vestrum, de um 
meum et de um vestrum, canebant, felix illa anima quasi obdormiente 6 

215. corpore carnali (ergastulo solvebatur et cum eo Buno puer, ut pre- 
dixerat. Bruno autem Mindenensis ecclesie episcopus celebratis exe- 
quiis et vigiliis cum clero et populo dominica die in principali 
ecclesia cum debita veneracione coliocavit in medio eius. 

[F. 116] Cap. 10- 10 

De S. Hainrico duce Bavarie, postea imperatore. 

Hainricus cognomento Claudus, filius ducis Hainrici 

Heinczle* fratri succedit in ducatu Bavarie; quem tenuit 

Vita Eenr. Aun [ s quinque vel quasi, Hu lutcratura et morum honestate 

' ' conspicuus Ottone III. anno dominice incarnacionis 1001. Borne de- 15 

r ' functo primu8 ab electoribus electus Ratispone b rex creatur. 

Ol yjtyvt ^ u ' ta cum Wallis, plurima cum Metensibus bella geesit Inde conciliatis 

Yi nc jfrß sibi animis quorundamc principum in regem regni inungitur a Billigiso 

XX VI, 1. Maguntino archiepiscopo, ait VincencillS 2 , anno Christi 1003. et 

Vita Eenr.1,3. regnavit annis 22. <*Unctus siquidem in regem beatissimus dei famulus20 

Hainricus temporalis regni non contentus angustiis pro adipiscenda 

immortalitatis corona summo regi, cui servire regnare est, militare disposuit 

Cap. IL 

De visione Ratispone. 

Cumque rex Hainricus in laude dei die noctuque de- 25 
Vita Henr.1,2. votissimus necdum cesaris vel imperatoris obtineret dignitatem, apparuit 
e i Ratispone in somnis Wolfgangus episcopus tali visione anno domini 
1008. vel quasi. Visum namque est ei, quod manens in ecclesia 
S. Emmerammi episcopi et martyris accederet orandi gracia ad 
B. Wolfgangi sepulchrum in eadem basilica situm. Cumque ibidem 30 
dominum e 1 8. Wolfgangum intimis precibus conaretur exorare, subito 
videbatur ei ipse S. Wolfgangu» astare eumque huiusmodi verbis 
appellare : Intuere litteras in muro, qui est secus meum tumulum, [F. 116 1 ] 
scriptas. Erat autem ibi, sicut sibi videbatur, scriptum solummodo: 
Post sex. Evigilans autem rex re tractacione diuturna* secum revolvit35 

* am Rand statt des im Text ausgestrichenen Hezelonis. b am 
Rand Hs. c quorum Es. d das Folgende bis zum Schluss des Kapitels 
am Rand der Es. mit Mnfügungsxeichen auf diese Stelle. • diurna Es. 

1 Adalberts Vita Eeinriei U. imperatoris : Man. Oerm. hist., 
SS. IV, 792 ff 40 

* Vielmehr Schedel, der den Text des Vmeenlius verarbeitet hat, 
ohne dessen Namen hier xu nennen. Arnpeck hat die Benützung erkannt, 
nennt aber seinerseits den Namen Sehedel nicht! 

n Pnnol ' Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 135 — 

paucißßima huius visionis scripta. Tn primis ergo arbitrato est, quod 
post sex dien esset moriturus. Multa dispensat pauperibus. Cumque 
sex dierum numerus preterisset et nihil in se rex molestie corporalis 
sensisset, putavit pre die tarn visionem ad sex menses pertinere et 
5 eadem cepit timere. Transactis vero sex mensibus cum nihil in- 
firmitatis in se pateretur, arbitratus est hunc numerum ad sex annos 
pertinere ideoque, que et supra, cepit timere. Cumque sex.annorum 
numerus integre pertransisset et septimi anni dies revolutus venisset, 
ipso die per apostolicam ben ediccionem suseepit eesaris dignitatem. 
10 Tunc tandem senciens, qualis esset sua visio» gracias egit deo sanetoque 
Wolfgango, qui sibi talem revelare dignatus est dignitatem. 

Cap. 12. 
De felici eius bello contra paganos Sclavos. 

Anno domini 1014., regni autem sui 13., dum celebrasset VitaHenr. 13. 

15 curiam cum imperii prineipibus in opido Cutelingenburg et dehinc 
contra quosdam Bohemos, Sclavos, Windos, Polonos aduc 
paganos imperium invadentes [F. 117] bellum pararet, visa 
ecclesia S. Laurencii in Merspurg desolat a perspiciensque locum / 4 m 
a Öclavis redactum in nihilum deo etB. Laurencio devovit eundem 

20 locum patrocinio S. Laurencii reformandum, si ei victoria de 
hostibus daretur, transiensque per Walbeck S. Adriani gladio 
ibidem pro reliquiis servato se accinxit, deo et sanetis eius se et 
exercitum suum commendavit previa sacra eukaristie com- 
munione. Cumque venisset ad locum certaminis essentque hostes 

25 in multitudine innumerabiles ex advers o, vidit rex sanetos martyres 
Laurencium, Georgium et Adrianum cum angelo exterminatore suum 
precedere exercitum cum crucis Christi vexillo et hostium euneos 
propellentes ac Cfxitate pereucientes. Sicque absque sanguinis 
effusione hostes territi sunt ac pacati colla iugo fidei sum- 

30 mitten tes, s icque barbaris superatis et omnibus, que ad futuram 
pacem firmissima paccione prodesse poterant, stabilitis dominum glori- 
ficantes ad propria redierunt. Igitur Polonia, Bohemia ac Moravia/, .5. 
tributariis factis rex ad honorem S. Laurencii Merspurgensem ecclesia m 
in pristinum pontificalis dignitatis gradum restauravit. 

35 Cap. 13. 

De eius donacione ecclesiis. 

[F. 117'] Sedes eciam episcopales Hildensheim, videlicet ubi VitaHenr.lJ. 
a puero enutritus et litteris edoctus fuerat, Magdeburg am, Argen tinam, 
Misanam et Merseburg, que barbarica immanitate adiacentum Sclavorum 

40 vastate fuerant, restauravit et tarn ipsis quam aliis episcopatibus per 
Universum regnum in possessionibus et ornamentis innumera dona 
distribuit Quinymmo eccleeie Salczeburgensi territorium vulgariter Ebran 87. 
im Lungau cum multis curtibus et bonis donavit. Insuper plura mona- 
steria in Bavaria 'per impium Baioarie ducem Arnoldum et Hunos 

46deetracta reformavit 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 136 — 

Item Mospurgenses canonici hunc Hainricum pro sui 
collegii fundatore colunt 1 . 

Andr.44. Item in civitate Batispona ecclesiam, que dicitur vetus capella, 

ampliavit in venerabile canonicorum collegium. In qua ecclesia usque 
in tempora, quibus* frater Andreas professus in preurbio Ratis-5 
pone, canonicus regularis S. Magni, cronicam scribere cepi t, anno 
videlicet domini 1421., quem ut in plurimum secutus sum, 

permansit capellulaS. Marie sub gradu versus occidentem et septentrionem, 
que tunc ampliata fuit. Nam ante in latitudine non plus habebat quam 
longitudinem altaris, quod immobile permansit. Hec capellula, ut fertur, 10 
fuit prima ecclesia in terra Bavarie, unde et nomen vetus capella accepit Ä . 

[F. 118] Cap. 14. 

De nupciis sororis eius Gisele et conversione 

Hungarorum. 

Vita Hcnr. Pannoniam fidei catbolice et Romano imperio adunavit. Victor 15 

/, 29. aliarum nacionum apoetolus fit Hungarorum. Cum enim omnes Hungar i 

I, 30. adhuc infideles essent, hie rex Hainricus ad fidei catholice confessionem 

illos attraxit. Quod ut facilius fieret, sororem suam Gyselam Steffano 

regi eorum matrimonio copulavit seeundum apostolum dicentem : Sanctifi- 

catur vir infidelis per mulierem fidelem, et sanetificatur*» mulier infidelis 20 

per virum fidelem. Steffano itaque rege baptizato universa Pannonia 

verbum vile suseepit et mira rerum novitate per reges apostolos sanete 

catholice ecclesie incorporata est. quam prcclara tanti apostolatus 

societas, quam colenda et veneranda utriusque sanetitas, per quos tot 

salvati et sanetificati sunt. Prefatus autem rex Hungari e religiosus 25 

deoque devotus postea in execueione bonorum operum permansit, quod 

diviua pietas post mortem eius evidentibus indieiis ad sepulturam eius 

OttoFris.,Chr. factis signorum miraculis demonstravit. Hunc Steffanum Huogari hactenus 

VI, 27. fidem Christian am servantes velut prineipium fidei sue inter sanetos 

colendum dignum dueunt. 30 

Cap. 15. 
De subaccione Austrie et Burgundie. 

[F. 118'] Invictissimus nimirum rex Hainricus rebellem 
marchionem Austrie Hainricum in Melico ad obedienciam 
suam et sacri imperii coegit 3 . 35 

a Mercurio sacra am Rand Aventinus. b sanetificetur Hs. 

1 Die Benediktinerabtei Moosburg, die schon seit der agilolfingischen 
Zeit bestand, war durch Bischof Egilbert von Freising im Jahre 1004 in 
ein Chor stift umgewandelt worden; Mayer, Statistische Beschreibung des 
Erzbistums München-Freising 1, 512. Ob und wie Kaiser Heinrich dabei 40 
beteiligt war, ist unbekannt. Vgl. auch Hirsch, Jahrbücher des Deutschen 
Reichs unter Heinrich IL, II, 234. 

1 Andreas sagt; quibus hec cronica (hanc cronicam Hss.- Gruppe C) 
cepi scribere. 

3 Quelle? 45 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 137 — 

In* Au8tria oppidum Ibs b construxit 1 . 

Burgundionum quoque non humana, sed divina fuit victoria. Qui Vita Henr. 
cum armis et omnibus belli copiis essent instructi viri ad bella doctissimi, h #'• 
armis positis non hominis motu rogantes ea, que pacis sunt, dextras 
5dederunt Quemadmodum enim ad declaranda B. Martini merita c 
dominus pacificum belli dedit exitum, ita et nunc servi sui meritis eon- 
similem virtutem ostendere dignatus est. Similem igitur fecit illum glorie 
sanctorum. Et sicut Moyses precibus magis quam armis triumphavit, 
ita gloriosissimus princeps per arma iusticie omnia bella feliciter con- 
10 sumavit ac minime funestam et incruentam victoriam semper habuit 

Cap. 16. 

Quod ad instanciam principum coactus est ducere 
uxorem S. Kunigundem. 

Si quis scire desiderat, cum beatus Christi confessor rex Hain- Vita Henr. 

lörieus et B. Kunegundis, antequam convenirent, Votum virginalis con-/// f /. 
tinencie deo in odorem suavitatis obtulissent, quare postmodum coniugale 
matrimonium contraxerunt, hanc sciant esse causam. Cum fama inclitt 
principis ubique divulgaretur et hostes fidei per eum iugo Christi sub- 
derentur, ecclesie nove construerentor et primitus destructe reedificarentur 

20 [F. 119] atque, sicut imber temporaneus terra m solet irrigare, sie iste 
imperator victoriosus rempublicam augeret et exaltaret, universitas 
principum eius glorie congaudebat, abundancia pacis, qua per eum 
fruebantur, applaudebant, deinde, si possibile foret, iugitereum regnare 
volebant. Sed quia id humana natura non patitur, solercia principum 

25 reipublice in poslerum prospiciens inclito regi suggerere studebant, ut 

ad propagandam sobolem uxorem duceret, ut virtuoeo rege viam uni- 

Terse carnis ingresM virtuosa nihilominus proles hereditario iure guber- 

nacula regni suseiperet et paternam emulans virtutem virtuose gubernaret. 

Sed et Christi confessor voti sui non immemor et castitatia amator 

30 prineipibus uxorem ducere suadentibus sibi non facile poterat acquiescere. 
Ulis autem oportune importune sibi suggerentibus et suggerendo monenttbus 
et, si non consentiret, eum regno privare volentibus, licet egre, coactus 
est consentire, sed deum, apud quem nihil est impossibile, gemitibus 
inenarrabilibus exoravit, ut sie ordinäre dignaretur, ut et voluntati 

35 principum satisfaceret et tarnen continencie votum inviolabile conservaret. 
Itaque propictus deus, qui piis supplicacionibus semper presto est, 
desiderium anime eins est ei dignatus tribuere. Rex [F. 119*] vero 
sperans in domino tale responsum dedit prineipibus: Vestre quidem 
voluntati paratus sum obtemperare, sed nullam nisi regie maiestati 

40 condignam in matrimonio mihi volo consociare. Sed et hoc ipsum 
illorum commisit providencie. Hoc promisso pii regis gratanter aeeepto 
vehementer gavisi prineipes universi multa satagebant deliberare diligentia, 
quam ei matrimonio copularent, nee tarnen aliam reperire poterant, nisi 

* In — construxit am Rand der Hs. hinzugefügt. *> Ips lbissum 
45 (letzteres Wort zweimal) am Rand Aventinus. c beata Hs. 

1 Quelle? Kurte Geschichte der Stadt Ybbs und die Literatur daxu 
siehe in der Oesterreichisehen Kunsttopographie III, 438. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 138 — 

quam ante tempora secularia divma preordinaverat presciencia. Erat 
autem apud Renum palatinus Syfridua nomine habens coniugem Ha de- 
wich vocatam, ambo quidem clarissimo genere spectabiles, utpote de 
nobilissima descendentes augustorum prosapia, multis eciam diviciis in- 
signes et, qnod laudabilius est, virtutibus operam dantes. His in primeva 5 
etate nata fuit filia, que fulßit velut gemma auro superaddita, dum 
preclarior preclaris hec accessit attavis. Erat enim venusta facie et 
optimis ornata moribus, precipue vero in ea primatum tenuit pudicicia. 
Nam, ut superiu8 dictum est 1 , virginalem continenciam deo devota 
devoverat. Froinde cum esset tarn genere quam moribus nobilis nee 10 
alia inveniretur ei similis, inclitis conplacuit principibiis, ut hanc 
potissimum regi glorioso legitimo coniungerent connubio. Igitur missis 
bonorabilibus ad ipsam vel ad propinquos et amicos eius — nam utro 
que iam fuerat orbata parente — de nupeiis ceperunt traetare. Enimvero 
virgo pudicissima, cui longe mens erat alia, audiens de nupeiis secum 15 
traetari cepit inestimabiliter contristari et toto nisu reluctari, atque pre 
tristicia exitus aquarum deduxerunt [F. 120] oculi eius, quia, que regem 
angelorum iam sibi sponsum elegerat, regi Bomanorum licet inclito 
nubere recusabat. Propinqui vero eius arbitrantes ad gloriam et magnum 
decorem suo provenire generi, si sua consanguinea Romano conregnaret 20 
imperatori, conturbatam eam blandiciis deliniebant et, ut imperatori tarn 
glorioso nubere non recusaret, ymmo gratanter id faceret, interdum 
consulebaot et consulentes attencius obsecrabant. Inter hec virginis 
animus variis cogitacionum fluetuabat motibus ad instar na vis, que in 
salo a posita validis circumfertur flatibus ventorum. Sed tandem anchoram 25 
spei sue in divino figens auxilio salutem suam sedulis preeibus commen- 
dabat domino sperans indubitanter, quod ipse, cui subest, cum voluerit, 
posse, eciam in coniugio sibi posite florem pudicicie sue, ne mareeeceret, 
possetb conservare. Hac spe fiduciata virgo prudentissima propinquorum 
suorum voluntati, licet non animo volenti, se tradidit. Igitur prineipum 30 
legati super hiß gavisi novam sponsam cum mazimo tripudio suo 
deferebant domino, quam propinquis et amicis prosequentibus in comitatu 
eius facta est non modica turba. Universis itaque prineipibus facta est 
inestimabilis exultacio de virginis et regine coniugio, sed frustra. Non 
enim, [F. 120'] sicut speraverunt, more carnalium nupserunt, sed vir- 35 
gines permanserunU Cum autem episcoporum benediccionibus firmati 
secreta talami reeepissent, sponsus pudicissimus cum sponsa nihilominus 
pudicissima non sine vereeundia exorsus est traetare de pudicicia. Ex 
abundancia enim cordis os loquitur. Itaque prorupit in hec verba 
Sponsa mea carissima, notum tibi sit, quod amorem, quo carnales con- 4ü 
iuges maxime delectantur et mutuo sibi consociantur, nunquam expertus 
sum, sed nee experiri volo, quia celebem vitam elegi et hoc voto domino 
deo me iam dudum obligavi. His auditis regina gloriosa, virgo beata, 
inestimabiliter est exhilarata et ardenter cepit amare sponsum, cui etiam 
tale dedit responsum : Yerbum tuum, domine, mi rex, in corde meo 45 
dulce est super mel et favum, et propositum castitatis beneplacitum est 

» solo Es. *> posse H$. 

1 Nämlich in der Quelle im 21. and im 32. Kapitel des L Buches. 
Arnpeck aber benutzt diese Kapitel erst unten in seinen Kapiteln 28 und 
30 dieses Buches, hätte die obigen Warte also abändern müssen. 50 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 139 — 

spiritui meo et, si mihi Ictur opcio, multis prefero regnis. Nam et ego 
votum virginitatis mee domino deo quasi munus gratissimum me fateor 
obtulisse, quam si quis mihi subripere presumeret, quod absit, iram 
superni iudicis incurreret et eternam damnationem incideret. Hex vero 
5 letatus in his, que dicta sunt sibi, et quia consimilem res omnis amat, 
virgo virginem, castus castissimam, easto cepit amore complecti et manum 
i peius caudidam sue imponens manui his verbis est eam allocutus: 
O amica mea, spousa mea Immaculata, revera dominus est in medio 
nostri, [F. 121] qui nos unius voluntatis et propositi in suo nomine 

lOfecit con venire, qui est refugium nostrum et virtus. Unanimi consensu 
iam ipsi nos ipsos offeramus pollicentes, quod propter eius amorern 
omnibus diebus vite nostre celibem vitam ducamus. Et hoc tibi policeor 
sub testimonio Christi, quod te ut imperatricem gloriosam semper honorabo 
et ut proprium corpus amabo, fedus coniugale tecum firmiter servabo 

ir>et, licet amore carnali te nunquam contingam, nihil tarnen tue caritati 
de amore coniugali vel honore tue caritati * congruo minuam, sed te 
pre omnibus, ut iustum est, amabo et in omnibus honorabo. Cum hec 
et his similia inter eos predulcia vicissim haberentur colloquia, factus 
est ignis exestuans in cordibus ipsorum mutuo se vehementer amancium. 

20 Nam unus spiritus et idem fervor caritatis erat in eis. Etenim vero 
superfluum estimo describendis regalibus nupciis diu detineri, presertim 
cum quilibet facile possit conicere, quod eedem nupcie cum magna liberali- 
tate, prout regiam decuit excellenciam, sint solenniter celebrate episcopis 
honorabilibus et tocius regni principibus cum multa devocione con- 

25 currentibus, innumeris eciam pereonis utriusque sexus et diverse digni- 
tatis ad regales nupcias invitatis. Licet autem in libris sacris non 
legerimus, audenter*> tarnen affirmamus, quod inter ceteros hospites 
honorabiles invitatos© hospes unus erat prestancior omnibus, [F. 121*] 
scilicet virginis filius, qui primitus ad nupcias aque liquorem in vini 

30 gratissimum converterat saporem. Et quidem, licet ipse visibiliter non 
affuit in propria persona, in membris tarnen suis licet ultimis eisdem 
intererat nupciis. In quibus eciam optimis dapibus est optime refectus ; 
ipse enim dictum* est: Quod uni ex minimis meis fecistis etc. Enimvero 
Imperator gloriosus inclitam imperatricem regni sui vel thalami consortem 

35 in omnibus, ut debuit, honoravit, et ad ipsius nutum universa regni 
disponebantur molimina, et ipsa nobilissimus flos matronarum et omnium 
mulierum speculum clarissimum varia virtute decorata ad instar sideris 
radiabat. Ut autem beati coniuges isti facilius in conspectu hominuui 
simularent se habere coniugium, secundum morem carnali um in uno 

40pausare thalamo solebant et tarnen incontaminatam conservabant con- 
tinenciam. Res mira et nostris temporibus inaudita. Et quidem quam * 
plures d in utroque sexu sunt virgines, sed ut sigillum virginitatis valeant 
incontaminatum« servare, seorsum mares et seorsum feminas expedit 
habitare. Quis enim ignem abscondit in sinu suo, et vestimentum eius 

45 non comburetur? Apud homines impossibile est, sed non apud deum. 
Unde isti, de quibus loquimur, in proteccione dei celi pre ceteris mortalibus 
familiarius commoran tes inter homines commaneban t * et tarnen virgines 
incontaminati permanebant. Et cum preter sanguinis efiusionem duo 
sunt? genera martirii, scilicet castitas in iuventute et abstinencia in 

50 a claritati Es. * ardenter Hb. • invitos Hs. & quidam plus ffs. 

incontaminatam Hs. * commonebant Hs. s so Hs. 



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— 140 — 

abundancia, [F. 122 J beatos coniuges, quorum preconia non tacemus, 
gemina martirii corona coronatos esse confidimus, qui et castitatem omni 
vite sue tempore et abstinenciam summopere studebant conservare. 

Cap. 17. 
De fundacione Babenbergensis episcopatus. 5 

Otto Fris., Poetremo data sibi requie a domiuo Babenberg ciyitatem y que 

Chr. VI, 27. f u it S. Petri, pro Narnensi* apud papam commutavit. Et cum esset 
Andr. 43. christianissimus, nobilissimum episcopatum ibidem fundavil 1007 b ac 
°"° '■ c * possessionibus et honoribus, sicut hodie cernitur, locupletavit. 

Cap. 18. 10 

De eius imperiali coronacione. 

Joe. Ph. Berg. Hie Hainricus cum euum in Italiam adventam per annos 

L XII, f. 101.12 distuiisset, poatea anno regni sui 13., Christi vero 101t. 

Andr. 43. Romam veniens a Benedicto VI1L imperator augustusque 

appellatus est dyademate ornatus. 15 

De bellis eius in Apulia. 

Schedel Qui prima expedicione, sicut pia, sie et felici, in Capuam ducens 

CLXXXV1. Sarracenos ibi sedentes Italiam linquere compulit Troiamque urbem in 

Apulie finibus dedicionem ab opidanis oblatam acoeptans cum datis 

Vita HmrJ 9 3. obsidibus Romam est reversus. Consecratus itaque in imperator em 20 

summam diligenciam in amplificando eultum religionis adhibuit, ecclesias 

dei possessionibus et ornatibus preciosis ditavit, imperium augere 

1,22. cepit, Apuliam a Sarracenis imperio recuperavit et ei Ysmahelem 

ducem prefecit. Qui postca in Babenbergensi loco mortuus est et in 

[F. 122* J capitolio maioris e eclesi e sepultus requiescit in domino. 25 

Beneventanum monasterium condidit et omni ornatus decore locupletavit. 

OitoFris.jChr. Ac multa in Germania, Boemia, Italia ac Apulia CODtra ArdODUm c , 

VIf27 qm electus erat rex a Longobardis, fortiter ac proepere bella 

sudavit 

Cap. 19. 30 

Vita Henr. Qualiter ceperit claudicare. 

' "• Si quie vero scire desiderat, quare gloriosus iste imperator claudica- 

verit, cum primum toto corpore sanus fuerit, hanc causam esse noverit. 
Cum tempore quodam venisset in Apuliam pro disponendis reipublice 
negoeiis, pervenit in montem Garganum. In cuius crepidine sita est 35 
civitas, et in latere montis in rupe coneava extat basilica non ab bominibus 
fabricata neque per hominem dedicata, sed operacione divina vel divina 
virtute mirabiliter extrueta, divina eciam benediccione consecrata. Huius 
basiüce patronus extat Michael archangelus. In hac ecclesia qualibet 
ebdomada cantus angelicus ab his f qui digni sunt, audiri perhibetur. 40 
Hanc itaque basilicam oracionis causa cum ceteris Christi fidelibus vir 
deo devotus est ingressus. Cumque laudes divinas iuibi celebrasseu t et 

Ä so Hb. *> am Rand Hs. c $ H$. 



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— 141 — 

vota precum suarum in multa devocione deo reddidissent, tempus iam 
aderat, quo celestis exercitus ad laudes persolvendas templum hoc sacrum 
fuerat ingressurus. [F. 123 ] ltaque cum omnes egrederentur et, si qui 
morum facerent, exire compellerentur, vir sanctus postulabat, ut ei 
5 facultas intus remanendi concederetur. Igitur omnibus egressis solus 
ipse sperans in misericordia dei inibi remanere presumpsit et preces 
precibus continuavit et genuum flexiones iteravit et modo multis lacrimis 
divine se commisit clemencie, modo animam suam B. Michaeli archangelo 
cum multa supplicacione studuit commendare. Cumque pura pii im- 

'Operator is oracio sicut incensum ascenderet coram domino, deus Israel, 
qui in sanctis suis semper est mirabilis, mirabilem ei dignatus est osten- 
dere visionem. Vidit enim angelorum multitudinem copiosam ad instar 
solis splendidam templum sanctum ingredientem, ex quibus duo principale 
solenniter adornabant altare. Deinde vidit alias celestium virtutum a 

15cohortea innumeras in similitudine fulguris 1 ' choruscantis fulgentes et 
quasi primatem suum cum gloria maxima deducentes, nee dubium hunc 
fuisse Michahelem celestis milicie signiferum. Novissime vero videre 
memit ipsum regem angelorum dominum venientem cum potestate magna 
et virtute. In cuius obsequio fuit celestis exercitus innumerabilis, et 

20 splendor eius incomparabilis, cuius eciam nutu omnia [ F. 123'] celestia 
et terrestria. Denique chorus nove H Jerusalem in predieta collectus 
basilica divinum solenniter celebravit officium. Quo tandem completo 
unus ex presentibus angelis sacrum evangelii textum cum maxima 
reverencia dominice detulit pereone. Quo illico deosculato annuit angelo, 

25 ut eundem deoeculandum deferret imperatori in angulo templi latitaoti. 
Angelo vero iussa sibi complente piedictus Christi famulus ad insolitam 
tante maiestatis et glorie visionem cepit animo pavescere c et omnibus 
membris contremiscere, tanquam diceret cum propheta: Contritum est 
cor meum in medio mei, contremuerunt omnia oesa mea. Hoc angelus 

30 ilfo videns modeste femur eius tetigit et inquit: Ne timeas, electe dei, 

surge velociter, Signum pacis divinitus tibi transmissum. Suscipiens 

alacriter extimplo femur eius emareuit, et exinde omni tempore vite sue 

claudieavit. Similis per omnia eventus de Jacob patriarcha legitur, 

cuius femur ad tactum angeli secum luctantis einareuit. Hec quidem, 

35 ut verum fatear, in scripturis non inveni, sed relatu 1 veracium et venera- 

bilium virorum hec vera esse in veritate comperi. Equidem prepotens 

cancellarius, episcopus Herbipcrlensis, Conradus * nomine, qui perseeucionem 

propter iusticiam paseus est, hec, que dieta sunt, se legisse eons tanter 

affirmavit et in ecclesia Bambergensi positus multis audientibus enarravit, 

40 ex quibus [F. 124 ] unus mihi familiaris et ipse vir plane veridicus mihi 

fideliter intimavit et is volente me silencio supprimere obnixe rogavit, 

ut scriberem. Tandem ego petentis instancia et sedulitate monentis 

induetus fideliter eonscripei, quatenus hec enarrentur in progenie altera. 

Mallem somno quiescere quam fieta vel frivola de sanctis dei conscribere, 

45 preeertim cum opus non habeant falsis laudibus exaltari, qui signis et 
prodigiis divinitus meruerunt decorari. Hec dimittamus et ad historiam 
redeamus. 

a virtutes Hs. b fulgoris Hs. c pavere Hs. 

1 Arnpeek nimmt diese und die folgenden subjektiven Angaben des 
50 alten um 120Ö lebenden Legendenschreibers ohne Angabe der Quelle herüber! 
* 1198—1202! 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 142 — 

Cap. 20. 

Quomodo per S. Benedictura a morbo calculi sit 

sanatus. 

Vita Henr. Cumque civitatis Apulie in victissi niu s imperator per- 

I f 23. transisset et, quo ad utilitatem et honorem regni pertinebant, prüden- 5 
tissime disposuisset, cepit infirmitate calculi laborare. Cuius morbi 
molestiam vir sanctus tanta paciencia sustinuit, ut passiones carnis ad 
custodiam humilitatis a deo sibi collatas esse assereret et flageilum cor- 
repcionis certissimum Signum dileccionis esse affirraaret; fomenta tarnen 
curacionum fecit sibi adhiberi. Ingravescente autem dolore aacenditlO 
montem Cassinum petiturus, ut per intercessionem S. Benedicti et 
S. Scolastice sanitatis ei a deo prestaretur remedium. Veniens autem 
ad locum, ubi sanctorum reliquie fuerant recondite, effudit animam 
suam in conspectu altissimi et per sanctorum suffragia, Benedicti videlicet 
et Scolastice, precibus et lacrimis postulavit a deo salutem corporis et 15 
anime sibi dari. Impletumque est, quod [F. 124'] per prophetam 
dicitur : Exquisivi dominum, et cxaudivit me et ex omnibus tribulacionibus 
eripuit me. Nam peciit et exauditus est; pulsavit perseveranter ad 
ostium miseratricis potencie et intromissus est. Interea imperator 
cepit cogitare de translacione S. Benedicti, que audierat, et quia reliquie 20 
eius dicebantur furtim sublate et in alium locum translate; ideo vir 
7, 24. sanctus de corporali eius presencia dubitabat Completa itaque oracione 
homo dei ad hospicium se contulit et lassatus et debilitatus in lectulo 
se collocavit. In quo obdormiens vidit S. Benedictum sibi assistere et 
ferrum sectorium ad medicinales sectiones aptum manu tenere. Qui 25 
dixit ei: Quia sperasti in deo et in sanctis, ecce, missus sum ab deo, 
ut per meam medicinam ab infirmitate tua libereris ». Ecce, ego, cuius 
ossa furtim sublata esse putabas, presenciam meam tibi exhibeo et in 
argumentum veritatis passiones tuas curabo. Hec dicens partem illam 
corporis, ubi calculus herebat, medicinali ferro, quod tenebat, aperuit 30 
et evulso molliter calculo hiatum vulneris subita sanacione reintegravit 
calculumque, quem tulerat, in manu imperatoris dormientis reposuit. 
Quo facto b cbristianissimus imperator evigilavit et pertractans secum, 
que circa ipsum per confessorem Christi gesta fuerant, vidensque cal- 
culum, quem manu tenebat, vocavit satellites suos, qui regio more 35 
[F. 125] sibi semper assistebant, dixitque ad eos: Pontifices regnique 
nostri principes vocate ad me, ut cognoscant et videant mirabilia dei, 
que ineffabilis misericordia et inenarrabilis potencia eius fecerit In me. 
At illi mandata regis celeri cursu perferentes ad principes perduxerunt 
eos ad imperatorem. Quos imperator salutans resalutatusque ab eis 40 
sie allocutus est: Fratres et commilitones mei , magnificate dominum 
mecum et exallemus nomen eius in id ipsum, quia ipse est magnus 
dominus et laudabilis nimis et magnitudinis eius non est finis. Ipse 
percutit et medetur, flagellat autem peccatores et penitentibus miseretur ; 
hunc humiliat et hunc exaltat, quia caiix in manu domini vini meri 45 
plenus mixto. En, inquit, ego, qui heri morti proximus fui, per 
mi8ericordiam dei hodie vobis appareo sanus et aculeum mortis, quem 
heri gestavi inclusum corpori meo, hodie oculis vestris visibiliter ostendo. 



* liberaberis Hs. b f actus Es. 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 143 — 

Hec dicens oetendit calculum, quem manu tenebat, et ostendens cicatricem 
vulneris ac omnia, que per 8. Benedictum circa ipsum gesta sunt, 
cunctis audientibus ex ordine referebat. At Uli videntes et audientes 
mirabilia dei plus, quam credi potest, admirati sunt et benedicentes 
5deo diuque in laudem eius acclamantes de incolomitate imperatoris 
gavisi sunt. Bursum rex ad eoe : Quas , inquit , gratiarum actiones 
[F. 125* ] aut que munera tantis beneficiis condigna medico nostro 
8. Benedicto possumus rependere? At Uli omnes indicaverunt eum 
regia munificencia dignum esse. Imperator ergo ex consilio principum 

lOsuorum ingencia munera in prediis, in auro, in argento, in ornamentis 
plurimis ecclesie 8. Benedicti contulit et valefaciens fratribus, qui eidem 
ecclesie presidebant, a Cassino monte hilaris et sanus recessit. Ab eo 
autem tempore et deincepe quadam speciali veneracione et dUeccione 
S. Benedicto et omnibus monastice religionis cultoribus studuit deservire 

15 et in amplificandis et protegendis rebus ecclesiasticis benignus et devotus 
pater existere. Hec in Cassino monte scripta inveniuntur, ut moderni 
magnalia dei in memoria habeant et apud posteros per antiquitatem 
temporis in oblivionem non veniant Inde iter faciens Roraam pervenit, /, 25. 
ubi a Benedicto papa benigne et honorifice susceptus, quantas miseraciones 

20 et beneficia per S. Benedictum ei dominus contuleiit, indicavit Bene- 
dictus vero papa gratias egit deo pro salute imperatoris et tocius 
populi catholici obtulit sacrificium laudis. 

Cap. 21. 

De reditu imperatoris et visitacione cenobiorura. 

25 Postquam autem vir sanctus Borne positus orania, que petebat, Vita Henr. 

a domino papa impetravit, confir-[ F. 126] m&ius apostolica benedicciooe A 28. 
Alpes appenninas ascendit et dimisso exercitu in terram suam Cluniacum, 
eo quod multa de religione et statu loci illius audierit, oracionis causa 
cum paucis familiaribus suis perrexit. Ubi cum plurima signa religionis 

30 et sanctitatis vidisset, sancti spiritus igne succensus coronam auream 
preciosissimis gemmis adornatam ad missam, que de cathedra 8. Petri 
celebrabatur, obtulit et fraternitatem monachorum suscipiens cum maxima 
humilitate et contricione cordis oracionibus eorum se commendavit et 
in supplementum necessariarum rerum in Alsacia optima predia eidem 

35 congregacioni contradidit Inde iter faciens per Leodium et Treverim / f 29. 
transitum fecit et congregaciones inibi deo famulantes plurimis lar- 
gicionibus et prediis ditavit. 

Cap. 22. 
Qualiter papa Babenbergam veniens susceptus sit. 

40 Ut ad superiora autem redeam, unde pauliaper digressus sum, y# a g enr 

postquam vir sanctus Borne positus Bambergensem f undum cum omnibus / 28. 25. 
pertinencüs sui 8. Fetro contradidit et apostolico presuli extunc et 
semper defendendum commendavit et in commemoracione huius pactionis 
singulis annis album ambulatorium cum faleris Romano presuli darf 

45 constituit. Hac quoque humilitate et devocione apud dominum papam 
obtinuit, ut ad Almaniam accederet et Bambergensis fundi novam 
plantacionem [F. 126' ] visitaret Quod et ita factum est. Nam in 

n p rtrt «[,> Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 144 - 

proximo Aprili Alamanniam intravit omnibusque civitatibus illius regionk 
peragratis tempore, quo condixerant, Bambergensem locum adire dis- 
posuit. Venit ergo 5. feria maioris ebdomade hora 6. sacris pontificalibus 
vestimentis indutus, sicut iam ad peragenda misteria ac solenne illius 
diei officium processurus erat, et suscipitur glorioeisaime ab imperatore 5 
atque ab uni vereis, qui aderant, principibus omnique clero et populo 
inestimabili exultacionis tripudio. Ut autem in adventu tarn insoliti 
tamque* exoptati hospitis deo nostro iocunda deooraque laudacio ex- 
hiberetur, prudentissimus regum quatuor in occursum eins choros psal- 
lencium decenter ordinavit, primum in ulteriore b fluminis ripa, alium 10 
in citeriori, tercium ante portam civitatis, quartum in atrio ecdesie. 
Ubi primus omnium ipse imperator data manu papam domum domini 
introducens divinis hinc inde ymnis canora suavitate resonantibus in 
episcopali cathedra locavit. Debitum buius sacratissime diei officium 
cum duodenis episcopis cooperatoribus apostolicus pontifex, similiter et 15 
aliorum dierum sequencium, summa devocione eeiebravit In sancta 
autem dominica pasce cum in matutinali officio Aquileiensis patriarcha 
leccionem primam, [F. 127] archiepiscopus autem Ravennas secundam 
ipseque apoetolicus recitaret terciam, omni denique ornatu et elegancia 
processionis solenn ia agerentur, veluti condecuit apostolicam dignitatem20 
imperialemque magnificcnciam in sancta solennitate solennitatum, quis 
non iudicet tarn religiosam nostrisque in regionibus inusitatam celebri- 
tatem merito in noticiac omnium Bambergensis ecclesie filiorum per* 
petuo haben et d memoriale eius in seculum non derelinqui? 

Cap. 23. 25 

De ereccione trium ecclesiarum Babenberge. 

Denique cesar augustissimus Hainricus IL, ut dictum 
Vita ffenr. 1,6. est, episcopatum Bambergensem ex integro in suo dotnate venustissime, 
sicut hacteilUS cernitur, fundavit terminis videlicet adiacentibus 
episcopatibus legitimo concambio commutatis. Eundem vero episcopatum 30 
principibus apoetolorum Petro et Paulo ac precioeissimo martyri Georgio 
adtitulatum speciali iure sanete Romane ecclesie contradidit, ut et prime 
sedi debitum divinitus impenderet honorem et suam plantacionem firmius 
lnuniret. In nquilonari civitatis parte monasterium sub regula S. Bene- 
Vita Cuneg P.dicti in hqpore S. Michaelis arc hangelt extruxit non minori studio pro- 35 
diorumque ac diversorum donariis ornamentorum dotatum. Terciam 
demum versus meridiem sub online canonicorum ecclesiam sub titulo 
beati protomartyria Steffani, ad quam dedicandam Benedictuin [F. 127' J 
papam, quem prefatus deo dignus imperator ad confirmandum Bam- 
bergensem pontificatum advoeaverat, venire rogavit Ipse quoque illud 40 
psalmigrapbi secum decantans: Domine, dilexi decorem domus tue, diversa 
eidem ecclesie iuxta imperialem magnificcnciam munera contulit in diversis 
ecclesie ornamentis. Que omnia ipse dominus apostolicus, ut semper 
memoria fundatoris fundatricisque ipsius illic floreat, ne quando per 

* tanquam Hs. b ulterioris Hs. c noticiam Hb. <* in Hb 45 

1 Man. Germ. hüL, SS. IV, 821 ff. 



. r^nru-iL* Original frarm 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 145 — 

fraudem aut violenciam vel furto inde subtraherentur, dura banni sui 
innodacione septuaginta quoque duorum episcoporum, qui illic aderant, 
auctoritate ipso die dedicacionis confirmavit. 

Hic papa Benedictus VIEL, secundum quosdam, scilicet a 

5Hermannum a , anno Christi 1019. Bamberge diem clausit 

ultimum et ibidem in medio chori maioris ecclesie sepultus K 

Cap. 24. 

De addicione quarte et quinte ecclesiarum. 

Predictis tribus ecclesiis postea per Günthern m eiusdem Barn- Vita Henr. 1,7. 

lObergensis sedis quartum presulem et per Reinoldum quendam virum 
nobflem addita est quarta ecclesia in honore S. Marie matris domini et 
S. Gaugolfi martyris extra urbem versus orientem in loco Tewrstat *> 
sub ordine et professione canonica. Denique sextus eiusdem sedis epi- 
scopus Hermannus extra urbem versus occidentem in honore S. Jacobi 

15 filii Zebedei ecclesiam sub ordine canonico iniciavit. Hanc Otto bumilis 
pauperum Christi [F. 128] amator, octavus eiusdem sedis episcopus, 
cooperanteEberhardo preposito consumavit et dedicavit ac stipem ordinem- 
que illuc deo serviencinm decenter ordinavit et disposuit. Sic locus 
Bambergensis ecclesiis et patrociniis sanctorum in modum crucis undique 

20 munitus Jesu Christo crucifixo quotidianum et sedulum celebrat officium 
pro primo suo fundatore Hainrico II. imperatore püssimo eiusque co- 
operatoribus vel augmentatoribus omnibus. Et ut inibi militantibus 
domino maior tranquillitas et securitas ac reverencia ad supplicandum 
deo perseverel, predicle quinque ecclesie sie sunt locate, ut fere ab omni 

25strepitu et tumultu forensi et populari sint decentissime segregate. 

Cap. 25. 

De dotacione cenobiorum Weihenstephen et 
Inferioris Althe. 

Imperator itaque sanetus deo famulantes plurimis lar- 

30gicionibus et prediis ditavit. 2 Sane anno Christi 1021. Egilbertus Chr. St Step/t. 
deeimus septimus episcopus Frisingensis preposi tu r a m sex canonicorum/; /*. 

* mit blasserer Tinte am Rand, b Teurstat Aventinus am Rand. 

1 Papst Benedikt VIII. ist am 9. April 1024 xu Rom gestorben; 
vgL Wappler, Papst Benedikt VIII. , S. 97. Es ist nicht festzustellen, woher 

35 Arnpeck xu den obigen unrichtigen Nachrichten gekommen ist Hermann 
von Reiehenau (Mon. Oerm. hist. 9 SS. V } 120), an welchen man bei dem 
Zitat denken könnte, gibt richtig 1024 als Todesjahr des Papstes an. 
Bezüglich der Grabstätte liegt offenbar eine Verwechselung mit Papst 
Klemens IL vor. 

40 9 Quelle für das Folgende dürfte das ungedruckte Chronicon St. Stephani 

(Gm. 1015) sein. Diese dem Ende des 14. Jahrhunderts ungehörige Weihen- 
stephaner Chronik , von welcher Waitz (Mon. Oerm. hist., SS. XIII, 51) 
irrig behauptete, dass sie dem 16. Jahrhundert angehört, hat ihrerseits das 
Freisinger Traditionsbuch, sowie die wichtigen älteren Weihenstephaner 

45 Annalm (SS. XIII a. a. 0.) benutzt. 

Quellen u. Erfrterangtn N. F. Hl. 10 

{^rtrti-il ■■ Original frorm 

b ^ Tt UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 146 — 

in monte S. Steffani in monasterium Weihenstephen ordinis 
2*. S. Benedicti salubriter commutavit Ad quod ab imperatore 
Hainrico christianissimo partem cuiusdam insale in AustriaSahsona- 
3. gane impetravit, pro qua data est villa Hegelhausen. 1 

* Denique inNewnburga apud Danubium supra IngelstatS 
cenobium sanctimonialium fundavit.* 

Andr. 43/44. Insuper imperator beatus cognita sanctitate beatissimi Gode- 

hardi Inferioris Altach monachi ac abbatis', quem Hildesheymensem 
episcopum constituit, eiusdemque discipuli Guntheri, quorum secretis 
[F. 128* ] con8iliis fruebatur, prefatum monasterium Inferioris Altach 10 
larga munificencia ditavit. 

Et mirura, quod homo dei, qui circa ecclesiasticas 
utilitates tanto studio et salute anime sue flagrabat, in nullo 
profecto regnum negligebat, quinymmo sine sanguinis effusione 
pietate et sapiencia terminos regni sui dilatavit et imperialem 15 
dignitatem gloria et honore ampliavit et ornavit. 

Cap. 26. 
De concordia coniugum. 

Vita Henr. Beatissimi eoniuges, Serenissimus imperator Hainricus 

"*• 3* et Knnegundis castissima, siquidem unanimes habitabant in20 
regno, cuilibet cor unum et anima una, et erant duo non tarn in carne 
una quam in uno spiritu. Erat enim eis idem velle et idem nolle, adeo 
ut, quicquid alteruter inchoasset, alter hoc ipsum sagaciter consumare 
satageret ; par enim voluntas eis erat ad omne, quod erat virtutis, quod 
pietatis, quod religionis. Quicquid acturus erat imperator, dilecte sue 25 
consilio committebat, et quicquid egerat, eius voluntate confirmabat. 
Itaque cum se tarn tenere diligerent et tarnen virginalem continenciam 
conservarent, spiritalis eoruin dileccio soli deo cognita, sed hominibus 
penitus ignota. 

Cap. 27. 30 

De astucia dyaboli falsa. 

Vita Henr' Enimvero invidus omnium bonorum diabolus eoruin castimoniam 

777, 3. considerans invidit et tabescebat [F. 129 ] et, sicut ferrarius faber prunas 
operi suo necessarias magis ac magis solet succendere, sie ad libidinem 
eorum casta pectora sua suggestione sathanas satagebat inflamniare. 35 
Cum autem hac arte nihil proficeret, ille milleartifex, quos ad peccandum 
impellere non poterat, alia calliditate conabatur supplantare. Itaque 

» Denique — fundavit am Rand Es. 

1 Auch in seiner Abschrift des Freisinger Traditionsbuches (Wolfen- 
büttel) Bl. 241 machte Ärnpeck offenbar auf Grund der Weihenstephaner 40 
Chronik den Zusatz : pro qua dedit monasterio idem episcopus villam in 
Hegelhusin. 

• Im Jahre 1002. 

1 Vgl. oben S. 133, Z. 18, wo die Vita S. Qodehardi benutzt ist. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized by VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 147 — 

permittente deo, qui suos permittit probari temtacionibus, non reprobari, 
beatoe coniuges, sed virgines hac arte molitus est infamare. Quadam 
die in ortu aurore cum B. Kunegundis de thoro Bürgeret immaculato, 
ille callidiseimus assumpta forma militis de cubiculo regine visus est 
5exire. Quem presentes iroperatricis vernule cernentes et cum B, Kuni- 
gunde cubasse suspicantes» mirabantur, quia nunquam huiuscemodi 
sermo de ea fuerat auditus ; et omnes invicem super hoc facto mussi- 
tabant quibusdam ei super hac infamia condolentibus, aliis autem eam 
maligne rodentibus. Ille vero milleartifex non contentus hac sola vice 

10 sequenti die, sed et tercia die multo pluribus b quam prima die cernentibus 
de thalamo matrone pudicissime se simulabat exire, et miro modo pre- 
sentibus videbatur, quod eum cognoscerent, cum tarnen , quis esset, 
penitus ignorarent. 

Extimplo patulas populi penrenit ad aures 

15 Velox fama, malum quo non velocius ullum. 

Cap. 28. 
De detraccione S. Kunigundi facta. 

[F. 129*] Exinde viri cum mulieribus, senes cum iunioribus, pusilli Vita Henr. 
cum maioribus imperatrici gloriose detrahebant, et facta est fabula om- ///, 3. 

20nibus quibusdam pro ea vehementer dolentibus propter varias eius virtutes, 
quibusdam vero maligne ei detrahentibus ; et a multis obprobrium sustinuit 
et contumeliam. Erat autem cor eius habens in domino fiduciam, quia 
suam sciebat innocenciam, previdit tarnen sibi gravamen et laborem im- 
minere et, licet haberet thesaurum bone consciencie, tarnen a lacrimis 

25 se non poterat abstinere, cui boni quique, ut dictum est, condolere, 
malivoli vero et maxime nepharie muliercule suas quasi nequicias per 
eam obtectare nitentes detrahebant ei dicentes: Ecce, quanta calliditate 
hactenus hacc specie sanctimonie suam turpitudinem palliavit. His et 
huiuscemodi contumeliis malivolis innocenti detrahentibus aura sinistri 

30 rumoris aures imperatoris procul positi percelluit d . Cuius eciam cor 
in ipso contremuit et trisüs nimium inquit : Absit, inquam, absit hec 
iniquitas a coniuge mea dilectissima. Siquidem nihil sinistrum de dilecta 
sibi suspicabatur, quia tarn sobriam et tarn pudicam feminam se nunquam 
cognovisse fatebatur. Tandem aliis et aliis eundein sermonem con- 

35 firmantibus ipse nimium credulus tactus est dolore cordis intrinsecus et 
statuit in corde suo, ut, quoad usque viveret, nunquam ulterius eam 
videret. Interea negociis, [F. 130] pro quibus exierat, imperator bene 
dispositi8 Bamberg est reversus in mente lngubri et coniugem olim sibi 
dilectam more solito salutare neglexit Itaque prudens imperatrix patenter 

40 intellexit apud aures illius sese diffamatam esse, quapropter anima eius 
turbata est valde et vulnerata caritate dilectum suum quamvis sine causa 
sibi oflensum ardenti desiderio videre desiderabat. Igitur captata» opor- 
tunitate accessit ad eum plena caritate et dilectione, quem eciam benig- 
nissime suscepit et affectuosissime salutavit. Ille vero eam nee resalutare 

45 dignabatur nee salu tem reeipere. At illa mitissima oflensum sibi placare 
cupiens dixit voce lacrimabili: Domine desiderantissime, cur mihi non 
loqueris? Ut quid avertis faciem tuam a me ? Ille demisso vultu respondit: 

a suspicium Es. b prioribiiB Es. c hec Es. * procelluit Es. 
* optata Es. 



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10* 

Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 148 — 

Non oportet me super hac re respondere tibi. Becurre ad conscienciam 
tuam et invenies offensionis mee causam. At illa fiducialiter respondens 
ait: Consciencia mea munda est et eonscius meus in excelso. Qui plane 
testig est mihi, quia facinus hoc pessimum, quod obicitur mihi, nunquam 
perpetravi . Obsecro te, domine, mi rex, ut viriliter agere et patienciam 5 
in me digneris habere. Honor quidem tocius imperii per me videtur 
imminutus, sed volente deo per me quantocius reformabitur, quod, qualiter 
fieri possit, si sit cum beneplacito vestro, breviter insinuo. His auditis 
imperator aliquantulum IF.130 1 ] mitigatus tunc demum precepit eam 
residere * et, qualiter hec fieri possent, edicere. 10 

Cap. 29. 
De pargacione eius in iudicio vomerum ignitorum. 

Vita Hetir. Ad hec illa: Maiestas vestra, inquit, domine, principes universos, 

Hl* 3- tarn episcopos quam laicos ad cur i a m regiam convenire iubeat, et pre- 

sentibus omnibus causa, de qua agitur, ordine iudiciario ventiletur et, 15 
quicquid ipsi suggesserint, salvo honore vestro fieri poterit. Spero autem 
de divina misericordia b , quod eripiat nos de luto f ecis huius et miseria. 
Cum hec verba prudentis imperatricis optime placerent in conspectu 
principis, ad ipsius Imperium principes convenerunt in unum. Quibus 
cum imperatore sedentibus in iudicio intravit imperatrix imperterrita et 20 
secus pedes olim dilecti sui resedit nigra et formosa filia Jerusalem, 
nigra per infamiam, formosa per innocenciam, et per hoec revera filia 
superne Hierusalem, que semetipsam et causam suam divine commen- 
davit prudencie. Tunc proloquens <* rex voce lacrimabili dixit principibus 
universis: O dilecti mei principes gloriosi, estimo plane nequaquam25 
nobilitatem vestram latere, quod per dies aliquot sustinui e obprobrium, 
et operuit confusio faciem meam. Fropter quod potissimum volui vos 
convenire, quatenus ab imminentibus incomodis vestre prudencie consilio 
valeam absolvi. Nunc itaque a vestra discrecione [F. 131] requiro, 
cuinara sentencie matrona debeat subiacere, que et contempto coniuge30 
legitimo alium ei superducere presumpserit. Obsecro f igitur et obsecrando 
precipio, ut leges et decreta maiorum recolentes, prout iusticia dictaverit, 
sentenciam proferatis. His dictis tarn principes quam omnis illa ad- 
vocacio lacrimas fundebant uberrimas imperatrici penam, ut putabant, 
passure compacientes, quam unimoda % virtute preditam esse noverant, 35 
et ideo detrectantes in eam ferre sentenciam variis colloquÜR tempus 
redimebant. Quod illa prudenter animadvertens et femineo pectori virilem 
inserensh animum, surgens et stans in medio prestitoque sibi silencio, 
sed et omnibus reverenter auscultantibus eleganter allegabat dicens: 
principes omni honore digni et mihi dilecti, iam dudum vobis com- 40 
placuit universis, et dominum vel coniugem meum dilectum imperatoria 
dignitate sublimastis et me participem regni eius esse voluistis, et tarn 
dei gracia quam vestra constitucione ceteris hominibus prestanciores 
esse videbamur. Quia igitur inter feminas prestancior esse videor, sed 
de pessimo crimine incusor, necesse est, ut per iudicium durissimum, 45 
scilicet duodecim candentcs vomeres, ab hac infamia me vobis presentibus 

a presidere Hs. *> fehlt Hs. c hec Ha. d perloquens Hs. © sustinuit 
H$. t Obescro Hs. g omnimoda Hs. & inferens Hs. 

.. r^nonl^ Original frorn 

Jigitize<J öy VrUUgl^ UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 149 — 

expurgem. Sed enim serenitati vestre immeosaa refero gracias, quia 
parcendo gravem in me ferro [F. 13V ] sentenciam noluit vestra man- 
ßuetudo *. His dictis resedit Porro präsentes omnes his auditis ad 
invicem conferebant dicentes: Quod ei perpetrati sceleris consciencia 
5 nostram stimularet dominam, nequaquam sibimet gravissimum hoc examen 
proponeret, ioimo eciam ab aliis propositum refutaret. Interea vomeres 
vehementer igniti in unam delati sunt basilicam. In quam B. Kunegundis 
a duobus episcopis dignioribus tanquamad victimam ducebatur. Quam 
Christi confessor e vestigio sequebatur. Qui videns vomeres scintillas 
10 ignis vaporantes in ira misericordie memor, memor eciam pristini amoris 
dixit ad eam : Quiesce, domina mi amantissima, quiesce, mihi desideran- 
tissima, parce, queso 9 tibimet ipsi et ne intres in iudicium hoc, horribile 
eciam ad videndum; credo enim te immunem esse ab omni crimine. 
lila sereno vultu respondit ei : Quod ei vobis mihi parcentibus ad presens 
15 evasero iudicium, sed non evadam, quod hactenus innocens sustinui 
convieium. Quapropter necesse est, ut, hoc examen hcet sit tenibile, 
me accelerem expurgare, ut his, qui hactenus mihi detrahebant, iam 
detur alia de Kunigunde loquendi materia. His dictis fiducialiter accessit 
et elevatis oculis in celum dixit: Domine adiutor et protector meus, ne 
20 derelinquas me. Festina, domine, ne tardaveris, sed in presenti [F. 132] 
tribulacione succurre ancille tue. Te, domine, cuius oculis nuda et 
aperta sunt omnia, te, inquam b , domine, testem hodie invoco, quia nee 
hunc presentem Hainricum nee quemquam virum alium carnali com- 
mercio cognovi. Quo audito rex infremuit et secretum suum celari 
2öcupiens et ideo os opilare satagens atrociter compressit, ex quo linea 
copiosi sanguinis effluxit. Quo viso imperator subitanea duetus penitencia 
flevit amare et doluit super eam, sicut doleri solet in morte primogeniti ; 
erat enim fasciculis mirre dileeta sua sibi. Igitur ipse retrocedens exitum 
rei gemebundus expeetavit 
30 In domino vero posuit spem saneta virago 

Atque genu flexo repetensque precem pia dixit: 
Rex, opifex mundi, fer opem misere Kunegundil 
Et cum presentes tremerent nimis aspicientes 
Candentes vomeres, calcavit eos quasi flores. 
35 Undenis ipsa peragratis nil quoque lesa 

Stans super extremum vomerem veneranda supremum 

Regem laudavit, per quem sathanam superavit. 

Itaque cum imperatrix inclita de obiecto sibi crimine satis evidenter 

esset expurgala, imperator animum eius blandiciis delinire gestiens ipsius 

40 sacris pedibus provolutus ait: Placare, domina mi, esto mihi placabilis 

et ne repellas me a giacia vel dileccione tua. Equidem, fateor, peceavi 

et insipienter egi in eo, quod molestus fui tibi, und e iam ago penitenciam. 

Adhereat [ F. 132'] lingua mea faueibus meis, si non tibi de cetero ego 

satisfecero, quoad usque vixero. At illa columbine simplicitatis et niire 

45 paciencie immemor iniurie, memor clemencie dilecto suo ait : Domine 

mi, non mea tibi, sed dei pocius est optanda gracia Quam ut pleniter 

adipisci merearis, deum time et mandata eius observa; mea vero erga 

te vigere devocio nee desiit nee desinet aliquando. Enim vero visis tot 

virtutibus et signis his, que fiebant, ibi collecta concio gaudens gaudebat 

50 in domino. Siquidem tristicia imperatrici condolencium versa est in 

* consuetudo Hs. b inquit Hb. 

n Pnnol " 4 Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 150 — 

gaudium, et, qui cum flente fleverant, iam gaudenti congaudebant. Igitur 
omnes voce unanimi graciaram actione® omnium persolvebant dominatori, 
qui facit mirabiles res, qui pia dispensacione suos permittit tentari electos, 
ut, quemadmodum aromata, quanto subtilius trita fuerint, tanto maiorem 
reddunt fraglanciam *, ita et electi tribulacionibus probati Christi bonus 6 
odor sint b deo in omni loco. Revera vera est sentencia, quam dominus 
ait: Non potest civitas abscondi super montem posita neque accendunt 
lucernam etc. Versus: 

Sub modio posita fuit ardens illa lucerna. 

Hanc etenim nuptam prius omnes esse putabant, 10 

Denique corruptam per adulterium reputabant. 

Sed quia virgineum Sorem servavit in evum, 

Judicio teste satis enituit c manifeste. 
[F. 133] Quod pius Hainricus fuerit, quod virgo pudicus, 

Est manifestatum, licet haud fuerit sibi gratum. 15 

Pessima figmenta sathane sunt adnihilata. 

Femina dum fragilis sathana tentante probatur, 

Omnis odibilis zabulus per eam reprobatur. 

Cap. 30. 

De resignacione uxoris virginis in morte. 20 

Vita Henr. Denique consumatis gloriosissime huius vite laboribus postquam 

1, 32. bone opinionis odorem longe lateque redolere fecerat locumque sibi 
dilectum cum ceteris monasteriis ditando et omando et excolendo ad 
perfectum advexerat, ad percipiendam immarcescibilem <* coronam ab 
ergastulo carnis a domino evocatus est Qui cum cerneret imminere25 
sibi mortis diem, in Castro dictoEreum l citatis adseconsanguineis 
et amicis beatissime imperatricis Kunegundis, nonnullis eciam regni 
primoribus manu eam apprebensam commendavit eam Ulis huiusmodi 
verbis memoria dignis: Hanc, eccc, mihi a vobis, immo per Christum 
consignatain ipsi Christo domino nostro et vobis resigno virginem vestram- 30 
1,35. Defuncto itaque dei famulo anno regni sui 24., imperii autem anno 11- 
corpus eius decen ter sub multorum patracione miraculorum excepit 
in Babenbergensi ecclesia sepulturam «. 
Ebran 91. Tunc Bruno frater eius, Augustensis episcopus, donaciones 

ecclesiis facta s impedire conabatur; territus in somnis per fratrem35 
eius B. Hainricum cessavit. 

Cap. 31. 

De heremita. 

Vita Henr. In eius vero transitu terra plorante celum [F. 133'] exultavit, 

/, 33. sicut dominus per suam misericordiam revelare dignatus est. Sub ipsa *0 
etenim hora exitus illius cuidam servo dei in solitudine commoranti 

a fragranciam Hb. *> fiuntife. c emicuit Hs. <* immarcessibilem Hs. 
von Defuncto bis sepulturam Striche am Rand, dazu das Wort vacat. 

1 Heinrich starb in Pfalx Qrona. Quelle der obigen Angabe? 

Original frorm 



by C* 



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— 151 — 

dyabolu8 sub humana specie traditur apparuisse. Quem vir dei per 
spirituum discrecionem protinus agnovit et ait: Quo vadis? Cui ille: 
Ad exequias, inquit, principia pergo. At ille respondit: Vade, comple 
negocium tu um, in quantum tibi a domino permittitur. Verumtamen 
5 coDsummato officio tuo adiuratus per deum vivum ad me revertere, ut 
per te rei exitum cognoeeam. Post modicum reversus coram eervo dei 
gemebundus astitit et voce querulosa et ingenti ullulatu dixit: Heu, 
heu, delusi sumus, in vanum laboravimus, quin eciam ab angelis dei 
confusi discessimus ; assistentibus enira hinc et inde nobis et spiritibus 

10 angelicis merita anime iuste in ßtatera appensa sunt et fasciculis pecca- 
torum deprimentibus iam pene pars nostra preponderaverat. Tunc subito 
adustus quidam superveniens catino aureo partis dextre lancem oneravit 
mirumque in modum parti nostre adeo preponderavit, ut et ipso catino 
ad terratn collapso ruina Signum collisionis impresserit. Itaque victores 

15 angelici animam nobis ereptam gaudentes in suum consorcium abduxerunt. 
Hec vero tametsi corporaliter gesta referantur, necesse tarnen est, ut 
virtute spiritali completa intelligantur. Res etenim spirituales per cor- 
porales exprimuntur ymagines, cumque aliud [F. 134] foris agitur aut 
dicitur, aliud intus geri significatur. Prememoratus et sepe rememorandus 

20 dei f amulus calicem aureum in honore dei et commemoracione a S. Laurencii 
martyris ecclesie Merseburgensi contulerat, cuius speciali patrocinio coram 
deo adiutus et in ipsa sui exitus hora creditur liberatus. Omni vero 
veneracione et admiracione dignum esse perpenditur, quod eadem hora 
calix certa custodia clausus habebatur nee minus tarnen predicte col- 

25 lisionis materiale Signum excepit. 

Cap. 32. 
Miraculum de ablucione calicis. 

De eodem quoque calice quid religiosorum virorum relacione in Vita Henr. 
veritate audierimus, futurorum memoriis intimare opereprecium b duximus. /, 34. 

30 Cum enim predictus Christi confessor Heinricus pro disponendis regni 
negoeiis Marsipolim venisset, aeeidit, ut quadam die ad altareS. Laurencii 
misaam attentissime audiret Qua completa, sicut semper facere con- 
sueverat, ablucionem calicis sumere volebat, sed interveniente magno 
negocio regni, quod vir sanetus proposuit, tunc temporis fieri non poterat. 

35 Vocato itaque cufitode ecclesie rogavit eum, ut calicem cum omni dili- 
gencia servaret, quoad usque ipse exoecupatus aptum tempus et locum 
ad summendam illam inveniret. Excrescentibus autem causis et placitis 
tota die illa vir beatus non poterat se expedire. Postera vero die post 
matutinas cum paucis secretariis suis [F. 134' ] claneulo monasterium 

40 introivit et diueius flexis genibus et profusis lacrimis deum exoravit 
accersitoque custode calicem cum ablucione afferri preeepit. Cumque 
allatus et discoopertus fuisset, invenerunt ablucionem illam in formam 
veri sanguinis transmutatam c . Quod factum mirabile mox universis, 
qui aderant, innotuit et nunc et semper in laudem dei et gloriam con- 

45 feseoris sui omnis ecclesia successoribus suis enarrabit. Discite ergo, 
divites huius seculi, facere vobis amicos de mammona iniquitatis, ut, 
cum defeceritiß, ipsi voe in eterna reeipiant tabernacula. 

a commemoracionem Hs. * presenti Es. c transmutatum Hs. 

n ■ ^h r^or^tlifr" Original frorm 

*J by V_^UUglt UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 152 — 

Cap. 33. 
De sepultura eins et de miraculis. 

Vita Henr. Defuncto itaque beatissimo dei famulo anno regni sui 24., vite 

/, 35 l . 52., imperii vero 11. corpus eius in ecclesia beatorum apostolorum Petri 
et Pauli Bamberg honorifice ßepultum est ac postmodum multis mira- 5 
culorum virtutibus a domino glorificatum est. 
//, 10. Post hec multa sanetitatis argumenta et experimenta frequenter 

in eodem loco visa sunt, debiles curati, ceci illuminati, demones ex 
obsessis corporibus visibiliter fugati, multi ex diversis infirmitatibus 
ibidem frequentissime liberati sunt domino testificante, quanta sanetorum 10 
gloria in celis sit, quos tantis miraculorum virtutibus in terris coruscare 
concedit, ne apud homines loco humili teneantur, qui apud deum meritis 
excelsi esse comprobantur. Cum enim miraculorum [F. 135] attestacio- 
nibus sanetitatem B. Heinrici confessoria sui dominus declararet, Bam- 
bergensis ecclesie prelati crebrescentibus a signis cum mandatis et litteris 15 
Conradi regis ac prineipum b Romam abierunt et, quam magna mirabilia 
deus per confessorem suum operaretur, domino pape Eugenio et Romane 
curie nunciaverunt. At Uli gaudentes et pro tante fame dulcedine deum 
glorificantes de canonizacione S. Heinrici ceperunt solicite ac diligenter 
ad invicem conferre, quatenus in catalogo conscriberetur sanetorum, 20 
qui virtutibus et signis probaretur assumptus esse in regnum celorum. 
Cui canonizacioni quidam cardinalis Jobannes nomine cepit vehementer 
obsistere et proiecto timore dei, in quibuseunque potuit, non vereeun- 
datus est predicto confessori Christi detrahere. Sed divina ulcio detra- 
hentem celesti verbere repente coereuit et, dum famam beati viri laceraret, 25 
potestas dei eum lumine oculorum privavit. At ille a deo percussus et 
humiliatus cecitatis molestia et reatus sui consciencia cepit torqueri et, 
quo modo hanc plagam in confessorem c Christi peccando meruisset, 
publica voce confiteri. Et mirum in modum, quem prius dentibus de- 
traccionis lacerabat, hunc modo laudibus et preconiis usque ad sidera 30 
extollebat. Conversus itaque ad penitenciam celerem consecutus est in- 
dulgenciam et per intercessionem confessoris Christi denuo est illuminatus, 
ob cuius ulcionem iusto dei iudicio fuerat exeecatus. 
Vita Cuncg. h [F. 135'] Sancta insuper imperatrix monasterium ad honorem 

saneti salvatoris nostri Jesu Christi et eius victoriosissime crucis in loco, 35 
qui d Confugia dicitur, magnifice construxit et ancillarum dei ibidem 
deo seeundum regulam S. Benedicti serviencium congregacionem decen- 
tissime ordinavit. Porro cooperante ei in omnibus imperiali maiestate 
idem monasterium omni ornatu decoravit, ante principale altare iconam 
ex auro et lapidibus preciosissimis statuit, calices aureos et argenteos, 40 
catinos, ureeos, pallas et casulas, vela et cortinas, cappas auro et geramis 
preciosis intextas et cetera utensilia sive vasa ministerii tanto studio et 
tarn sumptuosis impensis eidem ecclesie contulit, ut, quieunque ea intuentur, 
regiam munificenciam et miram utriusque, imperatoris videlicet et im- 
j>eratrici8, devocionem in deum magnopere mirari non cessent. 45 

Ä crebescentibus Hs. *> prineipes Hs. c confessore Hs. d q U ia Hs. 

1 Die gleic/ie Stelle ist schon oben S. 150, Z. 31 benutzt. 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



153 — 



Cap. 34. 

De donacione et f ictalicio 9 quod habuit 
S. Kunegundis ab ecclesia Frisingensi. 

Anno domiDice incarnacionis 1025. summe divinitatis miseracione Cod. trad. 
5 provisum est, ut pia deoque amabilis Kunigunda imperatrix augusta ob Fris. 1 
amorem celestis desiderii atque ob recordacionem dive memorie senioris 
8üi Heinrici imperatoris augusti necnon ob quoddam vite temporalis 
emolimentum cum consilio gloriosi ducis Baioariorum Hainrici, scilicet 
fratriß sui, cunctorumque procerum et optimatum comitumque baioarioe 

10 provincie ac iudicum sui iuris quedam predia Bantesdorf aive Rantea- 
bova, [F. 136 J Hohpercbach, Ostermuntinga, Veltkircha nominata tradidit 
in manus venerabilisEgilbertiFrisingensis ecclesie episcopi cum ecclesiis 
ac decimis, cum foresto Wilihart ac forestariis, cum terris cultis et 
incultis, mancipiis utriusque sexus, vineis, molendinis et cum omnibus 

15 iuate et legaliter ad ea pertinentibus exceptis quinque servilibus mansis etc. 

Iusuper eciam imperatrix augusta tradidit eidem episcopo quicquid 

visa est habere in loco Hai dicto cum utriusque sexus mancipiis, edificiis, 

terris cultis et incultis, sartaginibus ac locis sartaginum ac locis onustariis * 

witevendin censalibus b et cum omnibus iure et legaliter ad ipsam salinam 

20 respicientibus atque cum omnibus rebus , quas visa est habere supra 
fluvium Sala nominatum, ea videlicet racione c , ut ipsa venerabilis domina, 
quamdiu deo ordinante viveret, res omnes supramemoratas in integrum 
possideret, post discessum vero vite mortalis pro elemosina pie memorie 
domini sui Hainrici imperatoris adoptato quoque proprie anime remedio 

25 ad altare S. Marie sanctique Corbiniani confessoria Christi Frisinge <* 
corporaliter quiescentis in ins videlicet atque dominium egregii antistitis 
Egilberti successorumque suorum lege precaria refunderentur. E con- 
verso vero prelibatus pontifex cum consilio atque consensu suorum 
tarn clericorum«* quam<* laicorum maximeque [F. 136* ] pii ducis Heinrici 

30 ac optimatum suorum retradidit deo devote imperatrici Chunigunde lege, 
ut supra dictum est, precaria de rebus ecclesie sue curtem Ysona, curtem 
Purckreina ac curtem, que dicitur Dorfa, curtem eciam Tegirenwac cum 
terris cultis et incultis, cum ipso monasterio et congregacione S. Zenonis 
ac reliquiis, ecclesiis et decimis, cum mancipiis utriusque sexus, molendinis, 

35 silvis etc., cum omnibus ad ea pertinentibus etc., usque ad felicem 
vite sue terminum. 

Hec idcirco ex libro tradicionum ecclesie Frisingensis 
huic inserere opusculo curavi, ut cunctis liquide pateat, 
quanta pie imperatricis prefate circa ecclesias et deo famu- 
40lantes fuit devocio et frequens miseracio. 

a onestariia Es. b witeuend incensalibus Hs. c tenore Hs. 
d fehlt Hb. 

1 Arnpecks Abschrift Bl. 24V. Neuester Druck (daselbst auch die 
älteren Druckstellen angegeben) in Man. Germ. hist. f Dipl. 111, 694. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 154 — 

Cap. 35. 

Kunegundis imperatrix purpuram deposuit et 
habitum religiosum assumpsit. 

VitaOuneg.5. Denique Conrado sibi succedente in regno ipsa curia seculi, sicut 

iam diu desideraverat, exonerata in ipso anniversario die transitusö 
8. Heinrici archiepiscopos cum coepiscopis ad dedicacionem Conphugensis 
ecclesie oonvocavit. Ubi inter missarum solenia imperiali decenti reime 
omni cultu ornata ante principale altare virgo deo devota processit 
ibique thesaurum incomparabilem, ligni videlicet dominici crucem parvam 
quidem in materia, sed maximam in virtute, deo contulit. At* ubi lectio 10 
evangelii, in qua super arborem crucis ascen-f F. 137 Jdens suspicientem b 
se Jesum suscipere et ab eo benediccionem pusillus meruit accipere c f 
lecta f uit , regalem purpuram exuens <* tunicam fusciorem , quam ipsa 
sibi manibus suis operata fuerat, sacerdotali benediccione data vestem 
religionis induit. Et multis quidem pro se flentibus, pro illa autem © 15 
gaudentibus *, que iam seculum damnasset in vestibus, capillis, qui 
hucusque in eodem monasterio pro veneracione servantur, precisis, im- 
posito sibi ab episcopis velo annulo fidei subarrata gratulabunda sub- 
cinuit: Posuit Signum in faciem et annulo suo subarravit me dominus 
meus Jesus Christus. Ita sponso Christo consecrata dum filiarum suarum 20 
se sanctissimo contubernio applicuisset, non ut mater filiabus se pre- 
ferebat, sed omnibus inserviens servilem se personam ostendebat, ita 
tarnen, ut, cum omnia faceret, ostentacionem fugeret singulorum, ne 
reciperet in presenti seculo mercedem suam. Operabatur manibus suis 
sciens scriptum esse: Qui non operatur, non manducet. 25 

Cap. 36. 

Quindecim annis supervixit. 

VüaOuneg.9. Quindecim in sancto proposito post obitum S. Hainrici super- 

vixit annos tarn humilitatis gracia quam pro religionis reverencia omnibus 30 
admiranda. Tandem pro nimia ciborum abstinencia, oracionis et vigi- 
liarum incredibili perseverancia cepit corpore languescere et ingravescente 
morbo paulatim deficere. Sed dum membra dolore contraherentur ex- 
terius, spiritu tarnen, quia laus dei semper in ore eius, confortabatur 
interius. Vocabat [F. 137* ] sanctos angeloe, quorum hie vita, illic nunc 35 
consorcio fruitur, apostolos et confessores, quorum fidem semper et con- 
fessionem tenuit, interpellabat. Virginum Christi in suo exitu invitabat 
chorum, quarum emulacione in carne, dum preter carnem viveret, im- 
maculatum Christo consecraverat thorum; omnium deo famulancium sibi 
adesse, sibi oecurrere orabat auxilium. Vere, quod est scriptum: Timen tibus 40 
deum omnia cooperantur in bonum, in obitu tante virginis vidimus com- 
probatum. Kecdum spiritum exalaverat, needum Christo debitam reddi- 
derat animam, 

et iam fama volans tanti prenuncia luctus 
non tantum sacratas virgines aut diversi ordinis viros, tocius urbis populos 45 
ad exequias congregabat. Sonabant psalmi, et totam domum, ubi sacrum 
corpusculum in medio super illo sui nobili cilicio compositum iacebat, 

• Ac Hs. b suspiciens Hs. c aeeiper Hs. <* exiens Hs. • aut Hs. 
t gentibus Hs. 

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— 155 — 

in sublime resonans letania pro exeunte anima quaciebat. Interim ex 
more regales tanquam imperatrici, non ut paupercule debentur sorori, 
parantur e x equie, aurea feretro obtendenda proferuntur velamina, Tunc 
Ula pallentes vultus, quos quando ut sponso venienti letoe videres, ad 
5 bos retorquere, manu innuere: Amictus iste, ait, non est meus; auferte 
binc ornatus; hie alienus est; bis terreno sponso, istis celesti copulata 
sum; nuda de utero matris mee egressa sum, nuda regrediar illuc; bis 
vilem misere carnis [F. 138] materiam involvite et corpusculum meum 
iuxta tumulum fratris mei ac domini Heinrici imperatoris, quem me 

10 vocantem Video, in proprio locello reponite. His dictis in manus domini 
spiritum suum commendans, 1039.» 5. Non. Marcii earnis sarcina abieeta 
ad suum anima revolavit auetorem et in an ti quam possessionem diu 
peregrinata conscendit terris matrem communem se amisisse flentibus, 
celis autem coneivem in suum consorcium se suseepisse gaudentibus. 

1 5 Ita demum sacro illo corpore feretro superposito nobilium online preeunte 
multis hinc inde confluentibus turbis cum illo sibi semper familiarissimo 
pauperum contubernio ad locum predestinatum sepulture felices exequie 
usque delate sunt. Tum*» vero relictas urbes, vacua rura, desolatas 
civitates, undique coneurrere populos videres, matres parvulos suos in 

20 brachiis gestautes, infirmos in grabatis iacentes sanitatis graciam sperare, 
felicem se credere, si cui aut feretro iungi aut ab ipso contigisset ob- 
umbrari. Tandem in ecclesiam B. Petri corpus non sine labore depor- 
tatum triduanas ibi meritis suis ac benefieiis condignas habuit exequias. 
Filii, quos ipsa illic in Christo aggregaverat, de matris pace iam securi, 

25 pro se autem solliciti incessanter psallebant, dum eam sibi ad horam 
subtraetam sine timore amissionis in spe perpetue intercessionis reeepisse 
plaudebant. Mater de celo filiorum prospeetans aflectum [F. 188" ] gaudebat. 
Ita velatum sacrum corpus sacris veetibus diademate Christi capiti super- 
posito 8iio loculo in dextro latere, sicut hactenus veneratur, repositum 

30 est. O felix Bambergensis ecclesia, reeepisti thesaurum, quem amiseras. 
Procax et malefica lingua detractorum oculorum testimonio confutata 
est, dum virginitas eius rebus approbata, sanetitas clarescentibus signis 
videtur testificata per Christum dominum nostrum. 

Multa quidem et alia magnifica virtutum opera per 

35 gloriosissimum imperatorem Hainricum et eius conthoraleni 

facta dubium non est, que plenius in ecclesia Bambergensi 

in scriptis continentur. Hec autem pro presenti sufficiunt. 

Cap. 37. 
De Hainrico duce Bavarie, fratre S. Kunegundis. 

40 Hainricus S. Kunegundis imperatricis frater anno domini 1002. Kremsm. 9. 

ducatum Bavarie a S. Hainrico rege, sororio eius, in feudum 

aeeepit et dueavit annis 24. 

* 1039 — Marcii mit blasserer Tinte am Rand hinzugefügt. l 
* Cum Hs. 

45 l Quelle für diesen Zusatz dürfte Frut. 195 sein. 

Original frorn 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 156 — 

Andr. 533 Hie primo Slli ducatüS anno ecclesiam Osterhoven fundavit 

u. Füetr. 156. yela recuperavita.i 

Füetr. 156. Et obiit anno dorn in i 1026. sepultus b coram summo altari in 

Kremsm. 9. monasterio Osterhofen apud primum fundatorem Otilonem. Cui filius 
eius Hainricus in ducatu suecessit, VI. eiusdem DOIüinis et 5 

potestatis. 

Cap. 38. 

De filio eius, duce Hainrico. 

Kremsm. 10. Hainricus dux Bavarie, ex fratre S. imperatricis Kunegundis 

nepos hereditario iure patrem in ducatu sequitur. Anno 23. 10 
aui ducatus a suis consiliariis strangulatur. 

Cap. 39. 

De duce Bavarie Conrado, qui et Chuno, qui 

exul obiit. 

Kremsm. 10. [F. 139'] Conradus, qui et Chuno, ducatum Bavarie ab im- 15 

peratore Hainrico III. anno domin i 1049. reeepit. 
Andr. 46. c 1052. ad instanciam tercii Heinrici imperatoris papa Leo IX. 

veniens Ratisponam S. Wolfgangum eiusdem urbis piscopum de 
tumulo levavit. 
Frut. 197. Deinceps anno Christi 1054. dictus Cuno dux Noricorum 20 

federatis sibi Hungaris graviter rebellat. Qui ab ipso Hainrico im- 
peratore, a quo CODStitutuS, ob perfidie sue culpa m a Bavaria ex- 
JEbran 98. pulsus anno domini 1055. in Pannonia exul male moritur. Deinde 
imperator auetoritate imperiali uxori sue Agneti imperatrici, nobi- 
lissimi Galliarura prineipis Guillehelmi Pictavie et Aquitanie ducis25 
sorori, ducatum noricum donavit. 

Cap. 40. 

De imperatrice Agnete, que Bavariam rexit. 

Ebran 98. Agnes imperatrix ducatum Bavarie uberi pace septennio guber- 

Frut. 197. navit. Sed quia dissensiones in regno, ecclesie perturbacio, monasteriorum 30 

destruccio, tocius iusticie ac religionis conculcacio et multa incomoda 

oriebantur, ipsa nobilissima* imperatrix, regis Hainrici genitrix 

199. rerum permutaciones considerans, tedio affeeta vel pocius divinitus com- 

puneta ducatum Bavarie depoeuit et regni gubernacula penitus pro 

Otto Fris.y Christo contemnens anno Christi 1069. ad monasterium Fruteriam 35 

Chr. VI, 34. religiöse vivens se contulit ac inde Bomam veniens, 20 annis vidua 

* nachträglicher Zusatz, b sepultus — Otilonem am Rand mit 
Einfügungsxeichen. c 1052 — levavit am Rand mit Mnfügungsxeichm. 

1 Da oben S. 79, Z. 20 die Gründung Osterhofens durch Odilo be- 
richtet ist, wird hier des Andr (und. darnach Ebrans 97) Angabe nach 40 
Füetr. verbessert. Vgl. auch Spillers Anm. 2 %u Füetr. 156. 

* So Otto Fris., Chr. VI, 34. 

n Pnnol ■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 157 — 

Frut. 203. 
permanens et per aliquot tempus ibidem manens ibique dignis penitencie Otto l. c. 
fructibus mira inserviens humi-/ F. iS^Jlitate poet aliquot annos in domino Frut. 200. 
presentem vitani finivit anno domini 1077. et in ecclesia B. Petronelle 203. 
honorifioe in tum ba marmorea est sepulta. Otto l. c. 

5 Cap. 41. 

De Ottone duce Bavarie, quem Egino diffamavit. 
Otto dux Bavarie ab Agnete imperatrice constituitur. 

Hie itaque Saxo genere, vir amplissime nobilitatis, prudencia rebusque Frut. 200. 
bellicis perpaucis erat comparabilis et in tanta apud * universos primates 

10 excellencia habitus, ut rex Hainricus, qui iam Saxonibus omnino 
suspectus et invisus erat! ipsum contra se in regni fastigium elevari 
posse formidaret, si res sua secus cederet Hinc perversitatis materiam 
arripiens quidam Egino medioeri natus loco, rebus admodum tenuis, 
audacia tarnen et nequicia satis diffamatus, patrocinantibus quibusdam 

15 regis fidelibus cur iam irrepsit et magnum illum heroam, qui se nunquam 
noverat, secum de regis nece traetasse commentusk est, se ipsum eciani, 
ut mos est, potestati regie vadem obtulit, quousque campionis duello 
cum duce confligens vera comprobaret, que retulit Quid multa? Placitis 
vel colloquiis regalibus, uno Moguncie, altero Goelarie condictio Otto 

20 cum Eginone utpote dux cum latrone, primae cum ignobili congredi 
contempsit, sua tarnen innocencia vel Eginonis improbitas minime latuit. 
Sic ducatum Baioarie Otto ut reus lese maiestatis amisit 1071, quem c 
rexit annis decem. Quem Welfo q uidam illustris et [F. 140] acer 
atque bellicosus, natu Suevus, aeeepit. 

25 Anno Christi 1072. Hainricus rex IV. Ottooem usque quaque 

persecutus quam plures municiones eius destruxit, predia vastat et ut 
vere reipublice hostem omnino eum delere pertraetat. Econtra ille mili- 
tibus electis instruetus ipse quoque manu fortissimus et animo nimis 
efferatus, quia regiis copiis confligere non poterat, nunc preda, nunc 

30 flammis, nunc eciam ferro, quoeunque se sors obtulit, suas iniurias 

ulcisci satagebat. Demum Bavaria cessit, Saxoniain ingreditur, 
ubi coniuratio magna in regem subsecuta dinoscitur. Welfo 
nihilominus ducatum obtinuit . 

Hucusque ab Heinrico duce Bavarie, fratre primi Ottonis 
35 cesaris, duces Bavarie quasi omnes a Saxonibus orti videntur. 
Deinde Suevi subintrarunt usque ad Ottonem Schirensem, 
palatinum de Witelspach. 

Cap. 42. 
40 De Guelfone duce Bavarie et eius origine. 

Guelfo vir illustris, patre Azzone ditissimo marchione Chr. Ursp. 
Estensi, matre Chunza Guelfonis I. filia et II. sorore. CumM 1 

a fehlt Hs. b commentatus Hs. c quem — decem am Rand mit 
Einfügungsxeiehen. 

45 l Chronicon Urspergense. Mon. Germ. hist. } SS. XXIII, 340. Vgl 

unten Kap. 57. 

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— 158 — 

autem Ouelfo III., vir per omnia probatus, Karinthiorum dux f filius 
Guelfonis IL, immatura morte preventus fuisset sine herede et omnes 
possessiones suas in Suevia ecclesiis distribui mandasset, sane mater 
eiusdem hanc distribucionem fieri non permisit, sed pocius de Italia 
revocavit filium prefati Azzonis, nepotem suum Guelfonem IV. eumqae 5 
heredem omnium possessionum eiusdem generis in Suevia instituit. 

[F. 140'] Hie Guelfo comes a de Altdorf in Suevia prope 
monasterium Weingarten cum Ottonem ducem a Bavaria 
expulisset, a rege Hainrico IV. dux Bavarie constituitur 
Chr. Ursp. anno domini 1071. Accepit autem reginam Anglie tunc viduam, 10 
filiam scilicet Balduwini nobilissimi comitis Biandrie, Juditham, in uxorem. 
Ex qua duos filios Guelfonem et Heinricum, quorum uterque ducatum 
Bavarie alter post alterum possederat, progenuit et mulia magnifica 
peregit. Hainrico IV. bona fide adhesit, donec idem rex 1 multis faci- 
noribus reus habitus sedi apostolice se opposuit et in mortem prefati 15 
Kremstn. 10. Guelfonis, ut dicitur, quedam b machinatus f uit. Ex tunc recessit ab 
eo anno Christi 1074. 9 et cum Rudolf o Suevie acBerchtoldo Karinthie 
ducibus coniurat unacum SaxonibllS adversus regem Hainricum. 

Item iaradicfeo anno 3 Gregorius VII. canonice electus 

est, qui dictum regem et episcopum Coloniensem cum multis 20 

Andr* nobilibus Almannorum excommunicavit. Quare de consilio 

u. Otto Fris. t ipsius regia Hainrici excommunicati plurimi sediciosi episcopi apud 

Gest. Frid. Brixinam Bavarie haut procul a valle Tridentina anno domini 1076. 6 
353 b 

' Gibertum Ravennatensem episcopum in papam elegerunt , dementem 

vocaverunt, et sie horrendum scisma in ecclesia surrexit25 

multis principibus et episcopis regi et suo antipape ad- 

herentibus, aliis econtra vero pape faventibus. His periculosis 

Chr. Ursp. temporibus dux Guelfo regem impugnat. 
340. 

Cap. 43. 
Incidencia de bellis in Austria, Suevia, Recia.30 

Fmt. 204. 1081. bellum inter Conradum in orientali Bavaria, ducis Boemie 

fratrem, et Liutpoldum marchionem orientalem commissum est 4. Id. 
Maii, item [ F. 141] aliud inter Alemannos et Bavaroa 3. Id. Augusti 
iuxta Danubium apud Hollenstein, ubi palatini comitis Chunonis filius 
Chuno occisus est. 35 

Ebran 99. Anno domini 1083. dux Guelfo suapotencia contra imperatorem 

civitatem Augustam obsedit, per famulos civitatis cepit, muros eins solo 
equavit et capta magna preda egreditur. 

• comes — Weingarten am Rand. *> quidem Hs. 

1 Arnpeek nimmt ihm den Titel imperator der Quelle. 40 

1 Du Quelle: 1073. 

1 1073. 

4 Pex, Thes. aneed. IV, 3, 492. 

• Mon. Germ. hist. f SS. XX, 353. 

• Vielmehr 1080. 45 



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— 159 — 
Quinymmo circa* annos Christi 1075 tempore EUenhardi 

episcopi et urbem Frisingensem destraxit Insuper omnes ecclesias Chr. Ursp. 
et clericos imperatori adherentes contra verum papam spoliavit et^' 
rebus suis privavit. Item Sifridum episcopum Augustensem seia- gy, u r9 ^ % 
5maticum 1088. captivavit et conprehensum in vineula iecit et in Castro 340. 
suo Ravenspurch multo tempore cathenatum conservavit. In de propter Ebran 99. 
horrenda facta in urbem Augustensem imperator Guelfonem bannivit et 
a ducatu revoeavit. 

Cap. 44. 

lODe Guelfonis in graciam imperatoris reeepeione 
et peregrinacione transmarina et obitu eins ac 

soeiis. 

Anno Christi 1096. Guelfo dux ante noricus, qui ab imperatore Frut. 208. 
iam dudum abiuraverat et ob id ducatum perdiderat, in graciam eius 

15 rediit ducatumque reeepit atque, ut senior filius suus Guelfo 1 sibi in Ebran 99. 
ducatu sueeederet, ab imperatore obtinuit Cum autem ad senilem Chr. Ursp. 
etatem pervenisset, monasterium Raytenpuech construere cepit anno34ö. 
Christi 1085. et satis copiose dotavit, quod confirmatum fuit 
per papam Urbanum II. anno 1092. Sed et Staingaden fundavit. Andr. 51 

20Similiter cenobium Altorffense, quod modo Weingartten vocatur, (Fund.). 
prediis, deeimis, maneipiis et ornamentis ecclesiasticis ditavit Volens Chr. Ursp. L e. 
i taque deo pro suis excessibus satisfacere Hieroeolim am versus [F. 14V ] 
iter arripuit, sepulcbrum domini et alia saneta loca devote visitavit 341. 
annoCbristi 1101,*, deinde ad reversionem se preparans Cyprum adiit, 

S5ubi vitam clausit extremam. Ossa tarnen eius inde sublata ad 

Altorffense monasterium trauslata et reposita sunt. Hie erat vir armis Rist. Weif. 
strennuus, consilio providua, sciencia tarn forensi quam civili preditus ; 46P. 
multas tempestates bellorum contra se et alios in finibus suis exortas 
magna severilate et moderacione compeseuit Socii autem eius pere- Chr. Ursp. 

30 grinacionis et laboris aut interfecti aut vi vi Sarracenis machinante per- 341 u. Hist. 
fidissimo Alexio imperatore Grecorum traditi sunt. Inter quos Thiemo b ^W- 
6alczeburgensis archiepiscopus comprehensus et regi Mempheorum presen- 
tatus ad ydolatriam angariatur. nie fanum ingressus animi et corporis 
viribus robustissimus ydola, que adorare debuit, non deoe, sed opera 

35 manuum ostendens in frustra comminuit. Ob e a produetus exquisitis 

supplieiis 4 et variis tonnen torum generibus affectus glorioso martiriow. Otto Fris., 

Chron. VI, 7. 

* circa - episcopi mit blasserer Tinte am Rand. *> Themo Hs. 

1 Bei Ebran Heinrich. 

7 Die Jahrzahl wohl aus den Fund. (vgl. Neues Archiv XXIV, 681, 
40 Z. 1) : Anno 1101. Welfo dux senior, fundator locorum Steyngaden, Altorf, 
quod nunc Wyngarten vocatur, Altemunster et Reitenpuch, iter Jero- 
solimitanum aggressus est 3. Kai. April is. 

• Bistoria Welforum Weingartensis, Mon. Oerm. hist , SS. XXI, 461. 
4 Jbn folgenden Text ist Ottos von Freising Chronik benutzt, wo es 

45 nach der FUssio Thiemonis (Mon. Oerm. hist., SS. XI, 59) heisst : Com- 
prehensus inter alioe, venerabilis . . • ac exquisitis supplieiis et tor- 
mentorum generibus affectus glorioso martirio coronatus est. Ver- 
gleicht man diese Stelle mit dem obigen Text und dem des Chr. Ursp. 

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— 160 — 

Cf Passio coronatus eet in Grecia civitate Corrosio, ibidem sepultus. 
Thiem. 1 Itham marchionissam, matrem Leopoldi marchionis orientalis 9 quo similiter 
in eodem comitata fuit, unus de principibus Sarracenorum rapuit et 
impurissimo matrimonio sibi copulavit ex eaque Sanguinum sceleratissimum 
illum progenuit. 5 

Vita Chunr. * Post Thiemonemb electus fuit in archiepiscopum Salcze- 

burgensem Conrad ue de Abensperg, qui babuit avum nomine Babo; 
hie 30 filios et 8 Alias de liberis uxoribus genuit, quos filios 
omnes ante conspectum imperatoris Hainrici IV. vel V. presen- 
tavit adiunetis cuilibet milite et famulo. 9 10 

Chr. Ursp. Hie duxOuelfo moriens duos filios, Guelfonem etHeinricum, 

340. reliquit 

Cap. 45. 
De filio eius duce Guelfone Bavarie. 

Chr. Ursp. [F. 142] Guelfo filius eius defuneto patre ducatum Bavariorum 15 

341. aeeepit et tarn curie sue largitate ac honestate quam finitimarum gencium 
Hist. Weif, maximeque Italie bellis et honestatibus multa magnifice peregit. Rome 

462 cum imperatore Hainrico V. fuit anno Christi 1111., cum Paschalem 
papam eaptivavit, immunis tarnen ab hoc seelere. Nam et omnimode, 
cum ab eo declinare non posset, mediatorem se ad composicionem faciendam 20 
u. Chr. Ursp. interposuit. Accepit autem Mathildam nobilissimi ac ditissimi italici 

341. marchionis Bonifacü et Beatricis sororis Heinrici III. cesaris 
filiam, relictam Gotifredi potentissimi palatini c de c Chalve c , 

in uxorem, feminam virilis ammi, que ad instar fortissimi prineipis 
totam terram illam dominio suo subiugavit. Quam tarnen postea25 
consilio Gregorii VII., eo quod in quarto gradu prior eius 
maritus COnsanguineilS eius erat, interveniente divorcio repudiavit 
Ducavit siquidem annis 18. Denique omnibus bene compoeitis 
morbo correptus in villa C hu f ringin diem clausit extremum et in Altorf 

* der folgende Abschnitt ist an den Rand gesehrieben. b Themonem 30 
Hs. c am Band mit Einfügungszeichen. 

bezw. der Hist. Weif, welche selbst auch aas Qtto von Freiling schöpfte, 
so ergibt sich, dass Arnpeck, als er dem Chr. Ursp. jene Stelle entnahm, 
auch Otto von Freising vor sich hatte und den Text der späteren Quelle 
nach der ursprünglicheren änderte. Er scheint hier sogar noch weiter 35 
zurückgegangen xu sein, nämlich auf jene Quelle, welche wiederum Otto 
von Fretsing für seine Nachrichten über Erzbischof Thiemo von Salzburg 
benutzte, die Passio Thiemonis. Denn auf diese dürfte die Angabe: in 
Grecia civitate Corrosio, ibidem sepultus zurückzuführen sein. Auffallend 
ist, dass Arnpeck die Erzählung von der Zertrümmerung der Götzenbilder 40 
durch Erzbischof Thiemo beibehalten hat f trotzdem Otto von Freising ihre 
Richtigkeit anzweifelte. 

1 Man. Oerm. hist., SS. XI, 58: in civitate Corozaim (fälschlich 
als Stadtname aus dem Landesnamen Chorasan verwendet). 

* Quelle für diesen Abschnitt ist, wie aus den wörtlichen Ueber-ib 
einstimmungen sich ergibt, die Vita Chunradi archiepiscopi Salisburgensis 
(Mon. Germ, hist., SS. X/, 63), sei es, dass sie mtttelbar oder dass sie 
unmittelbar benutzt worden ist. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 161 — 

modo Weingartten l , deportatus iuxta patrem et matrem sepultus est 

anno Christi 1119. Cui frater in ducatu successit. Kremsm. 10. 

Cap. 46. 
De fratre eius Hainrico duce Bavarie. 

5 Hainricus mortuo fratre ducatum noricum et omnia, que Chr.Ur8p.S41. 

illius erant, obtinuit et potenter «dicioni sue subiugavit. Accepit autem 
uxorem de Saxonia, filiam Magionis ducis et Sophie sororis regia Hun- 
garorum Colomanni, Wolfhildem nomine. Ex qua preter iilos, quos 
infra [ F. 142* ] annos sinus celestis patrie suscepit, Juditham, Sophiam, 

10 Mathildim f Wolfhildim, Conradum, Hainricum et Guelfonem progenuit. 
Juditha nupsit Friderico Suevorum duei, que Fridericum I. imperatorem 
et N. uxorem Mathei ducis Lothoringie progenuit. Sophiam Perchtoldus 
dux de Zaringin et eo mortuo Liupoldus marchio de Stiria in uxorem 
accepit. Mathildis primo Diepoldo filio Diepoldi marchionis de Vohen- 

15 burch, postea eo mortuo Gebbardo de Sulzebach copulata est. Wolfhildim 
Rudolfus Fregantinus comes duxit. Chunradus in clericum ordinatus 
cum sub puerilibus a annis domi litterarum studiis informaretur, tempore 
maturo Coloniensi archiepiscopo alciori studio et disciplina claustrali 
educandus committitur. Ubi in utroque tan tum profecit, sed et aliis 

20 virtutibus vicia declinans tantum exornavit, ut ab omni et clero et populo 
amaretur, ab Omnibus summo honore dignus iudicaretur. Ipse vero 
honores et divicias, laudem humanam fugiens quibusdam se monachis 
sociavit, cum quibus omnibus suis ignorantibus Clarevallense monasterium 
adiit. Ibi se monachum fecit. Deinde procedente tempore Hieroeolimam 

25peciit. Ubi cuidam servo dei in heremo manenti adhesit eique cum 
[f. 143] omni humilitate necessaria amministravit. Tandem senciens 
se quadam infirmitate tactum de reversione cogitavit et ingressus navem 
Baram civitatem S. Nicolai pervenit, ubi beato fine diem ultimum clausit 
honorificeque sepultus ibidem requiescit. Circa idem tempus *nno Kremsm. 10. 

30 Christi 1127. pater quoque eius Hainricus dux 7. ducatllS sui anno Chr. Ursp. 
et mater, pater in Castro Ravenspurch et mater in Altorf, 16. die post347. 
mortem mariti obierunt et in monasterio S. Martini sepulti sunt 

b 1199.c Wolfhardus* episcopus Pataviensis edificavit castrum Fund. 9 
in Obernperg. 

35 Ä pluribus Hs. b dieser Abschnitt ist mit Einfügungsxeiclien an 

den Rand geschrieben, c H29 Hs. 

1 Wie oben S. 159, Z. 20 nach Andr. 51, bextc. dessen Quelle, den 
Fund. Vgl. S. 159, Anm. 2. 

7 So statt Wolfkerus bei Herrn. AU. 386. 

40 * (Jim. 14594, f. 54. Vgl. auch die von mir herausgegebenen Annales 

Caesarienses (Sitzungsberichte d. k. b. Akad. d. Wiss., philos.-phitol. u. 

hist. KL 1910, Abh. 7), S.27. In den Fund, steht wie oben ebenfalls die 

unrichtige Jahrxahl 1129 (gedruckt bei Oefele, Her. boxe. SS. ll y 333) und 

der Name des Bischofs nur mit den ersten Buchstaben Wol, so dass in 

Ab den davon abhängigen Texten der Name verschiedenartig ergänzt tcurde 

(bei Oefele x. B. Wolfgangus). Arnpecks Text scheint daher ebenfalls auf 

die Fund, xurückxugehen. 

Quellen u. Erörterungen, X. F«,m.| frdin 

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— 162 — 

Cap. 47. 

De filio eius Hainrico duce Bavarie vulgariter 

dicto Superbo. 

Chr. Ursp. Hainricus defuncto Hainrico duce Noricorum, genitore 

341. suo, ducatum eius adeptus est. Qui Gerdrudim unicatn filiam Lotharii 5 
530. regis accepit uxorem et nupcias cum ea apud Augustam civitatem con- 
341* vocatis fere Omnibus regni principibus magnifice celebravit in loco, qui 
Conciolegum vocatur, ubi quondam Hungari succubuerunt 1 . Quo 
facto venit ad imperatorem socerum suum apud civitatem Nuremberg 
et ibl ducatum Saxonie et Brunsvice ft et* omnia beneficia, que 10 
Imperator ab episcopis et abbatibus habuit, in beneficio suscepit Et 
ibidem pollicetur eidem imperatori auxilium contra Fridericum ducem 
Suevorum et Conradum fratrem eius, ducemb Franconie b . Licet 
autem in Bavaria haberet [F. 143'] bellum o contra quendam nobilem 
Fridricum Ratisponensis ecclesie advocatum, cuius eciam castrum for- 15 
tissimum Falchstein obsidione cinxit, relictis tarnen in obsidione militibus 
festinavit socero suo venire in auxilium. Imperator quippe Lotharius 
eo tempore obsederat Spiram civitatem, eo quod civitas illa faveret Friderico 
et Conrado ducibus. Ad cuius auxilium adduxit milites 600 aut amplius, 
quos tarnen ultra Renum apud se prope collocavit, ut impetus et irrup-20 
ciones Fridrici ducis precaveret. Fridricus tarnen dux utpote armis 
strennuus quadam nocte in castra ipsius irruit. Sane Hainricus pre- 
monitus fuerat armis et equitaturis instructus, ad fugam compulit et ita 
fugientem illum usque Grüningin insequitur. Deinde mediante Maguntino 
archiepiscopo Spirenses in graciam imperatoris redeunt. Castrum quoque25 
supradictum Falchenstain a duce Hainrico in Bavariam regresso capitur. 
Non multo post Fridricus dux memor pristine iniurie Altorf et Ravens- 
purcb armata manu invasit, ubi quosdam captivavit et villas circumquaque 
et Maemingen incendio devastavit Sequenti vero estate Hainricus dux 
cum exercitu copioso fines [F. 144] F[ridriciJ ducis ingressus a villaSO 
Tflgeudorf, que est in ripa Danubii, incipiens et ultra Stophen perveniens 
omnia circumquaque in transitu et in reditu incendio et preda devastat. 
Post hec rediens in Bavariam bella plurima peregit, videlicet contra 
episcopum Ratisponensem Hainricum unum de nobilissimis Bavarie, 
patruum Ottonis comitis de Wolfrehausen d , et contra supradictum Frid-35 
ricum advocatum Ratisponensem et dictum Ottonem de Wolfretbüsen. 
Hi quoque in auxilium suum habuerunt Leupoldum marchionem orien- 
talem. Qui omnes congregato copioso exercitu castra iuxta Iserum fluvium 
posuerunt, ut attemptarent ducem de finibus Ulis expellere. Ceterum 
dux acies suas ordinavit econtra. Cumque pugnam inire debuissent, 40 
Otto palatinus de Witilspach considerans periculum utriusque partis 
mediatorem se interposuit et sive minis sive promissionibus sepedictum 
Fridricum advocatum, consobrinum suum, et Ottonem comitem, gen er um 
suum, ad hoc induxit, ut in potestatem ducis se traderent et castrum 
Wolf rethausen, quod milites ducis dudum obsederant. Dux itaque Ottonem 45 
ipsum comitem custodie militum deputatum abduxit et castrum cum 

* später hinxttgefiigt. b am Rand mit Einfügungsxeicken. c fehlt 
Hs. d so Hs. 



Vgl. oben S. 128, Z.27. 

edby GoOgk 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 163 — 

edißciis incendii Postmodum quoque episcopus Ratisponensfc [F. 144' J in 
graciam ducis rediit et comitatum, quem habet episcopatus Ratisponensis 
circa Enum fiuvium, ei in beneficio concessit Sicqne factum est, ut 
bella quiescerent in Bavaria. 
5 Imperator vero Lothariug ab urbe post coronacionem rediens Otto Fris., 

Germaniam ingreditur. Non molto poet generalem coriam in Babinberch Chr. VII, 19. 
circa mediam quadragesimam celebrans Fridricum Suevie et Conradum 
Franconie duces, f rat res, interventu Clarevallensis abbatis S. Bern- 
hardi in graciam recepit. De hoc habetur de elec. c. venerabilem. Andr. 1 

10 Anno Christi 1186. Hainricus filius prefati ducis Heinrici > Chr. Ursp. 

pater Ottonis post per breve imperantis, in penthecoste baptizatus est 343. 
Eodem anno imperator exercitum non, ut prius, parvum, sed copioeum Otto Fri$. f 
et electum per vallem Tridcntinam in Italiam duxit, totam citeriorem Chr. VII, 19 
et interiorem Italiam in dedicionem accepit. Dehinc contra Rugerium 

15 com item, qui se contra papam erexerat et regnum Sicilie oeeupaverat, u. Andr.* 
aciem dirigens Campaniam et Apuliam peragravit Porro hie Hainricus Otto l. e. 
dux Noricorum, qui cognomento vocabatur Superbus, gener regis, 
exercitum ducens per Tusciam, quam ab imperatore in beneficium jET. Weif. 466. 
obtinuit, Romamque veniens summo pontifici Innocencio usque ad im- Otto l. e. u. 

20peratorem conductum prebuit, Welfo* vero frater eius duxit 1500 H. Weif. I.e. 
milites. [F. 145 J At Hainricus dux cum milicia Baioariorum Beneven tum Chr.ürsp343. 
cepit ac pape restituit ; nam apud Albam suburbia civitatis sibi resistere Otto l. c. 
nitentis ante expugnaverat atque destruxerat. Itaque augustus eiecto^O 
de Cauipania ac Apulia Rugerio, Reginaldo viro forti ac nobili ducatus 

25 Apulie traditur relicta sibi parte militum. Et sie prineeps victor de 

reditu disponit. Igitur Lotharius ex Italia redieus apud Tritentum in u. H. Weif 
silva, que est inter Enum et Licum, morbo correptus in ipsis montibus 466. 
in vilissima casa imperator potentissimus miseram humane conditionis 
relinquens memoriam obüt in die S. Nicolai episcopi 4 anno Christi 

30 1 138. Regalia dux Hainricus gener eius, in cuius finibus obierat, accepit. Otto l. e. 

Locupletissimus Heinricus Frisingensis episcopus tunc 
obüt 6 

Osterhofen. 

1139. ecclesia Osterhovensts de consilio domini Maidburgensis Cf Fund* 
^Norperti archiepiscopi per S. Ottonem Babenbergensem episcopum 
data est ordini Premonstratensium, quam prius inhabitaverant 
sectüares canonici per 100 annoe* 

1 Pex t Thes. aneed. IV, HI, 510. 

* Pex a. a. O. 

40 • Die Quelle (nach den Annales Weingartenses) : Heinricus dux 

frater Welfonis duxit etc. 

4 6. Dezember. Quelle? Lothar starb vielmehr am 4. Dezember 1137; 
vgl. Bernhardt, Lothar von Supplinburg S. 786, Anm. 6. 

* In einem Zusatz zu seiner Abschrift des Freisinger Traditions- 
ib buche* Bl. 248 saat Arnpeck genauer: Anno domini 1137 7. Id. Octobris 

(korr. aus Decembris) obüt episcopus Heinricus de Eberotain. 

* Vgl. Neues Archiv XXIV, 695. Die Fundatio monasterii Oster- 
ho/ensis (zuletzt gedruckt Mon. Oerm. hist. f SS. XV, 2, 1105) der Fund, 
ist auch von Andr. 47 ausgeschrieben. Vgl. Braekmann, Germania ponti- 

fßficia 1,1,182. 



iginalfr^f* 
by VrUUglL UNIVERSITYOF MICH 



— 164 — 

Fund. 1 * Anno Christi 1139. pontificatus domini Innocencii II. anno 8. 

Eppo secundus abbas in Mallerstorf ab Hainrioo [et Ernesto] *> filio suo, 

comitibus de Kirchperg, preficitur, quam abbaciam fundarant idem 

comites et Innocencius II. papa confirmavit. 

Otto Fris., Sane anno domini 1139.* circa mediana quadragesimam in Con-5 

Chr. VII, 22. fluencia Conrad u 8 dux Franconie« 5 est in regem electus. At hie 

Otto Fris., Hainricus dux Noricorum tunc precipui nominis et dignitatis 

'in regno pro nota superbie pene omnium, qui in expedicione italica 

Otto, Chr. I. c. cum Lothario imperatore fuerant, odium contraxit, huic electioni non 

interfu i t. Regem non legittime, sed per subrepcionem electum calumniabat. 10 
23. [ F. 145' ] Cui in proximo penthecosten d generalis curia Babmberg indicitur, 
quo Hainricus regalia servans nonpervenit. Ad que reddenda in festivi- 
tate apostolorum Petri et Pauli dies ei prefigitur Batispone. Quo veniens 
regalia quidem reddidit, sed ante conspectum regis non admissus infecto 
pacis negocio sine gracia eius recessit Cumque multis modis homo 15 
prius animosus et elatus, sed nutu dei humiliatus misericordiam peteret 
nee impetraret, tandem iudicio prineipum apud Herbipolim proseribitur, 
ac in proxima nativitate domini 1140. in palacio Goslariensi ducatus 
ei abiudicatur. Et mirum dictu, prineeps ante potentissimus et cuius 
auetoritas, ut ipse gloriabatur, a marie usque ad roare, id est a Dania^O 
vel Danubio usque in Siciliam, extendebatur, in tan tarn in brevi 
humilitatem venit, ut pene omnibus fidelibus in Baioaria deficientibus 
clam inde egressus quatuor tantum comitatus soeiis in Saxoniam veniret. 
H. Weif. 467 At rex ducatum tiaxonie Alberto marchioni, consobrino eiusdem ducis, 
(Chr. Drap. Noricum vero post in Baioariam veniens Leopoldo iuniori Leopaldi * 25 
345/. marchionis orientalis filio, fratri suo ex parte matris, tradidit. Et ex h ine 

iat ^>t " provincia nostra multis malis subiacere cepit. Hainricus vero dux 
Chr. Ur8p. £ _ . . . r * i , t . . . . 

(R Weif ) I.e. ^ axoniam mgressus cum casum et miqenas suas fidelibus et amicis suis 

exponeret, ad rebellandum eos regi Conrado et Alberto excitavit. 

Unde in brevi? eundem Albertum [F. 146] auxilio eorum neenon et 30 

suorum, qui de Bavaria et Suevia oeculte eum insecuti sub specie pere- 

grinacionis terram intraverunt, adeo humiliavit, ut castris eius dirutis, 

terris circumquaque vastatis ad regem auxilii gracia ire compelleret. 

Cap. 48. 

De marchione Leopoldo duce Bavarie, filio 35 

S. Leopoldi. 

Otto Fris. Leopoldus marchio suseepto a rege ducatu norico omnibus pene 

Chr. VII, 25 baronibus ad eundem ducatum pertinentibus amore seu terrore ad eum 

u.H.Welf. 46 7 con&mntibus primo metropolim ac sedem ducatus Eatisponam dicioni 

(Chr. Ursp.BüB subdidit. Post collecto milite copioso superiores partes Bavarie 40 

343). pertransiens in ipso eius termino iuxta Licum fluvium contra urbem 

• der folgende Abschnitt ist an den Rand von Bl. 143' gesehrieben. 
* diese beiden Worte fehlen; die Hs. lässt Baum dafür, c Sueuie corr. 
Franconie Hs. <* so Hs. « mare Hs. * so Hs. z fehlt Hs. 

1 Oedr. Oefele, Rer. boie. SS. II, 333; vgl. Neues Archiv XXIV, 714. 45 
1 Offertbar nach dem Chr. Ursp., da Otto Fris 1138 angibt. 
8 Mon. Oerm. hist, SS. VI, 337 ff. 

rv v ^k r^nnnL* Original frarm 

Jigitizeti Dy ^^u^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 165 - 

Augustensem negocia terre per triduum tractans strennui iudtois officium 
exercuit, sed amissis aliquot* de suis festinanter revertitur. Non multo 
post Hainricus dux, dum in Saxonia omnibus suis rite dispositis in 
Baioariara redire d i s posuisset, raorbo correptus diem clausit extremum 
5ac in monasterio Luther iuxta socerum humatur anno domini 1140. ' 
Quo mortuo Saxones amore filii sui parvuli, quem eis aduc vivens com- 
mendaverat, regi denuo rebellant. Guelfo vero frater eiusdem Hainrici 
ducis eodem anno in Idibus Augusti* Leopoldum, qui ducatum noricum 
se potenter habere confidens, dum in obsidione castri Valeia duorum 

10 fratrum, qui soli ex noricis baronibus in parte ducis Hainrici [F. 146*] 
steterant, incaute moraretur, superveniens ex improviso fortissime pug- 
nando cesis ex utraque parte pluribus, multis captis ipsum ducem 
Leopoldum ignominiose fugere coegit. Ipse enim Guelfo prefatum du- 
catum iure hereditatis ad se spectare proclamans dum iusticiam apud 

15 regem Conradum impetrare non posset, ad rebellionem se parat. Ob 
hoc rex circa idem tempus castrum eius Winesberc obsedit. Quem 
Guelfo coliecto milite in die 8. Thome apostoli s dum incaute pugna 
aggredi attentat, amissis aliquot, multis captis cum paucis fugit e prelio. 
Non multo post Leopoldo in urbc Ratispona civilia iura disponente ex 

20 palatini comitis de Witelspach Ottonis importunitate sedicio oritur. 
Dux cum suis populo circumquaque coneurrente arma arripuit succensis- 
que aliquibus urbis vicis civibus tarn armorum quam incendii metu 
discurrentibus periculum evadens urbe recessit ac vastatis in cireuitu 
agris ad tempus inde divertens coliecto milite non longe a civitate castra 

25 poeuit tandemque terrore perculsos cives peeunie paccione in dedicionem 
aeeepit. Dehinc dedecus a Guelfone sibi apud Valaia castrum, quod 

modo vulgariter vocatur Achairastain, illatum ulcisci statuens 

armata manu ad Licum usque progreditur ibique destruetis quorundam 
inimicorum municionibus eunetisque circumquaque [F. 147] vastatis per 

30fiöes eccl esie Frisingensis cum multo eiusdem ecclesie detrimento 
revertitur. Ipse vero dux Leopoldus non multo post Batispone in- 
firmatus in territorio Pataviensi diem obiit et in monasterio Sancte 
Crucis, quod a patre suo S. Leopoldo marchione fundatum erat, 
ipse plurimum ditaverat, humatur, eique in marchia orientali, que 

35 modo Austria dicitur, successit frater suus Hainricus anno 
domini 1142. 

Cap. 49. 

De fratre eius, marchione Hainrico, duce Bavarie, 

demum Austrie. 

40 Hainricus marchio orientalis, frater prefati ducis Leopoldi 

et Ottonis episcopi Frisingensis, fundatoris monasteriorum 
Novacelle 4 et Scheftlarn ordinis Premonstratensis 5 ac collegii 

* so Es. 

1 Das Chr. Ursp. nennt 1139. 
45 2 Chr. Ursp. 344 % 35. 

3 Chr. Ursp 344,35. 

4 Chr. Ursp. 344,39. 

6 In einem Zusatz zu seiner Abschrift des Freisinger Traditions- 
buche* Bl. 25V schreibt Ärnpeck die Gründung von Schäßlarn und Neustift 

n ■ ^h f^nnnlf* Original from 

Jigitized Dy VjUUgK. UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 166 — 
Off* F ™-> canonicorum Sliersee *, fllius S. Leopoldi eonfessoris. Huic 

H Weif 467 Tex ^onradus frater eorum uterinus Saxoniam ingressus pacemque 
(Chr. Ur8p. cnm Saxonibus faciens Gerdrudim viduam ducis Hainrici Supcrbi 
343). m uxorem dedit eique ducatum noricum, quem consilio matris ducis 
Hainrici fili o a iam abdicaverat, concessit anno Christi 1142. Que 5 
res in terra nostra Bavaria maxime discordie seminarium fuit. Guelfo 
enim princeps, ut dictum est*, prefatum ducatum se iure hereditatis 
calumnians extemplo armata manu in presencia h u ius Hainrici Bavariam 
ingreditur parteque provincie vastata regreditur. Ob hoc Hainricus ille 
inflammatuB coadunato [F. 14V] immenso milite fines noetros et illorum, 10 
qui b Ouelfonis fautores erant, ingressus municiones illorum et villas 
destruxit multisque ecclesiarum redditibus direptis tandem eciam ipsius 
nostre Frisingensis civitatis municiones propter quosdara ex ipsa, qui 
fautores Ouelfonis dicebantur, destruxit. Cui dum Guelfo cum copiis 
restaurato milite occurrere parat, audito, quod rex superventurus erat, 15 
cessit. Forro Hainricus ille simul cum rege castrum Tacbowe, scilicet 
comitis Conradi, qui ex parte Ouelfonis erat, obsidione clausit vastatisque 
in circuitu universis adiutorio regis ad dedicionem coegit ac igne suc- 

Chr.Ur8p.343 cendit Sic tota illa provincia in maximo bellorum discrimine laborabat. 

(H.Welf.468). Interea Rogerius rex ßicilie audiens bellum inter Guelfonem et regem, 20 
timens, ne forte cessante gwerra Conradus rex quandoque Italiam intraret 
ac eadem, que a Lothario, ab eo quoque perpessurus esset, Guelfonem 
adversus eundem muneribus illectum incitat singulisque annis mille 
marcas se ad hoc daturum iuramento confirmat. Geisa 3 quoque rex 
Hungarie eundem Conradum metuens Guelfonem ad se accersivit data 25 
peeunia non modica ac deineeps omni anno dandam pollicens ad rebel- 
landum nihilominus instigat. Guelfo itaque strennui militis exercens 
officium in Bavaria modo in transalpinis [F. 148 ] partibus Suevie, modo 
circa Benuni tot tempestates bellorum movit, ut regem Conradum 
pocius ad defensionem sui quam ad exterarum nationum invasiones30 
excitaret 

Cap- 50. 

De capeione comitis Conradi de Dachau. 

Otto Fris., Creverat autem Fridricus Fridrici ducis Suevie filius et comitem 

Qe8ta Frtd. quendam nobilem Hainricum de Wolfradeshausen hostem denuncians 35 

h 25. Bavariam cum magna militum copia ingreditur. Norici et maxime 

comites et nobiles in predicti comitis Castro se reeipiunt. Itaque stren- 

nuissimus superveniens adolescens Noricos ante murum stantes ipsumque 

• so Es. b fehlt Hs. 

dem Bischof Otto mit folgenden Worten xu (Mon. Genn. hisl., SS. XX VI, 322) : 40 
Hie preclarus pontifex duo monasteria fundavit, unum dictum Sceftlaren 
anno domini etc. 41., alteram anno sequenti, Novaeella (so) prope Frisingam 
S. Fetri ordinis premonstratensis 22. anno ab ineepeione ordinis. Bei 
Schä/tlarn handelte es sich nicht um eine Neugründung, sondern eine 
Wiederaufrichtung, wie Arnpeck aus den Fund. (Oe/ele, Rer. boie. SS. II, 45 
333; vgl. Neues Archiv XXIV, 701) hätte entnehmen können. 

1 Vgl. die Angabe der Quellen beiRiexler, Geschichte Baierns I, 604. 

* S. 165, Z. 13. 

3 Vielmehr Bela U. VgL Mon. Qerm. hist., SS. XXI, 468. 



byG< 



o 



[p Original frorn 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 167 — 

armatos expectaotes viriliter adgressus est diuque et fortiter utrisque 
pugnantibus tandem, ut hostes Castro se reciperent, coegit a . Versis in 
fugam Noricis ac ex angustia portarum artatis comes quidam Conradus 
de Dachowe tunc nobilis coines, postea dux f actus Croacie et Dalmacie, 
5 qui incautus extra rem an se rat, ab hostibus circumdatus capitur. 8icque 
adolescens prefatum ducens com item ad propria cum victoria revertitur. 
Cumque a multis sibi suaderetur, ut pecuniam multam ab eo extor- 
queret, ipse ex inData sibi nobilitate pravorum declinavit consilia. Nam 
Bicut fortiter captum sie eum iiberaliter dimissum ad propria redire sine 
10 peeunie exaecione permisit. 

Cap. 51. 
De diversis bellis. 

Ea tempestate ubique terrarum bellorum turbine orbem replente Otto Frü., 
fermeque totum imperium sedicionum motibus involvente , nam et in 0. Fr. 1, 29. 

15 Alemannia inter predictum adolescentem [F. 148] Fridericum et pre- 
nominatum ducem Conradum dissensionis malum agitabatur, in Baioaria 
inter Heinricum S. Leopoldi marchionis filium, eiusdem terre ducem, et 
Heinricum Ratisponensem episcopum gravissimum bellum excitatum in 
dies augmentabatur, in belgica Gallia Albrione t> Treverorum archiepiscopo 

20 et Heinrico Naumcenseb comite debellantibus , in*> Polimia quatuor 
fratribus tribus cum quarto pro ducatu contendentibus maximam effusionem 
sanguinis minabatur. Igitur eo tempore, quo dictus Hainricus Nori-#0. 
corum dux cum prenominato Heinrico Katisponenei episcopo civibusque 
suis ac Stirensi marchione Odoacro gravissimam guerram agitabat, 

25 quidam milites de orientali marchia egressi Pannoniam latenter ingre- 
diuntur ac noctu castrum Bosan, quod vulgo Prespurg dicitur, quod 
olim imperator Hainricus III. obsidione cinxerat, ex c improvisu aggressi 
capiunt quibusdam comprehensis, aliis per fugam elapsis. Quod audiens 
Hungarie rex Geisall., ceci Bele regis primogenit u s l , premissis quibus- 

30 dam comitibus, qui, quare vel qualiter hoc factum fuerit, inquirerent, 
ipse eos secutus ad liberacionem castri cum magna Hungarorum properat 
multitudine. Comites, qui precesserant, ab opidanis, cuius rei gracia 
tarn gravem regi intulerint iniuriam, solerter pereunetantur. Qui re- 
sponderunt se nee pro Romanorum principe nee pro duce suo Heinrico 

35 hoc fecisse, sed pro domino suo Boricio. [F. 149] Erat autem Boricius 
Colomanni quondam regis Hungarie filius d , sed ab ipsis regnicolis 
reprobatus*, predictum regnum Hungarie, ut in chronica Hun- 
garorum 8 dicitur, iure hereditario repetens ac ob hoc adipiscendum 
utrosque prineipes, Romanorum scilicet ac Grecorum, frequenter solicitans 

40 multoeque ex militibus nostris ad favorem 6uum peeunia inducens. Igitur 
Geisa rex Hungarorum superveniens castraque ponens oppidum cinxit 
diversis instrumentis tormentorumque generibus adhibitis ac sagittariis 
opido circumfuais. Teotonici , eo quod dux in superioribus Baioarie 

a fehlt Hs. b so Hs. c et Hs. * fehlt Hs. 

45 * Aus Thurocx %3: filii regis Bele ceci primogeniti. 

1 Nach Tkuroex i 2. 

8 Otto Friß, sagt hier : ut in prioribus cronicis dictum est. Arnpeck 
zitiert die ungarische Chronik, verwendet aber Ottos Text. 

rv v ^k (~*ru"*nlr Original frarn 

Jigitizeti Dy ^^u^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 168 — 

partibus moraretur, princeps in remotis rcgni re maueret locis, cum 
Dullum liberacionis solacium haberent, de facienda cum Hungaris pace 
pertractare incipiunt Ita, De multis morer, mutuo colloquentea accepto 
a rege sub iureiurando promisso trium milium a librarum in pondere 
castruin ßibi redderent ipsique ad propria redeant. Kex autem Hun- 5 
garorum damnum sibi a Teutonicis illatum graviter ferens Hainricum 
ducem noricum, marchionem Austrie, suspectuui hostem denunciat 
32. exercitumque maximum per totam regni sui latitudinem colligit. Igitur 
rex ad portam Messiam 70 vel amplius pugnatorum milia habens erupit 
in campcque inter portam prefatam et fluvium Luthe b , qui teutonica 10 
lingua Vierveit, quod nos vacantem dicere possumus, castra posuit. Dux 
eciam cum suis [F. 149* J ex Austria, Baioaria et Saxonia 1 non longe 
ex altera parte ad fluvium, qui imperii Bomani et regni illius ex uno 
Danubii latere — nam ex altera parte Maraha est fluvius — limes<* 
est ß, suos convocans itidem caatra metatur. Missisque, qui statum 15 
bostium diligenter inquirendo ediscerent, altera die rex in predicto campo 
ad quandam ligneam ecclesiam accedit ibique ab episcopis — nam eo 
usque in puerilibus annis positus nondum militem induerat — acceptaque 
sacerdotali benediccione ad hoc instituta armis accingitur. Post hoc 
ordinat acies, militem instaurat positis in capite duabus alis, in quibus 20 
sagittarii, quatenus vim hostium eminus repellerent, erant, et e regione 
una magna acie, cui avunculus regis Bele Ban 3 nominatus preerat, in 
propria legione, ut aiunt, plus quam 12 milia equitum retinens. Dehinc 
fluvium Lithahe ex improvisu exploratoribus ducis non bene, propter 
quod missi erant, observantibue Iransvadendo permeat adposito mox in 25 
vicinis igne. Dux itidem acies instituerat et iam, quid facto opus esset, 
consultabat frustra exploratores, qui aut dolo aut pigricia tardabant, 
expeetans. Cumque alii pugnandum, nonnulli ex alio latere amnis 
Vischahe, super quem residebat, a termino ad duo tan tu in [F. 150] 
teutonica miliaria distantem expeetandum atque robur hostium melius 30 
explorandum consulerent, subito fumus apparens ignis hostium certum 
signum dedit quibusdam ex nostris putantibus ac dicentibus ab hostibus 
in fugam con vereis propria castra ignibus data esse. Itaque dux — est 
enim manu fortis, mente audax, sed niore impaciens — subito arma 
corripit et secus, quam diseiplina militaris et ordo exposcit, non pede- 35 
temptim ' incedens, sed preeipitanter advolans in hostem ruit suis gregatim 
adventantibus et dirupto legionum ordine confuse venientibus. Denique 
ex prepeti cursus nimia velocitate sagittariorum impetum, qui in duabus 
aus positi erant, prevenit ac illas cum eorum duobus militibus, qui 
eisdem preerant, ferme * f unditus delevit. Post hec illas duas magnas ±q 
acies, regis scilicet et avuneuli sui ducis s, impegit ex regis legione nullo 
egrediente, sed tanquam silva fixa immobiliter manente. Iam iam Hun* 
gari de fuga cogitabant dorsaque vertere volebant, et, ecce, Teutonici, 

* fehlt Hs. b so Hs. c non longe Zusatz Hs. d fehlt Hs. © et Hs. 
f firme Hs. £ dux Hs. 45 

1 Zusatx nach Thurocx i 3» : dux Austrie . . . bellatores de Saxonia 
et de Bavaria secum adduxerat. 

7 Otto Fris. sagt: avunculus suus Bela dux. Ampeek aber ver- 
wendet hier die Angabe von Thurocx i iiii: avunculus domini regis Bele 
Bau nominatus. 50 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized by VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 169 — 

qui in posterioribus alis ducem euum sequebantur, fugam ineunt duce 
ignorante vel ea, que fiebant, ex pulveris multitudine, qui Ulis in partibns 
siccitatis tempore maximus esse solet, oonspicere non [F. 150*] valente. 
Barbari tunc primo vires sumunt duciqne tanquam a suis destituto 

5 circumfunduntur. Dux tunc demum terga hosti dare compellitur ac 
tarn pugnacis dextie quam pulveris aerem obducentis beneficio belli 
pericuHs exemptus in vicinum opidum Yienis «, quod a Romanis in- 
habitatum Favianis dicebatur, declinavit Hungari usque predictum 
fluvium Vischabe tantum hostes persequentes ad propria redeunt deum 

lObenedicentes *. Cecidit in hoc prelio virorum nobilium et illustrium 
pars magna, vulgi vero multitudo innumerabilis, maior tarnen, ut dicitur, 
ex Hungaris. Item comes Uros cepit comitem Bapolt Teutonicum 9 Thurocziiiii. 
qui iam pridem nocturnis insidiis castrum Poson occupaverat. Alia 
reperies in chronica Hungarorum etc. 

15 Cap. 52. 

De coronacione Heinrici filii regis Conradi. 

At Conradus rex Romanorum principes convocans Francofurdie Otto Fris., 
ibique filio suo Heinrico aduc puero per principum eleccionem rege 0. Fr. /, 43. 
constituto in palacio Aquis eum dominica mediane quadragesime regem 
20 inungi et coronari iubens regni participem legit. 

Cap. 53. 
De expedicione transmarina. 

Ad predictam curiam Hainricus Heinrici olim Noricorum ducie Otto Fris., 
filiu8, qui iam creverat, venit ducatum Noricorum, quem patri [F. 151] O. Fr. I, 43. 

25 suo non iuste abiudicatum asserebat, iure hereditario reposcens. Quem 
princeps multa prudencia et ingenio inductum usque ad red i tum suum 
de transmarinis partibus suspendens quiete expectare persuasit, 
quoniam ipse rex Conradus unacum Fridrico iuniore, ducec/1 1. c. 39. 
Suevie, in transacta nativitate domini apud Spiram a S. Bernard o 

30crucem aecepit. Similiter mense Februar io curiam celebrans in 40. 
Ratispona*, ubi una eteadembora acceperunt crucem tres episcopi, 
videlicet Heinricus Ratisponensis, Otto Frisiogensis, Reginbertus Pataviensis, 
et Hainricus dux Noricorum, frater regis uterin us, de ordineque 
comitum, nobilium, virorum illustrium innumerabiles. Guelfo quoque, 

35 Heinrici prioris ducis frater, licet nondum sedata guerra in ipsa pre-Ä Weif. 468 
terita dominice nativitatis nocte in propria villa Witengov eandemfC^- Ursp. 

ö Ottol. e. 

* iens Es. 

1 Zusatz nach Tkurocx i iiii: cum universa genta sua benedixit 
et glorificavit deum. 

40 v Otto Fris. sagt nur: Poet haec princeps Baioariam ingreditur 

ibique . . . curiam celebravit Der Hoflag fand allerdings zu Regensburg 

statt. Sollte Ampecks positive Angabe auf Kenntnis der dort ausgestellten 
Urkunde über einen Tauseh Bischof Ottos von Freising (Stumpf Nr. 3536) 
beruhen? 

.. (~*rw"*nlf* Original frann 

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— 170 — 

miliciam cum multis professus fuerat. Sed et duz Boemorum Labeslaus 
et Stirensis marchio Odoacer *, comes Bernhardus non multo post cum 
H. Weif. I. c. magno suorum comitatu propter querimoniam transmarine ecclesie 
Otto l. e. cruces acceperunt. Itaque hvemalis algoris austeritate detersa cum veris 
^ benigna humiditate exi> telluris*» partu flores et herbe procrearentur 5 
H. Weif (Chr. camporumque viriditas letam terre faciem monstrans orbi arrideret, anno 
U.) L c. domini 1147. rex Conradus a Norico Castro procinctum cum suis movens 
Otto l. c. per Danubium iturus Ratispone naves/T. 15V] ingreditur ac in ascensione 
domini in orientali marcbia iuxta burgum, qui Ardacher vocatur, castru m 
ponens suos, qui iam adventabant, duobus seu tribus diebus expectavit. 10 
Inde progrediens usque ad terminos ferme regni sui procedens non 
longe a fluvio Vischahe mansionem locavit celebratoquec ibi sancto 
penthecoste cum universis pene copiis suis Litabe transicns in Pannonia 
tentoria fixit aliis per Danubium navigantibus aliis per terram euntibus. 
Tantam autem post se multitudinem traxit, ut et flumina ad navigandum 15 
camporumque latitudo ad ambulandum vix sufficere posset. Quem 
58. Francorum rex Ludovicus non multo post cum suis subsecutus est. At 
Conradus Romanorum princeps habens in comitatu suo ex principibus 
40. Ordelebum Basiliensem , Otto n e m Frisingen s e m , Heinricu m Ratis- 
58. ponensem, Reginbertum Pataviensem episcopos, Arnoldum cancellarium 20 
suum, Fridericum ducem Suevorum, Hainricum ducem Bavarorum, 
fratrcm eius uterinum, et Quelfonem prioris Hainrici fratrem 
45. aliosque comites, viros illustres et nobiles permeata magno labore viarum 
Pannonia, Bulgaria emensaque d , transmisso Hebro, superiore Tracia ac 
58. inferiore e . Demum exercitus christianus navigandi labore dispersus 25 
pelagus operiebat, quilibet, prout et quando poterat, diversa per loca 
//. Weif. 468 littus attigit. In hoc ergo laborioso itinere Conradus rex commiiitoni 
(Chr. Lrsp. [jr. ]ö2J suo Guelfoni — sie enim eum nominare solebat — sepissime 
344). j n nece88 itate subveniebat ac de omnibus, que a regio fisco Constanti- 
nopolitani imperatoris Manuel 1 sibi offerebantur, partem illi tradebat- 30 
Otto l. c. 58. In ipsa autem pascaii ebdomada Ptolomaide applicans ac post paueos 
dies Hierosolimam veniens in magna cleri ac populi ioeunditate cum 
ingenti honore suseeptus. Mortuus tunc fuit in comitatu regis vir 
clarissimus Fridericus Ratisponensis ecclesie advocatus, ad urbem sanetam 
deportatus et in eimiterio militum templi non longe ab antiquo templo35 
domini sepultus. 

Cäp. 54. 

De reditu Guelfoni s. 

//. Weif 468 Guelfo igitur infirmitate captus ac in desperacione positus ad 

(Chr. Ursp. reversionem se parat. Transite ergo mari convalescens Siciliam attigit. 40 
344). ubi Rogerius eum cum magno domus sue tripudio suseipiens ac ho- 
norifice dimittens iterum ad rebellandum regi maximis muneribus illectum 
incitat. 

* hier fehlen die Worte der Quelle: et Carinthie illustris. b ex- 
cellenter Hs. c celebrato Hs. d emesaque Hs. ° inferiori Hs. Anakoluth. 45 

1 Die H. Weif und das Chr. Ursp. nennen diesen Namen nicht. 
Arnpeck hat ihn vielleicht aus Herrn. Alt. (382) entnommen. 



C^f\f\€%\i m Original frorm 

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— 171 — 

Cap. 55. 
Et de expedicione Damascena et reditu principum. 

Rex itaque Conradus per aliquot ibi dies in palacio tem- Otto Fris., 
plariorum A , ubi olim regia donius, que et templum Salomonis, constructa O. Fr. I f 58. 
5 fuit, manens et sancta ubique loca peragrans per Samariam et Galileam 
Ptolomaydam rediit omnes adventantes, quos poterat, milites pecunia 
ad remanendum inducens. Rex eciam Francie Lodevicus idem pro posse 
suo Beetans de Antiochia reversus apud Timm manebat. Ambo itaque 
interTirum etPtolowa.y-[ F* 152] dam in loco, qui Palma h appellatur, circa 

10 nativitatem S. Johann is baptiste conveniunt. Expleta vero expedicione 59. 
Damascena principes ad propria redire disponunt, Romanus quidem 
per Greciam, alter vero per Calabriam et Apuliam. Itaque Conradus 
rex naves apud Ptolomaidam ingreesus ac per equor navigans fratrem 
et amicum suum Manuel regie urbis principem in Achaie seu Thesaal ie 

15 finibus conveniens adiit, cum eo tanquam ex longa via fatigatus laboribus- 
que fractus et non modica inßrmitate correptus per aliquot temporis 
spacium quievit habens secum Basiliensem episcopum et cancellarium 
Arnaldum et Hainricum Noricorum ducem — nam Guelfo dux per 
Calabriam et Apuliam reveraus fuerat — , per illiricum dalmaticumque 

20 remigans equor in propra imperii sui finibus apud Polam Histrie civi- 
tatem applieuit ibique sonipedec insidens, per Aquilegiam transiens in 
Juvavia, que Bavarie metropolitana sedes esse noscitur, pentbecosten 
celebravit expletis ab eo, quo idem festum in Pannonie finibus egerat, 
duobus annis. Circa idem tempus filius regis Heinricus, quem regem (jv, 

25 ordinaverat, diem obiit. Post hoc palatino comite Ottone ob filiorum 63. 
suorum excessus proscripto vicinum eius castrum Chelehaim dictum 
rapido Danubii fluminis ambitu clausum obsidione cingit eumque ad 
hoc, ut unum filiorum suorum obsidem daret, coegit. 

Cap. 56. 
30 De fine litis Guelfonis. 

[F. 153 ] Sane Guelfo reversus in proxima hyeme circa purifi- Chr.Ursp.341 
cacionem S. Marie collecto milite fines regis invadit ac castrum eius (& Weif. 468). 
Flochberc forti impugnacione sollicitans, dum in reversione militem 
nimis diffuse et incaute duceret, a militibus regis circumventus e t con- 

35 gressione inita cum paucis aliis circumquaque diffusis plus ex infortunio 
quam ex instancia belli milites Guelfonis fugam arripiunt plurimisque 
captis nullo occiso ignominiosed revertuntur, ac sie guerra diu anxie 
inter ipsum et regem agitata finita est Nam Fridricus dux Suevie, 
qui postmodum fuit imperator, fratruelis regis et filius sororis predicti 

40 Guelfonis, medium se ad composicionem faciendam interposuit captivos- 
que duci Guelfoni reddi ac regem de cetero securum esse provida 
deliberacione" confirmavit. Rex ergo aeeepto consilio Welfoni quos dam 
redditus de fisco regni cum villa Maerdingen concessit. Rex vero non Otto Fris. $ 
multo post omnibus bene in Galiia et Germania compositis, cum eciam 0. Fr. 1, 63. 

45 iurata expedicione in proximo imperii coronam aeeepturus esset, morbo 

* templanoram Hs. *> spalma Hs. c sonipes Hs. d ignominose Hs. 
e liberacione Hs. 

.. {~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 172 — 

corripitur Bamberg e proxiraa a capite ieiunii feria sexta 15. Kai. Marcii 

vitam finivit. Cuius historiam, maxime transmarinam expedi- 
cionem, huic operi inserere curavi, eo quod ibi sepenumero 
fit mencio de duce Heinrico et Guelfone. 



[F. 153'] 



Cap. 57. 
Arbor Guelfonum. 



5 



Chr.Ur8p.340 Generacio Guelfonum inclita et nobilissima et deo semper devota 

Romancque ecclesie semper assistens et imperatoribus sepe resistens. 

Guelf ones creduntur viri incliti fuisse de gentibus Ulis, que ßub 
Valentiniano imperatore de Sieia* erumpentes per diversas partes b 10 
Germanie b occupaverunt et dominatum obtinuerunt. Licet autem eiusdem 
generis tiranni et nobiles in genealogiac precesserint, utpote Warinus et 
Ruthard U8, qui B. Othmarum in insulam Rheni relegarunt, in qua hodie 
consistit monasterium monachorum, quod vocatur Staine, primus tarnen, 
de quo legitur, eius generis fuit quidam inclitus dictus Eticho. 15 



u. Hist. Wdf. 
459. 460. 



Eticho resedit in villa Anibergt, ubi eciam cellam XII monachorum 

_ construxit, et ibi obiit. Quam post mortem patris Hainricus 

translulit in locum, qui dicitur Altenmunster a nomine S. Altonis 

ibi requiescentis. Inde eosdem monachos in Weingarten 
et dominas, que ibi erant, in Altenmünster transposuit.^o 



Chr.Ursp.340 
u.H.Wdf.459. 



Hain- 
ricus. 



Hainricus imperatori ho- 

magium fecit et duxit 

uxorem deBavaria deHochen- 
warthe Beatham * nomine. 
Ex qua genuit tres filios. 




quam imperator Ludovicus 
Balbus duxtt in uxorem. 



25 




Chr. Ursp. I. c. 



S. Con- 
radus 



Constan- 
ciensis 
episcopus ecclesie et 
eam multis prediis 
sue proprietatis am- 
pliayit. 



Eticho 



legi- 
timo 

matrimonio 

caruit 



Ru- 
dolfus 



accepit uxorem deOningin 
Itam nomine. Cuius pater 






Cuno nobilissimus comes fuit. 
Mater eius extitit filia magni 
Ottonis imperatoris Richilint3o 
nomine. Ex qua progenuit 
duos filios et filiam. Hec Ita 
sepulta est in Alten- 
münster. 



a so Hs. statt Scythia. *> fehlt Es. c geneologia Hs. 



35 



1 Die Historia Welfarum erzählt das von Wdf II. (bei Arnpeck I.) : 
Hie etiam abbatiam Altorfensem transferendo huc monachos de Alten- 
munster et sanctimoniales nostras illuc ponendo permutavit. 

9 Die Quellen: Beatam. 



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— 173 — 



10 



15 



20 



25 



[F. 154] 
Guelfol. Welfo I. duxit 

I uxorem de gente 

salica de Castro GHz- 
berch Imiza b nomine, 
secundum quos- 
dam Hainrici Nori- 
corum ducis sororem 
et Friderici ducis 
Lotharingorum et 
Albrionisc Metensis 
episcopi. Hie est ille 
Guelfo comes , qui 
aliquando imperatori 





Rudolfus 


s* 




"^^ 


Hain- 
ricus 


apud 
villam 



Levnum» in vena- 
cione saxo per- 
cussus intcriit. 



Richard a sepulta in 
Ebersperg 

anno Christi 1013. 1 

Adalpero 2 maritus 

eius, ditissimus comes 



Bavariorum, cum non H. Weif. 460. 
haberet heredem, tres ab- 
bacias construxit, vide- 
licet Ebersperg, Geisen- 

velt et Chubach. 8 Ipsa ^ „ 

obiit in monasterio Chr > Ur *P^o. 
Ebersperg. 

Conrado IL auxiliante sibi duce Ernusto rebellavit, Augustensem 

quoque episcopatum et Frisingensem in prelto, quod habebat 

cum Brunone Augustensi d episcopo, attrivit et plurimum com- 

minuit, pro qua re tarnen in fine satisfecit et villas plurimas 

eisdem episcopatibus tribuit in tantum, quod iudicio frigide aque 

innocenciam suam probavit. Et in Weingarten sepultus etH. Weif. 460. 

uxor eius in Altenmünster. Hie cum ad senectutem pervenisset, 

sepius revolvens malorum e , que ecclesiis Augustensi et Frisingensi 

intulerat in bello cum Augustensi episcopo, cui Frisingensis 

episcopus auxilio fuit, ad emendacionem cum magna cordis con- 

tricione anhelans quasdam villas iuxta modum et qualitatem damni 

utrique ecclesie sine dilacione in perpetuam possessionem donavit. 



quam Azzoni ditissimo marchioni Italie dedit Chr.Ursp.340. 

in uxorem. In dote quoque dedit eidem curiam 
nobilissimam, quam habebat in Italia, Elsinam nomine, 
quam et ipse ab uxore sua in dotem aeeeperat. Cuius 
curie mille et centum mansus sunt uno vallo comprehensi. 
Et genuit ex ea Guelfonem IV. 



vir per omnia probatus ducatum Earinthiorum et marchiam 

Veronensem acquisivit et strennue rexit. De eo dicitur, quod 

contemptum exhibuerit Hainrico imperatori III., eo quod, cum idem 
ijnperator convocasset exercitum suum in Lambardiam aput locum, qui 

* so Hs. b Innza Hs. c so statt Adilberonis der Quelle. d Augensi IIs. 
e so Hs. infolge flüchtigen Exxerpierens. 

40 i Nach Mon. Germ, hist, SS. XXI, 460, Anm. 50 ist sie im Jahre 

1045 gestorben. 

2 Den Namen hat Arnpeck vielleicht der von ihm oben in Kap, 13 

des 3. Buches benutzten Ebersberger Chronik entnommen. Doch erscheint 

Adalbero dort nicht als Gründer von Ebersberg, sondern es wird nur er- 
45 zählt, dass er das Kloster erweitert und beschenkt habe. Auch nennt die 

Ebersberger Chronik seine Gemahlin nicht Richarda, sondern Richlinde. 

• Küftbach. 





Guelfo II. 
comes 


30 






35 


Guelfo HJ. 
dux 




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— 174 — 



vocatur Runeialle, iste tercius Guelfo cum armatb müttibus suis, quos 
adduxerat, contra volimtatcm imperatoris rccessit ab eo et neque miim 
neque promiBsionibiis potuit detineri ab eo. Quod ideo factum est, quia 
prefatum imperatorem expectaverat in eodem loco per triduiira ultra 
ata tu tum tempua et neque per nunc mm neque per lätteras suas aceeperat, 5 
quibus [F* 154*] abBenciatn suam excusaret. AHo quoque tempore pre- 
fatum inip^ratorena yerbis suis co£git, ut Veroneasjbus mitteret mille 
marcaa, quas ab eis contra lusticiam ex torquere voluit, Ist* Guelfo III. 
immatura tnorte preventua »ine berede dccessit 1055. et omnes poseessiones 
suas eccIesHs diatribui mandavit. Saue mater eiusdem faanc distribucioneni 10 
fieri non per m mit, eed pocius de Italia rcvocavit tili um prefati Azzoniä* 
nepoteni au um GueKonem IV,, eumquc heredom omni um poesessionum 
cLusdem generis instituit. 



Azzo 



raarchioEstensis et Ferrari e exuxoresuaChunzafiiia 
Guelfonis L gemüt Guelfonem IV. 15 



Kremvm. 10 



GuelfoIV 



dux Bavarie, dueavit aiinis 18. Obiit 1119. 



Adel- 

hait 



uxor Fri- 
drici de 

Rotenburg super 

Neckare, 



GuelfoV. 



dux 
Bavarie. 



Hain- 
ricus 




Bavarie dux 

obiit 1127. 
Dueavit 
annis 7.20 



Suevie, 

mator Fri- 
deriei I, 



So-' 
phia 


Mat- Wulf- 
hilda hilda 









dux Bava- 
rie etSaxo- 
obiit in 



Guelfo 



minor 

obiit 

1167. 



Ade- 
haidis 



nie 
Brunsvica 
1195. Hein- 

ricusSaxonie, Brunsvice, Bavarie et Engern dux comes 
que palatinus Reni, 



uxor Friderici 
de Rottenburg, 
potensdominus, 
soror Guelfonis 
iunioris, 30 



Hain- 
ricus 



Otto 



palatinus 
Reni obiit 
1213. 

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Wii- 

helmus 



dux. 



de Bruns- 

wica Im- 
perator obiit 1218* 
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35 



— 175 — 

[F. 155] Hanc prcscriptam arborem de Welfonum pro- 

sapia non inconvenienter hie interposui, co quod pluries fit 

mencio de eis, tum eciam, quia fuerunt viri strennuissimi 

et prineipes christianissimi memoria bona digni. Nunc igitur 

orevertor ad bystoriam, ubi dimissum est. Et primum 

Oap. 58, 

De controversia pro ducatu norico inter Hainricum 
de Austria et Hainricum de Saxonia. 

Anno ab incarnacione domini 1153. a 3. feria post Oculi, que Otto Fris., 

lOfuit 3. Nonas b Marcii, Fridricus I. in regem electus Franckford i e 0. Fr. II, 1. 
sequenti dominica Letare Aquisgrani coronatur. Dehinc sanetum pascha 3. 
Colonie Agrippine celebravit. Inde per Gueffaliam * transiens Saxoniam 4. 
intravit ibique litem duorum consanguineorum de regno Dacieff. 
deeidit. Omnibus autem bene ordinatis in Saxonia eunetisque prin- 

15 cipibus ad nutum suum inclinatis rex Bavariam ingreditur ac Ratispone 
norici ducatus metropoli in festivitate apostolorum in monaaterio 8. Em- 
merammi — nam roaior ecclesia cum quibusdam civitatis vicis confla- 
grabat a — coronatus incedit etc. Erat vero multa serenissimi prineipis 7. 
anxietas, cum omnia prospere in regno agerentur, qualiter controversia, 

20 que*> inter carnem et sanguinem, Hainricum patruum et itidem Hainricum 
avuneuli sui fiiium, duces, de norico ducatu agitabatur, sine sanguinis 
effusione terminari posset Fuit namque Heinricus iste [F. loa*] Hainrici 
quondam norici ducis filius, quem, ut supra dictum est, Conradus rex 
a Baioaria eiectum in Saxonia manere compulit ducatumque ipsius 

25 primum Leopoldo marchionis orientalis S. Leopoldi filio ac deinde fratri 
ipsius Bainrico concesserat. Rex ergo predietam litem iudicio vel con- 
silio decisurus utrique autumnali tempore mense Octobri civitate Herbi- 
poli curiam prefigit. Quo dum alter, id est Hainrici ducis filius, veniret, 
alter se absen tan s herum et iterum vocatur. Sequenti insuper annod. 

30 rex penthecosten Wormacie ferians, ubi ad curiam prenominati duces 
Heinrici pro ducatu norico contendentes venerunt, sed debitum finem 
negocium habere non potuit. Proximo dehinc mense Decembri utrique lt. 
duces, Hainricus videlicet et Hainricus, iudicio in civitate Spira 
prineipis assistunt, sed iterum altero de legittima se vocacione excusante 

35 res protelatur. Rex itaque Fridericus dum iam fere per biennium ad 
deeidendam litem huiusmodi laborasset, tandem alterius instancia, qui 
in paternam hereditatem, a qua diu propulsus fuerat, redire cupiebat, 
flexus imminente eciam sibi expedicionis labore, in qua eundem iuvenem 
militem sociumque vie habere debuit, finem negocio imponere cogebatur. 

40 Proinde in opido Saxonie Goslaria curiam celebrans utrosque duces 
datis edictis [F. 156 J evoeavit. Ubi dum altero veniente alter se ab- 
sentaret, iudicio prineipum alteri, id est Hainrico Saxonie duci, Bavarie 
ducatus adiudicatur. Cum igitur rex Fridericus anno domini 32. 
1156.*, regni vero sui 4., 14. Kai. Julii cum benediccione imperii 

45 coronam a papa Adriano aeeepisset, expleta feliciter expedicione42. 
reversus ad familiaria remeans domicilia in confinio Ratisponensi 



» so Hs. b f e hlt H$. 

UN 



byGt Originalem 



— 176 — 

patruum suum Hainricum ducem alloquitur, ut ei de tranßactione facienda 
cum altero Hainrico, qui iam, ut dictum est, ducatum Bavarie iudicio 
principum obtinuerat, persuaderet. Cui dum ille tunc non acquiesceret, 
iterum diem alium, quo eum super eodem negocio per intern uncios con- 
veniret, in Bavaria versus confinium Bohemorum constituit. Quo princeps 5 
veniens ac cum multis modis ad transigendum operam daret, infecto 

43. aduc negocio insalutati ab invicem separati sunt. Post hec mediante 
Octobri imperator Ratisponam norici ducatus metropolim , quondam 
regum, modo ducum sedein, curiam celebraturus ingreditur, habens 
secum Hainricum Hainrici ducis filiura in possessionem eiusdem ducatus 10 
mittendum. Igitur sedente ibi in publico consistorio imperatore iam 
sepe nominatus Hainricus dux possessionem suam patrumque suorum 
recipit sedem; nam et proceres Bavarie homagio* et sacramento obli- 
gantur, sed eciam, ne ullam vacillandi potestatem habe reut, vadibus 
obfirmantur. Inde Fridricus ad partes [F. 156*] Rheni se conferens 15 
proximum natale domini Wormacie celebravit, ubi controversiam 
propter absenciam principis inter Arnoldum Maguntinum archiepi- 
scopum et Hermannum Reni palatinum com item, magnum imperii 

47. principem, ortam sedavit. DeniqueimperatorFridricus adBavariam 
redien s penthecosten in quodam Castro Ottonis palatini comitis cele-20 
bravit. Dehinc feria 3. non longe a civitate Ratisponensi patruum suum 
Hainricum alloquens ducem ad transaccionem cum altero itidem Hainrico 
faciendam inclinavit. Preponebat hie princeps, si sine sanguinis effusione 

54. in concordiam revocare posset Idcirco consilio episcoporum aliorumque 
principum curiam ad Ratisponam, ubi consilium pro terminanda duorum 2a 
ducum lite publicari debuit, decrevit. Igitur mediante Septembre prin- 
cipes Ratispone conveniunt ac per aliquot dies presenciam imperatoris 

55. prestolantur. De inde principe patruo oecurrente in campum — manebat 
enim ille pe ne ad duo teutonica miliaria sub papilionibus — eunetisque 
proceribus virisque magnis aecurrentibus consilium, quod iam diusecretu m 30 
retentum fuerat, publica tum est. Erat autem hec summa concordie: 
Heinricus maior natu ducatum Bavarie per Septem vexilla imperatori 
resignavit. Quibus minori traditis ille duobus cum vexillis marchiam 
orientalem cum comitatibus ad eam ex antiquo pertinentibus reddidit. 
Exinde de b eadem marchia cum predictis comitatibus de Bavaria, 35 
quos tres dieunt, iudicio principum ducatum fecit [F. 15 7 ] eumque non 
solum öibi, sed et uxori cum duobus vexillis tradidit, neve in posterum 
ab aliquo suorum successorum mutari posset aut infringi, privilegio 

Herrn. J//.suo confirmavit. Multa enim Hainrici exigebat honesta», ut nomen 
382. l ducis non perderet et duces Bavarie minus deineeps contra Imperium 40 
superbire valerent, imperator marchionatum orientalem a iurisdiccione 
ducis Bavarie eximendo et ei quosdam comitatus de Bavaria adiungendo c 
et iudiciariam potestatem ducis Austrie ab Anaso usque ad silvam 
prope Pataviam, que dicitur Ratenslaa d , protendendo. Nam huc usque 
quatuor marchionatus Austrie, Stirie, Ystrie et Cambensis, qui vul-45 
gariter dicebatur de Vohburg, evocati ad celebracionem curie ducis 

a homogio Hs. b fehlt Hs. c die Worte der Quelle: convertit in 
ducatum sind hier flüchtigertceise weggelassen. J so Hs. statt Rotensala. 



Mon. Germ, hist., SS. XVII, 383. 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 177 — 

Bavarie veniebant, sicut hodie 1 comitee ipeiuB terre facere tenentur. 

Acta sunt hec anno d omini 1157. Ä *, regni eins 5., imperii vor o 2. ad duo Otto l. c. 32. 

miliaria a Ratispona, anno ducatus Hainrici 14. Ita imperator 

ad civitatem, iuxta quod preoptaverat, inter patruum et avunculi sui 
5 filium terminata sine Banguinis effusione controversia letus rediit. At 

statim sequenti die in publico residens consistorio, ne Bavaria triterius 

tocius regni quietis immunis esset, treugam a proximo penthecosten ad 

annum iurari b fecit. Porro tanta ab ea die usque in presenciarum 3 

toti transalpino iocnnditas imperio, ut non solum imperator et Augustus, 
10 sed et pater patrie iure dicatur. 8 Fridericus enimvero imperator 

Welfoni avunculo [ F. 15 7'] suo, ut eius favorem plene obtineret, con- Chr. Ursp. 

tulit in beneficium marchiam Tuecie, ducatum Spoleti et totam Mahtildis 345. 

comitisse terram , quibus terris potestate plena potitus et suos ibi 351. 

eollocans filio suo iuniori commisit anno Christi 1160. Ipse per vallem 
15 Tritentinam ad propria rediit. Predictis autem modis Bavaria 

integre ac perfecte pacificata fuit. 

Cap. 59, 

Sequitur nunc Privilegium invictissimi cesaris 
domini Friderici I. pro duce Austrie. 

20 In nomine sancte et individue trinitaüs Amen. Fridericus divina Priv. maius.* 

favente clemencia Bomanorum imperator semper Augustus. Quamquam 
rerum commutacio ex ipsa corporali institucione poeeit firma consistere 
nee ea, que legittime geruntur, ulla possint ref ragacione c convelJi, ne 
tarnen d rei geste ulla possit esse dubietas, imperialis debet intervenire 

25 auetoritas. Noverit igitur omnis Christi imperiique et nostri etas 
presens et futura posteritas, qualiter nos eius cooperante gracia, a quo 
celituspax* missa est hominibus super terram, in generali* nostra curia 
Ratisbone in nativitate S. Marie celebrata in presencia multorum reli- 
giosorum et catholicorum litem et controversiam, que inter carissimum 

30 nostrum patruum Hainricum ducem Austrie et inter nepotem nostrum 
carissimum Heinricum ducem Saxonie diu agitata extitit super ducatum 
[F. 158] Bavarie et super marchiam a superiori parte Anasi fluminis, 
terminavimus hoc modo, quod dux Austrie resignavit ducatum Bavarie 
et dietam marchiam, quos tenebat Qua resignacione facta mox eundem 

35 ducatum Bavarie contulimus in beneficium duci Saxonie. Predictus 
vero dux Saxonie cessit et renunciavit omni iuri et accioni, quas habet 
ad dietam marchiam cum omnibus iuribus et benefieiis. Ne autem in 
hoc facto honor et gloria patrui nostri carissimi aliquatenus minuatur, 
de consilio prineipum illustri principeBandislaoff duce Boemie sentenciam 

40 promulgante, quam ceteri principe« approbabant h , marchionatum Austrie 

ä so Hsr b iuraui Ha. <• retraccione Hs. ,l inde Tis. © fehlt Ha. 
f humili Hs. £ so Hs. * approbant Hs. 

1 Arnpeck lässt hier weg; episcopi et, wie se/um Andr., der auch 
den Text des Herrn. AU. benutzt hat. 
45 * Unten in der Urkunde richtig 1156. 

3 Autdrücke Ottos von Freising, unverändert übernommen. 

4 Arnpeck giebi hier den Text des sog. Privilegium maius, jener 
bekannten Fälschung, die von Herzog Rudolf IV. von Oesterreich um 1358 
bis 1360 gemacht worden ist; vgl. den Druck Mon. Qerm. hist., Leg.U f 99. 

Quellen u. Erörterungen N. F. HI. i Original fro?Ti 

tfby LjOOgle UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 178 — 

et dictam marchiam super Anesum commutavimus in ducatum. Eundem 
ducatum cum supradictis iuribus, privilegiis et graciis omnibus libe- 
ralitate cesarea contulimus predicto Hainrioo nostro patruo carissimo 
et prenobili sue uxori Theodore et liberis eorundem ob singulare tri 
favorem, quo erga dilectissimum patruum nostrum Hainricum Austrie 5 
eiusque conthoralem prenobilem Theodoram et eorum successores, erga 
terram Austrie, que clipeus et cor sacri imperii Bomani esse dinoscitur, 
afficimur, de consilio et con sensu principum imperii dictis coniugibus, 
eorum in eodem ducatu successoribus necnoa prefate terre Austrie sub- 
notatas concessiones, constituciones et indulta auctoritate imperial! in 10 
iura [F. 158'] plena et perpetua redactas donavimus liberaliter vigore 
presencium et donamus. Primum quidem, quod dux Austrie quibusvis* 
subßidiis seu serviciis tenetur nee esse debet obnoxius sacro Romano 
imperio nee cuiquam alten, nisi ea de sui arbitrii faceret libertate eo b 
excepto dumtaxat, quod imperium iuvare tenebitur in Hungariam 15 
cum 12 viris armatis per mensem unumc expensis propriis, in eius rei 
evideneiam, ut prineeps imperii esse dinoscatur d , nee pro conducendis 
feodis requirere seu accedere debet e imperium extra metas Austrie, 
verum in terra Austrie debent sibi feoda sua conferri per imperium et 
locari. Quod si sibi denegaretur, ab imperio requirat et exigat litteratorie 20 
trina vice. Quo facto iuste sua possidebit feoda sine offensa imperii, 
aesi ea corporaliter conduxisset. Dux eciam Austrie non tenetur aliquatn 
curiam accedere edietam per imperium seu quemvis alium, nisi ultro et 
de sua fecerit voluntate. Imperium quoque nultum feodum habere 
debet in ducatu Austrie. Si vero prineeps aliquis vel alterius Status 25 
persona nobilis vel ignobilis, euiuseunque coodicionis existat, haberet in 
dicto ducatu possessiones ab ipso iure feodali dependentes, has nullt 
locet vel eonferat, nisi eas prius conduxerit a duce Austrie memorato. 
Cuius contrarium si fecerit, eadem feoda ad ducem Austrie devo~[F. 159 J 
luta libere sibi f tunc iure proprietatis et dominii directi pertinebunt & 30 
prineipibus ecclesiasticis et monasteriis h exceptis in hoc casu. Cuncta 
eciam secularia iudicia, bannum silvestriumi et ferinarum, piscine et 
nemora in ducatu Austrie debent iure feodali a duce Austrie dependere. 
Eciam debet dux Austrie de nullis oppositionibus vel obiectis quibus- 
eunque nee coram imperio nee aliis quibuslibet cuiquam respondere, nisi 35 
id sua propria voluerit facere voluntate. Si voluerit, unum locare potent 
de suis vasallis seu homolegiis*, et coram illo seeundum terminos pre- 
fixos parere potest et debet iusticie complemento. Insuper potest idem 
dux Austrie 7 quando impugnatus fuerit ab l aliquo de duello, per unum 
ydoneum non enormitatis macula retentum vices suas prorsum supplere, 49 
et illum m ipsa eadem die seu prineeps seu alius quisquam pro alieuius 
nota infamie non potest impetere nee debet impugnare. Preterea quit- 
quid dux Austrie in terris suis seu districtibus fecerit vel statuerit, hoc 
imperator neque n alia potencia modis seu viis quibuseunque non debet 
in aliud ° quoquo modo in posterum commutare. Et si, quod deus 45 
avertat, dux Austrie sine herede filio decederet, idemp ducatus ad 



a quibus suis Hs. b et Hs. c mensem v'm in Hs. ; eine spätere 
Hand hat menses korrigiert und darnach wahrscheinlich VIII gelesen. 
d dinoscitur Hs. © fehlt Hs. f sunt Hs. er fehlt Hs. h ministris Hs. * et 
ailvestha Hs. * homogiis Hs. l de aliquo duello Hs. m dne ipsius Hs. 50 
Q nequit Hs. o aliudque Hs. P iam Hs. 



byG< 



Original frorn 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 179 — 

seniorem filiam, quam reliquerit, devolvatur. Inter duces Austrie qui 
senior fuerit, dominium Außtrie teneat. [F. 159*] Ad cuiue eciam 
filium* seniorem dominium iure hereditario deducatur, ita tarnen, quod 
ab eiusdeni sanguinis stipite non recedat b nee ducatus Austrie ullo 
5 unquam tempore divisionig alicuius reeipiat sectionem. Si quis in dieto 
ducatu residens vel in eo poesessiones habens' c fecerit contra ducem 
Austrie oeculte vel publice, est diclo duci in rebus et corpore sine 
gracia condemnatus. Imperium dicto duci Austrie contra omnes suos 
iniuriatores debet auxiliari et suecurrere, quod iusticiam assequatur <*. Dux 

10 Austrie principali amictus veste, superposito e ducali i pileo, circumdato 
serto pinnitos baculum habens in manibus, equo assidens et insuper 
more aliorum prineipum imperii conducere feoda sua ab imperio debet h 
Et potest in terris suis omnibus tenere Judeos et usurarios publicos, 
quos vulgus i vocat gawertsebin * , sine imperii molestia et offensa. Si 

15 quibusvis* curiis publicis ro imperii dux Austrie presens fuerit, unus de 
palatinis archidueibus est censendus et nihilominus in consessu et incessu 
ad latus dextrum imperii post electores prineipes obtineat primum locum. 
Dux Austrie demandandi et deputandi terras suas, euieunque 11 voluerit, 
habere debet potestatem liberam, si, quod absit, sine heredibus liberis 

20 decederet, nee in hoc per imperium aliqualiter debet impediri. Prefatus 
quoque ducatus Austrie habere debet omnia et singula iura et IF. 160] 
privUegia et indulta, que obt inere reliqui prineipatus imperii dinoseuntur 
Volumus eciam, ut<>, si° districtus et diciones dicti ducatus ampliati 
fuerint ex bereditatibus, donationibus, emptionibus, deputacionibus vel 

25 quibusvis aliis devolucionibus, prefata iura, privilegia et indulta ad aug- 
mentum dicti dominii Austrie plenarie referantur. Et ut hec nostra 
imperialis constitucio omni evo firraa et inconeussa permaneat, presentes 
litteras scribi et sigilli nostri impressione feeimus insigniri adhibitis 
ydoneis testibus, quorum nomina hec sunt: Pilgerimus patriarcha Aquileie, 

30 Eberhardus Salzeburgensis archiepiscopus, Otto Frisingensis, Conrad us 
Pataviensis , Eberhardus Bambergensis , Hartmannus Brixnensis, Hart- 
wicus Ratisponensis , N. Tridenlinus episcop i , Guelfo dux , Conradus 
frater imperatoris, Fridericus filius regis Conradi, Hainricus dux Karin- 
thie, marchio Engelbertusp de Hystria, marchio Adalbertus de Staden, 

35 marchio Uiepoldus, Hermannus comes palatinus de Rheno, Otto comes 
palatinus et frater eius Fridericus, Gebehardusq comes de Sulczpachi 
Rudolfus comes de Sweinhunf, Engelbertus comes Halleneis, Gebe- 
hardus de Purckhausen comes, N. comes de Pilstain et alii multi etc. 

Signum domini Friderici 1 
40 Roman i imperatoris in- 
victissimi. 



a filiam Hs. h recedatur Hs. c habeat Hs. <* assequitur Hs. 
*' supposito Hs. f ducatus Hs. g pintato Hs. h hier fehlt ein Satx. 
i vulgo Hs. * Gauerstlim Hs. 1 quibus Hs. m presentis Hs. n cui- 
45 que Hs. o quod Hs. P Engelhardus Hs. <i Eberhardus Hs. r so Hs m 

1 Arnpeck zeichnete hier das Signum Friedrichs ein; er kopierte 
es wohl nach irgend einer andern ihm (wahrscheinlich xu Freising) xu- 
gäng liehen Urkunde Friedrichs; vgl. unten S. 187, Z. 21. 

12* 

Original frorn 



by Google 



UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 180 — 

[F. 160'] Et ego ReinalduB cancellarius vice Arnolfi Maguntini 
archiepiscopi et archicancellarii recognovi regnante Friderico Romanorum 
imperatore semper Augusto in Christo. Datum ßatisbone 15. Kai. 
Octobris, indicione 4., anno dominice incarnacionis 1156. feliciter, anno 
regni eins 5., imperii 2. 5 

Cap. 60. 

De Hainrico duce Saxonie et Bavarie, filio Hainrici 

Superbi. 

Rahewini 1 O. Hainricus dux Saxonie, Hainrici ducis eiecti dicti Superbi et 

Fr. IV, 46. Gerdrudis filie Lotharii imperatoris filius, a primis cunabulis patre et matre 10 
orbatus , ubi primum adolevit, pollens viribus, facie decorus, ingenio 
validus non se luxui neque inercie dedit» corrumpendum, sed, ut mos est 
Saxonum, equitare, iaculari, cursu cum equalibus certare, et cum omnes 
gloria anteiret, omnibus tarnen carus erat. Is recepto ab imperatore 
Friderico anno Christi 1156. ducatu Bavarie, ut supra dictum est, 15 
ubi naturam et mores hominum cognovit, multa eura, multo consiiio 
ad tantam claritudinem in brevi pervenerat, ut bonis vehementer carus, 
malis maximo terrori esset, adeo ut absentem velut presentem timendo 
leges pacis, quas sanxerat, nemo sine pena capitis auderet infringere 2 . 
Ebran 103. Hie Heinricus fundavit monasterium Ranshofen. Cuius fundacionis 20 

litterarum datum ponitur anno domini 1157. 

Cap. 61. 
Quod dux Bohemie rex creatur. 

Rakete., G. [F. 161] Sane imperator Fridericus in Bavariam veniens 

Fr. HI t 13. Ratispone curiam magnam cum frequencia prineipum in oetava epiphanie 25 
14. agit. In qua curia dux Boemorum Bolislaus vir ingenio validus, viribus 
prepotens, consiiio, manu audaciaque magnus, cuius ante hoc industrie, 
obsequii multa precesserant experimenta et maxima virtus claruerat, 
adeo ut ob merita sua omnibus carus esset, ab imperatore et imperii 
primis ex duce rex creatur anno ab incarnacione domini 1158. Suscepto 30 
itaque privilegio de usu dyadematis aliisque regni insignibus letus revertitur. 
Ibidem eciam patruos suos Ottonem Frisingensem episcopum et Hain- 
ricum ducem Austrie, fratres dissidentes, eo quod prefatus antistes 
germano fratri predia ecclesie sibi usurpare volenti omnino b contradiceret, 
in pristinam pacem et fraternam concordiam revoeavit. 35 

Cap. 62. 
De seeunda expedicione contra Mediolanenses. 

Chr.Ursp354. Sane anno Christi 1158. Fridericus imperator seeundam ex- 

peditionem movit in Italiam contra Mediolanenses habens secum 

a fehlt Hs. b eo animo Hs. 40 

1 Oltonis et Rahewini Qesta Friderici L imperatoris. Editio altera. 
Reo. O. Wa*tx. (SS. rer. germ. in usum schol. recusi.) 

7 Auch Andr 543 hat diesen Abschnitt aus Rahewin benutzt, so 
dass in metner Ausgabe des Andr. diese Stellen petit xu drucken gewesen teuren. 

n f r\r\nl'"* Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 181 — 
inter alios quam plures principes Hainricuin ducem Bavarie 

et SaxODie 1 . At Mediolanenses variis modis attriti pacem petunt Rahew.Ill, 45. 

per quosdam principes. Denique pluribus pacis condicionibus 47. 

Mediolanum in graciam imperatoris recepta est 6. Id. Septembris. 48. 
5Exhinc imperator plures ex principibus redire permisit, ipse _ " 

vero ad ordinanda cetera Italie negocia animum tendit. Anno &° m <j/ jy 23* 

mini 1159. Mediolanenses denuo rebellant. At imperator jy ^ 

40 continuis diebus terram hostium vastavit, [F. 16V] post vastacionern 42! 

hostium Laudam pergit ibique italicum exercitum dimittit, copias militum 
10 de transmontanis expectabat Inter hec Mediolanenses variis modis, cf 43-45. 

sed frustra in vitam principis sevierunt. Interea circa» penthe-^'u. Chr. 

costen» imperatrix, domina Beatrix, Hainricus dux Bavarie etSaxonie Ursp. 354.* 

cum" 1200 a loricatisab, Conradus Augustensis episcopus suo adventu 

nostris leticiam, hostibus metum incuciunt. Non multo post avunculus 
15 imperatoris, Guelfo princeps Sardinie, dux Spoieti, marchio Tuscie, 

novum adducens exercitum cum multo apparatu advenit circa* Michaelis * 

cum» 300* loricatis*. Imperator igitur partem unam cum Gremo-liahew.Lc.4S. 

nensibus contra civitatem Cremam dirigit Que cum per 6 menses 67. 

obsessa fuerat, per Peregrinum et Hainricum ducem Bavarie inducti 70. 
20 Cremenses civitatem dederunt 6. Kai. Februarii anno domini 1160., 72. 

ipsumque castrum flammis traditum et militibus ad diripiendum per- 

missum est. Hie dux Hainricus ingens imperatori adiutorium 

in Italia contra hostes prebuit. 4 Itaque hü duo viri sanguine^tf. 
•oniunctissimi, utpote unus eorum alterius fratris filius, diversis inter 

25 se virtutibus certabant. Guelfo dando, sublevando, ignoscendo, dux 
Hainricus severitate et malorum pernicie gloriam adeptus est. Illius 
facilitas, buius constancia laudabatur. Guelfo negociis amicorum intentus 
sua negligere, nil denegare, quod dono dignum esset, magnas potencias 
affectabat, exercitum, bellum c novum exoptabat ubi virtus enitescere 

30po8get. At Hainricus dux [F. 162] Studium modestie decoris pretendens 
non diviciis cum divite neque factione cum factioso, sed pro d pacis, 
negociis absens simul presensque pugnabat. Eius Studium, ut de quodam 
dicitur, modestie, decoris, sed maxime severitatis erat. Cum strennuo 
virtute, cum modesto pudore, cum innocente abstinencia certabat. Esse 

35 quam videri bonus malebat. Ita quo minus petebat gloriam, eo magis 
illam assequebatur. In omnibus gloriosis* plurimum facere et miuimum 
ipse de se loqui. Ita memoria nostra ingenti virtute diversis moribus 
fuere hü viri duo, dux Heinricus et Guelfo. 

Interea dux Heinricus decem de militibus Mediolanensium captivavit Chr.Ursp.3ol. 

40 et eo8 imperatori tradidit, quos in conspectu civium suorum patibulis 
appendit. Iam imperator tercio rura Mediolanensium vastavit, ubi quidam 35 4. 
principes ad sua negocia recesserunt. Tunc Guelfo totam mUiciam suam 35L 

* am Rand mit Einfügungszeichen. b loricis Es. c belli Es. 
d fehlt Es. e paucis Es. * gloriosus Es. 

45 l Diese Angabe ist vielleicht beeinflusst durch Andr. 543 \ 34 ff. 

7 Vgl. auch Fund.; Neues Archiv XXIV, 686. 

8 Die daraus entnommenen Worte sind am Band der Es. hinxu- 
gefiigt. 

4 Diese Angabe ist vielleicht auf Grund von Andr. 543, 34 ff. 
oQ gemacht. 



C^r\nn\* x Original frorm 

J ö UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 182 — 

in Tusciani movens maximum conventum apud S. Genesium habuit, 
ubi baronibus terre Septem comitatus cum tot vexilliß concessit, ceteris 
quoque de civitatibus seu castellis ad se confluentibus unicuique, quod 
sunrn erat, tribuit. Sed et ipee sua, que singule eivitatee ad se iniaste 
contraxerant, recepit Denique conventu soluto a Pisanis et Lucensibus5 
et aliis civitatibus, ad quascunque declinaverat, honestissime suscipitur 
sicque terra illa et S pole tan a plena potestate potitus et suos ibi collocans 
filio [F. 162*] suo Guelfoni iuniori commisit eandem strennuissimos de 
suis militibus et optimos apud ipsum relinquens. Ipse per vallem 
Tritentinam rediit ad propria. Guelfo vero iunior excellentissime terras 10 
possedit, rexit atque defendit, ita ut eciam multociens militibus imperatoris 
volentibus terram ledere violenter resisteret, propter quod maximum 
favorem populi acquisivit et imperatoris offensam nonnunquam incurrit. 
854. Anno dorn in i 1161. imperator a Mediolanensibus fugatus est 
35S. Anno domini 1162. mense Marcio Mediolanenses se et suaetl5 

ipsam urbem in manus imperatoris tradiderunt Cumque sine omni 
condicione tra dita esset ei potestas super urbem Mediolanensium, noluit 
tarnen facere 8 trägem super perfidos et periuros homines, sed permisit 
eis pocius tempus penitencie, ita ut muros altissimos civitatis penitus 
diruerent t turres quoque et edificia civitatis funditus subverterent et de 20 
Lirer k 1'. civitate exirent. Referunt quidam 1 , quod subversa civitate im- 
perator trium magorum corpora Reinaldo archiepiscopo Coloniensi 
Ohr, Ur*pJi54. dedit, qui ea Colon i am miß iL Augustus vero nobili potitus triumpho 
in olivarum festo in B. Ambrosii basilica unacum oliva triumphalem 
gestavit a victorie palmam. Proinde apud Ticinensium urbem in festo 25 
pasce cum coniuge eua Beatrice multis stipatus principibus coronatus 
processit et ad convivium omnes tarn cives quam adventantes convocari 
precepit. 

[F. 163] Eodem anno 1162. apud Constanciam in festo 8. Clementis 
factum est dissidium* inter Hainricum ducem Bavar ie c et uxorem suam 30 
Clemenciam filiam Conradi ducis Zaringie, quod de consilio imperatoris 
.755. dicunt factum fuisse. Duxit quoque prefatus dux uxorem filiam Heinrici 
regis Anglie, qui 8. Thomam Oanturiensem episcopum occidit et dignum 
martirem deo effecit. De qua genuit tres filios, Heinricum, qui postea 
fuit palatinus Rheni, et Ottonein, qui modico tempore tunc fuit imperator, 35 
et quendam Wilhelmum. 

Multa quidem et alia Fridricus augustissimus in Italia 
fortiter gessit, que non sunt hie inserenda, sed horum pro 
tanto mencionem feci, quia dux Hainricus seraper eidem in 
his oranibus uti fidelis propugnator cum copiis suis astitit. 40 

Cap. 63. 

De infelici bello Guelfonis iunioris. 

Chr. Ursp. Anno domini 1163. imperator rediit in Alemanniam. Eo anno 

355. Hugo comes palatinus de Tonigen <* in comitatu, quem a duce Welfone 

* fehlt Es. b diseidium Ha. c a m Rand Es. <t so Es. 45 

1 Thomas Lirer, Schwäbische Chronik. Druck Ulm i486. 

C^ €^r\c\\ ■"■ Original frorn 

Digil KJbyi JJJI UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 183 — 

habuit, quosdam milites Welfonis pro suis excessibus captivatos suspendit 
et eastrum eorum Monogen Ä destruxit. Pro quo dux Welfo querimonia 
eum impetens pro satisfaecione debile responsum accepit. Cumque 
pacienter sustinuisset nee a querimonia cessaret, procedente tempore 
5 pater dux filium de Italia revoeavit. Ipse illo iturus et negocia terre 
per se traetaturus filio omne Patrimonium et possessiones, quas ex parte 
matris habiturus erat, ex integro tradidit. 

Anno domini 1164. factum est, ut Guelfo [F. 163 1 ] iunior propter 
prefatam discordiain cum multis prineipibus et baronibus terre exercitum 

10 deduceret ad eastrum Tonigen. In quo exercitu fertur habuisse militum 
sive armatorum 2200 vel amplius. Hii omnes 8. Id. Septembris circa 
vesperam sabbati non longe a Toniken castra posuerunt etdiem dominicum 
in quiete et oeio deducere statuerunt. Cumque die dominico multi de 
nobilibus et prineipibus de facienda concordia et pace plus laborarent 

15 et orarent, quidam protervi et minus cauti de castris Welfonis eruperunt 
et castro Tonigen appropinquare eeperunt. Quibus alii de castro obviain 
processerunt, sieque inito conflictu ortus est tumultus in castris utrimque, 
et veloces advolare. Quod factum est circa horam nonam diei. Comes 
quoque Heinricus de Veringen vexillifer fuit Welfonis, et in comitatu 

20 suo fuerunt cum prefata turma militum tres episcopi , Augustensis, 
Spirensis, Wormacensis, Berchtoldus dux de Zaringen et alii marchiones 
et comites quam plurimi: Berchtoldus b marchio de Voheburch, Her- Ä Weif. 46U. 
mannus marchio de Baden, Rudolfus comes de Phullendorf, Adelbertus 
comes de Habenspurcb, duo fratres comites de Cbalwe, duo f rat res 

25 comites de Berge, Gothefridus cum R. fratre de Rumesbcrc, Hart- 
mannus comes deChiliperch, Heinricus comes de Feringen, Conrad us 
advocatus Constanciensis cum ceteris terre nostre raaioribus in duobus 
milibus et 200 armatorum et eo amplius. 

In auxilium vero palatini erat Fridericus Conradi regis tilius et Chr. t'rs/t. 

30 Zolrensis et alii quam plurimi, multum tarnen impares tante adversariorum 355. 
inultitudini. Inito itaque conflictu de castro super adversarioe accla- 
matum est et ex firmioribus loci.s contra eos pugnatum est, ita ut in 
fugam tanta multi-/" F. 164] tudo verteretur. Sed neque fugere potuerunt ; 
nam dispersi sunt et confusi, ita ut ex eis 900 fere in captivitatem 

35 traherentur, et alii nemoribus et speluncis auffugerunt. Ipse quoque 
Guelfo ad eastrum Acbalm duobus vel tribus comitatus aufugit. 

Anno domini 1165. Guelfo senior audito tali infortunio filii sui 
de Italia rediit et cum imperatore hoc egit, ut captivi remitterentur. 
Facta est pax, que tarnen uno tantum anno duravit. 

40 Anno domini 1171. cl ordinantur canonici reguläres in Salczeburga. Andr. 57. 

At Welfo memor d iniurie pristine terram palatini rursum de- Chr. Ursp 
populatur duoque castra ipsius, Kelmuntz scilicet et Vilar , destruit, 355. 
in quibus 60 de suis captivavit. Tunc palatinus fractus animo Fridericum 
ducem, qui Welfoni plerumque* adversabatur, interpellavit. Qui eius 

45consilio ducem Boemorum cum gente sua sevissima eduxit, qui totam 

a Meringen Es. *> Berchtoldus — amplius am Rand mit Ein- 
fügungsxeichen. c so Hs. <* fehlt Hs. * so Hs. * plerum Hs. 

1 Vielmehr 1166 ; ist wohl infolge Scheibfehlers in der Hs. un- 
richtig. 



C^f\f\€%\i* Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 184 — 

Germaniam a nemore Boemie per Bavariam et Sueviain usque ad lacum 
Lemannum immaniter vastaverunt et suis spurciciis fedaverunt. Tandem 
tarnen de prudencia imperatoris factum est« ut dictus palatinus in manus 
Guelfonis et potestatem ipsius omnino se traderet apud Ulmam coram 
imperatore et principibus Imperator namque exercitum contra Romanos 5 
movere decreverat et ideo in Alamannia pacem reformavit. 

Anno domini 1167. Guelfo senior circa epiphaniam domini iam 
secundo iter Hierosolimitanum [F. 164*] aggreditur et in Italia im- 
peratorem reperiens filium suum cum omnibus ad se spectantibus gracie 
eius commendans pascha sanctum apud sepulcbrum domini peregit. lnterea 10 
imperator Guelfonem iuniorem multis illectum promissionibus ad se in 
Italiam revocat cum aliis principibus, qui post eum remanserant, qui 
stipendiis acceptis ad ipsum pervenerunt non longe a Roma. Cumque 
mense Julio circa Romam imperator magnam vastacionem et ö trägem 
populorum faseret et Guelfo senior reversus esset ad ipsum, hec tanquam 15 
detestabiiia aspicere non potuit, sed ad propria rediit filium suum 
relinquens ibidem. Mox ulcio divina subsecuta est. Maxima enim paraexer- 
citus imperatoris mortalitate interiit. Coloniensis, Spirensis, Ratisponensis, 
Bragensis , Verdenensis, Leodiensis episcopi, Fridricus dux Suevie, 
Guelfo iunior, Berengarius comes de ßulczpacb, Heinricus comes de 20 
Tonigen cum pluribus regni huius maioribus occubuerunt. Translata 
sunt autem ossa Guelfonis et in monasterio Staingedeneo A a patre suo 
fundato b reposita sunt. 

Anno domini 1168. et sequentibus annis, prout oportunitas temporum 
concessit, cepit imperator in partibus Tuscie et terre Romane castra ad 25 
se spectancia sue potestati vendicare et quedam nova construere, in 
quorum presidiis Teutonicos precipue collocavit. In monte siquidem 
[F. 165 ] Radicophino eminentissimum castrum ipse primus construxit. 
Ex quibus Romanos adeo perdomuit, ut Alexander verus papa coactus 
secederet ab urbe et in partes Francie seu Anglie vel Aquitanie c s eu 30 
Hispaniarum se conferret. Nam exortum scisma durabat in tan tum, 
ut mortuo Octaviano Bido in papam eligeretur. Quo defuncto tercius 
356. successit Johannes Strumensis d . Quos antipapas imperator fovit et 
manu, heil, tcnuit in apostolica dignitate. 



Cap. 64. 35 

Qualiter Hainricus dux Bavarie in indignacionem 
imperatoris pervenit et ab eo proscriptus fuerit 

Chr. Ur8p. Anno domini 1175. Alexandria obscssa est ab imperatore Friderico. 

'In hac obsidione imperator non profecit. Nam Hainricus dux Bavarie 
et Saxonie, nepos suus, perfide vel pociüS religiöse ab eo recessit40 
sumpta occasione de excommunicacione imperatoris 1 et Scismatis in 

* so Hs. b fundata Hs. c equitanie Hs. d Frumensis Hs. vrie die 
Hss. der Quelle. 

1 Die Quelle sagt hier weiter: et forte accepta pecunia. 



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— 185 — 

ecclesia. Quem, ut referunt hominee, secutus est imperator et ad 
ipsum veniens super lacum Cumanum cum magna humilitate postulavit, 
ut se non desereret, ita ut videretur pro tali peticione ad pedes eius se 
velle demittere a , quod dux discrete recusavit. Quidam autem ipsius 
5 ducis officialis Jordanis nomine narratur süperbe dixisse: Sinite» domine, 
ut Corona imperialis veniat vobis ad pedes f quia veniet et ad caput. 
Tunc imperator compuisus exercitum suum dimittere cum maximo labore 
de Italia in [F. 165'] Burgundiam i vit. Tandem veniens in Alemanniam 
prefatum ducem de crimine lese maiestatis impetivit Dux siquidem 

10 ipsum preveniens in Suevia fecerat conspiracionem contra imperatorem 
precipue cum Zolrensibus et Veringensibus et quibusdam aliis comitibus* 
At imperator ipsum ducem frequenter evocat ad curiam ad obiecta 
responsurum. Ubi quidam principes et barones fautores ducis more 
Teutonicorum, qui sine causa et racione voluntatem suam pro iure 

15 statuentes contra imperatorem hoc ius tenere volebant, ut imperator 
ducem condemnare non posset vel terras suas abiudicare, nisi infra terra* 
ducis placitum statueret Porro quidam nobilis exurgens in medium 358. 
proposuit, quod lege duellionum, que et lege et racione firmatur, hoc 
vellet obtinere contra quemlibet secum pugnare volentem, quod imperator 

20 quemlibet principem posset evocare pro iusticia ad locum, quemcunque 
vellet, infra terminos sui imperii existentem. Cumque nullus isti se 
offerret ad pugnam, edicto imperatoris prefata sentencia pro iure per- 
petuo statuta est, quam non dubium est auctoritate et racione firmari. 
Cumque imperator in opido Gmunden in publico consistorio in presencia Ebran 163. 

25 quorundam principum prefato duci H[einrico] abiudicasset ducatus Chr. Ursp. 
suos et alia bona, [F. 166] singula concessit his, quibus apta erant ad^ 57 - 
retinendum, anno domini 1180. Sicque factum est, ut ducatum 
noricum concederet Ottoni palatino de Witelnspach. Qui fretus auxilio 
fratrum suorum , Conradi videlicet Salzeburgenais archiepiscopi , qui 

30 ante 1 et postmodum fuit eciam Maguntinensis archiepiscopus, Ottonis 
quoque fratris sui, quem effecit palatinum in Witelspach, cuius 
filius Otto, heil, postea Philippum regem iuterfecit, necnon et Friderici, 
qui dicebatur Barbatus, — horum, inquam, auxilio ducatum viriliter 
obtinuit et ducem H[einricum] de partibus illis expulit. Ducatum 

35 vero Saxonie contulit cuidam nobili J Alberto b COmiti b de Anhalde, 
filio Hainrici b . Huic auxilium prebebant Coloniensis archiepiscopus 
Philippus, Maguntinensis et landgravius de Thuringia, qui impugnantes 
ipsum ducem in Saxonia infra unum roensem de castris ipsius firmissimis 
16 expugnaverunt et ipsum de terra usque ad Brunsvicam expulerunt. 

40 De qua civitate nee ipse nee eius progenies adhuc potuit expelli. 
Imperator vero bona ipsius multis distribuit preter ea, que Guelfoni 
patruo eiusdem H[einrici] et suo avuneulo dereliquit, que tarnen 
omnia postmodum sive hereditaria successione sive fiscali imperatori 
cesserunt. 

45 a denuticere Hs. b auf radierter Stelle Es. 

1 Vgl. Conr. Chr. Sehir. 621: primo Maguntinus episcopus. 
1 Die Quelle ßhrt fort: Bernhardo de Anhalde, filio sepe dicti 
Alberti. 



by G00gk OH 9 in.lfan. 



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— 186 — 

Cap. 65. 

De fori et pontis in Veringen destruccione et in 
villam München per ducem Hainricum translacione. 

Uic est ille Hainricus, qui ducatum Bavarie 24 annis 
Ood.trad. tenuit et ultimo ducatus sui in Bavaria anno forum in Vena- 5 

[FJ66 7 gen cum ponte, quod ecclesia Frisingensis a longe retroactis 
temporibus principum donacione 3 quiete possederat, destruxit et in 
villam suam München transttüit. Cuius siquidem rei veritatem Albertus 
Frisingensis episcopus in imperatoris et principum Ratispone 
audiencia 7 legitimis testibus probavit. Quocirca dictus imperatorlO 
secundum iuris forma m translacionem prefati fori et pontis in vacuum 
revocavit ipsumque forum cum ponte et teloneo memorato episcopo 
Frisingensi suisque successoribus restituit et privilegio in perpetuum 

confirmavit, cuius tenor sequitur et est talis: 

Cap. 66. 15 

Mandatum imperiale de horum restitucione. 

Cod. trad. In nomine sancte et individue trinitatis. Fridericus dei gracia 

Fris.* Romanoram imperator et semper Augustus. Que imperiali statuuntur 
auctoritate, litteris competit annotari, ne vel transeuncium temporum 
antiquitate in oblivionem deveniant vel pravoram hominum fraudulentis 20 
machinacionibus indignam sui mutacionem inourrant. Noverint igitur 
universi tarn presentis quam post future etatis fideles imperii, qualiter 
dilectus noster Albertus Frisingensis episcopus ad maiestatis nostre pre- 
senciam accedens humiliter nobis conquerendo signifieavit, quod nobilis 
vir Hainricus de Bruneswic, quondam dux Bavarie et Saxonie, forum 25 
in Veringen cum ponte, quod ecclesia sua a longe retroactis temporibus 
quiete possederat, destruxit et [F. 167 / illud in villam Munichen violenter 
transtulerit. Cuius siquidem rei veritas, etsi nostre constaret serenitati, 
ipse tarnen septem legittimis testibus in nostra probavit audiencia. Sunt 
autem hi : Chunradus Salzeburgensis archiepiscopue, Chüno Ratisponensis 30 
episcopus, Berchtoldus marchio Histrie, Gebehardus comes de Sulzpach, 
Otto palatinus maior, frater eius iunior, Fridericus burcgravius. Oon- 
sequenter igitur super eadem causa a principibus nostre curie requisita 
sentencia iudicatum est, quod prefati Hainrici factum temerarium in 
irritum ducere imperialis deberet auctoritas. Quocirca secundum iuris 35 
tenorem translationem predicti fori in vacuum revocantes ipsum forum 
cum ponte memorato fideli nostro episcopo Frisingensi suisque successoribus 
restituimus et presentis scripti privilegio eis et sue ecclesie imperpetuum 
confirmamus. Item ad instantem pretaxati venerabilis cpiscopi postu- 
lacionem ex indulgencia imperialis clemencie permisimus et benevolo 40 
co n sensu approbavimus, ut predia, quecunque sumptibus suis ipse eon- 
quisivit, pro libitu suo ecclesiis vel aliis religiosis locis seu ad altaria 

1 Aus dem Text der als nächstes Kapitel folgenden Urkunde. 
* Vgl. oben 8. 116. 

3 Arnpecks Abschrift Bl. 255. Vgl. die Druckausgaben bei Meichel- 45 
beck } Historia Frisingensis i, 2, 365; Mon. Boic. XXIX, 1, 438. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 187 — 

quelibet poeset contradere et de eorundem prediorum redditibus pro suo 
arbitrio ordinäre. Et ut bec noetra constitucio in omne evum rata per- 
maneat [F. IßT] et inconvnlsa, presentem paginam in meraoriam facti 
scribi fccimus et maiestatis nostre bulla communiri. Testes huius rei: 
5 Chfinradus archiepiscopus Sakeburgensis, Chuno Ratisponensis episcopus, 
Bertoldiis marchio Istrie, Otto palatinus maior, Otto palatinus iunior, 
Gebehardus comes de Sukpach, Fridericus burcgravius. Item alii testes, 
qui eidem negocio intererant : Dietpaldus Pataviensis episcopus, Hainricus 
Curiensis electus, Gaffidonius Mantuensis episcopus, Gotfridus cancellarius, 

10 Bödolfus notarius, Romarius prepositus Halberstatensis, Hainricus purc- 
gravius, Siboto comes de Neunburc, Hainricus de Altendorf, beinhart 
de Haienstein, Chunrat purcgravius de Närnberc, Fridericus de Truhen- 
diogen et f rater eins Albertus, Amelbrecht de Lochbusen, Hainricus 
marscalcus de Papiuheim , Burcbardus camerarius , Atzo camerarius, 

15 Regilo camerarius, Rfldolfus de Waldekke, Heinricus felix puer, Adilolt 
de Dornbach, Engilwan de Achedorf et frater eius Heinricus, Rddolfus 
de Riede, Hartwicus marscalcus, Bertoldus de Ricberhusen, Sibot de 
Hokebusen, Wolfher de Holzebusen. Ego Gothfridus imperialis aule 
cancellarius [F. 168] vice domni Cbristiani Maguntine sedis archiepiscopi, 

20 Germanie archicancellani, recognovi. 

Signum 1 domni Friderici Romani imperatoris invictissimi. 

Acta sunt bec anno ab incarnacione domini 1180., indictioue 13. 
regnante Friderico Romanorum imperatore gloriosissimo anno regni 
eius 28., imperii 26. Data Ratispone in solenni curia 3. Id. Julü feliciter 
25 Amen. 

Cap. 67. 
De bis, que post hec secuta sunt. 

Sane hoc mandato imperiali seu privilegio non obstante 
prefatus Albertus episcopus tempore vite sue nee forum 

30 nee pontem predictos obtinere potuit. Nam et predictus 
Hainricus dux de Braunswica eodem anno a tota ßavaria 
expellitur et Otto palatinus de Witelspach in ducatu suc- 
cessit. Mirum dictu, licet et ipse in iudicio imperiali et 
mandato seu privilegio testis fuerit, non minus tarnen forum 

35huiusmodi cum ponte ac teloneo inde proveniente sicut 
antecessor suus ipse cum heredibus suis sibi usurpavit. 2 

Defuncto siquidem dicto Alberto episcopo Otto vir nobüis Cod. trad. 
et largus de Diessen oriundus in episcopatu successit, ex matre GissaJFVw. 8 

1 Ist in der im Münchener k. Allgemeinen Reichsarchiv befind- 
40 liehen Originalhandschrift des Conradus Sacrista an dieser Stelle bei- 
gexeichnet; ebenso inArnpecks Abschrift davon und hier. Vgl. oben S. 179, 
Z. 39. 

* Hier hat Arnpeck eigenmächtig versucht, den Regensburger Spruch 

von 1180 in einen annehmbaren Zusammenhang xu bringen mit der Tat- 

45 sacke, dass der Hatutelsplatz Münchm trotz jenes Spruches in der witteis- 

bachischen Zeit fortbestanden hat; vgl. hierüber Baumann in der Archi- 

valischen Zeitschrift, Neue Folge, X % 60. 

3 Continuatio prima; Mon. Germ. hist. f SS. XXIV, :J23. 



{"* s^mT.] -. Original frarn 



UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 188 — 

de Perge, patre Dietpoldo. Hie sex habuit filios, duos [F. 168'] laicos, 
et quatuor sacris litteris fecit imbui. Quorum primus nomine Dietpoldus 
factus est Pataviensis episcopus, alter presul Herbipolensis nomine Hain- 
ricus«, Item tercius nomine Manegoldus Pataviensem suseepit cathedram. 
Quartus vero Otto nomine Frisingensem ecclesiam suseepit regendam. 5 
Sed mirum dictu, quod uno die in Verona civitate a summo pontifice 
Lucio spiritualia et ab imperatore Fridrico regalia suseepit, quod ante 
nee ulli presuli Almanie aoeidisse audivi 1 . Adeptus ergo pontificatua 
dignitatem quanta circa pauperes largitas morumque probitas, quanta 
in eo fuerit humilitas, non est mee* facultatis evolvere. Sed strennue 10 
suam regen» ecclesiam murum se firmum pro domo dei firmiter opposuit 
et ut vir prudens et sapiens pastor pius suis ovibus benignus prefuit. 

Castrum denique construxit et suo ex nomine Ottenburg 8 
voeavit, ex quo viriliter pugnavit super Monacum pro ecclesie 
sue bonis 4 . Demum convencione facta porcio quedam ex 15 
teloneo vel libra in Monaco ecclesie Frisingensi addieta 
fuit, que annuatim ad 50 denariorum usualium talenta 5 vel 
quasi nostris temporibus se extendit. 

Not. Und.* 1180. ineepta est civitas Monacensis. 

Explicit liber quartus. 20 

1 audivimus sagt die Quelle. 
9 nostre $agt die Quelle. 

3 Vgl. a a. 0. S. 324. Ottenburg bei Günzenhausen, Amtsgerichte 
Freising. 

* Vgl Baumann, Zur Geschichte des Leckrains und der Stadt 25 
München, in der Archivalischen Zeitschrift N. F. X, 63 ff. Dagegen Riezler, 
Studien zur ältesten Geschichte Münchens , in den Abhandlungen der 

k. b. Akad. d. Wiss., III. Kl., XXIV. 335. 

6 Vgl. Schedel CGXXV' : Petiitque imperatorem obnixe, ut ex 
oppido urbem cum publica via facere posset ; qui post varios traetatus 30 
consensit ea conditione, ut quotannis 50 libras denariorum ad Frisingam 
persolverent. 

• Indersdorf er Aufzeichnungen, mit Unrecht Annales genannt; Man. 
Germ. hist., SS. X VII, 332. Vgl. Baumann a. a. O. S. 59 und Riexler o. a. O. 

S. 327. Arnpeck hat nicht aus der Chronik des Franziskanerguardians 35 
Hermann Sack im Totenbuche des Münchener Angerklosters, die hier der 
Indersdorfer Angabe xu Grunde liegt, geschöpft, sondern, wie auch an 
andern Stellen, seine Nachricht aus Indersdorf bezogen, und zwar, wie 
unten an einer Reihe von Stellen zweifellos erhellt, aus den chronikalischen 
Aufzeichnungen des Indersdorfer Nekrologiums (Indersdorf IM. Nr. 1 im 40 
k. AUgem. Reichsarchiv in München), aus denen der obengenannte un- 
genügende Auszug der Annales gemacht ist. Ich bezeichne diese Inders- 
dorfer Aufzeichnungen insgesamt als „Notae Undensdorfenses t( . 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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[F. 169] Nunc consequenter videndum est, quomodo ducatus Ebran 107. 
Bavarie ad comites Schirenses pervenit. Quorum primus Otto pala- 
tinus de Witelspach fuit, post cuius mortem fllius suus 
Ludovicus, deinde per successionem ab uno hereditario iure 
5 ad alium usque in presentem diem et annum Christi 1493., 
quo sex duces terras Bavarorum regunt seu gubernant ac 
in civitatibus seu locis infrascriptis, videlicet Heideberga, 
Landshuta, Monaco, Novoforo, Zwainbrugka et Zimeren, 
suas ducales sedes possident, qui omnes a prelibato Ottone 
10 descenderunt et originem traxerunt. Cuius generacio hactenus 
non defecit et altissimo largiente in evum feliciter per- 
durabit. 



Incipit über quintus. 

Cap. 1. 
löDe Ottone duce Bavarie, palatino de Witelspach. 

Otto maior palatinus comes de Witelspach, illustrisvir armis Not. Und. 
experientissimus , sapiencia preditus, consilio validus, donis überaus, 
laudis avidus, felicitate 1 et omnium virtutum probitate conspicuus, ob 
multa virtutum suarum insignia, que in cunctis regni negociis et pericalis 

20O8tendit ac pertulit, quibus semper imperio fidelissimus agonista et 
assiduus propugDator astitit, postmodum a Friderico imperatore in- 
victissimo semper Augusto, cum Heinricum ducem opulentissimum 
[F. 169* ] ob crimen lese maiestatis de Bavaria expulisset, ducatus eidem 
noricus concessus est, quem, dum vixit, summa prudencia paceque rexit, 

25 filio nibilominus suo parvulo Ludovico regendum moriens reliquit 

Hie pater patrie dum esset in Kuevia cum imperatore constitutus, Ann. S.Steph. 
anno Christi 1184. 8 5. Td. Julii diem obivit et inde, ut ipse iusserat, 
in Schirense monasterium duetus ibidem cum maximo nuorum 

planctu est sepultus. Agnes 4 de Schiria 5 uxor eius. 

30 J fidelitate sagt die Quelle. 

* Man. Qerm. hüt, SS. XUI, 54. 
8 Die Quelle gibt 1183 an. 

4 Tab. Sahir. 193; Andr. 544 ; Fiietr. Vi L 

5 Vielmehr von Loox. 



byGl Original from 



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— 190 — 

Cap. 2. 
De origine comitum Schirensium et Dachau. 

Sed quia prefatus diix Otto de comitibus Schirensibus 
ortus haut dubium forc dinoscitur, idcirco hie inserendum 
huic opusculo non incongrue reor originem, genus ac gestaö 
eorundem comitum, prout altissimus dabit et ingenioli mei 
parvitas se extendit. Quoniam quidem antecessores Dostri 
satis confuse hec descripserunt, igitur previa diligencia, 
quantum possibile est, rudi ac incompto stilo depromara, 
tum quia rogatus a reverendo in Christo patre domino. N. 1 10 
abbate Schirensis cenobii, viro utique devotissimo, data seu 
promissa fides me ad hoc compellit. 

Cap. 3. 
De linea reeta comitum Schirensium. 
Conr. Chr. Temporibus itaque Ludovici orientalis Francie regis, i"> 

Sehir. 6-0-Arnolfi cesaris, qui prinius, ut fertur, montem Schirensem Castro 

firmo muoierat% filii, illustris dux Leopaldus [F. 170] in 

Otto Ff is., Baioaria dlicavit. Item anno Christi 905. Hungari aduc pagani 

ir * » * commiBso cum Baioariis bello, ut Otto Frisingensis in sua cronica 

testatur, ducem eorum Leopoldum Arnolfi ducis patrem oeeidunt, ut 20 
supra 8 dictum. Ex illo principe christianissimo pro Christi 
fide et patrie defensione occiso Schirenses coraites de- 
scenderunt 4 . Leopaldus reliquit duos filios, Arnolfum et 
Berntoldum. Arnolfus vel seeundum quosdara Arnoldus 5 , 
quod tarnen idem est, eo quod propria nomina sunt ad 25 
placitum aeeipienda , tirannus et impius destruetor mo- 
nasteriorum, filius ducis Leopoldi, infeliciter in Baioaria 
dueavit annis 15. Miserabiliter diem obivit anno Christi 937. 

1 Merkwürdig ist, dass Arnpeck hier nicht den Namen des Abtes 
von Seheyem anzugeben wetss, dem er das Versprechen gegeben hat, <ft*30 
Geschichte der Grafen von Scheyern zu schreiben. Da die obige Stelle 
1493 geschrieben ist, kommt wahrscheinlich Abt Paulus Preu (1489 — 1505), 
vielleicht auch Abt Georg Sperl (1467 1489 1 in Betracht. Ob man Arnpecks 
Arbeit in Scheyern xu Gesicht bekommen hat, ist zweifelhaft. Wenn ja, 
scheint man dort nicht damit zufrieden gewesen xu sein. Denn bald So 
daraufgab sich Abt Johann Turbett damit ab, ut res Schirensis coenobii . . . 
literis posteritatkjue commendarentur. Tandem id negotii Joanni Aventino 
prineipum histonographo dedit (Aventinus, Sämtliche Werke /, 24). 

- Vgl. oben S. 114, Z. 1. 

3 & 114/5. 40 

4 Vgl. oben S. 115, Z. 9—11. 
ö Vgl. oben S. 117, Z. 10. 

8 Vgl Andr. 525, Anm. 1. 

rv v ^k r^nr^nfr- Original frarn 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 191 — 

relinquens ad minus duos filios, comites Palatinos Aroolfum 
et Hermannum *, qui in obsidione 8. Udalrici in castello, 
quod Mantichinga dicitur, capitur anno Christi 945. 2 ; post 
hec et Arnolfus occisus est, Sane mortuo roisere Arnolfo 
5 duce Impio frater suus Berntoldus successit in ducatu Bavarie, 
qui ducavit annis 10 et obiit anno Christi 947. n Cui suc- 
cessit in ducatu Hainricus dux, frater regis Ottonis I. 
Huius Berntoldi suspicor fuisse natos Wernherum et Ekhar- 

dum, comites de Castro Scheyren. Igitur mons et castrum Scheyren Conr. Chr. 
lOnon ab uno vel duobus principibus per successum temporis, sed ^** r ^^- 
a pluribus communis habitabatur. 

Cap. 4. 
De comitibus de Dachau. 

Nam partem unam principe**, [F. 17 1 ] qui et postea de Dachaw Conr. Chr. 

15 Castro dicti sunt, possederant nobilitatis linea et arrais insignes. Horum Scfiir. 620. 
antiquissimus comes Arnoldus nomine magne prudencie homo. ( -uius 
filius Conradus non dissimilis virtute patri duoe filios Arnoldum et 
Conradum progenuit monachus tandem factus. Item anno Christi 
1142. Hainricus dux Bavarie, filius Leopoldi marcbionis Otto Fris. t 

20 orientalis, simul cum rege Conrado castrum Dachaw comitis Conradi Chr.VlI t 26u. 
obsidione clausit vastatisque in circuitu umvergiß adiutorio regis \nH* weif. 467. 
dedicionem coegit et igne succendit 4 . 

Arnoldus comes de Dachau. 

Otto comes de Dachaw. Füetr. 134. 

25 Otto adolescens, filius Ottonis, ab inimicis in venacione interfectus 

in loco Swaig, ubi ecclesiam mater construxit, quam dicunt fuisse Agnetem 
de Lothoringia. 

Conradus filius Conradi comitis de Dachaw propter magne Conr. Chr. 
virtutis exercicium meruit Croacie et Dalmacie ducatum. Qui et Sehir. 620. 
30 temporibas Friderici imperatoris in expedicione, quam idem imperator 

contra Mediolane nses fecit, apud Bergomum vivendi finem f ecit anno Rahew., 
Christi 115 8., eiusque corpus in terram suam deportatum in monasterio O.Frid.IV } l8. 
Schiren s i sepultum est. Cuius überall tas et a in inultis probata periculis 
animi magnitudo meruit, ut, subtractus ex [F. 171 J hac luce, memoria 
35 illius longo tempore apud posteros non deleatur*. 

Huius filius nomine Conradus optime virtutis iuvenis sine herede Conr. Chr. 
decessit et idem apud Scheyren in sepulchro patris, attavi et proavi Sehir. I. c. 

* fehü Hs. 

1 Vgl. oben 6'. 121, Z. 14 ff. 
40 * Vgl. oben S. 125, Z. 4. Arnpeck richtet hier Verwitrung über 

Verwirrung in den genealogischen Beziehungen an. 

• Vgl. oben S. 121 f Z. 20 ff. Dort wie die Quelle von Krems- 
münster 948. 

4 Vgl. oben S. 166, Z. 16—19. 
45 5 Auch bei Andr. 543. 

n r^nnol " Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 192 — 

sepultus est. Postea castrum Dachaw et omnia sibi attinencia Otto 
621. dux Bavarie 10 marcis auri et 800 talentis a domina Udilhilde vidua 
defuncti comparavit 

Cap. 5. 

De comitibus de Velaia. 5 

Füetr. 137. 1 Conradus comes de Velaia genuit Waltherum archiepiscopum 

Treverensem, Mathildim desponsatam comiti de Moritt, quo defuncto 
comiti de Greiffenstain - hec fundavit monasterium Aw, modo Gries 
apud Fotzen — et Ottonem comitem de Veieia, qui fuit in curia regia 
Francie capitaneus contra regem Sicilie, quem in bello cepit, qui sibi 10 
filiam Buam Adelheidem deeponsavit Hie impetravit a rege Francie 
unam spinam 3. Martini 9 et alias reliquias et fundavit cum Ottone 
fratre 8 eius monasterium Pernried anno domini 1120., ubi sepultus 
est cum uxore Adelheide et filia Adelheide comitissa Goricie. 

Sunt eciam idem coraites Otto de Velay et Otto frater 15 
eius fundatores monasterii canonicorum regularium in Augea, 
quod iam translatum est in castrum nomine Gries 4 . 

Cap. 6. 

De comitibus Schirensibus. 

Conr. Chr. [F. 17V] Porro aliam partem inter hos preeipui nominis comites 20 

Schir. 621. possederant, qui et ab eodem monte Schirenses dicti sunt. Inter hos 
primi fuerant Wernherus et Ekhardus. 

Otto Fris., Ekhardus 5 comes Schirensis dum incaute Hungaros eduetos 

Chr. VI, 20. mor ti exposuisset, ab eis tanquam traditor necatus est. Porro terra 

ipsius in fiscum redaeta partim a rege Ottone inter ecclesias divisa,25 
partim heredibus cum Castro Schirensi relicta. 
Conr. Chr. Wernherus comes Schirensis fuit, qui Hungaros anno domini 

Schir. 621.9 bb.* in Lici campo dimicaturos adversus regem Ottonem, qui Otto 
Magnus d icebat ur, apud Augustam duxit, quia hunc idem rex rebus 
et patria proscripserat. Qui et nutu dei et S. Udalrici meritis usque^o 
ad unum interempti sunt , Septem prineipes eorum apud Ratisponam 

1 Arnpeck vergisst hier mitzuteilen, dass er über diese Grafen 
handelt, weil sie wie die von Dachau Mitbesitzer der Burg von Scheuern 
waren. Entsprechend dem Anfang von Kap. 4 hätte er hier die Worte 
Konrads von Scheyern (621) vertuenden müssen: Aliam partem comites 35 
de Grube habebant, qui et postea de Castro Valeie nuneupati sunt. 

• Bei Füetr. Sand Marthan. Der hl. Martin war Patron der Kirche 
von Bernried, so dass man nicht, wie Spüler in Füetr. 138, Anm. l t an 
den irischen Heiligen St. Marthan xu denken braucht. 

3 Dieser Zusatx ist offenbar dem nächsten aus unbekannter Quelle 40 
stammenden Abschnitt entnommen. Vgl. unten Kap 9. 

4 Quelle? Widerspruch mit der Angabe kwrx vorher in Zeile 8. 
Vgl unten den Anfang von Kap. 9. 

ft Mit diesem Namen wird hier neue Verwirrung gestiftet. Vgl. 
Arnpeeks eigene Angaben oben S. 129, Z 16 ff., wo die gleiche Stelle Ottos 45 
von Freising benutzt ist. 

6 Vgl oben S. 128, Z. 11. 

n f"*rtonl - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 193 — 

in paübulo euspensi, ut clarius supra 1 suo loco habetur. Ipee 
antem comes auxilio 8. Udalrici evasit periculuin, quia hunc de lavacro 
aacro Buaceperat. Ex horum origine plnrea hactenas tiranni potentes- Otto Fris., 
qne viri surrexerunt*, qui modo noetris temporibns in Bavaria, &**• VI>20. 
sin Kheno ac in Westrania potenter dominantur, quia summi Cbnr, Ohr. 
et magni nominis principes in Romano regno primi et precipui et maxime Sahir. 621. 
prudencie et strennuitatis habentur. 



10 



Amolfus 


Wernherus 
multa pro ducatu passus 


Thb.Schir.192. 


^~— — — ■ — 


— — -~\ 




Otto*^ 


Ekharus 




Schiren 


-""""" /' x v 




Amol f os 


Otto Conradus 




Dachau et Lantaperg 


Schiren Velai 





«Ex his ergo nominatis comitibus velut stipitibus aut 

löarboribus plurimi rami, hoc est valde illustres viri comitilis 

geoeris, sunt exorti famosi eciam in regno Romanorum ac 

bellicosi, quorum eciam 84 spectabiles unius progeniei con- 

venerunt ad curiam cesaris Ottonis II. habitam in Tarego. Isti 

gitur comitee iam supra signati infra spacium trium annorum 

20 omoes sunt mortui, ita quod tantum duo euperfuerunt, videlicet Arnolfus 
in Dachau et Otto in Schiria. Defunctis itaque comitibus de Velaia et 
PS1» cum filiis b et nepotibus tunc illorum comitatus cesserunt ad 
comitatum in Dachovia. 

[F. 172] Otto comes Schirensis cum uxore cellam 

25monachorum in Vischpachaw construxit, ubi moriens primum 
huraatus fuit anno domini 1079. Sed cum post multorum 
annorum curricula cella prefata de Vischpachaw in Eysen- 
hofen et deinde in Scheyren auctoritate apostolica trans- 
mutata fuisset, ossa prefati comitis Ottonis tanquam primi 

30fundatoris de Vischpachaw in Scheyren sunt translata 4 et 
in medio monasterii honorifice sepulta. Cum autem illuc 
adducerentur et ibidem humarentur, Tise sunt pulcherrime 
avicule dulciter modulantes, que sepultis ossibus disparuerunt; 
postea nunquam vise sunt. Hec audivi a quodam sene 

35devoto monacho presbytero in monasterio Schirensi. 

* der folgende Abschnitt mit dem vorausgehenden Stammbaum steht 
auf einem zwischen Bl. 171 und 172 eingehefteten Zettel. b filii Es. 

1 S. 128. 

9 Vgl. oben S. 129, Anm. 3. 
40 * Die Tab. Sehir. sagt: dye von Grab und von Valey. Dagegen 

nennt Ebran 93 Fühl und Valley zusammen. 

4 Das seheint aus Füetr. 141,25 gefolgert xu sein. 

Quellen n. Erörterungen, N. F. III. , ^ 13 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



by LiOOgle 



— 194 — 

Oonr. Chr. Item domina Hateiga anno Christi 1075. nupta fuit Her- 

Sehir. 616 u. mauno comiti de Castel. Quo decedente sine liberis copulata est huic 

F* 491 ". ottoni, ex qua tres filios, Ottonem, Pernhardum et Ekhardum, genuit 

Fiietr. 141. Ip*& nobilissima comitissa domina Hatziga vidua devotiasima multa 

bona ecclesüs tradidit, Plena bonorum operum senectute bona 5 
quievit in domino anno Christi 1103. 
Conr. Chr. Otto comes Schirensis 4 filiis suis, Ottoni, Ekhardo, 

Schtr. 62h Werenhero et N. , divisa portione hereditatis sanctum sepulchrum 
Fiietr. 134. [F*172'] adiit et in via peregrinacionis feliciter obiit. Agnes de Lotoringia 

uxor eins*. 10 

Cf. Z.3. Pernhardus comes Schirensis. 

Fiietr. 133. 9 Ekhardus comes Schirensis, advocatus ecclesie Frisingensis 4 , 

vir potens, armis experientissimus, multa forcia et laude digna in via 
et in terra sancta gessit, dum expedicioni Hierosolimitano intererat. 
Hie a vulgo dictus est a eulpone Puntschuech a quodam calceo nigro 15 
cum tribuB rubei coloris corrigiis, quem de nocte iuxta suum tentorium 
erexit sub duce Gotefrido de Lothoringia tempore regis Hainrief IV. 5 
anno Christi 1098. 

Cap. 7. 

De comitibus palatinis de Witelspach. 20 

Conr. Chr. Otto palatinus de Witelspach dictus, eo quod ibidem pater 

^7j tr ' ifh 8UUS Otto frater Ekhardi excellens castrum construxit et palatinatlim 
Conr Chr. in Bavaria instituit 6 . Hie Heilkam filiam cuiusdam baronis 
Schir. 621.de Lengfeit in uxorem duxit, que educata fuerat bonis mjribus et 
Not. Und. 1 devot 18 virtutibus instrueta in superiori monasterio in Ratiepona. 25 

Hec in terra sui patrimonii monasterium Ensdorf ordinis 
S. Benedicti fundavit* vel pocius instauravit, eo quod, ut 
supra 9 legitur, idem monasterium primum Tassilo dux 

1 Neues Archiv XXIV, 676; vgl. Andr. 49. 

* Hier scheint wieder die schon oben S. 191, 26 verwendete Angabe 30 
aus Fiietr. 134, 15 hereingemengt zu sein. 

3 Liegt hier hauptsächlich zu Grunde, wie man aus der Erwähnung 
von dr e i roten Riemen erkennt ; vgl. auch Tab. Schir. 191, Andr. 533, 
Ebran 94. 

4 Ueber Qraf Eckhard von Scheyem als Schirmvogt von Freising 35 
vgl. Qraf Hundt, Bayrische Urkunden aus dem XL und XU. Jahrhundert, 
in den Abhandlungen der k. b. Akademie d. Wies., Kl. III, Bd. XIV, 
Abt. U, S. 35. 

h Bei Ebran und Fiietr. unter Heitirich 1U. 

H Die Not. Und. sagen: palatinatum circa Renum obtinuit. 40 

7 Dort wtrd von Ottos Mutter, die als filia ducis de Saxonia be- 
zeichnet wird, gesagt, dass sie im Stifte Obermünster erzogen worden sei ; 
als seine Gemahlin wird Agnes filia ducis de Luttring genannt: vgl. 
unten S. 195, Z. 21. 

8 Ueber die Gründung von Ensdorf, welche hier eine von anderen Ab 
Darstellungen abweichende Schilderung erfährt, vgl. die bei Biexler, Ge- 
schichte Baierns I, 599 und in den Kunstdenkmälern des Königreichs 
Bayern II, XV, 37 angegebenen Quellen. 

9 S. 84,17, 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 195 — 

Baioariorum construxerat, sed Arnolfus dux, tirannus, desola- 
verat*. Ipsa denuo erexit. 1 

De fundacione Ündensdorf*. 

Hie Otto palatinus de Witelspach in favorem regia Hain- Not. Und. 
5rici V. 8 anno Christi 1111. captioni pape Pascalia II, interfuit. Ob 
quam causam exeommunicacionis sentenciam cum prefato imperatore 
ineidit Deinde, cum foret Christi eultor, eedesie ferre sentenciam 
et condemnacionem non Valens studiosius perquirens anime re- 
medium, reconciliari cupiens celerius pro absolucione Roraam 

10 ad papam [F.173] Calistum IL misit, qui pro penitencia mo- 
nasterium in honore B. Marie virginis canonicorum regularium 
S. Augustini fundare sibi iniunxit 4 . Anno Christi 1126. sub 
papa Calixto IL et imperatore Lothario de Saxonia in SUa terra 
fundare cepit in honorem dei omnipotentis et beate et gloriose virginis 

15 Marie neenon BB. Petri et Pauli apostolorum monasterium, cui nomen 
ündensdorf imposuit, eo quod uxor sua predieta Ensdorf 

flindaverat, Ut 8Upra 6 dictum est. Idem® quoque Innocencius 
papa ad ipsius Ottonis palatini preces primum prepoeitum prefati 
monasterii nomine Budbertum ex quodam monasterio b dicto Marbach 

20 postulari et reeipi per apostolica scripta demandavit Huius Ottonis 
mater 7 nomineAgnesfüiaducisI^tharingiefuit*. Demumillustris 
Otto novelle plantacionis sue monasterii Ündensdorf anno Christi 
1131. confirmacionem a papa Tnnocencio IL impetravit*. Tandem 7hb.Schir.19S. 
anno domini 1146. dictus Otto palatinus diem ultimum elausit cum Not Und. 

25 sex personis sue progeniei in Undesdorf sepultus 10 . 

Qui fuit palatinus comes illustrissimus , corporis et 
animi robore preditus, plurimis c opibus et honoribus pollens flliorum- 
que generosa propagine excellenter dilatatus emieuit, quorum quatuor, 
Conrad um, Ottonem maiorem, Fridericum et Ottonem iuniorem reli- 

30quit f preclarissimos comites, qui germani omnes terre nostre 
a desolatus fuerat Hs. b monasterii Hs. c pluribus Hs. 

1 Quelle? Die Indersdorf er Aufzeichnungen bezeichnen ihren Gemahl 
Otto als Gründer. 

1 Indersdorf. 
35 * Die Quelle: tercius. 

4 Die noch vorhandene Original- Urkunde des Papstes ist auch in 
den Not. Und. abgeschrieben; abgedr. im Oberbayer. Archiv XXIV, J. Vgl. 
FUetr. 134, 16—20, der nur verwirrte Kenntnis hat. 

* & 194, 27. 

40 6 Vorher nicht genannt. Gedankenlos aus der Quelle übernommen, 

in welcher vorher schon von Innocenx die Bede war. 

7 Nach den Not. Und. seine Gemahlin ; vgl. oben S. 104, Anm. 7. 

* Vgl auch oben S. 194, Anm. 2. 

8 Die noch vorhandene Original- Urkunde ist gedr. im Oberbayer. 
45 Archiv XXIV, 3. 

10 Vgl. über diese irrtümliche Angabe — Otto ist xu Ensdorf be- 
graben — Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern II, XV, 44. 

f~ OriginaS^rorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 196 — 

primates et barones nobilitate, diviciis, fortitudine, prudencia 
et equitate precellere dinoscuntur x . De quibiis secundum 
ordinem dicendum est. 

Otto maior dux Bavarie, de quo supra 2 dictum est. 

De cuius filio post hec dicendum erit. 5 

Not.Cf.Und,* Pridericiw palatinus comes de Witelspach, vir illustris, 

armis strennuus , postquam rediit de sepulchro sancto, 

dispersis rebus suis pauperibus et cenobiis , precipue 

Schiren, Ensdorf et Undensdorf, anno domini 1183, in die [F. 173'] 
pasce divina compunctua inspiracione seculo et eius pompis 10 
renunciana coram summo altari beate virginis in monasterio Undens- 
dorf gladium deposuit et ordinem induit In quo devote ac 

salubriter aliquamdiu vixit feliciter moriens. Ibidem cum 

patre suo fundatore sepultus requiescit 4 . 
Gonr. Chr. Otto iunior palatinus comes de Witelspach apud Undensdorf 15 

Schir. 622. sepultus. 

Not. Und. Comitum F[riderici] et Ottonis fratrum uxores erant Margareta 

filia marchionis de Baden et Benedicta filia comitis de Hirsperg. 

Cf. Conr.Chr. Otto palatinus comes* de Witelspach, filius Ottonis iuniori s 

Schir. 622. iamdicti, Bambergam accessit, ubi Philippus rex, dux Suevie, <J0 

Chr.Ursp.370. minucionem sanguinis de utrisque brachiis fecerat et plurimi de 
suis. Tunc dictus sceleratus Otto assumptis militibus episcopi Egge- 
berti et marchionis de Andacbse Hainrici fratris episcopi venit in palacium. 
Ille vero impius accessit ad ostium camere, in qua rex quiescebat 
Pulsabat, ut intromitteretur. Quem rex iussit intromitti nihil mali 25 
suspicatus. Cumque cerneret neminem esse in camera preter regem et 
cancellarium et Hainricum dapiferum de Walpurc, qui erant in consilio, 
rediens aperuit ianuam camere accipiens gladium a serviente. Quem 
vibrare cepit in Collum regis, sed dapifero exclamante territus vix plagani 
perfecit et parvulum vulnus in collo regis dedit, sed venam organicam 30 
amputavit. Cumque dapifer exitum ianue sibi intereludere voluisset, 
maxillam ipsius eodem gladio vulneravit. [F. 174] Oritur undique 
tumultus. Rex quoque paululum procedens, heu, expiravit. Ille vero 

• comes aulicus 6 am Rand beigesetzt Hs. 

1 Vgl. auch Conr. Chr. Schir. 62h 36 

1 S. 189. 

8 Die Not. Und. (diese Notix gedr.) in den Mon. Germ. hist. f 
SS. XVII, 332 berichten: Anno domini 1173. Fridericus palatinus dux 
Bavarie, amore dei compunctus, duce Spiritu sancto , in die sancto pasce 
in hoc monasterio Undernsdorff coram summo altari gladium deponens 40 
secularibus actibus renunciavit et ordinem recepit; qui eciam hie sepultus 
est Ebenso gedr. im Oberbayer. Archiv XXIV, 13. Vgl. Baumanns Kritik 
dieser Notix in der Archivalischen Zeitschrift, N. F. X } 89. Dazu Kunst- 
denkmäler a. a. 0. S. 44. 

4 Conr. Chr. Schir. 622 \ 1 lässt ihn in Ensdorf begraben sein, wohl 45 
mit Hecht, wie Baumann a. a. 0. darlegte* 

6 Dieser Ausdruck ist vielleicht dem die Not. Und. enthaltenden 
Indersdorf er Nekrologium entnommen; vgl. die Ausgabe von Baumann in 
den Necrologia Oermaniae 111, 189 beim 4. August. 



C^f\f\€%\i m Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 197 — 

malignuB Otto ad prefatoe episcopum et marchionem confugit, unde 

et illi rei habiti sunt de tali morte. Quod Erina 1 andient regina*, 

que erat filia Thursac imperatoris Grecorum, pre dolore moritur, ut Vine. Bell. 

ait Vincencius in Speculo hystoriali. Fuit autem occisus 10. K*l%?°$ % T 101 '„ n 

* t I- j • • iLo i. i j • j .Ohr.Ursp.370. 

DJ ulu anno doraini 1208. hac sola de causa, quia, cum desponsasset r 

nnam de filiabus suis, antequam adeptus fuerat regnum*, prefato Ottoni, 
idem quendam liberum familiärem Llldovici ducis Bavarie patrui 
SU1 perfide interfecit. De qua perfid ia coram principibus notatus fuit, 
et ideo rex filiam suam sibi tradere denegavit et, quam sibi pro* 

lOmisit, alten desponsavit 4 . 

Insuper dictum Ottonem de lepra apud regem Boemie infamavit, Flor. 
cuius filiam idem palatinus ducere debuit in uxorem*, qui viduus fuit. 
Intimavit eciam rex uxori sue per litteras notam lepr e." Not. Und. 
Que littere ante presentacionem aperte fuerant, et sie res 

löpatuit. Unde rex Boemie Primislaus ceterique amici et cog- 
nati eius de morte talis et tanti prineipis quam plurimum 
condolentes tamque inauditum facinus impunitum transire 
non pacientes urbes, castella et omnia, que predicti palentini 
esse poterant, diripiendo, concremando devastare ceperunt 

20 ipsumque unanimi conspiracione insequentes de loco ad locum 
profugum incedere compulerunt \ 

Quem [F. 174'] fadnorosum Ottonem postmodum brevi spacio Chr.UrspJiTO. 
temporia interiecto eodem anno 8 , cum Otto Saxo de Braunswic 

1 Irene, Tochter des Kaisers Isaak Angelos von Byxanx, Gemahlin 
25 Philipps. 

* Vgl. Königshof m 444, 12 und Füetrer 135 % 30, sowie die Not. Und. : 
Quo audito regina pre dolore mortua est. 

8 antequam bis regnum aus den Flor. ; vgl. unten Anm. 5, daxu 
Ebran 95, 11. 

30 4 Vgl. Gonr. Chr. Schir. 622 und Conr. Sehir. Ann. 631. Ueber 

alle Quellen Winkelmann, Phihpp von Schwaben S. 537. 

& Grundlage dieser Erzählung seheint der in der Slavenehronik 
Arnolds Vll, 2 sieh findende Bericht von der Werbung Ottos um eine 
Tochter des Herzogs Heinrieh von Schlesien zu sein ; vgl. Winkelmann a. a. 0. 

35 S. 540. Arnpecks Quelle sind hier die Flores temporum in der Form, 
wie sie clm. 18 776 bietet (vgl. über diese Handschrift Riezler in Aventinus, 
Sämtliche Werke Hl, 581). Die oben benutzte Stelle lautet dort f. 146* (sie 
fehlt in der Ausgabe der Mon. Germ. hisL % SS. XXIV 240 zwischen Z. 39 
und 40): Qui filiam suam, quam in uxorem sibi trad iderat, antequam 

40 adeptus fuerat regnum, repudiavit volens altius uxorare et insuper dictum 
palatinum de lepra aput regem Bohemie infamavit, cuius filiam idem 
palatinus ducere debuit in uxorem, qui viduus fuit Quem tarnen 
palatinum amici Philippi, ut dictum est supra (SS. a.a.O. Z. 37—39), 
similiter oeeiderunt Etwas abweichend in der Ausgabe der Flor, bei 

45 Meuschen S. 123. 

• Von diesem Brief an die Königin berichten nur die Not. Und. : 
Scripeit regine uxori sue epistolam, in qua prefatum Ottonem de lepra 
infamatum notavit Quod ipsum denique com item minime latuit. Von 
dem König von Böhmen ist in den Notae nicht die Rede. 

50 7 Quelle? 

8 Widerspruch mit der folgenden Zeitangabe. 

n f"*rtonl - Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 198 — 

imperaret, Hainricus de Kalatin prefatus marscallus ob vindictam 
domini sui in quadam grangia propeDanubium 1 non longe a Ratispona 
in Oberndorf 1 anno Christi 1209. ' gloriose interfecit 2 Cuius corpus 
in monasteriiun Undensdorf ductum per plures annos in- 
Not. ührf.sepultum super terram permansit. 8 Tandem 1216. dux Havarie 5 
Ludovicus in dictum monasterium venit et unam curiam in 
Witelspach super altare beate virginis obtulit* hortaus prelatum 
et conventum, ut Romam pro sepeliendi licencia mitterent, 
quod et factum est. At papa Innocencius III. sepulturam eccle- 
siasticam concessit, quam apud avum 5 suum, fundatorem eiusdemlO 
monasterii, in capitulo recepit anno domini 1216. 
Flor.* Baue postmodum cum Fridericus IL regnum accepisset, 

totam prefati Ottonis palatini progeniem proscriptam de Bayaria 
fugavit. Qui undique yagantes usque post mortem Friderici II. tunc 
se mansuros receperunt circa Westraniam 7 ultra Renum et vocantur 15 
usque hodie vulgariter die wilden grafen. Quod si ita Sit USque 
hodie : non comperi rei huius veritatem. 8 

Castrum autem Witelspach per imperium omnino deso- 
latum fuit, verum modo ecclesia in honore beate virginis 
inibi constructa fore conspicitur. Villam 9 autem Sanaceller 10 20 
possident. 

1 Aus Conr. Chr. Sckir. 622: anno seauenti apud Danubium; 
Conr. Sckir. Ann. 632: Ipso anno prope Danubium apud villam, quae 
dicitur Oberndorf; Tab. Schir.193: zu Oberndorf; Not. Und.: prope 
castrum Oberndorff. 25 

1 Das Folgende dürfte wieder auf Indersdorfer Ueberlieferungen 
zurückgehen. 

9 Vgl. Füetr. 135 : Der lag lang unbesungen ; zu dem jüngsten 
besang man in gar erwirdigklich , und ward begraben zu Understorf. 
Doch ist nicht, wie Spiller anmerkte, für laxiere Angabe, Conr. Chr. Schir. 30 
Quelle ; denn an der letzteren Stelle ist nicht von Otto, dem Mörder Philipps, 
sondern von Ottos gleichnamigem Vater die Rede. 

4 1217. Vgl. die Urkunde im Oberbayer. Archiv XXIV, 22. Winkel- 
mann a. a. 0. 477, Anm. 2. 

6 Merkwürdig ist, dass hier nicht auch sein Vater genannt t*< 9 35 
der, wie oben S. 196 \ 15 berichtet wurde, zu Indersdorf begraben worden 
war. Vgl. übrigens S. 195, Anm. 10. 

6 Flores temporum in Clm. 18 776 (vgl. Riezler in Aventinus 
Sämtliche Werke 1U, 257 und 581 und oben S. 197, Anm. 5): Philippo 
vero Fridericus filius fratris sui succedens in imperio totam progeniem 40 
palatini predicti proscriptam fugavit de Bavaria. Qui undique vagantes 
usque post mortem Friderici tunc se mansuros receperunt citra West- 
valiam ultra Benum et vocantur usque hodie dy wilden grafen. Im 
Drucke der Flor, in SS. XXIV, 240 zwischen Z. 39 und 40 ist diese 
Stelle nicht enthalten; etwas abweietiend in der Ausgabe von Menschen S. 123. 45 

7 Verbesserung der Quelle. 

* Auch Aventinus (a. a. 0. III, 257), der die Flor, des elm. 18776 
benutzte, sagte, offenbar Arnpeck folgend: Ego fidem meam non adstringo. 
Unterwüteisbach. 

10 Die Sandizeüer; vgl Steichele, Das Bistum Augsburg II, 157. 50 

.. Prvnnlp Original frorn 

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— 199 — 

[F. 17$*] Defuncto Gwelfone Hainricus frater eins ducatum H.Welf. 462} 
et omnia, qae illius erant, obtinuit et potenter dicioni sue subiugavit. 
Qui uxorem iam dudum fratre vivente de Saxonia accepit, filiam Magi- 
nonis ducis et Sophie sororis regia Ungarie Colomanni, Wnlfhildem 
5 nomine. Erat tarnen eadem Sophia antea cuidam de Oarintbia copulata, 
ex quo gennit Boponem marchionem, qai duas Alias saaa, unam Bertolfo 
comiti de Andechse, aliam Alberto comiti de Pogen copulavit. Porro 
soror huius Sophie regi Grecorum nubsit. Aliam sororem eius quidam 
comee ex claustro quodam aanctimonialium abstractam doxit et ex ea 

lOFridericum Ratisponensem advocatam genait. Ipsa autem Sophia ex 
doce Maginone qoatuor filiaa habuit, Wnlfhildem nostram, Haliegam 
matrem Alber ti marchionie de Saxonia, terciam, quam duxit dux Meronie, 
quartam, quam Eggehardus comes de Scheyren a quodam monasterio 
sanctimonialium in Ratispona abstulit et sibi matrimonio copulavit 

löOttonemque expalatinum ex ea progenuit. 

[F.175'] Illustria Otto palatinus de Witelspach u n ac u m Oonr. Chr. 
uxore sua, dominaHeylkam* nata de Leogfeld, in superiori monasterio ^* r y£f/s 
Eatispone educata, monasterium ordinis S. Benedicti Ensdorf Ratis-™*" Und " 
ponensis djocesis super fluvio Vilsa duo miliaria distans ab 

20Amberga construxit vel pocius restauravit, quia olim dux 
Tassilo fundaverat, sed per impium ducem Arnoldum de- 
structorem monasteriorum vel Hunos omnino desolatum 
fuerat. 4 Cuius patroni sunt 8. Jacobus apostolus et S. Otto 
episcopus BambergeDsis. Prefatus itaque Otto palatinus, 

25fundator, hec sequencia suo monasterio donavit: Primo cere- 
bellum S. Sigismundi regis et martyris 5 , ex quo populus in 
quadragesima certis diebus et in dedicacione cum magna 
devocione bibit. Item unum totum ornatum ad missam. 
Item unum preciosissimum calicem geinmis et lapidibus 

sopreciosis undique circumfultum preterquam in eo loco, ubi 
sacerdos ex eo bibit. Item quoddam vitrum perpulchrum 
et magnum, ex quo prelatus dat suis hospitibus caris et 

« 

* die Vorderseite dieses Blattes ist von anderer Hand geschrieben 
und gehört wohl nteht eigentlich zu Arnpecks Chronik, sondern nur xu 

35 seiner Stoffsammlung. Eine spätere Hand bemerkte in der Es. unten am 
Hemd: diß blat gbert nit daher, sonder hinfur zu den Welphen. Das 
ist nicht richtig ; denn das Blatt gehört wegen der von Arnpeck selbst 
geschriebenen Rückseite doch h*eher, und auch die von anderer Hand 
geschriebene Vorderseite steht in Beziehung zu der hier behandelten 

40 Genealogie. Unter der erwähnten Bemerkung hat eine noch spätere Hand 
beigeschrieben : Spectat ad cap. 46 (oben S. 161). 

1 Vgl. oben S.161, wo für die gleichen Angaben das aus der Historia 
Welforum abgeleitete Cltronieon Urspergense benätzt ist. 

9 Der Aceusativ des anders konstruierten Textes der Quelle ist hier 
45 und S. 201, Z. 29 beibehalten! 
8 Vgl. oben S. 194, Z. 23. 
4 Vgl. oben S. 194/195. 
* Oefele, Her. Boic. SS. I, 588. 

Original frorn 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 200 — 

raris in conviviis bibere pro eorum solacio ac reverencia. 
Habet eciam idem monasterium psalterium in greco et latino 
scriptum. Fundavit et aliud monasterium in diocesi Frisin- 
gensi idem Otto, cui nomen imposuit Undensdorf. 

Corpus vero S. Sigismundi regis et martyris cum 5 
matre et filia in Bohemiam ad castrum Pragensem est 
allatum l per Carolum IV. Romanorum imperatorem et regem 
Bohemie ex Agauno a2 anno domini 1364- Postea anno 
Christi 1424. Sigismundus Romanorum rex et Hungarie, 
filius eins, ob Hussitarum metum in Hungariam in civitatem 10 
Baradiensem 8 deferri fecit, ubi ipse imperator postea sepul- 

tus est 4 . 
Not. Und. [F. 176] Conrad us eeclesiastieo ordini deatinatus ac poetmodum 

Maguntine ecclesie presul effectus magne auctoritatis in regno Romano 
Chr.Ursp354. princepe damit. Scismate autera orto b in ecclesia anno Christi 15 
Oonr. Ohr. 1159. noluit consentire Friderico imperatori pro Octaviano. IdcircO 
Sehtr. 621. fo se( j e sua pui sugj q Uam Christianus usurpavit 6 . Igitur 
pro Alexandra III. Romam adiit. Ibi per aliquot temporis spaciom 
cum Alexandra vero papa moratus ab eo Sabinensi episcopatui pre- 
Conr. Sahir, ficitur. Tandem reconciliatis Alexandro papa et Friderico imperatore 20 
Ann. 630. interventu fratrum suorum, ad quorum nutum tunc regium pendebat 
Vita S. Virg.* consilium, hie Conradus cardinalis presbyter titul i S.MarceUi Sabinensis 
Chr.Schir.l.c* latere legst us eedis apostolice in Almania, in graciam imperatoris 
Ann. Schir.Lc, est re versus. Anno Christi 1177. in consili o Maguncie 7 habito Albertus 

filius regis Boemie archiepiscopatum Salczeburgensem resignavi t, quem 25 

predictus Conradus Schirensis reeepit et 7 annis rexit. CuiUS 

tempore in eius presencia corpus S. Virgilii episcopi trans- 

Vita S. Virg* latlim fuit anno domini 1181. 14. Kai. Marcii sub papa Alexandra III. 

anno ipeius 19. 9 , id est ultimo, et Friderico imperatore atque eius 

filio Conrado 10 rege, Ottone de Witelspach Bavarie ducatum tenente.30 

Ann.Schir.L c. Anno autem domini 1188. Christianus Maguntinus archiepiscopus 

u. Chr. Schir. diem obiit, Conradus hfc Salzeburgensis Maguntine sedi, cui olim 

'•^•prefuit, ab ipso imperatore laudabiliter preficitur et Albertus Boemus 

cy.Ciwr.&Äir.cathedram suam reeepit. Item anno Christi 1197. procurante 

Ann. 631. * 

a auganno Ha. b orta Es. 35 

1 Acta Sanctorum, 1. Mai I, 88. 

3 Agaunum, St. Moritz in Wallis in der Scliweix. 
s Qrosswardein. 

4 Andr. 497. 

6 Quelle vielleicht Herrn. AU. (Man. Qerm. hist, SS. XVU, 384) 40 
x. J. 1165 (Ann. S. Rudberti Salisb., SS. IX, 776, %. J. 1166). 

• Vita S. Virgüii Salieburgensis ; Mon. Germ, hist, SS. XI, 88. 

7 Vielmehr Venedig. 

8 Die Vita nennt den oben angegebenen Tag als den der Auffindung 
des Leichnams ; Mon. Qerm. hist., SS. XI % 88. 45 

Die Quelle: 21. 
10 Die Quelle: Heinrico. 

n {^*r\r\nl " Original frorn 

3igitize< byV_Ti UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 201 — 

Hainrico imperatore multi alemanni principes in subsidium 
Christianorom in terram promissionis venerunt. Inter quos 
nnus precellens fuit Conradus Maguntinus archiepiscopus. 
Hie C[onradua] tempore Philippi regia obiit in eccleeia aua Maguntina Oir.Schir.l.e. 
5 cum magno honore aepultua 1201. u. Ann. Sehir. 

LF.176'] Cap. 8. 

De arbore comitum Schirensium et de Dachau. 

Leopoldus 
dux Bavarie 

10 Arnoldus Berntoldua 

dux Bavarie obiit 937. dux Bavarie obiit 947. 1 



Arnolfus Hermannus Wemherua Ekhardus 

comespalatinus comespalatinus cornea Schirena, coraes Schirens. 

Otto 
15 comes Scbirenaia obiit 1079.* 

Hatziga uxor 

Otto Pernhardua Ekbardua 

comea Scbirenaia comes Scbirenaia comea Scbirenaia 

Witelspach 1 1 02. ftliam Magni ducis Saxonie 

20 Agnes a quodam monasterio sanetimonialium 

Ratispone abstulit ac sibi matrimonio 

copulavit Ottonemque palatinum ex 

ea progenuit. 

Otto 
25 comites Schirenses comes palatinus deWitelspach 



Otto Ekhardoa N. Wernherua 

comea palatinus Beatrix 

de Witelspach, fundator in monaaterii in Un- 
deratorf , obiit 1146 b . Heilkam uxor de Lengfeit. 



30 Otto Fridericua Otto Conradua 

dux obiit 1184. comea palatinus comea palatinus archiepiscopus 
Agnes UXOr Maguntinua 

° | obiit 1201. 

Ladwicus Otto 

35 dux Bavarie comea palatinus 

de Witelapach 1209. 

* 979 Ha. b über die 4 tat 5 geschrieben. 

• Oben S. 121, 23: 948. 



J^rt^di T ■ -. Original from 

by Vjt 



UNIVERSITYQF MICHIGAN 



[F. 177] 



— 202 — 

Dachovia. 

Arnoldus 
comea de Dachau 



Conradus 
comea de Dachau 



Arnoldus 
comes de Dachau 



Conradus 
dux 



Otto 
comes de Dachau 



Conradus 
comes de Dachau 



Otto 
comea 



10 



Conradus 
comes de Velaia 



Otto 
comes de Velaia 



Waltherua 

archiepiscopus 

Treverenais 



Mathildis 
comitissÄ 



16 



[F. 177'] Cap. 9. 

De fundacione monasteriorura Pernried, Gries, 
Weyern, Paurberg, Diessen. 

Fiietr. 137. Pernried monasterii fundatores fuere Otto comes de Velaia 20 

cum OttOIie fratre eillS anno domini 1120. sepulti ibidem 1 . Et 

confirmatum est a Johanne XX. 3 Sunt eciam idem comites 
fundatores monasterii canonicorum regularium in Augea, 
quod modo translatum est in Castro nomine Gries 3 . 

Weyern 4 monasterii fundator fuit Seyfridus comes 25 
de Newburg 5 . Qui circa annos domini 1167. a quodam 
miiite de sua familia in balneo occisus est fi . 



1 Vgl. oben S. 192. 
' Quelle? 



n Vgl oben S. 192, 15—17, wo sich die gleiche Angabe findet. 30 

4 Weyarn an der Mangfall. 

6 Sigboto I. von Neuburg an der Mang fall; vgl. Biexler, Geschichte 
Baiern8 I, 858. 

6 Verwechslung mit Sigboto IV., welcher 1272 von seinem Dienst- 
mannen Otto von Prantberg im Bade getötet worden ist. Vgl. Fund, im 35 
Neuen Archiv XXIV, 692 (OefeU, Her. Bote. SS. II, 338 %. J. 1272), sowie 
Quellen u. Erörterungen I, 395. 



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— 208 — 

Pfiwrbeigk monasterium funcUvit Otto comes de Iring; eumoAndr.Sö 
domini 1121. papa Calixtua IL confirmavit. u. Fund. 1 

Annodominice incarnacionis 1132. regnante rege Conrado FundS 
hü principes : Otto iunior comes de Wolfhartzhausen, ßerchtoldus comes 
öde AndSchs et Otto duz Meranie, prindpaliores fundatores eztiterunt 
et auctores monasterii beate virginis in Dteszen. 



De arbore comitum de Wolfradhausen et 
de Ändächs 8 . 



Leopoldus 
10 comes sepultus in 
Dieszen cum fratre 
Ottone. 



Otto 

maior domus de Wolfhartehausen 

obiit anno Christi 1122. 

Uxor eins Justicia. 



Notae Diess. 3 



Rickentsa 
uxor Lotharii 
15 imperatoris 
Bomanorum. 



20 




Maria Hainricas 



Hainricns Otto 



uxor 
Gre- 



episcopus 
Batisponensis 



corum annoChristi 



im- 
pera- 
toris. 



1155. mo- 

nachus factus 

apud 8. Em- 

menunmum 4 

obiit. 



comes cum 
imperatore 

Lothario 
Italiam in- 

grediens 
Papiamvcnit, 
ubi vita pri- 

vatus occu- 

buit 5 anno 
Ghristill36. 



comes 

obiit 1166 6 . 

Qui mulla 

bona predia 

cum homini- 

bus monas- 

terio in 

Dyessen 

contulit se- 

pultus in 

capitulo. 



iunior 
comes 

de 
Wolf- 
hartz- 
hauseo 
maior 
domus 
obiit 
1141. 



25 l Neues Archiv XXIV, 676. Beuerberg. 

* Qründungsgesehichte von Diessen. Vgl. Neues Archiv XXI V, 685. 
9 Vgl. hiexu im Allgemeinen die Stammtafel nebst den Belegen bei 

Oefele, Geschichte der Grafen von Andechs. 

4 Wo Xu den folgenden beiden Stammbäumen nichts anderes be- 

30 merkt ist, sind Diessener Aufzeichnungen die Quelle. Und xtvar haupt- 
sächlich für Jahrxahlen das Diessener Nekrologium (Mon. Germ, hist , 
SS. XVII, 324 und Neerol. I, 7), sowie für dm Text der Genealogien 
von den Notae de fundatoribus monasterii Diessensis (o.a. 0. SS. XVII, 328) 
die Nota I, III und am meisten die auch in den Fund. (vgl. Neues 

35 Archiv XXIV, 685) enthaltene Nota V. 

* Aus Andr. 55. 

* Quelle hiefür ist die Historia Welforum Weingartensis, Mon. 
Germ, hist., SS. XXI, 466. 

f Die Diessener Quellen geben 1158 an. 



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— 204 



Notae Dies*. [F. 178] Fridricus Arnoldus 

comes de Andäx obiit comes 

1075, in Sewn sepultus. 1 I 



Gisila 1 



Berchtoldus 

comes de monte Andächs ex uxore Sophia* filia Ottonis 

cuiusdam ducis norici in Amertal cum filio Fridrico 

sepulti in monasterio Castel tempore Hainrici V. im- 

peratoris. 4 Obiit 1151. sepultus in capitulo Diezzen. 



Otto Berchtoldus 

episcopus marchio Histrie 
Bambergensis obiit 1188. ex 
obiit 11%. uxore Hadwigis 
sepultusBa- — obiit 1176. in 
benberge. Di «>«en sepulta 
in capitulo — 



MachtQdis 
abbatissa in 

Ottlstetten 
obiit 1164*. 



Eufemia 
abbatissa i n 
Altenmunster 

obüt 1180. 

sepulta in 

Dyezzen. 



Gisiilab 

comitissa 

de Monte. 



10 



15 



Berchtoldus Poppo 

H i c Bercb toldus dux Meranie, marchio Ystrie, episcopus 
comes montis Andächs, avus S.Elizabet*, fuit Bambergensis 
in expedicione primi Fridrici impera- P° st 
toris in terra sancta 1181 et obüt 1204. 
Genuit ex Agnete de Austria marchio- 
nissa — 1195 Agnes sepulta in capitulo — 



Ottonem 
obiit 1245. 



Machtildis 
comitissa 
Ooricie. 



20 



Berch- 
toldus 

patriarcha 

Aquileien- 

sis obiit 

1252. 

alias 
Ecknnot 8 



Ekbertus 
episcopus 

Bam- 
bergensis 

alias 

Aeren- 

bertus 

obiit 1287. 



Otto 7 
dux Mera- 
nie, pala- 
tinus Bur- 
gundie, a 
suis in- 
toxicatus 
obiit anno 
Christi 

1248. 



Gerdrudis 

uxor 
Andree 

regis 

Hungarie, 

que 

occisa 

est 
1212 •. 



Agnes 

regina 

Francie 

spinam 

corone do- 

mini dedit 

in montem 

Andächs 6 ; 

obiit 1250 



Hainricus 

marchio 

Ystrie, 

ultimus de 

Andächs % 

obiit 1228. 

Eodem 

anno de- 

struxit 

castrum *. 



S.Heg- 
widis b 25 
ducissa 
Siesie 
inPo- 

lonia 

obiit 30 

1241. 



Agnes 

uxor imperatoris* 

Fridrici II. *, quam 1236. 

tamquam cognatam suam 

repudiavit, quam post 

Ulricus dux Karinthie 

duxit uxorem. 11 



S. Elizabet 

uxor lantgravii Thuringie 

Ludovici 6 obiit 1231. 10 

translata 1235. a Gre- 

gorio IX. 9 



Bela 
rex Hungarie. If 



35 



Steffanus 
rex Hungarie 



Elirabet 
uxor Hainrici ducis 
inferioris Bavarie." 



40 



» von späterer Hand durchstrichen, welche zu Fridrici beischrieb: 
ducis Austrie ultimi. *> so Hs. 45 

Anmerkungen siehe S. 205. 



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— 205 — 

[F. 178'] Cap. 10. 

De monte Andächs et S. Elizabet. 

In monte Andächs olim erat castrum a Francis constructum l . Chron. And. 
In qno habitabant illustres comitee dicti de Andächs per annos quasi 
5 217.* Ex quibus orte sunt plures persone abrenunciantes seculo et 
religionibus se asstrinxerunt. Quarum quedam per ecclesiam sunt 
canonizate. 

Item 8. Otto episcopus Bambergensis, filius Berchtoldi comitis 
de Andächs 1196.*, qui sacramentum in montem Andächs misit 
10 Item S. Elizabet, uxor Ludovici lantgravii Thuringie, filia Andree 

regia Hungarie et regio e Gerdrudis filie Berchtoldi ducis Meranie, 
marchionis Ystrie, comitis montis Andächs, Data 1207.; 1221. duxit; 
4 annis vidua. Que S. Elizabet tarn in statu maritali quam 
coniugali, quinimmo in vita et in morte multis misericordie 

15 Anmerkungen zu S. 204. 

1 Diese Notiz findet sieh weder in den Diessener noch in den An- 
deehser Aufzeichnungen. Das um 1164 angelegte Nekrologfum des Klosters 
Seen, elm. 1048, enthält auf Bl. 50 von einer Hand des 14./15. Jhdts. den 
Eintrag: Anno 1075. obiit Fridricus comes de Andex et hie iacet (Man. 

20 Baie. II, 160; Mon. Oerm. hist., Neerol. II, 227). Dorther oder aus einer 
davon abgeleiteten Quelle stammt wohl Ampecks Angabe. 

2 Wohl identisch mit der Z. 9 folgenden Gißila. 

3 lieber ihre Abstammimg vgl. Oefele, Geschichte der Grafen von 
Andechs S. 16. 

25 4 Quelle für die Angaben über Sophia ist Andr. 534, tvelcher seiner- 

seits die hastler Reimchronik benutzt hat. Oefele a. a. 0. hat jene lieber- 
lieferung übersehen. Arnpeek verwendet die Nachrichten seiner Quelle 
undeutlich. Nach der Kastler Reimchronik ist Sophia die Mutter Berch- 
tolds und die Grossmutter des Bisehofs Otto von Bamberg , so dass der 

30 obige Satzteil ex uxore etc. eigentlich bei Arnoldus comes stehen sollte. 

* Nach den Diessener Quellen 1160. 

* Quelle hiefür ist das Chron. And. 

I Hier sind zwei Otto f Vater und Sohn, zusamtnengeworfen. 
8 Bei Filetr. 155,3: Egkunot. 

35 9 Die Fund, geben wie der unten S. 206 benutzte Andr. 1200 an; 

dieJahrzafd 1212 dürfte der ungarischen Chronik des Johann von Thurocz 

entnommen sein, 

" In den Fund. 1234 ; vorgezogen ist die Angabe 1231 der Andechser 

Chronik. 
40 " Quelle für diesen Absatz ist Herrn. Alt. 392; aus irrtümlicher 

Verwendung des Quellentextes erklärt sich die Vertcechslung Friedrichs 

von Oesterreich mit Kaiser Friedrich sowie die unrichtige Angabe der 

Jahrzahl. 

II Quelle dürfte Andr. 58, 34 und 70, 4 sein. 

45 Anmerkungen zu S. 205. 

1 Isty wie unser Quellennachweis zeigt, keine originale NachrieJU 
Arnpecks, als welche sie Kempfler, Abstammung und älteste Geschichte 
der Grafen von Andechs im Oberbayer* Archiv 52, 222 unrichtigeneeise 
betrachtete. 
50 * Diese Angabe scheint verderbt zu sein aus den Worten der deutschen 

Quelle: ir XVIII nach einander. 

* Todesjahr nach den oben & 204, 12 zur Stammtafel benutzten Fund. 

n Pnnnl" Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 206 — 

operibus ac miraculis damit 1 , ut perlucide über, qui de 

Chr. And. eius vita inscribitur, attestatur. Obüt autem feliciter anno 
24. etatis Slie in Marpurg * anno Christi 1231. translata et canonizata 
a papa Gregotio IX. anno Christi 123"). 

Hic de parentibus S. Elizabeth dicendum est. Pater 5 
Thuroczivij*. eius Andreas IL, filius Bele III. regis, in penthecoste in regem Hun- 

Ghr. And. garie coronatus est. Mater regina domina Gerdrudis filia predicti 
Thurocz l. c. Berchtoldi ducis de civitate Meronia etc. De qua genuit Belam, 
Coloniannum, Andream et B. Elizabeth Sed proch dolor, humani generis 
ininiico procul dubio suadente ab Hungaris occisa est anno domini 10 

Andr. 58. 9 1212 *. Causa autem, [F. 179] quare occisa sit, sie se habet: In despon- 
ftacione S. Elj£abet filie sue — boc Ä non videtur verisimile, quia 
1221. fuit desponsata et ipsa 1212. occisa — , que nupta 
fuit Ludovico lantgravio Thuringie, nupeie in Buda civitate Hungarie 
celebrate sunt, quibus Berchtoldus patriarcha Aquileiensis, f rater regine 15 
Gerdrudis, interfuit Qui videns quandam comitissam regni valde 
pul ehr am eam convenit et oppressit. Dum vero comitissa hoc malum 
marito suo conquesta esset, patriarcha querimoniam vilipendens ad pro- 
Thurocziviii. pria remeavit. Temporibus igitur paucis elapsis predictus comes Petrus 4 

Andr. I. c. Banckbanus magnificus vir de genere Bor oriundus suspicionem sinistram 20 
habuit, quod regina conscia fuerit et consensum prebuerit buius mali, 
quod uxori sue aeeiderit. Unde tempore sibi congruo convenit quosdam 
maleficos pro peeunia, qui nocturno tempore regine cameram ingressi 
et ipsam strangulantes suspenderunt. Quo facto omnes hi m alefici 
membrorum contraccionem ineiderunt et mane familiaribus intrantibus 25 
omnes muti inventi sunt uno excepto, qui omnem rem, ut gesta 
erat, narrabat. Qui omnes ob hoc malum suum sequenti nocte 5 
penam mortis subierunt. Hcc et alia signa apud reginam claruerunt 
Herrn. AU ah. q u j episcopus 8trigoniensis misit in epistola amphy boloica b ista 

verba: Reginam nolite oeeidere timere bonum est; si omnes consenciunt, 30 
ego non contradico. Cuius corpus humatum est 6 in monte 
Oainnino 7 , vulgariter auf Chains, in [F. 179'] capella castri 

Ä hoc — occisa am Rand hinxugeschrieben. *> amphyloica Hs. 

1 Quelle vielleicht Herrn. Alt. 393. 

* Andreas giebt (wie die Fund.) [S. 205, Anm.9] 1200 an, Thurocx 1212. 35 

3 Nach den in den Fund, enthaltenen Diessener Aufzeichnungen; 
der Teoct des Andr. ist hier vorgezogen. 

4 Dieser Vorname, den Thurocx nicht angiebt, ist aus Herrn. Alt 386 
entnommen, wo es heisst : a comite quodam Petro trueidatur. 

5 Diese Zeitangabe aus Herrn. Alt. I. c. 40 

6 E. Frh. von Oefele, der in seiner Geschichte der Grafen von Andechs 
die Begräbnisorte der einzelnen Glieder des Hauses angab, schweigt (S. 36) 
merkwürdigerweise gerade bei Gertrud. Bei Katona, Historia critica 
regum Hungariae stirpis Arpadianae V, 214 ist berichtet, dass ein Teil 
ilires Leichnams in Lelecz begraben worden sei, ein anderer in dem 45 
Zisterzienserkloster Pilis in Ungarn. Die obige Nachricht von dem Be- 
gräbnis Gertruds in der Zenoburg bei Heran ist eine Fabel. Wie sie 
hieher gelangte, ist nicht festzustellen. Das Gleiche gilt von der Angabc, 
dass Gertrud in Meran geboren sei. 

7 Vgl. oben 8. 60, Kap. 17. 50 

n p^ ni ,| « Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 207 — 

Zennburg l . apud civitatem Merouam f , de qua Data fuit, 
apud Tirolis, ubi quondam S. Corbiuianus primus Frisingensis 
ecclesie episcopus cum SS. Zenone et Valentino episcopis 
humati fuerant 8 . Pro cuius nece vox flebilis insonuit in tota Pan- Thuroez i vii. 

5nonia, et in omni genere Bankbani* execrabilis et horrenda sanguinis 
efiusio snbsecnta est Post hec rez Andreas terram sanctam visitavit 
ad roandatum domini pape. Quod mandatum acceperat, dam esset 
aduc dux, sicut habetur extra de voto et voti redempcione licet universis, 
quia ipse complevit et redemit votum patris anno Christi 12 17 \ Et 

lOibi in terra sancta super exercitum Christianorum contra soldanum 
Babilonie capitaneus et dux preficitur et mox victor efficitur gloriosus 
cum duce Austrie 4 . Mansit autem ibi tribus mensibus. Regali denique 
thesauro exposito diversorum sanctorum reliquias acquisivit. In 
regnum suum est revereus cum sponsa sua 5 , filia marchionis 

iSEsteosis, ex qua filiura Andream c posturaum genuit, Migravit Thurocx l e. 
autem rex Andreas ad dominum anno domini 1235., 30. anno regni 
sui. Cuius corpus in monasterio de Egrus felicitcr requiescit. 

Cap. 11. 
De S. Hedwige, 

20 7 Item 8. Hedwidis filia predicti Berchtoldi ducis Meronie et Vita S. Hedw. 

soror regine Gerdrudis matris 8. Elizabet, in puerili aduc etate 
litteras didicit in monasterio Kitzigen [F. 180] inFranconia auctore 
spiritu sancto vixitque pie et iuste. Postmodum copulata 
Haiorico duci Siesie cognominato cum barba in matrimonium 

25a lege domini et ecclesie nunquam discessit. Cum quo habuit 

3 filios et 3 filia 8, inter quos Hainricus dux patris fuit successor. 
Qui contra Tartaros se pro Christo constanter in beilo opposuit et 

a blankbani Hs. 

1 Zenoburg. In der Geschichte der Zenoburg bei Stampfer, Schlösser 
30 und Burgen in iferan und Umgebung S. 19—27 ist nichts von dem oben 
Berichteten zu finden. In der Kapelle der Zenoburg wurde, wie Stampfer 
8. 23 mitteilt, die hl. Gertrud besonders verehrt. Sollte aus diesem Umstand 
unter falscher Beziehung des Namens Meranien auf die Stadt Meran in 
Tirol ein Zusammenhang mit Gertrud von Andechs-Meranien, der Ungarn- 
35 königin, hergeleitet worden sein? Bei dem Interesse, welches Arnpeclc wegen 
des Freisinger Bistumspatrons Korbinian für Meran und die Zenoburg 
hatte, wäre es nicht unmöglich, dass die obige Fabel von ihm selbst herriUirt. 
? Meran; vgl. S.206,8. 
9 Vgl oben S. 05, 18 und 84, 28. 
40 4 Zusätze xu Thurocx nach Herrn. Altah. 387. 

5 Jolanthe, eine griechische Prinzessin, die 1232 starb ; erst darnach 
vermählte Andreas sich mit Beatrix von Este. 

6 Vielmehr Stefan. 

1 In dieser St. Hedwigs-Legendc finden sich viele Anklänge an den 
45 Text der Vita maior (das Verzeichnis der Druckstellen in der Bibliotfieca 
hagiographica latina I, 562); doch scheint hier eine selbständige kürzere 
Fassung der liegende Quelle zu sein. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 208 — 

in loco, qui diciturBellstat 1 , prope Legnitz glorioso martirio 
occubuit anno domini 1241. 5. Id. Aprilis. Postquam autem 
genuerat predictos heredes S. Hedwidis, sanctis et piis 
monicionibuB necnon continuis precibus pulsabat aures ducis 
mariti sui, ut publice cum ea in manus episcopi voveret per* 5 
petue continencie castitatem. Quod et factum est. Nam facto 
yoto fere per 30 annoe habuerunt thorum Sequestration. Deinde 
Cf. Schedd maritus eius construxit monasterium Trebnitz, Cisterciensium 
ccxn. or( |j n i Sj q U0< j constetit 30 milia marcarum. Ediflcatum est 
autem idem monasterium anno domini 1203. tectumque est 10 
undique plumbo, quod apparet in hodiernum diem. In quo 
eciam deo obtulit filiam suam Oerdrudim cum 100 monialibus, 
quibus omnia necessaria ordinavit usque in hodiernum diem. 
Ipsa namque humilibus vestimentis induta in monasterio 
de licencia mariti se locavit, in magna humilitate, frequentil5 
oracione ac inestimabili paciencia vixit. Denique maritus 
Fund. eins anno Christi 1237. diem obivit, ipsa autem 1241 2 . 
Chron. And. [F. 180*] Item Machtüdis soror 8. Ottonis abbatissa in Otelsteten. 

Item Eufemia similiter soror 8. Ottonis episcopi Bambergensis 
abbatissa SUperioris monasteril Ratispone 3 alias Altenmunster. 20 

Item comites de AndSchs in giro eiusdem montis inf ra 4 niiliaria 
10 monasteria in remedium animarum suarum fundarunt. 

De Razzone comite 4 . 

Chr. And. u. Inter que Francus illustris comes Rasso monasterium sancti 

Fund* salvatoris Jesu Christi et 88. Jacobi et Philippi apostolorum 13 per- 25 
sonis ordinis 8. Benedicti in Werdea iuxta Ambram fluvium construxit 
in pede sui castri Razzenberge Augustensis diocesis, quod 8. Udalricus 
episcopus consecravit et illic monachos coadunavit. Insuper dictus 
comes Rasso multas reliquias sanctorum ex terra sancta, Constantinopoli 
et Roma ac diversis mundi parübus attulit in monasterium suum. 30 
Reversus enim de dictis terris abrenunciavit seculo et induit habitum 
ordinis 8. Benedicti. In suo monasterio perseverans in finenv obiit anno 
Christi 954., ubi est sepultus miraculis coruscans.* 

De destruccione monasteriorum. 

Chron. And. Sane prefata 10 monasteria ab hostibus 6 omnino desolata sunt 35 

et bona eorum militibus distributa. E quibus dumtaxat Diezzen reedi- 
ficatum est, ubi sepulte sunt 16 6 persone orte de AndSchs. In quo 

* am Rand ist xu diesem Abschnitt beigeschrieben : vaccat, quia supra. 

1 Wahlstadt bei Liegnitz. 

7 Die Vita gibt 1243 an, die Not. Diese, der Fund. 1241. 10 

3 Quelle? 

4 Vgl. oben 6'. 123. 

5 Nach der Quelle war dieser Feind der wyeste vnd vnselyg hertzog 
Arnolff. 

• In der Quelle: sibenzehen. 45 



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— 209 — 

bellorum turbine eciam Razsonis raonasterium omnioo destrnctum est. 
Cuius religiosi fuga elapsi ornatus, calices, libros et precipue reliqufas 
[F. 181] sanclorum ex longinquis terris per dictum eomitem Rassonera 
allatas secum ad roontem Ändachs a detulerunt 

5 Cap. 12. 

Dp duabus hostiis montis Andächs S. Gregorii. 

Legi tu r quidem temporibus S. Gregorii Magni Eliura regina Chron. And. 
Hysponie causa devocionis Romain veniens, adiens et deprecan* S. Ore- 
gorium papam, ut ab ep eukaristie sacramentum acciperet. Qui annuens 

10 missam in ecclesia sancte crucis in Hierusalem in presencia dicte regine 
celebravit. In qua missa in canone arma Christi in spiritu vidit. Interim 
regina de sacramento eukaristie vehementer dubitavit. Quod in spiritu 
vir dei cognoscens oravit, ut per visibile Signum deus huiusmodi du- 
bietatem b a corde regine expelleret. Quod et mox factum est Nam 

15 dum hostiam consecratam secundum morem in altum elevaret, regina 
Christum in forma crucifixi vidit, et sie a mente eius omnis dubietas 
expulsa fuit. Dum vero idem sanetus pontifex Gregorius porrigeret 
eidem muiieri parvam hostiam ab eo consecratam , conspexit eam in 
formara digiti conversam in manu 8. Gregorii eius oracione ad con- 

20firmandam regine et plebis fidem. Qua stupefaeta in priorem formam 
miraculoee mutata est. Sanetus autem Gregorius easdem duas, magnam 
et parvam 9 hostias a se consecratas conservari cum sliis reiiquiis fecit, 
quia divinitus est revelatum, quod futurum foret, quod [F. 18V] per 
eas dominus veniam et auxilium in tribulacione populo suo largiretur. 

25 Que Rorae in magna reverencia conservate sunt. 

Quomodo tres hostie hec in Bambergam venerunt. 

Multis siquidem annis transactis, dum Hainricus III. regni Chroti. And. 
gubernacula possidebat, facta est magna tribulacio in Almania, tum 
quia fames et pestis tarn hominum quam iumentorum vigeret, tum quia 

30 turbulencia pacis terram suam devastaret. Quare papam Leonem IX. 
nacione Almanum * consuluit. Qui compassione motus personaliter 
in Almaniam circa annum domini 1052. l transiens secum tres hostias 
ad imperatorem Hainricum detulit, duas, quas S. Gregorius, terciam, 
quam divinitus iussus consecravit. Quas ehriatianissimus imperator 

35 Hainricus in terris suis circumferri devotissime fecit, et premissa tribu- 
lacio continuo cessavit. Hec tres hostie Bamberge permanserunt 

Qualiter dicte tres hostie in montem Andächs 

venerint. 

Temporibus siquidem tercii Conradi regis vel primi Friderici Chron. And. 
40 imperatoris * in territorio Berchtoldi comitis de Andächs et filii sui 
Bercbtoldi marchionis Histrie fulmina, grando, tonitrua, coruscaciones, 

a so Hs. *> dubeitatem Hs. 

1 Diese Angaben wohl nach Andr. 46. 
1 Quelle? 

Quellen u. Erörterungen N. F. III. 14 

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— 210 — 

fames, karistia et mortalitates tarn hominum quam iumentorum pro- 
vincias eorum devastabant. Ea propter S. Otto Bambergensis [F. 182 ] 
episcopus ad preces predictorum Berchtoldi comitis de Andachs, genitoris 
sui, et Berchtoldi marchionis Histrie, fratris sui, compassus tres pre- 
dictas hostias consecratas a predictis summis pontificibus in montem 5 
Andachs misit hortans, ut reverenter susciperent, quia divina ordinante 
disposicione contra mortalitates aliasque tribulaciones profuture erant. 
Unde devotissime suscepte et in finibus eorum circumducte; tribulacio 
cessavit. Et sie in raontem Andachs pervenerunt. 

Quomodo hoc sacramentum in Wolfhartzhausen 10 
miraculose in montem Andacht devenerit 

Ckron. And. Sane successu* temporis fama miraculorum sacramenti prefati 

propalata marchio Histrie Hainricus ! ultimus comes de Andachs, 
eo quod reus interfeccionis regis Philippi suspicabatur, per imperatorem 
Ottonem IV. terra pulsus in terram sanetam ivit. Otto itaque maior 15 
domus de Wolfhartzhausen devotione ad hoc sacramentum duetus a 
fratribus ordinis 8. Benedict! et capellanis montis Andachs ac a filio 
suo Hainrico comite de Wolf hartzhausen, prefecto seu provisore in ab- 
sencia Hainrici comitis de Andachs prefati iam exulis castri in monte 
Andachs, preeibus et minis dictum sacramentum obtinuit. Elapsis autem 20 
aliquibus diebus cum in die ascensionis domini ad nonam in altare in 
Wolfhartzhausen ponerent, aperta capsella nihil invenerunt, et sacra- 
mentum huiusmodi cum aliis reliquiis in monte Andachs repertum est. 

Cap. 13. 

De institucioneprocessionis annue in montem 25 

Andachs. 

Chron. And. [F. 182*] Dictus vero comes reversus ab exilio seculo abrenunciare 

intendens instinetu divino instituit in capella montis Andachs fratres 
ordinis S. Benedicti capellanos, quibus multa predia cum litteris suo 
sigillo sigillatis tradidit. Insuper ordinavit, ut infrascripte ville et feuda : 30 
Weilbam et que circa Amersee, Memching, Möring, Scheyring, Weyl, 
Kaufering, Pirring, ßchwiffting, b Waletzhausen, Geltendorf, Dinzelpacb, 
Pridarchingen, Winckel, Eglingen et que super Lech rein, populi cum 
suis plebanis annuatim feria tercia penthecostes processionaliter veniant 
ad dietam capellam et singule parrochie candelam et quilibet hominum 35 
unum denarium usualem offerat ac omnes coloni circa 8. Michaelis 
festum siliginem tribuant, quisque plus aut minus, seeundum quod colit. 
Acta sunt hec anno domini 1228.* sub Hermanno episcopo Augustensi. 
Hec omnia Sifridus episcopus Augustensis unacum Hainrico comite 
ultimo de Andachs confirmavit Prefatus siquidem comes B[erchtoldus] 40 
abrenuncians seculo demum induit ordinem 8. Benedicti in monaaterio 
ifewn Saltzeburgensis diocesis. Cum autem cum dictis hostiis et aliis 
reliquiis cum suis famulis iret in Sewn, equi eorum immobiliter steterunt. 
Quare compunetus ibidem dimisit hostias cum reliquiis. 

* succensu Hs. b hier fehlen vier in der Quelle stehende Namen . 45 

1 Die Quelle : Graff Berchtoldt. 

* Die Quelle: 1128. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 211 — 

Cap. 14. 

De confirmacione dictarum hostiarum et de ultimo 

comite de Andächs. 

[F. 183] Hec miracula comites Berchtoldus de Andächs et Otto Chron. And. 

5 de Wolfhartzhausen Romam pape Innocencio II. intimarunt. Qui con- 

firmavit dictas hostias cum aliis reliquiis ibidem perpetue mauere, et 

ut nulli hominum omnino liceat eas alienare sub pena eterne male- 

diccionis, ac maledixit loco, quo deportate fuerint, adiunctis indulgenciis. 

Item Otto maior domus de Wolfhartzhausen a filia sua Maria 
10 imperatrice Giecorum a Constantinopoli multas attulit reliquias, eo 
quod in eodem monte educata fuerat et in memoriam sue parentele 
illuc donaverat. 

Item Agnes regina Francie, filia comitis de Andächs Berchtoldi 
marchionis Hystrie, partem corone Christi misit in dictum montem. 
15 Item S. Elizabet lantgravia Thuringie orbata marito in hunc 

montem cum multis reliquiis venit, quas ibi reliquit. 

Item Hainricus ultimus comes de Andächs tempore imperatoris 
Friderici II. de Roma corpora sanctorum Felicis et Adaucti cum COn- 
firmacione dictarum hostiarum et reliquiarum auctoritate aposto- 

20lica deportavit. Insuper omnia, que genitor suus marchio Berchtoldus 
ad dictam capellam a, sub sigillo Sifridi episcopi Augustensis confirmari 
fecit. Item providit dictam capellam duobus capellanis dictis Ysaac et 
Jacobo [F. 183*] ordinis S. Benedicti ex monasterio Sewn, ut monasticam 
vitam ibidem inciperent secundum intencionem genitoris sui Berchtoldi, 

25 quibus in usum et pro eorum sustentacione omnia, que antecessores sui 
dederant, tradidit. Quinymmo castrum suum Andächs destruxit, ne de 
cetero aliquis comitum suorum consanguineorum sibi usurparet, et eodem 
anno, videlicet Christi 1228., obiit. Sequenti itaque anno multa bella, 
devastaciones et combnstiones insurrexerant in Bavaria. Quare dicti 

30 fratres timore perculsi prefatas hostias cum cedulis, in quibus scriptum 
erat: Sacramentum Gregorii. Sacramentum Leonis, in vasculum plum- 
beum posuerunt, in superficie autem eius scripserunt : Agne dei, miserere 
mei, qui crimina tollis, volventes in tunicam ö. Elizabet cum aliis reli- 
quiis in scrinio ligneo cum litteris sepelierunt in capella subtus altare 

35 sapienti usi consilio anno Christi 1229., ubi quasi 159 annis absconse erant. 

Cap. 15. 

De invencione reliquiarum. 

Anno domini 1388. temporibus Steflani, Friderici et Johann is Chron. And. 

fratrum, ducum Bavarie, predicte reliquie indice mure, qui de loco, ubi 

40 abscondite erant, ad altare cedulas scriptas detulit, hoc signo prodite 

per professum b in Ebersperg i quendam Jacobum capellanum montis 

eiusdem feria 3. post octavas penthecostes, que erat in crastino S. Urbani, 

a Verbum fehlt. b professum — Ebersperg später hinzugefügt. 

1 Quelle? Ist wohl nur gefolgert aus der daran sich schliessenden 
45 Ertcähnung eines in der Quelle namenlosen Abtes von Ebersberg. 

Original fr^m 



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— 212 — 

invente sunt 1 . Eodem anno, quo invente sunt dicte hostie et reliquie, 
N. abbas Eberspergensis ordinis S. Benedicti consenciente duce Steffano 
prefatas [F. 1S4J reliquias in suum deportavit monasterium. Sed cum 
eciam intenderet predictas consecratas hostias auferre, licet coram eo 
essen t in altari, videre tarnen non potuit. Quo comperto ex iussu pre- 5 
dicti ducis easdem reliquias illuc reportavit. Sequenti igitur invencionis 
anno sepedicte hostie et reliquie cum magna devocione circa festura 
8. Nicolai in Monacum sunt deducte et in capella ducum reverenter 
collocate, et a 1390. die 18. mensis Maren* oetense fuerunt in 
opido Monacensi. Interea edificabatur in monte preciosa ecclesia 10 
in bonore S. Nicolai. Que cum consumata fuisset, duces reliquias pre- 
sentare distulerunt. Idcirco terribilia signa super Monacum apparuerunt 
Quare cum magna pompa et reverencia dictas hostias et reliquias in 
montem Andächs reduxerunt His peractis illustris dux Fridericus 
consensu fratrum suorum Steffani et Johannis unam spinam coronel5 
Christi in castrum suum Landsbuet detulit. Eadem nocte terremotus 
factus est magnus, ita ut vis dictus dux expectaret, usque dum 
dies illuscesceret, et mox eandem spinam in montem Andächs 
remisit 

Chron.And. De fundacione prepositure in Andächs. 20 

Anno domini 1438. Ernestus dux Bavarie auctoritate sacri concilii 
Basiliensis consenciente filio suo Alberto, confirmante P. b d episcopo 
Augustensi circa festum nativitatis Johannis baptiste instituit in prefato 
monte collegium sex canonicorum cum preposito cum litteris suo sigillo 

roboratis et post paucos dies in commemoracione S. Pauli 4 25 
obiit. 

Cap. 16. 

De mutacione prepositure in cenobium ordinis 
S. Benedicti et consecracione ecclesie. 

Chron. And. [F.184'J Anno domini 1451. Nicolaus de Cusa cardinalis legatua 30 

sedis apostolice a latere per Alraaniam, episcopus ttrixnensis, qui eo 
tempore doctissimus habebatur, in quadragesima Monacum venit et 
hortatu ducis Alberti cum eo in montem Andächs personaliter ivit ac 
hostias consecratas et reliquias ac omnia alia singulariter conspexit. 
Cum quo prefatus dux suos honorabiles nuncios ad papam Nicolaura V. 35 
misit, ut eius auctoritate collegium canonicorum extingueretur et monas- 

* et - Monacensi am Rande himugeschrieben mit Einfügungszeichen. 
* p. Hs. 

1 Vgl unten Buch V, Kap. 67. 

1 QueUe? 40 

9 Die Quelle nennt keinen Namen; Arnpeek gibt den Anfangsbuch- 
staben des Namens des Augsburger Bischofs Petrus von Sehauenburg an, 
welcher 1439 die Stiftung von Andechs bestätigte; vgl. die Urkunde in 
Mon. Bote. VUI, 597. 

4 30. Juni. Quelle? Herzog Ernst starb am 1. oder 2. Juli 1438; Ab 
vgl HaeutUy Genealogie des Stammhauses Witteisbach, S. 24, Anm. 1 und 
Riexler, Geschichte Baierns 1U % 329. 



. r^nrmL* Original frorm 

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— 213 — 

terium ordinis S. Benedicti edificaretur et institueretur. Cuius precibus 
papa motus petita concessit, ut patet in bulla papali deeuper confecta 
ac data anno incarnacionis dominice 1453. Id. Aprilis. Qua bulla per- 
cepta mox incepit studiose coustruere monasterium illustria dux Albertus, 
5 cui papa Nicolaus 3000 florenorum in subsidiura donavit. Perfectis 
igitur locis regularibus, dormitorto, refectorio, coquina, firmaria et 
aliis necessariis ad instanciam dicti ducis Alberti Wilhelmus abbas in 
Beyren ordinis S. Benedicti, commissarius apostolica aucioritate, pre- 
sentibus prefato duce fundatore, 4 abbatibus ordinis S. Benedicti, 

10 videlicet de Tegernsee, Ebersperg, Scheuren et Wessesprunn, ac 3 pre- 
positis canonicorum regularium, Ray ttenpuech , Dyessen et Pollingen, 
aliisque notabüibus personis preposituram suppressit ac extinxit et 
ordinem S. Benedicti erexit. Acta sunt hec in refectorio monas- 
terii montis Andäcbs anno domini 1455. die 17. [F. 185] mensis 

15 Marcii. Eodem anno ad preces prefati ducis fratres religiosi 7 de Tegernsee 
in idem monasterium ad incipiendum ordinem S. Benedicti venerunt. 

Anno domini 1458. ad firmiorein perpetuitatem prelibatus dux 
Albertus illustris consenciente primogenito suo, duce Johanne, unacum 
uxore sua Anna de Brauns wica ac aliis liberis suis consilio religiosorum 

20virorum ac doctorum cuncta, que pater suus dux Ernestus ad pre- 
posituram donavit adiunctis aliis multis prediis et bonis ac privilegiis 
in scriptis confirmavit, tradidit ac suo sigillo roboravit et munivit. 

Predicto anno dominica ante Jacobi apostoli consecratus est Eber- 
hardus primus abbas dicti monasterii et quidam fratres de Tegernsee 

25 firmati. Item dominica pOSt 1 S. Jacobi festum ecclesia cum altaribus 
est reconciliata et capella in ambitu dedicata. 

Anno domini 1460. Albertus dux Bavarie superioris et in- 
ferioris et com es in Voburg ultima die mensis Februarii diem 
ultimum clausit, fundator monasterii montis Andäcbs ordinis 

30S. Benedicti in eodem monasterio sepultus, relinquens 5 filios, 
Johannem, Sigismundum, Albertum, Cristoferum et Wolfgangum, ac 
3 filias. Hec et quedam alia supradicta per anticipacionem 
dixi, ut dictomm ordinatior continuacio servetur. De quibus 
tarnen per singula posterius deo largiente dicetur suo in 

35loco, maxime de iamdictis ducibus. 

Cap. 17. 

De fundacione monasteriorum Päring, Ror, 
Piburg et Raittenhaslach. 

Monasterium Päring 2 fundatum est a quodam comite 
40 de Rayng nomine Hainricus tempore Fridrici imperatoris 
circa annos domini 1240. 

1 Die Quelle : an sannt Jacobs tag. 

* Päring, Augustiner- Chorherrenstift im Bistum Regensburg \ Be- 
zirksamts Rottenburg, wurde van den drei Brüdern Qebhard, Konrad und 
45 Heinrieh von Roning 1141 gestiftet. Vgl. Janner , Geschichte der Bischöfe 
von Regensburg U, 72; über die Grafen von Roning Riexler, Geschichte 
Baier ns i, 85 7. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

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— 214 — 

[F. 185'] Item Ror 1 monasterium canonicorum re- 
gularium ordinis S. Augustini fundatum est a quodam nobili 
viro nomine Adalbertus dictus de Bor circa annos domini 
1133.» 

De fundacione monasterii Piburgensis. 8 ß 

Item Piburg monasterium ordinis S. Benedicti anno 
gracie 1133. fundatum est per Eberhardum comitem de 
Hilpolstain consilio et auxilio fratris sui et Ottonis episcopi 
Bambergensis. Qui Eberhardus primum canonicus Bam- 
bergensis, deinde monachus professus in Pruffering propeio 
Ratisp od am, postea electus in abbatem in Piburg et paulo 
post electus fuit in archiepiscopum Salczeburgensem post 
obitum Conradi de Abensperg et sedit annis 18 et obiit 
1164. feliciter et claret miraculis.* Mater autem eius 
nomine Berchta, cuius nutu et beneplacito eadem facta est 15 
fundacio, quinymmo velut fundatrix colitur principalis. 

De fundacione Raittenhaslach. 

Conradus de Abensperg audax et prudens 1106. electus 
in archiepiscopum Salczeburgensem sedit annis 42, incepit 
ordinem canonicorum S. Augustini in ecclesia Salzeburgensi 20 
1121., edificavit cenobium monialium in ecclesia parrochiali 
Cf. Vita et fundavit monasterium Rottenhaslach. Pulsus a sede sua 
CAtmr. 6 75. p er novem annos 0D Jit 1147. Episcopus quoque Gurcensis 9 
63 imitatus est dominum. Prefatus arcbiepiscopus habuit avum 
nomine Babo, qui genuit 30 tili os et 8 filias, omnes de liberis matribus. 25 
Quos f ilios omnes presentavit ante conspectum imperatoris 
Hainrici IV. adiuncto cuilibet milite et famulo uno.' 

Anno autem Christi 1485. ultima Februarii prope 
Frisingam Nicolaus ultimus de Abensperg et Burchardus 
de Borbach, viri strennui, interfecti sunt. 8 30 

1 Bohr bei Abensberg in Niederbayern. 

* Vgl. Mon. Oerm. hist., SS. XV, II, 1084. 

3 Biburg bei Abensberg in Niederbayern. Vgl. die xwei Oründungs- 
geschichten von Biburg in den Mon. Oerm. hist., SS. X K, II, 1085 ff., die 
unter »ich verschieden sind und auch von der vorliegenden Oründungsnotix 35 
abweichen. 

* Der hl. Eberhard war 1147—1164 Erxbüchof von Salxburg. 

6 Vita Chttnradi archiepiscopi Salisburgensis, in Mon. Oerm. hist., 
SS. XI. 

8 Hildebold. Vita Chunr. a. a. 0. : Episcopus quoque Gurcensis 40 
buius viri virtutera emulatus. 

T Die Nachricht von Babo und seiner Nachkommenschaft ist — aus 
der gleichen Quelle — schon einmal oben S. 160 gebracht. Hier an der 
xweifen Stelle ist wieder auf den Hext der Quelle selbst xurückgegriffen, tcie 
die Worte liberis matribus statt der oben gebrauchten liberis uxoribus zeigen. 45 

* Riexler, Geschichte Baierns III, 493. 



C^f\C\Ci\i' Original from 

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— 215 — 
[F. 186] Anno domini 1113. 1 vel citra, parum postquam Cf. Tab. Schir. 

Uli nobiles viri comites de Scheiren dicti cum sua prole, que dei 526/? uFüetr 

gracia et nature mirabiliter fuit aucta et crevit, sunt secundario 139/40. 
per diversos coraitatus et dorainia divisi* propter ipsorum pluralitatem, 
5 non tarnen minus Omnes. Ymmo quilibet ipsorum partem hereditatis 

in illo primo castro Scheyren 3 et eius usuagiis ac prediis habebat 

expectarc. Medio tarnen tempore illud castrum quotidie in edificiis 
ruinam paciebatur notabilem, et nemo ipsorum quitquid ibi addere 4 , 

sed plus decerpere pro suis curabat heredibus. Habebant 

10 insuper ibi castellanos seu iudices et prefectos, qui vix 
stipendiis suis contenti fuerunt, nil instauracionis edificiis 
impendebant vel impendere curabant. Et quia iam plus 
200 annis steterat, in diversis locis turpiter pendebat. Qua 
de re inter aliquos eorum de progenie cum sermo in medium 

15 venisset, ut stipitem sui nominis et paterne hereditatis non 
sie deperire sinerent in confusionem omnium ipsorum, qui 
viri preclari habebantur et multa in diversis locis et terris 
magnifica castra edifieaverant et comitatus, placuit, ut diem 
inter se certum ac determinatum assignarent pariter et 

20 convenirent determinaturi, quid de sede paterna facerent 
pro futuro, ex quo nullus eorum delectabatur personaliter 
ibi residere [F. 186'] nee afficiebantur ilii loco amplius, ut 
vel ad ipsorum omnium communes expensas edificia instau- 
rentur aliquatenus , presertim cum omnium antecessorum 

25 corpora et nomina notabiliter ibi haberentur recondita. 
Constituta ergo die convenerunt illac euneti proceres de 
Scheyren, ut illa historia loquitur dicens, quod dux ßavarie, 
quia seniorem vocant alii ducem, alios comites et barones illius 
progeniei convoeaverit b ac cum ipsis dietam habuerit in castro 

30 seu COmitatu Scheyren, Et tunc communi omnium consilio fuit 
decretum, ut ex castro illo monasterium fieret in bonore virginis gloriose 
illorumque sanetorum, quorum reliquie ibi habebantur aut 
alias aut ab antiquo ibidem patroni extiterant capelle ibi 
a prineipio edificate- Sicque unusquisque eorum, qui aderant, 

35 * Die Tab. Schir. gibt 1124 an. Ueber die Verschiedenheiten der 

Ueberlieferung des Qründungsjahres von Scheyern vgl. Mon. Germ. hist. t 
SS. XVII, 622, Anm. 91. 

2 Tab. Schir. 192: Do dye grafen all tauten und dye her zogen, 
ain tail auf das Norgawe, ainer gen Witelspach, ainer gen Valey, ainer 
40 gen Andachz, ainer gen Voburck . . . 

8 Daselbst ; dye betten dennocht all tail an der burck zu Scheyren. 

4 Daselbst : und das haus wolt niemand pessern noch pawen. 

5 Tab. Schir. 193: Da besannt hertzog Otto von Bayren aU dye 
forsten, dye tail daran hetten, und ward mit in uberain, daz sy ain 

45 closter darauz machten. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 216 - 

Buam partem seu omne ius hereditarium, quod ibi eum con- 
cernebat, libere et integre resignavit virgini gloriose Marie 1 , quam 
omnes in futurum ibi patronam et dominam esse volebant. 
Unus autem ex predictis comitibus iunior etate, morum eciam 
honestate vanus ac frivolus totusque mundialis, ut audivitö 
ac vidit, quia ceteri sie faciliter tanta bona proiecissent 
quasi in nihilum, ut ipse putabat, quia nihil devocionis in 
sanetos gerebat, extraeta [F.187J cyrotheca de manu frivole 
in conspectu omnium exclamavit, ut dicit ilia historia, et dixit: 
Seth hin, her teufel, habt euch mein tayl an dyser purgk. Et mox 10 
affuit dyabolus et illam proieetam cyrothecam Omnibus videntibus* subleva- 

vit et abiit. 3 Post hec autem, mox ut consilio eorum ac volun- 
tate fuit decretum ibi ammodo sanetorum fieri domum et 
memoriam, 15 4 barones aduc viventes unacum devotis suis uxoribus 
operam dederunt, yramo notabilem manum adiutricem adhibuerunt 15 
edificio illius monasterii, presertim domiaa Beatrix vidua relicta 
domini Wernheri cum filio suo Ottone duce atque uxore eiusdem 
domina Agnete et Conradus et Otto cemites de Tachovia, Otto comes 
palatinus de Witelspaeh, Otto, Eckhardus et Pernhardus * de Andäcbs 

et Wolfratzhausen. Ultimate interfuerunt consecracioni illius 20 

ecclesie cum suis largis muneribus et ibidem suam sepulturam 
de novo elegerunt.* 6 

[F. 188] Satis de bis supramemoratis comitibus magni- 
ficis in plerisque Baioarie castris habitantibus dictum reor 
quo ad presens, licet aduc plures fuerint, quorum egregia25 
facinora per eos fortiter gesta ad me hactenus non per- 
venerint. Nunc vero ad historiam, unde multum nee tarnen 
inutiliter egressus fueram, tum quia sepenumero de prefatis 
et aliis Baioariorum comitibus mentio apud vetustos ver- 
satur, tum quia ipsa Baioariorum provincia et aliquando30 
regio eorundem comitum presencia illustrior claruerat, re- 
grediens, siquidem repetens, ubi dimiseram, ineipiens videlicet 

a F. 187' üt leer. 

1 Daselbst: und also gaben sy all auf unser frawen jedermann 
seinen taiL 40 

2 Füetr. 139: zu gesiebt aller menschen. 

3 Tab. Schtr. : hertzog Arnold der gab seinen tail dem teufel und 
warf aitien hantschuch auf und sprach: sett hin, her teufel, des mein 
des sült ir gewaltig sein ; und also chom der teufel und fürt den hand- 
schuch hin, das in chain mensch nimmer mer gesah. 45 

4 Daselbst: ir funfzehen mitainander stiffteten do Scheyren das 
closter. 

6 Die Tab. Schir. sagt von diesen dreien : dye rechten Scheyrer. 
c Tab. Schir. : und erweiten inen da ein ewigen grebnfiz. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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- 217 — 

a Ludovico Ottoiris palatini de Witelspach filio in hunc, qui 
sequitur, modum. 

Cap. 18. 

De Ludovico duce Bavarie, filio OttonTs 
5 de Witelspach. 

Ludovicus itaque parvulus genitori buo Ottoni, qui tercio Conr. Chr. 
cum dimidio sui ducatus anno de medio fuerat sublatus, in dncRtu Schir. 621. 
successit. Qui puer parvus Fridrici quondam palatini et tum» Ottonis 
palatini de Witelspach consilio ducatum rexit , attamen instigante 
10 invidia conspiracione principum quam plurimum impugnabatur. öed 
inter hec fortuna arridente puero persona diviciis dignitate mirabiliter 
accrescebat et consilio et factus est locuplete locu-/ F /SS*7plecior et 
potente potencior, et fortitudo principum terre istius ad solum principem 

respectum habuit Denique omnia castra, possessiones, raarchio- 
15 natus, palatinatus, comitatus, castella, villas, predia, terri- 
toria culta et inculta cum aquarum lluentis ac cuncta cum 
suis attinenciis, que possederant illustres marchiones Cam- 
benses, dicti vulgariter de Castro Voburch 1 , et montis 
Andächs, palatini de Witelspach, preter que imperium de- 
20struxerat, res b domus de Wolfhartzhausen, comitesSchirenses, 
Landspergenses 2 et deVelaia, ipsis decedentibus iure heredi- 

tario hie Ludovicus acquisivit 3 . Castrum vero Dachaw et omnia Conr. Chr. 
sibi attinencia dudum pater buus dux Otto, ut SUpra 4 habitum &**"• 62 °- 
est, 10 marcis aure et 800 talentis a domina Udilhilde viduaConradi 
25 Ultimi comitis de Dachaw comparaverat. 

Ea tempestate 5 illustrissima domina Ludmilla comitissa 
in Pogen, filia W. regis Boemie, sed seeundum fratrem 

* cum Hs. b res — Wolfhartehausen später hinzugefügt Hs. 

1 Herrn. Alt. 382; vgl. oben S. 176, 45. 
30 7 Vgl. Ebran 93, 12. 

* Daselbst 110, 6. 
4 S. 192, 1—3. 

* Zu Iliexler, Geschichte Baierns //, 42 ist xu bemerken, dass die 
folgende romantische Geschichte in der bayerischen Chronistik sich nicht 

35 erst bei Arnpeck, sondern schon bei Füetrer 164 findet. Füetrers Er- 
zählung ist läppisch und unwahrscheinlich, weil dort die gemalten Ritter 
zunächst gar nicht sichtbar sind, sondern erst durch Wegnahme eines 
„ Umbhangs tl enthüllt werden, während dann hinter einem weiteren „ Umb- 
hang u die lebendigen Ritter stehen. Arnpeck hat Füetrers Text Zweifels- 

40 ohne benützt, da er zu einem grossen Teil damit übereinstimmt; doch 
weist seine Erzählung gegenüber jener Füetrers gerade entgegen dem eben 
getadelten und in einigen weiteren Punkten andere treffendere selbständige 
Züge auf. Das die Geschichte behandelnde deutsche Gedicht, welches in 
dem der Mitte des 15. Jhdts. (vgl. meine Ausgabe des Andreas von Regens - 

Ah bürg S. XXIX) angehangen clm. 9711, f. 315 handschriftlich überliefert 
und daraus in den Man. Boic. XII, 92 gedruckt ist, ist kaum Arnpecks 
Vorlage geteesen, da es wiederum in einigen wesentlichen Punkten anders 
berichtet. Ich bezweifle darum auch, dass es Füetrers unmittelbare Quelle 
war, wie Spiller unbedenklich annimmt. 

Original frorn 



by C* 



UN 



— 218 — 
Andream de S. Magno Ratisponensem nata de ducatu Sweid- 

Füetr. 164. nitz ft \ subtili astucia SUa Ludovicum ducem, ut eam matri- 
monialiter duceret, cum tali facesia induxit Defuncto siquidem eius 
primo marito Alberto illus tri comite de Pogeo, cum esset pulcbra 
Dimis, timens deum et moribus, ut assolet, clarissima, dictusö 
dux sepius eam vieitavit. Dem um apud eam pro illicito amore dulcibllS 
verbis, Ut moris est, vehementer solicitavit. Quod ipsa caute ac 
provide recusavit, attamen eidem certura diem, quod ad tha- 
[F. 469/lamum suum veniret, prefixit. Interim ipsa arte 
pictoria in velo ante lectum eius pendente, quo dormirelO 
SOlebat, free milites depingi perpulchre fecit et ipso die prefixo 
alios tres vivos familiäres suos milites sub eodem velo abscondit. In- 

gressus igitur princeps putans eam ibi fore solam more suo de 

illicito concubitu instetit. Que ait: Si de preseilti ducitis me in 
uxorem data bona fide sub testimonio istorum triam militum, faciam,15 
que cupitis. Quod ille illico parvipendens tres depictos milites promisit. 
At illa velum deponens inquit : Sitis itaque vos, strennui milites, teste« 
huius rei ! Bene, domina graciosa, audivimus. Uis auditis dux per- 
plexus cameram concito exivit nee in anno integro ad eam revertitur, 
nimirum finito anno nupeias magnifice celebravit et eam solenniter 20 
in facie ecclesie christiano more in uxorem duxit. 

Sed quia hie mencio facta est de comite de Pogen, 
advertendum est igitur, quod predieta domina Ludmilla 
ex suo primo coniuge duos genuit filios Albertum 2 et 
Berchtoldum. Qui dum virilem attigissent etatem, pacis25 
inquieti, quietis impacientes, omnes offendentes, nulli par- 
centes, pontifices, prelatos, barones, milites ac cives circum- 
quaqut in gyro impugnantes, depredantes et ferociter an- 
gustiantes ac miserabiliter tribulahtes 3 demum ab eis victi 
terra pulsi 4 in Italia se reeeperunt. Ex quorum genere 5 8o 

a Sweinnutz am Rand Hs. 

1 Irrtümliches Zitat; Andreas 545 sagt: filiam regis Bohemie, nach 
ihm ebenso Ebran 110 und Füetr. 164. 

f Mit diesem starben 1242 die Grafen von Bogen aus. Die folgende 
Erzählung von dem Zusammenhang der Grafen von Bogen und der Grafen 35 
von Arco ist eine unbegründete Fabel (vgl. Riexler in Aventinus, Sämtliche 
Werke 1II 9 228), welche durch Arnpeck hier in die Literatur eingeführt 
tourde. Die von Karl Anton Grafen von Arco verfasste t 1883 anonym 
erschienene „Chronik der Grafen des hl. röm. Reichs von und xu Arco 
genannt Bogen" hält die Fabel aufrecht^ ohne wissenschaftlichen Beweis, 40 
lediglich die „Familien- Ueberlieferung*' dafür ins Feld führend. 

9 Vgl. Herrn. AU. 372 u. 374, Andr. 544 und Füetr. 164. 

4 Ebran 112 berichtet von einer Vertreibung der Grafen von Bogen 
durch Herxog Otto IL : etlich sprechen , er bab die grafen von Pogen 
vertrieben in welische land und die grafsebaf t besessen. Darnach Füetr. 164 : 45 
umb das wurden sy paid vertriben. 

5 In der folgenden Stammtafel und unten in Kap. 19 wird der 1242 
verstorbene Graf Albrecht von Bogen richtig als der leUte bezeichnet! 

.. Prvnnlp Original frorm 

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— 219 - 

aduc nostra etate, videlicet anno salutis 1487., dum illus- 
[F. 189']tTis&imxxH excelsusque princeps Sigismundus archidux 
Austrie comesque Tyrolis bellum contra Venetos feliciter 
ageret, duo fratres superfuerunt quedam castra in conftnibus 
BItalie et comitatus Tyrolis possidentes, dicti de Arcu, 
quorum unus Venetis coniunctus, alter vero predicto archi- 
duci Sigismundo viriliter adhesit. x Expulsis itaque prefatis 
comitibus de Pogen a Baioaria düces Noricorum terram 
eorundem conquisierunt. Hec incidentaliter dixi. 

10 » Circa annos Christi 1124.* monasterium Superius Alte Fund.' 

iniciatur et sub papa Honorio II. libertati traditur a Friderico Ratis- 
ponensis eeelesie advocato cum consensu coniugis sue et Adelberti 4 
comitis de Windberg et uxoris sue filioruraque eorundem, scilicet 
Ferchtoldi et Albert i, admodum parvulis, ad quorum dicionem idem 

15 locus bereditario iure pertinebat. 

Albertus Andr. 56 u. 

comes in Pogen obiit 1147., fundavit 545 

Windberg 1142. Hedwigis 5 uxor. 



Hartwicus Perchtoldus 

20 obiit 1208. u. 59 



Albertus 
obiit 1198. Uxor Ludmüla obiit 1240. u. Herrn. AU. 

^-——^ — 7 — — — 384 

Leopoldus Perchtoldus Albertus u. Andr. 59, 

obiit 1218. 6 ultimus comes de Pogen 62 u - 545 - 

25 obiit 1241., 

dedit tertiam partem. 7 
Anno Christi 1203. tota pene provincia Bavarie incendio, Gonr. Schir. 

rapinis periclitatur et multis malis subiacuit propter guerram inter Ann. 631, 

Herrn. Alt. 386 

u. Fund. 9 
a der folgende Abschnitt ist an den Rand gesehrieben. 

30 * Nach der erto&inten Chronik der Grafen von Arco S. 62 waren 

die beiden damaligen Grafen von Arco, Andreas und Odalrich, mit Herzog 
Sigmund von Tirol verbändet. 

* Gedr. Oefele, Rer. Boxe. SS. II, 332 und 333 xu dm Jahren 1104 
utid 1125. Vgl Neues Archiv XXIV, 697 und 714. 

35 * Die Quelle gibt 1104 als Griindungsjakr an. 

4 Richtiger müsste es heissen ; Adelberto u. s. w. 

5 Vgl. Herrn. AU. 373. 

• Andr. 59 unrichtig 1208. 

7 Nämlich fori in Pogen ecclesiae Superioris Altach; vgl. Andr. 62. 

40 B Text der von mir festgestellten kleinen bayerischen Annalen, gedr. 

Neues Archiv XXIV, 686. Auch bei Andr. 59 verwendet, doch ist oben, 

uie das Wart incendio erkennen lässt, auf den Text der Fund, xuriiek- 

gegriffen. 



C^f\nrt\i m Original frorn 

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— 220 — 

Conradum Ratisponensem et alios Bavarie episcopOS et ducem 
Ludovicum. Quam ob rem mala morte ultimo obiit. 

Herm.AlL386. Anno domini 1204. civitas in Landshut incepta est et 

castrum a Ludovico duce. 
Andr. 59. Eodem anno defuncto predicto Conrado Ratispo nensi 5 

episcopo 9, Kai. Maii 1 Conrad us IL 2 Frisingensis ecclesie prepositus 
Ratisponensi ecclesie preficitur episcopus. Hie vir iustus et per omnia 
religiosus et castus vendito patrimonio suo Septem milibus librarum, 
cum esset ex antiqua et nobili prosapia, filius Hainrici comitis de Franten« 
hausen, hospicium pauperum in ponte Danubii fecit et possessionibus 10 
extulit; castrum Deyspach, Werd, Kunigswardt et alteram Pewren 
episcopatui adiecit. 

Herm.Alt386. Durante siquidem prefato a bello dux Ludovicus Bavariam 

395. immaniter igne et preda vastavit; destruxit castrum Tezelspach b f 
et ineepit conslruere castrum Dingolfing 4 et castrum in Landshuet 15 

[F. 190] Anno Christi 1204. dux Ludovicus in Monaco, 
quia inter Mospurgam civitatem et opidum Dingolfing muite 
violente depredaciores et spoliaciones committebantur nee 
securum iter aut tutus locus inveniebatur, construxit in 
monte, quo modo castrum Landshut consistit, ligneam do-20 
muneulam vulgariter kästen et collocavit illuc quatuor clientes 
ad custodiendam viam, ut homines tute in aquis et terra 
pertransire possent, et ex hoc nomen habet Landshut quasi 
provincie custodia. Sane homines videntes ibi esse terram 
bonam et superficie amenam ac pascua pro educandis hominibus 25 
animalibusque uberrima tres swaigas erigunt; deinde propter 
terre fertilitatem domus edificare ceperunt. Quod prefatus 
dux pereipiens eisdem edificantibus plura privilegia dedit, 
maxime ut, postquam hunc locum attingerent, securi essent 
contra omnes suos creditores propter debita. Supervenit 30 
denique quidam Judeus, qui incolis pro usura peeunias ac- 
comodavit. Deinceps dux ammota lignea domuneula in eodem 
monte castrum firmum erigere cepit. Et hoc modo civitas 
Landshut inicium sumpsit nee unquam villa aut forum fuit, 
sed mox cepta vehementer crevit f nec immerito, quia pro 35 
tocius terre [F. 190*] republica et bona intencione inchoata 
altissimi largiente gracia mox vehementer exerevit. Est 

a prefacto Hs. *> von späterer Hand am Rand: Teyspach. 

1 Das Todesdatum Konrads III. ; aus Herrn. Alt. 386. 

9 Vielmehr IV.; vgl. Janner, Geschichte der Bischöfe von Regens- ±0 
bürg II, 234. 

• Irrtum; aus der Kotix bei Herrn. Alt. 395 : 1251. castrum in 
Teispach a Ludwico duce (Ludwigs I. Enkel !) destruitur. 

4 Ebenfalls In tum; Herrn. AU. 395 berichtet zum Jahre 1251: 
Otto dux castrum et oppidum in Dingolvinge construere cepit. 45 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 221 — 

itaque Landshuta civitas metropolis inferioris Bavarie celebris 
inter principum urbes in Germania, sed et in Bavaria nomina- 
tissiraa, et si inter novas fore computetur, perpulchris tarnen 
structuris multas alias superat. In loco etenim uberrimo 
5 ad ripas Isare fluvii limpidissimarum aquarum posita *, que 
grandem inhabitatoribus civitatis conferunt utilitatem, tum 
quia ibi tot molendine sunt, que non solum civitati, sed et 
aliis per girum habitantibus ad miliare teutonicum vel duo 
quasi sufficiunt, tum quia ibi tot piscatores, id est ad minus 

10 70 exceptis famulis, existunt, quot vix in aliqua Almanie 
civitate reperiuntur. Est ibi insuper ex septentrionali parte 
vallis adeo fertilis, ut vulgo fovea butiri cognominetur. 
Hinc est quod eadem civitas omni feriata die ad minus 
bis, semel ante prandium ad horas duas vel tres et ante 

löcenam quasi Loras duas, forum lactis habet, ubi venale lac, 
butirum, ova, casei, caules, rappe diversarumque herbarum 
genera et cuncta pro temporis qualitate ad usum hominum 
necessaria habentur in medio civitatis et ante sancti spiritus 
ecclesiam. Habet denique eidem contiguum verticem montis, 

20 in quo fortissimum [F 191 J ac opulentissimum ducale castrum 
pro urbis custodia constructum fore dinoscitur. Extat in 
ea divi Martini episcopi miro modo ornatum, utiliter testudi- 
natum a , candelabro stagneo precioso ymaginibus salvatoris 
et 12 apostolorum arte fusoria insignito ac ymagine crucifixi 

25magni precii, cui similis vix in orbe reperitur, necnon et 
pavimento ex quadris expolitis marmoreis lapidibus rubei 
et albi colorum adeo decoratum, ut tanta preciositas animos 
adventancium in admiracionem ducat. Taceo de turris subli- 
mitate nondum perfecta, que omnes, cum ad perfeccionem 

30 venerit, tocius Germanie turres transcendet. Ornatur quoque 
templo beatissimi Christi confessoris Iudoci, cuius reliquiarum 
pars non modica ibi continetur. Qui non solum inhabitantes, 
verum eciam exteros suis meritis et precibus miraculorum 
insigniis illustrat. Nimirum sancti spiritus ecclesia minim 

35 in modura perpulcherrima, quinymmo testudinata b noviter, 
nova erecta ibi concernitur. Sunt quoque modo in civitate, 
licet olim extra eam constructe fuerant, antequam ipsa 

* destudinatum Es. *> destudinata Hs. 

1 Eier finde ich Anklänge an Ottos von Freising Schilderung 
40 Freisings, tco es heisst (Chron. V, 24 ; vgl. oben S. 62, 33) : in pulcherrimo 
et amoenissimo loco positus, limpidissimarum aquarum ac precipue Ysarae 
rapidissimi fluvii cursu conspieuus. 



r^n^nfi fc Original frorn 

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— 222 - 

civitas ampliaretur, due domus celeberrime in sacellis, edificiis, 
ortis ac cunctis pro dei servicio et humana necessitate 
[F. 19V] proficuis decorate, quas viri religiosi fratrum mendi- 
cancium de observancia ordinum predicatorum et minor am 
populum plurimum edificantes inhabitant. Insuper in pre-6 
urbio ad aquilonem trans Iseram in diocesi Ratisponensi, licet 
ipsa principalis civitas sit in diocesi Frisingensi, preciosum 
sanctimonialium ordinis Cisterciensis sub stricta clausura 
cenobium eonsistit, ubi duces inferioris Bavarie sepulturam 
suam habent. Potenciores autem tocius Almanie principes 10 
in ere, frumentis ac aliis diviciis eam inhabitare consueverunt. 
Idcirco omnium artificum magistri mechanici in ea subtiles 
reperiuntur. Est namque sepedicta civitas Landshuta aere 
salubris, flumine iocunda, facie leta, arborum et omnium 
frugum fecunda. Cuius septentrionalem partem fluvius Isara 16 
circumfluens vino, lignis, calce aliisque quam plurimis mercibus 
adiacentibus regionibus advectitus abundantissimam reddit. 
Hinc est quod populus, qui eam inhabitat, est devotus, 
clerus honestus, cives veraces et adeo circumspecti, ac si 
legibus divinis pariterque humanis eruditi fuerint, fratres20 
yero mendicantes in vinea domini soliciti, ut post hanc 
yitam eternum attingamus bravium. De aliis autem sacellis 
S. Lazari, sancte trinitatis, sancte crucis ac S. Sebastiani mea 
etate erectis pro presenti silendo brevitatis causa supersedeo. * 
Chr. Teg* [F. 189* *] 1206. 8 Ludovicus dux Bavarie et Otto comes de Velay 25 

523. Hainrieum marchionem Ystrie invadunt hello, advocatum monasterii 
in Tegernsee, incendio et rapioa et omni genere desolacionis ultra 
raodum. 
HermMt.387 [F. 192] Anno Christi 1218. 4 Straubing a duce Ludovico con- 

w. Andr. 59. 8 t ru i tu r. 30 

Andr. Gl. Anno domini 1210. castrum Abach dux edificat Ludovicus. 

Conr. Sehir. Anno domini 1215. prefatus dux Ludovicus captivatur. Cum 

Ann. 632. q U0 omnis Bavaria captivata est; divi tes, pauperes, nobiles et ignobiles 
steura data s e 6 redimerunt. 
Ann. S.Steph. Anno Christi 1217. cometa visus est et fames valida per 35 

56. 6 totam Bavariam, Austriam, Moraviam T et Hungariam invaluit. 

* am Rande der Hs. 

1 Vgl. xu dem vorausgehenden Abschnitt Beigeis Einleitung zur 
Landshuter Ratschronik in den Chroniken der deutschen Städte XV, 247 ff. 

* Chronicon monasterii Tegernseensis; Fex, Thes. anecd. III f 3, 497 ff. 40 
9 Irrtum; vgl. Oefele f Geschichte der Grafen von Andechs, S. 99, 

Anm. 1. 

4 Herrn. Alt. xum Jahr 1218, Andr. (bexw. die Fund.) 1208. 

6 Ungeschickt statt hunc der Quelle. 

* Annalen von Weihenstephan bei Freising; Man, Germ, hist, 46 
SS. XIII, 60 ff. 

7 Die Quelle: Marchiam. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 223 — 

Eodeni anno civitas Frisingensis et maior ecclesia at q u e Conr. Schir. 
S. Andree dorausque canonicorum igne conflagratur* et ab episcopo Ann. I.e. 
Ottone II. eodem anno renovatur. 

Anno domini 1220. Fridericua IL Rome in basilica S. Petri Chr. ürsp.379 
5 cum UXOre Slia, Ludovico duce Bavarie aliisque prineipibus presentibus t i'o? erm ' ^"' 
de mandato domini Honorii pape per ministerium domini Hugulini 
tnnc Hostiensis episcopi, postmodum apostolici, in imperatorem coronatur. 
Anno Christi 1221. pestilencia et faraes in Bavaria 
ingruit. 1 

10 Anno domini 1222. et annis sequentibus templarii et hospitalarii ChrJJrsp380. 

Hierosolimitani adiunetis sibi quibusdam prineipibus Alamannie et 
populo christiano pergunt navigio ad capiendam quandam civitatem 
Sarracenorum nomine Damiatam, ut eam poesiderent in reeompensam 
communem civitatis Hieroeolimitane et terre sanete. Fuit autem 

15 civitas illa sita super unum braebium Nili fluminis versus septentrionem 
et erat muris et situ loci munitissima, ubi portum habent Sarraceni b 
in mari magno; merces quippe de mari rubro venientes ab India, ex 
Perside et Arabia illuc deportantur et nihilominus ex Egipto. [F. 192'] 
Post multas denique pugnas obsessa est civitas tarn in terra quam in 

20 flumine quam in mari, ut nullus possit ingredi vel exire. Uli quoque, 
qui in teira erant, vallo firmiseimo et meniis, sicut poterant, se cinxerunt, 
ne soldanus aut Sarraceni, qui exterius erant, possent facere impetum 
in eos, quod eciam sepius Sarraceni attemptarunt In bis conflictibus 
Colonienses et Fresones et alii de inferioribus partibus se strennuissimos 

25 et laudabiles exhibuerunt. Fama itaque divulgata, quod obsessa esset 

civitas, quotidie crevit exercitus christianus; nam multi adventabant. 

Inter quos bone memorie Sifridus Augustensis episcopus et comes de 

Voheburc et alii quam plures advenerunt Videns autem soldanus, 381. 

•quod ab obsidione non poeset eos vi repellere vel suis auxilium conferre, 

30cepit de pace traetare. Volebat autem reddere Cliristianis civitatem 
Hierosolimam et eam reparare in muris et edifieiis, sicut erat quondam, 
quando pater suus soldanus cepit eandem. Insuper omnem terram, quam 
olim possidebant Christiani, exceptis duobus castris volebat restituere, 
quatenus recederent ab obsidione. Quam composicionem Pelagius^* 

35 legatus sedis apostolice, qui aderat, et templarii et alii rectores exercitus 
pro sua superbia admittere recusabant. Ideo contigit, ut ad modicum 
letificati gaudium, quod stulte de prospero successu aeeeperunt, infeliciter 
perderent. Cumque d civitas diu obsideretur et obsessi nunc fame nunc 
peste perirent et portas [F. 193] undique muris obstruxissent , pre 

40 * conflaguntur Hs. b sarrani Hs. c am Rand mit Einfügungs- 

xeichen. d Cunque Hs. 

1 Quelle Y Vielleicht irrtümlich aus den Ann. S. Steph. 55, welche 
— jedoch zum Jahre 1211 - berichten : Hoc anno pestilentia magna et 
fames valida per totam Bawariam facta est. Die vorzügliche Zusammen- 
45 Stellung der mittelaltet liehen Nachrichten über Elementarereignisse bei 
Ourschmann, Hungersnöte im Mittelalter ', führt & 188 beim Jahr 1221 
keine Quellenstelle auf, in der von Pest und Hungersnot in Bayern im 
Jahre 1221 berichtet wird. 

* Der Name, der im Chr. Ursp. fehlt, ist wohl aus Conr. Schir. 
50 Ann. G32 genommen. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 224 — 

anxietate magno silencio tota civitaa contieuit Sane quidam in exercitu 
christiano cum quibusdam occulte consilium iniit, ut in quadam parte 
civitatis clanculo de nocte scalas adveherent, per quas primo diluculo 
muros civitatis ascenderent; nara vigiles iam conticuerunt. Sicque 
factum est Cumque ascendissent muros civitatis, exclamaverunt captara 5 
esse civitatem, sicque timor et fuga facta sunt intra muros, extra vero 
tumultus undique irruencium in ipsam civitatem sive per muros ascen- 
dencium sive portas et muros infringencium, factaque est intra civitatem 
cedes raaxima Sarracenorum tarn virorum quam raulierum quam par- 
vulorum et ita, ut esset miserabile speetaculum eciam ipsis Christianis 10 
rectis corde et flexis humana compassione. Iam expelluntur Sarraceni, 
et Christiani possident civitatem et firmant eam undique. Multi quoque 
prineipes quotidie adveniebant in ipsam civitatem pro defensione ipsius 
contra Sarracenos. Inter quos advenit Ludovicus dux Bavarie, qui 
iam dudum fuerat cruce signatus Cumque possessa esset civitas 15 
a Christianis iam usque ad seeundum annum vel amplius et prefatus 
dux advenisset et populus exerevisset in ci vi täte, factum est de consilio 
prefati ducis, ut aiunt, et legati sedis apostolice et aliorum rectorum 
populi , ut multi cum eisdem egrederentur de civitate [F. 193'] ad 
oecupandum quendam locum pro construenda ibidem nova civitate contra 20 
Sarracenos. Erat autem locus ille inter duos fluvios in angulo situs, ubi 
quidam torrens de montibus Arabie cadebat in Nilum fluvium. Cumque 
audiret soldanus ibidem demorari prineipes et exercitum Christianorum, 
fecit aquas ipsius torrentis in quadam coneavitate et valle moncium 
retineri, ut ibidem exerescerent in maxima quantitate. Cumque Christiani 25 
fixissent tentoria sua et meuia posuissent in prefato loco, soldanus rex 
cum exercitu suo cepit adventare et de nocte iussit demitti aquas 
torrentis super castra Christianorum. Surgentes itaque de mane tarn 
homines quam equi steterunt in aquis profundis. Tunc coangustalos 
ipsos cum exercitu circumdedit soldanus. Fugam vero non invenientes # 30 
neque copiam resistendi haben tes tanquam in morte positi pro vita 
retinenda humiliter supplicabant Quibus soldanus tanquam pius et 
bonus vitam concessit et reditum ad sua tali condicione, quatenus 
Damiatam restituerent, et, ne viderentur Christiani in possessionem 
eiusdem civitatis intrasse sive iure belli sive alio quoeunque iure, statuit, 35 
ut singuli homines christiani, qui essent in ea, pro exitu et liberacione 
sua solverent starlingum unum. Sicque factum est, ut exercitus christianus, 
qui prius in superbia et in abusione elatus absque deo in suis viribus 
confidens fiduciam habebat inanem , confunderetur et tarn Damiata 
[F. 194] quam terra saneta aduc perdita invenirentur. Pluribus hauc40 

civitatem et eius situm ac obsessionem et expugnacionem 
verbis describit abbas Urspergensis in sua cronica, que, ut 

paucis agam, Obmitto. Perdita autem fuit sepedieta civitas 

Damiata anno domini 1224. Predictam* autem expedicionem 
pro tanto inserere huic opusculo curavi, ut sciatur dictum 45 
Bavarie ducem Ludovicum pro liberacione terre sanete 
mare transivisse. 

Herrn. AU387. Eodem anno Landau construitur a Ludovico duce Bavarie. 



a Preditam Hs. 



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— 225 — 

Anno Christi 1225. Ludovicus dux Bavarorum curator regia Chr.Ursp.381. 
Hainrici in rebus tarn propriis quam imperialibus in Alemannia efficitur. 
Ea tempestate fames valida et pestilencia in Alemannia fuit. Cf.Gonr.Schir. 

1225.» His diebus Leopold us dux Austrie cum consensu Ludovici Afm. ^ 3 ^- 
öducis Bavarie construxit castrum in Scherding. Herm.Alt.387. 

Anno salutis 1226. pax et concordia facta est inter Con- Qmr. Schir. 
radum episcopum Ratisponensem et Ludovicum ducem Bavarie. 1 Ann. 633. 

Eodem anno combusta est tota civitas Frisingensis, tarn ecclesie Ann. S. Steph. 
quam domus, maior ecclesia et 8. Andree, minores capelle et domus 5ö u. Ghunr. 
10 canonicorum, adeo ut in monte vix domus una remaneret aoo** n% 

1327. b * iü nocte Valentini 8 martyris tercia pars 
civitatis Monacensis igne consumpta est et hospitale. 

Anno domini 1228. Otto filius Ludovici ducis Bavarie apud Herrn. Alt. 391 
Straubing presente regeHainrico et multis aliis principibus etbaronibusw. Fund. 
15 gladio accingitur militari 4 in festo pentheeostes. 

Anno Christi 1229., dum guerra inter papam Oregorium IX. Ann. S. Steph. 
et imperatorem Fridericum II. differretur, Heinricus rex A lmanie, 56. 
imperatoris filius, Ludovicum ducem hello impeciit et fines Bavarie 
devastavit. 
20 [F. 194'] Hie dux Ludovicus armis strennuus multas ex- Cf. Ebran 108. 

pediciones animose perfecit. Ipse comites de Klingberg a Bavaria Ebran 110. 
expulit in Hungariam. 

An no domini 1231. Ludovicus dux Bavarie in Kelhaim insidiis Herm.Alt.391. 
regis Hainrici 5 presente familia sua a quodam ignoto pagano eultro 
25percussus diem ultimum clausit 16. Kai. Octobris, sepultus apud Andr. 545 u. 
patrem in monasterio Sehiren si, relinquens filium Ottonem. Ebran 111. 

» 1225 — Scherding am Rand. b am Rand mit Einfügungsxeichen 
auf diese Stelle. 

1 Diese irrtümliche Nachricht scheint mir aus den Worten der 
30 Anmalen Konrads von Scheiem zum Jahr 1226 : Eo vivente pax inter 
ipsum et ducem Bavariae fuit fälschlicherweise hergeleitet zu sein. 

1 Die Notiz ist, der Stelle in der Handschrift nach, um 100 Jahre 
xu früh eingesetzt. Quelle? Vielleicht besteht ein Zusammenhang mit der 
Chronik des Angerklosters xu München, welche meldet : Anno domini 1327. 
35 in gallicantu vigilie S. Valentini martyris factum est incendium civitatis 
Monacensis ineipiens iuxta dominas S. Cläre destruens chorum et ecclesiam 
S. Petri et hospitale et totam vallem et partem castri et vere terciam 
partem civitatis et ultra triginta persone hominum per ignem interierunt. 
Unde versus : 
40 M ter C viginti Septem nocte Valentini 

Tercia Monaci pars corruit igne voraci. 
8 14. Februar. 

4 Dieses Wort lässt erkennen , dass neben Herrn. Alt. die Fund, 
(die hier die Osterhofener Annalen wiedergeben; vgl. Mon. Oerm. Ais/., 
45 SS. XVU. 544) benutzt sind. 

6 Hermann von Altaieh, dessen Worte in diesem Satz benützt sind, 

sagt jedoch: insidiis domini Friderici imperatoris. Als Anstifter des 

Mordes bezeichnen den Kaiser auch andere Quellen Arnpecks, die Tab. 

Schir. 194, nach dieser Andr. 545. Arnpecks Chronik ist die erste bayerische 

50 Geschichtsquelle, welche den König Heinrich als Urheber nennt. 

Quellen u. Erorteronjen, N. F. III. 0rjgjna| f » m 

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— 226 — 

Eodem anno tanta caristia sive fames fuit, ut una 
scaffa siliginis pro 5 libris denariorum venderetur. 1 Hie 
Ludovicus dueavit annis 47. 

Felicisvallis. 

Ebrantil. Deinceps domina Ludmilla uxor eius vidua cepit fundare et 5 

construere monasterium Felicisvallis prope Landshutam ordinis Cister- 
ciensium' anno Christi 1233. visitavitque in propria persona urbem 
Bomanam pro indulgenciis et reliquÜS ad dictum suum monasterium. 
In quo tandem devote religioseque degit et feliciter moriens 
Fund.* sepulta est 1240. 10 

Tab.Schirl94 jjjst insuper advertendum, quod dicti ducis Ludovici ex- 

equiarum solennia diu sunt dilata Ottone a filio eius plurimum 
conturbato cum omni parentela et caris amicis plurimis. 
Et fere tota Bavaria est commota ob dolosam necem tanti 
Yiri et prineipis Omnibus predilecti. Tandem autem magnificelo 
sunt celebrata presentibus archiepiscopo Maguntino, Eberhardo 
archiepiscopo Saltzeburgensi, Conrado Frisingensi 4 , Sifrido Ratis- 
ponensi et Pataviensi 4 , Eistetensi ac Augustensi episcopis, abbate 
Secoviensi, abbate Chiemensi et prelatorum, prineipum, comitum, baronum, 
militum et aliorum clericorum laicorumque turba [F. 195] innumerabili t>. 20 
Eodem die dux Otto filius eius deeimas et predia plura cenobio Schirensi 

ob animarum patris et progenitorum suorum perpetuum 
remedium donavit. 

Cum autem seeundum quosdam, ut iam infra dicetur, 
hie dux Ludovicus dignitatem comitatus palatinorum Reni25 
adeptus sit, queritur, qui et quot comites palatini Rheni 
fuerint, antequam talis dignitas ad duces Bavarie pervenerit. 
Hoc facile dicere nequeo, presertim cum sepe de una 
progenie ad alteram transferebatur talis dignitas, utputa 
quia legitur in historia Hernesti et legenda B. Adelheidis30 

* Ottone — predilecti am Rand mit Einfügungszeichen. *> in- 
numerabili — donavit war zuerst auf f. 197 geschrieben, wurde dann 
dort ausgestrichen und, nachdem f. 195 und 196 neu eingefügt waren, auf 
f. 195 nochmals eingetragen. 

1 1231 war in der Tat eine Teuerung in Bayern und Oesterreieh;3b 
vgL Curschmann, Hungersnöte im Mittelalter S. 172. Arnpeck scheint hier 
aus einer verlorenen Quelle xu schöpfen, deren Angaben mit jenen der 
Gont. Sancrue. I (Mon. Qerm. hist. t SS. ZX, 627) : Item facta est caristia ; 
Patavie dabatur modius frumenti pro quinque talentis sich decken. 

f Diese Angabe wohl aus Herrn. Ali. 391, der die Gründung aber 40 
zum Jahr 1231 berichtet 1233 nennen als Gründungsjahr die auch sonst 
benutzten Annales Seldentalenses (Mon. Bote. XV, 554). 

3 Darnach Andr. 545. 

4 Die Bischöfe von Freising und Fassau hat Fiietr. 166 hinzugefügt. 



>(Zi Original fronn 

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— 227 — 

imperatricis, 1 quod filius eiuadem B. Adelheid« nomine Ernestue Gf. Füetr. 148 
dux et comes Wezelo propter iniuriam et inimiciciaa callide per Hain- " 15 °- 
ricum comitem palatinum apod imperatorem Ottonem Magnum sibi 
factas ac maliciose ex invidia illatas eundem Heinricum palatinum Reni 
5 interfecerunt. 

Item Sigefridus pater S. Kunegundis eciam fuit palatinus Of .Vita Henr . 
et fuit filius Ottonis, qui fuit nepos Arnolfi imperatoris. 8 UI > ** 

Item Hermannus comes palatinus de Rheno magnus 
imperii princeps. Unde in cronica Urspergensi 4 legi, quod 

10 Arnold us Maguntinus archiepiscopus et Hermannus Rheni palatinus Otto Fris., 
comes graviter [F. 195 1 ] inter se bellantes anno Christi 1 156. 6 O.Frid.II,46 m 
in natali a domini Wormacie Fridericus I. eosdem Concor davitS 
quia ambo rei in venu sunt debita pena plectendü 

Conradus comes palatinus Rheni, frater imperatoris 
löFriderici I., habuit uxorem nomine Irmergardem b . Ex qua 
genuit Agnetem, quam in matrimonium duxit Heinricus filius 
Heinrici Leonis. Hie Conradus anno Christi 1198. dominium 
Stalberg et advocaciam in Bachara in feudis ab archiepiscopo 
Coloniensi aeeepit. 7 Et obiit idem Conradus et sepultus est in 
20Schonga 8 prope Heidelbergam ad duo miliaria, ubi est mo- 
nasterium raonialium. Et circa eius sepulchrum sie scribitur 9 : 
Anno domini 1204. obiit Conradus comes palatinus Rheni, 
frater imperatoris Friderici. 

Aulice de Reno comes, heu, Conrade, Novembris 
25 Idus obis quinto 10 statuens hie abdita membris c . 

Spiritum det luce frui 8chonaugica d cura 
Pacificum recolendo ducem precem non moritura. 

a natale Hs. b so Hs. c menbris Hs. d Schonongica Hs. 

1 Diese Quellenangabe ist meiner Meinung nach kaum auf etwas 
30 Anderes xu beziehen als auf die Geschichte von Herzog Ernst, wie sie bei 
Füetr. 148-151 erzählt ist. 

* Schon oben S. 138,2 benutzt. 

* Quelle? 

* Hier irrt Arnpeck: Die Ursperger Chronik weiss nichts davon; 
35 er hat es bei Otto von Freising gelesen, dessen Ausdrücke vertvendet sind. 

* Vielmehr 1155. 

6 Das ist nicht der richtige Ausdruck für jenes Strafgericht, Über 
welches vergl. Simonsfeld, Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Fried- 
rich L, 1,402 f. 
40 7 Stahleck und Bacharach. Vgl. Freher, Origines Palatinae I 

(ed. H.) % 92. 

8 Schönau. 

9 Freher a. a. 0. 79; Scheid, Origines Quelficae UI, 186; Häusser, 
Geschichte der rheinischen Pfalz 1*,60; Huffschmid in der Zeitschrift 

45 für die Geschichte des Oberrheins, N.F. VU, 76. 

10 9. November. 



15* 
r^rtrtrtL- Original frorm 

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— 228 — 

Item Heinricus comes palatinus, filius Heinrici Leonis 
expulsi a Bavaria, f rater Ottonis imperatoris IV., habuit 
filiam predicti Conradi nomine Agnetem, [ F. 196] ut superius 
iam dixi, et propter hoc factus est comes palatinus. Obiit 
et eciam sepultus est in Schonga, ubi tale eius epithavium l 5 
continetur : Anno domini 1214. obiit dominus Heinricus dux 
Saxonie, comes palatinus Reni, gener Conradi et Irmergardis. 
Princeps magnificus, comes aule, gloria Reni, 
Junior Heinricus 2 iacet, ecce, favilla feni. 
Migrat abhinc senis Maii post 10 Kalendis 3 . io 

Quem, deus, a penis et ab omnibus erue flendis. 
Item defuncto prefato Heinrico Ludovicus dux Bavarie 
adeptus est dignitatem comitatus palatinatus, quia eius 
filiam habuit nomine Gertrudem, prout* in historia Saxonum* 
continetur. Sed hoc non placet, sed pocius, ut infra iamis 
dicetur. 
Herrn. Alt, 391. 1229. Agnes ducissa Bavarie Id. April is peperit filium, qui vocatus 

est Ludovicus. 
Frut. 207. Heinricus palatinus comes obi i t 1095 . b 

[F. 197] Cap. 19. 20 

Ann.S.Steph.£) e d uce Ottone filio Ludovici excommunicato. 

56. 
Andr. 544 u. Otto successit patri suo in ducatu. Hie duxit in uxorem 

545. Agnetem filiam Hainriei comitis palatini Reni, filii Hainrici ducis 

de Brunswic, qui olim de Bavaria et Saxonia pulsus fuerat. 5 

Ebr an 111. Post cuius mortem comitatumc palatinatus hie Otto consensu Fri-25 
derici II. imperatoris hereditavit, et sie ad duces Bavarie devenit, qui 
possident usque in hodiernum diem, seeundum quosdam. 
Frater vero Andreas 6 ait, quod anno Christi 1215. dux 
Bavarie Ludovicus adeptus sit dignitatem palatinatus Rheni 

a pro Hs. *> F. 196* ist leer. c comitatus Hs. 30 

1 Vgl. Freher a. a. 0. 80; Huffschmid a. a. 0. 

* So weit die Verse auch bei Freher a. a. 0. Die Tatsache, dass 
die Verse bei Arnpeck vollständig sieh finden, ist den pßhischm Forsehern 
(vgl. Huffschmid 79) unbekannt geblieben. 

* XVI. Kai. Maii <= 16. April. Arnpeck überliefert damit den bis 35 
jetzt (Huffschmid a. a. 0. 77, Anm. 5) unbekannten Todestag Heinrichs. 

4 Diese Quelle, aus der die vorausgehenden Angaben geschöpft zu 
sein scheinen, konnte nicht festgestellt icerden (vgl. oben S. 106, Anm. 1). 

* Vgl. oben Z. 1/2. 

6 Irrtümliches Zitat. Auch Andreas berichtet von dem Uebergang 40 
der Pfalz an Bayern durch Ottos Heirat mit der Tochter des Pfalzgrafen 
Heinrich. An der obigen Stelle scheint, da keine der übrigen Quellen 
Arnpecks in Betracht kommt, die Z. 14 genannte Historia Saxonum zu 
Grunde zu liegen. 



{^r^nnlr* Original frorn 

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— 229 — 

defuncto Hainrico fratre Ottonis imperatoris. Potest forte 
esse, quod Ludovicus primum obtinuerit et filius eius Otto 
in feudum perpetuum ab imperatore accepit. 

Huius* Agnetis soror erat Rynegarda 1 comitissa Baden si 8 Cf. Herrn. Alt. 
5que genuit Hermannum ducem Austrie, comitem Badensem. 393. 

Anno Christi 1233. Hainricus rex Bavariam secundario hello Ann. S. Steph. 
intravit Hie dux Otto primum strenouus iudex erat; una die 50 pre-55. 
dones in Werenpach* decollari fecit. Ebran 111 

Anno domini 1234. Conradus episcopus Frisingensis dictus 'inj***' & ** r * 
lOTöltznär 8 propter gnerram inter eum et ducem Ottonem exortum ^ n ^ g. Steph. 
divina per totam suam diocesim suspendit. 56. 

Anno domini 1237.* Fridricus imperator proprium filium Herrn. Alt.393. 
suum Hainricum regem Almannie pro eo, quod contra ipsum cum 
Longobardis conspiraverat, captivavit et in exilium in Apuliam de- 
15ducens, [F. 197*] ubi eciam vitam in hrevi carceris squalore* 

finivit Ea tempestate cum rebellaret Fridricus dux Austrie et Herrn. AU392. 
in curia Auguste per sentencias prineipum esset depositus, Fridericus 
Augustus habens secum in sua expedicione inter quam plures 
prineipes eciam Ottonem ducem Bavarie Austriaca descendens du- 
20catum oecupando usurpavit, quem tarnen post paueos annos 
idem dux Austrie post imperatoris recessum recuperavit. 

De morte Ultimi comitis de Pogen. 

Anno salutis 1242. Albertus ultimus comes de Pogen 18. KaL Herrn. AIU394. 
Februarii obiit. Hie ad terram sanetam in obsequium crueifixi transire Andr. 62. 
25 volens monasterio Superioris Altach terciam partem fori in Pogen 

cum omnibus attineneiis et iure forensi dedit Sunt qui dieunt comi t es Ebran 112. 
de Pogen per ducem Ottonem terra pulsos. Qui se in ltaliam rece- 
perunt, ut proxime supra dictum est sub duce Ludovico, 6 
et sie dux Otto terram eorum sibi usurpavit. 

30 DedesponsacioueElizabet. 

Predicto anno b 7 Otto dux Bavarie filiam suam Elizabet Con- Thb.Schir.194 
rado regi Sicilie 8 et Hierusalem filio Friderici imperatoris desponsavit. w. Andr. 545. 

* Huius — Badensem am Rand. *> 1246 am Rand. 

1 Irmengard; bei Herrn. Alt: Iringarde. 
35 » Die Tab. Schir. : Verabach. Den Vorfall berichtet Herrn. AU. 392 

xutn Jahr 1234. Der Ort ist Kloster Formbach. 

* Vgl. oben S. 61, 39. 

4 Die Quelle: tunc temporis. 

* Vielleicht nach Königshofen 445 : in der gefengnisse oder nach 
40 Andr. (Pex, Thes. aneed. IV, 3 } 530): in carcere. 

6 Oben S. 218, 30. 

7 Die Tab. Schir. zum Jahr 1246. Unten S. 231, 5 wird das Jahr 
1241 genannt. 

8 Aus Andr. (Fex, Thes. aneed. IV, 3 f 531): qui fuit rex Siciliae 
45 et Hierusalem. 



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— 280 — 

Ändr. 65. Quo post obitum mariti sui comiti Tirolis Meinhardo nupsit, ut infra 
post pauca dicetur. 
Cf. Herrn. Alt. Anno Christi 1245, Innocencius papa IV. in consilio Lug- 

394, Flor. 1 240, dunen si Fridricum imperatorem imperiali dignitate et nomine ordine 
Ehr 112 l ur ^ s servato privavit, condemnavit et excommunicavit, similiter 5 
[F. 198] Conrad um regem Sicilie et Hierusalem ac Ottonem ducem 
Bavarie tan quam fautorem eorum. 
Herm.Ati.393. Sane mortuo Friderico duce Austrie ßine filiis feria 

# 6. ante 3 8. Viti 1246. Otto Bavarie dux filium suum Ludovicum cum 
exercitu in Austriam misit. Qui sibi civitatem Lintz et Anamim 10 
cum magna eiusdem provincie parte subiugavit. Nihilominus Otho- 
carus marchio Moravie, filius Wenczeslai regia Boemie, ducatum 
Austrie potenter obtinuit. 
Ann.S.Steph. Anno domini 1247. divina sunt suspensa in Bavaria, Suevia 

56. et omnibus terris Ottonis ducis Bavarie ac regia Conradi ducislS 

Suevie et omni eo rundem fautorum propter Fridericum imperatorem 

Andr. 62. B depositum et excommunicatum, et interdictum positum a papa per 

septem annos duravit, ita quod nee divina nee sepulture fiebant nisi 

Ebran 112. &*> <l u i cruce declarabant se scismati tali non favere. Propterea Otto 

dux clericos odivit et eis multa mala intiüit, quare 4 et mala 4 morte20 
mortuus est, ut iam dicetur. 
Herm.Alt.395 Anno siquidem Christi 1253. Ludovicus et Hainricus duces 

u. Fund. h Bavarie apud Otingam militari gladio accinguntur. 

Anno eciam predicto ineeptum fuit hospitale in Monaco, 
et ecclesia in 15 annis consumata fuit, ut hodie stat, et 25 
dedicata dominica Letare 6 et dotata a duce Ottone teloneo 
sub porta Ysare. 7 

Herm.Alt.396. Eodem anno genitor eorum dux Otto cum de sero fuisset 

letus cum uxore et familia sua, de Diane in vigilia S. Andree subi- 
tanea morte percussus exeommunicatus sine sacramentis diem30 

Tdb.Schir.194 .obivit sepultus in Schiria. 

Ebran 112. [F. 198*] Item Otto dux reliquit duos filios et unam filiam, 

Ludovicum, Heinricum et dorn in am Elizabet reginam Hierusalem, 

Andr. 545 Az quibus nunc dicendum erit, attamen primum de domina 

Elizabet et eius marito, filio et seeundis nupeiis. 35 

1 Mon. Germ, hüt., SS. XXIV, 240 ; auch bei Andr. (Pex f Thes. 
aneed. IV, 3, 529). 

* Die Quelle hat richtig: festo. 

3 Nach einer unbekannten Regensburger Quelle ; vgl. Andr. a. a. 0., 
Anm. 1. 40 

4 Hermann von Nieder- Altaichs Worte (396): vitam subitanea 
morte finivit, wie auch Andr. 545 sagt und was Ebran 112 übersetzt : und 
verschied eins jähen tods, sind so verändert^ 

6 Oefele* Her. Bote. SS. 11, 337. 

6 18. Marx 1268 9 nicht 2., wie im Oberbayer. Archiv XXI, 52 an- 45 
gegeben ist. Nach der Geschichte des Spitalea x. HL Geist in München 
von Huhn S. 45 ist die Kirchweihe 1257 erfolgt. 

1 Quelle? 

n- i- ^h Pnnofr^ Original fronn 

Jigitized Dy ^UU^ll UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 231 — 
Cap. 20. 

De domina Elizabei filia ducis Ottonis. 

Elizabet filia ducis Ottonis desponsata f uit filio imperatoris Friderici Tab.Schir.194 
Conrado regi Sicilie 1 et Hierusalem ac duci Suevie*, ut Slipra 3 dictum *• <&*&• 545. 
5 est, 1241. HicConradus vir pacificus etiustus iudex 4 anno domini Herm.AU.395. 
1251. circa nativitatem Christi Ratispone fuit, vocatus a civibus. w. Andr.62. 
Ubi quia iam possessiones episcopi et ministerialium Ratisponensium 
incendiis vastaverat, dum proxima nocte post festum innocentum in 
monasterio 8. Emmeranimi incaute dormiret cum suis, Conradus de Herrn. AU. 395. 

10 Hohenfels et alii ministeriales Ratispone 5 quasi media nocte in suam 
cameram irruerunt, et cum per exploratorum dicta non plures quam 
regem et quatuor in ipsa dormire putarent, duobus occisis et tribus 
captis credebant se occidisse ipsum regem. 6 Sed noctu sextus super- Chr.p.eA.Rat. 
veniens fortuitu* et casu Suevus quidam dictus de Vilbach fidelis regis, u. Flor. 

15 alias 7 Fridricus de Ebenshaim, percurrens, ut rex se velociter abscon- 
deret, persuasit, pro ipso morti se exposuit et sponte se in lectum 
regis posuit, ubi loco regis est interfectus. Rex autem latitans sub Herrn. AU.395. 
scampno valde miraculose imminens periculum mortis evasit. Propter 

a et casu fortuitu Hs. 

20 l Vgl oben S. 229, Anm. 8. 

7 Nach S. 230, 15. 
9 S. 229, 31; vgl. dort Anm. 7. 

4 Herrn. AU. 396, 32 : bomo pacificus et iudex severus. So auch 
unten S. 232, 9. 

25 6 Die Quelle: Ratisponenses. 

6 In den aus Herrn. AU. entnommenen Text ist im Folgenden eine 
Stelle eingeschoben, welche sich auch in einer Regensburger Bearbeitung 
der Flores temporum findet. Die selbständigen Teile dieser Bearbeitung 
sind unter dem Titel Ex chronico pontificum et imperatorum Ratisponensi 

30 in den Mon. Germ. hist, SS. XXIV, 285 ff. gedruckt. Dort lautet die 
Stelle im Anschluss an den auch dort vorher und nachher benutzten Text 
des Herrn. AU.: Sed noctu sextus superveniens fortuitu et casu Swevus 
quidam dictus de Vilibach clam regem abscondens pro ipso morti se 
exposuit, quia in lecto loco regis se posuit, et loco regis est interfectus. 

35 Ob Arnpeck diese Quelle mittelbar oder unmittelbar benutzt hat, ist nicht 
festzustellen. 

1 In den Flores temporum, wie sie clm. 18776 darbietet (vgl. oben 
S. 197), ist berichtet (die Stelle fehlt in den Ausgaben des Textes der Flor, 
bei Eccard, Corp. hist. med. aevi 1, 1625 und in den Mon. Oerm. hist., 

40 SS. XXIV, 241; sie findet sich aber ähnlich in der Ausgabe der Flor. 
[Hermannus Oygas] von Menschen S.127): Anno domini 1254. incaute 
ad 8. Emmeramum cum sex armigeris eum custodientibus, ut putabat, 
veniens a Conrado episcopo, qui dictus fuit de Hohenfels, in noctis 
crepusculo invasus est, occulte volens regem occidere cum hiis, qui in 

45 camera cum ipso erant. Hoc intelligens quidam fidelis ipsius regis 
Fridericus de Ewenshaim percurrens, ut rex se velociter persuasit abscon- 
deret, ipse vero sponte se posuit ad lectum regis et occisus est cum 
sex servis, et sie rex vix mortem evasit. Item in crastino universo 
populo vivus est cum gaudio demonstratus, quia cives metuebant eis 

50 imputari insidiosam deperdicionem. Sed adhuc idem rex propter episcopi 
insidias maxime molestavit et depauperavit ecclesiam predietam. 

rv v h t i tf^w^iilf"* Unginal trom 

Jigitized üy \j>KJVglK. UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 282 — 

quod factum quia Ulricus abbas in eodem suspectus habebatur, [F. 199] 
dictum monasterium rex et dux in prediis et edificiis multipliciter 
offenderunt. Venerant namque ministeriales cum Alberto 1 episcopo 
suo, qui episcopus foras» muros» cum multis armatis eventum rei solicitus 
Flor. * expectabat. At rex in crastino universo populo vivus cum gaudio est 5 
demonstratio, quia civee metuebant eis imputari huiusmodi insidiosam 
Herm.AU.395. perdicionem. Interea mors imperatoris propalatur et rex Conradus ad 
Rheni partes festinat. Eodem anno Conradus rex in autumpno intrat 
Apuliam et ibi fere totum regnum paternum possedit homo b pacificus 
et iudex severus* Innocencio papa IV. tunc Perusii commorante nee 10 
probibere valente. 
396. Anno domini 12 5 3. Conradus rex cum suseiperet regnum 

Sicilie capta et expugnata Neapoli, muros eius funditus prostrav it. 
Flor. 241. Sequenti anno in vigilia ascensionis diem clausit extremum iuxta 
Her m.AUJ$96. patre m in Fungia sepultus. De« cuius obitu Teutonici, Apuli et Lom- 15 
bardi preter illos, qui erant ex parte eeclesie, dolore oimio sunt turbati, 
Andr* et dieunt qui dam, quod dolo fratris Manfredi venenum a medicis 
Herm.AU.396. cum medicina sumens periit. Quo mortuo Innocencius papa cum 
magno exercitu 6 fines regni Sicilie est aggressus et usque ad Neapolim 
obtinuit. In qua civitate moritur 7. die Decembris et ibidem sepelitur. 20 

Conradus igitur predictus electus aduc vivente patre 
post mortem eius regnavit annis duobus vel quasi et obüt 
Andr. 62. exeommunicatus , et interdictum positum a papa per Septem annos 
Andr. 7 duravit, ut habetur SUpra. 6 Iste Conradus rex reliquit filium Con- 
Herm.AU.396. radum alias Conradinum ultimum ducem Slievie. 8 Manfredus25 
igitur Fridrici quondam imperatoris illegitimus 9 filius tenuit regnum 
Sicilie 10 magnifice annis 13 " [F. 199] et ipsam terram in Apulia 
potenter defendit nomine Conradi parvuli, qui aduc cum matre sua 
Cf. Sehedel Elizabet in Bavaria morabatur. Ideo primo a papa Alexandra IV. 
CCXIU. exeommunicatu r , post contra ipsum magnus exercitus, sed in 30 
Flor. 248 «.nullo proficiens mittitur. Deinde papa Urbanus IV. exercitum 
Andr. 12 Sarracenorum, quem Manfredus in Patrimonium Mathildis adduxeratd, 
per crucesignatos f ugavit et Carolo comiti provincie, fratri regis Francie» 
regnum Sicilie ut a Manfredo detentore eius recuperaret, contulit. 
Qui in Apulia hello campestri Manfredum superans interficit anD0 35 
Christi 1266. 

a fortis inter muros JEfe. b homo — severus am Rand. c De — turbati 
am Rand mit Einfügungsxeichen. <* fehlt Hs. 

I Der bei Herrn. Alt. fehlende Name wohl aus Andr. 65. 

* Vgl. den Text in der vorletzten Anmerkung. 40 

3 Vgl. oben S. 231 , Anm. 4. 

4 Fex, Thes. aneed. IV, 3, 531. 

6 cum magno exercitu aus Andr. bei Pex a. a. 0. 

6 S. 230, 17. 

7 Pex, Thes. aneed. IV, 3, 531. 45 

8 Vielleicht nach Schede! CCXVI: Post huius Conradi mortem 
ducatus Suevie . . . defecit. 

So Flor. 248. 

10 Andr. bei Pex a. a. 0. 

II Vielleicht aus Schedel CCXIU: et 13 annis regnat 50 
" Pex, Thes. aneed. IV, 3, 542. 

^ =,] ... Original frorn 

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— 233 — 

Item anno domini 1255. Conradus filius regit Conradi, nepos Sachs. Welt- 
Fridrici imperatoris, regnura Sicilie sibi usurpavit et 14annis <?Är(>n, *• , 
per patruelem suuift et per se regnavit. Et annorum 14 erat, 

dum Teutrieus marchio Missnensis sibi filiam * suam desponsavit, et 
5 curiam in Choburgk habuit. Ubi Ludovicus dux Bavarie, sororius suus, 
et multi principe» convenerunt. 

Hie Conradus alias Conradmus 8 diu a Xongobardis et Apulis Herrn. AUA06. 
invitatus ac a Gibeüinis contra Guelphos in Italiam vocatus anno Joe. Ph. Berg. 
domini 1268. cum maximo Alemannorum suoruin exercitu patruelem/. XIII, f. 130. 

10 suum Manfredum vindicare volens 4 Veronam primum, deinde 
Fapiam venit indeque per Carratensium oppida ad Genuensium mare 
transiit ac inde Pisana classe in agrum Lucensem perduetus magnam 
ibidem vastitatem fecit. Ibique maiore ex Lumbardia et Bomandiola 
Gibellinorum exercitu comparato adiuvante et* Guidone [F. 200] 

15 Ferentano * comite, qui ad eum magnas copias adduxerat, statim mare- 
scalcum Caroli regis apud Arecium prelio superatum interfecit Quo 
mortuo Romam concessit Erat enim pontifex Clemens Viterbii. 
Qui cum transeuntem adolescentem vider e t , propbeüca voce dixit ipsum 
tanquam agnum ad cedem perduci. Qu od et factum est. Cumque 

20 Romam appropinquaret, Heinricum senatorem, regis Castelle f rat rem, 
ad pontem Milvium cum populo Romano obviam babuit et ab eodem 
tamquam imperator reeeptus in capitolium perduetus est*> dimissoque 
Borne Guidone Ferentano cum Heinrico et cum omni exercitu in Re- 
gulin c properavit ac cum Carolo campestri loco pugnavit, multisque 

25 utrimque cesis tandem Conradini exercitus funditur. Henricus autem 
Senator cum cedem maximam videret, Romanis deducentibus ad tuta 
1 oca confugiens evasit. Conradinus vero et Fridricus dux, filius Her- Herm.Alt.W6. 
mani quondam marchionis de Baden, ducis d Austrie, de quo spes non 
modica fuerat, quod deberet aliquando paternos ducatus, Austrie videlicet 

30 et Stirie, obtinere, servorum habitu fugientes ad Auscuram pervenerunt.^ ac «^A. Berg. 
Ubi post oetavum diem cogniti captique et ad Carolum perdueti ab'* Cm 
eodem securi percussi vitam cum multis nobilibllS finivere anno Herm.AU.406. 
domini 1269. 4.* Kai. Novembris feria 2. In prefato Conrado Säc/is. Wehr. 
geneologia Friderici* imperatoris iuxta propheciam pape terminavit 327.* 

35 Sane domina Elizabet filia Ottonis ducis Bavarie, regina Roma- Herrn. AU.400. 

norum, Hierusalem et Sicilie, post obitum mariti sui regis Conradi^* £ fU ^ m Um 

O4-0. 

* ei Hs. b perduxit Hs. c Regnum Hs. d ducis — obtinere am 
Rand mit Einfügungsxeiehen. « 4, — 2. am Rand. * Frideri Hs. 

1 Erste bayerische Fortsetzung, Mon. Germ, hist., Deutsehe Chroniken 
40 77,327. 

* Sophia, Tochter des Markgrafen Dietrich des Weisen von Meissen. 
Die Eheberedung fand %u Koburg wahrscheinlich im Sommer 1266 statt; 
die Ehe wurde nicht vollzogen; vgl. Posse, Die Wetti?ier, Taf. 4. Dagegen 
erklärte Waitz in der Ausgabe der Sächsischen Weltchronik diese An- 

45 gaben für eitel Fabel. 

8 So bei dem im Folgenden bentdxten Joe. Ph. Berg. 
4 Quelle wohl l Bayer. Forts, der Sachs. Weltchronik 327: Do 
wart erslagen her Meinfride . . . Ditz wolt rechen der jung Chunrat . . 

* Qutlle: Feratrano, an der folgenden Stelle: Ferentano. 

50 6 I. Bayerische Fortsetzung: An dem rergie kaiser Friderichs 

geslaeht. Mach pabst Urbano wart Clemens der vierde . . . Dovon het 
er vor gewissagt, als an dem chunich Chfinrat ergangen ist. 

Original frorn 



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— 284 — 

Herrn. I. c. Meinhardo comiti Tirol iß et Goricie nuptit 1259. * in octava S. Michaelis 
apud Monacum nupciis celebratis, domina Agnete matre predictorum 1 
tuDc apud filiam Sophiara eomitissam de Hirsperch manente, que priori 

Andr. 73. feria 4. peperit filium nomine Gerhardum, qui sine heredibus de cessit 
65. 1304. Ex qua 2 genuitOttonem, Ludovicum, Albert um duces Earinthie 5 
Cf.Chr.Stams,* ac Heinricu m regem Boemie et Polonie, ducem Earinthie, com item 

Andr. 65. Tirolis et Goricie, [F. 200*] et Elizabet, quam Albertus dux Austrie, 
postea Bomanorum rex, uxorem duxit. 
Chr. Slams. Item anno domini 1273. monasterium in Stambs constructum 

est a predicto comite Meinhardo et ab Elizabeth conthorali sua, que 10 
fundatrix obiit eodem anno in die S. Dyonisii in eodem cenobio 
sepulta. Denique dictus comes Meinhardus anno domini 1286. in 
ipsa die nativitatis domini creatus est dux Earinthie in Augusta a Bu- 
dolfo rege Bomanorum. Anno domini 1295. in vigilia omnium sanctorum 
obiit sepedictus Meinhardus dux Earinthie, comes Tirolis et Goricie 15 
Aquileiensis, Tridentinensis et Brixinensis ecclesiarum advocatus, vir 
spectabilis et preclarus, fundator monasterii in Stambs, in quo 
est sepultus, et filius suus Hainricus rex Boemie, Polonie, dux 
Earinthie, comes Tirolis et Goricie, obiit 1330. in die 3. Ambrosii 
ibidem sepultus et sua prima uxor Anna filia regis Boemie 1313 20 
similiter inibi humata. 

Hec de Elizabet comitissa Tirolis, filia Ottonis ducis 
Bavarie, et eius marito, filio et secundis nupciis modo 
sufficiunt. Sequitur nunc de Bavarie divisione in superiorem 
et inferiorem Bavariam per duos fratres, Ludovicum scilicet 25 
et Hainricum duces, et postea consequenter de eisdem 
ducibus secundum ordinem. 

Divisio Bavarie. 

Andr. 4, 63 u. Anno domini 1255. Ludövicus et Hainricus duces Bavarie, fili 

54 &- ducis Ottonis, Bavariam dividunt. Ludovico, qui maior natu [F. 201] 3^ 
fuit, cessit Bavaria ßuperior cum comitatu palatino b Bheni et civitate 
Monaco, Hainrico Bavaria inferior cum civitate Landshut. 

a 1269. - 1304. am Rand mit JEinfügungszeichen. b palatini Hs. 

1 Flüchtig übernommen; die Quelle sagt vorher: Elysabeth, sororem 
Ludwici et Heinrici ducum Bawarie ; darauf bezieht sieh dann dort 35 
predictorum. 

* Elisabeth. 

8 Breve chronicon monasterii Stamsensis, gedr. bei Pez, SS. Rer. 
Austr. 11,457. 

4 Wenn Mayr } Zur Kritik der älteren Fürstenfelder Qeschichts- 40 
quellen, & 34 einen gewissen Zusammenhang zwischen dem obigen Ab- 
schnitt Arnpecks und dem Anonymi Fürstenfeldensis breve Chronicon 
Bavariae, wie Oefele (Rer. Boic. SS. 11, 555) jenes nicht unwichtige Bruch- 
stück nannte, vermutet xu haben scheint, so ist an dieser Stelle wenigstens 
ein unmittelbares Verhältnis zwischen Arnpeck und jenem Bruchstück 45 
(wieder herausgegeben als Notae Fürstenfeldenses de ducibus Bavariae in 
den Man. Oerm. hist, SS. XXIV, 74 nach der Abschrift in den Fundationes) 
nicht anzunehmen, da Arnpeck an dieser Stelle den Andreas ausschreibt, 
der hier von den Worten des Bruchstücks ziemlich abtveicht. Der von Mayr 
vermutete Zusammenhang besteht zwischen Andreas und jenem Bruchstück. 50 



. r^nr^nfi- Original fnorm 

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— 235 — 

Cap. 21. 

De Ludovico comite palatino Rheni, duce 
superioris Bavarie. 

Ludovicus comes palatinusRheni, duxBavarie superioris, Herm.AU.394. 
5vivente aduc patre suo Ottone anno Christi 1247. bellando TabJichir.194. 
expulit comites 2 de Wasserburg in Halls. 8 Fund. 1 , Ebran 

Hie Ludovicus comes palatinusRheni dominam Mariam primam jx* n au qqj 
uxorem suam, sororem Heinrici ducis Brabancie, COgnatam S. Elizabet 4 , 
Buspectam habens de adulterio in suevico castro 6 Werde nsi morantem 
10 in furore 6 decollari preeepit. Mißerat enim ipsa litteras neinrico comiti Andr. 63. 
hirsuto», que ex errore marito presentate fuerant. Que sepulta est Fund. 7 u. 
inWerdea anno domini 1256. lö.KalendisFebruarii in TnonasteTioEerm.AU.397. 

Mangoldstain 8 . 

Hie Ludovicus montem oppositum ponti*> Ratispone, qui Geyrsperg Andr. 63. 
lödicitur, invitis civibus incastellavit ac ipsum castrum Landeskron 
appellavit. 

In super Ludovicus hie castrum Friburg 10 contra episcopum et Tab. Schir. 
cives Augustenses construxit anno domini 1260. 194 ö u. Füetr. 

Eodem anno dominam Annam filiam Conradi ducis Polonie in 169. 

20 uxorem duxit von der mass 11 . Ex qua Agnetem et Ludovicum ] ^ er V lA J t 4 , f 00 
..,,.. ., Andr. 546 

egregie indolis virum genuit (Fund.). 

c 1262. in die 8. Georgii martyris Agnes comitissa palatina R«ni, Not.ünd. 11 

ducissa Bavarie, viduaOttonis, de consensu filiorum, videlicet Ludovici 

« hirsueo Hs. *> monti Hs. c der folgende Abschnitt F. 200* am Rand. 

25 l Oefele, Rer. Bote. SS. 1I } 337. 

f Herrn. AU. und Fund.: Chunradum comitem de Wazzerburcb, 
Tab. Schir.: den graufen von Wasserburg, Ebran (bei Ludwig L): die 
grafn von Wasserburg und Elingberg. 
8 Quelle? 
30 4 Diese Angabe ist wohl dem unten S. 237 folgenden „Epitaphium" 

entnommen. 

6 Herrn. AU.: in Swevico Werde; l Bayr. Fortsetzung d. Sachs. 
WeUchr.326: zu Sbfibisch Werde auf der purg; Tab. Schir. 194: ze 
Verd auf der purg ; Fund. : in castro Werdee. 
35 6 Füetr. 167: durch seinen gäben zorn. 

I Oefele a. a. 0. 33S. 

8 Vgl. unten S. 237 , 17 und 25. 

9 Zum Jahr 1257. Darnach ohne Jahresangabe Andr. 546 und 
Ebran 113; Füetr. 169 xum Jahr 1260. 

40 10 Friedberg. 

II Den Sinn dieser deutschen Worte vermag ich nicht xu erklären. 

J * Vgl. oben S. 188, Anm. 6. In dem im k. allgemeineti Reichs- 
archiv xu München befindlichen Kodex lautet der Eintrag: Anno domini 
1262. in die S. Georii martyris Agnes comitissa palatina Reni, ducissa 

45 Bavarie, de consensu filiorum suorum, videlicet Ludwici et Heinrici, 
illuHtrium comitum palatinorum Reni, dueum Bavarie, tempore Ulrici 
prepositi curiam in Holtzhausen et huebam in Waltenshausen cum 
omnibus suis appendieiis ad altare 8. Marie ecclesie Undensis obtulit, 
pro quibus litteras suorum predictorum filiorum sigillis habemus roboratas. 

50 Die Urkunde ist gedruckt in den Mon. Boic. X, 250. 

Original frorn 



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— 236 — 

et Hainrici, curiam in Holtzhausen et hubam in Waltenshausen cum 
omnibus suis appendiciis ad altare B. Marie ecclesie Undensdorf ensis 
obtulit cum litter is 8 üb sigillis predictorum filiorum suorum roboratis. 

Furstenfelt. 

FundS u. Anno domini 1263. fundatum est monasterium Campi-5 

Andr. -principum iuxta Pruck 3 per Ludovicum Bavarie ducem pro 

Tab.Schir .195. emenda coniugis sue Marie de Brabancia occise. Et tunc ablata 

[F. 20V] fuit sepultura principum a cenobio Schirensi. Nam Ludovicus 

dux Bavarie superioris in Furstenfelt, sed Hainricus f rater suus, 

inferioris Bavarie dux, in monasterio Felicisvallis prope 10 
Tab.Schir.195. Landshuet 4 sepulturas suas elegerunt 5 . Quorum progenitores, duces, 
comites de Scheiren et Dachau, seoes ac iuvenes 42 cum uxoribus in 
Schiria humati fuerunt. Ea tempestate domina Anna uxor Lu- 
dovici viam universe carnis ingressa est. 6 

Herrn. Alt., Anno domini 1273. principes imperii rege Boemie excepto 7 15 

Cont.Alt.408. a( j eligendum regem Romanorum circa octavam Michaelis in Franck- 

Andr. 67. fordia convenerunt. Ubi dum concordare non possent, vota sua in 

hunc Ludovicum ducem Bavarie superioris transtulerunt. A quo 

Ann. Ost. 548. Rudolfus comes de Habspurg est electus et Aquisgrani a domino 

Engilberto archiepiscopo Coloniensi cum uxore coronatus. Et 20 

Cont. Alt. I. c. aduc existens in palatio Aquensi duas filias suas huic Ludovico duci 
u. Andr. 546. unam nomine Machtildim et alteram duci Saxonie desponsavit Re- 
Ann. CW.54S. bellante autem Othokaro rege Boemie, duceAustrie, Rudolfus 

rex contra eum expedicionem versus Austriam movit 8 1276. euntibus 
Cont. Alt. 410. secum cum aliis principibus Ludovico et Hainrico fratribus,25 

ducibus Bavarie, et aliis nobilibus multis etc. et eorum auxilio 

ducatum Austrie obtinuit etc. 

Ann. Seid. 9 Anno domini 1286. 10 in civitate Monacensi Bavarie ob necem 

cuiusdam pueri a Judeis occisi concremati sunt utriusque sexus Ju- 
deorum 140. 30 

1 Notae Fürstenfeldenses (vgl. Neues Arcfiiv XXIV, 686) in den 
Mon. Oerm. bist., SS. XXIV, 75. 

7 Darnach Ebran 112 und Füetr. 169. 

3 Fürstenfeld bei Brück an der Amper. 

4 Hainrich ze Landshut, sagt die Tab. Schir. 35 
6 Vgl. die Notae Fürstenfeldenses der Fund. a. a. 0. 75, 14 : elegit 

locum sepulture. 

6 Not. Fürst, a. a. 0. 75, 21: obiit anno domini 1271, 5. Kai. Junii. 

7 Als sein Bevollmächtigter erschien Bieehof Berthold von Bamberg. 

8 Der gleiche Wortlaut in den Ann. Aldersbacenses , Mon. Oerm. 40 
hist., SS. X VII, 536 und darnach in den Ann. Oster ho fernes, das. 549, 
welch' letztere hier und an anderen Stellen benutzt xu sein scheinen, wie 
aus Ausdrücken, welehe nur ihnen eigen sind, hervorgeht. 

9 Annales Seldentalenses, Mon. Boic. XV, 557 (darnach Böhmer, 
Fontes rer. Oerm. 111, 529). Vgl. meine Ausgabe der Annales Caesarienees 45 
in den Süxungsberichten der k. b. Akad. d. Wiss., philos.-philol. u. hist. 
Kl. 1910, Abhandl. 7, S. 32. 

10 Die Quelle: 1285. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 287 — 

[F.202] Epitavium 1 Marie ducisse Bavarie in 
Werdea Suevica 1256. 

Post bis sexcentos iam annos numero tentos 

Ac quinquagenos verbigene bis ter post 
5 Sub Februario mense sonant cum ter quinque Kaiende, 

Generose sub lapide conduntur hoc ossa Marie. 

Ducis hec genita Brabancie stirpe preclara 

Processit ex sanguine, avie ut neptis sit ahne 

Elizabet quippe nate hec filia ipsa beate. 
10 Jungitur eximio Bavarie duci Ludovico. 

Durant connubia temporum curriculo parvo; 

Nam fldei thorum fuscavit nugax lingua malorum, 

Nephanda cuius cura sunt rupta coniugum iura. 

Heu, verbo parens invidi turbatus animi Ludovici 
15 False subiecta sceleri necatur ense mariti. 

Hanc post virgo vadit, cum pari sub nece cadit. 

Vite predantur astro truncate Mangolstain castro 

In Werdensi sito petra hec perficitur plaga tetra. 

Ex hoc evo sie evectis dona, Christe, cum electis 
20 Tue lumen claritatis ast perhenne trinitatis 

Semper in aspectu frui cum splendore vultus tui. 

Monasterium in Werdea Suevica. 

Anno domini 1026. primus fundator nomine Mangoldus 

comes de Kyburg fundavit primum monasterium monialium 

25 in castro Werd Mangolstein dictum. Secundus fundator 

iterum fundavit monasterium monalium in loco, ubi nunc 

situata est capella S. Nicolai episcopi. 

[F.202'] Hohenwart monasterium sanetimonialium. 2 
Per nos fundata sit, Christe, domus tibi grata. 
30 Cernis in bis natis, perlector, opus pietatis, 

Qui, velut acta ferunt, comitum de stirpe fuerunt, 

Virgo Wieldrudis Ortolfi fletibus udis 

Ossa reportavit et, ut hie patet, incineravit 

1 Ein ähnliches, jedoch im Einzelnen vielfach abweichendes lateinisches 
35 Gedicht, welches wohl späterer Zeit angehört und das hier von Arnpeck 
mitgeteilte xur Grundlage hat, ist gedruckt bei Räder, Bavaria saneta 
II, 312 und Königsdorfer, Geschichte des Klosters zum Heil. Kreutz in 
Donauwörth I, 410. An letzterer Stelle 411 ist auch eine deutsche , wie 
Königsdorfer sagt, ^jedoch ganz freye Uebersetzung desselben" mitgeteilt. 
40 Dieses deutsche Gedicht ist aber, wie ich hier feststelle, nicht eine Ueber- 
setzung der an den ebengenannten zwei Stellen gedruckten Verse, sondern 
des hier von Arnpeck überlieferten „Epitaphiums". Letzterem fehlen ein 
paar in dem deutsehen Gedieht sich findende Angaben. 

* Vgl. Steichele, Das Bistum Augsburg IV, 855 ff., wo merkwürdiger- 
45 weise Ampecks Ueberlieferungen über Kloster Hohenwart nicht verwertet sind. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 238 — 

Contemptisque bonis fit asilum religionis, 

Cincta fide Christi domui sua seque dat isti. 

Istis orator ne tardas esse, viator, 

Indigine die mereantur ut esse sophie, 

Rappoto quippe pater fuit illis Hemma quoque mater 5 

Nobilitate pari non bis minus ordine clari. 

Wieldrudis comitissa virgo prima abbatissa et fundatrix 
monasterii Hohenwart ordinis S. Benedicti obiit anno domini 
1081. sepulta ibidem cum fratre suo Ortolfo comite, patre 
Eappoto comite de Thauren et matre Hemma ducissa Austrie. 10 

De filio eius, a 
Not. Fürst, u. [F. 203] Ludovicus bone indolis filius senior Ludovici ducis 

Andr.69u.546. Bavarie superioris cum ludo bastar um Nurem berge intenderet, lancea 
Füetr. 1 169. cuiusdam baronis de Hohenloch gutture tactus paulo post occubuit 
Not. Fürst. 1290. b 7. Id. Januarii. Quem pater inde transvectum in hac domo 2 l& 
presentibus quam plurimis principibus et episcopis iuxta matrem suam 
que obiit anno domini 1271. 5. Kai. Junii, cum honore maximo sepelivit. 
Sepultus in monasterio Furstenfeld. 

De morte patris. 
Herrn. Alt, San e Ludovicus comes palatinus Rheni, dux Bavarie superioris, 20 

Cont. Rat.41 7. elector, ducavit annis 41. Diein obivit anno domini 1294. 
Andr. 70 u. sepultus in claustro Furstenfeld, quod ipse fundaverat, relinquens 
546. duos filios ex tercia sua conthorali Machtilde, Rudolfum et Ludovicum, 
Fbran 113 * u. a e qu ibus dicetur descriptis tarnen prius Bavarie inferioris 
Not Fürst, ducibus, aliosc autem quam plurimos liberos, qui omnes in puerili25 
mortui sunt etate et in domo Furstenfeldt positi sunt in sepulchro 
parentum suorum. 
Herrn. Alt. y 1295. d 8 Ludovicus obiit in partibus Reni aput Heidelberch in 

Cont.Rat.417.ea. camera, ut dicitur, ubi natus fuit. 

Cap. 22. 30 

De ducibus inferioris Bavarie et primo 
de Ha in ri co. 

Andr. 546. Hainricus dux Bavarie inferioris in uxorem duxit Elizabet 

filiam Bele Hungarie regis, fratris S. Elizabet, ex qua tres filios, 
Ottonem, Ludovicum et Steffanum, genuit. 35 

a diese üeberschrift stellt noch auf F. 20V. b 1290 — sepelivit 
am Rand mit Einfügungsxeichen. c alios — suorum am Rand mit Ein- 
fügungsxeichen. d 1295 — fuit am Rand. 

1 Füetrer zeirft Herzog Ludwig den Strengen und dessen im Nürnberger 
Turnier tätlich verwundeten Sohn Ludwig irrig in eine Person zusammen. 40 

* In Fürstenfeld. Die Fürstenfelder Noten selbst, in denen man 
den Atisdruck : in hac domo vermuten würde (stand er vielleicht in deren 
Originaltext?) , sagen: in Furstenveld. 

8 Die Quelle gibt kein Jahr an; der in ihr vorhergehende Abschnitt 
aber behandelt da* Jahr 1294. 45 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 239 — 
De bello. 

Anno domini 1258. Othokar us rex Boemie quintus l , dux Herrn. Alt. 399 
Austrie etc., iuvenis etate, audacia persuasus ac sua iniqua rabie w * Ann. S. 
concitatus sine provida deliberaeione consilii, que bellicis rebus summe ^' 6 M- 57* 
5 necessaria est, cum expedicione armatorum per Pataviensem civitatem Herrn. I. e. 
terram Bavarie hostiliter est ingressus iactans se tamquam diviciis et 
potencia preditum velle et posse contra omnium voluntatem ad igno- 
miniam ducis Haimici et terre sue ante muros civitatis vel castri Lands- 
huet potenter opera milicie exercere; nam tunc ibi dictus Hainricus 

10 cum domina Elizabet uxore sua raorabatur. Sed cum per pagum,qui 
dicitur [ F. 203'] Chuntzingen » , per vallem Vilse fluminis incendi o 
vastando plurimas villas et ecclesias usque iuxta castrum Frawnhofen 
pervenisset, ecce, memoratus dominus Hainricus dux, licet vix quinque 
dies ante introitum predicti regis in Bavariam talium inimiciciarum litteras 

15 recepisset, celeri volatu nunciorum et litterarum circumquaque currencium 
convocatisque suis hominibus et amicis tamquam animosus princeps, 
qui de sua iusticia et dei misericordia confidebat, cum exercitu valido 
equestrium et pedestrium b ad campos contra suos audacter egreditur 
inimicos. Iam eciam supervenerat cum paucis Ludovicus dux frater 

20suu8 de partibus Rheni vclociter evocatus, in cuius abscncia prefatus 
rex sperabat se sui propositi desiderium adipisci. Itaque prefatus rex 
cernens animositatem ducum et bavarice gentis timuit congredi cum 
illis. Et in festo S. Bartholomei, quod tunc occurrebat in feria 6., 
treugis per illum diem petitis et impetratis in nocte ac subsequenti 

25 sabbato fugit cum omnibus suis versus Muldorf. Ubi dura vexilla 
victricia nobilium ducum dorsa fugiencium sequerentur, pons ibi per 
Euum fluvium traiectus strepitus tot hominum et equorum certatim 
et impetuose transire volencium ferre non Valens sub hostibus ruit, et 
sie plurimi sunt submersi. Videbantur ibi electi milites in equis et 

30 armis natantes, quorum aliqui fluvium transierunt, aliqui, adverse partis 
littori vieimores dum applicare nituntur, volentes se pocius captivitati 
[F. 204] dare quam morti per lanceas et sagittas littus tangere pro- 
hibentur. Sed et hi, qui remanserant circa flumen, reeeperunt se in 
suburbio sub turri quadam fugere non valentes. Qui omnes cum 

35 equis optimis per indignacionem subitam domini Ludovici ducis incendio 
sunt cremati. Tunc itaque in aqua et igne quasi 400 bomines perierunt. 
Beliqui vero omnes preter regem, qui cum nobilibus transierat, in pre- 
dicto oppido sunt inclusi, obsessi et capti. Interc obsessos autem hi 
fuerunt nobiles de Bohemia : Wocho de Rosenberg, Zimlo de Leuhtenburch, 

40 Wichardus de Tyrnach, Schazla de Fridlam, Wilhalmus de Gordebrat, 
Ibis de Schechnun 3 , Beneis deYalchenstain,Burchardus de Clingenwerch, 

a so Hs. b pedestrumfli. c Inter - Piber amRandm.Einfügungsxeichen. 

1 Nach Herrn. Alt. 410, 18. 
* Diese xum Jahr 125 7. 

45 3 In der Originalhandschrift der Niederaltaicher Annalen ist hier 

auf radierter Stelle ein anderer Name: Bohuslaus de Bork eingesetzt 
und in alle Abschriften übergegangen. Den von Arnpeck an dessen Stelle 
mitgeteilten obigen Namen überliefern allein die Annales Osterhofenses 54 7 
als Ibis de Schechni; ihre Benutzung lässt sich auch sonst nachweisen. 

50 In den Niederaltaicher Annalen stand wohl an Stelle des später eingesetzten 
Bohuslaus de Bork ursprünglich der von den Oaterhofener Annalen über- 
lieferte Name. 



C^f\f\€%\i* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 240 — 

Ulricus pincerna de Ellnpogen, Jenezo purchgravius de Oratz , Zinil 
f rater Woehonis, Hävie cognatus Woehonis, Dlohonil de Nabzdan, 
Styporius dictus Caput, Ulricus de Rosental ; de Aus tri a vero Albertus 
et Heinricus de Chunring, Ulricus de Lobenstain, Ulricus de Capeila, 
Ludwicus et Albertus Zelkingarii, Sighardus dictus Piber. Qui omn e s 5 
nona die ab obsidione eorum per clemenciam ducum predictorum sub 
quadam forma composicionis cum equis ac rebus, quas tunc habebant, 
ad propria sunt remissi* 
Herrn. Alt. Anno domini 1266. Othokarus rex Boemie , duz Austrie, 

405, Fund., cum magno exercitu intrans Bavariam Rengstauff, Nittau et pluralO 

Andr. 68. CSBt]nL ^ e8trux i t> se( j f ac ^ a p ace repatriavit. 

Anno Christi 1270. Conradus comes Silvester, Frisin- 
gensis episcopus, Non. Augusti 1 hospitale sancti Spiritus in 
Landshut exemit et a matrice divisit ac privilegiis dotavit. 
Herrn. AU. Anno domini 1271. domina Elizabet ducissa Bavarie, filia Bele 15 

406 f Andr.70. Tegh Hungarie, in die 11000 virginum 2 obiit. 

Fund. 9 Hie Hainricus fundavit monasterium fratrum predicatorum 

in Landshut 1286. 
Fund. 4 Anno Christi 1275. fratres minor um feoerunt monasterium 

in Ingolstat. 20 

Hic Hainricus quamvis primum egre tulerit eleccionem 
Cf. Herrn. Aü., regia Rudolfi de Habspurg, attamen postea consensit et cum 

Gont. Alt. 410. eo a <j obtinendam Aus triam descendit 1276. 

[F. 204'] Item 1277. duces Bavarie Ludovicus et 

Hainricus fratres provinciam suara igne et ferro vastabant.25 

Gont. Alt. 411. Sequenti 5 anno dominus Albertus de Hals sua yirtute et stren- 

nui täte meruita Rudolf o Romanorum rege honoreet nomine comitis insigniri. 

Fund* Item anno Christi 1280. monasterium fratrum minorum in 

Landshut fundatur, quia b ipse dux Hainricus dedit ordini 
S. Francisci aream cum fönte et aliis attineneiis. 7 30 

a reversi; am Rand: remissi Hs. b quia — attineneiis am Band 
mit Einfügungsxeiehen. 

1 5. August. Vgl. Meichelbeck, Historia Frisingensis II, 1, 74. 

9 21. Oktober. Herrn. Alt. 406 gibt dagegen an: 9. Kalendas No- 
vembris = 24. Oktober. 35 

8 Clm. 14594, f. 68: Anno 1286. fundatum est claustrum predi- 
catorum fratrum in Landeshut temporibus Heinrici ducis. Gedr. Oefele, 
Her. Bote. SS. II, 339; vgl. Neues Archiv XXIV, 701 {wo in Anm. 6 1287 
Druckfehler für 1286; und 715. Unten S. 241 ist die Notiz, bei welcher an 
der obigen Stelle die Worte Heinrici ducis temporibus in Hic Heinricus 40 
fundavit verwandelt sind, unverändert nochmals verwertet. Vgl. gegen die 
Angaben in der veränderten Form Meichelbeck, Historia Frisingensis II, 1, 70 
und Heigel in den Chroniken der deutschen Städte XV, 249, Anm. 3. 

* am. 14594, f. 54*. Gedr. Oefele, Her. Boic. SS. II, 338 und 
Neues Archiv XXIV, 693. 45 

5 Die Quelle: Eodem anno zum Jahr 1280. Zu letzterem auch 
die Fund. 

Clm. 14 594, f. 54. Gedr. Oefele, Her. Boic. SS. II, 339 und Neues 
Archiv XXIV, 693. 

T Vgl Heigel in den Chroniken der deutschen Städte XV, 249. 50 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 241 — 

Anno domini 1285. com« de Mospurg ultima» moritnr acC/*. Gont. Alt. 
dominium eius dictus Hainricus dux Bavarie inferioris ab^* - 

Enichone Frisingensi episcopo in feudum accepit* Et sie 
deineeps unus post alium in feudum reeepit usque ad tem- 

5pora nostra. Dux Hainricus genitor Ludovici, huius ducis 
Georgii avus, eciam reeepit in feudum ab episcopo Nicodemo 
de la Scala. Ludovicus autem et Georgius supersederunt 
in periculum animarum ipsorum non modicum, licet Johannes 
episcopusFrisingensis dictus Tuelbeck sepenumero Ludovicum 

lOducem de reeipiendo buiusmodi feudo monuerit Qui semper 
cum pietate respondit: Una dierum. Qui dies dilatus fuit, 
donec vitam* suam Ä cum morte commutavit. 

Anno Christi 1286. Rudolf us rex curiam Auguste celebravit Ann. Ost 549. 
et in die nativitatis f ilium suum primogenitum Albertum comitem 

ISHabspurgensem ducem creavit et ei Aus triam et Stiriam in 
feudum dedit ac Meinbardum comitem Tirolis ducem Karintbie feeit, 
cuius conthoralis Elizabet filia Ottonis ducis Bavarie relicta 
quondam Conradi regis , Almanie fuerat olim s , presentibus 
pluribus prineipibus. I bidem in epipbania domini rex Rudolf us re- 

20formavit amiciciam inier Rudolf um archiepiscopumSaltzeburgensem 
et Hainricum ducem Bavarie inferioris [F. 205] facta compromiasione 
in honorabiles sex viros super questionibus, si quas inter se habuerint, 

deeidendis. At dux opidum Müldorf, quod armis ceperat, 

domino archiepiscopo restituit. 
25 1286. b fundatum est claustrum fratrum predicatorum in Landshut Fund. 4 

temporibus Hainrici ducis. 

Anno Christi 1290. 2.c Non.c Februariic, die 9. 6 FebruarÜ Herrn. AU., 

Hainricus dux Bavarie inferioris multa? contricione c bono fine apud G°nt. AU. 415 . 

Burckbausen diem ultimum clausit et<* pro Omnibus, in quibus se 
30 timuit ecclesiasticas personas seu ecclesias seu quoseunque alios indebite 

offendisse , constituit in presencia et cum consensu filiorum suorum 

dominum Heinricum Ratisponensem episcopum et fratrem Wernherum 

lectorem fratrum minorum® Ratisponensium indempnitati lesorum et 

saluti sue anime providere. Ordinavit autem, quod duo filii sui Ludo 
35 vicus et Steffanus per 4 annos continuos permitterent * terram Bavarie 

subesse dominio et ordinacioni domini Ottonis senioris fratris eorum 

» vita sua Hs. b 1286 — ducis am Rand von F. 204*. c am Rand 
Hs. * et — iuramentis am Rand mit Einfügungszeichen, e b^ni ff 8 , 
* permittere Hs. 

40 * Zum Jahr 1281. Daraus die Ann. Osterhofenses, aus diesen die 

Fund, und daraus Andr. 68. 

1 Die Urkunde, nicht von 1285, sondern von 1284, bei Meichelbeek 1 
Historia Frisingensis H, 1, 93. 
8 Vgl. oben S. 233, 36. 
45 4 Vgl oben S. 240, Anm. 3. 

h Vielmehr am 3. Februar. Vielleicht ist durch das Wort Non. 
der römischen Tagesbexeichnung die unrichtige Angabe entstanden. 

Quollen u. Erörterungen N. F. IIL, n a | f ^ 

by ^UUgl L UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 242 — 

nee ad aliquam divisionem vel particionem terre ilKs 4 annis durantibus 
deberent procedere. Et hoc confirmatum extitit ipso r um fratrum ac 
Ebran 113. nobilium patrie iuramentis. Sepultus in 1 monasterio Felicisvallis. Ducavit 
annis 25 2 tres relinquens filios, Ottonem, Ludovicum, Steffanum, et 
Elizabet sanctimonialem Felicisvallis. 3 6 

Ut autem ordo huius opusculi lucidius servetur, lineam 
dueum inferioris Bavarie ad finem usque prosequar. Deinceps 
ad comites palatinos Rheni et Bavarie superioris prineipes 
iuxta sui ordinem revertar. 

Cap. 23. 10 

De duce Ottone rege Hungarie. 
Ottonis ducis Bavarie inferioris, primogeniti Hainrici, 

Königsh. 455 temporibllS anno domini 1298. electores prineipes ad ducem Austrie 
(bexw.453 u. Albertum inimicum regia Adolfi unanimiter electi et legitime COronati 

'• miserunt, ut ad eoe Magunciam veniret, ut regem ibidem deponerent 15 

et eum in regem eligerent. Congregati igitur electores oranes demptis 

archiepiscopo Treverensi et Rudolfo eomite palatino Reni, quantum 

in eis fuit, Adolf um regno privaverunt et Albertum in regem eiigentes 

Herrn. Alt. «M iuraverunt. Idcirco Albertus dux Austrie, filius quondam Budolfi 

Cont. Rat.418. Romanorum regis, circa mediam quadragesime cum favore dicti Ottonis 20 

Ann.S. Steph. ducis Bavarie inferioris transivit per Bavariam et in monasterio 

58. Weihen Stephen cum sex milibus pugnatorum pernoetavit habens 

Cont. Rat. L c. secum in exercitu paueos Australes cum Hungaris [F. 205*] et 

Bohemis. Ad partes Rheni veniens in vigilia Johannis baptiste 4 

unacum Gebehardo 5 archiepiscopo Maguntino, Argentinensi ac Con-25 

stanciensi episcopis et quibusdam nobilibus ibidem maiorem fortitu- 

Sächs. Wehr.* dinem collegit contra regem. Quo comperto Adolfus rex similiter 

Cont. Rat. grandem exercitum collegit. Albertus dux Renum transivit At rex 

ducis Ottonis predicti Rudolf! que comitis palatini atque quarundam 

imperii civitatum, puta Wormacie, Spire, auxiliis iuvabatur. Eidem 30 

duci Austrie, qui iam nomen regis assumpserat, post multos cireuitus 

Sachs. Wehr, hinc inde habitos in loco, qui dicitur Hasenbühel % non expeetans 

Cont. Rat. auxilium suorum prineipum cum modico exercitu, cum propera 

Sachs. Wehr, festinacione, que in rebus bellicis et raagnis exercitibus non expedit, 

animosus et furibundus oecurrit. Dux primum fugam simulans, deinde 35 

a Hasenhabel Es. 

1 Die Cont. Alt. nur allgemeiner : Landshut. Vgl. oben S. 236,10. 

* Vielmehr 35. 

8 Arnpeck weiss von ihr wohl aus dem die von ihm verwerteten 
Annales Saeldentalenses enthaltenden Seligenthaler Nekrologium; vgl Mon. 40 
Germ, hist., Necrol. 111 \ 365 zum 8. August (auch S. 362 und 367). 

4 Nach Königsh. 455, 28: an sant Johans obent. 

5 Der Name aus Königsh. 456, 22, wo er ebenfalls Gebehard statt 
Gerhard lautet. 

6 7. bayer. Fortsetzung, Mon. Oerm. hüt., Deutsche Chroniken II, 330. 45 



. r nnn f.. Original frann 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 243 — 

in eum copioso exercitu exiliens. Bellantes itaque acerrime quasi 
mediam diem. Et predictis ducibus Bavarie in prima acie dimicantibus Gont. Rat, 
per novum bellandi genus, per gladios preacutos omnes eorum dextrarii 
sunt occisi, adeo ut ipsi duces Bavarie unacum multis suis nobilibus 
5 equis privati, adbuc virtute animi non fracti, super interfectorum bominum 
equorumque stantes cadavera longo tempore dimicarent; propter occi- 
sornm enim equorum aggerem hostes equites eos acc5dere a non valebant, 
quia et ipsi viceversa equos per stragem similem perdiderunt. Prima 
igitur acie dimicante ipse rex volens cum sua turba eis b succurrere et 

10 precedendo suam aciem, in qua [F. 206] re c peritissimus erat, ordinan do 
equo 8Uo cadente ex infortunio ante ingressum ad bellum cecidit et ab 
eodem equo gravissime est concussus, adeo ut, dum a suis restitueretur 
equo, minime sui compos esset, et sie amens ad bellum veniens, quia 
et galeam pre debilitate ferre non potuit, hostibus se minus caute ex- 

löposuit, cum aliis multis ex utraque parte subito occisus est et sero Königsh. 456. 
nudus, ut ex utero matris exivit, inventus, qui mane potens rex erat. Sachs. Wehr. 
Predictis autem Bavarie ducibus aduc locum suum tenentibus rege Gont. Rat. 
mortuo ipsi se apud Heidelberg reeeperunt in die Processi et Martiniani 
martyrum. Otto tarnen dux erat tribus gravibus vulneribus vulneratus 

20 in tantum, quod mortis periculum vix evaderet. Qui eciam Otto dum 
predictum exercitum insequeretur ad partes Rheni, castra metatus 
est. Comes autem Albertus de Hayrloch avunculus Alberti predicti 
ducis Austrie ipsum Ottonem improvise invasit cum longe maiori equitum 
et peditum copia, quam ipse dux habebat eadem hora. De quo tarnen 

25comite idem dux et fere 400 de suis et comite occisis triumphavit. 

Cap. 24. 

De introduccioneOttonis ducis Bavarie in regn um 

Hungarie contra puerum Carolum et de coronacione 

eiusdem, de Corona et captivitate. 

30 Anno domini 1305. qui dam barones regni Hungarie Ottonem Thurocxkiiij. 

ducem Bavarie inferioris, filium domine Elizabet filie regis 
Bele 1 IV., in regnu m Hungarie contra puerum Carolum subintro- 
dueunt. Qui veniens Hungariam coronam regni a Wenceslao rege 
Boemie ablatam petivit sibi dari ac secum ferens cum copiosa ac Fiietr. 167. 

35 splendida milicia ab Hungaris honorifice suseipitur. [F. 206'] At 
Hungari videntes suam nobile m milicia ra* dixerunt: Domine mi, 
mittite miliciam vestram in Bavariam et audenter confidite de nobis; 
omnem enim honorem vestre serenitati impendamus. Quibus nimium 
credulus miliciam suam ad propria remisit, Albam regalem civitatem Thurocx I.e. 

40 peeiit. Quem Benedictus episcopus Vesprimiensis^ et frater Anthonius 
Chanadiensis in regem inunxerunt et corona verunt. lnde Budam veniens 

* oeeidere Es. *> ei Hs. c rex Hs. d Vespuniensis Hs. 

1 Chron. (Clm. 903 y f. 105) und Andr. 546: nepos ex raatre 
Bele regis. 
45 7 Chron. (Clm. 903, f. 105) und Andr.546: cum forti et nobili 

militia. 



Original Mh\ 
öyVrUUgl^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 244 — 

et in die solenni in decore regio coronam sanctam habens in capite 
per omnes plateas et vicos incedebat equea cum populo copioeo, ut 
eunct is Be esse regem legitimum publicaret. 

De invencione regalis corone in via amisse. 

Cum autem saneta Corona per dictum Ottonem ducem ad Hun- 5 
gariam portaretur, propter timorem bostium fecit illam per artem torna- 
toriam in flaaconem includi. D um autem equitaret cum suis sub noctis 
siiencio in strata publica, in qua plurimi viatores transibant, casu de 
sella corrigiis, quibus erat flaaco a ligatus, resolutis quasi vas vinarium 
nullo vidente collapsus est. Postmodum vero luce clarescente dum 10 
yidissent non adesse thesaurum illum preciosura, quo cicius potuerunt, 
timore percussi*> retro celeriter cueurrerunt atque coronam inter multoa 
transeuntes in terra iacentem in medio publice strate inventam a nemine 
reperierunt. Forsitan ceciderat in prima vigilia noctis, reinventa est 
autem sequenti die [F. 207 ] circa tempus non dubium vespertinum, 15 
quia dux ille usque ad vitam suam portare non potuit, et a nulio in« 
venta, ne Pannonia data sibi Corona ab angelo privaretur. 

Hec in cronica Hungarorum. 

De captivitate et expulsione regis Ottonis. 

Füetr. 167. Hie Otto coronatus in brevi terram Erdein censuit visitare. Ubi 20 

Thurocx l. c. Ladislaus Wayvoda c ipsum captivavit et in Castro suo multis diebus 
Cf. Chron .105, vinculatuui tenuit, quia eius filiam ducere noluit, sed aquodam 

Andr. 546', 8e rvo liberatus est. Qui tarn miserabili fortuna sibi oecurrente de 

Fhran 120, regno expellitur Hungarorum. 

huetr. 167 , 
Thurocx l. c. 

De seeunda eius captivitate et liberacione eius25 
per nupeias et reversione. 

r w?* Deinde per Walachiam, Rusciam, Prusiam, Poloniam ut servus 

r 'cueurrit et Bratislaviam venit. 1 Ubi a quodam milite cognitus a duce 

Polonie d seeundo captus. Qui Agnetem 2 filiam suam sibi desponsavit 

et honorifice cum sua milicia ad propria remisit. Ex qua postea genuit 30 

Chron. t*«rf Hainricum iuniorem ducem de Naterberg dictum a Castro, in quo 

Andr. 75. nutritus fuerat, nee unquam in Hungariam est reversus. 

Domina e Agnes ducissa Bavarie. 

« erat nochmals Hs. *> perculsi Hs. c Waynoda Hs. * Swidnutz 
(durchgestrichen) de Eyffen am Band Hs. « Domina — Bavarie am 35 
Rand Hs. 

1 Arnpeck verwendet hier nicht den lateinischen Text des Andreas, 
sondern übersetzt dm deutschen Ebrans und Füetrers. 

* Andr. und Ebran nennen keinen Namen; Füetrer sagt: frawen 
Machthilden. In Wirklichkeit hiess Ottos Gemahlin, icie Arnpeck (Füetrer 40 
verbessernd) oben richtig angibt, Agnes (nicht Elisabeth^ wie bei Riezler, 
Oesch. Baierns II, 167 und darnach bei Spiller, Füetrer 167, Anm. 2 zu 
lesen steht). 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 245 — 
De castri Newnburch expugnacione. 

Anno domini 1310. Otto coronatus rex Hungarie, dux Bavarie Fund. 1 
inferioris, castrum Newnburckh expugnavit. At incole in eodem 
fug am inierunt et dictum castrum in cinerea verterunt* 

5 De obitu eius et testamento. 

Anno domini 1312. predictus Otto in die S. Gorgonii diem Andr. 75. 
extrem um clausit sepultus in monasterio Felicisvallis, relinquens filium Fund.* 
fere 13 dierum Hainricum, qui postea a Castro, in quo nutritus erat, Ebran 120. 
vocabatur dux [F. 20V] de Naterberg. Dum autem predictus Otto f^ 9 75 ' 

10 mortem sibi imminere sensit, filium auum Hainricum et fratris sui • 
ducis Steffani filios Hainricum et Ottonem, quorum primus fere 
8 annorum erat, alter citra 4 vel 5, civibus de Landshut et Straubing 
commisit eos iuramento publico contestans, ut liberos predictos et 
principatum eorum nulli alii committerent quam patruo suo Ludovico 

15 in Monaco tunc duce superioris Bavarie, postea rege Romanorum. 
Quod et fecerunt, non tarnen sine magna inter se differencia et 
iactura principatus. Nam fere omnes nobiles et curie eorundem 
attinentes nitebantur pueros predictos unacum principatu ducibus 
Austrie commendare. Hac igitur de causa per totum eorum dominium 

20 et principatum non potuit locus tutus et pacificus reperiri. Deinceps 
anno domini 1313. in die S. Theodori martyris publico et forti bello 
iuxta villam Gamelsdorf commisso discordia prefata est complanata. 
Ubi Australibus pluribus occisis dux Ludovicus triumphans omnes 
nobiles, qui supererant, cepit et suo dominio subiugavit. Et Biccf. Ebran 119, 

25 prefatos liberos et eorum principatum in sui tutelam* aus-19. 
cepit. 

Item 1300. in die Mathei 5 Otto et Steffanus duces 
Bavarie inferioris dominium et castrum Kransperg 6 demptis 
nobilibus in eoFrisingensi ecclesie donarunt seu impignorarunt 
30 mediante privilegio eorum sigillis roborato. Hie eciam Otto 
anno suo ultimo clero et ecclesie Frisingensi utilia privilegia 
liberaliter donavit. 7 

1315. consecratus est chorus fratrum minorum in Landshuta in Fund. 9 

honore Petri et Pauli et aliorum apostolorum a Nicoiao epi- 
35 scopo Ratisponensi. 

1 Oefele, Rer. Bote. SS. II, 341. 

9 Statt verterunt sagt die Quelle: est redactum. 

3 Oefele a. a. O. 

4 Ebran a. a. O. : und macht im das land undertbenig als einem 
40 vormundt. 

6 21. September. 

6 Kramberg, Amtsgerichts Freising. 

7 Vgl. Meichelbeck, Historia Frisingensis II, 1, 106. 
Nicht bei Oefele. Gedr. Neues Archiv XXIV, 693. 



B 



r^rtrtrtL- Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 246 — 

[F.208*] Pro maiori supplemento dictorum. 

Chron. 1 Post mortem dicti regis Ottonis Alramus ac Albertus comites 

de Hals et Ebronius de Degenberg tunc vieedominus, Hartlibus Puech- 
perger de Wintzer et Albertus de Schönstain et fere omoes ministeriales 
ac milites castellati nitebantur predictos pueroe unaeura principatu 5 
ducibus Austrie commendare. Predicte igitur civitates et omoes alii 
tocius principatus viriliter resistebant nobilibus prefatis et dictos 
pueros Ludovico predicto ac se ipsos presentarunt et commendarunt, 
ut promiserant Ottoni principi eorum iam morituro. Nobiles igitur 
tocius ducatus reputantes se per hoc a civitatensibus contemptos 10 
ceperunt civitatum homines et res crudeliter persequi et vastare rapinis 
et cedibus, ita quod per totum priucipatum vix aut ne unus paci- 
ficus angulus posset reperiri. Duravit autem dissensio tarn diu, 
quousque nobiles et civitatenses in villa Gameistorf per forte bellum acris 
eciam verberibus sunt invicem complanati. Igitur post hec comites 15 
de Hals et eorum complices supradicti necnon et ceteri barones 
Bavarieb indigne ferentes contumaciam [F. 208'] et insultus 
civitatum, simul et dominium ducis Ludovici superioris ßavarie, 

quia civitatensibus benignus, ipsis vero austerus existeret, 

habito COnsiÜO, congregato notabili ac forti exercitu auxilioque20 

ducum Austrie non modico exierunt et castra metati sunt 
volentes armata manu a suo dominio et iure exire. Quibus 
Ludovicus dux oportuit occurrere, ne terra desolaretur ab eis 
et acceptis hinc inde stipendiariis consilio civitatum et auxilio, 
quanto potuit, forti manu occurrit apud Gameistorf et conserta25 
ibidem forti pugna durissime est aliquando diu bellatum ex 
utraque parte multis occisis. Tandem dux Ludovicus cruentam 
obtinuit victoriam et dispersis hinc inde nobilibus quosdam 
cepit, quosdam occidit, alii fugati ad sua castra redierunt, 
sicque omnes suo dominio postmodum subiecit. 30 

Sed quia cives Landshutenses in hoc bello se fideles, 
strennuos ac fortes exhibuerunt, idcirco predictus dux Ludo- 
vicus postea rex clipeo et armis, quibus usque in presens 
utuntur, eosdem privilegiavit pro sua audacia.* 

* dieses Blatt ist nachtraglich eingefügt, b hier fehlt das Wort 35 
inferioris der Quelle, c civitatentibus Hs. 

1 Oefele, Her. Bote. SS. I, 40. Nachdem oben der Text des Andr. 
teiedergegeben ist, folgt hier der betreffende Abschnitt aus des Anir. Quelle, 
aus der letzterer nur einen kurzen Auszug geliefert hatte. Die Aus- 
schmückung des Textes hier dürfte von Arnpeck selbst stammen, ohne dass 40 
man etwa xu vermuten hat, dass der Text des Chron. ursprünglich die 
hier sich findende erweiterte Form hatte. 

2 Arnpeck ist der Erste, der diese Wappensage erxalilt. Vgl. Heigel 
in den Chroniken der deutschen Städte XV, 250, Anm. L 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 247 — 

1313. ! constructa est nova Straubinga, qae 1283. ex ignis voragtne Andr. 59. 
in profesto 8. Pantaleonis martyris est consumpta, Fund. 1 

[F. 209] Item Otto et fratres sui multis nobilibllS, clericis Ebran 120. 
et aliis in Bavaria inferiori iorisdiccionem, absque tarnen causa 
5 sanguinis, vulgariter hofmarekgcricht, in suis villis et dominus 
vendiderunt. 

Cap. 25. * 

De Ludovico duce inferioris Bavarie, qui obiit 
sine liberis, et de Steffano duce inferioris Bavarie« 

10 Lndovicos dux Bavarie inferioris sine heredibus ab hoc Ebran 120. 

seculo migravit anno domini 1294. 8 Cui fratres sui Otto et 

Steffanus in hereditate successerunt. 
Sophia uxor eius.* 

Steffanus dux Bavarie inferioris decedente arehiepiscopo Herrn. Alt., 
15 Salczeburgensi Rudolf o 1290.» 3.* Non.* Augußü a in arcbiepiscopum est Oont. AU. 415. 

concorditer*> poetulatus *>. Sed nunciis Bomam misais, videlicet Courado Fund.* und 

Laventino episcopo et magistro Heinrico prothonotario* cum Andr. 70. 

multis aliis, super confirmacione eiusdem Steffani dominus papa ipsum 

reprobavit proptero defectum etatis, quia iam 21. annum habuit, etCont. AU. 
20 dictum Conradum Laven tinum arcbiepiscopum ordinavit et magistrum Fund.u.Andr. 

Hainricum protonotarium , canonicum Salczeburgensem iurisperitum» 

similiter ordinans ecclesie Laven tine episcopum constituit. 

De uxore eius Uta. 
Hie dux Steffanus Geuttam d7 filiam ducis Polonie de e Swid- Herrn. AU., 
nÜCZ e in uxorem duxit, ex qua duos filios, Hainricum et Ottonem, p, ' n ^on 8 
25genuit et* tres filias, Elizabet ducissam Austrie, Beatricem ™ p un ^ ß 
com it issam Goricie etAgnetem, que virgo aput niOnasteriumFelicis- 

* an den Rand der Hs. gesehrieben, offenbar um die im Text stehende 
Zahl 1288 zu berichtigen. b am Rand mit Einfügungszeichen, c propter — 
babuit am Rand hinzugefügt. <* Jutam am Rand. • später hinzugefügt. 

30 f et — degit am Rand mit Einfügungsxeichen. 

1 Diese Jahrzahl seheint mir irrtümlich entstanden zu sein aus 
der Angabe 1213 der Handschriften der Rezension A der Chronik des Andr. 

9 Zu 1288. Gedr. Oefele, Rer. Boic. SS. U, 339 und Neues Archiv 
XXIV 694. 
35 '■ Vielmehr 1296; Haeutle, Genealogie S. 104. 

4 Ludwig III. starb unvermähU; Haeutle a. a. 0. 

* Oefele, Rer. Boic. SS. 1I } 339 und Neues Archiv XXIV, 689. 

6 Von Arnpeek wohl eigenmächtig aus dem folgenden Text geschlossen. 

1 Judith, Tochter des Herzogs Boleslaus III. von Schweidnitz in 
40 Schlesien. 

9 bei der bett er zwen sün, Heinrichen und Otten. Vgl. Andr. 76,3. 

9 Auf dem Umschlagpergament (Innenseite des Vorderdeckels) von 
Clm. 14 594 (gedr. Oefele, Rer. Boic. SS. II, 341; vgl. Haeutle, Genealogie 
S.106, Anm. 4 und Neues Archiv XXIV, 702): Stephan us genuit(Frider[icum] 
45 übergeschrieben) Ottonem, Hainricum, Ludovicum, Elisabeth, quam duxit 
dux Austrie, Beatricem, quam duxit comes Goricie, et Agnelem, que 
virgo permansit, et Jutam. 



r^nrmfi* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 248 — 

vallis degit, 1 Et mortuus est ante fratrem suum Ottonem 
regem anno domini 1309.* Cui et filios et provinciam suam 
commendavit. 

Anno Christi 1322. in vigilia Michaelis Hainricus dux 
Bavarie inferioris cum sua milicia bello, quod apud Ämpfing 5 
exactum est, interfuit. 8 

Cap. 26. 

[F.209*] De dissensione trium ducum et divisione 

inferioris Bavarie. 

Chron* u. His eciam temporibus, id est anno Christi 1331. facta est 10 

Andr. 83* u. magna diesensio inter principes inferioris Bavarie, videlicet Hainricum 
5 8m seniorem, qui habebat in uxorem Agnetem 6 filiam Johannis regis Bohemie, 
ex una et inter Ottonem fratrem eins et Hainricum iuniorem, patruom 
eorum, partibus ex altera. Imperator igitur Ludovicus, cuius auxilium 
principes iuniores invocaverant, et Jobannes rex Boemie, socer senioris 15 
Hainrici, ac burggravius Nnrembergensis 7 cum multis principibus et 
nobilibus prepotentibus Batisponam venerunt, ut predictos principes 
ad concordiam atque pacem reducerent Sed cum mediis et viis 
multis attentatis nihil proficere se viderent duricia principum conten« 
dencium obsistente, tandem beneplacitum fuit iUis , ut principatus 20 
inter eos divideretur. In eadem autem divisione Hainrico seniori Lands- 
hut, Straubing, Schärdiog, Pfarrkirchen cessit et plura his adiacencia. 
Fratri autem suo Ottoni cessit Burckhausen, Öting, Trawnstain, Hall 
cum pluribus adiacentibus usque ad Salczburgam et in montana. 
Forro Hainrico iuniori, patruo predictorum, cessit Dingolfing, Landaw, 25 
Vilshofen, Deckendorf, Cham, Pogen, Kelhaim et plura adiacencia. 
Facta est autem hec inferioris Bavarie divisio circa festum Bar- 
tolomei apostoli transactis a priori divisione 8 , qua ducatus 
Bavarie in superiorem et inferiorem Bavariam dividebatur, 
annis 76. 30 

De bello trium ducum inferioris Bavarie. 

Chron* u. [F. 210] Anno domini 1332. in die cinerum cepit Hainricus 

Andr. 83 u. senior, dux Bavarie, fratrem suum Ottonem et patruum suum Hainricum 
548." 

1 Vgl. Necrologium Saeldentalense (Mon. Qerm. hisL, Necr. III, 367) 
xum 29. Oktober, daxu Mon. Bote. XV y 550. 35 

* Vielmehrl3W, wie Ampeck dem Seligenthaler Nekrologium [a. a. 0„ 
& 368 xum 20. Dezember) hätte entnehmen können. 

3 Quelle hiefür ist wahrscheinlich Chron. 41 : Ludwicus Habens in 
comitatu suo . . . patrueleni suum Heinricum ducem inferioris Bavarie. 

4 Clm. 903, f. 108. 40 

5 Die Textvergleichung ergibt, duss hier sowohl Andr. wie dessen 
Quelle, das Chran., benutzt sind. 

6 Vielmehr Margarete. 

7 Für diese Angabe ist Füetr. 177 Quelle; vgl. das. Anm. 1. 

8 Des Jahres 1255. 45 

• Clm. 903, f. 108. 
10 Wie Anm. 5. 



. r^nrmL* Original frarn 

Dy^uujjlL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 249 — 

cottidianis preliis, incendiis et rapinis impugnare. Qui se defendendo 
seo vindicando totam ex utraque parte terram a die cinerum usque ad 
featum S. Johanniß baptiste nulla interini inter eoe pace habita, niisera- 
biliter devastaverunt Verum juniores videntes se seniori resistere non 
öposse imperatoris Ludovici auxilium tarn for titer implorabant, quod 
cum forti exercitu Straubingam civitatem Hainrici senioris potenter 
obftedit et circumdedit feria 2. post festum 8. Udalrici. Et fecit pontem 
i u x t a GhalerB * x ultra Danubium et mansit in obeidione usque ad 5. feriam 
ante 8. Bartholomei festum. Quanta* autem tunc egestas pauperee Chron. 108* 

10 et ecclesias angebat et alia innumerabilia mala inferiores hö- 
rn in es opprimebant, nemo scribere potest. Non solum exercitus im- 
peratoris, sed eciam parcium civitatis sibi invicem contigue studebant 
alterutrum se vastare incendiis. Et quamvis civitati nullam vim inferre u. Andr. 83. 
potuerit, mansisset tarnen diucius et severiua laboraaset, si Joannes rex 

15 Boemie non venisset et tarn imperatorem cum duce Hainrico quam 
principes inter se concordasset. 

De obitu ducis Hainrici de Naternberg. 

Hainricus iunior dictus de Naterberg, dux inferioris Ba- Andr. 548. 
varie, filius Ottonis quondam regia, anno domini 1333. diem 
20obivit anno ducatus eius 2. sepultus in monasterio B. Marie W E bran 
virginis Felicisvallis cum suis maioribus. ' 

De obitu ducis Ottonis. 
[F.210*] Otto dux inferioris Bavarie, f rater Hainrici Andr. 548. 
senioris, anno ducatus eius 4. vivendi finem fecit sepultus Cf. Ebran 
25 in monasterio Felicisvallis anno domini 1335. Beatrix UXOr eius. 2 ' 2 ^ 

Ricbardis de Juliaco uxor eius. Sachs. Wehr.* 

Cap. 27. 

Qualiter imperator Ludovicus Hainricum söniorem, 
ducem Bavarie inferioris, procuratorem regni 
30 constituerit et mox revoeaverit. 

Hainricum ducem Bavarie inferioris eod em anno dominus Ludo- Andr. 84} 
vicus imperator regni procuratorem per Alemaniam bono c zelo c con- 
stituit et super boc suas patentes litteras sibi dedit. Mox igitur idem 
Hainricus vir potens et dives ad partes Rheni se transtulit, ubi pro 

35 * so Hs. *> Quanta — incendiis am Rand mit Einfügungszeichen. 

c am Rand mit Einfügungsxeicken. 

1 Rogers, Dorf an der Donau oberhalb Straubing. Die Angabe ist 
den Straubinger Annalen der Fund. (vgl. Neues Archiv XXIV, 694) ent- 
nommen: et fecit pontem in Cbabers (so) ultra Danubium. 
40 * Unrichtig. Ottos Oattin war die im Folgenden erwähnte Richardis 

von Jülich. Vgl. Baeutle, Genealogie 106. 

8 ///. bayer. Forts., Mon. Oerm. hist., Deutsche Ohroniken II, 343. 

4 Die TesdverglMckung ergibt, dass hier der Text des Andr., nicht 
jener des Chron., der Quelle des letzteren, verwendet ist. 

n {^r\r\nl'* Original from 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 250 — 

ostensione glorie «ue multa pecunia expensa civitatem Aquensem et 
quasdam alias attentare cepit non per se, sed per interpositam personam, 
regem videlicet Bohemie, ut eum litteras imperatoris haben tem susciperent 
et ei tanquam domino fidelitatis facerent iuramentum. Mox igitur civitates 
in termino, quem ad respondendum acceperant, ad imperatorem miserunt 5 
suum super tali proposito cousilium requirentes. Qui expavescens 
non solum prohibuit, sed et litteras ad omnes regni civitates festine 
direxit, quibus litteras de procuracione regni duci Hainrico datas 
seriosius revocavit. Et sie prineeps, qui pro magna gloria acquirenda 
exierat, i n glori u s ad propria est reversus. Mox igitur ut in terram suam 10 
reversus est, imperatorem quotidianis incendiis et rapinis infestare cepit 

Que inde bella secuta sunt. 

Chron.l08'u. [F. 211] Anno Christi 1336. Johannes rex Boemie Avinionem 

Andr. 84. 1 ven i en8 domino pape Benedicto XII. 2 est conquestus, quod imperator 

Ludovicus magnam duci Hainrico genero suo, quem filium appellaverit*,15 
iniuriam fecerit, eo quod litteras de procuracione regni sibi datas tarn 
subito et sine causa debita in eins confusionem revoeaverit. Super 
quo diversis consiliis hinc inde habitis multisque a papa promocionibus 
promissis promisit se velle imperatorem in anni spacio ipsi apostolico 
aut vivum aut mortuum assignare. Quo imperator comperto Bavariam 20 
inferiorem cum milicia copiosa, que b ad mille milia coronatorum 
galearum plane estimabatur, 8 intravit et in campestribus civitatis Landaw 
ad c aquilonem quasi in medio eiusdem terre castra metatus est 
iuxta fluvium Isaram. Cuius profunditatem si transire potuisset, libenter 
ac secure versus Boemiam festinasset. Cum autem ibidem per aliquot 25 
dies graviter ob victualium penuriam adversarios expeetasset, venerunt 
Johannes rex Boemie et dux Hainricus cum exercitu* iuxta Isaram 
fluvium ex opposito exercitus imperatoris. Imperator autem cum ad 
eos hostes transire non posset et ipsi per octo dies ab eo ad pugnandum 
expeetati non transirent vel transire formidarent, penuria victualium 30 
coactus a loco recessit et seeundum ripas fluviorum Isare et Danubii 
Palaviam descendit Ubi hominibus et iumentis revocillatis curribusque 
eorum victualibus onustatis omnia inter fluvios Eni et Isare preter 
civitates de-/ F. 2i/'7 vafitante8 nemine eos molestante.* Cum denique 

Ann. S.Steph. ad propria redierunt, aeeidit in autumno die translacionis S. Rud- 35 
59. berti, ut per imperatoris exercitum 400 galeatorum totum monasterium 

* so Hs. b que — estimabatur am Rand mit Einfügungsxeichen. 
c am Rand mit Einfügungsxekhm. 

1 Wie die Vergleichung ergibt, dienten für diesen Abschnitt beide 
Texte als Quelle. 40 

* Die Quellen sagen : Johann i XXII. 

* Vgl. Andr. 84 % Anm. 4. Arnpeck benutzt dessen Quelle. 

4 Vgl. Andr. 84 % Anm. 5. Arnpeck benutzt hier nicht dessen Quelle, 
sondern den Text des Andr. 

6 In den Quellen lautet dieser Satz vollständig ; ad propria redierunt. 45 
Arnpeck verwendet diese Worte im nächsten Satz, ohne die Konstruktion 
des nun verstümmelten vorausgehenden zu ändern. Diese Unbeholfenheit 
widerlegt die etwa auftauchende Vermutung, dass die folgende Nachricht 
einer Handschrift des Chron. eigen gewesen sein könnte. 

n (^rtonl - Original fronn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 251 — 

Weihen Stephen intus et extra omnimode devastaretur ac epolia- 
retur, ita quod eciam sacerdotes omnino denudarentur. Eex Chron. 109 u. 
autem Boemie et dux Heinricus in eo loco, ubi Imperator et ipsi castra Andr. 84. 
metati fuerant, ad triduum permanserunt, quasi imperatore fugato gloriose 
5 triumphaverint. Unde ipse rex Boemie volens se de promissis pape, ut 
supra dictum est, excusare domino apostolico sub sigillis quorundam 
principum Sclavorum et aliquorum in Bavaria prelatorum scripsit, quod 
sibi imperatorem, si quantocius non fugisset, aut vivum aut mortuum 
obtulisset 
10 Anno Christi 1337. Judei martirizaverunt Christum in specie Andr. 95. 

panis in opidö Deckendorf. 

De obitu ducis Hainrici. 

Anno domini 1338. 7. Kai. Beptembria Hainricus dux Bavarie Chron. 42 u. 
inferioris diemobivit sepultus in monasterio Felicisvallis, zeünquens Ann. S. Steph. 
15 filium Johannera , quem ex Agnete 1 filiaJohannis regis Boemie UXOTe nf Ebran 124 
sua genuit Qui sibi in ducatu inferioris Bavarie successit. chron . u. 

Eodem siquidem anno pridie Non. Octobris 8 Judei in Andr. 83,11. 
Straubing necn on in Deckendorf cremati sunt. Ebran 132. 

Eodem anno circa S. Affire festum locuste innumerabiles ab Oriente 7£ 1W 
20 per totam terram Bavarie in Frankoniam venerunt etc. Andr. 86. 

Fun*L A Flor.* 
Cap. 28. 

De Johanne duce inferioris Bavarie. 

/ F. 212 J Johannes dux Bavarie inferioris def uncto genitore suo Ebran 132 u. 
Hainrico totam Bavariam inferiorem possedit. Duxit in uxorem domi nam Füetr. 177. 
25Elizabet 6 filiam domini Ludovici imperatoris nee diu supervixit; ^^o Stenh 
nam in flore iuventutis sue sequenti anno post patrem viam universe $g J # Andr. ' 
carnis ingressus est. 54^ 

Ebran 132 u. 

De predicatoribus in Landshut; occasione Füär.177. 
inventa ceperunt canere. 

30 Defunctis denique dueibus Hainrico et filio Johanne cum Chron. 109 u. 

iam prineipatus inferioris Bavarie in mamis Ludovici ces&riBAndr. 85. 1 
venisset, dum fratres ordinis predicatorura in Landshut ad 
tempus siluissent, astuto* usi consilio et sub tili fallacia 

* cum quodam duce de Decke clam durchstrichen, dafür astuto 
35 — clam Es. 

1 Vielmehr Margarete ; vgl oben S. 248 9 Anm. 6. 

* Straubinger Annalen; Neues Archiv XXIV, 694. 

* 6. Oktober. 

4 Neues Archiv XXIV, 694. 
40 B Ausg. v. Eccard 1, 1634 ; Menschen S. 137 1 venerunt ... in totam 

Franconiam. 

6 Vielmehr Anna; vgl. Haeutle, Genealogie S. 107. Wie Atnpeck 
wohl xu dem Namen Elisabeth kam, lässt sich aus Anm. 5 daselbst 
schliessen. 
45 f Wie die Vergleichung ergibt, ist der Wortlaut beider Quellen benutzt. 

n p/% rt «[,> Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 252 — 

cum quodam satrapa de Deck, qui eciam noinen ducale l et digni- 

tatem adeptllS, clamcoraposuerunt, utviolenciam minitando* occasionem 
vel excusacionem eis pararet divina publice celebraudi. Quod et ita 
factum est. Cum itaque imperator in Landahut esset, tunc quadam 
die dictus dux de Dekke cum accensis faculis in monasterium ipso ru tu 5 
predicatorum venit claniitans, ut dicitur, quasi iratus et nimium furi- 
bundus, ut sine mora publice divina cantarent aut sue ecclesie et 
omnium rerum suarum in instenti periculum paterentur. Qui mox, 
sicut fertur, occasione excusatoria inventa, absolucione papali non 
expectata divina publice celebrare ceperunt. 10 

[F. 212*1 Hec de Bavarie inferioris ducibus dicta quoad 
presens sufficiant; alia etenira eorura gloriosa facinora ad 
me hactenus haut pervenerunt. Nunc vero ad comites 
Palatinos veniendum est, quibus expeditis ad duces superioris 
Bavarie demum revertendum iuxta ordinem erit. Quoniam 15 
quidem, ut supra* tactum est, Ludovicus comes palatinus 
Rheni, dux Bavarie superioris, elector, frater Hainrici ducis 
inferioris Bavarie, moriens reliquerat duos filios, Rudolfum 
et Ludovicum, Rudolfus successit patri in comitatu pa- 
latinatus b Rheni, de cuius linea iara dicetur, Ludovicus 20 
autem in ducatu Bavarie superioris, qui postea regnum 
adeptus est, de quo demum adiungetur et de eiusdem 
heredibus. c 

[F. 214 J Cap. 29. 

* De palatinis Rheni comitibus et primo 25 

de Rudolfo. 

Not. Fürst. Rudolfus comes palatinus Rheni, elector, dominam Mathildim 

u. Ändr. 91. filiam regis Adolfi uxorem duxit; que multas postea lites temporibus 
Sachs. Wehr. 8 Ludovici regis suscitavit. Ex q u a tres filios, Rudolf um, Rupertum et 
Ändr. 91. Adolf um, progenuit. 30 

Andr.72. Anno Christi 1302. Rudolfus palatinus, dux Bavarie, 

Machtildim 4 filiam regisRudolfi, matrem propriam, de suspecta 
familiaritate cuiusdam militis dicti Ötlinger nimis notabiliter diffamavit 

et ipsum miiitem decollari precepit. 5 

a incitando Hs. *> palatinus Hs. c F. 213 ist leer. 35 

1 Wohl ans der Bezeichnung dux im folgenden Text geschlossen. 

* S. 238. 

* /. bayer. Fortsetzung, Mon. Oerm. hist., Deutsche Chroniken II, 330. 
4 Vgl. oben S. 236, 22 und 238, 23. 

* Vgl Herrn. Alt. Cont. III. (Mon. Oerm. hist, SS. XXIV, 57), 40 
welche aber sonst nicht benutzt erscheint, zum Jahr 1302: Et in die sancte 
Margarete predictum Conradum de Oteling decollari fecit propter quandam 
infamiam. 



r^rtrtrtlr- Original frorm 

byV^UUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 253 — 
Hie Rudolfus preeipui nominis in regno yidebatur 

Romano. Unde cum rex Albertus anno Christi 1308. in festoC/1 Andr. 73. 
Philippi et Jacobi apostolorum gladio fratruelis sui eorruisset, 
prineipes, quos auetoritas respicit eligendi, cum pro alio 
5 ydoneo regni rectore non multo post sagaci studio laborarent, 
papa Clemens V. ad peticionem pariter et exbortacionem 
.N. 1 regis Francorum, quia tunc ipsum apostolicum et caput 
mundi cum cardinalibus causante malicia ßomanorum in sua 
tenuit 2 potestate, id est in Francia, domino Rudolfo illus- 
10 trissimo duci Bavarie cum honestis nuneiis subnotatas 
litteras destinavit. Qui tunc inter alios electores ab omnibus 
potencior et famosior habebatur. 

Tenor litterarum 8 apostolici. 

Clemens episcopus servus servorum dei. Dilecto filio, nobili viro 

15 Bndolfo duci Bavarie salutem et apostolicam benediccionem. De acerbe 
mortis occasu, quem pertulit clare memorie Albertus rex Romanorum, 
cum auditui nostri apostolatus innotuit, presertim propter casus horri- 
bilitatem doluimus et expertes [F. 214* J aduc esse doloris huiusmodi 
non valemus. Propterea* nobilitatis tue novit circumspeeta prudencia, 

20 quod Aleroanie regni provisio precordialissime nos et ecclesiam Bomanam 
contingit, et ut de persona utili provideatur, non modicum dinoecitur 
oxpedire. Propter quod profundis meditacionibus asaiduisque solicitu- 
dinibus excitamur et desideramus ab intimis b cordis nostri, ut talis ad 
dicti regni regimen eligatur, qui discrecionis providencia preditus, consilii 

25 maturitate conspieuus, magnanimitate sublimis et precellens virtutibus 
habeatur quique mentis oculis erectis ad deum et in suis processibus 
previum habens altissimum erga ipsum et memoratara ecclesiam splendore 
sue fidelitatis eluceat et precelse devocionis efferveatc puritate eamque 
studeat sicut matrem et dominam filiabus studiis revereri et regni 

30 ecclesias memorati ecclesiasticasque personas afiectu propicio earumque <* 
libertates* et iura nedum* quod* iUibata conservet, verum eciam tan- 
quam prineeps catholicus favorabiliter potenti brachio tueatur sueque 
virtutis operaciones indesinenter adieiat, ut eiusdem regni ac tuus et 

a Preterea Hs. b internis Tolner. <> efferbeat Hs. d eorumque Hs. 
35 « liberalitates Hs. f non modo Tolner. 

~ l Philipps IV. des Schönen. 

* Vgl. Sachs. Weltchonik, I. bayer. Fortsetzung 334: Also behielt 
er den pabst und die cardinal in sinem lande. 

• Wie Arnpeck zu dem Texte dieses päpstlichen Briefes kam, lässt 
40 sieh nicht feststellen. In den sonstigen von ihm benutzten Quellen findet 

er sich nicht Gedruckt ist der Brief bei Tolner, Codex diplomaticus 
palatinus, S. 82. Vgl. Böhmer, Regesta imperii 1246— 1313, S.344; Heide- 
mann in Forschungen zur deutschen Geschichte XI, 50; Thomas, Zur 
Königswahl des Grafen Heinrich von Luxemburg, S. 9 und 83; Riezler in 
MAventinus, Sämtliche Werke III, 382; Kraussold, Die politischen Be- 
ziehungen xxcxschen Deutschland und Frankreich während der Regierung 
Heinrichs VIL, S.26. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

UNIVERSITYflF MICHIGAN 



— 254 — 

aliorum principum ipsius regni Status prospere conservetur et exaltetur 
deo propicio felicibus incremen tis et magnificis honoribus attollatur, et 
qui terre sanete tribulacionibus et pressuris divino excitatus spiritu, 
pio affectu compaciens tamquam fortis athleta domini et pugil strennuus 
crueifixi ad recuperacionem ipsius, ad quam desideria nostra vehementer 5 
aspirant, operam efficacem impendat et solicitis et oportunis studiis 
elaboret. [F. 215] Eapropter opus est, ut tu, qui unus de electoribus 
eiusdem regis fore dinosceris , super boc ingenium acuas mentis tue, 
animi virtutes exerceas et ft cum exaeta diligencia et cautela provideas 
ac debita consilü maturitate consideres, qualiter id valeat deo volente 10 
ad effectum debitum pervenire. Quare nobilitatem tuam rogamus, monemus 
et bortamur attencius, quatenus premissis diligenti meditacione pensatia 
de huiusmodi persona attencione solicita studeas cogitare et, priusquam 
ad eleccionem procedatur, nobis cogitacionem huiusmodi et deliberacionem 
super hoc omni occasione postposita celeriter intimare procures K Nos 15 
etiam cogitaraus et cogitabimus super hoc meditacione solicita et in- 
tencionis nostre propositum, ut per illud caucius exietas premunitus, 
tibi deo propicio curabimus intimare. Sic igitur in premissis te reddas 
providum et attentum, sie solicitum et diligentem exponas, quod tua 
fruetuosa operante virtute nostris in hac parte desideriis satisfiat et 20 
preter retribucionis eterne premium tibi exinde proventurum nostram 
et sedis apostolice benediccionem et graciam plenius consequaris. Datum 
Pictavii 13. Kai. Julii pontificatus nostri anno 3. 1 
Cf. Andr. 75. Sanetunc Hainricus comes Luczelburgensis in regem est 

electus. Denique prefatas litteras apostolicas huic opusculo25 
inserere curavi, ut ex eis honor aut gloria huius prineipis 
clarius elucescat. 

Hie Rudolf us utilia privilegia anno Christi 1315. ecclesie 
Frisingensi liberaliter donavit.- 
Fund} Insuper cum fratre suoLudovico in Monaco monasterium30 

fratrum heremitarum S. Augustini fundavit anno Christi 1301. 
Füetr.171. Porro mortuo imperatore augustissimo [F. 215'] Hainrico de 

Luczelberg duo fuerunt per electores delecti, Ludovicus dux Bavarie 
superioris et Fridricus dux Austrie. Cui Rudolf usc comes palatinus 

Reni votum suum dederat et eidem iuravit ac constanter ad- 35 
hesit, non autem fratri suo carnaii, sed pocius ei semper rebellis 
fuit. Cum itaque post multorum annorum curricula Ludo- 
vicus imperator iam diu fratrem suum predictum Rudolfum 
comitem palatinum Rheni tollerasset nee ulterius contunaacem 
sustinere nequiret, maxime cum omnes imperii principes^O 

Andr. 549 u. sibi ad nutlim Obtemperarent, forti manu in Rhenum se contulit, 
Fiietr. 177.* 

* ut Tolner. *> fehlt bei Tolner. c Rupertus IIs. 

1 19. Juni 1308. 

* Oetneint ist wohl die bei Meichclbeck, Historie Frisingensis 11, 1 7 123 
abgedruckte Urkunde Rudolfs. 45 

* Vgl. unten Kap. 45. 

4 Der letztere Text ist hier vorherrschend benutzt. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 255 — 

eum a sua terra fugavit. Qai in Angliam fugiens ibidem in exilio diera 
obivit. Tres autem filii eins genitore exiliato profugi apud principes^S. 
hinc inde se iuvantes, ubi et quomodo poterant. Quos iinperator audiens 
esse viros strennuos eos ut benignus pater in pace et gracia 
5 convocavit inquiens: Filius non portabit iniquitatem patris, et princi- 
patum patris eorum inRheno eis restituit cum aliquibus civitati- 
bus in Norico, videlicet Amberga, Cham, Novoforo, et castris quibusdam. 
Hec divisio facta est in Pavia feria 6. ante Oswaldi martyris anno 
domini 1329.» 

10 Sequitur de his tribus fratribus secundum ordineni. 

Qui principatum suum multum augmentarunt et ditarunt, maxime Ebran 121. 

Ropertus Ruffus. 

[F. 216] Alibi sie scribitur: Rudolf us et Rupertus 

Ruffus dictus, fratres, filii Rudolfi comitis palatini, fratris 
15 imperatoris Ludovici, ac Rupertus filius Adolfi fratris 

eorundem provincias cum Ludovico cesare in Reno, Bavaria, 

Suevia et Austria diviserunt in Pavia feria 6. ante Oswaldi 

anno Christi 1329. b 

Cap. 30. 
20 De tribus fratribus. 

De Ruperto Ruffo comite palatino Rheni. 

Rupertus dictus Ruffus, eo quod ruffos crines 1 habuerit, nutix* Andr. 98 u. 
est anno domini 1300. in die Cosme et Damiani in Castro Wolftartz-54& 
hausen et fuit confirmatus in die S. Remigii anno etatis sue 10. Hic^wnd. 2 
25erexit in Heidelberg Studium generale. Obiit sine liberis. Duxit ^ W *" B j?*' 
filiam comitis de Gulch 8 ; seeunda UXOr de Monte. 4 Not? Fürst. 

De Adolfo comite palatino Rhein. 

Adolf us comes palatinus, dux Bavarie, natus est annojF w «tf. & 
domini 1306. in die S. Ciriaci. Qui fuerat baptizatus et confirmatus 
30 in vigilia assumpeionis beate virginis Marie per reverend i s s i m um 

Conradum episcopum Ratisponensem , com item de Luppurgk. 6 H i c Not. Fürst. 
duxit in uxorem Irmigardem filiam comitis de Oting, ex qua genuit Andr. 91, 549 
Rupertum, qui et Adolfus. Et obiit in c etate iuvenili ante fratres u ' 552 ' 

suos Heidelberge 7 humatus. 

35 a 1339 corr. 1329 Es. b 1339 Hs. c i n - iuvenili am Rand mü 

Einfügungszeichen. 

1 Andr. 98: rufos crines; 549: rufam barbam. 
* Gedr. Oefele, Her. Bote. SS. 11,340; Neues Archiv XXIV, 676 
und 715. 
40 8 Vielmehr von Namur; Haeutle, Genealogie S. 19. 

4 Beatrix, Tochter Herzog Wilhelms 1. von Berg ; Haeutle a. a. O. 
6 Oefele und Neues Archiv a. a. O. 

6 Aus Andr. 72, 7. 

7 Vielmehr in Schönau bei Heidelberg ; Haeutle, Genealogie S. 9. 



r^rtrtrtlr- Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 256 — 

De Rudolfo comite palatino Rheni. 

Fund. 1 Rudolfus comes palatinus Rheni, dux Bavarie, ortua 

est anno domini 1309. in die Primi et Feliciani martyrum, con- 
firmatus anno 10. » per Conraduni episcopum Frisingenseni. Hie non 

genuit fiiios, ex b . . . c filia Caroli 2 regis Hangarie, patris5 

Andr. 549. Ludovici regis, sed unicam filiam . .. c , quam duxit in uxorem 
Carolus 3 marchio Moravie, postea rex et imperator. Hie * 
Not. Fürst primum duxit filiam ducis Karinthie dietam de Saerenten. 

[F.2W] Cap. 81. 

De Ruperto comite palatino Rheni. io 

Andr. 549. Rupertus comes palatinus Rheni, dux Bavarie, duxit in 

uxorem . . .c filiam regis Sicilie. Ex qua genuit Rupertum cogno- 

Ebran *124uxento Klemm, liic bellum habuit cum duceSaxonie. Unde aeeidit, 

u. Füetrer 181 n t quadam vice armata manu potenter Saxoniam in t rare t. Cui dux 

oecurrit, et factum est prelium magnum in die illa, et palatinus bis 15 

u. Andr. 556. victoriam obtinuit uno die, sed tercia vice superveniente quieto exercitu 
suecumbens captus est a duce ßaxonie, et licet multi mediatores inter- 
cessissent, tarnen diu a captivitate liberari non potuit. Demum ipse 
dux dedit eum regi Bohemie captivum. Tandem poßt multas dietas 
et collaciones© hinc inde habitas* Carolus marchio Moravie . . . c 20 
filiam Rudolfi patrui sui in uxorem duxit Cui dominus Rupertus 
palatinus tarn pro sua liberacione quam pro dote in Norico ante 
nemus bohemie um castra et civitatis plures dedit. 
Füetr. 182. Huic Ruperto comiti palatino Rheni, dum bellum ageret cum 

liga suevica et renensi, rex Carolus Francie, gener Stefiani ducis 25 
Bavarie, exercitum armatorum transmittere voluit Ipse respondit inquiens : 
Ego bellatores annatos sufficientes habeo ad resistendum civitatibus in 
liga, dumtaxat desidero, ut ipsi mecum congrediantur. Sed ipsi nolebant 

Cap. 32. 
De Ruperto Klemm postea rege. so 

Andr. 118. [ F. 217 J Rupertus comes palatinus, dux Bavarie, orthodoxus, man- 

suetus, in rebus bellicis strennuus et in defensione oppressorum sollicitus. 

119. Hie cognomento vulgo dictus est Chlemm, quod interpretatum latine 

pressura sonat. Quod nomen eum quidam dieunt aeeepisse a patruo 

a XL Hs. b ex — regis am Rand mit Einfügungszeichen . c feer C 35 
Stelle Hs. d Hie — Saerenten am Rand Hs. * colluciones Hs. f habitis 
Hs. trotz geänderter Konstruktion wie die Quelle. 

1 Oefele a. a. 0. S. 341 und Neues Archiv a. a. 0. 
* Rudolfs IL erste Gemahlin Anna war vielmehr die Tochter des 
Herzogs Otto IL von Kärnthen; Haeutle, Genealogie S. 15. 40 

3 Vgl. Ebran 124,23 und Füetr. 177, 35. 

4 Zum Folgenden ist der Wortlaut Ebrans, dann Füetrers und 
ausserdem auch des Andreas verwendet. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 257 - 

suo Ruperto, qui dictus est Ruffus, eo quod primum pressus paupertate 
parum habuit. Alii dicunt eum sie vocatum, eo quod fortiter hostos 
reipublice presserit. 

De liga. 

5 Anno Christi 1382. cum civitates 1 Romani imperii de diversis Andr. 112. 

incomodi&Wentzeslao regi Romanomm etBoemie conquererentur, 
cum eis Jigam fecit. In qua erant omnes civitates Romani imperii per 
Alemaniam e t arebiepiscopus Salczeburgeusis et civitas Ratispona, Dum 
autem invasores reipublice per ligam huiusmodi graviter urgerentur et 

10 civitates quodammodo de hoc intumescerent, suspicati sunt prineipes," 
quod per hoc ipsorum potestas turbari posset. Succedentibus igitur 
ibi invicem malis Wentzeslaus rex civitates iuvare dissimulat. 

Ea tempestate civitates de liga exercitum 800 armatorum apud Füetr. 182. 
Spiram collegerunt. Quo comperto cornes palatinus Rupertus iunior 

15 oecurrens cum eis conflictum habuit, licet minor numero fuerit, 200 tarnen 
ex eis interfecit gladio et 300 vel quasi captivavit gloriose triumpbans. 
Erant autem inter captivos 40 in una societate, qui multa mala incendiis 
et rapinis exercuerant, qui nunquam comprehendi poterant pluribus 
stipendiis et sumptibus pro eis expositis. Quibus dux ait: Vos furtive 

20 in nocte incendiis me molestastis, ego autem clara die vobis talionem 
reddam. [F.217'J Qui illico in fornacem accensam y ubi lateres urebantur, 
proiecti miserabiliter consumpti sunt. 

Item Pilgerinus arebiepiscopus Salczeburgensis in monasterio Andr. 112. 

Raitenhaslach a duce Fridrico capitun Idcirco interdictum 
25 per totam suam provinciara observabatur. Et cum remisse 

custodiretur, pedester evasit et in opidum suum Tittmaning 

pervenit, 2 ubi cum processione solenniter suseipitur. Sane^^r. 112. 

lis inter civitates Romani imperii et omnes prineipes Alemanie concitatur, 

Hie Rupertus comes palatinus Reni, qui et postea rex Romanorum, 

30 in monte ex opposito civitati Ratispone contra ipsam castra metatur. 

Castrum Btauff a dueibus Friderico de Landshut, Steffano de Ingolstat 

eiusque filio Ludevico, Johanne de Monaco eiusque filio Ernesto, Alberto 

de Straubing neenon predicto Ruperto obsidetur. 

Item 1387. civitates imperiales 3 incendiis et predis ab Augusta Ebran 128. 
35 usque Abach Bavariam pertransierunt potenter USque Ratisponam, 

sed in reversione in campo Lici per Steffanum ducem de Ingelstat 4 

sunt profligati. 

Anno domini 1388. forus Ratispone 5 assultu impetitür et ob- Andr. 112. 
tinetur. Congregacio prineipum per obsidionem impugnato, sed non 

40 f Vgl. unten Kap. 63, teo derselbe Text verwendet ist. 

1 Vgl. Mitteilungen der Gesellschaft für Salxburger Landeskunde 
XXVIII, 37. 

8 Die gleiche Erxählung unten in Kap. 63. 

4 Die Quelle sagt: von den fürsten. 
45 B Das ist ein Irrtum Arnpecks. Andr. sagte : forus ibidem, wobei 

letzteres Wort sich auf Castrum Btauff (vgl. oben Z. 31) bexieht. Der 
Markt zu Donaustauf wurde eingenommen , nicht der xu Regensburg. 
Unten Kap. 63, wo der nämliche Text noch einmal benutzt ist, hat Arnpeck 
den richtigen Wortlaut übernommen. 

Quellen u. Erörterungon N? F. ITT. | fr£ n 

xJ by V^OOglL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 258 — 

expugnato dicto Castro dissolvitur, preurbium Ratisponense a Ratis- 
ponensibus subvertitur, et hoc erat daranum non reparabile monasterio 
S. Magni ; erat enim iam in meta, ut dictum monasterium aubverteretur, 
113. quod tarnen divina clemencia non est factum. Fit denique eodem anno 
in die S. Briccii a quibusdam de müitibus principum et Ratisponensibus 5 
in campo ante portam S. Jacobi prope montem dictum Purgerperg con- 
flictuß, ubi postremo a Ratisponensibus triumphatur. Post hec 1389. 
principes et civitates de liga demptis quatuor civitatibus 
per electores imperii concordati fuerunt. 

Andr. 559. [F. 218*] Hie Rupertus ex uxore sua Elizabet filia burgravii 10 

Nurembergensis genuit sex filios, Ludovicum, Rupertum Pipan, 

Fridricum — hii duo eine liberis 1 discesserunt — , Johannen*, Stef« 

fanum et Ottonein, et tres filias, Margaretam ducissam Lothoringie, 

Chr. Slams.* Elizabet, quam duxit Fridricus dux Austrie, comes Tirolis, que obiit 

in die S. Silvestri anno Christi 1409. in monasterio Stambs sepulta, l ^ 
Andr. 559. et Agnetem uxorem Adolfi comitis de CliWs, quem rex Sigismundus 
postea ducem creavit. v 

Königsh. 854. Anno Christi 1396. cum Sigismundus rex Hungarie circa fest um 

8. Michaelis 8 in campo castri maioris Nicapolis vulgariter Schiltaw 
Andr. 558 u. nuneupati stragem a Turcis perpessus ac Johannes Burgundie dux cum 20 
Fiietr. 183. multis Christianis captus fuisset, Rupertus Pippan difficulter evasit 
et misere ad propria rediens in brevi defunetus ac Amberge sepultus est. 

Hec Ä hystoria clarius ponitur in cedula: 
Andr. 117. [F. 217<*] Anno domini 1396. factum est passagium contra Turcos, 

tuneque Johannes dux Burgundie cum magna mullitudine per Bavariam 25 
venit contra ipsos paganoB. Quem multi de nostratibus sequebantur, 
inter quos preeipuus erat dux Rupertus filius Ruperti comitis palatini 
Reni, ducis Bavarie, qui et postea rex Romanorum. Item Cristail b 
Frawnberger vom Hag, Georgius de Frawnhofen, Stefianus 
Schmiher c a d ßatispona in Danubio descenderunt pluresque30 
alii milites, .N.° Charamerstainer, .N. Reichhaiti nger etc., 
predicante contra Turcos crucem domino Johanne de Eugubio 
ordinis predicatorum a latere legato. Ubi dux Johannes cum 

multis capitur, ceteri omnes aut submerguntur aut interficiuntur aut 
fugantur Hungaris terga vertentibus. 4 £ quibus dux Bavarie 35 
cum magna penuria revertitur et statim post Amberge moritur et ibidem 
sepelitur. De captivis multi capitis detruncacione necantur. Dux 

«Hec — cedula Randnotiz auf F. 218; die cedula ist F. 217°, 
ein zwischen F. 217 und 218 eingeheftetes Blatt. b Georgius carr. Cristan 
Hs. c am band: miles creatur. da- descenderunt am Rand. e .N. — 40 
Reichhaltinger am Rand mit Einfügungsxeiehen. 

1 Nach Ebran 147, 16 und 17. 
* Pez, SS. Rer. Austr. II, 459. 

8 Die Schlacht von Nikopolis (Schütau) fand am 25. September 
1396 statt. 45 

4 Wohl auf Qi und der S. 259, Z. 7 folgenden Stelle hinzugesetzt. 

rv v ^k r^nnnl^ Original frarn 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 259 — 

vero Burgundie reservatur et paulo post ex pacto a captivitate solutus 
in Burgundiain revertitur et multis annis postea dominatur, postrenio 
tarnen a delphino occiditur. Causa huius magne intericionis exercitus 
Christianorum quidam dicebant esse peccatum Francorum propter lubricam 
5 et inordinatam ipsorum vitam, cum terras nostras pertranairent, alii 
dicebant animositatem ipeorum, eo quod in acie belli se Hungaris pre- 
ferebant, alii dicebant o b fugam ipsorum Hungarorum cum rege ipsorum. 
Hie tarnen fertur dixisse: Hungaros in acie belli constituite; quod si 
non feceritis, de iuvamine ipsorum certos vos reddere non valeo. Quid 

10 horum interfuerit, novit ipse, quem latere nihil potest. Sed et hoc 
notum est, quod sola Christi cruce duce unus fugat mille. 

[F. 217«'] Johannes Gaieacius Vicecomes primus dux Mediolanensis Ja *. Ph._ Berg. 
1395. creatus est. Johannes Maria Vicecomes seeundusdux. Philippus j 55 j££\ ° ' 
Maria AngeluS tercius dux. Franciscus gener quartus dux. Oaleatius /. XV, f. 170, 

15 Maria Vicecomes quintus. Johannes Maria Vicecomes sextus. 174», 179. 

[F.218] His temporibus regnavit Wen tzeslaus Romanorum Xndr. 113. 
et Boemie rex, homo effrenis, inutilis et incompositus, qui nee in- Konigsh. 495. 
tollerabile scisma, quod per multos annos in ecclesia cum multo eiusde m 
discrimine duravit, intereipere curavit, sicut regis huiusmodi sedare et 

20 compescere interest, nee fuit augmentator imperii, sed pocius dissipator. 
Quinymmo propria manu 1 interfecit, subraersit, combussit et crudeliter 
martirizavit multos venerabiles dominos, prelatos, clericos et religiosos 49$. 
sine culpa contra iusticiam, iniquas sentencias tulit atque iniusta 
iudicia fecit, de quibus omnibus et multis aliis pluribus fuit 

25 communis vox et fama, si faraa mereatur dici. Quare sepius per 
prineipes electores monitus et avizatus, ut vitam suam in melius mutaret 
[F. 218'] et pro sanete ecclesie pace et unttate laboraret ac ecclesias 
et monasteria instauraret. Hec monicio sepissime facta non 
profecit in eo. Unde electores ad eum deponendum et ad melius regno 

30 providendum convenerunt in Franckfordia tres archiepiscopi, Maguntinus, 
Treverensis, Coloniensis y Rupert us comes palatinus Rheni et dux Saxonie 
ac Leopold us dux Austrie et multi alii prineipes et domini de omnibus 
civitatibus Reni et consiliis multis initis nil effecerunt. Deinde con- 
venerunt in Marpurg, postea in Maguncia, deineeps in Franckfordia et 

35nunquam se concordarunt nee quidquam fecerunt. Novissime electores 497. 
scripserun t regi Wentzeslao citantes eum peremptorie premissacanonica 
ammonicione, ut in crastino S. Laurencii personaliter compareret 
coram eis in opido Leinstein super Reno responsurus articulis sibi 
obiciendis, alias regno privareturet alius in locum suum eligeretur 

40et subrogaretu r. Anno domini 1400. convenerunt igitur ad prefixam 

dietam prefati tres arch iepiscopi et Rupertus palatinus et multi prineipes 

alii et domini et ambasiatores ac procuratores civitatum imperii. Rex 

autem et dux Saxonie ac marchio Brandenburgensis, licet sint electores 

et vocati fuerint, non tarnen venerunt. Et postquam 10 diebus regem 

45 expeetassent et nee ipse aut aliquis legitimus eius procurator eius 
loco veniret, prefati tres archiepiscopi et palatinus eundem Wentzeslaum 
mediante iusticia deposuerunt et eum regno et omni dignitate 

1 Hier hat auch Ebran 133 Königshof m benutzt; Arnpeek gefä auf 
letzteren zurück. 



C^r\r%Cf\t> Originalem 

by VrUUglL UNIVERSITYOF MID 



— 260 — 

privaverunt ob sunm pessimum regimen et absolverunt* a fidelitate et 
[F. 219] iuramento omnes imperii subiectos mandantes, ut nullus sibi 
obediat. Hec sentencia publice coram omni populo 20. die raensis 
Augusti est leeta, ac sequenti die prenomiuati electores hunc Bupertum 

palatinum Reni elegerunt, et in die S. Egidii 1 Aquisgrani 5 
l.XIV f. 155 COronatus est regnavitque annis 10 homo sane christianissimus et 
u.Schedel236. iusticie cultor. 

Andr. 119. Anno Christi 1401. tempore Bonifacii IX. in octava S. Augustini 

Katisponam venit, ubi cantato responsorio: Salus nostra, cum reliquiis 

a clero et populo honorifice suscipitur. Postea eodem itinere cum 10 

exercitu magno intravit Italiam pro imperiall benediccione Rome a Boni - 

Jac. Ph. Berg, f&cio IX. accipienda. Quem Florentini propter ipsius animi magni- 

'• ^Y* f* ^ 5 tudinem contra Johannem Galeacium Mediolani p r i m u m * ducem 

u. Schede* 236. u fä m& desperacione ducti auxiliatorem sibi in Italiam b vocaverunt, 

hac tarnen condicione, ut non prius promissam pecuniam acciperet, quam 15 
Jac. Ph. I. f. Galeacii ducatum attinge r et. Quod et factum est. Brlxianum itaque 
agrum cum exercitu ingressus partem pecuniarum a Floren tinis accipiens 
cumGaleacio pugnare cepit, sed ab ipsoGaleacio s tat im superatus 
et profligatus atque prorsus dissipatus Tridentum cum paucis 

profugit et rem Florentinam in magno discriraine reliquit20 
instauratoque exercitu Patavium cum eodem veniens a Francisco 
Carario comite exceptus fuit. Venecias deinde accedens a Venetis 
bonorificentissime susceptus cladem receptam lamentabiliter exposuit. 
Veneti autem eo audito multis donis e t policitacionibus, ne in Germaniam 
rediret, retinere eum annixi sunt, sed minime potuerunt. 25 

Andr. 119. Anno domini 1402. ad propria est reversus. Causa autem invidie 

ducis Medio- ^.F. 219'] \&ni fuit, quia Wentzeslaus rex Jo- 

Andr. 127 f h an n em Galeaceum Vicecomitem ducem ereavit et dedit ei Lambardiam, 

Konigh. 495 q U e fuit et est sacri imperii; quod rex Bupertus ratificare noluit, 

"' E A^dr 127 sicUt DeC debuit - 3° 

Ebranl34. Hie Bupertus rex fortiter bellavit contra Wentzeelaum regem 

Andr. 113. Bohemie, qui se aduc scribebat regem Bomanorum 9 et civitatis, opida 
Ebranl. c. et castra plura in Norico ante nemus bohemicale in dedicionem 

aeeepit 
Andr. 131. c 1409. in concilio* Pisano Gregorius XII. et Benedict« XIII. 35 

depo siti sunt et Alexander Y. electus est. Bex Bupertus appellacionem 
123 u. Schedel interposuit et in obediencia Gregorii permansit. Quare Johannes 

236 ' Maguntinus cum suis suffraganeis et aliis insurrexerunt 
contra eum. Bellum autem futurum, quod maximum puta- 
batur, per mortem regis mox terminatum et sedatum est. 40 

Andr. 123 Anno Christi 1410. rex Bupertus in proposito suo contra 

concilium Piß an um in obediencia Gregorii in Oppenhaim nioritur et 

• absouerunt Hs. *> Italia Hs. c der folgende Abschnitt am Rand. 
<* consilio Hs. 

1 1. September. Vielmehr am 6. Januar 1401 und nicht zu Aachen, 45 
sondern in Köln. 

1 Vgl. oben S. 269,12.] 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 261 — 

Heidelberge ad ranctum spiritum 16. mensis Maii sepelitur. Sequenti 
vero anno mortua est coniunx suaEtizabet filia burggravii de Nurem-a. 559. 
berg — videtur* , quod fuerit soror Friderici, qui creatus est 
marchiü Brandeburgensis — relinquenteö superetites quatuor filios, 
5 Ludovicum, Johannem, Steffknum et Ottonem. 

Cap. 33. 

De Ludovico comite palatino Rheni, duce Bavarie, 

electore, ceco. 

Ludovicus comes palatinus, dux Bavarie, elector, possedit Ebran 147. 
10 principatum patris Slli llt Senior, fratres suos contentavit civitatibus, 
opidis et castris aliis hinc inde. HlC Ludovicus duas UXOreS 
habuit; prima 1 filia regis Anglie, ex qua genuit Rupertu m , Andr. 166. 
qui etatis 8ue 20 in penthecoste anno domini 1426. obiit; secunda 

uxor fuit Mathilde b filia coraitis Subaudie, ex qua genuit tres Ebran 148 u. 

15 filios, Ludovicum, Fridricum et Ropertum, et duas Alias, Machlldim, 1&6* 

quam duxit Ludvicus c comes de Wittenberg, quo defuncto 
accepit eam in uxorem Albertus dux Austrie, frater Fridrici 
imperatoris, et sepulta est Heidelberge; 2 alia ds intravit 
ordinem S. Cläre. Similiter et predicte due [F. 220] uxores 

20 Heidelberge humate sunt. 4 Hic e Ludovicus cum uxore sua 
Mathilde oravit omnes horas canonicas. Ad cuius induccionem 
reformacionem introduxit ad Heidelbergam fratrum minorum 
anno Christi 1426. 

Item anno domini 1415. Johannem papam XXIII. per con- Andr. 148. 

25 eiliumConstaneiense depositum Sigismundus Romanorum rex, Romane 
ecclesie advocatuß dictique concilii protector et defensor, hui c Ludovico 
comiti palatino Reni ad servandum sub custodia tuta in aliquo loco 
honesta, quamdiu dicto sacro generali concilio pro bono unionis ecclesie 
videretur, committit, quia ipse de obediencia Gregorii XII. erat. A 139. 

30 quo ductus in castrum Reni Monheim nuncupatum honeste ab eo, sicut 
diffioitum erat, tractatur. Tandem Martinus papa misericordia^ß. 
raotiiß eundem a captivitate absolvit et cardinalem fecit. 6 Qui 

» videtur — Brandeburgensis am Rand Hs. b am Rand Hs. 
c am Rand mit Einfügungsxeichen. d alia — Cläre am Rand mit Ein- 
35 fügungsxeichen. c Hie — 1426 F. 219* am Rand. 

1 Blanka, Tochter König Heinrichs IV. von England. 

2 Mechtilde starb 1482 xu Heidelberg und wurde xuerst in der 
Kartause Güterstein an der Seile ihres ersten Gemahls beigesetxt; 1555 
trurden beider UebetTeste nach Tübingen übertragen; Haetdle, Genealogie S. 29. 

40 8 Margarete. 

4 Nur Mechtilde; Blanka ist in Neustadt a. H. begraben. 
6 Für die Abweichung vom Texte des Andr. liegt wohlJac. Ph. Berg, 
lib. XIV, f. 157 xu Grunde: Martinus . . . Baldessarem ipse e carceribus 
liberavit . . Martinus autem ea bumilitate commotus . . . ipsum in numerum 
45 cardinalium assciscens . . . 



byGl Original fror, 



UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 262 — 

Balthasar de Cossa dictus pro expensis dedit Ludovico prefato comiti 
Palatino 40 miliar florenorum. 
148. JUm *dem Sigismundus rex profecturus in legacione concilii * 

a d Arrogoniam ad Benedictum XIII. sie in sua obediencia nuncupatum 
Ludovicum hunc palatinum Rani protectorem concilii constitult. Quod 5 
ipse Ludovicus sollicite protexit. 
4 fß 9 AnnoChristil.431. comes Bidamon tensis 1 , c u i dux Burgundie 

auxilium ferebat, ducatum Lothoringie, quem soror hu ins Ludovici 
comitis palatini Reni tenebat, invasit. At vero idem comes palatinus 
habens exercitum collectum, qui paratus erat venire contra Bohemos 10 
hereticos, eundem exercitum in auxilium sorori sue misit His itaque 
hello coogre&sis Burgundiones victoriam obtinent, a c comites, milit<& et 

Ebranl47 .nülitares in prelio occiduntur. Que clades comiti palatino multis 
temporibufl damnosa fuit. 

Andr. 490. His temporibus, puta circa annum domini 1435., hi c Ludovicus 15 

comes palatinus Rani, elector, filius Ruperti regis Romanorum, propter 
debilitatem visus, quia [F. 220'] apertis et claris oculis parum aut nihil 
videbat et quia largus erat, procurante eius uxore per consiliarios ipsius 
potestatem administrandi desiit habere. De hoc dixit quidam se audisse 
subscriptam historiam. 20 

Quadam die predictus princeps Ludovicus, dum esset in ecclesia, 
vocavit ad se coram populo filium suum aduc puerum et primum ei 
blandiens magnam dedit alapam. Cui filius: O pater domine, dicite, 
cur me ceditis? In quo n am vos lesi? Ad hec pater: Volo, fili, ut 
per hanc alapam memor sis iniuriarum, que mihi a matre tua inferuntur. 25 

De morte eius. 

Andr. 405. Anno domini 1437. 4. Kai. Januarii sabbato post nativitatem 

domini obiit prefatus Ludovicus inclitus comes palatinus Reni et dux 
Bavarie, filius Ruperti regis Romanorum, sepllltus b Heidelberge b 
tres relinquens filios, Ludovicum, qui ei successit in comitatu, Fridricum 30 

Ebran i-/S,virum strennuum et bellicosuni 2 acRupertum postea archiepiscopum 

156 u. i57.co] on i ensem> superstites et duas filias. 3 De quibus per ordinem 
iam dicetur. 

Cap. 34. 

De Ludovico palatino electore. 35 

Ebran 156. Ludovicus comes palatinus Reni, dux Bavarie, elector vir 

laudabilis probitatis, duxit in uxorem Margare tam filiam Amodei 
ducis Subaudie vulgariter Soffey, qui in concilio Basiliensi in 
papam contra Eugenium IV. electus est et dictus Felix V. 

* felilt Es. b am Hand hinxugeschrieben. 40 

1 Diese Bezeichnung nach Ebran 147,22: der graf von Bidamund. 
Andreas sagte : cuidam comiti ferens auxilium. Es war Anton von Vaude- 
mont, der Neffe des verstorbenen Herzogs Karl L des Kühnen von Lothringen. 

* Vgl. Ebran 3, 21 : des mündlichen held und streitpern Kirsten. 

9 Vgl. S. 26h 15. 46 

n Pnnol " 4 Original frorn 

J ö' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 263 — 

1444. quedam gens Francigenarum, vulgariter dicti Lirer k &} 

die armenjacken, adeo ferox, ut eius timor et tremor omnes 

Germanie invaserat, cuius capitaneus delphinus dictus fuerat, 

proprios Gallie terminos exiens, Germaniam hostiliter in- 

svadens, multas provincias* devastans usque ad Argentinatn et 

Basileam pervenit, ubi in leproeorio foris civitatem [F. 221] Basileam 
1500 Suitenses occiduntur.* Dam autem ad propria redirent, Schletz- 
statenses maiorem partem ex eis occiderunt.* 

Anno domini 1448. in die omnium sanctorum in crepusculo noctis 

10 commissum est bellum apud opidum Esslingen, ubi comites de Wirtten- 
werg victoriam obtinuerunt et Waltherus Ehinger 4 , Jeronimus Popfinger 
de Nordlingen, capitanei civitatum, et raulti alii ex utraque parte oc- 
cisi sunt 

Hie Ludovicus comes palatinus Eeni, dux Bavarie, Füetr. 198. 

lSelector, anno domini 1451. 6 in civitate Wormacie anno ducatus 
sui 14. diem obivit relinquens uxorem suam graviter impreg- 
natam. Cum autem sentiret sibi mortem imminere, voeavit 
fratrem suum ducem Fridricum et commisit ei, si in quantum 
uxor eius filiam pareret, quod eandem educaret et, cum ad 

20 annos nubiles perveniret, desponsaret, ipse vero provinciam 
suam iure hereditario possideret, si autem fiiium, quod esset 

tutor eius. Factum est autem, quod peperit fiiium, qui dictus Ebran 156. 

est Philippus, 6 qui aduc superstes est, cuius laus per totam 
redolet Älmaniam. Ipsa vero domina Margareta vidua primum 
25habuit Ludovicum regem Sicilie, deinde b hunc Ludovicum 
palatinum, demum eam duxit Ulricus comes de Wirttenberg, 
et sepulta est in Stuedgardia. 7 

c Inter Theodricum Maguntine ecclesie presulem et Lodovicum e. Silvio, 
coniitcm palatinum Rheni crebre dissensiones fuere, et sepius ad arma Europa g 3. 
30 ventum est totaque circum regio rapinis atque incendiis vastata, cum 

* provincians Hs. b deinde — palatinum am Itand mit Ein- 
fügungsxeichen. c der folgende Abschnitt ist am Hand von F. 220* ein- 
getragen mit Einfügungsxeichen auf F. 221. 

1 Schwäbische Chronik de* Thomas Lirer von Ranktveil, zitiert 
3b nach den Signaturen des Inkunabeldruckes von Konrad Dinckmut xu 
Ulm 1486. 

1 Schlacht bei St. Jakob an der Birs am 26. August 1444. 

3 Gemeint ist der Ueberfall im Labertal am 18. Marx 1445 ; vgl. 
Witte, Die Amiagnaken im Elsass (Beiträge xur Landes- und Volkeskunde 

40 von Elsass-Lothringen, Heft XI) , S. 143. 

4 von Ulm setxt die Quelle daxu. 

b Vielmehr 1449. Auch Füetr. 198 gibt unrichtig das Jahr 1451 an. 

6 Philipp ist am 14. Juli 1448, also noch xu Lebzeiten seines Vaters, 
geboren* Die obige Geschichte ist demnach eine Fabel. Riclüig ist nur, 

46 dass Pfalxgraf Friedrich nach dem Tode des Kurfürsten Ludwig, seines 
Bruders, nach dessen Wunsch die Vormundschaß über Philipp übernahm. 

7 Vgl. Haeutle, Genealogie S. 31. 

Original frorn 



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— 264 — 

Maguntino marchiones Badensee et Brandenburgenses opem ferrent, 
Palatino Jacobue Treverensis antietee et nonnulle civiUtes assisterent. 
Mortuo palatino, qui relictam Lodovici regia Sicilie ! uxorem duxerat, 
filium ex ea natum, infantem aduc Fridericu« frater eius consencientibus 
terre optimatibus arrogavit, gubernacionem provincie tamquam dominus 5 
accepit, electorem imperii se dixit, oelibatum, id est sine UXOre 
esse, i m perpetuum promipit, ne arrogatofilio uxorem ducens preiudicium 
faceret. Rogatus papa Nicolaua V. id genug adopcionis confirmavit; 
recusavit Fridericus imperator sepemultum requisitus. 

Cap. 35, 10 

De bellicoso Friderico comite palatino Rheni, 

duce Bavarie. 

Fridericus comes palatinus ßeni, dux Bavarie, post 
mortem fratris sui Ludovici electoris et postquam uxor eius 
filium nomine Philippum pepererat, provinciam suam in 15 
dedicionem accepit. Unde Amberga 3 et alie civitates, oppida 
et castra eidem ut tutori [F. 22V] iurarunt. Postea peciit, 
ut sibi tanquam vero domino iurarent, non ut tutori. Quod 
nolebant. Ipse anno domini 1453. suos consiliarios misit 
in Ambergam, quendam nobilem dictum Landschad et quendam20 
doctorem 8 , qui sabbato in die Mathie apostoli et sequenti 

1 Enea Silvio: Cipri. 

* Ausser Arnpeck, der hier als Augenzeuge wichtige Mitteilungen 
macht, kommen als Quellen für die hier erzählten Ereignisse hauptsäch- 
lich in Betracht : 1. des Matthias von Kemnat Chronik Friedrichs I. des 
Siegreichen, in Quellen und Erörterungen zur bayerischen und deutschen 25 
Geschichte II, 26; 2. des Leonhard Panholtz von Opperkofen Fortsetzung 
der Chronica de principibus terrae Bavarorum des Andreas von Regensburg 
(vgl meine Ausgabe der Sämtlichen Werke des letzteren S. LXKIII), hsg. 
von Freher 1602, S. 146, die betr. Stelle von Freher abgedruckt in seiner 
Ausgabe der Res gestae Friderici palatini Victoriosi des Johannes Trühemius 30 
(Heidelberg 1602), S. 10; 3. die im I. Bande von Mone, Quellensammlung 
der badischen Landesgeschichte abgedruckte Speyer ische Chronik Ä 411; 
4. des Johannes Chrafft, Predigers zu Cham, Zusätze zu seitier Abschrift 
der Chronica pontifvcum et imperatorum Romanorum des Andreas von 
Regensburg, gedr. in meiner Ausgabe der Sämtlichen Werke des letzteren 35 
& 710; 5. Anonymi Farrago historica rerum Ratisponensium (von 
Rügamer, Der Augustinereremit Hieronymus Streitet S. 23 als Werk des 
letzteren nachgewiesen), gedr. bei Oefele, Her. Bote. SS. II, 514; 6. Sebastian 
Münsters Kosmographie (Basel 1550), S. 766 (mit selbständigen, anderswo 
nicht erhaltenen Nachrichten). Die' älteren Amberger Lokalhistoriker kennen 4o 
diese Quellen xum Teil gar nicht mul bringen wenig Wesentliches bei; 
vgl. Schwaiger -Lipowsky, Chronica der Stadt Amb&g S. 25 und 99, Wilt- 
maister, ChurpfäUische Kronik & 229, Löwenthai, Geschichte von dem 
Ursprung der Stadt Amberg 5'. 345, Schenkt, Neue Chronik der Stadt 
Amberg S.237. 45 

3 Matthias vofi Kemnat 26 : . . . do unterstunden die burger tu- 
Amberg in Beiern dem vornemen zu widerstehn mit eigenem willen 
und wolten kein gruntlich underriehtung boren und uberüeffen seiner 

f r\r\ol ""■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 265 — 

domifrica 1 in ecclesia S. Martini de quadraplici a consciencia 
predicavit volens per hoc communem populum inducere ad 
iurandum. Deinde sequenti die lune 2 convocatus fuit con- 
sulatus et tota comraunitas civitatis in maiorem stubam 
5castri, vulgariter turnütz. 8 Ubi prefatus doctor 4 surrexit 
publice declarans, quod bona consciencia iuramentum prestare 
possent Friderico duci Bavarie ut vero heredi, quia ipse 
dux vellet promittere, quod non duceret uxorera, sicut nee 
fecit, ut ambe provincie permanerent iuniori prineipi Philippe 

lOlnsuper postquam iunior ad pubertatis annos perveniret, 
unam ex illis provineiis sponte dare vellet. Sed communis 
populus hec capere non potuit. Meo sibi ut naturali domino 
iurare recusarunt. Idcirco dicti consiliarii multas practicas 
cum aliis opidis, castellis et castris attemtarunt. 5 Eadem 

15 quadragesima festum annunciacionis beate virginis erat sab- 
bato ante ramos b palmarum. 6 In vigilia autem eiusdem festi 7 
infra 10. et 11. horas vigil in turri S. Martini in prefata 
civitate Amberga populo in foro stanti intimavit se videre 
exercitum equitum c armatorum. Quam ob rem communis 

20 populus cueurrit in ecclesiam predietam volens maiorem 
campanam pulsare pro omnium civium convocacione, sed 
tintinabulum ex ea ablatum invenit. Quare in sedicionem 

a quadruci Es. *> ramis Hs. c equitem Hs. 

gnaden Ire fluche redte (Räte), geistlich und weltlich, mit gewapenter 

25 band t und üppigen schmelichen wortten, den wirdigen herren und 
meistern Hans Ernsten, Hans Landtschaden mit ihren knechten und 
andern mehr. 

1 24. und 25. Februar. 
1 26. Februar. 

30 3 Ueber diese „Dürnitz" im Schlosse xu Amberg vgl. Die Kunst- 

denkmäler des Königreichs Bayern 77, XVI, 116. Die obige Erwähnung 
durch Arnpeck scheint mir ein dort nicht verwerteter, wichtiger Beitrag 
xur Baugeschichte des Schlosses zu sein. 

4 Leonhard Panholtz 14 7: ... misit eis consiliarios suos. Inter 

35 quos doctor iuris quidam certis articulis nitebatur asserere eos nequa- 
quam labe huiugmoai affici, sed hoc faciendum omnino expediret, illaesas 
etiam conservaturos conecientias* Ad articulos vero eosdem mechanicus 
quidam respondit, nodos prudenter absolvit ac rationes adduetas penitus 
enervavit, na quod super his, cum eo tempore studii causa essem Haydel- 

40 bergae, doctissimos admirari audivi. 

1 Panholtz 141 : . . . sollicitantes apud alias, quae responderunt, 
quiequid Ambergenses tan quam principales facerent, idem et ipsi facerc 
non abnuerent. 

6 Das Fest Maria Verkündigung (25. März) fiel in jenem Jalire auf 
45 den Palmsonntag, wurde aber anscheinend am Samstag vorher gefeiert. 

7 Also am Freitag den 23. März. Chrafft 710: feria 6. in vigilia 
annunciacionis B. Marie; quod tunc erat in sabbato ante palmarum 
(Chrafft gibt aber irrtümlich 1454 statt 1453 an). 

n p rtrt «[,> Original frorm 

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— 266 — 

versus singulas civitatis portas clausit et pre-/F. 222]dictos 
dicti principis consiliarios iam calcariatos ac armatos capti- 
varunt 1 , videlicet .N, doctorem et armigerum Landschad 2 , 
Gregorium Alhat civera et iudicem provincialem 3 . Ferebatur 
itaque, quod eadem nocte auxilio provincialium , quos ad 5 
Hanbach 4 pro eadem Docte convocaverant, et Nurember- 
gensium quilibet iamdictorum voluit unam civitatis portam 
occupasse vi et sie dietam civitatem astute cepisse. Quod 
per huiusmodi sedicionem et capeionera impeditum fuit. Sed 
quia prenominatus doctor sacerdos erat, ideo plebanus civi- 10 
tatis, canonicus Bambergensis , interdictum tenuit 5 , et in 
vigilia beate virgiuis nee corapletorium nee salve et in festo 
nee missa, similiter nee in dominica palmarum nee palme 
consecrate sunt. Quidam tarnen palmas suas ad diocesim 
Eistetensem per unum miliare ad benedicendum tulerunt. 15 
Interim nuncius velox ad Ratisponensem episcopura 6 pro 
huiusmodi interdicto solvendo mittitur. Qui illico auetoritate 
sua suffraganeum 7 suum et Johannem Fager canonicum 
Ratisponensem, licenciatum iuris, in Ambergam misit Qui 
sepedictum doctorem e captivitate liberarunt per placita. 20 
Et sie vespere eadem dominica palmarum cantate sunt in 
ecclesia S. Martini, quibus ego tunc Scolaris ibidem interfui 
et predictum magistrum Johannem Fager agnovi, quem 
dudum cognoveram, dum erat canonicus S. Andree montis 
Frisingensis. 8 25 

1 Panholtx 147: Granes consiliarioe eosdem ceperunt tamquam 
civitatis prodkores in vineula conicientes. Et nisi quidam de consulatu 
intervenissent, omnes exitio finali addicti fuissent. Speyerisc/te Chronik 
411: und hatten dar vor by einem halben jar hertzog Friderichs rette 
gefangen und in thorn geleyt 30 

* Vgl. das Regest bei Kremer, Geschichte des Kurfürsten Friedrichs!, 
von der Pfalx, S. 54, Anm. 5. 

9 Konrad von Eglofstein xu Reicheneck , Landrichter. In dem er- 
wähnten Regest wird ausserdem noch Georg von Riechen, Landschreiber 
von Amberg, genannt. 35 

4 Hahnbach, Dorf nördlich von Amberg. 

* Chrafft 710: ... et habitum fuit interdictum ab hora captivi- 
tatis usque ad seeundas vesperas palmarum propter detencionem magistri 
Johannis £rnesti. 

6 Friedrich von Plankenfels (1450—145 7). 40 

1 Johann. Janner, Geschichte der Bischöfe von Regensburg HI, 500. 
8 Johannes Fager erscheint 1450 urkundlich als Chorherr xu 
St. Andre in Freising; vgl. Prechtl, Das Kanonikatstift St. Andre auf 
dem Domberge xu Freising (Beiträge xur Geschichte der Stadt Freising VI) , 
S. 78. In dem daselbst S. 113 mitgeteilten Verxeichnis der Kanoniker 45 
fehlt Fager merkwürdigerweise, wenn er nicht irrtümlich als 9 ,Jäger 
Johann 1450* aufgeführt ist. Fager ist wohl auch identisch mit dem 
Johannes Feger canonicus Ratisponensis, welcher in dem Liber con- 

n f~*f"^onl" Original frorn 

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— 267 — 

Eodem anno circa festum S. Udalrici x prefatus Frid- 
ricus dux Bavarie inflammatus cum exercitu forti Arabergara 
venit. Et cum clerus cum reliquiis et populus devote sibi 
occurrerent, per eandem portam noluit intrare, sed per 
5 aliam introivit. Tunc [F. 222*] Ambergenses cives oportuit 
sibi iurare et magnam steuram dare. 2 Interea ipse dux in 
eadem civitate suos traditores habuit elam, et quicunque 
virorum aliqua contra ducem cum vino vel cerevisia aut in 
foro fabulabantur, necabantur. Signati autem 60 capti sunt. 

10 Quos preces mulierum liberarunt usque 12, quorum 8 pro- 
scripti a sunt a Bavaria ultra quatuor nemora et 4 decollati 
sunt. 8 

HicFridricus armis experientissimus multa bella gloriose 
perfecit cum Ludovico 4 duce Bavarie, comite Veldencie, 

löpatruo suo, et cum comitibus de Leyningen ac aliis. 5 Item 
cum anno domini 1458. Ludovicus dux Bavarie de Lands- 

* proscripsi Hs. 

froternitotis B. Mariae de Anima zu Rom eingeschrieben ist; vgl. Alois 
Lang, Studien %um Bruderschaftsbuche und den ältesten Rechnungs- 

20 bückern der Anima in Rom, in Römische Quartaischriß, Suppl.-Heft XII, 
S. 125. 

1 4. Juli 1453. Diese Angabe ist nicht richtig ; vgl. Menzel, Regesten 
xur Geschichte Friedrichs des Siegreichen, in Quellen und Erörterungen 
11,247 und 249. Der Zug fiel vielmehr in das Jahr 1454; Matthias 

25 von Kemnat nennt kein Datum, Panholtx, sagt : anno domini 1454. tempore 
carnisprivii (5. Marx), die Speyerische Chronik: do man zalte 1400 und 
54 jar vor fastnacht, *o dass Menzel a. a. 0. S. 249 den Zug in den 
Februar setzte. Streiteis Farrago (vgl unten Anm. 3) nennt xwar falschlieh 
das Jahr 1456, das Tages- Datum ipso die S. Agathae (5. Februar) für 

30 die Hinrichtung der Bürger dürfte aber Vertrauen verdienen, zumal es 
sich auch bei Chrafft 711 und xuar mit der richtigen Jahrxahl findet. 
Was bei Chrafft die weitere Zeitangabe in feria 4. proxima ante festum 
conversionis S. Pauli (23. Januar) besagen soll, ist unklar. DU Einnahme 
der Stadt scheint in der Nacht auf den 3. Februar erfolgt xu sein; vgl. 

35 Kremer, Geschichte des Kurfürsten Friedrichs I. von der Pfalx S. 58. 
1 Kremer a. a. 0. S. 60, Anm. 7. 

B Die andern Quellen stimmen in der Angabe von 5 Hingerichteten 
übtrein ausser Münster, welcher 3 angibt. Matthias von Kemnat 27: 
. . . und wurden der burger ... 11 gefangen und uff den markt gefurt, 

40 der worden funff entheubt, die andern abegebetten. Panholtx 147: ... 
quorum decem producti in publicum; ex bis quinque precibus erepti 
et quinque capitibus plexi. Speyerische Chronik 411 : . . . und liss ir wol 
funff vangen, den liße er die kopffe mitten in der stat abe hauwen . . ., 
und 4 betten die frauwen abe. Streitet, Farrago 514: 1456. ipso die 

45 8. Agathae quinque sunt truncati capite Ambergae in fori med ie täte ad 
mandatum Friderici palatini Rheni eo praesente et vidente, quinque 
tarnen ob petitionem mulierum ex gratia fuerunt dimissi. Münster 766 : 
. . . ließ ffinff auß der gemein fahen unnd derselben drey enthaupten. 
4 Ludwig 1. von Zweibrücken- Veldenx ; vgl. Ebran 160. 

60 5 Vgl. Ebran 152. 

Original frorn 
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— 268 — 

hut Werdeam Suevicam in dedicionem acciperet, 1 dictus 
Fridricus in propria persona presens erat.* Similiter cum 
Novam Civitatem in FranConia idem obtineret, 8 hie presens 
fuit 1461- 

Lirer k 9. Anno Christi 1462. in discordia erant duo archiepiscopi in 5 

Maguncia, .N. de Ysenberg et Adolf US de Nassaw. Ille de Ysenberg, 
TbeodriCUS R , infeliciter pugnavit cum Fridrico comite palatino. 
Qui Fridricus in bello multos nobile« et ignobiles captivavit et interfecit, 
et sie concordati sunt, et ipse palatinus iuvit cum contra Adolf um 
de Nassau. 10 

Fiietr. 198 u. Huic Fridrico comiti palatino, quia semper rebellis 

lArer l. c. F r Jderico imperatori fuit, ideo multa bella sibi suscitavit indirect e 

imperator*> ipse b . Unde aeeidit, quod Carolus marchio Badensis et 

f rater suus episcopus Metensis ac Udalricus comes de Wirtten-/ F. 223] 

berg concorditer simul forti manu int raren t terram dicti FridricilS 

Fiietr. /S&palatini eam devastando. Quo comperto illico congregavit auxilio 

de Ysenberg archiepiscopi Maguntini exercitum et imperter- 

199. ritus ivit contra suos adverearios. Cuius exercitum cum ipsi vidissent, 

vilipendebant, eo quod putabant parum esse. Cum autem pedites de 

equis descendissent , multum territi sunt, quia ipse sie ordinavit, 20 

quod quilitat eques secum in equo tutit peditem. Insuper postquam 

fluvium transissent, ipse pontein nbigere preeepit. Commissum est igitur 

Lirer l. c. prelium magnum, in quo prefati tres prineipes capti 4 et quasi 500 nobiles. 5 

Füetr. 200. Obtenta igitur gloriosa victoria misit Heidelbergam preeipiendo, 

ne aliquis hominum predictos prineipes, cum introduecrentur, subsannaret 25 
aut derideret, ne ex hoc turbarentur. QuOS captivOS quasi 11 
mensibus tenuit. Ulricus comes de Wirttenberg dedit 100 
milia florenorum, Carolus marchio Badensis similiter tot, 
frater autem eius, episcopus Metensis, 70 milia florenorum 
et graciam pape et imperatoris ei impetrare cogitur.* Acta 30 
est autem hec victoria anno domini predicto, videlicet 1462., 
in die commemoracionis c S. Pauli. 7 

* später am Rand hinzugefügt. b am Rand mit Einfügumgsxeichen. 
c commemoracione Hs. 

1 Am 19. Oktober; vgl. Riezler, Geschichte Baierns III, 383. 35 

9 Vgl. Kluckhohn, Ludwig der Reiche S. 91, Anm. 3. 

3 Neustadt an der Aisch mtisste sich dem Herzog Ludwig ton 
Bayern am 18. September 1461 ergeben ; vgl. Klucktwhn , Ludwig der Reic/te 
& 197 und Riezler a.a. O. S. 407. 

4 Fiietr. 199 fährt fort: mit andern iren herren, rittern und 40 
knechten. 

6 Lirer : und wol fünft 1 hundert ritter und knecht. 

6 Kremer, Geschichte des Kurfürsten Friedrichs I. von der Pfalz 
S. 337. 

7 30. Juni; richtig. Füetr. 199 (vgl. daselbst Anm. 1) gibt fälschlich 45 
an: an dem montag Margarete (12. Juli). 



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— 269 — 

Qllia lgitur hie Fridricus feodalia seu regalia nunquam Fuetr. 198. 
aeeepit et semper rebellis erat Friderico imperatori et peremp- 
torie citatus ad personaliter comparendum Auguste non 
comparuit, ideo iudicio prineipum ducatus ei abiudicatur et 
5 proscribitur. Facta sunt hec Auguste in publico consistorio 
anno domini 1474. de mense Junio. His vero non obstantibus 
provinciam suam viriliter [F. 223*] defendit et potenter 
usque in finem vite sue possedit, 1 quam et multipliciter per 
sua bella augmentavit. 2 Ludum A scacorum optirae seivit. 
lü Anno domini 1476. 12. die mensis Decembris Fridricus 

hie comes palatinus Reni duxque Bavarie religiosissime diem 
obivit, quoniam ante finem vite sue habitum ordinis fratrum 
minorum induit. Sepultus Heidelberge ad sanetum spiritum. 
Cui nepos ex fratre successit Philippus. 

15 Cap. 36. 

De tertio fratre Roperto archiepiscopo 

Coloniensi. 

Ropertus nacione dux Bavarie comesque palatinus Reni, Ebran 157. 
frater prediclorum Ludovici ac Friderici, archiepiscopus Co- 

20loniensi8 electus et coniirmatus anno domini 1471. in magna 
prineipum dieta Ratispone feodalia seu regalia ab augustissimo 
cesare Friderico reeepit. 

Anno domini 1474. orta est grandis dissensio inter capitulum Ebran 15 7. 
Colon iense et Ropertnm archiepiscopum, fratrem legitimum Frid- 

25rici comitis palatini Rheni. Qui cum eum sufficienter non 
pOSSet b iuvare, Carolus dux Burgundie potentissimUS allectus 
per predictum Rupertum archiepiscopum mense AugUSto 3 sna 
potencia hostilibus conatibus obsidione oppidum Nusiam cinxit. 
At Colonienses quendam Hermannum canonicum, lantgravium 

30 Hassie, in suum erexerunt capitaneum, qui pro posse fortiter 
restitit. Que omnia utrum licite an secus acta sint, mei 
non est discutere c , sed dumtaxat historias iuxta numerum 
annorum domini narrare; supra vires d enim meas hec sunt. 

* Lud um — seivit am Rand mit Einfügungsxeiehen. *> possit Hs 
36 c discuttere Hs. d viros Hs. 

1 Vgl. Füeir. 198: Er besass gewaltigklick seine land ... Er hett 
vil kriege von menigen herren ... Er erwert sich ritterlich als ain held 
aller seiner veindt. 

* Vgl. Ebran 157: und het die Pfaltz gemert und gereicht. 

40 8 Die Belagerung der Stadt Neuss begann am 29. Juli 14 74 ; vgl. 

Chroniken der deutschen Städte XX, 510 ; Schmitz, Der Neusser Krieg 
& 43. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 270 — 

Eodem anno 24. mensis Septembris i imperator Fridricus iterum 
ex ci vi täte sua Augustensi iter ad Renum [F.224J arripuit 
ac sequenti epiphauiarum festo Carolum Burgundionum ducem 
Nussiam obsidentem hostem diiudicat. 2 Inductus itaque per 
Colonienses litteras diffidencie prefato duci Carolo transmisits 

et 8e in propria persona cum imperii principibus et civitatibus ad 
expedicionem pro Nussie defensione transtulit 6. die Maii 3 
anno domini 1475. adiunctis sibi Adolfo archiepiscopo Ma- 
guntino, ,N. 4 archiepiscopo Treverensi, .N. 5 Monasteriensi, 
.N. 6 Herbipolensi et ceteris episcopis, Alberto marchione 10 
Brandenburgensi, capitaneo imperialis exercitus, Alberto duce 
Saxonie, E. et E. comitibus 7 de Wittenberg, marchionibus 
Badensibus ac comitibus de Nassau et Hennberg aliisque 
pluribus principibus, comitibus, baronibus et nobilibus castra 
metatus est prope Nussiam contra ducem prefatum. Qui nee ob 1"> 
hoc territus, sed forti SUa potencia in predicti oppidi obsidione 
ferme anno integro permansit mUTOSque eius fregit nee capere sua 
fortitudine valuit, quia cives et nobiles in opido existentes pro 

eius defensione strennue et fideliter sibi restiterunt, licet eos 
maxime angariaverit et eis multa incomoda intulerit. Interim 20 
dictus dux plura mala per Switenses in terra sua perpessus 
est; nam eam intrantes plures civitates et opida ceperunt. 
His malis crebrescentibus Sixtus IV. pontifex maximus duos 
legatos 8 a latere ad prefatos imperatorem et ducem misit, 
qui huiusmodi bellum multis induccionibus ac laboribus inter- 25 
positis sedarunt. Sed ut concordia inter prefatos prineipes 
perpetuo servaretur, matriraonio [F. 224'] est firmata. Soluta 
denique obsidione Nussie sepedictus Carolus in Signum vere 
amicicie ad ostendendum potencie sue divicias grande con- 
vivium 9 imperatori et suis principibus ac nobilibus cum 30 
magna pompa die Jovis S. Francisci 10 in monasterio Maximini 

1 Schmüx a. a. 0. S. 71. 

2 Am 7. Jan. 14 75. Vgl Chroniken a. a. 0. 591 ; Schmitz a. a. 0. S. 82. 
8 Chroniken a. a. 0.; Schmüx S. 116. 

4 Johann von Baden. 35 

5 Heinrich von Schwarxburg. 

6 Rudolf von Scheerenberg. 

7 Graf Eberhard der Aeltere und der Jüngere ; vgl. Stalin, Geschichte 
Wirttembergs S. 578, Anm. 3. 

8 Vielmehr nur einm, Bischof Alexander von Forli; Schmüx S. 115. 40 

9 Hier liegt ein grober Irrtum vor; es handelt sich um ein vor 
dem Neusser Krieg liegendes Ereignis ; gemeint ist das berühmte Gastmahl 
von Trier 1473. 

10 Unrichtig ; es müsste heissen die Jovis post festum 8. Francisci, 
also am 7. Oktober 1473. Vgl. über das richtige Datum Rausch, Dieib 
burgundische Heirat Maximilians I. f S. 209. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 271 — 

extra urbem Treverensem fecit, de quo infra. 1 Post hoc 
singuli ad propria redierunt. 

Deinceps anno doniini 1478. in capite ieiunii * preli- 
batus Ropertus archiepiscopus Coloniensis, comes palatinus 

5 Rheni duxque Bavarie, una cum duobus suis famulis prope 
Drieddorf 8 , proprie auf dem Herreich, ab Heinrico lantgravio 
Hassie de Margkberg 4 , fratre Hermann i gubernatoris Co- 
loniensis diocesis, captus est et in castrum Blanckenstein 
ductus, ubi usque ad eius obitum in vinculis tentus est. 

lOldeo divina in eius diocesi suspensa sunt Demum anno 
domini 1480. in carceribus ad astra migravit 6 et in Bonna 
extra cimiterium sepultus. Et adversarius suus Hermannus 
gubernator, lantgravius Hassie, Coloniensi ecclesie archi- 
episcopus preficitur. 

15 Hec de predictis fratribus modo sufficiunt. 

Ludovicus Cecus reliquit eciam duas Alias. 6 Quarum 
una intravit ordinem S. Cläre. Mathtildis nupta fuit Ludo- 
vico comiti de "Württemberg. Que genuit Eberhardum cum 
barba. Quo defuncto copulata est Alberto archiduci Austrie, 
20 ex quo non genuit liberos. Quo defuncto vidua permansit 
sepulta Heidelberge. 

Cap. 37. 
De Philippo palatino, electore. 

[F. 225] Philippus comes palatinus Rheni, dux Bavarie, 
2selector, postumus filius primogcnitus Ludovici nepotis regis 
Roperti, a patruo suo Friderico paterne educatus, moribus et 
septem liberalibus artibus egregie imbutus duxit in uxorero 
Margaretam filiam ducis Bavarie Ludovici in Landshut. Cuius 
nupcie solennes anno domini 1474. in" Amberga circa carnis- 
30 privium 7 presentibus pluribus principibus, comitibus, baronibus 

* im Es. 

1 In Kap. 73. 

* Vgl. Bommel, Geschickte von Hessen III, I, 59 und daselbst 
Anmerlc. S. 32. 

35 ■ Driedorf. 

* Marburg. 

6 Vgl. Ebran 158, 14 : Diaer biachof Röprecht ward gefangen von 
dem landgrafen von Heaaen, und er starb in vancknus. 
6 Vgl oben S. 261, Anm. 2 und 3. 
40 ' 20. Februar. 

n- «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 272 — 

ac nobilibus magnifice celebrate sunt. 1 Sed subito conversum 
est gaudium in merorem, dum Wolfgangus Frawnberger 
baro vom Rag iniqua Saxonum versucia exigente hastiludio, 
proch dolor, periit*. 2 

Anno salutis 1486. dominus Fridericus Romanorum 5 
imperator gloriosissimus causas ob varias ac eraergcntes 
electoribus ac aliis regni sui principibus dietam statin t in 
Franckfordiam ad diem S. Sebastiani 4 , que tarnen per dies 
aliquot dilata fuit. Quo cum venissent Albertus marcbio 
Brandeburgensis , princeps elector, 23. Januarii, Albertus 10 
Saxonie 26. eiusdem mensis, postera vero luce Ernnstus 
princeps elector, Saxonie dux, cum Fridrico et Johanne 
filiis eius, die penultima Januarii invictissimus imperator 
Fridericus unacum inclitissimo principe Maximiliano eius 
nato unico, ultima Januarii Bertboldus archipresulMagantinus, 15 
princeps elector, 1. Februarii archipresules Johannes Tre- 
verensis, Hermannus Coloniensis, 5. Februarii dominica 
Estomihi, cum sol medium conscenderat igneus orbem, venit 
illustrissimus comes ipse [F. 225' ] palatinus Philippus equitibus 
fere cum 500, armorum , vestium equorumque decore ac 20 
venustate mirum in modum redimitis. Cui et omnes principes, 
qui tunc aderant, imperatore dempto obviam venerunt et 
in hospicium usque suum conduxerunt. In comitiva autem 
sua fuerunt Caspar dux Bavarie, comes Veldencie, episcopus 5 
Wormacensis, episcopus tt Spirensis, magister Teutonicorum, 25 
Ludovicus dux Bavarie, comites et barones 28 et multi 
milites etc. 14. vero die Februarii in die S. Valentini 
martyris, qua erat feria 3. post Invocavit, publico in con- 
spectu structura lignea in foro aicius elevata imperialis 
ipsa maiestas investivit archipresulem Maguntinum Berch- 30 
toldum, Philippum comitem palatinum, ducem Heinricum 
de Brunswigk ac episcopum Wurmacensem et ipsis eorum 
regalia magna cum pompa ac plausu electoribus et debito 

* de Hana * am Rand Hs. 

1 Vgl. Buehner, Quellen zur Amberger Hochzeit von 1474, im 35 
Archiv für Kulturgeschichte VI, 385 ff. und Derselbe, Die Amberger Hoch- 
zeit (1474), in der Zeitschrift für du Geschichte des Oberrheins, N. F. 
XXV, 584 ff. und XXVI, 95 ff. 

* Vgl. Zeitschrift o. a. 0. XXVI, 115. 

* Soll das vielleicht der Eigenname des Sachsen sein, welcher den 40 
Tod des Frauenbergers verschuldet hat? 

4 20. Januar. 

5 Johann von Dalberg. 

* Ludteig von Helmstädt. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 273 — 

in suo astantibus habitu reliquisque concessit. 16. vero 
eiusdem mensis in ecclesia collegiata S. Wartolomei ab 
omnibus electoribus dempto rege Boemie Wladislao abseilte 
Maximilianus ipse archidux Austrie, Burgundie in regem 
5 Romanorum est delectus. Die autera 9. Apriiis, que fuit 
dominica Misericordia domini, Aquisgrani coronatus divi 
Caroli Magni gladio milites creabat, et primum serenissimos 
comitem palatinum Philippum, Ernnstum Saxonie principem, 
.N. 1 ducem Juliacensem • , ducem 2 de Clivis, marchiones de 

10 Baden duos 3 , [F. 226] comites, barones nobilesque quam 
plures quorumque omnium numero plus quam 300 fuere. 
15. Apriiis rex Romanorum et comes palatinus hasta simul 
luserunt, rexque ipse tunc cecidit. 

Huic illustrissimo Philippo, cuius laudes alteri ad 

15 scribendum commendo, ex uxore sua Margareta, quam unice 
diligebat et magno prosequebatur honore ac reverencia con- 
digna, plures liberi infrascripti procreati sunt: 4 

Ludovicus natus est 2. Julii anno Christi 1478., Philippus 
4. Maii 1480. Ropertus genitus est 14. Maii 1481. ; canonicus b 

20 Frisingensis est postulatus in administratorem futurum epi- 
scopum 1495. 1. Augusti. 5 Fridericus est ortus 9. Decembris 
1482. Georgius natus 1487. .. . mensis Februarii. Hainricus, 
Johannes, Elizabet, Omelia, Appolonia, Barbara, Helena. c 

[F. 228] Cap. 38. 

25 De duce Johanne filio regis Roperti. 

Johannes dux Bavarie, secundus filius, quem Ropertus Ebran 148. 
rex Romanorum reliquit, princeps religiosus, horas quotidie ut 
clericus orabat, furibundus, sed honestissimus, vicedominus seu tutor 
ad plures annos fratris d sui Ludovici Ceci in Amberga e fuit, cf. Andr.466. 
30dominam Katherina m ducissam Pomeranorum, sororem Ericii 1 

regis Dacie, in uxore m d ux it. Ex qua Cristoferum genuit Füetr. 195. 

» am Rand mit Einfügungsxeichen statt der zuerst geschriebenen 
Worte de Gulch. «> canonicus - Augusti' später hinzugefügt. ° F.22&—227' 
sind leer. A fratri Bs. 

35 * Wilhelm. 

* Johann H. 

* Christoph und Albrecht. 

* Vgl. Füetr. 213. 

1 Anfangs 1496 übernahm Ruppreeht die Administration des Hoch- 
40 siifts, am 24. Juni 1496 wurde er inthronisiert. Baeutle, Genealogie S. 37. 

* Vgl. Füetr. 195 : Item hertzog Johanns . . . saß zu Amberg. 
1 Erichs L, Königs von Dänemark {1412 -1439). 

Qudlen a. Erörterungt« NF. HI. . rjgjna | f JJ m 

by VjiUUJJI t UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 274 — 

D e bello. 

Andr. 151. Anno domini 1421« dum magna lis inter principes Bavarie, 

Ludovioum de Ingolstat, Hainricum de Landshut patruum 
eius, quem plures principes iuvabant, grassaretur, perhunc 
ducem Johannem castrum Pentzenstain prope Härspruck situm totalitär 5 
rumpitur, ipseque Johannes dux cum adiutorio Friderici marchionis 
Brandeburgensis , qui sororius Hainrici predicti ducis erat, obtinuit 
civitates Weyden, Freinstain Ä , Stain, Lauften castraque FIozz, Pargstain 
et plura alia uno anno. 

D6 morte prime uxoris. 10 

Andr. 466. Anno domini 1426. 4. Non. Marcii Eatherina ducissaPomeranorum, 

soror Ericii regis Dacie, Norwegie, Suecie etc., uxor huius 

ducis Johannis, obiit, in Novoforo primum tumulata. Hec est 
f un datrix monasterii Montis gracie de ordine salvatoris, qui et S. Birgitte 
dicitur, non multum inde distantis, quo (lemum OSSa eillS SUtlt 15 

delata. 1 

De secundis nupciis eius. 

Andr. 467. Anno domini 1427. hie Johannes dux Bavarie circa fest um 

S. Egidii venit in Bietenburg, ubi sibi a Johanne episcopo Ratisponensi 
Beatrix relicta Hermanni comitis de Cilia, filia Ernesti ducis 20 
de Monaco, in uxorem legitimam copulatur presentibus patre eius 
Ernesto et f ratre Alberto dueibus Bavarie de Monaco. 
Cf.Ebran148. Hie dux Johannes multa bella cum [F. 228*] triumpho contra 

Andr. 476. Hussitas Bohemos hereticos peregit. Anno domini 1431. in 4. generali 

expedicione, licet infausta, in Bohemiam Johannes dux Bavarie 25 
479. signifer regis Romanorum Sigis m und i erat. Sequenti anno circa 
festum exaltacionis sanete crucis ex ordinacione Johannis ducis Bavarie 
castrum Reichenstain in silva Bohemorum, quod Hussite per tradi- 
tamenta oecupaverant, obsidetur et fortiter impugnatum tandem per 
placita obtinetur. 30 

De bello contra Hussitas. 

Andr. 482. Anno domini 143 3. feria 4. 16. mensis Septembris Hussite de 

obsidione Pilsen in Bohemia miserunt partem exercitus numero duorum 
milium virorum in Bavariam, qui a feria 4. predieta usque in feriam 
2. sequentis septimane, in qua erat festum S. Mathei ewangeliste, in- 35 
cendiis, spoliis et captivorum catholicorum captivitatibus terram 
Bavarie crudelissime perturbabant. Tunc temporis ipse Johannes dux 
Bavarie personaliter in opido New bürg constitutus contra filios perfidie 
spiritu dei accensus cum filio suo Cristofero cum eisdem hereticis paratus 
erat inire bellum. Sed prohibitus a milicia cum tot mala videret, con- 40 
fisus in deo, a quo omnis victoria, equestres paueos, quos b habuit, 
minus, ut dicebatur, ducentis cum plebe rusticana ad pugnandum cupida 

» so Hs. b fehlt Hs. 

1 Vgl Haeutle, Genealogie S. 128. 



by \jb 



Original frorm 
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— 275 — 

contra illos hereticos perfid ob misit. Et factum est donante domino 
omnium bonorum distributore, ut cominisso prelio victoria de hostibus 
obtineretur hereticis occisis 1400 viris, ut putatur, vel eo amplius. 
De catholicis autem, ut estimatur, citra 10 interierunt Huius con- 
öflictus capitaneus fuit Hainricus Pflueg, vexillifer autem Wilhelmus 
Paulsdarfer sagitta graviter [F. 229] vulneratus. Interfuit huic prelio 
Johannes Zänger miles septuagenarius strennuus preliator. 

Hie devotissimus prineeps ab omnipotenti deo suis preeibus Ebran 148 u. 
victoriam de inimicis suis obtinuit. Nam conflictus 4 cum Hussitis Fiietr. 195. 1 

10 gloriose peregit, quod nulli alteri factum videtur. Et in Hilckersreut • 
1800 in uno loco interfecti sunt, et hec fuit pocior victoria. Nam cum 
bellum ingredi disponeret, seeundum suam consuetudinem per modum 
crucis se ante altare prostravit misericordiam dei implorando. Ideo 
semper contra hereticos triumpbavit; nam oraciones devote plus valent 

15 quam arma. 

Quadam die dum ipsp dux Johannes Amberge in curia sua 
cum consiliariis suis pro causis audiendis sederet, venerunt due sorores 
virgines conquerentes in iudicio, quod ipse dux quedam sua paterna 
bona ipsis a suo genitore relicta suis cubiculariis et camerarüs pro suis 

20 obeequiis in feodum concessisset et eas eisdem privasset, sperantes tarnen 

de iure per consiliarios eis huiusmodi bona restitui. At prineeps in 

iure responsurus ait : Hec bona sunt feodalia, et quia mulier non potest 

deservire, ideo, quod bene fecerim prout de iure, committo causam con- 

ßiliariiB deeidendam. At consiliarii singuli seeundum ordinem sentenciam 

25 ferentes » , quod dominus prineeps bis virginibus pro huiusmodi paternis 
bonis nil deberet, excepto uno, qui noluit talem ferre sentenciam. Ideo 
taeuit. Et hie erat Zenger de Sneberg. Quem tarnen prineeps nullo 
modo voluit supportatum eese, quin ferret sentenciam. Qui coactus 
ait: Ego dico de iure, quod ipse dux et vasalli ac consiliarii sui, qui 

30 hanc sentenciam tulerunt, sunt omnes [F. 229* ] ipsius dyaboli in eternum. 
At ipse dux Johannes furore vehementer inflammatus exiliens inquit: 
Zengär, tu confudisti me et consiliarios meos; ideo graviter est puniendus. 
Quo audito omnes generaliter perterriti sunt. Illico Zengär velociter 
abscondebatur. Sui eciam consanguinei ac fautores suadebant eum 

35 fugere e civitate. Ipse autem nolebat. Paucis autem elapsis diebus 
postquam ira prineipis mitigata fuerat, prefatus dux consiliarios suos 
et ipsum Zengär voeavit dicens: Zengär, impertinentem sermonem contra 
roe et consiliarios meos dixisti, Edissere, quare nos sie confudisti et 
quod est misterium verbi tui. Respondit Zengär dicens: Sermonem 

40 quem locutus sum, verus est. Poterant enim prefate virgines cum bonis 
suis paternis cum honestate desponsari et salvari. Que si privantur 
huiusmodi bonis, necesse est, ut una Ratisponam et alia Nurembergam 
ad lupanaria vadant, et omnia peccata, que fecerint, in vos et con- 
siliarios vestros redundant. At ipse prineeps prefatus post modicum 

45 eilencium ddliberatus ait: Vere, divina veritas et iusticia ex ore tuo 
prodiit. Accersitisque prelibatis duabus virginibus omnia paterne here- 
ditatis bona sine diminucione eis restituit. 

a so Ha. 

1 Beide Texte sind benützt. 



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* 



18 

Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 276 — 
Hie devotissimus dux Johannes moriens reliquit unicum filium 

ex prima uxore nomine ChriBtofemm et sepultus est in Newburg 
ante silvam Bohemorum. 1 

Cap. 39. 

De eius filio Cristofero rege Dacie. 5 

Ebran 158 u. [F. 230 JCn&toieruacomes palatinusReni, duxBavarie, filius 

Füetr. 196. ducis Johannie, nepos Ruperti regis Roraanorum, mitis, überaus 
ac famosu8 prineeps, anno domini 1439. defuneto Ericio rege 
Dacie factus eet rex Dacie, Norwegie, Suecie etc., quia mater Slia 
domina Katherina predicti regis Ericii soror erat. Quo 10 
facto hereditatem suam in Bavaria, videlicet Novumforum, 
Newburch 2 , Aurbach cum suis attineneiis et euneta, que 
ante nemus Bohemorum possidebat, Ottoni duci Bavarie, 
patruo suo de Mospach, donavit. 

Quadam vice, ut ostenderet divicias glorie regni sui, 15 
multis bonis ac nobilibus stipatus de regno suo Dacie in 
Bavariam ire disposuit, naufragium passus 3 est et ipse rex 
cum su* navi vix evasit ; in regnum suum retrocedere cogitur 
ac in brevi post anno domini 1448. 4 sine liberis diem obivit 
Dacie in Koppenhag 6 sepultus. 20 

Huius regis uxor domina Dorothea 6 vel a Anna* filia 
Johannis 7 marchionis Brandeburgensis, fratris a Alberti* 8 , 
duxit Cristanum quendam comitem in maritum, qui modo 9 
regnat in Dacia. Qui dum quadam vice Eomam devocionis 
causa iret, in reditu anno domini 1474. Fridericum imperatorem 25 
Romanorum in civitate Augustensi accessit, cum quo aliquam- 
diu moratus in regnum suum feliciter est reversus. Genuit b 
ex ea quatuor filios, unam filiam. 

a am Rand später hinzugefügt. * Genuit — filiam später hinzu- 
geschrieben. 30 

1 Neunburg vor dem Waid. 

* Neunburg. 

• Vgl. Ebran 159, 31. 

4 Füetr. 197, 18. 

5 Christoph starb in Helsingborg und liegt in Roesküde begraben. 35 
€ So richtig. 

7 Johanns des Alchimisten. 

8 Des Kurfürsten Albrecht Achilles. 

9 König Christian L von Dänemark, vorher Oraf von Oldenburg 
und Delmenhorst^ starb schon 1481. Sollte aus obiger Stelle geschlossen 40 
werden dürfen, dass Teile der Chronik schon vor Christians Tod aus- 
gearbeitet waren? 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 277 — 

[F. 230'] Cap. 40. 

De duce Steffano comite Veldencie, tertio filio 
regis Ruperti, et de eius filiis. Tercia linea. 

[F. 231] Steffanus dux Bavarie, comes Veldencie, tercius 
5 filius regis Euperti, possedit quasdam civitates, opida et 
castra in Westrania et super Naw et Wassgeno et curiara 
suam habuit in Maysenhaiin et Zwainbrugka. Huius uxor 
filia fuit comitis de Veldencia 1 , de qua hereditavit comitatum 
Veldencie. Ex qua genuit quinque filios*, Johannem, Ru- 
lOpertura, Ludvicum Nigrum, Fridricum et Steffanum, quorum 
tres spirituales efiecti et duo seculares permanserant. De 
quibus erit dicendum. 

De Johanne archiepiscopo Maidburgensi, 

filio eius. 

15 Johannes filius ducis Steffani episcopus Monasteriensis. Füetr. 195. 

Quem episcopatum cum per aliquot annos optime rexisset, 
postulatus est in archiepiscopum et primatem Maidburgensem 
in Saxonia, ubi defunctus 8 et sepultus est. 

De Ruperto episcopo Argentinensi, eiusdem filio. 

20 Rupertus natus predicti Steffani ducis Bavarie episcopus Ebran 161 u. 

Argentinensis ibidem sepultus. 4 Füetr. 195. 

De Steffano preposito Coloniensi. 

Steffanus prefati ducis Steffani filius prepositus Co- 
loniensis, similiter prepositus Argentinensis 5 et magister 
25fabrice, sepultus Colonie. 

Cap. 41. 
De eius filio duce Friderico et filiis suis. 

[F. 231'] Fridericus dux Bavarie, comes in Sponhaim, 
curiam tenuit in Simeren auf dem Hundsrugk. Multos filios 
30 genuit infrascriptos ex uxore 6 ducissa Gelrensi. 

1 Vgl. Ebran 160. 

* Vgl. Füetr. 195. 

* Johann starb am 13. Dezember 1475 auf dem Schlosse Oiebichen- 
stein an der Saale und wurde im Dome zu Magdeburg bestattet. 

35 * Ruppreeht liegt in der ehemaligen Stiftskirche xu Elsassxabern 

begraben. 

1 Vgl. Füetr. 195, 6. 

* Margarete. 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 278 — 

De filio eius duce Johanne. 

Johannes dux Bavarie, comes in Sponhaim, filius ducis 
Fridrici, sedit in Simeren. Hie quadam vice erat in curia 
Fridrici imperatoris in Wienna, et dum ascenderet ad pro- 
pria, in oppido Landshutensi quidam miles, magister curies 
sue, defunetus est. Cuius corpus ad suum dominium de- 
portatum fuit. Iam regit. * Uxor * filia comitis de Nassaw 
in Bredo. 8 

De Ruperto episcopo Ratisponensi. 

Rupertus filius ducis Fridrici de Simeren ad instanciam 10 
Georgii et aliorum dueum Bavarie factus est adiutor Hainrici 
episcopi Ratisponensis. Quo defuneto in die Jacobi apostoli 4 
anno Christi 1492. confirmatus est in episcopum Ratisponensem 
per papam Alexandrum VI. Hie* anno Christi 1494. per- 
seeucionem cum suis plebanis aliquibus a complieibus ducis 15 
Alberti perpessus est. 
Hainricus. 5 

Wilhelmus sine uxore in adolescencia obiit. 6 
Wilhelmus similiter in iuventute obivit diein. 7 
Steffanus filius ducis Fridrici prefati decanus maioris20 
ecclesie Coloniensis. 

Fridricus natus Fridrici ducis canonicus Coloniensis 
et Argentinensis. 

[F. 232 J Cap. 42. 

De Ludovico duce nigro et eius filiis. 25 

Ebranl60. [F. 232' J Ludovicus dux Bavarie, comes Veldencie, filius 

ducis Steffani, dictus est Niger. Hie cum iactura et detrimento 
diu bellavit cum duce Fridrico comite palatino Reni, patruo suo. 
Hie Ludovicus nuneupatus vulgo dux niger, cum papa Pius II. Theo- 
dricum de Ysenburg archiespiscopum Maguntinum deposuisset 30 
et Adolfum comitem de Nassaw in locum eius subrogasset et 

»Hie — est später hinxugeschrieben. 

1 Er starb 1509. 

* Johanna. 

• Breda. 35 
4 25. Juli; nach Janner , Geschichte der Bischöfe von Regensburg 

111, 600 starb er jedoch am 26. Juli. 

6 Ein Sohn Heinrich des Pfalxgrafen Friedrich 1. von Simmern- 
Sponheim ist nicht bekannt. 

6 Wühelm 1. starb 1458. 40 

' 1481 starb Wilhelm 11. 

n f~"rw^nl ■" Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 279 — 

COnfirmasset, eidem Adolfo auxilio fuit et sibi in favorem civi- 

tatem Maguntinam sua industria vi in dedicionem accepit aliquibus Cf. Lirer k9. x 

ex clerieis et civibus interfectis et quasi Omnibus depredatis et bonis 

suis privatis in die apostolorum Syraonis et Jude 2 anno domini 
5 1462. Hie ex uxore sua 8 de a Croe in Francia vel Burgundia 
multos et ad minus infrascriptos filios et 6 Alias 4 progenuit. 
Quorum nomina sunt: 

Caspar dux ßavarie, comes Veldencie. Cui genitor 
suus Ludovicus dux niger principatum assignavit, et post 
10 aliquantulum deposuit. Insuper iam viduus apud patruunr. 
suum Philippum comitem palatinum Heidelberge obsequitur 
non habens liberos. Postca hunc frater suus Alexander 
incarceravit. 5 

Alexander iuvenis pulcher, dux Bavarie, comes Veldencie. 
15 Johannes obiit. 6 

Philippus obiit. 

[F. 233] Jeronimus 7 dux Bavarie , comes Veldencie, 
adolescens spectabilis, obiit. 

Lazarus 8 dux Bavarie, comes Veldencie, natus Ludovici 
20 Nigri, iuvenis venustissimus, de habitaculo columbarura cadens 
defunctus est. 

Fridricus dux Bavarie, comes Veldencie, adolescens 
subtilis, obiit. 

Hainricus dux Bavarie, comes Veldencie, iuvenis in- 
25geniosus, filius Ludovici ducis nigri, obiit. 

Albertus. 

Wolfgangus. 

Due filie 9 sunt moniales in monasterio 10 , quod aput 
Besell in Reno. 

30 a de — Burgundia am Rand mit Einfügungszeichen. 

1 Item do man zalt von der geburt Cristi tausent fier hundert 
und LXII jar, ward Mentz eingenommen von hertzog Ludwig bei Bein, 
genant Schwartzhertzog, und ward sackman do gantz gemacht und 
pf äffen und burger geschetzt und erstochen. 
35 ■ 28. Oktober. 

3 Johanna, Tochter Antons von Croy. 

4 7 Söhne und 5 Töchter. 
b 20. Dezember 1490. 

* Johann lebte zur Zeit der Niederschrift der obigen Stelle noch; 
40 er starb erst 1513. 

7 Ludwig I. von Ziceybrücken - Veldenz hatte keinen Sohn dieses 
Namens, ebensowenig solche mit den im Folgenden genannten Namen 
Friedrich, Heinrich und Wolf gang; dagegen ist hier David nicht genannt. 

8 Vielmehr Samson; vgl. Hacutle, Genealogie S. 148, Anm. 3. 
45 B Johanna und Anna. 

10 Marienberg bei Boppard. Besell ist Oberwesel. 

n C^rtonl - Original frorm 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 280 — 

Omelia 1 uxor Johannis a comitis de Nassaw in Sarr- 
brtickg. 

[F. 233'] Cap. 43. 

De duce Ottone quarto filio regis Ruperti et de 

filiis suis. 5 

Andr. 500. [F. 234] Otto comes palatinus Reni, diix Bavarie, filius regia 

Ruperti ultimus, pro paterna hereditate hec oppida: Suns- 
haim 2 , ubi habitabat, Mospach, Hilspach, Eberpach, Wissen- 

pach accepit. Ad tempus Ludovici palatini ceci, fratriß sui, 
Andr. 467. in Amberga tutorerat. Anno do mini 1427. Johannam filiam Hainric 10 
ducis Bavarie in Landshut duxit uxorem > ex qua infrascriptos 
liberos habuit. Huic Ottoni Cristoferus dux Bavarie, post- 
quam in regem Dacie etc. est electus, quicquid habuit in 
Bavaria, Novumforum, Newburch, Auerbach etc., ad possi- 
Ebran 150. dendum dedit. 8 Dum Albertus marchio Brandeburgenßis, burggravius 15 
NuTembergensis, cum civibus Nurembergeneibus et aliis imperii civitatibus 
bellum ageret, hie Otto ei viriliter astitit et Nurembergensibus 

plura incomoda intulit. Hie Otto prineipatum suum, ut deo 
liberius serviret, filio suo Ottoni resignavit, ipse vero in 
monasterio Eeichenbach multo tempore devote degit. Dum 20 
autem quadam vice in diebus canicularibus vicinas mulieres 
pro solacio in quendam ortum invitasset, nimium lac et 
merusas comedit. Sequenti die de mane in lecto defunetus 

Ebran 150 u. repertus 4 relinquens filioe 4 , Ottonem, Rupertum, Johannem et Albertum 

160 et 3 Alias, quarum una desponsata est comiti de Mors 5 , 25 
altera comiti de Hanaw, tertia Philippo de Binegk comiti. 
b . . . 6 abatissa in Hocheim. 

. . . 7 abbatissa inLiebenaw apud Wormaciam auf dem gäw. 
Hie Otto sepultus est in eodem monasterio. 8 

* darunter Philippi Hs. b von hieran bis gäw später hinzugeschrieben. 30 

1 Vielmehr Elisabeth; sie vermählte sich 1492 mit dem Grafen 
Johann Ludwig L von Nassau- Saarbrücken. Ihre Schwester Margarete 
war mit dem Grafen Philipp von Nassau- Wiesbaden verheiratet; vielleicht 
hat die irrtümliche Korrektur Philippi darauf Bexug. 

2 Sinsheim, Mosbach, Hilsbach, Eberbach, Wiesenbach. 35 
» Vgl. oben S. 276, 10 ff. 

* Vgl. Andr. 567,34. 

* Die älteste Tochter Margarete heiratete den Grafen Reinhard III. 
von Hanau- Münxenberg, die zweite, Amalia, den Grafen Philipp von 
Rieneck, die drei jüngeren, Dorothea, Anna und Barbara, wurden Kloster- 40 
frauen. 

6 Anna war Priorin des Klosters Himmelskron xu Hochheim. 
T Dorothea. 

* Nämlich in dem vorher Z. 20 genannten Seichenbach in der 
Oberpfalx. 45 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 281 — 

Cap. 44. 
De duce Ottone filio eius et fratribus suis. 

[F. 234'] Otto dux ßavarie possedit Novumforum, ubi habi - Ebran 160. 
tavit 1 , etMospach cum omnibus attinenciis, filius ducis Ottonis, 
5 Hungariam, Bohemiam ac regnum Neapolitanum perlustravit 
ac in terra sancta pro railicia fuit. Uxorem non habuit; ideo 
liberis caruit. Provinciam suam aduc in vita sua filiis 
Philippi a palatini resignavit. 

b 1493. hie Otto et frater eius Albertus episcopus 
10 Argentinensis in quadragesima Landshute cum duce Georgio 
fuerunt. 2 

1494. in die Affre 8 Otto cum Georgio in Ebersperg 
peregrinati sunt. 

De duce Ruperto administratore ecclesie 
15 Ratisponensis. 

Rupertus filius Ottonis, administrator ecclesie Ratis- Ebran 160. 

poneDsis, eo quod minor annis erat et futurus episcopus, in 
negocio ecclesie sue Austriam descendit, ubi in opido suo 
Pechlorn in adoleacencia sua preclara c diem obivit. 4 Ratispone 
20 coram summo altari in choro sepultus. Hie, cum Ludovicus 
dux Bavarie in Landshut magnam steuram contra libertatem 
ecclesie in terra sua imposuisset, primus fuit inter episcopos, 
qui reclamavit non obstante, quod eum ad episcopatum 
promoverat. 

25 De duce Johanne preposito Augustensi. 

Johannes natus ducis Ottonis, nepos regis Ruperti, Ebran 160. 
prepositus Augustensis et Argentinensis, transivit in terram sanetam 

devocionis causa et in Hierusalem diem obivit. In monte Syon 
sepultus apud fratres minores anno domini 1486. 

30 De duce Alberto episcopo Argentinensi. 

Albertus filius ducis Ottonis senioris, nepos Ruperti Ebran 160. 
regis Romanorum, episcopus Argentinensis. Hunc una cum 

fratre suo duce Ottone Landshute vidi anno domini 1493. 5 

* Georgio fi so am Rand. b die beiden nächsten Sätze sind später 
35 eingetragen, c am Hand beigeschrieben. 

1 Wohl nach Füetr. 197, wo es von Pfahgraf Otto I. heis&t : sass 
zu dem Neuenmarckt. 

* Vgl. unten Z. 32. 
9 7. August. 

40 4 Nach Haeuile, Genealogie S. 131 xu Ybbs. 

6 Vgl. oben Z. 9. 



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— 282 - 

[F. 235] Supra 1 dictum est, quod Ludovicus comes 
palatinus Reni, duxBavarie superioris, elector, frater Hainrici 
ducis inferioris Bavarie, moriens reliquerat duos filios ex 
tercia uxore, Rudolf um, cui comitatus palacii Reni cessit, 
de cuius linea hactenus dictum est, et Ludovicum, cui cessit 5 
in divisione paterne hereditatis Bavaria superior. De quo 
et eius linea sive heredibus dicendum nunc erit. 

Cap. 45. 

De Ludovico duce superioris Bavarie. 

Sachs. Wehr. 7 Ludovicus dux Bavarie superioris, fiiius ducis Ludovici, nepos 10 

Ebran 773. regis Eudolfi ex filia, frater Rudolf i palatini comitis, duas 

Tfluwd. 8 uxores habuit. Prima dieta fuit Beatrix filia ducis a Polonie, que 

illustris regina obiit anno Christi 1323. feria 4. post Wartolomei 

Ebran 113. apostoli sepulta Monaci apud beatam virginem in choro, seeunda 

Margareta filia potentissimi . . . 4 comitis Holandie etc. 15 

Andr. 82. Hie Ludovicus et genitor suus Ludovicus, duces Bavarie, dieuntur 

fundatores monasterii sanetimonialium in Pettendorf ordinis predicatoruin 
fuisse. 
Fund* u. Insuper Ludovicus hie et frater suus Rudolfus in Monaco 

Andr. 82. monasteri um Augusünensium fundarunt 1301. 1341. b chorus ibidem 20 
fuit consecratus per episcopum Polenensem Augustinum vicarium in 
pontificalibus episcopi Frisingensis Johannis. Quinymmo Lu- 
dovicus iste monasterium in Windespach prope castrum Fürstenberg 
fundavit illucque fratres de ordine S. Wilhelmi collocavit. 
Fund. 1309.c circa annunciacionis Marie hie dux Ludovicus obsedit 25 

castrum Fürstenberg prope Renum, quod tarnen non expugnavit. 
Annis bis quinque tribus annis mille 
Tria C, quando, Theodore, lux tua fulsit, 
Nobilis L. dux hostes prostravit, Australes superavit 
In Gameistorf villa; non fuit apeior illa. 30 

Andr. 76* Hie gloriose triumphavit 7 in bello publico iuxta villam 

Gamelsdorf contra Australes et quosdam nobiles Bavarie in- 
ferioris pro tutela dueum trium iuvenum admodum anno 

a regis, daxu ducis am Rand Hs. b 1341 — Johannis mit Ein- 
fügungsxeichen am Rand, c 1309 — illa mit Einfügungszeiclien am Rand. 35 

1 Ä 238,22; vgl. S. 252,16. 

2 L bayer. Fortsetzung ; Mon. Qenn.hist., Deutsche Chroniken II, 335. 
1 Vgl. Neties Archiv XXIV, 676, Z.4. Gedr. Oefele, Rer. Boic. 

SS. II, 34L 

4 Wilhelms 777., Grafen von Holland. 40 

b Gedr. Oefele a. a. 0. II, 340; vgl. Neues Archiv XXIV, 676 u. 
715. S. auch oben S. 254, 30. Auch Andr. 82 hat die Nachricliten der 
Fund, benutzt, doch gekürzt. Arnpeck geht hier auf die ältere Quelle 
zurück, aber auch Benützung der Worte des Andreas ist bemerkbar. 

6 Wie aus der Vergleichung hervorgeht, ist weder das Chron. 106 45 
noch Andr. 547 Quelle^ sondern Andr. 76. 

7 Vielleicht nach der Sachs. Weltchr., I. bayer. Forts. 335, 13. 



bydC 



Original frorn 
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— 283 — 

# 

domini 1313. in die Theodori, ut supra 1 sub Ottone rege Hungarie 
dictum est 

De eleccione eius in regem et coronacione. 

[F.235 1 ] Sane defuncto in Italia anno Christi 1313. 6\§Jao.Ph. Berg. 
5 22. 2 mensis AugUSti imperatore Hainrico VII. de Luczelburga'' x UL,f.l38. 
vacavit imperium anno uno. Post quem inter electores discordia suc- 139. 
cessit, ita quod alii bunc Ludovicum Bavarie superioris ducem 

ob a probitatem, fidem et mirandorum actuum excellenciam, 

alii Austrie ducem Fridricum Alberti regis Romanorum filium eligerent. Andr. 78. 

10 Electores Ludovici fuerunt Petrus archiepiscopusMaguntinus, Bälde- Sachs. Wehr.* 
winus frater Olim Haillrici imperatoris, archiepiscopusTreverensis,«*. Flor. 4, 
Walderamus marchio Brandeburgensis et Johannes rex Boemie, filius 
prefati imperatoris Hainrici. Electores vero dueis Friderici erant 
Heinricus archiepiecopus Coloniensis, Rudolfus comes palatinus Reni, 

15 frater 5 dicti Ludovici ab aliis quatuor electi, Johannes dux 
Saxonie et Hainricus dux Karinthie comesque Tirolis, qui se regem 
Boemie asserebat, eo quod a parte electus demum a predicto 
imperatore Hainrico deiectus fuerat et regnum Boemie filio 

SUO JohaDni Obtinuit. Hec eleccio facta est 1314. in Franckfordia Königsh. 465. 

20 in presencia multorum prineipum et aliorum. Ipsa autem civitas Franck- 
fordia adherebat Ludovico, et 8 ibidem diebus cum honore permansit. S. W., I. b. 
Deinde Aquisgranum ivit, ubi eum Petrus archiepiecopus Maguntinus F. 335 
in regem cum UXOre domina Beatrice coronavit. Dux autem u. Königsh* 
Fridricus cum exercitu suo ultra flumen vulgariter Mayn contra ipsam ^ c - u.Fütr .1 7L 

25 civitatem Francofordiensem castra metatus est. Ubi dux Austrie 
Leopoldus frater suus ingenti cum exercitu ad eum venit, sed propter 
fluminis profunditatem 7 dicti electi reges congredi non poterant. Ludovicus 
vero post b [F.236] coronacionem suam Aquisgrani faetam 
Spiram pervenit et Judeorum eimiterium cepit. 8 Deinceps dictus Füetr. 17L 

30 a ob — excellenciam am Rand mit Einfügungsxeichen. b fehlt 

Hs. ; von späterer Hand hinzugefügt. 

1 & 245, 20 und 246, 14. 
1 Vielmehr am 24. 

3 /. bayer. Forts., Mon. Qerm. hist., Deutsche Ghron. II, 335. 
35 * Ed. Meuschen S. 132. 

5 Vgl. hiexu Füetr. 171 : der pfaltzgraf Ruedolf, der doch hertzogs 
Ludwigs brueder was. 

6 Ist deutlich hier Quelle, wird aber in mancher Beziehung ver- 
unstaltet und unrichtig wiedergegeben. Füetrer, der seinerseits sich auf 

40 Königshof \n und die Sachs. Weltchronik stützt, ist ebenfalls herangezogen; 
auch letztere erscheint unmittelbar benutzt. 

7 Königsh.: und möhtent nüt zusamene (darnach EbranlM: das 
sie nit züsamen mohten). Füetr.: Do ward das wasser so gross, das sy 
nicht zusamen mochten nach der S. W. } I. b. F. 335, 24 : Daz wazzer 

45 was groz, dovon mohten ei niht zesamen chomen. 

8 Königsh.: do floch Ludewig ... in der Juden kirchof. & W. 
II. bayer. Forts.: Do entwaich im der künig in einen Judenfreithof ze 
Speier. Füetr.-. Do kam darnach künig Ludwig zu Speyr und nam den 
Judenkirchhof ein. 



f^nrmL* Original frorn 

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— 284 — 

S. TV., L b. F. Fridricus Banne ab Heinrico Coloniensi archiepiscopo in regem 
3 3 J>' unctus est Cui Rudolfus palatinus, germanus regis Ludovici, magnum 
r exercitum armatorum misit. At frater suus dux Leopoldus omnes f 

villas apud civitatem Spirensem combussit. 

a Ludovicum elegerunt N. rex 2 , N. Tre[virensis] 3 , N.5 
Maguntinus * et iunior dux Saxonie ö , qui se dicebat esse 
electorem et non fratrem suura seniorem, Fri[dericum] 
Ru[dolfus] palatinus, Coloniensis 6 et dux Saxonie senior 7 , 
qui in episcopum Pat[aviensem] 8 a sede apostolico deputatus 
nondum tarnen eandera sedera ascenderat. Sciens se fru- 10 
Stratum in eleccione et . . , b iunioremque ducem fratrem 
suum timens eligere velle ducem Bavarie superioris nomine 
Ludovicum occasione eleccionis gracie apostolice renunciavit 
et, quia senior erat, illico abilis fuit eligendo ducemque 
Austrie cum reliquis sublimavit. 15 

Farnes. 

Andr.82. Huius Ludovici regni anno primo, Christi autem 1315. facta 

est fames et caristia adeo magna, ut scaffa siliginis pro 5 libris 9 
60 denariis 9 Ratisponensis monete venderetur. 

Quarto regni Ludovici anno, Christi vero 1319. Walde- 20 
marus marchio ßrandeburgensis diem ultimum sine liberis 
Ebran 118. clausit. A t rex Ludovicus marchionatum Brandeburgensem filio suo 

seniori auctoritate regia concessit. 

De bello apud Esslingen. 

Flor. 1 * Elapsis itaque aliquibus temporibus Fridricus prenomi-25 

natus rex civitatem Esslingen obsedit, quia Ludovicum recepit; 
omnes enim civitates inferiores usque Argentinam Ludovicum pro rege 
receperunt, sed superiores per Alsaciam et lacum Bodonicum c 
Fridricum, civitates autem per Sueviam fere omnes excepta Ulma 

a der folgende Abschnitt findet sich auf einem xwischen F. 235 SO 
und 236 lose liegenden Zettel. b ein paar Worte unleserlich und teilweise 
weggerissen* c am Rand mit Einfügungsxeiehen. 

1 So Füetr., seine Quelle Konigshofm erweiternd. 

• König Johann von Böhmen. 

5 Erxbischof Balduin von Trier. 35 
4 Erxbischof Peter von Afainx. 

b Johann von Sachsen-Lauenburg \ 

6 Erxbischof Heinrich. 

1 Rudolf von Sachsen-Wittenberg. 

• Quelle? Rudolfs Sohn Albert wurde 1320 von Papst Johann XXU. 40 
xum Rischofe von Passau ernannt. 

9 Wit man nach diesen Wortformen vermuten möchte, ist auch 
hier der Text von Andr. Quelle, den Fund., mitbenütxt worden. Vgl. 
Neues Archiv XXIV, 694. 

10 Ed. Meuschen 133. 45 

n f^nnolr Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 285 — 

aliisque paucis Ludovicum. Nimirum Fridricus 1318. in vanum 
laborans de obsidione Esslingen infeliciter recessit. Sequenti 

denique anno Fridricus rex congregato exercitu de sua 

potencia confidens et de Ludovici regis invalitudine pre- 

ösumens iterato dictum oppidum Esslingen obsidione cinxit. 

Verum rex Ludovicus auxilian-/^. 236 t ]tibm eum Baldewino archi-Ä W., IL b. 
episcopo Treverensi, Johanne rege Bohemie et Hainrico duce inferioris ™\r \ u ' 
Bavarie admodum adolescente grandi cum exercitu ei occurrens 
potenter aibi restitit. Accidit denique quadam die, ut utriusque 

jQprincipis exereitus conflictum faceret prope fluvium Necarum. Ubi 
ex utraque parte multi nobiles capti et interfecti fuere, et ambo reges 
sine victoria de certaminis loco cesserunt. 1 Uterque siquidem se regem Andr. 78. 
Romanorum nominabat et scribebat. Idcirco quotidianis incendiis 
et rapinis ac multis incomodis se invicem precipue in metis per- 

15 sequebantur. 

De fuga Ludovici regis apud Müldorf. 

Anno Christi 1320. dictus Fridricus ex Austria per opidum Andr. 82} 
Muldorf cum exercitu forti et copioso maxime Hungarorum 3 Bavariam 
intravit. Cui rex 4 Ludovicus ibidem occurrit et iuxta idem opidum 

20 contra eum tanquam viriliter pugnaturus castra metatur. Baronibus 
autem eius pocioribus pecunia, ut ferebatur, corruptis Bavari decepti 
in fugam versi nullo penitus persequente. Quod cum duces 6 Austrie 
cognovissent , ultra progredientes cum suo exercitu omnes villas et 
pauperum ediculas usque ad Ratisponam rapinis et incendiis vastarunt, 83. 

25attamen castrum nullum quantumvis vile obtinere poterant. Cum 
autem prope Ratisponam venissent, a civibus pecierunt, ut sibi ad partes 
Reni tendentibus per eorum civitatem cum exercitu transeundi daretur 
copia. Quod cum eis quodam pre potente [F. 237] cive Gumperto 
dicto procurante contra multorum voluntatem fuisset denegatum, omnibus 

30 itineri suo adiacentibus devastatis ad Austriam sine omni molestacione 
re versi Ratisponensibus multa damna et pericula i 1 1 a t i s a , vestiaria ec i am 
eorum, que Wienne habebant, miserabiliter spoliando. Deinceps Ludo- Füetr. 1 71. 
vicus rex ingenti cum exercitu Rhenum ascendit usque ad fines Argentine. 
Quo comperto illico Fridricus cum fratre suoLeopoldo duce insequitur 

35 et circa festum nativitatis Marie apud Humen Pruscha apud SchaffUcz- 
hoven, Achenheim et Wickerhaim castra ad versus invicem posuerunt. 
Episcopus Argentinensis auxilio fuit Friderico, sed cives Argentinenses 
cum Zolrensi et multis nobilibus Ludovico. Nihilominus regalia seu 
feodalia ab ambobus susceperunt et Ludovico alimenta miseruut sicut 

40 a so Es. statt intuierunt, 

1 Vgl auch Konigsh. 465, Ebran 114, Füetr. 171. 

* Wie die Vergleichung ergibt, dorther, nickt aas dessen von Arn- 
peck sonst auch benutzter Quelle, dem Chron. 4L 

3 Zusatz aus Füetrer 172, 4; vgl auch Ebran 114 , 14. 
45 4 Das Chron.: dux, Andr.: dux eciam Romanorum regem se 

scribens. 

* Vgl Andr. 82, Antn. 8. 

n r^nnol " Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 286 — 

Mulheim Fridrico, 1 cui magnus populus adveniebat. At Ludovicus rex 
König sh. 466 campo cessit. Post hec Fridricus in Austriam descendit et anno 13 21. 
u* Füetr. 172. ad vastandum Bavariam cum magna nuiltitudine contra Ludovicura 
S. W.U. b. F. ascendit et multa incomoda misere Bavarie usque ad Ratisponam in- 

337. tulit. Ludovicus vero dumtaxat in castris permansit. 5 

Königsh.466^ a 1321., regni vero sui nono anno, rex Ludovicus libertatea dedit 

a iure canonico et civili a Romanis pontificibus aut imperatoribus seu 
regibus predecessoribus suis toti clero in terra ducatus sui Bavarie citra 
et ultra Danubium constituto taliter, qualiter in privilegio desuper a 
predicto rege Ludovico edito patet. 10 

Andr. 82. 1320. 3 Fridericus belÜCOSUS et durilS etc, tamquam viriliter 

(Chron.) p U gnaturus.*> Et dum diu more bellancium colluderent, vice 
quadain conferta pugna satis dura Bavari in fugam versi 
terga dederunt. 4 At Australes fortiter instantes totum 
Ludovici exercitum dissipaverunt fugando, mactando, capti- 15 
vando atque diripiendo, ita ut eciam rex vix effugeret, ne 
comprehenderetur. 

Cap. 46. 

De felici bello in prato apud Ämpf ing, in quo 
capti sunt Fridricus rex et frater elus Hainricus20 

dux. 

Künigsh. 467 Anno a nativitate Christi 1322. 6 Fridericus rex maximum 

et fortissimum exercitum in Austria et ex Hungaria et aliis 

u. Ebran 114. terris [F. 237'] collegit. Nam Carolus 6 rex Hungarie 2200 equitum 

et 4000 sagittariorum cum arcubus 7 peditum Hungarorum et Turcorum 8 25 

ei miserat, quia tunc rex Hungarie bene habuit cum Turcis 
et e converso. Ideo multos Ungaros et paganos habere 

* die folgenden xtcei Abschnitte sind auf einen zwischen F. 236 
und 237 eingehefteten Zettel geschrieben, b so notizenhaft H. 

* Wie Spüler, Fiietr. 17 1, Anm. 3 feststellte, hat hier Füetr. seine 30 
Quelle Königshofen ganz missverstanden. Arnpeck, der Königshofen an 
anderen Stellen, insbesondere unmittelbar im Folgenden, benutzte, hat hier 
Füetrers Irrtümsr übernommen. Er vermelirt sie sogar: das Geschlecht 
der Zoren von Strassburg (Königshofen 466, 9), welches Füetr. als die 
von Zorn bezeichnet, icird bei Arnpeck fklschlich zu einem Zollern, Zolrensis / 35 

* Zum Jahre 1322. Gedr. Oefele, Rer. Boic. SS. II, 341; vgl. Neues 
Archiv XXIV, 676, Anm. 2. 

» Vielmehr 1319. 

4 Rückzug von Mühldorf; Riezler, Geschichte Baierns 11, 325 f 6. 

5 Königsh. : 1323, eine Angabe^ die Arnpeck nach seinen anderen 40 
Quellen verbessert hat. 

6 Dieser Name dürfte der unten S. 287,26 verwendeten Stelle aus der 
Summa des Antoninus Fhrentinus entnommen sein oder auch aus der 
Chronik des Johannes von Thurocz. 

7 Königsh.: schützen; Ebran: pogenschützen. 45 

8 So gibt Arnpeck Königshofens Ausdruck: und us der beiden- 
schaft wieder. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 287 — 

poterat. Ascendit itaque cum Fridrico archiepiscopus Salcze- Ebran 114. 
burgensis, Albertus episcopus Pataviensis et frater suus HainricusS. W.,lLb.F. 
dux Austrie, qui 1 1800 equitum et 24000 peditum habuit, in 337. 

Bavariam in manu forti eam omnino vi opprimere et subvertere 
5 incendio, cede et rapinis intendens. Et dum ibi presumptuose Flor* 

castra metaretlir expectans fratrem suum Leopoldum ducem cum 
copioso exercitu de Alsacia et Suevia super venire, rex Ludovicus Ebran 114 u. 
cum fortissimo exercitu advenit adiuvantibua eum Johanne rege ~' **•» "■ *• -*• 
Boemie, Bälde wino archiepiscopo Treverensi et Hainrico duce Bavarie 

lOinferioris et comite de Hennberg *, qui miserant sibi 1500 et 800 

equites et 68000 peditum, quia solus 3 rex Boemie 1500 equites etKönigsh. 467 
30000 peditum ei miserat. Hi duo asserti reges convenerunt tt - Füetr. 1?2. 
inter oppi da Muldorf et Ötingam prope villam Ampfing in prato, quod Andr. 78. 
vulgo die vehwis appellatur apud Dornberch 4 in vigilia Michaelis. Sed Königsh. 467. 

15 quia Fridericus noluit fratrem suum ducem Leopoldum ex Alsacia 
venientem amplius saltem per unum diem expectare, idcirco eo die 
bellum durissimum inceperunt. Ipse enim Fridricus furibundus et 
vir animosus erat; ideo primum bene habuit. Attamen superveniente 
seniore b Fridrico b burckgravio Nurembergensi cum quieto exercitu in 

20 auxilium Ludovici Hungaric fugamc inierunt c a mane usque ad^tor.* 

vesperam [F. 238] bello durante. d Quod bellum ab ortu solis usque Anton. Flor.* 
ad oc casum eius continuatum est. Et ita asperum et horrendum« fuitXXZ, IV, 13. 
certamen, quod ultra 4000 bellatores equites simul ex utraque parte 
occisi sunt in eo et ultra 6000 equorum. Unde gentes Friderici pene 

25 omnes vel interfecte vel capte sunt Inter quos remanserunt capti 
2000 Hungarorum, quos miserat Karolus rex Hungarie in adiutorium 
Friderici. 

Ludovicus gloriose triumphavit. Remansit* dominus f campi * Andr. 78 u. 
pluribus Australibus, Hungaris et paganis interfectis. Rex Fridericus Ant. Flor. I. c. 

30 et germanus suus Hainricus dux cum suis baronibus, militibus et 

nobilibus ex Austria et Stiria circiter 1300 capti sunt. Quod Königsh. 467. 

a comes de Hennberg nochmals am Rand. b am Rande hinzu- 
gefügt, o mit Einfügungsxeichen am Rand, d von hier an bis xum 
Schlüsse des Abschnittes an den Rand geschrieben. e borridum Hs. ' am 
35 Rande hinxugefügt. 

1 Ebrans Angabe über die ganze Streitmacht ist hier unrichtig und 
irreführend verwendet. 

8 Es erscheint sowohl der Wortlaut des bei Menschen S. 133 ge- 
druckten Textes wie auch der von letzterem abweichende der Flor, in der 
40 Form, wie sie clm. 18776, Bl. 155 gibt, wo es heisst : et dum ibi pre- 
sumptuose maneret expectans insuper fratrem suum ducem Leopoldum 
cum exercitu copioso de Swevia ad se venturum . . . 

8 Königsh. : der kflnig von Behem und der bischof von Triere, 
Füetrer : der künig von Behaim. 
45 4 Diese Angabe aus der Sachs. Weltchr. 9 IL bayer. Forts. 338, 3: 

dacz dem Dornberg oder den Fund. ( Oefele, Rer. Boic. SS. II, 341) : apud 
Dornberg. 

* Ausser dem Texte des Druckes bei Menschen ersclieint auch der 
des clm. 18776, Bl. 155: a mane usque ad vesperam conflictu durante. 
50 * Weltchronik des hl. Antoninus, Erxbischofs von Floren*. 



C^f\C\ri\i m Original frorm 

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— 288 — 

tarnen forte non fuisset factum, si fratrem suum Leopoldum ducem 
Füetr. 172. expeetaasent. Audiens hec ideoi Leopoldus contristatus a est valde et 
omnis exercitus suus cum illo b tristis repatriavit. 

Anton. Flor. c Leopoldus * veniebat in auxilium Friderici cum 1500 bellatoribus 

XXI, IV, 13. bene armatis. Sed cum appropinquasset ad 15 miliaria, audivit rem 5 
gestam et ultra non progressus est. Quia nimis confidit Fridericus in 
sua potencia contemnens vires hostium, ex sui exercitus inordinacione 
devictus est et captus. Deinde mense Marcii rex Ludovicus congregatis 
proceribus suis in Alemannia fecit parlamentum. Et facta concordia 
inter ipsum et Fridericum ducem Austrie cum certis pactis et con- 10 
vencionibus iuramento firmatis, ut non nominaret se regem Romanorum 
nee foret sibi adversarius, a carcere eum liberavit. Sed tarnen postea 
Fridericus iurata minime servavit. Hec An[toninus] Flo[rentinus] 4. 

Ebran 116. 1 In hoc bello capitaneus summus Sifridus Schwepferman erat 

Ludovici regis. Quem cum rex diu expeetasset et tandem superveniens 15 
adversariorum exercitum sollicite conspexisset, movebantur pedes eius 
in strepis, ita ut calcaria sonarent. Quod videntes quidam iuvenes 
milites yronice aiebant : Tarn diu rex hunc militem expeetavit I Pu tat is n e , 
dueibus Austrie damna inferet? Nihilominus industria et strennuitate 
huius militis exigente rex triumphal it. 20 

Satlern. 

Tercia vero die 3 idem rex in Landshutam divertens 
venit in locum, qui vulgo Griental nuneupabatur, non longe 
a Vilspiburg. Ubi equus regis cecidit et adeo iramobilis 
permansit, ut nee ipse equus d nee ipse rex de loco eodem 25 
moveri possent. Quo perspecto marscalcus eius Parcival 
Spornecker 4 monuit regem, ut ex hoc omine in Signum 
tante victorie sibi divinitus date ecclesiam edificaret in 
eodem loco. Quod rex illico fieri preeepit et ad hoc per- 
ficiendum equum, gladium , ornamenta , vestimenta et alia 30 
bona in honore beate virginis contribuit. Quam ecclesiam 
Satleren 5 voeavit, eo quod de sella equi in aliam mutaverit 
sellam. 

ft am Rand, b illa Hs. c der ganze folgende Abschnitt am Rand. 
d am Rand mit Einfügungsxeichen. 35 

1 Die Quelle nennt ihn Lupodorus. 

* Ebran ist der Erste, der die obige Sage mitteilt ; vgl. Roth a. a. 0- 
Anm. 3, bexw. S. 115, Anm. 4. 

* Am 3. Tage nach der Schlacht, dem 1. Oktober, urfeundet Ludwig 
xu Regensburg; Böhmer, Regesta imperii 1314-1347, S. 28. 40 

4 Sparrenecker, Spamecker. 

6 Vgl. Bavaria I, 299 und 333. Schöppner hat die Sage in seinem 
Sagenbuch der bayerischen Lande leider nicht gebracht. Nach Janner, 
Geschichte der Bischöfe von Regensburg Hl, 179 ist jenes Satleren Frauen- 
sattling bei Vilsbiburg. 45 



byG< 



I . B Original frorm 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 289 - 

[F. 238*] Sane peracto tarn felici triumpho multi nobiles et Ebran 115 u. 
quasi in sedicionem versi gloriabantur se Fridricum regem captivasse. Füetr. 172} 
Quibus ipse ait: Si vi de rem clenodia seu arma bellica, quibus usi estis 
in prelio, perfecte ostenderem detentorem meura. At illi illico ut in 
öbello se induentes» quibus ait: Podtquam omnibu9 restiti, huic vacce 
ori resistere non valui, quia ille nobilis, qui eum captivaverat, Rings- 
maul appellabatur. 

Tandem Hainricus dux Austrie Johanni regi Boemie pe- Flor. 133. 
cuniis exonerandus traditur. Fridericus autem rex, frater eius, in Andr. 78. 

10 castrum, cui nomen Drawsnitzch », duetus est. 

Ubi advertendum, quod Ludovicus cesar quendam vicedorainum Andr. 78. 
babuit Weigel Vicztura vulgo nuncupatum, qui, quamvis non esset geaere 
nobilis , ob virtutem tarnen animi nulli secundus habitus est Fuit 
namque in rebus bellicis, prout eventuum qualitas se obtulit, vir valde 

15 strennuus et famosus. Hie edificav i t castrum, cui nomen Drawsnichtz 
iraposuit, quod ab oppido Nappurg circiter unum miliare distat. 
Huic vicedomino Fridricus dux tan quam captivus commissus fuit 
atque ab ipso rege Ludovico triumphatore primum in Batisponam 
duetus in domum cuiusdara civis Gumprecht an der haid dicti, eo 

20 quod idem Gumpertus ipsi regi Ludovico extunc, ut se terramque 
suam defenderet, magnam peeuniarum summam mutuaverat. Deinde 
prefatus Fridericus rex a diclo vicedomino eduetus ad castrum suum 
Drausnichtz. Ad quod cum appropinquaret prineeps, inquit: Quod 
[F. 239] nomen est huiuscastri? Vicedominus respondit: Drausnichtz. 

25 Ad quod ipse prineeps Fridricus vulgo dixit: Es haist billich 
Drawsnichtz, wann ich sein nit entrawt hete, das ich in solcher mass 
scholt b hergefflrt werden. Dum igitur aliquamdiu quasi pertriennium 
cum dimidio* in hoc Castro esset detentus, plurimas hostis antiqui 
h umani generis insidias pertulit agente hoc, ut dicebatur, per in- 

30 cantaciones uxore sua, propter quod ferree cruces in fenestris omnibus 
prefati castri, prout hodie apparent, sunt facte. 

Porro rex Ludovicus castrum Burgovia in Suevia contra ducem S. W., IL b. 
Leopoidum obsedit, sed obtinere non potuit. F. 338. 

De concordacione eorum. 

35 Tandem prefati prineipes Ulme concordati fuere et in Andr. 79. 

signum pacis eukaristiam sumpserunt. At rex Ludovicus sine omni 
peeuniarum exaecione more überaus prineipis ipsum Fridricum pristine 
reddidit libertati nihil aliud aeeipiens ab eo et suis successoribus, dueibus 
Austrie, quam quod, quocienseunque aliquis dueum Bavarie equalia 

40 vota in eleccione cum duce Austrie haberet, quod ipse dux 
Austrie eleccioni cederet, reeipiens super his in litteris ab- 
renunciacionem. At Fridricus obedienciam et subsidium contra s.W .11 \b. F. 

338.' f 

a so Es. b holt JB». 8 

1 Man bemerkt die Verwendung beider Texte. 
45 * Diese von andern abweichende Angabe ist aas den Flor. (ed. 

Menschen 133) entnommen, wo es heisst: per tres annos et fere dimidiura. 
3 Arnpeck scheint merkwürdigerweise die Dialektform scholt der 
Quelle für solt nicht verstanden xu haben. 

Quellen u. Erörterungen N. F. HI. f ftftn 

Jigilized by^-UUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 290 — 

Ebran 115 u. omnes imperii rebelles usque ad mortem iuravit. Barones insuper 
Füetr. 137} ducatus Austrie oportuit sua regalia a duce Bavarie recipere, quorum 
feodalium plura burggravio Nurembergensi dono dedit cum aliis pri- 
vilegiis. 

Hennberg. 5 

Item Ludovicus rex quendam comitem de Hennberg principem 
creavit, eo quod strennue in supradicto bello egerit. 

Ebran 116. Prefatas litteras Ludovicus dux Bavarie [F. 239*] senior de 

Ingolstat, cum dux Ludovicus Gipposus, eins filius, sibi repugnaret, 
Fridrico III., regi Romanorum, duci Austrie, restituit, nullam tarnen 10 
utilitatem ex hoc consecutus est. 
Andr. 79. Sane sepedictus dux Fridricus in Austriam reversus pro- 

missionis sue immemor se regem Romanorum nominabat et scribebat, 
sicut antea fecerat. Inde eciam post aliquot annos a pediculis 
devoratus est. 15 

Jac.Ph. Berg. Bellum autem inter prefatos prineipes duravit annis 8 vel 

/. XIII, /. 139. quasi.* Sed tandem Friderico superato Ludovicus hie solus regnum 
obtinuit. Qua victoria elatus absque Romane eccleaie auetoritate se 
regem 3 appellavit et Matheum vicecomitem unacum filio Galeacio ita 
fovit, ut Mediolano omnino contra Turrianos potiretur. Romam igitur 20 
profecturus vicecomites omnino sibi benivolos fecit, ut eis ad- 
iuvantibus imperii titulos facilius consequi posset At vero 
Johannes XXII. pontifex maximus, Philippus rex Francie in 
140. Ludovicum conspiramnt. Galeacius vicecomes anno Christi 1322. 
Matheo patre defuneto eidem cum Marco fratre successit, viri« ambo25 
singulari eloquencia et magnanimitate ac urbanitate preclari; pos 
patrem vixere annis sex. 

De exeommunicacione. 

Jac. Pk. Berg. Audiens papa idem in Avinione vicecomites Mediolano potitos 

/. XIII, /. 139. sepedictum Ludovicr.m regem et eos, quia quam maxime Guelphos 30 

Flor. 133. ubique opprimebant, ad Avinionem citavit, ubi curia habebatur 

quo timore et periculo mortis ire propter inimicorum insidias ei im- 

minen t es non potuit. Idcirco sequenti anno, videlicet Christi 1323., 

Bern. Quid. Ludovicum 4 [F. 240] regem predictos et vicecomites 6 cum omnibus 

» viro Bs. 3B 

1 Man erkennt in der Uebersetxung die Verwendung beider Jhxte. 

2 Königsh. 467: 9jor; Ebran 117: bei 9jarn; Füetr. 172: von 
dann als man zalt 1313 bis man zalt 1322. 

3 Die Quelle sagt: imperatorem. 

4 Im Folgenden erscheint eine neue Quelle beniUxt, des Bernardus 40 
Ouidonis Chronica imperatorum Romanorum, die (vgl. Potthast, Biblio- 
theca rnedii aevi P, 151) im ganzen noch ungedruckt ist Die obige Stelle 
findet sich jedoch aus der latikaniscJien Handschrift Nr. 2043 mangelhaft 
gedruckt in des Baynaldus Annales ecclesiastici, tom. XV, ao. 1324 f P.2L 
Der Text in der Handschrift lautet nach einer Photographie, welche sich 45 
der Freundlichkeit des Herrn P. Ehrle, des Präfekten der vatikanischen 
Bibliothek verdanke, F.179 r : Tandem dominus Jobannes papa XXII. 
multis factis processibus contra predictum Ludovicum cum iuris ordine 
observato et premissis citationibus cum terminis peremptoriis et publicis 

/"* f-x f-v t -i I ■« Ori Qinal f ro rn 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 291 — 

suis fautoribus iuris ordine servato premissis citacionibus dum terminis 
peremptoriis et publicatis ediclis 5. Id. Julii * excommunicavit * anno ft 
Christi* 1323.* et omni iure, quod sibi competebat aut compecierat 
i n Romano imperio racione eleccionis de eo facte, quia anteconflrmacionem 
5 et antequam sua persona per sedem apostolicam esset approbata, sibi 
titulum regii nominis et Augusti usurpavit et quia adhesit et favit 
rebellibus et adversariis ecclesie Bomane, Mediolanensibus et Ferrariensibus 
et quibusdam de Mediolano pro crimine heresis damnatis. Insu per Flor. 133. 
totam terram suara ecclesiastico supposuit interdicto. Isti processus 

10 a quibusdam rate tenebantur, a plerisque quasi invalidi nihil cura- 
bantur, quia in Praga 8 et Parisius examiuati a doctoribus theologie 
et utriusque iuris infirmi et invalidi 4 , ut dicitur, sunt iudicati. 
Ymmo Johanne m papam multi et magni theologi sciencia et vita 
probati dogmatizabant esse heretieum propter opiniones suas erroneas, 

15 quas tarnen die obitus sui revocasse tepide fertur. Quas nimirum 
opiniones successor suus Benedictus XII. publice ut hereticas dam- 
navit. Et propter predictos processus crudelissimum scisma inter 
regnum et sacerdocium usque ad obitum Ludovici in ecclesia 
su bor tum est Attamen solennes nuncios Avinionem ad papam pro S. W.,ILb.F. 

20 venia et absolucione misitb offerens se ad omnem obedienciam, 338* 
sed non obtinuit. 

c 1323. obiit illustris regina domin a Beatrix uxor Ludovici Fund.* 
regis feria 4. post Bartolomei et sepulta est in Monaco apud beatam 
virginem in choro relictis duobus filiis, Ludovico et Steffano, 

25 et una fllia Machtilde nomine, quam tradidit in coniugium 
marchioni Misnensi 6 . Et maiorem filium suum Ludovicum 
pater promovit in marchionem Brandenburgensem 7 iuncta 

* mit Einfiigungsxeichm am Rand, b fehlt Hs. c der folgende 
Abschnitt am Rand mit Mnfügungsxeichen. 

30edictis, cum ipse Ludovicus non duceret comparendum, privavit eum 
in publico consistorio V. Ydus Julii anno domini 1324. omni iure, si 
quod sibi competebat aut competere poterat (dieses Wort am Rand) in 
imperio racione electionis facte de ipso in discordia, quia ante con- 
firmacionem electionis sue et antequam persona sua esset per sedem 

35 apostolicam approbata, usurpavit sibi titulum regii nominis et augusti 
et quia adheeit et favit rebellibus et adversariis ecclesie Romane Me- 
diolanensibus et Ferrariensibus et etiam quibusdam pro crimine heresis 
condempnatis de Mediolano. Potthast nennt fälschlieh a. a. 0. eine 
Münchener Handschrift f tvelche aber nicht den Bernardus Guidonis, 

40 sondern den sog. Bernardus Noricus enthalt. 

5 Joe. Ph. Berg. a. a. 0. 

Anmerkungen xu S. 291. 

1 11. Juli, jedoch 1324, wie auch Bern. Quid, hat, während die Flor. 
1323 angeben. 
45 » Flor. a. a. 0. 

* Statt in Praga steht in der Quelle Bononiae. 

4 nullius valoris sagt die Quelle statt infirmi et invalidi. 

* Vgl. oben S. 282, Anm. 3. 

6 Markgraf Friedrich IL von Meissen. 
50 7 Vgl. oben S. 284. 



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■ a I f 33* 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 2Ö2 - 

sibi copula maritali filia regis Danorum 1 . Minor autem 
filius eius duxit filiam regis Sicilie 2 . Ipse autem rex Ludo- 
vicus filiam comitis de Holandia dominam Margaretara 
accepit in uxorem 3 . De qua tres* parvulos habuit, Ludo- 
vicum, Wilhelmum etAlbertum, et filiam nomine Margaretam 5 . & 

Schedei ® e coronacione in Mediolano. 

CGXXV Keversus autemLudovicus rex ex Italia ia Qer-[F. 240']man\&m 

u. Joe. Ph. ad exercitum congregandum paulo post cum maximiß copiis denuo ex 
Berg. I XIII, Almania profectus Tritentum venit et inde magnis Gibellinorum pre- 

f. 139. c ibu 8 Mediolanum rursus peciit atque ibidem anno Christi 1325. in 10 
festo ponthecoptes 6 a Guidone Petramala episcopo Corona ferrea coro- 
Jac. Ph. l. c. natus est. Cumque pecunia indigeret et eam a populo exigere vellet, 
a Galeacio Mathei filio prohibitus est. Cuius rei gracia Ludovicus, 
Galeacium cepit et unacum filiis in carcerem coniecit. Quibus 
incarceratis cesar 24 cives delegit, qui nomine suo rempublicam 15 
administrarent, quibus et ipse prefectum suum addidit. 

Interdictum. 

Königsh. 469. Cum autem papa Johannes prefatus procurante Leopoldo 

duce Austrie 7 et Rudolfo 8 comite palatino Reni, fratre cesaris 
interdictum posui9set in omnibus civitatibus, que Ludovicum regem 20 
receperunt, suborta fuit magna discordia ac dissensio inter civitates et 
sacerdotes. Nam multus clerus non cantavit, et maior pars et quasi 
omnes ordinea sicut Augustinenses et ceteri in Argentina et alibi per 
470. 18 ö annos siluerunt. Predicatores autem et minores Argentine cantaverunt 
per plures annos a principio contra papam, demum noluerunt continuare. 25 
Tunc Argentinenses eis dixerunt, si prius cantassent, quod et nunc 
cantare deberent aut civitatem exire. Et sie monasterium suum exierunt 
et vaeuum quasi per triennium et dimidium reliquerunt. Scisma eciam 
magnum in clero fuit. Nam aliqui canonici et monachi in uno collegio 
aut monasterio [F. 241] cantaverunt, in alio vero siluerunt. Cesar 30 
tarnen adeo benignus fuit, quod in nullo paupere clerico se vindieavit, 
episcopos tarnen et prelatos oportuit feodalia seu regalia ab eo reeipere. 

De morte Leopoldi ducis. 

Königsh. 471. Ea tempestate Leopoldus dux Austrie Argentinara venit, ubi 

morbo correptus et demum freneticus absque omnibus sacramentis diem35 

1 Margarete, Tochter des Königs Christoph IL von Dänemark, Lud- 
wigs des Brandenburgers erste Gemahlin. 

* Elisabeth^ Tochter des Königs Friedrichs II. von Sizilien, Stephans 
erste Gemahlin. 40 

» Vgl. oben S. 282,15. 

4 Vielmehr 5 Söhne und 5 Töchter. 

* In diesem Abschnitt scheint mir ein Quellentext vorzuliegen, 
welcher den Familienstand Ludwigs des Bayern nach 1336 und vor 1340 
aufgezeichnet hat. 45 

B Jahres- und Tagesangabe aus Flor. 133. 

7 Königsh. 470, 14. 

8 Füetr.175. 

9 Die Quäle: 17. 

n Pnnol ■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 293 — 

obivit io media quadragesima 1 anno Christi 1326. Alii eciam duces 

Austrie Hainricus et Otto fratres sui sine filiis defuncti sunt excepto 

Alberto. 2 

Deinde relicto Mediolano rex Ludovicus cum in Brixianos Joe. Ph. Berg. 
5exercitum duxisset, apud Urceas oppidum aliquamdiu stetit anno l> XIII, f. 139. 

Christi 1327. misitque Herum solennes nuncios in Avinione mXönigsh, 469. 

ad dominum papam, utRomam veniret ad eum coronandum aut alicui 

poteslatem daret. Quod tarnen papa noluit, sed conventu habito anno j ae . Ph. Berg. 

pontificatus sui 12. Ludovicum Bavarum ecclesie rebellem et scismaticura /. Xlll, f. 139* 
lOdeclaravit et Guidonem Petramalam post oecupatam civitatem castelli 

sacerdocio et episcopatu exautoravit. 

Denique Brixianis in graciam suseeptis in Ethruriam accessit, w . Schedel 

ubi et a Castrucio Lucensi domino magna cum humanitate exceptus CCXX V. 

est. Apud quem duobus mensibus moratus preeibus Castrucii motus Joe. Ph. L c. 
15 Oaleacium vicecomitem et Accium ac Marcum eius filios cesar carce- 

ribus liberavit et incolumes dimisit. Qui liberi facti Castrucii stipendiis f. 140. 

militare ceperunt. 

De coronacione imperiali Rome. 

Inde q ue Ludovicus spretis omnibus exeommunicacionis senteneiis Bern. Quid* 
20 et processibus contra eum factis ac promulgatis [F. 24V] appellans 
ac dieeos papam mendosum vicari um] Christi et pacis inimicum 4 

cum Castrucio et 1500 eius equitibus consociatus Romam tandem Joe. Ph. Berg. 
pervenit cum favore partis Gibbiline contra voluntatem domini pape ,l.XlU,fl39». 
non approbati's, sed pocius reprobatus, ad imperium obtinendum. Ex- Bern. Quid. 
25 ceptusque cum ingenti gloria a Romanis* ab episcopo» Aretino Steffano Königsh. 469. 

* ipso Hs. 

1 Quelle: in dem merzen. 

* Damit korrigiert Arnpeek die Quelle, welche sagt : so stfirbent sii 
doch alle one knaben, das fü keynen sun liessent. 

30 s Die hier benutzte, noch ungedruckte, unmittelbar an den oben 

(S. 290) mitgeteilten Text sich anschliessende Stelle lautet im Cod. Vatic. 
lat. 2043, F. 179 r : Tandem prefatus Ludovicus spretis omnibus ex- 
eommunicacionis Fentenciis et processibus contra eum factis et promul- 
fatis publice in consistorio per eundem dominum Johannen) papam XXII. 
taliam est ingressus cum favore partis Gibeline contra voluntatem 
apostolice sedis, non approbatus, sed reprobatus pocius, ad imperium 
obtinendum pervenitque ad civitatem Fisanam et fuit reeeptus a Pisanis 
civibus cum honore dominice incarnationis anno 1327. in mense Novembri 
et yemavit ibidem. Deinde verno tempore pervenit ad urbem Borne 

40 fuitque reeeptus a Romanis cum favore. 

4 Hier und an einigen folgenden Stellen erscheint der Wortlaut 
einer Quelle, welche ich nicht feststellen konnte. 

6 Von hier an zeigt sich wieder eine neue Quelle benutzt — ob 
unmittelbar oder mittelbar, war zunächst nicht xu bestimmen — , nämlich 

45 das Chronicon des Hcnricus de Hervordia (zitiert nach der Ausgabe von 
Potthast 1869). Man vergleiche dort S. 245 : • . . ab episcopo Aretino. . 
in imperatorem coronatur . . . Papa . . . electionem ipsam ... in tot um 
annullavit et . . . communionem cum eo . . . interdixit ... et tandem 
ut hereticum pronuntiavit. 



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— 294 — 
Henr. Herr. Columna coronatus est nemine nisi solo papa resistente, qui 

S* W II b F e * us e l ecc ^ onem adnullavit et a communione eum suspendit et hereticum 
' * ^ 5( g declaravit. Ornatus itaque imperii Corona Ludovicus anno domini 
Joe. Ph. Ber.g. 1328., regni vero sui 14. 1 , Romanoruin induetus vel pocius seduetus 
l.XIIIJ. 139*. consilio — gloriam, quam prius acquisierat, maculavit — per cardinales 5 

Chron.42.et episcopos ibidem existentes .alium papam eligi procuravit. Qui, 
Cf.Fiieir. 174. licet invite, elegerunt et creaverunt quendam Petrum de Corbario 
r 246* iTa,iTexn ordinis minorum, qui se nominavit Nicolaum V., qui et 
Joe. Ph. Berg. P* ures cardinales sibi faventes creavit, qui Johannem papam hereticum 
/. c, Flor. 133, censebat et consistoria tenuit ac Pisis de lignis et slraminibus simulacrum 10 
Andr.86u.92[ Johannis pape factum, ornamentis papalibus indutum presente Ludovico 
Henr. Herv. et admittente& condemnavit ad ignem sicut hereticum et tradidit 
246.* brachio seculari ad comburendum. 
Joe. Ph. Berg. Erat autem hie Petrus nacione Picenus Rsatine diocesis ex 

l. XIII, f. 140 v . Corbario oppido natus ordinis minorum professor. Contra Johannem 15 
pontificem iubente Ludovico in antipapam profanatur et ab ipso et his, 
qui cum eo erant, ut verus Christi [F. 242] vicarius consalutatur. Is 
enim vir rusticus fuerat et uxorem quinque annis tenuerat, qua vivente 
et renitente ad religionem inabilis confugerat. Qui miser faetam de se 
eleccionem aeeeptans, cum esset assensus, ut Christi ecclesiam scindere 20 
posset, anticardinales et adulterinos episcopos creavit. Qui cornua erigentes 
Johannem pontificem publico edicto hereticum dixerunt. 

De prineipibus Medi olanensibus. 

Jac. Ph.Berg. Sane Actius vicecomes anno Christi 1328. patre eius Galeacio 

/. Xlll,f.l4Q*. superiori anno in Pistoriensi agro defuneto permittente Ludovico 25 
imperatore regno b rursus reassumpto regnavit unacum Luchino 
patruo suo annis 11. Nam patre eius defuneto ipse et Marcus eius 
frater ad Ludovicum humiliter confugientes maximam ei peeunie 
quantitatem promiserunt, si eos in Mediolanensi regno remitteret. 
At ille peeunia indiguusc commisit eos quatuor germanis nobilibus, qui 30 
unum eorum, videlicet hunc Actium, Mediolanum introducerent, alio 
pro obside retento, quousque peeuniam reeiperent. Quod et factum 
est. Germani itaque predicti cum predietam peeuniam rece- 
pissent, insalutato cesare in Alemaniam fugierunt a . 
f. 139*. Ludovicus itaque imperator Rom am egressus antipapa35 

Viterbii relicto cum exeicitu et Castrucio Florenciam venit. Quam et 
crebris ineursionibus <* et populacionibus aliquamdiu cum vexasset, 
[F. 242' J Mediolanum postremo profectus est, ubi et Actium Galeacii 
filium ab integro in regnum remisit. Quem tarnen illico ingratum 

* so Es. *> regnum 4 Hs. c indignus Hs. d excursionibus Hs. 40 

1 Diese Zeitangabe aus Königsh. 469. 
9 . . . papam alium . . . eligi procuravit. 

3 Qui mox cardinales fecit et consistoria tenuit . . . Iste Nicolaus 
antipapa simulacrum Johannis pape de lignis et straminibus factum, 
ornamentis papalibus omnibus indutum ... in ecclesia maiori Pysana 45 
imperatore Lodewico presente et adnitente condempnavit ad ignem propter 
hereses plures ... Et videntibus omnibus potestati seculari traditus 
igne comburitur . . . 

4 Die^ Quelle sagt : in Mediolanense regnum reversus. 



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— 295 — 

sensit. Deinde in Germaniam ab Italia cum iocunditate, quia Herrn. Herv. 
tirnuit intoxicacionem, regressus. Denique cum Petrus ipse in idolum^ö. 1 
prophanatus a Bonifacio Pysano captus et ad Bomanum pontificem in /*5\1*^' '* c ' 
Avinionem perductus fuisset, diem in carcere post* triennium pedore' 
öobivit. Attamen sunt, qui dicunt, quod proximo anno post Herrn. Herv. 
egressionem imperatoris ab Italia regni eins 16. antipapa 2^6 w. 250. 
traditus sit in manus Johannis pape, venditus autem a suis pro 
pecunia, salvo tarnen eo et suis bonis. Qui graciose eum recepit 
ine luden s in caraera, ubi honesta custoditus sit usque ad finem vite 
lOsue ac postea honeste sepultus. 

De visione, quam vidit Rome Ludovicus 

imperator. 

Hie Ludovicus Rome aeeepta imperiali benediccione, dum post Andr. SO 
splendidos et magnos sumptus imperialis fiscus deficeret, suis eciam 

15 magnatibus racione suroptuum in obsides datis anno domini 1329 . s 
quadam die dum nimiuni anxiaretur et solus existens in quadam 
cappella beate virgini s Marie 8 orans traetaret, quomodo ad 
terram propriam, videlicct Bavariam, posset reverti, quidam canus inonachus 81 
astitit dicens: Ludovice, si assentire mihi velles, consilium darem tibi, 

20 quo mediante finem tuis curia imponeres. Qui respondit, quod eius 
consilio libenter acquiesceret, dummodo per hoc deum non offerieret 
Ad quod monachus: Per hoc deus et mater eius gloriosa honorantur. 
At imperator: Ut quomodo? Monacbus respondit : Habes [F. 243] in 
dominio tuo locum Ampherang dictum, in quo ad honorem dei et 
matris eius gloriose monasterium edificabis. Ad quod imperator: 

25 Locum hunc ignoro et nomen eius nunquam audivi. Ad quod monachus: 

Si hoc faecre volueris, cum ad terram tuam reversus fueris y locus iste 

tibi ostendetur. Tunc nomine loci ab imperatore notato monachus dixit : 

Quidam princepsltalie ad te veniet petehs a te sui et dominii eius 

liteitatem, qui tibi tantum de peeunia dabit, quantum postulabis. Qua 

30 habita poteris ad domum reverti. Hoc audito imperator seriöse pro- 
mittit monasterium hoc se fundaturum. Tunc monachus imperatori 
ymaginem virginis Marie de alabastro statim dedit et continuo disparuit 
et nusquam ulterius potuit reperiri. Accidit autem, ut quidam dominus, 
sicut monachus dixerat, veniret et libertatem ut supra postularet. 

35 Qui tantam summam peeuniarum, quantam imperator poetulaverat, 
videlicet 100 milia florenorum, dedit et super hoc imperatrici Mar- 
garete, que erat de Holandia, 4 que filium Rome pieperit dictum t*. Füetr. 174. 
Ludovicum Bomanum, quia Borne natus, 50 milia florenorum tribuit, 

* per Hs. 

40 l Lodewicus proditionem et invenenationem metuens ... in Theu- 

tonicam potenter et cum iocunditate regreditur. 

* Die Quelle; 1327. 

s Andreas gibt 81,25 an: in ecclesia S. Petri. Die obige Angabe 
dürfte misstirständlich aus Füeir. gefolgert sein, uo es (1 74, 34) heisst : 
45 In diesen seinen sorgen ging er ain capellen zu got rüefend und zu 
seiner mueter Marie umb trostung. 

4 Vgl oben S. 282, 15 und 292, 3. Füeir. : von Polandt. 



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— 296 — 

ad cancellariam au t e tu duo milia florenorum donavit E t, ut asseritur, 
imperator pro parte sua tantura 100 milia florenorum poetulaverit *. 
Unde ortum f uit proverbium hoc, quod 100 milia florenorum sit maxima 
gamma, quam sciat Bavarus sive Almanus postulare. 

De fundacione monasterii EtaL 5 

Andr. 81. Tgitur imperatore ad terram suam reverso locus Ampherang in 

quadam densa silva, in qua a vispilionibus plurima homicidia fiebant, 
a venatore b dictoc Heinrico cl monstratur, [ F. 243'] et monasterium 
ibidem, prout imperator voverat, fundatur, et Etal nomen imponitur, 
poniturque lapis primus ab imperatore anno domini 1330. in die B. Vitaiis 10 
martyris. Fit itaque ibidem abbacia ordinis S. Benedicti cum 22 per- 
sonifl, et primus abbas de Reichenpach recipitur nomine Fridericus 
Heinrichsrewter. Instituitur eciam ibidem mansio 12 militibus et uxoribus 
eorundem et 6 viduis, quibus dabatur prebenda sicut et monachis. Et 
duravit hoc imperatore vivente. Quo defuncto filii sui bona, que pater 15 
dederat, sibi usurparunt. Propter quod milites ibidem esse desierunt 
et monasterium multum attenuatum est. 

De falso eius cancellario. 

Andr. 80. Causa autem discordie inter Johannem papam et Ludovicum sie 

aeeidisse legitur. Ipso enim in regem Romanorum delecto et cor onato 20 
nihil de omnibus, que ad virum sapientem et regni gubernatorem per- 
tinebant, sibi defuit, nisi quod linguam latinam minime intellexit, ex quo 
inter alia, que sibi evenerunt, indignacionem domini pape Johannis XXII. 
ineurrit. Que tali modo inicium sumpsit. Habuit enim cancellarium 
quendam, qui magister Udalricus Hangenor dieebatur, de Augusta25 
natu 8, cui sigillum et omnia scribenda commisit Hie de quodam 
crimine enorm i apud regem est aecusatus a quibusdam prepotentibus, 
quibus ipse cesar iusticie cömplementum non potuit comöde denegare. 
Quapropter partibus se interposuit et per quedam placita ad hoc per- 
duxit, quod predictus magister Udalricus se cum 1 5 d prelatis de obiectis 30 
expurgare deberet. [F. 244 ] Quod cum in Nüremberga factum fuisset, 
ipse magister Udalricus officio cancellarie et dignitati pristine est resti- 
tutus. Eodem tempore Ludovicus rex pro gracia sedis apostolice im- 
petranda solennes nunciosad Avinionem, ubiRomana curia dege bat/ 
mittere festinabat unacum litteris voluntariam obedienciam et subieccionem \\§ 
debitam continentibus. Ex quo predictus vicecancellarius occasione 
maügnandi inventa, ut suprascriptam suam infamiam false vindiearet, 
litteras apostolico dirigendas viciavit falsa pro veris scribendo, dominum 
papam bestiam a mari ascendentem vocitando et plura sitnilia ad simili- 
tudinem illius, sicut legitur, qui quondam Petrus de Vineis vocabatur,40 
ponendo. Quapropter dominus apostolicus provocatus contra ipsum 

« so Hs. wie die Quelle, in der aber der Satz anders konstruiert 
ist. b Verona, unter dem v ein f Hs. c am Rand. d quinquaginta (so 
auch die Quelle) beim Rubrizieren durchstrichen, dafür angesetzt XV Hs. 

1 Andr. nennt den Namen nicht ; Arnpeck hat ihn wohl aus des 45 
Andr. Quelle, den Fund., entnommen; dort heisst es (Neues Archiv XXIV, 
678): er hete eynen jeger, hies meister Heinrich der Vende. 

* Wohl nach Andr. 79, 33. 

.. Prvnnlp Original frorn 

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— 297 — 

Ludovicum regem excommunicacionis sentenciam promulgavit et contra 

eum reges et principe© excitavit. Tantarum autem discordiarum seminator 

tarn oceulte et dolose et tarn diu semen suarum maliciarnm inter mundi 

capita Fcminavit, quousque rege de Roma, ubi nomen imperatorie digni- 

5 tatis et maiestatis obtinuerat, reverso maliciam suam dei gracia 

ordinante in mortis articulo imperatori personaliter est confessus et, 

qucd hoc fecerit in vindictam pro eo, quod criminatores suos, de quibus 

snpra dictum est, non statim occidit, sed eos ad iudicium venire per- 

misit in sue confusionis augmentum. Quantum autem imperator gemuerit, 

10 fleverit et doluerit super hiis R , nemo scribere potest Verumtamen a 

medici8 cognito, quod in tribus vel quinque diebus sine dubio esset 

moriturus, imperator dixit: Quamvis nequam ille omnium tormentorum 

[F. 244*] generibus esset puniendus, eius tarnen, qui eum percussit, 

iudicio vel misericordie committere volumus iudicandum. 

15 De divisione inferioris Bavarie et de dissensione inter 

principes eius habetur supra 1 , ubi agitur de ducibus in- 
ferioris Bavarie post Steffanum ducem. 

Anno Christi 1333.* Mapheus Bergomensis ex nobiii vetustaque J a c. Ph. Berg. 
Forestorum familia natus, utriusque iuris abunde doctus, sed et l. XIII, f. 141. 
20eloquencia ac rerum gerendarum prudencia insignitus, propter eius 
preclarissimas virtutes apud Ludovicum imperatorem maximo in precio 
babitus est, quod et in privilegiis et indultis eidem gratis concessis 
optime contestatus est etc. in Tridentina civitate die 20. mensis Januarii. 

De obitu pape Johannis XXII. 
25 Anno domini 1334. die 3. Decembris papa Johannes XXII. in Herrn. Herv. 

Avinione ultimum vite sue diem clausit Qui obitus sui die256. 3 

sentencias excommunicacionis in imperatorem latas tepide Königsh* 4 71. 

dicitur revocaese. 4 Cui in papatu Benedictus XII. successit, qui voluit^^-^^ 

censuras prefatas revocasse et se cum imperatore concordasse, sed car- Äön V 5 *- 47 *- 
30dinales et Philippus rex Francie nolebant admittere, cui displicebat, 

quod super eum se imperator scriberet. AdhuncBene dictum similiter S.W., IL b. F. 

legatos cesar pro absolucione misit nee tarnen impetravit Deinde33S. 

Ludovicus imperator convoeavit electores et civitates in Franckfordia, 339. 

quibus conquerebatur iniurias sibi illatas. Qui omnes unanimiter 
35 sibi adheserunt et sibi auxilium iuraverunt. Et Johannes rex Bohemie 

feedalia seu regalia ab eo aeeepit et cciam alii principes, et facta est 

pax magna in Aimania. 

[F. 245] Qualiter autem imperator Hainricum ducem 

Bavarie inferioris regni procuratorem constituerit et mox 
40 revoeaverit et que bella inde secuta fuerint, habetur supra 5 

de ducibus Bavarie inferioris post ducem Ottonem. 

* fehlt Es. 

1 S. 248. 

* Unrichtig. Das von der Quelle angegebene Jahr 1330 bezieht sich 
45 auf die Ausstellung der erwähnten Trienter Urkunde. 

9 Vicesimo anno Lodewici, qui est domini 1334., papa Jobannes 
moritur 3. Nonas Decembris (=> 3. Dezember), 
4 Die gleiche Notix oben S. 291, 15. 

* S. 249 f. 



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— 298 — 

Joe. Ph. Berg. Sane Benedictes XII. censuras in imperatorem fulminatas ut 

LXIIl,fJ42*.\ n imperii uaurpatorem iteravit. Verum postea veritus, ne vacante 

imperio ab aliquo externo hoste occuparetur, Accium et Lucbinum vice- 

comites in Mediolano et in aliis urbibus, quas possidebant, vicarios 

constituit eandemque potestatem Mastino Scaligero ac aliis regulis tribuit. 5 

Joe. Ph. Berg. Viri doctrinis exceilentes. 

l.XIII, f. 143*. His temporibus florueruilt Nicolaus de Lira ordinis minorum, 

expositor biblie, Parisius sepultus ad minores, Jobannes 
Scotus subtilis doctor, Mamotrectus 1 lector Erfordiensis ft , 
Hainricus de Talhaim 2 minister Almanie superioris, vice- io 
cancellarius Ludovici imperatoris. 3 

Andr. 85* Item quidam fratres ordinis minorum, videlicet Franciscus de 

Esculo 6 , Wilbelmus Okam, a quo quidam dyaletici Okkaniste vocantur 
viri litterati, graciam apoetolici non babentes ad Ludovicum imperatorem 
in Monacum venerunt et ei appellacionem contra papam formaverunt, 15 
qua ipse imperator in Franckfordia contra sentencias pape et censuras 
in se latas appellavit. Verum quia multi huiusmodi appellacioni de- 
u. Konigsh. rogabant, idcirco ipsi de avaricia et symonia pape et cardinalium 
^^3. quendam tractatum y qui Defensor pacis dicitur, fecerunt, in quo probare 
Andr. 85. nitebantur, quod potestates, scilicet pontificalU et imperialis, sunt im- 20 
mediate a deo et distincte, [F. 245' ] quia una, scilicet pontificalis, est 
in spiritualibus, alia, scilicet imperialis, est in temporalibus, et quod 
imperium non habetur a papa et quod electus in cesarem ex sola 
eleccione est verus rex Romanorum, et quod papa non habet universalem 
iurisdiccionem et plenitudinem potestatis in temporalibus, et plura similia. 25 
In quibus, sicut minores defendere, sie predicatores offendere nitebantur 
imperatorem. Ipsi enim predicatores sentencias interdicti et excom- 
municacionis in imperatorem a domino papa Johanne XXII. dudum et 
ante plures annos latas tunc primum in Ratispona et in Landshuta, 
cum dux Hainricus cum imperatore discordabat, in se reeeperunt divina 30 
non nisi clausis iaouis eclebrantes. 

De bello imperatoris Ludovici cum civitate 

Ratispona. 

Andr. 81. Hie Ludovicus lites cum civitate Ratispona habuit Quam cum 

&2* per multos annos expugnare non posset, tandem cum scitu et iuvamine 35 

« Erfodiensis Hs. 

1 Mammotrectus verstümmelt, richtig Mammotrepton ist der Titel 
eines im Mittelalter teeit verbreiteten, im 15. Jahrhundert oft gedruckten 
lateinischen Dietionariums, welc/ies den italienischen Mifwriten Johannes 
Marchesinus /um 1300) zum Verfasser hat. Vgl. Über ihn Wetxer und 40 
Weite's Kirchenlexikon VIII, 586 f. Der Buchtitel ist oben fälschlich als 
Person angeführt. Quelle? 

2 Bietler, Geschichte Baierns II, 531. 
8 Quelle? 

4 Wie die Textvergleichung ergibt, ist hier der Text des Andr., 45 
nicht der des Chron., dessen Quelle, ausgeschrieben, mit Ausnahme des 
ersten Satzes, wo der Text des Chron. erscheint. 

5 de Esculo fehlt sowohl im (einzig erhaltenen) Texte des Chron. 
uie bei Andr. Sollte Arnpeck eine verloren gegangene Handschrift des 
Chron. benutzt haben? 50 



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— 299 — 

quorundatn civium eciam prepotentum , utpote consulum , in domo 
ducum Bavarie foramen sub terra fecit ipse laborando ab extra civibus 
iuvantibus ab intra intendens per hoc foramen civitatem intrare et eam 
obtinere. Sed frustra. Nam ea die, qua per foramen semper duo et 
5 duo civitatem intrare debuerant, foramen hoc inventum fuit. In cuius 
rei Signum in loco eodem lapis muro impositus est eontinens inscripcionem, 
que sequitur: Anno domini 1337. des eritags vor sant Urbans tag ward 
das loch funden und zwen darinn gefangen, die das loch grueben, und 
warden de« nächsten eritags darnach in die zynnen gehangen. 

10 Incidencia de locustis. 

Anno Christi 1338. circa festum S. Affre» [F. 246] martyris Chron. 110 
innumerabiles locuste ab Oriente venientes in Bavariam ac Frankoniam-4.wrfr.S6 1 
et alias partes apparuerunt* senas haben tes alas, sex pedes, duos dentes u. Flor.* 
lapidibus duriores. Dicunt vulgares, qui has locustas viderunt, quod 

15 turmatim volaverint spacium diurni itineris tri um aut quatuor miliari um 
extendentes* omnia viridia b in herbis et arboribus devastantes, ad instar 
dense nubis volantes. Quo autem pervenerint, certum non est, licet 
quidam in mari eas submersas dicant. Post cursum vero duorum Andr. 87. 
anno r um cassiodoli, id est pisces, qui vulgo carpfen vocantur, ab 

20 Hungaria in Danubio venerunt, ita quod ubique in terra secus Danubium 
pro denario tot venderentur, quod populus eos quasi immundos comedere 
abnueret. 

Sane cum ducatus inferioris Bavarie per successionem 

hereditariam in manus Ludovici iraperatoris venisset, qualiter 

25 predicatores in Landshut occasionem ad cantandum in- 

venerint, habetur supra 3 de ducibus inferioris Bavarie sub 

duce Johanne capitulo 28. 

Predicatores eciam in Ratispona cum citra 20 annos divina clausis Andr. 85.* 
ianuis celebrassent, tandem, cum papa nullam eis graciam facerct, dixerunt 
30 quendam episcopum, sicut legitur, cum eis dispensas.se et ceperunt divina 
publice celebrare. 

Qualiter autem imperator fratrem suum Rudolfum in 
exilium fugaverit et tarnen filiis eius hereditatem restituerit, 
habetur supra 5 sub Eudolfo comite palatino Reni in fine 
35 capitulo 29. 

a fehlt Hs. *> virida Hs. 

1 Beide Texte sind benütxt, wie die Textvergleichung ergibt. 
7 Text des ehrt. 18 776, F. 156 4 : Anno domini 1339. circa festum 
8. Johannis waptiste venerunt locuste per totam Franconiam, sicut et 
40 ip86 presens vidi, et eciam in multis regionibus aliis, ut audivi, in multi- 
tudine maxima aerem instar dense nubis obumbrantes u. s. w. 

3 S. 251. 

4 Auch im Chron. 109*; hier mit einem kleinen bei Andr. sich 
findenden Zusatz. 

45 5 & 254 f. 



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— 300 — 

De curia in Franckfordia. 

[F. 246'] Ludovicus siquidem imperator pro imperii 
s.W. 9 n. b.F. negociis Italiam intravit. Quibus bene ordinatis reversus de 
ö, ddu M 'italia ad Alemaniam curiam solennem in Franckfordia principum ac 
260 259. doctomm convocavit anno regni sui 24., Christi autem 1338. Ubi^ 

multa statuta legalia innovavit ac ibidem non coacte, sed 
sponte in presencia archiepiscoporum, episcoporum aliorum- 
que prelatorum necnon principum, comitum, nobiliura ac 
vulgi se esse verum Christicolam per vere fidei devocionem 
dicens oracionem dominicam et salutacionem angelicam nee- 10 
non symbolum apostolorum 1 voce publica declaravit, eo. 

Fiietr. 77£.quod papa heresim sibi imputaret. Bella et contenciones in 
regno ubique destruxit paceroque procuravit* ac reformavit, f Imperium 

Ebran 118. *»t auxit, in Almania et Italia potenter imperavit. In Nüremberga et 

Monaco frequenter curiam suam habuit, quam ob rem hee due civitatis lr> 
vehementer auete, ampliate ac ditate fuere. Grandes nimiru m divicie 
sibi affluxerunt. Nam anno regni sui quarto., domini autem 
1319. Waldemarus marchio Brandeburgensis diem ultimum 

Ebran 118. clausit. 3 At ipse Ludovicus marchiam Brandebuigensem vacantem 

filio suo Ludovico seniori potestate regia concessit. Ducatum20 
inferioris Bavarie hereditario iure obtinuil. 

De nupeiis filii sui Ludovici. 

S. W. t IL b. Iö illis temporibus fuit quidam dux in Carinthia, qui filiam suam 

F. 339. unicam desponsavit filio regis Bohemie Johanni. Deinde idem dux 

mox diem obiit. Unde Ludovicus imperator ducatum Carintbie vacantem 25 
sie regia potestate avuneulo suo Ottoni* [F. 247] duci Äustrie concessit, 
et filius Johann is regis Boemie cum uxore comitatum Tirolis possedit. 
Eadem mulier suis subditis conquesta fuit, quod dominus eius debitum 
solvere non posset. Ideo eum ex provincia fugarunt et imperatorem 
invitarunt. Qui mulierem et comitatum filio suo Ludovico seniori, 30 
marchioni Brandeburgensi , cum consensu dominorum provincialium 
dedit. Idcirco Johannes rex Bohemie conquestus est pape, quod cesar 
Ludovicus comitatum et uxorem filii sui auferens filio suo Ludovico 
dedisset Eapropter papa proposuit procurare, ut electores eligerent 
alium regem Eomanoruin, ut infra dicetur. 35 

» non videtur verum am Band Hs. 

1 Vgl. Henr. Herv. 262: Omnibus his actis sonore legit et distinete 
simbolum totum . . ., orationem etiam dominicam et salutationem an- 
gelicam. 

1 Vgl. Sachs. Wcltchr., IL bayer. Forts. 339 : und ward darnach 49 

der pest frid in allen deutschen landen, der pei manigen Zeiten ie 
gewest ist. Vgl. oben S. 297,37. 

8 Die gleiche Notix oben S. 284, 20. Quelle ist vielleicht Heinrictts 
de Hervordia 234 , uro es, allerdings xum Jahr 1318 , heisst: Quarto 
anno Lodewici Woldemarus marchio Branden burgensis . . . diem funetusest. 45 



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— 301 — 

a Johannes rex Bohemie habuit ftliura nomine Judocura 
vel Jodocum, qui obiit 1377., fratrem Caroli post imperatoris, 
cui disposuit dari filiam regis Heinrici ducis Karinthie et 
comitis Tirolis Margaretam dictam Maultasch. Et dominus 
5 imperator Ludovicus odio habens Johannem regem Bohemie, 
ut superius relatum est, auctoritate imperiali divorcium 
inter eos sicque per se disposuit, ut filius suus Ludovicus 
marchio Brandeburgensis eam duceret in uxorem. 1 

Incidencia de Inferiori Altach. 

IQ 1343.* abbas et conventus monasterii in Superiori Altach magnum Andr. 88.* 

et arduum opus et multis inutile b visum inceperunt. Magnus enim 
ille fluvius Danubius, iuxta quem claustrum eoram situm est, per 
multa teropora fundo monasterii sie appropinquavit , quod ab eo 
d ist an 8 ab unius sagitte spacium crebra littoris sulcacione minabatur 

15 ipsum eenobium cum suis silvis, agris, pratis et paseuis funditus sub- 
vertendum. Unde ipsius Danubii flumen ab antiquo suo alveo retractum 
per novam, quam in magna a loco suo distancia foderant, vallem a suo 
cenobio abduxerunt huiusmodi laborem plus quam per 10 annoe con- 
tinuantes expensis plus quam 1000 librarum denariorum Ratisponensium 9 

20 propter quod c multi redditus a dicto monasterio alienati sunt. 

d 1342. inundavit Danubius et transfluxit per pontem inFund.* 
Straubing. 

Anno Christi 1342. papa Benedictus XII. Avinioni diem Konigsh. 471. 
obivit. Cui Clemens VI. successit. 

25 Anno domini 1344. die 27. Augusti 5 Johannes rex Boemie, j4wfr.SS,&9u. 

filius olim imperatoris Hainrici de Luczelburga, [F. 24 T ] in bello ^ "^ "• ** ^ 
Philipp i regis Franc orum cum aliis multis per Eduwardum regem 
Anglie interfectus est, cui Ludovicus imperator auxilio fuit, qui* Flor. 134. 
ipse imperator Ludovicus regi Anglie Eduwardo confederatus ipsum 

30 per Flandriam 9 Brabanciam, Brittoniam et Franciam vicarium imperii 
constituit Quem Philippus rex Francie seducens suasit, ut 
Eduwardum regem Anglie a viearia deponeret. Quod cum 
factum fuerat, Ludovicus postea nullam fortunam in agendis 
habuit. Nam Philippus rex Francorum iureiurando sibi promisit 

35enm cum papa reconciliaturum, sed nondum complevit pro- 
missum federa frangens. 

* der folgende Abschnitt steht auf einem kleinen zwischen F. 246* 
und 247 eingehefteten Zettel, b so Bs. o f e fdt Hs. * der folgende Satz 
am Band. 

40 ! Quelle für diesen Abschnitt? 

* Die Textvergleichung ergibt, dass hier der Text des Andr. vor- 
liegt, nicht der des Chron., welch letzteren Andr. gegen den Schluss des 
Abschnittes hin verändert hat. 

s Die Quelle: 1344. 
45 4 Straubinger Annalen ; Neues Archiv XXIV, 694. Vgl.unten S.303 t 14. 

* Die Schlacht bei Orecy, in welcher König Johann von Böhmen 
fiel, war am 26. August 1346. 

n (^nnol " Original frorn 

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— 302 — 

De falsis nunciis ad papam missis et eius 
deposicione. 

S. W. % IL b. Ludovicus itaque Imperator arabasiatores suos ad papam 

F. 339 u. Clementem VI. in Avinionem 1 misit ad petendum absolucionem et 

TM-* l ' veniam*, quod et prius sepe fecerat, dans ei, ut dicitur, potestatem 5 

'pergamcneo presentato nondum Script o, sed sigillo imperiali robo- 

rato, quecunque viderentur suis dementia exigentibus 

scribenda correspondere, scriberet. Qui arabasiatores iniqui 

ob favorem pape maliciose inscripserunt, quod Ludovicus cesar 

fateretur se esse hereticum et antipapam inique creasse et se non canonice 10 

electum in regem Romanorum, sed intrusum. Hoc instrumento publice 

in consistorio lecto papa suum inten tum habuit et Ludovicum im- 

Königsh. 472 P er * torein deposuit* mandans 3 electoribus, ut eligerent a 1 i u m regem, 

u. Flor. 134. alias vellet segraviter in eis vindicare, si suis mandatis non parere nt, 

Adiunxit eciam, ut Carolum marchionem Moravie, filium Johannis 15 
regis Bohemie, suo consilio et favore eligerent. 

De eleccione Caroli. 

Königsh. 472. [F. 248] Unde anno Christi 1345. 4 electores in Franckfordia con- 

venerunt demptis Conrado archiepiscopo Maguntino et Ludovico 
marchione Brand eburgensi et elegerunt Carolum marchionem Moravie,20 
filium Johannis regis Bohemie, in regem Romanorum. Quam elec- 
cionera Clemens papa VI. confirmavit et Conradum archi- 

episcopum Maguntinum deposuit et .N. com item de Nassaw in eius 
locum subrogavit. Attamen depositus ConradllS episcopatum ad eius 
vite finem tenuit. 25 

Henr. Herv. Eodem anno, regni Ludovici 30., tantum invaluit symonia, 

267. 268. quo^ quicunque plus dabat, pre aliis dignitates et prebendas 
accipiebat, et nihil agebatur sine pecunia. 

b Et licet fallacia, ymmo subtilitate iniquissiraa suorum 
cancellariorum seu secretariorum iste princeps Ludovicus 30 
inciderit indignaciones apostolicorum et gravissimas ex- 
communicaciones, ut supra 6 notavi et superius 6 eciam ei 
ab Ulrico Augustensi, arcium magistro, factas scripsi, alie 
tarnen eciam cause assignantur, et primo, quod imperium 
habere veluti a suo superiore non recognoscebat, secundo35 

a 1344 am Rand H$. b die folgenden , fünf Abschnitte stehen auf 
einem zwischen F. 247 und 248 eingehefteten Zettel. 

1 Bomam sagen die Flor. 

* Flor.: veniam, Sachs. Wehr.: gnad und puz. 

3 Hier ist der Text Königshofens : und wolte es swerlich rechen 40 
an den kurfürsten verwendet Die Flor, fahren nach deposuit fort: et 
electoribus imperii praeeepit, ut in regem eligerent Carolum etc. 

4 So die Flor.; Königsh.: 1346. 

* S. 291,2 u. 302,12, 

6 S. 296, 7. 45 



byGt Original fror, 



UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 303 — 

antipape creacio, tercio divorcium per ipsum celebratum 
inter comitem Tirolensem Jofdocum] 1 fratrem Karoli, qui 
fratre electo in regem fuit raarchio Moravie factus, cuius 
uxorem legitimam Margaretam eciam idem imperator suo 
sfilio Ludovico dedit. 

1347. de equo lapsus obiit. A1Ü dicunt, quod fuerit in- König sh. 473. 

toxicatus per dominam Margaretam Maultasch. 2 Ab aliis 
dicitur ducissa Austrie 3 , quam ipse benignissime hospicio 
recepit. Que eciam germanum mariti sui Ottonem , qui 

lüsupra 4 dux Karinthie est dictus, et duos filios eius dicitur 
veneno extinxisse. 

1338. in die S. Laurencii 6 venerunt locuste 6 ab Oriente 
in occidentem et fecerunt magna damna. 

1342. in die Magdalene 7 tarn magna inundacio 8 aquarum 

15 fuit ut prius unquam. 

1344. facta est magna caristia in terra Bavarie circa montes. Fund. 9 
Insuper et grando vix terciam partem frugum reliquit. Eodem anno 
fuit magna inundacio aquarum tarn in hieme quam in estate, unde 
evenerunt in n um erabilia damna in locis aquoeis circa Renum 9 Danubium 

20 et Enum, et locis aquoeis ville, opida, pecora cum hominibus, quorum 
certus numerus non habetur, interierunt et multi pontes destructi et 
confracti ruerunt. Et in montibus fluvius Atisis per sex miliaria 
fructus terre consumpeit. Similiter eodem anno in montibus pestiiencia 
magna regnavit. 

25 De congregacione Spire et favore eius. 

Post hec Ludovicus imperator Spire congregavit omnes principe» Kbnigsh. 472. 
super Renum et de Suevia ac Franconia et interrogavit eos, si eum pro 
imperatore vellent habere an Carolum per electores electum. Qui omnes 
ei unanimiter responderunt, quod eum et non Carolum prodomino 
30 et rege m allen t habere nee de eius eleccione curare, quam vis papa 
eam litteris suis subordinaverit. 

Hie Ludovicus vir paeificus fuit et, ubi civitates pacem habere 4 75. 
peterent, semper adiuvit, ubi autem pacem rebus temporalibus pro- 

1 Vgl S. 301, 1. 
35 * Diese Behauptung scheint mir irrtümlich gefolgert zu sein (durch 

unrichtige Beziehung des Relativsatzes) aus der Stelle bei Andreas 551: 
Dicitur, quod . . . ducissa Austrie, soror domine in Athisi, que in vulgo 
propter deformitatem Maultasch vocabatur, . . . id fieri procuravit 

B Vgl. unten S. 304,17, dazu auch Flor. (ed. MeuscfienJ S. 135, sowie 
40 Andr. 89 und 551. 
« S. 300,26. 

• 10. August. 

• Vgl. oben S. 251, 19 und S. 299, 11. 
T 22. Juli. 

45 8 Vgl. oben S. 301, 21. 

• Oedr. Oefele, Her. Bote. SS. 11, 342; vgl Neues Archiv XXIV, 676, 
Anm. 6, und 715. 



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— 304 - 

Füetr. 173. curare potuit, bella obmisit. Idcirco a plerisque amabatur et in 
JCönigsh. 473. mult is sibi prospere suceessit, 1 ubi antecessores suos oportuit multa 
bella sudare. 

De morte comitis Holandie. 

Eodem anno Wilhelnuis comes Hannonie a , Holandie et 5 
Selandie et dominus Frisie aquilonaris in die SS. Cosme et 
Ebran 118. Damiani 2 a Frisonibus orientalibus occisus est. Deinceps 
Imperator Ludovicus Holandiam 8 , Honigoviam, [F. 248' ] Selandiam et 
dominium Frisie Alberto et Wilhelmo filiis suis concessit, eo quod 
mater eorum, domina regina Margareta, de HolandialO 
Data fuit. 4 

De morte eius. 

Andr.89 u. Anno Christi 1347. in die Gereonis martyris et sociorum eius 

55i% Ludovicus Romanorum imperator regni sui 33. 6 , imperii vero 20. 
anno diem obivit, sepultus in ecclesia parrocbiali beate virginis 15 
Marie in Monaco. Cuius mors sie evenit 6 , ut fertur: 
S. W., II. b. F. Ducissa Jobanna uxor Alberti ducis Austrie ex Alsacia per Bavari&m 

339 u. Füetr. \ n Austriam descendit. Sed cum venisset in monasterium beate 
virginis Marie in Undensdorf 7 , imperator Ludovicus bono animo 
et columbina simplicitate eam accessit in eodem monasterio20 
suscipiens ettractans eam cum magna reverencia et honore, ac ibidem 
cum ingenti gaudio pernoctarunt. Altera autem die ipsa ducissa in 

Afidr. 89. viam Austrie tendens valefecit et imperatori potum porrexit. Sed 
dum ille ob suspicacionem bibere contemneret, illa prior bibit. Quod 
videns imperator et calliditatem ignorans, quod geminus potus sibi in 25 
eodem flascone offerebatur, confidenter bibens letale virus suscepit. 
Ipsa vero ducissa veneni ministra, summi mundi capitis im- 

S. W. I. c. munda interfectrix, mox ut imperator bibit, fugiens evasit. Venerunt 
igitur venatores ad imperatorem dicentes, quod ursum invenissent Qui 
cum magna delectacione et venandi libidine cum duobus militibus 30 
silvam peciit. Ubi dolore vehementi ex vertigine capitis de equo 
corruens inquit: O dulcis virgo Maria, adesto morti mee! Hec dicen s 

Andr. I. c. in gremio cuiusdam rustici mortuus [F. 249] est. Quo clamore 

S. W. L c. audito milites de equis ealientes levare eum conantes mortuum invenerunt. 

* Bannonie Hs. 35 

1 Königsh. a. a. 0. : davon gingent ime lihtekliche zu banden grosse 
lant und lüte y das sine vordem u.s.w. Füetr.: Umb das gieng im alle 
ding leicht zu banden. 

% 27. September. Quelle dieses Satzes ist vielleicht Henr. Herr. 269. 

• Vgl. Andr. 90 und 552, Füetr. 179. 40 
« Vgl. oben S. 295, 37. 

6 Diese Jahresangabe wohl aus Henr. Herv. 2GS. 

Vgl. oben S. 303, 6. Durch die Vennengung der Quellentexte in 
der folgenden Erzählung werden die Unwalirscheinlichkeiten der Ueber- 
lieferungen noch gesteigert. 45 

T Vgl. Riezler, Geschichte Baierns U, 499. 

n f^f^ool - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 305 — 

Igitur famuli sui corpus suum in prefatum monasterium Undens- 
dorf deportantes ibidem cum eodem pervigiles accensis lumi- 
naribus pemoctarunt cum lamentacione ingenti et tercia die in 
Monacum deferentes ad beatam virginem terre commendarunt. 

5 De numero filiorum Ludovici imperatoris. 

Hie Ludovicus cesar 6 nobiles» superstites* filios, Ludovicum Andr. 89 u. 
seniorem, marchionem Brandeburgenaem, Steffanura, Albertum, Wil- 552, Ebran 
helmum, Ludovicum Romanum et Ottonem, reliquic, quibus princi-^ u - ^i, 
patus et dominia infrascripta dimisit: Bavariam superiorem & Füetr. 179. 
10 inferiorem, marebiam Brandeburgensem cum suis attineneiis, ducatum 
Carinthie, comitatus Tirolis, Holandie, Selandie, Honigovie et domi- 
nium Frisie. 

Cap. 47. 

De divisione provinciarum inter filios eius. 

15 Transactis itaque quasi duobus annis vel paulo minus post Andr. 90. 

sui genitoris obitum Ludovicus senior terras et provincias inter fratres 
suos hoc modo divisit Item dux Steffanus frater eius ex utroque 
parente Landshutara possedit et terram, que est versus Saltzeburgam. 
Item alii fratres ipsius, quorum mater nacione fuit de Holandia, unus 

20 illorum, dominus Albertus, possedit Straubingam et partem magnam 
inferior is Bavarie, alter vero nomine Wilheimus aeeepit Holandiam, 
Selandiam et Honigoviam, cuius gubernator erat Albertus frater eius. 
Item Ludovicus Romanus cum iuvene fratre Ottone pro sua parte 
heredita r i a [F. 249 *] marchionatum Brandeburgensem a c ceperunt, 

25 quem ipse Ludovicus maior natu eis sponte resignavit et sibi 
superiorem Bavariam et ducatum Carinthie ac comitatum Tirolis pro 89. 
sua parte retinuit. Facta est hec divisio in Landsperg opido 551. 
AugllStensis diocesis dominica post nativitatis Marie festum anno 
domini 1349. 

30 De predictis 6 fratribus subsequenter hoc ordine dicetur: 

primo de Ludovico seniori et eius filio Meinbardo, seeundo 
de iunioribus duobus fratribus Ludovico Romano et Ottone 
iuniore ex eo, quia linea eorum non processit, tercio de 
Alberto et Wilhelmo et de ducis Alberti heredibus in Ho- 

35 landia etc., quarto de seeundo natu duce Steffano, cuius 
heredes per reetam lineam descendentes adhuc superstites 
sunt in Monaco et Landshuta usque in presentem S. Michaelis 1 
diem anno Christi 1493. omnibus aliis fratribus predictis et 
eorum lineis deficientibus. 

40 ft am Rand Hs. mit Einfügungsxeichen. 



1 29. September. 

Quellen u. Erörterungen, N. F. III. iginal frO?ft 

8 ie UNIVERSITYOF MICHIGAN 






— 806 — 

Cf. Fund. 1 u. a 134& in crastino conversionis S.Pauli hora vespertina factus 

terremotus, super quo singuli mirabantur. 

Cf. Fund. 9 u. Item 1356. in die S. Luce ewangeliste in prima vigilia DOCÜS 

Andr. 100. iterum f actus est in gen 8 terremotus. 

Necrol. s Item anno Christi 1339. alias b (13H9.b in die nativitatis 5 

Marie virginis domicella Agnes ducissa quatuor annorum, filia Ludovici 
imperatoris, intravit 4 monasterium S. Jacobi in Anger Monaci 
cum novem aliis virginibus, que facte sunt sorores ordinis S. Cläre. 
Prefata autem Agnes vixit in ordine ad 14. 5 annum et obiit in 
die S. Martini episcopi sepulta in choro Clarissarum in Anger anno 10 
Christi 1352. 

Elizabet 6 nupsit Friderico marchioni Missnensi. 

Cap. 48. 

De primogenito filio eius Ludovico marchione 
Brandeburgensi, duce Bavarie. 15 

[F.250] De marchione Ludovico. 
Ebran 118 u. Ludovicus, quem ipse pater iain dudum in marchionem creaverat 

Füetr. /79. Brandenburgensem, vir modestus ac probus. 7 Qui audita morte 
patris sui magna tristicia perfusus est ea maxima causa, 
quia in tarn gravi excommunicacione et aggravacione in 20 
ultimis suis est inventus nee absolutus, sed et quia, ut 
dictum est, de equo lapsus mox obiit absque sacramentali 
confessione. Venit itaque sie merens ac tristis in Monacum. 
Ubi dum crederet se invenire consolantem, invenit plurimos 
ipsum contristantes et hoc propter sepulturam corporis patris, 25 
quoniam iuxta quorundam baronum consultacionem et alias 
eciam ipsius Augusti viventis bonara inclinacionem ac favorem 
erga fratres heremitas S. Augustini voluit et coneupivit 

& die folgenden zwei Abschnitte stehen auf dem unteren Rande von 
F. 249. *> am Rand Hs. c quem Hs. 30 

1 Fund. (Oefele, Rer. Bote. SS. II, 342): in die conversionis S.P.; 
Andr. (nach Chron.J: in conversione S. P. (25. Januar). 

* Fund. (a. a. 0.) : in gallicantu; Andr.; hora vesperorum. 

8 Der folgende Abschnitt ist dem Totenbuche des Münchener Anger- 
klosters (jetzt im k. allgem. Reichsarchiv in München), Bl. 4 entnommen. 35 
Dort steht die Jahrzahl 1349. 

4 hunc conventum sagt die Quelle statt monasterium — Monaci. 

5 quartum heisst es richtig in der Quelle. Vgl. Baeutle, Genea- 
logie S. 12. 

• Vielmehr Mechtüde; vgl. oben S. 291, 25. Die jüngere Prinzessin 40 
Elisabeth heiratete den Fürsten Cangrande IL von Verona, nach dessen 
Tode den Grafen Ulrich von Württemberg. 

1 Vgl. Andr. 90 : Hie erat vir strenuus et bellicosus et largus; 
Ebran 122 : der marggraf Ludwig was gar ein hochgelobter fürst in 
allem römischen reich. 45 



r^rtrtrtL- Original frann 

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— 307 — 

dictus marchio corpus patris apud dictos fratres recondi in 
ipsorum ecclesia cum refusione sufficienti, iuxta quod funus 
requirit, et his similia. Fratres itaque et patres conventus 
in unum congregati consilium satis grave seu arduum habere 

riipsis visum est Artabat pietas viri defuncti in una, cap- 
tanda benivolencia novi principis in alia, sed et murmur 
nobilium, qui dicturi erant : Ecce, monachi pleni sunt nee 
indigent elemosina. Item : Magnam habent conscienciam in 
isto. Item: Ecce, dominus noster cesar multa bona eis 

loostendit; ecce, quomodo ingrati modo videntur in effectu, 
quia et ipsi continue habuerunt ipsum ac suos pro exeom- 
municatis. Ultra vero omnia hec pensabant patres periculum 
suarum animarum timentes sanetam sedera apostolicam offen- 
dere, [F. 250'] indignacionem ineurrere, optime recolentes 

15 nusquam imperatorera vel alium quempiam plebium tarn 
graviter exeommunicacionum vineulis irretitum et retibus 
aggravacionum iam plus 25 annis innodatum. Quare altera 
die responsuri libenter afflrmativam in petito offerre et pronos 
ad placita, si ipsi superstites vellent respondere loco et 

20 vice conventus in casu, ubi sedes apostolica exciperet contra 
eos ob sepulturam talis persone. Data ergo responsione 
tali minus bene contenti corpus consensu plebani in 
ecclesia B. Marie prope monasterium Augustinensium mox 
fuit reconditum. 1 Ubi dieunt quidam, quod nee usque hodie 

25 sit absolutum iuxta formam ecclesie illud morticinium. Sed 
ego a genitore meo audivi, quod istud factum sit in generali 
concilio Constanciensi vel ad minus Basiliensi. 

Igitur marchio Ludovicus regebat Bavariam superiorem, 
habebat autem plurimas terras, prineipatus et comitatus, unde 

30 necesse ei fuit plures [habere] fideles capitaneos et prefectos 
presertim in remotioribus et montauis ut Athesi comitatuque 
Tirolis et Goricie etc. Habuit itaque inter ceteros suos 
curiales, ymmo militares veterane milicie virum dictum Con- 
radum Kümerspricker 2 , qui eciam pene 20 annis continuis 

35 * Vgl Riezler, Geschichte Baierns 11, 501. 

* Konrad Kummersbrucker, Kaiser Ludwigs Jägermeister. Aus der 
bei Riezler, Geschichte Baierns II, 530 angeführten hiteraiwr betreffen 
ihn {1333) Afon. Boic. VII, 42 und (1341) VI, 251. Vgl. ausserdem über 
ihn hauptsächlich Freyberg, Beurkundete Geschichte Herzog Ludteigs des 

40 Brandenburgers, ferner Huber, Geschichte der Vereinigung Tirols mit 
Oesterreich; Hang, Ludwigs V. des Brandenburgers Regierung in Tirol 
(Separatabdruck aus Jahrgang 111 und 1 V der Forschungen und Mitteilungen 
zur Geschichte Tirols), S.48ff.; Archiv-Berichte aus Tirol, Band IV, 
besonders die S. 133 mitgeteilte autobiographische Notiz des Konrad Kummers- 

45 brucker; Juffinger, Kundl, & 113 ff.; Straganx, Hau, S.43. 

Original ^* 
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— 308 — 

in famulatu diligenti Ludovico imperatori fldelissime servierat, 
patri suo. Quem dictus cesar ante plurimos annos magistrum 
venatorura in superiori [F. 251] Bavaria usque montana 
fecerat. Qui eciam in annis paucis excrevit in diviciis et 
potentatu habens possessiones et castra plurima, et quia r > 
racione virtutum et strennuitatis sue excrevit et famatus 
fuit, prefecturas et castra plura commendata fidelitati sue 
habuit a dicto imperatore Ludovico. Habuit eciam iste 
Conradus militaris filium eiusdem strennuitatis et virtutum 
Johannem dictum magistrum venatorum usque in hodiernum 10 
a communi populo semper vocatum. Hos ergo duos viros 
iste marchio a principio dominii sui latissimi reperiens 
clarissima et vera noticia puros et fideles officium seu 
officia 1 , quibus tempore patris fungebantur, contulit, com- 
misit de novo et tradidit cum omnibus iuribus et pertinenciis, 15 
iuxta quod prius habuerant, cum Castro Grttenwald 2 et 
Kunthelberg 8 , quod ipse Conradus de suis reparaverat, ad 
quod eciam castrum multas libertates et exempciones oljm 
impetraverat ab imperatore Ludovico, quas iste Ludovicus 
marchio denuo confirmavit eisdem. Hec autem coilack>20 
officii memorati in montanis superioris Bavarie facta est 
anno domini 1348. 4 

Sepedictus autem dominus Ludovicus marchio erat vir 

pulcher et decorus. Voluntate patris et obediencia duxit in 

Andr. 551, uxorem dominam Margaretam, que vili cognomento Maultasch 25 

Ebran 123, vocabatur *, eo quod magnum os haberet et maxillas dependentes, 

sicque turpis habebatur [F. 25V] in facie. Et quamvis esset 

turpis, tarnen propter comitatus et dominia, que ipsa iure 

hereditario patris et matris possidebat, ablata fuit, ut dictum 

est supra 6 , Judoco fratri Caroli filii Johannis regis Bohemie 30 

et isti Ludovico marchioni coniuncta, filia regis Hainrici 

Cf. Ebran 122 ducis Karinthie, comitis Tirolis et Groricie. Itaque marchio 

u. Füetr. 179. 

1 Wie der „Jägermeister" für den Markgrafen Urkunden ausstellen 
durfte, berichtet Haug a. a. 0. S. 56, Anm. 1; vgl. daselbst S. 103. 

* Qrünwald an der Isar südlieh von München. Vgl. Reitxenstein, 35 
Chronik von Qrünwald, S. 43, wo Konrads Sohn fälschlich ebenfalls Kon- 
rad genannt wird; Archivberichte aus Tirol IV, 133. 

8 Freyberg a. a. 0. S. 154 und 163 : Berg Kuntel. Kundlburg bei 
Kundl im Inntal. Vgl. Juffinger, Kundl, S. 113 ff. 

* Freyberg a. a. 0. S. 173 f.; Archivberichte a. a. 0. S. 134. 40 
6 Andr. 551 : que in vulgo propter o deformitatem Maultasch voca- 
batur ; Ebran 123 : die genant was Mawltaech , darumb also genant, 
das sie als ein ungeschafien weib was, darnach Füetr. 179: dise fraw 
was durch ir ungeschafien mund genant die Maultasch. 

* & 301, 1 ff. und 303, 1 ff. 45 



{^rt^nfr' Original from 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 309 — 

iste Ludovicus ex illo matrimonio comitaturu Tiroleaaem cum alÜS 
dominus ad ipsum SpectantibuS possedit. Habuit eciam ex 
ipsa unicum filium Meinhardum, quorum uterque, ut dicitur, tam 
pater quam filius, per ipsam fuerunt intoxicati et extincti. 1 
5 Postquam autem istud matrimonium tam potens et magnificum 
est consumatum, ipse marchio uxori sue dominia sita in 
montanis et, que hereditaria successione sua erant, ei coni- 
mendavit ac commisit regenda ut domina per omnia. In 
cuius domine marchionisse curia pro magistro primus fuit 

10 postulatus et electus supradictus miles veteranus Conradus 
Kumersprucker propter suam sagacitatem et in illis locis 
magnam et laudabilem noticiam. Quod officium 2 gratanter 
acceptavit curiamque illam pluribus annis optime et specta- 
biliter rexit, et hoc ab annis domini 1352. usque in 1360., 

15 ut in certis cirographis est repertum, et credibile ante hos 
annos et post ipsum in eodem officio fuisse occupatum. 

Iste eciam miles circa hec tempora cepit hereditäre 
unacum filio suo et post ipsos domus ducum Bavarie castrum 
et opidum dictum Ratenberg 3 , antiquitus norainatum Rappen- 

20 berg, [F. 252] opidum vero et adiacencia sua ante et retro 
in derMordaw; latebant enim homines ibidem inter frutecta 
et transeuntes spoliabant ac mactabant, ut dixerunt veteres. 
Fuit autem istud castrum antiquitus cuiusdam crudelis viri 
nobilis dicti Ülkmair, qui istud edificavit et instruxit 

25 correspondens dominio comitatus Tirolis, licet alii dicunt, 
quod infeodatum ducibus Bavarie fuerit circa hec tem- 
pora, fratrum istius marchionis, et quod primus vel senior 
dux Steffanus ipsum impignoraverit comitatui Tirolensi. Cum 
autem dictus marchio Ludovicus circa annum domini 1350. 

30 ire deberet cum rege Romanorum Carolo in Aquisgranum 
ad coronacionem ipsius, peciit a dicto Conrado Kumers- 
prucker, ut ei provideret in expensis seu concederet, quia 
miles predives erat. Quod et fecit mox. Nam prestitit 
domino marchioni 3000 marcarum cum 24 marcis monete 

35 Meranensis, que faciunt in summa florenorum Rhenensium 
ad 6500 florenos. Unde et tunc dictus miles capta opor- 
tunitate et audacia tam ex ipsa imprestacione quam eciam 
serviciis et favoribus prestitis peciit et impetravit pro sc 
et suis heredibus prefecturam dominii et castri Ratenberg 

40 l Zingerle, Die Sagen von Margaretha, der Maidtasche, S. 19 ff.; 

Huber a. a. 0. S. 78 f. ; Hang a. a. 0. S. 108. 
* Huber a. a. 0. S. 68 und 197. 
8 Rattenberg am Inn. 

.. f^rfcOfll^ Original frorn 

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- 310 — 

cum omnibus et singulis proventibus, censibus, redditibus 
ac iuribus ad id spectantibus, quam eciam sepedictus marchio 
in possessionem et usucapcionem absque illius debiti de- 
falcacione, tarnen in forma pignoris tradidit ac commisit 1 

De uxore eius Maultasch dicta. 5 

Defuncto marchione Ludovico 1361. Margareta eius 
relicta de novo sola tenuit, possedit ac rexit Athesim alias- 
que terras et dominia ad comitatum Tirolensem spectancia, 
[F. 252'] tristis tarnen hesitans et ambigua plurimum in se 
ipsa, quid vel quomodo de doininio illo agere deberet. Nam 10 
tunc Steffanus dux Bavarie pro se et fratribus suis ex una 
et Rudolfus IV. dux Austrie parte ex altera pariter de- 
siderabant, ut ipsa illum comitatum eis vivens resignaret. 
Quadam ergo die ipsa domina in huiusmodi ambiguitate 
posita quendam stolidum hominem et fatuum de ipsius familia, 15 
quem pro solacio et iocis habebat, cepit inquirere, cui vel 
quibus terram suam resignare deberet. Qui quasi prophetica 
voce mox inpremeditate respondit et rei eventum vere pre- 
dixit et ait: Gerte, domina mea, tibi dico: Si resignabis 
tua dominia ducibus Bavarie, velut domina tractaberis omnibus 20 
diebus vite tue, si vero ducibus Austrie, uti ancilla eris. 
Quod et factum postea fuit. Nam post resignacionem factam 
predicto Rudolfo, ut infra habetur, ipsa in Wiennam fuit 
deducta ibique non ut domina, sed velut paupercula vidua 
est habita sine dominio vel solacio aliquo, quousque dies 25 
clausit extremos. Sepulta autem fuit post mortem ibidem 
aput fratres minores. 2 Nee credendum, quod ita misera 
fuerit vel ancilla cuiusquam aut panem mandueaverit. Pre- 
supponendum est habuisse eam notabilem peeunie aut flore- 
norum numerum, quem non resignavit, nee ei ablatus aut 30 
furatus fuit. De quo , eciamsi a ducibus dictis censum 
annualem vel donativum non habuisset, vitam et statum 
ducalem tenere indubie cum famulis et famulabus potuisset, 

1 Am 8. Februar 1350 xu Meran. Vgl. Brandts , Geschickte der 
Landeshauptleute von Tirol, S. 69; Huber a. a. 0. S. 95 und 170 (xwei^b 
Urkunden darüber, dass Markgraf Ludwig und seine Gemahlin Margarete 
für eifie Schuld von 3024 Mark Berner Meraner Münxe dem Konrad 
Kummersbrucker , Jägermeister in Oberbayern, Feste und Markt Raitenberg 
mit dem Gerichte verpfändet haben); Archiv für Geschichte und Alter* 
tumskunde Tirols III (1866), S. 397. 40 

? Vgl. hiexu und xum folgenden Text Ijampel, Das Wohnhaus der 
Margarete Maultasch im Minoritenviertel xu Wien, im Monateblatt des 
Altertumsvereines xu Wien VU (1904), S. 73 ff. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 311 - 

sicut et fecit. Habuit eciam ibi domura ducalem spaciosam 
et magnificara circa fratres minores Wienne, que hodie 
cernitur, et est cum certis indiciis, [F. 253] quod eius fuerit 
habitacio. Habuit eciam census seu sumptus notabiles de 
5 muta seu theloneo ducum Austrie de opido Wels l supra . . . Ä 
ita ut b ipsi proscriptos, ut non solum pro usu vite, ymmo 
si volet b , aliquid vel aliqua legare pro salute aninie sue de 
illis. Unde gloriantur, et est verum, quod scribo, fratres 
minores Wienne annuatim se habere 80 libras Wiennenses 
10 de muta in Wels, quam summam pecunie dicta domina 
Margareta eis legavit perpetuo pro reparacione monasterii. 
Audivi eciam a progenitoribus meis c , et communiter in 
Austria ante tempora fuit famatum, quod dux Rudolfus eam 
habuerit in uxorem. 2 Sed stare non potest; habuit enim Chr. stams* 

15 filiam Caroli IV. imperatoris. 

De resignacione comitatus Tirolis. 

Cum siquidem domina Elizabet mater ducis Eudolfi et 
fratrura eius fuisset soror regis Hainrici patris domine 
Margarete Maultasch et in secundo gradu consanguinitatis, 

20 plus tarnen afficiebatur ducibus Bavarie, ex quo .bonum 
maritum abinde habuit et quia aduc viventes eius cognati 
erant. Quare ipsa non multo post dormicionem viri sui 
insinuavit per litteras duci Steffano seniori, germano Ludovici 
marchionis, quatenus illico veniret ad eam, quia comitatum 

25illum sibi resignare volebat atque in possessionem realem 
locare. Qui lectis litteris illis suo communi proverbio dixit 
vulgariter: Durch den liben got Nos promisimus aliquibus 
ducissis, baronissis aliisque quam pluribus generosis dominabus 
et nunc dispositi et parati sumus venire ad [F. 253'] curiam 

30 et congregacionem nobilium in Heydelbergam. Ideo iam 
scribere volumus domine marchionisse nostre predilecte cog- 
nate, quatenus usque ad nostram reversionem factum suspendat 
nos expectando nullique alteri comitatum resignet, donec 
deo dante in propria ibidem constituti fuerimus persona. 

35 Sicque dictus dux Steffanus maluit plus pro sua voluptate 
ad illam curiam festinare quam pro utilitate sua et domus 

« leere Stelle für ein Wort. b so (verschrieben?) Hs. c Scharding 
plebanus am Rand Hs. 

1 Wels an der Traun in Oberösterreick. 
40 * Vgl. Lampel a. a. 0. S. 74. 

» Pez, SS. Her. Äustr. U, 459. 



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Original frorn 
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— 312 — 

ducuni Bavarie predictam dominam visitare minime pensando 
dicta iuris communis , videlicet periculum esse in mora, 
quodque vigilantibus et non dormientibus iura subveniunt. 
Porro dux Austrie senior tunc Rudolfus filius ducis Alberti 
fratris Friderici quondam regis Romanorum diligencior erat 5 
in facto ipsam dominam per se accedendo, sedule solicitando, 
fortissimis atque dulcissimis supplicacionibus, persuasionibus, 
promissis variisque blandiciis eam alliciendo atque inducendo, 
quousque ipsam ipsiusque animum et affectum prorsus mutavit 
ac devicit, ita quod sibi comitatum ac dominium realiter re- 10 
signavit anno domini 1364. circa festum nativitatis Marie. 1 

Redeunte igitur duce Stefano de Haidelberga et audita 
hac resignacione subito exercitum armatorum per Bavariam 
congregari fecit ad comitatum illum obtinendum vi et gladio. 
[F. 254] Veniente igitur exercitu illo manu forti 2 usque in 15 
Stertzingen 3 supervenerunt Australes cum maiori et forciori 
exercitu per comitatum Goricie usque in Bruneckam 4 volentes 
utique comitatum Tirolensem conservare ac suo domino 
defensare. Quod audientes Bavari exterriti sunt et retrorsum 
diverterunt, eo quod numero et virtute multum inferiores 20 
Australibus essent. Itaque in ilia ipsorum via obviam 
habuenint currus quosdam onustos magnis, preciosis ac variis 
mercanciis venientibus de Veneciis, spectantibus ad civitates 
imperiales. Itaque Bavari pecunia et rebus nimis avari 
spoliaverunt atque rapuerunt cuncta ilia bona. De hac 25 
igitur rapina et aliis pluribus excessibus per duces Bavarie 
contra ipsos civitatenses perpetratis expost magna lis inter 
ipsos duces Bavarie, comites de Wittenberg et civitates 
imperiales est orta et in tantum, quod ipsi duces Bavarie 
tot inquietudines sustinerent, ut pro comitatu Tirolensi non 30 
vacarent litigare; nam in multo a duriori Ute cum dictis 
partibus pendebant, a quibus eciam nimis infestabantur, ut 
pene cogerentur Athesis oblivisci. 

Qua de re negocio revolventes se omnes civitates et 
castra necnon et nobiles ac ignobiles predicti comitatus per 35 
industriam et sagacitatem illius dicti Rudolfi ducis Austrie 
secundo inducti mox promiserunt sub iuramento se et suos 

a multa Hs. 

1 S. Sept. ; vgl. Huber a. a. 0. S\ U. 

2 Dieser Einfall der Bayern in Tirol fand erst im Jahre 1368 40 
statt ; vgl. Huber a. a. 0. S. 113. 

3 Sterxing am Brenner. 
A Bruneck im Pusterfal. 

n Pnnnl s Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 313 — 

[F. 254'] in futurum fideles ac subiectos domui Austrie 
esse ac permanere cunctis diebus. Barones autem de Freunts- 
perg et Conradus Eumersprucker antedictus cum filio suo 
Johanne dicto Gägermaister milites ac plures alii nobiles 
5 in montibus superioris Bavarie constituti confinio cum Athesi 
contingentes, quia nullatenus in domo ducum Bavarie fide- 
fragi, eciam ut quidam alii non iuraverunt. Igitur dicti 
viri ambo per astucias dicti ducis capti fuerunt. 1 Unde 
baro de Freuntsperg sie coactus fidelitatera et obedienciam 

10 ad instar aliorum dueibus Austrie fecit. Porro dominus 
Johannes Gägermaister castrum et opidum Ratenberg obtinens 
optime custodiebat patre suo in custodia posito dicti ducis 
in Insprucka nee ob liberacionem patris sui ullo modo 
intendebat illa resignare cuiquam. Instabat namque dux 

I5ipse, ut illa bona ad dies vite tenens saltim post mortem 
duci cederent in feodum, quia illud castrum et opidum in 
Ratenberg ad comitatum Tirolis antiquitus speetabat, similiter 
et Kiczpuchl et Kuefstain. Filius autem dicti Conrad i 
Johannes Gägermaister multos et varios cogitabat modos 

20 patrem liberandi. Accessit ergo cum salva pace vice quadam 
cum certis nobilibus ad dictum ducem orans, ut saltim per 
modicum tempus patrem suum videre posset et alloqui et 
ut una sero ad solacium a vin-/\F. 255yculis absolveretur. 
Sophistica et dolosa fuit hec postulacio. Per quam dux et 

25 sui deeepti aut in custodiendo minus diligentes et patrem 
ac filium subito perdiderunt: per foramen muri civitatis 
Inspruck, per quod aqua intrare solet, evaserunt. Igitur 
dux comperto negocio nimium commotus dixit: Bene mihi 
suspicio infuit aliqualisque timor, quod isti fallaces Bavari 

30nos deeiperent, ut est hodie. Scripsitque mox filio Conrad!, 
quia contra fidem et promissum patrem abduxisset. Cui 
Johannes Gägermaister oppositum innotuit dicens, quia dux 
patrem suum semel et illa nocte a captivitate liberum volun- 
tarie dimisisset, ipse crederet, hoc et pro futuro aeeeptasset 

35 et pro semper, quare hac ex racione suum patrem semel 
et pro semper liberum abduxisset. Videns igitur dux frau- 
dulenter se deeeptum et taliter illusum alium attemptavit 
modum ad illud castrum et opidum habendum. Congregavit 
igitur exercitum notabilem et fortem et descendit volens 

40 * Ueber die in vieler Beziehung noch unaufgeklärte Oefangensetxung 

des Konrad Frauenberger (so, nicht Freundsberg) und Konrad Kummers- 
brucker vgl. Huber a. a. 0. S. 77, 101, 215 und 229, sowie Chroniken d. 
deutschen Städte XV, 434 und RiezUr, Geschichte Baierns III, 77. 

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— 314 — 

manu valida et violenter castrum cum opido usurpare tribus- 
que mensibus, ut dicitur, illud obsedit 1 cum machinis fortiter 
iacientibus et telis igneis, et populum valde molestaverunt. 
Sed postea, cum nulluni profectum facere se videret, iussit 
populum abscedere iudicans illud relinquere quam plus illo 5 
valoris in triplo expendere. Igitur cum rapinis et pauperum 
damnis et incendio [F. 255' ] inde omnis ducis exercitus 
recessit. Postea eciam dictus Johannes Gägermaister cum 
combustionibus notabilia damna intulit pauperibus ducis, et 
sie lis lila deperit, et castrum illud et opidum tunc con-io 
servatum fuit cum suis iurisdiccionibus in futurum pro domo 
et dominio dueum Bavarie et a comitatu Tirolensi alienatum. 2 
Acta sunt hec anno domini 1300. et circiter 64.* 

Temporibus eciam dicti ducis Steffani senioris inBavaria 
claruit in milicia notabilis baro Wilhelmus Frawnberger 8 , 15 
qui a vulgaribus tunc et a multis annis depost dictus fuit 
vulgariter der fraydig Frawnberger propter audaciam, forti- 
tudinem et magnanimitatem suam. Cui tunc temporis similis 
non erat in arte militari in tota Bavaria, et latissime nomina- 
batur in aliis terris, ad quas eciam veniebat hastiludia, 20 
torneamenta atque alios militares actus exercendo. Huic 
se plures compatriote et iuvenes nobiles sociabant in similibus 
actibus se exercentes. 

b Item nach Christi geburd 1362 jar was ein fraw zu 
Regensburg, die hiezz die Kratzerin 4 , die waz gar reich 25 
und gar hochfärtig, daz man ir an ir slair prait ent müst 
würeken von untzgolt. Die selb fraw het ain huntlein, 
daz het sy zemal lieb und loff mit ir gen kirchen, und 
wann man unsern herren wandlen wolt, so schärezet daz 
hintlein mit ir, daz sy in 20 jaren unsern herren nie ge- 30 
sehen het. Und als daz huntlein ye elter ward, ye schöner 
es ward. Der sach kom sich ze peycht. Da gab man ir 
ze puess, daz sy daz huntlein ye todten solt lassen. Daz 
enpfalch sy einem knecht, daz er es tötten solt, und sprach 
zu dem huntlein : du liebs huntlein, wie ungern ich dich 35 
verleuss. Da sprach daz huntlein herwider : liebew fraw, 

» in tabulia aliter haec acta referuntur am Rand Aventinus. 
b die beiden folgenden Abschnitte stehen auf einem zwischen F. 255 und 
256 eingehefteten Zdtel. 

1 Huber a. a. 0. S. 108; dagegen Riexler, Geschichte Baierns III, 81. 40 

■ Huber a. a. 0. S. 115. 

8 Riexler, Geschichte Baierns IU, 973. 

* JE» gab eine Regensburger Bürgerfamilie Kratxer. 

rv ,• ~wk ("*rkr*nlr> Original from 

Jigitized üy VjUUgK, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 315 — 

ich verlews dich auch nit gern. Da sah man wol, daz es 
durch den posen veindt dann gieng- Des pessert sy dy 
fraw fast und ward gar frumra hernach. 

Miraculum in Stansen 1 de morte Ludovici 
5 imperatoris. 

Sequenti die, qua Ludovicus imperator obiit, fuit monachus in Fund.* 
Stansen in celebracione misse sue et, quando debuit loqui verba conse- 
cracionis, diu obticuit. Tandem fuerat intime locutus in vulgari: O wie 
we dir ißt und wirt schier wol pesser. Et hoc loquebatur tribus viribus. 

10 Et post consecravit et elevavit corpus dominicum. Et post hoc quando 
debuit sumere corpus domin i, Herum obticuit diu et tandem erat locutus 
ter iterum: O wie we dir ist und wirt doch schier wol pesser, et sumpsit 
corpus dominicum et finivit missam suam. Et ministrans inquirebat 
ab eo verbis flexibilibus et humilibus: O pater, die mihi, quid notasti 

15 cum istis verbis teutonicis? • . . . 

[F. 256] Ludovicus marchio Brandenburgensis et a Lusacie, Andr. 89. 
sacri imperii superior camerarius, comes palatinus Reni, 
dux Bavarie superioris et Carinthie ac comes Tirolis et b Goricie b , 
advocatus Aquilegiensis , Brixinensis et Tritentinus, vir 4 strennuusc, 
20 largus, bellicoeus a c in toto regno Romano prineeps erat famosus. Hie Ebran 122. 
a genitore suo Ludovico cesare marchiam Brandenburgensem vacantem 

potestate regia 5 in feodum perpetuum reeepit. Sed cum 

i pse et fratres eius paternam dividerent hereditatem re- 
lictam, eandem marchiam Ludovico Romano et Ottoni eius Atidr. 90 
25 i u nior i b u s f ratr ibus sponte resigna vi t et sibi superiorem Bavariam , 

ducatum Carinthie et comitatum Tirolis pro portione sua retinuit. u . 89. 

Hie duxit in uxorem filiam Ultimi Meinhardi comitis Tirolis 6 , que Ebran 122 u. 

propter sui deform itatem dieta fuit Maultasch \ propter quam et Andr. 551. 

comitatum Tirolis possedit. Ex qua filium nomine Meinhardum pro- Ebran 122. 

30 * et — Reni später hinxugeschrieben. b am Rand mit Einfügungs- 

xeichen. « strennus Hs. 

1 Stams in Tirol 

* Gedr. Oefde, Her. Boic. SS. II, 342; vgl Neues Archiv XXIV, 
680 und 715. 
35 * Vgl* meine Feststellungen im Neuen Archiv XXIV, 680. Der 

Sehluss der Geschichte, wie ihn Hormayr nach einer jetzt verschollenen 
„uralten handschriftliehen Chronik des Klosters Ettal" im Historisch- 
statistischen Archiv für Süddeutschland, Band II (1808) 9 S. 298 mitteilte, 
lautet : Qui respondit sibiLudovicum imperatorem obiisseet sibi apparuisse 
40 in missa, 

4 Vgl oben S. 306, Anm. 7. 

5 Ebenso oben S. 284, 23 und 300,20. Quelle ist vielleicht Henricus de 
Hervordia 234, welcher auch den Ausdruck regali potestate gebraucht und 
auch sagt: a se et posteris suis perpetuis temponbus possidendum. 

45 e Oben S. 301, 3 u. 308, 31 wird Margarete Maultasch dagegen richtig 

als Tochter des Königs Heinrich, Herzogs von Kärnten, bezeichnet. 
7 Vgl oben S. 308, Anm. 5. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 316 — 

creavit. Et diem obivit anno Christi 1361. in die Lamperti 1 
martyris, ducatus sui anno 14., dum filius suus aduc iuvenis erat. 
Margareta uxor Ludovici imperatoris obiit 1355. 2 se- 
pulta in Valencia 8 Hannonie, quam rexit annis 10 et in 
Holandia annis 5 mensibus 9. 5 

Cap. 49. 
De filio eiusdem Meinhardo. 

Andr. 102 u.^ [F.256*] Meinhardus dux Bavarie superioris, comes Tirolis, 

quem, quia iuvenis erat, quidara barones et milites de Abensperg et 
Laber ac Lapide necnon et alii potentes contra voluntatem consan 10 
guineorum suorum aliquo tempore gubernant. Fitigitur, ut predictus 
Meinhardus et quidam iuvenis dux nomine Fridricus filius Stefiani 
ducis de Landshut cum adiutorio dictorum baronum et militum in ob- 
proprium dicti Stefiani ducis obsiderent castrum Kötingwerd appeUatum 
super fluvium Uma 6 prope Geysenfelt situm. Quod considerans ipse 15 
Steffen u s dux ex Landshut, pater dicti Fridrici, unacum filio suo 
Steffano dictum castrum defendere nititur. Cum igitur bellum inire 
deberent, Fridricus dux patri suo Steffano de consensu nobilium 
suorum versus Ingelstat cessit et Meinhardus cum suis fug it. Tunc 
filio fugiente et patre persequente, invicem tarnen se non ledentibus in 20 
utroque exercitu tirones, id est novi milites, tot facti sunt, ut exinde 
proverbium ex ort um sit ad modum nivis descendentis milites factos 
fuisse. 
u. Ebran 125. Meinhardus quoque ad burgravium in Nurembergam 6 confugit. 

Cum autem ßerchtoldus episcopus Eistetensis ipsum ad montana Ä 25 
deducere v eil et, captus est a rusticis et in Ingelstat deductus. 
Andr. L c. Exinde per placita fuit deductum, quod dictus Meinhardus de 

cetero in Monaco residere deberet et secundum [F. 257] patruorum 
suorum consilium regi. Qui post breve tempus occulte ad montana * 
Ebran 126. recessit. Quo cum pervenisset, mater sua dicta Maultasch desponsavit 30 
sibi Margaretam filiam Alberti 7 Austrie ducis, sororem Rudolfi, 
in uxorem. Postea non diu supervixit et diem obivit in Castro Tirolis 

» montona Hs. 

1 17. September; vgl. Huber a. a. 0. S. 69 und Hang a. a. 0. S. 108. 

1 Vielmehr am 23. Juni 1356. 35 

• Valenciennes. 

4 Es sind beide Chroniken des Andr., der im Chr. b. die Darstellung 
des Chr. g. ertveitert hat, benutzt. Auf den Text der Quelle des Andr., 
des Chron. 9 ist Arnpeck hier nicht zurückgegangen. 

4 Diese Angabe aus Ebran 125 : das gelegen ist auf der Um. 40 

6 Bei Andr. 555 heisst es : usque in Nunburg. Das ist Neuburg a. D. 
Schon Ebran 125 hat den Namen bei Andr. falsch gelesen und gesagt : 
gein Nurmberg zö dem burgkgrafen. Darnach oben Arnpeck. Vgl. Huber 
a. a. 0. S. 72. 

1 Vgl. Chr. Stams. bei Pex, SS. Her. Austr. U 9 459. 45 



byG< 



[ .. Original fronn 

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— 317 — 

anno domini 1364. 1 nullum relinquens fiiium, sepultllS in Stambs. 2 
Sed quia ipsa Maultasch mater Meinhardi odivit Bavarie duces et 
Margareta UXOr eillS, pro Rudolfo duce Austrie miserunt et ei 
comitatum Tirolis subiugaverunt non obstante, quod olim imperator 
5 Ludovicus filio suo Ludovico marcbioni Brandenburgensi et suis legi tim is 
heredibus eundem comitatum eontuierat. De quo gravis inter Bavarie Andr.lOH u. 
et Austrie duces oriebatur lis** et a gwerra a . Nam predicto anno 155 u. 
Steffanus et Steffanus ac Fridricus filii eius, duces Bavarie, Müldorf^^w* '. e - 
civitatem obsident, quia archiepiscopus Salczeburgensis Ortolfus 3 , cu i us 

lOpredicta civitas est, Rudolfo duci Austrie adherebat* Rudolfus 
a utem predictam civitatem defeosurus cum magno exercitu armatoru m 
in Bavariam usque ad Ried ascendit, Quod principes Bavarie audientes 
relicta obsidione ducibus Austrie occurrunt cum eis pugnaturi. Interea 
duces Austrie cum audissent Bavaros a Muldorf recessisse non expectatis 

15 Bavaris in Austriam sunt reversi. Quod et duces Bavarie videntes 
8imiliter ad propria redierunt Müldorf amplius non [F. 257'] impug- 
nanles. 

Tandem perplacita quedam et ducumBavaric negligenciam 4 Ebran 127. 
predictus comitatus Tirolis in manibus ducum Austrie per- 
20mansit usque in hodiernum diem. 

Huius Meinhardi temporibus eius nomine quidam pre- 
fectus Rorbeck de Rorbach 5 oppidum Ingolstat more civi- 
tatis muro cingi fecit/ 5 

Hec de Ludovico marchione primogenito Ludovici im- 

25peratoris et eius filio Meinhardo, in quo hec linea defecit. 

Secundo sequitur de duobus iunioribus fratribus Ludovico 

Romano et Ottone marchionibus Brandenburgensibus, liliis 

sepedicti imperatoris Ludovici. 

« fehlt Hs. 



30 l Die Jahrxahl aus Füetrer 180. Ueber Meinhards Tod vgl. Huber 

a. a. 0. S. 78. 

* Das Chr. Slams., welches man hier als Quelle vermuten konnte, 
enthält diese Angabe nicht. Meinhurd ist in Meran begraben; vgl. Haeutle, 
Genealogie S. 16; Historisches Jahrbuch XXXI II, 132. 

35 3 Ortolf von Weisseneck, Erxbischof von Salzburg, 1343—1365. 

4 Vgl. tcas Füetr. 186 über den Verlust der holländischen Besitxungen 
sagt: törst ich es mit hulden sprechen, das sy es vast durch ir aigen 
laszhait versaumbt haben. Vgl. auch oben S. 311 f. 

* Kleemann, Geschichte der Festung Ingolstadt , S. 7 : Winhart 
40 Rohrbeck. Vgl. Verhandlungen des hisior. Vereitis für Niederbayern 

XLVU } 66ff. 

8 Quelle? 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 318 — 
Cap. 50. 

Secundo sequitur de Ludovico et Ottone 
marchionibus Brandeburgensibus. 

Andr. 90 u. L F. 258] Ladovicus Romanus dictus, quia Borne natus est, et 

551. iaven i s frate r e i u s Otto , quorum mater de Polonia ! erat, i n 5 
divisione paterne hereditatis marchiam Brandenburgeiisem ac- 
ceperunt, quam eis Ludovicus senior libere resignavit et sibi 

Monacum retinuit Quorum mores incole ferre non potuerunt, 

Idcirco, ut dicitur, fugarunt eosdem a terra sua.» Porro 

marchio Ludovicus sine liberis in diebus 3 adolescencie sueio 

diem obivit. 

Andr. 556 u. At marchio Otto 6 anno domini 1373. marchionatum Brande- 

Fiietr. 18l. A burgensem Carolo regi Bohemie pro 200 milibus florenorum vendidit, 
et 100 milia florenorum in parata pecunia solvuntur, sed pro aliis 
100 milibus florenorum data fuerunt quedam castra, vid e licet Lauff, 15 
Herspruck, Sultzpach, Rosenberg, Reichenfeld, Hiersaw. Adhuc tarnen 
aliqua castra ante nemus bohemicum 6 in potestate regis Caroli 
permanserunt. Que post temporis intervallum deposito Wentzeslao 
rege Rupertus rex Romanorum comesque palatinus Reni ad domum 
Bavarie gladio recuperavit. 20 

Ebran 122? Sane prefatus Otto accepta pecunia in Bavariam rediit ac 

deinceps vi tarn suam in Castro Wolfstain super Yserum fluvium 
sito, uno miliario a Landshuta distante ut privata persona 
cum quadam moliatrice dicta Margareta 8 USque in finem deduxit. 

1 Trotxdem der Text des Andreas 90 xu Otunde lügt, wo es heisst: 25 
quorum mater nacione fuit de Holandia, ist hier die unrichtige Angabe 
Füetrers 174 , 30: was aine von Polandt eingedrungen. Die Mutter Ludwigs 
des Römers, Wilhelms, Albrechts und Ottos war Margarete von Holland. 
Widerspruch mit oben S. 295 , 37. Vgl. Neuhaus , Otto V. von Witteis- 
baeh S. 61 und 139. 30 

• In früheren Quellen nicht berichtet. Vgl. Neuhaus a. a. O. 

* In der Ausgabe bei Fez, Thes. anecd. III, 3, 354 ist an dieser 
Stelle folgende irrtümliche Lesung gedruckt : . . . Ludovicus sine liberis 
Siebii adolescencie sue diem obivit. Der Text lautet aber deutlieh, 
wie ich ihn oben wiedergebe. Aus der Pex'schen Ausgabe hat man noeh^ 
in neuester Zeit gefolgert, dass Ludwig xu Sieb in der Mark gestorben 
sei (Neuhaus a. a. O.). Diese Annahme ist nunmehr völlig aufzugeben. 
Ludteig der Römer ist in Berlin gestorben und daselbst in der Franzis- 
kanerkirche xum Grauen Kloster begraben (Haeutle, Genealogie S. 109). 

4 Am Anfange dieses Abschnitts sind des Andreas Worte verwendet, 40 
am Schlüsse herrschen die Füetrers vor. Neuhaus a. a. O. S. 140 sagt 
irrigerweise, dass Füetrer den Bericht Arnpecks abgeschrieben habe, während 
es doch umgekehrt ist. 

* So Ebran. Andr.: marchionatus a dueibus Bavarie venditur. 

Ebran : der Otto verkawft die marich. Darnach Füetrer. 45 

• Vgl. Andr. 556, 13: secus silvam Bohemorum 

7 Darnach auch Fiietr. 181 } der Ottos Leben in Wolfstein als un- 
furstlich tadelt. 

8 Ebtan und Füetrer: Gredl. 

n {^r\r\nl ;"■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 319 — 

Ideo molendinam ibidem usque in presentem diem vulgariter 
GredelmüU nuncupatur. 

Hie Otto marchio Brandenburgensis , dux Bavarie, anno Andr. 556. 
domini 137 8. 1 ultimum diem clausit aine liberis, sepultus in mo- 
5nasterio Felicisvallis.* 

Et sie linea illorum duorum fratrum desiit. Tercio 
sequitur de dueibus Alberto et Wilhelmo in Holandia. 

Cap. 51. 

[F.258*] De filio iraperatoris Ludovici duce 
10 Wilhelmo. 

Wilhelmus dux, filius Ludovici imperatoris, possedit Ho- Andr. 90. 
landiam, Selandiam etHannoni am. Cuius gubernator Albertus f r a t e r 
ein» extiterat, quia furibundus ex quadam intoxicacione faetus fuerat. 
In b Valencia 8 Hannonie obiit 1388. Diem obivit sine liberis, 
15 sepultus in Holandia. 4 

Huius uxor Mathildis filia ducis 5 Leucastre in Anglia 
post mortem mariti nupsit doraino Walrabo de Valckenberg. 
Tandem sepulta Holandie in Haga apud predicatores fratres. 6 

Cap. 52. 
20 De filio imperatoris Ludovici duce Alberto. 

Albertus fraterWilhelmi, filius Ludovici imperatoris, prineeps Andr. 91 u. 
benignus 8 fuit. Cuius titulus erat talis : Albertus dei gracia comes 559? 
palatinus Reni, dux Bavarie, comes Hannonie, Holandie, Selandie et 
dominus Frisie. Duxit Margaretam filiam ducis Ludovici, ducis Polonie 
25deBriga, in uxorem. Ex qua genuit tres filios, Wilhelmum, Albertum Ebran 123 u. 

Füetr. 184. 

* am Rand von späterer Hand 4 Gredlesmul. 9 b 1^ _ 1388 am 
Rand mit Einfügungsxeichen. 

1 Vielmehr 1379, trie auch die Quelle angibt. Vgl.Neuhaus a. a. O.S. 135. 

* Neuhaus a. a. 0. S. 140 macht darauf aufmerksam, dass es wahr- 
30 scheinlicher ist, Otto habe in der Frauenkirche xu München seine letzte 

Ruhestätte gefunden. 

8 Vielmehr xu Quesnoy. 
4 Zu Valenciennes. 

6 Tochter Herzog Heinrichs I. von Lancaster. 

35 6 Nach HaeuÜe, Genealogie S. 117 im Benediktinerinnenkloster 

Rhijnsburg bei Leyden. 

7 Es ist deutlich der Wortlaut beider Texte verwendet. 

8 Nicht diesen, sondern seinen Sohn Albrecht nennt Andr. 91 virum 
benignum. Vgl. unten Kap. 55. Aber ähnlich heisst Albrecht I. bei Andr. 559: 

40 prineeps pacis et mansuetus. 

8 So im Autograph; die Lesarten Bredelmül, Brendmfll Bredtles- 
möl beruhen auf Irrtum, so dass die Erklärung Brettleinsmühle {Neu- 
haus o.a. 0. S.140) überflüssig ist. In den Füetr.-Hss. kämmt diese 
Lesart übrigens ntchf vor (vgl. Sptllers Ausgabe S. 181). 

n (^f^onl - Original frorm 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 320 — 

et Johannein, et tres a 1 fiH&*> Margaretam, Johannam et Katherinam. 
Margarete desponsata fuit Johanni duci ßurgundie, comiti Flandrie. 
Que genuit* ducem Johannem*>, qui a Turcis captus in hello fuit 8 , 
et sepulta est in Holandia. 4 Johannam duxit Albertus dux 
Austrie, qui ex ea genuit Albertum postea regem Romanorum, 5 
Hungarie et Boemie et Margaretam 5 , quam duxit dux Hainricus 
in Landshuta. Katherina uxor fuit Eduwardi ducis Gelrensis. 
Obiit sine liberis sepulta Holandie. 6 

Cap. 53. 
De obsessione castri Naterbergs 10 

Chron.43 u. [F. 259] Anno Christi 1357. Albertus hie, filius Ludovici im- 

Andr. 101? peratoris, dux Bavarie et gubernator Holandie, unacum fratre suo duce 
Steffano ex Landshuta castrum Naterberg obsedit, in quo quidam 
miles Petrus Ekkar residebat. Huius consanguinei cum seviciam 
predicti prineipis Alberti mitigare non possent, licet dictus Petrus ipsi 15 
prineipi obsequia multa fecisset, Bohemiam properant Caroli imperatoris 
auxilium constanter implorantes. Qui preeibus et muneribus victus 
congregato exercitu Bohemorum in castrum Stauff venit et pontem 
Danubii pertransiens ibidem 7 dies moram fecit muneribus Interim 
quosdam milites corrumpens et ministeriales dominorum Bavarie, incendia 20 
eciam multa faciens. Postea quasi volens cum predictis prineipibus 
inire bellum versus Natterberg descendit et castra metatus est iuxta 
exercitum Bavarorum in spacio dimidii miliaris. Cum autem Bavarorum 
prineeps 8 forciorem miliciam haberet et pugnaturos se iam crederent, 
ipsi, qui peeunia corrupti fuerant, partibus se interponentes placitaverunt, 25 
quod predictus obsessus miles Castro prineipi assignato in persona et 
rebus securus esset, donec de obiectis vel obiciendis coram imperatore 
et aliis prineipibus responderet Quod tarnen factum non est, quia 

a duas am Rand korr. tres unter Einfügung der Worte et Katherinam. 
b am Rand: Phi[lippum] et 6 filia§ Es. 30 

1 Andr. 559 weiss nur von zwei, der ersten (Margareta), deren 
Namen er nicht kennt, und Johanna. Wie Andr., so auch Füetr. 184, 
der aber 187 Margareta mit Namen nennt 

2 Ebran 123 sagt richtig: der gepert aus ir den grossen Philippen, 
bertzog in Burgundi (Philipp den Outen), Füetr. 184 : die . . . was des 35 
hertzog Johanns von Burgundy mueter und 183 : hertzog Johanns von 
Burgundj, der was des eitern hertzog Albrechts von Nidern Bayren 
tochter sun (irrtümlich statt des Andr. 650 Angabe tochter man). Arn- 
peck xieht xunächst die unrichtige Bezeichnung Füetrers der richtigen 
Ebrans vor trotz Andr. 558,27 und 559,36. Unten in Kap. 56 kennt 40 
er das richtige Verhältnis. Und auch die Randbemerkung dürfte als 
absichtliche Aenderung aufzufassen sein. 

3 Vgl. oben S. 258 f. 

4 Vielmehr in der Kartäuser-Kirche zu Dijon. 

6 Vielmehr Elisabeth, wie Andr. 560 und Füetr. 184 richtig angeben. 45 

6 Im Kartäuser-Kloster Monkhusen bei Arnhem. 

7 Wie die Textvergleichung ergibt , sind beide Quellen benutzt. 

8 Vgl. Andr. 101, Anm. 8. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 321 — 

miles predictus tantam in obsidione perpessus fuerat penuriam, quod 
postea ad tempus breve supervixit. 

Incidencia de tribus regihus paganorum. 

[F. 259] Post hec circa nativitatem domini tres reges paganorum Andr. 101. 
öde Littuonia poscebant se baptizari et in fide christiana per im- 
peratoris subsidiuni a viris eatholieis im bui. Atimperator 
Ulis cum comitatu principum occurrit, inter quo« duo erant duces 
Bavarie. Videntes autem pagani tantam Christianorum gloriam mentiti 
sunt* et fugam inierunt. Nobiles vero de imperatoris exercitu 
10 iUoB insequentes multos occiderunt. 

Post in die innocentum*» Reich ci vis Ratisponensis occidit magiatrum 

Conradum de Prunovia canonicum cathedralis eeclesie, cum ipsi equitarent 

cum siio episcopo, scilicet puerorum. Propter quod Fridricus episcopus 

interdictum posuit, et facta est discordia et lis magna inter clerum 

15 et cives, ita quod cives inter se statuerunt, ut nullus ex eorum filiis 102. 

seil scolaribus in summo et veteri capella scolas visitare deberet. Quod 

adaliquod tempus duravit Tuncque cessavit ludus ilie, quem vulgaris 

elocucio episcopatum puerorum appellat, qui cum magnis expensis novorum 

canonicorum fiebat, decretumque extunc est, ut huiusmodi statuta per 

20novos canonicos solvenda ulterius ad fabricam et sacrarium darentur 

pro ornamentorum ecclesie augmento. 

Anno domini 1360. Albertus dux obsedit castellumc Hilkers- 
perg et potenter obünuit. 

Eodem anno in die S. Oswaldi factum est inccndium Ratispone 
25 in foro, et exusta est turris fori ibique due campane magne lique- 
facte sunt. 

[F. 260] Eodem tempore dux Albertus castrum in Straubing 
incepit. 

De fundacione monasterii in Straubing. 

30 Anno Christi 136 7. Albertus Stainhauff civis et prepositus Andr. 103. 

dominorum de capi tulo Augustensi accedente con sensu Alberti ducis, 
filii Ludovici imperatoris, in area sua dicte civitatis claustrum fratrum 
Carmelitarum fundavit. Huius predicti Alberti filius Albertus ibidem 
in medio chori est tumulatus. 

35 1371. pestilencia maxima Ratispone seviebat. 204. 

Eo tempore lis inter Carolum imperatorem et principes Bavarie 
fuit. Unde imperator cum exercitu episcopum Mindensis ecclesie in 
Bavariam m i s it, qui quedam opida ibidem incendit. Hie est episcopus 
ille, qui vulgo Gugelweit vocabatur, eo quod capucium amplum deferret. 
40 1375. in die S. Gregorii pape obiit Leopoldus ultimus comes de]06. 

Hals in Osterhofen sepultus. 

Anno domini 1392. alias 1404. in die Llicie 1 obiit dux Füetr. 184. 
Albertus predictos relinquens liberos, sepultus Holandie in 

Gravenhaga. Rexit 16 annos et cum fratre 30. 

45 A fehlt Hs. b Raum freigelassen Hs. c später hinzugefügt. 

1 letzteres Jahr nebst Tag (13. Dezember) ist richtig. Andr. 559 
unrichtig 1405. 

Quollen u. Erörtoran & en N. F. IUI =1^ 

Digiti 5<Jby^OUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 322 — 

Andr.116 u. [ F.260 1 ] Anno domini 1393. media pars opidi in Straubing a 

558. 1 f ulmine in censa periit. Tunc factum est miraculum, quod sub ßilencio 
non est transeundum. Fuit in opido eodem civis quidam annosus 
nomine Jordanus Yetz. Hie in domum suam prope turrim in medio 
opidi in Straubing versus austrum tegulis ligneis teetam, dum opidum 5 
incendio flagraret, posuit ymaginem S. Petri, quem semper in magna 
veneracione habebat, dicens: Sancte Petre », quia semper tibi servivi, 
pbsecro, ut domum meam custodias. Quod si non feceris, unacum 
domo conbureris. Et b ipse ad medonem bibendum ivit. Et factum 
est, dum in illa media parte opidi propter incendium nihil remaneret, 10 
hec sola domus in medio ignis illesa permansit 

Cap. 54. 
De lib eris Alberti, et primo de Wilhelmo duce. 

Andr. 91, Wilhelmus Holandiam, Hannoniam, Selandiam et Frisiam 

Ebran 123 ^-possedit. Huic Johannes Burgundionum dux Margare tarn sororem 15 
W t 1R^ 8uam in ux orem dedit, ex qua filiam nomine Jacobam genuit. Que 
Ebran 129 desponsata fuit primogenito regis Francie, qui dictus fuit Turonensis 

telfinus 2 , qui non longe post diera obivit in 6. feria parasceves 
anno domini 1417. 8 Hie dux Wilhelmus comes Holandie etc. 
diem extremum clausit anno domini 1417. 4 sepultus in 20 
Gennot 5 Hannonie. 

Cap. 55. 
Secundo de duce Alberto in Straubinga sepulto. 

Andr. 91 u. [F. 261] Albertus dux Bavarie inferioris possedit magna m 

55Ä C inferioris Bavarie [parteme]in ci vi täte Straubing, prineeps benignus. 25 
Non d dill d Vixit d . Mortuus est sine liberis; nullam enim duxit 
uxorem. Et sepultus est in Straubing in monasterio fratrum Carme- 
lilarum. Fratrem suum Johannem reliquit heredem, qui princi- 
patum eundem inferioris Bavarie per vicedominum rexit. 

Anno domini 1397. obiit Serenissimus prineeps dominus 30 
Albertus comes palatinus Eeni, dux Bavarie neenon Holandie, 

» am Rand : were, Petre, were Hs. b Et — ivit mit Einfügungs- 
zeicfien am Rand, c fehlt Hs. d am Rand Hs. ® der folgende Abschnitt 
am Rande mit Einfügungsxeichen. 

1 Es sind beide Texte benutzt. 35 

2 Dauphin Johann, Herzog von Touraine etc., Sohn König Karls VL 
von Frankreich. 

8 9. April. Johann war vielmehr am Palmsonntag den 4. April 
1417 gestorben; vgl. höher, Jakobäa von Bayern 1,271. 

4 Am 31. Mai. Andr. 560 und Füetr.185 unrichtig 1409, 40 

6 Vielmehr zu Valenciennes. 
fi Beide Texte sind benütxt. 

n (^rtonl - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 323 — 

Harmonie, Selandie comitatuum* atque dominii Frisie guber- 
nator, fundator monasterii Carmelitarum in Straubing. 

Cap. 56. 

Tercio de duce Johanne electo Leodiensi et 
5 bello eius. 

Johannes dux Bavarie electus Leodiensis, quem episcopatum Andt* 122 u. 
iure eleccionis per plures rexit annos, et ut laicus incessit nee 560 - 1 

ad sacros ordines processit. Quapropter Leodienses in eum 

insurrexerunt, unde anno Christi 1408. eundem in Traiecto 

10 obsiderunt. In hac obsidione Leodienses tanta feruntur ferocitate b uai 

f uisse, ut nailieiibus ob penuriam e eivitate expulsis impudiee mamillas 

amputarent et vestea circa femora prescinderent. Idcirco Wilhelmus 

dux Bavarie, comes Holandie, frater predicti Johannis electi, et 

Johannes dux Burgundie, sororius eiusdem, cum alias Johannem electum 

15 contra Leodienses iuvare recusarent, videntes autem eum in tanto 

periculo constitutum exercitum fere 10 milium virorum pugnatorum 

contra ipsos Leodienses movent et progressos aliquantulum ab obsidione 

bello aggrediuntur omnesque occidunt, ita ut vix pauci evaderent, qui 

ceteris rem gestam narrarent, ex altera parte circiter 10 tan tum oc- 

20 cumbentibus. Versus : 

Anno milleno [F. 26V] C quater et semei octo 
Septembri mense vicesima tercia die 
Leodii gentes lacrimose nunc modo flentes 
Sunt gladio ceei, corporibus undique lesi, 
25 Per Holandrinos prost rati ßurgundiosque, 

Triginta quinque milia plus adde virorum. 
In predicto bello Leodienses sunt occisi 35 milia virorum et 300 
et plures postmodum, ita quod fere estimantur ad 40 milia utriusque 
sexus, qui interempti sunt. 
30 Defuncto autem fratre suo duce Alberto ipse dux Johannes gj u% 55^ 

principatum eius in Straubing hereditavit, quem per vicedominum 
rexit. 2 

De eleccionis renunciacione et coniugio eius. 

In concilio Constanciensi dominus Johannes dux Bavarie iuri, Ebran 130 u. 
35quod sibi compecierat ex eleccione ad episcopatum Leodiensem) Füetr. 187. 
sponte renunciavit. Et, ut liberos procrearet, filiam ducis Lusacie c , ^!f^ r " ^^ Um 
fratris Sigismundi imperatoris, in uxorem duxit. Füetr, 185. 

De domina Jacoba filia Wilhelmi. 

Sane post decessum fratris sui Wilhelmi, qui unicam filiam nomine Cf. Füetr. 185 
40 Jacobam reliquerat, dominus Johannes dux Bavarie desiderans ut u. 187. 

R comitatum Hs. b ferocitati Hs. c Lucemburgis am Rand Hs. 



1 Beide Texte sind benutzt. 
* Vgl oben S. 322, 28. 



by^QOolc 



original 21* 
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— 324 — 

Kbran ISO. proximua et verus heres saltem tutelam, curam seu administracionem 
provinciarum suscipere domine Jacobe ducisse Bavarie, coinitisse Holandie, 
relicte delfini, veniens in civitatem Dortracum Holandie nee pacifice 
obtinuit propter rebeliionem Leodiensium, qui dominam Jacobam et 
matrem eins Margaretam in Rua cura potenter tenebant per se regere 5 
cupientes. Quo audito dux Johannes favores Holandren sium multorum 
Füetr. 187 sibi procuravit. Eapropter civitates plures , oppida et castra sibi 
adherebant, precipue civitas [F.262] Dortracum, que ei multa ad- 
minicula administravit. £ converso domine Jacobe et matri sue Margarete 
pccior provinciarum pars obediebat. Idcirco prede, incendia et devasta- 10 
u. Ebran ISO. eiones terrarum multe facte sunt. Deinde fit congregacio principum, 
maxime Pbilippi ducis Bürgundie et uxoris sue Margarete, domine 
Jacobe et matris eius Margarete vidue ducis Wilhelmi in civitate Wiern- 
leto Flandrie ultima die Julii. Ubi per Bürgundie ducem Philippum 
conclusum est, quod domina Jacoba vidua delfini ducat Jobannem 15 
ducem Brabancie per dispensacionem pape Martini V., eo quia erant 
consanguinei in tercio gradu. Quo facto anno domini 1418. ipsc 
Kbran ISO. Jobannes dux Brabancie duxit dominam Jacobam in uxorem in presencia 
131. domine Margarete eius matris, et peractis nupciarum solenniis dux 
Brabancie Johannes ductus fuit per Holandiam, Hannoniam et Selandiam 20 
u. Füetr. 187. et ipsa domina Jacoba per Brabanciam ut ducissa et domina terre. Interea 
Johannes dux Bavarie cum suis in civitate Dortraco in pace permansit. 
188. Quod Leodienses et Hoezenses videre non valentes inquietudinem im- 
miserunt, ex qua multa mala evenerunt. Nam Johannes dux Brabancie 
Kbran 131. intendens Jobannem ducem Bavarie totaliter ab Holandia expellere con-25 
Füetr. 188. gregato magno armatorum exercitu civitatem Dordracum in crastino 
nativitatis Johannis baptiste obsedit et permansit in eius obsidionc 
usque in diem S. Laurencii, in qua obsidionem cum multorum suorum 
militum detrimento solvit. In his dissensionibus [F. 262* ] provincie 
Ebran 131. in utraque parte predis, incendiis ac homicidiis perplurimum sunt con- 30 
Füetr. 188. tritc. Insuper Johannes dux Bavarie civitatem Roterdann auxilio Dor- 
dracensium obtinuit. Hec mala videns Philippus Bürgundie dux inter 
prefatos duces treugas statuit ad festum S. Andree anno domini 1419. 
Congregatis itaque dictorum principum consiliariis conclusum est, quod 
Johannes dux Bavarie pro sua hereditate debeat possidere civitatem 35 
Workani, barones de Arkel et de Werden et totam Holandiam per tres 
continuos annos gubernare. Hoc modo predicti tres duces Bavarie, 
Kbran 131. Brabancie et Limburgis osculum pacis mutuo dederunt 19. die mensis 
Füetr- 188. Februarii. Hec omnia litteiis sigillatis sunt roborata. At cuncte civi- 
tates Holandie Johanni duci Bavarie ut suo vero domino iurarunt ex- 40 
ceptis dumtaxat Hoezensibus, qui nullo pacto sibi obedire volebant, 
ymmo sibi semper rebellarunt Ea tempestate Johannes dux Brabancie 
Bruxellam intravit, quo eciam Hoezenses pervenerunt. Qui in palacio 
et presencia ducis strennuum militem Wilhelmum de Bercken iuter- 
fecerunt, quem putabant auetorem pacis predicte fuisse. Postea fugam 45 
inierunt. Pro cuius morte magna facta est lamentacio. Hü homieide 
venerunt in civitatem Trayazensium, qui hec ignorabant. 1 Et omni 
modo, quo poterant, civitates Holandie ad rebeliionem Johanni duci 

1 Hier hat Arnpeck seine Quelle missverstanden; Füetrer sagt: 
die söllicher misshandlung mit in was (in der lateinischen Quelle Füelrers: 50 
ad civitatem Traiectensem tanquam fautoriam partis sue). 



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— 325 — 

Bavarie inclinabant, precipue Leodienses, et facta confederacione multa 189. 
damna ipsi duci Johanni et maxime civitati Dordracensi faciebant. 
In su per civitatem Qerdridam [F. 263 J vi ceperunt expulsis incolis. 1 
At Johannes dux Bavarie eandem civitatem per 18 ebdomadas obsedit 
5 potenter. At eives pociores* et maior pars fugierant ex civitate, 
reliqui se duci dederunt At dux ipsam civitatem incendiis vastavit 
preter eastrum, quod domino Theoderico de Mernedo a donavit. Acta 
sunt hec in die 8. Laurencii anno domini 1421. 

Eodem anno in die 8. Elizabet mare in Holandia in tantum in- Ebran 132 
10 tumuit, ut 72 ecclesie parrochiales, monasteria plura et alie ecclesie et Füetr. 189. 
ville ex tali diluvio perierunt. 

Anno domini 1422. Hoezenses cognoscentes, quod inter prefatos 
duos duces discordiam Seminare non poterant, cum exquisita malicia 
venerunt ad dominam Margaretam matrem domine Jacobe dicentes 9 

15 quod ipsa domina Jacoba male contra morem Christianorum nupsisset 
et quod nullus sapiens haberet pro vero matrimonio et legitimo, eo quod 
gradus consanguinitatis non fuissent bene domino pape Darrati. Quorum 
verbis inducta ipsam dominam Jacobam clam in Hannoniam duxit, et 
profuga in Angliam venit Ubi per Hoezenses desponsata fuit duci 

20 Hunfrido de Clarestra, fratri Hainrici regis Anglie. Fiunt igitur regales 
nupcie, contra tarnen regis voluntatem, et malum malo superaddunt. 
Que cum audissent Johannes dux Brabancie et Philippus dux 
Burgundie, non immerito indignabantur et mirabantur. Post hec dux 
Hunfridus assumptis 1000 bene armatis equitibus cum domina Jacoba 

25 uxore eius in Hannoniam venit At domina Margareta mater eius 
omnes rogavit, ut domine Jacobe et eius marito occurrant et eos 
honorifice suscipiant. Ad hec omnia auxilio [F. 263* ] fuerant Hoezenses 
unacum domino de Hunartt. El sie in possessionem Hannonie potenter 
induetus fuit dux Hunfridus. Cum autem omnes ei iurassent, licet 

30 quidam coacti et inviti, consilio Hoenzensium ipse dux capitaneum 
Hannonie dominum de Hunart constituit. Interea Johannes dux Bra- 190 • 
bancie magnum armatorum exercitum collegit volens ducem Hunfridum 
fame et bonorum eius predonem a terra expellere. Similiter Johannes 
dux Bavarie ingentem militum copiam in auxilium Johannis ducis 

35 Brabancie congregavit. Qui dum se sie ad bellum pararet, a quodam 
suo milite dicto Johannes Vliet, in quem super omnes con fidebat, 
venenum sumpsit letale, ut postea in carcere fassus est, et quod in 
complacenciam domine Jacobe fecisset Qui per sentenciam lictori ad- 
iudicatus^ iuxta demeritum suum in quatuor partes scissus est, que 

40 partes in provincia suspenso sunt. Fertur insuper, quod hie mües 
magister curie dicti ducis fuerat Quod enorme factum audiens Johannes 
dux Brabancie super modum stupefactus, similiter et dux Burgundie 
At Jobannes Brabancie dux armata manu Hannoniam intravit et fir-* 
missimam civitatem Contebriam, in qua maior pars exercitus ducis Hunfridi 

45 manebat, cum 60 milibus pugnatorum obsidione cinxit, novissime vi 

« so Hs. statt Mervedo der Quelle. b darnach qui Hs. 

1 Wieder ein Missverständnis; Füetrer sagt: betrüebten daraus 
alle gegent. 

1 Miss Verständnis. Füetrer: lr vil und der maist tail entran aus 
50 der stat. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 326 — 

cum sturma civitatem cepit et omncs in ea interfecit, ymmo eandem 
funditus delevit Postea per se cognoverunt, quod iniaste se a propriis 
suis dominis et veris heredibus alieoassent et per se ceperunt expellere 
Anglicos. Videos Hunfridus civitates [F. 264] omnes preter Hoenzenses 
a se deficere petivit a duce Burgundie, ut tarnen haberet solum comitatum 5 
Holandie. Quod iinportune sibi denegatura fuit. Iterum petivit, ut 
tarnen salvo cum conductu posset libere in patriam suam reverti. Quod 
similiter sibi denegatum fuit. Deinceps dux Hunfridus cirotecam suam 
Philippo duci Burgundie misit in Signum, quod in cainpo secum bellare 
velit, quam et Burgundie dux accepit. At Hunfridus in Angliam reversus 10 
recognoscens se per mulierem deceptum. Cum autem statutus dies 
duellionis venisset, comparuit dux Burgundie in campo, sed Hunfridus 
in Anglia permansit. Ea tempestate, dum prefati duces duellare deberent, 
gloriosus ac liberalissimus princeps Johannes dux Bavarie, com es 
191. Holandie, ex sumpto veneno diem obivit in epiphania domini in civi- 15 
täte Hagha apud predicatores sepultus anno domini 1424. 

Interea Philippus dux Burgundie suos ambasiatores in Holandiam, 
Selandiam ac Frisiam misit, ut Johanni duci Brabancie obedienciam 
facerent et iurarent ut vero eorum domino, ex quo domina Jacoba eius 
vera uxor erat. Quod tum quasi omnes fecerunt preter Hoenzenses et 20 
de Statnbaim ». Et ita Jobannes dux miesus est in possessionera Ho- 
landie, Sei an die et Frisie. Domina autem Jacoba et mater sua 
Margareta in Hannonia babitabant. Que cum omnino ab Omnibus esset 
derelicta, a predictis ducibus Burgundie et Brabancie graciam petivit 
dicens, quod bec ex eius simplicitate acta essent. Similiter et mulü25 
principe» et domini pro ea intercesserunt, sed nihil impetrarc poterant, 
quia Johannes dux aiebat , quod sui irrecuperabilis [F. 264* J damni 
et scandali unquam oblivisci posset, quioymmo ipsam domin am 
Jacob am uxorem suam ad curiam Romanarn ad dominum papam 
Martinum V. citavit. Qui causam duobus suis cardinalibus de Ursiuis 30 
et Veneciarum audiendam et decidendam commisit, quia nemo facere 
poterat , ut eam dux in graciam reciperet. Committitur igitur per 
sentenciam ipsa domina Jacoba duci Sabaudie b , ut eam cum curia 
sua honeste tractaret, eo quod ei in secundo consanguinitatis gradu et 
ipsi duci in tercio gradu asstrictus esset. Anno domini 1425. acta 35 
sunt hec. 

At domina Jacoba nullo modo consentire volebat, ut ad alienam 
curam transiret, rogans graciam apud ducem Johannem, sed invenire 
non poterat. Idcirco nee Honigoviam exire volebat. Quam ob rem 
ipse Johannes dux Brabancie armata manu Honigoviam intravit et 40 
civitates obsedit. Quod audiens Philippus dux Burgundie ad vitanda 
multa pericula partibus diem pacis statuit in Bergado 1 , quo multi 
principes et domini convenerunt. Ubi conclusum est, quod ipsa domina 
Jacoba manerc debeat apud patruum suum, ducem Burgundie, qui eciam 
honeste traetare eam debeat tarn diu, donec dux Johannes obliviscatur 45 
ire animi sui et eam in graciam reeipiat, et ipse dux Johannes possideat 
Hannoniam et dux Burgundie Holandiam. Hec autem omnia litteris 

* so Hs* t> Subaudie Hs. 

1 Nach unten S. 327, 2. 



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— 327 — 

sigillatis sunt roborata 1 , et sie domina Jacoba fuit destituta ab 
omnibus paternis bonis. At dux Johannes Bergadum [venit a ], ubi 102 
omnes aduc fuerunt congregati, donec ipsa Jacoba Burgundie duci 
presentaretur. Quod eam multum contristavit. Misit itaque ad comitem 
5 Engelbertum de Nassaw, Hainricum de Breda et ad plures alios rogans 
[F. 265] eos fluentibus lacrimis inquiens: Ex quo non debeo habere 
aliquaro spem, quod dominus mens, dux Johannes, reeipiat me in 
graciam suam, rogate tarnen cum, ut me permittat habitare in Brabancia, 
in quoeunque loco voluerit. Quod gratanter aeeipiam. Sed nil impetrare 

lOpoterant, quin presentetur ipsa duci Burgundie, ut conclusum erat. 
Quod et factum est, et sie singuli ad propria mearunt, et dux Burgundie 
Holandiam presidibus ac prefectis commisit. Ex instigacione domine 
Margarete plures civitates in Holandia multum lamentabantur captivi- 
tatem et exilium domine sue, quod tarnen suspicione non caruit. Et, 

15 ec ce, domina Jacoba in civitate Jandona captiva et exiliata habitavit. 
Nimirum duo strennui, audaces milites, quorum unus dicebatur Ornoldus 
Spierinck, alter Vos de Delfck, qui aut volebant mori aut dominam 
suam a captivitate liberare. Qui cum tribus velocibus equis in silvara 
seu hagam ante predietam civitatem venerunt. Quibus ibidem alligatis 

20 intraverunt curiam, ubi bene sunt suseepti. Habebant autem secum 
oeculte vestes viriles breves. Cum autem ad dominam Jacobam venissont, 
dixeruut, quod eam dei adiutorio ad suam terram deducere vellent, et 
dederunt ei huiusmodi vestes. Quibus clam indutis mox cum eis domina 
ut vir curiam exivit, quod nemo advertit; omnes enim putabant eam 

25 esse virum. Venientes itaque in nemus ascenderunt equos suoe et, 
quanto velocius poterant, die noctuque ibant. Tercia autem die famelici 
et fessi venerunt in Warekam et deineeps oeculte in Biannam, [F. 265 1 ] 
ubi a domino Hainrico de Vianna cum magno gaudio sunt suseepti. 
Ibi primum vestibus virilibus b depositis muliebre3 e converso induit. 

30 Postea Hainricus iamdictus in aquis eam in Schamphoniam deduxit, 
quo omnis populus de adventu eius gavisus est. Mox rumores huius- 
modi in tota Holandia insonuerunt. Quo audito Moenzenses cum copioso 
exercitu ad eam venerunt et conduxerunt eam in Gandam. Quo Castro 
obtento plures civitates in dedicionem aeeepit. Ea tempestate dux 

35 Burgundie in bello contra regem Francie victoriam obtinuit. Cum 103. 
autem domina Jacoba quasdam civitates et castra usurpasset, misit in 
Angliam c , ut ad se veniret. Qui noluit in persona propria, sed plures 
bellicosoB misit ei viros. Econtra dux Burgundie venit et omnes Anglicos 
aut interfecit aut fugavit. Postea ex Burgundia ingentem exercitum 

40 in Holandiam conduxit. E converso domina Jacoba magnam armatorum 
copiam collegit et bis victoriam in campt bello obtinuit 

Anno Christi 1427. in magna septimana passionis domini Johannes 
dux Brabancie et Limburgis diem obivit, et frater suus, comes S. Pauli, 
ei in ducatu successit. Sane dux Hunfridus contemta domina Jacoba 

45aliam uxorem in Anglia duxit. Cum autem utroque marito privata 
fuisset, per intercessionem prineipum et nobilium cum duce Burgundie 

« fehlt Hs. b viribus Hs. c hier ist (nach dem Text der lateinischen 
Quelle) zu ergänzen: ad Hunfridum ducem de Cloucester. 

1 Füetr. sagt nur: als der spruch ausweist. Arnpeck benutzt zur 
50 Ueber setzung die oben S. 324, 39 verteendeten Worte. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 328 — 

ex integro concordata est sub tali pacto, quod ipsa domina Jacoba 
omnes provinci&s [F. 266] a patre suo relictas [habeat ft ], sed nullo 
modo sine consensu et voluntate ducis Burgundie maritum ducat. His 
peractis provincie sue omnes pace gaudebant. 

Accidit post hec, ut domina Margareta xenia preciosa et equos 5 
mitteret domine Jacobe filie sue per nuncios honestos et nobiles. Quos 
iuxta condignum non babuit remunerare propter precedentis litis ex- 
pensas. De quo sine mensura verecundabatur b . Misit itaque ad bur- 
gravium de Montfurt, qui longo tempore easdem provincias guber- 
navit d , de quo summa ei spes fuit, mutuum petens. Qui respondit, 10 
quod tempore litis omnia sua bona consumpsisset ; ideo ei accomodare 
non valeret. Ex quo multum turbata fuit. Misit insupcr ad alios, in 
quos confidebat, et simile responsum ei dederunt. Quare cameram 
intravit et amarissime flevit, eo quod omnes dicerent, quod predictus 
burgravius omnes thesauros et clenodia amboium ducum BavarielS 
Wilhelmi et Johannis sibi inbursasset. Hec quidam fidelis eius 
consiliarius considerans dixit : O domina, mittatis ad dominum Franckonem 
de Barsilia. Spero, qucd non dcneget vobis mutuum. At ipsa inquit: 
Non, quia semper dieplicenciam feci ei et ideo timeo, quod de meo 
diffortunio gaudeat. Atille: Ego cum honcstate ei dicam. Vade, inquit, 20 
194 sed nulla mihi spes est. Ad quem cum venisset et necessitatem domine 
eidem narrasset supplicans pecunie summam sibi aecoraodari, respondit : 
Non solum pecunia, sed omnia bona mea [F. 266'] sint ei subiecta, 
quatenus in necessitatibus meis favorosum aggressum ad dominam meam 
habeam. Que cum ipsa domina Jacoba audisset, pre gaudio flere cepit 25 
et in tantum amare, ut eum clam in maritum duceret. Quod occultare 
volebant, sed latere non potuit, cum nihil occultum, quin reveletur. 
Quod cum dux Burgundie percepisset, cum magna milicia Holandiam 
intravit. Quem domina Jacoba cum gaudio suscepit. Et cum epula- 
rentur splendide, occulte dominum Franckonem de Barsilia cepit et 30 
captivum in Flandriam misit inscia domina Jacoba. Acta sunt hec 
anno Christi 1433. Ubi crudeli carcere in Castro Repolraont dicto in- 
cluditur. Que audiens domina Jacoba multum contristata et anxiata 
est. At comes de Woyrsa per multas interlocuciones Franconem de 
captivitate sub istis condicionibus liberavit, quod ipsa domina Jacoba 35 
resignaret ipsi duci Burgundie omnes provincias paterne hereditatis, 
Holandiam, Hannoniam, Öelandiam et Frisiam, et in possessionem 
mitteret Quibus singulis peractis Philippus dux Burgundie Franconi 
u. Ebrcm 146. e t eius uxori Jacobe comitatum Ostervandie assignavit, ut ex eo 

corporalem sustentacionem caperent. Hoc modo humiliata est illustris 40 
domina Jacoba, que primum erat uxor delfini, futura regina Francie, 
novissime domina de Barsilia ine Selandia °. Que ex multis anxietatibus, 
tristiciis ° et tribulacionibus previis tisicam^ passionem incidit, ex qua 
defuncta est in die S. Dyonisii [F. 267] anno domini 1436. sepulta 
apud avum suum, ducem Albertum, in Holandia in Haga. Rexit45 

annis 19. 

Füetr. 194. Hec ad presens sufficiunt de ducibus Bavarie, qui dominati 

200. sunt per Holandiam etc., et de quinque filiis Ludovici imperatoris, quorum 

a fehlt Es. b verecundebatur Hs. c longe Hs. & guberavit Hs. « mit 
Einfügung8%eichen am Rand, t am Hand statt ethicam im Texte. 50 



byG< 



[ .. Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 329 — 

omnium linea ut fumus cito defecit. Sequitur nunc quarto 
loco de eius secundo natu, duce Steffano, cuius linea usque 
in presentem diem vigilie S. Mathei apostoli 1 anni Christi 
1493. in Monaco et Landshuta superstes duravit. Attamen 
5 per anticipacionem, ut conveniencior in dicendis ordo postea 
servetur, modo inserendum videtur de divisione inferioris 
Bavarie per duces de Holandia relicte. 

Cum etenim, ut supra sufficienter narratura est, illuBtris Andr. 56 1. 
p rinceps Johannes dux Bavarie, comes Honigovie, Holandie et Selandie 

10 ac dominus Frisie, ex veneno interfectus fuisset et domina Jacoba 562. 
illustris filia ducis Wilhelmi fratris eiusdem ducis Johannis pro 
prefatis comitatibus multa attemtasset, prevalens Philippus 
dux Burgundie, cuius mater [F. 267* J domina Margareta filia 
ducis Alberti et neptis erat Ludovici imperatoris*, predictas 

löterras u surpavit Principatus vero Bavarie inferioris, cuius capitalis Andr. 471 u. 
civitas est Straubinga, a 4 principibus, scilicet Ludovico in 570. 
Ingelstat, Ernesto et Wilbelmo Monaci, fratribus, et Hain- 
rico in Landshut, Bavarie ducibus, anno domini 1429. in vigilia 
S. Johannis baptiste in 4 partes divisus est. In hac divisione Wil- 

20 beimo duci per sortem cessit Willdenstain, Dyetfflrt, Keihaira, Abbach, 
Schönperg, Sigenstain, Valkenstain, Werd, Saulberg, Lindel, Peylstain, 
Aigen, Eschelkaim, Newkirchen, Furt, Kotzting, Deckendorf et potestas 
redimendi oppidum Kamm. Item Ernesto duci, fralri eius, cessit Haydaw 
Strawbing, Mitterfels, Pogen, domus, que est Ratispone, cum omni 

25 dominio et iure ibidem, pariter et moneta, cxceptis Judeis. Item Ludo- 
vico duci Scherdinj^ Newhausen, Tieffenstain, tercia pars Dingolfing, 
Kirchperg et Judei Ratispone. Item Hainrico duci Landaw, Naternberg, 
Pladling, Wintzer, Hilkersperg, Hoffkirchen et Vilshoven. 

[F.268J Item defuncto duce Steffano seniore, filio im- 

30 peratoris Ludovici, Fridricus, Steffanus et Johannes diviserunt 

Bavariam per sortem pacifice, ut infra 3 habetur. Predicti 

tarnen duo fratres Steffanus et Johannes possederunt R Mona- 

cum pariter et cetera alia dominia quedam indivisa. Denique 

elapsis aliquibus annis post litem, de qua supra 4 , ipsi 

35 duces Bavarie et Austrie concordati fuerunt 5 , ita quod 

Ratenberg cum dominio suo usque ad Humen dictum Cziler 6 

ab una parte, ab altera autem parte usque ad flumen Häbach 7 

pertinere deberet in futurum perpetuis temporibus ad duces 

a possiderunt Hs. 

40 l Freitag den 20. September. 

* Vgl. oben S. 320, 2. 

3 Kap. 59 auf S. 331. 

4 S. 312 ff. 

6 Huber, Geschichte der Vereinigung Tirols mit Oesterreich, & 115. 
45 6 Zitier. 

7 Habach. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 330 — 

Bavarie sicque fuit distractum a comitatu Tirolensi, qui 
eciara omni dominio pertinet ducibus Austrie in perpetuum. 
Et ita roboratum est litteris 1 et sigillis utriusque partis. 

Cap. 57. 

Fund. 9 Diviaio ecclesie S. Petri et B. Marie in Monaco. « r > 

Anno domini 1271. 8. Kai. Decembris ad preces civiuin civitatis 
Monaci Conradus episcopus ecclesie Frisingensis divisit ecclesiam S. Petri 
in duas ecclesias baptiamales et fecit capellam ß. Marie unam ecclesiam 
baptismalem. Confirmata est hec divisio a papa Qregorio X. apud 
vcterem urbem 4. Kai. Aprilis pontificatus sui anno secundo. 10 

Fund. 5 [F. 268'] Anno Christi 1372. Steffanus dux Bavarie cum filiis 

suis obsedit Augustam, quod ita accidit, quia Augustenses cives ob- 
sedemnt Conradum de Freyberg militem, vicedominum ducum Bavarie. 

Fund. 1 Anno domini 1375. Steffanus senior, dux Bavarie, obiit in die 

Epimachi et Gordiani martyrum. Margare ta UXOr. 5 15 

Anno domini 1398. opidum Pfaffenhofen super fluvium 
Umam situm per ducem Ludovicum et Monacenses obsessum, 
cap tum et depredatum est. 6 

Jac.Ph.Bcrg. Circa annos Christi 1391. Steffanus Bavarie dux, ad quem 

/. XI V, f. 153. Franciscus Cararius iunior confugerat, hoc eodem anno ex Germania 20 
a Floren tinig contra Galeacium Vicecomitem v oca tus magno cum exercitu 
in Italiam venit. Qui primo adventu unacum eodem Francisco Patavium 
clanculum ingressus urbem a Galeaceo possessam in fidem Francisci 
preter arcem redegit. Quam cum obpugnare ccpisset, a Florentinis 
mercede fraudatus ab oppugnacione destitit ac sitj indignatus, cum 25 
nil roemorabile facere potuieset, re infecta inglorius in Germaniam 
rediit. 

Cap. 58. 
De duce Steffano filio imperatoris Ludovici. 

Andr.90. [F.269] Steffanus dux Bavarie, secundus filius impera- 3<J 

toris Ludovici, possedit Landshutam et terram, que est versus Saltz- 
Ebran 122. bürg am. Dominam Elizabet filiam regis Sicilie uxorem duxit. Ex qua 
123. genuit 3 filios, Steffanum, Fridricum et Johannem, et filiam Elizabet 7 

1 Anscheinend nicht erhalten. 

9 Gedr. Oefele, Her. Bote. SS. II, 338. Vgl Neues Archiv XXIV, 69S 9 35 
Anm. 3. Aus der Quelle stammt auch die Ueberschrift des Kapitels. 

3 Oefele a. a. 0. 343. Neues Archiv XXI V, 676, Anm. 6. 

4 Oefele 344. Neues Archiv a. a. 0. 

6 Vgl. oben S. 292, 1. Margarete, Tochter des Burggrafen Johann 1. 
von Nürnberg, war seine zweite Gemahlin. 40 

Vgl. Chroniken der deutschen Städte XV, 486 und 529. 

1 Irrtum. Stephans II. Tochter hie*s Agnes und heiratete den 
König Jakob I. von Cypern. Die obige Angabe beruht anscheinend auf 
einer Vertoeehselung mit Elisabeth, der Tochter des Herxogs Stephan I. 
von Niederbayern , welche 1325 den Herxog Otto den Fröhlichen von 45 
Oesterreich heiratete. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 331 — 

uxorem Ottonis ducis Austrie, qui ex ea genuit filium et 
filiam. Hie 1 cum filiis suis, ut supra 2 dictum est sub 
Meinhardo duce, post mortem ducis Meinhardi civitatem 
Müldorf obsedit, sed non expugnavit. Nee comitatum Tirolis 
öobtinuit, prineipatum tarnen in Monaco cum attineneiis iure 
hereditario acquisivit. 

De morte eius. 

Anno Christi 1391. dux Steffanus diem obivit in die 
Potenciane virginis 3 anno ducatus sui 44. 4 

10 Cap. 59, 

De divisione eius filiorum, trium videlicet 

fratrum. 

Inter huius ducis Steffani filios, cum aduc simu 1 indivisi Füetr. 201 
in Monaco post patris mortem habitarent, multe dissensiones in 

15 civitate Monacensi exorte sunt Nam feria 5.* in angaria in die S. Mathei 
e wangeliste anno domini 1392. dux Johannes novum castrum in 
Monaco contra fratrem suum, ducem Steffanum, aeeepit. Postea ducatu s 
per 3 fratres feria 3. ante S. Katherine festum in 3 partes fuit divisus u. Andr. 55 7 
eodem anno in Monaco. Fridrico duci eessit Bavaria inferior, videlicet 

20Landshuta, Burcbausen, Otinga a , Reichenhall a cum suis attineneiis. w . Ebran 127. 
Johannes dux Monacum, Landsperg, Weilhai m et ad ea pertinencia 
aeeepit Steffanus autem dux Ingelstat, Wasserburg cum suis attineneiis 
obtinuit et quedam castra in montanis et in Suevia. 

[¥.269'] Cap. 60. 

25 Von hertzog Steffan, seinem sun. 

Steffanus dux possedit Ingelstat, vir ioeundus et amator 7 Andr. 90. 
mulierum. Hie largUS et statura 8 pusillus erat. Vulgo dictus Füetr. 202. 

a am Band der Hs. hinzugefügt. 

1 Nämlich Stephan. 
30 ' & 317, 7 ff. 

1 19. Mai. Diese Tagesangabe ist richtig. 

4 Stephan starb, wie oben S. 330 richtig angegeben ist, im Jahre 1375. 

5 Donnerstag (diese Angabe ist richtig) den 19. September (nicht 
am Tage des hl. Matthäus, ictlcher auf Samstag den 21. September fiel). 

35 Vgl. Spiller in Füetr. 201, Anm. 2. 

6 Diese Tagesangabe auch unten in Kap. 67. 

7 So die Rss. -Gruppe C des Chr. g. des Andr. 

8 Andr. 561, 14 : parve, sed procerissime f ui t quan ti tatis. Füetr. 202, $ : 
was ainer klainen person des leibs. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 332 - 

est Kneyssel 1 , quia semper bene vestitus incessit et in omiübus magnißcus 

Andr. 90imt Hie et f rater suus Fridrieus duas uxores sorores duxerunt. 

u. 124. Hie Steffanus ex uxore sua Thadea filia Barnabonis vieeeomitis 

et« prineipis* Mediolanensis genuit filium Ludovicum nomine et 

filiani dominam Elizabet, que anno Christi 1384. 2 desponsataö 

fuit doraino Carolo regi Francie, ex b quo genilit 2 fiÜOS et 

Ebran 127 A Alias 3 , sepulta in Francia 4 . Denique defuneta prima sua uxoro 

Thadea filiam eomitis de Clivis in coniugem duxit, ex qua non pro- 

creavit liberos. 

Hie Steffanus suo tempore omnia torneamenta visitavit. 10 
Andr. 121. Anno domini 1408. in ebdomada 4. pasee faetum est torneamentum 
Ratispone presentibus Steffano, Wilhelmo 5 et Hainrico dueibus Bavarie. 
Füetr. 207. Anno domini 141 4. 6 dux Steffanus transivit Bohemiam et 

ibidem regem Wentzeslaum cum suis provincialibus, eivitatibus et 
eastellis coneordavit. 15 

Andr. 561. Eodem anno 7 diem ultimum clausit sepultus in monastcrio 

sanetimonialium in Schönfeld» 

[K27JJ De fundacione conventus in Ratenberg. 

Mortuus est circa hec tempora quidam nobilis miles 
in Bavaria et in valle Eni residens, scilicet in Ratenberg 20 
et Kttntlbug", dictus Conradus 9 , de quo supra 10 raencio facta 

Ä am Rand der Ils. hinzugefügt. b ex — Francia später hinzu- 
geschrieben. 

1 So steht deutlich in der Handschrift* Kneyffel, wie Pex, Thes. 
aneed. 111, II, 369 in der Erstausgabe der Chronik druckte, ist unrichtig 25 
und hier ohne Sinn. Ein Knäufel (Kneufel) ist nach Schmeller, Bayerisches 
Wörterbuch P, Sp. 1349 ein „grober Mensch" \ während Kneyssel (vgl. 
daselbst Sp. 1354) von knaus = ,, klein aber schmuck 1 * abzuleiten ist. Vgl. 
Spiller in Füetr. 202, Anm. 3. Pex' Irrtum hat leider grosse'Vet breitung 
gefunden und ist insbesondere durch Haeu&le's Genealogie S. 123 9 wo 30 
fälschlich Knäuffel und Kneussel (vgl. Spiller a. a. 0.) zusammengeworfen 
sind, weiter gedrungen. Vgl. auch Riezler , Geschichte Baierns 111,107, 
wo darauf hingewiesen ist, dass das Wort Kneissel heute noch als Familien- 
name vorkommt. 

* Die Vermählung fand 1385 statt. 35 

3 Vielmehr 6 Söhne und 6 Töchter. 

4 In St. Denis. 

6 Gemeiner, Regensburgische Chronik II, 380 nennt ebenfalls ausser 
Stephan und Heinrich auch Wiüielm als anwesend. Ob aus Arnpeck 
oder aus anderer Quelle, ist nicht festgestellt. 40 

6 Vielmehr 1394; vgl. Riezler, Geschichte Baierns III, 174. Auf 
das Jahr 1414 kam Arnpeck durch falsche Auffassung des Wortlautes 
seiner Quelle Füetr. 207. Dort bezieht sich Z. 8: Item des jars auf ZA, 
nicht auf Z. 5. 

* Unrichtig wie seine Quelle Andr. Stephan starb am 26. Sept. 1413. 45 

8 Vgl. oben S. 308, Anm. 3. 

9 Kummer sbrucker. Ich finde ihn urkundlich letztmals am 3. Mai 
1378 als lebend erwähnt (Archivberichte aus Tirol IV, 138). 

10 S. 307 ff. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

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— 333 — 

tempore Ludovici marchionis, qui captus fuit iam a dicto . . a l 
duce Austrie propter castra sua. Cui successit mox in 
hereditate paterna filius legitimus ipsius, dominus Johannes, 
etiam militaris ordinis communiter dictus Gagermaister. 

5 Qui postea notabilis et magnus vir fuit in curia principum 
Bavarie presertim ducis Steffani de Ingolstat, cuius eciam 
curie magister 2 fuit Monaci, et in bonis terrenis multum 
excrevit. Habuit quoque conthoralem nobilera dominam 
Annam de Castelbarcho. 8 Iste vir nobilis et potens aduc 

10 vivente patre et reminiscens se tot et tanta bona a deo 
recepisse ac per boc salubriter de eisdem receptis largitorem 
omnium bonorum quadam vicissitudine retribucionis honorare 
excogitavit et firmiter proposuit et postea opere iraplevit 
domum terrenam edificare. Et fuit eius primum propositum 

15 hospitale b * facere. Et cum aliqualis structura esset facta, 
misit deus in eius meutern, ut Oratorium seu cenobium 
sacerdotum faceret, id est canonicorum regularium. Denique 
cum in hoc proposito aliquamdiu perstitisset, casu super- 
venit quidam sacre theologie famosus et egregius magister 

20 ordinis fratrum heremitarum S. Augustini a conventu Mona- 
censi tendens in Inspruckam, dictus Johannes Rueshaymer. 
Iste itaque casu videns [F. 27V] structuram et audiens 
tarn bonam voluntatem dicti militis domini Johannis Gager- 
maister tunc residentis Ratenberge cepit cum nonnullis eius 

25 amicis cum dicto milite proloqui et instare, quatenus locum 
et structuram ordini dictorum heremitarum dignaretur re- 
signare et eisdem in futurum appropriare. Quod mox eciam 
factum est anno domini 1384. 6 Igitur anno sequenti ipse 
fundator misit ad curiam Romanam adpapam tuncUrbanum VI. 

30 pro concessione et conflrraacione 6 dicti loci pro ordine 

• leere Stelle Es. b hospitare Hs. 

1 Rudolf; vgl. oben S. 313. 

* Als * Herzog Stephans Kammermeister* ersc/teint er Archiv- 
berichte etc. IV, 117 ,124. 

35 3 Castelbarco bei Trient. Archivberichte etc. IV, 117, 119, 124. 

4 Vgl. a. a. 0. 116 : die hofstatt, wo das apital auf sein soll. 
Dazu a. a. 0. 118, Nr. 499. 

6 Am 28. April 13S4 bekennt Bruder Hans der Rüshamer, Meister 
der hl. Schrift 9 ord. Aug. erem., dass er vom Ritter Hans dem Jäger- 
40 meister eine Hofstatt, Güter und Gülten xu Rattenberg xur Stiftung eines 
Klosters erhalten hat, das diesem xur Verfügung stehen soll, wenn die 
Stiftung nicht bis Michel über ein Jahr päpstliche und bischöfliche Er- 
laubnis erhielte. Originalurkunde im Servitenkloster xu Rattenberg ; Archiv- 
berichte etc. IV } 117. Vgl. daselbst S.124, Nr. 541 vom gleiclien Tage. 
45 6 Originalbulle Papst Urbans VI., Genua den 26. Januar 13S6, 

ebenfalls im Kloster xu Rattenberg ; Archivberichte 118. 

C^ 'r\r\nl ■"■ Original frorm 

b ^ Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 334 — 

fratrum heremitarum concedente ad hec domini* Pilgrini 
archiepiscopi Salczeburgensis, qui ad instanciam et pias 
precesfundavit, confinnavit et approbavit dictaminstitucionem 
anno sequenti. 1 Anno vero domini 1387. celebrato capitulo 
provinciali supradicti ordinis provincie ßavarie in festo 5 
penthecostes in conventu dicto Paden 2 sub reverendo ma- 
gistro Leonhardo de Karinthia constitutus et conflrmatus 
fuit dicto loco et conventui in Ratenberg primus prior 
frater Nicolaus Geroldi de Valle speciosa. 8 Igitur hec 
fundacio notabiliter et satis splendide fuit inchoata, sed 10 
morte fundatoris et suorum postea amicorum et heredum 
negligencia et infidelitate plurimum depressa et infirmata. 
De quibus per singula proloquendo ordinem historie excederet 
et plurimum tedium afferret sua prolixitate. 

De morte fundatoris. 15 

[F. 272] Mortuus est autem sepememoratus fundator 
in Monaco inter medicos 5. die mensis Junii 1393., et de- 
latum est corpus illius in Ratenberg. Supervixit autem 
conthoralis eius tribus annis tantum et sepulta est cum 
viro suo in sepedicto conventu in eodem sepulchro. Pre-20 
dictus autem miles et uxor eius multa bona in clenodiis 
vasorum , vestimentorum ac pecuniarum ad estimacionem 
30 milia ducatorum habuerunt ac reliquerunt, sicut postea 
in multis experimentis probatum et examinatum est per 
multa indicia, que bona partim ad heredes, partim ad con-25 
ventum, quem ambo quasi in proprium heredem adoptaverant, 
iure pertinebant. Porro ipso fundatore aduc vivente et ob 
timorem quorundam predicta bona in dominium ducis Austrie 
Leopoldi iunioris sunt deportata et in Castro seu tum 
Hautzenhaim 4 prope Hallis locata et Nicoiao nobili dicto 30 
Velger fidentissimo amico commendata. Sed infideliter ille 
et sui agentes cum dictis bonis impediti et postulati ab 
heredibus dicti Johannis Gagermaister non reddiderunt, sed 
in Hallis primo, deinde in Inspruckam in manus domini 

a so Hs. 35 

1 Originalurkunde Erzbischof Piligrims vom 16. April 13S7 am 
gleichen Aufbewahrungsorte] Archivberichte 119. 

2 Baden bei Wien. 

8 Schönthal in der Oberpfah. 

4 Hauxenheim rechts des Inns f flussabwärts von HalL 40 

n C^f^ool - Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 335 - 

Leopoldi tradiderunt. Unde heredes dicti domini Johannis, 
postquam factum innotuit, et ipse conventus in alia parte 
cum precibus, scriptis et postmodum propria in persona 
ducis Steffani de Ingelstat, cui specialiter a fundatore 

5 [F. 272*] et fundatrice fuit conventus in Ratenberg com- 
mendatus, venerunt in Inspruckam ad ducem Leopoldum, 
ubi eciam vix obtinuit, que relicta fuerant, admodum pauca 
per respectum tantorum bonorum, ut dictum est supra. 
Porro de illis bonis conventus parum boni habuit preter 

loantiquas vestes de obvoluto et oloserico atque ex amito. 
Dux autem Steffanus quasi mendicus omnia clenodia argentea 
accepit et conventui se et suos a prescripsit in 300 florenis, 
cum illa valerent plus 600 florenis. Possedit autem castrum 
cum opido in feodum. In quo posuit plures successive 

15 castellanos sive prefectos. Inter quos unum nobilem et 
militarem posuit dictum Barmundum Pientzenawer * , qui 
eciam fuit magister curie predicti ducis Steffani. Cui eciam 
dux illud castrum cum omnibus pertinenciis pro notabili 
summa florenorum impignoravit, sed hoc contra voluntatem 

20fratris sui ducis Johannis 2 et eciam ducis Ernesti filii 
eiusdem. Unde et ob hanc causam ipse Ernestus post 
obitum patris sui Johannis Warmundiun habuit exosum. 
Unde et vice quadam in Monaco in eundem militem manifeste 
et imperterrite irruit, verbis primum, deinde factis ipsum 

25 letaliter vulneravit. 3 Attamen postquam convaluit, ducem 
Steffanum iam vetulum contra ducem Ernestum concitans 
magnam in curia et principatu dissidenciam fecit [F. 273] 
et civesMonacenses, ita ut plerique ex pocioribus civibus capite 
plecterentur. 4 Frater tarnen eius Ludovicus Pientzenawer 5 

30 cum amicis factum complanavit inter duces predictos fratre 
eius Warmundo defuncto et ad priorem summam impigno- 
racionis castri et opidi adiecit tantum, ut tota summa faceret 

*SU18 Hs. 

1 Warmund Pienzenauer. Vgl. über ihn Chroniken der deutschen 
35 Städte XV, 515. 

1 Vgl. dagegen Riexler, Geschichte Baierns 777, 182, Anm. 2. 

• Jörg Kaxmair'8 Denkschrift über die Unruhen xu München in 

dm Jahren 1397—1403 (Chroniken der deutschen Städte XV, 468): Item 

an dem heilligen abent ze weinechten in dem 97. jor da schlueg mein 

40 herr da den Warmund Pienzenawer umb 10 ur im tag und reit da für 

sieb auz geen Wolferzhausen. 

4 Riexler a. a. 0. S. 188. 

6 Angaben über ihn in Chroniken der deutsc/ien Städte XV, 527. 

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b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 336 — 

17 milia ducatorum etc. Porro per illam particionem bo- 
norum dicti militis Gagermaister et conthoralis sue, que in 
Athesi sub duce Leopoldo fuerunt conservata et ibi in pre- 
sencia ducis Steffani in Eatenberg delata, dicunt quidam 
factam ecclesiam post lites ex pecunia et Ulis bonis cum 5 
choro in edificio completam anno domini 1407. vel 1408. etc. 
His igitur temporibus degebat ille fortis athleta et baro 
terre Athesis prepotens Heinricus Heinrici filius de Kotn- 
berg 1 , qui alio nomine communiter dicebatur capitaneus 
de Chaltaren ac magister curie, habens 24 bona castra cum 10 
dominus eorum infra limites eiusdem comitatus variosque 
census et redditus pro ipsis annuatim cum aliis bonis ad 
ea pertinentibus proventuum 20 milia ducatorum singulis 
annis. Propter que bona in arroganciam quandam fuit erectus 
contra dominum suum ducem Fridericum 2 quodammodo 15 
ipsum parvipendens eique, ut dicunt, non obsecundans etc. 
Dux itaque Fridericus hoc sciens tacebat atque dissi- 
mulabat etc. 

[F.273*] De provocacione ad bellum. 

Tandem dictus Heinricus videns non se habere dominum 20 
gloriosum aut forte magis contemnens ipsum habere in 
dominum venit in Monacum ad duces Bavarie eosque in- 
stanter provocavit et instigavit, quatenus lites moverent 
contra predictum ducem Austrie Fridericum pro terra et 
comitatu Tirolensi dicens, quod de iure ad eos spectaret. 25 
In quo facto, id est lite, ipse Heinricus validum adiutorium 
se promittebat factumm. Hoc autem factum est anno 
domini 1410. post festum B. Georgii. 3 

De hello ducum Bavarie pro comitatu Tirolensi. 

Itaque dux Steffanus de Ingolstat tunc senior inter30 
duces Bavarie et duo duces germani, scilicet Ernestus et 
Wilhelmus, filii Johannis ducis de Monaco, ob predictam 
causam sunt moti ad bellum pro comitatu Tirolensi et ad 
hoc magnum ac potentem exercitum tarn de nobilibus quam 
de civitatensibus mox congregarunt atque in montana pariter 35 
cum ipsis progressi usque in Katenberg devenerunt. Dux 

1 Heinrich von Rottenburg , Hauptmann von Kaltem; vgl. liiexier, 
Geschichte Baierns 111,207; Straganx, Hall in Tirol I, 61 ff. 

2 Herzog Friedrich (mit der leeren Tabelle) von Tirol. 

3 Vgl. xu dieser Zeitangabe Riexler a.a. 0. S. 207 f Anm. 1. 40 

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b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 337 — 

autem Ernestus retrorsum rediit timens oriri periculum in 
Monaco ex eorum absencia propter quoddam verbuir., quod 
tunc vulgo insonuit. 1 Alii vero duo Steffanus et Wilhelmus 
cum supradicto barone Hainrico de Kotnberg cum eorum 

5 exercitibus pervenerunt usque ad pontem in Volers * cupientes 
ibidem ad Hailas et ultra progredi. Sed ponte deposito 
et abiecto, ne ultra transirent, sunt prohibiti. [F. 274] Sic- 
que versus Rotnberg 3 redierunt et castrum ibidem in via 
dictum Matczen 4 , quod domini Udalrici de Frewntsperg 

10 erat, tunc cum tribus turmis circumvallantes obsederunt a , eo 
quod ille baro et miles cum duce Friderico erat tunc con- 
federatus contra duces Bavarie. Ibique 7 septimanis 5 in 
obsidione permanserunt et cum wombardis et machinis 
aliquorsum murum domus hinc inde in pluribus locis per- 

15 foraverunt, ita quod tarn intra quam extra diversa tunc 
damna in corporibus et rebus reciperent. Verumtamen ille 
baro de Frewntsperg in exercitu illo multos habuit cognatos 
atque amicos eciam potentes de Bavaria, qui occulte et tacite 
ipsum, sua atque suos fideliter foverunt atque adiuverunt 

20plurimaque mala suis infligenda ibidem et circumquaque 
pulchre interceperunt. 

De treugis factis. 

Interea supervenit dominus . . - b episcopus Pataviensis 6 
et quidam alii viri famosi, qui treugam et pacem inter 

25 prenominatos duces Bavarie et ducem Fridericum Austrie 
aliosque in lite illa irretitos fecerunt circa assumpcionis 
B. Marie virginis festum 7 usque ad proximum et sequens 
festum S. Martini 8 episcopi ad duos annos futurum. Acta 
sunt hec anno domini 1410., et sie de Castro Matczen 

30 abscesserunt. 

Igitur circa festum Martini 8 tunc proximum supra- 
memoratus baro Heinricus de Chaltarn per ducem Fridericum 

* obsiderunt Hs. b von späterer Hand eingeschrieben : Georgius Hs m 

1 Man weiss nicht, was damit gemeint sein sott. Riexler a. a. 0. 
35 S. 209. 

2 Volders. 

8 Rattenberg. 
4 Matzen. 

6 Dagegen Riexler a. a. 0. S. 210, Anm. 2. 
40 6 Oeorg von Hohenlohe, Bischof von Passau. 

7 15. August. Ein Waffenstillstand wurde am 3. September ge- 
schlossen; Riexler a. a. 0. S. 210. 

8 11. November. 

Quellen u. Erörterung N. F III , rjg ^ f ^ 

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— 338 — 

in predictis treugis ac salvo conductu fuit [F. 274 1 ] in 
Insprucka captivatus et ibi in artissimis vinculis atque 
custodiis detentus. Interrogante ipsum duee, cur ipse solus 
in toto comitatu Tirolensi se sibi opposuerit, eoque respon- 
dente, quod solus et per se ac sine causa racionali hoc 5 
non fecerit, sed ex quorundam aliorum nobilium vicinoruni 
persuasione et confederacione, Ulis nobilibus tunc nomi- 
natiin expressis. Quibus mox ad se vocatis et diligenter 
super hoc examinatis, illis tarnen fortissime negantibus dux 
in tantum eos eumque induxit, irritavit et concitavit, quod 10 
idem Heinricus sponte et imperterritus ad duellum se dedit 
contra singulos negantes. De quo tunc satis dux contenta- 
batur, ymmo gaudebat. Post hec igitur die statuta unus 
inter alios, qui proditi crant, valde robustus et raagnus 
nobilisque vir dictus cognomine Prandesser l cum predicto 15 
Hainrico de Rotnberg vel Chaltarn primus duellum iniit, 
sed ab eo victus, prostratus atque occisus fuit. De quo 
ceteri, qui in causa ac faraa contra ducem malignancium 
suspecti habebantur, valde exterriti fuerunt, ideoque ipsi 
et eorum amici inierunt ac disposuerunt, ut ille Hainricus20 
per intoxicacionem extingueretur, dicentes utique melius 
fore unum solum quam plures perire. Sicque intoxicatus 
post parvum temporis spacium defunctus. Unde et pluri- 
morum de ipso fuit iudicium creditum [F. 275] malam mortem 
tunc meruisse, quia propriam matrem prius crudeliter occidit, 25 
ut de ipso fuit famatum. Mortuo autem Hainrico dux 
Fridericus mox omnia castra, dominia atque bona sua re- 
licta sibi usurpavit eaque in possessionem recepit absque 
lite et magno irapedimento, tum quia in terra et comitatu 
ducis omnia sita erant, tum quia Hainricus heredes et cog- 30 
natos nullos habuit. Acta sunt hec anno domini 1411. 

De altero bello Steffani ducis Bavarie pro 
comitatu Tirolensi. 

Porro anno domini 1412. in festo S. Martini expiravit 
treuga inter Steffanum ducem Bavarie et Fridericum ducem 35 
Austrie in lite prius habita et incepta per Hainricum de 
Chaltarn, ut supra habetur. Ideo dux Steffanus quosdam 
nobiles misit in Botnberg 2 ad muniendum et custodiendura 
castrum et terram suam. Similiter et dux Fridericus fecit 

1 Vgl. Brandts, Tirol unter Friedrich von Oesterreich, S. 62. 40 

* Battenberg. 

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— 339 — 

clientes et stipendiarios conducens. Itäque Bavari primo 
intra liraites ducis Friderici ex alia parte Eni eciara ultra 
fluvium Hebach * armati, tarnen pauci iverunt spoliaque ac 
rapinas pauperum ruralium facere ceperunt. De quo alii 

5 ex adverso irritati fuerunt ac concitati similiterqne facere 
attentabant et sepius congressi verberibus et vulneribus 
invicem se sauciabant. Tunc eciam quedam deserta castra 
ibi prope Ratenberg sita iussit dux Steffanus instaurari et 
[F. 275' J armigerqs in eis locari. Que eciam postmodum 

10 dominante Ludevico seniore, dicti ducis Steffani filio, sunt 
iterum deserta. Dum illis prefectis nil stipendii amplius Teilet 
dare, ideo recesserunt inde. Quorum [unum a ] fuit dictum 
Merrnstain 2 et aliud Neydeck. Interea durante lite hac 
dux Steffanus plurimos congregavit barones, milites ac nöbiles 

löaliosque satellites diversos equestris b ordinis circiter 300, 
pedestres vero rusticos et huiusmodi 700, licet male satis 
armatos. Qui post festum epiphaniarum profecti sunt versus 
Athesim ex alia parte Eni ultraque fluvium Hebach fugantes 
et repellentes omnes de fossatis vallacionibusque et de- 

20fensaculis factis et erectis sicque quasi imperterriti usque 
ad portam civitatis Hallis accesserunt. Nihil autem ibi 
facere illa congregacio potuit mali vel damni, nisi quia 
quidam ex ipsis cannas salinarias foris civitatem secuerunt 
et ruperunt. Aliqui eciam rapinas et spolia diversa sibi 

25 acquisierunt necnon et exacciones quasdam in villis facientes, 
nonnullas quoque villas in toto cremantes et domos Bingulares 
post triduum ad ducem Steffanum in Ratenberg sunt reversi. 
Quos videns multum est turbatus, [F. 276] eo quod cum 
tarn bono exercitu ultra progredi non tentaverunt et tarn 

30 exiguum, ymmo nullius reputacionis honorem acquisierunt. 

De pace parcium. 

Tandem iterum pax ad certos annos est inchoata tunc 

in festo purificacionis 8 et firmata per dominum episcopum 

Augustensem 4 et quosdam alios nobiles viros. Que eciam 

35 pax duravit usque ad obitum ducis Steffani. Quo defuncto 

filius eius Ludovicus, qui noviter de Francia venerat ad 

» fehlt He. b equestres He. 

1 Habock; vgl. oben S. 329,37. 

* Mernstein und Neideck ; vgl. Riexler a. a. 0. S. 212. ■ 
40 » 2. Februar 1413. 

* Eberhard von Kirchberg, Bischof von Augsburg. 

22* 

Original from 

UNIVERSITY OF MICHIGAN 



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— 340 — 

concilium Constanciense, hereditavit, possedit atque rexit 
omnes terras, castra et alia, que pater suus reliquit, fuitque 
cum predicto duce Friderico de Austria pro sepememorata 
lite perfecte ac plene concordatus optimique amici facti 
expost in omne terapus, quia et avunculi fuerunt. a 5 

[F. 277] 1417. * obiit dux Steffanus sepultus in Schön- 
veld. 2 Quem filius suus Ludovicus ibi nolens requiescere 
transtulit eius corpus in Ingelstat ad ecclesiam beate vir- 
ginis, 3 ubi eciam ipse filius solennem sepulturam pro se 
construendo inchoavit. Sed ibi sepultus non fuit; nam postea 10 
mortuus in Raittenhaslach est tumulatus, ut infra. 

Porro dictus dux Steffanus vir erat prodigus. 4 Unde 
pro habenda pecunia multa opida et castra, thelonea atque 
alia bona ad partem sui ducatus spectancia nonnullis militibus 
aliisque nobilibus in pignus locavit usumque rei in ipsis 15 
tribuit. Sicque multa et maxima eciam debita hinc inde 
contraxit, pro quorum robore et optimas litteras sigillo suo 
roboratas dedit. Que bona postmodum Ludovicus filius 
suus redemit, aliquibus eciam pecunias dedit, aliis vero vi, 
minis et astuciis ea abstulit, que in pignus fuerunt locata. 2° 
Pecuniam enim semper magis quam iusticiam dilexit, quare 
et thesauros plures hinc inde recondidit. Quos eciam postea 
filius eius Ludovicus Gibbus ipso vivente conquisivit, recepit 
patrique restitit in guerris et litibus contra patrem illos 
consumens, ut infra dicetur. 25 

Item Ludovicus plurimis annis deguit in Francia cum 
regina sorore sua. Duxit eciam ibidem uxorem gallicam, 
filiam principis sive ducis de Orlion, id est Aurelianis 5 , de 
qua filium procreavit nomine Ludovicum. Porro multis 
guerris inter Francos et Anglicos emergentibus tunc inter-30 
fuit egregius pugnator et virtuosus. Unde postea pro- 
verbialiter de eo fuit dictum in Germania, quod semper et 
in omni loco, ymmo usque ad extremos dies sue vite paci- 
ficus esse non posset, sed continue litigare eum oporteret, 
quod ipsa experiencia optime in ipso edocuit, ut infra patet. 35 

[F. 277*] Cuius filius Ludovicus iuvenis cum propter 
guerras in Francia et circumquaque ad Bavariam difficulter 

a F. 276* leer. 

1 Vielmehr 1413. 

9 Vgl. Andr. 561, 21 f. 40 

8 Vgl. Andr. 474, 10 und 572, 15. 

4 Vgl. oben S. 331, 27 : Hie largus erat 

fi Anna, Tochter Johanns L von Bourbon. 

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— 341 — 

publice deduci posset, in sportam locatus est et cuidam 
fideli et forti viro commendatus et in dorso positus ad 
propria hoc modo deportatus. Ubi per illos dies quidam 
gibbus in eius dorso excrevit, ut communiter homines 
5 asserebant. 

Cumque in concilio generali Constanciensi unacum rege 
Sigismundo quotidie principes et magnates omnium nacionum, 
que illic aderant ad consiliandum, illic convenirent multa 
bona pertractantes pro statu universalis ecclesie et capitum 

10 eius, contigit verba fieri et ventilari ad factum seu proprium 
ipsius congregacionis non spectancia inter duos fratrueles 
duces Bavarie, videlicet Ludovicum seniorem ad differenciam 
filii dictum de Ingelstat et Hainricum de Landshuta tunc 
satis iuvenem, in conspectu tante congregacionis et domini 

löregis. Et inter cetera dux Ludovicus superbus mente, voce 
et corpore cepit fratuelem suum despicere et obprobriis 
provocare et — certa relacione audivi — non filium ducis, 
sed coci appellare. 1 Quod Hainricus nimis impressit cordi 
et ibi irruisset in Ludovicum, sed timuit regem a maiestate a 

20 et salvi conductus infringere pacem. Expectatisque certis 
diebus et negocii, quod intendebat, capta oportunitate mane 
principibus ad curiam regis festinantibus Hainricus dux 
observans Ludovicum in quadam strata pretereuntem im- 
provisumque irruit in ipsum volens eum gladio transfodere 

25 ac interficere. Quod tarnen factum non fuit, licet letaliter 
et quasi ad mortem ipsum vulneraverit. Moxque Hainricus 
fugam iniit et evasit. Ex hoc autem facto postmodum illo 
convalescente orta est lis magna inter dictos duces Bavarie, 
videlicet 1421. 2 Nam omnes reliqui duces Bavarie necnon 

30 marchio Brandenburgensis Fridericus senior, sororius Hainrici 
ducis, cum filiis suis et episcopus Eistetensis erant contra 
Ludovicum, qui omnes utroque A presertim per ignem magnam 
fecerunt hinc inde per Bavariam desolacionem. Et duravit 
illa b lis pluribus annis. Postquam enim omnia abraserunt 

35velut c locuste et cuncta sunt deserta, tunc aliquatenus 
pacificari ceperunt, cum victualia non reperirent. 
De eadem vulneracione d aliter: 
Dux Hainricus letaliter vulneravit suum fratruelem 
Ludovicum pro quibusdam conviciis seu verbis contumeliosis 

40 « so Bs. * illas Hb. c velute Hs. <* unleserliche Verschreibung Es. 

1 Vgl. Riexler, Geschichte Baierm UI, 238. 
• Vgl. Andr.151. 
n- v ^h r^Otu>lr- Original frorm 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 342 — 

invicem sibi obiectis. Taliter auiem eum percussum aut 
punctu gladü feritum veluti exanimem et semivivum in 
plateis reliquit et statim aufugit. Et quam vis rex quam 
plures nuncios et insequentes armigeros dirigeret post eum, 
non tarnen ipsum comprehendere quiverant, et sie evasit in 5 
Landshutam. 

De pena Hainrici et convalescencia Ludoviei. 

Qui eciam Hainricus non post multum temporis se cum 
cesarea niaiestate concordavit notabilem summara florenorum 
eidem pro pena violate pacis tribuens. Ipse quoque Ludo-10 
vicus nullo homine sperante convaluit et, postquam ad propria 
pervenit, lites et guerras plurimas quasi per triennium cum 
Hainrico habuit, et innumera mala ubieunque per ignem, 
spolia et rapinas fecerunt ceteris ad hanc litem prineipibus 
Bavarie cum nonnullis episcopis, comitibus baronibusque seiö 
iungentibus contra predictum Ludovicum, qui omnibus erat 
odiosus propter avariciam in alienis diripiendis vel iniuste 
exigendis et parcus in propriis eciam pro honore et necessi- 
tate exigendis. Hec lis inchoata 1421. duravit usque 1443., 
licet non continue. 2° 



[F. 269'] Cap. 61. 

De Ludovico filio eius in Ingelstat. 

Ebran 135 [F. 270] Ludovicus dux Bavarie in Ingolstat vir animosus 

u.Füetr.202.et maguanimus, arrogans ad alios prineipes, sed humilis ad pauperes 

fuit. In diebus iuventutis sue cum sorore sua domioa Elizabet regina25 
venit 1 in curiam regia Francie Caroli, ubi ab omnibus amabatur. 
Illo namque tempore Francia divieiis et gloria abundabat ac superbia 
rednndabat. Duz itaque Ludovicus regi sororio suo obsequio erat Qui 
in curia sua duas speciosas virgines sorores sanguine sibi coniunetas 
habebat, quarum una vocabatur Scharlotto *, que regi Sicilie * desponsa- 30 
batur, altera Katherina 4 filia ducis de Alusuno, quam unacum comitatu 
de Mortano sororio suo, duci Ludovico, in uxorem dedit. Rex itaque 
aliquando defectum capitis paciebatur, ut compos racionis non esset. 
Et dux Ludovicus vir animosus, strennuus ac armis ex- 
perientissimus regnum Francie tunc regebat. Qui et multa35 

1 Vgl. oben S. 340, 26. 

* Vgl. Andr. 562, Anm. 4. 
3 Vgl. Füetr. 202, Anm. 4. 

* Vgl. daselbst Anm. 5. Es müsste nach Andr. 562 Anna (Lud- 
wigs erste Gemahlin) heissen. Katkarina von Alenpon, verwitwete Gräfin 40 
von Mortagne, tear Ludwigs zweite Gemahlin. Vgl. oben S. 340, 27 ff. 
nebst Anm. 5 und unten in Kap. 70. 

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— 343 ~ 

bella forcia gloriose Slldavit. 1 Ex quo pro regni adrainistracion e Ebran 135 u. 
principes coroneodü fomitem hausenmt. Insu per dissensio inter Johannem ^ etr ' 202- 
ducem Burgundie et ducem Aurelianensem& hoc modo evenit. Dux 
elenim Aurelianensis* cum uxore cuiusdam mi litis contra eius volun- 
6 totem dormivit. Qui miles subiectus ducis Burgundie fuit. Quam ob 
rem quadam nocte Parisius, cum dictus dux Aurelianensis & ex regia 
curia in bospicium Buum diverteret, dux Burgundionum eum nemine Ebran 135. 
sciente interfecit ac in crastino deduccioni funeris interfuit, [F. 270'] 136 
postea tarnen e regia curia fugam dedit et regi Anglie confederatus 

10 hereditarium bellum inter Franciam et Angliam, quod iam ad tempus 
quieverat, reincepit Ob predicti siquidem prineipis homicidium tot 
bella, prede, incendia et homicidia sunt secuta, ut gloria ac abundancia 
regni Francorum in magnam et 1 amen labilem commutaretur miseriam 
et multa milia hominum interirent, nimirum regnum Francie tantum 

15 diflbrtunium incidit, ut 10 milia Anglorum vincerent 60 milia Francorum, 
adeo quod uno die quinque duces Francorum capti et quinque inter- 
fecti fuerunt et quasi totura regnum amissum fuit absque duabus civi- 
tatibus et duobus castris. Prefatus insu per Jobannes dux Burgundie 
in salvo conductu ad regem pervenit. Quem quidam miles ob domini u. Füetr. 203. 

20sui vindictam interfecit. Tandem eorum calamitati et miserie miseritus b Cf.Ebranl36. 

est dominus et ipsorum precibus inclinatus regem et Francos 

ab Anglorum iniuria per quandam puellam miraculose subvenit. 

Kegina itaque Francie multa dona, clenodia in auro et argento Ebran 136 u. 

et aliis dedit fratri suo Ludovico duci, que omnia in Bavariam misit Füetr. 203. 

25 Fertur insuper , quod omnes apostoli sibi obediebant. 2 

• so geändert aus (durchstrichen) de Orliens. b misertus Hs. 

1 Vgl oben S. 340, 29 ff. 

* Der Sinn dieser Angabe ist rätselhaft. Pex wollte apoetollci lesen. 
Ich vermute, dass hier ein Zusammenhang besteht mit den lebensgroßen 

30 Silberstatuen der zwölf Apostel, von denen Angelus Rumpier , Abt van 
Formbach , in seinem Liber calamitatum Bavariae (Oefele, Her. Boic. 
SS. I, 101) folgendermassen berichtet : De Burckhusa (Burghausen) nihil 
adhuc eoinpertum babeo, nisi quod castrum habeat munitissimum, in 
quo thesauri innumerabiles superiorum principum asserventur. Hie 

35 duodecim apostoli cum Salvatore habentur : Salvator aureus, apostoli 
argentei dicuntur, magnitudinem virilem habent, verumtamen ex regno 
Franciae furatos aiunt. Aus letzterer Bemerkung dürfte xu schliessen 
sein, dass die öiaiueii xu den von Ludwig dem Bärtigen aus Frankreich 
mitgebrachten Schätzen gehörten. Bestätigt wird das durch die Erwähnung 

iOder Statuen, als zu Ludwigs aus Frankreich mitgebrachtem Out gehörig, 
in der Ueberarbeitung von Füetrers Chronik in der Handschrift des 
k. Geheimen Bausarchivs xu München (gedr. bei Rockinger, lieber ältere 
Arbeiten xur baier, und pfälx. Geschichte im geheimen Haus- und 
Staatsarchive , Abhandlungen der k. b. Akademie der Wissenschaften, 

4b III. KL, Bd. XV, Abt.I, S. 194 ; vgl. Spiüers Füetr.- Ausgabe 277): das 

fuerth er mit im ausz Franckhreich in Bayrn gen Ingoltstat : das man 

den noch alle auffertag zaigt in unser frawen kirchen : one all a in 

unser heirgott und die zwelfpotten sein von hertzog Jörgen gen Burck- 

hausen gefuerth worden. (Nach Herxog Georgs Tode wurden die Statuen 

bOnach Landshut gebracht, nach dem Landshuter Erbfolgekrieg von Pfalz- 
graf Ottheinrich nach Neuburg a. D. überführt und gingen bei dem grossen 
Brand von Neuburg im Jahre 1535 xu Grunde; vgl. Riexler, Qesohichte 

.. Prvnnlp Original frorn 

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— 344 — 

Quare principum, baronum et aliorum indignacionem incurrit. Unde 
factum est, ut diro carcere manciperetur, de qua captivitate sui et alii 
non putabant eum vivum exire, anno domini 1413. Quidam igitur 
po tentissimus civis ad instanciam forte regine sororis et uxoris 

convocatis civibus Parisius univereis inquit: Viri fautores optimi, [F. 278] 5 
non decet, ut princeps tante nobilitatis tali carcere detineatur in ob- 
probrium corone Francie. Ipse enim in Franciam venit, ut temporalia 
bona acquireret. Que si dominus rex aut soror sua regina » sibi 
talia dederunt, propterea mortem non meruit. His et aliis verbis a 
captivitate pie liberatus est. Sunt qui dicunt Johannem ducemlO 
Burgundie occasionem fuisse captivitatis eius et quod sit 
per delphinum liberatus. 

Defuncta autera prima sua uxore aliam 1 in Francia 
Ebran 116. duxit et fllium SUUm Ludovicum, qui dictus est Gipposus, quem 
^•^T aw 2 ^ in Francia 2 genuerat, et bona alia, que acquisierat, occulte 3 i& 

Ebran 137 * n patriam suam misit. Deinceps ipse dux Ludovicus in Bavariam 

u. Füetr. 203. veni ^ et niagnam curiam habuit. 600 equites vel quasi cottidie pasce - 

ba t f inter quos plures nobiles comites, barones ac milites erant. Genitor 

Andr. 90. autem suus dux Steffanus quia amator mulierum 4 et omnia tornea- 

Ebran 12 7. menta magnis sumptibus visitaverat 5 , multa debita conlraxit, que a 20 

137 u. Füetr. filio exigebantur, sed non solvebat. Ex quo actum est, quod plures 

203. milites de Suevia ac Franconia et quidam de Bavaria curiam suam 
Ebran 138 w. exirent et eum impugnarent Unde periculosa lis inter Ludovicum 

Füetr. 204. superioris et Hainricum inferioris Bavarie duces oriebatur. 

Ea tempestate sacrum generale concilium Constancie cele-25 
brabatur, quo principes confluxerant. Quadam*> igitur die 
reverendissimus in Christo pater et dominus dominus 
Georgius 6 de Hohenloch episcopus Pataviensis Sigismundum Roma- 
norum [F. 278*] [regem c] et plures principes maxime Bavarie ad 
prandium invitavit. Cum autem venissent in domum convivii, dux 30 
Ludovicus sonorosa voce coram rege et d aliis d principibusd ducem 
Hainricum suum fore predonem proclamavit, eo quod predones inimicos 
suos contra deum et iusticiam in terra sua quotidie tolleraret, quia 

Ebran 139. Georgio de Gundelfing castrum Wolfstain super Ysaro concessit, quid 

138 u. Füetr. Ludovicum pro debito impugnavit. Ad que improper ii verba Hainricus i*5 

204. dux inquit: Serenissime domine rex, vos bene hec inconveniencia 

* si zum zweitenmale Hs. b Quidam Hs. c fehlt Hs. d m %t Ein- 
fügungszeicken am Band. 

Baierns III, 223.) Es scheint mir nicht unmöglich, dass sich an jene 
von Ludwig aus Frankreich nach Bayern mitgebrachten Statuen ein Volks- 40 
glaube knüpfte, wornach dem Herzoge, wie die obige Stelle sagt, alle Apostel 
gehorchten und dienstbar seien. 

1 Katharina von Alenpon; vgl. oben S.342, Anm. 4. 

* Ludwig der Bucklige war 1403 zu Paris geboren. 

9 Vgl. oben S. 341, 1. 45 

* Vgl. oben S. 331,26 f. 
6 Vgl. oben S. 332 , 10. 

6 Der Vorname ist aus anderer Quelle hinzugesetzt, vielleicht aus 
Andr. 464. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 345 — 

verba auditis. Et verecundia ductus a facie regia egressus in hospicium Andr. 151. 
suum divertit et clam iussit sibi quasi 8 equos parari et sellari ncEbr. u. Füetr. 
assumptis secum militibus suis anno domini 1417. in profesto 1 '• c * 
11000 Virginum infra 10. et 11. horas ipse equester Ludo- Andr. 151. 
Svicum similiter equestrem et quasi solum, eo quod non expectavit Ebran l. e. 
familiam suam preter paucos nobiles iuvenes, aggressus in civitate Con- Andr. 151. 
stanciensi in publica strata 2 evaginato gladio ipsum letaliter vulneravit Füetr. 204. 
et» de* equo a prostravit * Quo ex inproviso facto Ludovicus gladium *j£~ r ' *91* 
de manibus Hainrici ut vir strennuus abstulit et cedens in domum And? 151 

lOvicinam pedester evasit. Fugiens autem Hainricus celerrime Con -j^üe/r' .204. 
stanciam declinavit et per dicionem quorundam Suevorura, 
scilicet de Reyspach et Georgium de Purgaw 3 , illesus usque Andr. 151. 
in terram suam pervenit. Moi rumor facti ad regem pervenit. Qui Füetr. 204. 
iratus nimium comitem de Swartzburg ad insequendum et capiendum 

15 Hainricum ducem festinanter misit. Qui tarnen detentus non est 

[F. 279] Sedicio in civitate oritur. At rex cum principibus in campum Ebran 138 
exivit eedens ibi pro tribunali, volens per sentenciam principum Almanie 
Hainrico duci ducatum abiudicare. Quod videns Fridricus burgravius u. Füetr. 204. 
Nürembergensis flexis genibus prostratus coram rege supplicavit instan- 

20tissime, ut huiusmodi sentencia differretur, donec videretur, an dux 

Ludovicus de vulnere convalesceret. Flacatus itaque rex Sigismundus Andr. 151. 
super huiusmodi excessu vindictam contra Hainricum ducem dissimulat. 
Ludovicus vero dux de vulnere convalescens Bavariam revertitur, 
nullaque aperta lis inter iamdictos duces movetur usque ad annum 

25 domini, quo numeratur 1421. Et tunc civitas dicta Newstat prope 
Abensperg sita, que erat sub dominio Hainrici ducis, iure vero pro- 
prietatis ad duces in Monaco pertinebat, a paucis ex inopinata causa b 
nee civibus caute provisis in prineipio quadragesime obtinetur bonis 
omnibus abduetis 4 ; postremo in toto exuritur. Quo facto lis publica 

30 Ernesto et Wilhelmo de Monaco, Johanne de Amberga, dueibus Ebran 139 u. 
Bavarie, Fridrico burgravio Nürembergensi, episcopo Johanne Eistetensi ue r " 
et Georgio Pataviensi ac aliis principibus, comitibus, baronibus et 
militibus aliis etiam ex causis Hainricum ducem iuvantibus contra Andr. 151. 
Ludovicum ducem concitatur, fiuntque per amborum dominia damna 

35 multa. Tuncque castrum Paybrunn prope Monacum et castrum Törring 
versus Salczeburgam situm per Hainricum ducem ex toto rumpuntur. 
Similiter per Johannem ducem castrum Petzenstain prope Härspruck 
situm to taut er rumpitur, ipseque Johannes [F. 279*] dux cum adiutorio 
Fridrici marchionis Brandenburgensis , qui sororius Hainrici ducis 

40 predicti erat, obtinet civitatis Weyden, Freinstain c, Stain, Lauffen 
castraque Flozz , Pargstain et plura alia. Hec omnia uno anno 
evenerunt. 

* später hinzugefügt. b fehlt Hs. c so Hs. 

1 20. Oktober. 
45 a Vgl. oben S. 341, 23. 

8 Riezler, Geschichte Baierns Ul 9 238. 

4 So umschreibt Arnpeck den bei Andr. gebrauchten Ausdruck: 
saecomannus in ea paratur. ♦ 



f^nnnl fc Original frorn 

by^UU^IL UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 346 — 

Durante itaque guerra sevissima in Bavaria cum dux 
Ludovicus in Ingelstat multa castra et civitates perdidisset, 

Fiietr. 205. anno domini 1422. sabbato quatuor temporuni ante Michaelis misit 

valentem exercitum et pociores suos, ut circa Monacum 
terram devastarent et eorum forum lactis l destruerent. 5 
Qui cum villas Pesing, Germaning, Gautingen, Auwingen 2 plures- 
que alias inique incendissent, rumor in Monacum pervenit, 
quia f um U8 incendii videbatur. Mox magna campana insonuit. 3 
Illico tres duces Ernestus, Wilhelmus et Albertus armati primi in 
acie suis et omnibus Monacensibus subsequentibus iuxta villas 10 
Allingen 4 et Geckenpewnt 5 inimicos sunt viriliter aggressi. Fi t 
igitur prelinm magnum in die illo. In quo quidam miles ex 
adverso a duce Alberto captivitatem postulat. Quod videns 
genitor eius dux Ernestus furore repletus viriliter eundem 
abigebat cum* clava a inquiens: Ach, piesummis tu principem 15 
capere? Absit. Preliantibus autem in utraque parte gloriosa 
victoria duces triumpharunt ; nam quidam occisi sunt, sed quasi 
200 captivi in civitatem ducti. In signum victorie in Hoflach 
aput Eiting 6 vulgariter an dem Pasperg 7 capella et missa 
fundata 8 dicitur. Et sie Ludovicus dux pocioribus suis privatus, 20 
Andr. 463. viribus decrescens compulsus fuit pacem; inire. Dehinc pe 

464. solicitudinem Sigismundi [F. 280] regis Romanorum et Brande apo- 
stolice sedis a latere legati f actis treugis Ratispone huiusmodi lis 
est sedata. 

Cum autem omnes duces Bavarie in Holandia de- 25 

Andr. 471. fecissent, Ut supra 9 dictum est, in divisione inferioris Bavarie 
huic duci Ludovico cessit Schärding, Newhausen, Tieffenstain, tercia 
pars Dingolfing, Kirchperg et Judei Ratispone anno domini 1429. 

Andr. 474. Anno Christi 1430. in Ingelstat ecclesia parrochialis beate Vir- 

ginia Marie ampliatur. In cuius medio a duce Ludovico sepultura30 
erigitur, in qua ossa ducis Steffani patris eiusdem Lndovici deSchön- 
Ebran 139. feld allata tumulantur. Voluit hospitale pro 1000 pauperibus fundare, 

sed non fuit perfectum. Scolares attamen , qui psalterium 

* später hinzugefügt. 

1 Den Milchmarkt Münchens, das heisst die im folgenden Texte 35 
genannten Orte, welche auch heute noch von wesentlicher Bedeutung für 
die Versorgung Münchens mit Milch sind. 

2 Pasing, Germering, Oauting, Aubing. 

3 Füeirer a. a. 0. : an stund slueg man an den stürm. 

4 Alling, wornach die Schlacht gewöhnlich benannt wird. 40 
6 Verschwundetie Siedelung ; vgl. Oberbayer. Archiv XXXIX, 20,16 ff. 

6 Doch wohl Alling. 

7 Passberg (fälschlich; vgl. Föringer im Oberbayer. Archiv /, 4 f.) 
oder Parsbeig. Vgl. unten Kap, 68. 

8 Vgl. Walhalla II, 41 ff. 45 
S. 329, 8 ff. 



PnnnL" 1 Original frorm 



ö" UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 347 — 

die noctuque legerent, et 12 decrepitos laicos, ut orarent, 
instituit. 1 

Anno Christi 1431. in congregacione principum Nuremberge casus qui- Andr. 4 75. 
dam & de violenta manuum inieccione, qui in consilio Constanciensi dudum 
5 inier Ludovicum et Hainricum duces Bavarie emerserat, a Sigismundo 
rege Romanorum iudicialiter terniinatur, sie tarnen, quod duz Hainricus 
ad satisfaccionem leso in locis certis fundare debeat missas et militarem 
n am er um ei dem Ludovico stipendiare etc. Et hec de aeeeesorio. 
De principali vero, quod inter predictos principe« vertebatur, scilicet 
10 de divisione terrarum facta a patribus ipsorum, nihil est discussum. 

Hie dux Ludovicus multa preciosa castra construere cepit, &edEbranl39. 
pauca perfecit. Hie insuper Ludovicus raonasteria et clerum in 
terra sua more Gallicorum per venatores et canes ac aueupes et 

falcones multum gravavit Ipse insuper in preteritis bellis curtes 

15 et alia multa [F. 280'] bona monasteriis auferens sibi usur- 

pavit. Quam ob rem 6 monasteria, utpote Scheuren, Furstenfeld, 

Undensdorf, Anger in Monaco, Geisenfeld et Hohenwartt 2 , 

contra hunc Ludovicum in iudicio usque ad exeommunicacionem 
processerunt, in qua et mortuus est Anno itaque Christi 1434. Andr. 485. 

20 prineeps Ludovicus propter multiplicem exeommunicacionem et anathe- 
matizacionem ex parte dictorum 6 monasteriorum denunciatur ineidisse 
penas constitucionis, que dicitur Carolina sive libertas ecclesiastica. 
Propter quod Sigismundus imperator, dum esset Ulme t>, voluit movere 
exercitum contra ducem eundem. Videns igitur prineeps ille imperatoris 

25 potenciam litteras, quas ab imperio habuit, magnam summam peeuniarum 
continentes ipsi imperatori libere resignavit. Pro monasteriis vero a 
memorato principe lesis facta sunt Ratispone quedam placita litteris 
imperialibus sigillata. De quibus ipsa monasteria fuissent contenta, 
sed non est bonum contendere cum potentibus. 

30 Nihilominus eadem ablata bona sui successores duces 

Bavarie Hainricus, Ludovicus acGeorgius usque in hodiernum 
diem possident. Quare si dux Georgius vellet, eadem pena 
obnoxius foret. 

Eodem anno Sigismundus Imperator 20. die Augusti FrisingeCbrf. trad. 

35 pernoetavit eundo Ratisponam ad Bohemos, cum quibus placitavit. Fris* 

Anno domini 1435. cessavit lis, que fuit inter Ludovicum seniorem 9 Andr. 488. 
ducem Bavarie, parte ex una et episcopum et civitatem Pataviensem 
ex parte altera. Qui quidem Ludovicus de castris suis Schärding et 
Kunigstain Pataviensibus multa incomoda et damna fecit. Econtra 

40 c ives Patavienses circa opidum [F. 281 J Schärding potenter magnum 

incendium fecerunt. Hec lis per placita sedata fuit, ita tarnen, quod 

* quidem Hs. b am Sand mit Einfügungszeichen. 

1 Vgl. das liegest bei Söltl, Die /rammen und milden Stiftungen 
der Witteisbacher, S. 187. 
45 * Statt Hohenteart ist bei Riezler, Geschichte Baums III, 307 

Mönchsmütister genannt. 

8 Späte Notiz in Coxrohs Freisinger Traditionsbuch ; vgl. Die 
Traditionen des Hochstifts Freising, ksg. von Bitterauf I, XV11L 

rv v ^k Pnnnfr' Original frarn 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 348 — 

ambe partes determinacioni iuris Ratispone per certos a partibus de- 
putandos se submiserunt. Quod et factum est eodem anno quadra- 
gesimali tempore et pascali. 

490, Anno Christi 1436. durante adhuc termino treugarum, que inter 

Ludovicum et Hainricum duces Bavarie per Sigismundum Romanorum 5 
imperatorem Ratispone fuerant facte, inter eosdem principes iterum lis 
est exorta, non propter principalem causam dissensionis, scilicet terrarum 
divisionem et expost opidorum et castrorum expugnacionem, sed per 
quedam accessoria, que modo subscripto emergere ceperunt. Quidam 

49h quasi propriis causis ipsos moventibus ducatum ducis Hainrici spoliis 10 
et incendiis turbabant, et hü a duce Ludovico in ducatu suo non im- 
pediebantur. Alii a simili ducatum ducis Ludovici devastabant, et illi 
a duce Hainrico fovebantur. Fiunt dehinc defedaciones a satellitibus 
partis utriußque, incendia et depredaciones manu potenti. Inter hec 
ipsi duo memorati principes Ludovicus et Hainricus inter se nolebant 15 
defedare, ut treugas per Sigismundum imperatorem inter eos facta* 
viderentur non violare. Preterea tempore predicte litis guerra inter 
Hainricum Nothaft militem antiquum ex parte una et cognominatos 
Herttenberger parte ex altera est exorta. Cuius causa a tali fomite 
processit. Unus ex familia Herttenberger nomine Georius contra pre- 20 
dictum Hainricum Nothaft in generali concilio Basiliensi, in curia 
Romana, in curia Sigismundi imperatoris, simili ter coram domino 
collatore, scilicet episcopo Ratisponensi , castrum Hailsperg [F.26VJ 
iudicialiter obtinuit, et idem Herttenberger ob hoc quandam decimam 
in Chölbenbach tanquam pertinentem ad idem castrum Hailsperg nititur25 
possidere. Econtra Hainricus Nothaft eandem decimam dicit esse sui 
iuris, unde et eam potenter colligit et per viam iuris defendit. Istis 
sie currentibus duo alii ex consanguineis Herttenberger et supradictus 
Nothaft predas et incendia inter se ineipiunt. Georius autem Hertten- 
berger in suis iuribus perseverat. Licet eciam ipsi Herttenberger 30 
cssent minus potentes, habebant plurimorum favorem et ipsum Nothaft 
quamvis potentem et se defendentem incendiis, predis et pauperum ac 
subditorum suorum captivitate quam plurimum perturbabant. Accidit 
preterea quidam casus, propter quem indignatus dux Albertus filius 
ducis Ernesti supramemorat i duci Ludovico confederatur. Hoc in tem-35 
pore in eeptimana pascali anno domini supradicto Dingolfing opidum 
ducis Ludovici ab exercitu ducis Hainrici obsidetur, sed non obtinetur. 
Itaque predictus Hainricus Nothaft Hainrico duci iungitur eiusque 
capitaneus ordinatur. Interea navis cum rebus ducis Ludovici a duce 
Alberto in territorio Vohburg conducitur. Sed vasalli ducis Hainrici, 40 

492. qui erant in opido Newstat, ducem Albertum et eius conduetum non 
curantes bona in eadem navi diripiunt. Ex his et aliis Albertus dux 
contra Heinricum ducem motus eidem defedacionem facit, et predictum 
opidum Newstat , quod iure proprietatis erat ducis Ernesti supra- 
memorati, sub forma autem impignoracionis ducis Hainrici, ab eodem 45 
duce Alberto obtinetur. Dominica igitur Jubilate Fridericus marchio 
Brandenburgensis et Johannes dux Bavarie pro concordia facienda 
Ratispone conveniunt. Eisdem vero prineipibus [F. 282] Ratispone 
existentibus Albertus dux supranominatus et dux Ludovicus iunior, 
filius Ludovici, a Johanne de Abensperg in suum opidum prefatumöO 
intromittuntur. Exinde procedens eorum exercitus feria 2. post pre- 
dietam dominicam Jubilate in oflfensam Hainrici Nothaft Äff hausen, 

n Pnnnl" Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 349 — 

Mangolting, Senchofen et ceteras villas comburit. Extunc feria 3. 
sequenti in die apostolorum Philippi et Jacobi ipse Hainricus Nothaft 
forum dictum Mayberg in ducatu ducis Ernesti patris Alberti ducis 
sepiusmemorati ex insperato, dum incole utpote amici nihil timerent, 
5 spoliis, incendiis et pauperum captivitatibus devastat. Istis malis sie 
f actis in predieta dieta Ratispone inter prineipes Hainricum et Albertum 
fiunt treuge usque ad festum penthecostes. Item in diebus rogacionum 
Geiselhering, quod pertinet ad territorium Kirchperg ducis Ludovici, 
ubi eimiterium et ecclesia de novo erant incastellata et exinde in hoc 

10 tempore litis fiebant pericula, incendia et depredaciones, ab Hainrico 
Nothaft ex parte ducis Hainrici potenter obtinetur. Item circa festum 
penthecostes ab Hainrico duce Dingolfing seeundo obsidetur Hainrico 
Nothaft capitaneo existente obsidionis eiusdem. Item in diebus penthe- 
costes Fridricus marchioBrandenburgensis, Ernestus et eius filius Albertus, 

15 Johannes sororius eiusdem Alberti et Hainricus, duces Bavarie, Ratispone 
conveniunt, fitque concordia inter Hainricum et Albertum prineipes 
memoratos per modum compromissi , sie tarnen, ut opidum Neustat 
quod ipse Albertus dux obtinuerat, ammodo possidere debeat. Item 493. 
dominica trinitatis in die S. Erasmi prineipes in Eistet convenerunt. 

20 Ubi propter [F. 282'] personalem presenciam ducis Ludovici interdictum 
servabutur, et sine concordia est discessum. Item feria 5. in oetava corporis 
Christi a Dingelfing opidum ab Hainrico duce obtinetur. Item Leonhardus 
Layminger episcopus et civesPatavienses prehabitis cum Hainrico duce suis 
interlocucionibus sive traetatibus Schärding opidum et castrum Königstain 

25 obsidione circumdederunt. Item Johannis baptiste Kirchperg castrum a 
duce Hainrico et eius capitaneo Hainrico Nothaft obsidetur et feria 2. post 
oetavas eiusdem festi obtinetur. Item ab eodem duce castrum Roteneck, 
quod duxLudovicus in offensam dictorum Layminger obtinuerat, exuritur. 
Item Ernestus duxBavarie attendens, quod dissensionem inter Ludovicum 

30 et Hainricum duces Bavarie non posset placare, tempestive, scilicet a 
tempore quadragesime, antequam mala supramemorata sie invalescerent, 
diligenciam in concilio Basiliensi fecit reducens ad memoriam fidelitatem 
fratris sui Wilhelmi protectoris quondam ipsius concilii rogansque, ut 
ob bonum pacis sacrum concilium ambasiatores suos in Bavariam mittere 

35 dignaretur. Missi igitur sunt Johannes episcopus Lubicensis provincie 
Bremensis et magister Nicolaus de Cusa dyaconus, prepositus monasterii 
Mainfeit Treverensis diocesis, decretorum doctor. Ad quorum solicitudinem 
in dieta Ratispone habita facte sunt treuge preter spem a dominica 
post festum S. Jacobi tunc instantis ad 4 annos adinstar treugarum 

40 prius per Sigismundum Romanorum imperatorem Ratispone faetarum 
inter Ludovicum seniorem et Ludovicum iuniorem, filium eius, comites 
Palatinos Reni, duces Bavarie comitesque Mortanie et Qtsljs-[F.283J 
pach, parte ex una et ducein Hainricum et cum eo b in liga existentes, 
scilicet Fridricum marchionem Brandeburgensem tamquam capitaneum 494. 

45 lige neu confederacionis et Johannem ducem Bavarie in Amberga, 
Ludovicum, Ulricum et Wilhelmum comites de Öting et consules 
civitatum imperialium, scilicet Rotenburg in Franconia, Werd in 
Suevia, Nordling in Recia, Dinckelspuhel, Weissenburg et Poppfing, 
et specialiter dominum Leonardum episcopum Pataviensem et cives 

50 a 1436 am Rand Es. b fehlt hier wie in allen Ess. der Forts, des 

Chr. g. des Andreas. 



C^f\C\ri\i m Original frann 

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— 350 — 

ibidem, parte ex altera cum certis clausa lis, quarum aliquas ex litteris 
vulgaribus desuper confectis extractas et in latinum translatas hie 
inserere curavi. Item castrum Königstain prope Pataviam debet destrui 
et non reedificari, nisi iudicialiter fuerit obtentum. Item opidum Schärding 
dux Ludovicus debet possidere, sie tarnen, quod ex eius ordinacione 5 
ita eustodiatur, ut nemo periculum aliquod exinde paciatur. Et si 
ipse dux Ludovicus aliquid novi ibidem edificare voluerit, hoc facere 
debet de bonis propriis et sine aliorum gravamine. Item ecclesiastice 
et seculares persone et earum adiutores uti debent suis antiquis liber- 
tatibua et iuribus et nullis novitatibus gravari et in hoc a predictis 10 
duabus partibus, simulier et duce Ernesto et eius filio Alberto neenon 
patruo ipsorum duce Adolfo debent manuteneri et defendi sine dolo. 
Item si aliqua parcium in aliquo vel in pluribus articulis gravaretur, 
tunc episcopus Eistetensis, qui pro tempore fuerit, requisitus seeundum 
modum et formam in supramemoratis litteris expressam iudicium et 15 
iusticiam Ratispone facere tenetur. Hec propter brevitatem hie sufficiant. 
[F. 283'] Item predictis litteris nondum sigillatis monasterium Ebersperg 
in ducatu Ludovici a vasallis ducis Hainrici in bonis suis depredatur. 
Item seeundum tenorem litterarum castrum Königstain a civibus Pata- 
viensibus destruitur. Hoc castrum primum ab Hainrico Nothaft, dum 20 
esset vicedominus ßavarie inferioris, in die trium regum in struetura a 
cepit ordiri et ideo Königstain nominarL 

De processione Ratispone contra pestem. 

Andr. 495. Item eodem anno, scilicet 1436., feria 6. post 1 exaltacion ein 

sanete ciucis habita est solennis processio Ratispone et facte obsecraciones 25 
pro pestilencia removenda atque missa: Recordare, quam Clemens VI. 
instituit, celebrata et per quinque dies continuata. 

De pestilencia Wienne. 

Andr.495. item eodem tempore Wienne tarn grandis fuit pestilencia, 

quod propter obitum studencium eteorundem recessum etpestilencie^O 
fugam collegium fuit clausum. 

De infelici bello inter patrem et filium 

Ludo vi cum. 

Ebran 140. Dissensio seu pugna infelix inter Ludovicum seniorem et 

Ludovicum iuniorem, Gipposum, filium eius, comites Palatinos 35 
Reni, duces Bavarie comitesque Mortanie et Orayspach, 

Fitetr. 204. aeeidit ea tempestate. In qua Ludovicus iunior, qui in uxorem Mar- 
garetam sororem Alberti marchionis Brandenburgensis btirggravü 

Ebran 140. Nürembergeiisis habuit, patri suoLudovico seniori plures civitates 

et castra ademit. Novissime Ludovicus iunior unacum marchione 40 

a so -53?. 

1 Unrichtig statt in die exaltacionis sanete crucis, wie die Quelle 
angibt. Das Fest Exaltatio erueis (14. September) fiel 1436 auf die 
feria 6. (Freitag). 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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- 351 — 

Alberto prefato ipsum suiim genitorem in opido suo Newburg 
super Danubio sito per [F. 284] 18 ebdomadas obsedit et opidum 
ipsum in dedicionem aeeepit et patrem cepit et in suam potestatem 
redegit anno domini 1443. Dum itaque natus patrem in 
5 captivitate sua teneret, iusto dei iudicio, quia in patrem 

SUrrexerat filius, ipse Ludovicus iunior sine liberis moritur anno Füetr. 205 
domini 1445. Quo eomperto marchio Albertus prefatus dictum 
ducem Ludovicum seniorem ad propria in Franconiam in opidum Um Ebran 140. 
su um Anespach captivum abduxit volens magnam peeuniam ex eo 

10 exigerc pro in Ute expensis et sumptibus ac pro aecomodatis suo sororio 
Ludovico iunior i. Qua ex causa multos traetatus et placita oum 
eo habuit, sed ille nil ei dare voluit. Quadam igitur vice margravius Ebran 140 
periose ad eum dixit: Vos oportet mihi peeuniam dare aut in poteetate 
mea mori. At ipse Ludovieus respondit: Accipe gladium et fige in 

15 corpus meum et die: Date mihi peeuniam. Quociens infigeris, 
tociens respondebo : Tibi nihil dabo, donec spiritum exalavero, quia tu 
nullum ius nee in corpus meum vel bona mea habes. Cum autem per 
plures dies in captivitate huiusmodi futsset, Hainricus dux inter- 
locuciones plures cum marchione habuit. Tandem per placita per am* 

20 bor um prineipum consiliarios consencientibus suis provincialibus eum u. Füetr. 205. 
de manu dicti marchionis pro 32000» florenis Renen sibus liberavit et 
in Bavariam duxit. Et ait ad eum: Restituite mihi peeuniam, quam pro 
vobis cxpisui *>, et, in quameunque® Bavarie civitatem [F. 284*] 
volueritis, vos conducam. At Ludovicus ipse respondit : Ego non rogavi 

25 tc, ut exponeres peeuniam pro me; ideo non reddam tibi. Et ita duxit 
eum in Burckhausen. Ubi post aliquot dies 1 in captivitate sine ab- 
solucione et sacramentis in exeommunicacione mortuus est anno etatis 

sue SO.*, Christi autem 1447. feria 5. 8 post S. Jacobi festum. 

Eodem anno circa nativitatem Johannis baptiste dux Hainricus Füetr. 205. 
30 civitatem Ingelstat et alia opida et castra in dedicionem aeeepit et 
sibi usurpavit. 

Hie prineeps Ludovicus senior, vir magnanimu« 4 , adeo in Ebran 141. 
potencia sua confidebat 5 , quod sepenumero cum lacrimis dixit: Si 
quis mihi in diebus iuventutis mee predixisset mihi tanta me pati, non 
35 credidissem, quod omnes Almanie prineipes potuissent. Hie semper Füetr. 205. 
bella et raro B victoriam habuit. 

* 32 Es. b exposuit Hs. c quaeunque Hs. 

1 Fast dreiviertel Jahre, vom 22. Aug. 1446 (vgl. meine Andr.- 

Ausgabe S. 712; bei Lang, Geschichte Ludwigs des Bärtigen, S. 305 und 

40 darnach an anderen Orten teird der 31. Aug. angegeben) bis Xum l.\2. Mai 

1447. Ebran 141 sagt: etlich kurtz zeit, darnach Füetr. 205 : etlich zeit. 

* Er tear über 81 Jahre alt ; Ebran 141 sagt : do er was über die 
80 jar seines alters. 

8 27. Juli. Vielmehr in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai; Haetäle, 
45 Genealogie, S. 124. 

4 Ebran a.a. O.: ein mündlicher und mächtiger fürst. 

5 Nach Ebran a. a. O. : also geschieht den, die mer getrawen in 
sich selbs haben dann in gott. 

6 FHktr. a. a. O. sagt : nie. 



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— 352 — 

De morte eius. 

HicLudovicus dux quia in excomraunicacione obiit 1447. a 
et in monasterio Raitenhaslach sepultus est Philippi* 1 , ideo 
omnes, qui interfuerunt eius sepulture, excomraunicati sunt. 
Quare dux Hainricus Romain misit pro absolucione ad papam 5 
Nicolaum V. Qui coramisit preposito Baumburgensi et dedit 
ei auctoritatem omnes tales absolvere. Unde omnes, qui 
propterea excommunicacionem contraxerunt, oportuit pre- 
dictum coinmissarium in Baumberg accedere et absolucionem 
petere. 2 10 

Cap. 62. 

De filio eius duce Ludovico Gipposo. 

Andr.493. [F. 285] Ludovicus iunior, filius Ludovici senioris , coraes 

Füetr. 205} palatin u s Rheni, dux Bavarie , comes Mortanie et Grayspach, vir 
Ebran 150. prudens, sed difformis, breve babens corpus, crura longa et gippura in 15 

dorso — in Francia enim natus, in Bavariam in quadam 
viscella b , vulgariter kreutzen 4 , deportatus 5 gippum ex hoc 
consecutus est — habitavit cum uxore sua Margareta filia 
Fridrici marchionis Brandenburgensis in Friberga 6 prope 
Ebran 150. AugUS tam. Hie prineeps indignacionem in patrem suum aeeepit, 20 
eo quod eum exhereditare nitebatur. Habuit siquidem a lium 
filium illegitimum, eui civitatis quasdam et castra dare disponebat. 
Idcirco hie Ludovicus iunior super patre suo consanguineis et 
provincialibus suis conquerebatur. Cui adiutorio fuit Albertus dux 
Bavarie et aiii amici sui. Et ita quasi maiorem partem superioris25 
provincie in dedicionem reeepit demptis Laubingen et Newburg. De- 
ineeps ad montana se transtulit, sed nee civitates nee castra volebant 
eum intromittere. In ülo tempore Frideric u s marchio Brandeburgensis 
filiam suam Margaretam et opida et castra, quas et que quondam 
unacum duce Johanne de Amberga lucratus est, in dotem dedit, vide- 30 
licet Parichstain, Weiden et Laufl opidum et castrum utriusque medie- 
tatem et Hilpoldstain opidum et castrum ex integro et Härspruckr. 
[F. 285' ] Post hec obsedit opidum Newburg et genitorem suum cepit, 

* am Rand hinzugefügt. *> sportella 7 am Rand Hs. 

1 1. Mai; bexieht sich also nur auf die Angabe vom Hinseheiden 35 
Ludwigs. 

f Regest im Oberbayer. Archiv VUI 9 418 (s. auch daselbst S. 417); 
vgl. Riexler, Geschichte Baierns 111, 348. 

3 doch was er vast weys und grosser vernuft. 

4 Kretxen: vgl. Schneller, Bayerisches Wörterbuch P 9 1388. 40 

6 Vgl oben S. 340, 36 ff. und 344, 14 ff. 
Friedberg bei Augsburg. 

7 sporta oben S. 341 9 1. 



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— 353 — 

ut supra eufficieoter dictum est 1 Deinde non diu supervixit. In- 
firmatus diem clausit ultimum sepultus in Ingelstat anno Füetr. 205. 
domini 1445. 

De uxore eius domina Margareta. 

5 Margareta relicta ducis Ludovici Gipposi iamdicti in 

dotem a marito suo opidum et castrum Fridberg prope 
Augustam accepit. Suum magistrum curie, militem Martinum 
de Waidenfels, in maritum duxit, clara 2 , ob fratris sui Alberti 
raarchionis et aliorum principum metum et ne nomen ducisse 

10 perderet. Quod et usque ad mortem servavit. Et in Frid- 
berg curiam suam habuit, donec prefatus frater suus Albertus 
marchio Brandeburgensis cum Ludovico duce Bavarie pre- 
potenti pugnavit* Tunc ipsa quoque castrum et opidum 
prefata ipsi duci Ludovico resignavit. A quo in castrum 

15 Ysereck 3 , demum in Landshutam est collocata. A quo 
etiam annuam honestam provisionem recepit. Post unionem 
et concordacionem dictorum duorum principum Alberti et 
Ludovici breve tempus supervixit et in Landshuta diem 
obivit sepulta apud sepulturam ducum inferioris Bavarie 

20 in monasterio Felicisvallis anno domini 1465. sabbato 4 ante 
S. Jacobi. 

Hie Ludovicus Ludovici filius gibbo et struma deformis impia^. Silvio, 
contra patrem bella suseepit, venerandum quoque senem et auetoritate Europa g 2. 
insignem, qui cum quondam regnum Francie gubernasset, in arce 

25 munitissima ß Newburg, ut dictum est Slipra, 6 obsedit, sed superis 
ulcionem tanti sceleris petentibus priua febre percussus oeeubuit, quam 
patris animum in suam traheret sentenciam. 

[F. 286] Item dux Ludovicus iunior, Gibbosus, duxit 
uxorem dominam Margaretam filiam domini Friderici tunc 

30senioris et noviter facti marchionis Brandenburgensis et 
olim dicti burgravii Nurembergensis contra voluntatem patris 
sui Ludovici 1438. 7 Et tunc idem filius Ludovicus per 
astucias induxit cives et aeeeptavit quasdam civitates et 
pro se et uxore prefata, utpote Ingolstat, Aichach et vilia 

35opida, patre suo existente in Neunburga 8 et contradicente. 

1 So schon Ebran. Vgl oben S. 351, 1 ff. 

1 Vgl. Haetdle, Genealogie etc., S. 126 und Riexler, Geschichte 
Baierns III, 342. 
8 Isareck. 
40 4 20. Juli; vgl. dagegen HaeuÜe a. a. 0. 

* Enea Silvio nennt den Namen nicht. 

6 & 351, 1 und 352, 33. 

7 In diesem Jahre fand die Verlobung statt, die Heirat erst 1441. 
HaeuÜe a. a. 0. 

45 8 Neuburg a. D. 

Quellen u. Erörterungen» N. F. III. 23 

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^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 354 — 

Nee voluit, quod filio suo iurarent aut obedirent, et hec 
seriöse postmodum scripsit et preeepit oranibus civitatibus et 
prefectis castrorum. Sed quia parum de hoc curabatur et fllius 
plus patre amabatur a eunetis, iamque mox magna dissensio 
inter patrem et filium est exorta, sirailiter et inter civitates,5 
castra et opida populosque eorura. Que lis duravit circiter 
sex annis, eo quod aliqui patri, aliqui filio adberebant. 
Denique, ut verum fatear", huius indignacionis alie cause 
eciam fuerunt. Nam Ludovicus senior quia cum esset gravis 
et senex , unde instituit quendam vicedominum , videlicet 10 
comitem de Werthaim, 1 ut regeret totam terram suam, filium 
quoque suum, qui hoc publice recusavit, b ex quo enim adultam 
etatem et pubertatem non attigerat, ymo et virilem. Item 
Ludovicus senior quendam alium filium, illegitimum 2 tarnen 
habebat, qui nuneupabätur Wielandus de Freyberg, quem 15 
tantum diligebat, quod maximam summam peeuniarum pro 
ipso ordinaverat ipso defuneto reeipiendam. Unde etiam 
filius legitimus commotus valde patri se opposuit dicens, 
quia et ipse tantum intellectus et racionis haberet, ut terras 
suas per se regere valeret et sciret. Unde et diligenciam 20 
ampliorem promisit patri facere in regimine et contra eius 
beneplacitum nihil agere. Quod pater omnino aeeeptare 
noluit seu gratum habere. Unde nemo prineipum, nee 
Fridericus ipse rex Romanorum, eos concordare poterat. 
Anno igitur domini 1443. post festum Jacobi* iunior dux25 
Ludovicus ex induccione et iuva-/".F. 286']mme sororii sui 
Alberti marchionis Brandenburgensis aliorumque pluriuni ad- 
iutorum congregavit exercitum tarn Bavarorum quam Fran- 
conum obseditque patrem suum in Neunburga tribus mensibus 
et diu impugnando eam cepit 4 manu potenti patremque sub3o 
certa custodia tenuit sive reeipi iussit. Noluit enim filius, 
quod vere de ipso diceretur, quod ceperat patrem suum. 
Nee pater voluit esse captus a filio, sed magis mori. Unde 
et marchio Albertus eum sub fide reeepit, fuitque sub custodia 
honesta detentus, ut decet prineipem, tarn a filio quam a35 

» fateor Hs. •> in ee cooeitavit ergänzte unnötig Pex. 

1 Graf Michael von Wertheim, der Vater der Gräfin Amalie von 
Wertheim, welche der im Folgenden genannte Wieland von Freyberg 
heiratete. Lang, Geschichte Ludwigs des Bärtigen, S. 185. 

■ Vgl. oben S. 352,22. ' 40 

8 25. Juli. 

* Vgl. oben S. 353, 25 und Anm. 6. 

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— 355 — 

marchione. Anno autem domini 1445. post festum pasce 1 
dux Ludovicus iunior, Gibbosus, obiit. Tunc multorum fuit 
Judicium, quod tempus vite ipsius ideo fuerit abbreviatum 
a deo, quia patrem tantum molestavit contra divinum pre- 

5ceptum, ubi nominanter dicitur: Honora patrem et matrem, 
ut sis longevus *. Mortuo igitur filio predictus marcbio sub 
forciori custodia tenuit Ludovicum patrem illius. Demumque 
anno domini 1446. iste marchio resignavit ac tradidit dictum 
ducem Ludovicum seniorem, suum captum, duci Heinrico 

10 de Landshut, fratrueli, maximo eius adversario et inimico 
mortali. Sed hoc non gratis aut sine spe lucri. Nam dictus 
Heinricus dedit marchioni in promptis 32 milia florenorum. 2 
Unde ille pauper et decrepitus dux Ludovicus auditis his 
fertur dixisse: Ach, quid carum ac mirum agitur nobiscum, 

15 quia facti sumus melior domino Christo. Ipse enim venditus 
est pro 30 denariis argenteis et nos pro 32 milibus flore- 
norum. Itaque Heinricus dux de Landshut gratulabundus, 
sevo animo tarnen et odioso miserum suum fratuelem [F. 287 ] 
in custodiam et captivitatem uccepit ac illum mox in Burck- 

20 hausen castrum misit ac usque ad mortem diligencius custo- 
diri mandavit. 

Igitur anno sequenti dux iste Ludovicus senior circa 
festum s apostolorum Philippi et Jacobi obiit ibidem in 
potestate et captivitate prefati Heinrici absque sacramentis 

25 et sepultus est in monasterio prope, dicto Raitenhaslach, 4 
simpliciter sine exequiis et solennitate aliqua, que assolet fieri 
principibus et magnatibus. Ipso eciam anno Heinricus dux 
de Landshut fuit concordatus cum Alberto duce de Monaco 
sie, quod solus hereditaret ipse Heinricus totara terram et 

soducatum ducis Ludovici iam mortui. Et ita consequenter 
aeeeptavit castra et opida hinc inde et possedit omnia bona 
illius. b 

» super terram Zusatx von anderer Hand. b F. 287' leer. 

1 Ostern war 1445 am 28. Marx. Ludwig starb am 7. April; 
35 vgl. Haeutle a. a. 0. S. 126. 

* So auch Ebran 140. Vgl oben S. 351, 21. Die Fortsetzung der 
deutsehen Uebersetxung der bayerischen Chronik des Andr. 712: umb 
dreysaikh tawsent gülden. 

' 1. Mai ; vgl. oben S. 351, Anm. 3 und 352, Anm. 1. 
40 4 Vgl. oben S. 352, 3. 



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23* 

Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 356 — 

[F. 288] Cap. 63. 

Von hertzog Fridrich zu Landshut. 

Andr. 90. Fridericus comee palatinus Rheni, dux Bavarie, ducis 

Steffani senioris filius neposque Ludovici cesaris, in- 
geniosior inter suos fratres erat. Nam cum ipse, SteffanusS 
et Johannes fratres eius her edi täte m dividerent paternam, princi- 
patum in Landshuet ac Burckhausen l ceteris fecit eminenciorem. Quem 
sibi retinuit promittens equivalenciam ceteris facere principatibus in 
certa pecuniarum summa. Quod et fecit, quamdiu vixit. Post mortem 
vero eius multa inde pericula misere Bavarie evenerunt. QuelO 
557. divisio in Monaco facta est feria 3. ante S. Eatherine festum, ut 

supra' habetur, 1392. 

Anno domini 137 1. 3 ecclesia S. Judoci in Landshuta 
primum facta est ecclesia parrochialis sub illustrissimo 
principe Friderico Bavarie duce comiteque palatino Rheni 15 
et Paulo episcopo Frisingensi. 4 

Hie dux primus vineas colere circa Landshut cepit. 

Anno domini 1377. obiit illustris dominaMargareta ducissa 
Bavarie filia Friderici 5 senioris, burggravii Nürembergensis. 

Fund. Anno domini 1380. diem obivit domina Anna de Neyffen20 

Andr. 124. uxor ducis Friderici. Post CUillS mortem prefatus dux duxit 
dominam Magdalenam filiam Barnabo nis prineipis Mediolanensis, 
sororem domine Thadee uxoris fratris sui ducis Steffani inlngel- 
90. stat; et sie patet, quod illi duo fratres duas sorores in uxores/*F. 288*] 
124. habuerunt. Ex qua genuit duOS fiÜOS, Hainricum et Johannem,25 
558. et tres 7 filias, Elizabet, Margaretam et Magdalenam. 8 

Domina Elizabet desponsata fuit anno domini 1401. 
Friderico burggravi o Nurembergensi, quem postea Sigismundus Roma- 
norum rex marchionem Brandeburgensem creavit. Hec domina in 

Marchia nuneupabatur pulchra Elizabet" 9 de Bavaria. Genuit 30 
quatuor filios, Fridericum, Albertum, Johannem, Fridericum, et 
unam 10 filiam Margaretam uxorem a ducis Ludovici Gipposi. 11 

a uxorem — Gipposi am Rand Hs. 

I Nach Ebran 127,2h 

* 8. 331,18. 35 

3 Vielmehr 1369; vgl. Chroniken der deutschen Städte XV, 261. 

4 Vgl dessen Urkunde bei Oefele, Her. Bote. SS. 11, 180. 
6 Vielmehr Johanns L ; vgl. oben S. 330, Anm. 5. 

6 Oefele, Her. Boic. SS. 11, 344; tgl. Neues Archiv XXIV, 702 
und 715. 40 

7 Vielmehr vier, zwei mit Namen Elisabeth, dann Margarete und 
Magdalena 

8 Andr. 90 nennt nur eine, Elisabeth, 558 aber xuei, Magdalena 
und Elisabeth. 

9 Die „schöne Else u . 45 

10 Vielmehr sieben. 

II Vgl. oben S. 352,29 ff. und 353,28 ff. 

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— 857 — 

Item domina Margarete et domina Magdalena inRaitten - 
haslach monasterio sepulte sunt. 1 

Hie dux Fridericus erat vir prudens, animosus. Multas remotas Ebran 128. 
expediciones supra facultates suas magnifice perfecit, propter quas 
5 eciam debita contraxit 

Anno domini 1393. Serenissimus prineeps ac dominus, Füetr. 206. 
dominus Fridericus dux Bavarie, comes palatinus Rheni, in 

Bohemiam transiens in via obiit in die S. Barbare 2 , exenteratus A , 
sepultus in Felicisvallis, 8 relinquens duos filios, Johannera 
10 et Hainricum. 

Dux F. dum vixit, ve tota Bavaria dixit. 
Nunc crevit in peius; est dux quilibet eius. b 
Anno domini 1396. in vigilia S. Thome apostoli 4 obiit 
dominus Johannes dux Bavarie, filius domini Friderici comitis 
lopalatini Rheni Bavarieque ducis, sepultus in monasterio 
Raittenhaslach. 5 

Anno domini 1404. obiit domina Magdalena deMediolano, 
ducissa Bavarie, relicta ducis Friderici, in die S. Alexii 
confessoris 6 alias Bartolomei apostoli. 7 

20 [F. 289] Anno domini 1382. rex Wenceslaus, cum civi- Andr. 112* 

talea Romani imperii de diversis incomodis sibi conquererentur o , cum 
eis ligam fecit. In qua erant omnes civitates Romani imperii per Almaniam 
et archiepiscopus Salczeburgensis et civitas Ratispona. Succedentibus 
igitur sibi invicem malis Wenceslaus rex civitates iuvare dissimulat. 

25Lis igitur inter civitates Romani imperii et non solum illos tres 
fratres duces Bavarie, sed et omnes prineipes Almanie concitatur. 
Pilgrimus archiepiscopus Saltzeburgensis , nacione Australis de 
Puechaim 9 , in monasterio Raittenhaslach in treugis capitur, et inter- 

dictum per totam illam provinciam observatur. Sed dum 
30 remisse custodiretur, pedester in opidum suum Titmaning 
evasit. 10 

» exenteratus — FelicisvaUis am Rand Es. * diese zwei Verse 
sind an den unteren Rand von F. 288' geschrieben, c conquerentur Es. 

1 Eaeutle, Genealogie S. 112. Quelle ist wahrscheinlich der Appendix 
35 xum Liber defunetorum genealogieus Raitenhaslacensis, Mon. Qerm. hist, 

Necrol. II, 260. Die bei Eaeutle erwähnten Ptafondtafeln stammen erst 
aus der 1737-1743 erfolgten Restauration der Klosterkirche (Kunstdenk - 
male des Königreichs Bayern I, III, 2596). 

2 4. Dezember. 

40 3 Gegen eine andere Nachricht siehe Eaeutle a. a. 0. 

4 20. Dezember. 

5 Eaeutle a. a. 0. Quelle ist wahrscheinlich das Neorologium Raiten- 
haslacense; Mon. Oerm. hist., Necrol. 1I 9 282. 

6 17. Juli. Quelle? 

45 7 24. Aug. So das Necrologium Raitenhaslacense a. a. 0. S. 274. 

8 Vgl. oben S. 257, wo derselbe Text verwendet ist. 

9 Puchheim. 

10 Ebenso oben S. 257,26. 

n Pnnol" 1 Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 358 — 

Ebran 128. Anno domini 1387. civitates imperiales sua potencia per- 

transierunt Bavariam ab Augusta usque ad Abach incendiis, predis ac 
aliiß incomodis terram devastantes. 8ed in reversione in campo Lici 
per ducem Steffanum et suos l sunt profligati.» 

Andr. 112} Rupertus comes palatinus Rheni, qui et poetea rex Romanorum, 5 

in monte ex opposito civitati Ratispone contra ipsam castra metatur. 
Castrum Stauff a ducibus Bavarie Friderico de Landshuet, Steffano 
de Ingelstat eiusque filio Ludovico, Johanne de Monaco ei usque filio 
Ernesto, Alberto de Straubing necnon predicto Ruperto otaidetur./'.F. 289* J 
Anno domini 1388. forus ibidem 3 assultu impetitur et obtinetur, con- 10 
gregacio principum per obsidionem impugnato y sed non expugnato dicto 
castro dissolvitur, preurbium Ratisponense a Ratisponensibus subvertitur, 
et hoc erat damnum non reparabile raonasterio S. Magni; erat enim 
iam in meta, ut dictum monasterium subverteretur, quod tarnen divina 
113. clemencia non est factum. Fit denique eodem anno in die S. Briccii 15 
a quibusdam de militibus principum et Ratisponensibus in campo ante 
portam S. Jacobi prope montem dictum Purgerberg eonflictus , ubi 
postremo a Ratisponensibus triumphatur. 
Lirer k 8 u. Eodem anno in vigilia Bartolomei apostoli factum est bellum 

Ebran 128/9. per Eberhardum* comitem de Württemberg et Ulricum filium eius20 
protunc occisum cum civitatibus imperialibus in Tef fingen prope Wilam, 
ubi ipse dominus de Wirttemberg gloriose triumphavit. Ex quo 
bello muitas divicias acquisivit, quoniam Rupertus palatinus sibi 
plures milites miserat. 

1389. principes et civitates de liga f uerunt concordati 25 
per electores imperii demptis quatuor civitatibus. 

Andr. 113. In illo tempore Johannes dictus der guidein Zenger per impigno- 

racionem 14 milium florenorum tenuit preurbium Ratisponense et New- 
burck secus Danubium. Hie quia in indignacione principum erat, cum 
cognacione sui nominis iunxit se Ratisponensibus. Dum autem per 30 
placitacionem ad concordiam ventum esset, ipsum preurbium et opidum 
Newburck prineipibus libere resignatur, dieta autem summa florenorum 
a Ratisponensibus ipsi Zenger pro talione fienda prineipibus solvitur. 

Cap. 64. 

De duce Hainrico in Landshut. 35 

Füetr.209. [F. 290] Hainricus dux Bavarie inferioris admodum puer in 

ducatu patri successit. Defuncto fratre suo Johanne 4 solus 
dueavit. 

* Erhardum Hs. 

1 Die Quelle sagt: von den ffirsten. 40 

2 Ebenso oben S. 257. 
8 Vgl. oben S. 257, Anm. 5. 

Vgl oben S. 357 \ 13 ff. 

C* c\r\ci\ B Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



4 



— 359 — 

Anno dorn in i 1408. in ebdomada 4. pasce factum est tornea- Andr. 121. 
juentum Ratispone presentibus Bteffano, Wilhelmo * et Hainrico ducibus 
Bavarie. 

De occisione civium Landshutensium. 2 

5 Eodemanno iDgens ortura est disturbium in civitate Lands- Füetr. 3 209. 

hutensi. Nam dux Hainricus aduc iuvenis privilegia, que genitor 
suus, dux Fridericus, civitati Landshute large dederat, noluit conservare 
nee confirmare. At ipsi cives super his coram rege Bomanorum se 
iusticiam aeeepturos asserebant. Quod contemptui babuit adolescens 

10 prineeps Hainricus, 4 pociores ex senatu capti vavit, quendam Pelchinger 4 , 
Martinum de Asch, Leonardum Kettnär ac Johannem Mospurger, quos 
a civitate et ducatu evo proscripsit et bonis omnibus privavit De quo 
non solum illi, sed et euneti senatus consiliarii dolebant et mit- 
ten tes ad eos clam, quonam possint inveniri. Quadam itaque noete2iö. 

15 venientes ad Landshutam, ubi in littore a quodam cive dicto Deutrico 
Racket per mumm in eius domum intromissi. Id qua pociores com- 
munitatis cum consiliariis consilio traetabant, quid ulterius sit in hac 
re agendum. Sed quia prefatus Räckel uxorem habuit horum omnium 
consciam, quam quidam in curia prineipis aulicus 6 amavit, cui ad eam 

20venienti cum protestacione, ne eam traderet, singula predieta secreta 
narravit [F. 290'] per ordinem et in huius rei evidens argumentum 
eciam locum eorum consilii ostendit. Quibus pereeptis illico castrum 
ascendit e t magistro curie Georgio Ahaymmer ac Sigismundo Apfen- 
taler euneta, que audivit et vidit, intimavit. Qui statim hec ad prin- 

25cipem detulerunt. Subito igitur congregatis aulicis ac aliis, quos 
habere potuit, immaniter irruit dux in suos proprios cives eos 
capiendo repente, insuper alios crudeliter oeeidit, alios cecavit, alios in 
exilium cum uxoribus et liberis misit, sed et eunetos substaneiis privavit 
plurimi tarnen per muros aut absconse evaserunt. Hec Ulricus 

so Fuetrer. 

Attamen frater Andreas de S. Magno Ratispone aliter, 
videlicet in hunc, qui sequitur, modum, predietam describit 
historiam : 

Circa festum Bartolomei apos toli Hainricus dux aduc adolescens Andr. 121. 

35 exercitum magnum congregat famam faciens, quod in auxilium venire 
velit ducibus Austrie, sed dolose. Invitat enim consules civitatis in 
Landshuet in castrum suum ibidem situm quasi commendaturus ipsis 
in suaabsencia prineipatus sui regimen. Quos omnes prandio peracto 
decapitari 6 fecit cogens minis quam plures alios sibi ex dieta civitate 

40 l Vgl oben S. 332, Anm. 5. 

* Vgl. zur folgenden Erzählung Riexler, Geschichte Baierns III, 
& 202 ff. 

8 Ebran verschweigt diese Vorfalle ganz, weil sein Vater dabei 
eine nicht rühmliche Rolle spielte; vgl. Spülers Anm. 1 zu Füetr. 210. 
45 4 Vielmehr Pätzinger; vgl. Riezler, Geschichte Baierns III f 205. 

5 Nach Aventin des Chronisten Hafis Ebran von Wildenberg Vater 
Ulrich Ebran. 

6 Das sagt Andr. nicht. Bei ihm heisst es an dieser Stelle nur ; 
50 captivavit. Daraus scheint bei Arnpeck infolge Irrtums das ähnlich 

klingende decapitari entstanden zu sein* 



. r^nrmL* Original frarn 

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— 360 — 

captivos presentart. Quos cum predictis consulibus numero fere 40 
pecuniaria pena damnavit. Propter quod anno 1 sequenti in die 
parasceves orta sedicione in dicta civitate una pars castrum ibidem 
aggreditur, sed frustra in civitatem regreditur. Ob quod dictus Hainricus 
multos [ F. 291] miserabili morte damnavit, alios vero proscriptos unacum 5 
uxoribus et liberis* eorum in exilium misit. Causa autem originalis 
huius rei, sicut dicitur, odium nobilium in cives 8 fuit. Hec ille. 

Sed ego hanc historiam in hunc modum didici, qui 
sequitur : 

Princeps Hainricus cum aduc puer esset, in sua habuit 10 
curia quosdam nobiles, videlicet Casparum Frauwnhofer, 
Erasmum Preysinger et Albanum Klosner etc. .Hü ducem 
rexerunt et bona ipsius dissipabant. Que mala sui fideles 
cives videre non valentes cogitaverunt intercipere et pre- 
fatos nobiles capere et regimen sui principis in melius com- 15 
mutare. Quibus per traditamenta cognitis ipsi dicti nobiles 
ordine perverso suggesserunt duci, quod eum captivare in- 
tenderent. Qui nimium credulus contra proprios cives in- 
surrexit et, ut prefertur, in diversis locis et penis mactavit. 
De quo tarnen postea, cum sibi in consilio a Constanciensi 20 
obiceretur, per puericiam se excusans multum doluit. 
Füetr.210 Cum autcm adultus /actus esset, Hainricus pacificus et strennui 

u. Ebran 141. iudicis officium in terra sua stricte servavit. Nam predones, latrones 
142. geu malefactores, quoscunque reperit, sine misericordia occidi fecit 
Füetr. 210. nec e j ßC j em u n us graciam impetrare potuit. Eapropter terra Bua firma 25 

'pace fruebatur, 
Ebran 141. Hie Hainricus duas expediciones in Prusiam in favorem fidei 

nostre et crueiferorum [F. 29V] de domo Teutonicorum contra 
Wladislaum regem Polonie et fratrem eius Bitoldum ducem LittUOVie 
et Scbiderbalenn fecit, qui duo aduc pagani erant, eo tempore, quo 30 
fratres teutonici bellum perdiderunt et magister ordinis nacione de 
Junging cum 600 crueiferis interfecti sunt. 
Andr. 151 u. Anno domini 1412. Hainricus duxit in uxorem Margare tam 

56Ö, filiam Älberti ducis Austrie, Stirie, b Karinthie b etC. b , sororem Alberti 
Ebran 142. postea regis Romanorum etc., et nupeias cum ea circa ventum c 35 
Katharine 4 celebravit. Ex qua genuit tres filios, Albertum, 
143. Fridericum et Ludovicum, 5 et tres filias, Johannam, 6 Elizabet et 

a so Hs. b später hinzugefügt Bs. c so Hs. 

1 Hier fehlt das Wort seeundo der Quelle. 40 

* Aus Füetr. 210 : mit weyben und kinden ; vgl. oben S. 359, 28. 

3 Eier unterschlägt Arnpeek die nicht unwesentlichen Worte des 
Andreas-, et quodammodo presumpeio civium. 

4 25. November ; an diesem Tage fand 1412 die Hochzeit xu Lands- 
hut statt. 45 

6 Ebran nennt nur einen Sohn, Ludwig, und xwei Tochter. 
6 Vgl. Anm. 1 der folgenden Seite. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 361 — 
N. monialem in monasterio Felicisvallis. Johanna 1 desponsata 

fuit anno domini 1427. 1 duci Bavarie Ottoni in Mospach. Elizabet 
doxit in uxorem Udalricus comes de Württemberg in Stuedgartten. 
Idem etenim comes tres habuit uxores : Prima fuit filia Adolfi Cf. Andr.480. 
5 ducis de Clivis Margarets vidua Wilhelmi ducis Bavarie de 
Monaco, 1 secunda Elizabet prefata, filia huiu8 Hainrici 
ducis Bavarie, ex qua genuit Eberhardum iuniorem, tercia 
Margareta relicta Ludovici comitis palatini Rheni, filia 
Amodei ducis Subaudie, postea electi pape. 3 

10 Hie dux Hainricus devote servivit beate virgini Marie et Ebran 141. 

multiphariam multisque modis omni die Babbati eam veneratus est. 

[F.292] Erga universos se humilem exhibuit, peeuniam tarnen nimium Füetr. 211. 

dilexit. Apud mulieres pudicum se ostendit; insuper voluit familiäres Ebran 141. 

eius sie facere. Tanta pace terra sua abundabat, ut, quocienseunque 142. 
15mercatores in eam veniebant, dixerunt: Nunc sumus in orto rosarum 

nee salvo conduetu indigemus ; securi enim sumus. Similiter et latrones 

aiebant: Festinemus egredi banc terram; nulluni siquidem hie prineeps 

sinit vivere. In ea namque a lupi suspenduntur sicut et fures. 

Albertus filius ducis Hainrici obiit anno domini 1416. 
20sepultus in Raittenhaslach. 4 

Fridericus natus Hainrici ducis eodem b anno b 8. b Non. 
Junii 5 diem ultimum clausit sepultusque in monasterio Raitten- 
haslach. Ambo in iuventute vel pocius in puericia sua 
obierunt. 
25 Qualiter autem Hainricus patruum suum Ludovicum 

ducem in Constancia maetaverit, habetur supra 6 in historia 
prefati Ludovici. 

Hie prineeps utiliter sibi et suis subditis dueavit. Prim um Ebran 142. 

namque pauper erat, 7 post concilium autem Constanciense 

30 plus circumspectus et providus fuit. Idcirco divicie sibi et 

suis quotidie affluebant, et factus est locuplete locuplecior. Tale 

itaque perutile regimen dumtaxat per 6uos pociores et sapienciores 
perfecit, p au cos hospites in consilio suo habuit Cum autem saniori 

• nanque Hs. b korr. aas quarto Hs. 

35 * Den Namen und die Jahrxahl, welche Ebran nicht angibt^ tcohl 

aus Andr. 467 \ %co die Notiz von Ottos Heirat unter anderen xum Jahre 
1427 enthalten ist. 

• Vgl. unten Kap. 69. 

3 Vgl. oben 8. 262, 37 ff. 
40 4 Quelle i*t wahrscheinlich das Necrologium Raitenhaslacense ; 

Mon. Qerm. hist., Necrol. II, 260. 

6 Unmögliche Datierung. Friedrich starb 1. Id. Junii = 7. Juni; 
vgl. Necrol. II, 260 und 270. 

• & 341 f. 

45 7 Vgl. Füetr. 211 : Und was nit in gutten vermügen in angen (so 

ist xu verbessern aus augep) seiner regirung. 

Original frorn 

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— 362 — 

consilio opus erat, ex cathe-^-F.i^ydralibufl ecclesiis Frisingensi, Ratis- 
ponensi aut Pataviensi iurisperitoset quosdam suoe prelatos advocavit, 
a quibus Sana elicuit COnsilia. Ex his itaque provide factis pace 
bona abundabat et grandem thesaurum super omnes maiores suos in 
turrim in Burckhausen congregavit. Feras deniq ue nimis avide amavit 5 
et paucas ex eis capi penn iß it. Ideo multiplicate sunt nimium et multa 
damna in bladis et aliis terre fructibus suis subditis intulerunt Insuper 
Judeos ardenter fovit In adolescencia sua hie prineeps multa bella 
cum patruo suo, duce Ludovico de Ingelstat gessit. Que in dicti 
Ludovici historia supra 1 clarius descripta sunt. 10 

Margareta inclita* Bavarie a ducissa ex Austria, uxor 
Hainrici, diem obivit nativitatis Christi 2 anno domini 1447. 
sepulta in Raitenhaslach. 3 
Ebranl42. Post mortem ducis Ludovici senioris dux Hainricus terram 

suam hereditario iure sibi usurpavit. 15 

Anno domini 1450. sub papa Nicoiao V. iubileus Rome 
celebratus est. Cum autem dux Hainricus Romam ire dis- 
poneret, infirmatus in Landshut in die Abdon et Sennes 4 
de mane infra 5. et 6. horas viam universe carnis ingressus 
in monasterio Felicisvallis aput maiores suos sepultus. 5 2° 
Illico fllius eius Ludovicus inferiorem superioremque Bavariam 
in dedicionem aeeepit. 

b Sequenti anno plenarias indulgencias dictus papa 
Nicolaus dedit in Frisingam et alias ecclesias cathedrales 
inAlmania per legatum suum a latere, cardinalem Nicolauni 25 
de Cusa. 6 

[F. 293] Cap. 65. 

De duce Ludovico prepotente in Landshut. 

Ludovicus comes palatinus Rheni, dux Bavarie in- 
ferioris superiorisque, comes in Grainspach 7 et im Rottal, 8 30 

E. Silvio, fiüus ducis Hainrici neposque ex sorore Alberti regis, magn 
Europa g 3. 

a am Rand mit Einfügungsxeichen. b der folgende Abschnitt ist 
später kinxugeschrieben. 

1 S. 342 ff. 

2 24. Dexember. 35 
* Quelle ist wahrscheinlich das Necrologium Raitenhaslacense a. a. 0. } 

S. 283. 

4 30. Juli. 

6 Vgl. das Necrologium Saeldentalense; Mon. Germ, hist, Necro- 
logia ///, 365. 40 

6 Ueber die Legation des Nikolaus von Cusa 1451 vgl. Jäger, Der 
Streit des Cardinais Nicolaus von Cusa mit dem Herzoge Sigmund von 
Oesterreich als Grafen von Tirol, S. 29 ff. 

7 Graisbach. 

9 Woher stammt diese merkwürdige Titelxusammenstellung? 45 

n f"*rtonl - Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 363 — 

animi adolescens, glorie cupidus, pecaniarum contemptor et in belüg Füetr. 211. 
Tictoriosus ac animosas. Qai in principio sui regiminis una die E. Silvio l. c. 
S. a Francisci al una hora in terra sua Jadeos omnes publice 
positis edictis captivavit, bonis suis spoliavit et e suis dominus 
öOmnino exterminavit. 

Primo ducatus sui anno torneamentum in Ingolstat 
habuit 1451. 

Omeliam fiJiam Friderici ducis Saxonie et margravii E. Silvio l. c. 
Misnensis, neptem ex SOrore imperatoris Friderici, uxorem duxit ' r * 

lONupcie magnifice in Landshuta celebrate sunt anno domini 
1452. in carnisprivio * presentibus personaliter Alberto roar- 
chione Brandenburgensi electore, Friderico comite palatino 
Rheni, Sigismundo 3 archiepiscopo Salczeburgensi, Johanne et 
Sigismundo fratribus adolescentulis, ducibus Bavarie, Johanne 

15 Gruenwalder episcopo Frisingensi, Udalrico electo Pata- 
viensi, Carolo acPernhardo marchionibusBadensibus, Udalrico 
[F. 293' J comite de Württemberg pluribusque aliis principibus, 
comitibus, prelatis, baronibus, militibus ac nobilibus. Insuper 
duo peracta sunt torneamenta feria 3. 4 , unum ante prandium, 

20alterum post, ne inter pociores duos principes, dominum 
videlicet palatinum et marchionem Albertum, aliqua dissensio 
oriretur ; quivis enim eorum magnam advexit miliciam. Hec 
nihilominus nupcie copiosis victibus ac sumptibus preciosissime 
sunt consummate. Deinde in quadragesima omnes cum 

25gaudio bona pace in propria sunt reversi. 

De nativitate ducis Georgii. 

Hie Ludovicus ex uxore sua Omelia genuit filiam nomine Mar- Ebran 153 u. 
garetam, que postea Philippo palatino desponsata fuit, et filium nomine Füetr, 213. 
Georgium, quem Sigismundus archiepiscopus Salczeburgensis 
30 anno domini 1455. in festo assumpeionis B. Marie virginis 6 
in ecclesia parrochiali S. Martini in Landshuta e sacro fönte 
levavit. 

* am Band mit Einfügung szeichen. 

1 4. Oktober. Di» genauer unterrichtete Landshuter Batechronik 
35 gibt den „fünften Tag Oetobris' 1 , den „Montag nach Francisei" 1451 als 
den Tag der Gefangennahme der Juden an; Chroniken der deutschen 
Städte XV, 300. 

* In der Fastnacht. Nach der Landshuter Ratschronik (a. a. 0., S. 302) 
dauerte die Hochzeit vom 13. — 27. Februar. 

40 » Vielmehr Friedrich IV. von Emmerberg, Erxbischof von Salzburg, 

der bald darauf, am 4. April 1452, starb. 

* Vgl. zu diesem Datum Chroniken der deutschen Städte XV, 302. 

* 15. August. Vgl. Haeutle, Genealogie S. 115. 

Original from 



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— 364 — 

Hie dux Ludovicus humiliavit cives in Dinckelspuchel. 1 
Hie erat prineeps locupletissimus, quapropter in multis 

Ebran 152 u. regionibllS cognominabatur dives dux, quia* genitor suus ingentem 
•""thesaurum sibi in turri in Burckhausen* reliquit. [F. 294] In- 
E. Silvio, super totus paeificus; multas enim Germanie lites auetoritate sua 5 
Europa g 3. composuit, quamvis sepe multum conatus reconciliari cesari Ladislaum 

regem nequiverit. Ex hoc evepit, quod plures remotas perfecit 
expediciones, ut ad Eenum, in Siesie Wratislaviam, in 
Boemie Pragam, in Wiennam Austrie, ad alia remota loca. 
Quam ob rem a plerisque pacis factor appellabatur. Plures 10 
insuper peregrinaciones devote peregit. Nee permisit se 
contra clerum quovis modo incitan. Religiosas ac devotas 
personas plurimum dilexit. Ipse reformari fecit in civitate 
sua Landshuta monasterium predicatorum, cenobium saneti- 
monialium Felicisvallis ordinis Cisterciensis 1465. et domum 15 
fratrum minorum auetoritate apostolica anno domini 1466. 
in profesto 8 conversionis S. Pauli. Cuius commissarius seu 
executor apostolicus erat Johannes Tuelbeck episcopus Frisin- 
gensis.* Similiter sequenti mense Februario eadem auetori- 
tate monasterium fratrum minorum in Ingelstat. Privilegia 20 
denique suis civibus perfecte servavit. Liberalis insuper 
erat; sepe multumque suos officiales et clericos, maxime 
mulieres, carnibus ferinis ac escis de sua tabula remunerabat 
In omnibus sanete ecclesie obediens fuit. 

[F. 294'] Werd. 25 

Est itaque advertendum, quod civitas Werdea Suevica 
pristinis temporibus ad domum Bavarie pertinebat, sed 
imperio impignorata. Quam recuperare volens hie dux Ludo- 
vicus aqno domini 1458. in ebdomada 5 ante Michaelis cum 
suis provincialibus eam obsedit. Cui auxilio fuerunt in 30 
propriis personis Albertus marchio Brandenburgensis, Fri- 

» Burckhauser Hs. 

1 1456. Vgl. Kluekhohn, Ludwig der Reielie, S. 82 f., Riexler, 
Geschichte Baierns 111,377. 

* Zwei getrennte Stellen Ebram sind hier vereinigt. Etwas abweichend 35 
sagt Ebran selbst (152): das man in nennt den reichen hertzog von 
Beim : das geschach der ursach halben, das der fürst als einen grossen 
fürstlichen hof hielt. 

8 24. Januar. 

1 Vgl. Meichelbeck, Historia Frisingensis II, 1, 258 f. 40 

6 17.— 23. September. Die üebergabe erfolgte am 19. Oktober; 
Chroniken der deutschen Städte XV, 307. 

n f~*f^onl - Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 365 — 

dericus comes palatinus Rheni, 1 Otto et Johannes duces 
Bavarie, Udalricus comes de Wirttemberg ac multi alii 
comites, barones, milites et nobiles. Cum autem cives 
viderent se tanta obsessos potencia, sponte dederunt se 
öprincipi. Postea tarnen per placitacionem eam iterato im- 
perio resignavit. 

De bello eius contra marchionem. 

Albertus marchio Brandenburgensis, burckgraviusNürem- 
bergensis, conatus est novam iurisdiccionem instituere R , ut 

10 vir quiscunque posset alium ex Bavaria ad suum castrum 
Carelspurg* auctoritate imperiali evocare seu citare. Que 
inaudita novitas tolleranda non fuit. Ideo hac occasione 
plurima bella exorta fuerunt inter prefatum marchionem 
Albertum et ducem Bavarie Ludovicum, ita ut invicem 

15 defedarent. 

Eistet. 

Sed quia Johannes de Aich episcopus Eistetensis erat 
in liga cum dicto marchione, ea causa anno domini 1460. 
in quadragesima ipse dux Ludovicus ciVitatem Eistetensem 

20 potenter [F. 295] obsedit. Quod cum marchio impedire non 
posset nee civitatem ab obsessione liberare, ipso festo saneto 
pasce 8 episcopus duci se subiecit et unacum capitulo per- 
petuam cum domo Bavarie confederacionem confecit. Dein- 
ceps dux exercitum suum in fines ipsius marchionis induxit 

25 et opidum Rot * obsidione cinxit ac in dedicionem aeeepit 
et ibi in loco prope castra metatus est. Habuit enim secum 
suos provinciales plerosque ex Bohemia stipendiarios eique 
auxilio fuerunt duo potentissimi episcopi cum sua copiosa 
milicia, Herbipolensis 5 et Bambergensis r >, ac Otto dux 

30 Bavarie de Novoforo b . Ex opposito autem quasi spacio 
quartalis miliaris marchio Albertus castra sua posuit. Cui 

ft institure Ea. •> prineepsque Wilhelmus comes de Hennberg, vir 
utique actibus militaribus ezercitatus, qui pocius voluit comitatum suum 
perdere quam fidem auam duci Ludowico frangere in finemque secum 
35 permansit von einer Hand des 16. Jhdts. am Rande hinzugefügt. 

1 Vgl. oben S. 268,2. 

* Kadolxburg. 
9 13. April. 

* Roth am Sand. 

40 s Johann von Grumbach. 

8 Georg von Schaumberg. 



byG< 



IC 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 366 — 

in auxilium ad eius instanciam et peticiones Wilhelmus dux 
Saxonie, lantgravius Thuringie, advenit. Predicti itaque 
principes aliquamdiu suis in castris silenter perseverarunt, 
nee quispiam alterum aggredi ausus erat. Quodam igitur 
die sabbato quidam repente e castris marchionis alios de 5 
exercitu ducis violenter per vadum fluminis, quod inter 
amborum castra defluebat, aggrediuntur, sed infauste, quoniam 
quidam comes de Kirchperg cum aliis quibusdam interfecti 
sunt. Deinceps treuge facte sunt inter prefatos principes* 
marchionem Albertum et ducem Ludovicum. Wilhelmus 10 
autem dux Saxonie in Thuringiam reversus visa potencia 
ducis Ludovici postea nullo modo ad revertendum inclinari 
potuit. Dux vero Ludovicus opidum Rot potenter possedit. 
[F. 295'] Sequenti itaque anno 1461. marchio pacis 
treugas fregit. Quam ob rem eius terram dux Ludovicus 15 
armata manu ingressus 18 castra et opida sibi ademit. 
Novissime Novam Civitatem l inFranconia obsedit adiuvantibus 
in propriis personis Friderico comite palatino, 2 episcopis 
Herbipolensi ac Bambergensi et duce Ottone. Civitas igitur 
dedit se duci. Deinde, quia hiemps erat, prelibati principes 20 
ad propria redierunt, Dux vero Ludovicus in castris, opidis 
ac castellis prefectos instituit, quibus ea fideliter custodienda 
commisit, et ita domum rediit. Ecce, quid mirum, nee 
marchio quievit. In profesto 3 etenim S. Katherine simul- 
tantibus civibus in nocte Novam Civitatem ingressus Bavaros 25 
custodes civitatis aliquos dormientes, alios ludentes reperit. 
Quorum capitaneus seu prefectus quidam Satelpoger iuvenis 
miles erat, quem in ludo repertum cum aliis captivavit. 
Quem tarnen dux noluit redimere, donec genitor eius sequenti 
anno marchioni quendam nobilem cepit, pro quo fuit a captivi- 30 
täte liberatus. Nam dux nullum ipsorum liberare voluit 
propter eorum negligenciam. Denique marchio omnia castra 
ac castella pridem amissa illico in dedicionem aeeepit ex- 
cepto opido Rot, cuius opidani fideliter steterunt. Dux 
siquidem Ludovicus adBoemie Pragam b 4 et per promissionem 35 
matrimonii Georgium de [F. 296] Bodobra tunc regem in 
suam partem declinavit. Ideo potuit habere Boemos tot, quot 

» prineeps Es. b hier fehlt das Verbum. 

1 Neustadt a. d. Aisck. 

? Vgl. oben S. 268, 3. 40 

3 24. November. Vgl. Kluckhohn, Ludwig der Reiche, S. 205. 

4 Vgl Kluckhohn a. a. 0., S. 144, Anm. 2. 

.. Prvnnlp Original frorn 

Jigitized öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 367 — 

volebat. Similiter ex Anstria quosdam stipendiarios fortes, 
qui se fratres nuncupabant, habuit ad votum. Solito frigidior 
hiemps inhorruerat ; cuius frigore vehementi Danubius ex 
integro congelatus erat. Ex quo marchio presumens duci 

5 plurima facile inferre Documenta transivit itaque DaDubium 
apud opidum Rain. Cui ducis milicia occurrens restitit ac 
impedivit, ut non noceret tantum, quantum volebat. Fuit 
autem capitaneus strenuus miles Teseres de Frawnhofen in 
milicie arte plurimum imbutus. Non minus tarnen marchio 

10 quedam castra duci ademit, Grainspach x combussit, Monbairo 
in dedicionem accepit. Marchio itaque Albertus tantum 
apud cesarem Fridericum perfecit, ut omnes imperiales civi- 
tates exceptis Nuremberga et Weissenburga, que se apud 
imperatorem eximebant, ad defedandum ipsi duci Ludovico 

I5incitavit. Reversus itaque Bavarie dux Ludovicus vires 
collegit et Sueviam potenti manu intravit ac grandem 
villam Nab 2 nuncupatam illico cepit, depredavit et destruxit 
multaque damna suis intulit adversariis. Marchio autem 
cum civitatibus imperii apud civitatem imperialem Giegen * 8 

20 castra metatus repugnaculum cum curribus firmavit. Quod 
audiens ipse dux cum nobilibus et sapientibus, qui ei ex 
[F. 296'] more astabant, consilio inito cum inimicis bellare 
deliberavit. Spes autem christianissimi principis in deum 
elevabatur, ut absque magna humani sanguinis effusione 

25 victoriam obtineret. Mariam virginem devotissime imploravit. 
Illic igitur creantur milites, 4 primum ipse dux, deinde 
Johannes dominus Verone de la Scala, Sigismundus et 
Georgius fratres de Layming, Wolfgangus de Rorbacb, 
Hainricus de Staudach, Engelhardus de Weichs, Wilhelmus 

30Zainrüd, insuper capitaneus fratrum de Austria, qui dictus 
postea fuit vulgariter miles Augustinus, ac plures alii, 
quorum nomina mihi non sunt nota. Capitanei fuerunt 
Teseres de Frawnhofen super milites et nobiles, Jan Holup 
super provinciales, vexillifer Georius de Kammer vice comitis 

35 de Artenberg 5 . Quidam autem suadebant principi, ut ad 
locum tutum secederet. Qui ait : Nequaquam, sed hodie aut 

* 80 Es. 

1 Qraisbach. 

* Langennau bei Ulm; vgl. Füeir. 212. 
40 3 Giengen. 

4 lieber den Ritterschlag vgl. die Aufzeichnung des Hans Magens- 
reitter, gedr. bei Oefele, Her. Boie. SS. I, 397 f. 

* Ortenburg. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

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— 368 — 

vivus aut mortuus cum meis subditis provincialibus per- 
severabo. Quod cunctos, qui audierant, letificavit. Acies 
itaque cum suis membris sapienter ordinantur. Vexillum 
Bavarie volat; cretafuit: virgo Maria; Signum folia quercus. 
Ibant igitur caute contra hostes. Econtra marchio plurimas 5 
ex bumbardis sagittas emittebat, sed omnes nimis alte; ideo 
neminem ledebant, ex quo perterritus fuit. Exercitus ita- 
que ducis [F. 297] firmamentum curruum animose aggreditur, 
primumque currum comes Wolfgangus de Schawnberg vir 
imperterritus pedester sua manu amovit in nomine virginislO 
Marie. Deinde dux et alii hoc firmamentum curruum omnino 
fregerunt et ingressum fecerunt. Quod videns marchio 
perterritus nimium oblitus sue innate fortitudinis in fugam 
se convertit. Quem fugientem quidam in civitatem insecuntur, 
sed ipse velocius per civitatem turpiter aufugit. Ibi alii 15 
occiduntur, alii in fluvio Premss 1 submerguntur, multi vero 
comites, nobiles, milites ac cives capiuntur, inter quos 
quidam comes de Werdenberg, qui vexillum imperii detulit. 
Utensilia insuper marchionis argentea et aurea cum equis 
optimis ac aliis bonis plurimis per predam rapiuntur. Per- 20 
petrata est hec victoria anno domini 1462. die 18. 2 mensis 
Julii. Versus a : 

Post mille quatuor C LX duoque 

Dux Bavarorum prostravit cetum Suevorum 

Atque Francorum simul marchionem caput horum 25 

In Suevia terra; pecierunt pacem pro guerra. 

Pro qua gloriosa victoria ipse dux cum suis laudes 
et graciarum acciones deo et gloriose virgini Marie dedit 
ac post tres dies cum gaudio ad lares revertitur proprios. 
Est tarnen pie credendum, quod clerus dominii sui oracionibus 30 
suis devotis hanc victoriam a deo impetravit et promeruit 
ac precipue sua uxor devotissima Omelia, que hac tempestate 
plures peregrinaciones nudis pedibus ardenter unacum aliis 
deo devotis perfecit. 

Deinde statuta fuit dieta Ratispone. Ubi sepedicti35 
duo principes marchio Albertus [F. 297'] et dux Ludovicus 
ad plenum fuerunt concordati, captivi libertati b dediti, castra 
ac opida suis propriis dominis restituta. 

a die Verse sind an den Band von F. 296 gesehrieben. t> liberati Hs. 

1 Brenx. 40 

2 Vielmefir am 19. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 369 — 

Deinceps ipse dux Ludovicus putans se turrim in 
Burckhausen per bella trienalia nimium evacuasse ad pro- 
videnduni de futuris, dum cum colore aliquo non posset 
steuram seu exaccionem a suis subditis exigere, petivit 
5mutuum, pro quo prelatis ac aliis litteras debiti sub suo 
sigillo dedit. Quorum aliqui sunt soluti, alii autem, ut 
timendum est, in novissimo die solventur. 

1467. fratres minores* capitulum generale in Landshut. 6 
.Hie Ludovicus primuni vehementer amavit suam uxorem 
10 cohabitantem sibi in Landshuta, deinde locavit eam in Burck- 
hausen. Ubi cum ea filius eius Georgius educatus est. 

De introduccione filii sui ducis Georgii. 
Elapsis quibusdam annis dux Ludovicus ex Burckhausen 
voeavit filium suum Georgium et eum cum aulicis suis 

löcanentibus tubis cum plausu magno et gloria ut dominum 
regentem in civitatem suam Landshut intrare fecit. Gui 
totus clerus tarn religiosus quam secularis melioribus vestibus 
sacris indutus cum reliquiis sanetorum et omnis populus, 
maxime mulieres nitide ornate, oecurrit. Quem in quodam 

20amplo prato ante avene 1 portam ut proprium dominum 
suseeperunt et cum reverencia ingenti usque in S. Martini 
ecclesiam deduxerunt. Cantor vero [F, 298] imposuit re- 
sponsorium : Tua est potencia, quod in dieta ecclesia termi- 
navit. Finita autem hac laudabili processione singuli ad 

25propria redierunt. Sed quia eadem hora ninxit c , ideo ornatus 
detrimenta exinde senserunt. Acta sunt hec anno domini 
1468. de mense Novembri. 2 

In crastino cives Landshutenses iurarunt ei ut suo 
domino. Deinceps genitor suus raisit eum in possessionem 

30 omnium civitatum, castellorum, castrorum et tocius ducatus 
sui. Qui omnes fidelitatem ei iurarunt. Reservavit sibi 
tarnen pater auetoritatem regendi ad vitam suam. 

Incidentalia. 
Eodem anno 8 ineepta est universitas Fribergensis. 
35 1469. Nigrapunt 4 capta est. 

a b*e« Hs. * b dieser Satx am Rand, c statt gignit der Hs. 

1 Falsche Latinisierung für da» Habran- (Hagrain-) Tor ; vgl. 
Chroniken der deutschen Städte XV, 289, Anm. 4. 

* Am 9. November; vgl. Chroniken a. a. O., S. 315. 

40 * Unrichtig. Die Universität Freiburg im Breisgau wurde 1457 

gestiftet und 1460 eröffnet. 

* Negroponte (Subita) wurde 1470 von den Türken erobert. 
8 Vgl. oben S. 241, 38. 

Quellen ct. Etörtorongon N. F. HI. 24 

Original from 
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— 370 — 

1470. x imperator Fridericus Romam ivit. 

Anno domini 1471. 2 dux Albertus fratrem suum Cristo- 
ferum cepit. Johannes Rokozanus 8 et Georgius de Bodobra 4 
obierunt. Et cesar Fridericus Andream Pawmkircher et 
Albertum Greisenecker decollavit. 6 5 

Predicto eciam anno imperator Fridericus dietam 6 in 
Ratisponam omnibus imperii per Almaniam principibus tarn 
spiritualibus quam secularibus pro resistencia Turcorum 
statuit. Quo personaliter se receperunt post penthecostes 
de mense Junio augustissimus Fridericus Romanorum im- 10 
perator et sequentes principes: 

Spirituales: Dominus Franciscus cardinalis Senensis 
apostolice sedis a latere legatus , arcbiepiscopi Adolf us 
Maguntinus, N. 7 Treverensis, [F.298'J Rupertus Coloniensis, 
frater Friderici comitis palatini Rheni, qui ibidem regaliaiö 
ab imperatore suscepit, et Bernardus Salczeburgensis, episcopi 
N. 8 Spirensis, Wilhelmus Eistetensis, Johannes Augustensis, 
Udalricus Patavieusis, Hainricus Ratisponensis, N. 9 Triten- 
tinus, N. 10 Brixinensis, N. ll Gurcensis, Bernardus Chiemensis, 
N. 12 Laventinus et N. 18 abbas Fuldensis natus de Hennberg 14 20 
ac N. 16 abbas in Campidena, 

item seculares principes: Ernestus elector et frater 
eius Albertus, duces Saxonie, Albertus marchio Branden- 
burgensis, elector, Sigismundus archidux Austrie, Ludovicus, 
Otto, Johannes, Wolfgangus et Georius, duces Bavarie, et 25 
duo duces de Nickenburg, 16 Carolus et Fridericus marchiones 

1 Vielmehr 1468. Gemeint ist Friedrich* »weite Rom fahrt. 
1 Am 23. Februar; Riexler, Geschichte Baierns III, 484. 
8 Johann Rokyxana ist am 22. Februar 1471 gestorben. 

* König Georg von Böhmen starb am 22. Marx, 1471. 80 
5 Die Enthauptung des Andreas Baumkircher und des Andreas 

(nicht Albert) Qreissenecker erfolgte am 23. April 1471 xu Graz; vgl. 
Huber, Geschichte Oesterreichs III, 242. 

8 Vgl. Reissermayer , Der grosse Christentag »u Regensburg 1471. 
2 Teile. 1887/8. 35 

' Johann IL 

8 Mathias. 

• Johann. 

10 Georg. 

11 Sixtus. 40 
" Johann. 

18 Reinhard Graf von Weilnau ; er scheint durch Johann Graf von 
Henneberg vertreten gewesen xu sein. 

14 Johann Graf von Henneberg wurde erst 1472 Koadjutor, dann 
1476 Fürstabt von Fulda. 45 

18 Johann von Reitnau, Fürstabt xu Kempten. 

18 Mecklenburg. 

n- «w h C^ rtrhCiic* Original from 

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— 371 — 

Badenses, Eberhardus senior et iunior, comites Wirtem- 
bergenses, N. 1 senior, lantgravius Hassie, Fridericus et 
Ludovicus lantgravii in Liechtenberg , Rudolfus raarchio 
de Hachwerg, 2 Wilhelmus comes de Hennenberg, 
5 Sed subscripti principes oratores suos illuc miserant: 

Spirituales : Archiepiscopi Maidburgensis et Bremensis, 
episcopi Monasteriensis, Herbipolensis, Bambergensis, Halber- 
statensis*, Argentinensis, Frisingensis, 

seculares: Mathias Hungarie, Ferdinandus Sicilie et 

10 Apulie, Cristanus Dacie reges, Carolus dux Burgundie, Wil- 
helmus dux Saxonie, duo comites palatini Rheni Fridericus 
et Philippus, [F. 299] Ludovicus Bavarie comes Veldensis, 
N. 3 de Monte, N> de Stettin, N. 5 de Clivis, N. 6 deSubaudia, 
N. 7 Montuanus, duces, item Veneti. 

15 Similiter civitates Colonia, Argentina, Aquisgranum, 

Maguncia et aduc 56 dominia, quorum nomina brevitatis 
causa relinquo, et in liga Switensium existentes, vulgariter 
aidgenossen, videlicet Peren, Turego b , Schafhausen, Lucern, 
Solotern et Paden, legaciones suas illac miserant. 

20 Hec pro tanto huic operi inserere curavi, quia Bavarie 

dux Ludovicus magnificus et super omnes gloriosus ferme 
cum 1000 equitibus eodemque vestium rubro colore indutis, 
armorum, hastarum equorumque decore ac venustate mirum 
in modum redimitis ibidem apparuit. Rogatus autem a 

25 cesare, marchione Alberto aliisque principibus, ut pro filio 
suo Georgio mitteret. Qui illuc cum eisdem militibus gloria 
et plausu ingressus est. Quod cum ipse imperator percepisset, 
illico de habitacione sua per gradum descendit, eundem 
cum ingenti visendi nepotem suscepit desiderio. 

30 C o m e t e s. 

Anno domini 1472. in mensibus Januario et Februario 
ac in prioris anni Decembri per 70 dies cometes 8 caudatus 

a Hallerstatensis Hs. b Birego Hs. 

1 Ludwig. 
35 * Hochberg. 

3 Gerhard von Jülich und Berg. 

4 Erich IL von Pommern. 
3 Johann I. von Kleve. 

ft Amadeas LX. von Savoyen. 
40 7 Ludwig 111 Gonzaga, Herzog von Mantua. 

8 Die Landshuter Ratschronik (Chroniken a. a. 0., S. 318) berichtet 
von zwen Cometetern, die in jetiem Jahre nacheinander am Hiemel ge- 
sehen worden sind. 

24* 



r^rtrtrtL- Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 372 — 

super emisperium Landshutense visus est in tanta quantitate 
et precipue longitudine, quanta nullus hominum nostre etatis 
se vidisse meminit. Unde eodem anno ac sequenti, similiter 
et tercio subsecuta est magna hominum pestilencia in multis 
Germanie locis et, quando uno anno in una civitate et eius 5 
finibus, altero anno in alia viguit. 

a Eodem anno sabbato Potenciane virginis l dux Ludo- 
vicus mandavit iudici suo in Kransperg* Schönpuechler, 
ut viam, videlicet Meisteig 3 prope Mässenhausen 4 , obstrue.ret. 
Quod factum est, et venerunt cum duobus equitum de nocte. 10 

[F. 299'] Eodem anno in festo SS. Johannis et Pauli 
martyrum 5 universitas Ingelstatensis per sedem apostolicam 
confirmata, fundata per ducem Ludovicum 6 in eius et filii 
sui ducis Georgii presencia erecta et incepta solenniter est. 

1473. sicca fuit estas. 15 

Cum autem dux Ludovicus flliam suam Margaretam 
Philippo palatino desponsasset, ut ineiusdemPhilippi historia 
clarius 7 habetur, occasione dotis Ludovicus in dominio suo 
grandem steuram vel exaccionem exegit, maxime a bonis 
clericorum. Impositores ad hanc inequam steuram deputati^o 
fuerunt ex prclatis N. 8 abbas in Niderenaltach, ex militibus 
Johannes Frawnberger baro Hage, ex aliis nobilibus Gabriel 
Pusch in Vilshayra, ex civibus Johannes Altorfer civis Lands- 
hutensis. Dum vero officiales et precones sensissent se ad 
hoc favorem habere, ut bohemicales lupi rapaces violenter25 
in colonos clericorum immaniter sevierunt, et in multis locis 
coacti sunt huiusmodi coloni tantum dare pro tali insolita 
steura, quantum domino suo pro anni tocius censu serviebant, 
exceptis bonis propriis, ita quod eodem anno suis dominis 
clericis nihil habuerunt amministrare. Hanc siquidem iniquam 30 
et hactenus retroactis seculis inauditam novitatem, equitati 
quoque contrariam tollerare non valentes iusticie zelatores 

« der folgende Abschnitt ist am unteren Rande später hinxtt- 
geschrieben. 

1 19. Mai, der aber 1472 nicht auf einen Samstag, sondern %*> 
Dienstag fiel. 

* Kranxberg, Amtsgerichts Freising. 

8 Maisteig. Vgl. Sammelblatt des histor. Vereins Freising 111, 21. 
4 Massenhausen, südlich von Kranxberg. 

* 26. Juni. Vgl. die Ausgabe des Stiftungsbriefes bei Prantl, Oe- 40 
schichte der Ltiduig- Maximilians- Unir er si tat in Ingolstadt. Landshut, 
München 11, 38. 

Vgl. Ebran 153, 13. 

7 Oben S. 271, 27 ff.; daxu S. 363,28. 

" Wolfgang Pausinger. 45 

rv «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 373 — 

Bernardiis Salczeburgensis archiepiscopus, Sixtus Frisingensis, 
Udalricus Pataviensis , [F. 300] Hainricus Eatisponensis 
episcopi etc. idcirco per suos oratores predictum ducem, 
ut a predicte iniuste exaccionis sublevacione cessaret, cari- 
Stative monuerunt. Quod tarnen noluit. Eapropter Sixtus 
episcopus Frisingensis post octavas 1 epiphaniarum anno 
domini 1475. prefatum ducem in Landshut pro relaxanda 
huiusraodi steura adiit eum benigne informando. Unde dietam 
ab eodem sequenti dominica Reminiscere 2 impetravit. In 

10 quo termino prefati archiepiscopus et pontifices Salcze- 
burgensis, Frisingensis, Eatisponensis et Pataviensis in Lands- 
hut personaliter principem accesserunt et eum informarunt, 
quod huiusmodi steure exaccio ecclesiasticam libertatem 
violaret, sanctorum patrum canones offenderet et ipse cen- 

lösuras ecclesiasticas incurreret, maxirae Ä Innocencii a IIL a 
Idcirco acquievit et cum rubore ac confusione non modicis 
in festis pascalibus 3 per impositores predicte iniuste steure, 
videlicet Gabrielem Pusch armigerum Johannemque Altorfer 
opidanum Landshutensem, summam pecunie inique exactam 

20 ad Frisingam Sixto episcopo presentari fecit. Qui expost 
archiepiscopo et episcopis prefatis et a Bambergensi a ac 
eorum clero secundum registrum ad hoc confectum eandem 
pecuniam fideliter distribuit. Attamen supradicti archi- 
episcopus ac episcopi eidem duci caritativam reverenciam 

25 voluntarie obtulerunt. Deinde ipse dux Ludovicus more 
patris, avi, proavi et aliorum suorum progenitorum privilegia 
clero dominii sui dedit, que sunt data anno domini 1475., 
[F. 300'] timens , ne in censuras ecclesiasticas incideret 
sicut ad minus duo predecessores sui Otto et Steffanus, qui 

30prestito iuramento vix absolucionem meruerunt. Quorum 
littere sigillate super emunitate cleri aduc extant immaculate. 
Plures quidem Bavarie duces privilegia clero dederunt, quorum 
nomina et data huiusmodi litterarum subsequuntur: 

Otto rexHungarie, Hainricus et Otto duces Bavarie etc. ; 

35datum 1312.* 

a am Rand mit Einfiigungsxeichen. 

1 13. Januar. 

2 19. Februar. 

3 26. Marx. 

40 4 Gemeint ist kaum die sog, Ottonische Handfeste von 1311, wie 

man vermuten konnte* sondern wahrscheinlich die von den drei Herzogen 
über ihre freundliche Richtung mit dem Bischof Gottfried von Freising 
ausgestellte Urkunde vom 22. Juli 1312 (vgl. Böhmer, Witteisbachische Regesten 
S. 102), auf xcelche sich auch eine Notix oben S. 245, 30 ff. bettelten dürfte. 

n Pnnnl" Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 374 — 

Budolfus dux Bavarie, comes palatinus; datum 1315. 1 

Ludovicus dux Bavarie; datum 1315. 2 

Ludovicus rex, dux Bavarie; datum 1317. 8 

Hainricus senior, Otto et Hainricus iunior, duces 
Bavarie inferioris; datum 1322. 4 5 

Rex Ludovicus dux Bavarie; datum 1322. regni eius 9. 
dominica post Thome. 5 

Rex Ludovicus dux Bavarie ; datum 1323. dominica 
ante Viti. 6 

Ludovicus imperator; datum 1348. regni sui 29. im- 10 
perii 16. 7 

Steffanus dux Bavarie, filius Ludovici imperatoris, dedit 
clero privilegia, ne in expedicione currus habeant; datum 
1357. 8 

Ludovicus marchio Brandenburgensis, dux Bavarie; 15 
datum 1359. 9 

Steffanus senior et tres fllii eius Steffanus iunior, Fri- 
dericus et Johannes fratres, duces Bavarie, ad instanciam 
Pauli episcopi Frisingensis magna privilegia clero dederunt; 
datum 1363. 10 20 

Otto, Steffanus, Wilhelmus, Albertus fratres, [F. 301] 
duces Bavarie; datum 1385. 11 

Hainricus dux Bavarie; datum 1427." 

Plura aduc privilegia et confirmaciones ab uno duce 
ad alium preter privilegia papalia, imperialia et regalia, 25 
quorum bulle sigillate immaculate sufficienter pre manibus sunt. 

I Vgl. oben S. 254, 28. 

3 Es dürfte sich hier um die Urkunden für den Bisehof von Freising 
vom 21. November 1315 handeln ; vgl. Böhmer, Regesta imperii 1314 bis 
1347, S. 10. 30 

* Konnte nicht festgestellt werden. 

4 Gemeint ist wohl der sog. xweite bayerische Freiheitsbrief, gedr. 
bei 0. Frh. von Lerchenfeld, Die altbaierisehen landständischen Frei- 
briefe S. 9. 

6 Vielmehr ante Thome, am 19. Dexcmber 1322. Vgl. Böhmer, 35 
Regesta S. 30. 

• 12. Juni. Böhmer, Regesta S. 31. 

T Vielleicht ist hier die Urkunde vom 18. September 1343 (Böhmer, 
Regesta S. 147) gemeint, welche sich allerdings nur auf passauisehes 
Gebiet bezieht. 40 

8 Lang-Freyberg, Regesta Boica VII J, 377. 

' Unbekannte Urkunde. 
10 Am 30. November. Regesta Boica IX, 91. 

II Unmögliche Angabe. Die vier Brüder könnten nur die Söhne 
Ludwigs des Bayern sein, von denen aber Otto schon 1379, Stephan 1375 45 
gestorben sind. 

n- «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 375 — 

Dax Ludovicus filio suo Georgio desponsavit dominant 
Hedwigem filiam Casimiri regis Polonie. Quorum nupcie 
ingenti gaudio et pompa magnis sumptibus in civitate Lands- 
huta anno domini 1475. feria 4. 1 post Martini solenniter 
5 celebrate sunt. Fridericus imperator et Otto dux Bavarie 
duxerunt sponsam ad ecclesiara. Ibi fuerunt personaliter 
N. 2 soror imperatoris, ducissa Saxonie, Sigismundus et Maxi- 
milianus arcbiduces Austrie, Albertus marchio Branden- 
burgensis cum uxore et filio Friderico, Philippus comes 

10 palatinus Rbeni cum Margareta uxore, Ludovicus sponsi 
genitor, Johannes prepositus Augustensis, Albertus, Cristoferus 
et Wolfgangus fratres, duces Bavarie, N. 8 marchio Badensis, 
Bernardus archiepiscopus Salczeburgensis, N. 4 Bambergensis, 
Sixtus Frisingensis, Udalricus Pataviensis, Wilhelmus Eiste- 

15 tensis episcopi et alii principes, comites baronesque quam 
plures, singuli cum ingenti decore ob sponsi honorem [F. 301' J 
ornati. His a nupciis interfuerunt 25 principes spirituales et 
seculares. Ibi publico in conspectu structura lignea in foro 
alcius elevata imperialis ipsa maiestas investivit presulem 

20 Bambergensem et ei regalia magna cum pompa ac plausu 
concessit. Universis itaque gloriose peractis omnes ad propria 
cum gaudio redierunt. 

b 1475. sub SixtoIV. papa iubileus Rome celebratus est. 5 
1478. magnus fuge tremor Bavariam cum vehementi 

25 clamore de Turcorum erupcione invasit; fugiebant enim 
homines cum uxoribus, liberis et bonis suis ad loca tuciora 
a provincia Athesina 6 usque in opidum Ärding. 7 Unde 
illico Ludovicus dux Bavarie a Bernardo archiepiscopo 
Salczeburgensi invocatus adiuvantibus eum Wilhelmo Eiste- 

30 tensi et Sixto Frisingensi episcopis ac civitatibus imperialibus 

* His — eecularee am Band mit Einfügungszeichen. *» der folgende 
Satz ist nachträglich an den unteren Band von F. 301 geschrieben. 

1 14. November. 

* Margarete, Gemahlin Friedrichs II. des Sanftmütigen von Kur- 
35 Sachsen und Meissen. 

3 AUtrecht. 

4 Philipp von Benneberg. 

5 Vgl. Pastor, Geschichte der Päpste !/««*, 514 ff. 

* Vgl. Pastor a. a. O., S. 55S f. Im Bistum Freising musste die 
40 Bedrängnis durch die Türken deshalb Interesse erwecken, toeil die Türken 

in den freisingischen Landen in Kärnten und Steiermark 1473 vielfache 
Greueltaten angestellt hatten; vgl. Riexler, Geschichte Baierns III, 443. 
T Erding in Oberbayern. Merkwürdig erscheint, dass gerade dieser 
Ort genannt ist. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 376 — 

Augusta et Nuremberga exercituni fortem congregans a , quem 
pro fldei defensione in adiutoriumSalczburgensi archiepiscopo 
misit. Aulici episcopi Frisingensis 8. Augusti exibant in 
opido Trawnstain l degentes, donec 2. die Septembris re- 
vertebantur. 5 

Anno eodem festo Michaelis 2 sequentes Bavarie prin- 
cipes : Bernardus archiepiscopus Salczeburgensis, Ludovicus, 
Georgius eius fllius, Otto et Adalbertus, Bavarie duces, 
Wilhelmus Eistetensis, Sixtus Frisingensis, Hainricus Ratis- 
ponensis, Georgius Chiemensis episcopi in Landshuta dietam 10 
de Turcorum resistencia habuerunt. Ubi finaliter conclusum 
est, ut imperator ammoneretur et induceretur, quod conclusa 
Eatispone in generali [F. 302] principum conventu 3 in 
effectum deduceret. Quam ob rem ad eum archiepiscopum 
Salczeburgensem miserunt. x\.pud quem imperator instetit, 15 
ut ob sui contemplacionem archiepiscopatum Johanni archi- 
episcopo Strigoniensi resignaret, qui a facie Mathie regis 
Hungarie fugit. Quod et demum factum est. 4 Sed de prin- 
cipali causa in effectu actum est nihil. 

Dux Ludovicus plura dominia ut castra Haydeck 5 et 20 
Laber 6 comparavit. Redemit insuper a militibus de Rech- 
perg opidum Weyssenhoren 7 cum iuribus attinentibus, quod 
ipsis olim impignoratum fuit a domo Bavarie. 

Pulchris mulierculis, maxime iuvenculis sepemultum 
obsequia prestitit 25 

Anno Christi 1479. in octava epiphanie s in civitate 
Herbipolensi torneamentum militum fuit. 

Item eodem anno die lune Prisce virginis 18. b die 
mensis Januarii 9 noctis tempore 8. hora post meridiem in 
opido Landshut viam universe carnis optima racione sub-30 
nixus ac christiana devocione accensus, sacramentis ecclesie 
provisus ingressus est illustrissimus dux Ludovicus dive 

a so Es. * XVII Hs. 

1 Traunstein; vgl. Chroniken der deutschen Städte XV, 322. 

- 29. September 1478. 35 

3 Vom Jahre 1471. 

4 1482. 

ö Heideck; vgl. Riezler, Geschichte Baierns III, 452. 

6 Riezler a. a. 0., wo statt „ Eroberung" wohl „Erwerbung" xu 
lesen ist. 40 

7 Weissenhorn; Riezler a. a. 0. 

8 13. Januar. 

9 Prisca fällt auf den 18. Januar ; vgl. Füetr. 213, Anm. 4. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— 377 — 

memorie, pacis et iusticie ac nostre Christiane fidei zelator 
precipuus. Cuius exequie 20. die mensis Aprilis die Martis l 
post octavas pasce in monasterio sanctimonialium Felicis- 
vallis extra portas civitatis [F. 302'] Landshutensis, ubi 
5 sepultura Bavarie inferioris ducum recolitur, valde solenniter 
sunt peracte. Primura namque senior railes in Bavaria ob- 
tulit vexillura ad altare maius, deinde alius miles clipeum, 
tercio vero miles dominus Johannes Veronensis de la Scala 
galeam cum clenodiis suis. Deinde 7 equos deducebant 14 

10 milites, quorum equorum nullus minus valuit quam 80 florenis 
Rhenensibus. Oblate eciam sunt due candele, in quibus 
impositi erant 300 aureiRhenenses, per duas ducissas Bavarie 
Omeliam relictam olim ducis Ludovici et Hedwigem uxorem 
ducis Georgii. Presentes ibidem personaliter fueruntPhilippus 

15 comes palatinus Rheni, elector, gener eius, Bernardus archi- 
episcopus Salczeburgensis, Otto, 2 qui prius per Mathiam 
regem in Hungariam vocatus 3 — ex qua vix aufugit; nam 
quidam suus nobilis familiaris ibi decollatus erat — , Albertus, 
Cristoferus, qui iam ex Hungaria in Bavariam rediit, ubi 

20 diu in obsequiis Mathie regis Hungarie fuit,* et Wolfgangus 
fratres, duces Bavarie, episcopiWilhelmusEistetensis, Johannes 
Augustensis, Sixtus Frisingensis, Udalricus Pataviensis, Hain- 
ricus Ratisponensis, Georgius Chiemensis et quidam suffra- 
ganeus ac 18 abbates infulati. Clerus erat ibi multus, cuius 

25non fuerat estimacio, duo doctores ex universitate Ingel- 
statensi, de cunctis eciam civitatibus cives cum infinita 
hominum utriusque sexus multitudine in magna devocione 
ac lamentacione, qui peractis divinis omnes splendidissime 
cum vino delicatissimo suavissimoque sunt refecti, deinde 

30 ad propria dimissi. 

[F. 303] Gap. 66. 

De duce Georgio in Landshut. 

Georgius comes palatinus Rheni, superioris inferiorisque 

Bavarie dux, comes in Grainspach et im Rottal, 6 princeps 

35 locupletissiraus, eo quod genitor suus, dives dux Ludovicus, 

1 Nach der Lands/oder Ratschronik (Chroniken a. a. 0., S. 323) 
am Montag den 19. April. 

* Pfalxgraf Otto II. von Mosbach. 

3 Frakn6j, Mathias Corvinus y S. 199. 
40 4 Riezler, Geschichte Baierns III, 489; Fralenoj, Mathias Corvimis, 

Ä 184. 

6 Vgl oben 8. 362, Änm. 8. 

n Pnnol " 4 Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 378 — 

ingentes divicias ei reliquerat, cervos hinnulosque vehementer 
araabat, delectabatur in venacione et pulchris equis. Qui 
cum severa iusticia regimen suum inchoavit. Fecit etenim 
districtum edictum in omni dominio suo sub pena capitis 
omnibus prefectis , iudicibus et officialibus, ne quispiam^ 
eorum aliqua munera vcl xenia a suis subditis quovis modo 
reciperet. Ex hoc cunctis timor incnciebatur. Rudolfum 
Alberger 1 a sua cancellaria amovit, attamen in consilio 
suo eundem servavit. 

Fridericum Maurkircher iuris doctorem, virum iustum 10 
et prudentem in suum cancellarium adsumpsit. Qui postea 2 
electus fuit in Pataviensem episcopum, sed magna difficultate 
confirmacionem obtinuit. Permansit tarnen in cancellaria 
usque ad vite sue finem. 8 Cuius tempore dux Georgius 
sapienter rexit. 15 

Anno domini 1479. feria 2. post dominicam Oculi 4 
edicto imperiali subscripti principes in civitate Frisingensi 
convenerunt: Bernardus archiepiscopus Salczeburgensis, sedis 
apostolice legatus, Albertus, Georgius, ducesBavarie, episcopi 
Wilhelmus Eistetensis, Johannes Augustensis, Udalricus20 
Pataviensis, Sixtus Frisingensis et Georgius [F. 303*] Chie- 
mensis ac consiliarii imperialis maiestatis et Sigismundi 
archiducis Austrie atque N. 6 Bambergensis et Hainrici Ratis- 
ponensis episcoporum. Ubi prima die consilii in pretorio 
Frisinge in presencia principum et consiliariorum prefatorum 25 
non sine magno eorundem merore ac tristicia vehementi 
copia concordacionis et pacis Venetorum cum Turcis 6 lecta 
et audita est. Cuius sequitur et est tenor: 

Illuetris ac excelse f rater noster carissime. Sextus decimus annus 
agitur, ex quo voluntarium bellum suscepinius cumpotentissimoTurcorani 30 
principe ea sola causa et racione, ut incitatum eure um eius in ruinam 
fidei et religionis Christiane sisteremus, et a multorum cervieibus, quibus 
imminebat, vires illius divertimus ad proprüque Status revoeavimus 
tutamentum. Et quamvis pluries de pace requisiti fuerimus, illam 
tarnen renuimus, quia periculosam fore multis populis et prineipibus 35 
christianis arbitramur communem salutem proprie saluti preponentes, 
hac preeipue innixi spe, ut summus pontifex et reliqui ehristiani principes, 

1 Riexler a. a. 0., S. 678. 

1 1482. 

9 Er starb am 22. November 1485. 40 

4 15. Marx. Riexler a. a. 0. 9 S. 453. 

* Philipp von Henneberg. 

• Das folgende Schriftstück ist nicht die Friedensurkunde, die am 
25. Januar 1479 abgeschlossen tvurde (vgl. Pastor a. a. 0., S. 558 und die 
dort verzeichnete Literatur ) f sondern eine Mitteilung des Dogen Oiovanniib 
Mocenigo von Venedig über den Friedensschluss. 

n p^ ni ,| « Original frorm 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 379 — 

qui per pacem et rerum suarrnn ocium potuissent, rem cbristianam 
deserturi non essent. Sed longe secus evenit, quam racio fidei et pietatis 
suadere videbatur, quoniam post diurnos labores, post incredibilem ira- 
pensaruin magnitudinem, post cedem magni numeri nobilium et earissi- 
5 morum civium nostrorum , po8t magnas acceptas clades et in statu 
nostro non vulgare : detriraentum frustrati ad ex- [F. 304 Jtremum sumus 
et non solum de omni deiecti spe auxilii a capite et summo Christianorum 
principe eonsequendi, sed per iniuriam sociis nostria illatam ad novum 
in Italia bellum 1 provocati et impulsi. Coacti tarnen fuimus rebus 

10 consulere nostris et bellum cum Turco componere pacemque igitur 
iterum nobis oblatam seeum inivimus, ne urgente binc potentissimo 
hoste et , quorum maxime intererat pacare Italiam , si forte inquieta 
fuisset, et periclitanti prospicere religioni, ab altera parte Italiam ipsam 
turbantibus et omnia pro libidine pervertere conantibus res nostre et 

15 sociorum nostrorum et deinceps universa res christiana in maius pro- 
laberetur discrimen. Hec excellenti dominacioni vestre paucis deelaranda 
censuimus, ut consilia nostra et causas tarn belli, quod sponte nostra 
pie et religiöse adversus Christi hostem suscepimus diuque et pertinaciter 
gessimus, quam" pacis, quam inire per impiam t et inhumanam nobis 

20 iniectam necessitatem coacti fuimus, illustris dominacio vestra intelligat, 
ab qua nihil alienum esse potest, quod aut ad nos per amorem et 
benivolenciam in se nostram aut ad rem cbristianam per propriam pietatem 
et religionem aliquo modo pertineat. Datum in nostro ducali palacio 
die 25. mensis Febrarii b indiccione 12. anno etc. 79.* 

25 Deinde Schaffridus comes de Leyningen s et Cristoferus 

Mindorfer 4 nomine imperatoris [F. 304'] causam convocacionis 
predictorum principum exposuerunt, videlicet diverse b Tur- 
corum erupciones, qui multis abhominacionibus, discriminibus 
et damnis hominibus in provinciis ipsius imperatoris et 

30aliorum illatis multis iam annis in populum christianum 
immaniter sevierunt in dedecus non ir.odicum et scandalum 
fidei nostre ac Christi Hominis. Insuper consilium et auxilium 
pro ipsorum resistencia a prefatis principibus postulabant. 
Ad que post multa plurium dierum colloquia unanimiter 

35 imperatori demandaverunt mittentes ad eum archidux Austrie 
Sigismundus quendam militem, duces Bavarie Albertus et 

a quoque Hs. *> so Hs. 

1 Der sog. toskanische Krieg. 

* Das Schreiben ist aus unserer Handschrift abgedruckt bei Adlxreiter, 

40 Boicae Qentis Annaliwn lars II, 198 f., daraus dann bei J. J. Müller, 

Reichstheatrum V, 727 f. Ueber eine wohl ähnliche Mitteilung von dem 

Friedensschlüsse an den französischen König Ludwig XL vgl. Perret, 

Histoire des relations de la France avec Venise 11, 170, Anm. 5. 

3 Graf Schaf ried (Gottfried) von Leiningen; vgl. über ihn Brinck- 
45 meier, Genealogische Geschichte des Hauses Ijeiningen I, 202 ff. 

4 Bei Adlzreiter a. a. 0. fälschlich Arindorfius, darnach bei 
Müller a. a. 0. Arindorff. 



f^r^nnL'* Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 380 — 

Georgius N. Rl doctorem Pirckhaimer et omnes prescripti 
episcopi Magnum de Hocbenreichen marschalcum militem, 
quod concluserunt ad resistendum Turcorum erupcioni, quod 
in regno Bossne 600 armati et extra 2000 collocarentur, 
si placeret sue voluntati. Quod non placuit imperatori, eo5 
quod totum illum regnum per Turcos est desolatum dempta 
una civitate, quam rex Hungarie possidet, que pro suis 
incoiis vix victualia habet. Sed ut hoc fieret utilius, mitte- 
retur eciara ad regem Hungarorum b . Quod ei eciam non 
placuit, quia posset habere pro derisione. Vel ut ipseio 
dominus imperator eligeret aliquam in imperio civitatera, 
ad quam personaliter ascenderet convocaturus electores et 
omnes alios principes ac imperii civitates, ut conclusa Ratis- 
pone in generali congregacione sine ulteriori dilacione sub 
penis [F. 305 J maximis in effectum deducereotur. Quod ei 15 
placuit, et ad hoc communem dietam Nuremberge in festo 
trinitatisMndixit. Que nihilominus fuit prolongata. Quinymmo 
imperator in propria persona non ascendit, sed eius vice 
misit illuc quendam comitem circa Michaelis 3 festum. Et 
licet ibidem quidam legatus a latere, cardinalis 4 Montis20 
Kegalis, et principes convenerant, attamen efficaciter ibi 
nihil actum est. Porro prefati principes congregati ad 
omnem virium suarum facultatem in personis eciam propriis 
et bonis in omnem eventum pro sacre fidei nostre defensione 
se voluntarie obtulerunt. Qui autem per eosdem ad cesarem 25 
missi fuerant, Salczeburgam in dominica palmarum 5 exierunt 
et Philippi et Jacobi 6 redierunt. 

Anno domini 1480. Georgius dux in Wiennam Austrie 
cum optime ornato armato exercitu descendit. 7 Quem dive 
memorie Fridericus imperator magnifice suscepit et in magna 30 
reverencia ibi multis diebus tenuit. Duodecim vasa vini, 
avenam multam, esocem grandem cum parvis pluribus ei 
propinavit et alia plura. Deinde die 8. in curia sive in foro 
apud Carmelitas publico in conspectu structura lignea alcius 

» Aventinus am Rand: Willibaldus. •> Hungarum Hs. 35 

1 Dr. Johann Pirckhaimer. Aventinus' Randbemerkung beruht auf 
Irrtum. Willibald Pirekheimer war Johanns Sohn. 

2 6. Juni 1479. 

3 29. September 1479. 

* Auxias. 40 

* 26. Marx 1480. 
n 1. Mai 1480. 

7 Vgl. Chroniken der deutschen Städte XV, 324. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 381 — 

elevata imperialis ipsa maiestas ei regalia magna cum pompa 
ac plausu gratiose concessit. 1 Ubi 14 septimanis liberalibus 
expensis maxime in impregnatas mulieres et miserabiles 
personas moram traxit. Et quamvis sepemultum conatus 
5 sit [F. 305'] reconciliari cesari Friderico Mathiam regem 
Hungarorum, attamen nequivit, 2 infecto vero negocio in 
patriam reversus est Eisdem insuper diebus dum Turci 
iterato provincias imperatoris depredando ac interficiendo 
hostiliter intrassent, dux Georgius, dum haberet ingentem 

lOmiliciam secum, cum eis bellum inire voluit, sed cesar 
prohibuit. 

Prefato insuper anno festo omnium sanctorum 3 dieta 
principibus Almanie tarn spiritualibus quam secularibusNurem- 
berge pro Turcorum resistencia auctoritate cesarea per 

lSHugonem comitem de Werdenberg indicta fuit. Quo con- 
venerunt subscripti principes: Philippus comes palatinus 
Rheni, elector, Albertus marcbio Brandenburgensis, elector, 
et filius eius Fridericus, Albertus Saxonie dux, Georgius et 
Otto duces Bavarie , Udalricus comes de Wirttemberg, 

20 Philippus Bambergensis, Wilhelmus Eistetensis, Johannes 
Augustensis, Sixtus Frisingensis et N. 4 Spirensis episcopi, 
tandem Hermannus Hasso electus Coloniensis. Ubi episcopus 
Eistetensis missus est ad concordandum imperatorem et 
regem Hungarie, sed Augustensis presul ad uniendum Ludo- 

25 vicum regem Francorum acMaximilianum archiducem Austrie 
et Burgundie destinatus est, quia, nisi prefata mundi capita 
in unionem redeant, Turcorum resistencia stabilis fieri non 
potest. Sed neutrum [F. 306 ]\\\or\\m optatum effectum sortitur. 
In hac dieta Sixtus episcopus Frisingensis* ob sui sapientem 

30 eloquenciam a marchione Alberto, cardinali Montis Regalis 5 
ac aliis presentibus principibus ingenti fama prosecutus est. 
1481. b indulgencie Rodiane 6 sunt promulgate. 

« episcopus nochmals Es. b 1481 — promulgate am Rand. 

1 Ueber den Tag der Behhnung vgl. Wiedemann, Die Reichspolitik 
35 des Grafen Hang von Werdenberg, S. 58. 

* Vgl. über diesen Verwiltelungsversuch Bachmann, Deutsche Reichs - 
geschickte im Zeitalter Friedrichs III. und Max L } IL 089. 

• 1. November 1480. Vgl. über die Ausschreibungen Küffner, Der 
Reichstag von Nürnberg anno 1480, S. 5 ff. 

40 4 Ludwig von Helmstaedt. 

6 Verwechslung mit dem Nürnberger Tage von 1479; der Kardinal 
Auxias wohnte dem Reichstage ton 1480 nicht bei, auch kein anderer 
päpstlicher Legat. 

Ablassverkündigungen xur Hülfeleistung für die Insel Rhodus: 
Ab die Literatur darüber bei Pastor t Geschichte der Päpste II* u *, 559. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 382 — 

1481. in estate in dieta 1 Nuremberge per consiliarios 
principum conclusum fuit, quod imperii principes et civitates 
imperatori contra regem Hungarie auxilium prestent. Duces 
tarnen Bavarie non consenserunt nee arma moverunt, ut 
alii sequenti anno fecerunt. 5 

Tome amentum. 

Deinceps in festo S. Augustini 2 torneamentum Heidel- 
berge habitum est, quo a Georgius dux et alii principes 
plures interfuerunt. 

1482. epiphanie 8 Johannes archiepiscopus Strigoniensis 10 
Salczeburgam intravit consencientibus imperatore et Bernardo 
archiepiscopo Salczburgensi, sed non dueibus Bavarie. 

Die luue sequenti 4 post Invocavit Albertus et Georgius 
duces Bavarie cum suis prelatis, militibus ac provincialibus 
dietam seu concionem 5 in civitate Frisingensi fecerunt. Ubi 15 
conclusum erat, quod imperatorem contra regem Hungarie 
sine consensu pape iuvare nollent. In cuius argumentum 
lectum est ibi publice in congregacione breve apostolicum. 

Woltzach. 

Item dominica Letare * dux Georgius usurpavit sibi 20 
castrum Wolczach aduc vivente Georgio Preysinger canonico 
Ratisponensi, possessore et vero naturali domino eiusdem 
dominii. 7 

Pestilencia. 

[F. 306'] Anno etc. 83. post Jacobi 8 seva pestilencia 25 
quasi totam Almaniam invasit. 

Anno etc. 84. dominica 9 post Bartolomei torneamentum 
in Ingelstat ineepit. Ea vero tempestate dux Georgias 
Heidelberge apud sororium suum Philippum palatinum et 

» SO Hs. 30 

1 Ueber den Nürnberger Reichstag von 1481 vgl. Bachmann a. a. 0. 
11, 712. 

» 28. August 1481. 
3 6. Januar. 

* 25. Februar. 35 

* Die Aktenstücke dieses Landtags siehe bei Krenner, Bäuerische 
Landtags-Handlungen VW, 365 ff. 

6 17. Marx 1482. 

7 Reindl, Wolnzach, 8. 15. 

8 25. Juli. 4Q 
29. August. 

rv «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 383 — 

sororem suam palatinam moram habuit. Nihilominus tarnen 
precipiendo mandavit cunctis suis subditis prefectis, officiali- 
bus, iudici, magistro civium, civibus in Ingelstat, ut diligenter 
preessent et ordinarent, ut prandia, cene, avena et fenum 
5 ac singula victualia bono foro venderent ac competenti 
precio, ne supervenientes principes, comites, barones, milites 
ac alii nobiles gravarentur. Quod et factum est. Quare 
idem dux magnam famam acquisivit. 

Anno etc. 85. in die S. Cecilie 1 virginis dominus 

10 Fridericus Maurkircber iuris doctor, electus et confirmatus 
Pataviensis, cancellarius ducis, in opido Landshuet cum 
magna devocione ultimum suum diem clausit humatusque 
apud parentes suos in Brawnau. 

Post cuius obitum dux GeorgiusWolfgangum Kolberger 

15 in cancellarium suum elegit. Licet quibusdam primum con- 
temptui erat, tarnen princeps eum amabat. Quem elapsis 
aliquibus annis cesar Fridericus militem ac baronem in 
Kolberg fecit. Cuius merita cum in dies [F. 307] crescerent, 
anno domini etc. 91. idem dive memorie imperator Fridericus 

20 eundem comitis in Mermoss a 2 honore insignivit. 

Torneamentum. 

Anno domini etc. 86. diebus post epiphaniarum 8 in 
civitate Bambergensi torneamentum militum peractum est. 

Ea tempestate feria 4. 4 quatuor temporum, que erat 
25 23. Februarii, in Francofordia concessit deo et nature Johannes 
presul Augustensis comesque de Werdenberg. 

Feria 2. itaque post palmarum 20. Marcii in civitate 
Augustensi presentibus Ottone et Johanne fratre eius, pre- 
posito ibidem, Alberto, Georgio, Cristofero et Wolfgango 
30 ducibus Bavarie ad instanciam augustissimi domini Friderici 
imperatoris ac Maximiliani electi regis Fridericus comes de 
Hohenzorn 5 doctor per capitulum postulatus est. Quia 
vero capitulum Augustense in eleccione episcopali ob ducum 
Bavarie contemplacionem Rupertum ü Bavarie ducem, postea 

35 a Mörmos Aventinus am Rand. 

I 22. November. 

* Mörmooseiif Bezirksamts Mühldorf. 

3 6*. Januar. 

4 Muss heissen: 5. 
40 * Hohenzollern. 

II Vielmehr den Dompropst Pfahgrafen Johann von Mosbach, der 
bald darauf starb. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized öy VrUUgl^ UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 384 — 

Ratisponensem episcopum, non postulavit, Georgius dux 
Bavarie inflammatus l marchionatum Burgovie 2 ab episcopatu 
Augustensi ex consensu et voluntate Sigismundi archiducis 
Austrie comitisque Tirolis etc., ad quem pleno iure redempcio 
pertinebat, pro 36 milibus florenorum Rhenensium redemit.5 

Torneamentum Ratispone. 

Anno etc. 87. duces Bavarie Georgius et Albertus in 
sua civitate Ratisponensi torneamentum cum 220 galeis 
[F. 307'] inagnifice perfecerunt die Mercurii 3 post Marie 
purificacionis festum. 10 

Sequenti quadragcsimali tempore 4 Bernardus de Ror 
olim archiepiscopus Salczeburgensis in opido suo Titmaning 
in fatum concessit. Qui dudum archiepiscopatum Johanni 
archiepiscopo Strigoniensi ex Hungaria per Mathiam regem 
fugato favente Friderico imperatore resignavit, qui a papa^ 
Innocencio VIII. confirmatus est. Quo non obstante canonici 
feria 6. 3 post penthecostes in opido Müldorf Cristoferum 
Ebron 6 prepositum elegerunt, sed frustra, quia papa non 
admisit. Nimirum dominica 7 post S. Margarete prcfatus 
dominus Johannes ex Bratislavia natus humili parentela, 20 
quondam Strigoniensis, cum pallio, ut moris est, suam civi- 
tatem Salczeburgensem presentibus suis provincialibus introivit 
exceptis opidanis in Muldorf, qui dicto electo adheserunt. 
Nihilominus sequenti anno ope Georgii ducis Bavarie sepe- 
dictum Johannem archiepiscopum pro domino receperunt. 8 25 
Et dictus Cristoferus electus per papam excommunicatus 
prepositura privatur, quam tarnen • usque ad mortem 9 licet 
difficulter possedit, ante quam eciam absolutus est. 

Eodem anno 10 cives Ulmenses contra Georgium ducem 
inflammati, sed causa ipsa suspensa est. 30 

1 Vgl. Riexler, Geschichte Baierru III, 305. 

* Burgau. Der Kaufvertrag wurde am 28. November i486 xu Hall 
abgeschlossen. 

* 7. Februar. Vgl. unten in Kap. 73. 

* Erxbischof Bernhard von Rohr starb am 21. Marx 1487; Zauner, 35 
Chronik von Salzburg III, 187. 

» 8. Juni 1487. 

6 Christoph Ebran von Wildenberg. 
1 15. Juli 1487. 

8 Zauner a. a. 0., S. 210. 40 

" Er starb am 22. Januar 1491 ; Zauner a. a. 0., S. 222. 
10 1487. 

rv «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 385 — 

De frivola inieccione manus cuiusdam in 

sacramentum. 

Sane feria 4. 1 post corporis Christi festum [F. 308 ] in 
parrochiali S. Martini ecclesia in Landshut vir quidam dictus 
5 Petrus Abenteurer Asching a nacione Monacensis, furio agi- 
tatus, in presencia cleri et populi, dum vespertinum officium 
solenniter, ut moris est, decantaretur, ausu temerario mon- 
stranciam sacre eukaristie in summo altari quodam novo 
cultro tribus ictibus frivole in fmsta b conf regit, sed c hostia 

10 mansit illesa, unum sartorem et senem sacerdotem vulneravit, 
et omnes presbjteri d , scolares et laici fugam de choro 
dederunt. Qui licet difficulter captus 16. die in carcere 
miserabiliter mortuus et in campo extra civitatem, ut demeruit, 
sepultus est. 

15 Anno etc. 88. circa festum pasce 2 dux Georgius opidum 

Otingense 3 in Recia vi in dedicionem accepit. 

De duello. 

Eodem anno feria ö. 4 post invencionem sancte crucis 
in Landshuta presentibus Georgio duce Bavarie et Ericio 

20duce Brunsvicensi aliisque multis Vitus de Rechperg et 
Magnus de Habsperg milites, cum iuxta compromissionem 
duellare deberent, hora post medium noctis 10. Magnus 
dilacionem a principe impetravit usque ad 11. horam. Qua 
hora Vito armato, ut moris est, comparente et parato et f 

25 quasi quatuor horis expectante apud locum duellionis * publice 
in foro alter non comparuit. Qui dum ultra prefixam horam 
quasi tria höre quartalia negligenter distulisset, demum 
cum paulo ante 12. certaminis locum niteretur intrare, aditus 
sibi propter tarditatem preclusus fuit. Et sie ambo sine 

30 duello ad propria redierunt, multi tarnen Vito victoriam 
attribuerunt. 

[F. 308' / His diebus Johannes archiepiscopus Salcze- 
burgensis cum Mathia rege Hungarie se concordavit. Quo 
facto consequenter cum duce Georgio se amice composuit. 

35 a Asching — Monacensis am Rand mit Einfügungszeichen; über 

Asching von anderer Band de astro. *> frustra Hs. c ße d — dederunt 
am Rand mit Einfügungsxeichen. <* presbyteros Hs. * laicos Hs. f et — 
horis am Rand. £ duellonis Hs. 

1 20. Juni 1487. 
40 2 6 : April. 

3 Öttingen im Ries. 

4 9. Mai. 



Quollon u. Erörterungen N. F. II f. 

Digilizedby GoOQle 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 386 — 

Ea tempestate cives Ulmenses arroganter se armarunt 
et quadam liga aliquorum prineipum , utputa* Berchtoldi 
archiepiscopi Maguntini, Fridrici marchionis Brandenburgensis, 
Eberhardi comitis senioris de Wirtemberg et aliorum Sue^ 
vorum et Franconum civitatumque multarum imperial ium 5 
contra ducem Georgium se munierunt atque firmarunt. Cuius 
inter alia sedicionis causa et incentor fuit quidam abbas 
monasterii Rockenburgensis 1 ordinis Premonstratensium, qui 
inter cetera quendam ducis prefectum Ludovicum de Habs- 
perg militem exeommunieavit et bannivit et sub coloreio 
exeommunicacionis ac aggravacionis plures soldatos seu 
stipendiarios assumpsit, quos vulgo ächter quasi iusticie 
persecutores seu defensores nuneupabat, qui plurimas in- 
solencias ac indecencias in confinio Bavarie exercebant. At 
ipse dux legatos suos statim ad papam Innocencium misit, 15 
qui eum melius informarunt. Quam ob rem papa excom- 
municacionem levavit et absolucionem donavit. Plura tarnen 
discriminum pericula ex his orta sunt. Dux denique suas 
civitates, opida et castra in extremitatibus provincie [F. 309] 
sue armatis fortibus militibus providit, qui eosdem stipen-20 
diarios vel ächter, ubieunque reperiebant, miserabiliter 
truetabant nee vivere permittebant. Abbati quid factum 
sit, nescio. Nee talis tumultuacio statim finita est, quia 
ambe partes principales ad cesaream maiestatem confugiebant. 2 

Hac estate dux Georgius castrum suum Burckhausen 25 
amplissimis spissisque muris multo labore et impensis circum- 
dedit. Ex quo factum est, quod quasi ex tota Bavaria, 
ymmo ex Frisinga muratores, lapieidas, cementarios ac 
laboratores et operarios alios indiguit et acquisivit, ita 
quod per diem 4000 vel plures habuit. Insuper ultra 100 000 30 
libras denariorum pro tanto labore exposuit. 3 

Insuper prefatus dux Georgius sabbato 4 post assump- 
cionis Marie statutam dietam seu concionem suorum pro- 
vincialium, spiritualium ac secularium, nobilium et civium, 
in sua civitate Landshuta habuit. 6 In qua per suos pro- 35 

* utpute Ha. 

1 Roggenburg, Bezirksamts Neu-ulm. 

2 Riexler Geschichte Baierns III, 524 ff. 

3 Vgl. Krenner, Baierische Landtags - Handlungen XII, 190 ff. ; 
Die Kunstdenkmale des Königreiches Bayern I (Lief. 23), S. 2449. 40 

* 16. August 1488. 

* Die Aktenstücke dieses Landtags sind zusammengestellt bei 
Krenner a. a. 0., S. 202 ff. 

n- «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 387 — 

vinciales decretum est, quod causa inter eum et cives 
Ulmenses ac eis eonfederatos iudicio terminetur. Ubi inter 
alia dictus dux — quo spiritu ductus, nescitur — in sua 
inferiori Bavaria prius inauditam angariam, vulgariter ungelt a , 
5 absque necessitate ad [F. 309' J quinquennium exigebat, 
quibusdam consencientibus, aliis vero contradicentibus, pre- 
cipue ex militibus, et ad hoc privilegia eorum allegantibus. 
Ubi Sigismundus Rorbeck et N. Stingelhaymmer in pluribus 
articulis concionis prelocutores erant. Ibi plura utilia 

10 fuerunt ventilata. Tunc dux falkones et herodios, veltres 
ac canes venaticos, ne subditi sui nimium gravarentur, ad 
tempus deposuit. Quorum plures Mathie regi Hungarie pro 
munere misit. 

In hac concione subscripti 1 milites in Signum sue con- 

15 gregacionis in choro ecclesie parrochialis S. Martini vitrum 2 
fecerunt, in quo arma eorundem aduc depicta cernuntur: 
Pernardus baro de Schäfftenberg, Sigismundus Frawnberger 
baro de Haga, Johannes Gebolf baro Degenbergensis, Teseres 
Frawnhofer de Frawnhofen, Georgius Frawnberger in Götters- 

20 torf, Johannes de Aichperg, Cristoferus de Kamer, Wil- 
helmus de Wolfstain, Johannes Ebron de Wildenberg, 
Sigismundus de Layming, Ulrich b von b Praitenstain h , 
Johannes Zenger, Georgius de Gumppenperg, Erasmus de 
Seyberstorf, Lucas de Ahaym, Georgius Puechperger de 

25Wintzer, Cristoferus Freyberger de Aschach, Ludovicus de 
Habsperg, Caspar de Westenberg, [F. 310] Wolfgangus de 
Pasperg, Conradus Helmsteter, Wolfgangus Trenbeck, Johannes 
Haslinger, Gawinus Trawner, Engelhardus de Weichs, Andreas 
Swartzenstainer, Johannes Peffenhauser, Fridericus Holup, 

30 Johannes Pusch de Vilshaim, Sigismundus Puecher de Erel- 
pach, Egidius Munchauer, Paulus Hawnperger. Hü omnes 
milites erant preter Gebolf. [Fuit insuper in predicta concione 
Sebastianus de Ortenberg miles cum aliis pluribus militaribus. 

* talliam am Rand. b am Rand mit Einfügungsxeichen an Stelle 
35 der ausgestrichenen Worte: Johannes Stauffer de Sunching. c Fridricus 

ausgestrichen, dann am Rand mit Zeichen Johannes. 

1 Vgl. das Verzeichnis der auf dem Landtag anwesenden Adeligen 
bei Krenner a. a. O., S. 205 f. 

* Dieses Glasgemälde ist versehwunden. Nach Staudenraus' allzu 
40 allgemeiner Angabe in seiner Chronik der Stadt Landshut 2, 193 ist es 

„in den Tagen der Verhöhnung alles Altertümlichen" xu Grunde gegangen. 
Bei Sighart, Geschichte der bildenden Künste im Königreich Bayern, 
S. 641 vermisst man einen Hinweis auf die obige Stelle. 

25* 

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— 388 — 

Anno domini etc. 89. circa purificacionis 1 dux Georgius 
in Bavaria inferiori angariam incepit. Deinde tarnen melius 
deliberatus elapso medio anno deinandando abiecit eam. 2 

Sequenti tota quadragesima cum pasca usque ad penthe- 
costes 6 dux Georgius in Insprucka apud imperatorem Fride- 5 
ricum preciosis et ingentibus sumptibus moram traxit, ubi 
eum idem cesar in magna veneracione habuit. Demuni 
repatriavit." 

In crastino* nativitatis Marie Maximilianus rex ex 
Nuremberga per Landshutam in Lintz descendit, ubi cum 10 
genitore suo hiemavit. Quo eos dux Georgius, Otto, Albertus, 
Cristoferus et Wolfgangus, duces Bavarie, Sixtus episcopus 
Frisingensis, Fridericus electus Pataviensis accesserunt. 

[F. 310'] Anno domini etc. 90. in quadragesima 5 con- 
gregatis ducibus Bavarie in civitate Amberga, ex quo ante 15 
annos paucos quidam principes, utputa b Maguntinus, marchio 
Brandenburgensis, comes Wirtembergensis et alii comites, 
barones, milites, maxime Suevi quam plures, unacum civi- 
tatibus Ulma, Augusta etc. simul conspiraverant et ligam 
fecerant, quare e converso alii principes cum rege Boemie20 
Wladislao fedus inierunt, videlicet Philippus comes palatinus 
Kheni, Otto de Novoforo, Adalbertus de Monaco, Georgius 
de Landsliuta, similiter et alii de Veldencia et Zimern, 
duces Bavarie. Item duces Saxonie et Braunsvicenses et 
lantgravii Hassie et episcopi Herbipolensis, Bambergensis, 25 
Frisingensis, Ratisponensis , Wormaceusis et Spirensis et 
civitas Nuremberga ligam contra ligam fecerunt. 

Item in crastino S. Ambrosii Mathias Hungarie rex 
Wienne diem obivit. 

* Feria 4. 7 ante Philippi et Jacobi positus est primus lapis in 30 
testudine ecclesie S. Martini in Landshut, et consummata est feria 4." 
post Alexii eodem anno" am Rand mit Einfügungsxeichen, dann jedoch 
durchstrichen. *» utpate Es. 

1 2. Februar. 

1 Vgl. Krenner a. a. 0., S. 289 f. 35 

3 1489 fiel Ostern auf den 19. April, Pfingsten auf den 7. Juni. 

* 9. September. 

8 24. Februar — 10. April. Vgl. Forschungen xur deutschen Ge- 
schichte XXII, 298; Riexler, Geschichte Baierns 1U, 527. 

5. April 1490. Der Todestag ist aber der 6. April. 40 

7 29. April (1489?). 

8 Der Alexiustag 1489, 17. Juni, war selbst feria 4. 

9 Die Baugeschichte von St. Martin ist in vielen Einxelheiten noch 
nicht aufgeklärt. 

rv «w h {^rti^nlf* Original from 

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— 389 - 

Item rex Maximilianus in die S. Marci ewangeliste 1 
ex provincia Athesina per opidum Rosenhaim et monasterium 
Ebersperg in Monacum venit. Deinde Ulmam ivit, ut cives 
Ulmenses Suevorumque ligam cum duceGeorgio concordaret. 2 
6Quod quia band potuit, causa suspensa est. Deinceps ex 
Kelhaim in Danubii aquis in Lintz ad genitorem eius usque 
descendit ascensionis domini. 3 

Farnes. 

Item isto anno fames ingruit ingens et omnia in malo 
lOforo fuerunt. 

a Hoc anno indulgencie plenarie Frisinge, Landshute, 
Monaci ac in aliis multis locis Almanie habite sunt 1490. 

[F. Sil] Item in translacione S. Servacii* validissimus 
flavit ventus ab occidente, qui arbores multas annihilavit 
löpleraque edificia in Bavaria destruxit. 

Item dux Georgius angariam, quam in sua ßavaria 

inferiori temerarie de novo instituerat, graciose deposuit. 6 

Hac estate prefati anni Georgius dux Bavarie locu- 

pletissimus electum exercitum equitum optime armatorum 

20 in opido suo Schärding habuit et circa festum exaltacionis 

sancte crucis 6 in subsidium Maximiliani regis cum 1200 

equitibus bene armatis in Austriam cum 24 navibus descendit. 7 

Defuncto siquidem Mathia rege Hungarie, ut premissum est, 

barones et electores regni Wladislaum regem Boemie, Casimiri 

25 regis Polonie et N. 8 sororis quondam Ladislai regis fllium, 

sibi in regem elegerunt et secundum morem in Alba Kegali 

coronaverunt. At rex Romanorum Maximilianus archidux 

Austrie, Burgundie etc. regnum id sibi ex compactatis 

competere asserens in estate itaque civitatibus Wienna et 

30 Nova Civitate aliisque castellis, castris ducatus Austrie in 

dedicionem acccptis tempore autumnali adversus regnum 

Hungarie expedicionem movit. Die autemlune 9 ante Michaelis 

* der folgende Satt ist später hinxugeschrieben. 

1 25. April. 
35 * Vgl. über diesen Tag Forschungen a. a. 0., S. 300 ff. 

3 20. Mai. 

* In der Diöxese Freising am 8. Juni gefeiert. 

5 Vgl. Krenner, Bäurische Landtags -Bandlungen XII, 290. 
14. September. 
40 ' Vgl. die Schilderung des Zuges in der Landshuter Ratschronik; 

Chroniken o. a. 0., S. 329. 

* Elisabeth, Tochter König Albrechts 11. 
27. September. 

rv «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 390 — 

Georgius illustrissimus dux Bavarie cum equitibus fere 1200 
armorum equorumque decore ac venustate mirum in modum 
redimitis Wiennam exivit versus Hungariam [F. 311' J ad 
regis castra. Cui et ipse rex suis cum principibus obviam 
inter Wiennam et Brück super Leittach venit. Et in die 5 
S. Michaelis * ambo, rex videlicet et dux, in Brucka fuerunt. 
Deinde ante castrum S. Martini, vulgariter Stainanger 3 , 
vexillum Bavarie volavit. Fertur, quod ibidem S. Martinus 
sit natus. Nam ob iumentorum alimenta acquirenda rex 
cum suis uno die precessit, altero vero dux cum suo exercitu, 10 
et quicunque precedebat, huius et vexillum volabat. Pre- 
dictum autem castrum octo diebus obsessum fuit. Deinceps 
idem castrum ac alia plura rex auxilio principum in de- 
dicionem accepit. In die S. Martini 3 in Vesprinio 4 episcopus 5 
se et suos regi subdidit. Post hec rex cum principibus in 15 
Albam Regalem suum movit exercitum, ubi locus coronacionis 
et undecim regum Hungarie sepultura fore dinoscitur. Rex 
itaque duos grandes armatorum cumulos et undecim cuneos 
minores advexerat per paludosam viam. Cum autem postu- 
latam civitatem cives dare recusarent, rex ipse pro expug-20 
nacione civitatis cum principibus consilium iniit. Qui omnes 
eam debellare vi suadebant. Quo comperto summus capitaneus 
omnia circumspecte ordinat. Primo Bohemi, deinde stipen- 
diarii, cum quibus dux Cristoferus pedester cum primis, 
ipsam civitatem animose aggrediuntur et in pluribus [F. 312] 25 
locis per scalas murum ascendunt, clangentibus tubis portas 
violenter disrumpunt et cum hostibus in foro civitatis, ymnio 
in ecclesia apud regum sepulturam pugnant, mactant et 
humanum sanguinem fundunt, adeo ut super sepultura Kathie 
regis sanguis duorum digitorum spissus fluebat, quia time-30 
bant, quod Hungari aduc cuneum absconditum armatorum 
observabant; alias tanta cedes facta non fuisset. Sub regis 
itaque vexillo et S. Georgii civitas ipsa violenter capta est 
et multa bona in ea rapta. Que cum sentiret rex, milites 
creavit, primum Georgium et Oristoferum duces Bavarie, 35 
Sigismundum marchionem Brandenburgensem , Wilhelmum 
lantgravium Hassie, Rudolfum comitem de Anhalt, principes, 
Albertum de Rechperg, Georgium de Rosenberg, Johannem 

1 29. September. 

* Steinamanger. 40 

s 11. November. 

4 Vesxprem. 

1 Johannes Vit ex. 



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— 391 — 

Klosnär, Syfridura Törringer, Johannem Holczsatel, Casparum 
Schenck, Ottonem Oberhammer, Wolfgangum de Weichs, 
Johannem Schilbatz, Georgium Peuscher et plures alios, 
quorum nomina mihi nota non sunt Postquam enim rex 
f) marchionem Sigismundum militem fecit, dedit et sibi auctori- 
tatem milites creandi. Qui una secum plures alios milites 
creavit. Acta sunt hec feria 4. 1 post Martini in nomine 
S. Andree. Sequenti [F. 312* ] autem die, in octava vide- 
licet S. Martini, rex et dux cum aliis et suis ex civitate 

10 Albensi Budam versus spacio unius miliaris diverterunt et 
ibidem castra sua stativa locant. Ubi perseverabant diebus 
10 vel quasi. In quibus diebus dux Georgius inter regem 
et suos stipendiarios, qui se provincie servos, vulgariter 
lantzknecht, nuncupabant, per placita multa attemptavit. 

15 Qui ulterius procedere nolebant, nisi essent ex integro per 
regem de stipendiis et preda soluti, Quos cum dux con- 
cordare non posset et illi remocius procedere recusabant, 
coacti rex et dux in civitatem Albensem retro cesserunt. 
Dux igitur in preurbio civitatis cum rege diebus decem vel 

20 quasi moram traxit et coquinam suam in domo minorum 
habuit. Item superioribus diebus cives Budenses legacionem 
suam regi miserunt, si ipse unacum duce veniret, eum pro 
domino recipere contentarentur. Et quamvis inestimabiies 
divicie in predicta civitate sunt reperte, quia alii ex civibus 

25 seu mercatoribus interfecti, alii fugati sunt et pauci subacti 
remanserunt, attamen in prede divisione quivis dumtaxat 
duos florenos recepit, quia multa bona occulte per stipen- 
diarios prefatos ablata fuerant. Posuit igitur illic rex pro 
custodia civitatis viros strennuos [F. 313] capitaneos, ex 

30Austria Vitum Volkenstorfer , ex Karinthia Reinpertum 
Rechenberger, ex provincia Athesina Georgium de Castel- 
wart, ex Bavaria Johannem Schilbatz, milites teutonicos, 
Hungaris prorsus exclusis, interfectis vel subactis. Dehinc 
in dieS. Barbare 2 dux Georgius iter arripuit versus Wiennam 

36 et illuc pervenit die lune 8 ante S. Thome apostoli. Rex 
autem ad Rabam declinavit et stipendiarios omnes licenciavit. 
Dux autem Georgius in eadem expedicione magnificum et 
liberalem se exhibuit in preciosis sumptibus plerosque secum 
cibavit. Quam ob rem magnam famam super cunctos principes 



40 1 17. November. 

2 4. Dezember. 
8 20. Dexember. 



C* f\r\n\\'* Original frorn 

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— 392 — 

meruit cum laudum preconio. In die S. Thorae 1 Wiennam 
exivit et in die S. Steffani* in Landshulam unacum Sigis- 
mundo comite de Lupf, Georgio de Rosenberg, Johanne 
Klosnär, Johanne Holtzsatel militibus* in veloci vehiculo 
pervenit, exercitus autem suus diebus sequentibus. 5 

Exclamacio. 
Otto Fria., Considerare hicdei iudicia muodtque volubilitatem et instabili- 

Chr. V,36. ttit6m ec^m no | eQg compellor. Ecce, ante paucos hos dies 

Hungarorum potencia adeo inferbuit, ut quasi tota Austria, 
Stiria ac Karinthia cum finitimis b regionibus a facie eoruin 10 
extimuit. Nunc vero potestas [F. 313' ] Teutonicorum ita 
exaltata est, ut etiam totiHungarie terrori esset, quoniam, 
nisi contumacia quorundam stipendiariorum accessisset, rex 
Maximilianus, si ulterius cum Georgio duce ac aliis pro- 
cessisset, totam territam Hungariam in dedicionem absque 15 
multi sanguinis effusione procul dubio, ut sperabatur, ac- 
cepisset. 

De fame. 

Currenti anno 3 fames valida inhorruit; omnia etenim 
victualia care comparabantur, necdum flnis.* Scafia siliginis 20 
5 florenis vel libris denariorum Landshutensis mensure vende- 
batur. Yina, carnes, pisces, blada et omnia in caro foro 
erant, quinymmo ovum pro denario dabatur usque in qua- 
dragesimam. Insuper princeps grandem steuram a subditis 
suis levabat. 5 Per hec duo multis hominibus calamitosa25 
inopia accessit non cito delenda. Circa festuni S. Thome" 
apostoli cepit ningere c et multis diebus sequentibus nivem 
adeo spissam, ut Yserus congelaretur d usque ad prata Frisin- 
gensia. 

Anno domini etc. 91. post epiphanias 7 domini dux30 
Georgius aliquas peregrinaciones perfecit ut ad reliquias 
in monte Andächs et ad S. Sebastianum in Ebersperg. 

* mitibue Ha. b fimitimis Ha. c gignere Ha. «• congalaretur Ha. 

1 21. Dezember. 

* 26. Dezember. 35 
3 1490. Vgl. über die Teuerung die Landakuter Ratachronik, 

Chroniken a. a. 0. S. 330. 

* Noch zum Jahre 1492 verzeichnet die fand akuter Ratachronik a. a.0. t 
S. 333 Teuerung8preiae. 

8 Vgl. Krenner, Baierische Iandtags- Handlungen XII, 291. 40 

21. Dezember. 
7 6. Januar. 



C^f\C\Ci\i' Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 393 — 

Sabbato 1 ante Estomihi rex Maximilianus in Lands- 
hutam pervenit, deinde in Frisingam. 

[F. 314 ] Dominica Letare 2 causas ob varias et emer- 
gentes electoribus et aliis sacri imperii principibus dieta 
Sin Nuremberga statuta est. Quo eciam dux Georgius pro- 
peravit. Ubi spirituales et seculares principes 32 vel quasi 
congregati per multos dies erant, inter quos dux Albe Russie. 
Expositis autem et auditis causis inter ducem Georgium et 
ligam Suevorum ac ducera Albertum et societatem leonis 

10 cum rex propter parcium obstinacionem concordare non 
posset, infecto negocio duces Bavarie circa S. Viti festum 8 
ad propria redierunt. Ea tempestate fames seu karistia 
preterito anno incepta in tantum invaluit, quod circa nati- 
vitatis Johannis baptiste festum 4 Landshute scaffa tritici 

15 pro 11 florenis Rhenensibus, siliginis pro 9 florenis, avene 
5 florenis et ordei 5 florenis Rhenensibus vendebatur. At 
dux Georgius reversus ex dieta Nuremberge videns inopiam 
subditorum suorum in Landshuta scaffam siliginis suis dcdit 
pro 6 libris denariorum in parata et numerata pecunia. 

20 Predicto anno in nativitatis Johannis baptiste festo, 

quod erat eo anno 6. feria, dux Bavarie Georgius hora diei 
quasi 9. intravit ad capitulum maioris ecclesie Frisinge et 
episcopum in stuba capitulari in propria persona [F. 314'] 
per suum cancellarium Wolfgangum baronem de Kolberg 

25militem constanter rogans, ut capitulum consenciat, quod 
Sixtus episcopus Frisingensis episcopatum filio Philippi 
comitis palatini Reni et sororis sue resignet, sub certis 
tarnen condicionibus. Quod, si partim consenserunt, attamen 
papa Innocencius VIII. admittere recusavit. 

30 De diluvio particulari in Bavaria. 

Eodem anno in die Johannis et Pauli martyrum 5 , que 

tunc in dominica fuit, et die lune sequenti tanta inundacio 

erupit aquarum 6 , ut inter alia multa damna, que terre 

Bavarie intulit, eciam Frisinge imbrium aqua, que de foresto 

35 et de fornace vel loco, ubi fiunt lateres, vi sua destruxit 



1 12. Februar. 

2 13. Marx. 

3 15. Juni. 
* 24. Juni. 

40 6 26. Juni. 

Vgl. die Landshuter Ratsohronik; Chroniken a. a. 0. t S. 330. 



u 



r^rtrtrtL- Original frorn 

öyVrUUgl^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 394 — 

littora fluvii Mosaci * vel Mose vulgariter vocati apud portam 
civitatis versus monasterium Novecelle 2 , que vulgo murrentor 
appellatur, ita ut opus fuit ibi pontem illico construi, ubi 
prius plana via fuit, quia alias nemo exire vel intrare civi- 
tatem potuit. Insuper amnem Mosaci in tantum annibilavit, & 
ut apud doraum Francisci prope portam per eins pratum 
Mosa in Yserum flueret. Seqnenti itaque feria 3. venerabilis 
pater dominus Udalricus Aigelshaymer prepositus Novecelle 
ut vir providus consulatum civitatis Frisingensis pro sub- 
sidio ad reparandum [F. 315] accessit. At cives voluntarie 10 
per civitatis operarios et prepositus per eius equos, currus 
et servos predictum fluvium Mosa in suum amnem coegerunt 
et verterunt et alia pro viribus reparaverunt. 

Concursus peregrinacionis magnus factus est ad capellam 
beate virginis in Veteri Otinga, quo eciam cesar Fridricus ic 
accessit. Ubi eum dux Georgius in die S. Mathei 3 visitavit. 

Eodem anno dux Georgius duci Alberto 60 equites 
bellatores, quorum capitaneus Scheftaler erat, raisit in 
Straubingam, deinde in Lengfeit 4 , qui Landsbutam exierunt 
sequenti die 5 post Thome apostoli et reversi sunt in die 20 
Policarpi. 6 

Anno domini etc. 92. feria 3. 7 post purificacionis 
Georgius dux 300 equites in monasterium Inferioris Altach 
contra Boheraorura erupcionem vel aliorum invasionem misit. 
Qui munito monasterio cito revertebantur. 25 

De concordia plebanorum et fratrum mendicancium 

in Landshut. 

In die S. Valentini 8 duo plebani S. Martini et Judoci 
in Landshut ex una et fratres predicatores et minores 
partibus ex altera Frisinge per Sixtum episcopum et 17 30 
doctores et licenciatos sibi assistentes sufficienter auditi. 
Causa sedicionis inter eos per doctos viros [F. 315'] arbi- 
trarie concordata est, primo, quod omnia odia et inimicicie 
inter partes sint sedata et de cetero favor et amor, pax 
et concordia inter eos sit communis nee de cetero aliqua35 

1 Moosach. 

* Neustift. 

8 21. September. 
4 BurgUngenfeld. 

* 22. Dezember. 40 
26. Januar 1492. 

7 7. Februar. 

8 14. Februar. 



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— 395 — 

pars contra privilegia vel iura alterius partis predicet. In- 
super frater Erasmus de ordine minorum debet intimare in 
ambone, quod dissensio inter egregios* et venerabiies viros 
Wolfgangum Federkiel sacre theologie doctorem et S. Martini 
5 et Steffanura Egker S. Judoci ecclesiarum plebanos ex una 
et fratres predicatores et minores de observancia partibus 
ex altera sit per reverendissimum patrem episcopum Frisin- 
gensem graciose concordata, et quod de cetero quelibet 
pars debet facere alteri, que sibi placent, et quod populus 

lOteneatur dare süo plebano antiqua iura parrochialia. Qui 
autem ex devocione ad fratres inclinantur, per plebanos 
impediri non debent. 

In vigilia 1 S. Mathie apostoli dux Georgius 300 equites 
ad muniendum opidum suum Fridperg emisit. 

15 Feria 3. 2 post Invocavit Georgius dux in suam civi- 

tatem Laugingen b . Ubi infrascripti principes: Philippus 
comes palatinus Rheni, Otto, Albertus et Georgius, duces 
Bavarie, cum episcopo Wormacensi misteria consilii sui per 
sex dies simul tractabant. [F. 316] Ubi conclusum est, 

20 quod contra cuncta adversa domui Bavarie omnes resistenciam 
facere pro viribus teneantur. Et dux Georgius in vigilia 3 
annunciacionis reversus est. 

Dominica Judica 4 ipse dux exivit et sequenti die lune 
in Augustam ad Maximilianum regem pervenit. Ubi secum 

25usque in diem parasceves 5 permansit, et in vigilia pasce 
domum rediit. Sed cum dux Georgius Augustam intraret, 
illico dux Cristoferus exivit. 

Eisdem diebus dux Albertus in Aichach morulam 
traxit. 

30 Die veneris 6 post festum pasce dux Georgius concionem 

provincialium suorum in Landshutam vocavit. Ubi conclusum 
est, quod ipse dux Georgius Alberto duci auxilia prestare 
non debeat contra imperatorem, eo quod eins consiliarius, 
familiaris et vasallus iuratus esset. Et ad hoc sibi intiman- 

35 dum missi sunt ad eum in Monacum Sigismundus Frawnberger 

a egregium Hs. *> Anakohäh. 

1 24. Februar. 
« 13. Marx. 
3 24. Marx. 
40 « 8. April 

5 20. April. 

6 27. April. 



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— 396 — 

baro Hage marsalcus* ex militibus, Mauricius Tanberger 
ex nobilibus, Ludovicus Ebnär prepositus S. Zenonis prope 
opiduin Hallense 1 ex prelatis, Oswaldus Oberndorfer magister 
civium Landshutensium ex civibus. Qui exierunt Landshute 
in die Jacobi et Philippi 2 apostolorum. Cum autem duxö 
Albertus percepisset, quod eum dux Georgius contra im- 
peratorem [F. 316'] iuvare recusaret, civitatem Ratisponam, 
quam pro domo Bavarie possedit et defendit, restituit. 3 
Sicque bello, quod quasi maximum videbatur futurum, 4 
celerrimus est finis impositus. 10 

Ea tempestate post festa pascalia dominica 5 ante 
Philippi dux Georgius 872 equites electissimos ex prefectis, 
militibus et provincialibus suis ad cautelam, ne liga quicquid 
contra se aut suos ageret, in Aichach collocavit. Qui se 
apud castrum Liechtenberg lige ad conspiciendum dederunt 15 
vel ostenderunt. 

De capitulo minorum in Landshut [14J92. 

Dominica Jubilate 6 fratres minores de observancia 
Landshute b capitulum provinciale celebrarunt. In ecclesia 
sancti spiritus quidam frater de mane predicavit, sed per- 20 
acto prandio alius ad S. Martinum, alter ad predicatores, 
alius ad minores ad populum sermones fecerunt, hora autem 
prima ibidem in choro ad clerum exhortacionem perfecit. Die 
lune in ambitu suo processionem cum letania peregerunt. 
Sequenti vero 4. feria ad instanciam civium laudabilis pro- 25 
cessio in civitate Landshutensi hoc modo seu ordine acta 
est. Primum fratres predicatores et plebanus S. Judoci cum 
populo suo et clero ac fratres minores in ecclesia S. Martini 
congregati sunt. Deinde clerus cum populo processionaliter 
devote [F. 317] per capellam S. Sebastiani in B. Marie 30 
virginis monasterium Felicisvallis transierunt. Ubi minores 
primo loco ambulabant ob capituli reverenciam et ibidem ipsi 
officium de beata virgine cantabant, et quidam frater sub 
eodem verbum dei seminavit. Quibus peractis per ecclesiam 

* marsarlcu» Hs. b am Rand hinzugefügt. 35 

1 Reichenhall. 
- 1. Mai. 

3 Vgl. Krenner, Bäuerische Landtags- Handlimgen XII, 366. 

4 Vgl. die ähnliche Ausdrttcksiceise oben S. 260, 39. 

5 29. April. 40 
,: 13. Mai. 

rv «w h C^ rtrhCiic* Original from 

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— 397 — 

sancti spiritus quilibet ad ecclesiam suani et ad propria 
remeavit. Dux autem Georgius unacum civibus omnes fratres 
in eadem congregacione optime refecit. 

Anno domini etc. 93. in mense Januario cives Ulmenses 
5 in ducis Georgii graciam redierunt. 

Item purificacionis * dux Georgius et Fridericus marchio 
Brandenburgensis se araicabiliter composuerunt. 

In media quadragesimaconcio 2 principum 3 Monacensium. 

Duces Bavarie Cristoferus et f rater eius Wolfgangus ac 

10 ducis Alberti consiliarii contendentes a coram duce Georgio 

imperiali commissario super divisione ducatus, sed in effectu 

concordari non poterant, licet paulo post in Monaco. 4 

In vigilia 5 ascensionis dominicerexMaximilianusLands- 

hutam pertransiit ex Burgundia et Alsacia ad cesarem 

lSgenitorem suum in Lintz a Dingelfing in aquis descendens. 

Sabbato 6 post penthecostes festum ex civitate [F. 317' J 
Landshuta processio laudabilis utriusque soxus 1500 cum 
11 sacerdotibus in suis superpeliciis ad capellam beate vir- 
ginis in Veteri Otinga processit. Ea namque b tempestate 

20magnus concursus illuc fuit propter varia Signa, que illic 
per merita beate virginis fiebant. Cum autem illuc cum 
candela 76 c libras cere continente venissent, clerus Veteris 
Otinge obviam veniens ac reverenter suscipiens eos usque 
in ecclesiam conduxit die dominica. Die lune fusis oracionibus, 

25celebratis missarum solemniis, votis peractis iter rediendi 
singuli arripiunt. Feria 3. in Landshuta hora meridiei 
magna campana ecclesie S. Martini pulsabatur pro cleri et 
populi convocacione. Qui omnes obviam suis peregrinis 
usque ad civitatis avene portam 7 venerunt, ubi processio 

30 se vertebat deducens eosdem peregrinos usque in parrochialem 
ecclesiam S. Martini. Ibi prefati peregrini Ordinate erectis 
baculis deum in sua genitrice laudantes 11 cantibus per 

a so Hs. b oanque Hs. c centum durchstrichen, 76 am Rand Hs. 

1 2. Februar 1493. 
35 * Tagung xu Ixindshid am 27. Februar 1493; vgl. unten Kap. 73, 

dazu Krenner a. a. 0. IX, 188 ff. 

8 Hiefür wollte Krenner a. a. 0. S. 189 provincialium gesetzt wissen, 
doch ist diese Aenderung überflüssig. 
4 Vgl. unten Kap. 73. 
40 5 15. Mai. 

1. Juni. 
7 HaJbrantor ; vgl. oben S. 369, Anm. 1. 

rv v ^k f~*nr*filf" Original frarm 

Jigitizeti Dy ^^u^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 398 — 

suos cumulos summum altare circuierunt, primum viri multi- 
phariam, deinde mulieres, postea virgines, postrerao iuvenes, 
singuli in suo ordine stantibus clericis in suis stallis. Finito 
cantu vulgari chorus „Te deum laudamus", plebanus versus 
et collectam de S. Martino subiunxit. Deinceps sacerdotes, 5 
qui in eadem peregrinacione fuerant, flexis genibus ante 
altare sancte crucis hanc prosam [F. 318] „Ab hac familia" 
devota voce ad finera perduxerunt, plebanus versus et col- 
lectam de beata virgine addidit. Quibus peractis dato 
aspersorio, ut moris est, singuli cum gaudio ad propria 10 
redierunt. 

Currenti anno 1 ingens sagittariorum ludus Landshute 
peractus est. Balistarum sagittarios oportebat m suis hospiciis 
comparere in die nativitatis Johannis baptiste. 2 In crastino 
omnes ad ecclesiara S. Martini convenerunt et obtulerunt, 15 
plebanus 3 autem de S. Sebastiano officium solemniter de- 
cantavit. Hos quadam die omnes in castrum suum dux 
Georgius ad prandium invitavit. Et quilibet eorum 2 florenos 
Rhenenses 21 denarios imposuit. Magistro civium Oswaldo 
Oberndorfer fuerunt adiuncti 40 famuli uno rubri coloris20 
vestitu amicti, quorum qui vis suum officium habuit. Illorum 
in numero fuerunt 512. Maius clenodium fuit 110 florenorum 
Rhenensium, secundum 100 et cetera deinceps usque ad 
unum. Sagittariorum cum bumbardis erant 1218. Unus 
posuit unum florenum Rhenensem minus 21 denarios. Maius 25 
clenodium fuit 110 florenorum Rhenensium usque unum de- 
scendendo. Sed, proch dolor, Ulricus Pichler de Augusta 
est transfixus, cui omnes sagittarii in exequiis offerebant. 
Cives omni die singulis sagittariis infra prandia vinum, panes 
cum caseo ministrabant. Omnia denique prudenter fuerunt 30 
ordinata. In ludo globi 4 maius clenodium decem florenorum 
Rhenensium usque ad unum descendendo. In olla 5 maius 
clenodium 60 florenorum Rhenensium usque ad unum. Que 

1 1493. In der Landshuter Baischronik (Ghroniken XV, 33 1) wird 
das Schützenfest irrtümlich unter dem Jahr 1492 aufgeführt. Ein Exemplar 35 
des gedruckten Einladungsbriefes xu dem Fest 9 welchen Bürgermeister 
und Rat am IL August 1492 ergehen Hessen, besitzt das Stadtarchiv 
Strassburg i. E. (gütige Mitteilung meines Herren Kollegen Oberbiblio- 
thekars Dr. Freys). Es wird darin xu einem Armbrustschiessen auf den 
24. Juni 1493 und xu einem Büchsenschiessen, verbunden mit einem 40 
Qlückshafen f auf den 8. Juli 1493 eingeladen. 

2 24. Juni. 

3 Vgl Staudenraus, Chronik der Stadt Landshut I f 201, Anm. 2. 

4 Kegelspiel. 

b Oliiekshafen. 45 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

P V U Ö UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 399 — 

olla exivit post Bartolomei 1 et duravit ultra annum. Cum a 
bombardis inceperunt feria 2. 2 post Ulrici. 

[F. 31&] Die lune 8 ante Bartolomei apostoli Frideri cus 
et Sigismundus fratres, marchiones Brandenburgenses, in 
SLandshutam venerunt. Quibus dux Georgias obviani cum 
suis aulicis venit eosque in hospicium usque suum conduxit. 
Feria 3. ambo marchiones in ecclesia S. Martini audierunt 
officium et misteria consilii sui cum duce tractabant. Die 
Mercurii in loco voluptatis seu domo vulgariter Symelsee* 

lOdicta venacio sex cervorum et corea principum ac nobilium 
cum pulchris mulieribus nobilibus ac civissis habita est una 
cum copiosa refeccione. Die Jovis prefati duo fratres 
marchiones hastis luserunt. Die autem Veneris ad propria 
iter arripiunt, quia mors imperatoris Friderici propalata 

15 est, qui precedenti die lune 5 mortem cum vita mutavit. 

De exequiis imperatoris in Landshuta. 

Dux Georgius exequias egit Friderici imperatoris dive 
memorie in Landshuta in profesto 6 S. Augustini cum vigiliis 
et in die cum multorum sacerdotum missis in ecclesia par- 

20 rochiali S. Martini cum pulsu ac candelis et aliis requisitis. 
Officium primum de sancta trinitate Erasmus Pervaler in 
Mallerstorf, secundum de beata virgine Martinus S. Viti 
eis Rotam apud Novumforum, tercium pro defunetis Wolf- 
gangus de Weichs olim canonicus maioris ecclesie Frisin- 

25 gensis in Weihenstephen, abbates jnfulati, decantabant. Qui 
cum suis [F. 319] capellanis dumtaxat in Castro splendide 
sunt refecti. Secularibus sacerdotibus de vigiliis et missis 
15 denarii distribuebantur. Mensure vini 30 et tot seraelle 
duorum denariorum cum candelis per mulieres nobiles et 

30civissas sunt oblate. 

De exequiis ducis Cristoferi. 
In die Cosme et Damiani 7 exequias ducis Cristoferi in 
monasterio Felicisvallis dux Georgius peregit. Dominica in 

a Cum — Ulrici später hinxugeschrieben. 

35 ' 24. August. 

* 8. Juli. Vgl. Anm. 1 der vorigen Seite. 

• 19. August. 

4 v Lustschlos8 Simmelsee, nun Siebensee, noch in den achtziger 
Jahren ein Paradies der Jagdfreunde"; Staudenraus, Chronik der Stadt 
40 Landshut 1, 202. Siebensee liegt isarattfwärts bei Landshut am linken Ufer. 
8 19. August. 
6 27. August. 
1 27. September. 

rv «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 400 — 

die S. Michaelis 1 rex Maximilianus ex Wasserburg opido 
in aquis Eni fluminis de provincia Athesina in Otingara cum 
24 navibus descendit ; una tarnen ex Ulis apud opidum Mül- 
dorf naufragium patitur. Die lune in Otinga auditis missarum 
solemniis in opido Praunaw applicuit, quo celeriter ad eum 5 
dux Georgius venit ac cum eo ibidem pernoctavit et victu- 
alia copiose administravit sibi et omnibus suis. 

In die lune 2 post Galli dux Georgius provincialium 
suorum pro misterii sui consilio in Landshuta contionem 3 
habuit. 10 

In die S. Othmari 4 dux Albertus in Landshuta cum 
duce Georgio pernoctavit descendens in aquis ad Wiennam 
ad exequias 5 dive raemorie Fridrici imperatoris soceri sui. 

Sequenti die Wilhelmus episcopus Eistetensis Lands- 
hute pernoctavit in curru ad idem descendens.* 15 

[F. 319'] In festo S. Elizabet 6 Landshute pernoctabant 
archiepiscopus Senonensis 7 et dux Marcus Aurelianensis b 8 , 
oratores seu ambasiatores Caroli regis Francie, quos ex 
hospicio dux ipse Georgius liberavit. 

In die S. Cecilie 9 ibidem pernoctavit gubernator Bur- 20 
gundie, quidam comes 10 , nomine Philippi archiducis. 

Per Ratisponam pertransivit N. 11 filius Edwardi regis 
Anglie. 

In die Clementis 12 dux Georgius Wiennam in aquis 
ad cesareas exequias misit suos legatos, marsallum suum 25 
Sigismundum Frawnberger baronem Hage, Johannem de 
Aichperg in Hallis, Johannem Klosner, milites, et Petrum 

» bis hieher ist der Text miniiert. b prinp. Ornäosi (so) am Rand 
hinzugefügt. 

1 29. September. 30 

• 21. Oktober. 

8 Fehlt bei Krenner. 

4 16. November. 

6 Die Literatur über das IMchmbegängnis ist verzeichnet in der 
vom Wiener AUertumsverein herausgegebenen Geschickte der Stadt WienSb 
II, U } 576. 

ö 19. November. 

7 Stephan Tristati de Salaxar. 

8 Vielmehr Johann II. von Ghälons, Prinz von Oranien. 

9 22. November. 40 

10 Johann von Bergen 9 Herr xa Waelheym; vgl. Neues Archiv für 
Geschichte 1829, S.134. 

11 Richard. 

19 23. November. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 401 — 

Kraft doctorem. Qui solemniter peractis imperialibus ex- 
equiis in die S. Emmerenciane a l sunt reversi. 

b Anno etc. 94. dominica rogacionum 2 ac deinde in 
die S. Udalrici episcopi 8 segetes in pluribus Bavarie locis 

5 per tonitrua et fulmina destructe sunt. 

Item in octava 4 visitacionis B.Marie in civitate Lands- 
hutensi processio tocius cleri et fratrum cum universo populo 
ad B. Mariam monasterii Felicisvallis contra Turcos peracta 
est, et plebanus S. Martini ibidem predicavit. 

10 Item isto anno in estate in silvis Bavarie multi cervi 

mortui inventi sunt. 

[F. 320 ] In die S. Afl're 5 Otto et Georgius Bavarie 
duces ex Landshuta ad S. Sebastianum in Ebersperg pere- 
grinati sunt. 

15 Item in die S. Magni 6 martyris .N. 7 dux de Legnicio 

ex Slesia per Landshutam peregrinus ivit. 

Item dux Georgius ex sua uxore Hedwige duas filias 
Margaretam et Elizabet genuit. Quarum prior natu domina 
Margareta divino compuncta amore hoc anno ante festura 

20 nati vitatis B. Marie monasterium sanctimonialium in Hochenaw 8 
Salczeburgensis diocesis trans Enum prope Atilam intravit 
cum proposito virginitatis et in festo nativitatis B. Marie 9 
omnem ornatum seculi contemnens ordinem predicatorum 
ibidem induit. 10 

25 Item dominicaMathei apostoli et e wangeliste n Fridericus 

marchio Brandenburgensis ad ducem Georgium in Lands- 
hutam venit et mansit cum eo iocunde usque ad 6. feriam 
sequentem. In qua iter ad patriam arripuit. 

Item quidam cliens ignobilis in curia hie ducali educatus, 

30dictus Köchel, duci Georgio per litteras diffedavit et cum 
complieibus villas aliquas eius combussit, quinymmo sequenti 

• Etmneranciane Hs. *» von hier an bis F. 321 sehr blasse Tinte. 

I 23. Januar 1494. 
» 4. Mai. 

35 3 4. Juli 

4 9. Juli. 

6 7. August. 

6 19. August. 

' Johann IL von Schlesien- hkgnitx. 
40 * Altenhohenau am Inn, südlich von Aiiel und Wasserburg. 

9 S. September. 

10 Deber ihre Lebensweise daselbst vgl. Oberbayerisches Archiv LV, 370, 
Regest 470. 

II 21. September. 

Quellen u. Erörterung™. N. F. III. Original frOlS 

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by LiOOgle 



— 402 — 

purificacionis * castrum quoddam Kungstain dictum ei totaliter 
concremavit. 2 

Item in autumpno Eberhardus comes senior de Witten- 
berg ducem Georgium in Castro suo Newnburg accessit et 
gratiam suam quesivit et impetravit. 5 

[F. 320'] Anno domini etc. 95. in vigilia 3 epiphaniarum 
dux Georgius marssalum suum Sigismundum Frawnberger 
de Haga cum comitiva honesta in Wormaciam misit ad 
dietam ibidem per regem Maxiraiiianum ad purificacionis 4 
constitutam. Que tarnen fuit prolongata. 10 

Item cum in Februario 5 Sigismundus marchio Branden- 
burgensis diem obivisset, dux Georgius avunculus eiusdem 
exequias eius in ecclesia S. Martini in Landshuta peragi a fecit 
feria 2. 6 post Keminiscere cum vigiliis et die Martis, que fuit 
in die S. Gerdrudis 7 , cum 85 missis. Cuilibet sacerdoti sim- 15 
plici de vigiliis et missa dati sunt 15 denarii. Ubi Michael 
in Mallerstorf Katisponensis diocesis noviter electus officium 
primum de sancta trinitate, secundum de assumpcione Marie 
virginis Martinus S. Viti eis Rotam Salczeburgensis diocesis 
et tercium Franciscus in Sewn eiusdem diocesis, abbates20 
infulati, cantaverunt. Qui unacum suis capellaois in castro 
optime sunt refecti. Item 100 libre cere, 40 candele, item 
30 mensure vini cum totidem semellis duorum denariorum 
per railitissas nobiles et civissas matronas sunt oblate, et 
cum corapulsu S. Martini omnium campanarum, pro quo sex 25 
libre et ad S. Judocum tres libre denariorum. 

Dominica Invocavit 8 8. hora nocti§ mediam partem 
opidi Muldorf incendium absumpsit. Id ob ineuriara [F. 321] 
cuiusdam pistoris evenisse constat. 

Item prefatus illustris prineeps Sigismundus marchio 30 
Branden burgensis etc. diem obivit in Onnolzpach b9 die 
Jovis 26. mensis Februarii. Guius intestina ibidem sunt 
sepuita. Super cuius sepulchrum illic quidam artifex de ere 

ft peregi H$. b Anolds am Hand Avtntinus. 

1 2. Februar 1495. 35 

5 Ueber diese Fehde siehe unten die deutsche Chronik. 
:l 5. Januar. 

4 2. Februar. 

5 Am 26. Februar ; vgl. unten Z. 32. 

6 16. Marx. 40 
T 17. Marx. 

8 8. Marx. 

u Onolxbach, jetxt Ansbach. 

rv ,• «wh C^r\rhn[f> Original from 

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— 403 — 

fecit decem clipeos in una congerie erearum confusione. 1 
Corpus vero eius translatum est ad monasterium in Hals- 
prun -, ubi et pater 3 eins sepultus est, et ibi habuit sepul- 
turam. H 

5 [F. 328] Cap. 67. 

De duce Johanne in Monaco. 

Johannes comes palatinus Rheni, dux Bavarie superioris, 
natus b est b 1369 b4 . 

. Hie advertendum, quod vivente aduc patre eius Stefano 
lOSeniore b anno domini 1888. in crastino 8- Urbani pape et martyr is Chr. And. 
invente sunt reliquie in monte Ändachs. Que sequenti anno duete sunt 
in Monacum. ° 

De iubileo in Monaco. 

fionifacius IX. papa Borne inclinatus preeibus dilectorum sibi Andr. 116. 

25fiiiorum Steffani, Friderici et Jobannis fratrum, dueum Bavarie, more 
pii patris saluti animarum fruetuose providere volens auetoritate apoetolica 
indulsit, ut anno domini 1392. a dominica 3. quadragesime, videlicet 
Oculi, usque ad oetavam 8. Jacobi apostoli maioris extunc proxime 
venturam inclusive gratia anni iubilei esset in opido Monacensi Frisin- 

2Qgensis diocesis. In quo quidem opido sacramentum corporis Christi 
miraculose inventum, pars cofone spinee eius capiti imposite ac de ligno 
sanete crucis et plures solennes sanetorum reliquie divereis, ut tunc 
dicebatur, coruscantes miraculis, que solemnitate maxima ceonsrva- 
bantur. 7 

25 Quicunque voluit istas plenarias indulgencias consequi 

oportuit eum Septem diebus visitare quatuor ecclesias, vide. 

licet beate virginis, S. Petri, S. Jacobi in Anger saneti- 

monialium et saneti Spiritus, et qualibet oblaciones suas 

* F. 32 V— 32V leer. *> am Rande hinzugefügt. 

30 ! Gemeint ist tcohl die kunstreiche Bronxetafel mit 9 (nickt 10( 

Wappenschildeti, welche abgebildet ist bei Oraf Stillfried, Altertümer und 
Kunstdenkmaie des erlauchten Hauses Hohenxollern, Neue Folge, Bd. H, 
Nr. 54. Die Tafel befindet sich jetzt in der Schwanenordenskapelle der 
St. Gumbertusktrche xu Ansbach innen über der Türe des Eingangs; 

35 vgl. Meyer, Die Burggrafen von Nürnberg im Hohenzollem* Mausoleum 
xu Heilsbronn, S. 8&. 

* Kloster Heilsbronn bei Ansbach. Vgl. Muck, Beiträge xur Ge- 
schichte ton Kloster Heilsbronn, S, 111; Grat Wilfried, Kloster Heilsbronn , 
S. 150; Muck, Geschichte von Kloster Heilsbronn I, 193 f. 

40 3 Kurfürst Albrecht Achilles. Vgl. Muck, Geschichte etc. 1, 194. 

4 Vielmehr um 1341. Haeutle, Genealogie S.20. 

6 Irrtum (vgl oben S. 331, 8 nebst Anm. 4 daselbst). Stephan war 
schon 1375 gestorben. 

ö Vgl. oben S. 211, Kap. 15. 
45 7 Vgl. meine Anm. 1 xu Andr. WS. 



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26* 

Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 404 — 

facere. Item 15 fuerunt poenitentiarii. Sed quia ubique fuit 
pax, ideo magna populi multitudo de Almania et Bohemia 
venit. Ideo fuerunt constituti 40 poenitentiarii ad expediendum 
populum adventantem. Oportuit eciam quemlibet Ä videre 
reliquias inventas in monte Ändächs, propter quas indul-5 
gencie [P. 328'] fuerunt date; nam in septimana ter monstra- 
bantur. Fuerunt b enim sepius in una septimana 60 milia 
hominum ibi presentes. 

Chr. And. 1 Item prefate reliquie in capelja ducum sunt reverenter col- 

locate. Interea edificabatur in monte Andacht? preciosa ecclesia in 10 
honore 8. Nicolai. Que cum consuniata foret, duces reliquias presentare 
distulerunt. Idcirco terribilia signa super Monacum apparuerunt. Quare 
cum magna reverencia dictas bostias consecratas et reliquias in montem 
Ändachs reduxerunt. His peractis illustris dux Fridericus cum consensu 
fratrum suorum Steffani et Johannis unam spinam corone Christi in 15 
castrum suum Landshut detuiit. Eadem nocte terremotus factus est 
magnus, ita quod vix dictus dux expectaret, usque dum dies 
illucesceret, et mox eandem spinam in montem Andache remisit. 
Ubi singulis annis bis 2 , in festo videlicet ascensionis domini et dominica 
proxhna ante Michaelis, cum maxima diversorum populorum multitudine 20 
frequentantur et beneficia dei usque in hodiernum diem prestantur. 

Füetr.201 Sane predicto anno in die Ö. Mathei apostoli et ewan- 

geliste dux Johannes contra fratrem suum, ducem Stephan um, novum 

u. Andr. 557. castrum in Monaco aecepit.* Postea ducatus feria 3. ante Katherine 

Füetr. 201. in Monaco fuit divisus. Duci Johanni *cessit Monacum, Laudsperg, 25 
Weilhaim et quedam castra in Norico 4 etc. Postea Monac enses 
cives iuraverunt^ Johanni duci ut domino suo- Qui demandavit 
angariam d seu exaccionem , vulgariter ungelt, nunquam 
exigendam. 5 

Andr. 90 u. [F. 329] Anno Christi 1391. Obiit dorn ina Katherina uxor 30 

Ebranl28u duciß Johann is, filia comitis de Goricia, in die Albani martyris r> , 

Füetr. 205. multum laudabilis, erga pauperes multum misericors. Ex 
qua genuit duos filios, Ernestum et Wilhelmuni, et filiam, dominam 
Sophiam reginam. 

a quembilet Hs. b fuerint Hs. c iuuauerunt Hs. <* vngariam Hs. 35 

1 Der grösste Teil dieses Abschnittes findet sich schon einmal oben 
S. 212, 8 ff. 

* Die Quelle, die Andeckser Chronik, sagt jedoch : zu drey malen 
und nennt als die dritte Zeit den Freitag nach Christi Himtnelfahrt. 
Da dieser Freitag aber unmittelbar auf den Hitnmelfahrtstag folgt und 40 
beide Tage als eine Gelegenheit gelten können, erklärt sich leicht das 
obige bis. 

8 Vgl. oben S. 331, 15 ff. 

4 Diese Angabe nach Ebran 128: und das land Norcoa. Andr. 554 
sagte: Monacum cum suis attinenciis, Füetr. 201: München, Landsperg, 45 
Weylhaim mit den herscheften darzu gehören t. Vgl. oben S. 331, 21 ff. 

5 QueUe? 

6 21. Juni ; vgl. dagegen Haetdle, Genealogie S. 22, Anm. h 



byG< 



o 



[p Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 405 — 

Postea dux Fridericus cum SUa parte confederavit se duci Füetr. 201. 
Johanni ad suam partem, et hec confederacio litteris 1 ro- 
borata est, OCClllte tarnen, quia prius Fridricus confederaverat 
se duci Steffano. Sed hoc fuit callide impeditum per divisionis 

5 litteras. Tudc primum amicicia inter ducem Fridricum et cives 
Monacenses contracta fuit, qui eis longo tempore utpote a morte 
marchionis Meinhardi durus fuit. 

Anno Christi 1393. 2 dux Johannes confederacionem cum Alberto 20 7. 
duce Austxie ciica penthecostes ad 10 annos fecit, similiter consulatus 

10 Monacensis, absque tarnen scitu communitatis. Insuper Bertoldus 
episcopus* in eadem confederacione fuit 

Anno Christi 139 4. 4 dux Johannes cepit civitatem Frisingensem 
contra dueemLudovicum , qui voluit cepisse et ex ea contra Johann em 
ducem et Monacenses pugnasse; fuerunt etenim dux Johannes et 

löcives Monacenses avisati. Ex quo autem dux Ludovicus non habuit 
inten tum suam, quia multos hospites in Bavariam introduxit, cepit 
Novam Civitatem, que fuit ducis Johannis, et multa incendia in 
provincia fecit. Deinceps duces Johannes et Ernestus filius eius et 
Monacenses cives bis obsederunt opidum Aichach et combusserunt 

20 ibidem molendina et multas villas, non tarnen dictum opidum 
ceperunt. Sed opidum Fridperg ceperunt. Deinde dux Ernestus 208. 
et Monacenses obsederunt * castrum Swaben, sed non ceperunt, licet 
forum corobusserint. / F. 329'] Hec lis duravit a nativitatis Christi 
per annum integrum et Septem* 6 septimanas usque purificacionis 

25 Marie anno Christi 1395. Et hec dicitur prima lis Bavarie. 
Illustris princeps et dominus, dominus Johannes dux 
Bavarie superioris obiit anno domini 1397. in die S. Ciriaci 6 
et SOCiorum eius. Hie dux dictus fuit Probus ac Simplex 7 et de-Ebranl28. 
leetabatur in venacione et aueupio falkonum etc. 

30 Anno Christi 1898. opidum Pfaffenhofen fuit obsessum 

et captum per ducem Ludovicum et Monacenses. 8 

9 Anno Christi 1403. tres duces Bavarie Monacum ob- 
sederunt, scilicet Ernestus et Wilhelmus fratres ac veri 
heredes mediante Hainrici ducis de Landshuta adiutorio, 

35 » obsiderunt Hs. 

1 Vgl Riexler, Geschichte Baiems III, 169, Anm. 2. 

* Die Quelle hat richtig 1394. 
s Von Freising. 

4 Richtig verbessert aus der falschen Jahrzahl 1396 der Quelle. 
40 * Diese Rechnung stimmt nicht ganz. Die Tage der Zeitgrenxen 

sind daher nur als ungefähre Angaben aufzufassen. 
6. August. 
7 der fürst ward genant der frumb und gütig hertzog. 

* Vgl oben S. 330, 16 ff. 

45 ° Von der folgenden Belagerung und Bestrafung Münchens berichten 

weder Andr. noch Ebr. noch Füetr. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 406 — 

qui usque in Casteig 1 armata manu ascendit. Sed ipsa 
civitas fuit inducta et seducta ad veris heredibus resistendum 
per Ludewicum ducem de Ingelstadt et senatum eiusdem 
civitatis, ut postea expertum fuit, qui pro tanto Ludovicum 
eundem intromiserunt, quia senior fuit. Qui steuram a civi- 5 
täte accepit et inde in Franciam ivit. Et decem de senatu 
fuerunt decollati, undeciraus cucurrit ad ecclesiam S. Petri, 
ubi invenit sacerdotem orantem, quem suis precibus vestitu 
eius concitus spoliavit, quos induens evasit, duodecimus 
vero per murum evadens aufugit. Quosdam insuper oportuit 10 
funes a per annum in collo portare. Et sie civitas se dedit 
suis prineipibus, qui eandem feliciter gubernarunt. 

Necrol. 1418. in profesto Georgii martyris magna pars civitatis Mona- 

censis exusta est a meridie usque ad vesperas circa Vallem.* 

Cap. 68. 15 

Von hertzog Ernsten zu München. 

Andr.90u. [F. 330] Ernestus dux Bavarie superioris erat vir fortas et 

Ebran 143. j n plurimum in Monaco babitavit. 
Andr. 126 u. Huic desponsata f ui t domina Elizabet filia Johanilis Galeacii 

vicecomitis Mediolanensis alias 8 Barnabo nis*> patruieius. 20 

Ebran 143. Hie anno domini 1422. inbeUo contra vasallos ducis Ludovici 

senior i s apild Eiting 4 an dem Pasperg 4 super omnes fortissimus 
et strennuus apparuit et glorios am victoriam deportavit, ut SUpra 5 

clare patuit sub duce Ludovico seniore de Ingolstat. 

Andr. 127 u. Dux Ernestus ex supradieta uxore sua genuit filium Albertum25 

Füetr. 208. et duas filias Beatricem et Elizabet. Domina Beatrix desponsata fuit 

Andr. 467. Hermanno comiti deCilia. Post cuius mortem duxit eam Johannes 

dux Bavarie in Amberga. Quos copulavit Johannes episcopu s 

Batisponensis in opido Riettenburg in die S. Egidii anno Christi 

1427. in presenciaErnesti genitoris et Alberti fratris eius, ducumjJO 

Ä funus Hs. ti Barnabouis Hs. 

1 Auf dem Qasteig östlich der Münchener Is arbrücke, 

* Quelle ist das Totenbuch des Münchener Angerklosters (jetzt im 
k. öligem* Reichsarchiv in München), Bl. 4, tvo es heisst: Anno domini 
1418. in vigilia Georii martyris iteruni magna pars eiusdem civitatis 35 
Monacensis exusta est igne circa Vallem et in der Grakenaw a meridie 
usque ad vesperas. 

* So richtig Andr. 126 j 7 und 479. Für die andere unrichtige An- 
gabe konnte die Quelle nicht festgestellt werdm. 

4 So auch oben S. 346, 19. 40 

* S. 346. 

H Andr. 467 sagt: Johannes . . . circa festum S. Egidii (1. Sept.) 
venit in Ryetenburg . . ., 567 dagegen: feria f>. post Egidii (4. Sept.) . . . 
Johannes venit in Keytenburg. Nach Haeutle, Genealogie S. 24 und 128 
fand die Hochzeit am 7. September 1428 statt. 45 



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— 407 — 

Bavarie. Dominam Eliiabet duxit in uxorem anno domini 1430.474 u. 672. 
. . . » » dnx de Monte, ubi est sepulta. 2 

Hic 3 insuper alias non de libera habuit filium cardinalem 
concilii Basiliensis et pape Felicis, qui dictus fuit Johannes 
öGruenwalder doctor iuris, postea episcopus Frisingensis 
ecclesie. 4 In qua honeste sepultus dinoscitur. 6 

Hic Ernestus quandara mulierem miro modo pulchram, 

filiam cuiusdam barbitonsoris, dictam Agnes Pernawerin, in 

aquis dimergi fecit in Straubinga, eo quod filium suum 

lOAlbertum clamdestine in maritum duxit et illud revocare 

noluit, anno domini 1436. 6 12. Octobris. 7 

Hui c duci Ernesto in divisione inf erioris Bavarie, cuius capitalis Andr. 471 u. 
civitas est Straubing, cessit Haydaw, Strawbinjr, Mitterfela, Pogen,57ö. 
domus, que est Ratispone, [F. 330'J cum omni dominio et iure ibidem 
15 et moneta exceptis Judei». Hec clarius SUpra* habes pOSt 

discessum ducura Bavarie in Holandia. 

9 Anno domini 1438. Ernestus dux Bavarie auctoritate sacri con- Chr. And. 

cilii Basiliensis consenciente filio suo duce Alberto instituit in monte 

Ändächs collegium sex canonicorum cum preposito. Quam fundacionem 
201itteris suo sigillo firmatis roboravit circa .festum nativitatis Johannis 

baptiste. Quod et episcopus Augustensis 1 " auctoritate ordinaria 

confirmavit. 

Et post paucos dies in commemoracione S. Pauli 11 

diem Obivit, sepultus in Monaco apud beatam virginem. Fäetr. 206. 

25 Anno Christi 1432. circa purificacionis B. Marie festum domina ^f**"* 479 - 

Elizabet de Mediolano ultimum diem clausit, sepulta in Monaco 

in ecclesia parrochiali beate virginis. 

* leerer Raum wie in der Quelle 474. 

I Herzog Adolf 1. von Jülich und Berg. 

30 * Elisabeth heiratete in zweiter Ehe den Landgrafen Hesso xu 

Leiningen, starb 1468 xu Heidelberg und ist neben ihrem zweiten Gemahl 
in der Erbgruft des ehemaligen Augustiner- Chorherrenstiftes xu Höningen 
begraben. 

8 Nicht Ernst, sondern sein Vater Johann; vgl. Haeutle, Genealogie 

35 S. 20, Anm. 2. 

* 144H—1452. 

* Ueber sein Grab und den noch vorhandenen Grabstein vgl. Schlecht, 
Monumentale Inschriften im Freisinger Dome I, 31 f. 

6 Vielmehr 1435. 
40 ' Vgl. Riezler, Agnes Bemauerm und die bayerischen Herzoge, in 

den Sitzungsberichten d. philos.-pkilol. u. hist. Kl. d. k. b. Akad. d. W. 
1885, 8. 285 ff. 

8 S. 329,23 ff. 

" Zu diesem Abschnitte vgl. oben S. 212, 20 ff. 
45 10 Petrus von Schauenburg; vgl. oben S. 212, Anm. 3. 

II Ebenso oben S. 212. 25. 



C^f\r\n\i> Original from 

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— 408 — 

Andr} 708. Item 1 43 3. circa festumS.Wartholomei con venerunt i n Straubings 

36 nobiles hastiludentes ibidem cum lanceis acutis, quorum medietas 
erat Australium a parte orientali, alia Suevorum ab occid uis par ti bu s. 
Principal es ex parte orientalium erant Ulricus comes deCilia, Ulricus 
comes de Helfenstain, Reinpertus de Waise, milites, unacum aliia con- 5 
sortibus eorum 15 militibus. Pociores autem ex parte occiden- 
talium fuerant Jacobus Drugsas de Walpurg liber, Hainricus de Munt- 
fürt, Eberhard us de Freiberg, milites, unacum aliis comitibus eoru m 
15 nobilibu8. 

Cap. 69. 10 

De duce Wiihelmo in Monaco, protectore sacri 

concilii Basiliensis. 

Ebran 144. [F. 331] Wilhelmus dux Bavarie curiam suam multum 

145, Ordinate tenuit, quia in omnibus ordinatus fuit, et multum in venando 

delectabatur. 15 

Andr.479. Anno Christi 1431. a Sigismundo rege ßomanorum et Hun- 

garie bic Wilhelmus comes palatinus Rheni, dux Bavarie, protector 

Basiliensis concilii ordinatur. Ubi ex fldeli proteccione magnam 
faraam acquisivit. 2 

4S0. Anno domini 1433. hi c dux Wilhelmus Margaretam filiam Adolphi 20 

ducis de Oliviß etatig sue circiter 18 annorum duxit in uxorem et 
nupcias magnifice Basilee in concilio celebravit. Que concepit 
et eecundo anno peperit filium nomine Adolf um. 

De morte eius. 

Andt.489. Anno Christi 1435. feria 3. 2. Id. 3 Septembris obiit Wilhelmus 25 

Füetr. 206. dux Bavarie, sepultus Monaci in ecclesia beate virginis. Hie reliquit, 
Andr. 489. filium nomine Adolfum et uxorem gravidam. Que peperit filium nomine 
Wilhelmum, qui paucis diebus nupervixit. Postea ipsa domina Mar- 
gareta de Clivis ducissa Bavarie duxit in maritum Ulricum 
comitem de Wirtteraberg 4 , sepulta in monasterio in Ä Adel- 30 
berg a 5 in b Suevia b . 

471. 6 Huic duci Wiihelmo in divisione inferioris Bavarie per sortem 

cessit Wildenstain, Dietfurt, Kelhaim, Abach, Schönperg, Sigenstain 

* madelberg Hs., später an das g ein Haketi angefügt. h am Rande 
hinzugefügt. 35 

1 Beziehungsweise die OberaÜaicher (oder Straubinger) Zusätze xu 
den Auszügen aus der Fortsetzung der Chronica pontißcum et imperatorum 
Romanorum des Andreas von Regensburg in Glm. 9503. 

* Vgl. die Notae Undersdorfenses ; Mon. Genn. hist., SS. XVII, 
333, 20. 40 

3 feria 3. wäre 3. Id. Septembris gewesen; vgl. Andr. 489 , Anm. 4. 

* Vgl. oben S. 361, 4 und Andr. 709, 5. 

6 Adelberg, Prämonstratenserkloster. Obige Angabe ist nicht richtig. 
Margarete ist vielmehr in der Stiftskirche zu Stuttgart begraben. 

6 Der folgende Abschnitt auch oben S. 329, 19 ff. 45 



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— 409 — 

Valkenstain, Werd, Saulberg R , Linde], Peilstain, Aigen, Eaehelkayni, 
Newkirehen, Furt, Kotzting, Deckendorf et potestas redimendi opidum Kam. 

De filio eins Adolfo. 

Adolfus dux Bavarie natus anno Christi 1439. x etatis 
5sue anno sexto 2 diem obivit, sepultus apud patrem suum 
in Monaco in vigilia palmarum. 8 

De domina Sophia regina Romanorum et Bohemie. 

[F. 33V] Domina Sophia soror predictorum duorum fratrum Andr. 90, 

Ernesti et Wilhelmi, filia Johannis, dueum Bavarie, ann0^ raw -^S u * 
- 145 

lOdomini 1389, fuit domino Wentzeslao Romanorum et Bohemie regi 

desponsata. Huius temporibus in universitate Pragensi orta 
est quedam dissensio inter doctores, ex qua 8uccrevit heresis Ebran 145. 
Hussilarum per quosdam pseudodoctores et maxime per magistrum 
Johannem Huss, a quo etiam Hussite idem heretici nun- 

15 cupantur usque in presentem diem. Cuius heresis vehementer 
invaluit in Bohemie regno. Quo errore eciam regina deeepta 
in prineipio eundem protegereac defensare nitebatur. Quadam igitur 
die frater suus Ernestus dux Bavarie, vir imperterritus et prin- 
ceps christianissimus, sororem suam reginam de hoc verbis 

20correxit. Que contemnens inquit se in ea fide morituram. Qua de 
causa magnam alapam ei dedit et mox ex Praga et regno aufugit. 

Wentzeslaua rex obiit anno domini 1419. etatis 57. 4 se- Andr. 154. 
pul tu s in sepulchro, quod ipse sibi delegerat. 6 E. Silvio, H. 

Anno domini 1428. feria 5. post omnium sanetorum «* oA -27. 

25 obiit domina Sophia regina Bohemie sine liberis. 

Cap. 70. 
De duce Alberto in Monaco. 

[F. 332] Albertus comes palatinus Rheni, dux Bavarie Ebran 154 
et COmes in Voburch, vir mitis, paeificus ac ioeundus, procerus u. Fiietr. 208. 
30stature, multum dilexit artera musicam, qua et ipse non medioeriter 
imbutus erat, in venacione tarn ferarum quam avium plurimum delecta- 
batur, prudens et humilis. 

» Gaulberg Hs. 

1 Vielmehr, wie oben S. 408, 23 richtig angegeben ist, 1434. 
35 * Adolf starb im achten Lebentjahre 1441. 

* Vgl. Hacutle, Genealogie S. 28, Anm. 1. 

1 Vielmehr im 59.; die obige Angabe aus Enea Silvio. 

h Zu Königssaal. 

4. November. Nach Haeutle, Genealogie S. 22 starb Sophie jedoch 
40 am 26. September 1425. Vgl. Ebran 145, Anm. 5. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 410 — 

E. Silvio, « Albertus, postquam pater eius Ernestus puellam balnei custodem 

Europa g 3. Ä b eo perdite amatam et in spem matrimonii susceptam apud Strau- 
bingam Danubii fluentis dimersit 1 i cum diu vitam in merore peregisset, 
tandem luctu peracto uxorem ex domo Brunsvicensi duxit b , ex qua 
sobolem pulcerrimam snstulit. Podogra laborans sepositis ceteris curia 5 
sectatus musicam assiduis cantibuB ac sonis animum obleotavit et 
venacioni operam dedit. 

Agnes Bernawerin submersa est 1436. in die Maxi- 
miliani. 2 

De eius eleccione in regem Bohemie. io 

Anno domini 1439. in vigilia 8 Symonis et Jude aposto- 

lorum diem obivit Serenissimus Albertus Romanorum, Hungarie 

E. Silvio, et Bohemie rex. Quapropter barones regni Bohemie diem 

H. boh. 57. 8 tatuerunt ad eligendum regem Bohemie futurum in festo S. Georgii 

martyris proxime venturo in civitate Pragensi. Quo cuncti 15 
barones et prelati regni eiusdem venerunt. Et maior pars 
elegit hunc Albertum ducem Bavarie in regem Bohemie, 
qui a iuventute sua educatus fuerat Jin curia regia regis 
Wentzeslai, ubi et ydeoma bohemicum didicerat 4 et mores. 

Mittuntur ad eum primores regni, inter quos Ulricus Rosensie horoo20 
semper se tempori accomodaus princeps fuit, ad insinuandum sibi 
eleccionem de eo factam. Albertus ea virtute atque animi mode- 
racione usus est, que, postquam reges esse cepere, rarissima semper fuit. 
Nam venientibus ad se Bohemorum legatis amplumc et nobile regnum 
öfteren tibus gracias egit, qui se unum ex omnibus elegissent, cui parere 25 
vellent dignumque tanto imperio iudicassent. Multa se idcirco debere 
Bobemis neque id unquam beneficii oblivioni daturum. / F. 332' ] At 
cum regis Alberti soboles extet, indecorum esse cum aiterius iniuria 
regnum querere. Paternam hereditatem nulli auferendam. Qui pupillos 

* die folgenden zwei Absätze sind auf die Rückseite eines zwischen 30 
F. 331 und 332 eingehefteten Zettels geschrieben, auf dessm Vorderseite 
(ein Teil fehlt rechts) zu lesen sieltt : Lieber her, ich pit eurer wirdigkeit, 
. . . nit wolt in übel aufnemd, mir ist . . . mein hausswird wider kumd, 
ich he . . euch geschickt. Item für das messgewant zu ma . . . kreucz 
zu stercken III s. d., mer f ür . . . fan, schild und puschen und die ab . . . 35 
LXV d. y mer X d. für ein k winden . . . X d. für ein rode leinbat hab 
ich dan . . . XVII d. für den roden arlass zu dem ... auf das mess- 
gewand mer III d., für ... zu den dollein unden an die stal u. .. das 
mach alss VII halb s. d. b duxisset Eh. c ample Hs. wie die Quelle. 

1 Vgl. oben S. 407, 9. 40 

7 12. Oktober, jedoch 1435. Vgl oben S. 407, IL 

3 27. Oktober. 

4 Ebran 155: die Beheim hieten den fürsten sonderlich lieber 
gehabt dann ander darumb, das er die bebemische sprach gar wol künd, 
die er gelernt het bei konig Wentzla. Enea Silvio, Historia bohemica, 45 
cap.57: Albertus itaque ßaioarie dux maiore procerum voto rex de- 
claratur, qui apud Venceslaum quondam nutritus lx>hemice iingue non 
ignarus erat. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 411 — 

suo iure dispolient, diis atque hominibus invisos penas aliquando patrati 
sceleris dare. Cognovisse se Don vano rumore fedus antiquum inter 
Bofaemos et Australes extare, deficiente masculina sobole principem ne 
foras assumant. Fidem servare puichrum. Ne cui temere noceatur, 
öcavendum. Scelestam execrabilemque vocem illorum, qui regnandi causa 
ius violandum astruunt. Atque ita maiorem se spreto regno monstravit 
et, si verum fateri licet, clarissimum egit regem; nam regnum apud 
eos, qui spernunt, non qui cupiunt. Et sie regnum et legatOS 

pacifice dimisit. 

10 De nupciis et procreacione filiorum. 

Anno Christi 1436. Anna filia ducis deBrunswic copulata 
f uit duci Alberto vivente aduc genitore suo circa Ä Martini Ä *. 

Et nupcie celebrate sunt Monaci in die 2 Leonardi conf essoris. Cf.Andr.495. 
Que concepit et sequenti anno peperit filium nomine Johannem 496. 
15 feria 6. 8 Michaelis anno etc. 37. 

Anno etc. 38. feria 4. 4 post Wartolomei genuit Ernestum, 501. 
qui in puericia diem obivit. 5 

Item dux Sigismundus natus est in die S. Anne anno 
domini 1439. 
20 Item anno etc. 40. in die nativitatis 7 domini Adalbertum 

peperit, qui statim 8 obiit, item anno etc. 41. domin am Mar- 
garetam in die circumcisionis Christi 9 , item 42. dominam 
Elizabct in festo purificacionis Marie 10 . # 

Item 1447. feria 6. 11 ante Thome apostoli ducem 

25 Adalbertum genuit iam regentem, item 1449. circa festum 

epiphanie 12 Christoferum, [F. 333] item 1451. Wolfgangum 

» am Rande hinzugefügt. 

I 11. November; vgl. hiexu Haeutle, Genealogie S. 30, Anm. 4. 

3 circa festum 8. Leonhardi (6. November) sagt Andr. Vgl. da- 
30 selbst S. 709. 

* 4. Oktober. So auch Haeutle, Genealogie S. 30 u. 34. Andr. 496: 
circa festum 8. Dyonisii (9. Oktober), dagegen die Oberaltaieher Zusätze 
[Andr. 709) 3. Oktober. 

4 27. August. So auch Andr. 709. Andr. 501: circa festum 
35 S. Augustini (28. August). Haeutle a. a. 0. S. 30 : 26. August. 

6 Am 29. Februar 1460 ; Haeutle a. a. 0. S. 30. 

6 26. Juli. So auch Andr. 709 und Haeutle a. a. 0. S. 32. 

7 25. Dezember. Andr. 709: 1. Januar 1441 , wohl richtig gegen 
Haeutle' s Angabe (a. a. 0. S. 32) : 24. Dezember. 

40 * Haeutle nennt dagegen wohl unrichtig das Jahr 1445. 

y 1. Januar \ doch, wie auch Haeutle angibt, 1442. 

10 2. Februar, doch (vgl Haeutle) 1443. 

II 15. Dezember. 

11 6. Januar; nach Haeutle an diesem Tage. 



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— 412 — 

omnium sanctorum *, item anno etc. 54. Barbarain feria 5.* 
post penthecostes, id est in profesto Barnabe apostoli. 

Item dux Adalbertus longo tempore intime uxorem 
suam amavit. Postquam autem ipse averterat se, et ipsa 
[so avertit *]. 5 

Cum autem anno Christi 1447. dux Ludovicus senior 
de Ingolstat in Burckhausen in captivitate ducis Hainrici 
mortuus fuisset, 3 quidam prudentes suadebant, eo quod ipse 
Adalbertus eque propinquus in iinea consanguinitatis erat 
sicut Hainricus, ut quasdam civitates, que eciam sponteio 
eum intromisissent, accipere deberet. Noluit inquiens se 
cum iusticia accepturum. Quod nee usque in hodiernura 
diem factum est, sed heres et nepos ducis Hainrici potenter 
euneta possidet dux Georgius. 

Füetr. 202. b Ludovicus senior de Ingolstat habuit uxorem primam Käthe- 15 

Andr. 562. rinam de Mortan 4 vel filiam prineipis Borbonü , seeundam 

uxorem sororem regine Ciprie. 
Chr. And. D llx Adalbertus preposituram et collegium canonicomm in monte 

Andacbs, que genitor suus Ernestus dux fundaverat, in monasterium 
ordinis s. Benedicti mutavit) ut supra 5 clarius habetur, ubi agitur 20 
de inonte saneto Ändächs libro 5. capitulo 15. et 16, 
Chr. And. Anno domini 1460. die Veneria post einerum ultima mensis 

u. Füetr. 208. Februarii Adalbertus comes palatinus Rheni, dux Bavarie 

superioris inferiorisque et comes in Yoburg, in Monaco 

ultimum diem clausit, sepultus in monasterio montis Ändachs, quod 25 
ipae fundaverat, relinquens filios quinque ', Johannen», Sigismundum, 
Adalbertura, Cristoferum et Wolfgangum, et tres 8 filias 9 , videlicet 
Füetr. 208. [F. 333' J Margaretam, Elizabet et Barbaram. 

Domina Margareta desponsata est anno domini 1462. primo- 
genito 10 Friderico c marchionis de Montua 11 . Ubi sepulta est et 30 
defuneta 1479. 

ft vom Herausgeber ergänzt. h der folgende Absatx steht auf einem 
zwischen F. 332 und 333 eingehefteten Zettel c Friderici Hs. 

1 1. November. 

* 13. Juni, womit jedoch die andere Angabe : in profesto Barnabe 35 
apostoli (10. Juni) nicht stimmt. Haeutle nennt den .9. Juni. 

n Vgl oben S. 351, 26 ff. 
4 Vgl oben S 342, Anm. 4. 

6 8. 211-213. 

ö Diese Tagenangabe stammt aus Füetr. 208: an frei tag nach 40 
Vasnacht (29. Februar), die folgende Angabe : ultima mensis Februarii 
aber ans der Andechser Chronik. Damit wurde Füetrers weitere jedoch 
irrtümliche Tagesbexeichnung : an dem ersten tag des Mertzen richtiggestellt. 

7 So Ebran 156,5. Die 5 Namen auch tn der Andechser Chronik. 

* Ebran: zwo töchter. 45 
w Soweit der Abschnitt auch oben S. 213, 27 ff. 

10 Friedrich 1. von Mantua. Dessen Vater war Ludwig III. 

11 Vgl Ebran 161. 



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— 413 — 

Dominam Elisabeth duxit in uxorem Ernestua 1 dux Saxonie, elector. Füetr. 208. 
Ex qua multos liberos 2 progenuit, inter quos Fridricum 
electorem, qui 1493. in Hierosolima terra sancta loca sancta 
et sepulchrum domini visitavit, Albertura archiepiscopum 
5 Maguntinum, N. 3 archiepiscopum Maidburgensem, Johannem, 
duces Saxonie etc. Ipsa autem domina Elizabet obiit 1484. 
Domina Barbara sanctimonialis in Anger, ubi defuncta et 
sepulta est, 1471. * obiit. Anna ducissa Brunsvicensis, mater 
eius, sepulta cum filia 5 obiit 1474. 

10 Cap. 71. 

De duce Johanne in Monaco. 

Johannes comes palatinus, dux Bavarie superioris ac 
inferioris et comes in Voburg, seriosus, verax 6 et largus f uit. Füetr. 208 u. 
Ipse Wienne in novo foro in conspectu regis Ladislai hasti- 
15 lusit. Post mortem patris sui unacum fratre suo Sigismundo 
ducatum liberaliter rexit. Anno igitur ducatus sui tercio 
tempore pestilencie in Monaco, anno vero Christi 1463. diem Füetr. 209. 
ultimum dausit, sepultus in monasterio montis Ändächs cum patre suo, 
in octava S. Martini. 7 

20 Cap. 72. 

De duce Sigismundo in Dachau. 

[F. 334 J Sigismundus comes palatinus Rheni, dux Bavarie 
superioris et inferioris ac comes in Voburg, patri in ducatus 
regimine unacum fratre suo Johanne successit. 8 Post cuius 
25fratris mortem regimini cito renunciavit. Ex quo multa 
incomoda evenerunt, quia dux Cristoferus toto conatu nite- 
batur in regimine succedere, ad quod tarnen provinciales 
nusquam consentire volebant. Hie largissimus prineeps nimiura 

1 Vgl. Ebran 161. 
30 * Fünf Söhne und zwei Töchter. Vgl. Fasse, Die Wettiner, Taf 7. 

8 Ernst. 

4 Nach Haeuile. Genealogie S. 32, 1472. 

6 Ist nicht richtig. Anna starb zu Nannhofen, uurde dort be- 
graben und später nach Andechs überführt, wo sie an der Seite Herzog 
3b Albrechts III. ruht. 

6 208 : den man ye nannt den warbaftigen fönten. 209: der 
küen, frnm und warhaft fürst. 

7 18. November. Ueber Johanns Erkrankung zu Harthausen (nicht 
Baidhausen, wie Haeutle irrtümlich angibt, Riezler, Geschichte Baierns III, 

40 462, Anm. 3 aber berichtigt hat) und seinen Tod vgl. den Brief Dr. Her- 
mann Sehedds in dm. 224, f. 251. 

8 Vgl. Füetr. 222, 18. 



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— 414 — 

delectabatur in Venere et musica, albis columbis et scroffis, 
pavonibus ac aliis avibus et animalibus singularibus et raris. 
Primum habitavit in Dachau opido et antiquo comitatu, 
postea in Mäntzing et Nännhofen l . Insuper olim familiaris 
domine imperatricis fuit. Postquam autem frater suus Adal- 5 
bertus, qui suo ex consensu principatum regebat, filiam 
imperatoris Friderici in uxorem duxerat, dictus Sigismundus 
dux castrum suum Gruenwalt 2 sibi sponte resignavit. Non 
habuit uxorem. 

Cap. 73. 10 

De duce Alberto in Monaco. 

[F.334 1 ] Adalbertus comes palatinus Rheni, duxBavarie 
superioris ac inferioris et comes in Voburch, vir prudens, 
astutus, latina et italica lingua edoctus, vix administracionem 
ducatus obtinuit, quia genitor suus in testamento reliquerat, 15 
ut duo fratres seniores ducatum simul gubernare deberent. 
Cum autem Johannes dux diem obiisset et dux Sigismundus 
regimini abrenunciasset, dux Cristoferus toto conatu nite- 
batur sibi regimen usurpare ita, ut simui cum Adelberto 
duce, fratre suo, regeret. Quocirca dux Ludovicus, qui se20 
quasi patrem omnium predictorum fratrum gerebat, dietam 
circa purificacionis festum 3 in Landshutam predictis fratribus 
et eorum provincialibus statuit. At Cristoferus dux cum 
200 electis equitibus Landshutam intravit cum auxilio militum 
ante nemus bohemicum, qui quandam ligam mutuo fecerant,25 
quam hircellorum 4 vocabant, vulgariter der pöcklär, quibus 
se iunxerat. Inter quos principaliores Gewolfus de Degenberg 
et Johannes de Nusperg erant. In curia eciam sua instituit et 
habuit marscallum, magistrum curie, magistrum stabulariorum 
vel equorum, camerarios, ianitores, tubicenes et cocos et cetera 30 
ad principis curiam spectantia. Sed in vanum laboravit. 
Dux etenim Ludovicus, qui se mediatorem fecerat, unacum 
suis consiliariis et dictorum ducum provincialibus decrevit 
maturo consilio prehabito, ut Cristoferus dux mox curiam 
suam abiciat, quod et illico fecit, et quod Adalbertus ducatum 35 

1 Menxing (Bltäenburg) und Nannhofen. 

2 Orünwald an der Isar, südlich von München. Vgl. Riexler 7 Ge- 
schichte Baierns III, 469, Anm. /. 

3 Tagsatxung vom 31. Januar 1468 xu Landshut; Riexler a. a. 0. 
111,470. 40 

4 „ Gesellschaft vom Eingehüm li oder „Die Böckler" genannt. 
Riexler a. a. 0. III, 471. 

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— 415 — 

regere debeat, qui Cristofero fratri suo annuatim pecunie 
summam porrigat. Et sie curia ducis Cristoferi cum [F. 335 ] 
suis officialibus, quos creaverat, mox desiit. 

Deinceps Adalbertus, Cristoferus et Wolfgangus, tres 
5 fratres, duces Bavarie, Italiam * ad suum sororium . . . * 2 
marchionem Montuanum intrarunt. Ibi Wolfgangus interim 
remansit. Adalbertus et Cristoferus Komam ad papam 
Paulura venerunt, qui eos honorabiliter suseepit, quia noticiam 
eorum singularem contraxit , quando olira 3 causa studii 
loRome moram traxerunt et ipse tunc cardinalis erat et 
hospicia contigua habuerunt. 

Ideo petita ab eo irapetrarunt ac cum honore ab eo 
remissi sunt in patriam suam. 

Anno domini 1468/ papa Paulus II. servatis, que iure Bull.* 
ISservari debent, cum consilio tocius sacri collegii reveren- 
dissimorum dominorum cardinalium, multorum episcoporum et 
doctorum Georgium de Podiebrat incliti regni Bohemie oecupatorem 
per sentenciam diffinitivam damnavit, exeomra u nieavit, pronun* 
ciav it hereticum pertinacem, heretieorum fautorem et damnatarum 
20heresum defensorem, periurum sacrilegumque fuisae et esse et omnes 
penas ineurrisse a iure in tales perfid os homines latas. Etpropterea 
ipsum omni dignitate, prineipatu, dominio, bonis et honore , prout 
iustum et decens fuit, privavit neenon filios ipsius ab omni 
successione inabiles fore declaravit absolvitque omnes barones et 
25 vasallos ab omni eius potestate neenon quoseunque homines 
ab omni liga, federe et conf ederacion e , qui cum ipso babuissent b 
sive in regno Bohemie vei extra. Item exeommunieavit eiusdem 
perfldi heretici nequissimum filium et paternarum iniquitatum 
proseetatorem et defensorem Victorinum 6 , item omnes [F. 335 $ ] 

30 et singulosipsiGeorgio hereticoadherentes, assistentes, obsequentes Bull. 7 
et faventes ac ipsi auxilium, consilium vel favorem clam vel 
palam 9 directe vel indirecte prebentes euiuseunque dignitatis, 
slatus, gradus, ordinis, preeminencie vel nobilitatis fuerint, eciamsi 
poutificali, regali, reginali, ducali, marchionali aut alta quavis 

35 * leerer Raum. b habuisse Hs. 

1 Vgl. Füetr. 222. 

* Friedrich I. Gonzaga. Vgl. oben S. 412, 29 ff. 
a 1460; vgl. Biexler a. a. 0. IU, 463. 

4 Vielmehr am 23. Dezember 1466; vgl. Pastor, Geschichte der 
40 Päpste m «* *, 404. 

6 Der Text der Absetxungsbulle erscheint als Quelle. Zur Ver- 
gleichung ist der Druck in den SS. Rer. Sites. IX, 210 ff. benutzt. 

Viktorin, Herzog zu Münsterberg und Glotz. 

1 Verwendet ist der Wortlaut der Bulle vom 20. April ; vgl. über 
45 diese Pastor a. a. 0. S. 406 f. Zur Textvergleichung wurde der Druck in 

den SS. Her. Sites. IX, 265 ff. benützt, doch scheint der obige Text einer 
etwas abweichenden Fassung der Bulle zu entstammen. 



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— 416 — 

ecclesiastica vel mundana prefulgeant dignitate, et qui secum com- 
mercium hahent, necnon omnes et singulos sibi militantes seu 
arma necnon victualia, cuiuscunque generis sint, minist rant.es. 

Item excommunicavit nominatim perfidissimum hominem 
Johannem de Rokazano eiusdem Georgii et heresis pre- 5 
cipuum defensorem, item . . . a x uxorem sepedicti Georgii, 
item Gregorium de Heinburg *, Samuelem civem Pragensem, 
Bernhard um Brick capitaneum, Johannem Wolflin et omnes 
officiales, Johannem ducern dePrecknütz, occupatorem ducatus 
de Saga 3 , Ottonem Sparnecker cum filio cum omnibus aliis 10 
adherentibus etc. Et ad promulgandum , pronunciandum, 
manifestandura huiusmodi sentenciam diffinitivam maximi 
pontificis contra prefatos hereticos Eudolfus episcopus Laven- 
tinus in Almaniam Bohemiam a sede apostolica legatus 
missus fuit. Qui idem negocium fideliter exequens in eadem 15 
legacione episcopatum Bratislaviensem obtinuit. 

Bull.* Ne autem illorum damnate secte Hussitarum venenum in dies 

magis serpere potent et fimtimas partes aut inficere aut potencia aut 
vi et dolis subici et conculcari possent, sicut sepenumero b idem Georgius 
heresiarcha gloriatus fuit et [F. 336] aduc iactare non desinit 5 , ne- 20 
cessarium fuit, ut ceteri Christi fideles excitentur adversus huiusmodi 
fidei catholice perfidissimos hostes et arma pro defensione fidei assumant 
ad eliminandam huiusmodi pestiferam h eres im et Georgium memoratum 
et sequaces eius exterminandos. Ut autem dei causa huiusmodi eo 
libencius adiuvetur, quo fideles Christi ex hoc dono celestis gracie25 
conspexerinc uberius se refectos, Paulus papa omnibus vere penitentibus 
et confessis euntibus personaliter, undecunque fuerint, contra huiusmodi 
hereticos ad bellandum suis vel alienis sumptibus vel qui aliquem 
beilatorem contra ipsos transmiserit et per sex menses continuos aluerit 
sive pro expensis unius transmittendi per dictos menses pecunias in 30 
capsam ad hoc deputatam miserit aut alia pia et caritativa subsidia 
secundum ipsorum devocionem et consilium confessoris sui perrexerint 
et^ cum effectu, auctoritate apostolica concessit, ut quilibet ipsorum 
aliquem yd od e um et sufficientem presbyterum in suum possit eligere 
eonfessorem, qui plenariam omnium suomm delictorum remissionem 35 
sibi impendat etc. 

In hac siquidem fidei causa contra predictos perfidos 
hereticos Laurencius episcopus Ferrariensis domini pape 

* leerer Raum, b ge pluries Hs. c fehlt Hs. 

1 Johanna. 40 

1 Gregor von Heimburg. SS. Rer. Sites. IX, 222. 

8 Johann IL, Herzog von Sagan 7 welchem König Georg von Pbdiebrad 

nach Vertreibung von dessen Bruder Balthasar die Stadt Sagan geschenkt 

hatte; vgl. Grünhagen, Geschichte Schlesiens 1,301. 

4 Text der Kreuxxugsbulle vom 20. April 1468, gedr. SS. Rer. 46 
Siles. IX, 268 f. Vgl Pastor a. a. 0. S. 407. 

5 Im eifrigen Abschreiben unverändert geblieben. 

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— 417 — 

refercndarius et datarius per universam Germaniam cum 
potestate legati a latere ab ipso summo pontifice Paulo 
legatus deputatus missus fuit. Qui in eodem facto quendam 
fratrem minorum Bonaventuram * commissarium premisit, 
5 qui ubique hinc inde discurrens crucem predicavit 2 et con- 
fessores instituit. Inter quos et me Vitum Ärnpekch pres- 
byterumFrisingensis diocesis, pro tempore in divinis [F. 336' J 
cooperatorem ecclesie parrochialis opidi Landshut licet in- 
dignum, in prefato opido instituit. Qui confessores postea 

10 per prefatum dominum legatum Ferrariensem advenientem 
confirmati sunt. Acta sunt hec anno domini 1468. 

Ea tempestate accidit, ut quidam armiger dictus 
Georgius Tharstainer 8 defedaret Gewolfo de Degenberg, 
quod tarnen pro derisione habuit. Dictus itaque Tharstainer 

15 dominica * ante Laurencii cum 80 equitibus et 100 peditibus 
castrum Degenberg callide vi in dedicionem accepit. Quo 
percepto Gewolfus de Degenberg cum 200 bellatoribus venit, 
ut idem castrum reacciperet. Sed illi deintus tarn fortiter 
resistebant, quod non potuit capere. Deinceps feria 4. 5 

20prefatus Tharstainer dictum castrum duci Alberto resignavit. 
Quo accepto mox funditus destruxit. 

Durantibus itaque supradictis plenariis indulgenciis 
contra Hussitas sacerdos quidam nomine Johannes de Egra, 
qui olim ecternarius Wienne fuerat, doctus et eloquens, 

25 cum uno famulo eques in Landshutam venit. Quodam die 
sabbati sero requisivit magistrum Ludovicum Pfragner ple- 
banum ecclesie S. Martini ibidem cum certis instrumentis 
aliisve litteris, quod consenciat, ut sequenti dominica mane 
predicet contra prefatos hereticos. Qui consensit. Ad primam 

SOigitur missam fit intimatio, ut populus statim ad sermonem 
sub pulsu conveniat. Finita denique prima missa prefatus 
dominus Johannes bonum sermonem fecit. Postea Gewolfum 
de Degenberg et Johannem de Nusperg [F. 337] fautores 
ac hereticorum adiutores et per consequens excommunicatos 

35 pronunciavit et per quedam instrumenta approbavit. Finito 

1 SS. Her. Sites. IX, 228: Bonaventura de Bavaria, Gwardianus 
in Grecz (Orax). 

2 lieber die Wirkungen der Kreuzzugspredigt vgl. diebei Joachimsohn, 
Gregor Eeimburg (Historisehe Abhandlungen aus dem Münchener Seminar Ij, 

40 S. 271 angegebene Literatur. 

* Georg Donnersteiner. Vgl. Riexler, Geschichte Baierns 111,476 ff., 
uro diese Fehde eingehend behandelt ist. 

* 9. August 1467? 

6 Nach Riexler a. a.O. S. 477 am 24. Juni 1468; doch wäre dieser 
45 Tag feria 6. 

Quellen u. Erfirterunjren N- F. m. | f ^ 

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— 418 — 

vero sermone portas civitatis exivit nunquam reversus. 
Quo audito Albertus Bavarie dux noluit adiutores et fautores 
hereticorum in ducatu suo tollerare. Auxilio ducis Ludovici 
castra eorum Nusperg et Weyssenstain armata manu in 
dedicionem vi accepit. 1 Que tarnen castra post aliquosa 
annos per quedam placita idem dux Albertus eis restituit. 

De captivitate ducis Cristoferi. 

Anno Christi 1471. Albertus dux Bavarie in Monaco 
sabbato * ante dominicam Estomihi, id est ante carnisprivium, 
in* vigilia* Mathie* fratrem suum ducem Cristoferum in 10 
balneo cepit et incarceravit. Wolfgangus autem dux aufugit 
et principes accessit et imploravit, maxime ducem Ottonem 
in Novoforo, ut liberaret fratrem suum Cristoferum de capti- 
vitate, sed non potuit. Eodem anno augustissimus imperator 
illam magnam dietam cum tocius regni principibus spiritualibus 15 
et secularibus propter Turcos Ratispone habuit. Quo inter 
alios multos principes dux Wolfgangus venit. Multipharie 
multisque modis pro fratris sui e carcere liberacione laboravit. 
At imperator Fridericus, dominus Franciscus cardinalis 
Senensis, apostolice sedis a latere legatus, electores et alii 20 
principes suos ambasiatores, Albertum ducem Saxonie, Ottonem 
ducem Bavarie etWilhelmum episcopum Eistetensem, sabbato 3 
ante Alexii in Monacum pro liberacione Cristoferi ducis ad 
ducem Albertum miserunt, sed nihil fecerunt. Postea con- 
siliarii imperatoris et ducis Ludovici et alii quidam nobiles^ö 
dominica 4 ante Oswaldi [F. 337' J in Monacum ad Adalbertum 
ducem pro ea causa venerunt, sed nil perfecerunt. Deinceps 
ex imperiali serioso mandato, ut b die tercio compareat, 
dominica 5 ante Laurencii dux Adalbertus in monasterium 
Pruflingense ß prope Ratisponam pervenit, sed nihil finaliter30 
actum est. Demum dux Otto de Novoforo cum suis fami- 
liaribus quadam nocte venit prope Monacum et equos ipse 

* am Rande hinzugefügt. b ut — compareat am Rande mit Ein- 
fügttngsxeichen. 

1 Vgl. Füetr. 225, 10. 35 

* 23. Februar. 

s 13. Juli ; vgl. Riexler, Geschichte Baierns HI, 486. 
4 4. August. 

* Wäre ebenfalls der 4. August, doch muss hier ein Irrtum vor- 
liegen. Vgl. Gemeiner, Regensburgische Chronik 111,490. 40 

* Prüvening. 

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— 419 — 

et sui in ortis caulium dimiserunt apud leprosos 1 et clain 
ascenderunt in novum castrum, in quo ipse Cristoferus 
captivus tenebatur, ut liberarent eura et secum abducerent, 
sed Oriente die et clamantibus corvis et monedulis coacti 
5 sunt vacui abire. Item dominica ante Michaelis 2 omnes 
provinciales Ludovici et Adalberti dueum erant Monaci 
congregati unacum* duce a Ludovico ft pro sua liberacione, 
sed sine effectu recesserunt. Ipse permansit in captivitate 
annum, Septem menses et aliquot dies. Novissime circa 

10 Michaelis festum 8 in dieta Katispone per quedam placita 
fuit liberatus per provinciales, qui dietarunt sibi quandam 
peeuniam et has civitates et castra: Landsperg, Weylhaim 
et Päl, ad decem annos possidenda. 

Hie dux Albertus erat vir prudencia 4 preditus. Quam 

15 ob rem singula monasteria pro viribus regulariter ordinäre 
et ad rectum ordinem redigere nitebatur. 

Idcirco a papa Sixto IV. privilegia et auetoritatem 
reformandi monasteria in suo ducatu impetravit. 5 Et primum 
unacum duce Ludovico in civitate Ratisponensi conabatur 

20 monasteria reformare. Sed non profecit. 

Anno domini 1477. minere seu vene argenti copiose 
in [F. 338] comitatu Werdenvels, qui pleno iure in spiri- 
tualibus et temporalibus ex integro vetustissima tradicione 
ad ecclesiam Frisingensem spectat, invente fuerant. Sed 

25quia dux Adalbertus proeul dubio spiritu avaricie duetus 
violenter vi ab ecclesia Frisingensi abstrahere et inde pro- 
veniencia, maxime deeimas, ausu temerario nullo iure suf- 
fultus sibi usurpare nitebatur, quam ob rem post modicum 
temporis intervallum predicte minere, ut assolet, evanuerunt. 

30 Anno domini 1480. in die S. Dyonisii 6 fratres minores 

in Monaco ad instanciam ducis Adalberti per papamSixtum IV., 

a am Rande mit Einfiigungsxeichen. 

1 In den Gemüsegärten bei der Leprosen/drehe vor Schwabing i 

Riexler a a. 0. III, 487. 

35 * Michaelis fiel 1471 selbst auf einen Sonntag; der Sonntag vor 

Michaelis war demnach der 22. September. An jenem Tage muss auch jener 

Landtag stattgefunden haben; vgl. Krenner , Landtagshandlungen VIII, 27. 

9 Der Landtag trat am 29. September 1472 zusammen (Krenner a. a. 0. 

VIH y 45), der Kompromissspruch, welcher dem Herxog Christoph die Frei- 

40 heit wiedergab, wurde am 9. Oktober abgeschlossen (Krenner a. a. 0. VIII, 79). 

4 Vgl. auch oben S. 414 f 13 : vir prudens. 

G Vgl. Riexler a. a. 0. III, 839. 

6 9. Oktober. 



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— 420 — 

cuius executor N. 1 abbas in Tegernsee erat, eo quod fratribus 
de observancia subici nolebant nee reformari, omnes expulsi 
sunt et alii fratres de observancia introdueti sunt. 

Sequenti anno in festo S. Andree 2 fratres ordinis 
S. Augustini heremitarum in Monaco ad instanciam dicti 5 
Adalberti ducis per Sixtum papam IV., cuius executor Sixtus 
episcopus Frisingensis erat, ad observanciam sunt asstricti. 
Sed infra triduum omnes de monasterio suo excurrerunt et 
alii de observancia intromissi sunt. 

Item monasterium sanetimonialium S. Jacobi in Anger 10 
Monaci per ignobiles moniales de observancia ex Nurem- 
berga ad reformacionem induxit. 

Anno Christi 1484. feria 4. 8 post invencionis sanete 
crucis festum sorores tercie regule a a domoPutrich in Monaco 
expulse sunt. Quarum octo ad Frisingam declinarunt. Quibus 15 
Sixtus episcopus Frisingensis in civitate sua Frisingensi 
domum b perpulchram pro 208 florenis fthenensibus com- 
paravit iniungens eis, ut in extremis infirmos visitent. 

°1474. d indulgencie plenarie fuerunt in Monaco in 
quadragesima per 14 dies. 2° 

[F. 338'] Hie Adalbertus redemit quasi euneta, quo 
antecessores sui impignoraverant. Multum inhiabat tem- 
poralibus acquirendis. Omnia monasteria in ducatu suo 
oportebat sibi magnam peeunie summam aecomodare ut 
Undensdorf 400 florenos Rhenenses et sie consequenter quod- 25 
übet seeundum facultatem suam. Quibus singulis singulas 
litteras suo sigillo roboratas pro debito dedit. Timendum 
autem est, quod primum solvantur in die novissimo. 4 

Hie dux Adalbertus canonicis S. Pauli montis Frisin- 
gensis quatuor alpes in Töltz, de quibus possessionem vetus- 30 
tissimam et prescripeionem ultra memoriam hominum habe- 
bant, reeepit et sibi iniuste usurpavit, eo quod non habebant 
litteras sigillatas desuper. Quid autem dicam? Ecclesia 
Frisingensis habet litteras sigillatas pro toto dominio in 
Töltz, sed nemo illi quidquam 6 dat. 35 



* regula Es. b donum Ha. c der folgende Absatz am Rand. 
d 1484 eorr. 1474 Es. ° quitquam Es. 



1 Konrad Ayrmchmalx. 

8 30. November. 

8 5. Mai. 40 

* Vgl. denselbe n Ausdruck oben S. 360, 7. 

C* nrsciXf* Original from 

-6 öy VjUU^lt UNIVERSITY OF MICHIGAN 



- 421 — 

Adalbertus iste a papa Sixto Privilegium tale im- 
petravit 1 , ut ex qualibet ecclesia cathedrali in Bavaria 
facultatem haberet unum vel duos canonicos in consilium 
curie sue recipiendi, cui vel quibus capitulum fructus pre- 
5 bende maiores et minores, videlicet distribuciones quotidianas, 
que eciam solum in choro presentibus debentur, dare deberet. 
Incepitque Ratispone et decanum maioris ecclesie Johannem 
Newnhauser iuris doctorem in consiliarium suum in Monaeum 
accepit. Cum autem capitulum Ratisponense consentire 

10 nollet, omnes census et redditus eorum in ducatu dicti ducis 
sunt descripti, qui sublevandi minabantur per eius officiales. 
Canonici itaque ex hoc [F. 339 ] territi consenserunt. Postea 
idem Johannes Newnhauser factus est canonicus Frisingensis. 
Et dux sepedictus iuxta suum Privilegium petebat sibi pre-, 

lobende fructus et presencias in Monaeum dari, sicut Ratis- 
ponenses canonici faciebant. Capitulum autem Frisingense 
noluit. Cum vero dux vellet eis census et redditus eorum 
in terra sua sublevare, capitulum appellavit ad Romanam 
curiam ad papam melius informandum. Et pluribus vieibus 

20doctos viros et probatos ad defendendum et deducendum 
buiusmodi causam ad curiam miserunt et non minus similiter 
ipse dux. 2 Demum dux obtinuit in curia commissionem ad 
partes. Cuius commissarii erant tres prelati, N. 8 abbas 
Beurensis ordinis S. Benedicti Augustensis diocesis, Conradus 

25prepositus Novecelle prope Frisingam ordinis Premonstra- 
tensium et Udalricus prepositus Undersdorfensis ordinis 
canonicorum regularium S. Augustini, quorum quilibet habuit 
subcommissarium vel substitutum iuris licenciatum. At ipse 
Johannes decanusRatisponensis iuxta facultatem commissionis 

30 predicte instituit actum pro quorundam testium examinacione 
per predictos commissarios Frisinge in ecclesia cathedrali 
in capella S. Elizabet prima die Julii anno etc. 93., ubi 
ambo decani, Ratisponensis et Johannes Lamberger iuris 
doctor, Frisingensis, in presencia capituli et multorum cleri- 

35 eorum ac laicorum mirabiliter se invicem expedierunt et 
dne persone pro parte decani Ratisponensis fuerunt per 
capitulum Frisingense reprobate seu reiecte non sine con- 
fusione et causa ad quindenam suspensa. Quo termino 

* per Es. 
40 » 21. Oktober 1483. Oedr. bei Oefele, Ber. Bote. SS. II, 258 ff. 



j v. 



Vgl. Oefele a. a. 0. II, 260 ff. 



vgl. < 
Nareii 



8 yarcissus. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 422 — 

peracto iterum advenerunt prefati tres prelati et iuxta 
tenorem commissionis [F. 339' J quosdam testes auctoritate 
apostolica examinaverunt. Quibus peractis causa fuit occulte 
sedata, ita quod Frisingense capitulum permansit in privi- 
legiorum suorum conservacione et expense hinc inde fuerunt 5 
devalcate. Deinde idem Johannes Newnhauser, ex quo in- 
tentum suum non habuit, canonicatum et prebendam Philippo 
comiti palatino Rheni, duci Bavarie, resignavit. 

Hie Adalbertus dux a eunetis magnifice venerabatur. 
Quod etiam elici potest ex convivio 1 , quod Garolus duxio 
Burgundie fecit imperatori Friderico et suis prineipibus, 
ubi in prima tabula sedebat. Nam cum duo cardinales 
legati 2 a latere Sixti pape Fridericum imperatorem et Ca- 
rolum ducem Burgundie concordassent et concordia per 
matrimonium fuisset firmata perpetuo prefatus Carolus duxiö 
Burgundionum preciosum et ornatissimum se ostendit. Grande 
insuper convivium 3 imperatori et prineipibus magna pompa 
fecit die Jovis festo S. Francisco in quodam monasterio 
S. Maximini extra urbem Treverensem anno etc. 75. 5 Primum 
igitur omnes ecclesiam more Christianorum visitarunt, queso 
tota miro modo pannis sericis cum tota historia Troiana 
contextis ornata fuit, chorus vero pannis de tota Christi 
passione decoratus. Erat insuper ibi altare preparatum, in 
quo duodeeim apostoli argentei deaurati et in una acie 
S. Georgius, in altera Ivero B. Barbara et in medio lilium 25 
de auro et gemmis preciosis estimacione 2000 6 florenorum. 
Peracto siquidem divino officio prineipes palacium aureis 
pannis cum tota historia patris sui intextis [F. 340 J et 
clenodiis aureis multis valde perpulchre ornatum ingressi 
diseubuerunt, in prima tabula Fridericus imperator, Adolfus 30 
Maguntinus, N. 7 Treverensis archiepiscopi, Carolus Burgundie, 
Maximilianus Austrie, Ludovicus de Veldencia, Adalbertus 

1 Die Quelle des folgenden Berichtes über das Gastmahl xu Tarier 
ist nicht festzustellen. Doch seheint es mir, dass sie die gleiche ist, 
welche auch in Johann Jakob Fuggers Spiegel der Ehren des Hauses 35 
Oesterreich (Cgm. 895, f. 324) benutzt ist (Sigmund von Birken' 's Be- 
arbeitung des Fugger' sehen Werkes S. 773 ff.). Vielleicht hat man an 
einen verlorenen Druck xu denken. Eine vergleichende Uebersicht der Quellen 
über die Trierer Zusammenkunft findet man in den Basler Chroniken III, 
332 ff., wo aber der obige Text übersehen worden ist. 40 

• Vgl. oben S. 270, Anm. 8. 
■ Vgl. oben S. 270, Anm. 9. 
« Vgl. daselbst Anm. 10. 

* Vielmehr 1473. 

6 Vielmehr 200000; vgl. Basler Chroniken III, 351. 45 

1 Johann, Bruder des Markgrafen Karl von Baden. 

C°* c\r\ci\ :"■ Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 423 - 

de Monaco, Steffanus prepositus Colon iensis, Bavarie duces, N. 1 
episcopus Leodiensis et N. dives comes de Nassaw 8 , in 
secunda tabula Wilhelmus episcopus Eistetensis, N. frater 
imperatoris Turcorum 3 , Carolus et Cristoferus marchiones 
5 Badenses, N. decanus Bambergensis, Hugo comes de Munt- 
furt, N. 4 comes de Hohenloch, Adolfus et N. s comites de 
Nassaw, Bartolomeus de Liechtenstain 6 miles magister curio 
ducis Maximilian i, in tercia tabula Eberhardus comes de 
Wirttenberg, Albertus marchio Badensis, Rudolfus comes 

10 de Sultz ■ , Schafhardus et N. 7 comites de Leiningen, N. 
comes de Pitis", Eberhardus comes de Suneburg, consiliarii 
Maguntini, Jacobus Trapp et Walthasarus de Liechtenstein '•', 
milites, consiliarii Sigismundi archiducis Austrie. In quo 
convivio 42 fercula exhibita tribus viribus cum tubis, flstulis, 

15 timpanis et aliis instrumentis musicalibus allata, que pre- 
cesserunt duo duces, duo marchiones, 12 comites in vestibus 
aureis, post quos 18 comites in argenteis ministrantes. His 
autem omnibus in magna gloria magnifice cum maxima 
solemnitate peractis bona pace principes singuli ad suam 

20 patriam redierunt. 10 

Hie dux Adalbertus in eunetis circumspectus utilitatem 
suam solicite procuravit et, que antecessores [F. 340' J sui 
impignoraverant, ipse redemit. Quo circa et curiam sive 
preurbium cum omnibus suis attineneiis Katispone a civibus 

25 ibidem soluta parata peeunia redemit et omnia officia cum 
suis officialibus previdit et gubernavit, ex quo ipsa civitas 
multum gravata fuit. Ex bis et aliis quibusdam practicis 
per quosdam eius fautores evenit, quod ipsa civitas Ratis- 
pona 11 libere sine aliqua coactione in dedicionem ducis 

30 Adalberti [se b ] dedit, absque tarnen consensu imperatoris. Anno 

• Gultz Hs. b fehlt Hs. 

1 Ludwig von Bourbon. 

1 Wird in anderen Berichten nicht erwähnt, dafür der Bischof 
(David) von Utrecht. 
35 * Ein türkischer Prinz, der xu Born getauft worden war und den 

Namen Caiixtus Othomanus erhalten hatte; vgl. Basler Chroniken 11,33, 
Anm. 2. 

4 Graf Erafft von Hohenlohe. 
1 Phüipp. 
40 • Vgl. Basier Chroniken III, 356, Anm. 1. 

7 Oraf Georg von Leiningen. 

8 Graf Friedrich von Busch. 

9 Vgl. Basler Chroniken a. a. 0. 
»• Vgl. oben S. 271, 2. 

45 » Vgl Slriedinger, Der Kampf um Regensburg 1486—1492. 



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— 424 — 

itaque domini 1486. Adalbertus dux Bavarie in die S. Sixti x 
civitatem Ratisponam intravit, que ante 300 annos metro- 
polis sive capitalis civitas ducum Bavarie fuit. Civitas 
denique exceptis aliquibus pocioribus iuravit duci Adalberto 
ut domino suo. Proxima insuper dominica 2 post Laurencii & 
cives dedenmt sibi castrum Thuemstauff 3 . Post Jacobi 4 
apud S. Jacobum castrum in civitate construere cepit. Que 
autem propterea facta sunt et quomodo iterum ad manus 
imperatoris pervenit, suo loco dicam et anno. 

De nupciis ducis Adalberti. 10 

Anno Christi 1487. Adalbertus dux Bavarie in uxorem 
duxit dominant Kunegundem unicam fiüam imperatoris Friderici 
et nupcias in Insprucka in novo anno 5 , ubi Wilhelmus 
episcopus Eistetensis, qui ipsam rem agitavit, in ecclesia 
parrochiali S. Steffani officium celebravit presentibus Sigis- 15 
mundo archiduce Austrie, patruo sponse, et [F. 341 J uxore 
eius nata de Saxonia. Postea feria 3. 6 post epiphanias 
domini ipsa domina sponsa introducta fuit in Monacum, ubi 
sibi obviaverunt dominus sponsus Adalbertus et Gcorgius 
duces Bavarie, Sixtus episcopus Frisingensis ac Fridericus 20 
comes de Otingen, electus Pataviensis, et alii quam plures, 
qui omnes eam cum gaudio susceperunt et honore induxerunt. 

De torneamento Katispone. 

Deinceps feria 4. 7 post purificacionis Marie festum 
Adalbertus et Georgius duces Bavarie cum 230 8 galeis25 
torneamentum 9 in civitate Ratispona habuerunt. In quo 
Adalbertus gloriosum et magnificum se ostendit; nam eius 
galeam quatuor milites in pretorium tulerunt etc. 

Eodem denique anno cum Sigismundus archidux Austrie, 
comes Tirolis, bellum contra Venetos sudaret, Adalbertus 30 
et Georgius duces Bavarie sibi multum auxilio fuerunt. 

1 6. August. 

* 13. August. 
s Donaus tau f. 

* 25. Juli. 35 

6 Am 3. Januar. 

8 9. Januar. So auch bei Oefele, Her. Bote. SS. I, 58. 

7 7. Februar 1487. Vgl. oben S. 384, 9. 

8 Oben S. 384, 8 ist angegeben : 220. 

8 Vgl. die ausführliche Beschreibung bei Gemeiner, Regensburgische 40 
Chronik Ul, 751 ff. 

rv «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 425 — 

De captivitate regis. 

Anno etc. 88. cum Maximilianus Romanoruin rex, archi- 
dux Austrie, Burgundie etc., a suis civibus in opido Brugensi 
captus fuisset, ipse dux Adalbertus sororius eius sicut alii 

5regni prineipes electos suos milites sibi in auxilium et pro 
eius liberacione contra Brugenses et Gandenses misit. 

Anno domini 1489. rex Maximilianus in vigilia 1 ascen- 
sionis domini cum Cristofero et Wolfgango fratribus, dueibus 
Bavarie, Monacum intravit, ubi cum ingenti pompa et 

10 ineffabili gaudio tarn a duce Adalberto sororio suo quam 
ab eius uxorc, domina Kunigunda, sorore sua, decentissime 
ac d\g-[F. 341']mss\me est suseeptus. Ubi ad eum ascendit 
illico Sixtus episcopus Frisingensis et, ut facilius reaeeipere 
possit opida et castra sua in Austria et Carinthia, regi 

15 1000 florenos propinavit. Item feria 2. post domini ascen- 
sionem rex Maximilianus unacum suo sororio duce Adalberto 
cum suis bene vestito et armato et eius fratribus Cristofero 
et Wolfgango Monacum egressus est versus Augustam ad 
dietam in Frankfordiam circa natale Johannis baptiste a 

20 gloriosissimis Friderico imperatore et eius unico filio Maxi- 
miliano rege Eomanorum causas ob varias et emergentes 
electoribus et aliis regni prineipibus statutam. Quo etiam 
inter alios prineipes Sixtus episcopus Frisingensis ex iussu 
regis pervenit et finita eadem dieta cum magna fama, quam 

25ibi acquisivit, repatriavit. 

Anno Christi 1490. cum rex Maximilianus expedicionem 
in Hungariam moveret, in autumno Adalbertus dux Bavarie 
electos sibi milites misit. Ubi* inter alios plures Johannes 
Pretstarfer 3 miles creatur. 

30 Eodem anno tanta caristia in victualibus in Bavaria 

fuit, ut siliginis scaffa Monacensis pro 2 libris denariorum 
venderetur. 3 

Circa festum Thome apostoli 4 cepit ningere b et fluvius 
Isarus congelare ex Danubio usque ad Frisingam. Que 

35 a Ubi — creatur später hinxugefügt. *> gigoere Hs. 

1 27. Mai. So auch bei Oefele, Her. Bote. SS. 1, 48. 

* Die Prettsdorfer waren ein Münchener Geschlecht, lieber den 
oben genannten Hans Prettsdorfer vgl. Freyberg, Sammlung historischer 
Schriften III, 544; Riexler, Geschichte Baierna III, 546. S. auch unten 
40 S. 428, 27 ff. 

3 Vgl. oben S. 389 und 392. 

4 21. Dexember 1490. Ebenso oben S. 392, 26 ff. 

n (~*f\f%Ci\i* Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 426 — 

nix et congelacio, vulgariter steus *, circa purificacionis * 
liquebantur. 

Anno domini 1491. Maximilianus rex ex Hungaria per 
Austriam in Bavariam ascendit et sabbato 3 ante Estomihi 
in Landshutam intravit. Quod dum innotuit, Adalbertus 5 
dux de Monaco in aquis ad eum descendit. Quoinodo autera 
in die cinerum 4 susceptusinFrisinga 6 , refectus per episcopum, 
hospitatus et tractatus sit rex unacum duce [F. 342 ] Adal- 
berto et ceteris principibus, descripsi in gestis episcoporum 
Frisingensium 6 sab Sixto episcopo. Die siquidem Jovis 7 lO 
omnibus rite et preciose in Frisinga peractis rex cum prin- 
cipibus in Monacum ascendit. Ubi a sorore sua Eunigunde 
ducissa Bavarie cum magno gaudio susceptus est. Eadem 
nocte fit sibi corea, in qua bis cum sorore sua coreizavit. 
Dehinc dux Adalbertus cum sororio Maximiliano rege in 15 
Augustam et circa mediam quadragesimam in Nurembergam 
ad dietam statutam 8 , quo 32 principes spirituales et se- 
culares pervenerunt, [perrexit*]. 

Item milites et militares ante nemus bohemicum ante 
paucos dies propter exaccionem contra privilegia eorum,20 
quam dux Adalbertus ob expedicionem Flandrensem eis 
pretendebat inferre, ligam fecerunt, quam b ligam leonum 09 
vocabant, eo quod, nisi ipse dux servaret eis privilegia eis 
a ducibus Bavarie antiquitus graciose concessa, alias se 
vellent subicere regi Bohemie. Hü de illa liga eciam25 
Nurembergam ad statutam eis dietam venerunt. Cum autem 
a rege et principibus sufficienter fuissent auditi, partes ad 
invicem fuerunt adeo dure, quod sine effectu concordie 

» fehlt Hs. t> qua Hs. c Lebler am Rand. 

1 Stoss, Eüstuss. Vgl. Sehmelier, Bayerisches Wörterbuch IP, 788, 30 
tcoxu xu bemerken ist, dass der dort zitierte Cgm. 391 jetzt die Signatur 
Cgm. 2817, Cgm. 994 die Signatur Cgm. 2818 trägt; beide sind Hand- 
schriften der unten abgedruckten deutschen Chronik. 

1 2. Februar 1491. 

3 12. Februar. So auch oben S. 393, 1. 35 

« 16. Februar. 

s Vgl. oben S. 393, 2. 

* Dort ist der Schilderung des Aufenthaltes Maximilians xu Freising 
jedoch nur ein Satx gewidmet, während man nach der obigen Ankündigung 
eine umfangreichere Beschreibung erwartet. 40 

' 17. Februar. 

8 Vgl. oben S. 393, 3 ff. 

9 Der Löwenbund oder Löwlerbund; vgl. Riexler, Geschichte Baierns 
111, 532, Anm. 1. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 427 — 

recesserunt. Dux autem Adalbertus in die S. Viti l Monacum 
rediit. 

De fame. 

Farnes circa nativitatis Johannis baptiste 2 in tantum 
5invaluit, ut Monaci scaffa siliginis aut itritici 5 florenis 
Rhenensibus, ordei 14 solidis et avene 12 solidis denariorum 
venderetur. 

De banno in civitatem Ratisponam lato*. 

[F. 342'] Ratisponensis civitas sepe ab Friderico im- 

lOperatore et eins nato Maximiliano rege Romanorum petita, 
requisita ac postulata. Tandem prefato anno divus Fride- 
ricus Romanorum semper Augustus etc. in opido suo Lintz 
Pataviensis diocesis in publico eius consistorio multis pre- 
sentibus iudicialiter contra civitatem Ratisponam hanc tulit 

15 sentenciam, quam, prout ingenioli mei parvitas potuit, de 
vulgaribus litteris in latinum transtuli et huic opusculo 
inserere curavi in hunc, qui sequitur, modum: 

'Pro discessione, qua Ratisponenses, qui ee camerarium, con- 
siliarios et commonitatem nominant, a sacro imperio defecerunt et per 

20 oostrum fiscalem procuratorem Johannem Gässel de hoc victi iudicialiter 
bannum imperialem demeruerunt, quocirca declaramus auetoritate im- 
periali in nostrum et sacri imperii bannum ineidisse omnes masculos 
SUpra 14 annOS*, corpora et bona eorum ponimus extra pacem in 
bellum prohibentes eos amicis et exponentes inimicis suis. 

25 Quanta mala leeta lata hac sentencia Bavarie evenerint, 

in iam sequentibus edicetur. 

Sane plures milites ac militares ante silvam Hirciniam 
presumptuosi et dudum contumaciores, videlicet Bernardinus 
et Hieronimus Stauffer, Satlpoger, [F. 343] Pasperger et 

30 alii ex societate leonis, occasione ex hac sentencia inventa 
defedarunt Adalberto duci, illo tempore domino et protectori 
civitatis Ratisponensis, et villam eorum dietam Pheter 5 
depredarunt etc. Quocirca dux Adalbertus zelo animi in 
vindietam accensus per prefectum suum in Haydau dictum 

35 » latam Ha. 

1 15. Juni. Vgl oben S. 393, 11. 

* 24. Juni. Ebenso oben S. 393, 12 ff. 

8 Vgl. den Text dieser Achtserklärung vom 1. Okt. 1491 bei Kremier, 
Landtagshandlungen X, 442 ff., bexw. auch Strüdinger, Der Kampf um 
40 Regensburg, S. 157. 

* Diese Stelle findet sich nicht in der Achtserklärung. 
8 Pfatter. 



C^f\C\Ci\i' Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 428 - 

Schambeck et exercitum suum castrum Küffring 1 obsedit 
et anno domini 1492. in die Johannis ewangeliste 2 dictum 
castrum in dedicionem accipiens destruxit et multa blada 
in eo inventa in Ratisponam duxit ac Hieronimum Stauffer 
captum in Monacum misit, quia eius stipendiarii in eo in- 5 
fideliter egerunt, vulgariter provincie servi. 3 Hec videns 
Johannes Stauffer in die sanctorum innocentum * de Sunching 5 
velocius fugiens 0, in Landshutam aput ducem Georgium pro 
gracia impetranda a duce Adalberto instetit. Sequentibus 
diebus de mense Januario 6 castrum Flugelsperg 7 situm 10 
super fluvio Altmul nuncupato per exercitum ducis obsessum, 
captum ac destructum est et duo fratres dicti Pasperger 
capti. Item quidam dictus Kainer captus est. Profecto 
superioribus diebus, in crastino 8 videlicet S. Thome apostoli, 
dux Georgius Adalberto duci 60 equites armatos, quorumiö 
capitaneus Scheftaler 9 erat, in Straubingam misit, deinde 
in Lengfeit. 10 Qui reversi sunt in die Policarpi. 11 Insuper 
Philippus comes palatinus Rheni 70 electissimos equites 
duci Adalberto misit, quibus audacter utebatur. [F. 343'] 
Deinceps in die Prisce 12 virginis exercitus ducis Adalberti 20 
castrum Erenfels 13 obsidere cepit. Ex quo Bernardinus 
Stauffer clam effugit vadens in Sueviam ad provocandum 
et incitandum ligam suevoniam contra duces Bavarie. Attamen 
in predicto suo castro unacum uxore bellatores viros fortes 
reliquit, qui strennue restiterunt, quinymmo successive viros 25 
60 vel quasi ex castro de ducis exercitu bombardis inter- 
fecerunt. Inter quos Johannes Pretstarffer 14 capitaneus, 
vir gigantee stature, erat. Occubuit et item alius capitaneus 
bohemus et alii et alii, quia illi de intus viriliterse defendebant. 
Corpus profecto Pretstarfer delatum in Ratisponam apudso 

« fugens Hs. 

1 Köfering. 

2 27. Dexetnber, doch 1491. 

3 Landsknechte. 

* 28. Dezember 1491. 35 

6 Sunching. 
' 1492. 

7 Flügelsberg. 

8 22. Dezember 1491. 

• Vgl. Riexler, Geschichte Baicrns 111, 545, Anm. 2. 40 

10 Burglengenfeld. 

11 26. Januar. 

12 18. Januar. 
18 Ernfels. 

'« Vgl. oben S. 4.25, Anm. 2. 45 

rv «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 429 — 

minores sepulturam äccepit. Demum dominica 1 ante con- 
versionis {Pauli dux ipse castrum prefatum in dedicionem 
aecepit et illico" destrui fecit. In profesto conversionis 
Pauli cives Monacenses 300 pedites, 20 equites et 4 bom- 
öbardas, quarum primam 4, secundam 8, tcrciam 12, quartam 
vero 24 equi trahebant, duci miserunt. Porro Cristoferus 
et Wolfgangus fratres forum Töltz depredarunt. Quam ob 
rem frater eorum, dux Adalbertus, inflammatus germano 
suoWolfgango castra Greiffenberg et duoHägenberg* ademit 

lOdimisso sibi dumtaxat castro Liechtenberg. Ac castrum 
Adelczhofen contra Adeltzhoferos obtinuit. Staufferin in 
Novumforum fugit. 

[F. 344] Feria 3. 3 post Invocavit Philippus palatinus 
comes, elector, Otto, Adalbertus et Georgius duces Bavarie 

15 cum episcopo 4 Wormacensi misteria consilii sui per sex 
continuos dies simul tractabant. Ubi conclusum est per 
eosdem, quod contra cuncta domui Bavarie adversa ipsi 
omnes resistenciam pro viribus facere debeant. 8 

Dominica Judica 6 rexMaximilianus ex provincia Athesina 

20 in Augustam venit. Quo Georgius dux eum accessit. Sed 
illis diebus dux Adalbertus in opido Aichach permansit. 

Decursis festis pascalibus, pratis vernantibus, fructetis b 
pullulantibus, agris florentibus, diebus crescentibus, cum 
iam post algoris tenebras hilarem faciem terra toti demon- 

25strasset orbi, postlongum anni tumorem in Bavaros debachandi 
ad incitacionem imperatoris Friderici et ob bannum ab eo 
in Ratisponenses cives latum et per consequens in eorum 
defensorem Adalbertum ducem 7 infrascripti : Fridericus 
marchio Branburgensis, summus capitaneus, cui et cesar 

30 vexillum regni misit, Eberhardus senior comes de Wirttem- 
berg, lige Suevorum summus campiductor, Hugo comes de 
Werdenberg et Sancti Montis et tota liga suevonica cum 
civitatibus imperialibus, Cristoferus et Wolfgangus fratres, 
duces Bavarie cupiditate ducandi ducti, in Lici campo cum 

3/s armato, [F. 344' ] bene polito exercitu 20 milium virorum 

* illo Ha. * fructecis Hs. 

1 22. Januar. 

2 Begnenberg. 

8 13. Marx. Die folgenden beiden Abschnitte älmlich oben S. 395. 
40 4 Johann von Dalberg. 

6 Oegen diese Angaben äussert Biexler a. a. 0. 1U, 549 Bedenken- 
6 8. April. 

1 Achtserklärung von* 23. Januar 1492 bei Krenner, Landtagshand- 
lungen X, 536 ff. Vgl. Striedinger a. a. O. S. 166. 

n (~*f\f%Ci\i* Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 430 — 

clectissimorum vel quasi, ad bella doctissimorum, simul con- 
venerunt postulantes civitatem Ratisponam iterato imperio 
vi adicere, quam dux Adalbertus defensare ut dominus nite- 
batur. Idcirco uno animo in die S. Pangracii l prefati prin- 
cipes Fridericus marcbio, Eberhardus Wirttembergensis, 5 
Cristoferus ac Wolfgangus duces Bavarie et ipsa liga quinque 
nuncios cum quinque litteris difhdencie in Monacum duci 
Adalberto miserunt. Qui cuilibet nuncio 2 florenos distribuit 
et abire permisit. Et illico vaccas Landspergensibus ac- 
ceperunt atque in provincie extremitatibus villas quasdam io 
depredarunt. 

Gloriosissimus nempe rex Romanorum Maximilianus 
sororius ducis Adalberti perspicaci animo pertractans, ne 
christianus sanguis inaniter funderetur* et res publica nimium 
turbaretur, communi utilitati consulens se ipsum inter partes 15 
pro pacis bono mediatorem constituit. Erat nimirum multa 
serenissimi principis anxietas, cum omnia prospere in regno 
agerentur, qualiter prefata controversia inter carnem et 
sanguinem, genitorem ac sororium sine sanguinis effusione 
terminari posset. Hac sola causa post pascalia 2 festa ex 20 
Augusta per Frisingam festinus in die Jacobi et Philippi 
apostolorum 3 in Landshutam pervenit. Sequenti luce tra- 
bariam seu lenunculum [F. 345] intrans in aquis velocius 
in opidum Lintz usque descendit. Ubi divum imperatorem 
genitorem suum accessit. Multa prudencia sibi a deo collata25 
usus animum eius a iuste vindicte ira ad clemenciam re- 
vocavit. 

Cum autem dux Adalbertus conspiceret, quod Georgius 
dux sibi assistenciam contra imperatorem facere, ut Ratis- 
ponam conservaret, recusaret 4 , fractus animo per consiliarios 30 
suos cives Ratisponenses a iuramento sibi prestito absolvit 
et litteras iuramenti eis restituit 8. Maii. 

Johannes Zenger de Sneberg et quidam alii de socie- 
tate leonis duci Adalberto diffidarunt. Quibus cives Strau- 
bingenses quasdam villas depredarunt. Item senex miles35 
Hermannus Haybeck, Johannes Stauffer de Sunching miles, 
Johannes Paulsdorfer et filius eius Wilhelmus in castro 

» fundaretur Hs. 

1 12. Mai. 

5 22. April. 40 

» 1. Mai. 

* So auch oben S. 396, 5 ff. 

rv ,• «wh r^r-fcnrslr* Original from 

Jigitized Dy KjmKJXj^yk. UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 431 — 

Falckenfelss simul capti sunt et in Monacum in vigilia 1 
penthecostes presentati, quia, cum concordia debuit componi, 
diffidabant duci. 

Accepta itaque plenarie voluntate a patre ac sufficienti 
öfacultate ad concordandum rex letus in die Gordiani et 
Epimachi 2 per Landshutam in Augustam ascendit ibique 
capitula concordie et condiciones pacis efficaciter conclusit, 
quas eciam partes assumpserunt, prout in litteris 8 desuper 
confectis actica lingua ac sigillatis plenius continetur. 

10 [F. 345'] In quibus principaliter summatira hec sequencia 
coraprehenduntur : 

Primum quod dux Adalbertus sine medio erntetem Ratisponam 
et castram, quod in ea construere cepit, in maiestatis imperialia manus 
reßignet et cives a fidelitatis iuramento sibi prestito absolvat. At tarnen 

15 imperialiß maiestas ipsi duci reservavit omnes census, redditus, privilegia 
et iura, que ab antiquo in dicta civitate habuit et possedit. Item sine 
ducis impedimento, quinymmo suo salvo conductu Fridericus marchio 
Brandenburgensis etc., Fridericus comes Zolrensis cum omnibus suis 
in civitatem Batisponam ingrediantur, eam nomine imperatoris acceptent, 

20 ibi maneant et secure repatrient. Item antequam hü predicti vice im- 
peratoris in Ratisponam veniant, ipse dux omnes, quos pro custodia 
civitatis et castri illuc collocavit, debet evocare. Item dominium Abens- 
pergense cum suis attinenciis non debet amplius possidere, nisi usque quo 
ipsi 16000 florenorum hungaricorum pro dote uxoris sue a rege sol- 

25 vantur, quo facto Hbere resignet. Item ßi quidam milites vel nobiles 
renunciassent feudis, que a duce habuerunt, non tenentur de novo ab 
eo in feudum recipere. Item ducibus Cristofero et Wolfgango, militibus 
et aliis nobilibus ex societate leonis castra, villas, litteras&, privilegia, 
sigiUa, registra, bombardas b , clenodia et breviter omnia eis ablata, que 

30 ßunt aduc pre manibus, ipse dux debet restituere. Sed pro destruccione 
castrorum et alienacione bonorum, que non supersunt, iudicialiter coram 
novem ad (hoc deputatis decernatur, quid pro his dux facere debeat. 
Item Stauffer, Satelboger, [F. 346] Pasperger et omnes aüi captivi 
libertati reddentur. Et ita bannum imperiale in ducem Adalbertum et 

35 civitatem Ratisponam latum solutum sit et omnis indignacio ablata. 
Acta sunt hec Auguste die 25. mensis Maii anno Christi 1492. Maxi- 
miliani regni Romanorum 7. Hungaxie 2. 

His et aliis pacis condicionibus per partes assumptis 

pax serenior illuxit ac prefata expedicio soluta est. 

40 Sane Fridericus marchio Brandenburgensis et Eytel 

Fridricus comes Zolrensis unacum aliis adiunctis in festo 

ascensionis domini, quod erat die ultima mensis Maii, Ratis- 

a littere Hs. b bombarde Es. 



1 9. Juni. 
45 * 10. Mai. 



3 



Qedr. bei Krenner t Ijandtagshandlunyen X, 585 ff. 

n f"*f"^onl" Original from 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 432 — 

ponam intrarunt ac sequenti die Veneris iuramentum a civibus 
imperatoris nomine et civitatem in dedicionem acceperunt. 
Deinde ad propria in pace redierunt. 

1 In R provincia burggravii Nurembergensis in villa 
Rostal 2 duo miliaria distante a Nuremberga inter Carels- 5 
perg 8 et Anspach templum est valde preciosum cum novem 
altaribus, cui nee simile est in 15 miliaribus in nulla villa 
prope Nurembergam. In cuius choro sepultus est Ernestus 
dux Bavarie cum tali epitavio: 

Hac dux Hernestus in petra iacet tumulatus. 10 

Huic detur ut requies, sie exoptent quique fideles. 
Da requiem, Christe. Semper tecum sit iste. 
Cuius annua memoria agitur omni anno in vigilia S. Laurencii. 
Solum cum compulsu omnium campanarum ter agitur. Item 
Irmelgardis uxor eius infra chorum in ecclesia Rostall re- 15 
quiescit, super cuius sepulchrum est altare in honore B. Marie 
virginis consecratum. Que a multis fidelibus visitatur. Nee 
anniversarium, sed solum memoriam cum compulsione omnium 
campanarum in quadragesima habet ad instar mariti et 
domini sui. 20 

Item hie prineeps habuit castrum in Rostal, quod 
Hungari obsederunt magna potencia. 4 

Dux Adalbertus itaque civitatem Ratisponam possedit 
et potenter rexit annis sex, mensibus novem et tribus sep- 
timanis. 2o 

Elapsis autem aliquibus diebus cesar Fridericus augus- 
tissimus Johannem Gässel suum procuratorem fiscalem sua 
vice et auetoritate in Ratisponam misit. Qui scultetum 
alium obscure natum instituit et ad instanciam communitatis 
consiliarios amovit ac alios elegit. Insuper Degenhardum, 30 
Petrum et Erhardum Gravenreutter, Leonhardum Portner, 
. . . b Aimkofer 5 , . . , b Notschaft, . . . b Muldorfer, . . . b Karg 
et . . . b Heczer, cives honestos, captivavit et sub dura 
custodia diu retinuit. 

a In — potencia auf einem zwischen F. 345 und 346 eingehefteten 35 
Zettel^ der anscheinend xu Arnpecks Stoffsammlung gefiörte und durch 
Zufall hieher kam. b leere Stellen. 

1 Vgl. xum folgenden Abschnitt Bresslau, Jahrbücher des Deutschen 
Reiclis unter Konrad IL, I, 468 ff. 

* Rossstall bei Nürnberg. 40 

8 Kadohburg. 

4 954; vgl. Bresslau a.a. 0. S.471. 

5 Nach Gemeiner \ Regensburgische Chrotiik III, 802: Hans Aun- 
kover, Erhard Notscherf, Gregor Mühldorfer, Andre Karg. Heczer ist 
dort nicht genannt. 45 

n r^nnol " Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 433 — 

[F. 346'] In autumno in die S. Leodegarii 1 dux Adal- 
bertus cum uxore et filiabus Monacum egressus in Strau- 
bingam se recepit. Exhinc de mense Decembri in Lintz 
ad socerum suum Fridericum imperatorem descendit. 
5 2 Anno Christi 1493. in media quadragesima 3 in Lands- 

huta presente contione provincialium* Monacensium duces 
Bavarie Cristoferus et frater eius Wolfgangus ex una et 
consiliarii ducis Adalberti partibus ex altera coram duce 
Georgio imperiali commissario de et super divisione ducatus 
10 seu hereditaria porcione contendebant, sed in effectu con- 
cordari non poterant. 4 

Porro sequenti die lune 5 post Letare duces Cristoferus 
et Wolfgangus ex Landshuta in Frisingam venerunt. 

Eisdem diebus concio provincialium in Monaco pro 

15 concordacione fratrum congregata 6 misit honestam legacionem 

in Frisingam pro predictis duobus fratribus, et die Mercurii 7 

eosdem in Monacum conduxerunt. Ubi per diligentem dis- 

cussionem provincialium proxima die Veneris 8 prefati tres 

fratres Adalbertus, Cristoferus et Wolfgangus in concordiam 

20 et fraternum amorem redierunt et simul sumpserunt cibum. 

Profecto post pascalia 9 festa dux Cristoferus cum 

Friderico duce Saxonie, nepote suo, ivit in terram sanctam, 

ubi mortuus est. 

De nativitate ducis Wilhelmi. 

25 [F. 347] Anno prefato in crastino 10 S. Martini episcopi 

die lune natus est Wilhelmus dux Bavarie. Qui dum 
sequenti die Martis in Monaco ad baptismum deferretur, 

* principum Hs* 

1 2. Oktober. 
30 » Zu den drei folgenden Abschnitten vgl. Krenner, Landtagshand- 

lungen IX, 189. 

3 27. Februar; vgl oben S. 397 , 8 ff. 

4 So auch oben S. 397, 11. 

5 18. Marx. Die Richtigkeit der obigen Tagesangabe wird bei 
35 Krenner a. a. 0. bextceifelt und dafür: die lune postOculi (11. Marx) vor- 
geschlagen. Krenners Gründe dafür scheinen mir jedoch nicht stichhaltig 
xu sein. 

6 Auf Sonntag Oculi (10. Marx); Krenner a. a. 0. 8. 192 ff. 

1 20. Marx. Von diesem Tag ist auch die Vermittdungeurkunde 
40 der Landschaft datiert (Krenner a. a. 0. S. 217 ff.). 

8 22. Marx. 

9 7. April. Vgl. unten S. 441,1 ff. 

10 12. November, die lune wäre aber der 11. Nov. ; Haeutle, Genealogie 
S. 42 nennt den 13., mit Recht; vgl. die genaue Angabe bei Füetr. 266. 

Queüen u. Erörtarungea K F. III. nal^rr 

by ^UUgl L UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 434 — 

omnes campane pulsabantur, et rogus ingens in foro civitatis 
in leticie Signum accensus est, sed musicalia non sonabant 
propter imperatoris Friderici et ducis Cristoferi lamenta. 

Defunctis denique Friderico imperatore, socero, et 
duce Cristofero fratre dux Adalbertus in Monaco exequiasö 
eorundem peregregie cum lamentacione peregit. 

In die S. Othmari 1 dux Adalbertus Landshute cum 
duce Georgio pernoctavit descendens in aquis ad divi im- 
peratoris Friderici exequias, soceri sui, in Wiennam. Ubi 
aliquibus diebus cum Maximiliano rege, sororio suo, per- 10 
mansit in consiliis et circa epiphaniarum festum 2 ad propria 
est reversus. 

*Anno Christi etc. 94. dux Albertus feria 3. s post 
Invocavit misteria consilii in concione b provincialium suorum 
pro concordia cum societate leonis pertractavit. Facta 15 
autem concordia dominica Letare 4 ivit in Novumforum in 
Norico. Ubi quatuor duces Bavarie, Philippus comes pala- 
tinus, elector, Otto, Adalbertus et Georgius, misteria sui 
consilii quatuor diebus tractabant. Postea repatriabant 
quivis in terram suam. 20 

[F. 347 'J Item eodem anno dux Albertus duo privilegia 
vel indulta seu bullas a papa Alexandro VI. ad transferendum 
duo canonicorum collegia Sliersee et Ilmmünster in opidum 
Monacum surrepticie impetravit. 5 Sed Sixtus episcopus 
Frisingensis unacum capitulo ab eis ad papam melius in- 25 
formandum appellavit. 

Item supratacto anno Sebastianus Forster iudex in 
Kelhaim, principalis ductor, N. Dorner, N. Castner, Wil- 
helmus Pretstarfer cum complicibus suis, satellites ducis 
Alberti, ex eius permissione et subordinacione plures ple- 30 
banorum dotes spoliarunt et crudeliter depredarunt in diocesi 
Ratisponensi, quia idem plebani nolebant sibi vina in Monacum 
vehere. 6 Ideo episcopus Ratisponensis Rupertus dux Bavarie 
servato iuris ordine cum consilio et voluntate prelatorum 
suorum interdictum posuit. Ideo multe depredaciones cleri 35 

* der Text von hier an bis zum Schlüsse des F. 347' ist nicht 
miniiert und mit sehr blasser linte gesehrieben. •» caucione Hs. 

1 16. November. So auch oben S. 400, 11. 

8 6. Januar 1494. 

3 18. Februar. Vgl. Krenner a. a. 0. IX, 304 ff. 40 

* 9. Marx. 

8 Vgl. Riexler, Geschichte Baierns III, 840. 

8 Vgl. Janner, Geschichte der Bischöfe von Regensburg III, 609 f. 

rv ,• ~wk C^rtrhCilr* Original from 

Jigitized Dy KjfkJVglK. UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 435 — 

secute sunt utputa 13 vel 30 milia florenorum Rhenensium. 
Sed ex commissione regali in mense Augusto in civitate 
Augusta per commissarios regis Maximiliani causa suspensa 
fcit» et, si qui absolucionem peterent, ablata restituerent. 

5 Item in crastino translacionis S. Arsacii 1 in Monaco 

ad beatam virgiaem monstrancia sacramenti argentea furata 
est. Et sacramentum coilatnm fuit in altare proximum retro 
summum altare sub assere quodam ibidem. Sed idem für 
sequenti sabbato 2 in castro Lansperg apud Dingolfing captus 
10 est et in octava 8 visitacionis Monaci combustus. 

[F. 348] Cap. 74. 

De duce Cristofero in Schongau. 

Cristoferus comes palatinus Rheni, superioris inferioris- 
que Bavarie dux etc., vir audax et elegans, presumptuosus 

15 tempore iuventutis, in cunctis actibus militaribus strennuus, 
postquam ex fratris captivitate ereptus est et celebratis 
Georgii ducis nupciis, ad obsequium Mathie Hungarorum 
regis se transtulit. Qui eum in regnum neapolitanum pro 
regina sponsa sua misit, quam usque in Budam magno labore 

20conduxit, ubi coronata fuit et nupcie regales peracte sunt. 
Deinceps misit eum Pragam ac in Poloniam multumque eius 
servicio utebatur et magnifice eum tractabat. Cum autem 
bellare cum imperatore cepisset, licencia accepta recessit 
ab eo in Landsperg reversus. Deinceps cives Landspergenses 

25 accesserunt ducem Adalbertum conquerentes et dicentes, 
quod frater eius dux Cristoferus multa debita faceret nee 
solveret ipsis in detrimentum. Insuper decem anni ex- 
pirassent. Quam ob rem hortabantur eum, ut veniret et 
civitatem eorum in possessionem aeeiperet. Anno domini etc. 

30 85. feria 4.* post Invocavit dux Adalbertus Monacum exivit 
cum 1000 equitibus et tribus magnis multisque parvis bum- 
bardis ac contra fratrem suum Cristoferum ducem civitates 
Landsperg, Weilhaim et Päl castrum in dedicionem aeeepit. 
Nobiles autem, qui cum eo ierant, honorem suum bis scriptis 



35 » Oe/We, Her. Bote. SS. I, 48: Anno 1495 den 10. Martii an 

erichtag nachmittag gleich um drei stund ist Band Arsaci gen München 
eingefürt zw unser frawen thor. 

» 14. Marx. 

8 9. Juli. 

* 23. Februar. 



28* 
C~*(\r\Ctli* Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



- 436 — 

defendere conati sunt , que de lingua actica * in latinura 

translata sunt in hunc, qui sequitur, modum: 

[F. 348* ] Illustri principi et domino, domino Cristofero comiti 
Palatino Bheni, superioris inferiorisque Bavarie duci, notificantes per 
infranominatos. Nos sumus ab illustri principe et domino, domino 5 
Adalberto comite palatino Rheni, superioris inferiorisque Bavarie duce, 
domino nostro gracioso, ut gracie sue familiäres in obsequium gracie 
sue vocati. In quo obsequio si quid contingeret nos agere, quod contra 
graciam vestram foret, de quo nobis opus esset honorem nostrum pro- 
bare vel ostendere, hoc his litteris sufficienter factum fuisse volumus 10 
sigillatis per me Nicolaum baronem de Abensperg, Georgium de Eysen- 
hofen curie magistrum und Alexandrum de Pappenhaym marsallum pro* 
priis sigillis ab infra impreasis. Datum dominica Invocavit* anno etc. 85. 

Georgius in Helffenstain \ 

Hugo a et Udalricus in Mundtfurt hiniores \ comites 15 

Johannes de Sarwerden b J 

Bernhardus de Stauff baro in Erenfels 

Nicolaus baro de Abensperg 

Georgius de Eysenhoven curie magister 

Johannes de Frewntsperg 1 20 

Georgius vom Stain 

Johannes de Pientzenaw \ milites 

Erasmus de Seyberstorf 

Georgius de Gumppenberg 

[F. 349] Alexandere de Pappenhaim marsallus 25 

Caspar vom Tor Eustachius de Dynngen* 

WilhalmuB de Magseirain Bernhardus de Seyberstorf 

Burckhardus de Rorbach Fridericus de Tanckersweiier 

Degenhardus Offensteter Georgius de Alatzhaim 

Cuntz d de Grumpach* Georgius de Egelhostain 30 

Georgius Nothafft* Hainricus de Pynaw 

Johannes f de Pientzenaw Matheus Wildenwartter 

Johannes de Pfeffenhaußen Johannes Puechpeck 

Albertus de Murach Udalricus Sintzenhofer 

Georgius de Freyberg Erasmus Michelspeck 35 

Wilhelmus de Achaim Erasmus Höchenkircher 

Wolfgangus de Schmichen Georgius' Schambeck' 

Wolfgangus de Asch [F. 349] Erhardus et Hainricus 

Hieronimus de Seyberstorf Muckentaler 

Vitus de Maxelrains Degenhardus de Waczmanstarfl 40 

Caspar de Hellrith Balthasar' Pretstorfer* 

Wolfgangus de Rorbach Johannes Waldrab* 

Martinus de Bandeck » Fridericus Hintzenhauser 

a Hugo Es. b Weyden Es. c Erasmus Es. d Hainricus Es. 
e Granepach Es. * fehlt Es. * Ingelrain Es. h Heltrit Es. i Raideck 45 
Es. * Eynung Es. * Wolczenstarf Es. « Waldrass Es. 

1 Vgl. den Druck nach dem Original (k. Reichsarchiv, Fürsten- 
sachen, Band XIII) bei Krenner a. a. 0. VlE,413ff. 
* 20. Februar. 

n (^nnol " Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 487 — 

Sixtus et Jacobus Wyelandt Pangracius Eysenreich 

Wolfgangus Lenckover Georgius Kitzmagel 

Joachim de* Stuben * Petrus Raid 

Antonius« Schenck*> de Landeck Caspar» Hertting» 

5Hieronimus Syrgc Mauritius? Sanaceller 

Johannes de CappeH Leonardus Haslinger 

SteffanusTarphheimere deSchlusel- Wilhelmus de Althaim. h 
feld* 

Cumque [ defedacionis litteras et civitatum et castrorum, 

10 quas hactenus possederat, percepisset dux Cristoferus aderap- 
ciones, inflammatus eosdem observavit k in via, dum ad propria 
diverterent, feria 2. post Reminiscere, que erat ultima 1 
Februarii, apud Frisingam. In pratis inter aquas eos viriliter 
aggressus conflictum cum ipsis sudavit. In quo strennui 

löviri Nicolaus ultimus baro de Abensperg, Burchardus de 
ßorbach, LarenciusPogner baronis prefati de Abensperg in Kel- 
haim granarius [necati a ] et 7 ex 12 nobilibus capti sunt hora 5. 
[F. 350 J post meridiem vel paulo ante, quia servi perperam 
in propriis dominis fugientes 1 agebant. Erasmum m eciam 

20 Michelspeck capitaneum 11 ante siivam Hirciniani fugientem 
in civitatem insequebatur dux ipse in hospicium usque suum 
Johannis superioris Winhart civis. Ubi cum clausam ianuam 
violenter aperire conaretur , ipse Erasmus profugus per 
posticam in asilum montis ascendit. At dux ad portam 

25 S. Viti, per quam intraverat ex Kransperg, ne Claude retur, 
festinavit. Ibi sub porta suos expectans penes forestum 
iens inMospurgam eodem sero descendit. Denique a magistro 
civium ibidem impetravit, ut cives eadem nocte in armis 
custodirent civitatem. Quibus vigilibus ipse dux pro sua 

30 magnificencia vas vini comparavit et ibidem pernoctavit. 
In crastina die in aquis in Landshutam ad ducem Georgium 
descendit Cum autem iuvenis seu hastifer ipsius Abens- 
pergensis dominum et consanguineum suum cerneret inter- 
fectum, vertit se retrorsum unacum aliis adolescentulis 

35veloci equitatu in Monacum. In nocte hora 9. ad portas 

pervenerunt. Quod cum dux Albertus et magister civium 

percepissent, ea tota nocte omnes cives in armis vigilabant. 

[F. 350*] Episcopus insuper Frisingensis familiärem 

suum Warmundum Pientzenauer ad ducem Adalbertum pro 

40 a fehlt Hs. b Schlick Hs. c Syren Hs. <* Cappeyl Hs. © Carpfamer 

Hs. * Schluselfels Hs. g Marcus Hs. h Ahaim Hs. » Cunque Hs. 
* obseravit Hs. (vgl. unten S. 438, 33). l fugentes Hs. m Erasmus Hs. 
n capitaneus Hs. o fugen tem Hs. 



1 28. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 438 — 

sui excusacione misit. Qui media nocte eadem in Monacum 
veniens narravit tarn duci quam aliis, quomodo nee episcopus 
dominus suus nee quisquam civium Frisingensium quiequam 
de hac re scienciam habuisset ac in nullo culpabiles forent, 
sicut eciam in concordacione ipse dux Cristoferus postea per 5 
se fassus est, quoniam ipse Cristoferus dux ex Augusta 
in Kransperg iens fecit suos ibidem in taberna edere, quo 
a casu duo cives Frisingenses — unus dicebatur Johannes 
riemer, alter sellator erat — pervenerunt eadem hora, quos 
cum suis discumbere fecit mandans , ne ante eius exitum 10 
civitatem intrarent, ne presencia sui cuiquam in civitate 
manifestaretur, ne intencione sua frustraretur. Peracta 
cena armavit se et cum suis versus Frisingam usque in 
locum, ubi lateres fiunt, intravit prope Weihenstephen. Ubi 
ipse dux cum uno tantum serviente ad ecclesiam S. Jacobi 15 
ascendit et flexis genibus ante ianuam super albo lapide 
S. Jacobum, ut sibi victoriam contra suos adversarios a 
deo impetraret, intime oravit. Ibi numeravit et perspexit 
eos intrare in prata Frisingensia, quia dies serena lucebat. 
Hinc reversus ad suos eos viriliter agere [F. 351] monuit20 
et per portam S. Viti civitatem ingressus suis inquit : Socii 
dilectissimi, aggredimini dumtaxat pociores! Et Sifridus 
Frawnberger quondam canonicus Frisingensis fuit duci in 
latere. Quique ait: Nunc hora est; parati estote! Aduc 
in civitate nemo sciebat, quid futurum esset. Exivit itaque 25 
dux civitatem per portam Monacensium putans, quod precise 
ante urbem conflictum vellet facere. Sed quia ipsi tardius 
ambulaverant, obviavit eis ultra agri spacium a civitate. 
Ex his clare omnibus patet, quod episcopus ac cives nulla- 
tenus culpabiles in hoc facto fuerunt. 30 

Porro ipse dux Adalbertus fideliter avizavit dominum 
Abenspergensem dicens se claram noticiam habere, quod 
frater suus Cristoferus observaret eos. Idcirco eos debere 
in Monaco differre, aut ipse vellet eis 200 equites adiungere 
pro salvo conduetu. Sed utrumque recusavit. Quinymrao35 
ipse et alii in via descendentes ducem subridebant dicentes: 
Ach, quando veniet dux? Putasne vivemus? 

Conflictu predicto celeriter peracto trium mortuorum 
corpora mox in ecclesiam parrochialem S. Georgii sunt ad- 
vecta, ubi ante altare S. Barbare eadem nocte multis 40 
accensis candelis iacuerunt. Sequentique luce ex antistitis 
subordinacione exequie eorum devote celebrabantur pre- 
seutibus tum presule, canonicis, tum etiam aliis nobilibus 

rv v ^k r^nnnl^ Original frann 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 439 — 

et civibus offerentibus. Quibus peractis primum armis et 
vestibus [F. 351'] exuti, ac corpora Abenspergensis et fami- 
liaris sui curru imposita sacerdotes processionaliter et viri 
ac mulieres nobiles cum civissis ad portam, que vulgo 
5 murrentor nuncupabatur, conducebant. Sepultus Abensperge 
in monasterio a genitore suo fundato. Deinde eadem pro- 
cessio funus ipsius Burckbardi Rorbeck ad portam laterum 
conducebat. Qui sepultus est in cenobio Scbirensi, ubi pro- 
genitores sui sepulturam ultra 200 annos habuerunt. 

10 Cum autem hec dux Adalbertus percepisset, illico 

mittens exercitum opidum Abenspergense cum omnibus suis 
attinenciis in dedicionem accepit. Orta itaque huiusmodi 
sedicione et discordia inter fratres predictos treuge facte 
sunt inter eos et dies statuta in Monacum ad diem S. Viti. 1 

15 In illo tempore misit Cristoferus dux Romam ad papam 

pro auctoritate. Deinceps in festo ascensionis 2 in monte 
Andächs ipse et sui confessi et auctoritate apostolica ab 
omni homicidio absoluti et sacramento eukaristie procu- 
rati sunt. 

20 In dieta quippe prefixa ope ducis Georgii ac con- 

siliariorum Sigismundi archiducis Austrie post multa collo- 

quia contionis provincialium sepedicti duo fratres concordat 

[F. 352] sunt, 8 ita ut Adalbertus ducatum administraret et 

fratri suo Oristofero uoam summam pecuniarum, ut debitores 

25 suos solvat, et annuatim 4000 florenorum daret 4 ac ipse 
Cristoferus dux duo opida Schongaw et Weilhaym ac duo 
castra Päl et Rauchenlesperg 5 cum superioritate et omnibus 
attinenciis possideret. 

Anno domini etc. 87. Fridericus cesar de consensu ac 

30 consilio electorum et aliorum principum Nuremberge elegit 
in regni capitaneum Albertum ducem Saxonie, nepotem suum, 
et misit eundem in Austriam ad defendendum Novam Civi- 
tatem obsessam ab Hungaris. Cum quo Nuremberge exivit 
Cristoferus dux putans eos vi prelii ab obsidione repellere. 

35 Sed quia interim dedita est ipsa civitas , quod cum dux 
Cristoferus perspexisset, ad propria reversus est. 

1 15. Juni. Vielmehr auf Sonntag vor St. Veit (12. Juni) ; vgl. 
Krenner a. a. 0. VIII, 471. 

■ 12. Mai. 
40 ■ Urkunden bei Krenner a. a. 0. VM, 477 ff. 

4 Nach besonderer Versehreibung; vgl- Krenner a. a. 0. VIII, 479 j80 
und 486. 

* Rauhenleehtberg am Lech, nördlich von Schongau. 

n f~"rw^nl ■" Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 440 — 

Anno domini etc. 88. cum rex Romanorum Maximilianus 
in opido Brugensi terre Flandrie detentus fuisset, genitor 
eius Fridericus imperator pro subsidio erepcionis eius unici 
omnes electores et regni principes convocavit. Quo eciam 
accessit dux Cristoferus, qui in eodem Flandrens! belloö 
multa viriliter et strennue peregit. 

[F. 352' J Anno domini etc. 90. cum rex Maximilianus 
ad capiendum regnum Hungariam intrasset et civitatem 
Albam Regalem vi prelii cepisset, dux Cristoferus cum primis 
in civitatem irruit et post ducem Georgium secundus milesio 
a rege creatus est feria 4. 1 post Martini. Et post nativi- 
tatis Christi 2 reversus est ad propria pertransiens Frisingam 
in die conversionis S. Pauli 3 anno domini 1491. 

Insuper Nuremberge cum aliis principibus in dieta fuit 
et Felicis et Adaucti 4 Landshute. 15 

Anno domini etc. 92. dum imperator Fridericus ligam 
Suevorum contra ducem Adalbertum propter civitatis Ratis- 
ponensis detencionem moveret, dux Cristoferus ad* ligam * 
defecit» una cum fratre suo Wolfgango defedans germano 
suo Adalberto. Venit cum eis armata manu usque ad Lici20 
campum et plures pauperes ac villas in superiori Bavaria 
depredavit et depauperavit. Postquain autem dux Adalbertus 
cum Friderico cesare per Maximilianum regem concordatus 
fuit, 5 dux Cristoferus cum fratre suo Wolfgango descendit 
ad curiam imperatoris in Lintz. 25 

[F. 353 J Cristoferus dux Bavarie erat vir elegans, 
curialis, audax et in cunctis actibus vel exerciciis militaribus 
superabundanter imbutus. In obsequiis tum Friderici im- 
peratoris, tum Mathie Hungarorum regis, tum regis Maxi- 
miliani diversis tarnen temporibus strennuus atque fidelissimus 30 
fuit. Curiam nempe suam in Schonga habuit. 

Anno domini 1493. facta concordia inter fratres tres, 
Cristoferum et Wolfgangum ex una et Adalbertum partibus 
ex altera, in quadragesima in Monaco per concionem pro- 
vincialium, ut clarius supra 6 dictum est in historia Adelberti, 35 

* am Sand statt der durchstriehenen Worte: aesociavit se lige. 

1 17. November 1490. Vgl. oben S. 391, 7. 

* 25. Dexember. 

8 25. Januar 1491. 

* 30. August 1491. Vielleicht xu der bei Krenner a. a. 0. IX, 11340 
ertcühnten Zusammenkunft, die für den 28. August anberaumt war. 

6 Vgl. oben S. 431. 
6 8. 433,17 ff. 

rv • «wh C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 441 — 

Fridericus dux Saxonie, marchio Misnensis, elector, ex sorore 
nepos eorum, transiens in terram sanctam venit in Lands- 
perg*. Ad cuius magnam instanciam cum eo ivit dux 
Cristoferus. Quo cum pervenisset, cum magna devocione 
6visitavit et oratione se et ieiunio multum castigavit et, 
ubi ad fratres minores pervenit, peccata sua confitebatur 
et sacratissimum eukaristie sacramentum devotissime sumebat. 
Porro ex inconsuetis cibis et b potu b stomachus eins infrigidatus 
cepit infirmari et debilis admodum Bhodiorum littora applicuit 

10 Magdalene 6 -, exultans illuc venisse, [F. 353'] quia fratres teu- 
tonici multas humanitates sibi exhibuerunt. Magister namque 
hospitalis 'erat quidam comes de Werdenberg d , cuius patruus 
prefectus in Landsperg in obsequio ducis Adalberti fuit. 
Ibi dux Saxonie Fridricus nepos suus cum suis eum reli- 

15 quit, attamen quosdam sumptus sibi dimisit, ut, si in quantum 
convalesceret, repatriare possit. Ipse vero Cristoferus in 
dies viribus cepit destitui. Oleo itaque sacro unctus cum 
sentiret se mori, quoddam clenodium ex margaritis et gemmis 
preciosis, quod semper in brachio occulte portavit, Johanni* 

20coco suo dedit demandans ei, ut domine Kunigunde uxori 
fratris sui Adalberti pro eius memoria deferret. Inclitus 
itaque, audax ac expertissimus princeps Bavarie dux Cristo- 
ferus anno etatis sue 45. in festo assumpcionis Marie - 
comitibus, militibus, nobilibus et sacerdotibus multis pre- 

25 sentibus vitam cum morte feliciter commutavit. PalHda enim Hör. 
mors equo pulsat pede pauperum tabernas regumque turres.* In urbe 
Rhodia peregregie sepulturam accepit ad f S. f Anthonium f , 
ipsumque funus quatuor milites sericis nigri coloris induti 
gestabant, quidam [F. 354] alius miles simili veste vestitus 

30vexillum Bavarie pretulit. Cereis ardentibus ab universis 
magno cum planctu ac merore ad ecclesiam usque conductus 
duobus episcopis ac multis sacerdotibus missas pro eo cele- 
brantibus. 

* Landsperg — eo am Rand mit Einfügungsxeichen statt der 
35 durchstrichenen Worte Monacum cum quo. b am Rand mit Einfügungs- 
zeichen, c am Rand hinzugefügt. <* am Rand statt des im Text aus- 
gestrichenen Muntfurt. « am Rand mit Einfügungszeichen. * am Rand 
hinzugefügt. 

1 22. Juli. 
40 * 15. August. So auch Riezler, Geschichte Baums III, 559, während 

er in der Stammtafel (Beilage II) offenbar nach Haeutle, Genealogie S. 32 
den 8. August als Todestag angibt. Vgl. auch Füetr. 230. 

9 Zitat aus Horatius, Carmina I, 4, 13. 

n frw^nl 1 ' Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 442 — 

Cristoferus dux vivens aduc in Monaco, domini se- 
pulchrum cum proposuisset visitare, fecit testamentum, in 
quo portionem hereditates sue fratri suo duci Adalberto 
reliquit. Cuius testamenti l litteras suo sigillo roboratas 
consulatui civitatis sue Schongau comraendavit. 5 

[F. 354'] In die Cosme et Daraiani 2 martyrum dux 
Georgius Landshute apud sepulturam ducum inferioris Ba- 
varie in monasterio Felicisvallis exequias felicis memorie 
ducis Cristoferi de nocte cum vigiliis et in die cum multis 
raissis ac tribus officiis personaliter presens usque ad finem 10 
[peregit*] et ad quodlibet officium 42 denarios obtulit. Ad 
ultimum officium militisse ac civisse 20 mensuras vini cum tot 
candelis obtulerunt. Primum officium Erasmus Pervaller in 
Mallerstorf, secundum de beata virgine Martinus S. Viti eis 
Rotam in Novoforo, tercium pro defunetis Wolfgangus de 15 
Weichs in Weihenstephen, abbates infulati decantaverunt. 
Qui una cum eorum capellanis in Castro sunt refecti. Cuilibet 
autem sacerdoti laicali vel seculari 15 denarii de vigiliis et 
missis distribuebantur. 

[F. 355] Cap. 75. 20 

De duce Wolfgango in Greif fenberg. 

Bolfgangus dux Bavarie, frater predictorum, vir fortis 
ac corpulentus, delectabatur in emissariis. Curiam suam 
tenuit in Greyffenberg. Huic pro hereditatis sue porcione 
assignata sunt quedam castra. Hie multum pro liberacione 25 
fratris sui Cristoferi laboravit. Bellum cum armigeris de 
Riethaim fortiter gessit. Castrum eorum Riethaim cum 
aliquibus Suitensibus viriliter obsedit. Unacum fratre suo 
Cristofero bello Flandrensi interfuit. Omnibus se humilem 
prebuit. Hunc dux Georgius in Weyssenhoren opido Suevie 30 
prefectum suum statuit. Sed dum dictus Georgius dux in 
Hungariam descenderet, ei prefecturam resignavit et Ul- 
mensibus et lige Suevorum ac societati leonis se coniunxit, 
fratri suo Adalberto defedavit et unacum liga per Lici 
campum fratri suo in suam provinciam armata manu intravit 35 
et aliquas villas depredavit. At frater suus Adalbertus e 
converso castra eius Greyffenberg et duo Hägenberg et b 

a fehlt Hs. b et — dimisit sibi am Rand mit Einfügutigsxeichen. 

1 Gedruckt bei Krenner a. a. 0. IX, 284 ff. 

2 27. September. Vgl. oben S. 399, 31. 40 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 443 — 

iurisdiccionem in Swabeck sibi ademit, sed castrum Lichten- 
berg tantum dimisit sibi. 1 Post finem autem belli ac con- 
cordiam inter fratres factam castra predicta omnia ei re- 
stituit.* 

5 » F. 356 folgt von Arnpeeks Hand unter der Ueberschrift : De 

Ferchtoldo palatino, cui divinitus preceptum est, ut hominem primo 

obviantem sibi suspenderet und der Quellenangabe: Cesarius in dyalogo 

miraculorum d. VI. c. XXVI. eine Abschrift des genannten Kapitels. 

Zwischen f. 356 und 357 ist ein Blatt herausgerissen, welches nach den 

10 rorhandenen Spuren auch van Arnpeck beschrieben war. Auf f. 357 — 361 

trug Arnpeck die Testamente zweier fürstlicher Personen ein, f. 357—360 

das Testament Pfalzgraf Friedrichs von Witteisbach (von ungefähr 1168), 

/. 360—361 jenes der Herzogin Agnes (von ungefähr 1185). Beide erhielt 

Arnpeck wahrscheinlich aus Kloster Indersdorf unter dessen Urkunden 

15 sie auch von Graf Hundt im Oberbayer. Archiv XXIV \ 10 ff. unter 

Nr. 18 und 20 abgedruckt trurden (frühere Drucke in den Mon. Boic. 

X, 239 bezw. 244 und bei Hund- Qetcold, Metropolis Salisburgensis HI, 444 

bezw. 446 ß . Auf f. 36V hat Aventinus folgende zeilgeschichtliche Auf* 

Zeichnung eingeschrieben: 

20 1532 Vernandus rex cum Doctu quiesaet in Bor monasterio venit 

Ratieponam Martis die, quae erat 27. ante penultimam Febmarii; 

erat tum annus bisextilis. Sequenti die Mercurii venit et Carolus 

imperator ; per Neomartum et Ambergam , Lengveit f ubi noctu 

cubarat, venit Ratieponam ; habitavit in domoThyners f rater Swäbliß. 

25 Erat penultima dies 28. tum Martii (verschrieben statt, wie oben, 

Februarü). 

Nach f. 361 folgen 3 leere Blätter, dann mit eigener Blattnumerierung 

die unten abgedruckte österreichische Chronik. 

1 Vgl. oben S. 429, 8. 



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Bayerische Chronik. 



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[F.l] Dise nachvolgnde istory ist geschriben worden, aiaß.l. 
herschet der dritt Fridrich, romischer kaiser, und sein Slin Maxi- 
milian, romischer konig, sagend von dem land Bavaria oder 
Norica ! genannt und von den durchleuchtigen fürsten, di in dem 
5 land geherschet haben. 

Baioarius* 2 mit seinem fraisamen volk 8 hat seinen A.24. E. 33. 
Ursprung aus dem land Armenia und ist mit in ausgezogen mit 
grosser macht, und sind komen in das land und funden darin pauren- 
volk, di sich nerten mit vischen t> und jagen c der wilden thier, und 

10 Hessen sich da nider und nennten das land nach irem fürsten und her- 
fürer Bavaria. der BaioariUS oder Bavarus Hess zben sün 4 Boe-F. £ 
mundum und Ingeramandum. 

Noricus, d5 , des starten Hercules sun, nach vil jaren darnach e A. 22. E. 33. 
zu der zeit, als Gedeon richtet die kinder von Israhel, bezbang ^ m ^qjWq 

15 selb land und vieng do an ze pawen ain stat und nennt die stat und 
das land nach seinem namen Norcka e , als es noch heut bei tag daselben 
umb genennt wird. Auch ain geschlos auf ainem perg ist nach im 
genent worden Mons Noricus 7 , das ist Norixberg, icz Nürenberg. A. 23. E. 33. 
und als Orosius und ander seczen, so hat Hercules die weit durchvaren E. 34. 

20 mit streit nach der erstorung Troja 60 jar, das ist nach der sinßus 
1967 [F.2J jar und vor der herschung Romuli und erpawung der statt 
Rom 431 jar. 

* am Rand Doppelkreis, darin schlechte Zeichnung eines Herrschers 
mit Krone und Szepter in Brustbild- Seitenansicht. b am Rand Kreis, 
25 darin das Wort: vischen, c am Rand schlechte Zeichnung : ein Jäger, 
der seinen Spiess einem Tier in den Hals stösst; daneben Kreis, worin 
die Worte: leit in tierheim (?). d am Rand das Wort dux in Kreis. 
o am Rand Norika in Kreis. 

1 Ebran: Norcoa. 
30 * Andr. 507,6: Bavarus ; Ebran 33, 21 : Bavarius ; Füetr. 7, 11. 22. 25. 

9,14.15: Bayr, Bavarus, Pavarus; oben 44,9.16.30: Baurus, Baioarius, 
Boius, Bavarus. 

8 Oben) 24, 3: popuü feroces. 

4 Weder bei Andr. (507) noch bei Ebran (35) noch oben im lateinischen 
35 Text (25) werden Boemundus und Ingeramandus als Söhne des Bavarus 
bezeichnet; die Angabe stammt aus Füetr. 9. 

6 Andr. 507, Ebran 33.34, [Füetr. 7.8.31. übereinstimmend Norix, 
dagegen oben 22, 20 ff. Noricus. 

6 Andr. 507: post multos dies ; Ebran 33 dagegen: nach demselben 
40 Bavario ; vgl. Füetr. 7 und oben 24. 

7 Vgl. oben 23,1: unde usque hodie Castrum Noricum vocatur, 
a vulgo autem Noremberga appellatur. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 448 — 

Cf.F.7. Und als ettlich 1 seczen, so ist Norix durch 

langbernden has 2 , von Troja herrurnd, als er 
Baveren erforscht, nachgefaren, und si baid vas t 

cy.F.s.auf ainander kriegt so lang, hunz ir beder land- 
schaft des nit raer haben gestatten wellen undo 
di landschaft zu ainander körnen 8 und ainen staten 

Cf.jp.s.frid gemacht, also welher herr an leiblich erben 
abgieng, so solt der lebentig des toten gut und 
lander haben 4 ; sy sollten auch an ainander ge- 
schboren prüder 5 haissen, auch ains schilts undio 
wupens a sein 6 , auch ward weiter geredt, das 
jetbedere landschaft sölhe bericht fürhalten solt, 

cy.y.&und beiher das nit halten wollt, so solt in sein 
landschaft nit für ainen herren halten und im di 
anderen helfen darzu ze zbingen oder ze ver-15 

Cf. F. 9. treiben. 7 als aber in soliche handlung fürgehalten 
warde und ainer gegen dem anderen kain hilf 
noch peistand mer hette, do musten sy disen 

jr g Spruch auch WOl halten. 8 pald darnach starb Norix b 
E.34,7u.*n erben, do geviel das land auf Baveren. was fürsten und 20 
35, 7. herren darnach in Bairen gehersehet haben, kan man nit 

warlich geschriben finden hunz auf Boemundum. 
A. 25. Boemundus c , der fürst in Bairenland, und Inngero- 

E. 25. mandus, als etlich istori seczen, sind geporen d der ain in 

* am Rand wappen in Kreis, * Baioarius korr. Norix Hs. c am 25 
Rand dux in Doppelkreis. d statt der ausgestrichenen Worte sy auch 
körnen aus Armenia und die Worte geporen — weyter. 

1 Diese Erzählung berülirt sich mit Füetrers Angaben, für welch' 
letztere (Fiietr. 7, 13) Garibaldus, der schön Cronisist als Quelle genannt 
wird. Aus dem Umstände, dass hier nicht Füetrers Worte wiedergegeben 30 
sind, ist xu schliessen, dass der wirkliche Text des Garibaldus vorgelegen 
hat, ein neuer Anhaltspunkt für die einstige Existenz dieser verlorenen 
Quelle. Sowohl Fiietr. wie der obige deutsche Text dürften den (lateinischen) 
Text des Garibaldus übersetzt haben. 

1 Fiietr. 7, 16 : durch lang vergangen hass, der gewert het, seyd 35 
Troya erstört wart. 

8 Füetr. 8, 21 : wurden die land ains zu paiden tauen. . . 

4 Füetr. 9, 6 : auch das ainer den andern erben solt, wie und von 
recht prüeder erben solten, ob ja ain tail an mändlich erben vergieng, 
und aUs vil auch sein nachkoment erben. 40 

6 Vgl. die vorige Anm. 

6 Füetr. 9, 3 : das sy geleich mit heim, schilt und namen gewappent 
und genambt wären. 

7 Füetr. 8, 26 : Wellicher herr aber sölichs nit volgen wolt oder 
gemaint war, des herschaft wolten sy zu nicht machen. 46 

8 Füetr. 9, 1 : Sunst prachten sy es darzue, das sich die herren 
paid sunder irs undancks mueszten richten. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— 449 — 

Armenia, der ander in Bayren pey ainer frauen. 1 
dann weyter, [F. 3] als di histori von Straspurg sagt, so hat 
ßoemundus und sein hruder Ingeromandus ainen herten streit gethan 
mit dem kaiser Julio, und als aber Julius gesigt, do ward ßoemundus 
&ain diener Julii und ain her fürer wider di Teutschen etc. diser 

Boemundus liess ainen sun, genant .. . a nach demA.25. 
jamerlichen tod Julii ward kaiser Octavianus, der nach vil E. 16,22 u. 
überwinden und sig ain merer des reichs ist gehaissen borden. ^^, 2S. 
der underborf im durch seinen grossen haubtman Claudium Drusiumi?. i7 u. 

10 ganz Galliam, Reciam, auch di land Norica, das ist Bairen genannt, A. 25. 
und darzu Hungeren, Dalmacia, Croacia, Mesia etc. diser Claudius E. 17. 
Drusus ward zu Maincz begraben. Sein grab wird daselbs gezaigt als 
ain häufen von stainen. in solichem ungewiter und pöser zeit Varus 
Quintili mit dreyen legion nach römischer art stellt sich gar hoffertiglich 

15 und geitig wider di underthan der Teutschen. aus dem volgt, das er 
mit den dreyen legion allen erschlagen ward und vertilget. 1 » dise 
niderlegung römischer riterschaft hait der kaiser Octavianus so übl auf- E. 18. 
genomen, das er oft darumb sein haubt umb di wand hat gestossen 
und gesprochen : O Quintili, du wirdest widergeben die erschlagen legion ! 

20 das was der sbärest, grausamest streit zbüschen der Kömer und Teutschen 
und der gröst nach Africa; dann der Römer an gut A. 29. 
edlleuten und pürger wol [F. 4] angesessen aus 
Rom pey dreissigtausent sind erschlagen worden 
und der Teutschen sechstausend* diser krieg hat 

25 gewert drew jar mit fünfzechen legion, als schreibt Suetonius. 
ze d spüren und merken, was sterk der Teutschen gewesen 
sei, di söliche niderlegung romischer ritterschaft haben 
gethan und zu den Zeiten, als di Romer in den höchsten 

gewalt sind gewesen, es ist auch solicher streit bei oder in E. 18. 
30 der stat Augspurg beschechen, und des zu gezeuknüs ist ain angeschütte r 
püchel zu Augspurg von dem gebain der toten , den man Perlach 
haisst auf heutigen tag, und darnach nach dem namen Varus ain 
gassen genant Varusgassen. 

* diser — genant am Rand mit Einfügungszeichen. *> am Rand 
35 streit in Kreis. c darnach dick mit Tinte ausgestrichen : auch als man 
vindt in andern waren croniken, daß . . . alle niderlegung durch Varus 
Quintili sey durch geits wilen auf gut verwarlost worden, dann als 
Varus Quintili gestarb, do Hessen im di Römer zerlassen golt ein, damit 
er seins geits auch im tod erfüllt wurde, da mag man <* später ein- 
40 gesetzt. 

1 Nach Andr. 507, 18, Ebran 35, 9 und oben 25, 9 kamen beide aus 
Armenien. Auch Füetr.9,18 sagt (von Bavarus): Er het ain frawen 
aus seinem namen und art aus Armenia, die im zwen sfin gepar ßoe- 
mundum und Igraminon. Die alle holt er erst zu land und sptzt sy zu 
45 Regensburg. Die obige Angabe steht also allein; vielleicht ist sie aber 
durch ein Missverständnis des Fiietrer' sehen Textes gebildet worden. 

1 Quelle ? Zum Teil kommt wohl Konigsh. 335 in Betracht : wan 
der Römer wart me denne 30 tusent ersiagen und der Dütechen lützel. 

QueUen u. Erörterungen, N. F. JH. 29 

^,1^ Original frorm 



byV.iC 



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— 450 — 

Darnach der kaiser Octavianus hat gesendt seine steufsun a 

Thiberium wider di Teutschen, der auch nach im kaiser ist 

A.28u. E.18 worden, mit ainem grossen her. 1 der hat in ainem 

grossen Streit all schbäbisch* und bairisch forsten verjagt und 
erschlagen. Item b des mals ist Theodo aus Bairen verjagt 5 
u. F. 15. 16. worden mit wenig volk und enthielt sich bei den Ostrogotten. 

E. 18. Item die stat Augspurg hiess derselben zeit [F. 5] Vindelica. 

Als aber di Römer die stat zezbangen, ward st zu eren dem 

A.29u. E. 18. kaiser Octaviano genent Augusta 3 und die haubtstat in Bairland, 

die genennt was Norica 4 , hat er geweitert und gemert nach 10 

seinem namen Thiberinac gehaissen. hievon ist di statRe- 
genspurg in dem jar, als Christus ist gemartert 
und getött worden, 5 von benantenTiberioNerone 
gep^ut und erbeitert worden, der Thiberius nach 
Octavianus Augustus kaiser warde. 1 ^ 

A. 29. Auch vor alten Zeiten haben die Norkauer di stat 

Norika, icz Eegenspurg, und das land daselb umb 
24. inngehabt, darumb es jenhalb der Thonaw noch das 
Norka haist (auch d nach dem fürsten Norix). nach 

21. den Norkauern kamen die Bairen, und die vast 20 
alten bücher nennen das Bairland Baioaria, davon der 
Ursprung der Bairen ist, wie vorgesagt, aber icz 
haist man es Bavaria. und der selb Baioario 8 namen ist 
herkömen von dem gallischen volk Bois genant, dann Strabo 
schreibt : als di Römer di selben gallischen Völker Bois aus 25 
iren gegenden vertriben, da zugen di selben Völker an di 
Thonaw und wonten mit den Thauristen. so haben si auch 

in Pononia gebonet und von dannen leichtlieh in das Norkau 

22. als ain anstössnde gegend gelanget, biebol di selb gegend 
etbo f vast ain wüste, als Strabo schreibt, gebesen ist. 30 

18. Thonaw ist der berümtest Aus in Europa und ent- 

springt aus dem arbonischen perg pei anfang des Swarcz- 

Ä steusun Hs. b Item — Ostrogotten durchstrichen; dann aber 
mit den Worten es ist recht geschriben (mit Zeichen am Rand) für giltig 
erklärt, c am Rand Tiberina in Kreis. d auch — Norix am Rand mit 35 
Einfügungsxeichen. e so Hs. i etb Hs. 

1 Vgl. Füetr. 14, 17 : mägtigklich ... mit zwelf swadern ; auch 
Königsh. 335. 

* Zusatz nach Füetr. 14, 20 : auch wurden von den Römern erslagen 
die zwen fürsten von Swaben. 40 

8 Vgl. oben & 27,35. 

4 Oben 29, 16 : Noricus. 

5 Abweichende Angabe gegen oben 29,26. Vgl. Andr. 8 und 507: 
anno effusionis sanguinis Christi. 



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— 451 — 

walds in ainem dorf Do-[F. ßjneschmgen und* fleust vom 
nidergang gen Orient wercz oder anfang zbo tagrais ob 
Ulm. da bei Ulm lauft darein die Yler und die Plaw und A. 19. 
sunst pei sechzig wasser, di der merer taii schefreich sind, 
5 und fleusst zulest an sechs grossen orten in das euxenisch mer. 

Hernach ist das land Bairen gebaltiglichen unterborfen 33. 
und besessen worden von den Römeren und durch ir land- 
vogt geregirt worden, des zu gezeuknüs zu Salczburg in 
ainem val der alten stat Helffenburg 1 an ainem stain 17 schuch 
10 lang ist geschriben funden worden die geschrift: zu der 
zeit Augusti des kaisers ist Fabianus künig der Römer von 
Hellfnburg und des ganzen Germania gebesen, darnach 
Anthonnius landvogt und künig derRömer b inBairen, 
darnach Severus landvogt der Römer in Bairen. 

15 Darnach Philipus, ain römischer landvogt^ in Bairen, was in E.36. A. 34. 

das land geseczt von dem kaiser Maximinus. 2 nach dem was Gor- 
dianus kaiser. der selb kaiser strait mit den von Persia und gesigt 
und für wider haym mit grossem gut. do trug diser Philipus an mit 
seinen freunden, den Romeren, das der Gordianus auf dem weg 

20nit verr von römischen enden 3 erschlagen ward, der 
landvogt von Bairen, Philipus, kam also an das reich. 

Der Philipus het pei seiner hausfrauen Serena 4 , eeA. 76 
er kaiser ward, ainen sun, genannt nach im 
Philipus. den Hess er auch mit im kaiser sein, in dem ersten Ä w. & 37. 

25 jar irs regiments ward das tausntest jar [F. 7] erfült, das Bcm K&n p 8 ^ 354 
angefangen was. di selben zeit begiengen di Römer das selb v est ^ 5^ 
drei tag und nacht mit grossem hofieren, auch loptent die zben kaiser 
iren got Jupiter, das sach der heilig priester Poncius. der 
prediget in so oft und sagt insovil vor, das si in dem dritten 

30 jar irs regimencz 6 Kristen wurden, das sind di ersten kaiser, di 
kristenlich gelauben an sich namen. sy sind auch geporen 

a von 2fe. b am Rand in Kreis : Römer landvogt. c am Rand 
landvogt in Kreis. 

1 Diese Uebersetzung des Namens Juvavum aus Ebran 36, 13. 39, 3. 
35 44,8 (nach ihm Füetr. 51, 17) oder Schede! (vgl. oben 49, 45). 
* Vgl oben 34, Anm. 3. 

3 Quelle? 

4 Im lateinischen Text : Severa. Vgl. unten S. 464, 13. 

5 Ebran 37, 11: in dem dritten jar und darnach oben 34,35: 
40 anno imperii eius 3. Der deutsche Text geht hier aber auf Ebrans Quelle 

Königshofen zurück und benutzte diese selbst im Folgenden mehr, als 
Ebran es getan hat. Auch Ebrans Text lag, wie man an Einzelheiten 
erkennt, dabei vor dem Verfasser. 

6 Angabe aus Ebran und von oben; vgl. vorige Anm. 

29* 



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— 452 — 

aus Pononiam 1 und hetten ainen ritter an irem 
R38.ho( auch aus Bononiam, genant Decius. der trug an, 
das di zben kaiser erschlagen wurden, der vater zu Rom, der sun zu 
Peren.* davon wurden di haiden dem Decio so 
genädig, dass si in zu kaiser nonien anno Christi5 
E. 38 (A.35). 25 3. 8 etlich setzen, das Philipus, landvogt in Bairen, hab angefangen 
A. 35. ze pauen di stat Passaw *, und ist ain herr gebesen in oberen 
und nideren Pononia. Und Philipus ander sun ward 
genant Quirinus. dem gab er di selben land. 4 der 
selb Quirinus ward erweit zu ainem bischof nach dem säugen 10 
sterben Etherii 5 zu Laureaco, dasist zuEns, und begabt 
di selben kirchen mit allen seinen erblanden, di er auch 
mändlich behielt, diweil er pischof do was. darnach ward 
er genomen zu ainem patriarchen zu Agiach 6 . zum leczten 
ward er gemartert zu den zeiten Dioclecioni. 15 

36. Nach Quirino ward erbelt zu Larich ze bischof Maxi- 

milianus von Celeia. der ward bestät von dem heiligen 
babst Sixto dem anderen. 

NachPhilipo 7 ward landvogt b in Bairen Eiulasius 
von dem kaiser der Romer geseczt, geboren [F. 8] von 20 
Caro und Norbono*, der darnach kaiser ist worden anno 
Christi 288. ist gesent worden, den Hünen und Tharteren 
widerstand ze thun und anderen Volkeren von Orient, in 
die stat Celeia, di der selben zeit den Romeren zinspar und 
underborfen was, di doch darnach von den Hunen25 
ganz erst ort warde 9 und iczo ist genannt zu sand 
Petronell, ein dorf underhalb Wienn in Ostereich, 
das doch etbo ain grosmächtige stat gebesen ist. das er- 
zaigen di väll des alten gemeurs 10 , und von ir mächtig- 
keit und gross wegen di minder Troja genant gebesen. in 30 
di selben stat aus einsprechen des heiligen geists kam der 
heilig Maximilianus zu widerstand dem haidnischen opfer 

* am Rand in Kreis : Passau. *> am Rand landvogt in Kreis. 

1 Pannonien. 

2 Umgekehrt sagt Königsh. 354: der vatter zu Berne und der sun 35 
zu Borne. 

8 Königsh. 354: 254 jor, Ebran 38 abweichend: 311 jar. 

* Irrtümlich aus dem lateinischen Texte geschlossen. 

* Vgl oben 35, 43. 

6 Aquileja. 40 

7 Vgl. Ebran 36, 16. 

9 So ungeschickt wird übersetzt: a cesare Caro de Narbone. 
9 Vgl. oben 37,16. 

10 So wird ausdf ucksvoller ve&tigia (oben 36,23) wiedergegeben. 



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— 453 — 

und prediget Christum, darumb ward er von dem land- 
vogt von Bairen Eiulasio enthaubt. der egemelt 
bischof 1 hat under seinem fan gehabt 22 kirchen von 4.37. 
niden herauf zu zelen, di also in latein genant werden : 
öPettovia, Celeia, Gradusolium, Liburnia, Carinthia 2 , Sabona, 
Ponania, Rabaputina, Austria, Faviana, icz Wienna, Laureacum, 
Polenczia, Pattavia, Frixinia, icz Frisinga, Permesiasine aS , 
Bavaria 3 , Suevia 8 , Randane 4 , Traba*, Cecralonia, Vetronia 5 , 
Imbripolis, Herbipolis, der aller ist ain vater gebesen sand 
10 Maximilianus. nembt war: der namen sind uns vil unbekannt 
und ain grossen tail von den haiden und dem wtitrich 
Actila, kiing der Hunnen, erstört, aus dem man vindt, das 
der cristlich gelaub vor 1200 jaren 6 in Bairn, Sbaben, 
Oste rreich und ander teutschen landengegrünet hat. 

15 [F. 9] Aquilino b ein geseczter landvogt in Bairen, ist von j£ 3g M# 4 #& 

Diocleciano und Maximin iano 7 in Bairen geseczt, auch geschikt in 
di stat Laureacum, icz Larich 8 , ze peinigen die cristgelaubigen 
menschen, das erhört der ritter Florianus, der da wonet in der stat 
Cecium 9 , iczo Tzeisslmaur. der kom gen Laureacum und nach vil 

20grosser marter ward er von dem landvogt zu Bairen, Aquilino, 
ertrenkt. 

Diser zeit was von dem stamen der verjagten 
herren vonBairen, als vor 10 beiThiberio gesagt 
ist, wider in Bairen komen der edl herzog Adel- 
25gerus c , der d do was ein sun 11 des genannten ver- 
tribenTheodo. der und erstund sich deslandwider 
zu underziechen und den Homeren nichcz ze ver- 

• so Hs. b am Rand Kreis. am Rand in Kreis : landvogt. 
d der — Theodo mit Einfügungsxeichen am Rand. 

30 1 Vielmehr die Kirche von horch nach dem Zusammenliang im 

lateinischen Text (37,8). 

3 Irrtümlich aus dem lateinischen Text (37,10): est in Karin thia 
modo et vocatur Solium herausgezogen. 

3 Verstümmelt aus den Worten (37, 13) : per Mesias autem sive 
35 Babariam et Sueviam. 

4 Aus Tyrana, Nitraba wurde schon oben (37, 14) verstümmelt 
Randanetraba, das sich hier noch eine entstellende Ztveiteilung gefallen 
lassen musste. 

• Hier fehlen (37, 15) : Krutinia, Bissegrada. 
40 6 Vgl. oben 37, Anm. 14. 

1 Ebran 38 : Maximilio. 

8 Ebran: das itz Enns genannt ist. 

• Ebran: Corium. 
10 Oben S. 450, 3 ff. 

45 M So weder bei Andr. (507), noch bei Ebran (36), noch bei Füetr , 

wo (11 > 20) Adelger ein Sohn Boemunds genannt wird, noch oben 38. 

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— 454 — 

A. 38. z i n s e n und hat den künig Severum in dem veld zu Brixen 
mändlich nidergelegt. der Severus ist cesar in Italya ge- 
3&besen vor dem kaiser Galerio anno Christi 308 jar. doch 
ist das land Bairen den Römeren wider zinspar und under* 
borfen worden pei den kaiseren Constantino und Juliano. 5 
dann von Adelgero, dem gedachten herzogen von 
Bairen, war vil ze schreiben, wie er nach der 
niderlegung vorgemelt zu dem gedachten kiing 
oder cesar Severo komen sei und daselb im und 
seinen dieneren sein gebant abgeschniten worden, 10 
dadurch er doch huld bei Severum erlanget, das 
alles von kürz begen vermiten beleibet etc. 

Nach dem herzog Adlger a ward wider durch 
di kaiser von Rom [F.10J zu ainem landvogt in Bairen 
geseczt Thedricus von Peren \ ain Teitscher gebeltiglich,i5 
regirt Bairen und alles Germania. 2 

Thurocxbii. *fa der zeit die Hünen auszugen aus Scithia mit vast 

grossem volk und liessen sich do nider in Pononia, nachdem si durch 
gar vil land warn kommen, darin wonet ein herkommen volk, 
Longabardi genant, Teutsch und Walchen, darin herschet herr20 
b ii*. Matrinus *>, geseczter landvogt der Romer. der selb erschrak un- 
massen ser von solichem volk, das da gebaltiglich einzoch in sein land, 
und begert hilf von den Römeren, darzu die Römer erweltent den 
landvogt Detricum von Bairen. 4 der zoch do ab mit grossem 
volk in Pononia, mit Teutschen und Walhen, in di stat Potenciana. 25 
daselb mit grossem volk ward gesamlt her Matrinus. do schwumen 
di Hünen über di Thunaw niderhalb Sicambria, dasisticzoOfeil, 
als sy durch vil gross wasser betten gethan, seit sy aus Scithia aus- 
gezogen waren, und machten da gar ain gross geschrai in der nacht in 
dem her und zelten vor der stat Potenciana und erschlugen ir vil. des 30 
b iii. morgens als der tag erschain, d i zben herren Detricusc undMartinusd 6 
stritten ainen grimen streit © mit den Hünen den ganzen tag, doch 
zu undergang der sunnen gesagten di zben landvogt. die Hünen 
swumen wider über die Tunaw zu den iren. aber niemant eilt in nach, 
do ward erschlagen der Hunnen haubt-/F. 11] man, Kewe genant, 35 

a am Rand dux in Doppelkreis. 't> Martinus korr. Matrinus Hs. 
c Detrius Es. <* so Hs. 9 von anderer Hand korr. Matrinus. * am Hand 
streit in Kreis. 

1 Dass Dietrich von Bern Landvogt in Bayern gewesen seh melden 
weder Andr. noch Ebran noch Füetr. Im lateinischen Text oben 39 ist 40 
die ungarische Chronik des Johann von Thurocx Quelle. 

2 Oben 39 > 4 : preses Germaniae. 

3 Der folgende Abschnitt, dessen Inhalt oben 39 } 5 ff. nur mit einem 
Satz berührt ist, entstammt aus der auch oben im lateinischen Texte xu 
Gründe liegenden ungarischen Chronik des Johann von Thurocx. 45 

4 Die Quelle sagt : omni Germanie presidebat. 
Quelle : Matrinus vel, ut quibusdam placuit, Martinus nomine. 

f~V"^ool . m Original frorn 

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— 455 — 

und 100 und 25 tausent, aber auf der fü raten tail 10000 und zbay- 
hundert. an dem anderen tag di zben fürsten Detricus und Matrin us 
zugen auf gen Tulna, di die selb zeit auch ain etat was in Pononia. b iii ". 
do das erhörten di Hünen, namen si das land ein enhalb der Thunaw 
5 und seczten da hin weib und kind und zugen iren veinden nach gen 
Tulna. di zben fürsten engegneten in mit allem irem volk auf dem 
veld Kesmawr. da geschach ain grausamer streit * von morgen hunz 
auf di neunt stund, dann in di Hünen beten furgeseczt: ee sterben 
dann fliechen. do wurden di fürsten überwunden, Matrinus ward 

10 erschlagen, Detricus ward da gebundt mit ainem pfeil in sein stiren, 
des schaft er in seiner stiren gen Born pracht zu ainem zaichen des 
verprachten Streits, darumb er ainen namen der untödlichait erlanget, 
darnach erweiten di Hünen ainträchtiglich zu ainem künig Actila 1 ,^ 4*. 
des gestalt als erschroken was, das Walmer, ain küng der Gotten&5*. 

15 von Orient, Acdaricus küng Gepidarum, der selb Marchmani, Suevi, 
Sgnadi, Eruli und Türingi und vil ander sich selb wiliglich gaben 
in sein dinsperkait und geselschaft anno 401 jar. darnach beruft künig b 4*, 5*. 
Actila ainen hof in seiner haubtstat Sicambria 1 . dahin kam auch 
Detrico von Peren, der vor veint was, mit ander vil fürsten aus Germania 

20und hetten vil ritterlicher kurzbeil bei ainander. 

Also [F. 12] ist Bairenland ser oft 8 gepeinigt worden A. 33. 
von vil 3 Volkeren, am ersten von den Gothis und Gepidis, 
darnach von Hunis und Alanis, zu dem dritten von den 
pösen Hungeren, zu dem jüngsten von den Oster- 

25goten, als man list in der legent sand Severin, das d\4i. 
köstlichen stet in Bairland Laureaco, Patavia, Norika, Aqui- 
legia mit ander vil stetten sind erstört und zerbrochen 
worden. 4 die inboner des lands zugen in solher un-34. 
gestümer zeit in das elent, was si ziechen und tragen 

30 mochten, und komen in Neapolim. do lagen si als ver- 
porgen lange zeit, hunz di auslendigen volker, als di Oster- 42. 
goten, Longabardi, di Römer anvechten wurden. 

In der zeit würfen di Bairen under in auf 
den fürsten Theodo, vermainten, das er Bairen 
35und Norika wäre ain rechter erb des b rechten b 
namens b und nit di Römer. 



a am Rand streit in Kreis. * am Rand mit Einfügungsxeiehen. 

1 Vgl. Ebran 38 und die folgende Anm. 

7 Vgl. Ebi'an 38. Es ist mir sehr wahrscheinlich^ dass auch diesem 
40 schon für seine entsprechenden Angaben die gedruckte Chronik des Johann 

von Thuroex vorlag. 

8 Ebran 38, 28: vil und oft gepeinigt. 

4 Im folgenden Texte sind von der Kremsmünsterer Chronik, welche 
den vorausgehenden Stellen im lateinischen Texte xu Grunde liegt, die 
45 unmittelbar folgenden Stellen verwendet %u Angaben^ die in dem lateinischen 
Texte an entfernten Orten stehen. 

Original frorn 



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— 456 — 

E. 41 u. A. 42. Theodo a der füret, mit seinem bairischen und norkauischem volk, 

herzog b Adelgers b sun bl , anno Christi 508. hat wider- 
kert in sein land. etlich Römer hat er ausgetriben, etlich 
sind selb williglich in wälsche land gezogen, es ist auch 
kain gemainer auszug in Bairen füran nie mer beschehen. 5 
A. 43 darnach haben auch die Bairen das römisch her, die ver- 
u. E. 41. mainten sy ZU bestreiten, bei Ötting mandlich darnidergelegt und 
gejagt , herzog Theodo kam an das reich Bairen b 
A. 42. pei den Zeiten des kaisers Anastasius, und pei den zeiten 
des nagsten kaisers nach Anastasi, Justinus ge-10 
nant, ist gestorben Theodo nach dem eingank in Bairen 
30 jar anno Christi 537 und liess ainen sun, Udo genant, 
der in geerbt hat. 
43. [F. 13 J Udo a , herzog in Bairen, seines herzogthums 

im achtundzbainzigisten jar ist gestorben anno Christi 15 
565 jar. 

Theobaldus a , ain herzog in Bairen , ain stolzer 
mandlicher fürst, ist einzogen in wälsche land und 
hat daraus all Gotten getriben. 

Cf.FiUir.36. 2j] r 2lSlt auch vil Streit mit den Hünen gethan;20 

37 • 

'nämlich ains mals lag er mit seinem volk darnider und 

ward von den Hünen gefangen und ainem mächtigen 

Hünen zu herter gefanknüs empfolhen. der selb 

Hunn sprach zu dem herzogen, bamit er in belonen wolt, so 
woit er im aus der gefanknüs helfen und im der Hunen25 

fürsten, seinen feind, an all sein müe gefangen in 
sein her bringen, der herzog was fro und sagt im * 
zu, umb solichs in ze belonen, als sichgebürte. der 
Hunn fürt den herzog pei der nacht durch alles her 
in des herzogen her zu den seinen, des si groslich30 
erfreut wurden, in dem het der Hunn antragen, dass 

a am Rand in Kreis dux. b am Rand mit Einfügungsxeichen. 
c am Rand in Kreis streit. 

1 Weder beiAndr. noch bei Ebran, Fiietr. oder oben im lateinischen 
Texte behauptet. 35 

2 Die folgende Geschichte, welche oben im lateinischen Texte nicht 
enthalten ist , erzählt Füetr. 36 ff. von Herzog Theodo. Spiller konnte, 
wie er S. 39, Anm. 1 sagte, die Quelle dafür nicht nachweisen. Oben ist 
auffallenderweise der Wortlaut des Füetrer' sc/ieti Textes nicht oder neben- 
sächlich benutzt, so dass ich annehmen möchte, dass hier Füetrers Quelle 40 
vorgelegen hat und unmittelbar ausgebeutet worden ist. Aus der Ver- 
schiedenheit des deutschen Textes hier und bei Füetr. dürfte xu schliessen 
sein, dass wir damit xwei Uebersetxungen aus einem lateinischen Texte 
haben. Vielleicht aus der verlorenen Chronik des Oaribaldus. 



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n J .. 8 Original fronn 

■ cV UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 457 — 

der Hunnen fürst, sein aigner herr, dem herzogen 
zuhand in sein hend fflr in gefangen ward gebracht, do 
aischt der veräter seinen solt an dem herzogen, 
der Hess im zu antbort geben, das er gedächt und 

5im under seine äugen nit mer kam, ob aber das 
darüber beschäch, so wolt er in doch belonen, als 
sich gebürt und er im geredt hiet. also ward der 
Verräter verloren und nit mer gesechen. in dem 
giengen di rät des herzogen zusammen und rat- 

lOschlagten, was mit der Hunnen [F. 14] gefangen 
fürsten ze thund wäre, do ward ainhelliglich be- 
schlossen in ze töten, der herzog sbaig still und 
gieng zu dem gefangen mit seinen grossmächtigen 
raten, und sprach der herzog zu dem fürsten der 

löHunnen also: fürst, wir seinen in eurm gebalt und 
eur gefangen gebesen; ob ir unser noch also gebeltig 
wärent, sagent uns doch, wie ir mit uns leben 
woltent. der Hunn antbort und sprach: fürwar, ob 
ich euch in meinem gebalt hiet, ir müstent sterben; 

20dafür möcht euch nicht gehelfen, da sprach der 
herzog, solichs hiet er iczund auch macht mit im 
ze thun, und sprach: seit aber ich rechtlich in eur 
gefänknus komen pin und wider daraus körnen und 
ir mir durch eurn aigen diener bracht, von im välsch- 

25lich verraten und übergeben, so ist mir solhe ver- 
raterei laid an euch, es wil auch kainem fromen,?s. 
fürsten, der anders von fürstlicher art geboren ist, 
nit gezimen, auf solhe valsche verräterey mit euch 
zu handeln; ob ir mir aber durch redlichen sig zu#7. 

30gefanknüs worden wäret, so müst ir auch gestorben 
sein; seit aber des nit, so sag ich euch diser ge-.?<s\ 
fänknüs ganz quit, ledig und los. sein fürsten und 
rät verbundert an solicher gutigkait des herzogen 
ser. pald schuf man dem Hunnen leut genug zu, di 

35 in hunz in sein her belaiteten, des der Hun dem herzog 
vast dankt, als aber der fürst zu den seinen kam, 
wurden si auch vast erfreut und giengen zu rat, was 
weiter auf soliche ge-[F. 15Jschicht ze thun wäre, 
do ward durch die Hunn betracht, di Bairen ganz 

40ze vertreiben, do das ir fürst erhört, er sprach: nu 
hört, wer ainem Bairen ain laid thut, der hat mir 
es selb gethan, dann mein leben in des herzogen 
von Bairen gebalt stund und durch sein fürstliche 

n ■ ^h Pnnnlr Original frorn 

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— 458 — 

weishait und edle tugent ledig gelassen, des ich im 
imer ze danken habe, do das di rät erhörten, wurden 
si des selb fro und machten ebigen frid mit dem 
herzogen und gebunen in vast lieb; als auch etlich 
seczen, so hab er der Hünen fürsten sbester zubeybo 
genomen. so vil sey gesagt von disem herzog von 
Bairen. 
A. 43. Garibaldus a mit seinem sun regirt das herzogthum 

Bairen anno 56 7 1 jar etc. 
43 u. 48. Thasilo a , küng in Bairen, ist durch Hildibertum, der 10 

Franken küng, eingeseczt und den vorgenannten Garibaldum 

*?• und seinen sun herausgeworfen, diser Thassilo ist von stund 
an zogen mit ainem grossen her in windisch land und 
das verhert und mit ainem grossen raub wider haim 

^•kumen. darnach im fünften jar hat der austriben Gari- 15 
baldus sein land widerumb erlangt, das reich in Bairen, 
und sich ainen küng genant. 

A.43 u. F.42. Und als schreibt Paulus Diaconus , cardinal, in historia Lon- 

gabardorum libro 3. cap. 30., Autharus Flavius, der dritt 
küng Langabardorum, schikt sein erberge Botschaft zu küng Gari- 20 
baldo in Bairen und pat, das er im sein tochter Theodelinda zu ainer 
A. 44. elichen hausf rauen gab. 2 solich potschaft und ambasiat enpfieng 
der küng [F. 16] in Bairen gar erlich und versprach im 
sein tochter zu der ee. do das erhört Autharius, begert 
er sein gespons oder braut ze sechen und er erweit zu im 25 
stark jüngling und ainen getreuen alten, sam war er der 
herr, und eilt mit in Bairenland, und do si stunden vor 
dem angesicht Garibaldi und der alt het seine wort ver- 
pracht, spricht Autharius zu dem küng: mein herr Autharius 
hat mich umb di sach hergesandt, das ich sech eur tochter, 30 
unser künftige frauen, damit ich ir gestalt meinem herren 
müg verkünden, der küng schuf si pald ze komen. do si 
wol gefiel Authari, spricht er zu dem küng: schaff eure 
machtigkait, das si uns geb zu trinken, das schuf er. do 
nam si ainen köpf vol wein und gab am ersten dem eiteren, 35 
darnach Authari, aber sy west nit, das ers was. als er 
getrunken het und den köpf widergab, do rürt er ir 

a am Rand in Kreis dux. 

1 So hat die Quelle; vgl. oben 43 } Anm. 7. 

* Da Ebran fortfährt: von dem heirat ander vil schreiben, das 40 
ich von kurtz under wegen lasse, muss nun der lateinische Text über- 
setxi werden , wobei einige Anklänge an Füetr. 26 f. sieh ergeben. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 459 — 

angesicht mit dem finger an, doch das es niemant sach. des 
schämt si sich und sagts ir zuchtmaisterin haimlichen. si 
antbort ir und sprach : war er nit der küng und dein gespons, 
er hiet dich nit anrüren türen; doch so sweig wir, dass 
5 dein vater nit hör; wann er hat ain solich person, das er 
pillich ist wirdig, ain küng ze sein, wann Authari was 
gar ain schöner Jüngling, darnach namen sy urlaub von 
dem küng, der liess si belaiten gar erberlich hunz in 
wälsche land. und do sy kamen an di end nachet pei 

10 walschem land , do würft Authari ain wurfpeil in ainen 
paum und liess darin stöken und spricht: also wirft Authari. 
do erkanten in erst di Bairen, dass er künig Authari was. A. 47. 
von des iczgemelten heiracz wegen der Franken küng 
Hildericus gar schnell uberzoch di Bairen. Garibaldus er- 44. 

15 schrak des gar ser; davon [F. 17] schikt er sein tochter 
und sein sun Gundoaldum in Italyam und enpot Authario, 
dass er ir engegen kam. des was Authari fro und engegent 
ir mit grosser zier ob dem veld Sardis ob Peren und enpfieng 
sy mit grossen freuden. es was under anderen Langobar- 

20 dorum da ain herzog, genant Agilolfus von Thaurino. der 
het ainen knecht — aus was geist, waiss man nit; dann 
es was ain gross Ungestüms weter und schlug ain doner- 
plicz in ain holz, das was an des küngs beschliessung — , 
der knecht sprach zu seinem herren haimlich: das weib, 

25 das der küng iczund nimbt, nit nach langer zeit wirt dein 
hausfrau. der herr sprach zorniklich: sprichst du das mer, 
so wil ich dir dein haubt abschlagen, der knecht sprach: 
ja, es ist war, du magst mir mein haubt abschlagen, es 
ist auch war, das di frau dein weib wurd, als hernach auch 

30 ist erfüllt worden, der küng Autharius starb in dem selben 
jar, seins reichs im sechsten jar. 

Di küngin Theodelinda was hübsch, weis und WOlgelert, Andr. 14} 

keusch und guter siten, davon si wol geviel den Longa- 
barden, darumb si ir vergunnten zu regiren, doch das si näm ainen 

35 man, der ir gefiel, auch dass er dem reich teuglich war. und A. 45 
mit rat der weisen erbelt sy Agilolfum, den herzogen von 
Thaurino. der was ain weiser und streipar man., dem 
enpot si, das er zu ir kam in das geschloss Loamelum. daselb 
öffnet sy im den rat der weisen, da waren köstlich hochzeit 

40berait mit freuden in dem monat November, darnach in 

1 Die hier daraus entnommenen Worte sind oben im lateinischen 
Texte nicht verwendet. 



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— 460 — 

dem Maien saralet er all Longabarden gen Mailant. do 
ward er ganz bestätt zu dem reich, von stund an im 
anderen jar macht er frid mit seinem sbeher 1 und der 
Francken küng. nach dem niderlegt er drei herzogen, von 
Sand Julian, von Beren, von Bergamo, darnach vieng er 5 
an zu kriegen mit den Römeren und belegt Rom ain ganz 
jar. in den Zeiten [F. 18] was babst zu Rom der gross 
sanctus Gregorius. do er erhört, das küng Agilolfus mit 

u. E. 42. seinem Volk wider di Römer über das wasser Padum komen 

was, do erschrak er also ser, das er aufhört von der aunlegung des 10 
profeten Ezehiel, als er sagt am an fang der ersten omelie des anderen 
tails. do schrayb sand Gregory stätiglich zu der küngin Theodelinda 

ä. 45. und pat si, das si frid macht, wann er west wol, das sy gar 
ain kristenliche frau was, und schikt ir für ain gab insunder- 
hait die vier pücher dialogorum. zu allerlestem ward der 15 
küng zu dem glauben bekert und frid gemacht an dem tag 
sand Gervasii und Prothasii. darumb seczt auf S. Gregory, 
dass sich das ambt der mess an dem selben tag anfang: 
Loquetur dominus pacem, das a ist: der herr redt den frid. 
darnach ward der frid und glaub erst gar bestät an sand 20 

47. Johanns tag des taüfers. davon wurden di Longawarden 
all erfreut und machten darumb sand Johans zu ainem 
haubtherren. da ward auch gepaut in Modeciam bei Mailant 

E. 42. gar ain kostliche kirchen. die küngin hat vil gucz gethan an 

der pfafhait in Lamparten, si seczt etlich bischof und prelaten an ir25 
-4- 47. wirdigkait, die davon frävenlich vertriben waren, der küng Agilolfus 

regirt 20 jar und starb und Hess ainen sun, genant Ado- 
landus. darnach regirt di küngin Theodelinda mit irem 
sun Adolandus 10 jar. 

Nu kum ich wider auf di egemelt histori Hil- 30 
derici. der kam bietund b in Bairen und schlug aus Gari- 
baldum. als etlich sprechen, het er 42 jar geregirt. 
der floch zu seinem aidem in Italiam. also ist Bairen den 
Franken underborfen gebesen hunz auf küng Ott von Saxen ; 
der hacz seinem prüder geliehen. 35 

48. Thasilo c , zum andern mal dargesetzt in Bairen, regirt 
24 jar und was alt hundert jar, da er starb. 

Greimolt c , herzog in Bairen, ist geseezt worden von 
den küngen von Francken. 

a da Hs. b so Es.; spätere Hand korr. wietund. c am Rand dux4o 
in Kreis. 

1 Oben 45 j 18 : cum Cacano Hunorum rege pacem firmavit. Es 
ist mir rätselhaft, wi& der deutsehe Text zu dem obigen Ausdruck kam. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 461 — 

[F. 19] Theocio a , herzog in Bairen, ist auch auf- 
geseczt worden durch di küng von Franken, den hat ge- 
tauft sand Ruprecht anno Christi 616. di histori hat 
sich also begeben: 

5 Zu den Zeiten Hildiberti, küng der Franken, was der wirdig jg 42 u .A .48. 

vater »and Ruprecht bischof zu Worms, von edlem statnen ] geboren 
lind nämlich von kunklichem stamcn. in der zeit schiket der herzog 
Theodo von Bairen, der ander 1 des namen, zu sand Ruprecht, das er 
sein land Bairen baimsuehte. do der dienergots di botschaft vernam, 

10 verstund er wol, daz es ain Schickung was von got. und do er in 
Bairen kam, do saralet sich der fürst mit grosser ritterschaft und gieng 
im engegen und enpfieng in mit freuden in seiner stat Rengspurg. do 
schuef sand Ruprecht im anfang all menschen ze vasten. er underbeist 
und bestätt den herzogen in dem gelauben und tauft in: mit im tat (A. 49.) 

15 getauft worden sein sun Theodobertus, auch alles ir hofgesind und E. 44. 
ritterschaft und vil volks mit in. nach dem fügt sich sand Rubrecht 
auf pet des herzogen mit schiffung ab auf der Thonau durch alles 
Bairland hunz an di gemerkt Panonia, in teutsch Ungerland, und predigt 
allen cas teilen, markten und dörferen und bekert du darnach nam 

20 durch den willen des herzogen der bischof di aigenschaft der statt 
Helffenburg, icz genant Salczburg, zu ainem bistum. daselb vieng er 
an ze pauen ain kirchen, do icz das kloster sand Peter ligt. er paut 
auch ain kirchen pei dem Walersee. der herzog Theodo gab im anfang 
zu der stift alles das erdrich mit allen fruchten, das zbüschen der Sal 

25 und Salczach gelegen ist. darnach wurden die zeitlichen guter vast 
gemert von dem anderen herzogen Theodoberto. der bischof zog wider 
in sein haimat und pracht mit im vil geistlicher person, darunter auch 
gebesen ist sand Erentraut, und di selb junkfrau mitsambt anderen hat 
er geseczt in das [F. 20] kloster nu genannt Nunnenberg. 

30 Wiewol vor langen jaren Kristen und kirchen in Bairen A. 51. 

sind gebesen mitsambt den haiden, so ist doch daz land 

erst gar bekert worden, zu der zeit sand Ruprechts bard widerum E. 44. u. A . 51. 
gefunden das salzärzt zu Reichenhall, das dann gar gut ist dem land 
Bairen, auch anderen daran stössen. der prunn was lang ungebaut ge- 
35 legen; den het verschütt und ödgelegt Actilla, der Gotten und Hunnen J?. 45. 
küng, zu der zeit, als er in Germania vil stett mit raub und prant 

verderbt. Theodo, der herzog, fiel in ain grosse krankheit, a. 50. 
und ee er starb, fodert er sein sun Theodobertum und macht 
in herzog in Bairen etc. 
40 Theodobertus a , herzog in Bairen, hat geherscht. 

zu de 8* Zeiten kam der heilig bischof sand Haimran gen Rengspurg E.45u.A. 52. 
und was auszogen von der stat Pictavia, do er bischof was, di ligt 

& am Rand dux in Kreis. 

1 Ebran 43 : der drit, aber etlich histori sprechen der ander des 
45 namen. 

* Der lateinische Text setzt das Martyrium des hl. Emmeram unter 
Herzog Theodo (vgl oben 52, Kap. 11); Ebran sagt : Zw den zeiten der 
zweier hertzogen Theodo und seines sun Theodowarti. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 46& — 

in dem land Aquitania, in dem willen, das er das volk in Pananiam 
wolt bekeren, und gesworen sein leben fridsamlich ze verzeren oder 
aber sein plut in ainem and ach ty gen streit vergiessen. do der fürst 
des bischofs fürsacz vernam, do sagt er im, das es hart müglich war, 
zu füssen in Pononiam ze komen der krieg halb, so zbüschen sein 5 
und der Hunnen war. darzu wären di Hunnen ain solich grimig volk, 
das si in nit horten mit seiner 1er; darum im nit zam, dahin ze 
ziehen, und auf pet des herzogen belaib er 3 jar zu Regenspurg 
und tet gut fieis mit dem volk. 

In der znit ward des herzogen toehter Uta haimlich sbanger 10 

von aines richters sun, was genant Sigisbaldus. do di zeit kam, das 

si schier geberen solt, do fügt si sich zu sand Haimran auf mainung, 

rat von im ze nemen, und viel im ze fussen und legt im für ir missetat. 

E. 45. begert ablas über ir sünd. des betrübt sich sand Haimran gar ser 

doch tröst er si und sprach: so sein dein vater innen wird, das du 15 
sbanger bist, und begert ze wissen, welher man sich mit dir vermischt 
habe, so antbort: di sünd, di ich verbracht [F. 21] hab, wais niemant 
dann der pischof und ich. do der herzog innen ward, das sein toehter 
swanger was, do fragt er sy mit ernst, wer si geswangert hete. da 
sprach sy dise wort, di si sand Haimran underbeist het. do verstund 20 
der herzog, sand Haimran hiet sein toehter beschlafen, und des her- 
zogen sun, genant LambardllS, nam zu im sein diner und überlief 
(A. 54). den heiligen bischof, diweil er was in seiner andacht und auf dem 
Romweg als ain pilgram, in ainem dorf, genannt Hellfndorf A 
in Aschaimer pfarr, Freisinger bistum 1 iezo. und er25 

sprach grimiglich zu im: swager, was tust du da? warumb hastu ge- 
gelestert mein ainige sbester, di künklich frauen, von deiner bolust? si 
ist worden ain gelächter unser feind. do sprach sand Haimran: warumb 
wolt ich den schaden, di mir guez haben gethan, wann ich oft den 
gefrumbt hab, di mir ubl haben gethan ? darumb du, Lamberte, den 30 
ich von lieb nit furcht noch von vorcht nit langen, ker ab dein frävel 
und halt auf deinen zoren und gee ein in di Vorsehung der warhait, 
das du nit vallest in den ebigen fluch, der herzog was erzürnt und 
sties sein sper, das er in seiner hand hett, dem bischof in sein brüst 
und Hess in darnach auf ain laiter pinden und ain gelid nach dem 35 
anderen abschneiden, damit er seinen geist ausgab als ain martrer. 
darnach kürzlich ward sein Unschuld geöffnet, darumb di herzogen 

A. 55. und alles volk gross laid hetten. nach 40 tagen aus getlichem 
willen ward der leichnam sand Haimram gelegt in ain schif 
und auf der Isar mit prinneten kerzen in di Thunaw gar 40 
snelliglich gen Rengspurg gefürt und in sand Grörgen kirchen 
gar erlich begraben, daraus nu ain erlich stift ist gemacht 
worden. 

E. 47. Etlich sind, die mainen, das Theodebartus hab drei sün ge- 

habt, [F. 22] Landfrid, Waldram, Eliland, und ain toehter Gris-45 

a am Rand in Kreis Haimran, von späterer Hand durchstrichen 
und darübergeschrieben: Helfendorff. 

1 Diese Angabe auch bei Füetr. 43, 24. 



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— 463 — 

bindis 1 , doch so vind ich das in kainer bebärten histori 

geschriben. di drey briider warn ains mals nach ir gebonhait an dem 
gaid und sassen in diken Stauden und gedachten an di ewig lusperkait 
und betrachteten das kurz ergänklich leben und wurden da zu rat, das 
ösi in daselb ain kloster und wonung pauen holten, und zuhand Hessen 
si den wald ausreuten bei dem wasser Kolmanbach und pauten da A- 66. 
ain wonung und kirchen an der stat, di im got het aus- 67 - 
erbelt. das namen si aus dem zaichen: dann als die arbaiter 
abhaueten di paum und heten sich verbündt, so komen tauben 
10 und fürtent di äst an di stat, do iczo stet di stat des 
altars im kloster Beuren. darnach pauten sy auch dreu andre & 47. 
klöster, Kochlaren, Schlechdorf und Staffelsee. di fürsten ergaben 
sich und dienten alain got dem herren. und do sich (a. 66.) 

di fursten in Bairen bekerten zu kristenlichem gelauben, do stifteten 
15 si bistum, klöster und andre goczhäuser; domit Dam auf im 

land der gelaub. 

In der zeit waren in dem land zben fürsten, gebrüder, A. 74 
Ockarius und Albertus, vom vater von Burgundi, von der 
muter aus Bairen, gefründt Pippino, dem küng; und als etliche. E. 47. 48. 
20mainen 9 so sind sy swestersün gebesen der vorgenanten dreyn fursten. 

Albartus besas neun grafschaft in Bairen, Okarius bas elter an 

jaren; der besas Wurgundi. der het nit mer dann ainen sun gä,Y A. 75 

bolerzogen pey dem küng Pipino am hof. der spilt vil mit 
Pipinus sun im schachzagl und uberwant in oft. darumb 

25 ward er von im in seinen jungen tagen mit ainem schachzaglpret er- u. E. 48 
schlagen.» di sach ward zbüschen der väter und den fürsten 
gütlich darnidergelegt und gestillt. [F. 23] Okarius, der 
herzog in Burgundi, do er sach, das er kainen erben mer 
het, do betracht er seiner sei hail und hueb an ain kloster 

30 ze pauen an dem Tegerensee mit sambt seinem bruder, graf 
Albrecht, auf irm aigen grund. darnach zugen si aus andacht 
gen Rom umb heiltumb. do waren di haiden in der stat Rom ge- 
besen mit grosser macht und fürten ain grossen raub daraus, di fürsten 
wurden würdiglich enphangen von dem babst Zacharias. der klagt in 

35 wainend das übl, das dy haiden an der stat begangen hetten. do er u. A. 76 
di klag verbracht, do waren di zben fürsten zornig und sprachen: 
es ist gar zu trag, der seiner feind siezend d aha im wartet, und sprachen 
fürpas zu den Romeren: ir römischen held, seit Ingedenk eurs namens 
und geschlächcz! mit den und anderen worten fiengen die Römer 

40 erst ain herz und enpfiengen den segen von dem babst und zugen 
den veinden eilend nach , und das bairisch und burgundisch swert 
regirten den adlär. und do si an das mer komen, do funden si di 

* am Rand in Kreis schaczagl ers lagen. 

1 Ebran47 9 19: Geysel, oben 67, 10 : Gailswindis. 



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— 464 — 

feind mit freiden tailend den raub, di zben obgedachten fürsteo seczten 
ir hoffnung in gott und hüben an ze streiten* mit den haiden und 
behüben den sig und komen mit grossen freuden bider gen Rom. do 
gaben di Römer den zbaien herren ganzen gebalt, von dem gewunnen 
«. E. 49. gut ze nemen, was si wolten. do antborteten di fürsten, si wären aus 5 
iren landen zogen durch gocz willen, das si aucb heiltum mochten 
erberben, do gab in der babst vi! stfik heiltum, nämlich den leichnam 
A. 76. sand Quirin, der zu den Zeiten gross zaichen thet. damit begabten 

sy ir kloster Tegernsee. Quirinus ist gebesen ain sun des 
kristenlichen kaysers [F. 24] Philippi, der, ee und er an 10 
das kaisertum kam, ist gebesen ain herr in oberen und 
nideren Ponaniam und hat geboren aus seiner hausfrauen 
Andr. 24. Severa *, di darnach ist genant worden Genoveva', zben sün, 
A. 76. Philippum, der mit im hat geregirt, und den iczgedachten 

35. Quirinum, der bischof ist gebesen in Laureacum, patriarcb.15 
zu Aglach. 8 

77. Ad prepositum. Di oft gedachten zben fürsten 

haben auch aufgericht vil ander kirchen auf irem aigen 
grund, nämlich Sand Polten in Ostereich, das frauenkloster 
zu Nuss am Kein, Ilmünster an der Ylm, di si all mit 20 
heiltum und zeitlichen güteren kostlich begabt haben. 

56. Theodo, herzog b in Bairen, ist gar ain kristnlicher, 

mächtiger, mandlicher fürst gebesen zu den zeiten kaiser 
Phillippi des anderen des nomens, het schöne kinder, auch 
vil guter ritter und knecht; sein lob und breis buchs ferr. 25 
sein land tailt er im und seinen sünen ain viertail. in der 
zeit waren di priester gar werd gehalten, als der neu be- 
kerten Kristen gebonhait ist. er enpfleng gar wirdiglich 
den heiligen bischof und bäbstlichen legaten sand Cor- 
binian c , den er auch gross begabt, der darnach zoch in diso 
end seins suns herzog Greimolt. Theodo hat geregirt 
1 1 * jar und ist gestorben anno Christi 700 jar und 18 jar. 
darnach haben geherscht sein sün Theobaldus und 
Grimoaldus. 

58. Grimoaldus, herzog b in Bairen, Theobaldi bruder, hat 35 

gar schon enpfangen den heiligen sand Corbinian und in 
Cf. A. 60. begabt mit der kirchen Freising zu ainem pischofstuel und 

» am Rand streit in Kreis. •> duz am Rand in Kreis, c enphahen 
S. Corbinian am Rand in Kreis. 

1 Vgl. oben S. 451, 22. 40 

2 Nicht im lateinischen Text. 
9 Vgl. oben S. 452, 10 ff. 

* Oben 56, 31 : 10. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 465 — 

hat das selb bistum begabt [F. 25 J mit dem perg auf Chain s, 
den er durch rat des egenannten sand Corbinian darzu ge- 
kauft hat. doch hat der egemelt herzog Greymolt nach Cf. A. 59. 
seines brueders Theodebaldi tod sein bitib genomen mit 

5 namen Viltrud, darumb in der bischof ser gestraft hat. davon 
geban das selb beib tödlichen neid zu dem man gotes, und 64. 
durch iren diener Nino wollt sy in getött haben, darumb 
floch er in das gepürg auf Chain ss 1 . aber unlang darnach 
ward herzog Greimolt von seinen veinten getött anno domini 

10 729 jar; er hat geregirt 10 jar. 65. 

Hucbertus, herzog* in Bairen, hat durch grosse an- 
dachtige gebet widerbracht aus dem pirg den heiligen bischof 
sand Corbinian gen Freising, und ist da saliglichen pey 
des gemelten fürsten Zeiten gestorben bey den zeiten des 

lökaisers Leonis des dritten. Hucbertus hat geregirt 10 jar 66. 
und ist gestorben anno domini 739 jar. pei des fürsten 
zeiten da haben di haiden di stat Constantinopel 
belegt 3 jar; darnach füren si dannen und raubten 
alles, das sy machten 1 *. 2 

20 Otilo, kung a in Bairen, aus rat sand Pirminii, bischof 67. 

zu Mecz, hat das kloster Nideren Altach gepaut auf seinem 
aignen grund anno domini 741. von dein grossen haus 3 
Pipinus und sein bruder Karolomanus haben gekriegt mit 
Oatilone und haben in uberbunden und underthanig gemacht. 

25 also ist Otilo ain herzog worden, sein hausfrau Hilderudis, 
ein tochter Caroli Marczelli, ein sbester der iczgemelten6& 
fürsten Pipini und Carolomanii, anno domini 742 hat 
im geboren ainen sun mit namen Thassilo. anno domini 72. 
745 sand Bonifacius, [F. 26 J erzbischof zu Maincz und 

30 bäbstlicher legat, aus gunst und willen herzog Otilo hat 
Bairenland getailt in vier bistum, Salczburg, Freising, Eengs- 
purg und Passaw, und daselb vier bischof bestätt, Johannes 
zu Salczburg, Erimbertus zu Freising, Gaubaldus zu Kegens- 
purg und Vivilo zu Passau. Item Joseph, bischof zu Freising, 78. 

35 mit hilf herzog Otilo hat di stift Isen gestift. er* ist auch e.53 u.A.78 
Stifter der-lklöster Winberg*, Mänsee und des klosters gelegen bey der 

» dux am Rand in Kreis. •> so Hs. 

1 Oben 64, 31 : ad Maiense castruin. 

* Quelle? 

40 * So wird maior domus übersetzt; vgl. Ebran 49, 11 ff., der wenigstens 

sagt: die grossen des haws. 

* Nämlieh Herzog Odilo. 

6 Vgl. oben 77, Anm.3. Windberg ist erst um 1125 gegründet worden. 
Quellen n. Erörterungen X. F. III. 30 

( \ v v ^ li - Original from 

]\QH\zeö öy ^'UU^K UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 466 — 

stat Gegenbach in Straspurger bistum und etlicher mer. pey den 
zeiten Otili ist sand Virgilius in Bairnland geschürt worden von Pipinus, 
der im aus kunglichem gebalt geliehen hat das bistum Salczburg. 
der selb Virgilius vieng an zu pauen das münster sand Ruprecht und 
verbracht es in kurzen jar$n. darnach hat er erhebt den 1 eich d am sand 5 
Rueprecht und mit im zben seiner caplan, Chunolt und Gisilari. 

ä. 79. Herzog Otilo und seyn hausfrau sind begraben zu 

Osterhofen, da er ain treflich kloster sand Benedicten orden 

E. 54.gestift hat, anno domini 765. Otilo Hess ainen sun, genant Thasilo. 

A. 81. Der hueb an ze herschen pey seines vateren leben anno io 
domini 747. 

Beiden zeiten herzog Otilo was auf dem Norika 

in Bairland ain mächtiger graf mit namen Swig- 

gerus 1 , gab sein gut durch got zu ainem bistum aus 

rat sand Bonifacii und aus gunst des fürsten Otili. 15 

73. Da weichet der egemelt Bonifacius, erzbischof zu Maincz, 

seinen vetteren sand Wilbold zu bischof ze Aichstet. 
81. Thassilo, herzog a in Bairen, hat angehebt ze herschen 

Andr. 26. durch gunst seines vateren Otilo anno 747 und ist über- 
zogen und Überbunden v?or-[F. 27] den von dem fürsten Griffo. 20 
der nam das herzogthum ein anno 748. do das erhöret 
sein brueder Pippinus der gross von dem haus der Francken, 
mit ainem grossen volk kam er in Bairn und jagt seinen aigen bruder 
Griffo daraus und seezt Tassilo, der was seiner sbester sun, wider 

AS 7. ein das Und anno 749. darnach anno domini 757 2 küng 2,0 
Pippinus het ain gemaine saumlung seiner fürsten zu Com- 
pendio. dahin kam auch herzog Tassilo mit den obresten 
seins volks und schbur und verlobt treu und gehorsam 
dem kiing Pipino und seinen zbain sün Karolo und Karolo- 
manno auf di heiligen leichnam sand Dionisi, sand Marteinao 
und sand German 3 . darnach anno 763 küng Pipinus 
beruft ain herfart gen Aquitania, aber Tassilo vergass seines 
aids und gelübs und macht sich krank mit listen und belaib 
dahaim und was dem küng nit gehorsam und kam nimer 
zu dem küng. darnach anno 772 Tassilo hat im Kerntner- 35 
land underworfen, und sein sun Theodo ist getauft worden 

/;. 54 zw Rom von dem babst Adriano. er het zu der ee frau Liud- 
burgis, ains küngs tochter aus Lamparten, was genant Desiderius. der 
selb Desiderius was dem römischen 6tul ganz widerbärtig, darumb 

* dux am Rand in Kreis. 40 

1 Vgl. Ebran 53, 15 und oben 73, Kap. 28. 
9 Oben 87, 8: 756; vgl. dazu daselbst Anw. 1. 
3 Quelle? 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



^ 467 — 

schikt babst Adrianus sein legaten vi küng Karl und liess in hoch 
ermanen und pitten umb hilf, dann er vast weschbärt war und aus 
aigem vermiigen sich und die kircben nit mocht beschirmen wider der 
Lamparter küng. und do Karolus dy ding alle vernam, aus manigerlay 
5 ursach ward er bebegt, hilf [ F. 28] ze thun Adriano und besandt ain 
gross volk und zoch wider di Lamparter und in der atat Pavia belegt 
er den küng Desiderium und vieng in und verschikt in mit beib und 
kind 1 in das elend in Francken, u. Ä.87. 

Er fand auch da seines bruders Karlomani haus- 
lOfrauen* und ire kind; di fürt er auch mit im in 

teutsche land. 

Etlich sagen 8 , küng Karl hab seinen öheim 4 Tassilo 4. 57. 

küng in Lambarden gemacht nach dem streit, aber er 

hat es durch valsch rät veracht. 5 
15 Aldegisius, ain sun Desideri, der entrunnen 

was in Krichen 6 , versucht hernach mit den Kriechen. 

ob er seins vateren reich erlangen möcht, aber es 

mocht nit sein. 

Und bard darnach kain küng mer in Lambarden. darumb bard E. 54. 
20 Karl gross begabt von Adriano mit grosser freihält anno 7 72 und 

darzu gab er im di zechent, damit er seinen dieneren lonet, als dann 

di laien die zechent noch habent. 

Aber ab disem handl het Tagsilo und seyn haus fr au LiudburgisjS'.j.j u . A. 87. 

ain gross verdriessen und gedacht, ob si möcht gerechen u n d ledigen 
25 di gevanknus irs vateren mit hilf irs mans; davon bebegt si Tassilo, 

iren man, das er ain püntnis macht mit den Hunnen, und er seczt sich 

wider küng Karl und vermaint, mit im ze streiten, darnach, do A. 87 

man zalt 7 77 7 , kam küng Karl gen Eom und ward von 

Adriano wirdiglichen enpfangen, und under anderen Sachen 
30 klagt Karl dem pabst über Tassilo. Adrianus schikt zben 

1 Zusammengesetzt aus Ebran 54, 20: ving den und seinen sun 

und verschickt sie in das eilend und oben 87, 23; cum üxore sua. Oder 

sollte, ähnlich wie ich an xwei sogleich folgenden Stellen vermute, Jacobus 

Philippus Bergomensis hier unmittelbare Quelle sein? Dieser sagt l. X, 

35 f- 83 r : Desyderiumque una cum uxore et liberis cepit. 

9 Sollte sich dieser im lateinischen Text nickt vorhandene Zusatz 
auf Jacobus Philippus Bergomensis stützen ? Dort heisst es L X, f. 83 r : 
Nam Bertha Carolomani fratris uxor, que mortuo marito cum filiis ad 
Desyderium confugerat, Verone deditionem fecit. 
40 3 Damit wäre Rudolf von Fölling gemeint; vgl. oben & 87, Anm. 4. 

4 Umgekehrt; Karl wird oben 87, 24 als avunculus Tassilos be- 
zeichnet. 

6 Diese Angabe scheint eine Missbildung aus dem lateinischen 
Texte (84,29) xu sein: Qui vilipendens eciam, heu, hortatu et stimulis 
45 uxoris sue Luitpurgis agitatus. 

6 Hier ist vielleicht Jac. Phil, Berg. a. a. 0. (vgl. Anm. 1 u. 2) Quelle, 
der sagt: Aldegysius autem Desyderii filius inde ad Constantinopolitanum 
imperatorem confugit. 

7 Oben 87,33: 787. 



30* 
f^nrmfi* Original fronn 

öyVrUUgl^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 468 — 

bischof, Formosum und Domasum, mit sambt des kungs 
legaten Richolfo, ainem diacon, und Eberhart, der wein- 

u. E. 55. schenken maister, [F.30*J zu Tassilo und lie in hoch und 
vast ermanen des aides, den er im und Pippino vor getban bet auf 
di leichnam vorbenant 1 . di pischof erbaichten Tassilo sein herz 5 
mit vil ßflssen worten, also das er mit in zoch gen Wormss und 
▼erneuet den aid; darzu seczt er zbelf geisel. damit kam er wider 
zu genaden. aber alspald er haimkam zu seiner frauen, vergass er sich 
und tet den Hünen vil hilf und beistand wider den babst, kting und 
A. 87, bälsche land. in der zeit was kung Karl noch zu Rom. herzog 10 
Tasseli legaten Arnn b 2 , bischof zu Hellfenburg, und Hainrich, 
abt zu Männse, kamen zu dem pabst und paten in, das er 
flSfrid machet zbüschen Karl und Tassilo. des was er willig 
und fragt, mit was underschaid das geschehen solt. sy 
antborten, si hieten das nit in befelchntts oder gebalt. 15 
darumb worden sy geschäczt als triigner, und Adrianus 
tet Tassilo in den pan und all sein günner, er hielt dann 
den aid, den er Pippino und Earolo geschboren hiet, und 
er absolvirt Karlum und alle di seyn von allen morten und 
rauben, di si in Bairland begiengen, und keret die schuld 20 
alle auf Tassilo. damit schieden ab Tassilonis legaten. 
küng Karl enpfieng den pabstlichen segen und zoch haim 
in teutsche land gen Wurmss zu seinen kinden und seiner 
hausfrauen Frastrada. do het er ain samlung mit seinen 

u. K 55. fürsten. durch der rat sandt er zu Tassilo sand Burkhart, 25 
bischof zu Wirczbuig, und Hess in ermanen, ob er dem babstlichen 
geschäft wolt gehorsam sein und im seinen aid halten, des 
wolt er nit thun. da [F. 31] macht sich Karl auf mit 
drein grossen heren ; er selb zoch durch Sbabnland zu dem Lech, 
sein sun Pippinus mit dem wälschen volk durch das Trientner 30 
tal, sein sun Ludbig an die Thunau gen Feringen mit den 
Saxen und Osterfranncken. do Tassilo sach, das er mit so 
grosser macht überzogen was und das di Bairen Karolo mer 
genaigt waren dann im, da kam er zu dem küng Karl gen 
Augspurg und pat umb genad; also vergab er im und nam3ö 
in auf zu genaden und enpfieng von im seinen sun Theodo 
und 12 geisel und zoch wider haim gen Francken; also 
nam der krieg pald end. 

* so ff. Hs. b arn, von späterer Hand horr. warn Hs. 

1 Vgl. oben S.466, 30. Ebran 55, 12 : auf den leichnam sand Dionisü. 40 

* Oben 87,42: Arnon. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUUgU, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 469 — 

Darnach zu osteren anno 788 macht kung Karl ain conciÜ A. 88 u.E. 55. 
gen Inglhaim an den Kein bey Mainz, und all forsten des reichs 
kamen daselb zu dem kung und herzog Tassilo auch mit grosser 
ritterschaft. daselb ward Tassilo aber verklagt von den Bairen vor 
5 dem kung, wie er den frid nit gehalten biet, darumb er geisl geseczt 
hiet, sunder aus rat Liudburgis di Hunnen auf das reich 
gefürt, und do Tassilo des nit laugen mocht, also ward er 

von den fürsten mit recht und urtl zu dem tod verdambt. nu was 
Tassilo des küngs geborner freund, und er Hess in nit gern töten und 

10er fragt in, was er nu tun wölk do pat Tassilo, das er im ain zeit E. 56. 
vergunt, darin er sein sünd mocht püssen; des ward er gebert, und er 
ward in ain kloster gestossen bey dem Rein, genant Larich, das er selb 
gepaut het, und sein sun Theodo mit im, und ander, di auch an A. 88. 
der untreu schuldig waren, di wurden a an manig end ver-ÄÄ 

15 schikt in das elend. 

[ F. 32] Der ander sun Tassili, der genannt was Günther, den ß. 56. 
erschlug ain bildscbbein an dem gejayt und an der stat, do iczund ligt 
das kloster Kremssmünster; aus der laidigen geschieht paut Tassilo das 
benant kloster und begabt das gar reichlich, als man das mit mer 
20 worten in dem selb kloster geschriben vindt. daselb aus ainem A. 86. 

prunnen entspringt ain wasser, genant Güntrach, von des 
ertötten herzogen wegen also genant, und di erst kapell 
des klosters hat gebeicht Walricus, erzbischof zu Enss 
oder Lorich. 

25 Tassilo hat auch gestift Polling, Wessesbrunn, das also ge- E. 57. 

nant bas von ainem Jäger, der hiess Wesso ; der vand daselb Cf. A. si. 
ainen kekkbrunn. auch ains tags bas Tassilo an dem 
perngejaid 1 und belaib da über nacht; daselb sach er ain 
layter pis an den himl und di engl gocz auf- und absteigen 
30 und den fürsten der zbeifpoten an der laiter singen das 
ambt der kirchbeich. 

Item das ist der Tassilo, der den pischofstuel von Ens gen Passau E. 56. 
geseczt hat und das bistum gar reichlich begabt; wann Laureacus 
oder Ens was vor von den Hunnen erstört worden. 2 
35 nu ist ze merken, das der heilig sand Marx sein junger A.83, 
geschikt hat gen Bairen der end, da icz Enns ist; der ist&* 
genant gebesen Laurencius, davon die stat Laureacus den 
namen hat. es kam auch der zeit oft darzu, das der 
kristlich gelaub aufnam, dann durch di haiden vast 

40 * wurd Hs. 

1 Oben 81, 16 : venacioni aprorum ; vgl. unten S. 4 74, Anm. 4. 
* Vgl. oben S. 455, 26. 

n Pftrtnf ■ Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 470 — 

u. E 57. wider ab 1 so lang hunz auf di zeit sand Ruprechcz ; der bekert 
A. 84 Bairen gar zu dem gelauben. item LaureactlS ist ain grosse 
stat in Bairen gebesen, ee si von den Hünen erstört ward, 
und haisst [F. 33] di pfarkirch daselb noch Lorich. pei 
der stat Enss sind vil heiliger bischof gebesen und5 
under anderenEutherius,Quirinus,Maximilianus 2 etc. 
Auch zu den zeiten des vorgedachten herzog Otilo ist sand 
Waldarich erzbischofe zu Enss gebesen und sand Virgilii 

u.E. 57. bischof zu Salczburg. herzog Tassilo hat auch gestift das 
colegium sand Michel zu Mattzee, das fraunkloster zu sand 10 

Panthaleon ze Passaw, das fraunkloster im Kiemsee und di kloster 
A. 83. Welltenburg, Ensdorf und Pfaffenmfinster. er hat auch vil guter 
geben zu dem kloster Nider Altach, das sein vater ge- 
stift het. 8 
E. 57. Er hat auch aus dem pirg ab Czennburg 4 den leib desl5 

heyligen sand Valtein, des bischofs, in seyn stift gen Passaw gefflrt. 

A. 84. Zu seinen zeiten hat Aribo, der vierd 5 pischof ze 

Freising, den heiligen leichnam sand Corbinian ab Zennburg 
aus dem pirg bey Ameran 6 gen Freising gepracht; da ist 
im herzog Tasilo gar schon engagent und in gar wirdig-20 
lieh enpfangen. 

E. U0. Item als davor gesagt ist, das küng Karl d en herzog Tassilo in 

ain kloster gethan und das land Bairen eingenomen, do behielt es 
Karl und verlech es kainem fürsten, und er stiftet darin etüch graf- 
A. 101. schaft und begabt damit sein edlknecht; er regirt Bairen durch 25 
landvogt. 

J5» # ßo m Darnach füren die Hünen mit grosser macht durch aUes Bairen- 

land und namen das land ein und legten sich für die stat Tiberaia, 
icz Rengspurg, und vermaynten, im puntgenoss herzog Tassilo ze 
rechen, also kam küng Karl auch mit grosser macht und liess ain 30 
pröcken machen über dy [F. 34] Thunaw ; daselb ward der statt geben 
der namen Ratisbona. und der küng zoch mit seinem volk über die 
prück und durch di stat und strait etüch tag mit den Hunnen und 
gesigt. in dem streit was bei dem küng der frum küng Donatus von 
Schotten, dem ze lieb küng Karl das kloster zu den Schotten stiftet, 35 
g/.und ist das erst und eltist kloster 7 in allem Germania, und als etlich 
mainen, so hat den streit geübt frau Liudburgis, di ain geborne künigin 
aus Lamparten bas, des gedachten Tassilo hausfrau; dann si ver- 

1 Vgl. Ebrwn 56, 20 : die haben do von erst angezundt das Hecht 
des heiligen gelawben. das liecht ward pald erlescht von den heiden . . . 40 
Darnach oben 84, 6. 

8 Vgl. oben S. 452, 10 ff. 

8 Vgl. oben S. 67. 

4 Zenoburg bei Meran ; vgl. oben S. 57, 25 und 84, 28. 

5 Vgl. oben 61, 6. 45 
ü Meran. 

7 Ebran 61, 1: Schottencloster. 

n C^rtonl - Original frorm 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 471 — 

maint, iren vater uod gemachl ze rochen, du nu der streit geeodt 
ward, do zoch der küng den Hünen nach durch alles Bairnland und 
über die pairisch gemerk, di Hunnen und Bairen von ainander schaidet 
tß geleicher beis, als der Lech tut schaiden Pairen und Sbaben. und, 
5 als etlich seczen, so hat der küng daselb kriegt 7 jar wider di Hünen 
und vertrib si ab irem aigen grünt, das si hinder sich wichen hunz 
auf di ungrisch port, in teutsch Prespurg, etlich sprechen, hunz gen 
Rab. er beseczt das selb ertrich mit Kristen und nannt es Osterland ; 
das selb land bas vor der iczbenanten zeit genant Oberen Panonia, 62. 
10 und bas under Prespurgg ligt, bard genannt Nider Panonia. er be£alch67. 
das land graf Gerolt, und nach des grafen tod ward das selb land von 
anderen auf ander zu vogten und pflegeren von den fürsten ze Bairon 62. 
beseczt hunz auf di zeit kaiser Otten des ersten; der schied aller- A. 10 L 

erst das land ganz von den Ungeren [F. 35 und macht 

15 darauf ain margraf schaf t ; das stund pis auf di zeit 
kaiser Fridrich des ersten; der verkert di margraf- 
schaft in ain herzogthum und schied das land ganz 
ab von Pairnland. 1 man vindt es geschriben zu Niderenaltach, E. 62. 
das der küng das kloster begabt hab mit der herschaft Spicz, gelegen 

20 in der obern Wochaw; der geleichen hat er auch begabt andre bistum 
und kloster in Bairen, als sy dann di selben guter noch auf heutigen 
tag haben in dem land Österreich. 

Es ist auch hie ze merken, das man andersbo A. ao. 
geschriben vindt, das herzog Tassilo von küng Karl in 

25ainem veldstreit uberbunden und gefangen sei worden, und 
durch anplicken zbayer gefeurter pek ward Tassilo plind, 
und durch gebet der fursten sey im erlaubt worden, ze 
gen, wo er well, da hat er verschmächt alls zeitlichs gut 
und ein gestalt ains armen mans in ainem elenden klaid 

30komen in das kloster Laurissa unbekant von den anderen 
und da in ainem pussbärtigem leben beliben bis an sein 
end. nach vil jaren der oftgenannt gross kaiser Karl kam 
in das selb kloster und nach seiner gebonhait blaib er di 
nacht in der kirchen peten und sach da den plinten Tassilo 

35 durch di hend der engl füren von ainem altar zu dem 
anderen mit grosser wirdigkait. zu morgens frü fragt der 
kaiser den maister des klosters gar fleissiglich, wer der 
war, dem di engl solhe dinsperkait bebisen. er antbort im, 
er west sein nit. di ander nacht der abt mit sambt [F.36] 

40 dem kaiser sach auch solhe dinsperkait im von den englen 
bebeisen, darnach begraif in das fieber, und als er enpfangen 
het di heiligen sacrament und nach vil dingen sagt er alle 
handlung seins lebens und starb da säliglichen, und bei seinem 
grab geschechen vil zaichen. 



45 l Vgl. oben Ä 176. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 472 — 

A. 101 u. Carolus küng* und darnach kaiser, gekrönt von pabst 

Leo, und mit im Arn, pischof zu Salczburg, ze ainem erzbischof ge- 
beicht. Der Karlus hat nach dem vorgenanten Tassilo 
Bairland durch di hernachbenanten landvogt geregirt 21 x jar, 
von erst 5 

«. E. 60. Neaman, landvogt b in Bairen, ist mit graf Koland und 

anderen in Hispania erschlagen worden in Runczival. 
A. 102 u. Gerhardus, landvogt *> in Bairen, ist ZU Ungeren in ainem 

& ö0 streit von den Hunnen erschlagen und gemartert worden anno 

domini 799 und in dem kloster Ajigie, das er gross begabt 10 
hat, begraben. 

Geroldus, landvogt *> in Bairen geseczt von kaiser Karl anno 
Christi 811. 

Lotharius, küng* in Bairen nach kaiser Karls tod ge- 
u. E. 64. seczt von dem gietigen kaiser Ludbig, der dann sein vater 15 
was etc. 

Ludbicus, der gietig kaiser c, küng in Bairen, kaiser Karls 
sun, hat seinen sun, den obgenanten Lotharium wieder haim- 
geruft und selb gereigirt in Bairenland anno 817. 

[F. 37 J Der obgenant Geroldus, landvogt in Bairen, hat sich 20 
geseczt wider den kaiser Ludbig; darumb ist er in dem liagsten 
jar darnach erplent verdorben. darnach hat kaiser Ludbig 
ainen hof beruft gen Achh; da hat er seinen erstgebornen sun Lotharium 
mit im kaiser geornet und seinen sun Ludbig küng in Bairen 
gemacht, der gütig kaiser Ludbig het pey seiner ersten 25 
hausfrauen Ermergard drey sün, Lotharium, Pippinum und 
Ludbig, und bey seiner anderen hausfrauen Judith Carl, 
küng zu Frankreich. 
A. 103. Ludbicus, küng d in Bairen, des gütigen kaiser Ludbig 

sun und kaiser Lotharii bruder und auch Caroli etc. 30 
K.64(A. 103). hie ist ze merken, als schreybt Otto von Freising in seiner cronica im 
5. puch, 23. und 24. capitl: anno 822 kaiser Ludbig sandt seinen 
sun Lotharium in wälsche land, und als er alle ding in wälschem 
land wol het geordnet und beraitet sich wider zu seinem vater zu 
E.65u.A.103. ziechen, war gefordert gen Rom von papa Pascali, gar wirdiglich 35 
enpfangen und an dem heiligen österlichen tag zu kaiser gekrönet, 
so nu Lotharius wider kumbt aus wälschen landen und vermaint ze 
regiren nach seines vatern tod, des befrömdet sein zben prüder Ludbigum 
und Carolum, das sy irs vateren reich und künglichs 
namens sollten entraubt sein, und sagten irem bruder ainen 40 

a rex am Rand in Kreis. b vogt am Rand in Kreis, c cesar am 
Rand in Kreis. d dux am Rand in Kreis. 



i 



Oben 101,5: 26. 

{~"f\ni"»1 ■'' Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 473 — 
streit zu. also geschach da ain grosser, grausamer, grimiger streit, 

darin, als man sagt, zbelf-/"F. 38]m&\ hunderttausent man 
auf paiden saiten erschlagen wurden, do der ciaglich streit ft 
verpracht ward, fiel der plutig sig zu Karl und Ludbig, aber 

5 kaiser Lotbarius floch gen Achh, darnach gen Vienna, do dBBE.66u.ÄJ03. 
erhert babst Sergius, do schykt er sein erberg legalen, di mit sambt 
den fürsten des reichs di drey prüeder mit ainander verrichtent und 
mit ainander tailtent. dem Lothario ward das römisch 
kaisertum und ain tail in Galia oder Franckreich, darumb 
10 noch heut von seines namen wegen di selb gegent wirt 

genannt Lotringia, und das er und sein erben solten römisch küng und E. 66 u.A.104. 
kaiser seyn. Karolo wurden di land im undergang der sunnen 
von dem britanischen mer hunz an di Mosel, und das er 
und sein erben solten genannt werden küng von Frankn 

15 und Frankreich; wann pis auf di zeit seind di küng der Franken E.6 7 u. A.104. 

teutoch gebesen. hierumb di dise b histori nit wissen, wan sy 
lesen, Sigwertum , der Franken küng , hat das kloster 
Sand Gallen gestift oder Dagobertus, der Franken küng, 
hat das bistum Straspurg gestift, der geleichen vermainen 

20 sy, si sein Franczosen oder Galici gebesen, des doch nit 
ist; dann si sind teutsch gebesen; wan den titl oder namen 
küng von Frankreich hat erst kaiser Karl erlangt und 
sein erben. Ludwig dem wurden alle teutsche land von 
dem Rein pis an das mer von Lebus x , das ist Bairen, Kärnten, 

25 Steir, Osterreich, Mercheren, Meichsen, Sachsen, Dürgen, Hessen 
und Selannd, damit im mit den landen widerkert wurd, das 
er künglichs namen manglet, er hat vil starker streyt verpracht 

[F. 39/ mit den Winden und iren fürsten Rastum gefangen und 

im seine äugen ausgestochen, item nach Christi geburt 874 
30 nit lang darnach küng Ludbig der elter ist gestorben zu Frankfurt 

und hat verlassen drey sün, Karlomannura, Ludbicum und Karolum ; E.GSu. A.W4. 
di haben alle drey nach ainander geregirt in Bairen. 

Carolomanus, kflngc in Bairen, in der tailung mit seinen e. 68 u. A.W5. 
brüderen erlangt er Bairen, Pononia, Kernten, Behamin, 
35 Merheren, Ludbig dem bard Osterfranken, Dürgen, Sachsen, A. WL 
Friesland, Lotringen, Karolo gefiel Sbabenland und etlich 
stet in Luttringen von des weins uberflüssigkait wegen. 
Earolomanus, küng in Bairen, hat lieb gehabt di stat Oting, dahin er E.68u. A.105. 
auch bestatt hat den stul seins reichs. und nach vil uberbindnng und 

40 sig, als er gross geweitert het sein küngreich, traf in das 

* streit am Rand in Kreis. b disee Hs. c rex am Rand in Krei*. 

1 Oben 104 t 25 : raare Lubicense. 

n C^f^ool - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 474 — 

paradis, und starb und ward zu Öting mit kiinklicher wird begraben, 
er lie aus ainer edlen, aber nit elichen frauen mit namen Liutsbinda 
ainen bud, genannt Arnolfus, 

Ludbig, küng a der Osterfrancken, alspald er vemam den 
tod seines pruders Karlomani, fügt er sich in di haubstato 
Rengspurg in Bairland und all heren im land underbarf er im 

E.69u.A. 105. und regirt in Bairland. er gab auch Arnolfo das herzogtum in 
Kernten und das gesloss Mospurg. in der zeit di Nortmanni uber- 

A.i06.zugen das reich und verprannten di paläst Maincz 1 und Kölen, 
Trier, Bunnen 2 , Achh mit anderen castellen und slossen. 10 
in den [F. 40 J tagen starb Ludbig zu Frankfort und ward 
pey seinem vater begraben in dem kloster Laureacum. 

A.W6 Carolus b , dem in der tailun c mit seinen bruderen 

u. E. 69. nur alain Sbabenland geviel, ward nach Karolo dem 

anderen 8 von pabst Johanns dem VIII. zu kaiser gekrönt, in 15 
der zeit als di Nortmani das reich vast verderbten 
und sein bruder küng Ludbig starb, wonet er in 
waischen landen, do schütten zu im di iursten, das er das 
reich einnäm und das land vor den veinden beschirmet, er 
säumt sich nit; er nam zu im Longobardi, Bairen, Saxen,20 
Frieser, Sbaben, Dürgen und ander und kam mit ainem grossen 
volk und vand di Nortmanner noch in dem reich, damit er aber 
frid machet und den glauben meret, gab er irem kfing Gotfrido Gigila, 
Lotharii tochter, zu ainem gemacht und das land Frisia ; damit bekert 
er in und di seinen zu dem gelauben. er hueb Gottfrido auch 25 

A. 1()6. selb aus der tauf, in dem nagsten jar darnach küng 
Ludbig, Carl küng in Frankreich sun, starb und wurden c 
begraben in dem kloster Sand Dionisii. nach dem kam an 
das reich sein bruder Karolomanus. unlang darnach ward 
er an ainem perngaid 4 geschlagen und starb, do nu di30 
fürsten in Frankreich ir herren heten verloren, ainträch- 
tiglich paten sy kaiser Karl, der noch alain lebt aus kaiser 
Karls geschlächt, dass er kam ; als er kam, williglich under- 
borfen sy sich im. 

Arnolfus a , des Karlomanno, kung in Bairen, sun, anno 35 
107. 887 5 , so nu kaiser Karl der drit an leyb und gemüt [F. 41] 

a rex am Rand in Kreis. h dux am Rand in Kreis, c so Hs. 

1 Dieser Name ist hier wohl aus der verderbten Lesart (oben 105,35) 
Magen se entstanden. 

2 Bonn. 40 

3 Ebran 69, 6 : als der jetzgedacht Ludbig auch gestorben was. 

4 Oben 106, 15 : in venatu aprorum ; die gleiche unrichtige Ueber- 
setxung oben S. 469, 28. 

* Oben 106, 38: 889 ; vgl, Anm. dazu. 

n {^r\r\nl " Original frorm 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 475 — 

abnam, zu sand Marteins tag in der stat Triburia ist von 
den fürsten zu dem reich gesogen, secht: ist nit das am 106. 
wunder, das Karolus, der unter allen kungen der Franken 
des mächtigisten gebalcz gebesen ist, in kürz in solich 
5 elend ist komen, das er von Arnolfo, der küng was worden, 1 
sol begeren und dankberlich enpfleng ? schaut an den elenden Otto Frü., 
menschenstand ! * der küng, der in der tailung des väterlichen^ ^ ' 
reichs den minsten tail, nurSchbaben, enpfleng, ist in kürz 
so hoch gestigen, dass er alle teitsche land, Frankreich mit 
10 sampt dem römischen kaysertum enpfleng ; der ist zum lesten 
also nidergeborfen, das er notorftigkait des brocz begeret, 

darumb er wol mocht sprechen mit dem Job : du hast mich über di Otto Fris., 
wölken erhöcht und gebaltiglich nidergestossen.* jedoch vermainen ^jJZ* 9 9 * 

etlich, das er der allerkristenlichisten fürsten ainer gebesen 
lösey, und di Versuchung sey im vor seinem tod von got zu 
ainer Versuchung 4 gegeben worden, in dem nagsten jar, 
als er von dem reich gestossen ward, starb er und ist be- 
graben in dem kloster Augia; 6 jar het er das kaisertum A. 107. 
geregirt. 
20 ■ Er für auch ains mala, als zben bäbst warn, gen Born un&JCönigsh. 415. 
seczt ainen zu babst und vertraib den anderen. 6 

Den Arnolfum haben di leus zu tod geessen 6 , des im A. 108 u.E.73. 

niemant gehelfen kund. 

In der zeit was vast pos volk zu Ungeren; do si merkten Königsh. 415. 
25de8 kaisers tod, zugen sy in Sbaben und Bairen, verderbten vil 
stett und slösser; es ward auch Basl von in zerstört, doch wurden 
di Ungeren von des landes herscher erschlagen. 

Item nach dem Arnolfo ist unfuglich geregirt wordene. 107. 
pis auf Otto den ersten, wann das reich ist ser getailt 
30 [F. 42] worden, doch den grosseren tail hat Arnolf gehabt, 
auch haben di Walchen selber küng under in auferhebt, 

1 Hier fehlt die Uebersetxung des Wortes (106, 22) stipendia. 

2 Dieser Satz ist oben im lateinischen Text nicht enthalten. Quelle 
ist der oben knapper ausgeschriebene Otto von Freising; in seinem 

35 Chronicon VI, 9 sagt er zwischen den gleichen Sätxen : Vide rerum hu- 
manarum miserrimum statum! 

3 darumb — nidergestossen fehlt oben im lateinischen Text. Quelle 
ist wieder Otto von Freising: Dicere hie cum Job poterat: Elevasti me 
super nubem et aUisisti valide; es besteht das gleiche Verhältnis wie vorher 

A0Z.6J. 

4 Verschrieben; es sollte die Uebersetxung des Wortes probacio 
(106, 28) hier stehen, also wol bewärung. 

6 Dieser Satz findet sich oben im lateinischen Texte nicht. Er 
stammt aus Königshofen, wo auch die hier zunächst folgenden Stellen, 
45 deren nächste Ebran benutzt hat, sich anschliessen, so dass Kimig shofen 
hier die äussere Anordnung beherrscht. 

8 Unten S. 477, 3 wiederholt. 

Original frorn 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 476 — 

auch di Franken mit gunst und willen Arnolfl haben zu 
küng Odo den starken, Euprecht sun von Paris. Arnolfo 
hat geregirt Osterfranken, das iczo haist teutsche land, das 
ist Bairen, Sbaben, Franken, Saxen, Dürgen, Friesland 
und Lottringen. 5 

Er verlech aus künklichem gebalt dem küng 
aus Merheren Zendebaldo das herzogtum Behaim; 
der hebt im ainen sun aus der tauf und nennt in 
nach im Zendebaldus. 1 

A. 107. Arnolfus hat mit krieg überwunden die von Maincz. 10 

K72u.AA08.ef het lieb di haubtstat in Bairen Rengspurg Ober ander stet, er 
macht weiter di maur umb di selb stat, er pauet auch weiter das 
kloster sand Haymrao, er begabt es auch mit vii geistlichen 
Ornamenten, er riebet es auch mit vil güetern. man sagt auch, das 
er das kloster begabt hab mit den leichnam sand Dionisii, den er 15 
E.73u.AJ08.YOli Paris mit im gepraebt het. er hat auch gestift das bistum 
E.72u.AJ08.Brixen, er hat auch gereichert das bistum Salczburg, er hat auch 
di Winden gestraft und undertanigt. 

E.72u.AJ07. Anno 894, als Arnolfo alle ding wol in teutschem land geordnet 

het, zoh er mit ainem her in Landpartien und gewan di machtig stat 20 
Bergama, und iren grafen Ambrosium henkt er an den galgen; des 
erschraken s er all wälsch stett und underburfen sich im williglich. 

A.107. Er zoch wider in Galliam und het ainen hof zu Wormss 

und nit verr von dem kloster Laureacum gab er etlich stet 
und geslösser pey dem pirg dem sun Basonis, genant Ludbig. 25 
darnach het er mer ain samlung zu Wurmss und gab da 
mit willen seiner fiirsten seinem sun Zendebaldo das kunk- 
reich Lothringa, wann Frankreich [F. 43] het Odo mit 
seinem gunst. 2 der kam da zu im und ert in mit grosser 
schankung. 30 

A.107 u.E.72. Anno 897, Seins reichs im 7., Arnolfus, der unüberbindlich 

kung, aus vodrung babst Vormosii, der grosse unbird leid von den 

Römeren, zoh zum anderen mal in bälsche land und geban Rom 

A.lOSu.E.72. mit gebalt und liess da enthaubten alle, die da den auf lauf wider den 

babst gemacht heten. als auch etlich seezen, SO ward er von 35 
dem pabst zu kaiser krönt, und als er von Rom wider kam gen Pairen, 
starb Lampertus, der das wälsch land het einzogen, und 3 
von den Longobarden zu dem reich erfodert ward. 

1 Quelle? Dieser Absatz ist oben im lateinischen Text nicht 
enthalten. 40 

* A. 107, 10. 

• Hier fehlt die Uebersetxtmg der Worte (108, 4) Ludovicus Bo- 
sonis filius. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 477 — 

Item di römisch kronik 1 sbeig kaiser Arnolfs 
und Ludbig seins suns bis auf kaiser Otteu den 
grossen. 2 

Den Arnolf aasen di leys ze tod, als vor 8 Stet, da man K73u.A.108. 
özalt anno domini 900, seine reichs im 12., des kaisertum im 5., und 
bard begraben pey seinem vater zu Öting; doch zaigt man sein 
grab in dem chor zu sand Haimrann zu Rengspurg. das 
mag also sein, das er am ersten zu Oting begraben sey 
und darnach gen Rengspurg geftirt worden. 
10 Der Arnolfus bat geent den krieg der Nortmani, der gebert het .El 72 (A.107). 

40 jar. 

Er hat pey seiner hausfrauen Odoa ainen sun Ludbig, ■*• ios. 

der nach im an das teitsch reich kam, und Zendebaldo 

nit pey seiner hausfrauen. 
15 Leopoldus, herzog* in Bairen nach kaiser Arnolfs A.iu. 

tod, hat angefangen zu herschen 4 und im 5. jar seins n5 - 

herzogtumbs erschlagen worden in ainem veldstreit von den 

Ungeren. Er Hess zben sün, Arnolf und Berchtold. 6 190. 

Ludbig % kaiser Arnolfs sun, kam an das teitsch 115 
20 reich in der stat Forchaim. [F. 44] sein bruder Zende- 

baldus het das reich Lottringen ser verderbt 6 , das 

im sein vater het geliehen, zum lessten ward er von dreyn «. E. 72. 

grafen, Steffan, Gerhart und Machfrid, in ainem offen streit b 
25 erschlagen, also bard genanter küng Ludbig von den fürsten 

in Lotringa gevodert und nam das reich mit irera 

willn ein in dem 5. jar seins reichs. 

Anno 905 ward er auch herzog in Bairen von un- 

gestümkait wegen der Ungeren und hat das herzogthum 
30geherscht 7 jar. in dem jar Ludwig, Basonis sun, het 

Berengarium austriben und alle walsche land nach seinem 

willen erlangt, Hess sein ritterschaft reiten und mit wenig 

* dux am Rand in Kreis. •> streit am Rand in Kreis. 

1 Welche Chronik ist damit wohl gemeint? Sollte vielleicht nur 
BbEbrans Stelle 82, 17: aber di fünf konig oder herseber werden nit gesetzt 
in die zal der roemischen konig in Germani ungeschickt verteertet sein? 
1 Dieser Satx ist oben im lateinischen Text nicht enthalten. 
' S. 475, 22. 

* Das ist eine Behauptung, Kelche sich in keiner der bayerischen 
40 Landeschroniken findet; sie steht insbesondere in teiltceisem Widerspruch 

mit oben 115, 5 und 6. 

» Oben S. 190 und 191 Berntoldns. 

* Im lateinischen Texte nicht enthalten. Quelle ist vieUeic/U 
Füelr. 125, 12 ; Cendebaldus ward gar ain vast wfiester man und tet vil 

45 übler ding. 



C^f\r%ct\i* Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 478 — 

gab er sich gen ßeren; do ward er verraten von den 
pürgeren; di beruften haimlich Berengarium, der in Bairn 
im elent was. er kam bald und vieng den Ludbig Basonis 
und stach im seine äugen aus. darnach Berengarius regirt 
wälsche land mit samt dem kaisertum. aber Ludbig küng 5 
in teutschem land seyns reichs im zbelften ist gestorben, 
also hat sich kaiser Karls mandlichs geschlächt an im 
und Zendebaldo geendt. er ward zu Rengspurg in sand 
Haimrans kor in der mitt begraben. 

A. U6. Purkhart, herzog * in Bairen und Sbaben, ist in dem 10 

selben jar getöt borden. 
A.llßu.E.76. Kunrad», der erst erbelt küng 1 von den fürsten, 

ward erbelt anno 913. dawider ward Arnolf der pös; dadnrch 
ward gross urlug zbüschen der zbaier fürsten, doch uberband küng 
Konrad Arnolf am und vertraib in aus ßairen, daz er gar abfloch gen 15 
Ungeren mit beyb und kind, hunz küng Conrad ge starb, item 
küng Konrad regirt Bairland als andre land in Osterfranken 
und in [F. 45] dem 7. jar seins reichs starb er anno 920. 
und aus seinem haissen ward Hainrich, herzog Otten 
Cf. i4.723.su n von Saxen, zu küng erbelt. 2 der Hainrich het zu20 
hausfrauen di heilig sand Mathildis. 

A. 117 Arnolf us, als der hört, dass küng Konrad gestorben 

was, aus Ungeren mit weib und kind durch Salczburg 

u. E. 76. ZOCh bider in Bairen und bard gar wirdiklich enpfangen von den 

Bairen, auch von in ermont, das er solt küng werden. 25 

Andr.37 u. Das ist der Arnolf, als man von im list in der legent 

5 ^ G - sand Ulrichs, bischof zu Augspurg. dem sand Ulrichen sind 
"gezaigt borden zbay sbert aus gotlicher Offenbarung, ains 
mit ainem gehülz, das ander an gehülz odergefäss; er 
hat auch gehört: das sbert mit dem gehülz ist küng Hain- 30 
rieh, das sbert an gehülz ist Arnolfus an gerechtigkait. 

A. in Küng Hainrichen waren all fürsten gehorsam im reich 

u.E. 77. an herzog Arnolf von Bairen; darumb samlet er ain gross 
volk und zoch in Bairland und belegt Arnolf um in der stat 
Rengspurg. aber als etlich ander seezen, so ist im herzog Arnolf mit 35 

» dux am Rand in Kreis. 

1 Zu Gründe liegt dieser gegenüber dem lateinischen Text als Zusatx 
erseheinenden Angabe wohl Königshof en 418: das ist die erste wale ge- 
wesen eines römeschen küniges oder keysers. 

' Auch dieser Satz, der oben im lateinischen Texte sieh nicht 40 
findet, geht wohl wieder auf Königshofen 418 xuriiek, wo es Iteisst : do 
beeamete er di fürsten und landesherren und riet in, das sü herzöge 
Heinrichen Ton Sahssen soltent an das rieh erwelen. 



C*f\r\Ct\i mm Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 479 — 

grosser macht en gegen zogen, nu baa kung Hainrich gar ain gutiger, 
weiser fürst und gedacht, so er mit Arnolfum strit, das vil menschen- 
plut unnüczlich möcht vergossen werden; daramb begert er alain zu 
herzog Arnolf ze komen; das ward also von baiden tauen aufgenomen. 
5do redt kung Hainrich vil mit Arnolfo senftiglich und sprach, er war 
von ainer gemainen samnung gevodert und erbelt zu küng, das doch 
nicht gesein möcht an sondre gnad und schikung des almachtigen gocz, 
und ob er also erfo dert war worden, er bolt der erst ge-[ F. 46 ] vrewn 
sein, der seinen willen darein bolt geben haben, und mit vil guten 
10 worten flberredt er Arnolfum, das er seinen willen auch darzu gab, 
doch mit der underschaid, das im küng Hainrich nachgab und hestatt, 
das er alle bistum und goczgab und prelatur im land zu Bairen zu 
verleichen hiet. 

Aber solhe gab hat Arnoifus misbraucht zu xxneren A.us 
15 und unsaligkait, wann er solt sein ain beschirmer der gocz- 
heuser, so ist er gebesen ain verderber der goczhäuser. 

er hat der pfaffhait vil unrecht und schaden gethan. er machet auchu. E. 78. 
vil schöner reicher goczheuser öd und nam in das gut und gab 
es den layen. 

20 Anno 921 küng Hainrich und herzog Arnolf A. in. 

sind gericht und veraint worden; in dem selben jar//S- 
ist herzog Arnolf mit ainem her gen Beham zogen, anno 
929 küng Hainrich und Arnolf haben di Beham Überbunden. 
Item von dem herzog Arnolf vindet man geschriben 

25 in der legend sand Ulrichs, bischof zu Augspurg, das 
ains nachcz in dem schlaf erschain di heilig martrerin sand 119. 
Affra in ainem schönen klaid dem heiligen sand Ulrich und 
sprach zu im, das er ir nachvolget. also füret si in auf 
das Lechfeld, da sach er den zbelfpoten sand Peter siezen 

30 in ainem consilii mit vil bischoven und hört da ain stim, 
di a geschriben ist in dem puch der haimiiehen offnbarung 
sand Johanny: herr, rieh unser plut von herzog Arnolf ab 
dem Norika, der da erstort unsere heuser. derselben pischof 
het sand Ulrich etlich erkant im leben, etlich bard er do 

35 erkennen. 

Aber doch herzog Arnolf höret nit auf, die kirchen^ö- 
ze berauben irer guter und zins; darumb straft in sand 
Ulrich ains mals gar ernstlich und sprach zu im, well er 
nit aufhören umb solichs übel und unrecht, so werd Arnolf 

40 Sterben [F. 47 J in ainem jar. sand Ulrich het im ain zeit von E.78u.A.I20. 
got erbeten, darin er sein sünd solt püessen; er verächtt aber di 
ler sand Ulrichs, und do das jar vergieng und der tag 
kam, der im aufgeseezt ward, begab es sich an gefär, dass 



* so Hs. 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 480 — 

A. 120 s&nd Ulrich gen Rengspurg kam. das erhört Arnolf, der 
di weissagnung verstokt in seinem herzen getragen 
het, und wol, gesunt und frisch sprach er ainem seiner 
diener: nim den silbren köpf und di zbo kandl gucz beins 
und prings bischof Ulrich und sprich, den wein soll trinken 5 
sein mund, darumb das er nit albeg redt di warhait, sunder 
aus falschhait; dann er hat mir gesagt, stee ich nit ab von 
beschedigung seiner kirchen, so wer ich in ainem jar sterben ; 
nim war, ich pin frölich und gesunt. di wort sagt der pot 
sand Ulrich, als im gepoten was. do sand Ulrich diio 
wort erhört, naigt er sein angesicht zu der erd und gedacht, 
was er antborten wolt, dann dise a wort waren im abgefallen 
aus seiner gedachtnüs und der ganz vergessen, nach 
ainer benigen zeit hub er sich auf und sprach zu dem poten : 
wo oder bie hastu deinen herren lassen? er antbort: an 15 
dem tisch hab ich in lassen frolich und gesund, sand Ulrich 
sprach: ge hin pald, dann du wirst in toten finden, in der 
u. E. 78, stund kam der teufl und erbürgt Arnolf um aines jamerlichen toda. b 
pald kam der pot und sagt di wort sand Ulrichs vor 
a.121u.E. 78. allen menschen, di gegenburtig waren. Arnolf ward begraben 20 
mit fürstlicher zier zu Regenspurg in dem kloeter sand Haimran. 
do kamen di teufel mit vil ungestfimkait und grossem pullen 
und gescbray, das di münch in dem kloster nit frid mochten haben 
und schrieen grau-/" F. 48 J samlich: gebt uns des verfluchten 
herzogen leib, des sei wir in abgrund der hell haben gefürt. 25 
also musten di münch den leichnam wider aus dem gebeichten ertlich 

A. 121. ausgraben und legten in under di kirchtür des klosters. do 
komen di teufl snell mit grosser ungestümkait und fürten 
den leichnam hoch auf in di hoch und Hessen in wider 
nidervallen gen Scheiren in den see, der noch genant wirt30 
der teuflsee. also ward erfüllt di profecey des heiligen 
sand Ulrichs anno 937. 

Er liess zben sün, Arnolf und Herman, aber das 
herzogtum besass sein bruder nach im. 

Berchtoldus, herzog d in Bairen, hat nach seinem prüder 35 
herzog Arnolf geregirt 10 jar und ist gestorben anno 948. 

A. m. Item diser Berchtold durch gebet bischof Wolfram 

zu Freising di aigenschaft zu Maiess und Chozess im pirg 
bey Tirol, di sand Corbinian zu der stift gen Freising 
prachthet, dida unrechtlich waren davon genomen, hat 40 

* disee Hs. t» Arnolf der poss starb am Hand in Kreis, c leicbnach 
Hs. «i dux am Rand in Kreis. 



C^f\r\n\i> Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 481 — 

derselben stift und obgenantem bischof bidergeben und 
wider eingeantbort 

Hainrich, herzog * in Bairen, küng Hainrichs sun, von ä. 123. 
seinem bruder, küng Otten dem ersten, ist in das herzogtum 
ögeseczt worden nach herzog Berchtolds tod und bat das 
land geregirt siben jar. 

Item als man zalt 950, vil Bairen und Kerntner 
sind von den Ungern erschlagen worden , b 

Anno 951 küng Ott durch di Bairen hat Wälschland 

lOgebunnen, und herzog Hainrich von Bairen hat di Ungeren 
angriffen und kriegt. 

Darnach 953 1 durch einsprechen des teufeis und valscher 124. 
rät ist ain unainigkeit erstanden zbüschen zbaier fursten, 
[F. 49 J Leutolf von Sbaben und herzog Hainrich von Bairen. 

löLeutolf was küng Otten sun, so was Hainrich küng Otten 
bruder, und do si der küng nit mocht gerichten, da half 
er seinem prüder bider seinen sun. in der zeit zoch herzog 
Hainrich zu seinem prüder, küng Otten, gen Saxen 
und befalch di stat Rengspurg und das land pfalzgraf Arnolf, 

2oetbo herzog Arnolf des wütrers sun. der tet recht übl, 
als sein vater oft het gethan, und slug umb und über- 
gab di stat Bengspurg und das ganz Norika herzog 
Leutolffen von Sbaben. do das vernam sand Ulrich, beseczt 
er di stat Augspurg mit ritterschaft und zoch zu dem küng, 

25 do er in höret mit ainem her auf das Norka komen. in 
den selben tagen zoch phalzgraf Arnolf für Augspurg 
und verderbt das land scheibum und vieng etlich ritter 
sand Ulrichs und mit ainem grossen raub kert er wider 
in Bairen. in der weil sand Ulrich wolt von künklichem 

30dinst wider haimziechen. do belegt in phalzgraf Arnolf 
in dem castell Mennchingen. das kam im doch nit zu glük ; 
wann in kurzer zeit kam graf Albrecht, sand Ulrichs 125. 
vetter, und graf.Diebold von Tillingen», sein bruder, mit 
irer ritterschaft. also must Arnolf mit schänden haim- 

35 beichen, auch so bard Arnolfs bruder Herman gevangen, 
doch bard graf Albrecht in dem selben vechten b erschlagen, 
sand Ulrich fürt seinen leichnam gen Augspurg und begrub 
in vor sand Baltpurg altar in unser fraun kirchen im thum 

* dux am Rand über Kreis. •> streit am Rand über Kreis. 

40 l Oben 124, 16: 954. 

* graf von Tillingen ist dem lateinischen Texte gegenüber Zusatx 
aus Ebran 80, 16; vgl. unten S. 482, 39. 

Quellen n. Erörterungen N. F. III. ^ ^ 

by VjiUUJJI t UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 482 — 

und befalch den geist dem almachtigen got. der streit 
geschach am gailmontag in der vasnacht. hernach ward 
pfalzgraf Arnolf auch erschlagen, kting Otto seczt 
seinen bruder Hainrich bider in Bairnland [F. 50] 
und vericht in mit seinem sun durch sand Ulrich und 5 
bischof Albrecht von Cürick. 
A. 128. 125. Anno 955 das pös volk di Ungern haben sich auf- 

gemacht mit grosser macht und sind zogen durch ganz 
126. Bairen pis an den Lech für Augspurg und teten grossen 
schaden und verhergten das land ser. und in dem durch- 10 
ziechen kommen di Ungeren gen Freising. Ä da erplent sy 
got, das si von der dritten stund am suntag, da sy dahin 
kamen, bis auf di 6. stund am freitag, da si wider neher- 
zugen, mit oflen äugen den perg zu Freising nit Sachen, 
aber sand Stefans kirchen, iczo Beihenstefen, und sand 15 
Veicz kapellen verprennten sy. das ist bol ze beschreiben 
der heiligkait sand Lamprecht, der di selben zeit pischof 
zu Freising was. 
E. 80. Do rueft herzog Hainrich von Bairen zu seinem bruder, küng 

Otten, umb hilf, und der kam aus Saxen, aber der Saxen wenig mit 20 
im, w ann si di selben zeit ainen streit heten gehabt mit den Behamen. 
und dem küng zocb gross volk zu aus Frauken, Swaben und Bairen. 

A. 127. do das erhörten die Ungeren, zugen si aus dem besäss 
Augspurg engegen dem küng; dann sy heten gross 
hoffnung in ir grosse menig und macht, der küng25 
het sein hoffnung alain zu got und manet sein volk, 
das si ritterlich sollten streiten herhaim in irem land, so 
sy doch oft den veinten in frembden landen bieten obgesigt. 
und mit den und anderen worten ward das volk vast 
E.80u.A.128. gestVTkt, und mit hilf des andachtigen gebecz sand Ulrichs ge-30 
sigten di Kristen. aber es ward gar ain grimiger streit b 
gestriten auf dem Lechveld an ainer stat, haist in latein 
Concio legis oderin teutsch Cunnczenlen c , an sand Larenczen 
tag. di haiden wurden flüchtig und vast erschla- [F. 51] gen; 
wann an ainer Seiten heten si das wasser, das was35 
di selb zeit gross angeloffen, und an der anderen 
Seiten das mändlich kristenlich her. in dem streit ward 
erschlagen der durchleuchtig herzog Conrad von Worms, des 

küngs aidem, und Dieppoldt, graf von Dillingen, sand Ulrichs bruder. 

A128. Aber graf Eberharcz von Ebersperg diener prachten^O 

gefangen in das gschloss Ebersperg zben ungrisch herren 

a leger vor Fr[eising] am Rand über Kreis. t> streit am Rand 
über Kreis. c Eminczenien Hs. 

n f"*f^fcOf*l - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 483 — 

oder haubtraan mit namen Sur und Leel mit vil Ungeren. 
di zben herren antborteten si dem* küng gen Regenspurg, 
aber di anderen Ungeren burfen sy in ain tiefe grub und 
ersteken sy, und was der ungrischen herren gefangen waren, diu. E. 80. 
öliess küng Otto zu Rengspurg an di galgen henken, di haiden 
wurden ganz erschlagen hunz an siben. 1 von dem 
golt und silber, das gebunen ward von den gefangen Ungeren, 
ward der goczdinst zu Ebersperg gemert. 

Diser sach was ain ursach ain graf von Scheiren in A. 129 

10 Bairen, der floch ab in Ungeren. also schreibt Otto von Freising u - E * so - 
und nent in doch mit dem namen nit. aber ander sagen, 
er hab graf Ott gehaissen. in teutschen püecheren 2 list 
man vil von graf Wernher, das man doch in lateyn 
in kainer glaublichen histori nit findt 3 , und sprechen, 

15 graf Werenher von Scheyren vermaint, er solt das herzogtum Bairen E. 79. 
besiezen als der nagst mandlich erb. nu SO bard Bairen aus küng A. 123. 
Otten gebalt seinem bruder Hainrichen geliehen, dabider E. 79. 
bas graf Werenher und für ab gen Ungeren und raizt di Ungeren A. 129. 
auf di Bairen. als es in aber nit bol gieng, erschlugen 

20 si den grafen als ainen Verräter. 

Anno 956 ist Herolfus, erzbischof zu Salczburg, erplent A. 1 31. 
worden pey Müldorf von herzog Hainrich und etlichen 130. 
ritteren von Plawen, darumb das er den leichnam des hei- [F.52] 
ligen sand Marteins, bischof zu Turon, den im kaiser Ott 

25 der erst befolhen het, do er zoch aus der rais von Hisponia, 
het gefürt in sein kirchen gen Salczburg. 

In dem selben jar ist auch Hainrich, der herzog von 131. 
Bairen, gestorben etc. 

Hainrich, herzog b in Bairen, des vorgenannten Hain- 

30richs sun, der auch genant was Hezelo, kam an das herzogtum 
nach seines vateren tod und besass das 16 4 jar. darnach 
ward er vertriben von kaiser Otten dem andern, 
darumb das er sich nach kaiser Otten tot, des ersten, 
het zu küng lassen salben und vermaint also zu regiren. 

35 do belegt in Otto der ander mit macht in der stat Passaw 
und vieng in und schikt in ein das elend gen Trier, da 

& den Hs. *> dux am Rand über Kreis. 

1 Dieser Zusatz scheint geschlossen xu sein aus der Angabe oben 
128, 43 : septem reges. 
40 * Davon sind oben 129, 25 namentlich Scbirenses, d. h. die Scheyerer 

Fürstentafel, genannt. Daxu kommen Ebran 80 und Füetrer 132. 

% Doch, bei Andr. 528, allerdings nach der Scheyerer FürstentafeL 

4 Oben 131, 18: 21. 

31* 



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— 484 — 

was er, pis kaiser Ott starb, des geleichen tet der 
kaiser Abraham, dem bischof zu Freising, den belegt er 
zu Freising und vieng in auch, darumb das er herzog Hain- 
rich vergtint het, das er zu küng gesalbt ward. 
A.132. Ott, der ander romisch kaiser a , nachdem und er 5 

herzog Hainrich het gefangen, underbant er sich des herzog- 
tumbs Bairen und herschet das 5 jar und starb anno 984. 
Hainrich Heczelo, der vertriben und gefangen was, 
kam wider an das herzogtum b nach kaiser Otten tot 
133. und het das vierzehen 1 jar und starb und leit begraben 10 
zu Rengspurg in sand Haimrans kloster. 
Andr. 622. Man list in ainer kroniken zu Kastl, das zu kaiser Otten zeit 

des anderen [F. 53] von dem see genannt Metodie von wassers wegen 
ain herzog, genannt Ernestus, komen sey, dem der eegenant kaiser Otto 
verliehen hab ain tail des walds auf dem Norikau, do nun gelegen ist 15 
das closter Castel. daselbst hat er ausgereutt den wald und di erd 
paulich gemacht von dem selben Ernesto sind vil namhaft grafen 
auf dem Norkaw komen und s und er lieh di grafen zu Kastell und zu 
Sulczbach. 

Ad propositum. 

A. 133. Hainrich b , herzog Hainrichs Heczelonis sun 2 , ereribt 20 

das land von seinem vater und am dritten jar seins herzog- 
tums starb er anno 997. 
A.134u.E.86. Sand Hainrich *>, ain sun herzog Hainrichs Heczelo, nach 

seinem prüder ist komen an das herzogtum in Bairen und 25 

hat das besessen 5 jar. er ward erbelt zu römischem küng nach 
kaiser Otten dem dritten und ist der erst gebesen, der von den kor- 
fürsten erbelt ist worden anno 1001 jar. der küng Hainrich was 
ain guter krist und° der geschrift wol gelert. er was auch demütig 
und dint got tag und nacht, er tet auch vil guez an der kristenhait. 30 
er gab sein ehester, frau Geisel, dem haidnischen küng Steffan von 
Ungern und bekert in damit zu kristlichem gelauben, und in taufet 
der heilig bischof sand Albrecht, bischof zu Brag. 8 
A. 134. Küng Hainrich ist gebesen ain man grosser heiligkait. 

ains mals petet er in der kirchen sand Haimrans pey dem 35 
grab sand Wolfgangs anno 1007 4 . daselb ward im von 
gotkundt, dassernach siben jaren kaiserliche krön 
enpfahen solt von dem babst, als es auch geschach: 

* cesar am Rand über Kreis. b dux am Rand über Kreis. ° vnder Hs. 

1 Oben 132, 35 : 13. 40 

* Der deutsche Text scheint demnach vom lateinischen abgenommen 
worden xu sein, als letzterer 133, 8 das Wort fratris noch nicht enthielt. 

8 Quelle? Der lateinische Text oben meldet nichts davon. 
4 Oben 134,28: 1008 vel quasi. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 485 — 

am ersten tag [F. 54] des sibenten jars anno 1014 ward 135. 

er von babst Benedicto dem achten zu kaiser krönt. 140. 

Anno 1013 i küng Hainrich het ain samnung seiner 135 u. E. 86. 

fürsten ZU Quintilmburg und Hess da ain grosse hwfart rufen 
5 wider di Beham und Winden, di dannoch den glaubn nit heten und 

das reich angriffen, und küng Hainrich gürtet umb das sbert A.l35u.E.87. 

des martrers sand Adrian und zoch zu den veinten und schray zu got 

und sprach di wort herr Daviden: herr, rieht, di mir schedlich sind; 

nim den harnasch und den schilt und kum mir zu hilf! also ist er 
10 angangen an den streit.« do sach er mit seinen äugen sand 

Larenczen, den ritter sand Jörgen und den ritter sand 

Adrian mit ainem engl pey dem paner mit auszüktem 

sbert voran dem spiez vor seinem her, do erschraken 

di veint so ser, das si sich an als plutvergi essen begaben 
15 und bekerten. von stundan zu eren sand Larenczen rieht 

er wider auf di erstört kirchen zu Merssburch und begabt 

sy wol. 

Di fürsten zbungen küng Hainrich, das er heiratend. 13 7. 

must. also ward im verheiratt sand Kunigund, pfalzgraf Qot-E. 88. 

20frid von Luttring 2 tochter. und do man di frauen di ersten 
nacht an das pett pracht zu dem kaiser, do sprach er zu ir: Kungnnd, 
du solt wissen, das ich mein keusch meinem got und schopfer gelobt 
hab. di wil ich im nit brechen, do das sand Kungundt erhört, do 
was si gar fro und sprach: dafür näm ich nit mangs küngreich, wann 

25 ich hab di keuschhait auch gelobt, und wer dabider tat, der verdienet 
damit gottes zoren. da sprach der kaiser: frau, du solt wissen, das 
got mit uns ist, dann wir sein gesamnet in seinem n&'[F.55]men, 
und unser keusch sol sein in gehaim. und lobten got baide, das er si 
so väterlichen versechen het. 

30 Dy kaiserin ward nachmaln versagt gegen dem kaiser, wie si ir E. 88 

ee hiet gebrochen mit ainem ritter. das gab sich also. derw. A. 147. 

teufl in aines ritters gestalt gieng drey morgen aus der 
kaiserin schlafkammer. do das ersahen di junkfrauen, di 
si von herzen lieb hetn, den erbarmet 1 » das mit grossem 
35 mitleiden, di anderen aber, di si nit von herzen lieb 
hetten, di erfreueten sich des und unleunteten sy. 
solher unleunt flog weit und ferr und kam pald zu dem 
kaiser. der was zu der selben zeit in wälschen landen. 3 

der sprach : ich wiU der frauen nimermer gesehen, das si mich also 
40 a streit am Rand Über Kreis. b erbamet Hs. 

1 Oben 135, 14 : Anno domini 1014., regni autem sui 13. 
* Quelle ? Oben 138 y 2 : apud Renum palatinus Syf ridus. Daraus 
wohl irrtümlich obige Angabe. 
8 147, 30: proeul positi. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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- 486 — 

betrogen hat. und da der kaiser wider haim kam und di 

kaiserin Kungund ungnad pei im innen ward, da was si gar betrübt. 

doch trößt 8i sich irer Unschuld und ruft zu got mit andacht, das ir 

Unschuld geöffnet wurd. und sy wardt ains tags, da der kaiser in seiner 

E. 89* schlafkamer ainig was, da kam si zu im und grüst in. da wolt er ir 5 

nit danken, er wolt si auch nit ansehen, do sprach sy: lieber herr, 

was ist euch geschehen? da sprach er: frau, das waist du wol. da 

antbort sy : lieber herr , des man mich gezigen hat , des pin ich 

unschuldig, darumb beger ich der götlichen gerechtigkait und pit euch 

durch got, ir wellt mir di gerechtigkayt widerfarn lassen, der kaiser 10 

vodret zu im di fürsten und herren und sass zu gericht und sprach : 

ir sult urtail sprechen über ain beib, di ir ee zerbrochen hat. und 

di edl kaiserin ward für gericht gefürt, und si sprach mit lauter 

stim zu den fursten: [F. 56] ich pit euch durch gocz willen, das ir 

euch mein Unschuld lasst erbarmen, do warn di fürsten all betrübt 15 

und wolt kainer urtl sprechen, da sprach sand Kungund: ich wil 

mich des höchsten gerichz trösten, das got selb ist, und bil das urtl 

selber sprechen, und sprach: ir süllt zbelf gelüender seg lassen 

machen; darauf wil ich selber gen und richten für di sach. das 

ward also von dem kaiser aufgenomen, und des anderen tags wurden 20 

die seg also glünd für di kaiserin gelegt in beibesen des kaisers, seiner 

fürsten und alles seins hofgesindes. da sach sand Kungund auf zu 

dem himl und sprach : herr Jesu Chris te, schöpf er himl und der erden, 

ain erkener aller herzen, du waist, das ich unschuldig bin. und trat 

also auf di glünden sege und sprach : herr got, hilf mir, als unschuldig 25 

ich bin, und ich rieht heut für kaiser Hainrich und für all man, dass 

mein kainer nie gebaltig ward, des schämt sich der kaiser also hart 

vor den fürsten, das si für in auch rieht, das er ir ainen herten schlag 

an ixen mund gab, das ir das plut davon gieng. da hub si den schlair für 

den mund: das plut sieht man noch heut in dem schlair. und do sand 30 

Kungund also gericht und unschuldig erfunden ward, da viel ir der 

kaiser zu füessen und pat, das sy in zu gnaden liess komen. do sprach 

si: lieber herr, ir habt mein huld; pitt got umb gnad. der Sachen 

was ursacher der teufl 1 , als obn 2 stet. 

A. 104. Diser kaiser Hainrich hat Apulia, das di Kriechen35 

heten lang inngehabt, wider zu dem römischen kaiser- 
tum pracht. er hat in der stat Beneventuni ain kloster 
[F. 57] paut. er seezet in Apulia ainen herzog, genannt 
142. Ysmael, dem befalch er das land. der kaiser ward so 
ser betrübt mit der krankhait* des stains. und er was 40 
auf dem berg Cassino. do het er ain zbeifl, ob das heiltum 
do ber sand Benedicten oder nit. also in der nacht 
erschain im im schlaf der heilig sand Benedict und rürt in 

* kranhait Es. 



1 Ebran 89, 35 : das ungelück . . . beschach durch den pösen geist. 45 

9 S. 485, 31 f. 

/"* Original frorn 

:jyV_*UUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 487 — 

an mit ainem eisen, als di ärzt prauchen, an di stat seines 
schmerzns und legt im den stain in seyn hand, und da 
er entbacht, da vand er den stain in seiner hand und lobt 
da got und sand Benedicten und sagt das seinen 143. 
öbischoven und forsten und anderen, er ward davon 
mer erzündt in gütlicher lieb und eret darnach mer 
sand Benedicten und all geistlich orden. 

*Ains mals kam er gen Rom und belaib da di 
erst nacht wachten allain in der kirchen, genant 

10 Marie maior, nach seiner gebonhait. do erschain 
im Kristus in bischoflichen klaideren, als bolt er 
mess haben, und im volgten nach zben leviten 
Laurencius und Vicenczius, darnach Maria, di muter 
gocz, mit ainer grossen menig der junkfrauen, dar- 

I5nach sand Johanness der taufer mit patriarchen 
und profeten, sand Steffan mit den martreren und 
sand Martein mit den peichtigeren. do hueben an 
zben engl di mess am liechtmesstag: got, bir haben 
enpfangen dein barmherzigkait, und si rekten all 

20di finger auf Christum, und do man sang am 'end : 
dein gerechte hand ist vol gerechtigkayt, Cristus, 
Maria, all heiligen und engl kerten sich zu dem 
kaiser dort hindn in der kirchen und zaigten mit den 
fingeren auf in. nach dem evangeli nam ain engl 

25das puch und gab das zu küssen Christo, Marie, 
[F. 58] darnach den heiligen nach ainander. Maria 
wenkt dem engl, dasers auch dem kaiser solt geben 
zu küssen, und do er im es gab, da merkt er nit 
darauf, also rürt in der engl an sein hüf und macht 

30in krump und hinket als den patriarchen Jacob und 
sprach: das sei dir ain zaichen, das dich got lieb 
hat umb dein keuschbait und gerechtigkait. dar- 
nach hank der kaiser all sein tag bis an sein end. 
darum birt er genant Hainrich der hinket. 

35 « Oben im lateinischen Text 140. 30 ff. wird die Sage Qualiter 

ceperit claudicare nach dem Texte der Vita Henrici III, 2 erzählt. Hier 
aber erseheint eine andere Version, die in wesentlichen Angaben von jener 
der Vita abweicht. Bei Hirsch-Bresslau, Jahrbücher des Deutschen Reiches 
unter Heinrich 27., III, 364 ist gesagt, dass sonst keine Bestätigung der 

40 Sage der Vita bekannt sei. In der Vita ist der Schauplatz der Sage die 
berühmte Basilika des hl. Michael am Abhänge des Monte Oargano, hier 
aber die Kirche Santa Maria Maggiore xu Rom. Ich konnte die Quelle dieser 
Bresslau unbekannt gebliebenen Darstellung nicht finden. 



C^f\C\Ci\i' Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 488 — 

E.87u.AJ35 Der kaiser rieht wider auf das erstört bistum Hildisshaim, da 

u. A. 146eT erzogen ist worden, und macht da sand Gothart, abt von 

Nideren Alltach, bisehof daselb. er reichet auch vast di bistum 

u. A.135. und voraus Maidburg, Mersburg, Meichsen, Strasburg und 

Salczburg. dem selben bistum gab er das ertlich mit aUen zutäten, 5 

das genannt wirt im Lungew und darzu vil urbar, er lies auch vil öder 

klöster und kirchen widerum pauen in Bairland, di der pös herzog 

Arnolf und di Hunn erstört hetten, und begäbet di mit grossem gut. 

A. 136. er ist ain Stifter der stift sand Castl zu Mospurg. item 

145. zu Weihenstefen waren etbo sechs korherren und ain brobst. 10 
di selb brobstey verbandlt Egilbertus, bisehof zu Freising, 

146. in ain kloster sand Benedicten orden anno 1021. darzu 
gab kayser Hainrich ain insel in Österreich, genannt Sachsone- 

E.87 g&lik. der kaiser stiftet das bistum Babnberg und begabt das mit 
u. A. 143 100Ö 1 fl. järlicher gült. und do das münster gar berait was, sach an 15 

babst Benedictus der acht des namen di andacht und gebet 

u. A. 144 des kaisers und zoch von Rom in teutsche land und kam 

in dem abril gen Babnberg. und do entpfieng in kaiser 

und kaiserin [F. 59] mit grosser wird und andacht. der 

u. A. 145, babst mit 6 2 2 bisch oven weichet das münster in den ern 20 

144,145. sand Steffan. der babst Benedictus starb zu Babenberg 

und ligt auch da begraben. 

8 Der kaiser di weil er küng bas, was ain bisehof 
zu Birczburg, genant Hainrich. der klaget den 
fürsten über den küng, er tat seinem pistum gebalt, 25 
in seinem bistum ain ander bistum ze machen, si 
sprachen: der küng wil gen Rom; dahin sendet eur 
poten und klaget das dem babst. das geschach. als 
man in kaiser krönet, klagt des bischofs potschaft 
dem babst über den kaiser. di fürsten Schüben das3o 
auf hünz gen Wirczburg. als aber der babst gen 
teutschen landen kam, als vor stet, liess er allen 
geistlichen fürsten und prelaten gen Wirczburg 
gebieten, so liess der kaiser dahin pieten allen 
layen, fürsten und herren, di under dem romischen35 
kaiser waren, dahin si dann kamen, der kaiser und 
babst sassen neben ainander an dem gericht. da 
klagt maniglich, was im gebrast, auch bisehof Hain- 
rich klagt dem pabst über den kaiser, das er ain 

1 Ehr an 87, 11 : 40 tawsent gülden. 

* Oben 145,2: septuaginta duorum. 40 

8 Die folgende Geschichte der Uebertragung des Herzogtums Franken 

an das BistumWürxburg (vgl. Hirsch-Bresslau a. a. 0. 11 ', 174 ff.) ist oben 

im lateinisc/ien Texte nicht enthalten. Quelle? 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 489 — 

pistum machet in seinem bistum über seinen willen, 
di fürsten schieden das mit ir baider willen, si 
sagten es auch dem babst, bie sy es schaiden wollten, 
das geviel dem pabst wol. sy sagten es auch dem 
ökaiser. der sprach: es muss mit der fürsten willen 
geschehen, ich mag nimant an irn willen nichcz 
von dem reich geben, der kaiser bat den babst, 
das er im hulf di fürsten pitten umb das herzogtum 
zu Franken, das sy im gestatteten, das er das gab 

lOan das bistum gen Wirczburg, so war der strit ge- 
schaiden. der babst und kaiser baten di fürsten, 
das sy das [F.60J ze thun vergünten; dann dem reich 
wären zbay fürstenambt erberer dan ains. di fürsten 
teten das durch ir baider bette, der babst besant 

15 bischof Hainrichen, ob er das herzogtum Franken 
bolt nemen für seins goczhaus schaden, des pat in 
auch der babst. der pischof gebert in. also kam 
das herzogtum an das bistum. di stat Rottenburg» 
ist di haubtstat im land zu Franken, wer dem 

20 bistum di er nimbt, der beraubt sand Kilian. 

^tem als di beich geschach, da babst Bene- 
dictus daz münster zu Babenberg gebeicht het, da 
kam ain erpidem, der bas so gross, das sich das 
münster und di stainhäuser erklüben und vilheuser 

25nidervielen, davon di leut vast verzagten und be- 
sorgten, ^s bolt der jüngst tag komen. b 

Der kaiser hat vii grosser ding in Apulia, wälschen A- 140. 
und teutschen landen verpracht. er hat das reich mit gütig- 146. 
kait und gerech tigkait an plutvergiessen vast gemert. Napls, 

30Polan, Beham, Merheren, auch Burgundi hat er 
underborfen dem reich, item zu Rengspurg in der alten 136. 
capellen hat er ain stift der korherren gemacht. 

Do du kaiser Ha in rieh enpfand, das er Rterben solt, do fodret E. 90 
er zu im di fürsten und sprach zu in: lieben heren, ir habt eur treu 
35 allzeit an mir gehalten und habt mich alzeit hoch geert, des muss euch 
got Ionen, nu ißt das reich wol gemert mit eur aller hilf, wann als 
oft wir gestritten haben, so sein wir doch an der manschlacht unschuldig, 
wann got bat uns albeg geholfen, und er nam sand Kungund pei der 
hand und sprach: als Christus und ir mir di junkfrauen geben habt,**. A. 150. 

40 a gottenbure Bs. b hierauf folgen noch, doch wieder ausgestrichen, 

die Worte : als sich das endet, zoch de . . . 

1 Auch der folgende Abschnitt findet sich nicht im lateinischen 
Texte. Quelle ? 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

by Vj . PJJI UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 490 — 

also lass [F.61 ] ich si got lind euch ain raine magt. mit vii mer 
guten borten, das lang zu schreiben war, und mit iren guten berken 
verdient der kaiser und di kaiserin, das sy baide nach irm tod erhaben 
und geheiligt sind, er starb säliglich seins reichs im 24., des 
kaisertums im 1 1 . jar und bard in seiner stift zu Babnberg 5 
begraben, sein säligkait ward am ersten ainem ain- 
sidl im Türgnerbald geöffnet, als man list in seiner 
legend. 1 

E. 90. 2 Do nu kaiser Hainrich gestorben was, kam sein ehester, frau 

Geisel, in Bairland und bracht mit ir iren sun Hainrich und ermont 10 
iren bruder Bruno, den bischof zu Augspurg, des Versprechens, so er 
91. " getan het; wann er hett ir und irem sun gelobt ze geben alle guter, 
so sein bruder kaiser Hainrich hinder sein verlassen het. er bas auch 
des willens, das bistum Babnberg biderumb zu erstören. do erschain 
im ains nachcz sein bruder kaiser Hainrich in solicher grausamer gestalt, 15 
das er also seer erschrak und darnach in sbäre krankhait viel, do 
ward von im geöffnet sein pöser fursacz. er ward auch dardurch ge- 
pessert in seinem leben, also belaib ansten das gelüb und verhaiasen 
bischof Bruno. 
gjn Di lieb sand Kungund, ain tochter phalzgraf Gotfrid 4 , ir muter 20 

bas genant Hätwig, het got lieb 4 in allen dingen und behielt ir keusch - 
hait. als aber kaiser Hainrich, ir geniah 1, gestorben bas, pracht si 
vil bischof zusam gen Babnberg und Hess da ain kostlich amt singen 
und opfret da all ir kaiserliche bat und zierhait auf und legt ain swarzes 
klaid an. 25 

A. 153. Anno 1025 sand Kungund umb di lieb gots und umb 

di gedachtnüs irs gemahls mit rat herzog Hainrich in Bairen 
und ander herrn und [F. 62] grafen in Bairland ir aigen 
urbar* und güeter mit namen Rantesdorf oder Rantesshoven, 
Hochperchach, Ostermtinting, Veitkirchen mit kirchen, zehat b 30 
und mit dem vorst Wilihart, mit gepautem und ungepautem 
ertrich, Weingarten, mülen und allm zugehören, der geleichen 
alles, das si gehabt hat zu Hall und auf der Salcza, hat si 
geben und aufgeopfert unser lieben frauen und sand Corbinian 
in di hend Egilberti, des bischofs zu Freising. herbider35 
hat der bischof Egilbertus mit rat herzog Hainrichs und 
der seinen sand Kungund gebn Ysn mitsambt der stift sand 
Zeno, Purkrayn, Dorffen und Degernbach mit allen iren 
zugehören ir lebtag und nit lenger, als leibgedings recht ist. 

a urba Hs. b so Hs. 40 

1 Vgl. oben S. 150, Kap. 31. 

2 Die beiden folgenden Abschnitte sind oben im lateinischen Texte 
nicht enthalten. 

3 Unter Lesart K 

4 Vgl. oben 8. 485, Anm. 2. Ab 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

cV UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 491 — 

Darnach Dach rat der bischof stift si zbay klöster und ergabt. 91. 
sich und bard ain klosterfrau. do fürt si ain heiligs leben, und da 
si sterben solt, da begert si t das man si begrub zu irem gemahl kayser 
Hainrich. sand Kunigund nach kaiser Hainrichs tod hat gelebt 15 jar 
5 und starb anno 1039. A.155. 

Nu so ich mich bider ker auf di histori der 
fürsten von Bairen, wie si nach ainander geherscht 
haben, so ist hie zu merken, das der heilig sand 
Hainrich, als er erbelt ist worden zuainem römischen 
lOkting, hat er das herzogtum Bairn, als er nur 5 jar;34. 
geherscht het, williglich übergeben seinem sbager 
und hat sich des reichs betragen. 

Hainrich*, sand Kungunden bruder, anno 1002 hat 155. 
das herzogtum Bairen von küng Hainrich enpfangen. er 
15 hat gestift in dem ersten jar seins herzogtums das kloster;5ff. 

Osterhofen, das von Arnolt dem wütrer, als er di haiden in dasFüetr.156. 
land fürt, ganz [F. 63] ausgereutt was worden. 1 er hat das land A 155. 

geherscht 24 jar und ist gestorben, diser Hainrich \\gti56. 
auch zu Osterhoven vor dem hohen altar begraben pey 

20 0tilone, dem ersten Stifter. 

Hainrich, herzog 8 in Bairn, des iczgenanten Hainrichen 
sun, hat von seinem vater ererbt das land, und ein dem 
23. jar seins herzogtums ist er von seinen raten erbürgt 
borden. 

25 Cunrad*, der auch genant ward Chuno, dem lech 

kaiser Hainrich der dritt anno domini 49 das herzogtum 
in Bayren. anno 1052 babst Leo der neunt hat in der 
stat Rengspurg erhebt den bischof sand Bolfgang zu Zeiten 
kaiser Hainrichen des dritten. 

30 * Pey des zeiten ward gefunden zu ßom aines risen leyb begraben, KönigshM30. 

der was dannoch unverbesen. der bet ain bunden, was fünfthalben 
schuch gross, auch vand man ain prinende iucern bei seinem haubt 
stan, und es bas ain erhaben grab ijn dem ertrich. di 
lucern macht nyemant erlöschen beder mit plasen noch mit basser. 

35do stach ainer mit ainem spiczeisen ein loch darein under den 
flammen, und zuband da der luft zu dem loch hineinkam, do 

a dux am Rand über Kreis. 

1 Im lateinischen Text oben nicht enthalten. Man bemerke, dass 
zur Ausarbeitung des lateinischen Textes hier Füetrer vorlag. 
40 * Der folgende Abschnitt ist oben im lateinischen Texte nicht 

enthalte**. 

3 Auch Fiietr. 153 hat aus Königsh. dieselbe Geschichte entnommen, 
die übrigens auch Andr. bei Pez $ Thes. anecd. IV, 3 t 485 nach Marl. Pol. 
erzählt; doch ist oben nicht etwa Füetrers, sondern Königshofens Text 
Alb übernommen. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 492 — 

erlasch das Hecht, und auf des selben risen grab stund geschriben • 
Hie ligt Pallas Evandrus» sun, den des ritters Turnus lanz hat getött. 

A. 156 Anno 1054 verpant sich herzog Chuno zu den Ungeren 

und seczt sich wider seinen herren, kaiser Hainrich, 

u. E. 98. Sbärlich. hierumb anno 1055 vertraib in der vorgedacht kaiser 5 
Hainrich der dritt aus Bayren, das er floch gen Ungeren. da starb 
er im elend, der kaiser gab das herzogtum seinem gemahl Ag-/F. 64]nea, 
des edlisten fürsten in Gallia herzog Wilhalm von Pictavia b und 
Aquitania sbester. 

Agnes c , di römisch kaiserin, hat daz herzogtum Bayren 10 
in gutem frid gereigirt 7 jar. darnach aus götlichem ein- 
sprechen entschlug si sich der belt und verscbmächet di kaiserlich 
krön und gab sich in das kloster Fruteria und dient alain got 
A. i57.dem herren. darnach zoch si gen Rom und belaib da etiich 
zeit und starb da und ist witib beliben d 20 jar und bard 15 
wirdiglich begraben in sand Petronella kirchen in einem 
märblstainen grab. 

Otto e , ain bolgeborner fürst aus Saxen, ain beiser 
und streitpar herr, dem lech Agnes, di kayserin, das herzog- 
tum Bairen. der edl herzog Ott ward oft unrechtlich gross 20 
versagt von ainem mitterlich gebornen man, genannt Egino, 
anno 1071. darumb ward er abgeseczt von dem herzogtum 
durch küng Hainrich den vierten und von graf Gwelfo 
austriben aus dem land anno 1072. 

Gbelfo e , ain wolgeborner herr. sein vater was ain 25 
reicher margraf in bälschen landen, von seiner muter 
75<?.bruder sun, auch herzog Gbelf genant, von Kernten, der 
an erben verschied, ererbt er alles, das er verliess in Sbaben- 
land. im verlech küng Hainrich der vierd das herzogtum 
Bairen. er nam zu der ee frau Judith, ain küngin von 30 
Engelant, di selben zeit witib. di was ain tochter des 
edlisten grafen von Flanderen, genant Wal-/"-K 65yduwin. 
aus der gebar er zben sün, dy paid nachainander das 
herzogtum Pairen besassen, der. ain genant Gwelfo, der 
ander Hainrich. 35 

Königsh. 432. *Pey des herzogen zelten was ain merfart und das heilig grab 

gebunnen. des volks haubtman waren t der herzog von Lottring, der 
graf von Flanderen, der graf von sand Gilien und vil ander gross herren. 

a Exandrus Hs. *> Pittauia Hs. t von anderer Hand korr. Prittanüu 
c frau am Rand in Kreis. d beliber Hs. e dux am Rand über Kreis. 40 

1 Der folgende Abschnitt ist obeti im lateinischen Texte nicht 
enthalten. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 493 — 

dise merfart tet das volk von im selb, das es weder pabst noch kayser 433. 
antrug, und was des volks mer dann sechzigmal hunderttausent man. 
under in waren piscbof, pf äffen t münch und allerhand volk von allen 
landen in der kristenhait, und was nie kain unfrid oder gebresten 
5 under in, wie vil ir bas. was ain er wolt, das wolt der ander auch» 
und vertriben di haiden an allen endn aus dem land und beseczten 
Jerusalem und dy heiligen stet da umb, und di Kristen betten das 
vil jar in iren handen. 

Auch bey des herzogen zeiten stund auf ain grosse irrung in &98u.A .158. 

lOder cristenhait; dann wider den rechten babst Gregorium 
den VII. liess küng Hainrich der viert den bischof von 
Bavenna zu babst machen, der pennt sich Clemens, von 
dem ward der küng zu kayser gekrönt, nu hetten es etlich bischof 
und forsten in teutschen landen mit dem kaiser und seinem babst; so 2?. 99 

15 waren etlich bischof und fürsten mit dem babst Gregorio wider den 

kaiser. der irrung halb begaben sich di fürsten in gross krieg ; wann u. A. 158. 
der recht babst Gregorius tet den kaiser und alle, di es 
mit im hielten, in den ban. 

Darurab bard er in das elend vertriben in Apulia 

20 und starb zu Salerni. der babst het den kurfürsten cf. OttoFris., 
geschriben, das sy ainen andern küng weltent. also °- ****• Z 7 - 
anno domini 1077 erbelten sy [F.66J herzog Kudolf. 
der ward in ainem veldstreit erschlagen anno 1080. 1 

In solher kümerlicher zeit, da sich vil fürsten in a. 158 

2öSaxen und Swaben saczten wider den kaiser, do 

seczt sich auch wider in herzog Gbelfo von Bairen und wchu. E.99. 
mit grosser macht wider den kaiser für di stat Augspurg anno 1083 
und belegt Augspurg. di ward im übergeben von der stat diener. 
da lie er di statmaur niderbrechen auf den grünt und fuer da wider 

30 aus mit ainem grossen raub, er erstört auch Freising, er beraubt A.159u. E.99. 
auch all pf äffen und kirchen, di es mit dem kaiser hielten, er tieng 
Sifrid, den bischof von Augspurg, und legt in ein ain ge- 
fanknüs in seinem schloss zu Ravenspurg. da lag er lange 
zeit behfitt. aber umb di fräfenlich tat, di Gbelf an der stat 

35 Augspurg begangen het, tet in der kaiser in di acht und beruft in ab 
von dem herzogtum in Bairn. darnach anno 1096 kam Gbelfo wider 
in die genad des kaisers, also das der kaiser seinen eltesten sun Gwelfo 
bestatet, das er nach seinem vater das herzogtum Bairen zu erbrecht 

beeiczen solt do nu herzog Gbelf alt was, hub er an zu 

40 l Dieser Absatz ist oben im lateinischen Texte nicht enthalten. 

Für die letzten Sätze liegen wahrscheinlich Ottos von Freising Oesta 
Frideriei I, 7 zu Orunde: At Romanus pontifex Gregorius, qui . . . 
principes adversus imperatorem concitabat, omnibus, ut alium crearent, 
. . . scribebat. Igitur Budolfus dux Buevorum ab eis rex factus . . . 

45 Non multo post tempore Budolfus in publico hello a fidelibus im- 
peratoris necatur. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 494 — 

pauen Kaitenpuch und begabt daz gross, er hat auch das 
kloster Alltorf, das icz genant ist Weingarten, köstlich be- 
gabt, der krieg het sich alluthalb getailt in teutsche land so gross, 
das es der kayser nit mer gebenden mocht. darumb sagt man, das 
der kayser gebeten hab den fromen herzog Gotfrid von Lottring, das er 5 
di vor genant 1 herfart ruefen Hess, damit dy disigen krig vil 
Ki00u.AJ59.end namen. herzog Gbelf bolt got ain gniigen tun umb sein 
SÜnd und mit im Themo, erzbischof zu Salczburg, der am ersten 
ain münch ist gebesen zu Nideren Alltach; Bilhalm, graf ZU 
Pictavis, herzog in /"i^.^/Aquitania 2 , und die margrafin 10 
Itha, ain muter sand Leopold, und vil ander herren und 
grafen zugen auch in der gedachten rays über mer wider di 
hayden; und do si durch Ungeren und Kriechen komen, 
secht, was geschach: Alexius, kaiser zu Constantinopel, 
der si beschirmet solt haben, di pesten aus in viengio 

er und durch untreu wurden Si geben in der baiden hend. do 
bard bischof Themo mit mangerlay m arter als ain martrer gekrönet, 
A. 160. Itha, di margrafin, ward verzukt von ainem haiden. der 
bas ain fürst der Saracenen. der gebar aus ir den bütrer 
A.l59u.E.W0. Smgbmium. herzog Gbelfo, do er bolt haimkern, starb er zu 20 
Ciperen, und sein gebain ward haimgefürt in sein kloster 

gen Alitorf anno 1101 jar. er liess zben sün, Gbelf und Hainrich. 

A. 160. Gbelf a nach seinem vater Gbelf ererbt er das land 

267. und hat das geherscht 18 jar und starb nach Christi gepurt 
1119 und ist auch begraben zu Altorf pei vater und muter, 2* 

160. icz Weingarten genant, er het zu der ee genomen di edl 
und grossmachtig gräfin frau Machthildt. di ward von im 
geschaiden , darumb das ir voriger man Gotfrid herzog 
Gbelf in der vierten sypp gefreundt was. das was un- 
bissnt geschechen. herzog Gbelf was ain gerechter3ü 
fürst; darumb behütt er sich vor dem übel, das da thet 
küng Hainrich der fünft anno 1111, do er fieng den babst 
Pascalem, ja er macht sich zu ainem mitler, damit der 
babst und küng mit ainander veraint wurden, er verschied 
an erben in dem dorf Chufring. 35 

161. [F. 68] Hainrich, herzog a in Bairen, ist nach seinem 
bruder herzog Gbelf an das herzogtura kumen und hat das 

162. geherscht 7 jar und ist gestorben 1127 jar. den hat ererbt 
16h sein sun Hainrich. Juditha, sein tochter, bard verheirat 

a dux am Rand über Kreis. 40 

1 Vgl. oben S. 492, 36 ff. 

1 Nicht im lateinischen Text. Quelle? 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 495 — 

herzog Fridrichen von Schbaben und sy gebar kayser 
Fridrichen den ersten. 

HaiDrich, herzog a in Bairen, des iczgedachten herzog RioOu.A. 16 1 
Hainrichs Und Wlfhildis Sun, ward genant der hochvertig. er M - 162 - 
5nam zu der ee frau Gertrud, ain ainige tochter kaiser Lothari, 
vom geschlächt ain herzog von Saxen, der an das reich komen bas 
nach kaiser Hainrich dem fünften. 

Der kaiser bezbang auch den küng von Cecilia und machet Königsh. 437* 
ainen andern küng. 1 bey des herzogen Zeiten was es so lang an 

lOrengen, das nachet alt brunnen ersigen und di frücht auf dem veld 
verdürben; auch was grosse teurung. 

Der herzog het hochzeit mit seiner hausfrauen bei A. 162. 
Augspurg an ainer statt, in latein genannt Concio legum, 
da etbo di Ungeren nidergelegt und erschlagen wurden, im 128. 

löteutsch genant Cunnczelen\ darnach herzog Hainrich kam 162. 
gen Nürenberg. do gab im über sein sweher kaiser Lotharius 
das herzogtum Saxen und alles, das er von bischof und 
äbten zu lechen het. herzog Hainrich krieget wider den 
edlen Fridrichen, vogt der kirchen Rengspurg, und legt 

20 sich für sein starks geschloss Valchstain. da liess er vor 
ligen sein ritter und zoch er selb wol mit 600 ritteren 
oder mer zu hilf seinem sbeher Lothario. der [F. 69] lag 
vor Speir. und er jagt herzog Fridrichen von Sbaben, des 
kaisers veind, hünz gen Grüningen, darnach durch den 

25erzbischof von Maincz komen di von Speir in des kaisers 
genad. herzog Hainrich zoch wider haim gen Bairen und 
geban das gschloss Falkenstain. unlang darnach herzog 
Fridrich von Sbaben verprennet Mämingen und vil dörfer 
und vieng etlich der Bayrischen, des nagsten sumers 

30 darnach zoch herzog Hainrich in herzog Fridrichs land und 
hub an bei der Tunaw bey dem dorf Tugendorf pis für 
Stouphen c und verhergt das land mit raub und prand und 
zoch wider haim und krieget in Bairen wider Hainrichen, 
bischofen zu Rengspurg, und wider seinen b rüder 2 Otten, 

35graf zu Wolfretshusen, und Fridrichen, vogt der kirchen 
Rengspurg. di heten zu hilf margraf Leopold von Oester- 
reich mit ainem grossen her und legten sich zu feld bei 

* dux am Rand über Kreux. *> Eminczelen Hs. c Storphen Hs. 

1 Obwohl das unten S. 496 nach dem lateiniscfien Text ausfütir- 
40 Hoher erxählt tcird, ist hier Überflüssigericeise dieser Satx aus Königshofen 
xusatxweise eingeschoben. Auch der folgende Satx steht nicht im lateinischen 
Text und stammt ebenfalls aus Königshofen. 

f Oben S. 162, 35 f.: Heinricum patruum Ottonis comitis de 
Wolfrehausen. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 496 — 

der Ysar und vermainten den herzogen aus dem land zu 
treiben, engegen legt sich auch der herzog zu veld und 
ordnet sein spicz. und do sy streiten wolten, gedacht 
Ott, pfalzgraf zu Witlspach, es mocht vil blucz unnücz- 
lich vergossen werden, und macht sich zu ainem mitlerö 
und weiset seinen aidm, graf Otten, daran, das er sich 
dem herzog ergab, er het das geschloss Wolfretshusen 

70.?. mit seinen pauen* in dem krieg belegt und ausgeprennt. 
der bischof kam auch in genad. dem verlech der herzog 
ain grafschaft pey dem In. also namen ain end di krieg 10 
in Bairen. 

Der heilig sand Bernhard vericht di zben brüder, di 
herzogen von Sbaben Fridrich und Conrad, mit dem kaiser 
zu Bahn- [F. 70JheTg auf ainem hof zu mittvasten. dar- 
nach zog kaiser Lotharius mit ainem grossen her durch 15 
wälsche land gen Neapls. herzog Hainrich mit seinem 
volk durch Duscia, das er auch von dem kaiser zu lehen 
empfieng, kam gen Rom und belaitet den babst Inocenczio 
gar zu dem kaiser. sein bruder herzog Gbelf kam auch 
mit 500 * ritteren. herzog Hainrich mit seiner riterschaft 20 
aus Bairen geban di stat Beneventum und antbortet di 
dem babst wider ein; er erstört auch di vorstat zu Alba 
anno 1136. der kaiser tet vil ritterlicher streit, er 
jaget gar aus Apulia und Campania Rugerium und verlech 
mit sambt dem babst Inocencio di land dem edlen 25 
starken herzogen Reginaldo, und do er mit grossem sig 
wider haimzoch, starb er in ainem armen haus bey Triennt 
anno 1138 an sand Niklass tag in seins aidms herzog 
Hainrichs land. darumb behielt er di kaiserlichen klainat. 

164. der herzog het auch in der obgenanten rais neid und 30 
E. lOO.hüSS erlangt; darumb ward er der hochfertig genannt, nach dem 
tod des iczgedachten kaisers kam an das reich ain herzog von Sbaben, 
Conradus genant der dritt des gflnnet im herzog Hainrich nit, wann 

101. er selber geren küng gebesen war, und er tröstet sich seiner macht 
und sprach, küng Conrad war nit redlich erbelt worden zu küng; 35 
A. 164 darumb wolt er im nit gehorsam seyn anno 1139. im ward ain 
hof geseczt gen Babnberg auf pfingsten. er kam nit dar. 
es seczt küng Kunrad ainen anderen hof gen Rengspurg 
auf Petri und Pauli, dahin kam herzog Hainrich und ant- 
u. E. 102. bortet di kaiserlichen klainet, aber er mocht nit gnad [F. 71 ] 40 

* pauren JET*. 

1 Oben 163, 20: 150;). 



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Original from 
UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 497 — 

erberbe d. darnach der gedacht herzog ward mit urtl der 
fürsten von dem küng in di acht getan auf ainem hof zu Wirczburg. 
hinnach zu den nagsten weinachten anno 1140 zu Goslaren 
ward im das herzogtum Bairen abgeurtlt. küng Conrad 
5zoch in Bairen und verlech das herzogtum Bairen margraf 

Leopold von OsterreMn, der seinbruder was von der mutter. darnach 
begab sich vil ubls in dem land. margraf Leopold vertrayb E. 102. 
herzog Hainrich ganz aus Bairenland, also das er floch mit beib und 
kind gen Saxen und kriegt mit hilf der Saxen wider Leopold und 

10 bebegt dardureh küng Kunrad, das er zoh mit grosser macht wider 
di Saxen. das ward underkomen von den bisohoven und in frid ain 
zeit geseczt. secht, was wundere: der grosmächtig, hochfertig A. 164. 
fürst, der sich selber ruemte sein gebalt und land, gelanget 
von ainem mer zu dem anderen, in kurzer zeyt ward also 

15 gediemütiget, das er haimlich nur mit vier gesellen aus 
Bairen in Saxen floch. und starb darnach anno 1140 und 165. 
ward begraben bei seinem swecher in dem kloster Luther, 
er Hess ainen sun, genannt Hainrich. den befalch er in der E. 102. 

Saxen treu. A.165. 

20 Leopold a , sand Leopolds, margraf in Osterreich, sun, 164. 

als er enpfieng das herzogtum Bairen von küng Conrad, 
kamen zu im all herren und grafen des lands aus vorcht 
oder lieb und ergaben sich im. er nam auch ein die haubtstat 
Rengspurg. er samlet ain [F. 72] gross volk und zoch 

25 durch Bairen pis an den Lech pey Augspurg. da bebeist 165. 
er drei tag, was ainem guten richter b gebürt ze thun. als 
aber nu herzog Hainrich in Saxen gestorben was, do herscht 
herzog Leopold Bairland gebeltiglich. er legt sich für das 
gschlos Phalaia, das iczund genant wird Ahaimstain. das 

30 was zbaier brüder. di beliben auf herzog Hainrichs tail. 
aber Welfo, etwan herzog Hainrichs prüder, unvertraut 
schnelliglich kam an sand Ypoliti tag 1 , und nachdem 
auf paiden tailen vil erschlagen wurden, traib er herzog 
Leopolden von dem geschloss. ains mals als herzog Leo- 

35 pold in seiner stat zu ßengspurg sass, geschach ain grosser 
auf lauf durch pfalzgraf Otten. herzog Leopold legt schnell 
seinen harnasch an und zündet an etlich gassen in der 
stat. mit dem kam er davon, er verderbet scheibum di 
f rächt der äcker und kert sich ain zeyt nocher. darnach 

40 a dux sanctus am Rand über Kreis. *> ritter Hs. 

1 Oben 165, 8: in Idibus Augusti. Die Iden des August (13.) sind 
in der Tat der Tag des fd. Hippolyt. 

Quellen a. Erörterungen N. F. III. 32 

n Pnnol " 4 Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 498 - 

besamlet er ain ritterschaft und legt sich nit verr von der 
stat zu feld. des erschraken di burger und gaben im ain 
summa gelcz. also nam er di stat wider ein. darnach 
gedacht er, wie er die schmach wolt rechen, di im herzog 
Weif vor Phalaia getan het und zoch mit grossem gebalt 5 
bis an den Lech, da verderbt er etliche geschlösser und 
verbüst das land allnthalb und zoch wider haim durch die 
land der kirchen zu Freising mit grossem schaden, unlang 
darnach zu Rengspurg bard er siech und zoch ab in Passauer 
bistura. [do a ] starb er im dritten jar seins herzogtumsio 
und ward begraben [F. 73] in dem kloster zum heiligen 
kreuz, das sein vater sand Leopold gestift het, anno 1142. 
Hainrich b , margraf in Österreich, herzog Leopold und 
Otten, bischof zu Freising, Stifter der klöster Neustift, 

166. Schefftlarn und Slierss, brueder von vater und muter, 15 
nach seins bruders tod verlech im küng Conrad das 
herzogtum Bairen und gab im frau Gerdrudt, witib, etbo 
herzog Hainrichs des hochfertigen hausfrau, kaiser Lotharii 
tochter, und macht dadurch frid mit den Sachsen, daraus 
doch vil unrue in Bairn erstund anno 1143 1 ; wann herzog 20 
Weif vermaint , aus rechter natürlicher erbschaft gebürt 
im das herzogtum Bayren. darumb auch in gegenbürtigkait 
herzog Hainrichs mit gebalt zoch er in Bairen und verderbt 
auch ain tail des lands. des ward erzündt der gedacht 
herzog Hainrich und samlet ain volk und verderbet vil der 25 
kirchen und geistlicher güeter. auch gewan und erstört 
er Freising von wegen etlicher darin, di Gbelfo güner 
waren, und do im Gbelfo mit macht entgegen wolt, do 
waich er. herzog Hainrich mit sambt dem küng legten sich 
für das gschloss Dachaw und erstörten alles, das scheibumb 30 
was, und gebunnen Dachau und verprannten es. das was 
graf Conrads; der was mit herzog Gbelfo. also bas das ganz 

767.Bairland in unfrid. es hueb sich auch ain grosser krieg 
zbüschen herzog Hainrich und wischof Hainrichs, graf 
Otten von Wolfreczhausen sun 2 , und seiner [F.74J35 
bürger zu ßegenspurg und Odoacer, margraf zu Steir, und 

166. mert sich von tag zu tag. herzog Fridrich der jung, 
des küngs pruders sun, zoch in Bairen wider graf Hain- 
rich von Wolfreczhausen und legt sich für das gschloss 

a fehlt Hs. b dux am Rand Über Kreis. 40 

1 Oben 166,5: 1142. 

* Vgl. oben S. 495, Anm. 2. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 499 — 

Wolfreczhausen. er fieng da graf Conrad von Dachaw, der 
darnach herzog zu Croacia ward, und fürt in mit im haim. 167. 
herzog Hainrich aus Bairen , Östereich und anderen 168. 
teutschen landen samlet ain grosse ritterschaft und 
özoch wider küng Geisa von Ungeren. da geschach 
ain grosser streit, herzog Hainrich was gar gach und 
küen am ersten, aber am lessten verlos er den streit, und ^9. 
im ward vil volks erschlagen. 

In solhem unfrid in Bairen gab es sich urbäring, 
lOdas das frölich liecht des frids in allen landen 
erschain, wann küng Ludbig von Frankreich nam 
an sich das kreuz von dem heiligen sand Bernhard. 1 
also macht köng Konrad ainen hof gen Speir zu weinachten 
und enpfieng da das kreiz von sand Berenhart mit anderen 
l5mer, und als etlich sagen, so hat daselb sandBeren- 
hart den küng und babst ganz vericht. 2 darnah 
ruft der küng ainen hof gen Frankfurt, da ward sein junger 
sun Hainrich durch di fürsten zu küng erweit und zu mitt- 
vasten zu Achh gekrönt, auf den selben hof kam auch 
20 der jung herzog Hainrich von Saxen, des vertriben hoch- 
fertigen herzog Hainrichs sun, und begert da das herzog- 
tum Bairen, davon sein vater unrecht iglich gestosen wer 
worden, der küng mit weishait und listigkait spenet in 
auf, pis er herwider kam über mer. 
25 Nu was küng /F. 75] Conrad aus über mer zbay 77 ^ 

ganze jar und mer. do starb sein sun Hainrich 3 und \\^Cf.OttoFris. 9 
nach ainen jungen sun, genant Fridrich. der babst {q. ' 

enpfieng in durch ain epistl wirdiglich. darnach 65/66. 
zoch er von Rengspurg gen Köln und het bisch of59./68. 
30Otten von Freising mit im und kam wider gen Rengs. 69. 
purgund het da ainen hof. dahin kamen zu im zben 
legaten von Rom. er beleget Kelhaim und nötet da^ 171. 
pfalzgraf Otten, das er im must seinen sun geben zu geisel. 
er Hess auch sberen ain herfart gen Rom umb di kaiserlich 
35 krönung. nit lang darnach kam er gen Babnberg und b^rd 172. 

siech und starb a nno 1152. er liess ainen jungen sun,cy. OttoFris. 
genant Fridrich. den befalch er dem herzog Fri-*- c - 70 - 
drich von Sbaben, seinem vettern, mit sambt den 
kunklichen klainaten. 

40 ' Oben im lateinischen Texte nickt enthalten. 

* Im lateinischen Texte nicht enthalten. 

3 Die folgenden gesperrt gedruckten Sätze sind oben im lateinischen 
Texte Kap. 55, wo Ottos von Freising Oesta Friderici ausgeschrieben sind, 
nicht enthalten. Doch liegt auch in ihnen Ottos Text xu Gründe. 

32* 



f^nrmL* Original from 

cV UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 500 — 

A.175u.EJ02. Darnach 1153 kam an das reich Fridrich von Sbaben. der 

ward gekrönt zu Achh, zoch darnach gen Saxen, darnach 
gen Bairen und hett ainen hof zuRengspurg zu sand Haimran; 
wann der tum was neulich ausgebrunnen. im bas gross 
angst, wie er di zben Hainrichen, im baid gefründt, umbö 
das herzogtum Bairen möcht vertragen an plutvergiessen, 
und seczt in ainen tag nach sand Michels tag gen Wircz- 

burg. dahin kam herzog Hainrich von Saxen, des hochfertigen sun, 

aber herzog Hainrich, sand Leopolds sun, auf vil vodrung 
kam nit dar. darnach zu pfingsten het küng Fridrich hof 10 
zu Wormms. dahin kamen auch di zben fürsten Hainrich 
und Hainrich, aber kain vertrag mocht zbüschen ir berden. 
darnach zu sand Andres tag 1 in der stat Speir kamen 
di zben Hain-/ F. 76 J rieh aber für recht, da ward es aber 
aufgeschoben, küng Fridrich het sich geübt zbay jar von 15 
der fürsten begen. zum lesten ward er genaigt zu dem 
Hainrich, des vater vertriben was, und seczt in ainen tag 
gen Groslarn in Saxen. dahin kam der ain und der ander 
nit. do ward durch urtl der fürsten Hainrichen von Öster- 
reich abgeurtlt das herzogtum. küng Fridrich 2och gen 20 
Korn und ward von babst Adriano kaiser krönt, bis er 
wider haimkam, vergieng sich ain ganz jar. 2 beyKegens- 
A. /"ff.purg kaiser Fridrich redt mit seinem ohaim herzog Hain- 
richen von verändrung wegen der herzogtum, so doch durch 
urtl der fürsten dem andern herzog Hainrichen das herzog- 25 
tum zugeurtlt war. aber er wolt nichcz volgen oder nach- 
geben, darumb schieden si von ainander ungericht. nach 
sand Michels tag 8 gab der kayser di stat Rengspurg 
dem herzogen von Saxen Hainrich in nuez und geber. da 
kamen di herren zu im und gelobten im. der kaiser feyret30 
di weinachten zu Worms und die pfingsten zu Bairen in 
dem geschloss des pfalzgraf Otten. darnach nit verr von 
Rengspurg redt der kayser mit dem anderen herzog Hain- 
richen und verbilliget in zu veränderen der herzogtum. 

1 30. November. Von keiner Quelle genannt Oben 175, 32 mit 35 
den Worten Ottos von Freising (vgl. Simonsfeld, Jahrbücher des deutsehen 
Reictis unter Friedrich L, 1, 207): Proximo dehinc niense Decembri. 
Vielleicht ißt die obige Uebersetxung nur aus einem Missverständnis dieser 
Stelle etitstanden 9 insoferne der letzte November als der dem Dezember 
nächste Tag erachtet wurde. 40 

* Nach Otto Fris. y 0. Frid. 11, 41 : eodem ferme quo inde egressus 
fuerat tempore verteilte anno. 

3 Nach dem 29. September. Oben 176, 7 mit den Worten Ottos 
von Freising : median te Octobri. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

I by VrUUglL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 501 — 

darnach het der kaiser hochzeit zu Birczburg. 1 nach Sand Gallen- ^%J[^jtjo 
tag 2 kamen di fürsten gen Rengspurg und warteten &&A.176. ' # 
des kaisers. herzog Hainrich der elter wonet der zeit zbo 
meil von Rengspurg. da ward geöffnet der rat, der lang 
5verschbigen was beliben. also herzog Hainrich der elter 
gab auf das herzogthura Bairn mit siben paneren, di waren 
geben dem jungen herzog Hainrich, und er [F. 77] enpfieng 
di march in Östereich mit zbain paneren. also ward Öster- 
reich mit sambt dreien grafschaft ob der Ens mit urtl 

10 der fürsten verbandelt in ain herzogtum zu ebigen Zeiten 
und bestätt mit des kaisers brief; wann die erbergkait des 
fürsten eraischet, das er den herzoglichen namen nit solt 
Verliesen, also zoch kaiser Fridrkh ein gen Rengspurg 177. 
mit grossen freuden, darumb das er di zben fürsten het ver- 

löainet. allererst kam Bairland zu gutem frid. der spruchbrief RW3u.A.l77. 

lautt also: 8 

In dem namen der heiligen und ungetailten trivaltigkait. Fridrich, 
von gunst göüicher güetigkait römischer kayser, allzeit merer desE.104ujLJ77. 
reiche, wiewol der wechsle der gfleter mit leiblicher stift mag kreftig 

20 beleiben oder di b nach weltlichem gesecz zugehandlt mag werden, mit 
kainerlai Widerspruch mögen zerrürt werden, doch das in gethanen 
sachen kain zbeifl sei, das sol unser kaiserliche macht underkomen. 
darumb sey wissnlich allen Kristen und des kaisertums und unseren 
getreuen, gegen bürtigs alters und nacbmal kunftigs, wie wir mit hilf 

25 der genaden des, durch den frid den menschen von dem himl auf di 
erd gesandt ist, in ainem gemainen unserm hof zu Rengspurg zu der 
heiligen Maria tag, als st geboren ist, in gegenburtigkait maniger 
geistlicher und kristenlicher den krieg und stoss zbüschen unsers 
allerliebsten ohaim Hainrichen, herzog zu Östereich, und aller- 

30 liebsten nefen, herzog Hainrich zu Saxen, lang ist geübt von des herzog - 
tums von ßairn und von dem oberen tail der mark von der 
Enns, [F. 78] haben also zu ende bracht, das der herzog zu Oster- 
reich hat uns aufgeben das herzogtum Bairen und di march, di er 

ä weschl Es. b fehlt Es. 

35 J Oben im lateinischen Texte nicht enthalten. 

* St. Qaüus ist 16. Oktober. Oben 176,26 nach Otto von Freising: 

mediante Septembri. 

3 Der folgende deutsche Text ist aus Andr. 633 (Privilegium maius) 

von Ebran 103 übernommen und aus letzterem hieher; aber hier ist deut- 
40 lieh der lateinische Text des Privilegium maius oben 177 als Grundlage 

verwendet worden und hat xu einzelnen Aenderungen Anlass gegeben. 

Ausserdem, jedoch hat es den Anschein , als ob auch der Text des Andr. t 

wie einige Lesarten erkennen lassen möchten, Verwendung gefunden habe, 

wenn man nicht, was ich vorziehen möchte, annehmen will, dass hier 
Ab xu fällige Uebereinstimmungen in der Uebersetxung des lateinischen Textes 

vorliegen. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 502 — 

besass. nach der aufgebung haben wir zuhand in gut verlihen 
das herzogtum Bairen dem herzog von Saxen. aber der selb herzog 
zuSaxen hat uns aufgeben di march mit allen irn rechten und gutaten.* 
das aber in dem di er unsere allerliebsten ohaym nit gemindert werd, 
so haben wyr mit rat und gericht der fürsten, darin der durchleuchtig 5 
fürst Bandislaus, herzog in Behaim, das urtl geöffnet hat und ander 

E.104u. A.1 78. färstn bestät haben, di margrafschaft Österreich und di gedacht 
mark Ob der Enns haben wir in ain herzogtum verkert, und das 
selb herzogtum mit allen seinen rechten, freihält und genauen aus 
kaiserlicher miltigkayt haben wir unserm egenanten ohaim Hain- 10 

E.105u.A.176. riehen und seiner alleredelisten haustrauen Thodore zu gut verlihen in 
ebigen Zeiten, das wir bestaten also t das si und ire kinder nach in, 
unversebaidenlichen sün und tochter, das selb herzogtum zu Ostereich 
zu erbrecht von dem reicH haben und besiezen, ob aber der egenant 
herzog von Osterreich, unser ohaim, und »ein hausfrau an elichlS 
erben abgieng, da got vor sey, so sollen si di freihait haben, das 
si das seih herzogtum mögen günnen oder vermachen, wem si bellent. 
wir seezen auch, das kain person, si sey gross oder klain, in des selben 
herzogtum an des selben herzogen willen oder hengen kain recht tür 
geüben, aber der herzog von Osterreich ist von seinem herzog-/"F. 79] 20 
tum uns noch dem kaisertum kaines anderen diensts schuldig, dann 
das er zu den böfen, di der kaiser beruft in Bairen, bann er gefodert 
wirt, komen 6ol. er ist auch kainer herfart schuldig, dann ob viileicht 
der kaiser in di künkreich oder land, di an Ostereich gelegen sind, in 

E.105u.AJ79.di schiken wurd etc. das aber di unser kaiserliche Ordnung zu allen 25 
zeiten ganz und unzerbrochen bleib, so haben wir den gegenburtigen 
brief schreiben und mit unserem ingedrükten insigl bezaichen geschafft 
und darzu genomen wolgepfirend oder taugentlich zeugen, der namen 
sind die: Bilgram, patriarch zu Aglai, Eberhardus, erzbischof zu Salcz. 
bürg, Otto, bischof zu Freising, Conrad, bischof zu Passaw, Eberhardus, 30 
pischof zu Babenberg, Hartmanus, bischof zu Brüten *>, und Triennt 
bischofe, herzog Welfo, Konrad, des kaisers prüder, Fridrich, 
kiing Konrads sun, Hainrich, herzog zu Kärnten, margraf Engl- 
hart von Istria, margraf Albrecht von Staden, margraf 
Diepoldus, Hermanus, phalzgraf bey Rein, Ott, pfalzgraf, und sein 35 
bruder Fridricus, Eberhart, graf zu Sulczbach, Rudolf, graf 
zu Sbeinhunt, Englbertus, graf zu Hals, Gebhart, graf zu 
Purkhausen, N., graf ZU Pilstain etc. und der anderen vil mer. 

R106u.A.180.dBS zaichen des uniiberwindperlichen römischen kaiser Fridrich, 

und ich, Reinaldus, kanzler an stat Arnolfi, erzbischof zu Mainz, erz-40 
kanzler, hab das bekannt, da herschet her Fridrich, römischer kaiser 
in Cristo. geben zu Rengspurg 15. Kai. Octobris, indiccion 4., des 

« hier fehlt (Text Ebrans): die marggraf Leopold gehabt hat von 
dem hertzogtumb in Beim, b hier fehlt (Ebran 105, 25) : Hardwicus, 
bischof zu Regenspurg. 45 

.. (~*r%rifflp Original frorn 

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— 503 — 

jars, und got mensch ward, tausent hundert 56, seines reichs im fünften, 
des kaisertum im anderen jar. 

[F. 80] Hainrich*, herzog in Saxn, des vertriben hoch- A.l80u.E.l02. 
fertigen herzog Hainrichs sun, kam an das herzogtum zu Bairen 
5 durch kaiser Fridrich anno 1156. der fürst was gar ain ernst- E. 103. 
licher gestrenger richter, dann seine gebot dorst niemant brechen bei 
der wid des haubts. der herzog ist Stifter gebesen des klosters Bans- 
hofen. des selben stiftbriefs datum stet 1157. 

Anno 1159 herzog Hainrich von Bairn und Saxen mit A. 181. 

10 seiner mächtigen ritterschaft mit samt der kaiserin 
ist zu dem kaiser ins feld zogen für di statt Crema bei 
Mailant. 

Anno 1160 6. Kai. Februarii Pilgram 1 , patriarch zu 
Aglai b2 , und herzog Hainrich von Bairen sind undertädiger 

15 gebesen, das di bürger di stat Crema dem kaiser ergeben 
haben, der si von stund hat lassen berauben und verprennen. 
der herzog tet dem kaiser grossen peistand mit seiner ritter- 
schaft in wälschen landen wider Mailand. 

Anno 1162 an sand dementen tag zu Costnicz ist 182. 

20 herzog Hainrich von seiner hausfrauen Clemencia, herzog 
Conrad von Zäringen tochter, im korrecht geschaiden 
worden, und als man sagt, so ist das durch rat des kaisers 
geschehen, darnach hat er genomen küng Hainrichs von 
Engelan t tochter, der sand Toman von Kandlberg martern 

25liess, und het bei ir drey sün, Hainrichen, der hernach 
pfalzgraf bei Rein bard, Otten, der ain kurze zeit kaiser 
bas, und Bilhalm. 

3 Anno 1164 ist gestorben Gebhart von Purkhausen. da besassen Andr. 543. 
di herzogen von Bairen di vest Purkhausen. 

30 Do nu kaiser Fridrich lang kriegt het mit derA.184. 

stat Mailand und mit dem pabst, anno 1175 legt er 
sich für [F. 81] di stat Alexandria. das geliikt im nit; 
wann herzog Hainrich von Bairen und Saxen mit seiner 
ritterschaft was von im gebichen aus dem veld und nam 

35 des ain ursach, darumb das der recht babst Alexander den 
kaiser rechtlich in den ban het tan. der kaiser zoch im 185 
nach bis zu Kumersee und pat in mit aller demütigkait, 
das er in nit also verliess und bei im belib. als etlich 

a Kreis am Rand. b Aglac Hs. 

40 x Oben 181, 19 lateinisch Peregrinus wie Rahewin. 

- Dem lateinischen Texte gegenüber Zusatz aus dessen Quelle 
Rahewin, Qesta Friderici imperatoris IV, 70. 

3 Der folgende Absatz ist oben im UUeinischm Texte nicht enthalten. 
Er stammt aus Andr. 543 bexw. dessen Quelle Herrn. Alt. 



. C*f\f\t%\o Original frarn 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 504 — 

mainen, so sey er im zu ftissen gefallen, da sprach ainer 
aus seinen dieneren, genant Jordan, gar durstiglich: herr, 
lat euch di kaiserlich krön komen auf di füess; wann si 
wirt euch noch komen auf das haubt. da ward der kaiser 
u. Chr. Ursp. bezbungen, das er daz her must zertrennen und aus dem 5 
557, feld weichen, do zoch er mit grosser arbait und miie 

mit hilf der burger von Taurino und Novaria über den perg Jovis 1 
aus wälschen landen in Burgundia, seiner hauafrau land. an 
etlichen enden ward er also geängst, das er must di klaider seiner 
A. 185. knecht anlegen und der ross warten. 1 zum lessten kam er in 10 
Schbaben und erklagt sich umb verräterey kaiserlicher 
mayestat, der herzog het in fürkoraen und püntnüs in Swaben 
gemacht mit den grafen von Zoleren und von Veringen 
und mit etlichen mer. der kaiser vodret den herzogen oft 
zu hof, das er sich verantborten solt der sach, di er zu im 15 
seczt. do warn etlich fürsten und herren, günär des herzogen, 
der mainung, es möcht kain kaiser kainen fursten entseczen 
dann in des selben fürstentum. do stund ain edlman herfür, 
der sprach, es möcht der kaiser das wol tun; das wolt er 
bebären mit dem kämpf gegen ainem jetbederem, der kempfen 20 
wolt. und da niemant da was, der kempfen wolt, do seczt 
der kaiser [F. 82] auf ain ewigs gesecz, das er und ain 
iglicher kaiser oder küng mochten einen fürsten entseczen 
oder verrechten an ainer idlichen stat, doch in dem reich, 
also ward zu Gmünden in Swaben 5 durch urtl der fürsten 25 
der gedacht herzog Hainrich erkant schuldig laidigung 
kaiserlicher majestat, imd baide herzogtum wurden im 
abgesprochen anno 1180, und der kaiser lech si den, di da 
waren deugenlich, die zu behalten, also lech kaiser Fridrich 
das herzogtum Bairen Otten, pfalzgrafen zu Witelspach, der 30 
durch hilf seiner brüder, Conraden, erzbischof zu Salczburg, 
darnach zu Maincz, Otten, den er nach im pfalzgraf macht 
zu Witlspach, dess sun küng Philipp erstach zu Babnberg , 
und graf Fridrich von Scheiren, der genant was der 
partat, durch der dreier seiner brüder hilf traib er herzog 35 
Hainrich aus dem land mändlich und erlangt das herzogtum 

1 Quelle dieser Zusätze ist das auch dem umgebenden Texte der 
lateinischen Vorlage oben zu Gründe hegende Chr. Ursp. 357, wo es 
gegenüber dem oben 185, 7 f. gekürzten Texte heisst : . . . cum maximo 
labore auxilio precipue Taurinensium et Novariensium egressus est de 40 
Italia per montem Jovis, tendens in Burgundiam, terram uxoris suae, 
in quibusdam etiam locis adeo angustiatus, ut accepta tunica servientis 
servum se esse simularet et equos tamquam servus procuraret. Tandem 
veniens in Alamanniam . . . 

7 Die Worte in Swaben sind Zusatz aus Fiietr. 163. 45 



byG< 



[ .. Original frorm 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 505 — 

ßayren. aber das herzogtum Saxen verlech er graf Peren- 
hart 1 von Anhald, graf Albrecht 1 von Anhald sun, der 
durch hilf N., erzbischof zu Köln, Philipen 2 , erzbischof a zu 
Maincz, N., landgraf zu Türigen, in ainem monat den her- 
5 zogen aus 16 starken gschlösseren in Saxen vertraib. 

Der egemelt herzog hat Bairland geregirt 24 jarWG 
und in dem lesten jar seins regiments hat er den markt 
Veringen und di prük, di die kirchen von Freising lange 
jar von alter her 8 mit rue het besessen und in nucz 

lound geber gehabt, zerprochen unrechtlich und in 
sein dorf München gemacht, dann der zeit München 
nur ain dorf was, und mit samt dem zol. des hat sich 
beklagt in offen rechten vor kaiser Fridrich bischof Albrecht 
zu Freising und sein klag [F. 83] im rechten bebeist und 

15 wargemacht mit den hernachgeschriben fürsten: Conrad, 
erzbischof zu Salczburg, Chuno, bischof zu Rengspurg, 
Berbhtold, margraf in Histria, Gebhardus, graf zu Sulczbach, 
Ott, pfalzgraf, der grösser, sein bruder Ott der jünger, n. 187. 
Fridrich, burggraf. da hat der kaiser im rechten durch 

20urtl der fürsten di fräveltat des benanten herzog Hain- 
richs, der zeit zu Braunswig, vernicht und den markt und 
di prük dem obgenanten bischof von Freising und seinen 
nachkomen widerumb geschafft und mit kaiserlicher freihait 
bestätt. des sind zeugen gebesen di obgemelten siben fürsten 

25 und darzu Diepold, pischof zu Passaw, Hainrich, erweit zu 
Ciirick 4 , Gaffidamus, bischof zu Mantua, Gotfridus, kanzler, 
Rudolf, notari, Romarius, brobst zu Haiverstat, Hainrich, 
burgraf, Siboto, graf zu Neuburk, Conrad, purkgraf zu Nüren- 
berg, Frydrich von Truhendingen und sein bruder Albrecht, 

30 Hainrich von Alltendorf, Deinhart von Halenstain, Amel- 
brecht von Lochhusen, Hainrich marschalk von Papnhaym, 
Burkhard, kamrer, Aczo, kamrer, Regilo, kamrer, Rudolf von 
Waldeck, Hainrich felix puer, Adilolt von Dornbach, Egilban 
von Achdorf und sein bruder Hainrich, Rudolf von Ried, 

35 Ä erbischof Es. 

1 Vgl. oben 185, Anm. 2. Die deutsche Bearbeitung ist gemacht, 
bevor die betr. Namen im lateinischen Text ausradiert und durch andere 
ersetxt waren. 

* Im lateinischen lext oben 185 IH 7 gehört der Name Philippus richtiger- 
40 tceise xu den vorausgehenden Worten Coloniensis archiepiscopus ; durch 

Nichtbeachtung dieser Tatsache stiftet der deutsche Text Verwirrung. 

* Eier ist merkwürdigerweise der Ausdruck obeti 186, 7: principura 
dooacione nicht übersetxt. 

4 So für oben 187,9: Curieusia. 

n Pnnol " 4 Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 506 — 

Hartbich raarschalk, Berchtold von Richterhausen, Sibot 
von Holczhausen, Wolfher von Holczhausen. das ist ge- 
schehen zu Rengspurg in offem hof anno 1180, indicion 13, 3. 
Id. Julii. und über solhe erlangte kaiserliche recht und 
geschäft hat der obgmelt bischof Albrecht nach nit mögen 5 
hanthaft werden seiner brük und markt, diweil er lebet, 
dann der oftgemelt herzog in dem selben jähr [F. 84] ganz 
vertriben ward aus Bayrland, und nach im ist an das her- 
zogtum komen pfalzgraf Ott von Witlspach. der hat geleich 
als wol das dorf München einzogen als sein vorvoderen, 10 
wiewol er zeug gebesen ist im rechten des kaiserlichen 
geschäfcz. der frävel hat sich verlengert, bis bischof 
Albrecht und herzog Ott gestorben sind, do ist sein 
sun an das herzogtum kamen und Otto von Oiessen 

A. zs&erbelt worden zu bischof zu Freising, der hat drey geist- 15 
lieh und zben weltlich brüder gehabt, Diepold, bischof zu 
Passau, Hainrich, bischof zu Wirczburg, und Manegold, 
auch ain bischof. der bischof hat umb freihait und ge- 
rechtigkait seiner kirchen das geschloss Ottenburg 
gepaut, das den naraen nach im hat, und daraus mändlich20 
kriegt auf* München, zum lesten nach vil täding ist der 
kirchen zu Freising ain tail aus dem zoi zu München ge- 
sprochen, das trifft bei unseren zeiten bey 50 Ib. d. järlichen. 
A.189u.E.l07 . Nu ist ze merken, wie das herzogtum Bairen zu den grafen 

von Scheiren komen ist. und von erst von pfalzgraf Otten von Witls- 25 
pach, der der erst ist gebesen von Scheiren, darnach von 
seinem sun Ludbig, darnach von ainem fürsten pis auf den 
anderen und ir gepurd und sipschaft, di geherscht b haben in 
ßairen bis auf den heutigen tag, di all von dem vorgedachten 
fürsten Otten von Scheyren entsprungen sind und iren Ursprung 30 
haben. 

A. 189. Otto c , pfalzgraf zu Bitlspach, von seiner mänd liehen 

tat begen und ge- [F. 85 J treuem beistand, di er mit leyb 
und gut hat manigfeltig getan dem römischn reich in 
waischen landen, ist an das herzogtum komen nach 35 

E.107. herzog Hainrich durch kaiser Fridrich. der Otto ward genannt 

A. 194 der grossmächtig helt. sein vater was auch genant Otto 
pfalzgraf zu Witlspach, ein geborner graf von Scheiren. 
er 1 pauet ain purk zu Witlspach und machet dahin ain 

» auss Hs. b geherech Hs. c duz am Rand über Kreis. 40 

1 Nach dem lateinischen Text oben 194, 21 vielmehr dessen Vater Otto. 

n f~"rw^nl ■" Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 507 — 

pfalzgrafschaft und er ward der erst pfalzgraf daselbs. 
er hat gestift das kloster Understorf, das im zu puess geben 195. 
worden ist von dem babst Calixto, darumb das er dapei 
gebesen was, do küng Hainrich der fünft babst Pascalem 
5vieng. er het zu geraahel ains herzogen tochter von 194. 
Lengfeld mit namen HeiLkam. di was aufgezogen borden 
in tugent und götlicher forcht zu Rengspurg in dem kloster 
Obermünster, damit er lang zeit euch und gocz- 
forchtiglich lebt, vier sün wurden im geboren von ir, 195. 

10 Otto der elter, Conrad, Frldrich und Otto der jünger. Otto 
der elter was ain mächtiger fürst und he rrinBairen. 
er was ain veint der poshayt und ain fründ frumer 
menschen und het lieb das recht, darumb was 
er bol erkannt in dem römischen reich und von 

issolicher adelicher tat wegen ward er genant in 
allen teutschen landen der gross Ott, pfalzgraf 
zu Witlspach und herzog in Bayren. sein bruder 
Conradus ward erzbischof zu Muincz, und do di zbayung^öp. 
aufstund in der kristlichen kirchen, wollt er nit nachhengen 

20 dem kayser Fridrich für den unrechten babst. darumb 
bard er aus seinem bistum getriben. er zoch gen Rom zu 
dem [F. 86] rechten babst Alexander, dabei beleih er ain 
zeit, der babst lech im das bistum Sabiner und macht in 
legaten. und darnach als nu der kaiser veraint ward mit 

2f> dem babst Alexannder, anno 1182 zu Maincz in ainem con- 
sili Albertus, des küngs sun von Beham, gab auf das bistum 
Salczburg. das enpfieng Conradus cardinal und legat in 
teutschen landen und regirt das 7 jar, zu seinen Zeiten 
ward der heilig bischof sand Virgili erhebt, anno 1183 

30 starb Cristanus, der das erzbistum Maincz, nachdem und 
Conradus vertriben ward, het eingenomen. also ward Con- 
radus wider erzbischof zu Maincz, und der bischof Albertus 
kam w r ider an seinen bischoflichen stul. der Conradus starb 201. 
zu den Zeiten küng Philipp und ward in seiner kirchen 

35 Maincz gar löblich begraben, sein bruder pfalzgraf Fridrich 196. 
zu Bitlspach anno 1183, do er wider haym kam von dem 
heiligen grab, do gedacht er das ebig reich mit dem irdischen 
zu kaufen und gab auf sein gut got zu lob armen leuten 
und klösteren. besunder begabt er Scheiren, Ensdorff, 

40 Undenstorf. als er durch einsprechen götlicher gnad solichs 
verpracht hett, do kam er in das goczhaus Undennstorf, 
und an dem heiligen ostertag vor unser frauen dem hohen 
altar gab er aus seiner hand sein schbert und legt an den 

n C^f^ool - Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 508 — 

orden, darinn er lebet haylsamlichen seiner sei mit andacht 
an sein end und ist begraben bei seinem vater, Stifter zu 
Undenstorf. Ir bruderOtto der jünger den macht sein 
bruder herzog Otto nach im pfalzgraf zu Witls- 
pach. er bas ernstlich und streitpar und [F.87]b 
196 u. isr.het ainen sun, genant Otto, anno 1208. der tet ain üble 
tat. in der stat Babenberg schlug er zu tod den romischen 
kting Philippus, darumb das er im gelobt het sein tochter 
zu der ee und das nit volentet. der küng het geschikt 
seiner hausfrau brief, wie der «obgenant Otto prechenhaft 10 
war an seinem leyb. di selben brief wurden aufgebrochen, 
ee das sy komen zu der ktingin. das was die ursach, 
darumb der küng erschlagen ward, di küngin vor 
grossem laid starb zuhant darnach und si was des küngs 
tochter von Kriechenland, des selben jars von des tod- 15 
Schlags wegen ward auch getott der genannt Otto von 
198. Hainrich von Kalladin nit ferr von Rengspurg zu Oberndorf, 
und sein leib ward gefürt gen Unndenstorf und belaib ob 
erd dreu jar unbegraben. und di burk zu Witlspach ward 
von dem reich zerprocben und di anderen des gescblächcz 20 
all vertriben. 

Anno 121 2 x herzog Ludbig von Bairen kam gen 
Undenstorf in das goczhaus und zu trost der sei des 
obgenanten jungen Otten zu Wittlspach opfret er 
auf unser frauen altar ainen hof zu Witlspach und begeret 25 
an den prelaten und convent, das sy gen Rom schiketen 
umb urlaub, den leichnam ze begraben, das erlaubt babst 
Inocencius der dritt. also enpfieng er do pey den andern 
seins geschlächcz di grebnus. item der obgenanten 
/ÄÄfürsten bruder, herzog Ott von Bairen, als er was in 30 
Sbaben bey dem kaiser, starb er und bard gefürt in das 
kloster Scheiren, daselb mit grosser [F. 88] klag der seinen 
E. M& begraben und liess ainen jungen sun, genant Ludbig. 
108, 110. Ludbig * , ain sun herzog Otten, der ander herzog z u Bairen 

Ä.217. von dem geschlacht der grafen zu Scheiren, ereribt alles, das di 35 
grafen von Scheiren liesen nach irem tod, viel als an in. 
das gschloss Dachau het erlöst sein vater herzog Ott von 
frauen Wdilhild, witib Conrads, des lessten grafen vonDachaw, 
umb 10 mark golcz und 800 Ib. d. item frau Ludimilla, 

* duz am Rand über Kreis. 40 

1 Oben 198,5: 1216. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 509 — 

ain geborne herzogin von Sbeidnicz, des küug von Peham22S u. 
mume 1 , betrog herzog Ludbig, das er sy nam. das fügt sich also. F. 164. 
als graf Albrecht von Pogen nu gestorben was, ir hausbirt, und frau 
Ludimilla verwitibt was, was si gar ain schöne frume frau. do 

5 wandelt der gemelt herzog» Ludbig viel mit ir. in dem sprach er 
der frauen nach fründlicher lieb, di miniglich frau sprach, das si 
Bolicbs ausserhalb dem geeecze der ee nimmer tun bellte; es solt 
auch des niemant anders an sy begeren. nach dem wolt der fürst 
nit erwinden an seinem geberb. ainer zeit bestellt si drey ritter und 

10 stellt si hinder ainen umbhang in ir kamer und liess auch dabei drei 
ritter innwendig auf den umbhang kostlich malen, als aber der herzog 
zu ir kam und aber sein inbrünstige lieb der frauen verkündet, fürt 
sy in ein ir kamer und sprach: herr, ob ir mir gelobt pei eur fürst- 
lichen treu vor disen dreien ritte ren, di hinder dem Umhang sind, das 

15 ir mein trautschaft, auch meinen leib zu meinem gut wellet haben und 
nemen zu der ee nach Ordnung [F. 89] der kristenlichen kirchen, so 
mögt ir wol mit mir schaffen euren willen, sunst beschicht es i n kain 
weis, mit dem tet si den umbhang dann, do der herzog das gemäl 
sach, achter ir nit vil, verlobt darauf der frauen, des sy wol benügt. 

20 und di frau sprach: ir drei fromen ritter, ir habt doch die gelübd 
wol gehört? do sprachen di ritter: ja, genädige frau, gar wol. mit dem 
giengen auch si herfür. des erschrak der herzog seer und gieng aus 
der kamer und rait darnach ain ganz jar von dem land. nachdem 
er wfder zu land kam, nam er di frauen mit eren und freudn. nu 

25hett di iczgedacht frau pey im vorigen man graf Albrechten 
von Pogen zben sün Albrecht und Berchtold. di kriegeten wider alle 
di, die in nachet gesessen waren, es wären bischof, prelaten, grafen 
oder herren. umb das wurden sy baid vertriben. mit dem kam die 
grafschaft erst an di herren von Bairen. di vertriben zben grafen A. 218. 

30 kamen in wälsche land und siezen noch bis auf heutigen 219. 
tag in der grafschaft Tirol und sind genant di grafen von 
Arcu, das ist ain pogen. 

Aber herzog Ludbig nam gross auf. er krieget 219. 220. 
mit bischof Conrad von Rengspurg anno 1203 und mit 

35 anderen bischoven in Baireniand. darumb nam er am lesten 
ainen pösen tod. anno 1204 bischof Conrad von Rengspurg, 
graf Hainrich von Franntenhausen sun, hueb an zu pauen 
ain spital zu Rengspurg auf der brüken. er begäbet sein 
bistum mit dem gschloss Deyspach, Werd, Künigswart und 

40Peuren. und durch den vorgemelten krieg ward Bairland 
vast [F. 90] verderbt mit raub und prant. der herzog 
erstöret das geschloss Teczelspach und hub an zu pauen 
das geschloss Dingolfing. item in dem obgenannten jar hub 
er an zu pauen das geschlos Landshut. anno 1205 pauet 

45 J E. 110 : eins konigs tochter von Beheim ; F. 164 : die was des 

kunigs von Behaim tochter; dazu oben 217, 27. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

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— 510 — 

222. er di stat Landshut. anno 1208 pauet er Straubing, anno 
228. 1210 pauet er das geschlos A.bach. anno 1215 herzog 

Ludbig zu Bairen hat erlangt di Pfalz bey Rein nach dem 
tod pfalzgraf Hainrichs, der ain sun was des vertriben aus 
Bayren herzog Hainrich von Braunswik und ain brudero 
229. 222. kaiser Otten. 1 in dem selben jar ward er und als bairisch 
volk gefangen, edl und unedl, reich und arm, und mit einer 
grossen steur erlediget. 

223. Anno 1220 zu Rom Fridrich der ander ward zu kaiser 
gekrönet in gegenbürtigkait herzog Ludbigs und ander 10 
fürsten. 

1221 ist ain grosse teurung und pestilenz in Bairn 
gebesen. 

In der zeit ist belegt worden von den Kristen 
di stat Damiata; wann babst Honorius sandt ainenlö 
cardinal Conradus, bischof Portuensis, in teutsche 
land, zu predigen das kreuz zu widerbringen das 
heilig land. 2 

223. Anno 1222 zugen vil Kristen über mer zu der be- 
legerung der haydnischn stat Damiata. dahin kamen auch 20 
Seyfrid, bischof zu Augspurg, und der graf zu Voburk. es 
was auch da Pelagius, ain päbstlicher legat. di von Köln 

224. und aus Frieserlannd teten vil guter tat. di stat ward 
F. 165. gewunnen und wol 6000 3 menschen darin erschlagen, es 
A. 224. kam auch dar herzog Ludbig von Bairen mit [F.91] 8ambt25 
F. 165. herzog Leopold von Osterreich, der soldan betrog di Kristen. 
A. 224. sy muesten im di stat widergeben und myt schänden haim 

zu land ziechen anno 1224. in dem genannten jar ist 
Landaw angefangen worden zu pauen. 

225. 1225 ist herzog Ludbig trager worden des jungen 30 
küng Hainrich des anderen, kaiser Fridrichs sun, in 
aygen und künklichen güteren in teutschen landen, in der 
zeit ist grosse teurung und pestilenz in teutschen landen 
gebesen. 

1226 ist frid worden zbüschen pischof Conrad von 35 
Eengspurg und herzog Ludbig zu Bairen. in dem benanten 
jar sind zu Freising der thum, sand Andre, all kapeilen 
und korherrenheuser und di stat ganz verpruuen. 

1 Vgl. oben 228,1 f., 23 f., 229, 1, daxu 182, 34 f. und 503, 25. 
* Quelle? 40 

3 Quelle? F. 165 : Sy sluegen in der selben stat wol LXXX tausent 
menschen zu tod. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized by VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 511 — 

1227 x in der nacht sand Vallteins ist wol der drittail 
der stat München und das spital verbrunen. 

Anno 1228 herzog Ott, herzog Ludbigs sun, in der 
stat Straubing in gegnbürtigkait küng Hainrichs und ander 
5 fürsten, grafen, freyen, ritter und knecht hat das swert an 
sich genomen. 

Anno 1229, do sich di unainigkait zbüschen des babsts 

Gregorio des 9. und kaiser Fridrich des 2- so lang verzoch, 

do kriegt küng Hainrich, des kaisers sun, auf herzog Ludbig 

10 und verderbt etlich end des Bairnlands. herzog Ludbig 

von Bairen was ain vermerter fürst- er tet vil rais. er A225u.E.liO. 
vertraib di grafen von Klingberg, das si ab musten flihen gen Ungeren. 

Anno 1231 herzog Ludbig von Bairen ward erstochen A.225,F.166 } 
zu Kelhaym in gegenbürtigkayt [F. 92] seines hofgesinds E - n0 - 

1 5 von seinem » Sprecher *, etlich 3 SCCZen: von ainem unbesinnten 

und unerkannten man, und etlich 4 mainen, es hab 
küng Hainrich zugericht. und ward begraben in dem kloster 
Scheiren bei seinem vater seins herzogtumbs im 47. jar. a. 226. 
des mals was ain grose teurung. es galt ain schaf körn 

20 5 Ib. d. 

Darnach sein witib, frau Ludimilla, hub an zu pauen 
das kloster Säldental zu Lanczhut sand Berenharcz orden 
anno 1233. sy zoch selb in aigner person gen Korn und 
erlangt gnad, ablass und heiltum zu ir stift, darinn si sich 

25got ergab und lebt gar geistlich und starb darnach säliglich 
und ist auch daselb begraben, darnach in dem benannten 236. 
kloster haben di herzogen in Niderbairen ir gräbnüs 
erwelet und sind auch ir vil herren und frauen da 
begraben, herzog Ludbig Hess ainen sun, genannt Ott. der herzog E. 111. 

30 Ludbig was lang unbesungen, bis zu jüngst besang man in mit grossen A. 226 u. Tab. 
em zu Scheiren. dabey bas Eberhardt, erzbischof zu Salcz- ^*j? 194 u - 
bürg, der erzbischof zu Maincz, Conrad, bischof zu Freising, 
Seyfrid, bischof zuRengspurg, bischof von Passaw, Aichstet 

a so Hs.f 

35 * Vielmehr 1327. Die Uebersetxung will einen oben gemachten 

Fehler (vgl. 225, Anm. 2) gut machen, verschlechtert ihn aber nur. 

* F. 166: von ainem Sprecher; letzteres Wort unrichtig statt Stecher, 
sicarius ; vgl. das. Anm. 2. 

8 Hiemit ist E. 110 gemeint, wo es heisst : von einem unbesinten 
40 menschen. 

* Vgl. oben 225, Anm. 5. 

6 Der deutsche Text dieser Quelle ist hier deutlich erkennbar ver- 
wendet. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 512 — 

und Augspurg, der abt von Seckaw, der abt von Kiemsee, 
prelaten und priester an zal, fürsten, grafen, freyen, ritter und 
knecht ain grosse schar, des selben tags gab sein sun herzog Ott 
kästen, zechat, guter und urbar vil gen Scheiren. 

Cf.A.206.205. Anno 1231 ist gestorben di heylig witib sand Elspett, B 

di darnach canoniziert hat babst Gregorius der neunt anno 
1235. sy ist geporen worden anno 1207; ir vater [F. 93] 
ist gebesen küng zu Unngeren Andre der ander, küng Bele 
des dritten sun, ir muter Gertrud, ain tochter Berchtold, 
herzog zu Ameran, margraf zu Isterich, graf auf dem pergiO 
Andächs, di von graf Bankban ermort ward, nach 9 jaren 
darnach ward verheirat sandElspet irs alters im vierzechenten 
jar dem edlen Ludbigen, landgrafen zu Hessen und Dürgen. 
aus dem gepar si Hainrichen, der von Hessen ver- 
triben ward von seinen frunden und belaib doch*5 
landgraf zu Dürgen, er und sein sun und ire kind, 
der hernach 1245 zu römischen küng erbelt ward, 
aber er lebt nit lang darnach, der bemelt ir haus- 
birt landgraf Ludbig zoch über mer zu dem heiligen 
A. 205. grab und starb auf dem weg 122 7. di heilig sand 20 
Elspet was 4 jar bitib und sechs jar in der konschaft der 
206. ee und starb irs alters im 24. jar. 

228 u.E. 11 1. Ott, herzog a in Bairen, ain sun herzog Ludbigs, nam zu der 

ee Agnes, pfalzgTaf Hainrichs tochter, und er besas darnach di Pfalz 
zu erbrecht durch gunst und Jechen kaiser Fridrichen des anderen. 25 
also kam di Pfalz zu dem herzogtum Bayren. aber oben 1 ist 

A.228. gesagt, wie sein vater Ludbig habs erlangt, als dann das 

229. schreibt bruder Anndre. 2 das mag villeicht also sein : herzog 

Ludbig habs am ersten erlangt und herzog Otten sey sy 

bestätt und zu erbrecht verlihen worden. 30 

A.229 Anno 1233 küng Hainrich ist zum anderen mal in 

u. E. hl Bairen gezogen mit krieg und verderbung. der fürst Ott 

was im anfang gar ain ge-[F. 94 J strenger, gerechter fürst, er 

Hess ains mals auf ainen tag T)0 räuber enthaubten ZU Werenpach. 

A.229. Anno 1234 der erbirdig vater Conrad Tölczner,35 

bischof zu Freising, hub auf götliche ambt und singen 
und legt interdict in dem ganzen bistum von des kriegs 
wegen zbüschen sein und herzog Otten. 

a dux am Band über Kreis. 

1 S. 510, 2 ff. 40 

8 Vgl. S. 228, Anm. 6. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 513 — 

Anno 1237 kaiser Fridrich fieng seinen erstgebornen 
sun, küng Hainrich, und schikt in ein das elend gen 
Napels 1 . do starb er in der fänknus in kürz, in der 
zeit ward widerspännig herzog Fridrich von Ostereich dem 
5 kaiser Fridrich. darumb auf ainem hof zu Augspurg ward 
er von im durch urtl der fürsten abgeseczt von seinem 
fürstentum. da zoch der kaiser ab gen Osterreich und het 
pey im herzog Otten von Bairen und nam das land ein. 
aber alspald der kaiser starb 2 , erobert herzog Fridrich 

10 sein land wider. 

1241 8 der lest graf Albrecht zu Pogen ist gestorben, 
do er ziehen wolt über mer in das heilig land. do gab er 
den dritten tayl des markts zu Pogen in das kloster Ober- 
altach, etlich sprechen, es sind di grafen von Pogen durch 

15 herzog Otten aus dem land ganz vertriben worden, als 
oben 4 gesagt ist worden, und der herzog hab ir land ein- 
zogen. 

Item in dem jar verheiratet herzog Ott sein tochter 
Elisabett kaiser Fridrichs sun Conraden, küng zu Sycilia 

20 und Jerusalem, di nach des mans tod nam graf Meinhart 230 
von Tirol, als pald hernach geschriben ist. 

Anno 1245 babst Inocencius der vierd vodret nach 
Ordnung des rechtens kaiser Fridrich den anderen und 
[F. 95] umb sein ungehorsam und ander treflich 

25ursach seczt er in ab von aler seiner wirdigkait. und tet 

in verkünden in den pan und seinen sun Conrad, küng zu 

Jerusalem und Sicilia, und auch herzog Otten von Bairen. 

Anno 1246, als nu herzog Fridrich von Osterreich an 

freitag vor sand Veichcz tag gestorben was an erben, herzog 

30 Ott von Bairen schiket seinen sun Ludbig mit ainem grossen 
volk gen Osterreich, der nam ein Lincz und das land 
ob der Ens, yedoch Ottocarus, margraf zu Märheren, küng 
Wenczla sun zu Beham, erobert mit gebalt das herzogtum 
zu Osterreich. 

35 Anno 1247 wurden alle götliche ambt und singen 

in Bairen, Sbaben und allen landen küng Conrad, herzogen 
in Sbaben, und herzog Otten in Bairen und aller ir günner 

1 Oben 229, 14 : in Apuliam. 

7 Unrichtige Uebersetxung des lateinischen Textes (229,21): post 
40 imperatoris recessum. 

* Im lateinischen Text 1242; die Jahrzahl 1241 bei dem auch im 
lateinischen Texte benutzten Andr. 62. 
4 S. 509, 28. 

Quellen u. Erörterungen NF. III. 33 

n f^r\i"Wil "* Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 514 — 

u. E. 112. aufgehebt von babst inocencio dem vierden von des abgeseczten 
kaiser Fridrichs wegen, und das interdict weret 7 jar. 
man begrub auch di toten nit, dann die das kreuz hettn 

genomen. darumb ward der fürst Ott di pfaffhait vast hassen und 
seczt in übl zu. 5 

A.230 Anno 1253 Ludbig und Hainrich, herzogen in Bairen, 

herzog Otten sün, zu Oting wurden begürtt mit ritter- 
lich swerten. desselben jars ward angehebt das spital ze 
pauen zu München und ward begabt von herzog Otten mit 
dem zol auf dem Isertor und ward verpracht in 15 jaren 10 
und ward geweicht zu mittvasten Letare. in dem jar 
u. E. 112. herzog Ott in Bairen an sand Andres abent, da er des voderen 

tags gen der nacht frölich bas [F. 96] mit seinem gemachl Agnes 
A. 230. und hofgesind, fiel er hin und starb aines gächen tods im pan an 

alle sacrament und ist begraben zu Scheuren bey seinem 15 
vater und anheren. er verliess zben sün, Ludbig und 

231. Hainrich, und ain tochter, frau Elspet. di nam zu der ee, 
als oben gesagt ist worden, Conrad, küng zu Jerusalem 
und Sicilia und herzog zu Sbaben, kaiser Fridrichs sun, 

232. ain fridsamer herr und rechter richter. nach seines vateren 20 
tod nam er ein das künkreich Pullen und Sicilia anno 1253 
und gewan di stat Napls und Hess di maur niderbrechen 
in den grünt, des nagsten jars darnach am aufferabent 
anno 1254 starb er und bard begraben zu Fungia im pann 
pei seinem vater. er Hess ainen jungen sun, genannt Conrad 25 
oder Conradin. der wonet bei seiner muter frau Elspet in 

233. Bairland. er underwant sich des künkreichs Sicilia nach seines 
vatern tod, das aufhielt im seins vater natürlicher bruder 
Manfredus 13 jar. do er vierzehen jar alt was, do gab im 
Dietrich, margraf zu Meichsen, sein tochter, und di hochzeit was 30 
zuKoburg. dabey bas sein veter herzog Ludbig von Bairen und 

232. vil fürsten und herren. babst Alexander der viert tet Man- 
fredus in pan und verlech das künkreich Sicilia graf Karl, 
des küngs bruder von Frankreich, der erschlug in in ainem 

233 - veitstreit anno 1266. nach vil ermanung und vodrung, das 35 
er seinen veteren solt rechen, Conradus zoch in wälsche 
land mit grosser macht durch Peren gen Pavia, darnach 
gen Geinf 1 , darnach auf dem mer [F. 97] gen Pisas, er 
erschlug küng Karls marschalk pei Arecio. er ward zu 
Rom von pfleger und Senator als ain küng enpfangen40 
und er zoch in Pullen und ward in ainem feltstreit 



1 Genua. 



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— 515 — 

gefangen und mit margraf Fridrich von Paden, margraf 
Hermans sun, und anderen vil edlen enthaubt anno 126 8. l 
also nam an im kaiser Fridrichs geschiächt ain end. di 
küngin Elspet nach irs ersten hauswircz, küng Konrad, tod 
5 ward verheirat Mainharten, graf zu Tirol und Görcz. J>bj234. 
dem gepar sy Otten, Ludbig, Albrecht, herzog zu Kerenthen, 
und Hainrichen, küng zu Peham und Polant, herzogen zu 
Karen then, graf zu Tirol und Görcz, und ain tochter Elspet. 
di nam zu der ee herzog Albrecht zu Osterreich, der dar- 

10 nach küng ward, anno 1273 ist gestift worden das kloster 
Stams durch graf Meinhart und frau Elspet, sein hausfrauen, 
di des selben jars ist gestorben an sand Dionisii tag und 
in dem bemelten kloster als ain stifterin begraben, es 
ward auch darnach der gemelt Meinhart herzog zu Kerenten. 

15 so vil sei jczund gesagt von frau Elspeten, herzog Otten 
tochter. der herzog Ott besass das herzogtum Bayren 
22 jar. 

Di erst tailung Ober- und Nider-Bairen. 

Anno 1255 di zben sün des vorgedachten Otten, Ludbig und A.234u.EJ12. 

20 Hain rieh, taylten ir erb nach irs vateren tod. Ludbig besass di Pfalz 
bei Rein und Oberbairen mit dem Norika. so besass Hainrich [F. 98] 
Niderbairen. da ist zum ersten mal getailt worden 
Bairen in Ober- und Niderbairen; wann di namen 
Ober- und Niderbairen sind vor nie gehört worden 

25pis auf di zeit 

Ludbig a , pfalzgraf bey Rein, herzog in Oberenbairen, A. 23 $ 
bei seins vater leben anno 1247 vertraib di grafen von 
Wasserburg gar ab gen Hals, der herzog Ludbig het zu 
der ee frau Maria, herzog Hainrichs von Brabant swester, 

30 sand Elspetn muem. er sass zu Schbäbischen Werd. diu. F. 167. 
frauen liess er enthaubten in seinem gaben zoren durch ainen arkbon, 
den er het zu ainem frumen ritter. das fügt sich also, er heti^. 167. 
ainen ritter an seinem hof, der seins leybs stark und wunder küen was, 
auch in raten furpüntig. umb das was er an des ffirsten hof hoch 

35 gehalten, der fürst und auch di fürstin beten in ein gar sunderen 168. 
genauen, nu kam es dick, das er mit der fürstin durch kurzweii den 
schacbzagl zoch. ainer zeit, als si nach gebonhait aber spülen, do 
sprach der ritter zu der frauen: genedige frau, ich bitt eur gnaden 
durch eur angeborne tugent und er, ir bellet mich ainer bett gebern. 

40 di frau sprach: was ich mit meinen eren getun mag, solt ir genädige 

Ä dux am Rand über Kreis. 

1 Richtig, wie die oben S. 233, 33 fälschlieh geänderte lateinische 
Quelle Herrn. Alt. 



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— 516 — 

antbort hören, er sprach: so pit ich eur genad, ir wellet mich hinfür 
nit mer irizen, sunder tuizen, so doch eur genad inanigen bolgebornen 
man tuezt, der doch mer von art und geburt ist dann ich. des pat er 
di fürstin manigmal, es belaib aber also wie vor. nach diser zeit 
fügt es sich, das diser fürst urleugen ward auf den sbäbischen punt 5 
und machet ain feld für Augspurg [F. 99] der end, als iczo Fridberg 
ligt. do tet der gemelt ritter man ige ritterliche tat und prach den 
steten vii ab, wann er des fürsten herlayter und haubtman was. ainer 
zeit rait er mit vil ritter und knechten in das land und heret mit raub 
und mit prant. under dem schiket di edl fürstin dem fürsten brief 10 
und pat in, das er aus dem veld mit seiner aigen perzon züge; er 
hiet doch eunst vil guter leul genug, des wolt der herzog nit volgen. 
nach dem schraib si dem haubtman in sunderhait, das er fleiss fürkerte 
und irem herren riet, also das er aus dem veld züg. umb des willen 
wolt si in geberen der pet, darumb er sy so vast gepeten het. und 15 
als der pot in das her kam, fand er den ritter nit, und dye brief 
wurden dem herzogen, als aber der solich brief verlas, zuhant gedacht 
er, das di frau mit im hiet ir er geschbecht oder zuvor des ganzen 
willen hiet. umb des arkwans wilen eilt er in seinem gahen zoren 
haym und hörte kain entschuldigung diser frumen frauen. aus gaher 20 
und unbesinnter räch ertötet er di rainen fürstin erbarmklich und 

warf irer junkfrauen vier über di maur aus und 
nötet ainen wachter, dass er di fürstin enthaubten 
must\ 
A.235. Anno 1256 an dem 15. Kalendis des raonats Februari25 

ist begraben worden di edl frau Maria von Brabant, herzog 
Ludbig von Bairen gemachl und sand Elspeten muem, in 

F. 168. dem kloster Mangoltstain. und do dise ding erfur der ritter, 
das es von seinen wegen geschehen was, umb des fürsten gäben 
zoren rait er aus dem land und [F. 100] verschraib dik dem fürsten 30 
169. der frauen und sein Unschuld, er verkündte auch all Ursachen diser 
ding dem herzogen, was sein gebet zu der frauen gebesen war. 

Item etlich sagen pfalzgraf Rudolf, des gemelten herzog 
Ludbig sun, als er noch junk was, erstach auch disen ritter lang 
darnach, umb das sein vater sein hausfrauen von seinen weg e n 35 
getött het. und als etlich wellen, so ist der ritter gebesen graf 
Hainrich von Hirsaw 1 , etlich ain Etlinger. 2 
A.235 Item herzog Ludbig pauet ain gschloss auf dem 

Geyrsperg b wider di purger zu Eengspurg und nent das 

Ä er liess di fraun köpfen am Rand über Kreis. b pauet Geirsperg 40 
daz sloss am Rand über Kreis. 

1 Wie Riexler, Geschichte Baierns II, 111, wohl mit Recht, vermutet 
hat, ist dieser graf Hainrich von Hirsaw aus Missverständnis der An- 
gäbe bei Andr. 63, 12 H. comiti hirsuto entstanden. 

2 Vgl. den lateiniscfien Text oben S. 252, 33 und Spillers Anm. 4 4b 
xu Filetr. 169, ferner unten S. 528, 30 ff. 

n C^f^ool - Original frorm 

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— 517 — 

Landeskron. auch pauet er di burk und Stat Fridperg wider w- Tab.Schir. 

• 195 

den bischof und di burger zu Augspurg anno 1260. in dem jar 

nam herzog Ludbig di ander hausfrauen Anna, herzog 
Conrad von Poland tochter. pei der het er ainen sun, ge- 
5nant Ludbig, und ain tochter Agnes- frau Anna starb. A.263. 

Anno 1263 pauet und stiftet herzog Ludbig das kloster £263u.FJ69. 
Fürsten feld zu puess*, umb das er sein frauen liess ertöten unver« 

schuldt, und erbelt und macht da ain ebige grebnüs der A.263 
fürsten in Oberbayren, wann herzog Hainrich erbelet sein 
10 grebnüs ZU Säldental ZU Landshut. also kam di grebnus der*. Tab.Schir. 
fürsten von Bairen von Seheiren; wann was vor fürsten sind gebesen '^- 
seid des Otten von Witlspach, di ligen all zu Scheyren, 
junger und alter 42, di graven von Scheyren, von Dachaw b und die 
anderthalb warn gesessen 1 und ire weyb und kind. in der zeit 

15 starb di obgemelt frau Anna etc. 

Anno 1273, als küng Rudolf von flabspurg zu Achh 
gekrönt ward, [F. 101 ] gab er herzog Ludbig sein tochter 
Machthild ZU der ee. pey der dritten hausfrauen het er zbenE. 112. 113. 
sün, Rudolf und Lud big den jüngeren. Item di wal des be- 

20nanten küngs hat sich also begeben, do nun di kor-^- 256 
fürsten gesamlt waren zu Frankfurt acht tag nach sand 
Michels tag durch gepot babst Gregori des zehenten», kuntenw. Andr. 6 7. 
si nit ains werden in der wal. also gaben si ir stim all 
auf Ludbigen, pfalzgraf bei Rein und herzog in Ober- 

25bairen; wen der erbelet, den wolten si für ainen 
küng und hern haben, der erbelet Rudolf, graf zu Habs- 

purg. der was ain gerechter und streitpar fürst 8 Ottokerus, küng A. 236. 

zu Beham, herzog zu Ostereich und zu Steyr, was nit 
bei der bal. er holt auch seinen gunst nit darzu 

30geben und wolt im auch nit gehorsam sein, darumb 
anno 1276 küng Rudolf mit ainem starken volk zoch ab 
gen Ostereich und het bey im under anderen vil fürsten 
pfalzgraf Ludbig und herzog Hainrich aus Niderbairen. 

Anno 1286 sind verprent worden di Juden, man und 

35 weib hundert und 40, darumb das si ain kristenkind getöt heten. 

a pauet Fürstenfeld zu puß am Rand über Kreis. *> Dauchaw Hs. 

1 Die aus der Tab. Schir. 195 stammenden Worte : und di andert- 
halb warn gesessen sind oben im lateinischen Texte nicht verwendet. 

2 durch gepot babst Gregori des zehenten fehlt oben 236, 17 im 
40 lateinischen Texte. Quelle des deutschen Textes ist der auch an jener 

Stelle des lateinischen benutzte Andr. 67: Gregorio papa mandante. Für 
die Angabe des zehenten ist der vorangehende Text bei Andr. Quelle. 

8 Nach Andr. 67 : homo bellicosus ... vir probus et ab infancia 
bellicosus, iustus . . . 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 518 — 

A£38u.E.U3. Anno 1289 Ludbig, der elter sun pfalzgraf Ludbig, ein 

bolgemachter junger fürst, ward zu Nüremberg in ainein hof mit 
ainem sper an den hals gerürt von ainem grafen von Hohen ha im. 

unlang darnach starb der edl fürst und bard begraben zu 
Fürstenfeld. 5 

A.238, Anno 1294 starb pfalzgraf Ludbig, herzog in Bayren, 

korfürst, seins herzogtums im 41. jar und bard begraben 
zu Fürstenfeld in seiner stift. er lie aus seiner dritten 
hausfrauen zben sün, Rudolf und Ludbig, von den hinach 
gesagt [F. 102 ] wirt. aber doch von ee wil ich sagen und 10 
anheben von den herzogen in Niderbairen, von herzog Hain- 
richen und seinen sünen, der des iczgedachten herzog 
Ludbig, pfalzgraf, bruder ist gebesen. 

Hainrich, herzog* in Niderbairen, het zu der ee frau 
Elspet, kiing Bele von Ungern tochter, der sand Elspeten 15 
bruder ist gewesen. 
239. 1258 Ottocarus, küng zu Beham, herzog zu Ostereich, 

ain junger küener fürst, unbedächtlich an fürsichtigkait, di 
doch in streiten notorftig ist, aus valschem rat mit grosser 
macht ist gewappenter durch di stat Passaw einzogen in 20 
daz Pairland. er rüemet sich durch sein macht und gut, 
er wolt wider aller willen zu schmach herzog Hainrich und 
seinem land zihen bis gen Landshut an di maur und da 
ritterlichen schimpf treiben; wann herzog Hainrich mit 
seiner hausfrau Elspet sas zu Landshut. der küng durch 25 
Künczingen zoch das Vilstal auf mit raub und prant dörferen 
und kirchen pis an das geschloss Fraunhofen. der herzog 
het kaum vor fünf tagen vor dem einzug in sein land 
enpfangen di absagbrief solher veh und veintschaft, mit 
eylent schikt er potschaft in sein land und zu seinen fründen 30 
und güneren. er hoffet in di parmherzigkait gocz und in 
sein gerechtigkait und mit ainem guten geraisigen zeug 
kam er in das veld wider sein veint. es kam auch sein 
bruder herzog Ludwig, der iczo an dem Rein war ge- 
[F. 103] wesen. in des abwesen b vermainet der küng seinen 35 
willen und künhait dester bas zu verbringen, der küng 
sach di künhait der fürsten von Bairen und di unerschrok- 
lichayt irs volks und wolt mit in nit streiten und an sand 
Bartolomeus tag, der des selben jars bas am freitag, erpat 
er frid den selben tag und an dem samztag darnach Hoch* 
er mit allen den seinen gen Müldorf. di fürsten eilten in 

* dux am Rand Über Kreis. *> abesen Hs. 



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— 519 — 

Dach, und do di flucht von den rossen daz treng so gross 
ward, da viel di pruk des Ins zu Müldorf darnider. do 
sach man manigen ritter mit ross und harnasch in dem 
wasser schwimen. etlich wolten ee gefangen sein dann 
5 sterben, etlich kamen in ainen turn in der vorstat: di und 
ire gute ross wurden durch den gahen zoren herzog Ludbigs 
verbrent; wann si mochten nit entfliehen, es verdürben 
da wol 400 in wasser und in feur. di andern mit dem 
küng wurden da belegt in der stat Müldorf. am neunten 240. 

10 tag des belegers durch güetigkait der fürsten in fridsweis 
vergünten si in wider haimzeziechen mit leib und gut. 

Anno 1266 Ottokerus, küng zu Beham, zoch aber mit 
ainem grossen her in Bairland und erstöret Rengstauff, 
Nittaw und etlich mer geschlösser. do ward frid gemacht. 

15 do zoch er bider haim. 

1270 Conrad, bischof zu Freising, hat das spital zum 
heiligen geist zu Landshut gefreyt und gar von der pfarr 
abgetailt. 

1271 frau Elspet, herzog Hainrichs hausfrau, küng 
20ßele von Ungeren [F. 104] tochter, ist gestorben an dem 

tag der 11000 maid. 

Item der herzog Hainrich hat gestift zu Landshut 
das predigerkloster. 

Anno 1275 haben die minder brüder zu Ingolstat ein 
25kloster angefangen zu pauen. 

Item herzog Hainrich biewol er am ersten seinen gunst 
und willen nit gab zu der wal küng Rudolfs von Habspurg, 
doch tet ers hernach und zoch mit im ab gen Östereich 1276. 

Anno 1277 di zben brüder Ludbig und Hainrich, her- 
30 zogen in Bayren, haben mit ainander kriegt und das land 
mit raub und prant verderbt. 

Des nagsten jars darnach ist her Albrecht von Hals 
von seiner tugent wegen von küng Rudolf zu ainem grafen 
geslagen. 
35 1280 herzog Hainrich hat zu Landshut hofstat, grund 

und poden und den prunen den parfüessern geben zu ainem 
kloster, das si da angehebt haben zu pauen. 

Anno 1285 starb der lest graf von Mospurg an erben. 241 - 

do verlech Enicho, bischof zu Freising, di grafschaft 

40 oder herschaft Mospurg herzog Hainrich in Niderbairen. 

also ist di selb grafschaft von ainem herzog auf den anderen 

von den bischoven zu Freising zu lehen enpfangen worden 

rv v ^k Pnnnlr' Original fronn 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 520 — 

bis zu den zeiten ains* herzog Hainrichs b . der hat 
di auch zu lehen enpfangen von dem hochwirdig en fürsten 
und herren Nicodem von Pern zu der Layter, bischof 
zu Freising, des selben herzog Hainrichs sun Ludbig ist 
oft von her Johansen Tulbek, bischof zu Freising, ermontö 
worden, di herschaft Mospurg [F. 105] zu lechen ze ent- 
pfahen. er verzoch aber das alzeit in gütigkait. also ist 
es hingangen und nit geschehen, darnach herzog Jörg hat 
es mit gebalt inn. in bedorf niemant daran weisen 
oder an in begeren, das ers zu lehen enpfach. 10 

1286 küng Eudolf het ainen hof zu Augspurg mit 
den fürsten daselb. in ir aller gegenbürtigkait an dem 
heiligen weinachtabent macht er seinen erstgeboren sun 
zu ainem fürsten und verlech im di herzogtum Ostereich 
und Steyr. und graf Meinhart zu Tirol macht er herzogen 15 
zu Kerenten. der selb Meinhart het zu der ee gehabt frau 
Elspeten, küngin von Jerusalem, herzog Otten tochter von 
Bairen. aber si was nu gestorben vor langst. 1 an 
dem obrestn darnach der küng verichtet mit ainander 
Rudolf, den erzbischof zu Salzburg, und herzog Hainrich20 
in Niderbairen, und si teten ainen hindergank auf 6 man, 
di solten erkennen umb di artikl, so sy wider ainander 
hetten. do gab herzog Hainrich dem erzbischof di stat 
Müldorf wider, di er im vodern jar mit gewappnter hant 
gebunnen het. 25 

Anno 1290 an sand Apolonia tag 2 herzog Hainrich 
242. nam ain gut end zu Burkhausen und bard im kloster 
Landshut zu Säldntal 3 begraben, und het geherscht 25 
jar und Hess drei sün, Ott, Ludbig und Steffan, und frau 
Elspet, ain klosterfrau zu Saldental. 30 

Nu das aber dis püchlein dester richtiger werde, so 
wil ich am ersten volenden di liny [F. 106] der herzogen 
in Niderbairen und darnach widerumb komen an di Pfalz 
und Oberbairen. 

Ott c , herzog in Niderbayren, der erstgeboren herzog 35 
Hainrichs sun, zu des zeiten begab es sich, das etlich 

a am Rand hinzugeschrieben mit Einfügungszeichen. b unserer ze 
(wohl zeit begonnen) ausgestrichen, c rex am Rand über Kreis. 

1 Vgl oben S. 234, 11. 

9 ft Februar; vgl oben S. 241, Anm. 5. 40 

1 Seligenthai xu Landshut. 

n p^A«!^ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 521 — 

korfürsten waren wider küng Adolf von Nassaw und schiketen 
nach herzog Albrecht gein Östereich. der zoch herauf 
durch Bairland mit herzog Otten gunst zu mittvasten anno 
1298 und was in dem kloster zu Beihensteffen mit 6000 man 

5 über nacht- er het in seinem her wenig Ostereicher, Ungeren 
und Beheim. di korfürsten zu Maincz, ausgenomen den von 
Trier und pfalzgraf Rudolf, als vil und an in was, seczten 
si küng Adolf ab und erbelten herzog Albrecht von Östereich, 
etbo küng Rudolfs sun, und sburen im. er kam an den 

10 Rein an sand Johanns abent zu subenten und mit Gebharten, 
erzbischof zu Maincz, und mit den bischofen von Strasburg 
und Costnicz und etlich anderen fürsten und herren besamlt 
er ain gross volk. des geleichen tet auch küng Adolf mit 
hilf herzog Otten von Bairen, pfalzgraf Rudolf und etlicher 

15 reichstet als Worms, Speir und ander, nach vil umbschwaif 
in der stat, genannt Hasenhübel oder Hasenbüchel, der 
küng wolt nit warten der hilf seiner fürsten; mit ainem 
klainen zeug eylent und unbedacht- [F. 107] lieh, kien und 
gach, als es sich in veldstreiten nit gebürt, gieng an den 

20 streit, der herzog het nu ktinklichen titl an sich genomen. 
am ersten erzaigt er sich, sam wolt er fliehen, darnach 
sprengt er in di veint. es geschach ain herter veldstreit^«?. 
auf ainen halben tag. auf des küngs tayl waren zben fürsten 
von Bairen, pfalzgraf Rudolf und herzog Ott. di hielten 

25 den spiez in dem streit mit scharphen schwerten; wann ire 
pfärd warn alle erstochen; doch hielten si sich lang auf 
auf den erstochen körpärn. der küng mit seinem her wolt 
in zu hilf komen. ee er in den streit kam, straucht sein 
ross, das er ainen schbären val thet von dem ross. und 

30 do er wider auf das ross geseezt ward, het er nimer Ver- 
nunft und mocht vor beetung den heim nymer gefüren und 
kam doch unbeislich in den streit und ward mit anderen 
vil auf baiden tailen erschlagen und zu nachcz ward er 
nacket auf dem veld gefunden, als er aus muterleyb was 

35 kumen, der doch des morgens vor ain mächtiger küng was. 
noch heten di zben fürsten von Bairen ir stat im streit 
innen, do si aber vernamen des küngs tod, gaben si sich 
gein Haidlberg. das geschach an sand Processi und Mar- 
tiniani tag. herzog Otten bürden drei wunden geschlagen. 

40 er kam kaum mit dem leben davon, doch eylet er nach 

dem herzogischen zeug bis an den Rein, daselb urbäring, 

unvertraut überviel in [F. 108 J graf Albrecht von Hayrloch, 

• herzog Albrechcz ohaim, mit ainer grossen menig zu ross 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 522 — 

und zu fuess. si trafen mit ainander. do kert sich der 
sig zu herzog Otten, und der graf mit 400 wurden er- 
schlagen. 

Item herzog Otten in Niderbairen mutter, frau Elspet, 
was des kungs Bele des vierten von Ungeren tochter. 5 
darumb da des küngs sun von Behaim das ungrisch 
reich wider den jungen Karl nit behalten wolt, anno 
1305 schikten etlich ungrisch herren ain erberge ambasiat 
gen Bairen zu herzog Otten, das er kam und das künkreich 
enpfieng. er erlangt von küng Wenczesla di heilig ungrisch 10 
krön und zoch mit seiner schonen ritterschaft ab gen Ungeren. 
do zugen engegen di Ungern in zu enpfahen. und do di 
Ungeren zu im komen, sprachen si zu herzog Otten: herr, 
schikt eur ritterschaft wider haim. ir mögt euch wol frolich 
an uns lassen, wir wellen euch alle er bebeisen, auf das 15 
schiket er alle sein ritterschaft wider haim gen Bayren. er 
ward gar kostlich enpfangen und gefürt gen Ungeren, und 
zu Stulbeissnburk Benedikt, bischof zu Vesprim, und bruder 
Anthoni, bischof Chanadiensis, salbten und krönten in zu 
244 küng. er für ab gen Ofen und an dem heiligen tage trug 20 
er di krön auf seinem haubt und rait also in künklicher 
zier durch all gassen und Strassen, damit das allen menschen 
verkündet würde, das er redlich zu [F. 109] küng gekrönt 
war worden. 

Item es ist auch zu wissen, do herzog Ott di heilig 25 
krön gen Ungern füret, von vorcht wegen der veint liess 
er si einmachen in ain flaschen. und do er pei der nacht 
rait in offner Strassen mit vil menschen, angevär giengen 
di riem der flaschen auf und viel von dem satlpogen, das 
es niemant vermerkt, da es aber tag was, do si Sachen, 30 
das der gross schacz verloren was, eylten si schnell hinder 
sich, als pald si mochten, und funden di krön auf offner 
strass, und si het niemant gefunden oder aufgehebt, und si 
war villeicht in dem ersten schlaf der nacht verloren worden 
und des anderen tags zu vesperzeyt gefunden, wann der 35 
solcz sein lebtag nit tragen, und ward doch von niemant 
gefunden oder aufgehebt, damit das das ungrisch reich nit 
wurd beraubt der krön, di der engel pracht het. 

Item der gekrönt küng wolt haimsuchen das land 

Erdelen, do fieng in Ladislaa Waynoda und het in lang 40 

u. E. 120. in der gefanknus in seinem geschloss und wolt in nit ledig 

lassen, er näm dann zu der ee sein tochter. des wolt der küng nit 

thun. doch ward er durch hilf aines dieners ledig aus der fänknus, 



r^rtrtrtL- Original frorm 

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— 523 — 

das er haimlich kam von dannen, und lief ZU füessen durch verre 
land tag und nacht al8 ain freyhart» und durch Walachey, 
[F. 110] Keussen und Polant kam er gen Bressla in der Schlesy. 
do ward er erkannt und verraten von ainem ritter. do ward er 
5 zum anderen mal gefangen von ainem herzogen von Eyffh l in Palant. 
des selben herzogen tochter nam er zu der ee. der sandt in erber- 
lich mit schöner ritterschaft wider haim gen Bayren. und 
kam nit mer gen üngeren. er gepar aus seiner hausfrauen 
Agnesen ainen sun, genant Herzog Hainrich von Naterberg. 

10 Anno 1 300 an sand Matheus tag Ott und Steffan, herzogen A. 245 

in Niderbairn, haben das geschloss Kransperg mit allem 
seinem zugehören, ausgenomen di edlleut in der benanten 
herschaft, geben und verseczt der kirchen Freising under 
irera sigl und brief. 

15 Herzog Ott und sein bruder 1 Steffan 3 gaben dem land in AJ>47u.E120. 

Niderbairen gross freihält und di gericht ze kaufen, die man nennt 

hofmarch, den prelaten und edlleuten. 

Anno 1310 Otto legt sich für das geschloss Neuburk. A.245. 
aber di darinn waren, di zündten das geschloss an und 
20 verprentens zu pulver und fluhen davon. 

Der küng Otto in dem lessten jar seines herzogtums 
gab er gnädiglich vil guter freihayt der stift ze Freising. 

Anno 1312 an sand Gorgonii tag starb küng Otto A. 245 
und ward begraben zu Säldental und lie ainen sun, der 
25 bas genant herzog von Naterberg. und do küng Ott enpfand, 
daz er sterben müst, vodret er di bürger zu Landshut und 
Straubing und bei irem aid befalch er in, das sy den icz-w. E. 119. 

genanten seinen sun Hainrich und auch seines bruder, herzog Steffans 
kind Heinrich, der bas bey acht jaren, [F. 111] und Oten, bei vier 

30 oder fünf jaren, nimant anderm solten befelhen mitsambt dem 
fürstentum dann seinem vetteren, herzog Ludbig zu München, 
dem jungen, der darnach küng ward, das si auch treulich 
verbrachten, dawider waren sam all dienstleut und ritterschaft in 
Niderbaiern und vermainten di kinder und ir fürstentum den herzogen 

35 zu Ostereich zu entpfelchen, damit di kinder und das land bas versorgt 
würden, und aus solher ursach begab es sich, das niemant 
sicher was im land, und als nu herzog Ludbig in Oberbairen 
sich besamlet und wolt daz herzogtum mit gewalt einnemen, dabider 

a freyhayt Bs. wie die Quelle E. 120, 11 in der Hs. J. 

40 l Vgl. oben S. 244, Lesart d. 

* Vielmehr Otto für eich und seine Neffen ; gemeint ist die „ Ottonische 
Handfeste?' von 13 IL Der Irrtum geht auf Ebran 120, 15 : Otto und sein 
bruder zurück, wornach oben S. 247,3: et fratres sui. 

* Stephan war schon 1310 gestorben. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 524 — 

besamlet eich auch der adl lind ritterschaft in Niderbairen mit 
hilf der herzogen in Ößtereich und zugen herzog Ludbig engegen und 
stritten mit im bei dem dorf Gamlstorf. do geschach ain herter 
streit, und herzog Ludbig gesigt. 

Es begab sich auch, als di Österreicher mit& 
den Niderbairischen in di flucht kamen an di pruk 
gen Folkmanstorf \ da prach di pruk under in, und 
ir ertrank aus der massen vil zusambt den, di in 
di Iser gejagt und geschlagen wurden, man hat 
auch noch bei unsern Zeiten der selben end eisn-10 
hüt in der Iser gefunden und etlich gülden, man 
findet auch noch pey unseren Zeiten, so man neu- 
akert, sporen, sbert und anderen harnasch. man 
hat auch pei unseren Zeiten in ainem holz daselb 
gefunden auf ainer grossen feichten in den östenlä 
ainen man in g&n-[F.112J zem harnasch verbesen bis 
an di bayn. 2 
A. 245 Der Österreichischen wurden da vyl erschlagen und 

u. E. 119. fe T e( Jl en vil gefangen, durch den sig macht im herzog Ludbig 

das land underthänig als ainem vormund. der streit ist geschehen 20 
an sand Theodori tag, des heiligen martrers, nach Christi 
geburt 1313. 
A. 247 Ludbig », des vorgedachten herzog Otten bruder, 

u * 'herzog in Bayren, gieng ab an leiblich erben anno 1294. seinen 

tail lands erbten der gedacht sein brüder Ott und Steffan. 25 
A. 247. Steffan a , herzog in Niderbairen, der obgedachten 

herzogen bruder, der ward erbelet zu ainem erzbischof 
zu Salzburg, do gestorben was der erzbischof Eudolf. und 
do di potschaft gen Korn kam, do verbarf in der babst 
und bolt in nit bestaten. aber Conrad, pischof zu Lavannt, 30 
macht er erzbischof zu Salczburg und maister Hainrich pro- 
tonotari macht er bischof zu Lavant. 

A.247 u. Herzog Steffan nam zu der ee Geutta, ains herzogen 

tochter von SwidnÜCZ. bei der het er zben sün, Hainrichen und 

Otten, und drey töchter, Elspet b , ain herzogin von Osterreich, 35 

* dux am Rand Über Kreis. b Kreis am Rand. 

1 Volkmannsdorf, Bezirksamts Freising. 

a Vgl. Martin Mayr, Zur Kritik der älteren Fürstenfelder Geschickte- 
quellen {Oberbayer. Archiv XXXVI), S. 44; Aventinus, Sämtliche Werke 
III, 392. Ich teile Mayrs Ansicht, dass Aventinus hier eine Fürsten- 40 
felder Quelle benutzt hat, nicht, sondern glaube, dass hier lokale Ueber- 
lieferung und Berichterstattung vorliegt, die durch Arnpeck erstmals 
schriftlich festgehalten worden ist 



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— 525 — 

frau Beatrix a , ain gräfin von Görcz, frau Agnes % ain junk- 
frauen bey dem kloster zu Säldntal gesessen. [F. 113] der A. 248. 
herzog Steffan starb vor seinem bruder, dem vorgedacbten 
küng Otten, anno 1309 und befalh küng Otten seine kinder 
5 und land. 

Anno 1315 ist der kor der parfüserbrüder zu Lands- 245. 
hut gebeicht worden etc. 

Von dem krieg der drey herzogen in Niderbairen, 248. 
Hainrich des eiteren und Otten und Hainrich. 

10 Anno Christi 1331 was ain grosse unainigkait zbüschen 

der fürsten in Niderbairen, herzog Hainrich der elter, der 
dan het Agnesen, küng Johannsen zu Beham tochter, zu 
der ee, auf ainem und herzog Otten, seinem bruder, und 
dem jungen herzog Hainrich, irem vetteren, des anders tails. 

15 es bard ain tag geseczt gen Rengspurg. dahin cham kaiser 
Ludbig, des hilf di jungen anruften, küng Johanns von 
Beham, des eiteren schweher, der burkgraf von Nürenberg 
und ander vil fürsten und herren. die kerten all grossen 
fleiss an, damit di benanten fürsten mit ainander gericht 

20 würden, es mocht aber nit gesein der fürsten hertigkait 
halben, doch so bard das land Niderbairen under sy getaut, 
herzog Hainrich dem eiteren ward Lanczhut, Straubing, 
Schärding und Pfarkirchen mit irem zugehören und bey- 
ligung. herzog Otten, seinem bruder, gefiel Burkhausen, 

25 Ötting, Draunstain, Hall und w r as dabei ligent ist hunz gen 
Salczpurg und ein das pirg. Hainrich der jünger, ir vetter, 
hat an dem tail enpfangen Dingolfing, Landaw, Vilshofen, 
Deckendorf, Cham, Pogen, Kelhaim und [F. 114] was dabei 
ligt. di tailung ist geschehen zu sand Bartlmeus tag, so 

30 sich 76 jar verloffen hetten von der tailung, als Nider- und 
Oberbairen getaylt ist worden enczway.. 

Anno 1332 am aschermitbochen hüben an zu kriegen 
herzog Hainrich der elter mit seinem bruder, herzog Otten, 
und mit seynem vettern, herzog Hainrich dem jüngeren, 

35 und verderbten das land mit raub und prant auf paiden 4. 249 
seiten, das kain frid zbüschen in was bis auf sand Johanns 

tag ZU SUbenten. do di jüngeren zben sachen, das si dem elterenu. E. 124. 
nit mochten widersten, do ruften sy an kaiser Ludbigen zu München, 
und auf ir bett zoch der kaiser mit groser macht zu veld und legt 
40 sich für di stat Straubing an montag nach sand Ulrichs tag. 



a Kreis am Rand. 



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— 526 — 

er machet ain bruk über di Tunaw bey Chalers und lag da 
hunz an pfinztag vor sand Bartlmeus tag- wie wol er der 
stat nit gewan, so war er doch lenger darvor gelegen, war 
küng Johans von Peham nit komen. do der kam, do vericht er 
den kaiser mit dem herzogen und di drei herzogen mit ainander. 5 

Ad propositum. 
A.245u.249. Hainrich a der jünger vom Naterberg, herzog in Nider- 

bairen, also genant von dem geschloss, do er ernert und 
249 erzogen ist worden, küng Otten sun, starb anno 1333 seins 
herzogtums im anderen jar und ward wegraben in unser io 
frauen kloster zu Saldental bey seinen eiteren zuLandshut. 
[F. 115 ] Ott a , herzog in Niderbayren, herzog Hainrich 
des eiteren bruder, starb anno 1335 seins herzogtums im 
vierden jar und ist begraben zu Säldental. 

248. Hainrich* der elter, herzog in Niderbairen, ist mit 15 
seiner ritterschaft zu hilf küng Ludwig gebesen in dem 
streit an sandMichls abent anno 1322 zu Ampfing auf der 

249. vehenwis. 

Anno 1335 kaiser Ludbig aufseczt herzog Hainrichen 
in Niderbayren zu ainem procurator oder schaffer des reichs 20 
in teutschen landen und gab im des offen brief under der 
kaiserlichen majestat insigl. von stundan herzog Hainrich, 

250. ain grosmächtiger, reicher fürst, zoch mit grosser kosper- 
lichait ab an den Rein mit grosser kostung hunz gen Achh 
und begert an di stät des heiligen reichs nit durch sich 25 
selbs, sunder durch den küng zu Beham, das si im sollten 
sweren und in enpfahen als ainen, der des kaisers offen 
versiglt brif biet, di stät namen in ain bedenken und in 
der zeit schikten si zu dem kaiser umb rat umb solichs 
begeren. der kaiser erschrak der ding und schiket eylent30 
brief zu allen steten im reich und widerruft di brief, di 
er geben hett herzog Hainrichen. und also der fürst, der 
mit grosser er was zogen an den Rein, grosse er zu erlangen, 
zoch mit minder eren wider haym. und alspald er kam in sein 
land, do grayf er den kaiser täglich an mit raub und prant. 35 

Anno 133ö Johans, küng zu Beham, kam zu dem babst 
[F. 116] Benedictum dem zbelften gen Avinion und klaget 
über den kaiser Ludbig, wie er seinem aidem, herzog Hain- 
richen in Niderbairen, brief geben hiet under seinem insigl 
und di zu stundan im zu spot, schmach und schaden wider- 40 
rueft on redlich ursach, darumb der babst und der künig 

* dux am Rand über Kreis. 



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— 527 — 

vi rat und anschlag hetten. der babst verhiess im grosse 
füdernüs und gab ym guten trost. do versprach der küng 
dem babst, er wolt im den kayser lebentigen oder toten 
antborten in ainem jar. do des gewar ward kaiser Ludbig, 
5zoch er mit grosser ritterschaft in Niderbayren und schlug 
sich ze feld mitten im land bei Landaw an der Yser. er 
hiet auch geren gen Beham warcz geeylt. und er etlich 
tag do gewartet hett seiner veind, do gebrast in an speys. 
do kam küng Johanns von Beham und herzog Hainrich 

10 mit irm zeug und legreten sich gegen des kaisers her über 
enthalben der Iser. es wolt kain barthei über di Iser zihen. 
der kayser wartet ir acht tag zu streiten, von manglung 
wegen der speis zoch der kaiser ab nach der Iser und 
Dunaw hunz gen Passaw. da wurden vich und leut gespeist 

15 und di wägen mit speis erfüllt, er zoch wider herauf und 
verderbt das land zbüschen des Ins und der Yser on di 
stät und kert wider haim in sein land Oberbairen, in 
dem selben widerhaimziehen kumen seins volks 400 man 
in das kloster Beihenstefen a gebapnet [F. 117] und beraubten 251. 

20 das innen und aussen als gar, das sy den münchen ganz 
nacket abzugen. der küng und der herzog beliben im veld 
drey tag, vermainten, si hieten damit gesigt. der küng 
wolt sich ausreden gen dem babst und schrayb im ainen 
brief mit etlicher prelaten aus Beham und Bairen insigl, 

25were der kaiser nit geflohen, er wolt im in lebentig oder 
tod gebracht haben. 

Anno 1337 haben di Juden zu Deckendorf Christum 
gemartert in gestalt des procz. 

Anno 1338 7. Kai. Septembris Hainrich, herzog in 
30Niderbairen, ist gestorben und im kloster Säldental begraben 
im sibenden jar seins herzogtums und liess ainen sun 
mit namen Johanns. 

In dem selben jar wurden di Juden zu Straubing ver- 
prennt und zu Dekendorf des dritten tags nach Fran- 
35cisci. x 

Item zu sand Afra tag kamen in daz land di heu- 
schreken mit grosem schaden an zal. 

* am Rand schlechte Zeichnung einer Kirche mit Beischrift: Di 
beraubung des klosters Beihenstefen. 

40 * 6. Oktober. Oben S. 251,17 die gleiche Tagesangabe nach römischer 

Kalender bezeichnung. 



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— 528 — 

Item zu Erfort und in Dürgnerland hat es plut 
geregnet. 1 . 

Item des gedachten herzog Hainrichs gemachl "hiess 
Agnes, küng Johanns von Beham tochter, als vor 2 ge- 
sagt ist. 5 

Johanns, herzog» in Niderbairen, nach dem tod des 

iczgedachten herzog Hainrichen, seins vaters, besass er das 

ganz niderland. er hett zu der ee frau Elspeten, kayser 

Ludbigs tochter. er lebet nit lang, er starb in seinen jungen 

E. 132. tagen des nägsten jars nach seinem vater, und das land Nider- io 

bayren gefiel als mit erbschaft auf kayser Ludbigen. 
A.252. Als vil sey gesagt von den fürsten in Niderbairen. 

[F. 118] nu kum ich an di pfalzgrafen und herzogen in 
Oberbayren. 

Als hie vor gemelt ist, anno 1294 8 starb Ludbig, 15 
pfalzgraf bey Kein, herzog in Oberbayren, und verliess zben 
sün, Rudolf und Ludbig. di taylten ir väterlich erb 
mit ainander. do ward Rudolf di Pfalz bei Rein, von 
dem sind hie all pfalzgraven bey Rein und di selben 
herzogen bis auf heutigen tag. Ludbigen ward Ober- 20 
bayren. von dem sind entsprungen all fürsten von 
München und Landshut. das aber di histori dester 
richtiger werd, so wil ich am ersten sagen von den 
pfalzgraven, darnach von den herzogen in Bairen. 

Hernach volgt von den pfalzgraven bey Rein etc. 25 

Rudolf a , pfalzgraf bey Rein, herzog in Bairen, kurfürst, 
nam zu der ee frau Machthild, küng Adolfs tochter, di 
hernach vil krieg zu den zeiten küng Ludbigs erweket. 
bei der het er drei sün, Rudolf, Ruprecht und Adolf. 

Anno 1302 pfalzgraf Rudolf liess ainen ritter ent-30 
haubten, genannt Ott inger, etlich sprechen 1 * Ötlinger, von 
arkbons begen, als geschriben ist bei herzog Ludbig, 
pfalzgraf, herzog in Oberbayren, des datum 1256.* 
254. item Rudolf und Ludbig, gebrüder, herzogen zu Bairen, 

haben gestift das kloster zu den Augustineren zu München. 35 

* dux am Rand über Kreis. b Sprech Hs. 

1 Quelle? 

* S. 525, 12. 

» Vgl. oben S. 516, 5. 

* Oben S. 516, 33 ff. 40 



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— 529 — 

Der pfalzgraf Kudolf was gar ain vermerter fürst in 253. 
allem römischen reich, darumb do küng Albrecht von seinem 
vetteren erstochen ward anno 1308 an [F. 119 ] sand Jacob 
und Philippen tag, schrayb im babst Clement der fünft vor 
5 anderen kurfürsten als dem treflichisten mit hoher ermonung, 
das er darob wer mit grossem fleiss und vorbetrachtung, 
damit das ain teuglicher, tapfer fürst erweit wurde zu dem 
reich, der selben epistl datum lautt also: datum 254 - 
Pictavii 13. Kai. Julii pontificatus nostri anno tercio. do 

lobard erbelet graf Hainrich von Lücemburg. 

Anno 1315 hat der fürst Rudolf nücze freihait der 
stift Freising miltiglich geben. 

Do nun kaiser Hainrich von Lücemburg gestorben 
was, wurden zben erwelet zu küng, herzog Ludbig von 

löOberbayren und herzog Fridrich von Osterreich, in der 
wal gab pfalzgraf Rudolf sein wal dem herzogen von Oste- 
rei ch und nit seinem bruder. darumb war er mit dem von 
Ostereich und war albeg wider seinen bruder. zum lesten 
do all fürsten im reich kaiser Ludbig gehorsam waren, 

20allain sein bruder nit, do zoch er mit grosser macht an 
den Rein und vertraib seinen bruder, pfalzgraf Rudolf, aus2.J5 

allem seinem land. er floch und kam in Engelant. do starb er u . F. 177, 

auch ganz vor* elend, sein drei sün hie und dort kamen mit armut, 178 

wo si sich zu behelfen besten, do nu kaiser Ludbig hört, da» sein u . E. 121. 

25 bruder Rudolf in Engelant im elend gestorben was, und do er sach 
dye frutigkayt seins bruder kinder, berueft er si all in genaden, und 
als sy kumen, do was er herr als Lands zu Bayren und der Pfalz, do 
sprach er genädiglich als ain gütiger vater : [1. 120] der kinder vater bat 
wider uns gethan und nit di sün. eia, warumb sollten si dann tragen 

30 di ungenad irs vateren. das sol nit sein, und er taylt mit in und gab 
in wider di Pfalz und bas darzu gebort und et lieh stet auf dem Norka, 
Amberg, Cham, Neumarkt, und etliche geschlösser. und di tailung und 
tailbrief bürden gemacht und gefertigt zu Pavia des freitags vor sand 
Osbalds tag anno 1339. 

35 In den selben tailbriefen ist merklichen begriffen, das di ersten j Ln ^ r% ß42 u 

wal des küngs sollen haben pfalzgraf Rudolfs erben, aber di ander wal 
stillen haben kaiser Ludbigs sün und ir erben, und di wechslung b der 
wal sol ebiglich zbüschen in und iren erben besten, und welher den 
anderen an seinen rechten irret, der selb und sein erben sol di wal 

40 des reichs verloren haben. 

Di drey hernach geschriben prüder haben di Pfalz vast A.25ouJ£.12L 
erbeitert an reich tum und sunder Ruprecht der rot. 

Ruprecht , pfalzgrafe bei Kein, herzog in Bayren, 

ward genant der rot, darumb das er ain rots har hette, und ward 

45 a so Es. t> wal der wechslung Es. c dux am Rand über Kreis. 

Quellen u. Erörterungen N. F. JH. 34 

rv ■•„Jh ( V-u^olr- Original fronn 

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— 530 — 

geboren in dem geschloss Wolferczhausen, auf der Iser 
gelegen, anno 1300 an sand Cosme und Damiani tag und 
ward gefirmet an sand Eemigi tag seins alters im zehenden 
jar. er hat gestift und erhebt di hoch schul zu Heydelberg. 
er starb an leiblich erben. 5 

A. 255. Adolf a , pfalzgraf bey Rein, herzog in Bayren, ist ge- 

boren [F. 12 1] anno 1306 an sand Ciriaci tag und getauft 
und gefirmet an unser frauen schidung abent durch den 
hochbyrdigen vater herr Conrad, graf zu Luppurg, bischof 
zu Rengspurg. er nam zu der ee frau Irmergard, ainslO 
grafen von Oting tochter im Riess b , der auch genannt 
was Adolf Ruprecht, er starb vor seinen brüderen und 
ward begraben zu Haidlberg. 
256 - Rudolf Ä , pfalzgraf bei Rein, herzog in Bayren, ward 

geporen anno 1309 an sand Primi und Feliciani tag und 15 
gefirmet durch Conrad, bischof zu Freising, er starb an 
mändlich erben, aber er Hess ain tochter; di ward verheirat 
margraf Carl zu Märheren, der darnach kttng zu Peham und 
kaiser ward. 

Ruprecht a , pfalzgraf bei Rein, herzog in Bayren, den 20 
man auch Adolf hiess 1 nach seinem vater. sein hausfrau 
was des küngs tochter von Sicilia. aus der gepar er ainen 
sun, genant Ruprecht Klemm. 
A. 256 u. Der pfalzgraf Ruprecht Adolf raist auf den herzogen von Sachsen 

F. 181. un( i zoc j 1 j m j n ggjjj land^ zuhaut zoch auch im der herzog von Saxen 25 

engegen und hüben an mit ainander ze streiten ainen herten feld- 
Streit. der pfalzgraf behub auf ainen tag zbay schlahen. do kam 
geruet volk an in, und zum dritten mal lag er darnider und ward 

gefangen von dem herzogen von Sachsen, und von der ge- 

fanknfls macht er lang nit ledig werden, wiewol man vil under-/"F. 122] red 30 
darumb het zum jüngsten gab in der herzog von Saxen dem küng 
A. 256. v <>n Peham über, darumb het man vil tag und täding, und 
was also erledigt, das des küngs sun Karl, margraf zu 
Märheren, nam zu der ee seines vater bruder Rudolf tochter. 
also kam pfalzgraf Ruprecht zu seiner erledigung. und von 35 
des heiratgucz wegen und seiner erledigung wurden etlich 
geschlösser und stät vor dem wald und auf dem Norkau 
dem küng gegeben. 

» dux am Rand über Kreis. b hier fehlt die Uebersetxung der 
Warte: ex qua genuit [Rupertum, qui et Adolfus], so dass die Stelle 40 
etwa xu lauten hätte: aus der gepar er ainen sun Ruprecht, der auch 
genannt was Adolf. c Rudolf Es. 

1 Aus S. 255, 33. 

.. Prvnnlp Original frorm 

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— 531 — 

Der pfalzgraf Ruprecht Adolf Hess ainen sun, genant 
Buprecht Klemm. 1 der pfalzgraf Ruprecht kriegt ainsmals mit A. 256 «. 
dem schwäbischen und reinischen punt. do pot in an küng Karl*"" 182 ' 
von Frankreich, er wolt im leyhen sein volk, wann er hett 
5 zu frauen herzog Steffen von Bairen tochter. der pfalzgraf sprach er 
hiet den stetten volks genug, als er auch hett, wann er gert nit mer 
d ann mit den steten zu vechten, des aber di stet nit thun wollten und 
enthielten sich nur dahaim. 

Ruprecht», pfalzgraf bey Rein, herzog in Bairen, um a. 256 

lOknstenhch, senfter, streiparer fürst, ward genannt Klemm 
wann er hat di veint oft klemt. ' 257. 

Anno domini 1382 machten di stet ainen punt mit ^ 257 
Wencesla, römischen und zu Beham küng. in dem punt 
waren all reichstet in teutschen landen, der erzbischof von 

15 Salzburg und [F. 123] di stat Rengspurg. der küng was 

ablässig in hilf ZU thun. nach dem machten di stett ain samlung«. F. 182. 
auf 800 b glavien vorSpeyr. das vernam der jung pfalzgraf Ruprecht 
und zoch auf sy und erschlug der von den steten ob zbai hunderten 
und vieng ir bey drey hunderten. di anderen entrunen in di stat 

20 also gesigt herzog Ruprecht, und der von den steten was doch vil mer 
und under den gefangen was ain gesellschaft auf vierzig mutwilliger 
di heten gar gross schaden than mit dem prant, die man nie kund 
ankeren, wiewol in der herzog oft und dick nacheylet und gross 
kostung auf sy gelegt hett. er Hess di vierzig füren, do man ziegl 

25prennt, und di Öfen waren durchglüendig, und sprach zu in: ir habt 
mich bey der nacht dieblichen geprennt, so wil ich euch bey schönem 
liechten tag offenlichen lassen prennen. mit dem liess er sy in dl 
glünden Öfen werfen, darin sy jamerlich verbrunen. 

Darnach zoch sich ab der reinisch punt mit dem schbabiachen, F 182 

30 also das ain tail dem anderen mit ainer anzal volks sollt helfen doch 
so verr, das sy pey tag auszügen und bei tag wider haim mochten 
komen. 

In illo tempore zoch der herzog Ruprecht auf di von Rengs- 
purg und nam in das vich. do zugen di von Rengspurg aus der stat 

döneraus und eylten des herzogen volks nach und namen in das vich 
mit gewalt [F. 124] wider, sy erschlugen auch wol 30 man von des 
herzogen tail und fürten wol zbainzig gefangen in di statt, der pfalz- ^ 257 
graf Ruprecht legret sich ob dem perg gegen Rengspurg 
über, darnach er und herzog Fridrich von Landshuett, 

40 herzog Stefan von Innglstat und sein sun Ludbig, Johanns 
von München und sein sun Ernst und herzog Albrechtt 
von Straubing belegten das geschloss Staufi. 

Anno 1387 zugen di reichstet mit gebalt durch das Bairnlandu. E. 128. 
mit raub und prand von Augspurg hunz gen Abach. doch an 

45 8 dux am Rand über Kreta, b 008 so Ha. 

1 Siehe S. 530, 23. 

31* 



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— 532 — 

dem widerhaimziechen auf dem Lechfeld wurden sy darnidergelegt 

von herzog Steffan von Inglstat. 

Anno 1388 ward der hof zu ßengspurg 1 gebunen. 

A. 258 Anno 1389 durch grossen fleyss der korfürsten und ander 

u. F. 182. v q h erren bajd <j er j^^ g er i c ht 5 

FM2 * n ^ er ze ** was Wencesla, küng zu Beham, römischer 

133, J^^S' ^er tet v ^ un d gross übl. er ermordet und verprennet mit 

schwebl jamerlich und ertrenkt wirdig prelaten , pf äffen, geistlich 

person und vil ander erberger leut wider recht, er acht auch nit 

zu benden di zbaiung in der heiligen kristenhait und vilio 

ander offenlich Übl, das doch ainem römischen küng unzimlich ze 
thun ist, das im oft und dick von den korfürsten zugeschriben und 
fürgehalten ist worden zu pesserung seyns lebens, aber es half 
nichcz. 

[F. 125] Item di kurfürsten, der erzbischof von Maincz, 15 
Köln und Trier, pfalzgraf Kuprecht, der herzog von Sachsen, 
herzog Leupold von Osterreich mit vil ander fürsten und 
herren und reichsteten kamen zusamen zu Frankfurt, dar- 
nach zu Marpurg, darnach zu Maincz, darnach aber zu 
Frankfurt und heten vil rat, aber es ward nichcz ausgericht. 20 
zum lesten ward küng Wencesla von den kurfürsten für gericht ge- 
laden und gemonet, das er sich solt verantborten auf den 
nagsten tag nach sand Larenczen tag auf di artikl, di im 
fürgehalten wurden, und er kam nit für gericht. noch 
warteten sein di kurfürsten zechen tag. do er nit kam, do25 
ward er mit recht und urtl von dem römischen reich abgeseczt. 

E.133. Das urtl lautet, wie hernach volget: 

Mit disem urtl, das wir thun und geben in diser geschrift, ent - 
seczen wir den vorgenannten herren Wencesla als ainen unnüczen, ver- 
schmächlichen &, unachtperen und unbirdigen hanthaber des heyligen 30 
römischen reichs und von dem selben romischen reich und von aller 
wirdigkait und eren, di darzu gehören, und verkünden allen fürsten, 
grafen, herren, ritteren und knechten, auch aUen stetten und landen 
und leuten des heiligen reichs, das sy nu füran irer aid und hulde, 
134. die sy des vorgenanten herren Wenczesla person als von des heiligen 35 
reichs wegen gethan haben, gänzlich ledig sein und füran nicht mer 
gehorsam sein suUen. 
A. 260 u. Das ur *l un d sen-/\F. 126]tenz ward geben zu Leinstain an dem 

E. 134. Rein, als man zalt von Cristi geburt tausent vierhundert jar an ainem 

freitag des zbainzigisten tags des monats Augusti ain wenig vor 40 
nonzeit zu den zeiten des babsts Bonifaci des neunten etc. 

* verschäch liehen Hs. 

1 Vgl. oben S. 257, Anm. 5. 



by C* 



Original frorm 
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— 533 — 

Des nagSten tags darnach erweiten di kurfüraten, der von 

Maincz, Köln und Trier, den vorgedachten pf alzgraf en Ruprecht 

zu ainem romischen küng, und ward bestät von dem ob- 

genanten babst Bonifacio und ward gekrönt von dem 

5erzbischof zu Kolen ze Achh an sand Gilgen tag. 

Dyser kung Ruprecht k ri egt gar xnächtiglich wider kflng Wenczesla E. 134. 
von Beham und gewan im etlich stet ab und geschlösaer ausserhalb 
des waldes in Bayrenland, di sein vater kayser {Carl an sich gezogen hett. 

Anno 1401 jar acht tag nach sand Augustini tag kam A. 260. 
10 er gen Rengspurg und ward gar wirdiglich yon der briester- 
schaft und von dem volk cum responsorio: Salus nostra, 
und mit dem heiltum enpfangen. 

Item auf dem selben weg zoch er über di pirg und was im A. 260 u. 
willen kayser zu werden, mit dem küng zugen vil teutscher fürsten, ^ 134. 

15 herzog Ludbig von Inglstat. 1 herzog Ernnst von Östereich 
fürt 1400 pfärd auf der rais. in der zeit kriegten di Floren- 
tiner mit dem ersten herzog von Mailant Johanne Galiacio. 
do sy vernomen di Zukunft des küngs, von seiner 
[F. 127] mündlichen streitperkait wegen schikten sy zu im 

20 ain erberge potschaft, das er den streit annäm wider 
den herzogen von Mailant. darumb versprachen si im ain 
grosse suma gelcz zu geben, alspald er kam in des ob- 
gemelten herzogen land. das beschach. er kam mit seiner 
grossen ritterschaft in das land. sy gaben im aber der 

25 suma gelcz nur ainen tail. er strait mit im. der herzog 
von Mailant lag ob. der küng floch gen Trientt. der 
erzbischof von Kölen und herzog Leopold von Öste- 
reich mit irem grossen volk zugen wider haim. der 
küng durch pet der Venediger ward ermont zu in 

30ze ziechen und Venedig haimsuchen. er kam gen 
Padau. do ward er von Francisco Carario, dem grafen, 
gar schon enpfangen. di Florenntiner schikten aber 
zu im ain trefliche ambasiat und oratores, das er 
widerumb strit mit dem von Mailant. und do si im 

35di versprochen suma gelcz nit gaben, do wolt ers 
nimer thun und zoch gen Tarviss und darnach gen 
Venedig, do ward er mit vast grosser loblicher zier und 
mangnifizenz enpfangen. in dem monat Aprili zoch er 
wider mit seinem grossen schaden in teutsche land. 

40 Anno 1402 jar erschain ain comet lenger dann 

ain monet. 



Quelle ? 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 534 — 

Anno 1403 geban kling Kupreehtt das geschlos 
Ekenmül 1 durch seinen viztum Grebolf * und Nothaft s , 
ritter.^ 
A. 258 u. [9.128] Item als man het gezelt oder zelet nach Christi 

F. 183. gepurt 1396 jar 9 küng Sigmund von Hungeren zoch mit ainer grossen 5 
macht an di Türken und mit im herzog Johanns von Burgundi. der 
bas frau Margreth, des eiteren herzog Albrecht von Niderbayren 
yn Holannd tochter^ sun 4 . mit im zoch auch pfalzgraf Ruprecht, 
den man nannt Pippan, und vil ritter und knecht und ain legat 

vom babst. zu sand Michels tag lagen si in der Turkeyio 
vor ainer stat, genant Schiltaw, di die Türken nennen 
Nicopolis. do kam der türkisch kaiser Weyasit mit 
grosser macht und er legt di Kristen darnider, das 
ir ser vil erschlagen und ertrunken und der kristen- 
hait solher grosser schad lang vor und nach nitis 
beschehen ist; wann der Kristen wurden erschlagen und 
ertrenkt in der Tonaw hundert tausent und zbayund- 
184. neunzig, das kam aus hochfart des herzogen von Burgundi, der 
nur den vorstreyt wolt han. er bard auch in disem streit mit vil 
ander grafen, herren und ritter gefangen; und pfalzgraf20 
Pippan kam mit not davon, auch arm und elend in sein land und 
Königsh. 85 7. starb pald darnach und ligt zu Amberg begraben. 5 es wurden auch 
der gefangen vil enthaubtet vor dem angesicht des herzogen von 
Burgundi i. ein tail bürden verkauft in frömde 6 land, das sy nimermer 
haymkömen T . doch der herzog von Burgundi bard darnach selb sech- 25 
zechendigt gelöst 8 mit grossem gut, der doch alain mit tau- [F. 129] saut 
glefen dahin 9 für. es was auch di gröst niderlegung, di der kristen - 
hait vor nie beschach zu ainem mal. 10 item es warent bei dem streit 
drey Zoren von Straspurg ritter, item sechs von Milhaim. der ward 
ainer siech underbegen und ainer entran von dem streyt ; der hiee her 30 
Johanns Ulrich von Molshaym. di komen baid herbider. item da was 

1 Eggmühl in Niederbayern. 

* Bans Oetvolf von Degenberg, Vitxtum xu Amberg; vgl. Hund, 
Bayrisch Stammenbuch II, 59. 

3 Heinrich Nothafft von Wernberg ; vgl. Hund a. a. 0. U, 183. 35 

4 Sollte heissen man. Vgl Spiller's Anm. 5 xu F. 183. 

5 Der folgende Schluss dieses Absatzes findet sich nicfU im lateinischen 
Text. Quelle ist die an den der obigen vorausgehenden lateinischen Text- 
teilen benutzte Chronik Königshofens, jedoch nicht der Originalteoct, wie 

er in den Chroniken der deutschen Städte XV gedruckt ist, sondern der 40 
Text, wie er in dem Inkunabeldruck von Johann Bämler xu Augsburg vom 
Jahre 1476 gegeben war. 

6 Chroniken 857 : in ander lant, Inkunabel : in verre fremde land. 

7 Chroniken: nyme zu land, Inkunabel : nymmer mer heym z& land. 

8 Chroniken: loste sich selbe sehzehenste, Inkunabel: ward dar- 46 
nach selb sechczebest gelöst. 

9 Chroniken : hinin, Inkunabel : dahin. 

10 Dieser Satx fehlt in den Chroniken ganz, findet sich aber in der 
Inkunabel. Auch im folgenden Texte zeigen sich die Lesarten der Inkunabel. 



byG< 



I . B Original frorm 

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— 535 — 

ainer vom Heiligenstein und einer von Endingen warnt auch bei dem 
streyt etc. 

Item küng Ruprecht was under gehorsam babst Gregori A. 260. 
des zbelften wider das concili zu Pisa, dabider bas Johanns 
öerzbischof zu Maincz. darumb erhub sich zbischen ir ain 
grosser krieg, in der zeit starb der küng Ruprecht in der 
stat Oppenhaym seins reichs im zehenden jar, durch 
des tod der obgenant groskünftig krieg end nam, und ward 261 
begraben zu dem heiligen geist zu Haidlberg anno 1410 

10 am 16. tag des Mayen und Hess vier sün und drei tochter,«. 258 
Ludbig, Johanns, Steffan und Ott; wann Ruprecht Pippan 
und Fridrich waren vor dem vater gestorben, item Margrethw. F. 183. 
oder Machthild het herzog Carl zu Luttringen. Elisabett A. 258. 
ward verheirat herzog Fridrich von Österreich zu Ins- 

löpruck; di starb an sand Silvester tag anno 1409 und ward 
gar wirdiglich im kloster Stambs begraben- item Agnes 
di nam zu der ee graf Adolf von Kleef, den kaiser Sigmund, 
di weil er noch römischer küng was, macht zu ainem her- 
zogen, und si ligt begraben yn dem land [F. 130 J zu 

20Klef. 1 item frau Elisabett küngin, küng Ruprechtz haus- a. 261 u. 
frau, ains burggrafen tochter von Nürenberg, bei der er di 258. 
obgenanten sechs sün und drey tochter het, starb desnagsten 
jars nach dem küng und ist bei im zu Haidlberg be- 
graben. 2 

25 Ludbig a , pfalzgraf bei Reyn, herzog in Bairen, mit 4. 261 

dem part 3 , den man nennet den plinten korfürsten, küng 

Ruprechcz Sun, als der eltest entrichtet sein drei brüder von u.E. 147. 
der Pfalcz mit anderen steten, gschlössern und herschaften in Bairen 

und bei Rein, er het zbo hausfrauen. di erst was des klingst. 262. 
30 tochter von Engelant aus der gepar er Ruprechten. der 
starb zu pfingsten im 20. jar seins alters b an erben anno 
1426. die ander hausfrau was frau Mathild, Amodei, des 
grafen von Sofei, tochter, der 4 darnach durch küng 
Sigmund zu ainem herzogen gemacht ward 5 und im262. 

35 * dux am Rand über Kreis. b elters Hs. 

1 Vielmehr xu St. Johann in Köln; vgl. Haeutle, Genealogie S. 25. 

* Haeutle a. a. O., S. 23. 

* Haeutle a. a. 0., S. 27. 

4 Meehtilde war die Tochter des Grafen Amadeas van Piemont 
40 aus dem Hause Savoyen, der hier irrigerweise mit dem Herzog Amadeus VW. 
und späteren Papst Felix V. zusammengeworfen ist. Amadeus VIIL war 
der Vater ihrer Schwiegertochter Margarete. 
6 Quelle ist Andr. 149, 19J20. 

Original frorn 

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— 536 — 

concili zu Pasell zu ainem babst erweit ward, die frau 
Mathild petet alle tag di siben tagzeit mit irem hausbirt 
als ain briester. und aus irer vermonung ward reformirt 
das barfüsserkloster zu Haidlberg und die observanzer 
dahin gebracht aus Sofoy 1 anno 1426. 5 

Anno 1415 in dem concili zu Costencz, do babst Johannes 
der XXIII. bard abgeseczt, ward der babst geantbort kling 
Sigmund, der antbort in von stundan disem pfalzgraf 
Ludwig, in [F. 131] treulich zu behüten, er fürt in er- 
wirdiglich in sein geschlos Monheym bey Rein, darin er sein 10 
in hoher wird pflag und behüten in wol. zum jüngsten *, 
do er durch babst Martein ledig geschafft ward, gab er 
202. umb di kostung dem genanten pfalzgraven 40000 gülden. 
Item küng Sigmund do er zoch in der botschaft des 
heiligen concili zu Costencz gen Arrogonia zu Benedicten 15 
dem XIII., also genant in seiner obidienz, macht er di 
weil in seinem abwesen beschirmer des genanten concili 
pfalzgraf Ludwig, das er auch treulich beschirmet; wann 
der küng was über ain jar aus. 2 doch so wolt der 
küng nit ziechen, es war dann geendet di sach des20 
Johannes Huss. also ward Johannes Huss verurtaylt 
und dem beltlichen gebalt geben, das ist dem küng; 
der gab in dem pfalzgrafen; der antbort in den 
züchtigeren, von den ward er verprent nach Ordnung 
des rechtens b3 . 25 

A. 262 Anno 1431 der graf von Widaraundt kriegt auf das 

herzogtum zu Lutring. dem lech der herzog von Burgundi 
sein volk, das er wider di Hussen wolt geschikt 
haben. 4 des geleichen het auch pfalzgraf Ludbig gesandt 
ein volk wider di Hussen. das lech er seiner sbester, frau 30 
Agnesen 5 , herzogin zu Lutring, mit der der obgenant graf 
umb [F. 132] das herzogtum krieget, zu sand Johanns 
tag 5 zu subenden geschach ain streit, der vast 
u. E. 147. her t was. c di Burgundier lagen ob. der pfalzgraf verlos vil 

ft jugsten Hs. b Raum für ein Bild, das mit einigen Kritzeleien 35 
angedeutet ist, darüber: prennen. c Raum, darin einige Federkritxeleien, 
darüber: streit. 

1 Quelle? 

2 Quelle ist Andr. 149, 20: Sigismundus rex per concilium fere 
per annum expectatus. 40 

8 Quelle ist Andr. 148, 35-149, 4. 

4 Zu Grunde liegt Andr. 476, 7 ff. 

5 Vielmehr Margarete; vgl. oben S. 535, 12. 

6 Andr. 476, 7. 

n r^ftrtnf ■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 537 — 

guter grafen, ritter und kriecht in dem streit, das der Pfalz lang ge- 
schadet hat. 

Der pfalzgraf was gar ain milter herr und mit schonen, A. 262. 
offen äugen gesach er übl oder gar wenig, darumb het im 
5 sein hausfrau durch di rät antragen, das man im das regiment 
enzüge. und ainer zeyt vor dem volk vodret er seinen 
sun, der was noch gar vast junk und gab im ainen maul- 
straych.* der sun sprach : vater und herr, warumb Schlacht 
ir mich? ich hab euch doch nit gelaidiget. er sprach: ich 

10 wil, das du bei dem maulstraich gedenkest das gross unrecht, 
das mir dein muter thut. 

Anno 1437 an sambstag nach dem beinachttag starb 
der edl fürst Ludbigus, pfalzgraf bei Rein, herzog in Bayren, 
küng Ruprechtz sun. er hat besessen di Pfalz siben- 

löundzbainzig jar und bard begraben zu Haidlberg. daselb2ß/. 
sind auch begraben sein zbo hausfrauen. er Hess drei sün,2ft?. 
Ludbig, Ruprecht und Fridrichen, von den ich [F. 133] iczo 
nach ainander sagen wil, und zbo töchter ; aine gieng in 261. 
den orden sand Clara, di ander, frau Mathild, ward ver- 

20heirat graf Ludbig von Wirtemberg. nach des grafen tod 
nam sy herzog Albrecht von Österreich, kaiser Fridrichs 
bruder. sy starb bitib und ligt begraben zu Heidlberg. 

Ludbig b , der erstgeboren, bard nach seinem vater A. 262 u. 
pfalzgraf und kurfürst, gar ain frumer herr. nam zu der ee F ' 198 

25 frau Margret, witib küng Ludbigs von Sicilia säliger ge- »• A. 263. 
dachtnüs, ein tochter Amodei, herzog zu Soffei, der dann 
im concili zu c Basl babst erbelt ward, genant Felix der fünft, 
der auch zum jüngsten di babstei aufgab und ward 
von babst Nicoiao dem fünften gemacht zu cardinal 

30und legat in Frankreich, das tet er williglichen 
von ainigkait wegen der heiligen kirchen. di genant A. 263. 
frau Margret nach abgang pfalzgraf Ludbigs, irs anderen 
hausbircz, ward sy verheirat Ulrichen, graf zu Wirtemberg, 
und ist begraben ze Stutgarten. 

35 Anno 1444 Ludbiff, delphin, mit den armen Jacken au si. 263 

Frankreich durch erbekung Fridrich, des romischen Um lj%rerKÖ * 
ktings, mit 30000 mannen ist zogen wider das con- 
cili ZU C Basel in das land vor Straspurg und auch vor Basel. 
du di Sbeiczer baren mit den steten im punt darumb 

40schikten sy in viertausent auserbelter man. di 

* Raum, darin einige Federkritxeieien, darüber: maulstraich kirchen. 
t> dux am Rand über Kreis. c fehlt Hs. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 538 — 
stritten mit den armen Jacken*, [F. 134] wiewol 

der Jacken VÜ mer waren, d er Schweiczer wurden erschlahen*» 
fünfzehenbundert dabei und in dem siechhaue vor Basel 1 , aber der 
armen Jacken wurden noch vil mer erschlagen,* 
und als si nun wider haym zugen, wurden di armen Jacken den 5 
mereren tau erschlagen von den von Schleczstat. 
A. 263 u. 8 Anno 1448 gescbach ain streit vor Esslingen an aUer heiligen 

Ltrer k 8'. ^^ ^ ^^ ^ un( j Dac irt schied c, und gebunen di birtenbergischen 
heren den sig und namen di walchstat bei der nacht ein. 4 und do 
ward Walter Ehinger von Ulm und Jeronimus Popfinger von Nordling 10 
erschlagen; di waren der stet haubtlent. und wurden sunst auf baiden 
tailen vil erschlagen und erstochen. 
A. 263. 264. Item zbüschen Teodrich, erzbischofe zu Maincz, dem 

dann hülfen di margrafen von Baden und Brandenburg, und 
pfalzgrafe Ludbig. dem half Jacob, erzbischof zu Trier, 15 
und etlich stett, ist oft unru und krieg erstanden, daraus 
das land verderbt ist worden mit raub und prand. 
263. Anno 1451 Ludbig, pfalzgraf bey Reyn, herzog in 

Bairen, kurfürst, seines herzogtums im 14. jar starb in der 
stat Wormms und Hess sein hausfrauen gross schwanger. 20 
und do er enpfand, das er sterben must, do befalch er 
seinem bruder, herzog [F. 135] Fridrich, ob das sein haus- 
frau gepär ain tochter, so solt er sy erziechen und von 
dem land ausheyraten, ob si aber ainen sun gepär, so solt 
er sein trager und vormund sein, das geschach: sy geparo5 
ainen sun, genant Philipp. 

» Raum, darin: streyt. b erschahen ü&. c Baum, darin Feder- 
Zeichnung: kämpfendes Fussvolk, links eine Stadt, oben: streit. 

1 Zweifellos ist im deutschen Text der als Quelle auch des lateinischen 
dienende der Chronik des Thomas Lirer seinem Wortlaut nach zu er- 30 
kennen; er lautet: Item do man zalt von Cristus gebärt M.cccc. und 
xliiij iar, do was der Telffin von Franckreich mit den armen iacken in dem 
land vor Straßburg und vor Basel, und do worden fünfftzehenhundert 
Schweitzer erschlagen dabei und in dem siechhauß vor Basel, und als 
sie baim zugent, do erschlügent die von Schletzstat die armen iäcken 35 
das mertail. 

* Quelle der Zusätze? 

8 Auch im folgenden Absclmüt erscheint wieder der deutsche Wort- 
laut Lirers, dessen Chronik im lateinischen Text Quelle ist: Item do 
man zalt von Cristus gebärt M.cccc. und xliiij iar, do geschach ain 40 
streit vor Eßlingen an aller heiligen tag, als sich tag und nacht schied, 
und gewunnen die wirtenwergischen herren den sig und nament die 
walstat in der nacht ein. und ward Walther Echinger von Ulm und 
Jeronimus ßopffinger von Nordlingen erschlagen, di warent der stet 
haubtleut. und worden auff baider seit vil erstochen. 45 

4 Man beachte, dass im lateinischen Text die Angabe : und nament 
di walstat in der nacht ein nicht verwendet ist; ebenso fehlen dort die 
Worte : von Ulm. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 539 - 

Fridrich a , des iczgedachten Ludbigs bruder, pfalzgraf-4. 264. 
bei Rein, herzog in ßayren, bas ain streitparer fürst, und 
nachdem und seines bruderen hausfrau gepar ainen sun, 
genant Philipp, do nam er seines bruderen tayl lands ein 
5 als ain trager und vormund, Pfalcz, Amberg und ander stett 
und geschlösser mit irem zugehoren. sy schburen im auch 
williglich als ainem trager des jungen forsten Philips, 
darnach begert er an das land, si solten im sweren als 
ainem rechten erbherren. des wolten sy nit thun. er schikt 

10 sein rät gen Amberg anno 1453 in der vasten, einen doctor, 
ainen herren, genannt Lanndschad. der doctor was ayn 266. 
briester. er prediget an sand Matheiss tag, der was an^w. 
ainem sambstag, und auch am suntag darnach in sand 265. 
Marteins kirchen zu Amberg von vierlay gebissen, darnach 

lövodreten di rät rat und gemain in di türniz des geschloss. 
do stund der eegemelt doctor auf und erzelet den pürgeren 
allen, reichen und armen, offnlich warlich, das si mit gutem 
gebissen wol möchten schberen herzog Fridrichen als 
ainem rechten evb-[F. 136] fürsten; wann er wolt sich ver- 

20 schreiben engegen herwider, das er nit heiraten wolt, damit 
das baide land dem jungen fürsten beliben, als er auch 
tet. er wolt auch, wann der fürst zu seinen jaren kam, 
der land ains im übergeben, aber das als mocht der gemain 
man nit vahen. darumb schwuren sy im nit der zeit, di 

25 rät ritten von ainer stat und geschloss in di anderen, in 
der zeit in der vasten des mals bas unser frauen tag am 
palmabent. zbüschen 10 und 11 der türnär zu Amberg 
redet herab ab sand Marteyns turen zu dem volk an den 
marc, er säch ainen geraisigen zeug, di gemain lof in di 

30 kirchen und bolt den stürm anschlahen. do was kayn klenkl 
in der gloken. do lof di gemain und schlugen di tor zxx266. 
und fiengen di rät des fürsten all gestillt und gesport, den 
doctor, den Landschaden, ainen burger, genant Gregor Alhat, 
und landrichter. b man saget, di von Nürmberg bieten ainen 

35 geraisigen zeug hergelichen, und di rät hieten der landschaft 
geboten gen Hanbach, und in der selben nacht wolten sy 
di stat Amberg mit gewalt und listigkait eingenomen haben, 
und ir yetweder ain thor. das was durch di fanknus under- 
komen. der doctor was ain priester; darumb leget der 

40pfarrer, ain tumherr von Baben- [F. 137]berg y interdict in 

a dux am Rand über Kreis, b Raum mit einigen Federhritxeleien, 
dabei : vanknus. 



r^rtrtrtL- Original frann 

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— 540 — 

der stat Amberg und wolt nit singen und mess lassen haben, 
also sang man kain complet noch salve an unser frauen 
abent. man sang auch nichcz an unser frauen tag noch 
am palmtag, man weichet auch di palm nit. etlich trugen 
ir palm heraus in Aichsteter bistum ain meil begs. in der 5 
zeit het mau eylent geschikt gen Rengspurg zu dem gebalt 
von des inderdicts wegen, der bischof sandt hinauf gen 
Amberg seinen beichbischof und ainen tumherren, maister 
Hanns Fager, licenciat. di tädigeten, das man den doctor 
von stundan ausliess. also sang man am palmtag noch 10 
vesper und salve. 
267. Darnach in dem jar kam herzog Fridrich selbs mit 

macht, man liess in ein. di briesterschaft mit sambt dem 
volk wolten im mit dem heyltum engegen gen, in zu enpfahen 
do rait er zu ainem anderen tor ein. di bürger von Am- 10 
berg musten im sberen und darzu ain grosse steur geben. a 
und in der vergangen zeit het er seyn haimliche spech ge- 
habt zu wein und pier in der stat. welher da bider in 
redet, di wurden angeschriben. also wurden im verspecht 
mer dann 60 man; di wurden doch erpeten durch di frauen 20 
bis an zbelf; den achten pot man über di vier wald: di 
vier liess er enthaubten. b 

[F. 138] In solher mass erobret er das land als 
ain rechter natürlicher herr und nam kain eliche 
hausfrauen und nennet sich ainen kurfiirsten und25 
erbelet im seinen vetteren, den jungen pfalzgraf 
Philipp zu seinem sun, das auch bestätet babst 
Nicolaus der fünft, aber kaiser Fridrich wolcz nit 
confirmiren, wiewol er oft darumb ersucht und ge- 
peten warde. 30 

F. 198. Pfalzgraf Fridrich regirt gar fürstlich, er het auch vil krieg, 

und gieng im glüklich und Biglich, er besase gebaltiglicb sein 
land, das er nie lehen enpfieng noch bekannt von dem kayaer. er het 
Cf. A. 268. vil krieg, di im kaiser Fridrich zufüget, er erweret sich ritterlich 

aller seiner veind. 35 

A. 267. Er hat vil gekriegt mit herzog Ludbig von Veldencz, 

seinem vetteren, den man nennet den sbarzen her- 
zogen 1 , und mit den grafen von Leyningen und mit vil 
anderen herren und hat si ser verderbt. 2 

a Raum, darin : sberen und gelt geben. b Raum mit Kritzeleien, 40 
darin: enthaubten. 

1 Vielleicht nach E. 160, 17 oder nach Lirer k 9 : genant Schwarte - 
hertzog. 

2 Wohl ebenfalls nach Ebran 160 y 18. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 541 — 

Anno 1458, do herzog Ludbig von Landshut Schbäbischen 268. 
Werd einnam, do ward er auch dabei persöndlich. 

Anno 1461, do der gedacht herzog Ludbig di Neustat 
in Franken gewan, half im in aigner person pfalzgraf Fridrich. 

5 * Anno 1462 do waren zben bischof zu Maincz, Dietrich von A. 268 u. 

Ysenburg und Adolf von Nassau« der von Isenburg leget sich zu^ rer * • 
feld mit ainer wagenpurg wider den pfalzgraf Fridrich bei Bein, der 
pfalzgraf gewan dye Wagenburg und vieng vil edl und unedl, und 
wurden auch vil erschlagen.* [F. 139] darnach ward er ains mit dem 

10 von Ysenb urg und half im darnach wider den von Nassau« 

2 Ainer zeit machten drey fursten, der bischof von Mecz, sein A. 268 } F. 198 
bruder, margraf Carl von Baden, und graf Ulrich von Wirtemberg, ainen 
anschlag auf den pfalzgrafen, zugen im in sein land in aygner 
person. in zu schedigen. als aber er des gebare ward, zoch er aus vonw. Lirer k9. 

15 Heidelberg und begegnet in under äugen mit tausent geraisigs 199. 
zeugs und darzu sein fueSSVOlk. wann dann di veint über ain 
pachlein kamen, so liess er nach in di bruk abwerfen und bei 
dem statl Lodenburg rükt er ie pas zu den veinden. nu het der fürst 
das also geordnet, das jeder reitender ainen fusknecht hinder im fürt. 

20 als da er sich zu den veinden thet, hetten sy nit gross erschreken, 
wann ir nit vil erschinen. als es aber schier an daz treffen gieng, 
sprangen di fusknecht von den pfarden. do was das volk gezbispilt 
damit und nit unpillich di veint erschraken, damit rant sy der pfalz- 
graf an und ward ain zumal rösch schlackend di obgenanten drey fursten 

25 wurden gefangen mit anderen iren herren, ritter und knechten bei fünf- 
hundert und wurden geschäczt. nu als di niderlegung ergangen was, F. 200. 
do schiket der pfalzgraf gen Haidelberg und liess verkünden und 
pieten, so di herren in di stat gefürt würden, das niemant kainerlay 
geschray, gelächter oder jubel [F. 140 J macht, darab di fursten betrübt 

30 mochten werden, das ist geschehen in dem obgemelten 62. jarA 268. 
an sand Pauls gedachtnüs tag. c er hett si in der gefanknus 
bey 11 monaten. do must im der alt graf Ulrich von 
Birtemberg geben hundrt tausent gülden, margraf Carl, des 
kaisers s wag er 3 , auch so vil und sein bruder, der bischof 

35 von Mecz, 80 tausnt gülden und im von der sachen wegen 
huld kaysers und babsts erlangen. 

Item pfalzgraf Fridrich was albeg widerspänig und 269. 
ungehorsam kaiser Fridrichen. do vodret in der kaiser zu 

* Raum, darin\ wagnpurg gebunen. *> Raum, darin: streit. 
40 c Baum, darin : einf ürung. 

1 In dem folgenden Abschnitt ist wieder der Wortlaut der Chronik 
Thomas Lirers übernommen, der — gekürzt — oben im lateinischen Texte 
für den entsprechenden Abschnitt als Quelle dient. 

* Im folgenden Text erscheint der deutsche Wortlaut von Füetrer 
45 und Lirer, die beide Quellen des entsprechenden Abschnitts im lateinischen 

Texte sind. 

8 Markgraf Karl war mit Katharina, einer Tochter des Herzogs 
Ernst von Österreich, verheiratet. 



C^f\f\Ct\i* Original frann 

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— 542 — 

gericht, und do er nit kam, do sass der kayser zu gericht, 
und in offen rechten durch urtl der fürsten ward pfalzgraf 
Fridrich schuldig laidigung kaiserlicher mayestat erkannt, 
das ist geschehen zu Augspurg anno 1474 in dem monat 
Junio. Aber es seczt im doch niemant nichtz darumb zu, 5 
und er belaib im regiment der Pfalz und seines lands sein 
lebtag an irrung mäniglichs. er hat di Pfalz und sein land 
F.200.g&r wol durch vil krieg gemert und gebeitert; wann mit 

raanigerlay fflrsichtigkait überhand er sein veind. 
A. 209. Anno 1476 des 15. 1 tags des monats Decembris starb 10 

Fridrich, pfalzgraf bey Rein, herzog in Bairen, gar kristen- 
lich; wann er liess im anlegen an seinen lesten Zeiten par- 
fiisserorden und bard begraben zu dem heiligen geist zu 
Heidelberg. 

Ropertus a , der zbaier obgenanten fürsten Ludbig und 15 
[F. 141] Fridrich bruder, erzbischof zu Kölen, anno 1471 
was er auf dem grossen tag zu Rengspurg. Daselb enpfieng 
er lehen von kayser Fridrichen. 

Anno 1474 ward erwekt ain grosse unainigkayt zbüschen 
des gemelten erzbischofs und des capitis zu Kölen. das 20 
capitl warf auf wider iren rechten herren und erz- 
bischof ainen korherren Hermann, landgraf von Hessen, 
zu ainen gubernator der stift zu Köllen. der erzbischof 
pracht auf herzog Carl von Burgundi. der legt sich mit 
270. grosser macht für di stat Nuss b . vor der stat lag er ain 25 
jar. kaiser Fridrich ward ermont und bebegt durch di von 
Kölen, das er in aigner person zoch wider den herzogen 
von Burgundi. an dem 24. tag des monats Septembris 
zoch er aus seiner stat Augspurg auf an den Rein, dar- 
nach an dem obristen erkant er den herzogen von Burgundi 30 
ainen veind des heiligen römischen reichs. durch pet der 
von Kölen sant er im absagbrief. am 6. tag des monats 
May zugen di vom reich ausgenomen di fürsten von 
Bayren; es zugen auch di erzbischof von Maincz und Trier, 
der bischof von Münster, der von Wirczburg und vil ander 35 
bischof und prelaten, item margraf Albrecht von Branden- 
burg, obrister veldhaubtmann, herzog Albrecht von Sachsen, 
di margraf en von Nassau, di grafen von Wirtemberg, Henn- 
berg mit vil anderen fürsten und grafen, [F. 142] freiherren 
und reichsteten und legtent sich zu veld nit verr von Nuss. *° 

a dux am Rand über Kreis. b Raum, darin : leger für Neuß. 
J Vielmehr am 12 n wie richtig im lateinischen Teocte steht. 



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— 543 — 

der herzog von Burgundi erschrak nit darab. er belaib in 
der belegerung der stat Neuss ain ganz jar. da mocht er 
ir nit gewinnen; wann di burger in der stat wertend sich 
so mändlich, das er in nit möcht obgesigen, wiewol er di 
Smaur darnider schoss und in vil ungemach zufügt, in 
der zeit zugen di Schbeitzer dem herzogen in sein land 
und gebunen vil stet und teten grossen schaden, in solher 
unru schikt babst Sixtus der viert zben legaten zu dem 
kayser und zu dem herzogen, dardurch wurden sy mit 

10 ainander vericht und ain ewiger frid durch verhaissung ains 
heirats bestät, als es auch hernach beschach. herzog Karl 
zoch aus dem veld und lued den kaiser und sein fürsten 
zu tisch in ainem kloster sand Maximin ausserhalb der stat 271. 
Trier mit grosser kosperlichait an pfinztag zu sand Franciscen 

15 tag. am ersten giengen all fürsten nach kristenlichem sitten 422. 
in di kirchen. di was bunderschön geziert mit seyden 
tücheren, darein gewarcht di histori von Troya, der chor 
mit tücheren mit dem ganzen leiden Christi, auf dem altar 
12 poten silbrein übergolt, an ainem ort sand Jörg, am 

20 andern sand Barbra, in der mitt ain kostperliche liligen 
von golt und edlem gestain; di schätzet man auf 2000 
gülden, da das göttlich ambt volbracht ward, do giengen 
di fürsten in den palast. der was geziert mit guidein 
tücheren mit der ganzen histori seins vateren und mit gar 

25 hübschen guidein clainaten. an der ersten tafl sassen kayser 
Fridrich, Adolf, erzbischof zu Maincz, der erzbischof zu 
Trier, Carolus, herzog von Burgundi, [F. 143] erzherzog 
Maximilian von Ustereich, herzog Ludbig von Feldencz, 
der swarz, herzog Albrecht von München, herzog Steffan,^. 

30tumbrost zu Kölen, der bischof von Litich und der reichs- 
graf von Nassau ; * an der anderen tafl Bilhalm, bischof zu 
Aichstet, der türkisch kayser \ Karl und Kristoff, margrafen 
zu Baden, der dechant von Babenberg, graf Haug von 
Monfort, der graf von Hohenloch, Adolf und N., grafen zu 

35 Nassaw, Bartime von Liechtenstain, ritter, hofmayster herzog 
Maximilians ; b an der dritten tafl Eberhart, graf zu Wirtem- 
berg, Albrecht, margraf zu Baden, Rudolf, graf von Sulcz, 
Schaf hart und N., grafen von Leiningen, der graf von Picz, 
Eberhardt, graf zu Suneberg, di rät des von Maincz, her 

40 Jacob Trapp, ritter, herr Balthaser von Lichtenstain, ritter, 

a Raum, darin : di erst tafl. *> Raum, darin : di ander tafel. 
1 Oben 8. 423, 3 : N. frater imperatoris Turcorum. 



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— 544 — 

erzherzog Sigmund von Östereich rat. Ä [F. 144] In dem 
mal waren geben 42 rieht; di bürden zu drey mal hertragen 
mit busaunen, trumeten, pfeifen und anderen saitenspielen. 
davor giengen zben herzogen, zben margrafen, 12 grafen 
in gtildein klaideren, nach den dienten achtzechen grafen 5 
A. 271. in silbrein klayderen. nachdem und di ding mit grosser 
glori und cosperlichait verpracht waren, zoch yeder in sein 
land mit gutem frid. 

Darnach anno 1478 im anvank der vasten Eopertus, 
erzbischof zu Kölen, mit zbain knechten bei Driedtorf auf 10 
dem Herreich ward gefangen von Hainrieb, landgraf von 
Hessen zu Marpurg, Hennan des gubernators zu Kolen 
bruder b , und er ward gefürt in das geschlossBlankenstein. 
do ist er gefangen beliben bis an sein end. 1480 Eopertus, 
erzbischof zu Kölen, ist gestorben in der fänknus, und sein 15 
Widersacher Herman gubernator erbelt worden zu ainem 
erzbischof zu Kölen. Item in der zeit der fänknus Roperti 
sang man nit und las nit mess in dem bistum Kölen. 

Als vil sey iczo gesagt von den dreien brtideren, 
pfalzgraf Ludbigs sün. auch verlie er zbo töchter; den 20 
beschach, wie dann vor stet. 

Hernach volgt von dem ersten bruder sun, ge- 
nant Philipp. 

Philipp c , pfalzgraf bei Rein, herzog in Bayren, kor- 
fürst, ward geboren nach seines vateren tod und von seinem 25 
vetteren herzog Fridrichen [F. 145] wol erzogen in guten 
siten und bard wol underbeist in den siben freyen künsten 
und ward verheirat pei seins vetteren leben. 

Anno 1474 het pfalzgraf Philipp hochzeyt in seiner 
stat Amberg mit frau Margreth, herzog Ludbig von Lands- 30 
272 *hut tochter, in gegenwürtigkait vil fürsten und herren. do 
ward erstochen an ainem rennen her Wolfgang Fraunberger 
vom Hag, von ainem Sachsen d , und der Sachs het ain 
lengere stangen, dann er pillich haben solt. also 
ward di freud in trauren verkert. 35 

273 - Pfalzgraf Philipp was ain fürst mit grossem preys. 

er lebt gar erberlich und f rundlich mit seiner frauen und 
hatt sy in grossen eren. 

Anno 1481 ist ain turnier zu Haidlberg ge- 
be sen. e 40 

» Raum, darin: di 3. tafL b Raunt, darin: fänknus. c dux am Rand 
über Kreis. <* Raum, darin: stechen, e Raum, darin: turnier. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 545 — 

Anno 1486 ward pfalzgraf Philipp gefodert mit sambt A 272. 
anderen korfürsten von kayser Fridrichen auf ainen tag 
gen Frankfurt, dahin er kam und rayt ein an dem suntag 
der herrenvasnacht mit fünfhundert pfärden wolgezirt mit 

öharnasch und klayderen. im zugen engegen all fürsten und 
herren, di dawaren, ausgenomen der kayser, und belayteten 
in an sein herberg. in seinem zeug waren dy hernach - 
geschriben stend mit namen: 1 

[F. 146 ] Caspar, herzog in Bayren, graf zu Veldencz, 

10 bischof zu Wurmms, bischof von Speyr, der teutschen herren 
maister, her Ludwig von Beyeren, herr zu Scharffneck, 
ycz von Leonstat, graf Johanns reingrave zu 
Stein, graf Ott von Solmms, graf Michl von 
Werthem, grafHeinrich vonBitsch, graf Philipp 

lövon Hanawe, graf Gerhard von Seine 14 , graf 
Hamman von Leiningen, grafHaug vonMontfort, 
der jung, graf Hanns von Montfort, graf Kraft 
von Hohenloch, graf Conrad von Tübinngen, graf 
von Nassaw, herr zu Bilstain, graf Wolfgang zu 

20Fürstnberg, graf Berenhart von Besterburg, 
graf Cime zu Westerburg, graf Berenhart, der 
alt, von Eberstein, graf Berenhart, der jung, 
von Eberstein, graf Heinrich von Lupf, her 
Johann ruwegrafe, h erMelchior von Oberenstain, 

25 her Enich von Oberenstein, Johann von Hohen- 
felss, herr zu Kipersskirch, Schennk Cristof her 
zu Limpurg, des romischen reichs erbschenk, 
Schenk Fridrich vonLimpurg, SchenkAsmus von 
Erpach, her Hanns von Schbarczenburg, herr 

aovon Sonneberg und vil ander guter leut. 

An sand Valteins tag, des heiligen marters, der da 
was an ertag nach dem beyssen suntag, offenlich an dem 
markt Berchtold, erzbischof zu Maincz, phalzgrave Philipp, 
herzog Hain- [F. 147 ] rieh von Brauns weik und der bischof 

35 von Wurms enpfiengen lehen von kayser Fridrich. dabey 
waren di kurfürsten, yetbeder in seiner Ordnung, an dem 273. 
dritten tag darnach was der pfalzgraf pei der wal, 

* Feine Hs. 

1 Quelle für die Mitteilungen über die Frankfurter Wahl von 1486 
40 ist wohl einer der darüber erschienenen Drucke. Man vgl. die Inkunabeln 
Hain *10928 und *10929 } die ein nur wenig abweichendes Verzeichnis 
von Philipps Gefolge geben, aber oben selbst nicht benutzt sind. 

Quellen u. Erörterung N^ P_ III. 0rigjna| f ^ 

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— 546 — 

da man Maximilian, erzherzog von Österreich, zu ainem 
römische kiing erwelet. an dem neunten tag des monats 
Aprilis ward der pfalzgraf auch dabey, do man in krönet 
zu Achh, und was der erst, den er zu ritter schlug. 

Krön. Hernach Voigt 1 di krönung des durchleuchtigesten fürsten 5 

her Maximilian. 

Nachdem und alle ding in der erbelung des allerdurchleuchti- 
gisten fursten Maximilians, erzherzog zu Österreich, als aines römischen 
küngs ergangen waren, darnach auf den achtundzbainzigisten tag des 
Merzns, das bas auf den er tag in dem osterheiligen tag in dem jar, 10 
do man zalt 1486, des morgens frü plies man auf mit trumeten. ist 
der allerdurchleuchtigist, grosmachtigist fürst und herr, her Fridrich 
der dritt, römischer kayser, zu allen zeiten merer des reichs, und der 
durchleuchtigest fürst Maximilian, sein sun, römischer kiing, zu allen 
zeiten merer des reichs und erzherzog zu Östereich, mit disen kurf ürsten, 15 
nämlichen dem hochbirdigisten fürsten, her ßerchtold, erzbischof zu 
Maincz, Herman, erzbischof zu Köln, Johan, erzbischof zu Trier, und 
dem hochgeporen fürsten, her Philipp, herzog in Bayren, pfalzgraven 
bey Rein, all [F. 148] korfürsten des heiligen römischen reichs, und 
darzu mit den andern herzogen, fürsten, grafen und herren, dy auf di 20 
zeyt zu Frankfurt in der erwelung warent, ze schif gangen in der 
mainung zu faren gen Achh und den egenanten erbelten romischen 
küng zu krönen, und furent also mit grossem schall, so von trumeteren, 
pfeyferen und baukeren gehört was, mit ainer grossen menig der schif 
das wasser ab. a der hochgeboren fürst, herzog Ernst von Sachsen, 25 
korfürst, was vor etlichen tagen vor ab gen Köln gefaren. an dem 
ersten tag belib di kayserlich majestat und der küng zu Bingen und 
waren da zwo nacht des ungebiters halb, so auf dem Heyn was. auf 
den dreissigisten tag im Merzen kamen sy gen Reynss. do ward der 
küng gefürt durch di kurfürsten und geseczt daselbs auf den küngstul, 30 
der daselbst im veld under den paümen stet, nach altem rechten und 
gebonhait.*> darnach giengend sy wider zu schyf. auf den ainund- 
drelssigisten tag des [F.149J Merzen komen sy gen Köln umb di 
vierden stund nach mittag, do kam der erzbischof von Kölen mit 
allen stiften und orden in ainer procesion c f darzu der erzbischof von 35 
Trier und herzog Ernst von Sachsen, kurfürsten, di dan vor der kayser- 
liehen mayestat dar sind komen. darnach komen auch di herren von 
der stat Kölen und enpfiengen di kayserlich majestat und den römischen 
küng mit grosser erwirdigkeit und fürten di also in der ordinanz und 
procession in daz münster zu den dreyen heiligen küngen. do sprachen 40 
sy ir gebet, darnach giengen sy in den chor. do vieng man an ze 

* Raum, darin : schiffung des küngs. b Raum, darin : di seezung 
auf den stul im f eld. c Raum, darin : procession. 

1 Für die folgende ErxäMung von der Krönung Maximilians, welche 
sich im lateinischen Texte nicht findet, ist Quelle der Inkunabeldruck 45 
(Hain * 10930) : Die krönung des durchleuchtigosten fürsten vnn herrn 
Maximilianus erezherezog zu österreych zu einem Römischen künig. So 
durch di Curfürsten des heiligen Römischen reichß zu Ache volpracht 
vnd geschehen ist. Das Ganze ist fast wörtlich abgeschrieben. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 547 — 

singen Te deum laudamus, ein lobgesang. des abncz kam der bischof 
von Maincz mit seinen grafen und herren zu schiffe, darnach auf 
den sambstag kam Philipp, pfalzgraf, auch zu schife mit seinen fürs ten 
und grafen. item auf montag Quasimodogeniti des dritten tags Abrilis 
5 macht sich kayser und küng mit den kurfiirsten und herren auf den 
weg gen Achh, und lagen kaiser und küng di nacht zu Türen und 
etlich forsten auf der anderen strass zu Gülch und zu Altenhofen. auf 
den vierden tag Abrilis sind kaiser, küng und di fursten mit der 
iren zu Ach eingeritten, von ersten sind eingeriten di stallung geben y 

10 koch, trumeter und vil bagen auf drei stund. a [F. 150] item auf ain 
stund vor dem zeug 5 pferd ; di waren des küngs ; darauf vier knaben 
und ain knecht. b under den warent drey rotschiml, vast schon, mit 
guldem zeug auf sbarzen samat, di drey knaben mit swarzem samat- 
kleider; di zbay pferd warn sbarz. darnach füren ein des kaisers 

15 wägen, darnach rait herzog Wilhalms von Gülchs zeug in eitl swarz 
wolgerüst mit spiessen auf 200 und 20 pferd ,c darnach herzog Ernst 
und herzog Albrechts von Sachsen zeug, darunder was der biechof von 
Meichsen, bey zbayhundert pfarden in eitl praund mit spiessen, mit 
iren trumeter en und paukeren gar wol gerüst. auf den zoch des herzog 

20 von Cleef zeug in braun; sein lieberei was grab und weyss. e [F. 151 J 
darnach pfalzgraf Philippen zeug auf 200 und 70 pferd mit spiessen; 
ir varb b as in graben klaideren und rot kappen und hosen hübsch, 
mit iren baukeren und drumeteren. bei im was herzog Caspar von 
Bayren und vil ander herren. * darauf der erzbischof von Trier mit 

25 anderthalb hundert pferden.s darnach des bischof von Maincz zeug 
in roten kleideren , swarz und weyss ir lieberey , auf drithalbhundrt 
pferd bolgerüst.h darauf des küngs und kaisers trumeter 17 und ain 
pauker. > [F. 152] darnach münich trugen an sbarz mäntel, darunder 
weyss rok und swarz schaper mit ainem kreuz am herzen; das bas den 

30 langen beg rot und beseicz weiss, darnach di vier orden unser frauen 
prüder.* darauf schuler und briester, trugen kappen an. 1 item di bürger 
von Achh trugen auf ain himliz oder tuch; darunder giengen zben 
briester, di trugen kaiser Karls haubt. m das was in golt verfasset 
und gekrönet gar schön, darneben giengen etlich herren von Achh 

35 und zben mit zwayen iren herhorneren; di bliesen si gar schön, item 
dyssem haubt sancti Karoly zu eren und wirdigkait stayg der romisch 
küng ab von seinem pferd zu fuss in der statporten und küst das 
haubt, und der dechant zu Achh credenzt im das. als er abgesessen 
was, von stundan warn da etlich von der stat, den das zugehört; 

40 di namen des küngs pferd. das ward wider gelöst [F. 153] umb 55 fl. r. 
darnach ritten in der Ordnung di fursten persondlich, zum ersten 
herzog Wilhalmm von Gülch und margraf Cristoffel von Baden und 
zbüschen im der herzog von Klef in ainem gülden klayd. n darnach 
herzog Albrecht von Saxn und der bischof von Gran, bischof de Trier 

45 und zbüschen in herzog Ernnst von Saxen ; der fürt aufrichtig der 

* Raum, darin: einreiten der stallung. h Raum, darin: V roß. 
c Raum, darin : einreiten sbarz. d Raum, darin: zeug in praun. « Raum, 
darin: praun, grab, beyß. f Raum, darin: einreiten, grab rok, rothfosen] 
und k[appen]. % Raum, darin: Triers zeug. h Raum, darin: Maincz 
einreiten. * Raum, darin: trumeter, pauker. * Raum, darin: di münch. 
50 l Raum, darin: schuler und priester, kappen, na Raum, darin: Karls 
h[aubt]. n Raum, darin : einreiten der fürstlichen] person. 

35* 

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— 548 — 

kaiserlichen majestat das sbert vor.** darauf rait di kayserlich mayestat 
alain und het ain swarze schauben; »ein pferd was swarz, di satldek 
swarzsametein. b darnach rayt der römisch küng und neben im zu 
der gerechten selten der erzbischof von Köln und zu der gelinken 
Seiten der erzbischof von Maincz; des küngs gebant was gülden und *> 
sein pferd schneweyss.c item neben dem zeug vor dem kaiser und 
köng würfen ir drey gelt aus under [F. 154] das volk, und das weret 
durch die ganz etat pis in unser frauen kirhen. item nach dem küng 
rayt des kaisers zeug; under dem was der margraf Albrecht von 
Baden und gar vil ander mächtig grafen und herren.<* item dar na ch*0 
des romischen küngs zeug in eytl rot mit der liberey blab, weiss, rot 
und von allererst ungerüst volk, darnach woigerüst spiesser und schüczen 
auf fünfhundert, in dem zeug waren Cristoffl, margraf zu Baden, der 
von Gelleren, bischof von Camirich, bischof von Sebenich. darauf rayt 
des hischofs von Köln zeug — der het bey im landgraf Wilhalm von 15 
Hessen zu Cassel, den jungen — , all in rot gekleydet mit ainem strich 
sbarz und weyss umb den arm gebunden, zerhauen, mit vil spiesser e n 
und schüczen. f item in allen den zeugen ritten albeg drey neben 
ainander und ritten hert an ainander, und beret das ein reiten 
anderthalbe stund, item herzog Sigmunds rät von Östereich, her Ulrich 20 
Frontsperger und her Jörg von Absperg, waren t da mit 13 pferd. item 
der von Wirtemberg hett auch sein botschaft. [F. 155] item noch vil 
ander vom adl, di den fürsten und ritterschaften nachritten, und also 
ritten sy in der Ordnung bis für unser frauen kirchen. 

Item in der kirchenporten staig der küng ab von dem pferd; das 25 
nam des herzogen von Gülchs marschalk, als sein recht ist. do giengen 
sy in di kirchen und sprachen ir gebet vor unser frauen pild. do 
fieng man an zu singen Te deum laudamus und zu spilen auf der 
orgelen. darnach gieng der romisch küng zu dem altar und opfret 
drei rheinisch gülden, darnach giengen sy all mit dem kayser haym30 
in seinen hof, und vom kayser giengen di fürsten mit dem küng haim. 
darnach herzog Ernnst von Saxen trug dem römischen küng das blos 
swert vor. item am fünften tag Abrilis kamen di fürsten auf das rat- 
haus zu Achh ze rat. do wurden di zben erzbischof von Maincz und 
Kölen geschikt in di kirchen zu ordiniren zu der krönung des küngs. 35 

Ordnung des eingens zu krönung des küngs. 

Item zu dem ersten giengen für der edlen ain grosse menig. nach den 
giengen di bischof, darnach herzog Albrecht von Saxen, der herzog von 
Gülich, der herzog von Cleve, darauf der kayser in ainem gülden rok, neben 
im auf di rechten hand Maximilian, römischer küng, auch in ainem 40 
gülden rok, neben im pfalzgraf Philipp auch in seinem roten klayd 
mit härmlein gefütert und ain rots hochs schariaches heybl auf seinem 
haubt mit härmlin gefütert, als sich dann gebürt den curf ursten in der 
cur ze haben und tragen. [F. 156] auf der gelinken seyten des kayser s 
gieng herzog Ernst von Saxen auch in ainem solhen roten klayd. 45 

Item Berchtold, erzbischof zu Maincz, und der von Kölen und 
Trier waren vor hingangen in di kirchen und heten sich berait i n ire 
pontificalia und ir infl auf und di bischofstäb in iren henden bartend 
des kaysers und küngs. 

* Raum, darin unleserliche* Wort, b Raum, darin : imperator. 50 
c Raum f darin: kfüngs] reiten, d Raum, darin; kaysers leut. ü Raum, 
darin: k[iinigs] zeug. f Raum. 
n Prtrtolr Original fronn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 549 — 

Item als kaiser und küng mit den fürsten i n unser frauen kirchen 
eingiengen, di e genanten drei bischof giengen in engegen, darzu di 
herren vom stift und capitl mit vil äbten und prelaten in iren ynfelen 
mit den kreuzfanen, rauchfass und ewangelibuch und enpfiengen sy 
5 gar.wirdiglich. und di bischof von Maincz und Trier namen den küng 
zbüschen sich und fürten in ein di kirchen. da sang man ain anthifen, 
und der von Köln las ain colect über in. 

Item vor dem altar unser frauen was ain stul gericht wolgezirt; 
darauf seezt man den römischen küng. darnach ain wenig hinbarz 

10 was ain bank berayt; darauf sass der von Maincz und Trier auf di 
linken hand. under dem stund der von Gran, der herzog von Gülch, 
herzog Albrecht von Sachsen, herzog von Klef, herzog Caspar von 
Beiren, graf zu Feldencz. 

Auf der rechten seiten des altars was zuberait ain stul dreier 

lögraden hoch, schon gezirt, für den kaiser, darauf er auch sass, und 
neben im auf di linken hant der pfalzgraf und herzog Ernst, curfursten. 
do stund der bischof von Kölen vor dem altar mit seinem sufraganeo, 
äpten und caplän in yren pontificalien. do ward der küng von den 
bischof en Maincz [F. 157] und Trier gefürt für den altar. do legt 

20 sich der kung kreuzbeis nider. ob im las der von Kolen vil guter bene- 
deyung. darnach namen in di obgenanten zben bischof und seezten 
in wider in seinen stul, der von Maincz neben im auf di gerecht hand, 
der von Trier auf di link hant. darnach gieng der von Kölen über 
altar und vieng an di mess von den heiligen drey küngen. als der 

25 »equenz gesungen was, stunden di genanten bischof auf und teten 
dem küng ab das obrist klayd und fürten in ym underen klayd für 
den altar. do legt sich der küng aber kreuzbeys nider. do sang man 
kirieleyson mit sambt vil ander letaney. do di aus bas, do stund 
der küng wider auf. do stund der von Köln vor dem altar mit dem 

30 bischofstab in seiner hand und fragt den küng di nachfolgenden artikl 
und punkt: wildu den heiligen gelauben, der den kristenlichen leuten 
da gegeben ist, halten und mit rechten werken befestigen? der küng 
antbort: ich wil. der bischof: bildu den heyligen kirchen und der 
kirchen diener ain treuer bebarer und beschirmer sein? der küng: ich 

35 wil. der bischof: wildu das reich, dir von got verliehen nach gerechtig* 
kait deiner vorfaren, regiren und kreftiglichen beschirmen? der küng: 
ich wil. der bischof: wildu di recht des reichs und seine guter behalten 
und das unrechtiglich verbant war, widerbringen und getreulichen in 
des reichs nuez und gebrauch keren? der küng: ich wyl. der bischof: 

40 wildu armer und reicher bitbe und waisen ain geleicher richter und 
gütiger beschirmer sein ? der küng : ich wil. der bischof : wildu dem 
allerheyligisten in got vater und heren, dem romischen [F.158J bischof, 
und der heyligen römischen kirchen schuldige underthänigkeit und treu 
bebeysen? darauf antbort der künig das wil ich, und so verr ich mit 

45 der götlichen hilf gesterket und mit geläubiger Kristen gebet gehelfen 
ymer mag, alle obgenante stük wil ich getreulich volbringen , als mir 
got helf und sein heiligen. 

Darnach keret sich der bischof von Kölen zu den kurfürsten 
und anderen umbstenden geistlichs und weltlichs Stands und fraget 

50 sy : wellet ir disem fürsten und regirer euch underthan und seine reich 
Sterken, mit getreukayt befesten und sein gebot gebarten nach den 
Worten der heyligen apostl spjeehent : alle menschen sullen sein underthan 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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- 550 — 

den hechsten machten, einem küng als ainem fürstender? hierauf haben 
di umbstender, geistlich und weltlich fürsten und curfursten, geantbort : 
ja, Ja, ja. 

Item darnach leget sich der küng wider kreuzweis für den altar. 
d o las der bischof von Köln über in ain benedeyung. do di aus was, 5 
do rieht sich der küng wider auf seine knie und sein hend zu häuf 
gelegt, und enplösten in oben, umb sein prust zu salben, do salbet 
in der bischof von Köln an seyn haubt und an der brüst, in baiden 
henden, an seinen schultern und armen und las zu ainem jeden ain 
benedeyung und colect. 10 

Item do er also gesalbt was, do fürt in der bischof von Maincz 
und Trier in di sacristeien. do waren di eltisten canonici von dem 
capitl en gegen und namen gar raine woll und drükten im [F. 159] 
die an alle stet, da man yn mit dem heyligen öl hin bestrichen hett. 
da theten im di genanten zben bischof ain alben , stolen und ain 15 
kappen an ; di heten di von Nüremberg darpracht und seind kayser 
Karls gewesen; und fürten in wider für den altar. do legt er sich 
kreizbeys für den altar. d o las der von Kölen aber vil benedeyung 
über in. do stunden di von Nüremberg en gegen und heten in ainer 
kisten kayser Karls regalia, schwert, apfl, cepter und krön, zu dem 20 
ersten hiess im der von Köln reichen das swert. also namen di drey 
erzbischof und curfursten das swert all geleich und gaben es dem küng 
in di hand. item darnach gürten sy dem küng das sbert umb, und 
der von Kölen gab im das palium, ring und armillen und (las colect 
darzu. darnach gab er im den cepter und den apfel in di hand mit 25 
sambt den lesen darzu gehörend, darnach di drei bischof Meincz, 
Kölen , Trier namen di krön kaiser Karls geleich mit ainander und 
saezten di dem küng auf sein haubt. 

Item da solhs geschechen was, ward er wider gefürt für den 
altar von den oftgemelten zbain bischof en. do legt der küng sein 30 
hend auf den altar und verhiess und versprach alles, das hernach 
stet, also : 

Ich versprich und gelob vor got und seinen englen, das ich nu 
und hinfür di gesecz, di gerechtigkait und den friden der heiligen 
kirchen halten und meinem underworfendem volk vor [F. 160] sein 35 
und di gerechtigkait thun und des reichs gerechtigkait behalten wil 
behelt liehe wirdige ansechung der götlichen barmherzigkait, wie ich 
das mit rat der fürsten und getreuen des reichs und der meinen am 
besten ge finden mage, dem allerheyligisten vater, dem römischen bischof, 
und der kirchen zu Rom und anderen bischof en und den kirchen gottc* 40 
wirdige und geistliche er zeygen und, was den kirchen von küngen 
und kaysern und anderen geistlichen personen verliehen und gegeben 
ist, unzerprächlich halten und gehalten werde schaffen, den äpten, orden 
und des küngreych lechenman zimliche er tragen und webeisen wil, 
darzu mir unser herr Jesus Christus hilf und sterk verleych. nach4. r > 
dem fürten in di zben bischof auf den küngstul vor sand Simon und 
Judas altar. 

Do hiess man komen alle, di ritterschaft an sich wolten nemen. 
also nam der küng kayser Karls schwert, das im di kurfürsten umbgürt 
hetten, in sein hand und schlug da zu ritter am ersten Philipps, herzog 50 
in Bayren, pfalzgraf bey Heyn, kurfürst, herzog Ernst von Sachsen, 
curfürst, herzog Wilhalm von Gülch, landgraf Wilhalm von Hessen. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 551 — 

welche an des kaiser hof ritter sind worden: margraf Albrecht von 
Baden, herr Hanns von Zeltin gen, Jörg Winkle, [F. 161] Fridrich 
Briner, Caspar von Laraberg, Gregorius von Lamberg, Anndre Gall, 
Bernhart Koracher, Thyburcz Czinczendorffer, Bartholme von Staren- 
öberg, Gregorius von Starenberg, Michl von Wolkenstayn, Cristoffl von 
Zinczendorf, Hanns von Meczach , Lasla Brager, Hanns Oberhamer, 
Otbmayr Oberhamer, Erasmus Hagen fellder , Hanns von Wolfstein, 
Jörg von Baczendorf, Alexander Schyffer, Cristoff Lamberger, Jörg 
Schratt, Jörg Aspan, Gaudencz Göczieh, Fridrich ßrancker, Hanns 

1 Zinczendorffer , Steffan von Bernnegk, 1 Andre von Graben, Cristoff 
Steinbeck, Bertlme von Merspurg, Davidt von Siberach, Albrecht von 
Drerbach, Hanns Reczsacher, Hanns von Zornemel, Andre Himlberger, 
Wolfgang Jörger, Wolfgang Zäch, [F. 162] Bolmer Oberhaimer, Anndre 
Schniczenbamer, Thoman Moshamer, Jacob Hoffer. dl in des römischen 

15 köngs hof sind zu ritter geschlagen: margraf Cristoffl von Baden, Karge 
von Gelleren, der von Anhalt, graf Wilhalm von Werthen, graf Adolf 
von Nassaw, graf Philipps von Nassaw, Wilhalm herr von Egmundt, 
Veyt herr zu Volkenstain, Emerwein herr zu Steinfurt, herr von 
Thünner, herr von Mellün, herr von Breydenrode, herr *on Busse, 

20 herr von Laiin, herr von Lanis, Johan herr zu Rathe, Eichart herr 
zu Käthe, herr von Bathenburg, Philips von Burgundien, Ebold von 
Lichtenstein, Philips Loet, herr Aress Hofmayster, Veyt von Rechberg, 
Siger von Grosbek, Fridrich von Oberdorf, Bernhard von Bursatt, Johann 
von Brisveit, Hanns Landschad, [F. 163] Johann von Bay, Jörg 

25 von Harde, Steffan von Schwangaw, Adam von Frondsperg, Veit vogt 
von Riss, Wolfgang Grafenberger, der jung von Bensteten, Grünbach, 
Hanns von Berwangen, Hanns von Scbönberg, Johann von Thoman, 
Dietrich von Gratt, Johan Voursies, Johan von Hothan, Francz von 
Sasar, Wilhalm Escür, Hainrich von Molim, Johan Guttiral. ritter 

30 im menczischen hof : graf Herman von Hennenberg, Cristoffel von Rosen- 
berg, Simon von Stetten, Eberhart von Huselstam, Hanns von Bisen- 
bach, Philipp Truehsäs, Bernhart von Berlichingen. ritter im kölnischen 
hof : [ F. 164] landgraf Wilhalm von Hessen, Philips graf zu Waldek, 
Peter graf zu Rifferscheit, Johan graf zu Holstain zu Schawenberg, 

35 Philipp graf zu Solms, Gumprecht graf zu Nüwenar, Wilhalm graf zu 
Nüwenar , Philipps von Harden , landtrugsäss , Gothart von Ketler, 
Johann Schenk von Schwinsberg, marschalk, Reinhart von Bemelburg, 
Cunrat Schenk von Scbwinsberg, Georg Qwatt, Adolf Qwatt, Schoff hart 
von Borenhaym, Johann von Harst, Hans von Bemelburg, Herman 

40 von Handerhausen, Rudolf» von Feiberg, Schoffrüt vonLimperg, Wilhalm 
von derReben, Ludbig Dieten,HenUolczsatl,Heincz von Waldenfelss, Caspar 
von Waldenfelss. ritter im trierischen hof: Rünne von Binenberg, Johann 
von Elcz, ,J [1 .165] Heinrich von Permunt, Johann von Hellffnstain, Fridrich 
Zant, Herman vonEckrichen a . in des pf alzgrafen hof : grave Berenhart 

45 von Eberstein, grave Hanns von Montfort, grave Wolfgang von Fürstn- 
berg, grave Heinrich von Luppffen, Schenk Asmus von Erpach, Fridrich 
Schenk von Limpurg, Hanns von Emersshoven, Hanns vom Hirsch- 
hornn, Hanns Helmstat, Hanns von Ingelnhaym, Burkhardt Sturm fedder, 

a so Hs. 

50 l Hier üt ausgelassen: Wolfgang von Graben. 

2 Hier ist weggelassen : Peter von Elcz. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 552 — 

Jacob von Landsperg der jung, Jörg Denss von Roczenhausen, Hanns 
Hoffart von Kirchheim, Ludman von Roczenhausen, Steffan von Cronicz, 
Polack, Peter Sindoit, Plickhart von Gemmingen, ritter herzog Ernsts, 
korfürsts, hof : graf Karole von Gleichen, graf Hanns von Werdenberg, 
Brune herr zu Querfurt, [F. 166] graf Pernhart von Honstein, Charius 5 
von Kochperg, Jacob von Schenberg, Heinrich von Schenberg, Ludbig 
von Schenberg, Anshelmus von Thattel, Günther von Binawe, Philips 
von Reehperg, Dietrich von Bilbicz, Zeser Pflug, Hupolt Pflug, Hainrich 
Marschalk von Fapnbaym, Fridrich von Biczleben, Erfardt vom Ennde, 
Thoman von Hermannsgernn. ritter in herzog Albrechcz hof von 10 
Sachsen : graf Adolf von Eichungen, Jörg von Robericz, Cristoflel von 
Rechenberg, Caspar von Schönenberg, Bernhart Meczch, Dietrich von 
Schlibicz, 1 Rudolf von Burtaw, Siegemunt List, Hanns von Kriczen, 
Heinrich von Brandenstein, Ott Pflug, Jörg Ritrschrer, Wilhalm von 
Degnfeld, Jörg Schadroiss, Johann von Weschnick, Herman von Bisen- 15 
bach, [F.167] Dietrich Trucbsäss, Lago Birock aus der Mark, des 
herzogen von Klefss hof: Emim graf in Osst Frieslanndt, Johann von 
der Horst, Wyse von der Loy, Huttat Torck, Jost von Cassel. des 
bischof von Granss hof : Wolf von Ahaim, Simon Hell, Caspar Rornicher, 
Ernst Oberacker, Ulrich Bischer, Erhart Trüner, Jacob Hinderholczer, Ludbig 20 
von Üb, Walther Wrehain. margraf Bernhart s von Baden hof: graf 
Cristoffl von Limpurg, Schenck Jost von Zoren, Hans von Stadion, Lucz von 
Knöringen, Wilhalm Bficklin, Ulrich Pock, Blasii Felsch, Hanns von 
Raczndorf, Hanns von Hadstat, Reyboldt Spender, Andre Schenk doctor. 

Do dise alle zu ritter geschlagen w urden, do giengen di fürsten 25 
bider herab in den kor. da sang [F. 168] man Te* deum laudamas 
und las ain ewangelium. darnach gieng der kung zu opfer und opfret 
10 fl. r. darnach fürt man den kung für den altar. do gab im der 
von Kölen di benedeium und das sacrament. da füret man in wider 
in seinen stul als vor. item do di mess aus was, do ward der graf 30 
von Chymay gefodert für den kung. den selbn grafen machet der 
kayser zu ainem fürsten, das er nun der fürst von Chymay genant ist. 
item do giengen di corfursten in di sacristei und theten a b ir pontificalia 
und legtn ire fürstliche klaider wider an. item in der sacristei waren 
di capitlherrn bei dem küng und namen in auf für ainen canonicum 35 
irer kirchen zu Achen. den bezalet er den bein und statuta nach der 
kirchen gebonhait. do das also geschehen was, gieng der kayser und 
der küng mit sambt den kurfürsten und herren aus der kirchen auf 
das rathaus in d er ornung, als hernach stet, alda het der küng lassen 
berayten ain köstlich» mal für all, di zu seiner krönung da waren. 40 

Item zum ersten giengen di edlen vor, darauf grafen, freien und 
banerheren ein grosse menig, darauf di trometer und herolden [F. 169] 
aller fürsten und bliesen durch ainander. darnach giengen di curfürsten ; 
di heten an rot, a 1 s sich gebürt, mit harmlin gefütert, und rote hohe 
hütlin auf, mit harmlin hoch gebreutet, item zum erstn gieng der *5 
erzbischof von Trier, darnach herzog Ernst von Sachsen; der trug das 
bloss swert vor dem küng; und neben im auf di recht seyt gieng herzog 

* de Hs. 

1 Hier fehlt: Hubolt von Schliwicz. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 553 — 

Philips, pfalzgraf bei Rein; der trug dem küng den apfl vor. auf 
der gelinkn seyt gieng der von Hohenzorn f ain erbelter bischof zu 
Augspurg; der het ainen bei im gan: der trug den zepter an des 
margrafen etat von Brandenburg, item auf di gieng der römisch küng 
5 in seiner kappen und krönen, damit er was gekrönet, und nebn im auf 
di gerechten hand der erzbischof von Kölen, auf der gelinkn hand 
Berchtold, erzbischof zu Maincz. nach dem küng gieng der kayser in 
d er kayserlichen majestat kappen und kosperlichen kaiserlichen krönen 
auf seinem haubt, und vor im gieng sein herold mit dem adler. item 

10 >ö der Ordnung giengen zben man, di würfen aus under das volk von 
des kfings begen reinisch gülden und silbreyne münss, klaine und grosse, 
auf 300 fl. r., [F. 170] und auf solichs gelt was ain gross gedreng 
und mer gewart dann auf di fursten. 

Item auf dem rathaus was dem romischen kayser und küng zu- 

löberayt ain tisch mit einem gehimelz kostlich geziert und überzogen, 
der selb tisch stund 6 staffl höher dann der curfürsten tisch, in der 
mitt des sals obn an zu rechnen und neben dem tisch zu der gelinken 
seyten het der küng sein credenz sten. di was vast gross und hoch, 
darauf stunden ob 200 grosser guldiner und vergulter geschirr, aus- 

20 geschaiden silbrin schüsl und pecher, di man in dem sal prauchet. der 
kayser gab dem küng di er, das er sein credenz nit wolt aufrichten, 
dann er di kostlichisten het hinder allen fursten. do nu der kayser 
und küng zu tisch giengen, do kam der neuerwelt bischof an stat des 
margrafen von Brandenburg mit etlichen herren und bracht hantsbechl 

25 und wasser in silbrin bekin für den kayser und küng. vor dem gieng 
herzog Ernst von Sachsen mit dem stab. item di drey erzbischof Maincz, 
Kölen und Trier sprachend di benedeyung und namen das sigill aus 
der kanzlei und legten das für den küng. item herzog Ernst von Sachsen, 
kurfürst und erzinarschalk des heyligen reichs, liess für das rathaus 

30 füren ainen grossen häufen haberen auf den placz und darzu berat ten 
ain silbrin mass und ainen [F. 171] silbrin strichen, und als kayser 
und küng auf dem rathaus waren, was im ain pfärd zugericht und 
hin auf den placz gefürt; darauf sass er und rayt in den häufen 
haberen hinz an di prust des pfärdes und nayget sich auf seinem pfärd, 

35 mass das silbrin mass vol haberen und straich das ab mit dem silbrin 
strich a und schüt das ainem, der bey im was, in sein geschirr und 
rayt bider hin in das rathaus. da stund er ab und gieng auf das rat- 
haus. das pfärd, silbrin mass und strichen nam der marschalk von Papn- 
heym, als sein recht ist. und do ward umb den habern ain gross reissen, 

40 und waren etlich da zegegen mit schefflin und burfen den haberen in 
di weit auf den placz. als nu kayser und kung zu tisch gesessen 
waren, da rait der pfalzgraf, curfürst und erztruksäs des reichs zu des 
romischen küngs küchen und enpfieng zbay essen auf ainander in silbrin 
schüsselen. dem gieng herzog Ernst von Sachsen vor mit dem stab 

45 zu fussk als ain erzmarschalk. und der pfalz-/F. 172] graf rait pis an 
das rathaus. da sas er ab und trug di essen dem kaiser und küng zu 
tisch, dem gieng statis" herzog Ernst vor mit dem stab. darnach 
sassen sy bayd nider iglicher an seinen tisch. 

Item ainem iglichen curfürsten was ain tisch alain besunder 

50 berait überzog mit köstlicher himelz und sein besundre credenz dabey. 

» Raum, darin : malen. *> Raum, darin : maln. c so Hs. 



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— 554 — 

und wiewol der küng von Beham und der margraf von Brand ob urg nit 
da warent, nichcz destminder ward ir iglichem sein tisch zuberayt als 
den andern curfürsten. 

Wie di curfürsten und ander forsten zu tisch sassen: item zu 
dem ersten der römisch kayser und kflng; den dienet der fflrst von Chiraay, 5 
der herzog von Gelleren und ander grafen und herren. item gegen in 
über under äugen in der mit des »als sass der bischof von Trier ob 
seinem tisch alain mit seiner creden?. auf der rechten seyten sas zu 
dem ersten der bischof von Kölen alain ob seinem tisch mit seiner 
credenz. darnach was ain tisch berayt für den küng von Behem ; der 10 
stund lar. darnach sass der pfalzgraf von dem Heyn alain ob seinem 
tisch mit seiner credenz. item darnach ainer staflelen nidrer dann die 
curfürsten auch auf der selben rechten [F. 173/ seiten sassen herzog 
Sigmunds von Östereicb rät und auch sein botschaft, item darnach di 
von der stat Achen, item darnach die von der stat Kölen. item 15 
auf der gelinken seiten sass zu dem ersten der bischof von Maincz ob 
seinem tisch alain. item darnach sass herzog Ernst von Sachsen ob 
seinem tisch auch alain. item darnach bas ain tisch berayt für den 
margrafn von Brandenburg, stund läre. item darnach ainer staflelen 
nidrer sassen herzog A (brecht von Sachsen, der herzog von Gülch, der 20 
herzog von Cleve, Caspar, herzog zu Beyren, und ainer von des von 
Wirten bergs wegen, darnach di bischof von Litich, Wurms, Speir, 
Camerich, Sibenich und Meychsen. darnach sassen di von der stat 
Frankfurt, darnach di von Nüremberg. 

Item das essen hat gebert bis zu vier uren nach mittag, und 25 
der essen oder rieht sind auf jeden tisch ob fünfzig gebesen und 
all schüsBelen ganz vol, ganz hasen, ganze lämmer, ganz pfaben und 
von allerley bilprat und visch gar gnug. 

Item arm notorftig leut stunden hernidern auf dem placz. den 
warf man herab prot, fleisch, ganz gepraten hasen und lember. wer 30 
kan di ding alle voliglich beschreiben? item da das mal aus was, 
pracht man [F. 174] dem kaiser und küng aber wasser in silbrin 
beken. item di drey geistlichen curfürsten sprachen das Gracias agimus 
tibi, item darnach stund auf ain herold; der ruft aus, ob yemant 
were, der noch begert ritter zu werden, der möcht komen zu dem 35 
romischen küng in seinen hof. und ob etlich heut wären ritter ge- 
schlagen, di nit riterschaft wolten behalten, di sollen nit riterszaichen 
tragen, di aber von der zal der ritter holten beleiben, die solten den 
küng das versten lassen und zu bissen tun. 

Da solichs alles verbracht ward, da stunden all herren auf und 40 
giengen mit dem römischen kayser und küng haym in ir herberg. 
item vor des romischen küngs hof was ain weinprunnen zugericht mit 
dreyn rören auf ainer hülzein seulen; di was praun. darauf warent 
gemacht zben leo, ain guldiner und ain swarzer, und zbyschen der leo 
ain swarzer adler. der swarz adler hielt des küngs wappen, und durch 45 
sein brüst lief durch ain ror Beinbein, der güldein leo stund auf der 
rechten seyten des adlers, hielt Brabant das wappen, und aus dem leo 
lief auch ain ror mit reinischem beyn. auf der gelinken seyten des 
adlers stund der sbarz leo; der hielt das bapen von Flanderen; aus dem 
selben leo lief das drit ror mit reinischem wein, da was albeg ain 50 
gross gedreng der armen leut; di rissen und schlugen anainander 
darumb. item an dem anderen tayl des künklichen hofs ward gepraten 

.. (~*rw"*nlf* Original frann 

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— 555 — 

ain ganz- [F. 175] er ochs, der was wol 7 gülden wert, an ainem gross n 
holzpaum. * in dem ochsen was ain schbein, in dem schbein ain gans, 
in der gana ain bon und ain vogl. als nun das alles inwendig in 
dem ochsen gebraten was, da kam ainer von des küngs wegen, da 
5 beug man dem küng seinen tau an ainem stükke und darnach erlaubet 
man mäniglichem davon zu hauen, do ward das allergrost zeren und 
reissen von mannen und frauen, und hiet yedes geren vil gehabt, under 
den wollt auch ainer mit seiner helnparten hauen und hauet ainen, der 
auch darin reyssen lag, nachet ain hant ab. und belayb des ochsen gar 

10 nichcz da. 

Item darnach am aftermontag im Aprilen zaiget man das heil- 
tum zu Ach an allen orten auf dem turen und umbgang der kirchen, 
als man es albeg über siben jar pfliget zu thun. 

Item darnach am andern tag haben di von Ach, rat und gemain, 

15 dem römischen küng gesch boren, in für ainen gekrönten romischen küng 
sein lebtag lang ze halten und nach des kaisers abgang oder Übergebung 
des kaysertums im dann gehorsam und zu dienst sein, da hat in der 
küng all ir privilegia, so sy bisher gehabt haben, bestätt. 

[F. 176] Nu kum ich wider an pf alzgraf Philippn. 

20 er was ain ernstlicher fromer fürst, liess seinem 
land nichcz encziechen, het di gerechtigkait lieb, 
lebet wol mit seiner hausfrau 1 , het auch almal grosse^273. 
ritte|rschaft an seinem hof. wo er auch aus dem 
land rayt, stellet er sich gar ritterlich mit wol- 

25gezirten vil herren, graven, ritter und knechten, 
er het bei seiner hausfrau ainen sun, genant Ludbig, ward A. 273. 
geporen des andern tags des monats Juli 1478, mer ainen 
sun, genant Philipp, ward geporen an sand Florians tag 
anno 1480, mer ainen sun, genant Ruprecht, am 14. tag des 

30 Mayen 1481, mer ainen sun, genant Fridrich, geboren am 
neunten tag des monats Decembris anno 1482, item ain 
tochter, genant Elisabeth, item ainen sun, genant Georig, 
geboren im Hornung 1487, item ainen sun Heinrich, item 
ainen sun Johanns, item ain tochter Omelia, 2 item ain 

35 tochter Barbra, item ain tochter Helena bs . 

[K 177'] So vil sey des mals gesagt von dem 
eltisten sun küng Ruprechcz, genant pfalzgraf 

* Raum, darin: malen, b F. 176 4 und 177 sind leer. 

1 Vgl. oben Ä 544,37. 
40 * Hier fehlt mit Recht die oben S. 273, 23 erwählte Tochter 

Apollonia, deren Nennung dort aber auf Irrtum beruht. Kurfürst Philipp 
hatte keine Tochter dieses Namens. 

1 Geboren am 9. Februar 1493. Darnach folgten noch Wolfgang, 
geboren am 31. Oktober 1494, Otto Heinrich, geb. 1496, Katharina, 
Ab geb. 1499. 



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— 556 — 

Ludbig, und seinem geschlächt. nu het der gemelt 
küng Ruprecht verlasen noch zu dem drey sün, 
Johanns, Steffan und Ott. 1 von den und iren 
kindern volgt hernach. 
A. 273. Johanns, herzog a in Bairen, der ander sun, den Hess 5 

küng Ruprecht, der was ain kristnlicher, andächtiger, ge- 
rechter fürst, gächzornig, aber ganz erberg. er petet alle 
tag sein siben tagzeit als ain priester. er bas ain Vor- 
mund seines bruders sun, pfalzgraf Ludbig des plinden, 
sass zu Amberg als ain viztum etliche jar. sein hausfrau 10 
was [F. 178] Katherina, ain herzogin von Pomern, Ericii 
des ktings sbester zu Tenmark. 
274. Anno domini 1421, do herzog Ludbig von Inglstat und 

herzog Hainrich mit ainander kriegten, do prach herzog 
Hanns nider das geschloss zu Peczenstain pey Härspruck. b 1S 
herzog Hanns und margraf Fridrich, herzog Hainrichs 
sbager, gebunnen di stet in ainem jar: Weiden, Freiostat, 
Stain, Laufen, und di geschlosser Floss und Pargstain und 
ander mer. c 

Anno 1426 an sand Adrians tag in der vasten starb 20 
frau Eatherina, herzog Hansen hausfrauen, und ward be- 
graben zum Neunmarkt, sy hat gestift das klostcr zum 
Gnadenperg sand salvator oder sand ßrigita orden, dahin 
auch hernach ire gebain gefürt sind worden. 

[F. 179] Anno 1427 an sand Gilgen tag zu Rietenburg2r> 
bischof Johanns von Rengspurg gab zusamen zu der ec 
herzog Hannsen und frau Beatrix, ain bitib graf Hermans 
von Cili, herzog Ernsts tochter von München, in gegen- 
bürtigkait des benannten herzog Ernsts, irs vaters, und 
herzog Albrechcz, irs bruders. c 30 

Herzog Hanns krieget gar vast mit den Hussen zu 
Peham und hett all zeit grossen sig gegen in. anno 1431 in 
dem vierten gemaynen grossen zug gen Beham bas herzog 
Hanns des römischen küng Sigmunds panerfürer. 

Anno 1432 zu des heiligen kreuz erhöhung tag das 35 
geschloss Reichenstain in Behumerwald, das durch verraterey 
di keczer erlangt hetten, bard durch ornung herzog Hannsen 
wider erlangt. 

» dux am Rand über Kreis. *» Raum mit Kritzelei (Burg), 
dabei: mal. c Raum, darin: malen. *" 



1 Vgl. oben S. 535, 11. 



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— 557 — 

Anno 1433 an mitichen vor sand Matheus ebangelista 
kamen zbaytausent keczer aus Behara von Pilsen in Bairen 
und von dem mitich hunz an den montag raubten sy ser 
vast und prenten und viengen die Kristen. da was herzog 
5 Hanns und sein sun herzog Kristoff in seiner stat Newburg 
also erzündt wider die keczer, das er in aygher person 
wider sy wolt gestritten haben, da wolt das sein ritter- 
schaft nit zugeben, do er so vil übls sach, belayb er di 
weyl in der kirchen [F. 180] und ruft zu got umb sig und 

10 sent sein volk wider di keczer, geraysiger bey zbainhundert 
und mit ainem paurnvolk, das was begirig zu vechten. * 
und geschach ain streyt, und di Kristen gesigten. es wur- 275 - 
den erschlagen ob 1400 keczeren und der Kristen nur 10. 
in dem streyt ist haubtman gewesen Hainrich Pflueg, und 

15 Wilhalm Paulsdorf er hat das paner gefürt; er ward gewundt 

mit ainem pfeyl. auch ist in dem streyt gewesen Hanns 

Zenger, ain strenger ritter. 

Der fürst erwarb von got mit seiner andacht gross sig über sein A.275uE.148 
veind, wann er gewan großer vechten viere wider die keczer von 

20 Beham in der Husserei. das geschach nie kainem teitschen forsten in den 
kriegen allen, und zu Hilkersreut wurden der keczer erschlagen 1800 
auf ainer walstak das was das grösst vechten unter den vieren, der 
fürst het di gewonhayt, wann er bider di veint wolt ziechen, so leget 
er sich vor an di veny in kreyzweys für ainen altar und rufet zu got; u. F. 195. 

25 umb das gab ym got grossen sig ; wann das andachtig [F. 181] gepet 
hilft mer zu dem streyt dann alle waffen. 

Der fürst sass ains tags zu gericht und pei im sein rät un d vil guter Ä. 275 f 
ritter und knecht. do knmen für das gericht zbo junkfrauen. di klageten F. 148 
im rechten zu dem gemelten fürsten, das sy hetten etlich erbstuk von irem **• ^ -*&>• 

30 vater ereribt. dis ir vaterlich erb war in enpfrömbt durch sein gnad, und 
hiet das geben seinen turhieteren und kamereren und in ir dinst damit 
gelonet, dardurch wären sy von irm vaterlichen erb entseezt an recht, und 
hoffen, es süll durch seiner genaden rät mit recht erkannt werden, das sy 
in so lieh ir väterlich erb wider geseezt werden, der fürst kam vor seinen 

35 raten angedingt b ins recht und antwurt, di stük wären iechen, und 
nachdem und kayn mannserb verhanden were, der die Iechen ver- 
dienen möcht, weren sy im zugefallen und ledig worden, do hiet er 
di Iechen ander end verlihen und getraut, er hiet gehandlt, als lechens- 
recht wäre, und hofft, es solt mit recht erkannt werden, mit den und 

40 mer Worten seezten das baid tail zu recht, darauf ward zu recht er- E. 149, 
kannt, das herzog Hanns den zbayn junkfrauen umb solich ir sprüch 
nichcz schuldig bere. dann ainer was under den raten, der was ain 
Zenger von Sneberg. der wolt nit urtl sprechen, also wollt in der 
fürst des nit vertragen, er solt je auch urtl sprechen, der sprach: so 

45 ich dann urtl sprechen so], so sprich ich zu recht, das der herzog und 
[F. 182] sein lehenmann und rät de« teufeis ewiglichen sein, herzog 

a Raum, darin: streit. b angeding Hm. 

n f"*rtonl - Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 558 — 

Hanns sprang auf in ainem gähen zoren und sprach: Zenger, du hast 
mich und mein rat geleczt. darumb solt du swärlich gestraft werden. 
alle, die dawaren, di erschraken ob der red vast übL der Zenger ward 
pald Verstössen; in woKen auch sein gut freund dannen geschoben 
haben; da wolt er nit fliechen. nach kurzer zeit, als dem fürsten der 5 
zorn vergangen was, vodret er zu im sein rät und auch den Zenger 
und sprach : Zenger, du hast ain grobe und unpilliche red gethan wider 
mich und mein rät, und beger an dich, das du uns underschaid gebest, 
warumb du di red gethan habest und mich und mein rät also ge- 
schmächt; wann ob du uns nit genugsam underschaid gibst, well wir 10 
dich nach rat unser rät darumb strafen, der Zenger sprach: gnädiger 
herr, was ich geredt hab, das ist bar, und sag also: den zbayn junk- 
fraun ist ir recbcz väterlichs erb durch die urtl genomen worden an 
alle ursach. damit wären sy wol verheirat worden und damit zu ern 
komen, aber also haben si nichcz mer, und die ain muss gen Eegenspurg 15 

F. 196. und die ander gen Nörmbürg in dy gemainen frauenheuser, und was 
sy dann sündlich werch verbringen, das muss alls herzog Johans und 
di im seiner urtl helfen, püessen. der fürst sach nider und be- 
dacht sich ain klaine weil in im selbs und sprach: warlich, di gotlich 
warhait und gerechtigkait ist aus deinem mund [F. 183] gehört wor-20 
den. damit schickt er nach den zbayn junkfrauen und gab in ir 
vaterlich erb an alle entgeltnüs wyder. 

A. 276 Herzog Hanns starb als ain fromer, kristenlicher fürst und 

u. E. 149. üe ainen sun, genant Cristof. herzog Hanns ward begraben in 

seiner stat Newburg vorm wald. 25 

A.276. Cristof a , pfalzgraf bey Kein, herzog in Bayren, herzog 

Hannsen sun, ein milter, vermerter fürst, ein gütiger herr 
weit berümbt. 

Anno 1439, do gestorben bas Ericius, küng zu Tenn- 
raarkt, do ward erwelet und gekrönet zu ainem küng so 
in Tenmarkt, Norwegen und Sweden herzog Cristof, pfalz- 
graf etc.; wann sein muter, frau Katherina von Pomeren, 
ist des benanten küng Ericii swester gewesen, und do er 
nu küng zu Tennmarkt was, übergab er sein land seinem 
vetteren, herzog Otten von Mospach, Neuraarkt, Cham, 35 
Newburck, Aurbach, und was er vor dem behamischen wald 
het. ainer zeit wollt er aus Tennmarkt in Bayrland ziechen; 
do ertrunken im vil leut und gut auf den sewen. bl also 
raust er wider hinder sich in sein reich ziechen. unlang 
darnach [F. 184 J starb er an erben anno 1448 und bard40 
begraben in Tennmarkt zu Kopennhag. sein hausfrau was 
Dorathea, des margrafen von Brandenburg tochter. di nam 
darnach Cristan, einen grafeü, der darnach regirt in Ten- 

* am Band über Kreis: rex. b Raum, darin: mal. 

1 Vgl. Ebran 159, 32. 45 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 559 — 

markt, der zocb da ains mals gen Rom aus andacht. da 
ward er in allm waischen land wol enpfangen, sun- 
derlich di Venediger enpfiengen in mit grosser glori 
und magnifizenz. auf der biderhaymfart kam er zu 

5 kayser Fridrich gen Augspurg. do belaib er etlich zeit, 
darnach zoch er wider haym in seyn künkreich. also an 
küng Cristof nam herzog Hannsen lini ain end. 

Hernach volgt von herzog Stefan, graf zu Veldencz, 277. 
küng Ruprechcz sun. und von seinen kindern. 

10 Steffan a , herzog in Bairen, der dritt sun, den Hess 

küng Ruprecht, wurden zu tayl etlich stet und geschloss 
im Westereich und auf der Naw und Wassgew. er hielt hof 
zu Maysenhaym und Zbaynbrügke. sein hausfrau was ains 
grafen tochter von Veldencz, davon er erbet di stat und 

15 grafschaft Veldencz. er gepar aus seiner hausfrau fünf sün, 

Johannsen, Ruprech, Ludbig den swarzen, Fridrichen und 

Stefan, di drey wurden geistlich, di zben beliben weltlich. 

Johanns b , herzog Stefans sun, bischof zu Münster. 

und do er etlichte jar dem selben bistum wol vor was, [F. 185] 

20 bard er gevordert zu ainem primas und erzbischof zu Mayd- 
burg in Sachsen, daselb ist er gestorben und begraben. 

Ruprecht b , auch herzog Stefans sun, ward bischof zu 
Strasburg und ist da begraben. 

Stefan c , auch herzog Stefans sun, ward tumbrost zu 

25 Kölen und Strasburg und paumayster, zu Kölen begraben. 

Fridrich *, auch herzog Stefans sun, der frumm, 

herzog in Payren und graf zu Sponhaym, het hof zu 

Simeren, auf dem Hundsrügk gelegen, sein hausfrau bas 

ain herzogin von Gelleren, aus der verlie er di hernach- 

30geschriben sün: 

Johanns* , herzog Fridrichs sun, herzog in Bayrn und 27& 
graf zu Sponhaym. in der zeit, als sein vater noch lebt, 
dienet er bei kayser Fridrich zu Wien, und an seinem 
haymziechen ward im sein hofmaister, ain ritter, siech und 

35 starb in der stat Landshut. der ward do haimgefurt in 
sein land. des jars was der turnier zu Haidlberg 
1481. 1 herzog Hans het hof zu Simeren. sein hausfrau 
was ains grafen tochter von Nassaw zu Bredo. 

* dux am Rand über Kreis. b bischof am Rand über Kreis. 
40 c tumbrost am Rand über Kreis. 

1 Von diesem Turnier war oben S. 544, 39 schon die Rede. 

n C^f\C%Ci\ "• Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 560 — 

[F. 186] Ruprecht a , auch herzog Fridrichs von Simeren 
sun, bard durch gebet herzog Jörgen und ander herzogen 
in Bairen von bischof Hainrich von Rengspurg aufgenomen 
zu ainem mithelfer, und er gab ym stet und geschlösser 
über und er behielt im das insigl. do aber der benant5 
bischof Hainrich starb an sand Jacobs tag anno 1492, do 
ward er von babst Alexander von dem VI. bestätt zu ainem 
bischof zu Rengspurg. 

Item mer Hess der herzog Fridrich ainen sun, 
genant Hainrich '. 10 

Wilhalm*, auch herzog Fridrichs sun, ist an 
weib gestorben jünlingsweys. 

Stefan ward tumdechant b zu Kölen. 

Fridrich, tumherr c zu Kölen und Strasburg. 

Die all sin des Fridrichen kinder gebesen, der 15 
des sbarzen herzogen bruder gebesen ist. 

Hernach volgt der fünft sun herzog Stefans etc. 

Ludbig R , auch herzog Stefans sun, herzog in Bayren 
und graf zu Veldencz, der ward genant der swarz herzog, 
herr zu Zwainbrügken im Westerich und zu Maysen-20 
haim. er hat vil kriegt mit seinem vettern, pfalzgraf 
Fridrich, doch mit seinem sbären, grossen schaden. 

Item der zeit pabst Pius hat Dietrich von Ysenburg, 
erzbischof zu Mainz, abgeseczt und Adolf, graf von Nassaw, 
A. 279 u. daselbs bestät [F. 187] zu ainem erzbischof. dem selben 25 

Adolf zu lieb hat der swarz herzog Ludbig durch sein 
Lirer k 9. listigkait und macht Maincz gewunnen. d und ward do gani 
sackman 1 geruft und pfaflen und bürger ganz beraubt und etlich 
erstochen, das ist geschehen an sand Simon und Judas 
tag apostoli anno 1462. 30 

Sein hausfrau was aine von Croe in Frankreich; aus 
der gepar er di hernachgeschriben kinder: 

Caspar ", herzog in Bairen und graf zu Veldencz, des 
swarzen herzogen sun, dem sein vater das regement übergab 
und nach etlicher zeyt im das wider nam und entseczt in 85 
des. und darnach dienet er witiber bei seinem veteren, 
phalzgraf Philippen zu Heidelberg, het nit kinder. aber 
zum jüngsten mit rat seiner muter ward er durch seinen 
bruder, herzog Alexander, gefangen. 

» dux am Rand über Kreis. •> dechant am Rand über Kreis. 40 
c tumherr am Rand über Kreis. d Raum, darin : malen. 

1 Vgl. oben S. 279, Anm. 1 den deutsehen Text der Lirer' ecken 
Chronik. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 561 — 

Alexander*, herzog in Bayren, graf zu Veldenz, kam 
nach seinem bruder an das regiment. was auch des 
swarzen herzogen sun, ain schöner [F. 188] fürst. 

Johanns b , des swarzen herzogen sun, ist gestorben. 
5 Item mer Philipp b , auch sein sun, ist gestorben. 

Item Jeronimus b , ain schöner jüngling, ist auch ge- 
storben. 

Laserus b , auch des swarzen herzogen sun, ain gar 
hübscher jüngling, viel sich zu tod aus ainem taubenschlag. c 
10 Hainrich b , auch sein sun, starb auch in seinen 

jungen tagen. 

Item mer ainen sun het der swarz herzog, ge- 
nannt Albrecht. b 

Item mer ainen sun Bolfgang. b 
15 Item er het auch zbo töchter, aine 1 bard ain kloster- 

frau d im kloster zu Besel am Rein, item di ander, 
Amelia d , bard verheyrat graf Hansem von Nassaw zu A. 280. 
Sarrbrügk. 

Hernach volgt von herzog Otten, küng Ruprechcz 
20 sun, und von seinen kinden. 

[F. 189] Ott a , pfalzgraf bey Reyn, herzog in Bairn, 
der jüngst küng Ruprechcz sun, was auch ain vormund 
seines bruderen sun, des plinden Ludbigen. sas zu Süns- 
haym, das sein erb was mit sambt den hernach benanten 
25 steten: Mospach, Hilspach, Eberpach,,Wissenpach etc. er 
nam zu der ee frau Johanna, herzog Hainrichs tochter von 
Landeshut, anno 1427. als aber herzog Kristof nu küng 
zu Tennmarkt bas, als vor stet, gab er seinen tayl lands in 
Bayren, Newmarkt, Newburch, Aurbach mit irm zugehoren, 
30disem herzog Otten über, der fürst, herzog Ott, half margraf A. 280 u. 
Albrechten von Branenburg ainen herten krieg treyben wider di von E. 150. 
Nürnberg und ander reichstet, er verliess vier sün, Ott, Ruprecht, 
Johans und Albrecht, und drei töchter. damit das aber der 
fürst dester freyer gott möcht dienen, gab er sein land 
3f> über seinem sun Otten und gieng in das kloster Reichen- 
bach, darin lebet er andächtiglich, er leget aber den 
orden nit an. ainer zeit in den hundstägen lud er di 
nachpaurin bei dem kloster zu kurzbeyl in ainen garten; 
do ass er so vil milich und weixl, das er zu morgens toter 

40 » Kreis am Rand. *> dux am Rand über Kreis, c Raum, darin: 

malen. li domina in Kreis am Rand. ° basel Hs. 

1 Irrtum gegenüber der richtigen Angabe oben S. 279,28. 
Quellen u. Erörterungen N. F. III. 36 

Original fronn 



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— 562 — 

in dem pett gefunden ward und ligt in dem selben closter 
begraben. 

Herzog Otten tochter und kinder hernach: 

Ain gräfln * von Mors; hat nit kinder. 

[F. 190] Item ain gräfin a von Hanau; hat nit kind. 5 

Item ain gräfin* von Rineck; hat nit kind. 
A. 281. Ott b , pfalzgraf bey Reyn, herzog in Bayren, besass 

Neumarkt, Mospach und all ander obgemelt stett. er 
was ayn weitfarnder fürst, in Hungeren, Beham und 
Neäpelen und anderen landen und künkreichen gario 
bol bekannt, er bard ritter zu dem heiligen grab, er 
nam kain eliche hausfrauen und bas ain gütiger milter 
herr. er gab sein land über bey seinem leben herzog 
Jörgen, pfalzgraf Philippen sun, doch belayb er im 
regiment sein lebtag. 15 

Ruprecht , des iczgedachten herzog Otten brude r, 
bard des bistums zu Rengspurg administrator, bestätt von 
dem babst Calixto; wann er was noch zu junk zu bischof 
zu weichen, er zoch in bälsche land zu lernen, und 
do er wider haym kam, von notorft wegen seines bis- 20 
tums zoch er ab gen Pechleren, do starb er in der jungt und 
ward begraben zu Rengspurg im chor bei dem hohen altar, 
ein junger, gerechter fürst, wann da herzog Ludbig 
ain grosse steur het angelegt wider geistliche freihait, was 
er der erst under allen pischofen, der das widerredet, 25 
wiewol im herzog Ludbig under das bistum het geholfen ; 
danoch verschwaig er di warhayt nit etc. 

[F. 191] Johanns d , der obgenanten bruder, was 
tumbrost zu Augspurg und Strasspurg, für über mer und 
starb zu Jerusalem und ligt begraben auf dem perg Sion 30 
zu den mindern brüdern anno 1486. 

Albrecht , bischof zu Straspurg, mit seinem bruder 
herzog Otten waren zu Landshut bey irm veteren, herzog 
Jörgen, anno 1493 in der vasten. 

Hiemit hat ain end zu schreiben küngRuprechcz35 
nachkommen. 

Hernach volgt, was freihait und bestätung di 
priesterschaft haben inBayrland von kaiser Ludbig 
und seinen drein veteren. darnach kum ich wider 
an die herren von Oberbairen, davon anzefahen. 40 

* frau am Rand über Kreis, b dux am Rand über Kreis, c bischof 
am Rand Über Kreis. <* tumbrost am Rand über Kreis. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 563 — 

1 Wyr Ludbig von gottes genaden römischer küng, zu allen zeiten 
merer des reichs, verjeben und thun chunt allen den, di den brief sehen 
oder hören lesen, das wir unseren lieben fürsten und vettern Hainrichs, 
Ottns und Hainrichs, pfalzgrafen bei Rein und herzogen in Bayren, 
ohantveet haben gesechen, di sy dem ersamen Fridrichn, erzbischof zu 
Salzburg, legat des romischen stuls ze Born, und aller pfaffhait des 
selben erzbaus haben gegeben mit verdachtem und willigen mut, di also 
von wort zu wort ganz und unvermaylt stet geschriben: 

* Wir Hainrich und Ott, brüder, und wir Hainrich, ir vetter, 

10 pfalzgraf ze Rein und herzogen in Bairen, verjehen offenlich au dism 
brief und thun [F. 192] kunt allen den, di in sechent oder hören lesen, 
das wir durch etlich unser noturft haben abgenomen ain closteur ab 
der pfaffhait guter und ab yren leuten in unserem land, do wir nit 
recht zu hetten, und haben daran überfaren der pfaffen freytum und 

15 waren darumb komen in offen pan, und in unserem land ward der 
goczdienst und das singen verboten, nun haben uns di erwirdigen 
herren, her Fridrich, erzbischof zu Salzburg, und sein underthan, herr 
Nicla, bischof zu Rengspurg, her Albrecht, bischof zu Passaw, her 
Ulrich, bischof zu Kyemsee, und capitl zu Freising, da zu den zeiten 

20 nit bischof was, aus dem pann gelassen und den goczdienst und das 
singen in unserem land erlaubet nach unser pet und nach unser vodrung, 
die wir yn demütiglich haben gethan. und haben wir got ze pessrung 
und in zu ergeczung verlobt und verhayssen für uns und für unser 
nachkomen und erben mit unseren treuen und mit unseren ayden, dye 

25 wir darumb haben gesboren, das weder wir noch kain unser nachkomen 
weder durch unser ritterschaft noch durch heirat noch durch herfart 
noch durch kainerlaye dürft oder sach kayn closteur noch achtail noch 
anderen tayl der leut hab oder halben oder ganzen oder anderen tayl 
des diensts [F. 193 J ab den güteren oder kain andre vodrung minner « 

30 oder mer, di unpillich ist oder der wir nit recht haben und di wider 
der pfaffen frei tum ist, weder mit pet noch mit gewalt, mit uns selbe 
oder mit anders jeman, haimlich oder offenlich fürpas mer gemeinen *> 
nimermer von der vorgenant erzbischof und bischofen und yr nach- 
komen, von kainem goczhaus und gemainklich von aller pfaffhait, wie 

35 die ist gen ant, geistlich oder weltlich, noch von iren güteren noch von 
iren leuten, wo die sind gesessen, auf der pfaffen aygen oder auf ander 
herren aygen, wo wir oder unser nachkomen der sach kaine überfaren, 
was davon yn, iren leuten und yr gut wird abgenomen von unser begen, 
das sollen wir in widerlegen dryvaltiglich nach der freyhayt, dy der 

40kayser der pfaffhait hat gegeben und der babst hat bestätigt wir 
Bullen auch für ubl nit haben noch kainen schaden oder ansprach auf 
sy ziechen, ob der erzbischof und di bischof und di pfafien, geistlich 
oder weltlich, sich mit geistlicher oder weltlicher wer oder rettigung gen 
uns seczent oder uns darumb angreyfent oder icht wider uns thund. 

45 wir geben auch urlaub und unseren gunst allen grafen, freyen, dienst- 
mann, ritteren, knechten, steten, edlen und unedlen, armen und reichen, 

a nymer Es. b genomen Es. 

1 Bestätigungsurkunde Kaiser Ludwigs vom 12. Juni 1323; gedr. 
Oefele, Her. Boic. SS. ZZ, 141 ; vgl Böhmer, Regesta imperii 1314—134 7, S. 34. 
50 * Nach dem Original gedr. in Quellen und Erörterungen VI, 278; 

dortselbst sind die älteren Druckstellen angegeben. 

f~ Original fi 3 ^* 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 564 — 

bie si genant sind, in unserem land [F. 194 J gesessen, das sy daran 
geholfen sein mit rat, mit gunst und mit der hand und das sy des 
unengolten seyn gen uns an yr ayd, an ir treuen, an yr leyb, an yr 
gut. wyr verpinden uns auch, das wir stat behalten und für gut haben 
und nit versprechen mit kainerslacht * geding a oder mit ander yrung 5 
di bestätigkayt, di sy darüber haben oder mögen geberben von dem 
babst mit dem pan oder mit der goezö hinz uns selben und hinz 
unserem land und unseren leuten. wir bitten auch unseren lieben 
herren, herren Ludbeygn, den romischen küng, das er di sach bestätig 
mit seinen offen briefen und er und alle seine nachkomen, küng und io 
kaiser, di sach all volfüren und volenden, als oben yst verschriben, und 
di pfaffhait daran schermen und zulegen an all fürzoge und an all 
widered umb di sach alayn, wann wyr oder unser nachkomen dabyder 
icht täten oder thun wollten, und sol der küng oder sein nachkommen 
das darumb nicht lassen, ob wyr mit ym kainerslacht *> püntnüs oder 15 
gel üb haben oder fürbas gebünen, das wir gen allen leuten an ainander 
sollen geholfen seyn und nicht wider ainander thun. ist aber uns 
der küng oder sein nachkomen uns nicht gepunden oder wir ym an der 
Sachen, daran sol uns das nicht schaden, die [F. 195] sach, als sy 
hie oben sind geschryben, haben wir gelobt und geschboren ainvaltiglich 20 
und demütiglich an alles gevärde und geben darüber di hantfest, versiglt 
mit unserm anhangendem ynsigl, der gegeben yst zu Begenspurg, do 
man zeit von Christi gepurt dreyzechen hundert jar und darnach in dem 
dreuundzbainzigisten jar des nagsten sambstag nach dem pfingstag. 

Die obgenannten sache und artikel bestäten wir alle nach unser 25 
lieben fürsten und veteren pet und willen für uns und all, di nach uns 
an dem reich koment, also das wir di stat habn und volfüren und auch 
den erzbischof und all sein pfaffhait in seinem bistuni zu Salzburg 
daran schermen, ob man di obgenanten hantfest und täding nicht halten 
wolt und überfaren. und darumb zu ainem urkund geben wir nach 30 
unser obgenanten fürsten und herren bet dise hantvest versiglt mit 
unserem ynsigl. das ist geschehen zu Landshut, do man zalt von Christi 
geburt dreizechen hundert jar und darnach im dreuundzbainzigsten jar, 
des suntags vor sand Veits tag im neunten jar unsers reichs. 

Es ist ze merken, das den brief der obgenanten 35 
dreyr fürsten mit aller yrer dreyer insigl hatynne 
unvermailigt der erzbischof von Salzburg [F. 196 ] 
mit sambt dem bestätbrief darüber. 

*[W]yr Steffan der elter, von gottes gnaden pfalzgraf bey Reyn 
und herzog in Bayren, bekennen offenlich mit dem brief für uns und 40 
unser erben, das wir mit sambt unsern lieben sünen Steffan, Fridrich 
und Johannsen, von den selben gocz gnaden pfalzgrafen bey Reyn und 
herzogen yn Bairen, angesehen haben durch got zuvodrist und durch 
unser und unser vorderen hayl und säld den grosen brechen, irsal und 
beschwärung, den di pfaffen gemainklich gehabt haben in unserem land 45 
zu Niderenbayren von etlichen unseren amptleuten über unser« lieben 
herren und vateren, kayser Ludbigen von Rom, gut brief, di er yn ge- 

a kainer slachtgeding /fr. b kainerlay flucht Hs. 

1 Oedr. (mit der eingereihten Urkunde Ludwigs des Bayern) Man. 
Boie. II, 144, daraus bei F. Ch. J. Fischer, Kleine Schriften I, 297. 50 

.. {~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 565 — 

geben bat für alle frays und unpilliche besbarung, di wir und unser 
obgenant lieb sün und aller unser rat gänzlichen gesechen und verhört 
haben mit seinen anbangenden ynsiglen ungemailigt und unterbrochen, 
das also von wort ze wort lautet und begriffen sind: 
5 l Wir Ludbig von gocz genaden romischer kayser, zu allen zeyten 

merer des reichs, thun kunt offnlich mit dem brief, das wir durch got 
und durch merung unsere hayls und unser eren aller pfaffhait in unserm 
land ze Bayren genhalb » der Tunaw und hin dishalb alle ir freyhayt, 
di sy haben [f. 197] von geistlichen oder weltlichen rechten, babsten 

10 und von kayseren, bestäten ewiglichen mit dem brief für uns und b unser 
erben, das yn kain unser amptman, viztum, richter, vogt, scherg noch 
kayn man yn dem land, edel oder unedl, arm oder reich, in kain beys 
bekrenken oder überfaren sol pey unseren hulden und pei unseren 
genaden. es sol auch kain vogt von yn noch von iren guten! widern, 

15 hofstetten oder was sy anders haben, es sey widern, leut oder gut, nicht 
mer nemen dann das alt vogtrecht und sol über das weder mit steur 
noch mit kainem anderen dienst mer an sy voderen noch von yn nemen ; 
stirbt ain pfaff, des gucz sol sich kain viztum, vogt, richter oder scherg 
underwinden von kaynerlay sachen, sunder sol es dahin gevallen, do es 

20 der pfaff hin schafft, an die kirchen, oder als es pfafiliche recht sagent 
von babsten und von kayser. es sol auch niemant kainen pfaffen noch 
sein gut beklagen vor dem richter dann vor irem richter, es sei umb 
giilt oder umb belberlay sach das ist. und was gewonkait © wider di 
vorgenanten freyung der pfaffen und wider unser vorgenante bestetigung 

25 in allem unserem land zu Bayren aufgestanden ist, di nemen wyr ab 
und wollen, das sy nicht kraft habe, wer darüber kainem pfaffen über 
ir freyhait und unser bestätigung icht ungemach tut, den wellen wir 
pesseren darumb an sein-/F. 198]em leyb und an seinem gut und 
wellen, das er uns gefallen sey, wie wir yn pesseren wellen, als wyr es 

30 mit dem rechten erlangt hetten gegen ym oder yn. was darzu di 
pfaffen mit geistlichem rechten gegen den handelent, die si wes baren t 
wider di vorgenant unser bestätigung, das yst yn damyt nit abgenomen. 
es sei unser gut wyll und gunst, das si das volfüren, mit urkund des 
briefs, den wir in geben mit unserem anhangendem ynsigl versygelten, 

35 der geben ist 1 nach Christi gepurt dreyzehen hundert jar darnach yn 
dem zbayundzbainzigisten jar. 

Und die obgenanten freyhait und bestätigung, als sy unser lieber 
Herr und vater säliger aller pfaffhait in unserm land ze Bayren gebn 
und versichert hat nach seines egenanten briefs sag, den bestäten wir 

40 mit sambt unseren obgenanten lieben sOnen aller pfaffhait treulich etat 
zu halten und zu volfüren liberal in unserem land zu Bayren yn aller 
der mass und beys, so di brief sagent und bebeysent, di sy von ym 
darüber habent und der wir ainen yn disem unserem brief begriffen 
habent mit der beschaidenhait, das all dechant, all kirchherrn 4, all 

45 a genhald Es. b fehlt Es. c gewärtigkait Es. d kirchen Es. 

1 Urkunde vom 19. Dezember 1322; nach einem Original gedruckt 
in den Quellen und Erörterungen VI, 277 } tco auch die älteren Druck- 
stellen angegeben sind. Vgl. Böhmer, Regesta imperii 1314—1347, S. 30j31. 
* ze München an dem sunntag vor sant Thomans tach, da man 
50zalt von Christi gepurt 



r^rtrtrtlr- Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 566 — 

vicari, di in dem bistum zu Freising 1 gesessen sind und di zu 
unserem land zu Niderbayren gehörnt und auch wesenlich daryn ge- 
sessen sind, mit ir selbers leyb järlichen auf den nagsten tag nach sand 
Bartlmeus tag [F. 199] unverzogenlichen komen sülln genLanczhut* 
und da süllen sy all des abencz singen vygily und des morgens selmezz pey 5 
unser grebnus in dem kloster zu Säldental. 8 welher 
dechant, vicari oder kirchherr « aber auf obgenanten tag mit chäm, yn irr 
dann ehaft not, der sol in di selben dechaney, daryn er gesessen ist, geben 
ein pfund Rengspurger pfenning. war aber, das er der selben pesserung 
nit wolt gehorsam sein, so sollen sy in nach geistlich Ordnung darzu 10 
halten, das di pesserung von im gevall. war aber, das die obgenanten 
genad, sicherhayt und freyhayt iemant überfuer, wie der genannt oder 
gehayssen wurd oder war, als unsere lieben herren vater, kayser Ludbigs, 
brief sagent und als wir yn die mit sambt unseren lieben sünen be- 
stätigt haben, der sol daz wissen, das wir yn darumb pesseren wollten 15 
an leyb und an gut, das er es nimer überwund, und das yn das alles 
stat und unzerbrochen beleyb, geben wir yn, herzog Steffan der elter, darzu 
herzog Steffan und herzog Fridreich, gebrüder, den »> brief »> mit unseren 
anhangenden ynsiglen versigelten, darunder wir uns, herzog Johanns, 
verpinden mit unseren treuen alles das stat ze haben und zu volfüren, 20 
das oben an dem brief geschriben stat, der geben ist zu Landshut 
nach Christi gepurt dreyzehen hundert und darnach in dem dreuund- 
sechzigisten jare an sand Andres tag. 

Ich Hanns Wernher, [F. 200] bürger zu Arding 4 , 
ich Dietrich Ringwirt, gerichtschreyber daselbs, 25 
bekennen offnlich mit dem brief, das wir den brief, 
des abgeschrift hiean hernach stet geschriben, von 
wort zu bort ganz unversert und unverdrukt und 
unvermayligt yn seinem ynsigl, klausen, punten 
und artikeln gesechen und yn gehört und gelesen30 
haben, des zu urkund haben wir fleyssig gebeten 
den erbergen weisen Paulsen Winter, der zeit des 
rats und burger zu Arding, das er sein ynsigl durch 
unser fleysigen bet willen auf disen gegenwärtigen 
brief gedrükt hat ym und seinen erben an schaden. 35 
der gebet umb das ynsigl sind zeugen di erbergen 
und weysen Hanns Wild und Harttman Riespekh, 
bayd bürger zu Ärding, und ander erberger leut 
genug, das ist geschehen nach Christi geburt 1400 

a Chorherr Es. *> fehlt Hs. 40 

1 An den angegebenen Druckstellen steht dafür Salzburg. Es 
scheinen auch Ausfertigungen der Urkunde für die einzelnen Bistümer 
hergestellt worden xu sein. 

* Dafür an den angegebenen Druckstellen'. Burchhausen. 

8 Dafür a. a. 0.: zu ainer bedächtnus unser und unser vodern sei. 45 

* Erding. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 567 — 

jar darnach yn dem zbayunddreissigsten jar an 
mitichen 1 vor Johannis ante portam. 

[W]yr Hainrich, von gottes genaden pfalzgraf 
bei Reyn und herzog in Bayren, bekennen mit dem 
5 brief, als unser vater und ander unser vorderen, 
di herren von Bayren säliger gedachtntis, aller 
pfafhayt yr brief und ynsigl geben haben von ir 
freybait wegen, das wyr zu vodrist got und unser 
sei hail haben angesechen und haben der selben 

10 unser pfaffhait, was der zu unser und unser vor- 
voderen jartag jarlichen zu sand Bartlmeus tag her 
[F. 201] gen Lanczhut kumen und her yn di selben 
grebnus gehorent, all di selben yr brief bestät und 
confirmirt, bestäten und conformiren in di auch 

15 wiss entlich in craft des briefs mit allen iren punten 
und artikeln, bie die von wort zu wort in denselben 
briefen benent und begriffen synd, also das wyr sy 
genädiglichen bey den selben iren briefen und frey- 
haiten halten und beleyben sullen und wellen und 

20kainem dem unseren bestatten, der sy darwider 
laydig oder beswär, getreulich und fleisiglichen an 
alls gefärd, und gepieten auch darauf allen unseren 
ambtleuten, viztumben, pflegeren, richteren und 
Schergen, di wir yczo haben oder fürpas gewinnen, 

25und anderen unseren getreuen und underthanen, das 
yr sy pey den egenanten unsern genaden und briefen 
halten und beleyben lassen wellet, das ist unser 
ernstlichs geschäft und maynung gänzlichen, doch 
so mainen und wellen wyr, das sy unseren und unser 

3ovorvoderen jartag jarlichen aufrichten und begen 
sollen in aller mass, als unser vorvoderen brief atis- 
weisent. zu urkund haben wir unser insigl an den 
brief hayssen hengen, der geben ist zu Lanczhut nach 
Christi geburt vierzehen hundert darnach in dem drey- 

35z ehenden jar an erichtag 2 vor sand michels tag. etc. 

[F. 202] Hie vor ist gesagt, das Ludbig, pfalzgraf bey Ä - 282 - 
Rein und herzog in Oberenbairen, verliess zben sün, Rudolf 
und Ludbig. di tayleten ir erb. do ward Rudolf di Pfalz 
bey Reyn. von dem und seiner lini oder gschlächt 

40hab ich nu geschrieben bis her, do ich es dann an 

1 30. April 1432. 
* 26. September 1413. 



f^r\r\Ci\i> Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 568 — 

den pfalzgrafen etc., wie vor stet, gelassen hab. 
aber Ludbigen dem ward Oberbayren. von dem und 
seinen kinden und lini volget hernach. 

Ä.282 u. Ludbig«, herzog in Oberbayren, hat gehabt zbo haus- 

E ' 1 ' freuen, di erst bas frau Beatrix, ains herzogen tochter von 5 
A. 282. Polan, di ander Margreth, ain gräfin von Holland, der fürst und 
sein vater herzog Lud big, als man sagt, sind Stifter ge- 
besen des fraunklosters zu Pettndorf prediger orden. b der 
fürst und sein bruder Rudolf haben zu München gestift das 
kloster zu den Augustineren. b auch hat Ludbig gestift ain 10 
kloster zu Windespach bey dem geschloss Fürstenberg und 
darein geseczt brüder sand Wilhalms orden. b 

[F. 203] Der herzog Ludbig hat ainen streyt gehabt 
283 zu Gamlstorf, als vor 1 geschriben ist nach küng Otten von 
Ungern tod. anno 1314 nach kayser Hainrich von Lticzl- 15 
bürg tod haben sich di curfürsten gezbayet in der wal in 
zway tayl und zwen zu küng erbelet. Petrus, erzbischof 
zu Mainz, Waldewinus, erzbischof zu Trier, kayser Hain- 
richs bruder, Waldemarus, margraf zu Brandenburg, Johanns, 
küng zu Beham, des gedachten kayser Hainrichs sun, er- 20 
belten herzog Ludbig von Oberbayren zu ainem romischen 
küng, und dawider Hainricus, erzbischof zu Eölen, pfalzgraf 
Rudolf, der was herzog Ludbigs bruder, der herzog zu 
Sachsen und Heinrich, herzog zu Kernten, graf zu Tirol, 
der sich auch schrayb küng zu Beham, erbelten herzog 25 
Fridrich von Östereich. di wal yst geschechen zu Frankfurt 

u. E. 114. in gegenbürtigkait vil fürsten. nach der wal zugen di genanten 
zben fürsten als erbelt küng für die stat Frankfurt, und di etat was 
mit küng Ludbigen. so lag der von Östereich zu der anderen seyten 
mit seinem her, und das wasser, genant der Main, was zbüschen ir, 30 
das sy nicht zusamen mochten, küng Ludbig belaib acht tag ZU 
Frankfurt mit eren. darnach zoch er hin gen Achh und 
ward da von erzbischof Peter von Maincz zu küng gesalbet 
und gekrönet, darnach zoch er gen Speyr und nam der 
Juden freithof ein. herzog Leupold von Östereich kam zu 35 
seinem bruder Fridrichen [F. 204] mit ainem grossen zeug. 
A. 284. er ward zu Bunne gekrönt von Hainrich, erzbischof zu 
Kölen. im schiket pfalzgraf Rudolf ain gross volk. herzog 
Leopold von Östereich verprennet di dörfer alle bei Speyr. » 

* cesar am Rand über Kreis. *» Raum, darin: mal. c Raum,±o 
darin: mal prennen. 



1 S. 524. 



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Original from 
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— 569 — 

Nach etlicher zeit leget sich küng Fridrich für Ess- 
lingen; dann sy hetten küng Ludbig für iren herren. also 
teten all stet in Swaben pis gen Straspurg ansgenomen 
Ulm und etlich wenig, aber die stett im Elsass enpfiengen 
5 küng Fridrichen für iren herren und römischen küng. Frid- 285 
rieh bestund nit wol vor Esslingen ; er must dannen weichen, 
des nagsten jars darnach leget er sich wider dafür und 
hoffet yn sein macht, aber küng Ludbig besamlet sich 
auch yn der zeyt. mit hilf Waldewin, erzbischof zu Trier, 

10 Johannsen, küng zu Beham, und des Jünglings herzog 
Hainrieb aus Niderbayren bracht er ain gross volk zuwegen. 
damit widerstund er küng Fridrichen. ains tags kamen sy 
an dem Neckar zesamen und stritten mit Einander, * das auf paiden u. E. 114. 
Seiten vil volks er-/" F. 205 Jschlagen und gefangen ward und räumten 

15 baid tail di walchstat, also das man nit west, welher gesig't hat. es 
schraib sich yetweder römischen küng; darumb beschach 
vil raub und prant. 

Anno 1315 was ain grosse teurung, das man kaufet a. 284. 
ain sebaf koren umb 5 Ib. 60 d. Rengspurger d. 

20 Anno 1319 starb Waldemarus, margraf zu Brandenburg. 

Anno 1320 küng Fridrich zoch mit ainem grossen volk2&5. 
von Osterreich in Bairen. do entgegnet im küng Ludbig 
und leget sich gegen im ze veld bei Müldorf. als man sagt, 
so wurden etlich ritter auf des Ludbigen tayl mit gelt ge- 

25 stochen. damit bas ain flucht und niemant eylt in nach. b so 
das küng Fridrich sach, zugen sy mit irem her gar bis gen 
Regenspurg und verpranten, verderbten, beraubten dörfer 
und heuser. B aber kain stat oder schloss gebunnen sy nie. 
sy begerten an di von Rengspurg, das sy sy durch ir stat 

30 Hessen ziechen auf an den Rein, das wendet ain reicher 
burger, genant Gumprecht. do zugen sy wider ab gen 
Osterreich und beraubten den von Rengspurg ir gewant- 
läden, di sy zu Wien hetten. 

Darnach zoch küng Ludbig auf an den Rein gar bis 

35 gen Strass-/"jK 206/purg. do das erfur küng Fridrich, volgt 
er im nach mit seinem bruder herzog Leopold, und zu 
unser frauen gepurt tag legten sy sich ze veld an dem 
wasser Pruscha pey Schaftelczhofen, Ahenhaym undWikers- 
haym. auch half dem Fridrichen der bischof von Straspurg. 

40 so halfen di burger mit dem von Zolleren, auch ander vil 
edl dem Ludbigen, doch ire lechen enpfiengen sy von yn 

* Raum, darin: malen. *> Raum, darin: malen fliehen. 



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— 570 — 

baiden. sy senten küng Ludbig speys. Das teten di von 
286. Milhaym auch küng Fridrichen. dem Fridrichen kam ain 
gross volk. do waich Ludbig aus dem veld, Fridrich zoch 
ab gen Ostereich. 

Anno 1321 zoch er aber herauf in Bayren und verderbt 5 
das land gar mit raub und mit prant pis gen Rengspurg.* 
Ludbig hielt sich auf in den b geschlösseren. 

A. 286 u. Darnach zoch kling Fridrich haym gen Ostereich und warb sich 

E.lM.foy $ em küng VO n Ungeren und bei dem von Balzburg, und küng 

Karl von Ungeren schüret im zu lieb 2200 glavien und vier tausentlO 
pogenschüczen, Ungeren und Türken ; bann di selben zey t waren 
di Ungeren und Türken WOl ains. so samlet er aus seinen landen 
287. und mit Fridrich, erzbischof zu Salzburg, Albrecht, bischof 
zu Passau, und seinem bruder [F. 207] herzog Hainrich von 
Ostereich 1800 gläfen und 24000 man bolgerüst zu Messen, und er 15 
zoch also mit der grossen macht herauf in Bayern mit raub und 
prant. & und er mainet, also das land gar umbzekeren und 
zu verderben und wartet törschiglich seins bruders herzog 
Leopolds, der solt aus Swaben zu ym komen mit ainem 

grossen Volk, hie entzbüschen samlet sich küng Ludbig auch mit 20 
ainem grossen her, bann küng Johanns von ßeham, Baldebin, erz- 
bischof zu Trier, herzog Hainrich von Niderbairen und ain graf 
von Hennenberg, di herren all, schikten küng Ludbig 1800 gläfen und 

18000 man zu füessen. er samlet auch aus seinem land 

2/5. ain gross Volk, di obgedachten erweiten zben küng kamen zu- 25 
samen mit grosser macht nahent bei Müldorf zbüschen Müldorf und 

Otting und pey dem dorf Ampfing auf der vechnwis und 

stritten da mit ainander ainen herten streyt an sand Michls abent 
anno 1322. Fridrich wolt nit ainen tag mer warten auf 
seinen bruder herzog Leupold aus dem Elsas, er was 30 
grimig und gach und mandlich, darum hett ers am ersten 
gucz. do kam der burkgraf von Nürmberg mit ainem 
gerueten volk pey 400 helmen 1 zu hilf küng Ludbig. es 
war gestriten [F. 208] von morgen früe bis vesperzeyt. a do 
kerten sich di Ungeren in di flucht, und küng Ludbig behub 35 
den syg, und küng Fridrich und sein bruder wurden gefangen; 
der hies Hainrich, herzog von Ostereich. auch ward ge- 
fangen grosse ritterschaft, auf 1300, mit in, auch wurden der 

Ostereicher vil erschlagen mit sambt den Ungeren und hayden. 
PSS.das war villeicht nit geschehen, hiet er auf seinen bruder 40 

* Raum, darin: malen. b der Hs. 

1 Quelle ist vielleicht Königsh. 467: mit 400 glefen. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 571 — 

herzog Leupold gewart, do Leopold das vernam, erschrak 
er vast ser und als sein volk und zoch mit trauren wider haym. 

Do nu der streit geendet ward, do wurden di ritter und knecht A289u. EA 15 
aus Bayrn, Bebam und Franken vast kriegen; dann jetbeder berümbtw. F. 172. 
5 sich, er hiet den fraidigen köng Fridrichen, herzogen von Osterreich, 
gefangen, also das under etlichen nachet ain unrue erstanden was. do 
sprach der gefangen küng: „des kriegs wil ich euch wol beschaiden. 
tragt mir für ain yeder seinen waffenrok und di klaynat, di er auf 
seyn em haubt gefürt hat, so wil ich den zaigen, dem ich fanknus 

10 gelobt habe." zu hand pracht ain yeder seine klainat, di er auf seinem 
haubt gefürt het. und do nu die blain-fF 209 J at für den fürsten ge- 
bracht wurden, do klopfet er auf ain kuemaul und sprach : „das kuemaul 
kunt ich heut weder mit stechen noch schlachen von mirpringen; dem 
hab ich gelobt." das was ain bayrischer edlman, genant Ringsmaul. 

1 5 Herzog Hainrich von Östereich ward gefangen geantbort a. 289. 

Johannsen, dem küng von Beham, das er yn umb gelt solt 
schäczen. 

Es ist auch zu merken, das küng Ludbig het ainen 
viztum in seinem land, genant Weigl Vicztum. wiewol er 

20 nit vast edl was, so bas er doch ain frischer man in aller 
manhait und streiten, der pauet ain geschloss ain meyl 
begs von der stat Nappurg. dem gab er den namen 
Trausnichcz. Dem viztum ward befolhen der gefangen küng 
Fridrich. doch war er am erstn gen Rengspurg gefürt in 

25 ain haus ains burgers, genant Gumprecht an der hayd. der 
hett küng Ludbig vil gelcz geliehen zu beschirmen das land. 
darnach füret in Beygl Ficztum yn se ingeschloss. und do er 
zu nachent* dem geschloss, do fraget küng Fridrich, wie das 
gschloss hyes. der viztum antbort: „Drawsnicbcz." der küng 

30 sprach: „es hayset pillich Trawsnichcz, wann ich sein nit entraut 
hette, das ich in solicher mass solt daher gefürt berden". b 

[F. 210] Er was da gefangen pey vier jar. er layd 
vil von dem teufl; der bolt in oft aus der gefänknus füren 
durch zauberey seiner hausfrauen, als man noch sieht di 

35 eysnen kreiz in allen vensteren des gedachten geschloss. 

*In diser zeit do kam ain wolgelerter maister zu herzog Leupold Königsh. 467 
und sprach: „ich wyi gut nemen und wil den teufl beschweren, das er«. F. 172. 
muss küng Fridrichen, euren bruder, aus der gefänknus her zu euch4g& 
bringen/' also gieng herzog Leupold und der mayster in ain kamer; 
40 do trayb der maister seyn kunst. do kam der teufl zu in ein ains 
bilgerams weys. do hiess in der mayBter, das er küng Fridrichen 

• oachnet Hs. b Baum, darin: mal. 

1 Die folgende Geschichte ist im lateinischen Text oben nicht ent- 
halten. Sie ist de?n Wortlaute nach xum grössten Teil am Königsh. ent- 
45 nommen, doch stammen einige Ausdrücke darin aus Füetr., der seinerseits 
Königsh. benützt hat. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 572 — 

pracht aus der gefänknus an allen schaden unversert do sprach 
der teufl: „das wyl ich wol thun, wil er mir volgen." also für der 
teufl hin zu im auf das gscbloss und sprach zu ym: „syez her auf 
mich, so wil ich dich bringen an allen schaden zu deinem bruder." der 
küng sprach: „wer bistu?" der teufl sprach: „frag nit darnach, wer ich 5 
sey, wildu aus der gefanknus komen, und thu paid, was ich dich 
heiss." do begunt dem küng und den, die sein hüteten, g ar ser grausen 
und macheten kreiz für sich, do verschband der teufl. » 

A.288. [F.211] Item als vorgenannter streyt ergangen 

was, het küng Ludbig im willen, gen Landshut zu reyten. 10 
und am dritten tag cham er mit seinem marschalk Parzival 
Sporenecker gen Grüntal auserhalb Vilspiburg. do fiel des 
küngs pfärd nider mit dem küng, und macht das noch den 
küng niemant von der erd auf noch von ainander bringen, b 
do ward der küng von dem marschalk ermont, umb den sig 15 
got ain gotshaus zu pauen. das geschach, und liess da sein 
pfärd, sbert, seine klaider, ketten, zelten und liess ain 
ander pfard sateln in der eren unser frauen und begabt 
das goczbaus und hiess es Satleren a ursach des, das man von 
ainem pfard zu dem anderen gesatlt hett. darnach rait20 
der küng gen Vilspiburg. 

A. 289 Darnach beleget der küng Ludbig das geschloss Wur- 

gau b wider herzog Leopold, aber er mochcz nit gbinen. 

[F. 212] Zum lesten wurden di zben küng veraint zu 
Ulm und zu ainem zaichen ains stäten frids enpfiengen sy25 
paid daz heilig sacrament; dann küng Ludbig liess herzog 
u. E. 115. Fridrichen frei ledig an alls gelt, dann er must sich ver- 
schreyben für sich und all sein erben, als oft ain herzog von 
Bayren mit ainem herzogen von Österreich in der wal wäre, 
so solt der herzog von Osterreich dem von Bairen beichenso 
und di wal nachgeben, also swur Fridrich gehorsam dem 
290. küng Ludbig und hilf wider all widerspannig des reichs bis 
an seinen tod. darzu musten all edl, di gefangen waren aus 
Ostereich, ire guter zu lechen enpfachen albeg von den eltisten fursten 
jjß von Bairen, als si dann di noch haben, der küng gab auch der 35 
u. F. 173. selbigen lechen vil dem burggrafen von Nüremberg, die sy auch noch 
A.290u.E116. leichen; darzu begäbet er di purkgrafschaf t mit grosser Ireyhayt. er 
machet auch aus dem von Hennenberg ainen gefürsten grafen. di ob- 
gemelten brief hat wider geben herzog Ludbig von Oberbairn, der 
elter, der küngin bruder von Frankreich, küng Fridrich dem dritten, 40 
herzog zu Ostereich, zu der zeit, als sein sun mit im krieget, der genant 
was herzog Ludbig der puklat, und ward im doch dardurch nichcz 
geholfen von dem kung Fridrichen dem dritten. 

a Raum, darin: mal. b Raum, darin: malen. 



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— 573 — 

Des grossen streits auf kfing Ludbigs tayl was [F. 213] ain A. 288 u. 
obrister haubtman her Seifrid Sbepferman. auf den ritter wartet küng E. 116. 
Ludbig etlich tag, das er nit wolt streyten. und do der ritter kam und 
di veint von erst beschauet, do wurden im di füess zitteren in den 
5 stegraifen, das ym di sporen klungen. do ward von vil yungen ritteren 
und knechten gar spotlich darzu geredt und sprachen: „hat der küng 
so lang auf den man gewart! er wirt dem herzogen von Ostereich nit 
vil Schadens damyt thun." küng Ludbig hueb den streyt an nach 
rat des fromen ritters und behub auch den sig, als vor ge-^ 5 - 

lOschribn yst. 

Der krieg zbüschen der erbelten küng het gewert bei neun jaren. A. 290 u. 
nach der berichtung herzog Fridrich zoch wider haim gen E - 117 - 
Ostereich und vergas seins gelübs, das er dem küng Ludbig 
getan het. er schrayb sich gleich als wol als vor römischen 

15 küng. und nach etlichen jaren f rassen yn di leus ze tod ; 
des kund im kain arzt gehelfen. 

Und do nun küng Ludbig zu ru kam und das reich alayn hett, E. 117. 
hielt er gut gericht. der küng Ludbig ubernam sich des s\gs A ^ 90u ' E ' 117m 

20 und an bäbstlichen gewalt und bestätigung seiner wal 
schrayb er sich römischen küng. auch vergünet er, das 
Matheus Vicecomes und seyn sun Galeacius Mayland er- 
langten wider das geschlächt Turriany. das was auch 
wider den babst. item babst Johannes der XXII. und 
Philippus, küng zu Frankreich, und herzog Leopold von 

2b[F.214J Österich swuren zusamen wider küng Ludbig. 

Anno 1322 starb Matheus, und sein sün Galeacius 
Vicecomes und sein bruder Marcus, gar bolberedter red- 
licher mann zben, nach irs vateren tod besassen Mailand 
6 jar durch gunst küng Ludbigs und bezbungen überal di 

30 GbelfoS- darumb lud der babst den küng für gericht gen Avinion, 

do er hof hielt, dahin er nit komen mocht vor feindschaft. 

und do er nit kam nach Ordnung des rechtens, do tet der babst in 291. 

und di obgemelten zben herren von Mailand in den pan 
anno 1323 an sand Margrethen abent 1 zu Avinion und 

35 all ir günnär und beraubet in aller gerechtigkait, di er aus der 
wal gehabt het, und leget interdict in allem seinem land. 

Anno 1323 starb di durchleuchtig fürstin Beatrix, A. 291. 
küng Ludbigs hausfrau, an mitichen nach sand Bartholomeus 
tag und ward begraben zu München im chor in unser frauen 

40 pfarkirchen. 

Der küng schiket ain erberge potschaft gen Avinion 
zu dem babst umb ablass und gnad, aber er erlangt nichcz. 

1 Richtige Umwandlung des römischen Datums 5. Jd. Julii 
(oben 291, 2). In der Freisinger Diözese wurde der Margaretentag am 
45 12. Juli gefeiert. 



C^nrsnl*" Original frorm 

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— 574 — 

A. 292 Der kfing fuer aas balsehm land wider in teutsche 

' land und besamlet gar ain grosse ritterschaft ond fur mit macht in 
wälßche land und kam gen Trient, darnach gen Mailand zu 
dem andern mal a [auf pet] der Gibiliner. 
A. 292. Anno 1325 Guido Petramala, bischof, zu Mailand an 5 

dem heiligen pflngstag hat kiing Ludbig mit der eysnen 
krön gekrönt, und do dem [F. 215] küng gelcz not was, 
begeret er ainer steur von dem volk. das wendet her 
Galeacius. darumb fieng in der küng und sein zben sün 
Accium und Marcum * und leget sy yn ainen kerker. und 10 
erwelet 24 burger; den fürseczet er ainen pfleger; dardurch 
regiret er di stat Mayland. 
A. 292 u. Item der babst Johannes durch raizung und bebegnus 

f^4% herzog Leopolds von Ostereich und pfalzgraf Rudolf, des 

küngs prüder, het gelegt iuterdict yn allen stetten, di 15 
den küng enpfiengen. daraus erstund grosse unainigkait 
zbüschen der stet und bri esterschaft; wann vil klöster 
sungen, etlich nit. die Augustiner zu Strasburg swigen 
17* jar, di prediger und minderen briider sungen etlich jar, 
darnach hörten sy auf. do sprachen di von Straspurg, 20 
hiettens vor gesungen, so solltens noch singen oder aus der 
stat springen, also giengen sy aus der stat und Hessen das 
kloster öd vier jar. di korherren auch und di münch in 
ainem kloster sungens, in dem andern nit. der küng was so 
tugenthaft, er räch sich an kainem armen pf äffen nit, aber 25 
di bischof und prelaten mußten lochen von ym enpfahen. in der 
zeit herzog Leopold kam gen Straspurg und ward da siech 
293. und nam ainen wieteten tod an alle sacrament zu mittvasten 
anno 1326. di anderen sein bruder Hainrich und Ott 
stürben auch an erben, ausgenomen Albrecht. 30 

A. 293. Kiing Ludbig zoch aus Mayland mit [F. 216] grossem 

her wider di stat Brixia. anno 1327 schikt er aber ain 
botschaft zu dem babst gen Avinion, das er kam gen Rom 
und in krönet oder ainem den gewalt gab. der babst wolcz 
nit thun, sunder in seinem fürnemen beleiben, er 35 

* hier fehlt die Uebersetxung v<m precibus, also wohl auf pet. 

1 Die beiden Namen, die hier als Zusatz gegenüber dem lateinischen 
Text erseheinen, sind aus A. 293,15 entnommen. 

2 So wie die im Uüeinisehen Text übersetxte Quelle Königs h. Der 
deutsehe Text der letzteren dringt hier an einigen Stellen durch; in der 40 
Hauptsache ist aber die Uebersetxung hier vom Texte der lateinischen 
Chronik genommen. 

.. {~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 575 — 

het ain samnung und erkläret den kting Ludbig wider- 
spännig der kirchen und ainen zwayer und Guidonem Petra- 
malam seczet er ab von bischoflicher und priesterlicher 
wirdigkayt. küng Ludbig enpfieng di stat Brixia in sein 

5gnad. Castricius, herr zu Luca, enpfieng den küng mit 
grossen eren und behielt in pei im bey zbayn monaten, er 
erwarb von im, das er Galeacium und sein zben siin ledig 
Hess von der fanknus. 

Küng Ludbig verachtet den pan und alles, das der A.293 

lObabst mit recht wider in het than, und zoch gen Rom und 

mit ym Castrucius mit 1500 pfärden. und er ward wirdig-w. E. 117. 
liehen enpfangen von den Römeren a aus gunst der Gribiliner. 
di Kömer theten ain botechaft zu dem babst und paten in, das er kam E. 117. 
gen Rom und. küng Ludbig krönet zu kayser. das wolt der babst nit 

15 thun, sunder er vernichtet sein wal und erklaret in ainen A. 294. 
keezer. Anno 1327 seins reichs im 14. jar zu Rom in der 
kirchen [F. 217 J sand Johanns Latron durch gunst der 
pfaffhait und des römischen volks bard küng Ludbig zu 
kayser gekrönt von dem von Aretin, Stefan von der Seulen, 

20 mit grossen freuden und glori. aber er ward pald verfürt 
durch rat der Römer und vermailigt sein glory und er, das 
er di cardinäl und bischof, die zu Rom warn, Hess erwelen 
ainen anderen babst, ainen parfüssermünch, genant bruder 
Peter von Corbario, aus Reatiner bistum; der nennet sich 

25Nicolaum den fünften, er war ain paur gebesen und het 
ain elich weyb 5 jar, und wider yren willen gab er sich in 
den orden und gab sich in di wal der unainigkait der 
kristenlichen kirchen. er hielt gericht und machet cardinäl 
und bischof; di recketen ire oren wider den rechten babst 

30 und sageten yn offem gericht, er war ain keezer, und 
macheten in der stat Pisa ain pild aus stro und holz und 
legtns an mit bäbstlichen klaideren, als war es babst 
Johannes, und verurtayltens zum feur und gabens dem 
beltlichen gewalt ZU verbrennen. erst hub an mit ernst der Kl 17. 118. 

35 babst den kayser zu bannen, das bannen weret pis auf des kaysers tod. 

Nach Galeacius tod anno 1328 ward Accius, sein sun, a. 29 l 
ganz eingeseezt zu Mailand durch kaiser Ludbig, den er 
doch darnach verachtet mit undankperkait und bolt in gar 
nit einlassen. 

40 [F. 218] Kayser Ludbig het vyl grosser kostlicher 295. 

zerung gethan und het nimer gelt, ains tags was er alain 

a Raum, darin: mal. 

.. /"* Original frorn 

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- 576 — 

in unser frauen capellen und petet und betrachtet traurig- 
lich, bie er möcht haym komen in sein land gen Bairen. * ein 
eysgraber münch stund bei im und sprach: „ Ludbig, wildu 
mir volgen, so wil ich dir ainen rat geben, damit du deiner 
sorg ain end machst." Ja", sprach er, „so das nit wider 5 
got war." der münch sprach: „got und sein muter werden 
dardurch gross geert." „bie? tt , sprach der kayser. der 
münch antbort und sprach: „du hast in deinem land ain 
stat, genant Ampferang. da solt du got zu lob und seiner 
muter stiften ain kloster." der kayser sprach : „den namenlO 
han ich nye nennen hören." der münch sprach: „wildu 
das thun, so du kumst in dein land, so wirt dir die stat 
zuhand gezaigt." der kaiser merket den namen. darzu 
sprach der münch: „ain fürst in wälschen landen wirt zu 
dir komen und pitten freibait seiner herligkait. der wirt 15 
dir so vil gelcz geben, damit du magst wider haym ziechen." 
do das erhöret der kayser, verlobet er ernstlich zu [F. 219 J 
pauen das closter. do gab im der münch unser frauen pild 
von alabaster gemacht und von stundan verswand der 
münch und ward nimer gesechen. es geschach, als er gesagt 20 
het. es kam ain herr; der pat freihait. darumb gab er 
dem kayser, als er begeret, hundert tausent gülden und der 
kayserin, di was von Polony, l fünfzig tausent gülden, di 
F. 175. het zu Rom ainen sun geboren mit namen Ludbig. er gab 

A. 296 u. auch in di kanzlei zway tanseot gülden, daraus entsprang ain 25 
**• l? 5 ' Sprichwort: ain Bayr kan kain grössere sura nennen dann hundert 
tausent gülden. 

A.296. Der kayser kam mit freuden in seyn land, und in 

ainem diken wald, do vil mörderey geschach, do ward 
erzaigt das ende oder stat Ampferang. do hub an der 30 
kayser das kloster zu pauen und nennet das Etal und leget 
den ersten stain selber. a das geschach an sand Vitalis tag 
des heiligen martrers anno 1330. und stiftet do 22 person 
sand Benedicten orden. und der erst abt Fridrich Hein- 
richsreuter ward genomen aus dem kloster Reichenbach. 35 
er süt-[F. 220 J tat auch da ain wonung 12 ritteren und iren 

» Baum, darin: malen. 

1 In diesem Namen erseheint die im lateinischen Text an jener 
Stelle benutzte Quelle Füetr., wo es hiess: was aine von Polandt, was im 
lateinischen Texte 295,37 richtig geändert worden war in: qae erat de 40 
Hollandia, an einer andern Stelle aber (318,5) allerdings (auch aus Fiietr.) 
beibehalten worden war. 

n (^"r\nnl ■'' Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 577 — 

hausfrauen und 6 witiben. den gab man di pfründ als den 
manchen, das weret als lang, als der kayser lebet, do er 
starb, nanien sein sün di gült, di der vater darzu gegeben 
hett. darumb mochten di ritter nimer wonung da haben, 
5 und das kloster ward dardurch arm. 

Do kayser Ludbig zoch aus wälschen landen, do liess A. 294. 
er seinen babst zu Viterby. der selb pabst ward darnach 295. 
gefangen von Bonifacio von Pisan und zu dem rechten 
babst gefürt, do ward er eingeslossen in ain kamer und 

10 erwerlich behüt bis an sein end und da wirdiglich begraben, 
anno 1334 am dritten tag des monats Decembris babst 297. 
Johannes der XXII. zu Avinion beschloss seinen lesten tag, 
davon man sagt, das er an seinen lesten zey ten den ge- 
feilten pan bider kayser Ludbygen loblich wyderruft hab. 

lösein nachkuraen Wenedictus der XII. wolt sich mit dem 

kayser veraint haben und wolt in aus dem pan lassen haben. 

da wolten di cardinäl nit und der küng von Frankreich ; 

dem verschmachcz, das sich der kayser über in schrayb. 

Der kayser schiket aber zu dem babst Benedictum gen 

20Avinion ain erberge botschaft umb ablass aus dem pann, 
aber er erlangt nichcz. 

Der kayser vodret di kurfürsten und di stet gen 
Frankfurt und klaget in sein Unschuld und das unrecht, 
das im bescheche; das in der [F. 221] babst ainen keczer.300. 

25 nennet, und in gegenwürtigkait geistlicher und weltlicher 
fürsten und vor allem volk sprach er den Pater noster, das 
Ave Maria und den glauben, damit und dardurch er sich 
erkennet ainen rechten waren kristnmenschen, und machet 
da vil guter gesecz mit den fürsten. dy warn do all va\t297. 

30 im und gelobeten im hylf. und Johanns, küng zu Beham, 
nam do von im lechen, des geleichen ander fürsten, und es 
ward guter frid in teytschen landen, babst Benedictus 298. 
verneuet den pan wider den kayser. der kayser Ludbig 299, 255. 
vertrayb seinen widerspannigen bruder, pfalzgraf Rudolf, von 

35land und von leuten, als oben gesagt ist. doch als er 
vernam seins bruder Rudolfs tod, gab er seinen sünen di 
Pfalz und etlich stett wyder. 

Der kayser hergehet gar geweltiglicfa durch teuteche und w&lsche A.300u.EJ18. 
land und machet guten frid. 

40 Er krieget mit der stat Rengspurg und mocht ir doch A. 298. 

in vil jaren nit gewinnen, zum lesten mit hilf und gunst 
etlicher reycher burger in dem haus der herzogen von 209. 
Bayren machten sy ain loch under der erd; darzu hülfen 

Quellen u. Erörterungen N. F. HI. 37 

C* V> V)!" 1 Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 578 — 

etlich burger inwendig, dardurch er vermaynt in di stat zu 
komen und di eroberen, aber es was umbsunst; wann an 
dem tag, do albeg zwen und zben solten eingen in di stat, 
do ward das loch gefunden, und des zu ainem warzaychen 
stet an ainem stain in der maur also geschriben: anno 1337 & 
des eritags vor sand Urbans tag ward das loch [F. 222] 
gefunden und zben daryn gefangen, di das loch gruben, und 
des nagsten erichtags darnach in di zinnen gehangen. a 

^tem do man zalt 1337 jar, was her Rapolt 
Mässenhauser zu Mässenhausen. der het ain frume lü 
frauen. di zech er mit seinem knecht und thet ir 
unrecht und verprennet di frauen und den knecht 
paide. a des morgens da der Mässenhauser mess hört, 
do sach er ob gocz leychnam, da yn der priester 
wandlet, ain swernde hant, das di frau gerecht warlö 
für yr schuld, und darnach macht der selb Mässen- 
hauser goczleichnam nimermer gesechen und lebet 
11 jar darnach, auch pat di frau an irm end, das 
kain leyblicher erb nimermer von kainem Mässen- 
hauser kam. das geschach, das er garzergieng, do20 
man zalt 1399, und das gut in fremd hend kam. 

Anno 1338 gab kayser Ludbig sein tochter 2 yn 
das frauenkloster sand Ciaren orden zu München, 
des kaysers rät und ander sein frund di warn zornig, 
darumb der kayser di tochter wider wolt aus dem25 
kloster genomen haben, di junkfrau lag got und 
unser frauen [ K 223] so mit grossem gepet an, das 
si got ee sterben Hess, ee man sy aus dem kloster 
näm. also als man sy zu morgens aus dem kloster 
wolt genomen haben, an dem abnt was di junkfrau30 
gesund, in der nacht starb sy mit iren kristen- 
lichen rechten und guter Vernunft. 

E.118u.A.300. Dem kaiser stund grosser reich tumb zu; dann er überlebet di 

herzogen yn Niderbayren all und ereribt und besass yre land. es 

a Raum, darin : mal. 35 

1 Die folgende Geschichte berührt sich mit Angaben in Aventinus' 
Annalm VII, 19 (Sämtliche Werke III, 458,18-23). Wenn Riexler dort 
vermutet hat, dass Hund, der in seinem Stammenbuch I, 214 die Geschichte 
erzählt, ausser Aventinus noch eine andere Quelle gehabt xu haben scheine, 
so möchte ich feststellen, dass diese andere Quelle nicht etwa eben der 40 
obige Text ist, sondern Diessener Aufzeichnungen (Mon. Bote. VIII, 309). 
Vgl. auch Aventinus 9 Chronik VIII, 52 (Sämtliche Werke V, 499 fj. Zur 
Sage siehe auch Oberbayerisches Archiv IV (1843), 403 ff. und Schöppner, 
Sagenbuch der bayerischen Lande I, 447 f. 

* Vgl. oben S. 306, 5 ff. Die Quelle der vorliegenden Erzählung 45 
ist nicht festzustellen. 



r^rtrtrtfr- Original frann 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 579 — 

ward auch ledig di marich zu Brandenburg, di grafschaft zu 
Tirol, das herzogtum ZU Kernten. di lech er seinem eltisten sun 
Ludbig. im vielen auch zu di land Holand, Seland, Honigaw und die E. 118. 
herligkait über di Fryesen. di verlech er auch seinen zbayn eün Albrecht 
5 und Wylhalm. 1 

Der kayser hielt seinen hof am maysten zu Nürmberg und München, A300 u.E.118. 
dardurch di zbo stet va st aufnamen an reichtum und an kostlichen pauen. 

Do nu kayser Ludbig Niderbayren hett ereribt und A.251. 
was zu Lanczhut, hetten di prediger vor der zeyt, als 252. 298,30 

10 herzog Hainrich mit dem kaiser anhub zu kriegen, geschwigen 252. 
und nit offenlich mess gehabt, do legten sy an mit ainem 
herzogen von Decke, das er ain ursach machet, damit sy 
mit glimpfen wyder anfiengen zu singen, das geschach 
also, aines morgens kam der gedacht herzog mit prinenden 

15 Hechten und fackeln yn predigerkloster und wietet und schrai 
als ain zorniger, das sy sungen, oder si müesten alls irs 
gucz schaden nemen. aus der klaynen ursach hüben sy 
wider an zu singen [F. 224] und offnlich mess haben und 
gebarteten nit der absulucion vom babst. 

20 Dy prediger zu Eengspurg hetten bey 20 jaren stillos, 

geswigen und mit verslossner tür mess gehabt, zum 
lessten do yn der babst kain genad wolt thun, sprachen si, 
es hiet ain bischof mit in dispensirt und hüben wider an 
zu singen und offnlich mess zu haben. 

25 Anno 1342 starb der pabst Benedictus der zbelft zu 301. 

Avinion. nach im ward erweit Clemens der VI. 

Anno 1344 schiket kayser Ludbig sein botschaft gen 302. 
Avinion zu babst Clemens und begeret gnad und absulucion, 
als er vor auch oft het gethan. auch hat er dem pabst 

30geschykt ainen ungeschriben pergamenen brief, besiglt mit 
seinem kayserlichen insigl; dareyn sol der babst schreyben 
nach seinem wyllen, was yn gut gedünk; das well er als 
zu puess verbringen, do haben sein poten dem babst zu 
lieb dareyn geschriben, der kayser bekenn, das er sei ain 

35keczer und sei nit recht zu küng erweit worden, und der 
brief ist offnlich gelesen worden, do het nu der babst alle 
sein mainung und begerung und seczet den kayser ab und 
gepot den kurfürsten, das sy ainen anderen küng weiten, 
sunst so well er sich an yn rechen, auch so war sein rat 

40 und gunst, dass sy erweleten margraf Carl von Märheren, 
küng Johanns von Beham sun. 

1 Vgl. oben S. 305, 19 ff. 

f \ t v >I - Original nom 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 580 — 

A.302. Anno 1345 kamen zusamen di curfursten, ausgenomen 

Conrad, erzbischof zu Mainz. [F. 225 ] der ward auch von 
dem babst abgeseczt und ainer von Nassaw an sein stat 
geseczt, doch behielt er das bistum sein lebtag. und si 
erweiten den benanten Karl zu ainem küng. 5 

Königsh. 473. Und in disen zeyten ward das puch gemacht, das da haisset 

defensor pacis. 1 das bebeiset das mit der heiligen geschrift, das ain 
babst so) under ainem kayser sein, und beweiset auch des babstes 
geitigkayt und symoney etc. 
A. 303 u. Darnach samlet der kayser di fürsten und stet* gen Speir 10 

Königsh. 472. und f^g^ ^ sy ^ 0( j er margraf Carl für ainen herren wollten 

haben, sy antworten ym, sy holten all yn für ainen herren haben 
und nit Carl und holten umb Karls noch um b des babsts brief 
nichcz geben. 
A.303u.E.U8. Der kayser machet guten frid. 8 er hett kainen mangl oder 15 

A. 296. abgang an allem dem, das ainem weysen mann und regirer 
zugehört, dann das er nit lateinisch kund, daraus im auch 
under anderem di ungenad des babsts entsprungen ist, das 
sich also hat begeben. 

Von seinem kanzler. 20 

Er het ainen canzler mit namen maister Ulrich Hangenor 
von Augspurg. dem befalch er sein ynsigl und was zu 
schreiben was. nu begab es sych, das der genant canzler 
zigen ward ainer grossen unerlichen schuld und von etlichen 
mächtigen vor dem kayser verklagt, den er di gerechtigkait 25 
nit verzeichen mocht. do fand er ain mitl, das di sach 
getä,-[F. 226 J dingt ward, also das er sich purgiren oder 
entschuldigen solt mit 15 prelaten. das geschach zu Ntirem- 
berg, darnach ward der kanzler wider an sein amt und 

F. 173. wyrd geseczt; wann di prelaten sageten, solichs geschach dem 30 
kanzler zu neid und hass. nu bas der kaiser im vast genedig. nu 
vermainet der selb mayster Ulrich kanzler und verwistz dem kaiser 
oft, er solt di von irm erb und land gar vertreyben oder toten, di 
solichs auf yn hetten gesagt, und dar umb das es der kayser also 
vallen und bleiben Hess, gedacht der valsch man sich an dem kaiser 35 

A. 296. zu rechen also, in der zeyt schiket der kaiser aber zu dem 
babst gen Avinion über gnad ein botschaft und brief, di 

1 Vgl. oben 298, 19, wo die Stelle das do haisset defensor pacis 
aus Königsh. benützt ist. Hier im deutschen Texte wird der ganze Ab- 
schnitt aus Königsh. % von dem im lateinischen Texte nur jene erwähnte 40 
Stelle verwendet ist, wörtlich als Zusatz Übernommen. 

1 Ist gegen den lateinischen Text Zusatz und stammt aus der jenem 
Texte zu gründe liegenden Quelle Königsh. 

3 Ebenso oben S. 577, 39. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 581 — 

inn hielten willige gehorsam und demütigkait dem römischen 
stul aber der obgemelt kanzler, darumb das yn der 
kaiser nit gerochen hett an seinen widersacheren, 
räch er sich selbs an seinem aigen herren und schraib 

5 välschlich yn di brief, di der kayser dem babst schiket, 
der babst war ain bestie, das ist in wälsch ain unvernünftigs f. 174. 
tier, das von dem mer aufsteigent yst, und er war nit 4. 296. 
rechter babst. darumb tet in der babst zu pann und 297. 
erbecket di fürsten wider yn. solichs gross übl tfbüschen der 

10 haubt der cristenlichen kirchen belayb verschwigen als lang, 
pis der öbrist richter wolt, das es offnbar wurd. und es 
geschach, das der oftgenant kanzler viel in ainen grossen 
Siechtum, darin er solich gross übl und falschhait dem kayser 
selb bekannt, und das er das darumb gethan hiet, das er 

\b[F.227] sein Widersacher zum rechten het komen lassen 
und nit an der stat getöt. do aber der kayser erkannt von 
den arzten, das der kanzler in dreyn oder 5 tagen sterben 
must, do sprach er: „wiewol der schalk hiet verdient aller- 
lay pein, marter und tod, so wil ich in doch des gericht 

20befelhen, der in geblagt hat", aber das gross klagen und 
wainen, das der kayser hett, kan niemant geschreiben. 
darnach starb der kanzler als ain posbicht. 

Allererst kam der kayser ain wenig zu rue und er inerte "WolA.300u.FJ78. 
das reich, er was fridsam und erstöret all krieg des reichs. 

25 Von seinem tod. A.304 u. 

F 178 l 
Ainer zeit zoch frau Johanna, herzog Albrecht von Osterich 

hausfrau, aus dem Elsas und bolt gen Österich und kam gen 

Bairen. do das vernam der kayser, kam er zu ir zu Undenstorf und 
het mit ir vil freuden und er erpot ir zucht und grosse er. nach 

30 dem als sy z'morgens weg wolt, machet er ir zu willen ain gejayd. und 
umb di er, di ir der kayser webeyst, bas sy geflyssen, das sy im zulecz 
wolt lassen ain getränk des grimen tods. do sy also ain weil mit dem 
kayser an dem gejaid was, do het dl mörderin ain lagelein mit ainem 
zbi fachen poden, in ainem was weyn, und wann sy den zapfen verrayb, 

35 was in dem anderen ain args vergifts trank, als sy sich von dann wolt 
machen, pot sy dem kayser zu trinken, als aber er yr vil eren erpoten 
hett, [F.228J also tet er noch und pat sy vor zu trinken, als sy 
getrunken het, verkeret sy den zapfen und gab dem kayser das todlich 
ge trank, als das beschehen waz, eylet si von stundan weg, auf das 

40peldest als si nioeht* do het der kayser solichs kain vertrauen. eS 

kamen di Jäger und sageten, sy hieten ainen peren gefunden. 

1 Gegenüber dem lateinischen Text aus letzterer Quelle erweitert. 
Q Hier fehlt sinnstörend der Satx der Quelle: Nach klainer zeit 
ward sich der kaiser klagen (F. 176, 34). 

n f~*rtonl - Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 582 — 

mit lust und begyer rait er in den wald alain mit zbayn 
ritteren. sein smerz und swindl des haubcz was so gross, 
das er viel von dem ross und sprach: „o du stiesse junk- 
frau Maria, bis bei meinem tod tt . und als er di wort sprach, 
in ainer schoss ains pauren verschied er. das geschrayö 
erhörten dy ritter und sprangen von den pfarden und wolten 
305. in aufheben, do funden sy in toten, sein leyb ward gefurt 
gen Undenstorf. do belaib er über nacht, am dritten tag 
ward er gefürt gen München und daselben begraben in 

E. 118. unser frauen pfarrkirchen, do er geherecbet het 32 jar, nach der 10 

A. 305 menschberdung Christi 1347 an sand Gereonis tag 1 , er lie 

6 sün, Ludbig, Stefan, Albrecht, Wilhalm, Ludbig den Römer 

u. E 12h und Otto, bey zbain elichen haus frauen, der küngin von Polan und 

ain gräfin von Holand und Hess yn Oberen- und Niderbayren, die 

122. margrafschaft zu Brannenburg und darzu di land Holand, Hönigaw *& 

Seland und di herlichayt in Fries- [F. 229 J land, das herzogtum 

zu Karenten, auch di grafschaft zu Tirol, di sex fürsten tauten 
di land unter sich, als man zeit von gocz geburt 1349 zu Lands- 
perg an sontag nach unser frauen geburt tag. 
A. 305. Nu wil ich sagen von den sex fürsten und irer lini 20 

und wil anheben an dem ersten, darnach von dem jüngsten 
bis auf den andern umb das, das sein geschlächt noch lebt 
hunz auf heutigen tag und der fünf fürsten lini ist ganz 
abgestorben. 
A. 315 Ludbig a , margraf zu Brandenburg und Lusicz, herzog 25 

in Bairen und zu Kernten, des heiligen reichs obrister 
camrer, graf zu Tirol und Görz und vogt der kirchen Aglach, 
Brixen und Trient, was ain strenger, streitpar, milter fürst, 
di march zu Brannenburg het im sein vater verliehen, di 
weyl er dannoch lebet ; wann sy ward dem reich ledig. 30 
nach seins vatern tod in der taylung mit seinen brüderen 
tailt er sich her aus gen München 2 und übergab di march 
u. E. 122. seinen jüngeren zbayn brüderen Ludbig und Otten. und im 
ward vermachlt des lesten graf Meinharten von Tirol tochter 8 , di genant 
ward Maultasch und die grafschaft zu dem haus [F. 230 ] 35 
Bairen bracht, darumb also genannt, daa sy alls ain ungeschaflfen 
weyb bas. bei der frauen het er ainen sun, was genant Meinhart. 

» dux am Rand über Kreis. 

1 Die Tagesangabe ist Zusatz aus Andr. 89 , der an der ent- 
sprechenden Stelle im lateinischen Texte xu gründe liegt. 40 

* So (vgl. unten S. 584,17) nach oben & 318,8. 

* Vgl. oben S. 315, Anm. 6. 

rv v ^k f^nnnl^ Original fronn 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 583 — 

margraf Ludbig was gar ain hochgelobter fürst in allem römischen E. 122. 
reich und er starb, diweyl sein sun Meinhart ain kind wag, anno 1361, A<316u.E.122. 
seiner herschung im 14. jar an sand Lamprechcz tag. A.316. 

Meinhart«, graf zu Tirol, ain sun margraf Ludbigen jecz AJil6u.E.125. 
övorbenant, der was junk, do sein vater starb, des fürsten under- 
stunden sich zu regiren ain herr von Abnsperg und ain herr von Laber 
und die vom Stain und auch etlich dienstleut i n Oberenbayren und 
regirten den jungen fürsten nach irem gefallen, darab die anderen fürsten 
von Bayren und sonderlich herzog Stefan der elter ain gross missvallen 

lOhetten. und darumb stellten sy dem fürsten vast nach, und ains tags, 
als er was zu Kittersberd, das gelegen ist auf der Ylm ob Geisenveld, 
bei dem von Abnsperg und des nit getraut, do kam herzog Stefan 
und sein sun, auch genannt Stefan, und belegeten den Meinharten.*> 
und do sy etliche zeit vor dem geschloss [F. 231] gelegen waren, do 

15 kam herzog Fridrich, der auch ain sun bas herzog Stefan des eiteren, 
und pracht mit im vi! ritter und knecht und rannt aines tags ungebarnt 
für das geschloss und half dem Meinharten aus dem geschloss. und 
zugen baid fürsten hin gen Nürmberg zu dem burkgrafen. und als 
etlich sprechen, so sind ritter vor dem geschloss geschlagen worden; 

20 dann daz geschloss jecz seidher haist Bitterswerd ; hievor hies 
es Kottingwerd. 1 nu bolt pischof Perchtold von Aichstet den 
Meinharten haimlich hin film mit im in das pirg. do wurden sy gevangen 126. 
von paurnvolk und gen Ynglstat gefürt, daselb ward mit tadiag be- 
griffen, daz Meinhart solt etliche jar zu München beleyben und geregirt 

25 werden durch seinen vetteren, daselb belayb Meinhart nit lang und 
kam haimlich von dannen in das pirg. do gab im sein muter, di genant 
was Maultasch, zu der ee frau Margreth, herzog Rudolfs von Oste- 
reich ehester, do lebet er nit lang und starb auf der purk zu Tirol und 317. 
liess kainen leyblichen erben. 

30 Nu was die eegenant Maultasch den fürsten von Bairen veint. A.317u.E.126. 

darumb schiket si nach dem vorgenanten Rudolf, herzog von Östereich, 
und machet im das land underthänig, wiewol di grafschaft Tirol kaiser 
Ludbig vormal Ludbigen, seinem sun, und allen seinen erben verliehen 
[F. 232] hette. darumb ward zbüschen der herren von Bairen und 

35 Östereich grosser unfrid. und herzog Stefan der elter und sein zben 
sün , Stefan und Fridrich , legten sich für Müldorf , darumb das der 
erz bischof von Salzburg mit den herzogen von Östereich was. hie 
enzbüschen samlet herzog Rudolf auch ain gross volk und zoch herauf 
bis gen Ried und was ym willen Müldorf zu retten, und do di fürsten 

40 von Bairen vernomen, das der herzog von Östereich das land zu Bairen 
erlangt het, do brachen sy auf vor Müldorf und zugen im engegen und 
waren begierig zu streiten mit dem herzogen von Östereich. do aber 
der herzog von Östereich vernam, das di fürsten von Bayren heten 
auf prochen, do sprach er: „ich hab meinen willen verbracht und hab 

45 mir gnug gethan, darumb ich auszogen bin", und keret sich wider umb 
und zoch haim gen Östereich. und do di herren von Bairen hörten, 127. 

* dux am Rand über Kreis, b Raum, darin : mal. 

1 Obeti S. 316,14. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 584 — 

das der herzog von östereich das land geräumt het, da zagen sy auch 
nit mer für Muldorf, und der krieg belag also anno 1364. und ward 
nachmalen mit tading gefunden, das di grafschaft Tirol den herzogen 
von Östereich belaib. 
A.317. Margraf Meinhart hett ainen pfleger zu Inglstat, ainenö 

Rorbecken. zu des Zeiten ward umbmaurt Inglstat. 
Cf. Andr. Nach der obgenanten tailung gerten di herren 

(554) 645. \ m niderland auch ainer tailung. da macht Ludbig 
[F. 233] vonBrandenburg ainen tag genßengspurg. 
zu dem kam auch pfalzgraf Ruprecht und Johans,lO 
burggraf zu Nürmberg. di taylung geschach an 
sand Oswalcz tag anno 1353. l 
A.318u.E.123. Ludbig Ä der Römer, also genannt, darumb das er zu Rom geboren 

warde, und sein jünger bruder Otto, der paider muter was 
von Polan, den was in der ersten tailung di march zu 15 
Brandenburg, di übergab in der elter bruder Ludbyg und 
tailt sich gen München, als oben 2 gesagt ist. dy inwoner 
in der marich mochten nit erleiden das unordenlich leben 
122 der zbayer fürsten und jagten sy aus dem land. do verkaufet 
margraf Ott di march zu Brannenburg kayser Karl dem vierten, am 20 
geschlächt ain küng von Beham, umb zbaymal hundert tausent gülden 
u.F. 18L anno 1373. di summa gelcz bard im halbe bezalt; dann für das 
ander 100 000 gülden wurden ym etliche geschlöeser wider, die vor 

ainer zeit mit heirat genBeham baren kumen durch 
pfalzgraf Ruprecht, den man auch Adolf hiess, 8 25 

als Lauf, Härspruck, Sulzpach, Reichenfeld, Hirsaw, Rosenberg, noch 
beliben etliche geschloss aufdemNorkaw dem küng von Beham. 
aber nach etlicher zeyt, als küng Wenzeslaus entseczt ward von 
dem römischen reich und pfalzgraf Ruprecht er- [ F. 234] weit 
ward zu ainem romischen küng, der krieget auf Wenzeslaum und 30 
pracht alle gschlösser vor dem wald wider yn der herren von Bayren 
gewalt. 
A.318u.E.l23. Margraf Ludbig der Römer starb in der jugent an leyblich erben. 

122 Otto, sein bruder, als er di halb summa het enpfangen, zoch er 
damit haym gen Bayren und seczet sich auf ain geschloss, genant 35 

* dux am Rand über Kreis. 

1 Diesen im lateinischen Texte sich nicht findenden Abschnitt tcäre 
man geneigt auf Andr. 554 zurückzuführen, wo aber die Tagesangabe 
richtig (vgl. Riexler, Geschichte Baierns 111, 29) lautet : in die 8. Erasmi 
(3. Juni), während das obige Tagesdatum an sand Oswalcz tag (5. August) 40 
in des Andreas deutscher Uebersetxung seiner bayerischen Chronik (Andr. 645) 
erscheint, die demnach hier xu gründe liegen dürfte. 

2 Ä 582. 

3 Dieser Zusatx beruht auf Andr. 556, 9 ff., welch' letztere Quelle 
oben an der entsprechenden Stelle des lateinischen Textes xu gründe liegt. 45 



r^rtrtrtL- Original from 

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— 585 — 

Wolfstain, gelegen auf der Yser under Landshut. daselb vertraib er 
sein zeit unfürstlicben mit ainer müUnerin, genannt Gredl. umb desu. F. 181. 
willen haist di selb mül noch heut des tags GredlmfiL er starb A. 319. 
an erben und ward begraben yra kloster Säldental zu Lancz- 
5hut anno 1378. 

Albrecht und Wilhalm* besassen ainen michelen tail des nider- E. 123. 
lands zu Bayren mit der stat Straubing und darzu Hoiand, Hönigaw, 
Seland und di herlikayt in Friesen; wann ir muter was frmA.304,9 

Margreth, ains grafen tochter von Hoiand. (292,3). 

10 Albrecht was gar ain gütiger fürst des tiü stund also : wir A. 319 u. 

Albrecht von gocz genaden pfalzgraf bei Bein, herzog in Bayren, graf F. 184 
zu Hoiand , Honigaw und Seland , berr der herschaft zu Friesland, 
im ward verheirat frau Margreth aus Polant, herzog Ludbig 
von Briga tochter. bei der het er drey sün und drey tochter, u. E. 123 

15 Wilhalm, Albrecht und [F. 235] Johannsen. di ain tochter , frau 
Margreth, ward vermächlt herzog Johannsen von Burgundy b , graf zu 
Flanderen. der gepar aus ir den grossen herzog Johannsen 1 von 
Burgundy, der an den Türken gefangen ward, sy ist begraben 
yn Hoiand. di ander tochter, frau Johanna, het herzog Albrechten u. F. 184. 

20 von Ostereich. der starb im gleger vor Snayni. 2 bey dem 
gepar sy herzog Albrechten, der hernach romischer küng, zu Ungeren 
und Beham ward, und di frau Margreth 3 , ward wider ver- 
heirat herzog Hainrichen yn Niderbairen, des reichen herzog 
Ludbigen vater. di dritt, frau Katherina, ward ain ge-X 320. 

25machl herzog Edwarts von Gelleren, starb an erben und 
ist begraben yn Hoiand. 

Aber herzog Wilhalm, des herzog Albrechcz bruder, A. 319 u. 
dem ward vergeben, davon ward er unsinig vor seinem tod und***-*™' 
starb an erben, sein hausfrau was Machthild, ains herzogen 

30 von Lankaster aus Engeland tochter. nach ym nam sy 
herren Waldraben von Valkenberg; ist begraben in Hoiand 
zu grünen Hag pei den predigeren. 

Anno 1357 beleget herzog Albrecht mit hilf seines bruderen a. 320 u. 
herzog Stefan ainen ritter, genannt Peter von Egk zum Naterberg, der F. 179. 

35 selb ritter disem herzogen yn seiner kinthait vil väterlicher treu ge- 
than het. nu baren ir vil aus dem ad), di vil gucz in [F. 236] sein 
sach redten; wiewolesnit half, do zugen des ritters frund zu kayser 
Karl, küng z u Beham, und bebegeten den »mit ainem her. der kam 
bey Stauf über di Thunawc und machet ain feld ain halbe meil von 

40 der fürsten von Bayren feld. und als di fürsten sacben, das yn der 

a Kreis am Rand. b Burguny Bs. c Raum, darin : mal. 

1 Vgl. oben S. 320, Anm. 2. 

* Znaim. Quelle dieses Zusatzes ist Andr. 560, 1. 

$ Vielmehr Elisabeth ; vgl. daselbst Anm. 5. 



. r^nr^nfi- Original fronn 

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— 586 — 

chüng zu was körnen, wolten sy geleych mit ym gestalten haben, das 
underkamen di landherren und bard darunder gethädigt, das her Peter 
von Egk den fürsten das geschloss solt überant borten und davon 
solt ziehen sicher mit dem leyb und allem seinem gut. nu het der 
321. ritter so grossen mangl auf dem geschloss gehabt, das er pald dar- 5 
nach starb. 

A. 321 u. 1360 Albrecht, herzog in Bairen, gubernator in Holand, 

^ i75 -gewan das geschloss Hilkersperg.a 

In der zeyt hub an herzog Albrecht di vest zu Straubing ze 
pauen* 10 

A. 321 u. [F. 237] Anno 1367 ain burger, genannt Albrecht Stainhauf, 

F. 7Sftj lu j ) an m j t g Un8 t unc j wjUen des fürsten zu pauen das kloster der 
Carmeliten auf seinem aigen grund. a 
A. 321 u. Anno 1375 an sand Gregori tag starb Lewpold, der lest graf 

*• ~ S1 ' z u Hals, und ligt begraben im kloster Osterhofen in sand Wolfgangs 15 

capellen und ligt pei anderen seinen vorderen daselbs. 
A. 321. Anno 1404 an sand Lucie tag starb der herzog Albrecht 

und lie dy obgemelten drei sün; ward begraben yn Holand 
zu Grünenhag b . 
A. 322 u. Anno 1393 slug das wiltfeur* zu Straubing ein und verprennet 20 

F. 182. dj halb gtatj a ausgenomen das haus Jordan Uetz, das sand 

Peter behütet. 
A.322. Hei nach volgt von den dreyn süneu, di herzog 

Albrecht, von dem icz gesagt ist, verliess. 

A. 322 u. Bilhalm c besass Holand, Seland, Honigaw undFriesland. herzog 25 

E - 129 - Johanns von Burgundi hett ain swester mit na- [F. 238] men 
Margreth. di nam der herzog Wilhalm. di frau gepar ym 
ain ainige tochter, genant frau Jacoba. di ward verheirat dem erst- 
A. 322. gebornen sun des küngs von Frankreych Delfin Cirnonensis b. nft 
lang darnach starb dieser telfln am karfreitag anno 1417.30 
herzog Wilbalm von Holand starb anno 1417 und ligt be- 
graben zu Gent in Henigaw; het geregirt 12 jar und 
sechs monat. 
A 3 ]£ 2 129 Albrecht ^ des obgenannten Wilhalm bruder, besas 

A. 322 ^ tayl des niderlands zu Bairn mit der stat Straubing, er was 35 
ain senfter herr. er starb an elich erben; wann er het 
u. F. 184. kain hausfrauen, und ist begraben zu Straubing im chor des 
A. 322. 323 closters der Carmeliten. nach der zbayer bruder Albrechcz 
u. F. 184. und Bilhalm tod ir bruder herzog Johanns regirt das niderland 

mit Straubing durch ainen viztum; wann er selb herschet40 
in Holand. 

* Raum , darin : mal. * so Es. c dux am Band neben Kreis. 
d dux am Band über Kreis. 



C^f\f\€%\i m Original frarm 

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— 587 — 

Johanns» ward erbelt zu ainem bischof zu Lüttig. das A. 323 u. 
bistum regirt er etlich vil jar und wolt doch nit briester K 129 - 
werden und bischofliche weich enpfachen. darurab waren 
di von Lüttig bebegt wider yn und anno 1408 ward herzog 
5 Johanns [F. 239] von den von Lüttig belegert. in dem beleger waren 
di von Lüttig so fraysam, das sy den frauen, di aus der stat getriben 
wurden vor armut, i n ir gbant pei der schäm abschniten und auch 
etlichen di prüst abschniten. nu wolten herzog Wilhalm von Holand 
und sein swager herzog Johanns von Burgundi dem herzog Hannsen 
10 nit helfen wider di von Lüttig. aber do sy in in solichen noten sachen, 

do kamen si im unwissent zu hilf wol mit zechen tausent man. 
der fürst herzog Johanns überlebet sein zben brüder und gab auf das 130 
bistum Lüttig yn dem concili zu Costenz und nam des herzog Jo-w. F. 185. 
hannsen von Lusnyz tochter zu der ee. der selb herzog was 

15 ain bruder kayser Sigmunds, der heirat geschach auf mainung, 
das herzog Hanns verhoflFet erben zu dem land zu gewinnen. 

Und er kam gen Dortrak in Holand und hiet geren aufgenomen A. 324 u. 
als ain nagster gesippter erb di haubtmanschaft und landvogtei der E. 130 u. 
durchleuchtigen frauen Jacoba, herzogin zu Bayren, grafin zu Holand, E. 1& ?• 

20 witib des teltins, und er wolt sich der land underziechen. das mochte. 324 u. 
er doch nit erlangen und fridsamlich behalten von wegen der bider- E- 1^0. 
ständigkait der von Lüttig, die di frauen Jacoba und ir muter Margretha 
in hut und in irm gebalt hetten und vermainten durch sich selb ze 
regiren und herschen. do das vernam herzog Johanns von Bairen, 

25 [F. 240] do machet er vil fründschaft mit vil Holenderen. auch A. 324 u. 
schlug ensich etbe vil stet, geschlosser und markt an yn, in sonderhait E. 187. 
di stat Dortrak, di im merklichen grossen beistand tet. her wider het 
frau Jacoba und ir muter den maisten und pesten tail der lender under 
handen. umb das erstund grosse unru in dem land mit raub und prant. 

30 und er hu b an zu kriegen bider di von Lüttig und verderbet in vil E. 130. 
geflchlö8ser und dorfer und was er fand auf dem land. darnach durch A. 324 u. 
etlich underred der fürsten ward ain grosse samlung gen Wiernlett in E.13(u.F.187. 
Flanderen gemacht des leczten tags des monats Julii. do bard be- 
schlossen durch herzog Johannsen 1 von Burgundi, das frau Jacoba, A. 324 u. 

W 1R7 

35 witib des telfins, »olt verbeyrat werden dem herzog Johannsen von 

Brabant durch erlaubnüs babst Martini des fünften, dan sy nur ge- 
swistergeit kind mit ainander waren; wann herzog Yohans von 
Brabant was herzog Philipp von Burgundi bruder sun, so was frau 
Margretha, frau Jacoba muter, herzog Philip von Burgundi tochter. 
40 als di dispensacion beschach, do kam herzog Johanns von Brabant in A. 324 u. 
Holland anno 1418 mit vil fursten, herren und grosser ritterschaft und ^ * 131 
nam zu ainem elichen gemachl di frau Jacoba in beibesen ir muter. 
und do di fürstlich hocbzeit verbracht ward, do ward herzog [F. 241] *• E. lS7 m 
Johanns von Brabant gefürt durch Holand, Honigaw und Seland, und 

45 Ä dux am Rand über Kreis. 

1 Im lateinischen Text richtig: Philippum. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorm 

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— 588 — 

widerum ward gefürt frau Jacoba in Brabant, und di weyl belayb 
herzog Johanns von Bayren in der stat Dortrak mit den Beinen mit 
lnd an krieg und het die etat ynn mit anderen gschlösseren. das 
ISS. mochten nit geleiden di von Lüttig, di Hoenzensy, und machten ain 
verberrung under den fflrsten, daraus seid vil ubls erstund, und durch 5 
ir versagen besamlet herzog Johanns von Brabant ain machtig gross 
her der ntterschaft und nam im für herzog Johannsen von Bayren ganz 
ze vertreiben aus Holand. und er umbieget di stat Dortrak» und 
läget sich dafür am andern tag nach sand Johanns tag des taüfers 
und lag davor bis an sand Larenzen tag. do zoch herzog Hans von 10 
Brabant mit grossem schaden davon; wann er het gar vil guter ritter 
und knecht verloren vor der stat; auch wurden ym vil grafen und edl- 
leut gefangen, in disem werren verbflsten sy ser di lender mit raub 
"rv o^ 1 und mit todücher manschlacht auf baiden tailen. es ge- 
. .,«, L-ü -? JJyran auch herz <>g Johanns von Bairen di stat Rotterdam» mit 15 

w 4 i£,a v !° D D0rtrak ' al8 aber herzo & Phi "PP di &<*»™ ™ ra hört e. 

*. iSSüo machet er ainen fridtag zbüschen der zbayr herren auf den nagsten 

sand Andres tag anno 1419. als diser fürsten rat zusamen kamen, ward 
gemacht, das herzog Johannsen von Bairen solt nachvolgen zu rechtem 
erb di stat Workam, dy herren von Arckl, dy herren von Werden; 20 
auch solt der benant herzog von Bayren als Holand herechen und regiren 
dreu jar nach ainander. auf das kamen zusamen di drei fürsten und 
gaben an ainander den kuss zu ainem waren zaichen des frids. nachdem 
und alle ding verbrieft und ausgericht waren, zoch herzog Johans von 
Uairen in Holand und nam da ein di stet, di swuren auch ym als irm25 
rechten herren. an allain di Hoezenser wollten kainer weis sich huldigen; 
sy waren ym auch in allen Sachen widerbertig. herzog Johanns von 
Brabant kam yn diser unru gen Prüxel. dar kamen auch di Hoezenser, 
und [F. 213] in des fürsten palast erstachen sy in seiner gegen- 
u. E. 131. burtigkait den treuen ritter her Wilhalm von Berken; » wann sy gaben 30 
A p 2 fßv I1D dl j chuld de8 frid8 > der gemacht was worden, mit dem entrunen 
*. ISS. si von dann, do was gar grosse klag umb den frumen weisen ritter. 
di mörder kamen in di stat Trayazensen, di solher miehandlung mit yn 
was. und mit aller irer macht, wie si das mochten anrichten, würfen 
325. «y vil stet ab, di widerbartig bürden herzog Johanns von Bayren, in 35 

sonderhait di stat Lüttig. also macheten sy ain verpüntnis und teten 
189. dem herzogen grossen schaden, besunder der stat Dortrak. dise sam- 
lung der widerwärtigen zugen zu der stat Gerdrida un d nomen die mit 
gewalt ein» und betrübeten daraus alle gegnt.» von stundan viel 
herzog Johanns mit gewaltigem her für di stat und lag bei 18 bochen 40 
darvor. » [F. 244] ir vil 3 und der maist tayl entran aus der stat; 
di anderen ergaben sich, do verprennet der herzog di stat gar zu grund 
ab bis an das geschloss. das gab er wider ein seinem getreuen Teoderico 
von Meruedo. das beschach Laurencü anno 1421. 

Ä ' 3 £ 3 iZq j, DeS jar8 an 8and E,izabeth naoht erhub sich das mer und ward 45 
u f'iroV^ wa88er g«8s solicher jamer in Holand, das do verdürben 72 nam- 
hafter Pfarrkirchen, vil klöster und ander goczheuser und dörfer.» 

» Raum, darin : mal. 

1 Vgl. oben S. 324, Anm. 1. 

• Vgl. oben S. 325, Anm. 1. ka 

3 Vgl. daselbst Anm. 2. W 



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— 589 — 

Anno 1422, als nu erkannten di Hoezensy, das sy di gemelten A.325a.FJ89. 
zben fflrsten von Brabant und Bairn nit mer gegen ainander ver- 
werren mochten, gedachten si in ains schäntlichen » posen rats und 
kamen fu frau Jacoba muter und sprachen, frau Jacoba wer ungepür- 
5 lieh und unkristenlich yermachlet, das nieman beiser für ain gemachl- 
schaft halten sollt, di sach und syppsal war dem pabst nit recht für- 
gehalten, auch so hiet es der babst verhengt, aber nit bestat. mit solhen 
und ander dergleichen Worten ward di frau verkert, das sy in den 
Sachen volg nach, jach und haimlich und verholen fürt sy ir tochter 

10 frau Jacoba yn Honigaw, darnach ward sy flüchtig in Engeland. [F. 245] 
do ward si, als dannoch lebt ir man, herzog Johanns von Brabant, 
mer verheirat durch rat der Hoezenser ainem, genant Hunfrid von 
Clocester; der was des küngs von Engeland bruder. und ward da ver- 
bracht ain reiche künkliche hochzeit, und macheten ark zu übl; doch 

lobeschach der heyrat wider küng fiainrichs von Engeland gunst und 
willen, als solich handl erfuren der herzog von Burgundy und der 
herzog von Brabant, nit unpillich heten sy gross verbunderen und vielen 
des in grossen zoren. nach dem pracht der herzog Hunfrid auf pey 
tausent pfärden wolgerüst, und er für mit seiner frauen Jacoba in 

20 Honigaw. di frau Margeretha pat alles volk irer tochter man, herzog 
Hunfrid, zu enpfahen mit allen herren vom land. des hülfen die 
Hoenzenser und der herr von Hunart. also ward herzog Hunfrid mit 
gewalt eingeseezt in Honigaw. do im nu all stet daselb gesworen heten, 
doch ir vil bezbungenlich, do machet herzog Hunfrid mit rat der 

25 Hoezenser den herren von Hunart haubtman über alles Honigaw. under 190. 
den dingen besamlet der herzog von Brabant mit hilf des herzog 
Johannsen von Bairen ain gross her, damit er vermainet auszetreiben 
den Hunfrid mit anderen seinen rauheren seiner eren und guez. do 
pracht herzog Johanns von Ba.y-[F. 246] ren auf ain gross her guter 

30 wolgeruster man; mit den wolt er dem herzog von Brabant helfen, 
und als er sich mit seiner samlung wegrüstet, do het er ainen ritter 
an seinem hof, dem er für all ander seiner eren und guez vertraute, 
der selb verdambt morder vergab dem edlen fürsten herzog Johanns 
von Bairen, Hol and, Seland und Friesen, seinem rechten natür- 

35 liehen herren. disen mort kunt er doch nit verpergen. er bard sein 
offnlich gezigen. er bekannt es auch yn der gefanknüs. er sprach, er 
wer sein gebeten worden durch herzog Johannsen elichen h aus- 
bauen; di hyet es auch frau Jacoba zu lieb gethan. dem mörderischen 
ritter ward sein verdienter Ion: er ward mit urtail dem benker geant- 

40 bort ; b der schlug in zu vier stüken ; di stük wurden in dem land auf- 
gehangen, man sagt auch, das der mörder des fürsten hofmaister sey 
gebesen. der fürst lebet mit not etlichen tag und starb also, als 
aber der herzog von Brabant di betrübten mär befand, erschrak er an 
massen ser. also tet auch der herzog von Burgundi. also pracht herzog 

45 Jo~[F. 247]hanns von Brabant ain gross her in Honigaw. das volk 
schäczet man ob 60000 man. mit den umbieget er di vesten stat 
Contebrein, darin das maist volk lag herzog Hunfrids. zu dem jüngsten 
gewan man di stat mit stürm und schlug vast vil volks darin zu tod, b ^ ff * 
und di stat ward gar im grund zerstört und ausgereut, nach dem be- 

50 kannten di maysten, das si sich zu unrecht heten abgeworfen von iren 

* schämlichen Es. b Raum, darin: mal. 

.. Prvnnlp Original frorn 

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— 590 — 

rechten erbherren, und hüben an under in selb an ainander zu ver- 
treyben all Englisch, in sunderhait di stat Valenciana. als nu sach 
Hunfridus, das alle hilf der stet im abstunden an di Hoezenser, gert er 
an den herzogen von Burgundi, das er doch alain graf zu Holartd werd, 
das ym aber ungietiglich versagt ward, nach dem begeret er, das er 5 
den nagsten weg mit gelait mocht haimfaren, das alles im versagt ward, 
do schiket der Hunfrid dem a herzog von Burgundi ainen hantschuh zu 
gewett mit im in dem veld zu streiten, den hantschuch nam der herzog 
von Burgundi auf. also zoch herzog Hunfrid in Engeland [F. 248] 
und vernam nu wol, das er mit seiner hausfrauen betrogen was. als 10 
aber der gesaczt streittag kam, erscbain in dem veld herzog Phili pp 
von Burgundi, aber Hunfrid belaib in Engeland, und geleich als der 
kämpf von den fürsten solt beschechen sein, starb herzog Johanns von 
191. Bairen von dem vergif t, das ym der verflucht mörder, her Hanns 
Vliet, also genant, geben hett in der statHagha, und ist begraben 15 
in der selben stat zu den predigeren anno 1424. 

E. 132. Der fürst ward genannt der milt herzog, dann er kainem menschen 

nie nichcz petlicher ding versagt het. 
A. 326 u. Under den dingen schiket der herzog von Burgundi ain erbirdige 

F. 191. potschaft in Holand, Seeland, Friesland, das sy solten aufnehmen herzog 20 

Johanns von Brabant zu irm rechten herren, nachdem ye frau Jacoba 
sein rechte eliche bausfrau war. das verwilligeten sich nu vast all stet 
an alain di Hoezenser und Stainhaym. da mit grosser müe ward der 
herzog von Brabant in Holand eingeseczt, und frau Jacoba mit irer 
muter bonten in Hönigaw. als di zumal verlassen was, begert si zu 25 
dem herzogen von Brabant, auch zu dem von Burgundi genaden, sagt, 
das sy aus unwissenhait und durch ir ainfalt verfürt were. für sy pat 
auch v il msnig hoher fürst und ander herren, das doch in chain weis 
nit half; wann der herzog vermaint, sy hiet an alle not und ursach 
verbrochen, diese unbi-[F. 249\] derbringliche schmach müst im ymer3<) 
unvergessen sein, darnach lud er sein trauen gen Born für den babst 
Martinum den fünften, der solt di Verhandlung urteln. der befalch 
das gericht dem cardinal Ursino und dem cardinal von Venedig, di 
sach mit fleiss zu hören, auch zu entschaiden. als niemant darunter 
gereden kund, das sy der herzog wolt aufnemen, do bard sy befolhen 35 
mit urtl dem herren von Subaudia; do solt si wonen mit irem hof, 
der si auch wirdig solt halten, dann er ir doch gefrund was. das 
beschach anno 1425. 

Nu wolt di frau Jacoba in kain weis diser Sachen volgen oder 
in frömder pflicht sein und pat alles nach genaden zu herzog Johannsen, 40 
das doch zu nichte half, als aber sy i n kain weis aus dem land Hönigaw 
wolt, zoch der herzog in das land und umbieget di stet mit grosser 
macht, als das vernam der herzog von Burgundi, der underkam di 
sach durch z u vermeiden grosser übl und bestirnt in ainen fridtag *>, 
der paidnthalben aufgenomen bard. auf den tag kamen vil fürsten 45 
und herren, und der beschluss beschach also, das frau Jacoba solt 
wonen pei dem herzog von Burgundi, der auch si fürstlich versechen 
solt so lang, hu uz herzog Johanns seins zorns gegen ir vergass und sy 
wider zu genaden aufnäin. und herzog Johannsen sollt volgen das land 
Hönigaw, so solt der herzog von [F. 250] Burgundi hersehen und 50 



* fehlt Hs. *> fritag Hs. 

tizedby GoOgk 



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— 591 — 

regiren alle Holand. also ward frau Jacoba von allem irem väterlichen 32 7. 
erb gesprochen und vertailt. also nam yederman an widerstant ein, 
was im zugesprochen was. also zoch herzog Johanns von stundan 2&2. 
zu Bergadt, do alles volle noch bei ainander was, und wolt nit dannen, 
öpis frau Jacoba geantwurt wurde dem herzog von Burgundi, das aber 
sy an alle mass hoch betrübet, und pat zu ir zu komen den grafen 
Englbrecht von Nassaw, her Hainrich von Breda und noch etlich mer, 
di sy mit haisfliessenden zacheren pat und sprach, seit sy nit hoffnung 
solt haben, das ir herr si nit mit gnaden wolt aufnemen, das er sy 

10 doch yn Brabant Hess beleiben, welicher end im doch das gemaint 
were, das wolt sy zu dank und nämlich zu grossen gnaden aufnemen. 
des paten nu die grafen roitsambt vil anderen herren und theten darin 
grossen fleyss. das mocht in chain weis beschechen. es must volendt 
werden nach laut des spruchs. * also zerlies sich alles volk, und die frau 

15 ward gefürt in Burgundia vol von grossem schmerzen und laid. als 
aber der herzog von Burgundi beseezt Holand mit den landvogten, do 
richtet aber frau Margreth vil unru under yn an; wann vil stet yn 
Holand klageten di gefanknus irer frauen gar ser, und was di mishellung 
gar arkwonig in den steten und landen. 

20 [F. 251] Nu was di frau Jacoba in der statt Jondona als ain 

elend arm beyb. nu waren zben küen und manhaft ritter, ainer 
genant her Ornolt Spiernik *, der ander her Vos von Delfck. di wollten 
ersterben oder der frauen mit in dannen helfen, sy namen dreu schnell 
laufende pferd, punden sy vor der stat in ain gehag und kamen an 

25 den hof, do si wol enpfangen wurden, nu heten sy mit in kurze mans- 
klaider verholen pracht ; di fugten sy schnell zu der frauen und sprachen, 
das si di haimlichen und schnell antat; mit gocz hilf wolten sy sye 
dannen zu iren landen bringen, als di frau berait was, gieng sy mit 
yn über den hof zu der stat aus, das des niemant achtet, wann sy 

30 allenthalb für ainen man angeeechen ward, sy eilten zu iren pfärden 
und ritten davon, so maist sy mochten, tag und nacht, an dem dritten 
tag komen sy vast müd und hungerig gen Warken, dannen füren sy 
haimlich gen Vianna. do ward sy von her Hainrich von Vianna mit 
grossen freuden enpfangen. da verkeret sy erst ire klaider und tet 

35 an frauen klaider. nach dem für sy mit her Hainrichen auf dem wasser 
gen Schamphonia, da alles volk von irer zukunft hoch erfreut ward, 
schnell kamen die sagmer in alles Holland, und di Hoenzenser kamen 
mit grossem volk zu ir und fürten sy mit vil freuden in Ganda, da 
sy das geschloss erlanget, pald nam sy ein vil stet, der zeit het 

40 [F. 252] der herzog ainen streit gehabt mit dem küng von Frankreich 
und hett erlich obgesigt. als frau Jacoba nu etlich stet und geschloss 193. 
widerum het, do schiket sy zu dem herzog Hunfrid in Engeland, das 
er kam; si hiette etbo vil stet in dem land erobert, er wolt aber nit 
in aigner person kumen; wol schiket er ir vil streitpar man. dargegen 

45 kam der herzog von Burgundi. do wurden di Englischen all erschlagen 
und geflüchtiget. b darnach zoch der von Burgundi mit grossm her 
in Holland, dawider besamlet di herzogin frau Jacoba auch ain gross 
volk und gesygt dem herzogen grosser veltstreyt zben ob. b 

Nach dem, als man zalt von der geburtc Christi 1427, starb herzog 

50 Johanns von Brabant und Limpurg in der marterbochen und kam sein 



a so Es. b Raum, darin : mal. c gebur Hs. 



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— 592 — 

bruder, der graf von Sand Pauls, an daz fürstntum Brabant. in der zeyt 
herzog Hunfrid nam auch ain ander w e i b , ain f ürstin in Engeland. 

328. U nd als frau Jacoba also paidenthalb verwitibet ward, do retten all 
herren so vil darunder, das frau Jacoba und der herzog von Burgundi 
auch ganz veraint wurden und das frau [F. 253] Jacoba solt beleiben 5 
bei allem irem väterlichen erb, doch das sy sich in kain weis solt ver- 
heyraten an des herzogen von Burgundi gunst, wissen und willen, also 
bard der krieg ganz abgestellt. 

Nach dem füget es sich, das frau Margaretha irer tochter Jacoba 
schiket pey erbergen poten kostliche klainat und schöne pfärd. do het 10 
sich frau Jacoba in den kriegslaüfen so hart verzert, das si di poten 
nit nach eren von ir gefertigen künde, des si sich gar übl und unmassen 
vast schämet, und sy schiket zu dem burkgrafen von Montfort, der 
etbo lang di land geregirt het und auf den sy ir maiste hoffnung und 
vertrauen het, und Hess in piten umb ain anlachen, damit si di poten 15 
von ir nach eren gevertigen möcht. der burkgraf gab antbort, er 
biet auch under dem krieg all sein hab und gut mit all verzert, davon 
kund er ir mit nicht gehelfen, als aber die frau solhen untrost hört, 
ward sy an massen ser betrübt, sy Hess an ain ander end auch ver- 
suchen, bobin sy zu dem pesten vertrauen hett. ir ward also geantbort 20 
wie vor. hiemit gieng si in ain kamer und wainet über di untreu 
pitterlichen, wann mäniglich saget, das der burkgraf all irs vater und 
baider herren schäcz underhanden [F. 254] hett mit sambt den 
klainat en. ain frumer herr, ir rät ainer, merket ir betrübt wol und 
sprach : „frau, ob es euch geviel, s o wollt ich gan zu herren Francko 25 
von Barsilia. ich versieh mich und hiet das vertrauen, er wurd euch 
nit verlassen", di frau sprach: „nayn, wann ich im nie dann alle 
widerwärtigkait bewisen hab. umb das sorg ich, er wurd sich nur 
meiner not erfreyen". der herr sprach: „frau, ich wil es mit im reden 
in gestalt aller erberkayt". sy sprach: „wol hin; mir ist ganz kain 30 

194. hoffnung da", als aber der herr zu her Francko kam und im solich 
der frauen notorft fürlegt und in piten liess umb ain sum gelcz, er 
sprach: „nit alain als vil gelcz, sunder alles, das ich hab, sol mit ir 
getailt sein als mit meiner allergenedigsten frauen umb des willen, 
das ich in meinen notorften dester ainen sichereren zugonck zu iren 35 
gnaden müg gehaben." als der frauen solich trost und hilf von dem * 
herren » ward zugesagt, erwaint sy aber von den gahen freiden und 
gewan den herren vor allen mannen lieb, auch als lieb, das sy in haim- 
lych zu der ee nam; doch vermaint sy di sachen in still zu halten, 
aber solichs wolt sich nit verdrücken lassen oder in gehaim beleyben, 40 
sunder es / F. 255] ward schnell verkündet dem herzogen von Burgundi. 
der thet kainen der sachen geleich und nam zu im vil grafen und herren 
und grosse ritterschaft ; mit den zoch er in Holand. frau Jacoba enpfieng 
in mit freuden, und als sy in den grossen freuden waren, liess der 
herzog gar haimlich vachen herren Francko von Barsilia und liess in 45 
verholen füren in Flanderen. und als sich der herzog Urlaub t, west 
weder frau Jacoba noch anders niemant von den sachen anno 1433. 
diser herr von Warsilia ward von dem herzog zu herter gefänknüs 
gelegt auf ain gesehlos, genannt Eepolmont. als aber frau Jacoba di 
mär erfur, ward si aber hoch betrübt, do kam der graf von Boyrsa 50 

* der frauen, karr, spätere Hand: her Francko. 



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— 593 — 

und durch vyl red pracht er den berren aus der gefankoOs mit der 
underschaid, das frau Jacoba must sich verzeihen als irs vaterlichen 
erbs Holand, Honigaw, Seland und Friesland, und der herzog von 
Burgundia ward der länder aller einge&eczt an irrung in gegenwürtig- 
5 kait frau Jacoba. und der herzog gab herren Francko di grafschaft 
Ostervandie, davon sy des leibs narung betten, also ward di edl herzogin u. E. 146. 
Jacoba oft gedemötiget und genidert. di egen an t Jacoba ward künftige 
küngin zu Frankreich und zu lesten ist sy worden ain [F. 256 ] frau 
zu Barsilia und aus grossem triebsal viel sy in di krankayt der derr-247. 

10 sucht anno domini 1436 an sand Dionisy tag ist sy gestorben und 
ward in Holland bey irm anherren herzog Albrecht zu Grünen Hag 
begraben. 

So vil sey gesagt von den fünf sünen kaiser Ludbigs A- 328. 
von München und irer liny. di sind ganz abgestorben. 

15 nu kum ich auf den anderen seinen sun herzog Stefan, des 
geschlacht noch lebt zu München und zu Landshut. 

Stefan a , herzog in Bayren, der ander kayser Ludbigs 330. 
sun, dem ward an dem tail seins väterlichen erbs Landshut 
und das land hunz gen Salzburg und er ererbt auch 

200berbayren nach dem tod herzog Meinharten. 

Dysem fürsten ward vermächlt ains kungs tochter von Siciiia, A. 330 u. 
genannt frau Elisabeth; aus der gepar er drey sfin, Stefan, Frid- E. 122. 123. 
rieh und Johannsen, auch ain tochter, frau Elisabeth genant, 
di ward verheyratt herzog Otten von Ostereich. 331. 

25 In der zeit herzog StefFan von Bayren, zu dem ge-A.330. 

flohen was Franciscus Cararius, der jung fürst von Padaw, 
durch gebet der Flo-/i*.257yrentiner ist aus Bayren in dem 
jar 1391 mit grossem volk in wälsche land wider Galeacium, 
herren zu Mailand, und het di stat haimlich eingenommen 

30 wider in, ausgenomen das geschloss. und do er das ge- 
schloss bestreyten bolt, do ward er betrogen von den 
Florentineren ; di gaben im nit di versprochen sum gelcz. 
do zoch er wider haym ungeschafft in Bairen. 1 

Do der fürst Meinhart gestorben was, leget sich 337. 

35 herzog Stefan und sein sün für Müldorf, als oben 2 gesagt 
ist, aber sy gebunens nit. auch erlangten sy dye graf- 
schaft Tirol nit, aber das Oberland München, Inglstat 
mit irem zugehören ererbet herzog Stefan. 

Anno 1391 starb herzog Stefan der elter, kayser 

40 Ludbigs sun, an sand Potenciana tag seins herzogtums 
im 44. jar. 

* dux am Rand über Kreis. 

1 Quelle der Zusätze in diesem Abschnitte xum lateiniscfien Text 
ist der in letzterem benutzte Jacobus Philippus Bergomensis. 
45 2 & 583. 

QueUen u. Erörterung. N- F. III. Original from 



■v " " Original from 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 594 — 

A. 331 u. Nach herzog Stefans tod sein drey sün, Stefan, Fridrich 

F. 201 un( j JohanDS, di mit ungeteilter hand sassen, di hetten vil zbayung 
und werren, und geechaeh vil unru in der stat München, wann als 
man zalt von der geburt Christi 1392, an pfinztag in der quotember, 
an sand Matheus tag, nam herzog Johanns ein di neu vest wider seinen 5 
bruder, herz-[F. 258 /og Stefan, darnach ward das land getailt in dem 
Obgenanten jar, und belayb herzog Fridrich pei dem niderland 
Landshut und Purkhausen. das gieng als mit aufsäczen zu und 
was vor mit untreuen underkomen. und ward das oberland getailt in 
zbay tau. und herzog Johanns ward München, Landsperg, Weylhaym,lO 
Dachau mit den herschaften darzu gehörend, so ward herzog Stefan 

u. E. 127. lnglstat, Wasserburg mit irem zugehoren und etlieh stett und gschlosser 

in Schwaben, di taylung ist geschehen an ertag vor sand 
Eatherina tag. 

In der bemelten taylung vaterlichs erb undens 
A. 356. den dreyn brüderen was herzog Fridrich der listiger, 
der machet seinen tail den grosseren mit Landshut und 
verhiess in herauszegeben järlich ain summa gelcz, das er 
auch tet, di weyl er lebt, aber hinnach ist gross unru 
daraus erstanden. 1 20 

Von den drein sün des eiteren herzog Stefan 
und irer lyny nach ainander volgt hernach. 
A.33lu.EJ27. Stefan», pfalzgraf bey Rein, herzog in Bayren, ward 

zugetaylt lnglstat, Wasserburg [F. 259 ] und etlieh stet und ge- 
schlösser im pirg und in Swaben. was ain frölicher man und 25 
A.331u.F.202, liebhaber der wej 7 ber, ain klaine person des leybs, aber des herzens 
332 1 un d gemüt vast gross, er was alzeyt mit seinem wesen kostlich und 
wol erpuezt in seinen klayderen. umb das nennt in yederman 
herzog Kneyssl. 
A. 311. Sein b sbur bas allbeg: durch den c lieben got. 30 

Do di obgenant taylung under den dreyn 
F 201 brüderen geschach, rait herzog Stefan aus der stat an sand 

Kaiherina abent. 
A. 332. Di zben brüder, herzog Stefan und herzog Fridrich, 

heten zu hausfrauen zbo leyblich sbester von Maylant. 35 
herzog Stefans hausfrau hiess Thadea; ir vater hiess Bar- 
nabas. aus der gepar er ainen sun, genannt Ludbig, und 
ain tochter, genant Elisabeth, di ward verheiratt dem 
grossmächtigen küng Carl von Frankreich. 

* dux am Rand über Kreis. *> Sein — got später hinzugefügt. 40 
c fehlt Hs.; stand wohl auf dem xu stark beschnittenen Rand. 

1 Ebenso nochmals unten S. 609 in dem Abschnitt über Herzog 
Friedrich von Landshtd. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 595 — 

Der zeit fügt es sich, das der benant herzog 
Stefan mit seiner hausfrauen Thadea und mit 
vil der pesten purgerin was an dem gejayd mit 
vil ritter und knechten, und man jaget ainen 
ögrossen hyrss aus dem Parsperg 1 zwüschen Aw- 
bing und Pasing. auf der weyt loff der hirss 
durch als volk mit gewalt zu der herzogin und 
[F. 260] legt ir sein haubt in ir schoss.* der hirss 
ward gefrist und lebendig gen München gefürt. 2 

10 Do dem herzog Stefan sein hausfrau gestarb, nam er zu A.332u.EJ27. 

der ee ain gräfin von Klef. pey der het er kain kind. 

Der fürst, herzog Stefan, ward genannt der gietig. er dienet E. 127. 
geren schönen frauen und rait geren weit zu den turnierhofen und Cf. A. 332. 
machet grosse schuld. 

15 Er rait ein gen Behatn und was da etliche zeyt und verichtet A. 332 u. 

den küng Wezeslao und sein landherren und stet und markt mit^^ 7, 
ainander. und starb in dem selben jar anno 1414 und ward 

begraben in dem fraunkloster zu Schönfeld. 

Er hat auch ainen sun gehabt, Johanns ge- 
20nannt. 3 der ist 26 jar 4 bischof gewesen zu 
Rengspurg. 5 

Ludbig i>, pfalzgraf bey Rein, herzog in Bayren und A. 350, 35, 
graf zu Mortan und Gray- [F. 261] spach, herzog Stefans sun, u * ' 
bard genannt der hochfertig, wann er gar stolz und übermütig bas gegen 
25 anderen fürsten und bas doch demütig gegen armen leuten. er lebet F. 202. 
gar kostlich. 

Anno 1 398 ward Pfaffnhofen gewunen c durch di von A. 330. 
München. 

Der Ludbig kam junger mit seiner swester Elisabeth an des A. 342 u. 

30 küngs hof von Frankreich und ward von mäniglichen liebgehabt; wann^ 7 - 202 
di zeit lebet Frankreich gar in grossem reichtum. es ward auch dabey u ' *»• ™5 
gesechen gar grosse und überflüssige hochfart. herzog Ludbig dienet 
pey seinem herren und swager, dem küng von Frankreich, gar kost- w « F. 202 
liehen, nu het der küng an seinem hof zbo junkfrauen, swesteren; 

35 di waren im gefründt, ains herzogen von Alunsun tochter, in 
Frankreich gelegen, gab er di ain, genant Scharlotta, dem 
küng von Sicilia und Ziperen 6 ; sy was auch des pluez 

a Raum, darin: mal. b dux am Rand über Kreis, c darunter 
leerer Raum. 

40 l Vgl oben & 346, Anm. 7. 

8 Dieser Abschnitt ist nickt im lateinischen Text enthalten. Quelle? 

• Vgl. Haeutle, Genealogie S. 124. 

* So Andr. 114, 13. 

6 Dieser Abschnitt findet sich oben im lateinischen Texte nicht. 
45 6 Wohl nach Andr. 562, 13. 

Originaßfifonn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 596 — 

der küng von Frankreich, di ander, frau Katherina, gab er 
seinem swager, [F. 262] herzog Ludbigen, und darzu di grafschaft zu 

u. E. 135. Mortan. die frau gepar im ainen sun, genant Ludbig der puklet. der 
kung het zu zeiten abgank in dem haubt, also das er dardurch verirt 
A.343u.E.135w* T & seiner Vernunft, der ursach halben wurden di fürsten und herren 5 
der krön Frankreich an ainander hassen umb den gebalt der regirung, 
di bey dem küng zu hof lagen, darzu gab sich ain irrung zbüschen 
Johannsen von Burgundi und des herzogen von Orliens, also das man 
saget, der herzog von Orliens hiet ainem ritter sein hau sf raun beschlafen 
über iren willen, der selb ritter was des von Burgundi diener. darumb 10 
understund sich des der herzog von Burgundi, und bey ainer nacht, 
als der herzog von Orliens zu Parys aus dem künklichen hof haim 

u. F. 203 in sein herberg gieng, lief der herzog von Burgundi über yn und 

u. E. 136 ermordet den herzogen von Orliens.» niemant wesst , wer das mort 

gethan het. und des morgens, als man den toten fürsten gein / F. 263] 15 
kirchen trug, do gieng der herzog von Burgundi auch mit der klag. 
u. F. 203 u. darnach floch er aus dem künklichen hof und verpannt sich zu dem 
E. 136 küng von Engeland, und er bebegt den wider zu kriegen und anzufachen 
den erbkrieg, der vil jar gebert het zwischen der krön von Frankreich 
und Engeland und der doch zu der iczgedachten zeyt zu ru komen 20 
was. aus dem tod des fürsten gieng so gross übel mit streyt, raub, 
prant und mort, das der gross überflüssig reichtum und di manigf eltig 
hochfart in Frankreich ward verkert in klägliche armut. und mußten 
vil tausent menschen darumb sterben und verderben; dann di krön zu 
Frankreich hett solhen grossen unsyg, das zechen tausent man aus 25 
Engeland wol 60000 Franzosen darnider legten, als dann auf ain zeyt 
geschach, das ains mals fünf herzogen erschlagen wurden und fünf 
herzogen gefangen, und verlos der küng von Frankreich daz land 
alles pis ain zbay slösser und stett. der vorgedacht herzog von Burgundi 
ward in ainem gelayt zu dem küng bracht und in dem ersten rat 30 

u. F. 203. erschlagen von ainem ritter; der räch seinen herren, den herzogen 
von Orli ens. a [ F. 264 ] aus disen Sachen allen entsprang noch grosser 
krieg und manschlacht, und der küng von Frankreich geban wunder 
grossen unsig, also das er nachet ganz vertriben ward, doch durch 
ain junkfrauen alle seine land wider gewan. 35 

A.343uJ2J36. Die küngin het iren bruder, herzog Ludbig, gar lieb, darumb sy 

im täglich gross gut gab an parschaft und an kostlichen klainaten, 

137. von golt und Silber. das schikt er alles haym gen Bayren. 

nämlich waren das di klainat: 1 

Der küngin gute krön. 40 

Item der küngin schapel mit . . . a und mit zbay- 
hundert kostlicher perl. 

a Raum, darin : mal. b verstümmelt : böpeys ffs. (für lv ropeys 
= 55 Rubinen?) 2 

1 Zu diesem Verzeichnis vgl. Kluckhohn, Ludwig der Reiche, 1. Ehe- 45 
Icurs S. 359 ff.: Über die Schätze Ludwigs des Bärtigen. 
* Vgl. KlucJchohn a. a. 0. 



byG< 



I . 8 Original frorm 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 597 — 

Item ain scheyblig futral, lank und mitten hol, 
mit ainen guidein kränz mit perl und edlm 
gestain ve-rsiglt. 

Item der küngin gute caiffe.* 
5ltem der küngin gute gürtl, mit ainem lädl be- 
schlagen, ubergoltt. 

Also sind der stick fünfe in ainem watsack ge- 
besen. 

Item ainen achteketen palas. 
10 Item ain gülden n a p f . 

Item ain gülden giesvass, gemacht [1.265] mit 
türndlein. 

Item ainen grossen gülden sinwellen köpf. 

Item zbo gülden kandl; der hat yede zbo quart. 
löltem zbay gülden pekk, daraus man di hand wescht. 

Item dreu plat und sechs gülden schüssel. 

Item drey gülden schal auf füessen. 

Item drey gülden schal an füess. 

Item 6 gülden löffl. 
20ltem 1 gülden schüsslring. 

Und solich gülden, edlgestain und klainat 
hat herzog Ludbig darnach seinem kamermaister 
Wieland von Freiberg und seinen manserben ge- 
geben, und mit solhem geding und underschaid, 

25das er soliche klainet, di weil er lebet, nach 
seinem rat solt anlegen, und ob der kamer- 
maister mit tod abgieng und nit leibserben von 
seinem leib geboren hinder sein liess, das dann 
di obgenanten klainat mit sambt 60000 gülden und 

30was er darumb in sein gbalt pei seinem leben erkauft 
hiet, sollten anfallen und hangen den zbain stiften 
unser frauen und sand Mariczen und dem neuen 
pfründhaus zu Ingistat. als aber sein kamer- [R 266] 
mayster abgent an leybserben, liess in herzog 

35Ludbig solich gut und gült, so kamermayster pei 
seinem leben umb etlich klaineter kauft het, gen 
Ingistat volgen in mass, wie vor davon stet, und 
gab des den goczhäuseren brief und sidl mit anderen 
mer und vil mainungen, di solhe gab ganzlichen 

40ausweisen von ort zu ort. auch waren auf solhen 



* 80 Es. 



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Original from 
UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 598 — 

klainaten und gelt des kamermaisters hausfrauen* 
Amaley vonWerthaim vorbehalten, nämlichen 1000 
gülden für ir heiratgut und morgengab etc. also 
kamen durch den herzogen di kostlichen klainat 
und der reichtum in Bayrn, das er alles von seinerö 
sbester der küngin enpfieng und gen Bairen schiket, 
wie vor geschriben stet. 
A. 343 Als aber solhe hingebung der klainat hinder di fran- 

u. E. 137 zosischen herren und adl kam, ward herzog Ludbig gefangen und 
u. F. 203. in ain berte gefänknus gelegt, also das sich sein diener und man ig- 10 
liebe versachen, er wurd nit lebentiger aus der gefänknus komen. 
das beschach anno 1413 b . do beruefet ain mächtiger bfirger zu 
Paris di pesten und das gemain volk der stat vil zusamen und sprach 
under anderen Worten: „lieben frund, das war [F. 267 J nit zinilicb, 
das der fürst von Bairen also unfürstlich gefangen solt ligen. es 15 
war auch der krön zu Frankreich ain grosse schmachait; dann der fürst 
ist arm und ist darumb gen Frankreich gezogen, das er gut wollt ver- 
dienen umb den küng. und ob er nu solichs erobert bat, daz hat er 
doch mit willen des küngs und der küngin, seiner swester. damit hat 
er den tod nit verschuldt." und mit solhen worten ward das ganz volk 20 
der stat Paris bewegt, das sy herzog Ludbig ganz ledig Hessen an all 
urfech und geisl. man vermaint auch, das an der gefänknus 
schuldig war herzog Johanns von Burgundi, und er sey 
durch den delfin erledigt worden. 
A. 344 Sein gemachl starb, do nam er ain andre hausfrauen 25 

in Frankreich, darnach zoch herzog Ludbig haim in Bairen. 
u. E. 137. und do er haim kam, do lebet er im anfank gar kostlich und het wol 
600 pfärd an seinem hof; darunder waren vil grafen, herren, gut ritter 
und knecht. 
A. 344 u. Nu het sein vater, herzog Stefan, vil schuld gemacht; wann er 30 

F. 203 u. di ene t geren zu willen schönen frauen und Suchet haim all höf 

TP 1 Q 7 n 79 7 

u. F.203& eT turnier mit grosser kostum. di schuld ward nu an den 
[F. 268] sun, herzog Ludbig, gefodert. der wolt darumb niemant 
ausrichtung thun. mit dem riten vyl guter ritter und knecht von 

u. E. 137 im von Sbaben, Franken und auch etlich von Bayren. di hüben an 35 
u. F. 203. mit im zu kriegen, und ward vil unru in dem land. aus dem erwuchs 
^04- ain grosse aufrur zbüschen herzog Ludbigs und herzog Hainrichs, herzog 
Fridrichs von Landshut sun aus Niderbairen. das flieget sich also: 

A. 344 u. j) er ze jt als küng Sigmund mit allen geistlichen und weit- 

r. ^04 ij c h en forsten im concili zu Costenz was, kam es an ainem tag, das der 40 
hochwirdig herr, her Jörg von Hochenloch, bischof zu Passaw, 

u. E. 138 het den küng und etbo vil ander fflrsten zu tisch geladen, als di zu 
der Wirtschaft kamen und herzog Hainrich ein für den küng kam, do 
beschrai in herzog Ludbig offnlich vor dem küng und andern fursten 
für seinen raüber und sprach, er hielt di auf, di in und sein land und 45 

u. E.139\ GU t täglich raubten wider got und recht, di red, di herzog Ludbig 

a haufrawen Hs. *> 1313 Es. 



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— 599 — 

thet 9 begab sich aus dem, das herzog Hainrich ainem f reiheren Jorgu. F. 204 
von Gundlfing ein gescbloss auf der Iser, genant Wolfstain, het eingeben, 
daraus bekrieget er herzog Ludbig umb schuld, di im herzog Stefan u. E. 139 
was [F. 269] schuldig worden, diser red schämet sich herzog Hainrich u. F. 204 
5 und antbort darzu nit mer, dann das er sprach: „herr der küng, ir hört«*- F. 138 
di unpillichen wort wol." mit dem gieng er zu der thür aus an sein w. F. 204 
herberg und leget sich haimlich an und liess im satelen bei acht u. E. 138. 
pfärden und nam zu im etlich ritter und knecht. und als das mal ain 
end hett, rait herzog Ludbig alain her nach seiner gewonhait und bolt 

10 nit warten auf sein hofgesind. d o lufen etlich edl knaben mit im. 
also rannt herzog Hainrich wider in und was beging sein swert in 
herzogen Lud b igen zu stechen, und als er im das swert anseczet und 
ain tail in in stach, prach im herzog Ludbig das swert aus der hand, 
und di weil slugen und stachen herzog Hainrichs diener den herzog 

15 Ludbig durch sein haubt und gar vom ross* und rannten damit zum 
thor aus und wessten nit anders, dann herzog Ludbig solt von den 
siegen und Stichen sterben, das [F. 270] beschach auf offner A. 345. 
gassen zbüschen 10 und 11 oren an sand Ursula abent 
anno 1417. 

20 Als aber das geschray für den küng kam, der erzürnet des zumal A. 345 u. 

ser und schuf dem fürsten den grafen von Sbarzburg nachzueylen. als F. 204 
aber das nit verfleug, ward ain grosser auflauf in der stat, und küngw. E. 138 
Sigmund rüket heraus in das feld und all fürsten und di ganz samlung 
mit im und sass da zu gericht mit den teutschen fürsten über herzog 

25 Hainrich und was im willen den abzurufen von seinem land. do kniet 

purggraf Fridrich von Nürmberg nider für den küng und ruefet gar u% jp t 204 
begirlich zu dem küng, das sein künkliche genad das gericht aufschüb, u. E. 139. 
pis man säch, wie sich di ding umb herzog Ludbig anliessen, ob er 
stürb oder genas, der gebet ward der burggraf gebert von dem küng. 

30 Herzog Hainrich mit hilf etlicher Swaben, als der von A. 345. 

Reysach und Jörg von Burgaw, kam er an schaden yn 
sein land. 

Do nu herzog Ludbig seiner bunden genas und wider gesund A. 345 
ward, der küng verzoch di straf gegen herzog Hainrichen.**. E.139 

35 es was auch kain offner krieg [F 271] zwüschen der fürsten u% * 
hinz anno 1421 im anfank der vasten. do ward di Neustat 
pei Abensperg in herzog Hainrichs land, aber aigen der 
herzogen von München, gebunen, beraubt und verprent. a 
erst erhub sich ain offner krieg zwüschen der fürsten; wann herzog 

40 Hainrich, herzog Ernst und Wilhalm, herzog Johans von Amberg, 
burggraf Fridrich von Nüremberg, bischof Johanns von Aichstet, 
bischof Jörg von Passaw und sunst vil ritter und knecht, jetbeder 
aus besunder ursach, die kriegeten all wider den vorgedachten 
herzog Ludbigen und gebunen im etlich Schlösser und stet an. solichs 

45 rauben, prennen und verderben weret ser lang, herzog 
Hainrich erstöret das geschloss Baybrunn bey München ; a 



* Raum, darin : mal. 



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— 600 — 

mer erstöret er das geschloss Törring gegen Salzburg.* 
/ F. 272] herzog Hanns von Amberg erstoret ganz das 
geschloss Peczenstain bey Härspruk.* auch mit hilf margraf 
Fridrich von Brandenburg geban er di stet Weyden, Frein- 
stat, Stain, Laufen, di geschloss Flozz und Pargstain in 5 
ainem jar. a 
A.346 Do nun herzog Ludbig hett vil stet und slösser ver- 

loren, schiket er ain michel volk auf München iren milch- 
u. F. 205. markt b ZU erstoren. die pranten di dörfer Pasing, Germaning, 
206. Gauting, Awbingen, also das man das feur zu München aach. ä io 
von stundan schlug man an den stürm, und mit den allerersten warn 
berait di drei fürsten in ir aigen person, herzog Ernst und [F. 273] 
sein bruder, herzog Wilhalm, und herzog Albrecht, herzog Ernst sun, 
der noch vast junk was. di fürsten kamen zu aUerfodrist und am 

ersten an di veint pey den dörfer Allingen und Geckenpeunt 15 

und griffen sy mandlich an. do ward ain gar rösch schlachen; wan di 
von München zugen mit häufen zu. ain edlman kam an den 
jungen fursten, herzog Albrechten, und sprach im zu umb 
fanknus. c do rannt herzog Ernst zu und slug in zorniglich 
mit ainem Streitkolben hindan und sprach: „ey, wolcz du 20 
ainen fürsten fachen?" do gebunen di Münchner mit den 

fürst di überhand und fiengen und fürten der gefangen pey sbay 
hunderten gen München.« 1 das geschach ze Eyting an dem Pars- 
perg ZU Hoflach am sanztag in der quatember zu Sand [F. 274] 
Michels tag anno 1422. zu urkund des sigs ist daselbs ain 25 
capellen gepaut worden, darnach durch fleyss küng Syg- 
munds und Brande, cardinal legat des römischen stuls, 
ward der krieg ain tayl gericht und ain tayl angestellt. 
A. 329 Als nu herzog Johanns zu Holland abgangen was und 

herzog Philipp von Burgundi sich seiner land Holand etc. 30 
und ander understund, do tauten auch di vier fürsten sein 
verlassen fürstentum in Bayren, des haubtstat was Straubing, 
di tailung yst geschechen an sand Johans abent des taüfers 
w. 346. anno 1429. an dem tail ward herzog Ludbig Schärding, 
Neuhausen, Tiefenstain, der drittayl zu Dingolfing, Kirchperg 35 
und di Juden zu Rengspurg. 
A. 346 Anno 1430 ward erbeitert unser frauen kirchen zu 

Inglstat und darein gepauet ein grebnus von herzog Lud- 
bigen. und er Hess seins vateren, herzog Stefans, gebain 
m. E. 139 aus dem kloster Schönfeld darein füren, und er vermainet 40 
daselb ain spital zu pauen; darin solten gebesen sein tausent armer 

» Raum, darin : mal. b milchmart He. c darunter freier Raum. 
d Raum, darin: mal gefangen. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 601 — 

menschen, er stiftet den psalter zu lesen tag und nacht und 

12 alt mannen, [F. 275] di täglichen petetn. auch pauet 

er ain neus pfrundhaus V er fieng auch an zu pauen vil A. 347 u. 

köstlicher pafi an geschlösseren ; der verbracht er wenig gar. -#. 139. 

5 Anno 1431 in der samlung der fürsten zu Nürmbergii. 347. 

ward durch kting Sigmund rechtlichen erkannt von des 
frävels begen, den herzog Hainrich im concily zu Costenz 
het herzog Ludbigen bebeyst, das er must an etlichen 
enden etlich ebig mess stiften und ain zal Söldner im aus- 

lOhalden. aber von der haubtsach, taylung des lands, ward 
nichcz ausgericht. 

Der fürst überleget di klößter und alle geistliche guter in seinem A. 347 u. 
land gar swärlich mit jägeren und falkneren nach den franzosischen E. 139. 
sytten. er het auch yn dem vergangen krieg den klösteren 

15 vil urbar und güeter genomen und einzogen, das di prelaten 
nit erleyden mochten, und darumben sechs klöster, Scheyren, 
Fürstenfeld, Undenstorf, Anger zu München, Geysnveld und 

Hochnwart 2 , di namen den fürsten für mit geistlichem gericht, 

dardurch erkennt ward, das er gefräfelt het wider küng 
20 Karls wüll, und prachten yn ein den pan, darin er sein lebtag belayb. 
3 sy verkünten yn auch gar [F. 276] von Bairen hunz 
gen Ofen durch verhengnüs der anderen herren 
von Bayren. doch behielt und besass er mit gebalt 
di obgenanten guter der klöster, di weyl er regirt . 
25 und nach im herzog Hainrich, darnach herzog Ludbig, dar- 
nach herzog Jörg, davon wolt herzog Jörg, er war gleich 
so wol im pann als sein vorvoder herzog Ludbig. 4 

Und do herzog Ludbig also verkündt ward in a. 347. 
den pan, do was küng Sigmund zu Ulm; der wolt mit 
30 dem reich auf in gezogen sein, do das der fürst sach, do 
forcht er di kaiserlich macht und gab dem kaiser wider di 

* pfundthaus Hs. 

1 Tfründehaus für dreizehn männliche und ztcei weibliche Personen 
zu Ingolstadt. Stiftung vom 29. Januar 1434 : vgl. Söltl, Die frommen 

35 Stiftungen der Witteisbacher, S. 188. 

2 Als Zusatz zu oben S.347, Anm.2 ist noch zu verweisen auf 
Biexler, Nachtseiden und Jägergeld in Bayern , in Abhandlungen der 
k. b. Akademie d. Wissensch. , HL KL , XXIU, 540 ff. , besonders 54 7, 
Anm. 6. 

40 8 Die folgenden 2 Sätze finden sich oben im lateinischen Texte nicht. 

4 „Nicht ganz klar" nennt Riezler, Naehtseldep u.s.w. S. 542 , Anm. 5 

den entspreclienden lateinischen Satz oben iS. 34 7, 32. Hier im deutschen 

lext ist der Ausdruck etwas deutlicher. Herzog Georg kümmerte sich 

nicht um die alte Bannerklärung, die der Kleriker Arnpeck schüchtern 

45 als für die Besitznachfolger noch giltig erachtet, wenn der Herzog wollte! 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 602 — 

brief, di er hett von dem reich umb ain grosse summa 
gelcz. darnach geschach ain vertrag zu Rengspurg mit den 
klösteren, versiglt mit der künglichen majestat insigl 
anno 1434. 

In dem selben jar ist kaiser Sigmund übernacht in 5 
dem geschloss zu Freising gewesen an dem 20. tag Augusti, 
und er zoch gen Rengspurg zu tädigen mit den Hussen. 

Anno 1435 hat ain end genomen der krieg zbüschen 
herzog Ludbigs des eiteren und des bischofs und der stat 
zu Passaw in der vasten und zu osteren zu Rengspurg durch 10 
recht durch etlich, di von baiden seiten darzu geben waren; 
wann der herzog het den von Passaw aus seinen geschlösseren 
Schärding und Kiings-fF. 277 /stain vil schaden gethan. 
herwiderum di pürger von Passaw hetten pey Schärding 
gross prennen verpracht. 15 

348. Anno 1436, als noch weret der geseezt frid z wüschen 
der herren von Bayren durch kaiser Sigmund zu Rengspurg, 
erhub sich wider krieg in Bairen durch die edlleut, darzu 
sy di fürsten hielten, sy wollten den frid selber nit offen- 
lich brechen und hielten in doch nit recht. 20 

Hainrich Nothaft, der alt ritter, und Jörg Herten- 
berger und sein helfer und günner kriegten mit ainander. 
herzog Albrecht, herzog Ernst sun, verpant sich zu herzog 
Ludbig in der osterwochen. herzog Hainrich leget sich für 
Dingolfing, aber er gewanns nit. er nam auf her Hainrich 25 
Nothaft zu ainem haubtmann. in der zeyt ain schef auf der 
Thunaw, das was herzog Ludbigs, das belaitet herzog 
Albrecht herab von Voburg. di hofleut herzog Hainrichs, 
di da lagen zu der Newstat, verachteten herzog Albrechten 
und auch sein gelait und beraubeten das schif und alls, das 30 
darin was. erst saget herzog Albrecht herzog Hainrichen 
ab und gewan die [F. 278] Newstat, di herzog Hainrich 
verseezt was.* am dritten suntag nach osteren margraf 
Fridrich von Brandenburg und herzog Hanns von Araberg 
kamen zusamen zu Rengspurg frid zu machen, in der zeit 35 
herzog Albrecht und der jung herzog Ludbig der puklat 
der Hess Hannsen von Abensperg durch sein stat Abnsperg. 
am montag nach dem obgemelten sunntag zu laid und 

349. schaden her Hainrich Nothaft Afthausen , Mangolting, 
Senchofen und andre dörfer verprennten sy. a an dem nagsten 40 
ertag darnach Hainrich Nothaft unentraut hat den markt 



• Baum, darin : mal. 



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— 603 — 

Maiburg aufgehoben, beraubt und verprennt. a [F. 279] in 
den tagen machten di fürsten frid zbüschen herzog Hain- 
richs und herzog Albrechcz pis auf pfingsten. item in den 
pettagen der haubtman Hainrich Nothaft gewan Geyslhering, 
5 daraus man vil geraubt und geprennt het. a item zu 
pfingsten leget sich herzog Hainrich und sein haubtman für 
Dingolfing zum andern mal. in den pfingstfeyrtagen margraf 
Fridrich von Brannenburg, Ernst, Albrecht, Johanns und 
Hainrich, herzogen in Bairen, kamen zusamen zu Rengspurg. 

10 da ward ain frid gemacht zbüschen herzog Hainrichs und 
herzog Albrechcz, doch das herzog Albrecht di Neustat 
belayb. an der drivaltigkait tag kamen di fürsten zusamen 
zu Aichstett. do hielt mau inderdict von herzog Ludbigs 
person wegen, darumb ward nichcz ausgericht. item am 

löpfinztag nach goczleichnams tag gewan herzog Hainrich 
Dingolfing. a [F. 280] item bischof Lienhart Layminger und 
di purger zu Passaw belegeten di stat Schärding und das 
geschloss Küngstain. item zu subenden herzog Hainrich 
und sein haubtman legeten sich für das geschlos Kirchperg, 

20 und ward gebunen an dem achteten nach sand Johans 
tag. a herzog Hainrich erstöret Kirchperg b und verprennet 
das geschloss Roteneck. a das Rotenek hett herzog Ludbyg 
den Laimingeren angewunnen. da di fürsten nit mochten 
gerichtt werden, do nam das zu herzen herzog Ernst und 

25 bracht zu wegen, das das concily zu Basel sandt sein 
ambasiat in Bairen, her Johannsen, bischof zu Lübich der 
provinz Bremen, und doctor Niclas von Cusa, brobst zu 
Maynfeld. di seczten ainen frid zu Rengspurg von suntag 
nach sand Jacobs tag über vier jar zbüschen herzog Ludbig 

30 des alten und seins suns auf ainera tail und herzog [F. 281] 
Hainrichen und den, di mit im ein dem pund waren, des 
haubtman was margraf Fridrich, herzog Johanns, graf 
Ludbig, Ulrich und Wilhalm von Oting und der stett 
Rotenburg in Franken, Werd in Swaben, Nordling im Ries, 

35 Dinklspüchl, Weissnburg und Popfing, und in sunderhait 
zwüschen bischof Lienhart und der purger von Passaw, 350. 
doch mit etlichen underschaiden : item also das geschlos 
Küngstain sollt zerbrochen werden und an recht nimer 
gepaut werden, das niemant kain schad daraus geschäch. 

40 und ob herzog Ludbig etbas neus well pauen, das sol er 
von seinem gut ander leuten an schaden thun. item geist- 



* Baum, darin : mal. b Kürnstayn Hs. 



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— 604 — 

lieh person sollen in iren alten freihatten beleiben an alle 
besch wärung. auch zbüschen herzog Ernst und seins suns, 
herzog Albrecht, und irs vetteren, herzog Adolf*, aber 
ee di prief besiglt wurden , herzog Hainrichs hofleut 
hüben auf das kloster Ebersperg; das was herzog Ludbigs.5 
di purger von Passaw zerprachen das geschloss Küngstain, 
das am ersten Hainrich Nothaft het angefangen zu pauen, 
di weil er viztum was im niderland, [F. 282] an der heiligen 
drey küng tag; darumb ward es genant Küngstain. 

A. 350 u. Es begab sich ain krieg zbüschen des herzog Ludbigs des 10 

K 140. alten und eeinß suns, herzog Ludbig des jungen, den man hiess 
den pucklaten. dersun trang den vateren von vil steten und gschlösseren . 
er nam di ein und besass di wider seinen vateren. darnach beleget er 
den vateren in der stat Newburg mit hilf seins veteren 1 , margraf 
Fridrich 1 von Brannenburg, und lag davor 18 bochen und gewan di 15 
stat mit dem stürm b und vieng darin seinen vateren anno 1443. 

A. 351 u. Darnach kurzlich starb der jung fürst, und pald kam sein 

™* IfP swager, margraf Albrecht, eylend und fieng den alten herzog Ludbig 

u. h. düo j n ^ eT g e f an ]c nu8 un( j fQ r t j n mit im haym gen Anspach yn Franken 

u. E. WÖund hett im willen, er wollt in schäczen. der margraf het vil red 20 
mit dem alten fürsten auf mainung, das er im solt wider geben und 
bezalen, was er seinem sun het geliehen und mit im dargelegt, der 

u. F. 205 fürst wolt davon niemant kainer red stat thun weder sein landschaft oder 

u. E. 140. niemant sunst. also nam in der margraf ains tags für gar mit ernstlicher 

rede / F. 283] und sprach : „ir müesst mir gelt geben oder ir müst in meiner 25 
gbalt sterben", der fürst sprach: „nira ain sbert in dein hant und stich das 
in mich und sprich : ich wil gelt haben von euch, als oft wil ich sprechen : 
ich wil dir nichcz geben, als lang pis mir di sei ausget; dann du hast 
beder recht noch gelimpf zu meinem leyb oder gut", und do der fürst 
etliche zeit in des margrafen gwalt gebesen was, understund sich herzog 30 
Hainrich und hielt vil täding mit dem margrafen. und ward beredt durch 
ir baider tayl rät, das in herzog Hainrich ledig macht von dem mar- 
grafen umb 32 tausent gülden mit wissen herzog Ludbigs landschaft. 
und do in herzog Hainrich erledigt und in das Bairenland bracht, 
ervodret er di gemelten suma gelcz an in, das er im di wider gab, so 35 
wolt er in füren lassen, yn weihe stat er begert. do antbort im herzog 
141 Ludbig, er hiet in umb nichcz gebeten, er wolt im auch nichcz wyder 
geben, also Hess er den alten fürsten gen Burkhausen füren, do was 

u. F. 205. er etlich kurz zeyt und starb in der gefanknus an peicht und puss im 

pann anno 1447 an pfinztag nach sand Jacobs tag, do er was 40 
über di 80 jar seins alters, und ward begraben in dem kloster Raiten- 
haslach. 

A. 351 u. Der fürst het oft mit wainenden [F. 284] äugen geredt: „wer 

E. 14L mir das gesagt hiet in meinen jungen tagen, das ich als vil solt leiden, 

ä Albrecht Adolf Hs. b Raum, darin: mal. 45 

1 Diese Aenierung gegenüber dem lateinischen Text (oben S. 351, 1) 
bexic. dessen Quelle Ebran 140, 6 ist veranlasst durch Füetrer 204, 3 7. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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- 605 - 

ich hiecz nit gelaubt, das mich all teutsch fureten darzu hieten bringen 
mögen", als ain mändlicher und mächtiger fürst was er an parschaft. 
also geschieht den, di mer vertrauen in sich selb haben dann in got. 

Er het all sein tag anhangend krieg und kamen syg. er muest A. 351 u. 
5 auch in krieg ersterben. F. 205. 

Darumb das der herzog Lud big im pan starb, alle, di A. 352. 

dabei baren, do man yn begrub zu ßaitenhaslach, di kamen 

auch in den pan. do schicket herzog Hainrich gen Rom 

und erlanget von babst Nicoiao dem vierten absolucion 

10 und gebalt auf den brobst zu Baumburg comissari. zu dem 

musten umb absolucion komen alle, di umb di sach in den 

pan komen waren. 

Des selben jars umb sand Johanns tag zu 8 übenden nam herzogt. 351 u. 
Hainrich Inglstat und ander stet und geschlösser ein. F. 205. 

15 Ludbig der jung, herzog in Bairen, pfalzgraf bei Rein, A. 352 

graf zu Mortan und Grainspach, des vorgedachten alten 

herzog LudbigS SUn. der fürst was genannt der pucklat herzog \u. E. 150 
wann er was ain ungeschaffner mensch von aller glidmass. er hett [F. 285] 
ainen kurzen leib, über di mass lange pain, und auf seinem rügk trug 
20 er ainen grossen hofer. er ward in Frankreich geboren und in 
ainer krezen gen Bairen getragen, davon er pucklat bas. 
und er was doch weis und het grosse Vernunft, er Sass ZU Fridperg«. F. 205. 
bei Augspurg zu haus mit seiner hausfrauen Margreth, 
margraf Fridrich von Brandenburg tochter. 

25 Der fürst fiel yn ungnad des vaters, also das man saget, er A. 352 u. 

wolt in enterben; wann er het ainen basthart; dem hiet er geren über-^ ^50. 
geben et] ich stet und geschlösser. Der jung fürst beklaget sich über 
den vateren gegen seinen f runden, auch gegen der landschaft, und mit 
hilf herzog Albrecht von Bayren zu München und ander seiner frund 

30 nam er das ganz Oberland alles ein, all stett und geschlösser pis an 

Laugingen und Neuburg, darnach rait er hin für das gepirg und 

erfodret di selben stet und geschlösser, aber in holt niemant einlassen. 

Dem fürsten gab sein swecher zu heiratgut di stet und 

geschlösser, so er und herzog Johanns von Bairen zu Amberg seinem 

35vater vor etlichen jaren hetten angewunen, mit namen Parichstain, 
Weyden, Lauf, di stett und geschloss yedes halbs, und Hilpoldstain, 151. 
stat und geschloss, [F. 286 ] ganz, darzu Herspruck. darnach über 
etliche jar bebeget er di statt Newburg und gewan di mit dem stürm 
und vieng seinen vateren darynnen, als vor auch geschriben stet. 353. 

40 und lebet doch nit lang darnach; wann er het wider seinen 
vater gethan. und bard begraben zu Inglstat bey seinem an- 
herren herzog Stefan anno 1445 an ertag 1 nach sand 
Ambrosy tag. 

1 6. April. Nach Haeutle, Genealogie S. 126 wird der 7. April 
45 urkundlich als Todestag genannt. 

n Pnnol" 1 Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 606 — 

A. 353. Frau Margreth, herzogin in Bayren , witib herzog 

Ludbig pukl, der ward vermorgengabt di stat und geschloss 
Pridperg pey Augspurg. da hielt sy hof und hielt das 
innen vil jar, pis ir bruder, margraf Albrecht, krieget 
mit herzog Ludbig von Landshut. do gab sy es über 5 
herzog Ludbig. der seczet sy gen Ysereck ; darnach seczet 
er sy gar gen Lanczhut und versach sy nach aller ir notorft 
als ain fiirstin. 

Sy nam haimlich zu der ee yren hofmaister Martein 
von Waidenfels, aber offenlich wolt sy sein kainlO 
wort haben von forcht wegn margraf Albrecht, irs bruders, 
und anderer fürsten, auch das sy den namen ainer herzogin 
nit verlür, den sy auch behielt bis an ir end. und darnach, 
als di zwen fürsten, herzog Ludbig und margraf Albrecht, 
[F. 287] vericht wurden, über kurze zeit darnach starb sy 15 
zu Landshut und bard begraben zu Säldental im kloster 
bei der grebnus der herzogen yn Niderbayren an sanztag 
vor sand Jacobs tag anno 1465. 

Ain andre kurze histori. Äl 

Als man zelet anno domini 1388, do der gross20 
krieg was zwüschen der herren und der stet, do 
kamen di herren herzog Fridrich, herzog Albrecht 
und herzog Ludbig mit ainem grossen her für Stauf* 
an unser frauen gepurt tag 3 und schlugen yre zeit 
auf pei dem Prewperg 4 auf di Donaw und pey deiu25 
alten pach pey Kewferting. 5 darnach kam herzog 
Ruprecht Klemm der jünger vonNewburg mit seinem 
her und schlug seine zeit auf oberhalb Stauf auf 
di Tunaw. und dy herren stürmeten den markt des 
freitags in der quotember an sand Haimrans tag 6 30 
und gewunnen den mit sambt der kirchen. also 
lagen sy vor Stauf hunz in di neunt wochen und 

a von stelung des sacraments des altars von anderer Hatid hinzu- 
gefügt. 

1 Der folgende Text findet sieh auch in der Farrago historiea verum 35 
Ratisponensium des Hieronymus Streül, gedr. bei Oefele, Her. Boic. 
SS. U f 510. 

2 Donaustauf. Vgl. Janner y Geschickte der Bischöfe von Regens- 
burg IU } 329. 

3 8. September. 40 

4 Breuberg. 

6 Reifferding, 

6 Der Freitag in der Quatember wäre der 18. September gewesen, 
wahrend St. Emmeram am 22. gefeiert wird. 

n- v ^k r^nnnl^ Original fronn 

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— 607 — 

lasen die Weingärten ab und reutten ir vil aus. nu 
geschach das yn der wochen vor sandDionisy tag 1 , 
das zwen erberg man, geprtider, gehaissen dy Ober- 
hauser, gesessen bey Braunaw, di hetten zwen 

öknecht, als [F. 288] oft ain fromer herr arg diener 
hat. di knecht kumen in di kirchen zu Sulzbach 8 
und prachen auf den sarch auf dem altar und nomen 
daraus das heilig sacrament des fronleichnam 
unsers herren mit sambt der püchsen und peytl und 

lOdecken, darin lag das heilig sacrament. der ain 
knecht, der da hiess Anderl, der des Jörg Ober- 
hausers knecht was, der schob es in seinen puesen 
und hielt es also verporgen yn seinem erbl pey 
drein tagen hunz an denpfinztag 3 vor sand Dionisy 

15 tag. in der selben zeyt gab er den peytl zu kaufen 
ainer gemainen frauen umb 7 Amberger d.; di selben 
verzeret er mit anderen gemainen frauen, di weyl 
er gocz leichnam pey im trug, als er hinach verjach 
der frauen, der er den peitl het geben, doch in 

20der selben zeyt erzaiget got sein räch an ym, das 
er anhub zu erkrumpen an seinen glideren. do 
erschrak er und nam gocz leichnam und trug in vor 
an den Prewperg und verparg in ein der püchsen 
daselbs und warf erd darauf und gedacht im, sein 

25solt niemant ynnen werden, nach dem gieng er 
aber under das here und kam zu der frauen, der er 
den peytl het zu kaufen geben, dy hiess mit dem 
[F. 289] namen Dieml. und fragt sy, wo sy den 
peytl hin hiet gethan. do sprach sy, sy hiet yn 

30dem Görgen Oberhawser zu behalten geben, do 
klagt er yr, wie swär er begriffen war mit grossem 
siechtumb, prechen und krankhait. do lief dye selb 
frau nach ainem priester. di pracht im den 
gardian von Landshut, das er sein peicht hört, der 

35vernam, wie er gevaren hett, und sprach: „du solt 
zaigen, wo du den fronleichnam unsers herren hin 
verporgen habest." do antbort der schuldig: „ich 
mag vor wetag ab der stat nit kommen." doch 
pracht in der peichtvater mit ziechen und tragen 

40an den perg. do kunt noch mocht er unseren herren 

1 9. Oktober. 

* Bei Donaustauf. 

9 8. Oktober. 



C^ c\r\Ci\\ x Original from 

öy VjUUgU. UNIVERSITY 0F MICHIGAN 



— 608 — 

nit finden an der stat, da er in hin verborgen hett. 
do sprach der herr: „du pyst sein nit wirdig, das 
du in finden sollt", und fürt in wider ab under das 
höre auf offen placz. 1 in der zeit was man aus 
suchent das wirdig sacraraent. an der statt schartß 
ainer das erdrich noher, und ersachen di püchsen. 
da beruften sy her Hainrichen, herzog Albrechcz 
caplan. der nam dye püxen und trug sy zu herzog 
Albrechcz zeit, in der selben zeyt von göttlicher 
räch [F.290] was gross wunder von dem vorgedachten 10 
knecht auf offera placz geschach, da maniger man 
zusach. in aller mass als man ainer hennen ab- 
schlecht den köpf, dy darnach springt hin und her, 
also erkrumpet er an allen seinen gelideren und 
tobet, das es in oft erhub von der erden, und sein 15 
haubt ward ym umbgeryben auf den nack, und seine 
äugen prach es im für seinen köpf und wurden ym 
als di feust, und seine naslöcher wurden im als 
weyt, man biet ym in iglichs wol ain aye geschoben, 
und er erschwarzt under den äugen als ain kol und 20 
starb also jämerlich. des selben tags der ander 
sein gsell wollt trenken seinem herren ain pfärd in 
der Thonaw; das stund vor auf und warf yn über 
rück ab yn das wasser. do lief vyl volks zu und 
wolten ym geholfen haben, und do man im ainen 25 
spiess wolt raichen, da schlug das ross hinden auf 
und schlug ym den köpf enzway. dye zben wurden 
begraben gen Sulzpach. der dritt, der auch daran 
schuldig was, der ward erstochen. 2 do das alles 
geschach und erholen was under dem here, da30 
giengen stätiglich zben ritter und knecht zu der 
stat, da [F. 291] gocz leichnam was funden worden, 
und herzog Albrechcz landschreyber pracht dar 
rafen, latten und pretter und machet ain hyttl 
darüber, und jederman stecket ain kreuzl dar, das 35 
der gar vyl bürden, also weret das, hunz das her 
aufprach und hinzoch vor sand Marteins tag. 3 
darnach belaib es unfrid hunz gen pfingsten, 4 das 



1 Bier ist die Erzählung der Farraqo etwas ausführlicher. 40 

* Hier hört die Erzählung in der Farrago auf. 
8 11. November. 

4 6, Juni 1389. Der Friede war am 4. Mai 1389 xu Eger geschlossen 
worden; vgl. Riexler, Geschickte Baierns III, 149. 



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[ .. Original frorm 

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— 609 — 

man nit torst für ain tor gen. 1 do es frid ward, do 
ward die fart an dy stat ye länger je grösser, wann 
es got wolt. auch yst zu merken, das erberg frauen 
zu Stauf prinnend kerzen haben können sechen von 
SSärching 2 aus unser frauen capel. man hat auch als 
ain guideine kandl sechen komen in den lüften 
yn di stat und andre grosse zaichen, di noch 
täglichs da beschechen, 8 des wol zu wunderen 
ist etc. 

10 Nu kum ich wider an meyn vorgelassne mainung 

der herzogen von Bairen. 

Fridrich, herzog in Bayren, pfalzgraf bey Reyn, des A. 356. 
eiteren herzog Stefans [F. 292] sun, der was der listiger 
und er seinen brüderen ; wann als er und sein brtider Stefan 
15 und Hanns mit ainander tailtent, do macht er mit Landshut 
und Burkhausen den grösseren tayl, und den behielt er im, 
doch verhiess er den anderen ain summa gelcz järlich zu 
geben, als er auch tet, di weil er lebt, aber hernach ist 

VÜ unru daraus erstanden. 4 i m ward zugetaylt ain tail des E. 127. 
20 niderlands yn Bayren. di tailung geschach ZU München A. 356. 

anno 1392 an ertag vor sand Katherina tag. 

Anno 1371 ist sand Jobst kirchen zu Landshut ain 

Pfarrkirchen gemacht worden durch herzog Fridrich und 

bischof Paulsen von Freysing. 

25 Anno 1377 ist gestorben di durchleuchtig frau Margreth, 

herzogin in Bayren, des burggrafen von Nüremberg tochter. 

Anno 1380 starb frau Anna von Neyffen, herzog 
Fridrichs hausfrau. 

Der herzog Fridrich hat zu Landshut di weinwax am 
30 ersten angefangen zu pauen. 

Nach frau Anna tod nam er frau Magdalena, Barnabes, 

des fürsten von Mailand, tochter, Thadee, herzog Stefans 

hausfrauen, Schwester, also heten [F. 293 ] di zbo swesteren 

di zben brtider Stefan und Fridrich zu mann, herzog Fridrich 

35 het bei Frau Magdalena kinder, nämlich : 

1 Aus diesem Ausdruck dürfte xu schliessen sein, dass der Verfasser 
der obigen Erzählung sich innerhalb der Mauern von Donaustauf (oder 
Regensburg?) befand. 

* Sarching. 
40 8 Die Niederschrift der Erzählung scheint also nicht lange nach 

den geschilderten Vorfällen erfolgt xu sein. An der Stelle der wieder- 
aufgefundenen Hostien wurde die Salvatorkirche bei Donaustauf erbaut; 
vgl. Janner a. a. 0. UI y 329, Anm. 1. 

4 Der gleiche Text oben S. 594. 

Quellen n. Erörterungen N. F. DI. 39 

Original from 



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— 610 — 

Frau Elizabeth : di ward verheirat Fridrichen, burg- 
grafen zu Nürmberg anno 1401, den hernach Sigmund, 
römischer küng, margrafen undkurfürstenzu Brandenburg 
macht, di frauen nennet man in der March das schön 
Elsl von Bayren. 5 

A.357. Hanns: der starb an sand Thomans abent anno 1396, 

begraben zu Raitenhaslach. 

Frau Margreth und frau Magdalena : sind baid begraben 
im kloster Raitenhaslach, und 

356. Hainrich, der nach ym lange zeyt geregirt hat. 10 

357. Anno 1382 di stet mit sambt küng Wenzesla von 
Becham machten ainen pund; darin waren all teutsch 
reichstett, di stat Rengspurg und der erzbischof von Salz- 

E.128 u.burg. davon ist hie ZU merken, das di vorgenanten drey 
^• 557 'brüder Stefan, Fridrich und Johanns mit sambt anderen 15 

fürsten und herren fürten ainen grossen krieg bider Pilgram, 

E. 128 erzbischof z u Salzburg, und wider di stat Rengspurg und all reichstett 

u. A. 358. hi erum b di reichstet mit gwalt und hereskraft zugen durch das 

Bairenland von Augspurg bis gen Abach und teten grossen schaden 

mit raub und [ F. 294 ] prant und prachen dem adl vil geschlösser und 20 

siez. * und an dem widerhaimziechen wurden ir vil erschlagen auf dem 

Lechfeld 1 von herzog Stefan anno 1387.* 

F fptf Auch so vieng herzog Fridrich her Pilgram, erzbischof zu 

"Salzburg, der was ainer von Puechaim, ain Ostereicher, und 

hielt den etliche zeit in gefänknus ZU Raitenhaslach. 25 

a. 257 u. 357. £u d em lessten ward er selb ledig und gieng haim zu 

füessen gen Tittmaning. do enpfleng man in mit der 
process. man het sein vast gehütt; wann man hielt interdict 
und sang nit. man las auch nit mess in der ganzen provinz, 
bis er ledig ward, da komen sein korherren von 30 
Salzburg zu im und sprachen, sy wolten in treulich 
erlediget haben, do antbort er in zorniglich, ob 
sy kainen under yn gehabt hieten, dem sy auch 
ain [F. 295] ynfi aufgeseezt bieten. 2 
E. 128 Darnach zugen di reiebstet mit grosser macht auf den von Wirtem- 35 

berg. dem verderbten sy sein land mit raub und prand. dem kam 
zu hilf pfalzgraf Ruprecht Klemm 8 , der darnach romischer küng ward, 
u. A. 358. mit ainem grossen geraisigen zeug, der fürst Eberhart b 4 von 

* Raum, darin: mal. *> Erhart Hs. 

1 Vgl oben S. 532, 1. 40 

* Qtielle? 

8 Vgl oben S. 256, 30. 
4 Vgl oben S. 358 } 39. 



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- 611 — 

Wirtemberg zoch zu den feinden, do er sy mit freyden rauben und 
prennen 8 ach, und tet ainen herten streit mit den reichstetten * 129. 
anno 1388 zu Teffingen pey Wila an sand Bartlmeus abent. 
und der von Wirtemberg gesigt, und ward der reichste tischen 
5vil erschlagen, auch ward erschlagen graf Ulrich, ain junger von 
Wirtemberg. dem von Wirtemberg entsprang grosser reichtum aus 
dem krieg. 

Item, als oben 1 gesagt ist bei pfalzgraf Ruprecht Of. A.257 u 
Klemm, syben ftirsten legten sych für das geschloss Stauf. 

10 Anno 1389 ward der krieg durch di kurfürsten gericht. Ä - 358 - 

Der fürst, herzog Fridrich , was weys und mandlich und A. 357 u. 
üebet mer herlichait, dann sein [1.296 ] reichtum er tragen mocht. er *"• 12 °- 
tet weit und kostlich rays; dardurch kam er in grosse schuld. 

Anno 1393 zoch herzog Fridrich gen Beham und starb Ä - 357 - 

15 auf dem beg an sand Barbra tag. 

Anno 1404 starb sein hausfrau Magdalena von Mailant, ^:^ 57 ^ 
witib, di herzog Hainrichs muter was, an sand Alexi tag. 
Item ain tochter 2 herzog Fridrichs ist ver- 
heirat worden Johannsen Meinharten, graf zu Görz 

20 und Tirol, der heiratgut ir bruder, herzog Hainrich, 
erst hernach bezalt hat, dann sein vater das nit 
zalt het, und er must es für den vater zalen. 3 

Hainrich, pfalzgraf bei Bein, herzog in Niderbairen,^, |^ M - 
graf im Rauttal 4 , herzog Fridrichs sun, kam, aJs er noch 

25 junk was, an das fürstentum. do erhub sich gar grosse unru und übls 359. 
in der stat Landshut; wann herzog Fridrich het der stat daselb gar 
vil und sunder grosse freibait geben, der selben aber in kain weis 
gestatten, volfüren noch zugeben wolt herzog Hainrich, der jung 
fürst, umb des willen der rat und vil von der vermügenden gemain 

30 sich dem gemelten jungen forsten hart widersaczten. und auf ir frey- 
haytprief [F. 297] und der geleichen puten sy dem fürsten das recht 
auf den römischen küng. das verschmachet dem fürsten von den seinen 
vast und sunderlich seinen edlen, er fieng ir vier aus den mächtigen 
und gbaltigen aus dem rat, ainen Pelchinger, Martein von Asch, Lienhart 

35 Kettner und Hanns Mospurger, peck. den selben Hess er die stat und 
das land ewig versagen ; darzu ward in genomen an als mittl als ir hab 
und gut. als sy aber nu von weib und kinden und allen Irn grossen 
güteren getriben wurden, das namen sy in vast zu herzen, auch was es 
den von Landshut vast laid und schikten in zue ir behende potschaft, 

40 das sy sich vinden Hessen, zu ainer zeit kurz darnach machten sy ainen 210. 
anschlag und kamen pei der nacht an di lend zu Landshut. da half 

* Raum, darin : mal. 

1 S. 53h 

* Magdalene. 
45 • Quelle? 

4 Rottal. Vgl. oben & 362,30 und 37 7 , 34. 

39 < 



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— 612 — 

in ain burger, genant Dietrich Reckl, durch dl planken über di 
maur in sein baue, do machten sy mit etlichen und den maisten von 
dem rat und der gemain an seh leg, wie si sich weiter in den dingen halten 
wolten. nu het der selb Reckl ain hausfrauen; di ward diser ding gewar. 
nu het sy ain pulschaft an des Fürsten hof. der [F. 298 ] kam in disem 5 
wesen und geschäften zu der selben seinen hübscherin. als sy etlich 
handl irer geschäft verbrachten, sprach di frau zu im : „ob du mich nit 
wolltest ver mären, ich wolt dir frömde ding sagen." er verhiess ir, 
er wolt des nit sagen, daraus ir schad ersten raucht, an stund sagt 
sy im alle ding und zaigt im auch di end, da ir samlung was. und 10 
als er alle ding erforscht het, hub er sich zu dem hofmaister Görgen 
Ahaimer und Sigmund dem Apfentaler und verkünt in dise ding, di 
prachten auch das schnell gen hof an den forsten. 

A. 360. Aber ich hab di ursach also vernoraen: herzog Hainrich 

was ain kind. Caspar Frawnhofer, Erasm Preisinger, N. 15 
Klosner und ander sein edlleut di regirten den fürsten und 
vertheten im das sein, das mochten sein getreu burger 
nit ansechen und wolten di edlleut gefangen haben, das si 
miisten ain raitung gethan haben und des fürsten regimeut 
pas fürsechen. do aber di edlleut des gewar wurden, do20 
prachten sy es anders an den fürsten und sagten ym, sy 
wolten yn fachen, er gelaubet in das. 

A. 359 u. Von stundan samletcn sy, was sy [F. 299] von hofgesind zu 

F. 210. wegen mochten pringen. mit den wurden die bürger überfallen und 

zu fanknus gebracht, do ward ain grauslicher auflauf. und ir vii25 
vielen über di maur aus und wo sy sych verbergen mochten, also 
wurden ir vil getott und geplendt« und sunst vertriben mit weih und 
mit kinden. auch liess man niemant von seinem gut nichcz widerfaren; 
es nam der herzog gar mit all. das ist geschechen anno 
1408. 1 ^ 30 

A.360. Do aber soliche handlung dem fürsten im concili zu 

Costenz ward fürgehalten, entschuldiget er sich des und 
sprach, er war ain kind gewesen. 

A. 360 u. Als aber diser herzog Hainrich zu manparen jaren kam, ward 

F. 210 er gar ain guter fridlicher fürst, ain ernstlicher gestrenger richter. d i 35 
u. E. 141. raüber und der geleichen übltäter, so er di zu wegen pracht, den mocht 
21L niemant gnad pey im erlangen, über des willen stund als sein land 
in statem und gar guten frid. 
A. 361 u. [F. 300] Der herr dienet unser frauen mit ganzem fleyss und 

E, 141. eret sy mit besunderem guten gebet und werken all sambstag. er 40 
A. 361 u. wag demütig gegen allermaniglich. er tet jedermann Selb 
"ausrichtung. er liess im nichcz verschmähen. 

* Raum, darin : mal. 

1 Vielmehr 1410. Vgl S. 360, 2 und Anm. 1. Der Irrtum ent- 
stand wohl aus dem Anfang van oben S. 359, 5. 45 

.. Prvnnlp Original frorn 

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— 613 — 

wann leut zu im kamen, die vor im ze schaffen 
hetten, es wären pauren oder ander, so man im 
dann gelt darschlaichet, so nam ers und iiess 
in den erbl vallen, dann er albeg das maist tail 
5kuttet erbl trug, hunz pis oft im ain paur oder 
arm man nur ainen pebamisch gab, den nam er 

und recket in albeg di band, dann er das gelt über diA.361u.R21L 
mass lieb hett und wann er bei frauen was, so hielt er sich gar mit A.361u.E.141 
züchtiger gepärd und Kitten ; des geleichen mußten auch all sein diener thun. 

10 Der fürst thet zwo rays gen Breussen dem teutschen orden zu A. 360 u. 

hilf wider Wladislaum, den küng von Polan, und seinen bruder, E - 141 
herzog Bitolt von Littaw, und den Schiderballen , di zben dannoch 
hayden waren, zu den Zeiten, als di teutschen herren den grossen 
streit verloren hetten und der hochmaister, am gschlächt ainer von 

15 Junging, und mit im 600 kreizerherren erschlagen wurden. 

Herzog Hainrich hielt solichen guten [F. 301] frid in seinen A. 361 u. 
landen, wann di kaufleut oder ander yn sein land kamen, so sprachen & W2. 
sy : „wir sein in den rosengarten kumen. wir seinen sicher und bedürfen 
kains gelaicz mer." zu geleicher weis sprachen auch di raüber, wann 

20 sy in sein land kamen : „laset uns aus dem land eylen ; wann der herzog 
lässt kainen rauber leben, wo der betreten wirt. man henkt auch di 
wölf so avoI in dem land als raüber oder dieb" 

Anno 1408 3 wochen nach osteren ist gebesen zu A. 359. 
Rengspurg ain turnier. darin sind gewesen Stefan, Wilhalm 

25 und Hainrich, herzogen in Bairen, 

Anno 1412 nam herzog Hainrich zu ainem gemachl^eo. 
frau Margreth, herzog Albrecht von Osterei ch tochter. diser 
frauen bruder, herzog Albrecht von Ostereich, ward dar- 
nach römischer küng. herzog Hainrich hett hochzeyt zu 

30sand Katherina wind. 1 aus ir gepar er Ludbigen, Albrecht 
und Fridrich, auch drey töchter. Johanna ward verheirat 361. 
herzog Otten von Mospach anno 1427. frau Elisabeth nam 

1 Dieser merkwürdige Ausdruck ist sonst nirgends nachzuweisen. 
Bei Schmeller, der doch selten im Stiche lässt, und in anderen Wörter- 

35 büchern findet er sich nicht. An einen Irrtum oder Schreibfehler ist 

nicht xu denken. Im lateinischen Text heisst es entsprechend circa ventum 

Katharinae. ventum steht deutlich in der Handschrift, und Pez war im 

Unrecht, als er dafür ad ventum druckte. So rätselhaft der Ausdruck 

(bis zur Auffindung neuer Belege für sein Vorkommen/ erscheint, so 

40 dürfte er sich erklären lassen: es handelt sich dabei wahrscheinlich um 
eine volksnmssige Bezeichnung, die ebenso wie Kathan'nenregen, Katharinen - 
schnee, Katharinentcinter (vgl. Wander, Deut seh. Sprichwörter- Lexikon II, 116 7, 
Fischer, Schwäbisches Wörterbuch IV, 261; ich verdanke den Hinweis 
darauf Herrn Dr. Mausser) zeigt, wie dem Katharinentag vom Volke ge- 

45 wisse* mit dem Wetter zusammenhängende Eigenschaften beigelegt, bexio. 
der hl. Katharina Einfluss auf die Witterung zugeschrieben wurde (vgl. 
Schweizerisches Idiotikon in, 560). Vielleicht ist der unten S. 621, 22 
vorkommende Ausdruck sand Peters wind ähnlich zu erklären. 

/"** f-^ j~v t -j I ■- Ori g i n a I f ro rn 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 614 — 

graf Ulrich von Wirtemberg. der gemelt graf Ulrich hat 
gehabt drey hausfrauen, di erst frau Margreth, herzog Adolf 
von Klef tochter, bitib [F. 302] herzog Wilhalras von Bairen 
zu München, die ander frau Elspet, herzog Hainrichs tochter, 
als hie vor stet; aus der gepar er graf Eberhart den jungen; 5 
di dritt frau Margreth, ain tochter herzog Araodey von Soffoy, 
witib pfalzgraf Ludbig bei Rein, dy dritt tochter herzog 
Hainrichs ward ain klosterfrau zu Säldental zu Landshut. 

Albrecht, herzog Hainrichs sun, starb anno 1416, be- 
graben zu Raitenhaslach. 10 

Fridrich, herzog Hainrichs sun, starb an sand Erasm 
abent 1 , baid in der jugent, begraben zu Raitenhaslach. 

Anno 1417 im concili zu Costenz stach und fürwartet 
herzog Hainrich herzog Ludbigen, als oben * gesagt ist. 

A.361 u. Der fürst regiret auch gar fürstlich im selber und seinen under-15 

E - 142 - than gar nüczlich und löblich, er was am ersten arm, aber do 
er aus dem concili kam, luget er pas auf und ward reich und 

mächtig, des geleich sein land und leut. solichs regiment fürt er alain 
mit den seinen und mit den pesten und weisesten, so er im Bairland 

▼and, und achtet der roten pirrett 3 gar klain. er lie 20 
362. auch wenig gest in seinen rat, und wann er rate bedorft von den 
geleiten, so vodret er zu im etlich sein prelaten und auch ab den stiften 
als Freising, Rengspurg [F. 303] oder Passaw. mit dem guten frid 
und regiment samlet der fürst ainen grossen schacz, den vorher lange 
zeit kain fürst als grossen nie gehabt het. den schacz legt er allen zu 25 
Burkhausen in den turn, der fürst het gar gross lieb zu dem rot wild 
und liess das gar wenig fahen. darumb ward des wild unsäglich vil, 
das jeder man gar vil schaden tet an irem traid und anderen fruchten, 
er het auch vil Juden allnthalb in seinem land; di wurden kurz nach 
seinem tod ausgetriben. 30 

Der fürst het vil krieg in seiner jugent mit seinem Vetter herzog 
Ludbig in Oberbairen, des gleichen ander fürsten mer, als dann hie 
vor in der selben histori mer davon geschriben ist 

A. 362. Sein hausfrau Margreth von Östereich ist gestorben 

am weinachtag anno 1447. 35 

A. 362 u. Der fürst, herzog Hainrich, überlebet seinen vetteren, herzog 

7JT» IAO 1 

Xd% ***' Ludbigen den alten von Inglstat, und nam ein sein land als der 
nächst erb, nach der sypp zu rechnen. 

A. 362. Anno 1450 zu den zeiten babst Nicla des fünften was 

ain jubljar zu Rom. do was im willen der genant herzog *° 
Hainrich gen Rom in aigner person zu ziechen. do ward 
er siech und starb zu Landshut an sand Abdon und Sennes 

1 2. Juni; vgl. dagegen oben S. 361, Anm 5. 

*S.598f. 

8 Damit sind die Reehtsgelehrten gemeint. 45 

n Pnnol ■ Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 615 — 

tag zu morgen frü zbüschen 5 und 6 anno 1448 1 [F. 304] 
und Hess ainen sun mit namen Ludbig; der nam von stundan 
ein das ober- und niderland an widerstand. 

Ludbig, pfalzgraf bey Rein, herzog in Nider- und A - 362 - 
5 Oberbairen, graf zu Grayspach und im Rottal * , herzog 
Hainrichs sun und auch küng Albrechcz swester sun, ein 363 u. F. 211. 
gar fürstlicher herr, maohaft seins gemücz, in seinen kriegen gar 
sighaft. 

Im anfank seins regimencz auf ainen sand Franciscen A - 363 - 

10 tag auf ain stund wurden all Juden in seinem land gefangen, 
ausgetriben und ir gut genomen. 

Anno 1451 hett er ainen turnir zu Inglstat. den het 
dahin gelegt Walther von Eppstain, herr zu Bru- 
berg. 3 

16 Dem fürsten ward verheirat frau Omelia, herzog 

Fridrichs von Sachsen und kaiser Fridrichs s wester tochter. 
di hochzeit ward gar kostlich mit vil freuden zu Landshut 
begangen anno 1452 in der vasnacht in gegenbürtigkait 
margraf Albrecht von Brandenburg, Fridrich, pfalzgraf bey 

20 Rein, Hans und Sigmund, zben jung gebrüder, herzogen in 
Bairen, her Sigmund, [F. 305] erzbischof zu Salzburg, 
Johanns zu Freising, Ulrich, erweiter zu Passaw, Carl und 
Bernhart, gebrüder, margrafen zu Baden, graf Ulrich zu 
Wirtemberg und ander vil fürsten, grafen, freien, prelaten, 

26 herren, ritter und knecht. auch wurden da verpracht zwen 
turnier an ertag vor der vasnacht, ainer vormittag, der 
ander hinnach. das geschach von der zbair fürsten wegen, 
margraf Albrechcz und des pfalzgrafen ; wann man besorget, 
so sy in ainem turnier geturnirt hieten, es mocht ain unru 

30 erstanden sein; wann sy hetten all grosse ritterschaft bei 
in. darnach in der vasten zugen di fürsten wider haim 
jeder in sein land mit gutem frid. 

Herzog Ludbig gepar ain tochter aus seiner frauen Omelia, genant A. 363 u. E. 
Margreth, di ward verheirat pfalzgraf Philipp, und ainen sun Georig 153 u. F. 213. 
35 den hub aus der tauf her Sigmund, erzbischof zu Salzburg, A. 363. 
anno 1455 an unser frauen schidung tag zu Landshut in 
sand Marteins pfarkirchen. 

» Raüital Hs. 

1 Vielmehr 1450. Die obige Angabe seheint durch einen Irrtum 
40 hieher geraten xu sein, da doch am Anfang des Abschnittes die richtige 
Jahrxahl steht. 

* Eppenstein xu Braubach. 



C^f\C\d\i' Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 616 — 

364. Herzog Ludbig hat gedemütiget di stat Dinklspiichl. 

Er was ain grosmächtiger fürst, darumb ward er in 
vil landen genant der gross oder reich herzog; wann sein 
vater het im gar ainen grossen schacz lassen zu Burk- 
hausen. er was gar ain fridsamer herr. wo er vernam 5 
[F. 306] unfrid under den fürsten, so zoch er da hin in 
aigner person und macht frid. daraus begab es sich, das 
er weit rais tet als an den Rein, gen Bresla in der Slesy, 
gen Prag, gen Wien und anderswo, darumb ward er an 
vil enden genant der fridmacher. er biet auch geren den 10 
küng Lasiao mit dem kaiser verricht; es wolt nit sein, er 
tet vil kirchfert. er lie sich nieint verheczen in di geist- 
lichen, er hett frum geistlich person gar lieb, er Hess 
reformiren di klöster zu Landshut zu den predigeren, Salden- 
tal, parfüssen und zu Inglstat. er hielt seinen steten ins 
freyhayt gar schon, er was auch ersam und eret sein amt- 
leut und priester oft mit beschaidessen und wilprat und 
was in allen dingen willig gehorsam der heiligen kirchen. 

Es ist auch hie zu wissen, das di stat Schbäbischen 
Werd hat von alter zu dem haus von Pairen gehört und 20 
yst dem reich verseczt worden, di vermainet herzog Ludbig 
widerzupringen. anno 1458 in der wochen nach x sand Michels 
tag zoch er mit seiner landschaft darfür. do komen im zu 
lieb di hernach geschriben fürsten: margraf Albrecht von 
365. Brandenburg, pfalzgraf Fridrich bei Rein, Hanns und Ott, 25 
herzogen in Bairen, und graf Ulrich von Wirtemberg und 
vil [F. 307 J ander mer in aigner person. do di gedacht 
stat solhe macht sach, do ergab sy sich dem fürsten; doch 
ward di stat dem reich darnach durch täding wider zu- 
gesprochen. 30 

Item margraf Albrecht von Brandenburg, burggraf zu 
Nürnberg, vermainet durch kaiserliche erlaubnüs aufzurichten 
ain neus unerhörts gericht, das ain jetbeder man möcht 
ainen anderen aus Bairen laden und voderen auf sein gschloss 
Karlspurg. solich und ander sach waren nit zu gedulden. 35 
darumb erstund ain grosser krieg zbüschen des margrafen 
und herzog Ludbigen von Bairen, also das sy an ainander 
absagten. 

Nu was bischof Johanns von Aichstet auch mit dem 
margrafen in dem pund. darumb anno 1460 in der vasten 40 

1 Ist immerhin etwas besser als das ante des lateinischen Textes; 
vgl. oben & 364, Anm. 5. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 617 — 

zoch herzog Ludbig für di stat Aichstett und beleget di 
mit macht, das kunt der margraf nit gewenten; er mocht 
di stat auch nit geretten, sy Schüssen auch redlich 
in di stat. a ■ an dem heiligen ostertag ergab sich di stat, 

öder bischof und das capitl [F. 308] und verpant sich zu 
dem haus von Bairn zu ewigen Zeiten, darnach zoch der 
herzog in des margrafen land und leget sich für di stat 
Rot und gewan die. a er machet dabei ain feld. er het 
bei im sein landschaft und vil Söldner aus Peham. ym 

lokomen auch zu lieb di zben bischof, der von Wirzburg und 
der vonBabnberg, mit irer grossen ritterschaft und macht, 
auch herzog Ott von Bairen zum Neunmarkt, herbider 
gegen im ungefarlich auf ain viertl meil wegs ungefarlich 
slug sich zu feld der margraf mit seiner macht, im kam 366. 

15 zu lieb auf sein gebet und ermonung aus Dürigenland her- 
zog Wilhalm von Sachsen, di zbay her lagen etbo vil tag 
gegen ainander über still, und kainer grayf den anderen 
an. ains tags an ainem sambstag abent wolten etlich des 
margrafen durch den fürt des wassers, das enzbüschen was, 

20 die herzogischen angriffen haben, des ward man pald 
gewar in der wagenpurg. do ward ain gross schar- 
müczeln, und di nacht traib sy von ainander. und 
[F. 309] ward ain graf von Kirchperg und ander mer auf 
des margrafen tail erschlagen, darnach ward ain frid 

25 geseczt zbüschen der zbair gedachten fürsten. herzog Wil- 
halm zoch haim gen Dürgen und wolt sich nit mer in den 
krieg tädigen lassen, herzog Lud big beseczet di stat Kot. 
In dem nagsten jar darnach anno 1461 prach den frid 
der genannt margraf. hierumb zoch im herzog Ludbig 

30 wider yn sein land und gewan im ab pey 18 stet, slösser 
und markt, zum lesten leget er sich für di Newstat. darzu 
halfen ym persondlich pfalzgraf Fridrich und di zben bischof, 
der von Birzburg und der von Babenberg, und herzog Ott. 
di stat ergab sich dem fürsten. hinach zugen di egenannten 

35 fürsten all wider haim; dann es was nu winter. der herzog 
beseczet di gewunnen stet und slösser mit seinen leuten. 
was het aber der margraf zu feyeren. an sand Kathreyn 
abent durch mithelung der bürger bey der nacht kam er 
in di Newstat. do fand er etlich Bayren schlafent, etlich 

40 * Raum, darin: mal. 

1 Vgl. den zeitgenössischen Berieht über die Belagerung der Stadt 
Eichstätt im Sammelblatt des historischen Vereins Eichstäti II (J867), 1 ff. 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 618 — 

spilent. der haubtman oder pfleger was ain Satlboger, ein 
junger ritter; den iieng er mit anderen an dem spil. in 
wolt der herzog nit erledigen, darnach erlediget in sein 
vater umb das, das er dem margrafen ainen anderen edl- 
man fieng; wann der [F. 310] herzog von irs unfleyssö 
wegen wolt ir kainen erledigen, und in ainem monat 
nam der margraf all sein stett und gschlösser wider ein, 
di im angebunnen waren, hunz an di stat Rot; di teten 
als frum leut. 

Der herzog was zu Brag gewesen bei dem küng von 10 
Beham Gorg von Bodobra, und durch verhayssung ains 
heiracz hett er im frundschaft gemacht; darumb mocht er 
367. Beham gehaben, als vyl er wollt auch het er aus Ostereich 
soldner, genant di briider. es was ain kalter winter ge- 
besen, das di Donaw uberfroren was. der margraf vermainet 15 
dem herzogen grossen schaden zu thun. er kam bei der 
stat Hain über di Tonaw. das wendet im des herzogen 
ritterschaft. der haubtman was di zeit her Theseres Frawn- 
hofer, der fromm ritter. der margraf tet so vii bei kayser 
Fridrich, das er di reichstett zu im in den krieg bracht, 20 
ausgenomen Nürnberg und Beissnburg; di kauften sich 
bei dem kaiser ab umb gelt, herzog Ludbig zoch mit 
macht in Swabenland und gewan das gross dorf Nab 
mit gewalt aus dem stegrayf. a er tet seinen veinden vil 
Schadens. [F. 311] der margraf het sich gesamlt und gesterkt 25 
mit den stetten vom reich, er schlug ain wagenpurg pey 
der reichstat Giengen, der herzog nachnet darzu. er beriet 
sich mit seinen edeln und weysen raten die veind anzugreyfen. 
und so nu das beschlossen was, stund sein hoffnung und 
begir zu gott, das er mocht sig erlangen an vil menschlichst, 
plut vergiessen. er ruefet an di muter gocz von Eck 1 
mit grosser begir. do wurden ritter geschlagen vil, di 
ritters genoss waren, am ersten der herzog, her Johannes 
herr von Peren, Hanns Sigmund und Jörg gebrüder von 
Layming, Wolfgang von Rorbach, Hainrich von Staudach, 35 
Englhart von Weichs und vil ander, der namen mir nit 
bekannt ist, auch der briider haubtman mit namen ritter 
Augustin. di haubtleut waren: her Teseres von Frawnhofen, 
marschalk, über di ritterschaft, her Jan Holub über di 

» Raum, darin: mal. 40 

1 Gemeint ist der Wallfahrtsort Maria- Eck bei Traumtein. 



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— 619 — 

landschaft. sy ordneten gar ordlich di spicz mit iren glideren 368. 
und traten gar mandlich zu den veinden. her Wolfgang 1 367. 
von Kamer het das paner des Bairlands in seiner hand; 
das sollt gefürt haben der von Ortenberg; der was noch 
Rzujunk oder zu schwach, der herzog was in aigner 
person in dem veld pei seiner landschaft. [F. 312] 
etlich rieten im, er solt auf ain ort reiten, er antbort, er 
wolt lebentig oder tod pei seiner landschaft beleyben. graf 368. 
Wolfgang von Schawnburg was der erst, der in di wagen- 

lopurg zu füessen prach, pald nach im der herzog selb zu 
füssen. di kreiden 2 was : „unser frau tt , das zaichen aichen- 
laub. aus des margrafen her geschahen vil hundert schüss ; a 
di giengen all zu hoch an schaden nider. des erschrak der 
margraf seer sy griffen di wagenpurg in unser frauen 

I5namen an und zerrissen dy mit gewalt. do das ersach 
margraf Albrecht, kert er sich, in di flucht, man eilt im 
nach bis in di stat. er floch gar schnell durch di stat 
aus. da wurden vil erstochen, etlich in dem wasser Prems 
ertrunken, vil guter grafen, ritter und knecht wurden da 

20gefangen, der namen ain tail hernach geschriben 
stet: graf Jörg von Werdenberg, herDiepold von Has- 
perg, ritter, Lipfrid von Mynprart, Conrad von 
Aholfing, Hanns Tiuerer, [F. 313] Hanns von Zulhart, 
Ulrich von Bilbrart, Michlvon Yppenburg, Sigmund 

25 Gross, Hanns von Nüreneck, Diebold von Anden- 
lerer, Peter von Epting, Görg von Wernaw der jung, 
Leinbold von Wolmershusen, Hanns Kreizer von 
der Newstat, Albrecht von Daxhawsen, Hanns vom 
Stain der jung zu Ramsperk, Hipolt von Knöring, 

30 her Hainrich Marschalk, herren Hainrichen sun, 
Hainrich vonPüchl, Wilhalm von Waldüsch, Hanns 
von Stecking, Purkhart von Wolmershausen, her 
Hanns Landsperger, der jung ritter, Hans von Hern- 
haim, Rembolt, Wilhalms sun, von Wolberg, Pern- 

35hart, Fridrich von Nepfing, herr Jörg von Ehing, 
Wilhalm von Stadion, Purkhart, sein bruder, Con- 
rad, Wilhalm von Werdaw, Ulrich von Rechberg, 
Friz Schenk von Schenkstain, Conrad Spät, Wil- 

a Raum, darin: mal. 

40 J Oben S. 367,34: Georius. Vgl. Kluckhohn, Ludwig der Reiche, 

S.216f. 

■ Feldgeschrei. Lateinisch creta, was Pex irrig las: erecta. 



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— 620 — 

halm von Wellebur, [F. 314] Hanns von Neuneck, 
Hanns vom Stain der jung, Ludbig von Yppenburg, 
Patt von Schonstayn, her Hainrich von Ratten- 
hawsen und vil ander mer, der nam mir unbekant 
ist. das geschach nach Christi gepurd 1462 an dem 18. tag 5 
des monats Julij. 

Soliches sigs und niderlegung sagt der herzog und 
di seinen dankperkait der muter gottes. und nach dreyen 
tagen der fürst und als sein volk zugen haim mit freyden. 
es ist auch gütiglich zu glauben, das solhen sig von got 10 
erworben haben di priesterschaft in seinem land und in 
sonderhait sein frome hausfrau Omelia, di in der obgenanten 
zeit di dreu jar vil kirchfart wullen und parfuss ge- 
than het. 

Darnach ward ain tag geseczt gen Rengspurg. do *5 
wurden margraf Albrecht und herzog Ludbig ganzlich mit 
ainander verriebt und all gefangen ledig und all stett und 
geschlösser iren aygen herren zugesprochen. 
369. Darnach vermainet herzog Ludbig, er biet den turn 

zu Burkhausen zu vast geläret und macht mit gelimpfen 20 
kain steur begeren von dem land. also nam er ain anlechen 
von seiner landschaft und von den prelaten und gab in 
darumb Schuldbrief [F 315] mit seinem insigl. aber es 
yst zu besorgen, das sy erst bezalt werden am jüngsten 
tag, so sy sein nimer bedürfen. 25 

Herzog Ludbig hett am ersten sein hausfrauen pey 
im etliche jar zu Landshut; darnach seezet er sy gen 
Burkhausen. daselb pei ir ward auch erzogen seyn sun 
herzog Georig. 

Darnach von etlicher ursach wegen vodretSO 
herzog Ludbig seinen sun herzog Jörgen von Burkhausen 
und schuf im zu sein hofgesind und drumeter und Hess in 
einreyten zu Landshut. a man gieng im engegen mit der 
process für das Häbrontor in ainen weiten anger aus allen 
klösteren und pfaren mit dem heyltum, man und frauen^s 
wol gezirt. also ward er gar wirdiglich enpfangen mit lob- 
sank und drumeten. man hub an die respons: Tua est 
potencia; mit der ward er herlich als ain neuer fürst 
eingefürt in sand Marteins pfarkirchen anno 1468. di 
von der stat Landshut swuren im. darnach schicket in 40 
sein vater in das ober- und niderland und Hess im all stett, 



» Raum, darin: mal. 

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— 621 — 

markt und Schlösser sweren als irem aigen rechten 
landsfürsten. doch behielt der vater das regiment [F.316J 
in seiner hand und gewalt, di weil er lebet. 

Anno 1471 was ain grosser tag zu Rengspurg von 370. 

5 der Türken wegen, dahin kamen kayser Fridrich, Franciscus 
cardinalis Senensis und all geistlich und weltlich fürsten 
des reichs in teutschen landen in aygner person oder durch 
ir anwäld oder ambasiat, auch herzog Ludbig mit vast37/. 
grosser ritterschaft mit rotem klaid mit glavien. daselbs 

10 paten yn di fürsten, das er seinen sun herzog Jörgen Hess 
dabin komen, das er auch thet. 

Anno 1472 erschain ain grosser comet in teutschen 
landen, des gleichen kain mensch so gross nie gesechen 372. 
hett, in dem monat Jenner hunz in den Hornunk, auch im 

15 vergangen jar im cristmonat; wann er ward gesechen 70 tag. a 
darnach kam ain grosse pestilenz. 

In dem obgemelten jar an sand Johanns und Pauls 
tag ist angefangen worden di hochschul zu Inglstat durch 
herzog Ludbig in gegenwürtigkayt seins suns herzogs 

20 Georigen. 

Anno 1473 ist der hayss sumer ge- [F. 317] wesen. 
Anno 1474 ist sand Peters wind 1 gewesen, 
der grossen schaden tet und sand Ulrichs kirchen 
zuAugspurg 2 niderwarf und vil menschen darin 

25 erschlug. 

Item als nu herzog Ludbig sein tochter frau Margreth 
pfalzgraf Philippen verheirat hett, als vor 3 gesagt ist, und 
von des heyratgucz wegen leget an herzog Ludbig in seinem 
land ain grose steur in sunderhait auf der priesterschaft 

30 guter, die anleger der steur waren vier, von den prelaten 
der abt von Niderenaltach, aus der ritterschaft her Johanns 
Frawnberger vom Hag zu Mässnhawsen 4 , von dem ge- 
mainen adl Gabriel Pusch von Filshaim und von den stetten 

a Raum, darin : mal Hs. 

36 * Diese eigentümliche Bezeichnung berührt sich mit dem Ausdruck 

oben S. 613: sand Katherina wind. 

2 Vgl. den Augsburger (Bämler 'sehen) Druck der Chronik Königs- 
hofens (Hain *9792), letzte Seite: ... da viel sant Ulrichs kirch, di erst 
von newem gepawen was, von einem grossen wind darnider, und es 

40 wurden 36 menschen erschlagen, darunter der pfarrer vnd sein gesell 
waren, zil vesperzeit. got sey in allen genädig Amen, das geschähe 
an sant Peters vnd Paulus tag, als man czalt vonCristus geburt 1473 jar. 

3 Oben 8. 615,34. 

4 Vgl. Hund, Bayrisch Stammenbuch /, 60 und 274. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 622 — 

Hanns Altorfer, burger zu Landshut. und do di amtleut 
und schergen vernumen, das sy darzu des fürsten gunst 
hetten, als di wölf rissen sy solhe steur von den leuten 
der prelaten. der priesterschaft pauren musten an vil enden 
ir yetweder pauman so vil geben zu steur von seins herren 5 
gült ausserhalb der steur seins gucz, als vil er jarlich zu 
zins seinem herren solt geben, soliche unpilliche steur 

373. namen zu herzen di bischof Berenhardus von Salzburg, Sixt 
zu Freising Udalricus zu Passaw, Heinricus zu Rengspurg 
und sckiketen ir potschaft zu dem [F. 318 ] fürsten. si 10 
mochten aber nichcz erlangen, darnach der von Freysing 
zoch in aygner person zu dem herzogn gen Landshut und 
erlangt von im, das den obgenannten bischofen ain tag ge- 
seczt ward auf suntag Reminiscere in der vasten gen Lands- 
hut, auf den tag kamen di gemelten bischof all und under- 15 
weisten den herzogen, das solhe unzimliche steur war wider 
geistliche oder kirchliche freyhait, wider di gesecz der 
heiligen väter, sonder Inocency des dritten, auch so viel 
er in den pan, als auch zum minsten zbain seinen vorfoderen 
geschehen yst, di ainen ayd musten sweren solhes nimer20 
wider kirchliche freyhayt zu thun; darumb gaben sy auch 

ir brief und sidl, noch unvermailigt verhanden, Otto und 
Stefan, auch wider brief und insigl, di sein vorfoderen geben 
haben der briesterschaft in Bairnland, der namen etlich 
hernach volgen und datum der selben freybrief: 26 

374. Rudolf, herzog in Bairen, datum 1315, 
Ludbig, herzog in Bairn, datum 1315, 

373. Ott, kting zu Ungeren, Hainrich und Ott, herzogen in 

Bayren, datum 1312, 

374. küng Ludbig, datum 1317, 30 
Hainrich, Ott und Hainrich der juuger, herzogen in Nider- 

bairen, datum 1322, 
küng Ludbig, herzog in Bairen, datum 1322, 
küng Ludbig, datum 1323, 
kayser Ludbig, datum 1343, [F. 319] seins reichs im 29. jar, 35 

der kaysertum im 16., 
herzog Stefan, kaiser Ludbigs sun, hat der briesterschaft 

freihait geben, das sy in rays kainen wagen sollen haben, 

datum 1351 \ 
margraf Ludbig, herzog in Bairen, datum 1359, 40 

1 Vielmehr 1357 ; vgl. oben S. 374, Antn.8. 



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— 623 — 

Stefan der elter, Stefan der jünger, Fridrich und Hanns, 
gebrüder, haben grosse freyhait geben her Paulsn, bischof 
zu Frey sing, und der briesterschaft, datum 1363, 
Ott, Stefan, Wilhalm, Albrecht, gebrüder, datum 1385, 
öHainrich, datum 1427, 

und noch vil mer ander freyhayt und bestatigung von ainem 
fürsten auf den anderen auserhalb der babstlichen, kayser- 
lichen und künklichen bestatigung und freihait, der auch 
gnugsamlich bullen, brief und sigl verhanden sind unver- 

10 mailigt. do solichs vernam herzog Ludwig, als ain kristen- ■??,?. 
licher fürst gab er das alles nach, do muesten di obgenanten 
zben anleger der steur, Gabriel Pusch und Hanns Altorfer, 
in aygner person die sum gelcz, der briesterschaft unpillich 
abgenomen, dem bischof gen Freisingen antborten in sein 

lögeschloss, das sy auch teten in den osterfeiertagen anno 
1475. und der bischof von Freising nach ainem register, 
darüber gemacht, tailt und schiket das gelt den bischofen 
Salzburg, Rengspurg, Passaw, Babenberg etc. doch so gaben 
dy gemelten [F. 320] bischof von irer briesterschaft güeter 

20 im land williglich ain erberge reverenz dem fürsten, und 
er gab der briesterschaft auch freyhayt, als sein vorfoderen 
gethan hetten, datum 1475. 

Herzog Ludbig verheiratet seinen sun herzog Jörgen 375. 
in seinem leben frau Hadwig, Casimir], des küngs von Polan, 

25tochter. di hochzeit ward verpracht mit vil freuden und 
grosser costung zu Landshut anno 1475 an mitichen nach 
sand Marteins tag. hernach wirt mer von der hoch- 
zeit geschriben etc. Daseibs lech kayser Fridrich dem 
pischof von Babenberg regalia. nachdem daz alles löblich 

30 verbracht ward, zugen di fürsten yetbeder wider haym. 
und als nu der kaiser im dritten jar heroben im 
land was gewesen, zoch er von Landshut mit seinem 
sun Maximilian wider haym gen Ostereich. 

Anno 1478 kam ain grosse flucht in das volk gar bis 

35 in Bairen gen Ärding, Freising, München und Lands- 
hut von der Türken wegen, sam zugen zy da her mit 
gewalt in das land; aber es war nichcz. der erz- 
bischof von Salzburg Bernhart ruft an herzog Ludbig in 
Bairen umb beistand, der schikt im pald ain volk mit hilf 

40 der bischof von Freysing und Aichstett und der stet Nürra- 
berg und Augspurg. das hofgesind bischof Sixten von 370. 
Freysing zoch aus [F. 321] am 8. tag Augusti und kam 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 624 — 

wider zu sand Gilgen tag 1 und waren gelegen zu 
Trawnstain. 

Item darnach zu sand Michls tag zu Landshut hetten 
ainen tag von widerstand wegen der Türken di hernach 
geschriben fürsten: Bernhart von Salzburg, Wilhalra von 5 
Aichstet, Sixt von Freysing, Hainrich von Rengspurg, Jörg 
von Kiemsee, bischofen, Ludbig und sein sun Jörg, Ott 
und Albrecht, herzogen in ßairen. do ward beslossen, das 
man den kayser solt ermanen und daran weysen, das er 
den besluss des gemainen tags der fürsten zu Rengspurg 10 
mit ernst verstreket. das zu berben ward erweit der von 
Salzburg; der pracht es an den kayser, aber er richtet 
nichcz aus. 

Herzog Ludbig pracht in sein gewalt di geschlösser 
Haydeck und Laber. er erlöst von den von Rechberg di 15 
stat Weyssnhoren mit irem zugehören, di von alter zu dem 
Bairland gehört hett. 

Anno 1479 was ain turnier zu Wirzburg.* 

Darnach an montag nach 2 sand [F. 322 J Prisca tag 
mit guter andacht, versechen mit den heiligen sacramenten, 20 
starb der kristenlich fürst herzog Ludbig in abesen seins 
377. suns herzog Jörgen, ein liebhaber frids und der gerech tig- 
kait, und ward mit grosser klag begraben im kloster zu 
Saldental. sein begrebnüs ward wirdiglich und löblich 
begangen an ertag nach dem achteten der osteren. der 25 
eltest ritter im land opfret zu dem hochen altar das banir, 
der ander den schilt, der dritt, herr Johanns von Peren, 
den heim mit den klainaten, darnach 14 ritter fürten 7 ross, 
der kains was under 80 fl. R. wert, di zbo herzogin frau 
Omelia und frau Hadwig zbo kerzen, darin 300 gülden R. 30 
dapey waren pfaizgraf Philipp, Bernhart, erzbischof zu 
Salzburg, Ütt, Albrecht, Kristof, Wolfgang, herzogen in 
Bairen, und di bischof Wilhalm von Augspurg, Sixt zu 
Freising, Ulrich zu Passaw, Hainrich zu Rengspurg, Jörg 
von Kiemsee und etlich weichbischof, 18 geinfeit äbt, 35 
zben doctor von Inglstat, briesterschaft an zal, bürger aus 
allen steten im land, man und weyb an zal. di wurden 
all mit süssem wein und manigerlay speys gespeist, 
darnach zoch jedermann wider haym. 

* Raum, darin: mal. 40 

1 Egidii, am 1. Sept., dagegen oben S. 376 9 4 : 2 
1 Unrichtig; es müsste heissen: an. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— 625 — 

Herzog Ludbig hett fteissiglichen [F. 323] gedient 376. 
schönen frauen und junkfrauen \ da klagten in auch 
frauen und junkfrauen über di mass ser und vast. 
wie klayn ain junkfreulin was, so pot er ir sein 
afürstliche hand, und sy wurden frundlich von im 
gegrüsst etc. 

! Hie yst zu merken von derhochzeit, di herzog 
Jörg in beybesen seins vateren herzog Ludbig ge- 
habt mit Hadwig, Casimir, des küngs von Polan, 
lotochter, wer auf der hochzeit gewesen ist und mit 
wie vil pfarden iglicher da gewesen yst: 

Item von erst kayser Fridrich der dritt. 

Item Maximilian, des kaisers sun. 

Item des türkischen kaisers bruder. 
löltem herzog Sigmund von Ostereich. 

Item pfalzgraf Philipp und sein gemachl Margreth. 

Item herzog Albrecht \ 

Item herzog Cristof > gebrüder von München. 

Item herzog Wolfgang ' 
20ltem margraf Albrecht von Brandenburg und sein 
gemachl. 

Item herzog Ott i __ . _ .. . 

t+„™ L^^r,^ u Qnno \ von Bairn, bruder. 
Item herzog Hanns l ' 

Item margraf 2 von Paden. 
25ltem graf Ulrich ( , Tr . x 

Item graf Eberhart 1 von Wirtenberg 
und ir gemachl. 

[F. 324] Fridrich, landgraf I von Leitenberg 8 , 

Ludbig, landgraf 1 bruder. 

3oBernhart, erzbischof zu Salzburg. 

Johanns, bischof zu Augspurg. 

Ulrich, bischof zu Passaw. 

Sixt, bischof zu Freysing. 

Wilhaim, pischof zu Aichstet. 
3öDer bischof 4 von Babenberg. 

a junkrawen Hs. 

1 Vgl zum Folgenden Meiler. Geschichte Baums 111,447. 

* Albrecht. 

8 Leuchtenberg. 
40 4 Nicht Georg von Schaumburg, icie es bei Wölfle, Die Lands hut er 

Hochzeit S. 6 heisst. Der war schon am 4. Februar 147 C> gestorben. Viel- 
mehr kam sein Nachfolger Philipp von Henneberg nach Landshut. 

Quellen u. Erörterungen N. P. I1L Hrininsl 44) 

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— 626 — 

Es sind auch gar vil grafen da gebesen, der 
namen nit geschriben yst. 

Item drey grafen von Schawnberg. 1 

Item zben grafen von Ortenberg. 2 

Item zben grafen von Montfort. 5 

Item graf Wilhalm von Hennenberg. 

Item graf Hanns von Bertham. 8 

Item zben grafen von Hohenzoren. 4 

Ain graf von Sophia. 

Item ain graf von Eirchperg. 10 

Item graf Hawg von Werdenberg. 

Item drey grafen von Oting. 5 

Item her Burian von Gutenstain in Pecham. 

Item her Niclas herr zu Abensperg. 

Item Wolfgang graf zu Grafeneck. 15 

Item ein mächtiger Po.lack, genannt Manabir, und 

vil polanischer herren. 
Item graf von Sonnenberg 
und gar vil ritter und edlleut an zal. 

Item di färb, di herzog Jörg mit [F.325J seinem 20 
gesind trug, was grab, weiss und praun. und di 
herren hetten ainen erml, gestickt mit perl, darin 
ain junkfraun fürt ainen leo an ainem waidstrick, 
und di knecht ainen erml, gestikt mit silber. 

Item es ward nit turniert, auch wolt der kaiser25 
kain gesellnstäch lassen haben, damit sich kain 
rumor erstund. 

Item herzog Cristof von Bairen rannt mit ainem 
Polacken umb ain häftl für 100 gülden, das gewan 
der herzog riterlich,* aber er schenket es dem Po-30 
lacken und darzu ain kostlich pfärd. 

Item Wolfgang Grafenecker rannt mit ainem 
Polacken umb 6 häftl umb zbayhundert gülden, di 
gewan der Grafenecker.* 

Item es het jederman freyung und gelayt 14 tag. 35 

* Raum, darin : mal. 

1 Schaumburg. 
9 Ortenburg. 

* Wertheim. 

* HohenxoUern. 40 



• Ottingen. 

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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 627 — 



Item meins gnädigen herren herzog Ludbigs 
kamermaister, räntmaister und ander rät haben 
angeschlagen alle [F. 326] jcostung und zerung, als 
man ist geriten nach der praut, und in der hochzeit 

ösuma facit 60000 gülden 766 gülden 73 d. 1 haller. 

Item es gieng aus ain gepot von herzog Lud- 

bigen, das man acht tag in der stat Landshut, di 

weil di hochzeit weret, kain wirt solt weder gesten 

noch statleuten weder essen noch trinken geben 

loumb gelt, sonder es solt jederman essen nemenund 
trinken von der küchen, di man het gemacht in der 
stekengassen pey der fleyschgassen. es solt auch 
kain mezger kain fleisch vail haben und pecken 
kain prot und di vischer kainen visch. das ist also 

lögehalten worden acht tag. item es was verordnet 
pei dem weinstadl zben gross pottich mit wein 
rotundweyss, und wer kam und begeret wein, dein 
gab man auf ain person ain mass und ain hoflaybl 
zu paiden malen frü und spät. 

20 Hernach volgt, wie vil jeder man pfard da hett: 

Item der kaiser mit sambt seinem sun Maximilian 

700 pfärd. 
Item margraf Albrecht von Brandenburg, curfürst, 
mit sambt [F. 327] seinem gmachl und seinem sun 
25 margraf Fridrich 1400 pfärd. 

Herzog Ludbig von Landshut und sein sun herzog 

Jörg, der preitgam, mit sambt herzog Ludbigs 

gemachl, ander diener und amtleut 3000 pfärd. 

Herzog Philipp, pfalzgraf bey Kein, herzog in 

30 Bayren, mit sambt seinem gemachl 500 pfärd. 

Herzog Ott von Bayren zumNeumarkt mit sambt 

seinem bruder herzog Johannsen 300 pfärd. 
Herzog Albrecht von München mit sambt seinen 
bruderen Cristof und Wolfgang 600 pfard. 
35Herzog Sigmund von Osterreich mit sambt mar- 
graf Albrechten von Paden 400 pfärd. 
Der erzbischof von Salzburg mit sambt seinem 

bischof von Kiemsee mit 400 pfärd. 
Bischof von Babenberg 200 pfärd. 
4oBischof von Aichstett 200 pfärd. 
Bischof von Passaw 170 pfärd. 
[F. 328] Bischof Sixt von Freising 70 pfärd. 

^.-I^, Original fram 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



byG< 



— 628 — 

Bischof von Augspurg 105 pfard. 

Graf Ulrich von Wirtemberg und sein sun mit 

sambt seinem gemachl 600 pfärd. 
DesküngsvonPolantochter,die praut, 700 pfärd. 
Frau Margreth, herzogin zu Sachsen, bitib, mite 

sambt herzog Ernst tochter mit 200 pfärd. 

So haben di hernachgeschriben ir treflich 
rät und potschaft geschickt mit namen: 

Der küng von Peham mit 100 pfarden. 

Herzog Fridrich, der pfalzgraf, 35 pfärd. 10 

Herzog Ernst, curfürst, und herzog Albrecht, 

gebrtider, von Sachsen, hetten da 24 pfärd. 
Bischof von Wirzburg 32 pfärd. 
FrauMachthild, erzherzogin vonOstereich, witib, 

16 pfärd. 15 

Graf Eberhart der elter von Wirtemberg het 

32 pfard. 
Item der teutsch orden in bälschen und teutschen 

landen 10 pfärd. 

[F. 329] Di stet: 20 

Rengspurg 28 pfärd. 

Augspurg 32 pfärd. 

Nürmberg 35 pfärd. 

Ulm 24 pfärd. 

Nördling 16 pfärd. 25 

Dinklspüchl 8 pfärd. 

Touawwerd 8 pfärd. 

Suma der pfard, di an der fütrung waren, 9163 

pfärd. 
Item darzu di statt Frankfurt 10 pfärt. 3° 

Hernach volgen di herren und grafen an des 
kaisers hof da gewesen: 
Des türkischen kaysers bruder. 
Graf Hawg / _ r . . 

Graf Ulrich* ( von Werdenberg. 

Graf Hawg von Montfort. 35 

Graf Schafrad von Leiningen. 
Graf Hanns von Barben. 1 

a Urlich Es. 

1 In der Beschreibung der Hochzeit durch Hans SeyboÜ (in Westen- 
rieders Beyträyen II, 162) ebenfalls verstümmelt: Barbey. 40 



byG< 



I * Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 629 — 

Graf Dietrich von Matsch. 1 
Graf Eberhart von Sonnenberg. 
Graf Wilhalm von Sager. 2 
Zben grafen von Westerberg. 

5 Di mit margraf Albrecht von Brandenburg 

Graf Ott von Hennenberg. 
Graf Fridrich von Castell. 
[F. 330] Graf Walther von Swarburg.* 
Schenk Albrecht herr zuLimpurg. 
lOPhilipp der elter herr zu Weinsperg. 

Micnl It^ii- 
Sigmund 1 Erkl ^ger. 

Michl der jung herr von Swarzburg. 

Bei herzog Ludbig und herzog Jörgen: 
löLandgraf Ludbig I 

Landgraf Fridrich } von Leutenberg.* 

Graf Ludbig i ... 

Graf Wolfgang j von 0tfc,n ^ 

Graf Sigmund i _ , 

20Graf Wolfgang I von Schaunburg. 



Graf Fridrich 
Graf Görg 



von Schaunburg. 

Graf Fridrich von Helfenstain. 

Graf Jörg / ^ 

25Graf Sebastian } von Ortenberg. 

Graf Philipp von Kirchperg. 

Johanns von der Layteren, herr zu Beren und 
Vizenz. 

Niclas herr von Abnsperg. 
30Wolf freyherr zu Grafeneck. 

Johanns herr zu Degnberg, der elter. 

Johanns, sein sun, der jünger. 

Johanns von Frawnberg herr zumHag zuMässn- 
hausen. 
3öErnst herr zu Schonberg. 5 

Wolf von Senshaim 6 , herr zu Swarzpurg. 

' Seybolt a. a. O.: Morb. 
* Seybolt a. a. 0. i aus dem Sager. 
3 Sehwarxburg. 
40 * Leuchtenberg. 

8 SeyboÜ a. a. 0., S. 169 : Schonburg. 
6 Seinsheim. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 630 — 

Bey pfalzgraf Philippen: 
[F. 331] Graf Hanns von Werthaim. 
Graf von Westerburg. 
Schenk Philipp herr zu Erpach. 
Johanns herr zu Haideck. 5 

Hintschy 1 Pflug, herr zu Swarzburg. 

Bei herzog Albrechten von Bairen: 
Graf Ulrich von Monfort. 
Graf Jörg von Helfnstain. 
Johanns von Stauf, herr zu Ernfels. 10 

Bei herzog Sigmund von Ostereich: 
Graf Albrecht» 1 a . 

Graf Rudolf ! von Sulz ' 
Graf von Matsch. 2 
Fridrich von Brandis. 15 

Des von Babenberg: 

Graf Hainrich i TT . 

n,«# Tj ö ^«v. + rt i^ i von Hennenberg. 
Graf Berchtold j ° 

Pischof Augspurg: 

Graf Jörg von Wirtemberg. 20 

Graf Ulrich und graf Eberhart von Wirtemberg. 

Alt und jung grafen von Zoren. 8 

Graf Kraft von Hohenlo. 

Graf Ludbig von Helfenstain, der jung. 

Graf Endres von Sonnenberg. 25 

Graf von Tegen. 4 

Graf von Zimeren. 

Mit der von Sachsen: 
Graf Karl von Gleichen. 

[F. 332] Des küngs von Beham: 30 

Burion herr von Gutenstain und aus dem Praiten- 
stain. 

Von pfalzgraf Fridrichen: 
Graf Eberhart von Eberstain. 

» Albeck Hs. 35 

1 Seybolt o. a. 0., S. 174: Hinteing Pflueg. 

• SeyboÜ a. a. 0., S. 178: Mette. 

• Hohenzollem. 

• Seybolt a. a. 0., S. 179: Tenngen. 

rv ,• ~wk r^ru"MiL* Original from 

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— 631 — 

Von graf Eberharcz von Wirtmberg wegen, 
des eiteren: 

Graf Johanns von Sunnenberg. 
Gorg freyherr zu Gundlfing. 

5 Was grafin und freyherrin da gewesen sind: 

Landgräfin von Leutenberg. 

Gräfin von Öting. 

Grafin von Honaw. 

Grafin von Eineck, 
lOGrafin von Rimel. 

Grafin von Gleichen. 

Gräfin von Castell. 

Zbo gräfin von Ortenberg. 

Aine von Swarzburg. 
l5Di von Abnsperg. 

Hyntschy Pflugin von Swarzburg. 

Die von Peren von der Laiter von Vizenz 

und vil ander raer in merklicher zal. 

Hierauf ist gar wol zu merken, das solhe 
20kostung mit solher herlichait nit klain gebesen 
und nämlich dem vorgenannten gelt und suma 
gar wol gleich, also ward di hochzeit mit grosser 
f reud verpracht. sofüret der kayser und herzog 
Ott vom Neumarkt di praut. 

25 Hernach volgt von herzog Jörgen und seinem^- 377 - 

regiment. 

[F. 333 ] Georig, pfalzgraf bey Rein, herzog in Nider- 
und Oberenbairen, graf zu Grainspach und Rottal, was ain 
grosmächtiger fürst, im het sein vater herzog Ludbig vil 378. 

30 gucz lassen, dem was wol mit schönen pfärden und mit 
jagen . er hett das rotbild gar lieb, er hub an mit grosser 
gerechtigkait zu regiren. er tet gar ernstlich ain geschäft 
bei leib und gut allen pflegeren, richteren und amtleuten 
in allem seinem land, das ir kainer solt weder miet noch 

35 gab nemen. aus dem het man sorg auf in. 

Item den Rudolf Alberger schuf er ab von der kanzley, 
doch behielt er in bey im in seinem rat. er nam auf zu seinem 
canzler doctor Fridrich Maurkircher, einen weisen, gerechten 
man, der darnach ward erwelet zu pischof zu Passaw und 

4 belayb dannoch kanzler pis an sein end, zu des zeiten der 
fürst gar wol regiret. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 632 — 

Anno 1479 an montag vor mittvasten aus kaiserlichem 
gepot und vermainung zu widerstand der Türken ist ain 
tag gewesen in der stat Freising, da sind persondlich ge- 
besen di hernach geschriben fürsten und herren: [F. 334 J 
Bernhart, erzbischof zu Salzburg, Albrecht, Georig, herzogen 5 
in Bairen, 1 Ulrich, bischof zu Passaw, Johanns zu Augs- 
purg, Sixt zu Freysing, Jörg zu Kiemsee, des kaisers rät 
und erzherzog Sigmunds von Ynspruk, des bischofs zu 
Babenberg, des bischofs Hainrichs von Eengspurg. daselbs 
auf den ersten tag der samlung ward auf dem rathaus ver- 10 
lesen di gemacht verainigung der Venediger mit den Türken. 

379. darnach her Schaffrad graf zu Leiningen und Cristof Mum- 
dorffer von des kaysers wegen prachten an vil grosser 
schaden mit rauben, schäczen, verkaufen und ermorden der 
cristenmenschen vil jar, von den Türken in des kaisers 15 
und ander kristnlicher fürsten land zugefüegt hietten dem 
kristenlichen namen zu schmach, und begerten darüber ir 
hilf und widerstand, do ward beschlossen, das sy schiketen 
zu dem kayser herzog Sigmund von Ostereich ainen ritter 

380. di herzogen ainen doctor genannt Pirkbamer und di ob- 20 
genannten bischof her Hangen von Hohenreichen, raarschalk, 
ritter. di zugen aus am palmtag und kumen herwider 
Philipp und Jacobi. di verkünten dem kaiser, was beslossen 
[F. 335] war, ob es geviel seiner kayserlichen mayestat: 
zum ersten, das man bestellet zu widerstund der Türken 25 
im künkreich zu Bossen 5 * man und ausserhalb zbay- 
tausent: das geviel dem kaiser nit, und saget, das selb 
land war verheret bis an ain stat; di hiet der küng von 
Ungeren inn; und das, das nüczlich geschäch, das man 
schiket zuMathiasch, dem küng vun Ungeren: das geviel 30 
im auch nit; wann er möchcz für ain gespött haben, darzu 
möchten sy daselb nit speys haben, oder aber, das der 
kaiser im erwelet ain fügliche stat, dahin er persondlich 
kam und fodret dahin all kurfürsten und fürsten und stet 
des heiligen reichs, das di beschliessung auf dem geniainen 3r> 
tag zu Rengspurg an weiter verziechen volstrekt wurd bey 
grossen penen: das geviel im. 

Und er erwelet darzu di statt Nürmberg und seczet 
ainen tag auf der heiligen trivaltigkait tag; der ward 
verlengert. und der kaiser kam selber nit persondlich dar, 40 

1 Wilhelmus Eistetensis [oben S. 378,20) fehlt hier. 
* Oben S. 380, 4 : 600. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized by VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 633 — 

aber er schiket ainen grafen dar zu sand Michels tag. 
doch was ain cardinai Montis Regalis auch dar. aber es 
war nichcz ausgericht. 

Anno 1480 herzog Jörg kam gen Wyen zu dem kaiser 
5 an sand Pangrazen tag. 1 der kayser enpfieng [F. 336] 
in gar herlich und schankt im 12 treyling weins, vil haberen 
und ainen grossen hausen und etlich klain. darnach über 
acht tag am hof lech im kayser Fridrich regalia. er belayb 381. 
da wol 18 2 wochen und thet grossen fleiss den kayser und 
lOkung Mathiasch von Ungeren mit ainander zu verrichten; 
aber es wollt nit sein, er gab vil almusen armen leuten 
und swangeren frauen. er hielt sich gar kostlich und 
miltiglich, dardurch er gross lob erlanget von mäniglich. 

In der zeit waren di Türken in des kaisers land. da 
löwolt herzog Jörg als ain kristenlicher fürst mit in 
treffen haben, das went und widerriet der kayser; wann 
er het bey im ein vast grosse wolgerüste ritterschaft. zum 
jüngsten zoch er wider haim in sein land mit frid zu 
sand Michels tag. 8 

20 In dem obgemelten jar zu allerheyligen tag aus kayser- 

lichem gewalt geschach ain samnung der fürsten durch graf 
Hawg von Werdnberg zu Nürmberg. da kamen zusamen 
di hernachgeschriben fürsten : margraf Albrecht von Branden- 
burg, margraf Fridrich, sein sun, kurfürsten, pfalzgraf 

25 Philipp, curfürst, Ott, Georig, herzogen in Bairen, [F. 337] 
graf Ulrich von Wirtmberg, bischof von Babenberg, bischof 
von Speyr, Sixt, bischof zu Freysing, bischof von Aichstet, 
bischof von Augspurg, bischof von Kölen. daselb ward 
beschlossen, das man solt frid machen under den grossen 

30 kristenlichen fürsten. darumb von den obgenannten fürsten 
ward gesendt bischof Wilhalm von Aichstet zu dem kayser, 
in und den küng von Ungeren mit ainander zu verrichten, 
und bischof Johanns von Augspurg, küng Ludbig von Frank- 
reich und herzog Maximilian mit ainander zu verrichten; 

35 aber sy mochten nichcz schaffen, auf den selben tag ward 
Sixt, bischof von Freising, von dem margrafen und mänig- 
lich daselb hoch gepreist und gelobt, auch von dem cardinai 
Montis Regalis hoch gelobt. 

1 12. Mai. Dieses Datum fehlt im lateinischen Text. 
40 7 Oben S. 381,2: 14. 

s 29. September. Auch dieses Datum enthält der lateinische 
Text nicht. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 634 — 

382. Anno 1481 ist der turnier zu Haidlberg gewesen und 

herzog Jörg von Bairen auch darinnen gewesen.* 

Anno 1482 Johanns, erzbischof zu [F. 338] Gran in 
Ungeren, hat Salzburg eingenommen mit gunst und willen 
des kaisers und Bernharts, des erzbischof s daselbs, und 5 
auch der stat. das geschach an dem obristen. das was 
wider herzog Jörgen. 

Darnach an montag nach dem weissen suntag in der 
vasten Albrecht und Jörg, herzogen in Bayren, mit ir baider 
landschaft haben ainen tag gehabt in der stat Freising; 10 
wann der kaiser begeret hilf an sy wider denküng 
von Ungeren. do ward beschlossen, das man an gunst 
des heyligen vaters dem kaiser wider kung Mathia nit 
helfen sollt. 

Darnach am suntag von der rosen zu mittvasten nam 15 
herzog Jörg durch Ludbig von Habspurg 1 ein das 
geschloss und markt Wolnzach* wider her Jörgen Preysinger, 
tumherr zu Rengspurg, der das etliche jar besessen het 
als ain rechter natürlicher erb, darzu doch der herzog 
kain recht nit hett. 20 

Anno domini 1484 ist ain tur- [F. 339 J nier zu Inglstat 
gewesen.* in der zeit was herzog Jörg bei seinem swager 
3S3. zu Haydlberg und bey seiner swester. doch hett er ernst- 
lich geschafft mit seinen anwalden, das mans den fürsten 
und allen turniereren wol erpüt umb ainen gleichen pfenning. 25 
es was auch allen wirten geseczt, was sy über ain mal 
sollten nemen und nit mer. auch umb stalmüt und umb alle 
ding waren wol fürsechen, darumb er gross lob aufhuebe. 

Anno 148,5 in dem sumer hat herzog Jörg 
ainen wolgerüsten geraisigen zeug und fuss-30 
volk vor Nordling 2 gehabt, die stat belegt und 
im willen di zu gewinnen oder zu stürmen, das 
ward underkomen durch den bischof zuAichstet. 
der stellt mit grosser mü und anligen di sach 
zu frid.* 35 

Anno 1485 ist gestorben her Fridrich Maurkircher, 
erbelter und bestätter / F. 340 ] pischof zu Passaw, begraben 
bey seinen vorderen zu Praunaw. 

a Raum, darin: mal. 

1 Habsberg. Vgl. Beindl, Wolnxach S.lö. 40 

* Nördlingen. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 635 — 

Nach des tod hat herzog Jörg aufgenommen zu ainem 
kanzler Wolfgang Kolberg er. der verschmachet im anfank 
manigem, jedoch hat in der fürst geliebt von seiner Ver- 
nunft wegen, nach etlicher zeit hat in kaiser Fridrich 

öritter geschlagen und zu ainem freyherren zu Kolberg ge- 
macht; darnach 1491 hat in der kayser zu ainem grafen 
zu Mermos gemacht; a und sein vater ist doch nur ein 
messner 1 gewesen 1 , als man sagt, der adl was im 
darumb gehass, das er ain graf und freiherr ge- 

lOhaissen und doch nur ains mesners sun was. doch 

er der gewalt, den er vom fürsten hett, 

wann der kaiser und . . . mereren gewalt, 

dann der adl ist nicht gent den menschen, 

dan er bas gar aufrichtig, darumb ward er hoch 

löfürgenomen. 

Anno 1486 ist der turnier zu Babnberg gewesen. b 
In dem selben jar an mitichen in der quotember in 
der vasten zu Frankfurt ist gestorben her Johanns graf 
zu Werden werg, bischof zu Augspurg. der tag der wal 

20aines künftigen bischofs ist bestimbt worden auf 
montag nach dem palmtag. dahin kamen Grörg, Albrecht, 
Cristof, Wolfgang, Ott, herzogen in [F. 341] Bairen, ver- 
mainten herzog Hannsen, tumbrost daselbs, an das 
bistum zu bringen 2 , aber das capitl erbelet oder 

25 postulieret graf Fridrich von Zoleren, doctor, durch gebet 
kayser Fridrich und seins sun küng Maximilian ernste c gebet 
wider di herzogen von Bairen. hierurab hat herzog Jörg 384. 
von dem bistum Augspurg mit gunst und willen herzog 
Sigmund von Östereich di margrafschaft Burgaw umb 

30 36 000 gülden R. erlöst. 

Anno 1487 ist herzog Jörg und herzog Albrecht im 
turnier zu Rengspurg gewesen, turnirt mit 2 3 8 helm. b < 

Darnach in der vasten ist gestorben Bernhart, erz- 
bischof zu Salzburg, darnach am suntag nach Margerethe 

35 a der Schluss dieser Zeile und die folgenden acht Zeilen bis auf- 

richtig sind dick durchstrichen , so dass nur die oben angegebenen Worte 
xu entziffern sind. b Raum, darin: mal. c erste Bs. 

1 Vgl. Urban Hdlmann, Einige Nachrichten über Herxog Georgs 
des Reichen Kanzler Wolfgang Grafen und Freyherrn xu Neuen- KoU 
40 berg f S. 4. 

* So richtig gegenüber der irrigen Angabe im lateinischen Text 
oben S. 383, 34. 

8 Oben S. 384,8:220. 



. r^rtrwiL- Original frarn 

^^ UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 636 — 

ist eingeritten mit dem hiitl her Johanns , etbo bischof 
zu Gran. 

In dem selben jar haben sich di von Ulm geseczt 
wider herzog Jörgen, aber di sach ist lenger aufgeschoben 
borden. 5 

385. An mitichen nach unsers herren fronleichnam tag in 

der stat Lanzhut in sand Marteins pfarrkirchen ain lay 
mit namen Peter Abnteyrer von Aslio a im chor hat di 
monstranzen, darin das hochwirdig sacrament was, mit 
ausgezuktem messer und fräflicher hant zerschlagen, aber 10 
das hostia belayb [F. 342] unversert. doch ist er gefangen 
worden und an dem 16. tag in der gefanknus elendiglich 
gestorben und auf das feld begraben worden. 

Anno 1488 hat herzog Jörg di statt Oting im Ries 
eingenomen. b 15 

Darnach an freitag nach des heyligen kreuz eriindung 
weiten mit ainander kempft haben zu Lanzhut am placz 
Veyt von Rechberg, ritter, und Mang von Habspurg, ritter. 
den ward vor geordnet, wan di ur 10 schlug, so sollten sy 
payd an der schranken sein mit irem harnasch, wer und 20 
ross, als es sich gebürt und notorft ist zu solhem ernst, 
der von Rechberg cham dar, wie es im verschiden was. 
der ander erlanget von dem fürsten noch ain stund hunz 
auf 11, aber er belaib dreu viertl über 11 aus. darnach 
da er kam, wolt man kainen in die schranken lassen; 25 
wann di geseczt stund was verschinen. damit wurden sy 
abgenomen und zugen wider haym. dem von Rechberg gab 
der gemain man gewunnen. 

In dem jar verainet sich Johanns, crzbischof zu Salz- 
burg, mit küng Mathia von Ungeren und pald darnach auch 30 
• mit herzog Jörgen. 
U8ü. [F. 343] jln der zeit haben sich di burger von Ulm 

gesterkt wider herzog Jörgen, und di edlleut in Swaben 
haben ainen punt gemacht mit den von Ulm und ander vil 
reichstet darein pracht, auch etlich fürsten als den erz-35 
bischof von Mainz, margraf Fridrich von Brandenburg, graf 
Eberharten den eiteren von Wirtemberg und vil ander 
grafen, ritter und knecht. und in sonderhait der abt 
von Rockenburg, des kloster doch leyt im landgericht 
Weissenhoren 1 , hat von Rom pan und acht pracht 40 

a so Hs. b Raum, darin: mal. 
1 Wei&senhorn. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized by VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 637 — 

wider her Ludbig von Habspurg, ritter, herzog Jörgen 
pfleger daselbs, und auf solhen pan und acht söldner auf- 
genomen ; di nennt man di ächter. der herzog schiket pald 
gen Rom und underweyset den pabst Inocencium pas\ der 
5tet den pan wider ab. doch so ist vil unru in Swaben 
aus den sachen entsprungen, der herzog beseczet wol seine 
ertgeschloss b , und wo di ächter begriffen wurden, da ermort 
und erschlug man sy und Hess kainen lebntig davon komen. 
doch so het der herzog und auch der punt Zuflucht und 

lOaufsechen zu dem kayser. 

Es begab sich ains mals, das dye ächter in 
dem obenanntenjar sich hetten vermessen ainen 
raub aus ainem dorf ausserhalb Ulm zu [F. 344] 
nemen. und ir zugen aus pey den 70 man von 

lüUlm. des ward gebar der pfleger von Weissen- 
horen Albrecht von Rechperg. der nam zu im 
ungefarlich pei 24 pfärd und seczet hinder yet- 
bederen reiterauf das ross ainen fussknecht mit 
puxen und ander wer. da sy di veind ansichtig 

20waren, gedeucht sy der wenig sein, als sy aber 
zu den veinden kamen und sy von den rossen 
Sprüngen, da wurden di ächter umbschart und 
erschlagen und erbürgt pis ungefarlich andrey 
man. c 

25 In dem obgenannten jar Hess herzog Jörg sein geschlos 

Burkhawsen ummauren und versechen mit grossen dicken 
mauren und het allerlay maurer und arbaiter, auf ainen 
tag wol vier tausent oder mer, ain lange zeit und verpauet 
wol hundert tausent gülden. 

30 Item am sanztag nach unser frauen schidung tag in 

dem obgemelten jar hat herzog Jörg gehabt und gesamlt 
in seiner stat Lanzhut ein ganze gemaine landschaft aller 
seiner prelaten, ritterschaft und stet von widerstand des-^« 
punts und ungelcz und ander sach wegen, ain Stinglhaymer 

35 und Sigmund Rorbeck di redten yn vil stucken der land- 
schaft. da ward beschlossen, [F. 345 ] das di sprüch, so 
herzog Jörg vermaint zu haben wider di von Ulm, mit 
recht solt austragen. 

Item daselb begeret herzog Jörg an die landschaft 

40 in Niderbairen das ungelt auf fünf jar. ir waren vil darzu 
gar unwillig, voraus aus dem adl. man hiet im lieber 

a pas von späterer Hand korr. das Hs. b so Hs. c Raum, darin: mal. 

n (~*f\f%Ci\i* Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 638 — 

ain steur hundert tausnt gülden geben, als hernach 
auch geschach. 

In der landschaf t waren persondlich di hernachgeschriben 
ritter; di machten mit ainander ain glas in sand Marteins 
pfarkirchen im cor zu Landshut: Pernhart von Schäfftn-5 
berg, freyherr, Sigmund Frawnberger herr zum Hag, Johanns 
Gebolf herr zum Degenberg, Teseres Frawnhofer von Frawn- 
hofen, Jörg Frawnberg zu Gatterstarf, Hanns von Aichperg, 
Cristof von Kamer, Wilhalm von Wolfstain, Hanns Ebron 
zu Wildenberg, Sigmund von Laiming, Ulrich Praitenstain, 10 
Hanns ZeDger, Gorg von Gumpenperg, Asm von Seyberstorf , 
Lucas Ahaymer, Cristof Freyberger von Aschach, Jörg 
Puchperger von Winzer, Lud big von Habsperg, Caspar 
von Westnberg, Conrad Heimste tter, [F. 346] Wolfgang 
Trenbeck, Hanns Haslinger, Gewein Trawner, Englhartiö 
von Weichs, Ulrich Praitenstain 1 , Wolfgang Parsperger, 
Andre Swarzenstainer, Hanns Peffenhauser, Fridrich Holup, 
Hanns Pusch, Sigmund Pucher, Gilg Münchawer, Pauls 
Hawnperger. di obgeschriben sind all ritter gebesen, aus- 
genomen der Gewolf. 20 

388. Anno 1 489 zu liechtmessen hat herzog Jörg [angefangen •] 
das ungelt in Niderbairen zu nemen, wiewol der adl da- 
bider was 2 ; doch so hat er sich pas gedacht und nach 
dem ersten halben jar abgeschafft. 

In dem selben jar ist herzog Jörg di ganz v asten pis25 
gen pfingsten zu Inspruck gewesen pey dem kayser mit 
reicher costung. 

Anno 1490 wider den swäbischen pund zu mittvasten 
in der stat Amberg haben sich zu ainander verpunten 
Bladislaus, küng zu Peham, Philipp, Albrecht, Jörg, Ott, 30 
Ludbig, Fridrich, all herzogen in Bairen, darzu di herzogen 
von Saxen und Prawnschweig, di landgrafen zu Hessen und 
[F. 347 J di pischof Babenberg, Freising, Rengspurg, Wurms 
und Speyr und di stat Nüremberg. 

389. In dem selben jar nach osteren ist küng Maximilian 35 
von Ispruck gen Ulm kumen, und do er herzog Jörgen 
und den pund der Swaben mit ainander nit mocht verrichten, 
do hat er di sach lenger aufgeschoben und ist am aufartag 

* fehlt Ha. 

1 Schon vorher Z. 10 einmal erwähnt ; vgl. oben S. 387, 34. 40 

* Vgl. oben S. 637, 41. 

n (~*f\f%Ci\i* Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 639 — 

von Kelhaym ab auf der Tonaw zu seinem vater dem kayser 
gen Linz gefaren. 

Item den ganzen sumer des obgenanten jars hat herzog 
Jörg ainen wolgerüsten geraysigen zeug bey ainander ge- 
5 habt zu Schärding, und an des heiligen kreuz erhöchung 
tag ist er abzogen gen Östereich wol erpuczt dem römischen 
küng zu lieb, der römisch küng nach dem tod Mathias 1 , 
küng zu Ungeren, hat wider eingenomen Wien, Newmarkt 1 
und ander stet in Osterreich, und in dem herbst ist er zu 

10 Wien ausgezogen mit hereskraft wider das hungrisch reich, 
das mit gewalt einzunemen. item am montag vor sand 
Michels tag ist herzog Jörg zu Wien ausgezogen auf das^flö. 
hungrisch zu dem küng in das feld mit 5 00 2 pfärden wol- 
gerüst. und im ist der küng engegenzogen zbüschen Wien 

15 und Brück an der [F. 348] Leittach. an sand Michels tag 
sind sy paid zu Pruck gewesen und vor dem geslos Stain- 
anger, da sand Martein geboren ist, als man sagt, hat der 
herzog sein panyr fliegen lassen; wann von der füetrey 
wegen zoch albeg ainer ainen tag vor der ander nach, und 

20 welher, der küng oder herzog, vorzoch, der Hess sein panyr 
fliegen, und sy lagen acht tag vor dem geschlos, und der 
küng mit hilf der fürsten hat das geschloss und vii andre 
eingenomen. an sand Marteins tag sind sy gewesen zu 
Wesprün, und der bischof daselb hat sich mit allen den 

25 seinen dem küng ergeben, darnach ist der küng mit den 
fürsten zogen für Stulbeyssenburg und di stat erfodert im 
zu geben, sy woltens nit thun. do yst der küng zu rat 
worden mit den fürsten. di haben all geraten di stat zu 
stürmen, do hat man di Pecham voran geordnet und dar- 

30 nach di lanczknecht und ander, herzog Cristof ist zu füssen 
mit den ersten dartreten und an den stürm getreten, mer 
dann an ainem end über di maur eingefallen und gestigen 
und di thor zerhauet, der küng het zben gross gbeltig 
häufen und 11 klain häufen, und in der statt und an dem 

35placz, auch in der kirchen bei der küng [F. 349 J grebnüs 
vil menschen erstochen und so vil plucz vergossen, das daz 
plut ran auf küng Mathias grab zbayer finger dick; wann 
man besorget, di Ungeren hietten ain grosse hinderhut. es 
war vileicht sunst nit beschechen. di stat ward mit gewalt 

40 mit dem stürm gewunnen und sackman geruft und gross 

1 So unrichtig statt (Wiener-) Neustadt. 
* Oben S. 390, 1 : 1200. 

n Pftrtnf ■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 640 — 

gut darin gefunden under dem panyr des kiings und sand 
Jörgen van. a do der küng sach, das di stat also geweltig- 
lich gewunnen was, do slug er zu ritter Jörgen und Cristofen, 
herzogen in Bairen, margraf Sigmund von Brandenburg, 
Wilhalm, landgraf zu Hessen, Rudolf, grafen zu Anhalt, 5 
fürsten, Albrecht von Eechberg, Jörg von Rosenberg, Hanns 
«?s;.Klosner, Seycz Torringer, Fridrich Sehen ck, 1 Hanns Holz- 
sati, Caspar Schenck, Ott Oberharaer, Wolfgang von Weix, 
Hanns Schilbacz, Gorg Peuscher und ander vil mer, der 
nam mir nit bekannt ist. wann alspald der küng margraf 10 
Sigmund het zu ritter geschlagen, gab er im gewalt auch 
ritter zu schlagen; der [F. 350 ] schlug vil ritter mit im. 
das ist geschechen am mitichen nach sand Marteins tag in 
sand Andreas namen. des nagsten tags darnach, das was 
an dem achteten sand Marteins tag, zoch der küng und 15 
herzog Jörg ain meyl wegs aus der stat gegen Ofen werez. 
da lagen sy wol acht tag. do tädiget herzog Jörg zbüschen 
des küngs und der söldner, di sich nennten di lanezknecht; 
wann sy wolten nit ferrer ziechen, sy wären dann ganz 
bezalt von dem küng irs solds und peutgelt. und do di20 
lanezknecht nit wolten nachdauchen, zugen der küng und 
der herzog wider hinder sich in di stat. und der herzog 
belayb in der vorstat mit sambt dem küng wol 10 tag und 
het sein küchl zu den parfüssen. di von Ofen schikten ir 
potschaft zu dem küng, so er und herzog Jörg kämen, so 25 
wolten sy sy einlassen, wie wol unmassen gross gut in der 
stat Stulbeissenburg funden ward, nachdem di purger all 
erschlagen und versagt wurden, so ward doch nit mer 
ainem yeden, dem maisten als dem minsten, dann 2 gülden 
der peut; wann es ward haimlich deublich als durch di30 
lanezknecht gestolen. der küng beseezet di statt myt 
[F. 35 1] seinen haubtleuten Veyt Volkenstainer aus Östereich, 
Reinprecht Rechenberger b aus Kärnten, Jörg von Castlbart 
aus dem Otschland, Hanns Schylbacz aus Bairen, all ritter. 
darnach an sand Barbara abent prach herzog Jörg auf3n 
und zoch gen Wyen und kam dahin an montag vor sand 
Tomans tag. und der küng darnach des ersten tags 
darnach zoch gen Rab warcz und gab allen söldneren 
Urlaub. 

* Raum, darin : mal. b Reihenberger Ha. 40 

1 Fehlt im lateinisclien Text oben »S. 391, L 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 641 — 

Herzog Jörg ist in der selben rays gar kostlich ge- 
wesen, er hat sich gar miltiglich gehalten und vil menschen 
und guter gesellen mit im gespeist, darumb erlanget er 
gross lob und preis über all fürsten. und an sand TomansSÄ?. 

5 tag zoch er zu Wien aus haymbercz, und an sand Stefans 
tag in wein achten ist er haim gen Lanczhut gefaren auf 
ainem schütten schnell kument und mit im graf Sigmund 
von Lupf, Görg von Rosnberg, Hanns Klosner, Hanns Holz- 
sati, und der zeug und hofgesind kamen hernach. 

10 In dem jar was aine grosse teurung in dem land aller 

speys und trank, sy nam aber das jar nit end. es galt 
ain Lanczhuter [F. 352] schaf körn 5 Ib. d. auch so musst 
das land dem fürsten ain grosse steur geben, zu sand 
Thomas tag hub es an zu schneyben und schneybet vil 

15 tag und nacht ainen gar dicken snee, und der stoss der 
Yser kam gar bis an Freysinger enger, di gross teurung, 
in der der herzog di gross steur genomen hat, hat seinen 
armen leuten in seinem land lang hart geschadet ; wann es 
was wein, prot, fleisch, visch, traid alles teur. man gab 

20 ain ay umb 1 d. bis in di vasten. 

Anno 1491 in der wochen nach dem obristen herzog 
Jörg hat etlich kirchfert ausgericht als auf den heiligen 
perg und gen Ebersperg. 

Am smalzigen sambstag kam küng Maximilian gen 393. 

25 Lanczhut, Freysing und Augspurg und München. 

Item zu mittervasten ist herzog Jörg gen Nürmberg 
auf den tag zu dem römischen küng von des punts wegen 
in Swaben, so wider herzog Jörgen gewesen ist. und sind 
darkumen bey 32 fürsten geistlich und weltlich, aber es 

30 ward nichcz ausgericht des punts halben, auch was da der 
herzog von Weyssen Keussen. und di fürsten von Bairen 
zugen wider haym zu sand Veichcz tag. 

Item di teurung, di sich in dem [F. 353] vorigen jar 
hett angefangen, was so gross, das zu subenten in der stat 

35 Lanczhut ain schaf waizen Lanczhuter mass galt 1 1 gülden 
K., koren 9 gülden, gersten 5 gülden, haberen 5 gülden, 
do tet herzog Jörg zu Lanczhut seinen kästen auf und 
gab seinen leuten ain schaf Lanczhuter koren umb 6 Ib. d. 
beraits geltz. 

40 Item an sand Johanns tag zu subenden was herzog 

Jörg zu Freising im capitl im tum und begeret, das bischof 
Sixt das bistum übergab pfalzgraf Philipp sun. aber pabst 
Inocencius wolcz nit geschechen lassen. 

Quellen u. Erörterungen 21. F. III. Original from 



3y \jOUgIL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 642 — 

In dem obgemelten jar an sand Johanns und Pauls 
tag was ain gross gewässer in Bairland, auch zu Freysing, 
das rengwasser, das von dem forst und zieglstadl herabflos, 
394. zerbrach das gestad und die wier der Mosach pey dem 
Murren tor mit gewalt, das man muesst ain prucken machen 5 
von stundan; wann sunst mocht niemant aus oder ein 
di statt. 

Item es was ain grosse kirchfart auferstanden gen 
unser frauen capellen zu AJtenöting. dahin kam auch kayser 
Fridrich und an sand Matheus tag kam zu im herzog Jörg 10 
in Bairen. 

In dem obgemelten jar lech herzog [F. 354] Jörg 
herzog Albrechten 60 pfärd geraisigs volk gen Straubing, 
darnach gen Lengfeld, der haubtman was genant Scheftaler. 

Anno 1492 an ertag vor 1 liechtmessen schiket herzog 15 
Jörg 300 geraisiger pfärd in das kloster Niderenaltach zu 
bewaren wider di Pecham, auch ander, di kamen pald 

395. herwider. an sand Mathias abent schiket er 300 pfärd gen 
Fridperg. — 

894. In der zeit was erstanden ain unru zu Lanczhut20 

zbtischen der zbayr pfarer und der zbayr petlklöster. di 
klagten ir sach bischof Sixten von Freysing, der bischof 
seczt paiden tailen ainen tag gen Freysing, daselb hört 
er baid tail nach notorft in gegenbürtigkait 1 6 doctor und 
licenciaten, und bürden mit ainander also vertragen und 25 
verricht: zum ersten, das alle red, bisher sich zbüschen ir 
verloffen, hin und ab soll sein und zu guten frunden ge- 
sprochen, auch ain tail dem anderen thun, was im lieb sey, 

395. und kain tail wider den anderen kainerlay privilegia oder 
pfarlich recht in kainer predig melden, so sol auch pater30 
Erasmus an der canzl sagen, nachdem irr erwachsen seyn 
zbüschen her Wolfgang Federkiel, pfarrer zu sand Martein, 
und des pfarrer zu sand Jobs ains und der observanzer 
und prediger anders tails, darumb ain tayl zu dem anderen 
nichcz mer zu sprechen sol haben, darumb durch den bischof 3& 
von Freysing gnädiglich vertragen. [F. 355\J der gleichen 
sollen di pfarrer auch tun. man sol auch den pfarreren 
geben inhalt alts herkomens ire pfarliche recht, und wer 
mit andacht gedachten enden genaigt wäre, sullen di pfarrer 
nit hindern. 40 

1 31. Januar. Oben S. 394, 22 : post purificationis = 7. Februar- 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 643 — 

Des ertags nach dem weissen suntag ist herzog Jörg 
zu Lanczhut ausgeritten, und in seiner stat. Laugingen 
haben mit ainander ainen tag und rat 6 tag gehabt di 
hernach geschriben fürsten : pfalzgraf Philipp, kurfürst, Ott, 
5 Albrecht, Jörg, herzogen in Bayren, und der bischof von 
Wurms, do ward beschlossen, was das haus von Bairen 
antreff, so solten sy all an ainander helfen. 

Des sontags vor dem palmtag ist herzog Jörg aus- 
geritten zu Landshut und gen Augspurg kumen zu dem 

10 römischen küng Maximilian und da beliben pis an den kar- 
freitag. auch ist zu merken, do herzog Jörg zu Augspurg 
einrait, do rait herzog Kristof zu der stat aus. 

Auf freitag nach dem ostertag hat herzog Jörg sein 
landschaft gen Landshut gefodert. do ward beschlossen, 

15 das er herzog Albrecht nit helfen solt wider den kayser; 
wann er war sein rat, diener und geschworner lechenmann. 
und solichs herzog Albrechten zu verkünden ward geschikt 
gen München her Sygmund Frawnberger, herr zum Hag,.?s& 
[F. 356 J von der ritterschaft, Maricz Tannberger von dem 

2oadl, her Lud big Ebner, brobst zu sand Zen bei Reichenhall, 
von den prelaten und Osbald Oberendorfer, burgermaister 
zu Landshut, von den steten, do nu herzog Albrecht ver- 
nam, das im herzog Jörg nit helfen wollt wider den kaiser, 
do saget er di burger von Rengspurg irs gelübs und aid 

25 ledig, damit nam der krieg und aufrur ain end. 

In der zeit nach osteren het herzog Jörg sein ganze 
ritterschaft aus seiner landschaft zu Aichach, 872 pfärd 
wol gerüst, und vor dem geschloss Liechtenberg Hess ers 
den punt sechen. 

30 An dem dritten suntag nach osteren zu Landshut im 

parfusserkloster haben di minderen brüder von der Observanz 
ain gmains capitl gehabt, am montag sind sy umbgangen 
mit ainer process mit der lataney in irm kreuzgang, an 
mitichen darnach hat man ain löbliche process gehabt in 

35 der stat gen Säldental, herzog Jörg versach di brüder 397. 
wol mit essen und trinken, auch mit den von Lanczhut. 

Anno 1493 in dem monat Jenner haben di burger von 
Ulm gnad erlangt bey herzog Jörgen, und zu liechtmessen 
sind herzog Jörg und margraf Fridrich von Brandenburg 

40 mit ainander veraint worden. 

[F. 357] Darnach zu mittvasten sind dye landschaft 
der fürsten von München, herzog Cristof, Wolfgang und 
herzog Albrechcz rät zu Landshut als kayserlichem 

Original fram 



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— 644 — 

comissari vor herzog Jörgen gebesen, aber sy mochten da 
nit veraint werden, aber pald darnach wurden sy zu 
München veraint 

In dem obgenanten jar ist kting Maximilian aus Bur- 
gundi und ausm Elsass am aufferabent durch Landshut ab& 
gen Linz zu seinem vater zogen. 

Item an sambstag nach dem püngstag ist zu Landshut 
ain löbliche process paider geschlächt, menschen bey 15 hundert 
und 11 priester gen unser frauen gen Altenoting gangen 
mit ainer kerzen, het 100 Ib. wax. man gieng in daselb 10 
engegen und enpfieng si wirdiglich. und do si ir gepet 
und goczdienst verprachten , kerten sy wider haira. sy 
hetten under yn 11 gesang. 

398. In dem jar was das gross schiessen zu Landshut. do 
musten di armstschüczen an sand Johanns tag zu subenden l5 
an der herberg sein, des nagsten tags darnach sang man 
ain ambt zu sand Martein. do giengen all schüczen gen 
opfer. dem Osbald Oberndorfer waren zugeordnet 40 knecht 
in roten klayderen. der armbrostschüczen waren [F. 358] 
500 und 12. di lued ains mals herzog Jörg all gen hof. 2 
das mayst klainat was 100 und 10 gülden, ainer leget 

2 gülden minus 1 21 d. der puchsenschüczen waren 1200. 
es tet ainer zben schüss nach ainander. es leget 
ainer 9 sexer. das pest klainat was 100 und 10 gülden, 
es ward ainer erschossen, Ulrich Püchler von Augspurg.25 
di von der stat gaben gar erberlichen wein und prot. es 
waren auch alle ding nach aller notorft gar ordenlich ver- 
sechen. im kuglen das mayst klainat 10 gülden, das pest 
im hafen 60 gülden. 

399. Am montag vor sand Bartlmeus tag Fridrich und 30 
Sigmund, gebrüder, margrafen zu Brandenburg, kamen gen 
Lanczhut. herzog Jörg rayt in engegen. darnach am 
mittichen ritten sy auf den Simlsee. man jagt in da 6 hirsen, 
und hetten ainen tanz mit schönen edlen frauen. darnach 
am pfinztag rennten dy zben brüder scharf mit ainander. 35 
an dem freytag zugen sy wider haim. 

Des oberürten montags nagst vergangen starb kayser 
Fridrich. herzog Jörg Hess besingen kayser Fridrichen an 
sand Augustins abent und tag mit aller notorft herlich. 

1 Dieses Wort fehlt oben S. 398, 19, scheint aber hieher xu gehören. 40 
Vgl. den Wortlaut des SchiUxenbriefes bei Freys, Gedruckte Schützenbriefe 
des 15. Jahrhunderts, Tafel XX VI. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 645 — 

an sand Cosrae und Damian tag Hess herzog Jörg herzog 
Kristoffen gar erberlich besingen in dem kloster Säldental. 

Maximilian, der römisch küng, für auf dem wasser ab 400. 
für Wasserburg. [F. 359 J an montag zu 1 sand Michls tag 
5 kam er gen Prawnaw. da kam herzog Jörg zu im. der 
küng fuer myt 24 schyffen. 

Am montag nach sand Gallen tag hat herzog Jörg 
ain landschaft gehabt zu Lanczhut. 

An sand Othmari tag ist herzog Albrecht von München 
10 zu Lanczhut bei herzog Jörgen gebesen und auf dem wasser 
zu des kaysers grebnüs gen Wien gefaren. 

An sand Elspeten tag was zu Landshut der erzbischof 
Senonensis und herzog Marx von Orliens, des kiings Karl 
von Frankreich potschaft. di löst herzog Jörg all aus 
isirer herberg. 

An sand Cecilia tag was zu Landshut der gubernator 
von Burgundia. 

An sand dementen tag schykt herzog Jörg von Lands- 
hut seinen marschalk Sigmund Frawnberger, freyherr zum 
20 Hag, Hanns Klosner, Hanns Aicbperger, all drey ritter, 
und doctor Peter Krafft ab gen Wien zu des kaisers 401. 
grebnüs. 

1494 zoch küngKarl* vonFrankreich mit heres- 
kraft durch Wälschland gen Rom, davon in das 
25küngreich Napls und gewan das vast als und -ver- 
trayb daraus den küng Ree 8 Verando. 3 do er aber 
wider aus dem land kam, do waren di sein vast 
pald, mit den er di stet und sloss beseczt hett, 
vertriben und erschlagen und kam das künkreich 
30Napels wider [F. 360] under den napulitanischen 
gewalt. 

Der römisch küng Maximilian hett zu der ee 
ain junkfrauen 4 des geschlächcz der herren von 
Maylant. mit des und der Venediger hilf samlet 
35küng Maximilian ain gross volk und zoch in walsche 
land als umb Mayland und gewan etliche castell, 
di mit dem küng von Frankreich waren, dahin 
kamen vil guter edlleut aus teutschem land gar 

1 Müsste heüsen: nach; vgl. oben S. 399,33 ff. 
40 * Karl V1U. 

* Re (König) Ferrante , natürlicher Sohn des Königs Alfons V. 
von Aragon, Sizilien und Neapel. 
4 Bianca Sforza. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 646 — 

wol gerüst zu ross und fuess, vil soldner, also das 
manger edlman zu ross mit seinen knechten hinein- 
kam, der herwideraus armiglich zu füssen gieng. 
auch wer in guten klaidern hineinzoch, der zugen 
vil zerrissen heraus, der krieg nam pald end. ders 
kting zoch wider in teutsche land. 

Dem römischen kiing was vor der frauen von 
Mailant verheyratt worden di herzogin von Por- 
tania. 1 als daz vernam Karl, kiing zu Frankreich, 
gleich als sy zu dem römischen küng wollt und inio 
des küngs von Frankreich gelait was auf dem weg, 
liess er sy vachen, zu im bringen und nam sy selb 
zu weyb, 2 das doch dem romischen küng was ain 
grosser spott und dem küng von Frankreich stund 
gross zu verbeysen und pillich allen kristlichen 15 
fürsten stund zu rechen, der küng Karl starb anno 
domini 1498. 

402. Anno 1495 des sontags in der vasten genannt In vocavit 

des nachcz verpran nit vil minder dann der halb tayl 
der stat Müldorf. 20 

40L [F. 361 / Item in der zeyt hett herzog Jörg etlich 

ainspänig reuter, edlmann, zu veinden und ainen, genant 
Köchl. 3 der prennet herzog Jörgen ain dorf 4 ab, darnach 

402-prennet er \ m a i n gschloss aus, genannt Küngstain. 5 er 
tet dem herzogen vil schaden mit raub, prand und25 
schäczen und todsiegen, des maysten tayls umb 
Weyssenhoren. der selb Köchl ward darnach in 
dem 97. jar erstochen, das füget sich also, herzog 
Jörg was bey dem römischen küng zu Inspruck. 
der Köchl ward von dem küng und herzogen dahin30 
verglaytt und nit weit von Yspruk, 6 im pirg in ainer 
taferen er und ain knecht in freyem gelait erstochen 

1 Anna von Bretagne. 

2 1491. 

3 Klaus Köchlin. Vgl. über ihn, dessen Schicksale hier ausfuhr* 35 
licher als oben im lateinischen Texte beschrieben werden, die Weissen- 
horner Historie von Nikolaus Tfioman, heg. von Baumann in den Quellen 
xur Geschichte des Bauernkriegs in Oberschwaben (Bibliothek des literarischen 
Vereins in Stuttgart, CXX1X), S. 29 ff. und Holt, Geschichte der Stadt 
Weüsetihorn, S. 49. 40 

4 Donaustetten ; Thoman a.a. 0. S. 32. 

6 Vielmehr Wartstein, Burg im württembergischen Oberamt Mün- 
singen, früher im Besitze der Herren von Königsegg ; vgl. Thoman a. a. 0. S. 34. 
6 Zwischen Telfs u. Nassereit xu Schneckenhofen ; Thoman a.a.O. S. 36. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 647 — 

von ainem, genannt Osbald 1 , und seinen helferen, 
des herzog Jörgen diener. darurab ward diserOsbald 
und sein helfer hernach verschmächt von der unred- 
lichen tat wegen von dem adl und geraainklich von 
sallen guten dienstleuten. 

Anno 1495 was ain grosser sterb in Swabn, 
Payren, Ostereich, im pirg und am Rein. 2 

Anno 1496 zog herzog Jörg aus zu Landshut 
in den pfingstfeyrtagen 8 mit ainem hübschen bol- 

lOgerüsten zeug bey dreyhundert pfärden ab an den 
Rein gen Wurms zu dem romischen küng und ward 
sein diener. es was ain grosser tag, dahin vil 
fürsten und herren kamen, auch di Venediger. der 
jung herr von Peren, genant Johanns,* hett zu 

löbeystand 7 fürsten, den pfalzgrafen , herzog Jörgen 
und ander wider di Venediger. [F. 362] daran er- 
fodret er sein land vor dem küng und den fürsten. 
aber es ward da nichcz ausgericht. aber nachmals 
aus pett der herren von Bayren und ander fürsten 

20hat der küng dem herren von Beren* ain gut zusagen 
gethan, im hilflich zu sein gegen den Venedigeren, 
darnach zoch herzog Jörg mit dem römischen küng 
als ain diener gen Yspruk und der selben end und 
schiket den maisten tayl seins hofgesinds wider 

25haim gen Landshut. 

Davor auf dem gehalten tag und anderem ward 
beschlossen, das man dem küng ain gemaine steur 
geben sollt, di red stund wider di Türken damit 
zu schedigen. ain yeglich mensch, das zu gots tisch 

30gieng, solt geben 9 d., ain priester, der hinder 
hundert gülden hiet, 1 gülden, wer aber über 500 
gülden hiett, priester oder edlleut, solt davon ainen 
gülden geben, von tausent gülden auch sovil. solhe 
steur solt man geben in aller fürsten land des 

35römischen reichs vier jar an ainander. solhes ward 
auch an herzog Jörgen landschaft bracht, 5 di steur 

* bairen Hs. 

1 Osswalt Stirtzer bei Thoman a. a. 0. 

* Vgl. die Landshuter Ratechronik (Chroniken der deutschen 
40 Städte XV), S. 337. 

8 Pfingsten war damals am 22. Mai. Der Auszug geschah am 
25. Mai; Chroniken a. a. 0. S. 340. 

* Della Scala; Oberbayer. Archiv VII, 40. 

* Krenner, Baierische Landtagshandlungen XII, 393 ff. 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIvERSITYOF MICHIGAN 



— 648 — 

geaischet. darumb ward ain landschaft zu Lands- 
hut und in rat erfunden, zu antborten, di weil ir 
fürst, herzog Jörg, nit bey land war, wolten sy in 
nicht verbilligen noch geben. 

Anno 1498 starb küng Karl von Frankreich^ 
und Hess kainen mandlichen erben, davon fiel das 
künkreich, und ward küng der herzog 2 von Orlien s 
als der nagst gesipt erb zu der krön Frankreich. 

Als aber das vernara küng Maxymilian, pald 
darnach zoch er von [F.363J Ulm ab gen Freyberg 10 
im Preysga, 3 mit ym herzog Jörg von Bayren. 4 der 
schikt gen Lanczhut nach seinem hofgesind. das 
zoch zu dem herzogen gen Freyberg mit 270 pfärden 
vast wol gerüst. dahin zu dem römischen küng 
kamen vil fürsten und herren potschaft. der römisch 15 
küng schiket ain michel geraisig und fussvolk auf 
18 meyl hinder Freyberg auf das Hochburgundisch, 
das vor durch den küng von Frankreich den Bur- 
gundieren abtrungen was, wider zu eroberen. 

In der und vorvergangen zeyt waren di Türken20 
mit gewalt in des küngs von Polan land und teten 
yn dem land Reussen grossen schaden, gebunen vil 
stett und geschlosser. es wurden auch der kristen 
vil von den Türken erschlagen, auf rauberey und 
streyten waren di Polanischen ganz unsighaft. auch 25 
bekümreten di Türken den küng von Ungeren, davo n 
di küng schikten ir botschaft zu dem romischen 
küng mit 70 pfärden und siben wägen gen Freyberg 
im Preysga umb hilf wider di Türken. 

Item herzog Jörg tet gross zerung bey dem30 
küng und dient im vast. 

Er kam selten, so er schon dahaym was, zu 
seiner frumen frauen. a und als man saget, liebet 
er sy nit vast. 5 er war in ainem grossen geschray, 

* der folgende Schluss des Abschnittes ist dick durchstrichen, mit 35 
Ausnahme des letzten Wortes aber noch lesbar. 

1 Vgl. oben S. 646 } 16 f. 

9 Ludung (XII. ton Frankreich). 

8 Freiburg im Breisgau. 

4 Vgl. Chroniken a. a. 0. S. 343, ohne dass ich t vrie es dort in 40 
Anm. 2 geschehen ist, einen unmittelbaren oder mittelbaren Zusammen- 
hang der Texte selbst annehmen möchte. 

6 Vgl. die Fortsetzung der Chronik Füetrers S. 219. 

rv ^ h (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 649 — 

als es auch war was, mit ainer guten frauen, ge- 
nant Gredl im . . . .» 

[F. 364] Item darnach als man zalt 1500 in 
ersten jar, 1 starb sein hausfrau saliglich zu Purk- 
5 hausen. 

Item als man zalt 1500 im dritten jar, was das 

gemain geschray, wieherzogJorgherzogRuprechten, 

seinem ayden, das land wolt übergeben, und in 

dem iczgemelten jar lag herzog Jörg zu Inglstat 

lOkrank. 

Item des obgenanten jars an pfinztag 2 vor 
sand Katrin tag zoch herzog Ruprecht mit ainem 
klainen zeugl gen Landshut und rait von stundan 
in das sloss. darnach am sambstag kamen des pfalz- 
lögraven diener etbas pey 100 und 80 pfärd gen Lands- 
hut, darunder was her Ludbig von Leonstain haubt- 
man. darnach am samstag rait herzog Ruprecht 
gen Purkhausen. da woltn in di pürger in zbayen 
stunden ungevärlich nit einlassen, doch ward er 
2odarnach in das sloss gelassen. 

Item anno 1500 im dritten jar ist herzog Jörg 
saliglichen zu Inglstat gestorben mit grosser Ver- 
nunft an freytag 8 vor sand Barbra tag und hat an 
seinem end herzog Ruprechten, seinen tochterman, 
25fur seinen nagsten erben erkennt zu dem fursten- 
thum und seinem gut. 

Item an suntag 4 nach Nicolae des obgemelten 
jars ist ain landschaft gemainklich auch wolgerüst 
gen Lanczhut kumen 6 und an montag 6 darnach sich 
30auf dem rathaus landschaft versamlt und beslossen, 
das der adl, prelaten und burger bey ainander besten 
wollen. 

Darnach des selben tags ist herzog Ruprecht 
für di landschaft kumen und durch den von Leon- 

35 a ein nicht entzifferbares Wort. Joetxe las, sicher unrichtig: haben (?) 

lüderlich. Es scheint eine Ortsbexeichnung zu sein, vielleicht holczhäuserl. 
Darnach sind 5 Blätter, deren viertes Reste von Text trägt, ausgeschnitten. 

1 Vielmehr am 18. Februar 1502. 

* 23. November 1503. 
40 « 1. Dezember 1503. 

* 10. Dezember. 

8 Krenner, Baierische Landtagshandlungen XIV, 3 ff. 

* 11. Dezember. 



C^f\C\Ci\i' Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



- 650 — 

stain begeren lassen, sich zu im als dem rechten 
naturlichen erbn und landsfürsten ze wenden, hat 
in di landschaf t des gedacht genomen. 

[F. 365] Item am ertag 1 ist ain kunkliche am- 
basiat mit ainer credenz vom römischen küng für 5 
di landschaft komen. hat unter anderm in sich ge- 
halten, wie der küng herzog Albrechten dasNyder- 
bayrland und bas herzog Jörg verlassen, zu lechen 
verliehen als rechtem natürlichen und lechnerben, 
an di landschaft begerig, ime underthenig ze seinio 
pey hundert mark gelcz, ainem yeden aufgeseezt. 
haben in di landschaft auch bedacht genomen darauf 
zu antborten. 

Item des tags ist ain potschaft vom punt auch 
vor der landschaft erschinen, begert herzog Al-15 
brechten zuzulassen oder der punt welle im des 
hilflich sein. 

Item des von Wirtemberg, herzog Albrechtes 
aydm, potschaft auch dermassen mit beger wie der 
punt erschinen. 20 

Item di potschaften und herzog Albrechcz rät 
habn auch ir potschaft geborben an di landschaft, 
dapey eingelegt abschriftn der alten verschrey bung, 
di di ftirsten, nämlich Fridrich, Stefan undJohans, 
gebrüder, gegen ainander aufgericht, darbey ain25 
künklich urtl von küng Sigmunden, auch daselbs 
erclärt, ob gleich di verschreybung nit war, so 
wäre dannoch herzog Albrecht herzog Jörgen in 
der vierdn sipp gefrundt mandlichs stamens, 
aber herzog Ruprecht mandlichs stamens erst30 
in der achten sypp. 

Item an freytag 2 nach Nicolae ist herzog 
Jörg zum Judentor hereingetragen worden mit 
grosser procession und bürdigkait etc., in sand 
Marteins pfarkirchen über nacht gestanden ob36 
erd, darnach am sambstag morgen gen Sälden- 
tal getragen, aber mit grosser menig volks und 
procession, daselbs begraben borden in der be- 
grebnus der furstn von Bayrn daselbst. 

1 12. Dezember ; Krenner a. a. 0. S. 10. 40 

1 8. Dezember. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 651 — 

[F. 366] Item in der zeit haben di stathalter 
von Landshut gen Wasserburg geschikt pey 200 
fuessknechten, nennet man waldknecht, di stat 
Basserburg zu beseczen. da haben sy di von 
öWasserburg mit nichtung wellen einlassen, sonder 
gesagt, sy wissen ir stat wol zu halten so lang, 
hunz sy ainen fürsten haben." 

Item in der landschaft zu Landshut haben 
herz ogRuprecht sich mit der landschaft veraint, 1 
lOdas sich herzog Ruprecht ferrer kainer fürst- 
lichen obrikait geprauchen, underziechen, schaffen 
noch thun, weder stet, sloss noch markt oder 
nichcz, hat auch di oberkait und regement auf 
gmaine landschaft und der selben verordnt Stat- 
thalter ze stellen vergunt, in darein nichcz zu 
reden hunz zu austrag der sachen zbuschen herzog 
Ruprechten, herzog Albrechten, herzog "Wolf- 
gangen, itemkainfremdvolkin dazlandzufuren, 
bestellen oder darin annemen, er noch niemant 
20von seinen wegen, item herzog Ruprecht und di 
seinen gmainem land und leuten an schaden hie 
zu sein, item seinen handl mit recht gegen herzog 
Albrechten austragen, item ob ain fürst gegen 
dem andern das recht nit leiden wolt, sonder 
25aufrürig war, so mög sich di landschaft an den 
andren, der das recht leyden mög, schlagen an 
all einred etc. item ob herzog Ruprecht an den 
zbain slossen Purkhausen und Landshut von 
yemant an recht vergbeltigt wolt werden, darin 
30Sol ain landschaft herzog Ruprechten helflich 
und beistendig sein. 

Solchen vertrag haben herzog Ruprecht 

selbs mündlich, auch sunst schriftlich mit in- 

siglen verfertigt, aufgericht, und di verbilli- 

35gung ist in beybesen herzog Ruprechten und 

ge mainer landschaft zu [F.367J Landshut offnlich 

* mit dem di knecht wider gen Landshut in di vorstat Achdorf 
zogen, dann man sy auch in di stat nit lassen wolt, darnach kürzlich 
gen Arding 1 geschyckt worden ausgettriehen He. 

40 l Krenner a. a. 0. S. 112 ff. * 

* Erding. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 652 — 

verlesen worden an mitich 1 nach des neuen jars 
tag anno 4. 

In der zeit der landschaft ist ain brief 2 in 
di landschaft gelegt worden haimlich und für 
di verordnten und darnach für gemaine land-5 
schaft bracht worden, darin sich niemant under- 
schribn hat. hat in sich gehalten vil schmach- 
licher lestrung, under anderem wie di stathalter 
zu Purkhausen und Landshut daz sloss Purk- 
hausen und Landshut verraten und verkauftlO 
habenetc. des haben sich herSigmund 3 vomHag 
und ander stathalter beredt, entschuldigt vor 
herzog Ruprechten und gemainer landschaft da- 
selbst brief von herzog Jörgen mit seiner hant 
bezaichnt beschriben, mit dem grossen insigli5 
befestigt fürbracht, verlesen lassen und dem 
selben befelch nach habn sy gehandlt als frum 
leut und bas in herzog Jörg in seinem leben zu- 
gschribn und befolhen. mit andern mer worten 
ist auch geoffnbart, wie das Rudolf Maroltinger20 
gethan hab, hat der schreyber, der den brief ge- 
schribn, bekennt, esist auch Maroltinger eylend 
und haimlich weg ungeriist. und darnach am nagsten 
tag, als der brief vor gemainer landschaft ver- 
lesen was, hat Maroltinger ainen brief 4 in di25 
landschaft geschikt. habn di verordenten ver- 
lesen under anderm di mainung, er hab denbrief 
schreyben lassen, sey des an laugen, mög dar umb 
das recht leyden vor künglicher majestat, ob 
aber ainer sunst ainen lust zu im hiet, gegen30 
dem well er es mit mund und hand austragen, 
ob es aber durch Maroltinger wol oder übl ge- 
handlt, lass ich beleyben. 

1 3. Januar 1504; Krenner S. 142 ff. 

2 Die Geschichte von diesem Brief erzählte auch ausführlich Andreas 35 
Zayner in seinem Liber memorialis de hello bavarico (Oefele, Her. Boic. 
SS. II, 376 f.) und Angelus Rumpier in seinem Liber calamitatum 
Bavariae (Oefele a. a. 0. I, 106); vgl. Krenner S. 137 ff. und 149; Riezler, 
Geschichte Baierns III, 584. 

3 Sigmund Fraunberger vom Haag, Zayner a. a. 0. S. 377; 40 
Krenner S. 138. 

* Diesen zweiten nickt anonymen, sondern von dem Schreiber des 
ersten, Rudolf Maroltinger zu Wolfseck, unterzeichneten Brief (Erding 
2. Januar 1504) hat Krenner a. a. 0. S. 140 f. abgedruckt, 

.. (~*rw"*nlf* Original frann 

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— 653 — 

Item in der zeit der tayding und underred 
di reuter, so zu Inglstat gelegen und in leben 
herzog Jörgen da einkumen, sind hin auf Purk- 
hausen zogen, und als man sagt, so hat sy her 
öJorg Wispekh zu Freysing angenomen. und als 
man sy aber zu Purkhausen durch das statthor 
nit einlassen wollen, habn sy ain loch durch di 
maur in das sloss gebrochen mit der hilf und 
billen, so im sloss gewesen, und also in daz 

lOsloss kumen. 

[E368] Item all pfleger und ambtleut haben 
der landschaft zugesagt, 1 gewartig underthenig 
zu sein hunz zu austrag, wie wol vil ambtleut 
als pfleger und rantmaister nach abgang herzog 

löJorgen an herzog Ruprecht gewisen worden, 
yedoch nachdem das selb kainen fug wolt haben, 
sind sy irer gelüb ledig gezelt worden und der 
landschaft wie ander etc. zugeschriben und zu- 
gesagt. 

20 Item herzog Jörg etc. hat in seinem lesten 

wegziechen von Lanczhut zu stathalteren ge- 
seczt zu Lanczhut her Sigmunden Fraunberger 
vom Hag, her Adam Torringer und her Asm 
Seyboltstorfer, itemzuPurkhausenherHannsen 

26Klosner, her Seyczen Torringer, Hannsen von 
Bodman. 

Item nach besluss vorberurter tayding, 
solichs andi künglich majestat langen zu lassen, 
ist zu potschaft verordnt N. 2 

30 Item zu dem regement zu Landshut N. 8 

Item in der unterred ist di steur 4 an herzog 
Ruprechten, so in leben herzog Jörgen behalt- 
nusweis in das sloss kumen, erfordert worden, 
ursach dann di steur ist herzog Jörgen umb 

35ain landsordnung und freyhait zu geben zu- 
gesagt worden, di weyl er aber das nit auf- 
gericht, man im der steur nit geben wellen und 
also gen hof zu behalten geben worden, auch 

1 Am 18. Dezember 1503; Zayner S. 373; Krenner S. &5. 
40 ' Krmner S. 120; 147. 

* Krenner S. 121 f. 

4 Ueber die Verhandlungen tcegen des Steuergeldes vgl. Zayner 
S. 376; Rumphr S. 106; Krenner S. 119, 136, 148. 

n (^rtonl - Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 654 — 

des gnugsam urkund verhanden gewesen, und 
di smna gcicz ist 94000 guldea» hat herzog Ru- 
precht zu antbort geben mit mer wortea > di 
steur sey nu im zugehörig, di nit her geben 
wellen, dise antbort nit grunds auf ir tragen^ 
der zeit und beslossen worden durch di land- 
schaft, solichs klagsweis an di künglich maje- 
stat langen zu lassen. 

Item das gelt zu Oting ist gen Purkhausen 
gefurt worden, in golt 20000* 1 gülden und etlichio 
münss sylbers und gelcz, so vil und mer dann 
7 zentner schbär. 

Item darzu so hat der brobst von Oting in 
lebenherzog Jörgen imgelichen 60000 guldenR,. 2 , 
di herzog Jörgen unser frauen noch schuldigt 15. 

[F.369J Item in dem ist herzog Albrechten, 
herzog Wolfgang etc. und herzog Ruprechten 
tag gegen ainander gseczt worden für die küng- 
lich majestat gen Augspurg. 8 alda sind di fursten 
von liechtmessen hunz über ostern 4 gelegen, 20 
darnach ungericht von ainander geschiden. 

Darnach hat di künglich majestat baid 
tail, auch herzog Ruprechts gemachl, zu recht 
gen Augspurg auf den 23. tagdesmonatsAprilis 5 
zu erscheinen citirt, dapey pey verlierung aller2<> 
yedes gerechtigkait hunz zu solhem rechtag frid 
zu halten geboten. 

Mitler zeit an mitichen 6 nach c sand Tiburzen 
tag, di weil di regenten in der canzley warn un- 
versechen, morgens zbüschen 7 und 8 r e n , 30 
schicketen divomsloss den regenten und ainem 
rat absagbrief zue. di kund man nit den vierdn 
tayl lesen, es waren di vom sloss herniden peym 
Judentor in irer ornung pey 500 man, also 
schlugn difusknechtvonstundanlärmum, kamen 35 

»um Es. b wann er es bezaln wirt, waiss ich nit durchstrichen Hs. 
c durchstrichen, mit anderer Tinte unrichtig vor darübergeschrieben. 

1 20000 bei Zayner S. 377; Krenner S. 139. 

* Ebenso Zayner a. a. 0. 

3 Vgl. Riexler, Geschichte Baierns HI, 587 ff. 40 

4 7. April 1504. 

* Kr cnner S. 670 ff. 

e 17. April 1504; vgl RiexJer a. a. 0. S. 593. 

(~* r\r\n\ ""■ Original from 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 655 — 

der regenten fussvolk pey 200 in ir omung für di 
canzley, aber in lof niemant zue von purgeren; dann 
di sach was zu eylend. so schlug man auch den 
stürm nit an, darauf di purger ir aufmerken heten. 

5 so viel her Jörg Wispek vom sloss und eibo wenig 
fus knechten! über den perg in di neustat und namen 
di neustat ein. so was her Jörg von ftosnberg her- 
vorn in der altn stat. a mit dem was kain omung. 
auch hettn di von der gemain kainen Vorgang oder 

lOwistn nit, wem sy zulaufen solten. so bolt sich 
di sach sunst auch nit recht schicken, als aber 
der stat fusknecht gern sich geschlagen hieten 
und von niemant kainen Zulauf hetn, schri in der 
vonRosnberg zu, das sy sich abzuziechen begäben. 

i5also tadiget herLienhart vonFraunberg und ainer, 
genant Töschnicz 1 — ward für ainen haubtman 
vom küng der landschaft gen Lanczhut geschickt 
wordn — , so vil darein, das di knecht abzügen 
hinaus zbuschen prüken. da globten sy auf ferrer 

20beschaiden nit ze beichen, sonter also zu verwarten, 
in dem rücket das volk vom sloss als hinach auf 
den placz in der alten stat, und ward beruft all 
burger sicher leybs und gucz, doch von stundan 
auf daz rathaus zu kumen. es ward auch aus dem 

25 sloss in di stat herab in dreu oder vier heuser auch 
in di kanzley geschosen, darunder 1 stain was, 
hett pey 80 Ib. schbar. also wurden sy gedrungen, 
auf das rathaus zu kumen. da must rat und [F. 370 ] 
gemain der herzogin, herzog Jörgen tochter etc., 

30und iren erben sweren und huldigen. 

Darnach am pfinztag 2 zugen pey vierhunderten 
zu fuss und ross für Teyspach, namen das ein an 
yrung, auch genDinglfing, tet man in auch nit wider- 
stand, Hessen sy ein und schburen am freitag 

35morgen. b in den tagen ist Burkhausen auch wie 
Lanczhut eingenomen worden, geschboren. item 

* 5 Zeilen dick durchstrichen; lesbar ist noch: als man aber so 
pald den vom sloss kainen widerstand tun kund ... in di kloster . . . 
etlich . . . der zeit ... •> sy woltn auch gen Landau sein, da scbribn 

40 in di von Landau zu und ergabn sich auch durchstrichen. 

1 Niklas Töschitx; Krenner XIV, 666. 

* 18. April 1504. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 656 — 

Öting gab sich auch darzu. was paumvolk umb 
und under Lanczhut, schburen und ergaben sich 
auch. 

Item an sontag sand Tiburzen tag 1 hat her 
Jörg Wispek der herzogin ze lieb Arding ein-5 
genomen, darin etlich raisig und pey sechzig fuss- 
knechten zu ainer beseczung mit sambt etlichen 
püxen, so sy mit in darbracht heten, gelassen, ir 
waren für Ärding zogen pey vierhundrt fuss- 
knechten, pey 200 geraisigen. 10 

Item di herzogin hatMospurg auch eingenomen. 

Darnach an freytag nach sand Marx tag 2 komen 
di herzog Albrechtischen mit ainem grossen volk 
für Arding von München aus. di vonÄrding wereten 
sich nit lang, sonder ergaben sich, doch Hess maniö 
di knecht all mit leyb und gut frey ziechen, auch 
gab man das geschoss auch wider, das di herzog 
Ruprechtischen hineinbracht heten. 

Item in der zeit hat herzog Ruprecht ein- 
genomen Neuburg und Rain im Oberland. 20 

Item so nam ein herzog Albrecht Fridperg 
und Aichach. 

Item di herzog Albrechtischen haben von 
Arding ausgeplündert das dorf Langnpreysing und 
ander mer. 25 

Item so hat in der zeit di herzogin eingenomen 
Landau. 

Item so hat di herzogin gebunen und ver- 
prennen lassen das sloss Leonsperg, auch das dorf 
Niderkolnpach, das auch ver prent und als geplündert. 30 

Item so hiet di herzogin erobert das sloss im 
Mos, herr Johannsen von Aichperg zugehörig, das 
alles und vil gucz darin verprennt und vast vil 
weggefürt. 

Item herzog Albrecht gewan daz sloss Cra nts-35 
perg am auffertag 3 und an freytag darnach nam er 
ein daz sloss Bolzenzach 4 und den markt. 



1 Diese Zeitangabe stimmt nicht. Der Sonntag, aufweichen Tiburtius 
fiel, war der 14. April 1504. Die Einnahme von Erding erfolgte (vgl. 
Krenner XIV, 668) am 20. April. 40 

7 25. April. 

8 16. Mai, 

4 Wolnxach. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— 657 — 

Item herzog Ruprecht zoch in der zeit von 
Neuburg herab gen Lanczhut mit vil volks. zu ross 
und fuss, und was herzogAlbrechten was, verprennet 
er als nach im. in der zeit ward auch geplündert 
5das closterKor, auch geprantschaczt umb 1200 f 1. R. 
[F. 371] Darnach zoch herzog Ruprecht von 
Lanczhut aus gen Ärding, het zu ross und fuss pey 
4000 man und lag ungfarlich darvor vom abnt pis 
zu mittnacht. wurdn 3 heraus erschossen, da er 

10 sich versach, das es ungebunens was, zoch er weg 
hin auf Wasserburg, di weretn a sich ain klaine 
weyl. darvor wurden der Rupertischen 15 schadhaft 
und geschossen, darnach ergaben sy sich, darzu 
an dem darziechen huldiget her Sigmund vom Hag 

15 und di sein herzog Ruprechten. darnach zoch her- 
zog Wolfgang von München aus am driten tag mit 
ainem grossen volk. pey im waren 500 pfärd im 
her und benötigeten das Hag zu huldigung, pltin- 
dreten auch di ganz grafschaft aus, zugen ferrer 

20 auf di vechenwis gen Ampfing, darauf sy sich 
legcrten, und von dann aus plündreten sy Neumarkt, 
verprenten auch das gar ab mit sambt der kirchen 
pis an den cornkasten. darnach zugen sy auf Eckn- 
felden, namen das ein mit sambt dein gericht, namen 

25 auch auf dem weg ein Zamberg und bas in under- 
begen kam. di zeit lag herzog Ruprecht still zu 
Lanczhut. in der zeit verderbten, plündreten di 
von Straubing, auch verprenten di dorfer gar pis 
auf Landau, in der zeit wurden hin und bider zu 

30baider seyt vil gefangen und geschäczt, aber kain 
herr oder edlman. das geschach als am strayfen. 
Praunaw, Vilshoven, Schärding hat herzog Albrecht 
gehuldigt, in der zeit gewan herzog Ruprecht 
Pfaffenhofen, plundret und verprennet daz; doch 

35wurden von den seinen vor der stat verloren und 
verprunnen in der stat pey 200 knechten an daz 
statvolk, des auch vil darin verpran. herzog Al- 
brecht leget sycb mit der wagnpurg für Landau, 
beschoss das etlich tag. darin was her Jörg von 

4oRosnberg mit vil gutn leuten zu ross und fuss. di 
werten sich vast mit gschoss heraus, aber es half 

» wereretn Ha. 

Quellen n. Erörterungen N. F. III. 42 

n- -„jk ( VitV'tL'" Original from 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 658 — 

nit. and da herzog Albrecht daz gschloss zum 
stürmen gschossnhet, da versach sich der von Rosn- 
berg di stat nit lenger ze behalten, und an ainem 
sambstag 1 zu nacht gab er den purgeren zu versten, 
wie man herzog Ruprecht wolt entgegen ziechen.5 
damit kam er und daz soldvolk aus der stat. di 
purger mainten auch, im war also, sopald aber her 
Jörg hinauskam, würden di purger erst gebar, daz 
her Jörg di stat räumen wolt, west di nit lenger 
zu behalten, aber di burger damit verkürzt, das 10 
es in nit ee zugsagt was worden, und musten also 
in der eyl als ir hab und gut hinder in lassen, dann 
gar benig prachten etlichs gelt davon und kamen 
also aus der stat mit beyb und kinden von dem yrn 
in daz elend, darnach kam herzog Albrecht in dil5 
stat, nam di ein, füret das gut als aus der stat in 
daz her an di prück. 

In der zeit lag herzog Ruprecht mit vil volks 
zu Dinglfing, aber im was herzog Albrecht dannoch 
zu stark; dann er wolt aus der wagnpurg aus seinem 20 
vortail nit: so het er sich zu vast vergrabn und 
vil volks. 

Di von Abnsperg ir haubtman Lofflholz geban 
das [F. 372] sloss Bildnberg dem Ebran zugehörig; 
der het sich herzog Ruprecht zugesagt, wurden 25 
auch 10 herzog Ruprechtisch darvor gevangen. in 
der zeit übten sich di herzog Ruprechtischen auch 
redlich und viengen etbo vil herzog Albrechtisch, 
di sych vom her teten. es ward auch Scheiren an 
dem zug gen Pfafnhofen geprantschaczt uinb 2000 30 
gülden R. 

Item an suntag* vor sand Jacobs tag waren 
grosser auflauf zben in der stat Lanczhut. begab 
sich also: Peham und lanczknecht waren zum wein 
in ainem wirczhaus in der altn stat, genant zum35 
Gotharten. di zbaiten sich mit ainander, also daz 
di Peham pald 2 lanczknecht erschlugen, also lüfen 
di lanczknecht zue schlügen lärman und samelten 
sich auf dem placz. di Peham hetten das haus in, 
di lanczknecht stürme ten das haus, di Peham Schüssen 40 

1 29. Juni 1504. 
7 21. Juli. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 659 — 

under di knecht heraus und erschussn etlich. 
so scboss man auch an laiteren zu den Pehamen 
hineyn zu den fensteren, und wurden di in der 
stuben all erschossen pis ainer. der sprang zum 
öfenster herab frey an di spiess. man kund di 
aufrur nit gestillen, weder der fürst noch di rät 
oder haubtleut, hunz di Peham in der stubn gar 
erbürgt wurden, also warf man di toten ver- 
bunten corpl zum vcnster herab an di gassen. so 

lOburdn auch sunst etlich Peham von den knechten 
auf der gassn in dem auflauf erschlagen, di 
nichcz darumb westen. und des abencz um 6 orn 
samletn sich di Peham und zugen in der ornung 
gegen dem Ysertor herein in mainung, sich mit 

löden lanczknechtn ze schlagn und ir gselln ze 
rechen, also schlugen di lanczknecht zum andern 
mallärmaund samleten sich aber auf dem placz, ; 
den Pehamen ze begegnen, auch sameltn sich 
di purgerpeydempanervorVizenzScharsachers, 

20 pürgermaisters, haus, so warn auch versamlt 
der geraisig zeug oberhalb des kastns hinauf 
zum Judenthor, der was vast gross, da zugen 
etlich geraisig hinaus und redten so vil mitden 
Pehamen, das sy frid gaben, doch was di Peham 

25knecht vor dem tor ergriffn heten, di erschussn 
und erschlugen sy und rächen sich wol. dann 
der Peham inderstat wurden erschossen und er- 
schlagen im erstn auflauf pey 14, so wurden ir 
im ander auflauf pey 4 leyblos. so verluren di 

30knecht in paiden auflaufen auch wol 20 knecht. 
zu morgns ward di sach zu frid gestellt.' 

In der zeit was solhe teurung zu Lanczhut 
an wein, das ain mass pairisch wein galt 18 d., 
1 mass osterwein 21 d., 1 mass Traminner 22 d.,. 

35pald darnach der Tram inner 32 d. desmalszugen 
pey35Pehamen von der stat Lanczhut undnamen 
den herzog Albrecht ischen 12 wägen mit wein; 
wol t man von Kengspurg in herzog Albrechcz her 
gefürthaben. sy tribenauch vil herzog Albrech- 

iotische mit gebalt von den weinen, di sy belaitt 
heten, heten auch den anderen wägen so gethan, 
das di pauren di ross abspannten und fluchen 
davou und liessn di wein sten , und hieten sy 

42* 

Original frorn 



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^ J 



— 660 — 

wenig raer volks gehabt oder ross, so bieten sy ob 
40 wägen beindavon bracht; prachten auch etl ich 
purger von Rengspurg mit in, di sy pey den wein 
gfangen heten, gen Lanczhut. 

[F. 373] Item herzog Ruprecht, sopald her-5 
zog Albrecht a von Mospurg kam, nam Mospurg 
wider ein. 

Item in der zeit zug;en herzog Ruprechcz 
leut von Lanczhut hin gen Kopfs tain 1 und jagten 
in di stat ab, erstachen etlich purger zu Kopf-io 
stain under dem tor und namen di stat ein, ee 
man ir recht gewar ward, des was haubtman her 
Jörg von Rosnberg. 

Item in der zeit starb herzog Ruprechten 
eltister sun. 15 

Item an ertag nach sandLarenczen tag 2 starb 
herzog Ruprecht im sloss Lanczhut und ligt be- 
graben zu Säldental. 

Item her Jörg von Rosnberg het sich in der 
zeit gelegert für Praunaw yenhalb und her dis-20 
halb des wassers. het allnthalb darvor pey 8000 
mannen und schuss vast in di stat, auch di in 
der stat heraus, auch verluren di herausseren 
ainen stürm an ainer pastein. zu jüngst ergabn 
sich di von Praunaw und wurden di herausseren25 
eingelassen an ertag sand Augustins abent. 8 

Item an freitag 4 nach sand Augustins abent 
zugen di herzog Albrechtischen vonÄrding aus, 
mit in graf Johann von Sunnenberg mit ainem 
starken zeug zu ross und fuss. was gedachter30 
graf haubtman. und kamen am freitag morgen 
umb 7 or für Lanczhut gar gen Achdorf und 
prenten darin 8heuser ab, verprentn auchetlich 
heuser in den Weingarten, verderbtn auch di 
wein und reben, so vil sy mochten, Schüssen 35 
auch gar herein in di stat in vil heuser und gar 

* nicht lesbar, da am Rand weggeschnitten. 

1 Kufstein. 

* Unrichtig. Statt tag müsste es octav heissen. Das obige Datum 
wäre 73. August, doch starb Rupprecht am 20. 40 

3 27. August. 

4 30. August 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 661 — 

auf den placz in der alten stat. darin gieng ain 
eisnyne kugl nider über das volk, das auf dem 
placz in der Ordnung stund, aber von dem ge- 
schloss wurden di veint mit gebalt abgetriben, 
5auch etbo vil von den Pehamen, di in dem veld 
an der hoch in den hecken lagen, auch von dem 
sloss mit geschoss. also zugen di von Erding etc. 
wider zuruk mit grossem raub des vichs und 
was sy mit in wegpringen mochten; dann es 

10 warn nitleut zu ross nochfuess, diindashieten 
weren oder nacheylen mögen: dann es was das 
volk noch als zu Praunau, des sy vileicht ain 
wissn gehabt heten. eswärsunstnitbeschechen. 
aber es Hess daz volk in der stat dannoch den 

lösturm nit anschlachen; dannPeham und purger- 
volk waren dannoch pey 5 oder 600 stark und 
di meur und zu hof nichcz minder beseczt, di 
all zu der wer geschikt waren. 

Item an suntag x nach des heiligen kreuz tag 

20am herbst zbüschen 2 und 3 oren vor tags starb 

frau Elisabeth, herzog Jorgn tochter, herzog 

ßuprechczgemachI,imslossLanczhutanno 1504, 

ligt begraben zu SäldntaL 

Her Jörg Wispek vonNeuburg aus hat v e r - 
25prent, beraubt alle derfer von Neuburg pis auf 
Inglstat zu an mitich 2 vor Franciscy. als er 
het gefangen di herzog Albertischen zuGeysen- 
velt, rait er ein zu Lanczhut ungevarlich mit 
1000 pferden,pehamischenherrenundteutschen. 

30 [F. 374] Item so haben di soldner vonLancz- 

hut zu ross und fuss auf Abnsperg zu 12 derfer 
verpren t und das vich genomen mit etlicher varnder 
hab, wassy nitdann pringen mochten, auch ver- 
prennt. item so namen auch in der zeit diPeham 

35freunden und feinden, also teten auch di lancz- 
knecht, und bas niemant sicher in den steten 
noch auf dem land; dann es gab nieinant nichcz 
umbdenandern und bard das land jämerlich auf 
paiden tayln verderbt. 



40 * 15* September. 

* 2. Oktober. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 662 — 

An raontag 1 vor sand Jobs tag zoch her Jörg 
Wispek mit raisigen und fussvolk pey 2 tausnt stark 
für Filshofen, schoss vom montag hunz auf den 
pfinztag hinein und ainen tail der maur nider, und 
am pfinztag gen der nacht unterstund er sich di& 
stat ze stürmen, aber er verlor den stürm und zoch 
mit schand und schaden ungeschafft weg. desselben 
zugs verprenet derWispek dasTunka 2 , Gfeyslhering 
und etbo vil dorfer, machet vil armer leut. 

In der zeit lag pfalzgraf Fridrich pey demio 
römischen küng zu Yspruck auf maynung frid zu 
machen, pald kam er wider gen Lanczhut. da 
s|chburen im di pürger zu Lanczhut als ainem Vor- 
münder, man het auch vil mit den Pehamen zu fuss 
und ross zu schaffen, pis man sy abrichtet mit gelt, 15 
auch mit sylberzelten und mit Schuldbriefen, also 
zugen sy hinbeg. sy staln auch, was sy ankamen 
in den herbergen und am placz. sy namen auch in 
der stat freunden und veinten; es galt in als gleich, 
wen sy nur ubermochten. behüt mich got vor den20 
gesten! 

Item di sach ist anno etc. 4 a zbuschen der 
fursten zu Köln vertragen worden 8 und durch den 
römischen küng herzog Albrechten daz land zu- 
gesprochen worden, doch sol er vom Oberland auch2f> 
sonst laut desselben Spruchs den jungen fursten, 
herzog Kuprechcz kinden, 24000 gülden mit stetten 
und flecken zu järlicher gult abrichten, vergnügen, 
einantborten an pfinztag nach Judica 4 in der vasten. 

Anno etc. 6 hat herzog Fridrich von rat und30 
den 60 der gemain in dem zolhaus zu Lanczhut 
Urlaub genomen, darnach von stundan am freytag 5 
wegzogen auf Wasserburg. 

[F.375] Jeczund hernach wyl ich schreyben 
von dem brief, den kayser Fridrich der dritt35 

» so ! Hs. 

1 9. Dexember. 

• Donaugau. Vgl. Aventinus, Sämtl. Werke VI, 54,21. 

8 Durch den sog. Kölner Spruch vom 30. Juli 1505. 

4 2, April 1506. 40 

5 Nämlich, wie es in dem unten folgenden Texte heust: vor In- 
vocavit, also am 27. Februar 1506. 

r^f\nnlf> Original frorn 

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— 663 — 

des namens anno 1470 jar den hernachgeschriben 
herren und stetten zugeschriben hat. und so 
das volendt ist, wil ych wider auf di rechtmatery 
der herren von Bayren kumen, nämlich auf di 
5von München und nämlich auf Johannsen, herzog 
Stefan des eiteren sun, und des nachkomen. 

Kopei des briefs 1 laut also: 

Hocbgebornen und lieben oheym und fürsten. wiewol icz her 
zu widerstand der Türken vil und menig tag furnemen beschehen Bein, 

10 ist doch in fruchtperlichem nütz nichcz erschossen, so sy nu, als 
offenwar und wissnlich ist, aber merklich land und stett neulich, daraus 
kristenlichen gelauben verer verleczerung und eingrif widerfaren mag, 
als sy dann täglich in Übung stend, erobert und so gewachsen haben, 
das sy täglich mit irer beschedigung in teutsche land erraichen, wann 

15 wir all kristenmenschen ye gottes er, lob und kristenlichen glauben 
vor allen dingen zu retten und zu beschirmen pflichtig schuldig sein, 
haben wir mit hilf unsers heyligen vaters des babsts, den und anderen 
unsers reichs forsten, grafen, herren, stett und cristen menschen solichen 
mit ernstlichem fleyss una nach unserem pesten vermögen widerstand 

20 zu thun ainen tag gen Rengspurg nämlich auf [F. 376] den nagst 
künftigen sand Jörgen tag zu halten und uns daselbs hin in aygner 
person, darauf dann vor menig mal begir und ratschlag beschechen 
sind, zu fugen fürgenomen und gesaczt. solichs verkünden wir deiner 
lieb, ervoderen und ermonen dich auch deiner pflicht, di du dem almech- 

25 tigen got, kristenlichem gelauben, uns als römischen kaiser, dir selb 
schuldig und pflichtig pist, ernstlich gepietend, das du zu dem ob- 
gemeldten tag gen Rengspurg auch selbs in aygner person on verziechen 
fliegest, als dann des dem nagstgehalten tag zu Nürmberg von gemayner 
besamnung zusagen und verwilligung beschechen yst, und als dann mit 

30 sambt unsers heyligen vaters des babsts legaten, anderer unser und 
des reichs fürsten, grafen, herren und der stett sandtboten den ver- 
malten veinten* zu widerstand ratschleg, furnemen und beschliessung 
ze thun helfest, dy, als wir hoffen, zu trostlichem und fruchtperlichem 
nucz chomen sollen, darumb wellest nit ausbeleyben, sonder dich zu 

35solhem gehorsam erzaygen, al* du, wie vorgemelt, schuldig und pflichtig 
pist. daran thut dein lieb unser ernstlich maynung und gutgevallen 
genadiglich gegen dir zu erkennen, geben zu Graz am sambcztag vor 
dem heiligen wein ach tag anno domini 1470. 

[F. 377] In disem obgeschriben form ist disen hernachgeschriben 

40 fürsten, geistlichen und weltlichen, grafen und herren und steten ge- 
schoben worden mutatis mutandis yedem in seinem stand und besonder 
den von Bengspurg, das sy sich mit aller notorft darnach richten und 
versechen : 

» verirrten Hs. 

45 1 Qedr. mit dem anschliessenden Verxeichnis der Adressaten bei 

Chmel, Regesta Fridrici UL, n. 6177; vgl. auch den Druck ohne das 
Verxeichnis bei Reissermayer , Der grosse Christentag xu Regensburg 
1471,1, 66 f. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 664 — 

Item zum ersten : babst, küng zu Ungeren. erzbiscbof : Mainz, 
Trier, Cöln, Magdeburg, Salzburg, Bremen, Bisuntz *. bischofen : Chur, 
Coetnücz, Basel, Straspurg, Speyr, Wurms, Augspurg, Wirzburg, Baben- 
berg, Eystet, Freysing, Regenspurg, Passaw, Trient , Brixen, Mecz, 
Lüticb, Münster, Virdüm, Tulen, Urtrich l , Osneburg, Minden, Camerach , 5 
Lübeck, Brandenburg, Slesbig, Halbers perg *, Neimburg 8 , Meyssen, Rassen- 
burg 41 », äbte: Fuld, Kempten, Sand Gallen, Reichenaw, Hirsfeld, Maul- 
prun, Salmansbeyl, Weingarten, brobst: Ellwang, Ysemburg und noch 
vil ander mer brobst unter dem reich. [F. 378] herzog von Burgundi, 
erzherzog zu Östereich, Hainrich von Braunsweyg, Ott von Braunsweyg, 10 
Wylhalm von Braunsweyg, Fridrich von Braunsweyg, Ernst von Sachsen, 
Albrecht von Sachsen, Wilhalm von Sachsen, Ludbig graf zu Veldenz, 
herzog in Bayren, Johann von Cleve, Hainrich von Meckelenburg, 
Mangen* von Meckelenburg, Erichen c von Wolgast und Wart 6 , War- 
tisionen 7 von Wolgast und Wart ■, Johanns zu Lamburg 8 , herzog Ludbig 15 
von Bayren, Albrecht von Bairen, Sigmund von Bairen, Cristof von Bairen, 
Wolfgang von Bairen, Fridrich pfalzgraf, herzog von Bayren, all herzogen, 
grafen : Philipp zu Sponhaym, Ludbig zu Sponbaym, Ott zu Sponhaym, 
Albrecht zu Sponhaym, Fridrich zu Sponhaym. margrafen: Albrecht 
zu Brandenburg, Fridrich zu Brandenburg, Ludbig zu Baden, Hainrich 20 
zu Baden, Karl zu Baden, [F. 379] landgraf zu Hessen, Lienhart zu 
Görz, Wilhalm zu Hennenberg, Jörg zu Anhalt, Adolf zu Anhalt, 
Ulrich zu Wirtemberg, Eberhart zu Wirtemberg, Rudolf zu Hohenberg, 
Philipp zu Kaczenellenbogen, Johanns zu Nassaw, Johanns zu Nassaw, 
Johanns zu Nassaw, Philipp zu Nassaw, Ott von Seyn d f Conen ©25 
von Newenar, Bernhart zu Leiningen, Emich zu Leinyngen, Fridrich 
zu Nemburg. grafen und herren : Berenhart zu Eberstayn, Johanns 
zu Eberstayn, Jacob zu Mors, Niclas zu Mors, Philipp der elter zu 
Hanaw, Philipp der junger zu Hanaw, Osbald zu Tierstayn, Conrad 
zu Turbing, Ludbig von Eysenburg, dye von Büdingen, die von Runckl,30 
herr von der Lipp f , di von KüngstaynJ, Ludbig von Liechtenberg, 
Hainrich von Furstenberg, Conrad von Furstnberg, Egen zu Lupfen, 
[F. 380] Sigmund zu Lupfen, Johanns zu Lupfen, Jörg zu Sanagasen, 
Wilhalm zu Sanagasen, Ludbig zu Helfenstayn, Fridrich zu Helfenstayn, 
Conrad zu Helfenstayn, Ulrich zu Ottingen, Ludbig zu Ottingen, Günther 35 
zu Monsveld, Johanns zu Salm, Jacob zu Salm, Hainrich zu Swarzburg, 
dy von Stalberg, Sigmund von Gleychen, Ernst von Gleichen, Eryklen 
von Gleichen, Karl von Gleichen, di von Wichling, di von Reinstayn, 
Craft von Hohenloe, Albrecht von Hohenloe, Ott zu Takelenburg, 
Dietrich zu Manderscheyd , di von Plankenstayn, di von Kirchperg, 40 
Johanns von Wertham, Wilhalm von Wertham, herren zu Querenfurt, 

* Bisung Hs. b hier f etilen 10 weitere Namen von Bistümern. 
c Tricken Hs. d Deyn Hs. * so Hs. * App Hs. 

1 Utrecht. 

2 Havelberg. 45 
8 Naumburg. 

4 Ratxeburg. 

5 Magnus U. von Mecklenburg- Schwerin. 

6 Barth. 

7 Wartislaw X. 50 

8 Lauenburg. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 665 — 

Albrecht zu Limburg, Conrad zu Limburg, Philipp zu Erbach. haubtleyt 
und gsellschaft: haubtman und gemayner geeellschaft der verainigung 
myt «and Jörgen schylt im Hegaw ; [F. 381] haubtman und gemayner 
geeellschaft der verainigung mit sand Jörgen schilt in der Thunkaw. 
5 stett : Dortmund, Ach, Cölen, Trier, Menz, Wurms, Speyr, Bengspurg, 
Augspurg, Straspurg, Basel, Coetenz, Brausweig, Lübeck, Frankfurt, 
Erfort, Nürmberg, Ulm, Meto in gen, Botweyl, Nördliogen, Esslingen, 
Gmünd, Bibrach, Beitlingen, Kempten, Kafpeuren, Swäbisch Werd, Weyl, 
Aulen, Giengen, Popfingen, Ravenspurg, Oberling, Lindaw, Wangen, 

lOYsnach, Pfuldendorf, Puchhoren, Stetten, Rotnburg an der Tauber, 
Wynshaym, Weyssnwurg, Dinklspücbl, Sweinfurt, Swebischhall, Hayl- 
brun, Wympfen, Offenburg, Gegnbach, Zall ym Hamlspach, Wetzlar, 
Fridberg, Geylenhansen, Hagenaw, Colmar, 81eczstatt,Beis8nburg,Eaysers« 
perg, Mulhausen, [F. 382] Oberen Ehenhaym, ßosenhaym, Türkenhaym, 

15 Münster in Band, Gregorgen tal, Greyfnswald, Maidburg, Halberstat, 
Hall in Sachsen, Northausen, Mülhausen, Stost, Passaw. bürgermaister, 
schul Lhassen, ladman, raten und gemain der hernach benannten stett 
und puntgenossen : Zürich, Beren, Freyberg, Scbaffhausn, Sand Gallen, 
Luceren, Solutoren, Braunsweiz, Underbalden, Appenzell und ander ir 

20 puntgenossen und aidgenossen. a 

[F. 383'] Nu wil ich wider komen an die recht 
materi der herren von Bayren, nämlichen auf di 
von München. 

Johanns, pfalzgraf bei Rein, herzog in Bairen, des A.403. 

25 eiteren herzog Stefans sun. 

Hie ist zu merken, das anno 1388 am nagsten tag 
nach sand Urbans tag ist daz heiltum funden worden auf 
dem perg Andachs und in dem nagsten jar darnach gen 
München gefürt worden, do hat der babst Bonifacius der 

30 neunt durch gebot der dreyer brüder Stefan, Fridrich und 
Johannsen, herzogen in Bayren, volkumen gnad und ab- 
[F.384]\&ss in di stat München zu hayl und trost allen 
cristenmenschen geben, di dar kamen und peicht 
und puss enpfiengen. di bürden geabsolvirt von 

35pein und schuld nach der bull sag. und wer dar kam, 
der must 7 tag da sein und nach der bull sag all tag zu 
den vier kirchen gen, unser frauen, sand Peter, sand Jacob 
in dem fraunkloster, zum heiligen geist im spital. di must 
ain iglicher mensch gen, di weil er in der puss was, und 

40 in yglicher kirchen sein opfer lassen, soliche volkumene 
gnad hub sich an anno domini 1392 des suntags vor mitt- 
vasten und weret acht tag nach Jacobi. 

Item man het 15 penitenzer geseczt. di mochten 404. 
das volk nit ausrichten, wann als vil volks von teutschen 



45 * F. 382' — 383 leer. 



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— 666 — 

landen und aus Beham dar kam, das man must 40 seczen. 
auch must jederman das heil tum sechen. das zaiget man 
alle wochen 3 mal, wann des volks gar vil dar kam, als 
man schäczet, daz auf ain wochen wol 60000 menschen dar 
kamen; wann es was guter frid auf allen Strassen und 5 
alle ding wolfayi. 
AA04u.F20L Des selben jars pfinztags in der quotember an sand Matheus 

tag nam herzog Hanns ein di neu feet zu München wider seinen bruder 
[F. 385] herzog Stefan, darnach ward das land getailt des jars an 
ertag vor Katherine, und belaib herzog Fridrich bei dem niderland, 10 

.F. 207 Landshut und Burkhausen. das gieng als mit auf- 

saczen zu und was vor underkumen mit untreuen, und ward daz 
u. A. 404. oberland getaylt zu zbayn taylen. herzog Johannsen ward Mönchen, 

Landsperg, Weilhaym mit den herschaften darzu gehornd und daz 
F. 201 land auf dem Norika, s o ward herzog Stefan Ingolstat etc. der 15 
u. A. 404. rait aus der stat München an sand Katrein abent. darnach swuren 

di YOn München herzog Johannsen als irem rechten herren, und 

er schuf den ungelt ab, den nimer zu voderen noch geben 
ebiglich. 
A. 405 u. Darnach v erpriefet und verpant sich herzog Fridrich zu herzog 20 

F - 201 - Johannsen mit seinem tail zu seinem tail, und daz geschach 

in gehaim, wann sich herzog Stefan vor zu herzog Fridrichen ver- 
brieft hett und daz ward auch underkumen mit dem tail- 
brief mit aufsäczen. und des mals ward ain f rundschaft zwüscben 
der von München und herzog Fridrichs; wann er was lang in 25 

hertigkait gebesen gegen den von München seyd des margraf 

Meyn-/K 386 Jharcz tod. 
A.404 Anno 1391 an sand Albans tag starb frau Katherina, 

ains grafen tochter von Görz, herzog Johannsen hausfrau, 
ein gar löbliche frau, gegen den armen leuten vast barm- 30 

u. F. 205. herzig, aus der gepar er zben sün, Ernst und Wilhalm, und ain 
tochter Sophia. 

A. 404. Item von dem obgemelten heyltum nam herzog Fridrich 

mit willen seiner brüder ainen doren von der krön Cristi 
und fürt in haym in sein geschloss Landshut. do ward 35 
di selbig nacht ain so grosser erpidem, das der herzog 
kaum des morgens erwartet, und von stundan schikt er 
in auf den perg Andächs. daselb zaigt man daz heyltum 
all jar zwir, zum auffartag und des suntags vor sand 
Michls tag. *0 

A. 405 Anno 1393 do machet herzog Hanns ain pÜntnÜS mit herzog 

(ef. F. 207). Albrecht von Ostereich, und der rat zu Manchen verpant sich 
auch ZU dem von Ostereich 10 jar an als wissen der gemain, 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 667 — 

armer und reicher, und das geschach in den pfingsten. sich 
verpant auch bischof Berchtold von Freising auch in di püntnfis. 

Anno 1394 a an Band Stefans tag nam herzog Hanns dl stat^- 4 ^ 5 u * 
Freysing ein wider herzog Ludbigen; wann herzog Hanns und 
5 di von München [F. 38? J wurden gewarnt, das herzog Ludbig Freising 
wolt eingenomen haben, wann er gar vil gest in das land bracht hett; 
und do im das nit gieng, do machet er ain feld und gewan di 
Neustat, di was herzog Hannsen, und prennet vast in dem land. b 
darnach machet herzog Hanns und herzog Ernst auch ain feld und 
10 kamen für Aichach zu zwain malen und prennten di mal ab und 
namen Fridberg ein.*> darnach leget sich herzog Ernst und di von 208. 
München für das geschloss und den markt Schwaben, aber 
das gschloss gewunen sy nit, aber den markt ver-/F. 388 /prennten 
sy do gar. b der krieg weret von weinachten hunz liechtmessen über 
15 ain ganz jar, hunz das man zalt 1395. 

Herzog Hanns ward genannt der frum und einfaltig herzog. A. 405 u. 
dem was wol mit jagen und der valkenpäis. er kam auch in grosse 
gelt schuld. 

Anno 1398 starb herzog Johans, pfalzgraf bei Rein, A. 405. 
20 herzog in Oberenbairen, an sand Ciriaci tag. 

Anno 1398 ward Pfaffenhof en gewunnen durch herzog 
Ludbig und di von München. 

Anno 1403 jar drei fürsten von Bairen legten sich 
für di stat München, di zwen brüder und rechten natür- 
lichen erben, Ernst und Wilhalm, und herzog Hainrich 
von Landshut, der kam in zu hilf und zu lieb und zoch 406. 
[ F. 389 ] herauf pis an das Casteyg. di stat ward verfürt 
durch herzog Ludbig von Inglstatt. den hetten sy einlassen 
als den eltisten fürsten von Bairen. doch ward das ge- 
brochen, herzog Ludbig nam von yn ain steur und rait 
hin gen Frankreich, so wurden di zechen aus dem rat 
gefangen, di dann an solhera schuld hetten, und 
etlich aus in 1 enthaubt. b ainer loff in sand Peters kirchen. 
do fand er ainen briester peten. des klaider tet er an. 
35 darin kam er davon, ainer viel über di maur aus und 
entran davon, also ergab sich di stat München iren aygen 
fürsten. 

* 1494 Hs. b leerer Raum, darin : mal. 

1 Damals fanden keine Hinrichtungen statt; es ist also die obige 

40 Angabe und die noch weiter gehende drs lateinischen Textes oben S.406, 6 

über die Hinrichtung von 10 aus dem Hat unrichtig. Es liegt wohl eine 

Verwechslung mit den Hinrichtungen von 1400 vor, bei denen 3 Bürger 

enthauptet wurden. 



C^f\C\ri\i m Original frann 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 668 — 

A.406u. Ernst, herzog in Bayren, pfalzgraf bey Rein, was 

E. 143. ga r a j n starker herr. er het sein wesen am maysten zu München. 
ä. 406. Der fürst nam zu der ee frau [F. 390] Elisabethen, 

Johannes Galeaci des ersten, herren von Mayland, tochter; 
407. etlich schreiben Barnabonis. die starb anno 1432 zu liecht- & 
messen und ward zu unser frauen begraben zu München. 

406. aus der gepar er ainen sun, genant Albrecht, und zbo töchter, 
Beatrix und Elizabeth. Beatrix ward verheyratt graf Herman 
von Cyly, nach des grafen tod herzog Johannsen von Am- 
berg, und bischof Johanns gab sy zusamen zu Rietenburgio 
an sand Gilgen tag in gegenbürtigkait irs vaters herzog 
Ernst und irs pruders herzog Albrecht, frau Elizabeth 

407. ward verheyratt dem herzogen vom Perg anno 1430, da 
sy begraben ligt. 

Auch hett er sunst ainen sun auser der ee, genannt 15 
her Johanns Grunbalder, doctor. der ward ain cardinal 
im concili zu Basel und darnach bischof zu Freysing, daselb 
er auch begraben ligt. 
406. Anno 1418 an sand Jörgen abent ist ain grosser tail 

der stat München verbrunnen. a 20 

A.406 Anno 1422 di zben brüder Ernst [F. 391] und Wilhalm 

u. E. 143. gewunen ain gross fechten auf dem gefild bider herzog Ludbigen den 
eitern.» in dem selben vechten ward herzog Ernst für all held gesechen, 

als hie oben 1 in herzog Ludbigs von Inglstat histori ge- 
sagt ist. 25 
A.407. Anno 1428 in der tailung des nider Bairlands, des 
haubtstat ist Straubing, nach dem abgank der fürsten in 
Holand, do ward herzog Ernst an seinem tayl Straubing, 
Haydaw, Mitterfels, Pogen, das haus zu Eengspurg mit aller 
herlichait daselbs, mit der münss, an di Juden ausgenomen. 30 

Herzog Ernst Hess ertrenken zu Straubing Agnes 
Pernawerin, ains palbirers tochter, ain wunderschöne frauen, 
umb das sy seinen sun Albrecht zu der ee genomen hett 
und das nit bidersprechen wollt, anno 1436 an sand Maxi- 
milians tag. a [F. 392] [solichs det dem sun vast wee35 
auf den vater und ward des vast laidig. es hett 
auch, so pald es geschach, den vater hart geraüen. 
sy ward herlich begraben mit ainem schönen stain 
ob irem grab als doch ain fürstin. man sagt, das 
sy b so hübsch gewesen sey, wann sy roten wein ge-40 

a leerer Raum, darin : mal. b fehlt Es. 
1 S. 600. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 669 — 

trunken hett, so hett man ir den wein in der kel 
hinab sechen gen. sy ward begraben zu . . . al 

Anno 1438 herzog Ernst aus gewalt des heiligen A.40 7. 
concily zu Basel und gunst und willen seins suns herzog 
5 Albrecht hat gestift auf dem heiligen perg Andächs ain 
colegiuni mit sex corherren und ainem brobst und dez zu 
gezeuknus geben sein brief und sidl, und der bischof von 
Augspurg hat das bestätt zu sand Johanns tag zu subenden. 

Pald darnach in dem selben jar ist er gestorben an 
10 sand Pauls gedächtnüs tag und ward begraben zu München 
in unser frauen pfarrkirchen anno 1438. 

Wilhalm, pfalzgraf bei Rein, herzog in Bairen, A. 408 u. 

was weys, regirt wol und hielt köstlich hof und was in allen dingen ^- *^* % 
[ F. 393 ] ain gar geornder füret, i m was wol mit jagen und paissen. 145. 

15 Anno 1431 ward herzog Wilhalm von küng Sigmund A. 408. 

gemacht ain stathalter des ktings und ain beschirmer des 
concili zu Basel, und aus seinem treulichen beschirmen er- 
langt er gross lob und preys. 

Anno 1433 herzog Wilhalm nain zu der ee frau Mar- 

«0 greth, bey 18 jaren alt, herzog Adolf von Klef tochter, 
und hett hochzeyt zu Basel im concili. di gepar im anderen 
jar ainen sun, genannt Adolf. 

Dem herzog Wilhalm ward in der taylung des nider- 
lands durch das los Wildenstain, Dietfurt, Kelhaym, Abach, 

25 Schönperg, Sigenstain, Valkenberg, Werd, Saulberg b , Lindel,4tfA 
Peylstain, Aygen, Eschelkaym, Neukirchen, Furt, Köczing, 
Deckendorf und gwalt Kam zu lösen. 

Anno 1435 an ertag des heyligen kreuz erhöhungiö». 
abent 2 starb herzog Wilhalm und ward begraben zu München 

30 in unser frauen pfarrkirchen und verliess ainen sun Adolf 
und di frauen swanger. di gepar ainen sun, genannt Wil- 
halm. der lebet nyt lang und starb und ward begraben 
bei seinem vateren zu [F. 394 J München. 8 darnach 
nam sy graf Ulrich von Wirtemberg. 

35 Adolf, herzog in Bayren, starb im sechsten jar seins 409 

alters, ligt begraben bei seinem vateren zu München am 
palmabent. 

ä leerer Raum Es. Straubing bei sand Peter in der alten stat von 
späterer Hand hinzugefügt, b Gaulberg Es. 

40 * Straubing in der Nikolauskapeüe des Karmelitenldosters. 

7 13. September; vgl. oben S. 408 \ Anm. 3. 

3 Nach HaeuÜe y Genealogie S. 26 in der Karmelitenkirche xu 
Straubing. 



C^f\f\tt\i* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 670 — 

Frau Sophia, der zbayr vorgedachten prüder swester, 

ward ver^eyratt anno 1389 küng Wenzelao zu Beham, 

witiber. ?zu den Zeiten gab sich ain unru in der hochen 

u. E. 145. schul zu Brag. daraus entsprang di husserei der keczerey 

in dem land ty Beham durch etlich doctores und valsch profeten, in 5 
sonderhait du&h- maister Hannsen Huss. der selbigen gelauben 
und fürnemen was ÄITl ersten di kflngin ain aufhat terin und be- 
schirmerin, darumb sy? ir bruder herzog Ernst ains tags straft, das 
veracht sy und sprach, py \yplt in dem gelauben sterben, do gab er 
ir ainen herten pakenstraich.* mit dem floch er aus dem land [F. 395 ] 10 
zu ßeham. 
A.409. Küng Wenzla starb anno 1419, so starb darnach di 

benannt küngin Sophia anno 1428 an pfinztag nach aller 
heiligen tag, 

A.329. Hernach volgt ain benig von der tailung desis 

niderlands. darnach wil ich wider körnen an dy 
herren von Bairen und nämlichen an h^rzogAl- 
brecht, herzog Ernst sun. 

Do nu di fürsten von Bairen, di in Holland 
geherscht hetten, mit tod abgiengen, under den20 
herzog Hanns der lesst was, nach vil zeit do 
namen an in erbschaf tsweis als di nagsteherben 
di vier fürsten von Bairen Ludbig, Hainrich, Ernst und 
Wilhalm das niderland in Bairen, deshaubtstat was Straubing, 
und hielten vil tägundtädingmitainander. zum 25 
lesten tauten sy das land in vier tail, als her- 
nach gesagt wirt, und di grossen land Holand, 
Hönigaw, Seeland undFriesland Hessen sy alle 
verloren werden, das sich ir kainer darumb 
müet, darzu sydinagstenmändlichen erben sind 30 
gewesen, das doch geschäczt mag werden für ain 
grosse trägkait, das ir erben und nachkommen 
mit schmerzen g e - [F. 396 ] dulden müessen. di 
tailung geschach anno 1429 an sand Johanns abent zu 
subenden. vor 1 ist geschriben bei herzog Wilhalm, 35 
was im an der tailung worden ist, davon nit not 
tut davon mer zu schreiben, item herzog Ernst, 
seinem b brudqr, ,bard Haydaw, Straubing, Mitterfels, Pogen, 
das haus zu Rengspurg mit aller herlichait und gerechtig- 

* leerer Raum, darin: mal. b vnnd seinem Hs. 40 

1 S. 669, 23 ff. 

n (^nnol " Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 671 — 

kayt, auch di raünss, ausgenomen die Juden. 1 so ward 
herzog Ludbig von Inglstat Schärding, Newhausen, Tiefen- 
stain und der dritt tau zu Dingolfing, Kirchperg und di 
Juden zu Rengspurg. item herzog Hainrichen ward Landaw, 
5 Naterberg, Plädling, Winzer, Hilkersperg, Hofkirchen* und 
Vilshofen. 

Nu kum ich wider an di vorgelassen materi. 

Albrecht, herzog in Bairen, herzog ernst sun, was gar ain A. 409 u. 
10 gütiger, frölicher und fridlicher herr. er hett gross lieb zu der F ' 2( **' 
kunst musica ; er kunt ir auch selber vil. er hett auch grosso lust z u 
aller baydenhait er was vast ain wol gemachte person und gar wol- 
kündent, weis und demütig. 

Anno 1439 an sand Simon und Judas abent [F. 397 JA. 410. 

15 starb Albrecht, römischer, ungrischer und behamischer küng. 
do seczten di behamischen herren zu welen ainen küng 
ainen tag gen Prag auf den nagst künftigen sand Jörgen 
tag. dahin kamen all behamisch herren, und der merer 
tail erweiten zu küng herzog Albrecht von Bairen. der 

20 was bei küng Wenzlao von Beham [erzogen worden und 
kunt auch wol di behamisch sprach, und schickten di 
maistn aus in gar ain erberge botschaft und ambasiat, dem 
herzogen solhe wal zu L verkünden. under den was ainer 
Ulrich von Rosenberg, aber herzog Albrecht antwort in 

25 gar weislich und dankt in mit grossem fleyss und sagt in 
gross lob und preys, und dass sy in erbelt hetten zu ainem 
so edlen und weiten künkreich und umb solich er und wird 
im aufgeopfert williglich, wolt er im treulich lassen befolhen 
sein all Behaim, bo er kunt und mocht. doch so gab er 

30 in dabei zu versten, das es im nit gepürlich oder erlich 
war, solich künkreich aufzunemen, so doch ain mändlicher 
erb in leben were. domit schieden sy gütiglich von im. 4U. 
Und do nu der alt herzog Ludbig in der vanknus^^- 
starb, vermählten [F. 398] etlich, er solt das Oberland 

35halbs haben eingenomen als von geleicher sippsal. auch 
etlich stet hieten in geren einlassen, er wolcz nit thun 
und vermaincz mit recht zu erlangen, das beschach nit; 
wann herzog Hainrich nams als ein. das besiezen sein 
erben noch bis auf heutigen tag. 

40 » fehlt Ha. 

1 S. auch oben S. 668, 26 ff. 



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Original from 
UUgHw UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 672 — 

4ii. Anno 1436 ward Albrechten verheyratt Anna, ains 

herzogen von Braunsweig tochter, diweil sein vater noch 
lebet, und di hochzeyt ward zu München an sand Lienharcz 
tag. sy gepar im ainen sun Johansen, des freitags zu sand 
Michls tag anno 1437, darnach ainen sun, genannt Ernst. 5 
der starb in der jugent. item mer ainen sun, genannt 
Sigmund, an sand Anna tag anno 1439. item mer ainen 
sun Albrechten anno 1440. der starb in der kindhait. item 
ain tochter frau Margreth 1441. item ain tochter frau 
Elizabeth 1442. item 1447 an freitag vor sand Thomas io 
tag ainen sun Albrecht, der noch regirt, als dis buch ge- 
schriben yst. item 1449 ainen sun Cristofen am obristen. 

412. item 1451 an aller heiligen tag ainen sun Wolfgang, item 
1454 an sand Barnaba abent ain tochter, genannt Barbara. 

[F. 399 ] Herzog Albrecht hett lang zeit sein haus- 15 
frauen gar lieb und hielt sich ganz an yr. das tet 
auch sy. do er aber prach, do prach auch sy. 

Item herzog Ernst sein vater hett gestift ain colegium 
mit sechs korherren und ainem brobst auf dem heiligen 
perg Andächs. daselb hin pauet herzog Albrecht ain kloster 20 

213. und aus babst Nicolai gewalt in der äbt gegenbürtigkait 
sand Benedictenpeuren, comissari, Tegernsee, Ebersperg, 
Scheuren und Wesseprunn, der brobst von Raitenpuch, 
Diessen und Pollingen, herzog Albrechcz und ander tref- 
licher person ward di probstei abgetilgt und sand Benedicten 25 
orden aufgereckt, anno 1455 dahin sind komen 7 briider von 
Tegernsee. anno 1458 herzog Albrecht mit willen seiner haus- 
frauen und sün hat bestätt mit seinem ynsigl zu dem kloster 
Andächs, was sein vater het geben zu der brobstei, und 
hat noch mehr darzu geben, höf und güeter. 30 

^'v\nii Anno 1460 an freytag nach dem äschermicken des ersten 

tags im Merzen* ist gestorben herzog Albrecht und ward 

begraben im kloster auf dem heiligen perg Andächs und lies 5 SÜn, 

Hannsen, Sigmund, Albrecht, Cristof [F. 400] und Wolfgang, 
und drey tochter. sein hausfrau was ayn herzogin35 
von Braunschweig und ist begraben zu München 
in dem fraunkloster zu Anger zu sand Jacob. 2 
A. 412. item sein tochter Margreth ward vermächlt Fridrichen, 

des margrafen von Montaw erstgebornen sun. ist zu Montaw 
gestorben, anno 62 geschach der heirat. 40 

1 Vgl. S. 213, 28 und 412, Anm. 6. 
3 Vgl. oben S. 413, Anm. 5. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUUgU, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 673 — 

Elisabeth ward verheiratt herzog Ernst in Sachsen, 413. 
kurfürsten, und hett bei im vil kinder und starb anno 1484. 
Barbara must ain klosterfrau werden in dem kloster 
zu Anger zu München, daselb ist sy gestorben und be- 

ögraben und gieng in das kloster anno 1460. 1 

Herzog Hanns, herzog Albrechtz sun, was ernstlich 
und warhaft und regirt wol. als aber des selben 
jars was ain pestilenz do floch er den prechen, 
und wer frömder daselb hi nkam, den schüczet 

loman auf ainer perenhaut hoch auf in di hoch. ■ 
[F. 401] darnach starb er an der pestilenz zu München 
und ligt bey seinem vater auf dem heiligen berg begraben, 
er rennet ain mal gar wol vor küng Laslaa zu Wien, er 
starb an weyb. 

15 Herzog Sigmund thet sich des regimencz pald ab. er 

was ain milter herr. er gab yederman geren fürd- 
rung und bettbrief. im was wol mit schönen frauen^M 
und mit weissen tauben, pfaben, swein und vöglen und 
allen selczamen tierlen, auch mit singen und saytenspiel. 

2oer hett albeg gut cantores und singer bei im. 
er seczet sich gen Dachaw und darnach gen Menzing und 
Nänhofen. Grtienwald gab er seinem bruder herzog Albrechten, 
alspald er sich heiratet, er hett kain euch weib. er was 
auch der kaiserin diener gewesen. Menzing liebet er 

25vast, pauet das wol und machet di kirchen da 
gar köstlich und schön. 

[F. 402] Albrecht, herzog in Obern- und Nideren- 
bairen, wolgelert der lateinischen und wälschen sprach, 
weis und fürsichtig, er kam aber gar hart an das regiment; 

30 wann sein vater hett an seinem lessten verlassen, es solten 
albegen zwen regiren. das theten sy ain zeit, herzog 
Hanns und herzog Sigmund, do aber herzog Hanns 
starb und herzog Sigmund sich des regimencz wolt ent- 
schlachen, vermaint herzog Kristof, er solt pillich regiren 

35 mit seinem bruder herzog Albrecht; wann ir vater hietes 
also verlassen, dawider was sein brueder Albrecht, 
der vermaint alain zu regiren, nachdem und sein 

* leerer Raum, darin : mal. 

1 Quelle ist das im lateinischen Texte mehrfach benutzte Totenbueh 
40 des Angerklosters (jetzt im k. allgemeinen Reichsarchiv in München). Die 
obige Angabe findet sieh darin auf Bl. 67 in späterer Abschrift eines 
offenbar älteren, früher darin befindlichen Textes. 

Quellen u. Erörterungen N. F. III. 48 

*J by ViOOglL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 674 — 

bruder Sigmund noch lebet, herzog Ludbig tet in den 
Sachen als ir aller vater. er stiess in ainen benanten tag 
auf liechtinessen gen Landshut. dahin kamen di zben 
brüde r. herzog Kristof rait ein mer dann mit 200 pfärden ; 
wann er het an sich genomen di pöckler. das waren etlich 5 
ritter und knecht in Bairen, di hetten ain verstandnüs mit 
ainander gemacht, under den waren di maisten herGewolf 
vom Degenberg und her Hanns von Nusperg etc. [F. 403] 
er hett auch ainen fürstenhof beseczt mit allen ambten als 
kuchlmaister, hofmaister, stalmaister, trumeter, kamrer, tür- 10 
hüter und koch etc. herzog Ludbig tet grossen fleyss mit 
sambt seinen edlen raten und der oberen fürsten landschaft. 
also dye sach ward gericht: herzog Albrecht belaib bei 
dem regiment, herzog Cristofen ward sein hof pald ab- 

415. geschaft und im ward zugesprochen jarlich ain suma gelcz. 15 
darnach di drei brüder Albrecht, Cristof und Wolfgang 
zugen ein in wälsche land zu irem Schwager gen Montaw. 
daselb belaib di weil herzog Wolfgang. Albrecht und Cristof 
zugen gen Rom zu babst Paulo, der enpfieng sy gar wirdig- 
lich und hielt sy garerlich: wann er hett sy erkennt baid,20 
diweil sy in der lernung zu Rom gestanden w r aren. sy 
erlangten auch von im, was sy petlichs paten. 

Anno 1468 babst Paulus tet in den schwären pan 
Görgen von Bodibra, der sich nennt küng zu Becham, sein 

416. hausfrau und maister Hannsen Rockenzandt, doctor Gregori 2f> 
von Heimburg, Samuel, burger zu Brag, Berenhart Brick, 
haubtman, Hansen WÖlflin, herzog Hannsen von [F.404] 
Brecknicz , Otten Sparenecker und sein sun und all i r 
diener, helfer und beschirmer mit rat, gunst und 
hilf, haimlich oder offnlich, und liess das kreuz predigen 30 
wider di obgeraelten und all keczer in Becham und gab 
darzu gnad und ablass von pein und schuld, solichs ward 

Cf. 417. durch sein legaten verkündet in allen landen stossend an 
Beham. 

417. In der zeit begab es sich, das Görg Tarstainer absagt 35 
her Gewolf vom Tegnberg, das im doch nur ain gelächter 
was. und an suntag vor Larenzy kam er wol mit 80 pfärden 
wol fürsechen und mit hundert fussknechten für das geschloss 
Tegenberg und mit dem stürm und listigkait gewan ers. * 
do das vernam der vom Degnberg, besambt er sich und 40 
mit zwayhundert mann kam er für das geschloss, aber er 

a leerer Raum, darin : mal. 

n- v ^k r^nr^nl^ Original frarn 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 675 — 

mochcz nit wyder gewinnen; wann di darinnen waren, di 
werten sych so mandlichen heraus, und an dem nagsten 
mitbochen darnach gab derTar- [ F. 405] stainer das geschloss 
herzog Albrechten über, und alspald herzog Albrecht das 
seinnam, prach er das gar nider.* 

Nu begab es sich in den tagen, diweil di obgemelt 
gnad und ablass weret, das ain briester mit namen her 
Hanns von Egra, der etbo ain ächter 1 zu Wien was ge- 
wesen, kam gen Landshut an ainem sambstag spät und 

10 ersucht den pfarer von sand Martein mit etlichen gewalcz- 
briefen und instrumenten, das er im vergunt in seiner kirchen 
zu predigen wider di keczer zu Beham. das gab er zu. 
er thet ain gute predig; wann er was wolgelert und wol- 
beredt. er thet auch her Gebolf vom Tegenberg in den 

15 pan und her Hannsen von Nusperg und bebeiset durch etlich 
Instrument, das sy helfer und günner wären der keczer. 
und alspald er di predig verpracht, rait er zum tor aus.47& 
do das vernam herzog Albrecht, wolt er nit helfer und 
günner der [F. 406 ] keczer in seinem land leiden, und mit 

20 hilf herzog Ludbigs leget er sich für das geschloss Nusperg 
und gewan es. a auch gewan er das geschloss Weissenstain, a 
doch darnach durch etlich täding gab ers wider. 

Anno 1471 herzog Albrecht zu München am smalzigen 
sambstag im päd hat seinen bruder herzog Cristof im b pad b 

25 vachen lassen.* 1 herzog Wolfgang kam darvon. der rait 
zu den fürsten und insonderhait zu herzog Otten zum Newn- 
markt und hiet seinen bruder geren aus der gefänknus er- 
[F. 407] ledigt. aber es mocht nit sein, in dem selben 
jar hett kayser Fridrich den grossen tag mit den fürsten 

30 zu Eengspurg. dahin kam auch herzog Wolfgang und thet 
fieyss, seinen bruder zu erledigen aus der gefänknus seines 
bruders. do sant der kayser und der legat von Senes und 
di kurfürsten an sambstag vor Alexi herzog Albrecht 
von Sachsen und herzog Otten zum Newnmarkt und Wilhalm, 

35 den bischof zu Aichstett, zu herzog Albrechten gen München, 
aber sy mochten nichcz geschaffen, darnach di rät des 
kaysers und herzog Ludbigs und ander edl sind kumen gen 

« leerer Raum, darin : mal. *> so Hs. nochmals. 

1 Aechter; der die Acht oder den Bann verkündet oder durchführt; 
40 Schmeller, Bayerisches Wörterbuch P. 28. Arnpeck hat oben im lateinischen 
Text S. 417, 24 das merkwürdige Wort ecternarius (Fex las unrichtig 
Octernarius), das er vielleicht selbst gebildet hat. 

OriginayjraiTi 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 676 — 

München an sontag vor Oswaldi umb erledigunge herzog 
Kristofs, aber sy erlangten bei herzog Albrecht nichcz 
von der selben sach wegen, und aus kaiserlicher vodrung 
und gebot an sontag vor Larenzy ist herzog Albrecht komen 
gen Brüfling in das kloster. aber es ward nichcz aus- 5 
gericht. 

Item herzog Ott vom Newmarkt kam ains mals geritten 
mit seinen gesellen zu hin zu der statt [F. 408] München. 
419. sy liessen di ross sten in den krautgarten bei den siechen 
und stigen hinein ein di neu fest, darin herzog Cristof ge- 10 
fangen lag und hüben an zu prechen zu im und wolten in 
davon pracht haben, do übereylet sy der tag und verrieten 
sy di raben und kren. damit eilten sy davon.* 

Item an sontag vor Michaheli di ganz landschaft und 
herzog Ludbig von Landshut sind bei herzog Albrecht zu 15 
München gebesen umb erledigung herzog Kristofs. aber 
es geschach nit. er lag gefangen bis in das ander jar. 
nach dem allen ward ain tag zu Rengspurg zu sand Michls 
tag. do ward er erledigt durch di landschaft. und herzog 
Kristofen ward gesprochen jerli che n ain summa gelcz und 20 
di stet und geschlösser Landsperg, Weilhaym und Pal auf 
zechen jar. 

Herzog Albrecht was gar ain geordenter fürst, darumb 
ver- [F. 409 ] maint er alle ding zu reformiren und pesseren. 
er erlanget darzu gbalt und freihayt vom babst. er hub25 
an di klöster zu Rengspurg zu reformiren mit sambt herzog 
Ludbigen. aber er mochcz nit volenden. in seiner stat München 
420. Hess er austreiben di parfüsser, Augustiner und die sel- 
swesteren aus ainem ins Pütrichs selhaus." er reformirt 
auch das frauenkloster zu Anger. 30 

Er seczet seyn sin vast auf zeitlich gut. er löset 
vast alles, das durch sein vorvoderen verseczt was. im 
must das kloster Inderstorf leyhen 800 x gülden und andre 
klöster auch in seinem land. aber anno 14 94 hat er 
Inderstorf bezalt. 2 er gab in allen brief und insigl umb 35 
ir gelt als umb ain schuld. 

Er nam den vier korherren zu sand Pauls zu Freising 
vier alben zu Tölz, darumb sy nucz und gewer ersessen 

• leerer Raum, darin : mal. 

1 Oben S. 420, 25; 400. 40 

* Diese originale Nacliricht bexeugt gute Beziehungen des Ver- 
fassers xu dem Kloster Indersdorf. 

rv -„Jk (~*r\r\Ci\i* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 677 — 

hetten lenger dann menschengedachtnus, wiewol sy nit brief 
und sidl darumb hetten. [F. 410] so hat der bischof von 
Freising doch brief und sidl von den Tölzneren umb di 
ganz herschaft zu Tölz. aber es gibt im oder anderen 
5fürsten iczo laider nichcz zu schaffen. 

Item es gab sich, das ain silberärzt gefunden ward 419. 
anno 1477 in der grafschaft zu Werdnfels, di mit grund 
und poden geistlich und weltlich ist der stift zu Freising, 
do fuer herzog Albrecht zu und nam das ein, und musten 

10 im verloben, den zehent im davon zu geben wider alle 
recht, der pillich dem bischof von Freysing zugehört hiett. 
darumb verhenget got, daz das selbig ärzt verloren ward. 

Item der benannt herzog Albrecht erlanget von dem 421. 
babst, das er aus yetweder stift in Bayren gbalt hiet ainen 

15 oder zben tumherren zu nemen in seinen rat; dem solten 
sein capitl nichcz dest minder • all sein frücht nachvolgen 
lassen mit sambt der praesenz der täglichen ausgebung 
den, die da gegenbürtig seind und das im kor verdienen, 
also hub er an zu Bengspurg und nam in seinen rat den 

20 tumdechant maister [F. 411 ] Hannsen Newnhauser. das 
wolt das capitl nit zugeben, do legt in der fürst in seinem 
land di gult auf. darnach gaben sy es auch nach. 

Darnach begab es sich, das der selb Neunhauser auch 
tumherr zu Freysing ward, do begert herzog Albrecht, 

25 man solt im di frücht mit sambt der presenz auch nach- 
volgen lassen und gen München geben, das wolt das capitl 
in kain weys thun. also rechten sy auf paiden 
taylen lang zu Born, aberesistbisder zeit noch 
nit gar geendt. 1 

30 Herzog Albrecht ward von mäniglichen gar hoch ge- 422. 

halten, das mag man wol briefen in dem: da chayser 
Fridrich und herzog Karl von Burgundi mit ainander ver- 
aint wurden, do beraitt in der herzog gar ain kostlich mal 
und lued di herren, so darkumen waren, do ward herzog 

35 Albrecht geseczt an di erst tafl zu dem kaiser und Maxi- 
milian, seinem sun, dem von Mainz, Trier und dem von 
Burgundi anno 1475 an sand Franciscen tag. 

Item herzog Albrecht betrachtet in allen Sachen seinen 423. 
nutz. [F. 412] daraus begab es sich, das er auch löst den 

40hof von den bürgeren von Bengspurg mit aller zugehörung 

1 Diese Stelle muss vor dem lateinischen Texte niedergeschrieben 
sein, denn oben S. 421 f. ist der Ausgang der Angelegenheit ausführlieh 
beschrieben. 



C^f\r\Ct\f Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 678 — 

und beseczt all sein amt daselb, dardurch di statt vast 
beladen ward, aus dem und aus etlichen practica entsprang, 
das sich di stat Rengspurg aus freyem willen im un- 
bezbungenlich begab. 

424 - Anno 1486 an sand Sixt tag rait er ein zu Rengspurg, 5 

di vor 300 jaren albeg di haubtstat der fürsten in Bairen 
ist gebesen, und di stat schwur im als irem rechten erb- 
herren. darnach an sontag nach sand Lorenzen tag gaben 
im di purger auch das geschloss Tumstauf. darnach nach 
sand Jacobs tag hub er an in der stat bei sand Jacobs 10 
tor ein geschlos zu pauen. di selb stat ward oft er- 
sucht an in von dem kaiser und römischen küug. 1 
Anno 1487 herzog Albrecht hat hochzeit gehabt zu 
Inspruck mit frau Kungund, kayser Fridrichs ainige tochter. 
und pischof Wilhalm sang das ambt in sand Stefans pfarr- 15 
kirchen, der das als zu wegen bracht hett, in gegenwürtig- 
kait erzherzog Sigmund von Ostereich [F. 413 ] und seiner 
hausfrauen, ain geborne herzogin von Sachsen, darnach 
an ertag nach dem obristen fürt man sy ein zu München, 
do kamen ir engegen ir gemachl herzog Albrecht, herzog 20 
Jörg, Sixt, bischof zu Freising, Fridrich, graf zu Otting, 
erbelter bischof zu Passaw, und enpfiengen sy mit freuden. 
Darnach an mitbochen nach liechtmessen herzog Albrecht 
und herzog Jörg hetten ainen turnir zu Rengspurg. darin 
waren 230 heim. 25 

425. Anno 1489 am aufarabnt ist küng Maximilian, nach- 

dem er erledigt ist worden aus 'der gefänknus 
zu Brück in Flanderen über ain jar, eingeritten zu 
München, mit im herzog Cristof und Wolfgang, und ist von 
seiner swester frau Eungund und seinem swager herzog 30 
Albrecht mit grossen ern und freuden enpfangen worden, 
darnach rait herzog Albrecht gar wolgerüst mit dem küng 
gen Frankfurt auf den tag zu den kurfürsten und fürsten. 
item der herzog het vor dem küng ainen raisigen zeug ge- 
schikt gen Flanderen. also tet [F. 414] er auch gen 35 
Ungeren, do der küng Stulbeissenburg mit dem 
stürm geban. 2 

Des selben jars anno 1490 was alles das teur, das 
man dorft zu essen und trinken ; wann es galt ain Münchner 
schaff! koren 2 Ib. d. und zu sand Thomans tag hub es an 40 



1 Vgl. oben S. 427,9 ff. 
* Vgl. oben S. 390. 

3<jby Google 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 679 — 

zu schneyben und schneibet vil tag und viel ain 
dicker schnee, 1 und der stoss der Yser kam gar gen 
Freysing, und zu liechtmessen zergieng der schnee- 426. 

Item zuVenedig was das wasser so garüber- 

ofroren von dem teitschen land wercz hinein von 
Margero 2 bis gen Venedig ein di stat, also das 
ain wolf ains tags zu morgen frü auf dem eys 
kam gar in di stat geloffen an das end, genannt 
C an er ig o. 3 daselb ward er in der statt von ain em 

lOwarkerol 4 mit ainem rüder erschlagen, es was 
auch so hert gefroren, das man gar an di stat 
hat faren und reiten mögen. 

Item herzog Albrecht gepar aus seiner haus- 
frauen zbo tochter, Sidonia und Sibilla. 5 

15 Anno 1491 am smalzigen sambstag kam der römische, 

küng gen Landshut. do das erhört sein swager herzog 
Albrecht, am gayl-^F. 4157montag 6 von München für er 
ab auf der Yser gen Landshut. 7 darnach am aschermit- 
bochen kam der küng mit 700 pfarden gen Freising. 

20der bischof, weichpischof, abt von Beichenstefen, 
all drei in iren infeien, der brobst von der Newen" 
stift mit seinem stab, thumherren, korherren und 
all briesterschaft in korkappen mit dem heiltum 
und di hantberchzünft mit irn gemalten und ver- 

25gülten kerzen giengen im engegen aus dem thum 
herab in di stat mit der process bis zu dem heiligen 
geist. do wartet man sein lang, es was im aber 
nit gemaint. er schicket wol etlich fürsten vor. 
darnach schuf man di process ab. er rait nachet 

30 ' Vgl. S. 392,27. 

* Malghera. 
8 Cannareggio. 

4 Barcaiuolo, Bootsmann. 

5 Erstere 1488, letztere 1489 geboren. Drei weitere Töchter Albrechts 
35 wurden 1492 \ 1499 und 1502 geboren. 

6 14. Februar. 

1 Der folgende Bericht über Maodmilians Aufenthalt zu Freising 
findet sich nicht im lateinischen Text, wohl aber ist dort (oben S. 426, 9) 
von Arnpeck angegeben, er habe den Empfang Maximilians in seinen 

40 Gesta episcoporum Frisingensium beschrieben. In letzteren ist hierüber 
aber nur ein dürftiger Satz enthalten. Dieser Ztciespalt ist vielleicht so 
zu erklären, dass Arnpeck beim Niederschreiben des lateinischen Textes 
sich der Stelle, wo er jene Beschreibung niedergelegt hatte, nicht mehr 
genau erinnerte oder dass er die Beschreibung zwar in der Freisinger 

45 Bischofschronik bringen wollte, sie aber tatsächlich der deutschen Chronik 
einverleibte. 



C^f\nrt\i m Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 680 — 

sam bei der nacht ein und was über nacht in 
dem geschloss in der neuen turniz und kamer. 
der bischof antbortt im di Schlüssel zu dem 
geschloss. herzog Albrecht was in des bischofs 
Stuben und kamer und der bischof in der alten5 
turniz und silberkamer und hielt den küng und 
alle, di mit im waren, frey aus mit essen und 
trinken und fuetter. am pfinztag imchorsungen 
sein singer ain ambt von sand Sigmund, und der 
weichbischof [F.416J sang das ambt, und zwenio 
tumherren dienten im, und das heiltum stund 
als auf dem altar. auch hett man ainen tisch 
beraitt vor dem sacramentgeheus. darauf las 
mess am ersten ain reichspf ründner und dar- 
nach des küngs caplan. dem küng hett man auf- 1 ^ 
gelegt ain guldeins tuch und ain seideins küss. 
in dem ersten stand, do man herauf geht bei 
dem sagran, do stund der küng, nach im herzog 
Albrecht, darnach ain herzog von Braunsweig, 
darnach ain landgraf von Hessen, darnach bischof20 
Sixt, darnach über zwen stand des türkischen 
kaisers bruder. do man das ewangelium gelesen 
hett, gieng der bischof hinauf und nam das puch 
von des küngs caplan und credenzt das mit ain em 
roten seyden tüchlein und gab das dem küng 25 
alain zu küssen, also tet er auch mit dem agnus, 
nam er di paten mit der credenz und gab das 
dem küng zu küssen, do das gotlich ambt vol- 
bracht ward, gieng der küng auf gen sand Sig- 
mund und darnach in di burk. er schiket etlichs30 
volk genAugspurg. do nun der bischof all fürsten 
426. und i r volk [F. 417 ] wol gespeist hett, rait der 
küng mit den fürsten obgenant auf gen München, der 
bischof gab im das gelait, soweit sein land 
w e r e t. 36 

Zu München ward der küng gar frolich von seiner 
sbesteren enpfangen. man machet im zu lieb di selb nacht 
ainen tanz, er tanzet zwir mit seiner sbester. 1 

Darnach zoch der römisch küng gen Augspurg und 
mit im herzog Albrecht und begeret hilf von den von 40 

' Die vorausgehenden 2 Abschnitte wurden abgedruckt beiKronseder, 
Lesebuch xur Geschichte Bayerns, S. 78 f. 

n f~"rw^nl ■" Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 681 — 

Augspurg und anderen reichstetten zum anderen 
mal wider das reich zu Hungeren, darnach zu mitt- 
vasten ritten sy gen Nüremberg auf den tag. dahin kamen 
32 fürsten, geistlich und weltlich. 

5 Item di ritterschaft in und vor dem wald netten 

ainen punt gemacht wider herzog Albrecht und nennten 
sich di lebler, und so verr er in alte freyhait nit halten 
wolt, so wolten sy sich dem küng von Beham ergeben, 
kumen auch dar, aber es waren baid tail so streng und 

lOhert, das es nit gericht ward, und herzog Albrecht zoch^ 7 - 
wider haim gen München zu sand Veicz tag. 

Item di vorgenant teurung [F. 418] weret lang, und 
zu subenden galt ain Münchner schäffl koren oder waizen 
5 gülden R., gersten 14 s. d., haberen 12 s. d. 

15 Item di stat Rengspurg was oft ersucht und crmant 

worden von dem römischen kaiser Fridrich und dem römischen 
küng Maximilian, nach dem allen der römisch kayser in 
seiner stat Linz in offem rechten hat gefeilt das nach- 
geschriben urtl und acht: 

20 Umb den abtritt, so di von Rengspurg, di sich nennen 

kamrer, rat und gemain, von dem heiligen reich gefallen 
sein, darumb sy durch unseren kaiserlichen kamrer, pro- 
curator und viscal Hanns Gässl erwunden widerstanden, 
darumb sy in des heiligen reichs acht mit recht erkennt 

25 sein, deshalben erklär wir sy aus kaiserlicher macht in 
unser und des reichs acht, alle, di über vierzechen jar sind, 
manns person, ir hab, leyb und gut, und seczen sy aus 
dem frid in unfrid und verpieten sy iren fründen und geben 
sy iren veinden und das sy an aller weit fräfelen und 

30niemant an in etc. 

Aus dem urtl namen ain ursach etlich aus dem pund 
der lebler, mit namen her Beren- [ F. 419 ] hnrAm Stauffer, 
Jeronimus Stauffer und ain Satlpoger, und absagten herzog 
Albrechten, der di stat Rengspurg di zeit als sein statt 

35 beschirmet, und hüben auf und beraubten das dorf Pfatter.» 
hierumb herzog Albrecht durch seinen pfleger, den Schara- 
beck zu Haydaw, und sein volk indemcristmonet beleget 428. 
das geschloss Kufring, und an sand Johanns tag zu weinachten 
ist das geschloss gewunnen worden anno 1492 und ganz 

40 zerbrochen, trayd und gut gen Rengspurg gefürt; * wann 
di landsknecht des Stauffers teten nit wol an im. und 

» leerer Saum, darin: mal. 

Original from 



byd 



UN 'ERSITY OFMICH 



— 682 — 

Jeronimus Stauffer ist gefangen worden gen München ge- 
antbort. do das erhört Johanns Stauffer [F. 420] zu Sünching, 
eilent floch er gen Landshut zu herzog Jörgen, gnad zu 
erlangen von herzog Albrechten. 

Darnach beleget und gewan herzog Albrecht das ge- 5 
schloss Flügelsperg an der Altraül und vieng darin zben 
brüder Parsperger und ain Rainer.* 

Item des nagsten tags nach sand Thomans tag het 
herzog Jörg herzog Albrechten 60 geraisige pfärd geliehen 
gen Straubing, der haubtman was gewesen der Scheftaler. 10 
di wurden darnach gen Lengfeld geleget und kamen herwider 
an sand Policarpi tag. 

Pfalzgraf Philipp schikt auch herzog Albrechten 70 pfärd, 
wol gerüst; di praucht er auch vast. und an sand Prisca 
tag beleget er das geschloss Ernfels. her Berenhardin 15 
Stauffer floch haimlich darvon und kam gen Sbaben, aufzu- 
pringen den swäbischen punt wider den herzogen von Bayren. 
doch hett er gut stark [F. 421] gesellen lassen in seinem 
geschloss zu Ernfels, di zu ainzing heraus wol 60 man er- 
schussen, darunder Hanns Pretschlaippfer b , haubtman, ain 20 
gerader langer man, darnach ain Pecham, haubtman, und 
ander; wann sy wereten sich vast heraus, das geschloss 
429. ward gewunnen an suntag vor sand Pauls kertag. di 
Staufferin floch gen Newnmarkt zu herzog Otten. 

Herzog Kristof und herzog Wolfgang hueben auf den 25 
markt Tölz. darumb herzog Albrecht nam seinem bruder 
herzog Wolfgang das geschloss Greif nberg und di zbai 
Hagenberg und Hess im alain Liechtenberg und nam den 
Adlzhoferen das geschloss Adlzhofen. 

Item an sand Pauls abent schickten di von der stat30 
München 300 fussgenger und 30 pfärd und vier gross püxen 
— di ainen püxen zugen vier ross, di ander 8 ross, di dritt 
zbelf, di viert 24 ross — dem herzog ze hilf zu Freising 
durch. 1 

Item an pfinztag nach Invocavit in der vasten und 35 
etlich tag darnach di hernach geschriben fürsten, Philipp, 
Ott, Albrecht und [F. 422] Jörg, herzog vou Bairen, haben 

* leerer Baum, darin: mal. •> so Ha. 

1 Der Zuaatx xeigt, dass der Verfasser dieser Stelle sich damals 
xu Freising aufhielt. 40 

rv «w h (~* rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 683 — 

ainen tag mit ainander gehabt in der stat Lauging 1 , 
auch. mit in der bischof von Speir«, und sind sechs tag 
mit ainander zu rat gangen und da beschlossen, was das 
haus von Bairen angieng, all an ainander zu helfen, dar- 

5 nach an sontag nach mittvasten ist der römisch küng zu 
Augspurg bis osteren 3 gewesen, in den tagen ist herzog 
Albrecht zu Aichach beliben. 

Herzog Jörg het gefordert sein landschaft gen Lands- 395. 
hut an freitag nach dem ostertag. dardurch ward be- 

10 schlössen, daz man herzog Albrechten nit helfen solt wider 
den kaiser. 4 

Item nach osteren margraf Fridrich von Brandenburg, 429. 
haubtman des reichs, Eberhart der elter, graf zu Wirttm- 
berg, haubtman des swäbischen punts, mitsambt den reich- 

I5stetten besamleten ain michl gross volk, bey 20000 man, 
wolgerüst, auf dem Lechfeld. damit vermainten sy di stat 430. 
Rengspurg zu belegeren und zu gewinnen, di herzog Albrecht 
di selb zeit innen het und beschirmet als sein aygen statt. 
[t.423] da aber herzog Albrecht vernam, das im herzog 

20 Jörg nit helfen wolt, damit er di bemelt stat behalten 
möcht bei dem haus von Bairen, schickt er sein rät gen 
Rengspurg und sagt sy irs aids und gelüb ledig und gab 
in auch den brief des aids wider an dem achten tag des 
monads May. 

25 An dem 12. tag des monats May 5 kamen herzog 

Alb rechten gen München 5 absagbrief, von margraf Fridrich 
von Brandeburg, von graf Eberhart dem eiteren von 
Wirtemberg, von herzog Kristof und Wolfgang, seinen 
brüderen, und dem sbawischen pund. do gab herzog Albrecht 

30 jedem poten 2 fl. R. und Hess sy damit dannen gen. 

Von stundan namen sy den von Landsperg di küe und 
aufhebten etbo vil dorfer. 

Item Hanns Zenger von Sneberg und etlich mer der 
lebler sagten auch ab herzog Albrechten, aber die von 

35 Straubing hüben in etliche dörfer auf. der alt Herman 
Haybeck, ritter, her Hans Stauffer, ritter, Hanns und sein 

1 Vgl. oben S. 395,15 ff. und 643, 1 ff. 

* Oben S. 395, 18, 429, 13 und 643, 6 ist der Bischof von Worms 
genannt. 

40 3 Vgl. S. 395,25. 

* So auch oben S. 643, 13—15. 

* Zahl des Monatstages richtig statt der im lateinischen Texte ge- 
brauchten Heiligenbexeichnung. 

n f~"rw^i">l "• Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 684 — 

431. sun Wilhalm a Paulsdorfer wurden zu Falkenfels im gschloss 
mit ainander gefangen und gen München geschickt am 
pfingstabent. sy hetten gleich erst abgesagt, so di bericht 
[F. 424] solt ausgen. 

429. Maximilian, römischer kung, was den vergangens 

winter bei seinem vetter erzherzog Sigmund 
von Östereich zu Inspruck gebesen 1 , davon er in 

430. der vasten zoch gen Augspurg. do er solich unru in 
dem land vernam, da nara er di sach ernstlich zu herzen 
und eylend von Augspurg zoch er ab zu seinem vater dem io 

432. kayser gen Linz, der im durch seyn fleyssig gebett gebalt 
gab, di sach zu richten, und er kam an dem zecheten 
tag des monats May 2 herwider. 

Vermerkt, wie der vertrag gelaut hat: 3 

Wyr Maximilian, von gottes genaden römischer küng etc., be- 15 
kennen, als sich in verschinen zeyten etwas merklicher spen und irrung 
zwüschen dem allerdurchleuchtigisten , grosraechtigisten forsten und 
herren Fridrichen, romischen kayser, zu allen Zeiten merer des reichs, 
zu Hungeren, Dalinacien, Croacien etc. kiing, herzog zu Östereich und 
Steyr etc., unserm lieben herren und vater, an ainem und dem hoch- 20 
gebornen Albrechten, [F. 425] pfalzgraf bei Rein, herzog in ßeyren, 
unserem lieben s wager und fursten, anders tayls von wegen der von 
Rengspurg gehalten haben, des halben der gemelt unser herr und 
vater, der romisch kayser, gegen herzog Albrechten in merklich un- 
gnad bewegt das heilig reich über in zu ziechen gemant und dannen 25 
allenthalb zu dem höchsten aufpot gethan, auch im reich an seiner 
kaiserlichen majestat statte den hochgebornen Friderichen, margrafen 
zu Brandenburg , zu Stettin, Pomeren , der Cassiuben und Wenden 
herzog, burggraven zu Nöremberg und füreten zu Rügen, unserem 
lieben oham und fursten, zu obristem veldhaubtman fürgenomen mit 30 
zuschickung des reichs paner, der auch aus der pflicht schuldiger ge- 
horsam mit merklicher anzal zu ross und fuess, da sein lieb mit des 
reichs underthanen und besunder des selben unsers lieben herren und 
vaters, des römischen kaisers etc., unserem pund des lands zu Swaben 
durch den hochgebornen unseren swager, rat und des reichs, unsern 35 
lieben getreuen Eberharten, grafen zu Wirteraberg und Mümplgart, den 
eiteren, als des punts obrester veldhaubt- [F. 426] man und an seiner 
stat den wolgebornen des reichs unseren lieben getreuen Hawgen, grafen 
zu Werdenberg und zu dem heiligen berg, mit sambt anderen des selben 
bunds haubtleuten mechtiglich zugeseczt haben und im veld undcrthanig 40 
und gehorsam erschinen sein, in des berürten unsere swagers land ge- 

» Wilhalm vnnd ain Paulsdorfer Hs. b fehlt Hs. 

1 Vgl. oben S. 429, 17. 

1 Zahl des Monatstages richtig statt der oben im lateinischen Texte 
vencendeten Heiligenbezeichnung. 45 

8 Vgl. den Druck dieser Urkunde, die der lateinische Text nur teil- 
weise mitteilt, bei Krenner, Baierische Landtagshandlungen X, 585 ff. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized by VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 685 - 

sogen und sich aldo mit hereskraft gelagert hat, damit aber solich 
under standen fürnemen, auch krieg und aufrüren mit merklichem plut- 
vergiessen cristengelaubiger menschen verhütt wurde, so haben wir von 
dem genannten unserem lieben harren und vater, dem römischen kayser, 
5 durch unser fleissig gebett befelch und gewalt erlangt, obgemelte irrung 
und spen mit der empörten* aufrüren gutlich hinzulegen, die wir auch 
in kraft des selben unsers befelchs und gewalcz mit wissen und willen 
des vilgedacbten unsers swagers und fürsten herzog AI breche z funden, 
aufgericht und beschlossen haben in mass, wie hernach volget: 

10 Des ersten, das der gemelt herzog Albrecht von Bairen di stat 

Rengspurg mit sambt dem schloss, so er daselb zu pauen angefangen, 
und allen neuen aufsaezungen, [F. 427] di er daselb gemacht hat, an 
alles mittl lediglich widerumb in der kayserlichen majestat hent gestelt 
und überantbort und di bürger von Rengspurg irer ayd und pflicht im 

15 gethan ledig zele und sich der wider di kayserlich majestat noch das 
heilig reich nicht mer annemen noch aincherlay anheng, hilf noch schirm 
thu. so wil di kayserlich majestat dem genanten herzog Albrecht alle 
gült und gerechtigkait, so sein vorderen in und umb di stat Rengspurg 
von alter her gehabt und der stat Rengspurg verpfendet gewesen und 

20 er von in widerumb gelöeet, so vil er in der bezalt hat, mit sambt aller 
gült und gerechtigkait, so sy von alter unverpfendet daselbst gehabt, 
volgen lassen, was im*> aber di von Rengspurg an bezalung zugewendet 
und der stat enezogen hetten, sol bei der stat behalten werden und 
beliben. 

25 Es sol auch herzog Albrecht zu volziechung obgemelcz artikls 

genanten margraf Fridrichen von Brandnburg und den edlen unseren 
haubtman, unserer herechaft Hohenburg rat und des reiche lieben und 
getreuen Eytel Friderichen, grafen zu Zoller, oder anderen, so von der 
kayserlichen majestat und des heiligen reichs wegen in di [F. 428] stat 

30 Rengspurg, di selben zu der kayserlichen majestat banden einzunemen, 
wie obgemelt ist, verordnet und geschikt werden, mit genügsamer Ver- 
sicherung und t rostung für sich selbs und all di, so sy ungefarlich mit 
in bringen, iren leiben und güteren, gen Rengspurg zu ziechen, allda 
zu sein, dem kaiserlichen befelch nachzukomen und widerumb an ir 

35 gwarsame versechen und versorgen und sich in solhem als gehorsamer 
fürst des heiligen Teichs bebeisen, darzu sol er sein rät mit dem ob- 
gemelten kayserlichen anwald mit genügsamer gewalt schiken und di 
burger und inwoner daselbs irer pflicht und gelübt und aid, wie solichs 
in dem ersten artykl angezaigt ist, ledig zelen. es sol auch herzog 

40 Albrecht all sein leut, so er zu behütung der stat Rengspurg und ge- 
schloss iczund darinnen hat und im zu versprechen stend, an verziechen 
und ee der kayserlichen majestat anbalt hineinkomen, erfoderen und 
nit mer darin beleyben lassen, der gemelt herzog Albrecht sol auch 
unserem lieben herren und vater, dem römischen kayser, di herrschaft 

45 Abensperg [F. 429] mit allen gschlösseren und was darzu gehört, wie 
daz alles weylend Nielas, herr zu Abensperg, von dem reich zu lechen 
gehabt und verlassen hat, frei lediglich widerum in der kayserlichen 
majestat hand stellen, dann sein kayserlich majestat di iczo haben und 
bei dem heiligen reich behalten und nicht c verkaufen wil noch ver- 

50seczen. so wil di kayserlich majestat, wiewol sy des nit schuldig war, 

a empoten Hs. *> nu Hs. c fetitt Hs. 

C^ r\r\c\ 1 " B Original frorm 

b ^ Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 686 — 

an dem heiratgut der 32000 gülden hungrisch, so herzog Albrecht zu 
der hochgebornen Kungund, geborne erzherzogin zu Ostereich etc., 
seiner kayserlichen majestat tochter, unser lieben swester und fürstin, 
sein gemacht zu haben begert und vor durch den hochgebornen unseren 
lieben vetteren und forsten erzherzog Sigmund zu Ostereich bezalt ist, 5 
16000 hungrisch gülden in ainer bestimbten zeit bar entrichten, und 
wir wellen den selben herzog Albrechten umb di anderen 16000 gülden 
auch begnügig machen und darumb mit genügsamen verschreybungen 
versorgen, und di kayserlich majestat sol im oder seinen erben di icz- 
genannten herschaft in seiner gewalt lassen, so lang bis di 16000 gülden 10 
bezalt werden, doch sol herzog Albrecht für sich und sein erben sich 
iczo gegen der kayserlichen majestat und irem erben notorftiglich ver- 
schrey- [F. 430] ben, wann er oder ir erben solich zalung der gemelten 
16000 gülden thun, das dann er oder sein erben inen der selben herr- 
schaft und aller geschlos und zugehörung, was und wie vil der obgemelt 15 
weilend Niclas, herr zu Abensperg, als vor bestimbt ist, von der kayser- 
lichen majestat und von dem heiligen reich zu lechen gehabt und ver- 
lassen hat, zu stund an alle fürwart, auszug und Verhinderung abtreten 
und zu iren henden oder ir anwalden überantborten sollen und sich di 
genant unser swester, sein gemacht, gegen der kayserlichen majestat, 20 
uns und* unserem haus Ostereich, wie in dem selben haus von alter 
herkomen ist, iczo für sich und ihr erben notorftiglich verzeichen, darzu 
der genannt unser swager herzog Albrecht für sich und sein erben ver- 
willig und di selb sein gemachl umb ir heiratgut, Widerlegung und 
morgengab, als sich under fürsten gebürt, genugsamlicb versorgen sol. 25 

Es sol auch herzog Albrecht der kayserlichen majestat on all 
verziechen all verschreybungen und vermächt, so er von unserem vetteren 
und fürsten erzherzog Sigmunden auf unser haus Österreich sloss, 
stett, [F. 431] ampter, land und leut gehabt, mit samt ainem tods- 
brief, ob der selben verschreibungen hernachmals einiche mer gefunden 30 
würden, zu iren henden überantborten. so wil di kayserlich majestat 
verfügen, ob er erzherzog Sigmunden dagegen auch b einige verschreibung 
und vermächt gegeben und gethan hette, das imc di auch geraicht 
werden solle oder in darumb mit notorftigen todsbriefen versorgen, 
und ob etlich vom adl und ander, so dem schwabischen pund und 35 
anderen verwandt, in diser handlung und fürnemen ire lechen, so sy 
von herzog Albrechten oder dem haus Beiren haben, aufgesagt betten, 
sol herzog Albrecht den selben ire aufsendbrief wider herausgeben und 
di selben bei iren lechen und lechenspflichten an weiter enpfachung, 
in massen sy die vor an fang diser Sachen und fürnemen gehabt, der 40 
genossen und gebraucht haben, beleiben lassen, des geleichen 'ob etlich ir 
lechen nit aufgesagt hetten, diselben obberürter massen auch an irrung 
dabei beleiben lassen und nit schuldig sein, di weiter zu cnpfachen. 

Es sollen auch den hochgebornen unseren lieben oheim und 
[F. 432] fürsten Cristoffel und Wolfgang, gebrüder, pfalzgrafen bei 45 
Bein und herzogen in Beiren, auch ander ir mitgewonten der gesell- 
schaft des lewen widerumb zu iren banden gestelt und eingeantbort 
werden alle ire gschlos, gebauet und ungebauet, auch markt, dörfer, 
weyler, hofe, leut und lignde guter, di in entweret und eingenomen 
sind, mit sambt aufgehebter nuezung, anstanden gülten und mit wider- 50 
gebung ires zugeordneten deputaez. aber sollen in di brief, sigel, register 

* fehlt Ha. b auch — gegeben fehlt Hs. c nun Bs. 

rv v ^k r^r^nnfr- Original from 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 687 — 

und rotein, so inen entwert sein, widerumb ubergeantbort und darzu 
alles entwercz Silbergeschirr, kleinat, püchsen und gezeug, so vi! des 
verbanden ist, zu iren banden geben werden, aber umb das verrückt 
und nit verhanden were, auch umb den zugefügten schaden nichcz aus- 
5 genomen oder was sy sunst zu herzog Albrechten zu sprechen vermainen, 
sol in vennelter herzog Albrecht vor uns küng Maximilian, auch den 
erwirdigen, hochgebornen , wolgebornen, edlen, unseren lieben neven, 
oheim, curfürsten, fursten, swägeren, raten, andächtigen und des reichs 
Heben , getreuen Bercbtolden, erzbischof [F. 433] zu Mainz, und 

10 Jobannsen, erzbischof zu Trier, curfürsten, Fridrichen, margrafen zu 

Brandenburg, Fridrichen, bischof zu Augspurg, Cristoffel, margraf zu 

Baden, und Eberharten, grafen zu Wirtemberg, dem eiteren, und bei 

den gcmaynen haubtmannen des bunds, der einer vom adl, der ander 

von steten ist, rechtens sein, also das wir obgemelter küng Maximilian, 

15 di fursten und haubtleut iczgenannt durch uns selbs oder unseren vol- 
mächtigen gewalt oder anwald, so verständig dahin geschikt und in 
disem handl der pflicht des punds ledig sein sullen, auf Jacobi nagst 
körnend in unser des heiligen reichs stat Nordlingen zu nacht an der 
herberg, da auch beide barthey mit genügsamer fürsechung zu recht 

20 gefallet, an weiter fürvoderen und citacz erscheinen sollen, morgens zu 
früer tagzeit den handl rechtlich anfachen, darinnen volfaren, damit 
solicher gerichczhandel in sex monaten den- nechsten zu end bracht 
werde, es geb dann ornung des rechtens weiter verzug. und ob sich 
begäbe, das ainer von den anwälden abstürb, das dann an [F. 434] 

25 verziechen obgemelter massen ain anderer* an seiner stat verordent 
werde, wo auch obgemelter fursten oder haubtleut ainer oder mer mit 
tod vergiengen, das nichcz destminder des selben erben oder nachkommen 
durch sich selbs oder yren anwald in gemelten handelen procediren, 
und wann also ym rechten procedirt und di rechtsacz beschechen yst, 

30 das dann yeder anwald di mainung des gerichczhandls, wie di fürgetragen 

ist, an seinen herren bring und desselben seins herren mainung und 

gutgedünken der urtl halb verneme und auf ainen anderen tag, des 

gemelten anwalds sich mit ainander verainen und entschliessen sollen, 

widerumb zusamen kumen und di urtl in namen und an statt irer 

35 herren eröffnen, und was also, ferrer der handlung auf ir fleyssig 
ersuchen nit gütlich hingelegt, durch di neun anwald ainhelliglich oder 
den mereren tail aus in gesprochen wird, das dem selben on alle irrung, 
Weigerung, appeliren, supliciren und all*> ander auszug, wie di möchten 
genent werden oder erdacht, gelobt und dem gestrackts volg und vol- 

40 ziechen beschechen sol, doch das solichs alles [F. 435] in gemelten 
sechs monaten, wye oben stet, volendet werde, es sollen auch di haubt- 
leut des punds und all curfürsten und des punds verwandten obgemelt 
vermögen und verfügen, damit yeder tail für sich selbs oder durch 
sein volmachtigen anwald erscheinen und darin niemant saümig erfunden 

45 werde, ob aber ainigerlay parthey in vorberürten handien understunden 
den obeiürten austrag der sachen gefärlich zu verziehen oder sunst 
daran seumig wären, so boI nichcz destminder auf des gehorsamen tayls 
anrufen beschechen und volfaren und procedirt werden, was recht ist. 
und ob alsdann nach c verschinung gemelcz rechtens herzog Albrechten 

50 gefällig sein wolt sein ansprach, so er c gegen den gemelten seinen der 

* andere Hs. b äff, von späterer Hand korr. on Hs. c fehlt Es. 

n p^^.,1 .-. Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 688 — 

gesellschaft im leon sampt oder sunders zu haben vermainte, zu üben, 
so doch zu seinem willen sten und im vorbehalten Bein sol, und darauf 
vor den genanten 9 personell, wie obgemelt ist, di rechtvertigung thun, 
das di gesellschaft des leon und ir verwonten gedachten herzog AI« 
[F. 436] brechten solichs rechten in gleicher gestalt vor den selbigen 5 
neun person auch stat thun sollen, es sollen auch der Stauffer, Satl- 
poger, Parsperger und ander, so herzog Albrecht yn gefanknfis hatte, 
an alle entgeltnus auf ain alte urfehe ledig gezelt und das, so herzog 
Albrecht ynen auch allen anderen, so auf di keiserlich acht angriffen 
haben oder in der vehe verfasset seind, genomen hat, ynen wider geben 10 
werden, was sy aber eunst schaden genomen betten und auch umb 
das, so inen zerbrochen ist, sol gleycher weis gerechtvertigt werden vor 
den obgemelten 9 personen inhalt nagsts obgeschribns artikls. wir 
wellen auch, das all ander gefangen, so bei der zeit angenomen und 
in fänknfls seind, auf alte urfechden auch ledig gezelt sein, und auf 15 
das alles sol di acht gegen herzog Albrecht und di stat Rengspurg und ■ 
allen anderen, der handlung halben fürgenomen, aufgehebt und ab sein, 
auch alle anfügende guter, so der acht durch die, so dem swäbischen 
pund verwandt, [F. 437] oder jemant anderen angenomen, wider geben 
und alles gut ligencz und farencz, so yn heftung oder verbot were, 20 
wider entschlagen werden und ledig sein ; ob vergangner handlung 
halben herzog Albrecht und di stat Begnspurg, all ir zugehörungen 
und verwandten etwas ungenad bei der kayserlichen majestat erlangt 
hetten, dann di selben ungenad, so uns obenan ter unser* lieber herr 
und vater, der römisch kaiser, zu gefallen, aufrur im reich zu ver-25 
meyden, ergeben und nachgelassen hat, damit ab seyn. und all ver- 
gangen Sachen, wie sich di allenthalben under den partheien für sich 
selbs, iren zugehörungen, verwandten *> oder wie di in der sach verdacht 
sein mochten, begeben und verlaufen hetten, sollen gericht und geschlichtt 
sein und hinfüran in unguten nit geandt noch geäffert werden, sunder 30 
sy iren freyen sicheren handl und wandl zesamen und mit ainander 
üben und wider soliche richtung nit thun noch ffirnemen noch des 
niemant ze thun gestatten in kain weis, alles getreulich und ungefärlich. 
[F. 438] mit urkund dis briefs mit unserem künklichen anhangendem 
insigl besiglt, der wir drei in gleichem laut ververtigt, und den ob- 35 
genanten unserem lieben herren und vater, dem römischen kayser, und 
unserem pund des lands zu Schwaben und unserem lieben swager und 
forsten herzog Albrecht von Bairen, yedem tail ainen flberantborten, 
daran auch zu merer sicherhait der gemelt herzog Albrecht seiner <* 
lieb ynsigl henken lassen und sich darunder dem allen, wie oben ge- 40 
schritten stet, getreulich nachzekomen und solichs zu volstrecken ver- 
punden hat. geben zu Augspurg am 25. tag des monats Maii nach 
Christi gepurt vierzechen hundert und im zwai und neunzigisten, unser» 
reiche des römischen im sibenden und des hungerischen im anderen jare. 

A. 432. Darnach am lesten tag des monats Maii, der was am 45 

auffartag, der kayserlichen majestat anwald margraf Fridrich 
von Brandeburg, Eytl Fridrich, grafen zu Zoller, und ander 
von der kayserlichen majestat und des heiligen reichs wegen 

« fehlt Hs. b vermandten Hs. c geöffnett Hs. <* sein, von späterer 
Hand korr. seiner Hs. 50 

n r^nnol " Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 689 — 

sind komen in di stat Rengspurg und wol enpfangen worden 
und [F. 439 ] am freitag darnach hat in di stat geschboren. 
herzog Albrecht het di stat Kengspurg geregirt und besessen 
und gewaltiglich inngehabt 6 jar 9 monat und 3 wochen. 
ö Im herbst an sand Leodegarii tag ist herzog Albrecht 433. 

von München mit beib und kind gen Straubing gezogen 
und den winter daselb beliben hunz weinachten, 
do ist er gen Linz zu dem kaiser kumen. 

Anno 1493 sind di landschaft der fttrsten von München, . 

10 herzog Kristof, Wolfgang und herzog Albrechcz rät zu 
Landshut bei herzog Jörgen in der sach der dreyer brüder 
kayserlicher majestat comissari gewesen, di all mit ainander 
zu richten und verainen, aber es ist nit geschechen. 

Yn der vasten 1 darnach sind herzog Kristof und 

15 Wolfgang von Lanczhut auf gen Freising geritten. 

Di selb zeit ist gesamlt gewesen di landschaft zu 
München, di haben gar ain erberge botschaft an mitichen 
darnach gen Freysing geschikt und di gemelten zben 
brüeder Cristof und Wolfgang mit genügsamem gelait gen 

20 München gebracht und an dem bestimbten mitbochen 
eingeritten, es keret di land- [F. 440] schaft solhen grossen 
ernstlichen fleiss au, das dye drei brüder Albrecht, Kristof 
und Wolfgang mit ainander gericht wurden und am freitag 
darnach mit ainander geessen. 

26 Do aber nu di stat Rengspurg wider zu dem^32. 

reich komen was, schickt der kaiser seinen fiscal dahin, 
der versach alle ampt und beseczt di mit anderen und 
verkert auch den rat und aus anpringen der gemain fieng 
er aus dem alten rat Degnhart Grafenreuter, Peter 

30 Grafenreuter, Erhart Grafenreuter, Lienhart Portner, N. Aun- 
kofer, N. Nothaft, N. Müldorffer, N. Karg, N. Heczer und 
fragt sy hart und hett si lang gefangen, aus dem sich 
vil irrung in der stat Rengspurg erstund. 

In dem obgemelten jar des nächsten tags nach sand 433. 

35 Marteins tag ist geporen worden herzog Wilhalm zu München, 
darnach am ertag, do man in gen tauf trug, leitet man all 434. 
glocken zu München und machet ain gross freudenfeur an 
dem placz. 

An sand Othmari tag ist herzog Albrecht zu München 

40 auf di Jser gesessen und ab gen Wien zu seines swechers 
kaiser [F. 441 J Fridrichs grebnüs gefaren. 

1 Oben S. 433,12 genaue Tagesangabe. 

Quellen u. Erörteronpm TS. F III.. ^ 

by VjiUUJJI t UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 690 — 

Item herzog Albrecht erlanget ain bull 1 von babst 
Alexandra, das heiltnm und di korheren zu Yhnünster 
aufzuheben und gen München zu bringen mit allem zu- 
gehören gewaltiglich. 

Item mer gepoten und geschafft der heiligt 
vater zu Korn zbayn prelaten, der abt vom heiligen 
berg, der abt von Peuren, maister Pangraz, decbant 
zusandVeit zu Freising, maister Hans Neunhauser, 
dechant zu sand Peter zuMünchen, sind kumen und 
verordnet, das heiltum ze heben und gen München 10 
ze pringen. Item der herzog hat geschickt die zwe n 
prelaten, damit geschafft und gepoten ist durch 
den babst mit in zu nemen, was sy bedürfen oder 
notorftig sein, da ist der dechant maister Pangraz 
und pei den 30 pfärden und den wagn mit samatl5 
und guldin stücken kostlich geziert und darin 
6 weisse pfärd und ir zaüm und zuriem kostlich 
mit tuen überzogen, darauf zben furknecht auch 
wol beklaydt und ainen grossen häufen wintliechter 
damit hingeschickt, und am weissen suntag 2 sind20 
sy kumen gen Ilmünster. das hat man nun im Land- 
gericht [F. 442] gewist, und ain gross volk da- 
gewesen, das di ding hat sehen wellen mit grosser 
klag, di herren haben sich abgezogen in der herberg 
und sind gegangen am suntag in das goczhaus und25 
zu dem heiligen sand Arsacy, da er nu gelegen ist 
und ist 700 jar da gelegen, und haben da iren an- 
schlag gemacht, auch gepett, ob doch das sein 
heiliger will sein welle, nachdem und in dannoch 
gegraust hat. da ist ain gross volk zugeloffen und30 
jamerlich gewaint und di hend über den köpf auf- 
gewunden und geschrien.* ain frau hat gar greulich 
gethan. da ist sy gefragt worden, ob sy umb den 
heiligen also thu. hat sy gesagt: nain, umb unser 
gross sünd. ich hab gehört von meinen eiteren, 35 

a geschriren Hs. 

1 Oben S. 434, 21 werden duo privilegia genannt. Beides ist richtig. 
Gemeint sind die zwei in den Mon. Bote. XX, 706 und 713 gedruckten 
päpstlichen Urkunden, deren erste die schon von Innozenz VIII. (Mon. 
Bote. XX, 696) verfügte üebertragung von llmmünster abermals anordnete, 40 
während die zweite die im oben folgenden Texte genannten Kommissäre 
einsetzte. 

• 8. Marx 1495. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 691 — 

das vor langen jaren ist hie ain fraunkloster ge- 
wesen, das ist zerstört und zertrennt worden umb 
unser sünd wegen, also ist icz das di ander fart, 
das man uns den wirdigen heiligen mit gewalt 
önimbt. ich furcht, das wir sein nit wirdig sein. 

Item am montag sind sy gangen in das goczhaus 
und haben geschafft mit ainem schniczer, genant 
maisterAsem von München, er sol anfachen an dem 
grab zu prechen. dahat im niemant [F. 443] kainen 
10 werchzeug wellen leichen. also ist geschafft worden 
mit ainem müllner. der pracht zwen pückl und 
hüben di oberdachung herab, und in ainem stainen 
grab stund ain aichene truchen, darin sand Arsaci 
lag, und mit gesang und grosser wird und process 
15 ward er getragen hinauf in den chor und sagran 
und da besiglt und beschlossen, aber in dem grab 
dannoch gelassen grosse stück der schulteren, auch 
zbo spindl von armen, das als noch da ist. 

Item da ist kumen herHanns Lamberger, doctor, 

2odechant zu Freising, her Vizenz Schrenck, vicari 

und tumherr daselb, und ander herren bei 10 pfärden 

und verkündten den prelaten und anderen, den 

heiligen nindert zu füren und auch der korherren 

kainer sich zu bewegen lassen pei dem gewalt des 

25pischofs, dem sy dann underworfen seine, und kurz 

ain antbort zu wissen, ob sy den heiligen wolten 

füeren, und ir diener angethan in harnasch. also 

kam ainer zu dem dechant von sand Peter, ob sy 

in das wolten bevor geben, da wisten sy nit, was 

30 sy thun solten, und ir diener teten auch pald an 

iren harnasch und wer und kamen auch in die kirchn. 

do fraget aber der Lara -/"F. 444] berger, ob sy den 

heiligen wolten wegfüren, das wolt er wisten. da 

sprach der Ne wnhauser: wir wellen am ersten mess 

35hören, darnach wellen wir zusamen gen. dadimess 

aus was, wolt der Lamberger antbort haben und 

pot den heiligen dazulassen, do sprach der Neu- 

hawser: es ist nit pillich umb den kuecht zu geben 

und den herren zu verachten, der Lamberger be- 

40gert der bullen ain abgeschrift. da gab im der 

Neuhawser zu antbort, es war nit ir befelch, kurz 

die korherren raüsten sich darein ergeben, der 

dechant von Ilmünster solt aufsten und verkünden 

*J by LjOOgle UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 692 — 

dem yolk, wie oder was gestalt das heiltum und 
stift gezogen wurd gen München, do ward er wainen, 
das er vom stul must. also ward ain gross geschray 
von dem paurenvolk umb den heiligen, das heiltum 
ward auf den wagen getragen, vil wintliechter vor5 
und nach, mit singen und lesen dannen gefürt auf 
dem wagen mit samat und guidein tücheren und ain 
silbrein prustpild darin, di ober und under keu, 
und zu München giengen im all hantbercher mit 
iren kerzen für unsers herren tor engegen, auchio 
der herzog und herzogin mit allem hofgesind mit 
sambt der process gar wirdig-/7^44571ich enpfangen 
und in unser frauen pfarrkirchen gefürt, also sind 
di korherren von Ylmünster gen München kommen, 
auch darzu di korheren von Sliers. 1 es hetten auch 15 
zuhant di korherren umb 600 gülden gült mer 
dann vor. 

'Item als man zalt 1499 an samztag" vor dem 
suntag Letare in der vasten, do samleten di Enge- 
deinerund hetten gesamelt etbas auf 8000 man und20 
kamen an dem vorgedachten samztag heraus in das 
dorf Mutters a S das ligt ain meyl begs von Malsi 
und beraubten undnomendaseinund wasnotorftiger 
speis was oder des sy vermainten zu haben, be- 
hielten sy pey in und den übrigen tail raubs schikten25 
sy hinder sich und verpranten das dorf. im het in 
ir priester, der pey in bas, am suntag morgen mess 
gehabt und gab in gute trostung, mändlich zusein; 
dann sy warn der mainung, Ameran 5 ligen zu lassen 
und fürzuziechen, Bozen di stat und di kaufleut30 
auf dem jarmarkt mit sambt Trient einzunemen. als 
aber das volk, di Ötschleut, des in der nacht gewar 
wurden, schlugen sy allenthalb den stürm an. damit 
ward pald ain michl volk versamnet zusambt dem, 
das vor dem land zu hut westeilt was, und zugen35 

* so Hs. 

1 Schliersee ; vgl. oben S. 434, 23. 

* Vgl. zum folgenden Text Albert Jäger, Der Engedeiner Krieg im 
Jahre 1499, in der Neuen Zeitschrift des Ferdinandeums IV (1838), S. 98 ff. 
Ausserdem Neue Heidelberger Jahrbücher XVU (1913), S. 147 und 192. 40 

* 9. Marx. 

* Nauders. 

* Meran. 

v «w h C^ f\rhd\p Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 693 — 

gegen den Engedeineren, und di Ötsch- [F. 446]\eut 
tauten sich, nu ist ain geschloss pey dem gedachten 
dorf, das haisst auch Mutters. das hetten di Enge- 
deiner nit innen, sunder es was noch dem romischen 
5küng als landsfürsten unterthan. do heten sich di 
Engedeiner auch tailt, also das man nit änderst 
wiste, dann ir wäre nur viertausent. di übrigen 
viertausent waren in der hinderhut. und nit weit 
von dem gedachten geschloss, kamen paid tail zu- 

losamen. nu hetten di Engedeiner iren pfaffen und 
zben münich an den spicz gestellt, di waren gar 
mändlich. nu hetten di Ötschleut auf 1500 püxen- 
schüczen pey in, di solten vast schiessen und mochten 
nit, ursach dann es schneybet und renget vast, das 

lödas zündpulfer nit prinnen wollt, und wurden also 
von alln püxenschüczen nit mer dan zben Engedeiner 
erschossen, und dem pfaffen vor am spicz mocht 
niemants mit geschoss oder schlagen angewinnen, 
also das der pfaff mit seiner Ordnung durch zbay 

20glid hunz an das dritt drang. Da wurden di 
Ötschleut zornig, das sy dem pfaffen nit mochten 
obligen. pald schlug in ainer mit ainer handpüxen 
über den köpf, das er niderfiel. noch kund man in 
nit gewinnen, also rayss [F. 447] man den harnasch 

25von im. do nett er guter panzer zway an und ain 
krebsen, und ward aldo zu sticken erhackt, nichcz 
destminder eylten di Engedeiner vast auf di Ötsch- 
leut. also wurden pald pey hundert schüczen eilent 
in das geschloss Mutters geschikt, dann man wol 

30sach, das das geschoss in dem wetter nichcz thet. 
di wurden pald eingelassen, und was gut geschoss 
indem schloss. pald rieht man zbo gross schlangen- 
püxen von dem schloss hinden in dy Engedeiner, 
da sy das wetter nit irret, mit sambt anderen ge- 

35schoss. als di abgiengen, do raumbten sy grosser 
gassen zbo in di Engedeiner. do di das ersachen, 
kerten sych di Engedeiner in di flucht, di Ötsch- 
leut eilten in nach irm vermügen nach, als aber 
di übrigen viertausnt, so in der halt waren, das 

40vernomen, da zugen sy den flicheten zu. damit 
woltn erst di Engedeiner auf neus mit den Ötsch- 
leuten vechten. also zugen pald 500 guter knecht 
de n Ötschleuten zu zu hilf, do das dy Engedeiner 

n f~"rw^nl ■" Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— QU — 

ersachen, besorgten sy der fille des volks und gaben 
all di flucht, also war der Ötschleut zu nichtig 
oder gar wenig umbkomen, aber der Engedeiner 
auf 200 erschossen und erschlagen — etlich sprechen, 
ir sey nit vil über 100 und 60 umbkomen — , aber 5 
nit mer dann zben aus in gefangen, di anderen ent- 
runen all. aber es ist gut zu gedenken, wo in dy 
fürnemung auf den tag gegen den feinden gelükt hiet, 
sy hieten auf das minst Pozen und Trient eingnome n 
und beraubt [F. 448] mit sambt der umbligndenio 
gegend, aber zuhand ward der zuzug von den pirg - 
leuten gross und sterkten sich vast. 

Item es ist auch zu wissen, das etlich wenig 
zeit darvor Fridrich Cappeller 1 und Dietrich von 
Plumenek 2 denSweizeren in ir land, di weil sy vori5 
Feikirch lagen, zogen und ain ganz tal ausprennt 
und beraubt. 

Item der bischof von Chur ist gefangen borden 
und gen Ispruk pracht und in ain haus tägt a worden, 
daraus nit ze komen an urlaub. hat er nit gehalten, 20 
haimlich davonkomen. 8 

Item in der gedachten vasten haben di Vene- 
diger geschikt den Engedeinern, etlich sprechen 
denSweizeren, zu lieb 3 sam golt und sylber wide r 
den römischen küng und haben wellen durch das25 
land Mailand ziechen. des ist ain mächtiger graf 
daselb gewar worden, mit gunst und willen des 
herzogen von Mailand hat er den Venedigeren das 
golt und sylber als genomen. 

Item der zeit haben di Venedigeren merklichen 30 
grossen krieg gehabt mit den Florentineren und 
den Florentineren wol 15 schloss und castell zu- 
sambt märkten b und derferen angewunen und heten 
wol auf 60000 man wider di Florentiner am sold. 

Item di Sweizer vor Feikirch und daselb umb35 
haben dem römischen küng und punt von seinen 

* so Hs. >> märten Es. 

1 Friedrieh Kappeier, Ritter, erxherxoglicher Rat usw. ; vgl. Hegt, 
Die geächteten Räte des Erzherzogs Sigmund von Oesterreich usw., S. 629. 

» Dietrich ron Blumenegg. erxherxoglicher Rat, königlicher Diener usic -40 
vgl. Hegi a. a. 0. S. 613. 

3 Jäger a. a. 0. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 695 — 

wegen vil nachtayls an ainzinger manschlacht, raub 
und prant an iren leuten zugefügt und [F.449J grosse 
sorg in die küngischen pracht und derzeit imAlgaü 
grossen schaden than und dreu schloss an derfer 
Seingnomen, beraubt und prennt. es solt in der 
vasten ain versprocher veldstreit gewesen sein; 
da ward nichcz aus. es haben auch di Sweizer in 
disen sachen etlicher stett panier erfochten und 
erobert und sunderlich der von Ulm; das zerrayss 

10 ir fendrich. 

In der zeit was grosser krieg im Bairenland, 
als herzog Jörg mit tod abgangen was, das dann 
zum tail pey herzog Jörgen geschieht von herzog 
Albrecht und herzog Ruprechten hievor beschriben 

I5ist. dann 1 als herzog Albrecht aus der wagnpurg 
vorLandaw aufprach, zoch er nach derYser herauf 
pis gen Essnpach 2 , schlug er ausserhalb des dorfs 
nit verr von Altham 3 seine zeit auf des sambstags 4 
nach sand Margrethen tag. von stundan zugen sy 

20 von dem her in das dorf Erblting 5 und verprenneten 
das in den grund. darnach von stundan am suntag 
prach er wider auf und zoch di strass herauf pis 
an den graben pey Lanczhut. da zugen im di herzo g 
Euprechtischen aus Lanczhut entgegen, und schar- 

25müzleten vast mit ainander, also das auf paiden 
tailen zu ross und fuss pey 40 man beliben tod, an 
di gefangen wurdn auf paiden tailen. also zoch 
er mit dem her für und prennet di dorfer hinder 
im ab und nam ein Mospurg und leget sich darein 

30 U nd darneben im spiez von Mospurg zbuschen der 
Yser und Amper herab, da lag er nit lang und leget 
sich mit seiner bagenpurg für Mospurg pey sand 
Michel und zu den ziegl Stadien dasei bs umb. Yserec k 
berennet er zbaimal, ward aber almal mit dem ge- 

35 schoss abgetriben. darnach zoch er für Neuburg, 
da belaib er nit lang. 

Pald darnach kamen pey 8 oder neun tausent 
Pehamen in das land, teten dem margrafen grossen 

1 Fortsetzung xu oben S. 658. 
40 ' * Essenbach. 

8 Altheim. 
4 13. Juli 1504. 
* Ergolding. 



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— 696 — 

schaden, raubten auch frund und feind, auch tetn 
grossen schaden auf dem Norycka. darumb der 
römisch kting und herzog Albrecht mit iren hel- 
feren etc. ein meyl wegs auser Rengspurg, als sich 
di Peham getailt heten und den geraisigen zeug5 
nit pey in hetn, griffn di fussknecht an und verlor 
der küng und herzog Albrecht vil guter ritter und 
knecht pey 200, aber der Peham wurden [F. 450] 
pey 2000 erschlagen und gevangen. di übrigen 
wurden fluchtig aus dem land wider gen Peham an 10 
di geraisigen, di pey der schlacht nit gewesen 
waren, di kamen mit her Jörgen Wispecken gen Neu- 
burg, und der küng und di herzog Albrechtischen 
behüben das feld. 1 und als di Peham von Neunburg 
wolten reiten genLanczhut an ertag 2 vor Franciscy, 15 
underwegen zu Geysenveld im markt warf her Jörg 
Wispeck darnider und vieng graf Andres von Son- 
berg, 8 den grafen von Pesing, 4 ainen Neydecker, 
ainen pehamischen heren von Clena, her Bernhart 
Seyblstorfer, her Caspar Winczrer und ander edl20 
grafen, riter, edlleut pey 15 person, und ir pfard 
und diener warn 70. der zeit bas herzog Albrecht 
zu München mit vil volks. 

An pfinztag 5 darnach kamen di potschaft, wie 
der römisch küng mit drey heren lag vor Kopfstain 6 ,25 
als auch war was. des selben tags zugen pey 1000 
wolgerüst fusknecht aus Lanczhut. an sambstag 
nach Dionis 7 her Jörg von Rosnberg und Wispek 
mit raisigen und fusfolk zugen für München gar 
hunz aufs Gasteyg, schussn mit quartan und slangen30 
gar in di stat hinein, warn auf 5000 stark, ver- 
prenten auch alle derfer auf dem gefill und pey 
München, teten unzaligen grossen schaden, ver- 
prenten auch den markt Sbaben 8 , und an dem ab- 
ziechen ward des von Hennberg püxnmaister in das35 

1 Vgl. die Literaturangaben über die „Böhmenschlacht" bei Riexler, 
Geschichte Baierns III, 616. 

* 1. Oktober. 

8 Sonnenburg. 

* Pösing. 40 

* 3. Oktober. 
6 Kufstein. 

' 12. Oktober. 

* Schwaben bei München. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 697 — 

sloss Sbabn mit zbain wagen pulver und ainem 
mörser und stainptixen gefürt und gefangen; dann 
er het sich verfaren. 

Pald darnach gewan der romisch küng Kopf- 

östain di stat, und daz sloss zerschoss er auch aus 
der stat so vast, das sich niemant mer im sloss 
enthalten mocht. also giengen di aus dem sloss 
heraus auf genad. von stundan liess sy der küng 
enthaubten. das waren Hanns Pienzenauer, ain 

lOTürigl, 1 Wambolt Trautnberger, ain Peham, auch 
ain puxenmaister, edl und unedl 18 person; dann 
sy hetn dem kung aus dem sloss heraus übergrossn 
schadn gethan, darumb der küng erzürnt ward. 

Item der romisch küng nam ein Traunstain und 

lobeseczt das. sopald der kung wegkam, zugen der 
von Rosnberg und Wispeck darfür und gebunen 
Traunstain wider. 

Item in der zeit an sand Marteins abent 2 ver- 
pran pey der nacht di stat Purkhausen ganz ab in 

20den grund ungeverlich pis an 7 heuser, wurden 
auch di purger hart verderbt zusambt der prunste 
von den Behamen und knechten, di in dem auflauf 
den purgeren vil namen. darnach in der bochen 3 
vor Sebastiani zugen di von Schärding und der 

25selben end herauf, namen mit gebalt einPfarkirchen, 
Eckenfelden und Gankhofen. darnach an pfinztag 4 
vor conversyonis Pauly rannten sy pey liechtem 
tag Pyburg 5 ab, gebunen das und viengen darin 
graf Haugen vonMontfort, herr zuBregnicz, etlich 

30ander mer, ain grafen von Eberstain, und ander 
entrunen kaum davon anno etc. 5. 

[F. 451] Item Lofflholz, haubtman zu Abens- 
perg, nam her Casparen von Waldnfels und andern 
mer 9 Wcägen bolgeladen mit gut, das sy im krieg 

35 weggefürt a wolten haben, darin sy es erobert hetten, 
und füret das gen Abnsperg. er prantschäczet und 

a wegefürt Hs. 

1 Hans Dürriegl von Riegelstein; Riexler, Geschichte Baicrm III, 622. 
7 10. November. 
40 ■ 12.— 18. Januar 1505. 

4 23. Januar. 
* Vilsbiburg. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 698 — 

benotiget das paurvolk vast als hunz pey ain halbn 
meyl weit gen Lanczhut. 

Des nachcz als di veint Piburg eingenomen 
hetn und wider hinder sich ziechen wolten, da ward 
des her Jörg Wispekh gewar und eylt in nach aufö 
ain gute ineil begs. also wendeten sich di küngischen. 
und bas gleich umb di zeit, als sich zu nachz tag und 
nacht schaiden wolt. da ward ain rösch schlachen, 
und ward erstochen aufs küngs tail her Jörg von Saiis- 
haym. 1 so ward auf dem andern tail gefangen grafio 
Ludbig von Leonstain, 2 sonst ander gut leut auf 
paidn tailn erschlagen und gefangen, vast vil wundt, 
und barn paid tail in di flucht kumen. aber doch 
hetn des Wispeks tail di sach nach, wiewol man 
sagt, das sy zum lesten das veld behabt haben. 15 

Hernach ward di sach zbüschen baiden tail 
durch di kayserlich majestat zu frid gestellt, darin 
etbo vil tadigung hunz auf des reichstag zuKölen 8 
gar vertragen, herzog Albrecht und herzog Wolf- 
gang das Niderbairland zugesprochen, doch ist20 
herzog Fridrich zu Lanczhut beliben pis auf frey- 
tag* vor Invocavit. an sontag Invocavit 5 sind 
herzog Albrechts und herzog Wolfgangs rät zu 
Lanczhut einzogen und an montag darnach hat ine 
rat und gemain auf dem rathaus zu Landshut ge-25 
schboren anno etc. 6. a 
A.435. [F. 453] Cristof, pfalzgraf pey Rein, herzog in Oberen- 

und Niderenbayren, was gar ain küener held und was gar 
frey in seinen jungen tagen, do er aus der vänknüs seines 
bruders kam und herzog Jörgen hochzeit volpracht ward, 30 
do rait er zu ;her Mathias, küng zu Ungeren, und ward 
sein diener. der schicket in in das künkreich gen Napels 
nach seiner praut der küngin. di pracht er mit grosser 
müe gen Ofen, do ward di hochzeyt volbracht und di 
praut gekrönt, küng Mathias schickt in auch gen Prag 35 
und Polan und praucht in vast und hielt in gar fürstlich. 

a F. 452 leer. 

1 Seinsheim. 

* Löwenstein. 

8 Vgl. oben S. 662. 40 

* 27. Februar 1506) vgl. oben S. 662, Anm 5. 
6 1. Marx,. 

rv «w h C* c\r\ci\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 699 — 

darnach do der gemelt kting von Ungeren krieget mit dem 
kayser, do nam herzog Kristof urlaub an dem hof von dem 
küng und zoch gen Landsperg. darnach kamen di burger 
von Landsperg haimlich zu herzog Albrechten und klagten 

5 im über seinen bruder herzog Cristofen, wie er machet vil 
schuld und zalet sein hantberchsleut nit; das war in 
ain grosse beschwärung, darzu wären di zechen jar aus, 
das sy nu nit mer under im sein solten. darauf er- 
monten sy in, das er kam und näm di stat Landsperg ein. 

10 [F. 454] Darnach anno 1485 an mitichen nach dem 

weissen suntag zoch herzog Albrecht zu München aus mit 
tausent pfärden und fürten mit drei gross püxen und vil 
klain püxen und nam wider seynen bruder herzog Cristof 
ein di stat Landsperg und di geschlösser 1 Weiiham und 

l5Päl. ft di edlleut, di mit herzog Albrechten zugen, di be- 
barten ir er mit briefen, der copei hernach volgt ; laut 436. 

also : 2 

Dem durchleuchtigen, hochgebornen fürsten und herren herren b 
Cristofen, pfalzgrafen bei Rein, herzog in Oberen und Nideren Bayren, 

20 enpieten wir c hernachgenant, wir sind von dem durchleuchtigen, hoch- 
gebornen fürsten und herren, herren Albrechten, pfalzgraf bei Reyn, 
herzog in Oberen und Nideren Bayren, unserem genädigen herren, als 
seiner genaden diener in seiner genaden dienst ervodert. ob wir nu 
darin in ichte<* gebraucht [F. 455] würden, das wider eur gnad w&re, 

25 darum b uns not wäre, unser er gegen eur gnad zu bebaren, das wellen 
wir mit disem brief genugsam lieh gethan haben, besiglt mit meinem 
Niclasen herren zu Abensperg, Jörg von Eysenhofen, hofmaister, und 
Alexander zu Pappenhaim, marscbalk, aigen fürgedrüktem insigl, der © 
wir uns all hinaebgesebriben mitgebrauchen, geben an dem weissen 

SO suntag anno 1485. 

Jörg zu Helfenstain, Hawgf und Ulrich zu Montfort di jüngeren, 
Hanns zu s Barwerden £, grafen, Berenhartin von Stauf, herr zu Ernfels, 
Niclas, herr zu Abensperg, Jörg von Eysnhofen, hofmaister, herren **, 
Hanns von Frontsperg, [Jörg vom iStain, Hanns von Pienzenaw, Asem 

35 von Seyberstorf, Jörg von Gumppenberg, ritter, Alexander * von Pappen- 
haim, marscbalk, Caspar von Tor, Wilhalm von Maxirain, Burkhart 
von Rorbach, Degnhart Offenstetter, Cuntz k von Grumpach 1 , Jörg 
Notbafft m , Hans ™ von Pienzenaw, [F. 456 ] Hanns von Peffenhausen, 

* leerer Raum, darin': mal. *> feJilt bei Krenner. c von Hs. d darinn 

40 nochmals Hs. e den H$. U Hans Hs. e von der Weiden Hs. b steht 

nicht im Original. > Asem Hs. k Hanicz Hs. 1 Granepach Hs. ^ fehlt Hs. 

1 Nur Fahl kann als Schloss bezeichnet werden, wie es auch oben 
S. 435, 33 richtig geschehen ist, während Weilheim wie a. a. 0. als Stadt 
anzuführen gewesen wäre. 
45 f Nach dem Original (in den „Fürstensachen 11 , Bd. III, des k. allg. 

Reichsarehivs in München) gedruckt bei Krenner, Baierische Landtags- 
Handlungen VIII, 413. Die Verbesserungen des Textes erfolgten auf Grund 
Vergleichung des Originals. 

.. Prvnnlp Original frorn 

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_ 700 — 

Albrecht von Murach, Jörg von Freyburg, Wilhalm von Achaim, Wolf 
von Schmiechen, Wolf von Asch, Jeronimus von Seybolstorf, Veyt von 
Maxelrain », Caspar von Hellritt *>, Wolf von Rorbach, Martein von Ran- 
deck c f Eustachius von Dynngen d , Bernhart von Seiberstorf, Fridrich 
von Dankensweiler, Jörg von Alaczhaiin, Jörg von Eglhofstain, Hainrich 5 
von Finau, Matheus Wildenwarter, Hanns Puechpeck, Ulrich Sinzen- 
hofer, Erasm Michelspeck, Erasm Hohenkircher, Jörg © Schambeck *, 
Erhart Muckentaler, Hainrich Muckentaler, Degenhart von Wacsmans- 
tarf f , Walthasaro Pretstorffer ©, Hanns Waldrab s, Fridrich Hinzen- 
437. hauser, Sixt, Jacob di Wieland, Wolfgang Lankover, Joachim von ©10 
Stuben *, Anthoni® Schenck von Landeck, Jeronimus Syrg h, [F. 457] 
Hanns von Cappella Stefan Tarphheimerk von Slüslfeld i, Pangraz 
Eysnreich, Görg Kiczmagl, Peter Raid, Casper* Hertting ©, Marita™ 
Sanaceller, Wilhelm ° von * AUtheim e , Lienhart Haslinger. 

Umb solichs verschreybung und entseczung seiner stett 15 
und geschloss ward herzog Cristof bewegt und hett sein 
spech x auf etlich obgnannt, so sy widerum haimzügen, und 
an montag nach dem anderen sontag in der vasten, 
den man nent in latein dominica Remeniscere n anno 
1485, der da was der lest tag des monats Hornung, bey20 
Freysing in den engeren engegnet in herzog Kristof und 
traf gar mändlich mit in auf di 5. stund nach mittag, da 
wurden erstochen ° herr Niclas, der lest herr von Abens- 
perg, Burkhart von Rorbach, Lorenz Pogner, des benanten 
von Abensperg kastner von Kelhaim, und syben aus 12 25 
edlen wurden gefangen ; p [f. 458' J wann ir knecht teten 
untreulichen an iren herren und fluchen all darvon. Erasm 
Michlspeck, haubtman form wald, floch ein in di stat. da 
kam im der herzog nach pis ein di herberg und wolt di 
tür zum oberen Winharten nach im aufgestossen haben. do30 
was er hintenaus entrunnen auf an di freiumb. do er das 
vernam, eylt er zu sand Veicz tor, dardurch er herein von 
Krantsperg geritten was, und samlet da pald sein gesellen 
und rait auf nach dem forst ab gen Mospurg den selben 
abent und pat den purgermaister [F. 459 J daselb, das er 35 
im wachtet, der gepot pald auf. der herzog kauft ain 

a Ingelrain J56. b Heitritt Hs. c Raideck Hs. <* Einung Hs. 
• fehlt Hs. * Wolzenstarf Hs. k Waldrass Hs. * Siren Hs. i Cappeill 
Hs. * Karpfhamer Hs. 1 Slüslfels Hs. m Marx Hs. n so Hs. o dar- 
nach unverständlich und vir Hs. P Rest der Seite leer f darin: mal, ebenso 40 
folgende ganze Seite leer; in der Mitte : mal. 

1 Aus diesem Ausdruck ergibt sich, dass das obseravit oben im 
lateinischen Text S. 437, 11 nicht, wie Pex tat, in obserravit, sondern, 
wie oben geschehen, in observavit xu verbessern ist. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 701 — 

vässl wein, do trank yederman, wer da wolt. also 
belaib er di selben nacht zu Mospurg, und den nagsten tag 
darnach für er auf dem wasser ab gen Lanczhut zu herzog 
Jörgen, als nu solichs schlagen hetten ersechen des von 
öAbensperg renner, das der herr erstochen was, kerten sy 
sich umb und rannten auf gen München und kamen an das 
tor in der neunten stund, da das herzog Albrecht und 
der bürgermaister vernam, pot man yn der stat auf zu 
wachten in harnasch. 

10 Der bischof von Freysing schickt seiner diener ainen, 

Warmund Pienzenawer, di selb nacht auf gen München zu 
herzog Albrechten, der kam dahin nach mitternacht. der 438. 
entschuldiget den bischof vor dem herzogen, das weder er 
noch niemant in der statt umb di sach gewest hette oder 

15 an den dingen schuldig wäre, als auch hernach herzog 
Cristof in der bericht selb bekennet; wann er was aus- 
geritteu zu Augspurg und kam gen Krantsperg und [F. 460] 
liess sein gesellen da essen in der taferen. dahin kamen 
angefär zben mitburger von Freising, ein riemer und ain 

20 satler. do schuef er, das sy mit seinen dieneren solten 
essen und dabeleyben, bis er dannen ritt, do sy geessen 
hetten, leget er und sein gesellen iren harnasch an und 
ritten gen Freising a hunz zu dem zieglstadl in Weichen- 
stefer veld. do gieng er selbander hinauf in sand Jacobs 

25kirchen pey dem kloster Weichenstefen und kniet 
nider auf ainen weissen stayn vor der kirchtür, wann di 
kirchen der zeit was zugeschlossen, und ruft sand 
Jacob mit andacht an, das er im sig von gott erburb. an 
der selben stat sach er sein veint einreiten in Freisinger 

30 enger, do zelet er sy, wann es was ain haiter tag, und 
kam wider zu seinen gesellen und dieneren und ermonet 
sy, das sy solten mandlich sein, und do er einrait zu sand 
Veichcz tor in der stat, sprach er zu seinen gesellen: 
lieben gesellen, habt euch zu den herren und zu den pesten. 

35 do rait im an [F. 461 J der Seiten Seicz Frawnberger. der 
herzog sprach auch zu den seinen : nu spannt auf, es ist 
zeit, noch west kain mensch in der stat, was er thun 
wollt, do rait er durch das Müncher tor aus. er het ge- 
schäczt, er bolt geleich vor dem tor mit in getroffen haben, 

40 do warn sy lancksam geritten, es geschach aber wol oben 
in den engeren. 



a Freisin Hs. 



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— 702 — 

Es het herzog Albrecht den von Abensperg treulich 
gewarnt und saget im, er hiet wäre kuntschaft, das sein 
bruder auf wäre ; darumb solt er lenger bei im zu München 
beleiben, auch wolt er in mit 200 pfärden belaitt haben, 
er wolcz nit thun, sonder sy lacheten und spotteten herzog 5 
Cristofs herab auf dem weg. 

Das obgemelt schlag was gar pald ergangen, und 
alspald das ergieng, do füret man di toten drey leichnam 
ein in di kirchen in sand Jörgen pfarrkirchen. do lagen 
sy di selben nacht vor sand Barbra altar, und las man 10 
den psalter di nacht bei in. zu morgens, als es tag 
was, zu gewöndlicher singzeit Hess sy der bischof mit 
vil messen [ F.462J löblich besingen und was auch selbs 
439. persondlich pey dem opfer. darnach zoch man sy ab und 
legt sy auf wägen eingemacht und füret den von Abensperg 15 
und seinen diener aus zu dem Mürrentor mit der process. 
und ward begraben zu Abensperg im kloster, das sein vater 
gestift hatt. darnach mit der obgemelten löblichen process 
belaitet man auch den Rorbecken aus zu dem Ziegltor. 
den fürt man in das kloster Schewren, da sein vorderen 20 
ir grebnüs pey 200 jaren gehabt haben, doch so must 
er di erst nacht ob erd beleiben, pis man wider 
schikt gen Freising umb den gewalt. 

Als aber herzog Albrecht der sache aller warlich 
bericht ward, schickt er etlich geraisig und nam ein di25 
stat Abensperg und das geschloss Randeck mit allen 
iren zugehören. do nu solhe unru erstund under den zbain 
brüderen, do machet man frid zwüschen ir und seczet in 
ainen tag gen München auf sand Veicz tag. 

In der zeit sandt herzog Cristof gen Rom umb den 30 
gebalt und erlangt auch den. darnach am auffertag auf 
dem heiligen perg Andächs peichtet er und [F. 463 ] sein 
gesellen und enpfiengen das sacrament und wurden all von 
den todschlegen geabsolvirt. 

An dem obgenanten tag mit hilf herzog Jörgen und 35 
der rät erzherzog Sigmunds von Ostereich nach vil underred 
verichten di zben brtider. herzog Albrecht belaib bei dem 
regiment, und herzog Cristof gab man ain suma gelcz all 
jar, das er sein schuld zalet, und im wurden eingeantbort 
mit aller obrigkait die zbo stett Schongaw und Weylhaim40 
und di zbay geschloss Päl und Rauchenlechsperg mit allen 
iren zugehören, darzu sol im sein bruder herzog Albrecht 
alle jar geben 4000 gülden. 

n f~"rw^nl * Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 703 — 

Anno 1487 kaiser Fridrich durch rat der kurfürsten 
und fürsten zu Nüremberg erbelet zu ainera haubtman des 
reichs Albrecht von Sachsen und schikt in gen Osterei ch 
zu beretten di Newstat. damit zoch auch aus zu Nürem- 

5berg herzog Cristof; wann er vermaint, sy wolten den kting 
von Ungeren aus dem veld schlagen vor der Newstat. 
in der zeit hett sich di Neustat dem küng ergeben. [F. 464 ] 
do das herzog Cristof vernam, rait er haim gen Bairen. 

Anno 1488, do küng Maximilian zu Prück in Flanderen 440. 

10 gefangen was, do schraib der kaiser, sein vater, zu allen 
fürsten im reich umb hilf, do kam auch herzog Cristof 
und hielt sich in dem selben krieg als ain küener held 
und thet grossen fleiss, damit der küng erledigt 
ward. 

15 Anno 1490, als küng Mathias von Ungeren 

gestorben was zu Wien an ertag 1 nach dem 
palmtag, kam der römisch küng Maximilian und nam 
das Osterland ein. er vermaint auch aus pil- 
lichait und recht das hungrisch reich zuhaben.- 

20 dar umb zoch er mit hereskraft in Hungeren mit 
hilf der fürsten. zoch auch mit im herzog Cristof. 
do ward di stat Stulbeissenburg mit dem stürm gewiinnen, 
do ward herzog Cristof mit anderen ritter geschlagen, 
man sagt, er hiet vil gucz davongebracht; dann 

25 man sagt, er war gar mandlich und küen ge- 
wesen, darnach, als er herauf aus Ungeren kam, 
was er auch auf dem tag bei den fürsten zu Nürmberg 
anno 1491. 

[F. 465] Herzog Cristof was ain gerader, hoflicher 

30 fürst, dem wol was mit ritterspil und darin vast geübet 
was. er ist auch gebesen ain diener des kaiser Fridrichs 
des dritten, auch seins suns Maximiliano, romischer küng, 
und des küng Mathias von Ungeren, er hielt hof zu 
Schonga. 

35 Anno 1492, do der römisch kaiser dem reich und 

swabischen pund aufpot thet wider herzog Albrecht von 
der stat Rengspurg wegen, herzog Cristof und Bolfgang 
schlugen sich auch zu dem swabischen pund und zugen mit 
in auf daz Lechfeld und sagten irem bruder ab und zugen 

40 mit rauben und aufheben und plündern in vil dorfer im 

1 6. April. Richtig gegenüber der irrigm Angabe oben S. 38S, 2S. 
* Vgl. oben S. 389, 27 ff. 

n Pnnol " 4 Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 704 — 

Pairland.» do aber der kaiser mit herzog Albrechten umb 
all sach durch küng Maximilian vertragen b ward, da zoch 
herzog Cristof mit seinem bruder herzog Wolfgang ab gen 
Linz zum kaiser, und [F.466] namen da iren tail lands 
von dem kaiser zu lechen. 6 

Anno 1493, als aber Cristof und Bolfgang darnach 
durch di landschaft zu München, wie vor stet, veraint 

441. wurden, kam herzog Fridrich von Sachsen zu in auf mainung, 
über mör zum heiligen grab zu ziechen, als er auch thet. 
damit zoch auch herzog Cristof. und do er dahin kam, 10 
mit grosser andacht, vasten uüd peten sucht er haim di 
heiligen stett. er erkaltet und ward da krank, und auf 
der widerfart kam er kaum gen Bodis und was doch froe, 
das er dahin kumen was; wann di teutschen herren bewisen 
im alle zucht; wann der obrest herr daselb was ein grafi5 
Johanns von Werdnberg; wann des selben vetter, ain 
graf vonMontfort, was herzog Albrechcz rat und diener 

442. und pfleger zu Landsperg. herzog Cristof ee er zu München 
auszoch, hett er under seinem insigl geschafft seinen tail 
lands seinem bruder herzog Albrecht und di brief gelegt 20 

441. under den rat zu Schongaw. und do er zu Rodis enpfand, 
das er sterben solt, ain klainat kosperlich von perlein gab 
er seinem [F. 467'J koch, das er das pringen sollt frau 
Kungund, seines bruders herzog Albrecht hausfrau, das er 
albegen verporgen tragen hett innen an seinem arme, herzog 25 
Fridrich von Sachsen zoch von im, diweil er siech lag, 
doch so Hess er im ain zerung, ob er gesund wurd, das er 
damit wider haym möcht kumen. an unser lieben frauen 
schidung tag in gegenburtigkait grafen, ritter und knecht 
und briester starb säliglich der edl, wolerfaren und küen 30 
ritter, herzog Cristof von Bayren seines alters im 45. jare 
und ward du zu Bodis zu sand Anthony gar herlich be- 
graben und gar kostlich gen kirchen getragen; wann vier 
ritter trugen di par und ainer voran das Bairenland, di 
waren all mit swarzem samat beklaidet, und mit grosser 35 
klag begraben. 

442. An dem tag Cosme und Damiani hat herzog Jörg zu 
Landshut bei der fürsten von Niderbairen grebnüs zu Sälden- 
tal herzog Cristof en besingen lassen und selb dapei gewesen 
und di dreu ampt zu yedem 2 c 1 sexer geopfert und zu 40 

* leerer Raum, darin : mal. b vertrag Hs. c so H». 

1 Oben S. 442,11: 42. 



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— 705 — 

dem testen 1 20 mass wein und so vil zwaierseml. 2 di 

ampt sungen drey geynflt äbt. di haben zu hof geessen. 

und jedem laibriester gab man für mess und vigili 15 d. a 

[F. 469] Herzog Wolfgang was gar ain gütiger herr. 

5 im wurden auch etliche geschloss eingeantbort in Bairn 
für seinen tail. er krieget mit den von Riethaym und 
leget sich für ir geschloss mit etlichen Sweizeren und 
gewan das. b er was auch mit samt seinem bruderen herzog 
Cristofen im krieg zu Flanderen. 

10 Item herzog Jörg gab im ein di stat Weissenhoren 

in pflegsweis. er hielt sich gen yederman gar demütiglich. 
aber darumb das er sich schlug zu dem punt und den 
lebleren, darumb sagt er herzog Jörgen di pfleg auf, diweil 
herzog Jörg zu Ungeren was, und verpant sich in den 

15 swäbischen punt und sagt auch ab seinem bruder herzog 
Albrechten und zoch im mit dem pund über den Lech in 
sein land, das zu verderben, sein bruder herzog Albrecht 
nam im ein seine ge- [F. 470] schloss Greifenberg und di 
zbay Hagnenberg und das gericht Swabeck und liess im 443. 

20alain Liechtnberg. b do aber nu solhe unaynigkayt vericht 
ward, da gab er ims wider. 

Herzog Wolf gang was ain gerader fürst und der 
sterkest am leib under seinen bruderen. im gefielen 
wol laufende pfärd. er hielt hof zu Greifenberg, er het 

25auch di schönen paurendiren geren holt. 

« leerer Raum, darin : mal. F. 46& leer. b leerer Raum, darin : mal. 

1 Hier fehlt die Ueberaetxung der Worte (S. 442, 12/13) militisse ac 
civiase obtulerunt. 

* Hieraus dürfte xu sckliessen sein, dass es oben S. 442, 13 statt 
30 candelis heissen müsste semellis. 



Quellon u. Erörterungen >'. F. III. 45 

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Chronieon austriaeum. 



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45* 

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[F.l] Anno a post diluvium 810. in Tbeomanaria b natus est 2. lat. Ausz. 
Abraham paganus militaris, cuius uxor Susanna. Qui lite et paupertate 
a domino suo comite Sathan Alligenorum *> trans mare ex c Terra Am- 
miracionis venit in terram prope Danubium, quam longe antea quidam 
5Judeus, qui tarnen nunquam fuit in eadem terra, nominabat Judai- 
saptan <*. Et loeum habitacionis sue nominavit Auratim; nunc vero 
dicitur Stokaraw b . Et nominavit se marchionem Judaisapte. Venit 
autem in terram post diluvium annis 859 et 9 mensibus 12. die Junü. 
Habuit autem ab Auratim usque ad proximas habitaciones vicinas 

10 70 miliaria teutonica. Quo facto rediit in Terram Admiraeionis, unde 
venerat, pro uxore sua et filiis suis duobus Athaim b et Raum et filia 
Deucarim et reduxit eos cum bonis, que tenebat, in terram Judaisapte 
post primum adventum eius tribus annis. Et habuerunt ipse cum 
uxore sua dominium 59 annis et 5 mensibus et ambo fuerunt aepulti 

15 in Auratim. 

Post Athaim primogenitus eius dominabatur 45 annis et vocavit 
terram Auratim e mutato nomine. Et duxit Manciaim b comitissam 
Hungarie, filiam Bathan comitis. Et sunt ambo sepulti [F. V] in 
Tullna et reliquerunt filium et 3 filias. Senior earum Volym nupsit 

20 cuidam* libero Bohemie Babar, qui dominabatur in Auratim 45 annis. 
Postea Laptim b dominabatur 56 annis et mutavit? nomen provincie et 
vocavit ipsam Sawritz. Et sepulti sunt in Tulna. Reliquerunt autem 
filium *> Aminad b , qui b duxit Hungaram b et dominabatur in Sauritz 
52 annis. Et reliquerunt filios duos Pinian *> et Liptan \ Pinian do- 

25 minabatur in Sauritz et favore principum obtinuit, ut marchionatus 
f actus est ducatus. Et mutavit* nomen et vocavit eam Sannas et fuit 
dominus 18 annis. Post frater eius Liptan dux fuit in Sannas 14 diebus 
et mortuus est. Horum soror Synna nupsit cuidam duci de Hungaria 
Saban, qui fuit dux in Sannas 61 annis. Et sepulti sunt in Caphanpheit *>, 

30 quod nunc dicitur Grewlzistain *>. Horum filius Bathan nupsit cuidam 
ducisse ßohemie Sänne et fuit dux in Sannas 65 annis et 7 mensibus. 
Et sunt sepulti in Nusdorf. Reliquerunt autem duos filios, unum 

a an den Rand dieser und der folgenden Seiten liat Aventinus im 
Text enthaltene Eigennamen und Jahrxahlen herausgeschrieben, woxu 
35 Wigtdeus Hund bemerkte: Das ist die aigen handschriffl Jo. Auentini. 1 
b so Hs. c in Hs. wie Hs. 1 des 2, lateinischen Auszugs der Ost. Chr. 
<i so Hs.; am Rand: primum nomen. e so Hs. tcie Hs. 2 des 2. Auszugs ; 
am Rand: secundum nomen, prima mutacio nominis. f Judam Hs. 
E secunda am Rand. h so Hs. wie Hs. 2 des 2. Auszugs. * 3 am Rand. 

40 1 Vgl. die Wiedergabe dieser Seite in Lichtdruck bei Chroust, 

Monumenta palaeographica, Band II, Lieferutig X } Tafel 9. 

Original frorn 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 710 — 

Rymmor* et alium Nero». Rymmor successit in ducatu mense cum 
dimidio. Cui succe&sit Nero, qui aecepit uxorem de Karin thia et fuit 
dux 43 annis.; [F. 2] Antz* filius eorum successit in ducatu, mutavit b 
nomen provincie et vocavit eam Pannans et nupsit uni ducisse Bohemie 
et rexit 57 annis. Et uxor eius post euin 9 annis vixit. Et sunt 5 
sepulti in Newburgo Forensi. Filius eorum Nonas post obitum patris 
sui fuit dux in Pannans c 57 annis et sepultus est in Nusdorf . Eorum 
filia Synna nupsit cuidam comiti Tanten in terra Pannans, qui factus 
est dux in Pannans 40 annis. Et sepulti sunt in Callenperg. Beliquerunt 
duos filios Remior d , qui statim moritur, et Thaton, qui factus dux 10 
nupsit ducisse de Bohemia et dominabatur 61 annis. Filia eorum Lamis 
nupsit duci de Bohemia, qui dominabatur 59 annis. Filius eorum 
Mannan* nupsit cuidam comitisse Hungarie et fuit duxo in Pannans 
59 annis. Et sunt sepulti in Neuburga Claustrali. Namayn filius. 
eorum duxit ducissam de Hungaria et fuit dux e in Pannans 38 annis « 15 
Et sunt ambo sepulti in colle apud S. Lazarum in campo. Horum 
filia Zema nupsit Magais duci de Hungaria, qui mutavit* nomen pro- 
vincie et vocavit eam Tantonium et fuit dux ibi 46 annis. Et sunt 
ambo sepulti in Wienna ante Werdertor, scilicet apud piscatores. 
[F. 2'] Mannan filius eorum fuit dux in Tantonio 55 annis. Senna20 
filia eius nupsit Laptan duci Hungarie, qui dux in Tantonio s 67 annis. 
Et ambo sunt sepulti in Calvo Monte. Filius eius Lamanh domina- 
batur 51 annis. Ipse et uxor eius sunt sepulti in Wienna ante portam 
mediampnis. Maran filius eorum dux fuit 6 mensibus, et successit 
soror senior Senna, que duxit ducem Bohemie Mannan. Hie rexit i 25 
Tantoniam 45 annis. Horum filius Tanten aecepit ducissam Hungarie 
Malan et dominabatur 62 annis. Sennanh filius eorum successit tribus 
mensibus. Huic successit frater eius Peyman 48 annis. Sepultus est 
in loco, ubi nunc est monasterium Neuburg. 

Omnes prineipes in terra a prineipio Abrahe usque ad mortem 30 
Peyman unacum uxoribus suis fuerunt pagani cum tote suo populo et 
adoraverunt idola. Reliquit autem Peyman tres filios, quorum medius, 
Sennan dux in Tantonio, induxit ritum Judeorum et nominavit se 
Sennan Judeus dux in Tantonio et dominabatur uno anno. Post eum 
eius duo fratres Mannan et Saptan similiter facti Judei diviserunt35 
terram. Et Mannan cessit pars infima, Saptan superior. Et domina- 
batur Saptan fratri suo et parti, que [F. 3] sibi cessit in Tantonio, 
et mutavit k nomen eius et vocavit eam Mittanans et duxit unam 
ducissam Bohemie eciam Judeam et dominabatur in Mittanans 61 annis. 
Et sepulti sunt ante portam stubarum. Rippah eius filius Judeus suc- 40 
cessit in ducatu 57 annis 1 . Sepulti sunt in Tullna. Eorum filia 
Rachaym duxit Salanh Judeum ducem Hungarie, qui rexerunt 45 annis. 
Mortuo Salank Kachaym duxit Laptan Judeum comitem de Bohemia. 
Hie mutavit m nomen provincie et vocavit eam Fannaue a . Fuit autem 
dux in Fannaue a 15 annis. Quibus mortuis sine heredibus non erat, 45 
qui iure hereditario succederet. Tunc erat in terra Hungarie Ale- 
mancio a Judeus dux. Hie cum exercitu suo venit et obtinuit ducatu in 

a so Es. b 4 am Rand. c Es. 1 und 2 des 2. Auszugs haben hier 
iirtümlich : Aucz. d so Hs. teie Es. 2 des 2. Auszugs. fehlt Es. * 5 am 
Hand, s tontonio Es. h so wie Es. 2. i rex Es. ^ 6 am Rand. ] hier 50 
wie in Es. 2 feJdt: et duxit comitissam de Pennaw in Mittanans et. 
ra 7 am Rand. 

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3igitize<i öy VrUUgl^ UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 711 — 

Fannaue et dux fuit 40 annis. Ipse cum uxore sua sunt sepulti apud 
Novam Civitatem. Junior filius eorum Halm an obtinuit ducatum in 
Hungaria, sed senior Bantanais in Fannaue. Hie mutavit* nomen pro- 
vincie et voeavit eam Auarata. Fuit autem Bantanais dux in Auarata 
5 57 annis et duxit Saulym ducissam de Bohemia. Et sunt ambo 
sepulti in magna civitate Laureaco, que nunc Anesum nuneupatur, 
ubi habebat b residenciam cum curia. Filia eorum Lemiac nupeit 
Bettan duci Hungarie, qui factus est dux in Auarata [F. 3 1 ] 45 annis. 
Et ambo sunt sepulti in Castro Gryffenstain c . Eorum filius Menton c 

10 duxit ducissam Bavarie Sanna et fuit dominus in Auarata 54 annis. 
Et sunt ambo sepulti in Calvo Monte. Horum filia Semyn b duxit 
Betan ducem Hungarie, ,qui fuit dux in Auarata 34 ■* annis. Et sunt 
ambo sepulti Wienne ante portam Scotorum, Attaion b filius eorum 
duxit ducissam Hungarie«* et successit 57 annis. Et sunt sepulti 

15 in Laureaco. Baban senior filius eorum fuit dux in Auarata medio 
anno e et mutavit f nomen provincie et voeavit eam Fylan c. Cuius 
f rater Effra duxit ducissam Hungarie Sannaym*> eciam Judeam et fuit 
dux in Fylan 49 annis. Eorum filius Nuban fuit dux in Fylan 39 annis, 
eius uxor ducissa Hungarie Judea, et sunt sepulti in Tullna. Bolant 

20 filius eorum successit 42 annis. Huius filia Sanna nupsit duci Bohemie 
Beynar, qui rexit Fylan annis 53, et sunt ambo sepulti sub Monte 
Nivis. Nathan filius eorum duxit Satyn ducissam Hungarie eciam 
Judeam et mutavit? nomen provincie et voeavit eam Barasina et fuit 
dux 41 annis. Horum filia Bacbym duxit ducem Bohemie et fuit dux 

25 in Barasina 51 annis. Et sunt ambo sepulti infraNusdorf in loco, qui 
[F. 4] vocatur in saneto loco vel in saneta civitate. Filius eorum 
Sameth duxit ducissam Hungarie Eyma et fuit dux in Barasina 34 annis. 
Bathan filia eorum duxit ducem Bohemie Saptan. Hie fuit dux in 
Barasina 42 annis. Horum filia Senna duxit ducem Bohemie Bolant, 

30 e t fuit dux in Barasina 52 annis. Et sunt ambo sepulti in Berichtolds- 

torf. Filius eorum Janner c mutavit h nomen provincie et voeavit eam 

Corrodanciam fuit que dux 51 annis et cum uxore sua est sepultus 

supra Laureacum. Beliqueruntjautem filium Montan, qui successit in ducatu. 

Huius tempore defecerunt prineipes Judeorum in dominus. Ita 

35 Montan dux Corrodancie factus est paganus compulsus et coactus a 
paganis. Hungaria abnegavit fidein hebraicam et adoravit idola, et post 
hueusque nullus Judeus dominabatur in terra. Et nominavit se Montan 
paganus dux Corrodancie, duxit autem paganam ducissam Hungarie 
Sygnam et fuit dux 45 annis. Horum filius Mathan duxit paganam 

40 ducissam Hungarie Salimiam et fuit dux in Corrodancia 51 annis. Et 
sunt ambo sepulti in magno Castro Gryffenstain. Filius eorum Salanata 
fuit dux in Corrodancia 51 annis; [F. 4 k ] duxit ducissam Bohemie. 
Bathen c filius eorum successit 32 annis ; uxor eius fuit ducissa Bohemie. 
Et sunt sepulti Wienne ante portam Karinthianorum. Mortuis illis 

45non fuit prineeps, qui iure hereditario succederet in ducatu. Tunc 
Bomani quendam paganum de Hungaria Bolant instituerunt ducem 
Corrodancie. Habuit uxorem ducissam Bohemie et fuit dux 51 annis. 
Filius eorum Sathan duxit ducissam Hungarie et vixit in ducatu 51 annis. 
Et sunt mortui sine herede et sepulti in Neuburg. Tunc terminabatur 

50 a 8 am Rand. b so Es. wie Es. 2. c so Es. d so Es. statt Bohemie 

wie Ess. 1 und 2. e fehlt Es. f 9 am Rand. & X am Rand, fc XI 
am Rand. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 712 — 

regimen Judeorum et paganorum in terra Corrodancie; nam postea 
Christian i rexerunt. Rexerunt pagani et Judei secundum calculum 
cronice ante nativitatem Christi 1482 annis, vero post » nativitatem Christi 
384 annis. 

Bomani quendam nobilem comitem Aman consanguineum S. Alexii 5 
occulte Christum colentem instituerunt ducem Corrodancie. Qui propter 
signa magna, que vidit apud S. Alexium sub scala repertum, ad fidem 
Christi conversus fuit. Adduxerat secum uxorem suam nomine Helenam 
eciam occultam Christianam, nobilem comitissam de Borna. Hie mutavit * 
Domen provincie et voeavit eam Auara [F. 5] et scripeit se: Aman 10 
divina permissione dux Auare etc. Laboravit autem occulte^ ad con- 
vertendum populum ad fidem Christi et sie in secreto raagnam partem 
populi ad fidem Christi converterat dueavitque in ducatu Auare 63 
annis. Bomani postquam cognoverunt id c , miserunt pro eo et ipsum 
martirizaverunt cum populo suo fideli. In quinto autem anno post 15 
ipsum mortua fuituxor eius. Et sunt ambo sepulti Borne in monasterio 
8. Petri retro altare S. Petri et canonizati. Johannes, Albertus et 
Theodoricus filii eorum diviserunt ducatum in tres partes et voeaverunt 
eam Osterlant <*. Theodoricus habuit a Nova Civitate usque in Posonium, 
Albertus ab Aneso usque in Scherding, Johannes ab Aneso usque in 20 
Novam Civitatem. Hie mutavit clipeum ferendo supra galeam duas 
albas alas angeli, in earum medio draconem aureum et clipeum nigrum 
cum alba cruce. Duxit unam comitissam de Borna Annam. Dux 
Jobannes cum sua uxore Anna construxerunt ecclesiam S. Steffani 
Wienne et regnavit 32 annis. Et sepulti sunt in Neuburga, ubi nunc 25 
est mona8terium, quod tunc fuit parva ecclesia. Et cessit ducatus suus 
Alberto. Ille mutavit nomen provincie et voeavit eam Ostereich et 
duxit [F. 5 4 ] ducissam Bohemie Katherinam et regnavit 30 annis. Et 
sepulti sunt ambo in ecclesia S. Steffani. Quorum filius Eberbardus 
successit. Duxit ducissam Bavarie Susannam*, cum qua habuit duos30 
filios, qui obierunt ante patrem. Quorum morte Eberbardus tanto 
turbatus, quod nollet amplius vocari dux, et fecit ex terra marchionatum 
Et voeavit se marchionem Austrie et ducem Bavarie — ex parte 
uxoris — et regnavit 32 annis. Et mortui sunt sine herede. 

Austria sie cessit imperio. Unde cesar concessit eam Hainrico 35 
duci Bohemie, qui regnavit 30 annis. Et mortui sunt sine herede ipse 
et uxor eius. Cesar igitur Hainricus contulit Austriam Ottoni de Hun- 
garia. Hie marchio Austrie regnavit 18 annis et sepultus est Präge 
apud S. Johannem in ecclesia. Horum filius Conradus marchio Austrie 
electus est in regem et fecit ex marchionatu Austrie ducatum et fuit 40 
dux 15 annis. Et reliquit tres filios, qui diviserunt terras. Heinricus 
obtinuit Bohemiam — hie duxit filiam regis Hungarie Nicolai — , Stefianus 
terram supra Anesum, Albertus partem inferiorem, qui factus est dominus 
aliorum duorum. Et mutavit arma ferens supra galeam albam aquilam 
alis nigris in sursum protensis et clipeum [F. 6k] lazurinum, in eo45 

« XH am Rand. *> oculte Hs. c ipsi Eh. <* 13 am Rand, e 14 
am Rand. f so Hs. wie Hs. 2. s Zwischen F. 5 und 6 ist ein Blatt 
eingeheftet^ auf welchem von anderer Hand der Stammbaum der babett- 
bergischen Fürsten Oesterreichs aus den Tab. Cl. zusammengestellt ist und 
zwar unter Zugrundelegung des Holzschnittes des Stammbaumes in der ^0 
Basler Inkunabel, wobei die Buchstaben dieses Holzschnittes beibehalten 
sind. Ein paar wertlose Bemerkungen dazu stammen von Aventinus 9 Hand. 

n f"*rtonl - Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 713 — 

aquilam albam cum alis aureis extensis. Fuit dux 51 annis. Sepultus 
est cum uxore sua ßalome ducissa Bohemie in ecclesia S. Steffani. 
Friderico filio eorum et Ludevico cessit ducatus divisus, Ludewico 
quidem ab Aneso in Neuburgam, sed Friderico alia pars, sie quod 
5 Ludwicus maneret dominus Austrie. Hie Ludwicus mutavit arma ferendo 
supra galeara auream aquilam alis in sursum porreetis, in clipeo vero 
rubeo aquilam bipartitam seeundum longum deorsum, cuius medietas 
dextra est nigra, sinistra alba. Et rexit 32 annis sepultus in ecclesia 
S. Steffani. Filius eorum Johannes successit, mutavit arma ferendo * 

10 supra galeam aquilam auream alis exlensis directe et in lazureo 
clipeo aquilam auream haben tem alam sinistram nigram, dextram albam 
regnavitque 51 annis. Horum filius Hainricus successit 31 annis. 
Habuit filium Johannem, qui sibi successit 29 annis. Huius filius 
Ludewicus duxit Elizabet ducissam de Hungaria; regnavit 42 annis. 

15 Et sunt sepulti supra Veronam in Lambardia. Albertus filius eorum 
successit 28 annis; cuius uxor ducissa Bohemie Susanna b . Sunt sepulti 
ad S. Steffanum Wienne. Horum filius Hainricus successit 28 annis; 
uxor ei us Margaret ba ducissa Hungarie. Sepulti sunt ad S. Steffanum 
Wienne. [F. 6'J Beliquerunt duos filios Petrum et Johannem et unain 

20 filiam Elizabeth et diviserunt ducatum v quatuor annis et dimidio regna- 
verunt. Quibus successit Elizabeth, que pest tres menses est mortua. 
Et sunt sepulti in ecclesia S. Steffani. Et ducatus cessit imperio. 
Antequam Wienna est condita, Tulna fuit capitalis civitas in Austria, 
et in loco, ubi Wienna nunc est, fuit olim curia venacionis, ad quam 

25 sepius gracia solaciorum venerunt prineipes. 

Hec de vetustissimis huius terre rectoribus. In quibus 
gestis nihil mihi propter vetustatera variare lieuit, ne aliis 
locum detrahendi preberera. Nunc vero de mediis huius 
provincie illustribus marchionibus ac dueibus ac eorundem 

30origine, uxoribus et prole ac bene gestis stilus vertendus 
est et de quolibet in singulari, quantum dederit altissimus 
et ingenioli mei parvitas accesserit. 

Leopoldus illustris genere dux Suevie ex Alber ti nobilissimi comitis Tab. Cl. a 3. 
Babenbergensis sanguine ortus defuneto Rudigero de Pechlarn marchione 

35 orientali sine herede a rege Romanorum Heinrico duce Brunsvicensi, 
suo sororio, marchiam orientalem in feodum aeeepit anno Christi 
925. x Quam strennue multis annis rexit. Hie forte opidum Melicum 
una [F. 7 ] cum Castro dicto ferreo Castro vi cepit et potentissimum 
dominum Gysonem ex eo expulit et totam provinciam sibi usurpavit. 

40 Item in eodem Castro Melico 12 canonicos seculares cum sufficienti 
provisione fundavit. Uxor eius domina Richarda filia Ottonis ducis 
Brunsvicensis soror erat regis Heinrici Aucupis. 2 Cuius sororis Babe 3 e2- 

ä fehlt Es. wie Es. 2. b so Hs. wie Es. 2. c v(m einer Hand des 

17.Jhdts. darnach: Nachvolgende Cronick von den alten Hertzogen von 

45 Österreich S. Leopolds gescblecht habe ich in aim alten truck teutsch. 

1 Die Tab. Claustroneob. a 3 und c 2 sagen: nach Cristi gepurd 
IX C und etliche iar. 

f Vgl. oben S. 123, 9 und Tab. Cl. c 2. 

8 Der Name, welcher in den Tab. Cl. nicht enthalten ist, wurde 
50 wohl aus Andr. 36, 5 entnommen. 

n Pnnol" 1 Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 714 — 
filius fuit Albertus comes Babenbergensis. Prefati autem regia Heinrici 

filius fuit Otto L, magnus imperator, cuius a nemo est qui nesciat 
genus : 

Bruno archiepiscopus Coloniensis. 

Item Wilhelmus archiepiscopus Maguntinus. 5 

Item Hugo comes Parisiensis, postea rex Francorum, filius sororis 

Ottonis Magni. 
Item Bupertus rex Francie, filius eiusdem Hugonis. 
Item Conradus dux Franconie, gener Ottonis I. imperatoris. 
Item papa Gregorius V., dicti ducis Conradi filius, qui beatus reputatur, 10 

et nepos imperatoris Ottonis I. 
Item Gisebertus dux Lotoringie, sororius eiusdem Ottonis etc. 

Et multi alii principes ex progenie dicte Richarde sunt orti, 
per quos catholica fides vehementer crevit et aucta notabiliter est, quia 
archiepiscopatus, episcopatus et monasteria quam plurima fundaverunt 15 
et magnifice dotarunt ac multis apostolicis contra suos adversarios fidelem 
a 3 u. c 2. assistenciam fecerunt. Et sepulta est in choro monasterii Melicensis 
in elevato sepulchro cum marito suo, marchione Leopoldo. [F. 7'/ 
Qui ex ea duos reliquit filios, Heinricumb et Popponem. 

Hainricus dictusRebellis, primogenitus Leopoldi, secundus marchio 20 
Austrie, cepit post mortem patris et rexit marchiam orientalem annis 40 
vel quasi. Cum curia sua et aulicis in Melico habitavit. Imperio 
denique rebellis erat. Quem S. Hainricus ad obediendum sibi et imperio 
compulit 1 1002. 

Huius temporibu8 anno domilli 1012. S. Colomannus ex Scocia 25 

Pass. S. Chol 2 nobiliter ortus iter peregrinacionis ad terrestrem amore celestis Hierusalem 

arripiens in orientalem regionem norice partis venit. Tanquam eiusdem 

loci explorator comprehensus, a iudice vulgariter nuncupato 

Wolkenstorf er 3 multis suppliciis affectus demumcum duobus 

latronibus est suspensus. Sancti itaque viri corpusculum unguibus 30 

Tab.Lc.Pas8. cum barba cesarieque crescentibus per unum annum et dimidium in- 

corruptum permansit. Ipsa quoque torta, in qua pendebat, fron- 

duit. Videntes igitur hec et audientes incole regionis illius 

ammirati sunt valde et obstupuerunt glorificantes omnipotentis 

dei clemenciaru, qui per famuli sui merita hec et alia plurima 35 

nova et inaudita nostris seculis ostendit miracula. Horum mira- 

culorum causa clerici cum multitudine populi adunati in quadam 

insula iuxta Danubium, ubi erat constructa basilica, venera- 

u. Tab. bile corpus honorifice humarunt sequentibus signis. His 

auditis miraculis iussu marchionis Hainrici [F. 8] corpus, quod 40 
tan tum temporis quieverat incorruptum in sepulchro, sicut in furca 

a cuius — genus nachträglich hinxugeschrieben. b Leopoldum Bs. 

1 Vgl oben S. 136. 

* Mon. Germ. hist. } SS. IV, 674 ff. ^ 

8 Nur Arnpeck überliefert diesen Namen. Keiblinger, Geschichte 45 
des Bencdictiner- Stiftes Melk I, 143 vermutete, dass Arnpeck hier einer 
lokalen Sage folge. In dem Richter sei vielleicht ein Glied der alten 
österreichischen Dynastenfamilie von Volkenslorf oder wahrscheinlicher 
der Herren von Wolfgersdorf (Wolkersdorf) zu erblicken. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 715 — 

pependerat, per totum videlicet triennium, quarto anno cum clero 
processionaliter et populo in civitatem Medlicam est delatum et in 
ecclesia S. Petri in australi abside laudabiliter sub patracione 
miraculorum innumerabilium est conditum anno Christi 1016. 
B Prefatus itaque marchio Hainricus immatura morte diem obivit ^ ö *- &• a •?• 

anno Christi 1017. 1 sepultus in Melico iuxta patrem et matrein, relinquens 
duos filios, Albertum et Ernestum, ex uxore sua Swenhilde, que una 
secum in Melico quiescit. Cuius genus tarnen non invenitur in chronicis. c 2. 
Poppo venerabilis arebiepiscopus Treverensis secundus filius illustris a 3. 

10 marchionis Leopoldi. Quem episcopatum pluribus annis bene rexerat 
temporibus largi imperatoris Heinrici III. Hie Poppo per preces obtinuit, 
quod frater suus, marebio Hainricus, corpus S. Coloraanni Petro regi 
Hungarorum miserat. Sed tempore, quo sacrum corpus in Hungaria 
permansit, Hungari multas piagas sustinuerunt, pestilenciam , famem 

15 nee pluviam habuerunt. Coacti igitur corpus S. Colomanni in Äustriam 
remiserunt. Nihilominus Caput suum servaverunt, quod usque in presens 
in Alba Regali ostenditur. Poppo episcopus in Treveri sepultus est, 
quem S. Heinricus imperator Treverensibus prefecit. 2 

Albertus Victoriosus, Hainrici marchionis senior filius, tercius a H. 

20 marchio Austrie, post obitum / F. S 4 ] genitoris mox Äustriam regere 
cepit et 16 annis rexit. Hie una cum filio Leopoldo forti milite Pan- 
noniam superiorem Hungaris ereptam Romano imperio adiecit contra 
Abam regem Hungarie, qui eam vi gladii sibi usurpaverat. Quam pro- 
vinciam imperator Heinricus III. 8 dicto marchioni Alberto et suis 

25 heredibus in feodum perpetuum donavit. Hie marchio Albertus bellum 
habuit cum primo Andrea rege Hungarie et semper victoriam obtinuit. 
Ideo Victoriosus dictus est. Et habitavit in Melico, ubi cum senioribus 
suis sepultus est 1055.* Et partem sanete crucis 1034. b in Melicum 
attulit. Huius uxor Adelbaidis soror Petri regis Hungarie diem obivit c 2 u. 

30 anno domini 1071. sepulta in Melico cum marito suo. Qui reliquerunt # 3. 
duos filios, Leopoldum et Ernestum. 

Ernestus senior, duxSuevie, secundus filius marchionis Hainrici Re- a 3. 
bellis, frater marchionis Alberti Victoriosi, prineeps probus, omni venacione 
delectabatur. Una vice iu venacione a quodam comite Alberto sagitta tactus 

35 oeeubuit anno Christi 1010. 4 in suo ducatu Suevie sepultus. Huic nupta Otto Fris., 
fuit domina Gisela de antiquo et glorioso sanguine Karoiorum oriunda, ^* r - VI,28. B 
cognata domini Rudolfi regis Burgundie, geminosqueex eo filios, Ernestum * abu ^ a 3 ' 
et Hermannum, suscepit,quosambossupervixit. / F. 9] Def uneto siquidem c 2. 
duce Ernesto primo marito domina Gisela aeeepit Conradum ducem a 3. 

40 Franconie, dictum Salicum, postea imperatorem. Qui ex ea filiam pro- 
creavit nomine Chunegundis, que fuit desponsata Heinrico Nigro, Pio, 
Romanorum regi, postea imperatori, orto ex comite de Calve in Suevia. e 2. 

a mit Einfügungsxeichen am Rand, b am Rand. 

1 Tab. CL: M und XV iar. 
45 * Quelle? 

8 Tab. CL: von kayser Heinrichen dem anderen. 
4 Tab. CL: M und etliche iar. 

fi uxorem Gisilani nomine de antiquo et glorioso Karoiorum san- 
guine oriundam habuit. 



{^r*nnL' fc Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 716 — 

Prefata iamdicta virgo Chunegundis dum cum patre suo Conrado im- 
peratore et matre Gisela imperatrice cum multis aliis in Italiam pro 
imperiali benediccione transiret, in reversione obiit 5. Non. Marcii l 
ante celebracionem nupciarum. Cuius corpus in Franconiam deductom. 
Ibi honorifice sepulta est. Bimiliter obiit Hermannus dux Suevie, frater 5 
eius ex parte matris, 1039. et Chuno dux Franconie, avunculus 
a 3 Conradi regis. Item Gisela imperatrix sepulta est Spire cum domino 
suo, imperatore Conrado. 

Leopoldus dictus fortis miles marcbionis AJberti Victoriosi filius 

u. Otto Fris., fl^nior. Hie cum patre suo, ut supra dictum est, marchiam orientalem 10 

Chron. F/,32ab Hungaris eripuit ac inter cetera virtutis sue opera exercitum Hun- 

garorum innumerabilem fines suos ex improvisu vastantem subito cor- 

reptis arniis, quod tarnen in omni conflictu eciam fortibus incautum 

u. Tab. da 4. est, pene funditus cum paucis delevit. [F. 9] Hie insuper illustrissimus 

adolescens Leopoldus in Ingelhaim in nupeiis regiis Heinrici III. immatura 15 
morte omnium planctu rapitur et a patrao suo Poppone Treverorum 
Tab. Cl. a 4. archiepiscopo in urbe Treverensi sepelitur 1043. Mortuus est autem 
ante patrem sine liberis. Huius uxor dieta erat Fröwiza, que sepulta 
est in Melico aput marchionem Albertum Victoriosum, socerum eius. 

Ernestus dictus strennuus marchio, Alberti Victoriosi seeundus 20 
filius, dux 8uevie et quartus marchio Austrie, cepit regere marchiam 
anno domini 1056. mox post mortem patris et bene rexit eam 19 annis. 
Hie Ernestus meruit impetrare a patruo suo rege Heinrico IV. reno- 
vacionem et confirmacionem privilegiorum et chirographorum* olim a 
paganis cesaribus antecessoribus 6uis concessis b . CuillS tenor sequitlir 25 

et est talis: 

* In nomine sanete et individue trinitatis amen. Hainricus divina 
favente clemencia rex Romanorum augustus, quondam domini Heinrici 
felicis memorie Romanorum c imperatoris genitus. Ex quo decet celsi- 
tudinem imperialem magnificorum virorum et nobilissimorum prineipum 30 
eciam eonsideracione intercessorum eorundem iustas admittere peticiones, 
nos preces preclarissimi et nobilissimi prineipis domini Ernesti mar- 
graphii Austrie, sacri [F. 10] Roman i imperii prioris et fidelissimi 
prineipis, et generosissime domine, domine Agnetis, Romanorum im- 
peratricis, genitris nostrec carissime, compatricis eiusdem, per portas d 35 
admisimus exaudicionis eis® favorabiliter annuere volentes, cum ipse 
prineeps dicti imperii honores et * dignitates * et utilitates procuret seu 
iugiter prosequatur et nihilominus in instanti anno cum exercitibus suis 
bellatorie illas terrarum? partes e contra paganon obtinuit vieibus trinis 

A circagrohorum Hs. b S o Hs. c fehlt Hs. d preces Hs. « eius 40 
Hs. * Zusatz Hs. % terrae Hs. 

1 3. März. Woher diese bestimmte Angabe mitten unter den Fabeleien 
der Quelle? Königin Kunigunde, um die es sich handelt , starb am 
18. Juli 1038; vgl. Bresslau, Jahrbücher des Deutschen Reichs unter 
Konrad II, 11,318. 45 

* Hier folgt der Text des gefälschten ersten österreichischen Frei- 
heitsbriefes. Vgl. über diesen Stumpf, Die Reichskanzler, Nr. 2563. Zur 
Teodvergleichung wurde die Ausgabe Wattetibachs nach dem „Original" 
im Archiv für Kunde österreichischer Geschichts- Quellen VIII } 108 benutzt. 



by de 



Original frorn 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 717 — 

eosque ezinde pepuüt cooperante divino auxilio potenten Cuius prin- 
cipis 'preces hoc exigunt, quod nos roboris firmitate perpetuemus con- 
cessiones eive privilegia suo nobili marchionatui * Austrieb ab antiquis 
paganorum imperatoribus concessa. Quorum privilegiorum tenores se« 
5 cuntur, et primi privilegii tenor sie sonat: 

Nos Julius imperator, nos cesar et eultor deorum, nos supremus 
terre imperialis Augustus, nos e sustentator orbis universi, plage orientalis 
terre suisque incolis Romauam veoiara et*> nostram pacem. Vobis man- 
damus per noetrum triumphum, quod vos*> illi precelso senatori, nostro 

10 avuneulo, pareatis, quoniam nos eidem et suis beredibus sueque d domus 
descendentibus donavimus vos© in feodotariam* poesessionem perpetue 
tenendam k sibi et suis posteris imperpetuum relinquentes, quod nullam 
potestatem super eos statuere debemus. Nos* 1 ei et dictis suis [F. 10] 
beredibus* et* successoribus largimur omnes utilitates orientalis terre 

15 memorate. Insuper nos eundem avunculum nostrum et omnes eius 
successores assumimus? consiliarium m secretissimum consilium Ro~ 
manum taliter, quod deineeps nullum perpetuum negocium sine causa 
fieri debeat suo k sine sei tu. Datum Borne capitali * mundi die Veneris 
regni nostri * anno primo et exaecionis auri anno primo. 

20 Et seeundi privilegii sie sonat tenor: 

Nos Nero aniicus deorum et fidei eorum propalator, preeeptor 
potestatis Romane, imperator et cesar et b Augustus. Nos sumus de- 
liberati cum omni nostro senatu, quod eximi ß debeat illa terra orientalis 
ante alias terras, quia ipsa et eius habitatores ante omnes illos° } qui 

25RomaniP imperii P subditi sunt, laudabiliter elucescit. Ob hoc dieimus 
nos illam eandem terram imperpetuum quietam et absolutam omnis 
pensionis et census, qui iam impositus est*> vel erit in futurum ab im- 
periali potestate aut a nobis vel successoribus nostris seu quibusvis Q 
aliis. Nos volumus eciam, quod eadem terra imperpetuum libera per- 

30 severet. Eciam preeipimus nos ex Romana potestate, quod cum nulla 
adversitate illa terra supranominata ab aliquo in aliquo molestetur. Si 
quis autem contra J » hoc faceret, quam r cito r hoc* perpetrasset r f ille 
esse debet in banno Romani imperii et nunquam inde tempore aliquo 
exire. Datums apud Lateranum in*> die b Martis illius magni dei. 

35 [F. 11] Quam ob rem nos prenominatus rex *> Heinricus intuiti 

»umu8 et rememorati, quod homines, qui in infidelitate persistunt, litteras 

dant aliis hominibus, qui illius fidei et credulitatis t sunt, u inutiies 

ac v infruetuose sint illis b hominibus et gentibus, qui in Jesum Christum 

credunt, et terris eorundem, proj)ter hoc nos illi generoso prineipi, pre- 

40 nominato Ernesto, margraphio Austrie, et suis beredibus ac ipsi terre 
Austrie corroboravimus et feeimus innovari illas prescriptas litteras, 
que in lingua paganorum conscripte fuerant et quas in latinum sermonem 
convertimus w et transtulimus, ita dumtaxat, quod eedem littere pre- 
nominate Ernesto margraphio et terre sue Au&trie ac suis posteris et 

45 successoribus honorem et* fruetum apportent et inducant, ac si eidem 
id seu eedem y a divis et christianissimis imperatoribus data forent z . 

a marchionatu Hs. b fehlt Hs. c et Hs. <* sue Hs. © nos Hs. 
f feodatoriam Hs. s so Hs. k Nee Hs. i Zus. Hs. k gui Hs. 1 Ca- 
pitoli Hs. m nostro Hs. n exemi Hs. o alios Hs. P Romano imperio Hs. 
50 q quivis Hs. r vel perpetraret Hs. a Actum Hs. l incredulitatis Hs. 
* quae fehlt wie im Original. v et Hs. w commutavimus Hs. * ac Hs. 
y eadem Hs. *■ essen t Hs. 

.. Prvnnlp Original frorn 

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— 718 — 

Insuper intuiti sumus cum puro desiderio mentis nostre, quod pre- 
nominatus illustris princeps Ernestus margrapbius Austrie adeo bene 
meritus et dignus est, quod eidem ipsum sanctum imperium adiutoriosum * 
esse*> debet, quia ipse situatus et constitutus est in uno fine christiani- 
tatis et omni tempore incitat et exercet opera domini nostri Jesu 5 
Christi K Damus et concedimus dos eidem in adiutorium et subsidium 
illos episeopatus cum omnibus bonis ipsorum, que hactenus a longevis 
temporibus cognominate sunt et fuerunt Juvavia c y Laureacensis d , ita 
tarnen, quod ille prenominatus Ernestus margraphius et*> sui b successores b 
ac terra 6 Austrie advocati et domini super iliisf^JF. 11 '] esse debeant. 10 
Insuper concedimus nos b et damus illam graciam sepenominato Ernesto 
suisque** posteris b ab* ipsis terre Austrie, quod ipsi gladium iudicii 
ipsorum et wanderiam h sive vexillum terre ipsorum *> publice ante im- 
perium et ante totum mundum et populum deferre debeant atque possint, 
quia ipse et terra sua sepius laudabiliter in dei servicio emicuit et 15 
apparuit gloriose. Et ut hec nostra tradicio stabilis et inconvulsa omni 
permaneat evo, hanc paginam inde confiei», conscribi manuque propria, 
ut subtus videtur, corroborantes sigilli nostri impressione iussimus 
muniri. Datum 4.* Non. Octobris anno dominice incarnacionis 1058., 
indicione 11., anno autem ordinacionis domini Hainrici IV, regis 5. 1,20 
regni vero 2. Actum Durenpach m l in dei nomine feliciter Amen. 
Tab. GL a 4. Ecce in hoc privilegio rex Heinricus nominat Ernestum 

marcbionem priorera Romani imperii et creavit eum advocatum episco- 
patuum Laureacensis et Pataviensis* et dominum bonorum eorundem. 
Insuper privilegiavit eum, ut gladium et vexillum ante imperium et 25 
ante totum mundum deferre valeat, ut clare patet in precedenti 
privilegio. Ter eciam eodem anno pagano6 a sua terra depulit, ut 
patet supra. 

Hie Ernestus ad auxiliandum consanguineis suis 8 in 
Saxonia in bello quarti Heinrici imperatoris cum Saxonibus cecidit30 
apud fluvium Unstrut anno Christi 1075. Hie marchio in Melicum 
attulit ferrum lancee S. Mauricii, in quo conclusa est pars sanete crucis, 
et picarium 8. Udalrici. [F. 12] Huius uxor Mechildis sepulta est 
u. c 3 Melico cum marito. Et reliquit duos filios , Leopoldum Pulchrum, 
u. a marchionem, et Albert um Levem, lantgravium, et Juditham filiam, que 35 
u. c 3. i n virginitate sua cum planctu omnium diem obivit sepulta in Melico 
cum parentibus eius. 
a 4. Ernestus iunior dux Puevie, Ernesti senioris ducis Suevie, primo- 

genitus, Conrado regi Romanorum, duci Franconie, suo privigno, cum 
Conrado duce Wormaciensi, patruo dicti regis, et cum aliis multis40 

a adiutorissimum Hs. *> fehlt Hs. c Juvaviam Hs., darüber 2 Funkte 
und am Rand mit ebensolchen Punkten : Pataviam. d Laureacensem Hs. 
G terre Hs. f illos Hs. s et sue H. h wanderium Hs. » Zus. Es. * II Io Hs. 
1 quarto Hs. m so Hs. 

1 Dürrenbuch bei Strengberg an der Donau. Vgl. Meyer von Knonau, 45 
Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V., I t 97. 

* Daraus scheint die Korrektur oben Lesart c entstanden xu sein. 

8 Zusatx wohl nach dem deutschen Äusxua ; Cgm. 425, /. 2 : mark- 
graf Ernst zoch zw seinen frewnten gein Sachsen. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byV^UUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 719 — 

prineipibus et dominis rebellavit anno domini 1025. Cum rex Conradus 
Hainricum adolescentem adoptivum filium suum regem post se desig- 
nässet et ad Italiam pro benediccione Imperiali ire decrevisset, 
interventu Gisele regine, matris eius, Ernestus dux in graciam Conradi 
5 regis venit, cui et fidel i täte m et seeum iturum promisit. Accepta itaque 
imperial i coronacione Borne Conradus imperator cum transalpinasset, 
expertus est ducem Em es tum consilio comitis Werenheri rebellare. 
Quare eum bannivit et terram et aquas sibi interdixit. Coactus igitur 
in silvis Suevie habitare. In quibus ipse dux et WerenherilS 

lOcomes cum alÜS multis a fidelibus Conradi imperatoris occiduntur 
16. Kai. Septembris l anno domini 1030. Post cuius decessum 
Hennannus frater suus ei in ducatu Suevie successit. 

[F. 12'] Hermannus Ernesti senioris ducis Suevie secundus filius 
fratri suo successit in ducatu Suevie. Cum Conrado imperatore, pri- 

15 vigno eius, et domina Gisela imperatrice, matre sua, Romain ivit cum 
aliis principibu8 multis. In reversione autem propter aeris infeccionem 
dictus Hermannus diem obivit cum aliis multis. Cuius corpus ex Italia 
in curru in ducatum suum Suevie allatum ibidem honestam accepit 
sepulturam anno domini 1039. a 

20 Leopoldus dictus Pulcher, strennui marchionis Ernesti filius, 

quintus marcbio Austrie, anno Christi 1075. interfecto patre eius illico 
marehiam Orient alem regere cepit et laudabiliter 21 annis* gubernavit. 
Sed quia valde decorus corpore, elegans et venustus erat, ideo pulcher 
Leopoldus communiter dicebatur. Hie bellum cum Wratislao primo 8 

25 rege Bohemie et fratre eius Conrado marchione Moravie et ßavaris 
habuit, sed magnum damnum in militibus et ministerialibus suis prope 
Meilperg sustinuit. Insuper imperatori Heinrico IV. sororio suo cum 
B. Altmanno episcopo Pataviensi et aliis prineipibus pluribus rebellavit. 
Pugnavit denique cum Hungaris. 

30 Leopoldus, prout dictum est, procere statu re, pulcher aspectu,^. tat Ausx. 

morigeratus, fama placuit [cesari. Tunc enim quidam fidicina, quem 
largiter donabat Leopoldus, dum ante se cantaret, cantu suo coram 
cesare laudabat [ F. 13 ] Leopoldum. Ex quo cesar desiderans eum 
videre convoeavit curiam de diversis prineipibus. Leopoldo autem dis- 

35 ponebatur habitacio in domo cesaris, aliis seeundum dignitatem hospici i s 
hinc inde reeeptis. Placuit autem in oculis cesaris. Ideo sibi filiam 
in uxorem dedit mirabilis pulchritudinis. Quam ad propria duxit. 
Itaque Leopoldus eciam nupeias singulare* in domo cum fratre suo 
celebrare volebat. Vocato fratre ivit venatum ad capiendum cervum. 

40 Interim Albertus veniens amore captus est in sponsa fratri s. Quam 
vi oppressit et recessit. Cogitabat Leopoldus vindietam reeipere de fratre 

a fehlt Hs. 

1 17. August 1030. Die Quellen, welche dieses Datum angeben, 

sind verzeichnet bei Bresslau, Jahrbücher des Deutschen Reiches unter 

46 Konrad IL, I, 303. Aus einer von ihnen dürfte auf Umwegen die An- 

gäbe hieher gelangt sein. Unmittelbar benutzt ist keine jener Quellen. 

* Die Jahrxahl wohl aus Otto Fris., Chron. VI, 31. 

8 Die Zählung der böhmischen Könige gibt Arnpeck stets nach 
Enea Silvios Historia bohemica, die unten stark benutzt ist. 

n Pnnnl" Original frorm 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 720 — 

suo Alberto, sed habuit rem, ut potuit, celatam fingendo se nihil de 
ca re scire. Factum est autem, ut dux Polonie filiam suam daret 
Alberto. Ad nupcias cuius Leopoldus invitatus postulatus a socero 
suo a Eeno habuit secum milites. Sic venit et prope Märperg* vi 
oppressit sponsam manifeste et recessit. Igitur ex utraque parte acies5 
ad conflictum ordinabant Cum magna sanguinis effusione 1 
victor fuit Leopoldus. Deinde cesar faciens pacem, quia ille clam, alter 
aperte vicium intulit, dictavit, ut Leopoldus Alexis genibus a fratre suo 
cum 12 vexillis* acciperet feodum Austrie. Sic sedata fuit discordia. 
Hec tarnen relinquo propter honestatem mulierum iudiciolO 
lectoris. 

Tab. CL a 4. j-^ jgtj p re f a t UÖ marchio Leopoldus cum curia sua in Castro 

Gars habitavit. Et loco canonicorum in Melico monachos ordinis 

S. Benfdicti posuit. Et obiit anno Christi 1096. sepultus in Melico 

apud patrem suum strennuum Em es tum. Uxor vero sua, domina Itha, 15 

<?#honestissimavidua, filia tercii Heinrici imperatoris, comitis de Kalbe, 

u. a 4. ßoror imperatoris Hainrici IV., post obitum mariti sui cum Themone 

a 5 u. c 3. archiepiscopo Salczburgensi, Guelfone Noricorum duce, comite in Altorf, 

aliisque principibus pluribus 8 anno Christi 1101. mare ad se- 

Chr. Ursp. pulchrum domini transivit cum honesto com i tat u. Quam unus de 20 

S41 y A principibus Sarracenorum rapuit et impurissimo matrimonio sibi copu- 
Tab. CL a5lavit ex eaque Sanguinum sceleratissimum illum progenuit Reliquit 
u. c 3. au tem ex marito suo marchione Leopoldo duos filios, S. Leo- 
poldum et Popponem, et sex filias. 
c 3- Quarum unam accepit Ottakarus senior marchio Stirie, qui ex 25 

ea genuit Leopoldum marchionem Stirie. Qui Ottakarus maritus est 
sepultus b in monasterio Gesten fundacionis eius, sed filius Leopoldus 
in monasterio Rein fundacionis sue. 

Seeunda filia nupta fuit Leotoldo marchioni Moravie, filio Conrad i 
ducis Bohemie. Qui ex ea genuit Conradum iuniorem. Hie patri suo 30 
Leotoldo successit in marchionatu Moravie. Qui captus fuit a patruo 
[F. 14] suo Boleslao duce Bohemie duetusque in castrum Fischeradt, 
postea tarnen ab eodem solutus est. Predictus marchio Conradus ex- 
pulit ducem Bohemie Wladislaum postea regem seeundum 5 . Quem 
Suevus Conradus rex in ducatum restituit. Et Conradus marchionatum 35 
Moravie retinuit. 

Tereia nata dieta Helpirgis desponsata fuit Borsinoyo duci Bohemie, 
Wradislai I. regis filio, anno 11 . . 6 , et solenne nupeie in opido Naem 

a so Hs. b est nochmals Hs. 

1 Vgl. Tab. CL a 4 : und nam von im großen schaden an seiner 40 
ritterschaft und dienstleuten. 

2 Aus Tab. CL a4: mit XII panern. 

8 Vielleicht erscheint hier der Wortlaut des unten mehr benutzten 
Dejensorium canoniscUionis S. Leopoldi des Franx de Pavinis (Inkunabel- 
druck b8 und Pex, SS. Rer. Austr. I, 612), wo es heisst : Mater vero 45 
Itha . . ., quae . . . cum Themone ... et aliis compluribus baronibus . . . 
cum omni comitatu periit. 

4 Vgl. oben S. 160, 2 ff. 

6 Vgl. S. 719, Anm. 3. 

6 Quelle; als man zalt nach cristi gepurd M iar. 50 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 721 — 

in preeencia plaiimorum principum sunt celebfate. Qui ex ea Jeronimuni 
procreavit. Hie cum Lothario imperatore in Italiam cum 300 equis 
ivit. Dictus Borsinoyus dux erat simplex et probus prineeps. In 15 annis 
tribus viribus a Bohemia pulsus per patruos suos Ulricum, Leotoldum, 
5 Swatopligum et Ottonem, omnes quatuor marchionea Moravie, eciam 
per proprium fratrem Wladislaum ducem Bohemie. In predictis 15 annis 
per 6 annos in captivitate detentus et per aliquot in Polonia in exilio 
fuit. Anno Christi 1124. 1 Borsinoyus dux in Hungaria in exilio mortuus 
est. Cuius corpus in Pragam delatum in cripta S. Martini in eccleeia 
10 S. Viti sepelitur. 

Item Leopold us Pulcher voeavit ex Bavaria in Austriam comitem 

Conradum dictum PÜOSUm, Vülgariter den rauchen, et N. filiam 

suam et comitatum Peylstain cum omnibus attineneiis ei pro dote dedit. 

Qui obierunt sine heredibus, et comitatus idem e converso provincie 

15 Austrie cessit. 

Item aliam filiam « N. [F. 14*] Sighardo comiti dicto Scharsach 
copulavit et dedit ei comitatum Schala cum omnibus attineneiis, et 
habuerunt liberos et nepotes, quibus defunetis comitatus provincie 
adicitur. 
20 Item N. aliam filiam desponsavit cuidam potenti domino et donavit 

ipsi Ibs et Pösenpeugen et euneta ad hec duo dominia pertinencia. 
Horum autem tri um generacionem et sepulturam eilet cronica. 

Albertus dictus Facilis, 8 trenn ui Ernesti marchionis seeundus a 5. 
filius, suam partem Austrie cepit regere anno 1075. et nuneupatus fuit 
25 Albertus landgravius Austrie. Habitavit in Castro Pernegk non longe 
a Gare, fortis et bellicosus prineeps, frater Leopoldi Pulchri. Uxorem 
habuit filiam ducis Polonie et nullum liberum. Bellum cum fratre suo 
Leopoldo in Mortperg, modo Meilperg, cum multa strage et sanguinis 
eflusione ex utraque parte K Demum per cesarem et prineipee causa 
30 fuit eoncordata, ut supra habetur. Huius landgravii Alberti temporibus 
B. Altmannus Pataviensis episcopua fundavit monasterium Kotwicense. 
Prefatus Albertus landgravius sepultus est in cenobio Sancte Crucis in 
capitulo. 1 

Sanctus Leopold us marchionis [Austrie Leopoldi Pulchri primo- 

35 genitus cepit regere marchiam orientalem mox post obitum patris anno 

Christi 1096. et rexit feliciter [F. 15] annis 40 et fuit sextus marchio 

Austrie, pater miserorum et orphanorum atque clericorum, pietate 

preditus super omnes prineipes, ita ut Pius pro cognomento 

ab omnibus VOcaretur. Etsi in puericia pueriles annos ageret, Pav. e 2. 

40 mentis tarnen senectutem semper gerere visus est primumque litteris 

ex more imbutus adolescens factus sue pietatis ac sanetimonie semper 

publicum perhibuit testimonium carens vieiis, quibus etas illa maculari 

consuevit. Verbum mal um de ore ipsius nun quam auditum est, mentiri 

a filia Hs. b Verbum fehlt Hs. 

45 l Die Quelle: 1123. 

* Franeiscus de Pavtnis, Defensorium canonisationis S. Leopoldi. 
Ich zitiere nach dem Inkunabeldruck Hain * 12536. Die entsprechenden 
Stellen in dem Drucke bei Pez, SS. Her. Austr. I } 612 ff. sind unschwer 
zu finden. 

Quellen u. Erörterungen N. F. III. 46 

Original from 



byVjOOQlC 



UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 722 — 

atque iurare lingua eius prorsus ignoravit. Aniraum eius adversus vicia 
erectum nunquam superbia extulit, avaricia inflexit aut ira in furorem 
precipitavit, sed in omni eius opere et sermone quieta mens et placida 
servata est, ita ut semper cogitacionibus suis dei presencia occurrisse 
videatur. Erga pauperes misericors, ecclesias sepissime devote visitans, 5 
ecclesiasticos et religiöses in maxima reverencia prosequens, peregrinis 
adiutoria administrans miserabilibusque viduis ac pupillis sepe assistens, 
nunquam requisitus in adiutorium oppressoram se retrahens, ita ut 
omnis populus illius bonitatem, vite sanetimoniam moresque castissimos 
Tab. Cl. a 5. admiraretur. Militarique gladio anno domini 1104. accinetus virilibus 10 
Pav. c 2. annis dehinc subsecutie, divine benediccioni inserviens ad matrimonii 
sacramentum, [F. 15* ] quod ad humani generis propaginem superna 
benediccione institutum extitit, hoc modo convolavit volens reddere 

cesari, que cesaris sunt, obedienciam condignam servans. 

Otto Fris., J)um enim rex Heinricus V. contra patrem suum, impera-15 
Chr. VlI,9.t 0Tem Heinricum IV., insurrexisset ad bellum et non longe 
a Ratispona in rippa Eegni fluminis uterque consedisset exercitus ac 
quibusdam in ipso sibi invicem oecurrentibus occisis Heinricus iunior 
omnes vires patris in duce Bohemie Borsinoy ac i n marchione Leopoldo, 
cuius sororem prefatus dux habebat, fore conspiciens ipsos multis 20 
modis promissa sorore sua, que tunc nuper a Friderico Suevorum duce 
Tab. Cl. a 5. viduata fuerat, ex quo duos filios, Fridericum et Conradum, genuerat, 
Otto l. c. in uxorem marchioni induetos ambobus, ut patrem relinquerent, per- 
suasit. Quibus recedentibus imperator cedere compellitur, et exhinc 
vires eius minui iuniorisque crescere ceperunt. Acta anno domini 1105. 25 
Tab. CL a 5. Marchio itaque Leopold us Agnetem mulierem castissimam et nobilissimam 
Pav. 2 c. Heinrici IV. Romanorum imperatoris filiam prenominatam l divino nutu 
sibi sacro matrimonio copulavit anno domini 1106. servans continenciam 
laudabilemque castimoniam, ante oculos semper habens matrimonium 
magnum esse in deo et ecclesia sacramentum, in quo fides thori con- 30 
iugalis et proles [F. 16] verum testimonium divini nutus perhibent. 
Perseverantes enim in eadem fide et castimonia usque ad extremum 
vite exitum et sicut in vita unus spiritus et una caro fuisse noseuntur, 
c 3. ita et morientes alter ad latus alterius consepeliri voluit. Legitur nam- 
que de eo, quod, cum ad honorem dei et animarum salutem ecclesiam 35 
construere et dotare decrevisset et locum pro construenda ecclesia deo 
c 3 ». placitum scire ex aliquo divino indicio affeetasset, statim sub quieto et 
tranquillo aere surgens ventus validus flameolum capiti prefate Agnetis 
avellens in longinquum suo impetu deportavit. Deinde elapsis novem a 
annis marchio predictus venacionis actum exercens flameolum capiti 40 
sue coniugis avulsum, ut predicitur, super frutice sambuci invenit 
integrum et illesum. Quod ut bonorum credulus pro divino indicio 
loci conslruende ecclesie gratanter aeeepit locumque pro edificio ecclesie 
Cofü. CL- disponi fecit. Cum autem ab eo tamquam a fundatore a eunetis 
Neob. 1. 609.* H 

a VI am Rand Hs. 45 

1 In der Quelle, nicht aber im obigen Teoct. 

* Continuatio Claustro - Neoburgensis I. der Annaies Meüieenses 
(Mon. Qerm. hist., SS. IX, 607 ff.) bexw. die Chronica pii marchionis 
Leopoldi, die in der Continuatio L eingefügt ist (vgl. a. a. 0., S. 606, 11, 
dazu Redlicht Die österreichische Annalistik bis xum Ausgang des 13. Jkdts., 50 
in den Mitteilungen d. Instituts f. österr. Geschichtsforschung 111,512). 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 723 — 

coram astantibus exigeretur, ut in« fundamento Newburgensis basiiice 
primum lapidem poneret, ipse, ut erat vir piissimus, omnino contradixit 
et hoc a clerico debere fieri dignum et iustum constantisBime affir- 
mavit. Itaque ipso iubente et presenteb Otto primus eiusdem loci pre- 
5 positus hoc anno dominice incamacionis 1114. 2. Id. Jnnii primum 
lapidem imposuit in hono-/"J<l 16']re domini nostri Jesu Christi et 
gloriose virginis Marie. Et posuit illic canonicos seculares. ^ ar - e &• 

Hie Leopoldus bellum habuit cum rege Hungarie Steffano II. et ^ a *- ^ a $• 
eum de Austria vi compulit et laudabilem triumphum de Hungaris 
10 obtinuit. 

Deinde anno Christi 1125. fundavit monasterium Sancte Crucis^- ^- -4us*- 

in c valle c neinorosa 01 ordinis Cisterciensis S. Bernardi, in Tab - &• * 5. 

cuius capitulo patruus suus Albertus Facilis est olim sepultus.* 

Hie Leopoldus habitavit cum curia sua in Castro Kalnperg. Defuncto ^ tto &**., 

15 autem imperatore Hainrico V. electores hunc Leopol dum, Fridericum £rf' TP'^ 
ducem Suevie, Lotbarium ducem Saxonie et Carolum comitem Flandrie * * a * 
in regem designarunt, sed eleccio Lotharii prevaluit. Cum quo in 
Italiam ivit. Cum autem Otto primus d prepositus collegii New- Gont.CL-Neob. 
burgensis ecclesie diem obivisset, pius marchio S. Leopoldus ^ 

20 Milium suum Ottonem aduc scolarem dicte ecclesie prefecit pre- 
positum substituens ei vicarium Opaldum nomine. Dum vero idem 
Otto ex Farisius seeundo reverteretur, in cenobio Morimontensi 
monachum se fieri fecit- Sanctus marchio pater eius cum iam videret 611. 
locum filii vacare et ecclesiam Newburgensem provisorem non habere, 

25 sicut vir providus et deo devotus mittens invitavit in domum suam 
venerabiles viros archiepiscopum Salczeburgensem Conradum * deAbens- 
p e r g 4 , Reymarum episcopum Pataviensem , Roman um episcopum 
Gurcensem et alias quam plures religiosas personas. Horum ordinatissi- 
mum ad dei voluntatem [F. 17] consilium secutus canonicos seculares, 

30 qui sibi videbantur divina» negligenter et nimis remisse agere, decen- 
tissime commutavit in reguläres B. Augustini viam regiam et optimam 
formam vite a tenentes. Anno incamacionis domini 113 0. 6 eundem locum 
ei 8 perpetuo tenendum potestativa manu tradidit prepositum eis pre- 
ponens eorundem venerabilium virorum consilio prepositum Chiemensem 

35 Hartmannum nomine, virum sanetissime vite, deo et hominibus aeeeptum. 
Sed post aliquot annos in Brixinensem episcopum assumptus est. Hie 
primus prepositus regularis constitucionem omnino congruam scripsit 
et scriptam legendam et imitandam suis canonicis regularibus re- 
liquit. Habet autem hoc inicium : Sub testimonio Christi et ecclesie etc. 

40 Anno ab incarnacione domini 1131. © 6 indiccione 15. 3. Kai. Octobris A*- c 4. 

dedicata est basilica Newburgensis a venerabili Conrado 

* fehlt Hs. b presenti Hs. c am Rand mit Einfügungsxeichen. 
d primo Hs. e so Hs. 

45 * Hat Arnpeek es von Wien aus selbst besucht ? Vgl. unten S. 732, 34. 

* Vgl. oben S. 721, 32. 

a Vgl. Mon. Germ, hdst., SS. IX, 611, 52. 

* Das weiss Arnpeek aus der Vita Chunradi archiepiseopi Salis- 
burgensis, die ihm oben S. 160, 6 ff. als Quelle gedient hat. 

50 6 In der Quelle; 1133. 

* Wohl nur Sehreibfehler statt 1136, wie es in der unten folgenden 
Urkunde heisst, die am Anfange dieses Abschnittes xu Grunde liegen dürfte. 

46* 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 724 — 

Juvavensis ecclesie archiepiscopo cooperantibus sancte sedis 
Pataviensis et Gureensis ecclesiarum episcopis Reymaro et Romano 
in honore sancte et individue trinitatis et preeipue in honore 

sancte dei genitricis Marie et OIMlium sanetorum Spirituum, 

Patriarch arum, apostolorum, martirum, confessorum, virginum5 
et quorum reliquie ibi recondite sunt. De vestimento sancte 
dei genitricis Marie, cuius virtutum patrocinio privilegiata 
et fundata est, de aliis reliquiis ibi contentis et de indul- 
geneiis eidem ecclesie concessis brevitatis causa pertranseo 
pro presenti. 10 

Pav. c 3*. I F. 17'] Hoc itaque solenne monasterium Neuburge Clau- 

stra li 8 B. Marie virginis sub ordine canonicorum regularium B. Augustini 
usque in bodierna tempora famos um atque gloriosum super euneta illius 
patrie monasteria in.laudabili observancia perseverat Donavit siquid em 
Uli raagnam sui patrimonii partem, cuius rei testimonium perhibent irre- 15 
fragibiles littere autentice donacionis illius, quarum tenor sequitur in 
hec verba : 

In nomine sancte et individue trinitatis. Leopold us nobilis marchio 
Orientalis, fundator ecclesie Neuburgensis. Quoniam negocii* secularibus 
impediti deo per nos ad summum placere nequimus, eos, quos illi placitos 20 
et maxime mundialibus studiis exemptos probamus diligere, congregare, 
confovere ac modis omnibus eorum quieti providere debemus operam 
dare: hoc enira modo fit, ut et presentis nobis vite incolumitas, tem- 
porum tranquillitas, pacis et omnimode salutis prosperitas arrideat nobis 
et, que ipsis in futuro sunt in celis reposita, non usque quaque pri- 25 
vabimur bonis. Igitur ego Leopoldus marchio orientalis cum nobilissima 
coniuge Agnete cum unanimi omnium filiorum et filiarum nostrarum 
consensione omnium quorumeunque mortalium sopita contradiccione 
Segefridum et Prunricum, qui tunc presentes erant, cum omni familia 
et possessionibus, quas * vel ipsi vel alii fideles tradid erant, cum davitica 30 
e 4. devocione in simplicitate cordis mei [F. IS] letus universa deo et ecclesie 
Neuburge nsi, quam ipse in honorem sancte dei genitricis Marie fundavi, 
obtuli, ut fratribus sub regula S. Augustini Christo servientibus im- 
perpetuum deserviant. In qua tradicione semel, bis terque omnibus 
libera data facultas est requirendi, si quid sui quisquam iuris recognos- 35 
ceret in omnibus his, que oblata sunt, sed nee vir nee mulier, qui quid 
contradiceret , inveniri potuerunt. Proinde in consecracione ei u ödem 
basilice domino Conrado 8alzeburgensi archiepiscopo et Regimaro Pata* 
viensi, nostro diocesano, et Romano Gurcensi episcopo cum clero et 
populo, qui ea die in infinitum eonfluxerant, notifieavi, quod locum 40 
predictum cum possessionibus suis S. Petro et B. Innocencio apostolico 
ipse obtuleram per manum Wolf ramm i nobilis viri de Pubenkirchen. 
Quo legato in Pisensem synodum veniente et coram episcopis 56 dele- 
gata delegante beatus apostolicus in liberam defensionem predietam 
ecclesiam suseepit et omnium unanimi episcoporum, qui ade ran t, banno 45 
et subscripeione confirmatum pro übertäte loci eiusdem nobis remisit 
Privilegium, quod eciam coram frequencia tocius populi recitari feci. 
Huic rei testificantur comites et quique nobiles orientalis regionis 



Ä quos Hs. 



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— 725 — 

Ottakarus marchio Stirensis, Dietricus de Grisanstaine, Conradus de 
Pilsenstaine, Gebhardus [F.1&] de Pingen cum fratre Adelbert o et 
filio Herimanno, Luitoldus de Plengen et filius eins Luitoldus, Egke- 
bertus de Putonen, Sigehardus et * Gebehardus ! de Purckensen, comites, 
5 Adalramu8 cum fratre Adalberto de Pergen, Otto de Lengenpach et 
Hartvicus, Haidenricus quoque, fratres eins, Valtherus de S. Andrea 
cum fratribus suis Adelramo de Epinperge, Hertnico de Rudinche, 
Ernesto de Triesmo, Otto et f rater eius Valchim de Mathlande! Henricus 
de Simannigen, Rudolphus de Peckae. His itaque gestis in talem 

10 sentenciam predicti pontifices assurgunt: Possessiones huic tradite ecclesie 
apostolico privilegio communite sunt; dominus enim noster apostolicus 
omnem invasorem et raptorem huius substancie anathemate damnavit 
Vos quoque, pauperes Christi regulam 8. Augustini absque proprietate c 4*. 
sequentes, quietos ad dei laudes esse volumus. Et ideo domini apostolici 

15 sentenciam sectantes et, quod eepit, perficientes omnem invasorem et 
raptorem a domo dei, que est ecclesia eius, perpetuo anathemate sepa- 
ramus, qui de vita eorum temere quidquam » vel mutuare aut substancias 
eorum invadere vel diripere presumpserit a die, qua ordo illorum in 
generali sinodo apostolico privilegio munitus et possessio auctoritate 

20 summi pontificis est defensata. Ad confirmacionem omnium, que vel 

dicta vel gesta sunt in hoc solenni negocio, [P. 19] hanc cartam proprio 

placuit insigniri sigillo. Anno ab incarnacione domini nostri Jesu 

Christi 1136. indicione 15. 3. Kai. Octobris* in Christo feliciter acta sunt. 

Per que omnia satis evidenter apparet deum altissimum magnam 

25 gloriam cum illo fecisse, ut sie merito inter sanetos et electos dei debeat 
annumerari ac publice venerari. 

Pius itaque marchio S. Leopoldus et eius devotissima 
uxor post eum vidua consepeliri semel volebant, prius tarnen ^* 
solenni penitencia premissa cum vera cordis contricione, oris confessione 

30 et operis eatisfaccione et omnibus signis vere penitencie in illis con- 
currentibus, pectoris scilicet tunsione, lacrimarum emissione et Christi ö ^"« 
nominis assidua invocacione, extrematn pariter sacram unecionem et 
anime commendacionem salubriter ac devote consequuti more non solum 
euiuseunque & christianissimi atque fidelissimi servi dei, sed eciam cuius- 

35 eunque b utique sanetissimi atque beatissimi. In quorum cuiuslibet 
obitus die eorum sepulchra a circumvicinis populis singulis annis visitari 
consuevere illisque per manus canonicorum regulariuin eius dem mona- 
sterii Neuburgensis, in quo consepulti iacent, magne et laudabiles elemosine 
singulis advenientibus distribui hilariter consuevere panis utique atque 

40 vini neenon et carnium, si dies illa in diem, quo carnibus veseimur, 
ineidit. Mortuus est igitur pius Leopoldus currentibus «annis domini 
1136. die 15. mensis Novembris. Qui sicut cum eunetorum hominum 
[F. 19*] in partibus conversancium gracia et benivolencia admirabili 
semper vixerat c, ita moriens eunetos mestos non medioeriter dereliquit, 

45 perampliusque dolore non vulgari plurimoque luctu patria illa se de- 
solatam prorsus deputasset, nisi miraculorum coruscacio et proles magnis 
virtutibus et graeiis illustrata Uli successisset. Est autem sanetorum Tab. GL a5. 

Ä quiquam Es. *> cuiusque Es. c vixerit Es. 

1 Fehlt in dem Passauer Inkunabeldruck des Defensorium. 
50 a Vgl. oben S. 723, 40. 

n r^rtrtnf ■ Original frorn 

b ^^ T< UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 726 — 

catalogo inscriptus et canonizatus per papam Innooencium VIII. anno 
salutis 1435. in festo epiphaniarum sub Friderico III. Romanoram im- 
peratore etc. Borne in publico consistorio. Cuius festum celebratur 
15. die Novembris. 1 

c 4. Devotissima domina Agnes pii imperatoris Heinriei III. comitis 6 

de Calve in Suevia neptis, imperatoris Heinriei IV. filia, Heinriei V. 
soror, Friderici dueiß Suevie et Conradi regia genitrix, soror Linpurgis 
coniugis Marquardi seniorin ducis Karinthie et marchionis Stirie et 
domine Sophie uxoris ßalomonis Hungarie regia soror. Hec domina 
Agnes a patre suo imperatore Heinrico IV. fuit primum desponsata 10 
Friderico de Hohen» tauften, qui a socero suo fuit dux Suevie creatua 
et ex ea Fridericum ducem Suevie et Conradum ducem Franconie, 
postea regem Romanorum, proereavit et mortuus est. Item Fridericus 
dux Suevie, primogenitus domine Agnetis, ex Judita 3 ducissa 
Bavarie genuit Fridericum [F. 20] ducem Suevie, postea imperatorem 15 
dictum Barbarossa, et Conradum comitem palatinum Rheni. ItemCon- 
radus rex ex Gerdrude comitissa de Sulczpach 8 seeundo natus 
Hainricum regem Romanorum et Fridericum ducem Suevie genuit. 
Item imperator Fridericus I. Barbarossa, nepos domine Agnetis, quinque 
filios habuit, Hainricum VI . Romanorum imperatorem, Apulie 4 , Sicilie20 
regem et Suevie ducem, Fridericum ducem Suevie, Ottonem comitem Bisun- 
tinum in altaBurgundia. Conradum post mortem Friderici ducem Suevie 
et Philippum Romanorum regem post obitum Hainrici imperatoris 
fratris, ducem Suevie. Item HainricusVI. imperator genuit Fridericum II. 
imperatorem Romanorum, Hierusalem, Apulie et Sicilie regem, ducem 25 
Suevie. Qui habuit octo a * filios, quatuor* 6 legi ti mos et quatuor ille- 
gitimos: Hainricus primogenitus legitimus rex Romanorum, dux Suevie, 

b 3. qui habuit Fridericum et Hainricum, qui in Apulia veneno perierunt. 

c 6. Margarete eius uxor filia Leopoldi ducis Austrie, quam demum viduam 
Otakarus Bohemus duxit. Secundus c Einsius alter legitimus 30 

b 3. filius, quem Constancia Arogonum regis filia sibi pepererat, a Bo- 
Doniensibus d , quorum infestabat agrum 7 , occisus est. 

c 4. Jordanus tercius e 8 legitimus obiit in iuventute. Conradus quartüS* 9 
filius legitimus Romanorum, Hierusalem, Apulie et Sicilie rex, dux 

» VII korr. VIII Es. b tres korr. 4 Es. c Secundus — est am 35 
Rand mit Einfügungsxeichen. d Boniensibus Es. e 2 korr. 3 Es. 
l 3 korr. 4 Es. 

1 Die Quelle : am fünften tag nach sant Mertins tag. Vgl. 
oben S. 725,42. 

2 Quelle ist wohl Otto Fris. t Oesta Friderici I, 19 und 22. Vgl. 40 
oben S.174 % 21. 

» Wohl aus Ändr. 535, 24 utid 540, 9. 

4 Die Quelle: Nappels, hier und im folgenden Text immer mit 
Apulia statt mit Neapolis übersetzt. 

6 Die Quelle: siben. 45 

8 Die Quelle: drei. 

7 Quelle? 

* Die Quelle: der ander eelich sun. 

9 Die Quelle: Fridrichs dritter eelicher sun. 

n Pnnol ■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 727 — 
Suevie, ex uxore sua Elizabet filia Ottonis ducis Bavarie * 

genuit Conradum ducem Suevie, predictorum regnorum heredem, qui 
Apulie 1269. 2 decollatur a Carolo comite Provincie, postea rege 
Apulie et Sicilie, fratre S. Ludovici regia Francie, occasione suorum 
5 hereditariorum regnorum. [F. 20*] Hie Conradus ultimus dux Suevie 
18 annorum sepultus Apulie apud albos fratres. Hec de tribus 3 
legitimis filiis a Friderici II. Sequitur nunc de quatuor ille- 
gitim is. Quorum primus Fridericus rex Tuscie, seeundus Ecius rex 
Lambardie, tercius Hainricus rex Sardinie, quartus Manfredus rex 

10 Apulie et Sicilie ut curator. 

Sane sepedieta domioa Agnes post mortem senioris Friderici 
ducis Suevie de Hohenstauffen a fratre suo Hainrico V. fuit seeundo 
desponsata^ S. Leopoldo pio raarchioni Austrie. 18 liberos sibi legitimoe u - a 5. 
edidit Quorum Septem, duo mares et quinque femelle, tempore infancie 

15 quidem de medio sublatosc 8 inus celestis excepit; sepulti d in d ca- 
pitulo d Neuburgensi d . 11 vero, qui supervixerunt , videlicet sex 
filii et quinque filie, ad honores temporalium rerum non modicos sunt 
promoti. 

Item Hainricus III. avus, Hainricus IV. pater, Hainricus V.c4. 

20 frater Agnetis d , imperatores, sepulti sunt Spire. Fundarunt in Suevia 
hec cenobia ordinis S. Benedicti: Hirsaw, Reichenpach et Zwifalten. 
Fridricus dux Suevie senior, domine Agnetis primus coniunx, fundavit 
monasterium Loricense ordinis S. Benedicti, ubi cum parentela sepul- 
turam habet, seeundum monasterium dictum Madelperg ordinis Pre- 

25 monstratensis. Ipsa domina Agnes feliciter defuneto S. Leopoldo 
seeundo marito eius aliquot annos supervixit, demum sepulta in capi- 
tulo Neuburgensi apud maritima relinquens quinque filios et quinque filias. 

Quarum primogenita Berchta a genitore suo Hainrico burgravio Pav. b 8° 
Ratisbonensi fuit legitime desponsata. [F. 21 J Seeunda Agnes Boleslao w - ^ a *- Cl.aö. 

30 duci Polonie nupsit. Terciam Gerdrudam Bladislaus dux Bohemie sibi 
copulavit. Qui ob meritum uxoris et nobilium parentum eius ac suorum 
strennuorum militarium actuum ab imperatore Friderico I. 1158. ° 4 
regio dyademate coronatus fuit, et ducatus Bohemie in regnum mutatus est. 

Wladislaus rex cum in expugnacioüe Mediolanensi egregiam E. Silvio, 

35 operam navasset, imperatori mirifice gratum, leonem rubeum bifurcate H. boh.24. 
caude in clipeo albi coloris insigne regium aeeepisse 5 , candelabrum 
quoque Salomonis ex Mediolano asportatum in ecclesia S. Viti Pragensi 
recondisse 6 , pontein super Multaviam, quo vetus Praga miuori iungeretur, 
magni operis edificasse*, quam Ratisponensi preferunt, in 24 arcus. 

40 * filii Hs. b desponsato Hs. c aublati Hs. d am Rand mit Ein- 

fügungsxeiehen. e am Rand hinzugefügt. 

1 Vgl. oben S. 229, 31 ff. und 231. 

2 Vgl. oben S. 233, 33. 

9 Hier wurde die nach den oben S. 726, 26 gemachten Aenderungen 
45 nötige Korrektur vergessen. 

4 Vgl oben S. 180, Kap. 61. 

5 In der Quelle sind diese Formen abhängig von den oben ver- 
gessenen Worten: Inveni in hystoria Bohemorum. 

n {^r\r\nl ;"■ Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 728 — 

Tab, Cl. b. 5. Frefata autem Gerdruda ex Wladislao rege tres filios peperit, 

Fridericum duoem Bohemie et Primislaum regem Bohemie ac Albertura 

archiepiscopum Sajczburgensem. Obiit a 1199 a . Wladislaus autem 

rex cum coniuge Gerdruda sunt sepulti in monasterio Sion, quod fundarunt. 

Pav. b8 u. Quartam Elizabeth Hermann us nobilis et dives lantgravius de 5 

Tab. CL c 5. Saxonia duxit uxorem. Jutha vero, quintafilia, que Bonitas vocabatur, 
nobili marchioni Regengero de Monte Ferrato in Lombardia matrimonio 
iuncta extitit Hec de flliabus S. Leopoldi. 

Tab. CL a 5. Poppo archiepiscopusTreverensis filius Leopoldi Puichri, marchioni 8 

Austrie, et frater S. Leopoldi. [F.2V] Cum autem pio Leopoldo ex \q 
Hungaria, Bohemia et Bavaria bella imminerent et ab hostibus plura 
sustineret dam na in terra sua, f ratris sui Popponis archiepiscopi auxilium 
peciit. A quo sibi in auxilium ex territorio Treverorum missus 
est potens consanguineus suus, nobilis Atzo, vir animosus et bellicosus 
cum notabili milicia. Qui in Austriam descendens magnifice cum gaudio 15 
a pio Leopoldo susceptus ac marsallus eius constitutus est. Cum vero 
hostes ad damnificandum aceederent, Atzo marsallus et S. Leopoldus 
secum cum exiguo exercitu ingentem adversariorum multitudinem stra- 
verunt, quorum multi in fugam versi in fluvio dicto Marich submersi 
sunt. Et Austria quiete pacificata est. Deinde ipse Atzo est a S. Leo- 20 
poldo uxoratus et hereditarius pincerna Austrie constitutus. A quo 
plura genera comitum, nobilium et baronum Austrie descen- 
derunt : de Kienring , de Sunenberg , de Valckenberg , de Puchberg, 
de Mistlpach, Winckler, de Volkenstorf , de Schönberg, de Starckhenberg, 
de Liechtenstain, de Pettendarf, de Perchtolczdarf, de Weittra, de Tiern- 25 
stain, de Walsee, de Krey, de Wittinga w, de Kranichperg, de Capell, 
de Hackenperg, de Ottenstain, de Velsperg ac alie potentes geneologie b , 
quarum plures defecerunt. Poppo siquidem archiepiscopus Treverensis epi- 
scopatum suum laudabiliter multis annis in bona pace rexit ibidem sepultus. 

Pav, b 8 u. [&• 22] Albertus S. Leopoldi primogenitus, vir utique timoratus, 30 

Tab. Cl. a 5. deo et ecclesie devotus religionisque verus amator. Qui anno domini 
a 6. 1125. cum aliis 112 l nobilibus accinctus gladio, Newburgensis ecclesie 
a 5. et omnium claustrorum in marchia existencium advocacia honestatus. 

Tab. CL a 5. Habuit insu per uxorem filiam du eis Almi*, sororem Bele 

c 5. a 5, cec * re 8* s Hungarie, qui eam sibi desponsaverat. Porro cum dux Boricius 35 
seeundi Steffani regis Hungarie ex parte matris frater insurgeret contra 
Belam cecum regem Hungarie, illustris marchio Albertus cum sua 
milicia ex Austria sororio suo regi Bele in auxilium venit. Cum 
vero dictus Boricius ex adverso in primo cumulo Teutonicos audiret, 
territus fugam iniit una cum duce Polonie, qui sibi in subsidium venerat. 40 
a ß t Et in fuga multi compressi et maetati sunt. Et ita rex ßela adiutorio 
marchionis Alberti triumphavit. Hie Albertus marchio paulo post mortem 
c 5. a 6. genitoris sui S. Leopoldi sine liberis diem obivit anno domini 1136., 
sepultus in capitulo Neuburgensi apud patrem et matrem suam dominam 
Agnetem. 45 

Ä am Rand hinzugefügt, *> so Hs. 

1 So das Def. can. } während die Tab. CL sagen: und mit im c 
und XX edler. 

8 Quelle für diesen Zusatz ist die wigarische Chronik des Johann 
ton Thurocx h4ff. 50 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 729 — 

Hainricus dictus vulgariter Jochsamergot , S. Leopoldi pii Tab. CL a 6 
marchionis Auetrie secundus filius, a patre minus diligebatur quam alii 
fratres. Qul diucius omnibus vixit et in excellenciores seculares [F. 22'] u. Pav. b 8. 
honores quam alii fratres aecendit. Et cepit regere marchiam Austrie Tab. Cl. a 6 
5 mox post obitum fratris sui Leopoldi ducis Bavarie anno domini 1142. 
et rexit eam laudabiliter 35 annis, princeps honestus et timoratus. 
*Huic Conrad us rex, f rater uterinus, post obitum fratris sui ducis t*. Otto Fris., 
Lepoldi ducatum noricum concessit, quem consilio matris ducis Hainrici Ohr. VII, 26 
filius a iam abdicaverat. Bex itaque Saxoniam ingressus pacemque 

10 cum Saxonibus faciejns Gerdrudim viduam ducis Hainrici Superbi, 

filiam Lotharii imperatoris Romani, ducis Saxonie et Brunsvice eiu. c5 
in uxorem dedit, que in secundo anno post defuncta est et non habuit 
beredem ex isto Hainrico duce, coniuge suo secundo. Hie Hainricus 
Austrie marebio oetavus et ultimus rexit eam sub marchionatus titulo 

15 14 annis. Conradumque eius nominis II., regem Romanorum, in Asiam w. Pav. b 8. 
cum expedicione pro tuicione Christiane religionis in terra saneta una Tab. Cl. a 6 
cum Ludovico rege Francie, Ottone episcopo Frisingensi, fratre eius ex 
utroque parente, aliisque prineipibus multis secutus est anno domini 
1147, Et in reversione in tercio anno Greciam applicuerunt et Con- 

20 stantinopolim venerunt. Ubi domina Theodora 'cognata Emanuelis 

imperatoris Grecorum per eum Hainrico duci Bavarie ac marchioni w * c *>• 
Austrie in presencia regis Conradi fratris sui ex parte matris multorum- 
que prineipum desponsata*> est anno Christi 1149. Qui ex ea genuit 
duos filios, [F. 23 / Leopoldum Virtuosum et Hainricum de Medling, 

25 ac Agnetem, que a patre suo desponsata fuit tercio Steffano regi Hun- 
garie. Que obiit sine liberis sepulta Wienne apud parentes in choro 
Scotorum. 

Sane post multos interlocuciones et dietas Hainricus a> 6. 
Bavarie dux, marebio Austrie, ducatum Bavarie, in quo annis 

3014 dueavit, iuniori Heinrico duci Saxonie, vero heredi, non longe 
a* Ratispona resignavit. |Quo circa idem Hainricus iunior sibi düOS 
com i tat us in 3 terra super Anesum dimisit. At Fridericus imperator , 

in presencia Wladislai ducis Bobemie aliorumque multorum spiri- 
tualium et secularium sacri imperii prineipum pacem Australibus P av * b8*. 

35 dedit, suppresso marchionatus nomine provinciam Austrie ad ducatus 
preeminenciam evexit terramque ipsam magnis et singularibus honestavit 
privilegiis. Quorum tenor sequitur et est talis: 4 

In nomine sanete et individue trinitatis Amen. Fridericus divina Pnv- maius* 
favente clemencia Romanorum imperator semper Augustus. Quam- 

40 quam rerum commutacio ex ipsa corporali institucione possit firma 

m consistere nee ea, que legittime geruntur, ulla possint refragacione c 

a filio Hs. b desponta Hs. c ietraccione Hs. 

1 Vgl. xum folgenden Text oben S. 166, 1—5. 

* Nach Otto Fris., Oesta Frid. 11,47; vgl. oben S. 176,21. 

45 s Die Tab. Cl. sagten a 6 : das land ob der Enns, Herrn. Alt. (Mon. 

Germ, hist., SS. XVH 9 382), dessen Text hier vielleicht hereinspielt (vgl. 
oben S. 176, 42): quosdam ei comitatus adiungendo. 

* Vgl. oben S. 177,20 ff. 

b Zur Textvergleichung tcurde der Druck in den Mon. Germ, hist., 
60 Leg. U 99 benutzt. 



C^r\nn\* x Original frorm 

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— 730 — 

convelli, ne tarnen« rei geste ulla possit esse dubietas, imperiaiis debet 
intervenire auctoritas. Noverit igitur omni» Christi imperiique et nostri 
[F. 23'] fidelium presens etas-et futura posteritas, qualiter nos eius 
cooperante gracia, a quo celitus pax b niis?a est hominibus super terram, 
in generali c nostra curia Ratisbone in nativitate S. Marie celebrata in 5 
presencia multorum religiosorum et catholicorum litem et controversiam, 
que inter carissimum nostrum patruum Hainricum ducem Austrie et 
inter nepotem nostrum carissimum Heinricum ducem Saxonie diu agitata 
extitit b super ducatum Bavarie et super marcbiam a superiori parte 
Anasi fluminis, terminavimus hoc modo, quod dux Austrie resignavit 10 
ducatum Bavarie et dictam marcbiam, quos tenebat. Qua resignacione 
facta mox eundem ducatum Bavarie contulimus in beneficium duci 
Saxonie. Predictus vero dux Saxonie cessit et renunciavit omni iuri et 
actioni, quas habet ad dictam marchiam, cum omnibus iuribus et bene- 
ficiis. Ne (autem in hoc facto honor et gloria patrui nostri carissimi 15 
aliquatenus minuatur, de consilio principum illustri principe Wandislao d 
duce Bohemie sentenciam promulgante, quam ceteri principes appro- 
babanto, marchionatum Austrie et dictam marchiam super Anesum 
commutavimu8 in ducatum. Eundem ducatum cum supradictis iuribus, 
privilegiis et graciis omnibus liberalitate cesarea contulimus predicto 20 
Hainrico nostro patruo carissimo [F. 24] ac prenobiii sue uxori 
Theodore * et liberis eorundem ob singularem favorem, quo erga dileetiasi- 
mum patruum nostrum Hainricum Austrie eiusque conthoralem pre- 
nobilem Theodoram et eorura successores, erga terram Austrie, que 
clipeus et cor sacri imperii Romani esse dinoscitur, afficimur, de con- 25 
silio et con sensu principum imperii dictis coniugibus, eorum in eodem 
ducatu successoribus necnon prefate terre Austrie subnotatas concessiones, 
constituciones et indulta auctoritate imperiaii in iura plena et perpetua 
redactas donavimus liberaliter vigore presencium et donamus. Primum 
quidem , quod dux Austrie quibusvis s subsidiis seu serviciis tenetur 30 
nee esse debet obnoxius sacro Romano imperio nee cuiquam alteri, 
nisi ea de sui arbitrii faceret libertate eo h excepto dumtaxat, quod 
imperio iuvare tenebitur* in Hungariam cum 12 viris armatis per 
mensem unum k expensis propriis, in eius rei evidenciam, ut prineeps 
imperii esse dinoscaturJ Nee pro conducendis feodis requirere seu 35 
accedere debet b imperium extra metas Austrie, verum in terra Austrie 
debent sibi feoda sua conferri per imperium et locari. Quod si sibi 
denegaretur, ab imperio requirat et exigat litteratorie trina vice. [F. 24'] 
Quo facto iuste sua possidebit feoda sine offensa imperii, ac si ea cor- 
poraliter conduxisset. Dux eciam Austrie non tenetur aliquam curiam 40 
accedere edietam per imperium seu quemvis alium, nisi ultro et de sua 
fecerit voluntate. Imperium quoque nullum feodum habere debet in 
ducatu Austrie. Si vero prineeps aliquis vel alterius status persona 
nobilis vel ignobilis, euiuseunque condicionis existat, haberet in dicto 
ducatu possessiones ab ipso iure feodali dependentes, has nulli locet 45 
seu b conferat b , nisi eas prius conduxerit a duce Austrie memorato. 
Cuius contrarium si fecerit, eadem feoda ad ducem Austrie devoluta 
libere sibi IU tunc iure proprietatis et directi dominii pertinebunt b 

a inde Rs. b fehlt IIs. c humili Hs. d so Hs. © approbant Hs. 
* Theodere Hs. g quibus suis Hs. b et Hs. i tenebatur Hs. k v*m in £6. 50 
l dinoscitur Hs. ■« sunt Hs. 

.. r^nonl^ Original frorn 

3igitize<i öy VrUUgl^ UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 731 — 

principibus ecclesiasticis et monasteriis a exceptio in hoc casu. Cuncta 
eciam aecularia iudicia, bannum silvestriumb et ferinarum, piscine et 
nemora in ducatu Austrie debent iure feodali a duce Austrie dependere. 
Eciam debet dux Austrie de nullis opposicionibus vel obiectis quibus- 
Scunque nee coram c .imperio nee aliis quibuslibet cuiquam respondere, 
nisi id sua propria voluerit facere voluntate. Si voluerit, unum locare 
poterit de suis vasallis seu homolegiis d et coram illo seeundum terminos 
prefixos parere potest et debet iusticie complemeoto- Insuper potest 
idem dux Austrie, quando impugnatus fuerit ab e aliquo de duello, per 

10 unum ydoneum non enormitatis macula retentum vices suas prorsum 

supplere, etillum* [F. 25] ipsa f eadem die seu prineeps seu alius quis- 

quam pro alieuius nota Infamie non potest impetere nee debet impugnare. 

Preterea quiequid dux Austrie in terris suis seu districtibus fecerit vel 

statuerit, hoc imperator neques alia potencia modis seu viis quibus- 

15 eunque non debet in aliud h quoquo modo in posterum commutare. Et 
si, quod deus avertat, dux Austrie sine herede filio decederet, idem » 
ducatus ad seniorem filiam, quam reliquerit, devolvatur. Inter duces 
Austrie qui senior fuerit, dominium Austrie teneat. Ad cuius eciam 
filium* seniorem dominium iure hereditario deducatur, ita tarnen, quod 

20 ab eiusdem sanguinis stipite non recedat l nee ducatus Austrie ullo 
unquam tempore divisionis alieuius reeipiat sectionem. Si quis in dicto 
ducatu residens vel in eo possessiones habens m fecerit contra ducem 
Austrie oculte vel publice, est dicto duci in rebus et corpore sine gracia 
condemnatus. Imperium dicto duci Austrie contra omnes suos iniuri- 

25 atores debet auxiliari et suecurrere, quod iusticiam n assequatur o. Dux 
Austrie principali amictus veste, superposito p ducaliq pileo, circumdato 
serto pinnito r , baculum habens in manibus, equo aasidens et insuper more 
aliorum prineipum imperii conducere feoda sua ab imperio debet. »Et 
potest in terris suis omnibus tenere Judeos et usurarios publicos, quos 

30 vulgus t vocat gawertschiu ^, sine imperii molestia [F. 25'] et offensa. 

Si quibu8vis v curiis publicis w imperii dux Austrie presens fuerit, unus 

de palatinis archidueibus est censendus et nihilominus in consessu et 

incessu ad latus dextrum imperii post electores prineipes obtineat primum 

locum. Dux Austrie demandandi et deputandi terras suas, euieunque x 

35 voluerit, habere debet potestatem liberam, si, quod absit, sine heredibus 
liberis decederet, nee in hoc per imperium aliqualiter debet impediri. 
Prefatus quoque ducatus Austrie habere debet omnia et singula iura 
e t privilegia et indulta, queobtinere reliqui prineipatus imperii dinoseuntur. 
Volumus eciam, uty, siy districtus et diciones dicti ducatus ampliati 

40 fuerint ex hereditatibus, donacionibus, empeionibus, deputacionibus vel 
quibusvis aliis* devolucionum i successionibus, prefata iura, privilegia et 
indulta ad augmentum dicti dominii Austrie plenarie referantur. Et 
ut hec nostra imperialis constitucio omni evo firma et inconeussa per- 
maneat, presentes litteras scribi et sigilli nostri impressione feeimus 

45 insigniri adhibitis ydoneis testibus, quorum nomina hec sunt : Piigerimus 

a ministris Es. b et silvestria Es. c eorum Es. d homogiis Hs. 
• de aliquo duello Hs. t dne ipsius Es. g nequit Es. k aliud quod Es. 
i iam Es. k filiam Es. l receriatur Es. m habeat Es. n iusticia Es. 
o assequitur Es. P supposito Es. q ducatus Es. r pineato Es. » hier 
50 fehlt ein Satz, t vulgo Es. u Gauerstlim Es. v quibus Es. w pre- 
sentis Es. x cuique Es. Y quod Es. * alii Es. i devolucionibus Es. 



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UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 732 — 

patriarcha Aquileie, Eberhard us Salczeburgensis archiepiscopus, Otto 
F risingensis, Conradus Pataviensis, Eberhardus Bambergensis episcopus, 
Hartmannus Brixinensis, Hartwicus Batisponensis, N. Tridentinus epi- 
ecop i , Guelfo dux, Conradus frater imperatoris, Fridericus filius regia 
Conradi, Hainrieus duz Karinthie, marchio Engelbertus *; de Hystria, & 
marchio [F. 26] Adalbertus de Staden, marchio Dyepoldus, Hermannus 
comea palatinus de Rheno, Otto comes palatinua et frater eius Fridericus, 
Gebehardusb comea de Sulczpach, Budolfus comes de Sweinhunt c, 
Engelbertus comes Hallensis, Gebehardus de Purchausen comes, N. comes 
de Pilstain et alii multi etc. 10 

Signum domini Friderici 1 Roman i imperatoris invictissimL 
Et ego Reinaldus cancellarius vice Arnolf i Maguntini arcbiepiscopi 
et archicancellarii recognovi regnante Friderico Romanorum imperatore 
se m per Augusto in Christo. Datum Ratisbone 15. Kai. Octobris in- 
dicione 4. anno dominice incarnacionis 1156. feliciter, anno regni eius 5. 15 
imperii 2. 
Tab. CL a 6. Ecce, quam gloriosa pre aliis imperii principibus privilegia 

illustris dux Hainrieus sibi et successoribus suis magnifice ab 
imperatore Friderico invictissimo obtinuit, inter que, ut in pileo 
ducali sertum ferat et feodum in terra sua equester aeeipiat; alia20 

u. Chr. Ursp. P atent Sllfficieilter in prescriptO privilegio. Hie Hainrieus 

.?54.*dux Austrie, dum Fridericus imperator anno domini 1158. seeundam 

expedicionem in Italiam contra Mediolanenses moveret, obsideret 

et tandem 1162. eam^caperet, ingens adiutorium contra hostes 

prebuit 8 25 

Pav. c 1 u. Hainrieus ipse nobile monasterium apud Wiennam erexit, quod 

lab. CL a 6. g. Marie Scotorum voeavit, ordinis S. Benedicti multaque bona illi 
Pav. c 1. concessit. In quo regularis observancia diu [F. 26* J exaeteque servata 
est, quam pluresque ibidem monachi vite sanetimonia claruerunt. 

Tab. CL a 0. Item ampliavit civitatem Favianam, que modo Vienna nuneupatur, 30 

et primum castrum edifieavit in curia in loco, ubi nunc monasterium 
B. Marie fratrum de monte Carmeli eonsistit, et ibidem habitavit ceteras- 
que civitates, opida et castra Austrie auxit et in meliorem statum 
reduxit. Item cenobio Sancte Crucis in valle nemorosa 4 Mynken- 
dorf et Sigenfeld donavit et, quod genitor suus dive memorie35 
S. Leopoldus edificare cepit, ipse complevit. Item duo bella cum 
seeundo Geisa rege Hungarie in campo apud fluvium Lutacha k sudavit. 
Item cum Guelfone seniore in Bavaria pugnavit, item cum Otakaro 
iuniore, marebione Stirie, insuper cum Sobieslao duce Bohemie. Hungari 
ete nim etBohemi multa damna Austrie incendiis et predis temporibus 40 
huius Hainrici ducis intulerunt. Hie dux Hainrieus Jochsamergot 

Ä Engelhardus Hs. b Eberhardus Hs. c so Hs. 

1 Daneben ist wie in der lateinisctien bayerischen Chronik (vgl- 
oben S. 179, Änm. 1) das Signum Friedrichs eingezeichnet. 

* Vgl. oben S. 180, 38 f. 45 

3 So ist oben S. 181, Z. 22 von Heinrich dem Löwen gesagt, ohne 
dass die Quelle bekannt wäre. Die Tab. CL berichten von Heinrich Jasomir- 
gott: Er verhalff auch dem bemelten kayser Fridrichen dem ersten die 
stat Mailand belegern und gewinen. 

4 So auch oben S. 723, 12. 50 



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^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 733 — 

cecidit de equo, poßt quem casum in brevi annis plenos ad vitam aliam u. Pav. c 1. 
migravit feliciter anno domini 1177., sepultus Wienne in choro apud Tab. CL a 6 
Scotoe in eins f undacione. Domina autem Theodora vidua sua diem u - e *> • 
obivit anno Christi 1182., similiter Agnes filia eorum. Ambe sepulte 
5 sunt apud dictum ducem Hainricum felicis recordaciODlS apud 
Scotoe. Et reliquerunt duos filios, Leopoldum et Hainricum, de quibus 
infra suo loco dicetur. 

[F. 27] Leopoldus dictus Junior et Largus 8. Leopold i piiaff. 
marchionis tercius filius. Cumque plus amaretur a patre, prepositus 

10 fuit in regimine fratri suo Hainrico Jochsamergot cepitque regere 
marchiam Austrie 'anno Christi 1136. statim post patris et fratris sui 
Alberti obitum, princeps animosus, septimus marchio Orientalis. Bexit 
marchiam annis sex. 

Anno domini 113 9. 1 Conradus rex Bavariam ingressus fratri suo 

15 uterino, marchioni Leopoldo, ducatum noricum concessit. 9 

8 Qui omnibus pene baronibus ad eundem ducatum pertinentibus Otto Fris., 
amore seu terrore ad eum confluentibus primo metropolim ac sedem Chr. VII, 25 
ducatus Batisponam dicioni sue subdidit. Poet collecto milite copioso u.H.Welf.467 
superiores partes Bavarie pertransiens in ipso eius termino iuxta Licum 

20 fluvium contra urbem Augustensem negocia terre per triduum tractans 
strennui iudicis officium exereuit, sed amissis aliquot * de suis festinanter 
revertitur. Dum vero anno Christi 1140.* in Idibus Augusti in ob-w. Chr. Ursp. 
sidione castri Velaya duorum fratrum, qui soli ex noricis baronibus in 344. 
parte ex puls i ducis Hainrici dicti Superbi 5 steterant, incaute mora- 

25 retur, superveniens Guelfo frater eiusdem ex improvisu fortissime pug- 
nando cesis ex utraque parte 'pluribus, multis captis ipsum ducem 
Leopold um ignominiose fugere coegit. Ipse enim Guelfo prefatum 
ducatum iure hereditatis [F. 27'] ad se spectare proclamans dum 
iusticiam apud regem Conradum impetrare non posset, ad rebellionem 

30 se parat. Ob hoc rex circa idem tempus castrum eius Weinsperg ob- 
sedit. Quem Guelfo collecto milite in die S. Ihome apostoli dum 
incaute pugna aggredi attentat, amissis aliquot, multis captis cum paucis 
fugit e prelio. 

Non multo post Leopoldo in urbe Katispona civilia iura disponente Otto Fris. I. c. 

35 ex palatini comitis de Witelnspach Ottonis importunitate sedicio 
oritur. Dux cum suis populo circumquaque concurrente arma arripuit 
succensisque aliquibus urbis vicis, civibus tarn armorum quam incendii 
metu discurrentibus periculum evadens urbe recessit ac vastatis in 
circuitu agris ad tempus inde divertens collecto milite non longe a 

40 civitate castra posuit tandemque terrore perculsos pecunie paccione in 

* so Hb. 

1 Du Quelle: 1138. 

7 Zur Uebersetxung der Worte: machet er ... zw hertzog zu Fairen 
ist hier der Wortlaut Ottos von Freising verwendet, der aus der Original- 

Ab stelle schon einmal oben S. 729, 8 übernommen worden ist. 

8 Der Text der beiden folgenden Abschnitte auch oben S. 164 f. in 
Kap. 48. 

4 Vgl. oben S. 165, Änm. 1. 

6 Zusatx aus Tab. CL a 6. Die Worte expulsi dicti Superbi fehlen 
50 oben S. 165, 10. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

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— 734 — 

dedicioDem accepit. Dehinc dedecus a Guelfone sibi apud Velaya 
castrum, quod modo vocatur Ahaimstain, illatum ulcisci statuens 

armata manu ad Licum usque progreditur ibique destructis quorundam 
inimicorum municionibus cunctisque circumquaque vastatis per fines 
ecclesie Frisingensis cum multo eiusdem ecclesie detrimento 5 
revertitur. 
Tab. Cl. b 1 Dictus dux Leopoldus monasterium Gotvicense suis bonis locu- 

u. Pav. c 1. pletavit. 
Tab. Cl. bl Cenobio Sancte Crucis Drumaw et Tallern cum vineis, [F. 28] 

pratis, silvis et piscacionibus donavit. ^q 

Anno domini 1138. huic Leopoldo fuit desponsata Maria ßlia 
Sobieslai ducis Boheroie, filii Wladislai secundi regis Bobemorum, 
tu cß.a patre eius, que obiit sine liberis. 
Pav. c 1 u. Post varios quippe bellorum cursus dux Leopoldus victor evadens 

Tab. Cl. bl. Ratispone infirmatus ductus in cenobium Inferius Altach Pataviensis ^ 
P^,f^j?7 diocesis anno ducatus sui 4. dieni obivit anno Christi 1142. Cuius 
Chr. VII, ^o. corpU8 j n Austriam delatum in monasterio Sancte Crucis, quod pater 
eius construxerat, in capitulo tumulatum fuit. Eique in marchia orientali 
et Bavarie ducatu f rater eius Hainricus successit. De quo supra 
dictum est. 20 

Tab. Cl. b 1. Ernestus dictus Adolescens, S. Leopoldi pii marchionis quartus 

filius, pulcher ac speciosus adolescens 18 annorum, cuius fama ad Reo um 
usque volavit, omni venacione delectabatur. In florida iuventute mortem 
cum vita commutavit sine uxore et liberis, sepultus in capitulo Sancte 
Crucis apud fratrem suum Xeopoldum ducem. 25 

Tab. Cl. b 1. Otto quintus filius S. Leopoldi pii marchionis doctissimus, religiosus 

Pav. c 7. ac beatus episcopus Frisingensis. Cui a puericia ipsa semper religionis 
studia placuerunt. Ut primum litteras edidicit latinas, Ottone primo 
Neuburgensis ecclesie preposito defuncto eidem ecclesie in prepositum 
prefectus. Mox dehinc in Parisius missus apud celebrem illam scolam 30 
Cont. CL~ [F. 28*] et toto orbe famosam liberales artes edocuit. Unde dum 
Neob. /., 610. post aliquot annos rediret, ecclesiam suam, videlicet Neuburgensem, 
veneratus ei attulit preciosissimas reliquias; quas festiva populi et 
cleri processione marchio pater eius suscipiens venerabiliter super aram 
S. Marie, ut curatissime servarentur, deportari fecit. Ut autem eidem 35 
ecclesie perpetuo manerent, nomen reliquiarum, ut dicitur, prodere noluit. 
610, 23. Paucis vero diebus domi demoratus ad scolas rediit de propria camera 
ex redditibus ecclesie, cui preerat, datis studii causa stipendiis. Ibi 
Pav. c 1 ipsam totius vite magistram sectatus philosophiam denique altissime 

theologie ediscendis archanis totum se tradidit. Quibus in rebus cum 40 

u. Cont. (7/.- rali«! 1 " 8 ß ui evi doctissimis viris prestare videretur, dum ad propria 

Neob. Z, 610. redire parat, ad Cistercienses monachos se contulit, in cenobio Mori- 

Pav. I c. mundi, ubi pernoctaverat, cum aliis 15 electissimis clericis professus 

regulärem induit disciplinam statimque eorum assequi magisterium meruit, 

quorum ante discipulus fuerat. In monasterio Morimundensi abbas 45 

Cont. CL- ordinatur, reliqui vero omnes socii sui in diversas dignitates pro- 

Neob. I. } 611. moti sunt. Quorum unus Fridericus nomine in abbatem Paumgartenperg 

et deinde in Bungaria in episcopum electus fuerat. Quo audito S. Leo - 

po 1 du s pater eius ecclesiam coli egi ata m Neuburgensem in regulärem 

1 Auch oben S. 165 f 31 ff. vertcendet. SO 



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— 735 — 

mutavit, ut SUpra 1 habetur. In prefato monasterio ipsePar. c 1. 
dominus Otto multa laudatissime sue conversacionis documenta [F. 29] 
relinquens ad ecclesiam Frisingensem invitus vocatus pontificem cla- 
rissimum gessit, distracta predia vendicavit, edificia restituit, religionem , 
5 que pene perierat, in priorem erexit forraam tantaque Uli ecclesie bona 
contulit, ut fundator eius magis quam instaurator putaretur. Hic c *°- 
cum rege Conrado Suevo eius nominis II. in Greciam Siriamque pro- 
fectus bellis omnibus interfuit, que cum Turcis Sarracenisque seu secunda 
seu ad versa gesta sunt, consilioque et armis rem christianam iuvit. 

10 Vidit Hierosolimam et sacram domini tumbam salvatoris ipseque in 
Jordane lavari meruit. Neque in tot curis totque labpribus studia 
litterar um neglexit, in ocio negocium, in negocio ocium sectatus. Historiam * 
namque ab ortu mundi usque in sua tempora non inutilem deduxit 
atque in octo digessit libros. Quorum Septem magnam germanicarum 

15 ierum noticiam reddunt, octavus supernam Christi civitatem pulchre 
periteque figurat. Ecclesiarum causas, pupiUos viduasque et omne op- 
pressorum hominum genus apud imperiale tribunal tutatus est indefesse. 
* Siquidem invictissimo imperatore Friderico patrueli suo in italicam Conr. Sacr. 
expedicionem iter agente cum et ipse sicut necessarius et ferutilia 322 (Rahew., 

20 imperii negociis ire debuisset, nutu divino contigit ipsum iter retractare, Q.FridJV,14). 
ut vir religiosus inter manus fratrum orancium pocius quam inter 
strepitus preliancium expirans dicere [F. 29*] posset *> : Domine, suscipe 
me, ut cum fratribus meis sim, cum quibus etc. Benigne vero ab im- 
peratore dimissus multis gemitibus commissam sibi sue benignitati com- 

25 mendavit ecclesiam. Ac quodam spiritu prophetico de fine suo prescius, 
ne post mortem suam ipsam aliquo modo gravaret, i n übertäte eleccionis, 
ut iam sepius in aliis ecclesiis factum esse dicebatur, eam nullo modo 
privaret, postulavit atque super hoc fide accepta ad propriam sedem rediit. 
Salutatis fraterna caritate media quam intime fratribus et valedicto 

30 magna cordis contricione et lacrimarum efiusione multis asstantibus 
et contuentibus sedem Frisingensem deseruit, occasione visitandi 
Cisterciense capitulum viam carpit et iam dudum languore ac debilitate 
corporis invalidus laborioso itinere, nihil tarnen adhuc suis, qui secum 
erant , metuentibus, ad prenominatum Morimundinense monasterium 

35 pervenit. Ibi per aliquot dies lecto cubans et iam de obitu suo nequa- 
quam dubius dum sacro liquore, sicut moris est, perunctus fuisset et 
de omnibus rebus propriis laudabili testamento oidinasset, inter cetera 
se catholice fidei assertorem iuxta sancte Romane ymmo universalis 
ecclesie * regulam professus est Convocatis igitur ad se in cubiculum Pav. c 1*. 

40 monachis plura de bono religionis, de immortalitate anime, de pena 
damnatorum, de gloria salvandorum graviter et sapienter locutus est in 
habitu monachali, quem semper gerebat. [F. 30] Deinde multa prius Conr. Sacr. 

(Rahew.) L c. 

a Historiamque Hs. *> possit Hs. 

1 S. 723, 31. 

45 2 Der folgende Text entstammt nicht, wie es scheinen könnte, den 

Gesta Friderici Rahewins IV, 14 allein, sondern ist ausser aus den Oesta 
auch aus dem die Oesta benutzenden Liber traditionum Frisifigensium 
des Conradus Sacrista (Mon. Germ, hist, SS. XXIV, 322 f. ) entnommen, 
wie die Lesarten und die in letzterer Quelle sich findenden und oben 

50 mederkehrenden Zusätze beweisen. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

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— 736 - 

cordis contricione et humili confesaione reatum suum cognoscens in 
tantum eciam, ut de minimis petens veniam servorum suorum pro- 
steraeretur pedibus, sumptis sacrosanctis misteriis in medio multitudinis 
sanctorum hominum tarn episcoporum quam abbat um una cum ipso 
laudes canencium atque de interitu tanti viri miserabili fletu oondolencium 5 
necnon et immoderatam « cordis contricionemb seu humili tatis ex- 
hibicionem c divinitus illi inspiratam d cum non modica admiracione 
animadver tencium domino spiritum reddidit. Cuius revera morte summa 
prudencia mentis, regalis forma corporis tibi, Frisingia, laus et gloria 
specialis, tocius ecclesie spes maxima et decus eximium [et, quicquid 10 
humana fragilitas novit esse iocundius, totum, proch dolor, in momento 
evanuit. Fefix utique et pro meritis suis divino munere donatus, ut 
antea raptus sit, quam unicam suam dilectam ecclesiam, cui intimo 
amore annexus fuerat, in favillam et cinerem conversam vidisset et 
subversam ! etc. 15 

Rakete. I.e. Cum autem aduc vivens locum sepulture sue fratribus digito de« 
monstrasset extra ecclesiam in loco humili, ubi scilicet ab omnibus 
fratribus calcari debuisset, huic eius ultime voluntati obviandum puta- 
batur, et intra septa ecclesie [iuxta maius altare honoritice tumulatus 
est, eiusque sepulchrum a eunetis fidel ibus honore et veneracione 20 
Pav. c 1 ü . dignum habetur. Cuius probatam [F. 30'] vitam precessisse mira, que 
ad ipsius sepulchrum, ut fratres asserunt, miracula, que deus operatur, 
testantur. 

Hic preclarissimus pontifex duo monasteria ordinis 
Premonstratensis in sua diocesi fundavit , unum dictum 25 
Sceftlarn 1 anno Christi 1140., ubi olim fuit cenobium ordinis 
S. Benedicti, sed per Huhos aut Arnoldum Impium 2 in de- 
sertum omnino redactum, alterum prope Frisingam Nova- 
cellam 8 S. Petri anno domini 11 4L 4 , 22. anno ab ineepeione 
eiusdem ordinis. In cuius monasterii capella S. Katherine 30 
S. Marinus 6 presul et suus capellanus Declanus sepulti re- 
quieseunt, ad quorum tumbam altissimus miracula in dies 
operari non cessat. Insuper anno Christi 1142. collegium 
canonicorum secularium S. Sixti in Sliersee 6 fundavit, cui 
advocatum nobiiem quendam Waldecker preposuit. Ubi 35 
similiter quondam monasterium sub regula S. Benedicti floruit 

a immoderata Hs. b contricione Hs. c exhibicione Hs. d in- 
spirata Hs. 

1 Sckäftlarn ; vgl. oben S. 165, Anm. 5. 

2 Vgl. oben S. 118, 19 ff. 40 

3 Neustift; vgl. oben S. 165, Anm. 4 und 5. 

4 Zu dieser Jahrxahl vgl. Meichelbeck, Historia Frisingensis I, 1,320. 
* Oben S. 62, 30 S. Maurus genannt. Nach Rader, Bavaria 

saneta II, 114 kommen für ihn auch die Natnen Maurinus und Martinus 
vor. Sein angeblicher Bischofssitz ist unbekannt. Die Gebeine der hl. Marinus 45 
und Theklanus xu Neustift tvurden 1634 durch die Schweden vernichtet; 
vgl. Prechtl, Beiträge xur Geschichte der Stadt Freising III, 33. 
8 Vgl. oben S. 166, Anm. 7. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 737 — 

per quinque fratres * constructum, sed per Arnoldum ducem, 
ecclesiarura destructorem, vel Hunos ex integro desolatum 
fuerat. 

Hie beatus episcopus in sua diocesi multas ecclesias 
5 propria manu consecravit. Inter quas basilicam in Chemoten 3 , 
filialem parrochialis 3 inVilshaim, in honore S. Marie Magdalene 
dedieavit 1142, 

Ragewinus vero, canonicus Frisingensis, abbreviator 
et notarius suus sibique multum familiaris, qui morti eius 
10 preciose interfuit, hoc epitaphium composuit et tumulo eius in- Rahew., 
scribi fecit: O.FriddV 9 14. 

[F. 31] Libram Phebus subiit cum falcitenente, 

Luci nox prevaluit die decrescente, 
Vita minus habuit morte A prevalente, 
15 Otto quando corriut raptus, heu, repente. 

Hie, ei gradum consulis: presul dignitate; 
Formam : decens, habilis, iuvenis etate; 
Genus: alta nobilis regum maiestate; 
Mores: commendabilis mira probitate. 

20 Monachum se prebuit, si religionem, 

Ydeas asseruit, si positionem. 
Virgo, cuius meruit intercessionem, 
Eius ad, quem genuit, agat mentionem. 

Huius frequens ocium in philosophia, 
25 Mai us exereicium in theologia, 

Fedus sibi mutuum cum phylologia; 
Nunc sit ei speculum summa theoria. 

Plangat hunc Germania planctu generali, 
Magis* tu, Frisingia, orbac viro tali, 
30 Cui tot privilegia dono speciali, 

Jugi querimonia debes lamentari. 

Huius in<* te« 3 studio Studium vigebat; 
Grata diseeptacio plures acuebat. 
Quid mos aut quid racio, nemo non videbat; 
35 Fraus et caviilacio latens non latebat. 

» nocte Bs. b Maius Ha. c orbata Ha. d vite Ha. 

1 Meichelbeck, Hiatoria Früingoiaia 7, 7, 79; Bitterauf , Die Tra- 
ditionen dea Hochati fta Freiaing 7, 112. 

2 Kemmoden, Nebenkirche der Pfarrei Vilaheim, Dekanata LandahuL 
40 a Pex, SS. Her. Auatr. 7, 1201 druckte irrtümlich', in Chemotn 

filialem, parochialem in Vilshaim, woraua bei Meichelbeck, Hiat. Fria. 7, 
7, 325 fälachlicherweiae xwet angeblich von Biachof Otto geweihte Kirchen 
entatanden: ecclesiam filialem in Chemotn et parochialem in Vilsheim. 

yueiien u. Erörterung n. f. ui t Original from 

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— 738 — 

Bic eacrum ecclesie sublimavit cultum. 
Ipse dedit strepere logicum tumultum; 
Hoc in eius cinere totum est sepultum. 
Talern nemo plangere poteat satis multum. 

[F.3V] Quis nunc tantam gloriam forinis affirmabit? 5 

Quis ad consequenciam tropos revocabit, 
Aut quis eleganciam dictis assignabit? 
Heu, qualem sentenciam acola vento dabit! 

Quid rerum compactio sagax, dum rimatur, 
Mathesis abstractio quid, dum contemplatur?* 10 

Quid nisi hie privatio, per hunc dum probatur, 
Quid ambarum » actio morte sciri datur ? 

Huius necem patria iuste dedignata, 
Clara b dolens atria rectore privata. 

De se bene meritum cernens in favilla 15 

Ivit in interitum pariter et illa. 

Quicquid in orbe beat preclaros et meliores, 
Presulis Ottonis mire cumulavit honores. 
Si proavi vel avi probitas, sacer ordo, potestas 
Deberentc mortis furias cohibere molestas, 20 

Non moriturus erat preclare preditus illis. 
Heu, talem communibus accessisse favillis ! 
Quam faeunda viri vox, qualis philosophia, 
Hortatu regum docet edita chronographia. 

Luxit eum propria sedes comitata ruina. 25 

Propicietur ei deus et pia virgo Maria! 

Tantas ad exequias turba populorum 
Pias fundat lacrimas mestum ducens chorum! 
Ad preces continuas et lamenta quorum 
Illum salvet, animas qui beat iustorum! 30 

Obiit autem Otto episcopus Frisingensis dignissimus 
IV, 14. w.fidelissimusque interpres inter sacerdocium etiraperium anno 

incarnacionis 1158. 10. Ka). Üctobris 1 in die S. Mauricü regnante 
serenissimo Friderico anno imperii eius 3., regni 5. 
Tab. Cl. b 1 [F. 32 J Sextus vero filius S. Leopoldi Conradus nomine, amator 35 

u. Pav. c 1 p . iusticie, adultus f actus Patnviensis ecclesie pontificatum adeptus post 
mortem Remberti* 1 148 d clero et populo carus fuit. Quem episcopatum 
16 annis feliciter rexit. Deinde mortuo Eberhardo archiepiscopo Salcze- 
burgensi tempore pape Alexandri III. in archiepiscopum Saiczeburgensem 

* amborum 11$. b Cläre Hs. c Deberet Hs, & am Rand. 40 

1 22. September, Tag des hl. Mauritius. 

3 Quelle : nach abgang pischof Reinprechts. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

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— 739 — 

promotus est anno Christi 1164. Sedit landabiliter annis qaatuor. Ubi 
multas tribulaciones propter prefatum Alexandrum III., quem colebat, 
ab imperatore Friderico I. patruo suo et Victore antipapa ac Rudperto 
Pataviensi episcopo passus est. Sed ipse ut verus dei athleta se 
5murum pro ecclesia dei posuit et vero pape Alexandro con- 
stanter adhesit, immo eciam stabilitate sua 1 totam Austriam Tab. Gl. b 1 
ad idem verum caput traxit et indubitatum papam. In bis tribulacionibus 
et adversitatibus ab imperatore illatis transtulit se in monasterium 
Admontense in Eni valle. Cui multa bona fecit Ibi infirmatus domino u. Pap. e 1*. 

10 noetro Jesu Christo illum vocante de medio est sublatus et in eodem 
cenobio Admontensi in pace est sepultus anno Christi 1168. 

Leopoldus virtuosus, ortodoxus ac bellicosus princeps, dictus pater Tab. Gl. b 2 
patrie, primogenitus ducis Hainrici Jochsamergot, cepit ducatum Austrie 
regere defuncto patre anno Christi 1177., secundus dux Austrie, amator 

15 spiritualium hominum. Hie Leopoldus presens fuit, quando papa 
Alexander III. et imperator Fridericus reconciliati sunt apud Vene- 
[F. 32' ]ci&* anno domini 1178. 9. Kai. AugustL* 

Hie dux Leopoldus anno Christi 1181. mare transiens ex terra 
saneta magnam partem sanete crucis quasi palme virilis in longitudine 

20 secum attulit, que usque hodie in monasterio Sanete Crucis ostenditur. 
Item cum imperatore Friderico L, Philippo rege Francorum et Richardo 
rege Anglie aliisque prineipibus pluribus in terram promissionis ' pro 
fide Christi transivit anno domini 1189. Ubi ob sua egregia ibidem* 
yiriliter cum effusione sanguinis in propria persona facta nova arma u. 2. lat.Ausz. 

25 rubel coloris cum albo in medio poeito per* transversum* quinque 4 
aureis aquilis 4 mutatis 4 ab eodem Friderico imperatore honoratus est- 
In perpetuum sue invicte strennuitatis Signum hunc glorioeum 2. tat. Ausz. 

clipeum domus Austrie, supra galeam coronam auream cum magno 
manipulo pennarum pavonum, contra infideles pugnando obtinuit cruce 
30signatus, quoniam ex mandato cesaria Friderici pannerium Austrie 
precesBit pannerio regis Anglie. Quod regem angustiabat; ideo vexillum 
Austrie oppressit. Tacuit autem Leopoldus, quia ea die pugnandum 
fuit. Et eciam Christiani postea obtinuerunt victoriam sub vexillo 
Austrie, quod in maxima necessitate contra hostes Christi erigebatur. 

35 • am Rand hinzugefügt. 

1 Hat man es hier nur mit rhetorischer Ausschmückung der Texte 
beider Quellen xu tun oder liegt ein dritter Quellentext vor? Letzteres ist 
wahrscheinlich. Vielleicht eine Vtta Chunradi episcopi Salisburgensis. 
Man veigl. die Stelle in der Vita Gebehardi et successorum eius (Mon. 
40 Germ, hist., SS. XI, 45): pretaxatus preeul (Konrad von Salzburg) im- 
mobilis columpna veritatis, sed et aequivocus eiu« Chunradus Mogontinae 
sedis preclarissimus nee non et Hartmannus Brixinensis ecclesiae sanetis- 
simus episcopus murum se pro domo Israel opponebant. 

* Das Tagesdatum dürfte dem Chr. Ursp. 358, 24 entnommen sein, 
4ö welch letzteres aber die richtige Jahrzahl 1177 dazu angibt 

1 Zu Mon. Getm. hist., Deutsche Chroniken VI, CCXXXU ist hier 
zu bemerken, dass Fezens Abdruck hier nicht lückenhaft ist. 

4 W ohl Zusatz aus dem deutschen Auszug (vgl Mon, Germ, hist., 
Deutsche Chroniken VI, CLXXX11I), wo es hetsst : und verkert den alten 
60 schilt mit den fünf adlern, was auch Ebran 109 übernommen hat. 

C^ c\f\Ci\ ""■ Original fnom 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 740 — 

Chr.Ur8p.36L Fuit autem rex Anglie Richardus homo feroeissimus, favorabilis, 

glorie cupidus, pecunie überaus, quem ipai Sarraceni et populus Christian us 
Tab. Cl. b 2. ac alii timuerunt. Anno Christi 1193. l rediens ab expedicione 
Ebran 2'/9. Hierosolimitana veniens [F. 33] Aus triam Wienne capitur pro ob- 
Tab. Cl. b 2. proprio, quod duci Leopoldo in terra sancta cum suppressione vexilli 5 
2. lat. Ausx. Austrie intulerat. Coactus fuit ampliare muros civitatis Wienensis et 
fossatum et Anesum, Haimburgam ac Novam Civitatem innovare suis 
Ebran 109. propriis expensis, insuper dare imperatori Hainrico VI. 100000 et duci 
Tab. CL b 2. Leopoldo 50000 florenorum pro sua liberacione. Qui liberatus in patriam 
Chr.UrspJi61. propriam devenit ibique postmodum fuit a quodam milite occisus. Hie 10 
iao. vi. o £. fi ux i^eopoidug civitatem Wienensem ampliavit et civibus ibidem bona 
fecit Insuper quia Sobieslaus dux Bohemie sepe damna Austrie in- 
tulerat, ideirco hie Leopoldus dux exercitum movit in Moraviam* et 
apud civitatem Olmuncensem et Brunnam longe lateque terram devastavit. 
Denique patruum suum Fridericum ducem Bohemie, Wlasdilai IL regisl5 
Bohemie filium, per dictum ducem Sobieslaum e regno pulsuin in 
ducatum Bohemie restituit. Item anno domini 1174. dux Leopoldus 
et frater suus, dux Hainricus de Medling senior, accineti sunt gladiis 
militaribus penthecostes. Et eodem die duci Leopoldo desponsata fuit 
domina Helena filia seeundi Geyse regis Hungatie, Bele IIL soror, que20 
tarnen in iuventute ßibi promissa fuit. Ex qua genuit duos filios et 
c 6 u. 2. lat. unam filiam, Hainricum« et Leopoldum et Chunegundam, que despon- 
Ausx. sata fuit Ottakaro [F. 33'] iuniori, duci b Stirie, a patre suo, qui ei 

aliquot districtus ut a Wilhamspurg 8 usque ad Piesting, Hertzogen- 
burg pro dote donavit. 4 Mortua ipsa sine liberis Ottokarus efficitur 25 
leproBus. Sic comitatum suum ordinavit et vendidit socero suo duci 
Leopoldo ita levi precio, ut calculo facto c militaris quilibel tribus obulis, 
Tab. Cl. b 2. colonus d pro d uno* veniret, anno domini 1192. Et ita Leopoldus dux 
Austrie factus est dux Stirie primus huius generis. Ducavit in Aue tri a 
annis 16, in Stiria in 2. annum. Feodalia ducatus Austrie ab imperatore 30 
Friderico I. conduxit, sed Stirie a filio eiusdem, imperatore Hainrico VI. 
Hie Leopoldus dux Austrie et Stirie villas Nidernsulcz et Pawn- 
gartten cum magna silva monasterio Sancte Crucis donavit. Dotavit 
insuper cenobium Gotwicense. Hie virtuosus dux volens iam tercia 
vice in terram sanetam trans mare pro Christi fide transire, apud^ 5 
castrum Gretz cadens de equo crus fregit, ex quo sibi vesica infeeta 
orta fuit. Quam ob rem pes sibi abscisus fuit. Deinde monichalem 
habitum induens ait : Utinam oves Sancte Crucis pascere deberem cum . . . b 

* von einer Hand des 16. Jhdts. durchstrichen, daxu am Rand : 
Fridericum. b darüber comiti 3 Es. c forte Hs. <* a m Rand hinxu- *® 
gefüyt. 

1 Die Quelle: 1192. 

* Aus der auch unten S. 742 benutzten Biographie Heinrichs 
von Mödling der Tab. CL 

8 So der 2. lat. Ausx. 45 

4 In den Worten: pro dote donavit dringt der Text des deutschen 

Auszugs : bet seiner tochter ze haimstewr verschriben durch (vgl. Deutsche 

Chroniken VI, CCXXXIII). 

6 Arnpeck Hess her die Uebersetxung der Worte [mit] meinem 

stumpf aus, weil er anscheinend keinen lateinischen Ausdruck für letzteres 50 

Wort fand. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 741 — 

Et in babitu religiöse» spiritum deo reddidit anno Christi 1193., in 
capitulo cenobii Sancte Crucis sepultus. Domina Helena coniunx sua 
deinde diem obivit anno domini 1199., relinquentes duos filios Fridericom 
et Leopoldum. 

5 Hie vel seeundum alios pater * eius cum Neapoli esset 2. i*t. Ausz. 

[F. 34] apud cesarem tempore magni frigoris misit nuncium ad Wiennam, 
ut sibi apportaret ain ortzen 1 alias luxine kflrsen. Nuncius autem 
intellezit ain oxine. Sic nuncium cives Wienne, quod non bene intellexisset, 
arguebant. Ille se tuens dixit se bene intellexisse. Sic, cum pelles 

10 bovine nimis graves essent, de vaccinis perfecerunt, et nuncius apportavit. 
Visa re satis iratus fuit. Novitas pervenit ad aures cesaris. Cui res 
ipsa magno gaudio fuit, et dixit duci, quod, si portaret vestem in die 
festo, vellet sibi terram super Anasum et Stain 8 et Krembs dotare. 
Quod ita factum est. Hanc rem gestam diversi diversimode 

15 attribuunt : alii duci Hainrico, qui tarnen nunquam legitur 
fuisse in Apulia cum cesare, — in latino* et vulgari 6 ita 
reperi — , alii 6 filio eius Leopoldo huic, eo quod fuerit in 
Neapoli cum cesare Hainrico VI., qui sibi Stiriam contulit. 
Idcirco hec boni interpretis iudicio relinquo. 

20 Hainricus de Medling senior, venerabilis, animosus prineeps, Tab. OL b 2. 

Hainrici dicti Jochsamergot, primi ducis Austrie, seeundus filius, Leo- 
poldi Virtuosi frater, babitavit in Castro Medling ; ideo dictus fuit dux 
Hainricus de Medling., Possedit castra sub montanis Newdarf , Medling, 
Salenaw, Dreskirchen, Walterstorf et Keysersperg. Insuper Otakerus 

25 * Von letzterem erxählt diese Geschichte in dem verwendeten Wort- 

laut der 2. lateinische Auszug (nach dem deutschen Original der Oester- 
retchischen Chronik von den 95 Herrschaßen selbst, Mon. Germ. h»st., 
Deutsche Chroniken VI, 92 f.) und der deutsche Ausxug, der oben deutlich 
in emtgen Zusätzen benutzt erscheint 

30 * Dieses Wort ist nicht im 2. lateinischen Auszug und auch nicht 

im deutschen Originaltext der Chronik enthalten, sondern entstammt offenbar 
dem deutschen Auszug, tco der Text (Cgm. 425, f. 2*) folgende* missen 
lautet : der bracht da* land ob der Enns und die stet Krembs und Stain 
mit der ochsenkürsen ze wegen, das er die vor dem kaiser trueg, die 

35 man im von Wienn bet bracht, die solt örezen sein gewesen, das het 
der pot nit recht vernomen und bracht ain körsen von ochsenhewt. 
In Schmellers Bayerischem Wörterbuch P, 1295 6 ist diese Stelle am der 
genannten Handschrift unter Kursen beispielsweise abgedruckt und merk- 
wwd gerweise hinter örezen ein Fragezeichen gemacht, örcz ist Pelz, so 

40 dass füglich diese Stelle auch als Beispiel zuEtz bei Schmeller a. a. 0. P, 154 
gehören würde. 

8 Die Oesterreichische Chronik sagt (Mon. Oerm. hist, Deutsche 
Chroniken VI, 93): das lendel bey Ens und Chrems, darnach der 2. lat. 
Auszug: terram supra Krembs et Anasum. Der deutsche Auszug, der 

45 hier oben wieder zur Ergänzung herangezogen ist, setzt selbständig Stein 
daxu (vgl den Text in der vorigen Anm.). Seemiller ist bei setner Zu- 
sammenstellung der selbständigen Zusätze des deutschen Auszuges zur 
Oesterreichischen Chronik (a. a. 0. VI CCXXXUIj diese Tatsache ent- 
gangen. 

50 4 Das dürfte der 2. lateinische Auszug sein. 

* Gemeint ist mit aller Wahrscheinlichkeit wohl der deutsche Auszug. 

• Welches sind diese Quellen? 

n C^rtonl - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 742 — 

iunior dux Stirie huic duci Hainrico ordinavitet do na vi t dominium 
Gumppoltzkirchen, quod sibi pro dote inter cetera pro coniuge [F. 34' J 
sua per socerum suum ducem Leopoldum assignatum fuit. Hie dux 
Hainricus de Medling una cum fratre suo Leopoldo, ut supra dictum 
est, miles creatus est anno Christi 1174. penthecostes. Hie Hainricus 5 
dominia sua sub montanis cepit regere anno domini 1177. et bene ea 
46 annis rexit. Anno domini 1176. tempore genitoris sui hie dux Hain- 
ricus una cum fratre suo duce Leopoldo procinetum in Moraviam movet 
et apud Olmuncensem et ßrunnam terram longe lateque devastant. 
Moxque Sobieslaus dux Bohemie habens secum in exercitu Saxones, 10 
Polonos, Hungaros, Moravos et Bohemos territorium lale apud Zwettel 
ineendiis et preda damnifieavit. Hie Hainricus dux vineas, villam 
Sulcz et aliquas hubas cenobio Sancte Crucis donavit. Huic uxor erat 
domina Reitza filia regis Bohemie, ex qua genuit Hainricum de Medling 
iuniorem. Et dictus dux Hainricus senior migravit ab hoc seculo anno 15 
b 3 Christi 1223., et domina Reitza coniunx eius uno in tumulo in capitulo 
Sancte Crucis sunt sepulti. Reliquerunt filium Hainricum iuniorem. 

Fridericus dictus Ortodoxus, devotus, timoratus, elegans prineeps, 
Leopoldi Virtuosi, ducis Austrie et Stirie, primogenitus, liberalis Leopoldi 
ducis Stirie germanus, tercius dux Austrie, mox post obitum patris 20 
annoChristi 1193. cepit regere Austriam et [F. 35] laudabiliter quinque 
annis dueavit. Huius tempore ingens fames erat, adeo ut homines et 
iumenta pre fame morerentur. Ea tempestate magna turma locustarum 
quatuor alas habencium, per Hungariam, Oroaciaill l et Stiriam euneta 
devastancium, et, cum volabant, terram obumbrabant ut nebula spissa. 25 
Hie Fridericus villam Weczldorf monasterio Sancte Crucis dedit. 

Anno domini 1195. hie Fridericus dux Austrie cum aiüs multis 
prineipibus ex Almania in Hispaniam contra Sarracenos, qui ex Affrica 
in Hispaniam venerunt, pugnaturus ivit, sed, heu, in eodem hello multi 
Christiani interierunt. 30 

Anno Christi 1197. procurante imperatore Hainrico VI. Fridericus 
dux Austrie prefatus cruce signatus et multi principe.* spirituales et 
seculares mare transierunt pro liberacione sancte civitatis Hiero- 
solime ac sancte terre, quam Sarraceni superioribus diebus Christiaais 
ademerunt. Et seeundo eiusdem expedicionis anno, videlicet Christi 1198., 35 
ehristianissimus Frideiicus Austrie dux in eadem saneta terra 
altissimo spiritum reddidit. Eductus in Austriam in capitulo Sancte 
Crucis hurnatus. Et sine uxore et liberis diem obiit. Cui frater suus 
liberalis Leopoldus dux Stirie in seeundo anno in ducatu Austrie suc- 
cessit, de quo infra. 40 

Leopoldus dictus Liberalis, circumspectus, devotus et pius prin- 
eeps, virtuosi [ F. 35*] Leopoldi Austrie et Stirie seeundus filius, orto- 
doxi Friderici ducis Austrie frater, cepit regere ducaium Stirie anno 
Christi 1193. statim post mortem patris sui Leopoldi Virtuosi ducis et 
seeundo anno post fratris* sui ducis Friderici in Austria cepit ducare 45 
anno domini 1199., quartus dux Austrie et seeundus dux Stirie de eadem 

a fratri Hs. 

1 Die Quelle: die flugen durch Hungern, durch die Steirmarich 
und durch Krain. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 743 — 

progenie. Eodem anno Emericus rex Hungarie, filius Bele III., 1 
arroata manu Austriam intravit et eam incendiis et preda multum 
contrivit. 

Anno domini 1200. in penthecoste b i c dux Leopoldus cum magna 
5gloria in presencia Conradi archiepiscopi Maguntini, comitis Scbi- 
rensis, 2 et Eberhardi archiepiscopi SaJczeburgensis miles creatus est. 
Eodem die pax fuit facta inter Emericum regem Hungarie et predictum 
ducem Leopoldum. Et ibidem rex Emericus fratrem suum Andream II. 
in graciam suam recepit, qui postea eciam fuit rex Hungarie, pater 

10 S. Elizab eth. 8 Eodem anno monasterium Scotorum Wienne a Wolfhero 
episcopo Pataviensi dedicatum est. 

Anno Christi 1201. terremotus magnus fuit. 

Anno domini 1203. domina Theodora cognata Alexii imperatoris 
Grecorum per eundem Alexium desponsata fuit duci Leopoldo, qui cum u- c 6. b 3. 

15ea Wienne solennes nupcias celebravit. Genuitque ex ea tres filios, 
Leopoldum, Hainricum et Fridericum, et quatuor filias, Margaretam, 
Agnetem, Constanciam et Gerdrudem, de quibus infra. 

Anno ChrUti 1205. dictus imperator Alexius [F. 36] ab imperio 
Grecorum expulsus est et urbs Constantinopolitana capta et Wandebinus 

20 comes Flandrensis in imperatorem Grecorum erectus. Cui successit frater 
suus Heinricus, post quem Petrus de Ausserra. Eodem anno duci 
Leopoldo ex Constantinopoli magna pars sancte crucis cum aliis sanctis 
reliquiis missa est. Leopold us hie communiter dictus est pater clericorum. 
Quinymmo Wiennam valde dilexit et ibidem habitavit, civibus eciam 

25 multa donavit et aecomodavit, et e converso cives eum vehementer ut 
fideles subditi amabant; ideirco eis multa privilegia prestitit. 

Ipse adiutorio fuit domine Constancie filie regis Arogonie, 
relicte olim Emerici regis Hungarie, ut paeifice cum bonis suis ex 
Hungana in Arrogoniam veuiret. Que Constancia postea desponsata 

30 fuit Romano imperatori Friderico IL, qui ex ea genuit Hainricum regem 
Romanorum. 4 Cui coniuneta fuit Margareta huius Leopoldi ducis filia 
1225. «, que ex eodem duos filios, Fridricum et Hainricum, peperit, qui 
ambo in Apulia tempore iuventutis veneno interierunt. 4 Item predicto 
anno 5 prefatus dux Leopoldus cum magna milicia venit in auxilium 

35 Philippo regi, duci Suevie, dum Colonienses obsideret, et ibidem egregia 
militaria facta perfecit, per que ingentem gloriam et laudem obtinuit* 
Hie dux Leopoldus construxit cenobium dictum [F. 36'] Campum 
Liliorum ordinis Cisterciensis, cui Wilhalmspurgk et vadum per 
fluvium Traisna et alia bona multa donavit. Ipse insuper edifieavit 

40Novam Civitatem in Austria et eidem ducatui Lintz, Wells, Wexenberg, 
Otmanshaim, Brein, Hartstain cum omnibus attineneiis comparavit. 
Anno domini 1208. crucem suseepit et trans mare in terram sanetam 
transivit. 

a am Rand Rs. 

45 * Zusatz nach Thurocx % 6. 

1 Vgl. oben S. 200, 13 ff. 
9 Nach Thurocx % 7. Vgl. oben S. 204. 
\ Vgl. oben S. 726. 
6 Die Quelle macht keine Zeitangabe. 

n f"*rtonl - Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 744 — 

Anno Christi 1212. dictus dux Leopoldus ad bellum compromissuni 
in Galicia Hiapanie cum Sarracenis, qui ex Affrica venerant,committendum 
ivit. Ubi pagani in fugam versi, multi ex eis mterfecti sunt 

Anno Christi 1216. Leopoldus dux cum multis militibus ac aliis 
b 4. in monasterio Neuburga Claustrali crucem assumpsit et cum secundo 5 
Andrea rege Hungarie, patre S. Elizabet, aliisque pluribus prin- 
cipibus maie traosnatavit et in 16 diebus usque ad civitatem Damiatam 
in Egipto pervenerunt. Quod tarnen raro evenit ita tarn brevi temporis 
spacio mare transnatare. Et obsiderunt eam. Quod tantura paganos 
terruit, quod plures sua opida et castra dimitterent. Et predicta civitas 10 
Damiata divina gracia a Christianis est capta anno Christi 1219. Eodem 
anno dux Leopoldus repatrians Wiennam pervenit cum gaudio magno. 

Anno domini 1228.» Hainricus Romanorum rex, secundus filius 
imperatoris [ F. 37] Friderici IL, socero suo Leopoldo duci Austrie et 
Stirie cunctisque suis sequacibus hanc largiter concessit digni-15 
tatem, ut in sui ducatus pileo regalis corone dyaderaa 1 ferre possit. 

Hec et alia clarius in privilegio desuper dato, cuius tenor 
sequitur et est talis: 2 

In nomine sancte et individue trinitatis Amen. Hainricus dei 
gnacia Romanorum rex et 1 semper Augustus. Dignum est nimirum b 20 
et b consentaneum b possibilibus rogatibus regiam maiestatem omni 
tempore annuendo largissime subvenire ipsosquec benigniter adimplere. 
Noverit igitur omnis Christi nostrique regni presens etas et posteritas 
successura, quia nos prineipum, quorum iure quemque* 1 Romanoruin 
regem« est eligere, beneplacito, consilio et favore ornnia iura, gracias 25 
et libertates cunctasque bonas consuetudines nobilium terrarum Austrie 
et Stirie, que hucusque ad nos ab antiquis Romanorum imperatoribus 
regibusque plenarie devenerunt, de quibus eciam rite et racionabiliter 
noster et sacri regni dilectus Leopoldus dux Austrie et Stirie autiquorum 
imperatorum Romanorumque regum litteris, quas certudinaliter lesione 30 
qualibet procul mota vidimus, plenius f nos instruxit. Et cum divina 
gracia regia perfectissime fruimur potestate, procul dubio nostram regalem 
bene condecet largi tatem, ut nostros et sacri regni principe* [F.37*] 
eorumque terrae iuribus et graciis sublevemur. E quibus specialiter 
magnificum c et sacro regno fidelissimum summum nostrum principem 35 
Leopoldum ducem Austrie et Stirie easque suas terra» sequentibus 
iuribus et graciis et libertatibus volumus honorare. Primo, si aliquis 
alicui ducum Austrie et Stirie, quacunque censeatur dignitate, suarum 
terrarum provincias et alia cetera, quocunque nomine nuncupacioneque $ 
censeantur h, que a regali magnificencia Beu a principibus spiritualibus 40 
concessionis collacionisve officio derivarentur, legare, dare, obligare, 
donare, vendere contingeret, eosdem i venditores sive obligatores huiusmodi 
regalis nostra maiestas nec k aliquis hominum aliqualiter valeat iinpedire, 

a MCXXVIII Hs. * et mam et nebst leerer Stelle Hs. c fehlt Hs. 
<* qnque Hs. regentem Ils. * pleniter Hs. s nuncupacione Es. * ce- 45 
seantur Hs. * eosque Hs. k ne Hs. 

1 Quelle : auf das hertzoghütl die kayserlichen pogn. 
* Zur Textvergleichung wurde der Abdruck im Archiv für Kunde 
österreichischer Qeschichtsquellen VIII, 114 benutzt. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorm 

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— 745 — 

quod si autem* vendieio aut obligacio aut donacio, legacio' evenire 
contingeret tarn repente, quod nec b regia maiestas nee huiusmodi 
collatores possent aliquatenus requiri, dueibus Austrie et Stirie c pre- 
dictis in eorum iuribus ob hoc nulluni^ eveniat* penitus detrimentum. 
5 Eciam idem^ gloriosus prineeps Leopoldus dux Austrie et Stirie coram 
nostre inaieMatis oculis et electorum Rom an i regni culminis inquisicione 
et eentencia obtinuit presolerter seeundum suarum antiquarum litterarum 
reeitacionem omnia sua iura et feoda, euiuseunque condicionis eint, in 
equo residens reeipiat talibus collacionibus preditatus. Preterea eidem 

10 illustripsimo prineipi Leopoldo duci Austrie et Stirie eunetisque suis 
sequaeibus hanc largiter coneedimus dignitatem, ut in sui prineipatus 
pileo nostre regalis corone dyadema [F. 38] solemnius ferre possit 
volentes largius omnes suas teiras seu diciones, districtus et cetera ad 
huiusmodi pertinencia vel que in poslerum poterint obtinere, habere t> 

15 euneta iura, libertates, gracias bonasque consuetudines, quas° duces olim 
terrarum f iam dietarumff pie recordacionis in b commendabilem ex antiquis 
consuetudinem perduxerunt aut que recenter a nostre manibus excellencie 
ßuseeperunt quibusvis impedimentis proeul motis demum mandantes et 
ßub interminacione gracie nostre districte preeipientes, ut nullus sit, 

20qui ausu duetus temerario* ßtrennuissimum prineipem Leopoldum ducem 
Austrie et Stirie prefatum ßuoßque sequaces audeat impedire vel alieuius 
ingenii scrupulo molestare. Quod si facere presumpserit, oflensam k 
nostre maiestatis se noverit ineursurum. Ad quarum l eciam graciarum m 
concessarum perhennem memoriam presentem b eis litteram conscribere 

25 et sigillo nostro iussimus insigniri. Testes sunt hü : Ludowicus dux 
Bavarie, palatinus comes Rheni, Ulricus etLudowicuß comites deFerreto n , 
Conradus burgravius de Nuremberga, Fridericus de Druhendingen <> f 
Eberbardus dapifer de Walnpurg, Conradus pincerna de Winsteten p, 
Conradus de Smideveld p aliique quam plures. Acta apud Ezlingen anno 

30 dominice incarnacionis 1228. 9.<i Kai. Septembris indiccione prima. 

Hie dux Leopoldus cenobio Geyrach in Stiria ordinis Carthusiensis Tab. Gl. b 4. 
multa bona fecit. 

Leopoldus dux Austrie et Stirie anno domini 1230. per- 
rexit in Apuliam [F. 36'] una cum Berchtoldo patriarcha Aquileiensi, 

35 Eberhardo archiepiscopo Salczeburgensi, Sifrido episcopo Ratis- 
ponensi 1 et Hermanno duce Karinthie aliisque prineipibus ad con- 
cordandum et uniendum papam Gregorium IX. et imperatorem Fri- 
dericum IL 'Et cum papa dedisset sibi plenariam auetoritatem, Dt. Ausx. 
processit in Apuliam , u b i in civitate S. Germani diem extremum Tab. Cl. b 4. 

40 fe Heiter clausit. Cuius intestina sepulta sunt in Monte Cassino ordinis 
S. Benedieti, ossa vero reportata sunt in terram suam Austrie in 

a aut Hs. b fehlt Hs. c Stire Hs. d veniat Hs. e qua Hs. 
* terras Hs. s dictorum Hs. h me. Hs. » tremerarie Hs k offensum Hs. 
1 quorum Hs. m gracias Hs. n Fereno Hs. ° Druhendigen Hs. P so Hs. 
45 q 12 Hs. 

1 Statt Sifrido episcopo Ratisponensi, wofür Herrn. Alt. 391,33 
Quelle sein dürfte, sagen die Tab. Cl : ain pischoff zu Passaw. 

7 Der Anfang des folgenden Satzes stammt zweifellos aus dem Texte 
des deut sdien Auszuges. In Clm. 425, f. 3' lautet des letzteren Teoti (ver- 
50 stümmelt) : und [lie sich] geben ganezen gewalt von dem pabst und 
zoch zu dem kaiser. 



r^rtrtrtlr- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 746 — 

monasterium Campum Liliorum, quod ipee fundaverat, 1 et in marmoreo 

elevato sepulchro illata. Et dictus Leopoldus pacifice in Stiria 37, in 

Austria 31 annis dueavit. Coniunx autem sua domina Theodora in 

c 6 choro monasterii Keuburgensis requiescit. Reliquerunt tres filios Leo- 

u. b 3. poldnm puerum, Hainricum Crndelem et Fridericnm Bellicosura, de 5 

quibus infra dieetur, et quatuor filias. 

c 6 Quarum prima, Margarets, a ipatre buo fuit desponsata anno 

Christi 1225. Hainrico Romanorum regi, filio imperatoris Friderici II., 

u. N. S. Emm. de Ä * COnsilio eilisdem imperatoris procurante episcopo Ratwponensi 1 

Sifrido. Et nupcie regio more Nuremberge celebrate sunt in feste 10 
Herm.AU.387 mnium sanctorum presentibus pluribus regni principibus. Ubi propter 
(Ann. SMudb. f re quenciam populi 40 nobiJes, prelati et clerici oppressi sunt 
Ann.S.Rudb. 1226. domina Margareta regina Aquisgrani coronatur, sed 

783. maritus eius, rex Hainricus, antea fuit coronatus 1223. 4 
Herrn. AU. [F.39J Anno Christi 1237. Fridericus imperator propriumlö 

3Ä3. 6 filjuni euum primogenitum Hainricum regem Romanorum in 
Apuliam in exilium deducens, ubi eciam vitam in brevi carceris 
Tab. Cl. c 6. squalore finivit Et duo eius filü ex regina Margareta Fridericus et 
Hainricus in diebus iuventutis sue in Apulia a patruo suo Manfredo 
veneno extincti sunt. 6 Anno Christi 1254. regina Margareta secundo 20 
desponsata est per provinciales Austrie Ottakero marchioni Moravie, 
postea regi b Bohemie, et regales nupcie in opido Haimburga solenniter 
celebrate sunt. Qui tarnen eam anno domini 1261. repudiavit et ea 
viventeChunigundem filiam Bostislai ducis Moskavie in uxorem duxit 
Et anno Christi 127 2. 7 rex Ottakarus in opido Krembs subordinavit, 25 
ut domina Margareta intoxaretur. Que non habuit cum eo liberos et 
d 1. sepulta est in choro cenobii Campi Liliorum, cui multa bona fecit, quod 
pater eius fundavit. 8 

Agnes secunda filia a genitore suo Leopoldo duce fuit despon- 
sata cuidam duci Saxonie. 30 

Constancia filia ducis Leopold! et domine Theodore fuit despon- 
sata a duce Fridenco Bellicoso, fratre suo, Heinrico marchioni Missnensi 
1232. c, qui ex ea genuit Theodericum et Albertum. Quorum unus 

a de — Sifrido mit Einfügungszeichen am Rande. b rege Hs. 
c am Rand hinzugefügt. 35 

1 Zusatz nach dem deutschen Auszug: das bat er gestift. 

• Der zweite Teil der eingefügten SteUe sowie die Angabt des 
Datums geht zweifellos auf eine s<nst nicht benützte Quölle, die Notae 
S. Emmerami (Mon. Oetm. hist. f SS. XXI V, 574) zurück. Dort heisst 

es allerdings an der ersteren Stelle ; procurante episcopo Chunrado Ratis- 40 
ponense. Warum oben Konrads Nachfolger Siegfried eingesetzt wurde, 
kann ich ntcht erklären. Zum Datum vgl. Böhmer-Ficker, Regeeta im- 
perii V, II, n. 3993 a. 

8 Vgl. Janner, Geschichte der Bischöfe von Regensburg II, 321. 

4 Quelle? Die Krönung fand am 8. Mai 1222 stau; Böhmer-Fieker, 45 
Regeeta imperii V, II, n. 3873a. 

6 Die gleiche Stelle ist auch oben S. 229, 12 ff. benutzt. Vgl. du 
Anmerkuw/en dazu. 

• Vgl. oben S. 743, 31 ff. 

1 Du Quelle: 1267. 50 

• Zusatz nach dem deutschen Auszug ; vgl. oben Anm. 1. 

n Pnnol ■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 747 — 

debuit successisse in ducatu Austrie post obitum ducis Friderici patrui 
eorum, sed Wentzeslaus rex Bohemie una cum filio eius Ottakaro hoc 
impedivit. 

Gerdrudis quarta filia fuit coniuncta lantgravio Thuringie. b4 

5 [F. 39*] Hainricus de Medling iunior, speciosus princeps, Hainrici 

de Medling unicus natus, venacionibus delectabatur. Habitavit cum 
curia sua in Castro Medling, possedit dominia sub montanis cum suis 
attinenciis, que genitor suus habuit, et cepit eadem dominia et bona 
regere defuncto patre anno Christi 122 4. 1 ac laudabiliter rexit. Obiit 

10 sine liberis, sepultus in Neuburga Claustrali. 

Leopoldus dictus Puer, pulcher iuvenis novem annorum, primo- 
genitus Leopoldi ducis Austrie et Stirie, natus fuit anno domini 1207. 
in die annunciacionis Marie virginis. Puer scolas visitavit in Neuburga 
Claustrali. Ibidem quadam vice per pedagogum suum in pomerium 

15ductus ibi ex incuria eius pedagogi arborem cini» 2 . . . asoendit. De 
qua incaute cadens mortem excepit anno domini 1216., sepultus in 
Neuburga Claustrali. Super quo genitor suus propter eius iuventutem 
multum lamentabatur et fecit ei ibidem solennes exequias peragi. 

Hainricus Crudelis, homo furibundus, Leopoldi ducis Austrie et 

20 Stirie secundus filius, habitavit in Castro Medling et dictus fuit dux 
Hainricus de Medling. Possedit bona et dominia subter montana 
cum suis attinenciis, que olim Hainricus de Medling senior et [F. 40] 
Hainricus de Medling iunior, patrui sui, possederant, et cepit eadem 
gubernare aduc vivente genitore suo. Anno Christi 1225. domina Richarda 

25 soror Ludovici lantgravii Thuringie, mariti S. Elizabet, per eundem u . d 1. 
suum fratrem fuit desponsata duci Hainrico, et solennes nupcie cum 
ingenti gaudio, hastiludio et aliis ludis militaribus Nuremberge facte 
sunt in prcsencia multorum principum 8 cum leticia et tri* 
pudio universorum, quia eadem die Hainricus rex Romanorum 

30 cum sua sponsa Margareta sorore dicti ducis Hainrici de Med- 
ling sponsi nupcias in eodem loco regaliter celebravit. 

Anno domini 1226. dux Hainricus de Medling insurrexit contra b 4 
patrem suum Leopoldum ducem, consillo iniquorum clam ademit sibi 
opidum et castrum Hainburgam et dominam Theodoram genitricem 

35suam cum suis virginibus irreverenter e castro eodem expulit. At dux 
Leopoldus genitor eius idem castrum in brevi recuperavit. Deinceps 
idem Hainricus sepe multumque vite et bonis patris ac matris insidia- 
batur, sed altissimus in omnibus viis eos custodivit ab eo. Petrus 
de Vineis in epistolis suis de malicia dicti ducis Hainrici mencionem 

40facit, similiter quedam cronicarum annalia idem movent. 

Anno Chiisti 1227. dux Hainricus Crudelis [F. 40*] de Medling 
tribus annis ante patrem suum mortuus est, in Neuburga Claustrali 
humatus. Et post mortem eius et filie sue Gerdrudis dominia, que sub 
montibus possederat, herum provincie Austrie cesserunt. Domina Richarda 

45 a $ Hs.j darnach etwas leerer Baum; unausgeschrieben. 

1 Die Quelle: 1223. So auch oben S. 742, 16 als Todesjahr Heinrichs 
des Aelteren von Mödling. 

• Tab. CL: auf ain Spenling paum, Pflaumenbaum; vgl. Schmeller, 
Bayerisches Wörterbuch Il\674. 
50 ■ Vgl. oben S. 746, IL 

n r^nnol " Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 748 — 

uxor eius dicta lantgravia de Walterstarf sepulta est in oenobio Sancte 
Crucis apud dominam Gerdrudim de Brunsvica uxore Friderici ducis 

u. d 1. Beilicosi dicti, ducis Hainrici fratris, in uno tumulo. Hie dux Hainricus 
de Medling ex uxore sua Bicharda unicam hereditariam filiam re- 
d 2. liquit, nomine Gerdrudis. Animosa, imperterrita desponsata fuit propter 5 
bonum pacis Austrie, Bohemie, Moravie a palruo suo duce Friderico 
Bellicoso Wladislao marchioni Moravie. Hie Wladislaus post mortem 
ducis Friderici occasione uxoris sue ducatum Austrie obtinuit, sed in 
brevi sine liberis defunetus est. Post cuius obitum dominam Gerdrudem 
viduam duxit Hermannus cofiies Badensis. Qui Wiennam et quedam 10 
opida in Austria possedit et similiter non diu supervixit, sepultus in 
Neuburga Claustrali. Reliquit filium Fridericum, qui in Apulia 1 de- 
collatus est 1269.*, ibidem sepultus, et unatn filiam Agnetem. Post 
mortem ducis Hermanni dieta domina Gerdrudis tercio desponsata est 
Romano [F. 41] regi Russie, qui dimisit eam impregnatam transiens 15 
in Russiam. Deinceps ipsa nunquam eum vidit. Ex quo peperit filiam 
nomine Mari am. Hec domina Gerdrudis multa mala perpessa est a 
rege Ottakaro, qui Austriam usurpavit. Et perrexit in Missnam ad 
cognatam suam Constanciam, ibidem sepulta in monasterio quodam 
monialium. 20 

Agnes filia Hermanni ducis Austrie et comitis Badensis et 
domine Gerdrudis de Medling uxoris sue desponsata fuit Udalrico duci 
Karinthie, cum quo non babuit liberos. Post cuius mortem per regem 
Ottakerum ducem Austrie fuit coaeta ad ducendum Ulricum comitem 
de Hewnburgk, ex quo genuit filios et filias. Ex quibus de^cenderunt 25 
Ulricus comes de Pfaunperg, Fridericus über de Cilia, postea comes 
de Cilia, et plures alie potentes progenie. 

Maria nata Romani regis Russie et domine Gerdrudis de Medling 
coniugis sue per eandem dominam Gerdrudem genitricem suam matri- 
monialiter coniuneta est duci Steffano de Agram in Schlavonia, capitaneo 30 
quinti Steffani regis Hungarie in marchia Stirie. 
* 4. Fridericus dictus Beliicosus, animosus prineeps, überaus Leopoldi 

ducis Austrie et Stirie tercius natus. Cui desponsata fuit anno [F. 4VJ 
& £ domini 1226. Gerdrudis filia ducis Brunsvicensis, cognata domine Gerdrudis 
regine Hungarie, matris S. Elizabet, cum qua solennes nupeias in civitate 35 
Brunsvica multis prineipibus presentibus magnifice celebravit. 

w. d 1. Anno Christi 1229. dux Fridericus cum consensu patris sui Leo- 

poldi ducis uxorem suam Gerdrudem repudiavit et non genuit liberos 
6£*ex ea. Et postea humata est ad Sanctam Crucem. Eodem anno 
duxit seeundam uxorem Agnetem« 8 filiam ducis Meronie 4 Ottonis* 8 40 
consenciente genitore suo, quod tarnen fuit inconveniens propter con- 
sanguinitatem. Dux Fridericus Austriam et Stiriam cepit regere (mox 

a am Rand mit Einfügungsxsichen. 

1 Die Quelle: Nappels. 

* Jahrxahl wie oben S. 233, 33. 45 

8 Namen aus Herrn. AU. 392; vgl oben S. 204, 35 ff. und 205, 
Anm. IL 

4 Tab. Cl. dl: von Meran im Otschland. Verwechselung von 
Meranien und Meran; vgl. oben S. 207, Anm. 1. Vielleicht hat diese 
Stelle der lab. CL xur unrichtigen Angabe S. 207, 1 mitgewirkt. 50 

n p nni ,| « Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 749 — 

post obitum patris sui ducis Leopoldi anno Christi 1230. et fuit quintus 
et ultimus dux Austrie et tercius Stirie de hac geneologia. Et primo 
anno sui regiminis insurrexerunt in eum ministeriales sui et privaverunt 
ip8um thesauro patris sui. Deinde Austriam incendiis et preda vasta- 
5 verant. Demum per eum humiliati et coacti sunt ad dandum obsides. 
Anno Christi 1231. rebellarunt duci Friderico Hadmarus et Hain- 
ricus fratres de Kuenring. Sed Hadmarus obiit eodem anno, humatus 
in cenobio Zwettel eorum fundacione. At Hainricus opida Stain et 
Krembs incendio consumpsit, et vocati canes ob eorum maliciam. Anno 

10 primo regiminis ducis Friderici Wenceslaus eommuniter dictus Primis- 
laus rex Bohemie cum magno exercitu Austriam [F. 42] intravit et 
eam preda et incendio vastavit. 

Anno Christi 1232. purificacione Marie Fridericus dux cum 200 
nobilibus in monasterio Scotorum Wienne in presencia Oebhardi episcopi 

15 Paiaviensis et aliorum multorum ex Austria nobilium miles creatur. 
Qui cunctos commilites suos scharlaco cum albo in medio et subductura 
de vario vestivit et equis ac aliis clenodiis militaribus vestivit. Hie 
fuit primus prineeps, qui steuram a civibus Wienensibus consilio Wolfgeri 
de Parau aeeepit. Hie dux Fridericus ad Austriam et Stiriam Carniolam 

20 obtinuit. 

Anno Christi 1233. post oetavas Johannis baptiste cum ingenti 
exercitu Fridericus dux Moraviam intravit et in brevi castrum Wettaw 
vi cepit, quod eciam sui impossibile estimabant. Post cuius capeionem 
multa castra in Moravia se ei dederunt. Quo audito Wenceslaus Bohemie 

25 rex volens illi in campo armate oecurrere mutato proposito per 
silvam Hirciniam 1 rediit. Eodem anno circa omnium sanetorum 
festum Andreas seeundus rex Hungarie, pater S. Elizabet, contra 
ducem Fridericum in Austriam ingenti potencia ascendit usque Höflein 
apud Brukgam super Luttacha et terram incendiis et preda vastavit, 

30 sed multi ex suis interfecti et nobiles capti sunt. Castrum Teben cum 
foro igne combussit et ultra procedere noluit. Ideo de pace traetatum 
est. Quam dux admisit. [F. 42'] Paulo post rex Austriam egrediens 
in via apud Novam Civitatem pervenit ad ducem. Qui eum in pace 
cum honore suseepit, ibidemque perfecta pax inter cos firmata est. Quo 

35 facto rex Andreas in regnum suum ducem Fridericum invitavit. Qui ambo 
in bona societate cum magna milicia in Hungariam descenderunt. Ubi dux 
a rege magnifice ingenti gaudio suseeptus regahbusque magnificeneiis pluri- 
mum honoratus, deinde dux cum magna leticia iterum in Austriam reversus 
est Postea Hungari confinia Stirie invadentes incendiis et preda de- 

40 vastantes a ; quocirca Stirienses coadunati sine capitaneo hostes insequentes, 
Hungari autem fugam simulantes eos ante et retro circumdederunt. 
Ibi interfecti multi sunt ex parte utraque, Hungari vero victoriam ob- 
tinuerunt Stiriensibus captis aut interfectis, vix 50 evadentibus. 

Anno domini 1234. dux Fridericus iterato Moraviam ingenti forti 

45 exercitu intravit et castrum Vettaw seeundarie cepit et volens ultra 
vastando terram procedere ineidit in mortalem infirmitatem, et ita 
altissimus suam malam voluntatem impedivit. 

* so Hs. 

1 Die Quelle : durch den Behemer waldt. Vgl. oben S. 21, 0. 

n Pnnol • Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 750 — 

Prefato anno desponsavit dux Fridericus Constanciam ßororem 
suam.Heinrico margravio [F. 43] Missnensi apud Stadlaw circa Philippi 
et Jacobi in presencia domine Theodore matris sue, domini Andree II. 
regis tiungarie et Bele filii eius, Wenczeslai regia Bohemie, Eberhardi 
arehiepiscopi Salczeburgensis , Gebhardi Pataviensis, EkbertiS 
Babenbergensis , C o n r a d i l Frisingensis et Seeoviensis episeoporum, 
Wladislai marchionis Moravie, Ulrici ducis Karintbie, ducis Saxonie et 
lantgravii Thuringie et aliorum niultorum nobilium. Ibi ludi militares 
cum magna leticia sunt peracti. 

Anno domini 1235. Andreas rex Hungarie una cum ßela et Colo- 10 
manno filiis suis cum inestimabili grandi expedicione Austriam intravit. 
Cui dux Fridericus cum minori impari exercitu occurrit, et antequam 
uterque exercitus conveniret, dux ipse cum suis abivit. Deinceps Hungari 
ex utraque latere preda, homicidiis, incendiis terram usque Wiennam 
devastabant. Quibus nemo resistenciam fecit. Quo viso dux Fridericus 15 
cogitavit, que pacis sunt. Quam cum impetravit, reges in domum suam 
invitavit et eis magnos exhibuit honores, sed maior exercitus eorum 
pars repatriavit. Eo anno Wenceslaus Bobemie rex trans Üanubium 
in magna potencia Austriam preda et incendiis usque Stadlaw vastavit. 
Et eo ibi cum exercitu [F.43 1 ] commorante tribus diebus et tribus20 
noctibus sine intermission e pluit, et factum est diluvium magnum, quin- 
ymmo Danubius in tantum excrevit, ut ortos, campos, prata, agros, 
ßata et segetes perderet, ita ut hominea cum iumentis in insulas fugerent, 
ubi homines cum animalibus perierunt. Idcirco dictus rex Wenceslaus 
coactus fuit campum exire. 25 

1236. aves in Austria repentina morte moriebantur. a * 

Tab, Ol. b 5. Sepedictus dux Fridericus in amorem cuiusdam civisse Wiennensis 

vulgariter dicte die schön Braunhild vehementer exarsit. Idcirco sub 
pena amicicie sue omnibus civibus Wiennensibus mandavit, ut, quando 
audirent sonum buccine, cum uxoribus et filiabus ad curiam eius venirent. 30 
b 6 Itaque cives cum coniugibus et filiabus suis ornate venerunt. Prima 
autem corea peracta ipse dux dictam Brunhildem in cubiculum suum 
introduxit et carnaliter vi cognovit Quo facto cives inito consilio quatuor 
honestos ad ducem miserunt dicentes, ut quam citius pro hac confusione 
civitatem exiret. Itaque eodem die per murum emissus illico ivit 35 
equo in castrum suum Starhenberg. 

Anno domini 1240. duci Friderico ex Hungaria, Bohemia et Bavaria 
defedaciones b venerunt *>, quos tres nuncios omnes parvipendit. Eodem 
anno circa S. Martini festum percepit idem dux, qualiter Wenceslaus 
rex Bohemie cum 1000 equitibus et Udalricus dux Karinthie cum 200 40 
in Austria apud opidum [F. 44] Laa castra metati sint. Quocirca idem 
dux Fridericus in opidum suum Laa cum 72 equis transtulit se et 
misit undique pro populo suo. Eius capitanei erant duo fratres, Bern- 
hardus et Hainricus dicti Preysl, et Bohemie regis capitanei fuerunt 
Seifridus et Cadoldus fratres nuncupati Waisen. Itaque Fridericus dux 45 

a dieser Satx am unteren Rande von F. 43. *> mit Einfügutigs- 
xeichen am Rand. 

1 Die B'schofsnamen wohl auf Qrund von Herrn. Alt., der sie an 
verschiedenen Stellen nennt. 

2 Quelle? 50 



r^nrmfi* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 751 — 

hello victoriam obtinuit, et Bohemorum ac Karin thianorum multi inter- 
f*cti sunt. Et Fridericus sua manu ducem Earinthie cepit et duoa 
nobiles cum eo, Bohemorum siquidem et Karinthianorum supra 200, 
ac magna pecunia exonerati sunt. Hoc prelium intra Stetz et Laa 
5 factum est. 

Hie dux Fridericus una die omnia monasteria in Austria depredari 
permisit et predam ac singula bona eis rapta suis famulis divisit. Insuper 
a singulis hubis sive feodis in terra sua 60 denarios aeeepit Hie prineeps 
cum Tartaris in Hungaria ad villam Pesth viriliter congressum habuit 

10 et quosdam in fuga maetavit. 

Predicto anno 1240. imperator Fridericus IL Friderico duci Austrie 
misit nuncium, ut coram eo personaliter compareret. Qui litteras sprevit 
et legatum philipendit; timuit enim querelas iliorum, quos iniuste offendit 
ac bonis privavit. 

15 Domina Tbeodora cognata Alexii imperatoris Grecorum ob penuriam 

victus et Minorem, ne [F. 44'] filius eius dux Fridericus eam incarce- 
raret, fugit in Bobemiam ad regem Wenceslaum. De quo mencionem 
in epistolis suis Petrus de Vineis facit. 

Cum autem Fridericus imperator dictum ducem Fridericum frequenter 

20 ad curiam suam evocasset et ad personaliter comparendum citasset et 
ipse mandata imperialia et nuncios sprevisset et parvipenderet, demum 
imperator in publico consistorio Auguste a 1236. ftl consilio 
prineipum dicto Friderico ducatus suos et omnia bona ob contumaciam 
per sentenciam abiudieavit. Debinc legatum sibi misit, qui banc sen- 

25 tenciam et sue gracie, auxilii et consilii ac favoris abiuracionem ei in- 
timaret. Quem nun dum captivavit et multis contumeliis affectum 
dimisit. Quibus peractis abibant ab eius obediencia Wienenses et alie 
civitates et opida , similiter ministeriales Austrie , Stirie et Carniole 
mitten tes pro imperatore. At Fridericus imperator cum Wenceslaow- Senn. Alt. 

30 rege» Boemie» et multis prineipibus Wiennam applieuit. Qui cum ^2. 
magno honore et tri um p ho suseeptus est. Venerat insuper Oonradus 
Romanorum rex, filius eius, Otto b dux*> Bavarieb* et multi prineipes 
in aquis Danubii Wiennam. Et hyemabant ibi tribus mensibus. Ex 
hoc mundanarum rerum even tu Fridericus o lim dux ab imperatore 

35 et suis usque in quartum annum expulsus et omnibus suis bonis et 
dignitatibus privatus fuit demptis Castro Medling et [F. 45] Nova 
Civitate, in&quani*se& recepit a , cum Castro Starchenberg. At imperator 
ex Wienna imperialem civitatem fecit et dedit eis pro armis auream 
aquilam cum uno capite in nigro clypeo, quo usque hodie utuntur. 

40 3 Exiens autem Wienna ibi reliquit capitaneum Ekhardum 

episcopum Babenbergensera, quo mortuo Conradus Frisingensis 
et Rudigerus Pataviensis episcopi cum aliis multis nobilibus, 
quos Fridericus imperator . . . c 

a mit Einfügung8Xeichen am Rand, b a m Rand hinzugefügt c xu 
45 diesem unvollendeten Abschnitt ist am Rande bemerkt : vacat, tcohl im 
Sinne von: bleibt weg. 

1 Zusatz wohl aus Herrn. Alt 392. 
8 Vgl. oben S. 229, 19. 

8 Vielleicht lügt am Anfang dieses Satxes der Text des deutschen 
50 Auszuges xu Qrunde 9 der lautet (Cgm.425 f f.4): darnach zoch er auf 
und lies den bischof ze haubtman. der starb darnach. 

n f"*rtonl - Original frorm 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 752 — 

Herrn. AU392. Tunc dictus Fridericus olim dux terrore imperiaiis fortitudinis 

non concussus cum paucis, qui sibi adheserant, in opido, quod dicitur 
Nova Civitas, se recepit et exinde pro sua defensione, prout poterat, 
exercendo. Jgitur Imperator eernens, quod Fridericus dux parvipenderet 
illata nee curaret graciam imperii requirere, recessit ab Austria relin-5 
quens ibi capitaneos Ekbertum Babenbergensem episcopum ac de Henn- 
berg, de Eberstain et de Nuremberg comites ad celebrandum diem 
resurreccionis Ratispone. Ekbertus autem predictus erat avunculus 
Bele regia Hungarie, f rater Berchtoldi patriarche Aquileiensis, filius 
Berchtoldi ducis Meranie, marchionis Ystrie, 1 vir bellicosus et 10 
magnanimus, et ob hoc predictus Fridericus imperator tuendam terram 
australem sibi specialiter commendavit. Quo eodem anno defuneto et 
imperatore se ad Apuliam transferente [F. 45* ] prefatus dux animoeior 
effectus Albertum com item de Pogen sibi associavit et in auxilium 
voeavit. ßieque cum ipso comite egressus muros Nove Civitatis in campo, 15 
qui dicitur Stainfelt, pugnam iniit cum Wiennensibus et capitaneis 
eorum reportans victoriam gloriosam. C^pti sunt namque & in eo bello 
Rudgerus Pataviensis et Conradus Frisingensis episcopi et multi ex 
nobilibus, quos ad tuicionem terre imperator reliquerat. Dux itaque 
Fridericus prosperatus his successibus recedente d e partibus Ulis cesaris 20 

Tab. Cl. b 6. mjlicia auxilio Wenceslai regis Bobemie et predicti comitis Alber ti 
de Pogen ex Bavaria civitatem Wiennensem obsidione cinxit et in tantum 
per abstraccionem adveccionis victualium angustiavit et afflixit, ut 
multi per famem in ea morerentur, et, ut dicitur, homines canes man- 
ducabant; et muta frumenti dabatur pro 7 libris denariorum gravis 25 
monete et urina vini pro 12 solidis eiusdem monete. Demum Wiennenses 
se dederunt et tota Austria et reeeperunt ducem Fridericum iterum in 
dominum et eorum prineipem, similiter et Stiria et Carniola. Et ita 
dux Fridericus quarto anno ex im periali civitate Wiennensi prineipis 
iterato civitatem fecit. 30 

Novissime cum imperatore fuit concordatus, qui eum ad se in 
Italiam ad Veronam b , Vülgariter Dietrichs Pern, evoeavit. Quo 
in salvo conduetu cum 200 equitibus [F.46] scharlaco cum albo 
in medio vestitis pervenit. Quem imperator amicabiliter suseipiens ac 
Dt Au&z.* magnos bonores sibi exhibuit et ad tabulam invitavit. Quo nolente35 
venire inhibuit cesar, ne quis sibi ligna venderet; ipse vero cum nueibus 

Tab. Cl. b 6. fecit escas sibi preparari. Tunc perfecte fuerunt concordati. At im- 
perator ei 12 mulas, que tunc raro fuerunt in nostra* terra, et 12 paganos 

* nanque Hs. b Rauennas durchstrichen ; am Rand mit Ein- 
fügungszeichen: Veronam Hs. 40 

1 Zusatx nach den Notae Diessenses; vgl. oben S 204, 16 ff. 

7 Quelle ist hier der deutsche Auszug , wo es heisst (Ggm. 425, 
f. 4'): und zoch in gelait zu dem kaiser <gein Born und wart mit im 
verricht. da wolt er mit dem kaiser nit essen, da enpot der kaiser 
alles holz, das man ym kains verkaufen solt. da lies er iui kochen bey 45 
nussen. und zoch wider haim. Aus den obigen Worten: et ad tabulam 
invitavit, die m Ggm. 425 fehlen, aber in der Hs. 3 des deutschen Aus- 
xugs erscheinen (Deutsche Chroniken VI, CCXXVW), ergibt sicfi, dass 
Arnpecks Vorlage der letzteren Hs. nafiestand. 

9 Die Quelle: herauss im land. 60 



k r^nrmL* Original frarn 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 753 — 

eorum custodes [donavit]* 1 et cum magno honore eura dimisit. Et 
cum apud Veronam super lapideum pontem super fluvium Athesim 
transiret, quidam Itali suos in ponte invaserunt. Qui se viriliter defen- 
dentes ultra ICO Ilalorum submiäerunt et interfecerunt, et duci dumtaxat 
5unus famuius occisus fuit. Hanc sedicionem inter ducem Fridericum 
et Veronenses Ocius 2 imperatoris capitaneus sedavit. At dux Fridericus 
cum leticia in Austriam descendit et accepta Wienna eives magno favore 
prosequebatur et eos ßincere dilexit ac 12 eorum filios in suam curiam 
assumpsit. Quos secum in Bohemiam duxit, quando cognatam suam 

lOGerdrudam de Medling filiam fratris sui Wladislao marcbioni Moravie 
desponsavit, per quod bellum inter Wenceslaum regem Boheinie, patrem 
dicti Wladißlai, ex una et prefatum ducem Fridericum partibus ex altera 
concordatum fuit. 

Anno domini 1243. dux Fridericus divorcäatus fuit a sua secunda6 6 

louxore Agnete* filia Ottonis 3 ducis Meranie propter eonsanguinitatem 

/ F. 46* 1 presentibus Eberbardo archiepiscopo Salczeburgensi, Rudigero t*. d 1. 
episcopo Pataviensi et doctoribus ac aliis multis. 

Item imperator Fridericus II. dotavit, honoravit Fridericum ducem 
Austrie cum rruce imperiali super pileo ducali, CllillS privilegü 

20tenor sequitur et est talis: 4 

In nomine sancte et individue trinitatis Amen. Fridericus divina 
favente gracia Komanorum imperator semper Augustua, Hierusalem 
et Sicilie rex. Principum nostrornm peticionibus condescendere cogimur : 
quas nisi favorabiliter exaudiremus, obaudire, quod iuste petitur, per 

25iniuriam videremur. Eapropter per presens Privilegium^ noverit tarn 
presens etas quam successura posteritas, quod noster excellentissimus 
princeps Fridericus dux Austrie et Stirie ac dominus Camiole, dilectus 
princeps et consanguineus noster, quoddam Privilegium divi augusti 
imperatoris quondam Friderici avi nostri memorie colende Hainrico duci 

30 Austrie proavoc suo dudum indultum nostro eulmini presentavit sup- 
plicans attencius, ut ei illud innovare et omnia, que continentur in eo 
confirmare de nostra gracia dignaremur. Cuius tenor per omnia talis 
est: In nomine sancte et individue trinitatis Amen. Fridericus dei 
favente clemencia Komanorum imperator semper Augustus. Quamquam 

35 rerum commutacio ex d ipsa corporali institucione possit firma consistere 
nee ea, que legitime geruntur, ulla possint refragacione © convelli, ne 
tarnen' rei geste ulla [F. 47] possit esse dubietas, imperialis debet 
intervenire auetoritas. Noverit igitur omnis Christi imperiique nostri 
fidelium presens etas et futura posteritas etc., llt supra. 5 Et ego 

40 Reinaldus cancellarius vice Arnoifi Maguntini archiepiscopi et archi- 
cancellarii recognovi regnante Friderico Romanorum imperatore semper 

* fehlt Hs. *> Privilegium — excellentissimus fehlt Hs. c pro mö 
Hs. <* eciam Hs. * retraccione Hs. f inde Hs. 

1 Quelle; und schankt im XII maultier. 
45 2 Quelle : durch herren Otzlein. 

3 Namen aus Herrn. Alt. 392 ; vgl. oben S. 204, 34 und S. 748 } Anm. 3. 

4 Zur Textvergleichung wurde der Druck im Archiv für Kunde 
östei'reiehischer Geschichtsquellen VI 11 117 benutxt. 

* S. 729, 38 ff. 

Quellen u. Erörterungen N. F IU, rjgjna | fp 48 

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— 754 — 

Augusto in Christo. Datum Ratisbone 15. Kai. Octobris, indicione 4. 
anno dominice incarnacionis 1156. feliciter, anno regni eins 5. imperii 2. 
Nos itaque, qui fidem et obsequia nostrorum principum non patimur 
irremunerata transire, attendentes fidem puram * et devocionem sinceram, 
quam predictus dux ad maiestatis nostre personam et sacrum imperium 5 
habet, pro gratis quoque serviciis, que nobis et imperio exhibuit hactenus 
fideliter et devote et que exhibere poterit in antea graciora, ipsius sup- 
plicacionibus favorabiliter inclinati suprascriptum Privilegium divi Augusti 
avi nostri predicti huic nostro privilegio de verbo ad verbum inscruimus, 
omnia, que continentur in eo, de imperialis preeminencie nostre gracia 10 
confirmantes. Igitur competit eciam nostro imperiali imperio illustri 
principi nostro predilecto Friderico speciali gracia graciando. Quapropter 
concedimus et damus eidemb illustri principi duci Austrie hec subscripta 
ad habendum pro iure hereditario plenarie, ut nullus suorum feodalium 
aut suarum terrarum inhabitancium sive possidencium nulli [F.47 § ]\^ 
alteri obediat excepto enim sibimet ipso Friderico principi, duci Austrie, 
aut suas vices sive potestatem supplentibus. Concedimus nostro illustri 
principi duci Austrie crucem nostri dyadematis suo principali pileo 
sufferendum. Volumus eciam, ut dilectus noster dux omnia sua feodalia 
sive iura liberaliter suscipiat dacione sine omni. Igitur iura omnia pre- 20 
scripta illustris dux Austrie rite et liberaliter tenere debet in omnibus 
suis terris, quas iam possidet et in futurum possidebit. Statuimus 
igitur et imperiali sanximus edicto, quatenus nullus rex, marchio, 
princeps, nullus prelatus, nulla persona alta sive humilis, ecclesiastica 
sive mundana presentis renovacionis et confirmacionis nostre tenorem 25 
rennuere presummat. Quod si presumpserit, indignacionem nostri 
culminis et penam mille librarum auri se noverit incurrisse, quarum 
medietas camere, reliqua vero parti passe iniuria s applicetur. Ad huius 
igitur renovacionis et confirmacionis nostre futuram memoriam et robur 
perpetuo valiturum presens Privilegium fieri et bulla aurea typarioc30 
nostre maiestatis impressa iussimus communiri. Huius rei testes sunt: 
Conradus Frisingensis episcopus, Hainricus Bambergensis episcopus, 
Fridericus filius d illustris regis Castelle, Rudolfus nobilis comes de 
Habspurg, Ludovicus comes de Helffenstain et alii quam [F. 48] plures. 
Acta sunt hec anno dominice incarnacionis 1245. mense Junio, 3. in- 35 
dicione, imperante domino nostro Friderico gloriosissimo Romanorum 
imperatore semper Augusto, Hierusalem et Sicilie rege Romani imperii 
eius anno 25., regni d Jerusalem 21., regni Sicilie d 47. Datum Verone 
anno, mense, indicione prescriptis. Amen. 
Tab. Cl.b 6. Imperator autem Fridericus I. dedit Hainrico I. duci Austrie 40 

sertum pintatum circumdatum pileo ducali,, Hainricus vero VI. Romanorum 
rex, Friderici II. filius, aduc vivente patre 1 Leopoldo duci Austrie 
duos imperiales arcus super pileo ferendo concessit. Que omnia patent 
in prescriptis eorum privilegiis, in quibus pre cunctis aliis ducibus 
seu principibus excellentissime sunt dotati ac exaltati. 45 

c 1 Item dux Fridericus cenobio Sancte Crucis multa bona fecit ; 

insuper Wultzendorf cum 13 hubis ei donavit. Idem Fridericus dux 

* piam Es. *> eciam Hs. c timpana Hs. <* fehlt Hs. 
1 Zusatz auf Orund der obigen Urkunde. 



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— 755 — 

cum rege Hungarie Bela IV. duo campi bella sudavit et in tercio ex 
Nova Civitate ad fluvium Leutacha spacians victoriose pugnans cum u. Dt. Ausz. 1 
Hungaris et Cumanis adversa pars vincitur et fugatur. In qua victoria Herrn. Alt. 393 
— dtthimn est, utrum ab amicis vel inimicis — circa oculum cuspide u. Tab. CPcl. 
6 vulneratos de equo cadens oppressus occubuit feria 6. ante* Viti 4 anno 
Christi 1246. 

Ad Sanctam Oncem huraatus est. Dt. Ausx} 

[F. 46* ] Domina Theodora 8. die pre tristicia mortua est. Videns Tab. Cl. c 1. 
igitur Bela rex Hungarie orbttas heredibus terras, scilicet Aus tri e Herrn. Alt. 393. 

10 et Stirie, sibi attrahere cupiens multa milia hominum per paganos et 
Cumanos in captivitatem abduxit, multos occidit et utriusque terre 
marchias inhabitabiles fecit. 

In predicto duce Friderico hoc preclarum genus quantum Tab. Cl. e 1. 
ad sexum virilem Austrie principum defecit ex nobilissimis 

löFrancorum comitibus 6 originem trahens; idcirco misere pro-a#. e 1. 
vincie pericula multa 7 et devastaciones secuntur. 

Wladislaus marchio Moravie, natus regis Bohemie Wences- 
lai, 8 occasione uxoris sue domine Gerdrudis deMedling duca tum Austrie 
sibi subiugavit, sed in brevi sine liberis defunctus est. Post obitum 

20Wladislai ducis Austrie Hermannus marchio de Baden natus ex Herm.Alt.393. 
Rynegarde sorore domine Agnetis ducisse Bavarie auxilio Ottonis ducis 
Bavarie predictam dominam Gerdrudem relictam ducis Wladislai Tab. CL cl 
in uxorem duxit, ducatum obtinuit, Wienne habitavit Ex qua genuitu. diu. 
filium nomine Fridericum, qui in Apulia 9 decollatus est 126 9. 9 , et Herrn. Alt. I.e. 

25fiüam nomine Agnetem, que Ulrico duci Karinthie copulata est, de 

qua SUpra dictum 10 est. Sane Hermannus dux impotens tan tarn Herrn. Alt.393. 
maliciam hominum, que iani nimis invaluerat, [F. 49] morte eciam 
prepeditus compescere non valebat; moritur 4. Non. Octobris anno 
Christi 1250., sepultus in Neuburga Claustrali. Tab. CL dl. 

30 Imperator itaque Fridericus IL Austriaca sibi usurpare volens Dt. Ausx. n 

illuc miserat quendam dominum de Aquis, ut usque ad adventum 
suum reservaret. Deinde constituit ibi capitaneum Meinhardum comitem 
Tirolis. Sed imperator obiit 1250. 1 * 

Post obitum Hermanni ducis Austrie domina Gerdrudis Tab. CL cl 

35 r elicta sua in contemptum domine Margarete cognate sue presummens 

I Cgm. 425, f. 5: herzog Fridrich sich besambt zu der Newnstat 
und ains tags rait er spaciern. 

* In diesen ist hier Herrn. AU. benütxt. 
3 Vgl. oben S. 230, Antn. 2. 

40 * Die Tab. Cl. : an sant Veits tag. 

* Cgm. 425, f.5 4 : man fürt in zu dem heiligen krewz, do er 
wart begraben. 

6 Vgl. oben S. 713, 33. 

7 Cgm. 425, f. 5' : do ward der unfrid im land gros, das niemant 
45 sicher was. 

• Vgl. oben S. 753,10. 

• Vgl. oben S. 726, Anm. 4 und 748, Anm. 1 und 2. 
10 & 748, 21 ff. 

II Cgm. 425, f.5: do sant kaiser Fridrich ain mächtigen herrn 
50 von Ach gein Österlich und stewrt im die land ze behalten auf sein 

kunft und seczt darnach graf Mainharten von Tirol ze ainem haubtman. 
in der zeit starb der kaiser. 

19 Jahrzahl wohl aus Herrn. Alt. 395. 

48* 



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— 756 — 

auxilio Bele regia Hungarie totam Austriam subiugare tercium maritum 
u. dl, duxit Bomanum regem Bussie, qui dimisit eam impregnatam transiens 
in terra m suam nee est reversus. Ex quo filiam Mariam peperit, de 
qua Slipra. 1 Postea multa mala perpessa est ab Ottokaro marchione 
Moravie, qui eam ab Austria et Stiria pepulit. Que ivit in Missnam 5 
ad Constanciam cognatam suam, ubi in quodam monasterio monialium 
obiit et sepulta est. 
Herm.Alt.393. 'Item Otto dux Bavarie inittens* Ludovicum filium suum in 

Austriam cum exercitu, qui sibi opida Lintz et Anasura cum magna 
parte illius provincie subiugavit 1250. 10 

Dt. Aus*.* Demum barones et prelati ducatus Austrie statuta dieta in 

opido Krembs 4 elegcrunt solennem legacionem ad mittendum in 
Missnam [ F. 49* ] pro marchione. Legati erant . . > de Liechttenstain, 
. . .*> Schenck de Hauspach, abbas Scotorum et prepositus Neuburgensis. 
u. 2. tat. Ausx. k Qui cum Pragara venissent, magnifice suseepti sunt a Wenceslao rege 15 
Bohemie, sed ulterius procedendi in Missnam eis salvum conduetum 
denegavit. Quinymmo eos intime deprecando hortabatur, ut filium 
suum Othokarura marchionem Moravie in ducem Austrie aeeiperent. 
Qui quasi coacti , quantum in ipsis fuit, preeibus eius con- 
ßensemnt propter pacem conservandam. Quibus rex filium presentavit., 20 
Tab.Cl.clu.6. Margareta soror dicti ducis Friderici, que olim nupserat Hainrico 

E. Silvio, re gj Romanorum, Friderici II. filio, coque vita funeto in patriam redierat, 
H. boh. 27. hereditatem aeeepit. Eadem iara anus Othokarum sibi virum aseivit, 
qui non tarn coniugis etatem quam dotem animo volvoiis sterile matri- 
monium contraxit et prineipatum nobilem consecutus tnore humano, 25 
Tab. CL c 6. quanto possedit, tanto maiora coneupivit. Et regales nupeie in opido 
2. lat. Ausx. Haimburga solenniter celebrate sunt 1254., et ducatum Austrie magnis 
difficultatibus obtinuit. 
E. Silvio, Item Primislao III. rege Bohemie coronato a Phüippo filio 

H. boh. 26. Wladislai IL regis vita funeto duo fuerunt filii, Wenceslaus et Otho-3® 
^•karus. Wenceslao regnum Bohemie cessit, Othokaro marchionatus 
Moravie. [F. 50 J Fuit autem Wenceslaus unioculus et sine liberis 

« so Hs. teie die Quelle. *> leerer Raum Hs. c Wenceslaus Hs. 

1 S. 748, 28 ff. 

* Der folgende Abschnitt auch oben S. 230, 8 ff. 35 

1 Cgm. 425, f. 5 : die herren im land tauten sich . . . si machten 
ainen tag gein Trebnse und erweiten unter in poten ze senden gein 
Meixen umb ain jungen markgraven zu ainem herzogen gein Osterreich, 
di poten waren ainer von Liechtenstein, Schenck von Hauspach, der 
abt von Schotten, bropst von Newnburg. do sy gein Prag komen, do 40 
erpot in der küng Wenczla vil zucht und wolt in kain gelait furbas 
geoen und begert, das sy an dye landherren gein Österlich würben 
und von seinen treuen pitten solten, das sy sein sun margkrafen 
Atocktorum (!) ze Märhern ze ainem herren nämen. das geschach durch 
frids willen, das die land bey einander lägen, künig Wenczla antwurt 45 
sein sun den lantherren . . . 

4 Von Arnpcck unrichtig umgestaltet aus dem ihm wohl unbekantiten 
Trebnse der Quelle (Triebensee; vgl. Huber , Geschichte Oesterreichs l y 526). 

6 Der Wortlaut dieser Quelle ist deutlich mitverwendet: Qui cum 
venissent Pragam, coacti sunt a rege Wenczeslao, ut suseiperent in 50 
Austriam Otakarum filium suum marchionem Moravie. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 757 — 

decedens regnum Othokaro reliquit 1254., 1 qui et alio nomine Primis- 
laus appellatuß est, inter Bohemie reges quintus, belli appetens et 
magnorum operum effector, cui nee animus in rebus arduis nee con- 
siliuni defuit. Regnum, quod a fratre suseeperat, ex mari baltheo, id 
5 est mediterrane o sinu, ad Danubium usque protensum extendit. 

Item Stirienses* ad Bavariam pro domino miserunt. Dt. Ausz.* 

Bela tarnen rex Hungarie Petoviam civitatem iam cum magna Herrn. Alt 393. 
parte ducatus Stirie oecupaverat et iam quasi per biennium Austriam , 3Ö6. 
Stiriam etMoraviam vastaverat nee desiit ledere easdem terras, donec3S3. 

10 convencione inter reges facta 8 ducatus Stirie sibi cum distinetis terminis 
assignaretur Othokaro ducatum Austrie retinente. Et bona pax ex* 
inde in illis terris facta est Ipse autem Othokarus in tribus 397. 
prineipatibus, scilicet Bohemia, Moravia et Austria, tanquam prinoeps 
omni probitate preclarus optimam pacem fecit vadensque in hieme sub- 

lösequenti cruce signatus in Prussiam, quam veteres Vlinrigiam t> voeavere, E. Silvio, 
superatis Tartaris urbem condidit, quam Kunispergium, id est Montem H. boh. 27. 
Regium, vocant, et magnam partem ipsius terre eultui subdidit christiano. Herrn. I. e. 
Rex Hungarie filium suum in Gräcz locavit, qui more patrie sue Dt. Ausx. A 
vixit. Quod barones ducatus sustinere non volebant, Othocarum in- 

20vitarunt pro domino, Hungarum expulerunt. 

[F. 50'] 6 Anno domini 1258. Othokarus rex Bohemie, dux Herrn. Alt.399 
Austrie, marchio Moravie, iuvenis etate, audacia persuasus ac suau. Ann, S. 
iniqua rabie concitatus sine provida deliberacione consilii, que bellicis Steph. 5 7. 
in rebus summe neecssaria est, cum expedicione armatorum per Pata- 

25 viensem civitatem terram Bavarie hostiliter est ingressus iaetans se Herrn. I. e. 
tanquam divieiis et potencia preditum velle ac posse contra omnium 
volantatem ad ignominiam Hainrici ducis Bavarie et terre sue ante 
muros civitatis vel castri Landshut potenter opera milicie exercere. 
Nam tunc ibi dictus Hainricus cum domina Elizabeth uxore sua, filia 

30quarti 6 Bele regis Hungarie, fratris S. Elizabet 7 , morabatur. 
Sed cum per pagum , qui dicitur Chuntzingen , ubi OÜm civitas 

Quinciana 8 dieta construeta erat, sed per Hunos dudum ex 

integl'O eversa, per vallem Vilse fluminis incendi o vastando plurimas 

villas et ecclesias usque juxta castrum Frawnhofen pervenisset, ecce, 

35memoratus dominus Hainricus dux, licet vix quinque dies ante introitum 

* Stiriensens Ha. b so Hs. wie der Druck der Quelle. 

1 Herrn. Alt. 396 : 1253. 

1 Cgm. 425, f. 6 : die herren von Steir santen umb ainen herren 
gein Bayren. 
40 8 Hier ist absichtlich weggelassen: quedam pars, wie auch im 

folgenden der Urtext : domino Otaker partem reliquam cum terra Austrie 
retinente entsprechend geändert ist. 

4 Cgm. 425, f. 6 : etlich namen den küng von Ungern, der seezt 
sein sun gein Gräcz. der lebt nach seinem land siten mit den land- 
45 leuten, darumb sy im nit mochten gelaubcn und triben in wider aus 
und sluegen sich an herzogen Atokhern ze Osterreich. 

6 Der folgende Abschnitt auch oben S. 239 aus den gleichen Quellen. 
6 Nach Thurocx. 

1 Nach Andr. 54G; vgl oben S. 23S, 33 ff. 
50 • Vgl. oben S. 41,17. 



f^* s^s-k m I .-. Original frorn 



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— 758 — 

predicti regia a in Bavariam talium inimiciciarum litteras recepisset, celeri 
volatu nunciorum et litterarum circumquaque currencium convocatis- 
que suis hominibus et amicis [ F. 51 ] tanquam animosus princeps, qui 
de 8ua iusticia et dei misericordia confidebat , cum exercitu valido 
equestrium et pedestrium ad campos contra suos audacter egreditur5 
iniraicos. Iam eciam supervenerat cum paucia Ludovicus dux, comes 
palatinus, f rater suus, de partibus Rheni veloeiter evocatus, in cuius 
absencia prefatus rex sperabat se sui propositi desider ium adipisci. Ita- 
que prefatus rex cernens animositatem ducum et bavarice gentis timuit 
congredi cum Ulis. Et in festo S. Wartolomei apostoli, quod tunc in 10 
6. feria occurrebat, treugis per illum diem petitis et impetratis in nocte 
ac subsequenti sabbato fugit cum omnibus suis versus Muldorf. Ubi 
dum vexilla victricia nobilium ducum dorsa fugiencium sequerentur, 
pons ibi perEnum fluvium traiectus strepitus tot hominum et equorum 
certatim et impetuose transire volencium ferre non Valens sub hostibus 15 
ruit, et sie plurimi sunt submersi. Videbantur ibi electi milites in 
equis et armis natantes, quorum aliqui fluvium transierunt , aliqui, 
adverse partis littori viciniores dum*> applicare nituntur, volentes se 
pocius captivitati dare quam morti per lanceas et sagittas littus tangere 
prohibentur. Sed et hi, qui [F. 51'] remanserant circa flumen, re- 20 
ceperunt se in suburbio sub turri quadam fugere non valentes. Qui 
omnes cum equis optimis per indignacionem subitam domini Ludowici 
ducis incendio sunt cremati. Tunc itaque in aqua et igne quasi 400 
bomines perierunt. Reliqui vero omnes preter regem, qui cum nobilibus 
transierat, in predicto opido sunt inclusi, obsessi et capti. Inter ob- 25 
sessos autem hi fuerunt nobiles ex Bohemia: Wocho de Rosen berg 
Zimlo de Leuhtenburch, Wichardus de Tyrnaeh, Schazla de Fridlam, 
Wilhalmus de Gordebrat, Ibis de Schechnun *, Beneis de Valchenstain, 
Burcbardus de Clingenwerch, Ulricus pincerna de Ellnpogen, Jenczo 
purchgravius de Gr ec io , Zinil frater Wochonis, Häur cognatus Wochonis, 30 
Dlohomil de Nabzdan, Styporius dictus Caput, Ulricus de Rosental; 
ex Austria vero: Albero et Hainricus de Chunring, Ulricus de Loben- 
stain, Ulricus de Capeila, Ludwicus et Albertus Zelkingarii, Sighardus 
dictus Fiber. Qui omnesnona die ab obsidione eorum per clemenciam 
ducum predictorum sub quadam forma composicionis cum equis ac35 
rebus, quas tunc habebant, ad propria sunt dimissi. 
Herrn. AU.401. [F. 52] Anno Christi 1260. Othokarus rex Bohemie, dux 

Austrie, marchio Moravie, dolens, quod aliquando coactus esset a 
Bela rege Hungarie relinquere sibi ducatum Stirie congregato valido 
MarL* 473. exercitu 100000 equi tum, inter quos habuisse dicitur 6000 8 equorum 40 

Herrn. Alt. ferro opertorum, castra metatus est circa fluvium Marchia. Ubi cum 

Thurocx. Steffanus iunior rex Hungarie una cum patr e et Alpra duce Cumanorum 

Mart. habens in exercitu suo diversarum orientalium nacionum et paganorum 

Herrn. AU. circa 2 40000 4 hominum equitum ex altera parte fluminis sibi oecurreret, 

» fehlt Hs. b dum — volentes fehlt Hs. 45 

1 Vgl. oben S. 239, Anm. 3. 

2 Martini Oppaviensis Chronicon Pontificum et hnperatomm, ed. 
Weiland; Mon. Qerm. hist., SS. XXII, 377 ff. 

8 Die Quelle: circa 7 milia. 

4 Mart. : 40 milia. 50 

n P^/tI . Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 759 — 

cum exercitu suo trän si tum ei fluminis impedivit. Tandem post pluree 
dies Ottocarus rex Bohemie pro comodo equorum et hominum volens 
ad superiores partes fluminis ee transferre, Steffanus rex putans ipsum 
velle fugere insecutus est eum, et congressione facta apud villam, que 
5 Chressenprunne dicitur, in confiniis regnorum 3. Id. Julii in die S. Mar- Mart. 
garete virginis feria 2. estu maximo existente et ex collusione equorum jfa!™ *' 
et armorum tantus pulvis de subtus exortus, ut media et clara die ]^ ar f' 
vix homo hominem cognoscere potuisset. Tandem victi sunt Hungari jy crw J - 
rege ipsorum Steffano graviter vulnerato terga vertentes. Cum cedentes Mart. 

10 fugere* festinarent, in quodam flumine profundo b , quem transire de- 
buerant, preter alios plurimos occisos circa 14000 [F. 52] hominum 
submersi sunt. Ex parte autem Othorari multi ferro et sub armis calore Herrn. 
nimio perieiunt. Othocarus itaque rex obtenta tali victoria progressus 402. 
cum exercitu suo in Hungari am devastando usque ad Pusonium, sed^'- Ausz. 1 

15 post paucos dies rex Hungarie per legatos pacem querit et sub quadam Herrn. Mart. 
forma composicionis recedit ducatu Stirie cum civitate Bettovia, quam Herrn. 
adhuc Hungari tenebant, plenarie restitutis, et in futurum amiciciam Hart. 
matrimonio mediante confirmaverunt , etc episcopum Olmuncensem Dt. Ausx.* 
capitaneum Stirie prefecit. 

20 Eidem eciam Otbocaro regi Bohemie prius, videlicet in festo Herrn. AU. 

SS. Johannis et Pauli, tristem se obtulerat fortuna. Nam cum decem 4 ^-- 
vel plura milia hostium ins ultum facerent in Aus triam circa opidum d , 
quod Stentz vocant, duo fratres sanguine nobilissimi, iuvenes electi, 
Otto videlicet coines de Haydekke* et Conradus comes de Piain, ac 

25 cum ipsis Chrafto de Sleuntz *, Chadoldus dictus Orphanus cum 400 
viris incaute eis occurrerunt, quibus fere omnibus occisis paucissimi 
evaserunt. In morte quoque predictorum comitum ipso die deperiit 
successio illius nobilksime prcgeniei de Piain, quia sine heredibus de- 
cesserunt. 

30 f 1261. disposicione dyaboli sue uxoTi cepit esse invidus; petivit^. tat. Ausz. 

papam, ut aliam possets ducere; quod noluit papa; posuit eam in 
Krembs satis misere; ibi postea eam intoxicavit. 

Item 1263. 3 Othocarus rex copulavit filiam sororis sue, videlicet 
filiam Ottonis marchionisBrandenburgensis, Bele iuniori duci Hungarie. 

35 [F. 53] Bex Hungarie obsedit Wiennaro cum 80000h equitibus. Dt. Ausz> 

Cui domina Gerdrudis de Medling iura sua in ducatu Austrie 
clam resignavit tempore obsidionis. Qui ei Roman um regem Russie Tab. Ol. dl. 

* fugam Es. *> profundi Hs. c et — prefecit später hinzugefügt. 
d am Band mit Einfügungszeichen. ° so Es. * die beiden folgenden 
40 Abschnitte sind später hinzugefügt, s possit Hs. h Ixxx Hs. 

1 Cgm. 425, f. 6* : kunig Atocker zoch nach unczt gein Prespurg 
und wüest das land ser. 

2 Cgm. 425, f. 6' : und seczt dahin ze haubtman den bischolf von 
Olmuncz. 

45 * Die Quelle: 1264. 

4 Cgm. 425 , /. 6: künig Wenczla (so) darumb erzürnt und zoch 
für Wien mer dann mit 80 tawsent pferten. die ain swester, die witib, 
herzog Fridrichs swester,. gab dem künig von Ungern haimlich auf ir 
recht an dem land ze Österreich, weil er vor der stat lag. der gab 
50 ir darum ain herzogen von Prewssen . . . küng Acktor . . . traib die 
frawn, di ain witiben, aus dem land. 

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— 760 — 

Dt. Ausx. in maritum dedit, ut SUpra. 1 Quam Othocarus ex Aus tri a 

exire cogit. 
2. lat. Ausx. Anno Christi 1261. principes convenerunt ad faciendum 

concordiam inter Othocaruni regem Bohemie etc. et regem Hungarie; 
dederunt quandam amicam Othocari filio rcgis Hungarie StoffailO in 5 
uxorem. Convenerunt itaque in Wienna cum sponsa Bela rex Hungarie 
cum suis duobus filiis Bela et Steffano et rex Maschorie », qui habebat 
filiam regis Bele, et tres reges ex Servia et 50 duces potentes. Volebat 
rex Othocarus Wienne hospitibus solacia et honores impendere propter 
hoc, ut domini sui de Austria feoda aeeiperent ej homagia facerent. 10 
Sane Hungari putabant contra eos aliquid disponi ; infecto negoci o 
Dt. ^tm.'clam ad propria redierunt. Quod egre tulit Othocarus, quod sibi 
non confidebant, et sponsam consanguineam suam eis ad Pusonium misit. 
E.Silvio, Sed quantum aueta Otocari potencia est, tantum eciam in- 

H. boh. 27 s olencia crevit. Qui vivente legitima uxore Margareta, que sibi tantum 15 
u. Herrn. Alt. d uca tum adiecerat, alterara superduxit sine iudicio ecclesie, Chuni- 
402 ' gundam regis Maschorie filiam, neptim Bele regis Hungarie, et una 
Herrn. I c. ^^ . . r se q Uen ti festo nativitatis domini regali dyademate coronatur 

a Wernhero archiepiscopo Maguntino. 
Herrn. Alt. [F. 53'] 8 Anno Christi 1266. Othocarus rex Bohemie, dux20 

405. Austrie, Stirie etc., inimicicias iam dudum contra Ludovicum et 
Hainricum duces Bavarie coneeptas totis viribus in arma convertit b 
adsciscens sibi »Salczeburgensem, Pataviensem, Ratisponensem civitates 
cum municionibus eorum. Ex quibus facta sunt in Bavaria multa in- 
cendia, occisiones hominum et rapine. Ipse quoque Othocarus in 25 
mense Augusto cum multis milibus armatorum versus Chamb Bavariam 
intravit, Rengstauff, Nittenauc et plura castra destruxit, in quibus 
per incendium et iacula sagittarum magna periit hominum multitudo. 
Et morante ipso per biduum Ratispone exercitu penuriam victualium 
paciente per Egram revertitur in Bohemiam. Recedente ergo ipso rege 30 
de Bavaria Hainricus dux misso exercitu ultra fluvium Ilciam d opidum 
in Velden et alias municiones cum tota provincia ibidem incendio de- 
vastavit. Subsequenter 3. Kai. Novembris dux Hainricus per portam 
quandam civitatis Pataviensis procuracione sive tradicione quorundam 
per adulterinas; claves obtinuit, novum forum cum aliquibus domibus 35 
et eciam cellario canonicorum et magna m parte m civitatis exussit ali- 
quibus civibus ibidem interfectis totamque civitatem cepisset, si sui non 
fuissent propter invasionem rapine et noctis tenebras hinc et inde 
dispersi. 
Herrn. Alt. t F - 54 I Ann0 Christi 1267. dominus Guido cardinalis, apostolice 40 

405.8edis legatus, 6. Id. Maii apud Wiennam concilium celebravit, cui 

a so Hs. *> se convertit Ils. c Nittau Hs. d Ilciain Hb. 

1 S. 748,15. 

* 2. lat. Aus*.: Quod raoleste tulit Otakarus. Cgm. 42o, f. 7: 
das tet künig Otocker zorn, das sy im nit trawten und sant in die 45 
prawt, sein muem, gein Prespurg. # 

8 Vgl. zum folgenden Abschnitt oben S. 240, 9- 11. Es u*t merk- 
würdig, das* oben in der bayerischen Chronik nur se/ir kurx berichtet 
ist, was hier ausführlicher mitgeteilt wird, währefid man in der bayerischen 
Chronik mehr, in der österreichischen weniger erwartet. ^ 

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— 761 — 

interfuerunt Johannes Pragensis, Petrus Pataviensis, Conradus Frisin- 
gensis, Leo Ratisponensis, Bruno Brixinensis, Amulricus Laventinensis 
episcopi et alii quam plures dyocesani, prelati, archidyaconi et decani. 

Otbocarus rex Bohemie et Hainricus dux Bavarie rursus per Herrn. Alt. 
5 pacis osculum ad concordiam redierunt Cui papa advocaciam Salcze- 406. 
burgensis arcbiepiscopatus commisit. DL Ausz. 1 

Item hie Otbocarus multas advocacias in Austria et alia plura Qq^ trad. 
bona Conrado episcopo Frisingensi donavit, sicut in privilegiis Fris? 
habetur. 

10 Item Othocarus rex Belam regem Hungarie est aggressus in Atidr. 68. 

campo die to Marchfeld et obtinuit victoriam auxiliante sibi Ulrico duce 
Karinthie et fratre suo Philippo electo Salczeburgensis ecclesie. Et in 
signum victorie condita est civitas in eodem loco, que dicitur Marcheck. 

Item 1269. Gregorius patriarcha Aquileiensis obiit. In cuius Herrn. Alt. 

15 locum eligitur Philippus quondam Salczeburgensis electus, frater Ulrici 406. 
ducis Karinthie. Qui Udairicus cum virili sobole careret, aeeepta ex & Silvio 
Othocaro peeunia Karin thiam illi, Carniolam, Marchiam, Schlavoniam H. boh. 27. 
et Portum & Naonis tradidit. Veronenses exinde, Feltrenses, Tarvisini *> 
et multi ex Foro Julii ultro sese ei submiserunt. Quo Ulrico post in Herrn. Alt. 

20 brevi eodem anno* sine heredibus def uneto memoratus Philippus 406. 
eundem ducatum [F. 54* J tanquam verus heres ipsius attrahere atten- 
tabat, sed per Othocari regis potenciam impeditur. Qui 1270. terram 
Karinthie forti manu pertransiit et sibi usurpavit, quinymmo 
et Pettoviam vi in dedicionem aeeepit. 4 

25 Sed dum rediret , in loco Semring c observavit eum Steffanus pt , Ausz „• 

rex Hungarie, sororius suus, quocirca coactus fuit per Campum Lili- 
oruin exire. 

Anno domini 1271. Othocarus Bohemie rex congregato valido Herrn. Alt. 
exercitu infra oetavas pasce invasit Hungaros devictisque munitissimis 406. 

30 castris, sei licet Pusonio, Altenburg, Tirna et Castro S. Georgii, Eysen- 
burg, Odenburg 6 , et aliis pluribus municionibus captis et devictis circa 
festum penthecostes propter consurapeionem victualium reverti cogitur 
in Bohemiam exercitu relaxato, ut eum cognata sua rogaverat. Tunc Dt. Ausz. 1 
Othocarus baronibus Austrie et Stirie castra et alia, que eis abstu- 

3*Merat , restituit, ut ei auxilio forent. Steffanus autem rex Hungarie Herrn. I. c. 

* portam Hs. b Tarvisii Hs. <= Seraing Hs. 

1 Cgm. 425, f. 7: do enpfalch im der pabst das pistumb ze Salcz- 
burg in vogtey. 

* Dieselbe Notix auch unten in den Qesta episcoporum Frisin- 
40 gentium. Continuationes, Mon. Qerm. hist., SS. XXI V t 325. 

3 1269. Quelle vielleicht Ann. S. Rudb. 798. 

4 Quelle? 

5 Cgm. 425, f. 7: und an dem zug heraus wartt im künigSteffan 
von Ungern, sein swager, für an dem Semring, das er für Lienfelt aus 

45 flauest. 

6 Die letzten beiden Namen aus dem deutschen Ausz. Vgl. Cgm. 425 , 
f. 7; und zoch gein Prespurg, Altenburg, Eysenburg,.. Odenburg. 

7 Cgm. 425 , /. 7 ; da gab er den herren ze Österrich und Steir 
wider, was er in genommen het, das sy im hülfen. Darnach in anderem 

50 Zusammenhang .... unzt in sein muem erpat. 

Original frorn 



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— 762 — 

missis in Moraviam et Austriaca Hungaris et Camanis per incendia, 
rapinas et multas strages hominum pluriraa mala gessit Tunc circa 
solsticium estivale per episcopos et religiosos viros deum timentes ad 
inopinatam pacem et subitam pacis concordiam redieruat. 

Herrn. AU. 1272. Steffanus rex Hungarie circa Kai Augusti moritur. Cui5 

407. primogenitus Ladislaus [F. 55] suc cedit. Eodem anno post mortem 
predicti regia Steffani comes Hainricus de Gussingen, qui ab eodem 
rege de -Hungaria eiectus fuerat et receptus a rege Bohemie, filiam 
domini Zinglonis* de Lichtenberg a duxerat in uxorera. Dimissa eadem 
uxore ad Hungaros est reversus et reconciliatus domino Ladislao regi. 10 
Accidit, ut cum domino Bela duce de Mateawe, avunculo regis predicti 
et consobrino regis Bohemie, idem comes in verba contumelie prorumpens 
occasione presumpte prodicionis contra supradictum dominum Ladislaum 
ipsum ducem Belara in insula apud Budam miserabili nece prosterneret, 
ut membra ipsius in frusta concisa matertere sue, scilicet due filie 15 
domini Steffani regis in monasterio ibidem constitute, colligerent et 
cum planctu et dolore maximo sepelirent. Ob quam causam rex Bohemie 
cum maximo furore commotus initam cum regno Hungarie concordiam 
et ad magnam utriusque partis instanciam auctoritate sedis apostolice 
confirmatam rescindens nee pacem nee treugas solemnibus nuneüs Hun- 20 
garorum postulantibus voluit indulgere, sed in confiniis* iussit eos in- 
vadi et statuit cum grandi exercitu ipsum regnum se hostiliter i n - 
gressurum. Unde sequenti anno Hungari et Cumani prevenientes 
motura c predicti regis Bohemie quasdam civitates Austrie, Stirie et 
Moravie [F. 55* ] cum magna strage hominum utriusque sexus intra- 25 
verunt. 
Cont. Alt. 408. 1273. rex Othocarus et Hainricus dux Bavarie ad plenam con- 

cordiam redierunt rege Bohemie de castro in Scherding et quibusdam 
iuribus, que pertinebant ad ducem Hain ri cum, refutacionem faciente. 
Ipsi eciam contra omnem hominem huius mundi iurarunt mutuo se30 
iuvare. 

Dt. Ausx.* Othacarus baronum castra destruxit et eorum cognataa mulieres 

nobiles oppressit et multa mala in terris sibi subiectis commisit. 
E. Silvio, Othacarus sepedictus vocatus per prineipes electores ad 

H. boh. 27. regnum contempsit palam inter suos iactitans pluris Bohemie regem 35 
quam Romanum imperatorem esse. Ducavit d 26 annis in Austria. 
& Silvio, Anno salutis 1273. Rudolf us Habsburgi comes, qui magister 

H. boh. 27. curie Othocari fuisset 3 , non minus belli quam domi clarus Christiane 
Cf. Ann. Aid.* reipublice prefectus est. Qui cum Nuremberge, dein de Herbipoli 

535.dietas prineipibus statuisset, demum Auguste, et omnes s i b i 40 
E. Silvio, obtemperarent, solus Otacarus rennuit. 

Dt. Ausx* Anno Christi 127 5. rex Rudolfus comitem Zolrensem, filium * 

sororis sue, prineipem creavit et eidem burckgravionatum Nurembergensem 

* so Hs. b confinibus Hs. c fetilt Hs. <l Ducavit — Austria später 
hinzugefügt. e filium — eum mit Einfügungsxeichen am Rand. 45 

1 Gedr. Deutsche Chroniken VI, CCXXXIH, 42 ff. 

• Vgl Deutsehe Chroniken VI, CCXXXIV, 15, wo nicht bekannt 
war, dass hier der lext Enea Silvios vorliegt. 

■ Annales Aldersbacenses ; Mon. Oerm. hist., SS. XVII, 537 f. 
« Gedr. Deutsche Chronikm VI, CCXXXIII, 47 ff. Daxu: der wart 50 
da gesandt gein Wienn. 

tf" v rtrtrj[/^ Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 763 — 

tunc vaeantem concessit et eum misit ad Othokamm legatum. Austriam,i?. Silvio, 
Stiriam et Carinthiam ceterasque vicinas Italie provincias tamquam H. boh. 27. 
iuris imperii repetit, quando nee Austria muliebre feodum esset nee 
Carinthia iniussu cesaris Ulricus venumdare potuisset. Bennuit Othokarus 

5 [F. 56] et cesari, qui aliquando sibi servivisset, impacato animo 
respondit. 

Anno Christi 1276. Rudolfus rex expedicionem movit versus Ann. Aid. 536. 
Aus triam cum exercitu non tantum numeroso quantum valido euntibus Cont. AU. 410. 
secum in exercitu Maguntino et Engelberto l Coloniensi archiepiscopis, 

10 Herbipolensi, Leone Ratisponensi, Petro Pataviensi episcopis, Ludovico 
comite palatino Rheni et fratre SUO Hainrico duce Havarie et aliis 
nobilibus multis de Rheno, Franconia et Suevia habuitque naves Anh. Aid. 
castellatas, quibus meatus Danubii obstruetos infringere conabatur, 
sed mediante magistralium viroruiu consilio sine omni strepitu belli 

15 ipsi meatus in Straubing et Patavie patefiunt. Et rex Rudolfus Austriam Dt. Ausx} 
descendit, destruetaque multa parte terre circa Anasum multi homines ,4nn. Aid. 
perierunt et civitates et castra se suo dominio subdiderunt. Et cum Cont. Alt. 
Tulnam veniret, ex claustro ibidem monasterium fecit. Et Wiennam-D*. Ausx* 
obsidione cinxit; civibus autem resistentibus multa eorum pomeria Cotit. Alt. 

20 ac vinee* sunt succisa et vastata; nee tarnen per vioienciam cepit,^ M - 4W ; tt - 
sed intervenientibus amicis ea lege reconciliati sunt, ut Austria cesari ^" ,.' 
cederet, exin datis aeeeptisque filiabus affinitas utrimque iungeretur, E m Silvio 
provincie, de quibus lis esset, dotales / F. 56 4 J fierent. Adeptus Austriam //" boh. 27. 
Rudolfus Othokarum in verba sua iurare more maiorum exposcit. Id 

25 superbo regi gravius visum, tamquam ex domino servus Jfieret. Ex- 
oriuntur nove lites, bellum indicitur. Cumque iam duo exercitus ad 
mille passus alter alteri proximus convenissent , veritus Othokarus 
Rudolf! potenciam iniustamque belli causam animo volvens legatos mittit, 
qui se iuraturum dicant, si modo intra tentorium regale honoris sui 

30 causa fieri Rodolfus velit. Accipit condicionem cesar pocius quam 
belli fortunam experiatur. £uggestum in tentorio sublime paratur ibique 
aureum solium eminenciori loco erigitur. Rodolfus diademate et im- 
perialibus insignibus con&picuus considentibus electoribus imperii, ceteris 
baronibus circumstantibus in die S. Elizabet * advenientem regem sedens 

35 expeetat. Ille cum paucis regni optimatibus ingressus conscenso suggesto 
ad pedes cesaris genua flectit; proinde ex veteri consuetudine admotis 
sacrosanetis iureiurando se adegit. Interea tentorium arte compositum 
a summo U6que deorsum in quatuor proscissum partes deeidit regemque, 

* vineas Hs. 

40 * Vielmehr Stegfried. 

7 Cgm. 425, f. 9 : Do erhueb sich künig Ruedolff . . . und kom 
gein Österreich. 

s Gedr. Deutsche Chroniken VI, CGXXXIV,3; die Quelle sagt 
jedoch: und macht aus der purkeh ain chloster. 
45 4 Neben dem Text der Ann. Aid.: civibus rebellantibus multa 

eorum pomaria sunt succisa erscheint auch der des deutschen Auszuges, 
Cgm. 425, f. 9: und lies den von Wienn sagen, wolten sy im nicht ge- 
horsam sein, so wolt er lassen rewten ir weingerten. 

• Diese Tagesangabe nicht aus E. Silvio, sondern aus dem 2. lat. 
50 Ausxug. 



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— 764 — 

ut erat in alto loco ad cesaris genua supplex, videndum exercitibus 
prebuit. 1 Sta- [F. 5 7] bant circumquaque armate acies rei exitum 
spectantes, sed quam leti Theutones gloriosum regem suum videntes, 
tarn indignabundi Boherai, quod rex eorum humiliari magis quam pre- 
lium experiri voluisset. Stupef actus ea re Othokarus, quam vis dolo 5 
magis quam casu cecidisse tentorium ignoraret, subticendura tarnen in 
presencia censuit petitaque a cesare venia plenus irarum domum rediit. 
Quem, tametsi sua sponte fureret, magis tarnen ac magis uxor incendit. 
Que cognito remm successu advenientein regem hisce verbis allocuta 
fertur : Heccine nobis spolia, banc belli adoriam domum refers ? Dediti 10 
omnes hodie tua opera veluti mancipia, veluti pecudes sumus. Regina 
provinciarum, Bohemia, tributaria facta. Cum te olim superasse prelio 
Tartaros, exuisse castris Hungaros, Stiriam armis ademptum esse, Italiam 
cum exercitu penetrasse audiveram, felicem me, que tali nupsissem viro, 
patrem, qui me regi magnanimo tradidisset, sapientem estimabam nequc 15 
reginam esse ullam orbe toto, cui me cedere oporteret. Nunc falsa 
omnia experior. Nam que raulier me infelicior, quis te virorum omnium 
ignavior ? Austriam provinciarum nobilissimam tot urbibus, tot pro- 
ceribus insignem [F. 57*] nulla necessitate coactus ex manibus tradi- 
disti, Stiriam, Carinthiam et, quas possidebas in Italia, civitates turpi 20 
metu reliquisti, cum comite Habsburgensi infimi generis affinitatem 
contraxisti, postremo ei, qui satelles tuus quondam fuerat,* iure iurando 
exbibito te submisisti et servus servi factus tu simul ac maiorum tuorum 
gloriam obfuscasti. En, virum, qui magnitudine animi rennuisse im- 
perium videri vult, laudarem, si te illi non subiecisses. Age, si tibi 25 
animus virilis deest neque gladios intueri potes, sine a me regem esse, 
experiai profecto, Bobemis an Teutonibus imperium debeatur. Sunt 
Poloni, sunt Saxones ac Francones, qui nostra signa sequuntur, sunt 
Slesite Moravique, et verebimur belli temptare fortunam ? Utinam aut 
tibi meus animus fuerit aut mihi obediencia, quam te habere animad- 30 
verto, Sentiret profecto Rodolfus neque vires adversus dominos valere 
neque dolos. Othocarus, qui cum uxoris caritate teneretur eamque 
verum locutam animadverteret simulque animi magnitudine irrogatam 
contumeliam ferre non posset.b 
Ann. Aid. 536. Cui s rebellantibus plurimie Bohemis nobilibus Othokarus recon- 35 

ciliatur domino Brunone Olmucensi episcopo mediante redditis obsidibus 

Dt. Ausx. A et captivis filiis magnatum et nobilium, quos ante ingressum regis 
Rodolfi in Austriam ab ipsis vi extorserat et in Bohemiam ab- 

Ann. Aid. duxerat. Othokarus itaq ue gravi ferens corde se Aus- [F. 58 J tria m, 

Stiriam, Karinthiam, Carniolam etc. sine opere bellico resignasse et 40 

a siue Hs. *> Schhiss des Satxes fehlt. 

1 Vgl. Deutsche Chroniken VI, CCXXXIV, 6 ff., wo SeemiUer nicht 
wusste, dass hier Enea Silvio vorlag. 

2 Vgl. Deutsche Chroniken VI, CCXXXIV, 14, wo es Seemiller un- 
bekannt geblieben war t dass hier Enea Silvio abgeschrieben ist. 45 

8 Rudolf. 

4 Cgm. 425 } f. 9: da muest er den lantberren ire kind wider 
geben, di er von in ze geisein genomen het Und vorher: und nam 
von den mächtigisten herren |ze Osterrich und Steir yedem ain kind 
ze geyseln und sant die gein Pehaim. 50 



r^rtrtrtfr- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 765 — 

feodalia reeepisse principes et alios subiectos Romani iinperii in 
diversis mundi parübus ad conspiracionem soiicitat, et pecunia plurimi 
corrumpuntur. Quorum alii se regi Romanorum publice obiciunt, alii 
occultis insidiis fidem frangunt. 
5 Accersitis autem regni primöribus collectisque novis copiis de E. Silvio, 

terris suis, scilicet Boheruia etMoravia, et eciam de aliis terris, Polonia, H. boh. 27. 
Poinerania, Slesia 1 , Lusonia, Saxonia et Missna cum duce de Glokan,^ *jjj | j(^f 
duce Bratislavie Ä , duce Polonie, duce de Kalei8, de Syras et de Po- 
merania, coniite Misne, rege Rusie etc. Rudolfo, qui dolo secum egisset, E Silvio, 

10 feodalia resignat, bellum indicit. Neque ille ccrtamen detrectat. H. boh. 27 ^ 
Othokarus siquidem castra metatus est super flumen March in "• *y 'l^f^Ain 
campo, qui dicitur Marchveld, prope Cistersdorf. Et cum cogitaret 
cum Rodolfo congredi, ecce, multi nobiles de parte adversa ipsum 
nunciis suis et litteris premunierunt dicentes, quod in congressione 

15 nobiles sui ipsum essent prodicionaliter b in manus hostium tradituri. 
Quod cognoscens idem rex Bohemie nobiles suos ad se in suum con- 
vocavit tentorium et se eis inermem omnimode presentavit dicens: 
Ecce, inermis in conspectu vestro sto, et licet de vestra fidelitate non 
diffidam, tarnen, si cuiquam contra me prodicionis vel inique faccionis 

20 esset voluntas, melius esset, quod me nunc solum occideret, quam 
quod [F. 5S* ] cras in bello mecum multa milia hominum moriantur. 
Sed ipsi nobiles multis iuramentis se sibi fidcliter assistere promiserunt. 
At Rudolfus rex electum exercitura adunavit coniunctis 
sibi Ladislao IV. 8 Ungarorum et Cumanorum regibus et advolantibus u - &*• Ausx. A 

25 sibi nobilibus de Stiria, Carinthia, Bavaria, Rheno, Franconia et Suevia, 
Rudolfo archiepiscopo Salczburgensi, .\ . c burckgravio Nurembergensi, 
comitibus de Altenloch et Hainberg, episcopis, comitibus, baronibus et 
inilitibus multis de partibus superioribus. 

Sane rex Bohemie cuidam strennuo niiliti promisit m u 1 1 a se Cont. Alt. 410. 
30daturum, si Rodolfum vel saltem eins equum in congressu occideret. 
Qui miles hac promissione aeeepta euneum fortissimorum militum pene- 
trans ipsum regem Romanorum vehementi ictu in terram prostravit et 
equum eius oeeidit, sed nobiles, qui latus eius stipaverant, eundem 
militem captivaruut et regem in equo alio locaverunt. Sed ecce mira- 
35bilem predicti regis clemenciam, qui eundem militem captivum presen- 
tatum abire illesum permisit dicens, quod reipublice damnum esset, si 
miles adeo fortis et strennuus deperiret. 

Conveniunt ambo reges cum exercitibus suis in campis Austrie E. Silvio, 
trans Danubium apud Weidenbach feria 6. ante Wartolomei, que fui t Ä boh. 27. 

2. lat. Ausx. 
Flor. 

40 Ä ßransianie ITs. b prodicialiter Hs. c leerer Raum Hs. 

1 Vgl. Dt. Ausx., Cgm. 425, f. 10 : die frischisten aus der Slesi. 

1 Cgm. 425, f. 10: und sagt die lehen auf. 

* Der Name aus Thurocx % 10. 
45 4 Cgm. 425, f. 10: damit komen di von der Steirmarch und von 

Chernten, der bischolf von Salczburg, mit dem di Bairn, und kom der 
purgkraf von Nürnberg, von Haltenloch (Hohenlohe), graf von Haben- 
burg (Holtenberg bexte. Holieneck) und ander bischolf, herren und ritter- 
schaft vil von oberlant Vgl. Deutsche Chroniken VI, CCXXXIV, 16 ff. 

n f"*rtonl - Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 766 — 

2. lat. Ausx. 13. Kai. Septembris. 1 Othokarus divisit populum in sax cumulos, 
/ F. 59] Rodolfus in quatuor, cum quo f uit Ladislaus re z Hungarie. 
Primus cumulus Teutonicorum fuerunt Australes contra cumulum, in 
quo fuit Othokarus habend coopertos equo3 quasi 1000. Hü cum aciebus 
suis quasi ad unam horam pugnabant, sie quod neutra pars poteratB 
aliam infringere. Australes tarnen ru mpunt aciem Bohemorum. Rodolfus 
venit ad Othokarum, a quo vel a Slipradicto milite maximis ictibus 
percussus de equo cecidit et statim a suis, qui sibi pro custodibus 
E. Silvio, deputati sunt, levatus est super equum. Commissum est atrox prelium 
Ä boh. 27. diuque Marte dubio pugnatum. Sed quia Othokarus nobiles et 10 
Cont. Alt. 411. populuni Bohemie, Moravie, Austrie, Stirie, Carinthie et Carniole, qui 
ante tempora predicti regis rapinis et spoliis assueti fuerant, ipse 
multa austeritate et sine personarum aeeepeione in severitate iusticie 
compeseuit — ita magnum iudieaverat sicut parvum — , ob hoc eum 
predicti nobiles sui latenter odio habuerunt, maxime Bohemi. 2 15 
2. lat. Ausx. Post venit alius cumulus Teutonicorum, qui divisit Bohemos hinc inde, 
E. Silvio, ex quibus territi Bohemi cum muititudine ac robore, Suevi animati, 
H. boh. 27. quibus Rodolfus maxime fidebat, ordine et arte essent superiores. Ceci- 
dere quam plurimi ex utraque parte, maior tarnen strages Bohemorum 
2. lat. Ausx. edita. Othokarus autem habebat Milotum capitaneum cum cumulo alio20 
/ F. 59] aduc quieto. Qui Milotus videns necessitatem domini sui 
adesse cogitavit mala , que perpessus est ab eo , quia fratrem eius 
Cont. Alt. 411. detentum ab eo in vineulis interfecit, et cum exercitu suo recessit ac 
ipsum regem hostibus expositum dimisit. Quod cum ipse rex aspi- 
ceret se suorum adiutorio privatum, cum illis paucis, qui mori pro 25 
domino et patria elegerant, in turmas hostium prosiliit et multa strage 
E. Silvio & b eo facta, dum fortiter pugnat, ad extremum inter consertissimas 
H. boh. 57-hostium acies oeeiditur et cum eo quasi 14000 pugnatorum et multi 

Königsh. 449. cap ti ; multa eciam arma et bona eis ablata fuerunt 3 Ferunt 

. Stlrto gtirienses duos domi nobiles, quorum frater ab Othokaro per iniuriam 30 
extinetus fuisset, eum toto prelio quesitum cum certis indieiis cog- 
novissent , in ulcionem fraterne cedis obtruncasse ft . Corpus eius 

» obtruncassent Hs. 

1 Die Schlacht fand am Freitag den 26. August 1278 statt. Von 
den Quellen, die Arnpeck benidxt hat, gaben an (von denen abgesehen, 35 
welche überhaupt keinen bestimmten lag nennen): Andr. 68 den 1. August 
(Kai. Augusti), die Cont. Alt. 411 des Herrn. AU. (auch die Ann. S. Rudb.) 
das richtige Datum (7. Kai. Sept.), Enea Silvio, H. boh. 27, und nach 
ihm Schedel CCXV1 den 27. August (in die B. Ruffi), der deutsche und 
der 2. lat. Ausxug den Barbaratag \4. Dexember). Das obige Tagesdatum 40 
scheint der Fortset xung der Flor, xu entstammen; im Drucke ,der Mon. 
Germ, hist., SS. XXIV, 250 findet sich die Stelle flicht; in der Ausgabe 
von Menschen S. 131 heisst es nur : XIII. Kai. Septembris, dagegen fand 
ich sie in der Tegernseer Handschrift Cltn. 18776 folgendermassen : 
XIII. Kai. Septembris feria VI. post Bartholomei, wobei Uixtere Angabe 45 
richtig ist, während es statt XIII heissen müsste VII. Es ist also wahr- 
scheinlich, dass Arnpeck hier aus den Flor, in der Form des Clm. 18776 
schöpfte, wobei durch handschriftliche Zwischenglieder aus dem richtigen 
post ein falsches ante geworden sein mag. Unten S. 767, 3 bringt Arnpeck 
im Widerspruch mit der vorliegenden lagesangabe jene des Enea Silvio. 50 

1 Quelle? 

1 Quelle? 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 767 — 

omnibus spoliatum in Laa allatum pennittente Rudolfo in Znaimam t*. Dt. Ausx. 1 
Bohemi e y inde in Pragam trawlatum regio honore sepultum. Prelium E. Silvio. 
ipsa die B. Ruffi * peractum anno ab incarnacione verbi 1278. A popu- 
lacione Bohemie Rudolf um abstinuisse, que genero deberetur. 
5 Anno Christi 1280. rex Rodolfus in tota Austria et Stiria obtenta Dt. Ausx* 

plenaria obediencia cum homagio et iuramento de fidelitate Wiennam 
revertitur. 4 Cum autem in Austria per quatuor conti n uos annos 
moratus fuisset, [F. 60] 6ueviam revertitur relinquens in Austria 
pro provisore suum primogenitum Albertum comitem Habsburgi et 
10 in Stiria quendam de Liecbtenstain pro capitaneo. 

Rodolfi genitor fuit Albertus com es Habsburgi, lantgravius Königsh. 449. 

superioris Alsacie, dominus Schaffenburgensis et civitatis Argen- 

tinensis *, quam eciam con tra dominos Hainricum de Feringen et Berchtol- 

dum de Decke episcopos Argentinenses multis victoriis obtinuit. Quo 

15defuncto ipne Rodolfus filius predicta domin ia unacum civitate 

Argentineosi viriliter possedit. 6 Probus, fortunatus 1 , pacificus Andr. 67. 
et iustus fuit, 14 bella prospere sudavit ab infancia armis nu tri tu 8. Dt. Ausx. 8 
Eo ele cto marchioni Baden ei multas civitates unacum comitatu Andr. (Ann. 
Ky bürge abetulit 9 Hai 44). 

20 Duas insuper uxores habuit. Prima, Anna comitissa g^fo .Wehr. 

de Hayrloch et« Hochenberg Ä , obiit Wienne. Funus defertur in 329. 
Basileam ; nam omnium reginar um coronatarum in Aquisgrano sepultura 2. tat. Ausx. 
est in Basilea. 

Deinde duxit aliam , Pytritz b ,0 de ltalia. Quam Fridericus Sachs. Wehr. 
25 de Leiningen episcopus Spirensis levans de curru contra suam voluntatem 
osculatus est. Quod regi conquesta est; ideo oportuit episcopum vitare 
Almaniam, quamdiu rex vixit. 

» am Rand mit Einfügungsxeiehen. b so Hs. 

1 Cgm. 425, f. 10 : und ward von den pueben ganz entplöest und 
30 nackot geftirt gein Laa und begraben, darnach in der römisch künig 
erlaubt zu füern gein Znaym. von dann ist er gefürt gein Prag. 

* Vgl. oben S. 766, Anm. L 

• Cgm. 425, f. 11: künig Ruedolf zoch in Österrich und Steir zu 
den steten, das im die swüren. und da er 4 jar herniden was gewesen, 

35 da zoch er auf gein Swaben ... er lies sein sun in dem land, graf 
Albrechten, zu ainem verweser. auf der Steirmarch macht er ainen 
haubtman, ainen von Liechtenstein, nach Christi gepurd 1280 jar. 
4 Cgm. 425, f 11: künig Ruedolf zoch wider gein Wienn. 

* Königsh. a. a. 0. sagt: ein leiter und ein venre (Fähnrich, Banner- 
40 träger) der stette zu Strosburg. Der Zusatx Schaffenburgensis geht auf 

die Tab. CL d 2 zurück, tco es heisst: her von Saffenburg, was irrtümlich 
statt Sirassburg gedruckt ist. 

• In der Uebersetxung zeigen sich mehrere Missverständnisse. 

7 Dieses Wort aus dem Chron. Stamsense (Pex, SS. Rer. Austr. II } 45 7) : 
45 per omnia fortunatus (ebenso in dm Flor., Clm. 18776, f. 15V). 

8 Cgm. 425, f. 12 : er facht ze seiner zeit 14 veldstreit, die im all 
gelückten. 

9 In der Uebersetxung wieder einige Missverständnisse. 

10 Diesen sonderbaren Namen führe ich auf den unrichtig ver- 
60 standenen Text der Quelle zurück, tco es heisst (Deutsche Chroniken II, 329): 
diu was burtich von Waelischen landen. 



. C*f\f\t%\o Original frarn 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 768 — 

Cont.Alt.408. Ipae eciam reX aduc exiatena in palacio Aquensi, ad quod iam 

pridem intronisatus a principibus fuerat, [F. 60] duas auas filias, 
Mathildira 1 Ludovico comiti palatino Rheni, alteram duci Saxonie, de - 
E. Silvio, sponsavit. Tercia nomine üuta pro pacia conaervacione 
H. boh. 28. Wencealao regi Bohemie, filio Othokari, fuit copulata, qui 5 
ex ea genuit Wence8laum, qui sibi in regno auccesait, Jutham 
5A uxorem gentilis de Ursinia, Annam ducissam Karinthie et Elizabet 
30. reginam Bohemie. Defuncta doinina Quta rex Wenceslaus 
duxit Elizabet, que poat eiua mortem relicta Rudolfo filio Alberti 
Tab. GL d 2. regia in matrimonium tradita est. Sane Rodolfus rex trea filioa hab u it, io 
Albertum, de quo infra, Rudolfum et Hartmannum comitem Haba- 
burgi, qui cum aliia 14 apud Reinau in Rheno aubmeraus est anno 
Chriati 1280. 
E. Silvio, Rodolfo filio regis Rodolfi Agnea aoror scxti 'regia Bohemie 

II. boh. 28. Wenceßlai filia Othokari nupsit. Hie 2 post mortem nepotia sui ]f> 
T h PL // 9 Kudolfi oetav i regia Bohemie est electua in regem, aed non eoronatua 
E Silvio oo* v * c ' Uß ft b Hainrico duce Carinthie. Qui Präge moriens 1308. ibi 
"defunetua iacet. Et ex ca 8 natus eat Johannes, qui Albertum regem 
circa flumen Rhenum non longe ab opido Schafthuaen, dum aimul 
amice iter agerent, sua manu interfecit. Deinde penitencia ductua20 
dementem V. pontificem maximum, qui sibi purgacionem indulgeret, 
apud Avinionem adiit. Pontifex ceaaria occisionem ab imperatore 
iudi-fF. eijcmd&m ait. Venit igiturPiga8. Ubi cum cesar Hainricua VII. 
eiua norainia imperator considebat, a quo iuasus religionem ingredi 
heremitarum S. Augustini in eaque perpetuo penitere non recuaavit 25 
Mortuua eat in eadem urbe et in ede aui ordinia aepultus. 
Ann. Aid. 536 Anno domini 1286. rex Rodolfus curiam Auguste celebravit 

tt.Ost. 549.* et in die nativitatia domini 6 filiurn auum primogenitum Albertum 
comitem Habsburgensem ducem creavit et dedit ei in feodum 
Austriam ac Stiriam ac Meinhardum comitem Goricie et Tirolis30 
ducem Carinthie fecit presentibus Rudolfo archiepiscopo Salczeburgenai, 
Hainrico Ratisponensi, Wernhardo Patnvienai, N. Basilienai et N. 
Eistetensi 6 episcopis, Ludovico et Hainrico dueibua Bavarie et aliia 
viria illuatribus et comitibua ac nobilibua multis. Ubi in epiphania 
domini Rodolfus rex reformavit amiciciam inter Rudolfum archi- 35 
epiacopum Salczeburgensem et Hainricum ducem Bavarie inferioria 
facta compromiasione in honorabilea viros sex super queationibus, si 
quas inter ae habuerint, deeidendia, 

1 Die Quelle hat dafür : unam ; der Käme aus Andr. 546 ; tgl. 
oben S. 236, 22. 40 

2 Irrtum und Verwirrung, durch Arnpeck angestellt. Zu Grunde 
liegen jedoch deutlich Enea Silvio, H. boh. 30 und 31 und Tab. CL d2 : 
der ain erweiter kunig zu Behero, doch nit gekrönt gewesen sein aol. 

8 Nämlich der oben genannten Agnes. 

4 Vgl. oben S. 241, 13 — 23, wo die gleichen Quellen — um einen 45 
Teil gekürzt — verwendet sind. Nach ein paar Lesarten zu Schlüssen 
sind hier nämlich ausser den Osterhofener Annalen deren Quelle, die 
Aldersbacher Annalen, benützt, was oben S. 241, 13 ergänzend am Rand 
zu bemerken wäre. 

* Die Tagesangabe aus dem Chr. Stams. 50 

6 Quelle? 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 769 — 

Poetquam regnavit annis 18, venit Franckfordiam et volnit filium Königsh. 451. 
suum Alber tum ducem Austrie regem feeisse. Electores noluerunt. 
Deindeivit Argen tinam f ubi octo dies mansit valedicens, Spiram transiens. 
Ubi anno domini 1291. in die divisionis apostoloram * obiit et se - 
5pultus fuit. 

[ F. 6V] Albertus Austrie dux primus de genere Habsburgensi. Dt. Ausx. 2 
Cuius coDsiliarii fuerunt N. de Meyeen, N. de Puchaim, N. Drugsas 
de Lempach, hospites, comes de Ladenberg, de Walsee. In super 
germani et patrui sui 5 ex Suevia venientes in Austria habitaciones 

10 acquisierunt Ea tempestate Hungari Stimm impugnabant. Quibus 
capitaneus abbas Admontensis occurrens ab eis stragem hominum 
accepit. At Ladislaus rex Hungarie Alberto duci Austrie auctoritatem 
vindicandi se in adversariis conoessit. Quocirca Albertus exercitum 
1500 pugnatorum cum episcopis Pataviensi et Babenbergensi versus 

l&Hungariam movit et castra et municiones hostium destruxit et 
Altenburg cepit. Tunc provinciales sui subditi pecierunt, ut possint 
domi redire ad vindemias. Quibus peractis iterato dux contra hostes 
Processi t 1293. Comes de Teifers accepta ab Hungaris oculte pecunia 
campo cessit; idcirco male habitus fuit. Sed quia bursam suam replevit, 

20 ea causa potencia principis Sueviam redire cogitur. 

Item 129 3. 8 cum Albertus dux Austrie cum Conrado Salcz- Cont.Rat.417. 
burgensi archiepiscopo discordaret et ex utraque parte sibi damna gravia 
intulissent, idem archiepiscopus confederavit sibi Ottonem ducem Bavarie 
et unacum predicto duce Carinthiam est ingressus / F. 62 J fiduciatus 

25 ab incolis, quod possit terram Stirie obtinere, sed tandem eos redire 
densitas nivium compellebat Sequenti vero tempore predictus archi- 
episcopus cepit filium ducis Carinthie. Cuius liberacio magna occasio 
fuit, quod pax inter ipsos extitit ref ormata, pro qua ref ormacione Hainricus 
Batisponensis episcopus unacum Ludovico duce Bavarie inferioris 

30 sollicite laboravit. Qua concordia vix ad tres annos vel paulo plus 

1 Diese Tagesangabe nach Ann. Hai. (Mon. Germ, hist., SS. XXIV \ 45) 
oder Sachs. Wehr. 329 oder Dt. Ausx. oder 2. lat. Ausx. Königsh., dessen 
7 ext in diesem Abschnitte verwendet ist f sagt: an sant Michels tage 
(29. Sept.). 

35 * Cgm. 425, f. 12: herzog Albrecht . . . der erst herzog ze Öster- 

reich des geslächtes. der het in sein rat genomen ain von Meyssen (vielmehr 
Meissawer; vgl. Deutsche Chroniken VI, CCXXXIV,30) } von Chappelen, 
vou Puchaim, Trugsäcz von Legenpach, von gesten den grafen vonTawfers, 
di von Waise, von Landenberg ... es komen seiner brüeder und vettern 

40 föuf von Bwaben, die sich hie behawsten. zu der zeit wüesteten di 
Ungern dy Steirmarch. da was ain abt ze Admflnd haubtman und 
nam schaden von den Ungern, die im vil lewt niderlegten, künig Ladislaus 
von Ungern erlaubt herzog Albrecht sich selber an seinen veinten ze 
rechen ze Ungern . . . und zoch darnach gein Ungern und gewan alle 

45 hewser . . . die zerprach er . . . mit im zugfen der von Passaw, von 
Pabenberg und het in dem veld 1500 weriieh. er gewan Altenburg, 
die landlewt paten Urlaub haim zu dem lesen, nach dem lesen zoch 
er wider sein veint nach Christi gepurd 1336 (!) jar. der graf von Tewfers 
(Taufers; vgl. Deutsche Chroniken VI, CCXXXIV.32) was bei herzog 

50 Albrechten gewaltig und nam ze Ungern haimlich gab und rait aus 
dem veld und wart darumb übel gehalten, und von gepot des her- 
zogen muest er haim gein Swaben und seinen peitl het er wol gefüllt in 
dem land. 

1 Die Quelle: 1290. 

Quellen u. Erörterungen >\ F. III. 49 

j >-v Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 770 — 

durante dux Austrie obsedit opidum Bastat ad duos menses et modicum 
amplius. A qua obsidione tandem propter inopiam victualium, que 
per angusta moncium adduci sufficienter non poterant, dicitur recessisse, 
quia et dux Otto cum exercitu usque in Salczeburgam processerat 
contra ipsum. 5 

Dt. Ausx} Exhinc rex Hungarie has terrae potenter forti manu intravit 

et incendio ac preda dire eas vastavit Facta est itaque pax, ut 
Albertus dux castra, que in Hungaria ceperat, dimitteret Tunc rex 
et dux societatem iurarunt. 

Dl Ausx? Dux Albertus in bello contra Hungaros pecunia exhaustus in 10 

Stiriam se recepit At barones pecierunt, ut antiquas consuetudines 
et eorum privilegia confirmaret ac eos in suum consilium .reciperet. 
Quod cum eis denegaretur, sine licencia recedentes archiepiscopum 
Salczeburgensem contra ducem provocaverunt et in Bavariam ad 
ducem Hainricum pro domino miserunt. Qui veniens civitates et 15 
op\-[F. 62'] da ßruggam usque in dedicionem accepit. At dux Albertus 
in Austria collectis viribus usque ad Semering processit. Quo com- 
perto Bavarie dux retrocessit. Et Albertus castra et opida re- 
accepit. Quidam barones e campo ducis Bavarie defecerunt. Qui capti 
coacti sunt sua castra duci Alberto assignare. 20 

Dt. Ausx* 129 2. Albertus dux Austrie per electores vocatus. Qui cum 

600 militibus uno colore veetitis in Rhenum ascendit sperificatus in 
regem eligendus. Sed Gebehardus 4 archiepiscopus Maguntinus 
astucia vota electorum attrahens quendam patruum suum Adolfuni 
com item a »Nasove a elegit. Qu are Albertus parvipendens in Aus triam rediit. 25 

Dt. Ausx. b Deinde Wiennenses dissidentes rebellabant duci, eo quod antiqua 

eorum privilegia observare rennuit. Tunc quidam ex communitate in 

* Anasone Hs. 

1 Cgm. 425, f. 12 : do zoch der künig von Ungern in die land 
und prant ser. do ward ain frid und beredt, das im herzog Albrecht 30 
abtrat der geslos, di er zu dem land ze Ungern beseczt het, und 
swuern bruederschaft zu einander. 

2 Cgm. 425, f. 13: herzog Albrecht het sich vast verkriegt gen 
Ungern und seczt sich auf die Steiermareh. da begerten die landherren, 

sy behalten bey iren rechten und die ze bestäten und dy nit verkert35 
und des sy in seinen rat genomen wurden ; des wurden sy verzigen. da 
riten sy von dann an Urlaub und bestelten den von Salczburg und santen 
nach herzog Hainrichen gein Bayren ze herren. der zoch und gewan all 
stet unzt herab gein Pruck. herzog Albrecht besambt sich ze Öster- 
reich und zoch unzt an den Semring, da zoch der von Bairn wider 40 
hinter sich, do nam herzog Albrecht wider das land in. etlich land- 
herren riten von dem von Bairn aus dem veld und wurden gefangen 
und muesten herzog Albrechten irer geslos abtreten. 

8 Cgm. 425, f. 13 : darnach ward herzog Albrecht von den kür- 
fürsten zu dem reich gefodert, des ze unterwinden . . und zoch auf zu 45 
dem reich an den Rein mit 600 rittern all in seiner varb besniten. an 
der zeit der von Maincz mit listen all wal von den kürfürsten bracht, 
das er gewalt het ... da weit er seins geslächt ain armen grafen von 
Nassa, Adolf genant %# . . und herzog Albrechten muet der spot des . .. 
und zoch wider gein Österreich nach Christi gcpurd 1298 jar. 

4 Vgl oben S. 242, A?im. 5. 50 

6 Cgm. 425, f. 13: ze der zeit wurden die Wienner unaynig mit 
herzog Albrechten und setzten sich wider in, wann er in wider was in 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— 771 — 

aulicos eius surrexerunt, ita ut in Calvum Montem secedere cogeretur. 
Wiennenses barones et alia opida ad rebellandum incitant. At dux 
omnia strata et vias obeervabat, De quid Wiennensibus adduceretur. 
Quam ob rem communitas senatum coegit ad querendum ducis graciam. 
5 Qui in castro Kalenperg ducem cum suis privilegiis accessit, et, que 
sibi displicuerunt, delevit et in conspectu eorum combussit. Deinceps 
barones dietam in Stockaraw habuerunt et quatuor ex eis ad ducem 
miserunt, ut antiquas eorum consuetudines servaret et hospites dimitteret 
[ F. 63] abire. Qui respondens ait ad supplicaciones placita facere, sed 

10 coaccione nihil. 

Item quadam vice * duxWienne in tabula intoxicatus fuit, xxnde KÖnigsh. 458 
medici eruerunt sibi unum oculum et per foramen eius verienum exirew. Dt. Ausx} 
compulerunt. 

Adolfus rex Romanorum graciam et favorem principum, qui Sachs. Wehr. 9 

15 eum elegerunt, amisit et preeipue Gebhardi archiepiscopi Maguntini, 330 

qui suscitavit contra regem Albertum ducem Austrie, Albertum comitem"- Königsh. 
de Hayrloch et comites deLyningen b , de Zwainbrucke ac Ochsenstain, 457 ' 
qui omnes conspiraverunt in mortem regis. Ea de causa nullus eorum 
bonam mortem adeptus est. 

20 8 Anno Christi 1298. electores prineipes miserunt ad ducem Cont.Rat.418. 

Albertum inimicum Adolfi regis, ut ad eos Magunciam veniret, ut Königsh. 455 
regem ibi deponerent et eum eligerent. Congregati igitur electores (454). 
omnes cum multis prineipibus alii s demptis archiepiscopoTreverensi 
et Rudolfo comite palatino etc. et, quantum in eis fuit, privaverunt 

25 Adolf um regno et Albertum ducem Austrie et Stirie elegerunt ac sibi 

iuraverunt. Idcirca dictus dux Albertus filius quondam Rudolfi regis Cont. Rat. 
Romanorom circa mediam quadragesime cum favore Ottonis ducis Ha- 
varie inferiorisBavariam pertransivit cum exercitu. In monasterio Ann.S.Steph. 
WeFhenstephen cum 6000 pugnatorum pernoetavit habens secum 58. Cont . Rat. 

30 [F. 63' ] paueos Australes cum Hungaris et Bohemis. Ad partes Reni 
veniens in vigiliaS.Johannis baptiste 4 unacumGebebardo* archiepiscop o 
Maguntino, Argen tinensi et Constanciensi episcopis ac quibusdam 

* wieüe Hs. ; von anderer Band am Rand : domo. b Lingen Hs. 

iren alten rechten etc. Der pöffel warf sich wider auf das hofgesind 
35 und tet den schaden, das herzog Albrecht von dann muest und auf 
den Challenperg. die stat rfleft an die landherren und die andern stet 
in zu helfen, da besetzt er all straß, das man nichcz zw der stat lies, 
da nött di gemain den rat, das sy gen ad suechen muesten. da komen 
sy zu im auf den Eallenperig und brachten mit in der stat brief, und 
40 was dem herzog Albrechten nicht gefiel, di zerais er und verprant sy 
vor in . . . darnach die mächtigisten vier lantherren, den der herzog 
genadig was, di machten ain tag gein Stockoraw ... .do santen sy aus 
ir vier zw herzogen Albrechten . . ., das er sy bey iren alten rechten 
beleiben solt lassen und die gest faren lassen, sein antwurt: von pett 
45 wolt er tuen, was er solt, aber von irs gewalcz wegen wolt er nichz tuen. 
1 Cgm. 425 9 f. 14 : darnach herzog Albrecht ze Wienn sas ob dem 
tisch, do ward im gift eingeben, im ward geholfen, wann das im ain 
aug davon verdarb. Meine Verbesserung quadam vice gründet sich auf 
Königsh. : eines moles. 
50 f /. bayer. Forts., Mon. Germ, hist., Deutsche Chroniken II, 330. 

8 Der folgende Abschnitt auch oben S. 242, 13 ff. 
4 Vgl- oben S. 242, Anm. 4 bexw. 5. 

f~ Original^ftom 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 772 — 

Sachs. Wehr. nobilibus maiorem fortitudinem collegit contra regem. Quo comperto 

Adolf us rex simäliter grandem exercitum collegit. Albertus duxRenum 

Cont. Rat. transiit. At rex Adolfus Rudolfi comitis palatini et Ottonis predieti, 

dueum Bavarie, ac quarundam civitatum imperii, puta Spire, Wormacie, 

auxiliis iuvabatur. Eidem duci Austrie, qui iam uomen regia assump- 5 

serat , post multos cireuitus binc inde habitoe in loco, qui dicitur 

Sachs. Wehr. Hasenbuhel », non expeetans auxilium ßuorura prineipum cum propera 

Cont. Rat. festinacione, que in rebus bellicis et magnis exereitibus non expedit, 

Sachs. Wehr, animosus et f uribundus oecurrit. Dux primum fugam simulans, deinde 

in eum copioso exercitu exiliens. Bellantes igitur acerrime quasi 10 
Cont. Rat. med iam diem. Et predictis dueibus Bavarie in prima acie dimicantibus 
per novum bellaudi genus, per gladios preacutos, omnes eorum dextrarii 
sunt cccisi r adeo ut ipsi duces Bavarie unacum multis suis nobilibus 
equis privati aduc virtute animi non fracti super interfectorum hominum 
et equorum stantes cadavera longo tempore dimicarent; propter occisorum 15 
enim equorum aggerem*> [F. 64] hostes equites eos aeeederee non 
419. valebant, quia et ipsi viceversa equos per stragem similem perdiderunt. 
Prima igitur acie dimicante ipse Adolphusd rex volens cum suorum 
turma eis© suecurrere et precedendo suam aeiem, in qua re* peritissimus 
erat, ordinando, equo suo cadente ex infortunio ante ingressum ad 20 
bellum cecidit et ab eodem equo gravissime est coneussus, adeo ut, 
dum a suis restitueretur equo, minime sui compos esset, et sie amens 
ad bellum veniens, quia et galeam pre debilitate ferre non potuit, 
K&nigsh. 456. hostibus se minus caute exposuit, cum aliia multis ex utraque parte 

Cont. Rat* subito est occisus, et sero nudus, ut ex utero matris exivit, inventus &25 

Sachs. Wehr. q U i mane pote n sh rex erat, in campo sub monte, qui dicitur Tursperg, 

ppxlx duo miliaria distante a Wormacia in confinio agri Spirensis iuxta 

Andr 70 CMtrum » V 10 ^ Pönlant dicitur, oppressus pocius quam superatus in die 

Sched C.Rat^' P roce88 * et Martiniani anno, quo supra, 1298., sepultus in mo- 

Andr. 7#.'nasterio Rosen. Et Albertus dux Austrie victoriam obtinuit. ^0 

Sched CCXX. 2 Verum cum in prima eleccione non omnes electores consensissent, 

ins eleccionis in manus eorum resignans, ne de violenta regni usur- 
pacione notaretur, iterato electores communi voto cesarem declararunt. 

Et postea Aquisgrani a Witboldo Coloniensi archiepiscopo 3 

coro n am regni aeeepit, vir utique bello et ar- / F. 64* J mis strennuus. 35 
Sacks. Wehr. Fuit autem Albertus rusticanus in persona, distortum vultum habens, 
^3L propter liberos avarus et monoculus. Qui suseepto regno a Bonifacio VIII . 
Jac. Ph. Berg. con fi rmac j oliem expostulavit. Quam obtinere non potuit, eo quod 

' dominum suum regem Adolfum oeeidisset 5 et monoculus esset. 
Jac. Ph. Berg. Verum cum inter Philippum Francorum regem et Bonifacium ipsum 40 

* Hasenbubel Hs. *> aggarem Es. c oeeidere Hs. & am Rand 
angefügt. * ei Hs. * rex Hs. k feldt Hs. ** pontens Hs. 

1 Ed. Menschen, S. 131. 

1 Sein lateinischer Text, der hier xunäehst auf Konigsk. 45 7, dann 
auf Jac. Ph Berg. lib. XIII, f. 135 beruht, ist hier wörtlich abgeschrieben* 45 

s Quellt? Vielleicht auf Qrund der Ann. Ost. 552, die jedoch den 
Namen nicht nennen. 

4 Hier dringt dessen Text vor; der Schedels, des späteren Ab* 
Schreibers, der etwas abweicht, ist nicht verwendet. 

5 Quelle? 50 

rv v ^k r^nnnl^ Original frarn 

uigitizeti Dy ^^uglL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 773 — 

po8tmodum suborta fuisset dissensio, non solum Albert um confirmavit, 
sed eciam regnum Francie sibi subiecit. 

129 9. 1 in festo S. Martini Albertus rex curiam apud Nuremberg Ann. Bai 46. 
solennem celebravit cum principibus, et GebehardllS Maguntinus, Cont.Rat.419. 
5 Wicboldus Coloniensis, Treverensis et Conradus Salczeburgensis 
archiepißcopi, Wenceslaus rex Bohemie et Polonie, Kudoifus comes 
palatinue Rheni et alii prJDCipes ac nobile« multi cum predictis 
aderant. Ibique rex Albertus Elizabet uxorem 'suam, filiamj.nn.iTa/. 
Meinhardi ducis Karinthie,* reginam per Wicboldlllll archi- 
10 episcopum Coloniensem solenniter coronari procuravit et Rudol f um Gant. Rat. 
suum primogenitum ducem Austrie deputavit et ibi leges edixit. 

Sed quia sepe iam numero mencio facta est de Mein- 
hardo duce Karinthie, idcirco non indigne eius genus et 
prolem huic opusculo hoc ordine inserere curavi. 

15 [F. 65] Avus eius Albertus comes nobilissimus fuit. Geni t or Chr. Slams.* 

i psius Albertus comes Goricie et Tirolis obiit 1253. in die Marie 
Magdalene. In fundacione filii in monasterio Stambs est honorifice 
humatus de Tirolis translatus. Hie Meinhardus comes Tirolis et Herrn. AU. 400 
Goricie duxit dominam Elizabet filiam Ottonis ducis Bavarie, reginam u.Andr. 65 u. 

20 Romanorum, Hierusalem et Sicilie, 1259. in oetava S. Michaelis 545. Herrn. 
apud Monacum nupeiis celebratis.* Que dudum 1246. 5 fuit desponsata ^*- ^ c ^\ 
filio imperatoris Friderici II. Conrado regi Sicilie et Hierusalem, qui ?fj W# 6 Andr. 
ex ea genuit Conradum regem Sicilie 7 ultimum ducem Suevie. 8 & Wehr. 
Qui Conradus primus maritus eius» obiit 1254. in vigilia ascen- Herrn. AIL396. 

25 fiionis in Fungia. 9 Flor. 241. 

Anno Christi 1273. claustrum in Stambs construetum est aOAr. Stams. 
predicto comite Meinhardo et ab Elizabet conthorali sua, que peperit 
ex eo Elizabet, Ottonem , Albertum, Ludovicum et Hainricum et 
obiit predicto anno in die S. Dyonisii in dicto monasterio sepulta. 

30 Qu od consecratum est a Septem episcopis 1284. Non. Septembris, et 

eodem die pater, avus f undatoris e t e x eorum progenie 12 corpora apud 

Tirol exhumata illuc deveeta in choro ex utroque latere requieseunt. 

Anno Christi 1286. ipsa die nativitatie domini supradictus comes 

Meinhardus creatus est dux Karinthie in Augusta a Rudolfo rege Ro- 

35 manorum. 10 

» est Hs. 

1 Die Cont. Rat. und die Ann. Hol.'. 1298. 

2 Zusatx auf Orund des Chr. Stams. 

8 Breve chronicon monasterii Stamsensis, gedr. bei Pex,, SS. Rer. 
10Austr.II, 457 ff. 

* So auch oben S. 233 ,85 ff. 

* Vgl. oben S. 231,3 ff. und 229, Anm. 7. 

6 Vgl. oben S. 232, Anm. 7. 

7 Nach der Sachs. Weltchronik; vgl. oben S. 233, 2. 
45 8 Vgl oben S. 232, 25 und Anm. 8 daselbst. 

* Vgl. oben S. 232, 14 f. 
10 Vgl. oben S. 768, 27 ff. 

n {^r\rwil "* Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 774 — 

2. lat. Ausx. Hic a secundum consuetudinem antiquam aceepit in Carinthia 

ab uno rustico, cuius gen US ad hoc deputatum est, 1 sedenti s üb 
lapidea sede in campo Zolfeld dominium. 
Chr. Stams. [F. 65'] Anno Christi 1295. in vigilia omni um sanctorum obiit 
sepedictus Meinhardus dux Karinthie, comes Tirolis et Goricie, Aquüe- 5 
giensis, Tridentine et Brixinensis ecclesiarum advocatus, sepultus in 
Stambs. 

Domina Elizabet filia Meinhardi sponsata fuit primogenito 
regia Rudolfi, Alberto comiti Habsburgi*>, deinde duci 
Austrie, novisjsime regi Rom an or um. Que obiit vidua 1313.10 
5. Kai. Novembris relinquens decem liberos. 

Anno domini 1292. in die 8. Georgii martyris obiit Albertus 
illustris dux Karinthie, filius Meinhardi. 

Anno Christi 1305. in die S. Mauricii obiit dux Ludovicus filius 
Meinhardi. Sepulti ambo in Stambs. 15 

Anno domini 1310. in die S. Urbani pape obiit illustris dux Otto 
primogenitus Meinhardi ibidem humatus. 
E. Silvio, Hainricus dux Karinthie, comes Tirolis et Goricie, natus 

JB. boh. 30. du eis Meinhardi, 9 cui^Anna natu maior soror Wenceslai Bohe- 

morum regis septimi nupsit, qui« eodem rege 1306.* occiso20 
Pragam venerat. Hunc Boherai regem sibi elegerunt. Id egre ferens c 
Albertus rex, qui repente coactis copiis Bohemiam ingressus Hainricum 
regno deturbat Rudolfumque filium suum primogenitum, ducem 
Austrie, regem constituit. Elizabet senioris Wenceslai regis sexti 
relicta in matrimonium ei tradita, quo regnum eius solidius esset. Qui 25 
cum magna Bohemorum spe regnare cepisset, subitaneo morbo correptus 
31. primo regni sui anno absque liberis [F. 66] decessit Post cuius 
obitum dissidentes inter se Bohemi alii Fridericum Rudolf! fratrem, 
filium Alberti regis, alii Hainricum, quem deiecerant, pecierunt. 
Vicit Hainrici factio trueidatis alterius partis auetoribus. Et quam vis 30 
Albertus cesar cum magnis copiis Bohemiam ingressus regionem longe 
lateque afflixerit, Hainricum tarnen regno deicere non potuit prius a 
nepote occisus, ut 4 infra iam dicetur, quam meditata in Bobemis 
exequeretur. Successit i 11 i in regno Romano Heinricus VII. comes 
Luczelburgensis , consilio et armis vir potens. Hie Elizabet alteram 35 
Wenceslai sororem 18 annos natam clam iussam ad se venire apud 
Spiram Gallie civitatem Johann! filio suo quatuor annis iuniori matri- 
monio coniunxit. Comparato exercitu ex Franconibus et Bavaris duce 
Petro arebiepiscopo Maguntino cum filio in Bohemiam eundem misit. 

a Hie - dominium am Rand hinzugefügt *> Halbsburgi Hs. 40 
c so Hs. 

1 Vgl. Enea Silvio, Europa d 3 : cui per successionem stirpis id 
officium hereditario iure debetur. 

1 Nach dem Chr. Stams. hinzugesetzt. 

g Die Jafirzahl aus den Ann. S. Steph., welche für die gleiche und 45 
eine weitere Angabe unten S. 777 Quelle sind. 

4 ut ante diximus, sagt die Quelle. Das hätte auch hier gepasst, 
da oben S. 768 die Stelle t auf welche die Quelle sich bezieht, auch schon 
verwendet worden war. Doch folgt unten S. 777 f. noch eine ausführlichere 
Erzählung von der Ermordung König Albrechts. 50 

rv v ^k r^nnnlr- Original frarm 

Jigitized Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 775 — 

Pugnatum est in Bohemia pluribus locis, cum alii Bohemorum Johannem 
regnare cuperent, alii Hainrico studerent, qui iam cum tribus cesarum 
filiis de regni possessione contendisset Obsessa est denique Praga regni 
caput diuque oppugnata, cum Hainricus et marcbio Missnensis haut 
Spigre menia tuerentur, ad extremum tarnen oppidanorum prodicione 
Johanni tradita. Hostis in arcem se recepit », nee multis post diebus 
Hainricus in Carinthiam profugit. Ex eo tempore usque ad ob i tum 
Sigismund i Imperator is Boemia in potestate Luczelburgensium ferme 
126 annis fuit. 

10 [F. 66*] Ea tempestate l Conradus archiepiscopus Juva- 

vensis et dominus Leotoldus 2 de Walsee baro australis 
intraverunt terram Karinthie cum magno exercitu et ipsam 
pene totam desolaverunt. Et hoc factum fuit in bene- 
placitum Joh annis regis Bohemie, cum iste Hainricus in 

15 preiudicium dicti Johannis tali se titulo prenotaret. Hie 
Hainricus de cetero in provincia Athesina in Castro Tirolis 
habitavit et post obitum bone memorie imperatorisHainrici VTL 
Fridericum ducem Austrie elegit. 8 

Anno domini 1313. 3.*> Non. Septembris obiit domina Anna regina Chr. Stams. 
20 Bohemie , prima conthoralis regis Hainrici , in cenobio Stambs 

sepulta. 

Anno Christi 1320. in die Agapiti martyris obiit domina Adel- 

heidis ducissa deBrunsvica, seeunda conthoralis prefati Hainrici, ibidem 

sepulta. 
25 Anno domini 1331. in previgilia S. Thome apostoli obiit domina 

Beatrix comitisaa de Subaudia, tercia uxor sepedicti regis Hainrici, 

ibidem humata. 

Anno domini 1330. in die 8. Ambrosii obiit illustrissimus Hainricus 

rex Bohemie et Polonie, dux Karinthie, comes Tirolis et Goricie. Capellam 
30 S. Johannis baptiste in monasterio Stambs de novo construens 

iuxta magnificenciam regiam dotavit. Ibidem sepultus requiescit. 
Hic plura monasteria in Bavaria pro remedio anime 

sue privilegiavit, ut sine telonio de terra sua Athesi vina 

advehere possii\t libere. 4 
35 Reliquit 5 filium Leopoldum alias Meinhardum, qui 

hereditatem patris non diu [F. 67] paeifice possedit, et 

filiam Margaretam dietam Maultasch, quam aeeipiens in 

uxorem 6 Judocus alias Johannes fllius Johannis regis Bohemie 

comitatum Tirolis possedit. De qua infra dicetur. 

40 a 1309 am Rand Hs. b fehlt Hs. 

1 1307; vgl Huber, Oeschicläe Oesterreichs 11,97 ; Widmann, Ge- 
schictite Salzburgs II, 81. Quelle des folgenden Abschnitts ? 
* Vielmehr Ulrich von Wallsee. 
8 Vgl. unten S. 780, 7. 
45 4 Quelle? 

6 Unrichtig. Quelle ? Heinrich starb ohne männliche Erben. 
6 Vgl. oben S. 301, 1 ff. und 308, 30. 

Original frorn 



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UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 776 - 
Chr. Slams. Albertus 

Albertus 

Meinhardus 
Elizabet 



Elizabet Otto Albertus Ludovicus Hainricus» 5 

Anna Adelheidis Beatrix. 

Leopoldus b Margareta c 

[f. 67'] Nimirum ad historiam ducum Austrie, unde 
parumper egressus fueram, revertor. 

Flor. 1 Albertus igitur rex marchionatum Missnensem, quem Adolf us 10 

rex olim puro argen to emerat et imperio incorporaverat, totaliter 
perdidit nee Imperium auxit, sed diminuit diversa opida, villas et castra 
imperii obligans vel vendens, taotum suis liberis emens, ymmo quasi 
vi uobilibus sua abstulit, ut liberos suos ditaret. 

Schedel Cum eodem tempore quidam electores imperii, precipue ecclesiastici, 15 

CCXX. Maguntinus, Coloniensis et Treverensis archiepiscopi, ob diversa discidia 

Ann. HaL 46. i n Albertum regem varias coniurariones ac simultates attemptarunt 

Schedel. dicentes Adolfum dominum suum in bello peremisse, ideo eum regia 

dignitate indignum censebant. Quam ob rem ceteri principes primarü 

in regno Germanie Kudolfum com item paJatinum Rheni iudicem 20 

statuerunt, ut deinceps futuris temporibus sua industria hoc officium 

peragere deberet, ex qua consuetudine reges Romanorum moverentur, 

ne aliquod malum vituperacione dignum in regno molirentur ac indigni 

Ann. HaL imperio iudicarentur. Dicti itaque principes regi se oppoeuerunt. 

Rex autem valenter se defendens multa damna intulit, sicut in castris25 
Werd, Stauff et Pungen evidenter ostenditur. 

Item 1302. Pungen manu forti obsedit 

45u.Andr.73. 'Item 130 3. 8 Albertus rex congregacione habita apud Nurem- 

berg cum multorum auxilio contra regem Wencesl&um Bohemiam in- 
gressus, ubi dum opidum Kuttam, quam obsederat, expugnare [F. 68] 30 
non posset parum ibi proficiens, ad propria est reversus. Multi autem 
nobiles et a lii eorum, qui secum ierant, ibi manendo et redeundo propter 

* von anderer Band beigesetzt: rex Bohemie, dux Karin thie, comes 
Tirollis et Goricie. b ron anderer Hand beigesetzt : alias Meinhardus. 

c ron anderer Hand beigefügt: dicta Maultasch. 35 

1 Ausgabe von Meuschen, S. 132; Clm. 18776, f. 154 bexw. 153'. 
Oben erseheinen die Lesarten dieser Handschrift. In den Mon. Oerm. 
hist., SS. XXIV nicht enthalten. 

* Der folgende Abschnitt auch bri Andr. 73, dessen Text mit- 
benutzt ist. 40 

* Die Ann. Hol. zum Jahr 1304, Andr. ohne Jahr. 

n (^rtonl - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 777 — 

aquarum infeccionem, ut dicebatur, et corrupcionem aeris, quam ibi 
sustinuerant, sunt defuncti. 

1305« Wenceslaus rex Bohemie moritur. Cui filias suug Wenceslaus Ann. HaL u. 
suecesait. Andr. 

5 Eodem anno rex Albertus iterum iturua ad Bohemiam circa' Ann. Hai. 47. 

Nuremberg exercitum congregavit. Ubi cum audisset de morte Wenceelai 
regia, Wenceslao filio eius queren ti ea, que pacis sunt, sicut pater 
su us ei commiserat, predictus Albertus versus Sueviam expugnaturus 
comitem de Wirtemberg cum exercitu dirigit gressum suum. 

10 1306. 1 Wenceslaus Bohemie rex septimus * anno regni sui primo ^ nn# jj a i u 

iu Olmuncz occiditur. Eo quoque anno 8 rex Albertus habita con- Ann. S. Steph. 
gregacione circa Nuremberg iterum veniene in Bohemiam filium suum 58. Ann, Hai. 
primogenitum Rudolf um ducem Austrie coronatum per a r c h i episcopum 
Maguntinum regem Bohemie fecit. Qui vix medium annum 4 regnum u. Andr. 73. 

lötenuit in obsidione cuiusdam castri infirmitate 'correptus vel, ut alii Ann. S. Steph. 
dicebant, veneno immatura morte interiit. Idem Rudolf us melior -4*w. Hol. u. 
inter lupos communiter dicebatur. 6 Andr. 

1307. Hainricus dux Earinthie predictus in regem Bohemie Ann. S. Steph. 
eligitur. Jtem rex Romanorum Albertus cum exercitu magno transivit 58. 

20 i Q terram Missnensium et Bohemiam et ibi multa vastavit incendiis et 
rapinis. Postea divertit Aus tri am et pertransivit Bavariam invito domin o 
Stefano duce incendiis plurimis circa Landshutam ö commissis. 6 

[F. 68*] Huic Alberto frater Rudolf us erat, cui Wenceslai regis Schedel 7 
Bohemie soror nomine 'Agnes nupsit. Qui Präge moriens ibi sepultus CCXX. 

25 iacet. 8 Ex ea natus est Johannes, qui paterne hereditates divisionem 
ab Alberto patruo peciit. Qui ei sertum viride in obprobrium misit 
Denique cum Romanum Imperium 10 annis 9 cursu prospero 
gubernasset et multa strennue gessisset, ambicione nimia cor- 
ruptus cum iam tercio se contra Bohemiam manu hostili 

30 et valida cum infinita exercitus multitudine, ut cogitaverat, in- Ann. Hai. 48. 
traturus et Renum fluvium transisset, morte inopinata est preventus. Jac.Ph.Berg}* 
Nam predictus dux Jobannes cum transisset fluvium, qui voeatur Ann. Hol. 

Königsh. 459. 

1 Die Ann. Hai. : 1305, die Ann. S. Steph., aus denen auch die 
Ortsangabe stammt; 1306 (vgl. oben S. 774,20 ; . 
35 * Zählung aus E. Silvio. 

9 Die Ann. Hai. : 1306. 

4 Ann. Hol. und Andr.: Qui . . . post unum annum . . . moritur, 
Ann. S. Steph.: vix medium annum regnum tenentem. 
* So auch die Tab. Gl. d 2. 
40 6 Die beiden letzten Worte sind im Original der Weihenstephaner 

Annalen, Clm. 21557, f. 131, nicht mefir leserlich. Ich zweifle (dem Lese- 
versuch in den Mon. Qerm. hist., SS. XIII, 58, 26 gegenüber) nicht, dass 
die geringen Spuren, die von ihnen übrig sind, so xu lesen sind, tcie 
Arnpeck, xu dessen Zeiten sie wohl noch deutlicher waren, sie oben 
45 überliefert. 

7 Schedels Quelle ist u. a. hier Enea Silvios Historia bohemica, 
Kap. 28. Arnpeck benutzt hier jedoch nicht letzteren, sondern den etwas 
umgestalteten Text bei Schedel. 

3 Oben S. 768,17 ebenso, doch dort unmittelbar aus Enea Silvio. 

9 So auch Sachs. Weltchr. 331, 20; Flor. ed. Meuschen 131; 
50 Königsh. 457, 19; Andr. 73,7. 

10 Lib.XIII,f.l35. 



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— 778 — 

Sehedel Rase, circa Reinfelden non lorige ab opido Brück, dam simul amice 
CCXX. iter agerent, 1 fortis et imperterritus, sed sine armis cum quibusdam 
Xönigsh. m [ s complicibus prefatum Albertam regem, patruum suum, propria 
H Schedel #manu toterfecit iuxta civitatem Baden, quem eodem die habuit 
Ann. Bai. COmmensalem, anno domini 1308. in die apostolorum Philippi et 5 
Jacobi. 
Königsh. In quo loco monasterium edificatum est et dictum Kunigsfelden, 

et in loco homicidii summum altare est constructum. Ubi 
per multoB annoa sepultus fuit. Postea corpus suum in Spiram 
ductum fuit. 10 

Königsh. Occisores tarnen sui fuerunt exulati et in corporibus et in rebus 

ad nihilum redacti per filios et consanguineos regis; nam et 
idem Johannes apud Pisas in Longobardia in monasterio here- 
in E. Silvio 28 mitarum S. Augustini penitenciam usque ad finem vite peregit, 

(Sehedel ut^ supra a2 habetur*. 15 

CCXX). [F. 69] Ferunt quidam: Cum predicto die, 1. Maii, 

. rex Albertus cum principibus et nobiiibus missam comparans 
audiret, venit vir canus griseis vestitus, rusticana persona 
et dixit ad sacerdotem : Mementote anime regis Alberti ! 
Que verba eciam secundo repetivit. Audiente hec rege et 20 
circumstantibus cunctis, rex subrisit putans, quod ex eius 
amore hoc faceret. Qui eodem die, ut iam dictum est, inter- 
fectus fuit. At ille queritur et minime invenitur. Inde 
dubitatur, an homo vel spiritus fuerit. 8 

DL Ausx* Rex Albertus dux Austrie primus ex Habspurgensibus25 

ex uxore sua domina Elizabet regina 19 liberos genuit. Cuius 

E. Silvio, primogenitus Rudolf us rex in Bohemia primo regni sui anno ante 

H. boh. 30. patrem obier at, ut supra 6 dictum est. Reliquit aduc decem liberos^, 

lab. (A. a d q U j n q Ue fiij 0B e t quinque filias, videlicet Fridericum, Leopoldum, Albertum, 

u. r. l a s. £j a j nr j cum et ottonem, Agnetem reginam Hungarie, uxorem regis Andree, 30 

Elizabet ducissam Lotboringie — obiitc 1352. in Kunigsfelden sepulta — , 

Annam ducissam Polonie, Guttata 6 comitissam Ötingen et Katharinam 

ducissam d Calabrie. Item vidua regis Alberti regina Elizabet 

et domina] Agnes regina Hungarie, eorum filia, fundarunt 7 duo 
monasteria in Kunigsfelden in loco Occisionis dicti Alberti regis, 35 

* am Rand angefügt *> fehlt Es. ; von anderer Band am Rand mit 
Einfügungszeichen : pueros. c obiit — sepulta am Rand mit Einfügungs- 
xeichen. d am Rand. 

1 So auch oben S. 768, doch dort unmittelbar aus Enea Silvio, der 
auch Sckedels Quelle hier bildet. 40 

• S. 768. 
8 Quäle? 

4 In Cgm. 425, f. 15 heisst es allerdings : XXI kind. 
6 S. 777, 14. 

6 So das Chr. Slams. , während die Tab. G. sie Agnes nennen. 45 

7 Die Tab. Cl. d 2 geben nur an, dass Agnes die beiden Klöster 
gestiftet habe. 



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— 779 — 

unum* lnmorum, alter um s. Cläre. Et Andreas rex Hungarie, 
nepos Andree regis IL, dictus Venetus 1 , cum coniuge sua 

dicta Agnete, que*> obiit ^ 1364. b , ibidem sepulti fuerunt* 

Anno domini 1313. 5.c 8 Kai .Novembris obiit serenissima regin a Chr. Slams. 
5 domina Elizabet relicta domini Alberti regis Romanorum, genitrix 
liberorum omnium 10 predictorum, filia ülustris principis Meinhardi 
ducis Carinthie, Wienne sepulta ad Carmelitas. 5 Dt. Ausz.* 

[F. 69'] 6 Fridericus dux Austrie, secundus filius Alberti 
regis, tutelam ducatus Bavarie inferioris affectans -per quos- 

10 dam barones allectus suis mandavit, ut armata manu Bavariam 
inferiorem invadentes occuparent. Ipse vero collecta milicia 
Suevorum parabat in succursum suorum Australium obviare. 
At illi conscendentes ab Austrie finibus iuncta sibi Bavarorum 
caterva non modica Mosburgam applicuerunt. Quod ubi 

löcomperit inclitus Ludovicus dux Bavarie superioris omnibus 
modis festinabat anticipare conflictum 7 et adunatis equitibus 
iuxta prefatum Mosburgense castrum in villa Gameistorf hostes Andr. 76? 
audacia sua ad pugnam provocavit. Alterutrum igitur con- 
gressi per totam diem sub ancipiti victoria 9 fortiter dimi- 

20carunt; sole ad occasum tendente lacescitis hostibus duci 

Ludovico triumphus acclamatur 10 anno Christi 1313. in die 
S. Theodori. 

Defuncto in Italia imperatore Hainrico VII. deLucel- 
burga anno domini 1313. d 22. Augusti 11 electores convenientes ^J^f 

25 a unum — Cläre am Rand angefügt. *> am Rand angefügt c X üfe. 

d 1313 von anderer Hand korr.: 1314. 

I Vgl. Thuroczkl: de Venetiis; Thurocx k 2 sagt: in Castro 
Budensi requievit in domino et sepultus est in ecclesia S. Johannis 
evangeliste apud fratrea minores. 

30 " Die Tab. Ol. sagen nur, dass Agnes in Königsfelden begraben liegt. 

Woher stammen die Erweiterungen des Textes? 
* Vgl. oben S. 774, 11. 
4 Cgm. 425, f. 15 : ligt ze Wienn zu den brüedern begraben. 

6 Elisabeth wurde darnach in ihrer Stiftung in Königsfelden be- 
35 graben. Die Karmeliter wurden im Volksmund auch ,, weisse Brüder" 

genannt (Geschichte der Stadt Wien III, 2, 534), so dass es erklärlich 
ist, wenn der unbestimmte Ausdruck der Quelle „zu den brüedern 14 hier 
mit „ad Carmelitas" wiedergegeben erscheint. Die Karmeliter hatten sich 
zu Wien erst um 1360 angesiedelt. 
40 • Der folgende Abschnitt scheint mir auf den verlorenen Fürsten- 

felder Annalen zu beruhen, da er in den Hauptsachen sich mit der 
Fürstenfelder Ueberlieferung der Chronica de gestis principum (Böhmer, 
Fontes rer. germ. I, 33 ff.) deckt. 

7 Vgl. a. a. 0. S. 36 : optabant pugnam citius fieri et conflictum. 
45 8 Vgl. oben S. 245, 22 f. und 282, 31 ff. 

9 Böhmer, S. 37 : stetit anceps victoria. 

10 Daselbst : Et non multo post sole ruente . . . hostibus debilitatis 
duci victoria acclamatur. 

II So auch oben S. 283, 5. 



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— 780 — 

duoe in controversia ad Imperium eligentes inter se eonsobrinos, Ludo- 
Sächs. Wehr, vicum ducem Bavarie et Fridericum ducem Austrie. Cuius electores 

u. Flor. 1 er aiit: Heinricus archiepiscopus CJoloniensis, quem sibi muneribus 
et donis allexit — et insuper sui sanguinis nobilitateni 
degenerando filiam prefati archiepiscopi Coloniensis fratris 
suo duci Hainrico matrimonialiter copulavit 2 — , Rudolfus 
comes palatinus Rheni, [F. 70] dux* Saxonie et Hainricus dux 
Karinthie comesque Tirolis, 8 qui ee regem Bokemie asseruit; alii 
Königsh. 465. autem Ludovicum. Hec eleccio facta est in Franckfordia in die Luce 4 

ewangeliste anno domini 1315 b . 5 10 

6 Hie Fridericu8 dux cum exercitu suo ultra flumen Mogum c 

castra metatus est. Ubi Leopoldus dux Austrie, frater eius, cum in- 

S. W.,I. b.F.genti exercitu ad eum venit. Postea ab Heinrico Coloniensi archi- 

^J-episcopo d Bunne in regem consecratur. Cui Rudolfus comes palatinus 

Fuetr. 171. jj^eni, frater regis Ludovici, magnum exercitum misit. Et frater 15 

su us dux Leopoldus omnes villas apud Spiram combussit. 
Andr.82. Eodem anno fames magna erat. 7 

Flor. 8 Elapsis itaque aliquibus temporibus Fridericus rex civi - 

tatem Esslingen obsedit, quia Ludovicum reeepit, sed in vanum 
laborans de ea recessit. 20 

9 Sequenti denique anno e Fridericus congregato exercitu 
de sua potencia confldens et de Ludovici impotencia pre- 
sumens iterato dictum opidura Eslingen obsidione cinxit. 

S W. } II. b.F. Verum rex Ludovicus coadiuvantibus Baldewino archiepiscopo 
337u.Flor.Lc. Treverensi, Jobanne rege Bohemie et Hainrico duce Bavarie grandi25 
cum exercitu ei oecurrens sibi potenter restitit. Accidit quadam die, 
ut exercitus utriusque regis conflictum prope fluvium Necarum faceret. 
Ubi ex utraque parte multi nobiles capti et interfecti fuerunt. 10 Nullus 
tarnen victor evasit. Et quia estas calida plurimum erat 
et eibus rarus, in utraque parte consiliati sunt prineipes, 30 
Andr. 78. n ut abiret quilibet viam suam, et ita fecerunt. Uterque nimirum 

« darüber Avetttinus: Albertus dux. b von Aventinus durchstrichen, 
am Rand korr.: XIIIL c Aventinus am Rand: Moenus. d fehlt Hs. 
e 1318 am Rand. 

1 Vgl. oben S. 283, Anm. 3 und 4. 35 

I Quelle ? Vgl. unten S. 786. 

8 Zusatz nach dem Chron. Slams. ; vgl. oben S. 774 9 Anm. 3. Diese 
Feststellung gilt auch nachträglich für oben & 283 , 16. 

4 Düse Tagesangabe ist oben S. 283, 19, wo aus der gleichen Quelle 
geschöpft ist, nicht gemacht. 40 

6 In der Quelle und oben a. a. 0. richtig : 1314. 

6 Vgl. xum folgenden Text oben S. 283, 23 ff. 

7 Vgl. oben S. 284, 16 ff. 

8 Vgl. a. a. 0., Anm. 10. 

9 Der folgende Text auch oben S. 285,2 ff. 45 
10 Die beiden folgenden Sätze finden sich in der bayerischen Chronik 

oben S. 285, 12 nicht. Quelle ? 

II Vgl oben S. 285, 12 ff. 



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— 781 — 

[F. 70'] se regem Romanorum scribebat. Idcirco quotidianis se 
preliie persequentes in metis incendia et rapinas exercebaat. 

Anno Christi 1320. Fridericus belÜCOSUS et durus * ex Austri a Andr. 82. 1 

per opidum Muldorf cum exercitu forti et copioso maxi nie Hun- 

ögarorum 8 Bavariam intravit. Cui Ludovicus rex 4 ibidem quodammodo 

COactüS 5 occurrit et iuxta Muldorf contra eum castra metatus est 

tanquam viriliter pugnaturus. 6 Et dum diu invicem more bel- 

lancium coliuderent, quadam vice conserta pugna satis dura 
Bavari in fugam versi terga dederuut. At Australes fortiter 

!0 instantes totura Ludovici exercituin dissipaverunt fugando, 
mactando, captivando atque diripiendo, ita ut eciam rex 
Ludovicus vix effugeret, ne comprehenderetur. 7 k Quidam 
dixerunt istam fugam perpetratam a baronibus Ludovici cor- 
ruptis pecunia et muneribus ac infldeliter pugnantibus. Quod 

15 duces Austrie videntes rem iuxta votum progredi ceperunt 
lacius cum exercitu suo universo se extendere ac pervagari 
usque ad Isaram flumen et, quicquid in medio erat villarum 
et opidorum, incendio et rapinis devastare usque ad Danubium. 
Cum autem prope Batisponani venissent, pecieiunt a civibus, ut sibi 

20 P«* 60 8 transitus pateret ad Reni fluenta tendentibus, Quod cum 

quibusdam placeret, aliis non, quidam prepotens inter alios 
dictus Gumpertus asseruit dicens: Non puto esse faciendum. 
Igitur accepta repulsa omnibus itineri suo adiacentibus incensis 
ac devastatis ad Austriam sunt reversi [F. 71 J sine omni molestacione 

25 Ratisponenaibus multa damna et pericula inferentes ; nam et vestiaria » 
eorum, que Wienne habebant, cum alÜS mercancÜS miserabiliter 
spoliaverunt. 

8 Anno domini 1322., hoc est 8. anno, a quo dux Austrie Fridericus Chron. 
et dux Bavarie Ludovicus unO die 9 in Romanorum reges fuerant ^ ,w * r ' 

30electi, venit Fridericus dux Austrie quarta vice cum fratre suo 
duce Hainrico in Bavariam cum exercitu copioso et forti adiunctis 
si b i Hungaris, Bulgaris atque Sclavis unacum a rch iepiscopo S. W. f II. b. F. 

* vesluaria Hs. 

• Vgl. a.a. 0. Z. 17 ff. 

35 * So auch oben S. 286, 11. 

a Vgl. oben S. 285, Anm. 3. 
4 Vgl. daselbst Anm. 4. 
« Oben S. 285, 19 nicht enthalten. 

6 Von hier an bis (Z. 12) comprehenderetur auch oben S. 286,12 ff. 
40 Quelle? 

7 Die unbekannte Quelle, die in den vorausgehenden Sätxen er- 
scheint, ist auch in den folgenden benütxt und mit dem Wortlaute des 
Andr. verknüpft. Vgl. oben S. 285, 20 ff. 

" Vgl. xum folgenden Text oben S. 286, 22 ff. 
45 • Vgl. oben S. 780, 9. 

rv «w h C* c\r\n\f* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 782 — 

Salczeburgensi Friderico et episcopo Pataviensi Alberto et * metatus est 

Flor. l castra sua iterum prope Muldorf in campo lato. Et dum pre- 

sumptuose ibi tentoria fixisset expectans et alium fratrem suum 

Leopold um cum exercitu eciam grandi venire debente a partibus 

Suevie, superioris Alsacie videlicet et lacus Bodonici, in vigilia5 

Chron. Michaelis. Cui Ludovicus rex habeus in suo comitatu dominum 

(Andr. 78) Johannem regem Bohemie et patruelem suum Hainricum ducem in- 

u. Ebran 174. ferioris Bavarie, Fridericum burgravium Nurembergensem et alios 

Chron. u. multos coadiutores* occurrit ducibus Austrie inter Muldorf et 

Andr. 78. ötingen in campo vulga riter auf der vehenwisen. Igitur die statllto 10 

Chron. inter eos commissum est bellum durissimum 3 a mane usque 
ad meridiem, et ceciderunt ex utraque parte multa milia 
hominum. Sed Hungaris in sua parte [F. 7V / deficientibus 
et iam in fugam versis cepit exercitus ducum Bavarie pre- 
valere captoque Friderico et fratre eius Hainrico, multis 15 
nobilibus Austrie, Stirie ac Karinthie interfectis atque captis 
Ludovicus rex ac eius patruelis dux Hainricus b cum ad- 
Flor. 133. iutoribus cruentam victoriara asportarunt. Dedit autem 
Ludovicus Johanni regi Bohemie Hainricum ducem Austrie 
pecuniis exonerandum, sed Fridericum sub forti custodia in Castro 20 

Chron. Trausnitz tenuit per plurtS annos 4 captivatum, cum reverencia 
tarnen, ut decebat principe m; atque cum illo 1400 5 nobiles 

capti sunt. 

Anton. Flor.* Leopoldus veniebat in auxilium Fridrici cum 1500 bellatoribus 

XXI, IV, 13. bene armatis. Sed cum appropinquasset ad 15 miliaria, audivit rem 25 
gestam et ultra non progressus est. Quia nimis confidit Fridericus in 
sua potencia contemnens vires hostium, ex sui exercitus inordinacione 
devictus est et captus. 

Porro Ludovicus rex tanquam ad mortem iturus testa- 
mentum ordinavit 7 et in remedium anime sue monasterio30 
Fürstenfeld dominium insignis castri Wildenrod cum omnibus 
eius appendiciis donavit. 8 

* et castra Bs. *> am Rand angefügt 

1 Vgl oben S. 287, Anm. 2. 

2 Sacks. W eltehr. y II. bayer. Forts. 338: und vil erberger herren.35 
8 Vgl. oben S. 287, 17. 

4 Vgl. oben S. 289 \ 27. 
6 Oben S.287 9 31: 1300. 

6 Die gleiche Stelle auch oben S. 288, 4 ff. 

7 Würdinger, Ueber die von Kaiser Ludwig gewonnene Schlacht 40 
bei Mühldorf, in Sitzungsberic/Uen der phil.-hist. Kl. der Je. b. Akad. d. 
Wiss.1872, S.465. 

8 Nachricht aus den verlorenen Fürstenfelder Anncdeti ? Vgl. 
Würdinger a. a. 0., S. 469; Mayr, Zur Kritik der älteren Fürstenfelder 
Geschichtsquellen, im Oberbayer. Archiv XXXVI, 119. Urkunde vom 23. Sept. 45 
1314 im Oberbayer. Archiv XX1I1, 153; hienach ist Boehmer, Regesten 
Ludwigs Nr. 469 und Riexler, Aventinus' Sämtliche Werke III, 405 xu 
berichtigen. 



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— 783 — 

iQuibus gestis mox in hostium procedit occursum. 
Quos ut reperit prope Muldorf circumquaque diffusos, primum 
aggreditur cum exercitu suo barbaros et Hungaros. Ex 
quibus dum in die beatorum martyrum Cosme et Damiani a 2 
5 numerosam [F. 72] multitudinem stravisset, 3 die sequenti 
in profesto S. Michaelis aciebus ex utraque dispositis et 
ordinatis contra Hainricum ducem Austrie rex Bohemie 
Johannes ob honorem incliti martyris Wenceslai, cuius ea 
die * solennitas agitur, in prima acie congreditur, sed superatur, 
lOquousque Bavarorunr invicta fortitudo succurreret pereunti. 
Confluentibus autem catervatim ad pugnam exercitibus atro- 
citer et multo sanguine fuso pugnatum est, donec Australes 
videntes animositatem Bavarorum fuge presidium sumerent. 
Paucis autem fuga turpiter elapsis reliqui omnes capiuntur. 5 

15 Cum autem Fridericus captivus appropinquaret ad castrum Andr. 7Ö. S 

Trauern tz, quo duc e b a t u r , dixit : Quod nomen est huius castr i ? ( 7&) 
Weigel vicedominus, cui commissus erat, respondit: Drausnitz. Ad 
quod dux : Es baist pillich Trauen itz, wann ich sein nicht entraut bete, 
das ich in solicher mass solt hergefurt werden. Dum igitur aliquam- 

20 diu quasi per triennium cum dimidio 7 in eodem Castro esset de- 
tentus, plurimas hostis antiqui humani generis insidias pertulit, 
qui eum de v i n c u 1 i s nitebatur liberare agente hoc, ut dicebatur, per 
incantaciones uxore sua 8 , propter quod ferree cruces in fenestris omnibus 
prefati castri, prout hodie apparent, {acte sunt. 

25 Tandem benignitate Ludovici dimissus sine pecuniarum, castrorum, Chron. 

civitatum, municionum ac terrarum exaccione 9 ea condicione, [F. 72*] (Andr. 79) w. 
ut de cetero nullus docum Austrie pro adipiscendo imperio contra duces ^^yyv 
Bavarie se opponat, recipiens super hoc in litteris abrenunciacionem 10 . o^T^ 
£ t in Signum et robur tante amicicie inter eos contractu simul eukaristie j n( / r 

30 sacramentum sumpserunt, et Fridericus obedienciam et sub- 
sidium contra pmnes rebelles imperii usque ad mortem 

a Daminiani Hs. 

1 Der folgende Abschnitt scheint aus einer verlorenen Quelle zu 
stummen. 
35 * 27. September. 

s Vgl. Riexler in Aventinus, Sämtliche Werke III, 405. 

4 28. September. 

5 So auch in der Fürstenfelder Chronica de gestis principum 
(Böhmer a. a. 0., S. 41): Victis igitur Australibus omnes capiuntur. 

40 e Vgl. oben S. 289, Uff. 

7 Vgl. S.289, Anm.2. 

8 Dass Andreas von Regensburg hier Quelle ist, hatte schon Hieronymus 
Pe& in seinen SS. Her. Austr. I, 1169 bemerkt. 

9 Von einer „Polemik" gegen andere Auffassung , wie Seemüller (Mon. 
AbOerm. hist, Deutsche Chroniken VI, CCXXKV) diese Stelle [einschätzte, 

kann bei der Art der QueUenbenütxung kaum die Hede sein. 
10 Dagegen schon Pex a. a. 0. 8. 1172. 



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— 784 — 

furavit. Quo facto per omnia in presencia multorum prin- 
cipum solemnissime curaciones in Monaco habite; magno cum 
honore ipse Augustus Fridericum ducem misit in Austriam 

Chron. ad lares proprias iterum visendas. Ipse autem Fridericus in 
(Andr. 79.) Austriam reversus promissionis, quam sacramento corporis Christi 5 
sumpcione fecerat, iramemor regem se aduc nominabat et scribebat. 

Uode et post aliquot annos dignam perfidie sue mercedem celesti 
vindicta in ipsum seviente recipiens diciturapediculiscorrosus 

2. lat. Ausx.9, tque occisus 1 anno domin i 1330., sepultus inMurbaco, quod a fundavit 
Tab. Cl. d 2. in octava epipbanie. . 10 

Legitur alibi, quod post suam liberacionem multum 
fuerat deo devotus. Fuit enim iam senex et quotidie ad 
decrepitam tendebat etatem. Fundavit enim plura monasteria 
in suo ducatu, videlicet cenobium Cartusiensium in silva 
Wiennensium situm,' quod dicitur Murbacum, 2 aliud intraiö 
civitatem seu opidum regale Wienense ad latus castri seu 
domus hereditarie ducum Austrie, quod voluit donavisse 
Cisterciensibus, sed volente deo datum est heremitis fratribus 
ordinis S. Augusti. 8 Nam [F. 73] quidam venerabilis frater 
dicti ordinis vocatus Conradus predicator famosus extitit20 
per hec terapora 'serenissimi principis Ludovici confessor 
et inter curiales dicti principis bene famatus atque notus. 
Qui sua probitate ac diligencia in tantum egit demulcendo 
eloquiis caritatis et pacis corda utriusque principis, ut pre- 
dictam concordiam et futuram inter eos ac illorum semen25 
perpetuam inirent pacem, que ex dei gracia inviolabilis iam 
170 pene duravit annis. 4 Quo facto per omnia, ut supra 
est expressum, nobilis princeps Austrie Fridericus conside- 
rans dicti fratris Conradi zelum et probitatem et quia vir 
erat consciencie bone ac nitentis fame, de assensu et plena 30 
voluntate domini Ludovici regis illum secum cum 18 5 fratribus 

a quod — epipbanie am Rand mit Einfügungsxeichen. 

1 Andr. schon von Pex a. a. 0. S.1173 als Quelle erkannt. 

* Mauerbach wurde am 18. April 1316 gegründet. Geschichte der 
Stadt Wien 11,157. 35 

8 lieber die Gründung des Avgustinerklosters, für welche die obige 
Erxählung von grosser Wichtigkeit ist, vgl. a. a. 0. //, 158 f. 

4 Die Versöhnung Ludwigs des Bayern mit Friedrich dem Schönen 
durch den Münchner Vertrag geschah am 5. September 1325. Rechnet 
man 170 Jahre hinzu, so ergäbe sich das Jahr 1495 als, Zeit der Nieder- 40 
schrift obiger Worte. Doch wird man für den Ausdruck pene einige Zeit 
in Abxug bringen dürfen. 

6 Nach der Stiftungsurkunde 13; Geschichte der Stadt Wien a. a. 0. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— 785 — 

eiusdem ordinis devexit Wiennam magno affectu ipsos per- 
tractans et gracia. Appropinquante autem principe terminis 
patrie et specialiter urbi seu opido dicionis sue Wienensi 
leticia et gaudio inenarrabilibus omnis homo exultavit, atque 
ötripudio ineffabili susceptus est a cunctis. Deinde infra 
paucorum dierum spacium sepedicto ffatri Conrado una cum 
suis imperpetuum ordini fratrum heremitarum S. Augustini, 
qui antea velut heremitarum quoddam habuerunt extra menia 
opidi Wienensis dictum ad S. Jobannem im Werd suam novam 

10 et egregiam, ut hodie [F. 73' J cernitur, fundacionem vere 
ducalem in die beatorum apostolorum Philippi et Jacobi 1 
presentibus fratribus suis Aflberto] et 0[ttone] comitibusque 
et baronibus cum curiali milicia, plebeis eciam ac civibus 
pluribus veluti ad pium spectaculum convenientibus et de- 

lövoti ducis deo gratam et suis famulis profuturam largam 
donacionem conspicientibus locum amplum et ad sue curie 
murale et ortum tendentem seu porrectum 2 cum cenobio 
assignavit, donavit ac confirmavit imperpetuum consensu 
et assensu fratrum suorum, qui presentes aderant, cunctis 

20 deum collaudantibus et eius sanctos, quorum oracionibus 

indubie sepedictus duxF[ridericus] fuit ßine omni exaccione Über- Chron* 
tati sue donatus, nulla autem, ut communiter narratur, super 
regni abrentraciacione aut super promissa fide caucione ab ipso re- 
cepta nullaque confirmatione. Hec et alia cenobia dicitur 

25idem princeps fundasse et divinum cultum in multis locifc 
auxisse. Nee pacem promissam idem dux F[ridericus] postea 
rupit, etsi regem Romanorum se scripsit, non tarnen im- 
peratorem. 

Ipse quoque Fridericus dux Austrie primus cupiens 

30fleri et multis superior videri factus est multorum inferior 
dominio, rebus et corpore. Nam quater manu armata ascendit 
ad partes Suevie etBavarie. In quibus expedicionibus quantum 
peeunie expenderit, quis facile explicet? Et indubie tellus 
Austrie [F. 74] illud damnum tulit. Deinde captus et custodie 

35 adduetus numquid patria fuit privata rectore ac domino et 
ipsemet se ipso, quia eius contrarius Ludovicus potuisset 
ipsum vita privasse. Nihil ex illo dominio et appetitu regni 
detulit nisi nomen inane. 

1 1. Mai 1327. 
40 * Vgl. Oeschicläe der Stadt Wim 111 2, 668, Anm. 7. 

* Vgl. oben S.289, 36 und 783 9 25. Während an ersterer Stelle nur 
Andr. benütxt ist y an der zweiten das Chron., dessen Quelle } und Andr. 
daxu } erscheint hier allein der Text des Chron. verwendet. 

quellen u. Erörterungen N. F. III. 50 

( Original fronn 

3igitize<J öy V_*UiJglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 786 — 

Huius electi regis Friderici ducis Austrie coniunx * 
nata fuit de Arrogonia. Ex qua ducem Fridericum genuit, 
qui moriens sepultus est in Kunigsfelden.* 
Tab. Cl.d2. Leopoldus dux Austrie, terciüS filius A lberti regis, Argen - 

Königsh. 471. tinam venit, ubi morbo correptus et dem um freneticus abeque omnibus 5 
Tab. Gl. d 2. sacramentis diem obivit aano domini 1326. ultima die Februarii, sepultus 
in Kunigsfelden una cum conthorali 3 de Subaudia et filia Katherina 
de Küssin 4 eciam ibidem sepulta. 5 

Hainricus dux Austrie, qilintUS natus regis Alberti in 
bello apud Empfing prope Muldorf captus et Johann i regi 10 
Bohemie traditus, ut supra 6 habetur, obüt 1333., sepultus in 
Kunigsfelden cum SUa uxore 7 genita de Brandenburg alias de 
Wirttemberg 8 vel secundum alios filia Hainrici archiepiscopi 
Coloniensis, ut supra 9 dictum est. 

Otto dux Austrie, sextus 10 filius Alberti regis, duaslä 

uxore s habuit; prima dorn i na Elizabet filia Steffani ducis Bavarie 

Dt. jiMÄ^.^inferioris 11 , secunda 12 nata regis Bohemie fuit. Fundavit monas- 

Pf. v. Kai. terium Newnburg, ubi sepultus est, non longe a Prucklensa M , ubi 

Tab. 67. d 2. plebanus in Kalenperg* humatus est 1 *, et obüt anno Christi 1340. 

V6l b 1350. * ie 20 

* pfaf vom Ealenperg am Band Aventinus. b am Rand angefügt. 

1 Elisabeth. 

* Quelle? Königsfeldener Aufzeichnungen? Vgl. Oesterr. Chronik 
(Mon. Qerm. hist., Deutsche Chroniken VI) 196: und gewan ain sun, der 
lebt unlange und' ward in der forsten grab ze Chünigsveld begraben. 25 

s Katharina. 

4 Coucy. 

6 Quelle? Königsfeldener Aufzeichnungen? Die Oesterr. Chroftik 
S. 180 ist an dieser Stelle verderbt ; vgl. jedoch, was Seemüller in Anm. 7 
wohl richtig vermutet. 30 

* S. 782, 18 ff. 
1 Elisabeth. 

8 Vielmehr Virnburg. Vgl. Oesterr. Chronik a. a. 0. S. 180: fraw 
Elizabeth aus dem gesiecht t der grafen von Virnpurch (in eimelmn 
Handschriften Wirtzburg, wodurch sich wohl die obige Verstümmelung 35 
erklärt). 

9 S. 780, 5. 

10 Vgl. Oesterr. Chronik a. a. 0.: Der sechste sun herczog Albrechts 
von Österreich was herczog Otto genennet, der auch der sechste was 
an gepürde. 40 

11 Vgl. oben S. 247, 25. 

12 Anna. 

19 Cgm. 425, f. 15 : der stift und pawt das chloster in dem Newn- 
berg (Netiberg, Zistet xiemerstifl in Steiermark), da er begraben ist. 

14 Prigglüx, bei Qloggnitx; Geschichte der Stadt Wien HI, 1, 676. 45 
" Wie von Seemüller in der Geschichte der Stadt Wien III, 1, 23 
nachgewiesen worden ist, hat Arnpeck hier einen Druck der von Philipp 
Frankfurter bearbeiteten Schwanksammlung des „Pfarrers von Kaienberg" 
benutzt. Die Stellen lauten in dieser deutschen Quelle: 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 787 — 

[F. 74' ] Hie quendam militem in curia sua habuit 
dictum Neithardum Fux ex Frankonia omnibus ioculacionibus 
et solaciis imbutum, qui et Wienne quiescit. 1 

Hie Otto duos filios genuit, Leopoldum et Fridericum 2 , et 

5 seeundum quosdam bic Fridericus dux primus fuit, qui Wienne sepultus est lab. Gl. d 2. 
Albertus iilustris dux Austrie ' ,\ quartUS filius regia Alberti, Chr. Slams. 
paralitieus fuit; ideo vulgo vocabatur der krump hertzog. Diem/^. Aus** 
obivit anno dorn in i 1358. 10. Kai. Julii relinquens sex liberos, quat u or Chr. Slams. 
filios et duas filias, Rudolfum, Fridericum, Albertum et Leopoldum, 

10 dominam Eatberinam monialem in monasterio S. Cläre Wienne et 
dominam Margaretham marchionissam Brandenburgensem , UXOrem 
Meinhardi* ducis Bavarie comitisque Tirolis. 4 Huius Alberti 2. tat. Ausx, 
uxor erat Jobanna comitissa Pherretis, que 7 annia ante eum mortua Tab. OL d 2. 
est, sepulti in Gemnico, quod fundarunt. 2. tat. Ausz. 

15 Hec est illa ducissa Johanna, que Ludovicum impera- 

torem in monasterio Undensdorf eam humanissime traetantem 
poculo venenoso interfecit. 5 Que eciam Ottonem ducem 
Austrie, germanum mariti sui, ac duos eius filios Leopoldum et 
Fridericum veneno dicitur extinxisse. 6 Item Albertus monasterium Tab. Cl. d2. 

20 S- Hieronimi fundasse fertur. 7 Mortuo hoc Alberto successit senior 

filius eius Rudolfus in regimine ducatuum et provinciarum. 2. tat. Ausx. 

* filius videtur ex supra dictis ante 8 folia am Rand Hs. s 

er kam zu Steürmarck in das lant 
vnd nam ein newe pfar do ein. 
25 zu Prücklens boI der namen sein, 

von einem kloster do nit weit, 
do hertzog Otto begraben leit . . . 
do selbs der pfarrer gestorben ist. 
(Ausgabe von Bobertag in Kürschners Deutscher National- Litteratur XI, 85 f.). 
30 Beigegeben ist den alten Drucken ein Holzschnitt, der die Beerdigung des 
Pfarrers darstellt , mit der Beischrift: Hie leidt der pfarrer von Kaien- 
berg begraben. 

1§ Diese Jahrxahl auch in dem „Pfarrer von Kalenberg". 

1 Geschichte der Stadt Wien II, 1,142 f., III, 33 f., 674 ff. 
35 * Die beiden sind auch in der Oesterr. Chronik 180 f genannt. 

8 Cgm. 425, f. 15* : den man den krumpen herzogen nant. 
4 Vgl oben S. 316, 31 ff. 

6 Vgl die Quellenangaben oben S. 304,17 ff. Schon Hieronymus 
Pex erhob in seinen SS. Her. Austr. 1, 1169 Einspruch gegen die obige Sage. 
40 6 Quelle? Vgl. Hier. Pex a. a. O. S. 1171. 

T Hier üt ein schwacher Anlauf xur Kritik bemerkbar. Die an der 

obigen Stelle xu Grunde liegende Quelle, die Tab. Cl, sagen nämlich von 

Herxog Albrecht dem Krummen: Er stift die hohen schul zu Wien und 

das closter der bekerten frawen sant Jeronimi. Die Wiener Universität 

45 wurde, %de Arnpeck einige Zeilen weiter unten richtig schrieb (Quelle war 

ihm wohl Andr. 98), von Herxog Rudolf IV. gegründet. War somit der 

erste Teil des eben angeführten Satzes unrichtig, so glaubte wohl Arnpeck 

auch dem zweiten einiges Atisstrauen entgegenbringen zu müssen. Daher 

der Ausdruck fundasse fertur. Uebrigens vergass er unten S. 790, 8 wieder, 

50 dass er Rudolf als Universitätsstifter bezeichnet hatte. 

8 Gemeint ist die Stammtafel oben auf S. 776. 

50* 



f^nrmfi* Original fronn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 788 — 

Chr. Stams. [F. 75] Rudolfua dux Austrie et Stirie etc., primogenitua 

2. lat. Ausx. ducis Alberti nepoaque Alberti regia Romanorum, ex ecelesia 
Andr. 98. S. Pteffani Wienne collegium * fecit et preposituram ibi inatituit. Hie 
eciam Budolfua Studium generale Wienne ineepit. 

2 Defuncto denique 1361. marchione Ludovico duceö 
Bavarie, comite Tirolis, et filio eius Meinhardo 1364.», quorum 
uterque, ut dicitur, tarn pater quam filius per ipsam dominam 
Füetr. 179. Margaretam Maultasch veneno extinetus est 8 aic dieta, eo quod 

magnum oa haberet et maxillaa dependentea, aic quod turpia 
habebatur in facie, 4 quamvis esset turpis, 5 itaque de novo sola io 
tenuit, possedit ac rexit provinciam Athesinam et dominia 
ad eomitatum Tirolensem speetancia, tristis tarnen hesitans 
et ambigua plurimum in se ipsa, quid vel quomodo de do- 
minio illo agere deberet. Nam tunc dux Bavarie Steffanus 
pro se et fratribus suis ex una et Eudolfus dux Austrielö 
partibus ex altera pariter desiderabant, ut ipsa illum eomi- 
tatum eis vivens resignaret. Igitur non multo post mariti 
sui Ludovici marchionis et filii eius Meinhardi 6 dormicionem 
insinuavit per litteras duci Bavarie Steffano seniori, germano 
Ludovici marchionis, quatenus illico veniret ad eam, quia20 
eomitatum illum sibi resignare vellet atque in possessionem 
realem locare. Qui litteris illis lectis suo communi pro- 
verbio dixit vulgariter: Durch den lieben got. Nos pro- 
misimus aliquibus ducissis, comitissis aliisque quam plurimis 
generosis dominabus et nunc dispositi et parati sumus venire 2 ^ 
[F. 75'] ad curiam nobilium in Heidelbergam. Ideo iam 
scribere volumus domine marchionisse nostre predilecte cog- 
nate, quatenus usque ad nostram reversionem factum suspendat 
nos expeetando nullique alteri eomitatum resignet, donec 
in propria ibidem constituti fueriraus persona. Sicque dictus 30 
dux Steffanus maluit plus pro sua voluptate ad illam curiam 
festinare quam pro utilitate sua et domus Bavarie predietam 
dominam visitare. Porro senior dux Austrie Rudolf us diligencior 
erat in facto ipsam dominam per se accedendo, sedule solici- 
tando, fortissimis atque dulcissimis supplicacionibus, per- 35 

» 1363 korr. von anderer Hand. 

1 In Ha. 1 der Quelle steht dafür : monaaterium, in Hs. 2 ecclesiam 
collegiatam. 

* Der folgende Text auch oben S. 310, 6 ff. 

8 So auch oben S. 309, 3 f. 40 

4 Vgl. oben S. 308, 25 ff. 

6 Stilistische Verwirrung infolge ungeschickter Verknüpfutig der 
Quellenstellen , die auch oben S. 308, 27 und 310,7 ff. erscheinen. 

• Oben S. 311,22 heisst es nur: po8t dormicionem viri aui. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 789 — 

suasionibus, promissis variisque blandiciis eam alliciendo atque 
inducendo, quousque ipsam ipsiusque animura et affectum 
prorsum mutavit ac devicit, ita quod sibi comitatum ac do- 
minium realiter resignavit 1364. circa festum nativitatis Marie. 

5 Quo audito dux Steffanus armatorum exercitum subito 

per Bavariam congregari fecit, cum quo usque adSterczingen 
venit. Supervenerunt Australes cum maiori exercitu per 
comitatum Goricie. Quod audientes Bavari retrorsum di- 
verterunt, eo quod inferiores Australibus essent. 

10 * Eodem anno Steffanus et Steffanus ac Fridericus d uces Bavarie Andr. 103 u. 

opidum Muldorf obsident, quia archiepiscop u s Saltzeburgensis OrtolfllS 5 %% u - Ebran 
Rudolfo duci Austrie adherebat. Rudolf us autem predictam civitatem 
defensurus cum magno exercitu armatorum in Bavariam usque ad 
Ried ascendit. Quod duces Bavarie audientes relicta obsidione prin- 

15 cipibus [F. 76 ] Austrie occurrunt cum eis pugnaturi. Interea duces 
Austrie cum audissent Bavaros a Muldorf recessisse, non* expectatis 
Bavaris in Austriam sunt reversi. Quod et duces Bavarie videntes 
s imiliter rd propria redierunt Muldorf amplius non impugnantea. 

Tandem per placita quedam comitatus Tirolis in manibus Ebran 127. 

20 ducum Austrie permansit usque in hodiernum diem, et castrum 
et opidum Ratenberg, * Kiczpuchel et Kuefstain in potestatem 
ducum Bavarie devenerunt. 

Prefatus Rudolf us dux Austrie dominam Katherinam filiam Chr. Stams. 
domini Earoli IV. Romanorum imperatoris s , regis Bohemie, babuit 2. lat* Ausx. 

25 consortem et sine liberis decessit in Mediolano 1365., Wienne sepultus. Tab. Ol. d3. 

Cui frater suus Fridericus dux successit. 2. lat Ausx. 

Fridericus dux Austrie, secundus Alberti ducis filius nepos- Chr. Stams. 

que regis Alberti, successit fratri suo Rudolfo, in regimine ad 2. lat. Ausx. 

unum annum et mortuus est 1366. 4 sine filiis*, sed a filia Elizabet. 6 ^Ar. Stams. 

30 Que obiit anno Christi 1409. in die 8. Innocentum, neptis serenissimi 
principis Ruperti regis Romanorum, comitis palatini etc. Eodem 
anno die tercia sequenti in die S. Silvestri obiit domina Elizabet con- 
thoralis prefati ducis Friderici filiaque excellentissimi regis Ruperti pre- 
nominati. Que in cenobio Stambs unacum filia pretacta honorifice 

35 est sepulta. Huic duci Fr iderico frater eius senior successit, scilicet-2. lat. Ausx. 
Albertus. Erat enim consuetudo, quod senior dominaretur. 

[ F. 76' I Albertus dux, tercius filius Alberti ducis nepos- 
que regis Alberti, rexit liberalster Austriam, Stiriam, Carinthiam, 
Carniolam, Sueviam, Alsaciam et Tirolim. Tarnen post fratres diviserunt 

40 a von sed — sepulta am Rand Striche, dabei die Worte vacat hie. 

1 Mit dem folgenden Texte vgl. oben S. 31 7, 7 ff. 
1 Vgl. oben S. 329,36. 
1 Vgl. oben S. 311, 14 f. 
4 Chr. Stams.: 1362. 

* sine liberis, sagt das Chr. Stams., meint darunter aber die mann- 
Ab liehen Nachkommen, da es Elisabeth als Tochter Friedrichs anführt. 
6 Vgl. oben S. 258, 14 f. 
n Pftrtnl ■ Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 790 — 

sie, quod Albertus babuit Austriam, quia solum babuit unum filium, 
Leopoldus vero, quia plures babuit filios, alias provincias omnes 
possedit. Hie Albertus duxit filiam imperatoris Karoli IV. regis 
Bohemie. Qua sine liberis mortua duxit Beatricem filiam burgravii 
Nurembergensis, ex qua filium Albertum nomine genuit. Facta itaque 5 
divisione provinciarum ab iliis duobus fratribus Albertus, qui rexit 
Austriam, cogitavit, ut Christi religionem augmentaret, suasione suorum 
universitatem studii generalis Wienne fundavit 1 et pape Urbani VI. 
confirmacione roboravit 1374. adduxitque doctissimos sacre theologie 
doctores, magistrum Hainricum de Hassia, magistrum Hainricum Oytta. 10 
Hie dux Albertus obsidione circumvallavit castrum Schomberg Ä , 
quia ibi comes Hainricus propter suam eulpam, quam b meruit inferendo 
damna in Austriam descendentibus c, mala tributa aeeepit. Hie 
Albertus multos hereticos Waldensium plus quam 1U0 fecit comburi in 
Chr. Stams. civitate Stira. Obiit anno domini 1396. proxima dominica ante festum 15 
2. lat. Ausx. 8. Augustini, Wienne sepultus in ecclesia S. Steffani. Cui in ducatu 
Austrie successit eius unieus filius Albertus. 

De Ernesto occiso fratre huius Alberti et eius sobole 
dicetur infra post regem Ladislaum. 

2. lat. Ausx. [F. 77] Albertus dux Austrie, filius unieus ducis Alberti 20 

nepotis regis Alberti, virtutibus et moribus patrem suum religiöse 
vivendo insequebatur. Disposuit sc ad iter ultra mare, sed amicus eius 
Wilhalmus et aroborum consiliarii valde dissuaserunt propter pericula, 
eo quod Waisant a dominus Turcorum tunc Constantinopolim obsidebat 
et idem Turcus ante anno domini 1396. circa festum Michaelis ante 25 
castrum Schiltaw d contra Sigismundum regem Hungarie magnam belli 
victoriam obtinuit, ibique Jobannes dux Burgundie captus notabili 
peeunia sese liberavit. Non tarnen poterat his suasionibus teneri, sed 
venit in Hierusalem et factus est miles et reveniendo in Galilea extendit 
bannerium Austrie et tubis cecinit. Quod satis turbavit paganos, quod 30 
adventum prineipis non cognoverunt. Veniendo Venecias magni sunt 
Andr. 559. ei honores exhibiti, et bona fortuna revenit ad propria. Huius uxo r 
fuit domina Johanna filia senioris Alberti ducis Bavarie, comiti s 
palatini Rheni, comiti s Hannonie, Holandie, Selandie et domini 
56 0. Frisie. 2 Ex qua genuit Albertum ducem, postea regem Roma- 35 
norum, Hungarie, Bohemie etc., et Margarethain 3 , quam 

Tab. Cl. d 3. duxit Hainricus dux Bavarie in Landshuta. Obiit Newburge, quando 
venit ab expedicione Znairae 4 , anno domini 1404., sepultus Wienne ad 
S. Steffanum. 

[F. 77* J Albertus V., dux Austrie, unieus natus ducis ^ 

2. lat* Ausx. Alberti, qui trans raare fuit, et dorn ine Johanne ducisse Bavarie* 

post obitum patris ducare cepit. 

ä so Hs. teie Hs. 2 der Quelle. b fehlt Hs. wie in Hs. 1 der Quelle. 
c fehlt in beiden Hss. der Quelle. d so Hs. o Selandi Hs. 

1 Vgl. oben S. 787, Anm. 7. 45 

3 Vgl. oben S. 319, 22—24. 

8 Dagegen siehe oben S. 320, Anm. 5. 

4 Tab. Cl. a. a. O.: da er kam von tzuan (!) aus dem veld; 
Cgm. 425 , f 17 : der zoch für Znaym. Andr. 560, 1: in obsidione opidi 

in Snavm obiit. 50 



f^nrmfi* Original frorm 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 791 — 

Item 1421., dum per electores ceteroeque principe« prima ex- Andr. 150. 
pedieio in Bohemiam fieret ad delendum hereticos cum Brand a legato \ 
ipse Sigismundus rex Romanorum et Hungarorum unicam filiam 
auam Elizabet huie duci Alberto in 9 matrimonio copulat et pro dote 

öfilie inarchionatum Moravie* dedit et iure hereditario eum 
et posteros suos illo investivit. 

Item 1431. Jordanis* cardinalis legatus et principes Almani e Andr. 476. 
exercitum in Bohemiam movent. In vigilia assumpcionis Marie prope 477. 
Taust fuga facta Bohemi predam magnam usurpant. Albertus 
10 autem dux Austrie, qui in tercia expedicione in campum non venit, in 
hac quarta expedicione contra perfidissimos hereticos in campo viriliter 
permansit et quam plurima gloriose peregit. 

Erat namque vir deo devotus, bonus et rectus, iustus 
ac in eunetis agendis timens deum, cum quo a eunabulis 

15 crevit humilitas et miseracio, zelo fidei tractus, pene 20 annis 
continuis litibus et guerris insistens ; cum suis terris, nobilibus 
ac ignobilibus, contra perfidos et malignos Hussitas pugnans 
multos conflictus habuit et quasi infinitam peeuniam in 
stipendia erogavit et ingentem thesaurum usque eciam ad 

20 impignoracionem omnium bonorum patrie. Quare absque 
dubio merito apud deum gloriam sempiternam et preclaram 
laudem perpetuamque in seculis bonam prome-/^P! 78/ruit 
famam. Et licet illam iniquam seetam ex toto vel in toto 
extirpare nequierit semper tritico crescente cum zizania et 

25 e contrario, in vere fidei exaltacionem id, quod potuit, fecit 
pro fide catholica et apostolica amplianda, quam iiii in- 
fidelissimi non solum in Bohemia et Moravia, sed eciam in 
diversis prope terris et vicinis deprimebant et omnera eultum 
Christiane religionis evertebant. Quodsi imperator Sigis- 

30mundus socer eius ;et alii principes imperii et nacionis 
germanice preter Fridericum marchionem Missnensem tantum 
fecissent ut ipse, hodie illius secte memoria de medio penitus 
sublata esset. Iste devotus prineeps ab infancia sua deum 
timens cum suis baronibus ac militibus et terre sue incolis 

35 multa pro Christi fide habuit prelia in Bohemia et Moravia, 

* moravit Hs. 

1 Vgl. Andr. 369 ff. 

* Dieses in, welches bei Andreas fehlt, lässt vermuten % dass hier 
auch der merkwürdigerweise mit Andr. fast wörtlich übereinstimmende 

40 Text von Enea Silvios Europa vorlag, wo es a 3 heisst: filiam Elisabeth 
. . . Alberto duci Austrie in matrimonium copulavit (darnach so auch 
Schedel CCXXX1XU 

* So unrichtig wie \Andr. (vgl. dort 729 unter Cesarini) statt 
Julianus. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 792 — 

in qua et ipse tunc marchio erat. Fueruntque illi eciam 
stipendiarii de Stiria et Carinthia atque Carniola viri nobiles 
et in bellicis rebus strennui et experti. Inter quos precipui 
tunc nominati habebantur Leopoldus baro de Krey et barones 
de Recbperck, ambo Karinthiani, et baro Eckardus de Stuben- 5 
berg Stiriensis, sed et dominus Wilhelmus Ebser miles et 
curialis Alberti ducis. 1 Isti viri et athlete strennuissimi 
nominati in omni exercitu principis Austrie illis temporibus 
extiterunt et miranda cum Bohemis, qui tunc Hussite com- 
muniter dicebantur, egerunt, in factis armorum notabiles 10 
victorias cum dei adiutorio sepissime effecerunt, de quibus 
per singula narranda brevis non sufticeret hora. 1 
Chr. Status. [F. 7S' / Anno domini 1437. die 9. mensis Decembris Sigismund o 

Romanorum imperatore semper Augusto et Hungarie, Bohemie, 
Dalmacie , Croacie , Rascie a , Servie , Galicie , Lodamerie, 15 
Comanie Bulgarieque rege et Lucemburgensi herede defuncto 
Jac Ph. Berg., Albertus dux Austrie, marchio Moravie, vir quidem optimus et 
7? 07 • oml| i virtute decoratus, princeps religiosus et qui liberalitate simul 
Eurova a4 f iuaticiac l ue prestaret, in belli« audax, manu promptus Hungariam 
Thuroct q 1. iötroductufl est primaque novi tunc subsecjuentis die anni, dominice20 
E.SilviOiEur.wilicet circumcisionis, celebri in festo domini autem 1438. anno apud 
a3a.Kboh.54 Albam Eegalem cum sua coniuge Elizabet summo consensu et applausu 
«. Thur. L e. populi glorie cum pompa feliciter extitit coronatus. 

Sequenti itaque quadragesima rex Albertus magnus 
et potens princeps cum maximo apparatu et comitiva ducum, 25 
comitum, baronum, militum et aliorum nobiliura ex Hungaria 
ascendit et venit Wiennam sabbato 8 ante palmarum quasi 
hora completorii. Cui occurrit omnis civitas cum plausu 
et leticia cordis, cum velis et tropheis crucis Christi et 
ecclesie sanctis reliquiis et coreis decentissimo apparatu. 30 
Tarnen ibi non fiebat iubilus aliquis tubarura aut aliorum 
instrumentorum musicalium, ex quo erat in quadragesima 
et tempore, quo racionabiliter leticie cantica subticentur. 
Attamen indubie omne gaudium ab intus fuit in cordis 
[K 79 J secreto, quia omnis homo tarn de incolis quam 35 
forensibus eum cordialiter diligebat preter Hussitas solos, 
qui eciam proscripti erant. Ipse autem princeps devotus 
et pius in ipsis honoribus sibi exhibitis humilera verbo et 
facto se exhibuit et quasi indignum iudicavit. 4 

» Rauie Hs. 40 

1 Vgl Kurz, Oesterreich unter König Albrecht IL, II, 123. 

2 Quelle dieses Abschnittes? 
8 . 5. April 1438. 

4 Quelle dieses Abschnittes? 45 

n p rtrt «L Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 793 — 
Inter hec electores imperii, Theodericus Maguntinus, Theo- E. Silvio, 

dericus Coloniensis, Rabanus Treverensis archiepiscopi, Otto Hm boh - 55 - 
comes palatinus dux Bavarie et tutor Ludovici comitis 
palatini Rheni, Fridericus dux Saxonie et Fridericus marchio 

5 Brandenburgensis, apud Franckfordiam convenientes eius felicitatem Europa a 3 
admirati 20. 1 die Marcii COncorditer Älbertum regem Hun-2. ku. Ausx. 
garie, ducem Austrie, in regem Romanorum elegerunt. At illii; Silvio, 
acceptare Imperium iniussu baronum Hud garie haut quaquam licebat. H. boh. 55 u» 
Id enim eis promiserat, cum se regem accepere. Vocati pri mores regni Schedel 

10 negabant ex usu esse Hu n garie regi Theutonicis ceterisque gentibus CCXL1II* 
imperare. Dum ßigismuudus Romane rei consulturus Italiam, 6er- 
maniam ceteraeque provincias peragrasset, Hungariam Turcorum direp- 
cioni patuisse. Atque ob eam causam iureiurando Älbertum obligarunt, Europa a 3. 
ne buo iniussu imperium acceptaret ft . Vocati tarnen ad regem, qui 

15tunc Wienne fuit. Multa in utramque partem dicta. Postremo victi H. boh, 55. 
precibus precipue Friderici ducis Austrie tunc adolescentis assensum 
dedere. Imperium summa congratulacione Germanorum ab Alberto 
susceptum fuit. 

3 Et quia erat iusticiarius bonus et rectus, omnis homo 

%Q[F.79'] in iudicio pendens, causas habens in omni terra 
istorum regnorum amplissimorum ad hunc tamquam ad fontem 
iusticie festinavit sperans circa eum invenire iusticiam. 
Cum autem indubie cor haberet fervens iusticia et equitate, 
fortuna non dedit tantum tempus vite, ut bona, utilia et 

25 necessaria reipublice pro b utroque b christianitatis statu 
in corde excogitaverat, ad finem optatum deduceret et omnibus 
petentibus iusticiam administraret. Cuius quidem rei evi- 
denciam circa statum spiritualium primo dinoscitur, quando 
suffultus sacri concilii Basiliensis auctoritate omnium mona- 

30steriorum utriusque sexus in suo ducatu debitam fieri re- 
formacionem subordinavit in dei laudem et ecclesie sancte 
sublevamen , animarum salutem et laicorum exemplarem 
edificacionera. Et ut hoc fieret accomodacius et firmius 
persisteret, de bonis suis non tantum seniel, bis, ter, sed 

35 septimatim Stipendium dei servis et famulabus in tirocinio 
Christi militantibus erogari ordinavit et mandavit, presertim 
monasteriis ordinis mendicancium Wienne utriusque sexus 
reformatis. Quare non incongrue sibi congruebat, ut diceretur 
verus Augustus, qui dei cultum sie gloriose auxit in suo 

40 a aeeeptarent Bs. b so Hs. ; verstümmelter Text. 

1 Vielmehr am 18. Marx; Wostry, König Albrecht IL, 1,66. 

* An mehreren Steilen erseheinen dessen von Enea »Silvios Urteoct 
abweichende Lesarten und auch für die Verbindung der beiden Quellen, 
Eur. und H. boh., ist er Vorlage. 
45 ' Quelle der folgenden Abschnitte ? 

n C^rtonl - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 794 — 

singulari dominio. Quid credis ipsum fecisse, si vita comes 
foret, in suo universali dominio? Ut verus Augustus res, 
corpus et vitam pro augmento fidei Katholice impendisset. 
Et quamvis sepedictus princeps Albertus Bohemis esset 
exosus propter heresim, barones tarnen et precipui viri,5 
nobiles [F. 80] et militares regnique Bohemie defensores 
cum ipsis adiunctis ducibus Slesie et communitatibus eiusdem 
sive civitatum et communitas Lausacie, qui omnes ad coronam 
regni Bohemie iurati pertinent, dictum Albertum postulaverunt 

E. Silvio, et in regem Bohemie pridie Non. Maii 1 designarunt quasi heredi- 10 
B ^ h ScLdd ta " ura eciam ' us ad hoc habentem, ex quo filiam regis 

CCXLlll. Bohemie et imperatoris Romani Sigismundi haberet in uxorem. 
Quod tarnen regnum Bohemie ipse invitus suscepit execrans 
erroris blasphemiam, qui iam nimis excreverat et iovaluerat, 
quem nisi deo miraculose annuente impossibile erat in totois 
evellere et exstirpare. Fuit tarnen ei maxima spes in dominum 
deum estimans, ne forte, quia sicut per ipsum bellantem et 
durum correctorem multi de illa secta fuerunt extincti et 
propulsi, ita quod nunc ipso existente pio domino ac rectore 
per eius pietatem et mansuetudinem multi eorum moti effice-20 
rentur deo devoti abnegata heresi et excluso omni errore, 
presertim eciam quia illi Hussite ad concilium, quod tunc 
in Basilea vigebat, denuo bona fiducia venerant et pacifice 
ibi in factis suis, id est sumpcione sacramenti eukaristie, 
declaracionem sumpserant, videlicet quod inter ipsos, qui 25 
iam dudum hoc sacramentum sub duplici specie sumpserant, 
si vellent, adhuc iure possent, ex quo in primitiva ecclesia 
et postea per 300 annos ille modus viguit, licet postea 
ecclesia racionabiliter illud mutavit. Illi vero, [F.80'] qui 
nondum usi sunt, non nisi in una specie summerent utltahci,30 
Gallici et Germani, ymmo omnes Christi fideles hodie faciunt 
per orbem terrarum, pueris autem nee racione utentibus 
omnino non dari debere. In illis autem compaetatis pro- • 
miserunt Bohemi, quod bona ecclesiarum indubie successive 
restituerentur et quod sacerdotes et clerici atque religiosi,85 
qui dispersi in naciones erant, confidenter et secure 'pro- 
perarent et ad sua loca, plebanias aut monasteria securi 
revenirent, specialiter tarnen ad Pragam et alias civitates 
dicti regni. Quod et factum fuit. Nam plurimi sacerdotes 
seculares Pragam applicuerunt, et eciam religiosi monasteria 40 

1 Vielmehr am 27. Dezember 1437; Wostry a. a 0. I, 106; 111, 
Änm. 1; 129, Änm. 2. 

n f rw"u">l "• Original from 

ty^' UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 795 — 

et ecclesias suas desolatas Herum inhabitare ceperunt in 
notabili tarnen paupertate primum victitantes et miseria, 
indubie eo quod seculares persone aduc illorum bona possi- 
debant nee libenter de manibus suis resignabant, licet illi 
5 de parte illorum missi ad concilium Basilee hoc promisissent 
fide data, sicuti et in compaetatis fuerat expressum. His 
igitur ac similibus piis ex causis, ut vera religio christiana 
refloreret* in Bohemia, ipse rex Albertus istud regnum 
aeeeptavit, atque ipso anno, quo rex Eomanorum fuerat 
10 electus, petenti Pragam frequens populus oecurrit atque ut hostium E. Silvio, 

victori congratulabantur. 3. Kai. Julü in eadem urbe metropoli 5 ^ 

regni in monte S. Wenceslai solemni pompa unetus coronam 
aeeepit eunetis gratulantibus et maximum diem festum agentibus. 
Ipse b denique ille omnium bonorum inimicus dyabolus 

15 [F. 81 J eciam cum suis satellitibus perversis Hussitis affuit, 
licet non in civitate, sed ante, non faciens festum, sed 
subordinans luctum. Siquidem ribaldi illi de seeta Rokezani, 
quia facere despectum alium nequibant, novam per antifrasim 
illi in novum suum regnum propinam offerentes vaccas et 

20 bestias pascuales ante civitatem Pragensem ceperunt abigere 
et rapere. Quod cum innotuisset clientulis regis, plus ob 
despectum corrigendum quam vaccas reducendas armati 
exierunt et illos perversos ribaldos et latrones vaeuos pro- 
pulerunt plurimos interficientes et capientes; nihilominus 

25 et eorum plurimi graviter fuerunt percussi et vulnerati, 
sieque impletum est illud proverbium Salomonis: Risus 
dolore miscebitur et extrema gaudii luctus oecupat. 

Uli autem, licet et polonicales manu« babuerint in auxiüum, Thuroex q 2. 
cum tarnen campestrem regia expedicionem ipsorum vires paritate 

30 potenciaque eminere adverterent, intra menia civitatis Thabor denomi- 
nate se reeeperunt. Est enim civitas hec in Bohemia caput et nutrix 
Hussitaritm per ipsos duduni nova murorum edificacione in loco naturaliter 
forti condita. Albertus rex quadrato agmine in conspectum hostis ad- E. Silvio, 
volat. Quo intra castra se conünente et ipse castra sua e regione #• boh. 55. 

36 Thabor ad iactum lapidis tornientalis metatus est. Pugnatum singulis 
diebus in campo, qui medius inter bina castra iacebat; nunquam totis 
viribus in fortunam beUi ventum. Erant in castris Alberti Cbristoferus 
Baioarie prineeps, qui postea regno Dacie potitus est, Fridericus Saxonie 
[F.8VJ dux et Albertus maichio Brandenburgensis, cuius uomen ab 

40 eo tempore eultum magnumque fuit. 30000 militum Alberto parebant, 
Polonis 14 000, quorum castris iuneta civitas magno adiumento erat. 
Tormenta quoque enea in utrisque castris plurima, maiora apud Albertum 
fuere. Ex quibus uni, quod erat maximum, ignem admoveri iussit; 
cuius lapis emissus mire magnitudinis cum preter opinionem in castris 

45 Ä refloret Hs. b Ipsa Hs. 

n r^ftrtnf ■ Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 796 — 

hostiura cecidisset, multos mortales interemit. Vidisses passim corpora 
sine capite iacencia, capita quoque, pedes membraque sine corpore in 
cruore fluitare, iumenta humi procumbere mortua ; neque enim primo 
ictu dumtaxat, sed multiplici saltu pluribus in locis decidens saxum 
stragem fecit. Quare consternati Poloni relictis castris intra urbem se 5 
recepere. Georgius Poggiebracius per idem tempus cum Thaboritas 
peteret , in alam qnandam Alberti equitum sorte incidens commisso 
prelio hostem prostravit atque hinc primum homini nomen datum. 

Thuroex l. c. Complevit hec dimicacio menses treB. Albertus vero, cum expugnari 
Silvio l c. Thaborite aliter quam fame nequirent, soluta obsidione Pragam rediit. 10 
Poloni exhausti argento ainissis equis pedibus in patriam abiere. Fridericus 
Saxonum princeps dimisso rege dorn um rediens hostium insidias incidit, 
sed nihil improvisa re motus ordinata raptim acie ea constancia, ea 
fortitudine pugnam iniit, ut pene victus captusque victores vicerit, 

Thuroex L c. cesisque quam pluribus captos abduxit, nobilisque illa expedicio illustrium 15 

dueum, comitum / F.82] aliorumque potentum nobilium in evertendam 

Hussitarum vim et pravitatem conflata a viroque et armis admodum potens 

dissoluta ipsis Hussibtis locum cessit animumque et spem maiorem, 

Silvio l. c. quam prius erat, dedit. Albertus autem relicto, qui regnum gubernaret, 

Ulrico comite Cilie per Blesiam Gorlicium venit. Wratislaviensibus 20 
vero — ea est civitas nobilis ac prepotens et Siesitarum caput — 
Albertum marebionem Hrandenburgensem petentibus belli ducem dedit. 
Qui Poloniam ßepe infesto exercitu petens longe lateque predas egit. 
Non multis post diebus actum de concordia. Rudericus Burgensis 
episcopus, nacione Hispanus, doctrina ac virtute prestans, arbiter litis 25 
ex Basiliensi consilio missus Albertum convenit. Disceptatum est inter 
legatos parcium, non convenientibus inducie belli dicte, couventus in 
aliam diem apud Wratislaviam statutus. Eo veniens Albertus ex gradu 
forte prolapsus, graviter lesus, pluribus diebus egrotus deeubuit. Exin 
claudus eflectus infeeta pace per Moraviam iu Austriam rediit. Interea 30 
comes Ulricus, qui Bohemie preerat, inter barones de vendicando sibi 
regno agere cepit. Albertus cognito eius studio properatim stipendia 
subtraxit. Ille materia adempta, qua Bohemorum animos sibi conciliabat, 
ex provincia discessit nee ultra remissus est. Regni cura Mainardo et 
Ulrico Rosen si coinmisea. 35 

Per idem tempus despotus Servie, quam Rasciam vocant, cum 
sacerdotibus et nobilibus in Hungariam profugerat [F. 82'] Thur- 
corum impetus veritus, uno tarnen relicto filio, qui castellum Sindo- 
roviam 1 in ripa Danubii situm et a Tburcis obsessum tueretur. Et 
ut dicebatur, territorium in omnibus bonis abraserunt40 
velut locuste igne, ferro et captivitate abducentes ultra 
72 000 animarum Christianorum utriusque sexus captivos in 
terras suas nomine repugnante aut prohibente. Ille enim 
civitates murate et circumfosse cum difficultate eciam se 
ipsas salvabant. His auditis et vere lacrimabiliter relatis 45 
in conspectu magnifici regis Alberti suspirans de profundo 

a conflatam Es. 
1 Semetidria. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 797 — 

pectoris dixit ad presentes, qui aderant: En, propter deum 
dicite, quid aggredi hodie, id est hoc tempore, debemus, 
quia in omni parte incredulis et malis circumdati sumus 
nescientes, ubi primam manum defensatricem pupillorum ac 

Smestorum opponamus? Et a ait: Oportet tarnen semel mori 
et deo debitum exolvere, et tunc erit flnis presentis miserie. 
Hec autem dixit magna ex compassione omnium miserorum 
et pauperum in suis regnis b commorancium. Igitur princeps 
iste fidelissimus in domo domini, qui eciam se tociens opposuit 

10 murum pro domo Israel, fiduciam gerens in deum manum 
suam misit ad forcia, proposuit publico certamine et sub 
forma belli cum Amirate 1 Turcorum principe congredi. 
Unde et una tota estate machinas, currus, bombardas et 
omnem apparatum ad bellandum requisitum fecit preparare 

15 et ordinäre ad suas et domus [F. 83] Austrie expensas. 
Quem eciam apparatum belli in Hungariam per Danubium 
fecit deferri. Quem Austria usque hodie nondum versa 
vice recepit, licet consteterit ultra 50000 florenorum un- 
garilium. 2 

20 Albertus ab Hungaris invitatus obsessis opem laturus Budam E. Silvio, 

peciit. Interea Qeorgius Palocius Strigoniensium pontifex diem obiit H. boh. 55. 

Post hec anno regis Alberti secundo ingens exuberavit fama, Thurocx q 2. 
quod Amirates Thurcorum cesar magnam sue gentis vim movisset reg- 
numque Hungarie invadere conaretur. Propter quod rex Albertus sui 

25 regni procerum celebrata congregacione una cum eisdem conclusit hostem 
non debere spectare regni ad penetralia, sed esse illi in forti brachio 
obviandum. Commota igitur tocius regni Hungarie militari virtute 
roagnum congregavit exercitum et in loco vulgari appellacione Tyddewrew 
vocato sua tentoria locavit. Cesar vero Turcorum regem in regni de- 

30 fensionem sufficientibus militum armorumve presidiis festinare 3 audiens 
expugnato castello Zendrew et omni pene Bastiane agro sue potencie 
subiecto frameam et omne suum robur in Grecos convertit. Hungari 
vero ex longa campestralis bospicii mora tedio aflecti, maxime cum 
multi ex illis sanguinis fluxu gravarentur, luppo iuxta antiquam ipso- 

35 rum consuetudinem proclamato invito rege sparsim et confuse relictis 
regiis [F. 83'] castris reccdentes abierunt. Rex autem Albertus veniens 
ad Budam infirmitate preventus est. Cum igitur dissenteria laboraret sen- E. Silvio, 
ciensque periculum Wiennam repetere statuit sive moriturus inter suos Europa a 4 u. 
sive quod aerem, in quo fuerat nutritus, conferre c aliquid ad sanitatem **• °y- ° 6 Um 

40 sperabat. Iter ingressus, cum iam Strigonium preterisset, sue minime "ppvrjrj 
parcens debilitati et in itinere magis ac magis morbo affectus relicta w Thurocx 

q 2 u. 3. 
a Ee Hs. b regni Hs. c so Hs. besser als conseruare im Druck 
der Europa. 

1 Murad IL 
45 * Quelle? 

* gaudere sagt statt dessen die Quelle. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

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— 798 — 

pregnanto obeignatoque testamento in viila Nesmel 1 6. Kai. Novembris, 
postquam annum unom et me&ses 9 diesque 28 in Hungaria regnaaset, 
E. Silvio, vita functus, vir lltique virtUOSUS, pacificus, castus, princep« 
H. boh. 56. liberalitate ac fortitudine clarus, qui ceteris rebus longe religionis Studium 

anteposuit, fautor cleri ac studenciura, per omniachristianissimus. 5 
Favoreque omnium abundabat et adeo pius, ut tota plebs 
diceret, quod mundus eius presidencia non esset dignus. 

Thurocx q 2. Erat rex Albertus homo competentis proceritatis, faciei plus ad nigre- 
dinem quam albedinem tendeutis, micium» morum et peticioni suorum 
E. Silvio, flexibilis ; nervosum et validum corpus, facies eius terrifica, morelO 

Europa a 4. gentis erasa barba, superius labrum intonsum ; vestem haud splendidam 
baltheus auro gravis cinxit, nee unquam lateri defuit ensis. In Alba 

Regali 2 sepultus hoc habens epitavium: Anno domini 1439. 
[F. 84] in vigilia apostolorum Symonis et Jude obiit 
Serenissimus prineeps Albertus V., Romanorum, Hungarorum 15 
et Bohemie rex * gloriosissimus, dux Austrie, Stirie etc. 
fidelissimus, marchio Moravie etc. 

Albertus predictus antequam regnaret, in Judeos de- 
seviens eos omnes in sua dicione oeeidi iussit, qui nollent 
ad Christum verum et singularem deum converti. Multi 20 
metu baptismum suseepere. Ex quibus unum Fridericus, 
antequam imperaret, in cubiculum aeeepit eumque, cum esset 
sibi coetaneus, dilexit. Is post aliquot annos penitencia 
duetus ad judaicam fidem sese reverti statuisse dicit. 
Fridericus contra suadet, ne vite viam deserat. Cumque25 
verba sua nil proficerent, theologos ex Wiennensi scola 
accersit, qui iuvenem instruant. Addit preces, addit lacrimas, 
promittit, minatur. Postremo, ut frustra sese niti cognovit, 
invitus iuvenem in iudicium requisitum tradidit. Ille ad 
supplicium duetus nullis obstrictus vineulis — sie enini30 
pecierat — ut pyram ardentem vidit, hebraicum Carmen 
ineipiens in medias flammas intrepidus se coniecit atque ibi 
cantans exustus est. 
Tab, Cl. d 3. Predicta domina regina Elizabet ex Alberto mar[ito quatuor 

liberos proereavit, Georgium, qui in puericia obiit, Elizabet, quam 35 
Wilhelmus [F.84 1 ] S&xome dux, lantgraviusThuringie, uxorem 
duxit 3 , que obiit sine liberis, et Annam r que Casimiro regi 
Polonie desponsata fuit, qui magnifica gaudens prole quinque 
filios et quinque Alias ex ea progenuit aduc superstites, 

» inicium Hs. 40 

1 Nesxmily. 

9 So Thurocx q 2', Enea Silvio, Europa a 4, Sehedel CCXLIU. 

• Vgl. Enea Silvio, Europa d 5. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— 799 — 

Hedwigem ducissam Bavarie, que ex duce Georgio duas 
suscepit filias, Margaretam monialem inHohenaw 1 et Elizabet, 
N. 2 marchionissain Brandenburgensem, que genuit filios et 
filias, et aduc alias tres virgines, item Wladislaum regem 
5Hungarie etBohemie, virum utique virtuosissimum, Albertum, 
qui defuncto genitore paterno potitus est regno, Fridericum 
cardinalem sedis apostolice legatum per Poloniam etc., archi- 
episcopum in Tartaria et episcopum Cracoviensem dignissi- 
mum, Sigismundumque et Christoferum duces Littovie ac 
lOAlbe*ßussie, viros utique preclarissimos atque omni laude 

dignissimos, ac deinum Ladislaum regem, de quo infra. 

Prefatum autem bellum cum Turcis quidam scriptor 3 
almanus in hunc prosequitur modum: 

Dum enim belli tempus statutum appropinquaret, descen- 

lödit rex Albertus cum notabili exercitu Australium, Stirensium, 
Bohemorum, Siesitarum et Moravorum ad partes Hungarie, 
ubi et Hungarorum magna eciam multitudo preparata ad- 
ventum prestolabatur regis sui. Igitur die [F. 85] tercia 
vel quarta ante statutum promissum diem belli voluit rex, 

20 ut recenseretur exercitus suus a capitaneis et ut omnes 
essen t in talem armati et omnino preparati diem prefixum. 
Eeperit se rex in tentoriis vix cum sex milibus, qui putabat 
se habere ultra 34 expeditorum, quia fere omnes Hungari 
clandestine fugerant et ita volebant regem suum in manus 

25 hostium tradere. Quod tarnen altissimus prohibuit, cui prin- 
ceps iste illesam et firmam fidem semper tenuit. Gonsilio 
igitur suorum per invias et paludes ad loca tuciora retro- 
cessit non audens tute cum exiguo populo 100 000 et amplius 
aggredi nee deum voluit tentare, quem non dubitabat posse 

30salvare tarn in paucis quam in multis. Sed infirmatus ipse 
rex sive, ut alii asserunt, intoxicatus infra dies paueos 
spiritum suum dominatori reddidit universe carnis. Narratum 
eciam postmodum fuit, quod quidam ex Hungaris pociores 
benivolenciam et graciam regis Turcorum captare volentes 

35 scripserunt ei, quia ipsos oportuit adesse congregacioni sui 
regis, ut pugnent contra ipsum. Quod tarnen inviti facerent, 
sed potius vellent in pace esse ipsius boni amici. Quare 

1 Altenhohenau am Inn. Vgl. oben S. 401. Margarete war 1480 
geboren und trat (vgl. a. a. 0.) am 8. September 1494 ins Kloster ein. 
40 Die obige Stelle ist demnach erst nach diesem Datum gesehrieben. 

* Sophie, Gemahlin des Markgrafen Friedrich von Brandenburg- 
Ansbach. 

8 Unbekannt. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 800 — 

scire deberet sua maiestas, quod, si vellet, absque armis 
et bello ipsi velint tradere suum regem in manus eius. 
Quod ille audiens rescripsit eis, quod nollet hoc modo 
fidem frangere; condixerat enim se velle legitime cum eo 
pugnare [F. 85' ] et non traditorie. Et credendum, quod 5 
hoc tantum facinus non horruit consciencia equitatis, sed 
fortasses pertimuit dolum hungarum raciocinando, quia si 
ipso domino infideles existerent, qui bonum ipsorum pro- 
movere intendebat, quid sibi facerent principi alieno et 
infideli seu pagano ? Sed sit, quid sit de illo. Hoc verum 10 
est, quod Hungari, ut supra dictum est, clam a suis tentoriis 
aufugerant, qui multi erant numero. Unde necesse fuit, 
ut princeps fldelis cum caris amicis contra tantam multitu- 
dinem cum paucis ante ictum belli terga daret. Mortuus 
est igitur predictus insignis ac nobilis princeps, ducatusis 
Austrie gloria et decus gentis sue. Huius regis nepharia 
mors, ut multi asserunt, procreata fuit faccione seu dis- 
posicione Venetorum*, qui eciam illud venenum subtile 
preparaverunt et per manus fallacium medicorum illi nobili 
principi subordinaverunt in potu misceri, quia dictus rex20 
illos odio habens propter iniurias pluribus nobilibus et 
magnis viris illatas, ymmo et ecclesiis et libertatibus eccle- 
siasticis, ut hodie claret. In cuius facti evidenciam sellam 
preciosam cum diversis muneribus in principio regni sui 
honorabiliter presentantes obtulerunt. Que rennuit dicens : 25 
Dicite dominis vestris: Postquam bona ecclesiarum, que 
iniustissime tenent, ecclesie reddiderint et domino apostolico, 
ut decet, illarum investituram reliquerint , [F. 86] nobis 
quoque ut regi Romanorum terras et dominia, que in feodis 
sunt imperii, reddiderint, tunc absque omni munere habebunt 30 
indubie utilem et favorosum amicum. Quod illi dure accipientes 
dixerunt nil se in mandatis a suo dominio super hac re 
habere, sed tantum a gloriosissimo principe suarum exemp- 
cionum ulteriorem approbacionem seu confirmacionem ex- 
petere venisse et presenti munere eius magnificum favorem35 
captare voluisse. Sicque vacui a gracia tanti pii principis 
ad propria redierunt. Hec hactenus. 

Inclite indolis speciosissimus adolescens b Ladislaus rex 
Hungarie, Bohemie, j Dalmacie, Croacie, Servie, Rascie c , 
Galicie, Ladomerie, Comanie d et Bulgarie, dux Austrie, 40 

» venatorum Hs.; Aventinus am Rand : Veneti. *» adolenscens Hs. 
Rauie Hs. * Comauie Hs. 

. .. C^f\r%n\i* Original from 

\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 801 — 

Siesie, Lucenburge, Stirie, Karinthie et Carniole, landgravius 
Alsacie, marchio Moravie, Burgovie et Lusacie, comes Halbers- 
purge et Tirolis, Pherretis, Kyburge et Chinii et dominus 
marchie slavonice et Portus Naonis, divi Caroli IV, Ro- 
5 manorum imperatoris, Bohemie regis, pronepos et serenissimi 
Sigismundi similiter Romanorum imperatoris ac Hungarie, 
Bohemie etc. regis nepos et illustrissimi Alberti Romanorum, 
Hungarie, Bohemie etc. regis Austrieque ducis ex diva 
Elizabet sua conthorali, predicti Sigismundi filia, postumus, 

10 regio castro [F. 86'] Kamaron 1 Hungarie 8. Kai. Marcü m^. Silvio L 
die cathedre S. Petri 2 ortus anno domini 1440. 

Cum autem quidam potentes ex Hungaris Wladislaum Thurocx q 3. 
magnum ducera Lithuonie, fratrem Casimiri regis Polonie introducerent 
in regnum Hungarie etc. in celebri festo pentheeostes, regina?*/- 

15 Elizabet sua baronum cum parte Albam Regalem peciit filiolumque 

suum nomine Ladislaum , qui nondum quatuor menses compleverat, 

multi8 tonantem vagitibus in regem fecit inungi pariter et coronari. 

Cantabat clerus consuetas laudes, et regina assiduas fundebat lacrimas, 

nee minus baronum cetus illi assistens reginales fletus visceribus com- 

20passionis reeipiens lacrimabatur. Interfuit buius infantuli coronacioni 
vir preclarus dominus Dionisius de Zeech cardinalis et archiepiscopus 
Strigoniensis, qui et puerulum ipsum sue dignitatis officio exigente 
inunxit ac ilii sacrum diadema imposuit. Erant eciam ibidem Mathias 
Vesprimiensis et Benedictus Jauriensis ecclesiarum episeopi , Ulricus 

25 comes Cilie et idem proximus regine affinis «, qui pro puero coronato 

ad instar aliorum regum Hungarie tempore coronacionis pro observanda 

sue plebis übertäte sacramentum prestancium reale prestitit iuramen- 

tum etc. Postquam igitur talis coronacionis peraeta est solemnitas, 

regina Elizabet arcem ad Wysegradam, claves et conservacio cuius tunc 

30Ladislao de Gara bano credita erant, iter b suumb direxit K Est enini 
castrum hoc natura loci [F. 87 J tutum altoque in monte secus decursum 
Danubii delectabilique aspectu digna murorum arte erectum; ea propter 
veteres quondam Hungarie reges hano arcem corone tuta pro conser- 
vacione elegere. Ad hanc arcem postquam regina intravit, in reposicione 

35ipsiu8 corone barones sibi circumstantes fefellit. Simulant enim se 
illam suum in locum reponere, feminea tarnen quadam astucia eandem 
surripiens clara erga se oceultavit anuique custodiendam tradit et per Silvio 55. 
barones ipsos antiqua tanti thesauri conservatoria suis vacua conservare Thurocx L c. 
solitis rebus sigillare fecit. Divertit tandem regina abhinc simul cum 

40 filio et Corona ad Fridericum Romanorum regem — patruus enim puero 
erat — et utrumque tum filium pro educacione, tum coronam pro con- 
servacione illi dedit. 

His habitis regina Elizabet a rege Romanorum rediens suorum Thurocx q 4. 
fautorum sub custodia per civitates et castra, que ad illam recto erant 

45 a so Druckfehler affuit der Quelle korr. b fehlt Hs. 

1 Komorn. 

2 22. Februar. 

Quollon u. Erörterungen X. F. III. . f^ 



orun^on ±>. r . 111. 

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— 802 — 

corde, ferebatur, multam tarnen non tantum a rege alienigena et sua 
gente, quantum a suis terrigenis persecucionem paciebatur. 

Ipsa denique Elizabet intoxicata 1 , ut dicebatur, per 
regem Wladislaum in mastrucis raartaris 2 anno domini 1442. 
feria 4. 8 ante S. Thome apostoli in Posonio moritur. 5 

E. Silvio, Cum anno Christi 1444. in profesto Martini episcopi Wladis- 

Europa a 5 laus anno regni sui 4. in bello Turcorum cecidisset cum Julian o 

u.Thur.r5.6.g Angeli caxdinali legato, episcopo Agriensi et Segiensi, 

Lad ie laus communi procerum consensu rex designatur. 
Thurocz r 7. [F. 87' ] Volvebatur 1445. annus domini. In festo penthecostes io 

in generali convencione regnicolarum Hungarie communi voto 
interim, donec rex Ladislaus puellus sue etatis quintum agens annum 
mentem ad consilia manumque ad arma extendere valeret, eiusdem regni 
in protectorem seu gubernatorem Jobannes Huniadis waynoda est 
electus. 15 

Interea domini Hungarie pertriste ferebant, quod sacrum diadema, 
quo reges Hungarie coronari soleot, puerulumque regem, qui iure nature 
illis dominari debebat, rex Romanorum Fridericus detinebat Timebant 
enim, ne puer aliena enutritus in terra a moribus et labio Hungarorum 
alter fieret 4 Conventum est igitur, ut repeteretur aut iretur in ulcionem. 20 
Et dum rex Romanorum petitis non flectitur, ingentibus damnis pulsatur. 
Nam dominus gubernator secundo sui officii anno pluribus armatorum 
agminibus compositis omnem Carinthie et Carniole agrum et magnam 
partem Stirie crudeli cum severitate pervagatus est res in predarn, 
homines in captivitatem civitatesque ac oppida et viilas ardentes in 25 
flammas redigendo. Cum tandem ipsum Bomanomm regem suarum 
provinciarum depopulacione moveri vidit minime, multarum rerum 
et captivorum congerie onustus felix rediit. 5 

Rege Roraanorum Friderico a aduc existente tutore 
regis Ladislai pariter et rectore Austrie Huniadis [F. 88] 30 
Johannes gubernator Hungarie ascendit 6 usque Novam Civi- 
tatem exercens rapinas et predas cum violenciis circum- 
quaque, licet non haberet adeo validum exercitum, attamen 
reputabatur habere 12000^ horainum. Rex autem Wienne 
existens quasi nihil curabat. 8 Civitates vero et omnes patrie 35 

* Fridero Hs. 

1 Vgl. Chmd, Geschichte Kaiser Friedricks IV., II, 209, Anm. h 

f Marderpelze. Diese Stelle ist Beleg unter dem Schlagwart martarus 

bei Du Gange, Glossarium mediae et infimae latinitatis, ed. nova, V, 288. 

* 19. Dezember. 40 
4 Zitiert von Chmel, Geschichte Kaiser Friedrichs IV., 11, 316. 

Doch zeigt unser Quellennachweis, das* diese Worte nicht Arnpeck, sondern 
Johann von Thurocz ausgesprochen hat 

* Arnpeck ist hier nicht originale Quelle, wie Kurz, Oesterreich 
unter Kaiser Friedrich IV., I, 48 annahm. 45 

* Ende November 1446 ; Huber, GeschicJUe Österreichs ///. 70. 
1 Vgl. imea S*lvio, Europa d 5 : cum XII milibus equitum. 

* Vgl die 2. Fortsetzung der österreichischen Chronik des Paltram 
Vatzo (Pez, SS. Her. Austr. 1, 736) : iste fuit in Wienna, sed minime curavit. 



r^nj^flfi. Original frorn 

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— 803 — 

gentes et qui continue ab hostium incursibus vexabantur, 
murmurabant adversus patrem familias, id est regem, claraa- 
bantque lamentabiliter, et non erat, qui aspiceret, et multe 
dissensiones, vituperaciones, maledicciones et rixe hinc inde 

öfiebant, eo quod nil faciebat ad huiusmodi patrie devasta- 
cionem, et videbatur multis, quod esset dissimulacio dolosa 
ex parte cesaris, quia sub tali pretextu intendebat sibi 
subditos humiliare, presertim Australes, qui videbantur sibi 
non velle parere in consuetis exaccionibus et gravaminibus, 

lOsimiliter et Wiennenses, qui tunc opulentissimi, abundantes 
et prepotentes erant, a quibus eciam quotidie aurum et 
argentum fraudulenter extorquere cupiebat. 1 

Causa autem Hungarorum fuit iniusta sacre corone 
detencio, quam olim S. Stefano regi angelus de celo mira- 

15 biliter attulit, quam eciam post 1464. regi Mathie pro 
100 000 florenorum hungaricorum resignavit. 2 

Igitur post spacium trium mensium destructa Austria 
hinc inde quasi per 12 miliaria Fridericus rex murraure et 
indignacione tocius patrie motus congregari [F. 88* ] fecit 

20exercitum; ymmo ipsi mobilesmet et veterani milites tantis 
despectibus simulacioneque seu negligencia cesaris et suorum 
consulum commoti ceperunt se ipsos provocare et animare 
contra ipsos tales inermes et nudos Hungaros ac ad bellan- 
dum tunc plurimum inertes patria pellendos et confuse 

25 fugandos. Congregato igitur notabili exercitu bene armato 
et ad bellandum per orania disposito cesar ipse velut alter 
Sardanapallus in medio feminarum filancium sedens, herbas 
autumpnales evellens et plantulas ob imminentem hiemem 
cooperiens de factis armorum belli et tuicionis patrie parum 

30 curabat. 3 Unde nihil actum est boni aut utile, sed tantum 
quedam similitudo, delusio simplicium, labor et occupacio 
supervacua et pecuniarum dilapidacio et patrie annihilacio. 
Tunc primum Austria cepit ruinam sentire. 

Igitur 4. die mensis Decembris exercitus ducatus 

35 Austrie Wienne exivit contra Hungaros et venit ad montis 
Wiennensium supercilium, quod per medium distat miliare, 
et quia erant nebule, ut dicebatur, circumquaque et nullum 

1 Hiexu vergleiche man Kurz a. a. 0. /, 49 und Chmel, Qeschiclüe 
Kaiser Friedrich* IV \ 9 II, 593, der Arnpeck hier Animosität vorwirft, ein 
40 Vorwurf, den man jedenfalls nicht Arnpeck persönlich machen darf, sondern 
dessen Quelle oder Gewährsmann. 
■ Vgl. Thuroex t8. 
1 Vgl. Chmel a. a. 0. 

51* 
.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

3igitize<J öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 804 — 

hostium videre poterant, regressi sunt in civitatera. Sicque 
inutiliter terminata est omnis expedicio. Porro hostes 
cesserunt, et in paludibus se tutaverant; [F. 89] audita 
tarnen fama Australium ad bellum prodire nolencium versa 
vice die sequenti circumierunt illa montana inclita et opulentas 
vinetis, opida scilicet et villas diviciis vini referta. Cumque 
parati essent cuncti hostes, ut ad suas sedes reverterentur, 
succenderunt circum circa illud territorium simul et semel 
prope inicium noctis plus quam 400 ignibus. Ubi estimatur 
Austriam damnificatam fuisse in 10 mille millibus ducatorum. io 
Acta sunt hec anno domini 1447. 

*Anno autem sequenti moti sunt quidam castellani 
opponere cesari et ducatum Austrie spoliis et rapinis in- 
festare. Quorum unus fuit dictus Pangracius de Galicz 2 
castro hungarico circa flumen Marcha in confinio Hungarie 15 
et Moravie, quod apud vulgos dicitur an der March. Ubi 
est circumquaque opulentum et bonum ac pingue territorium 
usque ad Wiennam frumento, vino et croco et aliis vite 
necessariis maxima ubertate refertum, licet domibus ac 
edificiis satis nudum propter guerras veteres et devastaciones 20 
eius priscis temporibus per Bohemos et Hussitas actas ; 
nam a 50 annis usque ad hec tempora non fuit certa pax, 
nee transivit annus sine interrupeione hostium cum spoliis 
et incendiis. Ille igitur nequam latro et iniquus depopulator 
ac oppressor pauperum Pangracius supradictus cum s\i\s[F.S9'J 25 
complieibus quotidie exerescebat et multiplicabatur per illud 
territorium habens plus quam 11 miliaria per longura et latum, 
quod in rebus mobilibus depopulatus est, ymmo in tantum 
prevaluit cum adherentibus eidem, ut in ius et feodum illud 
assumeret cogens omnes fidelitatem iurare, vectigales et 30 
censuales esse non semel in anno, sed singulis anni 4 tem- 
poribus, cuius facti et iurisdiccionis registra fecit fleri. Et 
non solum pauperes coegit homagium et fidelitatem iurare, 
sed eciam nobiles in castris et opidis habitantes, quod in- 
auditum est in omne tempus, quo ducatus Austrie prineipem 35 
habuit. Et duravit illud violentum dominium istorum ribal- 
dorum pene septem annis. 3 



1 Zum folgenden Abschnitte vgl. Kurz, Oeaterreich unter Kaiser 
Friedrich IV., 1,42 ff.; Palacky, Geschichte von Böhmen IV, 1,513. 

* Pankrax von Skalitx ; Weiss, Geschichte der Stadt Wien P, 228 
und 565. 40 

* Chmel a. a. 0. S. 593 f. 

rv «w h f^r^j^nlf* Original from 

Jigitizecf öy VjUU^U, UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 805 — 

At cum Fridericus imperialis corone suscipiende gracia Italiam & Silvio, 
petere statu isset, 1 rursus ßohenii, Hungari et Australes legacionibuBB. boh. 58. 
seoraum missis ce Barem fatigavere Ladislaum reposcentes. Postulat a 
omnibus negata sunt. Bohemos tarnen, quos ferocius agere vere- 
5batur, per legatos suos ad pacienciam usque ad suum reditum 
mitigavit. Qui et missuros iuvenes ex nobilitate sua, qui cesarem 
Italiam petentem sequantur eique ministrent, aiebant. 

Fridericus postquam quieturos Bohemos intellexit, quorum motus 59. 
inprimis verebatur, reclamantibus Hungaris et Australibus assumpto 
10 secum Ladislaö rege Italiam ingressus augustalem coronam a Nicoiao V. 
pontifice maximo Ronie accepit. 

Australes interea suasore Ulrico Eycinger sumptis armis presidestfft 
provincie a Friderico institutos [F. 90] vi pellunt, gubernatores ex se 
ipsis duodecim eligunt, summam rerum Eyzingero committunt, incentorem 
15 quoque novitatum alterum Ulricum Cilie comitem in societatem accipiunt, 
auxilia ex vicinis gentibus accersiunt. 

Fuit autem inter alia causa movens et satis apparens 
notabilis , quia cesar secum duxerat dictum iuvenem ad 
partes tarn remotas, suspicantes , quod dolose hoc egerit 

20 per huiusmodi labores viarum aerisque continuam trans- 
mutacionem in periculum vite deducendo et sie quodammodo 
absque gladio et veneno necando, ut illustris Austria et 
Wienna uxori sue, prout antea prescripserat, in dotem 
remaneret. Unde et multimode variisque viis attentarunt, 

25 quomodo illum puerulum de eius manibus qualicunque modo 
eruerent. Nam ante egressum cesaris suum nativum dominum 
pecierunt sibi dari. At ille indicans puerum esse nimis 
iuvenem ad regendum eorum peticionem exaudire noluit. 
Quod illis plurimum displieuit, et exin indurati ex magna 

30 parte fuerunt contra cesarem et suos. 

Quare imperatore existente in Neapoli Wiennenses 
conscia illorum liga miserunt nuncios, litteras et munera 
ad magistrum Caspitz 2 Komam, qui in tutela habebat Ladis- 
laum puerum eciam tunc, quamvis imperator commendaverit 

35 eum pape Nicoiao specialiter usque ad revisum. Insteterunt 
igitur illi conspiratores litteris, promissis et muneribus apud 
dictum magistrum et pedagogum Ladislai in magna summa 
florenorum illi se subscribentes, si annuerit voluntati eorum 
et illum iuvenem [F. 90'] ad manus eorum traderet. Ex- 

40 cecatus ergo iste infelix munere promisit regem in manus 
eorum tradere et fecisset, nisi illa conspiracio deteeta et 
domino apostolico nota facta fuisset. Unde et illi com- 

1 Kurx a. a. 0. 1, 51 erachtete Arnpeek hier unrieftfigerteeise ah 
originale Quelle. 
45 » Caspar; Kurx a. a. 0. I, 94. 

Original frorn 



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— 806 — 

pererunt negotium discoopertum. Magister Casper et qui- 
dam nobilis mox aufugerunt et in Veronam venerunt. Quos 
papa per suos insecutus capi mandavit et imperatori presen- 
tari. Exterritus autem fuerat nimis papa Nicolaus de illius 
pueri abduccione tum ex amore, tum ex timore cesaris;5 
fuerunt enim ferventissimi amici imperator et papa, ad cuius 
fideles manus Ladislaum commendavit, et papa velut maximum 
apud se reconditum thesaurum puerulum ipsum habebat. 
Qui si ablatus fuisset, poterat imperator suspicari, quod 
dominus papa hoc studiose vel maliciose fecisset sibique in 10 
despectum et inimicis suis in favorem, et inimicicia maxima 
fuisset orta et plura damna ecclesie Romane inde secuta. Pre- 
dicti itaque viri scelerati fuerunt capti et per Paduam 
usque in Venecias adducti et imperatore adveniente suo 
marsallo presentati. Quos imperator secura in Stiriam de- 15 
duxit et longo carceris ergastulo incarceratos post annos 
octo impune et libere abire permisit. 

E. Silvio, Audienles Austratet* imperatorem Stiriam applicuiase 

H. boh. 60. mox solemni legacione ad illum missa, ut regem Ladislaum 

reddat aut bellum expectet, quo petita negante illi in furorem 20 
versi diffidato primum cesare cum omnibus suis manu [F. 91] 
armata et forti die 19. mensis Augusti 1 impacieotes infestis 

signis Novam Civitatem petunt. Committitur primo adventu atrox pro 
portis prelium; nullus sagittis modus; cadunt sine numero tela. Born- 
barde b trägem hostium borrendam edunt. Mirabile visu: disiecta passim 25 
membra equorum atque hominum cernere, cruorem late fluentem* aspicere. 
Qua densisaima fuit, unus perfregit aciem lapis emissus, idem alius 
at<iue alius fecit; prostratis quecunque occurrere inermibus atque armatis, 
nee tarnen intermissa pugna. Conglobati hostes magis ac magis insistere. 
Ubi res gladio geri cepit ac vir virum manu prehendit, equus equum 30 
impulit, pugnatum est aliquamdiu equo Marte. Postremo cesarianorum 
acies non tani virtute quam multitudine superata terga dedit atque in 
urbem trepide se reeepit. Unius militis Andree Poumkircher postea a 
cesare ad baronatum suffecti audacia civitatem tutata est. Qui, ne 
victores cum victis uno agmine irrumperent, tarn diu pro porta soius 35 
impetum tenuit, donec conversi fugientes globo facto ex loco difticili 
hoste repulso ianuam clausere. Firmata est deinde obsidio et oppugnata 
raachinis menia. Ex Bohemis solus Hainricus Rosensis cum 200 equitibus, 
peditibus ferme 800 in castris fuit. Hungari nondum venerant. Australes 
circiter 12000 militum expeditos in armis habuere [F. 9V ] adustionibllS 40 

eciam, sagittis ac bombardis fortiter aggredientes, et iam in 
proximo erat, ut scalis et machinis adhibitis muros ascendere 
attentarent. Georgias Poggiebracius cesari, cuius erat amicus, opem 

* fundentem Es. 

1 1452. 45 

n- -^h Pnnnlp Original frorn 

Jigitize<J öy VrUUglL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 807 — 

laturus 16000 militum congregaverat, sed audita concordia in agram 
regulorum Rosensium exercitum duxit villasque late populatus est. 
Imperator enim interventu Sigismundi archiepiscopi Salczeburgensia 
Carolique marchionis Badensis, Johannis Frisingensis ac Friderici 

5 ßatisponensis episcoporum Ladislaum e manu sua dedit. 

Educens in propria persona illum iuvenem 13 annorum 
vel quasi certis condicionibus et clausulis presentavit et 
singulariter in tutelam Ulrici comitis Cilie, qui tunc una 
cum dicto Ulrico Eiczinger capitaneus tocius erat exercitus 
10 et pueri avunculus et affinis, pridie 1 Kai. Septembris. Et 
decenti apparatu exultante populo Wiennam preciosum 
illustris domus Austrie ducale palaciura ingreditur. 2 

Multi ad illum confluebant tum de suis, tum de alienis regnis Thurocx s 3. 
nobiles. Cum enim tarn excellentibus tamque potentibus esset natus 

15 de parentibus magnum in hominem illum evadere spectabant. Conventum 

ergo fuit, ut et dominus gubernator Hungarie regnique domini et 

magnates cuncti ad exhibendos puero regi condignos honores iidelitatis- 

que homagium [F. 92] prestandum illic irent. Nee dilatum extitit, 

quin omnis dominorum Hungarie pulchritudo in Wiennensem civitatem 

20 convoluta est. Ubi et dominus gubernator onus sui officii, quod iam 
octo per annos feliei gestamine direxerat, sponte exuit et» 1452. instante 
domini anno regnum Hungarie sanguinolentis suis suorumque laboribus 
omni industria, solicitudine et bellicis artibus preservatum regi Ladislao 
restituit Propter quod ipse rex Ladislaus ipsum dominum gubernatorem 

25 alto in fano b regali quoque in habitu et maiestatis sue in throno sedens 

ine magno foro apud Carmelitas assistentibus sibi Ludovico Bavarie, E. Silvio, 
Wilhelm o Saxonie dueibus Albert oque marchione Brandenburgensi, Europa d 5 
Carolo Badensi aliisque quam pluribus comitibus et dominis ac ^ #• * ^ ^- 
regnorum preiatis et baronibus magna cum solemnitate in comitem per- thurocx s * • 

30 petuum Biztricensem sublimavit. Armorum quoque insigniis, puta corvo 
gestamine annuli de colore flaveo in clipeo depicto, que ipse dominus 
comes usque tunc gestaverat, alia clara insignia, rubeum sei licet leonein 
coronam unguibus rapere volentem albo in scuto descriptum, super- 
addidit. Peractis tandem magno cum gaudio eunetis ipsius sublimacionis 

35 cerimoniis idem rex Ladislaus eundem dominum comitem multis muneribus 
et donariis regali largitate bonoratum una cum ceteris domiDis, preiatis 
et baronibus ac fratre Johanne de Capistrano 3 post paueos dies 
remisit in Hungariam. 

[F. 92' J Postquam dies affuit cum imperatore constituta 4 , auditis E. Silvio, 

40partibus jnfectis rebus conventus dissolutus est. Postremo Nicolaus S. boh. 60. 
cardinalis S. Petri ab Australibus reiectus d est. 

* fehlt Hs. t> fauo Hs. c in — Carmelitas mit Einfügungsxeichen 
am Rand.* <* reictus Hs. 

1 31. August 1452. Vielmehr am 4. September; Huber, Geschichte 
45 Oesterreichs III, 88. 

7 Am 13. September 1452; Huber a. a. O. III, 89. 

3 Zusatz aus dem bei Thurocx s 3 folgenden Kapitel. 

4 Die Stelle, die bei Enea Silvio davon handelt, ist vorher nicht 
übernommen. 

50 * Der Zusatz stammt aus E. Silvio, Europa d 5. 

n Pf\nnl ' Original frorm 

b ^ Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 808 — 

Promiserat Ulricus et Hungaris et Bohemis regem ad eoa prope- 

diem venturuin. Hungaris prinium satisfacere statuit; diem Ulis aput 

Thurocx s /. Posonium constituit. Conveniunt frequentes Hungari regia etatis 13., 

dominice autem incarnacionis 1453. anno. Eisdem vero diebus dominus 

Johannes comes Biztricensis partes regni inferiores lustrabat. Sciebatö 

enim plurimos dominos de Hungaria et maxime comitem Ulricum non 

recta ad ipsuni esse voluntate. Salvi tandem conductus sub s*curitate 

sacris quadragesimalibus diebus et alii viri potentes cum eo pariter 

Silv. Thurocz. ad regem venerunt. Res ibi pro voluntate Huniadis ordinantur. Tandem 

E.Silvio L c. recedendi licencia obtenta ad Themeswar descendit. Ulterius regnumio 

ingredi nee regi nee comiti visum. Fit reditus in Wiennam. Bohemis 

dies instituitur, qua regem coronandum Präge suseipiant. Erat inter 

Bohemos Johannes Smyricheus homo nobilis et faeundie gracia inter 

primos eonstitutus. Is postquam regem Bohemiam ingressurum cognovit, 

litteras huiusmodi ad eum dedit: lg 

Jobannes Smyricheus Ladislao regi salutem. Venturum te quam 
primum in regnum tuum probo, [F. 93] si modo imperaturus veneris, 
non pariturus. Inermem impotentemque intrare non laudo, si non 
bieipitem maier peperit, ut ex duobus capitibus unum Wienne apud 
amicos dimittas, alter um Bohemorum dubie credas fidei. Vale. 20 

Epistola comiti reddita est. Qui cognito tenore Georgio eam 
remisit. Ille accersito procerum consilio, inter quos Johannes non in 
postremis erat, litterarum sensum suppresso scribentis nomine recitat. 
Quid mereatur scriptor, pereunetatur. Dignum morte primi iudicant. 
Nee Johannes suo loco sentenciam dicere iussus adversari audet, prodi- 25 
torem et ipsum patrie afficiendumque summo supplicio censet, qui ea 
scripsit. Profertur mox epistola eius manu conscripta, et impressum 
annuli Signum recognoscitur. Damnatusore suo comprehenditur. Duarum 
horarum tempus datur, in quo, si velit, et anime sue saluti et domesticis 
rebus consulat Nee diueius vite dimissus gladio percutitur. Sic vir 30 
magis eloquens quam cautus, dum alienam servare vitam studet, per- 
didit suam. 

61. Convocantur apud Novum Triticiburgum pro veteri consuetudine 

(juatuor ordines, sacerdotes, barones, nobiles, civitates, pro steura regi 
danda, ut coronam regni Bohemie cum honore suaeipere possit.35 
Ibi Eyzingerius, qui pridem a comite suspectus extra regis graciam 
eiectus, cum aliis Australibus contra [F. 93'] comitem con- 
spirat. Steura promittitur. Eiczingerius solus regi oreomnium 
loquitur, comitem eicere persuadet. Fit reditus in Wiennam. 
Postera die congregatis armatis in castrum ipse comes Cilie^O 
administracionis sue honore privatus et confuso similis cum 
quatuor tantum comitibus ex aula discedens in patriam suam concessit. 
Albertus marchio Brandenburgensis, ne populäres saxa in eum iacerent, 
ad portam usque tutum iter fugienti prebuit. 

Lacius hec prosequitur Eneas in cronica Bohemorum 45 

cap- 61. 

Inconstantis fortune singulare documentum; nam qui paulo ante 
tutor regis et seeundum in Austria caput erat, in quem omnium oculi 
respiciebant, unico regis verbo potestate privatus inops consilii et animo 
confusus abiit. 50 



Q ( Origimltam 



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— 809 — 
Rex paulo postmagnificentissimis apparatibus Brunnam insignis E. Silvio, 

Moravie iuxta celebre B. Margarethe virginis 1 applicans - boh ' 62 ' 
arcem istic elegantis residencie marchionalis et pronam 
gentis Moravie subieccionem apprehendit. Deinde Bohemiam 
5pecüt et Pragam sublimis regni Bohemie famosam urbem pro- 
ficiscitur summos consecutus honores" 8. Kai. Novembris 2 more 
suorum predecessorum eiusdem regni diadema suscipiens 
festo SS. Syraonis et Jude apostolorum. 3 Mansit ibi non pairo 

tempore Ladislaus nee unquam hereticorum ecclesias quamvis rogatus 

10 intravit nee [F. 94] sacris eorum interfuit. Ob quam rem cupientem 

in Austriam reverti regem nullus hereticorum est adversatus. Prius 

tarnen quam rediret, Wratislayiam sereni ducatus Slesie eivitatem 

capitalem venerandi Nicolai episcopi solemnitate intravit. 4 
Cuius terrigene plurimi prestantes dominum ipsorum naturalem 

15 cum recognoseunt debitis sibi muniis et obsequiis ultro se 
offerentes. Reversus Wiennam cum honore suseipitur. 

Cornea Cilie, dum hec aguntur, fraetus asimo et omni spe reliqua 
destitutus imperatoria graciam querit, non invenit, a Venetis 
eensum stipendialem petit et non aeeipit Postquam foris nullum 

20exilii sui presidium repperit, per amicos reconciliari Ladislao querit. 
Comes post» annum» 5 itaque per amicos clam regi conciliatur reversu- 
rusque b Wiennam magno et splendido apparatu 1000 ducens equites 
expeditos in armis adit. Venienti rex obviam extra urbem factus est. 
Mira rerum mutacio. Qui paulo ante mestus in exilium ierat, in tri um - 

25 pbantis modum revertitur. Eyzingerius, qui culmen potencie consecutus 
eum deieeerat, quod in alium statuit, in se ipsum pati cogitur. Intrante 
namque urbem comite ipse cum amicis egreditur spontaneum exilium 
eligens, illorum adulacione pulsus, quorum avaricie ac rapine 
obsistebat. 

30 De dolo comitis Cilie Jobannem Huniadem ab amministracione 64. 

regni Hungarie cupientisc ammovere habetur in hystoria Bohemie 

cap. 64. 

[F. 94'] Anno Christi 1455. despotes Servie Wiennam 

venit et Ladislaum regem supplex cum muneribus adiit 

35 querens contra Turcos refugium ; postea in patriam rediit. 

Multa ante bec inter Hungaros et regem agitata sunt et eum 

ipso Johanne pacciones habite. Deinde rex ipse Budam profectus. 

Ea tempestate papa Calixtus III. cognita Machumetis Thurcorum 65. 

imperatoria voluntate Hungariara sibi armis subicere cupientis Johannem 
40 cardinalem 8. Augeli cum legacione in Germaniam ad predicandum 

» am Rande hinzugefügt, b reversusque Rs. c cupientem Hs. 

1 13. Juli 1453. 
7 24. Oktober 1453. 

3 28. Oktober; Bachmamn, Geschichte Böhmens II, 441. 
45 4 Am 5. Dexember 1454; Bachmann a. a. O. II, 452 f. 

5 Zusatz aus E. Silvio, Europa d 6. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 810 — 

crucem CODtra Turcos misit. Machumetes autem Constantinopolitana 
victoria superbus congregatis ingentibus copiis in Thracia per tribulos 
in Hungariam properans 150 000 pugnatorum ducere ferebatur tantoque 
tumens exercitu nil dubitare quin devicta Hungaria illiricos penetrare 
sinus. Veium parva urbs tan tos eius conatns retinuit: Thaurinum 5 
appellavere maiores, nostra etas aliam vocat Albam ad confluentes 
Danubii Savique sitam. Hanc primam oppugnare statuit propter opor- 
tunitatem transeundi fluminis. Johannes Capistranus Hungaros in arma 
concitabat. Qui ubi appropinquare Tburcos accepit, nihil moratus in 
Albam se contulit cum cruce signatis. Jobannes quoque Huniadis 10 
contractis raptim copiis eo profectus est. Cardinalis Bude remansit. 

ThurooK s 5. [F. 95] Rex ubi Thurcos advenisse cognovit, mox iuvenis princeps 
intime expavit, et comes Ulricus, quique suis regem consiliis dirigebat, 
non minus turbatus est. Non ergo regni de tutela tractarunt et nee 
Silvio l. c. ad obviandum hosti arma pararunt, sed veluti rumorum ignari neque 15 

Thurocx l c. satis tutam Bude moram arbitrati unius noctis sub tenebris sub specie 

Suwo l. c. venacionis urbem egress i in Wiennensem civitatem via immorata se 
rA W ro^/.c. contulerunt 

Comperto regem advenire aeeepto regno eunetus clerus 
cum reliquiis, studentes processionaliter, cives omnes cum 20 
populo, artifices singuli cum candelis et victrieibus signis 
extra urbem obviam venere prineipem suum cum gloria et 
leticia suseipere. Erant niminim tunc Wienne personaliter 
constituti nuncii solemnes Caroli regis Francorum pro filia 
sua Magdalena Ladislao tradenda. In quorum conspectu^ö 
prefata splendida suseepeio peraeta est. 

Anno domini 1456. in mense Junio cometes caudatus 
super emisperium Wiennense fere per integrum mensem 
apparuit, quem et ego Vitus Arnpekch ibidem tunc studio 
anhelans vidi. 30 

Thurocx s 5. Eadem estate prefatus cesar Thurcorum horrendo et multiplici 

bellico cum apparatu castrum Nandoralbense predictum terribili obsidione 
circumquaque adorsus est. Innumerabilium ergo cernebantur altis castri 
de meniis eulmina tentoriorum, longe lateque circumiacentes carapi 
[F. 95* ] per planicies extensorum. Hostis vero multitudinem visu 35 
comprehendere polerat nemo. Multas preterea naves marinarum navium 
ad instar fabricatas ipse cesar adduxerat et his quidem Danubii et Savi 
flumina secus idem castrum decurrencia adeo munierat, ut ad ferendam 
Castro eidem opem navali officio uti valebat nemo. Ingenia quidem ac 
machinas et tormenta tot et tanta in qualitate, qualia et quanta in 40 
nullius castri destruccionem aliquando comportata fuisse credi possunt, 
iuxta castrum Crwsowcz mira agilitate conflata — propter sui enim magni- 
tudinem longinquis de partibus apportari nequivissent — maximis cum 
laboribus advexerat. Que tandem ea parte castri, qua campum respicit, 
apposita alia ex illis solidos castri eiusdem quaciebant muros, alia vero 45 
altum in aerem lapides» magnitudinis modii exeuciebant, et hi quidem 
deorsum castri intra muros formidoloso impetu cadentes omne vivens, 



lampades Hs. 



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— 811 — 

quod attingebant, ad instar fulminis subita morte extinguebant Tona- 
bant ergo die noctuque crebrius excusse machine, et terribiles illarum 
tonitus usque ad civitatem Zegediensem et alias circumquaque plus 
quam ad hungaricalia 24 miliaria audiebantur ». Nihilominus oontinua 
5succensio machinarum fumum eructans assiduum nobilem solis iubare 
rutilante aerem densa nubium caligine obumbrabat, advolantesque aure 
sulphureo miscebantur fetore, et nee fervidus estatis dies neque noctis 
obscura caligo obsidentibus et [F. 96] obsessis quieti erat, ut non 
omne tempus funebra decertacione expenderetur. Ruebant tanto ex 

10 impulsu nobilium turrium eulmina, dissipabantur parietes b , et alta 
menia bominem castrumve tutancia humotenus sternebantur. Quid 
amplius dici potest, nisi quod obsessi intima mortis formidine percussi 
diera tan tum expeetabant extremum? Cunctas regni per partes tarn 
acerbe tamque pohntis obsidionis fama ferebatur. Hungarie tarnen 

15 domini quadam desidia quasi gravi somno laborantes periture arci 
armorum auxilium ferebant minime. Adiit tandem hoc tremendum 
obsidionis genus vir innate virtutis et milicie, dominus comes Biztricensis, 
modico ad decertandum cum tanto hoste stipatus milite. Confluunt 
Hungarie plurime per dictum fratrem Johannem de Capistrano cruce 

20Bignate gentes pro Christi nomine pugnature, et de partibus polonicalibus 
crueiferi quasi 300 venere. Quapropter ipse dominus comes, quamvis 
cura gubernaminis exutus fuerit, tarnen a sueta in illo agente strennui- 
tatis virtute sustinere non valuit, quin ut hostem adoriretur. Viam 
ergo quesivit, qua hostium naves a decursu fluminum predictorum 

25removere obsidioneque laborantibus armorum presidium ferre posset 
Conquisitis tandem navibus illas militibus armatis et cruce signata gente 
simul oneravit, tandem per fl unten Danubii hostiles contra naves misit. 
Propter quod uterque hostis navali iungitur certamine. Jngens exuberat 
in Tburcis clamor, et Hun-/\F. 36'7gari quoque voeibus altis dominum 

30Jesum pro auxilio invocabant. Via igitur ad fugam utrique hosti 
dempta acerrimum committitur prelium. Feruntur hinc inde altas 
Danubii per aquas, et multi ex illis mortalibus sauciati vulneribus 
cadentes ibant in profundum, tantique sanguinis ex effusione clara 
danubialis aqua immense cedis cruenta ostendebat vestigia et recentibus s 6. 

35pugili de utroque piseibus esce parabantur. Tandem longum belli post 
laborem jvicerunt Hungari acriusque irruentes in Thurcos naves eorum 
ferreis iunetas cathenis dissecantes vehementes succenderunt in tlammas. 
Dominus vero comes navali in certamine gloriam victorie adeptus mox 
castrum adiit et capitaneos illius iam mente consternatos et preter 

40 mortem nullam aliam sortem expeetantes consolatus est. Quid, inquit, 
territi estis? An solum nunc vidistis Thurcos? Hi sunt illi, quos 
sepius fugavimus, nosque interdum fugimus ante illos. Cur illorum 
aspectus, quos multociens vidistis, vos turbat? Nonne arma et vires 
illorum experti estis? Confidamus igitur, filioli in Christo, pro cuius 

45 nomine crebrius nostrum fudimus sanguinem, et cum illius nostroque 
hoste eo forcius decertemus! Nonne Christus mortuus est pro nobis? 
Et nos quoque moriamur pro illo! Estote ergo animo constantes et 
fortes in bello ! Timidus, ut noscitis, est hostis, sique deus nobiscum 
fuerit, de facili conteri potest; nam et terga [F. 97 J vertere consuevit 

50 et illum in fuga labi fugientemque in patriam reverti non pudet. Quid 



* audiebatur Hs. b parites H$. 



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— 812 — 

amplius est disserenduoi, cum hec et vos tentastis meo sub ductu longa 
belli tedia ferentes? Per* hec itaque et horum plurima verba perque 
suam presenciam dominus comes non modica illos animositate restituit. 
Firmavit insuper castrum novo milite, cruce signatam quoque gentem 
plurimam in illud introduxit, et cum popularis esset condicionis arma-5 
que vertere foret ignara, dominus comes et illos, in quantum potuit, 
hello adaptavit. Audierat ante hec cesar Thurcorum prefatus, quod 
genitor suus Amrates, dum viveret, sub eodem Castro Nandoralbensi 
Septem mensium consumpsisset obsidionem et eodem potiri valuisset 
minime ac absque victoria cum dedecore desub illo recessisset. Qua- 10 
propter idem cesar Thurcorum astantibus sibi sui exercitus ductoribus 
ipsum genitorem suum vituperamine non modico affecit seque idem 
castrum dies per 15 expugnare posse dixit Quem cum waynoda^ Natulie 
suorum supremus waynodarum b sie se iaetantem audivit, impetrata 
prius dicendi licencia ad verba illius ita respondit: Maxime cesar, iocun-15 
dum aliquid vestre dignitatis in presencia me dicere expediret; timeo 
tarnen, ne in posterum rei exitus me vestram apud clemenciam redarguat. 
Hoc tarnen scire debemus Hungaros ipsorum castra gravius cedere 
quam Grecos. Cum igitur iam nobilium eulmina turrium deieeta 
meniaque in magna parte humotenus prostrata iacerent [F. 97*] ac20 
valles 1 » et fosse castri replete et terre adequate essent, ita ut hoetis 
irrupeioni nil penitus obstaret et prescriptus 15. dies prefate obsidionis 
eluxisset, mox cesar ipse adhuc rutilante aurora eunetam gentis sue 
multitudinem pulsancinm timpanorum tubarumque hinc inde resonancium 
in voce commovit furiosoque in impetu idem castrum aggressus est c ac25 
cruentam per cedem illius penetravit in medium. Hungari vero, licet 
tanto cum hoste ipsos congredi impar fuerit, viribus tarnen se defende- 
bant totis auxiliumque domini Jesu sepius acclamantes hostis in ruinam 
acriter insistebant. Instauratur ergo mortale bellum, et castri decertatur 
in plateis. Cadunt hinc inde multorum cadavera interfectorum. Multo30 
ex clamore ac innumerabilium ensium ex tinnitu ingens in aere confusio 
reboabat et sepius utrique hostes tum iste tum ille terga dare coguntur. 
Aderat et frater Johannes de Capistrano. Uic velut in extasi positus 
et ceteri fratres cum illo humotenus provoluti levata ad summum 
auxilium mente manibusque et oculis in celum defixis gemebundi ora- 35 
baut. Dominus vero comes Biztrieensis hie minis, hie, ut pugnarent, 
instabat monitis. Michael quoque Zilagij capitaneus et Ladislaus de 
Kanisa d iuvenes / F. 98] militari virtute prestantes et acies armatorum, 
quos dominus comes adduxerat cum illis, neenon et agmina cruce- 
Bignatorum dirutis Stentes castri in parietibus atrociter pu^nabant. Iam 40 
Thurci sepius de Castro expulsi et rursus dirum per certamen in illud 
ingressi Hungaris potenciores erant. Iam plurime domus in Castro 
succense vehementes eruetabant flammas. Iam cesaris vexilla in signum 
victorie plurima castri in meniis elevata tenebantur. Iam Hungari omni 
spe resistencie destituti retrocedere, si quo erat, cogebantur ; crudescebat 45 
enim unieuique imminentis mortis aspectus. Tandem cum fugam salutis 
sibi opem ferre posse nullara, sed tanti discriminis solam mortem esse 
redemptricem conspexerunt, rursus nomine domini Jesu altis voeibus 
invocato, armis coaptatis et clipeis iunetis forciori, ut poterant, cum 
impetu irruerunt in hostem. Funebre ergo renovatur certamen. Multi 50 



* Popt Hs. b s0 H s , c fehlt Hs. <* Kamsa Hs. 

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— 813 — 

hinc inde sanguinem simul et animam fundunt. Nee abest auxilium 
dei. Nam mox euneta Thurcorum agmina tarn fortem tamque animoeum s 7. 
Hungarorum per impetum a turbata versa in fugam. Hungari eigo 
animositate resuropta et quasi novo potencie spiritu celitus adiuti in 
5 ore gladii persecuti sunt illos tarn diu, donec eunete machine ceteraque 
tormenta per illos caetri ad ruinam adbibita suorum sunt nudata custodiis. 
Propter quod Hungari omnes, quas Thurci constituerant, municiones 
igne succenderunt. Nee ergo diei durante luce [F. 98* ] cessatum est 
a prelio, sed illud, quod prius castri artis in plateis agebatur, lato 

lOpostea in carapo interim, donec nox superveniens utrumque hostem sua 

disiunxit caligine, multa cum severitate extitit continuatum. Capistranus E. Silvio, 
ex turri clamitans Christianos hortari, vexillum crucis ostendere, opem H. boh. 65. 
de celo promittere, dei presenciam implorare. Qualiter autem cesar Thurocx s 7. 
ipse profundis eiusdem noctis sub tenebris castro sub eodem fuga lapsus 

15 sit, pro comperto habet dicere nemo. Ad laudem tarnen dei et cesaris 
eiusdem confusionem sufficit, ut eunetis bellicis spoliatus apparatibus 
omnibusque machinis et ceteris tormentorum generibus, quas et que 
illac advexerat, relictis immensam sue gentis post cedem propriam in 
patriam rediit. Sed et in posterum huius castri memoria b per quempiam 

20sui in presencia facere grata b fuit nunquam. Quidam tarnen de eiusdem 
cesaris fuga ita dixere, quod videlicet ipse cesar fervente atrociori hello, 
dam suos ad certamen cogeret, sagitta in pectore fuisset vulneratus 
cecidissetque mox semivivus, at sui eum rapientes inter manus sua ad 
teotoria detulissent. Ubi autem ad noctem ventum fuisset, Thurci territi 

25 fugam inissent cesaremque secum deferentes, ne idem ex itineris laboribus 

magis gravaretur, ex alia parte castri eorum Sarno vocati condescendissent. 

Cumque ibi cesar ipse ad se redisset ac, ubi iam esset, interrogasset, 

Uli quoque eidem locum denotassent, dixisset cesar: Et [F. 99 J cur 

aut qualiter ad hunc locum devenimus ? Devicti sumus, inquiunt, per 

SOHungaros, et Natulie waynoda et quasi omnes tui exercitus duetores 
interfecti sunt ; nos quoque magnam aeeepimus stragem ac, quod raaius 
est, tuam serenitatem pocius mori quam vivere suspicabamur. Fugimus 
ergo hunc usque ad locum. Et rursus, si eciam inachine et cetera 
ingenia ibidem derelicta essent, cesar requisivit b . Uli quidem omnia 

35 ibidem remansisse dum respondissent, cesar ipse mox intima cordis 
amaritudine exaeerbatus dixisset : Afferte mihi venenum, ut gustem et 
moriar pocius, quam cum dedecore meum revertar in regnum. Tali 
igitur exitu cesar Thurcorum sub Castro Nandoralbensi preliatus est et, 
qui tumida m eilte superboque oculo solus euneto terrarum orbi dominari 

40 volebat, iudicio divino rusticanam per manum, que pocius sarculum 
quam arma traetavit, devictus est et, qui multa rum tubarum multorum- 
que timpanorum in sono admodum letus venerat, tristis noctis sub 

ßilencio turpiter fugit. Acta sunt hec in die Marie Magdalene 1 
anno domini 1456. 
45 Post hec dominus comes Biztricensis egrotavit paucisque diebus Thurocx s 7. 

ipsa egritudinc laborans tandem in opidum Zemplen delatus in recom- 
mendacione prefati fratris Johannis de Capistrano viri dei suo salvatori 

a impeditum Hs. b so Hs. 

1 22. Juli. 



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— 814 — 

suum restituit spiritum. Cuius tandem corpus ubero suorum in fletu 
ad wÄlbam Transsilvaniensem delatum honorifice extitit tumulatuni. 
s 8. [F. 99* ] Post decessum& ipsius domini comitis frater Johannes deCapi- 
strano non multos sub sole dies duxit migrans ad Christum. Cuius 
corpusculum in claustro fratrum minorum de observancia in opido5 
Wylak fundato conditum claret miraculis. 

Ladislaus dum cesarem fugatum, dominum comitem v*ro vita 
Silvio 66. excesaiBse audivit, mox suadente Cilie comite in Hungariam redire 

Thurocx s 8. statu it. In autumno itaque rex et comes Cilie Ulricus populari 

almanica gente stipendiaria plurima stipati me vidente ex Wien- 10 
nensi littore prope turrim rubeam navali officio alta Danubii 
sulcantes venerunt in Hungariam et primo Budensis castri atriis dies 
per aliquot inhabitatis tandem ad opidum Futhak descenderunt. Ubi 
regio ex edicto nobilium tocius regni congregacio extitit celebrata. 
1 1. Placuit post hec regi Ladislao Castro in Nandoralbensi potencie cesaris 15 
Thurcorum conspicere vestigia; pariter ergo rex ac comites Ulricus et 
Ladislaus illac transierunt. Stipendiarii quoque cuncti, qui de 
Almania venerant, navigio secuti sunt illos. Ibi die lune post Mar- 
tini comes Ladislaus Huniadis summo mane hospieium comiti Ulrico 
assignat u m pariterque et ipsum comitem pro habendo, ut fertur, mutuo20 
colloquio adiit, primum verbis minacibus , tandem ambo radiantibus 
decertantes armis ; alter in alterius madidarunt cruore enses. Dum 
autem ante ostium stancium ipsius comitis Ladislai fidelium aures 
intrinsecib rumor belli delatus est, intardi dissoluto domus [F. 100] 
ostio mox eductis ensibus irruerunt in comitem Ulricum se suarum25 
viriuin omni cum virtute defendentem straveruntque illum framee ictu 
in pede graviter vulneratum et tandem prostratum ibidem decollarunt. 
Quantus autem regem baronesque regni et Almanos regi annexos ibidem 
concussit timor, quantave formidine intima ipsorum trepidarunt viscera, 
dum enses c nudos d saßguine tinctos © humano castri per plateas radiäre 30 
viderunt, ipsi sensere; omnes enim idem poculum, quod comes Ulricus 
E. Silvio, bibit, se bibere cogitabant. Nee moratos ea novitate regem perculsum 
■ "• adeuntes occisum regni hostem dicere, digna meritis premia reddita* 

Regi nihil timendum esse, euneta eius imperio parere, nunc regnum 
eius ineipere, prius apud comitem fuisse. Rex quam vis vehementer 35 
commotus erat tarn atroci facinore, supra tarnen, quam eius ferebat 
etas, dolorem compressit amicis circumstantibus dicentibus: Ferendum 
est, quitquid vitari non potest; ademptam comiti vitam reddere non 
possumus. lussitque defuneti cadaver plaustro impositum Ciliam deferri 
atque in sepulchris maiorum condi. 40 

Silvio 67 u. ip 8e gutem rex castro Nandoralbensi relicto comitante Ladislao cum 

Thurocx 1 1. eeteri g re g n j primoribus Budam repetere statuit Inter equitandum ad 
opidum HuniadumThemeswar denominatum pervenit. Ibi comes Mathias 
et coniunx Huniadis Elizabet ob mortem mariti lugubri veste induta cum 

Thurocx 1 1. puellis venere in oecursum. Inducto ergo illo sublimia castri eiusdem in *& 
palacia excellenti illum, ut regiam decebat dignitatem, [F. 10(/ J hospicio 
traetavere. Ubi et ipse rex Ladislaus sui regni baronibus ad utrumque latus 
suum stantibus comiti Ladislao prostrato temeritatem, quam in oeeidendo 

• discessum Jft. b intrinsici Hs. c ensens Hs. d nudas Hs. 
• tinetas Hs. 50 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 815 — 

comite Ulrico eiusdem regia consanguineo eommiserat, indulsit, et ambos t 2 
comites lugubri vestimento, quod paterne mortis in memoriam deferebant, 
exai iussit et eosdem una cum matre propria sua pro persona pur- u. Silvio l. c. 
pnreas tunicasanro distinctas amicüre fecit et dono dedit, puellas quoque 
5 sua dignitate donatas mutare habitum increpavit totumqun diem leticie 
dari. Convivia demum splendide apparata, inter epuias et vina saltatum 
cantatumque, quasi celebres nupcie per lusum et iocum acte. 1 

His blandimentis allecti Huniadis filii nihil iam dudum ex cede E. Silvio, 
comitis in caput suum verti posse confidebant. Itaque posito metu 3. boh. 68. 

10 regem ußque ad Budam secuti sunt aulamque in primis estimati cultique 
frequentabant. Verum amici comitis ac emuli olim Huniadis regias 
aures dietim pulsare, illustrem principem, avunculum regium, sine causa 
necatum conqueri, maiestatem gravissime lesam» dicere, inultum tarn 
atrox scelus relinquendum non esse etc. Rex his et aliis pluribus 

löverbis fictis motus. Feria 2. post dominicam Oculi 1457. comes Thuroex t 2.3. 
Ladislaus regium ad colloquium vocatus ibidem regia in domo extitit 
captivatus. Comes Mathias de his, que erga fratrem agebantur, inscius 
sua puerili innocencia nullam sibi openi ferente in quadam domo, que 
sibi pro hospicio Castro / F. 101 ] in Budensi designata erat, reclusus est 

20 Ambo tandem seorsum pervigili subiecti sunt custodie. Sequenti die 
dominus Johannes Waradiensis episcopus, Sebastianus de Rozgon et 
Ladislaus de Kanysa necnon Caspar Bodo b de Gywrgij, Qeorgius quoque 
Modrar, uterque Paulus Horwath ac quidam Almanus Frodnohar de- 
nominatus, milites, et alii quidam, qui per quondam dominum comitem 

25 Jobannem aut promoti aut ab infancia educati erga comites Ladislaum 
et Math iam fideli familiaritate et amicicia ducebantur, captivitatis sunt 
affecti calamitate. Dum tandem detencionis eorundem comitum tercius 
dies v esperar um horam peregisset, comes Ladislaus iudicis et iuratorum 
civium Budensis civitatis ad manus, ut capitis plecteretur pena, assig- 

30 natus ac sub multorum custodia armatorum ante castrum Budense in 
oppositum atrii Fryspalotha denominati deductus ibidem decollatus est 
quatuor ictibus, 24 natus annos, egregio corpore adolescens, flavis de Silvio 68. 
more crinibus super humeros paseis, revinctis post tergum manibus, 
talari atque aurea ve6te indutus. Postquam autem decollatus est, mox Thuroex t 3. 

35atro involvitur tegumine positusque in feretro ad ecclesiam S. Marie 
Magdalene defertur totamque per noctem vigiles per exeubias custoditur 
ac tandem prima aurora luce erumpente in ecclesia sacratissimi corporis 
Christi omni exequiarum et sepulture sine honore tumulatur. Episcopus Silvio 68. 
Waradiensis multum instante cardinale S. Angeli, qui tum legatum 

40 apostolicum agebat, Dyonisio episcopo Strigoniensi, [F.10V] eidem 
quoque cardinali et pari legacione fruenti, seeundum canones iudicandus 
traditur. De ceteris captivis suspensum iudicium. Qui tarnen paulo 
post e carceribus evasere. Rex Bude non diu moratus in Austriam se 
reeepit. Comitem quoque Math iam sine aliquo vineulo etPaulum Modrar Thuroex t 4. 

45 multis ferramentis compeditum — locuples enim erat auro — uno et 

eodem in curru locatos secum abduxit. Cum per Strigonium iter faceret, Silvio 68. 
vocatum ad se Johannem Waradinensem presulem bono animo esse iussit 

* lesum Hs. b Bobo Es. 

1 Mit Unrecht erachtete hier Kurz , Oesterreich unter Kaiser 
50 Friedrich IV., 7, 187 Arnpecks Text als originale Quelle. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

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— 816 — 

his verbis usus: Com eseem Bude, feci, quod voloere barones; neque 
enim mei iuris eram. Quod te cepi, illorum fuit; quod te supplicio 
culpaque libero, meum est. Spectata mihi tua virtus nihil de te sinistrum 
Thurocx t 4. credi sinit. Abi et, quem gessisti hactenus, episcopatum gere ! Subortum 
est quidem* mox in regno acre disturbium, et sine discrecione ipsorum 5 
comitum de erumna gravis exigebatur pena. 

Rex itaque multo stipatus milite me conspiciente cum 
ingenti gloria Wiennensem intravit urbem. 
E. Silvio, Placet legatos mittere, qui sponsam petant. De loco nupciis 

H. boh. 69. eligendo contencio oritur. Hungari Budam, Australes Wiennam, Bohemi 10 
Pragam tante celebritati deputandam aiunt. Dia res trahitur nutaote 
rege. Ob eam causam Georgius Poggiebracius cum 800 expeditis equitibus 
in Austriam usque ad Danubium proficiscitur. Cuius faccione solem- 
nitas Präge destinata. Ordinatis Austrie rebus ingenti rex apparatu 
Bobemiam petit. In trän ti Pragam Rochezana cum sacrilego presbyterorum 15 
comitatu pompam ducens [F. 102] obviam venit et habita oracione pro b 
fausto felicique reditu congratulatus est. Vix admonente Poggiebracio 
rex gracias egit hereticum ac pestiferum torvisc oculis clerum inspiciens. 
Ubi vero maioris ecclesie sacerdotes sacra ferentes occurrerant: Hos, 
inquit, dei ministros agnosco, atque ab equo prosiliens consalutatis 20 
omnibus sanctam crucem osculatus est; erant enim Romane fidei secta- 
tores, qui pro testamento dei exilium longo tempore passi Sigismundi 
tandem vocacione sua loca recuperaverant. Hec Ladisiai pietas multorutn 
ofiendit animos, qui Rochezane studebant inepciis, suppressum tarnen 
ac dissimulatum odium. Inde due legaciones misse, altera ad imperatorem 25 
Fridericum de pace actura, in qua princeps fuit Eyzingerius, altera ad 
Carolum Francie regem eius filiam petitura d . In hac primas partes 
gessit Ulricus Pataviensium preses moribus ac doctrina preditus, quem 
tradunt 80 equos albicantes duxisse. In ea legacione 700 equites pro- 
fecti sunt, quadrige anrate, matrone ac virgines spien diclo apparatu, que 30 
sponsam ducerent , vestes preterea donaque tanto roatrimonio missa. 
Tercia quoque legacio ad Calixtum pontificem maximum decreta erat, 
que controversias de religione dirimeret regnumque Bohemorum Romane 
ecclesie coniungeret. Super his quarta cura regis urgebat animum com- 
parandi contra Tb urcos validi exercitus, quo e tandem nostra etate scele- 35 
rata Machumetis supersticio pelli ab Europa posset. Iam de concordie 
formula cum Friderico convenerat. Instruebaotur [F. 102' ] regie nupcie 
niaximo sumptu, splendidissimo apparatu. Imperator et augusta vocati, 
ambe regis sorores cum viris eam celebritatem accessure ferebantur. 
Saxonie, Bavarie, Siesie, Franconie, Rbeni principes, multi quoque ex 40 
Oallia reguli venturos se promiserant, non solum nupcias ornaturoe sua 
presencia, verum eciam de*> tuenda republica christiana contra Thurcos 
acturos. Sed hos tan tos cogitatus, has pulcherrimas instituciones, tan tum 
rerum ordinem immatura mors ac repentina regis interrupit. 
E. Silvio, Ladislaus igitur 10. Kai. Decembris hora circiter 12. noctis egrotare45 

H. boh. 70. cepit. Sederat in iudicio rex neque de more suo indutus prodierat, 
linia tantum indumenta susceperat et desuper persicum habitum, quem 
vocant schubam. Tristem vultum notavere omnes. Id Signum pre- 
sagientis egritudinis iudicatum. Dimisso tribunali cenavit inter purpuratos 

* equidem Hs. b fehlt Hs. und Druck. c coruis Hs. * petituram 50 
Hs. ° qui Hs. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 817 — 

composito et gravi sermone usus. Post multam noctem in cubiculum 
ductus , oblatas rapulas , que apud Bohemos dulcissime sunt, avide 
coraedit siceramque bibit. Sermones haut quaquam tristes inter cubi- 
cularios miscuit. Priusquam lecto decumberet , oracionem de more 
5 apud superos habuit. Qua finita gravatum se dixit et stomachuin vehe- 
menter dolere. Cui unus ex cubiculariis nacione Bohemus: Ascende, 
inquit, Stratum ; dolorem somnus excludet. Paruit rex, quieti se tradidit. 
Cumque» ad horam dormivisset, vocato iterum cubiculario [F. 103] vim 
doloris t>, qui sensim cresceret, intollerabilem esse ait. Ille nihil somno 

10 melius affirmat. Regt nulla quies dabatur. Ne tarnen cubiculariis 
molestus esset, dolorem in diem tacitus pertulit. Tum medici accersiti, 
quod suarum parcium erat, desperata salute fecerunt. Georgius et ipse 
vocatus. Ad quem rex: Tua mihi, Georgi, iam pridem cognita fides 
spectataque virtus est. Mihi moriendum est. Regnum in tua manu 

15ent. Duo ex te peto, alterum, ut provinciales iuste regas, pupillis, viduis 

imbecillisque rectum Judicium patrociniumque ne subtrahas, alterum, 

ut, qui me c secuti sunt ex Austria ceterisque provinciis, in patriam 

8uam inviolatos remittas. Hoc mihi supremum beneficium ne deneges. 

Tum rex apprehensa manu: Ave, inquit, promitte, quod cupio! Si 

20feceris, que iubeo, deum propicium tibi reddam. Neque enim ita vixi, 
ut celum mihi denegari putem. Pro celestibus terrena relinquo; tu 
cave postulatis adversari ! Deditque fidem facturum, quod rex imperasset. 
Finito sermone intromissis sacerdotibus de curacione anime actum, 
cbristiano more sacramenta exhibita. Rex ornamenta sua Pragensi 

25 ecclesie legavit iussitque crines in auri modum fulgentes, ne qua super- 
esset vanitas, amputari. Id ministri neglcxere. Ubi anima egra amplius 
dimorari non potuit, sacram candelam peciit eamque manu prehendit 
et intuens salvatoris ymaginem crucifixi oracionem dominicam dicere 
orsus ad finem usque perduxit pronunciatisque verbis ultimis: Sed 

30 libera nos a malo , nihil amplius locutus mortalis vite lumen reli- 
quit. [F. 103*] Ladislaus nobilissimus adolescens 18 natus annos intra 
36 horas, postquam egrotare cepit, extinctus est in die S. Clementis anno Chr. Stams. 
Christi 1457. 

Mortem eius alii morbo, alii veneno imputavere. Medici theutones, jg» # Silvio, 

35 quorum potissima corporis cura fuit, in Austriam reversi palam dixere, H. boh. 71. 
quam primum egrotare rex cepisset, se vocatos manifesta mortis et 
veneni signa comprehendisse neque ausos in aliena terra manifestare, 
que viderant, timuisse potenciam eorum, quorum scelere rex periisset» 
regi clam aperuisse omnia, respondisse illum non ignorare toxicum 
datum, ailencium imperasse, ne regie morti suam adicerent. 

40 Regni proceres extincto rege in magno merore fuisse constat et 

publicum toto regno luctum, qui ad 7. Kai. Decembris continuatus est. 
Tunc regia pompa peractis exequiis defuncti corpus in sinu proavi sui 
divi Caroli Romanorum imperatoris sepultum. Circumveccio per urbem 
more maiorum neglecta. Mathias Huniadis filius ex Wienna ductus, 

45 qua die rex obiit, Pragam applicuit atque in potestate Georgii factus 
est. Nee diu postea rex Hungarie designatus magnis sponsionibus 
dimissus e earcere volavit ad regnum. Advene, qui Ladislaum secuti 
fuerant, suam quisque domum peciere. 

» Cunque Hs. b dolorem Hs. c f e hu Hs. 

Quollen u. Erörterungen N. F. III. f g m 



by^OOQle 



UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 818 - 

Quinque apices: A, d, c, i, p, quos indubie spirante 
paraclito elegerat, ipsemet detexit: Arno deum, cleram, 
iusticiam, pacem. 

[F. 104] Defuncto itaque Ladislao rege serenissimo etc. 
ducatus Austrie Leopoldi senioris, fratris proavi sui Austrie 5 

Tab. Ct. d 3. olim ducis tercii Alberti, nepotibus cessit. De quo Leopoido 
et eius prole ac gestis hoc loco uunc secundum ordinem 
dicendum est. 

2lat.Ausx. Leopoldus dnx, cui in divisiooe cum fratre suo Alberto 

tercio duce Austrie Stiria, Carinthia, Carniola, Alsacia, Tirolis et 10 
BuTgOvia cessit, 1 Viridim filiam Barnabovis principis Mediolani 
uxorem duzit. Ex qua Wilhelmum, Leopoldum, Ernestum et Fridericum 

Tab. Cl. d 3. filios et Elizabet filiam genuit. 

2 Huius temporibus anno Christi 1381. communitas rusti- 
corum in villa dicta Swica 8 sita in montanis ultra Alsaciam 16 
versus Lombardiam seu Subaudiam cum suis adherentibus 
hinc inde in eisdem montanis per longum passum coniunctis 
opidis, videlicet Pern in Nuchtland* 4 et Luceria ac ad 
Heremitas B. Marie 5 , isti conglobati et concordati simul 
iugum subieccionis dominii ducum Austrie penitus tunc ab- 20 
iecerunt, ymmo diffidarunt, ut quidam dicunt, duces Austrie. 
Porro ista apostasia seu rebellio sumpsit inicium ex malo 
regimine officialium ducum, ymmo negligencia et inadver- 
tencia principum, qui non prospiciunt per se, quid terris, 
quid populis suis opus foret aut ubi sit defectus in utilitatibus 25 
reipublice necessariis , sine quibus eciam respublica non 
potest crescere aut subsistere, [F. 104'] quandoquidem, 
dum principes nimis bene et plus, quam oportet, credunt 
suis castellanis, prefectis, iudicibus et aliis quibuscunque 
officialibus contra pauperes vel communitates opidorum et 30 
villarum committentes sibi subditos ad regendum, qui post- 
quam habuerint dominium, asperiores sunt pauperibus quam 
ipsemet dominus, non pascunt, sed tan tum continue absque 
domini iussu et utilitate tondunt, ymmo usque ad vivam 

* so Es. 35 

' Vgl. oben S. 790,2. 

* Die folgenden Abschnitte über den Schweixerkrieg und besonders 
die Sempacher Schlacht stammen, soiveit sie nicht aus Königshofens Chronik 
entlehnt sind, aus unbekannten Quellen und enthalten manche Angabe, 
die anderswo nicht vorkommt. Den ganzen Berieht Arnpecks hat ab- 40 
gedruckt Theod. von Liebenau, Die Schlacht bei Sempaeh (1886), S. 190—193. 

* Schicyz. 

* Üchtland. 

* Einsiedeln. 

n- «w h C^ rtrhCiic* Original from 

]\QH\zeä öy VjUU^IC UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 819 — 

carnem et ossa corrodunt, unde generatur impaciencia, inde 
murmur, contradiccio, inobediencia et rebellio. Eciam post- 
quam pauperes fidem habent de bonitate principis aut piam 
querimoniam principi offerre volunt, isti officiales aut qui- 
5 übet eorum apud principes habet suum advocatum aut duos 
vel diligunt munera et retribuciones, odium, iniusticiam et 
pauperes impediunt, quantum valent, ne ad presenciam prin- 
cipis pauperes cum suis querimoniis attingant, et sie remane- 
bunt sine consolacione in inobediencia et rebellione, postquam 

10 oeculte radices longas acquirunt et plerumque in publicum 
pullulant, ut hie contigit, ut communiter narratur. Fuit 
enim ille prineeps Leopoldus senior dux Austrie, pronepos 
regis Rudolfi, pius et mitis et quasi instinetu nature propheta 
sibi ipsi mali futurL Non semel dixerat suis astantibus, 

loantequam hec dissensio fieret: Ei, propter pium deum ad- 
mittatis pauperes nostros venire coram nobis, ut suos pro- 
ponant defectus. Ulis vero [F. 105] superbis et arroarantibus 
alia et alia inferentibus et illos oppressores pauperum con- 
tinue et fortiter excusantibus dixisse fertur prineipem: Vos 

20 domini, vos domini, aliquando ducetis nos et vos in incon- 
veniens et damnum, de quo una nobiscum lugebitis. 1 

Itaque non multo post ista rebellio et coniuracio 
rusticorum seu communitatis hodie dictorum Switensium 
secuta fuit. Unde in prineipio quidam satellitum ducis, 

25satis ut audiebantur vel videbantur audaces, consuluerunt 
duci Leopoldo, ut mitteret 100 vel 200 equestres ibidem, 
ut rebelies compescerent et ut officiales domini ducis re- 
gerent, ut consueverant. Qui cum venissent illac et verba 
dura in illos submitterent, illi conglobati omnes in ore 

30gladii oeeiderunt. Quod factum nobiles plus propter se et 
suos amicos, qui perierant, pessime actiun hinc inde fabu- 
lantes et magnum tanto principi fore vituperium talem vio- 
lenciam non vindicare. Insteterunt itaque plurimum, ut 
dux contra ipsos exaeerbatus eis in simili violencia oecurreret. 

35 Postquam autem multis vieibus huiuscemodi vindicte faciende 
unum medium invenirent, ait suis dictus prineeps consulibus: 
Omne illud, quod in hoc facto audetis consulari, scitote, 
quia usque ad mortem prosequimur eciam in propria persona. 
Tunc illi atroci et feroci animo dixerunt: Congreget a vestra 

40 » Congrcgret Hs. 

1 Vgl, Brandts, Tirol unter Friedrich von Oesterreich. S. 6. 



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Original frbm 
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— 820 — 

magnificencia [F. 105'] omnem nobilitatem, que in dominus 
vestris degit. Sed et de aliis principatibus auxiliarios in- 
dubie plurimos inveniemus, ut hos protervos rusticos edo- 
memus n . Audito itaque consilio suorum, quia non esset aliud 
in facto, nisi ut gladio Suitenses reducerentur sub domim'05 
antiquo, ex quo non serael, ut indubie creditur, pius princeps 
mansuete et pie illos requisierit, cum non vellent pacifice, 
saltim subicerentur gladio cedente. 

Magnum igitur, fortem et electum exercitum congregan 
fecit non solum in suis dominus, sed et de Brabancia, 10 
Holandia, Lothoringia, Rheno, Suevia ac Bavaria maximam 
et fortem nobilitatem suo stipendio adduxit. Et congregatis 
suis in campis circa Basileam cum iam dudum eos iuxta 
morem diffidasset, minime sunt egressi ad pugnam, sed in 
abditis et speluncis ac petris inoncium se tutati sunt dicentes, 15 
quia, si vult nobiscum pugnare, veniat ad nos. Ingressus 
Königah. 827. igitur intra ipsorum clausuras forti potencia volens opidum Sempach 
vi et sturma reaccipere vel saltem segetes ibidem destruere. In eodem 
eciam opido plures Suitenses pro custodia positi erant. Quocirca cives 
de Luceria, Suica, Ura et Underwalden cum 2000 peditum armatorum20 
illac venerunt feria 2. 1 post 8. Udalrici. Cum hostis hostem conspexisset, 
illi [F. 106] acies suas ordinarunt. Dux vero et sui fervidi ad 
pugnandum descendentes de equis, ut pedestres pugnarent, commiserunt 
equos suos clientulis suis et sine ordinacione in hoste« irruerunt. Plures 
eciam iuvenes nobiles ibidem miliciam sua audacia acquirere optabant. 25 
Commifisum est itaque bellum acerrimum, et diu ex utraque parte 
tortiter est pugnatum in piano campo ante Sempach in magno fervore 
estus diei. 

Videntes igitur hi, qui in montibus expectabant exitum, 
quia sui iam pene deficerent, miserunt in fundis lapides3o 
contra populum ducis quasi imbrem de celo et hoc modo 
magnum damnum tarn in hominibus quam iumentis, id est 
equis, fecerunt. Sed et semitas evadendi cunctis ingressis 
precluserunt et magnos postea de alto moventes ac volventes 
lapides et saxa ingencia sicque talibus armis in decuplo35 
plures interemerunt quam lanceis aut gladio. Audiens ita- 
que dux, qui longe aberat, quia sui nimia cede mactarentur 
et iam pene omnes corruissent, dixit: Sit nobis deus pro- 
picius, quia hodie non abscedemus, sed aut vincemus aut 
cum nostris fidelibus baronibus et militibus moriemur. In- 40 
gravatum est igitur bellum, sed quia estus maximus eiusdem diei 
Königah. 828. et labor in armis fecit nobiles deficere. Quod videntes illi, qui aduc 

* edomamus Ha. 



9. Juli 1386. 



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Original from 
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— 821 — 

in equis erant — illter a hos fuit COmes 1 — , et clientuli, qui 
equos suorum dominorum conservabant, simul fugam inierunt. 

Predicti itaque [F. 106']egreg\i et strennui milites coangustati 

lindique bello egreasi ad suos clientulos pro equis suis clamabant 

ödicentes vulgariter: Ros her! Hengst her! voleutes vitam 

redimere fuga, sed cum equos invenire pot erant minlme, ab hostibus 
mactantur. Nullus in ea pugna captivabatur, sed omiies inter- 

ficiebantur. Terminatum est igitur crudele et funestum bellum 
ipso die lune 7. Id. Julii anno Christi 1386. cesis 200 ex Sui- 
10 tensibus, ex parte ducis 400 de pocioribus. Quorum nomina sunt hec : 
2 Leopoldus senior dux Austrie, Stirie etc., Johannes 
comes de Ochsenstain, prepositus Argentinensis et lant- 
gravius in Alsacia dicti ducis, Otto marchio de Hochberg, 
Johannes comes de Furstenberg, duo comitös de Tierstain, 

15 Johannes dominus in Hasenburg, Fridericus de Munsteral, 
niger comes Zolrensis, Waltherus de Decke, Waltherus 
de Geroltzegk, Martinus de Randegk, Otto de Walburg, 
duo de Greyffenstain, duo de Stauffen, N. de Singnaw, 
Albertus de Rechberg miles, Ulricus de Gerberg, duo 

20 de Klingen, duo de Andelaw, tres de Ratzenhausen, tres 
de Werenfels, tres de Rotberg, [F. 107] Merlinus de Flachs- 
langen, duo de Hadestat, duo Snebelini de Freyburg, duo 
Waldner, Johannes de Schönaw et gener eius Johannes 
de Grünnenberg, N. de Landesperg, Otto Truchsas de Wal- 

25purg miles, Bruno Güssen miles, Gotfridus Mulners miles, 
Albertus de Mulinen miles, Rudolfus de Hunenburg miles, 
Albertus de Liechtenstain miles , Johannes de Randegk 
miles, Hainricus de Schellenberg miles, Hermannus Güssen, 
Rudolfus de Vemach, Ulricus de Tierberg, Johannes Felix, 

30 Johannes Hilwars, item milites ex Athesi : Fridricus de 
Greyffenstain miles, Wilhelmas de End miles, Petrus de Aneberg 
miles, Petrus de Slandersperg miles, Hilprandus de Weyssen- 
bach miles, Nicolaus Götz miles, Hainricus Käls miles, Petrus 
de Mörsperg miles, Fridricus Tarraws, Conradus Hofmen, 

35 Nicolaus Hawiser, Otto filius eius. 

* inter — comes am Rand mit Einfügungszeichen. 

1 Gemeint ist der Oraf von Zollern, den die Klxngenberger Chronik 
nennt; vgl. König sh. 828, Anm.4. In der obigen plötxlichen Erwähnung 
des comes liegt ein versprengtes Bruchstück einer nicht festxustellenden 
40 Quelle vor. 

1 Der erste Teil des folgenden Verzeichnisses stimmt meist mit 
Königsh. überein, der zweite Ted weicht aber beträchtlich ab, so dass für 
das ganze eine andere unbekannte Quelle anzune*'tmen sein dürfte. Ich 
unterlasse Verbesserungen der in der Hs. öfters verunstalteten Namen. 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 822 — 

Königsh. 830. Item finita hello Suitenses dedepint pacem ad interfectos sepe- 

liendum, sed propter estum maximum tunc temporis cddavera virorum 
et equorum vehementer fetebant. Quam ob rem difficulter corpus 
ducis repertum est. Quod cum aliis 60 l in monasterio Kunigafelden 
tepelitur. [F.107 4 ] Aliorum denique nobilium 60 vel quasi* *d 5 
proprias suorum maiorum sepulturas sunt devecta corpora. Postea 
magna fovea in campo belli facta est, in qua reliqua corpora humata 
simul sunt. Deinceps super ea parva capella constructa fuit. 

Fenint quidam tantam nobüium multitudinem inter- 
emptam, ut pluribus depost annis quasi vacue vise sunt 10 
curie principum nobilibus et inclitis viris. 8 Et, ut Uli volunt, 
ex utraque parte die illa interfecta sunt plus quam 60000 
hominum. Quod tarnen vix credo. 

Dicunt quidam, et credibile est, quod Uli rustici seu 
communitas non intendebat mortem principis, et, si in bello 15 
fuisset cognitus, erat apud eos diffinitum, ne interficeretur. 
Quod pie credendum est propter viri bonitatem, qui nemini 
querebat obesse, sed, quantum in se erat, omnibus prodesse. 

Huius principis memoria diebus lune in predicto mo- 
nasterio Kunigsfelden his vulgaribus verbis habetur : Memen- 20 
tote propter deum nostri graciosi domini ducis Leopoldi 
apud Sempach in sua, pro suis et a suis occisi hie sepulti. 
2.lat.Ausx. Uic dux Leopold us valde odivit phitones et phitonissa* et 

multos comburi fecit. Huic consensu regis Hungarie Ludo?ici e 
Venetorum sese donabant Frigulienses. Sic venit cum magno exercitu 25 
ante Tervisium et intromissus est et aeeepit terram. Franciscus autem 
Paduanus senior venit in obsidionem Tervisii et ibi fix it turres et pro« 
pugnacula. Ad quem com pellend um Leopold us posito in civitate [F. 108 ] 
capitaneo exivit de civitate. Sic Franciscus recessit. Leopoldus ivit 
in Athesim pro populo. Franciscus revenit in obsidionem. Leopoldus. 30 
retro cessit ad eum propellendum. Sic iterum recessit et ita tociens 
reite ravit, quod raultis suis consumptis modicum diviciarum habuit 
Sic civitatem Tervisium Francisco vendidit et marchiam duasque ci vitales 
Voltros et Sibidat eidem locavit 
Dt. Aus*.* Sepedictus senior dux Leopoldus quatuor reliquit filios, Wil-35 

Chr. Slams, helmum, Leopold um Crassum, Ernestum et Fridericum, ac unam 
domicellam Elizabet , que et ipsa obiit in Marckduring * ß et sepulta 
est Wienne anno Christi 1391. in die Johannis baptiste. 

» so Hs. 

1 Königsh. cu a. 0.: uf 40. 40 

* Königsh. a. a. 0. : 20. 

1 Liebenau y Die Schlacht bei Sempacli, S. 193 verweist hier auf 
den Bericht des Johann von Winterthur über Morgarten (Ausgabe von 
O. von Wyss, S. 73). 

4 Cgm. 425, f. 17: herzog Lewpolt . . . der lies vier sün, Wilhalm, 45 
Lewpolten, Ernstn, Frid riehen. 

* Die Quelle: Marck Durnitz. 

n C^f^ool - Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 823 — 

Wilhelmus filius Leopoldi ducis occisi, dux Austrie, Btirie, 
Carinthie, Carniole etc., obiit anno Christi 1394. pridie Id. Junii 
sepultus Wienne ad 8. Steffanum. Uxor filia Caroli regis Apulie sine Tab. Cid 3. 
liberis. 
& Leopold us iunior, natus Leopoldi senioris occisi, coniugem 

habuit ducfrsam Burgundie, palri successit in dominus, statuit genitorem Königsh. 630. 
vindicare congregans grandem exercitum contra Switenses. Sed facta 
pace ad annum solvitur exercitus. Circa finem anni bellum ceptum 
est At Switenses opidum Rottenberg ad fundum usque destruxerunt. 
10 Dux magmim habuit exercitum 1 , et strata Switensibus ex eodem 
Castro observabantur. Deinceps dux Leopold us Wiennam descendit ad 
patruum suum ducem Albertum mandans suis [F. 109 J interim bellare 
cum Suitensibus. Depredaciones et conflictu» damnaque multa ac ter- 
rarum devastaciones per partes hinc inde fiebant. 

15 Sane Switenses omnes nobiles aut occiderunt aut e 

terra fugarunt. 

Anno domin i 1388. post pasca Johannes comes de Werdenberg, 831. 
Conrad us* comes de Dockenburg, Johannes de Klingenberg aliique 
quam plures nobiles et opidani ex dominus ducis coaduuati cum 3000 

20 armatorum vel ultra in vallem Glaris intrarunt depredantes domos hinc 

inde. Interea Glarenses et Suitenses quasi 1000 conglobati obviaverunt 

dictis nobilibus conflictum cum eis sudantes; nobiles enim pro preda 

in domibus dispersi erant, quapropter victi sunt et 1200 interfecti. Et 

Glarenses et Suitenses obtinuerunt victoriam, 12 vexilla et pro 1000 

25viris arma et multos. Eorum* autem ac sociorum suorum vix 100 
interempti fuerunt. 

Postea Suitenses accesserunt ad opidum Wesen, in quo multi 
nobiles erant. Qui opidum per se incendentes recesserunt. Venientes 
autem Suitenses multa arma et alia bona in igne invenerunt. 

30 Statim dehinc cives de Turego *, Luceria et Suitenses cum sociis 832. 

castrum et opidum Raprechtweiler fortiter obsiderunt et machinis et 

bombardis opidanos et inhabitantes multum molestarunt et ipsi 

econtra. Inde 1. Maii hostes in terra et in aquis vi [F. 109] potenter 

aggressi castellum et eorum 60 vel quasi 3 per quandam fenestram 

35 in quoddam cellarium clam intrarunt volentes foramina per murum 
faeere. Quo comperto cives superiorem cellarii parietem discoperierunt 
lapidibus, bulienti aqua et igne aut eos efugarunt vel mactarunt. 
Attamen oppugnacio seu sturma aduc vehementer invaiuit in utraque 
parte cum damno magno. Suitenses ibi 200 cesi et 300 vulnerati sunt, 

40reliqui cum confusione et di^cximine ingenti ad propria reverti coguntur. 
Deinde multi conflictus et depredaciones in utraque parte acte sunt. 
Dem um treuge ad septennium facte b fuerunt in quadragesima anno 
Christi 1389. 4 

* birego Hs. b facta Hs. 

45 l Die Quelle > die sagt: wan der herzöge gar einen grossen zol 

do hette, ist hier unrichtig übersetxt. 

2 Vielmehr Donatus ; vgL Königsh. a. a. 0., Anm. 3. 

8 Quelle: wol 40. 

4 Merkwürdigerweise richtige Jahrzahl, während Königsh. fälschlich 
501391 angibt. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 824 — 
Hie dux Leopoldus decollari fecit 36 cives Wiennenses. 1 

Chr. Stams. Et obiit anno domin i 1411. in die S. Erasmi martyris. 

2, lat. Ausx. Mortuo itaque Wilhelmo duce ac fratre eillS Leopoldo 

iuniore sine liberis Emestus et Fridericus fratres diviserunt * tenras. 
Ernesto cessit pars inferior, scilicet Stiria, Carinthia e t Carniola, Friderico ö 
pars superior, scilicet Tirolis, Alsacia, Burgovia etc. 

Fridericus dux Austrie comesque Tirolis, quartus filius 
ducis Leopoldi occisi per Suitenses, fratri suo Leopoldo 
iuniori successit. Qui et rexit comitatum tiroleusera inedi- 
antibus capitaneis. Fuit enim olira mos omnium dueum 10 
Austrie, qui etiam ut communiter plures erant nuraero, ut 
ipsorum [F. 109'] insignia et domus habitacionum seu du- 
calium residenciarura Wienne hueusque testantur, et euneti 
Wienne residebant habentes singuli sigillatim capitaneos in 
terris et dominus suis, senior tarnen domus Austrie, cui 15 
in sorte divisionis obvenisset ducatus Austrie , residebat 
in castro ut pater familias. Hoc ergo more antiquo iste 
Fridericus f rater Leopoldi et Ernesti ut sui antecessores, 
pater videlicet et avus, quamvis ei in sorte divisionis ob- 
venisset Alsacia etSuevia atque comitatus tirolensis, habebat 20 
tarnen suos capitaneos et officiales in singulis terris, castris 
et civitatibus, et nihil referebatur ad eum, nisi esset publica 
diffidacio vel bellum imminens et huiusmodi grandia negoci a 
3.16. 3 His igitur temporibus degebat ille fortis athleta et 

baro provincie athesine prepotensHeinricus Heinrici de Raten- 25 
berg 4 filius, qui alio nomine communiter dicebatur capitaneus 
de Chaltaren ac magister curie, 24 castra bona cum dominus 
eorum habens infra limites eiusdem comitatus variosque 
census et redditus pro ipsis annuatim cum aliis bonis ad 
ea pertinentibus proventuum 20 milia ducatorum singulis 30 
annis. Propter que bona in arroganciam quandam fuit 
erectus contra dominum suum ducem Fridericum quodammodo 
ipsum parvipendens eique, ut dieunt a , non obseeundans. 
Dux itaque Fridericus hoc sciens tacebat atque dissimulabat. 

* deeuit Hs. 35 

1 Die Zahl ist übertrieben. Gemeint ist wohl die Hinrichtung des 
Wiener Bürgermeisters Konrad Vorlauf und xteeier ehemaliger Stadtrats- 
mitglieder am IL Juli 1408; vgl. Weiss, Geschichte der Stadt Wien I\ 202 f. 

7 Zeissberg führte im Archiv für österreichische Qe*chicJäe L VIII, 35 
als Quelle für jene Teilung Arnpeck an ; dafür ist die von mir oben 40 
nachgewiesene Quelle einzusetzen. 

* Der folgende Text bis dissimulabat auch oben S. 336, 7 ff. 
4 Heinrich von Rottenburg. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

Jigitized öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 825 — 

1 Ascenderat enim vice quadam de [F. 110] Austria 
in athesinam provinciam, plurimis diebus habitabat inBozonia. 
Contigit 2 igitur die quadam ducem egredi de ecclesia paucos 
familiäres seu nobiles habentem se sequentes. Hainricus 

5vero baro cum sequendo ducem de ecclesia ab alio latere 
platee incederet, multos nobiles et familiäres habuit ipsum 
sequentes. Quod cum cerneret princeps, festinus eciam 
accurrit et ad instar aliorum cum spata tamquam et ipse 
eius familiaris illum sequebatur. Alia quam plurima ridiculosa 

lOsibi et aliis ostentabat, ex quibus indubie odia et invidie 
dietim generabantur. Hunc ridiculosum nimirum actum dux 
illi Heinrico ostendit. Qui ft Hainricus ex hoc plurimum 
confusus tacere non potuit, sed dixit subsannative : Fridel, 
Fridel, wenn wild du witzig werden? At dux mox ei 

lörespondit: Wann du wirst zu ainem narren, so wil ich weis 
weren, volens innuere ac dicere: Postquam astute vita te 
privabo et nullius reputacionis inter homines te fecero, 
tunc prudens reputabor. Quod si vere factum est, lectoris 
iudicio relinquo. Hoc unum verum est, quod sine gladio 

20 quodammodo et bello ipsum Hainricum in nihilum redegit, 
ut infra patebit. 

3 Tandem dictus Hainricus videns se non habere dominum 336. 
graciosum b aut forte magis contemnens ipsum habere in 
dominum venit in Monacum ad duces Bavarie eosque in- 

25 stanter provocavit ac [F. HO 1 ] instigavit, quatenus lites 
moverent contra predictum ducem Fridericum pro comitatu 
tirolensi, dicens, quod de iure ad eos spectaret. In qua 
lite ipse Hainricus validum adiutorium se promittebat facturum. 
Hoc autem factum est anno Christi 1410. 

30 Post 4 festum itaqueB. Georgii martyris b dux Steffanus 

de Ingolstat tunc senior inter duces Bavarie et duo duces 
germani, scilicet Ernestus et Wilhelmus, filii Johannis ducis 
de Monaco, ob predictam causam sunt moti ad bellum pro 

* Quod Hs. * so Hs. 

35 l Aus dem etc. oben S. 336, 18 •dürfte xu Schlüssen sein, dass der 

hier folgende, aber oben ntcht gebrachte Text der gleichen Quelle entstammt 
wie der vorausgehende. 

* Vgl. Brandis. Thol unter Friedrich von Oesterreich, S. 56. 

* Der folgende Text bis S. 828, 31 auch oben S. 336 , 20 ff. 

40 4 Die Iitterpungierung weicht hier ton jener der gleichen Stelle 

oben S. 336, 28 ff. wesentlich ab. Letxtere dürfte kaum den Vorzug ver- 
dienen, da es scheint^ als ob die miniierte Ueberschrift S. 336 f 29 an 
unrichtiger Stelle eingeschoben sei. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 826 — 

comitatu tirolensi et ad hoc magnura et potentem exercitum 
|am de nobilibus quam de civibus mox congregarunt atque 
in montana progressi usque in Ratenberg devenerunt. Dux 

357.Ernestus retrorsum rediit timens oriri periculum in Monaco 
ex eorum absencia propter quoddam verbum, quod tuncö 
vulgo insonuit. A.1Ü vero duo Steffanus et Wilhelmus cum 
supradicto barone Hainrico de Ratenberg a unacum suis 
exercitibus ad pontem usque in Valers a pervenerunt cupientes 
ibidem ad Hailas b et ultra progredi, sed ponte deposito et 
abiecto, ne ultra transirent, sunt prohibiti. Sicque versus 10 
ßatenberg redierunt et castrum ibidem in via dictum Matczen, 
quod domini Udalrici de Frewntsperg erat, tunc cum tribus 
turmis circumvallantes obsederunt, eo quod idem baro et 
miles cum duce Friderico erat tunc confederatus [F. 111] 
contra duces Bavarie. Ibique Septem septimanis l in ob- 15 
sidione permanserunt et cum bombardis et machinis ali- 
quorsum raurum domus hinc inde in pluribus locis per- 
foraverunt, ita quod tarn intra quam extra diversa tunc 
damna in corporibus et rebus reciperent. Verumtamen ille 
baro de Frewntsperg in exercitu illo multos habuit cognatos 20 
atque amicos eciam potentes de Bavaria, qui oculte et tacite 
ipsum, sua atque suos fideliter foverunt atque adiuverunt 
plurimaque mala suis infligenda ibidem et circumquaque 
pulchre interceperunt. 

Interea supervenit dominus Georius episcopus Pata-25 
viensis 2 et quidam alii viri famosi, qui treugas ac pacem 
inter prenominatos duces Bavarie et Austrie aliosque in 
lite illa irretitos fecerunt circa assumpcionis beate virginis 
festum usque ad proximum et sequens festum S. Martini 
episcopi ad duos annos futurum. Acta sunt hec anno domini 30 
1410., et sie de Castro c Matczen abscesserunt. 

Igitur circa festum Martini tunc proximum supra- 
memoratus baro Hainricus de Ohaltarn per ducem Fridericum 

338. in predictis treugis ac salvo conduetu fuit in Insprucka 
captivatus et ibi in artissimis vineulis atque custodiis de- 35 
tentus. Interrogante ipsum duce, cur ipse solus in toto 
comitatu tirolensi se sibi opposuerit, eoque respondente, 
quod solus et per se ac sine causa racionali hoc non fecerit, 

* so Hs. b Hallis Hs. c scastro Hs. 

1 Vgl. Straganx, Hall in Tirol, S. 64 y Änm. 1. 40 

2 Vielmehr Erxbischof Eberhard IIL von Salzburg; vgl. Straganx, 
a. a. 0. S. 64 f. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

Jigitized öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 827 — 

sed ex quorundam aliorum nobilium vicinorum persuasione 
et confederacione [F. UV] illis tunc nobilibus nominatim 
expressis. Quibus mox ad se vocatis et diligenter super 
hoc examinatis, illis tarnen fortissime negantibus dux in 
5tantum eos eumque induxit, irritavit et concitavit, quod 
idem Hainricus sponte et imperterritus ad duellam se dedit 
contra singulos negantes. De quo tunc satis dux contenta- 
batur, ymmo gaudebat. Post hec igitur die statuta unus inter 
alios, qui proditi erant, valde robustus et magnus nobilis- 

10 que vir dictus cognomine Prandesser cum predicto Hainrico 
de Ratenberg vel Chaltaren primus duellum iniit, sed ab 
illo victus, prostratus atque occisus fuit. De quo ceteri, 
qui in causa ac fama contra ducem malignancium suspecti 
habebantur, valde exterriti fuerunt, ideoque ipsi et eorum 

löaraici iniverunt ,et disposuerunt, ut ille Heinricus per in- 
toxicacionem extingueretur , dicentes utique melius fore 
unum solum quam plures perire. Sicque intoxicatus post 
parvum temporis spacium defunctus est. Unde et pluri- 
morum iudicio a de ipso creditum fuit malam mortem tunc 

20meruisse , quia propriam matrem prius crudeliter occidit, 
ut de ipso fuit famatum. Mortuo autem Heinrico dux 
Fridericus mox omnia castra, dominia ac bona sua relicta 
sibi usurpavit eaque in possessionem recepit absque lite et 
magno impedimento, tum quia in b comitatu ducis omnia 

25 sita erant, tum quia Hainricus heredes et cognatos nullos 
habuit. Acta sunt hec anno domini 1411. 

[F. 112] Porro anno Christi 1412. in festo S. Martini 
expirarunt treuge inter duces Steffanum Bavarie etFridericum 
Austrie. Ideo dux Steffanus quosdam nobiles misit in Raten- 

30berg ad muniendum et custodiendum castrum et terram 
suam. Similiter et dux Fridericus fecit clientes et stipen- 339. 
diarios conducens. Itaque Bavari primo intra limites ducis 
Friderici ex alia parte Eni etiam ultra fluvium Hebach 
armati, tarnen pauci iverunt spoliaque et rapinas pauperum 

35ruralium facere ceperunt. De quo alii ex adverso irritati 
fuerunt ac concitati similiaque a facere attentabant. Tunc 
eciam et sepius congressi verberibus et vulneribus invicem 
se sauciabant. Tunc eciam quedam deserta castra prope 
Ratenberg sita iussit dux Steffanus instaurari et armigeros 

40 in eis locari. Que eciam post modicum a dominante Ludovico 
seniore dicti ducis Steffani filio sunt iterum deserta. Cum 

* so Es. b terra et (tgl. oben S. 338, 29) fehlt Rs. 

n Pnnnl" Original frorm 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 828 — 

prefectis illorum nil stipendii daret, ideo in de recesserunt. 
Quorum uniira fuit dictum Merrnstain et aliud Neydeck. 
Interea durante hac Ute dux Steffanus plurimos congregavit 
barones , milites ac nobiles aliosque satellites diversos 
equestris a ordinis circiter 300, pedestres vero rusticos et 5 
huiusmodi 700, licet male satis armatos. Qui post festum 
epiphanie profecti sunt versus Athesim ex alia parte Eni 
[F. 112'] ultraque fluvium Hebach fugantes et repellentes 
omnes de fossatis vallacionibusque et defensaculis factis et 
erectis sicque quasi imperterriti usque ad portam civitatis 10 
Hallis accesserunt. Nihil autem ibidem ille exercitus facere 
potuit mali vel damni, nisi quod quidam ex ipsis cannas 
salinarias foris civitatem secuerunt et ruperunt. Aliqui 
eciam rapinas et spolia diversa sibi acquisierunt necnon et 
exacciones quasdam in villis facientes, nonnullas quoque villas 15 
in toto cremantes et domos singulares post triduum ad 
ducem Steffanum in Ratenberg sunt reversi. Quos videns 
multum est commotus, eo quod cum tarn bono exercitu ultra 
progredi non tentaverant b et tarn exiguum, ymmo nullius 
reputacionis honorem acquisierunt. 20 

Tandem iterum facte sunt treuge et pax ad certos 
annos inchoata tunc in festo purificacionis beate virginis 
Marie et firmata per dominum episcopum Augustensem et 
quosdam alios nobiles viros. Que eciam pax duravit usque 
ad obitum ducis Steffani. Quo defuncto filius suus Ludovicus, 25 
tuo. qui noviter de Francia venerat ad consilium Constanciense, 
hereditavit, possedit atque rexit omnes terras, castra et 
alia, que pater suus reliquit, fuitque cum predicto Austrie 
[F. 113] duce Friderico pro sepememorata lite perfecte et 
plene concordatus optimique amici facti expost in omne 30 
tempus, quia et avunculi fuerunt. 

In concilio Constanciensi Sigismundus rex Romanorum 
Fridericum ducem Austrie Tirolisque comitem cepit et vin- 
culavit, eo quod papam Johannem clamdestine fugientem 
a concilio Constanciensi fovit et adiuvit, ut evadere posset, 35 
atque in suis castris et civitatibus hunc detinuit. Qua de 
re quasdam civitates et dominia perdidit in Alsacia, licet 
postea recuperaverit. Voluit eciam dominus rex hunc de- 
collasse, sed intervenientibus amicis et aliis principibus 
iussus est tute in quodam fortissimo Castro super Rhenum*0 
servari , ut excogitaretur caucius , qua pena plecteretur. 



* equeatres Es. b so Es. 
edby Google 



Original from 
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— 829 — 

Ubi tandem dato et inantea promisso notabili precio cuidara 
sibi servienti seu ipsum custodienti, cuius adiutorio post- 
modum evasit, 1 scilicet anno domini 1416. Fuit autem per 
annom in custodia. Et 1 i berat us mox cepit esse in discordia 

5 cum suo fratre duce Ernesto propter predictam captivitatem, 
similiter et populus ipsorum in Athesi et in valle Eni, quia 
quidam adherebant uni eorum et quidam alteri. Sed dux 
Bavarie Ludovicus et Eberhardus archiepiscopus Salcze- 
burgensis fecerunt concordiam inter ipsos in Ratenberg 8 

10 circa festum S. Michaelis. 

[F. 113'] Hie dux Fridericus senior, eo quod multum 
avarus fuit, ut dicitur, instituit in Athesi et terminis ad 
ipsum comitatum pertinentibus nova telonia et plures acciones 
singulares, que tarn a nobilibus quam ignobilibus habere 

15 voluit. Nam et nobilibus eciam vi castra et dominia abstulit ; 
patet, quia duobus fratribus baronibus Athesis, videlicet 
Udalrico etWilhelmo de Starchenberck 3 , latenter ac violenter 
nulla legitima fretus 4 causa 11 bona castra sita in dicto 
comitatu, de quibus, ut dicitur, annuatim 10000 ducatorum 

20habuerunt. Quorum unum dictum Greyffenstain prope Bol- 
zanum ipse dux plus quam per annum obsedit, ultimate 
tarnen dare oportuit illud propter pestem in eo vigentem 
et continuo invalescentem. Alia autem castra ut Chronburg 
cum ceteris per tradimenta et fallacias sunt conquisita et 

25 in ducis potestatem redaeta. 

Anno Christi 1422., postquam dictus dux fuit a capti- 
vitate liberatus , tunc cepit avaricia plus exestuare et 
peeuniam sitire velut ydropicus, qui, quanto plus bibit, 
tanto amplius sitit. Huius dicti veritas patet, quia de hoc 

30 in Italia et in omni vicinatu publica fuit confabulacio et 
fama. Nam pro extorquenda peeunia a Venetis diffidabat 
eos faciens claudere vias et stratas, ne cuiquam pateret* 
ingressus seu egressus pro mereimoniis hinc inde deducendis, 
victualiumque , presertim carnium castratorum 5 , que in 

35 ( F. 114] maxima copia Venetis addueuntur, et alia ut ligna 
pro edifieiis ad magnum eciam tempus prohibens, ita ut 

a pateretur Es. 

1 Brandts a. a. 0., S. 119. 
* Biexler, Geschichte Baierns III, 233. 
40 s Straganx, Hall in Tirol I, 74. 

4 Brandis a. a. 0., S. 156. 
4 Brandis a. a. 0., S. 201. 



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— 830 — 

quasi coacti carentes usu taliura graciam et favorem ipsius 
requirerent notabili summa ducatorum ad minus 20 vel 30 
milium pro bene veneritis. Et hoc pluries fecit in illorum 
annorum spacio, quibus a captivitate supervixit. His autem 
modis et versuciis magnum congessit thesaurum pro filios 
suo Sigismundo, quem ei peperit nobilis ac devotissima eius 
coniunx domina Margare tha de Brunsvica. 
Chr. Slams. Anno dorn in i 1409. in die sanctorum innocentum obiit Elizabet 

filia Friderici ducis Austrie, neptis Serenissimi principis domini Ruperti 
regia Komanorum, comitis palatini Beni. 10 

Eodem anno die 3. sequenti in die S. Silvestri obiit domina 
Elizabet conthoralis prefati domini Friderici ducis filiaqae excellentissimi 
regis Ruperti prenominati, que in monasterio Stambs una cum filia 
predicta honorifice est sepulta, prout eius regiani decuit dignitatem. 

Anno domini 1424. obiit Margareta filia domini Friderici ducis 15 
Austrie, comitis Tirolis. 

Anno domini 1426. in die S. Juliane obiit Wolfgangus filius 
iamdicti ducis Friderici, qui una cum sorore sua Margareta supradicta 
in dicto monasterio Stambs sunt sepulti. 

Anno domini 1427. feria 6. ante [F. 114'] Matbie apostoli obiit 20 
Hedwigis similiter filia iamdicti ducis Friderici, que una cum predictis 
in «Stambs honorifice est sepulla. 

Anno domini 1432. in crastino S. Laurencii obiit nobiüssima 
domina Anna de Brunsvica, secunda conthoralis dicti ducis Friderici, 
que in novo sepulchro ibidem est sepulta. 25 

AnnoChristi 1439. in nativitateS. Johannis baptiste inlnsprucka 
diem clausit extremum nobilissimus princeps Fridericus duxAuatrie 
comesque Tirolis, vir spectabilis ac preclarus, humatus in dicto 
monasterio Stambs in novo sepulchro. 

Quo defuncto supervenit in brevi Fridericus iunior, 30 
dux Austrie, e proximo electus in regem Romanorum, fra- 
truelis ipsius ducis Sigismundi, et abduxit ipsum puerum 
Sigismundum secum in Stiriam cum rebus et thesauris suis 
plurimis tenuitque illum penes se annis aliquibus in tutela. 

Anno Christi 1443. in provincia athesina in comitatu 3 ^ 
tirolensi, cuius regimen administrabat Fridericus rex Roma- 
norum, dux Austrie etc., tarn nobiles quam populäres intra 
et extra civitates confederati ac uniti fuerunt, ymmo con- 
cordarunt, ut ipsorum hereditarium dominum ducem Sigis- 
mundum filium quondam Friderici senioris, ducis Austrie, 40 
Stirie etc. ac comitis Tirolis, evocaverunt ad sedes paternas 
et a dicto Friderico rege, qui ipsum in tutela et custodia 
[F. 115] aliquibus annis habuerat, postularunt, ex quo iam 
dudum annos pubertatis attigerat. Auditis his Fridericus 

* im Hs. 45 



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— 831 — 

rex turbatus omnia recusavit. Ideoque illi audientes severi- 
tatem regis et, quod iustis petitis annuere nollet, conglobati 
fortiter et animose tarn contra regem quam fratrem suum 
Albertum engere se ceperunt et notabilem exercitum con- 

ögregare. Et primo Tridentum, deinde aliqua castra obsidione 
satis dura eiligere, sumptis armis prefectos provincie, quos cesar E. Süvio, 
instituerat, deiecerunt et ad regem vaeuis manibus remiserunt, Euro P a 9 3 - 
officia patrie et singula ad rempublicam pertinencia per se 
pertraetarunt nee aliquem aiumodo ex parte regis in comitatu 

10 aeeeptare, quousque eorum ducem et dominum, ut tenebatur, 
eis presentaret. 

Itaque anno sequenti l circa medium quadragesime 
populus ille tirolensis communi consilio primum obsiderunt 
Tridentinum castrum sive domum episcopalem satis dure et 

15 acriter bombardis et machinarum instrumentis impetentes illud, 

cuiuB erant eubditi, in fide cesaris perseverantes ac demum obside- 
runt eciam civitatem destrueto monasterio predicatorum in 
parte circa pontem Athesis et pontem combusserunt et aliud 
magnum monasterium ultra aquam situm sive abbaciam. 

20 Erant autem duo militares intra Tridentinum castrum ex 
parte regis, qui, ut satisfacerent fidei sue seu iuramento 
fidelitatis regi, aliquo modo se [F. 115* J simulabant defendere 
et vim vi repellere, sed nihil erat in facto. Illi quoque 
deforis non nitebantur destruere civitatem aut arcem, sed 

25 tantum in terrorem, ut civitas eis Concors esset. Rex auditis 
destruccionibus monasteriorum et tanta populi furia miseratus 
vel terrore perculsus iubet civitatem et arcem reserari. 
Quod et postmodum pluribus pactis seu promissionibus intra 
muros interpositis factum fuit. Nara anno domini 1446. 

30ipse Fridericus rex etc. ducem Sigismundum aliquibus no- 
bilibus et officialibus in Athesim ad regendum populum et 
comitatum suum tirolensem presentavit. 

Sigismundus dux Austrie comesque Tirolis, filius ducis 
Friderici senioris, ex tutela regis Friderici in Athesim 

35 presentatus, ut supra iam dictum est, cepit regere comitatum. 

Huius temporibus anno domini 1447. magna sedicio 

seu discordia orta fuit inter cives in Hallis. Ex quibus 

aliqui fuerunt capti et de terra seu comitatu expulsi, pre- 

sertim illi, qui sedicionera ineeperunt,- 

40 l 1444. 

2 Bei Straganxj Hall in Tirol, S. 106 ff, } ist diese Angabe auf- 
falUnierweise nicht berücksichtigt. 



byG< 



o 



I . B Original frorm 

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— 832 — 

Eodem eciam anno in ebdomada 1 ante dominicam Pal- 
marum eadem civitas Hallis fuit per ignem quasi miraculose 
combusta et maxime desolata per totum preter salinam, 
ubi perierunt eciam plures bomines. 

Hie Sigismundus dominam Eleonoram filiara regis Scocie 5 
in uxorem duxit. 

Item Wienne in magno foro apud Carmelitas dux ipse 
et Ladislaus Huniadis comes Biztricensis acutis hastis simul 
luserunt, duxque ipse tunc cecidit me presente 1456. 

[F. 116] *Anno domini 1460. Nicolaus» tituli S. Petri 10 
ad vineula presbyter cardinalis et ex dispensacione sedis 
apostolice episcopus Brixnensis dum eure dicte sue ecclesie 
intenderet et in castro Bruneck sue Brixinensis diocesis 
ad ecclesiam eandem pleno iure speetante resideret, per 
Sigismundum Austrie ducem hostiliter primo per suos in 15 
aurora diei pasce 3 in dicto castro obsessus fuit. Et castro 
ipso pro eodem nomine ipsius Sigismundi reeepto idem 
Sigismundus die sequenti prefatum cardinalem missis ad 
eum duobus tubicenis suo et omnium suorum nomine publice 
diffidavit atque cum magna armorum copia, bumbardis et 20 
aliis bellicis instrumentis eundem cardinalem tunc in arce 
dicti castri existentem immaniter et hostiliter valde fuit 
persecutus, quousque ipsius cardinalis personam in suam 
redegit potestatem, et sie diebus multis tenuit. Et infra 
dies illos quoddam castrum nomine Tauffers neenon et nota- 25 
bilem peeuniarum quantitatem obligacionisque litteras plures 
ab eodem cardinali et capitulo Brixinensi extorsit ac damna 
multa sibi et suis intulit. Que summa 35 000 florenorum 
transcendere dicebatur. Eapropter papa Pius de his plenius 
informatus habito super eisdern maturo consilio, cum ex 30 
superabundanti et de mera gracia moniti fuissent, ipsum 
Sigismundum et omnes complices suos omni honore et dignitate 
privavit ac exeommunicacionis maioris sentenciam iuxta 
constitucionem felicis recordacionis [F. 116* J Bonifacii VIIL, 
que ineipit Felicis contentas, terras quoque et per ipsum 35 
et alios predictos oecupatas et possessas, queeunque, ubi- 
eunque et in quibuseunque diocesibus consistant, et omnia 

» Nicolaus Cusa Aventinus am Rand. 

1 26. Marx bis 1. April Der Brand fand am 30. Marx 1447 statt ; 
Straganx a. a. 0., S. 106 f. 40 

7 Zum folgenden Abschnitt vgl. Jäger, Der Streit des Cardinais 
Nicolaus von Cusa mit dem Herzoge Sigmund von Oesterreieh II f 8 ff. 

1 13. April. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— 833 — 

alia loca, ad que eos vel eorum aliquem declinare et quam 
diu moram inibi trauere contigerit, ecclesiastico et strictissimo 
interdicto fore supposita secundum iuris processum declaravit. 
Acta sunt hec Senis, ubi tunc curia fuit propter pape pre- 
5 senciam, anno domini 1460. 6. Id. Augusti. 1 Post cUius 
siquidem sentencie promulgacionem et publicacionem multa 
pericula et damna plura clero et populis, maxime in Bavaria, 
subsecuta fuerunt. Verum anno domini 1464., cum iam pre- 
fatus Sigismundus cum suis adherentibus excommunicacionis 

losentenciam per quatuor annos cum maximo terre sue detri- 
mento sustinuisset, Pius summus pontifex paulo ante mortem 
suam eum et sibi adherentes absolvit 2 et plenarie restituit 
exceptis presbyteris 8 , qui interdictum non servarunt. Quod 
cum cautela speciali est omnibus clericis pro futuro caven- 

15 dum et notandum, ne alicui simile contingat. 

Ea teropestate Sigismundus dux tria bella secundum 
quosdam per cesarem sibi subordinata cum Suitensibus 
sudavit. Coactus enim fuit per eos ad exiendum terram 
athesinam armata manu ad defensandum castra et alia sua 

20 opida, que ipsi Suitenses nitebantur sibi adimere. 

Quadam vice imperutor pro novo anno Sigismundo, 
ut sit archidux, Privilegium 4 misit. [F. 117] Item comiti 
de Sunenburgk quoddam forte castrum vi belli recepit 
et sibi usurpavit, pro quo tarnen summam pecuniarum sibi 

25postea suadentibus amicis dedit. Item cum colonis in valle 
vulgariter Engendem 5 infeliciter pugnavit. Item comites 
dictos vulgariter de Paris impugnavit. 

Anno domini 1480. die 20. mensis Novembris domina 
Eleonora filia regis Scocie, prima conthoralis ducis Sigis- 

30mundi 6 , obiit. 

Anno Christi etc. 85. 7 duxit in uxorem . . . 8 filiam Alberti 
ducis Saxonie, et nupcie magno apparatu in Insprucka cele- 

1 8. August; Jäger a. a. 0. II, 87 ff. 

* Die Absolution erfolgte erst nach dem Tode des Papstes; Jäger 
35 o.a. 0.11,426 f. 

s excepto clero, sagt auch die kleine Melker österreichische Chronik 
bei Fex, SS. Her. Austr. 11,466. 

4 Am 6. Januar 1453 legte Friedrich sich und seinen NacJtkommen 
den Titel [eines Erzherzogs von Oesterreieh bei. Sigmund erhielt den 
40 Titel mit Urkunde vom 8. Dexember 1477 übertragen. 

6 Engadin. 

6 Vgl. Tab. Gl. d 3. 

7 Vielmehr 1484 am 1. und 2. Marx; Straganx, Hall in Tirol I, 120. 

* Katharina, Tochter Albrechts des Beherxten von Sachsen. Vgl. 
45 Tab. Ct. d 3. 

Quellen u. Erörterungen N. F. HI. 63 

byV^OUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 834 — 

brate sunt presentibus* Johanne archiepiscopo Strigoniensi, 
administratore Salczeburgensi, ac Bartolomeo episcopo civi- 
tatis Castelli, legato sedis apostolice, et Alberto duce Bavarie 
aliisque quam pluribus. 

Wenger 1 4. 2. Anno dorn in i 1487. illuatrissimus excelsusque princepR Sigis- 5 

4. mundus arcbidux Austrie comesque Tirolis ad versus magnificum et 
potentem senatum Venetorum in quadragesima bellum suseepit, 

3. eo quod in archijrenerosos * comites, adversus quos Venetus sua dimensa 
potencia pro tempore sevit terminos agrorum movendo, currua et equos 
abigendo et reliqua. Pro hac familia sua lacessita princeps Sigis- 10 

2. mundus inflammatusc Venetum diffedavit ac mercatores 
mercimonia agentes, maxime Venetos, in nundinis in BozoniO 

4, cepit. Deinceps in dieS. Georgii martyrisGaudencius comes Amacie, 
belli dux generalis, cum gentibus principi subiectis norico admixto 
milite una cum proceribus comitatus Tirolis necnon Suevorum opel5 

2. 4. 5, nobile castellum Boforedum dominio Venetorum subiectum forticinxit 
obsidione. Dux castra, tentoria, papiliones, sta- [ F. 11 7' ] tivas aggeres- 
que locat, fabricat, bombardas admovet, muros et arcem agitat, co- 
meatum claudit. Miseri incole repentina obsidione territi resumpto 
spiritu mens una omnibus patrios defendere muros telis et saxis hostes 20 
profligunt, aggressores propulsant. Sic turmamd a turmatu lituo dux 
revocat, saucios ungit, necatos in fossam sepelit hostes. Dux muros 
et arcem bombardis pervios facere decrevit, viam latam et tutum scalis 
ascensum; sie altera iam vice, prima qua non successit, via adoritur 
reliqua. Insonat Germanus tuba turma labori non detrahens nee metu 25 
mortis fractus impigre hostis postes adoritur, muros et arcem tormen- 
tis bellicis igne et sulpbure pervios patefactos ingredi nititur et scalis 
appoBitis ascendere tentat. Qua rara est acies, ex arce 60 viris munita 
longa andern defendere temporis mora moliuntur, saxa infesta volvunt. 
Buunt hinc inde saueia corpora, ploratus et gemitus intra muros et 30 
extra. Partibus tandem ad invicem afflictis graviter et attritis vulnere, 
cede, fame, squalore, tabo e obsessi pacem precantur, inducias et treugas 
deposeunt. Germanus pietate usus et fide inducias prestat. Venecias 
nuncius datur. Concione facta per Robertum belli ducem decernitur 
miseris non esse subveniendum nee congredienduin* esse cum Germano, 35 
qui / F. 118] tarnen suo milite impar exercitui italo extitit. Sic arx 
et opidum in dicionem prineipis germani devenit. Captivis principi 
presentatis fides sponsa observata est. Porro priusquam arx et opidum 
se dedere, Robertus Sansaverinas vir insignis, generalis Venetorum 

» presentibus — pluribus mit Einfügungszeichen am Rand. b archi 40 
generosos Hs. wie der Inkunabel-Druck, c mit Einfügungszeichen am 
Rand. <* turma Hs. e thabo Hs. wie Druck. f aggrediendum Hs. 

1 Des Brixener Kanonikers Dr. Konrad Wenger Belligraphia cum 
apologetico inter illustrissimum Sigismundum Austriae archiducem ei 45 
magnificum senatum Venetorum f datiert vom 30. September 1488. Benutzt 
ist 9 wie die den Druckfehlern entsprechenden Lesarten oben beweisen, der 
gleichzeitige Inkunabeldruck von Anton Sorg zu Augsburg (Hain *2762). 
Ich zitiere oben nach den Seiten dieses Druckes. Zu Textverbesserungen 
habe ich die Ausgabe Basel 1544 herangezogen. 



. r^ru-inL* Original fronn 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 835 — 

capitaneus, Germanos in certamine singulari tentare gliscens fllium 
prestanciorem Anthonium cum quovis ex agmine Gemanorum in certa- 
mine ad duellum exiciale subeundum pro 1000 ducatis si&tere pollicetur. 
Quidam Johannes de stirpe dapiferorum comes de Sunenburgk pugil 
5 robustus et natu Suevus se sistit Pacta fiunt et capitula, de die, 
tempore locoque convenitur *. Congreditur ab equis tritum in solum 
et ad luctacionem devenitur. ßqualent calencia in solo pectora, nee 
alter alterum subiugare valet. Tandem Johannes memor pugionis, 0. 
quem palam in certamine penes se gestabat, nee pacto contraiium, ex- 

10 trahit, in nates Anthonium torsit, fixit. Qui sie fixus, ne Johannes 
victor inclemencius in eum ageret et mortis evaderet ictum, captivum 
se dedit, 1000 ducatos solvit. Itidem b ante deditam arcem et opidum 
belli dux annuit militi frumentatum iri. Qui ponte ultra Atheeim 
traiecto et custode tutato decrevit a lacu Benaci exercitui veneto, qui 

15 apud Seravallem castra metabatur, meatum claudere et intereipere 
montis c corone c aditum. Venetus avizatus montem prior oecupat. Interim 
Kobertus exercitum solvit apud Seravallem et Germanum inavisatum 
obruere tentans equite et pedite [F. 118*] non paueo. Germanus cum 
paucis equitibus 150 ac 800 peditibus latentibus in insidiis nee presen- 

20 tibus Venetum adoritur, vi maxima insultans fundit extremoe metendo 
solus absque pedite milite delitescente, qui longe adbuc aberat. Audiens 
vero conflictum maturat, crudeli ardente prelio Petrus Galbanus Paduanus 
in ore gladii cadit. Antbonius Marie alacri et imperterrito vultu in 
Germanum insultans capitur et reliqui Venetus terga vertit. Profugus 

25 f ugit Kobertus a filio pater. A Germano itala d cohors cohorte^ angusta 
in angusto arcetur loco per saxa et Fcopuloe, in gurgite Athesi immer- 
gitur ingenti numero. Nobilis ex Germano mortem obit unus et stacio- 
narii milites pauci 4. f Julii f . Interea audientes armorum fragorem 
milites delitescentes ex insidiarum loco prosiliunt et ad finem conflictus 

30 usque perveniunt. In quo certamine fiobertus vix mortis contagium 
dicitur evasisse ceteris occisis et submersis. Et tantum de primo prelio. 
In quo Germanus impar Italo extitit, triumphabat spolia legendo. 

Secundum bellum. 

Posthac Gaudencius Koforedo in fidem reeepto arce et opido 
35 milite paueo custode relicto pontem trans Athesim iactum demoliri 
iubet, exercitum, qui ultra 12000 nunquam extitit, emittit, castra dissolvit, 
apud urbem Tridentinam capitaneum virum insignem Fridericum de 
Capella militem cum 300 equitibus et certo milite pedestri relinquit 7. 
[F. 119] pro urbis et terre custodia sola. Ad vallem Ausugii Burgum 
40 delphani Theodericum de Blumegka strennuum virum cum paueo 
pedestri milite capitaneum locat. Disgregato exercitu germano in Ger- 

maniam profecto, preeipue milite dueum Bavarie Alberti et 

Georgii, 1 subito alie gentes armifere ad Meraniam se conferunt 
peregrine ex Eecia Curie nsi, item totidem ex ora Reni fluminis ad 

45 a invenitur Hs. wie Druck; Hs. korr. convenitur. *> Ititem Hs. 

c fehlt Hs. d italo Hs. teie Druck. © cohorta Hs. wie Druck. f am Rand 



hinzugefügt. 



Vgl. oben S. 424/29 ff. 

C Originalem 

il JU«IC IIMIVFR^ITVfiFWirH 



ö 1 ^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 836 — 

Inspruckam. Venetus non quiescens, cui ex clade de proximo accepta 
f ervebat sanguis et ira, dum hac non successit via, cogitat, qualiter 
alia Germanum profligare et terras suas occupare possit. Fabricat 
machinas, rates et pontes, speculatores mittit, infirmiora terre perlustrare 
facit, quo facile hostis superari valeat, flumina et arces visendo. Interea 5 
eis citraque Montem Durani in valle Judiciaria * hostem venetum aggre- 
ditur b BtrennuuB miles Nicolaus de« Firmiano, et in ore gladii 100 cadunt 
viri, reliqui in fugam versi 10. d JulÜ d ; domus sue in predam dantur. 
D e i n d e prineeps proceres e t provinciales opidum ad Meraniam® primum 
habita concione et misterio consilii, dehinc dieta ad Eni vallis opidum 10 
Ballis militea peregrinos multo ere conduetos ere dato remittit Item 
S. capitaneum Tritenti ampliori milite munit. Magnificua senatus con- 
sultus Venetorum * concione habita in magna pregada concludit Ger- 
manum magna et tumultuari vi adoririff, pontem et ratem navicam 
ultra Athesim traieetat, illam fune ad littora pendet versus [F. 119*] 15 
Calianum in planiciem. Inter eum et rivulum aque vive castra locat 
non longe a castro Petre subter Bisen ura, collem eminenciorem custode 
et ßpeculatore munit, Signum hoste ^.pperante dare preeipit Nuncius 
capitaneo Friderico illico datur estuans iabore, sparsus pulvere inquiens 
Venetum cum 10000 ultra Athesim venturum bostem et iam fere mediam 20 
tociuB exercitus partem traieetam, et, quod maius, necatis custodibus 
totis descenderant campis prede gracia furientes et bachantes. Nondum 
finito verbo venit vir armorum validus Michaletus ex Durano valle 
Judiciaria h datus super 300 robustis viris, quem Fridericus ante miserat 
tribunus. Interim cum milite in arma se parat suo post Michaletum 25 
maturando. Optimi cives Tridentini non tardantes se mox in arma 
pariter parant, capitaneum subsequuntur. Michaletus non expeetato 
capitaneo cohortem aggreditur* hostilem, necatur *, perdit in ore gladii 
viros 200 circiter. Adest confestim cum suo aurato milite et stacionariis 
paucis capitaneus de tanto 1 ad versus eum gregato m et ferrato" equitum30 
et peditum 4000 agmine °. Ipse vero cum omni aggregata cohorte preter 
cives Tridentinos, qui nondum venerant, abundabat 1000 viris. Territus 
obrigescens, quid faceret, prorsus dubius hortatur milites : O vos socii 
& maiora passi adversus ducem Belgarum Carulum , quem vice terna 
[F. 120] ad internicionem usque prostravimus, terras suas in dicionem 35 
Germani redegimus, ineumbite armis quisque suis ; hie non est locus 
refugii, asilum nullum. Si terga vertimus, hostis dorso heret Quam- 
quam Venetus sit in multitudine contra nos gravi, nos vero pauci, 
facile est concludere multos manibus paueorum. Sunt equidem per 
Illiricum superique maris sinum gentes precio conduete et ex Emilia,40 
Liguria, cisalpina Gallia collecte, sub dira Servitute constricte, que non 
solent pro dulei patria suisque dominis se preeipitare, corpora obicere. 
Altisona voce subiungens : In dei nomine petite hostem nee ipsi parcite 
ab homine usque ad pecus. Vix sermone finito miscentur equitee, 
milites procaces in certamina rursus concedunt, vibrant gladii, haste 45 
rumpuntur, cristate Italorum galee labant, crudescit prelium, voeiferant 

a Indiciaria Hs. (indicaria Druck). b agreditur/fe. (egreditur Druck). 
c et Hs. d am Band hinzugefügt. • verderbter Text infolge Zusammen- 
xiehung des Quellentextes. * venatorum Hs. g adiri Hs. h Indiciaria Hs. 
* agreditur Hs. wie Druck. k necat Hs. 1 fama Hs. « gregata Es. wie 50 
Druck. n ferrata Hs. wie Druck. ° agmina Hs. wie Druck. 



by Google 



UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 837 — 

hominum et bcßtianun anime moriture. Et erat hora diei apud nos 1 
poet meridiem [F. 120' ] prima quasi. Tabescunt prelianU» labore mmio, 
subducit dux belli lassos, quietos et insaucios in locum sufficere studet. 
Fit mox ingens prelium, lassa et fatiscencia hinc inde quiescunt corpora. 
5 Facta post non multa mora ingruit alius horribilis conflictus. Germanus 
impar virtute in equos lanceas torquet, perfodit. Equi torti, confossi 
spiculis corruunt sub onere, que gestant. Humescit terra cruore fuso. Hinc 
inde ad horam fere terciam post meridiem [F. 120* ] vel prope grayiter 
afflicti et attriti quiescere poscunt. Qua* paululum facta pausa spintu 

10 resumpto Germanus angustus profugare non Valens neque presumens 
spuens in manus ferro procuso iterum foro se parat. Quo« dux belli 
sie affatur : O viros ineffabiles, o inclitos bellatores, quorum hasta nun- 
quam est aversa nee clipeus abiit retro, ineumbite nunc armis. Suppecie 
Tridentinorum maturant suecurrere nobis afflictis- Consulite rebus 

15 quisque suis, ne Venetorum b dominio et servituti, quod nee metas 
rerum nee tempora cessura suo imperio ponit, subiciamur c. Eo sermone 
consumato statim conseruntur manus, fit atrox bellum et tale, quod 
armorum fragore et collisione silve remurmurant resonatque ex ethereit/. 
echo clamantibus in celum animabus morituris. Properat Tridentma 

20 militum cohors, arma movet, spicula mittit, lanceas in hostem et cuspides 
procusos dirigit. Nee casso vulnere fallit equites italos Germanum 
nimia multitudine superantes. Tritentinus propulsat ad mortem usque. 
Collidunt se mutuo bellantes, et erat circiter horam prope sextam. Sol 
ab hora prima certaminis totam per mediam diem grandi incanduit 

25 estu. Speculator desuper superante Germano adventatu novorum re- 
cencium bellatorum pro sanguine et vita certancium declinare versus 
pontem partem exercitus veneti videns signum dat. Incipit Italus 
circumspicere, retrospicere, Jprospicere ad [F. 121] omnes orbis piagas. 
Et per loca, quos hostis oecupaverat naturaque munivit, diffugere nequiens 

30 versus pontem, quem longe ante dux belli germanus non improvide soivit, 
herentem fune fugit mestus exercitus. Quem Germanus prosequitur 
manu forti. Ruunt f errate equi tum et peditum cohortes, cadit irre- 
vocabile vulgus, alter alterum ocius in itinere versuB pontem preyenire 
nititur, nescientes pontem ruptum ad fluminis litus contendunt, fugientes 

35 hostem a tergo gurgiti se credunt, ventrem in flumine purgant. Hi 
vero, qui scaphas, untres seu phaselos sibi conseiverant, salvis ad portum 
venere carinis d tabentes et tremulos artus in litore ponunt spem metum- 

que inter dubü. Acta sunt hec in die S. Laurencii * Mane 

Germanus dulcia spolia legens itala cadavera ad submersos una sepelit 
40 et ad rastrum Verone in Athesi pretensum delegavit suos in calcina 
tumulando e . In predicto agro Caliano Germanorum 500 viri, Itali 
vero milia multa. Nolo 1 redargui mendacii et numerum designare 
certum* ; incertus est enim numerus, quod missum facio % Veronensibus, 
qui Athesim rastro pretendunt, ad quos corpora provoluta sunt, di- 
4&numerare poterunt facile, committendum duxi. Alii tarnen putant 

* qui Hs. t> venatorum Hs. c subiciemur Hs. wie Druck. <* carmis 
Hs. wie Druck, e verderbte Stelle infolge Zusammenxiehung des Textes. 
* centum Hs. wie Druck, s vero Hs. 



1 Sagt W enger. 
50 « 10. August. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 838 — 

ultra 7000 virorum. 1 O crudeie bellum! O res inter christianos 
principes miseranda! O mundi scelera! O homiaes tantorum causa 
malorum ! O inclite Roberte, qui, ut aiunt, post multam miliciam actam 
per teropora cupieras germanam miliciam [ F. 12 V ] in suo ordine eciam 
agnoscere ! Agnovisti et interiisti a tuo milite mercenario desertus ! O 6 
nobilis et superinclita nacio germanica, que hodie sublimium et potentum 
colla calcasti milite pauco, fide tarnen ! O felix nimium dies ista, feliciores 
milites, qui sanguine suo nostram patriam ab hoste salvam peperere! 
Hoc satis et tantum de secundo bello penes Calianum peracto, quo 
non maius existimandum « est. 10 

Bellum tercium. 

Hora diei peracti belli tarda nocte versus triumphat belli dux 
suo cum milite, spolia legere iubet neeessariora, planiciem Marci victi 
campi, ut asßolet, tutari mandat. Tridentum redit cruentus, fatiscens 
artubus. Nocte ille b dulci sopore quiescit. Orto lucis sidere ex Tritento 15 
22. excidit cum milite victam tellurem et campum Marcium alias certaminis 
circuit, exanimata corpora lustrat, spolia ad currus 9000, 200 equoe 
sellatos in urbem vectare iubet, campum sanguine profusum cadavere 
purgat. Quo facto cum milite victorioso Tridentum custode campi 
relicto redit exultans tanta a deo prestita victoria, que nondum ope 20 
humana, sed divina, nee arte magistra proventabat. Crateres leti statuunt 
vinaque coronant. Deinde ad corpus ducis Roberti, quem abstulit leti 
atra dies et mersit acerbo, inquirendum in gurgitem mittitur. Quod 
prope castrum Petre in abisso reperitur, extractum in urbem Tridentinam 
honorifice [F. 122] sepulture traditur. Cuius anima requiescat in pace. 25 
Illum boni ducis officium gessisse non ambigitur, miles suus si stetieset, 
nee mors sua ignominiosa dicenda est. Magnificus senatus Venetorum c 
de tarn insperata clade in suos facta statuit circa alia loca Germanum 
pei sequi. Et primum apud Scalas militem locat. Greculos, Arasios, 
stradiotas d , armigeros, milites emittit ad predandum, item ad Primerii 30 
districtum, ad Cavarillas ßrixinensis diocesis fines, postremo ad Cado- 
brium villam, Ambetz vulgariter Haiden in valle Ausugii, Yvan castrum 
pupiliorum quondam Nicolai 7 Trap oppugnatur obsidione forti. Venit 
falsus nuncius hospes Hospitalioli dicte vallis et pupiliorum subditus 
asserens falso castrum Petre expugnatum, Bisenum non posse subsistere. 35 
Castellanus credulus se dedit absque vi expulsiva. Sic non bellica, sed 
prodicione in Venetorum c dicionem pervenit, id tarnen cui iure debeatur, 
sub papa iudice Mars est. Venetus fimbrias suas dilatare et serpere 
pedetemtim uti solitus molitur pro dominio delphani districtius. Burgum 
uno mane Theodorico capitaneo de Blumegka tunc apud Tritentum 40 
agente adoritur tota cum cohorte Burgum cingens aggerem demoliri ac 
valla nixus valida manu. Incole insomnes« duxerant per omnia noctes, 
scrutinio didicere horam, qua Venetus Burgum obruere statuit, Se * 
patrios lares ab hoste defendere coniurant, auxilios peditum paueorum 

a extimandum Hs. wie Druck. b illa Hs. c venatorum Hs. d so 45 
lh. wie Druck. e insomnos Hs. f Sed Hs. s auxilium Hs. 

1 Quelle? 

? Die Drucke : Jacobi. 

.. r^nonl^ Original frorn 

Jigitized öy VrUUgl^ UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 839 — 

freti excipiunt militem irruentem et aggerem disicere conantem necant, 
profligunt ad [ F. 122* ] internicionem usque Oreculum et Italum passim 13. 
ab agro et Burgo nullo muro circumdato propellunt cede facta in 
capitaneum et militem evocatum ac quoedam notabiles equites, quos 
5 morti deditos pro vi vis commutari Greculi et Latini desiderabant. Ab- 
nuit Gerraanus memorabile hoc retinendo se penes. Hoc est bellum 
tercium, quod per viam aggressionis Venetus inchoavit profugus factum 
amplius haut rediturus. 

Bellum quartum. 

10 Deinde in vallem Primerii dietrictus argenti plenam, quam Venetus 

ardebat, gentes mittit Germanus. In valle Cannalis rupes penes fluvium 
eminentes, ne Italus prior occupet, intercipit, bastigia struit, munit, 
gentes locat. Italus eircumvallat , oppugnat, evincit, quatuor illuc 
interimit. Germanus collectis viribus ex Primerio adunata potencia 

15 inter se et aceomodato milite per principem paucorum numero adoritur 
Italum in eo loco. Qui relicta bastia terga vertit. Quos in terga per- 
sequitur, occidit, trucidat 100 minus 3 bellicosos viros. Inde in valle m 
Egerden fugato exhinc omni populo spoliat, incendit villas numero 
octo nemine defendente. Id est bellum quartum, in quo Germanus 

20 prevaluit contra et adversus Italum tropheo et triumpho potitus. 

Bellum quintum. 

Non post multo tempore Venetus ad Caverillas Brixinensis dio- 
cesis contra districtum Andracii comitatus«* ecclesie Brixinensis allodium 
gentes locat, locum firmat aggere et vallo, bombardis, sagitta- [F. 123] riis, 

25 cuspigerulis 2000 in multitudine fidens sua, illam villam venustam et 
pro tempore ecclesie hominibus infestam sperans contra hostem germanum 
obtinere. Hi dum ignem mitterent in tecta ecclesie Brixinensis aggregato 
milite 1200 incolis terre rusticis pauco agente in rebus militaribus ex- 
perto adiuncto adoriuntur, et strage facta 40 virorum viriliter se intra 

30 septa ville defendencium relique gentes terga vertunt adeo fugientes, 
quod oculum elapsum pre formidine hostis sublevasset nemo. Germanus 
spolia i legit, partitur, particione facta villam incendit, ultra progressus 
in silvis et saltibus, scrobibus et antris terre condita bona querit, in- 
venit, abducit, lacrimancia commovet corda. Hoc non contentus vallesf 

35 ingreditur non unam ad nüHaria itala 15 ultra concremat. exurit omnia, 
que reperit, nemini parcendo. Hoc potitus triumpho ad propria regre- 
ditur loca grassans. Illud est bellum quintum, quo Venetus cesus, 
spoliatus fugat usque existit Germano superante. 

Sextum et ultimum bellum. 

40 Quod Germanus libens evitasset propter vicinitatem utrimque 

multo evo observatam in pace bona. Supersederat bachari adversus 
villam Ambetz, que in continuo prefacione treugarum callide laborabant 
et eo medio Greculos miserunt in vallem Emenberg milite existente 14. 
iuxta Andracium , qui igne fulminant, quosdam capite truncant in 

45 dilubrium *> et scandalum testas occisorum in superis suis gestaut am- 
pullantes. Mox designatur [F. 123* j Hainricus Horber militum tribunus 

* comciatus Hs. (Druck : comtiatus). b so Hs. wie Druck. 

n {^r\r\nl ,,ta Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 840 — 

et capitaneus generalis. Iß collectis gentibus et incolis ecclesie Brixi- 
nensis et comitatus* Tauffers equitesque paulo minus 70, qui hoste 
sciente et vidente miliaria ad 5 italica per alpem ligno preciso gramini- 
feram b planam incedit luce meridiana ita et tali ordiue, quod hostis 
5000 equitum et peditum stipatus Germanum facile dinumerare poterat. 5 
Inquit capitaneus Venetorum visa tarn parva multitudine germanici 
hostis : O viri beilatores, omnium adveniencium ex hoc hostili et inerm i 
corpora nostra sunt. Ecce quinque adversus unum! Confortamini, 
sinite neminem vivere, insistite armis ! Hunc pontem transire bombardis 
roboratum et munitum hostem necesse est; ibi profligabitur. Germanus 10 
non ignavus loco appropians c bombarda&d caute evitat, gurgitem vada- 
bilem versus levam vadat, madescit, frigescit; ex adverso hostis non 
resistit, meatum prestat. Quo vadato in unum Germanus se stipat, 
glomerat gelidus. Quem stradiote* equites a tergo continuo infestant 
et persequntur robore magno. Transita rippa necesse habuit per manus 15 
ascendere collem arduum versus [hostem lapsilem et congelatum, quo 
villa in alto posita est. Dum ascendere manibus et pedibus serpendo 
pedites molirentur vallum et loci septa firma dissipare, ex adverso emittunt 
tela* ad instar grandinis. Germanus [F. 124] bellicus ante hac non 
insuetus talia ferre resuppine se tenet. Sic hostica casso vulnere teia f 20 
volant et priusquam arcus? distenderent Itali, balistarum Germani 
capitaneum ex Blivio occidunt. Exercitus horripilans totus nescius pre 
timore movere arma. Germanus accessit d locum impetu et robore forti 
dissicat, vellit, lacerat, quos reperit, necat, vulgus fugit, equites pariter 
evacuat, totam inhabitancium villam depredatur h , spolia legit, incedit, 25 
dolum dolo compensat, ignem et tedas antea in tecta ecclesie immissos 
in miseram plebem pariter iactat. Armigeri et Greculi deprope tenentes 
lustrant, ut viderent finem. O Venezia, ubi tua opulenta gaza male 
merita milite tuo lasso et profugo atque transfuga ? Germanus tota 
nocte per itinera aspera altasque alpes exercitum trahens, fame et labore 30 
15. deficiexis, sudans et algens extra villam ad pontem ultra se recipit, 
concrcpante rogi immissi piramide. Victu revocat vires, quibus exempta 
fame in bona quiete bene refectis i cum spoliis sine cede a tot milibus 
concessit. Hoc est sextum et ultimum bellum cum Veneto initum et 
per Germanum nusquam recusatum, semper exceptum, in quo Venetus 35 
fugatus est et exarsus. In his itaque bellis Italus corpore et rebus 
miserabili strage interiit nullo unquam triumpho tropheoque potitus 
fugam crebrius adornando, Germanus et leti penas solvit et sustulit, 
sed triumphi potitor. 

[F. 124'] Ad execrandas huiunmodi lites Bomanus episcopus 40 
beatissimus dominus noster papa Innocencius post multam instanciam, 
ut a bellis desisteret, principi factam tandem comminatus est brevia 
adversus eum emittere. Sic princeps consentancus factus. Sua sanctitaa 
episcopum Tervisinum legatum designat. lmj>erialis maiestas, que post 
archiducem Austrie proximus heres extat, videns in rem suam non agi, 45 
legatum Venecias mittit pariter et suum. Quibus coram electi viri 
conterranei athesine provincie comparent germani. Longa itaque con- 
certacione a partibus coram legatis habita, causam belli uter utri k 

* comitatu Hs. wie Druck. b gramiferam Hs. wie Druck, c apro- 
pians Hs. d so verbessernd Hs. © so Hs. * fehlt Hs. % artus Hs. 50 
h depredat Hs. wie Druck, i refectus Hs. k uiri Hs. 



by \j* 



Original fronn 
UU 8 IL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 841 — 

dedisset alterque in alterum plus equo sevisset, diecussa et matore hinc 
inde perpensa, tandem arbitrati aversa corda per decencia permollire 
avisata Jfuit et est ad infra scripta deventum media per legatoe ipsos. 
Qui scilicet super accionibus et parcium querelis capitulis factis et a 
5 partibus aoceptis inflammata hine inde pectora ardoremque litis extingunt, 
ira et odio corda venenata defecant* in pacis et tranquillitatis vincula 
amiciciaroque veterem reducunt. Compensacione b hinc inde etragis, 26. 
cedis, spolii, ignis et tede facta, salvis mercatorum bonis per militem 
in tumultu ablatis, captivis eciatn emissis, castris duobus ad iudicium 
lOmarce suo dirimendis ad manus beatissimi domini nostri pape sepositis 
partes pace fruuntur et pociuntur fecunda c . Quam deus evo perpetuo 
conservare dignetur, que facile non dissolvetur! 

[F. 125] ^tem ante hoc bellum eodem vero anno 
Christi 1487. in d novo d anno d Albertus dux Bavarie con- 

15 iuneta sibi matrimonialer Kunigunde filia Friderici im- 
peratoris per Wilhelmum episcopum Eistetensem, qui et 
officium cecinit ac coniugium ipsum effecit, in ecclesia 
S. Steffani in Insprucka presente et consenciente archiduce 
Austrie Sigismundo patruo una cum uxore sua ex Saxonia 

20 nupeias veloces celebravit. Deinceps feria 3- post epiphaniarum 
festum dieta domina Eunegundis sie desponsata, cui Albertus 
sponsus eius maritus, Georgius, duces Bavarie, Sixtus Frisin- 
gensis episcopus ac Fridericus comes de Öting, electus 
Pataviensis, unacum aliis pluribus suseipiendo eam reverenter 

25 obviaverunt, civitatem Monacum intravit. 

Item proceres et provinciales comitatus Tirolis ipsum 
archiducem Sigismundura, eo quod nimis überaus et largus 
foret, a proventuum et censuum provincie athesine sub- 
levacione amoverunt, ut exhinc castra per eum impignorata 

30 redimerentur. Nihilominus curiam sibi ducalem tenuerunt 
et septimanatim sibi pro balnealibus 100 ducatos prestiterunt. 
Sed quia hec dueibus Bavarie Alberto etGeorgio displicebant, 
per integrum annum de terris suis in Athesim victualia 
invehere abnuerunt. Ideo fames ibidem invaluit. 

35 [F. 125*] Item 1471. Sigismundus dux Austrie magno 

prineipum Almanie conventui Katispone interfuit. 2 

Item 1475. dum Carolus dux Burgundie Nussiam ob- 
sideret, archidux Austrie ipse Sigismundus imperatori Friderico 
patrueli suo adiutorio fuit. 

40 a desecant Es. *> Compensacionem Rs. icie Druck. c seeunda H>. 

d am Rande hinxugefügt. 

1 Der folgende Abschnitt ähnlieh auch oben S. 424. 
8 Vgl. oben S. 370,24. 



C^ j^r-^^\ ■■- Original frorn 



UNIVER5ITY0F MICHIGAN 



— 842 — 

Eodem insuper anno prefatus Sigismundus in propria 
persona magnifice nupciis dueisGeorgii in Landshut interfuit. 1 

Item 1488., dum Fridericus imperator expedicionem in 
Flandriam contra Brugenses pro filii sui Maximilian! regis 
liberacione moveret, sepedictus Sigismundus archidux cum 5 
sua milicia copiosa ei assistenciam ingentem prebuit. 

[F. 126] Cum supra* dictum sit de ducis Leopoldi 
per Suitenses occisi filiis primo, secundo et quarto ac eius 
prole, ut clarior servetur ordo, superest de eius tercio nato 
hoc loco dicendum, cuius inclita proles superstes hodielO 
usque in terciam generacionem suceessit. 

Ernestus dux, tercius filius ducis Leopoldi per Suitenses 

Chr. Slams, occisi, duas habuit UXOres. Prima f uit domina Margareta ducissa 
Tab. GL d3. de Stettino, que obiit anno domini 1422., ex qua filios et filias genuit. 
Chr. Slams. Secunda eius contboralis Zinburgis ducissa de Moeovia» obiit anno 15 

Christi 1429. 

Anno domini 1424. 5. ld # Julii diem obivit illustrissimus prin- 

cepe dominus Ernestus archidux Austrie, Stirie, Carinthie, Car- 
Tab. Gl. ddnioleetc. sepultus in Buna b . Cuius fuerunt filie hee: Alexandria v 
u. Chr. Slams. Anna, Katherina, Margareta ; Rudolf ns, Leopoldus ; Ernestus dux, filius 20 

Ernesti archi ducis, obiit anno domini 1432. in die S. Laurencii; 
Tab. Gl. d3. de Alberto et Friderico iam infra dicetur. 

[f. 12&J Albertus dux Austrie Alsaciam possedit, prin- 
ceps humanissimus et maxime liberalitatis. Dominam Mathildem 
relictam 3 Ludovici comitis de Wirttenberg, filiam Ludowici 25 
comitis palatini Eheni, ducis Bavarie, primogeniti Ruperti 
regis Romanorum, in uxorem duxit, que ex eo non habuit 
liberos. Que post eundem maritum obiit Heidelberge sepulta. 4 

Schedel Cum Fridericus Romanorum rex Rom am pro imperiali 

CCXLV1L benediccione eundo Villacum se contulisset, ibi dux Austrie30 
Albertus germanus cesaris erat, qui splendidum ex Suevia comitatum 
ad se vocaverat, videre coronacionem cupidus, et ipse, quamvis Borne 
in anno iubileo 1450. fuisset, rursus Italiam ingredi ac fraterne coro- 
nacionis adesse solemnibus voluit. 
E. Silvio, Ladislai regis interitus magnarum rerum et reipublice Christiane 35 

Europa d 6. galutarem exorientem spem prorsus abrupit. Australes et a cesare et 
Alberto f ratre de tradenda gubernacione requisiti provincialium conventum * 

a Mosonia Es. } > Rzuna Hs. c quam Es. 

* Vgl oben S. 375, 7. 

» S. 823 und 824 ff. 40 

8 Vgl. oben S. 251,16 ff. 

4 A. a. 0. Anm. 2. 

6 Landtag vofn 21. Januar 1458 xu Wien. Vgl Zeissberg, Der 
österreichische Erbfolgestreit nach dem Tode des Königs Ladislaus Postumus, 
im Archiv für österreichische Geschichte LVUI, 87 ff.; Vancsa in: Qe- 45 
schichte der Stadt Wien II, 2, 543 ff. Beide Forscher wussten jedoch, wie 
auch andere vor ihnen, nicht, dass Arnpeck hier keinen selbständigen Be- 
richt gibt, sondern nur aus Erna Silvios Europa abgeschrieben hat. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 843 — 

habuere. In quo legati cesaris seniori Austrie principi — id* erat 
imperator — debere provinciam dixere. Albertus suo b et ßigismaodi 
patruelis nomine regie partem hereditatis exposoens suaaque ' calamitates 
et inopias tanto sanguini alienam referens commieeracionem indacere 
öconatus est. Conventus responsio fuit facturoe provinciales, quod ins 
equitasve dictaret , postquam fratres inter se convenissent. Interea 
latrones* trans Danubium in Austriam [F. 127] ad Moravie fluminis 
ripam munitum locum occupavere omnemque<* circa regionem rapinis 
atque incendiis vexare ceperunt. Adversus quos profectus Albertus 

lOlatrones vi cepit interfectisque pugnando compluribus 560 l captivos 
abduxit *, ex quibus 80 furca suspendit. Que res magnum ei apud 
Australes et nomen peperit et favorera, Ulricus vero Eyczingerus cum 
visitato apud Novam Civitatem Friderico imperatore, cuius parti studebat, 
Wiennam repetisset, vocatus ab Alberto nihil mali suspicans fidenter 

15 eum adiit. A quo mox captus in vincula coniectus est et in privato 
carcere clausus. Indigna res visa civibus; murraurare, damnare omnes 
factum; nemo tarnen auxilium misero ferre voluit. Imperator sepe 
rogatus Wiennam petere aliquamdiu distulit veritus, ne qua fraus in- 
esset. Interim Sigismundus ex Athesi Wiennam descendit; denique 

20 ad Novam Civitatem profectus principatus insignia ab imperatore ac- 
cipiens pro veteri consuetudine in eius verba iuravit. 2 In qua solenn - 
nitate Albertus affuit. Qui paulo post cum Sigismundo Wiennam 
repeciit, et ambo adversus imperatorem conspirantes Austriam sibi 
subigere conati sunt. Quorum studia senciens imperator Wiennam 

25 petere statuit et accersito Ludovico Bavarie duce, magni nominis prin- 
cipe, eo se contulit imperatrice sequente. Appropinquanti urbis populus 
obviam perrexit. Albertus vero et Sigismundus nobili comitatu extra 
urbem imperatorem salutavere. [F. 127'] Habebat Albertus tria circiter 
equitum milia 8 in armis expedita, que non longe a Wienna in quodam 

30tumulo imperatori se osteiitaruntf magnumque metum venienti incussere 
Suspicionem auxit Albertus, qui sepe ad eos profectus e t seorsum locutus 
insidias apparasse cesari videbatur. Ferunt eius milicie ducem Alberto d 7. 
dixisse: Fädle, si übet, hodie te Wienne dominum atque Austrie facio; 
nam quis prohibet, quominus Fridericum imperatorem eiusque comites 

35 intercipiam? Innue tan tum; soluta deinceps hereditatis questio erit; 
victori leges atque homines favent. 4 Subdubitasse Albertum aliquantis- 
per demumque respondisse: Poteram ignoscere, si, quod ais, me igno- 
rante fecisses, at mandare turpia non possum. Postquam introgressi 
urbem sunt, Albertus et Sigismundus in domo, que Pragensis appel- 

40 latur, simul i habitavere. Imperator privatas civium edes incoluit Arx 

* si Hs. b sui Ifs. c barones Hs. <* omnem Hs. © aduxit Hs. 
f ostendarunt Hs. 

1 Zeissberg a. a. 0. S. 117. 

2 Zeissberg a. a. 0. S. 12h 
45 * Zeissberg a. a. 0. S. 123. 

4 Vgl. Zeissberg a. a. 0. S. 124 , der Anstand nahm, die obige 
Anekdote für tcahr xu halten. Vancsa a. a. 0. S. 544 betont, dass Am- 
pecks (nach meinem Quellennachweis vielmehr Enea Silvios) Bericht das 
wenige Tatsächlich darin tcillkürlich arrangiere, im übrigen aber anek- 
QOdotenhafl ausgeschmückt sei. Immerhin ist er charakteristisch für die 
damals herrschende Stimmung. 

n (^nnol " Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 844 — 

provincialium nomine custodiebatur. Conspiravere Sigismundus et Albertus 
eam nocte aggredi, irrampere armataque militum manu ingredi. 1 Iure- 
iurando se obetrinxere non redituros domum, nisi arcem intrassent. 
Sensere cives moxque arma sumentes presidium in arce malus collo- 
cavere. Instabat civile bellum et atrox pugna pro arce, nee dubium 5 
videbatur, quin magno suo malo prineipes commissuri prelium essen t 
Stetit diu res in aneipite *. Civibus tueri arcem stabile propositum 
erat, dueibus, qui arcem intrare iurassent, turpe videbatur infeeta re 
domum reverti. Ac vim inferre [F. 128] plenum periculi erat Post- 
remo conventum est. ut ingressi prineipes arcem paululum immorati b 10 
potato vino exirent, atque ita delusa magis quam impleta religio est. 
Postridie arx consensu provincialium in tres partes divisa; duas aeeepere 
Albertus et Sigismundus, reliquam imperator. Delectique provinciales 
sunt, qui lites fraternas dirimant, et summa illis potestas data. Sed 
grave iudicium contra potentes est Nobilitas et ecclesiarum prineipes 15 
imperatori favenciores sunt, plebei Alber turn preferunt; magno se 
iudice quisquis tuetur. 

Multa sunt in hoc cesare, que laudare possis, corpus egregium 
et species imperatore digna, animus sedatus ac tranquillus, ingenium 
perspicax, memoria tenacior, religionis ardens zelus, ingens cupiditas20 
pacis et oeii. Singularem virtutem in quovisc homlne diligit dignamque 
premio ducit, edificat splendide, ortos tarnen et gemmas plus equo ad- 
miratur et amat et in rebus gerendis tardior ac remissior est. Tenacem 
plerique d aecusaverunt et ad rem nimis* attentum ; id fecere proximi 
antecessores Sigismundus et Albertus cesares, quorum prodigalitati cuius-25 
vis comparata liberalitas* videri avaricia potest. Ceteram Fridericus 
nee sua profundit nee aliena diripit verbis factisve temperans. Albertus 
frater eius longe dissimilis, celer in aggrediendis rebus belli et glorie 
appetens, periculi contemptor, audax, laboris paciens, manu atque ingenio 
promptus, peeunias / F. 12& ] inter amicos partitur ac profundit, inter 30 
opes pauper, in paupertate dives, nullius rei magis quam fame avarus. 

Sane convencione inter partes facta imperatori Austria 
inferior, Alberto superior, id est provincia super Anaso, 
cuius metropolis est opidum Lintz, et Sigismundo Alsacia, 
quam Albertus reliquit, cessit. 35 

Item Albertus in Lintz malam et levem monetam cudit. 
Chr. Slams. Albertus duxAustrie diem obivit anno domini 1463. feria 6, ante 

Thome apostoli in civitate Wiennensi ibidem honoritice sepultus 
Tab. C/. d 3. 2. die mensis Decembris. 

Schcdel [F. 129] Fridericus senior Ernesti ducis Austrie filius, Austrie, 40 

CGXL VII. Stirie, Carinthie et Carniole dux. Is postquam discrecionis annos attigit 

mox religionis induit zelum eepitejue rebus omnibus divini eultus aug- 

mentum proponere, quod sibi et sue nature bonitas et nobilitas sanguinis 

suadebat. Nam domus Austrie prineipes , inter quos plures reges 2 

a aneipiti Hs. b immorari Hs. c quo Hs. (i plebique Hs. • minus 45 
Hs. f libertas Hs. 

1 Zeissberg a. a. 0. ; Vancsa a. a. 0. 

2 Bexeichnenderweise ULsst hier Arnpeck die Worte der Quelle: et 
imperatores aus. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

öyVrUUgl^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 845 — 

fioruerunt, tunc sibi prospere succedere sperarunt, cum divino cultui 
bene et cons tanter famulati fuissent. Quorum vestigia Fridericus secutus 
defunctis parentibus, quam primum tutelam exivit, ut locum videret, 
in quo nostra redempcio celebrata est, aduc adolescens trans mare 
5 navigavit sacra visens loca, ubi natus salvator, presentatus in templo, 
baptizatus et tentatus, ubi cenavit, ubi iudicatus, crucifixus et aepultus 
et unde celos ascendit. Quid multa ? Osculatus est terram, ubi f uerunt 
pedes eius, qui nos rederait, felicemque reditum cum gloria habuit. 
Fuit enini princeps catbolicus et pius, etate florida, quam sapiencia, 

10 gravitas et vite integritas comitabantur, corpore strennuus vegetusque 

et robustus, aptus et paeiens ad labores, fortis constansque animi, 

eobrietatis cultor precipuus, mansuetudine, religione, iusticia et prudencia 

decoratus, cum ea domue, ex qua procreatus est, reg um sedes et 

Hungarie et Bohemie aliquando reges dedit, demum persona propria, 

15 que corporis et anime dotibus egregie pollet. 

Item natus est anno Christi 1415.» in die Mathei apostoli Tab. Cl. d 3. 

in coniunccione [F. 129'] Jovis et Saturni in signo cancri. b 

* darunter von anderer Hand : 18. b Aventinus hat hier unmittelbar 
anschliessend folgenden Eintrag gemacht : 

20 ]n imperio successit Alberto caesari. Obiit anno Christi 1493. 

Linzii. Filius eiusMaximilianus obiit 1519. Succedit nepos Carolus V. 
Qui anno Christi 1532. celebrat concilium Batisbonae in Martio 
cum fratre caesare Vernando. Penultima Februarii advenit etatis 
bisextilis, quae erat tum Mercurii dies. Caesar pridie advenerat 

25 ex Bor monasterio et archiepiscopus Salburgensis. Postea advenit 
Fridericus comes palatinus, dux Boiarie, episcopus Bambergensis, 
Bathaviensis in palmarum vigilia et dux Georgius Saxoniae. Ita 
nemo alius princeps advenit. Ad Quasimodogeniti primum indictum 
concilium. Adventus Turci timetur in Germania et Italiam. Vigilia 

30 pentecostes advenere Ludovicus palatinus Rheni et Albertus episcopus 
Mogontinus cum 400 fere equitibus. Caro . . . Bricht so ab. Vgl. 
hiexu oben S. 443, 20 ff. 



C^f\C\€%\i m Original frorn 

byV^UUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

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Liber de gestis episeoporum Frisingensium. 



C*r%r\Ct\i' m Original from 

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C^f\r%Ci\i^ Original from 

öy VjUU^IC UNIVERSITY OF MICHIGAN 



Corbinianus vir dei Waldegiso patre Corbinianaque matre, yfta S. Oorb. 1 
claris ad seculum necnon religiosis valde parentibus, in capi. 
regione Melitonensi generatus in ipsa eciam puericia divinam 
graciam, quam postmodum plene accepturus [erat*], pre- 
51ibavit. Etenim mundi non detentus illecebris de cuncta 
parentum substantia solo victu et ainictu contentus aput 
ecclesiam sancti Christi confessoria Germani in ©ödem Castro* con- 
structam in cellula, quam sibi [fecerat, 14 annis devotissime cap. 4. 
adinstar speculi lucidissimi eciam signis clarus habitavit. 
10 Sed quia non licuit iuxta veritatis verbum lucentem arden-cap. 5. 

temque lucernam sub modio oeeultari, sed supra candelabrum 
poni, ut multi per fidem ab eo illuminati dei ecclesiam ingrede- 

rentur, lumen caritatis per bonorum operum exempla ac fidei 

documenta videant, deum patrem exhinc intimo cordis affectu 

15 glorificantes, divina siquidem inspirante gracia factum est, 

ut Eomam iret, ubi a papa Gregorio iuniore obediencia 

coactus sacerdotalem cum pallii privilegio suscepit benediccionem, cap. 6. 
ad gentes destinatur et in Galliam reversus est, ubi verbum dei 
largiter seminans inter cetera latronem Albertum tercia die de cap. 7. 
20 patibulo M vivu m liberavit. Dehinc mundialem honorem non 

f erens reversus ad ergastulum, ubi primum fuit, in Germani ecclesie eap. 8. 
foribus annis Septem permansit iterumque Eomam ire disposuit a 
Gallorum partibus per Alemaniam, que nunc Suevia vocatur, 

Noricam pergens, ubi ab in coli s terre reverenter tractatus 

25ibique aliquamdiu moratus verbi divini dulciter ac salubriter 

» fehlt Hs. 

1 Vgl. oben S. 56, Anm. 1. Dazu die neue Ausgabe der Vitae von 
Krusch in den Non. Gert», hist, SS. Her. Merov. VI, 497 ff '. Arnpeck 
benutzt die Form B der Vita. 

30 2 ht zwar in der Vita, nicht aber hier vorher genannt. In der 

Vita heisst es: ortus fuerat ex regione Militonensi natus in vico, qui dicitur 
Castros. Meichelbeck hat an der oben benutzten Stelle das Wort Castro 
mit kleinen Anfangsbuchstaben geschrieben, Riezler und Krusch in ihren 
Ausgaben mit Recht als Eigennamen. 

Quellen u. Erörterungen N. F. III. 54 

• "nnoli 1 Original fronn 

Digilized by V_*uuglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 850 — 

seminavit doctrinam. Vale itaque faciens* iter complevit arrep- 
tum et usque urbem altissimi illuscente gracia pervenit. 
In quo itinere omnium conditor et innocencie reparator 
ingrediendo et egregiendo mira per eum multa ostendit, ut 

Conr. Sacr.* über, qui de vita eius inscribitur, satis admodum explicat.* 5 

Mß 97Ä 319 

Tr-f o A l Denique beatus presul Corbinianus a B. Gregorio urbis 

Vita o. Uorb. ^ A -*- t_-i»x ^ • 

cav. 14- 8Ummo pontifice venerabiliter susceptus. Qui eum 

de consilio omnium ad gentes reverti mandavit. At ille 

post aliquant ul um temporis benediccione aocepta tristis abscessit. 

Conr. Sacr. Sicut enim in mundi exordio divina potencia lucem creavit, que bona 10 

MO. 318. fuit, in qua disposicionem elementorum b ordinavit, ita in diebus gracie 

lucem, quac tenebras ydolatrie fugaret, suis accendit. Dum suum 

JB. Corbinianum, cuius lux, que in ipso erat nee aliquam partem tene- 

brarum habebat d t ad partes istas destinavit pastorem et reetorem, eius • 

exemplo et doctrina lucida et munda gregis sui corda* esse voluit 15 

819 Igitur per vallem Tridentinam rediens ac Bavariam ingressus 

a glorioso Bavariorum duce Grimealdo * 8 , cuius aures beati 

viri sanetitas attigerat, benigne susceptus, a quo et montem idtum, qui 
Frisinga dicitur, aeeepit* Ubi primo ecclesiam, que usque hodie cernitur, 

in honore B. Benedicti ecclesie B.Marie dei genitricis contiguam h 20 

construxit ac monachorum ibi sacrum conventum adunavit. 

Sanctus insuper pater CorbiniaDus hanc sanetara Frisin- 
gensem ecclesiam sanetissime vite meritis ac salubrium 

morum documeotis informavit, sie* ut providus dispensator plurimis 

honoribus et possessionibus providit et locupletavit. Nam25 

u.Vita S.Corb. Maies et Chores? et Camina? inter duos rivulos Timonem et Finalem tarn 

cap. 19 territorium agrorum quam et prata et vineas cum parte alpium cum 

u. oap. 20. nongentis auri solidis, quos a Pippino maior e domus Francorumque 

principe, aput quem graciam in venerat, dudum in suam elemoeinam 

aeeepit, a possessoribus et a prefato duce Grimoaldo comparavit30 

et ad istam sedem Frisingensem, quam fundavit , iure proprietatis 

contulit. 

Vita S. Corb. Predicta igitur empeione ac donacione legaliter facti» 

cdp.l9. y ' lT <j e i Corbinianus habitaculum ibi construere sibi festinavit, basilicam 

* facies Hs. *> fahlt Hs. cquas Hs. d haben ß Hs. © qui Hs. ^5 
f forma Hs. g so Hs. h in der Hs. steht das Wort contiguam nach 
monachorum. i ast Hs. 

1 Mon. Germ. hisL, SS. XXIV, 318 ff. 
5 Cap. 10-13. 

* Conradus Sacrista, dessen Text in diesem Abschnitt verwendet 
ist, sagt: a Tassilone sororio Pippini, qui maior domus dicebatur et 40 
patre Karlmanni, et Theodone filio ipsius. In der von ihm gefertigten 
Abschrift des Textes des Conradus in der Wolfenbüttler Hs. hat Arnpeck 
diese Worte ausser filio ipsius ausgestrichen und später, offenbar auf 
Orund des cap. 9 der Vita S. Corbiniani, an den Rand geschrieben: 

a Theodone et Grimoaldo. An der obigen Stelle erwähnt er nur den 45 
letzteren, wahrscheinlich auf Orund der cap. 17 und 18 der Vita (vgl. 
oben S.58f.). 



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— 851 — 

edificavit ac SS. Valentin] atque Zenonis episcoporuro in ea patrocinia 
collocavit et in eorum dedicavit honore vinearum ibi plantans copiam 
et pomiferis decoravit arboribus et alimoniam pauperibuB preparavit 
Ubi corpus eius 40 annis, ut infra dicetur, quievit. 
5 Predicte igitur possessiones Maies et Chorzes et Caines, 

que erapte fuerunt per B. Corbinianum, post annos aliquos 
iniuste ab ecclesia Frisingensi alienate extiterunt, ut in 
sequentibus suo loco clarius declarabitur, sed per Wolf- 
ramum episcopum XIII. ab Arnolfo et Werntholdo ducibus 

10 Noricorum auctoritate serenissimi regis Heinrici I. ab in- 
carnacione domini anno 931. sunt recuperate. 1 

Et quamvis iste vir dei S. Corbinianus prefatam hanc 
Frisingensem ecclesiara primus irradiavit antistes, attamen 
in isto monte dudum, id est ante 444 annos 2 , ecclesia in 

in honore Marie virginis constructa fuisse dinoscitur. Ex 
quo sequitur eam fuisse primam et non capellam S. Petri, 
ut quidem simplices asserunt, quam constat Erchenbertum VII. 
episcopum construxisse, qui et ibidem requiescit. 3 Nam 
legitur, quod Romanorum imperator Carus de Narbona, qui cepit Vita S. Man- 1 

20 anno domini 288. et duobus duntaxat annis cum filiis suis Carino et 

Numeriano imperavit, quem Dioclecianus inmediate in imperio 

SUCCessit, misit 'Eulasiuni tirannum in urbem Celeiam Panonie 
Sliperioris a , ut insultus Hunnorum* et Tartarorum et aliarum c nacio- 
num Orient alium conpesceret, que civitas destructa modo Villa 

25Petronella in Austria opinatur, que potentißsima, locuples 
et famosa fuit, ut ipsius vestigia indicant. Unde propter sui 
potentiam minor Troia d appellata est, ubi idem memoratus 
Eiulasius S. Maximilianum archiepiscopum Laureacensem 
decollavit. Qui beatus presul 22ecclesias habuit suffraganeas, 

30quarum nomina pro magna parte nobis sunt ignota, quia 
per Attilam regem Hunorum sunt destructa. Inter quas 
Frixinia alias Frisinga annumeratur. 5 Nam licet tota Ba- 
variorum gens tempore prefati imperatoris Cari aduc in- 
credula et gentilis erat, nichilominus tarnen inter eos mixtim 

35 quidam pauci vere orthodoxe fidei cultores fuerunt, qui a 
successoribus apostolorum conversi extiterunt. Qui ad pre- 

« superiorum Hs. b Hinnorum Hs. c aliorum Hs. d terra Hs. 

1 Vgl. oben S. 119,13 und unten S. 663, 12 ff. 
7 Diese Zahl ist nicht von Arnpecks Zeit aus gerechnet, sondern 
40 von der des hl. Korbinian aus. 

3 Vgl. unten S. 860, 15 ff. 

4 Vita & Maximiliani (Pex, SS. Her. Austr. I, 19 ff.) cap. 10, 2. 
14, 1. Vgl oben S. 36,18. 

6 Oben S. 37, 13. 



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Original fform 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 852 — 

fatam ecclesiam montis Frisingensis refugium habuerunt, ut 
creditur Ratispone de veteri capella factum. 1 Ex quibus 
vetustas ecclesie montis Frisingensis claret. Pie igitur 
credendum est, quod altissimus hunc locum specialiter sibi 
elegit, in quo per tarn longeva tempora venerari et adorari 5 
voluit, et quod olim, videlicet ante 450 annos, fuit inceptum, 
tempore S. Corbiniani extitit completum. 

Sed ad hystorie narracionem redeo, unde paulisper 
digressus eram. 

Conr. Sacr. Cum autem vir dei diem sueresolucionisappropinquareinteUexer it, 10 

M 0. 319 Erimbertum carnalem fratrem suum in Ytaliam ad Liutprandum* 

u. rttachOor . re g em Longobardoram direxit a quam humiliter postulans, ut tradicio 

'flue propiietatis sive b conquisicionisc in Maies, Chorzes etChaines 

ad eccleeiam B. Marie, ne exinde aufferatur d , per prefati principis cyro- 

graphum firmaretur et imperpetuum auctoritate sua rata haberetur f et 15 

ut euum corpusculum ad sepeÖendum ibidem recipere preciperet, quod 

Vita l. c. illic B. Valentino vivus conmendavit. Adiecit quoque, ut ex regali 

Conr. Sacr. ipeius principis concessione libertas huic familie concederetur episcopos 

MO. 319. eligendi et legitime ° substituendi. 8 Cuius peticioni, quia de racione 

pendebat 9 benigne annuit et cyrographum, sicut postulavit, per prefatum 20 
nuncium transmisit; quod tempore Walthonis episcopi X. cum reliquis 
huiuß eccleeie ornamentis ignis consumpsit. Cum vero vi febrium vehe- 
mencius urgeretur, ante obitus sui diem octavum alium ex discipulis 
suis ad Hucbertum f principem Bavarie direxit diem mortis sue in- 
dicans et poscens, ut corpuaculum ipsius ad tumulum & B. Valentini, ubi 25 
primus Oratorium construxerat, vulgariter aufZemberg 4 , sepeliendum 
deferri iuberet. Quod quia non est factum et quid exinde rei probaverit 
eventus, dUigens lector in libro, qui de vita eiua inscribitur, C. 31. requirat. 

Postquam igitur huic sedi episcopali, quam ipse primus 
elegerat, annis ultra 20 salubriter prefuerat, 6- Idus Sep- 30 
tembris anno 730. 5 feliciter cum multo animarum lucro ad 
Christum migravit decorat us una stola securusque de reliqua. 
Cuius meritis et oracionibus nos opitulari feliciter exoramus. 
Amen. 

a feldt Hs. b sine Hs. c conquisicione Hs. <* aufferetur Hs 35 
o legiptime Hs. * Huebertum Hs. tUumultum Hs. 

1 Vgl. oben S. 136, 3 ff. 

1 Conradus Sacrista sagt : ad Pippinum principem direxit, qai 
eodem tempore ad versus Longobardos militem coadunaverat. Arnpeek 
zieht dteser Angabe wiederum jene der Vita Corbiniani vor, welche meldet, 40 
dass Erembert ad Longobardoram principem geschickt worden ist. Der 
Name Luitprands ist in der Vita nicht genannt. 

3 Unten S. 862, 8: apud Pipinum regem impetravit. 

4 Zenoberg bei Meran. 

* Oben 8. 61, 2: 734, S. 65, 15: 735 vel quasi. 45 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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- 853 — 

Erimbertus episcopus II. sedit annis 28* mensibus 2. 

Anno ab incarnacione domini 730. b venerabilis et religiosus Oonr. Sacr, 

vir Erimbertus S. Corbiniani f rater ipso migrante ad dominum in sede 

sua episcopali sublimatur. Huius pontificatus anno Christi 745., 

5 ut quidam aiunt, beatus pontifex Bonifacius terminos episco- 

patuum Bavarie, sicut hodie manent, distinxit, ut colligitur 

ex legenda eius. Ubi legitur: 

Cum S. Bonifacius archiepiscopus Magunthinensis, sed\B Otloh, Vita 
apostolice legatus, in multis regionibus fidem sedule pre- S.Bonif. 1 1 } 31. 

lOdicass^t, eciam Bavariam visitavit mansitque ibi diebus multis pre- 
dicans et ewangelizans verbum dei vereque fidei ac religionis 
renovavit sacramenta et destructores ecclesiarum populique pervers ores 
abigebat Quorum alii pridem falso episcopatus gradu, alii eciam 
presbyteratus se officio deputabant, hec atque alia innumerabilia 

15fingentes magna ex parte populum seduxerunt.* Sed quia sanctus 
vir iam deo ab infancia deditus iniuriam domini sui non 
ferens Bavariorum duces cuncturaque vulgus ab iniusta 
heretice falsitatis secta et fornicaria sacerdotum decepcione 
COerCllit et provinciam Bavariorum Odilone duce, Tassilonis geni- 

20tore, consenoiente, in quatuor divisit parrochias quatuorque* hiis 
presidere fecit episcopos, qua ordinacione scilicet facta eosdem in 
episcopatus gradum sublevavit. Quorum primus nomine Johannes in 
oppido, quod dicitur Saltzburg, episcopatus kathedram suscepit, secundus 
Eremhertus, qui super Frisingensem ecclesiam speculatoris tenuit 

25principatum, tercius Gaubaldus, qui ecclesie civitatis Regine» 
modo Ratispone , pastorale excubitoris subiit magisterium, 
quartusWivilo, qui superPataviensem ecclesiam sacreindagacionisc 
obtinuit dignitatem consecratus a papa* Cumque Ollinia 
confirmato christianitatis ordine rite agerentur et canonum 

30 sunt iura recuperata, iam ad proprias remeando rediit ecclesias 

populique sibi commissi curam gerens oves a nepfandis 
luporum morsibus eripuit. Anno vero Christi 756. idem 
Bonifacius martyrio in Frisia est coronatus. 

Hie autem devotus presul Erimbertus in pontificali Oonr. Sacr. 

35 confirmatus dignitate, quantum potuit, novelle fratris sui plantacioni & MQ. 319. 
contulit et multorum exhortacione sua animos ad benefaciendum sedi 
sue inclinavit. 

* II Hs. * dcc. Hs. c indagacionem Hs. d plantacione Hs 9 

1 Auch oben S. 72 in Kap. 26 verwendet. 
40 * Statt des folgenden Textes sagt die Quelle (Migne, Patrologia 

latina LXXXIX,649) : Sed sanctus praesul cum tantam sacerdotum 
faUaciam atque malitiam aliter non posse prohiberi conspiceret, pro- 
vinciam Bagoarie usw. 

• Oben S. 72, 21 wie die Quelle: tresque. 

Original frorn 



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— 854 — 

W l f.209 1 . Quapropter Tassilo dux Bavariorum territorium in villa Hasel- 

pach, quam bone memorie Otilo dux prius tradidit ad ecclesiam beate 
dei genitricis Marie in opido Frisingensi, per epistolam suam con- 
firmavit. 1 

Item Moabertus tradidit ad domum 8. Marie virginiß in I0C05 
Frißinga in manus Erimberti episcopi hereditatem suam paternam in 
loco, qui dicitur Zollinga, cum Omnibus attinencüs.* 
Fund.lhg.489. Hie episcopusunacum aliispontifieibuseidem cooper an- 

tibus monasterium S. Quirini in Tegernsee dedieavit* 

Et hic bene meritus pontifex obiit anno incarnacionis 10 
dominice 758. in circumeisione domini 5 in sua kathedrali 
ecclesia Frisingensi sepultus etc. 

Joseph III. episcopus sedit annis quasi 3. 

Anno ab incarnacione domini 758. Josepbus Frisingensi 
ecclesie preficitur episcopus. 15 

Conr. Sacr. ^ic pastor e t rector dominiearum ovium impetravit ad sede m 

W f. 2/ft suam episcopalem locum nuneupatum Erching et ibidem pro 
neoessitate domosconstruxit, quia ante a iam temporibus plurimis eadem 
terra inculta atque deserta remansit.* 

Item dedieavit ecclesiam in Tuelpach', item eccleeiam in 20 
Putelnpach 8 et aeeepit easdem cum pertinentibus ad Frisin- 
gensem ecclesiam. Sed et gloriosus dux Tassilo, quitquid ad Fering 
pertinebat, consencientibus possessoribus tradidit ecclesie beate dei 
genitricis virginis Marie Frisingensi. 8 

Hic presul preeipuus divini amoris igne accensus ad- 25 
iuvante Bavariorum duceOtilone» ceterisque deo devotis edi- 
fieavit, fundavit, consecravit et largiter dotavit ecclesiam 
collegiatam saneti Cristi confessoria Zenonis super flumen Isana» 10 
ubi et ipse est sepultus. Obiit 763. 17. Januarii. 11 

• Otiline Es. 30 

1 So bezeichne ich den in den Moti. Germ, nicht abgedruckten lext 
des Traditionsbuches des Gonradus Sacrista 9 und zwar nach der Abschrift 
Arnpecks, welche die Herzogliche Bibliothek Wolfenbüttel besitzt. 

2 Bitterauf Die Traditionen des Hochstifts Freising I 9 29. 

s Bitterauf 1,27. 35 

4 Dieselben Angaben hat Arnpeck an den Rand von W f. 210 (vgl. 
Mm. Genn. hist., SS. XXIV, 319, 41) geschrieben. Quelle ist die Fundatio 
Tegemseensis ; vgl. oben S. 76, 44. 

5 Dieselbe Notiz als Arnpecks Zusatz in W (SS. XXIV, 319,43h 
Ueber das Grab, dessen Inschrift als Todesjahr 750 angibt, vgl. Schlecht, 40 
Monumentale Inschriften usw. II, 22 f. 

6 Büterauf 1, 31. 
f Bitterauf I, 33. 

8 Vielmehr xu Hrodolvinga (Rudifing) und keine Kirche. Es ist 
xweifellos die bei Bitterauf /, 44 unter Nr. 17 verzeichnete Schenkung gemeint. 45 

9 Bitterauf 1, 31. 

10 Vgl. Bitterauf I, 30 und oben S. 78, 3 ff. 

11 Dieselbe Angabe als Randbemerkung Arnpecks in W (SS. XXIV, 
319, 46). 



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— 855 — 

Aribo episcopus IV. sedit annis 22. 

Anno ab incarnacione domini 760. a Aribo alias Heres 
ecclesie Frisingensi preficitur pastor et animarum medicus. 

Anno domini 772. 2. Idus Augusti ecclesia 1 beati archangeli Omr. Saer. 
5 Michaelis in Petenpach in presencia Aribonis episcopi ad ecclesiam " /• 213*. 
B. Marie virginis necnon et sepulchrum ipeius confessoria Corbiniani 
in perpetuum fundatum est. Eodem anno ecclesia beati Christi 211*. 
martyris fimmerami in Helfendorff, ubi ipse campum certaminis elegit, 
quam bone memorie Erimbertus episcopus dedicavit, ad domum 

10 episcopalem Frisingensem donata fuit. s 

Anno domilni 778. Oratorium in loco Sceftilare nuncupat o con- 214. 
structum ad domum episcopalem Heredis*> pontificis traditum est. 8 
Item ecclesia d in Holczhausen 4 B. Michaelis, item in Schbindach,* 212. 217*. 
item in Abenhausen, 6 item S. Michaelis in Fetenbach 7 donata ecclesie 214. 213*. 

15Fr isingensi, item Trochteringin. 8 212. 

Item quinque fratres inspirante divina gracia secularia negocia 215. 
deserentes locum sibi elegerunt communem in hereditate sua in vasta 
solitudine heremi, qui* dicitur Slierseo, cellulam construxerunt et 
Oratorium, quod consecravit episcopus Aribo. Ac post biennium con* 

20 placuit fratribus eligere Perchtold* ibidem abbatem et adduxerunt 
eum ad predictum episcopum, qui iuxta ordinem regule S. Benedicti 
electum ordinavit. Acta in monasterio Sliersee anno domin i 779. 9 

Item Reginpertus et fraterK eius in alode proprio per consensum 216. 
domini Josephi episcopi monasterium condere ceperunt Scarice deserti 

25 et postmodum per Heredis episcopi consilium locum mutaverunt 
ad Schlehedorff, ubi domus dei primitus ce lebrat ur in honore sancti 
Dionisii et ubi sanctus Tertulinus requiescit in corpore, quod a sede 
apostolica Reginpertus monachus concedente Adriano papa ad partes 
Bavarie Attone abbate adiuvante perduxit. 10 Huic congregacioni 

30 Heres sub gradu minori constitutus prefuit. 11 

Anno predicto Meginolt 1 * Oratorium, quod in propria alode272\ 
condiderat in villa Incinmos », per manum Heredis episcopi dedicatoris 
ad domum 8. Marie Frisingensem imperpetuum tradidit. 19 

» so Hs. b Herodis Hs. c ponficis Hs. d ecclesiam Hs. e fehlt 
35 Hs. f so Hs. statt Perhtcoz. ts fratres Hs. h Negmelt Hs. " in 
Cfimos Hs. 

I Schenkung Nr. 44 bei Bitterauf I, 71. 
f Bitterauf I, 78. 

8 Bitterauf 1, 108. 
40 4 Das. 1, 65. 

5 Das. I 53. 

6 Wohl verschrieben für Altenhausen. Bitterauf I, 75 

7 Bitterauf I, 71; wohl Wiederholung von oben Z. 4 ff. 

8 Truhtharingun, Kirchtrudering. Bitterauf I } 77. 
45 9 Büterauf 1 112. 

lü Vgl. oben S. 67, Anm. 2. 

II Diese Notix stammt aus der Urkunde Ärbeos y die bei Bitterauf I, 81 
gedruckt ist. 

11 Bitterauf 1, 115. 



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— 856 — 

Maltas alias ecclesias, quas brevitatis causa omitto, 
hie pontifex dedieavit, quarum plures ad sedem Frisingensem 
sunt tradite. 

Oonr. Soor. Hie eciam venerabilis episcopus Aribo, qui et Herea 1 , circa 

MO. 319 u. finem vite sue öuo summo thesauro hanc ecclesiam ditavit Ipee 5 
VÜi * ca ^^^iq^demeumcoepiscoporumsuorumet abbatum COnsilio B. Zeiione 
in urbem Tridentinam deportato 8 ac postea B. Valentino a venerando 
Tassilone Bavarorum duce in Pataviam, quam fundaverat, perdueto 
de Maiese, ubi simul quieverunt, corpus B. Corbiniani post 40 annos 
obitus Slli 4 ad hanc Frisingensem ecclesiam, ubi in presenti re quiescit, 10 
summo cum honore reduxit ac demum 4. Nonas Mail feliciter 
obiit, in sua cathedrali Frisingensi ecclesia sepultus. Obiit 
anno 783. 6 

Atto Ä episcopus V. sedit annis quasi 30. 

Anno domini 782. 6 Atto Frisingensi ecclesie preficitur 15 
episcopus. 

Oonr. Soor. Anno domini 795. 7 Maginhart abbas in Tegerensee X V eccles ias, 

W f. 220. que iniuste abstracte per tempora fuerant ab episcopatu Frisingensi, 
restituit ex integro Attoni episcopo per manus Arnonis archipontificis 
et Eilemodi b archipresbyteri. Acta Tegerensee. 20 

222. Anno domini 804. residente Arnone archiepiscopo et Attone 

episcopo unacum Erchanbaldo comite , Otperto c et Alprico iudieibus 
in roallo publico per iussionem<* domini Karoli augustissimi imperatoris 
in Eibilinga fisco publico ad adveniencium causas cum iusticia deri- 
mendas Atto episcopus per sufficientem probacionem mediante25 

a Otto Hs. b so Hs. statt Ellennodi. c Operto Hs. d uisionem 
Hs. • fico Hs. 

1 ego Heres ist an der oben benutzten Stelle der Vita interpoliert, 

f Vgl. oben S. 84, 27 ff. 

% Arnpeek ändert hier des Gonradus Sacrista Angabe : ß. Valentino 30 
Tridentinam translato et dehinc duce Tassilone Pataviam . . . perdueto, 
welche mit dem Text der Vita Corbiniani hier ziemlich übereinstimmt. 
Die Erwähnung einer Uebertragunq des hl. Zeno nach Trient in diesem 
Zusammenhang scheint auf einem Irrtum %u beruhen, dessen Entstehung 
ich nicht xu erklären vermag. Bigelmair, Zeno von Verona (1904), S. 66, 35 
der die Schicksale des Leibes des Reuigen schildert, gibt keiften Anhaltspunkt. 

4 Post 40. annum obitus sui bemerkte Arnpeek auch am Rand 
von W. 

* InW machte Arnpeek die Randbemerkung : cepit anno Christi 760 
(corr. 763), sedit annos 22 (corr. 20) quasi (SS. XXIV, 319,48, wo mt*40 
Unrecht 2 verschiedene Bände angenommen sind) und am Schlüsse der 
Traditionen unter Arbeo : Et obiit 4. Non. Maii anno domini 783 (SS. XXIV, 
320,31). Ueber das Grab, dessen Inschrift 782 als Todesjahr angibt, 
vgl. Schlecht, Monumentale Inschriften usw. II, 23. 

6 Am Rand von W : anno domini 783 f3 infolge Korrektur). Sedit 45 
annis quasi 30 (corr. 27). 

* In W hat Arnpeek beigesehrieben 4. Kai. Julii anno 804, was 
richtig wäre, wenn es statt 4 16 hiesse. Bitterauf 1, 187. 

n (^rtonl - Original frarn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 857 — 

iusticia obtinuit a Liutfrido a abbate de monasterio, quod vocatur 
Auua b , infra locum Chiemingen sito tres istas ecclesias Willgen , Hege- 
lingen et Perge, que per iustam legem et anteriorem vestituram 
ad episcopum Krisingen sem pertinebant, sedTassillo dux atque Lint- 
5 purga uxor eins non solum istas ecclesias, sed et multas alias de eodem 
episcopatu iniuste abstulerunt propter invidiam, quam babebant super 
Aribonem episcopum dicentes eum meliorem esse domino Karolo regi 
et Francis quam ipsis. 1 

Anno domini807. 17. Kai. Februarii dum se congregasset sinodus 220*. 

IQ episcoporum, abbatum ceterorumque clericorum Bavarie provincie ad 
metropolim Baltzburgensem et ibidem non pauca pertractassent, moverunt 
idem episcopi Arn Saltzburgensis archiepiscopus, Atto Frisingensis, 
Adalwinus Ratisponensis, Einricus, Hato questiones de decima c popu- 
lorum, que offeruntur ad ecclesias. Lectis inde capitulis ex canonum 

25 auctoritate, quid inde agi debuisset, invenerunt quatuor porciones fieri, 

unam episcopo, alteram clericis, terciam pauperibus, quartam fabricis 

ecclesie. Tunc consenserunt ibi cuncti abbates, qui presentes aderant, 

huic decreto secundum canones et reddiderunt porciones episcoporum 

episcopis, que illos recte contigissen t, ea racione, ut ulterius exinde inter 

20 iUos nulla discordia deinceps maneret. 9 

Item basilice in Piburgk et Pelhaim etc. in manu episcopi 216*. 
Attonis d oblate sunt. 3 

Hic pius pontifex multa bona eius temporibus sedi sue 
acquisivit, que brevitatis causa hic relinquo. Sepultus in 
25 eius Frisingensi ecclesia aput antecessores suos et obiit 
5. Kai. Octobris. 4 

Hytto VI. episcopus sedit annis quasi 24. 

Anno domini 810. e Hytto divina providencia domino 
favente in kathedram episcopalem Frisingensis sedis honorifice 
30provectus esse comprobatur. 5 

Omnia instrumenta divinarum scripturarum novi et veteris testa- (Coxroh) 
menti in melius reparari non desistit, et quitquid defuisse sacrorum W f. 222'. 
voluminum reperit, sudanti labore flosculos de pratis amplts decerpens, 
quasi avide fontem vite eterne siciens. doctrine fluenta omni conamine f 
35 aggregari studuit, ut omnes christiani populi ad se pertinentes, quos 
exemplo sanctitatis vite sue inspectionis lautissimis refocillaret dapibns, 

a Lantfrido Es. b Anna Es. c so Es. wie die Quellen. * Ottonis 
Es. • dccc Es. * si canomine Es. 

1 Bitterauf l 183. 
40 * Bitterauf J, 224. 

8 Bitterauf l 229. 

4 In W sehrieb Arnpeck ebenso an den Rand: Hic Atto obiit 
5. Kai. Octobris sepultus apud antecessores suos in cathedrali ecclesia 
(SS. XXIV, 320,33). Heber das Grab vgl. Schlecht, Monumentale In- 
45 Schriften usw. If 9 28. 

* In W von Arnpecks Band: Hitto episcopus 6. Anno domini 810 
(0 infolge Korrektur). Sedit annis quasi 23 (corr. 21) {SS. XXIV, 320, 34). 

Original fronn 



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— 858 — 

quasi de rivulo fontis sanctarum scripturarum dulcia mella fluens doctrinis 
lucidissimis ac saluberrimis saciaret potibus pariterque cantilenis et 
omnium divinorum documentorum officiis sue rigore discipline ipeam 
domum S. Marie, cui preease dinoecitur, quasi mirifici odoris suavitate 
implevit, mireque pulcbritudinis opere preciosorum metalloram et arti- 5 
ficiorum edificacionum decoratibus in Omnibus honorifice adornavit 1 

Profectus quoque est* vir venerabilis Hytto dilectus 
antistes per singulas quasque sue diocesis ecclesias populum 
dei sibi b commissura predicando, docendo sive eciam con- 
firmando nee non instruendo , ut sempiterne felicitatis et 10 
beate immortalitatis partieeps esse mereatur etc. 

224. Anno domin i 816. Hitto episcopus dei gracia electus atque a 

deo coronatus ad augmentum sanete dei ecclesie a et ad utilitatem domus 
6. Marie provide divina clemencia ammonitus iussit edificare e t ampliare 
ecclesiam in propria hereditate in loco, qui*dicitur Hahofeshusin, quod 15 
eum obvenit de parte genitoris sui. Deinde illuc veniens, et alii plerique 
nobiles viri cum eo affuerunt, consecravit ecclesiam eandem neenon 
et altare ; insuper reliquias addidit.* 

226*. Ego in dei nomine Hitto Christi misericordia humilis episcopus 

consideravi huius seculi vanitates et fragilitates. ut nee c me repentina 20 
mors imparatum inveniat, ut necc me seduetor iniquus rapiat ut leo 
animam meam, itanec<* ad perpetuam penam perducat, sed intercedente 
angelica voce ad dexteram pietatis gregis sue iubeat noe numerari et 
in consorcio beatorum, ad augendum largiciouem elemosinarum in pau- 
peres, non ad recondendum terrenum thesaurum in potentes, pro refrigerio 25 
anime mee meas res, quas comparavi vel acquisivi in Azziling et 
Holze etc., trado ad domum S. Marie ad Frisingam e , ubi electus et 
preciosus in corpore requiescit confessor Christi Corbinianus et ubi 
ego ipse indignus Hitto pastor et rector bodierno die preesse dinoscor, 
eo modo, ut post obitum meum et nepotis mei Erchamperti sine ulla30 
contradiccione successor meus et oratores mei monachi possideant et 
pro remedio anime mee habeant ad lucem et requiem meam, ut memoria 
mea multis temporibus in domo S. Marie et S. Benedicti confessoria 
permaneat. Hoc factum in ipsa domo S. Marie ad Frisingam 2. Kai. 
Maii *. Et ipso die iter carpere cepimus ad Aquis pallacium in Francia 35 
anno incarnacionis dominice 825. 3 

Item anno ab incarnacione domini 834. Hitto venera- 
bilis antistes Frisingensis Romam pervenit. Quem papa 
Gregorius IV. in die penthecostes honorabiliter excipiens 
SS. Allexandri atque Justini corporibus ac aliis multis 40 
reliquiis eum graciose remuneravit. Quibus memoratus Hitto 
suas decoravit ecclesias. 4 

a fehlt Hs. b 8ibi populum dei Hs. c ne Hs. * nee ita Hs. 
• Frisingen Hs. f M<> Hs. 

1 Bitterauf 1 1. 45 

* Bitterauf I, 301. 
8 Bitterauf I, 446 ff 

4 Vgl oben S. 61, 8 ff. und Anm. 2 f ausserdem Brackmann, Germania 
pontificia I, 331, 

rv v ^h Pnnofr^ Original fronn 

^^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 859 — 

Hie devotus pontifex in capella 8. Steffani in Weyheneteven, Gir. S. Steph* 1 
quam olim 8. Corbinianus sepius visitavit* et iniciavit, constituit 
prepoeitum cum sex ca n o nietfs. 8 Poatea Egilbertus episcopus eundem 
prepoeitum cum suis prebendariis transtulit in montem 8. Viti, quem 
öipee fundavit et loco ipeorum instituit ordinem S. Benedicti in 
Weyheneteven. * 

Hitto hie preclarus pontifex obiit 4. Ydus Decembris 

e t sepultus est in crippa kathedralis ecclesie desuper habens eiborium 

de ligüis anno domini 836.' 

10 Erchenbertus VII. episcopus sedit annis 18. 

Anno dominice incarnacionis 836. 6 Erchenbertus nepos 
beate memorie Hittonis episcopi ad Frisingam sedem subli- 
matur. 

Eodem anno Kerhoh omnem rem proprietatis, quitquid habuit Conr. Sacr. 
15 in loco Straspach, in capsam 8. Marie ad Frisingam tradidit 7 coram ^ f* 231. 
Erchanberto episcopo venerabili. 8 

Dominus ac redemptor noster elara voce intonuit dicens : Thesauri- 230. 
zate* vobis thesauros in celo, ubi nee erugo nee tinea demolitur *>. Ipsis 
verbisc quidam vir nobilis nomine Ratolt eonpunetus atque eonfisus 

20 a lTheusaurizate Hs. b demollitur Hs. c fehlt Hs. 

1 Vgl. oben S. 145, Anm. 1. 

* Hier erscheint deutlich der Text des ungedruckten Chronicon 
S. Stephani (Clm. 1015) \ f. 1: Circa annumCristi domini 760. fuit in monte 
Weynensteven capella S. Stephan i prothomartyris, quam 8. Corbinianus 

25 primus Frisingae presul sepius visitavit. 

3 In W machte Arnpeck am Ende der Traditionen unter Bitto 
folgenden Zusatz: Hie in Weichenstephen iniciavit dei servicium cum 
uno preposito et sex prebendariis. Qui sanetos Alexandrum et Justinum 
de Roma huc attulit (SS. XXIV, 320, 35). Diese Notix ist zweifellos 

30 dem ungedruckten Chronicon S. Stephani (Clm. 1015) entnommen, wo es 
heisst: Hine circa annum domini 830. Hitto Frisingensis episcopus 
sextus iniciavit dei servitium in monte 8. Stephani et institoit ibi pre- 
poeitum cum sex prebendariis. Hie attulit de Borna corpora 88. Ale- 
xandri . . ., Justini . . . 

35 4 Der hier zu Gründe liegende Text des Chron. S. Steph. lautet: 

Anno domini 1021. Egilbertus omnaeve laude dignus Frisingensis epi- 
scopus deeimus seplimus dictum prepositum cum sex prebendariis suis 
transtulit in montem 8. Viti, quem ipse fundavit et loco ipeorum in- 
stituit monachos cum abbate seeundum regulam sanetissimi patris nostri 

40 Benedicti. 

5 So Arnpeck auch in W : Hitto episcopus obiit 4. Idus Decembris 
anno domini 836. Das Chron. S. Steph., welches oben offenbar mitbenutzt 
ist, sagt: Obiit anno domini 836. sepultusque est Frisingae in cripta 
kathedralis ecclesiae. Ueber Hittos Grab vgl. Schlecht a. a. O. II, 59 f. 

45 und 63 f. 

6 Arnpeck in W : Erchenbertus episcopus 8. Anno domini 836. 
Sedit annis 18. 

7 Bitterauf I, 532. 

8 Ist in der Quelle nicht gesagt. 

rv v ^k Crmnlt* Original frarn 

Jigitiz&cs Dy ^UU^lL UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 860 — 

invitavit venerabilem virum Erchanbertum episcoputn ad se, in cuius 
presencia ipse Ratolt viriliter circumcinctus & gladio suo stabat in medio 
triclinio domus sue tradiditque in capsam S. Marie et in manus venera- 
bilis viri Ercbanperti episcopi, quitquid habuit in Tagelfingass et in 
alio loco ad Cramanesdorf et ad Hupphinheim etc. Hoc factum est 5 
ad Tagolfingam anno incarnacionis domini 839. 1 
23V. Item Suonperhtb presbyter tradidit ad domum 8. Marie ad 

Frisingam, quidquit habuit in Krimirshusin. Actum est hoc ad Fri- 

singass in monte S. Steffani in ecclesia, ubi requiescunt 
sanctorum corpora Allexandri pape atque Justini confessoris, 10 
anno incarnacionis domini 842.' 
228 u. 232. Item quidam vir nobilis nomine Tato tradidit propriam heredi- 

tatem suam in Güntherisdorff ad monasterium Sconinperc S. Viti, ubi 
preciosi martyres Cornelius et Ciprianus corpore requiescunt. 9 

Hic felix pontifex sepultus est in capella S. Petri 15 
montisFrisingensis, quam ipse fundavit, 4 hoc habens epitavium: 
Est Erenbertus hac presul in ede sepultus 
Atque coopertus saxo de paupere sculpto. 
Obiit anno domini 855. 5 

Anno VIII. episcopus sedit annis 21. 20 

Anno dominice incarnacionis 853. 6 Anno Frisingensi 
ecclesie preficitur presul. 

229, Quodam tempore, dum turbida res agitabatur in episcopatu 

Frisingensi, contigit deo donante plebem elegisse sibi Annonem episcopum, 
quod dominus rex Ludowicus assensit, talem quoque benigne suscepit 25 
illumve c statuit feliciter regere sanctum oviie. Tunc temporis Odal- 
schalcus Tritenti episcopus per malorum suasionem ad Pauzanam <* 
vinearum S. Marie invasionem iniuste fecit, quibus sibi subactis Anno 
episcopus sufficienti testium probacione previa per regalem 
sentenciam easdem vineas recuperavit. Actum ad Eipilingen30 
anno dominice incarnacionis 855. 7 
229*. Item quidam presbyter nomine Afarcho omnia confinia silve, 

que habuit ad Zieholfeshusin pertinencia, tradidit ad Frisingam. Hoc 
factum est in publica sinodo in monte S. Steffani, ubi ossa cum pulvere 

* amictus Es. *> Emenpercht Es. c illum ne Es. d Panzanam Es. 35 

1 Bitterauf I, 539. 

9 Bitterauf I, 545. Die Ortsangabe im Traditionsbuch tautet nur : 
ad sanctum iStephanum. 

* Bitterauf I, 678. 

* Vgl. oben S. 61. 11 und 851, 17. 40 
6 Dieser Abschnitt fast gleichlautend auch in W. AU Todesjahr 

Erchanberts ist jedoch dort 875 angegeben und Anno als 7. Bischof voraus- 
gesetzt, wodurch dort ziemliche Verwirrung herrscht. 

6 Arnpeck in W : Anno episcopus 7. Anno domini 854. Sedit 
annis 21 vel quasi. Ueber das Grab vgl. Schlecht a. a. 0. U } 61 f. 46 

7 Mühlbacher, Fegesten des Kaiserreichs unter den Karolingern P, 
n. 1411 *. 



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— 861 — 

SS. Alleiandri et Justini honorabiliter humata cernuntur. Anno in- 
carnacionis domini 860. acta. 1 

Anno incarnacionis domini 875. quidam vir nobilis, nepoa st 228*. 
equivocus domini Annonis, tradidit beate yirgini Marie, quitquid habuit 
6 in Hall. 1 

Hic beatus presul Anno ecclesiam suam kathedralem 
prius exiguam auxit, ut hodie cernitur.* 

Obiit 7. Idus Octobris anno domini 873.* s 

Arnolfus IX. episcopus sedit annis 8. 

10 Anno ab incarnacione domini 875. 4 Arnolfus sancte 

Frisingensi ecclesie preficitur episcopus. Qui octo annis episco- Oonr. Saer. 
patum rexit. Obiit anno domini 883. 11. Kai. Octobris. 4 MO. 320. 

Walto X. episcopus sedit annis 17. 

Anno incarnacionis domini 883. sancte Frisingensi 
15 ecclesie Walto presul efficitur. 5 

Hic conquisivit ab Arnolfo piissimo rege in Schlavonie partibus Oonr. Saer. 

regalem capellam, que Liburnia vulgo Lurna vocatur, consistentera, MO. 320 u. 

quam Zacharias papa ob hereses quasdam illia in partibus obortas ^ /• ^35. 

necandas illo veniens Johanne Aquilegiensi presule assistente Pipini 
20regis ob amorem in honore S. Petri consecraverat, cum omnibus appen- 

diciis suis ad sancte dei genitricis Marie ecclesiam Frisingensem 

perpetualiter consistendam. Actum anno incarnacionis domini 801. 

in Mathahofen.* 

Postea acquisivit ab eodem rege eodem die aliam capellam aput MO. 320 u. 
25 Luburnam cum adiacentibus bonis necnon ad sanctos dei martyres, W f m 234. 

Primum videlicet et* Felicianum, quorum in eis b partibus in loco, qui 

vulgo Wert vocatur, conservatac micat ecclesia. 7 

Debinc eciam impetravit ab eodem dive memorie Arnolfo MO. 320 u. 

Romanorum rege Moeeburc <* cum omnibus adiacentibus bonis. Anno W f* 233'. 
80 incarnacionis domini 895. actum Moeaburc." 

» fehlt Hs. b eius Hs. c so Hs. d Mosebivet Hs. 

1 Büterauf I, 682 und 711. 

• So auch oben S. 61, 12. 

8 Arnpeck in W am Schluss der Traditionen unter Anno: Anno 

35 episcopus obiit VII. Idus Octobris (später hinxugesetxt:) anno Christi 

863 (letztere Zahl ausgestrichen, am Rand dagegen: 875). Ueber das Grab, 

dessen Inschrift auch die Jahrzahl 875 trägt, vgl. Schlecht a. a. 0. II, 28. 

4 Diese Zeitangaben macht Arnpeck auch in W (SS. XX1V,320,42). 

Ueber das Grab vgl. Schlecht a. a. 0. 

40 * In W schreibt Arnpeck: Walto episcopus X. Anno domini 

884 (4 darnach in 3 geändert). Sedit annis 22 (SS. XXIV, 320,43). 

• Mühlbacher, Regesten P, n. 1863. 
7 Mühlbacher a. a. 0. n. 1862. 

1 Vgl. oben S. 61, 15. 



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— 862 — 

Forte* aal in satina 898. l 

Wf.234 § u. Per acta conbustione ecclesie Frisingensis * culpis exigentibus 

MO. 320. reverendus presul ein 8 dem sancte ecclesie Waldo ad restauracionem 
prefate ecclesie impetravit aLudowico rege, filio Arnolfi dive memorie, 
Veringam cum pertinenciis suis. Anno dominice incarnacionis 902.5 
actum Regina civitate.* 
W f. 233 Item S. Corbinianus Frisingensis ecclesie primus episcopus, ut 

supra 4 habetur, aputPipinum 5 regem» suo interrentu impetravit 
plebi et familie sue licenciam inter se eligcndi episcopos poet sue evocacionis 
tempus b . Et huius eleccionis securitatem scripto regalis precepti firmarilO 
obtinere promeruit. Similique modo omnes pastores eiusdem sedis per 
ordinem penes® Romanorum reges aut imperatores eandem elec- 
cionis d securitatem usque in tempus huius Waltonis reverendi ponti- 
ficis obtinuerunt. Tempore autem suo accidit casus, ut domus sua 
inibi in honore domini et sanctorum eius constructa ignium succensione 15 
combureretur eisdem supradictis preceptis pariter conbustis. Hiis itaque 

u. M O. 320. peractis predictus Walto pontifex impetravit a Ludowico Roma- 
norum rege prior um preceptorum renovacionem et roboraci onem. 
Et ut eiusdem episcopatus plebs et familia ab hodierna die et deinceps 
securam habeant potestatem inter se eligendi episcopum c , regia po-20 
testate concessit et firmiter iussit anno domini 905.* . 

Hie sedem huius episcopatus rexit 22 annis et deinde excessit 
rebus humanis anno domini 905. 3. Kai. MaiL 7 

Uto XI. episcopus sedit anno uno. 

Anno domini 905. 8 Uto sancte Frisingensi ecclesie 26 
preficitur episcopus, de quo sie versificatur: 
Conr. Saer. uto manens uno venerandus episcopus anno 

MO. 320. Corruit in fata, superis anima sociata. 

Obiit 2. Kai. Julii.* 

* rege Es. *> tempore Hs. c fehlt Hs. <* eleccionem Hs. 30 

1 Vgl Mühlbacher a. a. 0. u. 1949. 
8 Vgl oben S. 61, 16. 

3 Mühlbacher a. a. 0. n. 2015. Vgl oben S. 61,15 und 116, 19 f. 

4 S. 852, 17 ff. 

* Die Urkunde sagt an dieser Stelle: aput antecessores nostros. 35 
Pippin wird von Conradus Sacrista genannt. Vgl oben S. 852, Anm. 2 u. 3. 

6 Mühlbacher a. a. 0. Nr. 2032. Vgl oben S. 116, Kap. 17. 

7 In W schreibt Arnpeck: XV. Kai. Maii 805 (so). Ueber das 
Grab vgl Schlecht a. a. 0. 11, 29, wo der 18. Mai 906 als Todesdatum 

genannt ist. 40 

8 In W: 906, dann 5 über 6 geschrieben. Sedit anno uno. 

9 So auch in W ; irrtümlich xu einem von Bisehof Draeholf 
handelnden Abschnitt gesetzt, aber zweifellos nicht auf diesen bezüglich, 
dessen Todestag unten anders angegeben wird. (Darnach SS. XXIV, 320, 46 
zu berichtigen.) In W ist aus Kai. geändert Nonas und hinzugesetzt 45 
anno domini 906. Ueber das Grab vgl. Schlecht a. a. O. II, 33. 

.. r^nnnlr* Original frorn 

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— 863 — 

Dracolfus XIL episcopus sedit annis 20. 1 

Anno domini 906. x sancte ecclesie Frisingensi Dracolfus 
presul indignus preficitur.* 

Hie instinetu generis humani inimici de sede episcopali et de Gonr. Soor. 
5 tribus cenobiis, videlicet Moseburch, Isana et Sceftilare, abstulit exceptis &&- 3 ^ 
purpuriß et aliis ecclesiarum ornamentis in auro et argento ad 400 talenta. 
Et ut dicitur in periculo quodam Danubii, quod vulgo vocatar Paige *>, 
vivendi finem fecit anno domini 926. in die Urbani pape. 1 

Wolframus XIIL episcopus sedit annis 12. 1 

10 Anno domini 926. l Wolframus sancte Frisingensi ecclesie 

preficitur episcopus. 

Hie predium a S. Corbiniano quondam c emptum et a monasterio W f. 237. 
in ipsius honore construeto bactenus iniuste ablatum in ins proprietatis 
per regis^Heinrici I. preeeptum remissus est perpetualiter possidendum, 
15 hoc est ad Maies, Chorces et Chaines et quidquid ad bec iure legitime- 
que e pertinere videtur etc. anno incarnacionis domini 931. 9 

Insuper Berchtoldus Bavariorum dux et frater suus Arnolfus 

rogatu Wolf ramm i venerabilis epiecopi Frisingensis proprietatem beatissimi 

Christi confessoria Corbiniani ad Maies et Chorces, quam liber eins 

20 illius esse iure testatur et priscis temporibus iniuste ab ecclesia eadem 

ablatam esse constat, in manu* prescripti epiecopi potestative remiser unt. 3 

Hie preclarus pontif ex suum curtiferum cum huba in Perchusin 237\ 
tradidit ad altare S. Pangracii in cripta tali condicione, ut aliquis de 
fratribus in obediencia illud suseipiens missas, prout possibile sit, celebret 
25 vel celebrari f faciat ad idem altare neenon in anniversario prefati 
episcopi congruum fratribus exhibeat servicium. 4 

Et obiit 5. IdllS Julü anno Christi 938. 6g Ann.S.Steph.* 1 

51. 

Sanctus Lampertus XIV, episcopus* sedit annis 19. h5 

Anno domini 938. 5 S. Lampertus Frisingensi ecclesie pre- Ann.S. Steph. 
30ficitur episcopus. 51. 

Hie tradicionem abbaciole Moseburch a felicis recordacionis Gonr. Soor. 
Arnolfo rege cum omnibus iure legitimo* ad eam pertinentibus ad pre- Wf. 237*. 
fatam ecclesiam neenon curtis regieVeringe a filio eius Ludewico rege 

a efficitur Hs. *> Parge Hs. c quodam Hs. d reges Hs. e legip- 
35 timeque Hs. t celebrare Hs. e fefdt Hs. h XXX Hs. » legiptimo Hs. 

1 So auch in W (SS. XXIV, 320). 

1 Der Text der Urkunde in Mon. Germ, hisl, Dipl 7, 64. Vgl 
oben S. 1)9, 13 ff. und 851,8 ff. 
9 Vgl oben S. 119, 21 ff. 
40 4 Bitterauf II, 449. 

8 So auch in W (SS. XXIV, 320,49). 

6 Ueber das Grab, dessen Inschrift den 16, Juli als Todestag an- 
gibt, vgl Schlecht a. a. 0. II, 29 f. 

7 Mon. Germ, hüt., SS. XIII, 50 ff. 



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— 864 — 

8imili modo illuc delegate impetravit ab Otto ne rege primo con- 
ti rmar i et corroborari, u t iure perpetuo ad Frisingensem episcopatum 
pertineant etc., anno ab incarnacioae domini 940. Actum Salce. 1 
Arm.S.Steph. Obiit autem 8. Lampertus feliciter anno domini 957.** 1 

51. 

Abraham XV. episcopus sedit annis 37. 4 5 

Ann.S.Steph. Anno domini 957.* Abraham sancte Frisingensi ecclesie 

51. preficitur episcopus. 
Conr. Saer. Hie reverendus presul impetravit ab Ottone rege primo 

MO. 320. Gudigau ad suam vitam et poßt obitum suum ad servicium S. Candidi 

in Intica* anno incarnacionis domini 972. 6 10 

W f. 238 4 . Ipse eciam ab eodem 7 imperatore gloriosissimo quedam 

loca in medio horum comitatuum, qui vulgo vocantur Pustrussa, Lurno, 
Catabria * , que iniuste et illegitime b a prefata Frisingensi ecclesia 
subtraeta erant, ut restituerentur prefate ecclesie per regale 
edictum et ibi perpetuo per maneant iure, obtinuit anno incarnacionis 15 
domini ce 974. 8 
MO. 320. Eodem anno obtinuit ab Ottone imperatore Chreina. «• 

Idem eciam primus impetravit a seeundo Ottone imperatore Chreima 
marcha. 10 Ipse quoque renovari fecit a tercio Ottone tradicionem de 
Gudigan anno domini 992. u 20 

Ipse quoque preclarus pontifex turre quadam <* monasterium 
adauxit" et di vereis ornamentis in plenariis, tapetibus, calicibus et 
ceteris diligenter ac devot us adornavit. 

Bexitque banc sedem episcopalem annis 37 et mortuus sepultus 
Ann. 8. Steph.eat in basilica, quam in honore apostoli Thome erexerat r feliciter, 25 
5h l. Ydus Julii a anno domini 993. 18 

Goteschalcus XVI. episcopus sedit annis 12. 14 

Ann.S.Stepk. Anno domini 993. preficitur episcopus Goteschalcus sancte 

^•Frisingensi ecclesie. 

* so Hs. b illegiptime Hs. c Chrema Hs. d quodam Hs. 30 

I Mon. Germ. hist, Dipl. 2, 116. 

* So auch in W (SS. XXIV, 320,49). 

8 Heber das Grab vgl Schlecht a. a. 0. II, 61. Unter Bischof 
Lambert würde eigentlich auch der unten S. 493 folgende Abschnitt zum 
Jahr 955 gehören, der auch, fast gleichlautend, oben S. 126, 5 ff. sieh 35 
findet. Vgl. auch oben S. 61, 21 ff. 

4 In W: Sedit annis 36 (SS. XXIV, 320, 52). 

6 in Intica ist SS. XXIV, 320, 24 ausgefallen. 

6 Unechte Urkunde in Mon. Germ, hist., Dipl. I f 612. 

7 Vielmehr Otto 11. 40 

8 Mon. Germ, hist, Dipl. 11, 96. 

* Mon. Germ, hist., Dipl. U, 56. 
10 Daselbst U, 78. Vgl. 11, 463. 

II Daselbst 11, 520. 

18 So auch oben S. 61, 25. 45 

18 Arnpeck schrieb in W:7. Idus Junii anno 994 (SS. XXIV, 321, 38). 

Ueber das Grab vgl. Schlecht a. a. O. II, 34 und 45. 

14 So auch tn W. Die folgende Jahrxahl 993 ebenso, doch geändert 

in 994 (SS. XXIV, 321, 40). 



C^ €\f\€%\i m Original frorn 

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— 865 — 

Hie fecit commutacionem cum rege Ottone III. et d e dit Gonr. Sacr. 
s ibi prediolum ecclesie sue iacens in confinio urbis Cremsa et aeeepit W f. 239. 
ab eodem similiter in Austria 6 regales buebas in loco, qui dicitur 
Zudamaresfelt iuxta flumen, quod dicitur Ipisa, cum omnibus iuste 
5 legitimeque a ad easdem pertinentibus anno incarnacionis dominice 995. 
i n Magdaburg. 1 

Item Otto imperator tercius consensu et consilio summi/*. 239 4 . 
pontificis Gregorii V. et episcoporum atque laicoruni astancium neenon 
et ob interventum ac peticionem Gotschalci Frisingensis ecclesie episcopi 
10 talem utilitatem ac tantum honorem , id est mercatum omni die 
legitimum*), monetam Ratisponensem in loco Frisinga dicto imperiali 
potentia construi concessit, teloneumc autem eum exinde respicientem d 
super gremium sanete dei genitricis Marie sanetique Corbiniani tradidit 
et omnibus quidem eundem mercatum inquirentibus paeificum aditum 
15 et reditum sui imperialis banni districtione firmiter saneivit usque in 
finem seculi. Actum Eome 11. Kai. Junii anno incarnacionis dominice 
996. tercio die eius imperialis consecracionis. 1 

Eodem anno in Bruchsella prefatus episcopus a prescripto/". 239*. 
Ottone in Au s tri a in loco dicto Nuivanhova cum eadem curte 30 regales 
20 huabas cum terris eultis et incultis ad servicium S. Marie Frisingensis 
ecclesie gloriose impetravit. 8 

Anno dominice incarnacionis 1002. S. Heinricus imperator/'. 240. 
predium Strasista in Carniola presuli Goteschalco et post illius vite 
terroinum Frisingensis ecclesie canonicis cum omnibus appendieiis in 
25 proprium donavi t. 4 

Sequenti anno idem rex tres villas Hezinga iuxta fluraen 
Drubenacha cum fccaralowa, Eaperenowa cum Fridringa cum omnibus 
earum pertinentibus tradidit presuli Goteschalco ad dies vite sue, 
post obitum vero illius in usus fratrum Frisingensium in locis Weichen- 
30 steven et S. Vito deo serviencium cum omni integritate et equa divisione . 
redeant. Actum Babenberge. 6 • 

Hie obiit 6. die mensis MaÜ anno domini 1005. [pridie °] Ann. St.Steph. 
Nonas Maii. 6 5L 

Anno domini 955., dum barbara gens Ungarorum graves 
35 in ecclesia dei tirannides exereuisset et in saneta et vene- 
randa loca nimis crudeliter debacharetur, contigit eciam, 
ut e fines nostros ingrederentur et Frisingam invaderent. 
Sed ita deus eos excecavit, ut ab bora tercia dominici diei, 
qua venerant, donec ad sextam horam sexte ferie, qua 
40 recesserant, et ecclesiamS. Steftani et S. Viti igne vastarent f , 

a legiptimque Hs. b legiptimum Hs. c Theoloneum Es. d respiciens 
Hs. © fehlt Hs. ' so Hs. 

1 Mon. Germ, hist., Dipl II, 581 f. 

2 Daselbst II, 605 f. 
45 * Daselbst U 047. 

4 Daselbst 111, HS f. 

5 Daselbst 111, 67 f. 

6 In W : Anno domini 1005. Gotescalchus obiit 6. die Maii 
(SS. XXIV, 321, 41). Ueber das Grab vgl Schlecht a. a. 0. II, 30. 

Quellen u. Erörterungen N. F. III. 55 

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— 866 — 

apertis oculis montem Frisinge non vidissent. Non dubium 
meritis et precibus S. Lamperti ibi tunc presulantis actum 
fore pie credendum est. 1 

Egilbertus XVII. episcopus sedit annis 34* 
fundator monasterii in Weyhensteven. 5 

Ann.S.Steph. Anno domini 1005.* Egilbertus sancteFrisingensis sedis * 

51. presul efficitur. 
Conr. Sacr. H i c a S. Heinrico rege predium sui iuris in provincia Carinthia 

MG. 321 u. situm impetravit Catsa dictum anno domini 1007. 8 

q 'A /" Hie construxit monasterium 8. Steffani in Weyhensteven 4 et 10 

^^P Ä# transtulit prepositum cum suis prebendariis in monte*> S. Viti et loco 
ipsorum instituit et iniciavit monasticam vitam juxta ordinem 
et regulam S. Benedicti 6 anno domini 1020. 
MG. 321 u. Et impetravit ab eodem rege quandam partem cuiusdam 

Wf. 241 u. insule in Austria Sabsonagane dicte adprefatum monasterium S. Steffani 15 
Chr. S.Steph.&nno dominice incarnacionis 102l. e , pro qua dedit villam in Hegel- 
hawsen. 7 
MG. 321. Ipse renovari fecit a rege Conrado tradicionem curtiferi in Ratis- 

pona, quem prius rexideinricus donavit, anno domini 1024. 8 Ipseeciam 
impetravit ab eodem rege quedam predia iuxta Danubium anno 20 
domini 1025. 9 
W f. 24V. Anno incarnacionis dominice 1025. 8. Kunigunda imperatrix sui 

iuris quedam predia Ratensdorf sive Rateshova, Hochperehach, Oster- 
muntinga, Veltkircha nominata tradidit in manus venerabilis Egilberti 

* sedi Es. b so Hs. 25 

1 Vgl. oben St 864, Anm. 3. 

* So auch im Ckron. S. Steph. und in W (SS. XXIV, 321, 42). 
8 Mon. Germ, hist., Dipl. III, 162. 

4 Chron. S. Steph. : Egilberto . . . monasterium ipsum construi 
faciente ad honorem summi dei et 8. Stephani prothomartyris. In W 30 
schrieb Arnpeck an den Rand von Bl. 240 : Hie instituit monasticam 
vitam iuxta regulam S. Benedicti in monte S. Steffani in Weichen- 
stephen anno domini 1021. (SS. XXIV, 321 , 42) und auf hl 241 : Anno 
domini 1021. exordium sumpsit monastica vita Egilberto episcopo copiam 
administrante ad honorem dei et 8. Steffani. Vgl. oben S. 61, 27. 35 

6 Vgl. oben S. 145146 und 859,3 ff., wo die gleiche Quelle benutzt ist. 

6 Im Traditionsbuch : 1022. Die obige richtige Jahrzahl ist wahr- 
scheinlich der Abschrift der Urkunde im Chron. S. Steph. entnommen. 
Vgl. den Druck der Urkunde in Mon. Germ, hist, Dipl. III, 581, wo letztere 
Abschrift unbekannt war. 40 

7 Auch in W BL 241 schrieb Arnpeck an den Rand: pro qua 
dedit monasterio idem episcopus villam in Hegelhusin. Quelle hiefür 
und für den obigen Text ist dos Chron. S. Steph., wo der entsprechende 
Abschnitt lautet: Sanctus denique Hainricus Imperator ... ad preces 
Egilberti episcopi dotavit monasterium Weyhensteven cum parte cuius-45 
dam insulae in Austria dietae Sabsonagane alias Saxaganck, pro qua 
idem presul dedit monasterio villam Hegelhausen dietam. Vgl. oben 

S. 146,2 ff., wo die gleiche Quelle benutzt ist. 

8 Mon. Germ, hist., Dipl. IV, 4 f. 

9 Daselbst IV, 32 f. 50 



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— 867 — 

Frisingensis ecclesie episcopi cum ecclesiis et decimis, cum foresto 

Wilihart, cum terris cultis et incultis etc., cum omnibus ad ea perti- 

nentibus. Insuper eciam imperatrix prefata tradidit eidein episcopo, 

quitquid habuit in Hall cum utriusque sexus mancipiis, edificiis, terris 

5 cultis et incultis, sartaginibus ac locis sartaginum etc. ea racione, ut 

ipsa, tarn diu viveret, possideret. Post discessum vero vite sue ad 

altare S. Marie sanctique Corbiniani confessoria Christi Frisinge in ius 

atque dominium egregii antistitis Egilberti successorumque suorum re- 

funderentur. Econtra prelibatus pontifex tradidit deo devote imperatrici 

10 Chunigunde lege precaria de rebus ecclesie sue curtem Ysona, curtem 

Purckraina ac curtem, que dicitur Dorffa, curtem eciam Tegirenwac 

cum terris cultis et incultis, cum ipso monasterio S. Zenonis ac reliquis 

ecclesiis et decimis, cum mancipiis etc. usque ad felicem vite sue 

terminum. 1 

15 Ipse iusticia mediante conservavit abbacialem Mose-/- 242. 

burgk , quam quidam comes imperio voluit usurpasse anno 

domini 1027.* 

Reverendus Egilbertus episcopus dedit canonici« Frisingensis /• 240*. 
ecclesie de rebus ecclesie sue lcca nominata Viechtag, Oberndorff et 
20 Zorogeltinga cum ecclesiis ad Oberenpach et ad Nidernpach cum ecclesiis ; 
econtra prefati canonici in manus prefati venera bilis episcopi Egilberti 
de rebus fratrum in comitatu Carniola, quidquid eisdem fratribus per 
bone memorie S. Heinricum imperatorem traditum erat, in recompen- 
sacionem dederunt 3 
25 Item denique celeberrimus pontifex Egilbertus a pre- Conr. Saer. 

fato Chunrado imperatore universalem confirmacionem oninium^' ^* 
bonorum a prioribus regibus et aliis donatorum impetravit anno 
domini 1029. 4 

Item commutavit sub eodem imperatore Diepirgaruith cum 
30 Hasenpach anno domini 1032. 5 

Impetravit eciam ab eodem predia iuxta Murum* anno domini 
1033. cum curte Emiingen *. 6 

Hie eciam episcopus strennuus fuit in obsequio Chunradi W f.242 4 . 
imperatoris, cuius eciam filium, videlicet Hainricum regem, sue 
35 procuracionis vigilancie commendatum paterno edueavit animo. Hinc Conr. Sacr. 
est, quod ab eodem imperatore obtinuit curtem Alarun in Aus tri a. MO. 3 21 u. 
Actum in provincia Thuringia anno domin ice incarnacionis 1033. 7 /■ ** a • 

Omnibus hiis peractis ecclesiam istam diversis et optimis, ut pro MO. 321. 
parte in presenciarum cernitur, decoravit ornamentis. Ciborium enim, 

40 a so Hs. 

1 Daselbst III, 694 ff. Vgl. oben S. 153, wo die gleiche Quelle be- 
nütxt ist. 

* Vgl. Meichelbeck, Eistoria Frisingensis 1, I, 221; Bresslau, Jahr- 
biieher des Deutschen Reichs unter Konrad II., I, 215. 

45 8 Bitterauf 11,276. 

4 Man. Qerm. hist., Dipl. IV, 183 f. 

* Bitterauf II, 279. Die Quelle auch in W: 1031. Die Urkunde 
ton letzterem Jahr in Mon. Oerm. hist. 9 Dipl. IV, 227 f 

* Mon. Germ. hist. f Dipl. IV, 260 f. 
50 7 Daselbst IV, 259 f. 



55^ 

f^r*nnL' fc Original from 

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— 868 — 

quod erat ante ignis vastacionem super maius altare expansum, auro, 
argento et lapidibus preciosis erat intextum. Tabu I am* quoque ex 
auro purissimo, que in diebus festis ante ipsum altare deponitur, fabrili 
opere conpegit. Barcofagum maius et duo lapides itinerarios et Hbros 
auro et argento et lapidibus intextos et cappas et casulas, que hie 5 
haben tur meliores, cum calicibus optimis eeclesie contulit. Plura cande- 
labra circa chorum et pulpitum, in quo legebatur ewangelium, et duas 
Coronas , unam in choro dependentem , alteram ad sanetam crucem 
miro opere, ut merito de ipso dici possit : Domine, dilexi t decorem 
dorn us tue et locum habitacionis glorie tue, preparaverat. Cetera quo- 10 
que altaria, videiieet sanete crucis et S. Steffani, tabulis et sareofagis *> 
auro et argento coopertis ornaverat. Crucem maiorem, ut hodie videtur, 
argento cooperuit. Minorem quoque auro et margaritis cooperuit, par- 
vam, que assidue defertur, de puro argento fabricari instituit. Ampullas 
in cena domini deferendas cum Septem candelabris et sedes ferreas tres 15 
episcopales argento coopertas preparari iussit. In multis quoque reddi- 
tibus, quousque vixit, ecclesiam istam ditavit. 

Chr. S. Steph. Et obüt feliciter 2. Non. Novembris anno domini 1039. 

sepultus in Bua kathedraliFrisingensi ecclesia in abside ante altare 
saneti Spiritus. 1 20 

Nitgerus XVIII- episcopus sedit annis 13, 
fundator collegii S. Viti. 

Ann.S.Steph. Anno domini 1040. c Nitgerus sanete Frisingensi eeclesie 

52. pref icitur episcopus. 
Conr. Sacr. Hie a tercio Hainrico rege universalem confirmacionem eune- 25 

M O. 321 torum eeclesie bonorum in meliori forma impetravit * anno domini 
1039, Kenovari queque fecit ab eodem tradicionem ad Alarun in 
u. W f. 243* Austria anno domini 1040. 8 Ob eciam specialem graciam et servi- 
tutem obtinuit ab eodem rege curtem Ostermundigam in pago Saite - 
gowe anno domini 1041. in Wormacia. 4 Impetravit insuper ab 30 
w. 244. eodem ecclesia» Boumimchirehn, Wowingen et Einlingen cum deeimis, 
huebis et maneipiis. Confirmavit denique idem Hainricus im- 
perator, quidquid bone memorie presul Egilbertus ac hie Nite- 
gerus episcopus tradiderunt et delegarunt ad altare S. Yiti martyris 

» Tabula Hs. b sacrofagis Hs. c so Hs. 35 

1 In W schrieb Arnpeck : Et obüt 2. Nonas Novembris sepultus 
ante altare saneti spiritus anno domini 1039. (die Ann. S. Steph. xum 
Jahr 1140) et sucxjessit Nitkerus anno domini 1039. (SS. XXIV, 321,45). 
Nitgerus episcopus 18. Sedit annis 13. Quelle der Angabe Über Egilbert 
ist xum Teil der Text des Chr. S. Steph. : obüt anno 1039. ; sepultus est 40 
in ecclesia sua kathedraU ante altare spiritus saneti. lieber Egüberts 
Grab vgl Schlerht a. a. 0. II, 30 f. 

1 Meichelbeck, Historia Frisingensis I, I, 236 f.; Stumpf, Die Reichs- 
kanzler Nr. 2148. 

* Metchelbeck a. a. 0. & 237 f.; Stumpf 2166. 45 

4 Meichelbeck a. a. 0. S. 238 f.; Stumpf 2213. 



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— 869 — 

et fratribus ibidem deo servientibus, proprie retinendum perpetuo im- 
periali auctoritate et privilegio anno doininice incarnacionis 1052. 1 

Hic obiit anno domini 1052. Idus Aprilis. 2 

De 19. episcopo Ellenhardo fundatore collegii 
5 S. Andree. 

Cuius institucio talis est: 3 

Eo tenore, ut ante omnia divina officia peragenda clerus illic W244*. 
ad unat us cum signo campanarum maioris ecclesie campanis» respondeant 
nisi in solennitatibus sibi specificatis, scilicet Andree et dedicacionum 

10 suarum. In purifioacione S. Marie cum processione collegium maioris 
ecclesie aggrediantur. Similiter feria quarta b post mediana quadra- 
gesimam unuru a diaconum ad officium scrutinii c ordinabunt d . In cena 
domini omnes ad consecracionem crismatis cum debila solennitate con- 
veniant officia, que sibi dominus episcopus iniunxerit, bumiliter com- 

15 pleturi. Item in parasceue officium eiusdem diei in salutacione sancte 
crucis humiliter peracturi veniant. Similiter in sabato sancte pasce 
sub silencio ad consecracionem cerei conveniant cum fratribus maioris 
ecclesie ad benediccionem fontis processionem facturi. Item in die 
resurrectionis et feria secunda ac tercia solenniter induti cum processione 

20 veniant cum populo suo processionem cum fratribus facturi. Item in 
letania maiori et per omnes dies rogacionum cum cruce sua ac pro- 
cessione plebis sue fratribus maioris ecclesie processioni occurrant et 
humiliter peragant. Item in die B. Allexandri et sancte crucis fratres 
maioris ecclesie conventum B. Andree cum processione adeant, cum 

25 quibus Uli usque ad basilicam j 8- Johannis redeant. Item in ascensione 
domini, sicut moris est, cum processione veniant. In sabatho sancto 
penthecostes cum silencio ad consecracionem baptismi veniant. In die 
vero sancto penthecostes cum solenni processione venientes * remaneant, 
quousque peractis missarum solenniis simul cum fratribus caritate 

SO fraterna, sicut institutum est, reficiantur. In assumpcione quoque 
B. Marie cum solenni processione venire non obmittant. In nativitate 
quoque S. Marie ad vesperam cum solenni veniant processione. Similiter 
die sequenti hora tercia ac peracta missarum solennitate simul cum 
fratribus solenniter reficiantur et in opposita mensa domini decani 

35 locentur. Verum merito per prefatam reverenciam cathedralem ecclesiam 
noßtram honorari volumus , quoniam prefatum collegium S. Andree 

a fehlt Hs. b quinta Hs. « servituti Hs. d ordinabit Hs. © cum 
silencio — pentbecostes fehlt Hs. Ergänzung nach W. t veniant Hs. 

1 Meichelbeck a. a. 0. I, H, 511; Stumpf 2424. In W schrieb Arn- 
40peek noch folgende Notiz ein: Nitkerus ditavit nos dignis reliquiis 
8. Nonnosi, de quo Gregorius in dyalogis tria famoea refert miracula. 
Vgl. oben S. 62, 22, ausserdem über den hl. Nonnosus und dessen Stein- 
sarg in der Krypta des Freisinger Domes Schlecht a. a. 0. 11, 55. 

• Arnpeck in W: Nitkerus episcopus obiit anno domini 1052. 
45 (dann später hinzugesetzt : 8. Idus Aprilis) et Ellenhardus successit (die 
Ann. S. Stephani zum Jahr 1053). 

8 Vgl. Meichelbeck a. a. O. I, I, 254. 

n {^r\r\nl '" Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 870 — 

noetris dominicalibus specialiter alendum constituimus et ut noetri 
memoriam babeant in suis oracionibos ac eorum, quorum coUacione 
predicta heneficia accepimus. Amen. 

Ellenhardus XIX. episcopus sedit annis 25, 

fundator collegii S. Andree. 5 

Anno domini 1053. l Ellenhardus sancte Frisingensi 
ecclesie preficitur pontifex. 

Conr. Sacr. jjj c a rege Hainrico IV. impetravit Privilegium Stabilität is et 

W f9dd» m con fi rmac i° nem universalem omnium ecclesie bonorum anno domini 1057. f 

flic incepit et construxit ac fundavit ecclesiam col- 10 
legiatam S. Andree in monte Frisingensi. 8 
MO. 321 u. Hie preclaruB pontifex impetravit ab Hainrico rege IV. 

W f. 245. Pirian et Naubenburcb * in Hystria sitas & cum omnibus utilitatibus ad 
eas iure pertinentibus ad monasterium S. Andree apostoli in civitate 
Frisingensi anno domini 1062. 4 1& 

MO. 321 u. Hie eciam obtinuit ab eodem rege abbaciam Buren in pago 

W f. 245* Sundergone a sitam cum omnibus appendieiis ad ecclesiam sancte dei 
genitricis et S. Corbiniani anno dominice incarnacionis 1065.* Impetravit 
ab eodem in marchia Histria bas villas: Cubida, Leonca, Orpe, Kazari, 
Truscula, Steina, Sancte Petre cum omnibus attineneiis ad ecclesiam 20 
virginis Marie Frisingensem anno incarnacionis 1067. 6 Impetravit 
u. 246. ab eodem 100 huabas aput Linthaba, Ascberichesburge c , Chuniges- 
brunen d f Noewendorff » , Hahilowe & cum omnibus appendieiis anno 
dominice incarnacionis 1074. T 
f. 247. Notum sit omnibus Christi fidelibus, quod Ellenhardus huius25 

sedis episcopus curtiferum apud Sigihofstetin ° delegavit ad altare S. Petri 
in cripta tali videlicet tenore, ut alicui de fratribus commisso f misse 
celebrentur ad predictum altare pariterque fratribus inde servicium s 
exhibeatur in anniversario episcopi die. 8 

Ann.S.Steph. Anno domini 1078. in vigilia S. Gregorii obiit Ellenhardus 30 

52 - episcopus Fri sin gensis, fundator ecclesie S. Andree cum 20 pre- 
bendis h et officialibus, in ea sepultus 5. Idus Marcii. 9 

* so Hs. t> sites Hs. c Asche Richesburge Hs. <* Chumigesburmen 
Hs. e Engihofstetin Hs. * alicui de alta fratribus comitatur Hs. 

g serviencium Hs. ** prebendiis Hs. 35 

1 Die gleichen Zeitangaben macht Arnpeek in W (SS. XXI V, 321, 50). 

* MeicheWeck a. a. C. I, II, 575 f.; Stumpf 2532. 

1 Siehe die vorausgehende Urkunde. Vgl. oben S. 61, 30 . 
4 MeicheWeck a. a. 0. I. I, 258; Stumpf 2612. 

• Meicfielbeck S. 259 f.; Stumpf 2679. 40 

• Meicfielbeck S. 261.; Stumpf 2700. 

7 MeicheWeck S. 268 f.; Stumpf 2782. 

8 Büterauf //, 458. 

9 Eine mit diesem Abschnitt gleichlautende Notix sehrieb Arnpeek 

in W ein (gedr. SS. XXIV, 321, 52). Ueber das Grab vgl. Schlecht a. a. 0. ** 
//, 64 f. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

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— 871 — 

Megenwardus XX. episcopus sedit annis 20 
mense uno diebus 9. 

Anno domin i 1078. Megenbardus sancteFrisingensi ecclesie Ann. S. Steph. 
11. Kai. Aprilis preficitur episcopus. 52. 

ö Hie opidum seu castrum nominatum Puteperch 30 libris com- Conr. Saer. 

paravit a quodam nobiü viro Adalramo de Smuteahusin. 1 Wf.247'. 

Hie obiitquarto Kai. Maii anno domini 1098. f Hie altricatus Ann. S. Steph. 
est pro episcopatu cum quodam Herimanno et obtinuit. 53. 52. 

Heinricus deEberstain XXL episcopus sedit annis 3 9 
10 mensibus 5 diebus 23. 8 

Anno domini 1098. Heinricus Frisingensi ecclesie 4. Kai. Ann. 3. Steph. 
Julii* preficitur episcopus. 53. 

Hie ob suam suorumque memoriam predium in Ebersdorf et Conr. Saer. 
quidquid in Gries* habuit ad altare S. Marie in communem usum^A^S. 
15 fratrum ibidem deo militancium tradidit exceptis 20 huebis, quas pro 
sua parentumque et omnium debitorum suorum animabus ad altare 
S. Leonhardi in usum fratrum ibi deo militancium et in Stipendium 
Christi pauperum ad idem altare pertinencium destinavit. 4 

Hic sepultus est in capella S. Leonhardi tale habens 
20 epithavium : Anno domini 1137. 7. Idus Octobris obiit epi- 
scopus Hainricus de Eberstain. Eexit 39 annis, mensibus 5, 
diebus 23. 6 

Otto XXII. episcopus sedit annis 20. 6 

Anno domini 1138. Otto sanete Frisingensi ecclesie p re-Ann.S. Steph. 
25ficitur episcopus. 53. 

Hic impetravit a rege Chunrado II. fratre suo Ute rino Conr. Saer. 
confirmacionem et b renovacionem omnium sanete Frisingensis ecclesie Wf.248'. 
privilegiorum anno dominice incarnacionis 1140. 7 Impetravit simi-/". 249. 
liter omnium bonorum ecclesie sue confirmacionem a papa 
30lnnocencio II. 8 

* so H*. b fehlt Hs. 

1 Bitter auf II, 478. 

9 Alle Zeitangaben dieses Abschnitts sind von Arnpeck auch in 
W eingeschrieben (gedr. SS. XXIV, 321, 54). Ebenso der letxte Satz. 
35 ■ So Arnpeck auch in W (SS. XXIV, 321,57/8).\ 

4 Bitterauf U f 524 (n. 1728 und 1729). 

* Der Text des Epitaphiums auch in W (SS. XXIV, 321, 59) , wo 
Octobris aus Decembris geändert ist. Vgl. auch oben im Chr. Baioar. 
S. 163, 31. Das obige Epitaphium ist nicht mehr vorhanden; an seiner 

40 Stelle ist wohl kurx nach Arnpecks Zeil die bei Schlecht a. a. 0. I, 63 
beschriebene Grabplatte angebracht worden. 

6 Arnpeck in W: Otto Magnus episcopus 22. cepit anno domini 
1138. Sedit annis (19 durchstrichen, dann geändert in) 20. 

7 Meichelbeck l f 1,319; Stumpf 3412. 
45 8 Meichelbeck I, I, 320 f. 

n r^nnol " Original frorn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 872 — 

Hie eciam preclarus pontifex anno domini 1141. fun- 

davit monasterium Novecelle prope Frisingam S. Petri 

ordinis Premonstratensis 22. anno ab ineepeione eiusdem 

ordinis. 1 
f. 249*. Item nota, quod quidam ministerialisS. Marie Willebolt deWippen- 5 

hawsen curtiferum unura aput Richkerespuch super altare S. Steffani 
prothomartyris Christi delegavit eo tenore, quod ipse curtiferum in 
Wippenhawsen beneficiali iure possideret. Obeunte autem eo filius eius 
Geroldus alium curtiferum aput Lentpretehusen super idem altare contra- 
didit ea condicione , quod ipse cum duobus successoribus suis , filio 10 
scilicet et nepote , predictum curtiferum in Wippenhawsen ab omni 
servicio libere possideret. Defuncto vero Geroldo filius eius Diepolt 
tradidit ad predictum altare duo proprietatis sue curtifera, unum aput 
Ismaning et alterum aput Truhteringen, et unum molendinum aput 
Vettingen, quod ipse a a Frisingensi episcopo in beneficio possederat b , 15 
et ab eodem donari ad sepe nominatum altare impetravit et pretaxatum 
aput Wippnhawsen in proprietatem sibi commutavit. Hec complacitacio 
facta est anno dominice incarnacionis 1141 M presente et idem concambium 
confirmante domino Ottone venerabili huius sedis episcopo et Sigemario 
abbate predicti monasterii.* 20 

f. 249. Item Conradus Romanorum rex decrevit regia auetoritate, 

ut ministeriales c Frisingensis ecclesie in ea libertate permaneant, 
in qua ministeriales regni et cetera rum ecclesiarum, anno in- 
carnacionis 1143 <*.* 

Rdhew., Oest. Anno ab incarnacione domini 1158. 10.* Kai. Octobris regnante 25 

Frid. IV, ^serenissimo Friderico anno imperii eiusdem 3., regni 5. Otto venerabilis 

U * TtPn * ool buius sedis antistes ab hac luce deo vocante migravit. Is primum 
MU. ödd. ve i u ^ celitus et a deo missus cum ecclesiam nostram reperisset omnibus 
fere bonis destitutam, distraetas facultates, collapsa pallacia, familiam 
attritam, religionis monasteriorum e nullam vel parvaru memoriam, ope 30 
divina tandem ipsam in eum locum reduxerat, ut clero religionem, 
familie libertatem, facultatibus copiam, edifieiis decorem ab hac luce 
subtractus restituisset, eiusque cura, labor et meritum circa sedem et 
gentem suam tanti extiterant, ac si non tarn instaurator quam fundator 
illius exstitisset. Huic negocio prestabat aminiculum et opem tum genus 35 
viri, tum probitas, tum conversacionis estimacio. Nempe er at imperatoris 
Heinrici IV. nepos, sororius Heinrici V., Conradi regis frater uterinus, 
magni Friderici imperatoris augustissimi patruelis ex clarissimo regni 
principe Leopoldo marchione f patre et matre Agnete filia quarti Heinrici 
imperatoris, pariter cum fratribus suis germanis 6 Leopoldo duce Havarie 40 

et Heinrico duce Bavarie, sed post 14 annos 7 ducatu norico 

* con Hs. b possiderat Hm. c rainisteriaiis Hm. * 1043 Hs. 
• monasterium Hs. * Orientalis Zus. Hs. 

1 Vgl oben S. 165, Anm. 4 und 5 und S. 736, 28. 

* Bitterauf II, 366. 45 

3 Meichelbeck 1, 1,326 a; Stumpf 3450. 

4 So Rahewinus; dagegen Conradus Sacrista: 5. Kai. Octobris. 

* Beide Werke liegen xu Gründe ; vgl. oben S. 735, Anm. 2. 

6 Hier ist ausgelassen : Conrado Pataviensi episcopo. 

7 Vgl. oben S. 177,3. 50 



r^rtrtrtL- Original frorm 

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— 873 — 

resignato creato in ducem Austrie, necnon et sororibus Agnete 
ducissa Bohemie et Berta ducissa Polanorum et Margaretha * marchio- 
nissa de Monteferrato, consobrina a imperatrice Hyspanie Gerdrude a . 
De tanta, inquam, tamque illustri parentela proles ipse*> nobilissima 
Straxit originem. Litterali sciencia non mediocriter aut vulgariter in- 
structus inter episcopos Alemannie c vel primus vel inter primos habe- 
batur in tantum, ut preter sacre pagine cognicionem, cuius secretis et 
sentenciarum abditis prepollebat philosophicorum d atque Aristotelicorum 
librorum subtilitatem in topicis, analeticis atque elencis fere primus 

lOnostris finibus apportÄverit. Erat enim arcium liberalium et 

sacre theologie Uiagister. Ob ea et aliarum multarum privilegia 
graciarum, fiducia quoque tarn secularis prudencie quam eloquio fretus 
facundissime lingue, cum sepius in causia ecclesie coram regibus et 
principibus constantissime ageret et exinde sibi gloria laude m, laus in- 

15 vidiam, ut assolet, non modicam peperisset, laqueos ad versa nci um im- 
perterritus declinavit et obloquencium ora sine lesione probe probus 
evasit. Sane vivendi modum iuxta Cisterciensis ordinis religionem 
instituerat ibique in monasterio Morimundensi primo abbas, eousque 
probatus et electus inventus, ut merito sibi diceretur: Amice, ascende 

20superiu8. Episcopus factus transcurso iuventutis fervore ac sopito lubrice 
etatis incentivo oleum peceatoris declinans et iusticiam suam in con- 
spectu hominum et favore facere parvipendens deo pocius, quem con- 
sciencie et corda non fallunt, placere satagebat, attendens illud ewan- 
gelicum : Nesciat sinistra tua, quid faciat dextera tua. Unde est factum, 

25 ut, si quid ex conversacione mundana pulverulencie contraxisset, in 
presenti lingua detrahencium, que ut gladius acutus, raderetur atque 
purgaretur. Siquidem supradicto principe Friderico patrueli suo in 
ytalicam expedicionem iter agente, cum et ipse sicut necessarius et 
perutilis imperii negociis ire debuisset, nutu divino contigit ipsum iter 

30 retractare, ut vir religiosus « inter manus fratrum orancium pocius quam 
inter strepitus preliancium expirans dicere posset: Domine, suscipe me, 
ut cum fratribus meis sim, cum quibus etc. Benigne vero ab imperatore 
dimissus multis gemitibus commissam sibi sue benignitati commendavit 
ecclesiam ac quodam spiritu prophetico de fine suo prescius, ne post 

35 mortem suam ipsam aliquo modo gravaret et * übertäte eleccionis, ut 
iam sepius in aliis ecclesiis factum esse dicebatur, eam nullo modo 
privaret, postulavit atque super hoc fide accepta ad propryam sedem 
rediit. At que cum aliquibus de morte sua seu per visionem seu per somnia 
revelatum fuisse referentibus et commonentibus quibusdam religiosis £ 

40 cognovisset, salutatis fraterna caritate media quam intime fratribus et 
valedicto magna cordis contricione et lacrimarum effusione multis 
astantibus et contuentibus, banc sedem deseruit, occasione visitandi 
Cistercienee capitulum viam carpit et iam dudum languore ac debilitate 
corporis invalidus laborioso itinere, nichil tarnen adhuc suis, qui secum 

45erant, metuentibus, ad prenominatum Morimundinense monasterium 
pervenit. Ibi per aliquot dies lecto cubans et iam de obitu suo nequa- 

* so Es. *> ipsa Es. c Alimonie Es. d philosopborum Es. © re- 
ligiliosus Es. * in Es. £ religionis Es. 

1 In der Quelle : Ita. 

.. Prvnnlp Original frorn 

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— 874 — 

quam dubius, dum sacro liquore, sicut moris est, perunctus fuisset et 
de omnibus rebus suis propriis laudabili testamento ordinasset, inter 
cetera se katholice fidei assertorem iuxta sancte Romane ymo universalis 
Conr. Sacr. ecclesie regulam professus est. Deinde multa prius cordis contricione 
MO. 322. et humili confessione reatum suum cognoscens in tantum eciam, ut de 5 
minimis petens veniam jservorum suorum prosterneretur pedibus, sumptis 
sacrosanctis misteriis in medio multitudinis sanctorum hominum tarn 
episcoporum quam abbatum unacum ipso laudes canentium atque de 
interitu tanti viri miserabili fletu a condolencium, necnon et immoderatam b 
cordis contricionem c seu humilitatis exhibicionem d divinitus Uli inspira- 10 
tamo cum non modica admiracione animadvertencium domino spiritum 
reddidit. 

Cuius revera morte summa prudencia mentis, regalis forma cor- 
poris, tibi, Frisingia, laus et gloria specialis, tocius ecclesie spes maxima 
et decus eximium et, quidquid humana fragilitas novit esse iocundius, 15 
tot um, proch dolor, in momento evanuit. Felix utique et pro meritia 
suis divino munere donatus, ut antea raptus sit, quam unicam suam, 
dilectam suam ecclesiam hanc videlicet, cui ipse spiritali et intimo amore 
connexus f uerat, in favillam et cinerem conversam vidisset et submersam . 
Vere, si quando abundavit delictum, superabundavit et gracia, et velut, 20 
ait apoatolus: Corporalis exercitacio ad modicum valet, pietas vero 
ad omnia, et super eundem locum Jeronimus: Omnis summa discipline 
nostre in misericordia est, quam sequens, et si lubricum carnis patitur 
vapulabit; siquis autem soluin exercicium corporis babuerit, perennes 
pacietur penas. 25 

Bahew. I. c. Cum autem adhuc vivens locum sepulture sue fratribus digito 

demonstrasset extra ecclesiam in loco humili, ubi scilicet ab omnibus 
fratribus calcari debuisset, huic eiu6 ultime voluntati obviandum puta- 
batur et intra septa ecclesie iuxta maius altare honorifice tumulatus 
est, eiusque sepulchrum a cunctis fidel ibus honore et veneracione 30 
dignum habetur. 

Kagewinus vero, canonicus Frisingensis, abbreviator 
et notarius suus sibique multum familiaris, qui morti eius 
preciose interfuit, hoc epitaphium composuit et tumulo eius in- 
scribi f eci t : l 35 

Libram Phebus subiit cum falcitenente f , 
Luci nox prevaluit die decrescente, 
Vita minus habuit morte prevalente, 
Otto quando corruit raptus heu ! repente. 

Hie, si gradum consulis : presul dignitate; 40 

Formam: decens, habilis, iuvenis etate; 
Genus: alta nobilis regum maiestate; 
Mores : commendabilis mira piobitate. 

a fletum Hs. b immoderata Hs. c contricione Hs. <* exhibicione 
Hs. © inspirita Hs. * facili tenente Hs. 45 

1 So auch oben in der österreichischen Chronik S. 737. 



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— 875 — 

Monachum se prebuit, si religionem, 
Ydeas asseruit, si posicionem. 
Virgo, cuius meruit intercessionem, 
Eius ad quem genuit agat mencionem. 

5 Huius» frequeus ocium in philosophia, 

Maius exercicium in theologia, 
Fedus sibi mutuum cum philo[logia], 
Nunc sit ei speculum summa theoria. 

Plangat hunc Germania planctu generali, 
10 Magis tu, Frisingia, orba viro tali, 

Cui tot privilegia dono speciali, 
Jugi querimonia debes lamentari. 

Huius a in 1 * te b studio Studium vigebat; 
Grata disceptacio plures acuebat. 
15 Quid mos aut quid racio, nemo non videbat ; 

Fraus et cavillacio latens non latebat. 

Hie sacrum ecclesie sublimavit eultum, 
lpse dedit strepere logicum tumultum. 
Hoc in eius cinere totum est sepultum. 
20 Talern nemo plangere poteat satis multum. 

Quis nunc tantam gloriara formis affirmabit? 
Quis ad consequenciam tropos revocabitc? 
Aut quis eleganciam dictis assignabit? 
Hew qualem sentenciam scola vento dabit I 

25 Quid rerum compactio sagax, dum rimatur, 

Mathesis abstractio quid, dum contemplatur ? 
Quid nisi hie privacio, per hunc dum probatur, 
Quid amborum accio morte sciri datur? 

Huius necem d patria juste dedignata, 
30 Clara dolens atria rectore privata, 

De se bene meritum cernens in favilla, 
Ivit in interitum pariter et illa. 

Quitquid in orbe beat preclaros et meliores, 
Fresulis Ottonis mire cumulavit honores. 

36 Si proavi vel avi probitas, sacer ordo, potestas 

Deberent f mortis furias cohibere molestas, 
Non moriturii8 erat preclares preditus Ulis. 
Heu talem communibus accessisse favillis, 
Quam faeunda viri vox, qualis phylosophia, 

40 Hortatu regum docet edita chronographia. 

* Cuius Es. b vite Hs. c renovabit Hs. d nece Hs. ® preclares Hs. 
* Deberet Hs. e preclarus Hs. 



{"* jnm m I .-. Original frorn 



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— 876 — 

Luxit eum propria sedes comitata ruina. 
Eius sensit opem sedes relevata ruina. 1 
Propicietur ei deus et pia virgo Maria. 

Tan las ad exequias turba populorum 
Pias fundat lacrimas mestum ducens chorum! 5 

Ad preces continuas et lamenta quorum 
Illum salvet, animas qui beat iustorum! 

Hic Otto presul dignissimus cronicas ad sua tempora 
perduxit. 2 

Albertus episcopus XXIII. sedit annis 24. 10 

Ann.S. Steph. Anno domini 1158. Albertus Frisingensis prepositus eidem 

54. sancte ecclesie episcopus eligitur. 

Rakete. IV, 15 Ottone episcopo 10. Kai. Octobris defuncto paucis post mensibus 

u. Conr. Sacr. Nonis Aprilis, que fuit dominica palmarum et est circa solsticiuux estivale, 

AfO. 322. hora matutinali civitas Frisingensis penitus incendio conflagravit, adeo 15 

quod, ut taceam de maioribus ecclesiis, que cum ornamentis perierunt, 

sedeque ipsa et pallacio , nee u 1 1 a de minoribus capellis et oratoriis 

superfuit. Domus eciam et officine canonicorum et domus militum 

Conr. Sacr. exceptis valde paucis cremate sunt. Nam ex orientali latere montis 

Tis ignis erumpens cum ad alta eulmina maioris ecclesie ascendisset 20 
ibique nutrimentum aeeepisset, vi caloris et vento scintille evoiute 
occidentalem partem montis flammis cinxerunt, unde populus in medio 
subita formidine [percussus fugam cepit; corpus suum flammis eripere 
iam summa salus fuit. Tum ventus imminens omnia permiscebat, 
miserabilis ubique ruina patebat. Ruit sedes kathedralis ac imperialis 25 
dignitas edificiorum. Ruit eiborium deauratum. Ruit chorus insignis 
in auro et argento mirabili artificio fabricatus». Ruit candelabrum 
30 libris comparatum. Ruunt corone cum cancellis b suis mirabili opere 
fabricate. Ruunt laquearia pieta et erate trabes. Ruit domus organorum 
et turris regalis cum dulcissimo sono campanarum. Ruit et ipsum 30 
palacium cum suis capellis depictis auro et argento. Ruit et hec sedes 

a fabricatum ü&. b concellis Hs. 

1 Diese Zeile nur in der Handschriftengruppe A von Rachewins 
Qesta. Sie scheint nur der Versuch einer Umbildung der vorausgehenden 
xu sein. Oben S. 738, 25/26 fehlt sie. 35 

* In einem Randxusatx xu WBL 25V sagt Arnpeck (SS. XXIV, 322) 
über Otto ausserdem: Hic eciam cum rege Romanorum Conrado II. 
fratre suo uterino in Greciam ßiriamque profectus bellis omnibus inter- 
fuit, que cum Turcis Sarracenisque seu seeunda seu adversa gesta sunt, 
consilioque et armis rem iuvit. Vidit Hierosolimam et sacram domini 40 
salvatoris tumbam ipseque in Jordane lavari meruit. Neque in tot 
curis totque laboribus studia Iitterarum neglexit in ocio negocium, in 
negocio ocium seetatus. Ecclesiarum causa 8, pu pillos viduasque et omne 
oppressorum genus hominum apud regale tribunal indefesse tutatus est. 
Ad cuius tumulum miracula fiunt, que deus per suum dilectum operatur. 45 
Man erkennt hier den in der österreichischen Chronik oben S. 735 f. ver- 
wendeten Text des Franciscus de Pavinis. 



C^f\C\ri\i m Original frorn 

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— 877 — 

B. Andree cum suis omnibus ornamentis. Et ut ineffabilem illius cladem 
noctis paucis absolvara, omnia brevi et sub hora momentanea visa sunt 
in cinerem concidere a . 

Sequenti vero anno locus ipse, ubi maior ecclesia et sedes cathe- Rah. IV, 16. 
5dralis fabricanda erat, f ulmine percussus, ictus celesti igne conflagravit. 
Novacella quoque eodem anno cremata b fuit Gonr. Sacr. 

Hec ecclesia eo tempore in tali statu fuit, quod rebus, edificiis Rah. IV, 15 
et diviciis pene omnibus collateralibus et vicinis episcopatibus aut maior u. Conr. Sacr. 
erat aut equalis, cl*ri probitate tarn insigni9, ut in eius honestate et 323. 

10 disciplina, in liberalitate c , in literarum sciencia rari pares d , meliores et 

superiores in orbe© Romano nulli haberentur. Aput homines religioeos Conr. Sacr. 
et spirituales vehemens circa omnem literalis sciencie disciplinam appli- 
cacio, aput seculares vero beneficiorum überaus exhibicio tocius probi- 
tatis et honestatis laudem conferebat, maxime tarnen* dignitas tanti 

15 presulis, de quo diximus, eorundem famam per ora principum diffundebat. 
Nee tibi, fortuna, satis scelerosum fuit, hiis invidere, nisi et nos tua 
impudencia tamquam exules a patria videremur superesse. 

Hanc Frisingensis civitatis multiplicem cladem et erumnosi casus Rah. IV, 16 
eventum nonnulla prodigiorum indicia precesserant. Quadam enim vieew. Conr. Sacr. 

20 in die circumeisionis domini cum ad missam solennem presbyter altari 323. 
maiori aßßisteret et iam sacri secreti ultimum resolvisset silencium, calix 
cum sanguine ita prorsus eversus et s super altare in conspectu omnium 
effusus est, ut nee stilla superfuisset. Sed prudentissimus episcopus omine 
tali nil prosperum auguriatum esse presciens, ieiuniis et letaniis divinam 

25 animadversionem preveniri atque placari persuasit. Per idem quoque 
tempus monstra quedam quadrupedia, alia quoque fantasmata de nocte 
visa sunt tarn a veraeibus clericis quam a laicis hinc inde volare. Fere 
bestie, utpote vulpes et lepores, pastoforia ecclesie et officinas canoni- 
corum ingresse velut domestice laqueos sibi capeionis imponi non ab- 

30nuebant. Pueri et puelle per roediam civitatem sepius processionem 
agentes, veras letanias imitantes iocis suis gravia nobis seria portenderunt h . 
Ullule, upupe, bubones toto anno 1 funebria personantes lugubri voce 
aures hominum repleverunt. Pilosi, quos satiros vocant, in domibus 
plerumque auditi. Necnon et mures k egressi de cavernis cetum fratrum 

35 in choro perturbaverunt. 

Hui us ruine ac desolacionis l calumnia talibus presagiis m pro- 
phetati s pref ata Frisingensis ecclesia oppressa, ymo funditus deleta, divina 
opitulacione ac diligencia Alberti 1 presulis paululum respirare cepit. 
Eodem anno prefalus pontifex post tantam desolacionem quibusdam (hnr. Sacr. 

40 dubitantibus et nullam de reparacione spem habentibus dei omnipotentis MO. 323. 
clemencia, que de se dicit: Ego oeeido etc., mirabilitern iustigatUB, forti 

* considere Hs. *> terminata Hs. c libertate Hs. d pari Es. 
e vrbe Hs. * tum Hs. g est Hs. h portenterunt Hs. > hier fehlt in 
tectis der Quellen. ^ muros Hs. l desolacione Hs. m prosagiis Hs. 
n miserabiliter H. 

45 1 Arnpeck gibt hier die Quelle nur mangelhaft wieder, welche 

sagt (SS. XXIV, 323) : . . . Alberti presulis, qui in presenti gubernabat 
(W : gubernat) aecclesiam, et Ottonis, quem prefatus autistes, de cuius 
morte diximus, optimis artibus instituit euraque adhuc vivens divina 
gratia annuente aecclesiae nostrae prefecit, paulum respirare cepit. Eodem 

50 namque anno prefatus Otto post tantam desolationem . . . 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 878 — 

animo, prudenti consilio ecclesiam nostram, que non solum in se ipsa 
aut in clauatri edificio, verum et in a omni possessione canonicorum et 
familie assidentis • prorsus eorruerat , quibusdam tarnen disuadentibus 
reparare cepit, turrim et murum extremum, qui nondum eorruerat, 
lignorum edificio munivit b , scissuras novo cemento et lapidibus conpegit, 5 
officioas quoque fratrum loeavit. Bequenti vero anno claustrum ex- 
celleneioric struetura restituit. Campanas tres reformavit. Et inter 
hec omnia fratribus victum administrando, familie consulendo, ipse in 
propria persona tum in rerum disposicione, tum eciam proprio manuum 
labore die noctuque desudavit, summa mentis et corporis diligentia 10 
spem patrie nobis et salutem vite contulit. Multa quoque bona ecclesie 
nostre distraeta consilio et auxilio prineipum restituit. 
Wf.252*. Nam et per Fridericum imperatorem iusticia median te 

missus est in possessionem terre de Gudaga cum eius appendieiis. 1 

/. 253. Eodem modo recuperavit possessionem tocius comitatus de Catubriolö 
anno ab incarnacione domini 1159. 2 

f. 255. Item Heinricus de Bruneswic quondam dux Bavarie et Saxonie 

eo anno, quo de Bavaria et Saxonia per imperatorem sen- 
tencia prineipum proscriptus fuerat, forum in Verfugen cum 

ponte, quod ecclesia Frisingensis a longe retroactis temporibus quiete 20 
possederat, destruxit el illud in villam Munichen violenter transtulit 
Qu ocirca Albertus Frisingensis episcopus ad imperatoris Frideric 1 
presenciam accedens illud conquerendo signifieavit. Qui sentencia 
prineip u m prefati Heinrici factum temerarium in irritum imperiali 
auetorita te iudieavit et translacionem predicti fori in vaeuum re-25 
voeavit ipsumque forum cum ponte memorato episcopo suisque suc- 
cessoribus et sue ecclesie restitui imperpetuum confirmavit. Acta 
sunt hec anno ab incarnacione domini 1180. Ratispone in solenni curia 
3. Ydus Julii. 8 
f. 253. Hie preclarus pontifex predia sua, que vel patrimonio suo30 

habuit vel in episcopatu conquisivit, ad divinum servicium in memoriam 
sui ordinavit; noluit enim morlalibus heredibus ea relinquere, sed 
in usum fratrum canonicorum Frisingensium tradidit ad altaria, que 
construxit et propria manu consecravit: Item B. Marie Magdalene. 
Item S. Marthe domini nostri hospite. Item S. Anne. Item 8. Marie 35 
egipeiace. Item B. Castulo in Mospurgk. Item S. Marie in Erching. 
Item S. Johanni baptißte. Item ad altare S.Marie virginis in ecclesia 
S. Johannis baptiste etc. Acta coram Ottone duce Bavarie etc. 

Sequitur litera 4 tradicionis Alberti episcopi Frisin- 
gensis. 40 
/. 253. In nomine sanete et individue trinitatis. Ego Albertus dei gracia 
Frisingensis episcopus. Notum esse volumus tarn presentibus Christi 
fidelibus quam futuris, qualiter, seeundum quod dominus menti nostre 
concessit, de prediis nostris, que vel patrimonio nostro habuimus vel in 

a fehlt Hs. b so Hs. besser als MO. c excellenciora Hs. 45 

1 Meichelbeck I, l 353 f.; Stumpf 3845. 

3 Meichelbeck I, I, 354; Stumpf 3852. 
* Vgl. oben S. 186 f., Kap. 65 und 66. 

4 Gedr. bei Meichelbeck I, 1, 367 f. 



C^f\f\Ct\{* Original frorn 

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— 879 — 

episcopatu iusta racione conquisivimus, ad divinum servicium in memoriam 
nostri et omnium debitorum nostrorum ordinavimus. Ex debito a enim 
officii nostri, quo nos peccatores dominus sibi servire non dedignatus 
est, dignum duximus et iustum omnia nostra divino servicio delegare 
5 quam aliquibus mortaiibus heredibus ea relinquere. Hec est ergo anno- 
tacio bonorum, que sancte dei genitrici virgini Marie dominoque nostro 
S. Corbiniano necnon aliis ganctis, quorum nos memoriam in veneracione 
dominus habere voluit, cuius eciam instinctu festivitates eorum solenniter 
ceiebrandas instituimus et a Itaria eis construximus et in ipsorum honore 

10 consecravimus, propria manu tradidimus et delegari fecimus: Duas curtes 
predii nos tri in Haselpach, unam S. Marie Magdalene et alteram S. Marthe 
domini nostri bospite in dolem delegavimus. Predium in Richenkirchen 
et partem decime eidem b S. Marthe dedimus in usum fratrum nostrorum 
Frisingensium canonicorum ad persolvendum inde plenum servicium in 

15 solenn i täte prenominate virginis. Curtem in Pallenhawsen et item partem 
terciam decime in Richenkirchen S. Anne matri sancte genitricis domini 
tradidimus ad persolvendum fratribus predictis inde plenum servicium 
in festivitate S. Jacobi apostoli. Curtem in Rapolteskirchen cum decima 
tradidimus predictis fratribus ad persolvendum eis plenum inde servicium 

20 in coocepcione 8. Marie perpetue virginis. Üecimam in Rorqnmos et 
ecclesiam Incenmos cum tota decima ad altare S. Marie egipciace con- 
cessimus ad persolvendum predictis fratribus in ipsius festivitate plenum 
servicium et prediolum in Izelingenc in dotem eidem altari. Curtem 
in Swanhiltdorff tradidimus beato martyri Castulo in Mosburgk in usum 

25 fratrum ibi deo serviencium ad persolvendum eis inde plenum servicium 
in anniversario nostro. Hubam in Swanhiltdorff dedimus in dotem 
S. Marie Erchingen. Curiam in superiori Haselpach dedimus in dotem 
S. Marie virginis eiusdem ecclesie delegandam ad altare matricis ecclesie 
solenni eius consecracione ad luminaria ibi iugiter concinoanda. Predium 

30 in Tagolfingen dedimus in dotem ad altare S. Johannis baptisie et 
hubam in Unzechoven. Dotem in Lobenenger destinavimus ad altare 
S. Marie virginis in ecclesia S. Johannis baptiste. Patrimonium nostrum, 
Universum scilicet predium in Harthoven, primo fratribus nostris tradi- 
dimus in novam oblacionem, hac videlicet paccione, ut plenum inde 

35 servicium in anniversario nostro et plenum in anniversario fratris nostri 
Udalrici et plenum inde servicium in anniversario sororis nostre Herburge 
ab officiali scilicet predicte oblacionis singulis annis eisdem fratribus 
persolvatur. Postea placuit nobis commutacionem facere cum Ulis et 
in reconpensacionem predictorum bonorum tradidimus eis quatuor curtes 

40 in Bergen cum Omnibus illuc attinentibus et decimam in Hegelnhawsen d 
et predium in Wernburgowe e , quod de manu viri nobilis emi, scilicet 
Friderici de Pangn , cum prefata paccione predictorum serviciorum. 
Predictum vero Patrimonium nostrum in Harthusn delegavimus et 
destinavimus in usum et dominatum successorum nostrorum episcoporum 

45 et memoriam nostri et parentum nostrorum. Hec omnia coram duce 
Ottone firmavimus et coram aliis principibus. Et ut hec rata, firma et 
inconvulsa in omne evum permaneant, hanc paginam inde scribi et im- 
pressionis nostre sigillofecÜBtiscommuniri cum testibus subscriptis, quorum 
hec sunt nomina : Otto dux Havarie. Dietricus comes de Wasserburgk. 

60 * debita Es. b eiusdem Es. c ßelingen Es. d Regelnhawsen Es. 

© Wernbiegowe Es. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 880 — 

Otto Jandtgravius. Prelati de choro: Berchtoldus decanus. Chunradus 
prepositus S. Andree. Albeno prepositus S Castuli. Ortuinus prepositus. 
Fridericua prepositus de Wertse. Chunradus S. Viti prepositus. Prelati 
in episeopatu : Baltmarus abbas de Schiren. Hainricus prepositus 
de Sceftlarn. Engelschalcus prepositus 8. Petri Novecelle. Dietricus 5 
prepositus de Und eines torff. De laicis nobilioribus : Burchart de Staine. 
Altman et frater suus de Abenspergk. Uiricus de Wiskenvelt Ä . Vol- 
ramus de Wigkgershoven. Hadmarus de Ahusin et fratres sui Cunradt 
et Eberhart. De ministerialibus : Waltman de Paspergk et frater eius 
Fridericus. Rudolff et Otto de Waldegk. Ewerhart de Werd. Hainricus 10 
felix puer. Adnolt de Torinpach. Eberhart Kaste et frater suus Liebhart- 
Engelman et frater suus Hainricus de Haihedorff et alii multi. Acta 
sunt hec anno ab incarnacione domini 1181. regnanteFriderico imperatore 
Romanorum Augusto anno regni eius 29., anno autem domini Albert i 
Frisingensis episcopi 22. 15 

/• 254*. De teloneo b in Veringen et eius destruccione et edificacione opidi 

Monacensis: 

/. 255. In nomine sancte et individue trinitatis. Fridericus dei gracia 

Romanorum imperator et semper Augustus. Que imperiali statuuntur 
auctoritate, literis competit annotari, ne vel transeuncium temporum 20 
antiquitale in oblivionem deveniant vel pravorum hominum fraudulentis 
machinacionibus indignam sui mutacionem incurrant. Noverint igitur 
universi tarn presentis quam future etatis fideles c imperii, qualiter dilectus 
noster Albertus Frisingensis episcopus ad maiestatis nostre presenciam 
accedens humiliter nobis conquerendo significavit , quod nobilis vir 25 
Heinricus de Bruneswic, quondam dux Bavarie et Saxonie, forum in 
Veringen cum ponte, quod ecclesia sua a longe retroactis temporibus 
quiete possederat d , destruxit et illud in villam München violenter 
transtulit. Cuius siquidem rei veritas etsi nostre constaret serenitati, 
ipse tarnen eam Septem legitimis e testibus in nostra probavit audiencia. 30 
Sunt erg o hü: Chunradus Saltzpurgensis archiepiscopus, Chuno Ratis- 
ponensis episcopus, Berchtoldus marchio Histrie, Gebehardus comes 
de Sultzpach, Otto palatinus maior, frater eius minor, Fridericus 
burgravius. Consequenter igitur super eadem causa a principibus nostre 
curie requisita sentencia iudicatum est, quod prefati Heinrici factum 35 
temerarium in irritum ducere imperialis deberet auctoritas. Quocirca 
secundumf iuris tenorem translacionem predicti fori in vacuum revo- 
cantes ipsum forum cum ponte memorato fideli nostro episcopo Frisin- 
gensi suisque successoribus restituimus et presentis scripti privilegio eis 
et sue ecclesie in perpetuum confirmamus. Item ad instantem e pretaxati 40 
venerabilis episcopi postulacionem ex indulgencia imperialis clemencie 
perraisimus et benivolo assensu approbavimus, ut predia, quecunque 
sumptibus suisf ipse conquisivit, pro libitu suo ecclesiis vel aliis reli- 
giosis locis seu ad altaria quelibet posset contradere et de eorundem 
prediorura redditibus pro suo arbitrio ordinäre. Et ut h hec nostra 45 
constitucio in omne evum rata permaneat et inconvulsa, presentem 
paginam in memoriam facti scribi fecimus et maiestatis nostre bulla 
communiri. Testes huius rei : Chunradus archiepiscopus Saltzpurgensis, 
Chuno Ratisponensis episcopus , Berchtoldus marchio Histrie , Otto 

a Wiskenvelt (so W) bis de fehlt Hs. b Theolonio Es. c fidelis Es. 50 
d possiderat Es. e legiptimis Es. f fehlt Es. s instanciam Es. h Vt et Es. 

.. (~*rw"*nlf* Original fnorm 

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— 881 — 

palatinus maior, Otto palatinus minor, Gebehardus comes de Sultzbach, 
Fridericue burgravius. Item alii testes, qui eidem negocio intererant: 
DietpolduB Pataviensis episcopus, Heinricus Curicensis electus, Gaf fidonius 
Mantuensis episcopus, Gotfridus cancellarius, Rudolfus notarius, Romarius 
5 prepositus Halverstatensis, Hainricus burgravius, Siboto comes de Neun- 
wurgk, Heinricus de Altendorff, Deinhart* de** Halenstain *, Chunrat 
burgravius de Nurenwergk, Fridericus de Truhndingen et f rater eius 
Albertus, Amelprecht de Loch u an, Hainricus marscbalcus de Pappenheim, 
Burcbhardus camerarius, Atzo a camerarius *, Regilo camerarius, Rudolfus 

10 de Waldeck, Heinricus felix puer, Adilolt de Dornpach, Engelman de Ahe- 
dorff et frater eius Heinricus, Rudolfus de Riede, Hartwicus» marscalcus *>, 
Perchtoldus deRicherahwsen,SiboltdeHoltzehawsen, Wolfherusde Holtze- 
hawsen. Ego Gotfridus imperialis aule cancellarius vice domini Christiani 
Maguntine sedis archiepiscopi, Germanie archicancellarii, recognovi. 

15 Signum domini Friderici Romani imperatoris invictissimi. 

Acta sunt hec anno ab incarnacione domini 1180. indicione 13. 
regnante Friderico imperatore gloriosissimo anno regni eius 29., imperii26. 
Data Ratispone in solenni curia 3. Idus Julii feliciter Amen. 1 

De invencione post conbustionem corporum 
20 SS. Allexandri et Justini. 1 

Multis igitur edificiis huius Frisingensis ecclesie de- 
structis factum est ex permissione dei et forte peccatis 
hominum exigentibus, quod eciam ecclesia Frisingensis maior 
incendio consumeretur. Episcopus autem felicis memorie 

25 Albertus, qui tunc presulatum tenebat, cum canonicis eiusdem 
ecclesie tractabat igne vastata restaurare et confracta quo- 
quo modo reformare. Ergo dum operi manus inicerentur 
et fundamenta monasterii foderentur, inventa sunt ibi tria 
corpora, que antiquissimi nostri viri dixerant esse sanctiflcata 

30 et a venerabili Hittone antistite in Frisingiam a Roma 
translata 8 ; asserebant enim antiquissimi et firmissime testa- 
bantur eadem corpora esse SS. Allexandri pape et martyris 
et a Justini confessoris. Sed causa non fuit omnibus notoria. 
Dimissa sunt ossa velut aliorum mortuorum sine custodia. 

35 Denique ut pavimentum purgaretur et pulvis b cum ossibus 
sanctorum ad ianuas monasterii portaretur, hü, qui porta- 
bant reliquias, non exire valebant ad ecclesie ianuas. Tunc 
clerici cum laicis intellexerunt ibi resultare notas iam dictas 

* fehlt Hs. *> puüuis Hs. 

40 * Dieselbe Urkunde auch oben S. 186 f. 

1 Vgl. hiexu Meichelbeck I, 1, 357, der hier aus Freibergers Chronik 
schöpfte. Letzterer hat aber seinerseits kaum eine andere Quelle, sondern 
den obigen Text benutzt. 

3 Vgl. oben S. 858, 40 ff. 

Quellen u. Erörterungen N. F.JII,. I fnÄßl 

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— 882 — 

sanctorum reliquias, ediculaque facta ex lignis ibi sepissime 
fiebant signa et prodigia in plebe, possessi a spiritibus 
inmundis liberabantur, ceci illurainabantur, in infirmitate 
fatigati sanabantur et presencia sanctorum corpora sunt 
experimento probatissimo per insignia miracula revelata. 5 

Miraculum. 

Quidam iuvenis nomine Heinricus de Varlotzhawsen 
dum quadam die de villa sua iret in villam aliam, canis 
niger de segete prosiliens faciem eius dentibus paulisper 
tangens mordendo corrosit, unde in brevi venenum fundensio 
in tantum cepit insanire, quod eciam demoniacus putaretur, 
et, ubicunque videbat aquam, quasi deraentissimus apparebat, 
ita quod eciam phisici dicerent eum linifaticum vel lunaticum. 
Pater eius demum ducens eum in Frisingam ad S. Corbinianum 
et cum a poneret super sarcof agum b 1 , melius habere cepit. 15 
Deinde ductus est ad S. Nonnosum 2 , et cum ductores eius 
tangerent eum, ut domum rediret, ille demenciam deponens 
dixit : Ego domum meam video. Et educentes eum de cripta c 
ductus est ad sarcofagum b , ubi erat lapis, aput quem sepulta 
fuerant corpora SS. Allexandri, Urbani et Justini. Tunc 20 
infirmus inclinans se super sarcofagum b petivit corpus domini 
et, dum communicasset, mortuus est. 

Miraculum. 

Cum quodam tempore murus monasterii in Frisingia 
adiretur ad deponendum, ut ibi novus construeretur, contigit, 2& 
ut unus operariorum exiret, et si aliquis secus staret, fugam 
caperet. Accessit quidam, qui non audiret clamantis vocem 
in eius accessu: murus iam deicitur, fenestra muri cadentis 
ipsum protexit et in medio fenestre stans ruinam muri videns 
nullum malum nee dolorem sensit anno ab incarnacione 30 
domini 1171. 

Hie presul felix Albertus 3. Ydus Novembris diem 
clausit extremum anno domini 1183. 8 sepultusque in ecclesia 
kathedrali ante altare saneti Spiritus. 

a eum Hs. b saerofaguni Hs. o crippa Hx. 35 

1 Schleckt a. a. 0. H, 59. 

8 Vgl oben S 869, Anm. 1. 

8 In W machte Arnpeck deti Zusatz: 2. Id. Novembris Albertus 
episcopus obiit anno domini 1184. et Otto Maged bürgen eis canonicus 
eligitur et anno domini 1185. (trotzdem der Cod. trad. auf der gleichen 40 

f^r\r\nl ""■ Original frorn 

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— 883 — 

Item monasterii Weirensis fundator Seyfridus comes 
de Neunwurg circa annos domini 1167* a quodam milite 
de sua familia occisus est in balneo. 1 

Otto secundus, episcopus XXIV., sedit annis 34. 2 

5 Anno ab incarnacione domini 1183. defunct o B. Alberto episcopo Gontin. 9 323 

Otto canonicus Magedeburgensis eligitur et introducitur in 4 Kai. Januarii u. Ann. 
anno domini 1184. 4 & Steph. 54. 

Vir nobilis et largus, comes de Diessen oriundus, ex parte matris Contin. 323. 6 
Gißsa de Perge, quod situm est in Suevia, patre Diepoldo. Hie sex 

10 habuit filios, duos laicos, et quatuor sacris litteris fecit* imbui. Quorum 
primus Dietpoldus factus est Fataviensis episcopus, alter presul Herb 
polensis nomine Heinricus, item tercius Monegoldus Patavicnsem suseepit 
kathedralem, quartus vero Otto nomine Frisingensem suneepit ecclesiam 
regendam. Sed mirum dictu, quod uno die in Verona civitate a summo 

15 pontifice Lucio et ab imperatore Friderico spiritalia etb regalia suseepit, 
quod nulli presuli Almanie aeeidisse audivimus. 

Adept a ergo pontificatup dignitate quanta in eo fuerit humilitas, 
quanta circa b pauperes c largitas morumque probitas, non est noetre 
facultatis evolvere. Sed strennue suam regens ecclesiam murum se 

20firmum pro domo dei firmiter opposuit et ut vir prudens et sapiens 
pastor pius suis ovibus benignus prefuit. 

Intendens igitur iugiter ad ipso mm liberacionem in primo castrum 324. 
in Ottenburgk 6 munire cepit expendensb in edifieiis circiter mille marcas 
et domino duci ßavarie Llldowico totis viribus se opponens pro ad- 

25 vocacia, quam indebite abusus est per graves exaetiones, liti finem imposuit. 

Hie episcopus Otto gravi labore castrum in Chünrashein 
cum foro in Waldhawn et d suis attineneiis a quinque comitibus 
sibi inde succedentibus et pradieta bona sibi usurpare volen- 
ti bus coram imperatore Heinrico V. etdemum coram duce Austrie 
30 iusticia mediante finem liti imposuit; quibus omnibus defunetis 
episcopus cum quieta pace predieta bona possedit nulli advocaciam 
volens conferre. Preterea defuneto domino Ottone filio domini Hadmari 

» feci Bs. b fehlt Es. c pauperum Hs. * cum Hs. 

Seite 1183 angibt) in Kalendis Januarii in episcopatum introducitur 
35 (SS. XXIV, 223). Quelle für diese Notiz sind die Ann. S. Steph. (SS. 
XII1 9 54) : 1184 Adilbertus Frisingensis episcopus moritur. Otto Magede- 
burgensis canonicus eligitur et ineipiente 1185. hoc anno id est in 
Kalendis Januarii in episcopatum introducitur. lieber das Grab vgl. 
Sehleckt , Monumentale Inschriften usw. II, 31. 

40 * So auch oben S. 202, 25 ff. 

* Arnpeck in W: Cepit anno domini 1185. Sedit annis 34 
(SS. XXIV, 323,53). 

8 Continuationes der Oesta episeoporum Frisingensium des Con- 
radus Sacrista, Mon. Germ, hist., SS. XXIV, 323. 
45 4 Vgl. S. 882, Anm. 3. 

6 Die folgenden 2 Abschnitte auch oben S. 187, 8. 
6 Vgl. auch S. 61, 37. 

f~ Original fr^* 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 884 — 

conservavit castrum in Rainsperch* cum suis attinenciis inexorabilis, ut 
nee per preces flecti posset nee terrore coneuti, ut vellet alicui in- 
feudare. 1 

Hie obtinuit a duce Austrie beneficium, quod dicitur Marchotr«, 
in omnibus bonis suis. 2 5 

Item data magna peeunia redemit castrum in Wartenberg situm 
in Carniola cum omnibus ad id pertinentibus a comite Ottone 
de Artenbergk, Episcopus vero possessor illius castri faetus tot um 
destruxit veritus, ne fratrueles predicti comitis fraudulenter oecuparent. 2 
W f. 256. Item data magna peeunia comparavit villam Costech. 2 Item 10 

villam Pawmgarta pro 80 marcis. 2 

Item Otto comparavit a domino Ottone de Nazzanauz 60 hubas 
/. 256*. in Marchia in villa Zlab et in villa aiia, que dicitur Lonea, sub castro 
Priseck pro trecentis marcis. 2 

Item redemit quoddam beneficium in villa, que dicitur Mitten- 15 
dorff, aput Chaths pro 80 marcis. 2 

Item solvit a comite Gebhardo de Kransperg 3 quoddam bene- 
ficium, quod ipse iam longo tempore cum sua progenie possederat a 
Frisingensi ecclesia, villam videlicet Hehingen sub castro Ottenburgk, 
et vineas aput Velturnss ; dedit ergo pro eodem beneficio 300 marcas 20 
argenti. 4 

Otto dei gracia Frisingensis episcopus feliciter. Amen. Pateat 
auribu8 b omnium fidelium, qualiter nos ob devocionem pii patris nostri 
S. Corbiniani, qui in Frisinga corporaliter requiescit, ubi primitus fun- 
davit ecclesiam et sanetum adunavit coliegium deo famulancium, com- 25 
paravimus predium in Paltzigen a comite Chunrado de Valage et cum 
hoc ecclesiam in Glan donavimus canonicis maiorLs ecclesie tali tenore, 
ut in translacione S. Corbiniani conventus S. Andree et S. Viti et omnes 
clerici supervenientes cum canonicis maioris ecclesie plenam refeccionem 
aeeipiant. 6 30 

In presenti pagina notatum eunetis liquescat fidelibus, quod 
dominus Otto Frisingensis episcopus querimoniam faciens de domino 
Heinrico suo nepote, marchione Istrie, de damno sibi illato aput Loncam 
talem recompensacionem obtinuit, quod marchio potestativa manu tradidit 
ecclesie Frisingensi 50 huebas sub castro Michow et ab ipso in feudum 35 
reeepit, sicut testatur Privilegium suo sigillo ab eo traditum. 6 

Item querimoniam faciens de domino Bernardo duce Karinthie, 
quod homines suos in advocacia Lonca damnificare presumpsit, i d e o 
dux pro damno episcopo illato tradidit ad altare 8. Marie in Frisinga 
potestativa manu 30 hubas de predio suo aput Nazzenwz et eas ab 40 
episcopo in beneficium reeepit. Nomina testium sunt scripta in privilegio 
super hoc conpacto. 7 

a so Hs. b Pateant aures Hb. 

1 Metchelbeck /, II, 572 ff. 

2 Daselbst S. 573. 45 
8 Statt Kransperg heisst es im Traditionsbuche Chregling. 

* Meichelbeck i, 11,573. 

5 Daselbst S. 575. 

6 Daselbst /, /, 395. 

7 Daselbst I, II, 572. 50 

n p rtrt «[^ Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 885 — 

Item comparavit predium in Guntteshusen pro 30 libris deputans 
illud ad herbergam, cum ipse vel aliquis successorum suorum Ratisponam 
iter dirigeret 1 Item comparavit epiacopatui pro 30 marcis duaa curiaa 
et unam hubam in villa Wihse sub Castro Hollena tain sitas, 1 
5 Item anno incarnacionis doraini 1195. instituit ad 

structurara fontis domino decano predium in Stuthawsen 
et duas partes decime cum predio in Gunzhawsen. 2 

Et obiit feliciter anno domini 1220. 1 Conr. Schir. 

Anno domini 1215. conbusta est Frisingensis civitaa et eccleaie ^ nn - 632. 
lOeciam S. Andree cum matrice et domus canonicorum, et ab episcopo ~* n ' * m Steph. 
Ottone IL in eodem anno renovata. Item conbusta civitas et eccleaie p u% ni*?' 
1226., adeo ut in monte vix una domus remaneret 4 ^ nn ßß2633 

Anno domini 1211. cometa visus est; fames valida per totam j nn \g t Steph. 
Bavariam et Austriam, Marchiam et Ungariam. 5 55 u. 56. 

15 Geroldus episcopus XXV. sedit annis 11. 

Anno domini 1220. Geroldus Frisingensera sedem accepit Conr. Schir. 

Hie male rexit ecclesiam annis 11. Multa enim alienavit bona ^wn. 632. 

ab ecclesia, que tarnen omnia reformata fuerunt per succesaorem suum, Contin. 3^4. 

episcopum Conradum Toltzner, sicut in bulla imperiali aurea et aliis 

20 scriptis reperiuntur. E t obiit 4. Kai. Aprilis. Sepultus est in porticu 

extra monasterium et depositus est anno domini 1231. 6 Ann.S.Steph. 

56. 

Conradus Toltznär XXVI. episcopus, fundator 
S. Pauli, sedit annis 27. 

Anno domini 1231. Chunradus Toltzner canonicus sanete Contin.324u. 
25 Frisingensis ecclesie episcopus eligitur. Ann.S.Steph. 

Hie captus fuit unacum episcopo Pataviensi Rudgero a Fri-^- 
derico duceAustrie, cum essent a Friderico imperatore II. ^ X o tlerrn ' Att 
tutela Austrie Wienne positi 1238. 7 

1 Meichelbeck 7, 77,575. 
30 * Diese Nottx (vgl. Meichelbeck l 7, 384,5 , vco zitiert ist ; uti legimus 

in Catalogo Episcoporum Frisingensium circa annum 1500. conscripto) 
schrieb Arnpeck als Zusatx xum Traditionsbuch auch in W ein (SS. 
XXIV ,324, 44). 

8 Zusatx Arnpecks in W: Otto episcopus obiit anno domini (1219. 
35 — diese Jahr zahl aus den Ann. S. Steph. — durchstrichen) 1220. — dieses 
Jahr in den Scheyrer Annalen. Ueber Ottos Grab vgl. Schlecht, Monu- 
mentale Inschriften usw. 77, 31. 

4 So auch oben S. 223, 1 ff. u. S 225, 10 aus Konrads von Scheyern 
Annalen in Verbindung mit Angaben der Weihenstephaner Annalen. 
40 Ä Hier siud die Weihenstephaner Annalen xu den Jahren 1211 und 

1217 falschlich in einen Abschnitt xusammengexogen. Vgl. auch oben 
S. 222, 85 f. 

e Zusatx Arnpecks nach den Weihenstephaner Annalen auch in 
W (SS. XXIV, 324, 50). Ueber Gerolds Grab vgl Schlecht a.a. 0., II, 35 
45 und 46 f. Die an leixterer Stelle erwähnte Marviorplatte trägt eine In- 
schrift, deren Wortlaut mit jenem des obigen Abschnitts xusammenhängt. 
7 Quelle scheint mir tae oben S. 752, 17 ff. in der österreichischen 
Chronik Hermann von AUaxch xu sein. 

n Pnnol • Original fronn 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 886 — 

Contin. 324. Hie bene rexit ecclesiam annis 27, omnia siquidem per suum 

antecessorem alienata recuperavit, ut iam dictum est. 1 
Ann.S.Steph. Anno domin i 1234. Conradus episcopus propter gwerram inter 

56. eum et ducem Otton em exortam divina per totara diocesim suspendit. 
Contin. 324 tu Et obiit 15. Kai. Februarii anno domin i 1258. 2 Et sepultus 5 
Ann.S.Steph. esi j n cape n a g. Pauli, ubi quatuor canonicos de suo patri- 

'monio instituit. 8 

Chunradus IL, XXVII. episcopus, sedit annis 20. 

Ann.S.Steph. Anno domini 1268. Chunradus comes Silvester Frisingensi 

~jj/ ecclesie preficitur episcopus. Rexit ecclesiam annis 22, 10 

Hie impetravit ab Otakero rege Wohemie duceque Austrie 
multas advocacias in Austria et alia plura bona, sicut in privilegiis 

habetur. Et obiit 3. Kai. Marcü et sepultus est in abside retro 
altare omnium sanetorum 4 anno domini 1278. 
Ann.S.Steph. Hoc anno, videlicet 1278., venditum est calvarium 6 siliginis* 15 

57. Frisingensis & mensure pro 9 denariis Monacensibus. 

Fridericus XXVIII. episcopus sedit annos 4. 

Contin. 325. Anno domini 1278. Fridericus de Montalban maioris ecclesie 

prepositus sanete Frisingensis ecclesie eligitur episcopus. 7 

Rexit ecclesiam annis quatuor. Et obiit anno domini 1282.20 
6. Idus Decembris sepultus in capellaS.Leonhardi cum tali epitavio : 

Anno domini 1282. 

Obiit Frisingensis rector Fridericus fortis ut Hector. 

Transmigrans iste tua poscit gaudia, Christe. 8 

Ann.S.Steph. Et comes Emicho est sibi substitutus. 8 25 

57. 

a fehü Es. 

1 Oben S. 885, 18 ff. 

7 Zusatx Arnpecks nach den Weihenstephaner Annalen auch in 
W (SS. XXIV. 324, 51). 

8 Vgl. Mochelbeck II, I, 38 und 48, auch oben S. 61, 39. 30 
4 Vgl. Schlecht, Monumentale Inschriften usw. II, 4 /. 

6 Waitx druckte in den Mon. Germ, hist., SS. XIII, 57,27 : cal- 
vatum und sagte daxu : Quid sit nescio. Im Original ist es schwer 
leserlich (Clm. 21557) und kann auch calvarium, wie unsere Handschrift 
hat, gelesen werden. 35 

6 Dieses Wort steht in der Urhandschrift, fehlt aber im Druck der 
Mon. Oerm. 

T Zusatx Arnpecks in W (SS. XXIV, 325, 27) %um vorigen Ab- 
schnitt : et Fridericus prepositus summus substituitur. Die Ann. S. Steph. 
zum Jahr 1279. 40 

8 Zusatx Arnpecks auch in W (SS. XXIV, 325). Ueber das Grab 
vgl. Schlecht a. a. 0. II, 35. 



C^f\f\€%\i m Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 887 — 

Emicho XXIX. episcopus sedit annos 29. 

Anno domini 1283* * Emicho comes Silvester sancte Frisingensi Contin.325u. 
ecclesie preficitur episcopus, Ann.S.Steph. 

Defuncto ultimo comite de Mospurgk Heinricus dux 
öBavarie inferioris, gener Bele regis Ungarie, ab Emichone 
Frisingensi episcopo opidum Mospurgk in feudum recepit, 2 
quod et nostris temporibus dux Heinricus genitor Ludowici, 
huius Georii ducis avus, ab episcopo Nicodemo eciam in 
feudum recepit. 8 
10 Hie Emicho episcopus rexit ecclesiam annis 29 e t obiit in Wienna Contin. 325. 

anno domini 1311. 5. Kai. Augusti in die Panthaleonis 1 sepultus- 
que in capella SS. Georii martyris 4 et Heinrici imperatoris. 1 
Et habet hoc epithavium: 

Cleri flos Emicho, sed nunc velut echo. 
15 Hie subterratus presul iacet incineratus 

Ut luti testa. Deus, o requiem sibi presta. 
Parcat et examen iusti sibi iudicis. Amen. 1 

a Gotfridus XXX. b episcopus sedit annis 3 

mensibus 6. 

20 Anno domini 1311. Gotfridus decanus maioris ecclesie Frisin - Ann. S. Steph. 

gensi ecclesie preficitur episcopus. 6 58. 

Hic anno domini 1315. instituit duos vicarios, qui 
quottidie alternatis vieibus ad S. Katherinam missas legant, 
et ut in omnibus horis canonicis intersint eo pretextu et 
25 forma sicut canonici et clerici S. Pauli, 6 quam ob rem eis 
incorporavit ecclesiam parrochialem S. Georii in civitate 
Frisingensi. 7 

Et obiit anno domini 1315. 6. Kai. Decembris. SepultUS in Conttn. 325. 
capella S. Katherine virginis tale habens epithavium: 

30 a in der Handschrift folgt irrtümlicherweise der Abschnitt über 

Bischof Gottfried erst nach dem über Konrad III. b XXXI. Hs. 

1 Zusatz Arnpecks auch in W (SS. XXIV, 325). 

2 In W : Ab isto Emchone episcopo Hainricus dux Bararie in 
feudum aeeepit opidum Mospurg. 

35 8 Vgl. oben S. 241,1 ff. und unten S.896, 7 ff. 

4 Vgl. Schlecht a. a. 0. II, 5 f. 

6 Zusatx Arnpecks in W nach den Weihenstephaner Annalen: et 
Gotfridus decanus maioris ecclesie in episcopum eligitur. 

6 Dieser Satx bis hieher auch Zusatx Arnpecks in W. 
40 7 Vgl Meichelbeck 7, II, 120. 

n Pnnol " 4 Original frorn 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 888 — 

Ter centum et unum mille bis quini quatuor atque 
Fluxerunt anni domini de virgine nati. 
Lux augusti dat Gotfridum bene fini. 
Clemens agne dei, so], da requiem ei. 1 

Conradus IIL, episcopus XXXI. a , fundator collegiia 
3. Johannis baptiste, sedit annis 7 mensibus 6. 

Contin. 325. Anno domini 1315. Conradus IIL decretorum doctor de Mo- 

naco, 2 Frisingensi ecclesie preficitur episcopus, fundator 
ecclesie collegiateS. Johannis baptiste 8 instituendo ibidem canonicos 
S6X, que prius fundata et partim dotata fuit per Albertum episcopum. 10 

Anno domini 1319. ex multis officialibus laicalibus 
quatuor sunt ordinati, scilicet hofgamelampt, grasserey, 
molendinatoris et pistoris, reliquis officialibus laicalibus de- 
letis, ab universis steuris exempti, sed in vigiliis tempore 
insidiatorura b nostre civitatis et fossatis ac paus contribuant 15 
secundum consensum collatoris. 4 

Hie preclarus pontifex veneno, ut fertur, obüt anno 
domini 1322. quarto 6 Idus Aprilis, que fuit festo resurrectionis 
Christi. 

Item altare S. Corbiniani in cripta habet conferre20 
dominus episcopus et habet 2 libras denariorum de ecclesia 
in Pockarn anno domini 1322. 6 

Johannes episcopus XXXIL sedit ebdomadas 5 et 

diebus duobus. 

Contin. 325. Anno domini 1323. Johannes doctor decretorum Frisingensi 25 

ecclesie preficitur episcopus. 

Idem fuit translatus de ecclesia Brixensi in Bambergam et de 
ecclesia Bambergensi in Frisingam per papam Jobannem XX IL Et 
obüt anno domini 1324. in die S. Marci ewangeiiste. Et sepultus ante 
altare sanete crucis hiis versibus eins sepulchro insculptis: 30 

Lux decretorum, Johannes, vas et bonorum, 
Hie est fossatus, qui bis erat catbedratus. 
Huic finem vere c sexto Maii tribuere Kaiende. 7 

a XXX. Hs. b insidiatoris Hs. c fehlt im Orig. und in W. Im 
Druck der SS. ist dafür mit zweifelhaftem Recht sexto in sexte geändert . 35 

1 Zusatz Arnpecks auch in W. Die Verse etwas abweichend bei 
Meichelbeck 11, I, 121. XJeber den noch vorhandenen Grabstein vgl. Schlecht, 
Monumentale Inschriften usw. 1 % 13 (mit Abbildung). Aus der Inschrift 
ergibt sich 1314 als Todesjahr. 40 

2 Zusatz Arnpecks in W : nacione Monacensis. 
8 Vgl. oben S. 62, 2. 

4 Zusatz Arnpecks auch inW. Vgl. Meichelbeck II, 1, 129 u. //, //, 158. 

5 In den Contin. 6., in W 4. 

6 Vgl. unten S. 890, Anm. 3. 45 

7 Vgl. Schlecht a. a. 0. 11, 21 f. 

n Pnnol ■ Original frorm 

b ^ Vji UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 889 — 
Conradus IV., episcopus XXXIIL, sedit annis 13. 

Anno dorn in i 1324. Chunradus IV. dietus de Chlingenbergk Contin. 325. 
in Swicia Frisingensi ecclesie preficitur episcopus. 

Idem dedit nobis crucem bonam deauratam cum gemmis pre- 
5 ciosis et roille florenos, quibus emimus quinque predia prebende noetre. 

Item comparavit huic ecclesie mittram episcopalem, id est 
infulara magne preciositatis et precii. 1 Et obiit anno domini 
1337. 3. Nonas Marcii et sepultus est in claustro Lilienveit * prope 
Wiennam. 

10 Anno domini 1336. Ludwicus imperator cum* impugnaret^wn. S. Stepk* 

Heinricum seniorem ducem Bavarie inferioris in Landtshuet, ^* 
gen er um Bohemie regis b Johannis, et per eius territorium manu 
potent i transisset, in reversione per eiusdem Ludowici exercitum 
quadringentorum galeatorum totum monasterium in Weyhensteven 

15 intus et extra omnimode foit devastatum e t spoliatum, necnon et sacer- 
dotes ibidem omnino fuerunt denudati in autumpno in translacione 
S. Rudperti.* 

Johannes IL, episcopus XXXIV. b , sedit annis 12. 

Anno domini 1337. Johannes II. sancte Fri si ngensi Contin. 326+ 

20 ecclesie preficitur episcopus. 

Idem fuit translatus de ecclesia Verdensi in Frisingam per papam 
Benedictum XIII. °; fuit eciam optimus medicus. Sed nunquam venit 
ad sedem istam. Obiit in curia Romana, videlicet Avinione, anno domini 
1349. ibidem sepultus. 

25 s Item anno domini 1342. 6. Idus Februarii obiit dominus 

Ludwicus de Chamstain d electus ecclesie Frisingensis. Et 
sepultus est in abside aput altare visitacionis B. Marie 
virginis. 

Albertus IL, episcopus XXXV., sedit annis . . . b , 
30 .mensibus 11, diebus 3. 

Anno domini 1349. Albertus IL, cotres de Hohenwerch et Contin. 326*. 
de Haygerloch, doctor decretorum, Frisingensi ecclesie preficitur 
episcopus. 

* Liernvelt Hs. *> fehlt Hs. c XII. Hs. d so Hs.* 

35 * Auch Zusatz Artipecks in W. 

1 Vgl. oben S. 250, 34 ff. 

1 Der folgende Abschnitt auch Zusatz Arnpecks in W ; zu 6. Id. 

Febr. ist dort noch hinzugesetzt : hoc est in die 8. Pauli episcopi. Ein 

weiterer Zusatz, den er dort gemacht hat % ist hier nicht verwertet: Item 

40 circa annum domini 1346. tempore Ludwici imperatoris Leutoldus electus 

Frisingensis sedem occupavit. 

4 Wie die heute noch vorhandene Grabplatte des Ludwig von Kammer- 
stein. Vgl. über die Platte Schlecht, Monumetttale Inschriften usw. I, 60. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

byVrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 890 - 

Hie fuit a translatus de ecclesia Herbipolensi in ecclesiam Frisin- 
genseoi per papaoi dementem VI., qui providit sibi de predieta ecclesia. 
Qui eam virtuose et humiliter rexit. Nam et caput S. Allexandri 
pape auro et argento ac gemmis preciosis ornavit. 

Multas insuper ecclesias idem Albertus episcopus col- 5 
legiatis ecclesiis pure propter deura incorporavit. 1 

Obiit anno domini 1359. in die S. Marci ewangeliste in Suevia 
iuxta fluvium Rhein in oppido Stain in episcopatu Constanciensi. Et 
sepultus est in civitate sua Rotenburch iuxta fluvium Necori in collegio 
canonicorum S. Mauricii, quod construetum et dotatum fu it per pre- 10 
dictum dominum et patrem Albertum pontificem. 

Quantigeneris fuerit, invenitur in geneoloya domine Anne comitisse 
de Hochenwerg, que fuit soror patrisb domini Alberti episcopi et uxor 
legitima Rudolfi Roraanorum regia. 

Hiis temporibus, videlicet anno domini 1347., Ludowicus 15 
imperator, dux Bavarie, qui multa bella gessit contra Fri- 
dericum ducem Austrie secum a tribus electum, quem demum 
in bello publico cepit et sie finem bellis dedit, exeommuni- 
catus tarnen per tres apostolicos sibi invicem succedentes, 
in qua eciam exeommunicacione obiit, 2 in huius Ludowici20 
odium, ut opinor, tres apostolici, videlicet Johannes XXII., 
Benedictus XII. et Clemens VI. hanc Frisingensem ecclesiam 
in süa libera eleccione impediverunt et gravarunt. 

3 Hic nota extraordinarie , quod altare S. Benedicti 
habet conferre dominus decanus ex privilegio fundatoris. 25 
Sed prepositus usurpavit sibi collacionem propter antiquam 
domum prepositure, que nunc mutata est in aliam domum. 4 

Paulus XXXVI.episc'opus sedit annis 18, ebdomadis 3. 

Contin. 326. Anno domini 1359. Paulus sanete Frisingensi ecclesie pre- 

ficitur episcopus. 6 30 

a fehlt Hs. b ac Zus. Bs. 

1 Auch Zusatz Arnpecks in W. 

* In W machte Arnpeek xu den Worten der Contin. : Eodem 
tempore imperavit Ludovicus Romanorum imperator genere [Pawarus|, 
den Zxisatx : dux Bavarie, frater Rudolfi palatini, qui multa bella prospere ^5 
gessit cum Fridrico duce Austrie pro regno, quem ultimo captivavit et 
sie finem bellis dedit. £xcommunicatus attamen fuit per papam. In 
exeommunicacione demum obiit. 

3 Der folgende Abschnitt auch Zusatz Arnpecks in W % tco er dar- 
nach noch fortfährt : Item altare S. Corbiniani in cripta habet conferre 40 
dominus episcopus et habet 2 libras denariorum de ecclesia in Pockaren 
anno domini 1322., eine Notiz, die schon oben S. 888, 20 verwertet worden ist. 

4 In W findet sich zum hier nicht verwerteten Verzeichnis der 
Kanoniker des Freisinger Domstifts beim Eintrag dominus Chunradus 
dictus Schauch iuris peritus folgender Zusatz Arnpecks: qui fundavit45 
perpetuam missam in altari S. Johannis ewangeliste in capella Ö. Benedicti. 

6 In W machte Arnpeck den Zusatz: Hie fuit de Polonia. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

öy VrUUglt ■ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 891 — 

Hie translatus fuildeecclesiaGurcensi a ad ecclesiam Frisingensem. 
Et in die Processi et Martiniani venit ad istam sedem Frisingensem. 

Ante promocionem tarnen in episcopum fuit plebanus in 

Buespach. 1 Idem recuperavit castrum in Haberbergkh alias ab ipsa 

5 Frisingensi ecclesia alienatum, et hoc per censuram ecciesiasticam, 

sumptibus tarnen et expensis ipsius dicte ecclesie. Hie privilegiavit 

suos cives Frisingenses multis utilibus privilegiis, inter 
cetera, ut nullus civiura quitquid vendat extra steuram et 
extra onera alia civitati ineumbencia sub penis in privilegio 
10 desuper confecto contentis. 2 

E t obiit anno domini 1377. in die Appollinaris episcopi et martyris. 8 

4 Huius temporibus Bertoldus de Frawnberg decanus 
maioris ecclesie Frisingensis, eo quod fruetus et redditus 
decanatus adeo exiles ac tenues fuerant, quod hospitalitatem 

15 et onera sibi ineumbencia supportare nequiverat b , obtinuit 
a Gregorio papa XI. ecclesiam in Aufkirchen eidem incor- 
porari. Idcirco decanus debet personaliter residere Frisinge 
et nullam aliara ecclesiam possidere. Datum Avinione 8. Idus 
Aprilis anno domini . . . c nostri pontificatus 3. 

20 Similiter ab eodem papa anno domini 1375. N. pre- 

positus, ut possit hospitalitatem seetari, ecclesiam S. Johannis 
in Stainkirchen in predieta forma impetravit. 

Leopoldus XXXVII. episcopus sedit annis 2 
mensibus 6 vel quasi. 

25 Anno domini 1378. Leopoldus Frisingensi ecclesie pre- Contin. 32 7. 

ficitur episcopus. 

In huius provisione oriebatur scisxna in curia Romana in eleccione 
summi pontificis, ita quod duo eligebantur, primo Urbanus VI., 
qui instituit festum visitacionis Marie virginis et confirmavit Andr. 108. 

30 Wentzeslaum regem Bohemie in regem Romanorum. Deinde electus Contin. 327. 
fuit a cardinalibus Clemens VII., qui cum cardinalibus transivit 
Avinionem, cui obediebat rex Francie. 5 Quod scisma duravit 
annis quasi 40 usque d in concilium Constanciense etc. 6 

Hie Leopoldus in adventu suo pro adipiBcenda possessione ecclesie 

35 Frisingensis post multas tribulaciones et indebitas vexaeiones secum 

* Curiensi Hs. b nequiverant Hs. c Zahl fehlt Bs. d ut H$. 

1 Diese Angabe auch Zusatz Arnpeeks in W m 
7 Dieser tiatx, ähnlich auch als Zusatx Arnpeeks in W. Vgl. 
Meichetbeck II, 1, 164 (in chronicis domesticis posteritati transscriptum est). 
40 8 Vgl. Schlecht, Monumentale Inschriften usw. 11, 18. 

* Die folgenden 2 Abschnitte auch als Zusätze Arnpeeks in W. 
5 Die gleichen Angaben auch als Zusätze Arnpeeks in W. 

e In W sagt Arnpeck: (Quod scisma duravit) per multa tempora, 
ymmo ultra 30 annos usque in concilium Constantiense. 



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— 892 — 

apportavit bonum calicem argenteum et deauratum et duos libros matu- 
tinales. Unua über partem estivalem continebat, alter vero partem 
hyemalem, valoris ducentorum florenorum, quo 8 donavit huic ecclesie. 
Et plura alia beneficia impendere conabatur ministris et familiaribus 
eiusdem, Sed de medio, sicut domino placuit, sublatus e s t anno domini 5 
1381. in die S. Oswaldi martyris in oppido Lackh: cecidit de ponte, 

quem ipse construebat, in aquas et submersus 1 diem ex- 
tremum clausit et sepultue ©st in monasterio sanctimonalium 
sancte Cläre« ibidem diocesis Aquilegiensis. 

2 Berchtoldus XXXVIIL episcopus sedit annis 30 10 

vel quasi. 

Contin. 327. Anno domini 1381. Berchtoldus de Wäching Frisingensi 

ecclesie preficitur episcopus. 

Hic fuit primus magister in artibus in studio Wiennensi 
promotus. Idcirco singulis 12 collegiatis eiusdem studiilö 
4 libras denariorum Wiennensium annuatim imperpetuum 
pro anime sue reraedio et studii prefati augmento et con- 
servacione donavit. 3 

Hic episcopus bene reformavit opida et castra ecclesie 
Frisingensis. 4 Nam villam Entzesdorff circumdedit muro. 5 20 
In oppido Hollenwurgk magnam partem castri construxit, 6 
quod ex suo nomine Berchtoltstain usque in hodiernum diem 
nuncupatur. 7 In Castro opidi b Waidhof en turrim cum ll 8 
testudinibus construxit. Et ibidem fossatum per civitatem 
fecit. Similiter in Weltz castrum Rotenvelss in muro et 25 
aliis edificiis multis reformavit. Item in Lagk ampliavit 
cum fossa c et muro civitatem et castrum inferius reformavit. 
Et in Carniola marchia Chlingenvels et Preysegk in muris 
optimis reformavit, ut apparet in armis suis ibidem insculptis. 
Item in Castro Frisingensi fontem fodit et fossatum ibidem 30 
reformavit. 

Hic Berchtoldus cum esset cancellarius ducis Austrie, 
quadam vice, dum irreverenter per opidanos Wiennenses 

a fehlt Hs. b opido Hs. c foeso Hs. 

1 So auch oben S. 62, 8. 35 

* Vgl. xum folgenden Text die Continnatio der Freisinger Bisehofs - 
geschickte in W, welche in dm Mon. Qerm. hist., SS. XIII, 328 — 331 
gedruckt ist und zweifellos von Veit Arnpeck selbst herrührt. 

8 Vgl. Meichelbeck II, 1, 173. 

* So auch oben S. 62, 9. 40 
6 Vgl. Meichelbeck 77, 1, 179 und II, II, 207. 

6 Daselbst U, 1, 184. 

7 Vgl. daselbst II, IL 218. 

* In W 9. 



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Original from 
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— 893 — 

tractatus fuisset, potenter Wiennam intravit et quatuor 
cives ibidem am schweinmarckt decollari fecit. 1 

Item N. Weinman * iudicem Frisingensem in foro civi- 
tatis decollavit et servum eiusdem in quatuor partes inscidi 

öpermisit propter tradicionem, quam Ludowico duci seniori 
in Ingelstat facere moliebantur. 3 Nam idem dux cupiditate 
ductus in nocte nativitatis Christi ecclesiam Frisingensem 
clenodiis suis auro, argento gemmisque preciosis decoratis 
spoliasse voluit, sed divina virtute impeditus fuit. Cum 

10 namque armata manu versus Frisingen properaret, suis 
quatuor campiductoribus videbatur, quod haste eorum arderent 
et ipsi quasi cecati in via errantes orto die aput portam 
Ingelstatensem inventi sunt. Quam ob rem prefatus Ludo- 
wicus dux Bavarie etc. et comes de Mortano confusus ad 

15 cor rediens votum vovit deo et B. Marie, quod cunctis 
diebus vite sue nunquam contra predictam Frisingensem 
ecclesiam facere vellet. In cuius Signum argenteam ymaginem 
secundum personam suam formatam ecclesie B. Marie et 
S. Corbiniani in Frisingam donavit. Quam siquidem ymaginem 

20 et ego sepenumero, dum totum sanctuarium festivis solenni- 
tatibus in altari stetit, vidi. Post successum vero temporis, 
videlicet anno domini 1450., venerabilis vir dominus Wigislaus 
Rorbegk canonicus et custos ecclesie Frisingensis eandem 
ymaginem destruxit et ex ea et alio argento caput S. Sigis- 

25mundi regis et martyris fecit. 4 

Postremo ipse Berchtoldus Wächinger, postquam eccle- 
siam Frisingensem multis annis pacifice rexerat, acceptavit 
archiepiscopatum Saltzpurgensem tempore pape Bonifacii IX. 
contra electum de gremio Eberhardum Newnhawser, qui tarnen 

30demum contra predictos, Bonifacium papam, Berchtoldum 
episcopum et N. ducem Austrie, morte interveniente trium- 
phavit. Hac de causa sepedictus Berchtoldus fecit multas 
expensas, propter quas inpignoravit castrum cum opido in 
Weltz et Intica etc. pro 14 milibus ducatorum. 5 

35 l Vgl. Meichelbeck II, 7, 17 h der die Richtigkeit obiger Angabe be- 

zweifelte. So wie die Nachricht oben laxdet, dürfte sie denn auch nicht 
stichhaltig sein. Ich vermute, dass ihr die Tatsache der Hinrichtung von 
drei hervorragenden Bürgern Wiens am IL Juli 1408 xu Gründe liegt; 
vgl. die Schilderung in Geschichte der Stadt Wien II, II, 521 mit Ab- 
40 bildung der heute noch im rechten Seitenschiffe von St. Stephan xu Wien 
befindliehen Marmorgedenktafel für die Hingerichteten. 

* Urkundlich (Mon. Boica XI, 113) erscheint der Name als Weinmair ; 
vgl. Riexler, Geschichte Baierns 111,177. 

» Vgl. xu dieser Geschichte Meichelbeck a. a. 0. II, /, 1 78. 
45 4 Vgl. ausser der xuletxt genannten Stelle daselbst S. 241. 

6 Vgl. Meichelbeck II, I, 181. 

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b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 894 — 

Contin. 327. Et obiit anno domini 1410. in vigilia nativitatis Marie virginis 

in Newnburga Clanstrali in Austria et ibidem sepultus est 

Et dedit ad ecclesiam Frisingensem 100 florenos pro 
anniversario suo et bonum paramentum cum cruce de perlis 
seu margaritis in valore 300 florenorum. Ipse eciam valde5 
preciosam infulam pontificalem comparavit, quam ecclesie 
sue relinquere intendebat, sed quia in Austria defunctus 
est coram consanguineis suis, et eandem sibi usurpaverunt 
et monasterio in Melico ordinis S. Benedicti pro 4 milibus 
et 200 florenis ungaricis vendiderunt. l 10 

Chunradus V., XIL. episcopus, sedit anno 1. 
Interfectus est. 

Contin. 327. Anno domini 1410. in die S. Iheronimi Degenbardus Weichser 

canonicus et scolasticus maioris ecclesie Frisingensis et prepositus 
Mospurgensis, 2 electus fuit in episcopum, contra quem prevaluit 15 
Chunradus episcopus Gurcensisa tempore pape Johann is XXIII. Fuit 
tarnen prefatus Degenhardus contentatus cum granario castri 
Frisingensis ad dies vite sue, de quo dedit Chunrado episcopo 
et successori suo annuatim tantum 600 libras denariorum. 

Contin. 327. Hie Chunradus V. nunquam venit ad sedem Frisingensem, 

quia uno anno tantum vel paulo plus rexit ecclesiam hanc. 20 
Et ultimate concordatus fuit in Lagk cum civibus Frisin- 
gensibus, quorum duo missi fuerunt ad eum ad faciendum 
sibi homagium, e quibus unus vocabatur Gertl Goltschmid etc. 
Quibus episcopus steuram episcopaiem, scilicet 600 florenos 25 
Khenenses remisit et eisdem aduc presentibus oeeiditur. 
8 Nam anno domini 1412. prefatum Chunradum pontificem 
sui propra camerarii cupiditate dueti iugularunt, eo quod 
secum 5 milia ducatorum habuit, quibus eum spoliaverunt. 
Et eultrum interfeccionis in manum sinistram posuerunt et 30 
mane facto divulgaverunt in populo, quod se episcopus inter- 
fecisset. Quibus inmanissimis homicidis b populus cum clero 

a Curcensis Es. * homieidiis Hs. 

1 Meichelbeck II, 1, 184. 

9 Diese Angabe wohl von seinem heute noch vorhandenen Grabstein. 35 
Letzteren beschreibt und bildet ab Schlecht, Monumentale Inschriftenusw. II, 13. 

• Das Folgende in der Contin. des Traditionsbuches kürzer: fuit 
iugulatus a suis camerariis in Lack, qui populo intelligere dederunt, 
qualiter se ipsum interfecisset ; ideo in pomerio in Lack sepultus 31 
(so) annis quievit. Postea ad scripta vicecancellarii pape dum dicti40 
camerarii crimen ipsum fuerunt confessi in Urbe, per episcopum Nico- 
demum exhumatur et in ecclesia parrochiali in Lack anno domini 1433. 
solenniter sepelitur. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

öyVrUUgl^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 895 — 

crediderunt et eum in pomerio superiori aput castrum Lagk 
sepelierunt. Et ibidem 21 annis tanquam sui ipsius homicida 
fuit, donec vicecancellarius domini pape Eugenii IV. anno 
domini 1433. domino Nicodemo episcopo Frisingensi scripsit, 
5 quod non per se, sed per alios fuisset occisus. Ideo ex- 
tumulatus per eundem pontificem Nicodemum cum processione 
cleri et populi solenniter est in ecclesia parrochiali in Lagk 
sepultus. 

Hermannus XL. episcopus sedit annis 9. 
10 Anno domini 1412. Hermannus ex patre filius N. comitis Cf. Contin. 

327 

de Cilia Frisingensi ecclesie preficitur episcopus per papain 
Johannem XXIII. 

Hie comparavit 2 lib. 6 s. 20 d. de quadam curia in 
Alaeren ad lumen S. Corbiniani in cripta Frisingensi, quam 
löcuriam emit a quodam dicto Würfl de Wienna. 1 

Huius temporibus celebratura fuit magnum concilium 
Constanciense in provincia Maguntinensi, in quo conbusti 
sunt magister Johannes Huss et Iheronimus, Wiccleviste* de 
Praga, tempore Sigismundi regisetc. In eodem concilio tribus, 
20 videlicet Johanne XXIII,, Gregorio XII. et Benedicto XIII., 
depositis Martinus V. electus est. 

Hie Hermannus erat bomo iuvenis, sed habuit fracturara Contin. 327. 
in intestina 8. Ideo castratus moriebatur in cissura anno domini 1421. 
in Cilia in crastino 2 S. Lucie virginis. 

25Nicodemus de Scala XLL episcopus sedit annis 20. 

Anno domini 1422. Jobannes Gruen walder decretorum doctor, Contin. 327. 
canonicus et vicarius Frisingensis, ex patre Johanne duce 

Bavarie de Monaco, ad episcopium postulatus fuit, eo quod 

minor annis erat. Sed Nicodemus de la Scalla dominus Vero- 
30 nensis per papam Martinum V., qui prefatam eleccionem 
annullavit etc., et Hainricum ducem Bavarie episcopatum 
Frisingensis ecclesie et possessionem obtinuit, Nichilominus 
tarnen prefatus Johannes Gruenbaldus cum annuali ducentorum 
florenorum Rhenensium b pensione de vicariatu per Nicodemum 
35 contentatus fuit. 

a Wiccle uiste Hs. 9 nach Wiccle von späterer Band ein f eingesetzt. 
b ne Hs. 

1 Die Urkunde vom 27. Juni 1420 bei Meichelbeck U } II, 226. 
5 14. Dezember. 



r^rtrtrtL- Original frorn 

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— 896 — 

Hie Nicodemus intravit sedem suam in crastino S. Nicolai 
episcopi anno domini 1423. Et redemit infra quatuor annos 
castrum Clingenvels et Preiseck pro 2 milibus ducatorum. 
Et Beatricem sororem suam Wilhelmo comiti Recie cum 
tribus milibus ducatorum maritavit, quoniam cum Grimorio,5 
Paulo et Bartholomeo, fratribus suis, de Venetis a de propria 
civitate sua Verona expulsi fuerant b . Ab isto Nicodemo 
episcopo Hainricus dux Bavarie, avus ducis Georgii aduc 
superstitis, opidum Mospurgense in feudum reeepit. 1 

Hie dulcissimus pontifex optime rexit ecclesiam et eam 10 
multis clenodiis decoravit. Inter que dedit huic ecclesie 
rubeum paramentum, item brachium barillinum 2 , calicem 
unum magnum. Item mirifici operis tabulam summi altaris 
Wienne fieri fecit c in valore mille quadringentorum Rhenen- 
sium. Item infulam preciosam et casulas quatuor vel plures i& 
preciosas. Item pectorale cum lapide precioso amatisto d . 

Item anno domini 1440. die 23. mensis Septembris hie 
venerabilis pater et dominus dominus Nicodemus de la Scala 
episcopus huius sedis dedit ymaginem gloriose virginis, quam 
B. Lucas evangelista propriis manibus laboravit. Que ymago 20 
prius donata fuit per illustrissimum prineipem Grecorum 
imperatorem Constantinopolitanum Johanni Galiatz, tandem 
duci Mediolanensi, post cuius mortem prescripta ymago per- 
venit ad manus cuiusdam comitisse de Chent e partibus 
Anglie, postea de Anglia post multos annos pro maximo25 
donario 6 magnifico et glorioso domino Bronorio de la Scala 
est propinata. Qui postea hanc ymaginem ob reverenciam 
eius fratris, supranotati episcopi huius sedis, ad hanc ecclesiam 
dedit. Demum venerabilis pater Nicodemus in ostensione 
ymaginis gloriose virginis in festivitatibus annunciacionis, 30 
assumpeionis, nativitatis, purificacionis omnibus devote inter- 
essentibus 40 dies indulgenciarum de iniunctis f peniteneiis 
misericorditer relaxavit. Eciam felicis memorie reverendus 
pater et dominus dominus Jobannes de Grünwaldt episcopus 
huius sedis predietas indulgencias confirmavit. 3 35 

* Venetes Hs. *> so Hs. c fertur (?) Hs. d anatisto Hs. * de- 
nario Ha. f iuDCtis Hs. 

1 Vgl. oben S. 241, 5 ff. und 887 } 7 ff. 

2 Armleuchter aus Beryll? Vgl. Deutinger, Beyträge usw. /, 192. 

3 Der bei Meichelbeck II, /, 224 gedruckte Text der Geschichte des 40 
Marienbildes, einer antiqua tabula entnommen, stammt offenbar aus 
späterer Zeit als der obige. In W hat Arnpeck die Geschichte auch 
deutsch folgendermassen eingeschrieben: Anno domini 1400 und in dem 

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— 897 — 

Hie preclarus et memorie dignus pontifex Nicodemus Oontin. 327. 
Wienne diem obivit anno domini 1443. et ibidem in monasterio 
Augustinensium, quod vineis et ornamentis pluribus ditaverat, 

unacum fratribus suis de la Scala ante altare sanete crucis 
5 sepultus. 

Johannes IIL, episcopus XLIL, olim cardinalis, 

sedit annis 10. 

Anno domini 1443. Johannes Grün walder decretorum doctor Cbntin. 327. 

ac magnus teologus, sacri concilii Basiliensis et Felicis V \ 

10 presbyter cardinalis, tunc S. Martini in montibus .Romane 

curie, vulgariter de Bavaria nuneupatus, post obitum Nicoderai 

felicis recordacionis per capitulum Frisingense seeundarie COU- 

corditer est electus et postulatus. Qui tarnen certis ex 
causis maxime propter concilii dissolucionem et Felicis 

15 cessionem cardinaliatum renunciavit. Hie per Fridericum Ro- 
man or um regem habuit intrusum quendam Hainricum Schlick, qui 
ausu temerario sibi castra ecclesie Frisingensis in Austria, 
Stiria et Carniola usurpavit et usque ad finem litis inclusive 
iniuste possedit contra censuram ecclesiasticam et sentencias 

20 sacri Basiliensis concilii, contra eundem Hainricum invasorem 
proraulgatas. Qui Hainricus tandem post longam diseepta- 
cionem quasi Septem annorum cum detrimento utique grandi, 
expensis et damnis ecclesie Frisingensis multis contentatus 
f uit sie, quod oppidum Weltz cum Castro Rotenvels per vite 

25sue dies possideret. 

Hie episcopus Johannes inpignoravit castrum et domi- 
nium in Ulmarveldt b pro 14 milibus librarum, que tunc plus 

a VI. Es. b Ottmarveldt Hs. 

40. jar des dreyundzwainzigisten tag des moned September hat der 
30 hochwirdig herr und vatter bischof Nicodem von der Laitter gegeben 
unser lieben frauen pild, das dann der heylig ewangelist Lucas selbs 
mit seiner hant gemald hat und das vor viU jaren ain chayser von 
Chriechen zu Constantinopel aynem herren genant Johanns Galiatz zu 
grosser gab geben hat. Nach dem ist es gegeben worden aynem herzogen 
35 von Mayland, und nach des selben tod das benannt bilde unser lieben 
fraun vil jar in ayner gräfin gewald von Engellandt gewesen ist. 
Darnach ist dy pildnüß herrn Bronorio von Peren zu grosser gab geben 
worden, und nachmalln herr Bronori hat das seinem brueder herren 
Nicodem, bischof dises bistuinb, geben, der es dann zu lob unser lieben 
40 frauen disem stifft geben hat. Und alls offt man das zaiget, hat der 
benant hen und vatter geben allen menschen, dy eins guetten willen 
sein, sund furan zelassen, virzig tag tödlicher sund und zwir so vill 
lasslicher, und der hochwirdig vatter und herr bischof Johanns Grün- 
walder hat den selben antlas bestätiget. 

Quellen u. Erörterungen N. F. HI. flBFhl 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 898 — 

valuerunt quam 14 milia ducatorum, de quibus pecuniis 
castra et dominiaWaidhofen, Inticam a comite Goricie* per 
sancte memorie Berchtoldum episcopum pro 5 milibus ducatis 
inpignoratum 1 , Purckrain a Gaysschedel de Freyburg pro 
5 milibus ducatorum et comitatum Werdenvels a domino& 
Sweigero de Gundelfing redemit. 2 

Hie propriis expensis domum seu curiam Kungtal prope 
Monacum cum piscinis et orto circumiacentibus comparavit. 

Hie bona multa facere ineepit et cleri religionem et 
euneta in meliorem statum reducere proposuit. Sed, proch 10 
dolor ! post multas tribulaciones et iniustas vexaeiones Wienne 
morte inoppinata preventus est. De cuius preclari pontificis 
obitu non solum Frisinga, sed et tota Bavaria merito dolere b 
debet eciam multis diebus. Nam et ipse inter Alemanie 
pontifices ut flos effulgebat, et quia Frisingensem ecclesiam, 15 
populum et civitatem semper dilexerat, ideirco aduc vivens, 
mortem tarnen presenciens, ut corpus eius post obitum suum 
in Frisingam tumulandum duceretur, ordinavit. Quod factum 
est, quoniam eius corpusculum egregium in ecclesie cathe- 
dralis medio sepultum est. Sed lapis sepulture eius in capella 20 
S. Thome apostoli est erectus cum tali epitavio insculptus: 
Anno domini 1452. obiit reverendus pater et dominus dominus 
Johannes huius sancte Frisingensis ecclesie episcopus seeunda 
mensis Decembris. 8 

Johannes IV., episcopus XLIIL, sedit annis 21 et 25 

resignavit. 

Anno domini 1453. Johannes Tuelbegk decretorum 
licenciatus, canonicus ecclesie Frisingensis, prepositus S. Viti 
et plebanus B. Marie virginis in et de Monaco, canonice 
a capitulo et concorditer electus eidem Frisingensi ecclesie 30 
preficitur episcopus. 

Hie moderatam curiam habuit et paeifice episcopatum 
cum favore omnium huius terre prineipum rexit et ecclesie 
sue in temporalibus multum utilis fuit. Nam castrum 

* Evricie Es. b dolore Es. 35 

1 Vgl. oben S. 893, 33 f. 
» Meichelbeck U } 1241 und Il } H, 286 ff. 

3 lieber den noch vorhandenen Grabstein mit dieser Inschrift pgL 
Schlecht, Monumentale Inschriften usw. 1,31 (mit Abbildung). 

.. (~*rw"*nlp Original frorn 

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— 899 — 

Hulmervelden, quod antecessor eius inpignoraverat, 1 aN.Neid- 
egker 2 redemit. Vineas in der Maur vocatas ipse com- 
paravit pro 1800 libris denariorum a quodam viro nobili 
Seyssenegker et omnia debita episcopatus in integrum et 

öplenarie exsolvit. 

Hie pius presul malefactoribus severus habuit tiran- 
num inimicum nomine Wolfgangum Miltzl de Aerding, qui 
multas iniustas exaeciones, depredaciones et alia incommoda 
ecclesie Frisingensi et clero una cum suis conplieibus intulit 

10 et tandem a famulis pontificis in Unding captus, in castrum 
Swaben duetus ac post pauxillum in Monaco decollatus 
penam scelerum suorum luit. Et per temporis successum 
ferme 20 in diversis locis eius complices mediante iusticia 
morte adiudicati sunt. Unus autem ex ipsis voluntarie 

löveniens penitens pedibus pii pontificis provolutus, licet diu 
incarceratus, nichilominus tarnen misericordiam, quam petebat, 
impetravit. 

Ea tempestate oppidum Hollnwurgk in Austria est 
amissum et alienatum ab ecclesia per iniquos et sceleratos 

20 homines dictos vulgariter fratres, qui ex diversis regionibus 
se in unum corpus tirannicum congregaverunt et in prefato a 
oppido sua presidia et municiones, que vulgus Taber appellat, 
adimendo b , depredando et capiendo homines in aquisDanubii 
descendentes locaverunt. Tandem oppidani c in Chrembs 

25 et Stain ac provinciales Austrie huiusmodi insultaciones 
depredacionesque ferre non valentes armata manu predictum 
oppidum cum inhabitatoribus prefatis invaserunt. Et sie 
ad manus Friderici Romanorum imperatoris ducis Austrie 
devenit, qui eciam idem multis diebus possedit, utrum licite 

30 an secus, mei non est discutere, sed res gestas describere, 
ne d ob memorie labilitatem oblivioni tradantur et posteris 
mitti non possint. Porro post multos dies per Sixtum pre- 
darum pontificem, ut postea dicetur suo loco, idem oppidum 
difficulter recuperatum et liberatum est. 

35 Item anno domini 1466. in profesto s conversionis S. Pauli 

fratres minores in Landshut ad instanciam ducis Ludowici 
per Paulum papam IL, cuius exequutor Johannes episcopus 
Frisingensis erat, ob eorum dissolucionem et maxime, quod 

a prefata Hs. b adiuuando Hs. ° opidani Hs. d new Ha. 

40 x Vgl oben S. 897, 26 ff. 

* Johannes Neydegker in der Urkunde bei Meichelbeck U } II, 286. 
8 24. Januar. 

Original frfiW 
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— 900 — 

sue regule observanciam in se recipere omnes pariter re- 
cusabant nee fratribus de observancia subici vellent, expulsi 
sunt, et alii fratres de observancia introdueti, qui magis 
quam alii clero infesti erant. 

Huius tempore venerabilis vir dominus Udalricus Kern- 5 
nater canonicus et custos ecclesie maioris Frisingensis tres 
partes castri Tanneren, que iure hereditario et paterno ad 
eum devenerant, ob anime sue et omnium progenitorum 
suorum remedium ad episcopatum beate virginis Marie 
ac S. Corbiniani Frisingensem perpetuis temporibus libere 10 
tradidit. 

Anno Christi 1473. inmanissimi Christi nominis inimici 
Turci valida potencia tempore estivali Schlavoniain et Carin- 
thiam ingredientes et inter Guetenwerd forum ecclesie 
Frisingensis obsiderunt hostiliter, qui perditis duabus sturmis 16 
terciam obtinuerunt, forum quoque violenter capientes cru- 
deliter intraverunt et, heu, Christianos alios oeeiderunt, alios 
captivos capta preda abduxerunt; fuit etenim in eodem foro 
magna hominum multitudo, qui in a eum de 52 villis circum- 
iacentibus confugerant. Erat namque eadem estate tanta20 
terre siccitas, quantum nostra etas non meminit. Hec igitur 
eis facilitatem per fossata exiccata intrandi prebuit. Dein- 
ceps ipsi perfidissimi Turci capta animositate pluribus annis 
Carniolam, Karinthiam et Stiriam ingredientes, Christianos 
depredantes, spaciantes, interficientes et b capta oportunitate 25 
recesserunt. Nee dumtaxat ibi, sed et in aliis locis pluribus 
rem fidei turbarunt, ut clarius alibi seeundum ingenioli mei 
parvitatem annotavi. 1 

Sixtus episcopus XLIV. sedit annis 27, mensibus 6, 

diebus 10, 30 

Anno domini 1473. reverendus et omni seculo dignus 
sanete Frisingensis ecclesie antistes Johannes TuelwegK, 
postquam suam ecclesiam Frisingensem 21 annis paeifice 
rexerat, omnibus bene ordinatis propter varia huius infausti 
temporis piacula Turcorum et aliorum, qui nuper predietam 35 
ecclesiam invaserunt, ut supra tactum est, volens sue vene- 
rande etati parcere ac ecclesiam melius providere, prout 
et fecit, vitara solitariam et quietam elegit, renunciavit 

* fehlt Hs. b so Hs. 

1 Oben S. 3 75, 24 ff. und 378, 16 ff. 40 



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— 901 — 

oneri, honori, preelegit insuper virum venerabilem ac nobilem, 
utriusque iuris doctorem Sixtum Tannberger electum atque 
per duos summos pontifices, Paulura II. et Sixtum IV., 
confirmatum Gurcensem, sed per Fridericum Romanorum 
5 imperatorem in possessione impeditum, canonicum Frisin- 
gensem ac prepositura Ysnensem , ex gremio suo, quem 
dudum in suum cancellarium elegerat et habuerat, quoniam 
eius mores, scienciam et experienciam* ac naturalem in- 
dustriam sedula premeditacione consideravit. Qui a sua 

10 iuventute, ut ego ipse novi, bone indolis fuit declinans 
puerorum levitates, sectans virtutum gravitates et, quod 
tunc mente concepit, postea eructavit. Huic matura de- 
liberacione prehabita toto capitulo prefate ecclesie una- 
nimiter consenciente in mense Decembri episcopatum resig- 

15 navit. Qui per Sixtum papam IV. ab episcopatu Gurcensi 
absolutus et ad ecclesiam Frisingensem anno domini 1474. 
in die S. Anthonii 12. mensis Januarii, videlicet 16. Kai. 
Februarii, confirmatus fuit. Et in festo pasce x inmediate b 
sequenti per suum avunculum Bernhardum archiepiscopum 

20 Saltzpurgensem in episcopum Saltzpurge est consecratus. 
Cui insuper Fridericus Augustus feria 2. 2 penthecostes in 
sua civitate Augustensi, ubi tunc morabatur, feudalia seu 
regalia, ut moris et iuris est, concessit. 3 

Hie opitularem sui antecessoris aduc viventis pre- 

25 dicaturam in sua kathedrali ecclesia instituit. 

Huius primus actus pontiflealis consecracio altaris 
S. Sixti in ecclesia S. Johannis fuit eius anno seeundo. 

4 Hiis diebus Ludowicus dux Bavarie steuram magnam, 
sed iniustam a clero in territorio sue dicioni subiecto pro 

30 fllie sue dote exegit ac extorsit. Nimirum principe con- 
senciente prefecti, officiales, precones ac alii ad hoc deputati 
ut lupi rapaces more bohemico in clericorum colonos c 
irruentes tamquam canes famelici, ymmo rabidi et ferme 
tantum, quantum per annum integrum pro censu dominis 

35 suis solvere solebant, vi tirannice extorserunt, ita quod 
clericis ut in plurimum nichil eodem anno prestare poterant. 
Hanc autem iniquam et hactenus retroactis seculis inauditam 

a expergenciam Hs. b inmediante Es. c Colones Hs. 

1 10. April 
40 * 30. Mai. 

5 Urkunde bei Meichelbeck II, II, 1290 (vgl. II, l 262). 
4 Zum folgenden Abschnitt vgl. oben S. 372, 14 ff. 



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— 902 — 

novitatem, equitati quoque contrariam ferre non valentes 
iusticie zelatores Bernardus archiepiscopus Saltzpurgensis, 
Sixtus Frisingensis, Hainricus Ratisponensis et Udalricus 
Pataviensis episcopi, idcirco primum per suos legatos, ut 
idem dux a predicta iniusta exaccione et a sublevacione 5 
cessaret, caritative monuerunt. Quod tarnen tunc noluit. 
Demum hie Sixtus preclarus pontifex post oetavas epipha- 
niarum anno domini 1475. sinodo pro cleri sui reformacione, 
cui attencius invigilabat, in kathedrali Frisingensi ecclesia 
solenniter celebrata prefatum ducera Ludowicum in Lands- 10 
hut pro relaxanda huiusmodi steura personaliter adiit eundem 
caritative informando. Unde dietam ab eodem sequenti 
dominica Reminiscere impetravit. In quo termino prefati 
pontifices et archiepiscopus Saltzpurgensis, Frisingensis, Ratis- 
ponensis et Pataviensis personaliter in Landshut prefatum 15 
ducem accesserunt et eura informaverunt, quod huiusmodi 
steure exaecio ecclesiasticam libertatem violaret, sanetorum 
patrum canones ofienderet et ipse censuras ecclesiasticas 
ineurreret. Idcirco acquievit et cum rubore b ac confusione 
non modicis in festis paschalibus per impositores prefate 20 
iniuste steure, videlicet Gabrielem Pusch armigerum, Johannem 
quoque Altorffer oppidanum Landshutensem, suramam peeunie 
inique exaetam ad Frisingam episcopo presentavit. Qui 
expost archiepiscopo ac episcopis prefatis et clero seeundum 
registrum ad hoc confectum eandem peeuniam fideliter 25 
distribuit. Attaraen supradicti archiepiscopus et episcopi 
eidem duci reverenciam caritativam voluntarie obtulerunt etc. 

Eodem anno post festa pascalia 1 hie Sixtus seeundo 
pontificatus sui anno monasterium Tegernsee de novo re- 
stauratum personaliter assistente sibi Johanne episcopo 30 
Salonensi solenni celebritate dedieavit. 

Anno Christi 1476. feria 2. Rogacionum, id est 20. 2 Maii, 
dominus Johannes Tuelwegk olim episcopus Frisingensis, 
cui papa Sixtus in resignacione 600 ducatos proprio motu 
reservavit, diem obivit in Monaco, ubi'sepulturam elegerat, 35 
in quondam c sua ecclesia parrochiali beate virginis, in qua 
perpetuam missam fundaverat, sepultus. 3 

a fehlt Hs. b robore Hs. c quadam Hs. 

1 26. Marx. 

5 Meichelbeck II, I, 264 gibt irrtümlich den 9. Mai an. 40 

8 Ueber den an der Nordwand der Mariahilfkapelle der Münctiener 

Frauenkirche stehenden Marmor - Grabstein vgl. Meichelbeck II, I, 260 ; 

ferner Die Kunstdenhnale des Königreiches Bayern /, II 9 865. 

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— 903 — 

*Anno domini 1477. minere seu vene argenti* copiose 
in comitatu Werdenvels, qui pleno b iure in spiritualibus et 
temporalibus ex integro vetustissima c tradicione ad ecclesiam 
Frisingensem spectat, invente fuerant. Sed quia duxAlbertus 
&de Monaco procul dubio spiritu avaricie ductus violenter 
vi ab ecclesia Frisingensi abstrahere et inde proveniencia 
ausu temerario sibi usurpare nitebatur, quam ob rem post 
modicum temporis intervallum predicte minere, ut assolet, 
evanuerunt. 

10 Anno domini 1479. Hollen wurgk castrum in Austria 

cum suis attinenciis, quod iam diu ab ecclesia Frisingensi 
alienatum erat et per imperatorem possessum, post longam 
Sixti instanciam datis 1500 florenis Ehenensibus in vere 
de mense Aprilis in manus eius resignatum fuit. 2 

15 Eodem anno post festa pascalia 8 hie dignissimus antistes 

pro cleri sui reformacione dumtaxat maxime ad coneubinatus 
pestiferum vicium extirpandum sinodum solenniter in sua 
kathedrali ecclesia celebravit. In qua ut et in priori 
sinodo ornatissimam ac salubrem exhortacionem pro sui 

20 laudabilis propositi exequucione affabiliter proprio ore eruc- 
tavit. Ea eciam in sinodo festum coneepeionis gloriose 
solenniter tarn in foro quam in choro celebrandum in sua 
diocesi instituit. 

Predicto insuper anno prefatus pontifex clarissimus 

25 timore Turcorum ex sua laudabili providencia castrum suum 
Frisingense turribus perpulebris munivit et muros undique 
circumquaque per girum fortiter reformavit. 4 Nam felix, 
qui tempore pacis cogitat previdere pericula belli. 

Anno domini 1480. montem Frisingensem per cireuitum 

30 muro eminenti cinxit. 5 

Item eodem anno in die S. Dionisii fratres minores 
in Monaco ad instanciam ducis Alberti per Sixtum papam IV., 
cuius exequutorN. abbas inTegerensee erat, eo quod fratribus 
de observancia subici nolebant, omnes expulsi sunt, et alii 

35 a argente Es. b plene Es. c vetutissima Es. 

1 Der folgende Abschnitt fast gleichlaufend auch oben S. 419, 21 ff. 

* Meichelbeck E, I, 265 ; Urkunde vom 22. Dezember 14 78 daselbst 
II, n 9 296. 

8 11. April. 
40 • Vgl. oben S. 62, 16 f. und Dil Kunstdenkmale des Königreiches 

Bayern I, III, 2448. 

6 Vgl. oben S. 62,17. 



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— 904 — 

fratres de observancia introducti sunt etc. 1 Qui multos 
clamores in suis sermonibus fecerunt, unde murmuraciones 
varie in populo suborte sunt. 

Hie Sixtus eodem anno a feria 4. 2 ante omnium sanetorum 
Nürmbergam ivit ad dietam et congregacionem prineipum, 5 
ubi traetatum est de Turcorum resistencia et reformacione 
pacis inter prineipes Germanie. 3 Idcirco ab eadem con- 
gregacione missi sunt duo episcopi, Wilhelmus Aystetensis 
ad Fridericum imperatorem tunc Wienne commorantem, ut 
inter eum et Mathiam regem Ungarie pacem procuraret, 10 
et Johannes Augustensis, ut Ludowicum Francorum regem 
et Maximilianum Burgundie et Austrie ducem ad concordiam 
revocaret. Sed licet ierint, tarnen nichil perfecerunt. In 
eadem congregacione hie Sixtus Frisingensis presul ita 
sapienter in saneto b ecclesie se habebat, ut Albertus marchio 15 
Brandeburgensis et alii prineipes mirarentur et eum multum 
collaudaverunt, ut adeo fama prudencie eius ad summum 
usque pontificem Sixtum papam et omnes cardinales per- 
volaret. Cui congregacioni legatus sedis apostolice a latere 
cardinalis Montis Kegalis interfuit. 4 20 

Anno domini 1481. in festoS. Andree fratres S. Augustini 
heremitarum in Monaco ad instanciam ducis Aiberti per 
Sixtum papam IV., cuius exequutor Sixtus episcopus Frisin- 
gensis erat, ad observanciam sunt astricti. Sed infra triduum 
omnes de monasterio suo excurrerunt. 5 25 

Anno domini 1482. post festum Michaelis laboriosa 
per integrum biennium diligencia previa testudo kathedralis 
ecclesie Frisingensis artificioso opere consumata est per 
hunc preclarum pontificem, quod opus magnificum ab omnibus 
suis antecessoribus sibi divinitus nulli dubium reservatum 30 
est perficiendum. 6 

Eodem anno et sequenti hie episcopus luculenter pro- 
spiciens clericorum in sua diocesi diversitatem in horis 
canonicis dicendis, ut igitur eos ad unitatem et debitum 

* fehlt Hs. b so Hs. 35 

1 So auch oben S. 419(20. 

* 25. Oktober. 

9 Vgl. oben S. 381,12 ff. 

4 Vgl. dagegen oben S. 381 , Anm. 5. 

6 So auch oben S. 420, 4-8. 40 

6 Vgl. oben S. 62 \ 15. 

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— 905 — 

modum servandum induceret, libros horarum una cum psalterio 
inprimere ordinavit anno domini 1483. 1 

Circa festum S. Jacobi * pestilencia grandis ferrae 
totam Alamaniara, maxime Sueviam et Bavariam, invasit, 
5 quapropter episcopus in Castro suo Purgkrain a festo nati- 
vitatis Marie usque ad Christi nativitatem 3 mansit. 

Anno domini 1484. post mortem Wolfgangi Waldecker 
de Waidenwerg teloneum Ä in civitate Frisingensi ab antiquo 
alienatum ad episcopatum recuperavit. 
10 Eodem anno feria 4. post invencionem sancte crucis 

sorores tercie regule a Monaco expulse sunt. Quarum octo 
ad Frisingam declinaverunt. 4 

Hie episcopus eodem anno die Veneris 5 post inven- 
cionem sancte crucis in ecclesia kathedrali pro cleri sui 
i5reformacione meliori iam tercio sinodum solenniter celebravit, 
in qua perpulchrum facetumque sermonem ad clerum more 
suo perfecit. 

Prefato denique anno obsequialia seeundum chorum 
Frisingensem per capitulum confirmata, administraciones 
20 sacramentorum et alios ecclesie actus continencia provide 
et bene correcta b inprimi fecit. 6 

Predicto insuper anno ad honorem dei omnipotentis 
iuxta consuetudinem aliarum ecclesiarum cathedralium, ne 
pueri seu scolares propter c nimium cantum negligantur, sed 
25 magis studio litterarum insistere et vacare possint, pontifex 
sepefatus instituit decem chorales et duos pueros seu scolares, 
qui horas cantent, et cuilibet chorali 13 florenos Khenenses, 
regen ti autem inter eos 20 florenos Rhenenses et subregenti 
15 florenos et cuilibet puero sive Scolari 8 florenos Rhenenses, 
30 pro quo tria milia florenorum capitulo dedit. 7 

Anno domini 1482. pro anime sue remedio et publice 
rei utilitate sororibus tercie regule S. Francisci, quarum 

a tbeoloneum Hs. *> correcte Hs. c fehlt Hs. 

1 Breviarium Frisingense, Pars hiemalis 1482 , Pars aestivalis 
35 1483 gedruckt von Heinrich Petxensteiner und Johann Sensenschmidt xu 

Bamberg; Hain, Repertorium bibliographicum *3841. 

2 25. Juli. 

3 8. September — 25. Dexember. 

4 Dieser Abschnitt auch oben S. 420, 13 — 15. 
40 * 7. Mai. 

6 Obsequiale seu benedictionale seeundum ecclesiam et diocesim 
Frisingensem, 1484 ebenfalls durch Heinrich Petxensteiner und Johann 
Sensenschmidt xu Bamberg gedruckt; Hain * 11929. 

7 Vgl. oben S. 62,17. 

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— 906 — 

ad minus in numero Septem debent esse, ut eo devocius 
et diligencius infirmis ministrent, cum vocate fuerint, domum 
in parrochia S. Andree pro 21 l a florenis Rhenensibus com- 
paravit. 1 

Item tanquam pervigil pastor in propria persona se5 
in Athasim transtulit ad archiducem Austrie Sigismundum 
et pro restitucione certorum b terminorum silve Schernitz, 
qui ad episcopatum pertinebant, instanter laboravit et in- 
stetit, quos terminos idem dux olim, dum denunciabatur 
excommunicatus in Saltzpurga, Frisingen ac aliis locis ex 10 
mandato Pii pape propter Nicolai de Cusa cardinalis Brixi- 
nensis capcionem, sibi iniuste vi usurpavit, licet specifica- 
verimus, tarnen non obtinuit. 

Annodomini 1486. infrascripta festa modo, qui sequitur, 
sunt celebrata iuxta ordinacionem capituli Frisingensis : 15 
Festum annunciacionis Marie virginis cum officio et vaca- 
cione in vigilia palmarum. Festum vero S. ßudperti cum 
vacacione in die suo feria secunda pasce, cum officio autem 
in octava, videlicet feria secunda post octavas pasce. 
Festum apostolorum Philippi et Jacobi cum vacacione ac20 
officio in die suo et cum ieiunio propter diem Rogacionum, 
qua fit processio ad monasterium Weyhensteven. Dedicacio 
ecclesie Frisingensis cum vacacione ac officio die suo, sed 
processio propter diem Rogacionum habita fuit feria quarta 
post festum S. Marci hie Frisinge, sed in diocesi in suo 25 
die, videlicet feria tercia ante ascensionem. Festum crucis 
eciam in die suo cum ieiunio ac vacacione et processione, 
videlicet in vigilia ascensionis domini. 

Eodem anno, videlicet feria sexta ante penthecosten, 
que fuit 12. Maii, Georius Werder in foro Frisinge est 30 
decollatus. 

Anno 1487. libri missales Frisinge sunt impressi.* 

Anno domini 1488. episcopus Sixtus ex preeepto Fri- 
derici imperatoris pro liberacione filii sui Maximiliani Ro- 
manorum regis, ducis Burgundie, detenti per Flandrenses 35 
in Bruggis c , feria 2. 3 ante Georgii Wolfgangum Pulpinger 
versus Coloniam et Aquisgranum misit. 4 Qui cum stipen- 

* so Es. b ceterorum Hs. ° ßurggis Hs. 

1 Vgl. oben S. 420,15 ff. 

■ Das Missale Frisingense wurde 1487 durch Johann Sensenschmidt 40 
xu Bamberg gedruckt; Hain * 11302. 
1 21. April. 
4 Vgl. oben 5. 425, 1 ff. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

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— 907 — 

diarios, quos debebat ibidem conducere loco episcopi et 
capituli Frisingensis, non valeret reperire, sapienti usus 
cousilio data pecunia pro eisdem exponenda imperatori pre- 
fatura Wolfgangum cum quitancia proprie manus et signeto 
5 suo roborata ad propria cum gaudio remisit. Qui in pro- 
festo 1 S. Petronelle Frisingam remeavit. 

Anno eodem idem episcopus iuxta domini pape ac 
ordinaria a monasterium Altenmünster cum suis redditibus 
et attinenciis in presencia Johannis Kleshaimer missi ducis 

10 Georii commendavit fratri Wolfgango de b Sandicellis c sub 
aliquibus condicionibus et oneribus sibi impositis pro edi- 
ficando novo monasterio. Secuntur excepciones summarie 
ex bullis apostolicis in hac causa per ducem Georium im- 
petratis : 2 

15 Dignitas abbatissalis et ordo S. Benedicti in Altenmunster 

auctoritate apostoJica subprimitur ac penitus extinguitur. Item 
illustri duci Georio datur facultas monasterium aliud ibidem aut 
aüo loco Uli propinquo ad hoc commodo et congruo sub invocacione 
beate virginis pro usu et habitacione 25 monachorum et 60 monialium 

20 ordinis Salvatoris alias S. Brigitte, quarum una sit abbatissa, muris 

altia et fortibus ab invicem separatorum, cum ecclesia, campanili et 

ceteris officinis necessariis construendi et edifieandi seu construi et 

edificari faciendi. \ 

Item omnia et singula bona, fructus, proventus et iura dict 

25olim monasterii monialium novo monasterio perpetuo predicta auctori 
täte applicantur et appropriantur. Item persona novi monasteri. 
utriusque sexus gaudere, uti et potiri valent omnibus et singuli g 
privilegiis, emunitatibus, libertatibus, exempcionibus, favoribus, gracii R 
et induitis quibuscunque monasteriis aliis, locis et personis dicti ordinis 

30 Salvatoris ubicunque existentibus per sedem apostolicam vel alias in 
genere vel in 6pecie quomodolibet concessis et in posterum concedendis. 
Item personis religiosis utriusque sexus ac aliis personis d predicti 
novi monasterii S. Petri ad vincula et S. Brigitte festivitatibus ac 
dominica Letare in quadragesima devote visitantibus et aliis fidelibus 

35 pro conservacione et manutencione manus adiutrices porrigentibus 
conceduntur omnes et singule indulgencie ac peccatorum remissiones 
monasteriis in Watzsteno e in Suecia, Paradisi extra muros Floren tinos 
necnon Syon in Anglia et omnibus et sin gulis monasteriis dicti ordinis 
Salvatoris ubilibet constitutis ac toti ipsi ordini per sedem apostolicam 

40 vel alias quomodolibet concesse et in posterum concedend e. Ultra hoc 
decem anni et totidem quadragene de iniunctis penitenciis misericorditer 
in domino relaxantur. 

a so Es. (statt pape ordinacionem ?). b fehlt Es. c S. Andicellis 
Es. d darnach predicti monasterii predicti novi monasterii Hs. e Waltz- 
4ö8teno Es. 

1 30. Mai. 

* Vgl den Text der päpstlichen Bulle vom 28. Februar 1487 in 
den Man. Boic. X, 355 ff. 



byGl Original fror, 



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— 908 - 

Item persone et dictum monasterium, omnia bona eorum mobilia 
et inmobilia, presencia et futura, ubicunque eonsisteneia, ab omnibus 
et singulis steurarum, advocaciarum et aliorum onerum quorumcumque 
ac qualiumcumque per dorn in os temporales imponi, peti, exigi solitorum 
exaceionibus et solucionibus eximuntur et liberantur ac libera et 5 
exempta decernuntur et declarantur. Districcius inhibetur * dominis 
temporaiibus, cuiuscunque preeminencie et excellencie fuerint, sub ex- 
communicacionis pena, quam contra facientes ipso facto incurrere 
decernuntur, ne monasterio et personis predictis steuras, advocacias 
aut cuiuscunque alterius generis onera inponere aut illa ab eis exigere 10 
presumant, non obetantibus constitucionibus et ordinacionibus apostolicis 
ac stalutis et consuetudinibus monasteriorum et ordinis predictorum, 
iuramento, confirmacione apostolica vel quavis alia firmitate roboratis 
ceterisque contrariis quibuscunque etc. 

Hec omnia prescripta extensius et clarius in bullisl5 
apostolicis domini Innocencii VIII. pape desuper confectis 
continentur. 

Dicto anno currente circa festum S. Michaelis 1 sedes 
pro clericis in choro ecclesie kathedralis Frisiugensis pro 
1100 florenis Rhenensibus vel quasi post triennium artificiose 20 
sunt perfecte. 2 

Anno domini 1489. in quadragesima 3 Walthasar Scher- 
nemel miles castrum Klingenvelss sibi ut prefecto ab episcopo 
fideliter commissum sua negligencia per tradicionem perdidit, 
et modo ab Ungeris possidetur. 25 

In prefata quadragesima ciborium ad sacre eukaristie 
sacramentum in choro Frisingensi conservandum 350 florenis 
Rhenensibus est comparatura. 

Idem episcopus eodem anno ex mandato Friderici ira- 
peratoris et Maximiliani filii eius, regis Romanorum, exivit30 
Franckfordiam ad dietam, quo convenerunt ultra 1 8 principes 
cum legato, et eius sapiencia fuit multum conmendata. 4 

Eodem anno in Petri et Pauli apostolorum festo 5 
Frisingensis quedam mulier coram altari trium regum quen- 
dam virum cutello vulneravit, et ideo ecclesia fuit recon- 35 
ciliata. 

Anno 1491. hyems asperrima fuit et precipue nix 
magna et vie omnes quasi invie facte b . 6 

Ä inbibentur Hs. b facta Es. 

1 29. September. 40 

1 Vgl. oben S. 62, 15. 

9 4. Marx — 18. Aprü. 

4 Vgl. oben S. 425, 22 ff. 

* 29. Juni. 

6 Vgl. oben S. 425 ,33 ff. 45 



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— 909 — 

Anno domini 1490. frumenta in agris presertim siliginis 
magnum habebant detrimentum, et sequenti anno fuit in 
comrauni populo magna penuria panis. 1 

Anno domini 1491. feria 5.* post Esto michi rex 
öMaximilianus cum Alberto sororio suo gloriose sunt Frisinge 
recepti, sed causa venacionis sue processioni non inter- 
fuerunt. 8 

Eodem anno post pasca 4 fuit convocacio principum 
Nurmberge tractancium de pace, sed sine effectu. 5 
10 Anno domini 1490, Fridericus archiepiscopus Saltzpur- 

gensis celebravit sinodum provincialem a in Muldorff et 
ordinavit ex statutis sinodalibus ecclesie Frisingeusis et 
processionem sextis feriis habitam b mutavit in oracionem 
dominicam et Ave Maria et Credo, orando c sub pulsu maioris 
15 campane in meridie qualibet sexta feria. 

Anno domini 1491. in civitate Augustensi in die 
S. Andree apostoli 6 translatus est S. Simpertus episcopus 
Augustensis. 

In dominica Oculi 7 anno domini 1492. festa annun- 
20 ciacionis B. Marie virginis, sanctorum vero Georii martyris 
ac Marci evangeliste in pascalibus Martis etMercurii diebus 8 
ceciderunt. Placuit episcopo et capitulo officium annuncia- 
cionis cum vacacione sabati, ieiunium Veneris diebus do- 
minicam Oculi proxime precedentibus anticipari, S. Marci 
25 evangeliste officium cum letania maiore et ieiunio ad diem 
lune post dominicam in albis in vigilia 9 apostolorum Philippi 
et Jacobi translatum d per omnia observari ac officium de 
S. Georio, solum vacacione eiusdem diei manente sua e , in 
quam cecidit, in diem l Veneris Floriani 10 festum invencionis 
30sancte crucis inmediate sequentem postponi. 

Anno domini 1493. Wilhelmus Pretstorffer propter 
quoddam vitalicium, quod frater suus Johannes Pretstorffer, 

* provinciale Hs. b habita Hb. c so H$. d translatam Es. 
e 800 Hb. * die Hs. 

35 l Vgl oben S. 425, 30 ff. und 427, 3 ff. 

2 17. Februar. Oben S. 426, 7: in die cinerum = 16. Februar. 

• Vgl. oben S. 426, Anm. 6. 
4 3. Aprü. 

* Vgl. oben S. 393, 3 ff. und 426, 16 ff. 
40 6 30. November. 

1 25. Marx. 

9 24. und 25. Aprü. 

• 30. Aprü. 

10 4. Mai. 

.. {~*rw"*nlf* Original frorn 

3igitize<J öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 910 — 

qui preterito anno ante castrum Ernfels capitaneus incaute 
occubuit, 1 ad corpus suum dumtaxat ab ecclesia Frisingensi 
habuit, episcopum et suos defedavit et sie granarium episcopi 
Wernhardinum Awer civem Frisingensem cepit. Postea 
causa in opido Ärding eodem anno inter partes per ducera 5 
Albertum concordata est sub certa peeunia pro expensis 
actoris a danda. 

Jam dicto anno in festo corporis Christi 2 propter 
officiales prepositi inter ipsum et senatum civitatis Frisin- 
gensis dissensio orta est. Sed prepositus per commissionem 10 
apostolicam intentum suum Auguste obtinuit contra prefatos 
cives. 

In crastino S. Augustini 3 in sua kathedrali ecclesia 
cum suis prelatis, canonicis et clero ac populo Frisingensi 
exequias divi Komanorum imperatorisFridericicondigneSixtus 15 
episcopus peregit. Insuper ad dicti imperatoris exequias b 
cancellarium suum, decanum S. Andree montis Frisingensis, 
Wolfgangum Riegär iuris licenciatum in Wiennam prefatus 
pontifex misit. 

Anno domini 1494., dum Albertus dux Bavarie in 20 
Monaco a papa Allexandro VI. duas bullas surrepticie extra- 
xisset ad transferendum in Monacum duo collegia, Sliersee 
videlicet et Illenmünster, Sixtus Frisingensis pontifex unacum 
suo capitulo consentire noluit, sicut nee debuit, et ad papam 
melius informandum appellavit. 4 25 

In die S. Viti 5 eiusdem anni prelibatus Sixtus presul 
dignissimus pro sue ecclesie utilitate a Frisinga exivit ad 
Saltzpurgam et deinde adAustriam descendenscastra c Hollen- 
wurgk, Entzenstorff, Klingenvelss et curiam suam in Wienna 
in bello regis Mathie cum imperatore Friderico dudum per 30 
Ungaros sibi adempta per Romanorum regem Maximilianum 
reaeeepit et reversus feria 5. 6 ante nativitatis Marie Frisingam 
intravit. 

Item citavit ducem Albertum ad papam Allexandrum 
de et super predieta transmutacione dictorum collegiorum. 35 

a so Es. b f e hü Hs. c castra Et Es. 

1 Vgl. oben S. 428, 27 ff. 

f 6. Juni. 

1 29. August 

4 So auch oben S. 434, 21 ff. 40 

6 15. Juni. 

• 4. September. 

.. (~*rw"*nlf* Original frorn 

Jigitized öy VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 911 — 

Et papa assumpsit causam et commisit eara cuidam auditori a 
in rota, et per capitulum et episcopum Georgius Pärbinger 
doctor et canonicus Frisingensis ad curiam Eomanam raissus, 
qui usque ad inhibicionem in iure processit. 
5 Anno domini 1495. in octava Agnetis virginis et mar- 

tyris r Conradus Aigelshaymer prepositus monasterii S. Petri 
in Novacella prope Frisingam ordinis Premonstratensis diem 
obivit. 

Item 14. die mensis Aprilis Sixtus episcopus, Petrus 
10 Krafft et Georgius Pollnär doctores, ducis Georgii consiliarii, 
in Altonis monasterium ascenderunt conputacionem seu 
racionem de bonis dicti monasterii perceptis a fratre Wolf- 
gango Sanaceller exigentes. Sed ille frater timens se ad 
hoc insufficientem dilacionem longiorem petivit. Et post 
15 pasca 2 propter demerita sua cum fugeret b , captus et ordini 
suo sancti Salvatoris seu Brigitte ad puniendum presentatus 
est. Sed post aliquot dies e carcere aufugit. 

Item die lune post octavas pasce, 27. Aprilis, Sixtus 
Frisingensis episcopus Frisingam cum 30 equis exivit versus 
20Bormaciam ad conventum principum et dietam generalem 
Maximiliani regis Romanoruin. 

Eodem die Sigismundus archiepiscopus Saltzpurgensis 
cum Georgio Chyemensi episcopo e Saltzpurga ad eandem 
dietam exierunt. Sed dictus Georgius Chyemensis ad medium 
25 dum taxat miliare, videlicet ad pontem Säle, procedens apo- 
plexia tactus reportatus Saltzburgam in brevi vitam finivit, 
in ecclesia kathedrali honorifice sepultus. Cuius exequie 
cum multis missis magnifice sunt peracte. Cui Ludowicus 
Ebnar S. Zenonis prepositus, doctor, successit. Sigismundus 
30vero archiepiscopus in Wormacia a rege Maximiliano in 
festo corporis Christi regalia seu feodalia accepit, et secum 
quatuor milites sunt creati, frater suus Cristofferus de Hollen- 
beck c , . . . d Scheller, Wilhelmus deHaunspergk et d 

Deinceps in dies infirmari cepit et vix licencia 6 abeundi a 

35 rege et principibus obtenta in reversione ad suam sedem 

in proprio eius opido Muldorff in festo visitacionis Marie a 

diem obivit. Cuius corpus ad sedem suam * deportatum in 

a autori Es. b fingeret Es. c Hollenerck Es. d leerer Raum Es. 
* licenciam Es. * suum Es. 

40 l 28. Januar. 

• 19. April. 
1 2. Juli. 



C* t\r\n\i'* Original frorn 

öyVrUUgl^ UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 912 — 

ecclesia metropolitana accepit sepulturam. Dehinc feria 3. * 
canonici ibidem Leonardum Keyschacher preposituni in archi- 
episcopum elegerunt. 

Ea tempestate episcopus Herbipolensis 2 obiit. 

Item die lune, 6. Julii, 16 littere diffidacionis* contra 5 
episcopum, capitulum, vicarium et civitatem venerunt in 
Frisingam et paulo ante due littere Acte per dominum Wolf- 
gangum de Risenberg et Erasmum Scrinitorem occasione 
uxoris. Hec autem in odium ac vindictam sophistice et 

clam ob terrorem sunt inventa ac subordinata per b '0 

Hiis tribulacionibus fatigatus reverendissimus Frisingensis 
Sixtus episcopus cum in generali congregacione Wormacie c 
ob suas virtutes, naturalem industriam ac ineffabilem sapi- 
enciam ab omnibus principibus pre cunctis araabatur d et 
ingenti venerabatur affectu, quinymo in magno foret precio, 15 
morbo correptus in dies defecit. A. medicis autem per- 
suasus, ut recuperande sanitatis causa aerem mutaret, duo 
itaque miliaria a Wormacia exiens versus patriam divertit 
in monasterium B. Marie Magdalene in Franckntal canoni- 
corum regularium S. Augustini Wormaciensis diocesis. Ubi20 
dum mortem presentiret, sacramentis ecclesiasticis ritu chri- 
stiano quam maxime devote perceptis testamentum laudabile 
condidit, in quo inter cetera eidem monasterio centum 
llorenos Rhenenses pro suo perpetuo anniversario singulis 
annis peragendo testatus est. Tres siquidem notabiles 2B 
episcopi, quorum nomina ignoro, audientes inflrmitatem suam 
e Wormacia ad eum consolandum exibant in dictum mona- 
sterium. Qui cum cernerent eum deficere, amarissime pro 
tanto pontifice flentes valedicebant seu benedicebant eum et e 
cum gemitu redibant. Igitur omnibus rite ordinatis die 30 
Martis 14. Julii in prefato monasterio hora vesperarum vel 
quasi a seculo migravit in eternum victurus. 

Cuius corpus per suos continuos familiäres in pro- 
festo fs B. Marie Magdalene ad suam sedem octava obitus 
eius die deductum cum planctu universorum in medio sue35 
kathedralis ecclesie, ubi ipse dudum preelegerat, sepulturam 
accepit. 4 

* dissedacionis Hs. *> leerer Raum Hs. c Wormacia R$. d am- 
batur Hs. o fehlt Hs. i profecto Hs. 

1 7. Juli. 40 

* Rudolf von Scherenberg, starb am 29. April 1495. 
8 21. Juli. 

4 lieber das Grab vgl. Schlecht a. a. 0. 11, 36 f. 

n f"*rtonl - Original from 

b ^ V - Tl UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 913 — 

Sed in hoc negligentes fuerunt. Cum enira in civitate 
Augustensi prelati et totus clerus cum civibus ac populo 
ob tarn famosissimi antistitis reverenciam cum laudabili 
processione, ymnis et canticis per eorum civitatem funus 
5 a porta ad portara ordinassent deducere provide, famuli 
sui per vicum aput murum clam deduxerunt. Similiter 
eciam quedam monasteria fecerunt. Cuius exequie in sua 
ecclesia cathedrali devote sunt celebrate, ac omnes presentes 
splendide in 50 tabulis refecti in castro Frisingensi. Prelati 

10 tarnen in dyocesi non fuerunt vocati, quamvis libenter 
venissent. Sedit annis 21 mensibus 6 diebus 10 conputando 
ab eius confirmacione. 

Item 18. Julii die sabathi hora vesperarum vel quasi 
velox nuncius a Philippo comite palatino missus venit Lands- 

löhutam dicens Sixtum Frisingensem episcopum diem obivisse. 
Idcirco dux Georgius sequenti dominica suum baronem 
Johannem de Aichperg militem et doctorem Paulum Ett- 
linger in Frisingam misit ad custodiendum castrum. Eodem 
die tercia sequenti dominus Wolfgangus comes Kolburgensis 

20 miles, cancellarius, nomine Georgii ducis illuc venit, sed 
paucis ibi diebus permansit. Item dux Albertus ex Monaco 
licenciatum iuris Sebastianum Seyberstorffer militem et 
doctorem Hundertpfundt plebanum B. Marie in Monaco, 
consiliarios suos, illuc a ad solicitandum misit pro N. filio 

25 Friderici marchionis Brandenburgensis, sedinvanum. Statuta 
itaque die pro electione futuri pontificis per venerabile 
capitulum Frisingense prima Augusti, S. Petri ad vincula, 
omnes canonici sacramentis presentes communicaverunt in 
summo altari et in stuba capitulari in suum futurum pre- 

30sulem illustrem principem Rudpertum canonicum de gremio, 
tilium legitimum b illustrissimi principis electoris Pbilippi 
comitis palatini ducisque Bavarie concorditer propter peri- 
culosa tempora postularunt, eo quod esset minor annis. 
Ad custodiendum nichilominus castrum deputati ex capitulo 

35fuerant Conradus vom Stain scolasticus, Marcus Hörndi 
utriusque iuris licenciatus, prepositus S. Andree, et Johannes 
Stadler decretorum doctor, canonici. Deinde subsequentibus 
diebus ab eodem capitulo ad transeundum in curiam Romanam 
pro confirmacione predicte postulacionis deputati sunt Theo- 

40 doricus Mair prepositus et Caspar Morolt iuris licenciatus, 
canonicus. Qui 19. die mensis Septembris exierunt in Italiam. 

a illac Hs. b legiptimum Hs. 

Quellen o. Erörtenuigpn N. F. III. 58 

■■ V^^oL" Original from 

3ig«ize<J öy V_^uugl^ UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 914 — 

Item in profesto S. Augustini l Wolf gangus de Weychs 
abbas in Weyensteven, olim canonicus Frisingensis, subitanea 
morte apoplexia in lecto de mane infra 5. et 6. horas tactus 
diem obivit. Cuius exequie in die S. Mauricü 8 in eodem 
suo cenobio sunt celebrate presentibus Udalrico episcopo^ 
Salonensi, suffraganeo capituli Frisingensis sede vacante, 
Paulo 41 abbate Schirensi et Augustino preposito Uendensi 
cum fratribus suis Sigismundo Medlinger et Udalrico pres- 
byteris ac aliis quam plurimis nobilibus, sacerdotibus et 
laicis utriusque sexus. Quibus et ego V. A. cum dominol° 
meo gracioso Undensi interfui. Cui per eiectionem con- 
ventus frater Anthonius prior die Martis in octava 8 videlicet 
nativitatis B. Marie virginis successit. Qui sequenti dominica 
die 4 benediccionem abbacialem per reverendum patrem ac 
dominum dominum Udalrjcum Salonensem episcopum vacante 15 
sede suffraganeum venerabilis capituli Frisingensis accepit 
presentibus abbate Schirensi et b Johanne preposito in Nova- 
cella prope Frisingam. c 

a fehlt Hs. } Baum dafür leer. b fehlt Hs. c Fortsetxung eines 
späteren Verfassers : 20 

XLV. episcopus. 

Rupertus palatinus Rheni, iuvenis ad m od um electus est post 
Sixtuni, sed ex dispensacione papali episcopatum fratri suoPhilippo reaig- 
navit. Jpse Rupertus Georgii Bavarie ducis divitis filiam uxorem duxir, 

XLVI. episcopus. 25 

Philippus come^ palatinus Rheni, Bavariae dux, administrator 
Numburgensis et episcopus Frisingensis. Sodit annos 42. 

XLVII. episcopus. 
Henricus comes palatinus Rheni , Ravariae dux, administrator 
Wormaciensis et Frisingensis et praepositus Elwangensis, frater Philippi 30 
antecessoris. 

XLVIII. episcopus. 
Leo Lasch iuris utriusque doctor, canonicus Frisingensis etPassa- 
viensis, praepositus Mospurgensis et ad divi Petri Montem etc. 

XLIX. episcopus. 35 

Mauricius a Bandizel canonicus. Is epitcopatuni resignavit Ernesto 
Bavariae duci illustrissimo. Ex balneo egressus apoplexia tactus subito 
inoritur 16. Fcbruarii anno 1507. 

L. episcopus. 

Ernestus huius Hominis tereius, utriusque Bavariae dux, comes 40 
palatinus Rheni et illustrissimi Alberti Bavariae ducis filius, admtni- 
stracioneru episeopatus Frisingensis a Pio V. pontifice impetravit, annos 
natus circiter tredecim. Eius possessionem caepit 10. Aprilis anno 
Christi 1507. 

Deus optitnus maximus ad hui nominis gloriam omnia bene fortunet ! 45 

1 27. August. 

2 22. September. 
9 15. September. 
4 20. September. 



C^f\C\€%\i m Original frorm 

byV^UUglL UNIVERSITY0F MICHIGAN 



Glossar. 1 



a b d r i n g e n tr. mit Gewalt ab- 
nehmen 648, 19. 

abesen s. abwesen. 

a b g a n k m. Gehirnsch wund 5 96, 4. 

ab lässig adj. nachlässig 531,16. 

absolucion, absulucion /. Ab- 
solution 5 79, 19. 28. 605, 9. 11. 

a b th u n refl. sich entledigen 6 73, 15. 

abtritt m. Abfall 681,20. 

abwesen (abesen) n. Abwesenheit 
536,17. 624,21. 

abziehen refL die Waffen nieder- 
legen 531,29. 

achtail n. der achte Teil 563,27. 

achtcket adj. achteckig 597, 9. 

ach tet m.octava, Oktav, der acht cTag 
nach einein Fest 624,25. 640,15. 

ä c h t e r m. Verkündige}*, Vollstrecker 
der Achtserklärung 63 7, 3. 7. 11. 22. 
675,8; Schm. 1,28. 

äffern tr. alte Ztcistigkeiten wieder 
vorbringen 688, 30; Schm. 1, 40. 

ärzt n. Erx 617, 12. 

ä s c h e r m i c k m. A scher mittwoch 
672,31: Schm. 1,166. 

agnus n. geweihtes Wailis-Lamm 
680, 26. 

aiehen adj. eichen, von Eichcnholx 
691, 13. 

a i d e ra , a y d e n , a y d m m. Eidam, 
Schwiegersohn 460, 33. 482, 39. 
496,28. 526,38. 649,8. 650,19. 

aigenschaft f. Eigentum, Be- 
sitzung 461, 20 480, 38. 

aincherlay, ainigerlay pron. 
irgend ein 685, 16. 687, 45. 

ainig adj. alleinig, einzig 486,5. 
678,14. 



ainspänig adj. nur ein Boss l/c- 

sitxend 646,22; vgl. Schm. 2, 673. 
ainzing adj einzeln 6S2, 19. 695,1; 

Schm. 1, 89. 
a i sc he n tr. heischen, fordern 45 7, 3 

648, 1. 
alb f. Alpe, Alm 676,38. 
allweg, albeg, allbeg, albuge n 

adv. allerweqc,stet8 489, 38. 529, 18. 

512,34. 5 78,3. 594,30. 613,4. 7. 

639,19. 673,20.31. 678, 6. 704,25. 
almusen n. Almosen 633,11. 
ambasiat/". Gesandtschaft 458,22. 

522,8. 533,33. 603,26. 621,8. 

650,4. 671,22. 
an b alt s. anwald. 
anderthalb adv. anderswo 517, 11. 
a n d i n g e n tr. % u einer Sitzung 

vorladen 55 7, 35 ; vgl. Schm. 1,518. 
a n v e c h t e n tr. angreifen 155 , 32. 
a n g e v är adv. von ungefähr 522, 28. 
a n g c w i n n e n tr.abgewinnen605,35. 

618,8. 
ankeren tr. erreichen, erwischen 

531, 23. 
ankörnen tr. auffinden, antreffen 

662,17. 
anlaufen anschwellen 4S2, 36. 
an lochen n. Anleiten 592,15. 
anstellen tr. einstellen, beendigen 

600, 28. 
an tragen tr.bcwirken451,lS. 452,2. 
antworten (antborten) tr. aus- 
liefern 623, 14. 
anwald, a n b a 1 1 m. Stellvertreter, 

Anwalt 634,24. 685,3 7. 42. 666,19. 

68 7, 16. 24. 28. 30. 33 36. 44 688,46 , 



1 Der Anlaut c ist unter k, p unter b, v unter f eingereiht. Mun 
beachte, dass sehr häufig w statt b geschriebt n wurde und umgekehrt. — 
Der Auszug aus dem S. 546 — 555 benidxten, nicht dem bayerischen 
Sprachgebiet entstammenden Inkunabeldruck wurde für das Glossar nicht 
berücksichtigt. 

'"58* 
Prvnnli 1 Original fronn 

Jigitized by VrUUglL UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 916 - 



arkwan, arkbon m. Ärgwohn 

515,31. 516, 19. 528,32. 
a r k w o n i g adj. argwöhnisch 591, 19. 
armiglich adv. ärmlich 646,3. 
armstschüczen = armbrost- 

Bchüczen Armbrustschiüxen644, 

15. 19. 
aufpot n. Aufgebot 703,36. 
auf erhebet tr. aufstellen 475,31. 
auffarabent, (aufarabnt), auf- 

ferabentm. Vorabendvon Christi 

Himmelfahrt 514, 23. 644, 5. 

678,26. 
auffartag(aufartag),auffertag 

m. Christi Himmelfahrt 638,38. 

656,36. 666,39. 688,46. 702,31. 
au f ha ltcn tr. aufbehalten, bewahren 

514,28. 
aufhalterin /. Gönnerin 670,7. 
aufheben tr. mit Gewalt weg- 
nehmen 703, 40. 
auf lugen Acht geben, Haus halten 

614, 17. 
aufnemen wachsen, mächtig werden 

509, 33. tr. (einen Vorschlag) an- 
nehmen 479,4. 486,20. 
aufrecken tr. aufrichten 672,26. 
aufs acz m. hinterlistige Beredung, 

Betrug 594, & 666, 11. 24 ; Schm. 

2, 343. 
aufsaczungf. Hinrichtung 685, 12. 
aufsechenn. Zuversicht, Hoffnung 

637,10. 
aufspenen tr. hinhalten , zum 

Warten bereden 499, 23; vgl Schm. 

2,671. 
auf werfen tr. aufstellet 455,32. 
ausgebung f. Bezahlung 677,17; 

vgl. Schm. 1, 865. 
a u s 1 e n d i g adj. ausländisch 455, 31. 
ausrichten tr. abfertigen, fertig 

toerden mit 665, 44. 
ausrichtung f. Begleichung, Be- 
zahlung 598,34. 612,42. 
auszuken tr. zücken 636,10. 
b ab st ei f. papatus, Papstwürde 

537,28; Schm. 1,378. 
p a i z z e n tr. jagen , hetzen 669, 14 ; 

Schm. 1, 287. 
palas m. Balas, blasser Rubin ton 

Balasam in Ostindien 597,9; 

Schm. 1, 227. 
palbirer m. Barbier 668, 32. 
paradis n. (statt paralys) Schlag- 

fluss 474, 1. 
partat adj. bärtig 504,35. 
b a s , p a s adv. besser 523, 35. 614, 1 7. 

637,4. 638,23. 
pastei f. Bastei 660,24. 



by\j 



*L 



IC 



basthart m. Bastard 605,26. 

bat s. wat. 

p a t e n /". patena, das kleine Tellerchen 
von Edelmetall, worauf die bei der 
Messe zu konsekrierende Hostie 
gelegt tcird 680,27. 

paulich adj. bebaubar, bewohnbar 
484,17. 

pauinan m. Bauer 622, 5. 

baydenhait s. waydenhait. 

peck m. Bäcker 611,35. 

j>eltk } j)ekn.Beeken471 } 26.597 } l.). 

beetung s. wetum. 

befinden tr. erfahren 589,43. 

begnügig machen tr. Genüge 
leisten 686,8. 

begraifen, begreifen, tr. er- 
greifen 471,41. 637,7. festsetzen 
583,23. begriffen sein enthalten 
sein 529,35. 

behaltnusweis ade. zur Auf- 
bewahrung 653,32. 

pehBmiBchm.böhmisctter Groschen 
613, 6; Schm. 1, 189. 

beheben tr. behalten 570,35. 573,9. 
696,14. 698,15. 

beiwesen (beibesen, beyb esen) 
n. Beisein, Anwesenheit 587, 42. 
651, 35. 

pek s. peck. 

bekrenken tr. kränketi, beleidigen 

565, 13. 
belaiten, belayten tr. geleiten 

459,8. 496,18. 545,6. 602,27. 

659,40. 702,4. 19. 
belegen, belegern tr. belagern 

450,6. 499,32. 519,9. 531,42. 

5 72, 22. 61 7, 1. 682. 5. 15. 683, 1 7. 
he leger n. Belagerung 519, 10. 

587,5. 
belege rung f. Belagerung 510, 19. 

543,2. 
beilegen liegen bleiben, unterbleiben 

584, 2. 
pen /• poena, Poen, Strafe 632, 37. 

Kenitenzer m. Beichtiger 665, 43. 
enotigen tr. nötigen, zwingen 
657, 18. 
benügen genügen 509,19. 
beraits gelt bares Geld 641 f 39. 
beretten tr. retten, befreien 703, 4. 
bericht f. Verständigung, Aus- 
söhnung, Vertrag 448, 12. 684, 3. 
701,16; Schm. 2,37. 
berichtung f. Aussöhnung 573, 12. 
perngatd, perngejaid n. Bären- 

Jagd 469,28. 474,30. 
besäss m. Belagerung 482,23. 

Original frorn 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 917 — 



besamen, besamten tr. sammeln 
498,1. 574,2. 588,6.26. 591,47. 
683, 15. refl. sich rüsten 523, 38. 
524,1. 569,8. 674,40. 

besant s. besenden. 

besbarung, besch wärung /. Be- 
schwerde, Bedrückung 564, 45. 
565, 1. 

bes chaiden n.Entscheidung655,20. 

beschaidenhait /. Bedingung 
565, 44. 

bescbaidessen n. Essen, bei dem 
die Gaste Teile mitnehmen 616, 17; 
Sehm. 2, 372. 

beschehen geschthen509,17. 661,13. 

beschließung/: Besehluss 632,37. 

beschraien tr. schreiend beschul- 
digen 598, 44. 

beschreiben zuschreiben 482, 16. 

besenden tr. nach jemand senden, 
dass er erscheine 489,14; Schm. 
2,305. 

pessern tr. strafen 565,28.29. 
566, 15. 

pesserung f. Strafe 566,9.11. 

bestätbrief m. Bestätigungsbrief 
564, 38. 

bestätigkayt /. Bestätigung 564,6. 

bestfitung f. Bestätigung 562,37. 

bestatten, bestaten tr. bestätigen, 
befestigen 4 73, 39. 4 79, 11. 493, 38. 
501, 11. 502, 7. 12. 505, 24. 512, 30. 
533,3. 540,27. 543,11 560,25. 
564,25. 567, 13.14. 589, 7. 634,37. 
669,8. 672,28. 

bestatten tr. gestatten 567,20. 

pet, bett, bette f. Bitte 461,17. 
462,8. 489,14. 515.39. 516,15. 
525,39. 533,29. 563,21. 31. 564^6. 
566,34. 574,4. 647,19. 

p e 1 1 i c h adj. bütlich, als Bitte 674, 22. 
petliche ding Bittgesuche 590,18. 

betrachten tr. trachten, beabsich- 
tigen 457, 39. 

betragen refl. übernehmen 491, 12. 

betrübt /. Betrübtheit, Traurigkeit 
592,24. 

pettag m. pl. dies rogationum, die 
drei Tage vor Himmelfahrt, an 
denen Bittgänge stattfanden (Grote- 
fend, Zeitrechnung 1, 166) 603, 4. 

bettbriefwi. Bittbrief 673,17. 

pentgelt n. Beutegeld 640,20. 

beyligung f. umliegende Gegend 
525,23. 

bey wesen (beybeaen) n. Anwesen- 
heit 625,8. ; 

bezbnngenlich adv. gezwungen 
589,24 



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bezwingen tr. zwingen 504,5. 
pf ab w. Pfau 673, 18. 
pf äff haTt, pfafhait /. Geistlich- 
keit 460,25. 514, 4. 563, 6. 13.34. 

40. 564, 12. 28. 565, 7. 38. 40. 567, 

7.10. 575,18. 
pfafflich adj. geistlich 565,20. 
pfarr f. Pfarrei 519, 17. 
Pfenning m. Geld 634,25; Schm. 

1,431. 
pfinztag m. Donnerstag 526,2. 

594, 4. 664,40. 607,14. 644,35. 

649,11. 655,31. 662,5. 666,7. 

670,13. 680,8. 682,35. 696,24. 

697,26. 
pfleg/. Pflege, Verwaltung 705, 13. 
pflegsweis adv. zur Verwaltung 

705,11. 
pfründhaus, pfrundhaus n. 

Pfründehaus 597,33. 601,3. 
bieten, einem das recht es mit 

einem auf einen Rechtsstreit an- 
kommen lassen 611, 31; Schm. 

1,307. 
bietund s. wietnnd. 
bilgeram, pilgram m. Pilger 

462,24. 571,41. 
pirg n. Gebirge 470,19. 476,25. 

480, 38. 525, 26. 533, 13. 583, 22. 

26. 594,25. 646,31. 647,7. 
pirglentem. plur. Gebirgsbewohner 

694,11. 
pirrett n. Barelt 614,20; Schm. 

1,257. 
planken /. Bretterzaun 612,1; 

Schm. 1, 458. 
plat f. Platte 597, 16. 
p6ckletm.pl. Mitglieder der Ritter- 
gesellschaft vom Bock 674,5. 
böigem acht *. woigemacht. 
port /. Tor 471, 7. 
posbicht m. Bösewicht 581,22. 
pot 8. zwelfpot 

practica n. plur. Umtriebe 678, 2. 
praesenz, presenz /. Präsenzgeld, 

Anwesenheitsgeld677,17. 25; Schm. 

1,471. 
brechen, prechen m. Abbruch, 
Verlust , Gebrechen . Krankheit 

564,44. 607,32. 673,8. 
prechenhaf t adj. bresthaft , mit 

Gcbrec/ten behaftet 508, 10. 
preitgam m. Bräutigam 627,27. 
prinend, prinnend part. adj. 

brennend 579, 14. 609, 4, 
proceBaf.Prozession610,28. 620,34. 

643, .33. 34. 644, 8. 679, 26. L9. 

691,14. 692,12. 702,16.18. 
profecey /. Prophezeiung 480,31. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 918 — 



prunste f. Feuersbrunst 697,21. 
pucklat, puklat, puklet adj. 

bucklig 572,42. 596,3. 602,36. 

604,12. 605,17.21. 
pfichel m. Anhöhe, Hügel 449,31 ; 

Schm. 1, 218. 
pückl m. Pickel, Spitzhacke 691,11, 
p Ollen n. Gebrüll, Geheul 616,13; 

Schm. 1, 233. 
butrer s. wütrer. 
pulschaft/. Buhlschaft, Liebschaft 

612,5. 
punt m. Punkt 566,29. 567,15; 

Schm. 1, 395. 
bu saune /. Posaune 544,3. 

Suten s. bieten, 
arlegen tr. ausgeben 604,22. 

darschlaichen tr. heimlich zu- 
stecken 613, 3; Schm. 2, 497. 

dartreten antreten 639,31. 

deugenlich s. taugentlich. 

delfin, delpbin, telfin m. Dau- 
phin 537,35. 586,29.30. 587,20. 
35. 598,24. 

der raucht f. Schtcindsucht , Aus- 
zehrung 593,9; Schm. 1,534. 

dester adv. desto 528,22. 561,34. 

de üblich adv. diebischer Weise 
640,30; Schm. 1,480. 

deugenlich, taugentlieh, adj. 
tauglich 502,28. 504,29. 

d ick adv. o/t 515,36. 516,30. 532,12. 

d ieblichen adv. auf Diebsart, heim- 
licher Weise 531, 26. 

dinsperkait /. Dienstbarkeit 471, 
38.40. 

d i 8 h a 1 b adv . diesseits 565, 8. 660, 20. 

doren m. Dorn 666,34. 

dorft 8. dürfen. 

dringen, tringen tr. verdrängm 
604, 12. zwingen 655, 27. 

druniete, trumete f. Trompete 
544,3. 620,37. 

drum et er m m Trompeter 620,32. 
674,10. 

dürfen tr. bedürfen 678,39. 

d urch gl ü endig adj. durch und 
durch glühend 531, 25. 

Murft /. Bedürfnis 563,27. 

duratiglich adv. supetbe, /weh- 
mütig 504, 2; vgl. Schm. 1, 625. 

e g e m e 1 1 adj. vorher genannt 460, 30. 
465,3. 

ehaft adj. wahrhaft, echt 566,8; 
Schm. 1, 6. 

eingeben tr. in Besitz geben 599,2. 

einsprechen n. Eingebung 452,31. 
481,12. 492,11. 507,40. 

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ei sen h u im. Eisenhut, eiserner Helm 

524,10. 
elend n. Verbannung 467,8.469,15. 

478.3. 483,36. 493,19. 513,2. 
529,23.25. 658,15. 

end, enden. Grenze 451,20. 45&,9. 
464,31. Ort, Gegend, Platz 469, 14. 
36. 493, 6. 511, 10. 516, 6. 524H0. 
576,30. 591,10. 600,9. 612, IC. 

622.4. 639,32. 642,39. 647,28. 
697,25. ander end anderweitig 
592,19. 

enger pl. von anger m. Anger, 

Wiese 641, 16. 700,21. 701,30.41. 
enhalb, enthalb adv. jenseits 

455,4. 527,11. 
entgeltnüs /. Entgelt 558,22. 
enthalten refl. sich aufhalten 450, 6, 
en trauen vermuten, erwarten 571, 

30; Schm. 1,636. 
entrichten tr. entscfiädtgen, aus- 

gfcichshalber ausstatten 535,27; 

Schm. 2,37. 
en t wachen (entbachen)er wachen 

487,3. 
e n tweren tr. entfremden, abnehmen 

686,49. 687,1.2. 
enzbüschen adv. daxwischen 

617, 19. 
eraisch en tr. erheischeti, erfordern 

501,12. 
erbekung s. erwekung. 
erber adj. ehrenvoll 489, 13. 
GTbergadj.ehrbar,ehrwürdig 458J20. 

473, 6. 522,8. 532,9. 533,20. 556, 7. 

566,36.38. 573,41. 577,20. 592, 10. 

607,3. 609,3. 623,20. 689.17. 
erbergkait, erberkayt /. Ehe 

501,11. 592,30. 
erberlich, erwerlich adv. ehren- 

voll,efirsam 459, 8. 523, 6. 544, 37. 

577,10. 644,26. 645,2. 
erpidemm.Erdbeben489£3.666,36. 
erbl m. Aermel 607,13. 613,4.5. 
erplenten tr. blenden 472,20. 482, 

11. 483,21. 
erpuezen refl. sich putzen 594, 28. 

639,6. 
erpfiten tr. darbieten 634,25. 
erfodern, erfordern tr. fordern, 

wättlen 476,38. 479,8. abverlangen 

653,33. 
ergänklich adj. vergänglich 463,4. 
ergeben refl. sich dem Klosterleben 

widmen 491,1. 
erhören tr.hören,vernehmen 679,16. 
erholen part. von erhellen er- 

schaUen 608,30; Schm. 1,1080. 
erichtag, eritag s. erlag. 

Original frorn 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 919 — 



erkalten sieh erkälten 704,12. 

erkannt adj. bekannt 507,14. 

erkennen tr. kennen 479,34. 

erklagen reft. sieh beklagen 304,11. 

erklüben refl. sich spalten, zer- 
springen 489, 14 ; vgl. Sehm. 1, 1323. 

erkrumpen krumm werden 607,21. 
608,14. 

erledigen fr. ledig, frei machen, 
aus der Gefangenschaft befreien 
598,24. 604,34. 610,32. 618,3.6. 
675,31. 676,19. 703,13. 

e r l e y d e n tr. dulden, gestalten 601,16. 

er lieh adj. ehrenvoll, ehrwürdig 
458,23. 462,42. 

erlösen tr. auslösen, ablösen 508,37. 
635,30. 

er ml m. Aermel 626,22.24. 

ermonen tr. ermahnen 478,25. 
533,29. 542,26. 572,15. 663,24. 

699.9. 701,31. 

ermonung f. Ermahnung 617,15. 
erschroken adj. sehr ecklich, sehr eck- 

fiaft 455, 14. 
erschwarzen schwarz werden 

608,20. 
e r s i ge n versiegen , vertrocknen 

495. 10. 

ersteken tr. ersticken 483,4. 

er stören, erstoren tr. zerstören 

455.27. 469,34. 470,3. 479,33. 
485,16. 488,1.8. 490,14. 498,30. 

509.42. 519,13. 581,24. 599,46. 
600,1.2.9. 

erstörung /. Zerstörung 447,20. 

ertag, eritag, erichtag m. Erch- 
tag, Dienstag 545,32. 567,35. 
578, 6. 8. 594, 13. 605, 42. 609, 21. 
615,26. 624,25. 643,1. 650,4. 
660,26. 666,10. 678,19. 689,36. 
696, 15. 703, 16. 

ertgeschloss verschrieben für ort 
und geschloss? Oder sind Erd- 
befestigungen gemeint ? ß37, 7. 

erwainen weinen 592,37. 

erwekung ferbekung) Veranlas- 
sung, Antrieb 537,36. 

er wer lieh s. erber lieb. 

erwinden an einem Ding, um 
etwas : von etwas ablassen 509, 9. 
681,23; Sehm. 2,947. 

erzünden tr. entxünden, erregen 
487,6. 498,24. 557,6. 

et wo, etbo adv. einst (olim) 450,30. 

452.28. 521,9. 675,8. ziemlich 

591.43. 592,14. 617,16. 655,5. 
658,28. 662, 9. 683, 32. 698, 18. 

eysgrab adj. eisgrau 576,3. 



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fachen, vachen, fahen, vahen 

tr. fangen, gefangen nehmen 592,45. 

000,21. 612,22. 614,27. 646,12. 

fassen, verstehen 539,24. 
fanknus, fanknus, fänknuz f. 

Gefängnis, Gefangenschaft 513, 3. 

522,43. 539,38. 544,15.17. 571,9. 

575.8. 600,19. 612,25. 671,33. 
688,15. 698,29. 

val, vall m. Ruine, verfallener Bau 

451.9. 452,29. 
valkenpais f. Falkenbeix, Falken- 
jagd 667,17; Sehm. 1,287. 

falkoer m. Abrichter und Pfleger 

der für die Jagd verwendeten Falken 

601, 13. 
f an, van m. Fahne 453,3. 640,2. 
vast adv. sehr 450,20.30. 457,36. 

37. 458,4. 467,2. 468,4. 482,29. 

34. 488,3. 489,29. 516,15. 533,37. 

536,33. 537,7. 556,31. 558,3. 

571,2.4.20. 580,31. 583,10. 589, 

48. 591,32. 592,13. 594,27. 600, 

14. 610,28. 611,33.39.40. 620,20. 

621,8. 625,3. 633,17. 645,25.27. 

648,14.51.34. 657,41. 658,21. 

659,32. 660,22. 667,8. 668,35.36. 

671,12. 673,25. 676,31.32. 682, 

14. 22. 693, 13. 14. 27. 694, 12. 

697,6. 698,36. 703,30. 
vechenwie, yechnwis f. bunte 

Wiese570,27. 657,20; Sehm 1, 701. 
veh, vehe f. Feindschaft 518,29. 

688,10; Sehm. 1,699. 
feichten f. Fichte 524,15; Sehm. 

1,688. 
feld n. Feldlager 585,39.40. 617, 

8. 14. 667, 7. 9. 
f endrich m. Fähnrich 6&5,10. 
veny f. venia, inbrünstiges Gebet 

557,24; Sehm. 1,721. 
verpringen tr. vollbringen, voll- 
enden 458,28. 466,5. 507,41. 

514.10. 523,33. 544,8. 583,44. 
587,43. 601,3. 602,15. 615,25. 
623,25.30. 631,23. 644,12. 675,17. 

verdacht adj. pari, (von verdenken) 

vorbedacht 563, 7. gedacht, denkbar 

688,28. 
verberrung s. verwerrung. 
verbilligen = verwilligen 500, 34. 
verdrucken tr. verheimlichen 

592,40. 
vergeben Gift eingeben, vergiften 

585,28. 589,33. 
vergift n. Gift 590,14. 
verglayten tr. mit Geleitsbriefen 

versehen 646,31. 
vergnügen Genüge leisten 662,28. 

Original from 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



920 — 



vergünen begünstigen 484,4. 
verbanden sein vorhanden sein 

622,22. 623,9. 654 } 1. 
verhengen tr. verhängen, bewirken 

677,12. 
verhengnüs/. Veranlassung6Qlg2. 
verhergen tr. verheeren 482,10. 

495,32. 
ver j ehen tr.sagen 563,2. 10. 607, 18. 
verkeren tr. umstimmen 589,8. 
verkurzen tr. verkürzen, schädigen 

658 } 10. 
verleczerung/. Verletzung 663,12. 
Verliesen tr. verlieren499. 7. 501,13. 

536,34. 596,28. 
verloben tr. geloben 509, 19. 576,17. 

677, 10. 
vermacht n. Vermächtnis, Ver- 

schreibung 686, 27. 33; Schm. 

1, 1558. 
ver mären tr. durch Ausplaudern 

verraten 612,8. 
vermai li gen tr. beflecken 575,21. 
vermert adj. hervorragend 511, 11. 

529,1. 558,27. 
vermonung f. Ermahnung 536,3. 
ver morgengaben tr. als Morgen- 
gabe xuweisen 606,2. 
vern icbten tr. zu nickte machen, 

für nichtig erklären 505, 21. 575,15. 
ferr, verr adv. u. adj. fern, iceithin 

451, 20. 464, 25. 476, 24. 485, 37. 

498,1. 500,32. 508,17. 523,1. 

531,31. 542,40. 655,19. 681,7. 

695, 18. ferr er comp. adv. u. adj. 

weiter 640,19. 651,10. 657,19. 

663, 12. conj. inso ferne 68 7, 35. 
verrechten tr . jemand vor Gericht 

bringen 504,24; Schm. 2,34. 
verrichten tr. aussöhnen 473,7. 

496,12. 520,19. 543,10. 595,15. 

606, 15. 616, 11. 620, 17. 633, 10. 

34. 638,37. 642,26. 702,37. 

705. 20. 

versagen tr. verleumden 485 , 30. 

492. 21. 5S8, 6. verbieten 611, 36. 
verbannen 640,28. 

versamnen/r. versammeln 692, 34. 

verschaidentfr. bestimmen 636, 22. 

verscheinen vergehen 636, 26. 
684,16; Schm. 2,423. 

verschinung f. Verlauf 687,49. 

verschmachen einem geringfügig 
dünken 635,2. übel aulnehmen 
577,18. 611,32; Schm. 2,547. 

verschmachen tr. verschmähen, 
meiden 647,3. 

verschmäch lieh adj. verachtens- 
wert 532, 29. 



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verschraiben tr. schriftlich mit- 
teilen 516,30. 

versehen tr. für jemand vorsehen 
485,29. refl. meinen 598,11. sehen, 
erkennen 657,10. 658,2. 

verspehen tr. auskundschaften 
540, 19; Schm. 2, 661. 

versprechen tr. widerrufen 564,5. 

verstand nOs n. Bund, Bündnis 
674,6. 

verstrekentfr. vollstrecken 624, IL 

verwarten warten 655,20. 

verwerren tr. verwirren, uneinig 
maclien 589,2. 

ve r wer rung (verber rung)/". Ver- 
wirrung, Uneinigkeit 588,5. 

verzeichen, verzeihen refl. ver- 
zichten 593,2. 686,22. 

verziehen refl.sich (zeitlich) hinaus- 
ziehen 511, 8. tr. hinausschieben 
599,34. 

verzucken tr. rauben 494, 18; 
Schm. 2,1083. 

fiscal, viscal m. Fiskal 681,23. 
689,26. 

viztum , viztumbm. vicedominus, 
Vixdum, Stellvertreter des Landes- 
fürsten in der Provinxverwaltung 
534,2. 556,10. 565,11.18. 567,23. 
571,19.23.29. 586,40. 604,8; 
Schm. 1,852. 

flüchtigen tr. in die Flucht jagen 
591, 46. 

vodrung f. Aufforderung 500,9. 

Vorgang m. Fülirung , Leitung 
655, 9. 

frävenlich adv. in frevelhafter 
Weise 460, 26. 

fraidig adj. kühn, tapfer 571,5. 

fraisatn, f raysam adj. (lat. ferox) 
fürchterlich, schrecklich 44 7 , 6. 
587,6; Schm. 1,827. 

f r a y 8 /'. Qefalir 5 65, 1 ; Schm. 
1, 826. 

freithof im. Friedhof 568,35. 

freitum, freytum n. Freilieit 
563, 14. 31. 

freiumb, freyung f. Befreiung 
565,24. Asylrecht 626,35. Asyl- 
platz 700,31; Schm. 1,817. 

freyen tr. von einer VerbitidlicJt- 
keit, die als Gesetz für Andere 
gilt, befreien 519, 1 7; Sch m . 1, 814. 

freyhart m. Vagabund 523,2; 
Sehn. 1,815. 

frucht f. Einkommen 677 f jo.25. 

frutigkayt f. elegantia 529,26. 

füetrey f. Futterwesen, Fütterung 
639, 18. 

Original frorn 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



Ö21 — 



iügenrefl.siehbegeben461,16. 474fi. 
für an adv. fortan, darnach 456,5. 
f fi r p a s adv. fortan, künftig 563, 32. 
fürpüntig adj. vorzüglich, aus- 
gezeichnet 515,34; Schm. 1,250. 
für halten tr. vorlegen, berichten 

448, 12. 16. 
fürkomenfr*. zuvorkommen 504, 12. 
farneinen n. Vorsatz 574,35. 
f ürwart f. Verzug, Aufenthalt 686, 

18; vgl Schm. 2,1007. 
fürwarten tr. erwarten, einem 

auflauern 614, 13. 
fürzoge m. Verzug 564,12. 
i urt m. die Furt 617,19. 
futral n. Futteral 597,1; Schm. 

1, 778. 
gach, gäch, gah, gäh adj. jäh 

499,6. 514,14. 515,31. 516,19. 

20.29. 519,6. 521,19. 558,1. 

570,31. 592,37. 
gächzornig adj. jähzornig 556, 7. 
gaid n. Jagd 463,3; Schm. 1,1201. 
gailmontag, gaylmontag m. 

Montag nach Estomihi, Fasnachts- 
montag 482, 2. 679, 17; Schm. 

1, 890. 
gardian m. Quardian 607,34. 
gast»». Ausländer 614, 21. 667,6. 
gbant = gwant f. Qetcand 587, 7. 
geben refi. sich begeben 492, 13. 
geber *. gewer. 
geberen, gebern tr. gewähren 

515,39. 516,15. 
geb e t , geb e 1 1 f. pl. Bitten 566, 36. 

599,29. 684,11. 685,5. 
gebissen = gewissen n. Gewissen 

539, 14. 18. 
gebresten fehlen 488,38. 527,8; 

vgl. Schm. 1,367. 
gedacht nemen tr. zum Bedenken 

nehmen 650,3. 
geding n. Verabredung 564,5. 597, 

24; Sehnt. 1,518. 
gefallen zufallen 473,36. 
gefertigen, gevertigen tr. ab- 
fertigen, entlassen 592, 12. 16. 
gefeurt adj. feurig 471,26. 
gefill n. Gefild 696,32. 
gefründt, gefrund, gefrundt 

adj. befreundet, verwandt 590,37. 

595,35. 650,29. 
gegenwürtigkait (gegenbür- 

tigkait, gegenbartigkait) /. 

Gegenwart 498,22. 510, 10. 511,4. 

14. 520,12. 544, 31. 556^8. 568,2 7. 

577, 25. 588, 29. 593, 4. 621, 19. 

642,24. 668,11. 672,21. 678,16. 

704,29. 



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gehag n. Barn, Wald 591,24; 
Schm. 1,1067. 

genas s adj. gehässig 635,9. 

gehelfen helfen 592,18. 

gehälz n. Griff am Schwert 478,29. 
30.31; Schm. 1,1103. 

g e i t i g adj. geizig, habsüchtig 449,15 ; 
Schm. 1,958. 

geitigkayt f.Geix, Habgier 580,9 ; 
Schm. 1,958. 

ge leiden tr. erlauben 588, 4. 

gelimpf, glimpf m. Fug, Be- 
fugnis 579,13. 604,29. 620,20; 
Schm. 1,1475. 

gel üb n. Gelübde 564,16. 573,13. 
653,17. 683,22. 

gemäl n. Gemälde 509,18. 

gemerk, gemerkt». Grenze 461,18. 
471,3. 

gen halb adv. jenseits 565,8. 

geordent, geornd adj. pari, ge- 
ordnet, ordentlich, ordnungsliebend 

669.14. 676,23. 

ger aisig adj. beritten 539,29.35. 

541.15. 557,10. 610,38. 634,30. 
639,4. 642,13.16. 648,16. 656,10. 
659, 21. 23. 682, 9. 696, 5. 11. 
702,25; Schm. 2,139. 

geretten tr. retten 617,3. 
geschaffen tr. schaffen, erreichen, 

ausrichten 675,36. 
geschloss, gesloss, gschloss 

n. Schhss 4 74, 8. 4 76, 25. 49 7, 34. 

498,6.30.39. 500,32. 505,5. 

506,19. 509,39. 42. 43. 44. 510,2. 

516, 38. 518,27. 519, 14. 522,41. 

523, 11. 18. 19. 526,8. 530, 1. 37. 

531,42. 533,7. 534,1. 536,10. 

539, 6. 25. 544, 13. 556, 15. 18. 36. 

559,11. 560,4. 568,11. 570,7. 

5 71, 21. 27. 28. 29. 35. 572, 3. 22. 

583, 14. 1 7. 19. 20. 584, 23. 2 7. 31. 

35. 586, 3. 5. 8. 587, 26. 31. 588, 

3.43. 591,39.41. 592,49. 593. 

30. 594,12. 24. 599, 2. 46. 600,1. 

3.5. 601,3. 602,6.12. 603,22. 

37. 604, 6. 12. 605, 14. 27. 30. 32. 

34. 36. 37. 606, 2. 610, 20. 611, 9. 

616, 34. 618, 7. 620, 18. 623, 15. 

624.14. 634,17. 637,7.25. 639, 
16.21.22. 643,28. 646,24. 648,23. 
658,1. 661,3. 666,35. 667,12. 13. 
674, 38. 41. 675, 3. 21. 678, 9. 11. 
680,2.4. 681,38.39. 682,5.15. 
19. 22. 2 7. 29. 684, 1. 685, 40. 45. 

686. 15. 48. 693, 2. 9. 29. 699, 14. 

700.16. 702,41. 705,5.7.18. 

g esch r i f t /. Schrift, heilige Schrift 
484,29. 532,28. 

Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 922 — 



geswistergeit n. couterini, Ge- 
schwister 587, 36; Sehnt. 2, 651. 

gesippt, gesipt adj. verwandt 
587,18. 648,8. 

gesponsn. Braut 458, 25. m. Bräu- 
tigam 459,3. 

g e s t a d n. Ufer 642,4 ; Sehnt. 2, 732. 

getrauen mit gen. erwarten 583,12. 

geüben tr. ausüben 502,20. 

gewarcht pari, von wirchen tr. 
uirken 543,17; Schm. 2, 987. 

gewenten tr. abwenden, verhindern 
617,2. 

gewer (geber) rechtsförmig ge- 
sicherter Besitz einer Sache 5 00&9. 
505,10. 676,38; Schm. 2,971. 

g e y n f 1 1 adj . einein fei tragend 705,2. 

gezbispilt s. zwiepilen. 

gezcuknüs f. Zeugnis 449,30. 
451, 8. 

gezigen «.. zeihen. 

glavie, gläfe, glefe f..Lanxe, 
Lanxenreiter 531,17. 534,27.570, 

. 10.15.23. 621,9; Schm. 1,971. 

gleger = geleger n. Belagerung, 
Lager 585,20. 

gl impf s. gelimpf. 

glori, glory f. Glorie, Glanz 575. 
20.21. 

go cze f. Gottesdienst, religio 564, 7; 
Schm. 1,959. 

gocz gab f. Stiftung, Pfründe 479,12. 

goczleichnam m. Fronleichnam 
603,15. 

grab adj. grau 626,21. 

gräbnüs, grebnüs, grebnus 
n. Begräbnis — Leichenbegängnis, 
Begräbnisstätte 511, 27. 517,8. 10. 

. 556,6. 567,13. 600,38. 606,17. 
639,35. 645,11.22. 689,41. 702, 
21. 704,38. 

grim adj. grimmig 454,32. 581, 32. 

gschloss s. geschloes. 

gülden n. pl. goldene Kleinodien 
597,21. 

gült, gult /. Rente, Einkommen 

. 488,15. 577,3. 597,35. 620,6. 
662,28. 677,22. 685,18.21. 686, 

. 50. 692,16; Schm. 1.909. 

günär,güner,günnerm. Gönner 

. 498,27. 504,16.513,37. 518,31. 
573, 35. 602, 22. 675, 16. 19. 

gütiglich adv. gut, wohl 620,10. 
utat /. benefieium 502,3. 
äf tl n. Häftlein, Kleiderhafte 626, 
29. 33; Schm. 1, 1064. 

hafen m. Glückshafen 644,29. 

haissenn. Antrieb, Geheisa 4 78, 19 . 

haller m. Heller 627,5. 



by CiC 



IC 



halt f. Hinterhalt 693,39. 

hantber eher m.Handwerker 692,9. 

hantberchsleut m. plur. Hand- 
werksleute 699,6. 

hantberchzunft f. llandwerks- 
xunft 679,24. 

hantfest, h&ntveat f.eigenhändig 
unterschriebene Urkunde 563,5. 
564,21.29.31. 

hangen zufallen 597,31. 

harnasch m. Harnisch 485,9. 
49 7, 3 7. 519, 3. 524, 13. 16. 545, 5. 
691, 2 7. 31. 693, 24. 701, 9. 22. 

hau b therr m.patronus praeeipuus 

460. 23. 

hausen m. der Hausen, ein Fisch 
633, 7; Schm. 1, 1179. 

hauswirt(hausbirl)m. Ehemann, 
Gemald 509,3. 512,18. 515,4. 
536,2. 537,33. 

heftung /. Beschlagnahme, Ge- 
wahrsam 688, 20. 

heil tum, heyllum n. Heiligen- 
Reliquien 464, 6. 7. 21. 486, 41. 

511.24. 533,12. 540,14. 620, 35. 
665,27. 666,2.33.38. 679,23. 
680,21. 690,2.10. 692,1.4. 

hei flieh adj. behilflich 651,30. 
h engen n. permissio, Erlaubnis 

502,19. 
heren tr. verheeren 516,9. 
herhaim adv. daheim 482,27. 
herlayter m. Heerleiter, Heer- 
führer 516, 8. 
herrenvasnacht/. Sonntag Esto- 

mihi 545, 4. 
herschung /. Herrschaft 447,21. 

583,3. 
hert adj. hart 521,22. 524, 3. 530, 

26. 536,34. 561,31. 570,28. 

598, 10. 670,10. 679, 11. 681,10. 
hertigkait f. Hartnäckigkeit 525, 

20. 666,26. 
hilf lieh adj. behilflich 647,21. 

650,17. 
hin ach adv. später 518,9. 
hinder praep. über 647,30. 
hindergankm. Kompromiss 520, 

21; Schm. 1,922. 
hinz, hunz, hünz adv. gegen 

564, 7; Schm. 1,1117; bis 459,8. 

461, 18. 470, 1. 471, 6. 7. 13. 473, 

13. 4 78,16. 483, 6. 488,31. 495,24. 

525,25. 526,2. 24. 531, 44. 593, 19. 

599,36. 606,32. 607,14. 608,38. 

613,5. 618,8. 621,14. 636,23. 

651, 7. 16. 653, 13. 654, 20. 26. 

659,7. 667,14.15. 689,7. 693,20. 

696,30. 698, 1.18; Schm. 1,1139. 

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923 — 



hirs, hirss, hyrss m. Hirsch 

595,5.6.8. 644,33. 
h'ochfart f. Iloffahrt, Hochmut 

' 595, 32. 596, 23. 
hochfertig, hochvertig adj. 

super bus, hochfahrend, stolz 495,4. 

496,31. 497,12. 498,18. 499,20. 

500, 8. 503, 3. 595, 24. 
h of m. Seichsversammlung 520, 11. 

Turnierhof, Turnier 518, 2. 
hofer m. Buckel, Höcker 605,20; 

Schm. 1,1063. 
hofieren n. gaudium, Freudenfeier 

451, 27: 
hoflaybl n. Laib Brot, bei Hof 

gebacken 627,18. 
holthaben tr. liebhaben 705,25. 
holz n. Qehölx, Wald 524,14. 
hornung m. Februar 700,20. 
hübscherin f. Geliebte, Buhlerin 

612,6; Schm. 1,1040. 
hüif. Hüfte 48 7,29 ; Schm. 1, 1063. 
hütl n. (irrtümliche Uebersetzung 

des lateinischen pallium) Hütlein, 

Infei 636, 1. 
hfinz, hun* s. hinz. 
icht, ichte pron. etwas 563, 44. 

564,14. 565,27. 699,24. 
idl ich, iglich,y glich adj.jeglieh 

504,24. 665,39.40. 
i n f e 1 , y n f 1 /. Infel 610, 34. 6 79,21. 
iriz en tr. mit Ihr anreden 516,2; 

Schm. 1, 130. 
jach adv.jäh 589,9. 
yenhalb praep. jenseits 660,20. 
jünlingsweis adv. als Jüngling 

560. 12. 

jungt f. Jugend 562,21. 

caiffe (bei Kluckhohn, Ludwig der 

Reiche, 8. 359 coyfe) f. Haar- 
schmuck? 597,4. 
kain erglacht = kainer stacht 

f. keiner Art 564,5.15; Schm. 

2, 499. 
kandl f. Kannlein, Kanne 480,4. 

597,14. 609,6. 
kästen, kastn m. Speicher 512,4. 

641,37. 659,21; Schm. 1,1305. 
kastner m. Rentamtmann 700, 25. 
kekkbrunu m. Quelle 469,27; 

Schm. 1, 1222. 
k er tag m. Tag der Bekehrung 

(St. Pauli) 682,23. 
teuf. Küfer 692, 8; Schm. 1,1213. 
keusch /. Keuschheit 485,22.28; 

daneben keuschhait 485,25. 
kirchfart f. Wallfahrt 616,12. 

620.13. 641,22. 642,8. 



clainat, klainat, klaynat, 

klainet n. Kleinod 496,29.40. 

499, 39. 543, 25. 571, 8. 10. 11. 

592,10.24. 596,37.39. 597,21. 

25.29.36. 598,1.4.8. 624,28. 

644,21.24.28. 704,22. 
klause /. Klausel 566,29. 
klenkl m. Klöpfel, Schwengel in 

der Glocke 539,30; Schm. 1, 1334. 
closteur f. Klauensteuer, Vieh- 
steuer 563, 12.27; Schm. 1, 1319. 
kneyssel, kneyssl m. ein 

schmucker kleiner Mann 332, 1. 

594,29. 
kol n. Kohle 608,20; Schm. 1,1236. 
complet f. die letzte der kirch- 
lichen horae 540,2. 
comissari m. Kommissär 605, 10. 

644,1. 672,22. 689,12. 
conformiren tr. neben und = 

confirmiren 567,14. 
konschaft f. Ehestand 512,21; 

Schm. 1,1257. 
consili n. Konzil, [Versammlung 

507, 25 (sonst concili, concily). 
köpf m. Kelch, Becher 458, 35. 37. 

480, 4. 597,13; Schm. 1, 1274. 
corpl n. Körper 659,9; Schm. 

1, 1295. 
korfürst m. Kurfürst 484,27. 

517, 20. 518, 7. 521, 1. 6. 532, 4. 

12. 535, 26. 544, 24. 545, 2. sonst 

kurförst. 
com kästen m. Kornspeieher 

657, 23. 
korrecht n. kanonisches Recht 

503,21. 
kosperl ich adj. kostbar 704,22. 
cosperlichait, kosperlichait 

/. Kostbarkeit, Gepränge 526, 23. 

543, 14. 544, 7. 
kostlich adj. kostenvoll, teuer 

575, 40. 
costung, kostung, kostum f. 

Kosten 526, 24. 531, 24. 536, 13. 

598,32. 623,26. 627,3. 631,20. 

638,27. 
kre /. Krähe 676,13. 
krebsen f. Brustpanzer 693,26; 

Schm. 1, 1359. 
credenz f. Beglaubigungsschreiben 

650,5. Tuch zum Ueberreichen 

sakraler Gegenstände 680,27. 
kreiden /. creta, Feldgeschrei 

619,11; Schm. 1,1363. 
kreizerherrm. Kreuzritter 613, 15. 
krezen/". Tragkorb 605,21; Schm. 

1,1388. 



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— 924 — 



cristmonet m. Christmonat, De- 
zember 661,37. 

k r u m p adj. krumm, hinkend 487,30. 

küehl /. Küchel, Küche 640,24. 

kfise n. Kissen 680,16. 

k uglen n. Kegelspiel 644, 28; Schm. 
1,1232. 

kuttet adj. kuUenförmig 613,5. 

lidl n. dem. von laden?, kleines 
Brettchen? 597,5. 

lagelein n. Fässchen 581,33; Schm. 
1,1453. 

lfirma, lärman, lärnium schla- 
gen Allarm schlagen 654, 35. 
658,36. 659, 17; Schm. 1,1502. 

laidi gadj. beleidigt, gekrankt 668, 36. 

laidigen, laydigen tr. beleidigen 
537,9. 567,21. 

laidigung /. Beleidigung 504,26. 
542,3. 

langen tr. nach jemand verlangen 
462,81; vgl. Schm. 1,1490. langen 
lassen tr. gelangen lassen 653,28. 
654,8. 

lank adj. lang 597,1. 

lataney /. Litanei 643,33. 

langen tr. leugnen 469, 7. 652,28. 

lebler m. plw. Loteier, Mitglieder 
des Ritterbundes vom Löwen 681, 7. 
32. 683,34. 705,13. 

leczen tr. verletzen 558,2. 

legen tr. einlegen, einsetzen 644, 
21. 23. 

legem refl. sieh lagern 527,10. 
531,38. 657,21. 

leichtlich adv. leicht 450,28. 

leit 3. pers. sing, liegt 464,10. 

lend f. Lände 611,41. 

leo m. Löwe 626,23. 688,1. 4. 

lernung f. Studium 674,21. 

leus, leys /. pl. Läuse 475,22. 
477,3. 573,15. 

leyblos adj. tot 659,29; Schm. 
1, 1413. 

liligen f. Lilie 543,20. 

lobsank m. Lobgesang 620,36. 

1 u c e r n /. lucerna, Iximpe 491, 32. 34. 

lusperkait f. Lustbarkeit 463,3. 

mindlich, mand lieh adj. männ- 
lich, kräftig, fest 452,13. 454,2. 
456,18. 464,23. 478,7. 462,37. 
483,16. 504,36. 506,20.32. 530, 
17. 533,19. 543,4. 570,31. 600,16. 
605, 2. 611, 11. 619, 2. 648, 6. 650, 
29.30. 670,30. 675,2. 692,28. 
693,12. 700,22. 701,32. 703,25. 

mirblstainen adj. aus Marmor- 
steinen gefertigt 492,17. 



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magnifizenz, mangnifi zenz f. 

Pracht 533, 38. 559, 4. 
maid f. Jungfrau 519,21. 
mansch lacht f. hornieidium 489, 

37. 588, 14. 596, 33. 659,1 ; Schm. 

1,1603. 
marem. Markt, Marktplatz 539,29. 
materi, matery f. Materie, Thema 

663,3. 665,22. 671,8. 
maulßtraych m. Maulschelle 537, 

7.10; Sehnt. 1,1586. 
merklichen adv. bemerkenswerter 

Weise 529,35. 
michel, michl adj. gross 585,6. 

600,8. 663,15. 692,34; Schm. 

1,1561. 
minder brüder m. pl. Minoriten, 

Franziskaner 511,24. 562,31. 

574,19. 
mithelung/. Vermeidung 617,38. 
mitieh, mittichm. Mittwoch 557, 

1,3. 567,2. 573, 38. 623,26. 635, 

17. 640,13. 643,34. 644,33. 652J. 

654,28. 661,26. 689,17. 699,10. 
mitterlich adv. in mittleren Ver- 

hältnüsen 492, 21. 
mittnacht f. Mitternacht 657,9. 
mörderey /. Mordtaten 576,29. 
monet n. Monat 533,41. 
müllner m. Müller 691,11. 
muem, mume f. Muhme, Tante 

509,2. 515,30. 516,27. 
nachpaur m. Naphbar 561,36. 
nachet, nachnet adv. nahe 459, 9. 

509,27. 618,27. 679,2h. 
nachdauchen nachrücken 640,21 ; 

Schm. 1, 494. 
nachhengen anhängen 507, 11. 
nack m. Nacken 608,16. 
nichtung, mit mitnichten 651,5. 
niden adv. unten 453,4. 
nidergang m. Westen 451,2. 
nid erlegen tr. jemandem eine 

Niederlage beibringen 460, 4. 

495, 14. 
niderlegung f. Niederlage, Be- 

siegung 449 % 27. 454,8. 533,27. 

541, 26. 620, 7. 
niemt adv. niemals 616,12. 
n i n d e r t adv. nirgend wohin 691, 23. 
noher adv. weg 608, 6. 
nonzeit f. hora nona diei, drei 

Uhr nachmittags 532,41; Schm. 

1, 1748. 
notorft f. Notdurft 5C2,35. 
oberkait, obrikait f. Obrigkeit 

651, 11. 13. 
obidienz /". Obödienz 536,16. 

Original frorn 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



925 — 



obre st, obrist m. Dreikönigstag 

520,19. 634,6. 641,21. 672,12. 

678,19; Sehnt. 1,17. " 
observanzer m. Franziskaner der 

Observanlenkongregation 536, 4. 

642,33. 
öste m. pl. Äesie 524,25. 
oif. Uhr 654, 30. 659,12. 660,32. 

661,20. 
Orient m. Osten 451,2. 452,23. 

455. 15. 

Ornament n. Ornat 476,14. 
ornung/*. Ordnung, Wirken 556,3 7. 

654,34. 655,1.8. 659,13. 
quart n. Viertel 597,14. 
quartan f. Sartaune, Geschütz 

696,30; Sekm. 1,1296. 
quatember, quotember f. Qua- 

tember 594,4. 600,24. 606,30. 

635,17. 666,7. 
rafenm. Latte 608, 34; Schm.2,63. 
rais, rays f. Heerfahrt, Feldzug 

483, 25. 494, 12. 496, 30. 511, 11. 

533.16. 611,13. 613,10. 616,8. 
622,38. 641,1. 

raison xu Felde ziehen 530,24. 

r aisig adj. beritten 656,6. 662,2. 
678,34. 696,29. 

raitung f. Rechnung, Abrechnung 
612,19. 

recken tr. ausstrecken, hinhalten 
613, 7. 

reverenr. /". Ehrengeschenk 623, 20. 

re gern ent, regime ut n. Regiment, 
Regierung 560,34. 561,2. 562,15, 
612, 19. 614, 18. 24. 615, 9. 621, 2. 
631,26.651,13. 653,30. 673,15. 
29. 33. 674,14. 702,38. 

reichen, riehen tr. beschenken, 
reich machen 476, 14. 488, 3. 

reichern tr. beschenken, bereichern 
476,17. 

respons f. Responsorium 620,37. 

r etti gu ng f. Abwehr 563, 43; Schm. 
2,175. 

rieh imper. vonTechen\rächen479,32. 

rieht /. die einzeln aufgetragene 
Speise, das Gericht 544, 2; Schm. 
2,37. 

rietner m. Riemenmacher 701,19. 

ropeys m. Rubin? 596,43. 

rösch adj. frisch, tüchtig 541,24. 
600,16. 698,8; Schm. 2,156. 

rosen, snntag von der roeen Rosen- 
Sonntag, Lätare, Mittf asten- Sonn- 
tag 634,15; Schm. 2,150. 

rück, rügk m. Rücken 605,19. 
608,24. 

ruwegrafe m. Raugraf 545,24. 



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sackman rufen plündern 560,28. 

639, 40; Schm. 2, 221. 
sacramentgeheusn.<SaJra»t£ttfa- 

häuseken 680, 13. 
säld f. Seligkeü 564,44. 
sag/. Aussage, Wortlaut 665, 35. 36. 
sagmer f. Nachrieht 591,37. 
sagran m. Sakristei 680, 18. 691,15; 

Schm. 2,236 (wo die Deutung 

zwischen Chor, Emporkirche und 

Sakristei schwankt). 
salzärrt/«Y>M=salzerz; vgl. unten 

silberärzt; n. Salzlager 461,33 

(bei Schm. 2,273 nach Freyberg 

1, 14 unrichtig salzach). 
sam m. Saum, Saumzug 694,24; 

Schm. 2,279. 
sam conj. als ob 521,21. 623,36. 

adv. zusammen 523, 33. fast 680, 1. 
samat m. Sammt 690,15. 692,7. 

704,35. 
samlung, sanmlung,samnung 

f. Versammlung 466,26. 468,24. 

476.26. 479,6. 465,3. 531,16. 
575,1. 587,32. 599,23. 601,5. 
612,10. 632,10. 633,21. 

samnen tr. vereinigen 485,27. 
sarch m. Behälter 607,7. 
sbärlich s. swärlich. 
schapel n. weiblicher Kopfputz, 

Brautkranz 596, 41 ; Schm. 2, 435. 
schachzagl m. Schachspiel 463^24. 

515, 37; Schm. 2, 383. 
schachsaglpret m. Schachbrett 

463, 25. 
schadhaft adj. verwundet 657,12. 
schäczen tr. mit einer Auflage 

belasten 604,20. 646,26. 657,30. 
schaffen tr. befehlen 461,13. 599, 

21. 634,24. vollbringen 509,17. 

vermachen 704,19. 
schaff er m. procurator 526,20. 
s c h a i d e n tr. entscheiden 489 ß. 3. 10. 
scharen tr. scharren 608,5. 
schef n. Schiff 602,26. 
schefreich adj. schiffreich, schiff- 
bar 451, 4. 
scheibum adv. ringsum, rundum 

481.27. 497,38. 498,30. 
schermen tr. schirmen 564,29. 
scheyblig adj. rund 597, 1 ; Schm. 

2,358. 
schidung f. assumptio 530,8. 

615,36. 637,30. 704,29 ; Schm. 

1,374. 
schiffung f. navigatio 461,18. 
schimpf m. Scherz, Spiel 518, 24; 

Schm. 2,421 f. 
schlair m. Schleier 486,29.30. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



926 — 



Bchmachait f. Sehmach 598,16. 

schmachlich adj. schmählich 
652, 7. 

schneiben, «chneyben schneien 
641,14. 679,1. 693,14. 

sehn elliglichatfo. schnell 497, 32. 

schüczen tr. schützen, werfen, 
schleudern 673,9; Schm. 1,494. 

schwebl fa. Schwefel 532,8. 

ech w eherm.Sckwiegervater 525,17. 

eee f. Säge 486,18.21.25. 

selb an der mit ein. Anderen 701£4. 

selhaus n, Haus, von jemand zum 
Heil seiner Seele für ärmere un- 
verehelichte weibliche Personen ge- 
stiftet, die für des Abgeschiedenen 
Seele zu beten hatten 676,29; 
Schm. 2,256. 

selsweste rfunverehelichteFrauen, 
die in Gemeinschaft in einem Seel* 
haus leben 676, 28; Schm. 2, 256. 

senft adj. sanft 586,36. 

setzen tr. behaupten 452,6. 

sewen m. pl. die Seen, das Meer 
558, 38. 

sidl % n. Siegel 597, 38. 622, 22. 
677,2.3. 

ßiechhaus n. Siechenhaus, 
Krankenhaus 538, 3. 

Biglich adv. siegreich 540,32. 

silberärzt n. Silbererz 677,6. 

Bin flu b f. Sintflut 447,20; Schm. 
2, 316. 

sinwel adj. rund 597,13; Schm. 
1,291. 

sipp, Bypp/". Vencandtschaft, Ver- 
wandtschaftsgrad 614, 38. 650, 
29. 31. 

sippsal, syppsal f Verwandt- 
schaft 589,6. 671,35. 

8 langen f. Schlange, Qeschütx 
696,30; Schm. 2,526. 

smalzige sambstag m. Fas~ 
nachtssamstag 641,24. 675.23. 
679,15; Schm. 2,551. 

soldan m. Sultan 510,26. 
• spech f. die Spähe, das Spähen, 
Ausforschung 540, 1 7. 700, 1 7 ; 
Schm. 2, 661. 

spen = spän, plur. von span m. 
Streitfrage, Uneinigkeit 684, 16. 
685,6; Schm. 2,670. 

s p i c z m. acies, Schlachtreihe 485, 13. 
496,3. 521,25. 619,1; Schm.2,693. 

spindl /. Spindel, die kleine Ell- 
bogenröhre 691,18; Orimm 10, 
1,2499. 

sprechen tr. beanspruchen 687, 5. 

Sprecher m. vgl. 511, Anm.2. 



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Btät, 8 tat adj. stetig, bettändig 

448,6. 564,27. 
stätiglich adv. auf der Stelle, so- 
fort 460,12. 608,31. 
stalmöt f. Stallmiete 634,27. 
Stauden/*. Strauch, Gebüsch 463, 3; 

Schm. 2, 733. 
stegraif m. Steigbügel 573,5. aus 

dem stegrayf unmittelbar, ohne 

Vorbereitung 618,24. 
sterb m. das Sterben 647,6. 
steufsun m. Stiefsohn 450,1; 

Schm. 2, 737. 
stift /: Stiftung, das Stift 490,5. 

501, 19. 518, 8. 523, 22. 542, 23. 

677,8.14. 692,2. 
stiren /. Stirne 455,10.11. 
stoss m. Zwist 501, 28; Schm. 

2, 788. Eisstoss 641,15. 679,2. 
stossen tr. legen 674,2; Schm. 

2, 769. 
strafen tr. tadeln 479, 37. 670, 8. 
Sträuchen straucheln 521,28. 
strayfen umherstreifen 657,31. 
streipar adj. streitbar 531,10. 
subend, subent f. Sonnwend 

521, 10. 525,37. 536, 33. 605, 13. 

641,34.40. 644,15. 669,8. 670, 

35. 681,13. 
swärlich (sb&rlich) adj. heftig, 

schwer, hart 492,5. 558, 2. 601, 13. 
swecher m. Schwiegervater 497,17. 

605,33. 689,40. 
s w e r n d pari. adj. schwörend 5 78, 15. 
symoney f. Simonie 580,9. 
sypp, syppsal s. sipp, sippsal. 
tadigen, tädigen, thädigen, 

tädingen tr. verhandeln, über- 
einkommen, durch Verhandlungen 

bewegen 540,9. 580,27. 586,2. 

602, 7. 617,27. 640,17. 655,15; 

Schm. 1,585. 
tadigung f. Verhandlung 698,18. 
täding, tayding n. Verhandlung 

506, 21. 530, 32. 564, 29. 583,23. 

584,3. 604, 31. 616, 29. 653,1. 27. 

670,25. 675,22; Schm. 1,585. 
tä gen tr. verhandeln 694, 19; Schm. 

1, 593. 
taferen f. Tafernwirtschaß 646,32. 

701, 18. 
taugentlich *. deugenlich. 
telfin s. delfin. 
teuglich adj. tauglich 529, 7. 
th um, tum m. Dom 500,4.510,37. 

641,41. 679,25. 
thumherr,tumherr m. Domherr 

539,40. 540,8. 560,14. 677,15. 

24. 679,22. 680,11. 691,21. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 927 — 



todabrief m. Ungültigkeitserklä- 
rung 686,29.34. 

törschiglich adv. kühn 570, 18; 
vgl Sehm. 1, 623. 

t rager m. Vormund 510, 30. 538, 
25. 539,5. 7; Sehm. 1, 653. 

traid, trayd n. Getreide 614, 28. 

641. 19. 681, 40. 
trautschaft /. Liebe 509,15. 
treffen mit einem ein Treffen, 

einen Kampf liefern 700,22. 
tref lieh adj. entsprechend 513,24. 
treyling m. Weinmass von 18 

Eimern 633 } 6; Schm. 1,561. 
treng n. Gedränge 519,1. 
tringen s. dringen, 
truchen f. Truhe 691, 13. 
trumete s. dramete. 
t ü r e n tr . wagen, sieh erkühnen 459,4. 

502,19. 503,6. 609,1; Schm. 1, 620. 
tu mar m. Türmer 539,27. 
türndlein n. Türmchen 597,12. 
tu rniz, turniz/". Speisesaal, Tafel- 
zimmer 539, 15. 680, 2. 6; Schm. 

1, 542. 
tuezen', tuizen tr. dutxen, mit 

Du anreden 516, 2. 3; Sehn. 1,479. 
tum 8. thum. 
tumbrost m. Dompropst 559,24. 

562,29. 635,23. 
tomdechant m. Domdekan 560,13. 

677. 20. 
tumherr s. thumherr. 

turen, turn ta. Turm 519,5. 539, 
28. 614,26. 620, 19. 

turniz s. türniz. 

uberflfissigkait f. Ueberfluss 
473,37. 

überlegen tr. durch Einlagerung 
über Gebühr bedrücken 601, 12. 

ubermögen tr. einem überlegen 
sein 662,20; Schm. 1,1577. 

Üben tr. verursachen 470,37. 

überfaren tr. überschreiten, ver- 
letzen 563,14.37. 564,30. 565, 13. 
566, 12. 

umbhang, umhang m. Vorhang 
509,10.11.14.18. 

umbl e gen tr. durch Belagerung ein- 
schliessen 588, 8.589,46. 590,42. 

um 8 lagen seinen Standpunkt an- 
dem, umfallen 481,21. 

un bei such s. unweislich. 

unbesinnt adj. wahnsinnig, sinn- 
los, sinnverwirrt 511,15. 516,21; 
Schm. 2, 292. 

unbezbungenlich adv. ohne be- 
zwungen zu sein 678,3. 



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unbird s. unwird. 

underhanden haben in Händen 
haben 592,23. 

underkomen/r. verhindern 497,11. 
501,22. 586,2. 590,43. 594,9. 
634, 33. 666, 12. 23; Schm. 1, 1248. 

underred /. Unterredung, Ver- 
handlung 587, 32. 653, 1. 702,36. 

underschaid/1 Bedingung 468,14. 
593,2. 597,24. 603,37. Rechen- 
schaft 558, 8. 10; Schm. 2, 372. 

understehjen refL wagen 453,26. 

untert&digeTm.Vermittler,Unter- 
händler 503,14; Schm. 1,586. 

underziechen refl. eine Sache 
übernehmen 453,27. 

untödlichait /. Untödlichkeit 
455,12. 

untrost m. trostlos lassende Ant- 
wort 592, 18. 

unen traut adv. unerwartet, un- 
vermutet 602,41. 

unrermailigt, unvermayligt, 
unvermaylt adj. unverletzt 
563,8. 564,37. 566,29. 622,22. 
623, 9; Schm. 1, 1585. 

unverschaidenlichen adv. ohne 
Unterschied 502, 13. 

unversechen adv. unversehens 
654, 29. 

un vertraut adv. unerwartet, un- 
vermutet 497, 31. 521, 42. 

unverzogenlichen adv. unver- 
züglich 566,4. 

unfuglich adj. schlecht 475,28. 

ungelt m. und n. Ungeld, Abgabe 
637,34,40. 638,22. 666,18. 

ungemailigt atfj. unversehrt 5 65 ,3. 

un geschaffen adj. hässlich 582, 
36. 605,18. 

ungesehafft adv. unverrichteter 
Dinge 593, 33. 662, 7. 

ungewarnt (ungebarnt) adv. 
unerwartet 583,16. 

unlang adv. nicht lange 495,27. 
498,8. 518,4. 558,39. 

unleuntm. Verleumdung 485,37. 

unleunten tr. verleumden 485,36. 

unrechtlich adv. unrechtmässig 
480, 40. 

unsighaft adj. sieglos 648,25. 

uneinig adj. wahnsinnig 585,28. 

unsyg m. Unglück im Kriege, 
Nüderlage 596, 25. 34. 

unweislich (unbeislich) adv. 
unklugerweise 521,32. 

unwird ^unbird) f. unwürdige Be- 
handlung, Misshandlung 476,32. 

Original frorn 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 928 — 



urbäring adv. plötzlich 499, 9. 

521,41; Sehm. 1,255. 
urbar n. Out, das Zins oder Ab- 
gaben trägt 488, 6. 512, 4, 601,15; 

Sehm. 1,254. 
urfech, urfehe, orfechde /. 

Schwur, auf Rache xu verzichten 

598,22, 688,8.15. 
Urlaub m. Erlaubnis 508,27. 563, 

45. 694, 20; Sehm. 1,1406. 
urlengen Krieg führen 516,5. 
urlug m. Krieg 478,14. 
wachten wachen, Wache halten 

487,9. 700,36. 701,9. 
waid strick m. Weidestrick, Strick 

xum Weiden des Viehes? 626,23. 
walchstat f. Walstatt 538,9. 

569, 15. 
waldknecbt m. Fussknecht, aus 

dem böhmischen Wald? 651,3. 
warkerol m.BarcaiuoloJJootsmann 

679,10. 
wasserguss f. Veberschtcemmung 

588,46. 
wat (bat) /. Gewand, Kleidung 

490,24; Sehm. 2, 1045. 
watsack m. Mantelsack, Felleisen 

597, 7; Sehm. 2, 1046. 
waydenhait (baydenhait) /. 

Jägerei 671,12; Sehm. 2,855. 
weinstad Im. Weinspeicher 627,16. 
weinwax f. Weinreben 609,29; 

Sehm. 2,839. 
weitfarnd adj. weitfahrend, weit- 
gereist 562,9. 
weixl f. Weichsel 561,39. 
wenden wenten tr. abwenden, 

verhindern 569, 30. 633, 16. 
werren m. Wirren, Aergernis, 

Krieg 588, 13. 594,3; Sehm. 2,979. 
wetag, wetum (beetung) m. 

Schmerz 521,31. 607,38; Sehm. 

2,825. 
w i d f. Strafe 503, 7; Lexer 111, 947 f. 
widern m. die xu einer Pfarrkirche 

gestifteten nutzbaren Gründe 565, 

14.15; Sehm. 2,859. 
widerbringen tr. zurückgewinnen 

510,17. 
widerfaren lassen zukommen 

lassen, xuttilwerden lassen 612, 28. 
widerfart f. Rückfahrt 704,13. 
wi derkeren zurückkehren 456,2. 

tr. ersetzen 473, 26. 
Widerlegung f. Gegenleistung 

für das in die Ehe gebrachte Ver- 
mögen 686,24. 



widerspannig, widersp&nig, 
w i d e r s p ä n n i g adj. widerspenstig 
513,4. 541,37. 572,32. 575,1. 
577,34; Sehm. 2,671. 

wier f. Wehr, Damm 642. 4; Sehm. 
2,980. 

wietet, wietund (bietund) adj. 
wütend 460,31. 574,28. 

wilprat n. Wildbret 616,17. 

wiltfeur «. der Blüx 586,20; 
Sehm. 1, 743. 

wintliecht n. Windlicht 690,19. 

692,5. 
wirdigkait f. geistliehe Würde 

460,26. 
wolgepfirend adj. idoneus 502,28; 

vgl. Sehm. 1,267. 
wolgemacht adj. part. gut ver- 
anlagt (bonae indolis) 518, 2. schön 

gestaltet 671,12. 
wolkundent adj. part. wohl kön- 

neni, voll Fähigkeiten 671, 12. 
wfitrer (bütrer) m. Wüterich, 

Tyrann 481,20. 491,16. 494,19. 
wallen adv. in wollener Kleidung 

(Bussgewand) 620 J3; Sehm. 2,893. 
wunden tr. verwunden 557,15. 
ynfl s. infel. 
yrung f. Irrung 655, 33. 
zacher f. Träne 591,8. 
zech s. zeihen, 
zechat, zehat, zehentt». Zchent 

490,30. 512,4. 617,10. 
zeihen zeihen, beschuldigen 578, 11. 

580,24. 
zeug m. bewaffnete Schar 521,18. 

4L 527,10. 539,29.35. 541,16. 

545,7. 568,36. 610,38. 634,30. 

639,4. 641,9. 647, 10. 659,21. 

660,30. 678,34. 696,5. dem. z engl 

kleine bewaffnete Schar 649, 13. 
zezwingen tr. bezwingen 45t,8. 
zierhait f. Sehmuck 490,24. 
zigen s. zeihen, 
zuchtmaisterin /. nutrix, Amme 

459,2 
züchtiger m. Scharfrichter, Henker 

536,24; Sehm. 2,1108. 
zugehören, zugehoren n. Zu- 
behör 525 #3. 539,6. 561 £9. 593J8. 

594.12. 624 J6. 690,3. 702,27.42. 
zugehörung f. Zubehör, Ange- 
höriger 677,40. 686,15. 688,22.28. 
zuhand, zuhant adv. sogleich, 

unmittelbar 502,1. 508,14. 516,17. 

530,25. 576,13. 692,16. 694,11. 
zukunft f. Ankunft 533,18, 



by Google 



u l I I '_• I II 



UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 929 



zuriem m Riemenzeug 690,17. 
zusagen tr. mitteilen 658,11. refl. 

auf jemands Seite sich schlagen 

658,25. 
zuschaffeiWr. beiordnen, beigeben 

620,32. 
zwaien (zbaien) refl. uneinig 

werden, sich entzweien 658,36. 



zwayer m. scismaticus 575,2. 

zwayung (zbayung) f. seisma, 
Spaltung 507, 18. 

zwelfpot m. Apostel 469,30. 479, 
29. 543, 19. 

zwir adv. zweimal 666,39. 680,38. 

zwispilen (zbispilen) tr. ver- 
doppeln 541,22; Schm. 2,667. 



Quellen n. Erö; 



»rterungen N. F. III. 

j by\.iOOglC 



Original fr!$in 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



Orts- und Personen- Verzeichnis. 1 



Aachen (Aquae, Aquisgranum,Ach, 

Achh) 100,23. 102,32. 103,30. 

106,1. 169,19. 175,11. 236,19. 

21. 250,1. 260,5.273,6. 283,22. 

28. 309, 30. 371, 15. 472,23. 473, 5. 

474,10. 499,19. 500» 1. 517,16. 

526, 24. 533,5. 546,4.22. 547, 6 ff. 

548,34. 552,36. 554,15. 555.12. 

14. 568,32. 665,5. 746,13. 755, 

31. 767,22. 768,1. 772,34. 858, 

35. 906,37. 
Aalen (Aulen) 665, 9. 
Aarberg (Aneberg), Peter, Kitter 

821,31. 
Abbach (Abach) 222,31. 257,35. 

329,20. 358,2. 408,33. 510,2. 

631,44. 610,19. 669,24. 
Abens (Abms), Fluss 19, 28. 20, 36. 
Abensberg, Stadt 345, 26. 439,5. 11. 

599,37. 602,37. 658,23. 661,31. 

697, 32. 36. 702, 17. 26. 
Abensberg, Grafschaft, Herrschaft, 

Grafen und Freiherrn 316,9. 

431,22. 583, 6. 12. 631,15. 685,45. 
-, Altman v. 880,7. 
— , Gr. Babo 160, 7. 214, 25. 
— , Johann v. 348,50. 602,37. 
— , Gr. Konrad s. Salzburg, Eb. 

Eonrad v. A. 
— , Freiherr Nikolaus v. 17,36. 

214,29. 436, 11. 18. 437, 15 ff. 699, 

27. 33. 438, 32. 439, 2. 626, 14. 

629,29. 685,46. 686,16. 700,23. 

25. 701, 6. 702, 1. 15. 
Abenteurer (Abnteyrer), Peter 385,5. 

636, 8. 
Abnoba (falsch : Arbona u. Arnoba) 

18,30.40. 20,20. 
Absberg, Jörg v. 548,21. 
Ach (Ah), Nebenfluss der Donau 

19,24. 20,32. 
Achaia 171,14. 



Achalm 183,36. 
Achdorf 660,32. 
— (Achedorf, Haihedorff), Engel- 

wan (Egilwan, Engelman) r. 187, 

16. 505,33. 880,12. 881,10. 
— , Heinrich v. 187, 16. 505, 34. 

880, 12. 881, 11. 
Achenheim (Ahenhaym) 285, 36. 

569,38. 
Adalbertus (Adelbertus, Albertus), 

Grunder von Tegernsee 74, 28. 3ü. 

75,40. 77,14. 463,18. 
Addanus s. Strassburg. 
Adelberg (Madelperg) 408,30. 727,24. 
Adelzhofen 429,11. 682,29. 
Adelzhofer 429,11. 682,29. 
Admont 739,9. 11. 769,11. 
Hl. Adrian 135, 21. 26. 485, 7. 12. 
Aegypten 26,40. 223,18. 744,8. 
Arding s. Erding. 
Ärnpekch s. Arnpeck. 
Atel b. Attel. 
Hl. Afra 8,2. 38,3. 17. 119, 1. 

126,17. 129,8. 131,27. 479,27. 
Afrika 38,28. 449,21. 742,28. 744,2. 
Hl. Agapitus 87,2. 
Agaunum s. St. Moritz. 
Agordo (Egerden) 839, 18. 
Agram, Hrz. Stephan 748,30. — 

Seine Gem. Maria 748,17.28. 

756, 3. 
Agriensis diocesis s. Erlau. 
Ahaim (Ahaym, Achaim), Georg v. 

359,23. 612,12. 
— , Lukas v. 387,24. 638,12. 
-, Wilhelm v. 436,36. 700,1. 
— , Wolfgang v. 552, 19. 
Ahamstein (Achaimstain, Ahaim- 

stain) = Valley 165,27. 497,29. 

784, 2. 
Ahausen(Ahusiu), Eberhard, Hadu- 

mar (Hadmarus) u. Konrad 880, 8. 



1 Die aus der österreichischen Chronik von den 95 Herrschaften 
stammenden rein erfundenen, fabelhaften Namen S. 709— 713 wurden 
nicht aufgenommen. 



byCiC 



e 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 931 - 



Aholfing, Konrad v. 619,22. 
Aibling (Eibilinga, Eipilinga) 856, 

24. 860,30. 
Aichach 17, 18. 353, 34. 395, 28. 

396,14. 405,19. 429,21. 643,27. 

656. 22. 667, 10. 683, 7. 
Aichberg (Aichperg), Johann v. 

387,20. 400,27. 638,8. 645,20. 

656,32. 913,17. 
Aigen (Aygen) 329,22. 409,1. 669,26. 
Aindling s. Emling. 
Alanen 33,36. 455,23. 
Alarun s. Ollern. 

Alatzhaim, Jörg v. 436,29. 700,5. 
Alba a. Donau s. Belgrad. 
Alba in Italien 163,22. 496,22. 
Alba Regalis s. Stuhlweissenburg. 
Alba Russin b. Weissrussland. 
Alba Transsilvaniensis s. Karlsburg. 
Hl. Albanus 26, 8. 97, 22. 
Sei. Albartus (Albertus) 9,20. 

80, 2. 6. 
Alberger, Rudolf 378, 7. 631,36. 
Albia s. Elbe. 
Albina 51,10. 

Alemannen,Alemannien s.Schwaben. 
Alencon (Alusunura, Alunsun) 

342.31. 595,35. 

Alessandria (Alexandria) 184, 38. 

503. 32. 

Hl. Alexander 858, 40. 860, 10. 

861. 1. 881, 20. 32. 882, 20. 890, 3. 
Alexandria in Aegypten 36, 4. 
Hl. Alexius 712, 5. 7. 

Alhat, Gregor, Bürger zu Amberg 

266,4. 639,33. 
Alimonium s. Altraühl. 
Allgäu 695,3. 

Alling (Allingen) 346, 11.42. 600, 15. 
Alpen 18,12. 26,33.38. 27,36. 31, 

19 ff. 49, 17 ff. 58,18. 91,19. 
Alpricus, Richter 856,22. 
Altach Inferius s. Niederaltaich. 

— Superius s. Oberaltaich. 
Altbeuern (Pewren) 220, 11. 509, 40. 
Altdorf (Weingarten) 158,7. 159, 

20.26. 160,29. 161,31. 162,27. 

494, 2 ff. 720,18. 
Altdorfer (Altorfer, Altorffer), Joh. 

372.23. 373,18. 622,1. 623,12. 
902,22. 

Altenburg 761,30. 769,16. 
Altendorf, Heinrich v. 187, 11. 505, 

30. 881, 6. 
Altenhausen (Abenhausen) 855,14. 
Altenhofen 547,7. 
Altenhohenau (Hochenaw) 401,20. 

799. 2. 

Altheim (Altham) 695, 18. 



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Altheim, Wilhelm v. 437, 7. 700,14. 
AltmOhl (Alimonium), Fluss 19,27. 

20, 13 ff. 73, 37. 428, 11. 682, 6. 
Hl. Alto 79, 15. 172, 18. 
Altötting (Vetus Otinga, Ötinga, 

Oting, Öting) 4,7.36.43. 9,24. 

17, 14. 43, 4. 82, 5 ff. 83, 23. 92, 

6.10. 97,7. 105,10. 108,26.42. 

230,33. 248,23. 287,13. 331,20. 

394.15. 397,19.22. 400,4. 456,7. 
473,38. 474,1. 477,6.8. 514,7. 
525,25. 570,27. 642,9. 644,9. 
654, 9. 13. 656, 1. 782, 10. 

Altomönster (Altenmünster, Altonis 

monasterium) 79,15. 172,18.20. 

33. 173,22. 907. 8 ff. 911,11. 
— , Aebtissin Eufemia von Andechs 

204,9. 208,19. 
Amacia s. Matsch. 
Amazonen 26,36. 27,39. 
Amberg 15,6. 17, 8. 199,20. 255,7. 

258,22.36. 264,16.20. 265,18. 

266, 19. 267, 2. 5. 271, 29. 273, 29. 

275.16. 280,10. 388,15. 443,23. 
529,32. 534, 22. 539, 5 ff. 540, 1 ft. 
544,30. 556,10. 607,16. 638,29. 

Ainbetz s. Ampezzo. 

Ambronen 49, 24. 

Hl. Ambrosius 182,24. 

Ameran s. Meran und Meranien. 

Ammergau (Amberg*) 172, 16. 

Ammersee 210, 31. 

Ammertal, Gr. Friedrich 204,6. 

— , Gr. Otto 204,5. 

Amper( Ambra) 19,33. 20, 20. 62,43. 

81,16. 124,2.13. 695,31. 
Ampezzo (Ambetz, deutsch Haiden) 

838, 32. „839, 42. 
Ampfing(Ämpfing, Empfing) 15, 19. 

248,5. 286,19. 287,13. 526,17. 

570,27. 657,20. 786,10. 
Ampherang (Ampferang) 295, 23. 

296, 6. 576, 9. 30. 
Anasus s. Enns. 

Anatolien (Natulia) 812, 13. 813,30. 
Andechs (Andächs, Andächs, An- 

dachs, Andächs, Andäx,Andechse, 

Heiliger Berg) 13, 26. 37. 203, 8. 

204,1 ff. 205,4. 208,21.37. 216,19. 

217,19. 
-, Gr. Arnold 204, 1. 
-, Gr. Berthold (BertolfU. 199, 6. 

203,4. 204,4. 205,8. 209,40. 

210,3. — Seine Gem. Sophia 

204, 5. 
— , Gr. Berthold II. fehlt in Arn- 

pecks Stammreihe, bezw. ist mit 

Berthold III. zu einer Person 

verschmolzen. 

59* 

Original from 

UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 982 — 



Andechs, Gr. Berthold III., Mkgr. 
v. Istrien 204, 10. 209, 41. 210,4. 
— Seine Gera. Hadwigis 204, 12. 

— , Gr. Bertbold IV., Herzog von 
Meranien, Mkgr. v. I Strien 186,31. 
187,6. 204, 16. 17. 205, 11. 206,8. 
207,20. 211, 4ff. 505,17.512,9. 

752. 10. 880, 32. 49. — SeineGem. 
Agnes 204,21.22. 

— , Gr. Berthold, angeblich der 

letzte Andechser 210, 40. 46. 
— , Gr. Friedrich 204, 1. 
— , Gr. Friedrich Roch 124, 12. — 

Dessen Gem. Kunissa 124, 15. 
— , Gr. Heinrich, Mkgr. v. Istrien 

196,23.204,24. 210, 13 ff. 211,17. 

222,26. 884,33. 
— , Gr. Otto, Herzog v. Meranien, 

Pfalzgr. v. Burgund 203,5. 204, 

24. 743, 40. 753, 15. 
— , Gr. Rasso (Razzo) 10,40. 11, 

2. 42. 13,37. 123, 6. 16. 124, 4. 11. 

208, 23 ff. 209, 1.3. 
— , Kloster 13,27. 29. 31. 33.|35. 204, 

31. 205,2 ff. 209,4 ff. 210, 6 ff. 211, 

26. 212, 14 ff. 213,14.29. 392,32. 

403.11. 404,5 ff. 407,19. 412,19fl. 
413.18. 439,17. 641,22. 665,28. 
666,38. 669,5. 672, 20 ff. 673, 12. 
690,6. 702,32. 

— , Abt Eberhard 213,23. 

Andelaw, Adelige v. 821, 20. 

Andenlerer, Diebold v. 619, 25. 

Andernach (Andrenacum) 104,39. 

Andraz (Andraciuim 839,23.44. 

Andre(St.Andreas), Walther v. 725,6. 

Hl. Andreas 61, 30. 62, 24. 79, 14. 
223, 2. 225, 9. 266, 24. 391, 8. 
510, 37. 640, 14. 869, 5 ff. 870, 5 ff. 
877,1. 880,2. 884,28. 885,10. 
906,3. 910,17. 913,36. 

Andreas v. Regensburg s. Regens- 
burg. 

Aneberg s. Aarberg. 

Anesus s. Enns. 

Anger, Kloster am,s. unter München. 

Anhalt 551,16. 

-, Gr. Adolf 664,22. 

— , Gr. Albrecbt s. unter Sachsen, 
Hrz. Albrecht d. Bär. 

— , Gr. Bernhard s. unter Sachsen, 
Hrz. Bernhard. 

-, Gr. Bernhard I. 746,30. — 
SeineGem. Agnes 743, 17. 746,29. 

-, Gr. Georg 664,22. 

— , Gr. Rudolf 390, 37. 640, 5. 

Hl. Anna 878,35. 879,16. 

Anno, Neffe d. B. Anno v. Freising 
861,3. 



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Ansbach (Onnolzpach, Anespach, 

Anspach) 351,9. 402,31. 432,6. 

604, 19. 
Antdorf (Antorf) 66,33. 
Antiochia 171,8. 
Antisiodorum statt Autisiodorum 

s. Auxerre. 
Antoninus Florentinus 288, 13. 
Hl. Antonius 441,27. 704,32. 
Apenninen 143,27. 
Apfentaler, Sigmund 359,23. 612,12. 
Apollonius 91,26. 
Appenzell 665,19. 
Apulien (Pullen, Pullen), Apulier 

11,25. 92,1. 140, 16 ff. 142,4. 

163, 16 ff. 171, 12. 19. 229, 14. 

232, 9ff. 233,7. 371,10. 486,34. 

38. 489, 27. 493, 19. 496, 24. 514, 

21.41. 726,25 ff 727, 3 ff. 741,16. 

743, 33. 745, 34. 39. 746, 17. 19. 

748. 12. 752, 13. 755, 24. 823, 3. 
— , Hrz. Mebus (Ysmahel) 140,23. 

486, 39. 
— , Hrz. Reginald 163,24. 496, 26. 
Aquae, Aquisgranum s. Aachen. 
Aquileja (Aglach) 7, 39. 33, 44. 34, 

7.30. 35, 17 ff. 36, 5 ff. 41,15. 

83,36. 144,17. 171,21. 234,16. 

315,19. 452,14. 455,26. 464, 16. 

582,27. 774,5. 892,9. 
— , Patriarch Berthold (Ecknnot) 

von Andechs 204, 24. 206, 15. 

745,34. 752,9. 
— , Patriarch Gregor 761,14. 
— , Patriarch Johannes 861,19. 
— , Patriarch Philipp 761, 12 ff. 
— , Patriarch Piligrim (Peregrinus, 

Pilgram) 179,29. 181, 19. 502,29. 

503.13. 731,45. 732,1. 
— , Patriarch Poppo 35, 37. 
Aquitanien 52,7. 87,14. 102,34. 

103,23. 184,30. 462,1. 466,32. 
— , Hrz. Eudo 68,25. 
— , Hrz. Waifarius 68, 16. 
— , Hrz. Wilhelm 156,25. 492,9. 

494 9. 
Arabien 223, 18. 224,22. 
Aragonien 262,4. 536,15. 726,31. 

743, 29. 
— , Kg. Alfons V. 645, 41. — Dessen 

natürl. Sohn Re Ferrante 645, 26. 
Arausa in Dalmatien (Bewohner: 

Arasii) 838,29. 
Arco(deArcu), Grafen 219,5. 509,32. 
Ardacker (Ardacher) 170,9. 
Arding s. Erding. 
Arezzo (Arecium) 233, 16. 514, 39. 
— , B. Guido Petramala 292, 11. 

293,10. 574,5. 575,2. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 933 — 



Arezzo, B. Stephan Colonna (irrige 
Angabe) 293,25. 294,1. 575,19. 

Arsen tina s. Strassborg. 

Aribo I., Pfalzgraf 133, 10. 

Aristoteles 873, 8. 

Arkel, Herren r. 324, 36. 588, 20. 

Arles (Arelatis) 101, 9. 

Armagoaken 263,2. 537, 35. 538, 1 ff. 

Armenien, Armenier 23,3. 24, 2 ff. 
25,9. 447,7. 449,1. 

Arnpeck (Ärnpekch), Veit 6, 11. 
417,6. 810,29. 914,10. 

Arnzell(Monasterium S. Viti) 860,13. 

Hl. Arsacius (Arsacy) 77,17.19. 

435.5. 690,26. 691,13. 
Artenberg, Artenbergk s. Ortenburg. 
Asch, Martin v. 359,11. 611,34. 
— Wolfgang v. 436,38. 700,2. 
Ascherichesburge s. Brück a d.Leitha. 
Aschheim 54,27. 55,1. 462,25. 
Ascoli (Escnlum), Franziskus v. 

298, 12. 
Asem , Meister , Schnitzer aus 

München 691,8. 
Asien 32,40. 38,27. 729,15. 
Aspan, Jörg 551,9. 
Assling (Azziling) 858, 26. 
Astura (Auscura) 233,30. 
Asturis (Asturia) 37,12.32. 39,17. 

31. 43. 
Atbesis s. Etsch, Etschland. 
Attel (Atel, Atila) 84,32. 401,21. 
Atzo, Erbschenk von Oesterreich 

728, 14 ff. 
— , Kämmerer 187, 14. 505,32. 881,9. 
Aubing (Auwingen) 346,6. 595,5. 

600,10. 
Auer (Awer), Bernhardin 910,4. 
Auerbach (Aurbach) 276,12. 280, 

14. 558,36. 561,29. 
Aufham (Hupphinheim) 860,5. 
Aufhausen (AH hausen, Affhauseo) 

348, 52. 602, 39. 
Aufkirchen 891, 16. 
Augea s. Gries. 
«Augia s. Reichenau. 
Augsburg (Augusta, Augusta Vin- 

delicorum, vindelica, Zizaria), 

Stadt 7,31. 11,3. 25,24. 26,24 ff - . 

27, 2 ff. 35,8. 38,15. 61,21. 88, 

19.26. 114,24. 124,30.32. 125, 

8. 14. 126, 17. 158, 37. 159, 7. 

162.6. 165,1. 192,29. 229,17. 
234, 18. 235, 18. 241, 13. 257, 34. 
269,3.5. 270,2. 276,26. 281,27. 
296,25. 330,12. 362,20. 358,2. 
376, 1. 383,28. 388, 19. 395,24.26. 
398,27. 425,18. 426,16. 429,20. 
430,21. 431,6.36. 435,2. 438,6. 



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449, 30. 31. 450, 7. 9. 468, 35. 
481, 24 ff. 482,9.24. 493, 27 ff. 
495,13. 497,25. 513,5. 516,6. 

617.2. 620,11. 531,44. 642,4.29. 
559,5. 662,29. 580,22. 605,23. 

606.3. 610,19. 621,24. 628,41. 
628,22. 641,25. 643,9.11. 644,25. 
654,19.24. 665,6. 680,31.39. 
681, 1. 683, 6. 684, 8. 10. 688, 42. 
701,17. 733,20. 751,22. 762,40. 

768.27. 773,34. 901,22. 909,16. 
910 11. 913 2. 

— , Bistum u. Bischöfe 18, 9. 119,29. 
173, 16 ff. 183,20. 208,27.226,19. 

305.28. 321,31. 383,33. 384,3. 
512,1. 635,28. 664,3. 769,14. 

— , B. Bruno 150,34. 173,18.490,11. 
— , B. Eberhard v. Kirchberg 339,34. 

828,23. 
— , B.Friedrich r.Hoheuzollern 17,2. 

383,31. 553,2.3, 635,25. 687,11. 
— , B. Hermann 210,38. 
— , B. Johann v. Werdenberg 17, 1. 

370,17. 377,21. 378,20. 381, 20. 

24. 383,25. 624,33. 625,31. 628,1. 

630,19. 632,6. 633,28.33. 635,18. 

904,11. 
— , B. Konrad 181, 13. 
— , B. Petrus v.Schauenburg 212,22. 

407,21. 669,8. 
-, B. Siegfried IL 159,4. 493,32. 
— , B. Siegfried III. 210,39. 211,21. 

223,27. 510,21. 
— , B. Simpert 909, 17. 
-, B. Hl. Ulrich 10,33. 11,1. 81,30. 

114,9. 118, 3 ff. 119,31. 120,8. 

124, 3 ff. 125,7.16. 126, 19 ff. 128, 

12.22. 129,1 ff. 131,25. 191,2. 

192,39. 193,2. 208,27. 478,27. 

479, 25 ff. 480, 1 ff. 481,23 ff. 482, 

5 ff. 621, 23. 718, 33. 
Hl. Augustinus 6, 18. 23, 15. 
Augustinus Polenensis 282,21. 
Augustin, Hauptmann d. „Brüder" 

367, 31. 618, 38. 
Aulen s. Aalen. 
Aunkofer (Aimkofer, Aunkover), 

Hans 432,32. 43. 689,30. 
Auscura s. Astura. 
Ausonien 53,39. 
Austrasieo, Austrasier66, 25. 70, 26 . 

88,22. 
Ausugii Vallis s. Val Sugana. 
Auxerre (Autisiodorum) 103,25. 
— , Peter v., s. unter Byzanz, Kaiser 

Peter. 
Auxias, Kardinal v.Monreale(Montis 

Begalis) 380,20. 381,30. 633,2. 

37. 904,20. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 934 



Avar 27, 8 ff. 

Avaren33.37. 52,34.36. 88,34. 101,27. 
— , Kg. Tuellinus 101,25. 
Avignon (Avinion) 250, 13. 290, 29. 

31. 291, 19. 293,6. 295,4. 296,34. 
297,26. 301,23. 302,4. 526,37. 
573, 30 ff. 577, 12. 20. 579, 26. 28. 
580,37. 768,22. 889,23. 891,18.32. 

Aw b. Grieß. 
Azziliog s. Assling. 

Babenberg, Gr. Albert 116,35. 713, 

33. 714,1. 
— , Gräfin Baba 713,42. 
Babylonien 207, 11. 
Bacharach (Bachara) 227,18. 
Baden, Markgrafen 196, 18. 264, 1. 

270. 13. 538, 14. 767, 18. 

— , Mkgr. Albrecht 273, 9. 375,12. 

423, 9. 543, 37. 548, 9. 550, 1. 

625, 24. 627, 36. 
— , Mkgr. Bernhard 363, 16. 552,21. 

615,22. 
— , Mkgr.Christoph 273,9. 423,4. 543, 

32. 547,42. 548,13. 551,15. 687,11. 
— , Mkgr. Friedrich 370,24. 

-, Mkgr. Heinrich 664,20. 

— , Mkgr. Hermann III. 183,23. 

— , Mkgr. Hermann IV. Seine Gem. 
Irmgard(Rynegarda)229,4. 755,21. 

— , Mkgr. Hermann V. s. unter 
Oesterreich. 

- , Mkgr. Karl I. 268, 13.29. 363,16. 
370,26. 423,4. 541,12.33. 543,32. 
615, 22. 664, 21. 807, 4. 28. — 
Seine Gem. Katharina v. Oester- 
reich 842, 20. 

— , Mkgr. Ludwig 664,20. 

— (Paden)i. Schweiz 371,19. 778,4. 

— (Paden) bei Wien 334,6. 
Balkan (Hebrus) 170,24. 
Ballenstedt, Gr. Otto d. Reiche. 

Seine Gem.Eilika (Halica) 199,11. 
Bamberg (Babenberga), Stadt 11, 

31.33. 13,30. 16,41. 112,31. 140, 

6.24. 141,39. 143,39. 144,2.26. 

145, 5 ff. 147,38. 150,33. 152,5. 

155,30.36. 163,6. 164,11. 172,1. 

196,20. 204,13. 209,26.36. 214,9. 

266,11. 383,23. 488,18.21. 489, 

22. 490,5.23. 496,14.37. 499,35. 

504,33. 508,7. 539,40. 623,29. 

635, 16. 865, 31. 
— , Bistum u. Bischöfe 11, 23. 31, 

37.140,5 143,41.46.144,28.39. 

152.14. 371,7. 373,21. 388,25. 
423,5. 488,14. 490,14. 543,33. 
623,18. 638,33. 664,3. 845,26. 
888,27.28. 



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Bamberg, B. Eberhard 179, 31. 502, 

30. 732,2. 
— , B. Eckbert (Aerenbertus, Egge- 

bertus, Ekbertus, Ekhard us) 196, 

22. 204,24. 750,5. 751,40. 752,6. 8. 
— , B. Georg v. Schaumberg 365, 29. 

366,19. 617,11.33. 625,40. 
— , B. Günther 145, 9. 
— , B. Heinrich 754, 32. 
— , B. Hermann 145, 14. 
— , B. Hl. Otto 145, 15. 163, 35. 

199,23. 204,9. 205,8. 208,18.19. 

210. 2. 

— , B. Philipp v. Henneberg 375, 

13.20. 378, 23.381,20. 625,35. 
42. 627,39. 630,16. 632,9. 633,26. 

— , B. Poppo 204, 16. 

— , Propst Eberhard 145, 17. 

Banckbanus, Petrus 206, 20. 207,5. 

512,11. 
Hl. Barbara 422,25. 438,40. 543,20. 

702. 10. 

Barben, Gr. Hans 628,37. 

Bari (Bara) 161,28. 

ßarsilia s. Borsselen. 

Barth s. Wolgast. 

Hl. Bartholomäus 273, 2. 

Basel (Basilea), Stadt u. Konzil 

17.21. 68,33. 212,22. 263,6. 
348,21. 349,32. 407,4.18. 408, 
12 ff. 475, 26. 536, 1. 537, 27. 38 . 

538.3. 603,25. 665,6. 668, 17. 
669, 4 ff. 767, 22. 23. 793, 29. 794, 

23. 795, 5. 796, 26. 820, 13. 897, 
9.20. 

— Bistum u. Bischöfe 664,3. 768,32. 
— , B. Ortlieb (Ordelebus) 170, 19. 

171,17. 
Bathenburg, Herr v. 551,21. 
ßaumburg 352, 6. 9. 605, 10. 
Baumgarten (Pawmgarta)in Kärnten 

884. 11. 

— (Pawngartten) bei Marcheck 
740, 32. 

Baumgartenberg (Paumgartenperg), 

Abt Friedrich 734, 47. 
Baumkirchen (Boumimchirche) bei 

München 868,31. 
Baumkircher (Pawmkircher, Poum- 

kircher), Andreas 370,4. 800,33. 
Bay, Johann v. 551,24. 
Bayerbrunn (Baybrunn, Pavbrunn) 

bei München *345, 35. 599", 46. 
Bayermünching (Memching) 210,31. 
Bayern, römische Landvögte: 
— , Antonius 451, 13. 
— , AquUinus 8,1. 38,2ff. 453, 15.20. 
— , Eiulasius (Eulasius) 7,40. 36, 

17.18.452,19. 453,2. 851,22.28. 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 935 — 



Bayern, römische Landvögte: 

— , Fabianus7,35. 33,27.32. 451,11. 

— , SeveruB 33,34. 451,14. 

— , fabelhafte Herzoge: 

— , Hrz. Adelger (Adaiger) 8, 3. 38, 

20. 22. 453, 24. 454, 6. 13. 456, 2. 
— , Hrz. Baioarius (Bavarus, Ba- 
yerns, Bauras, Boius) 24, 9. 16.30. 
447,1.11. 448,3.20. 

— , Hrz. Boemundus 7,28. 25,6. 

8. 14. 447, 11. 448, 22. 23. 449, 3 ff. 
— , Hrz. HyatasuB 24, 27. 
— , Hrz. Ingeromundus (Ingera- 

mandus) 25,8. 447,12. 448,23. 

449,3. 
-, Hrz. Noricus (Norix) 7,26. 22, 

20 ff. 23,26. 24,18.31. 29,16. 

31,19. 447,13. 448,1 ff. 450,19. 
— , Hrz. Theodo, Vater Hrz. Adel- 
gers 7,32. 28,6.11. 450,5. 453,26. 
— , fränkische Grafen: 
— , Gr. Ernst v. d. böhm. Mark 

432, 8 ff. — Seine Gem. Irmgard 

(Irmelgardis) 432, 15. 
— , Gerhard 102,15.16. 472,8. 
-, Gerold 102, 9. 10. 24. 471, 11. 

472. 12. 20. 

-, Neaman 101,6. 472,6. 

— , geschichtliche Herzoge: 

— , Hrz. Albrecht I. v. Straubing- 

Holland 16,3.5.9. 257,32. 292,5. 

304,9. 305, 7 ff. 319, 7 ff. 320,11. 

15. 321, 22 ff. 322,13. 328,45. 

329,14. 358,9. 374,21. 531,41. 

534.7. 579.4. 582,12. 585, 6 ff. 
586, 7 ff. 593, 11. 606, 22. 608, 7 ff. 
623, 4. 790, 33. — Seine 1. Gem. 
Margarete von Brieg 319, 24. 

585. 13. 

— , Hrz. Albrecht d. Junge von 
Straubing-Holland 16,10. 319,25. 
321,33. 322, 23 ff. 323,30. 585, 15. 
586,34.38. 

— Hrz. Albrecht III. v. München 

17.23. 212,22.33. 213, 4 ff. 274, 
22. 346,9.13. 348, 34 ff. 349, 3 ff. 

350.11. 352,24. 353,28. 406,25. 
30.407,10.18. 409,27.28. 410,1 ff. 

411.12. 412, 3 ff. 556,30. 600,13. 
18. 602, 23 ff. 603, 3 ff. 604,3. 605, 
29. 668, 7 ff. 669, 5. 670, 17. 671, 
9 ff. 672, 1 ff — Seine Gem. Anna 
von Braunschweig 213, 19. 410,4. 
411,11. 412,3. 413,8. 672, 1 ff — 
Sein Sohn Ernst 411,16. 672,5. 
— Sein Sohn Albrecht 411,20. 

672.8. — Seine Tochter Barbara 
412,1.28. 413,7. 672,14. 673,3. 



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.jl 



IC 



Bayern , Hrz. Albrecht I V.V.München 
17,12.27. 77,19. 213,31. 278,16. 
370,2. 375,11. 376,8. 377,18. 

378.19. 379,36. 382,13. 383,29. 
384,7. 388,11.22. 393,9. 394,17. 
395, 17.32. 396,6. 397,10. 400,11. 
411,25. 412,27. 414,5ff. 415,4.7. 

417.20. 418,2ff. 419,6ff. 420,6ff. 
421, 1 ff. 422,9.32. 423,21.30. 
424,lff. 425,4ff. 426,5ff. 427,1 ff. 
428, lff. 429, 8 ff. 430, 3 ff. 431,12. 

34. 432,23. 433, lff. 434,5ff. 435, 
25.30. 436,6. 437,36.39. 438,31. 
439,10.23. 440, 17 ff. 441,13.21. 
442, 3 ff 543,29. 624,8.32. 625, 
17. 627,33. 630,7. 632,5. 634,9. 
635,21.31. 638,30. 642,13. 643, 
5 ff. 645,9. 650, 7 ff. 651,17.23. 
654,16. 656,13 ff. 657,3 ff. 658, lff. 
659, 37 ff. 660, 6 ff. 661,27. 662, 
24. 664,16. 672,11.34. 673,22 ff. 
674, 13 ff. 675, 4ff. 676, 2 ff. 677, 
9 ff. 678, 5 ff. 679,13.17. 680,4 ff. 
681,6ff. 682,4ff 683, 7ff. 684,21. 
24. 685, 8 ff. 686, lff. 687, 4 ff. 
688, 4ff. 689,3ff. 690, 1. 695, Uff. 
696, 3 ff. 698,19.23. 699, 4 ff. 701, 
7. 12. 702, 1 ff. 704, 1 ff. 705, 16. 
17. 834,3. 835,42. 841, 14 ff. 903, 
4.32. 904,22. 909,5. 910, 6 ff. 

913.21. 914,41. — Seine Gem. 
Eunigunde v. Oesterreich 414, 6. 
424,12. 425,11. 426,12. 433,2. 
441,20. 678,14.30. 679,13. 680, 
38. 686, 2. 704, 24. 841, 15. 21. - 
Seine Tochter Sidonie 679, 14. 

— , Hrz. Arnulf der Böse (Arnold 
von Scheyern) 10,31.32. 67,18. 
114,4ff. 116,32. 117,1 ff. 118,lff. 
119,10ff. 121,21.25. 122,2.123, 
10. 124,24. 135,44. 190, 20 ff. 
191,4. 195,1. 199,21. 201,10. 

477.18. 478, 13 ff. 479, 2 ff. 480, 
lff. 481,20. 488,8. 491,16. 736, 
27. 737, 1. 851, 9. 863, 17. — 
Dessen Gem. Agnes 114,7. 

— , Hrz. Berchtold (Berntoldus alias 

Wernher, Werntholdus) 10, 36. 

114,4. 119,21. 121, 2 ff. 122,2. 

123,12. 190,24. 191,5.8. 201,10. 

443, 6. 477, 18. 480, 35. 37. 481, 5. 

851,9. 863,17. — Seine Gem. 

Beatrix 114,7. 
-, Hrz. Burkhard 10,30. 116,31. 

33. 478, 10. 
~, Hrz Christoph v. München 17, 

28.36. 213,31. 370,2. 375,11. 

377.19. 383,29. 388,12. 390,24. 

35. 395,27. 397,9. 399,31.32. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 936 — 



411.26. 412,27. 413,26. 414, 18 ff. 
415,1 ff. 418, 7 ff. 419,2. 425,8. 

17. 429,6.33. 430,6. 431,27. 
433,7ff. 434,3.5. 435,12ff. 436.3. 
437, 10 ff 438, 5 ff 439, 15 ff 440, 
5 ff 441, 4 ff 442, 1 ff 624,32. 
625,18. 626,28. 627,34. 635,22. 
639, 30. 640, 3. 643, 12. 42. 644, 2. 
664, 16. 672, 12. 34. 673, 34. 674, 
4 ff. 675.24. 676, 2 ff. 678,29. 682, 

25. 683,28. 686,45. 689, 10 ff 

698.27. 699,2 ff. 700,16 ff. 701,1 ff 
702, 6 ff 703, 5 ff 704, 3 ff. 705,9. 

Bayern, Hrz. Ernst v. München 17,20. 
212,21. 213,20.257,32.274,20. 

22. 329,17.23. 335,20ff 336,31. 
337, 1. 345,30. 346,9. 14. 348,35. 
44. 349, 3 ff. 350,11. 358,9. 404, 
33. 405, 18 ff 406, 16ff 407, 7 ff 
409, 9. 18. 410, 1. 412. 19. 531,41. 
556,28.29 599,40. 600, 12 ff. 602, 

23. 603,8.24. 604,2. 666,31.667, 
9ff 668,1 ff. 669,3. 670, 8ff 672, 

18. 825, 32. 826, 4. - Seine Gem. 
Elisabeth Visconti 406,19. 407, 

26. 668,3. 

- , Hrz. Friedrich v. Landshut 
16,25. 211,38. 212,14. 257,24. 

31. 316, 12ff 317,8. 329,30. 330, 
33. 331,19. 332,2. 356, 2 ff 357, 
3ff 358,7. 359,7. 374,17.403,15. 
404,14. 405, lff 531,39. 564,41. 
666,18. 583,15.36. 593,22. 594, 
lff 698,38. 606,22. 609, 12 ff. 
610,15.23. 611,llff. 623,1. 650, 

24. 665,30. 666, 10 ff. 789,10. - 
Seine 1. Gem. Anna v. Neyffen 
356,20. 609,27. — Seine 2. Gem. 
Magdalena Visconti 356,22. 357, 
17. 609,31.35. 611,16. - Sein 
Sohn Johann 356, 25. 357, 9. 14. 
358, 37. 610, 6. - Seine Tochter 
Margareta 356,26. 357, 1. 610, 8. 

— , Kg. Garibald 8, 11 ff. 43, 20 ff. 
44, 2 ff. 47,37.41. 48,3. 80,35. 
458, 8 ff. 459,14. 460,31. - Sein 
Sohn Gundoald 44, 33. 459, 16. 
— Seine Tochter Theodelinde s. 
Langobarden. 

— , Hrz. Georg d. Reiche v. Lands- 
hut 16.29.32.36. 17,9.15. 241, 
6. 7. 278, 11. 281, 10. 12. 347, 31. 

32. 363, 26. 29. 369, 11 ff. 370, 25. 
371,26. 372,14. 375,1. 376,8. 
377, 13 ff. 378, 1 ff 380, 1. 28. 381, 
9 . 18. 382, 8 ff. 383, 14. 29. 384, 1 ff 
385, 15 ff. 386, 6 ff. 388, lff. 389, 

4 ff. 390, 1 ff. 391 , 9 ff 392, 1 ff. 393, 

5 ff. 394, 16 ff. 395, 13 ff 396,6.12. 



by^_ 



.jl 



IC 



397, lff. 398,18. 399, 5 ff. 400, 6 ff. 
401, 12 ff 402, 4 ff. 412,14. 424, 
18 ff 428,8.15. 429,14.20. 430, 

28. 433, 9. 434, 8. 18. 435, 17. 
437,31. 439,20. 440,10. 442, 7 ff. 
520,8. 560,2. 562,34. 601,26. 
615,34. 620.29.31. 621,10.20. 

623.23. 624,7 22. 625,8. 626,20. 
627,27. 629,14. 631, 25 ff 632,5. 
633, 3 ff 634, 2 ff. 635. lff 636, 4 ff. 
637, lff. 638, 21 ff 639, 4 ff. 640, 
3 ff 641, 1 ff. 642, 10 ff. 643, 1 ff. 
644, lff. 645, lff. 646, 21 ff. 647, 
2ff. 648, 3 ff 649, 7 ff. 650, 8 ff 
652,14.18. 653, 3 ff. 654,14.15. 

655.29. 661,21. 678,21.24. 682, 
3fl. 683,8.20. 689,11.695,12.13. 

698.30. 701,4. 702,35. 704,37. 
705,10ff 799,1. 835,43. 841,22. 
32. 842,2. 887,12.896,8. 907, 
lOff 911,10. 913,16.20. 914,24. 
— Seine Gem. Hedwig (Hadwig) 
v. Polen 375,2. 377, 13. 401, 17. 

623.24. 624,30. 625,9. 628,4. 
649,4. 799,1. — Seine Tochter 
Margarete 401,18. 19. 799,2. 

Bayern, Hrz. Grimoald (Greimolt) I. 
8,20. 48,4.10. 460,38. 

— , Hrz. Grimoald (Greimolt) IL 
8,31.35.42. 56,27. 58,2 ff 59, lff 
60, 5 ff. 62,37. 63, 5 ff. 64,34.40. 
65,2. 81,1. 464, 31 ff. 465,3.9. 
850, 17. 30. 

-, Hrz. Heinrich I. 7,9.11. 10, 
39. 47,44. 121,17. 123, 4 ff. 124, 
20.25. 125,11.12.126,37.127,15. 
130,20. 131, 9 ff. 132,16.23. 157, 
34. 191,7. 460,35. 481, 3 ff 482, 
4. 19. 483. 17 ff - Seine Gem. 
Judith ( Jeutta) 80, 15. — Lucka 
121, 17. 123, 10. 

— . Hrz. Heinrich II. Hezilo iHezelo, 
Heinczle) 11, 7 ff. 131, 14 ff. 132, 
lOff 133,4.8. 134,12. 483,29.30. 
484, 3 ff 

— , Hrz. Heinrich III. 11, 12. 133, 
5 ff. 484,20. 

— , Hrz. Heinrich IV. s. Deutsch- 
land, Heinrich II. 

— , Hrz. Heinrich V. 12,10. 153,8. 

29. 155,39.40. 491, 13 ff. 

- , Hrz. Heinrich VII. ^bei Ara- 
peck irrtümlich VI.) 12, 11. 156, 
5 ff 173,8. 491,21. 

-, Hrz. Heinrich IX. 12, 22. 168,12. 
160, 11. 161, 4ff. 162,4. 172,4. 
174,17. 199,1. 492,35. 494,22. 
36. 495,4. — Seine Gem. Wolf- 
hildis 161,8. 199, 4. 11. 495,4. — 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 937 — 



Sein Sohn Konrad 161,10.16. 
174,21. 
Bayern, Heinrich X., der Stolze 
12,23.41. 161,10. 162, 2 ff. 163, 
10 ff. 164, 7 ff. 165, 3 ff. 166,3.5. 
169,23.35. 170,22. 172,4. 174,21. 
175,22. 176,10. 180,7.9. 494,39. 
495, 3 ff. 496, 16 ff. 497, 1 ff. 498, 

18. 499,21. 500,8. 503,4. 729, 
8. 10. — Seine Gem. Gertrud 
162,5. 166,3. 180,10. 495,5. 498, 
17. 729, 10. 733, 24. 

— , Hrz. Heinrich (v. Babenberg) XI. 
Jasomirgott (Jochsamergot), Hrz. 
v. Österreich 12,27.37. 165,35 ff. 

166. 8 ff. 167, 27 ff. 168,6. 169,33. 
170,21. 171,18. 175, 7 ff. 176,1 ff. 
177,3ff. 178, 3ff. 180,32. 191,19. 
498, 13 ff. 499,3.6. 500, 5 ff. 501, 
3 ff. 502, 10 ff. 729, 1 ff. 730, 7 ff. 
731, 3 ff. 732, 18 ff. 733,5.10. 734, 

19. 739,13. 741,15.21. 753,29. 
764,40. 872,41. — Seine Gem. 
Theodore 178,4.6. 502,11. 729, 

20. 730,22.24. 733,3. 

— , Hrz. Heinrich XII., der Löwe, 
Hrz. v. Sachsen 12, 38. 41. 13, 3. 7. 
163,10. 169,23. 174,26. 175,8ff. 

176. 2 ff. 177, 31 ff. 180, 7 ff. 181, 
lff. 182,30.39. 184,36.39. 185, 
1 ff. 186, 3 ff. 187, 31. 189, 22. 227, 
17. 228, 1. 23. 497, 18. 499, 20. 
500, 5 ff. 501, 7 ff. 502, 2 ff. 503,3 ff. 
504,26. 505,20. 506,36. 729,30. 
31. 730, 8 ff. 878,17.24. 880,26.35. 
— Seine Gem. Giemencia 182,31. 
503,20. 

— , Hrz. Heinrich I. v. Nieder- 
bayern 14,16. 204,42. 230,22.33. 
234,26ff. 236, lff. 238,32.33. 239, 
8 ff. 240, 7 ff. 241, 2 ff. 242,12. 
252,17. 282,2. 514,6.14. 515,20. 

21. 517,9.33. 518, 11 ff. 519, 19 ff. 
520,20ff. 757,27ff. 760,22ff. 762, 
27. 763,11. 768,33.36. 770,15. 
887,4. - Seine Gem. Elisabeth 
204, 41. 233, 33. 239, 10. 240, 15. 
243,31. 518,15.25. 519,19.522,4. 
757,29. 761,4. - Seine Tochter 
Elisabeth 242, 5. 520, 30. 

— , Hrz. Heinrich II. d. Aeltere 
v. Niederbayern 14, 26. 29. 245, 1 1 . 
247,24. 248,4 ff. 249,6ff. 250,8ff. 

251. 3 ff. 285,7. 287,9. 297,38. 
373,34. 374,4. 523,29. 524,34. 

525. 9 ff. 526, 12 fl. 527, 9. 29. 528, 
3.7. 563,3.9. 669,11. 570,22. 
579,10. 622,28.31. 780,25. 782, 
7. 17. 889, 11. — Seine Gem. 



by^_ 



.jl 



IC 



Margarete (fälschlich Agnes) 248, 
12. 251, 15. 525, 12. 528, 4. 

Bayern, Hrz. Heinrich III., der 
Natternberger, v. Niederbayern 

14.24. 244,31. 245,8.10. 248,13 ff. 
249,17.18. 374,4. 523,9.28. 525, 
9 ff. 526,7. 563,4.9. 622,31. 

-, Hrz. Heinrich IV. d. Reiche 
v. Landshut 16,26. 211,5. 274, 
3.7. 280,10. 320,6. 329,17.27. 
332,12. 341,13 ff. 342,7 ft. 344, 24 ff. 
345,1 ff. 347, 5 ff. 348, 5 ff. 349, 6 ff. 
350,18. 351,18.29. 352,5. 355,9 ff. 
356,25. 357,10. 358,35.36. 359,2 ff. 
360, 4ff. 361,6ff. 362,lff. 405,34. 
412, 7 ff. 520, 1. 556, 14. 16. 567,3. 
585,23. 598,37.43. 599, l ff. 601, 
7.25. 602, 24 ff. 603, 2 ff. 604, 4 ff. 
605, 8. 13. 610, 10. 611, 17 ff. 612, 
14 ff. 613, 1 ff. 614, 4 ff. 615, 6. 
623, 5. 667, 25. 670, 23. 671, 4. 38. 
790,37. 887,7. 895,31.896,8. — 
Seine Gem. Margarete r Oester- 
reich 320,6. 360,33. 362,11.585, 
22. 613, 27. 614, 34. 790, 36. — 
Sein Sohn Albrecht 360. 36. 361, 
19. 613, 30. 614, 9. - Sein Sohn 
Friedrich 360,37. 361,21. 613,31. 
614, 11. 

— , Hrz. Hugbert 9, 5. 65, 3 ff. 66, 
16. 71, 34. 465,11.15. 852,24. 

— , Hrz. Johann I. v. Niederbayern 
14,30. 251, 15 ff. 299,27. 527, 32. 
528,6.— Seine Gem. Anna(fälsch- 
lich Elisabeth) 251,25. 528,8. 

— , Hrz. Johann II. v. München 
17,17. 211,38. 212,15. 257,32. 
329, 30. 32. 330, 33. 331, 16. 21. 
335,20 22. 336,32. 356,6. 358,8. 
374, 18. 403, 5 ff. 404, 15 ff. 405, 2 ff. 
409,9. 531,40. 564,42. 566,19. 
593,23. 594, 2 ff. 609,15. 610, 15. 

623.1 650,24.663,5.665,24.31. 
666,8ff. 667,3 ff. 825,32. 895,27. 

— Seine Gem. Katharina v. Görz 
404, 30. 666, 28. 

— , Hrz. Johann HI. v. Straubing- 
Holland, erw. B. v. Lüttich 16,11. 
320, 1. 322, 28. 323, 4 ff. 324, 6 ff. 

325.2 ff. 326, 14. 327,16. 329,9. 11. 
585,15. 586,39. 587,1 ff. 588, 2 ff. 
589, 2 ff. 590,13. 600,29. 670,21. 

— Seine Gem. (Elisabeth) 323,36. 
587, 14. 

— , Hrz. Johann IV. v. München 

17.25. 213, 18.31. 363, 13. 370,25. 
411, 14. 412, 26. 413, 11 ff. 414, 17. 
615, 20. 672, 4. 34. 673, 6. 32. 

Original from 
UNIVERSITY0F MICHIGAN 



938 — 



Bayern, Hrz. Konrad (Chuno) von 
Zütphen|12, 12. 156, 13 ff. 491,25. 
492, 3. 

— , Hrz. Luitpold (Leopold) 10,26. 
114, 22 ff. 115,4. 190, 17 ff. 201,8. 
477, 15. 

— , Hrz. Leopold IV.,Mkgr.v. Öster- 
reich 12,25. 164, 25 ff. 165, 8 ff. 
175, 25. 191, 19. 497, 6ff. 498, 1 ff. 
726,29. 729,5.8. 733, 8 ff. 734, 
7 ff. 872,40. — Seine Gem. Maria 
v. Böhmen 734, 11. 

— , Hrz. Ludwig I. 14,5. 189,4.25. 
197,7. 198,6. 201,34. 217, 4 ff. 

218.2. 220, 2 ff. 222,25ff. 223,5. 
224. 14 ff. 225,1 ff. 226, 3 ff. 228, 
12 ff. 229,2.28. 506,27. 508,22 ff. 
509, 2 ff. 510,1 ff: 511,1 ff. 512, 
23 ff. 745,25. 883,24. — Seine 
Gem. Ludmilla v. Bogen 217,26. 
219,22. 226,5. 508,39. 509,1 ff. 

511.21. — Angebl.Gem. Gerdrudis 
228, 14. 

— , Hrz. Ludwig IL d. Strenge 
14,12. 228,18. 230, 9 ff. 233,5. 
234, 25 ff. 235. 2 ff. 236, 6 ff. 237, 10. 
14. 238, 12 ff. 239,19.35. 240,24. 
252,15. 282,1 ff. 513,30. 514,6 ff. 
515,19ff. 516,1 ff. 517,3ff. 518, 1 ff. 
519, 6. 29. 528, 15. 32. 567, 36. 
568,7. 756,8. 758,6.22. 760,21. 
763, 10. 768,3. 33. - Seine l.Gem. 
Maria v. Brabant 235.7. 236,7. 
237, 1 ff. 515, 29 ff. 516, 1 ff. 517, 7. 
— Seine 2. Gem. Anna v. Glogau 

235. 19. 236, 13. 517, 3 ff. — Seine 
3. Gem. Mechtilde v. Habsburg 

236.22. 238,23. 252,32.517,18. 

768. 3. — Sein Sohn Ludwig 

235.20. 238,12. 517,5. 518,1. — 
Seine Tochter Agnes d. Aelt. 
235,20. 517,5. 

— , Hrz. Ludwig III. v. Nieder- 
bayern 14,21. 238,35. 241,34. 

242.4. 247,8.10. 520,29. 524,23. 
769,29. — Seine angebl. Gem. 
Sophia 247, 13. 

— , Hrz. Ludwig V. d. Branden- 
burger 15, 30. 36. 284, 22. 291,24. 
26. 300,20ff. 301, 7. 302.19. 303,5. 
305, 6 ff. 306, 14 ff. 307, 1 ff. 308, 
19 ff. 309,1.29. 310,6. 311,23. 
315, 16 ff. 317,5.24. 318,7. 333,1. 
374,15. 579,3. 582, 12 ff. 583,1 ff. 
584,8.16. 622,40. 788, 5 ff. — 
Seine 1. Gem. Margarete v. Däne- 
mark 292,1. — Seine 2. Gem. 
Margarete Maultasch 300, 23 ff. 
301, 4. 303, 4. 7. 308, 25. 310. 6 ff. 



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.jl 



IC 



311.1 ff. 315,28. 316,30. 317,2. 
582,35. 583,26,30. 775,37. 776,7. 
788,8. 

Bayern, Hrz. Ludwig VI.[d. Römer, 
Mkgr. v. Brandenburg 16, 1. 292,4. 
295,38. 305, 8 ff. 315.24. 317,26. 

818.2 ff. 576,24. 582,1 2. 33. 584,13 ff. 
— , Hrz. Ludwig VII. d. Bärtige 

v. Ingolstadt 16,20. 257,32.274,3. 

290,8. 329,16.25. 330,17. 332,4. 

339, 10. 36. 340, 7 ff. 341, 12 ff. 

342, 7 ff. 343, 1 ff. 344, 1 ff. 345, 4 ff. 

346,2ff. 347,5ff. 348,5ff. 349,8ff. 

350, 5 ff. 351, 1 ff. 352, 2ff. 353, 

22.32. 354, 9 ff. 355. 7 ff. 358,8. 

361,25.27. 362,9 ff. 405, 13 ff. 406, 

3 ff. 412,6.15. 418,3. 531,40. 

533,15. 556,13. 572,39. 594,37. 

595, 22 ff. 596, 2 ff. 597,22.35. 

598, 9 ff. 599, 3 ff. 600, 7 ff. 601 , 8 ff. 

602,9 ff. 603, 13 ff. 604, 5ff. 605, 1 ff. 

606,23. 6l4,14ff. 667,4 ff. 670,23. 

671,2.33. 827,40. 828,25. 829,8. 

893,5.18.— Seine l.Gem. Anna 

v. Bourbon 340,28. 342,31. 344, 

13. 412,15. — Seine 2. Gem. 

Katharina v.Alencon 342,31. 344, 

13. 412,16. 596,1. 
-, Hrz. Ludwig VIII. d. Hocker 

v. Ingolstadt 16,23.24. 290,9. 

340, 23 ff. 344,14. 348,49. 349,41. 

350, 32 ff. 351, 6. 1 1 . 352, 12 ff. 

353, 5 ff. 354,26. 355,2. 552,42. 

596,3. 602.36. 604,11. 605, 15 ff. 

606, 2. — Seine Gem. Margarete 

v. Brandenburg 350,37. 352,18. 

29. 353, 4 ff. 356,32. 606,23. 606, 

1 ff. 609, 25. 
— , Hrz. Ludwig IX. der Reiche 

v. Landshut 16,27. 241, 5 ff. 265, 

16. 271,28. 281,20. 347,31. 353, 

12 ff. 360,37. 362,21ff. 363, 1 ff. 

364.1 ff. 365,1 ff. 366, 10 ff. 367, 
lff. 368,36. 369.1 ff. 370,24.371, 
20. 372, 7 ff 373,25. 375, lff. 376, 
7 ff. 377, lff. 414,20.32. 418,25. 
419, 6 ff. 520, 4. 541, 1. 3. 544, 30. 
562,23 26. 685,24. 601,25. 606, 
5 ff. 613,30. 61 5, 2 ff. 616, 1 ff. 617, 
lff. 618, 3 ff. 619, 5 ff. 620, 7 ff. 

621. 2 ff. 622, 2 ff. 623, 10 ff. 624, 
7 ff. 625,1.8. 627, lff. 629,14. 
631,29. 664,15. 674,1.11. 675,20. 
37. 676,15.27. 807,26. 843,25. 
887, 7. 899,36. 901,28. 902, 10. - 
Seine Gem. Amalia (Omelia) 
v. Sachsen 363,8.27. 368,32. 
369, 9. 377,13. 615, 15.33. 620, 12. 
624.30. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 939 



Bayern, Hrz. Meinhard, Gr. v. Tirol 
15,38. 305,31. 309,3. 315,29. 
316, 7 ff. 317, 2 ff. 331,3. 405,7. 
582,37. 583, 2 ff. 584,5. 593,20. 
34. 666.27. 787,12. 788,6.18.— 
Seine Gem. Margarete v. Öster- 
reich 316,31. 317,3. 583,27. 787,11. 

- , Hrz. (Kg.) Otilo lOdilio, Ütilo, 
Utilo) 9,7.17. 66, 14 ff. 67, 25 ff. 
68, 6 ff. 72,12.20. 77,32.35. 78, 
5.11. 79,18. 80,25.35. 81,13. 

84.10. 87,10. 156,4. 465, 20 ff. 
466, 2 ff. 470, 7. 853, 19. 854,2. 26. 
— Seine Gem. Hildrude 67,30. 

68.11. 79,19. 80,28. 465,25. 

— , Hrz. Otto v. Nordheim 12, 15. 

157, 6 ff. 158,8. 492,18.20. 
— , Hrz. Otto I. v. Witteisbach 

7,12.13. 13,13. 14,5. 157,36. 

176,20. 179,35. 185,28. 186,32. 

187,6.32. 189,2'jff. 190,3. 192,1. 

195.29. 196,4. 200,30.201,30. 
217, 4 ff. 297,41. 500,32. 502,35. 

504.30. 505,18. 506, 9 ff. 507,10ff. 

508. 4 ff. 517,12. 732,7. 878,38. 
879,49. 880,33.49. - Seine Gem. 
Agnes 189, 29. 

— , Hrz. Otto II. 14,7.10. 225,13." 

26. 226, 12. 21. 228,21 ff. 229, 2 ff. 
230,6ff. 231,2.3. 233,35. 234,22. 
30. 235,5.23. 241,17. 373,29. 
511,3.29. 512, 3 ff. 513, 8 ff. 514, 
4 ff. 515, 15 ff. 520,17. 622,22. 
727,1. 751,32. 755,21. 756,8. 
773,19. 886,4. — Seine Gem. 
Agnes 228,17.23. 229,4.234,2. 
235,22. 512,24. 514,13. 755,21. 

— , Hrz. Otto III. v. Niederbayern, 
König v. Ungarn 14, 17. 19. 238, 
35. 241, 36. 242, 4 ff. 243, 2 ff. 

244. 5 ff. 245, 2 ff. 246, 2. 9. 247, 
3.11. 248,1. 249,19. 283,1. 373, 
34. 520,29.35. 521, 3 ff. 522, 2 ff. 
523,1 ff. 524,23.25. 525,4.526, 
9.568,14. 622,28. 769,23. 770,4. 
771,27. 772,3. — Seine Gem. 
Agnes v. Glogau 244, 29. 33. 523, 9. 

— , Hrz. Otto IV. v. Niederbayern 
14,25. 245, 11. 247,24. 248, 13 ff. 
249,22.23. 373,34. 374,4. 523,29. 
524, 35. 525, 9 ff. 526, 12. 563, 4. 9. 
622,28.31. — Seine Gem. Richardis 
von Jülich 249,26. — Angebl. 
Gem. Beatrix 249,25. 

— , Hrz. Otto V., Mkgr. v. Branden- 
burg 16,1. 305, 8 ff. 315,24. 317, 

27. 318, 2 ff. 319,3. 374,21. 582, 
13.33. 584, 14 ff. 623,4. 



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Bayern, Hrz. Sigmund v.München 17, 
26. 213,31. 363,14. 411,18. 412,26. 
413, 15 ff. 414,7.17. 615,21. 664, 
16. 672,7.34. 673, 15 ff. 674,1. 

— , Hrz. Stephan I. v. Niederbayern 
14,21. 238,35. 241,35. 242,4. 
245,11.27. 247, 9ff. 297,17. 309, 
28. 373,29. 520,29. 523, 10 ff. 
524, 25 ff. 525,3. 622,23. 777,22. 

— Seine Gern Judith (Uta, Geutta) 
247,23.24.524,33.- Seine Tochter 
Agnes 247,26. 525,1. 

— , Hrz. Stephan II. v. Nieder- 
bayern 16, 15 ff. 211,38. 212,2.15. 
291,24. 305, 7 ff. 310,11. 311,23. 
35. 312,12. 314,14. 316, 12 ff. 
317,8. 320,13. 329,2.29. 330, 11 ff. 
331, 2 ff. 356,4. 374, 12 ff. 403,9. 
564,39. 566,16. 582,12. 583, 9 ff. 
585,34. 593, 17 ff. 594,1. 609,13. 
622.37. 623, 1.4. 663,6. 665,25. 
788, 14 ff. 789, 5. 10. — Seine 

1. Gem. Elisabeth v. Sizilien 292,2. 
330,32. 593,21.22. — Seine 

2. Gem. Margarete v. Nürnberg 
330, 15. 356, 18. 

— , Hrz. Stephan III. v. Ingolstadt 
16,19. 256,25.257,31.36.316,17. 
317,8. 329,30.32. 330,33. 331, 
17 ff. 332, 1 ff. 333,6. 335, 4 ff. 
336, 4. 30. 337, 3. 338, 32 ff. 339, 

8 ff. 340,6.12. 344,19. 346,31. 
356,5.23. 358,4.7. 359,2.374,17. 
403,15. 404,15.23. 405,4.531,5. 
40. 532,2. 564,41. 566,18. 583, 
13. 36. 593, 22. 594, 1 ff. 595,2 ff. 
598,30. 599,3. 600,39. 605,42. 
609, 14 ff. 610,15.22. 613,24. 623,1. 
650,24. 665,30. 666, 9 ff. 789,10. 
825,30. 826,6. 827, 28 ff. 828, 3 ff. 

— Seine 1. Gem. Thaddäa Vis- 
conti 332,3.8. 356,23. 594,36. 
595, 2. 609, 32. - Seine 2. Gem. 
(Elisabeth) v. Kleve 332, 8. 595, 11. 

_, Kg. Tassilo 1.8,11.19. 43,20.27. 

48, 2 ff. 80,36. 458,10.12. 460,36. 
- , Hrz. Tassilo 9, 22. 25. 27. 39. 

32, 11. 12. 68, 2. 79, 18. 80, 20 ff. 

81, 9 ff. 82,7. 83, 20 ff 84, 11 ff. 

85, 17. 86, 39. 42. 87, 5 ff. 88, 5 ff. 

89,1 ff. 90,15. 91,5.7. 101,4. 102, 

10. 194,28. 199,21. 465,28. 466, 

9 ff. 467, 12 ff. 468, 3 ff. 469, 3 ff. 
470, 8 ff. 471,24 ff. 472,3. 853,19. 
854,1.22. 856,8. 857,4. - Seine 
Gem. Luitpurgis (Liutpurga, Liut- 
purdis) 87,24,27. 88,33. 466,37. 
467, 23. 469, 6. 470, 37. 857,4. — 
Sein Sohn Guntharius (Günther) 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 940 — 



86.2. 469,16. — Sein Sohn Theodo 
(Teodo) 86, 41. 87, 13. 88, 28. 43. 
95,6. 466,36. 468,36. 469,13. 

Bayern, Hrz. Theobald iTheobert, 
Theodebert) 8,30.35. 56,33.34. 

57.3. 11. 58,5. 59,9.14. 464, 
33.35. 465,4. — Seine Gem. 
Pilidruda (Viltrud) 8,35. 9,2. 56, 
35. 59,9. 83,35. 64,43. 465,5. 

— , Hrz. Theodebald (Theobaldus) 

8,10. 43,19.23. 456,17. 
— , Hrz. Theodebert 8, 24. 50, 38. 41 . 

51,5. 461,38.40. 462,44. 
— , Hrz.TbeodoI. 7,4.5. 8,8.28,6. 

11. 42, 3 ff. 43, 4 ff. 455,34. 456,1 ff. 
— , Hrz. Theodo II. 8,21. 24.48,13 ff. 

50,10ff. 461, 1 ff. 

-, Hrz. Theodo III. 8,26. 52, 2 ff. 
55, 13. 80, 25. — Sein Sohn Lam- 
bert (Lambardus) 52,5. 53,41. 
54,42. 462,22.30. — Seine Tochter 
Uta 53, 19. 462, 10. 

^, Hrz. Theodo IV. 8,28. 56, 13 ff. 

58.4. 80,36. 464,22.31. 

-, Hrz. Udo 8,10. 43, 17 ff. 456,14. 

— , Hrz. Utilo ». Bayern, Hrz. (Kilo. 

— , Hrz. Weif ^nelfo, Welfo) I. 12, 
16.18.121,29. 157,22ff. 158,5ff. 
159, 7 ff. 160,11. 174,15.16. 492, 
23 ff. 493, 26 ff. 494, 7 ff. 720, 18. - 
Seine Gem. Judith 158,11. 492,30. 

-, Hrz. Weif II. 12,21.33.35. 158, 

12. 159,15. 160, 11 ff. 174,17. 

199.1. 492,34. 493,37. 494,22 ff. 
- Seine Gem. Mathilde 160,22. 
177,12. 232,32. 494,27. 

— , Hrz. Wilhelm I. v. Straubing- 
Holland 16,3.4. 292,5. 304,9. 
305, 7 ff. 319, 7 ff. 374, 21. 579, 5. 

682. 12. 585, 6. 27. 623, 4. — Seine 
Gem. Mechtilde v. Lancaster 319, 

16. 585,29. 

— , Hrz. Wilhelm II. v. Straubing- 
Holland 16,9. 319,25. 322, 13 ff. 
323, 12 ff. 324, 13. 328, 16 . 329, 11. 

585. 15. 586, 25 ff. 587, 8. — Seine 
Gem. Margareta v. Burgund 322, 
15. 324, 5 ff. 325,14.25. 326,23. 

327. 13. 328,5. 586,27. 587,22.39. 
589,4.20. 591,17. 592, 9. -Seine 
Tochter Jakobäav. Holland 16,13. 

322. 16. 323, 38. 324, 2ff. 325, 14 ff. 
326, 19 ff. 327, 1 ff. 328, 1 ff. 329, 10. 
586, 28. 587, 19 ff. 588, 1 ff. 589, 4 ff. 
590, lOff. 591, 1 ff. 592,3 ff. 593,2 ff. 

— , Hrz. Wilhelm III. v. München 

17, 21. 329, 17.19. 332, 12. 336,32. 
337,3. 345,30. 346,9. 349,33. 

359.2. 361,5. 404,33. 405,33. 



by^_ 



.jl 



IC 



408, 11 ff. 409, 9. 599, 40. 600, 13. 
613,24. 614,3. 666,31. 667,25. 
668, 21. 669, 12 ff. 670,24,35. 825, 
32. 826, 6. — Seine Gem. Mar- 
garete v. Kleve 361, 5. 408, 20. 28. 

614.2. 669,19.31. - Sein Sohn 
Adolf 350, 12. 408,23.27. 409,3.4. 

604.3. 669, 22 ff. - Sein Sohn 
Wilhelm 408,28. 669,31. 

Bayern, Hrz. Wilhelm IV. 433,24. 

26. 689,35. 
— , Hrz. Wolfgang v. München 17, 

39. 213,31. 370,25. 375,12. 377, 

20. 383, 29. 388, 12. 397, 9. 411, 

26. 412,27. 415,4.6. 418,11.17. 

425,8.18. 429,7 ff. 430,6. 431,27. 

433,7 ff. 440,19 ff. 624,32. 625,19. 

627,34. 635,22. 643,42. 651, 17. 

654, 17. 657, 16. 664, 17. 672, 13. 

34. 673,16.18. 675,25.30. 678, 

29. 682,25.27. 683,28. 686,45. 

689, 10 ff. 698, 19.23. 703,37. 704, 

3.6. 705, 4 ff. 
Beauvais, Vincentius v. (V.Gallus, 

Bellovacen8i8)6,21. 97,10. 100,31. 

132,19. 134,19. 197,4. 
Begga 81,5. 
Beichenstefen , Beihensteffen s. 

Weihenstephan. 
Beilenstein (Peylstain, Pilsenstaine) 

am Forst 721, 13. 
— , Gr. Konrad d. Raube 721,12. 

725,1.2. 
Beilngries 20, 12. 
Belgien, Gr. Giselbrecht (Gisebertus) 

115,31. 
Belgier 25,33. 836,34. 
Belgrad (Alba, Castrum Nai.dor- 

albense,Thaurinum)810, 6 ff. 811, 

lff. 812,4 ff. 813, 6 ff. 814,15.41. 
Bemelburg, Hans v. 551,39. 
— , Reinhard v. 551,39. 
Benacus s. Gardasee. 
Hl. Benedictus 11,27. 73,27. 142, 

2 ff. 143, 2 ff. 486,42.43. 487,4.6. 

890, 24. 
Benediktbeuern (Beyren, Peuren, 

Monasterium Burense) 9,8. 66,15. 

67,12.15. 463,11. 690,7. 870,16. 
— , Abt Wilhelm 213, 7. 672, 22. 
— , Abt Narcissus 421,23. 
Bcneventum 140,26. 163,21.486,37. 

496,21. 
Bensteten 551,26. 
Berbling s. Perge. 
Bercharius, Herzog 48,21. 
Berg, Herzogtum s. Jülich. 
- (Berge), Grafen v. 183,25. 
— , Gräfin Gisela (Gisila) 204,1.9. 

Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 941 — 



Berg, Kloster im Donaugau 77,43. 
Bergadt, Bergadum 8. Moob. 
Bergalt b. Briegach. 
Bergamo (Bergomum) 107,36. 191, 

31. 297,18. 476,21. 
— , Hrz. Gaidulf (Gayndulphus) 

45,21. 460,5. 
— , Graf Ambrosiusl07,36. 476,21. 
Bergen bei Freising 879,40. 
— , Johann v., Herr zu Waelheym 

400,41. 
— (Bercken), Wilhelm v. 324,44. 

588,30. 
Bergh aasen (Perchusin) 863,22. 
Berichtoldstorf s. Perchtoldsdorf. 
Berlichingen, Bernhard v. 551,32. 
Bern (Beren, Peren, Pern) in der 

Schweiz 371,18. 665,18. 818,18. 
Bernauerin (Pernawerin), Agnes 407, 

8. 410, 1. 7. 668, 32. 
Berneck (Bernnegk), Stephan v. 

551, 10. 
Hl. Bernhard s. Clairvaux. 
St Bernhard, Grosser (Mons Jovis, 

perg Jovis) 107,39. 504,7. 
Bernrain bei Konstanz 3,28. 
Bernried (Perenried, Pernried) 13, 24. 

84,33. 192,13. 202,18.20. 
Bert hold, Domdekan zu Freising 

880,1. 
Bertholdstein(Berchtoltstain) 892,22. 
Berwangen, Hans v. 551,27. 
Besanyon (Bisuntz) 664,2. 726,21. 
Besel, Besell s. Oberwesel. 
Beseno (Bi&enum), Kastell 836,17. 

838,35 
Besterburg s. Westerburg. 
Bettovia s. Pettau. 
Betzenstein (Pentzenstain, Petzen- 

stain)274,5. 345,37. 556,15. 600,3. 
Beuerberg (Paurberg, Pawrbergk, 

Päwrbergk) 13,25. 202,19. 203,1. 
Beyren s. Benediktbeuern. 
Bianna s. Vyanen. 
Biberach (Bibracum, Bibrach) 19, 15. 

665,8. 
Biburg(Piburg) bei Abensberg 14,4. 

213,38. 214, 5 ff. 
— , (Piburgk) bei Fürstenfeldbruck 

857,21. 
Bichlingen, Gr. Adolf v. 552,11. 
Bido 8. Rom, Papst Paschalis III. 
Biervliet (Wiernletum, Wiernlett) 

324,13. 587,32. 
Bilbicz, Dietrich 552, 8. 
Bilbrart, Ulrich v. 619, 24. 
Bildnberg s. Wildenberg. 
BUstein (Bilstain), Herr zu 545, 19. 
Binenberg, Rünne v. 551,42. 



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Bingen (Pungen) 546,27. 776,26.27. 

Birock, Lago, aas d. Mark 552, 16. 

Bischer, Ulrich 552,20. 

Bisenbach, Hans v. 551, 31. 

— , Hermann v. 552, 15. 

Bisenuni s. Beseno. 

Bietritz (Biztricensis comitatus) 

807,30. 
Bistritz, Gr. v. s. Hunyady, Johann 

und Ladislaus. 
Bisuntz s. Besancon. 
Bitsch (Pitis, Picz), Gr. Friedrich 

423,11. 543,38. 
— , Gr. Heinrich 545, 14. 
Bivilo s. Virilo. 

Blankenstein , Schloss 27 1 ,8. 544, 13 . 
Blau (Blavius, Blavus, Plaw), Fluss 

19,2.17. 20,43. 451,3. 
Blivium 840,22. 
Blumenegg (Blumegka, Plumenek), 

Dietrich (Theodericus) v. 694, 15. 

835,40. 838,40. 
Blutenburg (Menzing, Mantzing) 

414,4. 673,21.24. 
Bobbio (Bobium) 47, 20. 
Bochonia (s. Boetania) 70, 39. 
Bockhorn (Pockarn) 888, 22. 
Bodensee (Lacus Bodonicus, Lacus 

Constanciensis) 21, 33. 284, 28. 

782 5. 
Bodman, Hans v. 653,26. 
Böhmen 12,43. 18,16. 21,10. 26,17. 

29,20. 32,38. 55,34. 104,43. 105, 

6. 118,1.14. 127,1.23. 135,16.32. 

140,27. 176,5. 180,23. 183,45. 

197.11. 200,6.25. 217,27. 242, 
24. 250, 25. 256, 19. 262, 10. 274, 
24 ff. 281,5. 320,16.18. 332,13. 
347,35. 357,8. 364,9. 365,27. 
366,35.37. 390,23. 394,24. 404,2. 
4l0,10ft. 415.27. 416,14. 426,25. 
473,34. 476,7. 479,22.23. 485,5. 
489,30. 507,26. 509,1. 521,6. 
527,7.24. 554,1.10 556,32.33. 
557, 2. 20. 562, 9. 571, 4. 584, 24. 
27. 595,15. 611,14. 617,9. 618,13. 
626,13. 639,29. 642,17. 658,34 ff. 
659, 2 ff. 661, 5ff. 662,14. 666,1. 
670,5.11. 671, 15 ff. 674,31.33. 

675.12. 681,8. 682,21. 695,38. 

696. 5 ff. 697, 10. 22. 709, 20. 31. 
710, 4ff. 711, 5ff. 712,28 ff. 713,2. 
16. 721,4. 727,33. 728,11. 732, 
40. 740,17. 742,11. 748,6. 750,37. 
751,1.17. 753,9. 757,13. 758,26. 
760,30. 761,31. 764, 4ff. 765,6. 

766. 6 ff. 767,2. 771,30. 774,21 ff. 
775,1.8. 776,29. 777, 6 ff. 791, 2 ff. 
792,9.14. 794,4ff. 795,8.31. 796, 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 942 



31.33. 798,16. 799,16. 801, 5 ff. 

804,21. 805, 2ff. 806,38. 808,1 ff. 

809,4ff. 816,10ff. 817,2fr. 845,14. 

901,32. 
Böhmen, Hrz. Boleslaua, Sohn Kg. 

Wratislaws II. 720,32. 
— , Hrz. Borziwoi II. (Borsinoyus) 

720,37. 721,3.8. 722,19. — 

Seine Gem. Heilbirga (Helpirgis) 

720, 37. — Sein Sohn Jaroniir 

(Jeronimus) 720, 1. 
— , Hrz. Friedrich 728,2. 740,15. 
— , Kg. Georg v. Podiebrad (Bodo- 

bra, Podiebrat, Poggiebracius) 

366.36. 370,3. 415,17.30. 416, 
5 ff. 618,11. 674,24. 796,6. 806, 
43. 808,21. 816,12.17. 817, 12 ff. 

— S. Gem. Johanna 416,6. 674,25. 
— , Kg. Heinrich, Hrz. v. Kärnthen, 

Gr. v. Tirol u. Görz 234,6.18. 
283,16. 300,23. 301,3. 308,31. 
311,18. 515,7. 568,24. 768,17. 
773,28. 774, 18 ff. 775, 2ff. 776,5. 

777.18. 780,7. - Seine 1. Gem. 
Anna v. Böhmen 234,20. 768,7. 

774. 19. 775, 19. 776,6. — Seine 
2. Gem. Adelheid v. Braunschweig 
775, 22. 776, 6. — Seine 3. Gem. 
Beatrix v. Savoyen 775, 22. 776,6. 

— Sein Sohn Leopold (Meinhard) 
775, 35. 776, 7. 

— , Kg. Johann 248, 12. 15. 249, 14. 
250,3ff. 251,2ff. 283,12.19. 284,5. 

285.7. 287,8.11. 289,8. 297,35. 
300, 24 ff. 301, 1 ff. 302, 15. 21. 
308,30. 525, 12. 14. 526,4ff. 527, 9. 
628,4. 530,31.33 568,19.569,10 
570,21. 571,16. 577,30.579,41. 

774.37. 775,lff. 780,25. 782,7.19. 

783.8. 786,10. 889,12. — Seine 
Gem. Elisabeth v. Böhmen 768,7. 
774,35. 

— , Kg. Przemysl (Primislaus) Otto- 
kar I. 197,15. 728,2. 756,29. 

— , Kg. Przemysl Ottokar II. 230, 11. 
236, 15. 23. 239, 2 ff. 240, 9. 513, 
32. 517,27. 518,17. 519,12. 746, 
21.25. 747,2. 748,18.24. 756, 4ff. 
757,1 ff. 758,37. 759, 2ff. 760,1 ff. 
761, 4ff. 762,8ff. 763,4ff. 764,5ff. 
765,2ff. 766,lff. 768,5.15. 886,11. 

— Seine 1. Gem. Margarete b. 
unter Deutschland, Kg. Heinrich, 
Sohn Friedrichs II. _ Seine 2.Gem. 
Kunigunde 746, 24. 760, 16. 

— , Rudolf 311,17. 768,9 16. 773, 
10. 774,23. 777,13.16. 778,27.— 
Seine Gem. Elisabeth s. unter 
Böhmen, Kg. Wenzeslaus II. 



by CiC 



IC 



Böhmen, Hrz. Sobieslaw I. 734, 12. 

— , Hrz. Sobieslaw II. 732, 39. 740, 
12. 16. 742, 10. 

— , Kg. Przemysl (Primislaus) Wen- 
zeslaus I. 230,12. 513,33. 747,2. 
749,10.24. 750, 4 ff. 751,17.29. 
752,21. 753,11. 755,17. 756, 15 ff. 

— , Kg. Wenzeslaus II. 768, 6 fl. 
773,6. 774,24. 776,29. 777,3.6. 

— Seine 1. Gem. Jutta (Guta) 
v. Habsburg 768,4.8. — Seine 
2. Gem. Elisabeth v. Polen 768, 9. 
774, 24. 

~, Kg. Wenzeslaus III. 243, 33. 

522.10. 768,6. 774, 19.36. 777, 3 ff. 
— , Hrz. Wladislaw I. 721, 6. 

— , Kg. Wladislaw (Bandislaus, Bla- 
dislaus, Bolislaus, Labeslaus, Wan- 
dislausjll. 170,1.177,39.130,26. 
502,6. 720,34. 727,30.34. 728,1.3. 
729,33. 730,16. 740,15. 756,30. 

— Seine Gem. Gertrud v. Oester- 
reich 727, 30. 728, 1.4. 873, 1 (hier : 
Agnes). 

— Kg. Wladislaw I. Postumus, Kg. 
v. Ungarn 364, 6. 389,25. 413, 14. 

616.11. 673,13. 790,19. 799,11. 
800,38. 801,1 ff. 802, 9 ff. 805, 3 ff. 
806,7ff. 807, 5ff. 808, 1 ff. 809, 1 ff. 
810, 12 ff. 814, 7 ff. 815,1 ff. 816,1 ff. 
817,1 ff. 818,4. 842,35. 

-, Kg. Wladislaw IL, Kg. v. Un- 
garn 273,3. 388,21. 389,24. 628, 9. 
630,30. 638,30. 648,26. 799,4. 

— , Kg. Wratislaw (WladUiaus, 
Wradislaus) IL 158,31. 719,24. 
720, 38. 734, 12. 

Böhmerwald 184,1. 276,3.13. 318, 
17. 426,19. 556,36. 749,49. 

Boetania verschrieben für Bochonia 
70,39. 

Bogen (Pogen), Burg u. Markt 229, 
25. 248,26. 329,24. 407,13. 513, 
13. 525,28. 668,29. 670,38. 

— , Grafen v. 14,8. 219,8. 229,27. 
513, 14. 

— , Gr. Albert 1. 199,7(11.?). 219,12. 

— , Gr. Albert II. 219, 14. 16. — 
Seine Gem. Hedwig 219. 18. 

— , Gr. Albert III. 218,4. 219,21. 
509,3. 25. — Seine Gem. Ludmilla 
s. unter Bayern, Hrz. Ludwig I. 

— , Gr. Albert IV. 2ia24. 219,23. 
229, 22 ff. 509,26. 513,11. 752, 
14.21. 

— , Gr. Berthold I. 219, 14. 

-, Gr. Berthold IL 219, 19. 

-, Gr. Berthold III. 218,25. 219, 
23. 509,26. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 943 — 



Bogen, Gr. Friedrich II. v. Falken- 
stein, Vogt der Kirche von Regens- 
burg 162, 15 ff. 199,10. 219,11. 
495, 19. 35. 

— , Gr. Friedrich III., Vogt der 
Kirche von Regensburg 170,34. 

-, Gr. Hartwich 219,19. 

— , Gr. Leopold 219,23. 

Bogenbach (Bogen), Fluss 19,39. 
20, 17. 

Bogudes 27, 9. 14. 

Boii, Volksstamm 21, 23 ff. 22,1. 
24, 14. 34. 450, 24. 25. 

Boiodurum (Poytrum) 40,31.41. 

Bologna (Bononia; 726,31. 

Bonaventura, Kreuzzugsprediger 
417,4. 

Bongew s. Pongau. 

Bonn (Bunna, Bunne) 106,1. 271,11. 
284,1. 474,10. 568,37. 780,14. 

Bopfingen (Poppfing) 349,48. 603, 
35. 665,9. 

Borenhaym,Schaffried(Schoffhart)v. 

551,39. 
Borgo (Burgum) im Val Sugana 

835,39. 838, 39 ff. 839,3. 
Borsselen (Barsilia), Frz. ( Francko) v. 

328. 17 ff. 592, 26 ff. 593,5.9. 
Bosnien (Bossen, Bossna) 380,4. 

632. 26. 
Boumimchirchen s. Baumkirchen. 
Bourbon (Borbonium) 412, 16. 
Boyrsa s. Möre. 

Bozen (Bolzanum, Bozonium, Pau- 
zana, Potzen, Pozen) 192, 9. 692, 
30. 694,9. 825,2. 829,20. 834,12. 

860. 27. 

Brabant (Brabantia) 68, 30. 98, 3. 

301,30. 324,21.38. 327,8. 554,47. 

588, 1. 591, 10. 592, 1. 820, 10. 
— , Hrz. Heinrich 235,8. 515,29. 
— , Hrz. Johann 324, 15 ff. 325, 22 ff. 

326. 18 ff. 327, 2 ff. 587, 35 ff. 588, 
6 ff. 589, 2 ff. 590, 21 ff. 591,3.50. 
— Seine Gem. Jakobäa s. unter 
Bayern, Hrz. Wilhelm II. 

— , Hrz. Philipp, Gr. v. St. Paul 

327,43. 592,1. 
Brag s. Prag. 

Brager, Ladislaus (Lasla) 551,6. 
Brain (Contebrein, Contebria) 325, 

44. 589, 47. 
Brancker, Friedrich 551,9. 
Branda, Kardinal 346,22. 600,27. 

791,2. 
Brandenburg, Markgrafschaft und 

Markgrafen 259,43. 264,1. 284, 

22. 300,19.305,10.24. 315,21.24. 

318,6.12. 356,30. 388,17. 538,14. 



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553,4.24. 554,1.19. 579,1.582, 
15.29. 584,16.20. 610,4.786,12! 
Brandenburg.Kurf.AlbrechtAchilles 
270,10. 272,9. 276,22. 280,15. 360, 
38.351,1.7. 353,8.11. 354,27.34. 
356,31. 363, 11.21. 364,31. 365,8 ff. 
366,10. 367,4 ff. 368,36. 370,23. 371, 

25. 375,8. 381, 17.30. 403,3. 542, 
36. 561,31. 604,18. 606, 4 ff. 615, 
19.28. 616,24.31. 617, 2 ff. 618, 2 ff! 
619,16. 620,16. 625,20. 627,23. 

629.5. 633,23. 664,19. 795,39. 
796,22. 807, 27. 808,43. 904,15. 

- , Mkgr. u. Kurf. Friedrich I. 

261.3. 274,6. 341,30. 345, 18 ff. 
348,46. 349,14.44. 352,19.28 
353,29. 356,28. 556,16. 699,26.41. 

600.4. 602,34. 603,8.32. 604,15. 
605,24. 610,1. 793,4. - Seine 
Gem. Elisabeth v. Bayern-Lands- 
hut 356, 26 ff. 610,1.5. — Sein 
Sohn Friedrich d. Jüngere 356 31. 

— , Kurf. Friedrich 11.356,31. 664,17. 

— , Mkgr. Friedrich v. Ansbach- 

Bayreuth 375,9. 381,17.386,3. 

397.6. 399,3. 401,25. 429,28. 

430.5. 431,17.40. 627,25. 633,24. 
636,36. 643,39. 644,30. 683,12 

26. 684,27. 685,26. 687,10. 688, 
46. 913, 25. — Seine Gem. Sophie 
v. Polen 799, 3. 

— , Mkgr. Johann v. Luxemburg 

u. Görlitz 587, 13. 
— , Mkgr. Johann d. Alchimist 276 

22. 558,42. 
— , Kurf. Johann Cicero 356,31. 
— , Mkgr. Ludwig d. Brandenburger 

s. unter Bayern, Hrz. Ludwig V. 
— , Mkgr.Ludwig d. Römers, unter 

Bayern, Hrz. Ludwig VI. 
— , Mkgr. Otto III. d. Fromme 

759, 34. 
— , Mkgr. Otto v. Witteisbach s. 

unter Bayern, Hrz. Otto V. 

- , Mkgr. Sigmund v. Bayreuth 
390,36. 391,5. 399,4. 402,11.30. 
640,411. 644,31. 

— , Mkgr. Waldemar(Walderamus) 

283,12. 284,20. 300,18. 568,19. 

569, 20. 
— , Bistum 664,6. 
Brandenstein, Heinrich 552, 14. 
Brandis, Friedrich v. 630,15. 
Braunau (Praunaw) 383, 13. 400, 5. 

606,4. 634,38. 645,5. 657,32. 

660,20.25. 661,12. 

— (Prunovia), Konrad v., Domherr 
in Regensburg 321, 12. 

Braunhild s. Brunhilde. 

Original from 
UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 944 — 



Braunschweig (Brunsvica) Herzog- 
tum 162,10. 174,31.33. 388,24. 

505,21. 638,32. 672,2. 680,19. 

729,11. 
-,Hrz. Erich 385,19. 
- , Hrz. Friedrich 664, 11. 
— , Hrz. Heinrich 272,31. 545,34. 

664, 10. 
— , Hrz. Otto 664, 10. 
- , Hrz.Wilh. 174,33. 182,36. 503,27. 
— , Hrz. Wilhelm 664,11. 
-, Stadt 174,29. 185,39. 665,6. 

748,36. 
Braunsweiz 665,19 wohl verschrieben 

für: Uri, Schwyz. 
Brecknicz (Precknfltz) = Brieg? 

416,9. 674,28. 
Breda (Bredo) 278,8. 559,38. 
— , Heinrich v. 327, 5. 591, 7. 
Brege (Breg), Fluss 19,12. 20,23. 
Bregenz (Bregnicz) 697, 29. 
— Gr. Rudolf 161,16. - SeineGem. 

Wolfhildis 161,10.15. 174,21. 
Brein,Hartstain (verderbt) s Grama- 

stetten. 
Breisgau (Preysga) 648,11.29. 
Breitlach (Preitlachn), Fluss 19, 25. 

20,33. 
Bremen, Erzbistum u. Erzbischöfe 

349,36. 371,6. 603,27. 664,2. 
— , Eb. Adalbert 130, 36. 39. 
Brenni, Völkerschaft 31,8. 
Brenz (Premss, Prenns), Fluss 19,18. 

20,44. 368,16. 619,18. 
Brescia (Brixinum, Brixia) 34, 3. 

260,16. 293,4.12. 574,32. 575,4. 
Breslau (Bratislavia, Bresla, Wratis- 

lavia) 244,28. 364,8. 384,20.416, 

16. 623,3. 616,8. 765,8. 796,20. 

28. 809, 12. 
— , B. Nikolaus 809, 13. 
Bretonen (Brittones gallici) 32, 10. 
Breuberg(Prewperg) 606,25. 607,23. 
Breusch (Pruscha), Fluss 285,35. 

569,38. 
Breydenrode, Herr v. 551,19. 
Brick, Bernhard, Hauptmann 416, 8. 

674, 26. 
Brieg (Briga) in Schlesien 319,25. 

585, 14. 
Briegach (Bergalt), Fluss 19,13.20,24. 
Briner, Friedrich 551,3. 
Brisveit, Johann v. 551,24. 
Brittannia s. England. 
Brixen, Stadt 158, 23. 454, 1. 
-, Bistum 18,9. 108,17. 234,16. 

315,19. 476,17. 582,28. 664.4. 

774,6. 832,13.27. 838,31. 839, 
22 ff. 840,1. 888,27. 



by CiC 



IC 



Brixen, B. Bruno 761, 2. 
, B. Georg 370, 19. 

— , B. Hartmann 179,31. 502,31. 
723,35.36. 732,3. 

— , B. Nikolaus v. Gusa, Kardinal- 
legat 212, 30. 349, 36. 362, 25. 

603.27. 832,10. 906,11. 
Brixina, Brixinum s. Brescia und 

Brixen. 
Bruchsal (Bruchsella) 865, 18. 
Brück (Ascherichesburge, Pruck) 

an d. Leitha 390, 5. 6. 639, 15. 16. 

749,29. 870,22. 

— (Pruck) bei München 236,6. 

— (Brugga) a. Mur 770, 16. 
Brüfling s. PrOvening. 

Brügge (Brück, Prück) 425,2.6. 

440, 2. 678, 28. 703, 9. 842, 4. 

906,36. 
Brunn (Brunna) 740,14. 742,9. 809,1. 
Brüssel (Bruxella, Prüxel) 324,43. 

588. 28. 

Brugg (Brück) i. Schweiz 778, 1. 
Bruneck im Pustertal 312, 17. 832,13. 
Brunhilde (Braunhild, Brunhild). die 

schöne 750, 28. 32. 
Buchhorn s. Friedrichshafen. 
Budapest (Buda, Ofen, Pesth, Sicam- 

bria) 206,14. 243,41. 391, 10.21. 

435.19. 454,27. 455,18. 522,20. 
601,22. 640,16.24. 698.34. 751, 9. 
762,14. 797,20.37. 809,37. 810, 
11. 16. 814, 12 42. 815, 10 ff. 816, 
1. 10. 

Bficklin, Wilhelm 552, 23. 
Büdingen (Büdingen), Grafen v. 

664,30. 
Bünau (Binawe), Günther v. 552, 7. 
Bulgarien, Bulgaren 104,24. 170, 24. 

781,32. 792,16. 800,40. 
Bunna, Mutter des h.Wilibald 73,25. 
— , Stadt s. Bonn. 
Buraburg, B. Hwitan (Witto) 73, 2. 
Burense monasterium s. Benedikt- 

beuern. 
Burgau (Burgovia, Wurgau), Stadt 

u. Markgrafschaft 289, 32. 384, 2. 

572,22. 635,29. 801,2. 818,11. 

824,6. 
— , Georg v. 345,12. 599,31. 
Burghausen 17,6. 241,29. 248,23. 

331.20. 351,26. 355,19. 356,7. 
362,5. 364,4. 369, 2 ff. 386,25. 
412,7. 503,29. 520,27. 525,24. 
566,44. 594,8. 604,38. 609,16. 
616,4. 62ö,20ff. 637,26. 649,4. 
18. 651,28. 652,9. 653,3 ff. 654,9. 
655, 35. 666, 11. 697, 19. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 945 — 



Barghausen, Gr. Gebhard 179,38. 

502, 37. 503, 28. 725, 4. 732, 9. 
— , Gr. Sighard s. unter Schala. 
Burgbeim (Burckhaim) 19, 24. 20, 32. 
Burglengenfeld (Lengfeit) 194,24. 

394,19. 428,17. 443,23. 507,6. 

642, 14. 682, 11. 
Burgos, B. Roderich (Rudericus) 

796, 24. 
Burgrain (Purckraina, Purckreina, 

Purckrayn) 153,32. 490,38. 867, 

11. 898,4. 905,5. 
Burgum s. Borgo. 

Burgund, Burgunder 11, 20. 68,23. 
74,29.33. 75,10 98,3. 136,32. 
137,2. 185,8. 204,27. 259,2.262, 

12. 279,5. 323,25. 389,28. 397, 
14. 463,22. 489,30. 504,8. 536,27. 
34. 551,21. 591,15. 644,4. 648,17. 
18. 664,9. 904.12. 906,35. 

— , Kg. Boso (Baso^ 107,41. 115, 
16.25. 476,25. 477,30. 478,3. 

— , Hrz. Johann d. Unerschrockene 
320,2. 322,15. 323,14. 343, 2 ff. 
344,10 5^5,16. 586,26. 587,9. 596, 
8 ff. 598,23. — Seine Gem. Mar- 
garete v. Niederbayern-Straubing 
320, 1. 2. 329, 13. 534, 7. 585, 15. 

— , Hrz. Johann d. Gute 258, 20 ff. 
259, 1. 320, 3. 534, 6 ff. 585, 17. 
790 27. 

— , Hrz. Karl d. Kühne 17, 29. 269, 
26. 270, 3 ff. 371,10. 422, 10 ff. 
542, 24 ff. 543, 1 ff. 677, 32. 37. 
836. 34. 841, 37. 

— , Pfalzgr. Otto 726,21. 

— , Hrz. Philipp II. d. Kühne 587, 
38. 39. 

— , Hrz. Philipp d. Gute 262, 7. 
324, 12 ff. 325, 22. 42. 326, 5 ff. 
327,3ff. 328,3ff 329,12. 587,34ff. 
588, 16. 589, 16 ff. 590, 4 ff. 591, 
5 ff. 592, 4 ff. 593,4. 600,30. — 
Seine Gem. Margarete 324, 12. 

— , Erzhrz. Philipp d. Schöne 400, 
21. 645,16. 

-, Kg. Rudolf 715,37. 

Burkhard, Kämmerer 187,14. 505, 
32. 881,9. 

Bursatt, Bernhard v. 551,23 

Burtau, Rudolf v. 552, 13. 

Busse, Herr v. 551,19. 

Byzanz s. auch Konstantinopel. 

— , oströmische Kaiser: 

— , Alexius I. 159, 31. 494, 14. 

— , Alexius III. 743, 13 ff. 751,15. 

— , Anastasius 42,6. 456,9.10. 

— , Balduin (Wandebinus) v. Flan- 
dern 743,19. 

Quellen u. Erörterungen >\ F. 1IL 



Byzanz, oströmische Kaiser: 

-, Heinrich v. Flandern 743,21. 

— , Heraclius (Eraclius, Heradius) 

48,17. 50,29. 80,27. 97,10. 
— , Isaak (Thursac) Angelos 197,3. 
— , Justinus 43,10. 456,10. 
-, Leo TU. 65,3.8. 465,15. 
— , Manuel (Emanuel) I. 170, 30. 

171, 14. 729, 20. 
-, Michael 97,13. 
— , Peter v. Auxerre (Ausserra) 

743, 21. 
— , Philippus II. (Philippicus) 56, 

30. 31. 

— , Phocas (Focas) 47,42. 
— , Zeno 41, 3. 

Cadorre (Cadobrium) 838, 32. 
Caesar, Caius Julius 4,24. 5,10. 

7.28. 23,27. 25,6ff. 26,3. 49, 16 ff. 

69,5. 449, 4 ff. 717,6. 
Cae8arius s. Heislerbach. 
Cainnina s. Kains. 
Calabrien 92,1. 171,12.19. 
— , Hrz. Karl. Seine Gem. Ka- 
tharina T. Oestcrreich 778,32. 
Callenperg s. Kahlenberg. 
Calliano (Calianum) 836,16. 837, 41. 

838,9. 
Calvus Mons s. Kahlenberg. 
Calw(Calve,Chalwe.Kalbe),Grafen v. 

183,24. 715,42. 720,16. 726,6. 
- (Ctaalve), Pf alzgr.Gottfried 160,23. 
Cambrai (Camerach, Camericb, Ca- 

mirich), Bistum u. Bischöfe 548, 

14. 554,23. 664,5. 
Campanien 163,16.24. 
Campidona s. Kempten. 
Campiprincipum s. Fürstenfeld. 
Campus Liliorum s. Lilienfeld. 
Canale (Canales) 92,3. 
Canale-Tal (Vallis Cannalis) 839,11. 
Hl. Candidus 864,9. 
Canterbury (Kandlberg) , Eb. 

Hl. Thomas 182,33. 503,24. 
Capell, Capeila, Cappell, Cappeller 

«. Kappel. 
Capistrano, Johann v. 807,37. 810,8. 

811,19. 812,33. 813,11.47. 814,3. 
Caprile (Cavarillae, Caverillae) 838, 

31. 839, 22. 
Capua 140,17. 
Carinus 25, 32. 35, 28. 
Carni 49,20. 

Carnuntum (Carnutum) 36,46. 
Carrara, Franz v. 260,22. 330, 20 ff. 

533,31. 593,26. 822, 26 ff. 
Carrctto, Grafen (Carratenses) 

233, 11. 

60 



by CiC 



IC 



Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 946 — 



Caspar (Casper, Caspitz), Magister 

805, 33. 806, 1. 
Cassel, Jost v. 552, 18. 
Castel s. Kastl. 
Castelbarco 333,9. 

— (Castlbart, Castelwart), Georg v. 
391,31. 640,33. 

Castel Ivan (Yvan castrum) 838, 32. 
Castell, Gr. Friedrich 629, 7. 

- , Gräfin v. 631, 12. 
Castella s. Kastilien. 

Castelli Civitas s. Cittä di Castello. 
Castner, N. 434,28. 
Castruccio 293,13 ff. 294,36. 575,5. IL 
Castrum Noricum = Nürnberg 23, 1. 

31, 18. 32, 34. 
Castrus s. Chartrettes. 
Hl. Casfulus 63, 3. 488, 9. 878, 36. 

879,24. 880,2. 
Catabria, Catubrium s. Kadobertal. 
Catonen 69, 26. 
Catsa s. Katscb. 
Cavarillae, Caverillae s, Caprile. 
Cecilia s. Sizilien. 
Cecium s. Zeiselmauer. 
Celegia, Celeia, Celeya s. Cilli. 
Ceres 27, 1. 
Cesarini, Julianus, Kardinal -Legat 

791, 44. 802, 7. 
Chains s. Kains. 
Chälons, Johann IL v., Prinz 

v. Oranien 400, 39. 
Cham (Camb, Kam, Kamm) 176,45. 

217,17. 248,26. 255,7. 329,23. 

409,2. 525,28. 529,32. 558,35. 

669,27. 760,26. 
Cbammerstainer, Chamstain s. 

Kammerstein. 
Chanad s. Csanäd. 
Chartrettes (Castrus) 849,7. 
Chaths s. Katsch. 
Chelehaim s. Kelheim. 
Chent 8. Kent. 

Chiemgau (pagus Chvmingen) 82, 7. 
— , Gr. Günther 82,* 7. 83,3.10. 
Chieming (Chiemingen) 857, 2. 
Chiem.see, See (Kyemsee, lacusChv- 

ming) 83, 19. 84, 35. 85, 2. 
— , Bistum 18, 10. — S. auch Frauen- 

chiemsee und Herrenchiemsee. 
— , B.Bernhard v. Kraiburg 370, 19. 

627, 38. 
~, B. Georg 376, 10. 377,23. 378, 

21. 624,7.35. 632,7. 911,23.24. 
— , B. Ludwig Ebner (Ebnar) 396, 2. 

643,20. 911,29. 
— , B. Ulrich 563, 19. 
Chiliperch s. Kirchberg. 



by Google 



Chimay (Chymay), Fürst 552, 31. 32. 
554,5. 

Chiny (Chinium) in belgisch Luxem- 
burg 801, 3. 

Cblingenvels s. Klingenfels. 

Chochalense monasterium s. Kochel. 

Chölbenbach s. Grosskölnbach. 

Chorasan (Corrosium) 160,1. 

Chorces, Chorzes s. Kortsch. 

Chreima, Chrema s. Krain. 

Chrembs, Chrems s. Krems. 

Chressenprunne s. Kressenbrunn. 

Chriecbisaveron s. Kriegshaber. 

Chromatius 36, 11. 

Chronburg s. Kronburg. 

Chünrashein s. Konradsheim. 

Chufringin s. Kaufering. 

Chunigesbrunen s. Königsbrunn. 

Chunolt 466, 6. 

Chur, Bistum und Bischöfe 664, 2. 
694, 18. 835, 44. 

— (Ciirick !),B. Albert 125, 17. 482, 6. 

— (Cürick!), B.Heinrich IL 187,8. 
505,26. 881,3. 

Cilli (Celegia, Celeia, Celeya, Cilia, 
Cyly) 36,19 ff. 37,10. 62,11. 452, 
17.24. 453,5. 851,22. 895,24. 

— , Gr. Friedrich 748, 26. 

— , Gr. Hermann 274,20. 406,20. 

556.28. 668,8. — Seine Gem. 
Beatrix s. unter Pfalz, Pfalzgr. 
Johann d. Oberpfälzer. 

— , Gr. Ulrich 408,4. 796,20.31. 

801.24. 805,15. 807,8. 808,1 ff. 
809,17 ff. 810,13. 814,8ff. 815,1. 

Cimbern (Cimbri, Cymbri), Völker- 
schaft 21,38. 49,21.24. 

Cistersdorf s. Zistersdorf. 

Clteaux (Cistercium) 735, 32. 873,43. 

Cittä di Castello (Civitas Castelli), 
B. Bartholomäus 834,2. 

Cittanuova (Naubenburch) 870,13. 

Cividale (Sibidat) 822, 34. 

Clairvaux (Claravallis) 161,23. 

— , Abt HL Bernhard 32, 40. 163, 8. 

169.29. 496,12. 49J,12ff- 
Clena, Herr v. 696, 19. 
Clugny (Cluniacum) 143, 27. 
Colomannus s. Koloman. 
Colonna (von der beulen), Stephan 

293.25. 294,1. 575,19. 
Hl. Columbanus 47, 19. 
Comagenis 39,25. 40,9. 41,10. 
Comania s. Kumanien. 
Comersee (Lacus Cumanus, Kumer- 

see) 185,2. 503,37. 
Comptegne (Compendium) 87, 7 . 
466,26. 

Original frorn 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 947 



Concio legis, Conciolegum s. Gun- 
zenlee. 

Coofluencia s. Koblenz. 

Confugia, Conphugia s. Kaufungen. 

Conlebrein, Contebria a. Brain. 

Corbara(Corbarium) 294,15. 575,24. 

C'orbiniana, Mutter d.bl.Corbinianus 
849,1. 

Corbinianus, Hl. s. unter Freising. 

Hl. Cornelius 860, 14. 

Corrosium s. Chorasan. 

Costech 8. Gostetsch. 

Costnicz s. Konstanz. 

Coucy (Küssin), Enguerrand v. — 
Seine Gem. Katharina r. Oester- 
reich 786,7. 

Couvedo (Cubida) 870,19. 

Cramanesdorf s. Gronsdorf. 

Cranlsperg s. Kranzberg. 

Crema 181,18.20. 503,11.15. 

Cremona 45,30. 181,17. 

Cristan, Michael, Kaplan von Bern- 
rain bei Konstanz 3,2 ff. 5,25. 6,3. 

Cronicz, Stephan v. 552,2. 

Crwsowcz 810,42. 

Csanad (Chanad), B. Antonius 243,40. 
522, 19. 

Cubida s. Couvedo. 

Cürick s. Chur. 

Cumani s. Rumänen. 

Cunntzenlen s. Gunzenlee. 

Cuntzen s. KOuzing. 

Curima, Curina (Chur?) 37,15. 

Cusa, Nikolaus v. s. unter brixcn, 
B. Nikolaus. 

Cutelingenburg s. Quedlinburg. 

Cyly s. Cilli. 

Cvmbri s. Cimbern. 

Cypern 159, 24. 412, 17. 494, 21. 

— , Kg. Jakob 1. 330, 43. — Seine 
Ceni. Agnes 330,42. 

— , König Jan us. Seine Gem. Char- 
lotte von Bourbon 342,30. 595,36. 

Hl. Cyprianus (Ciprianus) 860, 14. 

Dachau (Tachowe), Burg und Markt 

17,26. 166,16. 191,14.20. 192,1. 

217,22. 413,21. 414,3. 498,30.31. 

508,37. 594,11. 673,21. 
-, Grafen v. 13,15.17.23. 190,2. 191, 

1317.193,23. 202,1 ff.236,12. 517,13. 
— , Gr. Arnold I. 191,16. 193,12. 

20. 202 2. 
— , Gr. Arnold II. 191,17.23.202,6. 
— , Gr. Konrad I. 12, 29. 166, 17. 

33. 191, 17 ff. 202,4. 498,32. 
— , Gr. Konrad II., Hrz. v. Kroatien 

und Dalinatien 167,3.16. 191,28. 

202, 6. 499, 1. 



byGi 



Dachau, Gr. Konrad III. 191,36. 

202,8. 217,24. — Dessen Gem. 

Udilhilde 192,2. 217,24. 508,38. 
— , Gr. Otto I. 191,24.25. 202,8. 

— Seine Gem. Agnes 191,26. 
-, Gr. Otto II. 191,25. 202,10. 
Dacia s. Dänemark. 
Dacier, Völkerschaft 21, 12. 30 25, 

20. 107,32. 
Dänemark (Dacia, Dania) 15, 8. 164, 

20. 175,13. 276, 16 ff. 292,1. 558, 

31 ff. 795,38. 
— , Kg. Christian (Cristan) I. 276, 

23. 371,10. 558,43. 
- , Kg. Christof s. unter Pfalz, 

Christof. 
-, Kg. Erich I. 273,30. 274,12. 

276,8. 556,11. 558,29.33. 
Daglfing (Tagelfingae, Tagolfinga, 

Tagolfingen) 860,4.6. 879,30. 
Dalmatien, Dalmatier 25, 18. 39, 8. 

167,4. 191,29. 449,11. 792,15. 

800, 39. 
Damaskus 171,2.11. 
Damasus, Bischof 87,32. 468,1. 
Damiette (Damiata) 223, 13. 224, 

34ff. 510,15.20. 744,7.11. 
Dankensweiler (Tanckersweiler) 436, 

28 700 5 
Daugendorf (Tugendorf) 162,31 

495,31. 
Daxhausen, Albrecht v. 619,28. 
Deck, Decke s. Teck. 
Declanus s. Theclanus. 
Degenberg 417, 16. 
— , Ebronius v. ## 246,3. 
— , Johann d. A. 629,31. 
-, Jobann d. J. 629,32. 
Degenfeld, Wilhelm v. 552, 14. 
Degernbach s. Tegernbach. 
Deggendorf (Deckendorf) 20, 11.16. 

17. 248,26. 251,11.18 329,22. 

409,2. 525,28.527,27.34 669,27. 
Delft (Delfck), Voß v. 327,17. 591 ,22. 
St. Denis 106,15. 109,31. 474,28. 
-, Abt Eubulo 111,1 112,10. 
— , Abt Hildwinus 112,22. 
Detricus de Verona s Ostgoten. 
Deutschland, Kg. Adolf v. Nassau 

242, 14 ff. 252,28. 521, 1 ff. 528,27. 

770,24. 77 1,14 ff. 772 ,2 ff. 776,10. 18. 

-, Kg. Albrecht I. 234,7. 241,14. 

242, Uff. 243,2'J. 253,2.16. 283, 
9. 515,9. 520,13. 621,2 ff. 529,2. 
767, 9. 768, 9 ff. 769, 2 ff. 770, 1 ff. 
771, In. 772,2ff. 773, 1 ff. 774, 9 ff. 
776, 10 ff. 777, 5 ff 778, 3 ff. 779, 
5.8. 786, 4 ff. 787,6. 788,2. 789, 
28.38. 790,21. — Seine Gem. 

60* 

p Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 948 — 



Eüsabethv. Kärnten 234,7. 311,17. 
515,8. 773,8.28. 774,8. 776,5. 
778,26.33. 779,5. 
Deutschland, Albrecht II. 320,5. 
360,34. 362,31. 410,12. 585,21. 
613,28. 615,6. 671,15. 790,35.40. 
791, 4ff. 792,1 ff. 793,6 ff. 794,1 ff. 
795, 8 ff. 796, 7 ff. 797, 20 ff 798, 
1 ff. 799,15. 801,7. 802,3. 844,25. 

845. 20. — Beine Gem. Elisabeth 
v. Böhmen u. Ungarn 791, 4. 792, 
22. 794,11. 798,34. 801, 9 ff. — 
Sein Sohn Georg 798,35. 

— , Arnulf 10, 16. 25. 61, 15. 105, 
13.22. 106,23 ff 107, 2 ff. 108, 4 ff. 
109,8. 111,2. 112,9.38. 113, 3 ff. 
114,16.25. 115,5 ff. 190,16. 227,7. 
474, 3 ff. 475, 5 ff 476,1 ff. 477,1 ff. 
861, 16 ff. 862,4. 863,32. - Seine 
Mutter Liutsvinda 105,12. 474,2. 
— Beine angebl. Gem. Agnes 114, 
3. 10. - Seine Gem. Uta (Odoa) 
108,40. 114,11. 477,12. — Sein 
Sohn Zwentibold s. u. Lothringen. 
Sein angebl. Sohn Eonrad 114, 
11.18. — Angebl. Neffe Otto 227,7. 

— , Ferdinand (Vernandus) 1.443,20. 
845 23. 

— , Friedrich I. 12,39. 13,4. 23,30. 

161.11. 166,34. 167,15. 169,28 

170.21. 171,38. 174,24. 175, lOff. 
176, 15 ff. 177, lOff. 179, 1. 180, 2 ff. 
181, 5ff. 182, 14 ff. 184,5ff. 185, 
lff. 186,17. 187,21.23. 188,7. 

189.21. 191,30. 200, 16 ff. 204,19. 
209,39. 227, 12 ff. 229,32. 233,34. 
471,16. 495,1. 498,37. 499,37. 
500, 1 ff. 501, 1 ff. 502, 39. 41. 503, 
5 ff. 504, 1 ff. 505, 13. 506, 36. 507, 
20. 726,15.19. 727,32. 729,32. 
38. 732,llff. 735,18. 738,34. 739, 
3 ff. 740,31. 753,29ff. 754,40. 872, 
26.38 873,27. 878,13.22. 880, 
13. 18. 881, 15. 17. 883, 15. — 
SeineGem. Beatrix 181, 12. 182,26. 

— , Friedrich II. 198, 12. 14. 204,36. 
211,18. 213,40. 223,4. 225,17. 

228.25. 229, 12 ff. 230,4.16. 231,3. 

232.26. 233,2. 510,9.31.511,8. 
513, lff. 514,2.19. 515,3. 726,24. 
727,7. 743,30. 744,14. 745,38. 
746,8. 15. 751, 11 ff. 752, 1 ff. 753, 
18.21. 754,36.42. 755,30.756,22. 

773. 22. 885, 27. - Seine Gem. 
Konstanze 726,31. 743,27.29.— 
Sein Sohn Jordan 726,33. 

— , Friedrich III. 261,17. 264,9. 

268.12. 269,2.22. 270,1. 272,5. 
14. 276,26. 278,3. 290,10. 354,24. 



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363,9. 367,12. 370, lff. 375,5. 
379,26. 380,30. 381,5.24. 383, 
17 ff. 384,15. 388,5.11. 389,6. 

394. 15. 397, 15. 399, 14. 16. 400, 
13. 414, 7. 418, 19. 422, 11 ff. 424, 
12. 425,20. 427,9.11. 429,26. 
431,4. 432,26. 433,4. 434, 3 ff. 

439.29. 440, 3 ff. 447,3 537,21. 
36. 540,28.34. 541,38. 542, 18 ff. 
543,26. 545,2.35. 546,12. 547, 5 ff. 
548, lff. 549, lff. 551,1. 552,37. 
553, 7 ff. 559,5.33. 572,43. 615, 
16. 618,20. 621,5. 623,28. 625,12. 
627,21. 631,23. 632,7 ff. 633,4ff. 
635,6.26. 639,1. 642,10. 644,38. 
662,35. 675,29. 677,32. 678,14. 

681. 16. 684, 10 ff. 689, 41. 703, 1 ff. 
704, lff. 726,2. 793,16.798,21. 
25. 801,40. 802, 18 ff. 803, 2 ff. 

804.13. 805, lff. 806,3 ff. 807,3 ff. 
816,26.37. 830,30ff. 831, lff. 840, 
44. 841,15.38. 842,3«. 843, 1 ff. 
844,18ff. 845,2ff. 897,15. 899,28. 
900,4.21. 904,9. 906,33. 908,29. 

910. 15. 30. 

-, Heinrich I. 117, 14 ff. 118, 6 ff. 

119.16. 123,7. 478, 19 ff. 479,1 ff. 
481,3. 713,35. 42. 714,1. 851,10. 

863. 14. — Seine Gem. Mathilde 
•123,8. 478,21. 

— , Heinrich II. 11, 14. 29. 66, 19. 

132.34. 133,22. 134, 11 ff. 136,1 ff. 
137,14. 140,12. 144,27. 145,21. 
146, 3. 19. 149, 23. 150, 14. 36. 

151.30. 152,14.19.153,7.24. 154, 
6. 29. 155, 9 ff. 484, 24 ff. 485, 3 ff. 
486, 1 ff. 487, 3 ff. 488, 1 ff. 489, 5 ff. 
490, lff. 491,4 ff. 714,23. 715,18. 
865,22.26. 866, 8ff. 867,23. 887, 
12. — Seine Gem. Kunigunde 
11,22.39. 12, 5. 7. 10. 137, 13. 15. 
146,20. 147, 3 ff. 149,7.32. 150, 
27. 153, 3 ff. 154,2. 155,39.40. 
156,9. 227,6. 485, 19ff. 486, 2 ff. 
489,38. 490, 3 ff. 491,4.13. 866, 
22. 867,10. - Seine MutterGisela 
(Gisila) 80, 15. 

— , Heinrich III. 112,25. 113,26. 

156,16ff. 167,27. 173,36. 209,27 ff. 

491,26. 29. 492,4. 6. 715, 11 ff. 

716,15.28. 719,2 720,16. 726,5. 

727, 19. 867,34. 868, 25 ff. - Seine 

Gem. Agnes 12,14. 156,24ff. 157,7. 

492,7ff. 716,34. - -Seine Schwester 

Beatrice 160,22. 
-.Heinrich IV. 32,28. 130,35. 

156,32. 157,10.25. 158,9ff. 160,9. 

194,17. 214,27. 493,11 ff. 716,23.27. 

717.35. 718,20ff. 719,27. 720,17. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— Ö49 — 



722, 16 ff. 726,6. 10. 727, 19. 870, 

8 ff. 872, 37. 39. 
Deutschland, Heinrich V. 32, 33. 

160,9.18. 195,4. 204,7. 494,32. 

495,7. 507,4. 722,15.17. 723, 

15. 726,6. 727,12.19. 872,37. 

883,29. 
— , Kg. Heinrich, Sohn Konrads III. 

169,16.18. 171,24. 499,18.26. 

726 19. 
— , Heinrich VI. 200, 47. 201, 1. 

726,20ff. 740,8.31. 741,18. 742,31. 
— , Kg.Heinrich, Sohn Friedrichs II. 

225, 2ff. 229,6.13. 510,31.511, 

4 ff. 512,31. 513,2. 726,27. 743, 

30. 744,13.19. 746, 8 ff. 747,29. 

754,41. 756,21. — Seine Gem. 

Margarete v. Oesterreich 726, 29. 

743,16.31. 746, 7 ff. 747,30. 755, 

35. 756,21. 759,30. 760,15. - 
Seine Söhne Friedrich u. Hein- 
rich 726,28. 743,32. 746,18.19. 

— , Heinrich VII. 6,23. 254,24.32. 

283, 5 ff. 301, 26. 529, 10. 13. 568, 

15 ff. 768,23. 774,34. 775,17. 

779 23. 
— , Karl'd. Gr. 4,10 .42.43. 6,7.8. 

9,33. 10,2.4.5. 30,11.19. 32,8ff. 

33,13 69,17.37. 70,9. 74,31. 

80. 5. 85, 3. 87, 9 ff. 88, 6 ff. 89, 2 ff. 

91,3ff. 92,10ff. 93,2ff. 94, 14ff. 

95, 12 ff. 96,23. 97, 1 ff. 98,16. 

100,16ff. 101, 2ff. 102,2 ff. 106,21. 

273,7. 466,29. 467, 1 ff. 468, 10 ff. 

469, 1 . 470, 22 ff. 471, 2 ff. 472, 1 ff. 

474,33. 478,7. 547,33.36. 550, 

17 ff. 856,23. 857,7. - Seine 

Gem. Hildegard 97, 8. 18. - Seine 

Gem. Fastrada 88,13. 97,21. 

468, 24. - Sein Sohn Karl 97, 18. 

100, 22. - Sein Sohn Pippin 

88,21. 97,18.468,30. - Seine 

Töchter Rotrud, Berchta (Berga) 

und Gisla (Gilla) 97,19. 
— , Karl II. der Kahle 102, 36. 103, 

21 ff. 104, 2 ff. 106,14. 472, 27 ff. 

473, 4 ff. 474, 14. 
— , Karl 111. der Dicke 10,14. 104, 

35 ff. 105,7. 106,6 ff. 107,4. 108, 

38. 473,31.36. 474, 13 ff. 475,3. 

— Seine Gem. Aldburgis 105, 23. 

106,11. 
-, Karl IV. 23,31. 29,20. 32,46. 

55,33. 200,7. 256,7.20. 301,2. 

302, 15 ft. 303, 2 ff. 308,30. 309,30. 

311,15. 318,13.17. 320,16. 321, 

36. 530,18.33. 533,8. 579,40. 
580, 5 ff. 584,20. 585,38. 601,20. 
789,24. 790,3. 801,4. 817,43. 



Deutschland, KarlV. 443,22. 845, 

21 ff. 
— , Karlmann 10, 10. 104, 35. 42. 

105, 2 ff. 106,16.36. 107,2. 109,8. 

112,37. 473,31 ff. 474,5.35. — 

Seine Gem. Hildegunda 105,21. 
-, Konrad I. 10, 30. 116, 31.34. 

117. 2 ff. 478, 12 ff. 

— , Konrad II. 152,16. 154.4. 173, 
16. 715,39. 716,1 ff. 718,39. 719, 
lff. 866,18. 867, 26 ff. 871,26. 
872,21.37. — Seine Gem. Gisela 
715, 36. 39. 716, 1. 7. 719, 4. 15. - 
Seine Tochter Kunigunde 715,41. 
716,1. 

— , Konrad III. 12,31. 32,39.43. 
162,13.19. 163,7. 164,6.29. 165, 
15. 166, 2 ff. 169, 16 ff. 170, 7 ff. 

171. 3 ff. 175,23. 179,33. 191,20. 
203,3. 209,39. 496, 13 ff. 497, 4 ff. 
498,16. 499,13 25. 720,35. 722, 
22. 726, 7 ff. 729, 7 ff. 732,5. 733, 
14. 29. 734, 7. — Seine Gem. 
Gertrud 726,17. 

-, Konrad IV. 229,31. 230,6.15. 

231. 4 ff. 232,7 ff. 233,1.36. 240, 
18. 613, 19 ff. 514,18. 615,4.726, 
33. 751,31. 773,22.24. - Seine 
Gem. Elisabeth 14,10. 229,30 31. 
230,33.35. 231,2.3. 232,29. 233, 
35. 234,22. 240,17. 513,19. 514, 
17 26. 515, 4 ff. 520,17. 727,1. 
773, 19 ff. 776, 4. - Sein Sohn 
Konradin, der letzte Hohenstaufe 
232, 24. 28. 233, 1 ff. 514, 25 ff. 
727, 2. 5. 773, 23. 

— , Lothar I. 10,4. 102, 19 ff. 103, 
10 ff. 472, Uff. 473, 4 ff. 474,24. 

— Seine Gem. Irmegardis 102,22. 
— , Lothar II. 32,39. 162, 5 ff. 163, 

5 ff. 164, 9. 166, 22. 180, 10. 195, 
13. 203,16. 495, 5 ff. 496,15. 498, 
18. 721,2. 723,16.17. 729,11. — 
Seine Gem. Rickentza 203,13. 
— , Ludwig I. der Fromme 10, 5. 
85,2. 88,23. 97,19. 102, 20ff. 103, 
4 ff. 105,18. 468,31. 472, 17 ff. — 
Seine 1. Gem. Irmengard (Erme- 
gardis) 102,34. 472,26. — Seine 
2. Gern Judith 102,36. 472,27. 

— Sein Sohn Pippin 102, 34. 35. 
103,23. 104,15. 472,26. 

-, Ludwig II. 10, 7 ff. 32,24. 102, 

33.35. 103, 2ff. 105,2ff. 472,24ff. 

474, 3 ff. 
— , Kg. Ludwig d. Deutsche 860, 25. 
— , Kg. Ludwig d. Jüngere 10,12. 

104, 35 ff. 105, 6 ff. 106, 3 ff. 473, 

31.35. 474, 3 ff. 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 950 — 



Deutschland, Ludwig III., Sohn 
Kg. Bosos v. Burgund 107,40. 
115,16.24. 476,25.477,30.478,3. 

— , Ludwig das Kind 61,15. 108, 
40. 111,47. 114,12.17. 115, 13 ff. 
116,llff. 190,15. 477,2ff 478,5. 
862, 4. 17. 863, 33. — Seine Gem. 
Lucardis 115,29. 

- , Ludwig IV. d. Bayer 14,26.34. 
15,16.25. 16,2.17. 238,23. 245, 
14.23. 246, 8ff. 248,14. 249, 5 ff. 
250,15. 251,25.31. 252,19ff. 254, 
30 ff 255,15.16. 282, 5 ff 283, 7 ff. 
284, 2 ff . 285, 1 ff 286, 1 ff. 288, 8 ff. 
289,11 ff. 291,18.22. 292,2ff. 293, 
4 ff 294,3 ff: 295, 11 ff. 296, 2 ff 
297,1 ff 298, 1 ff 299,24. 300, 2 ff. 
301, 5 ff. 302, 3 ff 303,26.32. 304, 
8 ff 305,5.6. 306, 6 ff 307,1 ff 
308, 1 ff 315, 4ff 317,5ff 318, 
9 ff 320,11. 821,32. 328,48. 329, 
14.30. 330,29.31. 356,4. 374, 
2ff 517,19. 518,9. 523,31.37. 
524, 4 ff. 525,16.38. 526, 16 ff 
527,4. 528,9 ff. 529, 13 ff. 562,38. 
563,1. 564,9.47. 565,5. 566,13. 
567,38. 568,2ff 569,2 ff. 570,1 ff. 
571,18.27. 572, 10 ff. 573,1 ff 574, 
lff 575, 1 ff 576, 1 ff 577, 2 ff 
578,22. 579, 10 ff 580, 3 ff 583, 
33. 593, 13 ff. 622. 27 ff 779,15. 
21. 780,1 ff 781,5ff 782,6ff 783, 
lff 784,3ff 785,36. 787,15.889, 
10.13. 890,15. 20. Seine 1. Gem. 
Beatrix v. Schlesien-Glogau 282, 
12. 283,23. 291,22. 568,5. 573, 
37. 582, 13 (von Polen). — Seine 
2. Gem. Margarete v. Holland 
282,15. 292,3. 295,36. 304,10. 
305, 19. 316, 3. 318, 5 (fälschlich : 
v. Polen). 568,6. 576,23 (v. Polen). 
582, 14. 584, 14 (v. Polen). 585,9. 
— Seine Tochter Agnes 306,6.9. 
578, 22. 

— , Maximilian I. 6, 10. 272, 14. 
273,4. 375,7. 381,25. 383,31. 
388,9. 389,1 ff 390, 4 ff 391, 4 ff. 

392.14. 393,1. 395,24. 397,13. 
400,1. 402,9. 422,32. 423,8. 425, 
2 ff 426, 3 ff. 427, 10. 429,19. 430, 
12. 431,5.36.434,10. 435,3.440, 
lff 447,2. 543,28.36. 546, lff. 
547, 5 ff. 548, 3 ff 549, 1 ff. 550, 1 ff 

551.15. 552, 27 ff. 553, lff 623, 
33. 625,13. 627,21. 633,34. 635, 
26. 638.35. 639, 7 ff 640, lff. 641, 
24. 643,10. 644,4. 645, 3 ff. 646, 
6 ff. 647, 11 ff. 648, 9 ff. 650,5.7. 
654,18.22. 662,11.24. 677,35. 



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678,26. 679, 16 ff. 680, lff. 681,17 
683,5. 684, 5 ff. 687, 6. 14. 696, 3 ff 

697. 4 ff. 703, 9 ff. 704,2. 842,4- 
845, 21. 904, 12. 906, 34. 908, 30. 
909,5. 910,31. 911,21.30. — 
Seine 2. Gem. Bianca Sforza 645, 
33. 646,7. 

— , Otto I. d. Gr. 7, 9. 10, 39. 47, 
43. 101.22. 107,3. 118,11. 121, 
18.24. 123, 4 ff 124,19. 125,15. 
17. 126,38. 128,35. 131,10. 132, 
24.157,34.172,30. 191,7. 192, 
25.28. 227,3. 460,34. 471, 13. 
475,29. 477,2. 481,4 ff. 482,3.20. 
483,5ff. 714,lff. 864,1.8.- Seine 
Gem. Adelheid 226,30. 227,1. 

-, Otto II. 11,8.11. 131,28. 132, 
1 ff. 193, 18. 483,32.35. 484, 1 ff 

864.1 1 ff. — SeineGem.Theophania 
131 29. 

— , Otto III. 133,11. 134,15. 48 t, 

27. 865, lff. 
— , Otto IV. 163,11. 174,33. 182, 

35. 197,23. 210,15. 228,2.229,1. 

503,26. 510,6. 
— , Philipp v. Schwaben 196,20. 

201,4. 210,14. 504,33. 507,34. 

508,8. 726,23. 743,35. 756,29. 

— Seine Gem. Irene (Erina) 197, 2. 

508. 12 ff 

— , Rudolf v. Habsburg 234, 13. 
236,19.23. 240,22.27. 241,13.19. 
242,19. 252,32.282,11. 517,16ff 
519,27.33. 520,11. 521,9. 754,33. 
762,37.42. 763,7ff 764,lff 765, 
3 ff. 766, 2 ff. 767, lff. 768, lff. 
769, lff 771,26. 773,34. 774,9. 
819, 13. 890, 14. - Seine 1. Gem. 
Gertrud (Anna) v. Zolle rn-Hohen- 
berg 767,20. 890,12. — Seine 
2. Gem. Agnes v. Burgund 767, 24. 

— Sein Sohn Hartmann 768, 11. 
— , Ruprecht v.d. Pfalz 14, 39. 15, 6. 

256, 12 ff. 257, Uff. 258,10.27. 
259,31.41. 260, 4 ff. 262,16 29. 
271,26. 273,25.26. 276,7. 277, 
3. 6. 280, 4. 7. 281,26. 31. 318, 19. 

358. 5 ff. 530,23. 531, 2 ff. 532,16. 
533, 2 ff. 534,1. 535, 3 ff. 537,14. 
555,37. 556,2.6. 559,9.11. 561, 
19.22. 562,35. 584,29. 606,27. 
610,37. 611,8. 789,31.33. 830, 
9.13. 842,26. — Seine Gem. 
Elisabeth 258,10. 261,2. 535,20. 

-, Sigismund 200, 9. 258, 16. 18. 
261,25. 262,3. 274,26. 323,37. 
341,7. 344,28. 345,21. 346,22. 
347, 5 ff 348, 5 ff 349, 40. 356,28. 
408,16. 534,5. 535,17.34.536,8.14. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 951 — 



556, 34. 587, 15. 598,39. 599, 23. 
600,26 601,6. 29. 602,5. 17. 610,2. 
650,26. 669,15. 775,8. 790,26. 
791,3.29. 792,13. 793,11. 794,12. 
801,6.9. 816,22. 828,32. 844,25. 
895,19. 
Deutschland, Wenzeslaus 257,6.12. 
259,16ff. 260,27.31. 318,18.332, 

14. 357,20.24. 409, 10. 22. 410, 19. 
531,13. 532,6ff. 533,6. 584,28. 
30. 595, 16. 610, 11. 670, 2. 12. 
671,20. 891,30. — Seine Gem. 
Sophia v. Bayern-München 404, 
34. 409,7 ff. 666,32. 670,1 ff. 

Deyspach s. Teiabach. 
Diebersried (Diepirgaruith) 867,29. 
Dieml 607,29. 
Diessen (Diezzen, Dvessen), Kloster 

u. Markt 13,25. 124,15. 202,19. 

203,6.21. 204, 8 ff. 208,36. 213, 

11. 672,24. 
— , Gr. Dietpold 188, 1. 883,9. - 

Seine Gem. Gissa 187,38. 883,9. 
— , Gr.Otto, B.v.Freising, s.Freising. 
Dieten, Ludwig 551,41. 
Dietfurt a. d. Altmöhl 20, 14. 329, 

20. 408,33. 669,24. 
Dietrich von Bern 8. Ostgoten. 
Dillingen 19,20. 

— , Gr. Dietpold (Diethbald, Diebold) 

125,2. 128,22. 481,33. 482,39. 

— Sein Neffe Reginbold 128, 22. 
Dingolfing (Dingelfing) 16,20.21. 

220,15.17. 248,25. 329,26. 346, 

28. 348,36. 349,12.22. 397,15. 

435,9. 509,43. 625,27. 600,35. 

602,25. 603,7.16. 655,33. 658, 

19. 671,3. 
Dinkelsbühl(Dinckelspuchel,Dinkls- 

püchl) 349,48. 364,1. 603,35. 

616,1. 628,26. 665,11. 
Dinzelbach, B.-A. Fürstenfeldbruck 

210, 32. 
Diodorus Siculus 5,27. 
Dionysius Alexandrinus 5, 27. 
Hl. Dionysius Areopagita 10, 19. 

30,35. 87,9. 108, 10 ff. 109, 2 ff. 

110,2ff. lll,6ff. 112, 9ff. 466,30. 

476, 15. 855, 27. 
Dionysius Halicarnasseus 32,2. 
Dockenburg s. Toggenburg. 
Döffingen (Teffingen) 358,21. 611,3. 
Dörnbach (Dorapach, Torinpach), 

Adelhold (Adilolt, Adnolt)v. 187, 

15. 505,33. 880,11. 881,10. 
Donatns 470,34. 

Donau (Thonaw) 7,21.22. 18, 19 ff. 
20, 4 ff. 21,30. 22,2.27.30. 24, 

21. 25,19. 29,11.33. 30, 3 ff. 31, 



by CiC 



IC 



13.36. 39,15. 40,19.28. 44,26- 
52,27. 53,7. 65,9.19. 88,23. 91, 
20. 95, 13 ff. 100,17. 126,18. 158, 
34. 162,31. 164,21. 168,14. 170, 
8.14. 171,27. 198.2. 249.8. 250, 
31. 258,30. 286,9. 299,20. 301, 
12 ff. 303,19. 320,19. 367,3.5. 
389, 6. 410, 3. 425, 34. 450, 18 ff. 
454,27.34. 455,4.461,17.462,40. 

468.31. 470,31. 495,31. 526,1. 
527,14. 534,17. 565,8. 585,39. 
602,27. 606,25.29. 607,23. 618, 
15.17. 639,1. 709,4. 714,38.750, 
18.22. 751,33. 757,5. 763,13. 
765, 39. 731, 18. 796, 39. 797, 16. 

801.32. 810,7.37. 811,27.32. 814, 
11. 816, 13. 843,7. 863,7. 866,20. 
899,23. 

Donaueschingen (Doneschingen, 

Danubii lotio) 18,31. 451,1. 
Donaugau (Thunkaw, Tunka) 662, 8. 

665, 4. 
Donaustauf (Stauff, Thueinstauff, 

Tumstaufl 257, 31. 46. 320, 18. 

358,7. 424,6. 531,42. 585,39. 

606, 23 ff. 609,4. 611,9. 678,9. 

776,26. 
Donaustetten 646,23.41. 
Donauwörth (Werdea Suevica, 

Schwäbisch Werd, Tonawwerd) 

16,29. 19,22. 20,47. 235,9.12. 

237,2 ff. 268,1. 349,47.364,25. 

26. 515,30. 541,1. 603,34. 616, 

19. 628,27. 665,8. 
Donnersberg (Tursperg) 772, 26. 
Donnersteiner (Tarstainer, Thar- 

stainer), Georg 417, 13 ff. 674, 35. 

675,3. 
Dordrecht (Dortracum, Dortrak) 

324,3ff. 325,2. 587,17.27. 588,2 ff. 
Dorfen (Dorfa, Dorffa) 153,32. 490, 

38. 867, 11. 
Dombach s. Dörnbach. 
Dornberg 287, 14. 
Dorner, N. 434,28. 
Dortmund 665, 5. 
Drau (Traha) 35, 13. 
Drerbach, Albrecht v. 551,12. 
Dreskirchen s. Traiskirchen. 
Driedorf (Drieddorf) 271,6. 544,10. 
Dromel (?), Fluss 19,30. 20,39. 
Drubenacha s. Traubenbach. 
Drugsas s. Truchsess. 
Druhendingen s. Truhendingen. 
Drumaw s. Trumau. 
Drusus, Claudius 25, 16 ff. 26,3.5. 

27,28ff. 28,lff. 31,3.24. 449,11.12. 
Düren (Türen) 547,6. 
Dürgen s. Thüringen. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 952 — 



Dürrenbuch (Durenpach) 718,21. 
Dfirriegl(Türigl) v. Riegelstein, Hans 

697, 10. 
Dürrnsiein (Tiernstain), Herren v. 

728,25.26. 
Dugny(Dungeth)beiVerdun 104,12. 
Duisburg 4, 32. 
Duranum b. Turano. 
Duscia b. Toskana. 
Dyessen s. Diessen. 
Dynngen, Eustacbius v. 436, 26. 

700,4. 

Ebenshaim s. Vensheim. 
Eberbach 280,8. 561,25. 
Eberhard (Ebemhard), pincernarum 

magister 87, 33. 468,2. 
Ebersberg 10,23. 112,36. 113,1 ff. 

125,29. 126,1. 128,32ff. 132,3. 

173, 4 ff. 211,41. 212,2. 213,10. 

281.12. 350,17. 389,3. 392,32. 

401. 13. 482, 41. 483, 8. 604, 5. 
641,23. 672,22. 

- , Gr. Adelbero 1 1 3, 23. 26. 1 73, 6. 
— Seine Gem. Richarda 173,3. 

— , Gr. Eberhard d. Ä. 113, 13. 125, 
28. 128,32.43. 482,40. - Seine 
Schwester Williburgis 128, 32. 

-, Gr. Eberhard d. .1. 113,27. 

— , Gr. Dlrich 113,21. 132,2.7. 

— Propst Hunfrid 113,15.19. 
Ebersdorf 871,13. 

Eberstein, Grafen 697,30. 752,7. 
— , Gr.Bernhard d. Ä. 545,21. 664,27. 
— , Gr. Bernhard d.J. 545,22. 551,45. 
— , Gr. Eberhard 630,34. 
— , Heinrich v., s. Freising. 
— , Gr. Johann 664, 28. 
Ebran v. Wildenberg 658,24. 

— (Ebron) v. Wildenberir, Christoph 
834, 18.26. 

— v.Wildenberg.Hans 387,21. 638,9. 
Ebser, Wilhelm 792, 6. 

Eching (Hebingen) 884, 19. 

Ecker (Ekkar, v. Egk), Peter 320, 

14. 15. 585, 34. 586, 2. 3. 
Eckrichen, Hermann v. 551,44. 
Edelstetten (Otelsteten, Ottlstetten), 

Aebtissin Machtildis 204,9. 208,18. 
Egau, Fluss 20,45. 
Eger (Egra), Stadt 760, 30. 

— (Egra), Joh. v. 417,23 ff. 675,8ff. 
Egerden s. Agordo. 

Eggenberg (Epinperge), Adalram v. 

725,7. 
Eggenfelden (Ecknfelden) 657,23. 

697, 26. 
Eggmühl (Ekenmül) 534, 2. 
Hl. Egidius 32,42. 



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Egino, Ankläger Hrz. Ottos v. Nord- 
heim 12,15. 157,6fl. 492,21. 

Egker, Stephan, Pfarrer zu St. Jobst 
in Landshut 395,5. 

Eglhausen (Hegelhusin , Hegeln- 
hawsenl 146,4.42. 866,16. 879,40. 

Egling (Eglingen), B.-A. Lands- 
berg a. L. 210, 33. 

Egloffstein (Eglhofstain), Jörg v. 
436,30. 700,5. 

Egmond (Egmundt), Wilh. v. 551,17. 

Egres (Egrus) 207, 17. 

Egwaid (? Tegwart), Fluas 19, 20. 
20 45. 

Ehing, Jörg v. 619,35. 

Ehinger, Walther 263, 11. 538, 10. 

Eibilinga s. Aibling. 

Eichstatt, Stadt 71,2. 73,38.41. 
74,24. 349,19. 365,16.19. 603, 
13. 617,1. 

— , Bistum u. Bischöfe 18,9. 73,32. 

226.19. 266,15. 350,14. 511,33. 
540,5. 664,4. 768,33. 

—, B. Berthold 316, 25. 583, 21. 
— , B. Johann II. v. Heydeck 341, 

31. 345,31. 599,41. 
— , B. Johann III. v. Eich (Aich) 

305,17. 616,39. 
— , B. Othkarius 74, 13. 
— , B. Wilhelm v. Reichenau 370, 

17. 375,14.29. 376,9. 377,21. 

378.20. 381,20.23. 400,14. 418, 
22. 423,3. 424,13. 543,31. 623, 
40. 624,5.33. 625,34. 627,40. 
633,27.31. 634,33. 675,34. 678, 
15. 841,16. 904,8. 

-, B. Hl. Willibald (Wilbold) 9,14. 

71,3. 73, 3 ff. 74,23. 466,17. 
Einlingen s. Haching bei München. 
Einricus s. Seben. 
Einsiedeln (ad Heremitas) 818,19. 
Eipilinga s. Aibling. 
Eisenburg (Eysenburg) 761,30. 
Eisenhofen (Eysenhofen) 193,27. 
— , Georg v. 436, 11. 19. 699,27. 33. 
Eiting (Eyting) 346,19. 406,22. 

600, 23. 
Eizinger (Eiczinger, Eycinger, Ev- 

zinger), Ulrich 805, 12. 14. 807,9. 

808,36.38. 809,25. 816,26. 843,12. 
Elbe ( Albia) 25, 23. 
Hl. Elisabeth s. unter Thüringen. 
Ellennod 856, 20. 
Elliland, Gründer v. Benediktbeuern. 

66,28. 462,45. 
EUwangen (Ellwang) 664,8. 914,30. 
Elsass (Helsacia, Alsacia) 68, 32. 

75,10. 143.34. 284,28. 287,7. 

397,14. 669,4. 570,30. 581,27. 

Original from 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 953 — 



644,5. 767,12. 782,5. 789.39. 
801,2. 818,10.15. 821,13. 824,6. 
20. 828,37. 842,23. 844,34. 

Eisina 173,30. 

Eltz, Johann v. 551,43. 

— , Peter v. 551,51. 

Emenberg s. Enneberg. 

Emershoven, Hans v. 551,47. 

Emilia 836,40. 

Emling oder Aindling (Emiingen) 
867,32. 

111. Emmeram (Haimran, Haimrann, 
Haymran) 8,26. 30, 23 ff. 52, 2 ff. 
53, 21. 35. 55,29 ff. 108,7. 27. 109, 
6 ff. 11 1,35 ff. 112,8. 115,34. 121,6. 
133,2. 134,29. 175,16. 203,19. 
231,9. 461,41. 462,1 ff. 476,13. 
477,7. 478,9. 480,21. 484,11.35. 
500, 3. 855, 8. 

Empfing s. Ampfing. 

Ena s. Enn. 

Ende, Erhard vom 552,9. 

Endingen 535,1. 

Eneas s. unter Born, Pius II. 

Engadin, Engadiner (Engendein, 
Engedeiner)692,19. 693,1 ff 694, 
3.23. 833,26. 

Engern 174, 31. 

England (Anglia, Britannia), Eng- 
länder 25,11. 70,22. 73,25. 158, 
10. 184,30. 255,1. 301,30. 319, 16. 
325, 19. 326, 4 ff. 327, 37. 38. 340, 
30. 343, 9 ff. 492, 31. 529, 22. 25. 
585,30. 589,10. 590,2 ff. 591,42.45. 
592,2. 596, 18 ff. 896,25. 907,37. 

— , Kg. Eduard III. 301, 27 ff. 

-, Kg. Eduard V. 400,22. 

— , Kg. Heinrich II. 182,33. 503,23. 

-, Kg. Heinrich IV. 261,12. 

— , Kg. Heinrich V. 325,20. 589, 
13. 15. — Sein Bruder Hrz. Hum- 
fried (Hunfridus) 7. Glocester (Cla- 
restra) 325,20 ff. 326,4 ff. 327,44. 48. 
589,13ft. 590,3. 591,42. 592,2. 

— , Kg. Richard Löwenherz 739, 
21.31. 740,1. 

Enn (End), Wilhelm v. 821,31. 

Enneberg i Emen berg i 839, 43. 

Ennius, Titus, Praetor 27,7. 

Enns (Anasun, Anesus, Enus, Ena), 
Fluss 19,42. 37,5. 38,13. 83,38. 
84,5. 85,18.101,17. 176,43. 177, 
32. 178,1. 501,9.32. 502,8. 513, 
32. 712,43. 729,32. 730,10.18. 
739,9. 741, 13 ff. 763,16. 844,13. 

— (Anaaus, Anesus, Ens], Stadt 37, 4. 
84,5. 230,10. 452,11. 469, 23 ff. 470, 
5.8. 711,6. 712,21. 713,4. 740,7. 
756,9. 



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Ensdorf 13,21. 84,17. 194,26. 195, 

16. 196,9. 199,18. 470,12. 507,39. 
Enus 739,9 = Eons, sonst s. Inn. 
Euzersdorf (Entzenstorff, Entzes- 

dorff) 892, 20. 910, 29. 
Epinperge s. Eggenberg. 
Eppenstein (Eppstain) zu Braubach 

(Bruberg), Walther v. 615, 13. 
Epting, Peter v. 619,26. 
Equilus 35,29. 

Erasmus, Franziskaner in Lands- 
hut 395,2. 642,31. 
Erbach, Gr. Philipp 664, 1. 
Erchanbald, Graf 856,22. 
Erching (Erchingen) 854, 17. 878, 36. 

879,27. 
Erdely (Erdein), ungar. Name für 

Siebenbürgen 244,20. 
Erding (Ärding, Arding) 375,27. 

566, 24 ff. 623,35. 656,50/657,7. 

660,28. 661,7. 899,7. 910,5. 
Erfurt (Erfort) 69,43. 298,9. 528,1. 

665, 7. 
Ergolding (Erblting) 695, 20. 
Erhard, Hl. 9, 20. 30, 26. 37. 80, 2. 6. 
Erklinger, Michael 629, 11. 
— , Sigmund 629,12. 
Erlau (Agrieusis diocesis), B. Simon 

Rozgonyi 802,8. 
Ermacnoras s. Hermagoras. 
Erminolf (Ermunolfus), B. in Bayern 

71,37. 
Hl. Erndrud (Erentraut) 51, 16. 20. 

461,28. 
Ernfels (Erenfels) 428,21. 436,17. 

630,10. 682,15.19. 699,32. 910,1. 
Ernst, Hans 265, 26. 
Eschelkam {Eschelkaim, Eschel- 

kaym) 329,22. 409,1. 669,26. 
Escür, Wilhelm 551,29. 
Esculum s. Ascoli. 
Essenbach (Essnpach) 695,17. 
Esslingen (Ezlingen) 15,17. 263,10. 

284, 24. 26. 285, 2. 5. 538, 7. 569, 

1.6. 665,7. 745,29. 780,19.23. 
Este, Markgr. Azzo 157, 41. 158,5. 

173,28. 174, 11.14. — Seine Gern 

Chunza 157,42. 173,28. 174,14. 
Etlinger s. Oettlingen. 
Etrurien 293, 12. 
Et8ch(Athesi8, Atisis), Fluss 49,27. 

85,8. 303,22. 753,2. 831,18.835, 

13 ff. 836,15.20. 837,40.44. 
Etschland (Athesis, provincia Atho- 

sina) 307,31.310,7. 312,33. 313,5. 

336,3. 339,18. 375,27. 389,2. 

391,31. 400,2. 429,19. 640,34. 

775,16.33. 788,11. 821,30. 822, 

Original from 
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— 954 — 



30. 825,2. 828,7. 829,6 ff. 831, 
31,34. 841,33. 843,19. 906,6. 

Etschleute(Ötecbleut), Bewohner de« 
Etschlandes 692,32. 693,1 ff. 694,2. 

Ettal(Etal) 15,26. 296,5.9. 576,31. 

— , Abt Friedrich Heinrichsreuter 
296,12. 576,34. 

Ettlinger, Dr. Paul 913,17. 

Euander 32, 7. 492, 2. 

Euencius s. Eventinus. 

Eufeniia, Aebtissin von Kloster Ober- 
münster zu Eegensburg 208,20. 

Eugippius 41,24. 

Eugubium s. Gubbio. 

Eupbrat 34, 32. 

Eurasburg (Iring), Gr. Otto 203,1. 

Europa 21,16. 22,6. 26,36. 52,19. 
107,17. 450,31. 816,36. 

Eusebius von Caesarea 6, 1 7. 28, 4. 

Eutropius 31, 15. 

Hl. Eventinus (Euencius) 34, 3. 

Eycinger, Eyzinger s. Eizinger. 

Evffeu (Eyffn) 244, 35. 523, 5. 

Eysenreich, Pangraz 437, 1. 700, 13. 

Ezechiel 45, 28. 460, 11. 

Fabier 69,26. 

Fager, Johann, Domherr zu Regens- 
burg, vorher Chorherr zu Freising 

266,18 23. 540,9. 
Fahrenzhausen (Varlotzhawsen) 

882, 7. 
Falkenfels 431,1. 684,1. 
Falkenstein iFalchstein, Valchstain), 

nö. von Regensburg 162, 16. 26. 

239,21.409,3. 495,20.27. 669,25 

(unrichtig : Valkenberg). 
— (Valchenstain), Beneis v. 239,41. 

758, 28. 
Faviana, Favianis = Wien 37,12. 

40,8. 169,8. 453,7. 732,30. 
Federkiel, Dr. Wolfgang, Pfarrer zu 

St.Martini.Landshut395,4. 642,32. 
Feiberg, Rudolf v. 551,40. 
Feldkirch (Feikirch) 694, 16. 35. 
Feldkirchen (Veltkircha) 153,11. 

490,30. 886,24. 
Hl. Felicianus 861,26. 
Felicisvallis s. Seligen tal. 
Hl. Felix u. Adauctus 211, 18. 
Felix, Johann 821,29. 
Felix puer, Heinrich 187, 15. 505,33. 

380, 11. 881, 10. 
Felsch, Blasius 552,23. 
Feltre (Voltros) 761,18. 822,34. 
Ferentanus s. Montefeltro. 
Fering s. Oberföhring. 
Feringen s. Pförring. 



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Fernsee (Vernensee) (oder Wirmsee 

= Lacus Vermensis?) 27,22. 
Ferrara 174,14. 291,17. 
— , B. Laurentius 416,38. 417,10. 
Ferretum b. Pfirt. 
Filshofen s. Vilshofen. 
Finale, Bach bei Heran (heutiger 

Name nicht feststellbar) 850, 26. 
Firmian, Nikolaus v. 836,7. 
Fischa (Vischaha), Fluss 168,29. 

169,9. 170,2. 
Fischbachau(Vischpacbaw) 193,25 ff. 
Fischeradt s. Wyschehrad. 
Flachslangen, Merlin v. 821,21. 
Flandern 68,31. 98,3. 301,30.320,2. 

324,14. 328,31. 426,21. 440,2. 

442, 29. 492, 38. 554, 49. 585, 17. 

58733. 592,46. 678,28.35. 703,9. 

705,9. 842,4. 906,35. 
-, Gr. Balduin I. 158,11. 492,32. 
— , Gr. Balduin V. s. unter Byzanz. 
— , Gr. Heinrich s. unter Byzanz. 
-, Gr. Karl 723, 16. 
Flochberg bei Neresheim 171,33. 
Florenz, Florentiner 260, 12 ff. 294, 

36. 330,21.24. 533,16.32. 593, 

27.32. 694, 31 ff. 907,37. 
Hl. Florian 8, 1. 38, 2. 9. 453, 18. 
Floss (Flozz) 274,«. 345,41. 556,18. 

600,5. 
Flügelsberg (Flugelsperg) 428,10. 

682,6. 
Foggia (Fungia) 232,15. 514,24. 

773,25. 
Fontenoy-en-Puisaye(Fontoniacum) 

103,25. 
Forchheim 115,14. 477,20. 
Formbach(Werenpach)229,8. 612,34. 
Formosus, Bischof 87,32. 468,1. 
Forster, Sebastian, Richter in Kel- 

heim 434,27. 
Forstinning und Moosinning (Un- 
ding) 899, 10. 
Fortunatus 36,10. 
Forum Julii s. Friaul. 
Fränkisches Reich, Könige : 
— , Childebert (Hildebertus, Hildi- 

bertus) 43, 27. 48, 5. 19. 458, 10. 

459 14. 461 5 
— , Childerich'iHildericus) 68,2. 

69,41. 80,30.31. 460,30. 
— , Chilperich (Hilpericus) I. 47,38. 
— , Chlodwig (Clodoveus) 80, 31. 
— , Dagobert 69,42. 81,8. 104,9. 

473, 18. 
— , Karlmann, Bruder. Karls d. Gr. 

87,9. 466,29. 467,9. 
— , Pipin der Kurze 66,24. 67,25. 

68, lff. 70, 9 ff. 73,16. 74, 21 ff. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 955 — 



75,1 ff. 77,5. 78,8.14. 80,5.29. 

81,3.13. 82,6. 83,21. 87, 7 ff. 

88,6. 463,19 ff. 465,23.27. 466,2 ff. 

468,4.18. 850,28.861,19. 862,8. 

— Seine Gem. Berchta, Berch- 

trada 97, 9 Seine angebl. Gem. 

Teberga 97, 13. 
Fränkisches Reich, Kg. Sigwertus, 

Signertus (statt Hildericu» ?, vgl. 

69,41)104,8.473,17. 
Fränkisches Reich, Hausmeier: 
— , Angisus 81, 5. 6. 
— , Ebroin (Ebronius) 81, 6. 
— , Karl Martell (Marcellus) 64, 44. 

66.23. 67,25.31. 68,8ff. 70,11. 
79,19. 80,28. 81,2.4 465,26. — 
Dessen Sohn Grifo 68, 4 ff. 466, 

20. 24. — Dessen Gemahlin Suana- 
hild 68,7. 

— , Karlmann 9,12. 66,24. 67,24. 

68,3.5. 72,37.40. 465,24.27. 
— , Pipin 60,23. 
Francien, Hrz. Hugo 714,6. 
— , Hrz. Robert (Rupertus) 714,8. 
Franken 9,9. 10,8.11.12.17. 18, 

15. 21,8. 31,32.38. 32,9.23. 43, 
14. 44,32. 45,19. 47,43. 48, 10 ff. 

66. 25. 68, 21 ff. 69, 1 ff. 70, 5 ff. 
71,1. 88,10. 98,2. 101,28.33. 
102,7.31. 103,6. 115,2. 121,28. 
35. 127,2.17. 162,13. 163,8. 205,3. 
207,22. 251,20. 299,12. 303,27. 
344,22. 349,47. 351,8. 353,28. 
366,17. 368,25. 386,5. 460,34. 
39. 461,1. 467,8. 468,37. 473, 
14 ff. 476,4. 482,22. 489,9ff. 541,4. 
571,4. 698,35. 716,4. 755,15. 
763,12. 764,28. 765,25. 774,38. 
787,2. 816,40. 857,8. 

— , Gr. Albert 32,23. 

— , Hrz. Faramund 69,36. 

— , Gr. Konrad 116,35. 

— , Hrz. Konrad 127, 6 ff. 128, 17. 

482,38. 714,9. 716,6. 718,40. 
Frankental (Franckntal) 912, 19. 
Frankfurt a. M. 15, 30. 26, 9. 104, 

34. 106,3. 169,17. 175,10.236, 

16. 259,30.34. 272,8. 283, 19 ff. 
297,33. 298,16. 300,1.4. 302,18. 
383,25. 425,19.473,30.474,11. 
499,17. 517,21.532,18.20. 545,3. 
546,21. 554,24. 568,26 ff. 577,23. 
62a 30. 635,18. 665,6. 678,33. 
769,1. 780,9. 793,5. 908,31. 

Frankreich (Gallien), Franzosen(Gal- 
lier) 5,10.20. 18,29. 21,25. 25, 
11.16. 23. 31,5.9. 38,28.29. 49, 
34. 52,28. 56,20. 57,1.14. 64, 
44. 68,34. 70,7.34. 75,10. 78,7. 



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87,21. 88,12.28. 94,32. 98,4.9. 

102.7. 103,40. 104, 3 ff. 106,17. 
107, 17 ff. 108,9. 109,5.19. 111,29, 
134,17. 171,44. 184,30. 192,10. 
11. 259,4. 263,1.4. 279,5. 301, 

30. 328,41. 332,7. 339,36.340. 
26ff. 342,27.35. 344,7ff. 347,13. 

352.16. 353,24. 406,6. 449,10. 
473, 9 ff. 475,9. 476,1 ff. 492,8. 
514,34. 537,30.36. 593,8. 595, 

31. 36. 596,1 ff. 598, 16ff. 605,20. 

648.8. 667,31. 773,2. 794,31. 
816,41. 828,26. 836,41. 849,18. 
23. 891,32. 

— , Kg. Karl VI. 256. 25. 332, 6. 
342,25. 531,3. 594,39. 595, 30 ff. 
596, 4 ff. — Seine Gem. Elisabeth 
(Isabeau de Baviere) 332,5. 340, 

27. 342,25. 343,23. 531,5. 572, 
40. 594,38. 595,29. 596, 36 ff. - 
Sein Sohn Dauphin Johann, Her- 
zog von Touraine (Turonensis) 

322.17. 586,29. 

— , Kg. Karl VII. 327,35. 591,40. 

810,24. 816,27.- Seine Tochter 

Magdalena 810, 25. 816, 27. 
— , Kg. Karl VIII. 400,18. 645, 13ff. 

646, 9 ff. 648,5. — Seine Gem. 

Anna v. Bretagne 646,2. 
— , Kg. Ludwig IL d. Stammler 172, 

21. — S. Gem. Hildegard 172, 21. 
— , Kg.LudwigVII. 170,17. 171,7. 

499,11. 727,4. 729,17. 
— , Kg. Ludwig XI. 381,24. 537,35. 

633,33. 648,18. 904,10 
— , Kg. Ludwig XII. 648, 7. 
— , Kg.Odol07,10.43. 112,9. 476,2. 

28. — Dessen Vater Robert (Ru- 
bertus, Ruprecht) 107,10. 476,2. 

— , Kg. Philipp II. August 739,21. 

— 8. Gem. Agnes 204,24. 211,13. 
— , Kg.PhüippIV. d. Schöne 253,7. 

772, 40. 
— , Kg. Philipp VI. 290,23. 297, 

30. 301,27 ff. 573,24. 577,17. 
Frantenhausen s. Frontenhausen. 
Frauenchiemsee (Auua, Nunnen- 

werd) 84,33. 85,2. 470, 11. 857,2. 
— , Abt Liutfried 857, 1. 
Frauensattling (Satlern) 15,21. 288, 

21.32. 572,19. 
Fraunberger, Adelsgeschlecht. 
-, Berthold 891,12. 
- , Christian (Cristan) 258, 28. 
— , Georg 387,19. 638,9. 
— , Johann 372,22. 621,32. 629,33. 
— (Freuntsperg), Konrad 313,2.9. 
— , Leonhard (Lienhart) 655, 15. 
— , Sigfried (Seitz) 438,23. 701,35. 

Original from 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 956 — 



Fraunberger, Adelegeschlecht. 
-, Sigmund 387,17. 395,35. 400, 

26.402,7.638,6. 643,18. 645,19. 

652,11. 653,22. 657.14. 
— , Wilhelm 314, 15 ff. 
— , Wulfgang 272, 2. 544, 32. 
Fraunhofen (Frawnhofen) 239,12. 

518,27. 757,34. 
— , Georg v. 258, 29. 
— , Kaspar v. 360,11. 612,15. 
— , Teueres v. 367, 8. 33. 387, 18. 

618, 18. 38. 638, 7. 
Freiburg (Freyberg, Friberg) im 

Breisgau(Preysga)369,34. 648.10 ff. 
— (Freyberg) i. Schweiz 665,18. 
Freienstadt (Freinstain, Freinstat) 

274,8. 345,40. 556,17. 600,4. 
Freising (Frixinia, Frisinga, Fri- 

singia), Stadt 8, 32 ff. 16,36.39. 

20,38. 58,3. 60.3ff. 61,24.63,38. 

65,19. 66,11. 79,14. 81,1. 113, 

9.11. 119,15.17. 126,7ff. 131,34. 

132,29. 153,25. 159,2. 166,13. 

214.29. 220,6. 223,1. 225,8.266, 
25. 347,34. 373,20. 378,17.25. 
582,15. 386,28. 389,11. 392,28. 

393. 2 ff. 394,9.30. 399,24. 405, 

12. 420, 15 ff. 421,31. 425,34. 
426,7.11. 430,21.433,13.16. 437, 

13. 438, 3 ff. 440, 12. 453, 7. 465, 
13. 470,19. 482,11.15. 484,3. 

493.30. 498,27. 510,37. 602,6. 
623,35 632,3. 634,10. 64l,16ff. 

642.2.23 653,5. 667,4.5. 676, 
37. 679,3. 19. 682,33. 689, 15. 18. 

690.8. 700,21. 701,19ff. 702,23. 

735.31. 736,9.28.737,29.850,19. 
852,1.3. 854,3 ff. 856,10.12. 857, 
25. 858,27.34. 860,8.16. 862,2. 
865,11.37. 866,1. 868,19. 870, 
11.15. 872,2. 874,14. 875, 10. 
876.15. 877,18.37. 881,21 ff. 882, 
14.24. 884,24.39. 885,9. 886,16. 
887,27. 891, 7 ff. 892,30. 893, 3ff. 

894. 3 ff. 895,14. 898,16.18. 902, 
9.23 903,26.29. 904,28. 905,8 ff. 
906, 10 ff. 907,6. 908, 19 ff. 909.5. 
910,4 ff. 911,7.19. 912,7. 913,9 ff. 

— , Bistum u. Bischöfe 6, 7. 10, 28. 
12,6. 18,9. 35,1. 37,13. 60,29ff. 
116,2 ff. 131,23. 153, 3 ff. 165,30. 
173, 17 ff. 186,6. 188,16. 194,12. 
200,3. 222,7. 245,29.31. 254,29. 

362.1.24 371,8.388,26.403,19. 
419,24.26. 420,33. 421,13 ff. 422,4. 

426.9. 462,25. 464,37. 465,31. 
480,39. 498,8. 505,8. 506,22. 
519,42. 523,13.22. 529,12. 563, 



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19. 566,1. 614,23. 664,4. 677,3 ff. 

734, 5. 735, 3. 847 ff. 
Freising, B.Abraham 61,25. 131,24. 

33. 132,32. 484,2. 864, 5 ff. 
— , B. Albert I. 61, 36. 186, 8 ff. 

187,29.37. 505,13.22. 506,5.13. 

876, 10 ff. 877,38. 878, 22 ff. 880, 

14.24. 881,25. 882,32. 883,5. 

888,10. 
•— , B. Albert IL, Graf von Hohen- 

berg und Haigerloch 62,6. 889, 

29 ff. 890, 1 ff. 
— , B. Anno 61,12. 860,21 ff. 861,4.6. 
— , B. Aribo (Heres) 61, 6. 84, 27. 

470, 17. 855, 1 ff. 856, 1 ff. 857, 7. 
— , B. Arnulf (Arnolfus) 61, 14. 

861, 9. 10. 
— , B.Atto 61,7. 856,14 ff. 857,12.22. 
-, B. Balto s. B. Walto. 
— , B. Berthold v. Wäching 62, 9. 

405,10. 667,2. 892, 10 ff 893, 1 ff. 

894, 2. 898, 3. 
— , B. Hl. Corbinianus 8,28.31.33. 

36.41. 9,5.56,13.19. 57,21.24. 
58, 2 ff 59, 10. 60, 4 ff. 61, 1 ff. 
62,21. 63,8 ff. 65,5 ff. 74,24. 81,1, 

84.29. 116,4.27. 119,14.23. 132, 

28.30. 153,25. 207,2.464,29.34. 
465,2.13. 470, 18. 480,39. 490,34. 
849,1 ff. 850,1 ff. 851,6.12. 852. 
7 ff. 853,3. 855,6. 856,9. 858,28. 

859.2. 862,7. 863,12.19. 865,13. 
867, 7. 870, 18. 879. 7. 882, 14. 
884, 24. 28. 888, 20. 893, 19. 895, 
14. 900, 10. 

— , B. Dracolf 61,19. 863,1.3. 
-, B. Egilbert 61,27. 145,30. 153, 

12.27. 488,11. 490,35.36. 859,3. 

866, 4 ff. 867,1 ff. 868,33. 
-, B. EUenhard 61,30. 159,1. 

869,4. 870, 4 ff. 
— , B. Emicho (Emcho, Enicho), 

Wildgraf (comes süVester) 61,43. 

241. 3. 519, 39. 8fc6, 25. 887, 1 ff. 

- , B. Erchanbert (Erchampertus, 
Erchanbertus, Ercbenbertus,Eren- 
bertus) 858, 30. 859, 10 ff. 860, 1 ff. 

-, B.Erimbert61,3. 64,24. 74,24. 
76,44. 465,33. 852,11. 853, 1 ff. 
854, 6ff. 855,9. 

- , B. Ernst v. Bayern 914, 36. 40. 
— , B. Friedrich von Montalban 

61. 42. 886, 17 ff. 

_, B. Gerold 61,38. 885, 15ff. 
_, B.Gottfried62,l. 887,18 ff. 888,3. 
_, B. Gottschalk (Gotescalcus) 61, 

26. 864,27.28. 865,1 ff. 
— , B. Heinrich v. Eberstein 61, 32. 

163,31. 871, 9 ff. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 957 



Freising, B. Heinrich III. von der 

Pfalz 273,22. 556,33. 914,29. 
— , B. Hermann v. Cilli 62,11. 

895 9 ff. 
— , B.' Hitto (Hytto) 61,8. 857,27. 

28. 858, 7 ff. 859,1 ff. 881,30. 
-, B. Johann I. 62,3. 888, 23 ff. 
— , B. Johann II. v. Westerhold 

62,5. 282,22. 889, 18 ff. 
— , B. Johann III. Grün walder 

(Grünbalder) 62,13. 363,15. 407,5. 

615, 22. 668, 16. 807, 4. 895, 26. 

33. 896,34. 897, 6 ff. 898, 6 ff. 
— , B. Johann IV. Tulbeck (Tuel- 

begk) 62,14. 241,9. 364,18. 520,5. 

898,25 ff. 899,2 ff. 900,5 ff. 902,33. 
— , B. Joseph 61,5. 78,3. 465,34. 

854, 13 ff. 855,24. 
— , B. Konrad I. v. Tölz (Telntznar, 

Töllznär, Tölczner, Toltzner) 61, 

39. 226,17. 229,9. 511,32.512,35. 

750,6. 751,41. 752,18. 754,32. 

885, 19 ff. 886, 1 ff. 
— , B. Konrad IL, Wildgraf (comes 

Silvester) 61,41. 240,12. 519,16. 

761,1.8. 886, 8 ff. 
— , B. Konrad 111. 62, 2. 256, 3. 

530,16. 888, 5 ff. 
— , B. Konrad IV. von Klingen- 
berg 62,4. 889,1 ff. 
-, B. Konrad V. 62,10. 894, 11 ff. 
— , B. Lampert 61,21. 62,21. 126, 

14. 131,20. 482,17. 863,28.29. 

864,4. 866,2. 
— , B. Leo Lösch (Lesch) 914, 33. 
— , B. Leopold 62,8. 891,23 ff. 892,1 ff. 
— , B. Meginward (Meginhardus, 

Megenbardus, Megenwardus) 61, 

31. 871,1.3. 
— , B. Moriz v. Sandizell 914,36. 
— , B. Nicodemus delia Scala (v. 

Pern zu der Layter) 62, 12. 241,6. 

520,3. 887,8. 895, 4 ff. 896,1 ff. 

897 1 11 
— , ß! Nitger 61,29. 868,21 ff. 
— , B. Otto I. 6,19. 32,32. 61,33. 

103,10. 114,19.29. 128,11. 129, 

16.24. 165,41. 169,32. 170,19. 

179,30. 180,32. 190,19. 472,31. 

483,10. 498,14. 499,30.502,30. 

723,20.22. 729,17. 732,1. 734, 

26 ff. 736, 2 ff 736,1 ff. 737, 4 ff. 

738,1 ff. 87 1 ,23 ff. 872,1 ff. 873,1 ff. 

874,1 ff. 875,1 ff. 876,1 ff. 
— , B. Otto II. v. Oiessen 61,37. 

187,37. 188,5. 223,3. 506,14. 

883, 4 ff. 884,1 ff. f85, 11. 
— , B. Paul 62,7. 356,16. 374,19. 

609,24. 623,2. 890,28.29. 891,1 ff. 



by^_ 



.jl 



IC 



Freising, B. Philipp von der Pfalz 

273,18. 422,7. 555,28.914,26.30. 
— , B. Ruprecht von der Pfalz s. 

unter Pfalz, Rtprecbt, Sohn Kurf. 

Philipps. 
— , B. Sixtus Tannberger 3,3.27. 

62,15. 373, 1 ff. 375,14.30. 376, 

3. 8. 377,22. 378,21. 381,21.29. 

388,12. 393,26. 394,30. 395,7. 

420,6.16. 424,20. 425,13.23. 426, 

10. 434,24. 437,38. 622,8.11. 

623, 14 ff. 624,6.33 625,33. 627, 

42. 632, 7. 633, 27. 36. 638, 33. 

641,42. 642,22.35. 678,21. 679,20. 

680,3ff. 701, 10. 841,22. 900,29ff. 

901,2 ff. 902,3 ff. 903,13 ff. 904,4 ff. 

910,15ff. 911,9ff. 912,11. 913, 15. 

914,23. 
— , B. Uto 61,18. 862,24ff. 
— , B. Walto(Balto, Waldo) 61, 15. 

116,11 ff. 852,21. 861,13 ff. 862,3 ff. 
— , B. Wolfram 61,20. 119,15.22. 

480,37. 851,8. 863, 10 ff. 
Freuntsperg s. Fraunberger und 

Frundsberg. 
Freyberg, Eberhard v. 408,8. 
-, Jörg v. 436,35. 700,1. 
— , Konrad v. 330, 13. 
-, Wieland v. 354, 15. 597,23. — 

Seine Gem. Amalie (Amaley) 

v. Wertheim 598,2. 
Frey berger v. Aschach, Christoph 

387,25. 638,12. 
Friaul, Friauler( Forum Julii, Friola, 

Frigulienses) 92,3. 761,19. 822,25. 
Fridlam, Scbazla v. 239,40. 758,27. 
Friedberg (Friberga, Friburg, Frid- 

berg) bei Augsburg 235, 17. 352, 

19. 353,6.10. 395,14. 405,21. 

516,6. 517,1. 605,22. 606,3. 642, 

19. 656,21. 667,11. 
— (Fridberg) ind.Wetterau 665,13. 
Frieding (Fridringa) 865,27. 
Friedrichshafen, früher Buchhorn 

(Puchboren) 665, 10. 
Friesen(Fresone8), Friesland (Fresia, 

Frisia) 66,25. 73,19. 104,44. 107,9. 

223,24. 304,7. 305,12. 319,24. 

322,14. 323,1. 326,18.22. 328, 

37. 473,36. 474,21.24. 476,4. 

510,23. 579, 4. 582, 16. 585, 8.12. 

589,34. 590,20. 593,3. 670,28. 

853, 33. 
Fritzlar (Frideslar) 71, 30. 
Frodnohar 815,23. 
Frontenhausen (Frantenhausen), Gr. 

Heinrich v. 220,9. 509,37. 
Frundsberg (Frondsperg), Adam v. 

551,25. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 958 — 



Frundsberg (Frontoperg, Frewnte- 
perg), Hans v. 436, 20. 699, 34. 

— (Frewntsperg), Ulrich v. 337,9. 
17. 826,12.20. 

-, Ulrich 548,21. 

Fruttuaria(Fruteria) 166,35. 492,13. 

Fuchs (Fux), Neidhard 787,2. 

Füetrer (Fuetrer), Ulrich, Chronist, 
Dichter u. Maler 359,30. 

Fflrstenberg 282,23.25. 568,11. 

— , Gr. Heinrich 664,32. 

— , Gr. Johann 821, 14. 

— , Gr. Konrad 664,32. 

— , Gr. Wolfgang 545,20.551,45. 

Fürsten feld(Campiprincipum) 14,13. 
236,4ff. 238,15ff. 347,16 517,7. 
518,5.8. 601,17. 782,31. 

Fulda (Fuld) 70,39. 664,7. 

— , Fürstabt Johann Gr. v. Henne- 
berg 370,20. 

— , Fürstabt Reinhard Gr. v. Weil- 
nau 370,20.42. 

Fungia s. Foggia. 

Fürth LW. 329,22. 409,2. 669,26. 

Futak (Futhak) 814,15. 

Gässel (Gässl), Johann, kais. Fiskal 

427,20. 432,27. 681,23. 
Gailswindis, Schwester der Gründer 

v. ßenediktbeuern usw. 67, 10. 
Gairach (Geyrach) 745,31. 
Gaissa (Gayssah), Fluss 19,40. 20,53. 
Gaius, röm. Richter in Augsburg 

8,2. 38,3.14. 
Galbanus, Petrus 835,22. 
Galicien in Spanien 744, 2. 
Galilea 171,5. 790,29. 
Galizien 792, 15. 800, 40. 
Gall, Andreas 551,3. 
St. Gallen 69,42. 104,9. 473,18. 

664, 7. 665, 18. 
Gallien, Gallier s. Frankreich. 
Gal]inicu8,Patric'iusRomanus45,23. 
Gaming (Gemnicura) 787, 14. 
Gammelsdorf (Gamelsdorf) 245, 22. 

246, 14. 25. 282, 30. 32. 524, 3. 

568, 14. 779, 17. 
Ganda s. Gouda. 
Gangkofen (Gaukhofen) 697,26. 
Hl. Gangolf 145,12. 
Üara, Ladislaus v. 801, 30. 
Gardasee (Lacus Benacus) 835,14. 
Uarganus mons s. Monte Gargano. 
Gars in Jn'iederösterreich 720, 13. 

721,26. 
Garsten (Gesten) 720,27. 
Gaudiana -= Gallien 70,7. 
Gauting(Gautingen) 346,6. 600,10. 
Gayssah s. Gaissa. 



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Gaysschedel v. Freyburg 898,4. 
Gbelf, Gbelfo s. Weif. 
Geckenpeunt 346,11. 600,15. 
Gedeon 22,21.22. 23,20. 447,14. 
Geiersberg (Geyrsperg) 235 , 14. 

516, 39. 
Geiselhöring 349,8. 603,4. 662,8. 
Geisenfeld 173,11. 316,15. 347,17. 

583.11. 601,17. 661,27. 696,16. 
Geldern (Gellern), Hrz. r. 548, 14. 

551,16. 554,6. 
-, Hrz. Eduard 320,7. 585.25. — 

Seine Gem. Katharina v. Bayern- 
Holland 320,7. 585,24. 
Gelnhausen (Geylenhausen) 665, 13. 
Geltendorf, B.-A. Fürstenfeldbruck 

210,32. 
Gemmingen, Pleikhard v. 552,3. 
Gemnicum s. Gaming. 
Genfersee 184,1. 
Gengenbach (Gegenbach, Gegnbach) 

78,1. 466,1. 665,12. 
Gent (Gennot, Jandona, Jondona) 

322,21. 327,15. 425,6. 586,32. 

591 20. 
Genua (Geinf) 233,11. 514,38. 
Hl. Georg 135,26. 144,31. 390,33. 

422,25.438,39 462,41.485,11. 

543,19. 640,2. 665,3.4. 702,9. 

887. 12. 26. 

St. Georgen 761,30. 
Gepiden 33,36. 455,15.22. 
— , Kg.Odoakar(Acdaricus) 455,15. 
Gerberg, Ulrich v. 821,19. 
Gerhard, Graf in Lothringen 477,24. 
Germanicus, Drusus Nero 25, 34. 
San Germano 745,39. 
Germansheim, Germeinshaim = 

Regensburg 24, 22. 29. 29, 33. 
Hl. Germanus 466,31 849,7.21. 
Germering tGermaning)346 .6. 600,9. 
Geroldseck (Geroltzegk), Walther v. 

821,17. 
GertlGoltschmid, Bürger v. Freising 

894, 24. 
Hl. Gertrud (Gerdrudis) 80, 5. 
Gerdrudenberg ^Gerdrida) 325,3. 
Gesati 21, 27. 
Gesten s. Garsten. 
Getae. Völkerschaft 21, 12. 
Gewolf v. Degenberg 414, 27. 417, 

13 ff. 534, 2. 674, 8 ff. 675, 14. 
— (Gebolf) v. Degenberg, Johann 

387,18.32. 638,7.20. 
Geylenhausen s. Gelnhausen. 
Geyrach s. Gairach. 
Ghibellinen ^ibiliner) 233,8.14. 

292, 9. 293. 23. 574, 4. 575, 12. 
Giengen 16,31. 367,19. 618,27. 665,9. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 959 — 



St. Gilles (Gilien), Gr. v. 492,38. 
San Ginesio (ad S. Genesium) 182, 1. 
Giaalpertus , Gisilpertus 109, 26. 

112,11. 
Gisilari 466,6. 
Glan, Glana s. Glonn. 
Glarus 823, 20 ff. 

Gleiberg(GIizberch)b. Giessen 173,5. 
Gleichen, Gr. Erich 664,37. 
— , Gr. Ernst 664,37. 
— , Gr. Karl 652,4. 630,29. 664,38. 
-, Gr. Sigmund 664,37. 
— , Gräfin v. 631,11. 
Glogau (Glokan) 765, 7. 
Glonn (Glana), NebenflussderAmper 

19, 34. 20, 39. 
— (Glan) bei Dachau 884,27. 
G munden, (Schwäbisch) Gmünd, 

G münden, s. Schwäbisch-Gmünd. 
Gnadenberg (Mons gratiae) 274, 14. 

556,24. 
Gnesen.Eb. Friedrich v. Polen 799,6. 
Godego (Gudaga, Gudigan, Gudigau) 

864, 9. 20. 878, 14 
Görlitz (Gorlicium) 796,20. 
Görz 234, 1 ff. 307,32. 312,17.315, 

18. 404,31. 515,8. 582,27. 666, 

29. 773,16.19. 774, 5 ff. 789,8. 

898,2. 
— , Gr. Engelbert II. Seine Gem. 

Mathilde (Machtildis) v. Andechs 

204, 16. 
— , Gr. Heinrich II. Seine 2. Gem. 

Beatrix v. Niederbayern 247,25. 

525,1. 
— , Gr. Johann Meinbard VII., 

Pfalzgr. v. Kärnten 611,19. — 

Seine Gem. Magdalena 357,1. 

610, 8. 611, 18. 
— , Gr. Leonhard (Lienhart) 664,21. 
— , Gräfin Adelheid 192, 14. 
Göttersdorf (Gatterstarf, Götters- 

tarf) 387,19. 638,8. 
Göttweig (monasterium Gotvicense, 

Kotwicense) 721,31. 734,7. 740,34. 
Götz, Nikolaus, Kitter 821,33. 
Götzich, Gaudentius 551, 9. 
Gordebrat, Wilhelm v. 239,40. 758,28. 
GobUu 157,19. 164,18. 175,40. 497,3. 

500, 18. 
Gostetech (Costech) 884,10. 
Goten 33, 36. 43, 24. 455, 22. 456, 

19. 461,35. 
Hl. Gotthard 11, 13. 
Gouda (Ganda) 327,33. 591,38. 
Gracchen 69,27. 
Graben, Andreas v. 551, 10. 
— , Wolfgang v. 551, 50. 
Gradusolium (Grado?) 37,10. 453,5. 



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Grafenberger, Wolfgang 551,26. 
Grafeneck, Gr. Wolfgang 626, 15 ff. 

629, 30. 
Grafrath (Werdea) 124, 2. 208, 26. 
Graisbach (Grainspach, Grayspach) 

349, 42. 350, 36. 352, 14. 362, 30. 

367,10. 377,34. 595,23. 605,16. 

615,5. 631,28. 
Gramastetten (aus Greimhartstain 

verderbt : Brein, Hartatain) 743,41. 
Gran (Strigonium), Stadt 797,40. 

815,46. 
— , Erzbistum u. Erzbischöfe 206,29. 

547,44. 549,11. 552,19. 
— , Eb. Dionysius v. Szechy (Zeech) 

801,21. 815,40. 
— , Eb. Georg v. Pälöcz (Palocius) 

797,21. 
— , Eb. Johann Peckenschlager s. 

unter Salzburg, Eb. Johann. 
— , Eb. Johann Vitez, vorher B. v. 

Grosswardein 815, 28 ff. 
Granada (Granata) 105, 22. 106,12. 
Gratt, Dietrich v. 551,21. 
Gravenhage s. Haag. 
Gravenreutter(Grafenreuter),Degen- 

hard 432,30. 689,29. 
— , Erhard 432,31. 689,30. 
— , Peter 432,31. 689,30. 
Graz (Gratz, Gräcz, Gretz) 663,37. 

740,36. 757,18. 
— , Burggr. Jenczo (Jenezo) 240, 1. 

758,29.30. 
Gredelmühl 319,2. 585,3. 
Greiffenberg (Grevffenberg) 429,9. 

442, 21 ff. 682, 27. 705, 18. 24. 
Greifenstein (Greyffenstain) b. Bozen 

829, 20. 

— (Gryffenstain) bei Wien 711,9.41. 

— (Greyffenstain), Adelige v. 821, 18. 

— (Greiffendtein), Graf v. 192, 8. — 
Seine Gem. Mathilde 192,7. 202,14. 

— (Grifanstaine), Dietrich v. 725,1. 

— (Greyffenstain), Friedr.v. 821,31. 
Greifswald (Greyfnswald) 665, 15. 
Greissenecker, Andrea» 370, 5. 
Gremertshausen (Krimirshusin) 

860, 8. 
Griechen, Griechenland (Kriechen) 

4,31. 6,17. 22,21. 24,15. 27,9. 

11.15. 114 3. 160,1.171,12. 199,8. 

467,16. 486,35. 494,13.508,15. 

729,19. 735.7. 797,32. 812 19. 

838,29. 839, 2 ff. 840,27. 896,21. 
Gries(Augea, Aw) bei Bozen 13,24. 

192, 8. 17. 202, 18 ff. 
Griesbach (Griessenpach), Fluss 19, 

37. 20, 39. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 960 — 



Grisanstaine (statt Grifanstaine) s. 

Greifenstein. 
Gronsdorf (Cramanesdorf) 860,5. 
Grosbek, Siger v. 551,23. 
Gross, Sigmund 619,25. 
Grossenviecht (Viechtag) 867,19. 
Grosskölnbach(Chölbenbach) 348,25. 
Grosswardein (Civitas Baradiensis) 

200,11. 
— , B. Johann s. Gran, Eb. Johann 

Vit£z. 
Grünbach 551,26. 
Grünenberg (Grünnenberg), Joh. v. 

821,24. 
Grüningin (im Chr. Ursp.: Gruo- 

ningin, in dessen Quelle , der 

H. Weif. : Gouningen; 162, 24. 

495 24. 
Grüntal (Griental) 288,23. 572,12. 
Grünwald (Grüenwald) bei München 

308,16. 414,8. 673,22. 
Grün walder (Gruenwaldus), Johann, 

8. Freising, B. Johann III. 
Grumpach,Kunzv. 436,30. 699,37. 
Gubbio (Eugubium) , Jobannes v. 

258, 32. 
Gudaga, Gudigan, Gudigau s. Go- 

dego. 
Gülch s. Jülich. 
Guelfen 233,8. 290,30. 573,30. 
Güntersdorf (Güntherisdorff) 860,13. 
111. Günther (Guntherus) d. Ein- 
siedler 146 9. 
Güntrach(Gundrarich N , 86,6. 469,21. 
Günz, Fluss 19,18. 
Günzburg 19,18. 
Günzenhausen(Guntteshusen,Gunz- 

hawsen) 885, 1. 7. 
Güssing (Gussingen), Heinrich v. 

762, 7. 
Guetenwerd s. Gutenwörth. 
Gugelweit s. Minden, B. Dietrich 

Kagelwit. 
Guido v.St. Lorenz, Kardinal -Legat 

760, 40. 
Gumpoldskirchen (Gumppoltz- 

kirchen) 742,2. 
Gumppenberg, Georg v. 387, 23. 

436,24. 638,11. 699,35. 
Gumprecht (Gumpert) an der Haid, 

Bürger in Kegensburg 285,27. 

289, 19.20. 569,31. 571,25. 781,22. 
Guncianus, Gründer v. Schlehdorf 

66, 15. 
Gundelfingen (Gundlfing) 19,18. 
~, Georg v. 344,34. 599,2. 631,4. 
— , Schweigher (Sweigerus) v. 898,6. 
Guntteshusen, Gunzhawsen s. 

Günzenhausen. 



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Gunzenlee (Cunntzenlen , Concio 

legis, Conciolegum) 128,27.162,8. 

482, 33. 495, 13. 15. 
Gurk, Bistum 18,10. 891,1. 901,4. 15. 
-, B. Hildebold 214,23. 
— , ß. Konrad s. unter Freising, 

B. Konrad V. 
— , B. Romanus 723,27. 724,2.39. 
— , B. Sixtus 370,19. 
Güssen, Bruno 821,25. 
— , Hermann 821,28. 
Gussingen s. Güssing. 
Gutenstein u. Breitenstein, Burian v. 

626,13. 630,31. 
Gutenwörth (Guetenwerd) 900, 14. 
Guttiral, Johann 551, 29. 
Gwelf, Gwelfo s. Weif. 
Gywrgij, Caspar Bodo v. 815,22. 

Haag (Hagha, 's Gravenhage, zu 
grünen Hag) 319, 18. 321, 44. 
326,16. 328,45. 585,32. 586,19. 
590,15. 593,11. 

— (Hag), Markt in Oberbayern 
657, 18. 

~ (Hag),Fraunberger vom s.Fraun- 

berger. 
Habach (Häbach, Hebach), Fluss 

329,37. 339,3. 18. 827,33. 828,8. 
Haberberg (Haberbergkh > 891,4. 
Habsberg (Habspurg), Ludwig v. 

386,9. 387,25. 634,16. 637,1. 

638, 13. 
— , Magnus v. 385,21. 636,18. 
Habsburg (Halberspurga) 801,2. 

— (Habenspurch), Gr. Albrecht III. 
183,23. 

-, Gr. Albrecht IV. 767, 11. 
Haching (Einlingen, bei Meichel- 

beck: Haechingen) 868,31. 
Hackenberg, Herren v. 728,27. 
Hadestat, Adelige v. 821, 22. 
Hadriana = Salzburg 50,25. 
Hadstat, Hans v. 552, 24. 
Härdinge = Harting, Dorf bei 

Regensburg 96,35. 
Härspruck s. Herebrack. 
Hagenau 665,13. 
Hagenberg s. Hegnenberg. 
Hagenfelder, Erasmus 551,7. 
Hagertshausen (Hahofeshusin) 

858, 15. 
Hahilöwe s. Haslau. 
Hahnbach (Hanbach) 266,6. 539,36. 
Haidau (Haydaw) 329,23.407,13. 

427,34. 668,29. 670,38. 681,37. 
Haideck, Johann v. 630,5. 
Haiden s. Ampezzo. 
Haigerloch (Hayrloch) 767, 21. 

Original frorn 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 961 - 



Haigerloch (H airloch), Gr. Albert v., 
a. Freising, B. Albert II. 

— (Hayrloch, Gr. Albrecht 243,22. 
521,42. 771,17. 

Haihedorff s. Achdorf. 
Halberspurga s. Habsburg. 
Halberstadt, Stadt 665, 15. 
— , Bistum 371, 7. 

— (Haiverstat), Propst Romarius 
187,10. 505,27. 881,4. 

Haienstein, Deinbart v. 187, 11. 

505, 30. 881, 6. 
Hall in Tirol 334,30.34. 337,6. 

339,21. 826,9. 828,11. 831,37. 

832, 2. 836, 11. 861, 5. 

— s. auch Reichenhall. 

Halle (Hall in Sachsen) 665,16. 
Hals bei Passau 235,6. 515,28. 

— (Halls), Grafen v. 246,15. 

— , Gr. Albrecht 240, 26. 246, 2. 
519, 32. 

— , Gr. Alram 246, 2. 
— . Gr. Engelbert 179,37. 5C2,37. 
732, 9. 

— , Gr. Leopold 321,40. 586,14. 
Hamburg (Hamanaburg) 71,31. 
Hanau, Gr. 280, 26. 562, 5. 
— , Gr. Philipp d. Ä. 664, 23. 
-. Gr. Philipp d. J. 545, 14.664,29. 

— (Honaw), Gräfin v. 631,8. 
Handerhausen, Hermann v. 551,40. 
Hangenor, Ulrich, Kanzler Ludwigs 

d. Bayern 296,25flf. 302,33. 580, 
21 ff. 

Harde, Jörg v. 551,25. 
Hardegg(Haydekke),Gr.Otto 759,24. 
Harden, Philipp v. 651,36. 
Harst, Johann v. 551,39. 
Harthausen (Harthoven, Harthusn) 

413,38. 879,33.43. 
Harte tain s. Gramastetten. 
Hartwicus, Vater der Gründer von 

Tegernsee 74,28. 
-, Marschall 187,17. 506,1. 881,11. 
Haselbach (Haselpach, Hasenbach 

= Sixt- oder Dornbaselbach oder 

Berghaselbach) 854, 1. 867, 30. 

879,11.27. 
Hasenbühel (Hasenhübel) 242,32. 

521, 16. 772, 7. 
Hasenburg, Johann v. 821,15. 
Haslau (Hahilowe statt : Hasilowe) 

bei Brück a. d. Leitha 870,23. 
Haslinger, Johann 387, 28. 638,15. 
— , Leonhard 437, 6. 700, 14. 
Hasperg, Diepold v. 619,21. 
Hato 8. Passau, B Hato. 
Haunberger, Paul 387,31. 638,19. 

Quellen a. Erörterungen N. F. III. 



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Haunsberg (Haunspergk), Wilh. v 

911,33. 
Hauzenheim(Hautzenhaim) 334,30. 
Havelberg (Halbersperg) , Bistum 

664,6. 
Hawiser, Nikolaus 821, 35. 
-, Otto 821,35. 

Haybeck, Hermann 430, 36. 683, 36. 
Haydekke s. Hardegg. 
Haydenhaim s. Heidenheim. 
Hebräer s. Juden. 
Hebrus s. Balkan. 
Heczer 432,33. 689,31. 
Hegau 664,3. 
Hegelhusin, Hegelnhawsen s. Egl- 

hausen. 
Hegelingen s. Högling. 
Hegnenberg (Hägenberg, Hagen- 
berg, Hagnenberg) 429,9. 442, 37. 

682,28.705,19. 
Hehingen s. Eching. 
Heideck (Haydeck) 376,20. 624,15. 
Heidelberg 14,36. 16,39. 189,7. 

227,20. 238,28. 243,18. 255,25. 

34. 261,1 ff. 262,29. 268,24.269, 

13. 271,21. 279,11. 311,30. 312, 

12. 382,7.29. 521,38. 530,4. 13. 

535,9.23. 536,4. 537,15.22.541, 

15.27. 544,39. 559,36. 634,1.23. 

788, 27. 842, 28. 
Heidenheim (Haydenhaim) am 

Hahnenkamm 74,7. 
Heilbronn (Haylbrun) am Neckar 

665,9. 
Heiligenberg (Sanctus Mons) am 

Bodensee 429, 32. 684, 39. 
Heiligenkreuz(Monasterium Sanctae 

Crucis) 165,32. 498,11. 721,32. 

723,11. 732,34. 734, 9 ff. 739,20. 

740. 33. 38. 741, 2. 742, 13 ff. 748, 
1. 39. 754, 46. 755, 7. 

HeiligenstadUSanctusLocus, Sancta 

Civitas) bei Wien 711,26. 
Heiligenstein 535, 1. 
Heilsberg (Hailsperg) 348, 23.25. 
Heilsbron n (Halspru n),Kloster403,2 . 
Heimburg (Haimburga, Hainburga) 

740,7. 746,22. 747,34. 756,27. 
— (Heinburg), Gregor v. 416, 7. 

674,26. 
Heinrieb, RaplanHerzogAlbrechts I. 

von Bayern 608,7. 
Heisterbach, üaesarius v. 443,7. 
Hektor 886,23. 

Helfenburg = Salzburg 49,45. 
Hei fendorf(Helphindorf) 64,2. 55,30. 

462, 24. 855, 8. 
Helfenstein, Gr. Friedrich 629, 23. 

664. 34. 

61 

Original from 

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962 — 



Helfenstein (Helfenstain), Gr. Georg 

436,14. 630,9. 699,31. 
— , Jobann v. 551,43. 
— , Gr. Konrad 664, 35. 
— , Gr. Ludwig 754, 34. 
~, Gr. Ludwig 630,24. 664,34. 
-, Gr. Ulrich 408,5. 
Hell, Simon 552,19. 
Hellritt (Hellrit), Kaspar v. 436,41. 

700,3. 
Helmstat, Hans 551,48. 
Helmstetter,Konrad387,27. 638,14. 
Helsacia s. Elsass. 
Helvetier, Völkerschaft 21,34. 
Henneberg (Hennberg), Grafen 270, 

30. 287,10. 290,5.6. 370,20. 542, 

38. 570,23. 572,38. 752,6. 
-, Gr. Berthold 630, 18. 
— , Gr. Heinrich 630, 17. 
— , Gr. Hermann 551,30. 
— , Gr. Otto 629,6. 
— , Gr. Wilhelm 365, 32. 371, 4. 

626, 6. 664, 22. 696, 35. 
Hennegau (Honigovia. Hönigaw, 

Hannonia) 305, 11. 2?. 316, 4. 

319,12ff. 322,14.21. 323,1. 324, 

20. 325, 18 ff. 326, 23 ff. 328, 37- 

579,3. 582,15. 585,7.12. 586,32. 

587,44. 589, 4 ff. 593,3. 670,28. 
Herbipolis s. Würzburg. 
Herburga, Schwester d. B. Albert I. 

v. Freising 879,36. 
Hercules 4,5. 22,21.24. 23, 12 ff. 

24, 15. 29, 16. 447, 13. 19. 
Hercynischer Wald 7,23. 18,30. 

30,3. 21,38. 22,2. 427,27. 437, 

20. 749,26. 
Hl. Hermagoras(Ermachoras) 33,45. 

34,2. 36,7. 
Hermann, Chronist 6,24. 145,5. 
Hermannsgrün (Hermannsgernn), 

Thomas v. 552, 10. 
Hernheim, Hans v. 619,33. 
Herreich 271,6. 544,11. 
Herrenchiemsee 226,20. 512,1. 

723,34. 
Hersbruck (Härspruck) 274,5. 318, 

16. 345,37. 352,32. 556,15. 584, 

26. 600, 3. 605, 37. 
Hersfeld (Hirsfeld, Hirsveld) 70, 39. 

664,7. 
Herttenberger, baver. Geschlecht 

348, 19 ff. 
-, Georg 348, 20 ff. 602,21. 
Hertting, Kaspar 437, 4. 700, 13. 
Heruler (Eruli, Heruli) 33,36. 41, 

5. 6. 455, 16. 



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Herzogenburg (Hertzogenburg) 

740,24. 
Hessen 21,8. 70,25. 104,24. 388, 

25. 473,25. 512,13.14. 638,32. 

664,21. 680,20. 
— , Landgr. Heinrich 271, 6. 544,11. 

— , Landgr. Ludwig 371,2. 

-, Landgr. Wilhelm 390,36. 548, 
15. 550,52. 551,33. 640,5. 

— , Heinrich (v. Langenstein) v. 
790, 10. 

Heunburg (Hewnburgk), Gr. Ulrich 

748. 25. 
Hezinga s. Hötzing. 
Hiaspolis s. Hyatospolis. 
Hibernia s. Irland. 

Hl. Hieronymus 6, 17. 36,12. 876,22. 
Hierosolyma s. Jerusalem. 
Hilaria, Mutter der hl. Afra 38,17. 
Hilarus s. Hier. 

Hildesheim, Bistum 135,37. 488, 1. 
— , B. Gotthard (Godehardus) 133, 

14. 16. 146, 7. 488, 2. 
Hilkersberg 321,22. 329,28. 586,8. 

671, 5. 
Hilpoltstein (Stein) 274,8. 345,40. 

352,32. 556,18. 600,5. 605,36. 

— (Hilpolstain), Gr. Eberhard s. 
Salzburg, Eb. Eberhard I. 

Hilsbach 280, 8. 561, 25. 
Hiltersried (Hückersreut) 275,10. 

557, 21. 
Hiltzus s. Hz. 
Hilwars, Johann, 821, 30. 
Himlberger, Andreas 551, 12. 
Hinterholzer, Jakob 552,20 
Hinzenhauser, Friedrich 436, 43. 

700,9. 
Hl. Hippolytus (Ipolitus) 77, 20. 
Hirsau (Hirsaw), Kloster 727, 21. 

— (Hirsaw), Gr. Heinrich 516,37. 
Hirschau(Hiersaw, Hirsaw) 318, 16. 

584. 26. 

Hirschberg (Hirsperg) 196, 18. 

— , Gr. Gerhard 234, 4. 
— , Gräfin Sophia 234,3. 
— , Gr. Swiger 73, 33. 
Hirschhorn, Hans v. 551,47. 
Hirsfeld, Hirsveld s. Hersfeld. 
Hister = Donau 18,21. 21,30. 
Histria s. Istrien. 
Hochberg, Mkgr. Otto 821, 13. 
- , Mkgr. Rudolf 371, 3. 
Hochheim 280, 27. 
Hochperchach s. Hohenbercha. 
Höchstädt a. D. (Hohstet) 19, 21. 

20,46. 158,34 (Hohenstein). 
Höflein bei Brück a. Leitha 749,28. 
Högling (Hegelingen) 857,2. 

Original from 
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— 963 



Hoeks (Hoezenses) 324, 23 ff. 325, 
12 ff. 326,4.20. 327,32. 588, 4ff. 

589.1 ff. 590,3.23. 591,37. 
Hörndl,Marcus, Propst v St.Andreae 

zu Freising 913, 35. 
Hötzing (Hezinga) 865. 26. 
Uoffart v. Kirchheim, Hans 552,2. 
Hoffer, Jakob 551,14. 
Hofkirchen 329,28. 671,5. 
Hoflach 346,18. 600,24. 
Hofmayster, Ares 551,22. 
Hofmen, Konrad 821,34. 
Hohenbercha (Hochperchach, Hoh- 

perchach) 153,11. 490,30. 866,23. 
Hohenberg (Hainberg), Grafen 765, 

27. 767,21. 
— , Gr. Albert v., s. Freising, B. 

Albert II. 
— , Gr. Rudolf 664,23. 
Hohen f eis, Johann v. 545,25. 
— , Konrad v. 231, 10. 
Hohenkircher (Höchenkircher), 

Erasmus 436, 36. 700, 7. 
Hohenlobe (Altenloch), Gr. v. 765,27. 
— (Hohenloch), Baron v. 238,14. 

518, 3 (irrtümlich Hohenhaim). 
— , Gr. Krafft 423,6. 543,34. 545, 

18. 664, 39. 

Hohenreichen, Magnus v. 380,2. 

632, 21. 
Hohenstein = Höchstädt a. D. 
Hohenwart, Kloster 237, 28. 347, 1 7 . 

601, 18. 
— , Gr. Ortulf (Ortolfus) 237, 32. 

238,8. — Seine Schwester Wil- 

trudis(Wieldrudis) 237,32. 238,7. 
-, Gräfin Beata 272,24. 
Hohenzollern (Zollern), Grafen von 

183,30. 185,11. 504,13. 626,8. 

630,23. 821,1.16. 
-, Gr. Eitelfritz (Eytel Friderich) 

431.18.40. 685,28. 688,47. 
Holenbarg (Hollenwurgk, Holln- 

wurgk) 892,21. 899, 18. 903,10. 

910, 28. 
Holland, Holländer 15,33. 68,31. 

305,11.21. 316,5. 319, 9 ff. 320, 

4 ff. 321,43. 322, Uff. 323,25. 

324. 2 ff. 325, 9. 326, 6 ff. 327, 12 ff. 
328, 28 ff. 329,7. 346,25. 407,16. 
534,8. 568,6. 579,3. 582,15.585, 
7 ff. 586, 7 ff. 587, 17 ff. 588, 8 ff. 
589, 34. 590, 4 ff. 591, 1 ff. 592, 43. 
593,3.11. 600,29.30. 668,28. 670, 

19. 27. 820, 11. 

— , Gr. Wilhelm 304,4.5. 
Hollenbeck, Christoph v. 911,32. 
Hollenstein, früheres Schloss bei 
Weichs, B.-A. Garmisch 885 4. 



Holstein, Gr. Johann zu Schauen - 

bürg (Schawenberg) 551,34. 
Holup, IFriedrich 387, 29. 638. 17. 

— (Holub), Jan 367, 33. 618, 39. 
Holzen (Holze) a. d. Attel 858,27. 
Holzhausen (Holczhausen) im 

Chiemgau 83, 17. 

— (Holtzhausen) bei Indersdorf 
236, 1. 

— (Holczhausen = Wester- oder 
Kreuzhausen, B.-A. Dachau) 
855, 13. 

— (Holtzehawsen, Holzehusen), 
Siboto v. 187, 17. 506,1. 881, 12. 

— , Wolfher v. 187,17. 506,2. 881,12. 
H olzsattel (Holczsatl;, Hen 551, 41. 

— (Holczsatel), Hans 391, 1. 392, 
4. 640,7. 641,8. 

Honaw s. Hanau. 

Honstein, Gr. Bernhard 552, 5. 

Horatius (Oratius) 27,35. 

Horber, Heinrich 839,46. 

Horst, Johann v. der 562,18. 

Horwath, Paul 815, 23. 

Hospitaliolum s. Ospedaletto. 

Hothan, Johann v. 551,28. 

Hulmervelden s. Ulmerfeld. 

Hunart (Hunartt), Herr v. 325,28. 
31.589,22.25. 

Hundertpfundt, Dr., Pfarrer zu 
U. L. Frau in München 913,23. 

Hunenburg, Rudolf v., Ritter 821 ,26. 

Hunnen 33, 36. 34, 18. 36,20. 37,5. 
61,21. 79, 22 ff. 83,33. 84,4. 87, 
28. 91,6. 101, 3 ff. 102,6 11.125, 
22. 127,8. 128,8 ff. 129,3.8. 135 
44. 199,22. 452,22.25. 454, 17 ff 
455, 4 ff. 456, 20 ff. 457, 1 ff. 458. 
lff. 462,6. 467,26. 468, 9. 469,6. 

34. 470,3 ff. 471,2 ff. 472,9 488,8. 
736,27. 737,2. 757,32.851,23. 

— , Kg. Attila (Actila) 34,10. 36,1. 
37,17. 39, 6 ff. 41,7. 50,6. 51,44. 
129, 8. 453, 12. 455, 13. 18. 461, 

35. 851,31. 

~ , Kg. Cacanus 45,18. 

Hunsruck (Hundsruck, Hundsrügk) 
277,29. 559,28. 

Hunyady, Johann Corvinus, Graf 
vonBistritz, Woiwode v. Sieben- 
bürgen, Gubernator v. Ungarn 
802, 14. 30. 807, 16 ff. 808, 5 ff. 
809,30.37. 810,10. 811,17 ff. 812, 
3 ff. 813, 45. 814, 44. 815, 8 ff. — 
Seine Gem. Elisabeth 814,44. 

— , Ladislaus Corvinus 814, 17 ff. 
815, 2 ff. 832,8. 

— , Matthias Corvinus s. unter Un- 
garn, Kg. Matthias. 



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er 

Irr 



Original from 
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— 964 



Hupphinheim s. Aufham. 

Hus (Hubs), Johann 409, 14. 536, 
21. 664, 6. 895, 18. 

Huselstam, Eberhard v. 551,31. 

Husiten (Hussen) 200, 10. 274,24ff. 
275,9. 409,13.14. 416,17. 417, 
23. 536,28.30. 556,31. 557,20. 
670,4. 791,17. 792,9.36.794,22. 
795,15.32. 796,17.18. 804,21. 

Hyatospolis, Hiaspolis = Regens- 
burg 24, 26. 29, 29. 30. 48, 34. 

Hylarus s. Hier. 

Hystria s. Istrien. 

Jacken s. Armagnaken. 

Jakob, Patriarch 487,30. 

Hl. Jakob d. Ä. 145,14. 199.23. 

403.27. 424,7. 438,15.17. 665, 
37. 672,37. 678,10. 701,24.28. 
879, 18. 

Hl. Jakob d. J. 124,1. 208,25. 

Jakob Philipp von Bergamo 101,36. 
118,34. 

Jakobsberg s. Perge. 

Jandona s. Gent. 

Japhet 26, 27. 

Jaurinum (Janriensis ecclesia) s. 
Raab. 

Ibs s. Ybbs. 

Jericho 126,26.31. 

Jerusalem (Hierosolvma) 73,26. 124, 
14. 159,22. 161,24. 170,32.184, 
8. 194,14. 209,10. 223,11 ff. 229, 
32. 230,6.33. 231,4. 233,36. 

281.28. 413,3. 513,20.27. 514, 
18. 520,17. 562,30. 714,26. 726, 
25.34. 735,10. 740,4. 742,33. 

753.22. 754,37.38. 773,20.22. 
790, 29. 

Hier (Hilarus, Hylarus, Yler), Fluss 

19,2.17. 20,26. 451,3. 
Illok (Ujlak, Wylak) 814, 6. 
Illyrikum (Sclavoniat, Illyriker 25, 

17. 31,12. 38,27.30.31. 49,21. 

40. 836,40. 
Hm (Ilma, Ylm), Fluss 19,27. 20, 

35 316,15. 330,17. 464,20. 583.11. 
Ilmendorf (llmdorf ) 19, 27. 20, 35. 
Ilmmünster (Illenmünster , Yl- 

münster) 77,18. 79,11. 434,23. 

464,20. 690,2.21. 691,43. 692,14. 

910. 23. 

Hz (Hiltzus, Heia), Fluss 19,41. 

20,54. 760,31. 
Imber s. Regen. 
Imbripolis = Regensburg 30, 2. 

37,15. 453,9. 
Indersdorf (Undeinestorff, Undens- 

dorf, ündenstorf) 13,21. 195, 3 ff 



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196, 9ff 198,4. 200,4. 201,28. 

236.2. 304, 19. 305,1. 347,17 
420,25. 443,14. 507, 2 ff 508,3 ff. 

581.28. 582,8. 601,17. 676,33.35. 
787, 16. 

Indersdorf, Propst Augustin 9 14,7.11. 

— , Propst Dietrich 880,5. 

— , Propst Rudbertus 195, 19. 

— , Propst Ulrich 431, 26. 

— , Brüder Sigismund Medlinger 

u. Ulrich 914,8. 
Indien, Inder 5, 12. 23, 4. 223, 1 7. 
Ingelheim (Ingelinhem, Inglinheim, 

Inglhaim) 88, 30. 100, 27. 469, 2. 

716. 15. 

Ingelnhaym, Hans v. 551,48. 
Ingolstadt 16, 20. 40. 19, 26. 20, 33. 

100,18. .146,5. 240,20. 316,19. 

26. 317,22. 331,22.26. 340,8. 

346.29. 351,30. 353,2. 34. 363,6. 

364.20. 372,12. 377,25. 382,28. 

383.3. 519,24. 583,23. 584,5.6. 

593.37. 594,12.24. 597,33.37. 

600.38. 605,14.41. 615,12. 616, 
15. 621,18. 624,36. 634,21. 649,9. 
22. 653,2. 661,26. 666,15. 893,13. 

Inn (Enus), Fluss 19,41. 20,12. 40, 
28,31. 116,38. 163,3.27.239,27. 
250,33. 303,20. 332,20.339,2. 
18.400,2. 401,21. 496,10. 519,2. 

527.16. 758,14. 827,33. 828,7. 
829,6. 836,10. 

Innichen (Intica) 864,10. 893,34. 

898,2. 
Innsbruck (Yspruck) 313,13.27. 

333.21. 334,34. 335,6. 338,2. 
388,5. 424,13. 535,14. 638,36. 
646,29.31. 647,23. 662,11. 678, 
14. 684,7. 694,19. 826,34.830, 

26. 833,32. 836,1. 841,18. 
Insubres 21,27. 

Inzemoos (Incenmos, Incinmos) 855, 

32. 879,21. 
Inzkofen (Unzechoven) 879,31. 
Job 475, 12. 
Hl. Jobst (Jodocus, Judocus) 221, 

31. 356,12. 394,28. 395,5. 396, 

27. 402,26. 609,22. 642,33. 
Jörger, Wolfgang 551, 13. 

Hl. Johannes 869,25. 891,21. 901,27. 

— d. Evangelist 119,7. 479,32. 

- d. Taufer 28, 24. 47,5.28. 59,22. 
129,9. 460,21.22. 487,15. 878, 
37.38. 879,30.32. 888,6.9. 

Johannes, Kardinal 152,22. 

-, Kardinal v. St. Angelo 809,40. 

815. 39. 

Johannes Scotus 298,8. 
Jondona s. Gent. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 965 — 



Jordan, Fluss 735, 11. 

Jordanis, Kardinal 791, 7. 

— von Blankenburg, Truchsess Hrz. 

Heinrichs d. Löwen 185,5. 504,2. 
Josua 126,2511. 
Ipisa s. Ybbe. 
Ipolitue s. Hl. Hippolytus. 
Iring s. Eurasburg. 
Irland (Hibernia, Ybernia) 78,7.25. 
Isar (Isara, Isera, Ysara, Ysera), 

Fluss 19,34. 20,38. 65,9. 60,32. 

62,34.42. 162,38. 221,5. 222,6. 

15. 230,27. 250, 24 ff. 318,22. 

344,34. 392,28. 394,7. 425,34. 

462, 40. 496, 1. 524, 9. 11. 529, 6ff. 

530.1. 585,1. 599,2. 641,16. 679, 
2. 18. 689,40. 695, 16. 30. 781,17. 

Iaareck (Ysereck) 353,15. 606,6. 

695,33. 
Isen (Isana,Ysona,Ysn) 61,5. 78,4. 

153,31. 465,35. 490,37. 854,28. 

863, 5. 867, 10. 901, 6. 
Isidorus b. Sevilla. 
Ieing (Usinga) am Chiemsee 83, 19. 
Iemaoing 872, 14. 
•isny (Ysnach) 665, 10. 
Ister = Donau 18,37. 
iBtrien (Histria, Hystria, Ystria, 

Isterich), Istrier 49,40. 171,20. 

176, 45. 870, 13. 19. 
— , Mkgr. Berthold I. s. unter An- 

dechs, Gr. Berthold II. 
— , Mkgr. Bertbold II. s. unter 

Andecbs, Gr. Berthold III. 
— , Mkgr. Engelbert 179, 34. 502, 

33. 732,5. 
— , Mkgr. Heinrich s. unter An- 

dechs, Gr. Heinrich. 
Italien, Italiener 10,33. 18,13. 24,6. 

31,13.45. 35,26. 38,28.30. 42, 

7.9. 43,23. 44,26.27.33. 45,23. 

47,40. 49,24.29. 57,11. 68,16. 

64,47. 71,48. 72,7. 92,2. 97,18. 

103,11 ff 107,7.37. 118,9ff 123, 

14. 131,12. 140, 12 ff 158,4. 160, 

17. 163,13ff 166,21. 173,28. 174, 

11. 180,39. 181,23. 182,37. 183,5. 

38. 184,8.12. 185,8. 218,30. 

219,5. 229,27. 260, 11. 14. 283,4. 

2t»2, 7. 295, 1 ff 300, 3 ff 330, 22. 

379, 9 ff 415,5. 454,2. 459,16. 

460,33. 716,2. 719,3.17. 721,2. 

723,18. 732,23. 752,32. 753,3.4. 

763.2. 764,13.20. 767,24. 779, 
23. 793,11. 794,30. 805,1 ff 829, 
30. 836,46. 837, 27. 41. 839, 2 ff 
840,21.36.842,33.845,29. 852, 
11. 873,28. 913,41. S. auch: 
Wälschland. 



Italien, Kg.Arduin ( Ardonus) v.Ivrea 

140,27. 
— , Kg. (Kaiser) Berengar I. 115, 

17.ff 477,31. 478,2.4. 
— , Kg. Berengar II. 118,27. 
— , Kg. Hugo v. Burgund 118,27. 
— , Kg. (Kaiser) Lambert 108,4. 

476,37. 
Itzliog (Izelingen) 879, 23. 
Juden 22,21. 26,40. 69,24. 179,13. 

220,31. 236,29.30. 251,10.17. 

283.29. 329,25.27. 346,28. 362,8. 
363,3. 407,15. 447,14. 517,34. 

527.33. 568,35. 614,29. 615,10. 

668.30. 671,1.4. 709,5. 710, 33 ff 
711, 17 ff 712, 1.2. 731,29. 798,18! 

— , Kg. David 485,8. 

— , Kg. Salomo 171,4. 727,37. 795,26. 

Judicarien (Vallis Judiciaria) 836, 

6. 24. 
Judocus s. Jobst. 
Jülich (Gülch) 255, 26. 547, 7. 
— , Hrz. Adolf I. v. J. u. Berg 

407, 29. 668, 13. — Seine Gem. 

Elisabeth v. Bayern - München 

407. 1. 668, 8. 12. 

— , Hrz. Gerhard v.J. u.Berg 371,13. 
- , Hrz. Wilhelm 273, 9. 547, 15. 

42. 548,26.39. 549,11. 550,52. 

554, 20. 
S. Juliani Insula, Hzg. Mimulf 

(Munulphus) 45,20. 460,5. 
Julianus, Kardinal-Legats. Cesarini. 
Jungingen(J unging),Ulr.v., Deutsch - 

ordensmeister 360,32. 613, 15. 
Hl. Justinus 61,9. 62,22. 858,40. 

860,10. 861,1. 881,20.33.882,20. 
Juvarus s. Salzach. 
Juvavia, Juvavum s. Salzburg. 
Izelingen s. Itzling. 

Kadobertal(Catabria) 864,13. 878,15. 
Kadolzburg(Carelsperg, Carelspurg, 

Karlspurg) 365,11. 432,5. 616,35. 
Käls s. Kehl. 
Kärnthen (Carentanum, Carinthia, 

Karinthia) 18,6. 37,11. 62,25. 

78,6. 79,7.13 87,12. 104,23.43. 

105,6.31. 106,38. 199,5. 234,5.6. 

300, 25. 305, 11. 26. 315, 18. 26. 

360.34. 392,10. 425,14. 453,5. 

466.35. 473,24.34. 474,8. 481,7. 

579.2. 582, 17.26. 640,33. 710,2. 
751, 1. 3. 761, 17. 23. 762, 2. 4. 
764,20.40. 765,25. 766,11. 769, 
24.27. 774,1. 775,7.12. 782,16. 
789, 38. 792, 2. 5. 801, 1. 802,23. 
818,10. 823,2. 824,5. 842,18. 
844,41. 866,8. 900,13.24. 



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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 966 — 



Kärnthen, Hrz. Albrecht 234,5. 

515,6. 773,28. 774,12. 776,5. 
— , Hrz. Berchtold 158, 17. 
— , Hrz. Bernhard 884,37. 
— , Hrz. Heinrich 179,33. 502,33. 

732,5. 
— , Hrz. Heinrich , Sohn Mein- 

hards IV., s. unter Böhmen, Kg. 

Heinrich. 
— , Hrz. Hermann d. J. 745,36. 
-, Hrz. Ludwig 234,5. 515,6. 773, 

28. 774,14. 776,5. 
- , Hrz. Marquard d. Ä. 726, 8. — 

Seine Gem. Linpurgis 726, 7. 
— , Hrz.Meinhard IV., Graf v.Tirol 
* u. Görz 230,1. 234, lff. 241,16. 

315,27. 513,21. 515, 5ff. 520,15. 

16. 582,34. 768,30. 773,9ff. 774, 

I ff. 776, 3. 779, 6. — Seine Gem. 
Elisabeth s. unter Deutschland, 
Kg. Konrad IV. 

— , Hrz. Otto 234,5. 256,8. 515,6. 

773, 28. 774, 16. 776, 5. 
— , Hrz. Ulrich III. 204, 39. 748, 

22.750,7.40. 751,2. 755,25.761, 

II ff. 763,4. — Seine 1. Gem. 
Agnes von Meranien s. unter 
Oesterreich, Hrz. Friedrich II. — 
Seine 2. Gem. Agnes v. Oester- 
reich 748, 13. 21. 755, 25. 

-, Hrz. Weif 158,1. 173,35. 174, 
1.8. 492,27. 

— , Mkgr. Poppo (Bopo) 199,6. 

— , Gr. Bernhard 170,2. 

— , Leonhard v., Magister, Augu- 
stiner 334, 7. 

Kagers (Chalers) bei Straubing 
249,8. 526,1. 

Kahlenberg (Calvus Mons, Callen- 
perg, Kaien perg, Kalnperg) 710, 
9.22. 711,11. 723,14. 771,1.5. 
786,20. 

Kains, Kuens (Cainnina, Chains) 
bei Meran 8,37. 10,34. 58,37. 
60, 2 ff. 119,13.19. 206,32. 465, 
1.8. 850,26. 851,5. 852,13. 863,15. 

Kaisersberg (Kaysersperg) im Elsass 
665, 13. 

— (Keysersperg) in Nieder Österreich 
741,24. 

Kaiserslautern (Kayserslutern) 70,3. 

Kalden (Kalatin, Kalladin), Hein- 
rich v. 198, 1. 508, 17. 

Kaiisch (Kaiais) 765, 8. 

Kalomanbach 66, 39. 463, 6. 

Kaltem (Chaltaren) 336, 10. 337,32. 
338,16.37. 824,27. 827,11. 

Kam s. Cham. 

Kammer, Christoph v. 387,20.638,9. 



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Kammer (Kamer), Georgv. 367, 34. 

619, 40. 
— , Wolfgang v. 619,2. 
Kammerstein(Chamstain), Ludwig v. 

889. 26. 
— , N. v. (Chammerstainer) 258, 31 . 
Kammlach, Fluss 19, 19. 20, 29. 
Kandlberg s. Canterbury. 
Kanisa (Kanysa) Ladislaus v. 812, 

37. 815,22. 
Kappel (Capell), Herren v. 728,26. 

— (de Capeila, Cappeller), Friedr.v. 
694,14. 835,38. 836, 19 ff. 

— <Cappell),Hansv.437,6. 700,12. 

— (Capella), Ulrich v. 240.4. 758,33. 
Karg, Andreas 432,32. 44. 689,31. 
Karisiacum s. Quierzy. 
Karlsburg (Alba Transsilvaniensis), 

früher Weissenburg, in Sieben- 
bürgen 814,2. 

Karlspurg s. Kadolzburg. 

Kassel (Cassel) 548, 16. 

Kaste, Eberhard 880, 11. 

-, Liebhart 880, 11. 

Kastilien fCastella), Prinz Friedrich 
754, 33. ■ 

-, Prinz Heinrich 233, 20 ff. 

Kastl (Castel), Kloster 204, 7. 484, 
12. 16. 

— , Grafen 484, 18. 

— , Hrz. Ernst, deren Stammvater 
484,14.17. 

— , Gr. Hermann 194,1. 

Hl. Katharina 32, 21. 33, 6. 736, 30. 
887 23. 29. 

Kfttsch iCatsa,Chaths) 866,9. 884,16. 

Katzenellenbogen, Gr. Philipp 

664. 24. 

KaufbeureD (Kafpeuren) 665,8. 
Kaufering.Chufringin) 160,29. 210, 

32. 494,35. 
Kaufungen (Confugia, Conphugia) 

152,36. 154,6. 
Kazari s. Bosariol. 
Kehl(Käls),Heinrich,Ritter 821,33. 
Kelheim(Chelehaim) 20,12. 171,26. 

225,23. 248,26. 329,20. 389,6. 

408,33. 434,28. 437,16. 499,32. 

511,14. 525,28. 639,1. 669,24. 

700. 25. 
Kelmünz(Kelmuntz)a.d.Uler 183,42. 
Kemmoden (Chemoten) 737, 5. 
Kemnater, Ulrich, Domherr zu 

Freising 900,5. 
Kempten (Campidona, Campidena) 

97,20. 664,7. 665,8. 
— , Fürstabt Johann v. Reitnau 

370,21.46. 
Kent (Chent), Gräfin v. 896, 24. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 967 



Kerhoh 859, 14. 

Kesmawr 455. 7. 

Kesselbach (Kessel), Fluss 19, 21. 

20,46 
Ketteier [Ketler), Gotthard v. 551,36. 
Kettner ( Kettnär), Leonhard 359,11. 

611,35. 
Kewe, Hauptm. d. Hunnen 454,35. 
Kiemsee s. Chiemsee. 
Kienring s. Kuenring. 
Kirchberg 16, 21. 329, 27. 346, 28. 

349,8.25. 600,35. 603,19.21. 

626,10. 671,3. 
-, Grafen 366,8. 617,23. 664,40. 
— , Gr. Ernst 164,2. 
— , Gr. Heinrich 164,2. 
— (Chiliperch), Gr. Hartmann 

183,25. 
-, Gr. Philipp 629,26. 
Kirchtrudering (Trochteringin) 

855. 15. 
Kitzbühel(Kiczpuchl) 313,18. 789,21. 
Kitzingen (Kitzigen) 207,22. 
Kitzmagl, Georg 437,2. 700,13. 
Hl. Klara 33,6. 

Klesbaimer, Johann 907,9. 
Kleve vCleef, Kleef, Klef) 535, 20. 
— , Grafen u. Herzoge 332, 8. 547, 

20.43. 548,39. 549,12. 552,17. 

554 21. 
— , Hrz. ' Adolf I. 258,16. 361,4. 

408,20. 535,17. 614,2. 669,20. 

— Seine Gem. Agnes v. d. Pfalz 

258.16. 535,16. 

-, Hrz. Johann I. 371,13. 664,13. 
-, Hrz. Johann II. 273,9. 
Klingberg, Grafen v. 225,21. 511,12. 
Klingen, Adelige v. 821,20. 
Klingenberg (Clingenwercb), 

Burkhard v. 239,41. 758,29. 
— , Johann v. 823,18. 
— , Konrad v., s. Freising, ß. 

Konrad IV. 
Klingenfels (Chlingenvels, Cliogen- 

vels) in Krain 892,28. 896,3. 

908, 23. 910, 29. 
Klosner, Alban 360, 12. 612, 16. 
-, Hans 390,38. 391,1. 392,4. 

400,27. 640,7. »1,8. 645,20. 

653, 25. 
Klosterneuburg (Neuburga Clau- 

stralis) 710,14.29. 711,49.712, 

25. 713,4. 723, 1 ff. 724,1 ff. 725, 

38. 727,16.25. 728,32.44. 734, 

32.49. 744,5. 746,4. 747, 10 ff. 

748,12. 755,29. 756,14. 790,37. 

894,2. 
— , Propst Opaldus 723,21. 
— , Propst Otto 1.723,4.18. 734,28. 



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Knöriugen (Knöring), Hipolt v. 

619, 29. 
— , Lutz v. 552, 23. 
Koblenz (Confluencla) 21,7. 
Koburg (Choburgk) 233,5. 514,31. 
Kochel (Chochalense monasterium, 

Kochlaren) 67, 10. 463, 12. 
Köchlin (Kochel), Klaus 401,30. 

646, 23 ff. 
Köfering (Küffring, Kufring) 428, 1. 

681, 38. 
Köln (Cölen, Köln), Stadt 79,28. 

106,1. 175,12. 223,24. 269,29. 

270,5. 277,22 ff. 278,21.22. 371, 

15. 474,9. 499,29. 510,22. 542, 

27. 32. 546,26 ff. 554,15. 560,13. 

14. 662,23. 665,5. 698,18. 743,35. 

906,37. 
— , Erzbistum u. Erzbischöfe 158, 

20. 161,18. 184,18. 227,19. 259, 

31. 269,23. 532,15. 533, 2 ff. 542, 

20.23. 544,18. 664,2. 776,16. 
— , Eb. Bruno 714,4. 
-, Eb.Dietrich(Theodericus) 793,1. 
— , Eb. Engelbert (Engilbertus) 236, 

20. 763, 9. 
_, Eb. Heinrich 283, 14. 284, 1. 8. 

568,22.37. 780, 3 ff. 786,13. 
_, Eb. Hermann IV., Landgr. v. 

Hessen 269,29. 271,7.12. 272, 

17. 381,22. 542,22. 544,12.16. 

546,17.34. 548, 4 ff. 549, 7 ff. 550, 

5 ff. 551,32. 552,29. 553,6.27. 

554,9. 633,28. 
-, Eb. Philipp 185,37. 505,3. 
-, B. Reginfrid 73,2. 
—, Eb. Reinald, Kanzler Kaiser 

Friedrichs I. 180,1. 182,22. 502, 

40. 732, 12. 753, 40. 
— , Eb. Ruprecht von der Pfalz 

15,4. 261,15. 262,31. 269, 16 ff. 

271,4. 370,14 542, 15 ff. 544, 9 ff. 
— , angebl. B. Severinus 79,24.28. 
-, Eb. Siegfried 763,40. 
-, Eb. Wicbold (Witboldus) 772, 

34. 773,5.9. 
Königsberg (Kunispergium, Mons 

Regius) i. Pr 757, 16. 17. 
Königsbrunn (Chunigesbrunen) 

870 22. 
Königsfelden(Kunigsfelden) 778,7 ff. 

786, 3 ff. 822,4.20. 
Königslutter (Luther) 165,5. 497,17. 
Königstein iKunigstain) bei Passau 

347,39. 349,24. 350,3ff. 602,13. 

603, 18. 38. 
— in Württemberg s. Wartstein. 
— , Adelsgeschlecht 664, 31. 

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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 968 — 



Rönigswart (Rünigswardt) 220,11. 

509, 39. 
Rötzting (Röczing) 329, 22. 409, 2. 

Kolberg, ,Gr. Wolfgang v. 383, 14. 

18. 393,24. 635, 2 ff. 913,19. 
Kolmar 665, 13. 
Hl. Koloraan (Colomannus) 714,25. 

715, 12. 15. 
Komorn (Ramaron) 891, 10. 
Konrad, Propst zu St. Andreas in 

Freising 880,2. 
— , Propst zu St. Veit in Freising 

880,3. 
— , Beichtvater Ludwigs d. Bayern 

784,20.29. 785,6. 
Konradsbeim (Cbünrashein) in 

Niederösterreich 883,26. 
Konstantinopel 69,10. 124,5. 208, 

29. 211,10. 465,17. 729,19. 743, 

19.22. 790,24. 810,1. 896,22. 
Konstanz (Constancia , Costnicz, 

Costnflcz, Costencz), Stadt und 

Konzil 21,33. 182,29. 261,25. 

323,34. 340,1. 341,6. 344,25. 

345,6.10. 347,4. 360,20. 861,26. 

29. 503, 19. 521, 12. 536, 6. 15. 

587,13. 598,40. 601,7. 612,32. 

614,13. 665,6. 828,26 ff. 891,33 

895, 17. 
— , Bistum 242,25. 664,3. 771,32. 

890 8 
-, B.' Hl. Konrad 172,26. 
— , B. Otto 3,29. 
— , Domvogt Konrad 183,26. 
Kopenhagen (Koppenbag) 276,20. 

558, 41. 
Kopfstein s. Kufstein. 
Korneuburg (Newburgum Forense, 

Triticiburgum Novum) 710, 6. 

808,33. 
Kortsch (Chorces, Chorzes) bei 

Schlanders60,25. 119,18.23.480, 

38. 850,26. 851,5. 852,13. 863, 

15. 19. 
Kottingswörth (Kötingwerd, Kot- 

tingwerd, Ritterswerd) 316, 14. 

583, 11 ff. 
Kotwicense monasterium aGöttweig. 
Kraft (Krafft), Dr. Peter 401,1. 

645,21. 911,10. 
Krain (Camiola, Chreima, Cbreina) 

104,23. ,749,19. 751,2a 752,28. 

753.27. 761,17.766,11.789,39. 
792,2. 801,1. 802,23. 818,10. 
823,2. 824,5. 842,18. 844,41. 
864,17.18. 865,23.867,22.884,7. 

892.28. 897,18. 900,24. 



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Krakau, B. Friedrich v. Polen s. 
unter Gnesen, Eb. Friedrich. 

Kranichberg, Herren v. 728,26. 

Kranzberg (Crantsperg, Krantsperg, 
Kransperg) 245,28. 372,8. 437, 
25. 438,7. 523,11. 656,35. 700, 
33. 701, 17. 

-, Gebhard v. 884,17. 

Kratzer, Regensburger Bärger- 
familie 314,25. 

Krayg(Krey ), österr. Adelsgeschlecht 
728,26. 

— (Krey), Leopold v. 792, 4. 
Kreizerv.d. Neustadt, Hans 619,27. 
Krems (Chrembs, Chroms, Cremsa, 

Krembs) 741,13ff. 746,25. 749,9. 
756, 12. 759,32. 865,2. 899,24. 

Kremsmünster 9,26. 84,26. 85,16ff. 
469,18. 

Kressenbrunn (Chressenprunne) 
759,5. 

Kreuzberg 49,46. 

Kreuzenstein iGrewlzistain) 709,30. 

Krey s. Krayg. 

Kriegshaber(Cbriechisaveron) 27,12. 

Krimirshusin s. Gremertahausen. 

K ritzen, Hans v. 552, 13. 

Kroatien 167,4. 191,29. 449,11. 
499,2. 742,24. 792,15. 800,39. 

— , Hrz. Stephan. Seine Gem. Mar- 
garete 292, 5. 

Kronburg (Chronburg) 829, 23. 

Kabbach (Chubach) 173, 12. 
Kueuring (Kienring), österr. Adels- 
geschlecbt 728,23. 

— (Chfinring), Albert v. 240, 3. 
758,32. 

— , Hadamar v. 749,6.7. 

— , Heinrich v. 240, 4. 749, 6. 8. 

758,32. 
Kuens s. Kains. 
Kfinzengau = Quinzinggau 

(Chuntzingen) 239, 11. 757, 31. 
Künzing(Quinciaoa,Cuntzen, Künc- 

zingen)41,17. 79,22.23. 518,26. 

757,32. 
Kufring s. Köfering. 
Ruf stein (Ropfstaio, Kuefstain) 313, 

18. 660,9.10. 696.25. 697,4. 789,21. 
Rumänen (Cumani), Rumänien (Co- 

mania) 755,3.11. 762,1.23. 765, 

24. 792, 16. 800, 40. 
— , Hrz. Alpra 758, 42. 
Kumersee s. Comersee. 
Rummersbrucker (Rümerspricker), 

Johann 308,10. 313, 4 ff. 314,8. 

333, 3 ff. 335,1. 336,2. — Seine 

Gem. Anna von Gastelbarco 333,9. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 969 



Kummerebracker, Konrad 307,34. 

308,9.17. 303,11.31. 313, 3 ff. 

332,21. 
KundIburg(Kunthelberg, Kflntlbug) 

308,1?. 332,21. 
Kungtal 898,7. 
Kunispergium s. Königsberg. 
Kuno (Chuno), Pfalzgraf 158,34. 

— Dessen 8ohn Kuno 158,35. 
Kuttenberg (Kutte) 776, 30. 
Kyburg, Grafschaft 767, 19. 801,3. 
— , Gr. Mangold 237,24. 
Kyemsee s. Chiemsee. 

Laa 750, 41. 42. 751, 4. 767, 1. 
Laber, Nebenfluss d.Altmühl 20,15. 
— , Grosse, Fluss 19,29. 20,9.37. 
— , Kleine, Fluss 19,29. 20,9. 14.37. 
-, Schwarze, Fluss 19,29. 20,15.51. 
— , Herrschaft u. Burg 376, 21. 

624, 15. 
— , Herren v. 316, 10. 583, 6. 
Lack iLackh, Lagk, Lonca) 884, 13 ff. 

892,6.26. 894,21. 895,1.7. 
Ladenberg s. Landenberg. 
Ladenburg (Lodenburg) am Neckar 

541,18. 
Ladomeria s. Lodomerien. 
Lahn (Lona), Fluss 21,6. 
Lahnstein (Leinstein) 259,38. 532,38. 
Laiming, Herren ?. (Layminger) 

349,28. 603,23. 
— , Georg v. 367, 28. 618, 34. 
— , Hans(?) 618,34. 
— , (Hans?) Sigmund v. 367,27. 

387,22. 618,34. 638,10. 
Laiin, Herr v. 551, 20. 
Lamberg, Christoph v. 551,8. 
— , Gregor v. 551,3. 
— , Kaspar v. 551,3. 
Lamberger, Dr Johann, Domdechant 

zu Freising 421,33. 691, 19 ff. 
Lana (Levnum) bei Meran 178, 5. 
Lancaster (Leucastra), Hrz. Hein- 
rich 1. 319,16. 585,30. 
Landau a. Isar 224,48. 248,25. 

250,22. 329,27. 510,29. 525,27. 

527,6. 656,27. 657,38. 671,4. 

695, 16. 
Landenberg(Ladenberg), Gr v. 769,8. 
Landesperg, N. v. 821,24. 
Landsberg a. Lech 217,21. 305,27. 

331,21. 404,25. 419, 12 430,9. 

435, 24 33. 441, 2. 13. 582, 18. 

594, 10. 666,14. 676,21. 683,31. 

699, 3 ff. 704,18. 
Landschad (Lanndschad), Hans 264, 

20. 265,26. 266,3. 539,11.33. 

551, 24. 



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Landshut 6,7. 14,16.31. 16,25.26. 
27. 28. 3,6. 17,5. 7. 11. 13. 16. 189, 
8. 212,16. 220,3ff. 221,1. 222, 13. 
226,6. 234,32. 236,11. 239,8. 
240,14 ff. 241,25. 245,12.33. 246, 
31. 248,21. 251,28.32. 252,4. 
278,5. 281,10.33. 288,22. 298, 

29. 299,25. 305,18.37. 318,24. 
329,4. 330,31. 331,20. 342,6. 
353,15.18. 356, 7 ff. 359, 4 ff. 362, 
18. 363, 10. 31. 364, 14. 369, 8 ff. 
372,1.23. 373, 7 ff. 375,3. 376,10. 

30. 377,4.383,11.384,4.19.386, 

35. 388,10. 389,11. 392, 2 ff. 393, 
lff. 394, 19 ff. 395,31. 396, 4 ff. 
397, 13 ff. 398,12. 399,5 ff. 400, 9 ff. 
401, 6ff. 402,13. 404,16. 414,22. 
24. 417,8.25. 426,5. 428,8. 430, 
22. 431,6. 433,5.13. 434,7. 437, 

31. 440,15. 442,7. 509,44. 510,1. 
511,22. 517,10. 618,23.25. 519, 
17 ff 520,28. 523,26. 525,6.22. 
526,11. 528,22. 559,35. 562.33. 
564,32. 566,4.21. 567,12. 672, 
10. 579,9. 685,1.4. 593,16.18. 
594,8.17. 606,7.16. 607,34. 609, 
15 ff. 611,26n". 614,18.42. 615,17. 

36. 616,14. 620, 27 ff. 622, lff. 
623,26 ff. 624,3. 627,7. 636,7.17. 
637,32. 638,5. 641, 6 ff. 642,20. 
643, 2 ff 644, 5 ff. 645, 8 ff. 647, 
8.25. 648,1.12. 649, 13 ff. 651, 
2 ff. 652,9.10. 653,21 ff. 654, 28 ff. 
655,17.36. 656,2. 657, 2 ff. 658, 

33. 659,32.36. 660, 4 ff. 661, 22 ff. 
662,12 ff. 666,11.35. 674,3. 675,9. 
679,16.18. 682,3. 683,8. 689, 
11.15. 695,23.24. 696,15.27. 
698, 2 ff. 701,3. 704,38. 757,28. 
777,22. 842,2. 899,36. 902, 10 ff. 
913, 14. 

Landskron (Landeskron) 236, 15. 
517, 1. 

Landsperg, Hans v. 619,33. 
— , Jakob v\, d. J. 552,1. 
Langenbach (Oberenpacb, Nidern- 
pach) 867,20. 

Langennau (Nab) 367, 17. 618, 23. 
Langen pettenbach (Petenbach) 855, 

5.14. 
Langenpreysing 656,24. 
Langobarden (Lambarden, Lam- 

parter) 18,34. 24,6. 42,7. 43,13. 

34. 44,39. 45, lff. 47, 13 ff. 57, 
15 ff. 87,22.25. 108,5. 140,28. 
454,20. 455,32. 468,18. 459,33. 
460, lff. 467, 7 ff. 474,20. 

— , Kg. Adoland 47, 30. 460,27.29. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 970 



Langobarden, Kg. Agilulf 8, 17. 18. 

44,39. 45,5 ff. 46, 23 ff. 47,12.29. 

459,20.36. 460,8.26. 
— , Kg. Aistulph (Astulphus, Au- 

stulphus) 70, 4. 16. 
— , Kg. Aripert 57, 6 ff. 
— , Kg. Asprand 57, 4 ff. 
-, Kg. Authari 44,1 ff 45,1.15. 

47, 36. 38. 458, 19 ff 459, 6 ff. — 

Seine Gem. Theodelinde 8, 13 ff 

43,31. 44, 3 ff. 45, 3 ff. 46, 2 ff. 

47,6fl. 458,21. 459,32. 460,12.28. 
— , Kg. Chunibert 57,5. 
— , Kg. Desiderius 87,20. 466,38. 

39. 467, 4 ff. — Sein Sohn Alde- 

gisius 467, 15. 
— , Kg. Liutpert 57,4. 
— , Kg. Liutprand 57,6.17. 71,49. 

72,8. 852,11. 
Lanis, Herr v. 551,20. 
Lankover (Lenckover), Wolfgang 

437,2. 700,10. 
LanBberg b. Leonsberg. 
Lantfrid, Gründer von Benedikt- 

beuern usw. 66,27. 462,45. 
Laomellum (Loamelum)45,8. 459,38. 
Larich b. Lorch und Lorsch. 
Latiner 27,9. 
Lauda s. Lodi. 
Lauenburg (Lamburg), flrz. Johann 

664, 15. 
Lauf (Lauff, Lauffen) bei Nürnberg 

274,8. 318,15. 345,40. 852,31. 

556,18. 584,26. 600,5. 605,36. 
Lauingen (Laubingen, Lauging, Lau- 
gingen) 19,20. 352,26. 395,16. 

605,31. 643,2. 683,1. 
Laureacum, Laureacus s. Lorch u. 

Lorsch. 
Hl. Laurentius 33,4. 61,9. 77,21. 

84,1. 135, 18 ff. 151,20.31. 469,37. 

485, 11. 15. 487, 13. 
Laurissa s. Lorsch. 
Lausitz iLusacia, Lusonia, Lusicz, 

Lusnyz) 315,16. 323,36. 582,25. 

587,14. 765,7. 794,8. 801,2. 
Lauter (Lautter), Fluss 19,16. 20,42. 
La van t, Bistum 18,2. 
— B. Almerich (Amulricus) 761, 2. 
- , B. Heinrich 247, 16. 21. 524, 32. 
— , B. Johann 370,20. 
— , B. Rudolf 416, 13. 
Layteren, von der s. Scala. 
Hl. Lazarus 222,23. 710,16. 
Lebus 473,24. 
Lech (Licus), Fluss 18, 15. 19, 23. 

26,32.33. 35,ll(Megog).l2. 68,6. 

81,16. 88,20. 101,17. 126,16.18. 

127,26. 128,26. 163,27. 164,41. 



by CiC 



IC 



165, 2a 468, 29. 471, 4. 482, 9. 
497,25. 498,6. 705,16. 733,19. 
734,3. 

Lechfeld 119,3. 192,28. 257.36. 
358,3. 429,34. 440,20.« 442,34. 
479,29. 482,32. 532,1. 610,23. 
683,16. 703,39. 

Leiningen (Leyniogen. Lyningen), 
Grafen 267,15. 540,38. 771,17. 

— , Gr. Bernhard 664,26. 

— , Gr. Emich 664,26. 

-, Gr. Georg 423, 10. 543, 38. 

— , Gr. Hannemann (Hamman) II. 
545 16. 

— , Gr.Schanried(Schaffridus, Schaf - 
hardus, Schafhart) 379,25. 423, 
10. 543, 38. 628. 36. 632, 12. 

Leinstein s. Lahnstein. 

Leitha (Leittach, Leutacha, Lin- 
thaha, Litaha, Lithaha, Lutacha, 
Luthe, Luttacha), Fluss 168,10. 
24. 170,13. 732,37. 749,29. 755,2. 
870,22. 

Lengbach (Lempacb), N.Truchsess v . 
769, 7. 8. 

Lengen bach (Lengenpach) , Hart- 
wich v. 725,6. 

— , Heidenrich v. 725, 6. 

— , Otto v. 725, 5. 

Lengfeit s. Burglengenfeld. 

Lentpretehusen s. Loipertshausen . 

Hl. Leodegar 81, 6. 

Leodium s. Lüttich. 

Leonca s. Lonche. 

Hl. Leonhard 871,17.19. 886,21. 

Leonsberg (Lansperg) bei Dingolfing 
435,9. 656,29. 

Leonstein, Ludwig v. 649,16.34. 

Leonstat 545, 12. 

Leuchtenberg (Leitenberg, Leuten- 
berg), Landgr. Friedrich 625,28. 

629. 16. 

— , Landgr. Ludwig 625,29. 629,15. 
— , Landgräfin 631, 6. 
— «Leuhtenburch , Lüchtenberg), 
Zmilo (Zimlo, Zinglo) v. 239,39. 

758.27. 762,9. 
Leutacha s. Leitha. 
Levnum 8. Lana. 

Liburnia 35,10.13. 37,10. 453,5. 

861. 17. 
Lichtenberg(Liechtenberg), Landgr. 

Friedrich 371, 2. 
— , Landgr. Ludwig 371,3. 
Lichtenstein, Ebold v. 551,21. 
Liebenau 280,28. 
Liechtenberg 396, 15. 429,10. 443,1. 

643.28. 682,28. 705,20. 
— , Ludwig v. 664,31. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 971 



Liechtenstein, österr. Adels- 
geschlecht 728,25. 756,13. 767,10. 

— , Albrecht v. 821,27. 

— , Balthasar 423,12. 543,40. 

— , Bartholomäus v. 423,7. 543,35. 

Liegnitz (Legnitz, Legnicium) 208,1. 
401,15. 

Ligeris s. Loire. 

Ligarien 836, 41. 

Lilienfeld (Campus Liliorum) 743, 
37. 746,1.27. 761,26. 889,8. 

Limburg 324,38. 327,43. 591,50. 

— , Gr. Albrecht 665, 1. 

— , Gr. Konrad 665,1. 

Limperg, Schaffried (Schoffrüt) v. 
551 40. 

Lindau i. B. 665,9. 

Lindel 329,21. 409, 1. 669,25. 

Linthaha s. Leitha. 

Linz (Lintz) a. D. 230,10. 388,10. 
389,6. 397,15. 427,12. 430,24. 

433.3. 440,25. 513,31. 639,2. 
644,6. 681,18. 684,11. 689,8. 

704.4. 743,40. 756,9. 844,34.36. 
845 21. 

Li Orzi (Urceae) 293,5. 

Lippe (Lipp), Herr v. d. 664,31. 

List, Sigmund 552,13. 

Litthauen (Lithuonia, Litovia, Lit- 

tuonia, Littuovia) 321,5. 799,9. 

801, 13. 
— , Hrz. Christoph 799,9. 
— , Hrz. Witold (Bitold , Bitolt) 

360,29.613,12. 
Livius 49,27. 

Lobenanger (Lobenenger) 879,31. 
Lobenstein (Lobenstain), Ulrich v. 

240,4. 758,32. 
Locbhausen (Lochhusen, Lochusn), 

Amelbrecht v. 187,13. 505,30. 

881,8. 
Lodenburg s. Ladenburg. 
Lodi (Lauda) 181,9. 
Lodomerien (Ladomeria, Lodameria) 

792, 15. 800, 40. 
Löffelholtz(Lofflholz) 658,23. 697,32. 
Loet, Philipp 551,22. 
Löwenstein tLeonstain), Ludwig v. 

698,11. 
Ix>ipertshausen (Lentpretchusen) 

872, 9. 
Loire (Ligeris) 52,23. 
Loisach (Losah, Lüsah), Fluss 19, 

30. 20,10.38. 66,33. 
Lollius 5,15 16. 27,25. 
Lombardei, Lombarden 92,2. 107, 

35. 173, 37. 232, 15. 233, 7. 13. 

260,28. 476,20.38. 713,15. 728, 

7. 778, 13. 818, 16. 



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Lombardei, Kg. Enzio (Eineius, 
Ecius) 726,30. 727,8. 

Lona s. Lahn. 

Lonca s. Lack. 

Lonche (Leonca) 870,19. 

Lorch (Laureacum , Laureacus, 
Larich, Lorich, Enne, Ens) in 
Oberösterreich 7,41. 33,42. 34, 

5 ff. 35, 5 ff. 36, 33 ff. 37,2 ff. 38, 
7.11. 41,14. 49,8.10 67,29. 83, 
32.34. 84,2ff. 85,18. 86,12. 452, 
11. 16. 453, 6 ff. 455,26. 464, 15. 
469, 32 ff 470, 2 ff. 476,24. 711, 

6 ff. 718,8.24. 

— , ß. Eutherius (Etherius) 35,5. 

452.11. 470,6. 

— , Eb. Maximilian s. Maximilian. 

— , B. Quirinus s. Quirinus. 

— , B. Waldaricus (Walricus) 84,11. 
86, 44. 469, 23. 470, 8. 

— (Loricum), Kloster in Württem- 
berg 727,23. 

Lorsch (Laurissa , monasterium 
Lauriense, Laureacense, Lauri- 
censium, Larich) 88,42. 89, 9 ff. 
106,3. 107,40. 469,12. 471,30. 

474. 12. 
Losah s. Loisach. 

Lothringen 68,22. 29. 98,3. 103,42. 
104,44.45. 107,9ff. 114,14. 191, 

27. 194,9. 195,21. 262,8. 473, 
11 ff. 476,5.28. 477,21.26.492, 
37. 536,27. 820,11. 

— , Hrz. Friedrich 173,10. 

— , Hrz. Friedrich IV. Seine Gem. 

Elisabeth 778,31. 
— , Hrz.Giselbrechtl21,27. 714,12. 

- Seine Gem.Gerberga 121,26.27. 
— , Hrz. Gottfried 194, 17. 494,5. 
— , Hrz. Gottfried III. 160,23. 494, 

28. — Seine Gem. Mathilde s. 
unter Bayern, Hrz. Weif IL 

— , Pfalzgr.Gottfried 485,19. 490,20. 

— , Hrz. Heinrich 115,27. 

— , Hrz. Karl I. d. Kühne 535, 13. 

— Seine Gem. Margarete (Macht- 
hild) v. d. Pfalz 258,13. 262,8. 

535.13. 536,31 (irrtümlich Agnes). 
— , Hrz. Matthäus 161, 12. 

— , Kg. Zwentibold (Cendebaldus, 
Zendebaldus) 107,42. 108,39. 114, 
12.18. 115, 26 ff. 476,9.27. 477, 
13.20. 478,8. 

Loy, Wyse v. der 552,18. 

Hl. Lucas £96,20. 

Lucca 182,5. 233,12. 293,13. 575,5. 

Lübeck, Stadt 664, 6. 

— , Bistum 664,6. 

-, B. Johann 349,35. 603,26. 

Original from 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 972 — 



Lübecker Meer (mare Lubicense) 
= Ostsee 104,25. 473,42. 

Lüchtenberg s. Leuchtenberg. 

Lüttich (Leodium), Stadt 68,30. 
143,35. 323, 8 «F. 324, 4 ff. 325.1. 
587, 4 ff. 588,4.36. 

— , Bistum u. Bischöfe 184, 19. 323, 

35. 554, 22. 587, 13. 664, 5. 

— , erw. B. Johann v. Bayern- 
Holland s. unter Bayern, Hrz. 
Johann III. 

—, B. Ludwig v. Bourbon 423,2. 
543,30. 

Hl. Lullus 79, 11. 

Lungau (Lungew) 135,43. 488,6. 

Lupfen, Gr. Egon (Bgen) v. 664, 32. 

— (Lupf), Gr. Heinrich v. 545,23. 
551,46. 

— , Gr. Johann v. 664,33. 

-, Gr. Sigmund v. 392,3. 641,8. 
664,33. 

Lumfeld; Liburnia, Luburna. Lurna) 
861, 17. 25. 864, 12. 

Lusacia, Lusonia s. Lausitz. 

Läsah s. Loiaach. 

Lutacba, Luthe s. Leitha. 

Luther s. Königslutter. 

Luxemburg (Luczelburg) 775,8. 792, 
16. 801, 1. 

— , Pfalzgr. Siegfried (Syfridus) 
138,2. 227,6.485, 42. 490,20. — 
Seine Gem. Hadwig (Hadewich 
Hätwig) 138,2. 490,21. ' 

Luzern (Luopren, Luceria) 371,18 
665,19. 818,18. 820,20. 823,30. 

Lyon (Lugdunum) 28, 15. 230, 3. 

Lyra (Lira), Nikolaus v. 298, 7. 

Maas (Mosa), Fluss 104,4. 473,13 
(falsch übersetzt: Mosel). 

Macedonien 31,13. 

— , Kg. Alexander d. Grosse 23,8 9. 

Macharius 108,34. 

Machland( Mathland), Otto v. 725,8. 

— , Walchun (Valchim) v. 725,8. 

Machow (Matsawe), Hrz. Bela 762, 
11.14. 

Madelperg s. Adelberg. 

Mähren (Moravia) 21, 10. , 37, 15. 
104,23.43. 105,6. 135,32. 222, 

36. 230,12. 473,25.35. 489,30. 
740,13. 742,8.11. 748,6. 749, 22 ff. 
757,9.13. 762,1.25. 764,29. 765,6. 
766,11. 791,5 ff. 792,17. 796,30. 
798,17. 799,16 801,2. 804,16. 
809,2.4. 843,7. 

— , Mkgr. Johann Heinrich(Jodocus, 
Judocus) 300,24 ff. 301,1. 2. 303 2. 
3U8, 30. 775, 38. — Dessen Gem. 



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Margarete Maultasch s. unter 

Bayern, Hrz. Ludwig V. 
Mähren, Mkgr. Konrad 158,31. 719, 

25. 720 29. 
-, Mkgr.' Konrad II. 720, 30 ff. 
— , Mkgr. Leopold (Leotoldus) 720, 

29,31. 721,4. 
— , Mkgr. Otto 721,5. 
— , Mkgr. Swatopluk (Swatopligus) 

721, 5. 
-, Mkgr. Ulrich 721,4. 
-, Mkgr. Wiadislaw 748,7. 750,7. 

753, 10. 12. 755, 17 ff. — Dessen 

Gem. Gertrud s. unter Oester- 

reich, Hrz. Hermann v. Baden. 
— , Kg. Zendebaldus 476, 7. 
Maemingen s. Memmingen. 
Mänsee s. Mondsee. 
Mäotische Sümpfe (see Metodie) 

484, 13. 
Maerdingen s. Mertingen. 
Märperg s. Mailberg. 
Mässenhau&en s. Massenhausen. 
Massenhauser, Rapolt 578, 10 ff. 
Maestricht (Traiectum) 323, 9. 324, 

47.51. 588,33. 
Matsch s. Metsch. 
Maffei (Mapheus) Foresta 297, 18. 
Magdeburg (Magdaburg, Maidburg), 

Stadt 665, 15. 865,6. 
— , Erzbistum 135,38. 488,4. 664, 2. 

883,6. 
- , Eb. Ernst v. Sachsen 413, 5. 
— , Eb. Johann v. d. Pfalz 277,9 fl. 

559, 16. 18. 
— , Eb. Norbert 163,35. 
Hl. Magnus 258,2. 358,13. 
Magunciua 25,31. 
Mahumet s. Muhamed. 
Maichau (Michow) 884, 35. 
Maiense caatrum, Maies s. Obermais. 
Mailand, Stadt 13,1. 15,23.24. 45, 

16. 47,22. 180,37.39. 181, 2 ff. 

182, 14 ff. 191,31. 290,29. 291, 

7.8. 292,6.10. 293,4. 294, 23 ff. 

460,1.24. 603,12 ff. 573,22 ff. 574, 

3 ff. 575,37. 594,35.645,34.36. 

694,26.28. 727,34.37. 732,23. 

789, 25. 

— Azzo (Aerius, Actius) Visconti 
293,15. 294,31.38. a 298,3. 574,10. 
575, 36. 

— , Hrz. Barnabas Visconti 332,3. 
365,22. 406,20. 594,36. 609,31. 
668,5. 818,11. 

— Francesco 259,14. 

-, Galeazzo Visconti 290,19.24. 
292,13.14. 293,15. 29 4 > 24- 3b ' 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 973 — 



330,21.23. 573, 21 ff. 574,9. 575, 

7. 36. 593, 28. 
Mailand, Hrz. Galeazzo Maria Vis- 
conti 259, 14. 
— , Hrz. Giangaleazzo Visconti 259, 

12. 260,13ff. 406,19. 533, 17 ff. 

668,4. 896,22. 
— , Hrz. Giovanni Maria I. Vis- 
conti 259,13. 
— , Hrz. Giovanni Maria II. Vis- 
conti 259,15. 
— , Lucchino Visconti 294,26. 298,3. 
— , Marco 290,25. 293,15. 294,27. 

573, 27. 33. 574, 10. 
-, Matteol. Visconti 290, 19.25. 

292,13. 573,21.26. 
— , Hrz. Philipp Maria Visconti 

259, 13. 
Mailberg (Meilperg, Mortperg, Mar- 

perg> 719,27. 720,4. 721,28. 
Main (Menüs, Moganus, Mogus*, 

Fluss 21,5.6. 26, 12 ff. 283,24. 

568,30. 780,11. 
Mainburg (Mayberg, May bürg) 16, 

21. 349,3. 603,1. 
Mainfeit s. Münster-Mainfeld. 
Mainz, Stadt 7,30. 25, 23 ff. 26,5ff. 

70,33. 97,22.26. 107,12. 157,19. 

200,24. 201,4. 242,15. 259,34. 

279,2. 371,16. 449,12. 469,2. 

474,9. 476,10. 507,25.35. 521,6. 

532,19. 560,27. 665,5. 771,2. 
— , Erzbistum u. Erzbischöfe 73,34. 

162,24. 185,37. 226,16. 259,30. 

371,6. 388,16. 423,12. 495,25. 

505,4. 511,32. 532,15. 533,2. 

664,1. 763,9. 776,16. 777,14. 

895, 17. 
- , Eb. Adolf v. Nassau 268, 6. 9 

270,8. 278,31. 279,1. 370,13. 

422,30. 541,6.10. 542,34.543,26. 

39. 560,24.26. 677,36. 
— , Eb. Kardinal Albrecht v. Bran- 
denburg 845, 30. 
— , Eb. Albrecht v. Sachsen 413, 4. 
— , Eb. Arnold (Arnald, Arnolf), 

Kanzler Kaiser Friedrichs I. 170, 

20. 171,18. 176,17. 180,1. 227,10. 

502,40. 732,12. 753,40. 
-, Eb. Berthold 272,15.30. 386,2. 

545, 33. 546, 18. 547, 1. 25. 548, 

5 ff. 549, 5 ff. 650, 11. 26. 551, 30. 

553, 7.25. 554,16. 636,36. 687,9. 
— . Eb. Hl. Bonifatius (Vinfried) 

9, 10. 13. 57,21. 61,4. 66,25. 70, 

20ff. 71,4ff.72,7ff.73,2ff. 74,20. 

75,44. 81,26. 465,29. 466,15.16. 

853, 5 ff. 



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Mainz, Eb. Christian 187,19. 200, 

17.31. 507,30. 881,13. 
— , Eb. Diether (Theodricus) von 

Isenburg(Ysenberg)263,28. 264, 

1. 268, 6 ff. 278,29. 538,13. 541, 

5 ff. 560,23. 793,1. 
-, Eb. Gerhard (Gebehardus) 242, 

25. 621,10. 770,23. 771,15.31. 

773, 4. 
— , Eb. (Gerlach) v. Nassau 302,23. 

580,3. 
— , Eb. Hatte 32, 23. 
— , Eb. Heinrich v. Virnburg, hier 

irrtümlich Konrad 302,19 ff. 580,2. 
— , Eb. Johann 260,37. 535,4. 
- , Eb. Konrad v. Witteisbach 185, 

29. 186,30. 187,5. 195,29. 200, 

13 ff. 201,3.4.30. 504,31. 505, 

15. 507, 10 ff. 743,5. 880,31.48. 
— , Eb. Lullus 73,18. 
-, Eb. Peter 283,10.22 284,5. 

568, 17. 33. 774, 39. 
— , Eb. Wernher 760, 19. 
— , Eb. Wilhelm 714, 5. 
— , Eb. Willigis (Billigisus) 134, 18. 
Mair, Dietrich, Propst zu Freising 

913, 40. 
Mais s. Obermais. 
Maisteig (Meisteig) 372, 9. 
Malghera (Margero) 679, 6. 
Mallersdorf, Abt Eppo 164, 2. 
— , Abt Erasmus Pervaller (Per- 

valer) 399,21. 442,13. 
— , Abt Michael 402, 16. 
Mals 692, 22. 
Manabir 626, 16. 

Manching (Menching) 19,26. 20,34. 
Mauderscheid, Gr. Dietrich 664,40. 
Mangoldin g (Mangolting) 349, 1. 

602,39. 
Mangoldslein 235, 13. 237, 17. 25. 

516, 28. 
Mannheim (Monbeim, Monhevm) 

261,30. 536,10. 
Mansfeld (Monsveld), Gr. Günther 

664, 36. 
Mantichinga s. Merching. 
Mantua (Montua, Montaw) 45,31. 

412,30. 415,6. 672,39. 674,17. 
— , Mkgr. Friedrich I. Gonzaga 

412,30. 415,5. 672,38.674,17.— 

Seine Gem. Margarete v. Bayern- 
Mönchen 411,21. 412,28.29. 672, 

9.38. 
— ,Hrz. Ludwig III. Gonzaga 371,14. 
— , B. Garsendonius (Gaffidonius, 

Gaffidamus) 187,9. 605,26. 881,3. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 974 — 



Marbach 195,19. 

Marburg (Marpurg, Margkberg) i. H. 

206,3. 259,34. 271,7. 532,19. 

544, 12. 
March (Maraha, Marchia, Marich), 

FIubs 168,14. 728,19. 758,41. 

765,11. 804,15.16. 
Marchegg (Marcheck) 761, 13. 
Marchesinus, Johannes 298,9.39. 
Marchfeld 761, 11. 765, 12. 
Marchia b. 1. Brandenburg, 2. March 

und 3. Windische Mark. 
Marcho, Priester 860, 32. 
Marchotr (kein Ortsname, verstüm- 
melt auB: markfutter) 884,4. 
March tal, Gr. Adalbert 125, 1. 4. 

481,32.36. 
Marck Durnitz (Marck During) 

822, 37. 
Hl. Marcus (Marx^ 33, 44. 36, 3. 8. 

83, 36. 469, 35. 
Mareit (Moritt), Uraf v. 192, 7. 
Hl. Maria Aegyptiaca 878,35. 879,21. 
Hl Maria Magdalena 737,6. 878, 

34. 879, 11. 912, 19. 
Maria-Eck 618,31. 
Sei. Marianus 99, 16. 
Maria- Wörth (Wert, Wertse) bei 

Klagenfurt 861,27. 
— , Propst Friedrich 880, 3. 
Marienberg bei Boppard 279,28. 
Hl. Marinus (Maurus) 62, 30. 79,12. 

736,31. 
Marius, Caius 49, 26. 
Mark s. Brandenburg. 
Markomannen (Marchmani) 25, 21. 

33, 37. 455, 15. 
Maroltinger, Rudolf 662,20 ff. 
Mars 4, 5. 36, 26. 29. 
Marschalk, Heinrich 619,30. 
Mareipolis s. Merseburg. 
Marsirius 100,29. 
Hl. Martha 878,35. 879,11. 13. 
Hl. Martinus 11, 4. 6. 130, 2 ff. 131, 

1. 137,5. 161,32. 192,12. 221, 

22. 265,1.17. 266,22. 363,31. 

369,21. 385,4. 387,15. 390,7.8. 

394,28. 395,4. 396.21.28. 397, 

27. 31. 398, 5. 15. 399, 7. 20. 401, 

9. 402,13.25. 417,27. 466,30. 
483, 24. 487, 17. 539, 14. 28. 615, 
37. 620,39. 636,7. 638,4. 639, 
17. 642,32. 644,17. 650,35. 675, 

10. 721, 9. 897, 10. 
Martinus (Polonus) 6,24. 
Masovien (Maschoria, Mosovia) 760, 

7. 17. 842, 15. 
Massenhausen (Mässenhausen) 372, 
9. 578, 10. 621, 32. 629, 33. 



byG< 



Hl. Maternus 132,5. 
Mathfrid (Machfrid), Gr. in Loth- 
ringen 115,27. 477,24. 
Mathland s. Machland. 
Matsawe s. Machow. 
Matsch (Amacia), Gr. Gaudentius 

834, 13. 835, 34. 
Mattighofen (Mathahofen) 861,23. 
Mattsee (Mattzee) 84, 13. 470, 10. 
Matzen, Schloss in Tirol 337, 9. 29. 

826,11.31. 
Mauer (Maur,Murum) 867,31. 899,2. 
Mauerbach (Murbacum) 784,9.15. 
Maulbronn (Maulprun) 664,7. 
Hl. Mauritius (Maricz) 597,32. 718, 

32. 890, 10. 
Maurkircher, Friedrich s. unter 

Passau, B. Friedrich. 
Hl. Maurus s. Marinus. 
Hl. Maximilian 7,40. 35,2. 36, 17 ff. 

37,18. 51,9. 60,35. 452,16.32. 

453,10. 470,6. 851,28. 
Hl. Maximinus 270,31. 422,19. 

543,13. 
Maxirain (Maxelrain, Magseirain), 

Veit v. 436, 40. 700, 3. 
— , Wilhelm v. 436,36. 699,36. 
Mayberg, Mayburg s. Mainburg. 
Mecklenburg (Nickenburg), Herzoge 

v. 370,26. 
— (Mecklenburg), Hrz. Heinrich 

664,13. 
— , Hrz. Magnus II. 664, 14. 
Medling 8. Mödling. 
Medlinger, Sigismund 914,8. 
Megenberg, Konrad von (Conrad us 

deMontepuellarum) 29,19. 55,32. 
Meginolt 855,31. 
Megog s. Lech. 
Meilperg s. Mailberg. 
Meisenheim (Maysenhaim) 277, 7. 

559, 13. 560, 20*. 
Meissau (Meysen), Stephan v. 769, 7. 
Meissen (Misna, Meichsen*, Mark- 

graftum 104,24. 363,9. 473,25. 

748,18. 756, 5ff. 765,7.9. 775,4. 

776. 10. 777, 20. 
-,Mkgr. Albert d. Unartige 746,33. 
— , Mkgr. Dietrich (Theodericus) d. 

Weise 233,4. 514,30. 746,33. 
— , Mkgr. Friedrich IL 291,26. 

306, 12. — Seine Gem. Mechtilde 

(Machtilde) 291,25. 306,12 (hier 

irrtümlich Elisabeth). 
-, Mkgr. Heinrich 746,32. 750,2. 

— Seine Gem. Constantia 743, 

17. 746,31. 748,19. 750,1. 756,6. 
-, Bistum u. Bischöfe 135,39. 488, 

4. 547, 18. 554, 23. 664, 6. 

Original frorn 
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— 975 — 



Mela (Mella), Pomponius 5,26.21,1. 

Melk (Medlica, Melicura) 136,34. 
713,37.40. 714, 17 ff. 715, 2 ff. 
716, 19. 718, 31 ff. 720, 13. 14. 
894, 9. 

Mellün, Herr v. 551, 19. 

Melun (Melitonia) 56,20. 849,3. 

Memching s. Bayermünching. 

Memmingen (Maemingen,Memingen) 
162,29. 495,28. 665,7. 

Menching s. Manching. 

Mennchingen s. Merching. 

Menzing s. Blutenburg. 

Meran (Merania, Meronia, Merona, 
Ameran) 8, 37. 57, 26. 60, 2. 84, 
29. 207,1. 309,35. 470,19. 692, 
29. 835,43. 836,9. irrtümlich statt 
Meranien 2ü6, 8. 207, 1. 

Meranien (Meronia, Ameran) 199, 
12. 512,10. 

— , Herzöge s. unter Andechs. 

Merching (Mantichinga, Menn- 
chingen) an der oberen Paar 
(vgl. Kiezler, Gesch. Baierns I, 
344) 11,1. 124,17.36. 191,3. 
481, 31. 

Mercuriua 4, 4. 9. 

Mering (Möring), B.-A. Friedberg 
210, 31. 

Mennos s. Mörmoosen. 

Mernstein 339,13. 828,2. 

Merseburg (Marsipolis, Merssburch, 
Merspurg) 135,18ff. 151,21.31. 
485, 16. 488, 4. 

— , Bistum 135, 39. 

Merspurg, Bartholomäus v. 551, 11. 

Mertanne, Bach bei Pflrkelgut süd- 
östlich von Regensburg 96,33. 

Mertingen (Maerdingen) bei Donau- 
wörth 171,43. 

Merwede (Mervedo, Mernedo), Diet- 
rich v. der 325, 7. 588, 44. 

Metsch (Meczch), Bernhard 552, 12. 

— (Matsch), Gr. Dietrich 629,1. 
630, 14. 

Metz, Stadt 103, 17. 134, 17. 

— , Bistum u. Bischöfe 268,14.29. 
541, 11. 34. 664, 4. 

— , B. Adalbero (Albrio) 173, 12. 

— , B. Hl. Arnolfus 81,7. 105,12. 

— , B. Pirminius 67,27. 465,20. 

Metzach, Hans v. 551,6. 

Meysen s. Meissau. 

Hl. Michael 71,31. 84,14. 140,39. 
141,8.17. 144,35. 470,10. 695, 
33. 855, 13. 14. 

Michaletus (Segato) 836, 23 ff. 

Michelspeck, Erasmus 436. 35. 437, 
20.23. 700,7.28. 



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Michow s. Maichau. 

Milhaim s. Mülnhaira. 

Milotus, böhmischer Hauptmann 
766, 20. 21. 

Miltzl, Wolfgang 899, 7. 

Mindel, Fluss 19, 20. 20, 29. 

Mindelheim 19,20. 

Minden, Bistum 664,5. 

— , B. Bruno 134,7. 

— , B. Dietrich Kagelwit (Gugel- 
weit) 321, 37. 

Mindorfer (Mumdorffer), Christoph 
379,25. 632,12. 

Mistelbach (Mistlpach), österr. Adels- 
geschlecht 728,24. 

Mitterdorf (Mittendorff) in Ober- 
steiermark 884, 15. 

Mitterfels 329, 24. 407, 13. 668, 29. 
670, 38. 

Moatbert (Moabertus) 854,5. 

Modoecia s. Monza. 

Modrar, Georg 815,23. 
, Paul 815,44. 

Mödling (Medling) bei Wien 741, 
22.23. 747, 7 ff. 751,36. 

Möbringen (Moringen, Meringen) 
auf den Fildern 183,2. 

Mörmoosen (Mennos) 383,20. 635,7. 

Mors ^Mors). Gr. 280, 25. 562, 4. 

— (Boyrsa, Woyrea), Gr. (Friedrich) 
v. 328,34. 592,50. 

— (Mors), Gr. Jakob 664, 28. 

— (Mors), Gr. Nikolaus 664, 28. 
Mörsperg, Peter v. 821,33.34. 
Moesien, Moesier 25, 18. 37, 13. 

449, 11 
Moganus s. Main. 
Moldau (Multavia), Fluss 727,38. 
Molim, Heinrich v. 551,29. 
Molsheim(Blolshaym), JohannUlrich 

v. 534,31. 

Mondsee (Mänsee) 67,28. 78,1. 

465,36. 
— , Abt Heinrich 87, 39. 468, 12. 
Monheim (Monhaim) 367, 10. 

— 8. auch Mannheim. 

Mon reale (Mons Regalis) s. Auxias. 
Mona (Bergadt, Bergadum) 326, 42. 

591,4. 
Mons Jovis s. St. Bernhard , Grosser. 
Mons Nivis s. Schneeberg. 
Monsveld s. Mansfeld. 
Montecassino 73,27 142,11. 143, 

12. 16. 486, 41. 745, 40. 
Montefeltro, Guido Gr.(Ferentanus) 

233, 14. 23. 
Monte Gargano 140,35. 
Montepuellarum, Conradus de s. 

Megenberg. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



976 — 



Montferrat, Mkgr. Wilhelm IV. 
(irrtümlich : Regenger) 728, 7. — 
Dessen Gem. Jutha 728, 6. 873, 
2 (hier: Margareta). 

Montfort, Grafen v. 626, 5. 704, 17. 

— (Muntfurt), Gr. Hans 545, 17. 
551 45. 

— (Muntfurt), Gr. Heinrich 408,7. 
— , Gr. Hugo (Haug) 423,5. 436,15. 

543,33. 628,35. 697,29. 699,31. 
— , Gr. Hugo (Haug) d. J. 545, 16. 
— , Ulrich 436, 15. 630, 8. 699, 31. 

— (Montfurt), Burggr. v. 328, 9. 
592, 13. 

Montua s. Mantua. 
Monza (Modoecia) 47,4.22. 460,23. 
Moos (Mos), Schloss 656,32. 
Moosach (Mosa, Mosacus), Fluss 19, 

31. 20,38. 394,1 ff. 642,4. 
Mooshurg (Mosaburc, Moseburc, 

Moseburga, Mospurga), Stadt 61, 

15. 63,2. 105,31. 106,38. 136,1. 

220,17. 437,27. 474,8. 488,9. 

656,11. 660,6. 695, 29 ff. 700,34. 

701,2. 779,14.17. 861,29.30. 

863,5.31. 867,15. 878,36. 879, 

24. 887, 6. 896, 9. 914, 34. 
— , Propst Albeno 880,2. 
— , Propst Degenhard v. Weichs 

s. unter Weichs. 
— , Grafschaft und Grafen 241,1. 

519,38.40. 520,6. 887,4. 
Moosinning s. Forstinning. 
Mordau 309, 21. 
Morimund 723,22. 734,42.45. 735, 

34. 873, 18. 45. 
Moritt s. Mareit. 

St.Moritz in Wallis (Agaunum) 200,8. 
Morolt, Kaspar, Kanonikus zu 

Freising 913,40. 
Mortagne (Mortanum, Mortan), 

Grafschaft 342, 32. 349, 42. 350, 

36. 352,14. 412,16. 595,23. 596, 

3. 605, 16. 893, 14. 
Mortperg s. Mailberg. 
Mosa s. Maas und Moosach. 
Mosbach 280,8. 281,4. 561,25. 

562, 8. 
Mosel, Fluss 473, 13. 
Moshamer, Thomas 551, 14. 
Moskau (Moskavia), Hrz. Bostislaus 

746, 24. 
Mospurger, Johann 359,11. 611,35. 
Muckentaler, Erhard 436, 38. 39. 

700 8 
— , Heinrich 436,38.39. 700,8. 
Mübldorf am Inn 15,18. 131,10. 

239,25. 241,23. 285,16.18. 287, 

13. 317, 8 ff. 331,4. 384,17.23. 



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402.28. 483,22. 518,41. 519,2.9. 
520,24. 569,24. 570,26. 583,36 ff. 
584,2. 593,35. 646,20. 758,12. 
781.4.6. 782,2.9. 783,2. 786,10. 
789, 11 ff. 909,11. 911,36. 

Muhldorfer(Muldorfer), Gregor 432, 

32. 689,31. 
Mühlhausen in Thüringen 665,16. 
Mülhausen i. E. 665, 14. 
Mülinen (Mulinen), Albrecht v. 

821, 26. 
Mülnheim (Mulheim, Milhaim), 

Strassburger Geschlecht 286, 1. 

634.29. 570,2. 

Münchauer, Egidius (Gilg) 387,31. 
638, 18. 

München (Monacum) 13, 7. 16, 14. 
17, 17. 19. 20. 23. 25. 27. 29. 77, 
20. 186, 3 ff. 188, 14 ff. 189, 8. 
212, 8 ff. 220,16. 225,12. 230,24. 
234, 2. 32. 236, 28. 245, 15. 254, 
30. 282,14.19. 291,23. 298,15. 
300,15. 304,16. 305,4.37. 306, 
7 ff. 316,28. 318,8. 329,4. 330, 
5 ff. 331, 5 ff. 333,7.20. 334,17. 
335,23.28. 336,22. 337,2. 345, 
35. 346, 4 ff. 347,17. 356,11. 385, 
5. 389,3.12. 395,35. 397,8.12. 
403, 6 ff. 404, 12 ff. 405, 6 ff. 406, 
13 ff. 407, 24. 26. 408, 26. 409, 6. 

410.13. 412,24. 413,17. 418, 8 ff. 
419, 6. 31. 420, 5 ff. 421, 8. 15. 
424, 18. 425, 9 ff. 426, 6. 12. 427, 
1.5. 428,5. 429,4. 430,7. 431,1. 
433, 6 ff. 434, 5 ff. 435, 5 ff. 437, 
35. 438,1 ff. 439,14. 440,34. 442, 
1. 505,11. 506, 10 ff. 511,2. 514, 
9. 525,38. 528,22.35. 565,49. 
568,9. 573,39. 578,23. 579,6. 
582,9.32. 583,24. 584,17. 593, 
14 ff. 594,3.10. 595,9.28. 599, 
38. 46. 600, 8 ff. 601, 17. 609, 20. 
623,35. 641,25. 643,18. 644,3. 

656.14. 665, 23 ff. 666, 8 ff. 667, 

5 ff. 668, 2 ff 669, 10 ff. 672,3.36. 
673, 4. 11. 675, 23. 35. 676, 1 ff. 
677,26. 678, 19 ff. 679,17. 680, 
33.36. 681,11.13. 682,1.31. 683, 
26. 684,2. 689, 6 ff. 690, 3 ff. 691, 
8. 692, 2 ff. 696, 23 ff. 699,11. 701, 

6 ff. 702,3.29. 704,7.18. 773,21. 
784,2. 825,24. 826,4. 841,25. 
878, 21. 880, 17 28. 886, 16. 888. 
7. 898,7.29. 899,11. 902,35. 
903, 32. 904, 22. 905, 11. 910, 22. 
913, 21. 23. 

Münchendorf (Mynkendorf) 732,34. 
Münster im St. Gregoriental (Sand 
Gregorgental) 665, 15. 

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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



977 — 



Münster i. W., Bistum u. Bischöfe 
371,7. 664,5. 

— ß. Heinrich v. Schwarzburg 
270, 9. 542, 35. 

— , B. Johann v. d. Pfalz s. Magde- 
burg, Eb. Johann. 

Münsterberg, Hrz. Viktorin 415,43. 

Münster-Mainfeld (Mainfeit, Mayn- 
feld) 349, 37. 603, 28. 

Muhammed (Machumetes, Mahu- 
met), der Prophet 50, 30. 816, 36. 

Mulners, Gottfried, Bitter 821,25. 

Multavia s. Moldau. 

Mumdorffer s. Mindorfer. 

Munsteral, Friedrich v. 821, 15. 

Muntfurt s. Montfort. 

Munulphus s. S. Juliani Insula. 

Murach, Albrecht v. 436, 34. 700, 1. 

Murbacum s. Mauerbach. 

Murum s. Mauer. 

Mynkendorf s. Münchendorf. 

Mynprart, Lipfrid v. 619,22. 

Naab (Nabba, Naba, Nab), Fluss 
19, 30. 20, 14. 52. 29, 33. 

Nab s. Langennau. 

Nabburg (Nappurg) 289, 16. 571,22. 

Nabzdan, Dlohonil v. 240,2. 758, 31. 

Naem s. Znaim. 

Nahe (Naw), Fluss 277, 6. 559, 12. 

Nsmur, Gr. Heinrich 167,20. 

Nandoralbense castrum s. Belgrad. 

Nannhofen (Nännhofen) 413, 33. 
414, 4. 673, 22. 

Narbonne (Narbona) 36,18. 37,6. 
60, 34. 452, 21. 851, 19. 

Narni 140,7. 

Nassau, Grafen 270,13. 423,2. 
542, 38. 543, 31. 545, 19. 

— ,Gr. Adolf 423,6. 543,34. 551,16. 

— , Gr. Engelbrecht 327, 5. 591, 7. 

— , Gr. Johann 664,25. 

- , Gr. Philipp 423, 6. 543, 34. 551, 
17. 664,25. 

— -Saarbrücken, Gr. Johann Lud- 
wig I. 280, 1. 561, 17. — Seine 
Gem. (Omelia, Amelia statt) Elisa- 
beth 280,1. 561,17. 

Nassenfuss (Nazzanauz, Nazzenwz) 
884,40. 

-, Otto v. 884,12. 

Nassereit 646,44. 

Natternberg(Naterberg) 14,25. 16,6. 
244,31. 245,9. 320, 10 ff. 329,27. 
523, 9. 25. 626, 7. 585, 34. 671, 5. 

Natulia s. Analolien. 

Naubenburch (verderbt aus: Niwen- 
burch) s. Cittanuova. 

Nauders (Mutters) 692,22. 693,3.29. 

Quellen n. Erörterungen N. F. HL 

Digilized by LiOOgl 



Naumburg (Neimburg, Numburg) 

Bistum 664,6. 914,27. 
Nazzanauz, Nazzenwz s. Nassenfuss. 
Neapel (Neapolis , Napls) 34, 19. 

232, 13.19. 281,5. 435, 18. 455, 30. 

489,29. 496,16. 513,3. 514,22. 

562, 10. 645, 25. 30. 698,32. 741, 

5. 18. 805, 31. 
— , Kg. Karl I. v. Anjou s. Sizilien. 
— , Kg. Karl d. Kleine 823, 3. 
Neckar (Necarus), Fluss 21,4.5. 

285,10. 569,13. 780,27. 
Negroponte (Nigrapunt) 369, 35. 
Neideck 339,13. 828,2. 
Neidegker, N. 899,1. 
Nemburg, Gr Friedrich 664,27. 
Nepfing, Bernhard v. 619,35. 
— , Friedrich v. 619,35. 
Neroberga = Nürnberg 30,48. 
Neszmely (Nesmel) 798, 1. 
Neuberg (Newnburg) in Steiermark 

768, 18. 
Neubeuern (Pewren) 220,11. 509,40. 
Neuburg (Newnburga) a. D. 146, 5. 

316,41. 351,1. 352,26.33. 353, 

25.35. 354,29.358,28.32. 402,4. 

604. 14. 605, 31. 38. 606, 27. 656, 
20. 657,2. 661,24.25. 695,35. 
696, 12. 14. 

— (Newnburckh) am Inn 245, 1. 3. 
523, 18. 

— (Neunburc, Neuburk) an der 
Mangfall, Gr. Siboto (Seyfrid) 187, 
11. 202,25. 505,27. 881,5. 883,1. 

Neuburga Claustralis s. Kloster- 
neuburg. 

Neudorf (Newdarf, NoewendorfF) in 
Niederösterreich 741,23. 870,23. 

Neuenahr(Newenar),Gr.N.v. 664,25. 

— (Nüwenar),Gr.Gumprecht551,35. 
— , Gr. Wilhelm 551, 35. 
Neuhausen in Niederbayern 329, 26. 

346,27. 600,35. 671,2. 
Neuhauser (Newnhauser), Dr. Job., 

Rat Hrz. Albrechts IV. 421,8 ff. 

422,6. 677,20.23. 690,8. 691,28ff. 
Neuhofen (Nuivanhova) 865, 19. 
Neukirchen zum hl. Blut 329, 22. 

409,2. 669,26. 
Neumarkt (Novumforum) i. Opf, 

15,13. 189,8. 255,7. 274,13. 276, 

11. 280,14. 281,3. 429,12. 434,16. 

443,23 (Neomartum). 529,32. 556. 

22. 558,35. 561,29. 562,8. 682,24. 

— (Novumforum) a. d.Rott 399, 23. 

442.15. 657,21. 

Neunburg (Newburg) v. d. Wald 274, 
38. 276, 2. 12. 280, 14. 557, 5. 
558,25.36. 561,29. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 978 — 



Neuneck, Hans v. 620,1 
Neuaa (Nuscia, Nusia , Nussia, 
Nuss) 77,26. 269,27. 270, 4 ff. 

464.20. 542,25.40. 543,2. 841,37. 
Neustadt (Nova Civita») a. Aisch 

268,3. 366,17.25. 541,3. 617,31.39. 

- a. D. 20,8. 40,43(?). 345,25. 
348,41.44. 349,17. 405,17. 599, 

36. 602,29. 32. 603,11. 667,8. 
Neustift (Novacella, Newenstifl) 

61,34. 62,30. 79,13. 165,42. 394,2. 

498,14. 679,21. 736,28. 872,2. 877,6. 
-, Propst Engelscbalk 880,5. 
— , Propst Johann 914, 17. 
— , Propst Konrad III. Aigelshaymer 

394,8 (hier irrtümlich: Ulrich). 

421,24. 911,6. 
Neutra (Nitraba, Nytraba) 37, 14. 36. 

37. 453,8. 

Newburgum Forense s.Korneuburg. 
Neydecker 696,18. 
Niderkolnpach s. Uuterköllnbacb. 
Nidernpach s. Langenbach. 
Niederaltaich (Altach Inferius) 9,8. 
11,36. 66,15. 67,23.27. 83,30. 

133.16. 145,28. 146,8.10. 394,23. 

465.21. 470,13. 471,18. 488,3. 
494,8. 642,16. 734,15. 

— , Abt Erchembert (Archenbert) 

133. 17. 

— , Abt Godehard s. Hildesheim, 

B. Gotthard. 
— , Abt Wolfgang Pausinger 372,21. 

621,31. 
Niedermotzing 20,9. 
Niederschönenfeld (Schönfeld) 332, 

17. 340,6. 346,31. 595,18. 600,40. 
Niederstimm 20,33. 
Niedersulz (Niedernsulcz, Sulcz) 

740,32. 742,13. 
Hl. Nikolaus 83,29. 161,28. 212,11. 

237,27. 404,11. 
Nikolaus, Kardinal v. St. Peter 

807, 40. 
Nikopolis (Nicapolis) = Schiltorn 

(Schiltaw) in Bulgarien 258,19. 

534,11. 790,26. 
Nil, Strom 223, 15. 224, 22. 
Nimwegen (Noviomagus) 100, 26. 

105, 32. 
Nino (Ninus) 9,2. 63,35. 64,1611. 

465, 7. 
Nitraba s. Neutra. 
Nittenau (Nittau) 240,10. 519,14. 

760 27. 
Nördlingen 263, 12. 349,48. 538,10. 

603,34. 628,25. 634,31. 665,7. 

687. 18. 
Noewendorff s. Neudorf. 



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Hl. Nonnosus 62, 22. 882, 16. 
Nordgau (Norcka, Norka, Norika, 

Norikau, Norkau) 447,16. 450, 

16 ff. 466, 12. 484. 15. 515, 21. 

529,31. 530,37. 584,27. 666,15. 

696, 2. S. auch Noricum. 
Nordhausen (Northausen) 665, 16. 
(Norica), Norika, Norka = Bayern 

479, 33. 487, 22. 25. 849/24. 
Norica, Norika = Regensburg 450 , 

10. 455,26. 
Noricum = Nordgau (Norcau) 22,30. 

24,18.19. 31,37. 73,34. 255,7. 

256,22. 260,33. 
= Noreja 49,21. 
_ = Oberpfalz 134,17. 

— sonst =. Bayern. 

— ripense (Norica ripensis) 38, 7. 
39,17. 49,15.30. 77,22. 83,37. 

Noricus = Regensburg 22, 29. 29,9. 

16. 41, 14. 
Noriker 23,3. 29,12.24.25. 31,35. 

41.7. 42,8. 43,4.10. 44,23. 49, 

6 ff. 50,26.42. 76, 6 ff. 125,27. 
Normannen 105,31. 106,20. 107, 

11 ff. 108,9. 474, 8 ff. 477,10. 
-, Kg. Gottfried 107,27. 474,23.25. 

__ Dessen Gem. Gisila 474, 23. 
— , Kg. Siegfried 107, 27. 
Norwegen 274, 12. 276, 9. 558, 31. 
Nothafft, Heinrich 348,18 ff. 349,2 ff. 

350.20. 534,2. 602,21 ff. 603,4 ff. 
604,7. 

— , Jörg 436,31. 699,38. 

Notecherf (Nothaft, Notschaft), Er- 
hard 432,32.44. 689,31. 

Novacella s. Neustift. 

Nova Civitas s. Neustadt u. Wiener- 
neustadt. 

Novara (Novaria) 504, 7. 

Noviomagus s. Nimwegen. 

Nüreneck, Hans v. 619,25. 

Nürnberg (Noricum Castrum, Mons 
Noricus, Norixberg), Stadt 7,34. 
16,38. 23,1.2. 30,41. 31, 17 ff. 
32,1 ff. 33,1 ff. 88,18. 162,9. 170,7. 
238, 13. 266,6. 275,42. 280,16. 17. 

296.31. 300,14. 347,3. 367,13. 
376, 1. 380, 16. 381, 13. 382, 1. 
388,10.27. 393,5. 17. 420,11. 426, 
16. 26. 432, 5. 8. 439, 30. 33. 440, 
14. 447,18. 495,16. 518,2. 539, 
34. 550,16.19. 554,24. 558,16. 

561.32. 579,6. 580,28. 601,5. 

618.21. 623,40. 628,23. 632,38. 

633.22. 638,34. 641,26. 663,28. 
665,7. 681,3. 703, 2 ff. 746,10. 
747,27. 762,39. 773,3. 776,28. 
777, 6. 12. 904, 5. 909, 9. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 979 — 



Nürnberg, Barggraf achaft u. Burg- 
grafen 248,16. 316,24. 432,4. 
525, 17. 535, 21. 583, 18. 752, 7. 
762,43 765,26. 

— , Burggr. Friedrich IV. 287, 19. 
290,3. 570,32. 572,36. 782,8. 

— , Burggr. Friedrich V. 258, 10. 

— , Burggr. Johann I. 356, 19 (hier 
irrtüml.Friedrich). 584,10. 609,26. 

— , Burggr. Konrad I. 187, 12. 505, 
28. 881,6. 

— , Burggr. Konrad II. 745,27. 

Nuivanhova 8. Neuhofen. 

Nunnenberg, Nunnenwerd s.Frauen- 
chiemsee. 

Nuscia, Nusia,NuBö,Nu8sia8.NeuB8. 

Nussberg (Nusperg), Schloes 418, 4. 
675, 20. 

— (Nusperg), Johann v. 414,28. 
417,33. 674,8. 675,15. 

Nussdorf (Nusdorf) bei Wien 709,32. 

710,7. 711,25. 
Nymwegen s. Nimwegen. 
Nytraba s. Neutra. 

Oberacker, Ernst 552, 20. 
Oberaltaich (Superius Alta) 15.31 
(irrtümlich Inferius). 219,10. 229, 

25. 301,9 (irrtümlich Inferius). 10. 
513,13. 

Oberbuch (Ricbkerespuch) 872,6. 
Oberdorf, Friedrich v. 551,23. 
Oberehnheim (Oberen Ehenhaym) 

665, 14. 
Oberenpach s. Langenbach. 
Oberföhring (Fering, Veringa, Ve- 

ringen) 10,20. 13,6. 61,16. 116, 

3.25. 186, 2 ff. 505,8. 854,22. 

862,5. 863,33. 878,19. 880,16.27. 
Oberhai mer, ßolmer 551, 13. 
Oberhammer (Oberhamer) , Hans 

551,6. 
— , Othmar 551,7. 
— , Otto 391,2. 640,8. 
Oberhäuser, Gebrüder 607,3. 
- , Jörg 607, 11. 30. 
Obermais (Maies, Mayes, Castrum 

Maiense) 8,33.37. 57,25. 58,23. 

26. 59,2.6. 64,31. 65,17. 84,29. 
119,18.22. 480,38. 850,26. 851,5. 
852, 13. 856, 9. 863, 15. 19. 

Obermotzing 20,8. 
Obernberg 161,34. 
Oberndorf a. Donau 198,3. 508, 17. 

— bei Ebersberg 867, 19. 
Oberndorf er, Oswald, Bürgermeister 

v. Landshut 396, 3. 398, 19. 643, 
21. 644, 18. 



byGi 



Obernstein (Oberenstain), Enich v. 

545, 25. 
— , Melchior v. 545,24. 
Oberstimm (Stirn, Stym) 19, 25. 

20,33. 100,19. 

Oberwesel (Besel, Beaell) 279, 29. 

561,16. 
Obrigma, Obrincus 26,13. 
Occam (Okam), Wilhelm v. 298, 13. 
Ochsenstein, Grafen v. 771,17. 
— , Gr. Johann 821,11.12. 
Ocius (Otzlein), kaiserl. Hauptmann 

753,6. 
Octavianus, Kardinal s. Rom, Papst 

Viktor IV. 
Odenwald (Ottenwald) 21,6. 
Oder (Odera), Strom 35, 13. 
Oedenburg (Odenburg) 761,31. 
Oeningen, Gr. Kuno 172,28. — 

Seine Gem. Ricblind (Richilint) 

172, 30. 
Oesterreich, Oesterreicher 10,3. 11, 

20. 12,17.28.38.40. 18,7. 49,7. 

61,22. 77,21. 101,19. 104,23. 

136,32. 146,3. 158,30. 168,12. 

176, 43. 45. 177, 19 ff. 178, 7 ff. 

179,1 ff. 207,12. 222,36. 230,10. 

13. 233, 29. 236, 23 ff. 238, 10. 

239.3. 240, 3 ff. 241,15.23. 245, 
19. 23. 246,6.21. 255,17. 281,18. 
282, 29. 32. 285, 17 ff. 286, 2 ff. 
288,19. 289,39 ff. 290,2. 304,18. 
23. 310,21. 311,13. 312,16.21. 
313, 1. 10. 317,7 ff. 329,35. 330,2. 
359, 36. 364, 9. 367, 1.30. 389,22. 
30. 390,30. 392,9. 408,3. 411,3. 
425,14. 426,4. 453,6.12. 464,19. 
471,22. 473,25. 488,13. 499,3. 
501,8. 502, 7 ff. 513, 7 ff. 617,28. 
32. 518,17. 519,28.520,14.621,5. 
523,35. 524, 2 ff. 569,22.32. 570, 
4 ff. 572,29ff. 573,13. 581,27. 

584.4. 610,24. 618,13. 623,33. 
639,6.9. 640,32. 647,7. 664,10. 
686,21. 28. 703,4. 707 ff. ff. 851,25. 
865,3.19. 866,15. 867,36. 868, 
28. 883,29. 884,4. 885,14.28. 886, 
11.12. 892,32. 893,31. 894,2.7. 
897,17. 899,18. 25. 903,10. 910,28, 

— , Mkgr. Adalbert (Albertus) d. 
Siegreiche 715,7 ff. 716,9 ff. — 
Seine Gem. Adelheid 715,29- — 
Sein Sohn Luitpold (Leopold) 
715, 21.31. 716,9.15. — Dessen 
Gem. Fröwiza 716, 18. 

— , Mkgr. Adalbert, Sohn Mkgr. 
Leopolds IU. 728,30ff. 733, 12. 

OriginalTrom 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 980 



Oesterreich, Hrz. Albrecht I. s. u. 
Deutschland, Kg. Albrecht I. 

— , Hrz. Albrecht II. 293,3. 304,17. 
312,4. 316,31. 574,30. 581,26. 
778,29. 785,12. 787, 6 ff. 788,2. 
789,27.37. — SeineGem. Johanna 
v. Pfirt (Pherretum) 303, 8. 304, 
17. 581, 26. 787, 13. 15. - Seine 
Tochter Katharina 787, 10. 

— , Hrz. Albrecht III. 405,8. 666, 
42.43. 787,9. 789,36.37. 790, 

1 ff. 818, 6. 9. 823, 12. — Seine 
1. Gem. Elisabeth v. Böhmen 
790,3. — Seine 2. Gem. Beatrix 
v. Nürnberg 790, 4. 

-, Hrz. Albrecht IV. 320,4. 360, 
34. 585,19. 613,27. 790, 5 ff. — 
Seine Gem. Jobanna v. Bayern- 
Holland 320,4. 585,19. 790,33.41. 

— , Hrz. Albrecht V. s. Deutsch- 
land, Kg. Albrecht II. 

- , Hrz. Albrecht VI. 261, 17. 271, 

19. 537,21. 831,4. 842,22ff. 843, 

2 ff. 844, 1 ff. — Seine Gem. Mech- 
tilde s. unter Württemberg, Gr. 
Ludwig I. 

— , Mkgr. Ernst d. Eiserne 715,31. 
716,20 ff. 717,40.44. 718,2 ff. 719, 

20. 720,15. 721,23.- SeineGem. 
Mechtilde 718.33. — Sein Sohn 
Landgr.Albrecht 718,35. 719,40. 
720,1 ff. 72l,23ff. 723,13.- Seine 
Tochter Judith 718, 35. 

— Hrz. Ernst v. Steiermark, Kärn- 
ten, Krain 533,15. 790,18. 818, 
12. 822,36. 824, 4 ff. 829,5. 842, 
12 ff. 844,40. — Seine 1. Gem. 
Margarete v. Pommern 842, 13. 
— Seine 2. Gem. Zimburgis (Zin- 
burgis) v. Masovien 842,15. — Sein 
Sohn Ernst 842, 20. — Sein Sohn 
Leopold 842,20. — Sein Sohn 
Rudolf 842, 20. — Seine Tochter 
Alexandra 842,19. - SeineTochter 
Anna 842, 20. 

— , Hrz. Friedrich I. 740,22 (irrig: 
Heinrich). 741,3. 742, 18 ff. 

— Hrz. Friedrich IL der Streitbare 
229,16.21. 230,8. 513, 4 ff. 743, 
16. 746,5.32. 747,1. 748, 2 ff. 
749,lff. 750,1 ff. 751, 2 ff. 752,lff. 
753, 5 ff. 754, 12 ff. 755,1 ff. 885, 
26. — Seine 1. Gem. Agnes 
v. Meranien 204, 34. 748, 40. 753, 
15. — Seine 2. Gem. Gertrud 
v. Braunschweig 748,2 ff. 

— , Hrz. Friedrich d. Schöne, Gegen - 
könig Ludwigs des Bayern 15,20. 



by CiC 



IC 



254, 34. 283, 9 ff. 284, 1 ff. 285, 1 ff. 
286,1 ff. 287, 15 ff. 288, 4 ff. 289, 
2 ff. 290, 12. 17. 312, 5. 529. 15 ff. 
568, 26 ff. 569, 1 ff. 570, 2 ff. 5 7 1 , 
5 ff. 572, 24 ff. 573,7.12. 774, 28. 
775,13. 778,29. 779,8. 780, 2 ff. 
781,3ff. 782,1 ff. 783,15ff 784,3 ff. 
785, 1 ff. 786, 1. 890, 16. — Seine 
Gem. Elisabeth r.Aragoaien 783, 

23. 786, 1. 2. ~ Sein Sohn Fried- 
rich 786, 2. 

Oesterreich, Hrz. Friedrich III. 787, 
9. 789, 26 ff. (teilweise verwechselt 
mit Friedrich IV.). 

, Hrz. Friedrich IV. mit der 

leeren Tasche, Gr. v. Tirol 258, 
14. 336,15ff. 337, 11 ff. 338, 3 ff. 
339,2. 340,3. 535,14. 589, 29 ff. 
(verwechselt mit Friedrich III.). 
818,12. 822,36. 824, 4 ff. 825,1 ff. 
826, 14 ff. 827, 4 ff. 829, 1 ff. 830, 
lff. 831,34. — Seine 1. Gem. 
Elisabeth v. d. Pfalz 258,14. 535, 
13. 789, 32. 830, 12. — Seine 2. 
Gem. Anna v. Braunschweig 830, 
7 (hier irrtümlich : Margarete). 

24. — Seine Tochter Elisabeth 
789, 29. 830, 8. — Seine Tochter 
Margarete 830, 15. 18. — Sein 
Sohn Wolfgang 830, 17. — Seine 
Tochter Hedwig 830, 21. 

, Mkgr. Heinrich I. d. Starke 

136,34. 714, 19 ff. 715, 5 ff. - 
Seine Gem. Swenhilde 715, 7. 

, Hrz. Heinrich Jasomirgott s. 

unter Bayern, Hrz. „Heinrich XI. 

_, Hrz. Heinrich d. Ä. v.Mödling 
729,24. 733,6. 741,20.23. 742, 
lff. 747,5.22. — Seine Gem. 
Reitza 742, 14. 16. 

— , Hrz. Heinrich d. J. v. Mödling 
742,14.17. 747,5.23. 

— Hrz. Heinrich der Grausame 
743,16. 746,5. 747, 19 ff. 748,3. 

— Seine Gem. Agnes, hierRicharda 
v. Thüringen 747,24.44. 748,4. 

— Hrz. Heinrich, Bruder Friedrichs 
d. Schönen 15,20. 286,20. 287, 
2.30. 289,8. 293,2. 570,14.37. 
571,15. 574,29. 778,30. 780,6. 
781,31. 782,15.19. 783,7. 786,9. 

— Seine Gem. Elisabeth Gräfin 
v. Virneburg 780, 5. 786, 12. 

— Hrz. Hermann, Mkgr. v. Baden 
229,5. 233,27. 515,2. 748, 10 ff. 
755, 20 ff. — Seine Gem. Gertrud 
747,43. 748,5 ff. 753,10. 755, 18 ff. 
759,36. — Sein Sohn Friedrich 
233,27. 515,1. 748,12. 765,24. 

Original from 
UNIVERSITY0F MICHIGAN 



981 — 



Oeeterreich, Hrz. Johann Parricida 
768,18. 777,25.32. 778,13. 

— . Mkgr. Leopold I. der Erlauchte 
713,33. 714,19.20. 715,10. — 
S.Gem.Ricbarda 713,41. 714,13. 

— , Mgr. Leopold (Liutpoldus) IL 
d. Schöne 158,32. 718,34. 719, 
20 ff. 720,3 ff. 721, 11 ff. 728,9. 

— Seine Gem. Itha 160,2. 494, 
11.18. 720,15. 

— , Mkgr. Leopold III. der Fromme, 
der Heilige 12,25. 160,2. 162, 
37. 164,36. 165,33. 166,1. 167, 
17. 175,25. 494,11. 495,36. 497, 
20. 498, 12. 500, 9. 720, 23. 721, 
34 ff. 722,1 ff. 723,1 ff. 724,18.26. 
725,27.41. 727,13.25. 728, 8 ff. 
729,1. 732,36. 733,8. 734, 21 ff. 
738,35. 872,39. — Seine Gern. 
Agnes 722, 21 ff. 724,27. 725,28. 
726,5ff. 727,11 ff. 728,45. 872,39. 

— Sein Sohn Ernst 734,21. 

— , Mkgr. Leopold IV. s. unter 
Bayern. 

— , Hrz. Leopold V. d. Tugend- 
hafte 729,24. 733,6. 739, 12 ff. 
740,5 ff. 741, 1 fi. 742,3 ff. — Seine 
Gem. Helena 740,20. 741,2. 

— , Hrz. Leopold VI. d Glorreiche 
225,4.. 510,26. 740,22. 741,4. 
742, 19 ff. 743, 4 ff. 744, l ff. 745, 
5 ff. 746, 2 ff. 747, 12 ff. 748,32.37. 
749,1. 754,42. — Seine Gem. 
Theodora 743,13. 746, 3. 31. 747, 
34. 750,3. 751,16. 755,8.- Sein 
Sohn Leopold 743, 16. 746, 4. 
747, 11. 

— , Hrz. Leopold, Bruder Friedrichs 
d. Schönen 283,26. 284,3. 285. 
34. 287,6.15. 288,1 ff. 289,33. 
292, 18 ff. 568,35.39. 569,36. 570, 
19.30. 571, 1 ff. 572,23.573,24. 
574, 14. 27. 778, 29. 780, 12. 16. 
782,4.24. 786,4. — Seine Gem. 
Katharina v. Savoyen 7^, 7. 

— , Hrz. Leopold III. 334, 29. 335, 
1.6. 336,3. 787,9. 790,2. 818,5ff. 
819, 12 ff. 821, 11. 822, 21 ff. b23, 
1.5. 824,8.842,7.12. — Seine 
Gem. Viride Visconti 818,11.— 
Seine Tochter Elisabeth 818, 13 
822 37. 

— , Hrz. Leopold IV. d. Dicke 259, 
32. 532, 17. 533, 27. 818, 12. 822, 
36. 823, 5 ff. 824, 1 ff. — Seine 
Gem. (Katharina) v. Burgund 
823, 6. 

, Hr. Otto d. Fröhliche 293,2. 
300,26. 303,9. 331,1. 574,29. 593, 



24. 778,80. 785, 12. 786,15. 787, 
4 17. — Seine 1. Gem. Elisabeth 
t. Niederbayern 247,25. 330,44. 
524, 35. 593,23. 786,16. — Seine 
2. Gem. Anna r. Böhmen 786,17. 
— Sein Sohn Friedrich 303,10. 
787, 4 ff. — Sein Sohn Leopold 
303, 10. 787, 4. 17. 

Oeeterreich, Hrz. Rudolf IL 768. 
11.14. 777,23. — Seine Gem. 
Agnes v. Böhmen 768, 14. 777,21. 

— , Hrz. Rudolf III. 8. unter Böhmen, 
Kg. Rudolf. 

-, Hrz. Rudolf IV. 310, 12. 23. 
311,13. 312,4.36. 316,31. 317, 
3ff. 333,1. 583, 27 ff. 5*J4, 1. 787, 
9.21. 788, 1 ff. 789, 12 ff. — Seine 
Gem. Katharina v. Luxemburg- 
Böhmen 311,15. 789,23. 

— , Erzhrz. Sigmund, Gr. v. Tirol 
85,7. 219,2.7. 370,24. 375,7. 
378,22. 379,36. 384,3. 423,13. 
424,15.29. 439,21. 544,1. 548, 
20. 554,14. 625, 15. 627,35. 630, 
11. 632,8.19. 635,29. 678,17. 
6ö4, 6. 686, 5 ff. 702, 36. 830, 6 ff. 
831,30.33. 832,5 ff. 833,16 ff. 834, 
5.841,19ff.842,lff.843 2 ff. 844,1 ff. 
906,6. — Seine l.Gem. Eleonora 
V.Schottland 85,12.832,6.833, 
29. — Seine 2. Gem. (Katharina i 
v. Sachsen 424,16. 678,18. 833, 
31. 841,19. 

— , Hrz. Wilhelm v. Steiermark 790, 
23. 818,12. 822,35. 823,1. 824,3. 

— Seine Gem. (Johanna) v. Neapel 
823, 3. 

ötlinger s. öttlingen. 

Ötschleut s. Etschleute. 

Öting, Ötinga, Ötting, öttinga s. 

Altötting. 
Öttingen (Öting, Öting), Stadt 385, 

16. 636, 14. 
— , Grafen 255,32. 530, 11. 626,12. 
— , Gr. Ludwig. Seine Gem. Jutta 

(Gutta) v. Oeeterreich 778,32. 
•-, Gr. Ludwig 349,46. 603,33. 

629, 17. 664, 35. 
-, Gr.Ulrich 349,46 603,33. 664,35. 

— tRecia), Gr. Wilhelm 349,46. 
603,33. 896,4. - Seine Gem. 
Beatrix 896, 4. 

— , Gr. Wolfgang 629, 18. 
— , Gräfin 631,7. 

Öttlingen (der Etlinger, ötlinger, 
Ottinger), Konrad v. 252, 33. 42 
516,37. 528,31. 

Ofen s. Budapest. 

Offenburg 665,12. 



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— 982 — 



Offenstetter (Offensteter), Degenhard 

436.29. 699,37. 

Oh (?), Fluss 19, 36. 20, 40. 
Ollem (Alaeren, Alarun) 867,36. 

868, 27. 895, 14. 
Olmütz (Olniuncz), Stadt 740, 14. 

742,9. 777,11. 
— , Bistum 759, 18. 
— , B. Bruno 764,36. 
Oppenheim (Oppenhaym) 260, 42. 

535,7. 
Oratius s. Horatius. 
Orleans (Orlion, Orliens, Aurelianis), 

Herzoge v. 340,28. 343, 3 ff. 596, 

8 ff. 648,7. 
— , Hrz. Markus (Marx) 400,17. 

645, 13. 
Oronius 36,35. 
Orosius 6,19. 447,19. 
Orpe s. Ospo. 
Orsini (de Ursinis), Kardinal 326,30. 

590,33. 
— , Jutha v. 768, 6. 
Ortenburg (Artenberg, Ortenbergi, 

Grafen 367, 35. 619, 4. 626, 4. 
— , Gr. Jörg 629,24. 
— , Gr. Otto 884, 7. 
— , Gr. Sebastian 387,33. 629,25. 
— , Gräfinnen v. 631,13. 
Ortwin (Ortuinus), Propst 880,2. 
Osnabrück(Osneburg), Bistum 664,5. 
Ospedaletto (Hospitaliolum) 838, 34. 
Ospo (Orpe) 870, 19. 
Osterhofen 12,24. 79,20. 156,1.4. 

163,33.34. 321,41. 466,8. 491, 

16. 19. 586, 15. 
Osterland = Ostmark 471,8. 703,18. 
Ostermiething( Ostermundiga.Oster- 

muntinga, Ostermünting) 153,11. 

490. 30. 866, 24. 868, 29. 
Ostfranken (Osterf ranken) 88,22. 

104,43. 106,9 ff. 107,7. 468,32. 

473,35. 474,4. 476,3.476,17. 
— , Gr. Ratolf 97,21. 
Ostervand (Ostervandia), Grafschaft 

328,39. 593,6. 
Ostfriesland, Gr. Emim 552, 17. 
Ostgoten (Ostergoten, Ostrogothi) 

28, 12. 34, 18. 42, 7. 450, 6. 455, 

24.31. 
— , Kg. Theoderich (Detricus de 

Verona, Dietrich, Thedricus von 

Bern, Peren) 8,3. 34,11. 38,20. 

39,4.8. 454, 15 ff. 455, 2 ff. 
— , Kg. Walamir (Walmer) 455,14. 
Ostia, Kard.-Eb. Hugolinus 223,6. 
Ostmark, Markgrafen s. unter 

Oesterreich. 



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Ostsee (Mare Baltheum, Mare Lu- 

bicense) 104,25. 757,4. 
Otelsteten.Ottlstetten s. Edelstetten. 
Hl. Othmar 172, 13. 
Otkarius (Ockarius,Okarius), Grund. 

von Tegemsee 74,28.33. 75,13. 

39. 77,15. 463, 18 ff. — Dessen 

Sohn Grimaldus 75, 5. 
Otpert, Richter 856,22. 
Ottenburg ( Ottenberg) 61, 37. 188, 

13. 506,19. 883,23. 884,19. 
Ottensheim (Otmanshaim) 743,41. 
Ottenstein, Herren v. 728,27. 
Ottenwald s. Odenwald. 
Otling (Olinga) bei Waging 82,5 ff. 
Ottinger s. öttlingen. 
Oytha (Oytta), Heinrich v. 790,10. 

Paar (Parrna), Fluss 19,26. 20,34. 
Paderborn ! Padebrunna) 32, 19. 
Padua (Patavium, Padaw) 16, 16. 

260,21. 330, 22. 533,31. 593,26. 

806, 13. 835, 22. 
— , Franz v. s. Carrara, Franz v. 
Pähl (Päl) 193,22. 419,13. 435,33. 

439.27. 676,21. 699, 15. 702,41. 
Pärbinger, Dr. Georg, Kanonikus 

zu Freising 911,2. 
PätzingeitPelchiuger) 359,10. 611,34. 
Paige s. Persenbeug. 
Palatinus, fabelhafter Stammvater 

der Pfalzgrafen bei Rhein 23,20. 
Pallas 492, 2. 

Pallhausen (Pallenhawaen) 879,15. 
Palma 171,9. 

Palzing (Paltzigen) 884, 26. 
Pang (Pangn), Friedrich v. 879, 42. 
Hl. Pankraz 863,23. 
Pankraz,Meister,Dechant zu St. Veit 

in Freising 690, 7. 14. 
Pannonien, Pannonier 10, 3. 18, 7. 

11. 21,11.31.36. 24,6. 25,18. 
28,4. 31,7.8. 35,7.10. 36,21. 
37,11. 39, 5 ff. 41,5.8. 44,25. 
49,6.40. 52,20. 76,48. 85,18. 
101,13ff. 102,11. 104,42. 105,5. 
136,15.21. 156,23. 167,25. 170, 
13.24. 171,23. 207,4. 244,17. 

450.28. 452,1 ff 453,6. 454,18. 
25. 455,3. 461,18. 462,1.5. 464, 

12. 471,9.10. 473,34. 715,21. 
851,22. 

— , Landvogt Matrinus 454, 21 ff. 

455,2.9. 
Hl. Pantaleon (Panthaleon) 84,18. 

470,11. 
Papia s. Pavia. 
Papirius Carbo, Cneius 49,22. 

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— 983 — 



Pappenheim (Pappenhaim) , Mar- 

schall v., Alexander 436,12.25. 

699 28 35 
-, Heinrich 187,13. 505,30. 881,8. 
— , Heinrich 552, 9. 553, 38. 
Parau, Wolfger v. 749, 18. 19. 
Paring (Päring) 14,3. 213,37.39. 
Paris 61,33. 108,10. 109,20. 112, 

29. 114,20. 291,11. 298,9. 343,6. 

344,5. 476,16. 596,12. 598,13. 

21. 714,6. 723,22. 734,30. 
— , Grafen v. 833,27. 
Parkstein (Pargstain, Parichstain) 

274,8. 345,41. 352,31. 556,18. 

600,5. 605,35. 
Parrna s. Paar. 
Parsberg (Pasberg) 346, 19. 406, 22. 

595,5. 600,23. 

— (Paspergk), Herren v.'Parsberger, 
(Pasperger), Adelsgeschlecht 427, 
29. 428,12. 431,33. 682,7. 688,7. 

— , Friedrich v. 880, 10. 

— , Waltman v. 880,9. 

-, Wolfgang v. 387,27. 638,16. 

Parther 5, 13. 

Pasing (Pesing) 346,6. 595,6. 600,9. 

Passau (Pataviai, Stadt 19,41. 35, 

23. 37,13. 40,28.30. 41,14. 67,29. 

83,29if. 84,17. 131,32. 176,44. 

239,5. 250,32. 347, 37 ff. 349,23. 

49. 350,3.19. 452,7. 453,7. 455, 

26. 470,11.16. 483,35. 518,20. 

527.14. 602, 10 ff. 603,17.36. 604, 
6.9. 665,16. 757,24. 760,23.34. 

763. 15. 856, 8. 

_, Bistum u.Bischöfe 18,9. 72,27. 

84,15.19. 165,32. 226,18. 362,2. 

427,13. 465,34. 469,32. 498,9. 

511,33. 602,9. 614,23. 664,4. 

718,24. 734,15. 769,14. 845,27.33. 
— , B. Albrecht v. Sachsen 284,9. 

287,2. 563,18. 570,17. 782,1. 
_, B. Altmann 719,28. 721,31. 
— ,B. Bernhard (Wernhard)v. Pram- 

bach 768, 32. 
— , B. Diepold (Dietpaldus, Diet- 

poldus) 187,8. 188,2. 505,25. 

506, 16. 881, 3. 883, 1 1. 
— , B. Friedrich Maurkircher 16,41. 

378,10. 383,10.631,39.634,36. 

- , B. Friedrich v. Öttingen 388,13. 
424,20. 678,21. 841,23. 

-, B. Gebhard 749,14. 750,5. 
— , B. Georg v. Hohenlohe 337,23. 

344,28. 345,32. 598,41. 599,42. 

826, 26. 
— , B. Hato 857, 13. 
— , B. Konrad s. Salzburg, Eb. 

Konrad II. 



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Passau, B. Leonhard v. Laiming349, 

22.49. 603,16.36. 
-, B. Mangold (Manegoldus) 188,4. 

506, 17. 883, 12. 
— , B. Peter 761, 1. 763, 10. 
-, B. Pilgrim (Pilgrinus) 133, 15. 
— , R Reginbert (Rembertus) 169, 

32. 170,20. 738,37. 
— , B. Reginmar (Reymarus) 723,27. 

724 2. 38. 
-, B. Rudiger 751,42. 752,18. 

753,16. 885,26. 
— , B. Rupprecht 739,3. 
— , B. Ulrich 363, 15. 370,18. 373,2. 
11. 375,14. 377,22. 378,20. 615, 
22. 622,9. 623,18. 624,34. 625, 
32. 627,41. 632,6. 816,28. 902, 
3.15. 
— , B.Wivilo(Vmlo) 72,26. 83,33. 

465,34. 853,27. 
— , B. Wolfker (Wolfher. 161,33 
(irrtümlich Wolfhardus). 743,10. 
Patavia s. Passau. 
Hl. Patricius 93, 6. 
Paurberg, Pawrbergk, Pawrbergk 

s. Beuerberg. 
Paulsdorfer (Paulsdarfer), Johann 

430,37. 683,36. 684,1. 
— , Wilhelm 275, 6. 430,37. 557,15. 

684,1. 
Hl. Paulus 30,30. 59,18. 61,40. 
144, 31. 152, 5. 195, 15. 420, 29. 
676,37. 885,23. 886,6. 887,25. 
Paulus Diaconus 18,11.34. 43,35. 

57,15. 458,18. 
Paumgartenperg s. Baumgarten- 
berg. 
Pauzana s. Bozen. 
Pavia (Papia, Ticinum) 34,3. 44,46. 
71,49. 72,8. 182,25. 203,19.233. 
11. 255,8.17. 467,6. 514,37. 529,33. 
Pawmgarta s. Baumgarten. 
Pawmkircher s. Baumkircher. 
Pawngartten s. Baumgarten. 
Paybrunn s. Bayerbrunn. 
Pechlarn (Pechleren, Pechlorn) 281 , 

19. 562,21. 
— , Rudiger v. 713,34. 
Peckae, Rudolf v. 725,9. 
Peffenhausen (Pfeffenhausen), Joh. v. 
387, 17. 436,33. 638, 17. 699, 38. 
Pegnitz 31,40. 
Peilstein (Pcylstain) 329,21. 409,1. 

669,26. 721,13. 
_ (Pilstain), Gr. N. 179,38. 502, 

38. 732,10. 
Peiting (Witengov) 169, 36. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 984 — 



Pelagius , Kardinallegat 223, 34. 
510,22. 

Pelchinger s. Pätzinger. 

Pellheim (Pelhaim) 857,21. 

Pentzenstain s. Betzenstein. 

Perchtoldadorf (Berichtoldstorf) bei 
Wien 711,30. 

— (Perchtolczdarf) , Herren v. 
728,25. 

Peren s. Bern und Scala. 

Perchusin s. Berghausen. 

Perenried, Pernried s. Bernried. 

Perge (Berbling oder Jakobsberg?) 
857, 3. 

Pergen, Adalbert v. 725,5. 

— , Adalram v. 725,5. 

Pennunt, Heinrieb v. 551,43. 

Pernegg (Pernegk) bei Gare in 
Niederösterreich 721,25. 

Perser, Persien 34,31. 223,18. 451,17. 

Persenbeug (Pösenpeugen, Paiee) 
721,21.863,7. 

Perugia (Perusium) 232, 10. 

Pesth s. Budapest. 

Petena = Salzburg 49, 15. 

Petenbach s. Langenpettenbach. 

Peira s. Pietra. 

D. Petri Mons = St. Peter zu 
München 914, 34. 

Petronell (ad S. Petronellam = 
Ca raun tum, irrig mit Celeia identi- 
fiziert) 36,25. 452,27. 851,25. 

Hl. Petronella 157,3. 492, 16. 

Hl. Petrus 33,43. 36,4.8. 50,16 
61,8.11. 69,43. 71,30. 73,9. 79 
13. 88,8. 99,12.17. 100,9. 119,3 
140,7. 143,42. 144,31. 152,4 
155,22. 195,15. 223,4. 403,27 
406,7. 479,29. 586,22. 665,37 
667,33. 690,9. 712,17. 715,3 
724, 41. 736, 29. 851, 16. 860, 15 
861,20. 870,26. 872,2. 880,5 
911,6. 

Pettau (Bettovia, Petovia) 37,10. 

453,5. 757,7. 759,16. 761,24. 
Pettendarf s. Pottendorf. 
Pettendorf 282, 17. 568, 8. 
Petzenstein s. Betzenstein. 
Peuren s. Benediktbeuern. 
Peuscher, Georg 391,3. 640,9. 
Pewren s. Alt- und Neubeuern. 
Peylstain s. Beilenstein am Forst. 
Pfaffenhofen a. Um 16,15. 17,18. 

330, 16. 405, 30. 595, 27. 657, 34. 

658.30. 667,21. 
Pfaffenmünster 84, 26. 470, 12. 
Pfalz bei Rhein 226, 25. 26. 228,29. 

234.31. 240,8. 262, 13 ff. 255,6. 



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16. 510,3. 512,24.26. 515,21. 
520,33. 528,18. 529,27.31. 537, 
1.14. 539,5. 542,6.7. 567,38. 
577,37. 

Pfalz, Pfalzgrafen : 

-, Adolf 14,36. 252,30. 255, 15 ff 
528,29. 530,6..- Seine Gem. 
Irmengard vonöttingen 255,32. 

530. 10. 

— , Alezander v. Zweibrücken- Vel - 

denz 279,12.14. 560,39. 561,1. 

— , Christoph, Kg. v. Dänemark 15,8. 

273.31. 274,39. 276, 2 ff. 280,12. 
557, 5. 558, 24 ff. 559, 7. 561 , 27. 
795,37. — Seine Gem. Dorothea 
v. Brandenburg 276, 21. 558, 42. 

— , Kurf. Friedrich I. d. Siegreiche 
14,3. 261,15. 262,30. 263,18. 
264, 4 ff. 265,7. 267,1.13. 268, 
2ff. 269,1 ff. 271,26. 278,28. 363, 
12. 364,31. 365,1. 366,18. 370,15. 

371.11. 537,17. 538,22. 539,1 ff. 
540,12.31. 541,4 ff. 542, 3ff. 544, 
26. 560,22. 615,19.28. 616,25. 

617.32. 628,10. 630,33. 664,17. 
— , Kurf. Friedrich II. 273. 21. 555, 

30. 662,10.30. 698,21. 845,26. 
—, Friedrich, Sohn Kg. Ruprechts 

258. 12. 535, 12. 

— , Friedrich I. v. Simmern-Spon- 
beim 15,11. 277, 10 ff. 278, 3 ff. 
559, 16 ff. 560, 1 ff. — Seine Gem. 
(Margarete) von Geldern 277, 30. 
559,29— Seine Söhne Heinrich (?), 
Wilhelm I. u. II., Stephan u. 
Friedrich 278, 17 ff. 560, 10 ff. 
— , Heinrich 227,2.4. 
— , Heinrich 228, 19. 
— , Heinrich, Sohn Heinrichs d. 
Löwen 174,33. 182,34. 227,16. 
228,1 ff. 229,1. 503,25. 510,5. 
512,24. — Seine Gem. Agnes 
227, 16. 228, 3. 
—, Hermann 176, 18. 179, 35. 227, 

8. 10. 502, 35. 732, 6. 
— , Johann d. Oberpfälzer 15, 6. 
258,12. 261,5. 273,25.26. 274, 
5 ff. 275, 16. 31. 276, 1. 7. 345, 
30 ff. 348,47. 349,15.45. 352,30. 
406,27. 535,11. 556,3 ff. 557, 5ff. 
558,1 ff. 559,7. 599,40. 600,2. 
602,34. 603,8.32. 605,34. 668,9. 
— Seine 1. Gem. Katharina 
v. Pommern 273,30. 274,11. 276, 
10. 556,11.21. 558,32. — Seine 
2.Gem. Beatrix T.Bayern-München 
274,20. 406,26. 556,27. 668,8. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



- 985 — 



Pfalz, Pfalzgrafen : 

— , Johann I. v. Simmern-Sponheim 
278,1.2. 659,31.37. -Seine Gem. 
(Jobanna) v. Nassau 278,7. 559,38. 

— , Johann, Sohn Ottos I. v. Mos- 
bach 280,24. 281,25.26. 365,1. 

375.11. 383,28.41. 561,33. 562, 
28. 616,25. 625,23. 627,32. 635,23. 

— , Kaspar v. Zwei brücken- Veldenz 

272.24. 279,8. 545,9. 547,23. 

549.12. 554,21. 560,33. 

— , Konrad 179,32. 227, Uff. 228, 
3. 7. 726, 16. 732, 4. - Seine 
Gem. Irmgard 227,15. 228,7. 

_ , Kurf . Ludwig III. d. Blinde 14,40. 
258,11. 261,5 ff. 262,1 ff. 263,14 ff. 
271,16. 273,29. 280,9. 535,11.25. 
536,9ff. 537,3ff. 556,1.9. 561,23. 
842, 26. — Seine 1 . Gem. (Blanka) 
v. England 261,12. 535,29. — 
Seine 2. Gem. Mechtilde v. Sa- 
voyen 261,14.21. 535,32. 536,2. 

_, Kurf. Ludwig IV. 15,1. 261,15. 
262,30ff. 264,2 ff. 269,19. 271,25. 
361,8. 537,17ff. 538,15.18. 539,1. 

542. 15. 544, 20. 614,7. 793,3. — 
Seine Gem. Margarete v. Savoyen 
262,37. 263,24. 264,3. 361,8. 

537. 25. 32. 614, 6. 

— , Kurf. Ludwig V. 273, 18. 555, 
26. 638,31. 845,30. - Seine 
Gem. Sibille v. Bayern 679, 14. 

— , Ludwig I. der Schwarzer. Zwei- 
brucken-Veldenz 15,12. 267,14. 

272.26. 277,10. 278,25 ff. 371,12. 
422,32. 540,36. 543,28. 545,11. 

559. 16. 560, 18 ff. 664, 12. - Seine 
Gem. (Johanna) v. Croy (Croe) 
279,5. 560,31. — Seine Söhne 
u. Töchter 279, 8 ff. 561, 32 ff. 

— , Otto I. von Mosbach 15,13. 

258. 13. 261, 5. 276, 13. 280, 4 ff. 
281,4ff. 361,2. 365.1.29. 366,19. 
535,11. 556,3. 558,35. 561, 19 ff. 
562,3. 613,32. 616,25. 617,12. 
33. 793,2.— Seine Gem. Johanna 
v. Bayern-Landshut 280, 10. 360, 
37. 361,1. 561,26. 613,31. 

— , Otto IL von Mosbach 15, 14. 
280, 19. 24. 281, 2ff. 370,25. 375 5. 
376,8. 377,16. 381,19. 383,28 
388,11.22. 395,17. 401,12. 418, 
12 ff. 429,14. 434,18. 561,32.35 
562, 7 ff. 624,7.32. 625,22.627, 
31. 631,24. 633,25. 635,22. 638, 
30. 643, 4. 676, 26. 34. 676, 7. 
»682,24.37. 

— Kurf. Philipp 15,5. 263,23. 
264,15. 265,9. 269,14. 271,23. 



byG< 



24. 272,19.31. 273,8 14. 279,11. 

281.8. 363,28. 371,12. 372,17. 

375.9. 377,14. 381,16. 388,21. 
393, 26. 395, 16. 428, 18. 429, 13 . 
434,17. 538,26. 539,4.7. 540,27. 
544, 23 ff. 545, 1 . 33. 546, 3.18. 
547,3.21. 548,39. 549,16.550,50. 
551,44. 653,1. 554,11. 555,19. 
560,37. 615,34. 621,27. 624,31. 
625,16. 627,29. 630,1. 633,25. 
638,30. 641,42. 643,4. 682,13.36. 
913,14.31. — Seine Gem. Mar- 
garete v. Bayern-Landshut 271, 
28. 273,15. 363,27. 372,16. 375, 
10. 382,29. 544,30. 555,22. 615, 
34. 621, 26. 625, 16. — Seine 
Töchter Elisabeth, Amalia (Ome- 
lia), Apollonia, Barbara, Helena 
273,23. 555, 32 ff. 

Pfalz, Pfalzgrafen: 

— , Rudolf 1. 14,34. 238,23. 242, 
17.29. 252, 18 ff. 253, 1 ff. 254, 
28 ff. 255,14. 282, 4 ff. 283,14. 
284,2.8. 292,19. 299,32.34. 374,1. 
616,33. 517,19. 518, 9. 521, 7 ff. 
528, 17 ff. 529, 1 ff. 567, 37. 38. 
568. 9 ff. 574, 14. 577, 34. 36. 622, 
26. 771,24. 772,3. 773,6. 776,20. 
780, 6. 14. — Seine Gem. Mech- 
tilde v. Nassau 252,27. 528,27. 

-, Rudolf II. 14,37. 252,29. 255, 
13. 256, 1. 2. 528, 29. 530, 14. 34. 
— Seine l.Gem. (Anna) v .Kärnten 
256, 5. 

— , Kurf. Ruprecht I.d. Rote 14,35. 

252.29. 255, 12 ff. 257,1. 528,29. 
529,42.43. 584,10. - Seine l.Gem. 
(Elisabeth von Naraur) 255,26. - 
Seine 2. Gem. (Beatrix) von Berg 
255,26. 

— , Kurf. Ruprecht II. gen. Adolf 
14,38. 255,15.33. 256, 10 ff. 530, 
12 ff. 531,1. 584,25. — Seine 
Gem. (Beatrix) von Sizilien 256,12. 
530, 22. 

— , Kurf. Ruprecht III. s. unter 
Deutschland, Kg. Ruprecht. 

-, Ruprecht Pipan 258, 10 ff. 534, 
8. 21. 535, 11. 

— , Ruprecht, Sohn Kurf. Lud- 
wigs III. 261, 12. 535,30. 537,15. 

— , Ruprecht, Sohn Kurf. Philipps 
273,19. 393,26. 555,29. 649, 7ff. 
651, 9 ff. 652,13. 653,15.32. 654, 
2 ff. 656, 18. 19. 657, 1 ff. 658, 5 ff. 
660,5ff. 661,22. 662,27. 695,14 ff. 

913.30. 914,22.24. - Seine Gem. 
Elisabeth v. Bayern - Landshut 

■ 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 986 — 



401,18. 664,23. 655,29. 656,5 ff. 

661,21. 914,24. 
Pfalz, Pfalzgrafen : 
— , Sigfried s. unter Luxemburg. 
— , Stephan v. Simmern - Zwei- 
brücken - Veldenz 15,9. 258,12. 

261,5. 277, 2 ff. 278,27. 535,11. 

556,3. 559, 8 ff. — Seine Gem. 

(Anna) v. Veldenz 277,8. 559,14. 
— , Stephan, Sohn des Vorigen, 

Dompropst zu Köln 277, 10 ff. 

423,1. 543,29. 559,17. 
Pfalzgrafenweiler (Vilar) 183, 42. 
Pfannberg (Pfaunberg), Gr. Ulrich 

748, 26. 
Pfarrkirchen 248,22. 525,23. 697,25. 
Pfatter (Pheter), Fluss und Ort 

20,18. 427,32. 681,35. 
Pfettrach (Phetra), Fluss 19,38. 

20, 39. 
Pfirt (Pherretis) 801,3. 

— (Ferretum), Gr. Ludwig 745,25. 
-, Gr. Ulrich 745,25. 

Pflug, Caesar (Zeser) 552,8. 

— (Pflueg), Heinrich 275,5. 557,14. 
— , Hintschy (Hyntschy) 630, 6. 

631, 16. 
— , Hupolt 552,8. 
— , Otto 552,14. 
Pföring(Feringen,Pfaring,Pförring, 

Vering, Veringa) bei Ingolstadt 

20,7.12. 88,24. 468,31. 
Pfragner, Ludw. , Pfarrer z. St. Martin 

in Landshut 417,26. 
Pfullendorf (Pfuldendorfj, Stadt 

665, 10. 

— (Phullendorf ), Gr. Rudolf 183,23. 
Phalaia s. Valley. 

Pherretis s. Pfirt. 

Phetra s. Pfettrach. 

Hl. Philippus 124,1. 208,25. 

Piber, Sighard 240,5. 758,34. 

Piburg 8. Biburg. 

Ficcolomini, Franz, Kardinal v.Siena 

370,12. 418,19. 021,5. 675,32. 
Picenum 294, 14. 
Pichler (Püchler), Ulrich 398,27. 

644,25. 
Pictavium s. Poitiers. 
Pienzenau , Hans v. 436, 22. 32. 

697, 9. 699, 34. 38. 
— , Ludwig v. 335,29. 
-, Warmund v. 335, 16 ff. 
-, Warmund d. J. 437,39. 701,11. 
Piesting 740,24. 
Pietenberg (Puteperch) 871, 5. 
Pietra (Castrum Peire) 836,17. 838, 

24. 35. 



San Pietro (Sancte Petre) 870,20. 
Pilsen 274, 33. 557, 2. 
Pilsenstaine (statt Pilenstaine) s. 

Beilenstein am Forst. 
Pilstain s. Peilstein. 
Pinau (Pynaw), Heinrich v. 436,31. 

700,6. 
Pingen (statt Piugen) 8. Rebegau- 

Piugen. 
Pirano (Pirian) 870, 13. 
Pirckheimer(Pirkhamer), Dr. Johann 

380,1. 632,20. 
Pirgel s. Seon. 

Hl. Pirminius s. Metz, B. Pirminius. 
Pirring s. Pürgen. 
Pisa 182,5. 233,12. 260,35.42. 

294,10. 514,38. 535,4. 575,31. 

724,43. 768,23. 778,13. 
-, Bonifatius v. 295,3. 577, 8. 
Piso 28, 14. 
Pistoja 294,35. 
Piain (Plawen), Ritter v. (Plangenses) 

u. Grafen 130,21. 483,23. 759,28. 
— , Gr. Konrad 759, 24. . 
— (Plengen), Luitold d. A. 725, 3. 
— , Luitold d. J. 725,3. 
Plankenstayn, Herren v. 664,40. 
Plattling (Pladling,Pladling) 329,28. 

671,5. 
Plaw s. Blau. 
Plinius 5, 26. 49, 19. 
Plutarchus 49,25. 100,32. 
Po (Padus), Fluss 21,26. 45,26. 460,9. 
Pock, Ulrich 552,23. 
Pockarn s. Bockhorn. 
St Polten (ad S. Ipolitum) 77, 25. 

464, 19. 
Pönland (Pönlant) 772,28. 
Pösenpeugen s. Persenbeug. 
Pösing (Pesing), Gr. v. 696, 18. 
Pogen s. Bogen. 
Pogner, Lorenz 437, 16. 700,24. 
Poing(Wowingen, bei Meichelbeck : 

Biubingun) beiEbersberg 868, 31. 
Poitiers (Pictavium) 52,8.16. 55, 29. 

254,23. 461,42. 529,9. 
— , Hrz. Wilhelm 156,25. 492,8. 

494,9. 
Pola 171,20. 
Polen (Poland, Polant) 21, 11. 135, 

16.32. 167,20. 204,28. 234,6.18. 

235, 19. 244, 27. 29. fc 247, 23. 282, 

12. 319,24. 435,21. 489,30. 515,7. 

517, 4. 523, 3. 5. (552, 3. * 568, 6. 

582, 13. 584, 15. 585,13. 626, 16 ff. 

648,25. 698,36. 720,2. 721,7.27. 

728,40. 742,11. 764,28. 765,6.8. 

775,29. 778,32. 795,28.41. 796, 

5 ff. 799,7. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 987 



Polen, Hrz. Boleslaus 727,29. — 
Dessen Gem. Agnes 727, 29. 873, 
2 (hier: Berta). 

— , Kg. Johann I. Albrecht 648,21. 
799 5. 

— , Kg. Kasimir IV. 375,2. 389,24. 

623.24. 625,9. 798,37. 801,13.- 
Seine Gem. Elisabeth v. Oester- 
reich 389,25. 798,37 (hier irr- 
tümlich : Anna). 

— , Kg. Sigismund I. 799, 9. 

— , Kg. Wenzeslaus s. unter Böhmen, 
Kg. Wenzeslaus IE. 

— , Kg. WladislawV. 360,29. 613, 
11. — Sein Bruder Swidrigiello 
(Schiderballen) 360,30. 613,12. 

-, Kg. Wladislaw VI., Kg. v. Un- 
garn (III.) 801, 12. 802, 4. 6. 

Polling (Pollingen) 83,28. 213,11. 

469.25. 672,24. 

Pollner (Pollnär), Dr. Georg 911,10. 
Pommern (Pomerania) 273, 30. 274, 

11. 765,7.8. 
— , Hrz. Erich IE. 371, 13. 
Pompeius, Paulinus 26, 5. 
Poncius 451,28. 
Pongau (Bongew) 51,7. 
Pontus Euxinus s. Schwarzes Meer. 
Popfingen, Poppfing s. Bopfingen. 
Popfinger,Hieronym. 263,11. 538,10. 
Pordenone (Portus Naonis) 761,18. 

801,4. 
Portner, Leonhard 432, 31. 689,30. 
Porto, Kardinal-Bistum, Konrad v. 

510, 16. 
Portugal 105,22. 106,11. 
Poson, Posonium s. Pressburg. 
Potenciana 454,25.30. 
Pottendorf (Pettendarf ) , österr. 

Adelsgeschlecht 728, 25. 
Poumkircher s. Baumkircher. 
Poytrum s. Boiodurum. 
Potzen, Pozen s. Bozen. 
Prag (Brag), Stadt 37,43. 200,6. 

291,11. 364,9. 366,35. 409,11. 21. 

410,15. 416,7. 435,21. 616,9. 

618.10. 670,4. 671,17. 674,26. 
698,35. 712,38. 721,9. 727,37.38. 
756,15. 767,2. 768,17. 774,21. 
775,3. 777,24. 794,38.40. 795, 
10. 20. 796, 10. 808, 12. 809, 5. 

816.11. 817,45. 843,39. 895,19. 
— , Bistum (später Erzbistum) 184,19. 
— , B. Albrecht 484, 33. 

— , B. Johann 761,1. 

— , Hieronymus (Iheronimus) v. 

895, 18. 
Praitenstein, Ulrich v. 387,22. 638, 

10. 16. 



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Prandesser 338, 15. 827, 10. 

Precknütz s. Brecknicz. 

Preiseck (Preysegk, Priseck) 884,14. 

892,28. 896,3. 
Preitlachn s. Breitlach. 
Premss, Prenns s. Brenz. 
Pressburg (Bosan, Poson, Posonium, 

Pusonium) 101,19. 167,26. 169, 

13. 471,7. 10. 712,19. 759,14. 

760,13. 761,30. 802,5. 808,3. 
Prettsdorfer (Pretstarfer , Prets- 

torffer), Balthasar 436,41. 700,9. 

— (Pretschlaippfer) , Johann 426, 

29. 428,27.30. 682,20. 909,32. 
-, Wilhelm 434,29. 909,31. 
Preussel (Preysl), Bernhard 750,43. 
— , Heinrich 750,44. 

Preußen (Breussen, Prusia, Prussia) 

244,27. 360,27. 613,10.757,15 

(Ulmerugia, s. daselbst). 
Preysegk 6. Preiseck. 
Preysing, Erasmus v. 360,12. 612,15. 
— , Georg v. 382,21. 634,17. 
Prigglitz (Prücklenss) 786, 18. 
Primiero (Primerium) 838,30. 839, 

10. 14. 
Hl. Primus 861,26. 
Priseck s. Preiseck. 
Prittriching (Pridarchingen), B.-A. 

Landsberg a. L. 210, 33. 
Procula 40, 14. 
Provence (Provincia) 727,3. 
— , Kg. Ludwig 107,41. 108,4. 115, 

16 ff. 
Prüvening (Brüfling , Pruffering, 

Prüfling) 214,10. 418,30. 676,5. 
Pruscha s. Breusch. 
Ptolemäus 5,25. 26,12. 
Ptolemais(Ptolomais)170,31. 171,6 ff. 
Pubenkirchen, Wolfram v. 724, 42. 
Puchberg, österr. Adelsgeschlecht 

728,23. 
Puchheim (Puchaim), Albert v. 769,7. 
Puchhorn s. Friedrichshafen. 
Puechberger v. Wintzer, Georg 387, 

24. 638, 13. 

— v. Wintzer, Hartlieb 246,3. 
Puecher v. Erlbach, Sigmund 387, 

30. 638,18. 

Püchl, Heinrich v. 619,31. 

Puchler s. Pichler. 

Puechpeck, Hans 436, 33. 700, 6. 

Pullen, Pullen s. Apulien. 

Pürgen (Pirring), B.-A. Lands- 
berg a. L. 210, 32. 

PQtrich(Putrich),MünchenerBürger- 
geschlecht 420, 14. 676, 29. 

Putten (Putonen), Eckbert v. 725,3.4. 

Pulpinger, Wolfgang 906,36. 907,4. 

Original from 
UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 988 



Pungen s. Bingen. 

Purckensen (stattPnrkhusen) s.Burg- 

hausen. 
Puren 43,9. 
PuBch v. Vilsheim, Gabriel 372,23. 

373,18. 621,33. 623,12. 902,21. 
— , Johann 387,30. 638,18. 
Pusonium s. Pressburg. 
Pustertal (Pustrussa) 864, 12. 
Puteperch s. Pietenberg. 
Putima (Putuina) 37, 12. 453, 6. 

Quad (Qwatt), Adolf 551, 38. 
-, Georg 551,38. 
Quaden (Sgnadi) 455,16. 
Quadrnta = Regensburg 4,10. 9,34. 

24,23. 29,27. 91, 4 ff. 94,36. 

95, 11. 
Quedlinburg (Cutelingenburg, Quin- 

tilmburg) 135,15. 485,4. 
Querfurt (Querenfurt), Herren zu 

664,41. 
— , Bruno v. 552,5. 
Quierzy (Karisiacum) 78, 8. 
Quinciana s. Kflnzing. 
Hl.Quirinus 34,40. 35, 4 ff. 36,40. 

76, 42 ff. 77,26. 452, 9 ff. 464, 8 ff. 

470, 6. 854, 9. 

Raab (Raba), Fluss 101,14. 

— (Raba), Stadt 37,12. 391,36. 
453,6. 471,8. 640,38. 

— (Györ, Jaurinum, Jauriensis 
ecclesia), B. Benedikt 801,24. 

Radicofani (Radicophinus) 184, 28. 

Kadstadt (Rastat) 770, 1. 

Räckel (Reckl), Dietrich 359, 16. 18. 

612,1.4. 
Raetien 12,17. 18,6. 38,14. 125, 

27. 449,10. 835,44. 
Rahewin (Ragewinus), Kanonikus 

zu Freising u. Geschichtschreiber 

737,8. 874,32. 
Raid, Peter 437, 3. 700, 13. 
Rain 19, 23. 367,6. 618,17. 656,20. 
Rainer 428,13. 682,7. 
Rainsperch s. Ramsberg. 
Raitenbuch (Raytenpuech) 159,17. 

213, 11. 494,1. 672,23. 
Raitenhaslach (Raittenhaslacb, Rot- 

tenhsslach.. 14,4. 213,38. 214,17. 

22. 257,24. 340,11. 352,3. 355, 

25. 357, 1 ff. 361,20.22. 362,13. 

604,41. 605,7. 610,7ff. 614, 10.12. 
Ramsberg (Rainsperch) 884, 1. 
Randeck, Schlosa 702,26. 

— ^ndegk), Johann v. 821,27. 
— , Martin v. 821,17. 

— , Martin v. 436,43. 700,3. 



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Ranshofen (Rantesdorf, Ratensdorf, 
Ranteshova, Rateshova) 153, 10. 

180.20. 490,29. 503,7. 866,23. 
Raperenowa 865,27. 

Rapolt, Gr. 169,12. 
Rapperschwyl (Raprechtweiler) 823, 

31. 
Rappoltskirchen (Rapolteskirchen) 

879 18» 
Rascien (Rascia) 792, 15. 796, 36. 

797,31. 800,39. 
Rastat s. Radstadt. 
Rathe, Johann Herr zu 551,20. 
— , Richard Herr zu 551,20. 
Ratolt 859,19. 860,2. 
Rattenberg (Ratenberg, Rappen- 

benr, Roten berg) am Inn 309, 19. 

39. 313,11.17. 329,36. 332,18. 

20. 333,24. 334, 8 ff. 335,5. 336, 

4.36. 337,8. 338,38. 339,8.27. 

789.21. 826,3.11. 827,29.39. 
828,17. 829,9. 

-, Prior Nikolaus Geroldi 334,-9. 
Rattenhausen, Heinrich v. 620,3. 
Ratzeburg (Rassenburg), Bistum 

664,6. 
Rntzendorf, Hans v. 552,24. 
— , Jörg v. 551, 8. 
Ratzenhausen, Adelige v.' 821, 20 
Raugraf (ruwegrafe). Johann 545,24. 
Rauhen lechsberg (Rauchen lesberg) 

439,27. 702,41. 
Rauraker 18,29. 

Ravenna 38,35.41. 144,18. 493,12. 
— , B. Gibertus s. Rom, Papst 

Clemens III. 
— , B. Hl. Severinus s Severinus. 
Ravensburg 159, 6. 161,31. 162,27. 

493,33. 665,9. 
Ravng s. Roning. 
Ra'zzenberg 124, 2. 208, 27. 
Razzo s. Andechs. Gr. Rasso. 
Rebegau-Piugen (Pingen), Gr. Adal- 

bert 725,2. 
-, Gr. Gebhard 725,2. 
— , Gr. Hermann 725,3. 
Reben, Wilhelm v. der 551, 41. 
Rechberg, Herren v. 376,21. 624,15. 

792 5. 
— , Anrecht v. 821, 19. 
-, Albrecht v. 390, 38. 637, 16. 

640, 6. 
— , Philipp v. 552,8. 
-, Ulrich v. 619,37. 
-, Veit v. 385,20ff. 651.22. 636, 

18 ff. 
Rechenberg. Christoph v. 552,12. 
Rechenberger, Reinprecht 391, 30. 

640, 33. 

Original from 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 989 — 



Recia s. Rhaetien, Ries u. Oettiogen. 

Reckl s. Räckel. 

Regen (Imber, Regnus), Fluss 19, 
34. 29, 33. 30, 2. 722, 17. 

Regensburg i Germaosheim, Ger- 
meinshaim, Hiaspolis, Hyatas- 
polis, Imbripolis,Norica, Noricus, 
Qu ad rata, Ratispona, Regina, Re- 
ginopolis, Tiberina, Tibernia, Ti- 
burina, Tiburnia), Stadt 4, 10. 40. 
42 .'44. 6 29. 7, 33. 9, 21. 34. 10, 
1.19. 11,15. 15,29. 16,21.32. 
17, 2. 30. 31. 32. 19, 31. 34. 22, 27. 
23,29. 24, 22 ff. 29,7ft. 30, 2 ff. 
32,35.37. 37,15.16. 41,14.15. 
48, 34. 35. 52, 5. 28. 53,4. 55, 1. 3. 
56,2. 72,25. 78,25. 80,4.7.94, 
32ff. 95,15. 96,40.47. 97,2.15. 
98, 12 ff. 100,16.22. 101,15. 105, 

29. 108,6. 109, 2 ff. 111,33. 112, 

27. 117, 17. 120,2.4. 124, 26. 128, 
35.44. 130,34. 134, 16ff. 136,3. 

156. 18. 164, 13. 39. 165, 19. 31. 
169,31. 170,8. 175,15.46. 176, 
8 ff. 177,3.28. 180,3.25. 186,9. 
187,24. 192,31. 194,25. 198,2. 
199,14.18. 201,21. 214,11. 231, 
6 ff. 235,14. 241,33. 248,17. 257, 
8 ff. 258, 2 ff. 260,9. 269,21. 275, 
42. 281,19. 284,19. 285, 24 ff. 

286.4. 289,18. 298, 29 ff. 299,28. 

301.19. 314,25. 321, 11 ff. 329, 
24.27. 332,12. 346,23.28. 347, 
27.35 348, 1 ff. 349, 6ff. 350, 16 ff. 
357,23. 358, 6 ff. 368,35. 370,7. 
376,13. 380,13. 382,22. 383,6.8. 
396,7. 400,22. 407,14. 418,16. 

30. 419,10.19. 423,24.28. 424, 
2 ff. 427, 8 ff. 428,4.30. 429,27. 
430, 2 ff. 431, 12 ff. 432, 1 ff. 440, 
17. 443,21.25. 450, 9 ff. 453,9. 
455,26. 461,12.41. 462,8.41. 
470,29.32. 474,6. 476,11. 477,7. 
8. 478,8.35. 480,1.21. 481,19. 
22. 483,2.5. 484,11. 489,31. 491, 

28. 496,38. 497,24.35. 498,9.36. 
499, 29. 30. 500, 22 ff. 501, 2 ff. 
502,42. 506,3. 507,7. 508,17. 
509,38. 616,39. 525,15. 531, 15 ff. 
532,3. 533,10. 540,6. 542,17. 
558,15. 562,22. 564,22. 566,9. 
569, 19 ff. 570,6. 571,24. 577,40. 

579.20. 584,9. 600,36. 602, 2 ff. 
603, 9. 28. 610, 13. 17. 613, 24. 

614.23. 620,15. 621,4. 624,10. 
628, 21. 632, 36. 634, 18. 635, 32. 

643.24. 669,38. 660,3. 663, 20 ff. 

665.5. 668,29. 670,39. 671,4. 
675,30. 676,18.26. 677,40. 678, 



by CiC 



IC 



3 ff. 681, 15 ff. 683,17.22. 684,23. 
685, 11 ff. 688, 16 22. 689, 1 ff. 
696,4. 703,37. 722,17. 727,39. 

729.31. 730,5. 732,14. 733,18. 
34. 734,15. 752,8. 754,1. 760,23. 
29. 781,19.25. 841,36. 845,22. 
852,2. 862,6. 865,11. 866,18. 
878,28. 881,18. 885,2. 

Regensburg, Burggr. Friedrich 186, 
32 504,21. 880,33. 881,2. 

— , Burggr. Heinrich 187,10. 505, 
27. 727,28. 881,5. — Dessen 
Gem. Bertha 727,28. 

— , Bistum u. Bischöfe 18,9. 56,6. 

162.15. 163,2. 184,18. 199,18. 
222,6. 362,1. 388,26. 402,17. 
421, 7 ff. 434,32. 465,31. 638,33. 
664,4. 677,19. 

— , B. Adelwinus (Adalwinus) 98, 
34. 857, 13. 

-, B. Albert I. 232, 3. 

— , B. Albertus II. Magnus 30,30. 

— , B. Baturicus 97, 16. 

— , B. Friedrich I., Burggr. v. Nürn - 
berg 321, 13. 

— , B. Friedrich v. Plankenfels 266, 
16. 807,4. 

— , B.Gaubald(Gaibald) 55,23. 72, 
25. 74,23. 76,45. 465,33. 853,25. 

— , B. Gebhard III. 112.2. 

-, B. Hartwich 179,31. 502,44. 
732 3. 

— , B.' Heinrich I., Gr. v. Wolfrats- 
hausen 162,35. 163,1. 167,18.23. 

169.32. 170,19. 203,13. 495,33. 
498, 34. 

— , B. Heinrich IL, Gr. v. Roten- 
eck 241,32. 768,32. 769,28. 

-, B. Heinrich IV. v. Absberg 278, 
11. 370,18 373,2.11. 376,9. 377, 
22. 378, 23. 560, 3. 6. 622, 9. 623, 

18. 624,6.34. 632,9. 902,3.14. 
— , B. Johann I. 595, 19. 

— , B.Johann II. Streitherger 274, 

19. 406, 28. 556, 26. 668, 10. 

— , B. Johann v. d. Pfalz 273, 23. 
— , B. Konrad (Kuno, Conradus) 

II. 186, 30. 187, 5. 220, 1. 5. 505, 

16. 880,31.49. 
— , B. Konrad IV. von Teisbach u. 

Frontenhausen 220, ü. 225, 6. 509, 

34. 36. 510, 35. 
— , B. Konrad V. v. Luppurg 255, 

31. 630,9. 
-, B. Leo 761,2. 763,10. 
_, B. Nikolaus 245, 34. 563, 18. 
— , B. Ruprecht I. v. d. Pfalz 280, 

24. 281,14.16. 383 34. 561,32. 

562. 16. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 990 — 



Regensburg, B. Ruprecht II. 7. d. 

Pfalz 278,9.10. 434.33. 560,1. 
— , B. Sigfried (Seyfrid) 226,17. 

511,33. 745,35. 746,10. 
— , B. Tuto 112,12. 

- , B. Ulrich 32, 38. 

-, B. Hl. Wolfgang 10,20. 30,29. 
37. 112,30. 131,27. 134, 27 ff. 
135,11. 156,18. 484,36. 491,28. 

586. 15. 

— , Abt Reginward zu St. Emmeram 

112, 1. 
— , Abt Ulrich zu St. Emmeram 

232, 1. 
— , Andreas v., Chorherr zu St. Mang 

6,15.28.30.39. 136,5. 218,1. 

228, 28. 359, 31. 512, 28. 
Regenstauf(Reng8tauff)240,10. 619, 

13. 760,27. 
Regilo, Kämmerer 187,15. 505,32. 

881,9. 
Regina (civitas) = Regensburg 853, 

25. 862, 6. 
Reginopolis - Regensburg 29,36. 
Reginpert, Gründer v. Scharnitz u. 

Schlehdorf 855, 23. 28. 
Reich, Bürger in Regensburg 321, 1 1. 
Reichenau (Augia) 102, 12. 106,30. 

472, 10. 475, 18. 664, 7. 
Reichenbach i. d. Oberpfalz 280,20. 

29. 296,12. 561,35. 576,35. 

— i. Schwarzwald 727, 21. 
Reichen eck (fälschlich : Reichenfeld; 

318.16. 584,26. 

Reichenhall (Hall, Hai) 51, 42. 153, 
17. 248,22. 331,20. 396,3. 400, 
27. 461,33. 490,33. 525,25. 643, 
20. 867, 4. 

Reichenkirchen (Richenkirchen) 879, 
12. 16. 

Reichenstein 274, 28. 556, 36. 

Reichertshausen (Richerhusen, Rieh« 
terhausen, Richerahwsen), Ber- 
thold v. 187, 17. 506, 1. 881, 12. 

Reichhaltiger 258,31. 

Reifferding (Rewferting) 606, 26. 

Reifferscheid (Rifferscheit), Gr. Peter 
551, 34. 

Reims 30, 22. 98, 10. 

Reinoldus 145, 10. 

Remigius, Hl. 30, 22. 80, 32. 

Rennertahofen (Renetthofen) 19, 23. 
20, 48. 

Repolmont s. Rupelmonde. 

Retzacher, Hans 551, 12. 

Reun (Rein, Runa), Kloster 720,28. 
842, 19. 

Reuss (RuBe), Fluss 778, 1. 

Reutlingen (Reitlingen) 665, 8. 



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Reysach (Reyspach) 345, 12. 599,31. 
Rhaeti (Rethi), Völkerschaft 21,34. 

26.34. 27,4.36. 28,34. 31,6.8. 
Rhaetien 25, 16. 24. 26, 30. 158, 30. 
Rhein, Strom 5,10. 23,21. 25, 19 

33.35. 26,4. 18. 28,2. 31, 10. 52, 
24. 77,27. 100,16.26. 104,21.40. 
138,2. 162,20. 166,29. 172,13. 
176,15. 193,5. 232,8. 238,28. 
239, 20. 242, 24. 28. 243, 21. 249, 
34.254,41. 259,33. 270,2. 285, 
27.33. 303,19.27. 309,35. 351, 
21. 364,8. 377,11.12. 384,5. 393, 
15.16. 398, 19 ff. 420,17.25. 427, 
6. 435,1. 464,20. 469,2.12. 518, 
34. 521,10.41. 526,24.33. 529, 

21. 532,39. 542,29. 546,28. 561, 
16. 569,30.34. 616,8. 635,30. 
647,7.11. 654,14. 657,5. 658,31. 
683, 30. 720, 4. 734, 22. 758, 7. 
763, 12. 765, 25. 768, 12. 19. 770, 

22. 771,30. 772,2. 777,31. 816, 
40. 820,11. 828,40. 835,44. 894, 
26. 895,34. 896, 14. 903,13. 905, 
27 ff. 906,3. 908,20.28. 912,24. 

Rheinau (Reinau) 768, 12. 
Rheinfelden (Reinfelden) 778,1. 
Rheingraf zu Stein, Johann 545, 12. 
Rheinstein (Reinstayn), Adelsge- 
schlecht 664,38. 
Rhense (Reynss) 546,29. 
Rhodus (Rodis) 381,32. 441,9.27. 

704, 13 ff. 
Rhone, Strom 103,41. 
Hl. Richard 73,24. 
Richenkirchen s. Reichenkirchen. 
Richkerespuch s. Oberbuch. 
Richolfus, Diaconus 87,33. 468,2. 
Ried 317, 12. 789, 14. 
— (Riede), Rudolf v. 187, 17. 505, 

34. 881, 11. 
Riedenburg (Rietenburg, Rietten- 

burg) 274, 19. 406, 29. 556, 25. 

668, 10. 
Riedheim (Riethaim) 442, 27. 
— , Ritter v. 442, 27. 705, 6. 
Rieger (Riegär), Wolfgang, Dekan 

zu St. Andreas in Freising 910, 18. 
Rieneck (Rineck), Gr. Philipp. Seine 

Gem. Amalia v. d. Pfalz 562,6. 
— , Gräfin v. 631,9. 
Ries (Recia) 349,48. 385,16. 530, 

11. 603,34. 636,14. 
Riespekh, Hartmann, Bürger zu 

Erding 566, 37. 
Rieti (Reate) 294,14 575,24. 
Rimel, Gräfin v. 631, 10. 
Rindsmaul (Ringsmaul), Ritter 289, 

6. 571,14. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 991 — 



ßingwirt, Dietrich, Gerichtschreiber 
zu Erding 566,25. 

Riperskircb, Herr zu 545,26. 

Risenberg, Wolfgang v. 912,8. 

Riss, Flu88 19,15. 

— , Veit Vogt v. 551,26. 

Ritrscbrer, Jörg 552, 14. 

Ritters werd s. Kottingswörth. 

Roberitz, Jörg v. 552, 11. • 

Rochperg, Charius v. 552,5. 

Rodis s. Rhodus. 

Röhrmoos (Rorenmos 1 ) 879, 20. 

Römer 18, 13. 21, 28. 22, 14 ff. 25, 
11. 26,20. 27, 2 ff. 28, 17.20. 29, 
lff. 31, 2 ff. 33, 27 ff. 34, 10 ff. 36, 
20. 38/.22. 39, 2 ff. 40, 2. 42, 3 ff. 
43,3. 45,25.41. 49,30.41. 50,8. 
68, 34. 69, 3 ff. 76, 2 ff. 77, 7. 90, 
7. 184,5. 449, 20 ff. 450, 8 ff. 451, 
7 ff. 454, 4 ff. 455,32.36. 456,3. 
460,6.9. 

Roggen bürg ;Rockenburg) 386, 8. 
636,39. 

Rohr (Ror) 14,3. 213,37. 214,1. 
443,20. 657,5. 845,25. 

— , Adalbert v. 214,3. 

Rokyzana (Rochezana, Rockozanus, 
de Rokazano, Rockenzandt), Jo- 
hann 370,3. 416,5. 674,25. 795, 

17. 816, 15. 24. 

Roland, Gr. 100,30. 101,6. 472,6. 
Rom, Stadt 11,29. 15,25. 21,27. 

22,13. 26,3.40. 32,1.20. 33,44. 

34,40. 38,33. 43,15.17. 45,26. 

30. 53,18. 56,20. 57,24. 61,9. 
66,21. 71, 8 ff. 72, 2 ff. 73, 26. 28. 
75,45. 76,35. 77,4. 87, 12 ff. 93, 

7. 97,6. 101,23. 103,39. 104,32. 
124,5. 132,12.20. 134,15. 140, 
14.20. 143, 25 ff. 152,16. 156,36. 
160,17. 163,19. 184, 5 ff. 195,9. 
198,8. 200,18. 208,30. 209,8.25. 
211,5. 223,4. 226,8. 233, 17 ff. 
247,16. 260,11. 276,24. 290,20. 
293, 7 ff. 294,35. 295, 11 ff. 297, 
4. 318,4. 352,5. 362,16.17. 370, 
1. 376, 23. 403, 14. 415, 7. 10. 
439,15. 447,22. 449,23. 451,25. 

452.3. 455,11. 460,6.7. 463, 32 ff. 
464,3.4. 466,37. 467,28. 468,10. 
472, 35. 475, 20. 476, 33. 36. 487, 

8. 488, 27. 491, 30. 492, 13. 496, 

18. 499,32.34. 500,21. 507,21. 
508,26. 510,9. 511,23. 514,40. 
524,29. 550,40. 559,1. 574,33. 
575, 10 ff. 676,24. 584,13. 590, 

31. 605,8. 614,40.41. 636,40. 

637.4. 645,24. 674,19.21. 677, 
28. 690,6. 702,30. 712, 9 ff. 717, 



jby Google 



8 ff. 719,6.15. 726,3. 805,11.33. 

842, 29. 32. 849, 16. 22. 850, 7. 

858,38. 865,16. 881,30. 911,3. 

913,38. 
Rom. Kg. Romulus 32, 7. 447,21. 
— , Kaiser (die oströmischen s. unter 

Byzanz) : 
— , Anastasius 42,6. 
— , Antonius 33,33. 
— , Carinus 851,20. 
— , Carus 36,18. 38,5. 60,33. 452, 

21. 851,19.33. 
— , Claudius 34, 41. 77, 3. 
— , Constancius 38, 26 ff. 
— , Constantinus 39,2. 69,8. 454,5. 
— , Decius 34,39. 452,2.4. 
— , Diocletianus 35,20. 38, 5 ff. 60, 

33. 452, 15. 453, 16. 851, 21. 
— , Galerius 38, 26 ff. 454,3. 
— , Gordianus 34,30. 451,16.19. 
— , Julianus 39, 2. 464, 5. 
— , Maxentius 38,34. 
— , Maximinianus 38,25. 453,16. 
— , Maximinus 34, 29. 30. 38, 30 

451, 16. 
— , Nero 26, 2. 6. 36, 10. 717, 21. 
— , Numerianus 851,21. 
— , Octavianus Augustus 4, 13. 5, 

12. 25.15.20.24. 27, 7 ff. 28, 3 ff. 

29, 22. 23. 31, 2. 33, 32. 449, 7. 

17. 450,lff. 451,11.— Seine Gem. 

Livia 29,21. 30,49. 
— , Pbilippus, Marcus Julius 7, 38. 

34,29.33. 35, 3 ff. 76,47. 451, 

15 ff. 452, 6. 19. 464, 10. - Seine 

Gemahlin Severa (Serena, Geno- 

veva) 76,50. 451,22. 464,13. - 

Sein Sohn Gaius Julius Satur- 

ninus Philippus 34, 34. 39. 35, 9. 

76,49. 451,24. 464,14.24.— Sein 

Sohn Quirinus s. Quirinus. 
— , Severus 38, 23 ff. 454, 1 ff. 
~, Tiberius 4,13. 24,22.25. 27,27. 

28,3.8. 29,9.21. 30,46.49. 31, 

3 ff. 450, 2 ff. 453,23. 
— , Valentinianus 172, 10. 
— , Päpste: 
— , Adrian I. 32,12. 67,21. 87,13. 

31. 91, 24. 466, 37. 467, 1 ff. 468, 

16. 855, 28. 
— , Adrian IV. 175,45. 500,21. 
-, Alexander I. 61,8. 62,21.28. 
— , Alexander III. 184, 29. 200, 

18 ff. 503,35. 507,22.26. 738,39. 

739, 2ff. 
-, Alexander IV. 232,29. 514,32. 
— , Alexander V. 260,36. 
-, Alexander VI. 6, 9. 278, 14. 

434,22. 560,7. 690,2. 910,21.34. 

Original from 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 992 — 



Rom, Benedikt VIII. 11,31. 140,14. 

144,38. 145,3. 485,2. 488,16. 

21. 489,21. 
-, Benedikt XII. 15, 27. 250, 14. 

291,16. 297,28.31. 298,1. 301, 

23. 526, 37. 577, 15 ff. 579, 25. 

890 22. 
- , Benedikt XIII. 260, 35. 262, 4. 

536, 15. 889, 22. 895, 20. 
— , Bonifatius VIII. 772,37.40. 

832, 34. 
-, Bonifatius IX. 260,8.11. 403, 

14. 532,41. 533,4. 893,28.30. 
-, Calixtus I. 77,4. 
-, Calixtus IL 195,10.13. 203,2. 

507,3. 
— , Calixtus III., Gegenpapst Ale- 
xanders III. (vorher Abt Johannes 

von Struma) 184,33. 
— , Calixtus III. 562, 18. 809, 38. 

816, 32. 
— , Clemens III. 158, 24. 493, 12. 
— , Clemens IV. 233, 17. 
-, Clemens V. 253,6.14. 529,4. 

768,21. 
— , Clemens VI. 301,24. 302,4.22. 

350, 26. 579, 25. 28. 890, 2. 22. 
— , Clemens VII. 891, 31. 
— , Cornelius 62,26. 
- , Dousdedit 48, 17. 80, 27. 
— , Eugenius III. 152, 17. 
— , Eugenius IV. 262,39. 895,3. 
— , Fabianus 77, 1. 
— , Felix V. (Hrz. Amadeus VIII. 

v. Savoyen) 262,37.39. 361,9. 

407, 4. 536, 1. 537, 26. 27. 614, 6. 

897, 9. 14. 
— , Formosus (Vormosius) 107,47. 

476, 32. 
— , Gregor d. Gr. 8,14.16. 13,29. 

45, 27 ff. 46, 2 ff. 47,10. 62,23. 

209, 6 ff. 211,31. 460, 8 ff. 
-, Gregor II. 58,26. 65,20. 70, 

22.32.36. 71,6. 849,16. 850,6. 
— , Gregor III. 65,40. 71, 7 ff. 72, 

6. 73, 29. 
— , Gregor IV. 858, 39. 
— , Gregor V. 714,10. 865,8. 
— , Gregor VII. 158, 19. 160, 26. 

493, 10 ff. 
-, Gregor IX. 204,39. 206,4. 225, 

16. 511,8. 512,6. 745,37. 
-, Gregor X. 330,9. 517,22. 
-, Gregor XI. 891, 16. 
— , Gregor XII. 260, 35 ff. 261,29. 

535, 3. 895, 20. 
— , Honorius II. 219, 11. 
— , Honorius III. 223, 6. 510, 15. 



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Born, InnooenzII. 163,19. 164,1.4. 

195,17.23. 198,9. 211,5. 496,18. 

25. 508,27. 721,41. 871,30. 
— , Innocenz III. 373, 15. 622, 18. 
— , Innocenz IV. 230, 3 232, 10. 

18. 513, 22. 514, 1. 
— , Innocenz VIII. 384,16. 386.15. 

393,29. 637,4. 641,43. 726,1. 

840, 41. 908, 16. 
— , Johann VIII. 474, 15. 
— , Johann XIII. 131,28. 
— , Johann XX. 202, 22. 
-, Johann XXII. 15,27. 290,23. 

29. 291,13. 292,18. 294,1 ff. 295, 

7. 296,19.23. 297,24.25. 298,28. 
573,23. 574, 13. 575, 33. 577, 12. 
888,28. 890,21. 

— , Johann XXIII. 261,24. 262,1. 

536,6. 828,34. 894, 16. 895,12.20. 
— , Leo III. 32,13. 101,23. 472,2. 
— , Leo IX. 10,20. 112,24.27. 156, 

17. 209,30. 211,31. 491,27. 
- , Lucius III. 188, 7. 883, 15. 
— , Martin V. 261,31. 324,16. 326, 

30. 536,12. 587,36. 590,32. 895, 
21.30. 

— , Nikolaus V., Gegenpapst 294, 

8. 295, 2. 575, 24. 25. 577, 7 ff. 
— , Nikolaus V. 212, 35. 213, 5. 

264,8. 352,6. 362,16.24. 537,29. 

540,28. 605,9 (irrtümlich IV.). 

614,39. 672,21. 805,10.35. 806,4. 
-, Paschalis I. 103, 12. 472, 35. 
— , Paschalis IL 160, 18. 195, 5. 

494,33. 507,4. 
— , Paschalis III. (vorher B. Guido 

[Bido] von Crema) 184,32. 
— , Paul IL 415,8.14 416,26. 417, 

2. 674, 19. 23. 899, 37. 901, 3. 
-, PiusII. (Enea Silvio) 5.29.30. 

42. 6,20. 31,82. 278,29. 560,23. 

808,45. 832,29. 833,11. 906, 11. 
-, Pius V. 914, 42. 
— , Sergius IL 103, 36. 473, 6. 
— , Sixtus (IL) 36, 43. 452, 18. 
-, Sixtus IV. 270,23 375,23. 419, 

17.31. 420,6. 421,1. 422,13.543, 

8. 899,32. 901,3.15. 902,34. 903, 

32. 904 23. 
— , Stephan II. 70, 4. 9. 78, 19. 
— , Stephan IX. (vorher Friedrich, 

Kanzler Papst Leos IX.) 112, 32. 
— , Symmachus (Simaohus) 80, 33. 
— , Urban IL 159, 19. 
— , Urban IV. 232,31. 
-, Urban VI. 333,29. 790,8. 891,28. 
— , Viktor IV. (vorher Kardinal 

Oktavian) 184,32. 200,16. 739,3. 

Original from 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



— 993 - 



R ?? , o? ac irtf 66 ' 22 - 68 ' 2 - 7 W 

— , Kardinales, unter dereu Namen 
Romagna (Roniandiola) 233, 13. 
Romberg 77,35. 
Roncaglia (Runcialle) 174, 1. 
Roncesvalles (Runcivallis, Runczi- 

val) 100,30. 101,8. 472,7. 
Roning (Rayng), Heinrich v. 213, 40. 

t oVÜSF ( Äunae8l >erc), Gottfried v. 
183, 25. 

Roracher, Bernhard 551,4. 

Rorbeck v. Rorbach, Pfleger zu 

Ingolstadt 317,22. 584,6. 
-, Burkhard v. 214,30. 436,28. 

437,15. 439,7. 699,37. 700,24. 

• Uö, iy. 

— , Sigmund 387,8. 637,35. 
— , Wigislaus 893,23. 

"«AU 3S7 ' 28 - 436 ' 42 - 

Rorenmos s. Röhrmoos. 
Rornicher, Kaspar 552,19. 
Rosariol (Kazari, statt: Razari) 
870, 19. ^^ 

Rosenberg i. Opf. 318, 16. 584, 26. 
— , böhmisches Adelsgeschlecht (Ro- 

senses) 807,2. 
— , Christoph v. 551, 30. 
— , Georg v. 390,38. 392,3. 640, 

6. 641,8. 655,7. 14. 657,39. 658, 

2 ff. 660,13.19. 696,28. 697,16. 
— , Heinrich v. (Rosensis) 806,38. 
— , Meinhard (Mainardusi v (Ro- 
sensis) 796, 34. 
— , Ulrich v. (Rosensis) 410,20. 

671,24. 796,35. 
— , Wocho v. 239, 39. 240, 2. 758 

26. 30. ' ' 

-, Zinil v. 239,1. 758,30. 
Rosenheim (Rosenhaym) 389, 2. 

665, 14. 
Rosental, Ulrich v. 240,3. 758 31 
Roßstall (Rostal) bei Nürnberg 432 

5 ff. ' 

Rot (Rota). Nebenfluss der Amper 

19,33. 20,39. ^ 

Rotberg, Adelige v. 821, 21. 
Rotenburg (Rottenberg) i. d. Schweiz 

823, 9. 

~.l R< ^ Ilburg ) °- T - 34 M7. 489, 
18.603,34.665,10. 

Roteneck 349,27. 603,22. 

Roten f eis (Roten vel£) in Obersteier- 
mark 892,25. 897,24. 

Rotensala (Ratenslaa) = Salletwald 
bei Peuerbach 176, 44. 

Quellen u. Erörterungen N. F. IIL 

Digiiized by OOOQ 



Roth, Nebenfluss der Donau in 
Bayern 20,27. 

— (Rota), Nebenfluss der Donau 
in Württemberg 19, 16. 20,25. 

— (Rot) am Sand 365,25. 366,13 
34. 617,8.27. 618,8. 

Rott (Rota), Nebenfluss des Inns 
19,41. 20,12.41. 

— (Rot) am Inn 79, 14. 84, 33. 
Rottal 362,30. 377,34. 611,24, 

615,5.631,28. 
Rottenburg (Rotenburch) a. Neckar 
öyUj y. 

— am Neckar, Gr. Friedrich 174, 
17. Seine Gem. Adelheid 174, 17. 

— , Gr. Friedrich (II.) 174, 26. Seine 
Gem. Adelheid 174,26. 

— ( Ratenberg, Rotnberg) in Tirol, 
Heinrich v. 336, 8 ff. 337, 4 ff 
338,1 ff. 824,25. 825, 4 ff. 826 
7 ff. 827,6ff. - Sein Vater Hein- 
rich 336,8. 

Rotterdam (Roterdam) 324,31. 588, 

15. 
Rottweil (Rotweyl) 665, 7 
Rotwald (Rotbalt) 81, 15. 
Rotzenhausen, Jörg Denss v. 552,1 
— , Ludman v. 552,2. 
Roveredo (Roforedum) 834, 16. 835, 

34. 

Rozgon, Sebastian v. 815, 21. 
Rudifing (Hrodolvinga, Putelnpach) 
854, 21. 

Rudnich (Rudinche), Hertwich (Hert- 

nicus) v. 725,7. 
Rudolf, Notar 187,10. 505.27 

881,4. ' 

Rueshaymer, Johannes 333, 21. 
Ruespach 891,4. 
Rufinus (Ruffinus), Kirchenschrift- 

steller 36, 12. 
Rugier 33, 38. 

— , Kg. Odoaker 34,11. 41,4. 
Rumesberc s. Ronsberg. 
Runa s. Reun. 
Runcialle s. Roncaglia. 
Runcivallis s. Roncesvalles. 
Runkel (Runckl), Grafen v. 664, 30. 
Rupelmonde (Repolmont) 328,32. 

Hl. Rupert 8, 21. 25. 48, 13 ff. 49. 

4. 50,10ff. 51,6ff. 70,29. 78,22. 

80,26. 84,9. 130,27.32. 461, 3 ff. 

466,4.6.470,1. 
Ruse 8. Reuss. 

Russland (Ruscia, Rusia, Reussen) 
244,27. 523,3. 648,22. 748,16. 
765, 9. 

tl fwfcn 
UNIVERSITY OF MICHIGAN 



e 



— 994 



RuBsland, Kg. Romanus 748,15. 28. 
756,2. 759,37. — Seine Gem. 
Gertrud s. unter Oesterreich, 
Hrz. Hermann v. Baden. 

Saalach (Sala, Sal), Fluss 153, 21. 
461,24. 490,33 (irrig Salcza). 
911,25. 

Saarbrücken (Sarrbrückg) 280, 1. 
561, 18. 

Sabaeer 50, 30. 

Sabina 200,19.22. 507,23. 

Sabona s. Seben. 

Sachsen 12,38.41. 13,3. 18,16. 32, 
10.19.34. 42,14. 68,24. 70,25. 
75,11. 88,22. 98,3. 104,24.44. 
106,12. 107,9. 115,2. 121,30. 
123, 2 ff. 124,26. 126.42. 157, 
10 ff. 158,18. 162,10. 164,23.28. 
165,3.6. 166,2.3. 168,12. 174, 
27.31. 175,12ff. 180,13. 185,38. 
228,14.24. 236,22. 256, 13 ff. 259, 
31.43. 272,3. 388,24. 468,32 
473,25.35. 474,20 476,4. 481, 
18. 482,20. 492,18. 493,25. 495, 
17. 497, 9 ff. 498,19. 500,2.18. 
. 505,5. 530, 24 ff 532,16. 544,33. 
568,24. 638,32. 718,30. 729,9. 

10. 742,10. 750,7. 764,28. 765, 
7. 780, 7. 816, 40. 878, 17. 18. 

— , Hrz. Albrecht der Bär 164, 24 ff. 

185,36 (irrtümlich: Heinrich). 

199, 12. 505, 2. 
- , Hrz. Albrecht II. 768, 3. — Seine 

Gem. Agnes 768,3. 
— , Hrz. Albrecht d. Beherzte 270, 

11. 272,10. 370,23. 381,18. 418, 
21. 439,31. 542,37. 547,17.44. 
548, 38. 549, 12. 652, 10. 554, 20. 
628,11. 664,12. 675,33. 703,3. 
833, 31. 

— , Hrz. Bernhard von Anhalt 185, 
35 (irrtümlich: Albertus). 47. 
505, 1. 

— , Hrz. Bruno 115,30. 

-, Kurf. Ernst I. 272,11. 273,8. 
370,22. 413,1. 546,25.36. 547, 
16.45. 548,33.45. 549,16. 550, 
51. 552,3.46. 553, 26 ff. 554,17. 
628,6. 11. 664, 11. 673,1. - Seine 
Gem. Elisabeth v. Bayern-Mün- 
chen 411,23. 412,28. 413,1.6. 
672 10. 

'-, Kurf. Friedrich I. 791,31. 

— , Kurf. Friedrich II. der Sanft- 
mütige 363, 8. 615, 15. 793, 4. 
795, 38. 796, 11. — Seine Gem. 
Margarete v. Österreich 363,9. 



by CiC 



IC 



375.7. 615,15. 628,5. 630,28. 
842, 20. 

— , Kutf. Friedrich d. Weise 272, 
12. 413,2. 433,22. 441,1. 14. 

704.8. 26. 

— , Hrz. Georg d. Bärtige 845, 27. 
— , Hrz. Heinrich d. Löwe s. unter 

Bayern, Hrz. Heinrich XII. 
— , Landgr. Hermann s. Thüringen, 

Landgr. Ludwig V. 
— , Hrz. Johann v. Lauenburg 283, 

15. 284 6. 
— , Kurf.' Johann d. Beständige 

272 12 413 5. 

— , Hrz. Liudolf (Leutolf) 115,30. 

— , Hrz. Magnus (Magino, Magio) 

161, 7. 199, 3. 11. 201, 19. - Seine 

Gem. Sophia 161, 7. 199, 4 ff. 

— , Hrz. Otto d. Erlauchte 115, 30. 

116,36. 478,19. 713,41. 
— , Hrz. Rudolf v. Wittenberg 

284,8. 
— , Hrz. Wilhelm III. d. Tapfere, 
Landgr. v. Thüringen 366, 1. 10. 
371,10. 617,16. 25. 664,12. 798, 
36. 807, 27. — Seine 1. Gem. Anna 
v. Österreich 798, 35 (hier irrtüm- 
lich: Elisabeth). 
Sachsengang (Sahsonagane, Sach- 
sonegank), Donauinsel 146, 3. 
488, 13. 866, 15. 
Säldental s. Seligental. 
Saerenten (in der Quelle : Saren- 
tein; verschriebene Form von: 
Kaernthen ?) 256, 8. 
Sagan s. Schlesien-Sagan. 
Sager s. Zagoria. 
Sal, Sala s. Saalach. 
Salerno 493, 20. 
Sallenau (Salenaw) 741, 24. 
Salletwald s. Rotensala. 
Sallustius 42. 21. 
Salm, Gr. Jakob 664, 36. 
— , Gr. Johann 664, 36. 
Salmannsweiler (Salmansbeyl)664,8. 
Salona, B. Johann 902, 30. 
— , B. Ulrich 914, 5. 15. 
Salz (Salce) 864, 3. 
Salzach (Juvarus, Saltzaha). Fluss 

50,1. 11. 461,25. 
Salzachgau, Salzburggau, Salzgau 

(Saltzgowe) 868, 29. 
Salzburg, Stadt (Juvavia, Juvavum, 
Petena, Hadriana, Helfenburg) 
8, 23. 11, 5. 33, 31. 33. 41, 17. 
49, 14 ff. 50, 2 ff. 51, 17. 72, 23. 
78, 20 ff. 79, 6 ff 130,2 ff. 132,17. 
171,22. 183,40. 214,20. 248,24. 
305, 18. 330, 31. 345, 36. 380, 26. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 995 — 



382,11. 384,22. 461,7 ff. 461,21. 
478,23. 483,26. 525,26. 593,19. 
600,1. 610,31. 760,23. 857,11. 
901,20. 906,10. 910,28. 911,23. 
26. 

Salzburg, Erzbistum u. Erzbischöfe 
18,8. 51,2. 78,13. 16. 83,6. 108, 

18. 135,42. 210,42. 401,21. 402, 

19. 465,31. 466,3.476,17.488,6. 

531.15. 566,41. 583,37. 664,2. 
718,8. 761,5. 770,5. 845,25. 
893, 28. 

- , Eb. Albrecht v. Böhmen 200, 
24. 33. 507, 26. 32. 728,2. 

— , B. Ansolongus 50,33. 

— , Eb. Arno (Arnon) 50,20. 87, 
39. 101,24. 468,11. 472,2. 856, 
19. 21. 857, 12. 

— , Eb. Bernhard v. Rohr 17, 3. 

370.16. 371,1. 10. 375,13. 28. 
376, 2 ff. 377,15. 378,18. 382,11. 
384,11. 622,8. 623,18. 38. 624, 
6 ff. 625,30. 627,37. 632,5. 634, 
5. 635,33. 901,19. 902,2. 14. 

— , Eb. Eberhard I. von Biburg 
179,30. 214,7. 9. 502,29. 732,1. 
738, 38. — Seine Mutter Berchta 
214,15. 

— , Eb. Eberhard II. von Regens- 
burg226,16. 511,31. 743,6. 745, 
35. 750, 4. 753, 16. 

— , Eb. Eberhard III. v. Neuhaus 
(Newnhawser) 826, 41. 829, 8. 
893, 29. 

— , ß. Ezzius (Ezius) 50,33. 

— , B. Flobargisus (Flobirgisus) 
50,34. 

— , Eb. Friedrich III. 287, 1. 563, 
5. 17. 564,28. 37. 570,9. 13. 
782, 1. 

— , Eb. Friedrich IV. (hier irrtüm- 
lich Sigismund) 363,13. 

— , Eb. Friedrich V. v. Schaum- 
burg 909, 10. 

— , Eb. Gebhard 50, 20. 130, 35. 
40. 131, 2. 

— , Eb. Hartwich 130,24. 131,4. 

— , Eb. Herold (Herolfus) 11,6. 
130,10. 24. 131,8. 483,21. 

— , Johannes 50,35. 72,23. 74,24. 

. 76,45. 465,32. 853,22. 

— , Eb. Johann Peckenschlager, 
vorher Eb. v. Grau 17,3. 376, 
16. 382. 10. 384, 13 ff. 385, 32. 
634,3. 636,1. 834,1. 

— , Eb. Konrad I. von Abensberg 
160,7. 214,13. 18. 723,26. 41. 
724, 1. 39. 



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Salzburg, Eb. Konrad II. v. Oster- 
reich 179, 30. 502, 30. 732, 2. 

738, 35. 872, 49. 
— , Eb. Konrad III. v. Witteisbach 

s. unter Mainz. 
— , Eb. Konrad IV. v. Vonstorf 

247,16. 20. 524,30. 769,21. 770, 

14. 773, 5. 775, 10. 
— , Eb. Leonhard v. Keutschach 

(Keyschacher) 912, 2. 
-, Eb. Ortolf v. Weisseneck 317, 

9. 789,11. 
— , Eb. Piligrim von Puchbeim 257, 

8. 23. 334,1. 357,23. 27. 610, 

13 ff. 
— , Eb. Rudolf v. Hoheneck 241, 

20. 247,15. 520,20. 524,28. 765, 

26. 768,31. 35. 
— , B. Hl. Rupert s. Rupert. 
— , B. Savolus 50,33. 
-, Eb. Sigismund v. Volkerstorf 

363, 13. 29. 615. 21. 35. 807, 3. 

911,22. 29. 
-, Eb. Thiemo (Themo) 159, 31. 

160, 6. 494, 8. 17. 720, 17. 
-, B. Hl. Virgillus 9,17. 38. 50, 

18. 36. 77,33. 78, 6 ff. 79,4. 8. 

82,10. 15. 83, 8 ff. 84,11. 86,45. 

93, 9. 108, 30. 200, 27. 466, 2. 4. 

470, 8. 507, 29. 
— , B.Hl.Vitalis 50,18. 31. 51,30. 
Salzburggau, Salzgau s. Salzachgau. 
Samaria 171, 5. 
Samuel, Bürger zu Prag 416, 7. 

674,26. 
Sanagasen, Gr. Görg 664,33. 
-, Gr. Wilhelm 664, 34. 
Saudizeil (Sanacell), Herren v. 

198, 20. 

— (Sanaceller), Moriz v. 437,5. 
700, 14. 

— (de Sandicellis, Sanaceller), 
Wolfgang v. 907,10. 911,13. 

Sandolfus 99, 16. 

Sanguinus 160,4. 494,20. 720,22. 

Sanseverino, Anton v. 835, 2 ff. 

— (Sansaverinas), Robert v. 834. 
34. 39. 835, 1 ff. 838, 3. 22. 

Sarching (Särching) 609, 5. 

Sardanapal 803. 27. 

Sardinien 181, 15. 

-, Kg. Heinrich 727,9. 

Sardis 44, 36. 459, 18. 

Sarmaten 33,37. 

Sarno 813,26. 

Sarrazenen 140, 18. 23. 159, 30. 

160,3. 223,13 ff. 224,9ff. 232,32. 

494,19. 720.21. 735,8. 740,2. 

742,28. 34. 744,2. 

63* 

Original from 

UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 996 



Sarwerden, Gr. Hans 436,16. 699,32. 
Sasar, Franz v. 551 , 29. 
Satelpoger, Adelsgeschlecht 366, 27. 
427,29. 431,33. 618,1. 681,33. 
688,6. 
Satlern s. Frauensattling. 
Saulburg (Saulberg) 329, 21. 409, 1. 

669, 25. 
Save (Savus), Fluss 810, 7. 37. 
Savoyen (Sabaudia, Subaudia, So- 

foy, Sophia) 326,33. 536,5. 690, 

36. 626,9. 818,16. 
— , Gr. Amadeus 261,14. 635,32. 
— , Hrz. Amadeus VIII. s. unter 

Bom, Papst Felix V. 
— , Hrz. Amadeus IX. 371,13. 
Sayn (Seine), Gr. Gerhard 545, 15. 
— (Seyn),* Gr. Otto 664,25. 
Scafelensemonasterium s. Staffelsee. 
Scala, Bartholomäus della 896,6. 

897, 4. 
— , Bruno (Bronorius, Grimorius) 

della 896,5. 26. 
— , Johann della, Herr v. Verona 

(Peren) u. Vicenza 367,27. 377, 

8. 618,33. 624,27. 629,27. — 

Dessen Gem. 631, 17. 
— , Johann d. J. 647,14. 20. 
— , Mastino II. della 298,5. 
— , Nicodemus della, s. Freising, 

B. Nicodemus. 
-, Paulus della 896,6. 
Scalae 838,29. 
Scaldus s. Scheide. 
Scaralowa s. Scharlau. 
Scarica s. Scharnitz. 
Schadroiss, Jörg 552, 15. 
Scbäffolsheim (Schafftlczhoven) 285, 

35 569,38. 
Schäfftenberg, Bernhard v. 387, 17. 

638,5. 
Schäftlarn (Sceftilare, Sceftlarn) 61, 

34. 165,42. 498,15. 736,26. 855, 

11. 863, 5. 
— , Propst Heinrich 880,4. 
Schärding (Scharding, Scherding) 

20,11. 225,5. 248,22. 329,26. 

346,27. 347,38.40. 349,24. 350,4. 

389, 20. \525, 23. 600, 34. 602, 13. 

14. 603,17. 639,6. 657,32. 671,2. 

697,24. 712,20. 762,28. 
Schaffhausen (Schaffhusen) 371, 18. 

665, 18. 768, 19. 
Schala, Grafschaft 721, 17. 
— , Gr. Sighard II. v. Scharsach 

721, 16. 
Schambeck, Jörg 436, 37. 700, 7. 
— , Pfleger in Haidau 428,1. 681,86. 



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Schamphonia s. Schoonhoven. 
Scharffeneck (Scharffneck), Herr zu 

545,11. 
Scharlau (Scaralowa) 865, 27. 
Scharnitz (Scarica, Schernitz) 855, 

24. 906,7. 
Scharsach s. unter Schala. 
Scharsacher,Vinzenz, Bürgermeister 

zu Landshut 659, 19. 
Schaunberg (Schomberg), Burg 

790,11. 

— ^Schawnberg, Schaunburg), 
Grafen v. 626,3. 

-, Gr. Friedrich 629, 21. 
-, Gr. Heinrich 790, 12. 
— , Gr. Jörg 629,22. 
— , Gr. Sigmund 629, 19. 

— (Schawnberg, Schawnburg), Gr. 
Wolfgang 368,9. 619,9. 629,20. 

Schbindach s. Schwindau. 
Schechnun, Ibis v. 239, 41. 758, 28. 
Scheftaler, Hauptmann 394, 18. 428, 

16. 642, 14. 682, 10. 
Scheide (Scaldus) 103,41. 
Schellenberg, Heinrich v. 821,28. 
Scheller, N., Ritter 911,33. 
Schenberg, Heinrich v. 552, 6. 
— , Jakob v. 552, 6. 
— , Ludwig v. 552,7. 
Schenk, Dr. Andreas 552,24. 
— , Friedrich 640,7. 
— , Kaspar 391,2. 640,8. 

— v.Ellnpogen,Ulrich240,l. 758,29. 

— v. Erbacb, Erasmus lAsmus) 
545,28. 551,46. 

— , Philipp 630, 4. 

— v. Hausbach 756, 14. 

_ v. Landeck, Anton 437,4. 700,11. 

— v. Limpurg, Albrecht 629, 9. 

, Christoph 645,26. 552,22. 

, Friedrich 545,28. 551,47. 

— v. Schweinsberg (Schwinsberg), 
Johann 551,37. 

, Konrad 551,38. 

— v. Schenkstein, Fritz 619,38. 

— (Pincerna)v. Winterstädten (Win- 
steten) 745,28. 

Schememel s. Tscbernemi. 

Scheuring (Scheyring), B.-A. Lands- 
berg a. L 210, 31. 

Scheyern (Scheuren, Schiren, Schey- 
ren), Burg u . Kloster 114,1. 120, 
34. 121,11. 129,20.25. 189,28. 
190,11.16. 191, 9ff. 192,26. 193, 
28 ff. 196,9. 213,10. 215,6.30. 
225,26. 226,21. 230,31. 236,8. 13. 
847,16. 439,8. 480,30. 607,39. 
508,32. 511, 18.81. 512,4. 514,16. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 997 — 



617, 11. 12. 601, 16. 658, 29. 672, 

23. 702,20. 
Scheyern, Grafen v. 13, 14. 15. 16. 

19.23. 114,25. 115,10. 129,17. 

189,2. 190, 2 ff. 192, 19 ff. 193, 

3 ff. 215,2.27. 216, 16 ff. 217,20. 

236, 12. 483,9. 506, 25 ff. 508,35. 

36. 517, 13. 
— , Hrz. Arnold, Arnulf s. unter 

Bayern, Hrz. Arnulf. 
— , Pfalzgr. Arnulf, des Vorigen 

Sohn 121, 15. 124, 24. 32. 125,14. 

18. 191,1.4. 201,12. 480,33. 481, 

19 ff. 482,3. 
— , Gr. Bernhard 194,3.11. 201,17. 
— , Hrz. Berthold s. unter Bayern. 
— , Gr.Eckhardl. 191,8.23. 201,12. 
— , Gr. Eckhard II. 194, 3. 199,13. 

201,17. 
— , Gr. Eckhard III., Vogt von 

Freising, gen. Bundschuh (Punt- 

schuech) 194,7.12. 22. 201,26. 
— , Gr. Ekharus 193, 10. 
— , Pfalzgr. Hermann 121,16. 125,4. 

191,2. 201,12. 480,33. 481,35. 
-, Gr. Otto I. 193, 10. 
— , Gr. Otto II. 193, 12ff. 194,3. 

201, 14. — Seine Gem. Hatziga 

194,1.4. 201,14. 
-, Gr. Otto III. 194,3.7. 201,17. 

— Seine Gem. Agnes 194,9. 195, 
21. 201,20. 

-, Gr. Otto IV.- VII. s. unter 

Witteisbach. 
— , Gr. Wernherl. (Weren her, auch 

Otto) 129,25.26. 191,8. 192,22. 

27. 201,12. 483, 12 ff. 
- , Gr. Wernher II. 194, 8. 201,26. 

— Seine Gem. Beatrix 201,27. 
— , Abt Baldemar (Baltmarus) 880, 4 
— , Abt Paul 914. 7. 17. 
Schilbatz (Schylbacz), Johann 391, 

3.32. (WO, 9. 34. 
Schiltaw s. Nikopolis. 
Schiria s. Scheyern. 
Schiandersberg (Slandersperg), 

Peter v. 821, 32. 
Schlavonia s. Slavonien. 
Schlehdorf (Siechdorf, Schlechdorf, 

Schlehedorff) 9,8. 66,15. 67,11. 

13. 16. 463, 12. 855, 26. 
— , Abt Atto 67, 22. 855, 29. 
SchJeinitz(Sleuntz), Kraf t(Chraf toj y. 

759, 25. 
Schlesien, Schlesier 364,8. 523,3. 

616,8. 764,29. 765,7. 794,7. 796, 

20. 21. 799, 16. «01, 1. 809, 12; 

816,40. 



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Schlesien, Hrz. jHeinrich I. d. Bärtige 
207,24. 26. - Seine Gem. Hl. Hed- 
wig 13,28. 204,24. 207, 19 ff. 
208,3. — Seine Tochter Gerdrudis 

208. 12. 

— Breslau, Hrz. Heinrich VI. — 
Seine Gem. Anna v. Oesterreich 
778, 32. 

— - Brieg, Hrz. Ludwig I. 319, 24. 
585,13. 

— - Glogau, Hrz. Konrad II. 235, 
19. 517, 4. 

— Liegnitz, Hrz. Johann II. 401,15. 

— Sagan (Saga), Hrz. Johann II. 
416, 10. 674, 27. 

Schleswig (Slesbig), Bistum 664,6. 
Schlettstadt (Schleczstat, Sleczstatt) 

263,7. 538,6. 665,13. 
Schlick, Heinrich 897, 16 ff. 
Schliersee (Sliersee, Sliers, Slierseo) 

61,35. 166,1. 434,23. 498,15. 

692,15. 736,34. 855,18.22. 910,22. 
— , Abt Berthold (Perchtold) 855,20. 
Schliwitz (Schlibicz), Dietrich v. 

552. 13. 

— , Huboit v. 552,49. 
Schmatzhausen (Smuteshusin), 

Adalram v. 871, 6. 
Schmidelfeld (Smidereld), Konrad v. 

745,29. 
Schmiechen (Schmichen, Schmihen), 

Stephan v. 258,29. 
— , Wolfgang v. 436, 37. 700, 2. 
Schmutter, Eluss 19, 21. 20, 31. 
Schneckenhofen 646, 44. 
Schneeberg (Mons Nivis) 711,21. 
Schnitzenbamer, Andreas 551, 14. 
Schönau bei Heidelberg 227,20.26. 

228,5. 
-, Johann v. 821,23. 
Schönberg (Sconinberg) bei Dachau 

860, 13. 
- in Niederbayern 329,21. 408, 

33. 669,25. 
— , österr. Adelsgeschlecht 728,24. 
-, Hans v. 551, 27. 
Schönenberg, Kaspar v. 552,12. 
Schönfeld s. Niederschönenfeld. 
Schönpuechler, Richter in Kranz- 
berg 372,8. 
Schönstein, Albert r. 246, 4. 
Schöntal (Vallis speciosa) i. Opf. 

334 9. 
Hl. Scholastika 142,12.15. 
Schomberg s. Schaunberg. 
Schonberg, Ernst v. 629,35. 
Schongau 435,12. 439,26. 440,31. 

442,5. 702,40. 703,34. 704,21. 
Schönstem, Patt v. 620,3. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



998 



Schoonhoren (Schamphonia, Stain- 

haim, verlesen aas : Scoenhavia ; 

Statnhaim) 326,21. 327,30. 590, 

23. 591,36. 
Schotten 78,25. 79,3. 93, 4 ff. 99, 

26. 470,35. 729,27. 732,27. 733, 

3. 6. 743, 10. 749, 14. 756, 14. 
Schottland 85,12. 714,25. 
— , Kg. Tonatus 93, 10. — Dessen 

Sohn Elimor 93, 11. 
Schratt, Jörg 551,9. 
Schrenck, Vinzenz , Domherr zu 

Freising 691, 20. 
Schutter (Schutterus), Fluss 19,26. 
Schwabeck (Swabeck) 443,1. 705,19. 
Schwaben (Alemannen , Alemannien) 

12,17. 18,14. 19,1. 25,12. 37,14. 

42,14. 44,25. 68,25.28. 69,37. 

41. 72,5. 73,24. 97,20. 98,2. 

101,17. 106,8. 107,8. 115,2.116, 

38. 121,29. 123,2. 125,27. 127, 

2.22. 157,36. 158, 3 ff. 164,31. 

166.28. 184,1. 185,10. 189,26. 
230,14.16. 231,4. 232,25. 255,17. 

284.29. 287,7. 289,32. 303,27. 
331,23. 344,22. 367,16. 368,24. 
26. 386,4. 388,18. 389,4. 393,9. 

408.3. 428,22. 429,31. 440,17. 
442,30.33. 453,12. 468,29.471,4. 
473,36. 474,14.21. 475,8.25. 

476.4. 478,10. 482,22. 492,28. 
493,25. 504, 11 ff. 508,31. 513,36. 
514,19. 569,3. 570,19. 594,13.25. 
598,35. 599,30. 618,23. 636,33. 

637.5. 638,37. 641,28. 647,7. 

682.16. 684,34. 688,37. 715,35. 
719,9ff 727,20. 763,12. 765,25. 

766.17. 767,8. 769,9.20. 773,23. 
777.8. 779,12. 782,5. 785,32. 
789,39. 820,11. ^24,20. 834,15. 
835,5. 842,31. 849,23. 890,7. 
905 4. 

— , Hrz. Burkhard 118,9. 126, 12. 
127,22. 

— , Hrz. Ernst d. Ä., Sohn Mkgr. 
Heinrichs I. v. d. Ostmark 715, 
7 ff. 718,38. 719,13. — Seine 
Gem. Gisela a, unter Deutsch- 
land, Eg. Konrad II. 

— , Hrz. Ernst d. J., des Vorigen 
Sohn 173,16. 226,30. 227,1.715, 
37. 718,38. 719,4 ff. 

-, Hrz. Friedrich I. 722,21. 726, 
11. 727,11.22. - Seine Gem. 
Agnes s. unter Oesterreich, Mkgr. 
Leopold III. 

— , Hrz. Friedrich II. 161,11. 162, 
12 ff. 163,7. 166,34. 495,1 ff. 496, 
13. 722,22. 723,15. 726, 7 ff. — 



by CiC 



IC 



Seine Gem. Judith 161,9.11. 174, 

21. 494,39. 726,14. 
— , Hrz. Friedrich III. s. unter 

Deutschland. Friedrich I. 
— , Hrz. Friedrich IV., Sohn Kg. 

Konrads Hl. 179,33. 183„29.43. 

184,19.499,27.37.502,32. 726,18. 

732,4. 
— , Hrz. Friedrich V. 726, 21. 22. 
— , Hrz. Hermann 118, 10. 
— , Hrz. Hermann , Sohn Hrz. 

Ernste d. Ä. 715,38. 716,5. 719, 

12 ff. 
— , Hrz. Konrad HL 726, 22. 
— , Hrz. Liudolf (Luitoldus, Leo- 

tolfus, Leutoldus, Leutolfus) 118, 

11. 124.19.28. 125,11.15. 131, 

9. 12. 481, Uff. 
— , Hrz. Rudolf, Gegenkönig Hein- 
richs IV. 158, 17. 493, 22. 
Schwaben (Swaben), Markt u.Schloss 

in Oberbayern 17,18. 405,22. 

667,12. 696,34. 697,1. 899,11. 
Schwäbisch Gmünd (Gmünden, 

Gmunden) 85,24. 504,25. 665,8. 
Schwäbisch Hall 665,11. 
Schwäbisch Werd s. Donauwörth. 
Schwangau, Stephan v. 551,25. 
Schwarzburg, Gr. v. 345,14. 599, 

21. 631,14. 
— , Gr. Heinrich 664,36. 
— , Gr. Michael d. J. 629, 13. 
— , Gr. Walther 629, 8. 
Schwarzenburg, Hans v. 545,29. 
Schwarzensteiner, Andreas 387,29. 

638, 17. 
Schwarzes Meer (Pontus Euxinus, 

Euxenisch Meer) 19, 5. 451, 5. 
Schwarzwald 450,32. 
Schweden 274,12. 276,9. 658,31. 

907,37. 
Schweidnitz (Sbeidnicz, Sweidnitz, 

Swidnücz) 218,1. 247,23. 509,1. 

524 34. 
Schweig vSwaig) 191,26. 
Schweinersdorf (Swanhiltdorfl) 879, 

24. 26. 
Schweinfurt (Sweinfurt) 665, 11. 
Schweinspoint (Sweinhunt), Gr. Ru- 
dolf 179,37. 502,36. 732,8. 
Schweiz (Swicia), Schweizer (Sui- 

tenses) 263,7. 270,21. 371,17. 

442, 28. 537, 39. 538, 2. a 543, 6. 

694, 15 ff. 695,7. 705,7.819,23. 

820,5. 19. 821,9. 822, 1. 823, 7 ff. 

833, 17. 20. 842,8. 12. 889,3. 
Schweppermann (Schwepferman, 

Sbepferman) , Sigfried 288, 14. 

573, 2. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



999 — 



Schwif ting(Schwiffling), B.-ALands- 

berg a. L. 210, 32. 
Schwindau (?) oder Schwindach 

(Schbindach) 855, 13. 
Schwyz (Swica) 818,15. 820,20. 
Schyffer, Alexander 551,8. 
Scipionen 69,26. 
Sclavonia s. Slavonien. 
Sconinberg s. Scbönberg. 
Scrinitor, Erasmus 912,8. 
Scythien (Sicia) 172,10. 454,17.28. 
Hl. Sebaldus 33,4.11. 
Hl. Sebastian 10,23. 113, 12 ff. 132, 

4.6. 222,23. 392,32. 396,30. 398, 

16. 401, 13. 
Seben (Sabona) 37, 11. 453, 5. 
— , B. Einricus 857, 13. 
Sebenico (Sebenich, Sibenich), B. v. 

548, 14. 558, 23. 
Seckau, Bistum 18, 10. 750, 16. 
— , Kloster 226, 19. 512, 1. 
Seclavia, Sedavia 37 , 14. 38. 39. 453,8. 
Seeland 68. 31. 104, 25. 305, 11. 22. 

319,12.23. 322,14. 323,1. 324,20. 

326,18.22. 328,37.42. 473,26. 

579,3. 582,16. 585,8.12. 587,44. 

589.34. 590,20. 593,3. 670,28. 
Segato 8. Michaletus. 
Segiensis s. Zengg. 

Seine s. Sayn. 

Seinsheim (SaÜHhaym), Jörg v. 698,9. 

— , Wolf v., Herr zu Schwarzburg 

629,36. 
Seisenecker (Seyssenegker) 899, 4. 
Seligental (Felicisvallis, Säldental) 

222,8. 226,4.6. 236,10. 242,3.5. 

245,7. 247,26. 249,21.25. 251, 

14. 319,5. 353,20. 357, 9. 361,1. 

362,20. 364,15. 377,3. 396,31. 

399,33. 401,8. 442,8. 511,22. 

517,10. 520,28.30. 523,24. 525,2. 

526, 9. 13. 527, 30. 566, 6. 585, 4. 

606.16. 614,8. 616,14. 624,24. 

643.35. 645,2. 650,36. 660,18. 
661,23. 704,38. 

Semendria (Sindorovia) 796,38. 
Semlin (Zemplen) 813, 46. 
Semniering (Semering, Semring) 761, 

25. 770,17. 
Sempach 820,27. 822,22. 
Sempt (Sempta), Fluss 19,35. 20,39. 
— , Gr. Sighard 112,36.39. 113,8. 

13. — Seine Gem. Gottrina 113,9. 
Senes s. Siena. 

Sc-ngkofen (Senchofen) 349,1. 602,40. 
Senones 21,27. 
Sens, Eb. Stephan Tristan de Salazar 

400. 17. 645, 12. 



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Seon(Sewen, Sewn, Pirgel [Burgili]) 

133,12. 204,3. 210,42.43.211,2a. 
— , Abt Franz 402,20. 
Serbien (Servia) 760,8. 792,15. 796, 

36. 800, 39. 809, 33. 
Serravalle (Seravallis) 835, 15. 17. 
Hl. Severinus 8, 5. 39, 1 3 ff. 40, 13 ff. 

41,9.13. 79,24.28. 455,25. 
Sevilla, Isidorus v. 5,47.48. 6,15. 

18,22. 
Sewen, Sewn = Seon. 
Seybersdorf (Seiberstorf, Seybere- 

torf, Seybolstorf», Bernhard v. 

436,27. 696,20. 700,4. 
— , Erasmus ( Asem) v. 337, 24. 436, 

23. 638,11. 699,35. 653,24. 
— , Hieronymus v. 436,39. 700,2. 
— , Sebastian v. 913,22. 
Seyn s. Sayn. 
Sgnadi s. Quaden. 
Sibenpurg s. Siegenburg. 
Siberach, David v. 551, 11. 
Sibidat s. Cividale. 
Sicambrer 36, 21. 
Sicambria s. Budapest. 
Siebenbürgen(Erdely) 244,20. 522,40. 
— , Woiwode Ladislaus 244, 21 . 

522, 40. 
Siebensee (Simlsee, Simmelsee, Sy- 

melsee) 399,9. 644,33. 
Siegenburg (Sibenpurg) 19,28. 20,36. 
Siegenfeld (Sigenfeld) 732, 34. 
Sielstätten <Sigihofstetin) 870,26. 
Siena (Senea) 370, 12. 418,20. 621,6. 

675,32. 833,4. 
Sieradz (Svras) in Galizien 765,8. 
Sigenstein'329,21. 408,33. 669,25. 
Sigibald (Sigisbald) 53, 11». 462, 11' 
Hl. Sigisraund 199, 26. 200, 5. 680 

9.29. 893,24. 
Sillertshausen (Zieholfeshusin) 

860 33. 
Hl. Silvinus 79, 23. 25. 
Silvio, Enea s. unter Rom, Päpste, 

Pius II. 
Simlsee, Simmelsee s. Siebensee. 
Simmering (Simanuigen), Heinr. v. 

725,9. 
Simmern (Zimeren,Zimern, Simeren) 

189,8. 277,29. 278,3. 388,23. 

559,28.37. 
SimBon (Sampson) 23, 17. 
Sindolt, Peter 552,3. 
Sindynburg 124, 13. 
Singnaw, N. v. 821, 18. 
Sinsheim (Sunshaim , Sünshaym) 

280,7. 561,23. 
Sinzenhofer, Ulrich 436, 34. 700,6. 
Sinzing 20, 14* 15. 

Original from 
UNIVERSITY0F MICHIGAN 



1000 — 



Sion (Syon), Berg 281,28. 562,30. 

— , Kloster s. Strahow. 

Sims t. Syrus. 

Hl. Sixtus 786,84. 901,27. 

Sizilien, Sizilianer 27,23. 31,3. 92,1. 

164,21. 170,40.192,10.229,32. 

230,6. 231,4. 232, 13 ff. 233,2. 

36. 256,12. 292,2. 342,30. 495,8. 
513,19.27. 514, 19 ff. 530,22. 595, 

37. 726, 20 ff. 753,23. 754,37.38. 
773, 20ff. 

— , Kg. Alfons V. s. unter Ara- 

gonien. 
— , Kg. Ferdinand I. 371, 9. 
— , Kg. Karl v. Anjou 232, 33. 233, 

16 ff 514,33.39. 727,3. 

— , Kg. Ludwig III. 263,25. 264,3. 

537,25.— Seine Gem. Margarete 

b. unter Pfalz, Kurf. Ludwig IV. 

— , Kg. Manfred 232, 17 ff. 233, 10. 

614,29.32. 727,9. 746,19. 
— , Kg. Roger (Rugerius) II. 163, 

14.24. 166,20. 170,41. 496,24. 
Skalitz (Galicz), Pankraz v. 804,14 ff. 
Slapp (Zlab) 884, 13. 
Slaven (Sclavi) 11, 16. 25, 18. 48,7. 
104,29. 107,13. 108,18. 127,1. 
135, 13 ff 251,7. 781,32. 
-, Füret Rastus 104,30. 
Slavonien (Schlavonia, Sclavonia) 
18,6. 38,31. 748,30. 761,17. 801,4. 
861, 16. 900, 13. 
Siechdorf s. Scblehdorf. 
Sleuntz s. Schleinitz. 
Smuteshusin s. Schmatzhausen. 
Smyricheus, Johann 808, 13 ff. 
Snaym b. Znaim. 

Snebelin v. Freyburg, Adelige|821,22. 
Soest (Stost) 665, 16. 
Soissons (Civitas Suessonum) 73,16. 
Solinua 5, 27. 18,21. 
Sol, Solium (?) 37,11.29.30. 
Solms, Gr. Otto 545, 13. 
— , Gr. Philipp 551, 35. 
Solothuro (Solotern, Solutoren) 371, 

19. 665, 19. 
Sonneberg, Herr v. 545,30. 
Sonnenberg (Sunnenberg , Sune- 
berg, Suneburg), Gr. Andreas 630, 
25. 696,17. 
-, Gr. Eberhard 423,11. 543,39. 

626, 18. 629, 2. 
-, Gr. Johann 631,3. 660,29. 
Sonnenburg (Sunenburgk), Gr. v. 

833,23. 
— , Gr. Johann v. 835, 4 ff 
Sophia s. 8avoyen. 
Spät, Konrad 619,38. 



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Spanien, Spanier 5,20. 38,29. 95, 
10. 97,25. »30,3. 184,31. 472.7. 
483,25. 742, 28. 29. 744,2. 796,25 . 
— , Königin Eliura 209, 7. 
— , Königin Gerdrude 873,3. 
Sparrenecker (Sparenecker, Sparu- 

ecker), Otto 416, 10. 674, 38. 
— (Sporenecker, Spornecker), Par- 

zival 288, 26. 572, 12. 
Spender, Reyboldt 552,24. 
Speyer, Stadt 15,32. 162,18.25. 
169,29. 175,33. 242,30.257,14. 
283,29. 284,4. 303,25.26. 495, 
23.25. 499,13. 500,13. 521,15. 
531,17. 568,34.39. 580,10.665, 
5. 716,7. 727,20. 769,3. 772,4. 
774,37. 778,9. 
— , Bistum u.Bischöfe 183,21. 184, 
18. 388,26. 554,22. 638,34. 664,3. 
683,2. 772,27. 
— , B. Friedrich v. Leiningen 767,24. 
-, B. Georg v. d. Pfalz 273,22. 

555,32. 562,14. 
— , B. Ludwig v. Helmstädt 272, 

25. 381,21. 545,10. 633,26. 
— , B. Mathias v. Rammung 370,17. 
8piering(Spierinck,Spiernik),Arnold 

327,17. 591,22. 
Spitz in der Wachau 471, 19. 
Spoleto 177,12. 181,15. 182,7. 
Sponheim 277,28. 559,27.32. 
— , Gr. Albrecht 664,19. 
- , Gr. Friedrich 664, 19. 
— , Gr. Ludwig 664. 18. 
— , Gr. Otto 664, 18. 
-, Gr. Philipp 664.18. 
Staatz ( Stentz, Stetz) 751, 4. 759,23. 
Stade, Mkgr. Adalbert 179,34. 602, 

34. 732,6. 
Stadion. Burkhard v. 619,36. 
— , Hans v. 552,22. 
— , Wilhelm v. 619,36. 
Stadlau 750, 2. 19. 
Stadler, Dr. Johannes, Kanonikus 

zu Freiaiug 913, 37. 
Staffelsee (Scafelense monasterium) 

67,12. 463,12. 
Stahleck (Stalberg) 227, 18. 
Stain s. Hilpoltstein. 
Stainhaim, Statnhaim s. Schoon- 

hoven. 
Stalberg s. Stahleck u. Stolberg. 
Stams (Starabs) 234, 9. 17. 258, 15. 
315,4.7. 317.1. 515,11. 535.16. 
773, 17 ff. 774,7.15. 775, 20 ff 
789, 34. 830, 13 ff 
Starckhenberg, österr. Adels- 
geschlecht 728,24. 

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UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 1001 



Starhemberg (Starchenberg, 
Starhenberg),Burg750,:t6. 751,37. 

— (Starenberg), Bartholomäus v. 
551,4. 

— , Gregor v. 551,5. 
Starkenberg (Starchenberck), 

Ulrich v. 829, 17. 
-, Wilhelm v. 829, 17. 
Staudach, Heinr. v. 367, 29. 618, 35. 
Staudhausen (Stuthawsen) 885, 6. 
Staufen (Honenstaufen, Stophen, 

Stouphen) 162,31. 495,32. 
Stauff s. Donaustau f. 
Staunen, Adelige v. 821, 18. 
Stauffer, Adelsgeschlecht 431, 33. 
-, Bernhardin 427,28. 428,4.22. 

436,17. 699,32. 681,32.41. 682,16. 
— , Johann 428, 7. 430,36. 630,10. 

682,2. 683,36. 
— , Hieronymus 427,29. 681,33. 

682, 1. 688, 6. 
Staufferin 429, 11. 682, 24. 
Stecking, Hans v. 619,32. 
Steffling, Landgr. Otto 880, 1. 
Steiermark (Steyr) 49,6. 79,7. 104, 

23. 176,45. 233,30. 241,15. 287, 

31. 360,34. 392,10. 473,25. 517, 

28. 520, 15. 740, 29 ff. 741, 18. 

742,19 ff. 744, 27 ff. 745,3 ff. 746,2. 

748,31.42. 749, 19ff. 751,28. 752, 

28. 755,10. 756,5. 757, 6 ff. 758, 

39. 759,16.19. 762,24. 763,2. 

764, 13 ff. 765,25. 766,11.30. 767, 

5.10. 768,30. 769,10 25. 770,11. 

782,16. 789,38. 792,2.6. 798,16. 

799,15. 801,1. 802,24. 806,15. 

18. 818,10. 823,1. 824,5. 830, 

33.41. 842,18. 844,41. 897,18. 

900,24. 
— , Mkgr. Leopold d. Starke 161, 

13. 720, 26. 27. 
-, Mkgr. Ottokar III. 720,25.26. 
— , Mkgr. Ottokar IV. 167,24. 170,2. 

498 ,36. 
— , Mkgr. Ottokar V. 725, 1. 732, 

38. 740,23.25. 741,24. - Seine 

Gem. Kunigunde 740, 22. 
Stein (Stain, Staine) Herren vom 

(de Lapide) 316, 10. 583, 7. 
— , Burkhard v. 880, 6. 
— , Hans v., d. J. 620,2. 
- , Jörg v. 436, 21. 699, 34. 
— , Konrad v. 913,35. 

— zu Bamsperk, Hans vom 619, 29. 

— (Stain), Stadt in Niederösterreich 
741, 13 ff. 749,8. 899,25. 

— (Stain, Staine) am Bhein 172,14. 
890,8. 

Steina (Sterna?) in Istrien 870,20. 



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Steinamanger (Stainanger) 390, 7. 

639, 16. 
Steinbeck, Christoph 551,11. 
Steinfeld (Stainfelt) 752, 16. 
Steinfurt, Emerwein v. 551, 18. 
Steingaden 159,19. 184,22. 
Steinhauf, Albert, Propst in Strau- 
bing 321,30. 586,11. 
Steinkirchen (Stainkirchen) 891,22. 
Stentz s. Staatz. 
Hl. Stephan 83,10. 124,15. 129,9. 

144,38. 424,15.487,16.488,21. 

678,15. 712, 24.29. 713.2 ff. 788,3. 

790,16.39. 823,3. 841,18. 859,1. 

866,10. 868,11. 872,6. 
Stephan, Gr. in Lothringen 115, 26. 

477, 24. 
Sterzing (Stertzingen) 312,16. 789,6. 
Stetten 665, 10. 
— , Simon v. 551,31. 
Stettin 371,13. 842,14. 
Stetz s. Staatz. 
Steyr (Stira), Stadt 790, 15. 
Stirn s. Oberstimm. 
Stingelhaymer, N. 387,8. 637,34. 
Stirtzer, Oswald 647,1. 2. 
Stockerau (Stokaraw) 709,7. 771,7. 
Stolberg (Stalberg), Grafen v. 664,37. 
Stophen, Stouphen s. Hohenstaufen. 
Stost s. Soest. 
Strabo 4,12 5,26. 21,24 ff. 22,4. 

26,35. 27,30. 31,22. 49,22. 450, 

24. 30. 
Stradioten (Stradiotae) 838,30. 
Strahow iSion) bei Prag 728, 4. 
Strasisch (Strasista) 865, 23. 
Strassbach (Straspach) 859, 15. 
Strassburg (Argentina), Stadt 68, 

33. 70,1. 78,1. 263,5. 277,24. 

278,23. 281,27. 284,27. 285,33. 

37. 292,23ff. 371,15. 449,2. 537, 

38. 559,25. 560,14. 562,29. 669, 
3.35. 574, 18 ff. 665,6. 767,12. 
16. 769,3. 786,4. 821,12. 

— Bistum und Biscböfe 104,9. 

135.38. 242,25. 285,37. 371,8. 
466,1. 473,19. 488,4. 521,11. 

569.39. 664,3. 771,32. 

— , B. Eddan (Addanusi 73,3. 

- B. Albrecht v. d. Pfalz 280,24. 
281, 9 ff 561,33. 562,32. 

-, B. Berthold v. Teck (Decke) 

767, 14. 
-, B. Heinrich v. Veringen 767, 13. 
-, B. Ruprecht v. d. Pfalz 277, 

9 ff. 559, 16. 22. 
Straubing 16,8.10. 222,29. 225,14. 

245, 12. 247, 1. 248, 22. 249, 6. 

251,18. 301,22. 305,20. 321,27.29. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 1002 — 



322, lff. 323, 2. 31. 329, 16. 24. 
394, 19. 407, 9. 13. 408, 1. 410, 2. 
428,16. 430,34. 433,2. 510,1. 
511,4. 523,27. 525,22.40.527, 
33. 585, 7. 586, 9 ff. 600, 32. 642, 
13. 668, 27 ff. 670,24.38. 682,10. 

683. 35. 689, 6. 763, 15. 
Strigonium s. Gran. 

Struma, Abt Johannes s. Rom, 

Papst Calixtus III. 
Stubenberg, Eckhard v. 792, 5. 
Stuben, Joachim v. 437,3. 700,11. 
Stuhl weissenburg( Alba Regalis) 243, 

39. 389,26. 390,16. 391,10.18. 

440,9. 522,18. 639,26. 640,27. 

678.36. 703,22. 715,17. 792,22. 
798,12. 801,15. 

Sturmfeder(Sturmfedder), Burkhard 

551, 48. 
Stuthawsen s. Staudhausen. 
Stuttgart (Stuedgardia , Stued- 

gartten, Stutgarten) 263,27. 361,3. 

537,34. 
Stym 8. Oberstimm. 
Styporius gen. Caput 240,3. 758,31. 
Sünching (Sunching) 428, 7. 430, 36. 

682,2. 
Suetonius Tranquillus 27,23. 29,3. 

31,1. 449,25. 
Sueven 5, 12. 26, 27. 30. 37. 27, 15. 

41. 455,15. 
Sulcz s. Niedersulz. 
Sulz (Sulczbach), Fluss 19, 27. 20, 

13.50. 

— (Sultz), Gr. Albrecht 630, 12. 

, Gr. Rudolf 423,9. 543,37. 630,13. 
Sulzbach bei Donaustau f 607,6. 
608 28 

- i. Opf. 318, 16. 584, 26. 
— , Grafen 484, 18. 726, 17. 
— , Gr. Berengar 184, 20. 

— , Gr. Gebhard 161,15. 179,36. 
186, 31. 187, 7. 502, 36 (vgl. 179, 
45). 505,17. 732,8. 880,32.881.1. 

Sundergau (Sundergone) 870,17. 

Sunenberg östenr. Adelsgeschlecht 
728,23. 

Sünehaym, Sunshaim s. Sinsheim. 

Suonperht, Priester 860, 7. 

Swaig s. Schweig. 

Swanhiltdorff s. Schweinersdorf. 

Swicia s. Schweiz. 

Swiggerus,Gr.aufd Nordgau 466,13. 

Syras s. Sieradz. 

Syrg, Hieronymus 437,5. 700,11. 

Syrien (Siria) 735,7. 

Hl. Syrus (Sirus) 34,2. 

Szegedin (Civitas Zegediensis) 811,3. 

Szilägyi (Zilagij), Michael v. 812,37. 



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Tabor(Thabor) 795,30. 35. 796,6. 10. 

Tachowe s- Dachau. 

Tacitus, Caius Cornelius 3,22.23. 

35. 4,12.35. 19,9. 26,4. 
Tagelfingae, Tagolfinga, Tagolfingen 

s. Daglfing. 
Talheim, Heinrich v. 298,10. 
Tallern 734,9. 
Tandern (Tanneren) 900, 7. 
Tannberger, Moriz 396,1. 643,19 
— , Sixtus, s. Freising, B. Sixtus. 
Tarpfheimer v. Schlüsselfeld, Stefan 

437. 7. 700, 12 
Tarraws, Friedrich 821,34. 
Tartarei, Tartaren 36,21. 207,27. 

452,22. 751,9. 757,16. 764,13. 

799.8. 851,23. 
Tarviss 8. Treviso. 
Tato 860, 12. 

Taufers (Tauffere) 832, 25. 840, 2. 

— (Teifers), Gr. v. 769, 18. 

Taur (Thauren), Gr. Rappoto 238, 
5. 10. — Seine Gem. Hemma 
238, 5. 10. 

Taurinum s. Turin. 

Taue (Taust) 791,9. 

Teben s. Theben. 

Teck (Deck, Decke), Hrz. Konrad 
252, 1. 5. 579, 12. 

- (Decke), Walther v. 821, 16. 
Tecklenburg(Takelenburg), Gr. Otto 

664, 39. 
Teclanus s. Theclanus. 
Teczelspach s. Teisbach. 
Teffingen s. DÖffingen. 
Tegernbach (Tegirenwac, Degern- 

bach) 153,32. 490,38 867,11. 
Tegernsee (Tegerensee) 9,15 35,1. 

74,18. 75,43. 76,43 77,28. 213, 

10 ff. 222,27. 463,30. 464,9. 672, 

22. 27. 854, 9. 856, 20. J 902, 29. 

903, 33. 
— , Abt Konrad Ayrnschmalz 420,1. 
— ,Abt Meginhart^Maginhar t)856,l 7 . 
Tegwart 8. Egwaid. 
Teisbach (Deyspach , Teyspach, 

Teczelspach) 220,11.14. 509,39. 

42. 655, 32. 
Telfs 646,44. 
Temesvär (Themeswar) 808, 10. 

814, 43. 
Tengen (Tegen >, Gr. v. 630, 26. 
Hl. Ttrtulinus 67,20. 855,27. 
Tessilespach 81, 17. 
Tessin (Ticinus), Fluss 57, 14. 
Teutonen (Theutoni) 49,24. 
Thabor s. Tabor. 
Tharinger 81, 23. 
Thattel, Anselm v. 552, 7. 

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1003 — 



Thauren s. Taur. 

Thauri 49, 20. 

Thaurinum, Civitas Thaurinensis s. 

Belgrad u. Turin. 
Tbauriaci (Thauristi , Tbauristen) 

21,30. 31,22. 49,19. 450,27. 
Theben (Teben) bei Pressburg 749,30. 
Theclanus (Declanus, Teclanus) 62, 

31. 79,12. 736,31. 
Themeswar s. Tcmesvar. 
Thessalien 171,14. 
Thenerstadt (Tewrstat; 145,12. 
Theutoni s. Teutonen. 
Thierhaupten (Tierhau pp) 84, 33. 
Thoman, Johann v. 551,27. 
Hl. Thomas, Apostel 23, 6. 864,25. 

898 21. 
Thracien , Thraker 25,18. 31,13. 

170.24. 810,2. 
Thünner, Herr v. 551, 19. 
Thüringen (Durgen, DOrgnerland, 

Dürigenland), Thüringer 18, 16. 
21,9. 70,25. 75,10. 88,22. 98,3. 
104,24.43. 107,9. 115,2. 185,37. 

237.9. 473,25.35. 474,21. 476,4. 

505. 4. 528, 1. 617,15. 26. 750, 8. 
867, 37. 

— , Landgr. Heinrich Raspe 512,14 
(hier irrtümlich als Sohn der 
hl. Elisabeth bezeichnet Btatt als 
Schwager). 747,4. — Seine Gem. 
Gertrud 743,17. 747,4. 

— , Landgr. Ludwig V. (irrtümlich : 
Hermann) 728,5. — Dessen Gem. 
Margarete (irrtümlich : Elisabeth) 

728. 5. 

-, Landgr. Ludwig VI. 204,36. 

206.10. 206,14. 512,13.19. 747, 
25. — Seine Gem. Hl. Elisabeth 
13,27. 204,18.34. 205, 2 ff. 206, 
5 ff. 207,21. 211,16.33. 235,8. 
238, 34. 421,32. 512, 5 ff. 515,30. 
516,27. 518,15. 743,10. 744,6. 

747.25. 748,35.749,27.757,30. 
Thüringerwald (Türgnerbald) 490,7. 
Thulbach (Tuelpach ^ Thalbach?) 

854, 20. 
Tbunkaw s. Donaugau. 
Tiber, Fluss 77, 3. 
Tiberina, Tibernia, Tiburina, Tibur- 

nia = Regensburg 24,26. 29, 

21. 30,47. 470,28. 
Tiberius Nero 30,49. 
Ticinum s. Pavia. 
Ticinus s. Tessin. 
Tiefenstein 329,26. 346,27. 600,35. 

671,2. 
Tierberg, Ulrich v. 821, 29. 
Tiernstain s. Dürrnstein. 



Tierstayn, Gr. Oswald 664,29. 

Tillingen s. Dillingen. 

Timo, Bach bei Meran (heutiger 

Name nicht feststellbar) 850,26. 
Tirna s. Tyrnau. 
Tirol (Tirol is), Schloss 57, 26. 207,2. 

316, 32. 480, 39. 583, 28. 773, 18. 

775,16. 824,6. 
- , gefüret. Grafschaft 84,28. 85,9. 

219,5. 234, 1 ff. 240,16. 300,27. 

305,11.26. 307,32. 309,1 ff. 310,8. 

311,16. 312,18.30. 313,17. 314, 

12. 315, 18 ff. 316,8. 317,4.19. 

330,1. 331,4. 336, 25 ff. 338,33. 

509.31. 515,8. 579,2. 582,17.27. 

583.32. 584,3. 593,37. 611,20. 
775,39. 788,12. 789,19.39. 801,3. 
818,10. 826,1 ff. 834,15. 841,26. 

— , Gr. Heinrich s. unter Böhmen, 

Kg. Heinrich. 
-, Gr. Albert III. 773, 15. 776, 1. 
— , Gr. Friedrich m. d. leeren Tasche 

s. unter Oesterreich. 
— , Gr. Meinhardl. 755,32. 773,16 

hier: Albertus). 776.2. 
— , Gr. Meinhard IL s. unter 

Kärnthen. 
— , Gr. Sigmund s. u. Oesterreich. 
Titteier Furt (Tyddewrew) 797, 28. 
Tittmoning (Titmaning) 257,26. 357, 

30. 384,12. 610,27. 
Tiuerer, Hans 619,23. 
Tölz (Töltz) 420,30.36. 429,7. 676, 

38. 677,4. 682,26. 
Tölzner, Adelsgeschlecht 677,3. 
— , Konrad s. Freising, B. Konrad I. 
Törring, Schloss 345,35. 600,1. 
— , Adam v. 653, 23. 
— , SigfriediSeytz)v. 391,1. 640,7. 

653, 25. 
Töschitz (Töschnicz), Niklas 655,16. 
Toggenburg (Ducken bürg), Gr. Donat 

(Konrad) 823, 18. 
Tonigen s. Tübingen. 
Tor, Kaspar v. 436,26 699,36. 
Torck, Huttat 552, 18. 
Torinpach s. Dörnbach. 
Torre, della (Turriani, Turriany) 

290,20. 573,22. 
Toskana (Tuscien, Duscia) 163,18. 

177,12. 181,15. 182,1. 184,25. 

496, 17. 
— , Mkgr. ßonifaz I. 160,22. - 

Seine Gem. Beatrix 160, 22. 
— , Kg. Friedrich 727,8. 
Toul (Tulen), Bistum 664,5. 
Tours (Turanura,Turon) 11,4. 130,4. 

483,24. 
Traha s. Drau. 



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— 1004 — 



Traiectum s. Maestricht. 
Traisen (Traisna), Fluss 743,39. 
Traisma (Triesmo), Ernst v. 725,8. 
Traiskircben (Dreskirchen) 741,24. 
Tramin 659,34.35. 
Trapp (Trap), Jakob (Nikolaus) 

423,12.543,40.838,33. 
Trauben bach (Drubenacha), Neben- 

fluss des Regen 865,27. 
Trauner, Gawein (Gawinus, Gewein) 

387,27. 638,15. 
Traunstein (Trawnstain, Draunstain) 

248.23. 376,4. 525,25. 624,2. 
697,14.16. 

Trausnitz (Drausnichtz) im Tal 289, 
10 ff. 571, 23 ff. 782,21. 783,16.18. 
Trauten berger, Wambolt 697. 10. 
Trebnitz 208,8. 

Trenbeck, Wolfgang 387,27. 638,15. 
Treviso (Tarvisium,Tarvis8) 533,36. 

761.18. 822, 26 ff. 840,44. 
Tribur 107,2. 475,1. 

Trient (Tridentum), Stadt 45,19. 
83,35. 88,21. 158,23. 163,13.26. 
182,10. 260,19. 292,9. 297,23. 

468.30. 496,27. 533,26. 574,3. 

692.31. 694,9. 831, 5 ff. 835, 37. 
836, 12 ff 837, Uff. 838,14ff. 850, 
16. 856, 7. 

— , Bistum u. Bischöfe 179, 32. 234. 

16. 315,19. 502,31. 582,28. 664,4. 
732,3. 774,6. 

— , B. Johann 370, 18. 

— , B. Udalschalk (Odalschalcus) 

860, 26. 
Trier (Treveris), Stadt 68,30. 705. 

131.32. 132,4. 143,35. 271,1. 

422. 19. 474, 10. 483, 36. 543, 14 
665,5. 715,17.18. 716,17. 

- , Erzbistum u. Erzbischöfe 242, 

17. 259,31. 349,37. 521,7. 532, 
16.533,2.664,1. 728,13. 771,23. 
773, 5. 776, 16. 

-, Eb. Albero (Albrio) 167, 19. 
— , Eb. Balduin 283,10. 284,5. 285,6. 
287,9. 568,18. 569,9. 570,21. 

780. 24. 

— , Eb. Jakob 264,2. 638, 15. 

— , Eb. Johann v. Baden 270,9. 
272,16. 370,14. 422,31. 542,34. 
543, 26. 546, 17. 35. 547, 24. 44 
548,47. 549, 5 ff. 550,12.27. 551, 
42. 552,46. 553,27. 554,7. 677, 
36. 687,10.' 

- , Eb. Poppo d. Ä. 714,19. 715,9 ff. 
716, 16. 

— , Eb. Poppo d. J. 720,24. 728, 9 ff. 

— , Eb. Raban 793,2. 

— , Eb. Walther 192,6. 202,14. 



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Triesmo s. Traisma. 

Triticiburgum, Novum s. Korneu- 
burg. 

Troja, Trojaner 22, 25. 23, 24. 
24,32. 25,32. 26,39.41. 32,6. 
35,29. 36,24. 422,21. 447,20. 
448,2. 452,30. 543,16 851,27. 

— in Unteritalien 140, 18. 
Truchsess (Truchsäss) , Dietrich 

552, 16. 
-, Philipp 551,32. 

— (Dapifer) v. Waldburg (Waln- 
purg), Eberhard v. 745,28. 

— (Drugsas, Truchsas) v. Waldburg 
(Walpurc, Walpurg), Heinrich 
196,27. 

— , Jakob 408, 7. 

-, Otto 821,24. 

Trudering (Truhteringen) 872, 14. 

Trüner, Erhard 552,20. 

Truhendingen (Druhendingen), 

Albert v. 187, 13. 505,29. 881,8. 
— , Friedrich v. 187, 12. 505, 29. 

745.27. 881,7. 
Trumau (Drumaw) 734,9. 
Trusche (Truscula) 870,20. 
Tscherneml (Schernemel), Balthas. v. 

908,22. 
Tübingen (Tonigen), Burg u. Stadt 

183, 10 ff. 
— , Gr. Heinrich 184,20. 
— , Gr. Konrad 545, 18. 
— , Pfalzgr. Hugo 182,44. 
Tuelpach s. Thulbach 854, 20. 
Türen s. Düren. 
Türkei, Türken 16,37. 258, 20 ff. 

286,25.26. 320,3. 370,8. 375,25. 

376. 11. 328, 27. 30. 379, 10. 27. 
380,3.6. 381, 7 ff. 401,8. 418,16. 
534,6ff. 570,11.12. 585,18. 621,5. 
623,36. 624,4. 632, 2 ff. 633,14. 

647.28. 648, 20 ff. 663,9. 735,8. 

793. 12. 796, 37. 39. 799, 12. 34. 
802,7. 809,35. 810,1 ff. 811,29 ff. 
812,7 ff. 813,2ff. 816,35.42. 845, 
29. 900, 13 ff. 903,25. 904,6. 

— , Sultan Bajazet I. (Waisant, 

Weyasit) 534,12. 790,24.25. 
— , Sultan Mubammed (Machu- 

metes)H. 809,38. 810, 1. 31. 812, 

7 ff. 813, 13 ff. 814,15. 
— , Sultan Murad (Amirates, Am- 

rates)II. 797, 12 ff. 811,8. 
— , Prinz Calixtus Othomanus 423,4. 

543,32.42. 625,14. 628,33. 680,22. 
Türkheim (Türkenhaym) i. Elsass 

665, 14. 
Tdgendorf s. Daugendorf. 

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— 1005 — 



Talbeck, Johann, s. Freising, B. 

Johann IV. 
Talen s. Toul. 
Tulln (Tulna, Tullna) 455, 3. 6. 709, 

19.22. 710,41. 711,19. 713,23. 

763, 18. 
Tunistauf s. Donanstauf. 
Tunka s. Donaugau. 
Turano (Duranum) 836, 6. 23. 
Turanum s. Tours. 
Turbing, Gr. Konrad 664, 30. 
Tarego, Turegum s. Zürich. 
Turin (Thaurinum, Civitas Thau- 

rinensis) 44,39. 45,5. 459,20.37. 

504,7. 
Turingen 41, 5. 6. 455, 16. 
Turnus 492, 1. 
Turriani a Torre, della. 
Tursperg s. Donnersberg. 
Tuscien s. Toskana. 
Tyddewrew s. Titteier Furt. 
Tyrana 37,14.36. 453,6. 
Tyrnach, Wichard v. 239,40. 758,27. 
Tyrnau (Tirna) 761,30. 
Tyrus (Tirus) 171,8.9. 

Üb, Ludwig v. 552, 21. 
Überlingen (Überling) 665,9. 
Üchtland (Nuchtland) 818, 18. 
Ülkmair 309, 24. 
Uetz (Vetz), Jordan, Bürger in 

Straubing 322,4. 586,21. 
Ulm 17,5. 19,1. 17. 184,4. 263,41. 

284, 29. 289, 35. 347, 23. 384, 29. 

386,1. 387,2. 388,19. 389,3. 4. 

397,4. 442,32. 451,3. 538,10. 

569,4. 572,25. 601,29. 628,24. 

636, 3 ff. 637, 13 ff. 638,36. 643, 

38. 648,10. 665,7. 695,9. 
Ulmerfeld (Hulmervelden, Ottmar- 

veldt, Ulmarveldt, Zudamares- 

felt) 865,4. 897,27. 899,1. 
Ulmerugia (Ulmerigia, verderbt : 

Vlinrigia), alter Name f. Preussen 

(nach Jordanes) S57, 15. 
Ulrich, Bruder d. B. Albert I. v. 

Freising 879,36. 
U ndeinestorff, Undenstorf s. Inders- 
dorf. 
Unding s. Forstinning. 
Ungarn 5,21. 11,3.19. 14,17.19. 

17,9. 18,12. 24,6. 33,38. 34,45. 

35,7. 39,5. 9. 81,29. 82,2. 88, 

34. 101,22. 38. 102,4. 114, 8 ff. 

115,1. 15. 116,37. 117,3. 12. 

123,13. 15. 125,21. 23. 126,36. 

37. 127, 26. 128, 6 ff. 129, 2 ff. 

136, 14 ff. 156,21. 162,8. 167,31. 

37. 168,2 ff. 169, 8ff. 190,18. 192, 



23. 27. 200, 10. 206, 10. 222, 36. 
242,23. 243, 28 ff. 244, 5 ff. 258, 
35. 259, 7 ff. 281, 5. 285, 18. 286, 
23 ff. 287, 20 ff. 299,20. 377,17. 
19. 380,7. 9. 382,3. 16. 384,14. 
389,32. 390,3 ff. 391,33. 392, 9 ff. 
425,27. 431,24. 37. 432,22. 439, 

33. 440,8. 442,32. 449,11. 455, 

24. 461,18. 471,14. 472,8. 475, 
24. 27. 477, 18. 29. 478, 16. 23. 
481,8. 10. 482, 7 ff. 483,1 ff. 492, 
3. 6. 494, 13. 495, 14. 511, 12. 
521,5. 522, 6 ff. 523,8. 562,9. 
670, 11 ff. 639,38. 664,1. 671,15. 
678,36. 681,2. 703, 19 ff. 705,14. 
709, 17 ff. 710,13ff. 711, 3 ff. 712, 
37. 42. 713,14. 18. 715, 13 ff. 716, 
11. 719,29. 721,8. 723,9. 728, 
11. 730,33. 732,39 734,48. 742, 
11. 24. 743,29. 749, 36 ff. 750,13. 
37. 751,9. 755,3. 759, 8 ff. 760, 
11. 761,29. 762, 1 ff. 764,13. 
769,10ff. 770,60. 771,30. 781,4. 
32.782,13. 783,3. 792, 14 ff. 793, 
6ff. 796,37. 797,16ff. 798,2. 15. 
799, 16 ff. 800,11. 39. 801, 6 ff. 
802, 11 ff. 803,13 ff. 804, 15. 806, 
39. 807, 16 ff. 808, 1 ff. 809, 31 ff. 
810, 3 ff. 811, 14 ff. 812,l8ff. 813, 
3ff. 814,12. 816,10. 845,14.865, 

34. 885,14. 908,25. 910,31. 
Ungarn, Kg. Aba 715, 23. 805, 2. 9. 
— , Hrz. Almus 728,34. 

-, Kg. Andreas I 715,26. 

— , Kg. Andreas II. 204, 26. 205, 
10. 206,6. 207,6. 16. 512,8. 
743,8. 744,6. 749,27. 35. 750,3. 
10. 779, 2. - Seine Gem. Gertrud 
v.Meranien204,24. 205,11. 206, 
7. 16. 207,21. 512,9. 748,34.— 
Seine Gem. Beatrix v. Este 207, 
14. - Sein Sohn Andreas 206, 9. 

— Sein Sohn Koloman 206,9. 
750,10. — Sein Sohn Stephan 
207, 15 (hier irrtümlich Andreas). 

— , Kg. Andreas III. 778,30. 779,1. 

— Seine Gem. Agnes v. Öster- 
reich 778, 30. 34. 779, 3. 

-, Kg. Belall. d. Bünde 167,29. 

728, 34 ff. 
— , Kg. Bela III. 206,6 512,8. 

740, 20. 743, 1. 
— , Kg. Bela IV. 204, 34. 206, 8. 

238. 34. 240, 15. 243, 32. 518, 15. 

519,20. 522,6. 750,4. 10. 752,9. 

755,1. 9. 756,1. 757, 7 ff. 768,39. 

760, 4 ff. 761,10. 887,5. 
-, Hrz. Bela d. Jung., Sohn Kg. 

BelasIV. 759,34. 760,7.762,11. 14. 



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Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



1006 — 



Ungarn, Hrz. Boris (Boriciua) 728, 

35. 39. 
— , Kg. Emerich 743, 1 ff. - Seine 

Gem. Konstanze s. unk Deutsch- 
land, Friedrich IL 
— , Kg. Geisa IL 166,24. 167,29. 

41. 499, 5. 732, 37. 740, 20. 
— , Kg. Kalmani (Colomannus) 161, 

8. 167,36. 199,4. — Sein Sohn 

Boris (Boricius) 167,35. 
— , Kg. Karl v. Anjou 14, 19. 243, 

28. 32. 256,5. 286,24. 26. 287, 

26. 522, 7. 570, 9. 10. 
— , Kg. Ludwig I. 256, 6. 822, 24. 
— , Kg. Matthias Corvinus 371,9. 

377,16. 20. 381,5. 24. 384,14. 

385, 33. 387, 12. 388,28. 389,23. 

390,29. 435,17. 440,29. 632,28. 

30. 633,10. 32. 634,11. 13. 636, 

30. 639,7. 37. 698,31. 35.699,1. 

703, 5ff. 803,15. 814, 43. 815, 2 ff. 

817,44. 46. 904,10. 910,30. 
— , Kg. Otto s. unter Bayern, Hrz. 

Otto III. 
— , Kg. Peter 715,12. 29. 
— , Kg. Salomo 726,9. - Seine 

Gem. Sophia 726, 9. 
— , Kg. Stephan I. der Heilige 136, 

18 ff. 484, 31. 803, 14. — Seine 

Gem. Gisela (Gysela, Geisel) 11, 

18. 136,13. 18. 484,31. 490,10. 

— Deren Sohn Heinrich 490, 10. 
— , Kg. Stephan IL 723, 8. 728, 36. 
— , Kg. Stephan III. 729, 25. — 

Seine Gem. Agnes 729, 25. 733, 4. 
- , Kg. Stephan V. 204, 4L 748, 

31. 758,42. 759, 3 ff. 760,5 7. 

761,25. 35. 762, 5 ff. 
-, Hrz. Leel 128,33. 483,1. 
— , Kg. Sur 128,33. 483,1. 
— , Kg. Wladislaw (Ladislaus) IL 

762, 6 ff. 765, 24. 766, 2. 769, 12. 
— , Kg. Wladislaw 111. s. unter 

Polen, Kg. Wladislaw VI. 
— , Kg. Wladislaw Postumus s. 

unter Böhmen. 
— , Kg. Wladialaw II. s. unter 

Böhmen, Kg. Wladislaw IL 
Unstrut, FIubs 718,31. 
Unterköllnbach(Niderkolnpach)656, 

Unterwaiden (Underbalden, Under- 

waldenj 665, 19. 820, 20. 
Unzechoven s. Inzkofen. 
HL Urban 882,20. 
Urceae s. Li Orzi. 
Uri (Ura) 820,20. 
Uros, Gr. 169, 12. 



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Ursberg, Abt v. 6,20. 224,42. 

227,9. 
Usinga s. Ising. 

UsseT(Usel), Fluss 19,23.24.20,48. 
Uto (Otto),Kloetergründer in Bayern 

77, 9. 15. 
Utrecht (Urtrich), Bistum 664,5. 
— , B. Dadanus 73,3. 
— , B. David 423,34. 

Valage, Valaia, Valeia s. Valley. 
Valckenberg. österr.Adelsgeschlecht 

löO, 23» 

— , Walrab v. 319,17. 586,31. 

Valenciennes (Valencia, Valenciana) 
316,4.319,14.590,2. 

Valentia s. Wels. 

Hl. Valentin (Valtein) 58,32. 40. 
60,19. 65,18. 83,35. 207,3. 470, 
16. 851, 1. 852, 17. 25. 856, 7. 

Valerius Publicola 34, 37. 

Valkenberg, Valkenstain s. Falken- 
stein. 

Valley (Phalaia, Valage, Valaia, 
Valeia, Velai, Velaia, Velay, 
Velaya, Ahaimstain), Burg 165, 
9. 26. 497,29.498,5. 733,23. 

— , Grafen v. 13,18. 192, 5 ff. 193, 
21. 202, 12 ff. 217,21. 

— , Gr. Konrad 192, 6. 193, 12. 
202, 12. 884, 26. 

— , Gr. Otto I. 192, 9. 15. 202, 14. 
20. 222, 25. — Seine Gern Adel- 
heid 192,11. 14. 

— , Gr. Otto IL 192 12. 15. 202,20. 

Vallis Cannalis s. Canale-Tal. 

Vallis specioaa s. Schön tat 

Val Sugana (Vallia Ausugii) 835, 
39. 838, 32. 

Vandalen (Wandali) 33, 36. 

Varlotzhawsen s. Fahrenzhausen. 

Varro 23, 12. 

Varus (Varo, Varro, Verres), Quin- 
ta" ms 5,16. 17. 27, 10 ff. 28,17. 
22. 449, 13. 32. 

Vaudemont(Bidamont,Widamundt), 
Gr. Anton 262, 7. 536, 26. 

Hl. Veit 61,23. 29. 62,25. 126, 10. 
437,25. 438,21. 482,16. 690,8. 
700,32. 701,33. 721,10. 727,37. 
859, 4. 8o0, 13. 865, 30. 40. 866, 
11. 868, 22. 34. 884, 28. 898, 28. 

St. Veit a. d. Rott 399, 22. 

— , Abt Martin 399, 22. 402, 19. 

442, 14. 
Velai, Velaia, Velay, Velaya s. Valley. 

Velden 760,32. 

Veldenz (Veldentia) 15,9. 277,9. 
388, 23. 559, 15. 

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UNIVERSITY0F MICHIGAN 



— 1007 — 



Velger, Nikolaus 334,31. 
Velsperg, Herren v. 728,27. 
Velturns (Velturnus) 884,20. 
Vemach, Eudolf v. 821,29. 
Vend (der Vende), Heinrich 296,8. 
Venedig, Venezianer 36, 2 ff. 219, 3. 

6. 260,22. 24. 312,23. 326,31. 

371,14.378,27. 424,30. 533,29ff. 

559,3. 590,33. 632,11. 645,34. 

647, 13 ff. 679, 4 ff. 694, 22 ff. 739, 

16. 790,31. 800,18. 806,14. 809, 

18. 822, 25. 829,31. 35. 834, 7 ff. 

835, 16 ff. 836,1 ff. 837,15ff. 838, 

27 ff. 839, 7 ff. 840, 6 ff. 896, 6. 
Vensheim (Ebensheim), Friedrich 

v. 231, 15. 
Venusta pagus, Venustica Vallis s. 

Vintechgau. 
Verden, Bistum 184,19. 889,21. 
Verdun (Viriduna), Stadt 104, 13. 

— (Virdüm), Bistum 664,5. 
Vergilius (Virgilius) 31, 26. 
Vering, Veringa s. Pförring. 
Veringen (in Württemberg), Grafen v. 

185,11. 504,13. 
-, Gr. Heinrich 183,19. 26. 

— bei München s. Oberföhring. 
Vernensee s. Fernsee. 

Verona (Beren, Peren, Dietrichs 

Pern) 34,4. 39. 39,4. 44,35. 62, 

12. 115,18. 23. 118,31. 34. 173, 

35. 174,7. 188,6. 233,10. 367, 

27. 377,8. 452,4. 454,15.455,19. 

459,18. 478,1. 514,37. 618,33. 

624,27. 629,27. 631,17. 647,14. 

20. 713,15. 752,32. 753,2. 6. 

754,38. 761,18. 806,2. 837,40. 

43. 883,14. 895,29. 896,7. 
— , Hrz. Zangrulf (Zangrulphus) 

45,21. 460,5. 
— , Scaliger s. unter Scala, della. 
Verre8 s. Varus. 
Vestrana, Vetrania, Vetravia 37,15. 

40. 41. 
Veszprim (Wesprün), B. Benedikt 

243,40. 522,18. 
— , B. Johann Vitez 390,14. 639,24. 
— , B. Matthias 801, 23. 
Vettaw s. Vöttau. 
Vettingen s. Vötting. 
Vßtz ß TJetz 

Vicenza (Vizenz) 629,28. 631,17. 
Viechtag s. Grossenviecht. 
Vienne ^Vienna) 103, 31. 473, 5. 
Vierfeld (Vierveit) 168,11. 
Vilar s, Pfalzgrafenweiler. 
Vilibach (Vilbach), Ritter v. 231, 14. 

S. auch Vensheim. 
Villach (Villacum) 842,30. 



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Vils (Vilsa), Nebenfluss der Naab 

19, 30. 20, 52. 199, 19. 
— (Vilsa), Fluss in Niederbayern 
19,39. 239,11. 518,26. 757,33. 
Vilsbiburg (Vilspiburg, Piburg, Py- 
burg) 288,24. 572,12. 21.697,28. 
698, 3. 
Vilsheim (Vilshaim) 737,6. 
Vilshofen (Filshofen) 19,39. 248, 
26. 329, 28. 525, 27. 657, 32. 

662,3. 671,6. 
Hl. Vincentius (Vicenczius) 487, 13. 
Vincentius Bellovacensis (von Beau- 

vais) s. Beauvais. 
Vinda s. Wertach. 
Vindelicien (Vindelica) 26. 33. 
Vindelicier, Völkerschaft 21,34. 35. 

26,35. 27, 2 ff. 28,3. 14. 29,24. 

31, 7. 8. 
Vinea (de Vineis), Petrus v. 296, 

40. 747, 39. 751, 18. 
Vintechgau (Venustica Vallis, pagus 

Venusta) 58, 18. 119, 20. 
— Gr. Berchtold 119,20. 
Virdüm, Viriduna s. Verdun. 
Vischaha s. Fischa. 
Viscbpachaw s. Fischbachau. 
Vissegrad (Wysegrada) 801, 29. 
Vitalis, Presbyter 52,26. 
Viterbo (Viterbium, Viterby) 233, 

17. 294,36. 577,7. 
_, Gottfried v. 6,22. 32,32. 
Hl. Vivilo (Bivilo) 67. 29. 
Vliet, Johannes 325, 36. 590, 15. 
Vlinrigia s. Ulmerugia. 
Vöttau (Vettaw, Wettaw) 749,22. 
Vötting (Vettingen) 872, 15. 
Vogtland 26, 17. 
Vohburg 176,46. 213,28. 217,18. 

223,28. 348,40. 409,29. 412,24. 

413, 13. 23. 414, 13. 510, 21. 

602 28. 
— , Mkgr- Berthold 183, 22. 
— , Mkgr. Diepold I. 161, 14. 
— , Mkgr. Diepold II. 161, 14. 179, 

35. 502,35. 732,6.— Dessen Gem. 

Mathildis 161,10. 14. 174,21. 
-, Mkgr. Diepold V. 32,38. 
Volders (Valers, Volera) in Tirol 

337, 5. 826, 8. 
Volkenstain s. Wolkenstein. 
Volkenstorf , östetr. Adelsgeschlecht 

714,48. 728,24. 
Volkenstorfer s. Wolkenstein. 
Volkmannsdorf (Folkmanstorf; 524, 

7. 
Voltros s. Feltre. 
Voursies, Johann v. 551,28. 

Original frorn 
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— 1008 — 



Vyanen (Bianna, Vianna) 327,27. 

591, 33. 
— , Heinrich v. 327,28. 30. 591, 

33. 35. 

Waal (Wal) 105,32. 
Wachau (Wochaw) 471,20. 
Wadstena (Watzstenum) 907,37. 
Wäching, Berthold r., s. Freising, 

B. Berthold. 
Wälschland = Italien 481, 9. 645, 

24. 
Wahlstadt (Bellstat) bei Liegnitz 

208, 1. 
Waidhofen (Waldhawn) a. d. Ybbs 

883,27. 892,23. 898,2. 
Waise, Kadold d. 750, 45. 759, 25. 
— , Sigfried d. 750,45. 
Walachei ( Walachia) 244, 27. 523, 2. 
Walbeck 135,21. 
Walburg, Otto v. 821, 17. 
Walchen 454,20. 25. 475,31. 
Waldeck, Grafen v. 736, 35. 

— (Waldegk), Otto v. 880, 10. 
— , Gr. Philipp 551,33. 

— (Waldegk, Waldekke), Rudolf v. 
187,15. 505,33. 880,10. 881,9. 

Waldecker v. Waldenberg.Wolfgang 
905, 7. 

Waldegisus, Vater d. hl. Corbinianus 
849, 1. 

Waldenfels, Heinz v. 551, 41. 

— , Kaspar v. 551, 42. 697, 33. 

— , Martin v. 353, 8. 606, 10. 

Waldenser 790,14. 

Waldhawn s. Waidhofen. 

Waldner 821, 23. 

Waldrab, Hans 436, 42. 700, 9. 

Waldram , Gründer v. Benedikt- 
heuern usw. 66, 28. 462, 45. 

Waldflsch, Wilhelm v. 619,31. 

Wallersee (Walersee) 461,23. 

Walleshausen (Waletzhausen), B.-A. 
Landsberg a. L. 210, 32. 

Walpurc, Walpurg s. Truchsess. 

Hl. Walpurgis (Baltpurg) 9, 14. 73, 
24 ff. 74,2. 125,8. 481,38. 

Wallsee ( Walsee) , österr. Adels- 
geschlecht 728, 26. 769, 8. 

— (Waise), Reinprecht v. 408,5. 
— , Ulrich v. 775,11 (Leotoldus). 
Waltenshausen (Waltheimesbuch) 

236, 1. 
Waltersdorf (Walterstorf) 741,24. 

748,1. 
Wangen 665, 9. 
Waradium s. Grosswardein. 
Warcka, Warken s. Workum. 



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Wartenberg i. Eärnthen 884, 6. 
Wartstein (Warstain , Warstein, 

Kungstain, Kflngstain), Burg 19, 

16. 20,42. 402,1. 646,24. 
Wasgau (Wassgenum, Wassgew) 

277 6. 559 12. 
Wasserburg a. Inn 331,22. 400, 1. 

594,12. 24. 645,4. 651, 2 ff. 657, 

11. 662,33. 
— , Grafen v. 235,6. 515,28. 
— , Gr. Dietrich 879, 49. 
Hl Watho 62, 24. 79, 13. 
Watzmannsdorf (Waczmanstarf), 

Degenhard v. 436,40. 700,8. 
Waxenberg (Wezenberg) 743, 40. 
Weichs (Wihse) bei Garmisch 885, 4. 
- , Degenhard v. 894, 13. 17. 
-.Engelhard v. 367,29. 387,28. 

618, 36. 638, 15. 

- (Weis), Wolfgang v. 391,2. 640,8. 
Weiden (Weyden) 274,8. 345,40. 

352,31. 556,17. 600,4. 605,36. 
Weidenbach 765,39. 
Weigel, Vicztum (Vicedominus) 

289, 12. 24. 571, 19. 27. 783, 17. 
Weihenstephan (Beichenstefen, 

Beihenstefien, VVeyhensteven, 

MonsS.Stephani) 11,35. 61,23.27. 

62,27. 126.10. 145,27. 146,1. 

242.22. 251,1. 438,14. 482,15 
488,10. 521,4. 527,19. 679,20. 

701.23. 25 771,31. 859, 1. 6. 
860,9. 34. 865,29. 40. 866, 5 ff. 
889, 14. 906, 22. 

— , Abt Anton 914, 12. 

- , A bt Sigmar (Sigemarius) 872, 19. 

— , Abt Wolfgang v. Weichs 

(Weychs) 399, 24. 442, 15. 914, 1. 
Weikertshofen (Wigkgershoven), 

Volram v. 880,7. 
Weil (Wila, Weyl) die Stadt 358, 

21. 611,3. 665,8. 

— (Weyl), B.-A. Landsberg a. L. 
210,31. 

Weilhart (Wilihart), Forst 153,13. 

490,31. 867,2. 
Weilheim (Weilham) 210, 31. 331, 

21. 404,26. 419,12 435,33. 439, 

26. 594,10. 666,14. 676,21. 699, 

14. 702.40. 
Weingarten 158,8. 159,20. 161, 

1. 172,19. 173,21. 494,2. 26. 

664,8. 
Weinmair (Weinman), N., Richter 

zu Freising 893,3. 
Weinsberg (Winesberc) 165, 16. 

733,30. 
-- , Philipp d. Ä., Herr zu 629, 10. 
Weiren s. Weyarn. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



— 1009 — 



Weissenburg i. B. 349, 48. 367, 13. 
603,35. 618,21. 665,11. 

— (Beissnburg) i. Elsass 70, 1. 664,8. 
665, 13. 

Weissenhorn (Weyssenhoren) 19,17. 

20,26. 376,22 442,30. 624,16. 

636, 40. 637, 15. 646, 27. 705, 10. 
Weissen stein (Weyssenatain) 418,4. 

675, 21. 
Wei88ru8sland{AlbaRussia,Wevs8en 

Reussen) 393, 7. 641,31. 799,10. 
Weitra (Vetrania, Vetronia) 37,40. 

453, 8. 

— (Weittra), Herren v. 728,25. 
Weifen 12,36. 172, 6 ff. 175,1. 
— , Eticho (I.) 172, 16. 

-, Eticho (II.) 172, 26. 

— , Heinrich (I.) 172,17.21. — Seine 

Gem.Beata vonHohenwart 172,24. 
— , Heinrich (II.) 173, 3. 
— , Rudolf 172,26. — Seine Gem. 

Ida(Ita) vonÖningen 172,26.32. 
— , Ruthardus 172, 13. 
— , Warinus 172,12. 
-, Weif I. 157,42. 173, 3 ff. 174, 

15. — Seine Gem. Imiza 173,6. 
— , Weif II. 157,42. 158,2. 
— , Weif III. s. unter Kärnthen, 

Hrz. Weif. 
— , Weif IV. s. unter Bayern, Hrz. 

Weif I. 
— , Weif V. 8. unter Bavern, Hrz. 

Weif II. 
-, Weif VI. 13,2. 161,10. 163.20. 

165, 7 ff. 166, 6 ff. 169,34. 170, 

22 ff. 171, 18 ff. 172,4. 174,21. 

177.11. 179,32. 181,15ff. 182, 1 ff. 
183, 1 ff. 184, 7 ff. 185,41. 496,19. 
497,31. 498, 5 ff. 732,4.38. 733, 
25 ff. 734, 1. 

-, Weif VII. 174, 26. 29. 182, 8 ff. 

183, 5ff. 184, 4 ff. 
Wellebur, Wilhelm v. 620, 1. 
Wels (Valentia, Polenczia, Wells) 

37,13.33.34. 311,5.10. 453,7. 

743,40. 
Weltenburg (Weltenpurg) 84, 23. 26. 

470. 12. 

Welz (Weltz) in Obersteiermark 

892, 25. 893, 34. 897, 24. 
Wenden (Windi* 135, 16. 
Hl. Wenzeslaus 783, 8. 795, 12. 
Werd s. Wörth. 
Werdau, Konrad v. 619, 37. 
— , Wilhelm v. 619,37. 
Werdea an der Amper s. Grafrath. 
Werdea Suevica s. Donauwörth. 
Werden s. Woerden. 

Quellen a. Erörterungen N. F. III. 



Werdenberg, Gr. Hans 441, 13. 

552 4. 704 16. 
— , Gr. Hugo (Haug) 381,15. 429, 

32. 626,11. 628,33. 633.22. 684,39. 
-, Gr. Jörg 368. 18. 619, 21. 
— , Gr. Johann 823, 17. 
-, Gr. Ulrich 628, 34. 
Werdenfels 419, 22. 677, 7. 898, 5. 

903,2. 
Werder, Georg 906, 30. 
Werdnitz s. Wörnitz. 
Werenfels, Adelige v. 821,21. 
Wernau, Jörg v. 619, 26. 
Wernburgowe 879,41. 
Wernher (Werenherus, Wezelo), 

Graf, Genosse Hrz. Ernsts d. J. 

v. Schwaben 227, 2. 719, 7. 9. 
— , Hans, Bürger zu Erding 566,24. 
— , Lektor des Franziskanerkloster 

zu Regensburg 241, 32. 
Wert, Werthe s. Maria Wörth. 
Wertach (Vinda) 19, 23. 26, 31. 32. 
Wertheim, Gr. Hans v. 626, 7. 630,2. 

664,41. 
— , Gr. Michael 354,11. 545,13. 
~, Gr. Wilhelm 551,16. 664,41. 
Weschnick, Johann r. 552, 15. 
Wesen 823,27. 
Wesprün 8. Veszprim. 
Wesso 81,23.24. 469,26. 
Wessobrunn (Wessesprunn) 9, 23. 

81, 12 ff. 84,26. 213, 10. 469, 25. 

672 23. 
-, Abt Ilsung 81,27. 
Westenberg, Kaspar v. 387,26. 

638, 14. 
Westerburg(We8terberg), Grafen v. 

629,4. 630,3. 
- (Besterburg), Gr Bernhard '545,20. 
- , Gr. Kuno (Cune) 545, 21. 
Westerwald 21,7. 
Westfalen 25,21. 175,12. 
Westrich (Westrania, Westereich) 

68,22.32. 69,2 193,5. 198,15. 

277,6. 559,12. 560,20. 
Wettaw s. Vöttau. 
Wetzeisdorf (Weczldorf) 742,26. 
Wetzlar 665, 12. 
Wexenberg s. Waxenberg. 
Weyarn (Weiren, Weveren) 13,25. 

202, 19. 25. 883, 1. 
Weyasit s. Türkei, Sultan Bajazet I. 
Weyssenbach, Hilprand v. 821,32. 
Wezelo, Graf s. Wernher. 
Wichling, Grafen v. 664,38, 
Wickersheim (Wickerhaim) 285,36. 

569,38. 
Wiclif (Wicclev), Johann 895, 18. 
Widamundt s. Vaudemont. 



IC 



UNIVERSITYOF MICHIGAN 



1010 — 



Wido 108, 19. 21. 

Wieland (Wyelandt), Jakob 437,1. 
700, 10. 

— , Sixtus 437, 1. 700, 10. 

Wien 16, 37. 37, 12. 169, 7. 278, 4. 
285,32. 310,23. 311,2 9. 350.28. 
29. 364,9. 380,28. 388,29. 389, 
29. 390 3.5. 391,34. 392,1. 400, 
12.24. 413,14. 417,24. 434,9. 
452,27. 453,6. 659,33. 569,32. 

616.9. 633,4. 639, 8 ff. 640,36. 
641,5 645,11 21. 673,13. 675,8. 
689,40, 703,16. 710, 19 ff. 711, 
13 ff. 712,25. 713, 2 ff. 729,26. 
732,26.30. 733,2. 740, 4 ff. 741, 
6.8. 743, 10 ff. 744,12. 748,10. 
749,14.18. 750, 14 ff. 751, 27 ff. 
752, 16 ff. 753,7. 755,23. 759,35. 
760, 6 ff. 763,18. 767,6.21.770, 
26. 771, 2 ff. 779,7. 781,26. 784, 
16. 785, 1 ff. 787, 3 ff. 788,3.4. 
789,25. 790, 8 ff. 792,27. 793,15. 

37. 797,38. 798,26. 802,34. 803, 
lOff. 804,18. 805,23.31. 807,11. 
19. 808, 11 ff. 809, 16 ff. 810, 17 ff. 

814.10. 816,8.10. 817,44. 822, 

38. 823,3.11. 824, 1 ff. 832,7. 
843, Uff 844,38. 885,28. 887,10. 
889,9. 892, 14 ff. 893,1.895,15. 
896,14. 897,2. 898,11. 904,9. 
910,18.29. 

Wienerneustadt (NovaCivitas) 389, 
30. 439,32. 639,8. 703,4ff. 711,2. 
712,19.21. 740,7. 743,40.749,33. 

751.36. 752,3.15. 755,2. 802,31. 

806.23. 843,13.20. 
Wienerwald (Silva Wiennensium) 

784, 14. 15. 

Wiernlett 8. Biervliet. 
Wiesenbach (Wissenpach) 280,8. 

561,25. 
Wigkgershoven s. Weikertshofen. 
Wihse s. Weichs. 
Wila s. Weil die Stadt. 
Wild , Hans, Bürger zu Erding 

566. 37. 

Wildenberg (Bildnberg) 658,24. 
Wildenrod 782, 31. 
Wildenstein 329,20. 408,33. 669,24. 
Wildenwarter, Matthäus 436,32. 

700,6. 
Wilhelmsburg (Wilbalmspurgk,Wil- 

halmspurg) 740,24. 743,38. 
Wilihart 8. Weilhart. 
Willing (Willgen) 857, 2. 
Wimpfen (Wympfen) 665, 12. 
Winckler, osterr. Adelsgeschlecht 

728. 24. 



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Windberg, Kloster 77, 43. 219, 18. 

465,36. 
— , Grafen s. Bogen, Grafen. 
Winden 473, 28. 476, 18. 485, 5. 
— , Fürst Rastus 473, 28. 
Windesbach 282.23. 568,11. 
Windische Mark (Marchia, Marchia 

slavonica) 761, 17. 801,4. 884,13. 
Windsheim (Wynshaym) 665,11. 
Winhart, Johann 437,22. 700,30. 
Winkl (Winckel) 210,33. 
Winkle, Jörg 551,2. 
Winter, Paul, Bürger zu Erding 

566,32. 
Wintzerer, Kaspar 696, 20. 
Winuler 33, 37. 
Winzer 329,28. 671,5. 
Wippenhausen 872, 8 ff. 
— , Dietpold (Diepolt) v. 872, 12. 
— , Gerold v. 872,9.12. 
- , Willibolt (Willebolt) v. 872, 5. 
Wirm (Wirna, Wirina), Fluss 19, 

32. 20,11.39. 
Wirmsee s. Fernsee. 
Wiskenvelt, Ulrich v. 880,7. 
Wiepeck, Jörg 653,5. 655,5. 656,5. 

661,24. 662,2.8. 696,12 ff. 697,17. 

698, 5. 14. 
Wissegrada 37, 15. 43. 
Witengov s. Peiting. 
Witteisbach, Burg 194,22. 198,7.18. 

506,39. 508,19.25. 
— , Pfalzgrafen 194, 20 ff. 216, 19. 

217 19. 
~, Pfalzgr. Friedrich 179,36. 185, 

32. 195,29. 196,6.17. 201,30. 

217,8. 443,12. 502,36. 504,35. 

507,10. 35. 732,7. - Seine Gem. 

Margarete von Baden 196,18. 
— , Pfalzgr. Otto IV. (von Scheyern) 

13,20. 162,41. 165,20. 171,25. 

194, 7 ff. 195, 4 ff. 199, 16. 24. 

200,4. 201,26. 496,4. 497,36. 

499,33. 506,41. 733,35. — Seine 

Gem.Heilika(Heilka)von Lengen- 
feld 194,24. 199,17. 201,29. 507,6. 
— , Pfalzgr. Otto V. 201, 22. 24. 

199, 15. 506, 37. 
— , Pfalzgr. Otto VI. s. unter Bayern, 

Hrz. Otto I. 
— , Pfalzgr. Otto VII. 185,30. 186, 

32. 187,6. 195,29. 196,15 ff. 201, 

30. 217,8. 504.32. 505,18. 507, 

10. 508,3. 880,33. 881,1. — Seine 

Gem. Benedikte von Hirschberg 

196 18 
— , Pfalzgr. Otto VIII. 185,32. 196, 

19.22. 197,1 ff. 201,34. 198,13. 

604,33. 508, 6 ff. 

Original from 
UNIVERSITYOF MICHIGAN 



1011 — 



Wittin gau, öaterr. Adelsgeschlecht 

728, 26 
Witto s. Buraburg. 
Witzleben (Biczleben), Friedrich v. 

552, 9. 
WÖlflin (Wolflin), Johann 416,8. 

674, 27. 
Woerden (Werden) Herren v. 324, 

36. 588,20. 
Wörnitz (Werdnitz), Fluss 19,22. 

20.47. 
Wörth (Werd) a. D. 220, 11. 329, 

21. 409,1. 509,39. 669,25. 776,26. 

— (bei Erding ), Eberhard v. 880,10. 
Wolberg, Rembolt v. 619,34. 

— , Wilhelm v. 619,34. 
Wolfach (Wolfah), Fluss 19, 40. 
Wolfgersdorf (Wolkersdorf), österr. 

Adelsgeschlecht 714,49. 
Wolfratshausen (Wolfhartzhausen, 

Wolferczhausen), Markt uod Burg 

13,32. 162,45. 210,10.22 255, 

23. 499,1. 530,1. 
-, Grafen v. 13,26. 203, 7 ff. 216, 

20. 217,20. 496,7. 
— , Gr. Heinrich I. s. Kegensburg, 

B. Heinrich v. W. 
— , Gr. Heinrich II. 166,35. 203, 

13. 210,18. 498,38. 
—, Gr. Leopold 203, 9. 
-, Gr. Otto I. 203,12. 
— , Gr. Otto II. 203, 9. 210, 15. 

211,4.9. — Seine Gem. Justicia 

203.12. — Seine Tochter Maria 

203.13. 211,9. 

— , Gr. Otto III. 203, 13. 

-, Gr. Otto IV. 203,5.13. 

-, Gr. Otto V. 162,35 ff. 495,34. 

496,6. 498,35. 
Wolfstein 318,22. 344,34. 585,1. 

599, 2. 
— , Hans v. 551,7. 
— , Wilhelm v. 387,21. 638,9. 
Wolgast u. Barth, Hrz. Erich 664,14. 

— , Hrz. Wratislaw X. 664, 14. 
Wolkenstein, Michael v. 551,5. 

— (Volkenstain), Veit v. 391,30 
(irrtümlich : Volkenstorfer). 551, 
18. 640,32. 

Wolkenstorfer 714,29. 
Wolmershausen, Burkhard v. 619,32. 
— , Leinbold v. 619,27. 
Wolnzach (Wolczah), Fluss 19, 27. 
20,35. 

— ( Bolzenzach , W olczach .Woltzach), 
Markt 16,40. 382, 19. 21. 634,17. 
656, 37. 

Workum( Warcka, Warken ,Workam) 
324,36. 827,27. 588,20. 591,32. 

Digitizedby CjOO^K 



Worms (Civitas Wangionum, Bor- 

macia, Wormacia, Wurms). Stadt 

70,27. 87,36. 88,13. 101,12. 107, 

39.42. 114,13. 127,6. 128,17.21. 

175.30. 176,16. 183,21. 227,12. 

242,30. 263,15. 280,28. 402.8. 

468, 6. 23. 476, 23. 26. 482, 38. 

500, 11. 31. 521, 15. 538, 20. 647, 

11. 665,5. 772,4.27. 868,30.911, 

20.30. 912, 12 ff. 
— , Bistum u. Bischöfe 48, 19. 22. 

70,27. 388,26. 461,6. 552,22. 

638, 33. 664, 3. 912, 20. 914,30. 
-, B. Gerbilio 70,30. 
-, B. Gerold 70,28. 
— , B. Johann v. Dalberg 272,25. 

32. 395,18. 429,15. 545,10.34. 

643,5. 
— , B. Hl. Rupert s. Rupert. 
Wowingen s. Poing. 
Woyrsa s. Mors. 
Wrehain, Walther 552,21. 
Würfl 895, 15. 
Württemberg, Grafen 263, 10. 312, 

28. 388, 17. 542, 38. 548, 22. 554, 

22. 777, 9. 786, 13. 
— , Gr. Eberhard IV. d. Greiner 

358, 20. 22. 610, 35. 38. 611, 6. — 

Sein Sohn Ulrich 358, 20. 611,5. 
— , Gr. Eberhard 361, 7... 
— , Gr. Eberhard d. A. 270, 12. 

271.18. 371,1. 386,4. 402,3. 423,8. 
429.30. 430,5. 543,36. 625,26. 
628,16. 630,21. 631,1. 636,37. 
664,23. 683,13.27. 684,36. 687,12. 

— , Gr. Eberhard d. J. 270,12. 371,1. 

-, Gr. Georg 630, 20. 

-, Gr. Ludwig I. 261,16. 271,17. 

537.20. 628,14. 842,25. — Seine 
Gem. Mechtilde 261, 15. 271, 17. 

537. 19. 842, 24. 

-, Gr. Ulrich V. 263,26. 268,14. 
27. 361,3. 363,16. 365,2. 381,19. 
408,29. 537,33. 541,12.32. 614,1. 
615,23. 616,26. 625,25. 628,2. 

630.21. 633,26. 6U, 23. 669,34. 

— Seine 1. Gem.Margarete v.Kleve 
s. unter Bayern, Hrz. Wilhelm III. 

— Seine 2. Gem. Elisabeth 
v. Bayern-Landshut 360,37. 361, 

2. 6. 613, 32. 614, 4. — Seine 

3. Gem. Margarete v. Savoyen 
s. unter Pfalz, Kurf. Ludwig IV. 

-, Hrz. Ulrich I. 650,18. 

Würzburg (Herbipolis), Stadt 32,33. 
37,16. 71,2. 164,17. 175,27. 376, 
27. 453,9. 488,31.33. 497,2. 500,7. 
501, 1. 624, 18. 762, 39. 

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— 1012 



Würzburg, Bistum u. Bischöfe 371,7. 

388,25. 489,10. 628,13. 664,3. 

763,10. 890,1. 
— , B. Burkhard 71,2. 73,2. 74,23. 

468,25. 
— , B. Erlongus 32, 33. 36. 
— , B. Gottfried I., Kanzler K. Frie- 

drichsl. 187,18. 505.26. 881,4.13. 
— , B.Heinrich 488,24.38. 489,15. 
— , B. Heinrich v. Diessen 183,3. 

506, 17. 883, 12. 
— , B. Johann v. Grumbach 365, 

29. 366, 19. 617, 10. 33. 
— , Hl. Eilian 489, 20. 
-, B. Konrad 141,37. 
— , B. Robertos 32, 33. 36. 
- , B. Rudolf v. Scheerenberg 270, 

10. 542,35. 912,4. 
Wulzendorf (Wultzendorf) 754, 47. 
H. Wunibald (Wunebaldus) 73,42. 
Wurgau s. Burgau. 
Wylak s. Illok. 
Wympfen s. Wimpfen. 
Wynshaym s. Windsheim. 
Wyschehrad (Fischeradt) 720,32. 
Wysegrada s. Vissegrad. 

Ybbs (Ibs) 137, 1. 721, 21. 

Yberuia s. Irland. 

Ygla 37, 38. 

Yler s. Hier. 

Ylmünster b. Ilmmflnster. 

Yppenbnrg, Ludwig v. 620,2. 

— , Michael v. 619,24. 

Ybbs (Ipisa), Fluss 865, 4. 

Ysara s. Isar. 

Ysemburg 664,8 (verschrieben = 

Weissenburg i. E.) 
Ysenburg (Eysenburg), Ludwig v. 

664, 30. 
Ysereck s. Isareck. 
Ysn, Ysona s. Isen. 
Ysnach s. Isny. 
Ystria s. Istrien. 
Yvan castrum s. Castel Ivan. 

Zacharias 28,24. 

Zäch, Wolfgang 551, 13. 

Zähringen, Hrz. Berthold 161, 12. 

183,22. — Seine Gem. Sophia 

161,12. 174,21. 
— , Hrz. Konrad 182, 31. 503,21. 
Zagoria (Sager), Gr. Wilhelm 629,3. 
Zainrüd, Wilhelm 367, 30. 
Zamberg 657,25. 
Zant, Friedrich 551,44. 
Zegediensis civitas s. Szegedin. 
Zeiselmauer (Tzeisslmaur, Cecium) 

38,10 11. 453,19. 
Zelking, Albert v. 240,5. 758,33. 



Zelking, Ludwig v. 240, 5. 758,32. 
Zell am Harmersbach (Zall ym 

Hamlspach) 665,12. 
Zeltingen, Hans v. 551,2. 
Zemplen s. Semlin. 
Zendrew 797,31. 

Zenger(Zänger,Zengär) von Schnee- 
berg (Sneberg), Johann 275,7 ff. 

557, 17 ff. 558.1 ff. 
— , Johann, der guidein 358,27.33. 
— , Johann v. Schneeberg 387,23. 

430,33. 638,11. 683,38. 
Zengg (Segna), B. v. (Segiensis), 

statt B. Johann de Doniinis von 

Grosswardein 802, 8. 
HLZeno 60,19. 78,4. 153,33. 207,3. 

490,38. 851,1. 854,28. 856,6. 

867. 12. 

St. Zeno bei Reichenhall 396,2. 
643, 20. 911, 29. 

— , Propst Ludwig Ebner s. unter 
Chiemsee, B. Ludwig E. 

Zenoburg (Zemberg, Zennburg) bei 
Meran 57,25. 84,28. 207,1. 470, 
15.18. 852,26. 

Zieholfeshusin s. SUIertshausen. 

Zilagij s. Szilfigyi. 

Ziller (Cziler), Fluss 329, 36. 

Zimeren, Zimern s. Simmern. 

Zimmern (Zimeren), Gr. v. 630,27. 

Zinzendorf, Christoph v. 551,6. 

— , Hans v. 551, 10. 

— , Tiburtius v. 551,4. 

Zistersdorf (Cistersdorf) 765,12. 

Ziza 27,1. 

Zizaria = Augsburg 27,2. 

Zlab s. Slapp. 

Znaim (Naem, Snaym, Znaima) 585, 
20. 720.38. 767,1. 790,38. 

Zollern s. Hohenzollern. 

Zollfeld (Zolfeld) 774, 3. 

Zolling (Zollinga, Ober- oder Unter- 
zoll ing) 854,7. 

Zorn (Zoren), Strassburg. Geschlecht 
285,38 (verderbt: Zolrensis, Zol- 
leren). 534,29. 569,40. 

— , Jost v. 552,22. 

Zorneding (Zorogeltinga) 867, 20. 

Zornemel, Hans v. 551, 12. 

Zudamaresfelt s. Ulmerfeld. 

Zürich (Turego, Turegum) 193, 18. 
371,18. 665,18. 823,30. 

Zulhart, Hans v. 619, 23. 

Zusam (Zusem), Fluss 19,22. 20,31. 

Zweibrücken (Zbaynbrügke, Zwain- 
brueke,Zwainbrugka) 189,8. 277,7. 

559.13. 569,20. 771,17. 
Zwettl (Zwettel) 742,11. 749,8. 
Zwiefalten (Zwifalten) 727, 21. 



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Berichtigungen und Nachträge. 

Zu S. 36, 46: Aventins Bemerkung bezieht sieh wohl aufZ. 25 ad S. Petro- 
nellam = Carolin tum, das dort irrig mit Celeya identifiziert ist. 

Zu & 43, 34 ist an den Rand zu setzen: Gf. Ebran 42. 

Für S. 70, 26-32, 33,37 39 sind Quelle Flor. 242. Vgl auch Otloh, 
Vita S. Bonif. I, 37. 

S. 81, 9 lies TassÜO. 

Zu S. 82, Anm. 2: Das Epitaphium lautete in tabula plumbea nach 
Clm. 1211, f. 248: Hie iacent Septem corpora beatorum, qui tem- 
pore 8. Udalrici ab Hungaris martyrisati sunt. Vgl die Zu- 
sammensteüung der älteren Literatur darüber bei Leutner, Historia 
monasterii Wessofontani, I, 73 ff. 

Zu S. 90, 15—18: Was hier von Tassiio gesagt wird, ist wörtlich aus 
Otto Fris., Chr. VI, 8 entnommen, welcher mit jenen Worten von 
Kaiser Karl 1U. spricht; vgl S. 106,26—28. 

S. 103, 9 und 10 ist auch Ebran 64 Quelle. 

S. 103, 42—104, 2 ist Ebran 66, 12 Quelle, S. 104, 6 Ebran 67, 7. 

Zu S. 104, 12 : Es ist sehr interessant, dass die Worte in 10C0 nun- 

cupato Dungeth, qui est iuxta civitatem Viriduna 

von Arnpeck offenbar einer wichtigen Urkunde des Freisinger 2Va- 
ditionsbuches (bei Bitterauf 1, 556, no. 661) entnommen sind; über 
die Bedeutung jener Urkunde vgl Dümmler, Jahrbücher des ost~ 
fränkischen Reichs P, 201, Anm. 1; Mühlbacher, Regesten des 
Kaiserreichs unter den Karolingern P, 454, no. 1103 a. 

S. 106, 29 und 30 Quelle: Ebran 68, 3. 

S. 108, 41 Quelle vielleicht Ebran 73, 14. 

S. 117,10 ist xu lesen: sed seeundum alios. 

8. 119,30 am Rand ist daxuxusetxen: Fund. Teg. 495. 

S. 129, Anm. 5 ist am Anfang einzusetzen : Conr. Chr. Schir. 621. 

S. 156, 18 lies episcopum. 

S. 158, Anm. 5 : Jetzt wäre die Editio III. der SS. rer. germ. in usum 

schol recusi (1912, xu zitieren. 
S. 165, 19 ist an den Rand zu setzen : Otto Fris. I c. 
S. 185, 24 lies Füetr. statt Ebran. 
S. 185, 26 lies 358. 
S. 190, 10: Der Punkt zwischen domino und N gehört unmittelbar vor 

letzteres. 
S. 191, 23 war petit zu setzen, dazu an den Rand : Vf. Z. 17. 
Zu S. 227, 8: Quelle ist wohl auch die Erwähnung in der Zeugenreihe 

des Privilegium maius S. 179,35. 



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— 1014 — 

Zu S. 241, 14 : Quelle für in die nativitatis ist das Chr. Slams. 

8. 286, 13 lies conserta. 

S. 320, Anm. 5 hat xu lauten : Richtig, nicht Elisabeth, wie Andr. 553, 6 

und 560, 5 und Fiietr. 184, 32 angeben. 
S. 290, 45 lies ich statt sich. 
S. 295, 1 und 5 lies Henr. statt Herrn. 
S. 297, 25 ebenso. 

Zu S. 315, Anm. 3: Die genannte Ettaler Chronik dürfte Cgm. 1519 sein. 
S. 362, 31 lies magiii. 
S. 447, 31 statt 44 lies 24. 
S. 448, 24 statt 25 lies 35. 
S. 451, 15 statt 36 lies 37. 

S. 458, 26 ist an den Band xu setzen: Paul. Diac. III, 30. 
S. 478, 10 war xu drucken und Sbaben. 
S. 480,22 war xu drucken und grossem pullen, dazu an den Rand: 

Andr. 616, 13. 
S. 526, 18: 249 gehört xu Z. 19. 
S. 527, 1 lies vil rat. 
S. 552, 22 ist hinter Schenck ein Komma xu setzen. 

S. 571,27 lies yu sein geschloss. 

S. 587, 26 lies: schlugen sich. 
S. 605, 9 tcar xu drucken vierten. 

Zu S. 624, 33: In der Handschrift fehlen nach Wilhalm VOnldte Worte 
Aichstet, Johann von. 

Ä 626, 37 bis Schauenberg. 
S. 638,31 war xu drucken Fridrich. 
S. 665, 15 lies : Monster in Sand Gregorgental. 
S. 667, 36 vor also ist einzusetzen: etlich muesten ainen strick 
ain jar um den hals tragen. 

S. 667,38 ist hinzuzufügen: c pon späterer Hand fast unleserlich gemacht, 

in allen übrigen Hss. erhalten. 
S. 669 war xu drucken Valkenberg. 
S. 696, 39 lies Sonnenberg. 
S. 704,16 war zu drucken Johanns. 
S. 761,46 lies Seemüller. 
S. 764, 42 und 44 lies Seemüller. 

S. 787, Anm. 6 nach Vgl. ist eimufügen : oben S. 303, 9 ff., ausserdem. 
S. 790 ist Anm. 3 xu tilgen. 

S. 838, 32 ist xu lesen : Haiden. In valle Ausugii Yvan. 
S. 864, 34 lies S. 865, 34 statt S. 493. 
Zu S. 905, 22 ff. : Der folgende Abschnitt ist auch gedr. in Mon. Qerm. 

paed. XL1, 191. 
S. 907,24 lies facti, 2£auctori-, ifömonasterii, 27 singulis, 25graciis. 
S. 920, 24 statt hervorragend lies : berühmt. 



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Hcrausg. von der Hist. Kommission bei der k. Akademie der Wissenschaften. 

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